Hitler - eine Kariere

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Hitler - eine Kariere
Adolf Hitler wurde am 20.April 1920 im österreichischen Braunau als ein
Sohn eines Zollbeamten geboren. Hitler brach schon früh die Schule ab.
Seine Eltern starben 1907. Fasziniert von Theater, Oper, Kunst und
Architektur kam der junge Hitler mit 18 Jahren in die Metropole Wien. Er
schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, da er von der Kunstakademie
zweimal zurückgewiesen wurde und von geregelter Arbeit nichts wissen
wollte. Im Jahr 1909 ging es Hitler so schlecht, dass er im
Obdachlosenasyl in Meidling Unterschlupf suchte. Durch mehrere
Aufmärsche und Versammlungen der von ihm gehassten Kommunisten
und Juden prägte sich seine nationalistische Ausrichtung.
Im August 1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Daraufhin meldete sich Hitler
freiwillig zu einem bayrischen Regiment als Meldegänger, obwohl er nur
ein Jahr vorher dem Wehrdienst durch einen Umzug nach München
entgangen war. 1915 wurde er Gefreiter und obwohl er mit dem eisernen
Kreuz 1918 ausgezeichnet wurde, wurde er jedoch während des ganzen
Krieges nicht befördert, da er laut den Vorgesetzten keine
Führungsqualitäten habe. Auch bei seinen Kameraden galt Hitler als
Außenseiter und Sonderling. Er wurde eher gehänselt als bewundert. Die
plötzliche Kapitulation machte den nach einem Gasangriff im Lazarett
befindlichen Hitler schwer zuschaffen. Bis zuletzt hatte Hitler den
Siegesmeldungen der Obersten Heeresleitung geglaubt und sah sich nun
um die Früchte eines vierjährigen Kampfes betrogen. Nach Ende des
Krieges trat Hitler 1919 in die deutsche Arbeitspartei ein, die sich ab 1920
NSDAP nannte. Hitler versuchte 1923 die Bayrische Regierung zu stürzen,
um von dort aus die Macht in Deutschland an sich zu reißen. Dieser
Versuch endete im Kugelhagel der Polizei beim Marsch auf die
Feldherrenhalle in München. Er flüchtete, wurde gefasst und zu fünf
Jahren Festungshaft wegen Hochverrats in Landsberg verurteilt und die
NSDAP wurde verboten. Jedoch verstand Hitler es durch geschicktes
taktieren, während des Prozesses, die schmachvolle Niederlage als einen
Sieg erscheinen zu lassen. Sein Plan war es vor Gericht die Rolle des
Angeklagten mit der, des Anklägers zu vertauschen. Er kehrte die
Wirklichkeit einfach um und die Verurteilten wurden von den Zuschauern
sogar gefeiert. Daraufhin musste Hitler nur noch ein Jahr wegen guter
Führung sitzen. In diesem Jahr schrieb er sei Buch „Mein Kampf“. In
„Mein Kampf“ stellt Hitler die Grundzüge seiner zukünftigen Politik dar,
durchzuführen nach der Machtübernahme. Dort spricht er von Diktatur,
Krieg und Vernichtung „minderwertigen Lebens“. Nach seiner Entlassung
schaffte er es die NSDAP wieder zu legalisieren. In den Jahren zwischen
1924 und 1930 versuchte er erfolgreich durch Reden und
Parteiveranstaltungen die Leute für sich zu gewinnen. Er hatte aus seinen
Fehlern von 1923 gelernt. Er versuchte nun nicht mehr die Macht mit
Gewalt an sich zu reißen, sondern er "eroberte" sie sich ganz legal als
Politiker. Sein Auftreten wirkte vorher oftmals unkontrolliert und so lernte
er jetzt mehr und mehr sich bürgerlich zu geben. Seine neue Taktik,
Zitat: „ wenn wir unsere Gegner nicht erschießen können, dann müssen wir
sie überstimmen“. Auch versuchte er nun staatsmännischer aufzutreten.
Die NSDAP gewann immer mehr Wähler, dass eigentlich auf Hitler zurück
zuführen ist, da er mit seiner Energie, die er ausstrahlte, die Menschen
förmlich anzog. Zwischen den Jahren 1930 bis 1932 gewann Hitler immer
mehr Unterstützung auch aus einflussreichen Kreisen der Wirtschaft,
Armee und Politik. 1932 wurden neue Reichspräsidenten gewählt, da die
Zeit Hindenburgs abgelaufen war. Auch Hitler kandidierte für diese Wahl.
Er erreichte aber nur die zweit meisten Stimmen für die zwei Wahlgänge.
Die meisten Stimme bekam wieder Hindenburg und die dritt meisten
Stimmen bekam Ernst Thälmann. Im Frühjahr 1933 gewann die NSDAP
die Reichstagswahlen, woraufhin Hitler vom Reichspräsident von
Hindenburg zum Reichskanzler ernannt wurde. Hitler schuf neue
Arbeitsplätze, ließ Autobahnen bauen, sorgte in der Industrie für einen
Aufschwung und gab den Deutschen das Gefühl, wieder jemand in der
Welt zu sein. Der 4 Wochen spätere Reichtagsbrand wusste Hitler
geschickt für sich zu nutzen, in dem er die Kommunisten dafür zur
Verantwortung zog. Hitler ließ daraufhin sozialdemokratische und
kommunistische Politiker verhaften oder sogar töten. Ebenfalls ließ Hitler
1933 Deutschland für seinen nächsten Krieg aufrüsten. Ein Machtkampf
zwischen der SA und der Reichswehr blieb nicht aus. Man wollte die SA
zu einer Volkarmee umfunktionieren, aber SA-Chef Röhm stieß auf hohen
Wiederstand in der Partei. 1934 entschied Hitler die Reichswehr als
Wehrmacht ein zusetzen. Da Röhm und einige SA Offiziere sich Hitler in
den Weg stellten, brachte man sie am 30.6.1934 um. Die SA verlor somit
ihre politische Bedeutung an die SS. Am 2.8.1934 starb Hindenburg und
daraufhin übertrug Hitler die Rechte des Reichspräsidenten auf sich. Dies
machte ihn zum Obersten Befehlshaber der Wehrmacht. In den nächsten
Jahren erzielte große außenpolitische Erfolge: 1935 Wiedereinführung der
allgemeinen Wehrpflicht, 1936 Besetzung des entmilitarisierten
Rheinlandes und 1938 Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes.
Zusammen mit Mussolini bildete Hitler 1936 die "Achse Berlin-Rom". Im
März 1938 regnete es Hackenkreuze auf Österreich nieder. Dies war nur
möglich durch ein Bündnis mit dem faschistischen Italien. Im selben Jahr
bestanden schon 4 Konzentrationslager in denen Juden und politische
Gegner eingesperrt und ermordet wurden. Ein halbes Jahr nach dem
Anschluss Österreichs marschierte die Wehrmacht im Sudetenland ein. Er
ließ sich Feiern als „Vollender der deutschen Geschichte“. Am 20.4.1939
feierte Hitler seinen 50. Geburtstag mit einer riesigen Militärparade, zu der
er wie er sagte: „möglichst viele feigen Demokraten eingeladen wurden.“
Er demonstrierte hier eindrucksvoll seine militärische Macht.
Mit dem Überfall auf Polen am 1.9.1939 begann der 2. Weltkrieg. Polen
hatte nicht den Hauch einer Chance angesichts Hitlers modernen und
schlagkräftigen Wehrmacht. Bereits nach 2 Wochen war Polen besiegt. Mit
dem Hitler - Stalin Pakt wurde Polen untereinander aufgeteilt und die
Sieger ließen sich gemeinsam feiern. Die westlichen Alliierten
Großbritannien und Frankreich schickten ein Ultimatum an Deutschland
um mit den „Feindseligkeiten aufzuhören“. Dieses Ultimatum ließ Hitler
unbeantwortet verstreichen. Am 3.9.1939 erklärten Großbritannien und
Frankreich Deutschland den Krieg. Der darauffolgende Sieg über den
Erzfeind Frankreich sollte die Schmach von Versailles tilgen. Um
Frankreich zu demütigen ließ sich Hitler die Kapitulation in einem
Eisenbahnwagon unterschreiben. Es war der selbe Wagon in dem die
Deutschen ihre Niederlage im 1. Weltkrieg unterzeichneten.
Bis Mitte 1942 erzielten die "Achsenmächte" Italien, Japan und
Deutschland große Erfolge. Durch diesen Erfolg entstand ein neuer Begriff
„Blitzkrieg“. Dieser wurde sogar extra aus einem französischen Museum
herangeschafft. Nun wollte Hitler England durch Bombardements zurück
an den Verhandlungstisch zwingen. Doch die Luftangriffe auf die Insel
verstärkten nur den Hass und den Widerstandswillen der Bevölkerung
gegen Deutschland. Das nicht weiterkommen machte Hitler unruhig, und
so entschloss er sich nun, zu seinem Kreuzzug gegen den Bolschewismus
und griff die Sowjetunion trotz des Nichtangriffspakts an.
Hitler hatte seine Feldzüge zu einem großen Teil selber geplant und hielt
sich mittlerweile für ein Feldherr. Dafür wurde er vom Volk bejubelt. Ab
Mitte 1942 trat dann eine Wende im Kriegsgeschehen ein: Die japanische
Offensive wurde bei der See- und Luftschlacht bei den Midwayinseln zum
stehen gebracht. Bei Stalingrad wurde im Winter 1942/1943 die 6.
deutsche Armee unter General Paulus vernichtet. Hitler soll nach dieser
Niederlage erwähnt haben, dass der Krieg so gut wie verloren sei. Der
Vormarsch in Nordafrika wurde zurückgeschlagen und nach der Landung
alliierter Truppen in Tunesien und Marokko ging Nordafrika ganz für die
Achsenmächte verloren. Der U-Boot Krieg war ebenfalls im Mai 1943
verloren. Ein massiver Luftangriff auf deutsche Städte begann im Juni
1943 und legte Deutsche Städte in Schutt und Asche. Der totale Krieg kam
nun zurück. Schutzlose Menschen in einer Trümmerwüste. Die
Evakuierung der Städte setzte ein und Hitler feierte seinen
Führergeburtstag im kleinen Kreis 1943 an einem fertiggestellten
Autobahnabschnitt.
Keine Inszenierungen, keine Paraden, keine Vergötterungen, wie noch die
Jahre zuvor. Es wurde still um den Führer. Immer mehr bewegte er sich
nur noch in Scheinwelten, fern von jeder Realität. Zerrüttet von Drogen
schien sein Wahrnehmungsvermögen immer mehr eingeschränkt. Am 6.
Juni 1944 war der D-Day, der die „Operation Overlord“ (Landung der
Alliierten in der Normandie) einläutete. Bei der Schlacht um Omaha Beach
konnten die Alliierten nach langen Kämpfen, die viele Tote forderten den
Grundstein für die Bildung einer Westfront gegen Deutschland legen.
Hitler zog sich nach dieser Zeit immer mehr zurück. Er wirkte jetzt müde
und eingefallen.
Der Film zeigt noch ein letztes Mal den Führer, der in Trümmern einer
Schar Hitlerjungen die Schulter klopft. Hitler hatte nun nichts mehr zu
verlieren, aber ein großer Untergang konnte ihn noch zum Mythos machen.
Am 29.4.1945 drangen die sowjetischen Truppen in das Berliner
Regierungsviertel ein. Diese fanden im Führerbunker jedoch nur noch die
verbrannten Überreste von Adolf Hitler und seiner Frau Eva Braun, die
einen Tag zuvor geheiratet hatten.
Eine Zusammenfassung von Stephan Melzer
Zugehörige Unterlagen
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