„Soziale Arbeit als Profession“ Seminare am 11

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Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt
„Soziale Arbeit als Profession“
Seminare am 11. Februar 2016
Auszug aus der Aufgabenstellung für die moderierenden Bezugsgruppen
• Führen Sie das von Ihnen moderierte Seminar in der Form einer Dienstbesprechung unter Kolleginnen und Kollegen
eines Teams durch! Es ist dabei Ihre Aufgabe, dabei die Moderation zu folgenden „Themen des Tages“ vorzubereiten: War das intuitive Vorgehen der Kollegin Bruckner eigentlich in Ordnung? Mit anderen Worten: Welche Grenzen für die Intuition im Rahmen sozialen Handelns gibt es? (vgl. dazu Lehrbuch, S. 422-425/Kap. 15.1) (…) Sie stellen
bitte sicher, dass die zentralen Erkenntnisse – insbesondere zum Thema „Intuition“ – im Rahmen des Protokolls festgehalten werden! (…)
• Ich werde Ihnen das Seminar nach Klärung der Fragen zur Vorlesung, spätestens aber nach 45 Minuten, überlassen,
d. h.: ich werde dann die Lehrveranstaltung verlassen. Beraten Sie unter sich! (…) Teilen Sie mir in einer Mail bis zum
12. Februar 2016 mit, wie Sie das Seminar ohne Teilnahme eines Lehrenden erlebt haben.
Ergebnis BG 5
Zu der Frage, wie wir das Seminar ohne Teilnahme eines Lehrenden erlebt haben, möchten wir Ihnen Folgendes antworten
• es machte scheinbar wenig Unterschied bei den Seminarteilnehmern. Die Aufmerksamkeit der Seminarteilnehmer
war ebenso gut, wie sonst auch, aber die Teilnahme war reger als sonst. Wobei wir uns die dabei fragen, ob es an
dem ausgehändigten Arbeitsblatt lag, was dazu aufforderte, dass sich jeder beteiligte.
• für uns als Moderatoren machte es gar keinen Unterschied. Die Moderation hat Spaß gemacht, wie beim letzten
Mal mit Ihnen, als Lehrenden, auch.
• das Feedback der Teilnehmer fiel großzügig aus. Positiv fanden die Teilnehmer, dass wir als Moderatoren ebenfalls
im Stuhlkreis saßen. Außerdem empfanden sie das Arbeitsblatt als Abwechslung und als etwas Neues. Positiv rückgemeldet wurde auch, dass sich die Paare in der Gruppenarbeit selbst finden durften.
• im Anhang senden wir Ihnen ein Protokoll, das wir Moderatoren geschrieben haben, denn es gab keinen organisierten Protokolanten für dieses Seminar. In der Aufgabenstellung von Ihnen steht allerdings, dass die zentralen Erkenntnisse zum Thema Intuition im Rahmen eines Protokolls festgehalten werden sollen. Das haben wir zum Anlass
genommen selbst ein Protokoll zu führen.
Protokoll (siehe Arbeitsanweisung) wurde vorgelegt (siehe eigene Datei).
Ergebnis BG 10
Ergebnisse wurden im odt-Format vorgelegt und können nicht gelesen werden.
Protokoll (siehe Arbeitsanweisung) wurde damit auch nicht vorgelegt.
Hochschule Magdeburg/Stendal – Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien
Breitscheidstraße 2 (Haus 1 – Büro 2.51) – 39114 Magdeburg
Tel. 0391/886 4282 – Email: [email protected]
Ergebnis BG 15
„Erlebnisbericht“:
• Nachdem Sie den Raum verlassen haben, wurde es unruig. Die Unruhe legte sich nach kurzer Zeit und die "Dienstbesprechung" ging weiter. Das Thema des Tages wurde erörtert, die üblichen Studenten brachten Ihre Meinung ein
und es wurde über die Bedeutung des Wortes Intuition geredet.
• Nachdem das Thema des Tages geklärt war, wurde die Evaluation durchgeführt und es gab noch kurzes Feedback. Während dessen wurde immer mal wieder unkontrolliert geschwatzt und Unaufmerksamkeit an den Tag geleget. Dies störte den Ablauf nicht besonders, leider haben einige Studenten während dieser Zeit der Besprechung
nicht folgen können.
Es sind noch 2 Fragen aufgetaucht. 1. Frage: Ist der Film für die Prüfung relevat und 2. Ist das Seminar für die Prüfung
relevat. (Antworten zu 1: nein; zu 2: soweit es sich auf die Klärung der Vorlesung bezieht – selbstverständlich.)
Protokoll (siehe Arbeitsanweisung) wurde nicht vorgelegt.
Ergebnis BG 20
erste Mail: Anhang zur Mail angekündigt, aber nicht beigefügt; auf Erinnerung nicht reagiert
zweite Mail: Tafelbilder zur Moderation vom 11.02.2016:
Thema des Tages: War das intuitive Vorgehen der Kollegin Bruckner in Ordnung?
- 1. Situation: Anruf von Frau Bruckner bei Frau Bremer
- 2. Situation: Frau Bruckner geht mit der Polizei in die Wohnung
- 3. Situation: Frau Bruckner besucht Frau Bremer am Abend und findet Joe vor der Tür
- Miteinbeziehen der Definition der Sozialen Arbeit und des Kinder- und Jugendschutzgesetzes
• Definition der Sozialen Arbeit „Die Profession Soziale Arbeit fördert sozialen Wandel, Problemlösungen in menschlichen Beziehungen und die Stärkung und Befreiung von Menschen, um das Wohlergehen zu stärken. Gestützt auf
Theorien über menschliches Verhalten und sozialer Systeme greift Sozialarbeit an den Stellen ein, wo Menschen
mit ihrer Umwelt in Wechselwirkung zu stehen. Die Grundlagen von Menschenrechten sozialer Gerechtigkeit sind
für die Soziale Arbeit wesentlich.
1
• Kinder- und Jugendschutzgesetz
§ 8a (1) […] so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einschätzen. Besteht eine
dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut nehmen.
§ 42 (1) Das Jugendamt ist berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn
1. das Kind oder der Jugendliche um Obhut bittet oder
2. eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert und
a) die Personensorgeberechtigten nicht widersprechen oder
b) eine familiengerichtliche Entscheidung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann oder
3. ein ausländisches Kind oder ein ausländischer Jugendlicher unbegleitet nach Deutschland kommt und sich weder
Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten.
- Intuition - nach Ruth Cohn
• Hauptinstrument bei allen kreativen Bemühungen „menschliches
keitsmerkmal Talent“
1
bitte berichtigen: Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII)
Seite 2
Angeborenes, unveränderliches Persönlich-
• „gekennzeichnet durch Plötzlichkeit und Gewißheit, ohne bewusstes Wissen um ihre Herkunft“
- intuitive Erkenntnis setzt sich aus unterschiedlichen Elementen zusammen, die Ursprung in Sinneswahrnehmungen, Erinnerungen, Deduktionen und Empfindungen haben
- „Intuition benützt vorbewußte Wege und sensorische, logische und emotionale Mittel, um bewußte mit unbewußten psychologischen Daten zu verbinden und sie sinnvoll zusammenzufügen.“
- Basiert auf Erfahrung (gespeichertem Wissen) und Spontanität
- zentral in zwischenmenschlichen Beziehungen: den offenen Umgang mit Menschen, Empathie und emotionale
Freiheit, uns von neuen Einsichten Grundelemente der Intuition überraschen zu lassen
- Intuition: ist eine Form unbewusster Intelligenz; sie ist gefühltes Wissen, das schnell im Bewusstsein auftaucht,
aber das wir nicht begründen können. Wir wissen mehr, als wir sagen können,
meisten Regionen unseres Gehirns sind unbewusst, dort gespeichert ist ein immenser Bestand an Erfahrung
Intuition gründet danach auf einfache Faustregeln
Intuitionen sind Produkte von Faustregeln, die einer komplexen Umwelt nur wenige Informationen entnehmen
Intuitionen tauchen rasch im Bewusstsein auf, wir verstehen nicht ganz warum wir sie haben, aber wir sind
bereit, nach ihnen zu handeln
Intuition wäre als weibliche Eigenschaft abgetan
nur dann zu vertrauen wenn man in dem Bereich auch Erfahrung hat und aus Fehlern lernen kann
Protokoll (siehe Arbeitsanweisung) wurde damit nicht (bzw. nur in Teilen) vorgelegt.
Seite 3
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