das bistum merseburg vor 1000 jahren

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DAS BISTUM MERSEBURG VOR 1000 JAHREN
Merseburg wird schon im 9. Jahrhundert als Burgmittelpunkt im Hersfelder
Zehntverzeichnis erwähnt. Seitdem der Sachsenherzog Heinrich, der spätere
König Heinrich I., hier Besitz erwarb, rückte der Ort immer mehr in den
Mittelpunkt ottonischer Politik. 933 wurde in der Nähe eine Schlacht gegen
die Ungarn geschlagen. König Heinrich I. ließ seine Pfalz Merseburg mit
Bildern dieser Schlacht ausschmücken.
Landkreis
Saalekreis
Stadt
Merseburg
Die Pfalz gewann weiter an Bedeutung als Otto I. hier 968 ein Bistum
einrichtete. Dieses war für die Mission der heidnischen Slawen zuständig.
Nach kurzer Aufhebung zwischen 981 und 1004 trat das Bistum Merseburg
unter König Heinrich II. und dessen Frau Kunigunde wieder kraftvoll ins
Leben. Dank der fruchtbaren Böden sowie einer raschen Aufsiedlung der
Gebiete östlich der Saale gehörte Merseburg zu den ertragreichsten Pfalzen
in Sachsen, mithin im Osten des Reiches. In ottonischer Zeit wurden hier
wichtige Hoftage abgehalten, die für die Gestaltung der europäischen
Machtverhältnisse große Bedeutung hatten. Die Ausformung der
europäischen Staatenwelt zu Beginn des 11. Jahrhunderts vollzog sich zu
einem großen Teil in Merseburg.
Im Jahre 1013 schloss Heinrich II. auf einem Hoftag in Merseburg Frieden
mit Herzog Boleslaw von Polen. Dabei erfolgte bei den Pfingstfeierlichkeiten
eine festliche Krönung des Königs. Mehrfach feierte Heinrich II. hier das
Osterfest; insgesamt lässt er sich 28 Mal in Merseburg nachweisen.
Es war daher folgerichtig, dass der Bedeutung Merseburgs mit dem Neubau
des Domes Rechnung getragen wurde. Am 18. Mai 1015 legte Bischof
Thietmar dafür selbst den Grundstein. Bei der Weihe des Domes am 1.
Oktober 1021 war König Heinrich II. anwesend und beschenkte die
Merseburger Kirche reich.
Bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts war der Merseburger Dom aufgrund
statischer Probleme zwei Mal eingestürzt und musste wesentlich neu
errichtet werden. Aus der Zeit des Wiederaufbaus zwischen 1036 und 1040
stammen die romanische Hallenkrypta sowie die drei Untergeschosse der
Osttürme.
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