Freitag, 10. Juli, 20 Uhr
Sonntag, 12. Juli, 11 Uhr
Helmut List Halle
Eulenspiegeleien
Felix Mendelssohn (1809–1847)
Ein Sommernachtstraum (Ouvertüre), op. 21
HK Gruber (*1943)
Frankenstein!! Ein Pandämonium für Chansonnier und
Orchester nach Kinderreimen von H. C. Artmann
Fanfare, Prolog: Allegro
Ia. Zueignung: Moderato
Ib. Fräulein Dracula
IIa. Goldfinger und Bond: Andante
IIb. Django
IIc. Unhold
III. Ein Mi Ma Monsterchen: Allegro
IV. Fanfare, Intermezzo (Ständchen des Werwolfs):
Allegro moderato
V. Frankenstein: Tempo di Tango
VI. Rattenlied und Crusoelied: Andante
VII. Herr Supermann: Presto
VIII. Finale: Andante
VIIIa. Ein Mann mit grünen Haaren: Maestoso, sostenuto
VIIIb. Batman und Robin: Allegro moderato
VIIIc. Im Parke, wo die Unhold weilen: Subito meno mosso
(pesante sempre)
VIIId. Litanei: Recit: mosso
VIIIe. Grüß Gott, grüß Gott, Herr Frankenstein:
Allegro moderato
VIIIf. Grete Müllers Abschied: Allegro
Fanfare, Epilog: Allegro animato
Erich Wolfgang Korngold (1897–1957)
Viel Lärm um nichts, op. 11 (Suite)
Ouvertüre
Mädchen im Brautgemach
Holzapfel und Schlehwein (Marsch der Wache)
Intermezzo
Mummenschanz (Hornpipe)
Richard Strauss (1864–1949)
Till Eulenspiegels lustige Streiche, op. 28
HK Gruber, Chansonnier
styriarte Festspiel-Orchester
Dirigent: Michael Hofstetter
Konzertdauer:
Erster Teil: ca. 45 Minuten
Pause: ca. 25 Minuten
Zweiter Teil: ca. 40 Minuten
Eulenspiegeleien
Wer immer in der Literatur eine besondere Begabung für schelmische Gestalten oder widersinnige Verse zeigt, darf
damit rechnen, dass sich früher oder
später auch die Komponisten für seine
Schöpfungen begeistern. Bei Shakespeare
dauerte es einige Jahrhunderte, bevor
Komponisten die rechte Sprache fanden,
um
seine
Gestalten
auch
in
reiner
Instrumentalmusik abzubilden. Für Pucks
Umtriebe im Feenwald fand erst 1826
der junge Felix Mendelssohn in ­
Berlin
die rechten Töne, für Beatrice und­
Benedikt hundert Jahre später der Wahl­
wiener Erich Wolfgang Korngold. H. C.
Artmanns „Kinderreime“ wurden ­
immerhin noch im 20. Jahrhundert von HK
Gruber „vertont“ – oder sollte man sagen:
„ver-untont“? Der Schelm Till Eulenspiegel
gehört literarisch vielen Vätern, m
­ usikalisch
aber
nur
Richard Strauss.
einem
Komponisten:
Zur Geschichte
Puck in Berlin
Als der junge Berliner Felix Mendelssohn im Juli 1826 daranging, eine Konzertouvertüre über Shakespeares Komödie „Ein
Sommernachtstraum“ zu schreiben, wurde er nicht nur von
einem himmlisch schönen Mittsommer in Berlin inspiriert,
sondern auch von einem in Shakespeares Versen gleichsam
schwelgenden Milieu. Die Berliner Romantiker vergötterten
den großen Engländer, den sie – im Gegensatz zu den Londonern – möglichst werkgetreu aufführten. Eduard Devrient,
Mendelssohns Schauspielerfreund und Evangelist in seiner
Aufführung von Bachs Matthäuspassion, stand als umjubelter Falstaff auf der Berliner Schauspielbühne und pflegte
seine Rolle anschließend in Berliner Lokalen noch ein wenig
weiterzuspielen. Shakespeare war in den Übersetzungen der
deutschen Romantiker buchstäblich in aller Munde, zumal
in jenen erlauchten Kreisen, die sich im Sommerhaus der
Mendelssohns auf der Leipziger Straße 3 zu den berühmten
„Sonntagsmusiken“ trafen.
Dort wurde 1826 auch die Ouvertüre zum „Sommernachtstraum“ aus der Taufe gehoben und sogleich als Meisterwerk
des jungen Genies Mendelssohn gefeiert. „Mit dieser Ouvertüre schuf der siebzehnjährige Jüngling ein durchaus eigenartiges Werk, welches kein anderer als eben er hätte schaffen
können“, schrieb der Leipziger Komponist Carl Reinecke über
das Stück. „Welche Kraft und welch klassisch-derber Humor
neben dem duftigen Elfenzauber! Und wie schließen die vier
Dreiklänge am Anfang und Ende das Ganze so einheitlich
zusammen, dass es einem Kettenringe gleicht, in dem nicht
ein einziges Glied fehlen dürfte. Und wie gering sind die
Mittel, die der junge Meister anwandte! Außer der Ophikleide
(heute Tuba), mit welcher ‚Zettel, der Weber‘ so drastisch
gezeichnet ist, nur das kleine Mozartsche Orchester!“
Mit der Ouvertüre hatte der junge Mendelssohn ein rasch sich
verbreitendes Konzertwerk geschaffen – eine sinfonische
Ouvertüre „über“ den „Sommernachtstraum“, nicht eine­
solche „zur“ Komödie. Erst zwei Jahrzehnte später fügte er
die Sätze seiner Schauspielmusik hinzu und holte dazu 1843
auch die jugendfrische Partitur seiner Ouvertüre wieder
hervor. Das Ganze kam im Oktober 1843 im Neuen Palais zu
Potsdam vor König Friedrich Wilhelm IV. und dem preußischen Hof zur Aufführung. Erst damals wurde aus der Konzertouvertüre eine wahre Schauspielouvertüre. Nun erklärte
Mendelssohn posthum auch den Sinn der diversen Motive
in der Ouvertüre: die einleitenden und schließenden Bläserakkorde, das Flirren und Schwirren der Elfen in den Geigen,
die stolze Musik der Feenkönigin Titania und des Königs
Oberon, der lächerliche „Rüpeltanz“ mit dem Eselsschrei für
den verwandelten Zettel, schließlich am Ende das wie selig
schwebende Streicherthema der glücklich vereinten Liebenden. All dies hatte Mendelssohn schon mit 17 Jahren erfunden
– und 17 Jahre später noch immer für tragfähig befunden.
Frankenstein in Wien
HK Gruber kann sicher so manches Wiener Totengräberlied
singen, denn als Kriegskind Jahrgang 1943 hat er in seiner
Jugend düstere Stunden erlebt. Im RSO Wien spielte er denn
auch das tiefste aller Streichinstrumente, den Wiener Kontrabass, gründete daneben zum Zwecke neutönender Aufmüpfigkeit das Ensemble „die reihe“ und landete spätestens 1978
mit „Frankenstein!!“ einen Welterfolg. Seine „Grusicals“ wurden
zum Inbegriff des bitterbösen, morbiden Wiener Witzes.
Der Dichter H. C. Artmann hatte daran nicht geringen Anteil.
Zwei Jahrzehnte älter als Gruber, hatte der Schustersohn aus
Wien-Breitensee den Krieg noch in voller Härte miterlebt:
mehrfache Verwundung, Flucht aus dem Elsass nach Wien,
amerikanische Kriegsgefangenschaft. Doch schon 1947 setzte er im Milieu der „Wiener Gruppe“ neue Akzente im Wiener
Umgang mit der Sprache. Dem Morbiden seiner Heimatstadt
ist er lebenslang in allen surrealistischen Sprachwendungen
treu geblieben – auch in den 1978 gedruckten „Neuen, schönen
Kinderreimen“ mit dem Titel „allerlei rausch“. Daraus schöpfte HK Gruber die Texte zum „Frankenstein!!“.
„Eine maus, eine maus trägt mich vor das mäusehaus, knabbert mir die äuglein aus, nimmer finde ich nachhaus.“ So
dichtete Artmann in den „Kinderreimen“, und so eröffnet HK
Gruber seinen „Frankenstein!!“ Das 1978 komponierte „Pandämonium für Chansonnier und Ensemble“ zählt sicher
zu den unterhaltsamsten Auseinandersetzungen mit dem
Horror-Genre in der zeitgenössischen Musik, ja, eben dieses
Genre wurde zu Grubers Markenzeichen. In den Siebziger­
jahren, also in den Zeiten der strengsten Avantgarde, mischte er die heiligen Hallen selbst deutscher Radiosymphonieorchester dadurch auf, dass er deren Mitglieder zwang, mit
heulenden Sirenen und durchwegs tonaler Musik „Grusical“
zu spielen – sehr zur Freude des Publikums.
Im Prototyp dieses Genres, dem „Frankenstein!!“, lassen die
Musik und ihre Verwebung mit den gesprochenen Reimen an
Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Um noch einmal auf
die Augen knabbernde Maus zurückzukommen: Sie wuselt in
flinken, leichten Akkorden über die Szene, Harfe, Schlagzeug,
flirrende Streicher folgen ihrer Spur. Zumindest diese erste
Geschichte aber geht gut aus: „muss mir einen kuchen suchen,
einen mit rosinchen drin, hol mir zwei rosinchen raus, setz
sie mir als äuglein ein, ei, wie scheint die sonne schön!“
Dieser „Fanfare“ als Prolog entspricht in der Mitte ein zweite
Fanfare als „Intermezzo“ und am Ende eine dritte Fanfare als
Epilog. Dazwischen stehen 16 Sätze von so unmittelbar einleuchtender Dramaturgie – skurril, bizzar, gruselig im Gruberstil –, dass sie sich durchwegs von selbst erschließen. Die
ironische Brechung ist Prinzip, gleich zu Beginn in der Anti-­
Goethe’schen „Zueignung“. Neben klassischen Horrorfiguren
wie Frankenstein mit Retortenfrau oder „Fräulein Dracula“
kommen auch Helden des Fantasy-Films und Thrillers
zu Ehren: Batman und Robin rekeln sich in den Bettlaken,
­Superman wird von einer Sirene angekündigt, Goldfinger und
Bond erhalten ihren 007-reifen Soundtrack. Die Brechungen
herkömmlicher Filmmusik-Klischees lassen schmunzeln.
Am schlimmsten aber treiben es die niedlichen Monster wie
der Unhold und das Mi-Ma-Monsterchen. Man hüte sich bei
Gruber und Artmann vor den Diminutiven!
Benedikt und Beatrice am Burgtheater
Im Jahre 1910 war Erich Wolfgang Korngold zwar erst 13
Jahre alt, doch schon pries ihn der große Richard Strauss als
einen „jungen Erzmusikanten“, der ihn „mit Schrecken und
Furcht“ erfülle. Die Furcht war berechtigt: Tatsächlich erwuchs
dem großen Münchner in dem jungen Mann aus Brünn alsbald
ein ernstzunehmender Konkurrent. Mit 19 Jahren gelang
Korngold mit „Violanta“ der Durchbruch auf der Opernbühne.
Nach dem Ersten Weltkrieg folgten 1920 „Die tote Stadt“ und
1927 „Das Wunder der Heliane“ – zweifellos die bedeutendsten deutschen Opern der Zwanzigerjahre neben Berg, Strauss
und Schreker. Doch dann kamen die Nazis und mit ihnen das
amerikanische Exil. Obwohl er bereits 1934 für Max Reinhardt
in Hollywood gearbeitet und bedeutende Erfolge als Filmkomponist gefeiert hatte, blieb Korngold zunächst in Wien.
Als er nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 dann doch
noch in die USA emigrierte, war er dort längst ein Star: Mit
seinen Partitur zum Seeräuberfilm „Captain Blood“ („Unter
Piratenflagge“ von 1935 mit Errol Flynn) hatte Korngold ein
neues Kapitel in der Geschichte der Filmmusik aufgeschlagen:
„Die sinfonisch durchkomponierte, fast ständig Handlung
und Dialoge untermalende Filmpartitur wurde bei Korngold
zum Grundprinzip. Der Hollywood-Film wurde damit zum
Opernersatz.“ (Dümling) Nach dem Zweiten Weltkrieg freilich
wurde ihm sein Erfolg in der Filmindustrie zum Verhängnis,
„ein eher zweischneidiger Ruhm, der hinterher noch lange
als Makel haften blieb ... 1949 kehrte Korngold nach Wien
zurück. Aber seine Hoffnung, an frühere Erfolge anknüpfen
zu können, wurde enttäuscht. Seine melodische Musik, die
bei aller Dissonanz nie der Tonalität und Schönheit abschwor,
traf nun der Bannstrahl der Nachkriegs-Avantgarde. Verbittert
ging Korngold, dessen Schaffen untrennbar in Wien ver­wurzelt war, 1955 endgültig nach Amerika, wo er 1957 in Los
Angeles starb.“ (Kiener)
Unser Beispiel für Korngolds brillante, filmisch anschauliche
Orchestermusik stammt aus dem Jahr 1918 und hat wieder
mit Shakespeare zu tun. Im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs
wollte das Burgtheater für Erheiterung sorgen und bereitete
eine Produktion von Shakespeares Komödie „Viel Lärm um
nichts“ vor. Eine Schauspielmusik von Korngold versprach
noch regeren Zulauf, doch kam die Produktion nicht zu­stande. Nun wurde aus der Bühnen- eine Konzertmusik, und
zwar eine höchst anschauliche. Wie der Zemlinsky-Schüler
Korngold hier in der Üppigkeit seiner Orchesterfarben und
der Schnelligkeit seiner Einfälle die Gestalten von Shakes­
peares Komödie nachzeichnet, das reicht an Mendelssohn­
heran. In der Ouvertüre hört man die witzigen Wortgefechte
zwischen Beatrice und Benedikt, die erst nach viel Widerstand
ein Paar werden. Zugleich ist die Ouvertüre Abbild der merkwürdig aufgeregten Stimmung vor einer Fürstenhochzeit, in
die sich auch dunkle Zwischentöne für die Bösewichter der
Handlung mischen. Danach streift die Musik unterschied­
liche Stimmungen wie etwa ein bezauberndes Notturno in
der „Gartenszene“ oder ein wundervolles Porträt der Braut
Hero in ihrer „bridal chamber“. Vor dem Brautgemach be­
ziehen in einem grotesken Marsch die beiden komischen
Vögel Holzapfel und Schlehwein Stellung (im Original Dogberry und Verges). Ihrem Gerede verdankt Hero am Ende ihre
Rehabilitierung, nachdem sie vom eigenen Bräutigam vor
aller Augen als angeblich treulos gebrandmarkt wurde. Die
eigentlichen Helden des Wortwitzes in dieser Meisterkomödie, Beatrice und Benedikt, kommen wieder in der munteren
Maskerade zu Wort. Im Januar 1920 durfte sich das Publikum
im Wiener Musikverein an dieser wahrhaft komödiantischen
und romantischen Musik erfreuen, als Korngold die Uraufführung mit den Wiener Symphonikern leitete.
Eulenspiegel im Gürzenich
An welchem Ort er seinen „Till Eulenspiegel“ aus der Taufe
heben lassen würde, darüber musste Richard Strauss nicht
lange nachdenken: Nur Köln kam in Frage, die Hochburg des
Karnevals. Seit den Anfängen der so genannten „organisierten
Fastnacht“ im deutschen Vormärz der 1830er Jahre schrieben
sich die Narren der rheinischen Hochburgen Köln, Mainz und
Düsseldorf den „Till“ auf ihre vierfarbbunten Fahnen. Dass
dieser „Ulenspiegel“ in Wahrheit ein Niedersachse war und
seine Umtriebe bis nach Schleswig-Holstein hinaufreichten,
das haben die Rheinländer geflissentlich vergessen. Vor dem
geistigen Auge sehen die Kölner den Till sozusagen durch die
Töpfe der eigenen Marktweiber reiten, bis heute. Insofern
gab es keinen besseren Ort für Strauss als das Kölner Gürzenich, die spätgotische Festhalle im Herzen der Altstadt und
Heim des Gürzenich-Orchesters, um den Till Eulenspiegel
musikalisch Gestalt annehmen zu lassen. Das im Mai 1895
vollendete Werk wurde noch im selben Jahr im Gürzenich
unter Franz Wüllner zur Uraufführung gebracht – natürlich
Anfang November, wenige Tage vor dem Beginn der „Fünften
Jahreszeit“, dem 11.11.
Ursprünglich wollte Strauss diesen Stoff für seine zweite
Oper nach dem Bühnenerstling „Guntram“ verwenden, doch
es blieb bei Entwürfen zum ersten Akt mit dem Titel „Till
Eulenspiegel bei den Schildbürgern“. Die offenbar tragfähigen
Skizzen wandelte er kurzerhand in eine nicht minder thea­
tralische sinfonische Dichtung um: „Till Eulenspiegels lustige Streiche. Nach alter Schelmenweise – in Rondeauform – für
großes Orchester gesetzt“. So lautet der Originaltitel des
Werkes. „Nach alter Schelmenweise“ bezeichnet zwar äußerlich die Quelle der Handlung, meint aber auch den Charakter
der Musik. Von „lustigen Streichen“ kündet schon das kesse
Hornthema, das musikalische Abbild des agilen Eulenspiegel.
Genial hat Strauss die „Rondeauform“, also das Alternieren
zwischen einem mehrfach wiederkehrenden Hauptteil und
wechselnden Episoden, für seine Zwecke genutzt. Die Horndevise und das eigentliche, gemächliche Hauptthema heben
getreu dem Motto „Es war einmal ein Schelm“ die Ereignisse
auf eine märchenhafte Ebene. Ihnen treten nacheinander
vier Episoden gegenüber. Sie näher zu erläutern, würde sich
eigentlich verbieten, da sich der Komponist strikt weigerte,
dem Dirigenten der Uraufführung ein Programm an die Hand
zu geben: „Was ich mir bei den einzelnen Teilen gedacht habe,
würde in Worte gekleidet sich oft genug seltsam ausnehmen,
vielleicht sogar Anstoß erregen.“ In diesem Punkt hatte der
Münchner Strauss den Frohsinn der Karnevalisten vom Rhein
offenbar unterschätzt: Gerade das Unbotmäßige und An­
stößige feiert ja zur Fünften Jahreszeit in Köln fröhliche Urständ. Insofern hätte Strauss das Geheimnis um sein Programm
ruhig lüften können. Musikalisch hat er seine Absichten
ohnehin deutlich gemacht: In der ersten Episode schilderte
er drastisch den Ritt des Eulenspiegel mitten in die Töpfe der
keifenden Marktweiber hinein, in der zweiten die Predigt des
in die Kutte gekleideten Schelms, dessen große Zehe freilich
in der Unterstimme des (Kontra-)Fagotts hervorlugt. Die
dritte Episode vereint zwei Streiche: Eulenspiegels vergeb­
lichen Versuch, bei den Mädchen anzukommen, und seine
fingierte Kandidatur vor einem Gelehrtenkreis, dessen Disput
musikalisch als Kanon daherkommt. In der letzten Episode
ereilt den Schelm sein Schicksal: Er wird vor Gericht gestellt.
Mit einer leeren Quinte stellen die Bläser die Frage nach der
Schuld. Eulenspiegel pfeift unschuldig sein Thema, doch ein
Septsprung verkündet das Todesurteil. Am Galgen schneidet
er seine letzte Grimasse, bevor das Schelmenthema und der
rasche Schluss in einem ironischen Schlenker von der Hinrichtung ablenken.
Josef Beheimb
Die Texte
Frankenstein!!
Fanfare, Prolog
eine maus, eine maus
trägt mich vor das mäusehaus,
knabbert mir die äuglein aus,
nimmer finde ich nachhaus,
muß mir einen kuchen suchen,
einen mit rosinchen drin,
hol mir zwei rosinchen raus,
setz sie mir als äuglein ein,
ei, wie scheint die sonne schön!
Ia. Zueignung
lerne was,
so hast du was.
kauf dir drum
ein tintenfaß,
füll die feder
dann darin,
nimm papier,
schärf deinen sinn.
schreibe nicht
ein licht gedicht,
weiß schreibt nur
der böse wicht.
krauchen solls
durch blut und bein
bis ins herzens
kämmerlein.
Ib. Fräulein Dracula
seht, die flinke fledermaus,
wie sie durch die wolken saust,
wie sie drin im mondlicht schwebt,
’s mäulchen ganz von blut verklebt.
fängt sie euch an eurem haar,
ists geschehen ganz und gar
gleich um euch, sie trägt euch fort,
durch die luft nach fremdem ort,
wo ein schlößlein ist ihr hort.
drinnen wohnt sie ganz allein,
hat ein rotes kämmerlein,
lebt vom blut der äderlein,
schon seit vielen hundert jahr,
bringt sie kinder in gefahr,
und in transsylvania,
wo sie schon so mancher sah,
heißt sie fräulein dracula.
II. Goldfinger und Bond
das ist der daumen
der klebt am gaumen
das ist der goldfinger
dem klemmt der abzug
das ist der langfinger
der kratzt die tresorwand
das ist der puhlfinger
der killt den goldfinger
und das ist der klitze
klitzekleine jimmie bond
IIb. Django
ein django der muß haben
zween stiebel um zu traben,
ein fäustlein um zu schlagen,
ein särglein ums zu tragen,
zween sporen an den fertzen,
die nie ein rößlein schmerzen,
ein feindlein ums zu schießen
und gold zum kugeln gießen,
dazu noch grund zur rache,
denn das gehört zu sache,
so eilt er texas auf
und ab in tollem lauf.
drum, kindlein, gib fein acht,
wies unser django macht,
willst sein nit feig und schwach,
so tus ihm fleißig nach!
IIc. Unhold
unhold läuft die trepp hinab,
blut tropft ihm vom händchen ab
vom messerchen in der taschen.
sag, wo willst dich waschen?
willst tun im öffentlichen klo
ach, da rauscht das wasser so,
rauscht das spülungswässerlein,
händchen wird dann wieder rein.
III. Ein Mi Ma Monsterchen
es tanzt ein mi ma monsterchen
in unserm haus herum [widibum,
es tanzt ein monsterchen
in unserm haus herum.
es rüttelt sich,
es schüttelt sich,
wirft seine schräubchen hinter sich,
so tanzt das mi ma monsterchen
in unserm haus herum.]
IV. Fanfare, Intermezzo
wenn im öflein ’s feuer kracht,
winter durch das fenster lacht,
wenn die flocken lustig toben,
sollst den lieben werwolf loben.
fröhlich streunt er durch das feld,
fühlt den frieden dieser welt,
sträubt sein fellchen voller wonne,
frank und frei von aller sonne.
liebe kinder, nichts wie raus!
hurtig aus dem vaterhaus,
nehmt vom süßen weihnachtskuchen,
geht mit ihm den werwolf suchen.
V. Frankenstein
jetzt tanzt frankenstein,
jetzt tanzt frankenstein
mit der retortenfrau,
mit der retortenfrau.
mein liebes töchterlein,
ja töchterlein, bist du.
mein liebes töchterlein,
ja töchterlein, bist du.
VI. Rattenlied und Crusoelied
liebe ratte, komm zu mir,
gerne spiele ich mit dir,
bind dir engleinsflügel um,
trag dich ins panoptikum,
worein oft die kinder gehen,
und wann die dich fliegen sehn,
rufen alle, alle aus:
sone große fledermaus!
seht den lieben robinson,
heimlich stiehlt er sich davon,
hat genug vom ziegenbraten,
seht ihn nur zum boote waten,
zu der nächsten insel fährt
robinson, wie sich’s gehört,
hört doch, wie die paddel patschen
und die nassen segel klatschen.
eh der bleiche mond aufgeht,
er am andren ufer steht,
wo die menschenfresser sind,
ei, das weiß doch jedes kind.
robinson der hats nun fein,
handelt frisches fleisch sich ein!
liebe ratte, komm zu mir,
gerne spiele ich mit dir,
bind dir engleinsflügel um,
trag dich ins panoptikum,
worein oft die kinder gehen,
und wann die dich fliegen sehn,
rufen alle, alle aus:
sone große fledermaus!
VII. Herr Supermann
herr supermann, zieh hosen an,
man könnt dich sonst erkennen,
die lois kommt mit der lara an,
sie möchten mit dir pennen.
poing poing – crash crash
crash crash – poing poing
sie wolln dich gar umgarnen,
und ich, der heil’ge kryptonus,
bin da, um dich zu warnen.
VIII. Finale
VIIIa. Ein Mann mit grünen Haaren
macht auf das tor, macht auf das tor,
es kommt ein rosa wagen,
wer sitzt darin? wer sitzt darin?
ein mann mit grünen haaren.
was will er denn? was will er denn?
er will mariechen holen.
weshalb denn nur? weshalb denn nur?
ihr blut das ist so süße.
wie heißt er denn? wie heißt er denn?
er nennt uns keinen namen.
was mag er denn? was mag er denn?
er speist so gerne damen.
so gebt sie ihm, so gebt sie ihm,
wir wolln ihn nicht erzürnen,
ich seh’s in seinen augen stehn,
der frißt uns sonst wie birnen!
VIIIb. Batman und Robin
batman und robin
die liegen im bett,
batman ist garstig
und robin ist nett.
batman tatüü
und robin tataa,
raus aus den federn,
der morgen ist da!
VIIIc. Im Parke, wo die Unhold weilen
im parke, wo die unhold weilen
müssen kinder hurtig eilen
und nicht mit dem schülerranzen
sorglos durchs gebüsche tanzen,
denn im kopf des unholds ist
platz für manche hinterlist.
ja, mit pflaumentüten steht er,
paßt auf petra oder peter,
manchmal gar auf beide zwei,
unhold ist das einerlei,
aus ist er auf frische haut,
die er gern zum spielen klaut.
darum kinder, gebet acht,
seht nur wie er paßt und lacht,
hinter jeder gaslaterne
ißt er pflaumen, spuckt die kerne
durch die klare abendluft,
wenn das nachtigallchen ruft!
VIIId. Litanei
frau mama und herr papa,
vampirlein will mich beißen.
nimm ein kreuzlein,
schlag’s aufs schnäuzlein,
wird’s dich nicht mehr beißen!
VIIIe. Grüß Gott, grüß Gott, Herr Frankenstein
grüß gott, grüß gott, herr frankenstein,
seid ihr der puppendoktor,
sagt, ist mein kaspar wieder gesund?
ach ja, dort hinten hockt er,
erneuert ist sein stoffnes herz
durch eins aus echtem fleische,
das freut mich sehr, das freut mich sehr
auchs lünglein macht geräusche.
was sollt es auch nicht rauschen denn,
’s kommt aus dem kriminale
wie auch das blitzgescheite hirn,
das pocht nun in der schale.
zween äuglein hab ich eingepflanzt,
um nach dem mond zu gucken.
so wills der rechte doktorbrauch
mit allen seinen mucken.
und auch das schlanke rückengrat,
das ist aus bein gedrechselt,
ich habe es persönlich auch
heut nacht erst ausgewechselt.
habt dank, habt dank, herr frankenstein,
nun kann mein kaspar wieder geh’n
und, wenn er will und wenns ihm paßt,
nach schönen mädchen seh’n.
VIIIf. Grete Müllers Abschied
grete müller heiß ich,
schöne hälslein beiß ich,
vipernzähnlein hab ich,
scharfe näglein trag ich,
sterbe ich, bin ich nicht tot.
immer nach dem abendbrot,
wenn die schatten singen,
hört ihr meine schwingen.
Fanfare, Epilog
dies büchlein ist aus,
dort läuft ne maus –
wer sie fängt,
darf sich einen
haltbaren schulterhalfter
draus machen!
(Texte von H. C. Artmann, 1921–2000)
Die Interpreten
HK Gruber, Chansonnier
Nach einer grundlegenden musikalischen Ausbildung bei
den Wiener Sängerknaben von 1953 bis 1957 studierte HK
Gruber (eig. Heinz Karl, auch Nali) von 1957 bis 1963 an der
Wiener Musikhochschule die Fächer Horn, Kontrabass, Elektronische Musik, Filmmusik und Komposition, u. a. bei Alfred Uhl und Erwin
Ratz und 1963 in der Meisterklasse
bei Gottfried von Einem. Von
1963 bis 1969 war er als Kontrabassist Mitglied des Tonkünstler-Orchesters und von 1969 bis
1995 Mitglied des ORF Radiosymphonieorchesters. Bereits in
den 1960er Jahren machte er sich
einen Namen als Dirigent, so ab 1961
beim Ensemble „die reihe“, dessen künstlerischer Leiter er als Nachfolger von Friedrich Cerha im Jahr
1984 wurde. 1968 gründete er gemeinsam mit Kurt Schwertsik und Otto M. Zykan das Ensemble MOB art & tone Art. Er
gastiert als Dirigent regelmäßig beim Klangforum Wien, dem
Ensemble Modern, der London Sinfonietta, dem Scottish
Chamber Orchestra und weiteren namhaften Klangkörpern.
Zahlreiche CD-Veröffentlichungen, unter anderem mit dem
Palast Orchester und dem Ensemble Modern, zeugen von der
künstlerischen Vielseitigkeit Grubers. Im Vorjahr wurde
seine Oper „Geschichten aus dem Wienerwald“ bei den Bregenzer Festspielen unter der Leitung des Komponisten mit
Riesenerfolg uraufgeführt und diese Produktion lief im März
des Jahres auch gleich am Theater an der Wien.
Michael Hofstetter, Dirigent
Michael Hofstetter dirigiert an vielen renommierten Opernhäusern, bei Orchestern und Festivals: Dazu zählen
unter anderem die Bayerische, die
Hamburgische, die Hannoversche, die Stuttgarter und die Berliner Staatsoper, fernerhin die
Komische Oper Berlin, das Theater
an der Wien, die Royal Opera Copenhagen, das Gran Teatre del Liceu Barcelona, Den Norske Opera Oslo, die Welsh
National Opera und die English National Opera sowie die
Houston Grand Opera, außerdem die Salzburger Festspiele,
die Schubertiade Hohenems, das Bachfest Leipzig und die
Chapelle Royale de Versailles. Zukünftige Engagements führen
ihn neben der styriarte wieder zu den Händelfestspielen
­Karlsruhe sowie erneut an die English National Opera London
und an die Canadian Opera in Toronto.
Der gebürtige Münchner begann seine Karriere an den Theatern in Wiesbaden (Kapellmeister) und Gießen (Generalmusikdirektor) und war außerdem Professor für Orchesterleitung
und Alte Musik an der Universität Mainz. Als Chefdirigent
prägte er von 2005 bis 2012 die Ludwigsburger Schlossfestspiele durch Aufführungen und Ersteinspielungen wenig
bekannter Werke von Salieri, Gluck, Cimarosa und Hasse
sowie eine Welturaufführung von E.T.A. Hoffmann. Zuletzt
feierte die Presse hier seine Aufführungen von Verdi und
Wagner auf Originalklanginstrumenten. Von 2006 bis 2013
Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters, erarbeitete
Michael Hofstetter Uraufführungen unter anderem von
­W erken der Komponisten Moritz Eggert, Fazil Say und
Helmut Oehring. Seit Herbst 2012 ist er erneut Generalmusik­
direktor am Stadttheater Gießen sowie auf fünf Jahre Chef-
dirigent von recreation. Und seit dem Sommer 2014 fungiert
er auch als künstlerischer Leiter des styriarte Festspiel-­
Orchesters.
Michael Hofstetter machte sich auch einen Namen durch die
mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Herbert
Wernicke am Theater Basel. Ihr mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnetes letztes gemeinsames Projekt „Actus
Tragicus“, eine szenische Umsetzung von sechs Bachkantaten,
tourt seit nunmehr zehn Jahren und war unter anderem 2009
beim Edinburgh International Festival zu sehen.
Im Fachmagazin Opernwelt wurde Michael Hofstetter in der
jährlichen Kritikerbefragung mehrmals als „Dirigent des­
Jahres“ nominiert; zuletzt 2011 mit seiner Produktion von
Hasses „Didone Abbandonata“ am Prinzregententheater München. Für sein Engagement im Bereich Operette erhielt er die
Robert-Stolz-Medaille, seine Arbeit bei den Ludwigsburger
Schlossfestspielen wurde mit dem Horst-Stein-Preis gewürdigt.
Zahlreiche CDs wurden unter seiner musikalischen Leitung
bei OehmsClassics sowie bei den Labels cpo, Orfeo, Deutsche
Grammophon, SONY und Virgin Records veröffentlicht.
Die CD „Rossini: Arien und Ouvertüren“ erhielt 2008 den
­„Orphée du meilleur interprète“ der Académie du Disque­
Lyrique Frankreich, die CD „Hasse reloaded“ wurde 2012 in die
Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen.
Im Frühjahr kam der Konzertmitschnitt von Mozarts Kastraten-­
Arien mit Valer Sabadus und recreation, im Dezember 2013
im Stefaniensaal aufgenommen, bei Oehms heraus.
styriarte Festspiel-Orchester
Das styriarte Festspiel-Orchester wurde für die styriarte 2014
kreiert, unter der Federführung von Michael Hofstetter und für
seine styriarte-Produktionen „Pastorale“ und „Der Freischütz“.
Aufbauend auf einer großen Gruppe aus recreation – GROSSES
ORCHESTER GRAZ (dessen Chefdirigent Hofstetter ja ist)
wird das Orchester an besonderen Positionen von internationalen Gästen geprägt, die ihre spezifische Erfahrung in das
Projekt einbringen.
Für die beiden Produktionen 2014
griff das Orchester
auf Darmsaiten im
Streicherkorpus,
auf Naturinstrumente im Blech und
auf moderne Instrumente im Holz zurück
und erreichte damit einen sehr eigenständigen Orchesterklang.
Für die szenische Produktion der styriarte 2015, „Der Barbier
von Sevilla“, wird diese Besaitung und Instrumentierung
bei­behalten. Das Konzertprojekt „Eulenspiegeleien“ wird mit
modernem Orchester gespielt.
Die Besetzung
Violinen 1: Rüdiger Lotter (Konzertmeister), Heidemarie Berliz,
Fabian Bertoncello, Marina Bkhiyan, Aya Georgieva, Mirjana
Krstic, Albana Laci, Michael Leitner, Boris M
­ ihaljcic, Orfei
Simic, Harald Winkler, Volker Zach
Violinen 2: Hongxia Cui, Sarah Drake, Remigiusz ­Gaczynski,
Daniela Hölbling, Noemi Huszár, Simone Mustein, Lorena
Padrón Ortiz, István Reiter, Toshie Shibata, Katharina Stangl
Violen: Florian Deuter, Wolfram Fortin, Delphine KrennViard, Christian Marshall, Barbara Palma, Simona Petrean,
Lucas Schurig-Breuß, Ioan Stetencu
Violoncelli: Balász Máté, Gunde Hintergräber, Christian Peyr,
Martina Trunk, Ruth Winkler, Jan Zdansky
Kontrabässe: Jean-Michel Forest, Christian Berg, Andreas
Farnleitner, Peter Petrák, Sebastian Rastl
Flöten: Heide Wartha, Maria Beatrice Cantelli, Eva Eibinger,
Petra Reiter
Oboen: Michael Turnovsky, Andrea Dujak, Hirokazu Hiraki,
Susanne Rosmann
Klarinetten: Hubert Salmhofer, Andrea Höfler, Gregor
­Narnhofer, Marlies Wieser
Fagotte: Ivan Calestani, Agnes Fejes, Zsolt Varga, Elvira Weidl
Hörner: Christian Binde, Michael Hofbauer, Petur Pasternak,
Radu Petrean
Trompeten: Peter Weitzer, Michael Gönitzer, Stefan Hausleber
Posaunen: Ivan Horvat, Christian Godetz, Wolfgang Tischhart
Tuba: Hannes Haider
Pauken: Ulrike Stadler
Schlagwerk: Janos Figula, Guido Pauss, James Smale
Harfe: Barbara Frühwirth
Klavier/Celesta: Birgit Schweighofer
Harmonium: Christian Dolcet
Die Witze des Tages
Geht ein Blechbläser an einem Lokal vorbei.
Sagt in der Probe der Dirigent zum
Bratscher: „Sie, Sie haben da eine Hemiole.“
Schüttelt sich der Bratscher ganz panisch
und schreit: „Was?? Wo?!?“
von Michael Hofstetter
Flexibel im Format.
Unbeugsam im Inhalt.
KOMPAKT
E-PAPER
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Die Zeitung für Leser
Aviso
Donnerstag, 23. Juli
Helmut List Halle, 20 Uhr
Ridente la calma
Mozart: Sinfonien in D, KV 196/121 und in A, KV 114
Arien aus „La finta giardiniera“, „Lucio Silla“ und
„La clemenza di Tito“ sowie Ridente la calma
Werke von Mysliveµek und Sacchini
Valer Sabadus, Countertenor
recreationBAROCK
Dirigent: Michael Hofstetter
Das Lächeln der Seele leuchtet aus den zarten Arien, die Mozart für
junge Kastraten seiner Zeit geschrieben hat. Valer Sabadus holt sie
mit Bravour hinüber ins Countertenor-Fach und zollt dabei auch
großen Vorbildern Mozarts seinen Respekt: Der Florentiner Antonio Sacchini war der Meister der schlichten schönen Melodien, der
Böhme Josef Mysliveµek ein Könner des blühenden Orchesterklangs.
Eine seiner Arien war so schön, dass man sie später Mozart zuschrieb:
„Ridente la calma“.
Universalmuseum Joanneum
Landschaft
in Bewegung
Filmische Ausblicke auf ein
unbestimmtes Morgen
13. 03. – 26. 10. 2015
In Kooperation mit Camera Austria,
Diagonale 2015 und dem
Österreichischen Filmmuseum
Lendkai 1, 8020 Graz, Di – So 10 – 17 Uhr
www.kunsthausgraz.at
Guido van der Werve, Nummer acht, everything is going to be alright (Detail), Golf of Bothnia FI, 2007, Produktionsaufnahme, Courtesy des Künstlers, Foto: Johanna Ketola
Kunsthaus Graz
Der richtige Ton
zur richtigen Zeit.
Das ist Kommunikation.
KommuniK ation seit 1993
www.conclusio.at
HAUS
DER
KUNST
Galerie · Andreas Lendl
A-8010 GRAZ · JOANNEUMRING 12
Tel +43/(0)316/82 56 96 Fax 82 56 96 -26
www.kunst-alendl.at [email protected]
Ölgemälde · Aquarelle · Zeichnungen
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der styriarte bei ausgewählten
Veranstaltungen 10 % Ermäßigung.
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