Anlage 1 Versorgungsablauf Feststellung der Schwangerschaft Nein Keine Teilnahme an der Vereinbarung Ja Nein Keine Teilnahme an der Vereinbarung Versicherte der teilnehmenden Krankenkasse Ja Nein Keine Teilnahme an der Vereinbarung Teilnahme an Vereinbarung Ja Unterzeichung der TeilnahmeErklärung Nein Keine Teilnahme an der Vereinbarung Ja - Übergabe des Fragebogens ( Anlage 15) durch den Arzt - Übergabe der Unterlagen ( Testhandschuhe und des Infomaterials) durch die Krankenkasse - Beantwortung des Fragebogens (Anlage 15) durch die Versicherte - Auswertung des Fragebogens, Erörterung der individuellen Risikofaktoren und Aufklärung über die Handhabung des Testhandschuhes durch den behandelnden Arzt Durchführung einer erweiterten sonographischen Diagnostik in der 18.-22.SSW Ja Normaler Schwangerschaftsverlauf Nein Ja Frühgeburtsbestrebung/ oder Risiko einer Mangeloder Frühgeburt Ja Fortsetzung auf Seite 2 Anlage 1 Überweisung in ein am Vertrag teilnehmendes Krankenhaus zur ambulanten Mitoder Weiterbehandlung Entbindung Entbindung Ja Normaler Schwangerschaftsverlauf Nein Überweisung in ein Perinatalzentrum/ geburtshilflichneonat.Schwerpunktkrankenhaus gem. Anlage 16 Anlage 2 Versorgungsauftrag Zusätzlich zu den üblichen Leistungen der Schwangerschaftsvorsorge beinhaltet der Rahmenvertrag zur Integrierten Versorgung „ Willkommen Baby“ nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten und postnatalen Betreuung des Neugeborenen in Sachsen-Anhalt folgendes: • Ermittlung von Risikofaktoren für eine Frühgeburt mittels Fragebogen, den die Schwangere von ihrem behandelnden Arzt erhält • Auswertung des Fragebogens ausführliches ärztliches Gespräch über individuelle Risikofaktoren einer Frühgeburt mit dem behandelnden Frauenarzt • Informationsmaterial der Krankenkasse zu Schwangerschaft (W 406- 2313, W 406-4034, optional: W 406-4044) • Testhandschuhe in ausreichender Anzahl zur zweimaligen wöchentlichen Selbstbestimmung des pH-Wertes zum frühzeitigen Erkennen von Scheideninfektionen • Überweisung zur ambulanten Mit- oder Weiterbehandlung in ein am Vertrag teilnehmendes Perinatalzentrum/ geburtshilflich - neonatologisches Schwerpunktkrankenhaus (s. Anlage 9), wenn durch ambulante therapeutische Maßnahmen des behandelnden Gynäkologen die Frühgeburtsbestrebungen oder die Risiken einer Mangel- oder Frühgeburt nicht ausreichend therapiert werden können • bei drohender Frühgeburt ( Geburt vor Ende der 37. Woche) Einweisung in ein Perinatalzentren /geburtshilflich - neonatologischen Schwerpunktkrankenhäuser gemäß den Kriterien der Anlage 16 • Aufklärung über die postnatale Betreuung, insbesondere die optimale Schlafumgebung des Neugeborenen zur Vermeidung des plötzlichen Kindstodes durch das Krankenhaus (Anlage 18) • Weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen/Qualitätszirkel im ambulanten und stationären Bereich (jährliche zertifizierte Fortbildungen der eingeschriebenen Frauenärzte, ständiger Kontakt mit Ärzten der am Vertrag teilnehmenden Krankenhäuser) und Geburt Anlage 3 DAK Vertragsbereich Sachsen-Anhalt Gr. Diesdorfer Str. 203 39110 Magdeburg Fax: 0391 7361419 Teilnahmeerklärung der Versicherten zur Teilnahme an der Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Zur Weiterleitung an die Krankenkasse: Name, Vorname: Anschrift: Krankenkasse: Versicherungsnummer: _______________________________________________________ Mutmaßlicher Entbindungstermin _____________________________________________ Liebe Teilnehmerin ! Frühgeburten (Geburt vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche/Geburtsgewicht < 2.500 g) sind ein zentrales Problem in der Geburtshilfe und für die Betroffenen mit viel Leid verbunden. Medizinische Risikofaktoren (z.B. bakterielle Vaginose) und nichtmedizinische Risikofaktoren (z.B. Rauchen) führen zu einem erhöhten Anstieg der Frühgeburtenrate. Durch präventive Maßnahmen sind Frühgeburten zum Teil vermeidbar. Die DAK bietet Ihnen im Rahmen der o.g. Vereinbarung Früherkennungsmaßnahmen an. Im Rahmen dieser Leistungen werden Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität in der Versorgung von Schwangeren getroffen. Die Schnittstellen zwischen ambulantem und stationärem Sektor werden optimiert und effektiver gestaltet. 1 Anlage 3 Mit dieser Vereinbarung bieten die Vertragspartner ein umfassendes Vorsorgeprogramm zur frühzeitigen Erkennung von Risikofaktoren für eine Frühgeburt an. Das medizinische Vorsorgeprogramm zur Identifikation von Risikofaktoren einer Frühgeburt wird im Wesentlichen vom niedergelassenen Frauenarzt begleitet. Droht trotz aller Bemühungen eine Frühgeburt, so werden Sie in ein geeignetes Krankenhaus, das einen besonderen Qualitätsstandard erfüllt, eingewiesen. Hinweis zum Datenschutz Die Patientendaten werden allen an der Behandlung beteiligten Ärzten im jeweils erforderlichen Umfang zur Verfügung gestellt. Dies betrifft insbesondere die Übermittlung von erhobenen medizinischen Daten Ihres Frauenarztes an den Krankenhausarzt. Ihre Stammdaten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Tag des Beitritts zum Vertrag, Tag der mutmaßlichen Entbindung) werden über die Teilnahmeerklärung der Krankenkasse mitgeteilt. Diese schickt Ihnen kostenlos Careplan-Testhandschuhe und Informationsmaterial zur Schwangerschaft und Betreuung der Neugeborenen zu. Die Kassenärztliche Vereinigung erhält zur stichprobenartigen Abrechnungsprüfung die Versicherungsnummer, den Namen, das Geburtsdatum, den Tag des Beitritts zum Vertrag und den mutmaßlichen Entbindungstag der Versicherten von Ihrer Krankenkasse. Die genannten Daten und der Fragebogen werden für die wissenschaftliche Forschung, zur Qualitätssicherung und Evaluation dieses Vertrages unter Beachtung datenschutzrechtlicher Voraussetzungen genutzt. Ihr Einverständnis Ich wünsche eine Behandlung aufgrund der hier vorgestellten Vereinbarung. Über die Vereinbarung bin ich umfassend informiert. Zusätzliche Leistungen, die mit den Leistungserbringern hier vereinbart wurden, sind selbstverständlich für mich kostenlos. Meine Teilnahme ist freiwillig. Alle meine Fragen sind mir verständlich beantwortet worden. Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und zur Kenntnis genommen. Der beschriebenen Datenerhebung, Datenverarbeitung und – nutzung stimme ich zu. Der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der Daten kann ich jederzeit ohne Angabe von Gründen widersprechen. Versicherte: ____________________________ Ort, Datum _________________________ Unterschrift Behandelnder Arzt: ____________________________ Ort, Datum _________________________ Unterschrift 2 Anlage 4 Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt Postfach 1664 39006 Magdeburg Fax: 0391 6278459 Teilnahmeerklärung des Frauenarztes zur Teilnahme an der Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten und postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Ich bin umfassend über den Rahmenvertrag zur Integrierten Versorgung „ Willkommen Baby“ nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten in Sachsen-Anhalt informiert. Die vertraglich vereinbarten Inhalte, Versorgungsabläufe, Kooperationsregeln und die Ziele habe ich zur Kenntnis genommen und verpflichte mich, diese zu erfüllen. Am Rahmenvertrag zur Prävention von Frühgeburten in Sachsen-Anhalt nehme ich teil. Mit dieser Teilnahmeerklärung verpflichte ich mich zur Einhaltung der Regelungen des Vertrages. Weiter verpflichte ich mich gegenüber den anderen Vertragsärzten, den Vertragspartnern des Vertrages und den von mir behandelten Versicherten dass ich: bei meiner Tätigkeit die für die Datenverarbeitung (Erheben, Verarbeiten und Nutzen) personenbezogener Daten und der Datensicherheit geltenden Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes beachte und bei der Weitergabe von Patientinnendaten an Dritte vorab die freiwillige schriftliche Einwilligung der Patientin einhole, die Patientin ausreichend über Form und Folgen der beabsichtigten Datenerhebung und -verarbeitung unterrichte. Ich bin mit der Aufnahme folgender Angaben im Verzeichnis „Teilnehmende Vertragsärzte“ (Anlage 8) einverstanden: Eintritts- und Austrittsdatum Vertragsarztnummer meines Namens und meiner Praxisanschrift Weiterhin erkläre ich mich einverstanden, dass das Leistungserbringerverzeichnis auf der Homepage der DAK sowie bei Bedarf in Schriftform den Versicherten, Vertragspartnern und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Vertrages bekannt gegeben wird. Mir ist bekannt, dass 1. die Teilnahme an diesem Vertrag freiwillig ist. Ich kann die Beendigung meiner Teilnahme gegenüber der KVSA zum Ende des Quartals erklären. Diese Erklärung erfolgt schriftlich. Die Erklärungsfrist beträgt einen Monat zum Ende des Quartals. 2. meine Teilnahme an dem Vertrag mit Beendigung bzw. Ruhen meiner vertragsärztlichen Tätigkeit endet. 3. eine Nichteinhaltung der vertraglichen Regelungen einen Ausschluss gemäß § 20 des Vertrages zur Folge haben kann. __________________________ __________________________ Ort, Datum Arztstempel und Unterschrift 1 Anlage 5 Beitrittserklärung der Krankenkassen zur Rahmenvereinbarung zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Krankenkasse: .................................................................................................................. Anschrift: ................................................................................................................. Ansprechpartner: .................................................................................................................. Telefon/Fax: ................................................................................................................. Hiermit erklärt die o. g. Krankenkasse den Beitritt zur Rahmenvereinbarung zur Integrierten Versorgung der DAK nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt vom 01.10.2006. Der Beitritt erfolgt zum xx.xx.xxxx. Die Inhalte der Vereinbarung werden von der Krankenkasse zur Kenntnis genommen, anerkannt sowie verpflichtend erfüllt. Die DAK erteilt ihre Zustimmung zum Beitritt der Krankenkasse zur Rahmenvereinbarung zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt vom 01.10.2006. _________________________ Ort, Datum __________________________ Unterschrift KK _________________________ Ort, Datum __________________________ Unterschrift DAK Anlage 6 Beitrittserklärung der Perinatalzentren/geburtshilflich - neonatologischen Schwerpunktkrankenhäuser zur Rahmenvereinbarung der Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Krankenhaus: .................................................................................................................. Anschrift: .................................................................................................................. Ansprechpartner: .................................................................................................................. Telefon/Fax: ............................................ ................................................................. Hiermit erklärt das o. g. Krankenhaus den Beitritt zur Rahmenvereinbarung zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt vom 01.10.2006 . Die Inhalte der Vereinbarung werden vom beitretenden Krankenhaus zur Kenntnis genommen, anerkannt sowie verpflichtend erfüllt. Der Beitritt erfolgt zum xx.xx.xxxx. _________________________ Ort, Datum __________________________ Unterschrift Krankenhaus _________________________ Ort, Datum __________________________ Unterschrift DAK Anlage 7 Beitrittserklärung weiterer Leistungserbringer zur Rahmenvereinbarung der Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Leistungserbringer: .................................................................................................................. Anschrift: ................................................................................................................. Ansprechpartner: .................................................................................................................. Telefon/Fax: ................................................................................................................. Hiermit erklärt der o. g. Leistungserbringer den Beitritt zur Rahmenvereinbarung der DAK zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt vom 01.10.2006. Der Beitritt erfolgt zum xx.xx.xxxx. Die Inhalte der Vereinbarung werden vom Leistungserbringer zur Kenntnis genommen, anerkannt sowie verpflichtend erfüllt. Die DAK erteilt ihre Zustimmung zum Beitritt des Leistungserbringers zur Rahmenvereinbarung der Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt vom 01.10.2006. _________________________ Ort, Datum __________________________ Unterschrift Leistungserbringer _________________________ Ort, Datum __________________________ Unterschrift DAK Anlage 8 Leistungserbringerverzeichnis teilnehmender Frauenärzte an der Rahmenvereinbarung zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Ein- Aus- tritts- tritts- datum datum Arzt -Nr. Titel Name Vorname Str. PLZ Ort Anlage 9 Leistungserbringerverzeichnis teilnehmender stationärer Einrichtungen an der Rahmenvereinbarung zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SBG V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Beginn Ende Krankenhaus - IK Name des Krankenhauses Str. PLZ Ort Verantw ortlicher Chefarzt Tel.-Nr. Anlage 10 Vergütung der Frauenärzte Die Aufgaben der Frauenärzte sind gemäß § 9 des Rahmenvertrages zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in SachsenAnhalt aufgeführt. Die in § 9 aufgeführten Leistungen werden dem Frauenarzt einmalig pro Schwangerschaft der teilnehmenden Versicherten wie folgt vergütet: Pseudoziffer Leistung 94100 Betreuung der Schwangeren gemäß § 9 des Vertrages, einmal pro Schwangerschaft Vergütung 30,00 € Die Pseudoziffer ist nur abrechnungsfähig, wenn der Leistungsinhalt vollständig erbracht wurde. Die Vergütung der vorgenannten Leistungen erfolgt außerhalb der pauschalierten Gesamtvergütung. 1 Anlage 11 Vergütung der Frauenärzte Sonographische Leistung Über die Sicherstellung der geburtshilflichen Grundversorgung sowie der nach diesem Vertrag geregelten gesonderten Aufgaben hinaus gehört die erweiterte sonographische Diagnostik der an diesem Vertrag teilnehmenden Versicherten ab der 18. SSW. Die DAK verpflichtet sich, die zusätzliche Sonographie einmalig mit einem Betrag von 33,30 EURO je Schwangerschaft zu vergüten. Die Frauenärzte, die die Genehmigung zur geburtshilflichen Basisdiagnostik oder die Genehmigung Ultraschallscreening in der Mutterschaftsvorsorge von der KVSA erhalten haben, können folgende Pseudoziffer abrechnen: Pseudoziffer Leistung 94110 Erweiterte sonographische Diagnostik, einmal pro Schwangerschaft ab der 18.SSW Vergütung 33,30 € Bei Mehrlingen ist die sonographische Leistung entsprechend der Zahl der Mehrlinge mehrfach berechnungsfähig. Die Frauenärzte, die nicht im Besitz der Genehmigung zur geburtshilflichen Basisdiagnostik oder der Genehmigung Ultraschallscreening in der Mutterschaftsvorsorge sind, können für die Zuweisung der Patienten zur Sonographie folgende Pseudoziffer einmal pro Schwangerschaft abrechnen: Pseudoziffer Leistung 94111 Überweisungspauschale zur Sonographie ab der 18.SSW Vergütung 10,00 € Die Abrechnung dieser Leistung erfolgt nur im direkten Zusammenhang mit der Ausstellung eines Überweisungsscheins. Die Vergütung der vorgenannten Leistungen erfolgt außerhalb der pauschalierten Gesamtvergütung. Anlage 12 Vergütung der Krankenhäuser Leistungen der Krankenhäuser Die Aufgaben der Krankenhäuser sind unter § 10 des Rahmenvertrages zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt aufgeführt. Abrechnung und Vergütung Die Leistungen gemäß § 10 Absatz 1 c (Qualitätszirkel/Fortbildungsveranstaltung) werden dem teilnehmenden Krankenhaus einmal jährlich mit 200,00 EUR vergütet, wozu es einer gesonderten Rechnung gegenüber der DAK bedarf. Die Rechnung ist an den: Vertragsbereich Sachsen-Anhalt, Große Diesdorfer Str. 203, 39110 Magdeburg unter Beifügung der Teilnehmerliste zu senden. Die Leistungen gemäß § 10 Absatz 3 (ambulante Weiterbehandlung bei Frühgeburtsbestrebungen) werden mit der Pseudoziffer 94112 mit 60,00 EUR je Behandlungsquartal vergütet. Die Abrechnung und Vergütung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt. Pseudoziffer Leistung 94112 Betreuung der Schwangeren gemäß § 10 Absatz 3 des Vertrages, einmal im Behandlungsquartal Vergütung 60,00 € Die Leistungen gemäß § 10 Absatz 5 (sonographische Diagnostik ab 18. SSW - einmalig je Schwangerschaft im Rahmen dieses IV-Vertrages) können mit der Pseudoziffer 94110 mit 33,30 EUR einmal pro Schwangerschaft abgerechnet werden. Bei Mehrlingen ist die sonographische Leistung entsprechend der Zahl der Mehrlinge mehrfach berechnungsfähig. Die Abrechnung und Vergütung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung SachsenAnhalts. Pseudoziffer Leistung 94110 Erweiterte sonographische Diagnostik, einmal pro Schwangerschaft ab der 18. SSW Vergütung 33,30 € Die Leistung gemäß § 10 Satz 7 (entwicklungsneurologische Nachuntersuchung- nach Bayley II) im Alter von 2 Jahren für Frühgeburten wird einmal je frühgeborenem Kind (Geburtsgewicht <1500g/ Geburt < 33.SSW) mit der Pseudoziffer 94113 mit 45,00 EUR vergütet. 1 Anlage 12 Pseudoziffer 94113 Leistung Vergütung Entwicklungsneurologische Nachuntersuchungnach Bayley II im Alter von 24 Monaten 45,00 € (<1500g/<33.SSW) Die Abrechnung und Vergütung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung SachsenAnhalts. Leistungen sind nur berechnungsfähig, wenn der Leistungsinhalt vollständig erbracht worden ist. Soweit Vergütungen dieser Vereinbarung durch Änderungen in der Abrechnung von DRGFallpauschalen durch die Fallpauschalenvereinbarung 2007 berührt werden, verständigen sich die Vertragspartner über eine Anpassung der entsprechenden Vergütungsregelung. 2 Anlage 13 gültig ab 1. April 2010 Arztinformation zum Rahmenvertrag zur Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten und der postnatalen Betreuung des Neugeborenen „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Die DAK hat eine Vereinbarung zur Prävention von Frühgeburten mit beitretenden Frauenärzten unter der Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt geschlossen. Mit der Vereinbarung werden folgende Ziele verfolgt: • Senkung der Frühgeburtenrate • Reduzierung der Frühgeburten mit extrem niedrigem Geburtsgewicht • intensivierte Aufklärung über Risikofaktoren des plötzlichen Säuglingstodes Teilnahme der Frauenärzte Die Teilnahmevoraussetzungen der Frauenärzte sind in § 5 dieser Vereinbarung geregelt. Die Teilnahme ist freiwillig. Arbeitsmaterialien Sie erhalten folgende Arbeitsmaterialien zugesandt: • • Flyer zur Vereinbarung Fragebögen Aufgaben der Frauenärzte Die Aufgaben der Frauenärzte sind in § 9 dieser Vereinbarung beschrieben. Dazu gehören: • • • • • • Information, Beratung und Einschreibung der Versicherten (Anlage 3), Auswertung des Fragenbogens (Anlage 15), Durchführung des ärztlichen Gespräches über Risikofaktoren der Frühgeburt, Aufklärung über die Handhabung des CarePlan-Testhandschuhs (Anlage 14), Überweisung in ein am Vertrag beteiligtes Krankenhaus zur Mit- oder Weiterbehandlung bei drohender Frühgeburt, Durchführung bzw. Überweisung zu einer erweiterten sonographischen Diagnostik und Einweisung in ein Perinatalzentrum/geburtshilflich-neonatologisches Schwerpunktkrankenhaus gemäß Anlage 16, wenn eine Frühgeburt nicht vermieden werden kann einmal jährlich Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung/Qualitätszirkel Einschreibung der Versicherten Wird bei einer DAK-Versicherten eine Schwangerschaft festgestellt, so ist eine Einschreibung bis zur 30. Schwangerschaftswoche möglich. Nachdem die Teilnahmeerklärung von der Schwangeren unterzeichnet wurde, ist diese an folgende Adresse zu senden: DAK Vertragsbereich Sachsen-Anhalt Gr. Diesdorfer Str. 228/229 39108 Magdeburg Fax: 0391/88 68 43 70 00 1 gültig ab 1. April 2010 Anlage 13 Mit Eingang der Teilnahmeerklärung wird ein Päckchen von der Krankenkasse an die Schwangere geschickt, das weitere Informationsmaterialien zur Schwangerschaft und CarePlanTesthandschuhe enthält. Jede teilnehmende Schwangere erhält von ihrem behandelnden Arzt einen Fragebogen ausgehändigt. Die Schwangere kann nun selbst die Fragen zu Risikofaktoren beantworten. Danach wird der Fragebogen ausgewertet und ein ärztliches Gespräch über individuelle Risikofaktoren einer Frühgeburt geführt werden. Im Rahmen dieses Vertrages erhält jede Schwangere eine zusätzliche erweiterte Sonographie in der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche. Im Rahmen dieses Vertrages kann diese auch durch die am Vertrag beteiligten Krankenhäuser durchgeführt werden, wenn eine Überweisung erfolgt ist. Bei anamnestischen Befunden oder Befunden in der aktuellen Schwangerschaft, die das Risiko einer Mangelgeburt oder endogenen bzw. iatrogenen Fehlgeburt beinhalten bzw. bei Komplikationen, die nicht alleinig vom niedergelassenen Frauenarzt behandelt werden können, kann eine Überweisung zur Mit- und Weiterbehandlung in ein am Vertrag beteiligtes Krankenhaus erfolgen. Droht trotz aller Bemühungen eine Frühgeburt, so ist die Schwangere in ein Perinatalzentrum/geburtshilflich-neonatologisches Schwerpunktkrankenhaus gemäß Anlage 16 unter Berücksichtigung von individuellen Patienteninteressen und der regionalen Versorgungsstruktur einzuweisen. Eine Einweisung aufgrund einer Notfallindikation kann in jedes Krankenhaus erfolgen. Weiterhin sind die Leitlinie zum antepartalen Transport von Risikoschwangeren der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin zu berücksichtigen. Bei einer Einweisung in ein Krankenhaus sind alle medizinisch notwendigen Daten vom Frauenarzt an den Krankenhausarzt zu übermitteln. Die an der Vereinbarung teilnehmenden Frauenärzte verpflichten sich, mindestens einmal jährlich an einer Fortbildungsveranstaltung der am Vertrag teilnehmenden Krankenhäusern teilzunehmen. Ab 1. April 2010 kann als neue Vorsorgeleistung zusätzlich ein Blutzuckerscreening (50g bzw. 75g oraler Glukose-Toleranz-Test) einmalig durchgeführt werden. Bei einem auffälligen ersten 50g oralen Glukose-Toleranz-Test wird ein zweiter 75g Glukose-Toleranz-Test durchgeführt. Abrechnung Sind die Leistungen nach dieser Vereinbarung erbracht worden, so können Sie über die Pseudoziffer 94100 ein Honorar in Höhe von 30,00 € für die Betreuung einmalig pro Schwangerer abrechnen. Für die zusätzliche Sonographie kann über die Pseudoziffer 94110 ein Honorar in Höhe von 33,30 € abgerechnet werden. Für den 50g oGTT kann über die Pseudoziffer 94114 ein Honorar in Höhe von 15,00 € (incl. Sachkosten) und für den 75g oGTT kann über die Pseudoziffer 94115 in Honorar in Höhe von 19,50 € (incl. Sachkosten) abgerechnet werden. Ansprechpartner Sollten Sie weitere Fragen zur Umsetzung der Vereinbarung haben, stehen für Sie folgende Ansprechpartner zur Verfügung: Herr Karl-Heinz Triebe – DAK, Vertragsbereich Sachsen-Anhalt, Tel. 0391-88 68 43 1108 Frau Claudia Scherbath – KVSA, Vertragsabteilung, Tel. 0391-627-6339 2 Anlage 14 Informationen zum Selbsttest CarePlan - Handschuh zur Vorsorge bei Infektionen und Frühgeburten1 Es ist möglich, Anzeichen einer drohenden Frühgeburt durch selbst durchgeführte Beobachtungen und Untersuchungen zu Hause rechtzeitig zu erkennen, die jede Schwangere selbst durchführen kann. Diese Möglichkeit geht auf Erkenntnisse von Herrn Prof. Saling zurück. Aus diesem Grunde haben die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt und die Krankenkasse, zusätzlich zum ärztlichen Frühgeburten-Vermeidungs-Programm, eine Vereinbarung zur Prävention von Frühgeburten für Schwangere in Sachsen-Anhalt entwickelt, welche bei sorgfältiger Anwendung zu hervorragenden Ergebnissen führt. Die Erklärung dafür ist einleuchtend: Während der Frauenarzt die Schwangere im Allgemeinen nur alle vier Wochen im Rahmen der üblichen Schwangeren-VorsorgeMaßnahmen betreut, untersucht die Schwangere sich selber alle drei bis vier Tage. Die Chancen, dadurch Gefahren sehr viel früher zu erkennen sind damit wesentlich günstiger. Mit dem CarePlan - Testhandschuh können Sie selbst den Säuregrad des Scheidenmilieus (pH-Wert) messen. Dieser gibt meist einen frühzeitigen Hinweis auf eine Milieustörung in der Scheide. Sie begünstigt oft die Entstehung von Infektionen, die eine häufige Ursache für Frühgeburten darstellen. Am Zeigefinger des CarePlan-Testhandschuhs befindet sich ein Testpapier, dessen Farbe sich entsprechend dem pH-Wert verändert. Damit besteht die Möglichkeit, Scheideninfektionen oft frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, noch bevor Komplikationen auftreten. Selbsttest mit pH-Testhandschuh Die Messung kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden, und die Handhabung ist denkbar einfach: Ziehen Sie den Handschuh über Ihre rechte Hand (auch wenn Sie Linkshänderin sind), so dass der Teststreifen auf der Innenseite des Zeigefingers liegt. Um die Messung nicht zu verfälschen, soll der Teststreifen möglichst nicht - auf keinen Fall mit feuchten Fingern - berührt werden. Führen Sie den Zeigefinger 2-3 cm tief in die Scheide ein (nicht weiter als 3 cm, da im tieferen Scheidenbereich der pH-Wert natürlicherweise oft höher ist) und drehen Sie ihn einige Male leicht hin und her, damit der Teststreifen gut mit der Scheidenflüssigkeit befeuchtet wird. Die Einführung gelingt z.B. gut im Stehen, wobei Sie ein Bein auf der Sitzfläche eines Stuhles oder einer Bettkante abstützen. Vergleichen Sie direkt nach der Messung - solange die Indikatorschicht noch feucht ist - deren Farbe mit der Farbskala (s. Abbildung) und lesen Sie den dazugehörigen pH-Wert ab. Notieren Sie den Wert der Farbskala, welcher der Farbe des Teststreifens am ähnlichsten ist (bitte keine Zwischenwerte schätzen). Der Wert ist normal, wenn er dem gelben Farbton der pH-Werte 4,0 oder 4,4 entspricht. Werfen Sie den benutzten Handschuh weg; er besteht aus biologisch abbaubarem Polyethylen (PE). Bitte tragen Sie alle pH-Werte und das jeweilige Datum - um einem Informationsverlust 1 Vgl. http://www.saling-institut.de/german/03infomo/04selbstv.html, Genehmigung des Erich-Saling-Institutes Auszüge mit freundlicher 1 Anlage 14 entgegenzuwirken am besten gleich nach der Messung - in den beiliegenden Erhebungsbogen ein. Legen Sie den Erhebungsbogen bitte zusammen mit Ihrem Mutterpass bei jedem Arztbesuch vor. Was ist zu tun, wenn der pH-Wert zu hoch ist? Wenn der pH-Wert einmal nicht im Normalbereich ist, besteht noch kein Grund zur Beunruhigung. Er kann z.B. nach dem Geschlechtsverkehr durch die Samenflüssigkeit verändert sein. Deshalb sollte der pH-Wert nicht innerhalb von 12 Stunden danach gemessen werden, es sei denn, Sie haben Kondome verwendet. Das Testpapier könnte auch mit Urinresten in Berührung gekommen sein (Urin kann ganz unterschiedliche pH-Werte haben). In jedem Falle wiederholen Sie bei einem auffälligen Ergebnis die Messung einige Stunden später oder am nächsten Morgen. Sollte der pH-Wert dann immer noch nicht im Normalbereich sein, vereinbaren Sie bitte so bald wie möglich einen Termin bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, damit der Ursache der pH-Werterhöhung nachgegangen werden kann Wann und wie oft sollte der pH-Wert gemessen werden? Am besten messen Sie den pH-Wert vom Beginn der Schwangerschaft bis mindestens zum Ende der 34. Schwangerschaftswoche, möglichst jedoch bis zur Entbindung, da auch für ein reifgeborenes Kind Infektionen mit Risiken verbunden sind. Sollten Sie erst in einem fortgeschrittenen Stadium Ihrer Schwangerschaft von diesem Vorsorgeprogramm erfahren haben, "lohnt" es sich dennoch, mit dem Messen zu beginnen. Im Allgemeinen reicht es bei einer unkomplizierten Schwangerschaft, die Messung zweimal pro Woche vorzunehmen. Es spricht aber nichts dagegen, wenn Sie zu Ihrer eigenen Beruhigung häufiger messen. Dies ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie bereits in dieser oder einer vorangegangenen Schwangerschaft unter Infektionen der Scheide gelitten haben. Auch wenn Sie aus einem der nachstehend genannten Gründe ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt haben, ist eine häufigere pH-Wert-Bestimmung sinnvoll. Was können Sie selber zur Vorbeugung von Scheideninfektionen tun? Die Infektionsanfälligkeit im allgemeinen wie auch die der Scheide kann in der Schwangerschaft durch verschiedene Umstände, z.B. hormonelle Veränderungen, erhöht sein. Aber es gibt vorbeugende Maßnahmen: Ein warm-feuchtes Klima unter Luftabschluss begünstigt z.B. das Wachstum von Hefepilzen (Candida). Tragen sie deshalb keine eng anliegende Kleidung und keine Slipeinlagen mit KunststoffFolie. Bevorzugen Sie Wäsche aus Naturfasern, am besten Baumwolle. Führen Sie keine Scheidenspülungen durch und bringen Sie keine Substanzen (Spray, Gel usw.) in die Scheide ein, es sei denn, diese sind ärztlich verordnet. Für die Ernährung gilt: Eine gesunde Kost, die alle für Ihr Baby wichtigen Nährstoffe liefert, ist auch für Ihr körpereigenes Abwehrsystem am besten. Bevorzugt auf Ihrem Speisezettel sollten daher Milch und Milchprodukte, Vollkornerzeugnisse, Obst, Gemüse, Kartoffeln, mageres Fleisch, Fisch und hochwertige Fette (reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren) stehen. Sie brauchen deshalb nicht bei jedem Stück Schokolade oder Torte, das Sie verzehren, ein schlechtes Gewissen zu haben. Aber bedenken Sie, dass Zucker- und Weißmehlgenuss die Vermehrung von Hefepilzen begünstigen kann (Mehr Informationen über Ernährung und Schwangerschaft finden Sie z.B. bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung). 2 Anlage 15 FRAGEBOGEN zum Rahmenvertrag der Integrierten Versorgung nach § 140 a ff. SGB V zur Prävention von Frühgeburten „Willkommen Baby“ in Sachsen-Anhalt Name, Vorname: Anschrift: Geburtsdatum: Krankenkasse: Allgemeiner Gesundheitszustand 1. Wie würden Sie Ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand einschätzen ? sehr gut weniger gut gut schlecht 2a. Wurde bei Ihnen eine schwere Allgemeinerkrankung diagnostiziert ? nein ja wenn ja, welche ………………………………………………………………….. 2b. Welche Operationen an der Gebärmutter wurden bei Ihnen durchgeführt ? ( z.B. Konisation ) keine 3. wenn ja, welche……………………………………. Haben Sie Zahnfleischbluten? ja nein gelegentlich Wenn ja, sind Sie deshalb in zahnärztlicher Behandlung ? ja nein Seite 1 von 4 Anlage 15 4. Traten in Ihrer Familie oder in der Familie des Kindsvaters Erberkrankungen auf ? nein ja 5. Wie viele Vaginalinfektionen hatten Sie in den letzten 12 Monaten ? 6. Körpergröße in cm: …………… 7. Gewicht vor Beginn der Schwangerschaft in kg: ……………. _______ (Anzahl) Rauchen und Drogen 8. Rauchen Sie zur Zeit ? ja nein gelegentlich Wenn ja, Wie viele Zigaretten rauchen Sie pro Tag ? <5 9. 5 –10 > 10 Haben Sie im letzten Jahr Drogen (Cannabis, Marihuana etc.) zu sich genommen ? ja nein gelegentlich Beruf 10. Welchen Beruf üben Sie aus ? ----------------------------------------------------------- 11. Welche der folgenden Arbeitsbedingungen trifft auf Ihre Arbeit zu? Körperlich schwere Arbeit ja nein gelegentlich Arbeit mit chemischen Stoffen ja nein gelegentlich Hohe psychische Belastung ja nein gelegentlich Seite 2 von 4 Anlage 15 Ernährung 12. Trinken Sie täglich Kaffee ? nein ja 13. Nehmen Sie Mineralstoffpräparate und/oder Vitaminpräparate zu sich ? nein Ja Wenn ja, welche? _______________________________________________________________________ 14. Trinken Sie Alkohol ? nein Ja 15. Wie häufig trinken Sie Alkohol ? Täglich 2 bis 3 x die Woche gelegentlich Bewegung 16. Treiben Sie Sport ? nein ja Wenn ja, wie häufig treiben Sie Sport ? < 1 Stunde pro Woche 1 bis 3 Stunden die Woche > 3 Stunden die Woche Sportart: ________________________________________________________ Risiken aus vorherigen Schwangerschaften 17. Hatten Sie bereits eine Fehlgeburt ? ja nein Seite 3 von 4 Anlage 15 18. Hatten Sie bereits eine Frühgeburt ? ja 19. Hatten Sie bereits eine Totgeburt ? ja 20. nein nein Gab es Schwangerschaftsabbrüche ? ja nein Wenn ja, wie viele ? ……………….. __________________ Datum / Unterschrift Seite 4 von 4 Anlage 16 Leitliniendefinierte Aufnahme-/ Zuweisungskriterien für die Perinatalzentren / geburtshilflich - neonatologischen Zentren Die Zuweisung und Aufnahme zur Entbindung in ein Krankenhaus bzw. die pränatale Verlegung hat entsprechend der „Vereinbarung über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen“ vom 20.09.2005 zu erfolgen. Das Versorgungskonzept umfasst vier Stufen (Perinatal-Zentrum LEVEL1, Perinatalzentrum LEVEL 2, perinataler Schwerpunkt, Geburtsklinik). Aufnahmekriterien für Perinatalzentren LEVEL 1 1. Pränatale Verlegung von Frühgeborenen mit einer Reife <1250 g und/oder <29+0 SSW. 2. Höhergradige Mehrlinge >2< 33+0 SSW und > 3 alle. 3. alle pränatal diagnostizierten Erkrankungen, bei denen nach der Geburt eine unmittelbare Notfallversorgung des Neugeborenen erforderlich ist. Dieses betrifft: - Erkrankungen der Mutter mit fetaler Gefährdung ( z.B. PKU, Hypo-/Hyperthyreose, Z. n. Transplantation, Autoimmunopathie, HIV), - angeborene Fehlbildungen ( z.B. kritische Herzfehler, Zwerchfellhernien, Meningomyelozelen, Gastrochisis) sollen in hierfür spezialisierte LEVEL 1 –Perinatalzentren mit Spezialeinrichtungen pränatal verlegt werden. Aufnahmekriterien für Perinatalzentren LEVEL 2 1. Pränatale Verlegung von Frühgeborenen mit einer Reife von 1250-1499 g und/oder 29+0 ≤ 32+0 SSW. 2. Zwillinge 29+1 bis ≤ 33+0 SSW. 3. Schwere schwangerschaftsassoziierte Erkrankungen (Wachstumsretardierung < 3 Perzentile bei Präeklampsie, Gestose, HELLP). 4. Insulinpflichtige diabetische Stoffwechselstörung mit fetaler Gefährdung. Aufnahmekriterien für Perinatale Schwerpunkte (antenatale Zuweisung) 1. Unreife ≥ 1500 g und/oder 32+1 bis ≤ 36+0 SSW. 2. Fetale Wachstumsretardierung. Geburtskliniken Schwangere > Neugeborenen. 36+0 SSW und ohne zu erwartende Komplikationen beim Die Aufnahme von Schwangeren, die nicht den genannten Aufnahmekriterien entspricht, ist nur im begründeten Einzelfall zulässig. Neugeborenentransporte sollen generell nur noch in Anlage 16 nicht vorhersehbaren Notfällen erfolgen. Grundsätzlich ist immer der antepartale Transport für Kinder mit Risiken, bei denen eine postnatale Therapie zu erwarten ist, anzustreben. Bei zu erwartender Behandlungsnotwendigkeit des Kindes sind diese risikoadaptiert in eine o.g. Einrichtung antenatal zu verlegen. Der Neugeborenentransport beschränkt sich nur noch auf unvorhersehbare Notfälle. Die Zuordnung der Krankenhäuser zu den genannten Versorgungsstufen kann erst mit der Krankenhausplanung 2007 im Zusammenhang mit der LQV und Prüfung der Kriterien der GAB in dieser Anlage konkret dargestellt werden. Anlage 17 Inhalt der strukturierten Information und Beratung der Schwangeren zu individuellen Risikofaktoren einer Frühgeburt Bei der Erstvorstellung der Schwangeren in der gynäkologischen Praxis findet ein ausführliches Aufnahmegespräch zwischen der Schwangeren und ihrem Frauenarzt statt. Dieses Gespräch soll einen Überblick geben über die prophylaktischen Maßnahmen in der Schwangerenvorsorge und ihre Ziele. Zur Präzisierung von Frühgeburtsrisiken erhält die Schwangere einen Fragebogen, der die individuellen Risiken erfassen und präzisieren soll. Anhand des ausgefüllten Fragebogens werden sie dann mit der werdenden Mutter besprochen und Maßnahmen zu ihrer Minimierung eingeleitet. Zu 1. Die Antwort auf diese Frage beinhaltet neben der subjektiven Beurteilung des tatsächlichen Gesundheitszustandes natürlich auch die psychische Situation der Frau. Die Gründe für ein „sich nicht Wohlfühlen“ sollten konkret erfragt und abgeklärt werden. Zu 2. 2a: Die Schwangere sollte sich bei einer schweren Allgemeinerkrankung kurzfristig bei dem behandelnden Fachkollegen vorstellen, um die Risiken für die Schwangerschaft besser abschätzen zu können. Eine interdisziplinäre Betreuung, ggf. auch mit einem Perinatalzentrum, sollte angestrebt werden. 2b: Beim Zustand nach Operationen an der Gebärmutter sind , wenn sie die Cervix uteri betreffen, engmaschige Kontrollen der Cervixlänge zu empfehlen. Eine besondere Belastung der Cervix beginnt mit der 20. SSW. Zu 3. Studien haben ergeben, dass häufiges Zahnfleischbluten bzw. Wucherungen des Zahnfleisches mit einem hohen Frühgeburtsrisiko korrelieren. Deshalb sollte der Patientin nicht nur der Besuch beim Zahnarzt angeraten werden, sondern der Patientin sollten die Zusammenhänge noch einmal dringlichst erläutert werden. Zu 4. Beim Auftreten von Erbkrankheiten in der Familie ist eine humangenetische Beratung anzustreben, dort werden der Frau nach Stellung der genauen Diagnose ihr persönliches Risiko und die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik aufgezeigt. Auch eine UltraschallFeindiagnostik kann nach Geburt eines Kindes mit Fehlbildungen sehr zur Beruhigung der 1 Anlage 17 Schwangeren beitragen und das Frühgeburtsrisiko, bedingt durch psychischen Stress, vermindern. Zu 5. Gehäufte Vaginalinfektionen können ein Hinweis auf mangelnde Genitalhygiene oder auch eine Immunschwäche sein. Eine eingehende Untersuchung der Schwangeren mit bakteriologischen Abstrichen und gezielter Therapie der Kolpitis sollte unverzüglich erfolgen. Besonders bei der „Aminkolpitis“ ist die Früherkennung eines Rezidivs durch eine regelmäßige Kontrolle des Scheiden- pH- Wertes durch die Schwangere selbst sehr hilfreich. Eine evt. Immunschwäche sollte bei rezidivierenden Infektionen ausgeschlossen werden. Wiederholte Vaginalinfektionen in der Schwangerschaft erfordern auch eine regelmäßige Kontrolle der Cervixlänge. Zu 6 und 7. Besonders stark untergewichtige und kleine Frauen neigen zur Frühgeburtlichkeit. Eine gute Ernährungsberatung und die Aufklärung über die Folgen des Untergewichtes können zu einem günstigeren Schwangerschaftsverlauf beitragen. Bei übergewichtigen Frauen ist ein Diabetesscreening mit 50g Glucose sinnvoll, da auch ein nicht erkannter Gestationsdiabetes eine erhöhte Frühgeburtlichkeit aufweist. Bei pathologischem Befund erfolgt die Stoffwechseleinstellung durch den Diabetologen. Zu 8. Viele Raucherinnen möchten selbst mit dem Rauchen aufhören, die Folgen des Rauchens in der Schwangerschaft sind im Allgemeinen bekannt. Den Schwangeren sollten Hilfsangebote zur Nikotinentwöhnung, wie z.B. das Raucherentwöhnungsprogramm der DAK vermittelt werden. Zu 9. Auch der Konsum von Drogen hat Auswirkungen auf das Ungeborene. Neben einem niedrigen Geburtsgewicht kann es je nach der Art der konsumierten Drogen zu mehr oder minder schweren Entzugserscheinungen beim Neugeborenen kommen, die beim Opiatentzug lebensbedrohlich sein können. Drogenkonsum ist meist mit einem niedrigen 2 Anlage 17 sozialen Niveau verbunden, die psychische Führung der Patientinnen ist oft schwierig und für den behandelnden Gynäkologen nicht realisierbar. Wenn keine Abhängigkeit besteht, sollte die Schwangere auf Drogen verzichten. Auch hier gibt es verschiedene Hilfsangebote. Drogenabhängige gehören unter strenge ärztliche Kontrolle, ein unkontrollierter Entzug kann zu schweren Komplikationen führen. Nur wenn gewünscht, sollte er in der Schwangerschaft mit Subutec unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Zu 10 und 11. Jede Schwangerschaft ist vom Arbeitgeber dem Gewerbeaufsichtsamt zu melden, das die Eignung des Arbeitsplatzes für eine Schwangere prüft. Bestehen Bedenken gegen das Fortsetzen der bisherigen Arbeit, ist ein geeigneter anderer Arbeitsplatz anzubieten. Bei Problemen am Arbeitsplatz und bei erhöhtem Frühgeburtsrisiko kann vom Beschäftigungsverbot entsprechend § 3 des Mutterschutzgesetzes Gebrauch gemacht werden. Zu 12. Übermäßiger Kaffeegenuss sollte in der Schwangerschaft eingeschränkt werden. Zu 13. Mineralstoff- und Vitaminpräparate zur Nahrungsergänzung sollten jeder Schwangeren empfohlen werden. Bei der Frühgeburtsprophylaxe spielen besonders Eisenpräparate zur Anaemieprophylaxe und Magnesium zur Prävention von vorzeitigen Wehen oder einer Hypertonie eine wichtige Rolle. Zu 14 und 15. Besteht der Verdacht auf übermäßigen Alkoholkonsum, ist ein eindringliches Gespräch zur Vermeidung von fetalen Schädigungen wichtig. Auch hier sollten Hilfsangebote vermittelt werden. 3 Anlage 17 Zu 16. Sportarten mit starker körperlicher Beanspruchung, vor allem Leistungssport sind in der Schwangerschaft zu vermeiden. Bei unkomplizierter Schwangerschaft ist eine leichte sportliche Betätigung aber erlaubt und trägt zum Wohlbefinden bei. Zu 17. Der Zustand nach mehreren Fehlgeburten beinhaltet ein erhöhtes Risiko für eine weitere Fehlgeburt oder eine Frühgeburt. Soweit dies möglich ist, sollten eventuelle Ursachen auch bei einer erneut bestehenden Schwangerschaft geklärt werden ( z. B. humangenetische Beratung, Ausschluss eines Antiphospholipidantikörpersyndroms, Gerinnungsdefekt u.ä.). Zu 18. Frauen mit Zustand nach Frühgeburt sollten durch Beschäftigungsverbot von der Arbeit freigestellt werden und in einem Perinatalzentrum betreut werden. Zu 19. Das Wiederholungsrisiko für eine Totgeburt hängt von ihrer Ursache ab und sollte geklärt werden. Der Schwangeren können dadurch Ängste genommen werden, die das Frühgeburtsrisiko unnötig erhöhen. Besteht allerdings ein Wiederholungsrisiko, sollte auch hier eine intensive Schwangerenvorsorge mit frühzeitiger Überwachung des Feten erfolgen. Zu 20. Besonders der Zustand nach mehreren Schwangerschaftsabbrüchen beinhaltet ein hohes Frühgeburtsrisiko durch Cervixinsuffizienz. Regelmäßige Cervixkontrollen, körperliche Schonung und ggf. die Überweisung an ein Perinatalzentrum sind zu empfehlen. 4 Anlage 18 Inhalt der strukturierten Information für die Betreuung des Neugeborenen zur Vermeidung des plötzlichen Kindstodes Folgende evidenzbasierte Aussagen sollten Inhalt des ausführlichen Informationsgespräches der Wöchnerin über die postnatale Betreuung des Neugeborenen zur Schlafumgebung des Babys sein: Wachsen und Schlafen sind in den ersten Monaten die wichtigsten Aufgaben eines Babys. Immerhin verbringt es bis zu 75 % des Tages im Schlaf. So schläft ein Baby gesund und sicher: Rückenlage: Legen Sie das Kind möglichst immer auf den Rücken. Wenn Sie die Seitenlage verwenden, müssen sie sicherstellen, dass Ihr Kind nicht auf den Bauch rollen kann. Temperatur: Kühl schläft es sich besser. Eine Raumtemperatur von 18 Grad ist ausreichend. Mit einem Schlafsack sorgen Sie dafür, dass Ihr Baby immer die richtige Temperatur hat. Zudecken sind meistens unnötig und können die freie Atmung behindern. Schlafplatz: Am sichersten ist das eigene Kinderbett im Elternschlafzimmer. So wird Ihr Baby bestens überwacht und hat ausreichend Platz zum Schlafen. Rauchen: Jede Zigarette gefährdet die Gesundheit Ihres Kindes. Dies gilt besonders für starkes Rauchen während der Schwangerschaft und in der Wohnung. Stillen: Muttermilch enthält wichtige Schutzfaktoren, hat immer die richtige Temperatur, ist hygienisch einwandfrei, preiswert und immer dabei. Mindestens bis zum Alter von 4-6 Monaten ist sie für gesunde Säuglinge als alleinige Nahrung am besten. Anlage 19 Konzept zur Qualitätssicherung Zur Zeit unbesetzt. Anlage 20 Konzept zur Evaluation Zur Zeit unbesetzt. Schnittstellendefinition zum Vertrag "Hallo Baby" ENTWURF Version Erstelldatum: Letzte Änderung: Datei: 0.0 TT.MM.JJJJ TT.MM.JJJJ Schnittstellendefinition_HalloBaby.doc Versionsverwaltung Version geändert: Datum 0.0 Wer TT.MM.JJJJ <Name> Was Neu / Geändert Ausgangsversion Neu Seite 2 von 6 Inhaltsverzeichnis 1 EINLEITUNG .........................................................................................................................4 2 DATENFORMAT ...................................................................................................................5 3 DATENSATZBESCHREIBUNG "TEILNEHMENDE VERTRAGSÄRZTE" ............................6 Seite 3 von 6 1 Einleitung Dieses Dokument dient der Beschreibung des Datenaustausches im Rahmen des Vertrags "Hallo Baby". Zu den in diesem Vertrag vereinbarten Schnittstellen werden die Feldbezeichnungen, Datentypen und Wertbereiche definiert. Seite 4 von 6 2 Datenformat • Der Datenaustausch erfolgt über Text-Dateien im CSV-Format. • Die einzelnen Felder einer Zeile werden durch ein ";" getrennt. • Jede Zeile repräsentiert einen Datensatz. • Die 1. Zeile jeder Datei enthält die jeweilige Feldbezeichnung (Spaltenüberschriften). • Jedes Pflichtfeld enthält genau einen Wert und darf nicht leer sein. Seite 5 von 6 3 Datensatzbeschreibung "Teilnehmende Vertragsärzte" Dieses Kapitel beinhaltet die Datensatzbeschreibung "Teilnehmende Vertragsärzte" zum Vertrag "Hallo Baby", Anlage 9. Der Datenaustausch erfolgt KV Krankenkasse Feldbezeichnung Beschreibung Datentyp Wertebereich VERSION PROJEKT_KENNUNG GUELTIG_BEGINN Versionsnummer der Schnittstelle Kennzeichen des Projekts Beginn Gültigkeitszeitraum der Datenlieferung Ende Gültigkeitszeitraum der Datenlieferung Institutionskennzeichen der KV SachsenAnhalt Eindeutige Nummer des Arztes Abrechnungsnummer der Praxis Genehmigungstyp Beginn Abrechnungsgenehmigung des Arztes Ende Abrechnungsgenehmigung des Arztes Titel des Arztes Nachname des Arztes Vorname des Arztes Hauptpraxisanschrift - Strasse Hauptpraxisanschrift - PLZ Hauptpraxisanschrift - Ort char(5) char(3) char(10) Beispiel: "1.1" <festzulegende Konstante> yyyy-mm-dd (Beispiel: "2003-11-01") ja ja ja char(10) yyyy-mm-dd (Beispiel: "2003-11-08") ja char(9) "201006521" ja char(20) char(7) char(12) char(10) 7-stellig (Beispiel: "8501001") <festzulegende Konstanten> yyyy-mm-dd (Beispiel: "2004-09-30") ja ja ja ja char(10) yyyy-mm-dd (Beispiel: "2004-07-01") nein GUELTIG_ENDE IK_KV ARZT_ID ANR_ARZT GENEHMIGUNG_TYP_ARZT GENEHMIGUNG_BEGINN_ARZT GENEHMIGUNG_ENDE_ARZT TITEL_ARZT NACHNAME_ARZT VORNAME_ARZT STRASSE_ARZT PLZ_ARZT ORT_ARZT char(255) char(255) char(255) char(255) char(255) char(255) Pflichtfeld nein ja ja ja ja ja Bezug: §12 Abs. 1b des Vertrages "Hallo Baby" Dateiname: <PROJEKT_KENNUNG>_BERECHTIGUNGEN_<DATUM>.csv <DATUM> Erstellungsdatum der Lieferung in der Form yyyymmdd Seite 6 von 6