„Das Flüchtige und das Bleibende: Kindheit“ - ubuntu

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KULTURINITIATIVE SOS-KINDERDORF
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PRESSEMITTEILUNG
Innsbruck, im März 2015
„Das Flüchtige und das Bleibende: Kindheit“
Bilder, Collagen und Objekte der Künstlerin Margaritha Wanitschek
WANN? Freitag, 20. März 2015 / 19 Uhr
WO? Museum Münze Hall / Burg Hasegg / 6060 Hall in Tirol
Zur Ausstellung spricht der österreichische
Essayist und Schriftsteller Franz Schuh
Die Ausstellung ist bis 26. April 2015 zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17
Uhr. Letzter Einlass: 16 Uhr / Montag
geschlossen / Kontakt: +43/ 5223/58 55 165
„LITERARISCHE STIMME ZUR KINDHEIT, ÜBERSETZT IN DIE SPRACHE DER KUNST“
Die erste ubuntu-Ausstellung 2015 im Museum Münze Hall ist eine Inszenierung aus
Gedanken und Erinnerungen zur Kindheit: „Flüchtiges“ nennt die Künstlerin Margaritha
Wanitschek ihren Werkzyklus: „Ich kann mich nur sehr vage an bestimmtes in der Kindheit
erinnern. Nebelverhangenes, flüchtige Farben, punktuelle Laute, lineares Fortschreiten in
alle Ewigkeit“.
Codes zur Kindheit
Die Künstlerin entdeckt im Wort flüchtig eine Art von Dialektik: „Trotzdem ist die Kindheit
allgegenwärtig. Meine Kindheit sitzt auf mir wie mein Name, bestimmt mit lauernder
Bestimmtheit alles Weitere. Die Kindheit scheint ein sehr prägender Abschnitt im Leben zu
sein, wahrscheinlich der prägendste. Man wird sozusagen codiert in der Kindheit.
Decodierung unmöglich, denn immer wieder greife ich zurück auf die unbewusst
gespeicherten, archivierten, eingebrannten Erlebnisse der Kindheit - die guten wie die
schlechten, die bunten wie die eintönigen, die leisen, die lauten, die notwendigen, die
entbehrlichen und noch viele andere. Nachdenken darüber, über die unbedingten
Reaktionen im jetzt, da wo man bisher angelangt ist, wo ich so und nicht anders reagiere,
mir die Fragen stelle und gestellt habe: Warum? Ab da beginnt ein eigenes, mein Leben, in
dem ich wiederum codiere, das Leben jener, die am Anfang stehen. Kinder, die wiederum,
sobald das Denken einsetzt, also sobald des Schreibens und Lesens mächtig, alles von
vorne beginnt.“
Die Künstlerin mit großer Nähe zur Literatur, will ihre eigenen Arbeiten nicht detailliert
erklären. Dies würde dem Betrachter die Möglichkeit nehmen, über die Interpretation durch
seine eigene Fantasie sich dem Thema zu nähern. Es ist, was der Betrachter, der das Bild
durch seine Betrachtung vervollständigt, zu sehen gewillt ist. Trotzdem ein Versuch, der
einem unvoreingenommenen Sehen nicht im Wege steht:
Die Ausstellung „das Flüchtige und das Bleibende: Kindheit“ soll den Bildbetrachter
inspirieren, seine persönliche Kindheit ins Bewusstsein zu rücken. So wie die Kindheit der
Künstlerin in jede einzelne Arbeit einfließt, weil nichts anderes möglich ist:
„Kindheit ist immer ein Teil von mir, in jedem Alter, in jedem Zusammenhang.
Bewusst oder unbewusst.“
Intuitives Nachdenken brachte
Margaritha Wanitschek auf eine
Spur der Kindheit, die durch die
Installation mit Ballonen aus
Verbandsmaterial (Gaze – ein
leichtes, halbdurchsichtiges,
gebundenes Gewebe) sichtbar
gemacht wird:
das Leichte, Flüchtige und doch
Bleibende, das ungeahnte
Möglichkeiten Bergende und gleichzeitig doch Verschlossene dieses frühen
Lebensabschnittes, die Codierung und die Unmöglichkeit einer Decodierung.
Die Künstlerin schafft aber auch monochrome Farbflächen: Die Farbe wird auf einen
Bildträger mit besonders strukturiertem Papier aufgetragen und ruft Assoziationen zu
Landkarten oder Erdoberflächen hervor: darin ist Kindheit eingraviert, eingeschrieben.
Unauslöschlich.
Collagen mit mäandernden Fäden sind Wanitscheks Symbole zur bleibenden Kindheit:
Analog dazu schiebt sich die Kindheit wie ein Faden durch das weitere Leben, bricht ab, fügt
sich wieder zusammen, verdünnt sich, verliert sich in den Verästelungen und taucht in
besonderen Augenblicken vehement wieder an die Oberfläche. Die Kindheit bleibt in uns.
Kindheit und Natur
„Vor allem der Frühling ist eine weitere Symbiose zur Kindheit, denn beides ist im Werden
begriffen. Insbesondere auch das sinnliche Erleben: der Duft von Frühlingswiese, der Duft
von Kamillentee“, so die Erinnerungen und Assoziationen der Künstlerin. Die Vernissage ist
am Tag des astronomischen Frühlingsanfangs, 20. März 2015. Zufällig und intuitiv gut
gewählt, der Tag des beginnenden Wachstums und Aufbruchs. Der Tag soll eine kreative
Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit eröffnen und ein Beitrag zur reflektierten
Kindheit im Sinne von ubuntu sein.
Margaritha Wanitschek, freischaffende Künstlerin,
lebt und arbeitet in Schwaz. Nach der Matura
Studien in Paris und Wien zu Malerei, Theologie,
Philosophie sowie Erfahrungen am Theater am
Petersplatz Wien. Nach ihrer Rückkehr nach
Schwaz u. a. Werbegraphikerin bei Swarovski.
Ausstellungen u. a. im Museum St. Johann,
Rabalderhaus Schwaz, artdepot Innsbruck.
Aufträge sowie Preise für Kunst im Öffentlichen
Raum.
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