Radio- und TV-Tipps Eine Chance für mehr Teilhabe durch Technik? Freitag, 2. Juni 2017, 12.30 Uhr, 3sat, „Besonders normal“ Dauer: 30 Min. Ein Blick in die Welt hochspezialisierter Technik: An der Universität Heidelberg werden im Bereich „Experimentelle Paraplegiologie und Neurorehabilitation“ ausgefeilte Entwicklungen für Menschen mit Behinderung auf den Weg gebracht. Ob Roboter, Neuroprothese oder Elektrostimulation können den Betroffenen das Leben erleichtern. Neben vielen Individuallösungen haben es einige Erfindungen auch in den Alltag geschafft. Sind uns Behinderte egal? Freitag, 2. Juni 2017, 18.00 Uhr, ARD-alpha, „Die Frage“ Dauer: 30 Min. In dieser Jugendsendung stellt sich der Reporter Michael Bartlewski seinen Berührungsängsten. Wie die meisten Leute hat er persönlich keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderung. Das will er jetzt ändern. Er trifft Dennis, der seit einem Snowboardunfall vom Hals abwärts gelähmt ist. Dennis lässt sich nicht unterkriegen und hat gerade seinen neuen Job im Onlinemarketing einer Sportartikelfirma angetreten. Weitere Besuche führen den Reporter in eine Wohngemeinschaft für geistig behinderte Jugendliche und zu Graf Didi, einem Rapper im Rollstuhl. Sehen statt hören Samstag, 3. Juni 2017, 7.30 Uhr, NDR, Wochenmagazin für Hörgeschädigte Dauer: 30 Min. Das Fernsehmagazin informiert mit Gebärden und Untertiteln über das aktuelle Zeitgeschehen, aber auch über Themen, die besonders Menschen mit Hörbehinderungen betreffen. Diesmal berichtet die Sendung über den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Rund 1500 Menschen haben an der Demonstration „Hart gegen Barrieren“ teilgenommen. Ein weiterer Beitrag befasst sich mit den Chancen und Risiken der Partnersuche im Internet. Als meine Mutter verschwand Samstag, 3. Juni 2017, 19.00 Uhr, ONE, „Menschen hautnah“ Dauer: 45 Min. Die 28-jährige Britta macht sich auf den schwierigen Weg in die Vergangenheit. Sie war erst eineinhalb Jahre alt, als ihre Mutter während eines Urlaubs in den Wald ging und nie mehr wiederkam. Britta hat keine Erinnerungen an sie. Jahrelang erzählte man ihr, die Mutter sei an Krebs gestorben. Aber es war Suizid. Doch warum? Und wer war die Mutter eigentlich? Ein geheimnisvoller Koffer, den die Grossmutter hinterlassen hat, enthält Erinnerungen an die Mutter. Britta wagt es schliesslich, ihn zu öffnen. 01.06.2017/Stefanie Huber Grütz Lieber leben – Tobis neues Herz Sonntag, 4. Juni 2017, 17.00 Uhr, ARD-alpha, „Selbstbestimmt – die Reportage“ Dauer: 30 Min. Tobi wurde mit einem schweren Herzfehler geboren. Deshalb verbrachte er die ersten 14 Jahre seines Lebens meist im Spital. Mit einer Herztransplantation beginnt für ihn ein neues Leben, das vor ihm steht „wie ein unbezwingbares Gebirge“. Sehr klug und mit viel Sarkasmus nimmt Tobi die Aufgabe an, es zu erobern. Immer steht ihm sein Zwillingsbruder zur Seite. Er ist viel grösser, weil Tobi sich wegen seiner Krankheit nicht normal entwickeln konnte. Am 18. Geburtstag hat Tobi seinen Bruder eingeholt, nicht nur in der Körpergrösse. Der Mann unter der Brücke Sonntag, 4. Juni 2017, 21.40 Uhr, SRF 1, „Reporter“ Dauer: 30 Min. Porträt eines Menschen, der alles daran setzt, dass ihm niemand zu nahe kommt. Peter Hämmerli ist Aussenseiter aus Überzeugung. Der 65-Jährige hat vor dreizehn Jahren freiwillig ein Leben ohne Bindungen und ohne Verantwortung gewählt. Einsamkeit und Freiheit waren sein Ziel. Jetzt lebt er unter einer Brücke. Auch unter Obdachlosen ist er ein Aussenseiter. Er raucht und trinkt nicht und würde niemals betteln. Essbares sucht er sich auf der Strasse zusammen. Obwohl dieses Leben für ihn inzwischen mehr Fluch als Segen ist, schliesst er kategorisch aus, jemals wieder Teil der Gesellschaft zu werden. Die neue Gentechnik – besser, schneller, mehr davon? Dienstag, 6. Juni 2017, 21.00 Uhr, WDR, „Quarks & Co“ Dauer: 45 Min. Länger leben, genug Nahrung für alle, gesunde Kinder. An diesen Menschheitsträumen arbeiten die Gentechniker. Sie versuchen Nutzpflanzen herzustellen, die mehr Menschen ernähren können und Krankheiten zu behandeln, die bisher unheilbar waren. Mit dem neuen Instrument „CRISPR-Cas9“, einer Art Genschere, können sie direkt in das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen eingreifen und es verändern. Diese Technik ist die grosse Hoffnung von Ben, der an einer unheilbaren, tödlichen Muskelkrankheit erkrankt ist. Er setzt all seine Zuversicht in eine Gentherapie. Die Wissenschaftssendung zeigt den neuesten Forschungsstand, Chancen und Risiken der neuen Gentechnik. Wenn Behinderte zu Cyborgs werden Mittwoch, 7. Juni 2017, 9.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, „Kontext“ Dauer: 58 Min. Exoskelette, mit denen Querschnittsgelähmte wieder gehen können, „intelligente“ Armprothesen, künstliche Hände – das Angebot an modernen Prothesen ist gross. Sie erleichtern Menschen mit Behinderung das Leben, aber bringen sie Behinderung auch zum Verschwinden? Menschen mit Behinderung können durch diese neuartigen Hilfsmittel zu Cyborgs werden, zu Mischwesen von Mensch und Maschine. Werden sie damit zur Avantgarde des zukünftigen Menschen? Wie verändern diese 01.06.2017/Stefanie Huber Grütz Entwicklungen unser Bild von Behinderung? Diesen Fragen geht die Radiosendung nach. Schwangerschaft und Geburt – Gehörlos im Kreisssaal Freitag, 9. Juni 2017, 12.30 Uhr, 3sat, „Sehen statt hören“ Dauer: 30 Min. Bei einer Geburt kann viel Unvorhergesehenes passieren. Damit alles gut klappt, ist eine reibungslose Kommunikation unabdingbar. Aber wie funktioniert die Verständigung, wenn die werdende Mutter gehörlos ist? Die Sendung hat zwei gehörlose Elternpaare in den Kreisssaal begleitet. Marlene S. und Fabio D. erwarten ihr erstes Kind. Der Gynäkologe und die Hebamme haben die beiden gut vorbereitet. Da Fabio noch ein wenig hören kann, verständigt er sich mit den Ärzten und übersetzt für Marlene. Tom und Kelly S. erwarten ihr zweites Kind. Sie haben bei der Geburt eine Dolmetscherin dabei – und diese erlebt einen sehr langen und anspruchsvollen Einsatz! Leben mit Behinderung Sonntag, 11. Juni 2017, 8.00 Uhr, MDR, „Selbstbestimmt – das Magazin“ Dauer: 30 Min. Vanessa Erskine liebt es, mit dem Rollstuhl übers Spielfeld zu flitzen und den Ball schliesslich im Korb zu versenken. Weil sie für ihre Sportart Rollstuhlbasketball starke Arme braucht, trainiert sie eifrig ihre Muskelkraft. Bei den Paralympics in Rio hat sie mit der US-Nationalmannschaft schon Gold gewonnen. Damit gibt sich die ehrgeizige Sportlerin noch nicht zufrieden. Ali Lacin kam ohne Unterschenkel auf die Welt. Er wollte nie im Rollstuhl sitzen und übte schon als Kind unermüdlich, mit Prothesen zu laufen. Heute ist er einer der schnellsten Sprinter Deutschlands. . Blind ins neue Leben Sonntag, 11. Juni 2017, 17.00 Uhr, ARD-alpha, „Selbstbestimmt – die Reportage“ Dauer: 30 Min. Der 11-jährige Sayon muss sich auf ein neues Leben einstellen. Wegen einer fortschreitenden Netzhauterkrankung wird er erblinden. In der Blindenschule lernt er, mit dem weissen Stock unterwegs zu sein und Blindenschrift zu lesen. Es ist eine riesige Herausforderung für den Jungen, das Augenlicht zu verlieren und auch noch im Internat zu leben. Er vermisst seine Eltern und seinen jüngeren Bruder sehr. Zum Glück trifft er Lenka, Justin, Yasin und Serena - sie helfen ihm, sich in der Schule und in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Zoltan und seine Lebenslieder Donnerstag, 15. Juni 2017, 12.15 Uhr, BR, „Stolperstein“ Dauer: 30 Min. Zoltan Sloboda ist psychisch krank. Schon als Jugendlicher war er seelisch in Not. Als er mit Anfang zwanzig die Diagnose „Paranoide Psychose“ erhielt, folgten mehrere Aufenthalte in der Psychiatrie. Heute ist er psychisch stabil – auch dank Musik und Theater, seinen grossen Leidenschaften. Zoltan Sloboda ist Schauspieler 01.06.2017/Stefanie Huber Grütz der Theatergruppe Apropos und erhält auch immer wieder Gastrollen am renommierten TAMS Theater München. Noch wichtiger ist ihm seine Musik. In eigenen Liedern verarbeitet er Momente und Situationen seines Lebens, die ihn bis heute prägen. So entstehen raue, einfache und zugleich tief emotionale Lieder, mit denen er inzwischen auch öffentlich auftritt: Zoltans Lebenslieder. 01.06.2017/Stefanie Huber Grütz