Multinationale
Sankt-Petersburg
Wir haben alle gemeinsame Nationalität:
wir sind Petersburger und das vereinigt uns.
W.I. Matwienko
Die Religion in Sankt-Petersburg
Die russisch-orthodoxe Kirche ist die alles
dominierende Religion in Sankt Petersburg (ihr
hängen ungefähr 91% der einer Religion
zugehörenden Einwohner) an, aber es gibt auch
Adepten anderer Religionen, eingeschlossen
Muslime (5%), Katholiken (1%) und Juden
(1%). Es gibt auch Gruppen von Buddhisten,
Evangelisten des siebten Tages, Vertreter
der Heilsarmee, Pfingstler, Zeugen Jehovas
und Mormonen.
Religion und Architektur
In der Stadt leben Menschen verschiedener
Nationalitäten und Glaubensrichtungen, für die
Kultstätten verschiedener Konfessionen offen
stehen. Sie verleihen der städtischen Landschaft
einen besonderen Charme, mitunter exotisch
anmutende, manchmal klassische Silhouetten
der Moscheen, Kirchen und Synagogen
unterstreichen die multiethnische
Zusammensetzung der Stadt.
Die Kirchen und Tempel
Sankt Petersburg ist der Sitz des Zentralen
Kirchenamtes und der Kanzlei des Erzbischofs der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der
Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS) in
der St. Petri-Kirche sowie der EvangelischLutherischen Kirche des Ingermanlandes in Russland.
Die finnisch-lutherische und schwedisch-lutherische
Kirche befinden sich in der Nähe, ebenso eine römischkatholische und eine armenisch-apostolische Kirche.
Es gibt auch die estnische Kirche, die Moschee, die
Synagoge, den buddhistischenTempel u.a.
Buddhistischer Tempel
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Der Bau begann am Ende April 1909. Der Tempel
wurde vom Baumeister G.W. Baranowski
errichtet.
Die Baumaterialien wurden so gewählt, damit
der Tempel gut zur Architektur von SanktPetersburg passte. Das sind: Granit von
verschiedenen Arten, Keramik und Ziegel. Im
Tempelgebäude wurde sogar die Heizung
eingebaut.
Am 21. Februar 1913 wurde im Tempel der
erste Gottesdienst durchgeführt.
Am 10. August 1915 war die Einweihung des
Klosters der Buddeninkarnation – der Gottheit
Kalatschakra zu Ehren.
Dieser Tempel wurde der erste buddhistische
Tempel in Europa und der einzige in Russland,
der den thibetischen Kanonen zustimmt.
1919 wurde der Tempel ausgeplündert. Von
1924 bis 1938 funktionierte der Tempel. Im 1938
wurde er geschlossen und die Mönche wurden
repressiert.
Während des zweiten Weltkrieges war eine
Militärradiostation im Tempel.
Seit 9. Juli 1990 dient der Tempel den
Gläubigen wieder.
Er liegt an der Kreuzung von der Lindenallee
und Primorski Prospekt.
Lutherische Kirche
zum Hl.Michael
• Mittelprospekt, Basiliusinsel ist die
Adresse.
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Ursprünglich gehörte die Kirche
der deutschen Gemeinde.
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Die Kirche wurde 1871-1876
nach dem Entwurf vom
Militäringineuer K.K. Bulmering
gebaut.
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Die Fassade wurde 1886 nach
dem Projekt von R.B. Berngard
umgebaut. Die Kirche ist im
pseudogotik Still errichtet. Das
Gebäude endet mit dem spitzen
kegelförmigen Turm, der mit den
gotischen spitzbogigen Fenstern
und Türmchen dekoriert. Die
Wände sind mit dem Sandstein
verkleidet.
Die armenisch-apostolische Kirche
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Die Armenien wohnten in Sankt-Petersburg seit der Gründung der Stadt.
Ursprünglich erschienen die armenischen Kaufleute in Sankt-Petersburg, die die
Handelsbüros organisierten.
In der Mitte des XVIII Jahrhunderts fuhr die Familie des reichsten armenischen
Kaufmanns (Lasarjan) nach Sankt-Petersburg. Sein Sohn wurde später ein Leiter der
armenischen Gemeinde. Er gab ganz großes Geld für den Bau der Kirche und zwei
Häuser neben ihr.
Die Kirche am Newski Prospekt wurde da gebaut, wo die Pferdestahl der Kaiserin
Elisaweta war. Sie schenkte dieses Bodenstück für den Bau.
Die Bauarbeiten wurden im Mai 1771 begonnen. Der Autor des Projekts war J.M.
Felten. Die Kirche wurde am 18. Februar 1780 die Kaiserin Katharina der II. zu Ehren
eingeweiht.
J.M. Felten benutzte bei der Ausgestaltung der Kirchenfassade die Skulptur. Der
Haupteingang hat einen Portikus mit dem Giebeldreieck. Die Säulen sind mit Marmor
dekoriert.
Im Mai 1930 wurde die Kirche geschlossen und nur im 1990 wurde sie der
Gemeinde zurückgegeben.
Die estnische Kirche
zum Isidor Juriewski
Zum Anfang des XX Jahrhunderts wohnten 4000
Esten in Sankt-Petersburg.
• Im 1894 erschien die estnisch-orthodoxe
Kirchengemeinde in Sankt-Petersburg.
• Der Platz für die Kirche wurde am Griboedowkanalkai
gewählt. Die Kirche wurde nach dem Entwurf von
A.A. Poleschuk gebaut. Im 1905 wurde hier
zweistockiger Tempel aus Stein im pseudorussischen
Still errichtet.
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Am 25. Februar 1935 wurde die Kirche
geschlossen. Jetzt funktioniert sie wieder.
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Die Moschee
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Im 1907 erlaubte Nikolai der II. den Bau der Moschee. Die Autoren des
Projekts waren die Architekten N.W. Wasiliew, S.S. Kritschinski und A.I.
Gogen.
Der erste Gottesdienst wurde im Jahre 1913 durchgeführt. Aber die
Bauarbeiten dauerten noch 7 Jahre. Sie waren nur im Jahre 1920 zu Ende.
In der Architektur der Moschee ist es leicht die berühmten Motive der
mittelasiatischen Baukunst zu lesen. Die Kuppel der Moschee wiederholt die
Kuppel des Gur-Emirmausoleums in Samarkand. Das Form und
geometrische Ornamente des Haupteingangs sind das SchahiSindemausoleum ähnlich. Die Wände der Moschee sind dunkelgrau
granitverkleidet. Das Portal, hohe Kuppel, dünne schmale Minaretten sind
mit der himmelblauen Keramik bedeckt. Uberall sind die Worte aus Koran
geschrieben.
Die Moschee ist im norden Modernstill gebaut. In der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts wurde diese Moschee oft als „Tatarisch“ genannt. Sie kann
5000 Gläubige enthalten.
Sie befindet sich am Kronwerski Prospekt 7.
Die Synagoge
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Die Judische Gemeinde erschien während der Regierung Katharina der II. Bis dieser
Zeit war die Anzahl der Juden in Sankt-Petersburg begrenzt, obwohl Einigen in der
Regierung von Peter der I. die wichtigen Posten hatten. Die Anzahl der Juden in
Sankt-Petersburg hing von dem Kaiser, der zur Macht kam, ab.
Bei Alexander der I. – 200 Menschen, bei Nikolai der I. – 29 Menschen.
Nach dem Tod von Nikolai der I. wuchs die Anzahl der Juden sehr schnell.
Im 1893 wurde die Synagoge eröffnet. Zu dieser Zeit wohnten 16,5 Tausend Juden
in Sankt-Petersburg.
Es gab viele Gesellschaften( Kunst, Musik, Literatur u s.w.)
Die Große Choral-Synagoge wurde in den Jahren 1880-1893 im maurischen Stil
erbaut. Sie wurde nach dem Entwurf von Schaposchnikow I.I. und Schreter W.A. bei
der Teilnahme des Malers Bahmann errichtet. Der Innenraum ist reich geschmückt.
Der Betraum der Synagoge ist für 1200 Plätze. Sie befindet sich am Lermontowski
Prospekt 2 im Kolomna-Viertel westlich des Krjukow-Kanals. Die Synagoge wurde
niemals geschlossen, sogar während der Blokade. Die Gottesdienste führt man hier
jeden Tag durch. Die Synagoge gehört zur orthodoxen jüdischen Gemeinde
Petersburg. In Sankt Petersburg leben etwa 90.000 Juden.
Die finnisch-lutherische Kirche
zur Hl.Maria
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Sie ist mit Sankt-Petersburg gleichaltrig. Die erste Periode in der Geschichte
von der finnischen St. Maria Kirchengemeinde verlief (bis zum Jahre 1745)
mit der schwedischen, auch lutherischen St. Katharina Gemeinde zusammen.
40 Jahre lang waren diese Kirchengemeinden geeint. Sie hatten nicht nur
gemeinsames Erdebodenstück, sondern auch ein Gebethaus.
Am 17. Mai 1733 hat die Kaiserin Anna Ioanowna einen Erlass über die
Erdebodenstückbewilligung für die Kirche untergeschrieben. Hier im Jahre
1734 wurde eine kleine Holzkirche gebaut. Der Gottesdienst wurde die
Reihe nach in der schwedischen und finnischen Sprache durchgeführt.
Jm 1745 wurden die Kirchengemeinden getrennt.
Am Ende des XVIII Jahrhunderts wurde die Kirche baufällig. Im Jahre
1803-1805wurde neue Kirche nach dem Entwurf von H.G. Paulsen errichtet.
Die Kirche hat schmale Vorderfront, strengen, viersäuligen Portikus, ein
Giebeldreieck, eine kleine Rotunde mit der Kugelkuppel.
Im 1938 wurde die Kirche geschlossen. Jetzt gehört sie den Gläubigen.
Die Kirche befindet sich Grosse Konjuschennaja Strasse 6a.
Die schwedisch-lutherische Kirche
zur Hl.Katharina
• Zuerst, als die Kirche noch aus dem Holz gebaut wurde, gehörte
sie den finnischen und schwedischen Gemeinden. Im 1745
wurden die Gemeinden geteilt.
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1767 baute die schwedische Gemeinde die Kirche aus Stein
(Architekt J.M. Felten). Später wurde die Kirche noch einmal
umgebaut. Den Entwurf erarbeitete der Architekt K.K.
Anderson.
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Das Gebäude wurde im pseudoromanischen Still mit dem
Rosa-Fenster gebaut. Die Bilder malte der Professor aus
München Tirsch. Die Kirche hat eine Orgel.
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Im 1934 wurde die Kirche geschlossen. Im 2002 gab man der
Gemeinde das Gebäude wieder.
• Die Adresse: an der Kreuzung der Malaja Konjuschennaja
Strasse und der Schwedischen Gasse.
Die St. Petri-Kirche
• Am 27. Dezember 1727 schenkte Peter der I. ein Bodenstück am
Newski Prospekt.
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Das Gebäude wurde am 29. Juni 1728 eingelegt. Das erste
Gebäude war aus Ziegel und hatte einen Holzturm. Im Jahre
1832 wurde die Kirche baufällig. Da wurde neue Kirche nach
dem Entwurf von A. Brüllow gebaut. Am 31. Oktober 1838
wurde die Kirche eingeweiht.
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Der Altar wurde mit dem Gemälde von K. Brüllow
geschmückt. Im 1840 wurde eine Orgel eingestellt. 1863
erschienen die Glocken in der Kirche.
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Im Dezember 1937 wurde die Kirche geschlossen und nur im
1994 den Gläubigen zurückgegeben.
Die römisch-katholische Kirche
zur Hl.Katharina
• Sie wurde 1716 gegründet. Am Bau nahmen solche
Architekten, wie Tresini, Wallen-de-Lamot, Rinaldi u.a.
teil. Der Bau dauerte 20 Jahre lang. Am 3.Oktober 1783
wurde die Kirche eingeweiht.
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Das Gebäude hat im Plan die Form des lateinischen
Kreuzes. Die Hauptfassade hat das monumentale
Bogenportal, das sich auf die freistehenden Säulen
stützt. Die Fassade endet sich mit der hohen Brüstung,
auf der die Figuren stehen. Uber dem Eingang sind
Worte aus dem Evangelium geschrieben.
• Diese Kirche befindet sich am Newski Prospekt.