Bern,

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Stadt Bern
Direktion für Tiefbau
Verkehr und Stadtgrün
Verkehrsplanung
Bern, 22.1.2008 - SMo, UGl
Aktennotiz
Morgenstrasse / Burgunderstrasse
Anwesend
Bernardo Albisetti, Präsident SQL
Carola Ertle, Vizipräsidentin QBB
Andreas Flückiger, Stadtrat
Katrin Kummer, Vorstand SQL, Anwohnerin Burgunderstr.
Claudia Neuhaus, Vorstand SQL, Anw. Burgunder -/Frankenstr.
Beat Straub, Anwohner Burgunder-/Frankenstr.
Beat Schweizer, Anwohner Frankenstr.
Sandro Vicini, Initiativgruppe für die Sperrung der Morgenstr.
Regula Rytz, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadt grün
Urs Gloor, Verkehrsplanung
Stephan Moser, Verkehrsplanung
Verteiler
Teilnehmer; Franz Kuster, Amt für Umweltschutz
Ort / Datum / Zeit
TVS, Montag, 17. Dezember 2007, 18.30 - 20.00 Uhr
Traktanden
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Begrüssung
Bereits ergriffene Massnahmen
Resultate der Verkehrserhebungen
Vorstellen von Massnahmen-Varianten
Diskussion
Beschlüsse zum weiteren Vorgehen
Was
1.
Wer / wann
Begrüssung
Regula Rytz begrüsst und dankt für das Engagement zu Gunsten der Wohn qualität im Quartier Höhe.
2.
Bereits ergriffene Massnahmen
Urs Gloor gibt einen Überblick über den Stand der Umsetzung der Massnah menvorschläge gemäss Liste der Sitzung vom 21.8.2007:
 Die Umgestaltung der nördlichen Einfahrt in die Morgenstrasse wird im
Rahmen von Tram Bern West im Sommer 2008 umgesetzt.
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Was
Wer / wann
 Auf zusätzliche Pfosten auf den Gehwegen wird verzichtet, weil damit
Fussgänger, Strassenreinigung und Schneeräumung zu stark behin dert
würden.
 Die Stadtpolizei hat auf der Morgenstrasse eine
Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt und dabei 4
Geschwindigkeitsverstösse geahndet.
 In der Begegnungszone beim Bahnhof Bümpliz Süd ist das Geschwindig keitsverhalten etwas zu hoch (v85 = 27 bzw. 31 km/h). Nachbesserungen
werden geprüft. Ein Fussgängerstreifen kann jedoch nicht markiert
werden.
VP
VP
Der Brief des Schulkreises Bümpliz/Höhe wird von der VP im direkten Ge spräch mit den Absendern behandelt. Es gibt aber auch Zusammen hänge zu
den Varianten fürs weitere Vorgehen (z.B. Tempo 30 Bümpliz strasse).
3.
Resultate der Verkehrserhebungen
Stephan Moser stellt die Ergebnisse der Verkehrserhebungen vor (vgl.
Beilagen): Im Mai/Juni 2007 und im November 2007 wurden an mehreren
Messstellen während zwei Wochen Dauerzählungen durchgeführt. Diese
ermöglichen einen direkten Vergleich der Vorher-/Nachher-Situation.
Besonders interessant sind folgende Werte:
 Quartiernetz: Auf der Morgenstrasse hat der Verkehr im Bereich der
Shell-Tankstelle um rund die Hälfte abgenommen (vorher 3’150, nachher
1’630 Fz/Tag). Damit wurde das primäre Ziel der Lärmsanierung der
Morgenstrasse erreicht. Auf der Frankenstrasse (Post) wurde eine
leichte Abnahme gemessen (vorher 1’420, nachher 1'160 Fz/Tag). Auf der
Statthalterstrasse kann keine signifikante Veränderung des
Verkehrsaufkommens festgestellt werden (vorher 1'780, nachher 1’810
Fz/Tag). Eine Verdrängung auf die Statthalterstrasse hat somit nicht
stattgefunden.
 Übergangsnetz: Auf der Morgenstrasse Süd (Nr. 148) kann keine
signifikante Veränderung des Verkehrsaufkommens festgestellt werden
(vorher 8'040, nachher 8’120 Fz/Tag). Auf der Bümplizstrasse (Schulhaus
Statthalter) wurde eine Zunahme um rund 1'300 Fz/Tag registriert (vorher
3’720, nachher 5'040 Fz/Tag). Damit ist die Zunahme auf der
Bümplizstrasse kleiner ausgefallen als prognostiziert (Prognose: +
2'800 Fz/Tag).
 Basisnetz: Auf der Bernstrasse (Post) wurde eine Zunahme um 1'000 Fz
gemessen (vorher 9'040, nachher 10’030 Fz/Tag). Damit ist die
Zunahme auf der Bernstrasse kleiner ausgefallen als prognostiziert
(Prognose: + 2'300 Fz/Tag). Auf der Freiburgstrasse (Nr. 453) und auf der
Bernstrasse im Bereich der Abzweigung Bethlehemstrasse wurden keine
signifikanten Veränderungen des Verkehrsaufkommens registriert.
Das Messgerät in der Burgunderstrasse Nord hatte Ausfälle und lieferte für
Seite 3/7
Was
Wer / wann
November 2007 keine Vergleichswerte (Vorher: 1’075 Fz/Tag).
Aussagen zur Verkehrsverlagerung innerhalb des Quartiers können dank der
Kordonzählung von November 2007 gemacht werden. Dabei wurden
während drei Zeitabschnitten (6.30 - 8.15 Uhr, 14.45 - 16.15 Uhr und 16.45 18.15 Uhr) an den Quartierzu- und -wegfahrten die Endziffern der
Autonummern aller ein- und ausfahrenden Fahrzeuge erfasst und innerhalb
von Zeitintervallen verglichen. So liessen sich die Verkehrsströme in
Durchgangs-, Ziel- und Quellverkehr aufteilen und mit der analogen
Kordonzählung von 2002 vergleichen. Besonders interessant sind folgende
Werte (zu beachten: die relativen Werte umfassen nur die genannten
Zeitabschnitte):
 Die Anzahl der in den drei Zeitabschnitten erfassten Fahrzeuge ging von
2'300 (2002) auf rund 1'000 Fahrzeuge zurück (-56%).
 Die Anzahl Durchgangsfahrten ging insgesamt um knapp 70% zurück
(2002: 800, 2007: 250 registrierte Fahrten).
 Die am stärksten vom Durchgangsverkehr belastete Route führt neu (in
beiden Richtungen) über die Burgunderstrasse Süd – Frankenstrasse –
Morgenstrasse Nord, wenn auch in weit geringerem Ausmass als 2002 auf
der damaligen Durchgangsachse Morgenstrasse. Beispiel: In der
Abendspitze werden in der Burgunderstrasse Süd wie auch in der
Morgenstrasse Nord knapp 100 Durchgangsfahrten registriert, das
bedeutet für die Morgenstrasse Nord gegenüber der Messung 2002 eine
Abnahme um rund 130 Fahrten, für die Burgunderstrasse Süd eine
Zunahme um rund 20 Durchgangsfahrten Fahrten pro Stunde. Werden
auch die Veränderungen des Ziel- und Quellverkehrs mitberechnet
resultiert in der Abendspitze auf der Morgenstrasse Nord eine Abnahme
von rund 150 Fahrten, in der Burgunderstrasse Süd eine Z unahme von
rund 40 Fahrten/Stunde.
 Die Burgunderstrasse Süd hat gegenüber 2002 eine Mehrbelastung von
rund 200 Fz/Tag erfahren (vorher 1’100, nachher 1'300 Fz/Tag =
Hochrechnung aus den Kordonzählungen). Sie ist damit die einzige
Messstelle mit einer Verkehrszunahme. Die heutige Verkehrsmenge ist für
die Verkehrsplanung hinsichtlich des Lärmschutzes und der
Verkehrssicherheit im Vergleich mit anderen Quartierstrassen nicht
alarmierend. Für Direktbetroffene ist die Veränderung insbesondere in der
Abendspitzenstunde offenbar wahrnehmbar (s. unten).
In der Diskussion kommt zum Ausdruck, dass sich die Ergebnisse ungefähr
mit der Wahrnehmung der Teilnehmenden decken. Wahrnehmbar sei die
Zunahme auch in der Frankenstrasse (mittlerer Abschnitt). Die
Verkehrsplanung wird versuchen, aus den vorliegenden Verkehrszahlen
Werte für diesen Strassenabschnitt zu berechnen.
VP, Jan. 2008
Seit der Entfernung der 4 temporären Sackgassen -Signale bei den
Quartiereinfahrten anfangs Dezember 2007 habe der Verkehr zugenommen.
Die 4 temporären Sackgassen-Signale werden deshalb auf Wunsch der
TAB, sofort
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Was
Wer / wann
Teilnehmenden wieder aufgestellt und zu gegebener Zeit durch eine
geeignete, definitive Signalisation abgelöst werden.
VP
4.
Vorstellen von Massnahmen-Varianten
Variante
 Beschreibung:
Verschieben der Durchfahrtssperre Burgundertrasse Nord in die
Burgunderstrasse Süd
 Auswirkungen:
Durchgangsverkehr ist nicht mehr möglich. Es sind Verkehrsabnahmen in
der Burgunderstrasse Süd, im mittleren Abschnitt der Frankenstrasse und
in der Morgenstrasse Nord zu erwarten. Die Bümplizstra sse (Schulhaus)
und die Frankenstrasse (Post) würden Mehrverkehr erhalten.
 Diskussion:
Es wird angeregt, die Sperre der Burgunderstrasse direkt süd lich des
Knotens mit der Frankenstrasse anzuordnen, damit die Lastwagen zur
Firma Haussener (Frankenstrasse 70) von/nach Süden zu - und wegfahren
können. Der Wegfall der nördlichen Sperre in der Burgunderstrasse wü rde
wieder zu Mehrverkehr führen, weil das dortige Restaurant wi eder aus
beiden Richtungen erreichbar wäre.
Dies ergibt die neue Variante 1+:
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Was
Variante
 Beschreibung:
zusätzliche Durchfahrtssperre im Bereich Morgenstrasse Nord
 Auswirkungen:
Durch das Verhindern der direkten Zufahrt aus der Stöckackerstrasse
über die Bernstrasse in die Morgenstrasse (und umgekehrt) wird die
Route für den Durchgangsverkehr unattraktiv ( via Baumgartenstrasse).
Für die Frankenstrasse (Post) könnte wieder Mehrverkehr resultieren
(Ausgangszustand), für die Burgunderstrasse Süd eine Abnahme.
 Diskussion:
Die Einmündung Baumgartenstrasse – Bernstrasse wird für die
Quartiererschliessung als zu problematisch beurteilt. Diese Variante wird
deshalb von den Teilnehmenden abgelehnt.
Variante
Wer / wann
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Was
 Beschreibung:
Verschiebung der Durchfahrtssperre Morgenstrasse Süd in die
Morgenstrasse Nord
 Auswirkungen:
Der Durchgangsverkehr und grosse Anteile des Ziel- und Quellverkehrs
würden sich auf die Route Morgenstrasse Süd – Frankenstrasse
verlagern (Zunahme), die Bümplizstrasse würde voraussichtlich entlastet.
 Diskussion:
Die vorauszusehenden Verkehrszunahmen widersprechen der Absicht
des Quartiers. Diese Variante wird von den Teilnehmenden abgelehnt.
Variante
 Beschreibung:
zusätzliche Durchfahrtssperre im mittleren Abschnitt der Frankenstrasse
 Auswirkungen:
Die Burgunderstrasse Süd und die Morgenstrasse Nord würden
voraussichtlich entlastet, jedoch besteht die Gefahr von vermehrtem
Verkehr via Bahnhöheweg – Benteliweg. Die Bümplizstrasse dürfte
zusätzlich belastet werden.
Wer / wann
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Was
Wer / wann
 Diskussion:
Mögliche Probleme in der Begegnungszone Benteliweg werden hoch
gewichtet und müssten bei Möglichkeit mit geeigneten Mass nahmen
minimiert werden.
5.
Diskussion
 Heute werde die Sperre auf der nördlichen Burgunderstrasse häufig durch
parkierte Fahrzeuge verstellt, was den Notfalldiensten die Durchfahrt
verunmöglicht. Dieses Problem wird der Polizei gemeldet.
VP, sofort
 Es wird diskutiert, ob als zusätzliche Varianten Einbahnstrassen in
Betracht gezogen werden könnten. Die Teilnehmenden lehnen solche
Varianten aber ab, da zu viele Nachteile in Kauf genommen werden
müssten (v.a. höhere Geschwindigkeiten und längere Umwege).
 In der Diskussion kristallisiert sich eine grosse Unterstützung für die
Variante 1+ heraus.
6.
Beschlüsse zum weiteren Vorgehen
 Unterlagen zu Verkehrserhebungen und Varianten an die Teil nehmenden
verschicken (vgl. Beilagen zum Protokoll)
VP, Jan. 2008
 Variante 1+ inkl. flankierende Massnahmen darstellen und beurteilen
VP, Mitte Feb.
2008
 Diskussion in SQL und QBB
 Rückmeldung an Verkehrsplanung
Beilagen:
Wichtigste Ergebnisse der Verkehrserhebungen
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