Was ist Osteopathie? - Osteopathie Helga Leuze

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Osteopathie Helga Leuze
Park 31, Bahnhofstraße 31
8280 Kreuzlingen
Tel.: 071 672 32 32
Email: info@osteopathie-im-park
Was ist Osteopathie?
Der Begriff OSTEOPATHIE entstand dadurch, dass der amerikanische Arzt A. T. Still
(1828-1917) bei seiner Suche nach einem neuen medizinischen Ansatz mit dem
ausführlichen Studium der Knochen und Gelenke begann, da er mit der damaligen
Medizin unzufrieden war. OSTEO (lat.) bezieht sich auf den Knochen und PATHOS
(lat.) bedeutet Leiden oder Leidenschaft.
Die Osteopathie ist zwar von ganzheitlichem Denken geprägt, erfordert aber fundierte
Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Embryologie und Pathologie, die überwiegend
mit der Schulmedizin übereinstimmen.
Sie kann als ergänzende Form der Medizin betrachtet werden, bei der der Therapeut
darauf ausgerichtet ist, Funktionsstörungen zu finden und diese zu behandeln. Dabei
wird dem Körper Zeit gegeben, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Das Ziel ist die
größtmögliche Reorganisation des Organismus.
Die Behandlungsanzahl und der Behandlungsabstand sind also abhängig vom Befund
und der individuellen Reaktion auf die Behandlung. Der Therapeut befundet und
behandelt ausschließlich mit seinen geschulten Händen. Ergänzende Behandlungen
zur Osteopathie können sinnvoll sein.
Für eine optimale Betreuung des Patienten ist je nach Situation die Zusammenarbeit
mit Ärzten und anderen Therapeuten wichtig.
Die Osteopathie gliedert sich in drei Teilbereiche:
Cranio-Sacrale Osteopathie
Die Trilogie aus Knochen (Schädel, Wirbelsäule, Kreuzbein), Hirnhäuten und
Hirnwasser schützt unser zentrales Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Wenn
Funktionsstörungen in diesem fein abgestimmten System auftauchen, können Sie z.
B. Auswirkungen auf unseren Schlaf-Wach-Rhytmus, unsere Regenerationsfähigkeit
oder unsere Belastbarkeit haben; auch auf unsere Verhaltensweisen, unsere
Wahrnehmung der Umwelt und unsere Gefühle.
Konkrete physische Symptome sind z. B. Schwindel oder verschiedene
Kopfschmerzen. Bei einem osteopathischen Befund kann meist festgestellt werden, ob
die Symptome ihre Ursachen in körperlichen Funktionsstörungen haben - oder eher
nicht.
In der Vergangenheit liegende psychische oder physischen Verletzungen (mit denen
der Mensch überfordert war und die er nicht oder nur unvollständig auflösen konnte)
können das Cranio-sacrale System erheblich stören. Durch meist sanftes Arbeiten und
gezielte Techniken kann diesem C-S-System geholfen werden, Ungleichgewichte und
Bewegungseinschränkungen aufzulösen. Damit werden Korrektur, Regeneration und
das Selbstheilungspotential von innen angeregt bzw. unterstützt.
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Viszerale Osteopathie
ist meines Wissens die einzige Disziplin in der Medizin, die sich mit der manuellen
Behandlung der inneren Organe beschäftigt. Die „Viszera“ bezeichnet nur die
Verdauungsorgane - im weiteren Sinn sind jedoch das Herz, die Lungen, die Nieren
und auch das Gefäßsystem sowie die Hormondrüsen innere Organe. Dem
Osteopathen stehen mehrere physikalische Parameter zur Verfügung, vereinfacht kann
man sagen: unterschiedlicher „Gewebeausdruck“ liefert dem Untersucher viele
Informationen. Auch hier wird ausschließlich mit den Händen behandelt. Die
„Unterstützung der Selbstheilungskräfte“ als ein Grundsatz in der Osteopathie findet
hier für mich nachhaltige Anwendung – oft mit verblüffend langanhaltenden
Ergebnissen.
Parietale Osteopathie
bezieht sich auf den Bewegungsapparat und behandelt Muskeln, Sehnen, Knochen und
Gelenke, wobei der Wirbelsäule und dem Becken besondere Bedeutung zukommen.
Gezielte Techniken (ähnlich der manuellen Therapie in der Physiotherapie) kommen
hier zum Einsatz. Sie sind nicht immer sanft, wie häufig behauptet wird...
Über das Bindegewebssystem, das alle verschiedenen Gewebearten miteinander
verbindet, werden Spannungen und Störungen umgeleitet und verteilt, so dass
Symptome an anderer Stelle auftauchen können als der Ursprung der
Funktionsstörungen. Deshalb ist dieses verbindende Faszien-System (Bindegewebe)
zwischen Bewegungsapparat, inneren Organen und Cranio-Sacral-System in der
Osteopathie sehr wichtig, sowohl beim Befunden als auch beim Behandeln.
Meiner Meinung nach liegt die Stärke der Osteopathie in der Möglichkeit,
Wechselwirkungen zwischen den oben bechriebenen Teilbereichen finden zu können
und gezielt, meist ursachenbezogen darauf eingehen zu können.
Hartnäckig wiederkehrende Beschwerden am Skelettsystem, die z. B. durch
Physiotherapie immer wieder besser werden (und nicht eindeutig mit Fehl- oder
Überlastung in Zusammenhang stehen), sind eine typische Indikation für Osteopathie.
Da der Körper das lebenswichtige Nerven- und Organsystem so gut wie möglich
schützen möchte, tauchen Symptome oft am Bewegungsapparat auf (weil sie
sozusagen „umgeleitet“ werden).
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Wann hilft Osteopathie?
Indikationen im Bereich des Nervensystems und des Kopfes
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Tinnitus, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindelanfälle, (Zustand nach)
Schleudertrauma
wiederkehrende Sinusitis und Mittelohrentzündungen, Schluckbeschwerden
Stimmungsschwankungen, Neigung zu Depressionen, Stress und
Prüfungsangst, Konzentrationsschwierigkeiten, Überlastung, Erschöpfung,
unklare chronische Müdigkeit, Nervosität, übermässiges Schwitzen,
Schlafstörungen, Zähneknirschen
Indikationen im Bereich der Organe und der inneren Medizin
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Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, übermäßiges Aufstossen, andere
Magenbeschwerden, Oberbauchdruck oder Unwohlsein oder Bauchschmerzen
nach dem Essen, Verstopfung , Reizdarmsymptome, Organsenkungen,
stumpfes Bauchtrauma, Nachsorge von Operationen
Blasenproblemen, Nierenerkrankungen, Lungen- und Herzerkrankungen
Gynäkologie: prämenstruelles Syndrom, Zyklusstörungen, zu starke oder
schmerzhafte Regelblutung, verschiedene Symptome während der
Schwangerschaft oder nach der Geburt
Geburtsvorbereitung und Nachsorge (v. a. der Bauchorgane)
Indikationen im Bereich des Bewegungsapparates
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Haltungsprobleme bei Jugendlichen
Rückenschmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule, Halswirbelsäule und
Lendenwirbelsäule
Nackenschmerzen, chronische Verspannungen, Schulter-Arm-Syndrom,
Bandscheibenerkrankungen, Ischias-Reizungen,
Nachbehandlungen von Sportverletzungen und Unfallfolgen (Verstauchungen,
Prellungen, Knochenbrüche, Schleudertrauma u.a.)
Verschiedene Gelenkbeschwerden, auch Arthrose - und Steißbeinbeschwerden
Osteopathie als begleitende Maßnahme
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chronisch wiederkehrende Entzündungen bestimmter Bereiche (z. B. Sinusitis,
Blase, Darm, Sehnenscheiden usw)
bei Fehlbiss, Zahnfehlstellungen und kieferorthopädischer Behandlung, Skoliose
im Wachstum, ADHS,
ADHS, Asthma, Allergien, Bluthochdruck, Schlaganfall u. a.
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Wo sind Grenzen?
Alle neurologisch bedingten Bewegungsstörungen,
akute psychiatrische und psychische Störungen,
Tumorerkrankungen (außer der Begleitbehandlung nach Operationen),
alle akuten Entzündungen und
alle Systemerkrankungen
(bei Rheuma im entzündugsfreien Stadium kann Behandlung erleichternd sein)
gehören nicht in den primären Bereich der Osteopathie (begleitende Behandlung ist
möglich).
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