Tirols höchster Gletscher bekommt eine neue Bergstation

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Baumschlager Hutter
Partners
Anwenderbericht
AutoCAD® Revit® Architecture
Suite
Autodesk® 3ds Max®
BIM erlaubt eine große
Freiheit im Entwurf, weil
man jeden Gedanken unmittelbar in Formen umsetzen kann. Man kann
Alternativen erzeugen
und diese parallel entwickeln.
Tirols höchster Gletscher
bekommt eine neue Bergstation
Baumschlager Hutter Partners Architekten
planen im Pitztal mit den BIM-Lösungen
von Autodesk die höchstgelegene Bergstation Österreichs – die Wildspitzbahn.
—Emanuel Kloss
Architekt bei
Baumschlager Hutter Partners
Die spektakuläre Lage der Wildspitzbahn erforderte ein genaues Planen, das mit der AutoCAD Revit Architecture Suite
erfolgte.
Der höchste seilbahntechnisch erschlossene
Gletscher Österreichs, der Hintere Brunnenkogel,
bekommt eine erneuerte Bergbahn: Auf den 3440
Meter hohen Gletscher wird ab Ende 2012 die
neue Wildspitzbahn hinaufführen. Die bereits bestehende Bahn wird komplett erneuert und durch
ein Bergrestaurant erweitert. Für die Architektur
der neuen Seilbahnstation an diesem einzigartigen
Ort im Pitztal ist das Architekturbüro Baumschlager
Hutter Partners verantwortlich. Das Büro wurde
2010 von Carlo Baumschlager und Jesco Hutter
in Dornbirn gegründet, die sich in der internationalen Architekturszene bereits einen Namen gemacht haben. Das Unternehmen ist insbesondere
in den Ländern Österreich, Schweiz, Deutschland
und Luxemburg tätig. Insgesamt zählt die Gruppe
derzeit 23 Mitarbeiter – Tendenz steigend.
Hoch hinaus
Die neue Bergstation der Wildspitzbahn wird
nach ihrer geplanten Fertigstellung nicht nur
Österreichs höchste Gipfelstation, sondern mit
dem integrierten Restaurant auch das höchste
Bergrestaurant in den Ostalpen sein. Der Entwurf
für das Gebäude orientiert sich an der Landschaft
der Tiroler Bergwelt. „Der Ausgangspunkt zu allen
Überlegungen war die überwältigende Aussicht in
die Alpen“, erklärt Architekt Carlo Baumschlager.
„Unser Ziel ist es, natürliche Rahmenbedingungen
und die technische Machbarkeit miteinander zu
kombinieren und so innovative Konstruktionen zu
schaffen.“ Der Entwurf sieht eine außergewöhnliche, futuristische Form mit fließenden Dächern
vor. Von der frei schwebenden Sonnenterasse
oder von den breit angelegten Panoramafenstern
des Restaurants können Besucher eine atemberaubende Aussicht genießen. Zur Spitze gelangen
sie in 6 Minuten mit einer kuppelbaren Einseilumlaufbahn mit Sitzheizung. Insgesamt wird auf dem
Gletscher eine Nutzfläche von 977 Quadratmetern
gestaltet. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt
17 Millionen Euro.
Extreme Bedingungen
Zahlreiche Herausforderungen erwarteten das Architektenteam von Baumschlager Hutter Partners.
Insbesondere die spektakuläre Lage erforderte ein
genaues Planen: Das stark modellierte Terrain mit
geringsten Aufstandsflächen, die Gletscherzunge,
steil abfallende Bergseiten sowie die extreme
Höhenlage auf 3429 Metern mit entsprechender Sonneneinstrahlung, Wind und dünner Luft
ließen keinen großen Spielraum beim Entwurf.
Auf die bestehenden Fundamente der alten Bahn
wurde eine Stahl-Alu-Konstruktion abgestellt, die
einerseits auf die Aussicht und andererseits auf
die Witterungsbedingungen reagiert. „Die verschiedenen Herausforderungen konnten wir nur
Die Suites bieten einen einfachen Zugang zu einem breiten
Lösungsportfolio für Entwurf, Simulation und visuelle
Kommunikation.
mit einem speziell angepassten Entwurf lösen“,
erklärt Emanuel Kloss. Hierbei kam die AutoCAD
Revit Architecture Suite von Autodesk zum Einsatz. Die Suite vereint die Softwareanwendungen
AutoCAD, AutoCAD Architecture und die Building
Information Modeling (BIM)-Lösung Autodesk
Revit Architecture zu einer umfassenden Lösung.
„Wir haben uns für die Suite entschieden, weil
sie mehrere Autodesk-Anwendungen kombiniert
und wir eine Komplettlösung zur Hand haben.
Beispielsweise wurde zur Aufbereitung der DWGDateien der Fachplaner – also Statiker, HKLS
Planer und Gastroplaner – vor dem Import in Revit
die Lösung AutoCAD benötigt“, erklärt Emanuel
Kloss. Mit den Autodesk-Suites haben Anwender
unterschiedlichster Industrien einen einfachen
Zugang zu einem breiten Lösungsportfolio für
Entwurf, Simulation und visuelle Kommunikation.
Sie profitieren von Arbeitsabläufen, die auf ihren
individuellen Bedarf hinsichtlich Funktionsumfang
und Kompatibilität zugeschnitten sind.
Hauptsächlich setzten die beteiligten Architekten
Autodesk Revit Architecture ein. Neben Werkzeugen, die den perfekten Entwurf ermöglichen, kann
mit der Lösung über gerenderte Ansichten und
Perspektiven visualisiert werden, wie eine Idee in
der Realität aussehen wird. Aus dem Entwurf heraus können genaue Grundrisse, Schnitte und Ansichten sowie Flächenberechnungen, Bauteillisten
und Mengenermittlungen abgeleitet und weiter
detailliert werden. Den großen Vorteil von Revit
Architecture sehen die Architekten aber auch darin, dass Änderungen jederzeit und in jeder Ansicht
parametrisch durchgeführt werden können, wobei
alle weiteren Ansichten des Projektes automatisch
aktualisiert werden. Die Fehler auf den fertigen
Plänen werden somit minimiert.
Innovative Architektur
Eine exakte technische Ausführung ist beim Projekt Wildspitzbahn unerlässlich. Die komplexe
Geometrie mit zweifach gekrümmten Flächen
des Aluminiumdachs war eine besondere Herausforderung, weil jedes Einzelteil präzise erstellt
werden musste. Große Glasfronten sollen den
Innenraum mit der Umgebung verbinden. „Trotz
der Herausforderung wollten wir nicht auf die
geschwungenen Formen im Gebäude verzichten,
weil sie sich auf spannende aber zurückhaltende
Art in die Landschaft einfügen“, sagt der Architekt.
„Mit dem 3D-Modell, das mit den Lösungen von
Autodesk erstellt wurde, konnte die Geometrie
bewältigt werden. „BIM erlaubt eine große Freiheit
im Entwurf, weil man jeden Gedanken unmittelbar
in Formen umsetzen kann. Man kann Alternativen
erzeugen und diese parallel entwickeln“, erläutert
Emanuel Kloss. „Mit der BIM-Lösung Autodesk Revit
Architecture können Grundrisse, Ansichten und
Schnitte automatisch in unterschiedlichem Maßstab generiert werden. Egal, wie ungewöhnlich die
Gebäudegeometrie ist. Das kam uns entgegen,
denn es war eine Herausforderung Schnitte und
Grundrisse aus der Form und dem Terrain zu generieren. Außerdem ist es hilfreich, den Schnitt an
jeder beliebigen Stelle legen zu können. Dadurch
können wir schneller überprüfen und reagieren.“
Auch die Bauphysik und der Verlauf der Dämmung
gestalteten sich schwierig. Die Lösungen von
Autodesk machten eine schnelle Änderung von
Wandstärken und den Wechsel von Innen- und
Außendämmung während des Planungsprozesses
möglich. „Ein weiterer Vorteil war die Möglichkeit,
die Pläne der Fachplaner mittels DWG einfach in
das Projekt integrieren zu können. Hervorzuheben
ist beim Arbeiten mit Revit die Ausgabe des Modells in 3D. Das vereinfacht viele Vorgänge.“
Neben der AutoCAD Revit Architecture Suite
setzen die Architekten von Baumschlager Hutter
Partners auch die Visualisierungssoftware Autodesk
3ds Max ein. Damit kann die Entwurfsidee noch
effektvoller präsentiert werden. Branchenspezifische
Materialien und Oberflächen werden wirklichkeitsgetreu wiedergegeben, so dass sich schnell zeigt,
welches Material die Gebäudeform wirkungsvoll
Das integrierte Bergrestaurant ist das höchste in den
Ostalpen und bietet Besuchern durch die breitangelegten
Panoramafenster eine atemberaubende Aussicht.
unterstreicht. Auch die Modellierung der Schalen
erfolgte in Autodesk 3ds Max.
BIM als neuer Weg
Revit erfordert ein völlig neues Denken. Denn
der Umstieg von der 2D-Planung auf die 3D-BIMPlanung ist nicht nur ein Umstieg auf ein neues
CAD-Programm. Eine BIM-Lösung ist viel mehr
als ein Zeichenwerkzeug. Es ist eine Datenbank,
in der man als Architekt mit anderen Planern
zusammenarbeitet. Jede Linie, jedes Bauteil, das
in einem 3D-Datenmodell gesetzt wird, hat auch
sofort Einfluss auf diverse andere Fachplaner. Dies
stellte für Emanuel Kloss jedoch keine Herausforderung dar: „Da ich als ausführender Mitarbeiter
bereits einiges an Erfahrung mit 3D-Modellierung
und Visualisierung hatte, war der Schritt von 2D zu
3D kein schwieriger. Die Herausforderung lag eher
darin, mehr oder weniger sofort den Einstieg in
eine neue und – wie jedes CAD Programm – komplexe Software zu finden. Dies gelang über Video
Tutorials und die kompetente Hilfe der Support
Hotline von Nupis N+P Building Tools, die einem
mittels Remotedesktop Sitzungen über die Schulter schauen und weiterhelfen konnten.“
Die Fertigstellung Österreichs höchster Gipfelstation ist bis Ende 2012 geplant.
Wir haben uns für die AutoCAD Revit Architecture Suite
entschieden, weil sie mehrere Autodesk-Anwendungen
kombiniert und wir somit eine Komplettlösung zur Hand
haben.
—Emanuel Kloss
Architekt bei Baumschlager Hutter Partners
Der Entwurf für das Gebäude orientiert sich an der Landschaft der Tiroler Berge.
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