Hochschule Ostwestfalen Lippe

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Hochschule Ostwestfalen Lippe
University of Applied Science
Diplomarbeit
Auswirkung der neuen Energieeinsparverordnung 2009 auf die
Wirtschaftlichkeit von Wohngebäuderenovierungen bei Mehrfamilienhäusern
im Bestand.
Claas-Christian Kösters
Matr.Nr. 15131007
Zusammenfassung
Zahlreiche vermietete Mehrfamilienwohnhäuser in Deutschland aus dem letzten Jahrhundert
weisen einen großen Sanierungsstau auf oder sind zumindest energetisch nicht gut
ausgestattet. Eigentümer und Investoren müssen Entscheidungen treffen, wie und in welchem
Umfang Sanierungen durchgeführt werden.
Als Grundlage für diese Arbeit dienen die Vorschriften und Rahmenbedingungen der neuen
Energie-Einsparverordnung (EnEV), die ab dem 01. Oktober 2009 in Kraft tritt und um 30%
gegenüber der alten Fassung von 2007 verschärft wurde. Anhand dieser Basis werden auf ein
Beispielgebäude 4 Maßnahmenpakete zugeschnitten und deren energetische Bilanz für das
Gebäude ermittelt. Wichtige Nebenaspekte zur Festlegung der Maßnahmenpakete sind die
Vorgaben zur Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), um den Faktor der
sinnvollen und geförderten Finanzierung mit einzubeziehen.
Für die vier Maßnahmenpakete wird eine Kostenschätzung nach DIN 276 ausgerichtet an den
verschiedenen Gewerken durchgeführt, dafür sind Angebote von ortsansässigen Firmen
eingeholt worden. Außerdem werden die Kosten für die Instandhaltung, also die sogenannten
„Sowieso-Kosten“ ermittelt. Nach einem Überblick über die aktuellen Fördermöglichkeiten
in Deutschland und die geltenden mietrechtlichen Rahmenbedingungen für eine
Mieterhöhung zur Refinanzierung der Investition, wird die Wirtschaftlichkeitsberechnung
durchgeführt.
Bei dieser handelt es sich um einen Mehrkostenansatz, das heißt nur die energetisch bedingten
Kosten werden den dadurch möglichen Mehreinnahmen durch Energieeinsparung bzw.
Mieterhöhung gegenübergestellt. Als wirtschaftliche Kennwerte werden der annuitätische
Gewinn und der Kapitalwert der einzelnen Maßnahmenpakete unter vorher festgelegten
Rahmenbedingungen berechnet. Einzelne Varianten zeigen und bewerten unterschiedliche
Kostenstrukturen und Mieterhöhungsmöglichkeiten, als Parameterstudien werden mit höheren
„Sowieso-Kosten“ und einer nachhaltigen Mieterhöhung durch einen ökologischen
Mietspiegel gerechnet.
Diese Ergebnisse werden bewertet und für das Beispielgebäude und den allgemeineren Ansatz
zum Gebäudebestand in einem Fazit zusammengefasst
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
Seite 1
2. Schillerstraße 36, Münster / Westfalen
Seite 2
- Ist Zustand 2.1 Bilder
2.1.1 Ansicht Straßenseite, Nord-Ost
2.1.2 Ansicht hinten, Süd-West
2.1.3 Hofeinfahrt Ansicht vorne und hinten
Seite 3
Seite 3
Seite 4
Seite 5
2.2 Pläne
2.2.1
2.2.2
2.2.3
2.2.4
2.2.5
Seite 6
Seite 6
Seite 7
Seite 8
Seite 9
Seite 10
Schnitt A-A
Grundriss Kellergeschoss
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1 - 3 Obergeschoss
Grundriss Dachgeschoss
2.3 Energetischer Zustand
2.3.1 Gebäudehülle
2.3.2 Festgestellte U-Werte der einzelnen Bauteile
2.3.3 Ergebnis der Berechnung mit dem Energieplaner 8
Ist-Zustand
2.3.4 Kontrolle mittels des tatsächlichen Verbrauches
3. Mögliche energetische Sanierungen
Seite 11
Seite 12
Seite 12
Seite 14
Seite 16
Seite 17
Übersicht anhand des Gebäudemodells Schillerstraße 36
3.1 Baulicher Wärmeschutz
Seite 17
3.2 Schwachstelle Wärmebrücken
Seite 17
3.3 Wärmedämmung der Außenwände
3.3.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
3.3.2 Vorsatzfassade
3.3.3 Kerndämmung
3.3.4 Innendämmung
Seite 20
Seite 20
Seite 21
Seite 23
Seite 24
3.4 Dämmung des geneigten Daches
3.4.1 Dämmung zwischen den Sparren
3.4.2 Dämmung auf den Sparren
3.4.3 Dämmung unter den Sparren
Seite 25
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Seite 27
Seite 27
3.5 Dämmung der obersten Geschossdecke
Seite 28
3.6 Dämmung der Kellerdecke
Seite 29
3.7 Dämmung der Keller-Außenwände
Seite 30
3.8 Fenster und Türen
Seite 32
3.9 Haustechnik
3.9.1 Heizungsanlage
3.9.2 Niedertemperaturkessel
3.9.3 Brennwertkessel
3.9.4 Lüftungsanlage
3.9.5 Thermische Solaranlage
3.9.6 Photovoltaik
3.9.7 Kraft-Wärme-Kopplung
3.9.8 elektrische Wärmepumpen
Seite 33
Seite 33
Seite 34
Seite 34
Seite 35
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Seite 39
Seite 40
4. Energetische Sanierung Schillerstraße 36
Seite 42
4.1 Relevante Vorgaben der EnEV 2009
4.1.1 U-Werte
4.1.2 Heizung
4.1.3 Warmwasser-Bereitung
4.1.4 Lüftung
Seite 42
Seite 42
Seite 43
Seite 43
4.2 Gewählte Maßnahmenpakete
Seite 43
4.3 Maßnahmenpaket EnEv2009+30 % - KfW130
4.3.1 Ergebnisse der Berechnung für das Maßnahmenpaket
EnEv2009+30% - KfW 130
Seite 44
Seite 47
4.4 Maßnahmenpaket EnEv2009 – KfW100
4.4.1 Ergebnisse der Berechnung für das Maßnahmenpaket
EnEv2009 –KfW100
Seite 49
Seite 50
4.5 Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal“ –KfW 055
(Pelletheizung)
4.5.1 Ergebnisse der Berechnung für das Maßnahmenpaket
EnEv2009 „Maximal“ – KfW055 (Pelletheizung)
Seite 52
Seite 54
4.6 Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal – KfW 085
(Gasheizung)
4.6.1 Ergebnisse der Berechnung für das Maßnahmenpaket
EnEv2009 „Maximal“ – KfW 085 (Gasheizung)
Seite 56
Seite 56
5. Kostenschätzung nach DIN 276 -Gewerke-
Seite 58
5.1 Maßnahmenpaket EnEv+30% - KfW 130
5.1.1 Gerüstbauarbeiten
5.1.2 Malerarbeiten
5.1.3 Trockenbauarbeiten
5.1.4 Fensterbauer
5.1.5 Heizungsanlage
5.1.6 Lüftungsanlage
5.1.7 Dacharbeiten
5.1.8 Montagearbeiten
5.1.9 Zusammenstellung
Seite 58
Seite 58
Seite 58
Seite 59
Seite 59
Seite 59
Seite 59
Seite 60
Seite 60
Seite 60
5.2
Maßnahmenpaket EnEv2009 – KfW100
5.2.1 Gerüstbauarbeiten
5.2.2 Malerarbeiten
5.2.3 Trockenbauarbeiten
5.2.4 Fensterbauer
5.2.5 Heizungsanlage
5.2.6 Lüftungsanlage
5.2.7 Dacharbeiten
5.2.8 Montagearbeiten
5.2.9 Zusammenstellung
Seite 60
Seite 61
Seite 61
Seite 62
Seite 62
Seite 62
Seite 63
Seite 63
Seite 63
Seite 63
5.3
Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal“ – KfW055
(Pellet-Heizung)
5.3.1 Gerüstbauarbeiten
5.3.2 Malerarbeiten
5.3.3 Trockenbauarbeiten
5.3.4 Fensterbauer
5.3.5 Heizungsanlage
5.3.6 Lüftungsanlage
5.3.7 Dacharbeiten
5.3.8 Montagearbeiten
5.3.9 Zusammenstellung
Seite 64
Seite 64
Seite 64
Seite 65
Seite 65
Seite 65
Seite 65
Seite 66
Seite 66
Seite 66
5.4
Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal“ – KfW085
(Gasheizung)
5.4.1 Gerüstbauarbeiten
5.4.2 Malerarbeiten
5.4.3 Trockenbauarbeiten
5.4.4 Fensterbauer
5.4.5 Heizungsanlage
5.4.6 Lüftungsanlage
5.4.7 Dacharbeiten
5.4.8 Montagearbeiten
5.4.9 Zusammenstellung
Seite 66
Seite 67
Seite 67
Seite 68
Seite 68
Seite 68
Seite 69
Seite 69
Seite 69
Seite 69
5.5 Kostenschätzung für die Instandhaltungskosten
(„Sowieso-Kosten)
5.5.1 Gerüstbauarbeiten
5.5.2 Malerarbeiten
5.5.3 Fensterbauer
5.5.4 Zusammenstellung
Seite 70
5.6 Zusammenfassung Kostenschätzung
Seite 71
6. Fördermittel und Zuschüsse
6.1
6.2
6.3
Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Stand: EnEV 2009
6.1.1 Zusammenfassung Effizienzstandarts
6.1.2 Einzelmaßnahmen
6.1.3 Förderprogramme der KfW
6.1.4 aktuelle Zinskonditionen der KfW
7.2
Seite 72
Seite 72
Seite 73
Seite 73
Seite 75
Seite 77
Fördermittel der Bundesanstalt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle(Bafa) Stand: EnEv 2009
Seite 78
Förderprogramm der Stadtwerke Münster
Seite 80
7. Miete und Mieterhöhung - das finanzielle Budget7.1
Seite 70
Seite 70
Seite 71
Seite 71
Seite 81
Kaltmieten aus dem qualifizierten Mietspiegel
der Stadt Münster
Seite 81
Rechtlicher Hintergrund möglicher Mieterhöhungen
Seite 82
8. Wirtschaftlichkeit
Seite 84
8.1
Grundlagen
8.1.1 Annuitätischer Gewinn
8.1.2 Kapitalwertberechnung
Seite 84
Seite 85
Seite 86
8.2
Festgelegte Rahmenbedingungen
Seite 88
8.3
Einfluss der Förderungen
Seite 89
8.4
Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnungen
(Annuitätischer Gewinn)
8.4.1 Variante 1: i aus Zinsbelastung
= 2,1%
8.4.2 Variante 2: i aus Zins und Tilgung
=6%
8.4.3 Variante 3: Parameterstudie
i aus Zinsbelastung = 2,1 %
Sowieso-Kosten = 55 %
8.4.4 Variante 4: Parameterstudie
i aus Zins und Tilgung
=6%
Sowieso-Kosten
= 75%
Seite 90
8.5.
8.6
Seite 90
Seite 91
Seite 92
Seite 93
Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnungen
(Kapitalwert)
8.5.1 Variante 1: i aus Zinsbelastung
= 2,1 %
Mieterhöhung warmmietneutral.
8.5.2 Variante 2: i aus Zinsbelastung
= 2,1 %
Mieterhöhung doppelte
Heizkostenersparnis.
8.5.3 Variante 3: i aus Zinsbelastung
= 2,1 %
Mieterhöhung volle 11% Umlage.
8.5.4 Variante 4
Parameterstudie
i aus Zinsbelastung
= 2,1 %
50 % „Sowieso-Kosten“
8.5.5 Variante 5
Parameterstudie
i aus Zinsbelastung
= 2,1 %
Mieterhöhung 1 Euro Kaltmiete
8.5.6 Variante 6
Parameterstudie
i aus Zins und Tilgung
= 6%
Mieterhöhung 1 Euro Kaltmiete
50 % „Sowieso-Kosten“
Seite 94
Auswirkung der Wahl der Mieterhöhung
Seite 102
Seite 94
Seite 95
Seite 96
Seite 98
Seite 99
Seite 101
9. Fazit
Seite 105
Abbildungsverzeichnis
Seite 109
Quellenangabe und Literaturverzeichnis
Seite 112
1. Einleitung
Energie steht auf unserem Planeten nicht unbegrenzt zur Verfügung. Die Weltgemeinschaft
ist bestrebt und verpflichtet, den weltweiten Energieverbrauch zu drosseln und dadurch
Energie einzusparen.
Deutschland trägt als Industrienation einen großen Teil zu diesem Energieverbrauch bei und
hat sich mit der Ratifizierung des „Kyoto-Protokols 1997" verpflichtet, die Emissionen der
Treibhausgase bis 2012 um 21% zu senken.
Der Gebäudebestand in Deutschland verbraucht fast ein Drittel der insgesamt bundesweit
verbrauchten Energie. Davon geht ein erheblicher Anteil aufgrund veralteter Heizungsanlagen
und/oder über die schlecht gedämmte Gebäudehülle verloren. 1
Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) in ihrer nun neuesten Fassung von 2009, die am
01.Oktober dieses Jahres in Kraft tritt, hat der Gesetzgeber die Vorschriften für zu errichtende
Gebäude und Sanierungen bestehender Gebäude noch einmal verschärft. Die Anforderungen
an den Energieverbrauch und die Transmissionswärmeverluste, also die Wärmeverluste über
die Gebäudehülle, sind um 30% gegenüber der vorherigen Fassung von 2007 erhöht worden.
Zahlreiche Mehrfamilienhäuser weisen einen großen Sanierungsstau auf. Eigentümer müssen
eine Entscheidung treffen, wie und in welcher Form Sanierungen durchgeführt werden. Dabei
muss besonderes Augenmerk auf die Situation des vermieteten Wohnraums gelegt werden, da
Mieter die Nutzer der Einsparung sind und Vermieter die Finanzierung der Maßnahmen
durchführen müssen und sich durch den Zwischenschritt „Miete“ refinanzieren.
Anhand eines unsanierten Beispielgebäudes in Münster wird in dieser Arbeit eine
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt, anhand auf das Gebäude zugeschnittenen
Technischen Maßnahmenpaketen, welche die Vorgaben der EnEV2009 umsetzen.
Im Abschluss soll eine Bewertung der aktuellen Situation und eine Empfehlung für den
Sanierungsumfang des Gebäudes gegeben werden.
1
vgl. Liersch K.: EnEV-Praxis – Die neue Energie-Einsparverordnung, 2002, S.11
1
2. Wohngebäude Schillerstraße 36 Münster / Westfalen
„Ist Zustand“
Das Mehrfamilienhaus Schillerstraße 36 liegt zentral in Münster im „Hafenviertel“, einem
Viertel südlich des Bahnhofs zwischen dem ehemaligen Industriehafen und dem
Stadtzentrum.
Fiktives Baujahr ist 1945, da das Hauptgebäude im Krieg teilweise zerstört und dann wieder
aufgebaut wurde. Das ursprüngliche Baujahr ist unbekannt, erste Pläne liegen aus dem Jahre
1988 vor, als das Dachgeschoss ausgebaut und die Fenster erneuert wurden.
Das Gebäude wechselte im November 2008 den Eigentümer, der sich bereiterklärte, das Haus
als Studienobjekt zur Verfügung zu stellen. Dahinter steht aber auch das Interesse, die
energetische Sanierung tatsächlich durchzuführen.
Das Haus ist komplett an studentische Wohngemeinschaften vermietet und befindet sich in
einer für Studierende begehrten Lage, nah am Kunst- und Kulturzentrum „Kreativkai“, dem
modernisierten alten Industriehafen. Die Entfernung zum Bahnhof mit dem Fahrrad sind nur
etwa 5 min, zum Stadtzentrum etwa 10 min und zu den verschiedenen Fakultäten im
Durchschnitt etwa 15 Minuten. Somit kann die Perspektive der zukünftigen Vermietung als
positiv und nachhaltig betrachtet werden.
In massiver Bauweise verfügt es über 4 Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss. Im
Hinterhof, durch eine eigene Einfahrt zu erreichen, befindet sich noch ein Gebäude. Diese
ehemalige Pferdeschlachterei befindet sich in stark sanierungsbedürftigem Zustand und ist
unbewohnt. Sie ist nicht Gegenstand dieser Ausarbeitung.
2
2.1. Bilder
2.1.1 Ansicht Straßenseite, Nord-Ost:
3
2.1.2 Ansicht hinten, Süd-West:
4
2.1.3. Hofeinfahrt
Ansicht vorne:
Ansicht hinten:
5
2.2. Pläne
2.2.1 Schnitt A-A:
6
2.2.2 Grundriss Kellergeschoss:
Raum 3: Heizungskeller
Raum 4: Keller mit Öltanks / Lagerraum für Pellets
7
2.2.3 Grundriss Erdgeschoss:
8
2.2.4 Grundriss 1 - 3. Obergeschoss:
9
2.2.5 Grundriss Dachgeschoss:
10
2.3 Energetischer Zustand
Die Grundsubstanz des Gebäudes ist gut erhalten, aber energetisch unsaniert. Von außen
befindet sich das Haus in einem ungepflegten Zustand. Die Fassade benötigt dringend einen
neuen Anstrich und weist Schäden im Putz auf.
Der Heizkessel wurde 2005 erneuert, eingebaut wurde ein Niedertemperaturkessel mit einem
50 kW Ölbrenner. Bei einer energetischen Sanierung würde der Kessel zunächst in Funktion
bleiben, wenn er auch mit 50 kW stark überdimensioniert , aber zum entsorgen zu neuwertig
ist. Für diese Diplomarbeit wird trotzdem die Variante der Erneuerung angenommen.
Das Dach ist bei dem Ausbau 1988 ungedämmt mit Betondachsteinen neu eingedeckt worden.
Als Ersatz wurde die oberste Geschossdecke mit 10 cm Mineralwolle der geschätzten damals
üblichen Wärmeleitgruppe (WLG) 0402 gedämmt.
Die 5 Wohnungen sind in einem guten Allgemeinzustand. Die Bäder, die elektrischen
Leitungen, die Bodenbeläge und Tapeten wurden im Jahr 2000 erneuert. Die Radialheizkörper
in den Wohnungen sind nicht in Nischen gebaut, sondern vor den Wänden installiert. Sie
verfügen über so große Flächen, dass man sie ohne Probleme an eine neue Technologie
anschließen, und mit geringeren Vorlauftemperaturen beschicken kann.
Flächenheizungen im Fußboden, in den Wänden oder in den Decken der Wohnungen
einzubauen ist noch nicht sinnvoll, da die Wohnungen dazu in einem zu guten Zustand sind.
Bei einer zukünftigen Modernisierung der Wohnungen soll der Einbau von Flächenheizungen
mit einbezogen werden.
Als Option stellt sich der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dar, weil
diese bei den Geschosshöhen von 3,15 m – 3,30 m gut mit einer abgehängten Decke
eingebaut werden könnte.
2
Wärmeleitfähigkeit Lambda ()mit der physikalischen Einheit W/mk: Es wird die Wärmemenge angegeben, die
pro Zeiteinheit und pro Kelvin Temperaturunterschied durch eine Materialschicht mit einer Fläche von 1m² und
einer Dicke von 1m fließt.
Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) gibt die Durchlassfähigkeit eines Materials für einen Wärmestrom an
und leitet sich aus dem rechnerischen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit  in W/mk.
Ein Wert von 0,025 W/mk entspricht also einer WLG von 0,025.
11
2.3.1 Gebäudehülle
Als beheizte Hülle des Gebäudes sind im aktuellen Zustand folgende Grenzen festgestellt
worden:
1. Kellerdecke
2. Fassade vorne und hinten
Da es sich um ein Mittelreihenhaus mit beheizten Gebäuden an den Seiten handelt,
werden die Gebäudeseitenflächen vernachlässigt.
3. Außenwand im Erdgeschoss zur Hofeinfahrt.
4. Decke der Hofeinfahrt zum 1.Obergeschoss
5. Fenster
6. oberste Geschossdecke zum unbeheizten Dachraum
Alle Berechnungen dieser Arbeit wurden mit dem Programm:
BKI Energieplaner 8
© BKI Baukosteninformationszentrum
nach dem DIN 4108-6 und DIN 4701-10/12 durchgeführt. Es handelt sich um eine
Berechnung des Energiebedarfs nach dem Monatsbilanzverfahren.
2.3.2 Festgestellte U-Werte3 der einzelnen Bauteile der Gebäudehülle
1. Kellerdecke gegen unbeheizt.
Aufbau von oben nach unten:
Dicke:
Zementestrich
6 cm
Polystyrol WLG 045 (geschätzt)
2 cm
Stahlbeton
15 cm
Alle 120cm ein I-Stahlträger
15 cm
U-Wert:
1,13 W/m²*K
3
U-Wert = der Wärmedurchgangskoeffizient in W/m²k, ist ein Maß für den Wärmeschutz eines Bauteils. Er gibt
an, wie groß der Wärmeverlust in Watt pro m² Bauteilfläche ist, wenn die Temperaturdifferenz zwischen innen
und außen 1 Kelvin beträgt. Im Unterschied zur Wärmeleitfähigkeit (), wird beim U-Wert die Bauteildicke mit
einbezogen, außerdem der innere und äußere Wärmeübergangswiderstand. Je kleiner der U-Wert ist, umso
besser.
12
2. Fassade vorne und hinten gegen Außenluft.
Aufbau von innen nach außen:
Dicke:
Putzmörtel aus Kalkzement
2
Vollziegel
51 cm
Putzmörtel aus Kalkzement
2,5 cm
U-Wert:
cm
0,81 W/m²*K
3. Außenwand im Erdgeschoss zur Hofeinfahrt gegen Außenluft.
Aufbau von innen nach außen:
Dicke:
Putzmörtel aus Kalkzement
2
Vollziegel
25 cm
Putzmörtel aus Kalkzement
2,5 cm
U-Wert:
cm
1,40 W/m²*K
4. Decke der Hofeinfahrt zum 1.Obergeschoss gegen Außenluft unten.
Aufbau von oben nach unten:
Dicke:
Zementestrich
6 cm
Polystyrol WLG 045 (geschätzt)
2 cm
Stahlbeton
15 cm
Alle 120cm ein I-Stahlträger
15 cm
U-Wert:
1,33 W/m²*K
13
5. Fenster
Baujahr 1988
Zweifach-Isolierglas (Klarglas) 6-12-6 mit Kunststoffrahmen
U-Wert:
2,7 W/m²*K
6. oberste Geschossdecke gegen unbeheizten Dachraum
Aufbau von unten nach oben:
Dicke:
Gipskarton-Platten DIN 18180
2 cm
Fichte Sparrenhölzer
Breite 8cm, Abstand 80 cm
14 cm
Mineralwolle WLG 040 (geschätzt)
10 cm
Luftschicht
4 cm
Fichte Schalungsbretter
2 cm
U-Wert:
0,36 W/m²*K
2.3.3 Ergebnis der Berechnung mit BKI Energieplaner 8 des Ist-Zustands
Berechnung vom 18.08.2009 13:40:02
Berechnungsvorschrift: EnEV 2009
Zonen:
Zone Unbeheizt (unbeheizte Zone)
Zone Wohnbereich (beheizte Zone)
beheiztes Volumen Ve
Luftvolumen V
Nutzfläche AN
Innentemperatur
Luftwechselrate
1984 m³
1587 m³
488 m²
19,0 °C
0,7 1/h
Bauphysik:
beheiztes Volumen Ve
Nutzfläche AN
Verhältnis A/Ve
Luftvolumen V
Fläche Gebäudehülle A
Fläche Außenwände AAW
Fläche Fenster AF
Fensterflächenanteil AF/(AAW + AF)
1984 m³
488 m²
0,30 1/m
1587 m³
588,8 m²
289,8 m²
49,4 m²
15 %
Wärmebilanz:
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
58208 kWh/a
119 kWh/m²a
50868 kWh/a
31662 kWh/a
6710 kWh/a
17613 kWh/a
6094 kWh/a
14
Ergebnisse:
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
spezifischer Transmissionswärmeverlust Ht'
zulässiger spez. Transmissionswärmeverlust zul. Ht'
spezifischer Primärenergiebedarf Qp''
spezifischer Primärenergiebedarf Qp'
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp''
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp'
84139 kWh/a
93758 kWh/a
19838 kWh/a
1,46
1,03 W/m²K
0,65 W/m²K
192,3 kWh/m²a
47,3 kWh/m³a
72,5 kWh/m²a
17,8 kWh/m³a
Ergebnisse für das Referenzgebäude:
Wärmebilanz:
(Referenzgebäude)
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
24354 kWh/a
50 kWh/m²a
19605 kWh/a
25391 kWh/a
4497 kWh/a
16146 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
(Referenzgebäude)
Endenergiebedarf Kühlung Qc,e
Primärenergiebedarf Kühlung Qc,p
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
0 kWh/a
0 kWh/a
30313 kWh/a
35337 kWh/a
4608 kWh/a
1,16
Wärmebilanz des Gebäudes
90000
80000
31662
58208
Transmissionsw ärmeverluste
Lüftungsw ärmeverluste
70000
solare Wärmegew inne
60000
50000
interne Wärmegew inne
Heizw ärmebedarf
50868
40000
30000
17613
20000
10000
6710
0
Verluste
Gew inne
Abbildung 1 zeigt die Wärmebilanz des Gebäudes ( in kWh/a) im Ist-Zustand.
Abbildung 2 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 im Ist-Zustand.
Qp’’=
192,3 kWh/m²a
Ht’ =
1,031 W/m²k
zulässig Qp’’=
72,5 kWh/m²a
zulässig Ht’ =
0,65 W/m²*K
15
2.3.4 Kontrolle mittels des tatsächlichen Verbrauches:
Es wurden die Ölrechnungen der letzten 5 Jahre ausgewertet:
Datum
Euro inkl. MwSt
Liter
10.02.2004
2.160,19 €
6264 l
0,35 €
01.12.2004
1.878,27 €
4001 l
0,47 €
02.03.2005
1.422,28 €
3000 l
0,47 €
01.09.2005
2.435,21 €
4001 l
0,60 €
10.01.2006
2.202,61 €
4000 l
0,55 €
23.05.2006
3.948,42 €
6830 l
0,57 €
14.11.2006
1.358,13 €
2455 l
0,55 €
21.08.2007
2.785,25 €
4845 l
0,57 €
07.04.2008
1.639,82 €
2000 l
0,81 €
07.02.2009
nachgetankt, Ende der 5 Jahresberechnung!
5 Jahre Gesamt in Liter:
41.396,00 l
5 Jahre Gesamt in Euro:
25.770,51 €
Öl pro Jahr:
8.279,20 l
Euro pro Jahr:
5.154,10 €
Endenergie:
1 Liter Öl = 10 kWh
Preis/ Liter inkl. MwSt
8279,2 Liter = 82792 kWh/a Endenergie
Primärenergiefaktor Öl:
1,1
Primärenergie/Jahr:
91071,2 kWh/a Primärenergie
Nutzfläche lt. Programm:
488 m²
Errechnete Primärenergie/m²:
82792 kWh/a : 488 m²
= 186,62 kwh/m²a
Primärenergie aus Programm:
= 192,7 kwh/m²a
Differenz:
= 6,08 kwh/m²a
= 3,15 %
Die Differenz von 3,15 % ist akzeptabel, somit kann der vom Programm errechnete Wert als
korrekt bewertet werden!
16
3. Möglichkeiten der energetischen Sanierung
–ein Überblick, ausgerichtet am Gebäudemodell Schillerstraße 36-
3.1 Baulicher Wärmeschutz:
Die Basis eines energieeffizienten Gebäudes ist ein wirksamer Wärmeschutz, der den
beheizten Innenraum des Gebäudes möglichst lückenlos umschließt. Mit dem heutigen Stand
der Technik ist es möglich, Transmissionswärmeverluste von Altbauten um 90% zu senken.
Der Wärmeschutz stellt eine langfristige und sinnvolle Investition in das Gebäude dar, da eine
zukünftige Energiepreissenkung wohl realistisch betrachtet nicht zu erwarten ist und erlaubt
eine nachhaltige Senkung der Heizkosten und eine Steigerung des thermischen Komforts im
Gebäude. Die Räume kühlen nicht mehr so schnell aus, auch an kalten Tagen bleiben die
raumseitigen
Bauteiloberflächen
noch
angenehm
warm
und
das
Risiko
von
Oberflächenkondensat und Schimmelpilzbildung wird reduziert.
Im Sommer kann durch einen hochwirksamen Wärmeschutz die Raumtemperatur noch im
angenehmen Bereich gehalten werden, wenn die Fenster tagsüber verschattet werden können
und nachts gelüftet wird. Während im Winter die Kälte draußen bleibt, wird im Sommer die
Wärme abgeschirmt. 4
3.2 Schwachstelle „Wärmebrücken“:
Thermische Schwachstellen am Gebäude in denen zu erhöhtem Wärmeabfluss kommt, nennt
man Wärmebrücken. Zu unterscheiden sind dabei geometrische und konstruktive
Wärmebrücken.
Die
geometrische
Wärmebrücke
entsteht
aufgrund
geometriebedingter
Temperaturunterschiede in der Oberfläche von Bauteilen. Sie tritt zum Beispiel im
Kantenbereich von Außenwänden auf. Die kleinere, innen wärmeaufnehmende Fläche steht
einer größeren, äußeren Abkühlfläche gegenüber.
4
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.1, S. 3
17
Deshalb ist die innere Oberflächentemperatur der Kante deutlich niedriger als die der übrigen
Wandfläche und somit fließt in der Kante mehr Wärme ab als in einem anderen Bereich der
Wandfläche.5
Bei der konstruktiven Wärmebrücke, oder auch stofflichen Wärmebrücke, durchdringt ein
Bauteil mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit ein anderes Bauteil mit geringerer
Wärmeleitfähigkeit.
Das klassische Beispiel einer konstruktiven Wärmebrücke ist die durchgeführte Betondecke,
die bis zur Außenkante des Mauerwerks gegossen wurde, oder gar als Boden eines Balkons
weiter bis in den Außenluftbereich geführt wurde.
Beton als sehr guter Wärmeleiter führt in diesen Bereichen zu starken Wärmeverlusten und
damit zu geringeren Oberflächentemperaturen im Innenraum. Die wärme Raumluft trifft auf
die kalte Bauteiloberfläche und die Gefahr von Kondenswasserbildung und Befall durch
Schimmelpilz ist erhöht.6
Um Wärmebrücken zu vermeiden, sollte eine Außendämmung das Gebäude vollständig
umschließen, auch mit einer Innendämmung an Wand- und Deckenflächen können
Wärmebrücken zwar nicht komplett beseitigt aber zumindest entschärft werden.
5
http://www.architektur-lexikon.de/lexikon/geometrische_waermebruecke.html
(Dipl.-Ing.Sophie Gebhardt - 21979/2005-01-08) Stand am 01.08.2009
6
http://www.architektur-lexikon.de/lexikon/waermebruecke.html
(Dipl.-Ing.Sophie Gebhardt - 21978/2005-01-08) Stand am 01.08.2009
18
Abbildung 3 zeigt eine Übersicht von Wärmebrücken am Gebäude
19
3.3 Wärmedämmung der Außenwände
3.3.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Für die Wärmedämmung von Außenwänden werden seid ca. 35 Jahren vorwiegend
sogenannte „Thermohäute“, bzw. Wärmedämmverbundsyteme (WDVS) verwendet. Bei
diesen
Dämmsytemen werden Dämmplatten von außen auf die Außenwand aufgeklebt,
verdübelt und mit einem gewebearmierten Putz überzogen. Beim konventionellen Bauen
werden in erster Linie Polystyrol-(PS) Hartschaumplatten eingesetzt.
7
Der Altputz, soweit
tragfähig, kann erhalten bleiben, bei nicht tragfähigem Untergrund oder einer Mischbauweise
der Außenwand werden Schienensysteme verwendet. 8
Heute steht dem umweltorientierten Bauherrn aber auch schon eine große Auswahl
ökologischer Dämmstoffe zur Verfügung, deren Herstellung und Recycling aus ökologischer
Sicht besser zu bewerten sind. Nachfolgend sind einige Dämmmaterialien mit der
entsprechenden Wärmeleitfähigkeit aufgelistet:9
-
Polystyrolplatten 0,025 – 0,040 W/mK
-
Polyurethanplatten 0,02 – 0,04 W/mK
-
Mineralfaserplatten 0,035 – 0,05 W/mK
-
Korkplatten 0,045-0,055 W/mK
-
Holzfaserplatten 0,04 – 0,07 W/mK
-
Schaumglasplatten 0,045 – 0,06 W/mK
Neueste Entwicklungen auf dem Dämmstoffmarkt sind Vakuumdämmplatten
(VIP = VakuumIsolationsPaneele) die nach dem Prinzip einer Isolierkanne funktionieren und
wegen des luftleeren Raumes zwischen den Oberflächen geringste Dämmstoffdicken
ermöglichen. Sie müssen für jede Bauteilgeometrie individuell angefertigt und können nicht
auf der Baustelle zugeschnitten werden, die Verlegung erfolgt exakt nach Plan durch
geschulte Handwerker. Das macht sie entsprechend teuer. Sie erreichen Wärmeleitfähigkeiten
von 0,008 W/mK und sind damit momentane technologische Spitzenklasse.10
7
Vgl. Siepe, B.: Überblick über die Dämmsyteme für die Außenwand, 1999, S.13
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.1, S. 3
9
Vgl. BKI Energieplaner 8 Baustoffdatenbank.
10
Vgl. Großklos, M.: Grundlagen der Vakuumdämmung und Anwendung an der Außenwand, IWU 2007.
8
20
Ein weiteres neues Dämmstoffprodukt sind Dämmplatten aus dem seit langem bekannten
Kunststoff Bakelit, der aufgeschäumt, beidseitig mit Glasvlies kaschiert und z.B. als
„RESOL-Hartschaum“ vertrieben wird. Das Material hat einen Wärmeleitwert von 0,022
W/mK und ermöglicht so eine deutliche Reduktion der Dämmschichtstärke. Im Gegensatz zu
noch leistungsfähigeren, aber deutlich teureren und aufwendigeren Systemen wie z. B.
Vakuumdämmung, sind diese Platten vor Ort mit einer feinen Dämmstoffsäge zu verarbeiten
und stellen eine gute Kombination aus einer verbesserten Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu
Polystyrol-Hartschaumplatten und einer schnelleren Verarbeitung im Vergleich zu
Vakuumdämmplatten dar.11
Die Entscheidung für ein WDVS hängt von der Art des Gebäudes, Auflagen des
Denkmalschutzes und der Beschaffenheit der Fassade ab. Als Lebensdauer einer Thermohaut
wurden vom Frauenhofer Institut für Bauphysik Werte zwischen 15-30 Jahren abgegeben.
Alle Anschlüsse (Fensteranschluss, Anschluss an das Dach) müssen sorgfältig ausgeführt und
individuell an die vorhandenen Gegebenheiten angepasst werden. Gerade Verarbeitungsfehler
lassen die Lebensdauer erheblich sinken. Die Kosten für ein WDVS sind je nach
Dämmstärke, Material und Objektgröße sehr unterschiedlich. Für eine Dämmung mit
Polystyrolplatten in 12cm Stärke bei einer Altbausanierung ergeben sich typischerweise
Kosten zwischen
90 €
bis 120 € pro m² Fassadenfläche. 12 Solche Preise sind immer
Verhandlungssache und deshalb nur als grober Richtwert zu sehen.
Abbildung 4 zeigt den Aufbau eines Wämedämmverbundsystems (WDVS)
11
Vgl. http://www.detail.de/artikel_hochleistungsdaemmstoff-bakelit-weber-maxit_23762_DE.html
am 06.08.2009
12
vgl. ESI Wärmedämmung der Außenwand mit dem Wärmedämmverbundsystem, Hessisches Ministeriums für
Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Seite 8
21
3.3.2 Vorsatzfassade
In Regionen, die stark durch Regen und Wind belastet sind, werden seit langem hinterlüftete
Vorsatzfassaden eingesetzt. Eine solche Vorsatzfassade besteht aus vier Komponenten:
Unterkonstruktion,
Dämmung,
Hinterlüftung
und
Außenverkleidung.
Auf
die
Wandoberfläche wird zuerst die Unterkonstruktion aufgebracht, wobei auf eine Vermeidung
von Wärmebrücken zu achten ist. Dieses wird z.B. erreicht durch Aluminium-Abstandshalter,
welche die Unterkonstruktion aus Holz tragen und von der Wand trennen. So kann fast
durchgehend gedämmt werden, lediglich die Aluminium-Abstandshalter durchdringen die
Dämmung, die geklebt und/oder gedübelt wird. Um Oberflächenkondensat, evtl
eindringendes Regenwasser sowie durch die Wand diffundierenden Wasserdampf abzuleiten,
bleibt eine Luftschicht zwischen Dämmlage und der Außenverkleidung. Materialien für die
Außenverkleidung sind z.B. Faserzement-, Naturstein-, Holz- oder Metallplatten. Die
Auswahl ist vielfältig und je nach Region sehr unterschiedlich. 13
Als Dämmstoff kommen wie beim WDVS verschiedenste Materialien zum Einsatz,
hauptsächlich verwendete Stoffe sind Mineralfaser-, Polystyrol- und Polyurethanplatten, aber
auch ökologische Dämmstoffe wie Kork oder Hanf werden verstärkt verwendet.
Abbildung 5 zeigt den Aufbau einer Vorhangfassade
13
vgl. ESI Wärmedämmung der Außenwand mit der Vorsatzfassade, Hessisches Ministerium für Wirtschaft,
Verkehr und Landesentwicklung, Seite 10
22
3.3.3 Kerndämmung
In Mittel- und Norddeutschland trifft man häufig auf verklinkerte Gebäude. Die Fassade ist
zweischalig ausgeführt und bis in die siebziger Jahre wurde in den Hohlraum keine Dämmung
eingenbaut. Mittlerweile besteht die Möglichkeit, diesen Luftraum nachträglich mit
Dämmstoff zu füllen. Vorraussetzung dafür ist eine durchgehende Luftschicht vom Fußpunkt
der Fassade bis zum Dachanschluss mit einer Mindestdicke von 4 cm.
Zuerst erfolgt eine sorgfältige Sichtkontrolle der Hohlräume mittels eines Technoskops, z.B.
durch Bohrungen in die Fugen des Verblendmauerwerks. Dabei wird die Durchgängigkeit der
Luftschicht überprüft und außerdem die Zahl und der Zustand der vorhandenen Maueranker
festgestellt. Eventuell vorhandene Mörtelreste und Bauschutt im Fußpunkt werden lokalisiert
und der Zustand der Mörtelfugen im Verblendmauerwerk wird überprüft.
Nach diesen Prüfungen wird durch Bohrungen in die Vormauerschale das Dämmmaterial, in
Form von Pellets oder Flocken, eingeblasen. Der Dämmstoff sollte in jedem Fall
wasserabweisend sein, da sonst die Gefahr einer Verklumpung besteht und das Material dann
seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Als Materialien kommen dafür Perlite-Granulat
(aufgeblähtes Lavagestein), Glasschaum und Mineralfaserflocken in Frage.
Neben dieser nachträglichen Verfüllung besteht auch die Möglichkeit der neuen
Verklinkerung einer Fassade und einer Verfüllung der dadurch entstehenden neuen
Luftschicht. Diese sehr aufwendige Form des nachträgliches Wärmeschutzes verlangt vor
allem eine stabile statische Auflagersituation, was gerade bei unterkellerten Gebäuden zu
Problemen führen kann.
Bei bestehenden Klinkerfassaden ist logischerweise die Möglichkeit der Dämmung durch die
Stärke des Hohlraumes begrenzt. Die EnEv verlangt in dem Falle, dass die geforderten UWerte überschritten werden, keine weitere Dämmung der Fassade. Die Verfüllung des
bestehenden Hohlraumes reicht. 14
14
Vgl. Ladener H.: Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus, 1998, S.88
23
Abbildung 6 zeigt den Aufbau einer Kerndämmung
3.3.4 Innendämmung:
Eine Innendämmung kommt immer dann in Frage, wenn der ursprüngliche Charakter der
Fassade eines Gebäudes erhalten bleiben soll oder muss, z.B. durch Auflagen des
Denkmalschutzes oder bei Fachwerkhäusern. Fehlende Grenzabstände zum Nachbarn und
keine Zustimmung können ebenfalls Gründe für eine Wahl dieses Dämmsystems sein. Der
Aufbau besteht aus der Wand als Trägerebene, den darauf aufgebrachten Dämmplatten und
der Dampfsperre. Diese ist bei der Innendämmung besonders wichtig, da sich sonst
Feuchtigkeit aus der Raumluft in der Dämmung ansammeln kann, was zu Schäden und
Schimmelpilzbildung führen kann.
Materialien bei der Innendämmung sind Verbundplatten aus Hartschaum oder Mineralwolle,
Gipskarton- oder Gipsfaserplatten oder Holzwolleleichtbauplatten. Viele dieser Dämmstoffe
werden mittlerweile mit einer integrierten Dampfsperre hergestellt z.B. in Form von
aufkaschierter Aluminiumfolie. Als Vorteil zu sehen ist sicherlich, dass eine Innendämmung
unabhängig von anderen Sanierungsmaßnahmen und raumweise durchgeführt werden kann
Die Fassadengestaltung bleibt erhalten und im Vergleich zur Außendämmung treten
24
vergleichsweise geringe Kosten auf. Dafür ist die Dämmstärke durch den nicht gewollten
Wohnflächenverlust begrenzt und neue Wärmebrücken können entstehen. In der Außenwand
verlaufende Wasser- und Heizungsleitungen können einfrieren und sollten vor einer
Innendämmung verlegt werden. Bei Kirchen oder ähnlichen Gebäuden, die täglich nur
kurzzeitig und vor allem schnell geheizt werden müssen, ist eine Innendämmung sogar
sinnvoller als eine Außendämmung.15
Abbildung 7 zeigt den Aufbau einer Innendämmung
3.4. Dämmung des geneigten Daches
Von allen am Gebäude beteiligten Bauteilen ist das Dach am stärksten den Umwelteinflüssen
ausgesetzt. Es können Temperaturen auf der äußeren Dachhaut von im Sommer bis zu 60°C
und im Winter von –20°C auftreten. Früher wurden Dachräume vorwiegend zur Lagerung
und Trocknung genutzt, aus diesem Grunde war es wichtig, dass sie gut belüftet wurden und
eine Wärmedämmung war nicht notwendig. Da warme Luft nach oben steigt, entweicht im
Winter durch ein ungedämmtes Dach viel Energie.
15
vgl. ESI, Wärmedämmung der Außenwand mit der Innendämmung, Hessisches Ministerium für Wirtschaft,
Verkehr und Landesentwicklung, 2001, Seite 2ff
25
Bei der Wahl der energetischen Sanierung eines Daches sind zwei grundlegende Fälle zu
unterscheiden: Ist der Dachraum bewohnt oder wird er gar nicht, bzw. als Abstellraum
genutzt?
Bei der Variante als Wohnraum, wie auch bei der Schillerstraße 36 angedacht, muss die
Außenhaut des Daches bzw. die Dachschräge gedämmt werden, in der unbewohnten Variante
wäre eine Dämmung der obersten Geschossdecke sinnvoll und kostengünstiger.
Für die Dämmung der Dachschräge stehen grundsätzlich 3 Varianten zur Verfügung, die auch
kombiniert werden können.
3.4.1 Dämmung zwischen den Sparren
Die am häufigsten angewandte Methode ist die Dämmung zwischen den Sparren, allerdings
wird die Dämmstoffstärke dabei durch die Höhe der Sparren begrenzt und die Sparren bilden
Wärmebrücken, welche die Wirkung der Dämmung vermindern. Soll die Dämmstärke erhöht
werden, hilft eine Aufdopplung der Sparren. Auf der Innenseite wird eine Dampfsperre
aufgebracht (z.B. PE-Folie). Soll die raumseitige Verkleidung, falls vorhanden nicht entfernt
werden, kann die luftdichte Ebene auch von außen über die Sparren gelegt werden. Wichtig
ist der Schutz der Dämmlage vor Feuchtigkeit. Als Dämmmaterial werden bevorzugt
mineralische Materialien in Form von Platten oder Bahnen eingebaut. Sie sind flexibel und
passen sich, im Gegensatz zu Hartschaumplatten, den Unregelmäßigkeiten der Konstruktion
besser an.16
Abbildung 8 zeigt den Aufbau einer Zwischen-Sparren-Dämmung
16
vgl. Ladener H.: Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus, 1998, S.107ff
26
3.4.2 Dämmung auf den Sparren
Zur Vermeidung von Wärmebrücken und im Zuge einer Neueindeckung kann eine AufSparren-Dämmung umgesetzt werden. Dabei wird eine geschlossene Dämmlage aus z.B.
Hartschaumplatten mit Nut- und Feder komplett auf die Sparrenoberseite verlegt, es gibt
verschiedene typgeprüfte Syteme. Auch hier ist eine Dampfbremse erforderlich, die auch
gleichzeitig Luftdichtigkeit sicherstellt. Der Anschluss an die Außenwand ist schwieriger
auszuführen als bei der Dämmung zwischen den Sparren, hier werden z.B. im Bereich der
Sparrendurchdringung luftdichte Manschetten eingesetzt. Die Dämmung von außen ist
sinnvoll, wenn bestehende Raumverkleidung von innen nicht entfernt werden soll und eine
Neueindeckung des Daches sowieso ansteht. 17
Abbildung 9 zeigt den Aufbau einer Auf-Sparren-Dämmung
3.4.3 Dämmung unter den Sparren
Bei dieser Dämmweise muss eine Verkleinerung des Dachraumes in Kauf genommen werden,
allerdings lässt sich bequem von innen und damit wetterunabhängig arbeiten .
Auf Kanthölzer die quer zu den Sparren angebracht werden wird die Dämmung meist in Form
von plattenförmigen Dämmstoffen angebracht. Sinnvoll ist die Kombination mit der
Zwischen-Sparren Dämmung, da sonst der Raum zwischen den Sparren ungenutzt bleiben
17
vgl. Ladener H.: Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus, 1998, S.109ff
27
würde und durch die Innendämmung der Wärmebrückeneffekt der Sparren deutlich
vermindert werden kann. Eine Dampfbremse raumseitig ist zwingend erforderlich, da sonst
Feuchtigkeit in die Dämmung eintreten kann und diese schädigt.18
Abbildung 10 zeigt den Aufbau einer Unter-Sparren-Dämmung
3.5 Dämmung der obersten Geschossdecke
Bei Dachräumen, die nicht beheizt werden sollen, bietet sich eine Dämmung der obersten
Geschossdecke an, um den beheizten vom unbeheizten Raum zu trennen.
Dabei werden Dämmplatten und/oder Schüttungen zwischen vorhandene Deckenbalken oder
auf die Decke eingebracht. Als Materialien für Dämmplatten kommen Mineralfaser- oder
Hartschaumplatten in Frage.
Fugen zwischen Dämmstoff und übriger Konstruktion sollen vermieden werden, um eine
Umströmung des Dämmstoffes mit kalter Luft zu vermeiden, da sich sonst die Dämmeffizienz
deutlich verringert. Deshalb sollten Dämmplatten mehrlagig mit versetzten Fugen und Stößen
verlegt werden und möglichst überall dicht am Boden anliegen.
18
vgl. Ladener H.: Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus, 1998, S.111ff
28
Bei unebenen Flächen und viele Durchdringungen bietet sich eine Schüttung aus Perlite oder
Zelluloseflocken an, eine Begehbarkeit wird bei druckfestem Dämmstoff durch Bohlenstege
oder eine Holzoberlage erreicht.19
Abbildung 11 zeigt den Aufbau einer Dämmung der obersten Geschossdecke
3.6 Dämmung der Kellerdecke
Der unbeheizte Keller stellt im Gebäudebestand den Normalfall da. Somit ist es sinnvoll,
diesen thermisch vom beheizten Wohnraum zu trennen und die Kellerdecke zu dämmen, um
einerseits Wärmeverluste zu verringern und die thermische Behaglichkeit im Erdgeschoss zu
erhöhen.
Dazu werden Dämmplatten von unten an die Kellerdecke geklebt und bei schlecht haftendem
Untergrund zusätzlich verdübelt. Da der Keller im Regelfall nicht bewohnt ist, wird meistens
auf eine zusätzliche Verkleidung verzichtet, um den Dämmstoff vor Beschädigungen zu
schützen kann er aber z.B. mit Gipskartonplatten oder einer Putzschicht verkleidet werden.
19
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.1, S. 5
29
Wenn die Deckenunterseite uneben oder als Gewölbe ausgeführt ist, kommen darauf
angepasste Systeme zum Einsatz, wie z.B. das Aufspritzen von Faserdämmstoffen.
Alternativ oder ergänzend kann die Dämmschicht auch
auf dem Erdgeschossboden
aufgebracht werden, wenn z.B. im Zuge von Renovierungsarbeiten der Aufbau des
Fußbodens ohnehin erneuert werden soll. Daraus entstehende Folgearbeiten wie das Verlegen
von Heizungsleitungen und Anheben von Heizkörpern sowie das Kürzen von Türen sind zu
berücksichtigen.
Abbildung 12 zeigt den Aufbau einer Dämmung der Kellerdecke von unten
3.7 Dämmung der Kelleraußenwände
Die Dämmung dieses Bauteils im oberen Teilbereich ist wichtig, um Wärmebrücken im
Übergang von der Fassade zum Sockel am Anschluss der Kellerdecke zu vermeiden.
Bei einem unbeheizten Keller reicht die Herunterführung der Dämmebene bis ca 50cm unter
die Kellerdecke, bei einem beheizten Keller sollte durchgehend bis auf das Fundament
heruntergedämmt werden.
Dafür muss die Außenwand freigelegt
und mit einer
sogenannten Perimeterdämmung
versehen werden, die sich durch Feuchtebeständigkeit und Druckfestigkeit auszeichnet und
deswegen ohne Dampfsperre zur Dämmung von Kelleraußenwänden verwendet werden kann.
30
Als Materialien werden extrudiertes Polystyrol, Polyurethan oder Schaumglas verwendet. 20
Abbildung 13 zeigt den Aufbau einer Perimeterdämmung mit eingebautem Lichtschacht
20
vgl. Ladener H.: Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus, 1998, S.89ff
31
4.8 Fenster und Türen
Im Bestand finden sich verschiedene Arten von Fenstern und Türen. Früher weit verbreitete
Fenster mit Einscheiben-Verglasung sind kaum noch vorhanden, dafür findet man viel
Kasten- oder Verbundfenster mit den ab den 70er Jahren eingebauten Isolierverglasungen im
Rahmen aus unterschiedlichen Materialien.21
Fenster und Türen sollen vor Witterungseinflüssen wie Wind, Regen und Kälte schützen, aber
auch im Winter so wenige Wärme wie möglich verloren gehen und im Sommer so viel
Wärme wie möglich draußen lassen. Diese vielfältigen Aufgaben werden heute dank
modernster Funktionsverglasungen erfüllt. Beim Isolierglas wird der Wärmeschutz
hauptsächlich durch eine Vergrößerung des Scheibenzwischenraumes und der Beschichtung
des Glases erreicht. Der Wärmedurchfluss durch Isolierglas erfolgt auf drei Arten:
-
Wärmestrahlung zwischen den Scheiben
-
Wärmeleitung der Luft bzw. des Gases im Scheibenzwischenraum
-
Konvektion der Luft oder des Gases im Scheibenzwischenraum
Bei Isolierglas entfallen ca 2/3 des Wärmeflusses auf die Wärmestrahlung und 1/3 auf die
Wärmeleitung
und
Konvektion.
Bei
beschichteten
Wärmeschutzgläsern,
bzw.
Wärmefunktionsgläsern wird die Wärmestrahlung fast vollständig unterdrückt, wobei die
Wärmeleitung
und
die
Konvektion
unverändert
bleiben.
Im
sichtbaren
Bereich
(Sonnenstrahlen/Licht) sind die Wärmefunktionsschichten sehr transparent, während sie im
langwelligen Strahlungsbereich (Wärmestrahlung) sehr reflektierend sind.
In der Praxis bewirkt das, dass die Sonnenenergie relativ ungehindert in den Raum gelangen
kann, die Wärmefunktionsschicht aber den Austritt der Wärmestrahlung nach außen
verhindert. Die Innenscheibe wird dadurch annähernd auf Zimmertemperatur erwärmt und
trägt somit zur thermischen Behaglichkeit bei.
Sofern alte Fenster noch in einem guten Zustand sind, besteht die Möglichkeit die elastische
Fugendichtung zu erneuern und eine zusätzliche Scheibe einzubauen bzw. das Glas
auszutauschen.
21
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.1, S. 6
32
Bei zu schlechtem Allgemeinzustand der Fenster kommt sinnvollerweise nur eine komplette
Erneuerung in Betracht. Dabei stehen als Rahmenmaterialien Holz, Metall oder Kunststoff zur
Verfügung. Bei der Verglasung kann zwischen Isolier- oder Wärmeschutz-Isolierverglasung
in zwei oder dreifacher Ausführung gewählt werden.
Es ist nicht nur auf den U-Wert der Verglasung zu achten, sondern auch den des Rahmens,
der je nach Ausführung und Bauweise unterschiedlich ausfallen kann. Entscheidend ist der
kombinierte U-Wert aus Rahmen und Glas, der als Uw (window = fenster) angegeben wird. 22
Wenn gleichzeitig mit einer Außenwanddämmung die Fenster erneuert werden ist es sinnvoll,
die neuen Fenster außenbündig in der alten Wand anzubringen oder in der Dämmebene mit
Abstandshaltern anzuordnen. Um einen fast wärmbrückenfreien Einbau zu gewährleisten, ist
eine ca 3-4cm breite Überdeckung der Fenster durch den Dämmstoff erforderlich.23
Bei Türen hängt der Wärmeschutz vom Material und der Stärke des Rahmens, des Blattes, der
Verglasung und der Dichtigkeit ab. Gerade undichte Türen können mit kostengünstigen
Mitteln wie etwa Dichtungsstreifen und Türbürsten wärmeschutztechnisch verbessert werden.
Je nach Ausführung und Zustand der vorhandenen Tür ist ein Austausch sinnvoll, da neue
Türen über erheblich bessere U-Werte verfügen.
3.9 Haustechnik
3.9.1 Heizungsanlage
Bei einer Erneuerung des Heizungskessels stehen verschiedene Systeme zur Auswahl,
ausgehend von unterschiedlichen Energieträgern. Neben den bekannten fossilen Brennstoffen
wie Erdgas und Öl kommen immer mehr regenerative Brennstoffe wie z.B. Holzpellets zum
Einsatz.
Die
EnEV
bewertet
regenerative
Energieträger
mit
einem
geringen
Primärenergiefaktor24, so dass sie den ermittelten Primärenergiebedarf in der Energiebilanz
deutlich senken und damit positiver zu bewerten sind.
22
vgl. DENA- Deutsche Energie Beratung: Modernisierungsberater Energie, 2006, S.7
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.1, S. 6
24
Primärenergiefaktor ist ein vom Gesetz vorgeschriebener Umrechnungsfaktor, mit dem die im Gebäude
benötigte Endenergie auf die sogenannte Primärenergie umgerechnet werden kann. Die Primärenergie beinhaltet
alle Verluste der Erzeugung und des Transports der Energie bis zum Verbrauch im Gebäude.
23
33
3.9.2 Niedertemperaturkessel
Im Gegensatz zu alten Standartheizkesseln, die eine ständige Vorlauftemperatur von 70-90°C
vorhielten, senkt der Niedertemperaturkessel seine Wassertemperatur angepasst an die
Außentemperatur ab. Das Wasser wird nur noch soweit erhitzt, wie es zur Beheizung des
Gebäudes notwendig ist. Somit ist die Wassertemperatur an warmen Tagen geringer, als an
kalten. Der Nutzungsgrad eines Heizkessels ist die während eines Jahres nutzbar gewordenen
Wärme bezogen auf die mit dem Brennstoff zugeführte Heizenergie. Ein moderner
Niedertemperaturkessel erreicht einen Nutzungsgrad von etwa 91 bis 94%.25
3.9.3 Brennwertkessel
Brennwertkessel sind die Weiterentwicklung der Niedertemperaturkessel, sie verbrauchen ca.
10% weniger Brennstoff und verursachen deutlich weniger Schadstoffemissionen. Dabei stellt
Gas den optimalen Brennstoff da, aber auch Ölkessel gibt es in der Brennwertvariante. Die
Verbesserung wird erreicht, indem der im Abgas enthaltene Wasserdampf im Heizkessel und
Abgasrohr kondensiert und über einen Wärmetauscher dem Heizkreislauf als Energie wieder
zugeführt wird. Der rechnerische Nutzungsgrad liegt durch die Nutzung der Kondensatwärme
bei Brennwertkesseln zwischen 103 bis 108 %, bei ölbefeuerten Brennwertkesseln ist der
Nutzungsgrad etwas geringer.
Die Mehrkosten für ein Brennwertgerät liegen ca. 500 - 1000 € über dem Preis für ein
Niedertemperaturgerät. Dafür sind die Kosten für die Abgasführung geringer, da ein
Brennwertkessel
aufgrund
der
niedrigen
Abgastemperaturen
lediglich
ein
Kunststoffabgasrohr, während ein Niedertemperaturkessel ein Aluminium- bzw. Edelstahlrohr
oder einen 3-schaligen Kamin benötigt. Somit gleichen sich die Kosten für beide Varianten
aus und die Brennwerttechnik ist wegen des besseren Nutzungsgrades und geringeren
Verbrauches die bessere Alternative. 26
25
vgl. ESI Niedertemperatur und Brennwertkessel, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und
Landesentwicklung, S. 3ff
26
vgl. ESI Niedertemperatur und Brennwertkessel, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und
Landesentwicklung, S. 2
34
Abbildung 14 zeigt die Funktionsweise eines Brennwertkessels
3.9.4 Lüftungsanlage
Bei der energetischen Sanierung ist die Schaffung einer dichten Gebäudehülle, um die
Lüftungswärmeverluste zu reduzieren, sehr wichtig.
Trotzdem muss die Luft im Gebäude regelmäßig getauscht werden, um eine ausreichend hohe
Raumluftqualität zu gewährleisten. Dieses kann über die Lüftung der Bewohner erfolgen,
sicherer und genauer ist aber eine mechanische Lüftungsanlage.
Unterschieden werden zwei Systeme mit oder ohne Wärmerückgewinnung sowie reine
Abluftanlagen und Systeme mit Zu- und Abluftkanalnetz.
Bei der zentralen Abluftanlage saugt ein Ventilator die Luft aus den an meisten mit Gerüchen
und Wasserdampf belasteten Räumen wie Bad und Küche ab und führt sie über ein Rohr z.B.
über das Dach fort. Im Gebäude entsteht dadurch ein leichter Unterdruck , so dass über
Zuluftventile in der Außenwand von Wohn- und Schlafräumen gefilterte Außenluft
nachströmen kann.
So wird eine dauerhafte und kontrollierte Durchströmung der Wohnung erreicht, Feuchtigkeit
und Gerüche werden abgeführt und eine verbesserte Raumluftqualität geschaffen.
35
Bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können weitere Energieeinsparungen erzielt
werden, da die Wärme der Abluft über einen Wärmetauscher auf die Zuluft übertragen wird.
Dafür ist neben dem Abluft- auch ein Zuluftkanalnetz in der Wohnung erforderlich. Je mehr
Wärme übertragen wird, umso effektiver arbeitet das System, heutige Wärmetauscher
erreichen schon Wärmebereitstellungsgrade von ca. 80%.
Damit eine Lüftungsanlage effizient funktioniert, ist es erforderlich, dass das Gebäude
möglichst luftdicht ausgeführt ist und eine Luftwechselrate von höchstens n50  1,5h-1
gegeben ist. (n50 = Luftwechselrate der Wohneinheit pro Stunde bei 50Pa Druckdifferenz
zwischen innen und außen, bei also in diesem Fall 1,5mal pro Stunde) 27
Abbildung 15 zeigt die Funktionsweise der 2 Arten von Lüftungsanlagen
27
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.1, S. 8
36
3.9.5 Thermische Solaranlage
Mit Hilfe thermischer Solaranlagen (Sonnenkollektoren) lässt sich die Sonnenenergie zur
Erwärmung von Wasser nutzen, entweder nur für die Brauchwassererwärmung oder auch
zusätzlich für die Heizung.
Dabei wird mittels Absorbern in der Kollektorfläche die Sonneneinstrahlung auf ein
Wärmeträgermedium übergeben und im Warmwasserspeicher (Pufferspeicher) auf das
Heizungs- und Brauchwasser übergeben. Um an trüben Tagen für ausreichend Wärme im
Speicher zu sorgen wird das Wasser mit einer elektrischen Nachheizung oder dem
Heizungskessel nacherwärmt.
Es gibt 3 verschiedene Arten von Kollektoren mit unterschiedlichen Wirkungsgraden,
kostengünstige Flachkollektoren und speziellere Varianten wie der Vakuum-Flachkollektor
und der Vakuum-Röhrenkollektor. Sie unterscheiden sich in Ihrer Bauart und der jeweils
eingesetzten Technik, die prinzipielle Wirkungsweise ist dieselbe.
Abbildung 16 zeigt eine thermische Solaranlage integriert in einen Heizkreislauf
37
3.9.6 Photovoltaik
Während bei einer thermischen Solaranlage die Sonnenergie in Wärme umgewandelt wird,
wird bei einer photovoltaikschen Anlage mittels Siliziumzellen die Sonnenstrahlung in
elektrischen Strom konvertiert. Die Leistungsfähigkeit einer solchen Anlage ist abhängig
von den verwendeten Materialen (monokristalline, polykristalline oder amorphe Solarzellen),
der Ausrichtung (am Besten nach Süden) und der Neigung (etwa 30°) der Module.
Der größte Kostenfaktor bei einer Photovoltaikanlage sind die Module. Für eine Anlage mit
drei Kilowatt kosten sie zwischen 12 000 und 17 000 Euro. Hinzu kommen Kosten für
Wechselrichter, Unterkonstruktion und Montage. Unterm Strich sind das rund 20 000 Euro.
Anlagen, die in diesem Jahr ans Netz gehen, bringen 43,01 Cent je eingespeister
Kilowattstunde. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert diese Einnahmen für 20
Jahre. Für später erbaute Anlagen sinkt der garantierte Abnahmepreise seit diesem Jahr um
acht Prozent.
Mit drei Kilowatt Spitzenleistung produziert die Anlage jährlich zwischen 2 100 und 3 000
Kilowattstunden. Dafür zahlt das Versorgungsunternehmen in 20 Jahren zwischen grob
überschlagen zwischen 18.000 und 26.000,00 € Euro. Die Anlage amortisiert sich also in ihrer
Lebensdauer, bei günstigen Bedingungen und längerer Nutzungsdauer erhöht sich der Ertrag.
Allerdings ist das lediglich durch die subventionierte Stromvergütung durch das EEG
möglich, im Normalfall würde eine Photovoltaikanlage sich innerhalb ihrer Lebensdauer nicht
amortisieren, weil die Systemkomponenten noch sehr teuer sind.
Allerdings muss man berücksichtigen, dass nicht nur die Vergütung für den eingespeisten
Strom jährlich fällt, sondern auch die Preise für Module und andere Komponenten. Leider ist
der Preisverfall aber nicht so hoch, dass sich damit die jährliche Degression der
Einspeisevergütung kompensieren lässt, zumindest im Moment noch nicht. 28
28
vgl. Bundesverband Solarwirtschaft, www.solarintegration.de, vom 05.09.2009
38
3.9.7 Kraft-Wärme-Kopplung
Bei dieser Technologie wird mittels eines Verbrennungsmotors elektrische Energie erzeugt.
Die dabei entstehende Abwärme wird zur Heizung und Brauchwassererwärmung genutzt.
Diese Systemeinheit nennt man Blockheizkraftwerke (BHKW).
Bisher waren Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Anlagen weitgehend an die Nah- und
Fernwärmeversorgung angeschlossen, da Kleinanlagen kaum zur Verfügung standen und
noch nicht ausgereift waren.
Mittlerweile gibt es aber schon Entwicklungen hin zu kleineren Aggregaten, der neueste
Vorstoß der Firma Volkswagen zusammen mit dem „Lichtblick“ Konzern zeigt, dass diese
Technologie vorangetrieben wird. Ziel der Kampagne ist es, 100.000 Kleinstkraftwerke in
Häusern zu installieren und an das Stromnetz anzuschliessen, die Wärme wird für die
Beheizung und Warmwasserbereitung eingesetzt. So entsteht ein imaginäres Großkraftwerk
(„Schwarmstrom“) mit der Leistung von
2 Atomkraftwerken, dank modernster
Steuerungstechnik sollen die kleinen Kraftwerke synchron bedarfsorientiert geregelt
werden.29
Auch andere Konzepte, wie Kleinstmotoren mit Biomasse als Brennstoff, oder BHKWs mit
einer Brennstoffzelle als Energieversorgung, befinden sich im Forschungs- bzw.
Entwicklungsstadium.
KWK - Anlagen werden im speziellen gefördert mit dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz,
welches noch bis zum 31.12.2010 in Kraft ist und durch das die Betreiber von KWK Anlagen einen Zuschlag für den in das allgemeine Netz eingespeisten Strom vom
Netzbetreiber erhalten. Die Höchstförderung von 5,11 Cent/Kilowattstunde wird vergütet für
Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW.
29
vgl. Firma Lichtblick, www.lichtblick.de vom 05.09.2009
39
Abbildung 17 zeigt den Vergleich zwischen einem Klein - BHKW und einer klassischen
Versorgung durch einen Heizkessel und ein Großkraftwerk
3.9.8 Elektrische Wärmepumpen
Eine elektrische Wärmepumpe funktioniert vom Prinzip her wie ein Kühlschrank, nur
andersherum. Der Umwelt wird Wärme entzogen und im Gebäudeinneren als Heizwärme
oder zur Brauchwassererwärmung wieder freigesetzt.
Durch die Quelle der Wärme und dem Transportmedium unterscheiden sich die Arten von
Wärmepumpen, Luft-Wasser Wärmepumpen entziehen der Umgebungsluft, Sole-Wasser
Wärmepumpen dem Erdreich, und Wasser-Wasser Wärmepumpen dem Grundwasser die
Wärme.
Um diesen thermodynamischen Kreisprozess zu starten und aufrecht zu erhalten, benötigt
man Energie, die in der Regel über einen elektrischen Motor zugeführt wird. Dieser treibt
einen Kompressor an, der das Wärmeträgermedium verdichtet und so das Temperaturniveau
anhebt. Alternativ gibt es Antriebe, die mit Gas (Verbrennungsmotor) oder Wärme auf
hohem Temperaturniveau (Absorptionswärmepumpe mit einem Brenner) funktionieren.
Die Effizienz, mit der eine Wärmepumpe arbeitet, hängt neben der Art des Prozesses
hauptsächlich vom Temperaturniveau ab, von dem Wärme gewonnen und wieder abgegeben
wird. Je kleiner die Differenz ist, umso effizienter arbeitet eine Wärmepumpe. Deswegen ist
40
es sinnvoll und nötig, Heizungsanlagen mit geringen Vorlauftemperaturen betreiben zu
können, wie z.B. eine Fußbodenheizung (30°C), wenn man eine Wärmepumpe einsetzen
möchte.
Die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ) drückt das Verhältnis von Wärmeabgabe- zur
Wärmeaufnahmeleistung auf das Jahr bezogen aus und ist damit der Kennwert für die
Effizienz einer Wärmepumpe.
Elektrowärmepumpen erreichen theoretische JAZ von 5, d.h. aus einem Teil Strom werden 4
Teile Wärme gewonnen, in der Praxis liegen die Werte jedoch im Bereich zwischen 2 und 3,5
abhängig von der Betriebsweise und der genutzten Wärmequelle. Wenn wegen geforderter
höherer Vorlauftemperaturen eine Nachheizung erforderlich ist, liegt die Effizienz des
Systems noch niedriger 30
Abbildung 18 zeigt die Funktionsweise einer Wärmepumpe
30
vgl. Enseling A. u.A.: Querschnittsbericht Energieeffizienz im Wohngebäudebestand, 2007, Ab. 2.2, S. 7
41
4. Energetische Sanierung Schillerstraße 36
Zur energetischen Sanierung des Gebäudes gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Um den
Standart der Energieeinsparungsverordnung(EnEv) 2009 zu erreichen wurden verschiedene
Maßnahmenpakete gewählt. Die Vorgaben der KfW in Form der Effizienzstandards spielten
dabei eine große Rolle, da die Sanierung möglichst gefördert und somit finanziell optimiert
werden soll.
4.1 Relevante Vorgaben der EnEv2009 für die Schillerstraße 36:
4.1.1 U-Werte:
Außenwand:
0,28 W/m²k
Fenster:
1,30 W/m²k
Kellerdecke:
0,35 W/m²k
Dach:
0,20 W/m²k
Haustür:
1,80 W/m²k
4.1.2 Heizung:
-
Wärmeerzeugung durch Brennwerttechnik außerhalb der thermischenHülle,
-
Auslegungstemperatur 55/45 Grad,
-
zentrales Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden Umfassungsfläche,
-
innen liegende Stränge und Anbindeleitungen,
-
Pumpe auf Bedarf ausgelegt und geregelt,
-
Rohrnetz hydraulisch abgeglichen,
-
Wärmedämmung der Rohrleitungen nach Anlage 5, EnEv2009.
-
Wärmeübergabe an freien, statischen Heizflächen, Anordnung an normaler
Außenwand,
-
Thermostatventile mit Proportionalbereich 1 K,
42
4.1.3 Warmwasserbereitung:
-
zentrale Warmwasserbeitung, gemeinsam mit Heizungsanlage,
-
kleine Solaranlage bei AN < 500 ², Kombisystem mit Flachkollektor, entsprechend den
Vorgaben nach DIN 4701-10:2003-08 oder DIN 18599-5:2007-02
-
Speicher, indirekt beheizt, stehend, gleiche Aufstellung wie Wärmeerzeuger,
Auslegung nach DIN V 4701-10:2003-08 oder DIN V 18599-5:2007-02
-
Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden Umfassungsfläche, innen liegende
Stränge, gemeinsame Installationswand, Wärmedämmung der Rohrleitungen nach
Anlage 5, EnEv2009, Pumpe auf Bedarf ausgelegt und geregelt,
4.1.4 Lüftung:
-
zentrale Abluftanlage, Bedarfsgeführt mit geregeltem DC-Ventilator
4.2 Gewählte Maßnahmenpakete:
1. EnEv2009 + 30 % – KfW Effizienhaus130
-
alle U-Werte wurden exakt auf die Vorgaben der Verordnung angepasst
-
die Heizung ist als Gas-Brennwert Anlage ausgeführt
-
jede Wohnung erhält eine Lüftungsanlage OHNE Wärmerückgewinnung
2. EnEv2009 – KfW Effizienzhaus 100
-
alle U-Werte wurden exakt auf die Vorgaben der Verordnung angepasst
-
die Heizung ist als Gas Brennwert Anlage ausgeführt
-
jede Wohnung erhält eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
-
Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung
3. EnEv2009 – KfW Effizienzhaus 055 - Pelletheizung
-
alle U-Werte wurden in der maximal technisch und projektindividuell
machbaren Dimension ausgeführt
-
die Heizung ist als Pellet-Anlage ausgeführt
-
jede Wohnung erhält eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
-
Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung
43
4. EnEv2009 – KfW Effizienzhaus 055 - Gasheizung
-
alle U-Werte wurden in der maximal technisch und projektindividuell
machbaren Dimension ausgeführt
-
die Heizung ist als Gas Brennwert Anlage ausgeführt
-
jede Wohnung erhält eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
-
Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung
5.2.1 Maßnahmenpaket EnEv2009 + 30 % – KfW Effizienhaus130
Die EnEv2009 erlaubt eigentlich bei Sanierungen einen Zuschlag von + 40%. Dieser Status
wird aber nicht gefördert, so dass für diese Arbeit der EnEv2009 + 30% Standard als
Minimumstandard angesetzt wird. Denn dieser wird von der KfW als Effizienzhaus130
betrachtet und somit gefördert.
Um diesen Standard zu erreichen, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich.
Die Heizungsanlage wird erneuert. Als platzsparende, wartungsarme und sparsame Lösung
wird ein Gas-Brennwert Gerät der neuesten Generation mit 35kw Leistung gewählt.
Gasanschluss ist im Heizungskeller schon vorhanden und kann genutzt werden. Der
Anschluss erfolgt an den alten Hauptstrang und die Zirkulationsleitung, da diese noch voll
funktionstüchtig und ausreichend gedämmt sind.
Bei einer späteren Kernsanierung der Wohnungen im Leerstand sollen auch die
Versorgungsstränge für Heizung, Warmwasser und Abfluss erneuert werden, im Moment
steht das wegen der Vollvermietung und dem guten Zustand der Wohnungen nicht an.
Die in den Wohnungen vorhandenen Radiator-Heizkörper können wegen der ausreichend
großen Dimension mit geringeren Vorlauftemperaturen von 55 Grad problemlos beschickt
werden und sind deshalb ebenfalls im Moment ebenfalls nicht zwingend auszutauschen.
Die Gas-Brennwert Anlage übernimmt auch die Warmwasserbereitung zentral. Der erst 4
Jahre alte 300 l Speicherist neuwertig und laut Aussage der verschiedenen Heizungsbauer bei
der Dimension von 20 Hausbewohnern ausreichend dimensioniert. Er bleibt in Funktion.
44
Die Kellerdecke als Grenze zwischen beheiztem Wohnraum und unbeheiztem Keller wird
mit Wärmedämmung auf der Unterseite versehen. Gewählter Dämmstoff sind StyroporPlatten der WLG 025 in 5cm Dicke, um auf den vorgegebenen U-Wert von 0,35 W/m²k zu
kommen.
Wegen der geringen Geschosshöhe im Keller von nur 190 cm ist im Moment ein stärkerer
Aufbau nicht sinnvoll, da eine Stehhöhe von 185 cm für größere Menschen jetzt schon nicht
praktikabel ist.
Die Dämmung wird ohne aufgetragene Putzschicht ausgeführt, um die Stehhöhe nicht noch
weiter zu verringern und im Falle eines Kopfanstoßens die Verletzungsgefahr gering zu
halten.
Bei der späteren Kernsanierung aller Wohnungen soll ebenfalls der Kellerboden entnommen,
ausgeschachtet und mit einer Drainage und neuen Abwasser-Grundleitungen versehen
werden. Eine neue Sohle, ausgeführt in Wasserundurchlässigem Beton, schließt das Ganze ab.
Dann kann die Geschosshöhe durch Tieferlegung der Sohle vergrößert und die bestehende
Kellerdeckendämmung auf Wunsch erweitert werden, um einen noch besseren U-Wert zu
erzielen.
Auf die Fassade vorne und hinten mit ihrer Mauerstärke von 51 cm soll auf Wunsch des
Eigentümers ein nicht zu starkes Wärmedämmverbundsystem aufgetragen werden, um den
„Schiessscharten-Effekt“ zu verringern.
In diesem Fall, um auf den vorgegebenen U-Wert der EnEv2009 von 0,28 W/m²k zu kommen
genügt eine 8 cm starke Dämmung mit Polystyrol - Hartschaumplatten der WLG 035. Ein
neuer Kratz - Rauhputz, schon eingefärbt oder mit anschließendem Anstrich, bildet die
schützende, abschließende Schicht.
Um die dünnere Wand im Erdgeschoss zur Hofeinfahrt auf den gewünschten U-Wert zu
bekommen, wird anstelle einer 8 cm Dämmung eine 10 cm starke Schicht der selben WLG
035 eingebaut, dasselbe passiert mit der Decke der Hofeinfahrt.
45
Die Wärmebrücken am Haus können nicht komplett entfernt, aber zumindest verbessert
werden. Da die bestehenden Betonbalkonplatten bleiben sollen und die Außenwanddämmung
durchdringen, wird auf der Innenseite an der Decke und Wand ein jeweils 50cm breiter
Streifen Innendämmung aus 10cm Polystyrol- Hartschaumplatten der WLG 025 angebracht.
Dadurch werden die Wärmeverluste über die auskragende Betondecke um ca. 25 %
gemindert. Die Dämmung der Fassade geht bis auf den Boden, damit ist die Kellerdecke
eingebunden, die sich ca. 20cm über dem Erdboden befindet. Am Dachanschluss wird um den
Sims herum bis an die Traufe gedämmt, so dass an die Dachdämmung angeschlossen werden
kann.
Da das alte Hoftor genau an der Putzoberfläche mit dem Rahmen anschließt und sich der
Flügel gegen die Wand zum Erdgeschoss öffnet, kollidiert dieser bei einer Dämmung der
Wand mit der Oberfläche und lässt sich nicht mehr ganz öffnen. Aus diesem Grunde wird ein
neues Roll - Sektionaltor eingebaut, welches sich nach oben öffnen lässt und eine maximale
Durchfahrtsbreite bietet.
Die Fenster werden ohne Ausnahme erneuert und in den Öffnungen nach vorne, an die
Dämmebene gesetzt, damit die Dämmung über den Rahmen geführt werden kann.
Da es sich um ein Rendite- und Vermietungsobjekt handelt sind Kunststofffenster gewählt,
vorgegebener U-Wert ist 1,3 W/m²k, dieser Wert wird mit dem ausgewählten Fenster exakt
erfüllt.
Das Dach kann wegen des vorhandenen Wohnraums und der bewohnten Situation nur von
außen bearbeitet werden. Die innere Hülle soll vorhanden bleiben. Deswegen werden die
Betondachsteine abgedeckt, eine Dampfsperre und eine 14cm starke Auf- Sparren Dämmung
der WLG 030 aufgebracht. Dieses hebt den U-Wert des Daches auf 0,20 W/m²k, wie in der
Verordnung vorgeschrieben.
Der Vorteil der Auf- Sparren- Dämmung ist die problemlose Montage der Dampfsperre auf
den Sparren. Außerdem hat man innen noch den Raum zwischen den Sparren und kann sie
auf Wunsch im entstehenden neuen Dachraum sichtbar lassen. Die vorhandenen
Betondachsteine sind noch in sehr gutem Zustand und werden wieder eingedeckt.
Wegen des Anschlusses der Fassaden-Wärmedämmung müssen die
Dachüberstände
traufseitig vergrößert und neue Dachrinnen und Fallrohre verlegt werden.
46
Die gesamten vorgenannten Maßnahmen reichen zwar, um den Transmissionswärmeverlust
HT
zu minimieren und weit unter den geforderten Wert zu bringen, der geforderte
Primärenergiebedarf der EnEv 2009 wird aber noch nicht erreicht.
Mit dem Einbau einer Abluft- Lüftungsanlage in jede Wohnung wird schließlich dieses Ziel
erreicht. Dazu werden in die Fassade Zuluftventile eingebaut, welche die Zimmer mit
Frischluft versorgen, wenn die zentrale Abluft in Küche und Bad die dort schlechte Luft durch
den Kamin in der Giebelwand absaugt. Die Zuluft in den Zimmern funktioniert nur bei
Unterdruck, d.h. wenn der Ventilator Luft aus Küche und Bad Luft absaugt. Ein
Luftaustausch zwischen den Räumen z.B. mit Schlitzen in bzw. unter den Türen ist zu
gewährleisten.
4.2.2 Ergebnis der Berechnung für das Maßnahmenpaket EnEv+30%KFW130
Berechnung vom 19.08.2009 16:41:02
Berechnungsvorschrift: EnEV 2009
Zonen:
Zone Unbeheizt (unbeheizte Zone)
Zone Wohnbereich (beheizte Zone)
beheiztes Volumen Ve
Luftvolumen V
Nutzfläche AN
Innentemperatur
Luftwechselrate
1984 m³
1587 m³
488 m²
19,0 °C
0,6 1/h
Bauphysik:
beheiztes Volumen Ve
Nutzfläche AN
Verhältnis A/Ve
Luftvolumen V
Fläche Gebäudehülle A
Fläche Außenwände AAW
Fläche Fenster AF
Fensterflächenanteil AF/(AAW + AF)
1984 m³
488 m²
0,33 1/m
1587 m³
658,4 m²
480,8 m²
49,4 m²
9%
Wärmebilanz:
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
29218 kWh/a
60 kWh/m²a
24520 kWh/a
25322 kWh/a
3838 kWh/a
16786 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
spezifischer Transmissionswärmeverlust Ht'
zulässiger spez. Transmissionswärmeverlust zul. Ht'
spezifischer Primärenergiebedarf Qp''
spezifischer Primärenergiebedarf Qp'
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp''
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp'
42060 kWh/a
48188 kWh/a
6748 kWh/a
1,36
0,44 W/m²K
0,65 W/m²K
98,8 kWh/m²a
24,3 kWh/m³a
76,1 kWh/m²a
18,7 kWh/m³a
47
Ergebnisse für das Referenzgebäude:
Wärmebilanz:
(Referenzgebäude)
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
25983 kWh/a
53 kWh/m²a
21486 kWh/a
25364 kWh/a
4578 kWh/a
16290 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
(Referenzgebäude)
Endenergiebedarf Kühlung Qc,e
Primärenergiebedarf Kühlung Qc,p
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
0 kWh/a
0 kWh/a
31891 kWh/a
37093 kWh/a
4558 kWh/a
1,16
Wärmebilanz des Gebäudes
55000
50000
25322
29218
45000
Transmissionsw ärmeverluste
Lüftungsw ärmeverluste
40000
solare Wärmegew inne
35000
interne Wärmegew inne
30000
Heizw ärmebedarf
25000
20000
24520
16786
15000
10000
5000
3838
0
Verluste
Gew inne
Abbildung 19 zeigt die Wärmebilanz des sanierten Gebäudes (kWh/a) beim Paket
EnEV+30%.
Abbildung 20 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 beim Paket EnEV+30%.
Qp’’=
98,8 kWh/m²a
Ht’ =
0,437 W/m²k
zulässig Qp’’=
72,5 kWh/m²a
zulässig Ht’ =
0,65 W/m²K
Zum Vergleich der Ist-Zustand der Schillerstraße 36:
Abbildung 21 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 im Ist-Zustand.
48
4.3. Maßnahmenpaket EnEv2009 – KfW Effizienzhaus 100
Der Standart der EnEv2009 ist für dieses Gebäude erfüllt, wenn der spezifische
Primärenergiebedarf QP auf 76,1 kwh/m²a und der spezifische Transmissionswärmeverlust
HT auf 0,65 W/m²k abgesenkt wurde. Mit diesem konkreten Maßnahmenpaket wurde nun
dieser Status erreicht.
Die Grundausstattung ist dieselbe wie in dem ersten Paket:
Heizung:
Gas-Brennwertanlage, siehe oben.
Warmwasser:
zentral über dasselbe Gerät, siehe oben.
Kellerdecke:
5cm Styropor-Hartschaumplatten WLG 025.
Fassade vo./hi.:
8cm Styropor-Hartschaumplatten WLG 035.
Wand Einfahrt/
Decke Einfahrt:
10cm Styropor-Hartschaumplatten WLG 035.
Fenster:
Kunstoffenster UW 1,3 W/m²a.
Dach:
14cm Auf- Sparren- Dämmung aus Polystyrol- Extruderschaum
der WLG 030.
Zusätzlich mussten aber Maßnahmen getroffen werden, um auf den gewünschten Standard
KfW100 bzw. EnEv2009 zu kommen. Gewählt wurden eine thermische Solaranlage, die zur
Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dient, sowie in jeder Wohnung eine Zuund Abluft Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Um die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in die Wohnungen zu integrieren ist eine
angehängte Decke im Flurbereich nötig. Die zentrale Technik wird im Dachgeschoss an der
Giebelseite rechts eingebaut, die Lüftungsstränge laufen direkt neben dem Kamin gerade nach
unten. Damit die Lüftungsanlage effizient arbeiten kann, muss jede Wohnung möglichst
luftdicht ausgeführt werden.
49
Dieses ist in einem Altbau schwieriger zu realisieren als in einem Neubau. Durch Beachtung
folgender Aspekte zusätzlich zu den schon geplanten Sanierungsmaßnahmen aber durchaus
möglich:
-
neue Wohnungseinganstüren mit umlaufender Dichtungslippe
-
Absiegeln von Schwachstellen mit Silikon, wie z.B. Fugen am Deckenanschluss,
Hohlwand-Steckdosen innen, Leitungsdurchführungen, etc.
Die Luftdichtigkeitsprüfung wird mit einem Blower- Door– Test (DifferenzdruckMessverfahren)
durchgeführt,
bei
dem
in
jeder
Wohnung
durch
ein
in
der
Wohnungseinganstür installiertes Gebläse ein Unterdruck von 50 Pascal erzeugt wird und der
Luftvolumenstrom gemessen wird, der in die Wohnung nachströmt. Die damit festgestellte
Luftwechselrate n50 muss für einen effizienten Betrieb der Lüftungsanlage  1,5h-1 sein.
Um die Solaranlage in die Heizungstechnik zu integrieren, muss zusätzlich zum 300 l
Speicher für Warmwasser ein bivalenter Pufferspeicher eingebaut werden, der 750 l fasst. Zur
Nachheizung an sonnenarmen Tagen steht die Gas- Brennwerttherme zur Verfügung. Durch
diesen
Speicher
laufen
wie
durch
einen
Durchlauferhitzer
die
Schlangen
der
Trinkwasserversorgung und des Heizungswassers und werden dadurch erwärmt.
4.3.1 Ergebnis der Berechnung für das Maßnahmenpaket EnEv2009 KfW100
Berechnung vom 19.08.2009 17:16:32
Berechnungsvorschrift: EnEV 2009
Zonen:
Bauphysik:
Zone Unbeheizt (unbeheizte Zone)
Zone Wohnbereich (beheizte Zone)
beheiztes Volumen Ve
Luftvolumen V
Nutzfläche AN
Innentemperatur
Luftwechselrate
1984 m³
1587 m³
488 m²
19,0 °C
0,6 1/h
beheiztes Volumen Ve
Nutzfläche AN
Verhältnis A/Ve
Luftvolumen V
Fläche Gebäudehülle A
Fläche Außenwände AAW
Fläche Fenster AF
Fensterflächenanteil AF/(AAW + AF)
1984 m³
488 m²
0,33 1/m
1587 m³
658,4 m²
480,8 m²
49,4 m²
9%
50
Wärmebilanz:
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
31254 kWh/a
64 kWh/m²a
24492 kWh/a
27591 kWh/a
3902 kWh/a
16927 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
spezifischer Transmissionswärmeverlust Ht'
zulässiger spez. Transmissionswärmeverlust zul. Ht'
spezifischer Primärenergiebedarf Qp''
spezifischer Primärenergiebedarf Qp'
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp''
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp'
30995 kWh/a
36847 kWh/a
7635 kWh/a
0,99
0,44 W/m²K
0,65 W/m²K
75,6 kWh/m²a
18,6 kWh/m³a
76,1 kWh/m²a
18,7 kWh/m³a
Ergebnisse für das Referenzgebäude:
Wärmebilanz:
(Referenzgebäude)
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
25983 kWh/a
53 kWh/m²a
21486 kWh/a
25364 kWh/a
4578 kWh/a
16290 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
(Referenzgebäude)
Endenergiebedarf Kühlung Qc,e
Primärenergiebedarf Kühlung Qc,p
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
0 kWh/a
0 kWh/a
31891 kWh/a
37093 kWh/a
4558 kWh/a
1,16
Wärmebilanz des Gebäudes
55000
50000
27591
31254
Transmissionsw ärmeverluste
45000
Lüftungsw ärmeverluste
40000
solare Wärmegew inne
35000
interne Wärmegew inne
Heizw ärmebedarf
30000
25000
20000
24492
16927
15000
10000
5000
3902
0
Verluste
Gew inne
Abbildung 22 zeigt die Wärmebilanz des Gebäudes (kWh/a) beim Paket EnEV2009.
51
Abbildung 23 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 beim Paket EnEV2009 –KfW100.
Qp’’=
zulässig Qp’’=
75,6 kWh/m²a
76,1 kWh/m²a
Ht’ =
zulässig Ht’ =
0,47 W/m²k
0,65 W/m²K
zum Vergleich der Ist-Zustand der Schillerstraße 36:
Abbildung 24 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 im Ist-Zustand.
4.4 Maßnahmenpaket nach EnEv- 2009 Maximum – KfW055 Pelletheizung
Neben dem Pflichtprogramm, das es in Anlehnung an die EnEV zu erfüllen gibt, interessiert
auch die Maximalvariante, die projektindividuell bei solch einem Gebäude möglich ist.
„Maximal“ ist dabei natürlich relativ, da erstens die Ideen und Vorstellungen des Eigentümers
maßgebend sind, außerdem die technische Machbarkeit.
Das Grundmaßnahmenpaket wurde in diesem Fall noch einmal überarbeitet, mit dem
Bestreben, es in allen Bereichen zu verbessern.
Im einzelnen bedeutet dies:
Fenster:
Kunststoff – Wärmeschutzfenster, U-Wert 1,1 W/m²k
Fassade:
16cm Polystyrol- Hartschaumplatten WLG 025, U-Wert 0,13 W/m²k
Wand zur Einfahrt:
16cm Polystyrol- Hartschaumplatten WLG 025, U-Wert 0,14 W/m²k
Decke zur Einfahrt: 20cm Polystyrol- Hartschaumplatten WLG 025, U-Wert 0,11 W/m²k
Kellerdecke:
10cm Polystyrol-Hartschaumplatten WLG025, U-Wert 0,21 W/m²k
(Stehhöhe wird beeinträchtigt!
52
Dach:
18cm Auf- Sparren- Dämmung, Polystyrol- Extruderschaum WLG 025
Zusätzlich 14cm Zwischensparrendämmung, Mineralwolle WLG 032
U-Wert 0,09 W/m²k
Wichtigster Faktor für den Primärenergiebedarf QP war der Wechsel der Heizungstechnik,
von der Gas-Brennwertanlage auf eine Pelletheizung.
Wichtig ist, dass sich der Primärenergiebedarf zwar mit 32,0 kWh/m²a mehr als halbiert hat,
die benötigte Endenergie um das Gebäude zu beheizen im Vergleich mit der Gas-Brennwert
Anlage aber sogar höher ist, da die Anlagenverluste bei der Pellet- Heizung mehr als doppelt
so hoch sind.
KfW100-Paket:
Primärenergiebedarf QP’’:
75,6 kWh/m²a
Heizwärmebedarf:
31.254 kWh/a
Endenergiebedarf:
30.995 kWh/a
Anlagenverluste:
7.635 kWh/a
KfW055-Paket:
Primärenergiebedarf QP’’:
32,0 kWh/m²a
Heizwärmebedarf:
25.400 kWh/a
Endenergiebedarf:
36.406 kWh/a
Anlagenverluste:
18.127 kWh/a
Außerdem muss für die Installation einer Pelletheizung ein aBunkerraum eingerichtet werden,
geschützt vor eindringender Feuchtigkeit und so trocken wie möglich. Der vorhandene
Kellerraum in der Schillerstraße 36 neben dem Heizraum, welcher jetzt die Öltanks beinhaltet
und prinzipiell als Bunker verwendet werden kann, hat ein Volumen von ca. 20 m³. Von
diesen können wegen der Schrägflächen im Bunkerraum ca. 85% verwendet werden, also 17
m³.
1 m³ Pellets wiegt ca. 650 kg, 1 kg Pellets hat einen Energiegehalt von ca. 5 kWh pro Kilo.
17 m³ Lagervolumen ergeben 11050 kg Pellets, das ergibt einen Lager-Energiegehalt von
55.250 kWh.
53
Die benötigte Endenergie pro Jahr im Paket KfW055 ist mit 36.406 kWh kleiner als die
55.250 kWh Lagerkapazität des Bunkers. Die Voraussetzung, dass die Lagerfläche
mindestens 1 Jahr reichen sollte, um Schwankungen am Pelletmarkt möglichst auszugleichen,
ist erfüllt.
Trotz des höheren Endenergieverbrauchs wird diese Variante durchgespielt, da das
grundsätzliche Interesse des Eigentümers vorhanden ist und diese Technik sehr
zukunftsorientiert und umweltfreundlich ist, denn Holz verbrennt CO² neutral, da es in seiner
Wachstumsphase ebensoviel CO² aufgenommen hat, wie es bei der Verbrennung abgibt.
4.4.1 Ergebnisse für das Maßnahmenpaket EnEv2009
Kfw055 (Pelletheizung)
„Maximal“ -
Berechnung vom 19.08.2009 18:02:54
Berechnungsvorschrift: EnEV 2009
Zonen:
Zone Unbeheizt (unbeheizte Zone)
Zone Wohnbereich (beheizte Zone)
beheiztes Volumen Ve
Luftvolumen V
Nutzfläche AN
Innentemperatur
Luftwechselrate
1984 m³
1587 m³
488 m²
19,0 °C
0,6 1/h
Bauphysik:
beheiztes Volumen Ve
Nutzfläche AN
Verhältnis A/Ve
Luftvolumen V
Fläche Gebäudehülle A
Fläche Außenwände AAW
Fläche Fenster AF
Fensterflächenanteil AF/(AAW + AF)
1984 m³
488 m²
0,33 1/m
1587 m³
658,4 m²
480,8 m²
49,4 m²
9%
Wärmebilanz:
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
25400 kWh/a
52 kWh/m²a
17889 kWh/a
27692 kWh/a
3701 kWh/a
16479 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
spezifischer Transmissionswärmeverlust Ht'
zulässiger spez. Transmissionswärmeverlust zul. Ht'
spezifischer Primärenergiebedarf Qp''
spezifischer Primärenergiebedarf Qp'
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp''
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp'
36406 kWh/a
15580 kWh/a
18127 kWh/a
0,49
0,32 W/m²K
0,65 W/m²K
32,0 kWh/m²a
7,9 kWh/m³a
76,1 kWh/m²a
18,7 kWh/m³a
54
Ergebnisse für das Referenzgebäude:
Wärmebilanz:
(Referenzgebäude)
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
25983 kWh/a
53 kWh/m²a
21486 kWh/a
25364 kWh/a
4578 kWh/a
16290 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
(Referenzgebäude)
Endenergiebedarf Kühlung Qc,e
Primärenergiebedarf Kühlung Qc,p
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
0 kWh/a
0 kWh/a
31891 kWh/a
37093 kWh/a
4558 kWh/a
1,16
Wärmebilanz des Gebäudes
50000
45000
27692
25400
Transmissionsw ärmeverluste
40000
Lüftungsw ärmeverluste
35000
solare Wärmegew inne
interne Wärmegew inne
30000
Heizw ärmebedarf
25000
20000
15000
16479
17889
10000
5000
3701
0
Verluste
Gew inne
Abbildung 25 zeigt die Wärmebilanz des sanierten Gebäudes (in kWh/a) beim Paket
„Maximal“ KfW-055 (Pelletheizung).
Abbildung 26 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 beim Paket „Maximal“ KfW-055 (Pelletheizung)
Qp’’=
zulässig Qp’’=
32,0 kWh/m²a
76,1 kWh/m²a
Ht’ =
zulässig Ht’ =
0,318 W/m²k
0,65 W/m²K
zum Vergleich der Ist-Zustand der Schillerstraße 36:
Abbildung 27 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 beim Ist-Zustand.
55
4.5 Maßnahmenpaket EnEv 2009 „Maximal“ – KfW085 (Gasheizung)
Die Pellet- Technologie hat mit der benötigten Lagerung des Brennstoffes in einem extra
dafür gebauten Bunkerraum einen großen Nachteil gegenüber der Verwendung von Gas.
Ungefähr einmal pro 1,5 Jahre muss bei der nutzbaren Bunkerdimension von 17 m³
nachgetankt werden, außerdem ist die Technologie wartungsintensiver durch die mechanische
Förderung der Pellets vom Lager zum Brenner.
Als Alternative wird deswegen mit demselben Dämmstandard wie beim vorhergehenden
Maßnahmenpaket und ansonsten gleicher Ausstattung eine Gas- Brennwertheizung eingebaut
und das Ganze als Variante durchgespielt. Das Ergebnis ist ein Gebäude, welches die
Vorgaben der KfW für das Effizienzhaus KfW085 erfüllt.
4.5.1 Ergebnisse für das Maßnahmenpaket
Gasheizung
Maximum - Kfw085 –
Berechnung vom 23.08.2009 12:49:01
Berechnungsvorschrift: EnEV 2009
Zonen:
Zone Unbeheizt (unbeheizte Zone)
Zone Wohnbereich (beheizte Zone)
beheiztes Volumen Ve
Luftvolumen V
Nutzfläche AN
Innentemperatur
Luftwechselrate
1984 m³
1587 m³
488 m²
19,0 °C
0,6 1/h
Bauphysik:
beheiztes Volumen Ve
Nutzfläche AN
Verhältnis A/Ve
Luftvolumen V
Fläche Gebäudehülle A
Fläche Außenwände AAW
Fläche Fenster AF
Fensterflächenanteil AF/(AAW + AF)
1984 m³
488 m²
0,33 1/m
1587 m³
658,4 m²
480,8 m²
49,4 m²
9%
Wärmebilanz:
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
25400 kWh/a
52 kWh/m²a
17889 kWh/a
27692 kWh/a
3701 kWh/a
16479 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
spezifischer Transmissionswärmeverlust Ht'
zulässiger spez. Transmissionswärmeverlust zul. Ht'
spezifischer Primärenergiebedarf Qp''
spezifischer Primärenergiebedarf Qp'
25521 kWh/a
30769 kWh/a
7242 kWh/a
0,98
0,32 W/m²K
0,65 W/m²K
63,1 kWh/m²a
15,5 kWh/m³a
56
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp''
zulässiger spez. Primärenergiebedarf zul. Qp'
76,1 kWh/m²a
18,7 kWh/m³a
Ergebnisse für das Referenzgebäude:
Wärmebilanz:
(Referenzgebäude)
Heizwärmebedarf Qh
spezifischer Heizwärmebedarf qh
Transmissionswärmeverluste Qt
Lüftungswärmeverluste Qv
solare Wärmegewinne Qs
interne Wärmegewinne Qi
Warmwasserwärmebedarf Qtw
25983 kWh/a
53 kWh/m²a
21486 kWh/a
25364 kWh/a
4578 kWh/a
16290 kWh/a
6094 kWh/a
Ergebnisse:
(Referenzgebäude)
Endenergiebedarf Kühlung Qc,e
Primärenergiebedarf Kühlung Qc,p
Endenergiebedarf Qe
Primärenergiebedarf Qp
Anlagenverluste Qa
Anlagenaufwandszahl ep
0 kWh/a
0 kWh/a
31891 kWh/a
37093 kWh/a
4558 kWh/a
1,16
Wärmebilanz des Gebäudes
50000
45000
27692
25400
Transmissionsw ärmeverluste
40000
Lüftungsw ärmeverluste
35000
solare Wärmegew inne
interne Wärmegew inne
30000
Heizw ärmebedarf
25000
20000
15000
16479
17889
10000
5000
3701
0
Verluste
Gew inne
Abbildung 28 zeigt die Wärmebilanz des sanierten Gebäudes (in kWh/a) beim Paket
„Maximal“ KfW -085 (Gasheizung).
Abbildung 29 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEV 2009 beim Paket „Maximal“ KfW-085 (Gasheizung).
Qp’’=
zulässig Qp’’=
63,1 kWh/m²a
76,1 kWh/m²a
Ht’ =
zulässig Ht’ =
0,318 W/m²k
0,65 W/m²K
zum Vergleich der Ist-Zustand der Schillerstraße 36:
Abbildung 30 zeigt den Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im Verhältnis
zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009 im Ist-Zustand.
57
5. Kostenschätzung nach DIN 276 –GewerkeDie Kostenschätzung nach DIN 276 wurde anhand realer Angebote von vor Ort ansässigen
Firmen durchgeführt. Die Norm erlaubt eine Aufteilung nach Gewerken.31
5.1 Maßnahmenpaket EnEv+30 % - KfW 130
5.1.1 Gerüstbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Fassade
Vorne + hinten
Decke der
Hofeinfahrt
Stahlrohrgerüst, Standzeit 4 Wochen
Inkl. Fanggerüst Dacharbeiten, Traufseitig
Rollgerüst, fahrbar als Arbeitsgerüst, Standzeit 4
Wochen
€/m²
M²
9
283,40
Summe
(€)
2.550,60
1
Stück
180,00
2.730,60
518,81
3249,41
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
5.1.2 Malerarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
€/m²
M²
Summe
(€)
Fassade
Vorne + hinten
8cm Dämmung mit WDVS, WLG 035 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10 cm Dämmung mit WDVS, WLG 035 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10cm Dämmung mit WDVS, WLG 035 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatte, als Streifen
50cm breit unter der Decke und an der Wand,
luftdicht verputzt,
3 Etagen á 3,58m x 1 m = 10,74 m²
5cm cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung
78,-
283,40
22.105,20
82,-
38,70
3.173,40
84,-
33,30
2.798,90
84,-
10,74
902,16
22,-
94,93
2.088,46
Wand Einfahrt
zum EG
Decke der
Hofeinfahrt
Decke Balkon
Wärmebrücke
Kellerdecke
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
31
31.068,12
5.902,94
36.971,06
vgl. Siemon, K.D.: Baukosten bei Neu- und Umbauten, Vieweg + Teubner Verlag , 4. Auflage 2009, S.10
58
5.1.3 Trockenbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
€/m²
Dachgeschoss
Wohnungstür verlegen, Trockenbauwand pauschal
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
M²
Summe
(€)
650,00
650,00
123,50
773,50
5.1.4 Fensterbauer:
Bauteil
Beschreibung
Fenster
Gesamt
VEKA Kunststoffenster UW = 1,3 W/m²k, 70mm
Profiltiefe
€/
Stück
Summe
(€)
-
29.382,79
Stück
-
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
29.382,79
5.582,73
34.965,52
5.1.5 Heizungsanlage:
Bauteil
Heizung
Speicher
Kamin
Beschreibung
Gas Brennwert - Heizung der Marke Viessmann,
Leistungsbereich modulierend bis 35 kW,
liefern, einbauen und Anschließen an alte
Versorgungsstränge, inkl. Dämmung der
Rohrleitungen im Heizungskeller
neuwertig vorhanden
Kaminsanierung mit neuem DN 100 Abgasrohr
€/
Stück
Stück
-
-
6.570,00
-
-
850,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe
(€)
7.420,00
1.409,78
8.829,68
5.1.6 Lüftungsanlage:
Bauteil
Beschreibung
€/
Stück
Stück
Lüftungsanlage
Abluft-Lüftungsanlage bestehend aus 4
Ventilatoren, 19 Zuluft-Einlässen, Verrohrung,
pauschal
-
-
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe
(€)
3.425,00
3.425,00
650,75
4.075,75
59
5.1.7 Dacharbeiten:
Bauteil
€/
Beschreibung
Stück
Summe
(€)
-
17.600,00
Stück
Dach
Dach abdecken, neue Dampfsperre einbauen,
14cm Aufsparrendämmung der WLG 030 aus
Polystyrol-Extruderschaum, neue Lattung
einbauen, Dach eindecken mit alten Ziegeln
-
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
17.600,00
3.344,00
20.944,00
5.1.8 Montagearbeiten:
Bauteil
Hoftor
€/
Stück
Stück
-
-
Beschreibung
Roll-Sektionaltor weiß liefern und einbauen
pauschal
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe
(€)
1.450,00
1.450,00
275,50
1.600,00
5.1.9 Zusammenstellung:
Gerüstbauer
Malerarbeiten
Trockenbauarbeiten
Fenster
Heizung
Lüftung
Dacharbeiten
Montagearbeiten
Gesamt EnEv+30%
3.249,41 €
36.971,06 €
773,50 €
34.965,52 €
8.829,68 €
4.075,75 €
20.944,00 €
1.600,00 €
111.408,92 €
5.2. Maßnahmenpaket EnEv2009 – KfW Effizinezhaus 100
Das Maßnahmenpaket ist dämmtechnisch so ausgeführt wie die Variante EnEv plus 30% KfW130. Um den geforderten energetischen Standard zu erreichen, wird zusätzlich eine
thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingebaut,
sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
60
5.2.1 Gerüstbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Fassade
Vorne + hinten
Decke der
Hofeinfahrt
Stahlrohrgerüst, Standzeit 4 Wochen
Inkl. Fanggerüst Dacharbeiten, Traufseitig
Rollgerüst, fahrbar als Arbeitsgerüst, Standzeit 4
Wochen
€/m²
M²
9
283,4
Summe
(€)
2.550,60
180,00
1 Stück
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
2.730,60
518,81
3.249,41
5.2.2 Malerarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
€/m²
M²
Summe
(€)
Fassade
Vorne + hinten
8cm Dämmung mit WDVS, WLG 035 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10 cm Dämmung mit WDVS, WLG 035 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10cm Dämmung mit WDVS, WLG 035 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatte, als Streifen
50cm breit unter der Decke und an der Wand,
luftdicht verputzt,
3 Etagen á 3,58m x 1 m = 10,74 m²
5cm cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung
Deckenverkleidung und Abkastung mit Rauhfaser
versehen, weiß streichen
Ausbesserungsarbeiten pauschal wegen
Durchführung der Lüftungskanäle
78,-
283,4
22.105,20
82,-
38,7
3.173,40
84,-
33,3
2.798,90
84,-
10,74
902,16
22,-
94,93
2.088,46
9,50
58
Wand Einfahrt
zum EG
Decke der
Hofeinfahrt
Decke Balkon
Wärmebrücke
Kellerdecke
Wohnungsflure
Wohnungen
-
-
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
551,00
800,00
32.419,12
5.159,63
37.533,50
61
5.2.3 Trockenbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Wohnungsflure
Abgehängte Decken erstellen, Abkastung um
Lüftungsrohre, Fugen verspachteln
Wohnungstür verlegen, Trockenbauwand pauschal
Dachgeschoss
€/m²
M²
45
58
2.610,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
650,00
2.810,00
533,90
3.343,90
Summe
(€)
5.2.4 Fensterbauer:
Bauteil
Beschreibung
Fenster
Gesamt
VEKA Kunststoffenster UW = 1,3 W/m²k, 70mm
Profiltiefe
€/
Stück
-
Stück
Summe
(€)
-
29.382,79
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
29.382,79
5.582,73
34.965,50
5.2.5 Heizungsanlage:
€/
Stück
Stück
Summe
(€)
Gas Brennwert - Heizung der Marke Viessmann,
Leistungsbereich modulierend bis 35 kW,
liefern, einbauen und Anschließen an alte
Versorgungsstränge, inkl. Dämmung der
Rohrleitungen im Heizungskeller
Neuwertig vorhanden
-
-
6.570,00
-
--
-
Kaminsanierung mit neuem DN 100 Abgasrohr,
pauschal
12 m² Vakuum-Röhrenkollekor Solaranlage der
Marke Junkers liefern und montieren, Anschluss
an Heizzentrale im Keller, Pufferspeicher 750l
pauschal
-
-
850,00
-
-
8.755,50
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
16.175,50
3.073,32
19.248,72
Bauteil
Beschreibung
Heizung
Speicher
Warmwasser
Kamin
Solaranlage
62
5.2.6 Lüftungsanlage:
Bauteil
Beschreibung
Lüftungsanlage
Zentrale Zu- und Abluft Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung, 19 Weitwurfdüsen,
Verrohrung, pauschal
Blower Door Test pro Wohnung
Luftdichtigkeit
€/
Stück
Stück
Summe
(€)
-
-
19.800,00
350,00
5
1.750,00
21.550,00
4.094,50
25.644,50
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
5.2.7 Dacharbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Dach
Dach abdecken, neue Dampfsperre einbauen,
14cm Aufsparrendämmung der WLG 030 aus
Polystyrol-Extruderschaum, neue Lattung
einbauen, Dach eindecken mit alten Ziegeln
€/
Stück
Stück
-
-
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe
(€)
-
17.600,00
3.344,00
20.944,00
5.2.8 Montagearbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Hoftor
Roll-Sektionaltor,weiß liefern und einbauen
pauschal
Wohnungseingangstür,Schall- und
Wärmegedämmt liefern und einbauen, Entsorgung
alte Türen
Wohnungstüren
€/
Stück
-
Stück
-
1.450,00
730,00
5
3.650,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
5.100,00
969,00
6.069,00
Summe
(€)
5.2.9 Zusammenstellung:
Gerüstbauer
Trockenbau
Malerarbeiten
Fenster
Heizung
Lüftung
Dacharbeiten
Montagearbeiten
Gesamt EnEv2009–KfW100
3.249,41 €
3.343,90 €
37.533,50 €
34.965,52 €
19.248,72 €
25.644,50 €
20.944,00 €
6.069,00 €
150.998,55 €
63
5.3 Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal“ – KfW 055 (Holzpellets)
In diesem Maßnahmenpaket wird neben der verbesserten Dämmung und Fenstern mit
Wärmeschutzverglasung eine regenerative Energiequelle verwendet , anstelle eines GasBrennwertkessels wird eine Pellet-Heizung eingebaut.
5.3.1 Gerüstbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Fassade
Vorne + hinten
Decke der
Hofeinfahrt
Stahlrohrgerüst, Standzeit 4 Wochen
Inkl. Fanggerüst Dacharbeiten, Traufseitig
Rollgerüst, fahrbar als Arbeitsgerüst, Standzeit 4
Wochen
€/m²
m²
9
283,4
1 Stück
Summe
(€)
2.550,60
180,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
2.730,60
518,81
3.249,41
5.3.3 Malerarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
€/m²
M²
Summe
(€)
Fassade
Vorne + hinten
16cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl. Verdübelung,
Verputzen und Malerarbeiten
16cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl. Verdübelung,
Verputzen und Malerarbeiten
20cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl. Verdübelung,
Verputzen und Malerarbeiten
105,-
283,4
29.757,00
105,-
38,7
4.063,50
110,-
33,3
3.663,00
10cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatte, als Streifen
50cm breit unter der Decke und an der Wand,
luftdicht verputzt,
3 Etagen á 3,58m x 1 m = 10,74 m²
10cm cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung
Deckenverkleidung und Abkastungen mit
Rauhfaser versehen, weiß streichen
Ausbesserungsarbeiten pauschal wegen
Durchführung der Lüftungskanäle und Dämmung
Decken vor Balkonen
84,-
10,74
902,16
36,-
94,93
3.607,34
9,50
58
Wand Einfahrt
zum EG
Decke der
Hofeinfahrt
Decke Balkon
Wärmebrücke
Kellerdecke
Wohnungsflure
Wohnungen
551,00
800,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
43.344,00
8.235,36
51.579,36
64
5.3.2 Trockenbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Wohnungsflure
Abgehängte Decken erstellen, Abkastung um
Lüftungsrohre, Fugen verspachteln
Wohnungstür verlegen, Trockenbauwand pauschal
Dachgeschoss
€/m²
M²
45
58
2.610,00
-
-
650,00
2.810,00
533,90
3.343,90
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe
(€)
5.3.4 Fensterbauer:
Bauteil
Beschreibung
Fenster gesamt
VEKA Kunststoffenster UW = 1,1 W/m²k
€/
Stück
Stück
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe
(€)
33.139,79
33.139,79
6.296,56
39.436,35
5.3.5 Heizungsanlage:
Bauteil
Beschreibung
Heizung
Pellet- Heizung der Marke KWB mit 35kW
Leistung, einbauen und Anschließen an alte
Versorgungsleitungen, inkl. Material, pauschal
Abdichten mit Schweißbahn auf Wand und Boden
pauschal
Neuwertig vorhanden
Bunker
Speicher
Warmwasser
Solaranlage
12 m², Vakuum-Röhrenkollekor - Solaranlage der
Marke Junkers liefern und montieren, Anschluss
an Heizzentrale im Keller, Pufferspeicher 750l
pauschal
€/
Stück
-
Stück
Summe
(€)
-
19.800,00
-
-
850,00
-
-
-
-
-
8.755,50
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
29.405,50
5.587,04
34.992,54
5.3.6 Lüftungsanlage:
Bauteil
Beschreibung
Lüftungsanlage
Zentrale Zu- und Abluft Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung, 19 Weitwurfdüsen,
Verrohrung, pauschal
Blower Door Test pro Wohnung
Luftdichtigkeit
€/
Stück
-
Stück
Summe
(€)
-
19.800,00
350,00
5
1.750,00
21.550,00
4.094,50
25.644,50
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
65
5.3.7 Dacharbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Dach
Dach abdecken, Dampfsperre einbauen, 14cm
Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle der
WlG035 und 18cm Aufsparrendämmung der
WLG 024 aus Polystyrol-Extruderschaum
einbauen, neue Lattung einbauen, Dach mit alten
Ziegeln eindecken
€/
Stück
Stück
Summe
(€)
-
-
31.800,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
31.800,00
6.042,00
37.842,00
5.3.8 Montagearbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Hoftor
Roll-Sektionaltor in weiß, liefern und einbauen,
pauschal
Wohnungseingangstür, Schall- und
Wärmegedämmt liefern und einbauen, Entsorgung
alte Türen
Wohnungstüren
€/
Stück
-
Stück
-
1.450,00
730,00
5
3.650,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
5.100,00
969,00
6.069,00
Summe
(€)
5.3.9 Zusammenstellung:
Gerüstbauer
Trockenbau
Malerarbeiten
Fenster
Heizung
Lüftung
Dacharbeiten
Montagearbeiten
Gesamt EnEv2009–KfW055
3.249,41 €
3.343,90 €
51.579,36 €
39.436,35 €
34.992,54 €
25.644,50 €
37.842,00 €
6.069,00 €
202.157,06 €
5.4 Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal“ – KfW085 (Gas)
Dieses Paket hat dämmtechnisch die gleiche Ausstattung wie das Paket „Maximal“ KfW-055
(Pelletheizung), in diesem Paket ist das Gebäude aber nun mit einer Gas-Brennwerttherme als
wartungsärmere und kostengünstigere Alternative ausgestattet.
66
Durch den schlechteren Primärenergiefaktor von Gas (1,1) gegenüber Holz (0,2) kommt es
dadurch zu einem höheren Primärenergieverbrauch, so dass nur der Standard „EnEV2009
minus 15%“, also KfW-085 erreicht wird.
5.4.1 Gerüstbauarbeiten:
Bauteil
Fassade
Vorne + hinten
Decke der
Hofeinfahrt
Beschreibung
Stahlrohrgerüst, Standzeit 4 Wochen
Inkl. Fanggerüst Dacharbeiten, Traufseitig
Rollgerüst, fahrbar als Arbeitsgerüst, Standzeit 4
Wochen
€/m²
m²
9
283,4
1
Stück
Summe (€)
2.550,60
180,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
2.730,60
518,81
3.249,41
5.4.2 Malerarbeiten:
Bauteil
Fassade
Vorne + hinten
Wand Einfahrt
zum EG
Decke der
Hofeinfahrt
Decke Balkon
Wärmebrücke
Kellerdecke
Wohnungsflure
Wohnungen
Beschreibung
16cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
16cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
20cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung, Verputzen und Malerarbeiten
10cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatte, als Streifen 50cm
breit unter der Decke und an der Wand, luftdicht
verputzt,3 Etagen á 3,58m x 1 m = 10,74 m²
10cm cm Dämmung mit WDVS, WLG 025 aus
Polystyropor – Hartschaumplatten, inkl.
Verdübelung
Deckenverkleidung und Abkastungen mit Rauhfaser
versehen, weiß streichen
Ausbesserungsarbeiten pauschal wegen
Durchführung der Lüftungskanäle und Dämmung
Decken vor Balkonen
€/m²
M²
105,-
283,4
29.757,00
105,-
38,7
4.063,50
110,-
33,3
3.663,00
84,-
10,74
902,16
36,-
94,93
3.607,34
9,50
58
-
-
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
Summe (€)
551,00
800,00
43.344,00
8.235,36
51.579,36
67
5.4.3 Trockenbauarbeiten:
Bauteil
Wohnungsflure
Dachgeschoss
Beschreibung
Abgehängte Decken erstellen, Abkastung um
Lüftungsrohre, Fugen verspachteln
Wohnungstür verlegen, Trockenbauwand pauschal
€/m²
M²
Summe (€)
45,-
58
2.610,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
650,00
2.810,00
533,90
3.343,90
5.4.4 Fensterbauer:
Bauteil
Beschreibung
Fenster gesamt
VEKA Kunststoffenster UW = 1,1 W/m²k
€/
Stück Summe (€)
Stück
33.139,79
33.139,79
Summe netto
6.296,56
MwSt. 19%
39.436,35
Gesamt
654.5 Heizungsanlage:
Bauteil
Beschreibung
Heizung
Gas Brennwert - Heizung der Marke Viessmann,
Leistungsbereich modulierend bis 35 kW,
liefern, einbauen und Anschließen an alte
Versorgungsstränge, inkl. Material, pauschal
Neuwertig vorhanden
Speicher
Warmwasser
Kamin
Solaranlage
Kaminsanierung mit neuem DN 100 Abgasrohr,
pauschal
12 m² Vakuum-Röhrenkollekor Solaranlage der
Marke Junkers liefern und montieren, Anschluss an
Heizzentrale im Keller, Pufferspeicher 750l
pauschal
€/
Stück Summe (€)
Stück
6.570,00
-
-
-
-
-
850,00
-
-
8.755,50
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
16.175,50
3.073,32
19.248,72
68
5.4.6 Lüftungsanlage:
Bauteil
Beschreibung
Lüftungsanlage
Zentrale Zu- und Abluft Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung, 19 Weitwurfdüsen,
Verrohrung, pauschal
Blower Door Test pro Wohnung
Luftdichtigkeit
€/
Stück
-
350,00
Stück Summe (€)
-
19.800,00
5
1.750,00
21.550,00
4.094,50
25.644,50
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
5.4.7 Dacharbeiten:
€/
Stück
Bauteil
Beschreibung
Dach
Dach abdecken, Dampfsperre einbauen, 14cm
Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle der
WlG035 und 18cm Aufsparrendämmung der
WLG 024 aus Polystyrol-Extruderschaum
einbauen, neue Lattung einbauen, Dach mit alten
Ziegeln eindecken
Stück Summe (€)
-
31.800,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
31.800,00
6.042,00
37.842,00
-
5.4.8 Montagearbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Hoftor
Roll-Sektionaltor,weiß liefern und einbauen
pauschal
Wohnungseingangstür,Schall- und
Wärmegedämmt liefern und einbauen, Entsorgung
alte Türen
Wohnungstüren
€/
Stück
730,00
Stück Summe (€)
-
1.450,00
5
3.650,00
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
5.100,00
969,00
6.069,00
5.4.9 Zusammenstellung:
Gerüstbauer
Trockenbau
Malerarbeiten
Fenster
Heizung
Lüftung
Dacharbeiten
Montagearbeiten
Gesamt EnEv2009–KfW085
3.249,41 €
3.343,90 €
51.579,36 €
39.436,35 €
19.248,72 €
25.644,50 €
37.842,00 €
6.069,00 €
186.413,24 €
69
5.5 Kostenschätzung für die Instandhaltungskosten
(sog. „Sowieso-Kosten“):
Kosten, die sowieso für die Instandhaltung des Gebäudes angefallen wären, werden in der
Wirtschaftlichkeitsberechnung von den Gesamtkosten abgezogen. Am Gebäude Schillerstraße
36 sind im Rahmen der Instandhaltung folgende Arbeiten nötig:
-
Fassade ausbessern und streichen, dafür muss das Gebäude eingerüstet werden.
-
Wand Hofeinfahrt streichen, Decke Hofeinfahrt streichen.
-
Fenster, da sie Undichtigkeiten aufweisen, einstellen und Dichtungen erneuern.
5.5.1 Gerüstbauarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
Fassade
Vorne + hinten
Decke der
Hofeinfahrt
Stahlrohrgerüst, Standzeit 2 Wochen
Rollgerüst, fahrbar als Arbeitsgerüst, Standzeit 2
Wochen
€/m²
m²
5
283,4
1.417,00
1
Stück
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
150,00
Summe
(€)
1.567,00
297,73
1.864,73
5.5.2 Malerarbeiten:
Bauteil
Beschreibung
€/m²
M²
Summe
(€)
Fassade
Vorne + hinten
Wand Einfahrt
zum EG
Decke der
Hofeinfahrt
Ausbessern, grundieren und streichen
40,-
283,4
11.336,00
Ausbessern, grundieren und streichen
40,-
38,7
1.548,00
Ausbessern, grundieren und streichen
45,-
33,3
1.498,50
Summe netto 14.382,50
2.732,67
MwSt. 19%
17.115,17
Gesamt
70
5.5.3 Fensterbauer:
Bauteil
Beschreibung
Fenster
Fenster einstellen, Dichtungen erneuern
€/
Stück
Stück
55,00
32
Summe
(€)
Summe netto
MwSt. 19%
Gesamt
1760,00
334,40
2.094,40
1.760,00
5.5.4 Zusammenstellung:
1864,73 €
17.115,17 €
2.094,40 €
21.074,30 €
Gerüstbauer
Malerarbeiten
Fenster
Gesamt Instandhaltung
5.6 Zusammenfassung Kostenschätzung
Maßnahmenpakete:
Paket
Gesamt
Instandhaltung
Energ.
Sanierung
Gesamt /m²
Energ. San.
Wf
/m² Wf
(433m²)
(433m²)
90.334,62 €
257,29 €
208,62 €
01. EnEv+30%
KfW130
02. EnEv 2009
KfW100
03. EnEv-45%
KfW055
04. EnEv-15 %
KfW085
111.408,92 €
21.074,30 €
150.998,55 €
21.074,30 € 129.924,25 €
348,72 €
300,05 €
202.157,06 €
21.074,30 € 181.082,76 €
466,87 €
418,20 €
186.413,24 €
21.074,30 € 165.338,94 €
430,51 €
381,84 €
Wf = Wohnfläche
71
6. Fördermittel und Zuschüsse
6.1 Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW)
Stand: EnEv-2009
Die KfW fördert Modernisierungen im Allgemeinen und zu besonders günstigen Konditionen
energetische Sanierungen. Dazu wurden Energiestandards festgelegt, die es zu erreichen gilt,
wenn man günstige Konditionen und Tilgungszuschüsse erhalten möchte.
Als Basis wurde das „KfW-Effizienzhaus“ festgelegt, welches als KfW-Effizienzhaus100
exakt die Vorgaben der EnEv2009 erfüllt, die zum 01.10.2009 in Kraft tritt.
Die beiden dabei wichtigen und zu erfüllenden bauphysikalischen Werte sind:
-
der spezifische Primärenergiebedarf in Kilowattstunden
pro m² Nutzfläche und Jahr
-
( QP’’)
der spezifische Transmissionswärmeverlust in Watt
pro m² Nutzfläche und 1 Kelvin Temperaturunterschied
(HT’)
Um die alte EnEv2007 mit ihren Vorgaben zu berücksichtigen wurde übergangsweise bis
voraussichtlich Juni 2010 das KfW-Effizienzhaus130 eingeführt, also der Standart EnEv2007
oder EnEv2009 plus 30%.
Daneben gibt es noch weitere Effizienzhaus Varianten, die nach genau demselben Prinzip
funktionieren, die Zahl am Ende gibt prozentual den Standart zur EnEv2009 an.
72
6.1.1 Zusammenfassung Effizienzstandarts:
KfW 130
KfW 115
KfW 100
KfW 085
QP’’
=
+ 30 %
HT’
=
+ 45 %
QP’’
=
+ 15 %
HT’
=
+ 30 %
QP’’
=
+0%
HT’
=
+ 15 %
QP’’
=
-15 %
HT’
=
+0%
Zusätzliche Standards beim Neubau:
KfW 070
KfW 055
QP’’
=
-30 %
HT’
=
-15 %
QP’’
=
-45 %
HT’
=
-30 %
6.1.2 Einzelmaßnahmen
Bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen am Gebäude gibt es auch Standards zu erfüllen.
Nachfolgend sind kurz zusammengefasst die wichtigsten energetischen Sanierungsfälle und der
dazugehörige Standard zusammengefasst32:
Außendämmung Fassade:
Wärmedurchlassswiderstand R mind. 4,0 w/m²k
(bei Kerndämmung R mind. 2,3 W/m²k)
32
Vgl. http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Service/KfWFormul26/Merkblaetter/Bauen_Wohnen_Energie_sparen/Energieeffizient_Sanieren__Kredit/Anlage_technische_Mindestanforderungen_Energieeffizient_Sanieren.jsp vom 19.08.2009
73
Dämmung oberste
Geschossdecke und
Flachdächer:
Wärmedurchlasswiderstand R mind. 6,8 w/m²k
Schrägdach:
Wärmedurchlasswiderstand R mind. 4,5 w/²k
Dämmung der Warmseite einer
Kellerwand zum Erdreich oder
einer Decke zu unbeheizt:
Wärmedurchlasswiderstand R mind. 2,2 w/²k
Dämmung der Kaltseite einer
Kellerwand zum Erdreich oder
einer Decke zu unbeheizt:
Wärmedurchlasswiderstand R mind. 3,0 w/²k
Fenster:
Wärmedurchgangskoeffizient UW = 1,3 W/m²k
Lüftungsanlage:
Zentrale, dezentrale oder raumweise Lüftungsanlagen mit
Wärmeübertrager die Feuchte-, CO²- oder Mischgas geführt
sind.
Heizungsanlage:
-
Brennwerttechnik Gas/Öl
-
Niedertemperatur mit nachgeschaltetem
Brennwertwärmetauscher
-
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
-
Biomasseanlagen
-
Wärmepumpen
-
solarthermische Anlagen
Bei Lüftungsanlagen gilt die Gesamtbedingung, dass das Gebäude die Vorgaben der EnEv2009 +
30%, also den KfW130 Effizienzhaus Standard einhalten muss, damit überhaupt eine Förderung
erfolgen kann.
74
Im Gesamten sind noch weitere technische Details und Vorgaben bei Heizung- und Lüftungsanlagen
zu beachten, siehe dazu die Detailinformationen auf www.kwf.de .
6.1.3 Förderprogramme der KfW
1. Programm: Energieeffizient Sanieren
Nur für Kosten der energetischen Sanierung zulässig!
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus - Kreditvariante
(vor Beginn beantragen)
Höchstbetrag (Auszahlung 100%)
75.000 € pro Wohneinheit
Im Fall der Schillerstraße 36 also 375.000 Euro!
Tilgungszuschuss (wird als Sondertilgung gutgeschrieben):
Variante KfW-Effizienzhaus 130 (EnEv + 30%)
5% der Kreditsumme
Variante KfW-Effizienzhaus 115 (EnEv + 15%)
7,5% der Kreditsumme
Variante KfW-Effizienzhaus 100 (EnEv 2009)
12,5%der Kreditsumme
Variante KfW-Effizienzhaus 085 (EnEv -15%)
15% der Kreditsumme
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus - Zuschussvariante
(vor Beginn beantragen)
Höchstbetrag (Auszahlung 100%)
50.000 € pro Wohneinheit
Im Fall der Schillerstraße 36 also 250.000 Euro!
Barwertiger Zuschuss zu den Kosten der Sanierung:
Variante KfW-Effizienzhaus 130 (EnEv + 30%)
5%
der Kosten
Variante KfW-Effizienzhaus 115 (EnEv + 15%)
12,5% der Kosten
Variante KfW-Effizienzhaus 100 (EnEv 2009)
17,5%der Kosten
Variante KfW-Effizienzhaus 085 (EnEv –15%)
20% der Kosten
Einzelmaßnahmen bzw. freie Einzelmaßnahmenkombinationen
z.B. Erneuerung der Fenster, Dämmung, Lüftungsanlage, neue Heizung
75
(vor Beginn beantragen, dabei sind die technischen Mindestanforderungen einzuhalten, siehe
Merkblatt KfW „technische Mindestanforderungen“ auf www.kfw.de)
Kredit (aktuelle Konditionen siehe Abschnitt 6.14)
Höchstbetrag
50.000 € pro Wohneinheit
Zuschuss: 5% der Investitionssumme
Nur bei kompletten Einzelmaßnahmen (z.B. Austausch aller Fenster)
Höchstbetrag
2.500 € pro Wohneinheit
2. Programme: „Wohnraum Modernisieren“ und „Altersgerecht Umbauen“
Hier können auch Kosten einer „nicht-energetischen“ Sanierung geltend gemacht werden!
Standard
Höchstbetrag (Auszahlung 96%)
100.000 € pro Wohneinheit
Altersgerecht Umbauen
Höchstbetrag (Auszahlung 100%)
50.000 € pro Wohneinheit
Sonderförderung
Zuschuss für Baubegleitung
bei Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und bei Maßnahmenkombinationen
z.B. Detailplanungen, Angebotsauswertung,
Baustellenbegehung, Einweisung in Haustechnik
Zuschuss 50 % der Kosten max.
2.000 € pro Bauvorhaben
Zuschuss zum Austausch von Nachtstromspeicherheizungen
Zuschuss bei Ersatz
200,00 € pro Gerät
Optimierung der Wärmeverteilung
im Rahmen bestehender Heizungsanlagen
Zuschuss 25 % der Kosten mindestens 100 €
25 % /min. 100,00 €
76
6.1.4 Aktuelle Zinskonditionen der KfW
(Stand 04.09.2009, Quelle: KfW-Homepage: www.kfw.de)
Festlegung des Zinssatzes erfolgt grundsätzlich bei Kreditzusage durch die KfW!
77
6.2 Fördermittel der Bundesanstalt für Ausfuhrkontrolle (BAFA)
-ausgewählt für die Schillerstraße 36 ( EnEv 2009)Zuschuss für Holzpelletskessel
Installierte Nennwärmeleistung von 5 – 100 kW zur Wärmeerzeugung
Pufferspeicher mit einem Mindestspeichervolumen von 30 l/kW,
36 €/KW,
mind. 2.500,00 €
2.500,00 €
Allgemein
EnEv2009
doppelte Förderung (Effizienzbonus)
5.000,00 €
Zuschuss für thermische Solaranlagen
Ausgewählte Rahmenbedingungen / Förderbedingungen:
-
Kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
-
Bis 40 m² Kollektorfläche
-
Mind. 9 m² Fläche bei Vakuum-Röhrenkollektoren und 40 l Pufferspeichervolumen pro
m² Kollektorfläche
Förderung je angefangener m² Kollektorfläche:
105,00 €/m²
Allgemein
EnEv 2009
doppelte Förderung (Effizienzbonus)
effiziente Solarkollektorpumpe
210,00 €/m²
50,00 €/m²
Bonus für effiziente Umwälzpumpe:
200,00 €
Regenerativer Kombinationsbonus und Kesselaustauschbonus:
750,00 €
Für eine Solaranlage in Kombination mit einer Biomasseanlage oder
einer Wärmepumpe oder grundsätzlicher Kesselaustausch
78
Zuschuss für Mini BHKW (bis 50 KW, mit integriertem Stromzähler)
Förderbetrag = Vollbenutzungsstunden (Vbh) x Leistungsabhängiger Anteil
Vollbenutzungsstunden:
Zielwert = 5.000 h/a
unterhalb des Zielwerts: Vbh = Vbh / Vbh (Ziel)
oberhalb des Zielwerts: Vbh = 1
Basisförderung:
0 bis 4 kW
1.550,00 €/kW el
4 bis 6 kW
775,00 €/kW el
6 bis12 kW
250,00 €/kW el
12 bis 25 kW
125,00 €/kW el
25 bis 50 kW
50,00 €/kW el
Bonusförderung:
(mit besonders geringer Schadstoffemission)
bis 12 kW
100,00 €/kW el
bis 50 kW
50,00 €/kW el
79
6.3 Förderprogramm der Stadtwerke Münster
Gefördert werden Hauseigentümer im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster, die ihre
mindestens 15 Jahre alte Heizung von anderen Energieträgern auf Erdgas-Brennwerttechnik
und eine thermische Solaranlage umstellen.
Förderbedingungen:
Gefördert wird nur im Gas-Grundversorgungsgebiet der Stadtwerke Münster GmbH.
Bis zum 31. Oktober 2009 muss der Förderantrag vom Hauseigentümer für Häuser in
Münster eingereicht werden und bis spätestens 31. Dezember 2009 die Anlage von einem
anderen Energieträger auf Erdgas umgestellt sein. Rechnungen der Installationsbetriebe
müssen in Verbindung mit dem Formular "Abrechnung zum Förderantrag" bis spätestens zum
31.Januar 2010 eingereicht sein.
Weitere Fördervoraussetzungen sind der Abschluss eines 2-jährigen Gaslieferungsvertrages
mit dem Fördergeber und das Vorhandensein eines erschließbaren Zugangs zum Erdgasnetz
(Abnahmestelle) im Gas-Grundversorgungsgebiet der Stadtwerke Münster GmbH. Der
Förderanspruch besteht max. 6 Monate nach Bewilligung, längstens jedoch bis zum
31.12.2009. In jedem Fall muss bis zum 31.12.2009 der Gasbezug aufgenommen und die
Inbetriebnahme der neuen Anlage, ggf. einschl. Solaranlage, erfolgt sein.
Fördermittel:
Zuschüsse für Gas-Brennwerttechnik (BWT) und thermische Solaranlagen (Solar):
-
Mehrfamilienhaus 3 - 5 Wohneinheiten
-
für BWT: Stadtwerke: 600,- €, Geräte-Hersteller: 75 €
-
für Solar: Stadtwerke: 300,- €, Geräte-Hersteller: 150 €
Die Geräte-Hersteller-Förderung wird bei Installation eines Gasbrennwertgerätes und
(zusätzlich) einer Solaranlage der Firmen Brötje, Buderus, Junkers, MHG Heiztechnik,
Sieger, Vaillant, Viessmann oder Weishaupt gewährt.
33
33
vgl. www.stadtwerke-muenster.de am 08.09.2009
80
7. Miete und Mieterhöhung – das finanzielle Budget
Das Haus ist komplett vermietet an studentische Wohngemeinschaften. Die Zimmer sind
einzeln warm vermietet, das heißt, es gibt keine Nebenkostenabrechnung. Für diese Arbeit
und eine realistische Betrachtung des finanziellen Budgets für die energetische Sanierung
werden nachhaltige Kaltmieten aus dem Mietspiegel der Stadt Münster angesetzt. Dabei
wurden folgende Parameter zur Ermittlung der realistischen Kaltmiete angegeben:
Ausstattung der Wohnungen:
- Zentralheizung
- Kunststoff- Isolierglasfenster
- Fliesen in Bad und Küche und Laminat in den Zimmern
- Balkonanlage
Die Heizkosten ergeben sich aus den realen Kosten für Öl, wofür die letzten 5 Jahre
ausgewertet wurden (siehe Kapitel 2.3.4 „Status Quo“) und die über die Quadratmeter
auf die einzelnen Wohnungen umgerechnet wurden.
7.1 Kaltmieten aus dem qualifizierten Mietspiegel der Stadt Münster
und errechnete Heizkosten:
Wohnung
Größe (m²)
€ /m²
Kaltmiete / Monat (€)
Heizkosten / Monat (€)
Erdgeschoss
65,17
5,81
378,64
65,10
1. Obergeschoss
96,12
5,96
572,87
95,79
2. Obergeschoss
96,12
5,96
572,87
95,79
3. Obergeschoss
96,12
5,96
572,87
95,79
Dachgeschoss
76,96
5,76
443,29
76,78
2.540,54
429,25
Gesamt:
430,49
Kaltmiete gesamt / Jahr (€) 30.486,47
Heizkosten gesamt / Jahr (€)
5.154,10
81
7.2 Rechtlicher Hintergrund möglicher Mieterhöhungen
Das finanzielle Budget für die energetische Sanierung ergibt sich einerseits für den Vermieter
aus der Möglichkeit, nach §§ 558 BGB die Miete an die ortsübliche Vergleichsmiete
anzupassen und außerdem über den Modernisierungszuschlag nach §§559 BGB.
Dabei entsprechen jeweils die energiebedingten Sanierungskosten den umlagefähigen Kosten.
Der Mieter hat die Modernisierung zu dulden, vor allem, wenn sie der Verbesserung des
eigenen Wohnwertes dient ( §§ 554 BGB) .
Für die Wirtschaftlichkeit und finanzielle Betrachtung ist es von erheblicher Bedeutung, ob
eine Erhöhung der Kaltmiete möglich ist, oder nur der Modernisierungszuschlag durchgesetzt
werden kann. Denn die Kaltmiete wird dauerhaft erzielt und steigt bei jeder Mieterhöhung
kontinuierlich an, während beim Modernisierungszuschlag die Kaltmiete so lange nicht erhöht
werden darf, bis das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete wieder erreicht ist. So steht
dem Investor bei Erhöhung der Kaltmiete eine viel größere und nachhaltigere
Einnahmenerzielung zur Verfügung als bei dem Modernisierungszuschlag, die er für die
Finanzierung der Sanierung verwenden kann.
In einigen Städten gibt es seit kurzem sogenannte „Ökologische-Mietspiegel“, die eine
Anpassung der Kaltmiete anhand von Verbesserungen der Wohnqualität wegen energetischen
Sanierungen erlauben. Münster hat solch einen Mietspiegel noch nicht, das heißt, das
Potential für eine Erhöhung der Kaltmiete ist ausgeschöpft, da es sich um die ortsübliche
Vergleichsmiete handelt. Eine Finanzierung der energetischen Sanierung ist lediglich über
den Wohnwert-Verbesserungszuschlag nach §§559 BGB möglich.
Allerdings muss das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachtet werden, wobei es dafür derzeit
keine allgemeinen Richtwerte mehr gibt. In den letzten Jahren waren es 200% der
eingesparten Betriebskosten, dieser Richtwert ist aber vom BGH als zu pauschal abgelehnt
worden, ohne dass ein neuer Wert bestimmt worden ist.34
34
vgl. BGH NJW 2004,1738; dazu Staudinger/Emmerich § 559 BGB Rn. 35; Blank, Kommentar zum Mietrecht
2005, S. 311
82
Die Modernisierung muss vom Mieter wegen Unzumutbarkeit nicht geduldet werden, wenn
sie für ihn unwirtschaftlich ist. Dafür komme es unter anderem auf die Mietbelastung, aber
auch auf die Leistungsfähigkeit des Mieters an35 und die verlangte Mieterhöhung darf nicht
außer Verhältnis zur möglichen Einsparung an Energie stehen36.
Also hat der Mieter hat entsprechende Modernisierungsmieterhöhungen nur dann zu
akzeptieren, wenn die energetische Aufrüstung mit wirtschaftlichem Sachverstand erfolgt ist.
Das Mieterhöhungsrecht fällt andernfalls zwar nicht vollständig weg, es kommt aber zu einer
entsprechenden Kürzung.
In dem Fall einer energetischen Sanierung und einer daraus folgenden Mieterhöhung wegen
Modernisierung hat der Vermieter stets zu berücksichtigen, wie viel Heizkosten der Mieter
einspart. Letztendlich muss er beurteilen und festlegen, ob der Markt eine von ihm erhöhte
Miete hergibt oder nicht die Gefahr besteht, dass der Mieter kündigt und sich die Wohnung zu
dem neu gewählten Mietzins am Markt nicht mehr vermieten lässt, weil sie schlichtweg zu
teuer ist.
Der Vermieter muss eine selbständige Entscheidung darüber treffen, ob er die Modernisierung
zum Anlass nehmen möchte, die bestehende Miete zu erhöhen und wenn, in welchem
Umfang.
Für diese Arbeit werden 3 Ansätze gewählt:
1. „Warmmietneutral“, also eine Erhöhung lediglich in Höhe der eingesparten
Heizkosten im Durchschnitt der letzten Jahre.
2. 200 % der eingesparten Heizkosten im Durchschnitt der letzten Jahre.
3. volle 11 % Umlage.
35
36
vgl. Sternel, Mietrecht aktuell, Otto Schmidt Verlag 2009, 4. Auflage, IV S. 353
vgl. Schmidt-Futterer, Mietrecht, Beck Verlag 2007, § 559 BGB Rn. 78
83
8. Wirtschaftlichkeit
8.1 Grundlagen
Das Ziel der betriebswirtschaftlichen Wirtschaftlichkeitsberechnung ist, dem Investor vor
Augen zu führen, ob eine Investition absolut vorteilhaft ist und in welchem Verhältnis die
Summe der Erträge der Investition zu der Summe der Ausgaben steht. Daneben soll sie
aufzeigen, welche Investition bei einem Vergleich verschiedener Alternativen relativ
vorteilhaft ist, und für den Investor am sinnvollsten ist.
Zur Beurteilung von kurzfristigen Investitionsvorhaben und kleineren Maßnahmen genügt die
Bewertung mit statischen Methoden, die eine Betrachtung der Zeitachse vernachlässigen und
die Zahlungen nicht ihrem Zeitpunkt des Flusses entsprechend auf- oder abzinsen. Ein
Beispiel für eine solche statischen Berechnung ist die Amortisationsrechnung, bei der die
Anzahl der Jahre berechnet wird, die nötig ist, bis sich das eingesetzte Kapital durch
Kosteneinsparungen wieder erwirtschaftet hat. Dabei wird die Verzinsung nicht
berücksichtigt. 37
Neben der Höhe der Zahlungen spielt vor allem der Zeitpunkt des Zahlungsflusses eine
wichtige Rolle, da Investitionen im Immobilienbereich meistens eine langfristige Ausrichtung
haben. Es werden Zeitrahmen von bis zu 30 Jahren betrachtet und bedeuten somit eine
langfristige Kapitalbindung.
Um den Faktor Zeit zu berücksichtigen wird mit dynamischen Methoden gerechnet, die eine
Auf- und Abzinsung der Zahlungen auf einen gemeinsamen Vergleichspunkt ermöglichen.
Das bedeutet z.B., dass eine zukünftige Ein- oder Auszahlung einen geringeren Wert hat als
eine Zahlung am heutigen Tag. 38
37
38
vgl. Olfert, K. Investition, 2001, S188 f
Vgl. Schulte, K.: Handbuch Immobilien-Investition, 1998, S 130f.
84
Für diese Wirtschaftlichkeitsberechnung wurden folgende Berechnungsmethoden ausgewählt:
8.1.1 Annuitätischer Gewinn
Diese Betrachtungsweise der Ökonomie einer Maßnahme erlaubt einen guten Überblick über
die grundlegende Wirtschaftlichkeit einer Investition. Es werden die annuitätischen Kosten
den Erlösen gegenübergestellt und das Ergebnis ist ein Gewinn oder Verlust.
(Annuität = pro Jahr)
Zur Ermittlung der annuitätischen Kosten werden die aus der energetischen Sanierung
entstehenden Investitionskosten,
sowie die Kosten zur Beheizung des Gebäudes und
eventuell anfallender Zusatzkosten wie Wartung oder Hilfsenergie auf konstante annuitätische
Kosten umgelegt . Dieses geschieht durch Multiplikation mit dem sogenannten
Annuitätenfaktor.
Formel:
mit:
i = kalkulationszinssatz (%)
n = Zeitindex (Jahre)
Danach erfolgt die Bestimmung der annuitätischen Erlöse, in diesem Falle der energetischen
Energiekosteneinsparung. Um sie zu ermitteln, werden die jährlichen Energiekosten nach
Durchführung der Maßnahme von den jährlichen Energiekosten ohne die Maßnahme
abgezogen.
Eine energetische Sanierung bzw. Investition ist dann als wirtschaftlich anzusehen, wenn die
annuitätischen Energiekosteneinsparungen größer sind als die annuitätischen Kosten. Der so
ermittelte Gewinn G muss dann größer als 0 sein. 39
39
vgl. Olfert, K.:Investition, 2001, S. 169f
85
Dieser Ansatz der Wirtschaftlichkeitsberechnung beruht in der Annahme, dass der Investor
den annuitätischen Gewinn oder Verlust alleine trägt und ist damit eine gute Beurteilung der
Wirtschaftlichkeit aus Sicht eines Selbstnutzers einer Immobilie. Daneben ist er aber auch ein
guter Ansatz zur grunsätzlichen Beurteilung einer Investition, da die tatsächlich
zusammenhängenden Ein- und Ausgaben gegenübergestellt werden.
Im Fall eines vermieteten Gebäudes ist eine differenziertere Wirtschaftlichkeitsberechnung
vorzunehmen, da der Einnahmenfluss für den Investor über die gezahlte Miete erfolgt und er
nicht direkt von der eingesparten Energie profitiert. Dieses ist das klassische „InvestorNutzer-Dilemma“ da der Vermieter die Investition finanzieren muss, der Mieter aber von den
Energieeinsparungen und dem erhöhten Wohnkomfort profitieren kann.
Um die Wirtschaftlichkeit aus Vermietersicht zu beurteilen, wird als zweite Berechnungsform
der Kapitalwert der Investitionen berechnet.
8.1.2 Kapitalwertberechnung
Um den Kapitalwert zu erhalten, werden alle Zahlungen, die nach dem Investitionszeitpunkt
anfallen, mit dem Kalkulationszinssatz abgezinst. So erhält man den Barwert der Aus- und
Einzahlungsreihen, von dem die Anfangsinvestition subtrahiert wird.
Formel:
mit:
i = Kalkulationszinssatz
üt = Jahresüberschuss
(t = 0) = jetziger Zeitpunkt
86
Die Kapitalwertmethode setzt voraus, dass ein Investor weiß, welchen „Zinsgewinn“ er aus
einer Investition mindestens erwirtschaften will. Diese Mindestverzinsung ist der
Kalkulationszinssatz, und ist je nach Art der Finanzierung zu differenzieren.
Bei vollständiger Eigenfinanzierung sollte der Kalkulationszinssatz die Zinshöhe haben, die
eine risikolose alternative Investition erwirtschaftet hätte. Wird die Investition vollständig mit
Fremdkapital durchgeführt, sollte der Kalkulationszinsfuß die Höhe der Zinsbelastung des
Kredites widerspiegeln. Bei einer Mischfinanzierung aus Eigen- und Fremdkapital werden die
oben
genannten
Zinssätze
mit
dem
arithmetischen
Mittel
zum
entsprechenden
Kalkulationszinssatz verrechnet.
Die Kapitalwertmethode prüft,
Kalkulationszinssatz
steckt
und
ob in
die
einer Investition zumindest der gewählte
Investition
somit
vorteilhaft
ist.
Bei
einer
Einzelinvestition muss der Kapitalwert größer als 0 sein, bei verschiedenen Varianten wie bei
den Maßnahmenpaketen für die Schillerstraße 36 ist diejenige Alternative optimal, die den
größten Kapitalwert aufweist.40
In der Berechnung sind die Einzahlungsreihen die durch die Modernisierung zu erwartenden
zusätzlichen Mieteinnahmen. Der Fall einer nachhaltig erhöhten Kaltmiete ist in Münster
nicht möglich, da der qualifizierte Mietspiegel energetische Aspekte in Form von
Modernisierungen nicht berücksichtigt. So bleibt dem Investor nur die Möglichkeit des
Wohnwert-Verbesserungs-Zuschlages des §§559 BGB, wie in Kapitel XX erläutert.
Auszahlungsreihen ergeben sich durch das vollständig fremdfinanzierte Kapital der
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Grundlage der Berechnung ist ein Mehrkostenansatz, d.h. es werden lediglich die Mehrkosten
der energetischen Sanierung berücksichtigt. Die sowieso anfallenden Instandhaltungskosten
werden nicht berücksichtigt, es wird angenommen, dass der Investor diesen Anteil aus
Eigenkapital bzw. Rückstellungen für Instandhaltung aufbringt. Für den Fall der
Fremdfinanzierung könnte dieser Anteil mit dem Programm „Wohnraum Modernisieren“ der
KfW finanziert werden.
40
vgl. Enseling A.:Leitfaden zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Energieeinsparinvestitionen im
Gebäudebestand, 2003, S 3
87
Für die Wirtschaftlichkeitsberechnungen wird das Excel-Programm des Institus für Wohnen
und Umwelt GmbH in Darmstadt zur Wirtschaftlichkeitsberechnung verwendet.
8.2 Festgelegte Rahmenbedingungen:
Schillerstraße 36, Baujahr 1945:
Wohnfläche nach II BV: 430 m²
Endenergieverbrauch in kWh/m² Wohnfläche:
Vor der Sanierung:
194
Paket KfW 130:
97
Paket KfW 100:
72
Paket KfW 055:
84
Paket KfW 085:
59
Energiekosten vor der Sanierung pro kWh:
0,05 € (Öl)
Energiekosten nach der Sanierung pro kWh:
0,07 € (Gas); 0,04 € (Pellets)
Zukünftige Energiepreissteigerung angenommen:
5% im Jahr
Kalkulationszinssatz :
i = 2,12 % = Zinnsatz der KfW für das Fremdkapital
i = 6 % = ungefähre Zins und Tilgung bei 25 Jahren
Inflation: 2%
Betrachtungszeitraum: 25 Jahre
Steuerbelastung wird nicht berücksichtigt!
Nettomiete vor der Sanierung:
5,89 € pro m² = mittlerer Durchschnitt der 5 Wohnungen
Nettomiete nach der Sanierung pro m² in Euro:
Paket KfW130
Paket KfW100
Paket KfW55 Paket KfW85
Warmmietneutral
6,13
6,28
6,42
6,35
200 % der einge-
6,38
6,67
6,95
6,82
7,82
8,66
9,75
9,42
sparten Heizkosten
Volle 11% Umlage
88
Steigerung der Kaltmiete pro Jahr:
3% nominal = 1% effektiv
Leerstand vor der Sanierung:
3% im Jahr
Leerstand nach der Sanierung:
1% im Jahr
8.3 Einfluss der Förderungen:
Die Tabelle zeigt den Einfluss der Förderungen auf die Kosten:
Maßnahmenpaket
Kosten der energetischen
Sanierung (€)
Förderung Bafa (€)
01 (Kfw130) 02 (KfW100)
90.334,62
03 (KfW055)
04 (KfW 085)
129.924,25
181.082,76
165.338,94
1.260,00
1.260,00
1.260,00
1.260,00
1.260,00
1.260,00
50,00
200,00
50,00
200,00
50,00
200,00
Thermische Solaranlage:
(12m²)
Basisförderung
Effizienzbonus
Kesselaustausch
Bonus regenerative Energien
Solarpumpe
Umwälzpumpe
2.500,00
2.500,00
Pelettheizung:
Effizienzbonus
Förderung Stadtwerke-Ms Keine
Keine
Keine
Keine
Kessel nicht 15 Jahre alt!
Kreditsumme KfW (€)
Förderung KfW
Tilgungszuschuss
Annuität (€) 41
25 Jahre Laufzeit
1 Jahr Tilgungsfrei
10 Jahre Zinsbindung
Tilgungszuschuss nach
9 Monaten
Zins nominal
Zins effektiv
Tilgung anfänglich
Annuität 1 Jahr:
Annuität 2-10 Jahr:
41
90.334,62
5%
4.516,73
2,10 %
2,12 %
3,49 %
1.915,00 €
4.801,44 €
127.154,25
173.312,76
162.568,94
12,5%
15%
15%
15.894,28
25.996,91
24.385,34
2,10 %
2,12 %
3,97 %
2.695,67 €
6.758,48 €
2,10 %
2,12 %
3,97 %
3.674,23 €
7.830,08 €
2,10 %
2,12 %
3,97 %
3.446,46 €
7.334,68 €
Ermittelt mit dem Darlehnsrecher der KfW-Bank auf www.kfw.de am 15.09.2009
89
8.4 Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnung
(Annuitätischer Gewinn)
8.4.1 Variante 1:
i = 2,1 % aus Zinsbelastung
Annuitätischer Gew inn (BW Energiekosteneinsparung - energiebedingte
Mehrinvestitionen)
0
o
h
n
e
F
ör
d
er
u
n
-500
-1.000
[Euro/a]
-1.500
-2.000
Projekt: Schillerstraße 36
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
-1.783
-2.258
-2.500
-3.000
-3.106
-3.247
-3.500
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 31 zeigt den annuitätischen Gewinn/Verlust in Euro/ a bei der Variante 1.
Die Berechnung zeigt, dass die annuitätischen Erlöse aus den eingesparten Energiekosten in
keinem Maßnahmenpaket ausreichen, um die Kosten für die Zinsbelastung aus der
Finanzierung zu decken. Je nach Paket werden Verluste pro Jahr zwischen 1.783,00 € und
3.247,00 € erwirtschaftet.
90
8.4.2 Variante 2:
i = 6 % aus Zins und Tilgung
Annuitätischer Gewinn (BW Energiekosteneinsparung - energiebedingte Mehrinvestitionen)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne
0
Förderung
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 6 %/a
-1.000
-2.000
-3.000
[Euro/a]
-4.000
-3.962
-5.000
-5.410
-6.000
-7.000
-7.104
-7.634
-8.000
-9.000
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 32 zeigt den annuitätischen Gewinn/Verlust in Euro/a bei der Variante 2
Die Berechnung zeigt, dass die annuitätischen Erlöse aus den eingesparten Energiekosten in
keinem Maßnahmenpaket ausreichen, um die Kosten für die Belastung aus Zins und Tilgung
der Finanzierung zu decken. Je nach Paket werden Verluste pro Jahr zwischen 3.962,00 € und
7.634,00 € erwirtschaftet.
Als Parameterstudie werden nun versuchsweise die „Sowieso-Kosten“ angehoben, es wird
also simuliert, dass das Gebäude an allen Bauteilen stark instandsetzungsbedürftig ist.
91
8.4.3 Variante 3:
stark instandsetzungsbedürftig, in allen Paketen
„Sowieso Kosten“ von 55% der Gesamtkosten.
i = 2,1 % aus Zinsbelastung
Annuitätischer Gew inn (BW Energiekosteneinsparung - energiebedingte
Mehrinvestitionen)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne
180
Förderung
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
160
153
140
120
[Euro/a]
100
92
80
60
48
40
20
0
-3
-20
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 33 zeigt den annuitätischen Gewinn /Verlust in Euro/a bei der Variante 3.
Die Berechnung zeigt, dass die annuitätischen Erlöse aus den eingesparten Energiekosten
gerade ausreichen, um die Kosten für die Belastung aus den Zinsen der Finanzierung zu
decken, wenn 55 % der jeweiligen Gesamtkosten als „Sowieso-Kosten“ deklariert werden,
das Gebäude also stark instandsetzungsbedürftig ist. Je nach Paket werden Verluste pro Jahr
zwischen 3,00 € und Gewinne bis 153,00 € erwirtschaftet.
92
8.4.4 Variante 4:
sehr stark instandsetzungsbedürftig, in allen Paketen
„Sowieso Kosten“ von 75% der Gesamtkosten pro Paket.
i = 6% aus Zins und Tilgung
Annuitätischer Gewinn (BW Energiekosteneinsparung - energiebedingte Mehrinvestitionen)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne
5
Förderung
2
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 6 %/a
1
0
[Euro/a]
-5
-10
-15
-18
-20
-21
-25
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 34 zeigt den annuitätischen Gewinn/Verlust in Euro/a bei der Variante 4.
zeigt sich, dass die annuitätischen Erlöse aus den eingesparten Energiekosten gerade
ausreichen, um die Kosten für die Belastung aus Zins und Tilgung der Finanzierung zu
decken, wenn 75 % der jeweiligen Gesamtkosten als „Sowieso-Kosten“ deklariert werden,
das Gebäude also sehr stark instandsetzungsbedürftig ist. Es werden je nach Paket Verluste
zwischen 21 € und Gewinnen von 2 € erwirtschaftet.
Aus dem gegenseitigen Blickwinkel betrachtet kann man schlussfolgern, dass die
Energieeinsparung pro Paket reicht nur ausreicht, um folgende Summen zu finanzieren, und
Zins und Tilgung bezahlen zu können:
Paket KfW130: ca. 27.900 €
Paket KfW 055: ca. 61.000 €
Paket KfW100: ca. 45.000 €
Paket KfW 085: ca. 53.000 €
93
8.5.
Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnung
(Kapitalwertberechnung)
8.5.1 Variante 1:
Warmmietneutral in allen Maßnahmenpaketen.
i = 2,1 % aus Zinsbelastung
Kapitalw ert nach Steuer (Mehrertragsrechnung)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne Förderung
0
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
-20.000
Steuersatz: [%]
in allen Varianten
Leerstand in unsanierten
Zustand: 3 [%]
Nettomiete vor Sanierung:
5,89 [€/(m²Mon)]
ortsübliche Vergleichsmiete:
5,89 [€/(m²Mon)]
Teuerung Mieten (nominal): 3
-40.000
-60.000
-72.254
[Euro]
-80.000
-100.000
Leerstand nach Sanierung
KfW 130: 1 [%]
KfW100: 1 [%]
KfW055: 1 [%]
KfW085: 1 [%]
-110.208
-120.000
-140.000
-144.593
-160.000
-159.308
-180.000
KfW 130
KfW100
KfW055
Nettomiete nach Sanierung
(Rechenwerte)
KfW 130: 6,13 [€/(m²Mon)]
KfW100: 6,28 [€/(m²Mon)]
KfW055: 6,42 [€/(m²Mon)]
KfW085: 6,35 [€/(m²Mon)]
KfW085
Abbildung 35 zeigt den Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro bei der Variante 1.
Die Berechnung zeigt, dass mit allen vier Maßnahmepaketen ein Verlust erwirtschaftet wird.
Die warmmietneutrale Mieterhöhung reicht nicht aus, um die Zinsbelastung der Finanzierung
zu decken. Insgesamt werden Verluste zwischen 72.254,00 € und 159.308,00 € erwirtschaftet.
94
8.5.2 Variante 2:
Mieterhöhung in der Höhe der doppelten Heizkostenersparnis in
allen Maßnahmenpaketen.
i = 2,1 % aus Zinsbelastung
Kapitalwert nach Steuer (Mehrertragsrechnung)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne Förderung
0
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
-20.000
Steuersatz: [%]
in allen Varianten
Leerstand in unsanierten
Zustand: 3 [%]
Nettomiete vor Sanierung:
5,89 [€/(m²Mon)]
ortsübliche Vergleichsmiete:
5,89 [€/(m²Mon)]
Teuerung Mieten (nominal):
3 [%/a]
-40.000
[Euro]
-60.000
-69.148
-80.000
Leerstand nach Sanierung
KfW 130: 1 [%]
KfW100: 1 [%]
KfW055: 1 [%]
KfW085: 1 [%]
-100.000
-103.187
-120.000
-135.000
-140.000
-147.073
Nettomiete nach Sanierung
(Rechenwerte)
KfW 130: 6,38 [€/(m²Mon)]
KfW100: 6,67 [€/(m²Mon)]
KfW055: 6,95 [€/(m²Mon)]
KfW085: 6,82 [€/(m²Mon)]
-160.000
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 36 zeigt den Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro bei der Variante 2.
Die Berechnung zeigt, dass in allen vier Maßnahmenpaketen Verluste erwirtschaftet werden.
Diese sind zwar nicht mehr so groß, wie bei der warmmietneutralen Mieterhöhung, aber
immer noch im hohen Bereich zwischen 69.148,00 € und 147.073 €.
95
8.5.3 Variante 3:
Mieterhöhung in der Höhe theoretisch möglichen
Modernisierungsumlage von 11% der energetischen Mehrkosten
in allen Maßnahmenpaketen.
i = 2,1 % aus Zinsbelastung
Kapitalwert nach Steuer (Mehrertragsrechnung)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne Förderung
5.000
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
3.540
Steuersatz: [%]
0
-5.000
[Euro]
-4.547
in allen Varianten
Leerstand in unsanierten
Zustand: 3 [%]
Nettomiete vor Sanierung:
5,89 [€/(m²Mon)]
ortsübliche Vergleichsmiete:
5,89 [€/(m²Mon)]
Teuerung Mieten (nominal): 3
-10.000
Leerstand nach Sanierung
KfW 130: 1 [%]
KfW100: 1 [%]
KfW055: 1 [%]
KfW085: 1 [%]
-15.000
Nettomiete nach Sanierung
(Rechenwerte)
KfW 130: 7,82 [€/(m²Mon)]
KfW100: 8,66 [€/(m²Mon)]
KfW055: 9,75 [€/(m²Mon)]
KfW085: 9,42 [€/(m²Mon)]
-18.608
-20.000
-23.467
-25.000
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 37 zeigt den Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro bei der Variante 3.
Erst jetzt, da die volle gesetzliche Modernisierungsumlage genutzt wird, wird der Kapitalwert
des Paketes KfW-055 positiv, bei den anderen drei Paketen werden noch kleinere Verluste
erzielt. Insgesamt ergeben sich nun Werte zwischen einem Verlust von 23.467,00 € und dem
kleinen Gewinn von 3.540,00 €.
96
Betrachtet man die Miete pro Quadratmeter, zeigt sich der Widerspruch. Eine Miete von z.B.
9,75 Euro pro Quadratmeter im Paket Kfw-055 wird wohl in der Praxis nicht realisiert werden
können.
Als Parameterstudie werden nun 3 weitere Varianten durchgerechnet.
Zum einen wird bei der ersten Variante die Mieterhöhung in Höhe der doppelten
Heizkostenersparnis durchgeführt, aber nun mit 50% „Sowieso-Kosten“ gerechnet, um den
Einfluss dieser Kosten auf die Kapitalwerte zu beurteilen.
Außerdem wird eine zweite Variante berechnet, die mit einer Erhöhung der ortsüblichen
Vergleichsmiete um 1 Euro/m² arbeitet, also eine Erhöhung durch einen energetischen Faktor
in einem imaginären ökologischen Mietspiegel simulieret.
Als letzte und dritten Variante wird betrachtet, was passiert wenn die volle Annuität von 6%
aus Zins und Tilgung angesetzt, eine nachhaltige Mieterhöhung durch den Mietspiegel von 1
€ / m² angenommen und dazu die „Sowieso-Kosten“ auf 50 % angehoben werden.
97
8.5.4 Variante 4:
Mieterhöhung in Höhe der doppelten Heizkostenersparnis.
50% „Sowieso-Kosten“ in allen Maßnahmenpaketen
angenommen.
i = 2,1 % aus der Zinsbelastung
Kapitalw ert nach Steuer (Mehrertragsrechnung)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne Förderung
0
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
-10.000
Steuersatz: [%]
in allen Varianten
Leerstand in unsanierten
Zustand: 3 [%]
Nettomiete vor Sanierung:
5,89 [€/(m²Mon)]
ortsübliche Vergleichsmiete:
5,89 [€/(m²Mon)]
Teuerung Mieten (nominal): 3
-20.000
[Euro]
-30.000
-35.222
-40.000
-50.000
Leerstand nach Sanierung
KfW 130: 1 [%]
KfW100: 1 [%]
KfW055: 1 [%]
KfW085: 1 [%]
-49.261
-60.000
-63.074
-67.147
-70.000
Nettomiete nach Sanierung
(Rechenwerte)
KfW 130: 6,38 [€/(m²Mon)]
KfW100: 6,67 [€/(m²Mon)]
KfW055: 6,95 [€/(m²Mon)]
KfW085: 6,82 [€/(m²Mon)]
-80.000
KfW 130
KfW100
KfW055
KfW085
Abbildung 38: Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro bei der Variante 4.
Die Berechnung der ersten Variante der Parameterstudie zeigt, dass immer noch Verluste
erwirtschaftet werden, obwohl die „Sowieso-Kosten“ auf 50% angehoben wurden. Die
Kapitalwerte ergeben Verluste zwischen 35.222,00 Euro und 67.147,00 Euro. Vergleicht man
die Kapitalwerte der beiden Varianten der „Sowieso-Kosten zeigt sich ein ähnliches
Verhältnis bei den Kapitalwerten zueinander wie bei den Kosten. Die Verluste der
Kapitalwerte sind ebenfalls um ca. 50% reduziert.
98
Die Tabelle zeigt die Kapitalwerte der beiden Kostenvarianten:
Maßnahmenpakete
Variante echte Kosten
Variante 50% Kosten
Kapitalwert (€)
Kapitalwert (€)
Paket KfW130
-69.148,00
-35.222,00
Paket KfW100
-103.187,00
-49.261,00
Paket KfW 055
-147.073,00
-67.147,00
Paket KfW 085
-135.000,00
-63.074,00
8.5.5 Variante 5:
Mieterhöhung mittels imaginärem ökologischen Mietspiegel.
Erhöhung um 1 Euro/ m² Kaltmiete auf 6,89 €/ m²
i = 2,1 % aus Zinsbelastung
Kapitalw ert nach Steuer (Mehrertragsrechnung)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne Förderung
80.000
70.000
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
65.488
Steuersatz: [%]
60.000
in allen Varianten
Leerstand in unsanierten
Zustand: 3 [%]
Nettomiete vor Sanierung:
5,89 [€/(m²Mon)]
ortsübliche Vergleichsmiete:
6,89 [€/(m²Mon)]
Teuerung Mieten (nominal): 3
50.000
40.000
30.000
[Euro]
25.898
20.000
Leerstand nach Sanierung
KfW 130: 1 [%]
KfW100: 1 [%]
KfW055: 1 [%]
KfW085: 1 [%]
10.000
0
-10.000
-9.516
-20.000
-25.260
-30.000
KfW 130
KfW100
KfW055
Nettomiete nach Sanierung
(Rechenwerte)
KfW 130: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW100: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW055: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW085: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW085
Abbildung 39: Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro bei der Variante 5.
99
Das Ergebnis dieser Parametervariante ist erstaunlich positiv. Während die „Sowieso-Kosten“
mit den echten 21.074,00 € im Verhältnis zu den Gesamtkosten gering ausfallen, führt die
nachhaltige Mieterhöhung um 1 Euro pro Quadratmeter schon zu Gewinnen bei den beiden
ersten Paketen und leichten Verlusten bei den beiden anderen . Es entstehen Werte zwischen
65.488,00 Euro Gewinn und 25.260,00 € Verlust.
Die Tabelle zeigt den Vergleich der beiden Varianten der Mieterhöhung:
Maßnahmenpakete
Variante Mieterhöhung
Variante Mieterhöhung
11% Zuschlag
Kapitalwert (€)
1 Euro Kaltmiete
Kapitalwert (€)
Paket KfW-130
-23.467,00
+65.488,00
Paket KfW-100
-18.608,00
+26.898,00
Paket KfW-055
+3.540,00
-25.260,00
Paket KfW-085
-4.547,00
-9.516,00
Während die beiden teuren Pakete KfW-055 und KfW-085 einen schlechteren Kapitalwert
ausweisen, ist bei den beiden günstigeren Pakete KfW-130 und KfW-100 der Kapitalwert von
negativ nach deutlich positiv gesprungen. Die im Verhältnis geringeren Kosten lassen sich
eher durch den geringen Mietaufschlag refinanzieren, als die hohen Kosten der
umfangreicheren Pakete. Allerdings dürfte die Mieterhöhung von einem Euro auf 6,89 €/m²
auch problemlos zu realisieren sein, während der 11 % Modernisierungszuschlag auf
7,82 €
- 9,42 € pro m² je Paket nicht durchsetzbar scheint.
100
8.5.6 Variante 6:
Mieterhöhung mittels imaginärem ökologischen Mietspiegel.
Erhöhung um 1 Euro/ m² Kaltmiete auf 6,89 €/ m²
„Sowieso-Kosten“ angehoben auf 50% der Gesamtkosten.
i = 6 % aus Zins und Tilgung
Kapitalw ert nach Steuer (Mehrertragsrechnung)
Projekt: Schillerstraße 36
ohne Förderung
45.000
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 6 %/a
41.177
40.000
Steuersatz: [%]
35.000
in allen Varianten
Leerstand in unsanierten
Zustand: 3 [%]
Nettomiete vor Sanierung: 5,89
[€/(m²Mon)]
ortsübliche Vergleichsmiete:
6,89 [€/(m²Mon)]
Teuerung Mieten (nominal): 3
30.000
25.000
21.587
[Euro]
20.000
15.000
10.000
4.173
5.000
Nettomiete nach Sanierung
(Rechenwerte)
KfW 130: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW100: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW055: 6,89 [€/(m²Mon)]
KfW085: 6,89 [€/(m²Mon)]
0
-5.000
-3.571
-10.000
KfW 130
KfW100
KfW055
Leerstand nach Sanierung
KfW 130: 1 [%]
KfW100: 1 [%]
KfW055: 1 [%]
KfW085: 1 [%]
KfW085
Abbildung 40: Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro bei der Variante 5.
Die Berechnung dieser Variante zeigt fast ausschließlich positive Ergebnisse. Es sind
Kapitalwerte von 41.147,00 € Gewinn bis 3.571,00 € Verlust entstanden. Damit kann nun die
gesamte Annuität aus Zins und Tilgung refinanziert werden.
101
Ein Vergleich der beiden Varianten mit einer nachhaltigen Mieterhöhung zeigt, dass die
Erhöhung der „Sowieso-Kosten“ sich gegen die Erhöhung der Annuität fast ausgeglichen
verhält, lediglich das Paket KfW055 weicht in etwas größerem Maße ab.
Die Tabelle zeigt den Vergleich der beiden Varianten mit nachhaltiger Mieterhöhung und
unterschiedlichen „Sowieso-Kosten“:
Maßnahmenpakete
Variante Mieterhöhung Variante Mieterhöhung
1 Euro Kaltmiete
i = 2,1 %
reale „Sowieso Kosten“
Kapitalwert (€)
1 Euro Kaltmiete;
i = 6%;
50% „Sowieso-Kosten“
Kapitalwert (€)
Paket KfW130
+65.488,00
+41.177,00
Paket KfW100
+26.898,00
+21.587,00
Paket KfW 055
-25.260,00
-3.571,00
Paket KfW 085
-9.516,00
+4.173,00
8.6. Auswirkung der Wahl der Mieterhöhung
Obwohl die Kaltmiete nur um 1 Euro pro Quadratmeter erhöht wurde, sind die Kapitalwerte
deutlich positiver als bei der Erhöhung durch den Modernisierungszuschlag. Das liegt daran,
dass der Modernisierungszuschlag von 11% die Miete zwar schlagartig erhöht, sie danach
aber auf diesem Niveau stagniert, bis die ortsübliche Vergleichsmiete im Laufe der Jahre
wieder auf dieselbe Höhe herangewachsen ist. Voraussetzung dafür ist, dass in der Tat die
ortsübliche Vergleichsmiete regelmäßig steigt. Beim Erreichen des Niveaus ist der Zuschlag
„aufgezehrt“ und es ist keine Differenz mehr zur der Vergleichsmiete vorhanden.
Die Mieterhöhung durch die Erhöhung der Kaltmiete ist nachhaltiger und wird durch
zukünftige reguläre Mietsteigerungen nicht aufgezehrt.
Betrachtet man die Flächen zwischen den Kurven der alten Miete und der neuen Miete als
Modernisierungszuschlag oder Kaltmietenerhöhung, zeigt sich die Situation. Während bei
dem Zuschlag nur ein kurzfristiges Dreieck für die Finanzierung zur Verfügung steht, ist bei
der Erhöhung der Kaltmiete eine zwar schmalere, aber dafür langfristige und nachhaltige
Fläche zur Verfügung.
102
So kann mit einem geringeren Mietaufschlag, der dafür aber dauerhaft wirkt und von den
Mietern eher akzeptiert wird, viel nachhaltiger und ausreichender gewirtschaftet werden.
In der folgenden Abbildung ist die Fläche der nachhaltig erhöhten Miete zwischen den beiden
Linien dargestellt:
Miete im Zeitverlauf
Projekt: Schillerstraße 36
14,75
14,50
14,25
14,00
13,75
13,50
13,25
13,00
12,75
12,50
12,25
12,00
11,75
11,50
11,25
11,00
10,75
10,50
10,25
10,00
9,75
9,50
9,25
9,00
8,75
8,50
8,25
8,00
7,75
7,50
7,25
7,00
6,75
6,50
6,25
6,00
5,75
5,50
5,25
5,00
4,75
4,50
4,25
4,00
3,75
3,50
3,25
3,00
2,75
2,50
2,25
2,00
Nettomiete [Euro/(m²Mon)]
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
alte Miete
ortsübliche
Vergleichsmiete
neue Miete Variante
KfW 130
neue Miete Variante
KfW100
neue Miete Variante
KfW055
25
23
21
19
17
15
13
11
9
7
5
3
1
neue Miete Variante
KfW085
Jahr [a]
Abbildung 41 zeigt den Verlauf der alten Miete und der nachhaltig erhöhten Kaltmieten aller
Maßnahmenpakete
103
Hierzu im Vergleich zeigt die folgende Abbildung die Fläche eines ModernisierungsZuschlages:
Miete im Zeitverlauf
Projekt: Schillerstraße 36
12,50
12,25
12,00
11,75
11,50
11,25
11,00
10,75
10,50
10,25
10,00
9,75
9,50
9,25
9,00
8,75
8,50
8,25
8,00
7,75
7,50
7,25
7,00
6,75
6,50
6,25
6,00
5,75
5,50
5,25
5,00
4,75
4,50
4,25
4,00
3,75
3,50
3,25
3,00
2,75
2,50
2,25
2,00
Betrachtungszeitraum 25 a
Kalkulationszins 2,1 %/a
alte Miete
neue Miete Variante
KfW 130
neue Miete Variante
KfW100
neue Miete Variante
KfW055
25
23
21
19
Jahr [a]
17
15
13
11
9
7
5
neue Miete Variante
KfW085
3
1
Nettomiete [Euro/(m²Mon)]
ortsübliche
Vergleichsmiete
Abbildung 42 zeigt den Verlauf der alten Miete = ortsübliche Vergleichsmiete und die je nach
Maßnahmenpaket verschiedenen Modernisierungszuschläge.
104
9. Fazit
Das Erreichen der vorgegebenen Werte der EnEv2009 oder eines noch besseren energetischen
Zustands erfordert umfangreiche bauliche Maßnahmen, die nur mit einem hohen
Kostenaufwand zu realisieren sind.
Die Betrachtung der Kostenseite zeigt, dass eine Sanierung umso wirtschaftlicher wird, je
schlechter der Allgemeinzustand eines Gebäudes ist. Denn so lassen sich in den geplanten
Maßnahmen Synergieeffekte nutzen, da im Rahmen der Instandhaltung sowieso renoviert
werden müsste.
Diese „Sowieso-Kosten“ verschieben in der ökonomischen Betrachtung einen Teil des
Aufwands in den Bereich der Instandhaltung, der klassischerweise aus den Rücklagen bzw.
aus den erwirtschafteten Kaltmieten der letzten und zukünftigen Jahre finanziert wird. Der
Anteil
der
Kosten
an
der
energetischen
Sanierung
vermindert
sich,
und
die
Wirtschaftlichkeitsberechnung kommt dadurch zu einem positiveren Ergebnis.
Das führt zu der Schlussfolgerung, dass Gebäude umso schlechter im Zustand sein müssen,
damit Investoren geneigt sind, energetische Sanierungen durchzuführen. Vermieter werden
bestrebt sein, den Ist-Zustand so lange wie möglich zu erhalten, um damit zu wirtschaften.
Wichtig ist neben der Betrachtung der Kostenseite auch die Einnahmenseite, in diesem Falle
die zu erzielenden Mieten und die durch die Maßnahme mögliche Steigerung der
Mieteinnahmen.
Im Augenblick ist die gesetzliche Grundlage einer Mieterhöhung nach BGB bei einer
energetischen Modernisierung der sogenannte „Wohnwertverbesserungs-Zuschlag“, der
theoretisch eine 11% Umlage der modernisierungsbedingten Kosten erlaubt. In der Praxis ist
die volle Umlage der 11% aber oftmals nicht zu realisieren.
Wie die Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Kapitel 9 zeigen, ist dieser Zuschlag
kurzweiliger als eine Erhöhung der Kaltmiete und nicht in die normalen Mietsteigerungen
eingebunden.
105
Durch den Zuschlag wird die Miete einmal angehoben und stagniert dann auf dem Niveau, bis
die ortsübliche Vergleichsmiete wieder erreicht wird. Dieses ist wie ein „Strohfeuer“ zu
bewerten und erlaubt keine nachhaltigen und dauerhaft zu erzielenden Mehreinnahmen,
sondern nur einen kurzfristigen Einnahmenanstieg.
In einigen Städten Deutschlands, wie z.B. Darmstadt, wird mit einem ökologischen
Mietspiegel gearbeitet, d.h. bei einer energetischen Verbesserung des Gebäudes kann der
Vermieter die Kaltmiete erhöhen und erzielt dadurch im Vergleich zum kurzfristigen
Modernisierungszuschlag eine dauerhafte Mieterhöhung.
Diese Betrachtungsweise führt in der Wirtschaftlichkeitsberechnung dazu, dass die
Kapitalwerte der Investitionen viel positiver im Ergebnis sind, als bei der jetzigen
gesetzlichen Regelung der Modernisierungsumlage ohne das Vorhandensein eines
„ökologischen Mietspiegels“.
Für die Schillerstraße 36 und den in Münster vorhandenen klassischen Mietspiegel, zeigen die
Kapitalwerte und der Vergleich der annuitätischen Gewinne bzw. Verluste, dass sich das erste
Maßnahmenpaket „EnEv2009+30% / KfW-130“ am Besten darstellt. Eine Mieterhöhung
ums doppelte der eingesparten Heizkosten ist realistisch und praktisch durchführbar. Durch
die im Vergleich zu den anderen Paketen geringsten Kosten und die trotzdem mögliche
Förderung durch die KfW hat diese Variante das Beste Ergebnis.
In dem theoretischen Fall, dass die
Kaltmiete über den energetischen Faktor eines
„ökologischen Mietspiegels“ angehoben werden könnte, zeigt sich zwar immer noch das erste
Maßnahmenpaket als beste Lösung, die Kapitalwerte sind aber auch für die anderen Pakete
deutlich verbessert.
Um Vermieter dahingehend zu beeinflussen, dass sie energetische Verbesserungen am
Gebäude durchführen, sollte dieser Aspekt des „ökologischen Mietspiegels“ weiter
vorangetrieben werden und vom Gesetzgeber im Mietrecht verankert werden.
Denn nur dann, wenn ein Investor die nachhaltige Möglichkeit sieht, seinen Aufwand im
dazu passenden Zeitrahmen zu refinanzieren, wird er sich leichter zu einer Durchführung der
Maßnahmen bereit finden.
106
Während der betriebswirtschaftliche Mehrkostenansatz dazu führt, dass Gebäude je schlechter
im Zustand, umso eher saniert werden, führt die Erhöhung der Kaltmiete mittels eines
„ökologischen Mietspiegels“ dazu, dass Investoren sich zu einer energetischen Sanierung
entschließen, auch wenn das Gebäude sich noch in einem recht guten Allgemeinzustand
befindet.
Dazu ist zu bemerken, dass der Ansatz hinter der Bewertung der Maßnahmen in dieser Arbeit
rein monetärer Natur ist und nicht die Ganzheitlichkeit des Gebäudes mit allen
Nebenaspekten einer solchen energetischen Sanierung beinhaltet.
Denn neben den Kosten und Einnahmen wäre es sinnvoll, auch andere Faktoren zu
betrachten, wie z.B. die Erhöhung des Gebäudewertes, den gestiegenen Wohnkomfort nach
einer solchen Sanierung, die dadurch verbesserte Vermietbarkeit und Versicherung gegen
Mietausfall und die Absicherung gegen zukünftig steigende Energiepreise.
Investoren sollten sich von der reinen betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise lösen und
diese und weitere zusätzliche Faktoren mit einbeziehen, wenn sie über eine solche Sanierung
nachdenken. Denn Maßnahmen, die rein betriebwirtschaftlich vielleicht nicht optimal
erscheinen, werden bei ganzheitlicherer Betrachtung oftmals sinnvoller.
Unter dem Strich steht neben der Einzelbetrachtung der Wirtschaftlichkeit einer Sanierung
auch die Bewertung im gesellschaftlichen und geopolitischen Kontext, die uns alle
verpflichtet mit den knappen und endlichen Ressourcen sparsam und verantwortungsbewusst
umzugehen.
Investoren, die diesen Ansatz mit berücksichtigen und ihr Gebäude ganzheitlich und
energetisch angepasst an diese Umstände sanieren, nehmen in meinen Augen eine sinnvollere
Bewertungsposition ein, da sie auf diese Weise nachhaltiger und auch im Hinblick auf die
Vermietbarkeit besser aufgestellt sind.
Für das Gebäude Schillerstraße 36 ist mein Fazit unter diesen ganzheitlichen
Betrachtungsweise eine Kompromisslösung.
107
Denn obwohl der Allgemeinzustand vieler Bauteile eigentlich eine energetische Sanierung
unwirtschaftlich scheinen lässt, macht die Ressourcenverknappung und damit sehr
wahrscheinlich weitergehende Energiepreisverteuerung eine solche Sanierung
trotzdem
sinnvoll.
Je höher die Energiepreissteigerung in Zukunft ausfällt, umso besser fallen die Ergebnisse der
Wirtschaftlichkeitsberechnung aus.
Unter dieser, und der ebenfalls wahrscheinlichen Annahme einer in naher Zukunft
erfolgenden Änderung des Mietspiegels in einen „ökologischen Mietspiegel“ (denn einige
Städte haben ihn schon verwirklicht), ist das vierte Maßnahmenpaket EnEv2009 „Maximal“ –
KfW085 für mich die beste Lösung.
Sie hebt das Gebäude dämmtechnisch auf einen maximalen Stand, sichert es damit für die
Zukunft gegen Energiepreissteigerungen so gut wie möglich ab und garantiert dabei die
höchstmögliche Förderung.
Bei der Heizungstechnik fällt die Wahl auf eine Gas Brennwertheizung, auch wenn sie im
Hinblick auf den Primärenergiebedarf schlechter aufgestellt ist als die Pelletheizung. Sie ist
mit weniger Bau- und Lageraufwand im Gebäude verbunden und im Alltagsgebrauch eines
Mehrfamilienhauses praktikabler und wartungsärmer.
Das Haus ist damit sehr gut gerüstet für die Zukunft und beinhaltet neben einer Absicherung
gegen steigende Energiepreis auch einen verbesserten Wohnkomfort. Das führt zu einer
verbesserten Vermietbarkeit und dadurch zu einer für alle Seiten verbesserten Situation, für
den Vermieter, die Bewohner des Hauses und die Umwelt.
108
Abbildungsverzeichnis
Quellen:
[1] = Ladener H., Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus,
Ökobuch-Verlag, 2006
[2]=
Muhmann, C., Effiziente Energieversorgung nach EnEV
Technische Möglichkeiten im Alt- und Neubau, 2007
Müller Verlag
[3]=
Energieberater 8, BKI Software
[4]=
IWU, Institut für Wirtschaft und Umwelt, Darmstadt
Excel- Rechentool zur Wirtschaftlichkeitsberechnung
Abbildung 1:
Wärmebilanz des Gebäudes ( in kWh/a) im
Ist-Zustand[3]
Seite 15
Abbildung 2:
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust im
Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009.
Ist-Zustand [3]
Seite 15
Abbildung 3:
Übersicht von Wärmebrücken am Gebäude. [1]
Seite 19
Abbildung 4:
Aufbau eines Wärmedämm-Verbundsystems. [1]
Seite 21
Abbildung 5:
Aufbau einer Vorhangfassade. [1]
Seite 22
Abbildung 6:
Aufbau einer Kerndämmung. [1 ]
Seite 24
Abbildung 7:
Aufbau einer I nnendämmung. [1]
Seite 25
Abbildung 8
Aufbau einer Zwischen-Sparren-Dämmung. [1]
Seite 26
Abbildung 9:
Aufbau einer Auf-Sparren-Dämmung [1]
Seite 27
Abbildung 10:
Aufbau einer Unter-Sparren-Dämmung. [1]
Seite 28
Abbildung 11:
Aufbau einer Dämmung der obersten Geschossdecke. [1] Seite 29
Abbildung 12:
Aufbau einer Dämmung der Kellerdecke von unten. [1]
Seite 30
Abbildung 13:
Aufbau einer Perimeterdämmung mit eingebautem
Lichtschacht.
Seite 31
Abbildung 14:
Funktionsweise eines Brennwertkessels. [2]
Seite 35
109
Abbildung 15:
Funktionsweise der 2 Arten von Lüftungsanlagen. [3]
Seite 36
Abbildung 16:
Thermische Solaranlage integriert in einen
Heizkreislauf. [2]
Seite 37
Vergleich zwischen einem Klein - BHKW und einer
klassischen Versorgung durch einen Heizkessel und
ein Großkraftwerk. [2]
Seite 40
Abbildung 18:
Funktionsweise einer Wärmepumpe. [2]
Seite 41
Abbildung 19:
Wärmebilanz des Gebäudes (kWh/a)
beim Paket EnEV+30%. [3]
Seite 48
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009.
bei Paket EnEV+30%. [3]
Seite 48
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009
im Ist- Zustand [3]
Seite 48
Wärmebilanz des Gebäudes (kWh/a)
beim Paket EnEV2009. [3]
Seite 51
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009
beim Paket EnEV2009.[3]
Seite 52
Abbildung 17:
Abbildung 20:
Abbildung 21:
Abbildung 22:
Abbildung 23:
Abbildung 24:
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009
beim Ist-Zustand.
Abbildung 25:
Wärmebilanz des Gebäudes (kWh/a) beim Paket
„Maximal“ (Pellets). [3]
Seite 55
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009
beim Paket „Maximal“ (Pellets). [3]
Seite 55
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009
im Ist-Zustand. [3]
Seite 56
Wärmebilanz des Gebäudes (in kWh/a) beim Paket
„Maximal“ (Gasheizung). [3]
Seite 57
Abbildung 26:
Abbildung 27:
Abbildung 28:
Abbildung 29:
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEV 2009
beim Paket „Maximal“ (Gasheizung). [3]
Seite 52
Seite 57
110
Abbildung 30:
Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust
im Verhältnis zum zulässigen Richtwert der EnEv 2009
im Ist-Zustand. [3]
Seite 57
Abbildung 31:
Annuitätischer Gewinn/Verlust in Euro/a bei der
Variante 1. [4]
Seite 90
Abbildung 32:
Annuitätischer Gewinn/Verlust in Euro/a bei der
Variante 2 [4]
Seite 91
Abbildung 33:
Annuitätischer Gewinn /Verlust in Euro/a bei der
Variante 3. [4]
Seite 92
Abbildung 34:
Annuitätischer Gewinn /Verlust in Euro/a bei der
Variante 4. [4]
Seite 93
Abbildung 35:
Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro
bei der Variante 1. [4]
Seite 94
Abbildung 36:
Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro
bei der Variante 2. [4]
Seite 95
Abbildung 37:
Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro
bei der Variante 3. [4]
Seite 96
Abbildung 38:
Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro
bei der Variante 4. [4]
Seite 98
Abbildung 39:
Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro
bei der Variante 5. [4]
Seite 99
Abbildung 40:
Kapitalwert der Maßnahmenpakete in Euro
bei der Variante 6. [4]
Seite 101
Abbildung 41
Verlauf der alten Miete und der nachhaltig erhöhten
Kaltmieten aller Maßnahmenpakete. [4]
Seite 103
Abbildung 42
Verlauf der alten Miete = ortsübliche Vergleichsmiete
Seite 104
und Verlauf der je nach Maßnahmenpaket verschiedenen
Modernisierungszuschläge.
111
Quellenangabe und Literaturverzeichnis:
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