Zellkern Ein Zellkern ist mit wenigen Ausnahmen in

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Zell- und Entwicklungsbiologie:
Bau und Leistungen von Zellen
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C. 1. 20
Zellkern
Ein Zellkern ist mit wenigen Ausnahmen in jeder Zelle vorhanden (z. B. sind die roten Blutkörperchen des Menschen
in ihrer aktiven Lebensphase kernlos). In der Regel ist er das größte Organell
der Zelle und daher schon im Lichtmikroskop sichtbar. Große Zellen haben
meistens einen großen Zellkern, Zellen mit geringem Ausmaß nur einen kleinen („Kern-Plasma-Relation“).
Die Kernhülle besteht aus einer Doppelmembran, die von zahlreichen Öffnungen, den Kernporen, durchbrochen ist und Verbindung mit dem Endoplasmatischen Retikulum (ER) hat. In der Grundsubstanz des Zellkerns, dem
„Kernsaft“ (Kernplasma, Karyoplasma), liegen die Chromosomen und der
Nukleolus. Der Nukleolus ist ein kleiner Körper, der RNA und Proteine enthält.
Die Chromosomen bestehen aus DNA und Proteinen. Sie sind im aktiven Zustand im Lichtmikroskop nicht sichtbar. Während der Zellteilung verkürzen
und verdicken sie sich zur Transportform und sind in diesem Zustand im
Lichtmikroskop erkennbar. Die DNA in den Chromosomen enthält die Erbinformation (genetische Information) der Zelle.
Die Gene steuern über Enzyme, die mit ihrer Hilfe gebildet werden, den Stoffwechsel der Zelle. Sie sorgen außerdem dafür, dass die bei Zellteilungen (Mitosen) entstehenden neuen Zellen mit den alten identisch sind oder aber spezifische Unterschiede ausbilden. Schließlich bedingen die Gene, dass bei der
Fortpflanzung die Merkmale der Eltern auf die Nachkommen übertragen werden.
Der Zellkern dient also zur Steuerung der Zellfunktionen, man kann ihn als
„Leitzentrale“ der Zelle bezeichnen.
6251 Unterrichts-Materialien Biologie Sek. II Stark Verlag
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Zell- und Entwicklungsbiologie:
Bau und Leistungen von Zellen
Aufgaben
1 Nennen Sie die Fachbegriffe für die mit Ziffern gekennzeichneten Bereiche
des Zellkerns (Abb. 1).
Abb. 1: Schema eines Zellkerns
2 In der Abbildung 2 sehen Sie Ausschnitte aus einem Zellkern, wie er im
EM-Bild erscheint. Das Präparat a wurde nach der Methode der Gefrierbruchätzung hergestellt, die Bilder b und c kamen durch die kontrastierende Einlagerung bestimmter Salze und die Durchstrahlung mit Elektronen
zustande. Benennen Sie die gekennzeichneten Strukturen.
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