Kissing, Meißen, Kasachstan Reichlich für Biog

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DIENSTAG, 25. AUGUST 2009
NUMMER 194
Kissing,
Meißen,
Kasachstan
Menschen & Märkte
FRIEDBERG
Studienkreis gibt Tipps
zu guten Spielen
Wer zu Hause bleibt und die Ferientage sinnvoll gestalten will, ist mit
einem spannenden und witzigen Gesellschaftsspiel gut beraten. Umso
besser, wenn man dabei auch noch
etwas lernen kann. Der Studienkreis Friedberg hat jetzt im Internet
unter http://friedberg.nachhilfe.de einen Katalog mit preisgekrönten Lernspielen veröffentlicht. Darin werden 20 Spiele vorgestellt, die den Deutschen Lernspielpreis erhalten haben oder nominiert waren. Ebenfalls enthalten
ist die aktuelle Nominiertenliste für
2009. „Für jedes Alter ist etwas
dabei“, sagt Studienkreisleiterin Ursula Hagen-Hannamann. So findet
sich neben dem Feuerwehrspiel für
Vorschüler zum Beispiel eine Gesundheitsrallye für Grundschulkinder und ein verrücktes Quiz für ältere Schüler, die nicht nur den Kindern viel Spaß garantieren.
Mauerfall Nach der Wende wagte
Heinz Arnold den Sprung nach Sachsen und
erschließt von dort aus neue Märkte im Osten
VON MANUELA RIEGER
Kissing/Meißen Kurz nach dem
Mauerfall gründete die Kissing Arnold AG mit zwei Mitarbeitern eine
neue Niederlassung in Meißen. 19
Jahre später kann sich das Ergebnis
sehen lassen. Inzwischen hat das Ingenieurbüro für alle Bereiche des
Bauwesens drei Standorte in Sachsen mit insgesamt 20 Mitarbeitern.
Holm Danneberg arbeitete 1990
in der Meliorationsgesellschaft Meißen Doch als die Genossenschaft
aufgelassen wurde, war dem Ingenieur schnell klar: Ein westdeutscher Gesellschafter musste einsteigen mit dem nötigen Know-how.
Danneberg reiste in die alten Bun-
„Wachstum bedeutet für
uns auch, Ausbildungsund Arbeitsplätze zu
schaffen sowie
Aufträge an hier
ansässige Unternehmen zu vergeben.“
Heinz Arnold
desländer, um sich Ingenieurbüros
anzusehen. Fündig wurde er in Kissing, da sich der Tätigkeitsbereich
der Arnold Consult AG mit den Interessen der Suchenden deckte.
Konditionen wurden ausgehandelt
und das Kissinger Ingenieurbüro
machte sich auf nach Meißen. Später
folgten Büros in Oelsnitz und Marienberg.
Einfach war es nicht, so Heinz
Arnold, „mussten wir doch mit
schlechten Straßen und Unterkünften kämpfen; das Essen war anfangs
auch nicht nach unserem Geschmack“, erinnert sich der 63-jährige Vorstandsvorsitzende der Arnold AG. Das Inventar des Büros
war hoffnungslos veraltet, nicht einmal ein Fax gab es. Und doch möchte der Firmeninhaber diese 20 Jahre
nicht missen, trotz manch schlechter
Erinnerungen.
„Wir haben uns in Ostdeutschland als kompetenter Partner Ansehen verschafft“, freut sich Heinz
Arnold. Sein Ziel ist es, die Position
als wichtiger regionaler Dienstleister weiter zu stärken. Zudem ist er
sich der Verantwortung für die Region bewusst.
Der Schwerpunkt
liegt beim Tiefbau
Wachstumschancen verspricht sich
das Unternehmen in einer verstärkten Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern und Industrieunternehmen. Als Schwerpunkt seiner
AG nennt Arnold die Dienstleistungen im Bereich Tiefbau, der 80 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet.
Doch die Arnold Consult AG agiert
nicht nur im Inland, sondern ist international präsent. So wird in Kasachstan langfristig für die Wasserversorgung geplant. Derzeit baut
die AG an einer 250 Kilometer langen Trinkwasserleitung mit Wasseraufbereitung und einer Zwischenpumpstation von 80 000 Kubikmeter Inhalt.
Qualität sei sein Schlüssel zum
Erfolg, erklärt Arnold, der für Bauherren alle Planungsleistungen aus
einer Hand anbietet. Darauf ist der
Unternehmer aus Kissing stolz.
Noch dazu habe er alles aus eigener
Kraft geschafft – ohne staatliche
Subventionen.
Lediglich
das
Grundstück mit heruntergekommenen Schloss in der Erzgebirgsstadt
Oelsnitz hat er relativ günstig bekommen, mit der Maßgabe zu investieren und zu renovieren. Jeden
Euro, den Heinz Arnold verdiente,
hat er sofort in sein Unternehmen
gesteckt.
Adelheid Müller und Jens Scharf sind seit
der Gründung 1992 in Oelsnitz bei der
Arnold Consult AG. Foto: Manuela Rieger
Arnold Consult AG
● Teamarbeit Heinz Arnold setzt auf
Teamarbeit und hat darum die Aktiengesellschaft als Rechtsform für sein
Büro gewählt, um Mitarbeiter unbürokratisch am Unternehmen beteiligen
zu können.
● Geschäftsfelder Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf Wasser- und
Abfallwirtschaft, Städte- und Verkehrswegebau, Landschaftsplanung, Ingenieurbau und Architektur.
● Mitarbeiter Die insgesamt 67 Mitarbeiter sind Hydrologen und Hy-
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Wirtschaft im Wittelsbacher Land
drauliker, Architekten und Bauingenieure, Verkehrsplaner und Techniker, Wasserwirtschaftsingenieure.
● Kunden Zu den Kunden des Unternehmens zählen Länder und Kommunen, Stadtwerke, Trink- und Abwasserzweckverbände sowie Industrieunternehmen.
● Standorte Arnold Consult unterhält
Büros in Kissing, Augsburg, Meißen,
Oelsnitz und Marienberg.
● Umsatz Der Jahresumsatz liegt bei
4,2 Millionen Euro. (riem)
AICHACH
88 Maissorten konnten die gut 300 Besucher der 9. Maissortenschau der Pöttmeser Firma Eitelhuber bei Weidorf besichtigen.
Mehr als 20 Sorten sind speziell für die Energiegewinnung in Biogasanlagen vorgesehen.
Fotos: Johann Eibl
Reichlich Nachschub
für Biogasanlagen
Maisschau Diese Frucht dient immer öfter zur Erzeugung von Energie.
Vorzüge und Nachteile von 88 Sorten werden angesprochen
VON JOHANN EIBL
Pöttmes/Ehekirchen-Weidorf
Der
Maisanbau in unserer Gegend wird
für die Biogasanlagen immer wichtiger. Diesen Eindruck konnten rund
300 Besucher der 9. Maissortenschau der Firma Eitelhuber in Pöttmes gewinnen. Auf dem Versuchsgelände von Johann Buchhart nahe
Weidorf erhielten sie Informationen
über 88 Sorten, nicht weniger als 20
von ihnen sind speziell für die Gewinnung von Energie in Form von
Biogasanlagen vorgesehen.
In ähnlicher Weise äußerte sich
auch Wendelin Kranz vom Veranstalter: „Bei den vielen Biogasanlagen hier bietet sich Maisanbau geradezu an.“ 2007 hatte man sich ebenfalls aus diesem Anlass auf dem Feld
getroffen. Eigentlich sollte die
Frucht nur alle drei Jahre auf der
gleichen Fläche angebaut werden.
Aber weil sie hier ganz offensichtlich besonders gut gedeiht, hat sich
dieser Landwirt im kürzeren Abstand schon wieder dafür entschieden.
Nach der Feldführung
ins Gasthaus
Am 16. April wurde der Mais in der
Nähe der Aumühle ausgesät. In der
Zwischenzeit hat er längst eine stattliche Höhe von über zwei Metern
erreicht. Die Fachleute, die den
vier Gruppen Informationen zu
vielen Aspekten lieferten, verteilten zum Teil hohes Lob („Eine Supersorte, die sollt ihr euch merken.“), daneben gab es aber auch
kritische Anmerkungen. Etwa in
der Form: „Da hätten wir uns mehr
erwartet.“ Die Landwirte machten
sich Notizen, um gerüstet zu sein für
die Bestellung des nächsten Saatgutes. In einem Fall trug die Sorte keinen richtigen Namen wie zum Beispiel Subito, Isora oder Fernandez,
sondern
hieß
ganz
einfach
„Stamm“. Das bedeutet: Hier ist das
Prüfverfahren, das auch negativ enden könnte, noch nicht abgeschlossen.
Nach dieser Führung über das
Feld, das südlich der Straße von
Walda nach Weidorf liegt, ging es
weiter im Gasthaus Daferner in
Schönesberg. Dort trafen sich über
200 Landwirte zum gemütlichen
Teil, zu dem neben einem Essen
auch eine Verlosung von Preisen gehörte.
Bei dieser Veranstaltung stand
wie üblich der Mais mit seinen vielen Facetten im Mittelpunkt. Daneben ging es zumindest am Rande
auch um die Möglichkeit, wie man
ihn ernten kann. Beispielsweise mithilfe eines hochmodernen Häcklers,
der ebenfalls zu begutachten war.
Imposant der Preis dieses Geräts
(300 000 Euro plus Steuer), mit
dem man auch Gras
ernten
Sieben
Reihen
Mais lassen sich mit diesem Häcksler auf einmal umlegen.
kann, und auch seine Schnittbreite
von 7,50 Meter. Damit lassen sich
bei einer Fahrt gleich sieben Reihen
umlegen. In sechs Jahren – so die
Kalkulation – soll das Ungetüm – die
Vorderräder weisen die Höhe eines
Erwachsenen auf – bezahlt sein und
in zehn Jahren Platz machen für die
nächste Generation.
Geschulte Babysitter
mit Zertifikat
Neun junge Mitarbeiter der Frauenheilpraxis „Alles Rund“ um Geburt, Wochenbett, erstes Lebensjahr und Frauengesundheit in
Klingen haben laut einer Mitteilung
eine Ausbildung zum zertifizierten
Baby- und Kindersitter absolviert.
Praxisinhaberin und Hebamme
Claudia Zanker-Belz und Margita
Hennig, Kinderkrankenschwester
und zertifizierte Kursleiterin für
Babymassage, Baby- und Spielschwimmen, schulten sie in Babyund Kinderhandling. Zudem absolvierten die Babysitter beim BRK
Aichach eine Ausbildung zur Notfallsituationsbewältigung im Babyund Kleinkindalter.
O Babysitterdienst Margita Hennig, Telefon 0 82 51/87 01 90, oder per E-Mail
[email protected].
Ein gutes Maisjahr
● Bilanz Für die Fachleute, die bei
der Maissortenschau in der Nähe
von Weidorf die Landwirte informierten, ist jetzt schon klar: 2009 wird
ein gutes Maisjahr. Begründen lässt
sich diese Aussage mit der Witterung, an der es bei dieser Frucht nicht
viel auszusetzen gab. Es ging los
bei der Aussaat Anfang, Mitte April.
Positiv war auch der viele Regen,
verbunden mit hohen Temperaturen.
Ärger aufgrund von Frost gab es
kaum, wohl aber durch schwere Gewitter mit Hagel.
● Schäden Verschiedene kleine Tiere, die dem Mais zusetzen, bereiten den Landwirten Sorgen. Von Experten war zu hören, dass die
Schädlinge immer schwerer zu
bekämpfen sind, weil sie resistenter werden.
● Ernte Ab Mitte September werden
die Felder mit den langen grünen
Stangen abgeerntet, eine Arbeit, die in der Regel spätestens
an Allerheiligen
(1. November) abgeschlossen ist.
(jeb)
Die Frauenheilpraxis in Klingen hat neun
junge Mitarbeiter zu Baby- und Kindersittern geschult.
Foto: privat
AICHACH
„Darf ich bitten?“ läuft in
der Reihe „Cinema Classic“
Der Film „Darf ich bitten?“ läuft im
August in der Reihe „Cinema
Classic“ in Aichach am Mittwoch,
26. August, im Kino Cineplex. Beginn ist um 20 Uhr. Die Kulturszene
veranstaltet jeden Monat eine Abstimmung, bei der drei Filme zur
Auswahl stehen. Der Film mit den
meisten Stimmen wird dann gespielt. Unter den Teilnehmern
werden stets Eintrittskarten verlost.
Diesmal haben gewonnen: Elfriede
Schmidt, Ulrike Fischer-Mayerle,
Margarethe Wünsch, Nicolas
Böckhoff aus Aichach und Stefan
Gerstner aus Igenhausen. (kde)
KÜHBACH
Patentstreit um Wärmedämmziegel beigelegt
Schlagmann Baustoffwerke Nach elf Jahren endet Rechtsstreit vor Bundespatentgericht
Aichach/Zeilarn l AN l In einem fast
elf Jahre dauernden Rechtsstreit erkämpften sich die Schlagmann Baustoffwerke, die auch ein Ziegelwerk
in Aichach betreiben, das Patent für
Wärmedämmziegel. Der Einspruch
von Mitbewerbern wurde vom 6.
Senat des Bundespatentgerichtes in
München endgültig abgelehnt.
Das
Baustoffunternehmen
Schlagmann mit Sitz im niederbayerischen Zeilarn (Landkreis Rottal/
Inn) betreibt sechs Ziegelwerke an
fünf Standorten in Bayern, darunter
seit 2003 auch das ehemalige Ziegelwerk Renz im Aichacher Stadtteil
Oberbernbach. Das Unternehmen
versah erstmals 1998 Ziegel mit einem Dämmkern. Der Grund dafür
war, dass beim Bauen mit herkömmlichen Ziegeln die erforderlichen Wärmeschutzwerte, die bereits die damalige Wärmeschutzverordnung WSchV 95 (jetzt EnEV genannt) forderte, nur mehr
schwer zu erreichen waren. Die Idee ist, die
Kammern massiver
Ziegel werkseitig mit
Perlit, einem natürlichen
mineralischen
Vulkangestein, auszufüllen. Der Kern aus
Perlit verhilft dem Ziegel seit-
dem zu hohen Wärmedämmeigenschaften. Eine zusätzliche Dämmung der Außenwand ist nicht
mehr nötig. Schlagmann meldete am
19. Februar 1998 den Wärmedämmziegel zum Patent an.
Viele Ziegelhersteller sind mittlerweile auf diesen Zug aufgesprungen und produzieren mehr
oder weniger ähnliche Produkte. Bei
Schlagmann schätzt
man, dass mittlerweile jedes zweite EinfaDer (jetzt) patentierte
Ziegelstein des Anstoßes.
milienhaus mit verfüllten Wärmedämmziegeln gebaut wird. Mit steigender Tendenz, da die verschärften Wärmeschutzanforderungen der
Energieeinsparverordnung EnEV
2009, die am 1. Oktober in Kraft
tritt, nur mehr mit Außenwänden
dieser Ziegel-Generation erreicht
werden können, so Schlagmann.
2004 legten Mitbewerber, die
ebenfalls ein Nachahmerprodukt
herstellen, Einspruch gegen das Patent ein. Endgültig wurde nun vom
6. Senat des Bundespatentgerichtes
in München der Einspruch abgelehnt und das Patent den Schlagmann Baustoffwerken erteilt. Das
Patent erstreckt sich auf alle Ziegelprodukte, deren Verfüllkanäle mit
einem Wärmedämmmaterial, egal
welcher Art, ausgestattet sind. Zusammen mit den Patentanwälten
will die Geschäftsleitung der Schlagmann Baustoffwerke in den nächsten Wochen beraten, wie man den
Patentverletzungen der letzten Jahre entgegentritt.
Laborleiter und Miterfinder Dr.
Manfred Bauer zeigt sich erleichtert: „Die elf Jahre Warten und
Kämpfen für das Patent haben sich
endlich gelohnt. Das Bundespatentgericht hat unsere Pionierleistung
vollständig anerkannt.“
Seltene Handwerkskunst
für Küha gesucht
Zur vierten Künstler- und Kunsthandwerkerausstellung (Küha)
lädt der Förderverein der Freunde
und Gönner der Volksschule Kühbach, die Brücke, am Samstag, 24.
Oktober, von 14 bis 18 Uhr und
Sonntag, 25. Oktober, von 10 bis 18
Uhr in die Aula der Volksschule
Kühbach ein. Bisher sind laut den
Veranstaltern 41 Anmeldungen
eingegangen. Noch werden Aussteller mit seltener Handwerkskunst
wie Holzschuhmacher, Besenbinder, Rechenmacher, Wollspinner
oder Korbflechter sowie zwei Oldtimer-Bulldogs gesucht. (mar-)
O
Anmeldung bei Manfred Martin,
Telefon (0 82 51) 27 37.
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