10 Freitag,
29. Januar 2016
HANSESTADT ROSTOCK
IN KÜRZE
Uni-Kinderklinik
erhält zum dritten
Mal Gütesiegel
Diskussion über
Auswirkungen der Einheit
Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Am
2. Februar diskutieren in der
Volkshochschule der Verleger
Christoph Links und der DDR-Forscher Stefan Wolle über die Frage,
welche Auswirkungen die deutsche Einheit auf die Menschen der
ehemaligen DDR hatte und noch
immer hat. Die Veranstaltung der
Friedrich-Ebert-Stiftung und der
Volkshochschule beginnt um
19 Uhr am Kabutzenhof 20 A. Die
Teilnahme ist kostenfrei.
e Forum: 2. 2., 19 Uhr. Volkshochschule, Anmeldung: J 0318 3814300
Buch erschienen
über Südstadt-Klinikum
Südstadt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Klinikums Südstadt ist ein Buch erschienen. „Palast der Gesundheit“, so rühmte
die Presse im Jahr 1965 den Neubau des Bezirkskrankenhauses
Rostock, das heutige Klinikum
Südstadt. Der international beachtete, von zahlreichen Gästen des
In- und Auslandes besuchte Gesundheitsbau eröffnete mit beinahe revolutionären Neuerungen
im medizinischen Bereich. Zum
50-jährigen Bestehen hat Dr. Stefan Wolter, Kenner der Krankenhausgeschichte, in den Archiven
gestöbert, Zeitzeugen interviewt
und historische Aufnahmen zusammengestellt.
Workshop
zur Digitalfotografie
Stadtmitte. Der Frauenkulturverein „Die Beginen“ veranstaltet am
Samstag, dem 6. Februar, von 11
bis 15 Uhr im Heiligengeisthof 3 einen Workshop zur Digitalfotografie. Der Kurs, geleitet von Heidi
Schneekloth, besteht aus einem
theoretischen Teil und Anwendungen des Erlernten in der Praxis.
e Kurs: 6. Februar, Heiligengeisthof 3,
Anmeldung: J 038207/759944 oder
0173/6497556
Repair-Cafe für Kinder
im Freizeitzentrum
Reutershagen. Defektes Spielzeug
können Kinder in den Ferien im
Repair-Cafe im Rostocker Freizeitzentrum (Kuphalstraße 77) selbst
reparieren. Am Mittwoch, 3. Februar, stehen ihnen von 9.30 bis
12 Uhr erfahrene Handwerker zur
Seite, die den einen oder anderen
Kniff zeigen können. Ferienkinder
sollten also ihre Kinderzimmer
durchforsten und reparaturbedürftiges Spielzeug mitbringen. Kosten entstehen keine, eine kleine
Spende wäre möglich.
WER WILL
MICH HABEN?
Dackel-Mix „Laika“ ist eine kleine
und recht verwöhnte Hundedame. Im
Tierheim hat sie
aber bereits gelernt, nicht mehr
so vehement ihr
Futter zu verteidigen. Die flinke
Hündin wurde 2008 geboren und
versteht sich prächtig mit anderen
Vierbeinern.
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Bereichsleiter Thomas Utermark zeigt das neue Psychosoziale Zentrum Nordwest, das jetzt in Betrieb gegangen ist.
Fotos (2): Mathias Otto
Millionen-Projekt fertig: Aus Kita
wird Psychosoziales Zentrum
Für zwei Millionen Euro wurde die Einrichtung „Am Dänenberg“ umgebaut / In der
Einrichtung im Schiffbauerring war eine zeitgemäße Betreuung nicht mehr möglich
Von Mathias Otto
Lütten Klein. Gute Nachricht für
Menschen mit seelischen und psychischen Beeinträchtigungen: Die
Umbauten am Psychosozialen Zentrum Nordwest in der Alten Warnemünder Chaussee 38 sind beendet
– und die Einrichtung offiziell eröffnet. Als Gebäude dient die ehemalige Kita „Am Dänenberg“, die der
Stadt abgekauft wurde. Für knapp
zwei Millionen Euro ließen der Förderverein Gemeindepsychiatrie
und die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik (GGP) das
Haus zu einer modernen Betreuungsstätte umbauen.
Gebaut wurde von Januar bis
September. Die Räume wurden bereits Mitte Oktober bezogen. „Das
Haus im Schiffbauerring war in die
Jahre gekommen und nicht mehr
zeitgemäß. Nach langer Suche haben wir endlich ein Objekt gefunden, das auch im Stadtteil liegt und
den Ansprüchen genügt“, sagt Thomas Utermark GGP-Bereichsleiter
für soziale und berufliche Rehabilitation von Erwachsenen.
Einige der Änderungen: Das Gebäude ist über einen barrierefreien
Eingang zu erreichen. Ein großer
Vorteil für ältere Bewohner, die
jetzt in einer Wohngruppe im Erdgeschoss untergebracht sind. Zu-
dem sind die Räume und Flure großzügiger geschnitten. „Jeder Bewohner einer Wohngruppe hat
sein eigenes Zimmer, kann sich
aber auch mit den anderen im
Gemeinschaftsraum treffen. Seit
dem Umzug wurden die zusätzlichen Räume gut angenommen“,
berichtet Anke Wandt, Regionalleitung Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Erwachsene und
Heimleiterin. Besonders stolz ist sie
auf den neuen Wintergarten und
die Küche, die noch mehr Platz
zum Entfalten bieten sollen.
Insgesamt 1600 Quadratmeter
stehen den 23 Bewohnern zur Ver-
chischen Problemen etabliert. Neu
ist jetzt aber nicht nur der Standort,
sondern auch das Angebot und der
Name der Begegnungsstätte.
„TreffBunt 38“ heißt sie.
Künftig geplant sind hier offene
Kulturabende im Gebäude und
Quartierfeste auf dem Dänenberg.
Längere Öffnungszeiten sollen zudem viele Anwohner in die Begegnungsstätte locken. „Wir wollen
uns offen präsentieren und uns
bestmöglich vernetzen. Das Ziel ist
es, den Nachbarn die Berührungsängste zu nehmen“, sagt Anke
Wandt. Sie plant einen Tag der offenen Tür im Frühjahr.
Alles unter einem Dach
Im umgebauten Gebäude in der Alten
Warnemünder Chaussee 38 befinden
sich das Regionalbüro Nordwest, die
Mitarbeiterbüros der Sozialpsychiatrischen Assistenz und der Sozialpsychiatrischen Suchtkrankenhilfe, zwei
therapeutische Wohngruppen und
Trainingswohnungen.
Viele Blumen und Glückwunschkarten nahm Regionalleiterin Anke
Wandt zur Eröffnung entgegen.
Linke: Wahlkampfmanöver
der SPD hilft Eltern nicht
Karsten Kolbe reagiert auf Kritik von Julian Barlen
Stadtmitte. Karsten Kolbe, Fraktions-Vize der Linken in der Bürgerschaft, zeigt sich irritiert über die
gestern von Julian Barlen in der OZ
geäußerte Kritik in Richtung Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke).
Diese zeuge offensichtlich von wenig Kenntnis der kommunalen Ebene und richte sich an den falschen
Adressaten, so Kolbe.
Der SPD-Kreisvorsitzende hatte
kritisiert, dass viele Rostocker Eltern mit Nachzahlungen für die Kita-Betreuung zu rechnen hätten,
weil laut Bockhahn wohl nur die
Hälfte des Personals einsatzbereit
sei. „Der eingeforderte Sparzwang
der Landesregierung bei den Kommunen führt seit Jahren zu Personalabbau beim öffentlichen Dienst.
Die stetig wachsende Arbeitsbelastung verteilt auf immer weniger
Schultern führt in der Folge zu höheren Krankenständen“, sagt Kol-
fügung. Neben den Wohngruppen
befindet sich im Gebäude ebenso
die Tagesstätte für Menschen mit
Psychiatrieerfahrung „Computer
und Rad“ (CoRa), die unter anderem eine Selbsthilfewerkstatt für
Fahrräder betreibt. Hinzu kommen
Büros für knapp 20 Mitarbeiter des
Psychosozialen Zentrums.
Mit der Einrichtung ist auch die
Begegnungsstätte (BEGE 20) vom
Schiffbauerring in die Alte Warnemünder Chaussee umgezogen. Die
„BEGE 20“ habe sich laut Bereichleiter Utermark seit 15 Jahren in
der Stadt als offener Treffpunkt für
Menschen mit und ohne psy-
be. „Hätte Herr Barlen sich informiert, wüsste er, dass der Stellenplan nicht in der Macht des Senators, sondern im Bereich des OB
liegt.“ Bockhahn jetzt den schwarzen Peter zuzuschieben, bezeichnet Kolbe als durchsichtiges Wahlkampfmanöver, dieses lenke nur
von den eigenen Defiziten ab.
„Anstatt die zusätzlichen Mittel
aus dem Betreuungsgeld, wie von
Sozialministerin Birgit Hesse (SPD)
versprochen, für die Kitas einzusetzen, versickern diese nun ungenutzt im Landeshaushalt. Dabei
hat das Land noch immer den bundesweit schlechtesten Betreuungsschlüssel in Kitas und Krippen aufzuweisen“, so Kolbe. Diese Form
der Auseinandersetzung helfe den
Eltern nicht weiter. Barlen solle
sich lieber bei seiner Sozialministerin für eine Senkung der Beiträge
bei Krippen und Kitas einsetzen.
Ebenso ist dort das Beschützte
Wohnen (Freiraum) integriert und
die Notunterkunft , in denen die
Mitarbeiter durch einen Conciergedienst (persönliche Betreuung von
Mietern) unterstützt werden.
Hansaviertel. In der Uni-Kinderklinik sind kleine Patienten gut aufgehoben. Das bescheinigt der Titel
„Ausgezeichnet. Für Kinder“, der
zum dritten Mal an die Einrichtung
verliehen wird. Das bundesweit
vergebene Gütesiegel zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist von einer bundesweiten Initiative von Fach- und Elterngesellschaften entwickelt worden und
steht unter der Federführung der
Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in
Deutschland (GKinD).
Prof. Dr. Michael Radke, Direktor der Kinderklinik, freut sich über
das Prädikat. „Uns ist wichtig, dass
sich kleine und größere Patienten
in unserem Haus wohlfühlen“, sagt
er. Die Klinik musste im Bewertungsverfahren eine umfangreiche
Checkliste ausfüllen. Abgefragt
wurden etwa Anforderungen im
personellen, fachlichen und organisatorischen Bereich, räumliche Einrichtung und technische Ausstattung sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. In zwei Jahren startet eine neue Bewertungsrunde.
Asta-Referentin
scheitert bei Wahl
Stadtmitte. Bei der Konzilsitzung
scheiterte die Wahl von Katharina
Wilke, Asta-Referentin für Hochschulpolitik, zur studentischen Prorektorin. Der Studierendenrat (Stura) akzeptiert die Entscheidung
des Konzils, beklagt aber, dass es
im Vorfeld keine kritischen Nachfragen oder Aussprachen gab. Dabei hätten sowohl der Rektor als
auch die Konzilpräsidentin einen
offenen Umgang in der Uni gefordert, betont Stura-Präsident Mark
Lukas Möller. Der Stura pocht nun
auf ein klärendes Gespräch. Das
Amt des studentischen Prorektors
ist bundesweit einzigartig, so werden die Studenten im Rektorat auf
allen Ebenen beteiligt.
Generalprobe
für Kinder frei
Östliche Altstadt. Zu einer letzten
Generalprobe vor ihrem Konzert
heute um 19.30 Uhr in der Nikolaikirche laden die Musiker des international besetzten Orchesters Expat Philharmonic Orchestra interessierte Kinder ein – besonders jene,
die auf ihrer Flucht in Rostock ein
neues Zuhause gefunden haben.
Auf dem Programm der 45-minütigen Probe unter Leitung von Dirigent Julien Salemkour steht der
vierte Satz aus Beethovens 9. Sinfonie. Die Generalprobe in der Kirche beginnt pünktlich um
17.30 Uhr. Für Kinder mit Begleitung ist der Eintritt frei. Restkarten
gibt es noch an der Abendkasse.
Zwei neue Spendenboxen im Theaterfoyer
Mittel sollen für Kinder- und Jugendarbeit des Hauses genutzt werden
Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Bei der Uraufführung von „Beluga schweigt“
haben die Freunde und Förderer
des Volkstheaters gestern Abend
gemeinsam mit dem Volkstheater
offiziell zwei Spendenboxen in Betrieb genommen, die ab sofort im
Foyer des Theaters in der Doberaner Straße platziert sein werden. In
den Spendenboxen wird Geld gesammelt für die Realisierung und
den Ausbau der theaterpädagogischen Kinder- und Jugendarbeit
des Hauses. „Wir brauchen dringend Geld, weil nicht nur privilegierte Kinder und Jugendliche die
Angebote annehmen sollen“, sagt
Theaterpädagogin Petra Slowig
(30). Mit dem Geld sollen beispielsweise Vorstellungsbesuche und dazugehörige Begleitangebote ermöglicht sowie Projekte, wie die
Rostocker Schultheatertage, die
Theaterscouts oder auch die Theaterclubs, unterstützt werden.
Gleichzeitig ist auch die im Garderobenfoyer befindliche Sponso-
renwand offiziell eingeweiht worden. Mit dieser Geste möchte sich
das Volkstheater für das Engagement seiner Unterstützer aus der
Privatwirtschaft – Aida, Straßen-
bahn AG, Großmarkt, Hanseatische Brauerei – sowie für das bürgerschaftliche Engagement von
Philharmonischer Gesellschaft und
Fördervereins bedanken.
jw
René Heilig spendete zur Freude von Antje Jonas, Sewan Latchinian
Foto: Jens Wagner
und Petra Slowig für theaterpädagogische Projekte.