Leptospirose-Saison - Kleintierpraxis Dorf

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n e w s
Haben Sie
Kompetenz in Kleintiermedizin
Ausgabe 4 / Juni 2013
gewusst?
Jungvögel:
Beobachten statt mitnehmen
Achtung
Leptospirose-Saison
Findet man im Wald oder auf einem Weg einen Jungvogel, so ist
er ungeschützt und man sollte ihn mitnehmen und füttern,
so eine weitverbreitete Meinung. Gut gemeint – aber in den meisten
Die Leptospirose eine ist zu Recht gefürchtete
Fällen falsch.
Buchfink Männchen füttert einen noch nicht ganz flüggen Jungvogel. Foto: Beni Herzog
Es wird Frühling, die Natur erwacht aus
ihrem Winterschlaf. Für die Vögel be­
deutet die erste Hälfte des Sommer­
halbjahrs Brutzeit. Nester werden ge­
baut, Eier gelegt und ausgebrütet und
die Jungvögel schlüpfen. Dabei werden
Nestflüchter und Nesthocker unter­
schieden. Erstere schlüpfen mit einem
vollständigen Daunenkleid und können
sich am Boden oder im Wasser bald
auch selbstständig fortbewegen. Die
Nahrungsaufnahme erfolgt schon früh
eigenständig. Nestflüchter sind zum
Beispiel Enten oder Hühnervögel.
Übermütige Nesthocker
Nesthocker wie Segler, Sing- und Greif­
vögel, Spechte oder Eulen schlüpfen
als nackte und blinde Jungvögel. Die
erste Zeit bleiben sie im Nest und wer­
den von den Altvögeln gefüttert und
umsorgt. Junge Nesthocker verlassen
ihr Nest häufig bevor sie richtig fliegen
können. Sie werden aber von den El­
tern immer noch gefüttert. So kommt
es vor, dass ein scheinbar verlassenes
Vögelchen orientierungslos irgendwo
herumflattert. Schnell erweckt ein sol­
ches Vögelchen den Eindruck, es sei
verletzt und auf Hilfe angewiesen.
Erst beobachten, dann handeln
Gut gemeinte Hilfsbereitschaft kann für
Jungvögel aber gefährlich sein. Oft hal­
ten sie sich in Nestnähe auf und wer­
den von den Altvögeln gefüttert. Die
Überlebenschancen in fremder Pflege
sinken drastisch, auch ist es schwierig,
ein solches Vögelchen später auszuwil­
dern. Deshalb ist den jungen Vögeln in
den meisten Fällen am besten gehol­
fen, wenn man sie am Fundort lässt.
Findet man einen ungeschützten Vogel
in einer gefährlichen Lage – etwa in der
Nähe einer Katze oder bei starkem
Regen – kann man ihn in einer nahe
gelegenen Hecke absetzen.
Kundige Hilfe ist gefragt
Kann man aus Distanz innerhalb einer
Stunde keine Futterversorgung der
Eltern feststellen, darf man den Jung­
vogel in Obhut nehmen Die Aufzucht
und Pflege ist aber sehr anspruchsvoll.
Zudem ist eine vom Kanton erteilte
Haltergenehmigung nötig. Deshalb
sucht man mit einem schutzbedürf­
tigen Jungvogel am besten einen Spe­
zialisten auf: in einer offiziellen Pflege­
station, im Tierspital, im Zoo oder in
der Vogelwarte. Solche Einrichtungen
verfügen über die nötige Kenntnis und
Infrastruktur, um den Jungvögeln die
spätere Auswilderung zu erleichtern.
„Von Ezra In-Albon
Infektionskrankheit bei Mensch und Tier mit
weltweit jährlich vielen Millionen Erkrankungen
und oft tödlichem Ausgang.
Es existieren verschiedene Untergruppen des Leptospiren-Bakteriums, die verschiedene Tierarten befallen. Leptospiren
lieben es feucht und warm, hierzulande
treten sie deshalb gehäuft von April bis
November auf. Hunde infizieren sich über
die Schleimhäute, wenn sie in Kontakt
mit dem Urin leptospirosekranker Tiere oder gesunder Dauerausscheider kommen. Kontakt mit Nagern, Trinken aus
Pfützen und Schwimmen in Seen bergen
ein ernstzunehmendes Ansteckungsrisiko für Hunde. Katzen erkranken nicht an
der Infektion.
Die Leptospiroseimpfung schützt Hunde für rund sechs Monate, allerdings nur
vor einigen Leptospiren-Subtypen. Hierzulande kommen aber auch einige jener
Pflegestationen unterstützen Wildvögel
Viele der Pflegestationen für Wildvögel
werden ehrenamtlich von engagierten
Vogelliebhabern aus lokalen Natur- und
Vogelschutzvereinen geführt. Sie stehen
nicht alleine da, sondern sind gesamtschweizerisch vernetzt. Der Schweizer
Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat
63 000 Mitglieder und ist der Dachverband von 20 Kantonalverbänden und 450
lokalen Natur- und Vogelschutzvereinen.
Er setzt sich als vielseitiger Naturschutzverband für die Erhaltung und Förderung
der Natur im Wald, Kulturland und Siedlungsraum ein, insbesondere auch für die
Vögel und ihre Lebensräume.
Er führt Projekte zum Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume in der
Schweiz und weltweit durch. Ebenso
engagiert er sich in der Ausbildung und
– mit seiner Zeitschrift Ornis und den
beiden Naturschutzzentren in La Sauge
am Neue­nburgersee und im Neeracherried im Kanton Zürich – in der Moti­v­ation einer breiten Bevölkerung für den
Naturschutz.
„Mehr erfahren Sie unter www.birdlife.ch
Typen häufig vor, vor denen die Impfung
keinen Schutz bietet. In Kürze kommt ein
neuer Impfstoff auf den Markt, der die
Hunde wenigstens gegen vier Leptospirentypen schützen wird.
Die Leptospirose tritt immer wieder
anders in Erscheinung und ist deshalb
schwierig zu erkennen. Vorsichthalber
sollte jeder «mudrige» Hund von April bis November auf Leptospirose untersucht werden, besonders, wenn er folgende Anzeichen aufweist: Fieber oder
Untertemperatur, Erbrechen, Durchfall,
akutes Nierenversagen, Lebererkrankung
mit oder ohne Gelbsucht, Lungenblutungen, Multiorganversagen mit Schock und
Gerinnungsstörungen.
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Die Erkrankung kann sehr schnell verlaufen – scheinbar gesund und kurz darauf tot. Andererseits gibt es auch klinisch
­u nauffällige Verlaufsformen, bei denen
nicht erkannte infizierte Tiere als Dauerausscheider eine Gefahr für Mensch und
Tier darstellen.
Stellen Sie kranke Hunde möglichst frühzeitig Ihrem VETtrust-Team vor. Wir erkennen eine Leptospirose mit grosser Zuverlässigkeit innert ­weniger Minuten per
Schnelltest. Das ist besonders wichtig im
Hinblick auf die Mitbehandlung noch
gesunder Kontakthunde und wegen der
Vorsichtsmass­nahmen für Tierhalter und
Praxisteam.
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