Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel – Endbericht – Wolfenbüttel, im April 2014 Auftraggeber: Landkreis Wolfenbüttel Gebäudewirtschaft Harzstraße 6 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner des Auftraggebers: Herr Moldt Auftragnehmer: merkWATT GmbH Friedrich-Wilhelm-Straße 2 38100 Braunschweig www.merkwatt.de Bearbeitung: Projektleitung: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Sabine Neef, merkWATT Dipl.-Geogr. Jan Altstädter, merkWATT Michael Fuder, merkWATT Stefanie Schaaf, merkWATT Horst-Henning Hilbrecht, Heizungsbaumeister Timo Stauber, Heizungsbaumeister Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung und strategische Empfehlungen ..................................................... 6 Projektrahmen....................................................................................................................13 Baustein I Klimaschutzmanagement ..............................................................................15 I.1 Basisdatenbewertung .............................................................................................15 I.1.1 Energie- und CO2-Bilanzen ................................................................................15 I.1.2 Einsparpotenziale ...............................................................................................41 I.1.3 Fortschreibung der Energiekosten......................................................................45 I.2 Organisationskonzept .............................................................................................47 I.2.1 IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel....................47 I.2.2 Nutzerbeteiligung im Rahmen der Konzepterstellung .........................................52 I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation ...............................................53 I.3 Controllingkonzept ..................................................................................................66 I.3.1 Datenerfassung und -auswertung.......................................................................66 I.3.2 Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen ..........................70 I.3.3 Weitere Maßnahmen im Bereich Datenerfassung und Messung ........................73 Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung ..........74 II.1 Teichgarten, Schule ................................................................................................79 II.2 Peter Räuber-Schule ..............................................................................................82 II.3 Peter Räuber – Schule, Anbau ...............................................................................85 II.4 Teichgarten, Sporthalle ...........................................................................................88 II.5 HRS Schladen, Schule ...........................................................................................91 II.6 HRS Schladen, Schule, Anbau ...............................................................................94 II.7 HRS Schladen, Sporthalle ......................................................................................97 II.8 HRS Sickte, Sporthalle .........................................................................................100 II.9 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle..........................................................................103 II.10 IGS Wallstraße, Schule.........................................................................................106 II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau ............................................................................109 II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung ........................................112 II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau ..................................................115 II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E ..........................................................118 II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz .....................................................121 II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle .............................................................124 II.17 Bildungszentrum, Altbau .......................................................................................127 3/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Inhaltsverzeichnis II.18 Bildungszentrum, Neubau.....................................................................................130 II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau .....................................................................................133 II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau ...................................................................................136 II.21 Straßenverkehrsamt .............................................................................................139 II.22 Straßenverkehrsamt Pavillon ................................................................................142 II.23 Harztorwall 4 .........................................................................................................145 II.24 Harztorwall 25 .......................................................................................................148 II.25 Harzstraße 6 .........................................................................................................151 II.26 FTZ Schladen, Altbau ...........................................................................................154 Baustein III Feinanalysen ..............................................................................................157 III.1 HRS Sickte, Schule ..............................................................................................158 III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau ..................................................................................164 III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule ...............................................................................170 III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A...............................................176 III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C ..............................................183 III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D ..............................................189 III.7 Gesundheitsamt ...................................................................................................196 IV Wirkung der gebäudespezifischen Maßnahmen ..............................................201 IV.1 Einsparungen .......................................................................................................201 IV.2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ..........................................................................206 IV.2.1 Investitionskosten.............................................................................................206 IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung ................................................................................213 IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz .................................................................................235 IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen .......................................................242 V Weitere klimaschutzfördernde Maßnahmen .....................................................247 V.1 Gebäudeübergreifende Maßnahmen ....................................................................247 V.2 Solarstrom-Erzeugung ..........................................................................................251 V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme ......................................................................258 V.4 Nahwärmekonzepte ..............................................................................................265 V.5 Überprüfung einzelner Gebäude im Hinblick auf Abriss ........................................266 V.6 Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen .........................................................266 VI VI.1 Weiteres Vorgehen .............................................................................................269 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung ..............................................269 4/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Inhaltsverzeichnis VI.2 Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit......................................................................273 VI.2.1 Ziele der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit .............................274 VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben ........................................................274 VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase....................279 Abkürzungsverzeichnis .................................................................................................283 Glossar ...........................................................................................................................286 Anhänge: Anhang I.1 Präsentation Workshop 1 und 2 – Rolle der Hausmeister im Energiemanagement Anhang I.2 Protokoll Workshop 1 Anhang I.3 Protokoll Workshop 2 Anhang I.4 Präsentation Workshop 3 – Rolle der Nutzer von Bildungseinrichtungen Anhang I.5 Protokoll Workshop 3 Anhang II Datenerfassungsbogen Anhang III Erfassungsbogen Nutzung Anhang IV Richtlinie Energie und Wasser Anhang V Nutzerregeln Anhang VI Details Investitionskosten Anhang VII Gebäudespezifische mittlere Verbräuche, Kosten und Emissionen Anhang VIII controlWATT (Excel-Datei) Anhang IX Fotodokumentation 5/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen Zusammenfassung und strategische Empfehlungen Das vorliegende – vom Bundesumweltministerium geförderte – Klimaschutz-Teilkonzept dient dem Landkreis Wolfenbüttel entsprechend der Förderrichtlinie als eine strategische Planungs- und Entscheidungshilfe für die Energie- und Klimaschutzpolitik bezüglich seiner eigenen Liegenschaften. Inhaltlich ist das Konzept in drei Bausteine unterteilt: Der Baustein I – Klimaschutzmanagement – umfasst für alle Gebäude des Landkreises: - eine Basisdatenbewertung inkl. Energie- und CO2-Bilanz, - ein Organisationskonzept und - ein Controllingkonzept. Im Baustein II – Energetische Gebäudeuntersuchung – wurden die meisten Gebäude mit Baujahr vor 1995 hinsichtlich ihres energetischen Ist-Zustandes und grundsätzlich geeigneter Sanierungsoptionen betrachtet. Mit den Feinanalysen des Bausteins III wurden einzelne Gebäude, für die Sanierungen in absehbarer Zeit geplant sind, detaillierter untersucht. Das erarbeitete Klimaschutzmanagement mit den Energie- und CO2-Bilanzen (Baustein I) umfasst 53 Gebäude, in denen im Bilanzierungszeitraum 2011-2013 durchschnittlich ca. 12 Mio. kWh pro Jahr Heizenergie, ca. 2 Mio. kWh Strom und ca. 14.700 m³ Wasser verbraucht wurden. Durch die direkten Energieverbräuche wurden ca. 4.700 t klimaschädigende Gase emittiert, etwa die Hälfte davon durch Schulen. Dazu kommen die – in diesem Konzept nicht zu beziffernden – Emissionen, die durch die Trinkwasserbereitstellung und Abwasserbeseitigung entstehen. Die Fortschreibung der Energiekosten macht auch einen wirtschaftlichen Anreiz zur Reduzierung des Energieverbrauchs deutlich: Schon bei einer als moderat einzustufenden Energiepreissteigerung um 5 % pro Jahr würden sich die Ausgaben für Energie von durchschnittlich etwa 1.000.000 € innerhalb von nur 14 Jahren um 1.000.000 € erhöhen und damit verdoppeln – sofern keine Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das Energie-Management (Baustein I), also die zielgerichtete Steuerung aller energierelevanten Prozesse, ist die Grundlage klimabewussten Handelns. Basis eines jeden Energie-Managements ist ein Controlling. Das Konzept dafür enthält organisatorische und technische Empfehlungen mit dem Ziel, künftig in verbesserter Weise laufend über die gebäudespezifischen IST-Zustände informiert zu sein, um unverzüglich notwendige Maßnahmen ableiten zu können. Unabdingbar ist allerdings auch ein klimabewusstes Handeln der – aus tausenden Einzelindividuen bestehenden – Nutzerschaft. Nutzerregeln in Form der vorgeschlagenen „Richtlinie Energie und Wasser“ sollen allen Beteiligten Handlungssicherheit geben, nicht zuletzt auch den Gebäudeverantwortlichen in Ausübung ihrer Aufklärungs- und Kontrollfunktion. 6/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen Wirklich erfolgversprechend sind Regeln allerdings nur dann, wenn sie kombiniert werden mit einer Stärkung des Bewusstseins sowie immateriellen und ggf. auch materiellen Anreizen, sich „richtig“ zu verhalten. In diesem Sinne ist es das zentrale Anliegen des Konzeptes für Öffentlichkeitsarbeit, das Klimabewusstsein zu stärken und wichtiges Wissen zu vermitteln. Die empfohlene Einführung und Intensivierung von „Energiesparmodellen“ in den Schulen des Landkreises Wolfenbüttel soll ebenfalls zur Bewusstseinsbildung beitragen, vor allem aber soll sie den Bildungseinrichtungen Anreize bieten, sorgsam mit Energie und Wasser umzugehen. Die Etablierung eines Energiesparmodells ist ein aufwändiger und langwieriger Prozess, der besondere klimaschützende, finanzielle sowie pädagogische Chancen enthält und deshalb grundsätzlich nach der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Der Antrag kann ganzjährig eingereicht werden. Die möglichen Einsparungen allein durch das Energiemanagement und verbessertes Nutzerverhalten gemäß Baustein I betragen erfahrungsgemäß etwa 10 bis 15 %. In den Bausteinen II und III wurden 26 bzw. 7 Gebäude hinsichtlich ihrer energetischen Zustände und Verbesserungsmöglichkeiten untersucht. Aufgrund einer Vorgabe des Fördergebers wurden hierbei nur Gebäude betrachtet, die älter als Baujahr 1995 sind. Fokus bei der Entwicklung der Maßnahmen lag vorrangig auf dem Klimaschutz, außerdem wurden die Gebäudezustände, die Nutzungsintensitäten und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Um eine Vergleichbarkeit der Sanierungsmaßnahmen für alle Gebäude herzustellen, wurden jeweils zwei modellhafte Maßnahmenpakete mit folgender Systematik gebildet: Maßnahmenpaket I: Dämmung der Gebäudehülle, hydraulischer Abgleich, Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II: Maßnahmenpaket I zzgl. Erneuerung der Heizungsanlage (Umstellung auf klimafreundliche Pelletheizung, ggf. Solaranlage) In diesem Rahmen wurden für jedes untersuchte Gebäude in Abhängigkeit von seinem IstZustand individuelle Sanierungsmaßnahmen in den Paketen zusammengefasst. Die technische Umsetzbarkeit dieser Maßnahmenpakete wurde im Rahmen des KlimaschutzTeilkonzepts nicht detailliert untersucht, dies muss weiteren Untersuchungen gemäß HOAI vorbehalten bleiben. Auf Grundlage von Baukostenindizes wurden für die Maßnahmenpakete überschlägig Investitionskosten ermittelt und wirtschaftlich bewertet. Auch die Investitionskosten sind im weiteren Planungsprozess den jeweils aktuellen Umständen nach neu zu ermitteln. In der Summe sind die dargestellten Maßnahmen geeignet, die für die Wärmeversorgung der untersuchten Gebäude verursachten CO2-Emissionen von etwa 3.500 t um mindestens 63 % auf etwa 1.300 t pro Jahr zu verringern. Dafür wurden Investitionskosten von insgesamt etwa 7/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen 14,4 Mio. Euroi berechnet. Davon sind etwa 9,8 Mio. Euro reine Ersatzkosten und etwa 4,7 Mio. Euro die Mehrkosten für die energetische Verbesserung, die bei Bauteilerneuerungen nach dem Mindeststandard der EnEV 2014 anfallen würden. Sie beschreiben damit die Kosten für den Klimaschutz. Damit einher ginge – bei Betrachtung des Durchschnitts der Jahre 2011-13 – eine Minderung der Heizenergiekosten von ca. 624.000 Euroii um mindestens 38 % auf ca. 384.000 Euro pro Jahr. Diese Zahlen geben das Maximum an Möglichkeiten an, wenn die Vermeidung von CO2 ohne Rücksicht auf andere politische Ziele oder begrenzte Möglichkeiten das höchste Ziel darstellt. Das technische Einsparpotenzial im Strombereich beträgt nach der angewandten Betrachtungsmethode – Gegenüberstellung der ermittelten gebäudespezifischen Stromverbrauchskennwerte zu den Vergleichswerten der EnEV – etwa 345.000 kWh. Das entspricht etwa 17 % des gesamten mittleren Stromverbrauchs der Jahre 2011-13. Damit könnten jährlich etwa 70.000 € gespart und etwa 200 t Klimagas-Emissionen vermieden werden. Mit der Hebung der genannten Einsparpotenziale im Wärme- und Strombereich seiner Liegenschaften kann der Landkreis Wolfenbüttel einen großen Schritt zur Umsetzung seines Klimaschutzzieles, die Verbesserung seiner CO2-Bilanz, vollziehen. Zu beachten ist, dass im Falle von künftigen Energiepreissteigerungen oberhalb der allgemeinen Inflationsrate realisierte Einsparungen eine erheblich höhere Relevanz haben können. In jedem Fall gilt: Bei jeder Sanierung werden durch die gewählte Sanierungsqualität die energetischen Folgekosten über Jahrzehnte annähernd unbeeinflussbar festgelegt. Deshalb ist es sinnvoll, bei politischen Entscheidungen – neben anderen Erwägungen – szenarienartig verschiedene mögliche Preisentwicklungen zu betrachten. Im Sanierungsfahrplan wurden die Möglichkeiten der gebäudespezifischen Wärmebedarfsminderungen differenziert betrachtet. So wurden der Zustand des Gebäudes, seine Nutzung, sein Einsparpotenzial und die Renovierungszyklen einbezogen, ebenso eine unterstellte Verfügbarkeit finanzieller Mittel von rund 1,1 Mio. Euro pro Jahr. Im Ergebnis könnten so bis 2030 alle im Sanierungsfahrplan betrachteten Gebäude in großen Teilen modernisiert sein. Zu den reinen Baukosten kommen Kosten aus einmaligen Vorgängen bzw. neuen laufenden Kosten hinzu. Diese sind: hydraulischer Abgleich in allen Gebäuden Messstellen für Wärme und Strom ein Budget für kleinere Investitionen und Anschaffungen Personalkosten für die Einführung und Fortführung des Energiemanagements Diese zusätzlichen Aufwendungen betragen bis zum Jahr 2030 ca. 800.000 €. Insgesamt summieren sich die Investitionen auf ca. 15,2 Mio. €. Nach vollständiger Umsetzung der in diesem Konzept empfohlenen Sanierungsmaßnahmen könnten pro Jahr rund 2.200 t CO2 i ii Investitionskosten sind Nettokosten. Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten. 8/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen vermieden werden. Der größte Teil der Investitionen fließt dabei in die Verbesserung der Gebäudehüllen. Sanierungen kosten jedoch nicht nur Geld, sondern sorgen auch für materielle und immaterielle Einsparungen beim laufenden Unterhalt. Reduzierte Störungsanfälligkeit, weniger Hausmeister- und Verwaltungsaufwand, verminderte Pumpenleistungen, weniger Konflikte mit Nutzern sind schwer in Euro auszudrücken, können sich jedoch stark auswirken, Da die Umsetzung eines so umfangreichen Sanierungsfahrplans mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird und Prioritätensetzungen erfordert, enthält das vorliegende Konzept zur Erleichterung der Planung einen Vorschlag für einen „5-Jahres-Plan“ 2016-2020, sowie umfangreiche wirtschaftliche Betrachtungen. Sofern die vorgeschlagenen investiven Maßnahmen mit Nachdruck und der Bereitstellung entsprechender Finanzmittel in Angriff genommen werden sollen, wird das Gebäudemanagement personell verstärkt werden müssen, um die umfangreichen Aufgaben bewältigen zu können. Für die Einstellung eines dabei sehr hilfreichen Klimaschutzmanagers kann der Landkreis Wolfenbüttel Fördergelder beim Bundesumweltministerium beantragen. Für die grundsätzlich mögliche investive Förderung einer „ausgewählten Klimaschutzmaßnahme“ gemäß der Förderrichtlinie (Förderquote 50 %, max. 200.000 € Voraussetzung: CO2-Einsparung mind. 70 %) qualifizieren sich unter den im Konzept zugrunde gelegten Bedingungen fast alle untersuchten Gebäude mit ihren Maßnahmenpaketen II (Dämmmaßnahmen zzgl. Pelletheizung). Ohne Umstellung des Heizenergieträgers auf erneuerbare Energien kann die geforderte Minderung der CO2Emissionen nicht erreicht werden. Für folgende Gebäude werden außerdem die Investitionen auf über 400.000 € geschätzt, d. h. die Förderhöhe könnte voll ausgeschöpft werden: Teichgarten, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Schule IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Bildungszentrum, Altbau Bildungszentrum, Neubau Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Zur Reduzierung der Emissionen in den Bildungseinrichtungen und Sporthallen ebenso wie in den Verwaltungsgebäuden ist die Einbindung der Nutzer und Gebäudeverantwortlichen zwingend erforderlich. Diese Einbindung wurde bereits im 9/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen Rahmen der Konzepterstellung in Form von drei Arbeitsgruppensitzungen begonnen. Dabei wurde deutlich, dass sowohl von Seiten der Verwaltung als auch von Seiten des Personals der Einrichtungen große Bereitschaft besteht, in Sachen Klimaschutz aktiver zu werden. Erste Grundsteine für weitere Arbeitstreffen sind damit gelegt und können während der Umsetzung des Konzepts, oder auch schon früher, konkretisiert und etabliert werden. Gemäß den Ergebnissen der Gebäudebewertungen in den Bausteinen II und III befinden sich die Gebäude überwiegend in einem grundsätzlich gepflegten Zustand. Dennoch sind erhebliche Handlungsbedarfe in fast sämtlichen Gebäuden gegeben, was auch durch eine zu geringe Personalausstattung in der Gebäudewirtschaft über viele Jahre bedingt sein dürfte. Geringinvestive Maßnahmen wie Instandhaltungsarbeiten der Gebäudehülle (z. B. Wartung und Pflege von Holzrahmenfenstern) sowie der Gebäudetechnik sind verbesserungsfähig. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein hydraulischer Abgleich von wassergeführten Heizungen, der bislang nur für wenige Gebäude durchgeführt wurde und unverzüglich nachgeholt werden muss. Ebenso gesetzlich vorgeschrieben und nicht in allen Gebäuden vorhanden sind Dachdämmungen bzw. Dämmungen der obersten Geschossdecke. Darüber hinaus sind dem Kap. V weitere gebäudeübergreifende klimaschutzfördernde Maßnahmen zu entnehmen. Die einzelnen baulichen und gebäudetechnischen Mängel und Maßnahmenempfehlungen sind in den Gebäudesteckbriefen in den Bausteinen II und III dargestellt. Bei zwei Gebäuden besteht Klärungsbedarf bezüglich der Sinnhaftigkeit einer teuren Modernisierung, da anscheinend andauernde Wasserschäden wesentlich grundlegendere Sanierungen notwendig machen, deren Kosten hier nicht abgeschätzt werden können. Auch ist die Außenstruktur der fraglichen Gebäude sehr verwinkelt, so dass eine Außendämmung ebenfalls recht komplex durchgeführt werden müsste. Es handelt sich um die Sporthallen der HRS Sickte und der BBS Carl-Gotthard-Langhans. Abriss und Neubau sollte als Option in Betracht gezogen werden. Um künftig die im Sinne des Klimaschutzes notwendigen Maßnahmen konsequent umsetzen zu können, ist eine Erweiterung der finanziellen und personellen Ressourcen dringend notwendig. Ebenso sind auf der Basis dieses Konzeptes klimaschutzrelevante Aufgaben durch Kreistag und Verwaltung mit der entsprechend hohen Dringlichkeit zu versehen. Eine wichtige verlässliche Grundlage sollte die Festlegung von verbindlichen Klimaschutzzielen durch den Kreistag sein, wie z. B. Einsparungen von x Tonnen CO2 innerhalb von x Jahren sowie zu erreichende Kennwerte. Die existierenden allgemeinen Klimaschutzziele des Landkreises Wolfenbüttel sollten auch auf sein eigenes Handeln Anwendung finden. Für die Umsetzung der klimaschutzrelevanten baulichen und gebäudetechnischen Maßnahmen sind gemäß Sanierungsfahrplan für die nächsten Jahren Mittel in Höhe von ca. 1,1 Mio. Euro pro Jahr notwendig. Von diesen Summen ist jedoch nur ein geringer Anteil spezifisch für klimaschützende Ausgaben nötig, der größte Teil ist für die bauliche Erhaltung der Gebäude ohnehin unabdingbar. Mit den genannten Summen können sowohl große 10/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen Investitionen in Gebäudehülle und Gebäudetechnik als auch die kontinuierlich notwendigen geringinvestiven Maßnahmen umgesetzt werden. Dabei liegt in den ersten fünf Jahren der Augenmerk auf dem Altbau des Bildungszentrums, der Sporthalle, dem Gebäude D, der Werkhalle E, dem Rundhaus und der Werkhalle Holz der BBS Carl-Gotthard-Langhans, dem Schulgebäude der HRS Baddeckenstedt, dem Neubau der Verwaltung in der Bahnhofstr. 11 sowie der Teichgarten-Schule (s. Kap. VI.1). Strategische Empfehlungen in Stichworten: Politischer Handlungsrahmen o Energie- und Klimaschutzziele für die eigenen Liegenschaften erarbeiten und festlegen o die weiteren eigenen Handlungsfelder des Landkreises ergänzend bearbeiten (z. B. klimafreundliches Beschaffungswesen) o notwendige Förderanträge stellen (gemäß den Empfehlungen in diesem Konzept) Energiemanagement o Klimaschutzmanagers einstellen o Dienstanweisung „Richtlinie Energie und Wasser“ erlassen o Controlling-Konzept umsetzen o prüfen, ob bzw. wann elektrische Verbraucher in Gebäuden wirklich aktiv sein müssen (z. B. Anzahl der notwendigen Kühlschränke) o jährliche einen Energie- und Emissionsberichts für die Politik und Nutzer formulieren o Öffentlichkeitsarbeit durchführen Geringinvestive Maßnahmen o vorhandene Messstellen erweitern o hydraulische Heizungsabgleiche durchführen o Nutzer schulen o zertifiziertem Ökostrom und Ökogas von Anbietern, die sich dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland verschrieben haben, beziehen o Thermostatköpfe und Heizungsventile erneuern, nutzen und warten o regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema Klimaschutz durchführen o ein freien Budgets für kleine Arbeiten von Hausmeistern einrichten o Türen, Fenster einstellen lassen und Dichtungen regelmäßig erneuern o schaltbare Steckdosen anschaffen und nutzen o Thermometer installieren 11/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Zusammenfassung und strategische Empfehlungen Gebäudetechnische Maßnahmen o Bestandsgebäude sanieren o Hocheffizienzpumpen einsetzen o Lichtanlagen modernisieren o Dachflächen so weit wie möglich für PV-Anlagen und den Eigenverbrauch nutzen Ausführliche Beschreibungen dieser Empfehlungen finden Sie unter den entsprechenden Überschriften in den Kapiteln V und VI. 12/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Projektrahmen Projektrahmen Hintergrund: Klimaschutz in Kommunen Die Bundesrepublik Deutschland hat sich international verpflichtet, bis zum Jahr 2020 die Emissionen klimaschädlicher Gase im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 40 % zu senken, bis 2050 sogar um 80 bis 95 %. Als zielorientierte Strategie wurde 2007 das Integrierte Energie- und Klimaprogramm beschlossen. Die daraus resultierende nationale Klimaschutzinitiative unterstützt die Kommunen, ihre Energieeffizienz zu steigern und Energieeinsparpotenziale zu nutzen. So werden seit Juni 2008 unter anderem die Erstellung kommunaler Klimaschutzkonzepte und die beratende Begleitung bei ihrer Umsetzung gefördert. Die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“ trägt zu einer erheblichen Erweiterung des Handlungsspielraumes vieler Kommunen bei. Eine Vielzahl von Klimaschutzkonzepten wurde und wird seitdem entwickelt. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, inwiefern die Kommunen ihre Konzepte auch erfolgreich umsetzen. Ausgangslage des Projektpartners Der Landkreis Wolfenbüttel hat sich das politisch beschlossene Ziel gesetzt, seine CO2Bilanz zu verbessern. Hierzu ist unter Beteiligung unterschiedlicher Personen und Institutionen sowie externer Begleitung im Jahr 2012 ein Klimaschutzkonzept erstellt worden. Seitdem arbeitet der Landkreis sukzessive am Aufbau eines Klimaschutzmanagements. Einen Baustein darin stellen die eigenen Liegenschaften des Landkreises dar, die in diesem vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutz-Teilkonzept näher untersucht werden. Die Umsetzung des Konzeptes soll durch einen Klimaschutzmanager fachlich begleitet werden. Seit den 1990er Jahren erfasst der Landkreis Wolfenbüttel regelmäßig die Energieverbräuche in den Liegenschaften, teilweise monatlich. Eine Auswertung der Daten sowie eine Ableitung von energiesparenden Maßnahmen erfolgt jedoch nicht; der letzte Umwelt-, Wasser- und Energiebericht wurde vor mehr als 8 Jahren erstellt. Projektziele Mit dem Klimaschutz-Teilkonzept sollen die Voraussetzungen für die Einführung eines Energiemanagements und zugleich eine strategische Planungshilfe für die weitere energetische Sanierung der eigenen Liegenschaften geschaffen werden. Das Vorhaben zielt darauf ab, signifikante Energie- und CO2-Einsparpotenziale aufzuzeigen. Dazu bedarf es einer grundlegenden energetischen Untersuchung der Objekte. Darauf basierend sollen konkrete Maßnahmenkataloge erstellt werden, die die spezifischen 13/287 Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Projektrahmen Verhältnisse und Aufgaben der Kommunen berücksichtigen und individuell angepasste Problemlösungen aufzeigen. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden Nutzer und Verbraucher in die Erarbeitung des Konzepts einbezogen. Dadurch soll auch eine grundsätzliche Akzeptanz für das Konzept und die Bereitschaft für eine innovative Umsetzung erzeugt werden. Darüber hinaus soll ein Klimaschutzmanagement entwickelt werden, das eine kontinuierliche Überwachung der Klimawirkungen ermöglicht und Auswirkungen von Maßnahmen aufzeigt. Projektbearbeitung Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts erfolgte durch die Firma merkWATT GmbH im Zeitraum zwischen März 2014 und April 2015. Zur Beurteilung der besonderen Anforderungen der technischen Gebäudeausstattung, insbesondere der Heizungsanlagen, war Heizungsbaumeister Horst-Henning Hilbrecht intensiv beteiligt an den Begehungen der Liegenschaften und den daraus resultierenden Bestandsaufnahmen, den energetischen Gebäudeuntersuchungen sowie den Maßnahmenempfehlungen. Darüber hinaus wurde auch Heizungsbaumeister Timo Stauber vereinzelt für Gebäudeuntersuchungen hinzugezogen. 14/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein I Klimaschutzmanagement Baustein I Klimaschutzmanagement In den vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutz-Teilkonzepten für eigene Liegenschaften können Kommunen nur Gebäude untersuchen lassen, die keinem wirtschaftlichen Zweck dienen und die innerhalb der letzten acht Jahre nicht schon Bestandteil eines Klimaschutzkonzeptes waren. Diese Förderbedingungen haben zur Folge, dass einige Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel im Klimaschutzmanagement nicht berücksichtigt werden dürfen. Außerdem gibt es neue Gebäude, die zum Zeitpunkt der Förderantragstellung noch nicht genutzt wurden. Da der Landkreis ein vollständiges Klimaschutzmanagement für alle seine Liegenschaften durchführen möchte, hat er die Untersuchung nichtförderfähiger Gebäude gesondert beauftragt. Das betrifft: Schule Ludwig-von-Strümpell HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert Haupt- und Realschule Schöppenstedt mit - dem Hauptgebäude - dem Anbau und - der Sporthalle Alte Realschule Schöppenstedt HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule Hausmeisterwohnung den von der Post genutzten Anbau des Harztorwalls 25 Verwaltungsgebäude und Fahrzeughalle des DRK in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8 Größere Liegenschaften können mehrere Gebäude unterschiedlichen Baualters oder/und verschiedener Art der Nutzung umfassen – wie in obiger Aufzählung bei der Haupt- und Realschule Schöppenstedt ersichtlich. I.1 Basisdatenbewertung I.1.1 Energie- und CO2-Bilanzen „Wenn du es nicht messen kannst, kannst du es nicht verbessern.“i Eine Energie- und CO2-Bilanz für kommunale Liegenschaften dient dazu, den aktuellen Stand sowie die bisherigen Entwicklungen der Energieverbräuche, Energiekosten sowie der Klimagas-Emissionen abzubilden. Sie gibt Auskunft, welche Gebäude besonders energieintensiv sind und damit auch erste Hinweise darauf, wo große Potenziale für Energieeinsparungen liegen könnten. Das im Rahmen dieses Konzeptes erarbeitete Klimaschutzmanagement für die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel umfasst 53 Gebäude, die nachfolgend mit Angabe der Baujahre, der Bruttogrundflächen (BGF) und Nettogrundflächen (NGF) sowie der i Zitat des ir./brit. Physikers Sir William Thomson, 1. Baron Kelvin 15/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1 Energie- und CO2-Bilanzen Energieträger für die Heizsysteme aufgelistet sind. Die Nettogrundflächen wurden überschlägig aus den Bruttogrundflächen mittels Umrechnungsfaktoreni ermittelt. Ausnahmen sind das Schulgebäude der HRS Schladen sowie der dazu gehörige Anbau und die integrierten Sporthallen der HRS Schladen und der HRS Sickte, für die die Nettogrundflächen aus den Gebäudeplänen überschlägig ermittelt wurden. Dem Landkreis Wolfenbüttel wird eine grundsätzliche Überprüfung der Flächendaten empfohlen. Nr. Bezeichnung Baujahr BGF [m²] NGF[m²] Heizenergieträger 1 Teichgarten, Schule 1972 4.147 3.732 Erdgas 2 Peter-Räuber 1976 2.451 2.206 Erdgas 3 Peter-Räuber, Anbau 1994 705 635 Erdgas 4 Teichgarten, Sporthalle 1972 991 902 Erdgas 5 Ludwig-von-Strümpell 1975 1.671 1.504 Erdgas 6 HRS Schladen, Schule 1954 1.100 1.063 Erdgas 1972 6.495 4.407 Erdgas 726 Erdgas 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert HRS Schladen, Sporthalle Alte Realschule Schöppenstedt HRS Schöppenstedt, Schule HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau HRS Schöppenstedt, Sporthalle HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule, Verwaltung HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert 1954 1979 1.676 1.525 Erdgas 1890 2.368 2.131 Erdgas 1954 4.217 3.795 Erdgas 1970 620 558 Erdgas 1982 1.670 1.520 Erdgas 1954 2.868 2.581 Erdgas 1972 4.700 4.230 Erdgas 2012 393 354 Erdgas 1.063 Erdgas 1954 i entnommen aus: „Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchskennwerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30. Juli 2009“ des BMVBS 16/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1 Energie- und CO2-Bilanzen Nr. Bezeichnung 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Schule HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau IGS Wallstraße, Schule, Mensa IGS Wallstraße, Sporthalle BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude A BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Rundhaus BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude D BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle BBS Carl-GotthardLanghans, Hausmeisterwohnung Baujahr BGF [m²] NGF[m²] Heizenergieträger 1979 1.668 1.518 Heizöl 1971 6.021 5.419 Heizöl 2004 1.250 1.125 Heizöl 1971 1.506 1.370 Erdgas 1885 6.810 6.129 Erdgas 1977 2.772 2.495 Erdgas 1885 463 417 Erdgas 2013 1.703 1.550 Erdgas 1954 1.983 1.785 Erdgas 1954 1.369 1.232 Erdgas 1954 1.019 917 Erdgas 1954 2.297 2.067 Erdgas 1988 3.776 3.398 Erdgas 1975 2.842 2.558 Erdgas 1988 2.760 2.484 Erdgas 1975 1.992 1.813 Erdgas k. A. k. A. k. A. Erdgas 35 Bildungszentrum, Altbau 1680 2.621 2.228 Erdgas 36 Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung 1680 k. A. k. A. Erdgas 17/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1 Energie- und CO2-Bilanzen Nr. Bezeichnung Baujahr BGF [m²] NGF[m²] Heizenergieträger 37 Bildungszentrum, Neubau 1994 1.243 1.057 Erdgas 38 Bahnhofstr. 11, Altbau 1911 1.408 1.197 Erdgas 39 Bahnhofstr. 11, Neubau 1965 2.850 2.423 Erdgas 40 Bahnhofstr. 11, Turm 1997 470 400 Erdgas 41 Straßenverkehrsamt 1982 1.412 1.200 Erdgas 42 Straßenverkehrsamt Pavillon 1982 64 54 Erdgas 43 Harztorwall 4 1910 692 588 Erdgas 44 Harztorwall 25 1900 2.411 2.049 Heizöl 45 Harztorwall 25, Anbau 1960 422 359 Heizöl 46 Gesundheitsamt 1950 1.552 1.319 Erdgas 47 Harzstr. 6 1680 723 615 Erdgas 1956 674 580 Erdgas 1999 368 320 Erdgas 2009 125 109 Erdgas Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Fahrzeughalle Rettungswache Heiningen 48 49 50 51 FTZ Schladen, Altbau 1962 955 831 Erdgas 52 FTZ Schladen, Neubau 2002 1.605 1.396 Erdgas 53 Asselager 1980 150 128 Tab. I.1.1-1 keine Heizung Gebäudeliste mit Basisdaten für das Klimaschutzmanagement Entsprechend ihrer Nutzungen wurden die Gebäude nach sieben Kategorieni unterteilt: Allgemeinbildende und Berufsbildende Schulen – kurz: Schule Sporthalle Verwaltungsgebäude i Die Definition der Kategorien basiert weitestgehend auf der „Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchskennwerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand“ des BMVBS vom 30. Juli 2009. 18/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1 Energie- und CO2-Bilanzen Gebäude des Gesundheitswesens und Gebäude für öffentliche Bereitschaftsdienste– kurz: Feuerwehr/Rettungsdienst Jugendeinrichtung Handel Non-Food – kurz: Handel Wohnung Nachfolgende Übersicht zeigt die Zuordnung der Gebäude zu den Kategorien sowie die Anteile der Kategorien am Gesamtgebäudebestand. Schule 24 Gebäude; 66 % der Nettogrundflächen Teichgarten, Schule Peter-Räuber Peter-Räuber, Anbau Ludwig-von-Strümpell HRS Schladen, Schule HRS Schladen, Schule, Anbau Alte Realschule Schöppenstedt HRS Schöppenstedt, Schule HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule, Verwaltung HRS Baddeckenstedt, Schule HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau IGS Wallstraße, Schule, Mensa BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundhaus BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz Verwaltung Bildungszentrum, Altbau Bildungszentrum, Neubau Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Bahnhofstr. 11, Turm Straßenverkehrsamt Straßenverkehrsamt Pavillon Harztorwall 4 Harztorwall 25 Gesundheitsamt Harzstr. 6 11 Gebäude; 15 % der Nettogrundflächen Sporthalle Teichgarten, Sporthalle 9 Gebäude; 14 % der Nettogrundflächen 19/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.1 Datengrundlage für die Energie- und CO2-Bilanzen HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert HRS Schladen, Sporthalle HRS Schöppenstedt, Sporthalle HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Sporthalle BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Feuerwehr/Rettungsdienst 5 Gebäude; 4 % der Nettogrundflächen Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Fahrzeughalle Rettungswache Heiningen FTZ Schladen, Altbau FTZ Schladen, Neubau Handel Harztorwall 25, Anbau 1 Gebäude; 0,4 % der Nettogrundflächen Jugendeinrichtung Asselager 1 Gebäude; 0,1 % der Nettogrundflächen Wohnung 2 Gebäude; ? % der Nettogrundflächen BBS Carl-Gotthard-Langhans, Hausmeisterwohnung Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung Tab. I.1.1-2 Gebäudekategorien Wie in vielen Landkreisen haben die Schulen auch im Landkreis Wolfenbüttel den mit Abstand größten Anteil am Gebäudebestand. Fast die Hälfte der Gebäude und sogar etwa zwei Drittel der beheizten Nettogrundflächen werden durch Schulen genutzt. Die Hausmeisterwohnungen haben nur unbedeutende Anteile an den Flächen und sind hier lediglich der Vollständigkeit halber angegeben. I.1.1.1 Datengrundlage für die Energie- und CO2-Bilanzen Die Ermittlung und Bewertung der Bilanzergebnisse erfolgen differenziert nach Heizenergie Strom Frischwasser (im begrenztem Umfang) Hilfsströme für Heizungsanlagen, z. B. für die Heizungspumpen, werden in der Sparte Strom mitbetrachtet, da diese elektrischen Verbräuche nicht getrennt erfasst werden. Die Verwaltung hat sämtliche zur Verfügung stehenden Verbrauchs- und Kostendaten der Jahre 2009 bis 2013 bereitgestellt. Die Datenlage ist allerdings für einige Gebäude sehr lückenhaft (s. Kapitel I.2). Um die Fehlerbehaftung der Bilanzen möglichst gering zu halten, 20/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.1 Datengrundlage für die Energie- und CO2-Bilanzen wurde der Bilanzzeitraum auf die letzten drei Datenjahre – also 2011 bis 2013 beschränkt. Für die Ermittlung fehlender Daten wurden jeweils alle für ein Gebäude vorhandenen Daten der Jahre 2009 bis 2013 herangezogen. Folgende Datenberechnungen wurden vorgenommen: Nr. Bezeichnung fehlende Daten 5 Ludwig-von-Strümpell Heizkosten 2011 18 HRS Sickte, Sporthalle Heizverbräuche und Heizkosten 2012-2013 19/ HRS Baddeckenstedt, 20 Schule und Anbau Heizverbräuche 20122013 38/ Bahnhofstr. 11, Altbau, 39/ Neubau und Turm 40 Heizverbrauch und Heizkosten 2011 44/ Harztorwall 25 und 45 Anbau Heizkosten 2013 51 FTZ Schladen, Altbau Heizverbrauch 2011 52 FTZ Schladen, Neubau Heizverbrauch 2011 Tab. I.1.1.1-1 Berechnungsmethode Heizverbrauch 2011 mit dem mittleren gezahlten Gaspreis der anderen Jahre (5,15 Ct/kWh) multipliziert Heizverbräuche abgeleitet aus dem Mittelwert der Jahre 20092011 Heizkosten: Verbräuche mit dem Ölpreis für Harztorwall 25 (7 Ct/kWh) multipliziert Heizverbräuche abgeleitet aus dem Mittelwert der Jahre 20092011 Heizverbrauch abgeleitet aus dem Mittelwert der Jahre 2009, 2010, 2012 und 2013 Heizkosten: Verbrauch mit dem mittleren gezahlten Gaspreis der Jahre 2012 und 2013 (5,25 Ct/kWh) multipliziert Heizverbrauch 2013 mit dem mittleren gezahlten Gaspreis der anderen Jahre (7 Ct/kWh) multipliziert Heizverbrauch abgeleitet aus dem Mittelwert der Jahre 2009, 2010, 2012 und 2013 Heizverbrauch abgeleitet aus dem Mittelwert der Jahre 2009, 2010, 2012 und 2013 Berechnung fehlender Daten Für Gebäude, die erst während des Betrachtungszeitraums in das Eigentum des Landkreises übergingen, wurden entsprechend fehlende Daten nicht ergänzt, sondern die Mittelwertsberechnungen dem angepasst. Allerdings wurden Zeitbereinigungen für die Jahre der Inbetriebnahme vorgenommen. Das betrifft den Harztorwall 4, der im Mai 2012 erworben wurde (Stromdaten liegen auch für die Vorjahre vor, da der Landkreis vorher Mieter des Objekts war.) sowie die IGS Wallstraße, Sporthalle, die neu errichtet und Mitte März 2013 in Betrieb genommen wurde. 21/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Für die Dietrich-Bonhoeffer-Str.8, Fahrzeughalle liegen keine Stromdaten vor. Der Landkreis geht davon aus, dass die Stromversorgung über das Verwaltungsgebäude erfolgt. Eine Überprüfung im Rahmen dieses Konzepts konnte nicht erfolgen, da diese Gebäude nicht Bestandteil des Bausteins 2 sind und daher keine Begehung stattgefunden hat. Auch für die Dietrich-Bonhoeffer-Str.8, Verwaltung gibt es Lücken bei den Stromdaten. Es konnten für die Mittelwertbildung daher nur die Jahre 2012 und 2013 berücksichtigt werden. Ebenfalls problematisch sind die sehr unterschiedlichen Ablesezeiträume für die Liegenschaften. Sie reichen von März/April über Juni bis Oktober und Dezember. Eine seriöse Zeitbereinigung für ein gemeinsames Verbrauchsjahr kann auf dieser Basis nicht durchgeführt werden. Deshalb wurden die Verbrauchsdaten dem Jahr zugeordnet, in dem sie den überwiegenden Zeitanteil haben. Um künftig die Vergleichbarkeit zwischen den Liegenschaften korrekt durchführen zu können, sollte ein einheitlicher Ablesezeitpunkt pro Jahr für alle Liegenschaften festgelegt werden. Sinnvoll sind der 31. Dezember als Kalenderjahresende oder der 30. Juni als Kalenderhalbjahr und Heizjahresende (s. Kap. I.2). I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Das Asselager ist unbeheizt und wird daher nachfolgend nicht mitbetrachtet. Die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel werden überwiegend mit Erdgas beheizt. Drei Heizungsanlagen werden mit Heizöl betrieben und versorgen die HRS Sickte, Sporthalle, die HRS Baddeckenstedt, Schule inklusive Anbau und den Harztorwall 25 inklusive Anbau. In kommunalen Liegenschaften kommt es häufiger vor, dass mehrere Gebäude über eine Heizungsanlage versorgt werden. Dies spielt bei der gebäudespezifischen Ermittlung von Verbräuchen, Kosten und Emissionen eine erhebliche Rolle, wenn keine getrennten Verbrauchszählungen und Kostenverwaltungen erfolgen. Für solche Liegenschaften (s. nachfolgende Auflistung), wurde eine Abschätzung der Verteilung der Verbräuche und Kosten durchgeführt. Diese berücksichtigt gleichberechtigt zwei Merkmale: die beheizte Nettogrundfläche und die Nutzungsdauer. Beide Kenngrößen wurden miteinander multipliziert – daraus ergab sich der gebäudespezifische Nutzen. Die Nutzenwerte wurden zueinander ins Verhältnis gesetzt. Dieses Verhältnis gibt die Verteilung der Verbräuche und Kosten auf die Gebäude wieder. Das beschriebene Verfahren wurde angewendet für: HRS Schladen, Schule und Anbau sowie Sporthalle, integriert HRS Schöppenstedt, Schule und Anbau HRS Sickte, Schule, Anbau und Verwaltung sowie Sporthalle, integriert HRS Baddeckenstedt, Schule und Anbau IGS Wallstraße, Schule, Anbau und Mensa BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A-D und Rundhaus 22/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E und Werkhalle Holz sowie Sporthalle Bildungszentrum, Altbau und Neubau sowie Harzstr. 6 Bahnhofstr. 11, Altbau, Neubau und Turm Straßenverkehrsamt und Pavillon (getrennte Heizungsanlagen, aber nur ein Zähler) Harztorwall 25 und Anbau Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung und Fahrzeughalle Sinnvoll wäre auch die Berücksichtigung des energetischen Zustandes der Gebäude bei der Verteilungsberechnung, allerdings gibt es im Gegensatz zu den beheizten Flächen und den Nutzungszeiten kein einfach zu bestimmender Bewertungswert mit der benötigten Genauigkeit. Hier mit groben Klassifizierungen zu arbeiten, würde das Ergebnis eher noch mit einem weiteren Fehler behaften. Sämtliche Betrachtungen gemeinsam versorgter Gebäude können nur dann korrekt erfolgen, wenn die Verbräuche für jedes Gebäude gemessen werden. Daher wird empfohlen, die entsprechenden Energiezähler nachzurüsten. Weitere Betrachtungen und Bewertungen der betroffenen Gebäude in diesem strategischen Konzept sind daher immer mit der Einschränkung der abgeschätzten Verbrauchs- und Kostenverteilungen zu verstehen. Nachfolgend angegebene Heizenergieverbräuche (Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2013) umfassen die witterungsbereinigten Energieverbräuche für die Raumwärme sowie die Energieverbräuche für zentrale Warmwasserbereitung über die Heizungsanlage. Da keine genaueren Angaben über den Energieverbrauchsanteil für Warmwasserbereitung zur Verfügung standen, wurde der entsprechend der Regeln für die Berechnung von Energieverbrauchskennwerten angesetzte Pauschalwert von 5 %i angesetzt. i siehe Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchskennwerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30. Juli 2009 23/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Abb. I.1.1.2-1 Mittlere Heizenergieverbräuche nach Gebäudekategorien 2011-2013 (inkl. zentrale Warmwasserbereitung) Größte Verbraucher sind erwartungsgemäß die 24 Schulgebäudeteile mit einem Anteil von etwa 57 % am Gesamtenergieverbrauch; das liegt unterhalb des Anteils an der beheizten Nettogrundfläche von 66 %. Die Verbrauchsanteile der Heizenergie liegen beim Handel (Post im Harztorwall 25, Anbau) leicht oberhalb den Anteilen an den beheizten Nettogrundflächen; bei den Verwaltungen (15 % Flächenanteile) und bei den Sporthallen 14 % Flächenanteile) fällt der Unterschied etwas höher aus. Gleiche Anteilsverhältnisse gibt es bei Feuerwehr/Rettungsdienst. Die Heizkosten betrugen im Zeitraum 2011-2013 durchschnittlich etwa 624.000 € pro Jahri. Dabei ist zu beachten, dass diese Zahl teilweise auf berechneten Werten beruhen, da die tatsächlichen Kosten nicht vorlagen (s. Kap. I.1.1.1). Bei mit Heizöl versorgten Gebäuden kann dies auch an unregelmäßigen Lieferungen liegen. Aus den Energieverbräuchen resultieren Emissionen von Klimagasen. Diese wurden als CO2-Äquivalente ermittelt, d. h. es sind neben Emissionen von Kohlendioxid auch weitere Klimagase berücksichtigt, beispielsweise Methan und Lachgas. Zuzüglich zu den direkten Emissionen aus den Verbrennungsprozessen sind auch Emissionen aus den jeweiligen Vorketten (Gewinnung des Energieträgers, Umwandlung, Transport etc.) einbezogen. i Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten. 24/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Hierbei treten jährlich leichte Schwankungen auf. Vereinfachend wurden die Klimagasemissionen mit den nachfolgenden Emissionsfaktoren – abgeleitet aus der GEMISDatenbank (Version 4.93) – berechnet: Erdgasheizung: 285,5 g CO2-Äq. pro kWh Heizölheizung: 374,0 g CO2-Äq. pro kWh Abb. I.1.1.2-2 Mittlere Klimagas-Emissionen (CO2-Äquivalente) durch Heizung nach Gebäudekategorien der Jahre 2011-2013 Die Verteilung der mittleren Klimagas-Emissionen durch Heizenergie fällt für die Gebäudekategorien ähnlich aus wie für die Verbräuche. Das ist darauf zurückzuführen, dass sehr viele Gebäude durch den gleichen Energieträger (Erdgas) versorgt werden. Lediglich drei Heizungsanlagen, die fünf Gebäude mit Wärme versorgen, werden mit Heizöl betrieben. Heizöl verursacht insgesamt höhere Klimagas-Emissionen als Erdgas. Da die betroffenen Gebäude sich allerdings auf vier Gebäudekategorien – Schule, Verwaltung, Sporthalle und Handel – verteilen, kommen die Auswirkungen in dieser Betrachtung nicht zum Tragen. Die absoluten Energieverbräuche haben gezeigt, welche Gebäudekategorien die Großverbraucher im Landkreis Wolfenbüttel sind. Daraus lassen sich aber nur begrenzt Rückschlüsse auf die energetische Bewertung ziehen. Deshalb wurden ergänzend auf die Nettogrundflächen bezogene Heizenergieverbrauchskennwerte ermittelt. In der 25/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz nachfolgenden Tabelle sind sie für jedes einzelne Gebäude den Vergleichskennwerten für Nichtwohngebäude nach Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 gegenübergestellt. Die fettgedruckten Zeilen in der Tabelle geben den Hinweis, dass der Verbrauchswert überschritten wird. Heizenergieverbrauchskennwert [kWh/(m²NGFa)] Nr. Bezeichnung (Kennwert für gesamten Gebäudekomplex bei gemeinsamer Heizungsanlage) Vergleichswerte nach EnEV 2009 [kWh/(m²NGFa)] 01 Teichgarten, Schule 113 105 02 Peter-Räuber 97 105 03 Peter-Räuber, Anbau 605 105 04 Teichgarten, Sporthalle 156 120 05 Ludwig-von-Strümpell 94 105 06 HRS Schladen, Schule 117 (124) 105 117 (124) 90 218 (124) 120 200 120 164 105 166 (167) 90 166 (167) 105 119 120 65 (108) 105 112 (108) 90 94 (108) 105 176 (108) 120 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert HRS Schladen, Sporthalle Alte Realschule Schöppenstedt HRS Schöppenstedt, Schule HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau HRS Schöppenstedt, Sporthalle HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule, Verwaltung HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert 18 HRS Sickte, Sporthalle 136 120 19 HRS Baddeckenstedt, Schule 105 (102) 90 26/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Heizenergieverbrauchskennwert [kWh/(m²NGFa)] Nr. Bezeichnung 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau IGS Wallstraße, Schule, Mensa IGS Wallstraße, Sporthalle BBS Carl-GotthardLanghans, Schule Gebäude A BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Rundhaus BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude D BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle BBS Carl-GotthardLanghans, Hausmeisterwohnung 35 Bildungszentrum, Altbau 36 Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung 37 Bildungszentrum, Neubau (Kennwert für gesamten Gebäudekomplex bei gemeinsamer Heizungsanlage) Vergleichswerte nach EnEV 2009 [kWh/(m²NGFa)] 105 (102) 105 286 120 84 (80) 90 84 (80) 105 53 (80) 105 105 120 146 (145) 80 146 (145) 80 146 (145) 80 146 (145) 80 146 (145) 80 122 (168) 80 122 (168) 80 301 (168) 120 war nicht zu ermitteln 100 185 (186) 80 war nicht zu ermitteln 100 185 (186) 80 27/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Heizenergieverbrauchskennwert [kWh/(m²NGFa)] Nr. Bezeichnung (Kennwert für gesamten Gebäudekomplex bei gemeinsamer Heizungsanlage) Vergleichswerte nach EnEV 2009 [kWh/(m²NGFa)] 38 Bahnhofstr. 11, Altbau 191 (187) 80 39 Bahnhofstr. 11, Neubau 191 (187) 80 40 Bahnhofstr. 11, Turm 192 (187) 80 41 Straßenverkehrsamt 168 (161) 80 42 Straßenverkehrsamt Pavillon 160 (161) 80 43 Harztorwall 4 153 80 44 Harztorwall 25 146 80 45 Harztorwall 25, Anbau 175 75 46 Gesundheitsamt 193 80 47 Harzstr. 6 237 (186) 80 57 (55) 135 57 (55) 100 48 49 Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Fahrzeughalle 50 Rettungswache Heiningen 204 100 51 FTZ Schladen, Altbau 355 100 52 FTZ Schladen, Neubau 85 100 Tab. I.1.1.2-1 Bewertungstabelle der Heizenergieverbräuche der einzelnen Gebäude Diese Bewertung gibt erste Hinweise auf Einrichtungen mit hohen Verbräuchen. Gebäude, die die Vergleichswerte der EnEV unterschreiten, sind aber nicht automatisch energieeffizient – auch das Nutzerverhalten kann hier erheblichen Einfluss ausüben. Ein gutes Beispiel dafür ist die IGS Wallstraße. Dort wird die eingebaute Leittechnik in Absprache mit der Schulleitung von den Hausmeistern konsequent genutzt, so dass die Temperaturen raumweise geregelt werden und 20°C dabei nicht überschritten werden. Bei den Gebäuden, die über eine gemeinsame Heizungsanlage wärmeversorgt werden, fällt auf, dass durch die Aufteilung der Verbräuche nach dem beschriebenen Verfahren die Sporthalle der BBS einen deutlich höheren Kennwert aufweist, als wenn die Gebäude nur im gesamten Komplex bewertet würden. Das ist auf die intensive Nutzung der Sporthalle 28/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz zurückzuführen – das gilt auch für die integrierten Sporthallen der HRS Schladen und HRS Sickte sowie für die Harzstr. 6. Infolge dessen und einer geringen Nutzungsintensität des Schulgebäudes der HRS Sickte wird dieses rechnerisch besser gestellt, als es tatsächlich aufgrund des aktuellen Bauzustandes sein kann. In die Erarbeitung der strategischen Empfehlungen, wie z. B. den Sanierungsfahrplan, kann die hier vorgenommene Bewertung nur als ein, jedoch nicht ausschlagebenden, Aspekt eingehen. Um Kennwerte ermitteln zu können, die ein möglichst reales Bild verschaffen, muss jedes Gebäude mit eigenen Zählern ausstattet werden. Auffällig ist, dass in vielen Gebäuden die Kennwerte ganz erheblich überschritten werden – siehe nachfolgende Übersicht. Prozentuale Überschreitung der EnEV-Vergleichswerte Absolute Überschreitung der EnEVVergleichswerte [kWh/(m²NGFa)] Nr. Bezeichnung 03 Peter-Räuber, Anbau 476% 500 51 FTZ Schladen, Altbau 255% 255 47 Harzstr. 6 196% 157 33 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle 151% 181 46 Gesundheitsamt 141% 113 40 Bahnhofstr. 11, Turm 140% 112 39 Bahnhofstr. 11, Neubau 139% 111 38 Bahnhofstr. 11, Altbau 139% 111 21 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle 138% 166 45 Harztorwall 25, Anbau 133% 100 37 Bildungszentrum, Neubau 132% 105 35 Bildungszentrum, Altbau 132% 105 41 Straßenverkehrsamt 111% 88 50 Rettungswache Heiningen 104% 104 42 Straßenverkehrsamt Pavillon 99% 80 29/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Absolute Überschreitung der EnEVVergleichswerte [kWh/(m²NGFa)] Nr. Bezeichnung Prozentuale Überschreitung der EnEV-Vergleichswerte 43 Harztorwall 4 92% 73 11 HRS Schöppenstedt, Schule 84% 76 83% 66 83% 66 83% 66 83% 66 83% 66 27 29 26 28 30 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule Gebäude A BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundhaus BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D 44 Harztorwall 25 82% 66 08 HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert 81% 98 09 HRS Schladen, Sporthalle 67% 80 58% 61 56% 59 53% 42 52% 42 47% 56 12 10 32 31 17 HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau Alte Realschule Schöppenstedt BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert 04 Teichgarten, Sporthalle 30% 36 07 HRS Schladen, Schule, Anbau 30% 27 15 HRS Sickte, Schule, Anbau 24% 22 19 HRS Baddeckenstedt, Schule 16% 15 18 HRS Sickte, Sporthalle 14% 16 06 HRS Schladen, Schule 11% 12 30/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Nr. Bezeichnung 01 Teichgarten, Schule Tab. I.1.1.2-2 Prozentuale Überschreitung der EnEV-Vergleichswerte 8% Absolute Überschreitung der EnEVVergleichswerte [kWh/(m²NGFa)] 8 Überschreitung einzelner Gebäude der EnEV-Vergleichswerte für spezifische Heizenergieverbräuche Es wird deutlich, dass der Landkreis Wolfenbüttel bezüglich seiner Liegenschaften großen Handlungsbedarf hat. Nähere Ausführungen zu den einzelnen Gebäuden und der Energieorganisation werden in den weiteren Kapiteln dieses Konzeptes gegeben. Um weitere Hinweise zu erhalten, in welchen Gebäuden vorrangig Energie eingespart werden sollte, wurde eine ABC-Analyse mit folgender Systematik durchgeführt: Die Bewertung erfolgt auf Basis von zwei Kenngrößen: des absoluten Verbrauchswerts und des spezifischen Verbrauchskennwerts Der absolute Verbrauch einer Liegenschaft wurde als hoch eingestuft, sofern er zu den Liegenschaften mit den größten Verbrauchswerten gehört, die zusammen 60 % des Gesamtverbrauchs ausmachen (also 7.304.867 kWh/a). Mit Priorität „A“ wurden diejenigen Liegenschaften versehen, die sowohl einen hohen absoluten als auch spezifischen Verbrauchswert aufweisen, welcher den Vergleichswert nach EnEV überschreitet. Priorität „B“ erhielten diejenigen Liegenschaften, für die eines der genannten Kriterien gilt. Traf keiner der beiden Fälle zu, wurde der Liegenschaft Priorität „C“ zugewiesen. Auch wenn die Gebäude der Kategorien „A“ und „B“ mit höherer Priorität zu sehen sind, besteht selbstverständlich für die Gebäude der Kategorie „C“ ebenfalls Handlungsbedarf. Die folgende Tabelle zeigt die Gebäude sortiert nach Prioritäten. Dabei sind die Gebäude innerhalb der Prioritätenklasse nach der Höhe der prozentualen Überschreitung der EnEVVergleichswerte für die spezifischen Heizenergieverbrauchskennwerte sortiert. Bis einschließlich HRS Schladen, Schule (siehe vorletzte Position Priorität B) werden die Vergleichswerte überschritten – bei allen Gebäude, die unterhalb des genannten Gebäudes aufgeführt sind, werden die Vergleichswerte unterschritten. Das bedeutet, dass die IGS Wallstraße, Schule, die in der Auflistung der Priorität B zuunterst steht, nur aufgrund ihres absoluten hohen Verbrauchs der Priorität B statt C zugeordnet wurde. 31/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz Priorität A – 15 Gebäude Peter-Räuber, Anbau BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Bahnhofstr. 11, Neubau HRS Baddeckenstedt, Sporthalle Bildungszentrum, Altbau HRS Schöppenstedt, Schule BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D HRS Schladen, Sporthalle Alte Realschule Schöppenstedt BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Schule Teichgarten, Schule Priorität B – 23 Gebäude FTZ Schladen, Altbau Harzstr. 6 Gesundheitsamt Bahnhofstr. 11, Turm Bahnhofstr. 11, Altbau Harztorwall 25, Anbau Bildungszentrum, Neubau Straßenverkehrsamt Rettungswache Heiningen Straßenverkehrsamt Pavillon Harztorwall 4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule Gebäude A BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundhaus Harztorwall 25 HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert 32/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert Teichgarten, Sporthalle HRS Sickte, Sporthalle HRS Schladen, Schule IGS Wallstraße, Schule Priorität C – 12 Gebäude HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau HRS Schöppenstedt, Sporthalle Peter-Räuber Ludwig-von-Strümpell HRS Sickte, Schule, Verwaltung IGS Wallstraße, Sporthalle FTZ Schladen, Neubau IGS Wallstraße, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Fahrzeughalle IGS Wallstraße, Schule, Mensa Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung Tab. I.1.1.2-3 Priorisierung mittels ABC-Analyse Auffällig ist, dass der Altbau der Bahnhofstr. 11 der Priorität B zugewiesen ist, während der Neubau zur Priorität A gehört. Das würde man eher umgekehrt erwarten. Erklärung: Für die Priorität A müssen zwei Kriterien erfüllt werden: 1. Der Heizenergieverbrauchskennwert überschreitet den Richtwert der EnEV und 2. das Gebäude gehört zu den Großverbrauchern. Kriterium 1 erfüllen sowohl der Altbau als auch der Neubau. Der Altbau gehört jedoch nach den angewandten Betrachtungsweisen dieses Konzepts im Gegensatz zum Neubau nicht zu den Großverbrauchern. Da der Alt- und der Neubau über eine gemeinsame Heizungsanlage versorgt sind, jedoch keine getrennten Zähler vorhanden sind, wurden die Verbrauchszahlen unter Berücksichtigung von Flächen und Nutzungsintensitäten auf die Gebäude aufgeteilt. Da die Nutzungszeiten im Altbau und Neubau der Bahnhofstr. 11 gleich sind, kommen also ausschließlich die Flächen zum Tragen. Der Neubau ist annähernd doppelt so groß wie der Altbau, entsprechend hat der Neubau auch die Anteile am Energieverbrauch zugewiesen bekommen. Die energetischen Zustände der Gebäude konnten nicht berücksichtigt werden, 33/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.3 Strom-Bilanz weil es dafür keinen einfach zu bestimmenden Bewertungswert mit der benötigten Genauigkeit gibt. Wie bei der Bahnhofstr. 11 verhält es sich auch zwischen den Gebäuden A, B, C, D und Rundhaus der BBS. Das jüngere Gebäude D ist wesentlich größer als jeweils die anderen mitbeheizten Gebäude und damit der Priorität A zugeordnet worden. Wichtig ist – insbesondere vor dem Hintergrund der Ungenauigkeiten aufgrund fehlender Zählwerte – dass die Bewertungen und Schlussfolgerungen nicht nur auf einer Kenngröße basieren. Neben den dargestellten Prioritäten sind auch verschiedene Wirtschaftskenngrößen, die energetischen Gebäudezustände, notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, Nutzungsplanungen usw. zu berücksichtigen. I.1.1.3 Strom-Bilanz Die Hausmeisterwohnung der BBS Carl-Gotthard-Langhans sowie der von der Post genutzte Anbau des Harztorwalls 25 werden nachfolgend nicht betrachtet, da die Stromverbräuche direkt von den Nutzern abgerechnet werden und nicht bekannt sind. Auch bei der Stromversorgung gibt es wie bei den Heizungsanlagen einige Gebäude, die von anderen mitbedient werden. In diesen Fällen kann keine Verteilung auf die einzelnen Gebäude erfolgen, denn im Gegensatz zur Heizung gibt es keine verlässlichen Bewertungsgrößen. Die Stromverbräuche sind in erster Linie von den verwendeten Geräten und den Nutzern abhängig – im Rahmen dieses Klimaschutzkonzeptes konnte keine exakte Erhebung dieser Daten vorgenommen werden. Daher werden die Gebäude, für die die Stromverbräuche nur gemeinsam vorliegen, jeweils zusammengefasst dargestellt. Es ergibt sich in der Folge bei den Gebäudekategorien eine Mischkategorie „Schule/Sporthalle“ (siehe Tabelle unten), bei der keine eindeutige Bewertung der Kenndaten möglich ist. Dies gilt es zu beachten, wenn die nachfolgenden Ergebnisse betrachtet werden. Kategorie „Schulen / Sporthallen“ Teichgartenschule inkl. Sporthalle und Peter-Räuber inkl. Sporthalle alle Gebäude der Haupt- und Realschule Schladen (Schule, Anbau, integrierte Sporthalle) alle Gebäude der Haupt- und Realschule Sickte (Schule, Anbau, Verwaltung, integrierte Sporthalle) sowie die Sporthalle Schulgebäude (ohne Anbau) und Sporthalle der Haupt- und Realschule Baddeckenstedt alle Schulgebäude der BBS Carl-Gotthard-Langhans sowie die Sporthalle Tab. I.1.1.3-1 Bildung einer gemischten Gebäudekategorie aufgrund gemeinsamer Stromverbrauchsmessung von Gebäuden Die Stromverbräuche umfassen neben den elektrischen Bürogeräten auch Hilfsströme für die Heizungsanlagen sowie ggf. Verbräuche für die dezentrale Warmwasserbereitung durch Boiler bzw. Durchlauferhitzer. 34/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.3 Strom-Bilanz Abb. I.1.1.3-1 Mittlere Stromverbräuche nach Gebäudekategorien 2011-2013 (inkl. dezentrale Warmwasserbereitung) Größte Stromverbraucher sind die Schulen und Sporthallen mit einem Anteil von insgesamt 67 % am gesamten Stromverbrauch des Landkreises Wolfenbüttel. Im Vergleich zu den Heizenergieverbräuchen fällt der Anteil an der Stromnutzung für die Schulen und Sporthallen sogar um 9 % geringer aus. Anders ist dies bei der Verwaltung: Mit 27 % Anteil am Gesamtstromverbrauch ist dieser im Vergleich zum Anteil des Heizenergieverbrauchs um 7 % höher. Alle weiteren Gebäudekategorien sind hinsichtlich ihrer Anteile am Gesamtstromverbrauch nur Geringverbraucher. Die Stromkosten betrugen im Zeitraum 2011 bis 2013 durchschnittlich etwa 410.000 € pro Jahri, wobei von 2011 (ca. 360.000 €) bis 2013 (ca. 450.000 €) eine jährliche Steigerung von über 10 % zu verzeichnen ist. Diese Entwicklung ist nicht an den Stromverbrauch gekoppelt. Zwar stieg der Gesamtverbrauch von 2011 zu 2012, allerdings nur um etwa 3,5 % – von 2012 auf 2013 sank der Gesamtverbrauch sogar, obwohl die Mensa der IGS Wallstraße noch neu dazukam. Die Stromverbräuche der einzelnen Liegenschaften können dem Anhang 7 entnommen werden. i Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten. 35/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.3 Strom-Bilanz Ebenso wie bei der Heizung wurden für die Berechnung der Klimagas-Emissionen die Faktoren für die CO2-Äquivalente (berücksichtigen neben Emissionen von Kohlendioxid auch weitere Klimagase) aus der GEMIS-Datenbank (Version 4.93) bzw. Daten des Umweltbundesamtes (gilt für die Jahreswerte 2009 und 2013) abgeleitet: deutscher Strommix 2009: 605,4 g CO2-Äq. pro kWh deutscher Strommix 2010: 587,7 g CO2-Äq. pro kWh deutscher Strommix 2011: 605,4 g CO2-Äq. pro kWh deutscher Strommix 2012: 613,0 g CO2-Äq. pro kWh deutscher Strommix 2013: 606,5 g CO2-Äq. pro kWh Durch die hohen Umwandlungs- und Leitungsverluste ist fossil erzeugter Strom ein sehr starker Treibhausgasemittent. Da Stromverbrauch und Ausstoß von Emissionen deckungsgleich verlaufen, sind die hohen Verbraucher zugleich die hohen Emittenten. (Die Abweichung bei den Schulen ergibt sich durch Rundungen – sowohl bei den Stromverbräuchen als auch den Klimagas-Emissionen liegt der Anteil bei jeweils etwa 16,5 %.) Abb. I.1.1.3-2 Mittlere Klimagas-Emissionen (CO2-Äquivalente) durch Strom nach Gebäudekategorien 2011-2013 Auch für den Stromverbrauch wurden spezifische Kennwerte gebildet, die eine Bewertung der Messdaten ermöglicht. Nachfolgende Tabelle stellt die Stromverbrauchskennwerte den 36/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.3 Strom-Bilanz aktuellen Vergleichswerten gegenüber, die mit der EnEV 2009 eingeführt wurden. Bei der gemischten Gebäudekategorie werden mehrere Vergleichswerte angegeben. Die fettgedruckten Zeilen in der Tabelle geben den Hinweis, dass der Verbrauchswert überschritten wird. Stromverbrauchs- Vergleichswerte kennwert nach EnEV [kWh/(m²NGFa)] 2009 Nr. Bezeichnung 01-04 Teichgarten, Schule/Sporthalle; PeterRäuber/Anbau 27 15/35 05 Ludwig-von-Strümpell 14 15 06-08 HRS Schladen, Schule/Anbau/Sporthalle integriert 10 10/35 09 HRS Schladen, Sporthalle 23 10/35 10/12 Alte Realschule Schöppenstedt/HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau 8 10 11 HRS Schöppenstedt, Schule 23 10 13 HRS Schöppenstedt, Sporthalle 24 35 14-18 HRS Sickte, Schule/Anbau/Verwaltung/Sporthalle integriert/Sporthalle 21 10/35 19/21 HRS Baddeckenstedt, Schule/Sporthalle 29 10/35 20 HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau 3 10 22-24 IGS Wallstraße, Schule/Anbau/Mensa 15 10 25 IGS Wallstraße, Sporthalle 8 35 26-33 BBS CGL, Schule, Gebäude A/B/C/D/Rundhaus/WerkhalleE/Holz/Sport halle 20 20/35 35/37 Bildungszentrum, Altbau/Neubau 33 20 38-40 Bahnhofstr. 11, Altbau/Neubau/Turm 67 30 41 Straßenverkehrsamt 42 20 42 Straßenverkehrsamt Pavillon 29 20 43 Harztorwall 4 9 20 37/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.3 Strom-Bilanz Stromverbrauchs- Vergleichswerte kennwert nach EnEV [kWh/(m²NGFa)] 2009 Nr. Bezeichnung 44 Harztorwall 25 31 20 46 Gesundheitsamt 21 20 47 Harzstr. 6 20 20 48/49 Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung/Fahrzeughalle 58 50/20 50 Rettungswache Heiningen 61 20 51/52 FTZ Schladen, Altbau/Neubau 19 20 53 Asselager 77 20 Tab. I.1.1.3-2 Bewertungstabelle der Stromverbräuche der Gebäude Es fällt auf, dass in verhältnismäßig vielen Gebäuden die Stromverbrauchskennwerte die EnEV-Vergleichswerte deutlich überschreiten. Spitzenreiter ist das Asselager mit einer Überschreitung von 285 %. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der gewählte EnEVVergleichswert für Freizeitzentren, Jugendhäuser, Gemeindehäuser gilt. In diese Kategorie passt das Asselager nur teilweise. Der besondere Charakter des Asselagers als temporäre Ferieneinrichtung wird hierbei nicht berücksichtigt. Außerdem zählt das Asselager zu den absoluten Geringverbrauchern: Nur die Rettungswache Heiningen, der Anbau der HRS Baddeckenstedt, der Harztorwall 4 und der Pavillon des Straßenverkehrsamtes verbrauchen im Jahr noch weniger Strom als das Asselager. Vor diesem Hintergrund stellt das Asselager keine hohe Priorität für Stromeinsparung dar. Dennoch sollte mit der Lagerleitung überlegt werden, an welchen Stellen Strom gespart werden könnte, ohne dass das Lagerleben dadurch eine Einschränkung erfahren würde (Stichworte: Lagerradio, Beleuchtung). Besonders hohe Abweichungen der Stromverbrauchskennwerte von über 100 % treten auch bei folgenden Liegenschaften auf: Rettungswache Heiningen HRS Schöppenstedt, Schule Bahnhofstr. 11, Altbau/Neubau/Turm Straßenverkehrsamt Wie bereits oben erwähnt, hat die Rettungswache Heiningen einen nur geringen absoluten Jahresverbrauch (<10.000 kWh). Wesentlich interessanter ist eine nähere Betrachtung der Bahnhofstr. 11 mit dem Altbau, dem Neubau und dem Turm. Dieses Verwaltungsgebäude gehört mit etwa 270.000 kWh/a zu den vier Großverbrauchern im Landkreis Wolfenbüttel, die in Summe etwa 60 % des gesamten Stroms verbrauchen. Als 38/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.3 Strom-Bilanz Ursachen für die hohen Stromverbräuche kommen vor allem die Informations- und Kommunikationstechnik, die Klimaanlage des Serverraums und die Beleuchtung in Frage. Es wird empfohlen, hier weitergehende Untersuchungen anzustellen, z. B. Analyse zur Optimierung von Outputgeräten (Drucker etc.) und Servern. Auch im Straßenverkehrsamt (mögliche Verbrauchsquellen: Computer, Drucker und Klimaanlage des Serverraums) und der HRS Schöppenstedt (keine Begehungen im Rahmen dieses Konzeptes) sollten Ursachen für die hohen Stromverbräuche näher untersucht werden. Schwieriger zu bewerten, sind Kennwerte, wenn mehrere Gebäude mit unterschiedlichen Vergleichswerten gemeinsam mit Strom versorgt werden. Für die Verwaltung und die Fahrzeughalle in der Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8 ist der Stromverbrauchskennwert allerdings eindeutig zu hoch. Da diese Gebäude nicht im Baustein 2 näher untersucht wurden, kann über die Ursachen keine Aussage getroffen werden. Folgende Schulgebäude und Sporthallen überschreiten mit ihren Stromverbrauchskennwerten jeweils die Vergleichswerte für Schulen deutlich, unterschreiten jedoch die Vergleichskennwerte für Sporthallen: HRS Baddeckenstedt, Schule/Sporthalle Teichgarten, Schule/Sporthalle; Peter-Räuber/Anbau HRS Sickte, Schule/Anbau/Verwaltung/Sporthalle integriert/ Sporthalle HRS Schladen, Sporthalle Auch bei diesen genannten Gebäuden sind nähere Betrachtungen zum Stromverbrauch grundsätzlich empfehlenswert. Eine wesentliche Rolle für Energieeffizienz spielen neben der Technik die Nutzer eines Gebäudes. Daher sollten bewusstseinsfördernde und motivierende Maßnahmen für Nutzer zum Zwecke des energieeffizienten Verhaltens ergriffen werden. Abb. I.1.1.3-3 Gegenüberstellung Energieverbrauch, Energiekosteni und KlimagasEmissionen durch Heizung und Strom (Durchschnittswerte 2011-2013) Es wird deutlich, dass die Heizenergie in allen Bereichen den weit größten Anteil trägt. Auch ersichtlich ist, dass Strom ein vergleichsweise kostentreibender Faktor ist – und auch immer i Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten. 39/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.1.4 Frischwasser-Bilanz noch ein klimaschädigender Energieträger ist, auch wenn der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix schon Verbesserung gebracht hat. I.1.1.4 Frischwasser-Bilanz Zu einer ganzheitlichen Betrachtung gehört auch der Wasserverbrauch – hier greifen Ressourcen- und Energieeffizienz ineinander. Die Gewinnung und Aufbereitung von Trinkwasser, der Transport, die Erwärmung, die Speicherung sowie die Schmutzwasseraufbereitung – das alles sind Prozesse, für die Energie benötigt wird. Diese Energieverbräuche werden so jedoch nicht erfasst, weshalb eine Bewertung nur sehr begrenzt möglich ist. Es ist davon auszugehen, dass Gebäude mit hohen Frischwasserverbräuchen auch damit zusammenhängend höhere Energieverbräuche und Klimawirkungen verursachen. Die größten Wasserverbraucher in den Jahren 2011 bis 2013 sind: BBS Carl-Gotthard-Langhans, alle Gebäude und Sporthalle (ca. 1.730 m³/a) Peter-Räuber (ca. 1.680 m³/a) IGS Wallstraße, Schule und Anbau (ca. 1.190 m³/a) Da die Daten der BBS alle Gebäude und die Sporthalle umfassen, ist der Verbrauch im Vergleich zu anderen Schulgebäuden und Sporthallen nicht als zu hoch einzustufen. Setzt man den Wasserverbrauch der Peter-Räuber-Schule ins Verhältnis zur Schüleranzahl und vergleicht dann die Werte mit den anderen Förderschulen Teichgarten-Schule und Ludwig-von-Strümpell miteinander, dann setzt sich die Peter-Räuber Schule mit etwa 18 m³/a pro Schüler deutlich von den beiden anderen Förderschulen (etwa 2-4 m³/a pro Schüler) ab. Ursache dafür ist das Therapiebad, das sich im Anbau der Peter-Räuber-Schule befindet. Bei der IGS Wallstraße ist zu bedenken, dass sie auch eine höhere Schüleranzahl als die anderen allgemeinbildenden Schulen hat. Setzt man bei den allgemeinbildenden Schulen die Wasserverbräuche ins Verhältnis zu den Schülerzahlen, erzielen alle Schulen annähernd gleiche Werte zwischen 1 und 1,6 m³/a pro Schüler. Die geringsten mittleren Wasserverbräuche (< 100 m³/a) weisen auf: FTZ Schladen, Neubau Rettungswache Heiningen Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung und Fahrzeughalle IGS Wallstraße, Sporthalle Da die Sporthalle der IGS Wallstraße neu ist, liegen nur wenige Verbrauchswerte vor – eine erhebliche Erhöhung der Wasserverbräuche in den Folgejahren ist denkbar und sollte kontrolliert werden. 40/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.2 Einsparpotenziale Wasserverbrauch verursacht auch entsprechende Kosten. Dem Landkreis Wolfenbüttel entstehen jährlich Wasserkosten in Höhe von etwa 100.000 Euro. Wassersparen schont also nicht nur Ressourcen und vermindert Energieeinsatz, sondern bietet auch Potenzial zur Kostensenkung. I.1.2 Einsparpotenziale Eine wichtige Kenngröße für die Bewertung der Energieverbräuche stellen die Einsparpotenziale dar. Bei Potenzialabschätzungen werden grundsätzlich die drei Abstufungen „Theoretisches Potenzial“, „Technisch realisierbares Potenzial“ und „Wirtschaftliches Potenzial“ betrachtet. Theoretisches Potenzial Technisches Potenzial Wirtschaftliches Potenzial Abb. I.1.2-1 Definition von Potenzialen Das wirtschaftliche Potenzial ist eine Teilmenge des technischen Potenzials, das wiederum eine Teilmenge des theoretischen Potenzials darstellt. Das Energieeinsparpotenzial von Gebäuden liegt theoretisch bei 100 % – sofern die Gebäudesubstanz mindestens auf Nullenergiehausstandard gebracht wird; das würde bedeuten, dass durch Anlagen am Gebäude zur Gewinnung von erneuerbaren Energien (Solarstrom, Solarwärme, Umgebungswärme) so viel Energie produziert wie in dem Gebäude verbraucht wird. Das technische Potenzial wird beschränkt durch die aktuellen Möglichkeiten von Wissenschaft und Technik, die vorhandenen strukturellen Begrenzungen und normativen Einschränkungen sowie die selbst auferlegten Grenzen (z. B. Gebäudegestaltungsfragen und Funktionalität). Nachfolgend wird das auf die EnEV beruhende technische Potenzial dargestellt; detailliertere Betrachtungen für die in den Bausteinen 2 und 3 näher untersuchten Gebäude unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte werden im Rahmen der Bewertung der einzelnen Verbesserungsmaßnahmen (s. III.1 Einsparungen) näher betrachtet. 41/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.2 Einsparpotenziale Für die Abschätzung der Einsparpotenziale wird hier – in aller Regel der Realität entsprechend – davon ausgegangen, dass es technisch möglich ist, alle Liegenschaften entsprechend den Anforderungen der EnEV für Bestandsgebäude zu sanieren. Daher werden die Einsparpotenziale der einzelnen Liegenschaften ermittelt, indem der Heizenergieverbrauchskennwert dem Vergleichswert aus der EnEV 2009 gegenübergestellt wird. Übersteigt der ermittelte Kennwert den Vergleichswert, so entspricht die Differenz aus Kennwert und Vergleichswert dem Einsparpotenzial. Gebäude, deren Heizenergieverbrauchskennwert bereits den Vergleichswert unterschreitet, haben nach dieser Betrachtung kein Einsparpotenzial. Tatsächlich sind in diesen Gebäuden dennoch Einsparungen möglich – sie werden in diesem Klimaschutzkonzept nicht quantifiziert, jedoch im Rahmen der Maßnahmenempfehlungen selbstverständlich berücksichtigt. Die (wie oben beschrieben) ermittelten Einsparpotenziale in der Wärmeversorgung der einzelnen Liegenschaften sind in nachfolgender Tabelle übersichtlich dargestellt. Nr. Bezeichnung 01 Teichgarten, Schule 03 Peter-Räuber, Anbau 04 Teichgarten, Sporthalle 06 HRS Schladen, Schule 07 08 09 10 11 12 HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert HRS Schladen, Sporthalle Alte Realschule Schöppenstedt HRS Schöppenstedt, Schule HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau 15 HRS Sickte, Schule, Anbau 17 HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert 18 HRS Sickte, Sporthalle 19 HRS Baddeckenstedt, Schule spezifisches Einsparpotenzial [kWh/(m²NGFa)] absolutes Einsparpotenzial [kWh/a)] 8 31.000 500 317.000 36 32.000 12 12.000 27 117.000 98 71.000 80 122.000 59 126.000 76 288.000 61 34.000 22 92.000 56 60.000 16 25.000 15 79.000 42/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.2 Einsparpotenziale Nr. Bezeichnung 21 26 27 28 29 30 31 32 33 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle BBS Carl-GotthardLanghans, Schule Gebäude A BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Rundhaus BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude D BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle 35 Bildungszentrum, Altbau 37 Bildungszentrum, Neubau 38 Bahnhofstr. 11, Altbau 39 Bahnhofstr. 11, Neubau 40 Bahnhofstr. 11, Turm 41 Straßenverkehrsamt 42 Straßenverkehrsamt Pavillon 43 Harztorwall 4 44 Harztorwall 25 45 Harztorwall 25, Anbau spezifisches Einsparpotenzial [kWh/(m²NGFa)] absolutes Einsparpotenzial [kWh/a)] 166 228.000 66 118.000 66 82.000 66 61.000 66 137.000 66 225.000 42 107.000 42 105.000 181 329.000 105 235.000 105 111.000 111 133.000 111 270.000 112 45.000 88 106.000 80 4.000 73 43.000 66 135.000 100 36.000 43/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.2 Einsparpotenziale Nr. Bezeichnung 46 Gesundheitsamt 47 Harzstr. 6 50 Rettungswache Heiningen 51 FTZ Schladen, Altbau Tab. I.1.2-1 spezifisches Einsparpotenzial [kWh/(m²NGFa)] absolutes Einsparpotenzial [kWh/a)] 113 149.000 157 96.000 104 11.000 255 212.000 Einsparpotenziale für Heizenergieverbräuche auf Basis der EnEV 2009, Werte gerundet Gebäude, die in der Tabelle nicht aufgeführt sind, haben Heizenergieverbrauchskennwerte, die bereits unter den Vergleichswerten der EnEV 2009 liegen. Die Einsparpotenziale im Bereich Heizenergie der anderen Gebäude liegen im Bereich von 8 bis 500 kWh/(m²*a). Durchschnittlich liegen die Abweichungen der spezifischen Heizenergiekennwerte von den Gebäuden, die noch nicht den EnEV-Vergleichswert einhalten, in einer Größenordnung von 92 kWh/(m²*a); die Streuung ist dabei groß. Die größten spezifischen Einsparpotenziale sind zu verzeichnen im Anbau der Peter-Räuber-Schule, in der FTZ Schladen, Altbau, der Sporthalle der BBS Carl-Gotthard-Langhans, der Sporthalle der HRS Baddeckenstedt sowie der Harzstr. 6. Es wird deutlich, dass die spezifische Betrachtung nur einen ersten Hinweis auf das Einsparpotenzial gibt. Bei großen Gebäuden können auch schon geringe Überschreitungen des spezifischen Werts zu einem hohen absoluten Einsparpotenzial führen. Insgesamt ergibt sich nach dieser Betrachtungsweise ein absolutes Einsparpotenzial für den Heizenergieverbrauch von durchschnittlich 4.381.000 kWh pro Jahr; das entspricht etwa 36 % des gesamten mittleren Heizenergieverbrauchs der Jahre 2011-13. Damit könnten jährlich etwa 224.000 € gespart und etwa 1.250 t Klimagas-Emissionen vermieden werden. Nachfolgend sind die Einsparpotenziale im Strombereich dargestellt. Nr. Bezeichnung 11 22-24 35/37 38-40 41 HRS Schöppenstedt, Schule IGS Wallstraße, Schule/Anbau/Mensa Bildungszentrum, Altbau/Neubau Bahnhofstr. 11, Altbau/Neubau/Turm Straßenverkehrsamt spezifisches Einsparpotenzial [kWh/(m²NGFa)] absolutes Einsparpotenzial [kWh/a)] 13 48.000 5 44.000 13 42.000 37 149.000 22 26.000 44/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.3 Fortschreibung der Energiekosten Nr. Bezeichnung 42 Straßenverkehrsamt Pavillon 44 Harztorwall 25 46 Gesundheitsamt 50 Rettungswache Heiningen 53 Asselager Tab. I.1.2-2 spezifisches Einsparpotenzial [kWh/(m²NGFa)] absolutes Einsparpotenzial [kWh/a)] 9 500 11 23.000 1 1.000 41 4.000 57 7.000 Einsparpotenziale für Stromverbräuche auf Basis der EnEV 2009, Werte gerundet Das technische Einsparpotenzial im Strombereich beträgt nach der angewandten Betrachtungsmethode etwa 345.000 kWh. Das entspricht etwa 17 % des gesamten mittleren Stromverbrauchs der Jahre 2011-13. Damit könnten jährlich etwa 70.000 € gespart und etwa 200 t Klimagas-Emissionen vermieden werden. Die Potenzialbetrachtungen wurden nur für die Gebäude angestellt, deren Kennwerte die EnEV-Werte überschreiten. Das bedeutet jedoch nicht, dass in den anderen Gebäuden keine Einsparungen mehr möglich sind. Vor allem unter Kostenaspekten, aber auch mit Blick auf die Klimawirkungen sollten weiterhin Anstrengungen zur Energieeinsparung unternommen werden. Entsprechende Maßnahmenvorschläge werden in diesem Klimaschutzkonzept in den Kapiteln II und IV unterbreitet. I.1.3 Fortschreibung der Energiekosten Die Energiekosten unterliegen seit Jahrzehnten einem steigenden Trend – es ist davon auszugehen, dass sich dieser fortsetzen, wenn nicht noch weiter verstärken wird. Insbesondere bei der Folgekostenbewertung von Investitionen sind solche Aspekte unbedingt zu berücksichtigen; dies betrifft auch diese Klimaschutzkonzeption. Bevor jedoch einzelne Investitionsmaßnahmen betrachtet werden, ist es erforderlich, den Fall der Nichtinvestition zu untersuchen. Es wurde hierbei unterstellt, dass sich die Energieverbräuche künftig nicht verändern werden. Das bedeutet, dass weder Änderungen an den Gebäudehüllen oder Anlagentechniken vorgenommen werden, noch sich die Nutzerverhaltensweisen entscheidend ändern. Lediglich die Instandhaltung wird fortgeführt. Der Einfluss von Witterungsbedingungen wird ausgeklammert, da bei der Betrachtung von Energieverbräuchen immer witterungsbereinigte Daten zu Grunde gelegt werden. Als Basisdaten wurde der durchschnittliche Energieverbrauch der letzten fünf zur Verfügung stehenden Jahre (2009-2013) angesetzt. 45/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.1.3 Fortschreibung der Energiekosten Für die Fortschreibung der Energiekosten wurden Preissteigerungen von 5 %, 7 % und 10 % angenommen. Es gibt Indizien dafür, dass angesichts des Überschreitens des „Peak Oil“ (höchste jemals geförderte jährliche Heizölmenge) in den nächsten Jahren schon bei geringen Marktveränderungen weitaus drastischere Preissteigerungen als bislang gewohnt zu erwarten sein dürften. Insofern handelt es sich bei den betrachteten Preissteigerungsraten um eher vorsichtige Annahmen. Der mittlere Energieverbrauch 2011-2013 lag für die Heizung bei etwa 12.175 MWh pro Jahr und für den Strom bei etwa 1.987 MWh pro Jahr. Im Folgenden werden die summierten, fortgeschriebenen Kosten mit den unterschiedlichen Preissteigerungsraten dargestellt. Abb. I.1.3-1 Fortschreibung der Heizkosteni unter Annahme verschiedener Preissteigerungsraten Bei einer Preissteigerungsrate von 5 % steigen die Kosten bis 2027 auf fast das Doppelte. Tritt eine Preissteigerungsrate von 7 % ein, verdoppeln sich die Kosten bereits innerhalb von 10 Jahren. i Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten. 46/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Abb. I.1.3-2 I.2 Fortschreibung der StromkostenI unter Annahme verschiedener Preissteigerungsraten Organisationskonzept Die Organisation von Klimaschutz, Energiekostenersparnis und ordnungsgemäßen Zuständen ist stark an die bestehenden Strukturen vor Ort gekoppelt. I.2.1 IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel Der IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel wurde in einem Interview mit Herrn Moldt aus dem Gebäudemanagement und Herrn Beddig aus dem Amt Zentrale Dienste ermittelt. Ergänzend liegen die Eindrücke und Gesprächsergebnisse mit den Hausmeistern und Nutzern aus den Gebäudebegehungen vor. Aufbau der Verwaltung Die Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel gliedert sich in vier Dezernate: Dezernat I unter Herrn Hortig enthält das Amt für Zentrale Dienste unter Herrn Beddig und das Amt für Ordnung und Verbraucherschutz unter Herrn Lehmann. Im Amt für Zentrale Dienste ist die Gebäudewirtschaft unter Herrn Plumeyer integriert, in dem auch Herr Moldt tätig ist. 47/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.1 IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel Dezernat II unter Herrn Schillmann enthält das Amt für Bauen und Planen, das Amt für Umwelt, die Zuständigkeit für die Wirtschaftsbetriebe des Landkreises Wolfenbüttel und die Abteilungen Abfallwirtschaft, Breitbandbetrieb sowie Finanzen und Controlling. Dezernat III unter Frau Klooth enthält das Amt für Arbeit und Soziales, das Gesundheitsamt und die Zuständigkeit für das Jobcenter Wolfenbüttel. Dezernat IV unter Frau Steinbrügge enthält das Referat für Schule und Sport, das Jugendamt und die Zuständigkeit für den Eigenbetrieb Bildungszentrum des Landkreises Wolfenbüttel. Zuständigkeiten für energierelevante Fragen Die eigenen Liegenschaften des Landkreises werden von der Gebäudewirtschaft im Dezernat I betreut. Das Amt ist ausgestattet mit einer Abteilungsleiterstelle, 2,7 Stellen mit Bauingenieuren, 2 Versorgungsingenieuren, 1,3 Bauzeichner-Stellen und 2 Verwaltungskräften. Die Gebäudewirtschaft ist zuständig für Gebäudesanierungen und -erweiterungen, Planungen von Neubauten und ihren technischen Ausstattungen sowie die Erfassung und Verarbeitung von Ablesungen der Energiezähler. Diese werden von den Energieversorgern mit den Rechnungen geliefert, die anschließend den verschiedenen Bereichs-Budgets zugeordnet werden. Die Kommunikationswege sind kurz und ermöglichen eine unkomplizierte Absprache zwischen den Personen im Amt. So ist sichergestellt, dass jede Stelle von einer anderen Person vertreten werden kann. Dazu erfolgt vor der Vertretung im Urlaubsfall eine intensive Übergabe aktueller Projekte, so dass nicht nur grundlegende Aufgaben, sondern auch projektbezogenen Abläufe reibungslos weitergeführt werden können. Bauliche Kapazitäten und Vorgänge im Landkreis Der Landkreis Wolfenbüttel verfügt über keinen eigenen Bauhof. Die Kreisstraßenmeisterei wurde in der Vergangenheit gelegentlich für Aushilfsarbeiten eingesetzt, um deren Kapazität besser auszulasten. Dies ist seit deren Überführung in einen Betrieb nicht mehr möglich. Kleine Routinearbeiten in den Gebäuden werden so weit wie möglich von den Hausmeistern qualifikationsgemäß erledigt. Sollten die anfallenden Arbeiten ein leistbares Ausmaß überschreiten, informiert der Hausmeister die Gebäudewirtschaft der Verwaltung über den Schaden und den geschätzten Arbeitsanfall. Diese beauftragt dann eine Fremdfirma. Für diese Arbeiten existieren teilweise Rahmenverträge mit lokalen Firmen. Diese werden über Ausschreibungen für zwei Jahre geschlossen. Es sind vereinzelt noch Rahmenverträge existent, die seit rund 20 Jahren gelten. Diese sollen in naher Zukunft aufgekündigt werden, um eine neue Vergabe zu aktuellen Marktpreisen zu ermöglichen. 48/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.1 IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel Generell gilt die landkreisinterne Vergabedienstanweisung. Aufträge werden nach VOB ausgeschrieben und vergeben. In Zukunft soll die Vergabe elektronisch erfolgen. Die Ausführungskontrolle obliegt bei kleinen Arbeiten den Hausmeistern. Bei der freihändigen Vergabe kontrollieren Ingenieure der Gebäudewirtschaft Ausführung und Ergebnis. In großen Projekten, wie z. B. den Bau der Mensa in der Wallstraße, werden die Ausschreibungen und die Baubegleitungen von freiberuflichen Experten formuliert und vollzogen. Bislang wurden keine bestimmten Kriterien bezüglich Energie und Klimaschutz angelegt. Schlechte Erfahrungen mit vereinzelten Firmen führen dazu, dass diese Firmen weniger oder gar nicht mehr beauftragt werden. Erfassung und Auswertung von Verbräuchen Die Gebäudewirtschaft erhält die Verbrauchsdaten ihrer Liegenschaften über die Abrechnungen der Versorger. Bis 2008/2009 wurden die Daten vom zuständigen Bearbeiter der Gebäudeverwaltung sorgfältig katalogisiert und in einer Tabellenkalkulation erfasst. Nach dieser Zeit schienen andere Prioritäten gesetzt worden zu sein. Seit zwei Jahren ist Herr Moldt in dieser Position, der die Daten der vergangenen sechs Jahre, sofern vorhanden und auffindbar, nach Möglichkeit in entsprechenden Tabellen nachträgt. Eine neue, zweite Stelle unterstützt Herrn Moldt in der Funktion der Gebäudebetreuung. Für die Abrechnungen von Brennstoff, Strom und Wasser ist mittlerweile eine zweite Stelle eingerichtet. Als Aufgabe für diese zweite Stelle wird u. a. die Aufarbeitung und Darstellung der Verbrauchsdaten der letzten Jahre ins Auge gefasst. Teilweise erfassen Hausmeister die Zählerwerte für Gas, Strom und Wasser wöchentlich für die eigene Kontrolle. Diese Zahlen werden nicht an das Gebäudemanagement weitergeleitet oder von dort angefordert. Für die Zukunft wird von dem Amt Zentrale Dienste gewünscht, EDV-basierte Meldesysteme zu nutzen. Verbrauchszahlen und klimarelevante Emissionen waren bisher in Politik und Verwaltung kein Thema. Die Kosten für Energie finden Beachtung bei Kostensteigerungen und Auffälligkeiten im Budget. 2014 waren die Budgets für Energie von Schulen und dem Zentralbudget das erste Mal getrennt gehandhabt worden. Aufgrund einer Fehleinschätzung bei der Zuweisung der Budgets musste das Schulbudget durch die Energiekosten überschritten werden, während das Zentralbudget noch Reserven hatte, weil vorher keine konkreten Zahlen zu Energiekosten vorlagen. 49/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.1 IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel Energiebezugsverträge Der Landkreis Wolfenbüttel beauftragt die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL), die Bezugsverträge für Strom und Erdgas auszuschreiben. Die Verträge gelten jeweils für zwei Jahre. Der Landkreis bezieht Ökostrom und Ökogas, wenn deren Tarife nicht um mehr als 10% über den Energietarifen aus konventionellen Quellen liegen. Für den Strom liegt eine Bestätigung vor, dass er aus norwegischen Wasserkraftwerken stammt. Das Oberziel des Landkreises ist es dabei, die CO2-Emissionen zu senken. Contracting wird in keiner Liegenschaft durchgeführt. Einbeziehung der Nutzer Die Gebäudewirtschaft informiert Hausmeister, wenn die Verbrauchszahlen Auffälligkeiten zeigen. Die Leitungen der Einrichtungen werden nicht extra informiert. Diese werden, wenn überhaupt, durch die Hausmeister unterrichtet. Die Nutzer der Liegenschaften werden nicht an den Energiekosten beteiligt. Drittnutzer, die Räumlichkeiten anmieten, bezahlen nach der Entgeldordnung eine Pauschale für Strom, Wärme und Wasser. Diese Regelung kommt bisher aber eher selten zum Tragen. Hausmeistertätigkeiten / technische Anlagenwartung Für die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel sind hauptamtlich 15 Hausmeister in Schulen, drei Hausmeister in den Verwaltungen und zwei im Bildungszentrum beschäftigt. Eine Teilzeitkraft mit zwei Stunden pro Tag steht als „Springer“ bereit, der bei Bedarf eingesetzt wird. Ehrenamtliche Hausmeister gibt es nicht. In Schulen werden mindestens zwei Hausmeister beschäftigt, die jeweils Früh- und Spätschicht übernehmen. Diese organisieren sich weitgehend selbst. Fortbildungen von Hausmeistern werden nach deren gemeldeten Bedarf über die Personalstelle organisiert. Bisher wurden noch keine Weiterbildungen zu den Themen Energie und Klimaschutz durchgeführt. Für die meisten Sporthallen haben die Vereine und Übungsleiter Schlüssel für das Schließen der Türen, so dass die Hausmeister nicht abends um 22 Uhr Schließdienst machen müssen. Es obliegt damit auch der Verantwortung der Schlüsselinhaber, darauf zu achten, dass bei Verlassen der Turnhallen Licht und Duschen ausgeschaltet sind. Dies ist auch weitgehend der Fall. 50/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.1 IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel Das Amt für Zentrale Dienste sieht langfristig die Anwendung elektronischer Schlüssel und Schließsysteme als vorteilhaft, weil Verluste von Schlüsseln so keine teuren Austäusche aller Schlösser mehr bedürfen. Die Befugnisse der Hausmeister, Mängel in Eigenregie zu beheben, sind weitgehend auf Verbrauchsmaterialien wie Leuchtmittel begrenzt. Andere Bedarfe werden der Gebäudewirtschaft gemeldet, die dann entscheidet, ob eine Fremdfirma hinzugezogen wird. Die Anfragen der Hausmeister werden nach eigenen Angaben der Gebäudewirtschaft recht zügig abgearbeitet. Es komme sehr selten vor, dass Aufträge liegen blieben. Die Versorgungsingenieure der Gebäudewirtschaft besuchen die Liegenschaften mehrmals im Jahr, wobei nach deren Angaben sechs Besuche im Jahr pro Liegenschaft wenig seien. Bei diesen Besuchen werden Auffälligkeiten mit den Hausmeistern besprochen und vor Ort begutachtet. Mängel werden von den Hausmeistern hinsichtlich Dringlichkeit und Investitionsvolumen abgeschätzt und an Herrn Moldt und Frau Laue gemeldet. Diese prüfen die Angaben und bearbeiten den Vorgang weiter. Wartungsverträge werden von der Gebäudewirtschaft organisiert. Zurzeit werden die notwendigen Wartungen erörtert und vervollständigt. Über Ausschreibungen wird der günstigste Anbieter für zwei Jahre vertraglich gebunden. Bisher langjährige Verträge, teilweise seit den 90ern existent, werden nach und nach aufgelöst und neu ausgeschrieben. Sollten die Leistung der Auftragnehmer hinter den Erwartungen zurückbleiben, werden die Firmen bei weiteren Ausschreibungen deutlich kritischer bewertet. Hierzu wird eine Wissensdatenbank mit entsprechenden Notizen angelegt. Darüber hinaus zieht die Gebäudewirtschaft eine Kontrolle der Wartungen durch eine weitere Fremdfirma in Erwägung. Energieverbrauchsrelevante Dienstanweisungen Nicht vorhanden. Planung und Durchführung von energierelevanten Investitionen Im Landkreis Wolfenbüttel wird bei Bedarf eines Austauschs einer Heizungsanlage ein Fachbüro mit der Planung beauftragt und die Durchführung ausgeschrieben. Die Fachbüros planen bisher auf Austausch der Heizungsanlage und nicht auf Neugestaltung, z. B. Brennstoffwechsel. Der bisherige Brennstoff wird beibehalten, die Brenner- und Steuerungstechnik dem Stand der Technik entsprechend empfohlen. Der Hauptenergieträger in den relevanten Liegenschaften des Landkreises ist Erdgas. Pellets als alternativer Brennstoff wurde bisher nicht in die Planung mit einbezogen. 51/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.2 Nutzerbeteiligung im Rahmen der Konzepterstellung Der Fuhrpark des Landkreises besteht aus vier Dienstwagen und einem Kombi-Lieferwagen. Ein eUp! von VW wird geleast und wenig genutzt, da dessen Reichweite für Dienstfahrten innerhalb des Landkreises zu gering ist. Die Pkw legen im Jahr jeweils ca. 20 000 km zurück. Beschaffungswesen Jedes Dezernat beschafft seine Verbrauchsgüter selbst. Es bestehen Pläne, die Beschaffung zu zentralisieren. Grundsätze der Beschaffung sind Wirtschaftlichkeit. Bei Papier wird auf Recyclingpapier mit möglichst umweltverträglicher Herstellung geachtet. Büro und EDV Zurzeit sind an Arbeitsplätzen weitgehend PC eingesetzt. Ein Pilotprojekt mit ThinClients läuft und zeigt gute Ergebnisse, so dass in Zukunft weiterer Ersatz von PC durch ThinClients möglich wird. Ein Zeitplan existiert nicht. Laptops werden dort eingesetzt, wo die Mitarbeiter tätigkeitsbedingt einen mobilen Computer benötigen. An den Arbeitsplätzen werden Drucker für Spezialformulare und -papier genutzt. Mit zentralen Druckern auf jeder Ebene werden große Druckaufträge verarbeitet, die auf Payper-Page-Basis, also nach Druckaufkommen, von Anbietern geleast werden. Dieser kümmert sich auch um die Wartung und das Ersetzen der Tonerkartuschen. Zur Verminderung der Papiernutzung wird im Straßenverkehrsamt das Modell des digitalen Büros erprobt. Aktuelle Akten werden digitalisiert, bestehende Archive sollen in Zukunft ebenfalls in die digitale Form überführt werden. I.2.2 Nutzerbeteiligung im Rahmen der Konzepterstellung Um dauerhaft energiebewusstes Verbrauchsverhalten in den landkreisseigenen Liegenschaften zu unterstützen, wurden Akteure und Nutzer in die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts eingebunden. Zu diesem Zweck hat es vor allem im Rahmen der Begehungen zur Bestandsaufnahme bereits ausführliche Gespräche mit Hausmeistern und Nutzern gegeben. Des Weiteren wurden drei Workshops mit Beteiligung von Hausmeistern, Einrichtungsleitungen und Vertretern der Gebäudewirtschaft des Landkreises Wolfenbüttel gemeinsam durchgeführt. Die Workshops wurden von den Konzepterstellern inhaltlich vorbereitet, moderiert und nachbereitet. Da es im Landkreis Wolfenbüttel noch kein nennenswertes Energiemanagement gibt wurde die Gelegenheit genutzt, in den Workshops Grundlagen dafür zu erarbeiten. Die ersten beiden Workshops wurden mit den zwei Schichten der Hausmeister durchgeführt und hatten 52/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Listen von Wünschen und Leistungen der Hausmeister als Ergebnis, wie sie ihre Rolle in einem modernen Energiemanagement gestalten möchten. Dabei kam heraus, dass von den Hausmeistern zu allererst Anerkennung für ihre Dienste und Leistungen am wichtigsten ist. Auch die Kommunikation auf Augenhöhe und den Status als gleichberechtigte Partner als Verantwortliche für die Liegenschaften wurden häufig genannt. Rückhalt durch die Leitungen der Liegenschaften und die Konzentration auf die Kernkompetenzen wurden ebenfalls als Wünsche geäußert. Die Hausmeister waren durchgehend bereit, Zähler regelmäßig abzulesen, die Werte zu kommunizieren und nach Einweisung die Anlagensteuerung von Heizungen zu übernehmen. Sie äußerten auch ein großes Interesse daran, Rückmeldungen der Verwaltung über Energieverbräuche an die Nutzer weiterzugeben. Die Hausmeister zeigten sich bereit, die Nutzer zu schulen und über Energieverbräuche zu unterrichten, wenn sie von der Leitung der Einrichtung den entsprechenden Rückhalt bekommen. Darüber hinaus würden die Mehrzahl der Hausmeister regelmäßige Hausmeistertreffen befürworten, auf denen untereinander Best-Practice-Erfahrungen aller Art ausgetauscht werden sollen. Im dritten Workshop erarbeiteten die Leitungen der Bildungseinrichtungen, deren Vertreter und Vertreter der Kollegien, was sie zu einem modernen Energiemanagement beitragen wollen. Dazu würden u. a. Lehrer gerne Zahlen und Daten der eigenen Liegenschaft in den Unterricht integrieren, eine Nutzermängel-Liste des Hausmeisters begrüßen und ein Meldewesen für von Nutzern erkannte Mängel einüben. Sie befürworteten darüber hinaus wiederholte Nutzerübungen zum Heizen und Lüften sowie mehr fortgeschriebene Informationen über Energieverbrauch der eigenen Liegenschaft. Die im Workshop 3 vertretenen Schulen würden eine Begleitung der Energiesparbemühungen im Rahmen der Förderprogramm „Energiesparmodelle in Schulen und Kindertagesstätten“ der Bundesregierung sehr begrüßen und unterstützen. Für eine Förderwürdigkeit müssten erst noch die Leitungen weiterer Schulen gewonnen werden. I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Ziel einer künftigen Organisation aus Sicht des Klimaschutzes sollte sein, ein definiertes Niveau von Qualität (z. B. Wärme und Helligkeit zur Herstellung von akzeptablen Arbeitsbedingungen) mit so wenig wie möglich Energieverbrauch und CO2-Emissionen zu erreichen und dauerhaft zu gewährleisten. Nach Erfahrungen anderer Kommunen ist davon auszugehen, dass ohne wesentliche Investitionen, also allein durch Weiterentwicklung des Energiemanagements sowie organisatorische und geringinvestive Maßnahmen im Rahmen der Instandhaltung, der derzeitige Energieverbrauch um ca. 10 bis 15 Prozent gesenkt werden könnte. Weitaus größere Minderungspotenziale liegen in energetischen Sanierungen von Bestandsbauten und optimalen energetischen Verhältnissen bei der Neuerrichtung von Gebäuden. Hinweise hierzu und zu gering investiven gebäudeübergreifenden Maßnahmen 53/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation sind Baustein II zu entnehmen. Um alle diese Potenziale zu nutzen, ist es notwendig, die Verwaltungsstrukturen unter dem Aspekt einer sinnvollen Energieorganisation aufzustellen. Was die Energieorganisation betrifft, wird der Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel folgende Maßnahmen empfohlen: 1. Entwicklung von Klimaschutzzielen für den eigenen Verantwortungsbereich der Verwaltung (kommunale Liegenschaften, Fuhrpark, Beschaffungswesen) 2. Weiterentwicklung verbindlicher Regeln im Umgang mit Energie und Wasser in den eigenen Liegenschaften 3. Stärkung der Rolle der Hausmeister 4. Priorisierung von klimaschutzrelevanten Aufgaben und Schaffung der für die Umsetzung notwendigen zeitlichen, personellen und finanziellen Mittel 5. Einführung und Intensivierung eines Energiesparmodells in den Schulen 6. Erweiterung des Energiecontrollings 7. Einführung einer dauerhaften Beteiligung von Nutzern 8. Einführung eines Nutzungs-Managements 9. Schaffung einer zentralen „Stelle Energiemanagement“ 10. Schaffung der notwendigen personellen Kapazitäten zur Unterstützung des Fachbereichs Bauen und Gebäudemanagement bei der Planung und Durchführung investiver Maßnahmen unter den Aspekten Energie und Klimaschutz 11. Punktuelle Unterstützung des Energiemanagements durch externe Dienstleister Im Folgenden werden die genannten Schritte näher ausgeführt. 1. Entwicklung von Klimaschutzzielen für den eigenen Verantwortungsbereich der Verwaltung Die Festlegung auf konkrete, ambitionierte, realistische Klimaschutzziele gibt allen Beteiligten eine verbindliche Richtschnur für ihr Handeln und schafft die Grundlage für das Erzielen nachvollziehbarer Erfolge. Deshalb sollte die Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel für ihren eigenen Verantwortungsbereich Klimaschutzziele entwickeln. Diese Ziele können sich auf verschiedene Zielebenen beziehen, etwa - Reduzierung der CO2-Emissionen der eigenen Liegenschaften um x % bis zum Jahr yyyy - Erreichung bestimmter gesetzlicher Energiestandards (z. B. nach EnEV) bei den Liegenschaften bis zu einem definierten Zeitpunkt 54/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation - Erreichung bestimmter Energiekennzahlen (liegenschaftsspezifisch) bis zu einem definierten Zeitpunkt - Definition von Energiestandards für Neubauten (z. B. Plusenergie-Standard) - Definition von Standards im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen Auf der Basis des vorliegenden Konzepts ist die Entwicklung sinnvoller Klimaschutzziele möglich. Sie sollte vom Klimaschutzmanager organisiert und letztlich vom Kreistag beschlossen werden. 2. Weiterentwicklung verbindlicher Regeln im Umgang mit Energie und Wasser in den eigenen Liegenschaften Zahlreiche Menschen im Landkreis Wolfenbüttel entscheiden in unterschiedlichen Funktionen auf unterschiedliche Weisen über den Energieverbrauch in den öffentlichen Liegenschaften mit, viele ohne sich dessen bewusst zu sein. Die meisten sind Nutzer und Nutzerinnen. Um ein gemeinsames „Energiebewusstsein“ und verantwortungsbewusstes Verhalten zu erreichen, sind konsistente, verbindliche Regeln notwendig, deren Umsetzung durch Bewusstseinsförderung, Anreize und Kontrollen gewährleistet wird. Den Nutzern geben Regeln Orientierung und Sicherheit in ihrem Verhalten. Für die Hausmeister und andere Gebäudeverantwortliche stellen sie die Voraussetzung dafür dar, als „EnergieManager vor Ort“ ihre Funktionen kompetent wahrnehmen zu können, gleichzeitig dienen sie ihnen als Basis und Ausdruck der unbedingt notwendigen Unterstützung „von oben“; nur so können Hausmeister den Nutzern Hilfestellung in ihrem energieverbrauchsrelevanten Verhalten geben und im Einzelfall auch Energieverschwendung gezielt unterbinden. Im Anhang 4 und 5 befinden sich ein Vorschlag für eine “Verwaltungsrichtlinie Energie“ als Weiterentwicklung der derzeitigen Regelungen. Diese Richtlinie gibt den Gebäudeverantwortlichen Knowhow und konkrete arbeitsorganisatorische Unterstützung. Da die kompetente Umsetzung der Richtlinie hohe Anforderungen an das Personal stellt, ist eine Verknüpfung mit regelmäßigen Fortbildungen unerlässlich. ein Vorschlag für „Nutzerregeln“: In knapper, allgemein verständlicher Weise werden elementare Regeln für einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser dargestellt und persönliche Verantwortlichkeiten benannt. Die Regeln sind – optisch angemessen aufbereitet – in allen Liegenschaften sichtbar auszuhängen, Mitarbeiter und externe Gruppenleiter (z. B. Sport und Kurse) sind schriftlich auf ihre Einhaltung zu verpflichten. Volle Wirkung werden diese Regeln allerdings erst entfalten, wenn sie durch Beteiligungselemente wie Verbrauchsinformationen, Schulungen, Integration in pädagogische Arbeit, sowie eventuell auch ideelle und finanzielle Anreize, ergänzt werden. 55/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Die Namen der Regelwerke sind ggf. der konkreten Systematik für Verwaltungsvorschriften der Verwaltungen anzupassen. 3. Stärkung der Rolle der Hausmeister Eine besonders wichtige Gruppe für das Gelingen eines erfolgreichen Energiemanagements sind die Hausmeister oder sonstigen Gebäudeverantwortlichen „vor Ort“: Sie kennen Gebäudehülle und Technik am besten und sind für deren Betreuung und Bedienung zuständig; außerdem haben sie einen engen, kontinuierlichen Draht zu den Nutzern. Viele Gespräche sowie die Workshops mit Hausmeistern im Rahmen der Konzepterstellung haben insbesondere folgende Erkenntnisse gebracht: Die Hausmeister haben weit überwiegend eine hohe Bereitschaft, sich in Energiefragen zu engagieren großes Interesse an energie- und anlagenfachlichem Wissen Gleichzeitig benötigen sie, um die damit verbundenen Möglichkeiten ausschöpfen zu können, die eindeutige Aufgabe und Zuständigkeit als „Energiemanager vor Ort“ zu agieren „Rückendeckung von Oben“ in Form von eindeutigen Regeln für die Energie-Nutzung und dem politischen Willen, diese Regeln auch durchzusetzen eine gewisse technische Ausstattung Luftfeuchtigkeit und Lichtstärke) regelmäßige fachliche Fortbildung, sinnvollerweise kombiniert mit kollegialem Erfahrungsaustausch (z. B. Messgeräte für Temperaturen, Erforderlich sind auch zuverlässige Vertretungsregelungen, damit zu jeder Zeit in allen Liegenschaften die Energie-Aufgaben des Hausmeisters zuverlässig wahrgenommen werden können. 4. Priorisierung von klimaschutzrelevanten Aufgaben und Schaffung der für die Umsetzung notwendigen zeitlichen, personellen und finanziellen Mittel Aus Sicht des Klimaschutzes ist es unabdingbar, die klimaschutzrelevanten Aufgaben mit einer hohen Dringlichkeit zu versehen und dadurch eine zeitnahe Reduzierung der Klimagase zu erwirken. Dabei ist darauf zu achten, dass dreierlei Arten von Maßnahmen gleichermaßen berücksichtigt werden. 56/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation kontinuierliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung ordnungsgemäßer Zustände und zur Absicherung ordnungsgemäßer Leistungserbringung durch externe Auftragnehmer kurzfristig zu ergreifende Maßnahmen mit geringen Investitionen mittel- bis langfristig angelegte Maßnahmen mit einem größeren Investitionsvolumen Zu den kontinuierlich durchzuführenden Aufgaben zählen regelmäßige Wartungsarbeiten und Kontrollen der IST-Zustände der Gebäudehüllen und der Gebäudetechnik mit einer Erstellung und dauerhaften Fortführung von Mängel- und Erledigungslisten durch die Hausmeister. Im Bereich der Gebäudehülle betrifft das beispielsweise die Instandhaltung von Fenstern und Türen mit Holzrahmen, die einer regelmäßigen Pflege bedürfen(Dichtigkeit, Witterungsschutz). Wichtig ist es auch, ausreichende Kapazitäten zur Kontrolle der ausgeführten Leistungen insbesondere von Handwerksbetrieben zur Verfügung zu haben (z. B. hydraulischer Abgleich nach Installationen im hydraulischen Heizungssystem, EnEV). Voraussetzung dafür sind regelmäßige Fortbildungen zu den Themen Klimaschutz und Energiesparen der am Controlling und Gebäudebewirtschaftung beteiligten Verwaltungsmitarbeiter, sowie der Hausmeister und des zukünftigen Klimaschutzmanagers, um auf etwaige gesetzliche Änderungen angemessen reagieren zu können. Zu den kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen zählt die Behebung der in den Gebäudesteckbriefen genannten Mängel wie beispielsweise Durchführung des hydraulischen Abgleichs Dämmung bzw. Erneuerung der Dämmung der obersten Geschossdecke Einsatz von effizienten Durchlauferhitzern Einsatz von Spararmaturen in Duschen in Sporthallen. Die ersten beiden der genannten Maßnahmen sind bereits gesetzlich vorgeschrieben (s. EnEV 2014) und haben hohe energetische Relevanz. Sie sollten unverzüglich umgesetzt werden. Der Einsatz von Spararmaturen in Duschen in Sporthallen kann erhebliche Mengen an Wärmenergie einsparen. Diese sind in den Berechnungen nicht enthalten, weil sie nicht extra erfasst wurden. Hier können zusätzliche Einsparungen von bis zu 20 % leicht erreicht werden. Die mittel-/langfristig umzusetzenden Maßnahmen mit einer hohen Priorität sind im Ablaufplan dargestellt. Für alle drei notwendigen klimaschutzrelevanten Aufgaben (Kontinuierlich, kurzfristig und mittel-/langfristig) sind die entsprechenden zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen bereitzustellen. 57/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation 5. Einführung bzw. Erneuerung eines Schulen und Kindertagesstätten Energiesparmodells in den Die Schulen und Sporthallen des Landkreises Wolfenbüttel sind zu ca. drei Viertel am Energieverbrauch der kommunalen Liegenschaften beteiligt und verursachen Kosten in Höhe von über 580 000 Euro pro Jahr. Bisher gab es keine systematischen Bemühungen in Schulen und Sporthallen Energie besser zu nutzen. Das Bundesumweltministerium hat einen eigenen Fördertatbestand für die „Einführung oder Weiterführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten“ geschaffen. Dabei basieren alle vorgeschlagenen Modelle (Fifty-Fifty, Budgetierung und Aktivitätenmodell) darauf, über finanzielle Anreize eine finanzielle Mitverantwortung der Schulen und Kindertagesstätten zu begründen. Für die Intensivierung der Effizienzbemühungen in den Schulen wird daher empfohlen, das Thema nach der Systematik des entsprechenden „Merkblattes“ des BMU anzugehen. Nach derzeitigem Stand ist eine Förderung von 65%, bzw. 85 % im Falle einer Haushaltssicherungskommune, für bis zu drei Jahre möglich. Die Anträge können seit 01. Januar 2015 ganzjährig eingereicht werden. Dabei ist es auch möglich und häufig sinnvoll, sich kommunenübergreifend zusammenzuschließen, um die Anzahl der beteiligten Schulen und / oder Kindertagesstätten zu vergrößern. Da die für die Einführung von Energiesparmodellen in Schulen und / oder Kitas benötigten Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen sehr umfangreich sind und kaum von einer Person abgedeckt werden können, dürfte es sinnvoll sein, diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister durchzuführen. Die Regeln zur Verwendung der BMUFördermittel ermöglicht ein solches Vorgehen ausdrücklich. Die Einführung eines Energiesparmodells in Schulen und / oder Kitas sollte auch die Grundlage dafür bieten, externe Nutzergruppen intensiver in die Klimaschutzbemühungen einzubinden. Insbesondere für Sportvereine sollten auf der Basis der Erkenntnisse mit Schulen Möglichkeiten gefunden werden, diese verstärkt in die Verantwortung zu nehmen. Vor allem aber sind es Kinder, die in besonderer Weise für das Thema erreichbar sind, die durch ihr Verhalten den künftigen Umgang mit Energie prägen und über ihre Eltern in das Verhalten der Erwachsenen hineinwirken. 6. Umfassende Erweiterung des Energiecontrollings Im Landkreis Wolfenbüttel ist bisher noch kein Energiecontrolling etabliert. Energieverbräuche und Kosten der letzten Jahre werden z. Zt. nach und nach zusammengetragen und in einer Tabellenkalkulation eingepflegt. 58/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Die Hausmeister haben Energiezähler bisher nur in Einzelfällen abgelesen und Listen nur geführt, um auffälliges Verhalten der ihnen unterstellten Haustechnik zu bemerken. Diese Zahlen wurden bisher nicht in die Gebäudewirtschaft weitergeleitet. Ein Energiecontrolling kann daher prinzipiell unvorbelastet eingeübt werden. Ein Energiecontrolling besteht aus dem regelmäßigen, d. h. mindestens monatlichen oder wöchentlichen Ablesen aller Zähler durch die Hausmeister. Die Ablesung sollte an vordefinierten Tagen stattfinden, z. B. zwischen dem 1. und 3. Tag jeden Monats oder immer Montags. Jährliche Ablesungen, sofern noch vorhanden, sollten alle am 31.12. oder am 30.06. jedes Jahres durchgeführt werden. Die Zahlen werden dann an die Gebäudewirtschaft übermittelt, wo sie systematisch erfasst und ausgewertet werden. Die Auswertung beinhaltet die Darstellung des Verlaufs, so dass Auffälligkeiten schnell erkannt und zusammen mit den Hausmeistern aufgeklärt werden können. Eine weitere Folge der Auswertung von Ablesedaten ist die Dokumentation der Wirksamkeit von Änderungen im Gebäude, wie z. B. eine Erneuerung oder Umstellung der Heizungsanlage, Dämmung der Gebäudehülle, Nutzungsänderung und die Auswirkung von Nutzertrainings in effizienter Energienutzung. Zur Erweiterung des Energiecontrollings und in Anlehnung an die Einführung einer dauerhaften Nutzerbeteiligung (s. u.) ist eine Stärkung des Informations- und Berichtswesens gegenüber den politischen Gremien notwendig. Es wird empfohlen, den Akteuren mindestens einen jährlichen Bericht über die Auswertungen der Energiedaten zur Verfügung zu stellen und diesen im Rahmen einer Veranstaltung zu präsentieren. Weiterhin sollten die Empfehlungen des Konzepts für Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt werden. Dabei sollte der Klimaschutzmanager eine moderierende Rolle einnehmen und die Kommunikation klimaschutzrelevanter Aufgaben und Zwischenergebnisse zwischen den Akteuren durch Dokumentation von Absprachen und Vereinbarungen unterstützen. 7. Einführung einer dauerhaften Beteiligung von Nutzern „Betroffene zu Beteiligten“ zu machen sollte das Ziel der künftigen Einbeziehung der Nutzer – also Schüler, Lehrer, Verwaltungsmitarbeitende, externe Nutzer wie Sportvereine usw. – in das Bemühen der Verwaltungen um Reduzierung ihrer Energieverbräuche sein. Es muss geprüft werden, inwiefern Reinigungskräften eine besondere Rolle bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zukommen kann (z. B. Kontrolle von Einstellungen der Heizkörperventile, Abschaltung der Beleuchtung, Schließen von Fenstern, Anzeige von Mängeln). Alle Erfahrungen zeigen, dass einmalige oder kurzfristige Aktionen in ihrer Wirkung schnell verpuffen, die Nutzerbeteiligung also eine Daueraufgabe darstellt. Dafür bieten sich folgende Elemente an: regelmäßige (mindestens jährliche, unter Umständen auch monatliche), knapp gehaltene Information an alle Beteiligten über Verbrauchswerte, Kosten und klimaschädliche Emissionen sowie deren Entwicklungen 59/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Erlass einer „Verwaltungsrichtlinie energierelevante Verhalten zu geben regelmäßige Informationen über Möglichkeiten energiebewussten Handelns regelmäßige, nutzergruppenspezifische Fortbildungen und Austausche über Erfahrungen im Umgang mit Energie – ggf. in Kooperation von benachbarten Landkreisen und Gemeinden. Energie“, um einen Rahmen für das Speziell für die Schulen bietet die empfohlene Einführung und Intensivierung von Energiesparmodellen die sinnvolle organisatorische und inhaltliche Basis. Für Schulen gibt es Materialien und andere Bausteine aus anderen Kommunen, die in abgewandelter Form übernommen werden könnten. Hilfreich wäre es, Schulungen und Erfahrungsaustausche zumindest teilweise auch in einem kommunenübergreifenden Rahmen durchzuführen, um so eine größere Vielfalt von Erfahrungen und Ideen zu haben sowie zu einer effektiveren Nutzung des organisatorischen Aufwandes zu kommen. Breitere Nutzerkreise der Liegenschaften, so z. B. der Sporthallen, werden dauerhaft hauptsächlich über eine allgemeine Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Vorschläge dieses Konzeptes erreichbar sein. Dazu sollten die Anliegen des Klimaschutzes in Bezug auf die öffentlichen Liegenschaften einen besonderen Platz in der Öffentlichkeitsarbeit zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes erhalten. 8. Einführung eines Nutzungs-Managements Um eine Auslastung der Gebäude sicherzustellen, die auch Aspekte des Klimaschutzes beinhaltet, ist ein Nutzungs-Management erforderlich. Grundlage ist eine Dokumentation der Fremd- und Eigennutzung (Im Anhang 3 findet sich der Vorschlag für einen Erfassungsbogen). In dieser Dokumentation wird festgehalten, von wem, wann, wie oft welche Räumlichkeiten für welchen Zweck genutzt werden. Auf dieser Grundlage können Überlegungen angestellt werden, ob und wie z. B. durch eine Zusammenlegung der Nutzungen eine Minimierung von Energieverbräuchen und damit eine klimaschonende Wirkung erzielt werden können. Auch kann so ermittelt werden, welche Räume oder Gebäudeteile zeitweise oder dauerhaft nicht genutzt und damit auch nicht bewirtschaftet werden müssen. Ein Nutzungs-Management in diesem Sinne dient langfristig als sachliche Grundlage von politischen Willensbildungen, z. B. bei folgenden Fragen: Welche Gebäude benötigen wir langfristig? Welche Gebäude können veräußert werden? Wo ist ein (Teil-)Rückbau sinnvoll? Bei welchen Gebäuden und Gebäudeteilen soll in Grundsanierungen investiert werden? 60/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Die konzentrierte Nutzung von Gebäuden kann größere zurückzulegende Entfernungen der Nutzer zur Erreichung der Gebäude erfordern. Hier muss zwischen den klima- und kostenwirksamen Sanierungen und dem höheren Energieaufwand für die Mobilität der Nutzer abgewogen werden. Ebenso stellt eine gemeinschaftlich genutzte Liegenschaft häufig ein wichtiges Element der örtlichen Gemeinschaft dar. Geplante Nutzungsveränderungen aller Art sollten daher unbedingt mit den Anwohnern und Nutzern gemeinsam diskutiert werden. 9. Schaffung einer zentralen „Stelle Energiemanagement“ Für die vielfältigen Aufgaben, die für die Verbesserung der Energieeffizienz bewältigt werden müssen, wird die Schaffung einer eigenen Stelle empfohlen. Die oben bereits ausführlich dargestellte derzeitige Situation energiebezogener Aufgaben ist von folgenden Elementen geprägt: Es existiert eine Bündelung von wesentlichen Aufgaben im Amt für Zentrale Dienste und der darin angesiedelten Gebäudewirtschaft. Diese umfassen u.a. die Organisation der Wartung der Energieanlagen, die Beseitigung von Mängeln und Fehlern sowie die Erfassung der Verbrauchswerte. Dezernat I unter Herrn Hortig enthält das Amt für Zentrale Dienste unter Herrn Beddig und das Amt für Ordnung und Verbraucherschutz unter Herrn Lehmann. Im Amt für Zentrale Dienste ist die Gebäudewirtschaft unter Herrn Plumeyer integriert, in dem auch Herr Moldt tätig ist. Energiemanagement ist in der Gebäudewirtschaft noch nicht realisiert. Es existieren ausweislich der Ergebnisse der Begehungen „Umsetzungsdefizite“ im Bereich der Instandhaltung, die ausschließlich über eine Erweiterung bzw. Erhöhung der personellen und finanziellen Ausstattung verringert werden können, um zeitnah alle erforderlichen Maßnahmenanforderungen umzusetzen. Das Nutzerverhalten in vielen Liegenschaften ist deutlich verbesserungswürdig Die vorhandenen Kapazitäten der Verwaltung reichen nicht aus, um erweiterte Aufgaben des Energiemanagements bewältigen zu können. Es wird deshalb empfohlen, künftig die Aufgabe „Energiemanagement“ auf eine Stelle zu konzentrieren. Da Energiemanagement eine Daueraufgabe darstellt, muss die Stelle fachkundig, dauerhaft und möglichst in erheblicher personeller Kontinuität besetzt sein. Unabhängig von einer dauerhaften Aufgabenwahrnehmung ist zu überprüfen, ob für die ersten Jahre eine finanzielle Förderung einer zusätzlichen Stelle durch das Bundesumweltministerium in Rahmen der Klimaschutzinitiative möglich ist. Angesichts des Aufgabenumfangs und der Vielzahl der Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel erscheint eine ganze Stelle als angemessen. 61/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Die umfassenden Tätigkeiten dieser Stelle gehen aus unten stehender Tabelle hervor. Unabdingbar ist auch eine Vertretungsregelung, die eine kontinuierliche Bearbeitung der Aufgaben auf einem fachlich ausreichenden Niveau gewährleistet. Die „Stelle Energiemanagement“ sollte bei der Leitung des Amts für Zentrale Dienste eingerichtet werden. So wird gewährleistet, dass Energiemanagement sowohl die bestehenden Liegenschaften als auch Neuplanungen umfasst und bereits in der Frühplanung tiefergehende Faktoren von Energieeffizienz und Klimaschutz berücksichtigt werden können. Die Zuordnung zur Amtsleitung entspricht der Wichtigkeit des Themas und soll kurze Entscheidungswege ermöglichen, wobei die tägliche Arbeit des Energiemanagers in den Räumen der Gebäudewirtschaft stattfinden sollte, Der Inhaber einer künftigen „Stelle Energiemanagement“ kann bei seiner Arbeit an die Erkenntnisse aus der Erarbeitungsphase dieses Konzeptes anknüpfen. Aufgabenkatalog für die Stelle „Energiemanagement“: Entwicklung von Klimaschutzzielen Moderation eines dauerhaften Arbeitskreises zur Entwicklung und Umsetzung der Rahmenbedingungen für ein wirksames Nutzerverhalten und effektive Instandhaltung Organisation der Einführung bzw. Intensivierung eines Energiesparmodells in den Schulen Nutzungskoordination (Grundsätze der Nutzung, Führung der Belegungspläne, Koordination der Raumbelegung unter energetischen Aspekten, NutzungsManagement) Schnittstelle zu Gebäudeverantwortlichen / Hausmeistern in allen energierelevanten Fragen Organisation von Schulungen/Erfahrungsaustauschen der Gebäudeverantwortlichen Schnittstelle zu externen Nutzern und Gebäudeverantwortlichen in allen energierelevanten Fragen Formulierung von Grundsätzen für klimafreundliche Beschaffung und Ausschreibungen Formulierung von Grundsätzen für klimaschutzrelevante Vorgaben für Wartungs- und Reparaturaufträge Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung "Verwaltungsrichtlinie Energie" Energiecontrolling (Verbrauchserfassung, Auswertung und Maßnahmenableitung, Verbrauchsabrechnungen) Dokumentation von organisatorischen Pannen sowie Veranlassung der Mängelbehebung Intensive Kooperation mit den relevanten Fachbereichen 62/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation ggf. Schnittstelle zu externem Dienstleister "Energie-Effizienz" Erstellung der Energie- und Klimaschutzberichte Unterstützung der relevanten Stellen bei der Planung und Durchführung der investiven Maßnahmen Organisation der interkommunalen Zusammenarbeit Persönliche Anforderungen für die Stelle „Energiemanagement“: Ausgeprägte und umfassende kommunikative Fähigkeiten Vertiefte Kenntnisse in Energiemanagement und Klimaschutz Grundwissen Gebäudetechnik, Bauwesen, Verwaltung Bei der Einrichtung einer Stelle „Energiemanagement“ ist zu klären, wie die notwendige personelle Unterteilung der Zuständigkeit zwischen allgemeiner Bauunterhaltung und Bauplanung einerseits sowie Energiemanagement andererseits gewährleistet werden kann. Während es bei ersterem darum geht, die Anlagen „am Laufen“ zu halten und bauliche Investitionsplanungen vorzunehmen, hat das Energiemanagement eine andere Betrachtungsweise: Es beobachtet laufend die Verbräuche (Energie-Controlling), sucht ständig nach Optimierungsmöglichkeiten und steht in engem Kontakt zu Gebäudeverantwortlichen und Nutzern, hat also einen sehr hohen kommunikativen Anteil. Gleichwohl ist eine enge Verzahnung zwischen Bauunterhaltung und -planung sowie Energiemanagement unabdingbar, denn die betrachteten Gebäude und Anlagen sind dieselben. Erst eine Kombination beider Sichtweisen kann zu dauerhaft optimalen Zuständen führen. (vgl. unten stehende Tabelle). 63/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Darstellung der Aufgabenbereiche: Energie-Management Bauunterhaltung Initiative: EnergieManagement Gebäudebetrieb (Betriebsführung und rentierliche Einsparmaßnahmen) Hauptmotivation: Optimierung Sanierungen und Neubau Hauptmotivation: Umsetzung von Investitionen Weiche Maßnahmen: Nutzerinformation, Verhaltensbeeinflussung Informations- und Regeltechnik: Mess- und Regeltechnik, Datenerfassung, Daten-Management Anlagentechnische Optimierung: Hydraulische Optimierung, Wärmerückgewinnung Technische Anlagen, Gebäudehülle: Effizienzplanung nach Entscheidungen für dem Neubau und Mehrkostenprinzip Grundsanierungen Verbesserungen des laufenden Betriebs Funktionierende Anlagen, Ordnungsgemäßer Betrieb Initiative: Bauunterhaltung Abb. I.2.3-1: Energiemanagement (nach Baedeker/Meyer -Renschhausen, Aachen 2006) 10. Schaffung der notwendigen personellen Kapazitäten zur Bewältigung der investiven Maßnahmen Alter, bauliche und technische Zustände sowie künftige Anforderungen vieler Liegenschaften im Landkreis Wolfenbüttel führen – u.a. unter dem Aspekt der Energieverbräuche und des Klimaschutzes – zwangsläufig zu einer deutlichen Verstärkung von baulichen Sanierungen in den nächsten Jahren (siehe Maßnahmen-Empfehlungen in Baustein II und III). Sofern es gelingt, angemessene finanzielle Mittel bereitzustellen, erscheint die Verwaltung mit ihren derzeitigen Kapazitäten überfordert, diese Maßnahmen zu bewältigen. Es wird daher empfohlen, die Kapazitäten der zuständigen Verwaltungsstellen je nach Bedarf und Sanierungsetat auszuweiten, auch um die besonderen klimaschutzrelevanten Aspekte bei Planungen, Ausschreibungen und Ausführungskontrolle bewältigen zu können. 64/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.2.3 Vorschläge für eine künftige Energieorganisation Ein zusätzlicher Mitarbeiter sollte die Aufgabe erhalten, sich in besonderer Weise um folgende Aufgaben zu kümmern: Umsetzung der Investitionsvorschläge Abbau und Vermeidung von Sanierungsstau Erwirkung und Erhaltung von ordnungsgemäßen Zuständen Kontrolle der technischen Anlagen Verbesserungen im laufenden Betrieb Die Weiterentwicklung des Energiemanagements im empfohlenen Sinne ist eine komplexe Aufgabe, die als Prozess sorgfältig organisiert werden sollte. Dabei ist für einen Erfolg von zwei Grundprämissen auszugehen: Energiemanagement ist eine Führungsaufgabe: Das Gelingen hängt davon ab, dass die Verwaltungsspitze sich ausdrücklich für das Energiemanagement stark macht und damit bei keinem der Beteiligten Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser neuen Aufgabe aufkommen können. Die Praxis des Energiemanagements steht und fällt mit dem Engagement oder zumindest Akzeptanz der Beteiligten aller Verwaltungsebenen und -bereiche sowie ihrem reibungslosen Zusammenwirken. Dazu ist es unabdingbar, von Anfang an die verschiedenen Gruppen von Beteiligten in den Prozess aktiv einzubinden. Aus diesen Gründen sollte in Anknüpfung an die Workshops im Rahmen der Erstellung dieses Konzeptes im Landkreis Wolfenbüttel eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden. Ihr Auftrag sollte es sein, auf der Basis dieser Empfehlungen die konkrete Ausgestaltung des Energiemanagements unter den spezifischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Kommune zu entwickeln und die Umsetzung zu begleiten, um auch erste Erfahrungen auszuwerten und bei Bedarf Korrekturen vorzunehmen. In dieser Arbeitsgruppe Klimaschutz und Energiemanagement sollten alle relevanten Beteiligten-Gruppen vertreten sein, insbesondere der Hauptverwaltungsbeamte oder ein hochrangiger Vertreter ein Vertreter des Amts für Zentrale Dienste ein Vertreter der Gruppe der Hausmeister Verantwortliche für die Bereiche o Beschaffungswesen o IT Durch die Tatsache, dass in dieser Gruppe Repräsentanten der verschiedensten Gruppen von Verwaltungsmitarbeitern vertreten sind, bietet sich die Gruppe auch dafür an, sinnvolle 65/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3 Controllingkonzept Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Nutzerverhalten der Verwaltungsmitarbeiter zu beraten und zu initiieren. Grundsätzlich sollte die Arbeitsgruppe von der zentralen „Stelle Energiemanagement“ organisiert und moderiert werden. In besonderen Situationen – etwa verwaltungsinterner Konflikte oder besonderer fachlicher Input – kann es auch Sinn haben, externe Fachleute oder Moderatoren hinzuzuziehen. 11. Punktuelle Unterstützung des Energiemanagements durch externe Dienstleister Das BMUB fördert ergänzend zum Klimaschutzmanager die Einbeziehung externer Fachkräfte in diesen Prozess. Der punktuelle Einsatz von externen Spezialisten ist eine gängige Methode, um für bestimmte Situationen eine Interessens-Neutralität herzustellen. Beispiele dafür sind die Moderation von Arbeitsgruppen, fachspezifische Beratungen zu Gebäudetechnik oder Energiemanagement und die Durchführung von Nutzerschulungen. Wichtig ist die genaue Absprache der Verwaltung mit dem Auftragnehmer, um eine möglichst effektive Wirkung der eingekauften Dienstleistung sicherzustellen und im Klimaschutz schnell voranzukommen. I.3 Controllingkonzept Jedes Energiemanagement basiert auf einem Energie-Controlling, also der Erfassung und Auswertung aussagekräftiger Werte. Diese Werte müssen Aufschlüsse über Verbräuche und den Zustand eines Energiesystems zulassen und damit als verlässliche Basis für Energiesparmaßnahmen in Form von Anlagenregelung und Nutzerverhalten dienen können. Für das Gewinnen aussagekräftiger Werte zur Realisierung auch kleinster Einsparvolumina kann annähernd unbegrenzt viel Aufwand betrieben werden. Daher geht es darum, ein möglichst gutes Verhältnis von Aufwand zu Nutzen zu finden. I.3.1 Datenerfassung und -auswertung Aktuelle Situation: Über mehrere Jahre war der zuständige Energiedatenmanager des Landkreises Wolfenbüttel immer wieder erkrankt, so dass die bis dahin geschaffenen Datenstrukturen nicht mehr kontinuierlich gepflegt werden konnten. Ende 2013/Anfang 2014 wurde das Gebäudemanagement neu strukturiert. Seitdem wird versucht, das Datenmanagement wieder aufzubauen. Nähere Ausführung zur Energieorganisation sind im Kapitel I.2 zu finden. 66/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.1 Datenerfassung und -auswertung Die Ablesung der Verbräuche (Heizenergie, Strom und Wasser) der einzelnen Liegenschaften erfolgt durch den Energieversorger grundsätzlich einmal pro Jahr. Daraus ergeben sich sehr unterschiedliche Ablesezeiträume für die einzelnen Gebäude. Eine auswertbare Erfassung der Verbrauchsdaten erfolgt nicht – sie werden als Rechnungen der Energieversorger abgelegt. In einigen Gebäuden erfassen die Hausmeister für sich regelmäßig die Verbräuche – ein Daten- und Informationsaustausch mit der Verwaltung erfolgt jedoch nicht. Die Verbräuche werden zum Teil gebäudeübergreifend gemessen. Auch in Gebäuden mit Fremdnutzung erfolgt teilweise keine getrennte Erfassung der Verbräuche – dies betrifft die Wärmeverbräuche der Post im Anbau des Harztorwalls 25. Ein Energieberichtswesen gibt es bisher nicht. Abschließend lässt sich feststellen, dass bisher kein Energiecontrolling stattfindet und damit auch irreguläre Abweichungen bei Verbräuchen und Kosten nicht erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Empfehlungen: Im ersten Schritt ist es wichtig, die Jahresenergieverbräuche in allen Gebäuden entweder zum Jahresende oder zur Jahreshälfte abzulesen und zu dokumentieren. Ausnahme sollten höchstens die mit Heizöl beheizten Gebäude sein. Jahresenergieverbrauchs- und kostenwerte können zwar einen Überblick über die langfristige Entwicklung der Kommune in diesem Bereich geben, sie sind aber nicht geeignet, um ein Energiemanagement durchzuführen. Schnell und effektiv auf unerwartet hohe Energieverbräuche reagieren, kann man nur, wenn die Ursache zeitnah erkannt wird. Auch Schlussfolgerungen auf das Energieverhalten einzelner Nutzergruppen lassen sich aus Jahreswerten nicht ableiten. Die Erfassung der Energiedaten sollte von daher im zweiten Schritt von einer jährlichen auf eine monatliche Routine umgestellt werden. Auch in Liegenschaften mit geringeren Verbräuchen können unerkannte Störungen zu erheblichen Mehrverbräuchen führen. Darüber hinaus sollte der Landkreis möglichst in allen Gebäuden sowie für fremdgenutzte Gebäudeteile eigene Zähler anschaffen. Nur so können Energieverbräuche räumlich zugeordnet, bewertet und ggf. gezielte Einsparmaßnahmen entwickelt und überprüft werden. Die monatliche Erfassung der Energieverbräuche könnte automatisch erfolgen, das wäre aber mit höheren Investitionen in neue Zählertechnik sowie Software verbunden. Da der Landkreis über eine noch überschaubare Anzahl von Gebäuden verfügen, ist der Aufwand der Energiedatenerfassung nicht so hoch, dass diese unbedingt automatisiert werden müsste. Es wird empfohlen, dass die Hausmeister an einem festgelegten Tag, beispielsweise am letzten Tag eines Monats, die Energieverbräuche ablesen, in einen einheitlichen Datenerfassungsbogen (Beispiel hierfür siehe Anhang 2) eintragen und der Verwaltung übermitteln – vorzugsweise alles elektronisch. In der Verwaltung überträgt ein zuständiger Mitarbeiter die Daten in eine Software und wertet sie aus. 67/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.1 Datenerfassung und -auswertung Eine kontinuierliche Datenablesung und -auswertung erfordert auch die Anschaffung einer Energiemanagement-Software. Dies kann eine eigens dafür entwickelte Excel-Datei sein oder auch eine spezielle Software. Auf dem Markt werden diverse Software-Produkte für diesen Zweck angeboten. Die Kosten dafür liegen zwischen 3.000 und 10.000 Euro, je nach Umfang und Support. Der Vorteil der weiteren Nutzung von Excel ist, dass die Verwaltungsmitarbeiter im Umgang mit dem Programm bereits vertraut sind und keine oder nur geringe zusätzliche Kosten entstehen. Da die Beschaffung einer EnergiemanagementSoftware wohl überlegt sein muss, um am Ende ein wirklich für den Landkreis passendes Tool zu haben, wird zunächst empfohlen, mit einer Excel-Datei zu arbeiten. Für den Landkreis Wolfenbüttel gibt es hierfür zwei Möglichkeiten, die aktuell zur Verfügung stehen: a) Öko-Check kommunal Der Entwickler trifft folgende Angaben zu seinem Excel-Tool: monatliche Erfassung aller erforderlichen Objekt- und Verbrauchswerte (Strom und Wärme sowie Wasser) für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren, Bewertung nach vorgegebenen Grenz- bzw. Zielwerten objektspezifischer Verbrauchsnormen, Ermittlung der Umweltbelastung durch CO2- und Kyotogas, regionale Klimakorrektur, Nutzungsflächenerfassung, Verbrauchs- und Jahresvergleiche sowie Kostenkontrolle und Preisentwicklung Hilfe bei Investitionsentscheidungen, ausdruckbarer Energiebericht im Überblick und objektbezogen (tabellarisch und grafisch), Den Nutzungsaufwand schätzt der Entwickler so ein: Ersteinrichtung, Grundkenntisse in EXCEL vorausgesetzt: ca. 1- 2 Arbeitstage (Eine zentral organisierte Einweisung und Programm-Einrichtung unter Anleitung wird empfohlen.) aktuelle, monatliche Datenerfassung: ca. 1 Arbeitstag jährliche Aktualisierung der Grunddaten und Bewertung der Objektzustände: ca. 1,5 Arbeitstage jährliche Berichterstellung (inkl. Diagrammoptimierung): ca. 2 Arbeitstage Öko-Check kommunal wurde speziell für kleine Kommunen entwickelt, die maximal 20 Liegenschaften verwalten. Bei mehr Liegenschaften bestände zwar die Möglichkeit, auch mehrere Dateien anzulegen – dabei sollte man die Nutzungsarten der Gebäude zugrunde legen, denn es besteht keine Möglichkeit der Auswertung nach Gebäudearten – allerdings ist dies nur bedingt sinnvoll. So erhält man keinen Gesamtüberblick, der gerade für Investitionsentscheidungen, aber auch Vergleichen zwischen Gebäudearten unabdingbar ist. 68/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.1 Datenerfassung und -auswertung Das Tool enthält einige Makros, die den Leistungsumfang erst ermöglichen. Teilweise ist die Gestaltung jedoch unübersichtlich und der Umgang nicht auf den ersten Blick selbstverständlich. Daher sollte der Nutzer bereits Übung im Umgang mit Excel haben. Die „Berichterstellungen auf Knopdruck“ geben eine Darstellung der energetischen IstSituation und der bisherigen Entwicklung. Als Dokumentationsberichte scheinen sie gut geeignet zu sein. Allerdings sollte hierbei nicht übersehen werden, dass eine Auswertung im Sinne eines Controllings damit nicht erfolgen kann. Die Bewertung der Daten, das Ziehen von Schlussfolgerungen, die Anpassung der Strategien, die Aufbereitung für Nutzerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit usw. müssen zusätzlich durchgeführt werden. b) controlWATT Mit diesem Excel-Tool wurden die Energie- und CO2-Bilanzen dieses KlimschutzTeilkonzeptes erstellt und die gebäudespezifischen Daten für die Steckbriefe ermittelt. Der Aufbau von controlWATT ist ganz klassisch, so dass auch Nutzer, die nur über wenig Erfahrungen mit Excel verfügen, das Tool gut nutzen können. Die Ersteinrichtung wird vom Entwickler durchgeführt, um die fehlerfreie Funktion des Tools zu garantieren. Dabei lassen sich auf Wunsch auch weitere Berechnungen und Darstellungen ergänzen. Es können grundsätzlich beliebig viele Gebäude mit controlWATT verwaltet werden, wobei eine sinnvolle Clusterung nach Gebäudenutzungen die Ergebnisdarstellung vereinfacht. Eine Änderung der Gebäudeanzahl im Betrieb ist möglich, bedingt allerdings einige Änderungen der Einrichtung. controlWATT soll Kommunen, die aus diversen Gründen keine Energiemanagement-Software einsetzen, ermöglichen, mit in der Regel überall vorhandenen Basis-Excel-Kenntnissen die Gebäudedaten zu verwalten und umfassend energetisch auszuwerten. Dabei soll das Tool als Handwerkzeug für die Erstellung von Berichten und anderen Informationsmaterialien dienen, jedoch bewusst nicht die Berichterstellung selbst abnehmen. So liegt die Verantwortung der Datenbewertung und daraus resultierender Konsequenzen weiterhin ganz beim Anwender. Da controlWATT bisher ausschließlich für die Erstellung von Jahresberichten verwendet wurde, gibt es zurzeit noch keine Version für monatliche Erfassungen und Auswertungen, kann aber bei Bedarf gern erstellt werden. Unabhängig davon, welche Software oder welches Tool der Landkreis Wolfenbüttel anwenden möchte, sollten mindestens folgende Darstellungen erfolgen: Verlaufsentwicklungen der jährlichen witterungsbereinigten Energieverbräuche, der Energiekosten, der jeweiligen Energieverbrauchskennwerte und der emittierten Klimagase. Darüber hinaus sollten auch die monatlichen Verbräuche im Jahresverlauf abgebildet und mit den mittleren Monatsdaten der letzten drei Jahre verglichen werden. Veränderungen mit Auswirkung auf die Energieversorgung sind mit Hinweis auf den entsprechenden Zeitpunkt zu vermerken. Dazu zählen z. B. Veränderungen in den Nutzerzahlen, in der Nutzungsart, aber auch Sanierungsmaßnahmen in Gebäudehülle und Anlagentechnik. 69/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.2 Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen Mindestens einmal im Jahr sollte der Landkreis Wolfenbüttel seine Daten und Informationen in einem Energiebericht zusammenstellen, erläutern und Verbesserungshinweise geben. Diese Energieberichte sind der Politik und Verwaltung sowie den Gebäudenutzern – evtl. in Kurzform – zur Kenntnis zu geben (siehe Konzept für Öffentlichkeitsarbeit VI.2). Dieses umfassende Energiecontrolling erfordert zusätzliche personelle Ressourcen. Eine Möglichkeit, diese zu erhöhen, bietet der vom Bundesumweltministerium für max. drei Jahre geförderte Klimaschutzmanager bzw. die Klimaschutzmanagerin. Alternativ kann es evtl. auch sinnvoll sein, die beschriebenen Arbeiten von einem externen Dienstleister durchführen zu lassen. Personalbedarf: I.3.2 monatliche Datenerfassung und -auswertung: ca. 2 Personentage jährlicher Energiebericht: ca. 4 Personentage Erstellung weiterer Informationsmaterialien für Nutzer: ca. 3 Personentage Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen Aktuelle Situation: Sanierungsmaßnahmen werden bislang nicht auf ihre energetische und klimatische Wirkung überprüft. Empfehlung: Im Vorfeld einer Sanierungsmaßnahme wird der Mittelwert der Energieverbräuche mindestens der letzten drei Jahre ermittelt. Mit Hilfe einer Energieberatersoftware oder im Rahmen einer Energieberatung wird die zu erwartende Energiebedarfseinsparung ermittelt. In den folgenden Jahren werden die tatsächlichen Energieverbräuche mit dem erwarteten Energiebedarf verglichen. Tritt die erwartete Energieverbrauchssenkung nicht ein, wird die Umsetzung der Maßnahme in baulicher Hinsicht überprüft und ggf. aufgetretene Mängel behoben. Um Mängel frühzeitig festzustellen, werden in den ersten Monaten nach Umsetzung der Maßnahme die monatlichen Energieverbräuche hochgerechnet. Weiterhin ist eine Bauüberwachung unter energetischen Aspekten während der Umsetzung unerlässlich. Ggf. werden hierfür nach Abschluss der Maßnahme externe Gutachten erforderlich, z. B. in Form von Winddichtigkeitsprüfungen und thermografischen Aufnahmen. Unabhängig von der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen müssen die monatlichen Verbrauchswerte überprüft werden. Treten Verbrauchsschwankungen auf, muss die Ursache dafür gefunden werden. Dabei müssen insbesondere folgende Punkte überprüft werden: Sind Schwachstellen oder Mängel in Gebäudehülle oder / und Heizungsanlage aufgetreten? Hat sich die Anzahl der Nutzer geändert? Hat sich die Nutzungsart geändert? 70/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.2 Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen Sind zusätzliche Geräte angeschafft worden? Werden Geräte regelmäßig fehlerhaft bedient? Sind Geräte falsch eingestellt? Liegen technische Ausfälle vor? Bei auftretenden Fehlern müssen Verbräuche, Temperaturen und Volumenströme im System zeitgleich und in Abständen von wenigen Minuten aufgenommen werden. Zur Erfassung von solchen Zeiträumen zur Analyse, z. B. bei Feststellung zu hoher Verbräuche, wird empfohlen ein mobiles Messsystem zu beschaffen, das mit Datenlogger und 10 bis 15 Temperaturfühlern ausgestattet ist. Idealerweise sollte das Messsystem auch die Pumpenlaufzeiten und/oder Volumenströme erfassen. Mit solch einem Messsystem werden Laufzeiten und Wärmemengen in verschiedenen Heizkreisen exakt und gleichzeitig ermittelt. Darüber können z. B. Verbräuche ermittelt werden, die unbemerkt entstehen, weil die Regler eine Fehlfunktion haben oder falsch eingestellt sind. Ebenso kann man Fehler im Rohrnetz erkennen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das mobile Messsystem um Fühler zur Abgas-Messung erweitert werden, um Wirkungsgrade des Kessels und des Gesamtsystems zu bestimmen. So kann neben der Qualität der Anlage auch die Qualität der Arbeit der Installationsbetriebe überwacht werden, die mit der Wartung und Reparatur bzw. Erneuerung beauftragt wurden. Die Nutzer werden mindestens einmal pro Jahr über den Zustand der Liegenschaft, die geplanten Maßnahmen und die Energieverbräuche informiert. Um eine qualitativ hochwertige Durchführung der Baumaßnahme zu gewährleisten, kontrolliert ein Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft die Umsetzung der baulichen Tätigkeiten. Das vorliegende Klimaschutzkonzept empfiehlt die Durchführung zahlreicher gebäudespezifischer und gebäudeübergreifender Maßnahmen. Für eine Erfolgskontrolle bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes sollten jährlich einmal Erfolgsindikatoren gebildet und ausgewertet werden. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über mögliche Indikatoren. Maßnahme Indikator Gebäudesanierung Anzahl der durchgeführten Sanierungen pro Jahr Höhe der Investitionskosten pro Jahr und seit Konzeptumsetzung zu erwartende Energieeinsparung pro Jahr zu erwartende Emissionsminderung pro Jahr tatsächliche Energieeinsparung pro Jahr tatsächliche Emissionsminderung pro 71/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.2 Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen Maßnahme Indikator Jahr Aufbau und Durchführung eines Energiemanagements Hydraulischer Abgleich Verbesserung des Nutzerverhaltens Stromreduzierende Maßnahmen Nutzung erneuerbarer Energien Tab. I.3.2-1 monatliche Datenerfassung und auswertung Anzahl festgestellter Auffälligkeiten/Störungen pro Jahr jährliche Veröffentlichung eines Energieberichtes Anzahl der durchgeführten hydraulischen Abgleiche pro Jahr Anzahl der Heizungsanlagen ohne hydraulischen Abgleich Anzahl der Informationsangebote pro Jahr (regelmäßig/sporadisch) Anzahl der durchgeführten Aktionen mit Nutzern pro Jahr (regelmäßig/sporadisch) Höhe der Energieeinsparung pro Jahr Höhe der Emissionsminderung pro Jahr Anzahl der durchgeführten Maßnahmen in den einzelnen Verbrauchsbereichen (Beleuchtung, Informations- und Kommunikationstechnik, Haushaltsgeräte etc.) pro Jahr Höhe der Energieeinsparung pro Jahr Höhe der Emissionsminderung pro Jahr Anzahl neuer Heizungsanlagen mit erneuerbaren Energieträgern pro Jahr Anzahl neuer Solarstromanlagen pro Jahr und seit Konzeptumsetzung erzeugte Leistung durch Solarstromanlagen pro Jahr Höhe der Emissionsminderung pro Jahr Maßnahmen und Indikatoren im Energie-Controlling 72/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel I.3.3 Weitere Maßnahmen im Bereich Datenerfassung und Messung Personalbedarf: Bei größeren Baumaßnahmen erfolgen Planung, Bauleitung und Bauüberwachung durch extern beauftragte Planungsbüros. Der Landkreis ist als Bauherr immer beteiligt und führt eine gesonderte „Bauüberwachung“ im Sinne eines privaten Gebäudeeigentümers schon aus eigenem Interesse durch. Die Aufwände in der Verwaltung sind je nach Maßnahmenumfang sehr verschieden und können hier nicht beziffert werden. I.3.3 Erfolgskontrolle nach Maßnahmenumsetzung: - im 1. Jahr: 1 bis 2 Personentage je Maßnahme - in Folgejahren: mit Energiemanagement abgedeckt – kein Zusatzaufwand Nutzerinformationen: 0,25 bis 2 Personentage pro Maßnahme (abhängig von Maßnahmenumfang) Evaluation Umsetzung des Klimaschutzkonzepts inkl. Jahresbericht: 8 Personentage Weitere Maßnahmen im Bereich Datenerfassung und Messung Zusätzlich zu den Verbrauchsdaten sollten bei allen Brennern die monatlichen Brennerstarts und Brennerlaufzeiten erfasst werden (Erfassungsbogen siehe Anhang 2). Mit der Zahl der Brennerstarts im Verhältnis zur Laufzeit und dem Verbrauch kann die Brennerdimensionierung überprüft werden. Zu groß dimensionierte Brenner und Kessel verursachen unnötig hohe Kosten, bedarfsgerecht dimensionierte Brenner reduzieren demgegenüber die Kosten um 10 bis 30 % ohne Komfortverlust. Elementare Kontrollhilfe für Nutzer und Hausmeister sind Thermometer, die in allen Fluren, Klassen- und Büroräumen, sowie in den Turnhallen, Umkleiden, Sozialräumen, Lager- und Wirtschaftsräumen mit Abständen zu Fenstern und Türen anzubringen sind. Ergänzend ist an geeigneter Stelle, z. B. über Aushangtafeln, über die vorgegebenen Solltemperaturen zu informieren und die Sinnhaftigkeit darzustellen. Das Thermometer gibt dem Hausmeister und den Nutzern die Möglichkeit zur Kontrolle und zur Überprüfung der „gefühlten“ Temperatur. Es gibt Untersuchungen, dass Thermostate an Heizkörpern nach längerer Nutzungszeit häufig nicht mehr richtig funktionieren. Bei Fehlfunktionen kann der Raum überhitzen, und somit unnötig Energie verschwenden und unnötige Kosten verursachen. Die einwandfreie Funktion von Heizkörperthermostaten muss daher überprüft werden. Zur Instandhaltung sollten alle Thermostate außerhalb der Heizperiode auf die höchste Stufe eingestellt werden, damit sich die Bauteile entspannen. Das verlängert die Lebenserwartung. In der „Verwaltungsrichtlinie Energie“ im Anhang ist die Aufgabe der Hausmeister festgehalten, einmal im Jahr eine Überprüfung durchzuführen. Störungen müssen dokumentiert werden. Dazu eignet sich die monatliche Verbrauchsmeldung (Datenerfassungsbogen siehe Anhang 2). 73/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung Die energetische Gebäudeuntersuchung dient dazu, die einzelnen Gebäude bezüglich der Gebäudehülle und des baulichen Gesamtzustands sowie des Zustands der technischen Anlagen zu bewerten und eine Grundlage für die Entwicklung von klimaschutzfördernden Maßnahmen zu bilden. Im ersten Schritt wurde eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt, deren Ergebnisse den IST-Zustand der einzelnen Gebäude dokumentieren. Darauf aufbauend ist dann der SOLL-Zustand – also die Maßnahmenempfehlungen für die einzelnen Gebäude aus Sicht des Klimaschutzes – dargestellt. Darstellung der IST-Zustände Um sich ein möglichst genaues Bild der IST-Zustände zu machen, hat der Konzeptersteller umfassende Gebäudebegehungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Begehungen wurden zahlreiche Hinweise auf den energetischen Zustand der einzelnen Gebäude gesammelt. Diese Hinweise werden in diesem Kapitel in Form von Gebäudesteckbriefen dargestellt und sind als eine Zusammenstellung von Einzelbeobachtungen zu verstehen, die keinem Anspruch auf Vollständigkeit unterliegen; auch konnten in vielen Fällen mündliche Hinweise von Hausmeistern und Nutzern nicht überprüft werden. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass auf Grund der Förderbedingungen, die für die Erstellung dieses Klimaschutzkonzeptes einzuhalten sind, nur Gebäude betrachtet wurden, die älter als Baujahr 1995 sind – also Gebäude mit einem statistisch besonders hohen klimaschutzrelevanten Potenzial. Das Klimaschutzkonzept hat zudem die Aufgabe, den Fokus auf klimaschutzrelevante Aspekte (Energieverbrauch, CO2-Emissionen) zu legen. Damit steht die Darstellung von Mängeln, die sich negativ auf den Klimaschutz auswirken, im Vordergrund. Sinn und Zweck dieser Zusammenstellung der Einzelbeobachtungen ist es, der Verwaltung und besonders einem möglichen künftigen Klimaschutzmanager überblicksartig erste Eindrücke der IST-Zustände der betrachteten Gebäude an die Hand zu geben. Neben den Eindrücken aus den Begehungen enthalten die Gebäudesteckbriefe gebäudeund anlagenspezifische Daten (z. B. Baujahr, Nutzungsart) sowie weitere gebäudespezifische Werte wie Energieverbrauch, Energiekosten und CO2-Äquivalente. Es sind die Ansprechpartner von Seiten der Verwaltung dargestellt, die Ansprechpartner von Nutzerseite müssen dort bei Bedarf erfragt werden. Ergänzt wird diese Übersicht durch Bildmaterial. In der Druckfassung des Berichts ist nur ein Teil des im Rahmen der Begehungen entstandenen Bildmaterials dargestellt. Das vollständige Bildmaterial ist dem Anhang (CD-ROM) zu entnehmen. 74/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung Kurzinfo EnEV-Novelle Die Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt europäische Vorgaben zur energieeffizienten Bauweise von Gebäuden (Neubau und Sanierung) in nationales Recht um. Die erste EnEV trat 2002 in Kraft. Aktuell gültig sind die Bestimmungen der EnEV 2014. Sie verschärft den Anspruch an Neugebäude um weitere 25 % weniger Primärenergieeinsatz gegenüber der letzten EnEV von 2009. Bei Bestandsgebäuden gibt es jetzt die Pflicht, Heizkessel mit Baujahren vor 1985 gegen moderne Kessel auszutauschen. Ausgenommen davon sind Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel mit besonders hohem Wirkungsgrad sowie eigengenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Besitzer vor dem 1. Februar 2002 gewechselt hat. Vorgehensweise bei der Maßnahmenentwicklung Auf Basis des IST-Zustandes wurden Maßnahmenvorschläge mit klimaschützender Wirkung entwickelt. Die Entwicklung dieser gebäudespezifischen Maßnahmenvorschläge unterliegt einem vorher festgelegten Prinzip und hat – neben der Standardisierung und Nachvollziehbarkeit – zum Ziel, die Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 für Altbauten einzuhalten: Im ersten Schritt soll durch Dämmung der Gebäudehülle und Einsatz von Wärmeschutzverglasung der Energieverbrauch den Anforderungen der EnEV 2014 entsprechend reduziert werden. Im zweiten Schritt wird empfohlen, eine Heizungsanlage einzubauen, mit deren Hilfe der Sollwert für den Primärenergiebedarf für Altbauten der EnEV 2014 eingehalten wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Einsatz von Erneuerbaren Energien. 1. Durchführung von energiesparenden Maßnahmen: Dämmung der Gebäudehülle Energie, die nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt werden und ist auch für keinen CO2Ausstoß verantwortlich. Die Durchführung von Energiesparmaßnahmen steht damit logischerweise an erster Stelle klimaschutzfördernder Maßnahmen. Für die Maßnahmenentwicklung bedeutet das, dass als Maßnahmenpaket I immer die Dämmung der Gebäudehülle einschließlich des Einbaus von Wärmeschutzverglasung empfohlen wird. Der Grad der Verbesserung der Gebäudehülle richtet sich nach den Anforderungen der EnEV 2014. In diesem Maßnahmenpaket wurde vorausgesetzt, dass im Gebäude ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. In Absprache mit dem Landkreis wurde außerdem der Einbau dezentraler Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. 2. Einsatz von Erneuerbaren Energien Klimaschutz bedeutet neben Ressourcenschutz in erster Linie Vermeidung von klimarelevanten Emissionen, insbesondere CO2-Emissionen. Daher ist der Einsatz Erneuerbarer Energien, um den Klimaschutz voranzutreiben, unabdingbar. Im Rahmen dieses Konzeptes wird für den verbleibenden Energieverbrauch nach Durchführung des Maßnahmenpakets I der Einsatz von Erneuerbaren Energien empfohlen. Erneuerbare 75/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung Energien sind vielfältig, daher kommen an dieser Stelle grundsätzlich unterschiedliche Varianten in Betracht. Um eine Vergleichbarkeit der einzelnen Maßnahmen zu gewährleisten, ist es nahe liegend – sofern keine spezifischen Rahmenbedingungen dagegen sprechen – möglichst immer die gleiche Anlage zu empfehlen. Vieles spricht für den Einsatz von Pelletheizungen: Sie weisen eine vergleichsweise hohe CO2-Einsparung auf, sind leicht bedienbar und flexibel einsetzbar. Um eine möglichst aufwandsarme Bedienung der Pelletheizung zu gewährleisten, wird geraten, Pellet-Zentralheizungen einzusetzen. Dies beinhaltet auch – bei entsprechender Anlagengröße – den Einbau eines Pufferspeichers mit nach EnEV vorgesehener Dämmung. Holzpellets werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8 mm und einer Länge von 5 - 45 mm hergestellt. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem eines halben Liters Heizöl. Bei Umstellung von Heizöl auf Pellets können die Pellets künftig problemlos im ehemaligen Heizöllager gelagert werden. Bei den Gebäuden, die bisher mit Erdgas versorgt wurden, ist nicht automatisch die Lagerung der Pellets möglich. Die Lagerung der Pellets ist in diesen Fällen entweder – sofern vorhanden – in Kellerräumen oder ansonsten im Außengelände möglich. Die Größe und sinnvolle Lage des Lagerbehälters muss im Rahmen der Detailplanung ermittelt werden. Eine erste Abschätzung möglicher Konfigurationen ist in den Steckbriefen der Gebäude des Baustein II ergänzt. Dabei wurden verfügbare Räume, eventuelle Umnutzungen und Zufahrtswege für Tanklaster berücksichtigt. Die Betankung kann mittels Schläuchen mit maximal 40 m Länge durchgeführt werden. Um die Wirkungen gebäudespezifisch darstellen zu können, wurde im Rahmen von Maßnahmenpaket II für gemeinsam mit Wärme versorgte Gebäude fiktiv eine künftig getrennte Versorgung angenommen. Dies ist nur als rein theoretische Betrachtungsweise, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, zu verstehen. Es wird empfohlen, die gemeinsame Wärmeversorgung in der Praxis beizubehalten! Generell sollten elektrische Warmwasser-Boiler wo möglich mit Durchlauferhitzern ersetzt werden. Dies setzt in vielen Gebäuden eine Neuverlegung von Kabeln voraus, damit die relativ hohe elektrische Leistung gefahrlos abgerufen werden kann. In solchen Gebäuden erscheint es sinnvoller, die Notwendigkeit von Warmwasser zu überdenken oder die Verlegung neuer Stromkabel mit anderen Arbeiten zu kombinieren. 76/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung Kurzinfo EEWärmeG Neben der EnEV gibt es das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das den Einsatz von Erneuerbaren Energien bei Neubauten und Sanierung des Gebäudebestands regelt. In öffentlichen Gebäuden sind bei einer grundlegenden Sanierung Erneuerbaren Energien einzusetzen. Zwei Anforderungen, die im EEWärmeG eine entscheidende Rolle spielen, werden auf Grund der Vorgehensweise bei der Maßnahmenentwicklung berücksichtigt: Energieeffizienz durch Wärmedämmung und der Einsatz von Erneuerbaren Energien. Die entwickelten Maßnahmen entsprechen damit den Anforderungen des EEWärmeG. Für die einzelnen Gebäude werden die Maßnahmenvorschläge differenziert nach Maßnahmenpaket I (Gebäudehülle) und Maßnahmenpaket II (Gebäudehülle zzgl. Heizungsanlage) dargestellt. Für jedes Maßnahmenpaket werden die Investitionskosten und die Einsparung angegeben. Aus Sicht des Klimaschutzes hat bei der Beurteilung der Sinnhaftigkeit einer Maßnahme der Klimaschutzeffekt höchste Priorität. Die Maßnahmenvorschläge zu den Gebäuden orientieren sich daher an der optimalen Wirkung für den Klimaschutz, danach werden auch Aspekte der Wirtschaftlichkeit betrachtet. Die Anforderungen des Denkmalschutzes werden ggf. dahingehend berücksichtigt, dass bei den betroffenen Gebäuden keine Außendämmung empfohlen wird. Außerdem wird hier weder eine Anlage zur Erzeugung von Solarwärme noch von Solarstrom empfohlen, da dies in der Regel nicht möglich ist. Es ist Aufgabe des Landkreises Wolfenbüttel, die aus Sicht des Klimaschutzes empfohlenen Maßnahmenvorschläge mit anderen Interessen und Aspekten abzuwägen. Verfahren zur Ermittlung des Endenergiebedarfs Als Basis für die Bewertung des energetischen Zustands der Gebäude wurde mit Hilfe der Energieberater-Software der Fa. Hottgenroth der Endenergiebedarf ermittelt. Die Gebäude wurden mit Hilfe der vorliegenden Pläne in der Software volumengetreu abgebildet und für die einzelnen Abschnitte Fensterflächen, Außenwände, Geschossdecke, Dach und Kellerdecke entsprechend den Ergebnissen der Bestandsaufnahme möglichst realitätsnahe U-Werte zugewiesen. Diese richtet sich nach der Hüllflächentypologie – jedem Abschnitt wurde entsprechend dem Baujahr und des Zustands typische U-Werte ausgewählt. Nach Abbildung des IST-Zustandes wurden die Energiebedarfe der Gebäude ermittelt, die mit den tatsächlichen Verbrauchswerten abgeglichen wurden. Mit Hilfe der Software wurden dann nach dem oben beschriebenen Prinzip den einzelnen Gebäuden die Maßnahmenpakete (Variante 1: Dämmung der Gebäudehülle, Einsatz von Wärmeschutzverglasung, hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage und Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung; Variante 2: Variante 1 plus 77/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung Sanierung der Heizungsanlage) als Varianten zugewiesen und die daraus resultierenden Einsparungen errechnet. Die mit Hilfe der Software ermittelten prozentualen Einsparungen wurden dann auf die tatsächlich vorliegenden Verbrauchs-, Kosten- und Emissionswerte angewendet (siehe Kap. IV.1). 78/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.1 Teichgarten, Schule II.1 Teichgarten, Schule Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 422.836 kWh/a 116 t/a 198.969 kWh/a 120 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 21.389 €/a 37.289 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 113 kWh/m²NGFa 105 kWh/m²NGFa 621.806 kWh/a 237 t/a Anschrift Lindender Straße 11, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Domin, Herr Geske Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 79/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.1 Teichgarten, Schule Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Schüler 1972 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 4.147 m² 3.732 m² Erdgas 2x Buderus G 524 L 1995 2 x 524 KW = 1048 KW Fenster überwiegend in gut gepflegtem Zustand, nur stellenweise schlechte Qualität und in sich wackelig keine Dämmung in den Außenwand-Zwischenblechen Fugen zwischen den Außenwand-Waschbetonplatten undicht Fußbodensockel abgeplatzt dezentral über elektrische Boiler (5 l) Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Lüftungsanlage und Technikraum mit elektronischen Pumpen, sonst keine elektronischen Pumpen vorhandenen. Vorlauf/Rücklauftemperatur 70 / 40 witterungsgeführt überwiegend Heizkörper gesteuert von einem Thermostat pro Raum (Honeywell) T8-Leuchtstoffröhren mit KVG T5-Leuchtstoffröhren mit EVG Notausgang-Leuchten alle auf LED umgerüstet 25 PC, 3 Drucker zentrale Stromabschaltung möglich recht bewusst Hinweisschilder erinnern stellenweise an korrekte Nutzung Ventile für hydraulischen Abgleich teilweise vorhanden und eingestellt Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 80/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.1 Teichgarten, Schule Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: - Heizkessel modernisieren Hocheffizienzpumpen einsetzen Hydraulischen Abgleich überall durchführen veraltete Fenster modernisieren Nicht-Investive Maßnahmen: - Nutzern die Verbräuche und Kosten rückmelden Gebäude Teichgarten, Schule Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 81/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 865.210 € 13.689 €/a -64% 905.210 € 15.186 €/a -71% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.2 Peter Räuber II.2 Peter Räuber Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 214.499 kWh/a 59 t/a 198.969 kWh/a 120 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 11.054 €/a 37.289 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 97 kWh/m²NGFa 105 kWh/m²NGFa 413.468 kWh/a 180 t/a Anschrift Lindener Straße 13, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Hoppmann Nutzungskategorie Schule, Förderschule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 82/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.2 Peter Räuber Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten 125 Schüler, 70 Betreuer, teilweise in Teilzeit 1976 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 451 m² 2.206 m² Erdgas Buderus GE 315 2008 170 KW Flachdach ohne Dämmung von 1976 Warmwasser bereitung Buderus Speicher TBS 300 Liter mit Zirkulationspumpe Heizungsanlage Elektronische Pumpen vorhanden Vorlauf/Rücklauftemperatur 80 /60 stellenweise Behördenventile installiert T8-Leuchtstofflampen Nutzerverhalten Leitung hat Raumtemperatur von 24 °C angeordnet Handtücher liegen zum Trocknen direkt auf den Heizkörpern Weitere Einzelbeobachtungen Heizprobleme (zu heiß/zu kalt) in manchen Räumen Heizkörper-Check und hydraulischer Abgleich geplant mit Fa. Fricke Beleuchtung und Stromverbraucher Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 83/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.2 Peter Räuber Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Heizkörper prüfen lassen Hydraulischen Abgleich durchführen Nicht-Investive Maßnahmen: Raumtemperaturen ggf. senken Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude Peter RäuberSchule Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 84/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 335.064 € 1.658 €/a -15% 370.064 € 5.195 €/a -47% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.3 Peter Räuber, Anbau II.3 Peter Räuber, Anbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 383.796 kWh/a 105 t/a 198.969 kWh/a 120 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 18.987 €/a 37.289 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 605 kWh/m²NGFa 105 kWh/m²NGFa 582.766 kWh/a 225 t/a Anschrift Lindener Straße 13, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Hoppmann Nutzungskategorie Schule, Förderschule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 85/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.3 Peter Räuber, Anbau Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Schüler, teilweise mit Behinderungen, Betreuer 1994 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 705 m² 635 m² Erdgas Buderus G 405 1994 165 KW Therapiebad eingerichtet Südseite im Sommer durch sehr große Fensterfläche sehr warm Cetetherm 500 Liter von 1994 witterungsgeführt fünf sehr alte Pumpen, eine neue elektronische Pumpe Vorlauf/Rücklauftemperatur 75/50 T8-Leuchtstoffröhren Beleuchtung im Therapieraum blendet bei der Therapie Nutzerverhalten konnte bei der Begehung nicht bewertet werden Weitere Einzelbeobachtungen Essen wird heiß geliefert und serviert, selten warm gehalten Reinigungspersonal ist angewiesen, offene Fenster zu schließen Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 86/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.3 Peter Räuber, Anbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Heizkessel modernisieren Heizungspumpen modernisieren Hydraulischen Abgleich durchführen sommerlichen Wärmeschutz auf der Südseite installieren Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude Peter RäuberSchule, Anbau Maßnahmenpakete Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung I: Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Dach und Außenwänden 270.714 € 2.468 €/a -13% II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 305.714 € 8.734 €/a -46% 87/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.4 Teichgarten, Sporthalle II.4 Teichgarten, Sporthalle Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 140.506 kWh/a 39 t/a 198.969 kWh/a 120 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 7.099 €/a 37.289 €/a (01-04) Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 156 kWh/m²NGFa 120 kWh/m²NGFa 339.475 kWh/a 159 t/a Anschrift Lindener Straße 11, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Domin, Herr Geske i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 88/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.4 Teichgarten, Sporthalle Nutzungskategorie Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Sporthalle Schulklassen, Vereine 1972 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 991 m² 902m² Erdgas Buderus G 405 1995 165 kW Wände zwischen tragender Wand und Waschbetonplatten ist mit Dämmung versehen Fenster teilweise einfach verglast. Flachdach ist ohne Dämmung Buderus SF 301 mit 300 Liter 1995 ohne Zirkulation keine elektronischen Pumpen Regelung witterungsgeführt Vorlauf/Rücklauftemperaturen 70 / 50 Brenner Weißhaupt von 2011 teilweise Behördenthermostate verwendet Isolierung am Verteiler ist schadhaft T8-Leuchtstoffröhren Nutzerverhalten Abends wird häufig das Licht angelassen Weitere Einzelbeobachtungen Duschen mit neuen Mischarmaturen und Duschköpfen Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 89/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.4 Teichgarten, Sporthalle Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Flachdach dämmen Modernisierung Heizkessel Hydraulischer Abgleich einfach verglaste Fenster austauschen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude Teichgarten, Sporthalle Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 90/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 338.269 € 2.414 €/a -34% 373.269 € 3.975 €/a -56% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.5 HRS Schladen, Schule II.5 HRS Schladen, Schule Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 123.933 kWh/a 34 t/a 61.017 kWh/a 37 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 5.956 €/a 14.143 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert kennwert nach EnEV 2009iii 117 kWh/m²NGFa 105 kWh/m²NGFa Gesamt Verbrauch CO2-Äquivalent 184.950 kWh/a 71 t/a i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung HRS Schladen, Schule; HRS Schladen, Schule, Anbau; HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 91/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.5 HRS Schladen, Schule Anschrift Ansprechpartner Nutzungskategorie Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Franz-Kaufmann-Str. 34, 38315 Schladen Herr Boedecker, Herr Hoffmann Schule Schüler, Lehrer 1954 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1100 m² 1.063 m² Erdgas 2 Stück Viessmann Vitorond 200 2003 2 x 275 KW = 550 KW Teilweise neue Fenster Dampfsperre der Dachdämmung teilweise undicht Dampfsperre der Dachdämmung liegt an den Fenster offen, daher sind dort in wenigen Jahren UV-bedingte Lochschäden zu erwarten Zentraler Speicher 150 Liter mit zusätzlich 3 kW Heizstab für das Warmwasser im Hauswirtschaftsbereich während des Sommers einzelne Wasserboiler 5l Teilweise schon elektronische Pumpen Vorlauf/Rücklauftemperatur 60/45 Thermostate an den Heizkörpern teilweise sehr veraltet stellenweise sind Behördenthermostate angebracht teilweise Tageslichtkuppeln T8-Leuchtstofflampen mit EVG Glühlampen T8-Leuchtstofflampen mit KVG, teilweise stark versenkt in der Raumdecke Desktop-PC Licht angeschaltet ohne Nutzer in Räumen Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 92/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.5 HRS Schladen, Schule Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Dampfsperre der Dachdämmung im Fensterbereich verschalen Hocheffizienzpumpen installieren Thermostatköpfe modernisieren Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude HRS Schladen, Schule Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 93/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 148.071 € 834 €/a -14% 162.071 € 2.680 €/a -45% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.6 HRS Schladen, Schule, Anbau II.6 HRS Schladen, Schule, Anbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 513.804 kWh/a 141 t/a 61.017 kWh/a 37 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 24.692 €/a 14.143 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 117 kWh/m²NGFa 90 kWh/m²NGFa 574.821 kWh/a 178 t/a Anschrift Franz-Kaufmann-Str. 34, 38315 Schladen Ansprechpartner Herr Boedecker, Herr Hoffmann Nutzungskategorie Schule Nutzergruppen Schüler, Lehrer Baujahr 1972 Größe Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 6 495 m² 4.407 m² Heizenergieträger s. HRS Schladen, Schule Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung HRS Schladen, Schule; HRS Schladen, Schule, Anbau; HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 94/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel HRS Schladen, Schule, Anbau Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) II.6 Sehr gute Dachdämmung im Dachgeschoss Außenwand nur Mauerwerk 36 cm Flachdach evtl. nur 10 cm Dämmung dezentral Heizungsanlage s. HRS Schladen, Schule Beleuchtung und Stromverbraucher T8-Leuchtstofflampen Große Küche für Mensa Nutzerverhalten Licht angeschaltet ohne Nutzer in Räumen Weitere Einzelbeobachtungen EDV-Raum unter dem Dach im Sommer sehr heiß und im Winter sehr kalt Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung 95/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.6 HRS Schladen, Schule, Anbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: sommerlichen Wärmeschutz im Dachgeschoss verbessern hydraulischen Abgleich durchführen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen Gebäude HRS Schladen, Schule, Anbau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung in HRS Schladen, Schule 96/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 272.224 € -988 €/a 4% 307.224 € 8.642 €/a -35% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.7 HRS Schladen, Sporthalle II.7 HRS Schladen, Sporthalle Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 305.013 kWh/a 84 t/a 35.320 kWh/a 21 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 14.950 €/a 8.098 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 200 kWh/m²NGFa 120 kWh/m²NGFa 340.333 kWh/a 105 t/a Anschrift Franz-Kaufmann-Str. 34, 38315 Schladen Ansprechpartner Herr Boedecker Nutzungskategorie Sporthalle Nutzergruppen Schulsport, Vereine Baujahr 1979 i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 97/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.7 HRS Schladen, Sporthalle Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 676 m² 1.525 m² Erdgas Buderus Logano GE315 2004 200 kW Eingangstür häufig mit Keil offen gehalten, undicht Heizkörper direkt vor Scheiben installiert Warmwasser bereitung Buderus TBS – LT 1000 Liter Heizungsanlage Elektronische Pumpen vorhanden Rücklauf / Vorlauftemperatur 60 / 50 Regelung Witterungsgeführt Tageslichtkuppeln in der Halle T8-Leuchtstoffröhren Nutzerverhalten ca. die Hälfte der Nutzer achtet auf Licht und Wärme Weitere Einzelbeobachtungen Beleuchtung und Stromverbraucher Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 98/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.7 HRS Schladen, Sporthalle Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Dichtungen an Türen ersetzen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen Gebäude HRS Schladen, Sporthalle Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 99/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 296.738 € 4.336 €/a -29% 331.738 € 7.475 €/a -50% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.8 HRS Sickte, Sporthalle II.8 HRS Sickte, Sporthalle Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 206.981 kWh/a 77 t/a 206.339 kWh/a 125 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 13.871 €/a 43.282 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 136 kWh/m²NGFa 120 kWh/m²NGFa 413.320 kWh/a 202 t/a Anschrift Schulweg 2, 38173 Sickte Ansprechpartner Herr Sonnemann, Herr Bartz i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Sickte, Schule; HRS Sickte, Schule, Anbau; HRS Sickte, Schule, Verwaltung; HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert; HRS Sickte, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 100/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.8 HRS Sickte, Sporthalle Nutzungskategorie Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Sporthalle Schulsport, Vereine 1979 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 668 m² 1.518 m² Heizöl Viessmann Vitorond 200 mit Brenner Weishaupt WL30Z-C 2005 195 kW Dämmung nach Plattenbaustandart Türen und Fenster stark verschlissen Außentüren undicht zahlreiche Spuren von Wasserschäden an der Decke in der Turnhalle beschädigte Innenbeschichtungen der Wände in der Turnhalle, mit Hinweisen auf Feuchteschäden Viessmann Vitocell 100 Speicher mit 750 Liter und Dämmung nach EnEV Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Bei der Begehung nicht wirklich zu bewerten. Kessel stand bei 75 Grad. Weitere Einzelbeobachtungen Duschköpfe modern, einstellbar Armaturen sind von Schülern leicht zu demontieren Hinweiszettel mit stromsparender Bedienung der Beleuchtungsanlage ist angebracht Mögliches Pelletsystem Heizkreise ohne Hocheffizienzpumpen: Halle Wilo P40/160r Nebenraum Wilo Strato E30/1-5 Lüftung Halle Wilo Top E40/ 1-4 T8-Leuchtstoffröhren Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 101/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.8 HRS Sickte, Sporthalle Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Hydraulischen Abgleich durchführen Hocheffizienzpumpen einbauen Fenster und Türen erneuern Sanierung der Feuchteschäden Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining Gebäude HRS Sickte, Sporthalle Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 102/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 347.316 € 7.629 €/a -55% 402.316 € 8.323 €/a -60% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.9 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle II.9 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 392.182 kWh/a 108 t/a 199.990 kWh/a 121 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 17.236 €/a 42.565 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 286 kWh/m²NGFa 120 kWh/m²NGFa 592.172 kWh/a 229 t/a Anschrift Lichtenberger Straße 4, 38271 Baddeckenstedt Ansprechpartner Herr Reger, Herr Krause Nutzungskategorie Sporthalle i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Baddeckenstedt, Schule; HRS Baddeckenstedt, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 103/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.9 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Schulklassen, Vereine 1971 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 506 m² 1.370 m² Erdgas 2x Buderus Logamax Plus GB 162 beide 2008 2 x 100 kW Außentüren undicht, Dichtungen erneuerungsbedürftig Flachdach wurde umgebaut, seitdem keine neuen Wasserschäden mehr Modernisierung der Gebäudehülle wurde 2011-2014 durchgeführt zentral Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Warmluft-Einblasung in Kabinen und Halle Radiatoren auf der Zuschauer-Tribüne werden vom Heizungsraum gesteuert und sind nur genutzt, wenn die Tribüne ebenfalls genutzt wird keine Thermostate verbaut Größtenteils elektronische Pumpen vorhanden T8-Leuchtstofflampen Kompakt-Leuchtstofflampen Lichtkuppeln Lüftungsanlage Bewegungsmelder für Beleuchtung in Fluren installiert Abends wird teilweise das Licht an und Fenster offen gelassen Schüler dürfen nur mit Lehrer das Gebäude betreten Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 104/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.9 HRS Baddeckenstedt, Sporthalle Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Erneuerung der Dichtungen in den Außentüren Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude HRS Baddeckenstedt, Sporthalle Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 105/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 320.262 € 6.550 €/a -38% 355.262 € 9.997 €/a -58% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.10 IGS Wallstraße, Schule II.10 IGS Wallstraße, Schule Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 512.754 kWh/a 142 t/a 134.678 kWh/a 82 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 26.444 €/a 28.642 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 84 kWh/m²NGFa 90 kWh/m²NGFa 647.432 kWh/a 223 t/a Anschrift Wallstraße 22-26, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Himmelstein Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von IGS Wallstraße, Schule; IGS Wallstraße, Schule, Anbau; IGS Wallstraße, Mensa ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 106/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.10 IGS Wallstraße, Schule Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten ca. 750 Schüler/950 in Planung, ca. 60 Mitarbeiter 1885 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 6 810 m² 6.129 m² Erdgas 2x Buderus Lollar G 505 Kein Typenschild: ca.1980 - 1985 2 x 465 KW = 930 KW denkmalgeschützt oberste Geschossdecke gedämmt (20 cm) Warmwasser bereitung dezentral Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher es läuft nur ein Kessel zur Zeit teilweise elektronische Pumpen installiert raumgenaue Steuerung der Heizkörper über GIRASystem T8-Leuchtstoffröhren T5-Leuchtstoffröhren LED 160 Laptops zeitweilig genutzt an Vorgaben angepasst Lüftungsverhalten akzeptabel Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Hausmeister gibt Raumtemperatur (20 °C) vor, unterstützt von der Leitung Steuerungssystem der Firma GIRA Giersiepen GmbH & CO. KG für Heizungen installiert und gerne genutzt GIRA-System für Steckdosen gewünscht Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 107/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.10 IGS Wallstraße, Schule Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Baualter der Heizungskessel prüfen und ggf. modernisieren alte Heizungspumpen durch moderne Pumpen ersetzen Nicht-Investive Maßnahmen: Gebäude IGS Wallstraße, Schule Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung der Decke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 108/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 368.261 € 1.851 €/a -7% 412.261 € 9.255 €/a -35% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 208.716 kWh/a 58 t/a 134.678 kWh/a 82 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 10.764 €/a 28.642 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 84 kWh/m²NGFa 105 kWh/m²NGFa 343.394 kWh/a 139 t/a Anschrift Wallstraße 22-26, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Himmelstein, Herr Spelly Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von IGS Wallstraße, Schule; IGS Wallstraße, Schule, Anbau; IGS Wallstraße, Mensa ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 109/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau Nutzergruppen Baujahr Schüler, Lehrer 1977 Größe Bruttogrundfläche (BGF) 2 772 m² s. IGS Wallstraße, Schule Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Nettogrundfläche (NGF) 2.495 m² Fenster und Außentüren von 1977, recht gut gepflegt Außenwand nur aus Klinker Warmwasser bereitung 2x DLH 2kW Heizungsanlage teilweise stark veraltete Regler an den Heizkörpern teilweise Behördenthermostate installiert teilweise moderne Thermostate installiert T8-/T5-Leuchtstoffröhren Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen zur Zeit der Begehung wurde in den Decken des Gebäudes Leitungen verlegt 110/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Heizkörperventile und Thermostate modernisieren hydraulischen Abgleich durchführen Fenster und Türen modernisieren Nicht-Investive Maßnahmen: Gebäude IGS Wallstraße, Schule, Anbau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 111/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 624.589 € 3.767 €/a -35% 655.589 € 5.920 €/a -55% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 180.144 kWh/a 51 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 8.637 €/a 60.120 €/a Klimaschutzrele vante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen , Informationen Dritter) Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 146 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 503.789 kWh/a 247 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule Nutzergruppen Verwaltung Baujahr 1954 Größe Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 369 m² 1.232 m² Heizenergieträger s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche kein Denkmalschutz Auffälligkeiten keine Dämmung Fenster von 1988, gut gepflegt und weitgehend dicht Außentüren undicht Warmwasser Dezentral im Lehrerzimmer Küchenzeile bereitung i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 112/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung Heizungsanlage s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D Beleuchtung und Stromverbraucher T8-Leuchtstoffröhren PC in Büros Drucker in Büros Büroräume recht warm >22°C Fenster bei geöffneten Heizkörpern offen Natürliche Lichtquellen werden kaum genutzt durch geschlossene Jalousien mit künstlichem Licht. Heizkörper sind oft verbaut und schwer zugänglich. eine kleine PV-Anlage steht auf dem Dach des Gebäudes Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen 113/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Außentüren dichten Dachdämmung einbauen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Gebäude B Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecken II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 114/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 200.984 € 3.973 €/a -46% 238.984 € 4.232 €/a -49% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 134.088 kWh/a 38 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 6.429 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 146 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 457.734 kWh/a 234 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Straße 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule Nutzergruppen Berufsschüler Baujahr 1954 Größe Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 019 m² 917 m² Heizenergieträger s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Heizkessel i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 115/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher kein Denkmalschutz keine Außendämmung, Dachdämmung konnte nicht eingesehen werden Außentüren sind teilweise sehr undicht Wasserschäden am Parkett an den Außentüren Fenster: Stand 1988 Fensterrahmen sind ungepflegt und die Dichtungen durch das Alter nicht mehr wirksam es gibt viele Wärmebrücken wodurch an einigen Stellen im unteren Fensterbereich der Putz abbröckelt dezentral s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Aula wird über Lüftungsheizung versorgt Heizungen teilweise durch Vorhänge verdeckt (Aula) Essraum kann im Winter nicht ausreichend aufgeheizt werden In den kalten Jahreszeiten ist nur sehr schwer die gewünschte Wärme zu erreichen. Hydraulischer Abgleich notwendig T-8 Leuchtstoffröhren Nutzerverhalten konnte zum Zeitpunkt der Begehung nicht bewertet werden Weitere Einzelbeobachtungen Lüftungsheizung der Aula ist sehr alt, Wartung ungewiss. Nach Aussage der Hausmeister gibt es für diese keine Wartungsverträge. An einen Filterwechsel konnte sich niemand erinnern. Diese Anlage sollte stillgelegt werden. 116/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Außentüren dichten, ggf. bauliche Änderungen durchführen, um Wassereintritt zu unterbinden Fenster austauschen Wärmebrücken lokalisieren und abstellen Lüftungsanlage der Aula austauschen(!) Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Rundbau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 117/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 200.914 € 3.279 €/a -51% 228.914 € 3.407 €/a -53% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 311.413 kWh/a 88 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 14.838 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 122 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 635.059 kWh/a 284 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 118/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Schüler 1975 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 842 m² 2.558 m² Gas 2x Buderus Lugano GE515 + Brenner Abig AW1GZ Kessel 1988 mit Brennertausch 1998 2x 510kW Räume im Kellergeschoss sollen in den nächsten drei Jahren saniert werden Außenwand durch die Betonplattenbauart sehr bedenklich Die Fensterflächen sind aus den 88/89er und nicht mehr zeitgemäß Die Flachdachkonstruktion war schon mehrmals undicht Zentral über einen überdimensionierten und veralteten 500 Liter Speicher. Der zweite wurde schon wegen Defekt und weniger Nutzung zurückgebaut. Keine separate Reglung für die Zirkulationspumpe Heizkreise ohne Hocheffizienzpumpen: 2x Kesselpumpe Wilo P80/125r Übergabe Sporthalle Wilo P65/125r Heizkreis Wilo Top E 50/1-10 Warmwasserspeicher Wilo P65/125r Fernleitung zur Werkhalle Holz mit Hocheffizienzpumpe Wilo Stratos 80/1-12 Programmierung gibt es bei der Honeywell Reglung nur bedingt durch die Bedienerunfreundlichkeit und Veraltung der Software ohne Wartungsservice T8-Leuchtstoffröhren, davon ca. 420 in den Werkhallen Teilschaltung möglich Maschinenpark für Metallbearbeitung und Schweißen Lüftungsanlagen zum Zeitpunkt der Begehung waren keine Nutzer zugegen Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 119/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Heizkessel erneuern hydraulischen Abgleich durchführen Hocheffizienzpumpen einbauen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Werkhalle E Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecken, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 120/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 677.738 € 7.864 €/a -53% 752.738 € 8.755 €/a -59% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 303.348 kWh/a 86 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 14.410 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 122 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 626.993 kWh/a 282 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 121/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Schüler 1988 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 760 m² 2.484 m² s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen kein Denkmalschutz keine Außendämmung Türen teilweise extrem undicht Fenster veraltet Oberfenster in Werkhallen sind mit Fensterheizung ausgestattet und zeigen deutliche Zeichen von Kondensatbildung zentral Pufferspeicher Buderus TBS-Isocal 1000 l Warmwasser sehr wenig genutzt, Legionellengefahr ist nicht auszuschließen Heizkreisläufe: stat. Heizung Radiatoren Deckenstrahlplatten Werkräume Boiler 1000 l Heizregister Zuluftanlage Nebenräume Wandluftheizer Ziegeltrocknung Heizregister Zuluftanlage Holzschutz (händisch eingezeichnet): Farblabor, Farblabor Trocknung keine Hocheffizienzpumpen Deckenstrahler und Fensterheizung Thermostatventile der Deckenstrahler sind an den Strahlungskörpern selbst angebracht Heizung läuft zur Zeit 24h durch, weil die elektrische Regelung nicht mehr funktioniert und die manuelle Steuerung zu zeitaufwendig ist T8-Leuchtstoffröhren Kompaktleuchtstofflampen Maschinenpark für Holzbearbeitung Nutzer müssen Temperatur über Fensterlüftung regulieren Lüften und Heizen gleichzeitig im Sommer großer Hitzestau in den Räumen mit Oberlichtern 122/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Heizung wieder regelbar machen Fensterkonstruktionen modernisieren Hocheffizienzpumpen einbauen Warmwasserspeicher regelmäßig hochheizen gegen Legionellen, mittelfristig neues Warmwasserkonzept erstellen und umsetzen sommerlichen Wärmeschutz installieren Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzerschulungen durchführen Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Werkhalle Holz Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 123/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 529.298 € 7.782 €/a -54% 604.298 € 8.358 €/a -58% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 546.048 kWh/a 154 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 25.939 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 301 kWh/m²NGFa 120 kWh/m²NGFa 869.693 kWh/a 350 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Sporthalle i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 124/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Schüler, Vereine 1975 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 992 m² 1.813 m² s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten kein Denkmalschutz Dämmung nach Plattenbaustandard Fenster deutlich gealtert und undicht Außentüren undicht zahlreiche Spuren von Wasserschäden an der Decke in der Turnhalle beschädigte Innenbeschichtungen der Wände in der Turnhalle, teilweise mit Hinweisen auf Feuchteschäden zentral WW-Speicher 2x Buderus TBS-Isocal, Einspeisung durch Fernleitung Heizkreise ohne Hocheffizienzpumpen: Heizung Halle Boiler Nebenräume Lüftung Halle durch die unterschiedlichen Nutzungen wird auch hier permanent geheizt T8-Leuchtstoffröhren, davon 3x 72 Lampen in der Turnhalle Tageslichtkuppeln im Dusch- und Umkleidebereich zeigen Feuchteschäden Teilschaltung der Beleuchtung wird genutzt Sportler der Vereine duschen viel Weitere Einzelbeobachtungen 125/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Komplettsanierung oder Neubau Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertrainings durchführen Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Sporthalle Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 126/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 526.689 € 12.192 €/a -47% 601.689 € 14.007 €/a -54% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.17 Bildungszentrum, Altbau II.17 Bildungszentrum, Altbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 413.108 kWh/a 114 t/a 107.516 kWh/a 65 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 20.695 €/a 21.637 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 185 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 520.624 kWh/a 179 t/a Anschrift Harzstr. 2-3, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser Nutzungskategorie Verwaltung i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bildungszentrum, Altbau; Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung; Bildungszentrum, Neubau ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 127/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.17 Bildungszentrum, Altbau Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Volkshochschule 1680 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 621 m² 2.228 m² Erdgas 2x Buderus Logano plus SB615 1982 2 x 284 KW denkmalgeschützt ungedämmte Fassade Fenster auf der Straßenseite von Innen gegengesetzt, häufig 2x Einfachverglasung Fenster auf der Hofseite mit Zweifachverglasung Dampfbremse der Dachdämmung durch UV-Strahlung geschädigt Außentüren teilweise sehr undicht Fenster undicht der Fachwerkteil des Gebäudes zeigt leichte Eigenbewegungen („arbeitet“), so dass Fenster und Türen je nach Umständen mehr oder weniger undicht sind dezentral Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem teilweise sind elektronische Pumpen installiert Regelung ist witterungsgeführt Heizzeiten sind nicht auf Nutzung optimiert teilweise veraltete Thermostate an Heizkörpern angebracht T8-Leuchtstoffröhren, vereinzelt T5, Kompaktleuchtstofflampen Klimatisierung Serverraum auf 21 °C 70 PC, 41 Drucker Licht und Lüftung auch ohne Nutzung angewendet Nutzer beklagen sich über sehr unangenehme Zuglufterscheinungen im Treppenhaus war Licht angeschaltet bei völlig ausreichendem Sonnenschein Kommunikation mit Seminarleitern über Heizverhalten lückenhaft Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 128/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.17 Bildungszentrum, Altbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Modernisierung der Heizkessel ist dringend empfohlen! hydraulischen Abgleich durchführen alte Pumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzen Dichtungen der Fenster und Türen prüfen und ggf. ausbessern Nicht-Investive Maßnahmen: Programmierung der Heizung an tatsächlichen Bedarf anpassen Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen Gebäude Bildungszentrum, Altbau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung des Daches, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 129/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 654.873 € 9.934 €/a -48% 704.873 € 13.866 €/a -67% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.18 Bildungszentrum, Neubau II.18 Bildungszentrum, Neubau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 195.915 kWh/a 54 t/a 107.516 kWh/a 65 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 9.815 €/a 21.637 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 185 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 303.431 kWh/a 119 t/a Anschrift Harzstraße 4-5, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Kloss, Herr Marek Nutzungskategorie Erwachsenenbildung, Büros i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bildungszentrum, Altbau; Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung; Bildungszentrum, Neubau ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 130/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.18 Bildungszentrum, Neubau Nutzergruppen Baujahr Seminare, Verwaltung 1994 Größe Bruttogrundfläche (BGF) 1 243 m² s. Bildungszentrum, Altbau Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Nettogrundfläche (NGF) 1.057 m² Warmwasser bereitung kein Denkmalschutz Türen und Fenster sehr dicht Glasfassade teilweise ohne sommerlichen Wärmeschutz bis zum DG durchgehender Glasturm im Flur des EG dezentral 9x 5l-Untertischgeräte Heizungsanlage s. Bildungszentrum, Altbau Thermostatregler der Heizkörper teilweise auf Knöchelhöhe angebracht Beleuchtung und Stromverbraucher T8-Leuchtstoffröhren, T5-Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen, Glühlampen, LED Küchengeräte > 20 PC unauffällig Nutzer berichten über sehr große Wärme in den Räumen während des Sommers auf der West- und Südseite des Gebäudes Kompaktleuchtstofflampen sind teilweise in versenkten Fassungen angebracht, die durch hohe Temperaturen die Lebensdauer der Lampen verringern können Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen 131/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.18 Bildungszentrum, Neubau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: sommerlichen Wärmeschutz prüfen und ggf. verbessern Fernfühler auf relevante Höhe bei Thermostaten einsetzen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude Bildungszentrum, Neubau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 132/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 395.750 € 2.356 €/a -24% 409.550 € 5.202 €/a -53% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 228.919 kWh/a 64 t/a 269.347 kWh/a 163 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 11.744 €/a 52.475 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 191 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 498.266 kWh/a 227 t/a Anschrift Bahnhofstraße 11, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser Nutzungskategorie Verwaltung i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bahnhofstr. 11, Altbau; Bahnhofstr. 11, Neubau; Bahnhofstr. 11, Turm ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 133/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Verwaltungsangestellte 1911 Bruttogrundfläche (BGF) 1 408 m² s. Bahnhofstraße 11, Neubau Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Nettogrundfläche (NGF) 1.197 m² unter Denkmalschutz Kellerfenster einfach verglast Kellerfenster undicht, teilweise wächst Efeu herein Fenster im EG und den OG doppelt gesetzt mit Doppelverglasung innen wegen Denkmalschutz Dachdämmung Obere Geschossdecke ist lückenhaft zentral aus Neubau stellenweise dezentral über 5 l Elektroboiler Programmierung der Heizungsanlage ist nicht auf Nutzungszeiten optimiert teilweise veraltete Thermostate an den Heizkörpern installiert in Fluren sind teilweise Behördenthermostate installiert Heizkörper im Sitzungssaal sind übermäßig verbaut T8-Leuchtstoffröhren, vereinzelt T5, stellenweise LED und T12 Klimatisierung Serverraum auf 21 °C 70 PC, 41 Drucker Licht- und Lüftungsverhalten kann verbessert werden teilweise starke Überheizung in undichten Eingangsbereichen Nutzer berichten von kaltem Fußboden im Erdgeschoss 134/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Dachdämmung prüfen und ggf. ausbessern Eingänge und Eingangsbereiche dichten Programmierung der Heizungsanlage an Bedarf anpassen veraltete Thermostate auswechseln Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen Gebäude Bahnhofstraße 11, Altbau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung des Daches, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 135/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 558.658 € 822 €/a -7% 594.538 € 4.228 €/a -36% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 463.365 kWh/a 129 t/a 269.347kWh/a 163 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 23.772 €/a 52.475 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 191 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 732.712 kWh/a 292 t/a Anschrift Bahnhofstraße 11, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser Nutzungskategorie Verwaltung i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bahnhofstr. 11, Altbau; Bahnhofstr. 11, Neubau; Bahnhofstr. 11, Turm ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 136/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Büros 1965 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 850 m² 2423 m² Erdgas 2 Stück Buderus Logano SB 615 2007 2 x 282 KW = 564 KW Teilweise Wärmedämmverbundsystem vorhanden Feuertüren in den Etagen 2, 4 und 5 undicht Kippfenster über Feuertür Etage 4 schließt nicht mehr richtig Glasbausteine im Eingangsbereich sommerlicher Wärmeschutz ist nur auf der NordWestseite installiert 7. Ebene wird im Sommer als überhitzt berichtet zentral Buderus SU 400 (für Alt- und Neubau ) teilweise elektronische Pumpen. Regelung witterungsgeführt einige Heizkörperthermostate sind eindeutig defekt und erlauben keine korrekte Regelung Heizkörper im Kellergeschoss sind teilweise zugestellt teilweise Behördenthermostate an Heizkörpern in Fluren installiert Programmierung ist nicht dem tatsächlichen Bedarf angepasst überwiegend T8-Leuchtstoffröhren, im Empfang T5 mit EVG Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten weitgehend in Ordnung Weitere Einzelbeobachtungen Raumtemperaturen 19-22 °C Poststelle wird vom Heizungsraum darunter geheizt (25 °C) Automatische Lüftung schließt die Fenster nicht korrekt weil der Motor nicht verriegelt Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 137/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Programmierung der Heizungsanlage dem tatsächlichem Bedarf anpassen defekte Thermostate austauschen Feuertüren dichten, Kippfenster darüber reparieren Automatische Fensterlüftung reparieren Heizkörper freiräumen, vor allem im Keller sommerlichen Wärmeschutz auf der Süd-Ost-Seite anbringen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Gebäude Bahnhofstraße 11, Neubau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung Außenwände, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 138/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 506.418 € 5.943 €/a -25% 531.418 € 11.173 €/a -47% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.21 Straßenverkehrsamt II.21 Straßenverkehrsamt Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 202.170 kWh/a 55 t/a 50.327 kWh/a 30 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 10.184 €/a 10.994 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 168 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 252.497 kWh/a 86 t/a Anschrift Halchtersche Straße 26, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser Nutzungskategorie Verwaltung Nutzergruppen Verwaltung (Amt für Ordnung, Straßenverkehrsamt) i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 139/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.21 Straßenverkehrsamt Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung 1982 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 412 m² 1.200 m² Gas Buderus G 234 X 2000 60 KW Türen und Fenster seit Einzug in das Gebäude 1982 unverändert einfach verglaste Fenster im beheizten Keller Feuchteschäden durch Wärmebrücken an Fenstern Außenjalousie verdunkelt recht stark Dezentral 5 l Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem witterungsgeführte Regelung Buderus teilweise sind fest eingestellte Thermostate installiert Isolierungen an Heizungsrohren im Keller teilweise schadhaft Lampen wurden vor ca. 2 Jahren erneuert (außer im Keller), im Büro OSRAM L55W/830 (kurze Kompaktleuchtstoffröhre) Notausgang-Schilder sind neu (LED) 20 PC 4 Drucker/Kopierer Serverraumkühlung ist auf 21 °C eingestellt Eingang- und Schalterhalle 2002 innen renoviert, Fenster und Sonnenschutz nicht Gesamtsystem Innenliegend xxx 140/287 Lager außerhalb Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.21 Straßenverkehrsamt Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Türen und Fenster erneuern Wärmebrücken beseitigen Feuchteschäden sanieren Hocheffizienzpumpen einbauen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Gebäude Straßenverkehrsamt Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 141/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 266.077 € 2.444 €/a -24% 301.077 € 4.990 €/a -49% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.22 Straßenverkehrsamt Pavillon II.22 Straßenverkehrsamt Pavillon Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 8.681 kWh/a 2 t/a 1.551 kWh/a 1 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 437 €/a 462 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 160 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 10.233 kWh/a 3 t/a Anschrift Halchtersche Straße 26, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser offiziell zuständig, Pavillon wird durch Kreissportbund selbst instandgehalten. Nutzungskategorie Verwaltung Nutzergruppen Kreissportbund Baujahr 1982 Größe Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 64 m² 54 m² Heizenergieträger Gas Heizkessel direktbeheizte Außenwandöfen Baujahr Öfen 1982 Nennleistung Ofen 3 KW – 7 KW i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 142/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Straßenverkehrsamt Pavillon Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) II.22 Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Dezentral 5 l Heizungsanla ge Schlechter Wirkungsgrad, da jeder Ofen eine eigene Abgasanlage hat. Beleuchtung und Stromverbraucher T8-Leuchtstoffröhren Kaffeemaschine, Wasserkocher PC, Drucker, Kopierer unauffällig - Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen 143/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.22 Straßenverkehrsamt Pavillon Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: - Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Gebäude Straßenverkehrsamt, Pavillon Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Gas-Brennwerttherme mit Heizkörpern 144/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 24.451 € 122 €/a -28% 36.451 € 214 €/a -49% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.23 Harztorwall 4 II.23 Harztorwall 4 Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 90.164 kWh/a 26 t/a 5.183 kWh/a 3 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 6.254 €/a 1.533 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 153 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 95.347 kWh/a 29 t/a Anschrift Harztorwall 25, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser Nutzungskategorie Verwaltung, Kindertagespflege, vermietete Büros Nutzergruppen Büros, Kinder, Betreuer i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 145/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.23 Harztorwall 4 Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem 1910 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 692 m² 588 m² Gas Buderus GB 162 2000 45 KW Fenster 2012 teilweise erneuert, auch die älteren Fenster (Baujahr 1985) haben schon Isolierverglasung, zum Teil Zwangsentlüftung über den Fenstern eingebaut Buderus SU 300 indirekt beheizt In den Räumen der Kindergruppe „Krabbelkäfer“ geht der Heizkörper durch die Zwischenwand. Das Thermostat befindet sich in dem kleineren Raum, der als Ruheraum genutzt wird. Witterungsgeführte Regelung ERC teilweise stark zugebaute Heizkörper im Gruppenraum T8-Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen PC: mind. 11 Drucker: mind. 3 Bewegungsmelder schaltet auch tagsüber das Licht ein Erneuerung des Daches (Brandschutz) sowie ein Vollwärmeschutz sind unabhängig voneinander geplant. Für diese Renovierungsmaßnahmen sind die Pläne erstellt Der Vollwärmeschutz wurde aus finanziellen Gründen in das Jahr 2015 verschoben, die Planung ist aber abgeschlossen. Gesamtsystem Innenliegend xxx 146/287 Lager außerhalb Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.23 Harztorwall 4 Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Zwangsentlüftung über Fenster dichten und dämmen Bewegungsmelder mit Lichtmesser koppeln Holzverschalung der Heizkörper mit durchlässigerem Schutz ersetzen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertrainings durchführen Gebäude Harztorwall 4 Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Decke und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 147/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 106.323 € 2.814 €/a -45% 136.323 € 3.752 €/a -60% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.24 Harztorwall 25 II.24 Harztorwall 25 Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 298.450 kWh/a 109 t/a 63.900 kWh/a 39 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 20.448 €/a 13.816 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 146 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 362.350 kWh/a 148 t/a Anschrift Harztorwall 25, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser Nutzungskategorie Verwaltung Nutzergruppen Sozialamt, Erziehungsberatungsstelle, Jugendpflege i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 148/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.24 Harztorwall 25 Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung 1900 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 411 m² 2.049 m² Gas Buderus GE 515 2002 295 KW denkmalgeschützt teilweise Probleme mit Wasser im Keller Fenster doppelt gesetzt, jeweils einfach verglast Fensterrahmen Holz pflegebedürftig Dach mit Zwischensparrendämmung versehen Dachfenster wurden nicht mit modernisiert Dampfbremse der Dachdämmung an Dachfenster unverschalt und mit starken UV-Schäden Dampfbremse wurde nach Reparatur- bzw. Installationsarbeiten nicht wieder gedichtet beheizter Keller (Archiv) mit nur einfach verglasten Fenstern dezentral, Warmwasser-Boiler 5 l Heizungsanlage versorgt auch den Anbau (Post) Beleuchtung und Stromverbraucher T8-Leuchtstoffröhren Kompaktleuchtstofflampen Nutzerverhalten Licht wird häufig angelassen Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend xxx 149/287 Lager außerhalb Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.24 Harztorwall 25 Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Dampfbremse der Dachdämmung reparieren mindestens die Dampfbremse am Fenster UV-strahlungsundurchlässig verschalen bei doppelt gesetzten Fenstern die einfach verglasten Innenfenster modernisieren Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Gebäude Harztorwall 25 Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Decke, Wärmeschutzverglasung für Dachfenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 150/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 183.241 € 409 €/a -2% 223.241 € 6.952 €/a -34% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.25 Harzstraße 6 II.25 Harzstraße 6 Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 145.475 kWh/a 40 t/a 12.077 kWh/a 7 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 7.288 €/a 2.921 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 237 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 157.552 kWh/a 47 t/a Anschrift Harzstr. 6, 38300 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Kloss, Herr Marek Nutzungskategorie Verwaltung Nutzergruppen Gebäudewirtschaft i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 151/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.25 Harzstraße 6 Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten 1680 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 723 m² 615 m² s. Harzstr. 2-3, Bildungszentrum, Altbau Warmwasser bereitung Denkmalschutz Fenster häufig undicht, Nutzer berichten über starke Zuglufterscheinungen Obere Schließe der Fenster teilweise schlecht zu erreichen und häufig nicht geschlossen dezentral vereinzelt 5 Liter-Boiler Heizungsanlage Thermostate und Ventile teilweise defekt Beleuchtung und Stromverbraucher überwiegend T8-Leuchtstoffröhren eingesetzt, vereinzelt T5-Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen PC am Arbeitsplatz, pro Büro häufig ein Drucker, Multifunktionsgeräte auf den Etagen Einsatz von Laptop-Rechnern in den Büros im Dachgeschoss Eisfach der Kühlschränke teilweise stark vereist Heizkörper teilweise zugebaut Büros teilweise recht warm mit 25°C Lufteinlass im Serverraum liegt direkt neben Entlüfter Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb Containerlösung xxx 152/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.25 Harzstraße 6 Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Fenster abdichten Heizkörperventile und Thermostate prüfen und ggf. ersetzen. hydraulischen Abgleich durchführen Schließen der Fenster vereinfachen bzw. ermöglichen Luftführung im Serverraum kurzschlusssicher machen Nicht-Investive Maßnahmen: Heizkörper freiräumen Gebäude Harzstraße 6 Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Keller bzw. Erdgeschoss, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 153/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 100.920 € 802 €/a -11% 111.720 € 3.280 €/a -45% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.26 FTZ Schladen, Altbau II.26 FTZ Schladen, Altbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 295.131 kWh/a 80 t/a 41.367 kWh/a 25 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 15.440 €/a 9.536 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 355 kWh/m²NGFa 100 kWh/m²NGFa 336.497 kWh/a 105 t/a Anschrift Franz-Kaufmann-Str. 38, 38315 Schladen Ansprechpartner Herr Hoppe i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von FTZ Schladen, Altbau; FTZ Schladen, Neubau ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 154/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.26 FTZ Schladen, Altbau Nutzungskategorie Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Feuerwehr Feuerwehr 1962 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 955 m² 881 m² Erdgas Brötje SGB 170 E 2014 26,8 – 165,8 KW Ausbildungs- und Übungsräume auf Stand 1986 ohne Dämmung Werkräume, Lager und Büros wurden 2004/2005 mit Fenstern und Außendämmung modernisiert Tor zum Schlauchlager extrem undicht Lufteinlässe teilweise direkt von außen in die Räume Außentüren sehr dicht zentral Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem Veraltete Thermostatköpfe 16 °C Raumtemperatur bei überwiegend voll aufgedrehten Heizkörpern (IV-V) Keine elektronischen Pumpen T8-Leuchtstoffröhren Glühlampen in wenig genutzten Bereichen Kompressor für die Bereitstellung von Pressluft für Atemschutzgeräte unauffällig Hoher Luftwechsel führt zu teilweise starker Auskühlung geheizter Räume Fassade nur auf einer Seite des Gebäudes gedämmt, Backsteinwände wurden nicht verändert Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 155/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel II.26 FTZ Schladen, Altbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Abdichtung des Außentors zum Schlauchlager Luftwechsel kontrollieren Nicht-Investive Maßnahmen: Gebäude FTZ Schladen, Altbau Maßnahmenpakete I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 156/287 Investitionskosten Jährliche Heizkosteneinsparung 214.002 € 2.162 €/a -14% 249.002 € 5.559 €/a -36% Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Baustein III Feinanalysen Baustein III Feinanalysen In Absprache mit dem Landkreis Wolfenbüttel wurden die sieben Gebäude HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Schule BBS Carl-Gotthard-Landhans, Gebäude A BBS Carl-Gotthard-Landhans, Gebäude C BBS Carl-Gotthard-Landhans, Gebäude D Gesundheitsamt detaillierter betrachtet. Analog zur Vorgehensweise wie bei Baustein II wurde der IST-Zustand im Rahmen von Begehungen aufgenommen. Dabei wurden der Zustand der Bauteile und der Heizungsanlage sowie die Art und Leistung der Leuchtmittel und die Art der Warmwassererzeugung protokolliert. Die Darstellung der IST-Zustände erfolgt entsprechend der Systematik aus Baustein II. Das vollständige Bildmaterial für die in Baustein III betrachteten Gebäude ist – wie für Baustein II – dem Anhang (CD-ROM) zu entnehmen. Vorgehensweise bei der Maßnahmenentwicklung Die Maßnahmenentwicklung in Baustein III orientiert sich an der Systematik aus Baustein II und schlüsselt zusätzlich die Energieverluste nach Bauteilen auf. 157/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.1 HRS Sickte, Schule III.1 HRS Sickte, Schule Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 166.839 kWh/a 49 t/a 206.339 kWh/a 125 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 8.387 €/a 43.282 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 65 kWh/m²NGFa 105 kWh/m²NGFa 373.177 kWh/a 177 t/a Anschrift Schulweg 2, 38173 Sickte Ansprechpartner Herr Sonnemann, Herr Bartz Nutzungskategorie Grundschule, Haupt- und Realschule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Sickte, Schule; HRS Sickte, Schule, Anbau; HRS Sickte, Schule, Verwaltung; HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert; HRS Sickte, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 158/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.1 HRS Sickte, Schule Warmwasser bereitung Schüler, 07:30 – 13:00 Uhr 1954 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2.868 m² 2.581 m² Heizöl 2x Buderus Lollar G 505 2x 1990 2 x 365 KW Das Gebäude wurde durch einen Anbau der Samtgemeinde Sickte ergänzt, der nicht begangen wurde. Die Samtgemeinde mietet das Teilgebäude des Landkreises an und stellt einen eigenen Hausmeister. Dachboden ungedämmt Aula 2014 modernisiert Süd- und Westseite des Gebäudeteils der Haupt- und Realschule ist gedämmt Fenster teilweise auf neuestem Stand Fensterrahmen teilweise sanierungsbedürftig dezentral 5 l WW-Boiler Untertisch Heizungsanlage Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten 4x Heizkreisläufe Heizsystem und Heizkörper werden über eine Honeywell Raumleittechnik vom PC aus gesteuert elektronische Pumpen vorhanden teilweise voreingestellte Thermostate installiert T8-Leuchtstoffröhren Halogen-Glühlampen Nutzerverhalten teilweise gekippte Fenster ohne Aufsicht Weitere Einzelbeobachtungen die Kommunikation zwischen Hausmeistern des Landkreises und der Gemeinde wird als verbesserungswürdig empfunden Reinigungspersonal ist angewiesen, Licht zu löschen und Fenster zu schließen Beleuchtung und Stromverbraucher 159/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.1 HRS Sickte, Schule Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Dachboden dämmen Modernisierung Heizkessel hydraulischen Abgleich durchführen Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2012 können jederzeit aktualisiert werden. Bauteil Dachfläche Fläche U-Wert des Bauteils Umax EnEV Umax EnEV überschritten um Umax KfW m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K in W/m²K 78 2,10 0,20 950% 0,14 1591 0,80 0,24 233% 0,14 Außenwand ungedämmt 617 1,00 0,24 317% 0,20 Außenwand sehr gut gedämmt 131 0,17 0,24 -29% 0,20 Außenwand gut gedämmt 647 0,30 0,24 25% 0,20 Außenwand ungedämmt 311 1,15 0,24 379% 0,20 Außenwand ungedämmt 72 1,90 0,24 692% 0,20 Obere Geschossdecke 160/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.1 HRS Sickte, Schule Doppelverglasung Fenster Neu 444 1,30 1,30 0% 0,95 82 1,60 1,30 23% 0,95 1625 1,50 0,30 400% 0,25 Doppelverglasung Fenster Alt Bodenplatte Tab. III.1-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Eine große Wärmebrücke ist die oberste Geschossdecke im Altbau der Grundschule. Sie war zum Zeitpunkt der Begehung auf der Innenseite mit einer Temperatur von 9 °C nur 2 °C wärmer als die Außenluft. Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Verluste / Gewinne Anteil am Endenergiebedarf Absolute Werte bezogen auf den Durchschnittverbrauch (2011-2013) Art Prozent kWh/a Anlagenverluste Lüftungsverluste - 41,9% - 20,3% - 69.954 - 33.941 Transmissionsverluste - 37,7% - 62.944 solare Gewinne + 10,0% + 16.704 interne Gewinne + 5,5% + 9.134 Tab. III.1-2 Wärmeverluste und –gewinne in HRS Sickte, Schule Bewertung des Gebäudes Die HRS Sickte, Schule, ist teilweise auf sehr modernem, teilweise sanierungswürdigem Stand. Der Gebäudeteil mit der Grundschule darin benötigt dringend die Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches und der Dachfenster, da hier eine sehr große Wärmebrücke besteht. Die Heizungsanlage sollte altersbedingt ausgetauscht werden. Der rechnerische Heizenergieverbrauchkennwert von 65 kWh/m²a (Vergleichswert EnEV: 105 kWh/m²a) zeigt, dass in diesem Gebäude im Durchschnitt sehr wenig Heizenergie verbraucht wird. Durch die sehr unterschiedlichen Zustände der Abschnitte des Gebäudes wäre eine separate Messung der einzelnen Heizstränge sinnvoll. So könnten wesentlich aussagekräftigere Analysen erstellt werden, da bei der vorliegenden Methode gemeinsam versorgte Gebäude sich bei Kennzahlen gegenseitig ausgleichen können. Siehe dafür auch III.2. 161/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.1 HRS Sickte, Schule Maßnahmenempfehlungen Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: Fläche U-Wert in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Obere Geschossdecke - 16 cm Dämmung WLG 040 1591,23 0,17 0,24 0,14 Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040 1655,25 0,23 0,24 0,2 Wärmeschutz-verglasung Neu (keine Veränderung) 443,91 1,3 1,3 0,95 Wärmeschutz-verglasung Alt (keine Veränderung) 81,56 1,6 1,3 0,95 1625,01 1,5 0,3 0,25 Bauteil Bodenplatte (keine Veränderung) UmaxEnEV* Umax KfW** Tab. III.1-3 Dämmung der Gebäudehülle in HRS Sickte, Schule Im Rahmen der Sanierung muss besonders auf eine Behebung der Wärmebrücken geachtet werden. Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich (Bodenplatte) vorgesehen. Die Fenster entsprechen weitgehend der aktuellen EnEV 2014 für Nichtwohngebäude im Bestand. Die Fenster mit einem U-Wert von 1,6 W/m²K wurden noch als ausreichend gewertet und nicht ausgetauscht, da dies eine unverhältnismäßige finanzielle Belastung mit nur wenig Zugewinn an Wärmehaltung darstellt. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung mit einer Gesamtleistung von 650 kW und einem Pufferspeicher mit 3000 Liter Speichervolumen nach aktuellem Stand der Technik. Für die Lagerung der Pellets wird nach einem Umbau der Raum neben dem aktuellen Heizungsraum empfohlen (lt. Plan: „Elt. Zentrale“). Die Mängel gemäß Gebäudesteckbrief sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. 162/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.1 HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, oberen Geschossdecken und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Investitionskosten (netto) Jährliche Heizkosteneinsparung (brutto) Jährliche Emissionseinsparung 256.823 € 2.181 €/a -26% 12.774 kg/a -28% 281.823 € 4.194 €/a -50% 41.761 kg/a -85% Tab. III.1-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung HRS Sickte, Schule Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Die Pelletheizungen könnten in den bisherigen Heizungsraum installiert werden, wenn das Lager im Nebenraum (im Plan mit „Elt. Zentrale“) untergebracht werden kann. Gegebenenfalls sind hierfür weitere Umbaumaßnahmen notwendig, die hier nicht eingepreist sind. In Abhängigkeit von der Statik der Schrägdächer ist es möglich, Solarstromanlagen mit einer Leistung von etwa 61 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 5.500,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen. 163/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 472.255 kWh/a 139 t/a 206.339 kWh/a 125 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 23.741 €/a 43.282 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 112 kWh/m²NGFa 90 kWh/m²NGFa 678.594 kWh/a 264 t/a Anschrift Schulweg 2, 38173 Sickte Ansprechpartner Herr Sonnemann, Herr Bartz Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Sickte, Schule; HRS Sickte, Schule, Anbau; HRS Sickte, Schule, Verwaltung; HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert; HRS Sickte, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 164/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Schüler 1972 Bruttogrundfläche (BGF) 4 700 m² s. HRS Sickte, Schule Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Nettogrundfläche (NGF) 4.230 m² Außentüren: undicht, Eingangsbereiche im Metallrahmen gefasst Dämmung: Südseite / Straßenseite und nördlichste Wand gedämmt, Rest ungedämmt Fenster veraltet in den Räumen: 0.N03, 0.N01, 0.N01a, 0.08, 0.09, 0.20, 0.21, 0.22 1.06, 1.07, 1.08, 1.09, 1.10 2.20, 2.22 dezentral 5l-Untertischgeräte, in genutzten Räumen teilweise angeschlossen und Warmwasser vorhaltend 15l Übertischgeräte, in genutzten Räumen teilweise angeschlossen und Warmwasser vorhaltend s. HRS Sickte, Schule Heizkörper vereinzelt zugestellt teilweise Raumleittechnik angewendet überwiegend T8-Leuchtstoffröhren, vereinzelt T5Leuchtstoffröhren Haupttüren werden so häufig benutzt, dass fast ständig Warmluft von drinnen nach draußen gelangt Fenster werden zur Belüftung gekippt und teilweise nach Schulschluss offen gelassen 165/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Außentüren dichten Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können jederzeit aktualisiert werden. Bauteil Fläche U-Wert des Bauteils Umax EnEV Umax EnEV überschritten um Umax KfW m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K in W/m²K Dachfläche 2398,51 0,6 0,20 200% 0,14 Außenwand ungedämmt 1345,03 1,0 0,24 317% 0,14 Außenwand gedämmt 649,85 0,3 0,24 25% 0,20 Doppelverglasung Fenster Alt 1065,9 1,9 1,30 46% 0,95 Bodenplatte 2360,03 1,5 0,30 400% 0,25 Tab. III.2-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Wärmebrücken sind vor allem undichte Türen und Fenster mit Metallrahmen (s. Steckbrief). 166/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Anteil am Absolute Werte bezogen auf den Endenergiebedarf Durchschnittverbrauch (2011-2013) Prozent kWh/a Verluste / Gewinne Art Anlagenverluste - 32,2% - 152.032 Lüftungsverluste - 32,1% - 151.671 Transmissionsverluste - 35,7% - 168.552 solare Gewinne + 10,7% + 50.736 interne Gewinne + 9,8% + 46.204 Tab. III.2-2 Wärmeverluste und –gewinne in HS Sickte, Schule, Anbau Bewertung des Gebäudes Die HRS Sickte, Schule, Anbau ist in einem teilsanierten Zustand. Wärmebrücken sind vor allem die Fenster mit Metallrahmen in den Räumen, wie sie im Steckbrief aufgelistet sind. Die U-Werte der Bauteile Dachfläche, Außenwand ungedämmt und Bodenplatte überschreiten die Anforderungen nach EnEV erheblich. Das Gebäude wird über III.2 mit Heizwärme versorgt. Der rechnerische Heizenergieverbrauchskennwert beträgt nach aktueller Nutzung 112 kWh/m²a und überschreitet damit den Orientierungswert der EnEV von 90 kWh/m²a. Mit Wärmemengenmessungen an den einzelnen Heizsträngen wird ein deutlich aussagekräftigeres Ergebnis möglich, da sich gemeinsam versorgte Gebäude in den Kennwerten ausgleichen können. Maßnahmenempfehlungen Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: Bauteil Fläche U-Wert UmaxEnEV* Umax KfW** in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Dachfläche - 12 cm Dämmung WLS 035 2398,53 0,20 0,20 0,14 Außenwand gedämmt (keine Veränderung) 649,85 0,30 0,24 0,14 167/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau Außenwand ungedämmt Wärmeschutzverglasung Fenster Bodenplatte (keine Veränderung) 1345,03 0,23 0,24 0,95 1065,9 1,30 1,30 0,95 2360,03 1,50 0,30 0,25 Tab. III.2-3 Dämmung der Gebäudehülle HRS Sickte, Schule, Anbau Auf eine Dämmung der Bodenplatte wurde aufgrund des Aufwands verzichtet. Die Sanierung der Fenster rührt von den Wärmebrücken der Metallfensterrahmen her, die bei der Begehung auffielen. Die Sanierung dieser Fenster sollte Priorität haben, der Rest kann saniert werden, sobald der Zustand es erfordert. Der Endzustand wurde oben berechnet. Die bisher ungedämmten Außenwände sollten gedämmt werden. Das Dach sollte bei der Sanierung eine hohe Priorität erhalten. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung im versorgenden Gebäude, so dass hier auf III.1 verwiesen sei. Außerdem wird empfohlen, die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen möglichst kurzfristig zu beheben. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. HRS Sickte, Schule, Anbau I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Investitionskosten (netto) Jährliche Heizkosteneinsparung (brutto) Jährliche Emissionseinsparung 967.580 € 4.511 €/a -19% 27.814 kg/a -21% 1.002.580 € 11.396 €/a -48% 118.208 kg/a -85% Tab. III.2-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung HRS Sickte, Schule, Anbau Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Pelletheizung s. Kap. III.1. In Abhängigkeit von der Statik des Flachdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von etwa 107 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend 168/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.2 HRS Sickte, Schule, Anbau der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 9.600,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung zu entnehmen. 169/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 566.539 kWh/a 208 t/a 199.990 kWh/a 121 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 31.196 €/a 42.565 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 105 kWh/m²NGFa 90 kWh/m²NGFa 766.529 kWh/a 329 t/a Anschrift Lichtenberger Straße 4, 38271 Baddeckenstedt Ansprechpartner Herr Reger, Herr Krause Nutzungskategorie Schule i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Baddeckenstedt, Schule; HRS Baddeckenstedt, Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 170/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule Nutzergruppen Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Schüler, Lehrer 1971 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 6 021 m² 5.419 m² Heizöl 2x Buderus Logano GE 515 Beide 2000 2 x 240 KW Haus F in Passivbauweise errichtet Haus B saniert Verwaltung, Häuser A, C, teilweise mit Außendämmung versehen teilweise Außenjalousie angebracht Außentüren undicht Fenster aus unterschiedlichen Jahrgängen dezentral 5l-Boiler Heizkreise: 20 Heizkreise mit Angaben von Nutzung und Himmelrichtungen (z. B. Fachklassentrakt NORD-OST), sehr schlecht nachvollziehbar Heizkörperthermostate werden von Hausmeistern eingestellt Heizanlage wird um 6 Uhr eingeschaltet und um 16 Uhr ausgeschaltet beide Brenner werden wöchentlich abwechselnd betrieben Größtenteils elektronische Pumpen vorhanden überwiegend T8-Leuchtstofflampen T5-Leuchtstofflampen Nutzerverhalten Raumbelegung wird beim Heizen nicht beachtet Mehrfach offene Fenster ohne Raumbenutzung Weitere Einzelbeobachtungen Raumluft überwiegend stickig, außer in Haus F Reinigungspersonal schließt Fenster und löscht das Licht Beleuchtung und Stromverbraucher Mögliches Pelletsystem Gesamtsystem Innenliegend xxx Lager außerhalb Containerlösung (xxx) 171/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Hydraulischer Abgleich Außentüren dichten Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können jederzeit aktualisiert werden. Bauteil Fläche U-Wert des Bauteils m² in W/m²K Umax EnEV Umax EnEV überschritten um in W/m²K in W/m²K Umax KfW in W/m²K Dachfläche 3243 0,60 0,20 200% 0,14 Außenwand gedämmt 1905 0,28 0,24 17% 0,14 Außenwand ungedämmt 755 1,00 0,24 317% 0,14 Wärmeschutzverglasung 966 1,30 1,30 0% 0,95 Bodenplatte 3582 1,00 0,30 233% 0,25 Tab. III.3-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Auffällig sind die bisher noch ungedämmten Betonwände und das Dach. Die Fenster entsprechen dem aktuellen Standard. 172/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule Wärmebrücken sind die verglasten Übergange von Haus B zu Haus M und von der Verwaltung zu Haus F und die ungedämmten Kellerböden. Ansonsten ist das Gebäude in einem sehr modernen Zustand. Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Verluste / Gewinne Anteil am Absolute Werte bezogen auf den Endenergiebedarf Durchschnittverbrauch (2011-2013) Art Anlagenverluste Prozent - 30,2% kWh/a - 142.596 Lüftungsverluste - 36,9% - 174.364 Transmissionsverluste - 32,9% - 155.295 solare Gewinne + 10,4% + 49.349 interne Gewinne + 11,0% + 51.863 Tab. III.3-2 Wärmeverluste und –gewinne in HRS Baddeckenstedt, Schule Bewertung des Gebäudes Die HRS Baddeckenstedt ist bereits zu großen Teilen modernisiert, teilweise sogar auf PassivhausStandard. Daneben sind rund ein Drittel der Außenwände noch nicht gedämmt. Wärmebrücken sind in erster Linie die verglasten Übergänge zwischen Gebäuden. Im Haus F wird bereits eine wärmegesteuerte Lüftung mit Wärmerückgewinnung betrieben. Die Heizkessel sind beide bereits 15 Jahre alt. Der Heizenergiekennwert von 105 kWh/m²a (EnEV: 90 kWh/m²a) deutet darauf hin, dass übermäßig viel Wärme verbraucht wird. Dies ist unter anderem auch bedingt durch die komplexe Bauform mit sehr großer Außenoberfläche. Maßnahmenempfehlungen Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: 173/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule Fläche U-Wert UmaxEnEV* Umax KfW** in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Dachfläche - 12 cm Dämmung WLS 035 3243 0,20 0,20 0,14 Außenwand gedämmt (keine Veränderung) 1905 0,28 0,24 0,14 Außenwand - 10 cm Außendämmung WLS 035 755 0,24 0,24 0,14 Wärmeschutzverglasung (keine Veränderung) 966 1,30 1,30 0,95 Bodenplatte (keine Veränderung) 3582 1,50 0,30 0,25 Bauteil Tab. III.3-3 Dämmung der Gebäudehülle HRS Baddeckenstedt, Schule Im Rahmen der Sanierung muss besonders auf eine Behebung der Wärmebrücken geachtet werden. Aufgrund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich (Bodenplatte) vorgesehen. Die vorhandene Dämmung der Außenwände ist ausreichend und muss nicht verstärkt werden. Die Fenster entsprechen den aktuellen Anforderungen und müssen nicht sanier werden. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einsatz eines Container mit einer Pelletzentralheizung mit einer Leistung von 480 kW. Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. 174/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.3 HRS Baddeckenstedt, Schule HRS Baddeckenstedt, Schule I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Investitionskosten (netto) Jährliche Heizkosteneinsparung (brutto) Jährliche Emissionseinsparung 610.186 € 2.496 €/a -8% 18.755 kg/a -10% 675.186 € 12.791 €/a -41% 170.876 kg/a -82% Tab. III.3-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung HRS Baddeckenstedt, Schule Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Die Pelletheizung könnte im bisherigen Heizungsraum eingebaut werden. Der Raum mit dem Heizöltank könnte dann als Pelletlager dienen. Gegebenenfalls müsste dieser Raum vergrößert werden, indem man die Trennwand zum Heizungsraum in den sehr großen Heizungsraum verlegt. Die Investitionskosten wurden für ein alternatives Heizungssystem als Containerlösung berechnet. In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von etwa 31 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 2.800,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen. 175/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 260.939 kWh/a 74 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 12.510 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 146 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 584.585 kWh/a 270 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule Nutzergruppen Schüler i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS Carl-GotthardLandhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 176/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten 1954 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 983 m² 1.785 m² s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D Warmwasser bereitung kein Denkmalschutz keine Außenwanddämmung Dachdämmung 2014 im Dachbereich nahe Gebäude B eingebaut, als Zwischensparrendämmung und Aufdachdämmung ausgeführt, Dachfenster ebenfalls modernisiert Dachraum teilweise genutzt als Ausbildungsräume und als Dachboden, dieser ist ungedämmt Fenster gepflegt und aus Ende der 80er und damit veraltet Eingangstüren schließen schwerfällig und weisen einen starken Verschleiß auf dezentral, Elektroboiler 5l Heizungsanlage Heizkörperthermostate teilweise fest eingestellt Heizkörperventile teilweise veraltet Beleuchtung und Stromverbraucher teilweise T12-Leuchtstoffröhren im Keller, sonst T8Leuchtstoffröhren Friseurraum mit 12 Wärmehauben PC-Raum mit 14x PC, 1x Drucker, 1x Projektor zur Zeit der Begehung keine Nutzer anwesend lt. Beobachtungen der Hausmeister ist das Nutzerverhalten unaufmerksam Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen 177/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Dachboden / oberste Geschossdecke im Nordost-Teil dämmen Fenster modernisieren Heizkörperventile modernisieren Eingangstüren regelmäßig dichten Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand 2014 können jederzeit aktualisiert werden. Fläche Bauteil in m² Umax EnEV U-Wert des Umax EnEV* Umax KfW** überBauteils schritten in W/m²K in W/m²K in W/m²K um Anbau: Dachfläche 275,88 0,60 0,20 200% 0,14 Dachfläche 336,70 0,11 0,24 -55% 0,14 Oberste Geschossdecke 221,09 0,80 0,24 233% 0,14 Anbau: Außenwand 158,36 1,00 0,24 317% 0,20 Außenwand 717,32 0,60 0,24 150% 0,20 178/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Anbau: Doppelverglasung 46,00 2,70 1,30 108% 0,95 Anbau: Doppelverglasung Dach 15,00 2,70 1,40 93% 0,95 Doppelverglasung 261,00 2,90 1,30 123% 0,95 Wärmeschutzverglasung Dach 18,00 1,70 1,40 21% 0,95 Anbau: Kellerdecke 290,88 1,00 0,30 233% 0,25 Kellerdecke 492,81 1,50 0,30 400% 0,25 Tab. III.4-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Das Gebäude wurde für die Berechnung in zwei Teile aufgeteilt, da deutliche Unterschiede in den Außenhüllen festgestellt wurden. Der Hauptteil des Gebäudes A schließt an das Gebäude B (s. Baustein II) an, der „Anbau“ bezieht sich auf den leicht versetzt angrenzenden Gebäudeteil im Nordosten, in dem auch die Hausmeisterwohnung ist. Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Anlagenverluste bezeichnen die Verluste von Wärmeenergie aufgrund von Ineffizienzen in Technik und Rohrleitungen. Dazu gehören Brennertechnik und Wärmedämmung der Rohrleitungen. Ebenso sind die Länge der Rohrleitungen mit berücksichtigt. Lüftungsverluste sind der Wärmeverlust durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter Außenluft. Transmissionsverluste sind die Wärmeverluste durch die Wände, Fenster und Decken hindurch. Sie werden vor allem durch die Wärmeleitfähigkeit des verbauten Materials und die angenommen Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen bestimmt. Solare Gewinne erfolgen durch Fenster, durch die das Sonnenlicht hineinscheint und sich im Gebäude durch Absorption in Wärme umwandelt. Interne Gewinne sind die Wärmeabstrahlung von Menschen und technischer Geräte, die Strom verwenden. 179/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Verluste / Gewinne Absolute Werte bezogen Anteil am auf den DurchschnittsEndenergiebedarf verbrauch (2011-2013) Art Anlagenverluste Lüftungsverluste Transmissionsverluste solare Gewinne interne Gewinne Prozent - 32,6% - 21,1% - 46,3% + 12,9% + 13,4% kWh/a - 107.393 - 69.560 - 152.584 + 33.585 + 35.013 Tab. III.4-2 Wärmeverluste und –gewinne in BBS CGL, Gebäude A Bewertung des Gebäudes Das Gebäude A der BBS CGL macht einen gepflegten Eindruck, dessen Bauteile nicht mehr der EnEV 2014 genügen. Großflächige Verluste finden vor allem über die Fenster statt, dicht gefolgt von Keller und Außenwänden. Das Dach ist größtenteils modernisiert und in sehr gutem Zustand, aber auch hier gibt es im Anbau noch deutlichen Nachbesserungsbedarf. Eine Lüftungsanlage gibt es nicht: Hier sind mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung deutliche Verbesserungen in der Aufenthaltsqualität der Nutzer sowie ein deutlich verringerter Wärmeverbrauch zu erreichen. Maßnahmenempfehlungen Die folgenden Tabellen zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: 180/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Fläche U-Wert UmaxEnEV* Umax KfW** in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Anbau: Dachfläche - Dämmung 28 cm, WLZ 040 275,88 0,11 0,20 0,14 Dachfläche (keine Veränderung) 336,70 0,11 0,24 0,14 Oberste Geschossdecke (keine Veränderung) 221,09 0,80 0,24 0,14 Anbau: Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040 158,36 0,20 0,24 0,20 Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040 717,32 0,18 0,24 0,20 Anbau: Doppelverglasung – Wärmeschutzverglasung 46,00 1,30 1,30 0,95 Anbau: Doppelverglasung Dach – Wärmeschutzverglasung 15,00 1,30 1,40 0,95 Doppelverglasung – Wärmeschutzverglasung (keine Veränderung) 261,00 1,70 1,30 0,95 Wärmeschutzverglasung Dach – Wärmeschutzverglasung (keine Veränderung) 18,00 1,70 1,40 0,95 Anbau: Kellerdecke - Dämmung 12 cm, WLZ 040 290,88 0,25 0,30 0,25 Kellerdecke - Dämmung 12 cm, WLZ 040 492,81 0,27 0,30 0,25 Bauteil Tab. III.4-3 Dämmung der Gebäudehülle BBS CGL, Schule, Gebäude A Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich (Bodenplatte) vorgesehen. Stattdessen sollte im Kellergeschoss Dämmung an der Decke angebracht werden, um den Hauptkorpus des Gebäudes besser zu isolieren. Der Geräteprüfraum der Hausmeister im Keller kann lokal geheizt werden. Die nicht sanierten Fenster sind noch relativ neu und haben recht gute U-Werte, daher werden sie hier nicht modernisiert. 181/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.4 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A Durch die Modernisierung recht großer Fensterflächen wird neben Einsparungen bei der Heizwärme ein deutlicher Komfortgewinn spürbar sein. Die Dachfläche im Anbau sollte gedämmt werden. Die Dämmung im restlichen Dachgeschoss ist ausreichend. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich der Einbau einer Pelletzentralheizung. Da das Gebäude A von der Heizanlage im Gebäude D versorgt wird siehe dafür Kap. III.6 . Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude A I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Jährliche Heizkosteneinsparung Investitionskosten Jährliche Emissionseinsparungen 324.218 € 5.755 €/a -46% 35.400 kg/a -45% 399.218 € 6.255 €/a -50% 50.887 kg/a -66% Tab. III.4-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung BBS CGL, Schule, Gebäude A Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Pelletheizung s. Kap. III.6. In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von etwa 53 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 4.800,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen. 182/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 302.258 kWh/a 85 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 14.491 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 146 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 625.903 kWh/a 281 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule Nutzergruppen Schüler Baujahr 1954 i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS Carl-GotthardLandhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 183/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 2 297 m² 2.067 m² s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D kein Denkmalschutz keine Dämmungen Raum -1.03 weist Schimmel an der Außenwand auf! Außentüren teilweise undicht und größtenteils mit Aluminiumrahmen Fenster von 1988/89 dezentral elektrische Boiler Heizungsanlage Heizkörperthermostate veraltet Beleuchtung und Stromverbraucher T8-Leuchtstoffröhren 2x Ausbildungsküchen mit jeweils 4 Herde und Heißwasserboilern PC-Raum mit 14 PC und Bildschirmen zur Zeit der Begehung keine Nutzer anwesend lt. Beobachtungen des Hausmeisters ist das Nutzerverhalten unaufmerksam: Fenster gekippt, Heizkörper aufgedreht und Licht angeschaltet nach Verlassen der Räume Warmwasser bereitung Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Schimmelschäden beheben Dach dämmen Heizkörperthermostate modernisieren Außentüren Nicht-investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen 184/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können jederzeit aktualisiert werden. Umax EnEV überschritten um Prozent Fläche U-Wert Umax EnEV* in m² in W/m²K in W/m²K Oberste Geschossdecke 1156,52 0,6 0,24 150% 0,14 Außenwand 771,66 1 0,24 317% 0,2 Außenwand gegen Erdreich 225,78 1 0,3 233% 0,25 410 2,9 1,3 123% 0,95 1156,52 1 0,3 233% 0,25 Bauteil Doppelverglasung Kellerfußboden Umax KfW** in W/m²K Tab. III.5-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Wärmebrücken sind im Bereich der Aluminiumrahmen der Außentüren festzustellen. Die vorgefundenen Schimmelschäden sollten unverzüglich behoben und die Ursache (Undichtigkeit, Wärmebrücke o.ä.) beseitigt werden. Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Anlagenverluste bezeichnen die Verluste von Wärmeenergie aufgrund von Ineffizienzen in Technik und Rohrleitungen. Dazu gehören Brennertechnik, Kesselmodell und Wärmedämmung und Länge der Rohrleitungen. Lüftungsverluste sind der Wärmeverlust durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter Außenluft. Transmissionsverluste sind die Wärmeverluste durch die Wände, Fenster und Decken hindurch. Sie werden vor allem durch die Wärmeleitfähigkeit des verbauten Materials und die angenommen Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen bestimmt. 185/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C Solare Gewinne erfolgen durch Fenster, durch die das Sonnenlicht hineinscheint und sich im Gebäude durch Absorption in Wärme umwandelt. Interne Gewinne sind die Wärmeabstrahlung von Menschen und technischer Geräte, die Strom verwenden. Verluste / Gewinne Art Absolute Werte bezogen auf den Anteil am Durchschnittverbrauch (2011Endenergiebedarf 2013) Prozent kWh/a Anlagenverluste Lüftungsverluste -23,9% -25,2% - 72.205 - 76.104 Transmissionsverluste solare Gewinne interne Gewinne -50,9% +14,1% +15,8% - 153.949 + 42.734 + 47.634 Tab. III.5-2 Wärmeverluste und –gewinne in BBS CGL, Gebäude C Bewertung des Gebäudes Das Gebäude C BBS Carl Gotthard Langhans-Schule ist weitgehend in einem gepflegten, wenn auch veraltetem Zustand. Die oberste Geschossdecke bzw. das Dachgeschoss sollten umgehend gedämmt werden. Ebenso sind die Fenster austauschwürdig. Wärmebrücken sind vor allem die Aluminiumrahmen der Außentüren. Maßnahmenempfehlungen Die folgenden Tabellen zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: 186/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C Fläche U-Wert UmaxEnEV* Umax KfW** in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Oberste Geschossdecke - Dämmung 28 cm, WLZ 040 1156,52 0,12 0,24 0,14 Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040 771,66 0,20 0,24 0,20 Außenwand gegen Erdreich Außendämmung 16 cm, WLZ 040 225,78 0,20 0,30 0,25 Doppelverglasung - Wärmeschutzverglasung 410,00 1,30 1,30 0,95 Kellerfußboden - Dämmung 12 cm, WLZ 040 1156,52 0,25 0,30 0,25 Bauteil Tab. III.5-3 Dämmung der Gebäudehülle BBS CGL, Schule, Gebäude C Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich (Bodenplatte) vorgesehen. Stattdessen sollte im Kellergeschoss Dämmung an der Decke angebracht werden, um den Hauptkorpus des Gebäudes besser zu isolieren. Durch die Modernisierung recht großer Fensterflächen wird neben Einsparungen bei der Heizwärme ein deutlicher Komfortgewinn spürbar sein. Die Dämmung der oberen Geschossdecke wird über die Anforderungen der EnEV 2014 hinaus ausgeführt. Nach Umsetzung aller Dämmmaßnahmen und Einbau von Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung reduziert sich der Energiebedarf des Gebäudes um bis zu 54% mit deutlichem Komfortgewinn für die Nutzer. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich der Einbau einer Pelletzentralheizung. Da das Gebäude A von der Heizanlage im Gebäude D versorgt wird siehe dafür Kap. III.6 . Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. 187/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.5 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Jährliche Heizkosteneinsparung Investitionskosten Jährliche Emissionseinsparungen 375.145 € 2.507 €/a -39% 15.917 kg/a -54% 430.145 € 2.571 €/a -40% 22.738 kg/a -60% Tab. III.5-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung BBS CGL, Schule, Gebäude C Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Pelletheizung s. Kap. III.6. In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von etwa 64 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 5.800,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen. 188/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 496.877 kWh/a 140 t/a 323.645 kWh/a 196 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 23.822 €/a 60.120 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 146 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 820.522 kWh/a 336 t/a Anschrift Wilhelm-Brandes-Straße 9/11, 38304 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Horn, Herr Frenzel Nutzungskategorie Schule Nutzergruppen Berufsschüler Baujahr 1955 i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS Carl-GotthardLandhans mit allen Werkhallen und Sporthalle ii Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. 189/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Größe Warmwasser bereitung Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 3 776 m² 3.398 m² Erdgas 4x Buderus G515 1996 490 kW Türen und Fenster von 1988 kein Denkmalschutz keine Dachdämmung im Hauptteil, keine Außenwanddämmung Oberste Geschossdämmung im nördlichen Gebäudeteil akute Wasserschäden mit Stalaktitenbildung im Dachgeschoss (Putzmittelraum 3.N01) Eingangstüren auch hier stark veraltet und undicht Die Fensterwände im Treppenbereich sollten dringend erneuert werden. dezentral mehrere 5 l Warmwasser-Boiler Heizungsanlage Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen Mögliches Pelletsystem 2x alte Pumpen, 4x elektronische geregelte Pumpen Heizkreisläufe: Gebäude Kaufmännisch A, Verwaltung B, Hauswirtschaft C, Hauptgebäude D, D Werkstatt, Aula B (Rundhaus) Kesselreglung von K&P Honeywell Heizkreisreglung funktioniert nur eingeschränkt. Seit Jahren funktioniert die Bedienung per PC nicht mehr und die Handwerker trauen sich nicht ran. teilweise sind voreingestellte Thermostate an den Heizkörpern verbaut kein hydraulischer Abgleich Heizkörperthermostate veraltet T8-Leuchtstoffröhren Heizen und Lüften gleichzeitig Licht wird laut Hausmeister häufig genutzt und angeschaltet gelassen Gesamtsystem Innenliegend Lager außerhalb xxx 190/287 Containerlösung Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Maßnahmenempfehlungen Dringliche Maßnahmen: Wasserschaden umgehend beheben! Fensterwände im den Treppenhaus sanieren Türen dichten Nicht-Investive Maßnahmen: Nutzertraining durchführen Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können jederzeit aktualisiert werden. Als Anbau gilt der nördliche Gebäudeteil. 191/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Umax EnEV überschritten um Prozent Fläche U-Wert Umax EnEV* in m² in W/m²K in W/m²K Dachfläche 583,39 0,6 0,2 200% 0,14 Anbau: Oberste Geschossdecke 416,5 0,3 0,24 25% 0,14 Anbau: Außenwand 346,4 0,8 0,24 233% 0,2 Außenwand 809,52 0,8 0,24 233% 0,2 Außenwand gegen Erdreich 80,4 0,8 0,3 167% 0,25 Anbau: Doppelverglasung 124 2,9 1,3 123% 0,95 Doppelverglasung 385 2,9 1,3 123% 0,95 Doppelverglasung Dach 31 2,9 1,4 107% 0,95 Anbau: Bodenplatte 416,5 0,6 0,3 100% 0,25 Kellerfußboden 614,39 0,6 0,3 100% 0,25 Bauteil Umax KfW** in W/m²K Tab. III.6-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Bis auf die obersten Geschossdecke im nördlichen Gebäudeteil übersteigen die Wärmeleitwerte der Bauteile die nach EnEV 2014 maximal zulässigen um mehr als 100 %. Hervorzuheben sind hier vor allem die Außenwände im gesamten Gebäude und die Dachfläche im Hauptteil des Gebäudes. Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Anlagenverluste bezeichnen die Verluste von Wärmeenergie aufgrund von Ineffizienzen in Technik und Rohrleitungen. Dazu gehören Brennertechnik, Kesselmodell und Wärmedämmung und Länge der Rohrleitungen. Lüftungsverluste sind der Wärmeverlust durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter Außenluft. Transmissionsverluste sind die Wärmeverluste durch die Wände, Fenster und Decken hindurch. Sie werden vor allem durch die Wärmeleitfähigkeit des verbauten Materials und die angenommen Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen bestimmt. Solare Gewinne erfolgen durch Fenster, durch die das Sonnenlicht hineinscheint und sich im Gebäude durch Absorption in Wärme umwandelt. Interne Gewinne sind die Wärmeabstrahlung von Menschen und technischer Geräte, die Strom verwenden. 192/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Verluste / Gewinne Art Anlagenverluste Anteil am Endenergiebedarf Prozent - 29,3% Absolute Werte bezogen auf den Durchschnittverbrauch (2011-2013) kWh/a - 145.651 Lüftungsverluste - 24,8% - 123.214 Transmissionsverluste solare Gewinne - 45,9% - 228.012 + 14,6% + 72.441 interne Gewinne + 15,4% + 76.669 Tab. III.6-2 Wärmeverluste und –gewinne in BBS CGL, Gebäude D Bewertung des Gebäudes Das Gebäude D BBS Carl Gotthard Langhans-Schule ist weitgehend in einem gepflegten, wenn auch veraltetem Zustand. Der Wasserschaden im Dachgeschoss muss unverzüglich behoben und alle geschädigten Bauteile saniert werden. Die oberste Geschossdecke bzw. das Dachgeschoss im Hauptteil des Gebäudes sollten umgehend gedämmt werden. Ebenso sind die Fenster absolut austauschwürdig. Sie sind veraltet und laut Analyse ein höchst verlustreicher Bauteil des Gebäudes. Weitere Wärmebrücken sind die Aluminiumrahmen der undichten Außentüren. Maßnahmenempfehlungen Die folgenden Tabellen zeigen die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: Fläche U-Wert UmaxEnEV* Umax KfW** in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Dachfläche - Dämmung 28 cm, WLZ 040 583,39 0,12 0,20 0,14 Anbau: Oberste Geschossdecke Dachdämmung 416,50 0,14 0,24 0,14 Bauteil 193/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Anbau: Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040 346,40 0,19 0,24 0,20 Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040 809,52 0,19 0,24 0,20 Außenwand gegen Erdreich Außendämmung 16 cm, WLZ 040 80,40 0,19 0,30 0,25 Anbau: Doppelverglasung Wärmeschutzverglasung 124,00 1,30 1,30 0,95 Doppelverglasung Wärmeschutzverglasung 385,00 1,30 1,30 0,95 Doppelverglasung Dach Wärmeschutzverglasung 31,00 1,30 1,40 0,95 Anbau: Bodenplatte (keine Änderungen) 416,50 0,60 0,30 0,25 Kellerdecke - Dämmung 12 cm, WLZ 040 614,39 0,21 0,30 0,25 Tab. III.6-3 Dämmung der Gebäudehülle BBS CGL, Schule, Gebäude D Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung unter der Bodenplatte des Anbaus vorgesehen. Im Hauptgebäude sollte im Kellergeschoss Dämmung an der Decke angebracht werden, um den Hauptkorpus des Gebäudes besser zu isolieren. Durch die Modernisierung recht großer Fensterflächen wird neben Einsparungen bei der Heizwärme ein deutlicher Komfortgewinn spürbar sein. Die Modernisierung über den Mindeststandard der EnEV 2014 hinaus wird das Gebäude auch für die energetischen Herausforderungen der Zukunft wappnen. Nach Umsetzung aller Dämmmaßnahmen und Einbau von Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung reduziert sich der Energiebedarf des Gebäudes um bis zu 62% mit deutlichem Komfortgewinn für die Nutzer. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung mit einer Leistung von 260 kW. Da die Gebäude A, B, C, D und Rundhaus gemeinsam versorgt sind und auch angenommen wird, dass dies so bleiben soll, werden Pelletkessel mit einer Gesamtleitung von 260 kW empfohlen. Die Kessel können im vorhandenen Heizkeller untergebracht werden, als Pelletlager wird ein Außenlager empfohlen. Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. 194/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.6 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Investitionskosten (netto) Jährliche Heizkosteneinsparung (brutto) Jährliche Emissionseinsparung 574.916 € 10.958 €/a -46% 68.812 kg/a -62% 649.916 € 10.720 €/a -45% 88.473 kg/a -63% Tab. III.6-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung BBS CGL, Schule, Gebäude D Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Die Pelletheizung kann im bisherigen Heizungskeller installiert werden. Das Lager für die Holzpellets würde am besten außerhalb des Gebäudes aufgebaut werden. In Abhängigkeit von der Statik des Flachdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von etwa 23 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 2.000,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen. 195/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.7 Gesundheitsamt III.7 Gesundheitsamt Heizenergiei Stromi Verbrauch, bereinigt CO2-Äquivalent Verbrauch CO2-Äquivalent 254.197 kWh/a 69 t/a 27.382 kWh/a 17 t/a ii Heizkosten Stromkosteni 12.640 €/a 6.711 €/a Vergleichswerte (Heizenergie) Gesamt Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert Verbrauch CO2-Äquivalent kennwert nach EnEV 2009iii 193 kWh/m²NGFa 80 kWh/m²NGFa 281.579 kWh/a 86 t/a Anschrift Friedrich-Wilhelm-Str. 2a, 38302 Wolfenbüttel Ansprechpartner Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser, Herr Kattenstroth Nutzungskategorie Verwaltung (Gesundheitsamt, Schulreferat) Nutzergruppen Verwaltung, Publikumsverkehr i Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013 iii Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009. ii 196/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.7 Gesundheitsamt Baujahr Größe Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter) Heizenergieträger Heizkessel Baujahr Heizkessel Nennleistung Heizkessel Bauliche Auffälligkeiten Warmwasser bereitung Heizungsanlage Beleuchtung und Stromverbraucher Nutzerverhalten Weitere Einzelbeobachtungen 1950 Bruttogrundfläche (BGF) Nettogrundfläche (NGF) 1 552 m² 1.319 m² Erdgas Buderus G334 X 1997 110 kW Eingänge sehr dicht Raum Dachgeschoss 2.39b: Dachdämmung hat sich gelöst und liegt in der Dampfbremse Fenstergriffe sind häufig schräg gestellt, was auf schlecht eingestellte Fenster hinweist Veraltete Dachfenster in moderner Dachdämmung, Spuren von Kondenswasser in Rigips-Abdeckung dezentral 6x 5 l Boiler Elektrik wird zur Zeit der Begehung (15.01.2015) erneuert, um Warmwasser-Boiler versorgen zu können Steuerung des Kessels 2014 teilweise ausgetauscht, seitdem störungsfreier Betrieb eine Pumpe für drei Heizstränge Heizung in Raum „-1.N04 Duschen“ dauernd auf Volllast laufend, Raumtemperatur 28 °C bei Nichtnutzung Heizung teilweise hinter Blendschutz häufig veraltete Thermostatköpfe T8-Leuchtstoffröhren überwiegend Desktop-PC, Drucker Kopierer Autoklaven und Kühlschränke im Labor unauffälliges Lüftungsverhalten Räume für medizinische Untersuchungen werden 3x pro Woche auf 25°C geheizt ungenutzte Büroräume im Dachgeschoss sind auf 20 °C geheizt Heizkörper teilweise von Möbeln verdeckt Abwasserleitungen verstopfungsanfällig, Druckspüler geben wahrscheinlich zu wenig Wasser Archive im Keller werden nicht beheizt Drucker und Kopierer geleast, Abrechnung nach Verbrauch 197/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.7 Gesundheitsamt Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K. Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben. Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser, sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können jederzeit aktualisiert werden. Bauteil Dachfläche Fläche U-Wert des Bauteils Umax EnEV Umax EnEV überschritten um Umax KfW in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K in W/m²K 235,42 0,5 0,2 150% 0,14 83,78 0,20 0,2 0% 0,14 57,94 0,3 0,24 25% 0,2 31,46 1,4 1,3 8% 0,95 4,99 5 1,3 285% 0,95 Außenwand ungedämmt 751,43 1,4 0,24 483% 0,2 Bodenplatte 406,48 1,5 0,3 400% 0,25 Dachfläche Dachgauben Dachgauben Außenwände Dachfläche Fenster Einfachverglasung Fenster Alt Tab. III.7-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile Wärmebrücken sind im Bereich der Dachfenster und der Eingangstüren festzustellen. Ersteres führt zur Kondensatbildung, die in die Verschalung sickert und bereits deutliche Spuren hinterlassen hat. 198/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.7 Gesundheitsamt Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste Verluste / Gewinne Anteil am Absolute Werte bezogen auf den Endenergiebedarf Durchschnittverbrauch (2011-2013) Art Prozent kWh/a Anlagenverluste - 39,0% - 184.368 Lüftungsverluste - 21,0% - 99.400 Transmissionsverluste - 39,9% - 188.488 solare Gewinne + 9,7% + 45.573 interne Gewinne + 13,2% + 62.309 Tab. III.7-2 Wärmeverluste und –gewinne in Gesundheitsamt Bewertung des Gebäudes Das Gesundheitsamt ist im Dachgeschoss teilweise saniert. Die Dachgeschosse und der Dachboden sind sehr gut gedämmt. Akuter Handlungsbedarf liegt bei der Reparatur der herausgefallenen Dachdämmung im Dachgeschoss und der Behebung der Feuchteschäden unterhalb der Dachbodenfenster. Die einfach verglasten Dachfenster sind absolut nicht mehr zeitgemäß und verursachen die Bildung von Kondensat. Viele Fenster schließen schlecht. Einfach verglaste Fenster schaffen sehr unangenehmes Raumklima. Über die Außenwände entweicht im Winter sehr viel Wärme. Maßnahmenempfehlungen Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik: Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen: Bauteil Fläche U-Wert des Bauteils Umax EnEV Umax KfW in m² in W/m²K in W/m²K in W/m²K Dachfläche (keine Veränderung) 235,42 0,15 0,20 0,14 Dachfläche – Dachgauben (keine Veränderung) 83,78 0,20 0,20 0,14 57,94 0,30 0,24 0,20 31,46 1,40 1,30 0,95 Dachgauben – Außenwände (keine Veränderung) Dachgauben – Fenster (keine Veränderung) 199/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel III.7 Gesundheitsamt Einfachverglasung Fenster Alt 4,99 1,30 1,30 0,95 Außenwand ungedämmt 751,43 0,19 0,24 0,20 Bodenplatte (keine Änderungen) 406,48 1,40 0,30 0,25 Tab. III.7-3 Dämmung der Gebäudehülle Gesundheitsamt Im Rahmen der Sanierung muss besonders auf eine Behebung der Wärmebrücken geachtet werden. Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich (Bodenplatte) vorgesehen. Die Dachkomponenten sind gut genug, um nicht saniert werden zu müssen. Alle einfach verglasten Fenster werden gegen moderne Wärmeschutzverglasung ausgetauscht. Die Außenwand wird mit einer modernen Außendämmung versehen. Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung mit einer Leistung von 75 kW in Form eines Containers, der hinter dem Gesundheitsamt aufgestellt werden müsste. Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen. Gesundheitsamt I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Investitionskosten (netto) Jährliche Heizkosteneinsparung (brutto) Jährliche Emissionseinsparung 245.053 € 5.182 €/a -41% 28.356 kg/a -41% 280.053 € 8.216 €/a -65% 62.937 kg/a -91% Tab. III.7-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung Gesundheitsamt Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II. Die Pelletheizung würde außerhalb des Gebäudes als Container aufgestellt und verbunden werden. Es bietet sich ein Platz zwischen Gebäude und Oker unweit des Parkplatzes an. Es sollte auf Sicherheit vor Hochwasser geachtet werden! In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer Leistung von etwa 14 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 1.250,- Euro pro Jahr. Je nach Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden. Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen. 200/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV Wirkung der gebäudespezifischen Maßnahmen IV Wirkung der gebäudespezifischen Maßnahmen In diesem Kapitel werden die Wirkungen der gebäudespezifischen Maßnahmen aus den Bausteinen II und III dargestellt. IV.1 Einsparungen Eine Maßnahme ist dann aus Sicht des Klimaschutzes sinnvoll, wenn sie maßgeblich dazu beiträgt, Emissionen von Klimagasen zu vermeiden. Neben der Emissionsvermeidung sind für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der einzelnen Investitionsmaßnahmen die Heizkosteneinsparungen interessant. Beidem liegt die Energieeinsparung zugrunde. Die Energieeinsparungen der einzelnen Maßnahmen wurden mit Hilfe einer Energieberatersoftware ermittelt (Erläuterung des Verfahrens siehe Kap. II). Für jedes Gebäude wurden für die Maßnahmenpakete die prozentualen Einsparungen des Heizenergieverbrauchs und der Heizkosten sowie die prozentuale Verminderung der Klimagasemissionen aus der Energieberater-Software übernommen. Damit wurden der zu erwartende Heizenergieverbrauch, die Heizkosten sowie Emissionen nach Umsetzung des jeweiligen Maßnahmenpakets ermittelt. Dabei wurden für gemeinsam mit Heizenergie versorgte Gebäude die Heizenergieverteilungen anhand der Verhältnisse von beheizter Nettogrundfläche und Nutzungsintensität durchgeführt (siehe auch Kap. I.1.1 Energie- und CO2-Bilanz). Die Berechnung der Brennstoffeinsparung beim Einsatz einer Pelletheizung im Vergleich zum bestehenden System kann niedriger ausfallen als erwartet. Dies liegt darin begründet, dass das Berechnungsprogramm immer von Wirkungsgraden wie vom Hersteller angegeben und von einer optimalen Heizungseinstellung ausgeht, also beispielsweise, dass Brennwertheizungen immer im optimalen Temperaturbereich mit bester Effizienz arbeiten. Da Pelletheizungen noch nicht serienmäßig über Brennwerttechnik verfügen, verringert sich die Systemeffizienz und der Brennstoffverbrauch steigt gegenüber einer herkömmlichen Heizungstechnik. Dieser Effekt ist in der Realität nur zu erwarten, wenn alle Bedingungen geschaffen werden, um die herkömmliche Brennwerttechnik effektiv nutzen zu können. Dazu zählen eine Rücklauftemperatur am Kessel von unter 45 °C, ein korrekt durchgeführter hydraulischer Abgleich des Heizungssystems und eine exakt eingestellte Heizkurve. Dies ist im Bestand selten zu finden. Diese Nutzungsschwankungen zwischen Brennwert- und Heizwertnutzung des Gerätes im Jahresverlauf wird nicht vom Berechnungsprogramm berücksichtigt. Werden alle empfohlenen Maßnahmenpakete I zur Verbesserung der Gebäudehülle umgesetzt, ist jährlich mit einer Energieeinsparung von etwa 3.259 MWh zu rechnen. Dies entspricht einer jährlichen Heizkosteneinsparung von etwa 140.000 Euroi und einer Verringerung der Klimagasemissionen von jährlich etwa 839 t CO2. Werden zusätzlich die Heizungsanlagen wie empfohlen erneuert – also alle Maßnahmenpakete II umgesetzt – fällt die jährliche Energieeinsparung durch den Einsatz von Holzpellets zwar mit etwa 3.503 MWh nur geringfügig besser aus, die Heizkosteneinsparung mit etwa 239.000 Euro und die i Energiekosten sind Verbraucher-, als Bruttokosten. 201/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.1 Einsparungen Reduktion der CO2-Emissionen mit etwa 2.230 t CO2 liegen aber deutlich höher. Damit würden bei Umsetzung aller Maßnahmenpakete die durch Heizung hervorgerufene CO2Emissionen insgesamt um etwa 80 % reduziert. Die Umsetzung der Maßnahmenpakete I führte in den betrachteten Gebäuden zu durchschnittlich 30 % Emissionsminderung – am höchsten fiele sie relativ in der TeichgartenSchule aus. Dagegen stiegen die Emissionen im Schulanbau der HRS Schladen sogar um 4 %, da hier die benötigte Energie für die neuen Lüftungsanlagen höher wäre als die Energieeinsparung durch die Dämmmaßnahmen. Nach Durchführung von Maßnahmenpaket II würden bei 29 Gebäuden von 33 die Emissionen um mehr als 70 % verringert. Die größten absoluten Minderungen könnten in der Teichgarten-Schule, im Schulanbau der HRS Schladen, im Schulgebäude der IGS Wallstraße, in der Sporthalle der BBS Carl-Gotthard-Langhans, im Altbau des Bildungszentrums, im Neubau der Bahnhofstr.11, im Schulanbau der HRS Sickte und im Schulgebäude der HRS Baddeckenstedt erzielt werden. Dort liegen die ermittelten jährlichen Minderungen je Gebäude bei mindestens 100 t CO2 und insgesamt bei etwa 947 t CO2. In folgender Tabelle werden die aus den gebäudespezifischen investiven Maßnahmen resultierenden Einsparungen in der Summe für alle in Baustein II und III betrachteten Gebäude dargestellt. 202/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Einsparungen Prozentuale Emissionsminderung [ %] Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] HeizenergiekostenI [€/a] Heizenergieverbrauch [kWh/a] Einsparungen Maßnahmenpaket II Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] HeizenergiekostenI [€/a] Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] Einsparungen Maßnahmenpaket I Heizenergiekosteni [€/a] Name des Gebäudes Heizenergieverbrauch [kWh/a] IST-Zustand Heizenergieverbrauch [kWh/a] IV.1 Baustein II Teichgarten, Schule 422.836 21.389 116.196 -249.473 -13.689 -73.204 -257.930 -15.186 -99.929 -86 Peter-Räuber 214.499 11.054 59.418 -36.465 -1.658 -9.507 -49.335 -5.195 -51.099 -86 Peter-Räuber, Anbau 383.796 18.987 104.722 -49.894 -2.468 -13.614 -95.949 -8.734 -87.966 -84 Teichgarten, Sporthalle 140.506 7.099 38.545 -54.797 -2.414 -13.491 -61.822 -3.975 -32.378 -84 HRS Schladen, Schule HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Sporthalle 123.933 5.956 34.036 -19.829 -834 -5.105 -30.983 -2.680 -28.250 -83 513.804 24.692 141.106 5.138 988 5.644 -56.518 -8.642 -114.296 -81 305.013 14.950 83.654 -91.504 -4.336 -24.260 -103.704 -7.475 -68.596 -82 HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-Gotthard-Langhans, 206.981 13.871 77.349 -120.049 -7.629 -43.315 -99.351 -8.323 -65.746 -85 392.182 17.236 108.128 -176.482 -6.550 -43.251 -223.544 -9.997 -82.178 -76 512.754 26.444 141.867 -71.786 -1.851 -12.768 -97.423 -9.255 -109.237 -77 208.716 10.764 57.747 -89.748 -3.767 -21.366 -100.184 -5.920 -47.352 -82 180.144 8.637 50.914 -106.285 -3.973 -24.948 -90.072 -4.232 -34.622 -68 134.088 6.429 37.897 -85.817 -3.279 -20.465 -75.089 -3.407 -26.907 -71 i Energiekosten sind Verbraucher-, als Bruttokosten. 203/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Einsparungen Prozentuale Emissionsminderung [ %] Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] HeizenergiekostenI [€/a] Heizenergieverbrauch [kWh/a] Einsparungen Maßnahmenpaket II Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] HeizenergiekostenI [€/a] Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] Einsparungen Maßnahmenpaket I Heizenergiekosteni [€/a] Name des Gebäudes Heizenergieverbrauch [kWh/a] IST-Zustand Heizenergieverbrauch [kWh/a] IV.1 Schule, Rundhaus BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Bildungszentrum, Altbau 311.413 14.838 88.167 -180.620 -7.864 -48.492 -152.593 -8.755 -74.060 -84 303.348 14.410 85.623 -178.975 -7.782 -47.093 -154.707 -8.358 -71.067 -83 546.048 25.939 154.128 -283.945 -12.192 -75.523 -234.801 -14.007 -126.385 -82 413.108 20.695 113.553 -214.816 -9.934 -55.641 -243.734 -13.866 -101.063 -89 Bildungszentrum, Neubau 195.915 9.815 53.852 -62.693 -2.356 -14.002 -86.203 -5.202 -44.159 -82 Bahnhofstr. 11, Altbau 228.919 11.744 63.731 -25.181 -822 -5.098 -29.759 -4.228 -51.622 -81 Bahnhofstr. 11, Neubau 463.365 23.772 129.000 -134.376 -5.943 -33.540 -143.643 -11.173 -107.070 -83 Straßenverkehrsamt 202.170 10.184 55.407 -62.673 -2.444 -13.852 -74.803 -4.990 -44.880 -81 8.681 437 2.379 -3.038 -122 -714 -3.212 -214 -1.927 -81 Harztorwall 4 90.164 6.254 25.893 -45.082 -2.814 -12.170 -43.279 -3.752 -22.268 -86 Harztorwall 25 298.450 20.448 108.924 -26.860 -409 -4.357 -44.767 -6.952 -83.872 -77 Harzstr. 6 145.475 7.288 39.988 -18.912 -802 -4.399 -34.914 -3.280 -33.190 -83 FTZ Schladen, Altbau 295.131 15.440 80.448 -44.270 -2.162 -11.263 -32.464 -5.559 -65.967 -82 166.839 8.387 49.130 -46.715 -2.181 -12.774 -55.057 -4.194 -41.761 -85 Straßenverkehrsamt Pavillon Baustein III HRS Sickte, Schule 204/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Einsparungen Prozentuale Emissionsminderung [ %] Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] HeizenergiekostenI [€/a] Heizenergieverbrauch [kWh/a] Einsparungen Maßnahmenpaket II Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] HeizenergiekostenI [€/a] Emissionen Heizenergie [kg CO2/a] Einsparungen Maßnahmenpaket I Heizenergiekosteni [€/a] Name des Gebäudes Heizenergieverbrauch [kWh/a] IST-Zustand Heizenergieverbrauch [kWh/a] IV.1 HRS Sickte, Schule, Anbau 472.255 23.741 139.068 -99.174 -4.511 -27.814 -141.677 -11.396 -118.208 -85 HRS Baddeckenstedt, Schule BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude A BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D Gesundheitsamt 566.539 31.196 208.385 -56.654 -2.496 -18.755 -113.308 -12.791 -170.876 -82 260.939 12.510 73.749 -143.517 -5.254 -40.562 -120.032 -5.504 -48.675 -66 134.088 6.429 37.897 -72.408 -2.507 -15.917 -58.999 -2.571 -22.738 -60 496.877 23.822 140.433 -308.064 -10.958 -68.812 -263.345 -10.720 -88.473 -63 254.197 12.640 69.161 -104.221 -5.182 -28.356 -129.641 -8.216 -62.937 -91 9.593.174 487.498 2.770.495 -3.267.010 -140.694 -833.618 -3.518.498 -239.500 -2.231.964 -81 Summe Tab. IV.1-1 Übersicht über die aus den gebäudespezifischen Maßnahmenpaketen resultierenden Einsparungen Weitere Einsparungen sind durch Umsetzung der in Kapitel V dargestellten Maßnahmen möglich. 205/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen IV.2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Energiesparende und damit klimaschützende Maßnahmen an Altbauten sind oftmals mit hohen Investitionen verbunden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, in diesem Zusammenhang auch betriebswirtschaftliche Betrachtungen anzustellen. Ausschlaggebendes Entscheidungskriterium für oder gegen eine Klimaschutzinvestition sollte allerdings nicht vorrangig, schon gar nicht allein, die finanzielle Wirtschaftlichkeit darstellen. Die weitreichenden Auswirkungen von Energieeinsparungen und Klimaschutz auf die gesellschaftliche Entwicklung würden damit nicht ausreichend bewertet. Hinweise für die Prioritätensetzung der Maßnahmendurchführung liefert eine betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise aber durchaus. IV.2.1 Investitionskosten Nachfolgend werden die abgeschätzten Investitionsbedarfe für die empfohlenen Maßnahmenpakete gebäudeweise aufgeführt. Die Kosten wurden überschlägig auf Basis von Kostenindizes und Erfahrungswerten ermittelt. Eine Darstellung der Planungskosten findet nicht statt. Neben den gesamten Investitionskosten werden die Ersatz- und die Mehrkosten dargestellt. Die Ersatzkosten geben die notwendigen Kosten für die Erneuerung mit aktuellem Standard wieder, die Mehrkosten den klimaschutzbedingten Anteil. Ein Beispiel: Zurzeit sind Fenster mit ZweischeibenVerglasung eingebaut. Es wird empfohlen, sie durch Fenster mit Dreischeiben-WärmeschutzVerglasung zu ersetzen. Die Ersatzkosten stellen den aktuellen Kostenanteil für ein Fenster mit Zweischeiben-Verglasung dar, die Mehrkosten den zusätzlichen Anteil für den verbesserten Standard der Dreischeiben-Wärmeschutz-Verglasung. Damit führt erst der verbesserte Standard zu Energieeinsparungen. Hinweis: Die Maßnahmenempfehlungen basieren auf einem während der Begehungen festgestellten Ist-Zustand der Gebäude von Mitte 2014 bis Anfang 2015. Gebäude Maßnahmenpakete Investitionskosten Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 865.210 € 602.603 € 262.607 € 905.210 € 617.603 € 287.607 € Baustein II Teichgarten, Schule I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 206/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.1 Investitionskosten Gebäude Peter-Räuber Peter-Räuber, Anbau Teichgarten, Sporthalle HRS Schladen, Schule HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Sporthalle InvestitionsMaßnahmenpakete kosten I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 335.064 € Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 370.064 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Dach und 270.714 € Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 305.714 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 338.269 € Außenwänden, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 373.269 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 148.071 € Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 162.071 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 272.224 € Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 307.224 € Pelletheizung in HRS Schladen, Schule I: Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Dach und Außenwänden, 296.738 € Wärmeschutzverglasung für Fenster 207/287 Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 226.941 € 108.123 € 241.941 € 128.123 € 174.895 € 95.819 € 189.895 € 115.819 € 221.157 € 117.112 € 236.157 € 137.112 € 78.062 € 70.009 € 83.062 € 79.009 € 156.674 € 115.550 € 171.674 € 135.550 € 230.489 € 66.249 € Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.1 Investitionskosten Gebäude HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau InvestitionsMaßnahmenpakete kosten II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 331.738 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 347.316 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 402.316 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 320.262 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 355.262 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 368.261 € Dämmung der Decke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 412.261 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 624.589 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 655.589 € Pelletheizung 208/287 Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 245.489 € 86.249 € 256.839 € 90.477 € 297.339 € 104.977 € 226.665 € 93.597 € 241.665 € 113.597 € 221.608 € 146.653 € 236.608 € 175.653 € 446.436 € 178.153 € 456.436 € 199.153 € Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.1 Investitionskosten Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Rundhaus BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Werkhalle E BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz BBS CarlGotthardLanghans, Sporthalle InvestitionsMaßnahmenpakete kosten I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 200.984 € Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 238.984 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 200.914 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 228.914 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, 677.738 € Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 752.738 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 529.298 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 604.298 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 526.689 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 209/287 Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 135.818 € 65.166 € 159.818 € 79.166 € 144.879 € 56.035 € 160.879 € 68.035 € 486.668 € 191.070 € 536.668 € 216.070 € 407.056 € 122.242 € 457.056 € 147.242 € 417.705 € 108.984 € Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.1 Investitionskosten Gebäude Bildungszentrum, Altbau Bildungszentrum, Neubau Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Straßenverkehrsamt InvestitionsMaßnahmenpakete kosten II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 601.689 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 654.873 € Dämmung des Daches, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 704.873 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 395.750 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 409.550 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 558.658 € Dämmung des Daches, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 594.538 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 506.418 € Dämmung Außenwände, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 531.418 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 266.077 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 210/287 Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 467.705 € 133.984 € 511.871 € 143.002 € 526.871 € 178.002 € 298.718 € 97.032 € 302.168 € 107.382 € 435.348 € 123.310 € 444.318 € 150.220 € 372.599 € 133.819 € 378.849 € 152.569 € 177.304 € 88.773 € Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.1 Investitionskosten Gebäude Straßenverkehrsamt Pavillon Harztorwall 4 Harztorwall 25 Harzstr. 6 InvestitionsMaßnahmenpakete kosten II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 301.077 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 24.451 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 36.451 € Gas-Brennwerttherme mit Heizkörpern I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Decke und 106.323 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 136.323 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 183.241 € Decke, Wärmeschutzverglasung für Dachfenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 223.241 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 100.920 € Keller bzw. Erdgeschoss, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 111.720 € Pelletheizung 211/287 Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 177.304 € 123.773 € 18.136 € 6.315 € 26.356 € 10.095 € 70.828 € 35.495 € 80.828 € 55.495 € 109.394 € 73.847 € 124.394 € 98.847 € 66.825 € 34.095 € 69.525 € 42.195 € Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.1 Investitionskosten Gebäude FTZ Schladen, Altbau Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 142.527 € 71.475 € 157.527 € 91.475 € 256.823 € 83.753 € 173.070 € 281.823 € 92.253 € 189.570 € 967.580 € 726.895 € 240.685 € 1.002.580 € 738.395 € 264.185 € 610.186 € 398.560 € 211.626 € 675.186 € 418.560 € 256.626 € 324.218 € 246.114 € 78.104 € 399.218 € 296.114 € 103.104 € InvestitionsMaßnahmenpakete kosten I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, 214.002 € Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 249.002 € Pelletheizung Baustein III HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Schule BBS CarlGotthardLanghans, Gebäude A I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, oberen Geschossdecken und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 212/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Gebäude C BBS CarlGotthardLanghans, Schule, Gebäude D Gesundheitsamt Tab. IV.2.1-1 InvestitionsMaßnahmenpakete kosten I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 375.145 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 430.145 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, 574.916 € Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 649.916 € Pelletheizung I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und 245.053 € Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer 280.053 € Pelletheizung Ersatzkosten Mehrkosten für energetische Verbesserung 215.322 € 159.823 € 255.822 € 174.323 € 445.971 € 128.945 € 495.971 € 153.945 € 164.699 € 80.354 € 179.699 € 100.354 € Gebäudespezifische Maßnahmenempfehlungen mit Kosten Bei Umsetzung aller Maßnahmenpakete II betrügen die Investitionskosten insgesamt 14.446.137 €. IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung In der weiteren wirtschaftlichen Betrachtung werden aus Sicht des Klimaschutzes nur die Mehrkosten berücksichtigt, da die Ersatzkosten zur Instandhaltung des Gebäudes sowieso anfallen würden und keine Auswirkungen auf Energieeinsparungen hätten. Für wirtschaftliche Betrachtungen steht eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, die durchaus auch unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen können. Deshalb ist es wichtig, die Zahlen richtig interpretieren zu können. Dabei sollen nachfolgende Erläuterungen behilflich sein. 213/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Ausgewählt wurden sechs Kenngrößen, die im Zusammenhang mit energetischen Investitionen üblicherweise eingesetzt werden bzw. allgemein aus Investitionsrechnungen bekannt sind: jährliche Brennstoffkosten ohne Maßnahme jährliche Brennstoffkosten nach Maßnahme jährliche Gesamtkosten nach Maßnahme Kapitalwert Amortisation Preis der eingesparten Kilowattstunde Jährliche Brennstoffkosten ohne bzw. nach Maßnahme Über den Betrachtungszeitraum von 30 Jahren werden – unter Berücksichtigung von einer jährlichen Preissteigerung für Brennstoffe von 4 % – die mittleren Brennstoffkosten pro Jahr berechnet. Es kann ein direkter Vergleich zwischen den so ermittelten jährlichen Brennstoffkosten ohne und nach Durchführung der empfohlenen Maßnahmenpakete gezogen werden. Jährliche Gesamtkosten nach Maßnahme Über den Betrachtungszeitraum von 30 Jahren werden aus der Summe von jährlichen Kapital- und Wartungskosten (nur Mehrkosten) sowie den mittleren Brennstoffkosten die mittleren Gesamtkosten nach Maßnahmendurchführung pro Jahr berechnet. Dabei werden folgende Annahmen getroffen: Der Kapitalzinssatz beträgt 1,5 % pro Jahr. Wartungskosten fallen für Pellets- und Erdgasbrennwert-Heizungsanlagen an. Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre, die Anlagenteuerung 3,5 % pro Jahr. Die Brennstoffkosten unterliegen einer Preissteigerung von 4 % pro Jahr. Kapitalwert Die Kapitalwertmethode gibt die Möglichkeit – unter der Zielstellung einer Gewinnmaximierung – eine Vorteilhaftigkeit zwischen zwei Investitionsalternativen festzustellen. In den hier angewendeten Fällen wird die Mehrinvestition in die energetische Sanierungsmaßnahme (nur Mehrkosten) einer Geldanlage mit einer Verzinsung von jährlich 1,5 % in dem Betrachtungszeitraum von 30 Jahren gegenübergestellt. Im Falle der Mehrinvestition ergeben sich jährliche Energiekosteneinsparungen – eine Preissteigerung für Brennstoffe von 4 % pro Jahr ist berücksichtigt – für die unterstellt wird, dass die eingesparten Gelder ebenfalls zu einem Zinssatz von 1,5 % pro Jahr angelegt werden. Ist der Kapitalwert größer als Null, ist die Mehrinvestition in die energetische Sanierung vorteilhaft, ist der Kapitalwert kleiner als Null, ist die Geldanlage der Verzinsung von 5,5 % vorteilhaft. Beträgt der Kapitalwert genau Null sind Mehrinvestition und Geldanlage entscheidungsneutral. 214/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Ein wesentlicher Nachteil der Kapitalwertmethode ist allerdings, dass in der Realität oft Abweichungen zu den getroffenen Annahmen eintreten. Amortisation Es wird geprüft, nach wie vielen Jahren die durch die energetische Sanierung bewirkten Energiekosteneinsparungen in Summe größer sind als die Mehrinvestitionskosten. Für die Brennstoffkosten wurde eine Preissteigerung von 4 % pro Jahr angenommen. Preis der eingesparten Kilowattstunde Die Mehrinvestitionskosten werden ins Verhältnis zu der in dem Betrachtungszeitraum von 30 Jahren eingesparten Energiemenge gesetzt. Dabei wird für die Brennstoffkosten eine Preissteigerung von 4 % pro Jahr unterstellt. In der nachfolgenden Tabelle sind die oben beschriebenen Kenngrößen für die gebäudespezifischen Maßnahmenpakete dargestellt. 215/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh Baustein II Teichgarten, Schule Peter-Räuber Peter-Räuber, Anbau I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 39.569 €/a 14.245 €/a 33.186 €/a 329.140 € 15 0,08 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 39.569 €/a 11.475 €/a 34.262 €/a 368.863 € 14 0,09 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden 20.450 €/a 17.382 €/a 25.136 €/a -36.446 € - 0,21 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 20.450 €/a 10.838 €/a 21.355 €/a 96.465 € 18 0,21 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Dach und Außenwänden 35.126 €/a 30.560 €/a 34.680 €/a 10.882 € 24 0,08 €/kWh 216/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Teichgarten, Sporthalle HRS Schladen, Schule HRS Schladen, Schule, Anbau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 35.126 €/a 18.968 €/a 25.886 €/a 261.739 € 11 0,07 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 13.133 €/a 8.667 €/a 19.800 €/a -12.778 € 27 0,20 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 13.133 €/a 5.778 €/a 19.988 €/a 34.732 € 22 0,23 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden 11.018 €/a 9.476 €/a 16.642 €/a -33.964 € - 0,29 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 11.018 €/a 6.060 €/a 13.226 €/a 36.848 € 20 0,23 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden 45.680 €/a 47.507 €/a 56.511 €/a -158.245 € - keine Einsparung erzielt 217/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude HRS Schladen, Sporthalle HRS Sickte, Sporthalle Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 45.680 €/a 29.692 €/a 41.772 €/a 238.035 € 13 0,21 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 27.658 €/a 19.637 €/a 22.486 €/a 121.172 € 12 0,03 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 27.658 €/a 0 €/a 5.926 €/a 236.890 € 10 0,06 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 25.661 €/a 11.548 €/a 17.083 €/a 239.316 € 10 0,05 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 25.661 €/a 10.265 €/a 17.862 €/a 254.797 € 11 0,08 €/kWh 218/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 31.887 €/a 19.770 €/a 26.012 €/a 189.541 € 12 0,04 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 31.887 €/a 13.393 €/a 22.711 €/a 318.560 € 10 0,04 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung der Decke, Wärmeschutzverglasung für Fenster 48.922 €/a 45.497 €/a 61.225 €/a -66.634 € - 0,22 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 48.922 €/a 31.799 €/a 51.989 €/a 224.444 € 14 0,21 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 19.913 €/a 12.944 €/a 23.930 €/a -15.294 € 27 0,12 €/kWh 219/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Rundhaus Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 19.913 €/a 8.961 €/a 23.178 €/a 56.768 € 22 0,14 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke 15.978 €/a 8.628 €/a 12.527 €/a 106.573 € 13 0,04 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 15.978 €/a 8.149 €/a 13.903 €/a 103.774 € 14 0,06 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 11.893 €/a 5.827 €/a 9.334 €/a 85.692 € 13 0,04 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 11.893 €/a 5.590 €/a 10.597 €/a 79.250 € 15 0,07 €/kWh 220/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster 27.451 €/a 12.902 €/a 23.311 €/a 148.892 € 17 0,06 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 27.451 €/a 11.255 €/a 24.608 €/a 162.378 € 18 0,09 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 26.659 €/a 12.263 €/a 19.713 €/a 214.141 € 13 0,04 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 26.659 €/a 11.197 €/a 21.590 €/a 214.058 € 14 0,07 €/kWh 221/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle Bildungszentrum, Altbau Bildungszentrum, Neubau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 47.988 €/a 25.434 €/a 6.331 €/a 418.036 € 8 0,02 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 47.988 €/a 22.074 €/a 9.275 €/a 471.528 € 8 0,04 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung des Daches, Wärmeschutzverglasung für Fenster 38.287 €/a 19.909 €/a 30.248 €/a 286.420 € 12 0,05 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 38.287 €/a 12.635 €/a 28.359 €/a 421.400 € 11 0,06 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 18.157 €/a 13.800 €/a 20.743 €/a 4.794 € 25 0,11 €/kWh 222/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 18.157 €/a 8.534 €/a 17.069 €/a 117.484 € 15 0,10 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 21.727 €/a 20.206 €/a 37.157 €/a -87.772 € - 0,33 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 21.727 €/a 13.905 €/a 34.997 €/a 32.545 € 22 0,42 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung Außenwände, Wärmeschutzverglasung für Fenster 43.978 €/a 32.984 €/a 43.726 €/a 123.086 € 16 0,08 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 43.978 €/a 23.308 €/a 36.935 €/a 330.413 € 11 0,09 €/kWh 223/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Straßenverkehrsamt Straßenverkehrsamt Pavillon Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 18.840 €/a 14.318 €/a 21.207 €/a 16.881 € 23 0,11 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 18.840 €/a 9.608 €/a 21.057 €/a 91.937 € 18 0,15 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 809 €/a 582 €/a 893 €/a -1.022 € 28 0,10 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer GasBrennwerttherme mit Heizkörpern 809 €/a 413 €/a 1.333 €/a -832 € 27 0,29 €/kWh 224/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Harztorwall 4 Harztorwall 25 Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Decke und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 11.570 €/a 6.363 €/a 8.976 €/a 86.161 € 11 0,06 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 11.570 €/a 4.628 €/a 10.004 €/a 106.713 € 12 0,12 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Decke, Wärmeschutzverglasung für Dachfenster 37.830 €/a 37.073 €/a 44.682 €/a -56.168 € - 0,28 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 37.830 €/a 24.968 €/a 36.423 €/a 201.697 € 12 0,26 €/kWh 225/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Harzstr. 6 FTZ Schladen, Altbau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Keller bzw. Erdgeschoss, Wärmeschutzverglasung für Fenster 13.483 €/a 11.999 €/a 15.128 €/a 560 € 25 0,17 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 13.483 €/a 7.415 €/a 11.791 €/a 99.574 € 11 0,13 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden 28.565 €/a 24.566 €/a 29.191 €/a 21.969 € 21 0,10 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 28.565 €/a 18.281 €/a 25.963 €/a 148.811 € 13 0,24 €/kWh Baustein III 226/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Schule Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, oberen Geschossdecken und Außenwänden 15.517 €/a 11.482 €/a 22.804 €/a -78.801 € - 0,24 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 15.517 €/a 7.758 €/a 21.619 €/a -8.284 € 26 0,25 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 43.921 €/a 35.576 €/a 53.131 €/a -45.689 € 29 0,18 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 43.921 €/a 22.839 €/a 44.010 €/a 228.438 € 17 0,15 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden 57.713 €/a 53.096 €/a 71.064 €/a -103.740 € - 0,32 €/kWh 227/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude BBS Carl-GotthardLanghans, Gebäude A BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 57.713 €/a 34.051 €/a 58.942 €/a 296.288 € 15 0,22 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster 23.144 €/a 13.423 €/a 18.038 €/a 149.029 € 12 0,03 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 23.144 €/a 12.961 €/a 20.518 €/a 134.845 € 14 0,06 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 11.893 €/a 7.255 €/a 17.417 €/a -51.443 € - 0,14 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 11.893 €/a 7.136 €/a 19.203 €/a -63.165 € - 0,20 €/kWh 228/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Maßnahmenpakete BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude D Gesundheitsamt Tab. IV.2.2-1 Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach, Außenwänden und Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster 44.070 €/a 23.798 €/a 30.598 €/a 344.749 € 10 0,02 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 44.070 €/a 24.239 €/a 33.056 €/a 309.452 € 12 0,03 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 23.384 €/a 13.797 €/a 19.469 €/a 143.673 € 12 0,05 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 23.384 €/a 8.184 €/a 16.934 €/a 254.810 € 10 0,07 €/kWh Wirtschaftliche Kenngrößen für die Maßnahmenpakete 229/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Die bisherigen Betrachtungen gehen davon aus, dass jedes Gebäude eine eigene Heizungsanlage erhält, damit eine faktische Vergleichbarkeit unter den Gebäuden gegeben ist. Tatsächlich werden jedoch einige Gebäude über gemeinsame Heizungsanlagen versorgt – und dies sollte auch künftig beibehalten werden. In der folgenden Tabelle sind die Maßnahmenpakete für gemeinsam wärmeversorgte Gebäude zusammengelegt worden und für die so entstandenen großen Maßnahmenpakete die wirtschaftlichen Kenngrößen dargestellt. Gebäude HRS Schladen, Schule und Anbau IGS Wallstraße, Schule und Anbau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dächern und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 56.698 €/a 56.983 €/a 68.336 €/a -192.210 € - 0,77 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung im Schulgebäude 56.698 €/a 35.752 €/a 51.567 €/a 274.883 € 14 0,18 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung der Decke in der Schule, von Dach sowie Außenwänden des Anbaus, Wärmeschutzverglasung für Fenster 68.835 €/a 58.441 €/a 78.727 €/a -81.928 € 30 0,13 €/kWh 230/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E, Werkhalle Holz und Sporthalle Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung im Schulgebäude 68.835 €/a 40.760 €/a 68.738 €/a 281.213 € 18 0,14 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dächern und Außenwänden sowie der Kellerdecke der Werkhalle E, Wärmeschutzverglasung für Fenster 102.098 €/a 50.599 €/a 70.484 €/a 781.069 € 12 0,03 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung in der Werkhalle E 102.098 €/a 44.526 €/a 73.242 €/a 847.965 € 13 0,05 €/kWh 231/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Bildungszentrum, Altbau und Neubau sowie Harzstr. 6 Bahnhofstr. 11, Altbau und Neubau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung der Dächer, der Außenwände des Neubaus sowie des Kellers bzw. Erdgeschosses der Harzstr. 6, Wärmeschutzverglasung für Fenster 69.926 €/a 45.708 €/a 61.771 €/a 291.774 € 16 0,05 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung im Bildungszentrum, Altbau 69.926 €/a 28.584 €/a 52.870 €/a 638.457 € 12 0,07 €/kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Außenwänden und des Daches des Altbaus, Wärmeschutzverglasung für Fenster 65.705 €/a 53.189 €/a 76.802 €/a 35.314 € 23 0,09 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung im Altbau 65.705 €/a 37.213 €/a 71.349 €/a 362.959 € 15 0,15 €/kWh 232/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude HRS Sickte, Schule und Anbau Maßnahmenpakete Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten kosten Kapitalwert kosten ohne nach nach Maßnahme Maßnahme Maßnahme Preis der Amortisation eingesparnach Jahren ten kWh I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dächern und Außenwänden sowie der oberen Geschossdecken der Schule, Wärmeschutzverglasung für Fenster des Anbaus 59.438 €/a 47.059 €/a 70.345 €/a -124.490 € - 0,16 €/kWh II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung im Schulgebäude 59.438 €/a 30.597 €/a 60.039 €/a 220.153 € 20 0,15 €/kWh 106.977 €/a 58.931 €/a 87.611 €/a 634.600 € 14 0,04 €/kWh BBS Carl-GotthardI: Hydraulischer Abgleich, Einbau Langhans, Gebäude A, B, von Lüftungsanlagen, Dämmung C, D und Rundhaus von Dächern und Außenwänden sowie Kellerdecken der Gebäude A, B und D, Wärmeschutzverglasung für Fenster der Gebäude A, C, D und des Rundhauses 233/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung Gebäude Maßnahmenpakete II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung im Gebäude D Tab. IV.2.2-2 Mittelwerte über Betrachtungszeitraum von 30 Jahren jährliche jährliche jährliche Brennstoff- GesamtPreis der BrennstoffAmortisation kosten kosten Kapitalwert eingesparkosten ohne nach Jahren nach nach ten kWh Maßnahme Maßnahme Maßnahme 106.977 €/a 58.073 €/a 98.373 €/a 564.156 € 16 0,07 €/kWh Wirtschaftliche Kenngrößen für die Maßnahmenpakete gemeinsam wärmeversorgter Gebäude 234/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Die Investitionen in die energetische Sanierung der Gebäude bewirken Energieeinsparungen und damit die Reduzierung von Brennstoffkosten einerseits und von Klimagas-Emissionen andererseits. Um letztgenannte Wirkung wirtschaftlich zu bewerten, werden die Mehrinvestitionskosten in Relation zu den vermiedenen CO2-Emissionen gesetzt. Gebäude Teichgarten, Schule Peter-Räuber Peter-Räuber, Anbau Teichgarten, Sporthalle Maßnahmenpakete Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission I: Hydraulischer Abgleich, Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von Dach und Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster 3,59 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,88 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 11,37 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,51 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 7,04 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,32 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 8,68 € 235/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Gebäude Maßnahmenpakete II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung HRS Schladen, Schule I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Sporthalle HRS Sickte, Sporthalle I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission 4,23 € 13,71 € 2,80 € -20,47 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,19 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,73 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,26 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,09 € 236/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Gebäude HRS Baddeckenstedt, Sporthalle IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Maßnahmenpakete Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,60 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,16 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,38 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 11,49 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,61 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 8,34 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 4,21 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,61 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,29 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung 2,74 € 237/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Gebäude Rundhaus BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E Maßnahmenpakete Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,53 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 3,94 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle Bildungszentrum, Altbau Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission 2,92 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,60 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,07 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 1,44 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,06 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, 238/287 2,57 € Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Gebäude Maßnahmenpakete Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission Wärmeschutzverglasung für Fenster II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung Bildungszentrum, Neubau Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Straßenverkehrsamt 1,76 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 6,93 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,43 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 24,19 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,91 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 3,99 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,42 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 6,41 € 239/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Gebäude Straßenverkehrsamt Pavillon Harztorwall 4 Harztorwall 25 Harzstr. 6 FTZ Schladen, Altbau Maßnahmenpakete Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,76 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 8,85 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 5,24 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,92 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,49 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 16,95 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,18 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 7,75 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,27 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung 6,35 € 240/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz Gebäude Maßnahmenpakete Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Baddeckenstedt, Schule BBS Carl-GotthardLanghans, Gebäude A II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,39 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 13,55 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 4,54 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 8,65 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 2,23 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 11,28 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,50 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 1,93 € 241/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Gebäude Maßnahmenpakete Preis des jährlich vermiedenen kg CO2-Emission II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude D Gesundheitsamt Tab. IV.2.3-1 2,12 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 10,04 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 7,67 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 1,87 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,74 € I: Hydraulischer Abgleich, Einbau einer Lüftungsanlage, Dämmung Dach, Außenwände, neue Außentüren, Wärmeschutzverglasung für Fenster 2,83 € II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.) zzgl. Einbau einer Pelletheizung 1,59 € Wirtschaftliche Öko-Bilanz der Maßnahmenpakete IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Die wirtschaftliche Bewertung beruht auf mehreren – mit dem Auftraggeber abgestimmten – Prämissen, die eingangs des Kapitels IV.2 dargelegt sind. Mit der Wahl dieser Kriterien kann man die Ergebnisse erheblich beeinflussen. So liegt die jährliche Teuerungsrate für Brennstoffe mit 4 % deutlich unterhalb der tatsächlichen Preissteigerungsraten der letzten Jahrzehnte und kann auch vor dem Hintergrund der derzeit vorübergehenden Ölpreissenkungen als vorsichtig angesehen werden. 242/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Nimmt man den Kapitalwert mit einem Kalkulationszins von 1,7 % als Entscheidungskriterium, stellen sich die meisten Maßnahmenpakete als wirtschaftlich dar. Besonders hohe Kapitalwerte (≥ ca. 300.000 €) wurden ermittelt für: Teichgarten, Schule (MP I und II) HRS Baddeckenstedt, Sporthalle (MP II) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle (MP I und II) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D (MP I und II) Bildungszentrum, Altbau (MP II) Bahnhofstr. 11, Neubau (MP II) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP II) sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe: BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A, B, C, D und Rundhaus (MP I und II) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E, Werkhalle Holz und Sporthalle (MP I und II) Bildungszentrum, Altbau und Neubau sowie Harzstr. 6 (MP II) Bahnhofstr. 11, Altbau und Neubau (MP II) Alle oben einzeln aufgeführten Gebäude sind in der ABC-Analyse (s. Kapitel I.1.1 Energie- und CO2Bilanzen) der Priorität A zugeordnet, d. h. sie gehören zu den großen Energieverbrauchern und überschreiten mit ihren Heizenergieverbräuchen den EnEV-Vergleichswert. Auch der Anbau der Peter-Räuber-Schule, der Anbau und die Sporthalle der HRS Schladen, die Werkhallen E und Holz der BBS, die alle der Priorität A in der ABC-Analyse zugeteilt sind, erreichen hohe Kapitalwerte für die Maßnahmenpakete II: zwischen 160.000 und 268.000 €. Nachfolgend aufgeführte Maßnahmenpakete erzielen dagegen keinen positiven Kapitalwert: Peter-Räuber (MP I) Teichgarten, Sporthalle (MP I) HRS Schladen, Schule (MP I) HRS Schladen, Schule, Anbau (MPI) IGS Wallstraße, Schule (MP I) IGS Wallstraße, Schule, Anbau (MP I) Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I) Straßenverkehrsamt Pavillon (MP I und II) Harztorwall 25 (MP I) HRS Sickte, Schule (MP I und II) HRS Sickte, Schule, Anbau (MP I) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C (MP I und II) sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe: 243/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI) IGS Wallstraße, Schule und Anbau (MP I) HRS Sickte, Schule und Anbau (MP I) Die fett gedruckten Gebäudenamen zeigen die Gebäude bzw. Gebäudekomplexe an, die die Vergleichswerte der EnEV für den Heizenergieverbrauch übersteigen. Die Amortisation sollte wenigstens innerhalb der Lebensdauer von 30 Jahren erfolgen. Das ist bei fast allen Maßnahmenpaketen der Fall, lediglich zehn von 66 Maßnahmenpaketen amortisieren sich nicht: Peter-Räuber (MP I) HRS Schladen, Schule (MP I) HRS Schladen, Schule, Anbau (MPI) IGS Wallstraße, Schule (MP I) Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I) Harztorwall 25 (MP I) HRS Sickte, Schule (MP I) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C (MP I und II) sowie zwei von 14 Maßnahmenpaketen für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe: HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI) HRS Sickte, Schule und Anbau (MP I) Sämtliche der genannten Maßnahmenpakete, die sich nicht amortisieren, weisen auch einen negativen Kapitalwert aus. Der Preis der eingesparten Kilowattstunde gilt als hoch, wenn er 0,30 € pro Kilowattstunde überschreitet. Das trifft zu auf: Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I und II) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I) sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe: HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI) Das Schulgebäude der HRS Schladen erzielt nur für sich betrachtet im Maßnahmenpaket I keine Einsparung, da die zusätzlichen Energiebedarfe der neu vorgesehenen Lüftungsanlagen höher liegen als Einsparungen aus Dämmmaßnahmen. Somit konnte für dieses Gebäude der Preis der eingesparten Kilowattstunde gar nicht ermittelt werden. 244/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Wirtschaftlich kritisch, da alle drei Kriterien – Kapitalwert mit Kapitalzins von 1,7 %, Amortisation und Preis der eingesparten Kilowattstunde – nicht eingehalten werden, sind: HRS Schladen, Schule (MP I) Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I) sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe: HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI) Der Preis des vermiedenen Kilogramms CO2-Emission zeigt, bei welchen Maßnahmenpaketen das Geld besonders klimaschonend angelegt würde. Die meisten Maßnahmenpakete stellen sich vor diesem Hintergrund besonders positiv dar (< 3 €) – verhältnismäßig kostenintensiv für Klimaschutz sind: Teichgarten, Schule (MP I) Peter-Räuber (MP I) Peter-Räuber, Anbau (MP I) Teichgarten, Sporthalle (MP I und II) HRS Schladen, Schule (MP I) IGS Wallstraße, Schule (MP I) IGS Wallstraße, Schule, Anbau (MP I) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C (MP I und II) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E (MP I) Bildungszentrum, Neubau (MP I) Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I) Bahnhofstr. 11, Neubau (MP I) Straßenverkehrsamt (MP I) Straßenverkehrsamt Pavillon (MP I) Harztorwall 25 (MP I) Harzstr. 6 (MP I) FTZ Schladen, Altbau (MP I) HRS Sickte, Schule (MP I und II) HRS Sickte, Schule, Anbau (MP I) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I) Die oben aufgeführten Maßnahmenpakete mit besonders hohen Kapitalwerten: Teichgarten, Schule (MP II) HRS Baddeckenstedt, Sporthalle (MP II) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle (MP I und II) BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D (MP I und II) 245/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Bildungszentrum, Altbau (MP II) Bahnhofstr. 11, Neubau (MP II) HRS Baddeckenstedt, Schule (MP II) verzeichnen nur geringe Preise des vermiedenen Kilogramms CO2-Emission – sie sind also nicht nur betriebswirtschaftlich sinnvoll (s. o.), sondern auch unter Klimaschutzaspekten! 246/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V Weitere klimaschutzfördernde Maßnahmen V Weitere klimaschutzfördernde Maßnahmen V.1 Gebäudeübergreifende Maßnahmen Bezug von zertifiziertem Ökostrom Neben den zahlreichen dargestellten Möglichkeiten zur Verbrauchsreduzierung sowie zur Produktion von Solarstrom auf den eigenen Liegenschaften wird dem Landkreis Wolfenbüttel empfohlen, für ihre Liegenschaften in Zukunft weiterhin ausschließlich zertifizierten Ökostrom und Ökogas zu beziehen. Der Begriff „Ökostrom“ ist rechtlich nicht geschützt. Folgende Kriterien sollten daher bei der Wahl des Ökostromanbieters eingehalten werden: Der Ökostrom stammt aus Erneuerbaren Energien oder zu gewissen Anteilen aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis. Die Energieeffizienz dieses Systems ist sehr hoch und die CO2-Emissionen sind vergleichsweise gering. Biotriebstoffe sind umstritten. Einen Umweltnutzen hat Ökostrom nur dann, wenn er konventionell erzeugten Strom aus Atom- oder Kohlekraft vom Markt verdrängt. Der Anbieter des Ökostroms sollte sich also offiziell dazu verpflichten, Erträge aus dem Stromverkauf in neue Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung zu reinvestieren, z. B. in PV-Anlagen, naturverträgliche Wasserkraft und Windenergieanlagen. Bezug von Ökogas Ökogas oder Öko-Erdgas ist eine Alternative zu Erdgas, weil hier die Quelle entweder Biogasanlagen sind oder mit Erdgas vermischter Wasserstoff, der mit Strom aus erneuerbaren Anlagen erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist wird. Weitere Bezeichnung für Ökogas sind auch Windgas, Solargas oder ähnliche Namen, die auf die Quelle der für die Synthese genutzten elektrischen Energie hindeuten. Die Kapazitäten für die Erzeugung notwendigen Anlagen werden ständig erweitert. Dichtigkeitsprüfung der Fenster und Oberlichter Im Rahmen der Begehungen sind stichprobenartig Fensterdichtungen untersucht worden. Dabei sind zahlreiche veraltete, fehlende oder defekte Dichtungen bei Fenstern, Türen und bei Oberlichtern festgestellt worden. Daher wird empfohlen, als übergreifende Maßnahme in allen Gebäuden die Dichtungen dieser Öffnungen zu überprüfen und ggf. zu erneuern. 247/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.1 Gebäudeübergreifende Maßnahmen Einsatz von schaltbaren Steckerleisten Elektrische Geräte, die am Stromnetz angeschlossen sind, können auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen. Dies kann mit einem Strommessgeräte schnell geprüft werden. Sofern keine dringenden Gründe für den ständigen Kontakt zum Stromnetz bestehen, sollten alle Geräte vom Stromnetz abgekoppelt werden. Als Lösung eignen sich schaltbare Steckerleisten und kleine Schaltsteckdosen, die über eine Leuchte anzeigen, ob die Geräte vom Stromnetz getrennt sind. Mit Hinweisen und regelmäßigen Kontrollen sollte anschließend das Nutzerbewusstsein geschult werden, denn die tatsächliche Benutzung der Schalter muss geübt werden. Erweiterung der vorhandenen Messstellen In zahlreichen Fällen werden im Landkreis Wolfenbüttel mehrere kommunale Gebäude gemeinsam mit Wärme, zum Teil auch mit Strom versorgt. Um ein effektives Energiecontrolling betreiben zu können und die Wirksamkeit der Maßnahmen sinnvoll überprüfen zu können, sind Zähleinrichtungen für jedes Gebäude einzusetzen. Insbesondere wenn unterschiedliche Nutzungsarten betroffen sind, ist der Einsatz von separaten Energiezählern notwendig. Hydraulischer Abgleich Zu Beginn der Begehungen der Gebäude im Baustein II waren nur wenigen Gebäuden ein hydraulischer Abgleich vorgenommen worden. Anzeichen für fehlenden hydraulischen Abgleich: Heizkörper werden nicht warm, da andere Anlagenteile überversorgt sind („hydraulischer Kurzschluss“) oder Räume in einem Heizkreis werden unterschiedlich schnell warm. Heizkörperventile geben Geräusche ab, da der Differenzdruck im Ventil zu groß ist. Heizkörperventile und Rohrleitungen geben Geräusche ab, da die Strömungsgeschwindigkeit zu groß ist. Heizkörperventile öffnen und schließen nicht bei der gewünschten Innentemperatur, ebenfalls wegen zu hoher Differenzdrücke im Ventil. Das Regelverhalten von Thermostatköpfen ist schlecht durch starkes „Überschwingen“. Die Heizungsanlage wird mit zu hohen Temperaturen betrieben, um die Unterversorgung auf diesem Wege auszugleichen. Es werden Pumpen mit zu hoher Leistung eingesetzt, die sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb zu hohe Kosten verursachen. 248/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.1 Gebäudeübergreifende Maßnahmen Der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers verschlechtert sich, da die Anlage mit zu hohen Temperaturen und stark schwankenden Volumenströmen betrieben wird. Die Vor- und Rücklauftemperaturen sind unnötig hoch. Insbesondere beim Einsatz moderner Brennwerttechnik oder bei Wärmepumpen und Anlagen mit solarer Heizungsunterstützung verschlechtert sich der Nutzungsgrad. Für sämtliche Gebäude mit wassergeführten Heizungen sollte ein fachgerechter hydraulischer Abgleich vorgenommen werden, sofern keine Sanierung der Heizungsanlage ansteht, die den Abgleich sowieso als Bestandteil haben muss. Ein hydraulischer Abgleich reduziert in der Regel den Energieverbrauch (Strom für Pumpen und Heizenergie) im deutlich zweistelligen Prozentbereich und erhöht zudem den Komfort beträchtlich. Aus dem nicht optimalen Betriebsverhalten resultiert ein erheblicher Mehrverbrauch an Strom- und Heizungsenergie. Die EnEV schreibt aus diesem Grund den hydraulischen Abgleich für zu erstellende oder zu sanierende Anlagen vor. Danach ist eine fachgerechte Planung mit Heizlast-, Rohrnetz-, und Heizflächenberechnung von einem Planer erforderlich. Aus der Planung ergeben sich Wärmebedarf und Volumenströme. In Deutschland ist der Handwerker nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C verpflichtet, Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen. Einsatz von Hocheffizienzpumpen Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen heutzutage erheblich weniger Energie für die gleiche Pumpleistung als noch vor wenigen Jahren. In einem hydraulisch abgeglichenen System können sie mit ca. einem Fünftel der Pumpenleistung alter Pumpen betrieben werden. Dort, wo noch keine Hocheffizienzpumpen eingebaut sind, sollte dies kurzfristig geschehen – spätestens im Rahmen von Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen von Heizungsanlagen. Die Maßnahme rechnet sich im Durchschnitt innerhalb von ca. fünf Jahren. Installation von Thermometern Zur Überprüfung von Raumtemperaturen sollten in jedem beheizten Raum dort und in der Raumhöhe, wo der Nutzer sich aufhält, Thermometer angebracht werden. Dies ermöglicht die Überprüfung der subjektiven Wärmewahrnehmung, erleichtert den Hausmeistern ihre Aufgabe, insbesondere wenn eine allgemein verbindliche Verwaltungsrichtlinie Energie mit definierten RaumtemperaturObergrenzen existiert. Sofern trotz ausreichender Raumtemperatur keine angenehme Atmosphäre entsteht, wird es so leichter, auf geeignete Weise nach Ursachen zu suchen (z. B. Undichtigkeiten mit der Folge von Zugluft, niedrige Oberflächentemperaturen etc.) und spezifische z. T. auch individuelle Abhilfe zu schaffen (z. B. andere Position von Schreibtisch und Bürostuhl im Raum). 249/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.1 Gebäudeübergreifende Maßnahmen Erneuerung, Nutzung und Wartung von Thermostatköpfen und Heizungsventilen Stichproben bei den Begehungen lassen darauf schließen, dass viele Thermostatköpfe und Heizkörperventile veraltet (>15 Jahre alt), defekt oder sogar völlig funktionsuntüchtig sind. Es wird empfohlen, die Thermostatköpfe und die Heizkörperventile flächendeckend zu überprüfen und ggf. zu erneuern. Dieses sollte mit einem hydraulischen Abgleich eines Gebäudes (s. o.) kombiniert werden. Thermostatköpfe müssen ungehindert von der Raumluft umgeben werden und sich möglichst auf Höhe der Nutzer befinden. Sind sie durch Vorhänge verdeckt oder befinden sie sich in Nischen, können Fernfühler eingesetzt werden, die über ein Kapillarrohr die Wärmeausdehnung an das Heizkörperventil weitergeben. Thermostate, die sich in Bodennähe oder in drei Metern Höhe befinden, wie in Turnhallen vorgefunden, sollten in ihrer Position korrigiert werden. Gegebenenfalls sind hier Maßnahmen gegen Beschädigung und Manipulation zu ergreifen. Auf der mittleren Einstellung (meist Stufe 3) regelt das Thermostat – sofern es dem aktuellen technischen Standard entspricht – die Raumtemperatur immer auf 20°C. Eine Stufe höher bedeutet eine um 4°C angehobene Raumtemperatur. Ist die Raumtemperatur erreicht, schließt das Thermostat. Stellt man in der Aufheizphase das Thermostat auf eine höhere Stufe, bewirkt das KEINE schnellere Aufheizzeit, sondern riskiert lediglich eine Überhitzung des Raumes und damit Energieverschwendung, bis das Thermostat auf die richtige Stufe eingestellt wird. Dieser negative Effekt verstärkt sich noch, wenn kein hydraulischer Abgleich gemacht wurde, weil die letzten Heizkörper im Heizkreis möglicherweise wenig Wärme erhalten, weil vorn das Thermostat noch zu hoch eingestellt ist und daher nicht geschlossen hat. Das „Behördenmodell“ ist die spezielle Ausführung eines Thermostatkopfs, welches den Wasserdurchfluss eines Ventils für Heizkörper regelt. Es unterscheidet sich von einem Standardmodell dadurch, dass der Einstellbereich begrenzt (z. B. 17–21 °C) oder blockiert (z. B. genau 20 °C) werden kann. Ohne Spezialwerkzeug oder genaues Hintergrundwissen, wie oder wo die Sperre aufzuheben ist, kann dann keine andere Einstellung vorgenommen werden. Die Behördenmodelle werden in Behörden und anderen öffentlich zugänglichen Bereichen an HeizkörperThermostatventilen montiert, um zu verhindern, dass die gewünschte Raumsolltemperatur von nicht autorisierten Personen verstellt werden kann. Um die Lebensdauer der Thermostatköpfe und der Ventile zu erhöhen, sollten diese außerhalb der Heizsaison auf die höchste Stufe gestellt werden, damit die Elemente, die den Druck auf den Ventilkörper erzeugen, so weit wie möglich entspannt werden. Nutzerverhalten Eine zentrale Maßnahme für alle Liegenschaften ist die Erwirkung eines klimafreundlichen Nutzerverhaltens. Je nach Nutzungsintensität beträgt das Einsparpotenzial durch eine Änderung des Nutzerverhaltens erfahrungsgemäß 10-15% der eingesetzten Energie. Im Organisationskonzept (Kapitel I.2) werden die Einsparmöglichkeiten näher betrachtet und vor allem auch eine Möglichkeit 250/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung aufgezeigt, diesen Prozess zu verstetigen, da die Überprüfung und Beeinflussung des Nutzerverhaltens eine immer wiederkehrende Aufgabe ist. Infoveranstaltungen zum Thema Klimaschutz Über die im Organisationskonzept empfohlenen umfassenden Maßnahmen hinaus, das Thema Klimaschutz in den Schulalltag zu implementieren, sollten als übergreifende Maßnahme für alle Schulen und Verwaltungsgebäude regelmäßige Veranstaltungen des Energiemanagements (mind. einmal im Jahr) durchgeführt werden. Diese Veranstaltungen haben zum Ziel, das Verantwortungsbewusstsein für das Gebäude zu fördern und ein energieverantwortungsbewusstes Verhalten bei den Nutzern zu wecken. Die Verwaltungen präsentieren sich bei diesen Veranstaltungen als Eigentümer und Betreiber der Liegenschaften und machen auf die für dieses Gebäude aus energetischer bzw. klimaschützender Sicht einzuhaltenden Aspekte aufmerksam. Bei einem externen Betreiber ist eine entsprechend gute und konstruktive Zusammenarbeit wichtig. Durchgeführt wird eine solche Veranstaltung gemeinsam mit dem Energiemanager aus der Verwaltung und dem vor Ort zuständigen Gebäudeverantwortlichen, also dem Hausmeister. Dabei werden die Nutzer direkt angesprochen und müssen an der Veranstaltung teilnehmen. An Schulen werden dabei nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler an der Veranstaltung teilnehmen. In Verwaltungsgebäuden nehmen sämtliche Mitarbeitenden teil. Für Externe ist es möglich, dass beispielsweise Vereinsvorsitzende und Kursleitungen bei Sportvereinen an der Veranstaltung teilnehmen. Was die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung angeht, wird in erster Linie die Verwaltungsrichtlinie Energie und deren Bedeutung für die genutzte Liegenschaft erläutert. In diesem Zusammenhang wird auch die Vorgehensweise bei Entstehung oder Feststellung von Mängeln dargestellt. In diesem Zusammenhang werden über den Hausmeister hinaus Ansprechpartner für energetische Fragen in der Verwaltung genannt. Mindestens ein Termin sollte vor oder zu Beginn der Heizperiode gewählt werden. Auf Grund der hohen Fluktuation insbesondere in Schulen, aber auch bei externer Nutzung, ist mindestens eine jährliche Wiederholung der Veranstaltung zwingend notwendig. Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten das Thema Klimaschutz den Nutzern nahe zu bringen: als Beispiel seien hier Workshops oder ein Lehrpfad zum Thema „Richtig heizen, lüften und beleuchten“ genannt. V.2 Solarstrom-Erzeugung Es wurde untersucht, auf welchen Liegenschaften PV-Anlagen installiert werden können. Die Untersuchung umfasst keine statische Prüfung der Dachflächen und keine Detailplanung, sie dient dem Überblick über das Potential der Dachflächen an sich und zeigen einen rein theoretischen Wert. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass durch die Verpachtung von Dachflächen keine hohen Einnahmen erzielt werden können. Verpachtung ist eher als politisches Signal und Unterstützung für 251/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung regionale Projekte anzusehen. Wenn der Pächter der Dachfläche seinen Firmensitz in der Region hat, können noch Einnahmen aus Gewerbesteuer entstehen. Durch den Betrieb von PV-Anlagen können grundsätzlich höhere Einnahmen als durch die Verpachtung erzielt werden. Jedoch muss das Risiko bewertet werden und es kann die Wirtschaftlichkeit durch die Kosten für eine evtl. nötige Ausschreibung erheblich verschlechtert werden. In einigen Orten werden kommunale Betreibergesellschaften für den Betrieb gegründet, die mit den Gewinnen u.a. kommunale Aufgaben wie Jugendarbeit finanzieren. Diese Betreibergesellschaften können im Eigentum der Kommune sein und/oder als BürgerBeteiligungsgesellschaft angelegt sein. Der produzierte Strom wird entweder komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist oder teilweise selbst oder in direkter Nachbarschaft verbraucht, wenn der Bezugspreis für Strom eine bestimmte Größe übersteigt. Die Vergütung für den erzeugten Strom ist im „Gesetz zum Vorrang von Erneuerbaren Energien“ (EEG) geregelt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzepts (2014) sind PV-Anlagen gekoppelt mit hohem Eigenverbrauch statt Einspeisung eine sehr attraktive Investition. Dafür sollte die Anlage so ausgelegt werden, dass sie dem Eigenverbrauch entspricht. Als Richtwert sind mehr als 60 % Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms als sehr wirtschaftlich einzuschätzen. Um die Auslastung zu erhöhen, können Batteriespeicher eingesetzt werden. Diese erhöhen die Investitionskosten und können den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms erheblich steigern sowie die Versorgungssicherheit im Stromsystem erhöhen. Die Einrichtung von Batteriespeichern wird zurzeit vom Staat gefördert, eine Wirtschaftlichkeit muss mit aktuellen Angeboten ermittelt werden. Die Dachflächen wurden mittels Luftbilder und, wenn vorhanden, Fotos von Begehungen ermittelt. In den Berechnungen wurden folgende Eckzahlen benutzt: Gezählte Dachflächen: Als PV-Flächen wurden alle Dachflächen gezählt, die eine südliche, westliche oder östliche Ausrichtung zeigen Verschattete Dachflächen (durch Bäume, Gebäudeteile etc.) wurden nicht gezählt Einstrahlungsertrag: 750 kWh/(kWhpeak*a): Dies ist ein Mischwert aus der Einstrahlung auf südliche, westliche und östliche Dachflächen Erlös für eine kWh laut EEG 2014: 12,0 €Ct/kWh. Dies ist ein gerundeter Wert, der sich aus der Durchschnittsbildung der gestaffelten Vergütung ergibt. Investition pro kW p PV-System: 1310 €/kW p; hierin sind Module, Wechselrichter, Zähler und Montage enthalten. CO2-Äquivalent für ein kWh Netzstrom wurde von 2012 gewählt, um die Vergleichbarkeit innerhalb dieses Berichts zu gewährleisten: 613 gCO2/kWh Es wurden Prioritäten festgelegt, welche Dächer zuerst genutzt werden sollen. Dabei wurde bewertet mit 252/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung Priorität 1: Die Liegenschaft bietet gute Dachflächen und einen Stromverbrauch während des Tages, so dass der Eigenverbrauch einen sehr wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht. Priorität 2: Die Liegenschaft hat nur wenig geeignete Dachflächen oder wird voraussichtlich einen geringen Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms zeigen, da sie eher am Nachmittag bis Abend genutzt wird. Sporthallen werden zwar hauptsächlich tagsüber genutzt, besitzen aber häufig sehr gut geeignete Flachdächer. Es sollte geprüft werden, ob nahestehende Schulgebäude mit versorgt werden können. Grundsätzlich sind alle hier gelisteten Empfehlungen vor der Realisierung vor Ort im Detail von einem Fachbüro zu prüfen. Die Listen geben nur eine gute Schätzung des Potenzials, so wie die Rechnungen Größenordnungen angeben, in der die Ergebnisse zu erwarten sind. Auf das einzelne Gebäude bezogen können sich die Zahlen bei einer Detailbetrachtung voneinander unterscheiden. Bei einer Dachsanierung sollte grundsätzlich die Installation einer PV-Anlage geprüft werden. Inzwischen gibt es viele neue Lösungen in Leichtbauweise oder Dachintegration für Dächer mit geringen Tragfähigkeiten. So ist auf fast jedem Dach eine wirtschaftliche Lösung möglich, insbesondere wenn Synergien mit anderen notwendigen Arbeiten genutzt werden. Bei einem Gebäude mit einem hohen Warmwasser-Verbrauch wäre auch die Installation von SolarthermieModulen mit Anschluss an den Warmwasser-Speicher sinnvoll. Die Abschätzung dieses Potenzials ist hier nicht vorgenommen worden. Die Dachflächen wurden weniger nach maximalen Erträgen ausgewählt, als vielmehr nach den Möglichkeiten des Gebäudes selbst. Dabei ist die aktuelle Statik nicht berücksichtigt. Falls Dächer vermietet werden sollen, um einen externen Investor hinzuzuziehen, kann mit ihm über einen Strompreis verhandelt werden, zu dem er die Liegenschaft teilweise versorgt. Da die Variablen hier vielfältig sind, kann dieses Szenario im Rahmen dieses Konzepts nicht aussagekräftig durchgerechnet werden – an dieser Stelle sei auf Spezialisten in diesem Bereich verwiesen. 253/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung Photovoltaik-Potenziale im Landkreis Wolfenbüttel Die untersuchten Liegenschaften im Landkreis Wolfenbüttel zeigen eine geschätzte mögliche Gesamtleistung von rund 1 900 kW peak und einer geschätzten Investition von knapp 2,5 Mio. €. Die prognostizierten Stromerträge liegen bei ca. 1,4 Mio. kWh pro Jahr und damit bei 70 % des summarischen Eigenverbrauchs aller Liegenschaften des Landkreises. Die Einnahmen daraus beziffern sich bei vollständiger Einspeisung in das öffentliche Stromnetz auf ca. 168 000 € pro Jahr. Dies ist ein Mindestwert, der sich durch den eigenen Verbrauch dieses Stroms deutlich erhöht. Die statische Amortisation mit diesem Mindestwert beträgt 14,7 Jahre, bei einer zu erwartenden Lebensdauer des Systems von ca. 25 Jahren. Je mehr der Strom selbst verbraucht wird und deutlich teurer eingekauften Strom ersetzt, desto schneller machen sich die PV-Systeme bezahlt und die Amortisationszeit sinkt weiter. Name des Gebäudes kWp Priorität Bemerkung Teichgarten, Schule Peter-Räuber Peter-Räuber, Anbau Teichgarten, Sporthalle Ludwig-von-Strümpell HRS Schladen, Schule HRS Schladen, Schule, Anbau HRS Schladen, Sporthalle Alte Realschule Schöppenstedt HRS Schöppenstedt, Schule 82,0 57,1 48,6 25,0 26,8 42,9 45,7 1 1 1 1 2 1 1 Flachdächer Flachdächer Schrägdach Flachdach Flachdächer Schrägdach Schrägdach 135,7 38,6 1 1 Flachdächer Schrägdächer 89,3 1 HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau - - HRS Schöppenstedt, Sporthalle 135,7 1 Schrägdächer, PV unbekannter Größe ist bereits installiert Anbau im Luftbild nicht erkannt, daher ist dieser Wert in HRS Schöppenstedt, Schule enthalten Flachdächer HRS Sickte, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Sickte, Schule, Verwaltung 61,4 107,1 - 1 1 - Schrägdächer Flachdächer liegt zu tief im Schatten HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Schule 135,7 31,4 1 2 Flachdächer Flachdächer, Struktur detailreich HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau - - konnte auf Luftbild nicht identifiziert werden 254/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung Name des Gebäudes kWp Priorität Bemerkung HRS Baddeckenstedt, Sporthalle 71,4 1 Flachdach IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau IGS Wallstraße, Schule, Mensa IGS Wallstraße, Sporthalle - - Denkmalschutz ungünstige Dachstruktur - - teilweise verschattet 135,7 1 IGS Wallstraße, NaWi-Raum BBS Carl-GotthardLanghans, Gebäude A 53,6 1 in Luftbildern noch nicht vorhanden, Zahlen geschätzt nicht aufzufinden im Luftbild Schrägdächer BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude B, Verwaltung 14,3 1 aufgeständert BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Rundhaus BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude C BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude D BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle 25,0 1 Schrägdach, teilweise rund 64,3 1 Schrägdach 22,9 1 Flachdach 142,9 1 Flachdach 28,6 1 Flachdach 50,0 1 Flachdach BBS Carl-GatthardLanghans, Schule Hausmeisterwohnung Bildungszentrum, Altbau - - Norddach, ungeeignet - - Denkmalschutz Bildungszentrum, Neubau 8,6 1 Schrägdächer, Südseite Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Bahnhofstr. 11, Turm Straßenverkehrsamt Straßenverkehrsamt 28,6 20,6 4,8 1 1 2 Denkmalschutz Flachdach zu klein Flachdach Flachdach, teilweise verschattet 255/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung Name des Gebäudes kWp Priorität Pavillon Harztorwall 4 Harztorwall 25 Harztorwall 25, Anbau Gesundheitsamt Harzstr. 6 Dietrich-Bonhoeffer-Straße 2,9 21,4 14,3 28,6 1 1 2 2 Südwest-Schrägdach Südwest-Schrägdach Verschattung durch Laubbäume ONO-Dach Denkmalschutz Schrägdach ONO Dietrich-Bonhoeffer-Straße 64,3 1 Flachdach Rettungswache Heiningen FTZ Schladen, Altbau 7,1 15,7 2 1 WSW-Dach Flachdächer FTZ Schladen, Neubau - - Dachgauben verhindern ein ergiebige Anordnung Asselager - - Verschattung durch Laubbäume(?) Tab. V.2-1 Bemerkung PV-Potenziale der Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Rund 1.775 kW p der PV-Anlagen sind mit Priorität 1 versehen das entspricht ca. 94 % des Potenzials. Insgesamt können durch die Installation aller PV-Anlagen bis zu 857 t CO2 pro Jahr vermieden werden. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über wirtschaftliche Aspekte der Solarstromerzeugung. 256/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.2 Solarstrom-Erzeugung Potenziell installierbare Leistung (nach Dachfläche ohne statische Prüfung) 1.888 kWp Ertragsansatz (sehr niedrig angesetzt, weil auch Ost/West-Ausrichtung enthalten ist) Ertrag pro Jahr 750 kWh/(kW p *a) 1.399.214 kWh/a Einnahmen gem. EEG 2012 Abgerundeter Mischwert durch unterschiedliche große Anlagen Einnahmen pro Jahr für den Betreiber (gem. EEG 2012; zzgl. MwSt. - diese muss an Finanzamt abgeführt werden) Investitionsansatz 12,0 €/kWh 167.906 €/a 1.310 €/kWp Investition (zzgl. MwSt. - diese wird 2.473.904 € zurückerstattet) "Statische" Amortisationszeit 14,7 Jahre Tab. V.2-2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Solarstrom-Erzeugung auf öffentlichen Dächern im Landkreis Wolfenbüttel 257/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Über 90% des Energiebedarfs entfallen in schlecht gedämmten Gebäuden auf den Wärmebedarf (Heizung + Warmwasser) und in besonders gut gedämmten Gebäuden immer noch 50%. Daher ist in einem Klimaschutzkonzept besonderes Augenmerk auf die Heizungssanierung zu legen. Aus Sicht des Klimaschutzes ist hier der Wechsel des Brennstoffes von fossilen Energieträgern auf nachwachsende Rohstoffe und andere Erneuerbare Energien der wichtigste Schritt. Wenn diese Energieanlagen nicht eingesetzt werden können, ist der Einsatz von effizienten Energieanlagen wie Blockheizkraftwerke oder moderne Brennwerttechnik möglich. Im folgenden Abschnitt werden grundlegende technische Informationen über verschiedene Heizungssysteme/Energieanlagen dargestellt. Diese Informationen bieten die Möglichkeit, im Rahmen der Detailplanung die Maßnahmenvorschläge für die einzelnen Gebäude zu überprüfen. Zentral-Pelletkessel [Quelle: DEPV] Sollen Ein- und Zweifamilienhäuser oder größere Verbrauchseinheiten allein mit Holzpellets beheizt werden, können sogenannte Pellet-Zentralheizungen im Heizraum eines Gebäudes oder in einer externen Heizzentrale (vormontierte Beistellzentrale) installiert werden. Diese Möglichkeit wurde bei der Maßnahmenentwicklung primär in Betracht gezogen. Im Handel sind momentan halb- und vollautomatische Pellet-Zentralheizungen erhältlich. Die beiden Heizungstypen unterscheiden sich lediglich in dem Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres Vorratsbehälters bzw. Lagerraums. Die halbautomatischen Kompaktanlagen besitzen einen größeren Vorratsbehälter, der von Hand mit Pellets befüllt wird. Empfohlen wird hierbei ein Vorratsvolumen von mindestens 400 l. Vollautomatische Anlagen dagegen sind über eine Förderschnecke oder eine Saugaustragung mit einem Lagerraum oder -tank verbunden, aus dem die Pellets vollautomatisch zum Heizkessel transportiert werden. Dabei ist der Lagerraum im Ideal fall so konzipiert, dass er nur einmal im Jahr mit Hilfe eines Pellet-Tankwagens aufgefüllt werden muss. Eine Beschickung von Hand entfällt hierdurch völlig, wodurch die vollautomatische Zentralheizung in Bezug auf ihren Bedienkomfort ohne weiteres mit herkömmlichen Ölheizungen konkurrieren kann. Anstelle der Förderschnecke kann wahlweise auch eine Anlage mit Saugaustragung gewählt werden. Die Austragung der Pellets durch eine Saugförderung hat den Vorteil, dass der Lagerraum der Pellets nicht zwangsweise im Nachbarraum liegen muss, sondern sich auch in größerer Entfernung (bis zu 20 m) und nicht unbedingt ebenerdig zum Heizraum befinden kann. Dadurch können z. B. auch Erdtanks im Garten als Lagerraum für die Pellets genutzt werden. Nachteilig ist der etwas höhere Geräuschpegel bei der Förderung der Pellets, der sich jedoch durch den Einbau eines zwischengeschalteten Vorratsbehälters, der nur periodisch aufgefüllt wird, sowie eine gute Schallisolierung der Rohrleitungen reduzieren lässt. Wie bei den Einzelöfen werden auch bei den vollund halbautomatischen Zentralheizungen die Pellets mit Hilfe einer Förderschnecke vollautomatisch in den Brennraum transportiert. Die Menge der eingetragenen Pellets wird bei modernen Geräten durch einen Mikroprozessor gesteuerte Regelung der Kesselleistung angepasst. 258/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Im Gegensatz zu den Einzelöfen, bei denen die Abgabe von Strahlungs- und Konvektionswärme zur Beheizung des Wohnraumes erwünscht ist, sind die Zentralheizungen zur Reduzierung von Abstrahlungsverlusten vollständig wärmegedämmt. Pellet-Kaminofen [Quelle: DEPV] Neben der Pellet-Zentralheizung werden besonders im privaten Bereich Pellet-Kaminöfen eingesetzt. Pellet-Kaminöfen haben eine Leistung bis ca. 11 kW und werden hauptsächlich zur Beheizung einzelner Wohnräume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel Solarkollektoren eingesetzt. Sie werden wie Kaminöfen im Wohnraum des Hauses aufgestellt. Die Pellet-Einzelöfen besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbehälter, der in regelmäßigen Abständen von Hand befüllt werden muss. Der Behälter ist so ausgelegt, dass der Vorrat für eine Brenndauer zwischen 24 und 100 Stunden ausreicht (abhängig vom Heizbedarf) und auch während des Heizbetriebes gefahrlos aufgefüllt werden kann. Die Pellets werden mittels einer Schnecke vollautomatisch aus dem Vorratsbehälter in den Verbrennungsraum gefördert und elektrisch gezündet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird hierbei durch die zuvor gewünschte Heizleistung bzw. Raumtemperatur bestimmt. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur und führt dadurch zu einem exakt aufeinander abgestimmten Verbrennungsvorgang mit geringen Emissionen und hohen Wirkungsgraden von bis zu 95%. Kaminofen/Einzelofen Der klassische Kaminofen/Einzelofen ist als Zusatzheizung gedacht und erwärmt über Strahlungswärme und Konvektion den Aufstellraum. Als Heizung mit besonderem Flair durch das sichtbare Feuer werden im Wohnbereich häufig Kaminöfen verbaut. Aber auch in Arbeitsräumen kann das Kaminofen-Flair das Arbeitsklima verbessern. Der wasserführende Kaminofen gibt neben der Wärme im Aufstellraum einen Teil der Wärme an das Heizungssystem ab. Je nach Wärmebedarf wird die Hauptheizung unterstützt oder ganz ersetzt. Bei kleinem Wärmebedarf ist der Einsatz eines Pufferspeichers notwendig. Als Brennstoff für Kaminöfen kommen je nach Bauart Scheitholz oder Holzpellets in Frage. Einzelöfen können mit Scheitholz und/oder Kohle oder mit Öl/Gas betrieben werden. Der notwendige Schornstein und der bauartbedingte kleine Leistungsbereich (bis 11 kW) schränken die Einsatzmöglichkeiten für Kaminöfen stark ein. Einzelöfen sind auch mit höherer Leistung erhältlich. Die Abgasnormen werden in den nächsten Jahren immer weiter verschärft. Einfache Kaminöfen und holz-/kohlebefeuerte Einzelöfen werden die dann geforderten Emissionsgrenzwerte nicht ohne 259/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Abgasreinigung einhalten. Pellet-Kaminöfen haben durch die geregelte Verbrennung deutlich geringere Emissionen. Holzkessel Holzkessel werden in Zentral-Heizungssystemen im kleinen und großen Leistungsbereich eingesetzt. Die Holzscheite können je nach Kesselbauart von 25 cm bis 100 cm lang sein, bei Industrieanlagen auch darüber. Holzkessel (Naturzugkessel) haben bauartbedingt höhere Emissionen als Holzvergaserkessel, sind aber finanziell meist günstiger. Holzvergaserkessel Der Holzvergaserkessel ist eine Weiterentwicklung des gewöhnlichen Holzheizkessels. Dank des Zweikammerprinzips erreicht der Holzvergaserkessel eine höhere Effizienz. Das Brennholz wird in einem Holzvergaserkessel in der einen Kammer getrocknet und dann vergast, bevor das Holzgas zur eigentlich Verbrennung kommt. Holz-Hackschnitzelkessel Hackschnitzel sind grob gehäckseltes Holz, das in Anlagen > 50 kW verfeuert wird. Die Investitionskosten für Holz-Hackschnitzel-Heizungen sind mit den Investitionskosten von Pelletheizungen vergleichbar. Die Entscheidung, welche Heizungsart genutzt wird, ist von der Verfügbarkeit und dem Einkaufspreis von Holz-Hackschnitzeln und von der Möglichkeit der Betreuung der Heizungssysteme abhängig. Der Vorteil gegenüber Holzpellets ist der geringere Einkaufspreis, vor allem, wenn der Brennstoff aus regionalen Arbeitsprozessen verfügbar ist. Dem steht jedoch der höhere Platzbedarf bei der Einlagerung der Hackschnitzel gegenüber. Zudem kann die Qualität der Holz-Hackschnitzel stark schwanken, was eine Qualitätsüberwachung nötig macht, die aufwändiger ist als bei Holzpellets. Der gesamte Bedienungsaufwand für diese Feuerungssysteme ist höher als bei anderen Systemen und muss bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der Personalplanung mit den individuellen und objektbezogenen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Erfahrungen aus laufenden Anlagen zeigen, dass ein Betrieb nur bei Holz-Hackschnitzel-Anlagen > 100 kW wirtschaftlich und sinnvoll werden kann. 260/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Einsatz von Pufferspeichern bei Holzheizungen Pufferspeicher sind bei der Installation von Holzheizungen zwar nicht zwingend notwendig, können aber einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch den Einbau eines Pufferspeichers ist es jedoch möglich, die Zahl der Brennerstarts deutlich zu reduzieren und den Heizkessel im optimalen Wirkungsgradbereich laufen zu lassen. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die Emissionen der Verbrennung. Insbesondere für Gebäude mit einem niedrigen Wärmebedarf ist der Einbau eines Pufferspeichers sehr empfehlenswert. Insgesamt gesehen erhöht der Einbau eines Pufferspeichers den Komfort der Anlage und spart unabhängig vom Brennstoff bis zu 10% Heizenergie. Wärmepumpe Die Wärmepumpe ist eine variantenreiche Technik, die unter bestimmten Rahmenbedingungen umweltfreundliche Wärme erzeugt. Grundsätzlich ist die Wärmepumpe eine umweltfreundliche Alternative, wenn niedrige Temperaturen mit geringer Spreizung (Temperaturdifferenz zwischen Vor+ Rücklauf) gebraucht werden und eine Primärwärmequelle mit ganzjährigem Temperaturniveau um ca. 10°C und höher zur Verfügung steht (Erdwärme, Grundwasser, Fluss, See, Abwärme). Die Einhaltung dieser Grundlagen führt zu guten Jahresarbeitszahlen, also zu geringem Bedarf an Antriebsenergie bei gleichzeitig hoher Nutzenergie. Über die Umweltfreundlichkeit entscheidet darüber hinaus die verwendete Antriebsenergie (siehe Abb. II.4-1). Strom aus fossilen Brennstoffen führt zu einer schlechteren Gesamtökobilanz als direkt mit Gas betriebene Wärmepumpen. Optimaler Klimaschutz ließe sich mit Wärmepumpen erzielen, die mit elektrischer Energie aus Erneuerbaren Energiequellen oder mit Biogas (aus ökologischem Landbau) betrieben werden. 261/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Abb. IV.3-1 Primärenergiebedarf verschiedener Heizungssysteme (Quelle: ASUE) Im Gebäudebestand des Landkreises Wolfenbüttel werden überwiegend hohe Vorlauftemperaturen gebraucht. Um die Vorlauftemperaturen auf ein geeignetes Temperaturniveau für Wärmepumpen zu senken, ist neben der Verbesserung der Dämmung auch die Installation von Flächenheizungen (Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) notwendig. Der Aufwand dafür lässt sich in keiner Liegenschaft der Kommune sinnvoll darstellen. Infrarot-Heizung Infrarot-Heizungen (IR-Heizungen) sind elektrische Wärmewellen-Heizungen. Die platzsparenden, flachen Platten in unterschiedlichsten Bauformen können an der Wand z. B. als dekorative Bildheizung oder an der Decke angebracht werden. Als Zusatzheizung eingesetzt werden gezielt bestimmte Bereiche beheizt oder es werden komplette Räume, Häuser, Kirchen und Hallen beheizt. Die Auslegung dieser Heizung ist noch nicht normiert. Erfahrungswerte sagen im Gebäudebestand 50 W pro m² Nutzfläche. Besser gedämmte Gebäude können mit 10 bis 20 W weniger angesetzt werden. Umkleiden und Duschbereiche werden mit 80 W/m² angesetzt. 262/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Durch die positive Strahlungswärme wird nicht zuerst die Luft, sondern der Mensch direkt erwärmt – wie von der Sonne. Erst als zweites, quasi als Nebeneffekt, werden Möbel und Wände erwärmt, die dann mit den positiven Eigenschaften einer Fußboden- bzw. Wandheizung die Luft erwärmen. So stellt sich ein Wohlbefinden bereits bei 2 bis 3 Kelvin (umgangssprachlich °Celsius) niedrigeren Raumtemperaturen ein, als bei üblichen Konvektionsheizkörpern. Gemeinsam mit der schnellen Wärmeverfügbarkeit, der individuellen Regelbarkeit, sowie den nicht entstehenden Bereitschaftsverlusten und Verlusten durch einen Schornstein, spart eine IRH bis zu 60% Energie gegenüber konventionellen Heizungssystemen. Wie hoch die Energiekosten sind, ist abhängig vom Stromtarif. Es können Kosteneinsparungen bis zu 50% erzielt werden, wenn man Nachtspeicherheizungen durch IRH ersetzt. Weitere kostensparende Einsatzgebiete sind da, wo wegen eines geringen Wärmebedarfes große Heizungssysteme laufen müssten, z. B. beim Elternabend in einer Schule, einer Sitzung im Rathaus oder zum Frostschutz in Feuerwehrgerätehäusern. Der volle Klimaschutzeffekt wird jedoch nur erzielt, wenn nicht der billigste Stromtarif gewählt wird, hinter dem sich in der Regel der Strom aus den fossilen Kraftwerken verbirgt, sondern wenn Erneuerbare Energiequellen zur Versorgung genutzt werden. Das kann über einen Grünstrom-Tarif oder mindestens bilanziell über eigene Energie-Erzeugungsanlagen, wie z. B. Photovoltaik-Anlagen, auf den Dächern der Liegenschaften realisiert werden. Kondensationskraftwerk – Blockheizkraftwerk (BHKW) Der überwiegende Teil des in Deutschland erzeugten Stroms wird in Kondensationskraftwerken produziert. Das bedeutet, dass Wärmeenergie über eine Dampfturbine in elektrischen Strom umgewandelt wird. Der durchschnittliche Wirkungsgrad liegt bei allen konventionellen Kraftwerken um 38 %, was bedeutet, dass über 60 % der eingesetzten Energie als Abwärme ungenutzt an die Umwelt abgegeben werden. 263/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.3 Klimaschutzfördernde Heizsysteme Abb. IV.3-2 Energieflussdiagramm für ein modernes Kondensationskraftwerki Will man die Abwärme nutzen, muss man die Abwärme in ein Heizungssystem übergeben und an die Verbraucher/Nutzer verteilen. Anlagen zur Stromerzeugung, bei denen die Abwärme genutzt wird nennt man Heizkraftwerk, wenn es sich um Anlagen zur Versorgung größerer Verbraucher oder mehrerer Verbraucher handelt. Ein Heizkraftwerk zeichnet sich dadurch aus, dass durch Nutzung der Abwärme der Gesamtwirkungsgrad der Anlage gesteigert wird. Eine andere Möglichkeit zur Stromerzeugung ist der Antrieb eines Generators durch einen Motor. Nutzt man die Abwärme des Motors für die Heizung oder als Prozesswärme, spricht man von einer Form der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) - einem Blockheizkraftwerk (BHKW). Antriebsenergie für den Motor können herkömmliche Verbrennungsmotoren für Diesel, Benzin und Erdgas/Flüssiggas sein oder auch neue Treibstoffe wie Pflanzenöl, Biogas, Bioethanol und alle BioTreibstoffe, die in der Entwicklung sind. Darüber hinaus kann der Generator auch über einen StirlingMotor angetrieben werden, der über eine Wärmequelle läuft. Auch Wasserstoff ist als Antriebsenergie für BHKWs in der Erprobung. BHKWs sind als kleine Anlagen mit 5 kWel und 12 kW th erhältlich und werden für Großprojekte mit z. B. Schiffsmotoren in Heizkraftwerken der MW-Klasse eingesetzt. Sie laufen immer im i Quelle: Viessmann 264/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.4 Nahwärmekonzepte Grundlastbereich und werden in Kombination mit einem Spitzenlastkessel zur Wärmeversorgung betrieben. Durch die Nutzung der bei der Stromproduktion entstehenden Wärme sind BHKWs aus Gesichtspunkten des Klimaschutzes als positiv zu bewerten. Wenn fossile Treibstoffe eingesetzt werden spricht man von klimaschonender Energieeinsparung durch Effizienzsteigerung. Mit fossilen Treibstoffen betriebene BHKWs sind als Brückentechnologie sinnvoll. Wird umweltgerecht erzeugter Bio-Treibstoff verwendet, kann, durch die Eingliederung in den natürlichen CO2-Kreislauf, von einer klimaneutralen Energieerzeugung gesprochen werden. Als Anreiz zur Nutzung von BHKWs gibt es diverse Förderungen: Zinsgünstige Darlehen, Erstattung der Mineralölsteuer und Einspeisevergütung für den verkauften Strom. Die Einspeisevergütung richtet sich nach dem eingesetzten Brennstoff. Beim Betrieb mit Heizöl oder Erdgas wird nach dem KraftWärme-Kopplungs-Gesetz vergütet, beim Betrieb mit Biomasse wie Pflanzenöl, Bioethanol, Biogas oder Pellets nach dem EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien – Erneuerbare Energien Gesetz). Grundsätzlich ist durch die Förderungen ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Die Wirtschaftlichkeit von BHKWs ist von einer Reihe von Faktoren abhängig. Die Amortisationszeit kann zwischen zwei und 15 Jahren liegen. Eine lange jährliche Betriebszeit (Vollbenutzungsstunden) steigert die Einnahmen, biologische Treibstoffe werden höher gefördert als fossile Treibstoffe und für die Wärmenutzung gibt es einen Sonderbonus. Ein BHKW muss individuell geplant und die Wirtschaftlichkeit im Einzelfall geprüft werden. Beispielhaft können folgende Zahlen angesetzt werden: Nachteilig für BHKWs muss bemerkt werden, dass die Wirtschaftlichkeit mit zunehmender Nutzung schon allein durch den Verkauf des Stromes steigt. Einige Betreiber vernachlässigen daher die Gebäudedämmung und produzieren möglichst viel Strom ohne die Wärme sinnvoll zu nutzen. Der volle Klimaschutzeffekt tritt allerdings nur ein, wenn das BHKW richtig dimensioniert ist und die Wärme komplett und sinnvoll genutzt wird. Ein BHKW spart ca. 60% CO2 - Emissionen. Dieser hohe Wert entsteht hauptsächlich durch die Stromproduktion, die mit 0,2 kg/kWhel. im Vergleich zum bundesdeutschen Strommix (0,613 kg/kWhel.) sehr emissionsarm ist, wenn die BHKW-Wärme vollständig genutzt wird. Wenn der Wechsel der Heizung auf nachwachsende Rohstoffe nicht möglich ist, kann das BHKW eine sinnvolle Lösung sein. V.4 Nahwärmekonzepte Bei der Zusammenlegung von Heizungsanlagen geht es neben dem Umweltnutzen durch niedrigere Emissionen darum, durch ein Nahwärmenetz den Aufwand für den Betrieb und die Wartung von Wärmeerzeugern zu reduzieren und ggf. auf alternative Brennstoffe wie Holzhackschnitzel oder Holzpellets umzustellen. Sollte sich dabei ein Heizwerk realisieren lassen, sind die Emissionen eines Heizwerkes meist niedriger als die Summe der Einzelfeuerstätten. 265/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.5 Überprüfung einzelner Gebäude im Hinblick auf Abriss Der Aufwand lässt sich jedoch nur rechtfertigen, wenn die Verluste der Nahwärmeleitung die Bereitschaftsverluste und Abgasverluste der bestehenden Heizkessel deutlich unterschreiten und wenn die Lagerung und Anlieferung (Lkw-Zufahrt zum Lager) des alternativen Brennstoffes in der nötigen Größenordnung möglich ist. Die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel sind nicht an ein Nahwärmenetz angeschlossen. Bei Neuplanung von Nahwärmenetzen muss beachtet werden, dass Gebäude durch Maßnahmen zur Minderung des Wärmebedarfs zu wenig Wärme abnehmen könnten, um das Netz wirtschaftlich betreiben zu können. Bei Neubauten nach EnEV 2014 kann diese Grenze schnell erreicht sein. V.5 Überprüfung einzelner Gebäude im Hinblick auf Abriss In manchen Fällen übersteigen die Kosten einer Gebäudemodernisierung die eines Neubaus auf modernem Niveau. Dies ist insbesondere der Fall, wenn längst fällige Wartungs- und Modernisierungsarbeiten zu lange verzögert wurden. Unter den begangenen Gebäuden des Landkreises Wolfenbüttel sind keine aufgefallen, deren aus diesen Gründen ein Abriss empfohlen werden kann. Die Sporthallen der HRS Sickte und der BBS Carl-Gotthard-Langhans sind allerdings von einer Bauart, die eine Dämmung der Gebäudehülle kompliziert macht. Die zwischen den Pfeilern versenkten und mit Metallprofilen verschalten Wandbereiche bedingen eine komplexe Hüllenstruktur, bei der eine langlebige Dämmschicht schwer zu realisieren ist. Daher sollte hier die Frage gestellt werden, ob ein Neubau auf modernem Niveau nicht sinnvoller erscheint. V.6 Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen Die Bilanzen zeigen die große Klimarelevanz der Stromverbräuche der Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel: Strom macht ca. 15 % des Energieverbrauchs aus Strom ist jeweils für 25 % der Emissionen verantwortlich Eine Reduzierung der Verbräuche und Emissionen von Strom sollte also einen hohen Stellenwert bei den Klimaschutzbemühungen haben. In der Praxis gestalten sich diese deutlich schwieriger als im Wärmebereich, weil die Stromverbräuche breit auf eine Vielzahl von „Verursachern“ verteilt sind. Es ist praktisch nahezu unmöglich, alle einzelnen Geräte zu erfassen, geschweige denn, dass deren Verbräuche im Einzelnen gemessen und dokumentiert werden könnten. Wesentliche Verbraucher-Gruppen sind tausende von Lichtquellen in unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen hunderte von Pumpen in Heizungsanlagen tausende von EDV-Geräten in unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen Lüftungsanlagen 266/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.6 Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen Kühlanlagen Haushaltsgeräte (Kaffeemaschinen, Wasserkocher, usw.) Es ist im Rahmen dieses Konzepts nicht möglich, im Detail für alle Stromverbraucher detaillierte Maßnahmenvorschläge zur CO2-Reduzierung zu erarbeiten. Allerdings umfasst das Konzept eine Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen, deren Umsetzung direkt oder indirekt auf den Stromsektor Einfluss haben: Einsatz effizienterer Leuchtmittel, ggf. Änderung der Lampenfassung und der Reflektoren Jede Wärmeverbrauchsreduzierung bedingt niedrigere Leistungen der Heizungspumpen mehrere „liegenschaftsübergreifende Maßnahmen“ zielen auf den Stromsektor (z. B. Hocheffizienzpumpen, hydraulischer Abgleich, abschaltbare Steckerleisten) die „Richtlinie Energie“ umfasst diverse stromrelevante Regelungen sämtliche Vorschläge zur Beeinflussung des Nutzerverhaltens die Hinweise zu den Beleuchtungssituationen in den einzelnen Liegenschaften Erhöhung der tolerierbaren Temperaturen in Serverräumen Prüfung, ob wirklich alle Kühlschränke angeschlossen werden müssen die organisatorischen Vorschläge zur Entwicklung von Standards im Beschaffungs- und Ausschreibungswesen die Empfehlung zum Bezug und Erzeugung von regenerativem Strom Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird einen erheblichen Rückgang der Stromverbräuche zur Folge haben, der hier nicht quantifiziert werden kann. Die Klimarelevanz der so noch verbleibenden Verbräuche kann weiter deutlich verringert bleiben, indem die Kommune den Bezug von regenerativem Strom und Ökogas beibehält. Letztlich kann der Landkreis Wolfenbüttel einen Klimaschutzbeitrag leisten, indem er die Möglichkeiten zur Produktion von Strom durch PV-Anlagen auf den Dächern ihrer Liegenschaften konsequent nutzt. Im Rahmen der Begehungen war es auffällig, dass in Computerräumen häufig Sonnenschutz- und Verschattungselemente eingesetzt werden, um der Blendwirkung zu entgegnen und gleichzeitig künstliches Licht zum Einsatz kommt. Besonders in Schulen kommt dem Thema „neue Medien“ künftig eine immer stärkere Bedeutung zu. Daher sind für diesen Fall aus Sicht des Klima- und Gesundheitsschutzes folgende Kriterien bei der Gestaltung von Computerräumen zu berücksichtigen: Anordnung der Tische möglichst fensterfern mit einer fensterparallelen Blickrichtung Verschattung muss dazu führen, dass die Leuchtdichteunterschiede im Blickfeld nicht größer als 10:1 eine komplette Verdunklung ist nicht erwünscht, da Tageslicht soweit wie möglich genutzt werden soll Die Verschattungselemente sollen eine möglichst einheitliche Verdunklung bewirken mit der Möglichkeit einer freien Sicht nach draußen die Lichtdurchlässigkeit des Sonnenschutzes wird entsprechend der Lage der Fenster gewählt: 267/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel V.6 Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen Abb. V.6-1: Lichtdurchlässigkeit des Verschattungssystems nach Lage der Fenster (Quelle: „Das Medienbüro“, Broschüre der BG ETEM, Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) Folienrollos mit 80% Reflektion der Sonnenenergie bei Gebäuden, die im Sommer auch einen Hitzeschutz benötigen je nach Bedarf auch der Einsatz von Systemen, die von unten nach oben schließen 268/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI Weiteres Vorgehen VI Weiteres Vorgehen VI.1 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung In den Ablaufplan für die Maßnahmenumsetzung gehen die gebäudespezifischen sowie ein Teil der gebäudeübergreifenden Maßnahmen ein. Der Investitionsplan bezieht sich in erster Linie auf fünf Jahre (2016 bis 2020). Zusätzlich wurde eine Kategorie 2020+ eingeführt, der Maßnahmen zugewiesen wurden, die aus Sicht des Klimaschutzes in den darauffolgenden fünf Jahren durchgeführt werden sollten. Die Empfehlungen für Maßnahmenpaket I oder II wurde auf Basis des allgemeinen Zustands des Gebäudes, der Heizungsanlage, die Emissionsvermeidung und der Wirtschaftlichkeit entschieden. Gebäude mit einem Heizölkessel wurde grundsätzlich der Wechsel auf die wesentlich klimafreundlichere Pellet-Technologie des Maßnahmenpakets empfohlen, soweit das Gebäude einen Einbau zulässt. Es wurde nur die Heizenergie betrachtet. Strategische Empfehlungen für Sanierung von Gebäudehülle und Anlagentechnik Sanierungen der Gebäudehülle sind meistens sehr planungs- und kostenintensiv, weshalb sie nur Schritt für Schritt umgesetzt werden können. Notwendig ist ein langfristig angelegtes Sanierungskonzept für den gesamten Gebäudebestand, in dem die Aspekte von Energie und Klimaschutz vordringlich Eingang finden. Insgesamt sollte ein solches langfristiges Maßnahmenprogramm in das Energie- und Klimaschutzmanagement des Landkreises Wolfenbüttel integriert werden, um eine langfristige Zielverfolgung zu gewährleisten. Um den richtigen Zeitpunkt für die Heizungssanierung festzulegen, wird in der Regel eine Lebenserwartung für Heizkessel von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Häufig gehen Planungen davon aus, dass die seiner Zeit getätigte Investition möglichst lange Bestand haben soll und eine neue Investition soweit wie möglich rausgezögert werden muss, um eine optimale Ausnutzung der Investition zu erhalten. Diese Vorgehensweise ist ebenso richtig wie falsch. Betrachtet man die getätigte Investition, ohne die möglichen Alternativen einzubeziehen, ist diese Vorgehensweise richtig. Vergleicht man jedoch die getätigte Investition mit den aktuell vorhandenen Alternativen, die ggf. zum Zeitpunkt der getätigten Investition nicht als Alternative zur Verfügung standen, dann können klimaschutzrelevante und auch wirtschaftliche Aspekte eine frühere Heizungssanierung rechtfertigen. Klimaschutzrelevante und wirtschaftliche Aspekte können der Brennstoffwechsel auf nachwachsende Rohstoffe oder die Ergänzung der Heizung mit Solarthermie sein. Des Weiteren sparen neue Wärmeerzeuger durch bessere Kesseldämmung, optimale Dimensionierung, bessere Modulation, effizientere Verbrennungstechnik, automatische Abgasklappen und niedrigere Abgastemperaturen (Brennwert) bis zu 30 % Brennstoff gegenüber einem alten Standardkessel ein. Diese Einsparpotenziale können existieren, selbst wenn die Messungen des Schornsteinfegers keine Mängel ausweisen und damit optimale Bedingungen zu signalisieren scheinen. Dazu kommen 269/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.1 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung Effizienzgewinne, wenn man durch Dämmmaßnahmen eine niedrigere Heiztemperatur ermöglicht und z. B. Brennwertkessel im optimalen Brennwertbereich betreiben kann. Treten häufig Störungen auf, entstehen Zeitaufwände, zusätzliche Kosten für Ersatzteile und Störungsbeseitigung sowie Komfortverluste oder gar Nutzungsausfälle. Wenn sich durch eine Sanierung niedrigere Betriebs- und Energiekosten erzielen lassen, sollte man nicht länger ineffizient heizen, sondern die Einsparung sofort zur Finanzierung der Klimaschutzmaßnahme nutzen. Prinzipiell kann aus dieser Sicht jede fossil befeuerte Heizungsanlage saniert werden, wenn z. B. eine Holzheizung möglich ist. In diesem Klimaschutzkonzept wurden grundsätzlich Heizungssysteme ab einem Alter von 15 Jahren für eine Sanierung vorgesehen, wenn klimaschutzrelevante Maßnahmen möglich sind. Erläuterung zum Sanierungsfahrplan Die jährliche CO2-Einsparung und die dargestellten Investitionskosten beziehen sich auf das gewählte Maßnahmenpaket. Für einen besseren Überblick und Darstellung der Schätzung sind die CO2Einsparungen auf Tausender abgerundet und die Investitionskosten auf Tausender aufgerundet. Wenn eine Heizungsanlage mehrere Gebäudeteile und Liegenschaften versorgt, sollte zur Überprüfung der Energieverbräuche dieser häufig unterschiedlich genutzten Gebäude einzelne Messstellen in die entsprechenden Versorgungsleitungen eingebaut werden. Nur so kann gebäudeund maßnahmengenaues Controlling durchgeführt werden. Unter dem Punkt „Kleine Investitionen und Anschaffungen“ sind die Anbringung von Thermometern, der Austausch von Thermostatventile, die Instandhaltung von Holzrahmenfenster, Dichtungsmitteln für die Instandhaltung von Türen und Fenster und schaltbare Steckerleisten zusammengefasst. Die Einführung und Fortführung des Energiemanagements erzeugt zunächst Kosten, die mindestens in den ersten zwei Jahren durch Fördermittel gemildert werden können, z. B. in Form einer Förderung einer Stelle für den Klimaschutzmanager. Aus der Erfahrung rechnen sich die Bemühungen im Energiemanagement so gut, dass die dafür benötigte Stelle durch die Einsparungen bei den Energiekosten sich mehr als auszahlt. Jede vorgeschlagene Sanierung zeigt sich in den Berechnungen wirtschaftlich. Es wurden drei Kategorien definiert, die bei der Priorisierung helfen: Kategorie A: Die Kennwerte des Gebäudes überschreiten die Grenzwerte nach EnEV und das Gebäude gehört zu den Gebäuden, die zusammen 60% der Emissionen verursachen. Kategorie B: Die Kennwerte des Gebäudes überschreiten die Grenzwerte nach EnEV oder das Gebäude gehört zu den Gebäuden, die zusammen 60% der Emissionen verursachen. Kategorie C: Das Kennzahlen des Gebäudes überschreiten weder die Grenzwerte nach EnEV noch gehört es zu den Gebäuden, die 60% der Emissionen verursachen. Die Liegenschaft kann in gutem Zustand sein und vorerst keine Modernisierung bedürfen oder eine 270/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.1 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung Modernisierung lässt sich nicht wirtschaftlich darstellen. Auch Liegenschaften, die Änderungen in der Nutzung oder Nutzungsintensität erfahren, sind in dieser Kategorie. Über sie muss nach Klärung der zukünftigen Nutzung entschieden werden. Priorität C ist im Sanierungsfahrplan nicht dargestellt. Für die Auswahl der Maßnahmenpakete wurden in einem ersten Schritt die zu erwartenden CO2Einsparungen betrachtet. Würden alle gebäudespezifischen Maßnahmenpakete des nachfolgenden Sanierungsfahrplans bis 2020 umgesetzt, könnte der aus Heizenergie resultierende CO2-Ausstoß um etwa 862 t oder 24 % der jährlichen Gesamtemissionen durch Heizenergieverbrauch reduziert werden. Die nationalen Ziele verlangen eine Reduktion des Gesamtausstoßes um 40 % bis 2020 gegenüber 1990. An dieser Stelle kann für die eigenen Liegenschaften kein Bezug zum Jahr 1990 hergestellt werden. Ebenfalls als sehr wichtig wurden der Zustand der Heizungen und der allgemeine bauliche Zustand bewertet. Wenn der Heizungskessel älter als 15 Jahre ist, rückte das Gebäude in der Dringlichkeit nach oben. Gleiches galt, wenn der bauliche Zustand schnelles Handeln erfordert, um eine Verschlechterung der Bausubstanz zu verhindern. Die Investitionskosten stellen den letzten betrachteten Faktor dar. Ziel ist es, eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Investitionskosten über die Jahre zu gewährleisten. In der Kategorie 2020+ sind Investitionen in Höhe von durchschnittlich etwa 1.040.000 Euro im Jahr nötig, um die ausgewählten Gebäude möglichst schnell zu sanieren. Wenn die Bereitstellung von 1.040.000 € pro Jahr gelingt und beibehalten werden kann sowie die Sanierungskosten gleich bleiben, werden die Gebäude mit Sanierungsprioritäten A und B (s. V.1 Erläuterungen zum Sanierungsfahrplan) bis inklusive 2030 modernisiert sein. 271/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.1 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung Sanierungsfahrplan Landkreis Wolfenbüttel Liegenschaft Veränderung der CO2Emissionen Bildungszentrum, Altbau BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D HRS Baddeckenstedt, Schule Maßnahmenpaket 2016 -101.000 kg/a II 906.000 € -126.000 kg/a II 94.000 € -88.000 kg/a II -170.000 kg/a BBS Carl-Gotthard-Langhans, -74.000 kg/a Schule, Werkhalle E BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, -26.000 kg/a Rundhaus BBS Carl-Gotthard-Langhans, -71.000 kg/a Schule, Werkhalle Holz Bahnhofstr. 11, Neubau -107.000 kg/a Teichgarten, Schule -99.000 kg/a Restliche Gebäude -1.360.000 kg/a Hydraulischen Abgleich durchführen in allen Liegenschaften 2017 2018 2019 2020 508.000 € 492.000 € 158.000 € II 676.000 € II 166.000 € 587.000 € II 229.000 € II 184.000 € 421.000 € 532.000 € 47.000 € II II 50.000 € 2020+ 859.000 € 8.600.000 € 50.000 € Erweiterung der Messstellen (Wärme und Strom) 35.000 € Kleinere Investitionen und Anschaffungen 15.000 € 10.000 € 10.000 € 10.000 € 10.000 € 100.000 € Einführung und Fortführung Energiemanagement 25.000 € 25.000 € 25.000 € 25.000 € 30.000 € 300.000 € 1.125.000 € 1.085.000 € 1.035.000 € 1.035.000 € 1.040.000 € 9.859.000 € Summen Tab. VI.1.1-1 Sanierungsfahrplan Die fett gedruckten Gebäude erfüllen die Förderbedingungen für eine ausgewählte Klimaschutzmaßnahme (s. u.). 272/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2 Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit Förderung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme Bei Umsetzung des Konzepts und Einstellung eines Klimaschutzmanagers entsprechend der Fördermöglichkeiten des Bundes können für eine ausgewählte Klimaschutzmaßnahme für 50 % der Investitionskosten Fördermittel in Höhe von bis zu 200.000 Euro beantragt werden. Voraussetzung hierfür sind die Einstellung eines Klimaschutzmanagers, eine CO2-Einsparung von mindestens 70 % nach Umsetzung der Maßnahme und die Beantragung der Maßnahme innerhalb von 18 Monaten nach Dienstantritt des Klimaschutzmanagers. Pro Konzept kann eine Maßnahme gefördert werden. Diese Regeln gelten aktuell für die Jahre 2015 und 2016. Für die Förderung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme qualifizieren sich folgende Gebäude: Teichgarten, Schule HRS Sickte, Schule, Anbau HRS Sickte, Sporthalle HRS Baddeckenstedt, Schule IGS Wallstraße, Schule IGS Wallstraße, Schule, Anbau BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle Bildungszentrum, Altbau Bildungszentrum, Neubau Bahnhofstr. 11, Altbau Bahnhofstr. 11, Neubau Die im Sanierungsfahrplan genannten Gebäude, die die Förderbedingungen erfüllen, sind in der obigen Tabelle in fett gekennzeichnet. VI.2 Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit Das Konzept für Öffentlichkeitsarbeit betrifft umfassend die interne und externe Kommunikation des Landkreises Wolfenbüttel bezogen auf das Thema Klimaschutz und geht damit weit über die häufig im klassischen Sinne verstandene Aufgabe von Öffentlichkeitsarbeit – die Veröffentlichung von Presseartikeln – hinaus. Zum einen muss die Motivation der Nutzer der kommunalen Gebäude geweckt, gepflegt und belohnt werden, um den Energieverbrauch dauerhaft im Bewusstsein zu halten und unnötigen Verbrauch zu senken. Zum anderen soll die Kommunalverwaltung eine Vorbildfunktion einnehmen und darüber ausführlich und regelmäßig öffentlich berichten. 273/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.1 Ziele der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Das bedeutet, dass dem Konzept für Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel eine besondere Bedeutung zukommt. VI.2.1 Ziele der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, insbesondere des Energie-Managements, ist eine Daueraufgabe. Dem entsprechend sind die interne Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit aus dem Organisationskonzept zu entwickeln und ebenfalls kontinuierlich anzulegen. Sie sollen dazu beitragen die hohe Bedeutung, die der Klimaschutz für den Landkreis hat, bewusst zu machen eine breite Akzeptanz für die Umsetzung von Maßnahmen zu erreichen Nutzer dazu bewegen, ihren persönlichen Teil zu einem klimaschonenden Verhalten in den kommunalen Liegenschaften beizutragen. Dabei sollte die Kommunikation keine „Einbahnstraße“ sein, sondern dialogische Elemente beinhalten. Nur so können Befürchtungen und Widerstände ebenso wie Ideen frühzeitig wahrgenommen und berücksichtigt werden. Ein weiteres Ziel ist sicherlich eine positive öffentliche Wahrnehmung des Landkreises Wolfenbüttel nach innen und außen. Dadurch können wiederum Sekundäreffekte verschiedener Art erzeugt werden. VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben Viele Akteure und Beteiligte in unterschiedlichen Funktionen und von unterschiedlicher Relevanz sind zu berücksichtigen. Die folgende Abbildung macht die Konstellation in vereinfachter Form deutlich: 274/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben Abb. VI.2.2-1 Akteure und Beteiligte des Kommunalen Klimaschutzmanagements Notwendig ist ein gutes Zusammenspiel der verschiedenen Akteure und Beteiligten in ihrer jeweiligen Funktion. Die zentralen Akteure (Amt für Bauen und Planen, Gebäudewirtschaft, Stelle „Klimaschutzmanagement, Hausmeister) sind auch Hauptträger der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Sie haben die Aufgabe, ihr Handeln transparent zu machen und die notwendigen Informationen zu liefern sowie Anreize zu energiebewusstem Handeln zu entwickeln. Als wesentliche Bestandteile werden empfohlen: 275/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben o die Verbreitung und permanente Bewusstmachung einer noch zu erlassenden „Verwaltungsrichtlinie Energie“ als Grundlage für jegliches energierelevantes Handeln in den kommunalen Liegenschaften o kontinuierliche Information über Verbräuche (einschl. Kosten und Emissionswerte) mit Vergleichswerten, gestaffelt in Umfang und zeitlichem Turnus (z. B. monatlich auf dem Dienstweg an Hausmeister und Leiter/-innen der Einrichtungen, ggf. mit Hinweise zur Budgetausschöpfung – jährlich als Energiebericht an die Politik und Öffentlichkeit sowie über Aushänge in den Einrichtungen an die Nutzer/-innen) o Organisation von Fortbildungen und Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs für Hausmeister, aber auch Leiter/-innen von Einrichtungen o Erarbeitung von Materialien für die Multiplikatoren (Pressemitteilungen für die Verwaltungsspitze, Handreichungen für Einrichtungsleiter/-innen, Argumentationshilfen für politische Vertreter/-innen) o Entwicklung von Anreizsystemen („fifty-fifty-Modelle“, Wettbewerbe, etc.) in Zusammenarbeit mit pädagogischen Einrichtungen, Vereinen etc. Hilfreich für die Wahrnehmung sind „Wiedererkennungseffekte“. Dazu könnte eine „Marke“ entwickelt und etabliert werden (z. B. ein Name oder Motto, ein Logo, Figuren als Identifikationsangebote usw.). Wichtige Multiplikatoren sind die Verwaltungsspitze, die politischen Vertreter/-innen sowie die Leiter/-innen von kommunalen Einrichtungen: Ihr Agieren ist entscheidend für den Erfolg der Arbeit der zentralen Akteure. Die notwendigen Informationen, damit sie ihre Rollen ausfüllen können, erhalten sie von den zentralen Akteuren. Sie haben entscheidende Aufgaben: o Die zentralen Akteure, insbesondere die Hausmeister, sind darauf angewiesen, dass ihnen der Rücken gestärkt wird. Das kann z. B. nötig sein, wenn Hausmeister mit inakzeptablen Nutzeransprüchen (z. B. sehr hoher Raumtemperaturen) konfrontiert sind, insbesondere durch Personen mit einem „höheren“ sozialen Status, z. B. Schulleiter/-innen. Fehlt diese Rückendeckung, werden an sich motivierte Mitarbeiter/-innen ihr Engagement für energiebewusstes Nutzerverhalten zurückfahren und es entstehen rasch „Umsetzungsdefizite“, die nur schwer wieder zu beseitigen sind. o Nicht zu unterschätzen ist die Vorbildfunktion in ihrem eigenen energierelevanten Handeln. o Multiplikatoren sind wichtige Kontaktstellen zu den Nutzern: Neben der Vermittlung von wichtigen Informationen zum aktiven Klimaschutz an die Nutzerinnen und Nutzer, tragen Sie Wünsche, Beschwerden und Anregungen 276/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben aus Nutzerkreisen an die zentralen Akteure und ermöglichen so eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Energie-Managements. Die Nutzer/-innen der kommunalen Liegenschaften – Verwaltungsmitarbeiter/-innen, Schulkollegien, Schülerschaften, aber auch externe Nutzer wie u. a. Sportvereine, haben durch ihr tägliches Handeln einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch. Damit ihr Handeln zum Erreichen der Ziele des Landkreises beiträgt, sind sie auf Unterstützung angewiesen. Hilfreich sind: o Informationen über die Energie- und Klimaschutz-Ziele und -Strategien des Landkreises einschließlich der Hintergründe o Informationen über Verbräuche, Kosten und Emissionen – und den daraus resultierenden Konsequenzen o Informationen über Verhaltensregeln in kommunalen Liegenschaften mit Begründungen o fachliche Informationen über Möglichkeiten eines klimaschützenden Verbraucherverhaltens o Erinnerungshilfen im Alltag, um den Aufbau von Gewohnheiten zu erleichtern Den stärksten Effekt haben solche Maßnahmen, wenn sie direkt am „Ort des Geschehens“, direkt zum Zeitpunkt des energierelevanten Handelns wahrgenommen werden: in Umkleideräumen, neben Fenstern, an Lichtschaltern, an Waschbecken oder Duschen, in Foyers von Schulen usw. Durch diese unterstützenden Elemente werden energiebewusst agierende Nutzer in ihrem Verhalten gestärkt, auch gegenüber anderen Nutzern, die dem Ansinnen noch uninformiert, gleichgültig oder gar ablehnend gegenüberstehen. Für Bedienstete des Landkreises muss deutlich werden, dass energiebewusstes Handeln im Arbeitsalltag eine selbstverständliche Dienstpflicht darstellt. Für diese Gruppe hat die „Verwaltungsrichtlinie Energie“ den Charakter einer Dienstanweisung. Versammlungen können für die Implementierung genauso genutzt werden wie Arbeitsverträge, Stellenbeschreibungen und individuelle wie kollektive Zielvereinbarungen. Besondere Bedeutung haben pädagogische Einrichtungen, für den Landkreis Wolfenbüttel also Schulen. Hier besteht die Möglichkeit, den Aufbau klimabewussten Handelns mit der pädagogischen Arbeit zu verknüpfen. Empfehlenswert ist der Ansatz, in jeder Einrichtung zumindest eine Person zu gewinnen, die sich in besonderer Weise um das Thema kümmert. Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote (Schriften, Unterrichtsmaterialen, Erfahrungsberichte, externe Referenten, Exkursionsangebote usw.), die es relativ leicht machen, Energie- und Klimaschutzthemen – auch fächerübergreifend – in den Unterricht zu integrieren. Ideal wäre es, wenn die Stelle 277/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben „Klimaschutzmanagement“, z. B. über den kommunalen Schulausschuss, den Aufbau eines energiepädagogischen Netzwerkes in der Kommune oder in Kooperation mit weiteren Kommunen unterstützen und die Verbindung zum Klimaschutzmanagement herstellen könnte. Über diesen Weg hat die Kommune die Möglichkeit, bei Kindern frühzeitig Energiebewusstsein zu prägen und darüber auch Einfluss auf das Energienutzungsverhalten des familiären Umfelds der Kinder und Jugendlichen auszuüben. Ähnliche Bedeutung wie pädagogisches Personal haben Gruppenleiter/-innen im Bildungszentrum, im Sportsektor, Feuerwehrfunktionsträger/-innen und ähnliche Führungspersönlichkeiten im Freizeitsektor: Sie sind Entscheidungsträger im Alltag, prägen aber auch das Verhalten „ihrer“ Gruppen und sind Multiplikatoren für die Verbreitung von Informationen sowie potenzielle „Feedbackgeber“ für die zentralen Akteure. Die Stelle Klimaschutzmanagement sollte spezielle Instrumente entwickeln, um mit wenig Aufwand turnusmäßig auch diese Akteure aktiv einbeziehen. Den gleichen Zweck hat auch die Öffentlichkeitsarbeit in die breite Bevölkerung hinein. Über die öffentlichen Medien – insbesondere, die Internetseite des Landkreises, die Wolfenbütteler Zeitung, wolfenbuettel-heute.de, Schaufenster, Radio Okerwelle – sollte der Landkreis Wolfenbüttel sein eigenes Handeln vermitteln und auch Parallelen zu privatem Verhalten aufzeigen (so ist z. B. davon auszugehen, dass die Bevölkerung des Landkreises Wolfenbüttel ca. 171i Mio. Euro pro Jahr für Energie ausgibt – wovon sich alleine durch ressourcenschonendes Nutzerverhalten im Alltag ein erheblicher Anteil vermeiden ließe). Von besonderem öffentlichen Interesses sind o strategische Entscheidungen der Kommune (z. B. Erlass der Verwaltungsrichtlinie Energie, Aufbau des Klimaschutzmanagements) o Investitionen mit dem Zweck von Verbrauchs- oder Emissionsminderungen o Verbrauchsbilanzen und -entwicklungen o besondere Aktionen und Erfolge o der jährliche Energiebericht Das hier dargestellte Konzept zur internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ist als dynamischer Prozess zu verstehen. Es gilt, in der Praxis Erfahrungen zu machen, auszuwerten und das Konzept und seine Umsetzung schrittweise weiterzuentwickeln. Es wird empfohlen, den künftigen Klimaschutzmanager mit dieser Aufgabe zu betrauen. i abgeschätzt mit Hilfe von Durchschnittswerten (3 132 Euro Ausgaben für Energie pro deutschem Haushalt (Quelle: BMWi, 2014) und 54 816 Haushalten im Jahr 2011 im Landkreis Wolfenbüttel (Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2013) 278/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase Die folgenden grundsätzlichen Überlegungen zur Partizipation und Öffentlichkeitsarbeit bilden die Möglichkeit, konkrete Einzelaktivitäten sinnvoll in einem Gesamt-Zusammenhang zu sehen und entsprechend sinnvoll auszugestalten. Grunderkenntnis 1: Auf Grund der hirnphysiologischen Strukturen des Menschen braucht dieser Motivatoren, um konkret zu handeln; dies gilt auch für jegliches Handeln im Bereich Energie und Klimaschutz: Innere Überzeugung: „Es funktioniert“! und Persönlicher Vorteil (kurzfristiges Motiv) Abbildung V.2.3-1 und oder Gemeinschaftlicher Vorteil (langfristiges Motiv) Motivatoren für menschliches Handeln Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Die Machbarkeit der Maßnahmen „nachweisen“ und dabei auch irrationale und emotionale Bedenken aufnehmen, ernst nehmen und soweit möglich zerstreuen. Den persönlichen Vorteil des eigenen Handelns herausarbeiten (materiell, sozial, lebensqualitativ). Die „öffentliche Meinung“ in Richtung „pro Klimaschutz“ beeinflussen, so dass ein „einheitliche Denkrichtung“ entsteht: Klimaschutz ist von der Gemeinschaft, in der ich lebe, erwünscht! Grunderkenntnis 2: Die Gruppensoziologie sagt uns, womit wir in etwa zu rechnen haben: 10 % „Vorkämpfer“ 279/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase 70 % „Mitmacher“ 20 % „Desinteressierte“ und „Widerständler“ Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Die Motivation der „Vorkämpfer“ nutzen, damit einen Humus für die Aktivierung der „Mitmacher“ entwickeln und sich an den Desinteressierten und Widerständlern nicht „verkämpfen“. Grunderkenntnis 3: Aus der Werbewirtschaft ist bekannt: „Es braucht sieben Kontakte, um einen Neukunden zu gewinnen“ Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Das Thema kontinuierlich „am Köcheln“ halten. Gleichzeitig durch Neuigkeitswerte einer Abstumpfung („Kenne ich schon“) entgegen wirken. Grunderkenntnis 4: Jeder Mensch „lernt“ über seine persönlichen „Kanäle“: Selber machen Hören Sehen Sprechen vielleicht sogar Fühlen, Schmecken und Riechen Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Informationen so aufbereiten, dass sie eine gute Kombination von Wahrnehmungskanälen anspricht. Grunderkenntnis 5: Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“. Verhaltensänderungen passieren durch 280/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase traumatische Erlebnisse (Unfall, Tod, …..) willentliches Umsteuern, z. B. durch Einsicht Dem willentlichen Umsteuern steht der Gewöhnungseffekt – also unbewusst wirkender Automatismus – entgegen, der erst durch häufige Wiederholung und einer gewissen Zeit (vergleiche: Rauchen abgewöhnen; Üben eines Instrumentes) überwunden werden kann. Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: bei Maßnahmen, die auf Änderungen im Nutzerverhalten zielen, „Eintagsfliegen“ vermeiden, und stattdessen die Gelegenheit zur kontinuierlichen Umgewöhnung geben. Grunderkenntnis 6: Der Mensch handelt zu 80 %, um Anerkennung von außen zu bekommen. Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Es müssen Anerkennungssysteme entwickelt werden. Diese können im Wesentlichen immateriell sein, materielle Elemente können ergänzend wirken. Grunderkenntnis 7: Es gibt unterschiedliche Motivationen, um Energie zu sparen und klimafreundlich zu handeln: Sparsamkeits-Ethos („Man ist sparsam!“) aus persönlicher rationaler Einsicht („Es ist vernünftig so zu handeln“) aus Verantwortung für andere („Das bin ich meinen Kindern schuldig“) Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Die verschiedenen Grundmotivationen akzeptieren und gezielt ansprechen. Grunderkenntnis 8: Konkret wirkt mehr als abstrakt: Ein krankes Kind im eigenen Dorf, das einen Knochenmarkspender benötigt, erzeugt mehr Betroffenheit als Millionen Überschwemmungsopfer in Pakistan. Für Maßnahmen im Energiebereich bedeutet das: Tausend Fakten und Aufklärungen im Internet, im Fernsehen und in der Zeitung bewirken nicht so viel wie drei anschauliche, funktionierende Beispiele in der eigenen Lebenswelt. Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: 281/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase klimawirksame Erfolge im Kleinen wie im Großen publizieren, würdigen und zur Nachahmung aufbereiten. Grunderkenntnis 9: Erfolgreiche Werbung basiert auf dem Prinzip AIDA: Attention (Aufmerksamkeit) Interest (Interesse) Desire (Verlangen) Action (Handlung) Das heißt: Der potentielle „Kunde“ muss im ersten Schritt zum Hinschauen veranlasst werden, damit er im tausendfachen Einerlei der Welt die eine Sache bewusst zur Kenntnis nimmt. In kürzester Zeit sollte er dann registrieren können: Das hat mit mir (meinen Wünschen, Ängsten, Bedürfnissen) zu tun! Im dritten Schritt beschäftigt sich der Interessent mit dem Angebot und stellt fest: Das ist gut, das will ich haben! Im vierten und letzten Schritt erhält er eine konkrete Handlungsanleitung: Wenn ich das und das tue, dann wird mein Wunsch befriedigt. Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also: Jedem potenziellen Akteur den Weg vom Erstkontakt bis zur konkreten Handlung durch ein stufenweise aufeinander aufgebautes Kontaktszenario so leicht wie möglich gestalten. 282/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Abkürzungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis a Jahr ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BGF Bruttogrundfläche BHKW Blockheizkraftwerk BW Brennwert BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bzw. beziehungsweise ca. circa CO2 Kohlendioxid DEPV Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V. DGH Dorfgemeinschaftshaus EnEV Energieeinsparverordnung EVG Elektronisches Vorschaltgerät EW Einwohner Fa. Firma FGH Feuerwehrgerätehaus ggf. gegebenenfalls GWh Gigawattstunde ha Hektar HWK Handwerkskammer 283/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Abkürzungsverzeichnis i. d. R. in der Regel IEKP Integriertes Energie- und Klimaschutzprogramm IHK Industrie- und Handelskammer IR Infrarot IR-Heizung Infrarot-Heizung KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau kg Kilogramm km Kilometer KMU Kleine und mittelständische Unternehmen kWel Kilowatt elektrisch KVG Konventionelles Vorschaltgerät kWh Kilowattstunde KWK Kraftwärmekopplung kWp Kilowatt-Peak kWth Kilowatt thermisch lt. laut m Meter m² Quadratmeter mind. mindestens Mio. Million/en MWh Megawattstunde NGF Nettogrundfläche PV Photovoltaik RL Rücklauf 284/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Abkürzungsverzeichnis RPA Rechnungsprüfungsamt s Sekunde s. siehe St. Stück t Tonnen u. U. unter Umständen VL Vorlauf VOB Vergabeordnung Bauleistungen … VOL Vergabeordnung Dienstleistungen … WW Warmwasser WRG Wärmerückgewinnung z. B. zum Beispiel z. T. zum Teil z. Zt. zur Zeit 285/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Glossar Glossar Amortisationszeit Dauer des Prozesses, den eine Investition benötigt, um ertragreich zu sein CO2-Äquivalent Als Vergleichswert für alle Treibhausgase gilt die Klimawirkung von Kohlendioxid (CO2). So hat bspw. Methan ein CO2-Äquivalent von 25, also eine 25-fach klimaschädlichere Wirkung als CO2. CO2-neutral Sollen klimaschädigende Wirkungen vermieden werden, dürfen nach aktuellem Kenntnisstand pro Kopf jährlich maximal 2 t CO2 emittiert werden. Bezugnehmend darauf wird im Klimaschutzkonzept der Begriff „CO2-neutral“ verwendet, wenn die CO2-Emissionen diesen Grenzwert von 2 t pro Kopf und Jahr nicht überschreiten. Effektivität Zielerreichungsgrad Effizienz Verhältnis von Nutzen und Aufwand Endenergie Teil der Primärenergie, welcher dem Verbraucher nach Abzug von Transport- und Umwandlungsverlusten zur Verfügung steht. Energiedienstleistung Je höher die Energiedienstleistung, umso höher der Nutzen der eingesetzten Energie. Energiemix Verwendung verschiedener Primärenergieformen zur Energieversorgung Energieproduktivität Je höher die Energiedienstleistung pro eingesetzter Energie, umso höher ist die Energieproduktivität. 286/287 Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel Glossar Energieträger Stoffe oder Quellen, die nutzbare, transport- und speicherfähige Energie enthalten. - fossil: gespeicherte Sonnenenergie - regenerativ: erneuerbare Energie - nuklear: Energie aus Kernreaktion (Fusion, Spaltung) Nutzenergie Energie, die dem Endnutzer für die gewünschte Energiedienstleistung zur Verfügung steht Primärenergie Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht Treibhausgase (klimaschädliche Gase) Kohlenstoffdioxid, Methan, Distickstoffoxid, Halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, Perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid 287/287