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Stadt / Region Thun
Thuner Tagblatt
Dienstag, 19. April 2016
Ungewöhnliche Begegnungen
In Kürze
THUN
OBERHOFEN Vor einem Jahr sass die Berner Schauspielerin
Heidi Maria Glössner beim Gaia-Festival noch im Publikum. Nun
wechselt sie für ein spannendes Projekt mit Schriftsteller Lukas
Hartmann auf die Bühne. Das Gaia-Festival 2016 geht neue Wege
mit Dichtung und Lesung und trägt den Titel «Begegnungen».
«Bei der erstmaligen Opening
Night im vergangenen Jahr sind
Menschen gekommen, die noch
nie ein klassisches Konzert besucht haben», erzählte Gaia-Direktorin Jaqueline Keller jüngst
nicht ohne Stolz. Damit geht das
Konzept des Festivals auf: Kammermusik auf höchstem Niveau
zu präsentieren, aber die Hemm-
Falkenstrasse
wird gesperrt
Ab kommendem Donnerstag,
21. April, muss die Falkenstrasse
etappenweise ab der Talackerstrasse für den Werkleitungsbau
gesperrt werden. Dies teilt das
städtische Tiefbauamt mit. Die
Zufahrt bis zur Baustelle sei von
beiden Seiten her möglich; für
Fussgänger und Fahrradfahrer
bleibe ein Durchgang offen. Die
Bauarbeiten dauern circa bis Ende Juli. egs
torin Jaqueline Keller entschied
er sich, für das ungewöhnliche
Projekt Texte zu Werken von
Telemann, Mussorsky und Strawinsky zu schreiben. Denn er habe seit langem gerade zu diesen
Komponisten eine eigene Beziehung. «Ich liess Don Quijote und
Sancho Pansa in Telemanns Suite
heldenhaft sein und tief betrübt.
THUN
Zauberei bei
der Silea
Heidi Maria
Glössner
schwelle für einen Besuch so
niedrig wie möglich zu gestalten.
«Kammermusik ist so etwas wie
Hausmusik: herzlich, auf Tuchfühlung mit den Künstlern und
nicht abgehoben», sagt die Direktorin. Trotz der schnelllebigen
Welt treffen sich die Teilnehmenden eine Woche lang in Oberhofen vom 4. bis 8. Mai zum Proben,
um sich kennenzulernen und das
Publikum mit Konzerten zu beglücken (vgl. Kasten Programm).
Die Vertrautheit der hochkarätigen Künstlerinnen ist bei den
Konzerten nicht messbar – aber
sie schafft eine grosse Harmonie
im Raum. Die Besucher der Opening Night am 4. Mai ab 18.30 Uhr
geniessen für einen Fünfliber
einen ganzen Abend klassische
Musik auf kurzweilige Weise. Die
30-minütigen Konzerte geben
einen Vorgeschmack auf die weiteren Abende des Festivals. Konzertiert wird am Eröffnungsevent an drei Orten, die sieben
Minuten Fussweg auseinanderliegen: bei dem Klösterli, dem
Haus der Musik und dem Schloss.
Erstmals Texte zu Musik
Die Anfrage des Festivals an den
Berner Lukas Hartmann kam für
den Schriftsteller überraschend.
Nach Gesprächen mit der Gründerin und künstlerischen Leiterin Gwendolyn Masin und Direk-
Strawinskys Pulicinella bändelt
in meinem Text mit Figuren der
Commedia dell’Arte an», verriet
der erfolgreiche Autor. Vorgetragen werden die Texte von der
Schauspielerin Heidi Maria
Glössner. «Ich habe die freundschaftliche, entspannte Atmosphäre des Festivals am wunderschönen Thunersee letztes Jahr
selber erlebt und freue mich, mitwirken zu dürfen.»
Gwendolyn Masin hat vier Generationen Musikerinnen und
Künstler eingeladen, die alle in
Verbindung zueinander stehen –
so zum Beispiel ihren eigenen Vater, aber auch den einzigen Lokalmatador, den Cembalisten Vital
Julian Frey aus Steffisburg. So
werde das Festival eine Art Heimkehr für alle, verriet die künstlerische Leiterin: «Das Ergebnis ist
ein befreiter, persönlicher Austausch von Musik, Worten und
Ideen.» In Oberhofen heimgekommen seien sie, zeigt sich die
Direktorin Jacqueline Keller zufrieden, denn der kleine Ort am
See habe ihnen alle Unterstützung zuteil werden lassen, die
möglich ist. Ansonsten sei die
Sponsorensuche für dieses Jahr
etwas anspruchsvoller gewesen,
denn «einige potenzielle Unterstützer sind angesichts der Wirtschaftslage auf Sparkurs.»
Christina Burghagen
zvg
4. Mai, 18.30 Uhr, Oberhofen:
Openingnight im Klösterli,
Schloss, Haus der Musik. 5. Mai,
20 Uhr, Kirche Hilterfingen: Die
Magie der Nacht; Werke von Mozart, Händel, Bach, etc.; u. a. mit
Vital Julian Frey (Cembalo) und
dem Young European String
Chamber Orchestra (Dirigent Ronald Masin); Sprecherin zu
einem Text von Lukas Hartmann:
Heidi Maria Glössner (Uraufführung). 6. Mai, 20 Uhr, Klösterli
STEFFISBURG
Meister der Mimik
und der Gesten
WDAS PROGRAMM
MUSIK Auf Anhieb schaffen die
Thuner Rocker Red Shoes den Sprung
in die Top Ten der Albumhitparade.
Ihre CD «Two Very Different Animals»
steigt diese Woche auf Platz 6 ein.
Radiointerviews landauf, landab, eine
jetzt schon ausverkaufte CD-Taufe am
30. April in der legendären Mühle Hunziken Rubigen – und nun auch noch der
Einstieg direkt auf Platz 6 der Schweizer
Albumhitparade mit ihrem zweiten Album «Two Very Different Animals»: Die
Thuner Band Red Shoes reitet derzeit auf
einer sprichwörtlichen Erfolgswelle.
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031 311 90 40
Vital Julian Frey
Im Rahmen der Kulturreihe
«Klein & Fein» der Stiftung Silea
zeigt der Zauberer Alex Porter
mit dem Programm «Trance Porter» Juwelen aus seinem 30-jährigen Repertoire, vereint mit
neuen Geschichten und Trickkreationen. Alex Porter führt
sein Publikum in magische Welten, verblüfft mit überraschenden Tricks und bezaubert mit
fantastischen, poetischen und
geistreichen Geschichten. Qualität und ein stimmungsvolles Ambiente gehören bei den kulturellen Anlässen in der Silea ebenso
zum Konzept wie die Begegnungen zwischen Menschen mit und
ohne Handicap. Der Anlass findet
am Donnerstag, 21. April, um
19.30 Uhr statt. Eintrittspreis: 35
Franken. Reservation:
033 334 17 17 / [email protected] mgt
Oberhofen: Darf ich bitten? Tänze berühmter Komponisten u. a.
mit der Violinistin Gwendolyn
Masin u. v. m. 7. Mai, 20 Uhr,
Klösterli Oberhofen: Wahlverwandtschaften, Werke von Franz
Schubert und Ludwig van Beethoven. 8. Mai, 11 Uhr, Schloss
Oberhofen: Klang-DNA, Werke
von Schostakowitsch, Mozart
und Dvořák. 8. Mai, 17 Uhr,
Klösterli Oberhofen: Hartmanns
Erzählungen, Werke von Igor
Strawinsky (mit neuen Texten
von Lukas Hartmann), Modest
Mussorgski «Bilder einer Ausstellung», Fassung für Klavier
und Streichquintett von Rudolf
Leopold, Schweizer Erstaufführung, Text von Lukas Hartmann.
Neu im Ticket inbegriffen: Festivalprogramm mit Werktexten
und Biografien, Prosecco in der
Pause, Schlummertrunk mit den
Musikerinnen und Musikern
nach dem Konzert. pd/cbs
Übermorgen Donnerstag, 21. April ab 20 Uhr treten in der Alten
Schmitte Steffisburg Theo Williams und Stefan & Sibylle Rotman auf. Von den Veranstaltern
werden sie als «Meister der Mimik und Gesten» angekündigt.
«In einem intimen Rahmen wird
das Unsichtbare sichtbar gemacht durch eine Fusion von
Pantomime und Körpertheater»,
heisst es in der entsprechenden
Medienmitteilung weiter. Eintritt frei (Kollekte). Infos:
www.alteschmitte.ch. pd
Red Shoes entern die Top Ten der Hitparade
SIGRISWIL An der Versammlung der SVP standen die Traktanden der GV und die nationalen Abstimmungen im Zentrum. Laut
Medienmitteilung wurden folgende Parolen gefasst: Gemeindevorlagen vom 2. Mai: Ja zum Bestattungs- und Friedhofreglement. Ja
zum Urnenwahl- und Abstimmungsreglement. Ja zu Projekt
und Kredit zur GEP Sanierungsstufe 1; Gunten/Merligen. Kenntnisnahme der Kreditabrechnungen. Eidg. Abstimmungen vom
5. Juni: Nein zur Volksinitiative
Pro Service public. Nein zur Volksinitiative für ein bedingungsloses
Grundeinkommen. Ja zur Volksinitiative für eine faire Verkehrsfinanzierung. Ja zum Fortpflanzungsmedizingesetz FMedG. Nein
zur Änderung des Asylgesetzes. pd
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zvg
Lukas
Hartmann
SVP fasste
die Parolen
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Gwendolyn Masin
Erstes Ziel erreicht
«Mit dieser grossartigen Chartplatzierung haben wir ein erstes Ziel erreicht»,
sagt Red-Shoes-Frontmann Josua Romano. «Mit dem neuen Album wollten
wir unseren Namen national bekannt
machen.» Dass ihnen das nun tatsächlich
gelungen ist, hat der Sänger zusammen
mit der Band und der Crew am Sonntag
erfahren – als sie im Thuner Ausgehlokal
«The Selve» für die Albumtaufe probten.
«Zum Glück erfuhren wir die tolle Neuigkeit erst nach der Probe», sagt Romano
augenzwinkernd, «sonst wäre die Session womöglich nicht ganz so produktiv
geworden.»
Bloss: Was bringt eine Hitparadenplatzierung heutzutage noch, wo die CD-
Verkäufe konstant rückläufig sind und es
mit einer geschickten Promotions- und
Vorverkaufsstrategie durchaus möglich
ist, ein neues Album nach Plan weit nach
vorne in die Charts zu bringen? «Eine
Top-Ten-Platzierung in der Hitparade
ist nach wie vor eine wichtige Referenz»,
sagt Romano. «Immerhin ist unser Album auch im kleiner werdenden Markt
immer noch jenes, das in der letzten Woche am sechstmeisten überhaupt verkauft wurde – und das am zweitmeisten
verkaufte Schweizer Album.»
«Hart weiterarbeiten»
Ein Grund abzuheben sei die Hitparadenplatzierug indes keineswegs. «Natürlich freuen wir uns und haben die News
auch gemeinsam gefeiert», sagt Romano.
«Aber jetzt ist es wichtig, dass wir hart
weiterarbeiten. Vielleicht werden dank
dieser Hitparadenplatzierung Leute auf
uns aufmerksam, die uns bis dato noch
nicht kennen – und die gilt es zu überzeugen, ‹Two Very Different Animals› auch
zu kaufen.» Denn – und dessen sind sich
die jungen Musiker aus Thun und Hünibach bewusst – die Gefahr besteht, dass
nach dem erfolgreichen Charteinstieg
diese Woche nächste Woche bereits der
Absturz und der Kater folgen. Und den
gilt es zu verhindern.
Marco Zysset
www.redshoes.ch
Gute Laune bei den Red Shoes und ihrer Crew, nachdem bekannt wurde, dass ihr
neues Album auf Anhieb die Top Ten der Albumhitparade entert.
zvg