backstein - IFB Hamburg

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BACKSTEIN
QUALITÄTSSICHERUNG:
GUTE BEISPIELE
ENERGETISCHER SANIERUNG
Wir fördern Hamburgs Zukunft
GLOSSAR
BACKSTEIN – QUALITÄTSSICHERUNG
INHALTSVERZEICHNIS
VORWORT
1
Baukosten sind entsprechend DIN 276 gegliedert.
Gesamtkosten umfassen die Kostengruppen 200–700 (alle Kosten, die bei der Baumaßnahme angefallen sind, ein-
MÖGLICHKEITEN DER FÖRDERUNG
3
schließlich der Nebenkosten).
Fassadenkosten beinhalten in der Regel die Kosten für die Außenwände, Fenster, Bauwerks­abdichtung im Bereich
KATEGORIE 1 – OHNE ÜBERFORMUNG, ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
der Außenwände sowie weitere Fassadenbestandteile. Nicht enthalten sind hingegen die Kosten für Balkone, Dachrand­
• Harzensweg 8–16
4
anpassung und Gerüst.
• Tannenweg 32–36
8
Technische Gebäudeausrüstung Diese Kosten sind in der Kostengruppe 400 (Haustechnikkosten für Heizungs-
• Wilhelmsburger Straße 76–82
12
und Anlagentechnik sowie für den Einbau von Solar- und Lüftungsanlagen) enthalten.
Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, LüfKATEGORIE 2 – AM ORIGINAL ORIENTIERTE REKONSTRUKTION
tung und Warmwasserbereitung an. Er wird unter Standardklima- und Standardnutzungsbedingungen errechnet und
• Buchsbaumweg 18, 20
16
ist ein Indikator für die Energieeffizienz eines Gebäudes und seiner Anlagentechnik. Der Endenergiebedarf ist die
• Eilbeker Weg 63
20
Energiemenge, die dem Gebäude unter der Annahme von standardisierten Bedingungen und unter Berücksichtigung
• Kattensteert 2, 2A + B, 4, 4A–D
24
der Energieverluste zugeführt werden muss, damit die standardisierte Innentemperatur, der Warmwasserbedarf und
• Mettlerkampsweg 16A–B
28
die notwendige Lüftung sichergestellt werden können. Ein kleiner Wert signalisiert einen geringen Bedarf und damit
eine hohe Energieeffizienz.
Primärenergiebedarf bildet die Energieeffizienz des Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die
KATEGORIE 3 – MIT ÜBERFORMUNG, NEUGESTALTUNG
• Weimarer Straße 104
32
sogenannte Vorkette (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z. B.
• Gladowstraße 12C–E
36
Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien etc.). Ein kleiner Wert signalisiert einen geringen Bedarf und damit eine
• Paul-Sorge-Straße 137A–F
40
hohe Energieeffizienz sowie eine die Ressourcen und die Umwelt schonende Energienutzung.
• Krieterstraße 32–54
44
IMPRESSUM
48
Abbildungsnachweise:
Titelbild: Gesine Krüger aus dem Buch „Der Architekt Gustav Oelsner“, hg. von Peter Michelis, Verlag Dölling und
Galitz, 2008;
S. 1: Matthias Friedel Luftbildfotografie, www.luftbilder.de; S. 4: Werner Groth KG; S. 5: BSU / Martin Eifler;
S. 8: Hinrich Rickmers / Architekturbüro Rickmers; S. 9: Baugenossenschaft KOLPING eG;
S. 12 (oben): Joachim Kruse; S. 12 (unten): IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze;
S. 13: IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein; S. 16: neumann + partner / Olaf Lundius;
S. 17: Aloys Kiefer; S. 19: BSU / Michael Rink; S. 20–21: ADSG; S. 24 (links, Mitte): Marcus Bredt;
S. 24 (rechts): Hansa Baugenossenschaft eG; S. 25 (Mitte): Dorfmüller Klier;
S. 25 (links, rechts): Hansa Baugenossenschaft eG; S. 28: Pilsinger Solare Architektur;
S. 29: Winking · Froh Architekten BDA; S. 32 (links, rechts), S. 33 (links): SAGA GWG / Knerer und Lang Architekten;
S. 33 (rechts): IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein; S. 35: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze;
S. 36: henningerarchitekt; S. 37, 39: Markus Tollhopf; S. 40–41: FLUWOG-NORDMARK eG;
S. 44–45: SAGA GWG / Büro Henninger;
Kartenausschnitte Backsteinkarte: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt;
Washingtonallee in Hamburg-Horn
Luftbildausschnitte: Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung, www.geoinfo.hamburg.de
BACKSTEIN – QUALITÄTSSICHERUNG
VORWORT
Der Backstein als prägendes Fassadenmaterial des Ham-
logien ein breites Spektrum an Lösungsmöglichkeiten
burger Stadtbildes hat für das stadtkulturelle Erbe und
aufzuzeigen und durch Angabe von Kosten und energe-
die Identität der Freien und Hansestadt Hamburg eine
tischen Kennwerten auch die wirtschaftlichen und so-
Bedeutung, die weit über das architektonische Thema
zialen Belange angemessen zu berücksichtigen. Besteht
hinausreicht. Das Bild der Stadt wird nicht nur in der
bei den Denkmalen sowie den einzigartigen Beständen
Realität, sondern auch im Bewusstsein der Menschen
aus den 20er und 30er Jahren ein weitgehender Konsens
ganz maßgeblich durch die Materialität und Farbigkeit
darüber, ihre backsteinerne Anmut nach Möglichkeit
ihrer Gebäude bestimmt. Backstein ist in weiten Teilen
zu bewahren, so ist bei den großen Siedlungsbereichen
Hamburgs das bestimmende Fassadenmaterial und soll
der 50er und 60er Jahre ein flächendeckender Erhalt aus
es aus denkmalpflegerischen, kulturellen und histori-
wirtschaftlichen und sozialen Erwägungen wenig realis-
schen Gründen auch weiterhin bleiben. Die Einhaltung
tisch. Umso mehr bedarf es hier architektonisch über-
der Klimaschutzziele wiederum hat einen grundlegen-
legter Lösungen in Anlehnung an den Charakter des
den Umbau des Gebäudebestandes zur Voraussetzung
Bestandes. Dabei ist auf die Entwicklung umfassender
und zieht sehr ehrgeizige Energiestandards für Neu-
Gesamtstrategien zu achten, welche die Themen soziale
bau- und insbesondere Bestandsimmobilien nach sich.
Erhaltung der Bevölkerungsstruktur, Familienfreund-
Ohne Dämmung von Fassaden können im Bestand
lichkeit, Ergänzung durch Neubauten und Klimaschutz
die Zielwerte der Energieeinsparverordnung auch bei
zukunftsweisend integrieren.
gleichzeitigem Einsatz weiterer Optimierungsmaßnahmen wie neuer Fenster, Dämmung von Kellerdecken
Die Bedeutung des Themas für Hamburg ist groß. Ne-
und Dächern sowie moderner Heiztechnik und Ener-
ben der Backsteinkarte (siehe Abbildung) lassen auch
gieerzeugung häufig nicht erreicht werden. Die Mo-
die Fallzahlen in der Modernisierung auf die Dimension
dernisierung der Backsteinbauten bewegt sich deshalb
dieses Problems schließen: Angestrebten 6000 Wohnein-
in einem schwierigen Spannungsverhältnis zwischen
heiten im Neubau stehen jährlich allein in der Moder-
energetischen, gestalterischen und wirtschaftlichen
nisierungsförderung annähernd 4000 Wohneinheiten
Ansprüchen.
gegenüber. Nicht berücksichtigt sind dabei energetische
Sanierungen von Gebäuden im Besitz von Eigentümer-
Die Hamburger Wohnungswirtschaft hat sich 2011 im
gemeinschaften, von Ein- und Zweifamilienhäusern
„Bündnis für das Wohnen“ mit dem Hamburger Senat
sowie von Projekten, die ohne Hamburger Fördermittel
grundsätzlich zum Erhalt der Backsteinstadt Hamburg be-
realisiert werden. Das bedeutet, dass der Sanierung in
kannt und auf die Einrichtung eines Verfahrens zur Quali-
der Realität für das Hamburger Stadtbild eine mindes-
tätssicherung von Backsteinsanierungen verständigt.
tens gleichbedeutende Rolle wie dem Neubau zukommt
und gestalterische Anstrengungen der Modernisierung
Einige erfreuliche Ergebnisse dieses neuen Verfahrens
der Backsteinbestände dringend erforderlich sind.
werden in diesem Katalog zusammen mit zwei Projekten
der IBA Hamburg 2013 vorgestellt und sollen dem Laien
Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen,
wie dem Fachmann als Orientierung für mögliche eigene
insbesondere den engagierten Vertretern der Wohnungs-
Sanierungsvorhaben dienen. Es wurde versucht, anhand
wirtschaft im Rahmen des „Bündnis für das Wohnen“
von Gebäuden verschiedener Altersklassen und Typo-
sowie den Qualitätssicherern Backstein für ihren uner-
1
2
BACKSTEIN – QUALITÄTSSICHERUNG
VORWORT
müdlichen Einsatz zu danken. Abschließend sei darauf
und herausgegeben sowie unter zusätzlicher Beteiligung
hingewiesen, dass dieser Katalog gemeinsam von den
der Qualitätssicherer Backstein konzipiert wurde. Auch
Verbänden VNW und BFW, der IFB und BSU finanziert
hierfür unseren herzlichen Dank.
Jutta Blankau
Ralf Sommer
Dr. Thomas Krebs
Senatorin
für Stadtentwicklung und Umwelt
Vorstand Hamburgische Investitionsund Förderbank
Vorstand SAGA
Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg
Geschäftsführer GWG Gesellschaft
für Wohnen und Bauen mbH
Sönke Struck
Marko Lohmann
Dr. Joachim Wege
Vorsitzender
BFW Landesverband Nord e.V.
Vorsitzender Landesverband Hamburg
Verband norddeutscher
Wohnungsunternehmen e.V.
Verbandsdirektor
Verband norddeutscher
Wohnungsunternehmen e.V.
Backsteinkarte 2014
BACKSTEIN – QUALITÄTSSICHERUNG
MÖGLICHKEITEN DER FÖRDERUNG
Mit der „Qualitätssicherung von Backsteinfassaden“ im
Sofern in diesem Abstimmungsprozess Maßnahmen zum
Rahmen der Hamburger Modernisierungsförderung
Erhalt der bestehenden Backsteinfassade oder zu einer
wurde Anfang 2012 ein Verfahren implementiert, welches
neuen Backsteinverkleidung festgelegt werden, nimmt
Kriterien der Stadtbildentwicklung und Gestaltung in die
der Qualitätssicherer eine Einstufung vor, ob diese einen
Vergabe von Hamburgs öffentlichen Fördermitteln ein-
normalen oder hohen Aufwand verursachen. Diese Ein-
bezieht und somit die gebaute Qualität bei geförderten
stufung wirkt sich auf die Höhe der Förderung aus.
Modernisierungsvorhaben positiv beeinflusst.
Ein abgestimmtes Fassadenkonzept ist Voraussetzung für
Das Verfahren betrifft alle Förderprogramme der Hambur-
die Förderung der Modernisierungsmaßnahmen durch
gischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) für
die IFB Hamburg. Ausführung und Ergebnis der Moder-
die Modernisierung von Mietwohngebäuden in Hamburg,
nisierung werden abschließend im Rahmen der Qualitäts-
bei deren Umsetzung nun dem Erhalt von stadtbildprägen-
sicherung begutachtet und dokumentiert.
den Backsteinfassaden eine besondere Bedeutung zukommt.
Rund 60 % der geförderten Modernisierungsvorhaben
Dies sind die Programme für energetische (Mod A) und
verfügen über eine Backsteinfassade, die eine Beurteilung
umfassende (Mod B) Modernisierung, das Programm zur
der Backsteinrelevanz im Qualitätssicherungsverfahren
Modernisierung in Sanierungsgebieten (Mod San) und
erfordert. Seit Beginn dieses Verfahrens im Programmjahr
das Programm für Änderung oder Erweiterung von be-
2012 wurde bei rund 200 Objekten die Backsteinrelevanz
stehenden Gebäuden im Rahmen der Neubauförderung.
beurteilt. Bei rund einem Viertel aller Förderanträge
wurde daraufhin das Fassadenkonzept differenziert ab-
Bereits vor der Beantragung von Fördermitteln kann ge-
gestimmt. Mittlerweile hat sich das Verfahren bei allen
klärt werden, ob für ein zu förderndes Gebäude eine Back-
Beteiligten gut eingespielt. Als Rückmeldung haben viele
steinrelevanz besteht. Hierzu erstellt die IFB Hamburg ein
Investoren gegenüber der IFB Hamburg geäußert, dass
Exposé mit der Beschreibung des Objekts und den geplan-
sich die Qualität der Fassadengestaltung im Vergleich
ten Maßnahmen und übermittelt dieses zur Beurteilung
zur ursprünglichen Planung erhöht hat. Positiv wurde
an einen autorisierten Qualitätssicherer für Backstein-
auch bewertet, dass die ausgesprochene Backsteinrelevanz
fassaden.
für ihre Gebäude die Inanspruchnahme des attraktiven
KfW-Effizienzhaus-Denkmal-Standards ermöglicht hat.
Wird das Gebäude als nicht backsteinrelevant eingestuft,
so unterliegt der Bauherr im Zusammenhang mit der
Bei Fragen zu den Modernisierungsprogrammen für
IFB-Förderung keinen weiteren Einschränkungen im
Mehrfamilienhäuser und zum Qualitätssicherungsver-
Hinblick auf die Gestaltung der Gebäudefassade. Bestätigt
fahren für Backsteinfassaden ist die IFB Hamburg Ihr
der Qualitätssicherer eine Backsteinrelevanz, so wird im
kompetenter Ansprechpartner. Sie ist zu erreichen un-
weiteren Verfahren ein detailliertes Fassadenkonzept mit
ter der E-Mail-Adresse [email protected] oder über die
dem Bauherrn abgestimmt. Der Qualitätssicherer kann
Homepage www.ifbhh.de. Bei Fragen zu den Beispielen
hierbei verpflichtende Vorgaben machen, von deren Er-
nehmen Sie bitte direkten Kontakt zu den Bauherren auf.
füllung letztendlich die öffentliche Förderung abhängt.
3
4
KATEGORIE 1
HARZENSWEG 8–16
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Die Gebäude sind backsteinrelevant, da sie in ihrer Archi-
Haustechnik
tektursprache ein wichtiger Bestandteil der Bebauung mit
Heizungsumstellung von Gasthermen/Nachtspeicher
erhaltenswerter Backsteinfassade in Hamburg-Nord und
auf Fernwärme mit zentraler Warmwasserbereitung.
identitätsbildend für den Stadtteil Barmbek-Nord sind.
Dämmung der Kellerdecke. Dämmung über der obersten Geschossdecke.
Baukonstruktion
BAUBETEILIGTE
Energetische Sanierung der obersten und untersten
Geschossdecke, Erneuerung der Fenster straßen- und
Bauherr: Die Grundstückseigentümer, vertreten durch
hofseitig. Die hofseitige Fassade wurde bereits in einer
Werner Groth KG, Hans-Henny-Jahnn-Weg 41–45,
vorangegangenen Sanierung mit einem Wärmedämm-
22085 Hamburg
Verbundsystem (WDVS) versehen. Die straßenseitige
Architekt: Pilsinger Solare Architektur
Fassade ist in ihrer Original-Backsteinanmutung erhal-
Energieberater: Pilsinger Solare Architektur
ten geblieben, hier wurden nur die Kunststofffenster
Qualitätssicherer Backstein: Herr Wilkens
gegen neue Kunststofffenster mit der gleichen Unter-
Qualitätssicherer Energie: entarc – Douglas Stalmann
teilung wie bisher, aber einer besseren Wärmedämmung
Planer technische Gebäudeanlagen: Ingenieurbüro
ausgetauscht.
Frank Kunkel
1
OHNE ÜBERFORMUNG,
ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
Teil einer Blockrandbebauung
Anzahl Wohnungen
59
Anzahl Geschosse
4
Wohnfläche
3.083 m²
Fensterflächenanteil
627 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
2.508 m²
Baujahr
1910 – 1936
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Eingangsseite: Sichtmauerwerk Backstein
Rückseite: Putz mit WDVS
• Geschossdecken
Holzbalkendecke
• Dach
Satteldach
• Fenster
Kunststofffenster
• Balkone
Hofseite
Förderprogramm
Mod A
Art der Ziegel und Fugen
keine Angabe
5
6
KATEGORIE 1
HARZENSWEG 8–16
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
Wohnfläche
406,– €
330,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
87,– €
70,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
163,– €
132,– €
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): keine Angabe
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
1
OHNE ÜBERFORMUNG,
ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
Die straßenseitige Fassade konnte ohne Sanierung des
Backsteins in ihrer originalen Ausstrahlung erhalten
bleiben, es ist keine Fassadensanierung erfolgt.
ENERGETISCHES
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Blatt 6
Hamburger Energiepass
für das Gebäude
Harzensweg
8-16
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
3. Ergebnis
der
KfW-Effizienzhaus
Denkmal
3.
Entwurfsausdruck
Harzensweg 8-16
Entwurfsausdruck
Energiebilanz
Ergebnis der Energiebilanz
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Einsparpotential: 80%
Einsparpotential:
970.650 kWh 80%
235
kWh/m²a
(AN)
970.650
kWh
KfW-EH 40 55 70 85
292 kWh/m²a (AN)
Ist-Zustand:
kWh/a (A )
292 kWh/m²a
Ist-Zustand:1.206.786
N
1.206.786 kWh/a
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
KfW-EH 40 55 70 85
50
50
235 kWh/m²a (AN)
100
150
200
250
292
kWh/m²
292
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
kWh/m²
KfW-EH 40 55 70 85
Saniert:
Saniert:
57 kWh/m²a (A N)
236.141
57 kWh/a
kWh/m²a (A )
236.141 kWh/a
N
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
Altbau
kWh/m²
EnEV -50%-30%-15%
Neu
Altbau
kWh/m²
50
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
131 kWh/m²a (A N)
540.108
131 kWh/a
kWh/m²a (A N)
540.108 kWh/a
Saniert:
Saniert:
97 kWh/m²a (A N)
402.414
kWh/a (A )
97 kWh/m²a
402.414 kWh/a
57
57
50
EnEV -50%-30%-15%Neu
KfW-EH 40 55 70 85
N
Einsparpotential: 25%
Einsparpotential:
137.690 kWh 25%
33
kWh/m²a
(A N)
137.690
kWh
33 kWh/m²a (A N)
50
100
131
kWh/m²
131
150
200
250
300
350
400
450
50
100
150
200
250
300
350
400
450
97
97
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
50
50
kWh/m²
kWh/m²
kWh/m²
7
8
KATEGORIE 1
TANNENWEG 32–36
Zustand vor der Sanierung
PROJEKTSTATUS
Mitglieder der Kolpingfamilie Langen­
horn, die auf die Idee kamen, eine Ge­
Bei dem Objekt Tannenweg 32 – 36 ist die Sanierung – im
nossenschaft ins Leben zu rufen, handelten
Unterschied zu den anderen Objekten – noch nicht abge-
nach dem Wahlspruch:
schlossen, von daher gibt es noch keine Fotos vom sanier-
Nich mulen und nich klöhnen, nich schimpen
ten Zustand. Es handelt sich bei diesem Gebäude um das
letzte seiner Art eines Ensembles von drei Häusern der
Baugenossenschaft Kolping und soll daher gestalterisch
weitgehend unverändert erhalten bleiben. Da es sich auch
und nich dröhnen! Veel Snack und Wör helpt
di en Quark, spee in de Hand un ran
ant Wark.
technisch gesehen um ein beispielgebendes Vorhaben
handelt, wurde es in diesen Katalog aufgenommen.
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Baugenossenschaft Kolping eG
BAUBETEILIGTE
Bauherr: Baugenossenschaft Kolping eG
Das Objekt Tannenweg 32–36 ist die Keimzelle der Bau-
Architekt: Architekturbüro Rickmers
genossenschaft Kolping und mit seiner schlichten Archi-
Energieberater: Immobilien Energie Optimierung,
tektursprache ein letzter Zeuge der damaligen Backstein-
Herr Lange
architektur in dieser Backsteingegend. Die Fassade wird
Qualitätssicherer Backstein: Herr Schreiber
stilvoll durch wenige Details (Zierfries, runde Fenster im
Qualitätssicherer Energie: Ingenio, Herr Przyborowski
Treppenhaus) ergänzt. Die einfache Eingangssituation
Planer technische Gebäudeanlagen:
mit dem scharrierten Betongewände ist typisch für diese
Architekturbüro Rickmers
Bauweise.
1
OHNE ÜBERFORMUNG
ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
Historische Fotos
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
Zeilenbebauung
Anzahl Wohnungen
vorher: 16, nachher: 20
Anzahl Geschosse
2 + Dachgeschoss (Staffel)
Wohnfläche
840 m²
Fensterflächenanteil
126 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
655 m²
Baujahr
1951/52
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Sichtmauerwerk Backstein, rot
• Geschossdecken
Stahlbeton
• Dach
Pfettendach / Satteldach / Ziegeldeckung
• Fenster
Kunststoff / Isolierverglasung
• Balkone
keine
Förderprogramm
Mod A
Art der Ziegel und Fugen
Kohlebrandziegel „Hamburger Format“, in einem
geregelten Verband gemauert
9
10
KATEGORIE 1
TANNENWEG 32–36
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Haustechnik
Baukonstruktion
Austausch der Nachtspeicheröfen gegen eine Versorgung
Es soll eine Fugensanierung und Hohlraumdämmung
durch eine noch zu errichtende Gas-Nah-Fernwärme-
erfolgen. Dachgeschossausbau mit vier neuen Wohnein-
station. Austausch: Wasser, Abwasser, Heizungsleitung,
heiten, Dach-Aufsparrendämmung, Gauben, Austausch
Elektroinstallationen.
der Fenster, Kellerdeckendämmung, Windfangelemente.
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
Wohnfläche
1 1 7 3,– €
883, – €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
77,– €
58,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
382,– €
287,– €
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 70/30
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
1
OHNE ÜBERFORMUNG,
ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
ENERGETISCHES
Blatt 6
Hamburger Energiepass
für das Gebäude
Tannenweg
32-36
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Tannenweg 32-36
3.
Entwurfsausdruck
Entwurfsausdruck
Ergebnis der Energiebilanz
der Energiebilanz
Effizienzhaus
85
3. Ergebnis
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Einsparpotential: 92%
Einsparpotential:
396.420 kWh 92%
396.420 kWh
KfW-EH 40 55 70 85 100115
Ist-Zustand:
820
m²
Ist-Zustand:
820 m²
525 kWh/m²a (AN)
430.277
525 kWh/a
kWh/m²a (AN)
430.277 kWh/a
150
200
250
300
350
400
525
525
450
150
200
250
300
350
400
450
EnEV 40
-50%
Neu
Altbau
KfW-EH
55 -30%
70 -15%
85 100115
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
50
100
50
100
150
200
250
300
350
400
kWh/m²
kWh/m²
450
KfW-EH 40 55 70 85100115
Saniert:
833
m²
Saniert:
41 kWh/m²a (AN)
33.854
41 kWh/a
kWh/m²a (AN)
33.854 kWh/a
833 m²
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
820
m²
Ist-Zustand:
820 m²
Saniert:
833
m²
Saniert:
833 m²
202 kWh/m²a (AN)
165.491
202 kWh/a
kWh/m²a (AN)
165.491 kWh/a
64 kWh/m²a (AN)
53.335
64 kWh/a
kWh/m²a (AN)
53.335 kWh/a
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Gebäude Ist-Wert Q ´´
P
Gebäude Ist-Wert QP´´ Q ´´
EnEV-Anforderungswert
P
EnEV-Anforderungswert
Gebäude
saniert QP´´ QP´´
Gebäude saniert QP´´ saniert Q ´´
EnEV-Anforderungswert
P
41
4150
EnEV -50%
Neu
Altbau
KfW-EH
40 55 -30%
70-15%
85100115
EnEV -50%
-30%
-15%Neu
kWh/m²
Altbau
100
kWh/m²
50
100
150
200
250
300
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
50
100
150
64
64
50
100
150
50
100
kWh/m²
kWh/m²
50
524,59
524,59
95,95
95,95
40,65
40,65
87,90
87,90
150
100
150
350
400
450
Einsparpotential: 68%
Einsparpotential:
112.160 kWh 68%
112.160 kWh
202
202
200
kWh/m²
250
300
350
400
450
200
250
300
350
400
450
kWh/m²
200
200
250
300
250
300
350
350
400
400
450
450
kWh/(m²a)
Energetische Qualität der Gebäudehülle
Energetische Qualität der Gebäudehülle
Gebäude Ist-Wert H´
W/(m²K)
kWh/(m²a)
kWh/(m²a)
EnEV-Anforderungswert
H´T
Gebäude
saniert H´T
T
kWh/(m²a)
kWh/(m²a)
Gebäude Ist-Wert H´T H´
EnEV-Anforderungswert
T
kWh/(m²a)
kWh/(m²a)
Gebäude saniert H´T
EnEV-Anforderungswert
saniert HT´
1,33
1,33
0,70
0,70
0,37
0,37
0,70
0,70
W/(m²K)
W/(m²K)
W/(m²K)
W/(m²K)
W/(m²K)
W/(m²K)
EnEV-Anforderungswert saniert QP´´
kWh/(m²a)
EnEV-Anforderungswert saniert HT´
W/(m²K)
Bei Bestandsgebäuden liegt der Anforderungswert für QP´´ und H´T 40% über dem Vergleichswert des Neubau-Referenzgebäudes.
Der
sanierte Zustand des
Gebäudes
liegt um 35% unter
Neubaustandard
(bezogen
auf den Qdes
der EnEV 2009.
P´´ -Wert)
Bei Bestandsgebäuden
liegt
der Anforderungswert
für Q dem
´´ und
H´ 40% über dem
Vergleichswert
Neubau-Referenzgebäudes.
P
T
Der sanierte Zustand des Gebäudes liegt um 35% unter dem Neubaustandard (bezogen auf den QP´´ -Wert) der EnEV 2009.
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
Energieträger
Energieträger
Ist-Zustand
Strom-Mix
Ist-Zustand
Saniert
Strom-Mix
Strom-Mix
Saniert
Kraft-Wärme-Kopplung,
fossil
Strom-Mix
1)
Kraft-Wärme-Kopplung,
fossil
ggf. einschließlich
Kühlung
1)
ggf. einschließlich Kühlung
Jährlicher Endenergiebedarf in kWh/(m²a) für
1)
Heizung
Warmwasserin kWh/(m²a)
Hilfsgeräte
Jährlicher Endenergiebedarf
für
Heizung
186,7
186,7
38,2
38,2
Warmwasser
15,0
15,0
23,8
23,8
Hilfsgeräte 1)
2,0
2,0
Gesamt in
kWh/(m²a)
Gesamt in
kWh/(m²a)
Primärenergiefaktor
Primärenergie-
201,8
2,0
62,0
2,0
2,60
2,60
0,57
2,60
201,8
62,0
faktor
2,60
0,57
11
12
KATEGORIE 1
WILHELMSBURGER STRASSE 76–82
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Manchmal ist es wichtiger, das Er­
scheinungsbild eines Hauses zu er­
halten, als das letzte bisschen Energieein­
Die Gebäude stehen auf der Veddel in einem von Back-
sparung zu erzielen. Und wir möchten dieses
steinfassaden geprägten Wohngebiet, welches in den 20er
Haus unseren Enkeln so übergeben, wie
Jahren unter der Leitung des früheren Oberbaudirektors
Fritz Schumacher entstanden ist und auch als Ensemble
unter Schutz steht.
Schumacher und seine Kollegen es
geplant hatten.
Bauherr Stefan Kruse
BAUBETEILIGTE
Bauherren:
Frühlingstraße 57 mbH für Haus 76-78,
Stefan und Matthias Kruse GbR für Haus 80-82
Architekt: Marcus Farwig
Energieberater: CO2 Sparhaus
Qualitätssicherer Backstein: gab es 2010/2011 noch nicht
Qualitätssicherer Energie: Herr Gerber, Stattbau GmbH
1
OHNE ÜBERFORMUNG,
ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
HAUS 76–78
HAUS 80–82
Art des Gebäudes
Blockrandbebauung
Blockrandbebauung
Anzahl Wohnungen
vorher: 21, nachher: 24
vorher: 16, nachher: 20
Anzahl Geschosse
5
5
Wohnfläche
1.277 m²
981 m²
Fensterflächenanteil
255 m²
184 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
914 m²
681 m²
Baujahr
1926
1926
• Außenwand
Mauerwerk, Backstein
Mauerwerk, Backstein
• Geschossdecken
Holz
Holz
• Dach
flach geneigtes Pultdach
flach geneigtes Pultdach
• Fenster
Kunststofffenster
Kunststofffenster
• Balkone
keine
keine
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
Förderprogramm
Landesprogramm B der Hamburgischen Wohnungs­
baukreditanstalt
Art der Ziegel und Fugen
Vollklinker, Zementfuge
Vollklinker, Zementfuge
13
14
KATEGORIE 1
WILHELMSBURGER STRASSE 76–82
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Baukonstruktion
Die historische Klinkerfassade zur Straßenseite konnte
unter Berücksichtigung von Denkmalschutzrichtlinien
Haustechnik
und Stadtbilderhaltung bewahrt werden, d. h., sie wurde
Die Heizungsanlage wurde komplett neu erstellt und mit
nicht gedämmt. Die straßenseitigen Fenster erhielten
einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und
eine Wärmeschutzverglasung, die auf den U-Wert der
Heizungsunterstützung ergänzt. Die Gebäude Wilhelms-
Fassade abgestimmt wurde. Zur Hofseite wurden Passiv-
burger Straße 76–78 und 80–82 haben eine gemeinsame
hausfenster mit Dreifachverglasung eingebaut. Alle an-
Heizungsanlage, sodass die Fragen zum Verbrauch/zur
deren Bauteile wurden mit einer sehr guten Dämmung
Effizienz immer beide Objekte betreffen. Somit konnten
versehen. Das Dachgeschoss Haus 78–82 wurde komplett
bei insgesamt ca. 2.200 m² Wohnfläche bis zu 76 % Ener-
neu erstellt und wird nun als Wohnraum genutzt. 40 %
gie eingespart werden. Durch die gewählte Art der ener-
der Wohnungen erhielten Balkone, 65 % der Wohnungen
getischen Sanierung wurde annähernd Neubaustandard
erhielten neue Bäder und Küchen.
erreicht.
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Wohnfläche
Haus 76–78
Haus 80–82
Haus 76–78
Haus 80–82
1 085,– €
1 334,– €
776,– €
926,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
Str. 193,– €
Hof 501,– €
Str. 206,– €
Hof 398,– €
209,– €
21 1 ,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
282,– €
258,– €
202,– €
179,– €
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): keine Angabe
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
1
OHNE ÜBERFORMUNG,
ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
EnEV-Anforderungen
ANMERKUNGEN
Jahres-Primärenergiebedarf q
p
Ist-Wert
mod. Altbau
Transmissionswärmeverlust Ht [W/(m²K)]
EnEV-Neubau
- 15 %
- 30 %
- 50 %
ENERGETISCHES
76,98
65,43
53,89
38,49
0,760
1,064
0,646
0,532
0,380
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
76,67
[kWh/(m²a)]
Neubau %
107,77
0,724
0%
-5%
Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude, das
im Rahmen von „Prima Klima-Anlage – 1647,8
mit derm²IBA zum
Gebäudenutzfläche
Neubauniveau EnEV 2007 (EnEV 2009 +36 %)
KLIMA-HAUS“
saniert wurde. Das Gebäude
5149,4ist
m³BeispielVolumen
Ve
A/V
objekt
der Interreg IV B Projekte „Build0,33
with CaRe“ und
e-Verhältnis
Fensterflächenanteil
19,25
%
„Co2olBricks“ (Climate Change, Cultural
Heritage
and
Energy-Efficient Monuments).
Nutzung
Wohngebäude
Gebäudetyp
Neubau
HAUS 76–78
EnEV-Anforderungen
Gesamtbewertung
Primärenergiebedarf
Ist-Wert
Ist-Zustand: 233 kWh/m²a
Transmissionswärmeverlust
Ht [W/(m²K)]
Saniert:
Gebäudenutzfläche
1247,5 m²
Volumen VeKfW-EH
3898,5 m³
55 70 85 100 115 130
77
EnEV -50% -30%Neubau Altbau
A/Ve-Verhältnis
0,33
Fensterflächenanteil
18,32 %
kWh/m²
50
100
150
1,061
77,53
- 15 %
- 30 %
- 50 %
65,90
54,27
38,77
0,758
0,644
300
350
0,531
Neubau %
0,379
-12%
-22%
233
kWh/m²
200
250
Wohngebäude
Gebäudetyp
EnEV-Neubau
108,54
0,588
77 kWh/m²a
Nutzung
mod. Altbau
68,07
Jahres-Primärenergiebedarf qp [kWh/(m²a)]
EnEV 2007
Neubau
HAUS 80–82
Gesamtbewertung
Primärenergiebedarf
KfW-Anforderungen "Energieeffizient Sanieren"
Ist-Zustand: 217 kWh/m²a
Saniert:
68 kWh/m²a
Ist-Wert
76,67
Jahres-Primärenergiebedarf qp [kWh/(m²a)]
Transmissionswärmeverlust Ht [W/(m²K)]
EnEV-Neubau
(EnEV2007)
KfW-Effizienzhaus 100
(EnEV2007) *
KfW-Effizienzhaus 70
(EnEV2007) *
0,760
0,760
0,532
76,98
0,724
76,98
53,89
KfW-EH 55 70 85 100 115 130
* Antragstellung bis zum bis 31.12.2009 möglich.
217
68
EnEV -50% -30%Neubau Altbau
kWh/m²
50
kWh/m²
100
150
200
250
300
350
EnEV 2007
KfW-Anforderungen "Energieeffizient Sanieren"
Ist-Wert
Jahres-Primärenergiebedarf qp [kWh/(m²a)]
Transmissionswärmeverlust Ht [W/(m²K)]
68,07
0,588
EnEV-Neubau
(EnEV2007)
KfW-Effizienzhaus 100
(EnEV2007) *
KfW-Effizienzhaus 70
(EnEV2007) *
0,758
0,758
0,531
77,53
77,53
54,27
15
16
KATEGORIE 2
BUCHSBAUMWEG 18, 20 *
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Die energetische Modernisierung in
einem Backstein­Gebäude stellt an
sich schon eine Herausforderung dar. Als
Die Gebäude stehen in einem sehr qualitätvollen Back-
Genossenschaft haben wir aber auch die
steingebiet westlich des Stadtparks in Winterhude aus
Aufgabe, unseren Mitgliedern moderate
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der dunkle Klinker besitzt eine sehr hohe Qualität und ein sehr schönes
Farbspiel. Die Gebäude sind daher backsteinrelevant.
Mieten zu gewährleisten. Dieses Projekt war
somit ein wahrer Balance­Akt, der letztlich
gelang, weil wir neue Wege beschritten ha­
ben: Für die Verkleidung der Fassade haben
wir eigens 255.000 echte einzelne Klinker­
BAUBETEILIGTE
riemchen brennen lassen und für die Befes­
tigung der neuen Balkone im Rahmen eines
Bauherr: Baugenossenschaft dhu eG
Architekt: neumann + partner
Architekten und Ingenieure:
Dipl.-Ing. Architekt Olaf Lundius
Pilotprojekts eine neue Technik genutzt.
Die Investitionskosten lagen damit zwar
höher als bei gewöhnlichen energetischen
Energieberater:
Modernisierungen, aber immer noch in ei­
Ingenieurbüro Faltings, Frau Dipl.-Ing. von Valtier
nem verträglichen Rahmen. Das zeigt doch:
Qualitätssicherer Backstein: Herr Weitendorf
Mit Ideen, Mut und gutem Willen ist
Qualitätssicherer Energie: hm-Ingenieure GmbH,
vieles machbar.
Dipl.-Ing Markus Mühlenhardt
Planer technische Gebäudeanlagen: Heizungsbaufirma
der dhu
Joachim Haseloff und Torsten Götsch
Vorstand der Baugenossenschaft dhu
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN *
Art des Gebäudes
Blockrandbebauung
Anzahl Wohnungen
49 Wohnungen und 2 Gewerbeeinheiten
Anzahl Geschosse
5
Wohnfläche
3.805 m² (davon Gewerbe am Braamkamp: 125 m²)
Fensterflächenanteil
915 m² (Straßen­ und Hoffassade)
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
3.700 m² (Straßen­ und Hoffassade)
Baujahr
20er bis 30er Jahre, Wiederaufbau 1946
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Mauerwerk
• Geschossdecken
Balkenlage
• Dach
flach geneigtes Pfettendach mit Gefälle zum Hof
• Fenster
Die Fenster wurden bereits zu einem früheren Zeit­
punkt erneuert. Die frühere Einteilung der Fenster
ist nicht mehr vorhanden.
• Balkone
Ziegelsplittbeton zwischen auskragenden Stahlträ­
gern mit gemauerten Brüstungen
Förderprogramm
Mod A
Art der Ziegel und Fugen
Die Fugen wurden geschlämmt. Die Dehnfugen
wurden im gleichen Farbton wie die anderen Fugen
ausgeführt und besandet. Sonderfassade mit ausge­
setzten Riemchen mit Zulassung für den Einzelfall
* beziehen sich auf Buchsbaumweg 18, 20, Braamkamp 18, 20 und Vogelbeerenweg 13, 15
17
18
KATEGORIE 2
BUCHSBAUMWEG 18, 20
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Baukonstruktion
führt. Bei den Fensterlaibungen wurde der Stein nur als
Es wurde ein WDVS mit Echtklinkerriemchen, auch mit
Halbstein (11,5 cm) in die Laibung geführt, die restliche
vorspringenden Steinreihen wie im Bestand, realisiert.
Laibungsfläche besteht aus einer weißen Fassadenplatte,
Das Steinformat und der Verband des Bestands wurden
um die Laibung nicht zu tief erscheinen zu lassen. Die
übernommen. Die straßenseitigen Balkone wurden ab-
Fassaden zum Garten sind verputzt worden. Die Fenster
gebrochen und durch neue Stahlbeton-Fertigteilplatten
wurden erneuert und erhielten eine Unterteilung (Spros-
ersetzt. Die Balkonbrüstungen wurden als leichte Stahl-
senfenster).
konstruktion in Klinkerriemchenverkleidung ausge-
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
Wohnfläche
Informationen zu den Baukosten können direkt bei
der Baugenossenschaft dhu e. G. angefragt werden.
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 70/30
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
19
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
ENERGIEAUSWEIS
gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV) vom
1
für Wohngebäude
18. November 2013
Vorschau
Berechneter Energiebedarf des Gebäudes
(Ausweis rechtlich nicht gültig)
2
Energiebedarf
CO2-Emissionen 3 17,0 kg/(m²·a)
Endenergiebedarf dieses Gebäudes
A+
0
A
25
C
B
50
75
47,5
80,6
kWh/(m²·a)
D
100
E
125
150
F
175
200
G
H
225
>250
kWh/(m²·a)
Primärenergiebedarf dieses Gebäudes
Anforderungen gemäß EnEV 4
Primärenergiebedarf
Ist-Wert
47,5 kWh/(m²·a)
Für Energiebedarfsberechnungen verwendetes Verfahren
Anforderungswert
Energetische Qualität der Gebäudehülle HT'
Ist-Wert
0,60 W/(m²·K)
Anforderungswert
Sommerlicher Wärmeschutz (bei Neubau)
69,9 kWh/(m²·a)
Verfahren nach DIN V 4108-6 und DIN V 4701-10
Verfahren nach DIN V 18599
0,91 W/(m²·K)
eingehalten
Regelung nach § 3 Absatz 5 EnEV
Vereinfachungen nach § 9 Abs. 2 EnEV
Endenergiebedarf dieses Gebäudes
80,6 kWh/(m²·a)
[Pflichtangabe in Immobilienanzeigen]
Angaben zum EEWärmeG 5
Vergleichswerte Endenergie
Nutzung erneuerbarer Energien zur Deckung des
Wärme-und Kältebedarfs auf Grund des ErneuerbareEnergien-Wärmegesetzes (EEWärmeG)
Art:
Deckungsanteil:
%
%
%
20
KATEGORIE 2
EILBEKER WEG 63
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Vor Beginn der Maßnahme haben wir
eine spannende Diskussion mit den von
uns beauftragten Architekten und mit den An­
Das Gebäude befindet sich in einem Quartier des Neu-
sprechpartnern des QS Backstein geführt. Nach
aufbaus der 50er Jahre. Die Wohnanlage ist Teil eines das
der Fertigstellung der Gebäude zeigen sich die
Eilbektal begleitenden Wohnquartiers, das im Gesamt-
Fassaden mit vergrößerten Balkonen, neuen
zusammenhang als städtebaulich markante Wiederauf-
Kunststofffenstern, neuen Eingangselementen
bauleistung der Zeit gesehen werden muss und in rotem
und der neuen WDVS­Fassade mit hohem Klin­
Backstein errichtet wurde.
keranteil als moderne, interessante und mit hoher
Detailqualität gestaltete Ansichten. Weiterhin
profitiert das Quartier von der neuen Fassaden­
gestaltung mit Klinkerriemchen, da Eilbek weit­
BAUBETEILIGTE
gehend durch Rotklinkerfassaden geprägt ist und
sich die energetisch modernisierten Gebäude
Bauherr: Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-
harmonisch in den Stadtteil einbinden. Außer­
Genossenschaft eG
dem konnten die Schwächen in der bestehenden
Architekt: neumann + partner
Bausubstanz durch die aufgebrachte Wärmedäm­
Energieberater: hm-Ingenieure
mung beseitigt werden. Speziell in den Ober­
Qualitätssicherer Backstein: Herr Wilkens
geschossen sind die Wärmebrücken beseitigt
Qualitätssicherer Energie: Chamelo
worden, sodass die Wohnungsnutzer ein neues
Planer technische Gebäudeanlagen: ADSG
Raumklima erhalten haben, welches zu höheren
Innenwandtemperaturen der Außenwandflächen
führt und somit bei gleichzeitiger Ener­
gieeinsparung den Wohnkomfort erhöht.
Thomas Speeth
Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft eG
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN (beziehen sich auf das Gesamtgebiet) *
Art des Gebäudes
Zeilenbebauung
Anzahl Wohnungen
121 Wohnungen und 1 Arztpraxis
Anzahl Geschosse
4
Wohnfläche
8.585 m²
Fensterflächenanteil
2.209 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
8.057 m²
Baujahr
Mitte der 50er Jahre
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Sichtmauerwerk Backstein, rot
• Geschossdecken
Stahlbeton
• Dach
Auenstraße 4–10 Satteldach, alle anderen Flachdach
mit Bitumeneindichtung
• Fenster
Kunststofffenster
• Balkone
Betonplatte und Mauerwerksbrüstung
Förderprogramm
Mod A, Stufe 1
Art der Ziegel und Fugen
Feldhaus R 752 DF – 8 Köpfe/m², Fugenfarbe: Sand­
grau (Brillux), Schlämmfuge
* Gesamtgebiet = die Gebäude Eilbeker Weg 61a–d, 63a–c, 65a/b, 67a/b, 69a/b, Auenstraße 2a/b, 4–10,
siehe gelb eingezeichnete Umrandung in der Backsteinkarte
21
22
KATEGORIE 2
EILBEKER WEG 63
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Baukonstruktion
Die Außenfassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt, darüber wurden Klinkerriem-
Haustechnik
chen und Putz aufgetragen. Die Loggien wurden vergrö-
Modernisierung der Fernwärmezentrale mit dem paten-
ßert. An einem Gebäude wurden Balkone angebaut. Die
tierten HAST-AKKU-System, hydraulischer Abgleich
Fenster wurden ausgetauscht. Die Hauseingangsbauten
mit voreingestellten Thermostatventilen.
inkl. der Hauseingangselemente wurden erneuert.
BAUKOSTEN (für das Gesamtgebiet)
PRO m²
Fassadenfläche
Wohnfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700) *
780,– €
729,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
684,– €
641,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
39,50 €
37,– €
* inkl. DD/Klempnerarbeiten, Fenster, Balkone und Eingangselemente
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 52/48
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Die Loggien sind mit Putz versehen und wurden hell ge-
für das Gebäude 63 a–c:
strichen, um mehr Licht in die Wohnungen zu bekom-
IFB (WK) Stufe 1, KfW Effizienzhaus 100
men. Die Fensterlaibungen wurden mit Laibungsplatten
ausgekleidet, welche an der Fassade leicht erhaben hervortreten. Dieses erweckt den Eindruck eines Passepartouts.Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Blatt 6
Hamburger
Energiepass
Eilbeker Weg
63a+b+c für das Gebäude
Eilbeker Weg 63a+b+c
3. Ergebnis
der Energiebilanz
ERGEBNIS
DER ENERGIEBILANZ
3. Ergebnis der Energiebilanz
für das Gebäude 63 a–c
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Einsparpotential: 57%
117.430 kWh 57%
Einsparpotential:
72 kWh/m²a (AN)
117.430 kWh
KfW-EH 70
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
124 kWh/m²a (AN)
204.249
kWh/a (AN)
124 kWh/m²a
204.249 kWh/a
EnEV Neubau
KfW-EH 70
EnEV Neubau
50
50
72 kWh/m²a (AN)
Altbau
124
124
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
Altbau kWh/m²
kWh/m²
KfW-EH 70
Saniert:
Saniert:
53 kWh/m²a (AN)
86.817
kWh/a (A )
53 kWh/m²a
N
86.817 kWh/a
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
Saniert:
Saniert:
EnEV Neubau
KfW-EH 70
Altbau
EnEV kWh/m²
Neubau
Altbau
53
53
50
kWh/m²
50
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
150
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
89
89
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
kWh/m²
50
100
351.817 kWh/a
50
100
89 kWh/m²a (AN)
146.663
kWh/a (A )
89 kWh/m²a
N
50
50
EnEV-Anforderungswert
saniert QP´´
Gebäude
saniert QP´´
kWh/m²
kWh/m²
146.663 kWh/a
EnEV-Anforderungswert
Gebäude
Ist-Wert QP´´ QP´´
125 kWh/m²a (AN)
214
214
200
214 kWh/m²a (AN)
EnEV-Anforderungswert
Gebäude saniert QP´´ QP´´
125 kWh/m²a (AN)
205.150 kWh
351.817
kWh/a (A )
214 kWh/m²a
N
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Gebäude Ist-Wert QP´´
Einsparpotential: 58%
205.150 kWh 58%
Einsparpotential:
124,41
64,54
124,41
64,54
52,88
90,35
52,88
90,35
kWh/m²
kWh/(m²a)
Energetische Qualität der Gebäudehülle
Energetische
Gebäude
Ist-Wert H´TQualität der Gebäudehülle
1,57 W/(m²K)
kWh/(m²a)
EnEV-Anforderungswert
Gebäude Ist-Wert H´T H´T
kWh/(m²a)
EnEV-Anforderungswert
H´T
Gebäude
saniert H´T
kWh/(m²a)
EnEV-Anforderungswert
saniert HT´
Gebäude saniert H´T
0,50
1,57
0,50
0,55
0,70
0,55
0,70
W/(m²K)
W/(m²K)
W/(m²K)
kWh/(m²a)
EnEV-Anforderungswert saniert HT´
W/(m²K)
EnEV-Anforderungswert saniert QP´´
Bei Bestandsgebäuden liegt der Anforderungswert für QP´´ und H´T 40% über dem Vergleichswert des Neubau-Referenzgebäudes.
Der sanierte Zustand des Gebäudes liegt um 18% unter dem Neubaustandard (bezogen auf den QP´´ -Wert) der EnEV 2009.
Neubau-Referenzgebäudes.
Bei Bestandsgebäuden liegt der Anforderungswert für QP´´ und H´T 40% über dem Vergleichswert des
23
24
KATEGORIE 2
KATTENSTEERT 2, 2 A+B, 4, 4 A–D
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Bei dem Gebäude Kattensteert ha­
ben wir uns für höhere Investitions­
kosten durch die Verwendung von Klinker­
Das Gebäude ist backsteinrelevant, da es aufgrund seiner
riemchen entschieden. Wir erhoffen uns
Höhe und Ausmaße die Umgebung prägt. Vor der Sanie-
davon geringe Instandhaltungskosten und
rung bestand die Sichtmauerwerksfassade aus rötlichen
Langlebigkeit. Mit diesen und den weiteren
Ziegeln. Loggia- und Laubengangbrüstungen aus Sichtbeton gliederten das Gebäude.
Maßnahmen sind wir sicher, eine sinnvolle
Gesamtinvestition für die Zukunft getätigt zu
haben, ohne den ursprünglichen Cha­
rakter des Gebäudes zu verfälschen.
BAUBETEILIGTE
Bauherr: HANSA Baugenossenschaft eG
Architekt: KBNK Architekten GmbH
Energieberater: Ingenieurgemeinschaft Puszies
Qualitätssicherer Backstein: Herr Dittert
Qualitätssicherer Energie: Dipl.-Ing. Holger Niedziella
Planer technische Gebäudeanlagen: m + p consulting
Hanse GmbH
Dirk Hinzpeter, HANSA Baugenossenschaft eG
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
reines Wohngebäude, Laubengangerschließung,
Solitär mit eingeschossigem Gewerbeanbau
Anzahl Wohnungen
64
Anzahl Geschosse
8
Wohnfläche
4.196,05 m²
Fensterflächenanteil
900 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
4.300 m²
Baujahr
1968
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Mischfassade, massiv / Mauerwerk, monolithisch mit
sichtbaren Verblendziegeln / Putzfassade im Bereich
Laubengänge und Rückseite Loggien
• Geschossdecken
Stahlbeton
• Dach
Flachdach
• Fenster
Holz
• Balkone
auskragende Loggien – Stahlbetonplatte mit aufge­
setzter Betonbrüstung in Waschbetonoptik
Förderprogramm
Mod B
Art der Ziegel und Fugen
ABC­Klinkerriemchen, im Schlämmverfahren verfugt
mit Brillux­Fugenmörtel KB 3716
25
26
KATEGORIE 2
KATTENSTEERT 2, 2 A+B, 4, 4 A–D
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Baukonstruktion
Das Grundkonzept des Bestands blieb erhalten. Alle
Flächen, die bisher aus Sichtmauerwerk bestanden, sind
Haustechnik
durch die Verwendung von Klinkerriemchen auf WDVS
Wohnungsweise Lüftungsanlage ohne WRG, Solar-
in ihrem Erscheinungsbild erhalten geblieben, nur der
anlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung,
Aufzugturm hat eine Putzschicht erhalten. Die Laibun-
hydraulischer Abgleich, dazu Strangsanierung (Erneue-
gen von Öffnungen sind durch Ausführung der Putzober-
rung aller Be- und Entwässerungsleitungen) mit Badmo-
fläche in Fensterfarbe in ihrer Tiefenwirkung optisch mi-
dernisierung.
nimiert worden. Die Laubengangs- und Loggiabrüstungen
wurden durch Metallkonstruktionen ausgetauscht.
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Wohnfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–700)
965,– €
989,– €
Fassadenkosten*, brutto
(Kostengruppen 330–339)
465,– €
476,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400) **
303,– €
310,– €
*
Die vorhandenen Holzfenster wurden nicht ausgetauscht, sondern erhielten eine Wärmeschutzverglasung UG = 0,9.
** Die Haustechnikkosten enthalten auch die Erneuerung der Bäder.
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 50/50
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
2
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
Ausführung der Fensterlaibungen in Putz, um die entstehende Laibungstiefe von rund 30 cm optisch zu mildern.
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Neubauniveau nach EnEV 2009, KfW 85
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
27
28
KATEGORIE 2
METTLERKAMPSWEG 16 A–B
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
BAUBETEILIGTE
Bauherr: Die Grundstückseigentümer, vertreten durch
Das Gebäude befindet sich in einem sehr einheitlichen
Werner Groth KG, Hans-Henny-Jahnn-Weg 41–45,
und qualitätsvoll gestalteten Gebiet mit Gebäuden aus
22085 Hamburg
den 20er und 30er Jahren. Es bildet den östlichen Rand
Architekt: Pilsinger Solare Architektur,
des Quartiers zwischen Hammer Park und dem Klein-
Dipl.-Ing. Stefan Pilsinger Architekt MAS, Ruhrstraße 11,
gartengelände südlich des Horner Kreisels. Die Back-
22761 Hamburg
steinrelevanz ist eindeutig gegeben.
Energieberater: Pilsinger Solare Architektur
Qualitätssicherer Backstein: Herr Prof. Winking
Qualitätssicherer Energie: entarc, Dipl.-Ing. Douglas
Stalmann, Häherweg 28, 22399 Hamburg
Planer technische Gebäudeanlagen: Fa. Haase & Ruther,
Hamburg (hydraulischer Abgleich)
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
offene Blockrandbebauung
Anzahl Wohnungen
24
Anzahl Geschosse
4
Wohnfläche
1.286 m²
Fensterflächenanteil
249,8 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
1.460 m²
Baujahr
1920, Brandsanierung 1949
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Sichtmauerwerk Backstein
• Geschossdecken
Holzbalkendecken
• Dach
Flachdach über unbeheiztem Dachbodengeschoss
• Fenster
Holzfenster, Uw=1,3 W/m²K
• Balkone
Auskragende Betonplatten mit Stahlträgern im
1. OG bis 3. OG, stark geschädigt
Förderprogramm
Mod A, Stufe 1
Art der Ziegel und Fugen
Celina­Klinker, Nr. 73130 glatt, Farbe „orléans­blau­
bunt“ Fuge mittelgrau
29
30
KATEGORIE 2
METTLERKAMPSWEG 16 A–B
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
• Dämmung der obersten Geschossdecke mit 16 cm PUR
der WLG 024 und des Treppenhauskopfes. Austausch
der Dachbodenzugangstüren mit wärmegedämmten
Haustechnik
• Hydraulischer Abgleich des gesamten Heizungsverteilungsnetzes, Erneuerung der Strangregulierventile
Stahltüren
• Dämmung der Außenfassade mit 14 cm WDVS aus Polystyrol der WLG 032 mit Echtklinkerriemchen
• Dämmung der Kellerdecke mit 10 cm PUR der WLG
Baukonstruktion
026, im Flurbereich mit 6 cm PUR der WLG 026. Däm-
• Abbruch der alten Balkone, Neubau von vorgestellten,
mung des Treppenhausfußes, Austausch der Kellerzu-
größeren Alu-Systembalkonen (neu auch für das Erdgeschoss)
• Erneuerung der Dachabdichtung des Flachdachs inkl.
aller Klempnerarbeiten
BAUKOSTEN
gangstüren mit wärmegedämmten Stahltüren
• Erneuerung der Gartenanlage gebäudeumlaufend
• Erneuerung der Fenster im Treppenhaus und der neuen
Balkontüren als Holzfenster mit Uw=0,95 W/m²K
PRO m²
Fassadenfläche
Wohnfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
618,– €
702,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
272,– €
295,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
14,– €
16,– €
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): keine Angabe
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
2
AM ORIGINAL ORIENTIERTE
REKONSTRUKTION
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Blatt 6 Ausbildung der Fensterlaibungen
Hamburger mit
Energiepass
Gebäude
Spezielle
Putzträ-für das
Neubauniveau
EnEV 2009, Kf W-Effizienzhaus 85,
Blatt 6 und Eckriemchen, umMettlerkampsweg
Hamburger
Energiepass
Gebäude
gerplatten
die größere
Laibungs-für das
IFB
Mod. A Stufe 1
Entwurfsausdruck
Mettlerkampsweg
Entwurfsausdruck
tiefe aufgrund der Dämmung optisch abzumildern.
3.
3.
Ergebnis der Energiebilanz
Ergebnis der Energiebilanz
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
KfW-EH 40 55 70 85
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
85
85100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
EnEV -50% -30%
-15%Neu
kWh/m²
Altbau
KfW-EH 40 55 70 85
50
kWh/m²
50
KfW-EH 40 55 70 85
42
kWh/m²
4250
EnEV -50%-30%-15%Neu
Altbau
EnEV -50%-30%-15%Neu
Altbau
Saniert:
Saniert:
KfW-EH 40 55 70 85
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
Saniert:
Saniert:
kWh/m²
50
145
145
150
200
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
50
100
50
100
50
50
71
71
kWh/m²
kWh/m²
kWh/m²
kWh/m²
31
32
KATEGORIE 3
WEIMARER STRASSE 104
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Das Gebäude wurde im Gesamt­
kontext des städtebaulichen Wett­
bewerbs für das IBA­Weltquartier saniert.
Das Gebäude ist Bestandteil des sogenannten Welt-
Durch die spezielle Gesamtförderung des
quartiers in Wilhelmsburg, einer Wohnsiedlung des
Gebiets war eine solche aufwändige
städtischen Wohnungsunternehmens SAGA GWG. Sie
zeichnet sich durch ihre prägnante Backsteinarchitek-
Modernisierung möglich.
tur, großzügige Freiräume und eine hohe städtebauliche
Qualität aus. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) wurde das Quartier zu einem Modellprojekt für interkulturelles Wohnen entwickelt.
BAUBETEILIGTE
Bauherr: SAGA GWG
Architekt: Knerer und Lang, Dresden, München
Energieberater: Gladigau & Schmahlfeldt
Planer technische Gebäudeanlagen: technotherm (Lübeck)
SAGA GWG
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
Zeilenbauweise
Anzahl Wohnungen
52
Anzahl Geschosse
4
Wohnfläche
3279 m²
Fensterflächenanteil
keine Angabe
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
ca. 3820 m²
Baujahr
1956
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Fassade Eingang und Fassade Rückseite:
Verblend­MW
• Geschossdecken
keine Angabe
• Dach
Pohlmann­Binder und Pfannendeckung
• Fenster
Isolierverglasung, Kunststoff­ oder Holzrahmen
• Balkone
Stahlbeton mit Welleternit­Brüstungen
Förderprogramm
Programmsegment E (Umbau und Erweiterung)
Art der Ziegel und Fugen
rote Ziegel, graue Fugen
33
34
KATEGORIE 3
WEIMARER STRASSE 104
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Haustechnik
Baukonstruktion
Das Weltquartier wird über ein zentrales Nahwärmenetz
Grundrissveränderung mit Wohnungszusammenlegun-
mit Wärme aus dem „Energiebunker“ beliefert. Dieser
gen, statische Ertüchtigung, Anbau großzügiger Loggien
Bunker wurde als IBA-Projekt zu einem zu großen Tei-
(vorgestellte Fertigteilkonstruktion).
len mit erneuerbaren Energien betriebenen BHKW und
einem saisonalen Energie-/Wärmespeicher ausgebaut.
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
Wohnfläche
1 580,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
keine Angabe wegen
GU­Vergabe
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
232,– €
1 834,– €
270,– €
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): bei dieser Förderung
nicht relevant
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
Vorgestellte Stahlbeton-Fertigteil-Loggien mit neuen
Verblendbrüstungen (Klinkerriemchen).
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Blatt 6
HamburgerStraße
Energiepass für das Gebäude
Weimarer
Niedrigenergiehaus
3.
3.
Entwurfsausdruck
Weimarer Straße
Entwurfsausdruck
Ergebnis der Energiebilanz
Ergebnis der Energiebilanz
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
253 kWh/m²a (A N)
896.613
kWh/m²a (A N)
253 kWh/a
896.613 kWh/a
Saniert:
Saniert:
83 kWh/m²a (A N)
293.156
83 kWh/a
kWh/m²a (A )
293.156 kWh/a
N
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
200
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
83
83100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
Altbau
50
Altbau
EnEV Neubau kWh/m²
Altbau
50
kWh/m²
kWh/m²
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
229 kWh/m²a (A N)
810.169
229 kWh/a
kWh/m²a (A N)
810.169 kWh/a
Saniert:
Saniert:
75 kWh/m²a (A N)
264.807
75 kWh/a
kWh/m²a (A )
264.807 kWh/a
150
100
EnEV Neubau
50
170 kWh/m2a (AN)
100
Altbau
EnEV Neubau
2
170
kWh/mkWh
a (AN)
603.460
253
kWh/m²
253
250
EnEV Neubau
50
Einsparpotential: 67%
Einsparpotential:
603.460 kWh 67%
N
Einsparpotential: 67%
Einsparpotential:
545.360 kWh 67%
154 kWh/mkWh
a (AN)
545.360
2
154 kWh/m2a (AN)
50
100
150
200
229
kWh/m²
229250
300
350
400
450
50
100
150
200
250
300
350
400
450
75
75 100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
50
50
kWh/m²
kWh/m²
kWh/m²
35
36
KATEGORIE 3
GLADOWSTRASSE 12 C–E
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Als alteingesessenes Wohnungsun­
ternehmen mit einem gewachsenen,
umfangreichen Bestand an Klinkerbauten im
Das Gebäude befindet sich in einem charakteristi-
Wandsbeker Kernbereich und Dulsberg ver­
schen Quartier des Neuaufbaus der 50er Jahre in Ham-
folgt die WHW 1897 seit Jahren ebenso kon­
burg-Wandsbek und steht mit den Zeilenbauten aus
Backstein in einem direkten gestalterischen Zusammenhang.
sequent die energetische Modernisierung
ihrer Wohnanlagen nach neuesten techni­
schen Standards, wie sie aus Überzeugung
zur Erhaltung des traditionellen, durch
dunklen Klinker geprägten Hambur­
BAUBETEILIGTE
Bauherr: Wohnungsgenossenschaft Hamburg-Wandsbek
von 1897 eG
Architekt und Energieberater:
henningerarchitekt Gesellschaft von Architekten und
Ingenieuren mbH, Dipl.-Ing. Arch. Dirk Henninger
Qualitätssicherer Backstein: Herr Wilkens
Qualitätssicherer Energie: Douglas Stalmann
Planer Technische Gebäudeanlagen:
ITD Generalplanung GmbH (TGA), Beno Drachsler
ger Stadtbildes beiträgt.
Wohnungsgenossenschaft Hamburg–Wandsbek
von 1897 eG
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
Zeilenbebauung
Anzahl Wohnungen
27
Anzahl Geschosse
3
Wohnfläche
1.153 m²
Fensterflächenanteil
273 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
1.215 m²
Baujahr
1952
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
zweischaliges ungedämmtes Mauerwerk
• Geschossdecken
Holzbalkendecken
• Dach
Satteldach mit Pfannendeckung, nicht beheizt
• Fenster
Kunststofffenster
• Balkone
Stahlbeton, Metallgeländer
Förderprogramm
Mod. A
Art der Ziegel und Fugen
Ziegelriemchen Janinhoff TKK Kohle (blau­blau­rot
bunt nuanciert gesintert glatt), Schlämmverfugung
anthrazit
37
38
KATEGORIE 3
GLADOWSTRASSE 12 C–E
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Baukonstruktion
Das Modernisierungs- und Gestaltungskonzept hat sich
die Mittelwohnungen neue Balkone in aufgeständerter
im Wesentlichen an den bereits modernisierten Nach-
Form und entsprechende Balkontüren erhalten. Auf der
bargebäuden 12a – b, 14a – b, 16a – b orientiert. Fassade,
Westfassade (Straßenseite) wurden die bestehenden Log-
oberste Geschossdecke und Kellerdecke sind gedämmt
gien mit einem neuen Balkonsystem maßvoll vergrößert,
worden. Die Fassaden wurden mit einem WDVS mit
dabei wurden die Stützen aus gestalterischen Gründen
rötlichem Klinkerriemchen ausgeführt. In den Loggien
leicht nach hinten versetzt.
wurde das WDVS verputzt. An der Ostfassade haben
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Wohnfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
1 1 29,– €
1 1 89,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
483,– €
509,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400) 1
1 78,– €
1 87,– €
1
Haustechnikkosten inkl. Lüftungsanlage und Hochsiel
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 90/10
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
Laibungsbekleidungen in den Fenstern, Balkonstützen
an der Westfassade nach innen versetzt.
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Gladowstraße
IFB Mod. A Stufe 1
3.
3.
Entwurfsausdruck
Gladowstraße
Entwurfsausdruck
Ergebnis der Energiebilanz
Ergebnis der Energiebilanz
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
KfW-EH 70 85100115
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
284 kWh/m²a (A N)
388.234
284 kWh/a
kWh/m²a (A N)
388.234 kWh/a
126 kWh/m²a (A N)
171.530
126 kWh/a
kWh/m²a (A )
171.530 kWh/a
N
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
200
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
126
100 126150
200
250
300
350
400
450
100
200
250
300
350
400
450
Denkmal
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
Denkmal
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
KfW-EH 70 85100115
50
50
kWh/m²
kWh/m²
kWh/m²
150
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
203 kWh/m²a (A N)
277.537
203 kWh/a
kWh/m²a (A N)
277.537 kWh/a
Saniert:
Saniert:
80 kWh/m²a (A N)
109.297
80 kWh/a
kWh/m²a (A )
109.297 kWh/a
150
100
Altbau
KfW-EH 70 85100115
Saniert:
Saniert:
100
EnEV -50% -30%
-15%Neu
50
159 kWh/m2a (AN)
284
kWh/m²
284
250
Altbau
Denkmal
50
2
159
kWh/mkWh
a (AN)
216.700
Denkmal
EnEV -50% -30%
-15%Neu
KfW-EH 70 85100115
Einsparpotential: 56%
Einsparpotential:
216.700 kWh 56%
N
Einsparpotential: 61%
Einsparpotential:
168.240 kWh 61%
2
a (AN)
123
kWh/m
168.240
kWh
123 kWh/m2a (AN)
50
100
150
203
kWh/m²
203
200
250
300
350
400
450
50
100
150
200
250
300
350
400
450
80
80100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
50
50
kWh/m²
kWh/m²
kWh/m²
39
40
KATEGORIE 3
PAUL-SORGE-STRASSE 137 A–F
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Ein Fassadenkonzept ist je nach
Standort und Baualter eines Gebäu­
des einerseits und nach Mitgliederinteres­
Die Bebauung der FLUWOG-NORDMARK nimmt in
se und Budgets andererseits individuell zu
einem städtebaulich heterogenen Umfeld durch ihre
entwickeln. In dieser Niendorf prägenden
ruhigen, aber gegliederten straßenbegleitenden Ziegelfassaden eine stabilisierende Stellung ein. Das 19 Häuser
umfassende geschlossene Wohnquartier hebt sich in seiner einfachen Zeilenanordnung und mit raumbildenden
Grundstückslage war die Verwendung eines
hochwertigen Klinkerriemchens er­
strebenswert.
Abwinkelungen angenehm aus der sich städtebaulich
und materiell sehr heterogen darstellenden Niendorfer
Vorstadt ab. Das Gebäude ist daher backsteinrelevant.
BAUBETEILIGTE
Bauherr: Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG
Architekt: Büro Pilsinger
Energieberater: Büro Pilsinger
Qualitätssicherer Backstein: Herr Wilkens
Qualitätssicherer Energie: henningerarchitekt
Planer technische Gebäudeanlagen: Fa. Heinrich Buhk
Baugenossenschaft FLUWOG–NORDMARK eG
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
Zustand vor der Sanierung
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
Teil einer Zeilenbebauung
Anzahl Wohnungen
36
Anzahl Geschosse
3
Wohnfläche
2112 m²
Fensterflächenanteil
488 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
2221 m²
Baujahr
1964
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
Sichtmauerwerk roter Backstein
• Geschossdecken
Stahlbeton
• Dach
Flachdach mit bituminöser Abdeckung
• Fenster
Holz
• Balkone
Betonkragplatten mit gemauerter Brüstung
Förderprogramm
Mod B
Art der Ziegel und Fugen
ABC­Klinker Nr. R 0854
41
42
KATEGORIE 3
PAUL-SORGE-STRASSE 137 A–F
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
Baukonstruktion
Die Fassade zur Straße, die Giebelseite und eine Pfeilerbreite (ca. 49 cm) an der Gartenseite wurden mit WDVS
Haustechnik
gedämmt und mit Klinkerriemchen verkleidet. Die Gar-
Die elektrische Warmwasserbereitung wurde auf
tenfassade sowie die Treppenhäuser wurden auf WDVS
Frischwasserstationen umgestellt. Sanitärbereiche und
vollflächig verputzt. Die Holzfenster wurden erhalten,
Leitungsführungen wurden erneuert. Installation einer
jedoch ausgeglast. Die Fensterlaibungen wurden hell ver-
Solaranlage mit Heizungsunterstützung. Einbau einer
putzt in bündigem Abschluss mit den Klinkerriemchen
Entlüftungsanlage mit WRG, Erneuerung der Heiz-
(keine Eckriemchen). Die Fensterbänke bestehen aus
körper und -leitungen inkl. hydraulischem Abgleich.
Aluminium. Die Eingangsüberdachungen sind in einer
Glas-Aluminium-Konstruktion ausgeführt. Die Balkone
erhielten eine stählerne Balkonumwehrung mit Ausfüllungen aus satiniertem Glas.
BAUKOSTEN
PRO m²
Fassadenfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
Wohnfläche
1063,– €
1 1 1 7,– €
Fassadenkosten, brutto1
(Kostengruppen 300–400)
220,– €
232,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
399,– €
420,– €
1
Kosten für Ausglasen der Fenster, Montage von Fensterfalzlüftern, Instandsetzung der Fenster, Montage einer Abdichtung zwischen Rahmen und Mauerwerk enthalten
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 48/52
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
ENERGETISCHES
Paul-Sorge-Straße
137a-f für das Gebäude
Blatt 6
Hamburger Energiepass
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Paul-Sorge-Straße 137a-f
3.
Entwurfsausdruck
Entwurfsausdruck
Ergebnis der Energiebilanz
der Energiebilanz
KfW
85
3.Effizienzhaus
Ergebnis
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Einsparpotential: 78%
367.470 kWh 78%
Einsparpotential:
148 kWh/m2a (AN)
367.470 kWh
KfW-EH 40 55 70 85 100115
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
189 kWh/m²a (A N)
469.583 kWh/a
189 kWh/m²a (A N)
469.583 kWh/a
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
EnEV -50% -30%
-15%Neu
Altbau
KfW-EH 40 55 70 85 100115
50
50
KfW-EH 40 55 70 85100115
Saniert:
Saniert:
41 kWh/m²a (AN)
102.112 kWh/a
41 kWh/m²a (AN)
102.112 kWh/a
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
Ist-Zustand:
Ist-Zustand:
Saniert:
Saniert:
192 kWh/m²a (AN)
478.243 kWh/a
192 kWh/m²a (AN)
478.243 kWh/a
37 kWh/m²a (A N)
92.571 kWh/a
37 kWh/m²a (A N)
92.571 kWh/a
41
EnEV -50% -30%
-15%Neu
KfW-EH 40 55 70 85100115
kWh/m²
4150
EnEV -50% -30%
-15%Neu
kWh/m²
50
148 kWh/m2a (AN)
189
100
150
100
150
kWh/m²
189
200
250
300
350
400
450
200
250
300
350
400
450
kWh/m²
Altbau
Altbau
100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Einsparpotential: 81%
385.670 kWh 81%
Einsparpotential:
155 kWh/m2a (AN)
385.670 kWh
155 kWh/m2a (AN)
192
kWh/m²
192
200
250
300
350
400
450
200
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
50
100
150
50
100
150
3750
100
50
100
kWh/m²
37
kWh/m²
kWh/m²
43
44
KATEGORIE 3
KRIETERSTRASSE 32 – 54
Zustand vor der Sanierung
EINORDNUNG IN DIE
BACKSTEINSTADT
Die Backsteinverblendfassade aus
den 80er Jahren war mit ihren vielen
Vor­ und Rücksprüngen in einem für das Bau­
Durch die exponierte Lage an der Neuenfelder Straße am
jahr sehr schlechten Zustand. Durch die kom­
Bahnhof Wilhelmsburg und an der Bahnhofspassage ist
plette architektonische Überarbeitung ist an
das Objekt stadtteilprägend und backsteinrelevant.
dieser exponierten Stelle ein zurückhaltender
und dem Backstein in ganz anderer Weise als
vorher gerecht werdender Entwurf
BAUBETEILIGTE
Bauherr: SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg
Architekt: henningerarchitekt
Energieberater: Ingenieurgemeinschaft Puszies
Qualitätssicherer Backstein: Herr Weitendorf,
Winking Froh Architekten
Qualitätssicherer Energie: Frau Franke,
BIHH Bau-Institut Hamburg-Harburg GmbH
Planer technische Gebäudeanlagen: IPH Ingenieur und
Planungsbüro für Haustechnik GmbH
gelungen.
SAGA GWG
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
Zustand nach der Sanierung
GEBÄUDEINFORMATIONEN
Art des Gebäudes
offene Bebauung
Anzahl Wohnungen
149
Anzahl Geschosse
3–7
Wohnfläche
10.372 m²
Fensterflächenanteil
2.181 m²
Fassadenfläche inkl. Fensterfläche
10.871 m²
Baujahr
1983
Bauteilkonstruktionen vor der Modernisierung
• Außenwand
zweischaliges ungedämmtes Mauerwerk
• Geschossdecken
Stahlbeton
• Dach
belüftetes Flachdach
• Fenster
Kunststofffenster (gelb), Uw ca. 1.7 W/m²K/ Holzfens­
ter (gelb) Uw ca. 3.0 W/m²K
• Balkone
Stahlbeton mit unterschiedl. Brüstungen (Stahlbeton /
Mauerwerk / Stahl­Harfengeländer)
Förderprogramm
Mod A
Art der Ziegel und Fugen
hellrot, weich gebrannt, hellgrau verfugt
45
46
KATEGORIE 3
KRIETERSTRASSE 32–54
MASSNAHMEN
DER MODERNISIERUNG
tet. Die komplett erneuerten Treppenhausfenster haben
dunkelgraue Fensterrahmen. Die neue Klinkerfarbe
zeigt ein deutliches Farbspiel.
Haustechnik
•
Echt-Ziegelriemchen-Anteil von ca. 32 %
Kontrollierte Wohnraumbelüftung (Abluftanlage, feuchtegesteuert, Auslegung Nennluftwechsel) und hydrauli-
Außenwand: WDVS (Putz/Ziegel, 14 cm EPS) mit
•
scher Abgleich.
Balkonbrüstungen: teilweise Verkleidung mit farbigem
Glas, sonst Instandsetzung
•
Fensteraustausch der alten Holzfenster und TRH-
Baukonstruktion
Fenster gegen neue Wärmeschutzfenster Uw 1,1 W/m²K,
Die Fassaden wurden mit einem Wärmedämmverbund-
Anstrich der gelben Kunststofffensterrahmen
system modernisiert, das zu ca. 32 % mit Echtklinker-
•
riemchen und teilweise mit farblich unterschiedlichen
Putzflächen zur Strukturierung der Fassade überdeckt
Hauseingänge: Austausch der Eingangstürelemente,
Neubau von Vordächern
•
wurde. Die ehemals gelben Fensterrahmen wurden für
Dach: Einbau von 20 cm Wärmedämmung,
Ertüchtigung der Belüftung und Neuabdichtung
die Wohnungen in Hellgrau gestrichen bzw. beschich-
•
BAUKOSTEN
PRO m²
Keller: Dämmung der Kellerdecke
Fassadenfläche
Wohnfläche
Gesamtprojektkosten inkl. Nebenkosten, brutto
(Kostengruppen 200–700)
367,– €
385,– €
Fassadenkosten, brutto
(Kostengruppen 300–400)
174,– €
1 82,– €
Haustechnikkosten, brutto
(Kostengruppe 400)
29,– €
31,– €
Mod./Inst.-Quote (Anteil von Modernisierung und Instandsetzung an den Baukosten): 55,1/44,9
Gebäudemarkierung in Backsteinkarte und Luftbild
3
MIT ÜBERFORMUNG
NEUGESTALTUNG
BESONDERE DETAILLÖSUNGEN IM
HINBLICK AUF DIE BACKSTEINGESTALT
ENERGETISCHES
MODERNISIERUNGSERGEBNIS
Kombination aus Klinkerriemchen mit großen Flächen
IFB Mod. A Stufe 1
Blatt 6
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Blatt 6
Krieterstraße
Hamburger Energiepass für das Gebäude
Entwurfsausdruck
Krieterstraße
Entwurfsausdruck
aus weißen und wenigen Flächen aus farbigem Putz.
3.
3.
Ergebnis der Energiebilanz
Ergebnis der Energiebilanz
Primärenergiebedarf
Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
Jahres-Primärenergiebedarf
KfW-EH 70 85100115
Ist-Zustand:
144 kWh/m²a (A N)
kWh/a
144 kWh/m²a (A N)
Ist-Zustand:1.807.908
1.807.908 kWh/a
Altbau
KfW-EH 70 85100115 Denkmal
50
Saniert:
79 kWh/m²a (A N)
994.741 kWh/a
79 kWh/m²a (A N)
994.741 kWh/a
Endenergiebedarf
Endenergiebedarf
130 kWh/m²a (A N)
Ist-Zustand:
1.633.091 kWh/a
130 kWh/m²a (A N)
Ist-Zustand:
1.633.091 kWh/a
Saniert:
Saniert:
69 kWh/m²a (A N)
872.053 kWh/a
69 kWh/m²a (A N)
872.053 kWh/a
813.170 kWh
65 kWh/m2a (AN)
144
kWh/m²
200
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
79 100
150
200
250
300
350
400
450
100
150
200
250
300
350
400
450
50
EnEV -50%-30%
-15%Neu
65 kWh/m2a (AN)
144
150
Altbau
KfW-EH 70 85100115
Saniert:
813.170 kWh 45%
Einsparpotential:
Denkmal
EnEV -50%-30%
-15%Neu
EnEV -50%-30%
-15%Neu
Einsparpotential: 45%
100
100
Denkmal
kWh/m²
79
Altbau
Denkmal
KfW-EH 70 85100115
EnEV -50%-30%
-15%Neu
50
50
kWh/m²
Altbau
kWh/m²
Jahres-Endenergiebedarf
Jahres-Endenergiebedarf
Einsparpotential: 47%
761.040 kWh 47%
Einsparpotential:
60 kWh/m2a (A )
761.040 kWhN
60 kWh/m2a (AN)
130
kWh/m²
130200
250
300
350
400
450
200
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
150
200
250
300
350
400
450
50
100
150
50
100
150
50 69 100
50
kWh/m²
69
kWh/m²
kWh/m²
100
47
48
BACKSTEIN – QUALITÄTSSICHERUNG
IMPRESSUM
Herausgeber:
Hamburgische Investitions- und Förderbank
Bundesverband Freier Immobilien-
Besenbinderhof 31
und Wohnungsunternehmen e. V.
20097 Hamburg
Landesverband Nord e. V.
www.ifbhh.de
Pelzerstraße 5
20095 Hamburg
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Neuenfelder Straße 19
Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V.
21109 Hamburg
Tangstedter Landstraße 83
www.hamburg.de/bsu
22415 Hamburg
V.i.S.d.P.: Torsten Fragel,
Hamburgische Investitions- und Förderbank
Konzeption:
Fachgremium der Qualitätssicherer für Backsteinfassaden
Redaktion und Bearbeitung:
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Hamburgische Investitions- und Förderbank
Lektorat:
Ulrich Paasch
Gestaltung:
Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung, 2014
Auflage: 5.000 Exemplare, klimaneutraler Druck auf 100 % Recyclingpapier
September 2014
Print
kompensiert
Id-Nr. 1438940
www.bvdm-online.de
BACKSTEIN – QUALITÄTSSICHERUNG
GLOSSAR
VORWORT1
Baukosten sind entsprechend DIN 276 gegliedert.
INHALTSVERZEICHNIS
Gesamtkosten umfassen die Kostengruppen 200–700 (alle Kosten, die bei der Baumaßnahme angefallen sind, einMÖGLICHKEITEN DER FÖRDERUNG
3
schließlich der Nebenkosten).
Fassadenkosten beinhalten in der Regel die Kosten für die Außenwände, Fenster, Bauwerksabdichtung im Bereich
KATEGORIE 1 – OHNE ÜBERFORMUNG, ORIGINALERHALT DER STRASSENFASSADE
der Außenwände sowie weitere Fassadenbestandteile. Nicht enthalten sind hingegen die Kosten für Balkone, Dachrand-
• Harzensweg 8–16
4
anpassung und Gerüst.
• Tannenweg 32–36
8
Technische Gebäudeausrüstung Diese Kosten sind in der Kostengruppe 400 (Haustechnikkosten für Heizungs-
• Wilhelmsburger Straße 76–82
12
und Anlagentechnik sowie für den Einbau von Solar- und Lüftungsanlagen) enthalten.
Endenergiebedarf gibt die nach technischen Regeln berechnete, jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, LüfKATEGORIE 2 – AM ORIGINAL ORIENTIERTE REKONSTRUKTION
tung und Warmwasserbereitung an. Er wird unter Standardklima- und Standardnutzungsbedingungen errechnet und
• Buchsbaumweg 18, 20
16
ist ein Indikator für die Energieeffizienz eines Gebäudes und seiner Anlagentechnik. Der Endenergiebedarf ist die
• Eilbeker Weg 63
20
Energiemenge, die dem Gebäude unter der Annahme von standardisierten Bedingungen und unter Berücksichtigung
• Kattensteert 2, 2A + B, 4, 4A–D24
der Energieverluste zugeführt werden muss, damit die standardisierte Innentemperatur, der Warmwasserbedarf und
• Mettlerkampsweg 16A–B28
die notwendige Lüftung sichergestellt werden können. Ein kleiner Wert signalisiert einen geringen Bedarf und damit
eine hohe Energieeffizienz.
Primärenergiebedarf bildet die Energieeffizienz des Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die
KATEGORIE 3 – MIT ÜBERFORMUNG, NEUGESTALTUNG
32
sogenannte Vorkette (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z. B.
• Gladowstraße 12C–E36
Heizöl, Gas, Strom, erneuerbare Energien etc.). Ein kleiner Wert signalisiert einen geringen Bedarf und damit eine
• Paul-Sorge-Straße 137A–F40
hohe Energieeffizienz sowie eine die Ressourcen und die Umwelt schonende Energienutzung.
• Weimarer Straße 104
• Krieterstraße 32–54
44
IMPRESSUM
48
Abbildungsnachweise:
Titelbild: Gesine Krüger aus dem Buch „Der Architekt Gustav Oelsner“, hg. von Peter Michelis, Verlag Dölling und
Galitz, 2008;
S. 1: Matthias Friedel Luftbildfotografie, www.luftbilder.de; S. 4: Werner Groth KG; S. 5: BSU / Martin Eifler;
S. 8: Hinrich Rickmers / Architekturbüro Rickmers; S. 9: Baugenossenschaft KOLPING eG;
S. 12 (oben): Joachim Kruse; S. 12 (unten): IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze;
S. 13: IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein; S. 16: neumann + partner / Olaf Lundius;
S. 17: Aloys Kiefer; S. 19: BSU / Michael Rink; S. 20–21: ADSG; S. 24 (links, Mitte): Marcus Bredt;
S. 24 (rechts): Hansa Baugenossenschaft eG; S. 25 (Mitte): Dorfmüller Klier;
S. 25 (links, rechts): Hansa Baugenossenschaft eG; S. 28: Pilsinger Solare Architektur;
S. 29: Winking · Froh Architekten BDA; S. 32 (links, rechts), S. 33 (links): SAGA GWG / Knerer und Lang Architekten;
S. 33 (rechts): IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein; S. 35: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze;
S. 36: henningerarchitekt; S. 37, 39: Markus Tollhopf; S. 40–41: FLUWOG-NORDMARK eG;
S. 44–45: SAGA GWG / Büro Henninger;
Kartenausschnitte Backsteinkarte: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt;
Washingtonallee in Hamburg-Horn
Luftbildausschnitte: Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung, www.geoinfo.hamburg.de
BACKSTEIN
QUALITÄTSSICHERUNG:
GUTE BEISPIELE
ENERGETISCHER SANIERUNG
Wir fördern Hamburgs Zukunft
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