Kostenloses eBook von Schwangerschaft24.com 2 www.schwangerschaft24.com Chapter 1 2012 1.1 1.1.1 Februar Allgemeines zu Schwangerschaft und Geburt Schwangerschaft und Geburt im Überblick Mit der Geburt eines Kindes beginnt für viele Paare ein neuer Lebensabschnitt als Eltern. Für die werdende Mutter geschieht dieser Einschnitt bereits weit vorher. Mit Beginn der Schwangerschaft ändert sich im Leben der Frau nicht nur der eigene Körper, täglich kommen neue Erfahrungen auf sie zu, die oftmals vollkommen befremdend sind. Die gesamte Schwangerschaft ist dabei ein Erlebnis der besonderen und vor allem einmaligen Art, welches im Leben der Schwangeren immer wieder einmalig ist. Von der Empfängnis bis zur Gewissheit Die Schwangerschaft beginnt mit der Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich nicht nur der Körper der Frau, auch das Baby im Mutterleib macht rasante Entwicklungsschritte durch. Bis die Frau jedoch von ihrer neuen Lebenssituation erfährt, vergeht bereits einige Zeit, bis mit absoluter Gewissheit ein Arzt die Schwangerschaft bestätigt. Schwangerschaftsbeschwerden Oftmals treten in den ersten Wochen typische Beschwerden auf, die bereits auf eine bestehende Schwangerschaft hindeuten, jedoch nicht immer als solche erkannt werden. Aber auch in den Wochen vor der Geburt klagen viele Schwangere über Symptome, die Ihnen Beschwerden verursachen. Von Frau zu Frau gibt es jedoch viele Unterschiede und einige Frauen erleben die 3 www.schwangerschaft24.com Schwangerschaft vollkommen ohne Probleme. Hebamme und Arzt Bis zur Geburt wird die Schwangere mit ihren Problemen und Sorgen nicht allein gelassen. Ärzte und Hebammen stehen als Ansprechpartner zur Seite und können Hilfestellung für die ungewohnte Situation geben. Besonders wenn das erste Kind erwartet wird, treten viele Fragen auf, in denen sich die Frauen überfordert fühlen. Krank in der Schwangerschaft Besondere Situationen in der Schwangerschaft können Krankheiten sein. Diese verlaufen meist jedoch vollkommen harmlos und stellen keine Gefahr für Mutter und Kind dar. Dennoch gibt es auch Situationen, in denen der Arztbesuch unvermeidlich wird. Auch in diesen Fällen können Arzt und Hebamme unterschiedliche Beiträge für die werdende Mutter leisten. Der Mutterpass Dieses wichtige Dokument wird den werdenden Müttern beim ersten Arztbesuch ausgehändigt und beinhaltet die ganzen Ergebnisse sowie Befunde, die bis zur Geburt eingetragen werden. Dieser sollte immer mitgeführt werden, denn so kann im Falle eines Falles jeder Notfallhelfer erkennen, was zu tun ist und ob Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen. Auch für werdende Mütter sind die Aufzeichnungen interessant. Die Geburtsvorbereitung Gerade Erstgebärende haben Angst vor der Geburt sowie der neuen Rolle, die durch die Entbindung auf sie zukommt. Ein Geburtsvorbereitungskurs hilft nicht nur, bestehende Ängste zu lindern, sondern vermittelt auch viel Wissenswertes rund um das Thema Eltern sein. Dabei gibt es unterschiedliche Formen der Kurse, die auch als Paar möglich sind. Die Entbindung Die Schwangerschaft endet mit der Entbindung, die ein großes Ereignis für die Schwangere darstellt. Mit Beginn der Wehen trennen sie nur noch wenige Stunden von ihrem Kind. Dieses Ereignis stellt oftmals einen Meilenstein für die Frauen dar. 1.1.2 Schwangerschaftswoche (SSW) Schwangerschaftswochen 4 www.schwangerschaft24.com Eine Schwangerschaft dauert durchschnittlich 40 Wochen oder 280 Tage. Dabei wird diese Zeit in Trimester unterteilt, in denen wichtige Entwicklungsschritte stattfinden, bis schließlich gegen Ende der letzten Schwangerschaftswoche die Geburt eintritt. Der Entbindungstermin lässt sich jedoch nicht immer exakt auf den Tag genau festlegen, denn manche Babys haben es eilig, andere genießen noch die Wärme des Mutterleibes und überschreiten den errechneten Termin. Die gesamte Zeit ist wegen all der bevorstehenden Ereignisse mit jeder neuen Schwangerschaftswoche beginnt ein neues Abenteuer. Die ersten Wochen der Schwangerschaft Anhand des Hormonspiegels lässt sich die bereits gegen Ende der dritten Schwangerschaftswoche eine bestehende Schwangerschaft nachweisen. Zu diesem Zeitpunkt schüttet der Körper vermehrt das Hormon humanes Chorion-Gonadotropin, kurz hCG, aus, welches ein eindeutiger Nachweis ist. Meist bleibt die Schwangerschaft jedoch unbemerkt, bis die Monatsblutung der werdenden Mutter ausbleibt. Oftmals gesellen sich auch kleine, unscheinbare Schwangerschaftsanzeichen dazu. Neben Brustziehen und Unterleibsschmerzen, können auch Übelkeit und Kopfschmerzen sowie ein Gewichtsverlust dafür sprechen. Dies ist meist um die fünfte oder sechste Schwangerschaftswoche der Fall. Das erste Trimester - bis zur vollendeten 12. Schwangerschaftswoche Bis zur zwölften Schwangerschaftswoche ist die Gefahr für einen plötzlichen Abgang sehr groß, auch wenn die Mutter gesund ist. In dieser Zeit durchläuft nicht nur das heranwachsende Baby große Entwicklungsschritte, auch die Mutter stellt körperliche Veränderungen fest. Neben den typischen Beschwerden sind dies vor allem auch dunklere Brustwarzen sowie eine Veränderung der Haut. Dies alles ist auf die enorme Menge der Hormone im Blut zurückzuführen, die vielen Frauen gerade in der ersten Zeit starke Probleme bereitet. Nach der zwölften Schwangerschaftswoche lassen bei den meisten Schwangeren die Beschwerden jedoch innerhalb weniger Tage nach. 5 www.schwangerschaft24.com Schwangerschaftswochen 13 bis 28 - Im zweiten Schwangerschaftsabschnitt Ab der 13. Schwangerschaftswoche werden viele Frauen durch einen eingespielten Hormonhaushalt körperlich wieder fitter. Auch das Kind macht weiterhin große Fortschritte und wächst in hohem Tempo. Von der Größe einer Banane entwickelt es sich bis zum Ende dieses Schwangerschaftsabschnittes zu einem Geschöpf von gut 30 cm Größe heran. Ab der 26. Woche besteht eine geringe Überlebenschance für den kleinen Menschen, denn zu diesem Zeitpunkt sind bereits die wichtigsten Funktionen ausgebildet. Dennoch hängt dies auch von dem eigentlichen Entwicklungsstand des Kindes ab, da Folgeschäden oftmals erst nach der Geburt erkennbar werden. Mutterpass und Schwangerschaftswochen - was sagt sie aus? Die angegebene Schwangerschaftswoche im Mutterpass gibt an, wie weit die Schwangerschaft bereits vorangeschritten ist. Diese kann unter Umständen auch vom behandelnden Arzt geändert werden. Diese Änderung hat auch auf den errechneten Entbindungstermin Auswirkungen, was von besonderer Bedeutung ist, wenn die werdende Mutter in einem Beschäftigungsverhältnis steht. Hierdurch ändern sich auch die Schutzfristen für Angestellte vor und nach der Entbindung. 1.1.3 Geburt Stellt eine Frau fest, dass sie schwanger ist, beginnt eine aufregende Zeit und beinahe wöchentlichen Veränderungen. Neigt sich die Schwangerschaft dem Ende zu, steht nach 40 Wochen die Geburt als letztes Etappenziel an. Doch gerade für junge Mütter oder wenn es sich um das erste Kind handelt, wirft diese Phase viele Fragen auf und oftmals herrscht große Unsicherheit, was sich durch die neue Elternrolle alles ändert. Richtig auf die Geburt vorbereiten Wichtig für einen guten Ablauf während der Geburt ist auch eine gute Vorbereitung in der Schwangerschaft. 6 www.schwangerschaft24.com Durch einen Geburtsvorbereitungskurs können neben Atemtechniken auch Entspannungsübungen erlernt und offene Fragen durch die Hebamme geklärt werden. Die Kurse sind entweder als Mütter- oder Paarkurse ausgelegt, letztere können zusammen mit dem Partner besucht werden, was auch den Vätern die Angst vor dem Ungewissen nimmt. Die Männer bekommen nützliche Tipps, wie sie die Partnerin während der unterschiedlichen Wehenphasen unterstützen und sich selbst auf die Vaterrolle vorbereiten können. Auch auf die oftmals gestellte Frage, woran man den Beginn der bevorstehenden Niederkunft erkennen kann, wird ausführlich eingegangen. Die ersten Anzeichen der Geburt Das freudige Ereignis wird meist ganz unscheinbar durch die ersten Senkwehen einige Wochen vor dem Geburtstermin angekündigt. Dies sind Anzeichen dafür, dass sich der Körper nun auf die Anstrengung während der Geburt vorbereitet und sich nun die letzten Veränderungen in der Schwangerschaft bemerkbar machen. Weitere Geburtszeichen, die jedoch meist unmittelbar vor den ersten Wehen eintreten, sind unter anderem der Abgang des sogenannten Schleimpfropfes sowie auftretende Blutungen. Auch der Abgang von Fruchtwasser, selbst wenn dies nur tröpfchenweise erfolgt, ist ein sicheres Zeichen für ein nahes Ende der Schwangerschaft. Während der Geburt - Was geschieht dabei? Die Geburt selbst verläuft in mehreren Phasen und dauert bei natürlicher Entbindung zwischen drei und 18 Stunden. Während der ersten Phase bewirken die Wehen, welche zu diesem Zeitpunkt bereits im Abstand von drei bis zehn Minuten und in regelmäßigem Rhythmus auftreten, dass sich der Muttermund vollständig öffnet. Ist dieser zehn Zentimeter geöffnet, beginnt die Pressphase, auch Austreibungsphase genannt. Das Kind befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Becken und gelangt durch eine Drehung tiefer in den Geburtskanal, wodurch der typische Pressdrang entsteht. Dies ist die kürzeste aber auch anstrengendste und schmerzhafteste Phase während der Geburt, doch können sich die Mütter durch die hohe Ausschüttung des Hormones Oxytocin nach der Entbindung nicht mehr an diese Schmerzen erinnern. Nach der Geburt - Die neue Elternrolle Der kleine Erdenbürger macht sich meist mit einem lauten Schrei bemerkbar, was für die Eltern ein besonderer Moment des Glückes ist. All die Strapazen während der Schwangerschaft sind mit einem Male vergessen, die Freude über das gesunde Kind groß. In diesem Moment beginnt ein neuer Lebensabschnitt als Eltern und die Verantwortung für ein kleines Geschöpf muss übernommen werden. 7 www.schwangerschaft24.com 1.1.4 Muttermilch Die Werbung eines bekannten Nahrungsmittelherstellers für Babys bringt es auf den Punkt: Muttermilch ist das Beste für Babys. Sie liefert neben wertvollen Nährstoffen auch wichtige Abwehrkräfte, die nach der Geburt für das Kind von großer Wichtigkeit sind. Doch nicht immer ist Muttermilch zur alleinigen Ernährung von Babys geeignet Was über die Muttermilch mitgegeben wird Über die Muttermilch bekommen die Säuglinge nicht nur wertvolles Eisen, sondern auch andere Stoffe wie abwehrfördernde Enzyme mit. Dies ist für eine optimale Entwicklung sehr wichtig. Die Zusammensetzung der Milch verändert sich nach der Geburt von Monat zu Monat, um der Entwicklung des Kindes auch gerecht werden zu können. Daher ist auch eine gesunde Ernährung wichtig, um den Kindern die eigens aufgenommenen Mineralstoffe weitergeben zu können. Vorsicht ist geboten bei Nahrungsmitteln, die bei den Kindern zu Blähungen führen können. Muttermilch abpumpen und lagern Stillende Mütter können mit unter das Problem haben, dass nach der Geburt zu viel Milch produziert wird oder das Kind nicht die gesamte Brust auf einmal entehrt. Um einen Milchstau zu vermeiden, kann die Milch mit einer Elektro- oder Handpumpe gesammelt und in speziellen Muttermilchbehältern sogar bis zu sechs Monate eingefroren werden. Wird sie später benötigt, kann die Milch entnommen und verwendet werden. Grundsätzlich sollte die Milch jedoch so frisch wie nur möglich für das eigene Kind gegeben werden, da sich bei unsauberer Lagerung Keime bilden können. Doch auch im Kühlschrank ist die luftdicht verpackte Milch bis zu fünf Tage haltbar. Medikamente und Muttermilch Muss eine Mutter auf Grund einer Erkrankung Medikamente einnehmen, so ist grundsätzlich eine Stillpause einzulegen, denn die medizinischen Wirkstoffe werden durch die Milch an das Kind weitergegeben. In dieser Zeit muss auch die abgepumpte Muttermilch entsorgt werden. Hinsichtlich der Pille gehen die Meinungen auch deutlich auseinander, denn es gibt Präparate, die nach der Geburt zur Verhütung eingenommen werden dürfen und die Babys dennoch weiter voll gestillt werden können. 8 www.schwangerschaft24.com Allerdings gibt es hier keine Langzeitstudien, die belegen, dass die Hormone nicht doch über die Muttermilch an das Kind weitergegeben werden. Die Mutter selbst muss entscheiden, ob sie in dieser Zeit nicht auf andere Verhütungsmittel greift. Allergien und Stillen Stillen galt lange Zeit als sicheres Mittel, Allergien vorzubeugen und so den Kindern einen guten Start nach der Geburt zu garantieren. Doch aktuelle Studien belegen, dass bereits vorbelastete Eltern ihren Kindern das Allergierisiko vererben. Zudem kann eine stillende Mutter durch einen Allergieschub nicht nur Antikörper, sondern auch allergieauslösende Stoffe über die Muttermilch an den Säugling weitergeben. Auch Asthma kann nicht durch Stillen verhindert werden, da für den Ausbruch, wie auch bei einer Allergie, viele Faktoren aufeinander treffen müssen. Dennoch ist es ratsam, wenn keine Gründe gegen Stillen sprechen, dies in den ersten Monaten möglichst als alleiniges Nahrungsmittel zu nutzen. 1.1.5 Stillen Nach der Geburt stellt sich für die frisch gebackene Mutter die Frage, ob das Kind an der eigenen Brust gestillt oder mit der Flasche versorgt werden soll. Letzterem wird nachgesagt, es sei der Grund der vermehrt auftretenden Allergien. Doch gerade beim Stillen herrschen unterschiedliche Ansichten. Wie lange soll gestillt werden? Die Meinungen, wie lange Stillen generell sinnvoll und vor allem auch gesund ist, geht weit auseinander. Früher galt, je länger das Kind nach der Geburt gestillt wird, desto besser ist dies für die Abwehrkräfte des Säuglings. Neuere Meinungen gehen dahin, dass bereits eine Stillzeit von wenigen Wochen nach der Entbindung viele positive Effekte für das Baby mit sich bringt, aber auch nach dem vierten Monat sogar zur Gabe von Beikost geraten wird. Einige Hebammen raten vom Stillen ab, wenn das Kind älter als ein halbes Jahr alt ist. Dies wird mit der Veränderung der Muttermilch begründet, die zum einen das Kind nicht mehr sättigt, zum anderen nicht mehr die nötigen Nährstoffe beinhaltet. Stillrhythmus für ein zufriedenes Baby 9 www.schwangerschaft24.com Auch hier hat sich die Ansicht im Gegensatz zu früher stark verändert und eine neue Richtung wurde eingeschlagen. Bis vor wenigen Jahren wurde von den Hebammen und Schwestern nach der Geburt ein Rhythmus von vier Stunden empfohlen, der von den Müttern unbedingt eingehalten werden sollte. Doch gerade beim Stillen nehmen die Kinder meist weniger Milch als über die Flasche auf und bekommen daher schneller wieder Hunger. Viele Hebammen sind dazu übergegangen, das Stillen nach Bedarf zu empfehlen, da die Babys ihren eigenen Rhythmus haben und dieser sich im Laufe der Zeit von selbst auf ein gesundes Maß einpendelt. So kann ein Kind nach der Geburt auf Grund der Größe und des Gewichtes durchaus alle eineinhalb Stunden an die Brust angelegt werden. Zu wenig oder keine Milch - Wenn Stillen nicht möglich ist Nicht immer haben die Frauen nach der Geburt genug Milch, um das eigene Kind zu stillen. Stress oder ein zu geringes Körpergewicht können Ursachen dafür sein. Hilfreich kann es sein, milchfördernde Getränke wie Malzbier zu trinken, um den Milchfluss anzuregen. Generell sollte auf ausreichend Flüssigkeit während der Stillzeit geachtet werden. Allerdings ist bei einigen Inhaltsstoffen Vorsicht geboten, denn gerade in Salbei- oder Pfefferminztee sind Wirkstoffe enthalten, die den Milchfluss beeinflussen. Stillkurse und Stillberatung Nicht selten kommt es zu Problemen, gerade wenn es sich um das erste Kind handelt. Hilfe bieten hier sogenannte Stillberaterinnen, die eine besondere Weiterbildung absolviert haben und den Müttern nützliche Tipps fürs Stillen geben können. So wird entweder in kleinen Gruppen mit den Babys oder auch bei Einzelterminen gezeigt, wie das Kind angelegt wird, wie der Milchfluss optimal ist oder auch wie bei einer Brustentzündung behandelt werden muss. Stillen wird hier als Handwerk gesehen, welches die Frauen erlernen können. 1.1.6 Mutterpass Das wichtigste Dokument während der Schwangerschaft stellt seit 1968 der Mutterpass dar. 10 www.schwangerschaft24.com Dieser gibt über den gesamten Verlauf Auskunft sowie der festgestellten Befunde und dient den behandelnden Ärzten und Hebammen dazu, sich einen schnellen Überblick des Gesundheitszustandes von Mutter und Kind machen zu können. Daher sollte der Mutterpass von der werdenden Mutter während der gesamten Schwangerschaft immer mit sich geführt werden, sodass im Notfall oder auch zur Geburt selbst alles schnell eingesehen werden kann. Was wird im Mutterpass festgehalten? Im Mutterpass werden alle Befunde und Ergebnisse der regelmäßigen Untersuchungen festgehalten und Besonderheiten eingetragen. Auf den ersten Seiten findet sich der Bereich, in dem die serologischen Untersuchungen aufgeführt sind, danach Informationen zu vorangegangen Schwangerschaften sowie alle Daten aus der ersten VorsorgeUntersuchung. Auf der nächsten Seite werden besondere Befunde und, falls erforderlich, die Notwendigkeit einer Beratung eingetragen. Die nächsten Beiden Seiten sind dem Gravidogramm vorbehalten, an das sich die cardiotokographischen Befunde und die Ultraschalluntersuchungen anschließen. Auf Seite 14 findet sich eine Normkurve zum fetalen Wachstumsverlauf, die nächste Seite beinhaltet die Ergebnisse der Abschluss-Untersuchung sowie Daten zur Epikrise. Wichtige Daten im Mutterpass Auf den ersten Blick sehen die festgehaltenen Werte und Abkürzungen im Mutterpass sehr verwirrend aus, lassen sich jedoch mit ein wenig Grundwissen schnell selbst auslesen. Die Blutwerte beispielsweise werden eingetragen, um notfalls weitere Untersuchungen oder die Gabe von Medikamenten sowie Präparaten zu verordnen. So gibt der HB-Wert Auskunft über den eigenen Eisenwert. Ist dieser sehr niedrig, fühlt sich die Schwangere schlapp und müde. Mit einem Eisenpräparat kann hier gezielt entgegengewirkt werden. Die anderen eingetragenen Blutwerte geben Auskunft über Krankheiten, die die Gesundheit des Ungeborenen beeinträchtigen können. Der Rhesusfaktor sowie die Blutgruppe werden ebenfalls in den Mutterpass eingetragen. Die Ultraschalluntersuchungen - Junge oder Mädchen? Während der Schwangerschaft sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen, die ebenfalls im Mutterpass festgehalten werden. In erster Linie soll das kindliche Wachstum überprüft und eventuelle Fehlbildungen, die zum Tod oder einer schweren Behinderung des Kindes führen können, auszuschließen. Neben der Fruchtwassermenge werden die Kindsbewegungen sowie die Herztätigkeit und fetale Strukturen erfasst. Auch Fruchtwassermenge und die biometrischen Daten finden sich darin wieder. Während der zweiten vorgesehenen Untersuchung kann bereits das Geschlecht des Kindes festgestellt werden. 11 www.schwangerschaft24.com Auch nach der Entbindung ein wichtiges Dokument Der Mutterpass dient während der gesamten Schwangerschaft als Nachweis der Gesundheit von Mutter und Kind. Auch nach der Geburt werden zur Abschlussuntersuchungen alle wichtigen Diagnosen während des Wochenbetts vermerkt. Kommt es erneut zu einer Schwangerschaft, können eventuelle Risiken, die bereits in der Ersten festgestellt wurden, durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen verringert und abgeklärt werden. Pro Pass sind zwei Geburtenverläufe eintragbar, wobei auch nicht vollendete Verläufe festgehalten werden. Daher ist eine sorgsame Aufbewahrung wichtig. 1.1.7 Schwangerschaftsrechner Mit einem Schwangerschaftsrechner lässt sich über das Internet selbst der Geburtstermin errechnen. Vor allem wenn der Termin beim Frauenarzt zur Bestätigung der Schwangerschaft stattfindet, möchten die meisten Frauen jedoch das Datum bereits vorher wissen. Mit wenigen Angaben auf der jeweiligen Seite lassen sich so über den Schwangerschaftsrechner die verschiedensten Daten abrufen und so auch Informationen zur Schwangerschaft einholen. Gerade Erstgebärende möchten schnellstmöglich viele Informationen zur neuen Lebenssituation erhalten, um die Ungewissheit in den Griff zu bekommen. Schwangerschaftsrechner und ihre Unterschiede Nicht alle Schwangerschaftsrechner sind gleich und geben die richtigen Daten aus. Einfache Varianten ermitteln den Entbindungstermin lediglich auf Grund der letzten Periode. Für ein genaues Datum ist jedoch auch die Länge des weiblichen Zyklus entscheidend, denn hierdurch werden der Eisprung und somit auch die Zeugung beeinflusst. Einige der Onlinerechner berücksichtigen auch die Menstruationslänge selbst, sodass das Datum von Schwangerschaftsrechner zu Schwangerschaftsrechner variieren kann. Welche Daten gibt ein solcher Onlinerechner aus? Auch bei den errechneten Daten gibt es unterschiedliche Rechner. Meist wird nur der Entbindungstermin und derzeitige Schwangerschaftswoche ausgegeben, andere Varianten geben auch Auskunft über anstehende Untersuchungen und in welchem Zeitraum diese durchgeführt werden können. 12 www.schwangerschaft24.com Aber auch die unterschiedlichen Entwicklungschritte des Babys werden von einigen Schwangerschaftsrechnern ausgegeben. Dies ermöglicht es den Müttern, sich online über die Schwangerschaft zu informieren. Einige Rechner geben zudem weitere Informationen, wie Beginn des Mutterschutzes oder auch die Wahrnehmung der ersten Kindsbewegungen. Schwangerschaftsrechner zur Kinderplanung Ist es möglich, mit dem Schwangerschaftsrechner auch den Eisprung zu bestimmen, kann dieser auch zur Familienplanung verwendet werden. Durch die Eingabe der letzten Periode lässt sich so der Eisprung berechnen und so kann das Liebesspiel mit dem Partner geplant werden. Dennoch sind diese Werte nur Richtlinien und die fruchtbaren Tage von Frau zu Frau unterschiedlich. Zudem kann es passieren, dass durch den so errechneten Tag des Eisprungs auch Druck aufgebaut wird, der wiederum durch die so entstehende Blockade im Kopf eine Schwangerschaft verhindert. Alternative zum Schwangerschaftsrechner - Eigene Berechnung Neben einem solchen Onlinerechner kann jede Schwangere, die ihren Zyklus kennt, auch ohne Internet den Geburtstermin errechnen. Ist die Menstruation regelmäßig, so können zum ersten Tag der letzten Periode 280 Tage hinzuaddiert werden, um so den genauen Termin herauszufinden. Dies setzt jedoch einen Eisprung exakt 14 Tage nach Beginn der Regel voraus und ist besonders bei leicht- und schwergewichtigen Frauen nicht immer der Fall. Eine andere Methode zur Errechnung bietet die sogenannte Naegele-Rechnung, die zum ersten Regelblutungstag einen Zeitraum von sieben Tagen hinzuaddiert und von diesem Datum drei Monate abzieht. So lässt sich für das folgende Kalenderjahr der Geburtstermin ermitteln, wobei für die Länge der Schwangerschaft die Schaltjahre berücksichtigt werden müssen. 1.1.8 Geburt einleiten Nicht immer erblickt das Kind von selbst das Licht der Welt. Es gibt unterschiedliche Gründe, die Geburt einleiten zu wollen oder zu müssen. Ist der Entbindungstermin verstrichen und es sind noch immer keine Anzeichen einer baldigen Entbindung feststellbar, kann der Arzt die Geburt einleiten. 13 www.schwangerschaft24.com Einige Hebammen sind der Ansicht, dass selbst eine Überschreitung des Termins um 14 Tage und mehr durchaus vertretbar ist. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass das Ungeborene bereits Kindspech in das Fruchtwasser absetzt und sich der Säugling so selbst vergiftet, weshalb Ärzte aus diesen Gründen oftmals die Geburt einleiten. Auch die Gefahr, dass das Baby bereits zu Groß zum Passieren des Geburtskanales ist, steigt. Geburt einleiten mit einem Wehencocktail In Internetforen ist oftmals von Wehencocktails die Rede, die Wehen fördern und so die Geburt einleiten sollen. Jede Hebamme hat zu dieser Methode ihr eigenes Rezept auf Basis von Rizinusöl, das mit weiteren Zutaten vermischt wird. Ist der Entbindungstermin überschritten, kann ein solches Gemisch Wehen auslösen, allerdings sollte es nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme eingenommen werden, um Komplikationen zu vermeiden. Durch das Rizinusöl wird Durchfall provoziert, Gebärmutterkontraktionen hervorrufen kann. der die Darmtätigkeit anregt und dies Um so die Geburt einleiten zu könne, muss der Körper für die Geburt jedoch auch bereit sein, da diese Form der Einleitung gesundheitliche Folgen haben kann. Natürliche Mittel zur Geburtsvorbereitung Hebammen empfehlen zur Einstellung des Körpers auf die Geburt meist einige Wochen vorher bestimmte Globuli, die den Muttermund weich und dehnbar machen sollen. Auch Himbeerblättertee bereitet den Körper durch seine Wirkstoffe auf die Geburt vor. Mit gezielten Übungen kann das Becken so trainiert und mobilisiert werden, dass sich das Ungeborene sich mit seinem Köpfchen einstellt. Durch diesen Beckenbezug wird dem Körper das Signal gegeben, dass die Schwangere zur Entbindung bereit ist und das Baby das Licht der Welt erblicken darf. Auch Sex kann die Geburt einleiten, denn Sperma öffnet den Muttermund und die rhythmischen Bewegungen regen die Gebärmutter und somit Wehentätigkeiten an. Notwendige Einleitung - Medizinische Gründe Nicht immer muss der Geburtstermin überschritten werden, um die Geburt einleiten zu müssen. Auch dringende medizinische Gründe können Anlass für eine Einleitung vor dem tatsächlichen Entbindungstermin sein. Vermindertes Fruchtwasser oder ein frühzeitiger Blasensprung machen es meist unumgänglich, die Schwangerschaft weiter fortzusetzen, da das Kind im schlimmsten Falle sterben oder auch schwere Schäden davontragen könnte. Auch die Größe des Kindes kann ein Grund für eine frühere Entbindung sein, denn das Verhältnis zum Becken muss stimmen. Andernfalls könnten der Kopf oder die Schultern des Kindes nicht den Geburtskanal passieren und bei der Mutter sowie dem Baby selbst schlimmste Verletzungen verursachen. 14 www.schwangerschaft24.com Liegt ein solcher Grund vor, wird der Arzt alles veranlassen und schnellstmöglich die Geburt einleiten, um das Gesundheitsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. 1.1.9 Geburtsvorbereitungskurs Gegen Ende der Schwangerschaft bereitet sich der Körper langsam auf die Geburt vor, was durch einige Veränderungen bemerkbar wird. Doch auch die werdende Mutter selbst sollte sich auf die Ankunft des Babys vorbereiten. In einem Geburtsvorbereitungskurs werden die wichtigsten Grundlagen für die Entbindung vermittelt, Fragen geklärt und nützliche Tipps und Tricks von der Hebamme für eine angenehme Zeit bis zu zum Ende der Schwangerschaft und die Geburt selbst. Doch nicht jeder Geburtsvorbereitungskurs ist gleich konzipiert. Die Unterschiede der Geburtsvorbereitungskurse Ab der 26. Schwangerschaftswoche ist der Besuch eines Kurses möglich. Dabei kann aus unterschiedlichen Modellen ausgewählt werden, denn die Hebammen können einen solchen Geburtsvorbereitungskurs frei gestalten. So bieten einige ihre Kurse als offene Gruppen an, in denen die werdenden Mütter dazu stoßen können, wann es ihre Zeit erlaubt, andere finden einmal wöchentlich statt. Meist handelt es sich um Geburtsvorbereitungskurse, an denen nur die werdende Mutter teilnimmt, doch auch sogenannte Paarkurse sind möglich. Dabei wird vor allem der werdende Vater auf seine neue Rolle vorbereitet. Ganz eilige Paare haben auch die Möglichkeit, sich in einem Wochenendintensivkurs auf die Geburt und die Zeit danach einzustellen. Yoga oder Aerobic - Geburtsvorbereitungskurs mit unterschiedlichen Schwerpunkten Die Inhalte im Geburtsvorbereitungskurs sind nicht einheitlich festgelegt. So gibt es Geburtsvorbereitungskurse, die neben den durchgeführten Lockerungs- und Bewegungsübungen die Klärung einzelner Fragen ermöglicht. Auch reine Yogakurse, die speziell auf die Bedürfnisse während der Schwangerschaft ausgerichtet sind, werden von den Hebammen angeboten. Dabei wird gezielt auf Entspannungsübungen im Geburtsvorbereitungskurs gebaut, die während der Entbindung für neue Kraft sorgen. Doch auch Aerobic-Kurse für Schwangere finden sich mittlerweile im Programm der Hebamme, denn je fitter die Mutter zur Geburt ist, desto leichter bewältigt sie die Strapazen und formt gleichzeitig noch in der Schwangerschaft ihren Körper. 15 www.schwangerschaft24.com Welche Kosten entstehen? Für einen Geburtsvorbereitungskurs können Kosten von bis zu 76 Euro entstehen, für spezielle Kurse oftmals sogar mehr. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen im Regelfall die Kosten für den Besuch der Gruppen und falls die Teilnahme aus besonderen Gründen nicht stattfinden kann, ist auch eine individuelle Betreuung zu Hause möglich. Auch hier tragen die Krankenkassen die Kosten, die durch den Besuch der Hebamme anfallen. Was einen guten Geburtsvorbereitungskurs ausmacht Um den für sich optimalen Kurs ausfindig zu machen, sollten vorab einige Dinge geklärt werden. Zum ersten ist es wichtig, dass die Hebamme auch sympathisch ist und ihr Wissen weitergeben kann. Auch die Räumlichkeiten sollten freundlich und hell sein, denn die Atmosphäre spielt bei der Geburtsvorbereitung eine wichtige Rolle. Daneben sollte vor Beginn des Kurses abgeklärt werden, welche Themengebiete und Inhalte vermittelt werden. Neben der Schwangerschaftsgymnastik sollte vor allem auch ein reger Erfahrungsaustausch rund um die Schwangerschaft im Geburtsvorbereitungskurs möglich sein. Eine Kreissaalbesichtigung oder des Geburtshauses ist ebenfalls sinnvoll, um die Angst vor dem bevorstehenden Ereignis zu nehmen. 1.1.10 Mutterschutz Mit Beginn der Schwangerschaft treten sowohl für die werdende Mutter als auch für ihr Umfeld viele Neuerungen ein. Dies trifft auch für den Arbeitsplatz zu, denn nicht jede Arbeitsstelle ist auch für Schwangere geeignet. Während der gesamten Zeit unterliegt die Mutter einem besonderen Schutz, dem sogenannten Mutterschutz. Dieser dient in erster Linie dazu, die Schwangere sowie ihr Ungeborenes vor drohenden Gefahren, finanziellen Verlusten und Gesundheitsschädigen zu schützen. Grundlage für den Mutterschutz ist das Mutterschutzgesetz, welches grundsätzlich für alle werdenden Mütter in einem Angestelltenverhältnis gilt. 16 www.schwangerschaft24.com Welche Fristen gelten im Mutterschutz? Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet acht Wochen nach der tatsächlichen Entbindung. Bei Mehrlingsgeburten wird die Zeit nach der Entbindung auf zwölf Wochen verlängert, um die Mutter von den Anstrengungen der Geburt eine entsprechende Möglichkeit zur Erholung zu geben. Handelt es sich um eine Frühgeburt, werden die acht Wochen zu dem errechneten Termin herangenommen, bei Mehrlingsgeburten erhöht sich diese Zeit des Beschäftigungsverbotes im Mutterschutz entsprechend. Im Zeitraum vor der Geburt kann die Mutter jedoch selbst entscheiden, ob sie ihrer Tätigkeit weiter nachgeht oder den vollen Zeitraum in Anspruch nimmt. Die Einwilligung vor der Geburt kann jederzeit wiederrufen werden. Keine Beschäftigung nach der Geburt Nach der Entbindung hat die frisch gebackene Mutter ein Recht auf Erholung und darf während der geltenden Fristen keinerlei berufliche Tätigkeiten ausführen, sofern ein Angestelltenverhältnis besteht. Die durch den Mutterschutz geregelten Bestimmungen während der Schwangerschaft sowie danach gelten ebenso für Auszubildende, Heimarbeiterinnen sowie Hausangestellte und wenn ein Beschäftigungsverhältnis auf geringfügiger Basis besteht. Schülerinnen und Studentinnen unterliegen nicht den geltenden Schutzfristen und müssen sich für die Zeit nach der Entbindung durch den Arzt freistellen lassen, da der Mutterschutz in diesen Fällen nicht greift. Weitere Ansprüche für Angestellte Während der Schwangerschaft genießt die werdende Mutter noch weitere Vorteile, denn mit Beginn der Schwangerschaft sowie dem Zeitraum von vier Monaten nach der Geburt besteht ein außerordentlicher Kündigungsschutz. Kündigungen während dieser Zeit sind nur in wenigen Fällen zulässig, denn das finanzielle Wohl der Mutter steht grundsätzlich vor den Belangen eines Unternehmens. Im Mutterschutz besteht während des Beschäftigungsverbotes Anspruch auf Urlaub, der seitens des Arbeitgebers nicht gekürzt oder gestrichen werden darf. Finanzielle Unterstützung durch Krankenkasse und Arbeitgeber Nimmt die werdende Mutter zum Ende der Schwangerschaft den Zeitraum von sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin in Anspruch so erhält sie einen Zuschuss der Krankenkasse. Dieser wird jedoch nur ausgezahlt, wenn der Versicherungsschutz bei einer gesetzlichen Krankenkasse besteht und der Mutterschaftszuschuss beantragt wurde. Auch der Arbeitgeber leistet für diese Zeit einen Zuschuss aus der Differenz des erhaltenen Mutterschaftsgeldes und dem zuletzt gezahlten, durchschnittlichen Nettolohn. Dies gilt ebenso für den Zeitraum von acht Wochen nach der Entbindung. Diese Regelung im Mutterschutz soll die werdende Mutter vor finanziellen Engpässen bewahren. 17 www.schwangerschaft24.com 1.1.11 Entbindung Mit der Entbindung endet die Schwangerschaft und der Beginn eines neuen Lebensabschnittes steht an. Nach 40 langen Wochen des Wartens steht der große Augenblick bevor, endlich das lang ersehnte Kind im Arm halten zu dürfen. Meist schwingt jedoch vor allem bei Erstgebärenden die Angst mit, während der Geburt etwas falsch zu machen oder der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Ein Geburtsvorbereitungskurs nimmt zum einen viele Ängste, zum anderen bereitet er auf die Entbindung vor. Dabei findet die Geburt meist im Krankenhaus statt, da viele werdende Paare nicht wissen, welche Alternativen zur Kreissaalgeburt sich noch anbieten. Das Geburtshaus - Entbindung außerhalb des Krankenhauses Eine Alternative der Entbindung im Krankenhaus stellt die Geburt im Geburtshaus dar. Hier haben werdende Eltern die Möglichkeit, in einer besonders heimischen Atmosphäre zu entbinden und durch die betreuende Hebamme eine optimale Versorgung während der Entbindung zu erfahren. Geburtshäuser sind in vielen großen Städten anzutreffen und werden besonders von Müttern bevorzugt, die die sterile Krankenhausatmosphäre meiden wollen. Sollte ein Notfall auftreten, steht die Hebamme mit einem Arzt in Verbindung, der schnell vor Ort sein kann. Da dieser jedoch auch bei einer Entbindung im Krankenhaus nur im Ernstfall eingreift und die Betreuung von der Hebamme geleistet wird, stellt das Geburtshaus eine zunehmende Alternative für werdende Eltern zum Kreissaal dar. Entbindung zuhause - Die Hausgeburt Eine weitere Alternative zum Kreissaal sowie dem Geburtshaus stellt die Hausgeburt dar. Bei einer Hausgeburt kommt das Kind in der für die Mutter gewohnten Umgebung zur Welt, was oftmals den Stress und die Angst vor dem Krankenhaus nimmt. War es früher üblich, die Geburt im eigenen Haus zu erleben, galt es lange Zeit als verpönt, nicht 18 www.schwangerschaft24.com in einem Krankenhaus zu entbinden. Nach und nach gehen immer mehr Mütter wieder zu dieser alternativen Möglichkeit über. Allerdings muss vor der Entscheidung zu einer solchen Entbindung der medizinische Aspekt geklärt sein, um das vorhandene Gesundheitsrisiko zu verringern. Erst wenn Arzt und Hebamme ihr Einverständnis geben, kann eine Hausgeburt stattfinden. Das Besondere an Hausgeburten Ist eine Hausgeburt geplant, muss sich das werdende Elternpaar frühzeitig um eine Hebamme bemühen, die während der Entbindung zur Seite steht und die Mutter entsprechend anleitet sowie unterstütz. Doch gerade die einmalige Atmosphäre einer Hausgeburt wird von den Schwangeren als besonders intensiv und beruhigend empfunden, was wiederum Auswirkungen auf die Geburt selbst hat. Die Ruhe hilft dabei, während der Wehen zu entspannen und so Kraft zu schöpfen. Zudem wird dem neuen Erdenbürger die einmalige Chance gegeben, im eigenen Zuhause das Licht der Welt zu erblicken und die Düfte der Umgebung prägen sich so stärker ein. Dies hat den positiven Effekt, dass die Babys meist ruhiger und entspannter sind, da sie in den ersten Stunden und Tagen nach der Niederkunft nicht das gewohnte Umfeld verlassen müssen. 1.1.12 Schwangerschafts Gymnastik Bewegung tut vor allem dem Körper gut, auch in der Schwangerschaft. Besonders im Hinblick auf die Geburt ist Schwangerschafts Gymnastik mehr als zu empfehlen. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Übungen, die neben der Kondition auch Kraft aufbauen. Dennoch gibt es gewisse Sportarten und Bewegungsabläufe, die auf Grund der eigenen Gesundheit in der Schwangerschaft vermieden werden sollten. Das bringt Schwangerschafts Gymnastik Die Meinung, Schwangere müssten sich bis zur Entbindung schonen, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, herrscht in vielen Köpfen vor. Dabei ist genau dies der falsche Ansatz, um sich auf die Geburt vorzubereiten. 19 www.schwangerschaft24.com Gezielte Schwangerschafts Gymnastik bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern hilft dem Körper, sich auf die Geburt einzustellen und sich auch nach der Entbindung schnell wieder zu regenerieren. Übungen in der Schwangerschaft - nicht alles ist geeignet Gewisse Muskelgruppen sollten in der Schwangerschaft nicht beansprucht werden. Hierzu zählen vor allem die Bauchmuskeln wie Sit-Ups, denn diese Übungen beanspruchen die überaus empfindliche Bauchregion besonders. Auch intensives Step-Aerobic sollte vermieden werden, denn die hastig ausgeführten Bewegungen führen zum gegenteiligen Effekt, der eigentlich gewünscht wird. Auf der anderen Seite gibt es wirklich intensive und dennoch sanfte Schwangerschafts Gymnastik, die die Schwangere fordern, aber nicht überfordern. Pilatesübungen als Schwangerschafts Gymnastik sind besonders geeignet, da die Bewegungsabläufe sanft und somit ideal für Schwangere sind. Auch sanftes Stretching im Stand, um die Bänder und Sehen zu lockern, wirkt wie ein Energiekick auf den Körper. Dennoch ist oberstes Gebot in der Schwangerschaft für jede Form der Schwangerschafts Gymnastik: Nicht überfordern! Nicht nur im Geburtsvorbereitungskurs wichtig Meist wird Schwangerschafts Gymnastik von den werdenden Müttern nur während der Geburtsvorbereitungskurse durchgeführt. Dabei ist die Bewegung für den gesamten Körper wichtig, denn für die Geburt wird neben Kondition und Ausdauer auch Kraft benötigt. Mit gezielten Übungen wird zum einen der Körper optimal auf die bevorstehende Niederkunft vorbereitet, zum anderen bleibt das Gewebe auch für die Zeit nach der Schwangerschaft straff. Auch Beckenbodenübungen können ohne Bedenken neben der Schwangerschafts Gymnastik bereits vor der Geburt durchgeführt werden, denn durch Progesteron wird das Gewebe sehr weich. Gymnastik auch nach der Schwangerschaft Um nach der Geburt schnell wieder in Form zu sein und auch, um die Rückbildung entsprechend zu fördern sollten die ersten Übungen bereits im Wochenbett nachgeturnt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in dieser Zeit eher ein Gang tiefer geschaltet werden sollte, denn der Körper muss sich von den Strapazen der Geburt auch erst vollkommen erholen. Doch bereits kleine Übungen zeigen große Wirkung und helfen der werdenden Mutter dabei, sich bald wieder wohl in ihrer Haut zu fühlen. Die Übungen aus der Schwangerschafts Gymnastik können nach und nach in den eigenen Trainingsplan mit aufgenommen werden. Auch für nicht schwangere Frauen sind diese ein gutes Workout. 20 www.schwangerschaft24.com 1.1.13 Schwangerschafts Beschwerden Nicht jede Schwangerschaft ist gleich, denn so unterschiedlich die Mütter sind, so unterschiedlich verlaufen auch die spannenden Wochen bis zur Geburt. Treten bei einigen Schwangeren keinerlei Beschwerden und Wehwehchen auf, so klagen andere bereits in den ersten Wochen über typische Schwangerschafts Beschwerden. Besonders im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel treten bei den Schwangeren oftmals Beschwerden auf, die jedoch vollkommen harmlos sind. Dennoch sollte der Arzt aufgesucht werden, wenn Unwohlsein auf- oder keine Besserung eintritt. Typische Schwangerschafts Beschwerden - Das hilft dagegen Vielen Schwangerschafts Beschwerden kann auf natürliche Weise nachgekommen werden. So hilft bei Sodbrennen das schluckweise Trinken von Milch oder auch Mandeln, die langsam zerkaut werden. Auch Knäckebrot und Zwieback helfen, den Magen zu beruhigen. Auf Medikamente sollte weitestgehend verzichtet und die Einnahme auch bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mit dem Arzt oder der Hebamme abgesprochen werden. Besonders Hebammen wissen bei allen Schwangerschafts Beschwerden pflanzliche Wirkstoffe, die eine schnelle Linderung versprechen. Oftmals werden hierfür Globuli empfohlen, was jedoch jede werdende Mutter gerade bei dieser alternativen Behandlungsform in der Schwangerschaft selbst entscheiden muss, ob dies für sie in Betracht kommt. Nicht alle Beschwerden sind harmlos Schwangerschafts Beschwerden wie Schwindel, starke Krämpfe oder gar Blutungen während der Schwangerschaft sind Anzeichen dafür, das etwas mit Mutter und Kind nicht in Ordnung ist und müssen schnellstmöglich abgeklärt werden. Treten diese Symptome auf, muss unverzüglich der Arzt oder die Hebamme informiert und notfalls aufgesucht werden, sofern ein Hausbesuch nicht möglich ist. Auch über die Rettungsleitstelle kann Hilfe geholt werden, wenn während der Schwangerschaft Komplikationen auftreten. 21 www.schwangerschaft24.com Doch solche Schwangerschafts Beschwerden können nicht nur im Notfall für Aufregung sorgen, sondern können auch zu einer starken Belastung werden. Wenn die Beschwerden zur Last werden Im Volksmund heißt es, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Dennoch können einige Schwangerschafts Beschwerden den werdenden Müttern so stark zusetzen, dass diese sowohl körperlich als auch seelisch leiden. Gespräche mit dem Arzt oder der Hebamme helfen oftmals in der Schwangerschaft und geben ein Gefühl von Verständnis. Da der Hormonhaushalt auch für starke Stimmungsschwankungen sorgt, ist diese kleine Gesprächstherapie auch gut für das Wohlbefinden der Schwangeren. Dennoch sollten gerade psychische Empfindungsstörungen mit großer Sorgfalt betrachtet werden, denn Schwangerschaftsdepressionen können sich im Wochenbett fortsetzen und daher ist eine frühzeitige Behandlung unumgänglich. Hier ist besonders von Hebammen und Ärzten Feingefühl gefragt, denn angehende Depressionen werden meist verharmlost. Bewegung gegen Schwangerschafts Beschwerden Einige Schwangerschafts Beschwerden lassen sich gut durch Bewegung lindern. Meist herrscht die Meinung vor, während der Schwangerschaft solle kein Sport betrieben werden. Doch genau diese Annahme ist nicht richtig, denn durch die Bewegung wird zum einen der Körper fit gehalten, zum anderen ist so die Geburt selbst leichter zu bewältigen. Je besser sich die Mutter während dieser Zeit fühlt, desto besser geht es auch dem ungeborenen Kind. 1.1.14 Kaiserschnitt Der Trend bei vielen Schwangeren geht dahin, dass der errechnete Geburtstermin nur noch eine Pro-Forma-Angelegenheit ist. Da viele Frauen in der Schwangerschaft sich vor den Schmerzen der Geburt fürchten, suchen sie sich Ärzte, die einem vorzeitigen Kaiserschnitt zustimmen. Dabei kann das Geburtsdatum des Kindes ganz nach Wunsch gelegt werden. Doch eine solche Entscheidung hat auch Einfluss auf das ungeborene Kind, welches eigentlich für eine Geburt noch nicht bereit gewesen wäre. 22 www.schwangerschaft24.com Entbindung auf Wunsch Dennoch ist nicht jeder Arzt bereit, das Ungeborene früher als nötig auf die Welt zu holen, denn durch den Eingriff kann das Kind auch ein Geburtstrauma erleiden, welches sich auf das weitere Verhalten des Säuglings nach der Schwangerschaft auswirkt. Beobachtet werden kann beispielsweise, dass Kinder die per Kaiserschnitt zur Welt kommen oftmals ihren Kopf nach oben hin an die Bettkante oder das Nestchen zu drücken. Auch sind sogenannte Schreikinder oftmals auf diese Weise entbunden worden. Kaiserschnitt - Stress für das Baby Die unnatürliche Geburtsform Kaiserschnitt bedeutet zwar für die werdende Mutter ein berechenbares Ende der Schwangerschaft, allerdings ist ein solcher Eingriff eine besondere Stresssituation für das Kind. Dieses wird plötzlich aus der Wärme des Mutterleibes gerissen und sofort einer Vielzahl von Einflüssen ausgesetzt. Zudem müssen diese Kinder häufig beatmet werden, da durch den fehlenden Weg durch den Geburtskanal auch der Pressdruck auf die Lunge fehlt. Die Narbenpflege nach dem Kaiserschnitt Waren es früher sehr unansehnliche große Narben, werden Kaiserschnitte heute mit möglichst kleinen Schnitten durchgeführt, um das Gewebe der werdenden Mutter nicht unnötig zu strapazieren. Doch für einen optimalen Heilungsprozess ist die Narbenpflege wichtig, denn verhärtetes Narbengewebe kann nach Langer Zeit noch Schmerzen bereiten. Daher raten Hebammen nach einem Kaiserschnitt und dem Ausheilen der Narbe zu Narbencreme, die sanft in das betroffene Gewebe einmassiert wird. Dieses Prozedere solle möglichst über mehrere Wochen und bis zu fünf Mal täglich, je nach Produkt, durchgeführt werden. Medizinische Gründe für einen Kaiserschnitt Nicht nur der Wunsch der Mutter in der Schwangerschaft kann Grund für einen Kaiserschnitt sein. Auch medizinische Gründe sind oftmals der Anlass, die Geburt geplant durchzuführen. Besonders bei großen und schweren Kindern wird oft dazu geraten, da die Babys im Geburtskanal auf Grund der Verhältnisse stecken bleiben könnten. Dies würde ein hohes Risiko für Mutter und Kind bedeuteten. Doch auch eine vorliegende Nabelschnur, gesundheitliche Einschränkungen der Mutter und andere wichtige Gründe können zu einer geplanten Geburt führen. Vollnarkose oder PDA Steht zum Ende der Schwangerschaft ein Kaiserschnitt an, so kann meist die Narkoseform gewählt werden. Neben einer PDA (Peridualanästhesie) kann auch eine Vollnarkose sinnvoll sein. Letztere bedeutet, dass auch das Kind einen Teil des Narkosemittels abbekommt. Zudem bekommt die werdende Mutter die Geburt, im Gegensatz zur PDA, nicht mit und erst später ihr eigenes Kind in den Arm nehmen kann. 23 www.schwangerschaft24.com 1.1.15 Geburtsvorbereitung In den letzten Wochen vor der Entbindung stellt sich der Körper voll auf die Geburt ein und entsprechende Veränderungen sind bei der Mutter bemerkbar. Senkwehen, innere Unruhe oder auch ein verstärkter Nestbautrieb sind bereits erste Anzeichen einer baldigen Entbindung. Nun sollte die baldige Mutter sich durch die richtige Geburtsvorbereitung auf die Entbindung einstellen. Kurse zur Geburtsvorbereitung Viele Hebammenpraxen bieten zur Geburtsvorbereitung spezielle Kurse an, die den Müttern die Angst vor der Entbindung und der meist noch neue Rolle als Mutter nehmen soll. Die Kurse selbst sind je nach Hebamme gestaltet und werden durch die gesetzliche Krankenkassen bezuschusst. Dabei sind die Kursformen vollkommen unterschiedlich konzipiert und reichen von YogaStunden bis hin zu Wochenendintensivkursen für Paare. Wichtig bei der Wahl des richtigen Kurses ist, dass die Geburtsvorbereitung im Vordergrund. Körper und Seele auf die Geburt vorbereiten Ist der richtige Kurs zur Geburtsvorbereitung ausfindig gemacht, sollte die regelmäßige Teilnahme als selbstverständlich gesehen werden. Nicht nur, dass die wichtigsten Atemtechniken vermittelt werden, auch gezielte Übungen, die während der Wehen für die nötige Entspannung sorgen, gehören in den Inhalt eines Geburtsvorbereitungskurses. Zudem wissen Hebammen, wie der Körper durch Tees und andere Mittelchen ebenfalls auf die Geburt vorbereitet wird. Besonders im letzten Trimester der Schwangerschaft ist zudem wichtig, dass die werdende Mutter auch Zeit für sich findet und ihre Kraftreserven auftanken kann. Planung und Geburtsvorbereitung Zur Geburtsvorbereitung zählt jedoch nicht nur das Erlernen der richtigen Atemtechnik oder die nötige Ruhe, denn bereits im Vorfeld sollte die Form der Entbindung sowie der Entbindungsort festgelegt werden. Krankenhaus, Geburtshaus oder in den eignen vier Wänden, alles will für die Geburt durchdacht sein. Entscheiden sich die werdenden Eltern für einen Klinikaufenthalt, so sollten neben den Formalitäten wie Vorstellung in der Geburtsklinik und Besorgung aller wichtigen Unterlagen auch die Frage geklärt sein, wie lange die Mutter mit dem Neugeborenen in der Klinik bleiben möchte. Auch die Tasche will gepackt sein 24 www.schwangerschaft24.com Bei den ganzen Vorbereitungen wird von den werdenden Müttern oftmals die Krankenhaustasche vergessen. Diese sollte jedoch bereits im siebten Monat gepackt und immer wieder geprüft werden, denn eine Schwangerschaft kann auf Grund einer Frühgeburt auch wesentlich kürzer sein. Daher sollte in die Geburtsvorbereitung auch das Packen der Tasche mit einbezogen werden, um nicht in letzter Sekunde und vollkommen überrascht notdürftig die wichtigsten Sachen zusammensuchen zu müssen. Wenn die Geburt naht - Geburtszeichen Gerade Erstgebärende stellen häufig die Frage, woran sie den Beginn der Wehentätigkeit erkennen und sich auf den Weg ins Kranken- oder Geburtshaus machen sollen. Die ersten Anzeichen sind bereits einige Tage vorher eine innere Unruhe und der Drang, die Wohnung für den neuen Erdenbürger herzurichten. Auch das typische Zeichnen oder Fruchtwasserabgang sind Geburtszeichen. Diese Art der Geburtsvorbereitung geschieht ohne Zutun und kann nicht beeinflusst werden. 1.1.16 Unterleibsschmerzen Starke Unterleibsschmerzen können ein- oder beidseitig auftreten und die unterschiedlichsten Ursachen haben. Meist sind diese harmlos und verschwinden von selbst wieder. Dennoch sollte die werdende Mutter auf ihr Gefühl vertrauen und notfalls den Arzt oder die Hebamme informieren, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist. Oftmals scheuen gerade Erstgebärende den Gang zum Arzt aus Angst, übersensibel und wehleidig zu gelten, doch dieser Gedanke ist gerade mit Blick auf das Ungeborene fehl am Platze. Und ein gründlicher Check gibt auch der Schwangeren wieder Sicherheit, die durch die innere Unruhe unnötig angespannt ist. Selbst wenn sich die Unterleibsschmerzen nur als harmlos herausstellen, ist Vorsorge besser als Nachsicht. Schwanger oder nicht? 25 www.schwangerschaft24.com Ist ein Baby geplant, achtet die Frau meist auf die kleinsten Veränderungen, um keine Minute der Schwangerschaft zu verpassen. Besonders auf das Ausbleiben der Regelblutung wird oftmals gewartet und anhaltende Unterleibsschmerzen als erneuter Beginn des neuen Zyklus abgetan. Dabei können gerade bei der Einnistung in die Gebärmutter regelähnliche Schmerzen auftreten, die jedoch oftmals nicht als Schwangerschaftszeichen von den Frauen gedeutet werden. Dieses leichte Ziehen setzt sich dann oftmals in der Schwangerschaft fort, bedeutet jedoch für Mutter und Kind keine Gefahr. Wenn die Gebärmutter wächst Seitliches Ziehen, welches oftmals als äußerst unangenehme Unterleibsschmerzen von den werdenden Müttern beschrieben werden, rühren in der Schwangerschaft oftmals von den Mutterbändern her, die seitlich neben der Gebärmutter sitzen. Da die Gebärmutter die gesamte Zeit über wächst, um genügend Platz für das Kind zu schaffen, werden diese Stützbänder entsprechend beansprucht. Je größer und schwerer das Baby ist, desto beanspruchter werden die Bänder. Gerade bei zierlichen Frauen sind diese Unterleibsschmerzen oftmals auszumachen. Verstopfung und andere Darmprobleme In der Schwangerschaft kann auch Verstopfung Probleme bereiten, was sich ebenfalls durch Unterleibsschmerzen bemerkbar macht. Der Darm verkrampft sich, um den Inhalt entleeren zu können und verursacht so die Beschwerden. Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und genügend Bewegung helfen, einer Verstopfung entsprechend vorzubeugen. Etwas Milchzucker oder auch Trockenobst kann bereits bestehende Probleme in der Schwangerschaft lindern und sorgen wieder für den richtigen Schwung im Darm. Auf der anderen Seite sind die Unterleibsschmerzen auch bei Durchfall deutlich bemerkbar, da auch hier der Darm auf Hochtouren arbeitet. Besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel kann diese übermäßige Darmtätigkeit Wehen auslösen. Wenn die Schmerzen unerträglich werden Oftmals treten die Unterleibsschmerzen sporadisch auf und verschwinden nach einiger Zeit wieder. Wenn diese jedoch über einen längeren Zeitraum auftreten, sollte zur Abklärung auf jeden Fall ein Arzt oder auch die betreuende Hebamme aufgesucht werden. Die Unterleibsschmerzen können auch Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung oder auch einer Eileiterschwangerschaft sein. Diese Schmerzen werden selbst in Ruhephasen nicht besser und verschlimmern sich schnell. Um hier die eigene Gesundheit nicht zu gefährden, ist der sofortige Gang zum Arzt unumgänglich, auch um das Ungeborene zu schützen. 26 www.schwangerschaft24.com 1.1.17 Symptome in der Schwangerschaft Ist ein Kind geplant und findet der Geschlechtsverkehr ohne Verhütung statt, kann eine Schwangerschaft jederzeit eintreten. Die Frauen erwarten mit großer Hoffnung das Ausbleiben der Regelblutung, da dies als erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft gedeutet wird. Doch nicht immer ist dies auch ein Garant dafür, denn in einigen Fällen findet die Menstruation dennoch statt. Allerdings gibt es auch Symptome, die als Schwangerschaftszeichen anzusehen sind. Die ersten Symptome in der Schwangerschaft Mit dem Einnisten der Eizelle in die Gebärmutter beginnt innerhalb weniger Monate eine rasante Entwicklung, die auch an der Mutter nicht spurlos vorüber geht. Der Hormonspiegel ändert sich, was bei vielen Frauen in typischen Symptomen wie Morgenübelkeit und Kopfschmerzen, Brustspannen sowie permanente Müdigkeit äußert. Meist werden diese Symptome jedoch als Grippe oder Beginn der Regelblutung gesehen und die Schwangerschaft bleibt vorerst unbemerkt. Die Umstellung des Körpers Hat sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet, beginnt sich auch der Körper auf die weitere Schwangerschaft einzustellen. Der veränderte Hormonspiegel sorgt für die typische Empfindlichkeit während der dieser Zeit. Auch die Körperfülle verändert sich während der gesamten Zeit. Weitere Symptome sind neben der Veränderung der Brust auch ein besonders sensibler Geruchssinn, der meist auch für die Übelkeit verantwortlich ist. Meist klingen die körperlichen Beschwerden nach den ersten zwölf Schwangerschaftswochen ab, da sich der Körper nun auf die neue Situation eingestellt hat. Einige Symptome können die Schwangere jedoch bis zur Geburt begleiten und entsprechende Probleme bereiten. Dies ist jedoch von Mutter zu Mutter unterschiedlich. Die Essgelüste Frauen entwickeln in der Schwangerschaft manchmal ein Essverhalten, welches nicht wirklich der Norm entspricht. So werden Gurken mit Marmelade oder auch Unmengen an Süßigkeiten verschlungen. 27 www.schwangerschaft24.com Diese bewusst hervorgerufenen Symptome des Körpers ist jedoch gewollt, denn auf diese Weise holt er sich die Nähr- und Vitalstoffe, die für Schwangere besonders wichtig sind. Grundsätzlich sollten außergewöhnliche Gelüste mit dem Arzt oder auch der Hebamme abgesprochen werden, denn diese können auch in Sachen Ernährungsberatung während der Schwangerschaft wertvolle Hilfe leisten. Symptome in der Schwangerschaft - Nicht nur in der ersten Zeit Einige Symptome bereiten den Schwangeren sehr große Probleme im Alltag. Dennoch muss sich die werdende Mutter nicht mit allen Beschwerden abgeben, denn Hebammen können gerade bei starken oder akuten Zuständen durch die Gabe natürlicher Mittel schnell eine Linderung herbeiführen. Besonders über Übelkeit und Erbrechen klagen viele Frauen zu Beginn der Schwangerschaft. Diese tritt meist am Morgen auf, weshalb im Volksmund der Name Morgenübelkeit geläufig ist. Beide Symptome können jedoch den ganzen Tag über auftreten und so der Schwangeren viel Kraft kosten. Mit vorübergehender Ruhe und den richtigen Tipps von der Hebamme kann jedoch auch dieser Schwangerschaftsbegleiterscheinung entgegengewirkt werden, selbst wenn die Beschwerden sich bis zur Geburt äußern sollten. 1.1.18 Gewichtszunahme in der Schwangerschaft Ein Babybauch wird von vielen als besonders hübsch angesehen. Doch nicht jede Frau empfindet den runder werdenden Körper und die zusätzlichen Schwangerschaftspfunde als schön. Während der Schwangerschaft findet jedoch eine gewisse Gewichtszunahme statt, die von Frau zu Frau variiert. Während einige scheinbar nur am Bauch zunehmen und dadurch die Schwangerschaft sehr spät von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, ist bei anderen Frauen bereits zu Beginn der Schwangerschaft ein Bäuchlein auszumachen. Die Gewichtszunahme in dieser Zeit kann für die Schwangeren oftmals auch zum Problem werden. Welche Gewichtszunahme ist normal? Die Werte, welche Zunahme in der Schwangerschaft als normal angesehen wird, variieren stark und sind vor allem von der Mutter abhängig. War die werdende Mutter bereits vor Beginn eher zierlich, spielt eine höhere Gewichtszunahme eine 28 www.schwangerschaft24.com weitaus weniger tragende Rolle als bei übergewichtigen Frauen. Diese sollten auch der eigenen Gesundheit wegen auf eine eher niedrigere Zunahme achten, um sich und das Kind nicht zu gefährden. Gewicht im Mutterpass - eine gute Kontrolle Im Mutterpass wird das Gewicht der Frauen in der Schwangerschaft bei den Kontrollen festgehalten, um eine plötzliche Gewichtszunahme ausschließen zu können. Ein drastischer Gewichtsanstieg in der Schwangerschaft kann viele Ursachen haben, die jedoch durch den Arzt abgeklärt werden müssen. Neben Wassereinlagerungen kann eine solche Gewichtszunahme auch ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Diese ernsthafte Erkrankung kann sowohl für das Ungeborene als auch für die Mutter lebensbedrohlich sein. Onlinerechner zur Gewichtskontrolle Im Internet finden sich Rechner, mit denen Schwangere ihre Gewichtszunahme selbst überprüfen können. Dabei wird regelmäßiges Wiegen vorausgesetzt, was schnell im Frust enden kann. Dennoch hat eine solche Kontrolle auch positive Aspekte, denn die Schwangeren werden dazu angehalten, sich über gesunde Ernährung Gedanken zu machen um eine zu schnelle Gewichtszunahme in der Schwangerschaft zu vermeiden. Dies hat nicht nur für die Mutter selbst ihre Vorzüge, auch das Kind profitiert von den zusätzlichen Mineralstoffen, die durch eine gesunde Ernährung weitergegeben wird. Der Umgang mit einem solchen Rechner erfordert jedoch auch ein gesundes Maß an Selbstakzeptanz und -Kontrolle, denn aus falscher Angst, zu viel Gewicht zuzunehmen, kann das tägliche Wiegen zur Sucht werden. Die Angst nach der Geburt Viele Frauen empfinden die Gewichtszunahme bis zu einem gewissen Punkt in der Schwangerschaft als normal und freuen sich meist auch über die entstehenden Rundungen. Dennoch denken die Schwangeren auch an die Zeit nach der Geburt und wie sie schnell wieder zur alten Figur kommen. Da die Schwangerschaft jedoch neuen Monate den Körper geformt hat, raten Hebammen von Radikalmaßnahmen gerade auch in Hinblick auf die Gesundheit ab. Eine Faustregel besagt hier, dass die Schwangerschaftsdauer ebenso lange ist, wie der Körper zur Rückbildung benötigt. Diese Zeit sollte jede Frau ihrem Körper geben, um sich auch richtig von den Anstrengungen erholen zu können. 29 www.schwangerschaft24.com 1.1.19 Zwillingsschwangerschaft Für viele Mütter ändert sich das Leben grundlegend, wenn sie von der eigenen Schwangerschaft erfährt. Neben Freude tritt besonders häufig auch Angst auf, der neuen Elternrolle nicht gerecht werden zu können. Dabei ist vor allem die Ungewissheit etwas, die sich durch Gespräche und die Untersuchungen durch den Arzt oder die Hebamme bereinigen lässt. Allerdings können bei den Routineuntersuchungen auch unvorhergesehene Ereignisse auftreten, die das gesamte Leben der werdenden Eltern nochmals vollkommen durcheinander wirbelt. Zu diesen Ereignissen zählt auch eine Zwillingsschwangerschaft Meist ein Schock Wird eine Zwillingsschwangerschaft diagnostiziert, ist es für die werdenden Eltern meist ein großer Schock. Nicht immer lässt sich bereits bei der ersten Ultraschalluntersuchung sagen, ob es sich um einen Einling oder Zwillinge handelt. Umso größer ist die Verwunderung, wenn bei der nächsten Untersuchung plötzlich zwei Babys zu erkennen sind. War das Paar auf ein einziges Kind eingestellt, muss nun die doppelte Ausstattung angeschafft werden. Nach diesem anfänglichen Schockzustand freunden sich viele Eltern jedoch schnell mit dem Gedanken an, bald ein Geschwisterpaar zu versorgen. Wichtig während der gesamten Schwangerschaft ist jedoch, dass sowohl der zukünftige Vater als auch die Mutter auch über die Ängste vor der Zwillingsschwangerschaft sowie der Zeit danach miteinander reden. Nur so können Probleme bereits im Vorfeld abgeklärt werden. Zwillingsschwangerschaften - Was ist anders Eine Zwillingsschwangerschaft bedeutet nicht einfach nur, dass zwei Kinder sich den Bauch der Mutter teilen. Vielmehr bedeutet es vor allem für die Kinder ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt, denn die Gebärmutter muss der doppelten Belastung standhalten. Auch die Mutter wird von den Schwangerschaftssymptomen bei einer Zwillingsschwangerschaft doppelt getroffen. Zudem besteht eine erhöhte Gefahr von Hypertonie, Krampfadern und Atemnot. Die Gewichtszunahme während einer Zwillingsschwangerschaft unterscheidet sich ebenfalls von der einer 30 www.schwangerschaft24.com normalen Schwangerschaft. Das Ende der Zwillingsschwangerschaft - Die Geburt Rückt der Entbindungstermin näher, erhöht sich in der Zwillingsschwangerschaft das Risiko, dass die Kinder früher das Licht der Welt erblicken. Doch meist werden Zwillinge per Kaiserschnitt geboren, da die Geburtslage der Babys im Bauch meist eine spontane Geburt verhindert. Auch ein falsch angewachsener Mutterkuchen in der Zwillingsschwangerschaft kann Grund für einen vorzeitigen Kaiserschnitt sein, denn dieser kann den Ausgang aus der Gebärmutter verschließen. Wichtig ist hier zum Wohle der Kinder zu entscheiden. Das Leben nach der Schwangerschaft Sind die Kinder wohl behalten in ihrem neuen zuhause angekommen, beginnt für die Eltern der Alltag mit den Zwillingen. Dies heißt nicht nur die doppelte Menge Windeln, Fläschchen und Sauger, sondern erfordert vor allem ein gutes Management, um den Babys auch gerecht zu werden. Wichtig ist auch, alle angebotene Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit den Kindern nach der Schwangerschaft einen Rhythmus in den Alltag zu bekommen. Besonders die Hebamme kann in dieser Zeit viele Ratschläge geben und steht als Ansprechpartner zur Seite. 1.1.20 Übelkeit in der Schwangerschaft Der Beginn einer Schwangerschaft geht meist mit typischen Schwangerschaftssymptomen einher, die von Mutter zu Mutter unterschiedlich sind. Neben anfänglichem Ziehen in der Brust sowie Dauermüdigkeit und Kopfschmerzen tritt vor allem Übelkeit auf, die den Schwangeren besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel zu schaffen macht. Gründe für die Schwangerschaftsübelkeit Die Gründe für das Auftreten der Übelkeit liegen meist darin, dass der Geruchssinn von Schwangeren stärker ausgeprägt ist, als vor der Schwangerschaft. Bereits kleinste Geruchsveränderungen können die Beschwerden verursachen. Auch der hohe Anteil des Schwangerschaftshormones HCG im Blut ruft während der Schwangerschaft bei acht von zehn Schwangeren starke Übelkeit und oftmals sogar Erbrechen hervor. 31 www.schwangerschaft24.com Zwar gibt es spezielle Medikamente, die eine Besserung bewirken können, doch sollte grundsätzlich abgewogen werden, ob die Einnahme in einem vertretbaren Verhältnis zum Kindswohl steht. Was bei Übelkeit hilft - Tipps von der Hebamme Die auftretende Übelkeit in der Schwangerschaft wird von vielen Müttern als eine Einschränkung im Alltag empfunden, da diese nicht nur, wie oft angenommen, nur nach dem Aufstehen auftritt, sondern den ganzen Tag anhalten kann. Hebammen raten bei übermäßiger Übelkeit in der Schwangerschaft dazu, es erst einmal mit dem schluckweisen Trinken von Milch zu versuchen. Die darin enthaltenen Stoffe beruhigen den Magen meist schnell. Auch Mandeln können helfen, wenn diese langsam zerkaut werden, wobei meist eine ausreichend ist. Alternativ gibt es eine Auswahl von Globuli, die eingenommen werden können. Meist nur im ersten Drittel Die Übelkeit während der Schwangerschaft tritt meist nur im ersten Drittel auf und wird nach der zwölften Schwangerschaftswoche bessern. Dies rührt daher, dass zwischen der zwölften und 14 Woche die Plazenta die Versorgung des Kindes übernimmt und dadurch auch die Ausschüttung der Hormone verringert wird. Allerdings tritt diese meist erneut im letzten Schwangerschaftsdrittel auf, da das Kind durch seine erreichte Größe den Magen nach oben drückt und dieser so erneut gereizt wird. Meist wird dieses Schwangerschaftsleiden von Sodbrennen begleitet, was landläufig auch auf Kinder mit besonders langen und dunklen Haaren hindeuten soll. Wenn keine Besserung in Sicht ist In wenigen Fällen kann die Übelkeit in der Schwangerschaft so starke Formen annehmen, dass die Mütter weder Flüssigkeit noch Nahrung zu sich nehmen können oder diese sofort wieder erbrechen. In einem solchen Fall muss umgehend der Arzt aufgesucht werden, der meist die Einweisung ins Krankenhaus veranlasst. Besonders, da Mutter und Kind durch einen solchen Mangel in der Schwangerschaft nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, ist schnelles Handeln gefragt. Übelkeit und Psyche Zwar schadet eine normale Form der Morgenübelkeit dem Kind in keinster Weise, doch kann gerade bei längeren Beschwerden auch die Psyche ins Spiel kommen. Da meist gegenüber den Schwangeren ein deutliches Unverständnis für die Situation geäußert wird, können bei den ohnehin schon empfindlichen Müttern schnell Depressionen auftreten, die noch in der Schwangerschaft behandelt werden müssen. 32 www.schwangerschaft24.com 1.1.21 Schwangerschaftsanzeichen Für Frauen, die sich zusammen mit ihrem Partner ein Kind wünschen ist nichts aufregender und gleichzeitig nervenaufreibender, als das Warten auf die Monatsblutung. Bleibt diese aus, wird oftmals der herbeigesehnte Schwangerschaftstest zuhause gemacht. Ist dieser Positiv, kann davon ausgegangen werden, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Allerdings gibt es bereits vor dem Ausbleiben der Regel Schwangerschaftsanzeichen, doch nicht jede Frau weiß diese auch zu deuten. Wann treten die ersten Schwangerschaftsanzeichen auf? Während bei einigen Frauen scheinbar keinerlei Anzeichen für eine Schwangerschaft vorliegen, bemerken andere bereits wenige Tage nach der Einnistung eine Veränderung des Körpers. Sehr früh auftretende Schwangerschaftsanzeichen sind neben starker Müdigkeit auch Ausfluss und die typische Übelkeit. Doch selbst dies wird oftmals als kleine Erkältung oder Unwohlsein abgetan, sodass erst mit dem Ausbleiben der Monatsblutung die bestehende Schwangerschaft bemerkt wird. Dabei ist dieses Schwangerschaftsanzeichen keine Garantie, dass die Frau nicht bereits doch schwanger ist. Ausbleibende Monatsblutung - Sicheres Schwangerschaftsanzeichen? Als das sicherste Schwangerschaftsanzeichen wird die ausbleibende Regel betrachtet. Doch selbst diese scheinbar sichere Nachweismöglichkeit birgt seine Tücken. So kann gerade bei einem unregelmäßigen Zyklus auch eine längere Pause zwischen den eintretenden Regelblutungen vorkommen oder diese auf Grund des Gewichts ausbleiben. Auch andere hormonelle Störungen können die Monatsblutung beeinflussen. Wirkliche Gewissheit, ob die Schwangerschaftsanzeichen auch als solche gedeutet werden dürfen, bringt nur ein Schwangerschaftstest, der in der Apotheke oder auch in einer Drogerie beschafft werden kann. Zuhause wird dieser dann in den Urin gehalten und das Ergebnis kann innerhalb weniger Minuten abgelesen werden. Der Schwangerschaftstest - Ab wann herrscht Gewissheit? Selbst wenn alle Schwangerschaftsanzeichen auf eine bestehende Schwangerschaft hinweisen, kann erst ein Schwangerschaftstest die absolute Gewissheit bringen. Sehr gute Tests können bereits ab dem ersten Tag der Periode das Schwangerschaftshormon nachweisen, 33 www.schwangerschaft24.com wobei selbst ein negativer Test zu diesem Zeitpunkt noch keine wirkliche Aussagekraft hat. Da oftmals die Hormonmenge im Urin noch nicht hoch genug ist, können Heimtests falsche Ergebnisse liefern. Aufschluss kann letztlich nur der Test bei einem Frauenarzt bringen, der neben dem Urin auch anhand eines Bluttests die positive Nachricht bestätigen kann. Sichtbare Schwangerschaftsanzeichen - Wann kann die Familie informiert werden? Nach wenigen Wochen wird bei den meisten Frauen die Schwangerschaft auch äußerlich sichtbar. Da der Bauch wächst, kann die Wölbung als eindeutiges Schwangerschaftszeichen irgendwann nicht mehr versteckt und geheim gehalten werden. Doch viele Frauen können die Freude über das Mutterwerden nicht lange für sich behalten und möchten es zumindest in der Familie bekannt geben. Allerdings sollte auch bedacht werden, dass ein Abgang bis zur zwölften Woche sehr schnell passieren kann. Danach sinkt das Risiko auf ein Minimum. Zumindest diese Zeit sollten die werdenden Eltern verstreichen lassen, bevor sie Familie, Freunde und Bekannte von dem bevorstehenden Ereignis berichten. 1.1.22 Abstillen Eine gesunde Ernährung ist für das Kind nach der Geburt für die weitere Entwicklung von großer Wichtigkeit. Muttermilch ist meist die beste Wahl, wenn es um die optimale Ernährung des Säuglings geht. Doch nicht immer kann oder will die Mutter dem Kind die Brust anbieten und entscheidet sich zum Abstillen. Dabei hat sie unterschiedliche Möglichkeiten, den Milchfluss zu verringern und kann auch durch die Hebamme sowie den behandelnden Arzt Unterstützung bekommen. Gründe für das Abstillen Die Gründe für das Abstillen sind so vielfältig wie die Frauen selbst. Möchte die eine einfach ihren Körper wieder haben, so kann es bei der anderen auch aus beruflichen oder privaten Gründen nach der Geburt zu dieser Entscheidung kommen. Ein weiterer Grund nach der Geburt kann eine auftretende Krankheit sein, die das weitere Stillen zum Risiko für den Säugling macht. Im Idealfall wird abgestillt, wenn Mutter und Kind durch gegenseitige Signale ihr Einverständnis dazu geben. Ist dies für die Mutter in Ordnung, bereitet der Umstieg auf die Flasche oder auch andere Beikost 34 www.schwangerschaft24.com keine Probleme. Zum Abstillen hat die Mutter mehrere Möglichkeiten, um die Milch versiegen zu lassen. Tabletten für den Milchstopp Nach der Entbindung wird die Mutter bereits im Kreissaal gefragt, ob sie ihr Kind an die Brust anlegen oder abstillen möchte. Letzteres wird in den Krankenhäusern mit der Gabe von Tabletten durchgeführt. Diese verhindern den Milcheinschuss, der beim ersten Anlegen angeregt wird. Allerdings können durch die Tabletten auch psychische Probleme auftreten, weshalb die Wöchnerin gerade in den Wochen nach der Geburt besonders gut betreut werden sollte. Zusätzlich zu den Tabletten darf nur wenig Flüssigkeit zu sich genommen werden. Hebammen raten zunehmend vom Abstillen auf diese Weise ab, da sie den Körper der Mutter stark belastet. Natürlich Abstillen Wenn die Mutter nicht stillen möchte, kann sie auch einen sanfteren Weg wählen, um ihren eigenen Körper zu schonen. Auch in diesem Fall wird das Kind erst gar nicht an die Brust angelegt, aber es werden keine Medikamente verabreicht. Durch Tees wie Pfefferminze oder auch Salbei wird der Milchfluss auf natürliche Weise verhindert. Das Abstillen auf diese Weise kann dennoch dazu führen, dass die Milch in die Brust einschießt. Die Menge ist in der Regel allerdings so gering, dass sie nicht weiter stört. Das Ausstreifen sollte allerdings unterlassen werden, da diese Bewegungen den Milchfluss wieder anregen können. Wenn der Milchfluss nicht versiegt Nach der Geburt kann es manchmal auf vorkommen, dass die frisch gebackene Mutter nicht genug Milch produziert und der Milchfluss ohne Abstillen vollkommen versiegt. Dies kann unterschiedlichste Ursachen haben, die jedoch abgeklärt werden müssen. Dennoch muss dies nicht bedeuten, dass die Mutter generell nicht stillen kann. Liegt es am Stress, so kann selbst nach einigen Wochen ein erneuter Stillversuch gestartet werden, der meist auch glückt. 35 www.schwangerschaft24.com 1.1.23 Erkältung in der Schwangerschaft Schwangerschaft ist ein besonders freudiger Zustand, doch schützt dieser auch nicht vor Viren und Bakterien. Schnell haben die werdenden Mütter Schnupfen und Husten. Diese eigentlich harmlosen Beschwerden machen den Frauen besonders in dieser Zeit jedoch stark zu schaffen. Schwangere haben auf Grund der körperlichen Umstellung und zum Schutz des Ungeborenen ohnehin ein geschwächtes Immunsystem. Daher sind sie besonders anfällig für Krankheiten wie Erkältung und andere Infekte. Erkältung - Wie gefährlich ist sie für das Ungeborene wirklich? Grundsätzlich schadet eine Erkältung in der Schwangerschaft dem Ungeborenen nicht, strapaziert jedoch den Kreislauf der werdenden Mutter. Die Genesung dauert in der Schwangerschaft jedoch länger, da die Abwehrkräfte nur verringert arbeiten. Der Gang zum Arzt sollte jedoch erfolgen, wenn sich zu den allgemeinen Symptomen wie Husten, Schnupfen und Mattigkeit noch Fieber hinzugesellt. Dies ist ein Anzeichen einer ernsteren Erkrankung und sollte von der Schwangeren nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da das Fieber auch andere Ursachen als die Erkältung haben kann. Um dies abzuklären ist der Gang in die Praxis unerlässlich. Grippaler Infekt oder harmlose Erkältung? Nicht jede Erkältung in der Schwangerschaft ist so harmlos, wie sie beginnt. Meist sind es nur der besagte Schnupfen samt leichtem Husten und der ohnehin meist vorhandenen Müdigkeit. Handelt es sich jedoch um einen grippalen Infekt, zu dem Fieber, Halsschmerzen und starke Schmerzen in den Gliedern auftreten, so ist unter Umständen die Gabe von Medikamenten erforderlich, um den Krankheitsverlauf schnell verkürzen sowie die Beschwerden zu lindern. Allerdings sind in der Schwangerschaft nicht alle Medikamente geeignet, weshalb erst nach Rücksprache mit dem Arzt die passende Medizin eingenommen werden sollte. 36 www.schwangerschaft24.com Es gibt jedoch auch pflanzliche und alternative Wirkstoffe, die über die Hebammen in Erfahrung gebracht werden können. Das Immunsystem mit natürlichen Mitteln stärken Bereits zu Großmutters Zeiten haben sich Hausmittelchen gegen Erkältungen bestens bewährt. So kann Kochsalzlösung bei Schnupfen mit einer Pipette in die Nase geträufelt werden. Diese Lösung ist auch zum Inhalieren geeignet und kann mit unterschiedlichen ätherischen Ölen kombiniert werden. Auch die altbewährte heiße Zitrone hilft in der Schwangerschaft gegen Erkältungssymptome. Selbstgemachter Zwiebelsirup kann als Hustenmittel eingesetzt werden, Kartoffelwickel lösen den Schleim aus den Bronchen. Alle Zutaten sind im eignen Haushalt vorzufinden und können schnell gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft zubereitet werden. Einer Erkältung richtig vorbeugen in der Schwangerschaft Da die Immunabwehr der Schwangeren nicht in gewohnter Weise arbeitet, macht es Sinn, gegen eine Erkältung vorzubeugen. Neben ausreichend Bewegung gehört auch eine gesunde Ernährung dazu. Viel frische Luft ist ebenfalls gut, um die Abwehr wieder zu stärken. Zusätzlich kann Echinacea in Form von Globuli oder auch Tabletten und Säften eingenommen werden. Diese Heilpflanze regt auf natürliche Weise die Immunkräfte an und kann auch während der Schwangerschaft nach Rücksprache mit der Hebamme eingenommen werden. 1.1.24 Anzeichen einer Geburt Im letzten Drittel der Schwangerschaft beginnt das Warten auf den neuen Erdenbürger und die werdenden Mütter können es oftmals kaum mehr erwarten, bis die lange Wertezeit nun endlich ein Ende hat. Dabei kann es gerade bei der ersten Geburt durch die Aufregung dazu kommen, dass Anzeichen falsch interprätiert werden und ins Krankenhaus gefahren wird. Dabei treten in der Schwangerschaft die ersten Anzeichen für eine Geburt bereits einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin auf, lassen jedoch ein Ende absehen. Die Anzeichen der Geburt in den letzten Wochen Um die 38. Schwangerschaftswoche, manchmal auch früher, treten bei den meisten Schwangeren typische Anzeichen auf, die auf eine baldige Geburt hindeuten. Typisch sind die sogenannten Senkwehen, die sich durch verstärktes Ziehen im Unterbauch, welches bis in die Füße und den Rücken ausstrahlt, bemerkbar 37 www.schwangerschaft24.com macht. Auch verstärkt auftretende Müdigkeit ist ein Anzeichen der bevorstehenden Niederkunft. Da der Körper so die notwendigen Kräfte sammelt, sollte die Mutter sich nun ganz auf sich konzentrieren und sich die notwendige Ruhe gönnen. Auch der Nestbautrieb setzt bei vielen Müttern ein und diese beginnen, den Haushalt auf Vordermann zu bringen, das Kinderzimmer vollkommen neu zu gestalten und sehr unruhig wirken. Dies sollte jedoch nicht übertrieben werden, da diese Anzeichen zwar für eine bevorstehende Geburt sind, gleichzeitig aber auch ein Warnsignal für die Mutter, ihre Kräfte zu dosieren und zu sammeln. Kurzfristige Vorboten - Nun naht die Geburt Neben den Anzeichen, die bereits einige Wochen vorher auftreten, gibt es auch Symptome, die erst unmittelbar vor der Geburt auftreten. Der Abgang des Schleimpfropfes als typisches Anzeichen, auch Zeichnen genannt, passiert meist einen Tag vor der eigentlichen Entbindung, kann sich jedoch auch erst am gleichen Tag lösen. Die Schwangeren merken dies durch einen zähen Schleimklumpen, der beim Gang auf die Toilette im Slip ist oder auch in das WC fällt. Auch ein nasser Schleimfleck deutet auf ein Zeichnen hin. Die Schleimmenge, die dabei abgeht, variiert jedoch von Frau zu Frau. Danach lassen die Geburtswehen nicht mehr lange auf sich warten. Wann in die Klinik? Viele Anzeichen deuten auf die Geburt hin, meist vergeht jedoch noch einige Zeit, bis die Wehen einsetzen. Erst wenn diese sich deutlich bemerkbar machen und regelmäßig im Abstand von etwa 15 Minuten auftreten, ist der Gang in die Klinik erforderlich. Ein Blasensprung ist ebenfalls ein Grund, sich mit der Klinik in Verbindung zu setzen, denn wenn die Wehentätigkeit nicht einsetzt, kann eine Einleitung notwendig werden. Wichtig ist, dass zu diesem Zeitpunkt bereits alles griffbereit parat steht, denn in der Aufregung werden meist die wichtigsten Sachen vergessen. Im Krankenhaus werden die Eltern zur Geburt in den Kreissaal gebracht und alle noch notwendigen Formalitäten werden dort geklärt. Billderquelle: siehe http://www.schwangerschaft24.com/impressum 38 www.schwangerschaft24.com