Ich werde mich einer Gelenkinfiltration unterziehen

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Dr. Parvis Peter Daryai
ALLGEMEINMEDIZIN
Ich werde mich einer Gelenkinfiltration
unterziehen
Eine Gelenkinfiltration ermöglicht die lokale Behandlung von Entzündungen und den damit häufig verbundenen Schmerzen
in einem Gelenk. Es handelt sich dabei um einen gängigen und normalerweise sehr gut verträglichen Eingriff der ambulant
durchgeführt werden kann.
Warum wurde mir eine Infiltration verordnet?
Eine Infiltration wird verordnet, wenn orale entzündungshemmende und schmerzstillende Behandlungen nicht mehr ausreichend
wirksam sind, um die Entzündung und die daraus entstehenden Schmerzen im Gelenk zu lindern.
Woraus besteht eine Infiltration?
Bei einer Infiltration wird ein entzündungshemmendes, häufig kortisonhaltiges Medikament direkt in das betroffene Gelenk injiziert.
Neben dem eigentlichen Gelenk kann auch eine entzündete Sehne oder ein gereizter Nerv Ziel der Infiltration sein.
Diese Behandlungsform hat sich als wirksamer erwiesen als die orale Einnahme von Medikamenten. Sie wirkt in nur wenigen
Stunden gegen den Schmerz und die Entzündung des Gelenks. Die Wirkung hält normalerweise mehrere Monate an.
Bei der Infiltration kann ein Medikament direkt in das Gelenk injiziert werden.
Bei der Infiltration kann ein Medikament direkt in das Gelenk injiziert werden.
Muss ich mich auf die Infiltration vorbereiten?
Eine Infiltration ist ein unkomplizierter Eingriff. Von Ihrer Seite aus müssen keine bestimmten Vorbereitungen getroffen werden. Wenn
Ihnen dieser Eingriff jedoch Angst bereitet, sollten Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Weitere Aufklärung durch den Arzt und eine
eventuelle angstlösende Behandlung am Morgen der Injektion kann zu Ihrer Entspannung beitragen und so den Ablauf der Infiltration
erleichtern.
Wo und wie wird die Infiltration durchgeführt?
Normalerweise wird die Infiltration in der Arztpraxis bei einem Untersuchungstermin durchgeführt.
Abhängig von der Infiltrationsstelle müssen Sie sich hinsetzen (Schulter) oder hinlegen (Knie).
Bestimmte Infiltrationen (Hüfte oder Wirbel) werden evtl. unter radiologischer Kontrolle durchgeführt.
Nach einer lokalen Desinfektion wird das Medikament mit einer sterilen Nadel in das Gelenk injiziert.
Nach Herausziehen der Nadel erhalten Sie einen Pflasterverband, der mehrere Stunden getragen werden muss.
Ist der Eingriff schmerzhaft?
Dieser medizinische Routineeingriff ist schmerzarm. Die Unannehmlichkeiten sind nicht größer als bei einer Blutabnahme, allerdings
können nach der Injektion des Medikaments kurzzeitig Schmerzen auftreten. Eine lokale Betäubung zur Durchführung der Infiltration
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ist selten nötig. Falls Sie sich während oder nach dem Eingriff schwach oder unwohl fühlen, teilen Sie dies bitte sofort Ihrem Arzt.
mit.
Kann der Knorpel beim Einstich in das Gelenk beschädigt werden?
Nein, bei der Infiltration dringt die Nadelspitze in das Innere des Hohlraums ein, in dem sich das Gelenk befindet. Dabei werden
normalerweise weder Knorpel noch andere Gewebestrukturen beschädigt.
Welche Substanzen werden injiziert?
In der Regel handelt es sich bei den injizierten Substanzen um entzündungshemmende Medikamente, oft auf Kortisonbasis, die
gegen den Schmerz und die Entzündung zugleich wirken.
In diesem Fall hat das injizierte Mittel die Form von kleinen Kristallen. Diese haben den Vorteil, dass sie sich langsam auflösen und
daher länger wirksam sind (Monate). Nach der Infiltration kann für wenige Stunden eine lokale Reizung bestehen – sie klingt aber
von selbst wieder ab. Es ist auch möglich, andere Medikamente zu injizieren, die eine ähnliche Wirkung wie die natürliche
„Gelenksschmiere“ haben.
Birgt eine Infiltration Risiken?
Nebenwirkungen sind selten und von geringem Ausmaß. Informieren Sie jedoch den Arzt vor der Infiltration über mögliche
Erkrankungen, Allergien oder Symptome, an denen Sie leiden. Falls Sie regelhaft Tabletten zur Behandlung einer Erkrankung
einnehmen, sollte Sie das mit dem Arzt besprechen, insbesondere bei:
*
Diabeteserkrankung
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Behandlung von Bluthochdruck oder Herz-/Kreislauferkrankung
*
Behandlung mit gerinnungshemmenden oder blutverflüssigenden Medikamenten
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Akute Infektionskrankheit oder kurz zurückliegendes Fieber oder Hauterkrankung
*
Allergie oder häufige Ohnmachtsanfälle
*
Früheres oder aktuelles Magen- oder Darmgeschwür
*
Schwangerschaft und Stillperiode
*
Bevorstehende Impfung
Diese Situationen können Ihren Arzt dazu veranlassen, die Durchführung zu verschieben, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen
oder seine Kontrolluntersuchungen anzupassen.
Nach der Infiltration kann es zu Nebenwirkungen kommen, die nach einigen Stunden oder Tagen wieder nachlassen (Schmerzen an
der Einstichstelle, Rötung des Gesichts oder Hitzegefühl, Kopfschmerzen). Sollten einige Stunden nach der Infiltration Unwohlsein
oder Schmerzen auftreten, verständigen Sie den Arzt, der diese Behandlung durchgeführt hat.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte ich nach einer Infiltration für meine Gelenke ergreifen?
Die Infiltration kann den Schmerz im Gelenk, in der Sehne oder im Nerv sehr schnell lindern.
Allerdings sollten Sie sich in den nachfolgenden 24 Stunden noch schonen, damit das Medikament wirken und eine anhaltende
Verbesserung eintreten kann.
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Dr. Parvis Peter Daryai
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Wie viele Infiltrationen dürfen durchgeführt werden?
Im Allgemeinen werden nicht mehr als drei Infiltrationen pro Jahr und pro Gelenk empfohlen.
Notieren Sie sich bei jeder Infiltration in einem Kontrollheft oder Ihrem Gesundheitspass das Datum, das injizierte Medikament und
die Wirksamkeit der Infiltration. Vergessen Sie nicht, dieses Dokument zu jeder neuen Infiltration mitzunehmen.
Bei richtiger Durchführung verursacht eine Infiltration nicht mehr Schmerzen als eine einfache Blutabnahme. Sie wirkt in
nur wenigen Stunden effizient auf das schmerzhafte Gelenk. Die Wirkung hält mehrere Monate an.
Dokument Information
Datum validiert: 25.09.12
Copyright © 2010 Merck Sharp & Dohme Corp., eine Tochtergesellschaft der Merck & Co., Inc., Whitehouse Station, N.J., U.S.A
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