Tätigkeitsbericht 2004 - DONUM VITAE Memmingen

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Tätigkeitsbericht 2015
Staatlich anerkannte Beratungsstelle
für Schwangerschaftsfragen
Beratungsinitiative Schwaben
Hintere Gerbergasse 13
87700 Memmingen
Inhaltsverzeichnis
Seite
Einrichtung und Organisation
4
1.
Ziele der Beratungstätigkeit
6
2.
Zusammenfassung zur Beratungstätigkeit, Erfahrungen und Trends
7
3.
Schwangerschaftskonfliktberatung
10
4.
Aktivitäten im Bereich der nachgehenden Betreuung
13
5.
Aktivitäten im Bereich der Kinderwunschberatung und Präimplantationsdiagnostik
sowie im Bereich der Pränataldiagnostik und Beratung bei zu erwartender
Behinderung des Kindes
15
6.
Aktivitäten im Bereich der Prävention (Einzelberatung u. Gruppenarbeit)
18
7.
Öffentlichkeitsarbeit
19
8.
Qualitätssicherung
22
9.
Fortbildung und Supervision der Mitarbeiterinnen
23
10.
Zusammenarbeit mit anderen Stellen, Teilnahme an Arbeitskreisen
24
Anlagen:
Umfang der Beratungstätigkeit (Statistik)
Pressespiegel
-3-
Vorwort der Bevollmächtigten
Schwangerenberatung in bewegten Zeiten
In den letzten Jahren sind neue Arbeitsschwerpunkte entstanden, Aufgaben haben sich verändert, die Anforderungen sind
gestiegen. Beratung bei PND und PID, bei unerfülltem Kinderwunsch und zur vertraulichen Geburt, der Umgang mit
Flüchtenden und Asylbewerbern sowie den Arbeitsmigranten von innerhalb und außerhalb der EU – all dies sind
Herausforderungen für die Schwangerenberatung, die es zu meistern gilt.
Unser erfahrenes Team reagiert darauf mit gleichbleibend hoher Motivation, großem Engagement, Flexibilität und der
Bereitschaft, sich stetig fortzubilden. An dieser Stelle wollen wir deshalb allen Mitarbeiterinnen aus Beratung und
Verwaltung einmal unseren herzlichen Dank aussprechen für die geleistete Arbeit.
Ein besonderer Dank geht an die Zuschussgeber, den Freistaat Bayern, die Stadt Memmingen und den Landkreis
Unterallgäu sowie an alle Gemeinden, die uns mit einem freiwilligen Beitrag unterstützen.
Die großzügige Finanzierung durch den Freistaat Bayern verdient besondere Würdigung. Die staatliche und kommunale
Förderung beträgt 95 % und ist somit höher als in anderen Bundesländern. Das plurale Angebot der Schwangerenberatung
vor Ort ist dadurch sichergestellt.
Memmingen, im März 2016
Karl Pagany
Dr. Ingrid Fickler
-4-
Träger:
DONUM VITAE in Bayern e.V.,
Vereinigung zum Schutz des menschlichen Lebens
Landesverband
Luisenstr. 27, 80333 München
1. Vorsitzende: Maria Eichhorn
stv. Vorsitzende: Prof. Dr. Sabine Demel, Gudrun Zollner, MdB
weitere Vorstandsmitglieder: Josef Marquard, Prof. Dr. Hanspeter Heinz, Gabriele Koller, Peter Pollety
Bevollmächtigte des Landesverbandes für die Beratungsstelle Memmingen: Dr. Ingrid Fickler, Karl Pagany
Die Beratungsstelle Memmingen:
DONUM VITAE e.V.
Staatlich anerkannte Beratungsstelle
für Schwangerschaftsfragen
Beratungsinitiative Schwaben
Hintere Gerbergasse 13
87700 Memmingen
Telefon:
Telefax:
08331/982266, 982267
08331/982268
E-Mail:
[email protected]
Internet:
www.memmingen.donum-vitae-bayern.de
Spendenkonto: 10003630 Sparkasse Memmingen, BLZ 73150000
IBAN: DE68 7315 0000 0010 0036 30 BIC: BYLADEM1MLM
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag
Dienstag
Freitag
9.00 – 12.00 Uhr
14.00 – 18.00 Uhr
13.00 – 15.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Außensprechtag:
87719 Mindelheim
Steinstr. 20
Freitag
9.30 - 12.30 Uhr
nach vorheriger telefonischer Vereinbarung
-5-
Das Team der Beratungsstelle:
Barbara
Zettler
Ulrike
Binder
Stephanie
Weißfloch
Leiterin
Beraterin
Beraterin
Patrick
Walter
Bereich Prävention
Christine
Schatz
Verwaltung
Christa
Schimon
Verwaltung
Leiterin der Beratungsstelle:
(36 Wochenstunden)
Barbara Zettler, Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
Schwerpunkt: psychosoziale Beratung bei
pränataler Diagnostik
Beratungsfachkraft:
(24 Wochenstunden)
Ulrike Binder, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), stellv. Leiterin
Schwerpunkte: Sexualpädagogik, Beratung zur vertraulichen Geburt
Beratungsfachkraft:
(21 Wochenstunden bis 11/2015)
(24 Wochenstunden ab 11/2015)
Stephanie Weißfloch, Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
Schwerpunkt: Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch;
Qualitätsbeauftragte; Außensprechtag Mindelheim
Honorarkraft für den
Bereich Prävention:
(120 Std./Jahr)
Patrick Walter, Dipl.-Sozialpädagoge (FH)
1. Halbjahr 2015
Verwaltungsfachkraft:
(26 Wochenstunden)
Christine Schatz
Verwaltungsfachkraft:
(36 Wochenstunden)
Christa Schimon
Unserem Team stehen
fachlich zur Seite:
Dr. Barbara Fakler, Gynäkologin
Sabine Bullrich, Ärztin für Psychotherapie
Dr. Michael Wamsler, Pränataldiagnostiker
Silke Röser, Fachanwältin für Familienrecht
Irmingard Huber-Stempfel, Fachanwältin für Sozial- u. Sozialvertragsrecht
Andrea Schengber, Hebamme
Martin Uhl, Pfarrer und Psychotherapeut
Jutta Dietrich, Supervisorin DGSV
-6-
1. Ziele der Beratungstätigkeit
- sind u.a. in den gesetzlichen Grundlagen festgelegt:
Gesetzliche Grundlagen
● §§ 218/219 Strafgesetzbuch (StGB)
● Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz (SFHÄndG) v. 21.08.95
● Bayerisches Schwangerenberatungsgesetz
(BaySchwBerG) v. 09.08.96
Das bayerische Schwangerenberatungsgesetz beinhaltet, dass allgemeine Schwangerenberatung und Konfliktberatung
nicht zu trennen sind. Um Frauen in Notlagen tatsächlich zu erreichen, bedarf es einer breiten Angebotspalette, wie sie
die staatlich anerkannten Beratungsstellen anbieten.
Trägerinterne Ziele sind u.a. festgehalten:
● in der Vereinssatzung
● im Beratungskonzept von Donum Vitae e.V.
● im Leitbild von DONUM VITAE in Bayern e.V.
● im Präventionskonzept
● in den Stellenbeschreibungen
● in den Dienstvorschriften
● im externen Qualitätshandbuch
● durch das Qualitätssiegel „Werte im Focus“
Zertifiziert bis
2017
vis à vis
Qualitätssiegel
LEITBILD
DONUM VITAE - Geschenk des Lebens - steht für eine achtsame und mutige Annahme des Lebens in der
Hoffnung, dass jedes Leben gelingt.
DONUM VITAE ist ein junger, bürgerlich-rechtlicher Verein, der sich auf der Grundlage des christlichen
Menschenbildes für den Schutz des ungeborenen Lebens und die Würde von Frau, Mann und Kind einsetzt.
In unseren Beratungsstellen informieren, beraten und begleiten wir in Fragen der Sexualität, Schwangerschaft,
Elternzeit und im Schwangerschaftskonflikt. Diese Aufgaben erfüllen wir im gesetzlichen Auftrag.
In Politik, Gesellschaft und Kirche wirken wir aus christlicher Verantwortung als Anwälte für das Leben mit, ein
kindgerechtes und familienfreundliches Umfeld zu gestalten.
DONUM VITAE will ein stabiles Netzwerk knüpfen, in dem viele Menschen sich für das „Geschenk des Lebens“
einsetzen und mithelfen, unsere Anliegen weiter zu tragen.
2. Zusammenfassung zur Beratungstätigkeit, Erfahrungen und Trends;
Zusammenfassung zu den angebotenen Hilfen und deren Wirksamkeit
-7-
Zahlen in Kürze
Wie bereits Vorjahr verzeichnen wir auch 2015 eine Zunahme bei den Erstkontakten, im Berichtsjahr um ca. 14%;
Konfliktberatungen stiegen um 8 %. In der allgemeinen Schwangerenberatung gab es einen Anstieg um mehr als 17 %,
die nachgehende Beratung nahm um ca.11% ab. Die Anzahl der mitberatenen Männer hat um 16 % zugenommen. Um
25% erhöhte sich die Anzahl der mitberatenen Personen, was sicherlich mit der Zunahme der Migranten in der Beratung
zu tun hat.
Somit stellen wir im Berichtsjahr insgesamt eine Zunahme der Beratungszahlen fest.
„Landesstiftung Hilfe für Mutter und Kind“
Im Jahr 2015 konnten wir 73.387,-- € an unsere Klientinnen weiterreichen, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg
um rund 15 %.. Die Gesamtzahl der Anträge ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 % gestiegen; bei den Erstanträgen
um rd. 15 %, jedoch ergab sich bei den Zusatzgesuchen wiederum ein Minus von rund 30 %. Für diese Schwankungen
haben wir keine stichhaltige Erklärung.
Die Umstellung auf das Online-Antragsverfahren bedeutete eine echte Herausforderung für Verwaltung und
Beraterinnen. Die ersten Anträge im web-push-portal waren äußerst zeitaufwendig und häufig frustrierend, da es
keinerlei Fehlertoleranz gab. Die oft monatelangen Bearbeitungszeiten bedeuten für die Klientinnen, dass sie das Geld
erst nach Geburt ausbezahlt bekommen, sie sozusagen in Vorleistung gehen müssen. Für viele ist dies ein Problem.
Vertrösten und um Verständnis werben für die lange Bearbeitungszeit gehört zu unserem Alltag.
Wir begrüßen es sehr, dass sich mit der Bildung eines „Praktikergremiums“ erste Korrekturen und deutliche
Verbesserungen erzielen ließen. Auch die Personalaufstockung macht sich positiv bemerkbar. Rückblickend kann
festgestellt werden, dass sich eine frühzeitige Einbindung der Anwender vor Ort lohnt und Schulungen dann effektiv
sind, wenn die TeilnehmerInnen über einen eigenen Übungs-PC verfügen.
Mit gezielter Unterstützung in einer kritischen Übergangsphase, wie sie die Entscheidung für ein Kind darstellt, können
wir Frauen und Familien besonders gut auffangen. Die Mittel der Landesstiftung sind deshalb ein Instrument einer
präventiven Familienpolitik und ein Türöffner für eine weitergehende psychosoziale Beratung.
Eigenmittel des Trägers und sonstige Hilfsfonds
2015 konnten wir mehr als 11.100,-- € aus Trägermitteln und anderen Hilfsfonds an finanzschwache Klientinnen
weitergeben. Die „Aktion für das Leben“ und die „Kinderbrücke Allgäu“ helfen oft in schwierigen Situationen schnell und
unbürokratisch.
Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“
94 gestellte Anträge (76 Erstanträge und 18 Zusatzgesuche)
Vermittelte Hilfen Landesstiftung
Eigenmittel des Trägers:
sonstige Hilfsfonds
€ 73.387,00
€ 5.281,24
€ 5.895,49
Vermittelte Hilfen insgesamt
€ 84.563,73
Vertrauliche Geburt
In Memmingen und im angrenzenden Landkreis Unterallgäu wird die vertrauliche Geburt von unserer Beratungsstelle
und den Gesundheitsämtern Memmingen und Unterallgäu angeboten. Seit Einführung des Gesetzes fanden
Koordinierungstreffen mit den Kliniken, Jugendämtern, Adoptionsvermittlungsstellen, Standesämtern und dem
Familiengericht statt. Zuletzt fand im Herbst 2015 ein Gespräch mit dem Oberarzt der Gynäkologie und Hebammen ein
Koordinierungsgespräch zur vertraulichen Geburt statt.
Eine vertrauliche Geburt war in unserem Einzugsgebiet bisher nicht zu verzeichnen. Eine der nächsten Aufgaben wird
es sein, gemeinsam mit allen beteiligten Institutionen für die anonyme Beratung zu werben. Damit sollen Frauen in
besonderen Krisensituationen auf das Beratungs- und Hilfeangebot der Schwangerenberatungsstellen hingewiesen
werden.
-8Probleme/Trends
Kostenlose Verhütungsmittel für ALG II-Bezieherinnen und andere Bedürftige
2015 haben wir erreicht, dass von beiden Kommunen im Einzugsgebiet finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden.
Seither unterstützen wir bedürftige Klientinnen (bedürftig im Sinne der Landesstiftung) durch die Bezuschussung von
Langzeitverhütungsmitteln. Den Kommunen danken wir an dieser Stelle im Namen unserer Klientinnen.
Zusammenarbeit mit Behörden
Generell ist es eine Unsitte von Behörden, dass Broschüren und Anträge nur noch online zum Download erhältlich sind.
Dabei wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass alle Haushalte über einen Drucker verfügen. Aufgabe einer
Schwangerenberatungsstelle kann es nicht sein, im großen Stil Vordrucke und Anträge für die Klienten bereitzustellen.
Schwierig ist nach wie vor die Kommunikation mit der Kindergeldkasse. Unterlagen gehen verloren, die Sachbearbeiter
sind telefonisch nicht erreichbar, nur nach vorheriger Rückrufvereinbarung per E-Mail oder Fax. Dazu muss bemerkt
werden, dass viele unserer Klienten damit überfordert sind.
Einführung des neuen Elterngeld-/Elternzeit- Gesetzes zum 1.7.2015
Wenige und unzureichende Vorabinformationen haben auch diese Gesetzesänderung begleitet. Ein deutlich erhöhter
Beratungsbedarf, was sowohl die Anzahl der Beratungen als auch die Dauer betrifft, ist entstanden. Gegenüber dem
Vorjahr verzeichnen wir einen Zuwachs von mehr als 17% bei Beratung zu Rechtsgebieten. Das neue Gesetz trat
wohlgemerkt erst im 2.Halbjahr in Kraft.
Die immer komplexer werdenden Inhalte sind für viele Eltern unverständlich und bedürfen genauer Erklärung. Am Ende
stellt sich meist heraus, dass die Eltern eher das klassische Basiselterngeld wählen und die anderen Varianten ihrer
Familienvorstellung wenig entsprechen.
Telefon- und Mailanfragen auf diesem Gebiet nehmen zu – häufig wird daraus wegen der Komplexität des Themas ein
persönlicher Beratungstermin.
Die Zusammenarbeit mit dem ZBFS klappt sehr gut. In schwierigen Fallkonstellationen werden Nachfragen per E-Mail
zuverlässig beantwortet
Die Abschaffung des Bundesbetreuungsgeldes und die geplante Einführung eines Bayerischen Betreuungsgeldes
haben das Klientel erwartungsgemäß verunsichert. Wir mussten viele Anfragen diesbezüglich beantworten und hoffen
auf eine zügige Umsetzung der Pläne.
Frühe Hilfen
Alleinerziehenden-Arbeit
Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und der Caritas bieten wir eine Alleinerziehenden-Gruppe an, die sich
mittlerweile zweimal im Monat unter fachlicher Leitung trifft. Die Arbeit wird von den Kommunen auch finanziell
unterstützt. Darüber hinaus sind die Schwerpunkte unserer Beratung in erster Linie die Existenzsicherung der Mutter
nach Geburt und Fragen rund um das Namensrecht, das Sorge- und Umgangsrecht sowie zum Kindesunterhalt.
Mütter-Café
Diese Gruppe fand 2015 rund 50 mal statt. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot der Familienbildung und richtet sich
explizit an Mütter (und Väter) mit Kindern unter einem Jahr.
Wir nehmen regelmäßig an den Netzwerktreffen der KoKi’s teil und arbeiten im Einzelfall sehr gut zusammen. DONUM
VITAE unterzeichnet keine Kooperationsvereinbarungen mit den Jugendämtern, legt aber auf die Zusammenarbeit vor
Ort größten Wert.
Das „Familienpaten“-Projekt gibt es weiterhin flächendeckend im gesamten Einzugsgebiet unserer Beratungsstelle.
Bei Bedarf verweisen wir auf dieses Angebot. Das Auseinanderbrechen der familiären Strukturen – die Großeltern sind
leider kaum mehr greifbar – erhöht die Nachfrage. Besonders Mehrlingseltern sind für dieses Angebot dankbar. Wichtig
ist uns dabei, auf die Grenzen ehrenamtlichen Engagements hinzuweisen. Ehrenamtliche sollen und können Fachkräfte
nicht ersetzen, nur ergänzen.
Die Struktur des Angebots Familienhebamme wurde weiter ausgebaut. Hebammen für diese Aufgabe zu gewinnen
gestaltet sich schwierig; auch die Erweiterung auf die Profession der Kinderkrankenschwester bringt nicht den
erwünschten Zulauf.
Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Hebammenbetreuung nach Geburt. Es deutet sich bereits jetzt auf Grund
der steigenden Geburtenzahlen ein Mangel an Hebammen an. Wir raten den Schwangeren, sich bereits nach der 12.
Woche zur Geburtsvorbereitung anzumelden und sich so einen Platz zu sichern.
-9Viele KlientInnen wenden sich an uns mit arbeitsrechtlichen- und sozialrechtlichen Fragestellungen. Diese betreffen
die befristeten Arbeitsverhältnisse und die Ansprüche auf Arbeitslosengeld während der Schwangerschaft. Die
Schnittstelle der Anspruchsvoraussetzungen zwischen Arbeitslosengeld I und Mutterschaftsgeld (Krankengeld) ist
kritisch. Vermehrt muss dazu anwaltschaftliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Wir haben aus diesem Grund das
Fachteam um eine Anwältin für Sozialrecht erweitert.
Asylbewerberinnen
Im Einzugsgebiet unserer Beratungsstelle leben mittlerweile rund 1500 AsylbewerberInnen. Waren es 2014 vorwiegend
Männer, sind im Berichtsjahr viele Familien, alleinstehende Frauen mit Kindern und Schwangere angekommen. Die
Behörden tun das ihnen Mögliche, um die Lebensumstände human zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit der Caritas,
dem AK Asyl und vielen verschiedenen ehrenamtlichen Helfern hat sich gut entwickelt. Die dezentrale Unterbringung hat
sich bewährt – auch auf dem Land sind überall Helferkreise entstanden, die die Flüchtlinge unterstützen.
Sprachbarrieren machen die Beratung häufig schwer. Bereits bei der Terminvergabe bitten wir um die Begleitung eines
Dolmetschers; klappt dies nicht, greifen wir auf den Sprachmittlerdienst des AK Asyl zurück. Bei Konfliktberatungen wäre
es oft wünschenswert, einen unabhängigen Dolmetscher zur Verfügung zu haben. Dies ist häufig aus zeitlichen Gründen
nicht möglich.
Gezielte Fortbildung für Beraterinnen und Verwaltungskräfte in Bezug auf die englische Sprache und auf interkulturelle
Kompetenz sind dringend notwendig.
Zuwanderer aus EU- und Nicht-EU-Ländern
Im Berichtsjahr verzeichnen wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 3% bei Klienten aus EU-Ländern, bei den
Nicht-EU-Bürgern von 1%.
Die Menschen kommen hierher, weil sie auf Arbeit und ein einigermaßen gesichertes Leben hoffen. Sie bekommen
jedoch in den allermeisten Fällen die schlechtbezahlten oder saisonalen Arbeitsplätze, die zeitlich befristet sind und
werden dann schnell wieder gekündigt. Die erhoffte Sicherheit, die vor allem für schwangere Frauen und Familien mit
Kindern wichtig ist, erfüllt sich nicht. Die Beratungen sind zeitintensiv, da das deutsche Sozialsystem detailliert erklärt
werden muss. Häufig erschweren Sprachbarrieren eine wirkungsvolle Beratung; die mitgebrachten Dolmetscher sind oft
selbst überfordert. Nach wie vor gibt das Probleme der nicht krankenversicherten Frauen, dies kann jedoch mittlerweile
mit einem Nachweis der Arbeitsagentur über die Arbeitsplatzsuche behoben werden. So können sich die Klientinnen
wenigstens freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Unklar ist weiterhin das Recht von EU-Bürgern auf
Bezug von Sozialleistungen (ALG II oder Sozialhilfe).
Praktikantin
Auf Grund der guten Erfahrungen im Vorjahr, hätten wir gerne wieder eine Praktikantin des Studienfachs „Soziale Arbeit“
beschäftigt. Leider hatten wir für 2015 keine Anfrage. Wir verweisen nochmals auf die aus unserer Sicht notwendige
Refinanzierung einer Praktikumsvergütung durch die Regierung.
Honorarkräfte in der Schwangerenberatung:
Im ersten Halbjahr 2015 stand uns wieder ein Sexualpädagoge als Honorarkraft zur Verfügung. Damit erfüllten wir
unseren Qualitätsstandard von männlichen und weiblichen Fachkräften und konnten deutlich mehr Workshops anbieten.
Krankheitsbedingt fiel der Mitarbeiter im 2.Halbjahr aus und die Workshops wurden wieder von zwei weiblichen
Fachkräften angeboten. Generell erreichen uns viel mehr Anfragen als wir Schultermine zur Verfügung haben.
- 10 Außensprechtag Mindelheim
Unsere Außenstelle im „Beratungs- und Familienzentrum Steinstraße“ ist nach vorheriger telefonischer
Terminvereinbarung am Freitagvormittag besetzt. Um die Kontinuität im Beratungsprozess zu gewährleisten, wird der
Außensprechtag immer von derselben Kollegin betreut. In Krankheitsfällen ist die Vertretung durch andere Beraterinnen
der Stelle gesichert.
Zum großen Teil betreuen wir Frauen, Männer und Paare aus der Stadt Mindelheim, sowie dem nördlichen und östlichen
Landkreis Unterallgäu. Bewährt hat sich die gute Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern vor Ort.
Beratungskontakte
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl aller Beratungskontakte konstant geblieben, jedoch konnten wir einen deutlichen
Anstieg von mehr als einem Drittel bei der Anzahl der Erstkontakte verzeichnen. Die meisten der hinzugewonnen
Klientinnen wandten sich aufgrund einer Empfehlung aus dem privaten Umfeld an uns. Dies lässt vermuten, dass viele
Klientinnen mit unserer Beratung so zufrieden sind, dass sie uns an Verwandte, Freunde, Bekannte sowie KollegInnen
weiter empfehlen.
Häufigster Beratungsanlass war die Beratung zum Elterngeld und zur Elternzeit, sowie Hilfestellung beim Ausfüllen des
für viele nur schwer verständlichen Antragsformulars zum Elterngeld. Meist handelte es sich um Paare, die in
gesicherten Verhältnissen und stabilen Partnerschaften leben. Die Ausgestaltung der sog. „Vätermonate“ und der
berufliche Wiedereinstieg der Mütter nach Wegfall des Elterngeldes waren in diesen Gesprächen die zentralen Themen.
Deutlich zeitaufwendiger war die Begleitung von Schwangeren, die aufgrund ihrer finanziellen und/ oder sozialen
Situation über einen längeren Zeitraum Rat und Unterstützung suchten. Die Bitte um Informationen zu finanziellen Hilfen
(von Elterngeld bis hin zu Leistungen der Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“) war oft nur ein Einstieg in einen
längeren Beratungsprozess.
Trotz der eingeschränkten persönlichen Erreichbarkeit der Beraterin vor Ort, ist es unser Bemühen, die Klientinnen der
Außenstelle so intensiv wie im Einzelfall nötig zu betreuen. Bei aktuellen Fragen oder Problemstellungen erfolgt die
Begleitung und Beratung daher häufig telefonisch oder per E-Mail von Memmingen aus.
„Netzwerk Familie“ in Mindelheim
Unsere Beratungsstelle ist festes Mitglied im „Netzwerk Familie“ Mindelheim. Die zuständige Beraterin nimmt an den ca.
4-mal jährlich stattfindenden Treffen teil. Wir nutzen diese Gelegenheit um unsere Kontakte vor Ort zu pflegen, auf
unsere Angebote aufmerksam zu machen und die wichtige Arbeit des Netzwerkes zu unterstützen.
3. Schwangerschaftskonfliktberatung
Die Anzahl der Frauen, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Schwangerschaftskonfliktberatung in unsere
Beratungsstelle kamen, ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht auf 112 Erstkontakte angestiegen. Der prozentuale Anteil
der Konfliktberatungen gemessen an allen Erstkontakten (insgesamt 474) beträgt knapp 24 % und ist somit auf gleichem
Stand wie im Vorjahr.
Die Verweispraxis der Ärzte ist gleichbleibend gut.
Altersstruktur:
17 Jahre und jünger: 5,4 % (Vorjahr 6,8 %)
18 – 25 Jahre: 26,8 % (Vorjahr 25,2 %)
26 – 30 Jahre: 26,8 % (Vorjahr 28,2 %)
31 – 35 Jahre: 18,8 % (Vorjahr 14,6 %)
36 – 40 Jahre: 18,8 % (Vorjahr 18,4 %)
über 40 Jahre: 3,6 % (Vorjahr 6,8%)
Familienstand:
ledig: 58,9% (Vorjahr 50,0 %)
verheiratet: 33,0 % (Vorjahr 34,0 %)
geschieden: 7,1 % (Vorjahr 9,7 %)
Kinder:
keine: 39,3 % (Vorjahr 38,8 %)
ein Kind: 21,4 % (Vorjahr 22,3 %)
zwei und mehr Kinder: 39,3 % (Vorjahr 38,8 %)
Begleitung:
niemand: 56,3 % (Vorjahr 56,3 %)
Partner: 25 % (Vorjahr 30,1 %)
Sonstige (Verwandte/ Freunde/ prof. Helfer): 18,7 % (Vorjahr 13,6 %)
82 % der Frauen gaben an, dass sie bislang noch keinen Schwangerschaftsabbruch haben vornehmen lassen.
- 11 Die Beratung von Minderjährigen macht mit 6 von 112 Beratungsgesprächen keinen signifikanten Anteil aller Konfliktgespräche aus. Die Anzahl der Minderjährigen und Heranwachsenden, die ungewollt schwanger werden, ist, wie wir
schon seit Jahren feststellen, erfreulich niedrig. Jugendliche sind deutlich besser aufgeklärt als noch vor zehn Jahren
und sie nehmen das Thema Verhütung sehr ernst.
Der Anteil der Migrantinnen beträgt 25 %, wobei die meisten Klientinnen aus Ost- bzw. Südost-Europa stammten. Im
Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl um 10 % gesunken und pendelt sich auf dem Wert aus 2013 und den Vorjahren
ein.
Viele Frauen sind alleine oder mit ihrem Partner in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland gekommen.
Oftmals wurden ältere Kinder im Heimatland zurückgelassen. Alle Energie wird darauf verwendet, hier Fuß zu fassen
und die Familie im Heimatland finanziell zu unterstützen. Die berufliche Situation ist häufig geprägt von wechselnden
und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen, es gibt immer wieder Phasen der Arbeitslosigkeit. Es dauert Jahre, bis die
Frauen bzw. Paare hier Fuß gefasst haben. Ein Kind bzw. ein weiteres Kind in der Familie wird als massive Belastung
einer oftmals schon im Vorfeld angespannten finanziellen und sozialen Situation empfunden.
Asylbewerberinnen kamen noch selten zur Konfliktberatung. Doch auch hier gehen wir für die Zukunft von einem Anstieg
der Beratungszahlen aus. Dies wird uns insbesondere wegen der Sprachbarriere vor große Herausforderungen stellen.
Im Berichtsjahr lag die Zahl der Paarberatungen bei 25 % und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.
Standardmäßig wird bereits bei der Terminvereinbarung auf die Wichtigkeit der Beteiligung des Partners an der
Konfliktberatung hingewiesen. Dies praktizieren wir schon seit einigen Jahren und konnten dadurch den Anteil der
Paarberatungen deutlich steigern.
Jede Schwangerschaft verändert nicht nur die Lebensperspektive der Frau, sondern auch die ihres Partners bzw. des
Kindsvaters. Die Anwesenheit des Partners unterstreicht auch dessen Verantwortung für die anstehende Entscheidung
und dient oftmals zur Klärung des Schwangerschaftskonfliktes. Im Gespräch werden die unterschiedlichen Haltungen zu
Themenbereichen wie Kinderwunsch, Familienplanung, der Beziehung zueinander, usw. konkreter angesprochen. Beide
Partner sind gezwungen, nach einer tragfähigen Lösung zu suchen. Im Beratungsgespräch versuchen wir deshalb, die
Haltungen, Gedanken und Gefühle beider Partner ernst zu nehmen, gegenseitiges Verständnis herzustellen und das
Paargeschehen zu reflektieren.
Auch wenn die Frauen ohne ihren Partner zur Konfliktberatung kommen, ist der werdende Vater des Kindes immer
präsent. Er ist Thema und seine Haltung spielt häufig eine gewichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung, auch wenn er
körperlich nicht anwesend ist.
Gründe für die Erwägung eines Schwangerschaftsabbruchs
Vergleicht man die genannten Gründe für die Erwägung eines Schwangerschaftsabbruchs, so ist festzustellen, dass sich
diese über die Jahre hinweg kaum verändern. Als Hauptgründe für die Erwägung eines Schwangerschaftsabbruchs
werden neben der „psychischen/physischen Überforderung“, die „Angst vor Verantwortung/ Zukunftsangst“, „finanzielle
Probleme“ sowie das „Alter der Schwangeren“ genannt.
Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass über die Hälfte der beratenen Frauen zwischen 18 und 30 Jahre alt waren. Dies
waren unserer Einschätzung nach auch die Frauen, die sich als „zu jung“ für ein Kind empfanden. Sie thematisieren im
Beratungsgespräch sehr reflektiert, was sie im Leben alles noch erreichen wollen, um dann bereit für ein Kind zu sein.
Grundsätzlich besteht bei diesen Frauen/ Paaren ein Kinderwunsch für die Zukunft, jedoch nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
- 12 –
Im Beratungsgespräch bringen die Frauen ihre große Sorge zum Ausdruck, dass die Entscheidung für das Kind, ihre
bisherige Lebensplanung aus dem Konzept bringen könnte. Für ein Leben mit Kind erwarten sie eine stabile
Partnerschaft, sowie gesicherte finanzielle wie berufliche Verhältnisse – kurzum eine Garantie in jeglicher Hinsicht.
Insbesondere ihre finanzielle Unabhängigkeit ist vielen Frauen sehr wichtig. Sie beschäftigt die Frage, inwieweit sich
später Familie und Beruf miteinander verbinden lassen. Oft ist auch das Einkommen der Frau zur Aufrechterhaltung des
Lebensstandards fest eingeplant. Auf evtl. staatliche Leistungen angewiesen zu sein, wirkt abschreckend. In diesen
Gesprächen hören wir häufig Aussagen wie: „Ich habe einen Schwangerschaftsabbruch für mich bislang immer
abgelehnt, aber jetzt geht es nicht anders, weil...“.
Es fällt auf, dass immer mehr Paare, die nach außen in scheinbar gesicherten persönlichen und finanziellen
Verhältnissen leben, aus hauptsächlich finanziellen Gründen einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen.
Ein Verzicht oder ein Zurückschrauben des Lebensstandards ist auf den ersten Blick nicht vorstellbar. Dass das Leben
mit Kind auch Bereicherung auf einer anderen Ebene sein kann, wird oft nur wenig in den Blick genommen.
Fast 40% der beratenen Frauen hatten bereits zwei und mehr Kinder. Der Aspekt des Lebensrechts des Kindes hat für
diese Frauen zwar eine hohe Wertigkeit, trotzdem sorgen sie sich auch um die Folgen für die bereits in der Familie
lebenden Kinder, sollten sie sich für das Kind entscheiden. Es wird ganz deutlich die Angst zum Ausdruck gebracht,
den Belastungen durch ein weiteres Kind nicht mehr gewachsen zu sein, beruflich gar nicht mehr Fuß fassen zu
können und ständig in finanziellen Nöten leben zu müssen.
Allgemein lässt sich sagen, dass es niemals nur einen Grund, sondern immer ein Bündel aus Problemen und
Schwierigkeiten gibt, was dann für die Erwägung eines Schwangerschaftsabbruches spricht. Viele Frauen sehen sich
bereits seit Jahren mit vielschichtigen Problemen konfrontiert: befristete Arbeitsverträge, Schulden, psychische
Überlastung, Probleme in der Paarbeziehung sind nur einige Gründe für die Erwägung eines
Schwangerschaftsabbruchs. Die Beratung zu finanziellen Hilfen, Unterstützungsangeboten und weitergehender
Betreuung ist für die Entscheidung der Frau von großer Bedeutung.
Ergebnisse aus der im Rahmen des Qualitätsmanagements durchgeführten jährlichen KlientInnenbefragung zeigen,
dass das zunächst als Pflichtberatung gesetzlich vorgeschriebene Gespräch als bereichernd erlebt wird. Meist
entwickeln sich daraus vertrauensvolle, sehr persönliche Gespräche. Die Begleitung durch eine außenstehende,
neutrale Person ermöglicht einen ehrlichen Blick auf die eigene Situation und die eigenen Ressourcen. Oftmals ist das
Beratungsgespräch für die betroffenen Frauen/ Paare die einzige Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen über ihre
Schwangerschaft zu sprechen und die anstehende Entscheidung in allen möglichen Konsequenzen zu durchdenken.
Falldarstellung:
4. Aktivitäten im Bereich der nachgehenden Betreuung (Folgeberatung)
durch Einzelberatung und Gruppenarbeit
Die Anzahl der KlientInnen, die sich nach Geburt an uns wenden, ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 11 % gesunken.
In absoluten Zahlen sind dies 13 Frauen. Tatsächlich hatten wir in den letzten 10 Jahren einen steten Anstieg der
Beratungen nach Geburt zu verzeichnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Trend in Zukunft entwickelt.
Inhalte und Erfahrungen
Nach Geburt gibt es häufig intensiven Kontakt mit den Klientinnen. Sie bringen die Geburtsurkunde des Kindes vorbei,
erzählen über das Geburtserlebnis und berichten über ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Kind. Viele Eltern
fühlen sich mit den Antragsformalitäten nach der Geburt überfordert. Dies gilt besonders nach der Einführung des
neuen Elterngeldgesetzes. Den Eltern fällt es schwer, die einzelnen Begrifflichkeiten wie Basiselterngeld,
ElterngeldPlus, Partnermonate etc. auseinander zu halten. Es bedarf großen Beratungsaufwands, um die individuell
beste Lösung für das Paar bzw. die Familie zu finden. Bei den Elterngeldanträgen ist nicht nur rechtliche Beratung,
sondern auch psychosoziale Beratung gefragt. Viele Eltern wissen nicht, wie sie Familie und Beruf vereinbaren
können. Häufig ist es so, dass die Lebensplanung auf zwei Einkommen aufgebaut ist. Die Kinder sollen früher
fremdbetreut werden. Dabei entsteht in der Beratung der Eindruck, dass einigen Eltern nicht bewusst ist, dass ein
Alltag mit Kind nicht nach Plan verläuft. Kinder brauchen auch Zeit, die sie mit den Eltern verbringen und die nicht
ausgefüllt ist mit der Organisation des Haushalts und des Berufslebens.
Familien leiden besonders an dem mangelnden Angebot an bezahlbaren Wohnraum. Das Wohnungsangebot für
Familien mit mehreren Kindern ist ungenügend. 4-Zimmer-Wohnungen sind so gut wie gar nicht auf dem sozialen
Wohnungsmarkt verfügbar.
In Einzelfällen überprüfen wir, welche ergänzenden Sozialleistungen die Ratsuchenden beantragen können.
Besonders bei Familien in prekären Lebenssituationen bemühen wir uns, die Belastungssituation nach der Geburt
aufzufangen und überlegen gemeinsam, welche „Frühen Hilfen“ in Betracht kommen. Gerade für diese Familien ist in
der Phase nach der Geburt Hebammenbetreuung wichtig. Leider sind die Hebammen so stark ausgebucht, dass nicht
in allen Fällen eine Hebammenbetreuung sichergestellt ist. Ebenfalls schwierig ist, einen Kinderarzt zu finden.
Wir arbeiten eng mit den Netzwerkpartnern z. B. koordinierende Kinderschutzstelle, Hebammen, Familienpaten,
Schuldnerberatungsstelle etc. zusammen. Auch ergänzende finanzielle Unterstützung verschiedener Hilfsfonds, neben
der Landesstiftung, vermitteln wir bei Bedarf.
- 14 –
Die Geburt eines Kindes ist der Übergang in eine neue Lebensphase. Die bisherige Lebensplanung muss überdacht
werden und die Rolle als Mutter/Vater gefunden werden.
In den Gesprächen nach der Geburt legen wir unseren Fokus auf Anzeichen, die auf das Vorliegen einer postpartalen
Depression hinweisen könnten. Wir fragen nach der Befindlichkeit der Mutter und weisen ggf. auf professionelle Hilfe
hin. In unserer Beratung und in der Öffentlichkeit sensibilisieren wir das soziale Umfeld, sodass es den betroffenen
Frauen leichter fällt, Hilfe anzunehmen.
Wie schon im letzten Berichtsjahr sehen wir einen gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr Mütter sehen
Schulabschlüsse, Ausbildung und den Arbeitsplatz als Voraussetzung, um in der Gesellschaft einen sicheren Platz zu
haben. Gut ausgebildete Frauen nehmen in der Regel nach einem Jahr Elternzeit ihre Berufstätigkeit wieder auf. Die
Arbeitgeber regieren nach wie vor zurückhaltend auf den Wunsch nach Teilzeitarbeit. Aus Rückmeldungen erfahren
wir aber auch, dass der Übergang ins Berufsleben sich mit Kind schwieriger gestaltet, als zunächst angenommen. Die
Frauen melden zurück, dass sie mit dem zweiten Kind länger in Elternzeit bleiben wollen.
Mittlerweile reagieren die Arbeitgeber offener auf den Wunsch der Väter, Elternzeit zu beanspruchen. In der Praxis
zeigt sich, dass mehr als zwei Monate Elternzeit für Väter schwer durchzusetzen ist. Die Männer haben Angst vor dem
Arbeitsplatzverlust, wenn sie ihren Anspruch über zwei Monate hinaus anmelden.
Die Anzahl der Mehrlingsgeburten nimmt durch vorausgegangene Fruchtbarkeitsbehandlungen zu. Die Familien fühlen
sich dadurch überfordert. Das subjektive Empfinden von Überforderung besitzt für die Krankenkassen keinen
Krankheitswert. Der von den Klienten gewünschte Einsatz von Familienpflegerinnen wird nicht in vollem Umfang
bewilligt. Da häufig die Großeltern aus den verschiedensten Gründen nicht greifbar sind, müssen wir auf
Familienpaten zurückgreifen. Für deren Einsatz besteht eine rege Nachfrage.
Einige Klientinnen waren bereits während der Schwangerschaft mit ihrer Lebenssituation überfordert. Sie bringen
Kindheitstraumata mit. Bereits in ihrer Herkunftsfamilie bestand Kontakt zum Jugendamt. Der Wunsch nach einer
eigenen „heilen Familie“ scheitert aus den verschiedensten Gründen. Die Beziehung zum Kindsvater brach zum Teil
schon während der Schwangerschaft ab. Dies verschärft die Lebenssituation der Klientin und wirkt sich somit
ungünstig auf die Mutter-Kind-Beziehung. Viele Frauen können die vorhandenen Hilfsangebote (z. B. Mutter-KindGruppen) aufgrund ihrer eigenen psychischen Befindlichkeit nicht annehmen. Sie fühlen sich missverstanden und nicht
zugehörig. Gerne vermitteln wir Frauen, die für sich einen psychotherapeutischen Hilfebedarf sehen, weiter.
Wirksamkeit der Angebote und zukünftige Planung
Viele Klientinnen wenden sich in akuten Krisensituationen an uns – leider dann erst, wenn die Situation außer
Kontrolle zu geraten droht, beispielsweise bei Stromsperre oder wenn die Ernährung der Kinder bis zum nächsten
Zahlungseingang nicht sichergestellt ist. Sie schätzen unser niederschwelliges Angebot, die Freundlichkeit und
Empathie mit der sie an der Beratungsstelle in vorangegangenen Beratungen empfangen wurden. Durch das
gewachsene Vertrauensverhältnis können wir in der psychosozialen Beratung kontinuierlich die Wünsche und
Erwartungen der Klienten an ihr Leben, die eigenen Grenzen und Verantwortlichkeiten, sowie die individuellen Stärken
herausarbeiten. Wir versuchen gemeinsam mit den Klienten ein Hilfesystem innerhalb und außerhalb des sozialen
Umfelds zu erarbeiten. Bei der Aufarbeitung von schwierigen Problemstellungen verweisen wir an die Mitglieder
unseres Fachteams.
Für die weitere Zukunft planen wir die Netzwerkarbeit fortzuführen und neue Kooperationspartner zu gewinnen.
Regelmäßige Treffen dienen dem Informationsaustausch und der Beziehungspflege. Bei diesen Treffen entwickeln
sich Ideen, wie die bestehenden Hilfsangebote fortgeschrieben werden können.
Gruppenangebot „Mütter-Café“ in Memmingen
Seit Beginn der Arbeit der Beratungsstelle besteht das Angebot des Mütter-Cafés in Memmingen.
Es richtet sich an Mütter und Väter mit Kindern bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres. Dieses niederschwellige
Angebot erreicht überwiegend Frauen aus verschiedenen Einkommensschichten und Nationalitäten. Frauen, die
erstmals Mutter geworden sind, können sich öffnen und in geschützter Atmosphäre über ihre Verunsicherungen
sprechen. Themen sind zum Beispiel die „richtige“ Ernährung, Einschlafrituale, Kinderkrankheiten etc. Für Frauen, die
neu zugezogen sind, bietet es wichtige Informationen zur vorhandenen Infrastruktur in Memmingen. Wir stellen fest,
dass bei vielen Frauen ein enormer Druck besteht, das Kind „richtig“ zu fördern. Dieser Leistungsgedanke und der
Vergleich mit anderen Müttern und Kindern verhindern einen unverkrampften und freudigen Blick auf das eigene Kind.
Bei den wöchentlichen Treffen im Mütter-Café ist stets eine Beraterin anwesend, die moderiert.
- 15 -
5. Aktivitäten im Bereich der Kinderwunschberatung und Präimplantationsdiagnostik
sowie im Bereich der Pränataldiagnostik und Beratung bei zu erwartender Behinderung
des Kindes
Psychosoziale Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch
Eine aktuelle Umfrage zur „Zukunft der Familie“ zeigt, dass 87 % der heute Kinderlosen zwischen 18 und 30 Jahren
einen späteren Kinderwunsch haben (vgl. Zeitschrift „Eltern“ in Zusammenarbeit mit dem Forsa-Institut 2015). Laut einer
weiteren „Kinderlosenstudie“ sind jedoch rund ein Drittel der 25- bis 59-jährigen kinderlos, nur 8 % davon entscheiden
sich bewusst gegen Nachwuchs. Derzeit geht man in Deutschland von ca. 1,4 Millionen Paaren mit unerfülltem
Kinderwunsch aus (vgl. Wischmann, 2012).
Für einen großen Teil der Frauen und Männer gehört die eigene Familiengründung also fest zum Lebensentwurf dazu.
Aus verschiedensten Gründen wird die Familienplanung jedoch immer weiter nach hinten verschoben, das
Durchschnittsalter bei der Geburt des ersten Kindes lag 2014 bei 30,4 Jahren. Viele Paare trifft es dann völlig
unvorbereitet, wenn sie feststellen, dass das, was bei anderen das „Normalste der Welt“ ist, bei einem selbst „einfach
nicht zu klappen“ scheint. Das Paar muss erleben, dass die Zukunftsvision vom eigenen Kind nur schwer oder gar nicht
zu erreichen ist. Häufig ist dies der Beginn einer Spirale aus Hoffnung und Enttäuschung, die als emotional extrem
belastend erlebt wird. Insbesondere die Frauen sind bei reproduktionsmedizinischen Behandlungen hohen physischen
wie psychischen Belastungen ausgesetzt. Das Warten auf ein Ergebnis wird als anstrengend bis unerträglich
beschrieben. Hat es (wieder) nicht geklappt oder hat das Paar gar eine Fehlgeburt erlebt, stehen Trauer und
Verzweiflung im Vordergrund. Aber auch mit Gefühlen wie Wut und Neid gegenüber Schwangeren und Eltern mit kleinen
Kindern, müssen die Betroffenen lernen umzugehen. Zudem ist ein unerfüllter Kinderwunsch eine große Belastung für
die Beziehung zum Partner.
Doch, obwohl weit verbreitet, ist die ungewollte Kinderlosigkeit für viele immer noch ein Tabuthema. In einer
Gesellschaft, in der alles „machbar“ scheint, wird die Unfähigkeit, Kinder zu zeugen als "Mangel" oder "Makel"
empfunden. Ein großer Anteil ungewollt kinderloser Paare wendet sich zur Erfüllung des Kinderwunsches daher an
reproduktionsmedizinische Zentren in der Hoffnung, dass ihnen mit medizinischer Hilfe zum Kind verholfen wird. Diese
Behandlungen sind sowohl zeitlich als auch finanziell und emotional sehr belastend – und leider auch nicht immer
erfolgreich. Die meisten Paare verdrängen regelrecht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Behandlung am Ende zum
Kind führt, realistisch betrachtet nicht sehr groß ist. So konnten. 26% Prozent aller Paare, die 2013 in Behandlung
waren, am Ende ein Baby mit nach Hause nehmen (IVF-Register).
Die psychosoziale Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch ist für die Betroffenen eine wichtige Ergänzung zur
medizinischen Behandlung. Sie ist dann sinnvoll, wenn bestimmte Schwierigkeiten aus eigener Kraft nicht mehr zu lösen
sind; wenn man unsicher ist, ob man mit einer Behandlung beginnen oder fortfahren sollte; wenn das Auf und Ab der
Gefühle zu stark ist. Die Beratung bietet Orientierungs- und Entscheidungshilfe, psychische Entlastung, sowie
emotionale Stärkung zu allen Lebensfragen, die vom Thema Kinderwunsch beeinflusst werden.
Seit Januar 2015 ist unsere Beraterin, Stephanie Weißfloch, ausgebildete BKiD- Beraterin. Das „Beratungsnetzwerk für
Kinderwunsch Deutschland (BKiD)“ ist ein professioneller Zusammenschluss von qualifizierten BeraterInnen, die
psychosoziale Beratung bei Kinderwunsch bzw. ungewollter Kinderlosigkeit anbieten. Die 3-teilige Zusatzqualifikation
hierzu wurde vom Bundesverband DONUM VITAE in Kooperation mit BKiD angeboten. Neben einzelnen
Beratungsgesprächen lag im vergangenen Jahr der Schwerpunkt unserer Tätigkeiten vor allem bei der
Öffentlichkeitsarbeit, sowie dem Aufbau eines Netzwerkes.
Bei den bisher stattgefundenen Beratungsgesprächen zu unerfülltem Kinderwunsch stellten wir fest, dass der
Beratungsverlauf sich deutlich von anderen Beratungsarten unterscheidet. Die einzelnen Gespräche erfordern einen
deutlich höheren Zeitaufwand, sowohl was das Gespräch an sich als auch die Vor- und Nachbereitung betrifft. Zum
einen bedarf es in Einzelfällen eines häufigen Beratungskontaktes innerhalb weniger Wochen, beispielweise dann, wenn
die Frau eine Begleitung während eines für sie als sehr belastend empfundenen Behandlungszyklusses wünscht. So
sind wir nun dazu übergegangen, pro Kinderwunschberatung ein Zeitfenster von zwei Stunden freizuhalten. Die
Rückmeldungen der wenigen Klientinnen, die bislang zur Beratung bei uns waren, sind durchweg positiv. Die
psychosoziale Beratung und Begleitung bei unerfülltem Kinderwunsch wird als sehr hilfreich in einer belastenden
Lebenssituation gesehen. Jedoch berichten viele Frauen bzw. Paare, dass sie erst sehr spät von diesem
Beratungsangebot erfahren haben und die Empfehlung meist aus dem privaten Umfeld kam. Im Kinderwunschzentrum
selbst wurden sie nicht über die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung informiert. Dies deckt sich auch mit unseren
Erfahrungen, da sich die Zusammenarbeit mit den Kinderwunschzentren in der Umgebung z.T. als recht schwierig
herausstellt. Unsere Anstrengungen hinsichtlich einer guten Zusammenarbeit bzw. Verweispraxis werden wir 2016
intensivieren. Leider fehlt es uns hierzu meist an der dafür notwendigen Zeit!
- 16 Um den Aufbau dieses neuen Angebotes professionell zu gestalten, treffen sich einige zertifizierte Beraterinnen von
DONUM VITAE zwei bis drei Mal im Jahr zu kollegialen Fachgesprächen. Im Vordergrund steht der
Informationsaustausch, wichtig sind jedoch auch die Fallbesprechungen sowie die Auseinandersetzung mit besonderen
Fragestellungen in diesem Kontext. An dem vom DONUM VITAE Bundesverband zum Thema „Ethische Fragen im
Rahmen der Kinderwunschberatung“ angebotenen Fachtag hat unsere Beraterin ebenfalls teilgenommen.
Zitat: „Entspannt Euch, fahrt in Urlaub und denkt an was anderes – dann klappt es bestimmt! Diesen Ratschlag kann ich
nicht mehr hören!“ (Betroffene)
Beratung im Bereich PID
In Bayern wurden laut Presseberichtserstattung 48 Anträge zur Zulassung einer PID gestellt. Im Berichtszeitraum fand
bei uns keine Beratung im Zusammenhang mit PID statt. Wir schließen uns dem Vorschlag des BKID nach einer
verpflichtenden psychosozialen Beratung der betroffenen Eltern an.
Beratung im Bereich Pränataldiagnostik und zu erwartender Behinderung des Kindes
2015 haben laut der staatsministeriellen Statistik 3 Beratungen stattgefunden, unsere stelleninterne Statistik weist 7
Beratungen auf. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass wir die Beratungen nach Kindstod mitzählen, die in der STAMI
Statistik unter „sonstige Beratungen“ erscheinen.
In vier Fällen wurde eine Diagnose genannt: Spina Bifida, Turner-Syndrom, Triploidie und Ductus Venosus Agenesie.
In der Konfliktberatung kommt es immer mal wieder vor, dass Frauen von Medikamentengebrauch oder –missbrauch
oder Drogenkonsum berichten. Ob die Sorge über eine Schädigung des Ungeborenen echt oder nur vorgeschoben ist,
können wir nicht beurteilen. Meist wird das Angebot einer Medikamentenberatung durch Reprotox aber abgelehnt. Die
Zusammenarbeit mit Dr. Paulus ist sehr gut; seine Stellungnahmen erreichen die Klienten außerordentlich schnell.
In der allgemeinen Schwangerenberatung wurde das Thema PND 13x angesprochen und vertieft behandelt.
Standardmäßig fragen wir in jeder Beratung nach besonderen Untersuchungen. Sie sind für die Klientinnen mittlerweile
Teil der “ganz normalen“ Vorsorge und werden nicht hinterfragt.
Die relativ kleine Zahl der Beratungen hängt u.E. mit der Verweispraxis der Ärzte zusammen. Lediglich ein Hinweis auf
die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung genügt nicht, um Betroffene zu motivieren.
Ausschlaggebend ist die Empfehlung des Arztes oder eine persönliche Verweisung, wenn z.B. der Arzt einen Termin mit
der Beratungsstelle vereinbart.
Falldarstellung:
Die Klientin ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat bereits drei Jahre zuvor ein Kind kurz nach der Geburt verloren. Damals
suchte das Paar die Beratungsstelle mehrmals auf und nahm anschließend an unserem Gruppenangebot für trauernde
Eltern teil.
Frau A. kommt nun wieder und berichtet von einem erneuten Kindstod, dieses Mal drei Wochen nach Geburt. Die
Schwangerschaft verlief komplett unauffällig, die werdende Mutter erhielt gleich zu Beginn ein Beschäftigungsverbot, um
eine möglichst unbelastete Schwangerschaft zu gewährleisten.
Die Geburt wurde eingeleitet und endete in einem Kaiserschnitt – es stellte sich rasch heraus, dass das Baby schwerste
Fehlbildungen hatte und nicht lebensfähig sein würde. Die Eltern befanden sich zu dieser Zeit in einem psychischen
Ausnahmezustand und mussten professionell betreut werden. Nach ca. drei Wochen wurden die Maschinen mit
Einverständnis der Eltern abgeschaltet. Das Kind verstarb im Arm der Mutter.
Die Klientin kommt zur Beratung, als beide Eltern zu Hause sind, die Frau im Mutterschutz, der Mann krankgeschrieben.
Frau A. empfindet diese Situation als unerträglich. Sie sucht vor allem eine Ansprechperson, weil sie im Familienverband
niemanden belasten will und vor allem ihren Mann schonen möchte.
Wir zünden für jedes Kind eine Kerze an und die Mutter erzählt nochmals ausführlich ihre Schwangerschafts-und
Geburts- “Geschichten“. Hierbei werden schnell die Unterschiede im Erleben deutlich; die Klientin kann die beiden
Ereignisse besser trennen.
Frau A. berichtet, dass der Verdacht auf eine genetische Störung bei den Eltern besteht und bereits konkrete
Untersuchungen geplant sind. Dies hat u.U. auch Einfluss auf den weiteren Kinderwunsch des Paares. Dieses Thema
kann im Moment aber nicht bearbeitet werden.
Für sie stellt sich die Frage, wie sie mit diesen Verlusten weiterleben kann, was hilft, den Alltag zu bestehen, was
entlastet und stärkt. Dazu erarbeiten wir konkrete Hilfen. Zur längerfristigen Unterstützung und Stabilisierung vermittelt
die Beraterin zu einer erfahrenen Therapeutin.
- 17 Fachkompetenz und interprofessionelle Kontakte
DONUM VITAE Bayern kann 2015 auf 10 Jahre Projektarbeit zurückblicken.
Die beiden Schwerpunktberaterinnen nahmen im Berichtszeitraum an den verbandsinternen Fachtagen teil.
Themen waren u.a.:

Veränderungen auf dem Gebiet der PND, insbesondere auf dem Gebiet der nichtinvasiven Diagnostik

Austausch über die Praxis der Geschlechtsbestimmung vor der 12.Woche

Beratung bei der Diagnose Trisomie 21

Trauerberatung nach PND
Fachteam
Erfreulich ist, dass der Pränatalmediziner am Klinikum Memmingen, Oberarzt Dr. Michael Wamsler, unserem Fachteam
angehört und als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Supervision
Die stellenübegreifende Gruppensupervision wurde 2015 fortgeführt, 3 Termine mit insgesamt 12 Stunden.
Schwerpunkte waren Fallbesprechungen; intensive Arbeit an ethischen Fragestellungen aus der Reproduktionsmedizin
und ihre Auswirkungen auf die Beratungspraxis sowie spezielle Aspekte der Psychohygiene bei PND-Beratungen.
Qualitätszirkel
Nachdem sich 2014 der QZ in seiner bisherigen Form aufgelöst hat und ein geplantes jährliches Treffen 2015 nicht
stattfand, steht als überregionales Austauschgremium nur noch der „Runde Tisch“ zur Verfügung.
Runder Tisch PND
Von den zwei Treffen im Berichtsjahr nahmen wir an einer Veranstaltung teil.
Zur-Ruhe-Bettung am „Weißen Engel“
3 x im Jahr werden Föten unter 500 g auf dem Waldfriedhof in Memmingen beim Kindergräberfeld „Weißer Engel“
beigesetzt. Zusammen mit der kath. Klinikseelsorge gestaltete DONUM VITAE die Trauerfeier. Die zahlreichen positiven
Rückmeldungen an die Veranstalter zeugen von großer Wertschätzung von Seiten der Eltern und Angehörigen.
Trauerbegleitung und Trauergruppe „Leise wieder Leben lernen“
Im Herbst 2015 kam keine Trauergruppe zustande. Für das kommende Jahr haben wir uns vorgenommen, die
Einzelberatung mehr bekanntzumachen. Die Entwicklung der letzten Jahre weist darauf hin, dass Gruppenangebote im
Zeitalter von Internetchat immer weniger gefragt sind.
Der Tod eines Babys ist für die gesamte Familie ein ganz besonderer Verlust. Häufig haben die Eltern bereits davor eine
schwere Zeit erlebt. Vielleicht wurde bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt, dass das Kind nicht gesund ist. Dann
beginnt eine Diagnostik, die für das Paar oft eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit sich bringt. Unter höchster
Anspannung wird ein Befund erwartet. Wenn sich der Verdacht bestätigt und klar ist, dass das Kind im Mutterleib oder
kurz nach der Geburt sterben wird, steht die Welt erst einmal still. Manche Eltern entscheiden sich, die Geburt gleich
einzuleiten, andere entschließen sich, die Schwangerschaft fortzusetzen. In beiden Fällen bedeutet dies Abschiednehmen von der „guten Hoffnung“. Andere Paare verlieren ihr Kind plötzlich und unerwartet und müssen sich schnell
darauf einstellen oder erleben mehrere Fehlgeburten hintereinander …
In diesen schweren Zeiten tut es gut, eine Ansprechpartnerin zu haben, die Zeit hat und zuhören kann. Einfach da sein,
das Unglück mit aushalten, hilft in den ersten Tagen und Wochen nach dem Tod. Aber wir informieren auch über
Möglichkeiten der Zur-Ruhe-Bettung und Bestattung, über Trauerrituale und vermitteln auf Wunsch seelsorgerliche oder
therapeutische Begleitung. Oft stellen Väter und Mütter aber auch erst einige Monate nach dem Tod des Kindes fest,
dass sie sich in einer Krise befinden. Plötzlich gibt es Spannungen in der Partnerschaft oder der Familie, erscheint das
Leben nur noch mühsam und sinnlos - alle Energie ist verloren. Angehörige und auch das Umfeld sind irritiert über
dieses Verhalten und signalisieren, dass es an der Zeit sei, wieder zum Alltag zurückzukehren. In diesen Fällen kann
Beratung helfen, den eigenen Weg zu finden.
Ob Einzelberatung oder Gruppenangebot – Eltern erhalten bei DONUM VITAE die Unterstützung, die sie brauchen.
Kindergedenktag
Unter dem Motto „Ein Licht geht um die Welt“ veranstalteten wir auch 2015 den Candle-Light-Day am 2.
Dezemberwochenende. Dazu sind alle Eltern und Angehörigen eingeladen, die ein Kind verloren haben. Mit einer
Trauerfeier wird der Kinder gedacht, anschließend werden um 19.00 Uhr weltweit Kerzen für die Verstorbenen
angezündet - so geht das Licht um die Welt.
- 18 Kooperationspartner dieser Veranstaltung sind
● das Kinderhospiz St. Nikolaus
● die Kinderintensivstation K 5 der Kinderklinik Memmingen
● die kath. Klinikseelsorge am Klinikum Memmingen
● das Diakonische Werk Memmingen
● die ev. Kirchengemeinde Versöhnungskirche Memmingen.
6. Aktivitäten im Bereich der Prävention durch Einzelberatung und Gruppenarbeit
Prävention Einzelberatung
Beratung zur Familienplanung ist fast ausschließlich im Rahmen der Konfliktberatung oder im Rahmen der Beratung
nach Geburt relevant. Wir informieren über die Wirkungsweise der verschiedenen Verhütungsmittel. Wir reflektieren mit
den Frauen bzw. den Paaren die individuelle Situation. So erhalten sie einen Überblick, welches Verhütungsmittel
momentan das geeignetste ist. Im Laufe des Jahres 2015 ist es uns - nach langer Vorarbeit – gelungen, Gelder für
langfristig wirkende Verhütungsmethoden von den Kommunen zu erhalten. Die Familien/Frauen haben einen
angemessenen Eigenanteil zu tragen. Diese Form der Unterstützung bedeutet für unsere Arbeit eine große Hilfe.
Prävention im schulischen Bereich
Im Berichtsjahr erreichten wir mit 27 Veranstaltungen 527 Personen. Die Zahl der Schuleinsätze nahm um 22 % ab. Ab
Herbst 2015 stand uns die männliche Honorarkraft nicht mehr zur Verfügung. Wir mussten die Einsätze zu Gunsten
eines reibungslosen Ablaufs an der Beratungsstelle kürzen. Die Schulen fragen explizit nach einem männlichen
Sexualpädagogen und sehen dessen Einsatz als Qualitätsmerkmal. Leider ist es uns zu Zeit nicht möglich, dieses auch
von uns gewünschte Merkmal zu erfüllen.
In unseren Workshops gehen wir auf individuelle Lebenssituationen der SchülerInnen ein und ermutigen sie, ihren
eigenen Weg zu gehen. Dazu gehört, dass wir ihre Fragen ernst nehmen, sie zu einem kritischen Umgang mit der, in
den Medien dargestellten Sexualität und den damit verbundenen Rollenbildern, ermutigen. Unser Ziel ist es, dass die
Schüler einen eigenen und reflektierten Zugang zu ihrer individuellen Sexualität finden.
In den meisten Fällen können die Workshops ohne größere Störungen durchgeführt werden. Vereinzelt gibt es Klassen,
in denen die Gruppendynamik es erfordert, den Ablauf zu unterbrechen und für ein ruhiges Arbeitsklima zu sorgen.
Im Vergleich zu den letzten Jahren ist uns aufgefallen, dass die Mädchen anfangs sehr zurückhaltend sind und kaum
Fragen stellen. Sie betonen, dass sie schon alles wüssten und daher keine Fragen bestehen. Im Laufe des Vormittags
geben sie ihre anfängliche Zurückhaltung auf und werden lebhafter.
Bei uns an der Stelle ist es Standard, dass die Schulanfragen zu Beginn des Schuljahres gestellt werden, sodass eine
gute Vereinbarkeit von Schulterminen und dem Ablauf an der Beratungsstelle gegeben ist.
Prävention an Grundschulen
Trotz großer Nachfrage führen wir nur noch punktuell Workshops an Grundschulen durch. Im Berichtsjahr besuchten wir
zwei vierte Klassen. Wir erleben, dass die Vorbehalte der Eltern gegenüber der Sexualerziehung an Grundschulen
zurückgegangen sind. Die Kinder sind stets mit großem Eifer dabei und zeigen ein großes Interesse. Sie machen sich
Gedanken über das andere Geschlecht. Bei vielen zeigen sich schon erste körperliche Veränderungen, die sehr
verunsichern können. Eine offene und wertschätzende Gesprächsatmosphäre hilft, diese Ängste zu nehmen.
Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang, dass Kinder lernen über dieses zum Teil schambesetzte Thema zu sprechen
und dies mit einer adäquaten Sprache.
Sexualpädagogik an Haupt- und Mittelschulen
Mittlerweile gehört es zum Qualitätsstandard vieler Schulen, das Thema Familien- und Sexualerziehung mit Hilfe von
externen Pädagogen abzudecken. Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist offen und vertrauensvoll. Im Rahmen
unseres Rückmeldeborgens teilen uns die Lehrkräfte mit, dass die Schüler unser Angebot schätzen. Außerdem führen
die beteiligten Lehrkräfte das Thema im Unterricht weiter. Eine Wiederholungsbefragung anhand von Antwortkärtchen in
drei Schulklassen ergab: weniger als 15 % der Schüler wurden im Vorfeld von ihren Eltern aufgeklärt und 2/3 aller
Schüler kein Aufklärungsbuch zu Hause. Dies bestätigt die Befragung des letzten Berichtszeitraums. Dies bedeutet,
dass sich die Eltern weitestgehend aus der Sexualerziehung verabschieden; diese Aufgabe wird gerne an die Schule
delegiert. Die Kinder und Jugendlichen sind so mit den medialen Eindrücken alleingelassen. Wir wissen alle, dass der
Zugang zu pornographischen Inhalten für die Jugendlichen leicht zu bewerkstelligen ist. In unseren Workshops wird das
Thema Pornographie thematisiert.
- 19 Gerade in Jungengruppen muss viel Energie darauf verwendet werden, ein realistisches Bild von Sexualität zu
vermitteln. Die derbe Sprache im Zusammenhang mit Sexualität ist auffällig. Wir arbeiten hier seit Jahren als Korrektiv.
Sexualerziehung an Schulen für individuelle Lernförderung
Mit der Schule für individuelle Lernförderung arbeiten wir seit Jahren kontinuierlich und gut zusammen. Hierfür haben wir
ein Konzept erarbeitet, dass auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder eingeht, z.B. durch kürzerer Unterrichtszeiten,
einfache Sprache und Bewegungseinheiten. In unseren Workshops achten wir besonders auf methodische
Abwechslung. Den Schülern fällt es anfangs oftmals schwer, über körperliche Vorgänge und Veränderungen zu
sprechen. Sprache zu finden, ist uns ein wichtiges Anliegen. Auch hier führen die Lehrkräfte das Thema fort.
MFM-Workshop „Dem Geheimnis meines Körpers auf der Spur“
Den Mädchen gefällt es, einen ganzen Tag für sich zu haben und ihren persönlichen Weg vom Mädchen zur Frau zu
entdecken. Mit den verwendeten Materialen wird eine spannende Entdeckungsreise durch den weiblichen Körper
dargestellt und die Teilnehmerinnen dürfen selbst aktiv werden. Die Mädchen sind immer wieder erstaunt über die
komplexen Abläufe in ihrem Körper. In den Auswertungsbögen spiegelt sich wider, dass sie gelassen ihrer ersten
Menstruation entgegen sehen bzw. dass sie die Abläufe in ihrem Körper nach dem Workshop besser verstehen.
Projektarbeit – Fotoprojekt
Zur Feier unseres 15-jährigen Bestehens 2016 werden wir eine Fotoausstellung zum Thema „Liebe und Beziehung“
konzipieren. Erste Kontakte zu einem bekannten Fotografen und einer Mittelschule wurden geknüpft.
7. Öffentlichkeitsarbeit
Öffentlichkeitsarbeit ist ein gesetzlich festgelegter Aufgabenbereich der staatlich anerkannten Beratungsstellen.
Jedes Jahr ist es aufs Neue eine große Herausforderung, Aktionen und Veranstaltungen so zu gestalten, dass wir die
entsprechenden Zielgruppen möglichst effektiv erreichen. Um dies passgenau entwickeln zu können helfen uns die
Erfahrungen in Sachen Qualitätsmanagement sehr, daher sind beide Bereiche – Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsmanagement - eng miteinander verzahnt.
Jede Zielgruppe verbindet etwas anderes mit der Marke „DONUM VITAE“ und das gilt es gut herauszuarbeiten. Daher
investieren wir viel Zeit, um Konzepte für die öffentliche Präsentation unserer Arbeitsinhalte zu erarbeiten.
Öffentlichkeitsarbeit ist immer Teamarbeit, d.h. Veranstaltungen werden im ganzen Team geplant und gemeinsam
erarbeitet. Am Ende des Vorjahres werden die geplanten Veranstaltungen der Beratungsstelle und des Fördervereins in
einer Jahresplanung zusammengefasst.
Was den Kontakt zu Spendern und Förderern unserer Beratungsstelle, aber auch zu Netzwerkpartnern betrifft, so
werden wir von unseren beiden Bevollmächtigten, Frau Dr. Fickler und Herr Pagany, tatkräftig unterstützt.
Öffentliche Veranstaltungen, wie z.B. Benefizkonzerte werden mittlerweile von unseren sehr engagierten Fördervereinsmitgliedern geplant und durchgeführt.
Werbematerialien
Für unseren Kurzjahresbericht, den wir zu Jahresbeginn an Kommunalpolitiker, Kooperationspartner, Multiplikatoren,
Spender und Interessierte weitergeben, haben wir im vergangenen Jahr viel Lob erhalten. Wir wollen damit Einblicke in
unsere Arbeit gewähren und jedes Jahr einen besonderen Schwerpunkt hervorheben. Im Kurzjahresbericht 2015 stellen
wir die Mitarbeiterinnen hinter DONUM VITAE Memmingen mit ihren besonderen Beratungsschwerpunkten vor.
Außerdem haben wir eine Neuauflage unseres „Fingerspielkalenders“ erarbeitet. Die Konzeption und die Kooperation
mit einer Kinder-Malschule, sowie die Sponsoren-Suche erfolgte in 2015; der Druck ist im Frühjahr 2016 geplant.
- 20 Eine ganz besondere Kooperation gingen wir bei der Gestaltung unserer Weihnachtskarte ein. Eine Schülerin der
ortsansässigen Reichshain-Förderschule zeichnete für uns die Weihnachtsgeschichte als Comic. Die vielen positiven
Rückmeldungen haben uns darin bestärkt, auch künftig solche Kooperationen einzugehen.
Alle Informationsmaterialien, die wir in diesem Jahr veröffentlicht haben (z.B. aktueller Stellenflyer, Veranstaltungsplakate, etc.), wurden zudem mit einem QR-Code versehen. Somit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass die
Informationsbeschaffung über das Smartphone zunehmend selbstverständlich geworden ist.
Unsere Facebook-Seite
Seit über einem Jahr haben wir nun eine eigene Facebook-Seite, die von einer kompetenten Ehrenamtlichen aus dem
Förderverein betreut wird. Hier versuchen wir, uns gezielt über das Medium Internet an unsere Klientinnen zu wenden.
Neben Informationen rund um Schwangerschaft und Eltern-Sein, finden sich dort auch Hinweise auf unsere
Veranstaltungen, Neues aus der Beratungsstelle, sowie nette Bilder, Filme, Gedichte rund um die Familie.
Internetpräsenz
Die Pflege und Aktualisierung der Homepage ist zu einer festen Aufgabe unserer Verwaltungskräfte geworden.
Regelmäßig müssen Links überprüft, gesetzliche Änderungen eingepflegt und die News mit Hinweisen auf unsere
Veranstaltungen usw. auf einem aktuellen Stand gehalten werden. Für fachliche Änderungen steht eine Beraterin zur
Seite.
Nicht nur, dass dieser Arbeitsbereich viel Zeit in Anspruch nimmt, es entstehen hierbei Kosten, für die das zur Verfügung
stehende Budget nicht ausreichend ist.
Die KlientInnen nutzen unsere Internetseite um sich im Vorfeld der Beratung zu informieren oder sich über das
Kontaktformular mit konkreten Fragestellungen bzw. dem Wunsch nach einem Beratungstermin an uns zu wenden.
Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2016
Zu Beginn stand die Idee, ein Kunstprojekt mit Jugendlichen durchzuführen. Hierfür konnten wir den bekannten
Fotografen Karl Forster gewinnen. Mit ihm zusammen entwickelten wir Thema und Konzeption. In Kooperation mit einer
ortsansässigen Schule, veranstalten wir ein Foto-Kunst-Projekt für Jugendliche der 8. Jahrgangsstufe zum Thema
„Liebe und Beziehung“. Im Rahmen einer Ausstellung sollen die Fotografien dann der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die vorbereitenden Arbeiten für dieses Projekt war der Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit für die zweite
Jahreshälfte 2015 und besonders zeitintensiv. Zuerst standen Vorgespräche im Team, mit dem Schulleitern sowie dem
Künstler an. Dann galt es, in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin, interessierte Jugendliche für das Projekt zu
gewinnen. Im Dezember 2015 gestalteten wir dann einen sexualpädagogischen Workshop mit den SchülerInnen, um sie
in die Thematik einzuführen. Die weitere Durchführung des Projektes und die Planung der Ausstellung finden bis zu den
Sommerferien 2016 statt.
Informationsveranstaltungen
Zur Darstellung unserer Tätigkeit in der Öffentlichkeit nutzen wir hauptsächlich Power-Point-Präsentationen. Wir haben
hierzu im letzten Jahr mehrere Präsentationen für verschiedenen Zielgruppen entwickelt.
Bei folgenden Veranstaltungen haben wir auf unser Angebot aufmerksam gemacht:
● Im Rahmen des Infoabends für Schwangere am Memminger Klinikum:
Das Klinikum Memmingen bietet den staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen die Gelegenheit, werdende
Eltern über ihre Beratungsangebote zu informieren. Die Teilnehmer nutzen die Möglichkeit, Broschüren und Flyer
mitzunehmen und vereinbaren häufig zu einem späteren Zeitpunkt ein persönliches Beratungsgespräch.
- 21 ● Bei Informationsgesprächen mit Kooperationspartnern:
Diese dienen in erster Linie dazu, sich im Einzugsgebiet gut zu vernetzen. Dies ist für unsere Beratungsarbeit von
besonderer Bedeutung. Hierbei können beispielweise allgemeingültige Absprachen bzgl. Verweispraxis, Kontaktaufnahme etc. getroffen werden.
●Bei Informationsgesprächen mit Förderern, Spendern, Ehrenamtlichen.
In der öffentlichen Wahrnehmung ist oft nur wenig über die vielschichtigen Aufgabenbereiche der Schwangerenberatungsstellen bekannt. Bei Veranstaltungen dieser Art nutzen wir nach einem Kurzreferat zu den Themenbereichen
der Schwangerenberatung gerne die Gelegenheit, mit den TeilnehmerInnen in eine intensive Diskussion zu treten. Die
Zuhörer interessieren sich vor allem für unsere sexualpädagogische Arbeit an Schulen, die Auswirkungen von gesellschaftlichen Veränderungen auf Schwangerschaft und Elternschaft sowie Fallbeispiele aus unserer Beratungstätigkeit.
Berichterstattung in den Medien:
 regelmäßig in der örtlichen Presse mit unseren Gruppen- und Beratungsangeboten
 in den Veranstaltungskalendern der Städte Memmingen und Mindelheim
 im „allgäu-weit“-Veranstaltungskalender
 Plakatierung von Veranstaltungen über das städtische Kulturamt und durch ehrenamtliche HelferInnen
Versandaktionen/Verteilung
 Rundschreiben mit Versand des Kurz-Jahresberichtes an alle Gemeinden im Landkreis Unterallgäu
 Weihnachtskarte 2015
 Flyer „Beratungsstelle Memmingen“
 Karte „Mütter-Café“ Memmingen
 Einlegeblatt Mutterpass „Baby-Glück & Baby-Blues“
 Karte „Mittwochstreff für Alleinerziehende“
 Flyer „Beratung und Begleitung vor, während und nach vorgeburtlichen Untersuchungen“
Beratungsangebote bei Pränataler Diagnostik
 Flyer „Leise wieder leben lernen“ – Gruppenangebot für Eltern, die ihr Kind in der Schwangerschaft,
bei der Geburt oder kurz danach verloren haben
 Karte „psychosoziale Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch“
 Flyer „Hebammen im Einzugsgebiet“
Öffentlichkeitsarbeit an einem ungewöhnlichen Ort - Pfandboxen in Edeka-Märkten
Als staatlich anerkannte Beratungsstelle können wir zwar jedes Jahr mit einem festen staatlichen Zuschuss rechnen.
Nichtsdestotrotz müssen wir einen nicht unerheblichen Teil unseres Etats aus Eigenmitteln finanzieren. Mit der
Pfandbon-Sammelaktion in Edeka-Märkten werden zwei Ziele auf einmal verfolgt: Neben den Flaschenrückgabeautomaten platzierten wir Sammelboxen mit einer Kurzbeschreibung unserer Aufgaben, sowie unserer Bitten an die
Kunden, durch die Spende ihres Pfandbons unsere Arbeit zu unterstützen. Einige unserer Ehrenamtlichen übernehmen
die Aufgabe, die Boxen in regelmäßigen Abständen zu leeren und dem Marktleiter sowie dem Personal für ihre Mithilfe
zu danken. Die Kunden werden ebenfalls über die Höhe des gespendeten Geldes informiert. In unserem Einzugsgebiet
konnten so über 1500,- € an Spenden eingenommen werden.
Unser Förderverein – unverzichtbar für die Öffentlichkeitsarbeit
Auch im vergangenen Jahr haben sich die Mitglieder des Fördervereins mit großem Engagement dem Vereinszweck,
der Beschaffung von Geldern zur Finanzierung unseres Eigenanteils, gewidmet.
- 22 Aktionen 2015:
„Anstatt Fasching“: Ein bunter, lustiger Abend mit den Theaterfreunden Buxheim "Die Gaukler". Sie boten dem Publikum
das humorvolle Stück „Um Gottes Willen“ oder „Der Vaterschaftsprozess des Zimmermann Josef“ des israelischen
Satirikers Ephraim Kishon.
„Klang am Bach“: Das kleine, aber feine Benefiz-Konzert im Gruppenraum der Beratungsstelle war zum wiederholten
Mal ein voller Erfolg! Das Repertoire des Trios „Feelin‘ Alright“ reichte von Oldies der 60er und 70er Jahre, über
deutsche Schlager hin zu französischen Chansons. Platzkarten wurden im Vorfeld an der Beratungsstelle ausgegeben.
Der Erlös des Abends erfolgte auf Spendenbasis.
„Datschi-Verkauf“ im Kaufmarkt Memmingen: die von vielen fleißigen Helferinnen gebackenen und gespendeten
Zwetschgen- und Apfeldatschi fanden reißenden Absatz!
Kochbuch „Kleine Köstlichkeiten aus der DONUM VITAE-Küche“: Bei den Benefiz-Veranstaltungen unseres
Fördervereins ist es üblich, die Besucher mit kleinen, feinen und kreativen Fingerfood-Bissen zu verwöhnen. So
entstand die Idee, ein Rezeptbuch zu veröffentlichen. Auf 83 Seiten wurden nun kulinarische Ideen wie „BlätterteigSpinatschnecken“, „Weinblätter à la nature“ oder „herzhafte Herzen“ gesammelt. Das Kochbuch kann gegen eine
Spende bei Veranstaltungen bzw. in der Beratungsstelle erworben werden.
Teilnahme beim „Christbaumloben“-Wettbewerb im Memminger Rathaus
8. Qualitätssicherung
Qualitätsentwicklung auf Verbandsebene
Alle bayerischen DONUM VITAE Beratungsstellen arbeiten bereits seit vielen Jahren kontinuierlich an der
Qualitätssicherung ihrer Arbeit. In einem allgemeinen Handbuch werden Qualitätsversprechen zu den jeweiligen
Arbeitsschwerpunkten abgegeben, im internen Handbuch jeder Beratungsstelle finden sich Verfahrensanweisungen zu
den konkreten Angeboten.
Auf Verbandsebene findet einmal jährlich ein Treffen aller Qualitätsbeauftragten von DONUM VITAE Bayern statt.
Inhalte sind neben dem kollegialen Austausch, die Standardisierung von Arbeitsabläufen an den einzelnen
Beratungsstellen, sowie die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementprozesses.
Der Austausch unter den Qualitätsbeauftragten wird als sehr bereichernd empfunden. Es ergeben sich große SynergieEffekte beispielsweise bei der Entwicklung neuer Verfahrensanweisungen, dem Einsatz von Prüfmitteln oder der
Organisation von Internen Audits oder Teambesprechungen zum Thema Qualitätsmanagement.
Für die fachliche Begleitung, sowie die Durchführung der Externen Audits stehen uns die Mitarbeiterinnen von „vis à vis“
zur Seite.
Qualitätsentwicklung im Team
Die Verantwortung für den gesamten Qualitätsmanagement-Prozess an der Beratungsstelle hat die Leiterin inne. Sie
leitet die jährlich stattfindenden Internen Audits und sorgt für die Umsetzung der im Team vereinbarten Veränderungen
in den einzelnen Verfahrensanweisungen.
Die Qualitätsbeauftragte überwacht die Einhaltung der Qualitätsstandards, sie koordiniert den Einsatz der jeweiligen
Prüfmittel, erarbeitet Entwürfe zu Qualitätsversprechen, Prozessbeschreibungen sowie Prüfmitteln und moderiert die in
unregelmäßigen Abständen stattfindenden Teamsitzungen zum Thema QM. Ihre Hauptaufgabe besteht jedoch darin,
- 23 –
den Qualitätsmanagement-Prozess stetig am Laufen und lebendig zu halten! Besonders wichtig ist hierbei die enge und
vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Leitung und Qualitätsbeauftragter.
Die Einbindung des gesamten Teams ist für den Erfolg des Qualitätsmanagements von großer Bedeutung. Alle
Mitarbeiterinnen unserer Stelle, Beraterinnen wie Verwaltungskräfte, beteiligen sich engagiert und aktiv an der
Weiterentwicklung der Qualität unserer Arbeit. Viele Impulse bzgl. Veränderungen in Verfahrensanweisungen oder den
angewandten Prüfmitteln kommen von Seiten der Kolleginnen.
Zu Jahresbeginn wurden im Rahmen des Internen Audits notwendige Änderungen besprochen, die im Laufe der
nächsten Monate in die Verfahrensanweisungen eingearbeitet werden. Konkret haben wir im Berichtsjahr die
Verfahrensanweisung zur „Beantragung von Mitteln aus der Landesstiftung“ aufgrund der Änderungen seitens der
Landesstiftung komplett überarbeitet. Außerdem wurden die Fragebögen für die Konfliktberatung und die nachgehende
Betreuung neu entwickelt.
In der Sexualpädagogik entwickelten wir eine neue Methode zur Abfragung bestimmter Themenschwerpunkte. Dadurch
erhoffen wir uns zu wechselnden Fragestellungen unmittelbare Rückmeldungen der SchülerInnen.
Qualitätsmanagement benötigt vor allem: viel Zeit! So wurden im vergangenen Jahr hierfür fast 100 Arbeitsstunden
aufgewendet, wobei der Hauptanteil auf die Qualitätsbeauftragte entfällt. Die größte Schwierigkeit besteht darin, sich
diese Zeit im Beratungsstellen-Alltag zu nehmen. Um neue Inhalte im Team konzentriert erarbeiten zu können, haben
sich extra anberaumte Teamsitzungen mit einer Dauer von mindestens 2 Stunden als sinnvoll erwiesen.
Aktivitäten des bayerischen Staatsministeriums zur Qualitätsentwicklung
An den jährlich stattfindenden Treffen des „Regionalkreises Qualitätsentwicklung Schwaben“ nimmt stellvertretend für
alle drei schwäbischen Beratungsstellen Augsburg, Neu-Ulm und Memmingen die Kollegin von DONUM VITAE in
Augsburg teil.
9. Fortbildung und Supervision der Mitarbeiterinnen
Die Beraterinnen haben sich entsprechend ihren Schwerpunktthemen für Fortbildungsangebote und Fachtage
entschieden, die aktuelle Probleme aufgreifen.
Fortbildungen:
Beratung:
Name
Thema
Veranstalter
Datum
Weißfloch,
Stephanie
Binder, Ulrike
Unerfüllter Kinderwunsch - psychosoziale
Beratung Teil III in Frankfurt/Main
„MFM-Update“ in Augsburg
DONUM VITAE e.V.
Bundesverband
Diözese Augsburg
12.01.14.01.2015
07.02.2015
Binder, Ulrike
Umsetzung der vertraulichen Geburt in
Nürnberg
ElterngeldPlus, Neue Bestimmungen, in
Kempten
Vorstellung der SINUS Studie 2012 in
Nürnberg
Depressionen in der Schwangerschaft,
in München
„Kinderernährung“ in Augsburg
Regierung von Oberfranken,
Regierung von Schwaben
Zentrum Bayern Familie und
Soziales
DONUM VITAE Landesverband
25.02.26.02.2015
26.02.2015
Kassenärztliche Vereinigung
Bayern
AELF Bayern
14.10.2015
Methodenworkshop „Liebe, Sex und sonst
noch was“ in München
Psychosoziale Beratung bei unerfülltem
Kinderwunsch Fachtag zur Fortbildung
Frauengesundheitszentrum
06.11.2015
DONUM VITAE e.V.
Bundesverband
30.11.2015
Weißfloch,
Stephanie
Binder, Ulrike
Zettler,
Barbara
Weißfloch,
Stephanie
Binder, Ulrike
Weißfloch,
Stephanie
04.05.2015
10.11.2015
- 24 -
Fachtage und Konferenzen
Die Mitarbeiterinnen besuchten folgende Fachtage und Konferenzen:
Name
Thema
Veranstalter
Datum
Binder,
Ulrike
Zettler,
Barbara
Binder,
Ulrike
PND-Fachtag in Nürnberg
DONUM VITAE in Bayern
e.V.
DONUM VITAE in Bayern
e.V.
DONUM VITAE e.V.
Bundesverband
10.06.2015
PND-Fachtag in Nürnberg
Trägerkonferenz in Bad Honnef
10.06.2015
18.09.2015
Teambesprechungen und Supervision
Regelmäßig stattfindende Teambesprechungen, eine gut funktionierende Kommunikation zwischen Beraterinnen und
Verwaltungskräften und Einhaltung getroffener Absprachen sind für einen reibungslosen Ablauf an der Beratungsstelle
unverzichtbar. Bei der Vielzahl unserer Aufgaben und der zunehmenden Schnelllebigkeit ist es wichtig, Informationen
abzugleichen, über Gesetzesänderungen zu informieren usw. Im Bereich des Qualitätsmanagements befasst sich das
Team mit aktuellen Fragestellungen bzw. wird von der Qualitätsbeauftragten regelmäßig über den derzeitigen Stand
informiert.
Bei den Treffen des Fachteams mit den Honorarkräften werden aktuelle Entwicklungen bzw. rechtliche, medizinische
oder psychologische Problemstellungen aufgegriffen. Zweimal jährlich trifft sich das Fachteam in seiner vollen
Besetzung. Darüber hinaus werden die einzelnen Mitglieder des Fachteams bei Bedarf zu Fallbesprechungen bzw.
Gesprächen ins Team geholt.
Die mehrmals jährlich stattfindenden Supervisionstreffen ermöglichen es den Mitarbeiterinnen, belastende bzw.
schwierige Beratungs- oder Arbeitssituationen anzusprechen und zu reflektieren.
Frau Zettler und Frau Binder nehmen regelmäßig an der beratungsstellenübergreifenden PND-Supervision teil.
Supervision
Teilnehmerinnen
Supervisorin
Inhalt
Datum
Zettler Barbara
Binder, Ulrike
PND Supervision in Augsburg
16.03., 22.07.,
23.11.2015
Team
Jutta Dietrich DGSV
Supervision
PNDBeraterinnen
TeamSupervision
03.02., 05.05.,
14.07.,24.11.2015
10. Zusammenarbeit mit anderen Stellen; Teilnahme an Arbeitskreisen
Nur durch gute Kontakte zu anderen Beratungsstellen, staatlichen Einrichtungen und Organisationen ist eine
umfassende professionelle Beratung und Begleitung unserer KlientInnen gewährleistet. Der ständigen Pflege dieses
Netzwerkes kommt daher eine besondere Bedeutung zu.
Zu den FachkollegInnen besteht bereits seit vielen Jahren ein persönlicher Kontakt. Dies erleichtert uns die
Zusammenarbeit erheblich. Zur Klärung von Fragen bzw. einer gelungenen Weitervermittlung von KlientInnen können
so kurzfristig die erforderlichen Absprachen getroffen werden.
Mit Ämtern wie z.B. der Elterngeldstelle, den Jobcentern und Jugendämtern kommunizieren wir meist per Telefon,
immer häufiger per E-Mail. Auch hier bewährt sich der z.T. schon jahrelang bestehende Kontakt zu den
SachbearbeiterInnen.
- 25 Unsere Beratungsstelle war im vergangenen Jahr in folgenden Arbeitskreisen im Einzugsgebiet vertreten:
 AK Schwangerenberatungsstellen im Einzugsbereich
 Koordinierungsgespräch mit dem Jobcenter Unterallgäu
 KOKI-Treffen Memmingen und Unterallgäu
 AK „Alleinerziehende“ Memmingen
 AK „Candle-Light-Day“ Memmingen
 Frauennetzwerk Memmingen
 „Bündnis für Familie“ Memmingen
 „Netzwerk Familie“ Mindelheim
 Runder Tisch Pränatale Diagnostik Ulm
Mit diesen Institutionen arbeiten wir regelmäßig zusammen:
 Jobcenter und Sozialämter Stadt MM und Landkreis Unterallgäu
 Jugendämter Stadt MM und Landkreis Unterallgäu
 Koordinierende Kinderschutzstelle (KOKI) der Stadt MM und des Landkreises Unterallgäu
 Stadt Memmingen und Landkreis Unterallgäu:
Ausländeramt
Standesamt
Liegenschaftsamt
Wohngeldstelle
 ZBFS Elterngeldstelle Schwaben
 Familienkasse Kempten
 Klinikum Memmingen:
Gynäkologie
PND- Ambulanz
Sozialpädiatrisches Zentrum
Klinikseelsorge ev./kath.
 Sprungtuch e.V., Memmingen
 Frauenhaus Memmingen
 Caritas:
Migrationsdienst
Schuldnerberatung
Familiencafé
Betreuungsstelle
 Diakonie Memmingen:
Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA)
Kaufhaus K-DW
 SKM:
Memminger Tafel
 Katholische Jugendfürsorge Memmingen und Unterallgäu:
Erziehungsberatungsstellen
Hildegardheim
Sozialpädagogischer Fachdienst
 Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen
 Familienpaten Memmingen und Unterallgäu
 AWO Memmingen: Psychosoziale Beratungsstelle
 Internationaler Frauentreff
 Freiwilligenagentur „Schaffenslust“
 Quartiersmanagement „Soziale Stadt“ Memmingen
 Frühförderstellen der Lebenshilfe Memmingen/ Mindelheim
 Schulvorbereitende Einrichtung
 Kinderhospiz Allgäu
 Bunter Kreis Kempten
 Elterngruppe Down-Syndrom im Landkreis Unterallgäu
 LEONA e.V.
 Verschiedene Schulen im Einzugsgebiet im Rahmen unserer sexualpädagogischen Angebote
 Schulsozialarbeit SKM Memmingen




- 26 Volkshochschulen Memmingen und Unterallgäu
Hebammen im Einzugsgebiet
Verschiedene Pfarreien
Verschiedene Stiftungen wie z.B. Kinderbrücke Allgäu, Aktion für das Leben e.V., Kartei der Not
Die Leiterin bzw. die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle nehmen an folgenden trägerinternen und
institutionsübergreifenden Arbeitsgruppen teil:
 Treffen Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Schwangerenberatungsstellen der freien Träger (LAG)
 Leiterinnen-Treffen Donum Vitae in Bayern e.V.
 Leiterinnen-/Bevollmächtigten-Treffen Beratungsinitiative Schwaben (B.I.S.)
 Treffen Vorstand, Bevollmächtigte und Leiterinnen Donum Vitae in Bayern e.V.
 Arbeitskreis Sexualpädagogik Donum Vitae in Bayern e.V.
 Fachtag der Qualitätsbeauftragten Donum Vitae in Bayern e.V.
 Fachgruppe PND Donum Vitae in Bayern e.V.
 Jahrestagung donum vitae Bundesverband
 Fachteam an der Beratungsstelle Memmingen
 Klausurtagung
Memmingen, im März 2016
Barbara Zettler
Dipl. Soz.-Päd. (FH)
Leiterin der Beratungsstelle
Erstberatung
Folgeberatung
Übernahme aus
dem Vorjahr
Telefon- / E-Mail/ Online-Beratung
Stunden
Statistik:
112
3
0
6
148,00
293
96
10
71
655,50
Nachgehende Betreuung ab Geburt
3
51
0
101
0
64
0
80
5,00
338,00
Nachgehende Betreuung nach einem Schwangerschaftsabbruch
2
2
0
0
7,00
Kinderwunschberatung/Präimplantationsdiagnostik
sonstige Beratung
3
10
0
0
0
1
0
1
6,75
15,25
474
202
75
158
1175,50
2015
Schwangerschaftskonfliktberatung n. § 219 StGB
Allgemeine Schwangerenberatung
Pränataldiagnostik
Summe (Beratungen gesamt = 909)
Statistischer Vergleich:
Konflikt-Beratungen
DONUM VITAE Memmingen mit Außenstelle Mindelheim
2001 - 2015
allg. SchwangerenBeratung inkl. PNDBeratung
nichtschwangere Frauen
inkl. Mütter mit Kindern
nach Geburt
mitberatene Männer
1000
800
600
alleinberatene Männer
400
Ratsuchende gesamt
(Erstkontakte)
200
Anträge gesamt
0
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Beratungs-Kontakte
gesamt
Donum Vitae Memmingen mit Außenstelle Mindelheim
Präventionsveranstaltungen
2500
2088
Anzahl
Veranstaltu
ngen
2000
1500
1188
965
1000
500
0
321
199
20 66 19
2001
2002
606
446
63 39
2003
204
62
2004
987
943
536
1010
485
498
453
erreichte
Personen
830
771
540
420
333
281
58
2005
53
2006
55
2007
56
2008
48
2009
42
2010
35
2011
593
527
301
275
240
192
33
27
27
23
2012
447
2013
2014
2015
Stunden
Pressespiegel 2015:
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