Blut, das Notfallmedikament Nummer eins, im Einsatz Ihre Blutspende rettet Leben LIEBE BLUTSPENDERIN, LIEBER BLUTSPENDER! aben Sie im heurigen Jahr Blut gespen­ det? Haben Sie sich dann gefragt, was mit Ihrer Blutspende genau passiert? Linas Start ins Leben war kein einfacher. Gleich nach der Geburt wurde bei ihr eine Blutarmut festgestellt. Ihre Rettung – eine Blutkonserve. Mit Ihrer Blutspende helfen Sie mit, dass tausende Menschen in Österreich wieder ge­ sund werden. Sie vertrauen darauf, dass wir mit Ihrer Spende sorgsam umgehen, dass sie dort ankommt, wo sie be­ nötigt wird: im Kranken­ haus, beim Patienten. Seit kurzem bieten wir Ihnen ein neues Service: Wir informieren Sie per SMS, sobald „Ihre“ Blut­ konserve in ein Spital ge­ liefert worden ist (Seite 3). H Blut ist nach wie vor das Notfallmedikament Nummer 1. Wir sind Tag für Tag auf Ihre frei­ willige Unterstützung angewiesen. Dafür möchten wir uns wieder mit unserem Win­ tergewinnspiel bei Ihnen bedanken (Seite 4). Ich hoffe, wir sehen uns auch im nächsten Jahr wieder – beim Blutspenden! DR. EVA MENICHETTI Medizinische Leiterin der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und Burgenland B [email protected] Die Blutspendezentrale für Wien, NÖ und Burgenland dankt Ihnen für Ihre Blutspende und wünscht Ihnen FROHE WEIHNACHTEN und ein gesundes Jahr 2017! AUSGABE 28 | WINTER 2016 | SERVICENUMMER: 0800 190 190 | WWW.BLUT.AT DAS MAGAZIN ZUR BLUTSPENDE Lina kam sieben Wochen zu früh zur Welt – eine Bluttransfusion half ihr Ein schwerer Start ins Leben Linas und Rafaelas Geschichte. ie Geburt eines Kindes gehört zu den besonderen Momenten im Leben einer Familie. Erwartungen und Freude sind groß. Doch bringt das freudige Ereignis auch viele Fra­ gen und manchmal auch Sorgen für die Eltern. Ist das Kind gesund? Wird bei der Geburt alles gut gehen? Rafaela M. bekam vor 16 Jahren ihr erstes Kind. Die Schwangerschaft D verlief ohne Komplikationen. Sie sollte einen gesunden Burschen zur Welt bringen. Bei der Geburt verlief zunächst al­ les reibungslos. Doch ein sehr hoher Blutverlust bei der Mutter löste bei den Ärzten Besorgnis aus. „Es war eine normale Geburt. Doch ich hatte schon immer einen sehr niedrigen Eisenwert. Nachdem ich so viel Blut Wo kann ich Blut spenden? Alle Möglichkeiten zur Blutspende auf www.blut.at! Wien: Wiener Blutspendezentrale, Wien 4, Wiedner Hauptstraße 32 Öffnungszeiten: Mo und Fr: 8:00 – 17:30 Uhr Di, Mi, Do: 8:00 – 20:00 Uhr Die Blutspendezentrale ist einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: U1/U2/U4 Karlsplatz und dann Straßenbahn 1 oder 62 oder Badner Bahn; oder zu Fuß von der U1 Taubstummengasse. NÖ und Burgenland: Alle Blutspendetermine in Ihrer Umgebung finden Sie auf www.blut.at und unter der kostenlosen Servicenummer 0800 190 190. 2 Nr. 28 | Winter 2016 verloren hatte, fühlte ich mich ex­ trem müde, schwach und völlig kraftlos. Am schlimmsten waren die heftigen Kopfschmerzen. Es fiel mir sehr schwer, mich um meinen kleinen Fabian zu kümmern“, erin­ nert sich die Mutter. „Bin ich ein Notfall?“ Im Krankenhaus riet ihr der behan­ delnde Arzt zu einer Bluttransfusion. Damit würde es ihr rasch besser ge­ hen. „Der Gedanke, dass ich eine Blut­ konserve, also das Blut eines fremden Menschen, bekommen sollte, hat mich erschreckt. Ich habe mir auch gedacht, dass ich ja kein medizini­ scher Notfall bin. Zusätzlich hatte ich Zweifel, ob die Blutkonserve auch si­ cher ist“, erzählt Rafaela M. Eine umfassende Aufklärung über die Sicherheit von Blutprodukten durch den Arzt beruhigte die Mutter. Ein weiteres wesentliches Argument überzeugte sie: Ihr Organismus war durch den hohen Blutverlust enorm geschwächt. Ihr Körper würde wo­ chenlang brauchen, um sich zu rege­ IMPRESSUM Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Österreichisches Rotes Kreuz, Blutspendezentrale für Wien, Niederöster­ reich und Burgenland, Tel.: 01/589 00, Fax: DW 259. Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Eva Menichetti. Redaktion: Mag. (FH) Michaela Muttenthaler, Dr. Eva Menichetti. Schlussredaktion: Thomas Aistleitner. Fotos: Helmut Mitter: S. 1, S. 2 (2), S. 3; ÖRK/Anna Stöcher: S. 1; ÖRK/ Thomas Marecek: S. 2; Nadja Meister: S. 3; istockphoto. com/kay: S. 3; fotolia.de/Sandro Donda: S. 4; istock­ photo.­com/franckreporter: S. 4; Heimo Spindler: S. 4. Her­stel­lung: Wortbild, 1010 Wien. Layout & Satz: Mag. Andrea Chadt. Lektorat: Mag. Sabine Wawerda. Druck: Direkta GmbH, 4020 Linz. ZVR-Nr.: 432857691. Hinweis: Auf die gleich­zeitige Ver­wen­dung männ­licher und weiblicher Per­so­nen­­­­be­grif­­­fe wird ver­zich­­tet. Gemeint und ange­spro­chen sind im Zweifel beide Geschlechter. nerieren. Mit einer Blutkonserve würde dieser Prozess wesentlich be­ schleunigt – sie würde sich rasch er­ holen und könnte mit all ihrer Kraft für den kleinen Fabian da sein und für ihn sorgen. „Es war für mich die richtige Ent­ scheidung. Mir ging es gleich am nächsten Tag viel besser und ich fühlte bald wieder richtig gut“, erin­ nert sich Rafaela M. Zu früh geboren Eine andere Geschichte erzählt eine junge Mutter aus Niederösterreich. Für ihre kleine Familie begann am 31. März 2015 ein schwieriger Weg, obwohl ein freudiges Ereignis bevor­ stand. Lina kam sieben Wochen zu früh auf die Welt. Zunächst konnte sie nicht selbst essen. Deshalb wurde ihr im Krankenhaus eine Sonde ein­ gesetzt und sie wurde künstlich er­ nährt. Bei einer Blutkontrolle wurde eine Frühgeborenenanämie dia­ gnos­tiziert. „Wir waren schon zu Hause, als ich einen Anruf vom Krankenhaus er­ halten habe. Ich sollte mit Lina wieder ins Spital kommen. Sie sollte eine Bluttransfusion bekommen“, erzählt Linas Mutter. „Das war ein sehr eigenartiges Gefühl und ich hatte Angst.“ Im Krankenhaus wur­ de Lina sorgfältig untersucht, viele Tests wurden gemacht. Die Blut­ transfusion dauerte mehr als vier Stunden. Während der Transfusion „Ich wusste gar nicht, welch hoher Aufwand damit verbunden ist. Wir waren mehr als 24 Stunden im Krankenhaus. Während der Trans­ fusion achteten die Ärzte darauf, ob Lina das fremde Blut auch wirklich gut verträgt“, sagt die Mutter. Lina hatte keinen leichten Start ins Le­ ben. Doch heute, mehr als einein­ halb Jahre später, merkt man nichts mehr von Linas schwerem Start ins Leben. Sie ist ein aufgewecktes und robustes Kind. Mit ihrem Bruder, dem dreijährigen Jakob, tobt sie aus­ gelassen herum. „Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die freiwillig ihr Blut spenden. Sie haben meiner Tochter geholfen und dafür bin ich dankbar“, sagt die C Mutter mit einem Lächeln. BLUTTRANSFUSIONEN BEI GEBURTEN UND FRÜHGEBORENEN Dr. Christof Jungbauer im Gespräch. Komplikationen bei Geburten kommen häufiger vor als gedacht. Immer wieder sind Bluttransfusionen im Rahmen einer Geburt bei Mutter oder Kind notwendig. In Österreich werden etwa 4 % der insgesamt verabreichten Blutkonserven dafür verwendet. ? Herr Dr. Jungbauer, was versteht man unter Anämie, oft Grund für die Verabreichung einer Blutkonserve? CHRISTOF JUNGBAUER: Bei einer Anämie, auch Blutarmut genannt, sind die Zahl der roten Blutkörperchen und damit der Hämoglobin­ gehalt vermindert. Das Blut ist das Transportsystem des Körpers. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) versorgen alle Gewebe und Organe mit Sauerstoff. Für diese Aufgabe enthalten sie ein Protein, das Hämoglobin. Hämoglobin hat einen wesentlichen Bestandteil, das Eisen. Hämoglobin gibt dem Blut die rote Farbe. Bei einer Blutarmut kann der Sauerstofftransport im Körper nicht mehr optimal ablaufen. ? Was bedeutet das für den Menschen? Zu Blutarmut kann es bei Unfällen, einer Geburt oder durch chronischen Blutverlust, wie bei Gefäßerkrankungen oder Magengeschwüren, bzw. durch Eisenmangel kommen. Dann kann unter Umständen eine Bluttransfusion nötig sein. Bluttransfusionen sind aber auch bei schweren Erkrankungen wie Nierenkrankheiten oder Krebs notwendig. Frauen haben öfter ohnehin schon einen niedrigeren Eisenwert. Bei einer Geburt ist das Risiko, besonders viel Blut zu verlieren, hoch. Dieser Blutverlust kann unter Umständen zu der Notwendigkeit führen, eine Bluttransfusion bei der Mutter vorzunehmen. ? Was ist die Ursache für eine Frühgeborenenanämie? Säuglinge sind anfälliger für eine Anämie, weil die Produktion der roten Blutkörperchen vorübergehend verlangsamt wird oder das gespeicherte Eisen nicht mit dem Wachstum des Kindes mithalten kann. Aber nur in sehr schweren Fällen ist bei Neugeborenen eine Bluttransfusion notwendig. Ihre Blutspende kommt an Neues Service per SMS. Rafaela mit ihrem Sohn heute: „Ich fühlte mich damals müde und kraftlos“ Wer seit Sommer 2016 in Wien, Niederösterreich oder im Burgenland Blut spenden war, sollte bereits Bekanntschaft mit unserem neuen SMS-Service gemacht haben. Denn nun informieren wir alle Blutspender per SMS, sobald „ihre“ Blutkonserve unser Haus verlassen hat und in ein Krankenhaus geliefert worden ist. Dabei verraten wir Ihnen auch, in welches Spital Ihre Blutkonserve gebracht worden ist. In die Nachricht integriert ist auch der Hinweis, wann Sie wieder Blut spenden können. Nr. 28 | Winter 2016 3 Blut spenden & gewinnen WINTERGEWINNSPIEL 2016/17 3 × 2 VIP TICKETS MOTORRAD GRAND PRIX Spielberg 2017, Qualifying & Racing inkl. Zutritt zu VIP Lounges 3 × 2 WOHLFÜHL- UND WELLNESSTAGE VON YAKULT Auszeit und Erholung in einem der Falkensteiner Hotels & Residences in Österreich nach Wahl 3 × 2 VIP FESTIVAL PÄSSE FREQUENCY FESTIVAL 2017 3 Tage, alle Stages, Camping inklusive SO KANN ICH GEWINNEN! ALLE INFORMATIONEN zum Gewinnspiel und zu den Preisen auf www.blut.at und unter 0800 190 190 SERVICENUMMER: 0800 190 190 | WWW.BLUT.AT Keine Anmeldung, keine Teilnahmekarten – einfach in der Zeit vom 1. Dezember 2016 bis 31. Jänner 2017 in Österreich beim Roten Kreuz Blut spenden. Die Gewinner werden aus unserer Spenderdatenbank ermittelt und ab 15. Februar 2017 telefonisch verständigt. Sie können in diesem Zeitraum nicht Blut spenden? Machen Sie trotzdem mit! Bitte melden Sie sich auf der Homepage www.blut.at/Wintergewinnspiel zur Teilnahme an. Eine Barablöse ist nicht möglich. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftverkehr geführt werden. Fotos: fotolia.de/Sandro Donda, istockphoto.com/franckreporter, Heimo Spindler