Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. DER GOLFCLUB WOLFSBURG Der Golfclub Wolfsburg/Boldecker Land e.V. besteht seit 1995 und hat derzeit 870 Mitglieder. Das Areal des Golfclubs erstreckt sich auf ca. 77 ha und befindet sich in direkter Nachbarschaft des kleinen Ortes Bokensdorf in der Nähe von Wolfsburg. Die Anlage besteht aus einem anspruchsvollen 18 Loch Platz, einer Drivingrange, kleinen Übungsplätzen und 3 kleinen eingeschossigen Gebäuden in denen sich Büros, Lagerräume, die Gastronomie, der ProShop und Wirtschaftsräume für die Mitglieder des Clubs befinden. Das Areal des Golfclubs Durch das stetige Wachstum in den Mitgliederzahlen sind die vorhandenen Räumlichkeiten zu klein geworden und genügen den Ansprüchen an die Weiterentwicklung des Golfclubs nicht mehr. Das hat den Vorstand des Golfclubs dazu bewogen, über die Erweiterung der Räumlichkeiten © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 1 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. nachzudenken und dabei die gesamte vorhandene Infrastruktur des Clubs mit auf den Prüfstand zu stellen. Im Ergebnis dieser Überlegungen wurde vom Vorstand der Bau eines neuen Vereinsheimes favorisiert, weil mit einem solchen Neubau zum einen der steigende Bedarf an Räumlichkeiten besser gedeckt und zum anderen die Infrastruktur des Golfclubs erheblich verbessert würde. Sämtliche Wirtschaftsbereiche des Golfclubs inklusive der Verwaltung, der Gastronomie und dem ProShop wären dann unter einem Dach und an einer zentralen Stelle zusammengefasst. Die vorhandenen Gebäude könnten zu Caddyräumen, Schulungs- und Lagerräumen umgenutzt werden und würden dadurch dieses Konzept insgesamt sinnvoll ergänzen. Standort geplanter Neubau vorh. Parkplatz 9 18 vorhandene Gebäude Standorte von vorhandenen Gebäuden, Parkplatz und neuem Vereinsheim Auf den folgenden Seiten soll das Konzept für diesen angedachten Neubau des Vereinsheimes vom Golfclub Wolfsburg Boldecker Land e.V. im Detail vorgestellt werden. © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 2 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. DIE LAGE Gegenüber des vorhandenen Parkplatzes mit Sicht auf die Greens von Bahn 9 und Bahn 18 wäre der optimale Standort für das neue Vereinsheim. Dadurch haben Besucher und Mitglieder kurze Wege und den Anlaufpunkt für das zentrale Leben im Golfclub optimal positioniert und perfekt in die vorhandene Infrastruktur des Golfclubs integriert. Draufsicht - durch die Form des Gebäudes ist ein guter Rundumblick für alle Besucher gewährleistet. © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 3 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. DAS GEBÄUDE Für das Gebäude wurden folgende Eckdaten festgelegt und in die Vorplanung übernommen : • kompakte Bauweise mit guter Ausnutzung der Flächen • harmonische Integration des Gebäudes in die Landschaft • großzügige teilüberdachte Terrasse mit Blick auf den Golfplatz • Integration von ProShop, Verwaltung und Gastronomie • ausreichend große Umkleide-, Dusch- und Wirtschafträume • flexible Nutzungsmöglichkeiten der Räume • innovatives Energiekonzept zur Minimierung der Unterhaltungskosten Aus diesen Vorgaben wurden folgende Nutzflächen abgeleitet : • Nutzflächen des Golfclubs incl. Nebenflächen ca. 475 m² • Nutzfläche der Gastronomie ca. 225m² (flexibel teilbar) • ca. 200 m² Terrasse davon ca. 50% überdacht • Nutzfläche vom ProShop ca. 56 m² In diesen Flächen sind folgende Nutzungen hinterlegt : 1. vereinseigene Nutzung • Umkleideräume, Sanitärräume, WC‘s, Duschen • Sekretariat, Raum für Schulungen, Clubraum/VIP, • großer Caddyraum, Lager, Technikraum und • allgemeine Verkehrsflächen 2. Flächen der Gastronomie • flexibel teilbarer Gastraum • teilüberdachte Terrasse • Küche und Lagerräume • Personalraum mit WC 3. Flächen vom ProShop • Verkaufsfläche • Personalraum mit WC • kleines Lager Insgesamt beträgt die benötigte Nutzfläche ohne Terrasse ca. 760 m². © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 4 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. DIE ANSICHTEN Ansicht vom Parkplatz aus (Nord) Ansicht vom Golfplatz aus (Süd-West) © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 5 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. DIE GRUNDRISSE Erdgeschoss Vereinsnutzung ProShop Gemeinschaftsnutzung Obergeschoss Gastronomie Gemeinschaftsnutzung © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 6 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. KURZ-BAUBESCHREIBUNG Lage und Größe des Baugrundstückes, Erschließung und Energiestandard Das Baugrundstück liegt auf dem Areal des Golfclubs und ist voll erschlossen. Die benötigte überbaubare Grundstückfläche liegt innerhalb der im Bebauungsplan vorgegebenen Baufenstergröße von 25 x 40m . Die Erschließung des Gebäudes mit den erforderlichen Medien (Elektro, Wasser, Abwasser, Telefon) erfolgt über die Anschlüsse, die bereits auf dem Areal für die anderen Gebäude vorhanden sind. Sollte eine Erweiterung der Anschlussleistung notwendig sein, wird dies beim Energieversorger beantragt. Die Zuwegungen sind bereits vorhanden und werden für die derzeitige Infrastruktur des Golfclubs genutzt (Zufahrt über den Osloßer Weg). Das Gelände des Baufeldes ist flach und der Boden wird als tragfähig eingeschätzt. Zur Einschätzung der Gründungsvorkehrungen sollte im Vorfeld ein Bodengutachten erstellt werden, in dem auch Aussagen zum Grundwasserspiegel enthalten sind. Da das Gebäude ohne Keller geplant wurde, sind keine Probleme durch anstehendes Grundwasser zu erwarten. Angestrebt wird eine Bauweise, die der eines KfW-60 Hauses entspricht. Gründung/Fundamente Die Gründung/Fundamentierung des Gebäudes erfolgt nach den statischen Erfordernissen als Stahlbeton-Flachgründung (ohne Unterkellerung) entweder durch eine lastabtragende Bodenplatte oder durch Streifen- und Einzelfundamente mit Bodenplatte. Wenn notwendig, kommt ein WU-Beton zur Ausführung (WU= wasserundurchlässig). Geschoßwände/Außenwände Die Außenwände sind mit 20 cm dicken Blähtonwandelementen geplant. Blähton ist ein natürlicher Baustoff, der hervorragende Eigenschaften in Bezug auf Wärmeschutz und Feuchtehaushalt hat und somit für ein sehr gutes Raumklima sorgen kann. Der weitere Wandaufbau nach außen hin ist mit einem 12-14 cm dicken Wärmedämmverbundsystem aus Mineralfaserdämmstoff, WLG 0,35 sowie einem mineralischen Strukturputz auf einem Putzträger geplant. Den Abschluss bildet ein Farbanstrich mit Silikatfarbe (Farbton – nach Farbkonzept). Der U-Wert der Außenwandkonstruktion liegt unterhalb des Normbereiches der Anforderungen der EnEV © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 7 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. (neuester Stand) und stellt damit den Anspruch an ein Niedrigenergiehaus sicher. Außerdem genügen die verwendeten Baustoffe dem Anspruch an eine möglichst ökologische Bauweise. Innenwände Die Innenwände (tragend/nichttragend) in den Stärken 12, 17,5 und 24 cm sind ebenfalls in Blähtonbauweise gem. Statik geplant. Teilweise kommen auch Trockenbauwände (d = 12 cm / 15 cm) zur Ausführung. Die lichten Raumhöhen betragen im Erdgeschoss mindestens 2,75m und in der Gastronomie mindestens 3,0m. besondere Dachform Das Dach wird als ungleichmäßig allseitig geneigtes Walmdach ausgebildet. Durch die Gebäudeform, die mit der Außenwand mitlaufende Traufe und die unterschiedlichen Dachneigungen entsteht so eine Art „Hügeldach“ was sich von der Gestaltung her gut in die Landschaft einfügt. Dämmung/Dachausbau Ein Ausbau des Dachbodens ist derzeit nicht geplant. In den Bereichen, wo haustechnische Installationen über den Dachboden verlaufen, werden diese Bereiche teilweise zweckgebunden ausgebaut und entsprechend gedämmt. Die Kehlbalkenlage, die die Decke über dem OG bildet, wird mit mindestens 24 cm Mineralfaserdämmung, WLG 0,35, zwischen den Balken versehen. Fassadegestaltung/Sonnenschutzanlagen Die Fassade erhält einen mineralischen Strukturputz mit naturfarbenen Anstrich gemäß Farbkonzept. Alternativ dazu werden Teilbereiche der Fassade mit Klinkern oder Riemchenklinkern versehen. An den Fenstern auf der Südseite wir eine Sonnenschutzanlage als Lamellenbehang (Jalousien) angebracht, um eine Überhitzung der Räumlichkeit im Sommer zu verhindern. Die Lamellen sind aus ALU, pulverbeschichtet oder einbrennlackiert passend zum Farbkonzept des Gebäudes. Der Sonnenschutz ist mit einer automatischen Steuerung ausgestattet (Windwächter, Sonnensensor etc.). Ggf. werden weitere Fenster mit einem derartigen Sonnenschutz ausgestatten, der in diesem Fall als Sichtschutz fungiert. © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 8 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. Dacheindeckung Für die Dächer ist eine Eindeckung mit Schindeln aus Naturschiefer vorgesehen. Grate und Kehlen werden ebenfalls aus Schiefer hergestellt. Alternativ ist eine Eindeckung mit Biberschwanzziegeln vorgesehen. Die Materialauswahl trägt dem Anspruch an eine Bauweise aus natürlichen Baustoffen Rechnung und außerdem zusammen mit der Dachform zur perfekten Eingliederung in das Landschaftsbild bei. Fenster/Eingangstüren/Tore Für alle Fenster kommen Kunststoff-Fenster (Markenfenster) mit Mehrkammersystem und Stahlprofileinlagen, Farbe weiß, Einhand-Dreh-/Kippbeschlag, mit 2-oder 3-Scheiben- Isolierverglasung (U-Wert: 1,0) zum Einsatz. Bei den Eingangselementen (Haupteingang, ProShop und Gastronomie) werden ALU-Fassadenelemente mit hochwertiger Wärmeschutzverglasung eingebaut. Der Einbau aller Fenster und Türen wird nach den RAL-Richtlinien (Qualitätsstandard) ausgeführt. Auf der dem Golfplatz zugewandten Seite des Gebäudes sind für die beiden Ausgänge aus dem Caddyraum unter der Terrasse wärmegedämmte und schnelllaufende Rolltore geplant. Diese Rolltore sollen über elektronische Schließsysteme betätigt werden, so dass nur befugte Personen Zutritt zu diesem Raum haben. bewegliche Trennwände Im Gastraum werden zur flexiblen Nutzung der Räume 2 bewegliche Trennwände, Fabrikat Hüppe o. glw. mit einem Schalldämmwert von mind. 45db eingebaut, die den Gastraum vom Schulungsraum und vom Clubraum abteilen. Diese Trennwände können im Bedarfsfall elektrisch oder manuell zu einer Wandseite weggeschoben werden, so dass der Gastraum auf das Doppelte vergrößert wird. Elektroinstallation Die Elektroinstallation umfasst sämtliche Installationen für Innen – und Außenlicht, Steckdosen (auch schaltbare), Netzwerk, Telekommunikation, TV-Antennen, Musikanlage, Heizungsanlage, Sensoren, Bewegungsmelder, Video- und Alarmanlage, Zugangssicherungen, Ladestationen, elektrische Antriebe von Toren, Türen und Jalousien sowie den Aufzug. Die Kreise der Installation sind dabei auf die entsprechenden Nutzungseinheiten aufgeteilt und werden separat über geeichte Unterzähler gezählt. © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 9 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. Die gesamte Installation wird gemäß Planung mit einem BUS-System realisiert, um alle Komponenten bedarfsgerecht intelligent steuern zu können. Das Bussystem wird mit einem Fernwartungsmodul ausgestattet. Heizungsanlage mit Solarunterstützung Da das Gebäude nach dem Energiestandard eines KfW-60 Hauses geplant wurde, ist es selbstverständlich, dass die Heizungsanlage mit einem innovativen Konzept ausgestaltet wird. Um eine sehr wirtschaftliche Heizungsanlage einbauen zu können, ist es notwendig, dass die übrige Baukonstruktion die Wärmeverluste weitestgehend minimiert. Dies wird durch wärmedämmende Wandaufbauten, gute Fenster und gute Dämmung im Dach und auf der Bodenplatte (oder auch darunter) erreicht. All diese Voraussetzungen wurden bei der Planung berücksichtigt, so dass es möglich ist, eine wirtschaftliche Niedertemperaturheizung einzubauen. Die komplette Heizungsanlage soll aus folgenden Komponenten bestehen : • Wärmepumpe mit Erdwärmeversorgung im geschlossenen System • Pufferspeicher als Schichtenspeicher mit ca. 750 l evtl. auch 1000 l • Solaranlage mit Süd-Ausrichtung ca. 10 m² • Abluftanlage mit Wärmetauscher Diese Heizungsanlage kommt völlig ohne fossile Brennstoffe (Öl/Gas) aus, ist dadurch sehr umweltfreundlich und trägt zur Minderung der CO2 - Immissionen bei. Zudem ist ein solches Konzept z.B. über die KfW förderfähig und langfristig sehr wirtschaftlich. Voraussetzung für eine solche Heizungsanlage ist der Einsatz einer Niedertemperaturheizung, die durch Flächenheizungen, wie Wand- oder Fußbodenheizungen, oder einer Kombination aus Beidem realisiert wird. Da Niedertemperaturheizungen von vornherein schon einen geringeren Wärmebedarf haben (ca. 30-35°), ist klar, dass solche Heizungssysteme auch weniger Energie brauchen. Den Nachteil der Trägheit solcher Heizungen kann man vernachlässigen, weil sich solche Probleme mit einer intelligenten Steuerung (BUS-System) hervorragend in den Griff bekommen lassen. Erläuterung der Funktion der einzelnen Komponenten : • Wärmepumpe Die Wärmepumpe ist der 1. Wärmeerzeuger für das Heizungswasser und wird über Erdsonden, die in einer oder mehreren Tiefbohrungen (ca. 100m tief) liegen, mit Wärme versorgt. Die Wärmepumpe entzieht der Soleflüssigkeit in den Sonden über einen Verdichter die Wärme und führt diese Wärme durch einen Wärmetauscher dem Heizungswasser zu (ohne Vermischung der Sole mit dem Heizungswasser). Das so © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 10 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. erwärmte Heizungswasser wird in einem Pufferspeicher gespeichert und steht für die Wärmeversorgung des Hauses zur Verfügung. Ist das erforderliche Temperaturniveau im Pufferspeicher erreich, schaltet die Wärmepumpe ab. • Pufferspeicher/Schichtenspeicher Der Pufferspeicher ist die Quelle, aus der sich alle Wärmeverbraucher „bedienen“. In diesem Konzept wurde auf einen Schichtenspeicher der Firma Solvis zurückgegriffen, da diese Speicher besonders effizient und vielseitig einsetzbar sind. So bestehen z.B. bei diesem Speicher die Möglichkeiten, mehrere Wärmeerzeuger anzuschließen und gemeinsam zu steuern. Außerdem ist bei diesem Speicher die Temperatur-schichtung des Heizungswassers optimal. Das heißt, dass nicht der gesamte Speicher voll aufgeheizt wird, sondern nur der obere Bereich. So bleibt im unteren Bereich noch Kapazität für andere Wärmeerzeuger (z.B. die Solaranlage). Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist es, dass kein warmes Trinkwasser mehr gespeichert werden muss, weil das Trinkwasser über einen internen Wärmetauscher durch das Heizungswasser aufgeheizt wird – aber eben nur, wenn warmes Trinkwasser gerade gebraucht wird. Dies macht ein wöchentliches Aufheizen des Trinkwassers auf über 60°C (wegen Legionellengefahr) überflüssig. • Solaranlage Die Solaranlage ist der 2. Wärmeerzeuger in diesem System. Sie wird auf dem Dach mit einer Südausrichtung platziert und sorgt bei mittleren und guten Sonnentagen dafür, dass die Wärmepumpe ihren Betrieb nicht aufnehmen muss. Auch hier kommen interne Wärmetauscher im Pufferspeicher zum Zuge, die der Solarflüssigkeit die Wärme entziehen und dem Heizungswasser zuführen. • Abluftanlage Im Gebäude muss aus unterschiedlichen Gründen eine Abluftanlage installiert werden. Diese Anlage saugt die verbrauchte Luft des Hauses ab und führt sie ins Freie. Dabei würden natürlich erhebliche Wärmeverluste entstehen, die zu einem höheren Jahresheizwärme-bedarf führen und durch die „normale“ Heizungsanlage mit erhöhter Wärmezufuhr wieder ausgeglichen werden müssten. Bei dem geplanten Konzept, soll dieser Abluft die Wärme entzogen werden, bevor sie ins Freie geleitet wird. Über einen Wärmetauscher wird auch diese Wärme dem Heizungswasser zugeführt, so dass auch interne Wärmequellen im Gebäude dadurch automatisch Ihren Beitrag zur Wärmeversorgung des Hauses leisten. Somit ist die Abluftanlage mit dem angeschlossene Wärmetauscher der 3. Wärmeerzeuger und entlastet ebenfalls die Wärmepumpe. © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 11 Projektbeschreibung für das neue Vereinsheim des Golfclubs Wolfsburg/Boldecker Land e.V. Der Sinn dieser Kombination mehrerer Wärmeerzeuger liegt darin, dass die Wärmepumpe Dank der „Unterstützung“ durch die anderen Komponenten in der Leistung geringer ausgelegt werden kann und auch dadurch ein weiterer Energieeinspareffekt eintritt. Bei den immer weiter steigenden Energiepreisen auf dem Weltmarkt ist dies die einzige Möglichkeit auf Dauer den eigenen Wärmebedarf wirtschaftlich zu decken. Außenanlagen Die Außenanlagen bestehen aus Wegen, Rampen und einer Treppe, die auf die Terrasse im OG führen. Der Raum unter der Terrasse wird als Caddyraum genutzt. Ringsum die Terrasse herum erfolgt eine Anschüttung sowie eine Andeckung mit Mutterboden. Die Anschüttung wird bepflanzt und sorgt dadurch für einen harmonischen Übergang vom Gelände des Golfplatzes zum Gebäude. Auch sorgt diese Gestaltungsvariante dafür, dass das Gebäude vom Golfplatz her nicht 2-geschossig in Erscheinung tritt. Die Wege rund um das Gebäude herum werden mit Pflasterklinker gestaltet und unterstreichen dadurch den Charakter des Hauses und die Bauweise mit natürlichen Materialien. Die Terrasse sollte mit Naturstein (z.B. Granit od. Sandstein) belegt werden und dadurch das Gesamtbild abrunden. Zur weiteren Abrundung der Funktionalität, werden kleine Sitzgelegenheiten am Eingang und ein Windschutz aus Glaselementen mit Edelstahlstützen am Terrassenaußenrand angeordnet. Durch die erhöhte Lage der Terrasse (ca. 3,0m über Gelände) hat jeder Besucher der Gastronomie einen schönen Überblick über den Golfplatz – insbesondere kann er die Greens der Bahnen 9 und 18 sehr gut einsehen und somit die „Halbzeit“ und das „Finale“ einer 18-Loch-Golfrunde beim Putten sehr gut beobachten. Fazit Insgesamt entsteht mit diesem Vereinsheim ein Gebäude mit einem hohen „Wohlfühlfaktor“ für die Mitglieder und Gäste des Clubs gepaart mit einem hohen Maß an Innovation und Funktionalität. Es zeichnet sich durch eine gute Integration in die vorhandene Infrastruktur des Clubs aus und verbessert diese darüber hinaus erheblich. Durch die Anordnung des Gebäudes gegenüber dem Parkplatz haben die Gäste und Mitglieder sehr kurze Wege und alle notwendigen Funktionalitäten, wie Umkleidemöglichkeiten, Gastronomie, Sekretariat und ProShop an einer zentralen Stelle zusammengefasst. Diese Tatsache ist der große Vorteil gegenüber der bisherigen Struktur mit der dezentralen Anordnung aller aufgeführten Funktionalitäten (zerstreute Anordnung Sekretariat, Umkleide, Gastronomie und ProShop in den unterschiedlichen Gebäuden). © BAUSTUDIO Bachmann, Erlenweg 12, 38465 Brome, www.baustudio-bachmann.de Seite 12