Plan Ecuador Beschreibung der aktuellen Entwicklung in Cotopaxi

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Plan Ecuador
Plan
gibt Kindam eine Chonce
Beschreibung der aktuellen Entwicklung in Cotopaxi - Finanzjahr 2012
ln diesem Jahresbericht stellen wir Ihnen Plans Arbeit in Cotopaxi vor, dem Programmgebiet, in dem Ihr
Patenkind lebt. Wir möchten Sie über einige der Projekte informieren, die Sie mit Ihren Patenschaftsbeiträgen
ermöglichen. Der Bericht wurde von Plan-Mitarbeitern mit Hilfe der Kinder aus Cotopaxi verfasst. Vielen Dank
für Ihre Patenschaft bei Plan!
Hier sind einige wichtige Informationen zu diesem Gebiet:
Gesamte Einwohnerzahl
Gesamtzahl der Frauen
Gesamtzahl der Kinder
Einwohner in ländlichen Gebieten
Sterberate bei Kindern im ersten
Lebensmonat
Sterberate bei Müttern bei der Geburt
Mädchen und Jungen zwischen 5 und 14
Jahren, die nicht zur Schule gehen
Frauen aus der indigenen Bevölkerung,
die Gewalt erleiden mussten
409.205
210.580
16.024
29%
5 % aller 1.000
Lebendgeburten
117 von 100.000
3%
63 ,2 %
Nach dem gemeinsamen Betrachten dieser Statistiken haben Plan und die Kinder und Familien beschlossen,
die in diesem Bericht beschriebenen Projekte mit Vorrang durchzuführen.
Verringerung der Sterberate
Plan und das interinstitutionelle und interkulturelle Gesund­
heitsnetzwerk haben es ermöglicht, die Sterberate bei Neuge­
borenen und Frauen während der Schwangerschaft, bei und
nach Geburt zu reduzieren. Dies wurde erreicht durch
vielfältige Schulungen, durchgeführt von Gesundheits­
personal, Hebammen und männlichen Geburtshelfern, über
Themen zu Geburt und nachgeburtlicher grundlegender
Kindspflege. Dabei wurden das Wissen und die Traditionen
der indigenen Bevölkerung beachtet, wie z. B. die Geburt im
Knien, eine in vielen indigenen Gemeinden praktizierte
Geburts-Praktik.
Praktisches Training für Hebammen
Plan unterstütze im Gesundheitsnetzwerk Schulungen von 80 Hebammen und männlichen Geburtshelfern. Sie
lernten, Anzeichen von Gefahren bei Neugeborenen sowie den Müttern während der Schwangerschaft, bei
und nach der Geburt zu erkennen und die Frauen und Neugeborenen zum Gesundheitszentrum zu schicken.
Heutzutage sind Hebammen und Geburtshelfer akzeptiert und Teil des Gesundheitssystems, ein Ergebnis des
offenen Austauschs zwischen 40 westlichen und traditionellen Gesundheitshelfern. In den Gesundheitszentren
gibt es jetzt eine größere Akzeptanz traditioneller Behandlungen.
Plan hat gemeinsam mit Entscheidungsträgern, Mitarbeiter der Gesundheitszentren und Frauengruppen einen
Geburtshilfe-Notfall-Plan erstellt. Dieser beschreibt die im Notfall zu erfolgenden Handlungen und motiviert
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Frauen, medizinische Hilfe aufzusuchen und ihre Neugeborenen innerhalb der ersten 72 Lebensstunden in ein
Gesundheitszentrum zu bringen.
Diese Themen werden in einer wöchentlichen Radio-Sendung namens „Für Gesundheit und Leben“ ange­
sprochen, an der Gesundheitsfachkräfte, weibliche und männliche Entscheidungsträger, Hebammen und
Geburtshelfer teilnehmen. Die von Plan mit dem Gesundheitsnetzwerk entwickelten Radio-Sendungen in der
regionalen Sprache (Kichwa) werden von sechs Radiostationen ausgestrahlt. Im letzten Jahr ging so die die
Zahl der Todesfälle bei Neugeborenen von 15 auf 8 zurück'.
„M eine Aufgabe ist es, Schwangere zu besuchen, Babys
au f die W elt zu helfen und Neugeborene zu untersuchen. W ir üben hier; um Todesfälle von M üttern und
Kindern zu verhindern. " - Maria Nicolasa, 46, Hebamme.
während des Trainings
Trotz einiger Einschränkungen aufgrund des Ausbildungs­
standes der Hebammen und Geburtshelfer waren sie die
Basis für den Erfolg des Projekts und sind das Verbindungs­
glied zwischen dem Gesundheitsdienst und den Schwan­
geren.
Bei einer von einer Gesundheitsfachkraft
geleiteten Schulung
Frauen denken um
Die Frauengruppe Nueva Esperanza (Neue Hoffnung)
fördert ein stärkeres Selbstbewusstsein der Frauen. Sie
sehen die Ausgangssituation, die durch Misshandlung,
Armut, Diskriminierung und Analphabetismus geprägt ist,
als einen Grund, über ihre Realität nachzudenken, sie zu
verstehen und für ihre Veränderung zu kämpfen.
39 Frauen gründeten einen Spar- und Kreditverein, von
ihnen selbst geplant, gestaltet und verwaltet. Derzeit sind
es schon 62 Mitglieder im Alter von 18 bis 67 Jahren. Sie
sparen kleine Beträge an und geben daraus Kredite an
Frauen und Männer, Zinsen gehen an die Mitglieder.
Kredite werden gewährt für Investitionen in Produktion.
Kauf von Tieren, Kauf von Schulmaterial und sogar für den
Kauf von Land und den Ausbau der Häuser.
Während einer Sitzung der Spar- und Kredit
Kooperative
Geldverleih war in den Gebieten der indigenen Bevölkerung bisher
keine Tätigkeit für Frauen. Der Erfolg des Projekts hat geholfen, die
Verhältnisse umzukehren.
J e t z t bitten die Männer die Frauen um Gefallen“ bem erkt
Juana m it einem breiten Lächeln.
Plan unterstütze die Frauengruppen mit der Durchführung von
24 Workshops zu Themen wie Finanzen. Buchhaltung,
Frauenrechten. Gleichberechtigung der Geschlechter, Kinder­
rechten, Organisation, Ernährung und Gesundheit. An jedem
Workshop nahmen rund 45 Frauen teil. Weitere neue Projekte sind
die Herstellung von Armbändern zum Verkauf im In- und Ausland,
Gemüseanbau und Tierzucht. Plan schulte sie in Kleinstkreditwesen.
Qualitätskontrolle und Marketing.
1 Daten stam m en aus dem ort Sehen Gesund h w tv irrt rum
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Frauen beim Flechten von Schmuck
Durch das verbesserte Einkommen wuchs ihre finanzielle Unabhängigkeit. Sie treffen jetzt eigene
Entscheidungen. J c h muss sparen, damit ich meine Tochter aufs College schicken kann“, sagt Antonia,
die amtierende Vereinspräsidentin.
Dieses Projekt trägt dazu bei, die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern zu reduzieren. Wir haben aber
auch gelernt, dass wir die Männer beteiligen müssen, damit auch sie das Projekt als eine Chance zu einem
besseren Leben begreifen.
Schulischer Erfolg für gesunde und glückliche Kinder
Kinder, Jugendliche und Lehrer betreuen und fördern weiterhin die Gesundheitserziehung in 74 Schulen. Ihre
Aufgaben sind die Aufklärung über Hygiene, nahrhafte und vielfältige Lebensmittel, medizinische Vorsorge
und Zahnpflege, eigene Gesundheitsstandards und die Schaffung von freundlichen und sicheren Orten.
„Das Gelernte anzuwenden hält uns gesund, nicht nur in der Schule. W ir verstehen, dass auch unsere
Wohnräume sauber sein m ü sse n .G u ise lla , 11 Jahre alt, M itglied einer Gesundheitsgruppe.
In diesem Jahr hat Plan 290 Lehrer von 74 Schüler zu
Themen geschult wie Sexualität, Gleichberechtigung der
Geschlechter und Verbesserung des Verhältnisses der
Lehrer zu den Kindern und ihren Familien. Die Schulen
erhielten zwölf Computer, zwei Projektoren, ein Whiteboard, drei Spielplätze, 22 Verstärkersysteme für unterhalt­
samere Pausen mit Musik, Geschichten, Nachrichten und
Spielen. Plan ließ drei Klassenräume neu bauen und zwei
renovieren und drei Toilettengebäude errichten.
521 Mädchen und 550 Jungen wurden in Gleichberech­
tigung, Sexualkunde, dem Recht auf Schutz und körperliche
Unversehrtheit und Selbstbewusstsein unterrichtet. Jetzt
können Kinder und Lehrer eine sichere, freundliche und
gesunde Umgebung genießen.
Mit Plans Hilfe gebautes Toilettengebäude
„ W ir sind glücklich über die vielen schönen Dinge um uns herum: der Garten, Spiele, Waschräume
und die Cafeteria. Die Klassenzim m er sind sehr sauber. W ir fühlen uns lebendig, gesund, stark und
glücklich.
Per/a. 8 Jahre alt, aus der vierten Klasse.
Eine der geförderten Schulen nahm in Quito am Internationalen Kongress für Neuerungen in der Bildung teil
und stellte ihre Erfolge vor. Sie wurde als eine der drei besten Schulen des Landes aus 35 Teilnehmern
gewählt. Das ist ein großer Erfolg, gerade da sich die Schule im ländlichen Gebiet befindet. Über das Projekt
wurde im nationalen Fernsehen berichtet. Für die Serie „Meine Freunde, die Puppen" wurden drei Sendungen
zu den Themen Gesundheit und Sicherheit, Rettung der Sprache Kichwa und Ernährung aufgezeichnet.
Die koordinierte Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Bildungsministerium sowie die Beteiligung der
Kinder an allen Projekten sind die Grundlage, die die Umsetzung, die Nachhaltigkeit und den Erfolg des
Programms sicherstellt
Prioritäten für das nächste Jahr
Mit den Kindern und Familien gemeinsam wurden aus ihren
Vorschlägen die folgenden Ziele festgelegt:
•
Weitere Förderung des Unterrichts in Schulen zur
Verbesserung der Qualität und des Zugangs zu Bildung
durch das Bereitstellen von Materialien, Möbeln sowie
Training der Lehrer und durch Stipendien.
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Kinder im gesunden und sicheren
Schulumfeld
•
Stärkere Betonung des Kinderschutzes durch eine Verminderung aller Formen von Gewalt, durch den
Aufbau von Beschwerdewegen und durch Hilfestellung für staatliche Institutionen auf regionaler
Ebene.
• Förderung der Projekte zur Gleichstellung der Geschlechter, zur Stärkungder Fähigkeiten der Frauenund besonders der Mädchengruppen und zur Verhinderung von häuslicherGewalt.
Botschaft des Leiters des Projektbüros
Im vergangenen Jahr konnte das Leben der Kinder und ihrer Familien im
Programmgebiet dank Ihrer Unterstützung stark verbessert werden.
Unsere Aufgabe ist es weiterhin, an der Entwicklung der Gemeinden
unter Einbeziehung und Teilnahme der Kinder auch aus den
abgelegenen Gebieten zu arbeiten.
Wir werden außerdem unsere Zusammenarbeit mit Partnerorganisa­
tionen im Programmgebiet verstärken, um gemeinsam für das Wohl der
Kinder zu sorgen.
Vielen Dank, dass Sie unsere kindorientierte Entwicklungsarbeit
unterstützen!
Dieses Dokument wurde von ehrenamtlichen Übersetzern ins Deutsche übersetzt.
Vlnicio Cifuentes, Leiter des
Projektbüros
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