Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen

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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen
Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
– Endbericht –
Wolfenbüttel, im April 2014
Auftraggeber:
Landkreis Wolfenbüttel
Gebäudewirtschaft
Harzstraße 6
38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner des Auftraggebers:
Herr Moldt
Auftragnehmer:
merkWATT GmbH
Friedrich-Wilhelm-Straße 2
38100 Braunschweig
www.merkwatt.de
Bearbeitung:
Projektleitung: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Sabine Neef, merkWATT
Dipl.-Geogr. Jan Altstädter, merkWATT
Michael Fuder, merkWATT
Stefanie Schaaf, merkWATT
Horst-Henning Hilbrecht, Heizungsbaumeister
Timo Stauber, Heizungsbaumeister
Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen ..................................................... 6
Projektrahmen....................................................................................................................13
Baustein I Klimaschutzmanagement ..............................................................................15
I.1
Basisdatenbewertung .............................................................................................15
I.1.1
Energie- und CO2-Bilanzen ................................................................................15
I.1.2
Einsparpotenziale ...............................................................................................41
I.1.3
Fortschreibung der Energiekosten......................................................................45
I.2
Organisationskonzept .............................................................................................47
I.2.1
IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel....................47
I.2.2
Nutzerbeteiligung im Rahmen der Konzepterstellung .........................................52
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation ...............................................53
I.3
Controllingkonzept ..................................................................................................66
I.3.1
Datenerfassung und -auswertung.......................................................................66
I.3.2
Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen ..........................70
I.3.3
Weitere Maßnahmen im Bereich Datenerfassung und Messung ........................73
Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung ..........74
II.1
Teichgarten, Schule ................................................................................................79
II.2
Peter Räuber-Schule ..............................................................................................82
II.3
Peter Räuber – Schule, Anbau ...............................................................................85
II.4
Teichgarten, Sporthalle ...........................................................................................88
II.5
HRS Schladen, Schule ...........................................................................................91
II.6
HRS Schladen, Schule, Anbau ...............................................................................94
II.7
HRS Schladen, Sporthalle ......................................................................................97
II.8
HRS Sickte, Sporthalle .........................................................................................100
II.9
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle..........................................................................103
II.10 IGS Wallstraße, Schule.........................................................................................106
II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau ............................................................................109
II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung ........................................112
II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau ..................................................115
II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E ..........................................................118
II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz .....................................................121
II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle .............................................................124
II.17 Bildungszentrum, Altbau .......................................................................................127
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Inhaltsverzeichnis
II.18 Bildungszentrum, Neubau.....................................................................................130
II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau .....................................................................................133
II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau ...................................................................................136
II.21 Straßenverkehrsamt .............................................................................................139
II.22 Straßenverkehrsamt Pavillon ................................................................................142
II.23 Harztorwall 4 .........................................................................................................145
II.24 Harztorwall 25 .......................................................................................................148
II.25 Harzstraße 6 .........................................................................................................151
II.26 FTZ Schladen, Altbau ...........................................................................................154
Baustein III Feinanalysen ..............................................................................................157
III.1
HRS Sickte, Schule ..............................................................................................158
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau ..................................................................................164
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule ...............................................................................170
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A...............................................176
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C ..............................................183
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D ..............................................189
III.7
Gesundheitsamt ...................................................................................................196
IV
Wirkung der gebäudespezifischen Maßnahmen ..............................................201
IV.1
Einsparungen .......................................................................................................201
IV.2
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen ..........................................................................206
IV.2.1 Investitionskosten.............................................................................................206
IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung ................................................................................213
IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz .................................................................................235
IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen .......................................................242
V
Weitere klimaschutzfördernde Maßnahmen .....................................................247
V.1
Gebäudeübergreifende Maßnahmen ....................................................................247
V.2
Solarstrom-Erzeugung ..........................................................................................251
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme ......................................................................258
V.4
Nahwärmekonzepte ..............................................................................................265
V.5
Überprüfung einzelner Gebäude im Hinblick auf Abriss ........................................266
V.6
Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen .........................................................266
VI
VI.1
Weiteres Vorgehen .............................................................................................269
Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung ..............................................269
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Inhaltsverzeichnis
VI.2
Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit......................................................................273
VI.2.1 Ziele der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit .............................274
VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben ........................................................274
VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase....................279
Abkürzungsverzeichnis .................................................................................................283
Glossar ...........................................................................................................................286
Anhänge:
Anhang I.1
Präsentation Workshop 1 und 2 – Rolle der Hausmeister im
Energiemanagement
Anhang I.2
Protokoll Workshop 1
Anhang I.3
Protokoll Workshop 2
Anhang I.4
Präsentation Workshop 3 – Rolle der Nutzer von Bildungseinrichtungen
Anhang I.5
Protokoll Workshop 3
Anhang II
Datenerfassungsbogen
Anhang III
Erfassungsbogen Nutzung
Anhang IV
Richtlinie Energie und Wasser
Anhang V
Nutzerregeln
Anhang VI
Details Investitionskosten
Anhang VII
Gebäudespezifische mittlere Verbräuche, Kosten und Emissionen
Anhang VIII
controlWATT (Excel-Datei)
Anhang IX
Fotodokumentation
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
Das vorliegende – vom Bundesumweltministerium geförderte – Klimaschutz-Teilkonzept
dient dem Landkreis Wolfenbüttel entsprechend der Förderrichtlinie als eine strategische
Planungs- und Entscheidungshilfe für die Energie- und Klimaschutzpolitik bezüglich
seiner eigenen Liegenschaften. Inhaltlich ist das Konzept in drei Bausteine unterteilt:

Der Baustein I – Klimaschutzmanagement – umfasst für alle Gebäude des
Landkreises:
- eine Basisdatenbewertung inkl. Energie- und CO2-Bilanz,
- ein Organisationskonzept und
- ein Controllingkonzept.

Im Baustein II – Energetische Gebäudeuntersuchung – wurden die meisten Gebäude
mit Baujahr vor 1995 hinsichtlich ihres energetischen Ist-Zustandes und grundsätzlich
geeigneter Sanierungsoptionen betrachtet.

Mit den Feinanalysen des Bausteins III wurden einzelne Gebäude, für die
Sanierungen in absehbarer Zeit geplant sind, detaillierter untersucht.
Das erarbeitete Klimaschutzmanagement mit den Energie- und CO2-Bilanzen (Baustein I)
umfasst 53 Gebäude, in denen im Bilanzierungszeitraum 2011-2013 durchschnittlich ca.
12 Mio. kWh pro Jahr Heizenergie, ca. 2 Mio. kWh Strom und ca. 14.700 m³ Wasser
verbraucht wurden. Durch die direkten Energieverbräuche wurden ca. 4.700 t
klimaschädigende Gase emittiert, etwa die Hälfte davon durch Schulen. Dazu kommen die –
in diesem Konzept nicht zu beziffernden – Emissionen, die durch die
Trinkwasserbereitstellung und Abwasserbeseitigung entstehen. Die Fortschreibung der
Energiekosten macht auch einen wirtschaftlichen Anreiz zur Reduzierung des
Energieverbrauchs deutlich: Schon bei einer als moderat einzustufenden
Energiepreissteigerung um 5 % pro Jahr würden sich die Ausgaben für Energie von
durchschnittlich etwa 1.000.000 € innerhalb von nur 14 Jahren um 1.000.000 € erhöhen und
damit verdoppeln – sofern keine Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Das Energie-Management (Baustein I), also die zielgerichtete Steuerung aller
energierelevanten Prozesse, ist die Grundlage klimabewussten Handelns. Basis eines jeden
Energie-Managements ist ein Controlling. Das Konzept dafür enthält organisatorische und
technische Empfehlungen mit dem Ziel, künftig in verbesserter Weise laufend über die
gebäudespezifischen IST-Zustände informiert zu sein, um unverzüglich notwendige
Maßnahmen ableiten zu können. Unabdingbar ist allerdings auch ein klimabewusstes
Handeln der – aus tausenden Einzelindividuen bestehenden – Nutzerschaft. Nutzerregeln in
Form der vorgeschlagenen „Richtlinie Energie und Wasser“ sollen allen Beteiligten
Handlungssicherheit geben, nicht zuletzt auch den Gebäudeverantwortlichen in Ausübung
ihrer Aufklärungs- und Kontrollfunktion.
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
Wirklich erfolgversprechend sind Regeln allerdings nur dann, wenn sie kombiniert werden
mit einer Stärkung des Bewusstseins sowie immateriellen und ggf. auch materiellen
Anreizen, sich „richtig“ zu verhalten. In diesem Sinne ist es das zentrale Anliegen des
Konzeptes für Öffentlichkeitsarbeit, das Klimabewusstsein zu stärken und wichtiges
Wissen zu vermitteln. Die empfohlene Einführung und Intensivierung von
„Energiesparmodellen“ in den Schulen des Landkreises Wolfenbüttel soll ebenfalls zur
Bewusstseinsbildung beitragen, vor allem aber soll sie den Bildungseinrichtungen Anreize
bieten, sorgsam mit Energie und Wasser umzugehen. Die Etablierung eines
Energiesparmodells ist ein aufwändiger und langwieriger Prozess, der besondere
klimaschützende, finanzielle sowie pädagogische Chancen enthält und deshalb
grundsätzlich nach der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen,
kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“
vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Der Antrag kann ganzjährig eingereicht
werden. Die möglichen Einsparungen allein durch das Energiemanagement und
verbessertes Nutzerverhalten gemäß Baustein I betragen erfahrungsgemäß etwa 10 bis
15 %.
In den Bausteinen II und III wurden 26 bzw. 7 Gebäude hinsichtlich ihrer energetischen
Zustände und Verbesserungsmöglichkeiten untersucht. Aufgrund einer Vorgabe des
Fördergebers wurden hierbei nur Gebäude betrachtet, die älter als Baujahr 1995 sind. Fokus
bei der Entwicklung der Maßnahmen lag vorrangig auf dem Klimaschutz, außerdem wurden
die Gebäudezustände, die Nutzungsintensitäten und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.
Um eine Vergleichbarkeit der Sanierungsmaßnahmen für alle Gebäude herzustellen, wurden
jeweils zwei modellhafte Maßnahmenpakete mit folgender Systematik gebildet:


Maßnahmenpaket I: Dämmung der Gebäudehülle, hydraulischer Abgleich, Einbau
von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II: Maßnahmenpaket I zzgl. Erneuerung der Heizungsanlage
(Umstellung auf klimafreundliche Pelletheizung, ggf. Solaranlage)
In diesem Rahmen wurden für jedes untersuchte Gebäude in Abhängigkeit von seinem IstZustand individuelle Sanierungsmaßnahmen in den Paketen zusammengefasst. Die
technische Umsetzbarkeit dieser Maßnahmenpakete wurde im Rahmen des KlimaschutzTeilkonzepts nicht detailliert untersucht, dies muss weiteren Untersuchungen gemäß HOAI
vorbehalten bleiben.
Auf Grundlage von Baukostenindizes wurden für die Maßnahmenpakete überschlägig
Investitionskosten ermittelt und wirtschaftlich bewertet. Auch die Investitionskosten sind im
weiteren Planungsprozess den jeweils aktuellen Umständen nach neu zu ermitteln.
In der Summe sind die dargestellten Maßnahmen geeignet, die für die Wärmeversorgung der
untersuchten Gebäude verursachten CO2-Emissionen von etwa 3.500 t um mindestens 63 %
auf etwa 1.300 t pro Jahr zu verringern. Dafür wurden Investitionskosten von insgesamt etwa
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
14,4 Mio. Euroi berechnet. Davon sind etwa 9,8 Mio. Euro reine Ersatzkosten und etwa
4,7 Mio. Euro die Mehrkosten für die energetische Verbesserung, die bei
Bauteilerneuerungen nach dem Mindeststandard der EnEV 2014 anfallen würden. Sie
beschreiben damit die Kosten für den Klimaschutz. Damit einher ginge – bei Betrachtung des
Durchschnitts der Jahre 2011-13 – eine Minderung der Heizenergiekosten von ca. 624.000
Euroii um mindestens 38 % auf ca. 384.000 Euro pro Jahr. Diese Zahlen geben das
Maximum an Möglichkeiten an, wenn die Vermeidung von CO2 ohne Rücksicht auf andere
politische Ziele oder begrenzte Möglichkeiten das höchste Ziel darstellt.
Das technische Einsparpotenzial im Strombereich beträgt nach der angewandten
Betrachtungsmethode – Gegenüberstellung der ermittelten gebäudespezifischen
Stromverbrauchskennwerte zu den Vergleichswerten der EnEV – etwa 345.000 kWh. Das
entspricht etwa 17 % des gesamten mittleren Stromverbrauchs der Jahre 2011-13. Damit
könnten jährlich etwa 70.000 € gespart und etwa 200 t Klimagas-Emissionen vermieden
werden.
Mit der Hebung der genannten Einsparpotenziale im Wärme- und Strombereich seiner
Liegenschaften kann der Landkreis Wolfenbüttel einen großen Schritt zur Umsetzung seines
Klimaschutzzieles, die Verbesserung seiner CO2-Bilanz, vollziehen. Zu beachten ist, dass im
Falle von künftigen Energiepreissteigerungen oberhalb der allgemeinen Inflationsrate
realisierte Einsparungen eine erheblich höhere Relevanz haben können. In jedem Fall gilt:
Bei jeder Sanierung werden durch die gewählte Sanierungsqualität die energetischen
Folgekosten über Jahrzehnte annähernd unbeeinflussbar festgelegt. Deshalb ist es sinnvoll,
bei politischen Entscheidungen – neben anderen Erwägungen – szenarienartig verschiedene
mögliche Preisentwicklungen zu betrachten.
Im Sanierungsfahrplan wurden die Möglichkeiten der gebäudespezifischen
Wärmebedarfsminderungen differenziert betrachtet. So wurden der Zustand des Gebäudes,
seine Nutzung, sein Einsparpotenzial und die Renovierungszyklen einbezogen, ebenso eine
unterstellte Verfügbarkeit finanzieller Mittel von rund 1,1 Mio. Euro pro Jahr. Im Ergebnis
könnten so bis 2030 alle im Sanierungsfahrplan betrachteten Gebäude in großen Teilen
modernisiert sein. Zu den reinen Baukosten kommen Kosten aus einmaligen Vorgängen
bzw. neuen laufenden Kosten hinzu. Diese sind:




hydraulischer Abgleich in allen Gebäuden
Messstellen für Wärme und Strom
ein Budget für kleinere Investitionen und Anschaffungen
Personalkosten für die Einführung und Fortführung des Energiemanagements
Diese zusätzlichen Aufwendungen betragen bis zum Jahr 2030 ca. 800.000 €. Insgesamt
summieren sich die Investitionen auf ca. 15,2 Mio. €. Nach vollständiger Umsetzung der in
diesem Konzept empfohlenen Sanierungsmaßnahmen könnten pro Jahr rund 2.200 t CO2
i
ii
Investitionskosten sind Nettokosten.
Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten.
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
vermieden werden. Der größte Teil der Investitionen fließt dabei in die Verbesserung der
Gebäudehüllen.
Sanierungen kosten jedoch nicht nur Geld, sondern sorgen auch für materielle und
immaterielle Einsparungen beim laufenden Unterhalt. Reduzierte Störungsanfälligkeit,
weniger Hausmeister- und Verwaltungsaufwand, verminderte Pumpenleistungen, weniger
Konflikte mit Nutzern sind schwer in Euro auszudrücken, können sich jedoch stark
auswirken,
Da die Umsetzung eines so umfangreichen Sanierungsfahrplans mehrere Jahre in Anspruch
nehmen wird und Prioritätensetzungen erfordert, enthält das vorliegende Konzept zur
Erleichterung der Planung einen Vorschlag für einen „5-Jahres-Plan“ 2016-2020, sowie
umfangreiche wirtschaftliche Betrachtungen. Sofern die vorgeschlagenen investiven
Maßnahmen mit Nachdruck und der Bereitstellung entsprechender Finanzmittel in Angriff
genommen werden sollen, wird das Gebäudemanagement personell verstärkt werden
müssen, um die umfangreichen Aufgaben bewältigen zu können. Für die Einstellung eines
dabei sehr hilfreichen Klimaschutzmanagers kann der Landkreis Wolfenbüttel Fördergelder
beim Bundesumweltministerium beantragen.
Für die grundsätzlich mögliche investive Förderung einer „ausgewählten
Klimaschutzmaßnahme“ gemäß der Förderrichtlinie (Förderquote 50 %, max. 200.000 € Voraussetzung: CO2-Einsparung mind. 70 %) qualifizieren sich unter den im Konzept
zugrunde gelegten Bedingungen fast alle untersuchten Gebäude mit ihren
Maßnahmenpaketen II (Dämmmaßnahmen zzgl. Pelletheizung). Ohne Umstellung des
Heizenergieträgers auf erneuerbare Energien kann die geforderte Minderung der CO2Emissionen nicht erreicht werden. Für folgende Gebäude werden außerdem die Investitionen
auf über 400.000 € geschätzt, d. h. die Förderhöhe könnte voll ausgeschöpft werden:













Teichgarten, Schule
HRS Sickte, Schule, Anbau
HRS Sickte, Sporthalle
HRS Baddeckenstedt, Schule
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule, Anbau
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
Bildungszentrum, Altbau
Bildungszentrum, Neubau
Bahnhofstr. 11, Altbau
Bahnhofstr. 11, Neubau
Zur Reduzierung der Emissionen in den Bildungseinrichtungen und Sporthallen ebenso wie
in den Verwaltungsgebäuden ist die Einbindung der Nutzer und
Gebäudeverantwortlichen zwingend erforderlich. Diese Einbindung wurde bereits im
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
Rahmen der Konzepterstellung in Form von drei Arbeitsgruppensitzungen begonnen. Dabei
wurde deutlich, dass sowohl von Seiten der Verwaltung als auch von Seiten des Personals
der Einrichtungen große Bereitschaft besteht, in Sachen Klimaschutz aktiver zu werden.
Erste Grundsteine für weitere Arbeitstreffen sind damit gelegt und können während der
Umsetzung des Konzepts, oder auch schon früher, konkretisiert und etabliert werden.
Gemäß den Ergebnissen der Gebäudebewertungen in den Bausteinen II und III befinden
sich die Gebäude überwiegend in einem grundsätzlich gepflegten Zustand. Dennoch sind
erhebliche Handlungsbedarfe in fast sämtlichen Gebäuden gegeben, was auch durch eine
zu geringe Personalausstattung in der Gebäudewirtschaft über viele Jahre bedingt sein
dürfte.
Geringinvestive Maßnahmen wie Instandhaltungsarbeiten der Gebäudehülle (z. B. Wartung
und Pflege von Holzrahmenfenstern) sowie der Gebäudetechnik sind verbesserungsfähig.
Gesetzlich vorgeschrieben ist ein hydraulischer Abgleich von wassergeführten Heizungen,
der bislang nur für wenige Gebäude durchgeführt wurde und unverzüglich nachgeholt
werden muss. Ebenso gesetzlich vorgeschrieben und nicht in allen Gebäuden vorhanden
sind Dachdämmungen bzw. Dämmungen der obersten Geschossdecke. Darüber hinaus sind
dem Kap. V weitere gebäudeübergreifende klimaschutzfördernde Maßnahmen zu
entnehmen.
Die einzelnen baulichen und gebäudetechnischen Mängel und Maßnahmenempfehlungen
sind in den Gebäudesteckbriefen in den Bausteinen II und III dargestellt. Bei zwei Gebäuden
besteht Klärungsbedarf bezüglich der Sinnhaftigkeit einer teuren Modernisierung, da
anscheinend andauernde Wasserschäden wesentlich grundlegendere Sanierungen
notwendig machen, deren Kosten hier nicht abgeschätzt werden können. Auch ist die
Außenstruktur der fraglichen Gebäude sehr verwinkelt, so dass eine Außendämmung
ebenfalls recht komplex durchgeführt werden müsste. Es handelt sich um die Sporthallen der
HRS Sickte und der BBS Carl-Gotthard-Langhans. Abriss und Neubau sollte als Option in
Betracht gezogen werden.
Um künftig die im Sinne des Klimaschutzes notwendigen Maßnahmen konsequent umsetzen
zu können, ist eine Erweiterung der finanziellen und personellen Ressourcen dringend
notwendig. Ebenso sind auf der Basis dieses Konzeptes klimaschutzrelevante Aufgaben
durch Kreistag und Verwaltung mit der entsprechend hohen Dringlichkeit zu versehen. Eine
wichtige verlässliche Grundlage sollte die Festlegung von verbindlichen Klimaschutzzielen
durch den Kreistag sein, wie z. B. Einsparungen von x Tonnen CO2 innerhalb von x Jahren
sowie zu erreichende Kennwerte. Die existierenden allgemeinen Klimaschutzziele des
Landkreises Wolfenbüttel sollten auch auf sein eigenes Handeln Anwendung finden.
Für die Umsetzung der klimaschutzrelevanten baulichen und gebäudetechnischen
Maßnahmen sind gemäß Sanierungsfahrplan für die nächsten Jahren Mittel in Höhe von ca.
1,1 Mio. Euro pro Jahr notwendig. Von diesen Summen ist jedoch nur ein geringer Anteil
spezifisch für klimaschützende Ausgaben nötig, der größte Teil ist für die bauliche Erhaltung
der Gebäude ohnehin unabdingbar. Mit den genannten Summen können sowohl große
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen
Investitionen in Gebäudehülle und Gebäudetechnik als auch die kontinuierlich notwendigen
geringinvestiven Maßnahmen umgesetzt werden. Dabei liegt in den ersten fünf Jahren der
Augenmerk auf dem Altbau des Bildungszentrums, der Sporthalle, dem Gebäude D, der
Werkhalle E, dem Rundhaus und der Werkhalle Holz der BBS Carl-Gotthard-Langhans, dem
Schulgebäude der HRS Baddeckenstedt, dem Neubau der Verwaltung in der Bahnhofstr. 11
sowie der Teichgarten-Schule (s. Kap. VI.1).
Strategische Empfehlungen in Stichworten:

Politischer Handlungsrahmen
o Energie- und Klimaschutzziele für die eigenen Liegenschaften erarbeiten und
festlegen
o die weiteren eigenen Handlungsfelder des Landkreises ergänzend bearbeiten
(z. B. klimafreundliches Beschaffungswesen)
o notwendige Förderanträge stellen (gemäß den Empfehlungen in diesem
Konzept)

Energiemanagement
o Klimaschutzmanagers einstellen
o Dienstanweisung „Richtlinie Energie und Wasser“ erlassen
o Controlling-Konzept umsetzen
o prüfen, ob bzw. wann elektrische Verbraucher in Gebäuden wirklich aktiv sein
müssen (z. B. Anzahl der notwendigen Kühlschränke)
o jährliche einen Energie- und Emissionsberichts für die Politik und Nutzer
formulieren
o Öffentlichkeitsarbeit durchführen

Geringinvestive Maßnahmen
o vorhandene Messstellen erweitern
o hydraulische Heizungsabgleiche durchführen
o Nutzer schulen
o zertifiziertem Ökostrom und Ökogas von Anbietern, die sich dem weiteren
Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland verschrieben haben,
beziehen
o Thermostatköpfe und Heizungsventile erneuern, nutzen und warten
o regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema Klimaschutz
durchführen
o ein freien Budgets für kleine Arbeiten von Hausmeistern einrichten
o Türen, Fenster einstellen lassen und Dichtungen regelmäßig erneuern
o schaltbare Steckdosen anschaffen und nutzen
o Thermometer installieren
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Zusammenfassung und strategische Empfehlungen

Gebäudetechnische Maßnahmen
o Bestandsgebäude sanieren
o Hocheffizienzpumpen einsetzen
o Lichtanlagen modernisieren
o Dachflächen so weit wie möglich für PV-Anlagen und den Eigenverbrauch
nutzen
Ausführliche Beschreibungen dieser Empfehlungen finden Sie unter den entsprechenden
Überschriften in den Kapiteln V und VI.
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Projektrahmen
Projektrahmen
Hintergrund: Klimaschutz in Kommunen
Die Bundesrepublik Deutschland hat sich international verpflichtet, bis zum Jahr 2020 die
Emissionen klimaschädlicher Gase im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 40 % zu
senken, bis 2050 sogar um 80 bis 95 %. Als zielorientierte Strategie wurde 2007 das
Integrierte Energie- und Klimaprogramm beschlossen. Die daraus resultierende nationale
Klimaschutzinitiative unterstützt die Kommunen, ihre Energieeffizienz zu steigern und
Energieeinsparpotenziale zu nutzen. So werden seit Juni 2008 unter anderem die Erstellung
kommunaler Klimaschutzkonzepte und die beratende Begleitung bei ihrer Umsetzung
gefördert.
Die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und
öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“ trägt zu einer erheblichen
Erweiterung des Handlungsspielraumes vieler Kommunen bei. Eine Vielzahl von
Klimaschutzkonzepten wurde und wird seitdem entwickelt. In den nächsten Jahren wird sich
zeigen, inwiefern die Kommunen ihre Konzepte auch erfolgreich umsetzen.
Ausgangslage des Projektpartners
Der Landkreis Wolfenbüttel hat sich das politisch beschlossene Ziel gesetzt, seine CO2Bilanz zu verbessern. Hierzu ist unter Beteiligung unterschiedlicher Personen und
Institutionen sowie externer Begleitung im Jahr 2012 ein Klimaschutzkonzept erstellt worden.
Seitdem arbeitet der Landkreis sukzessive am Aufbau eines Klimaschutzmanagements.
Einen Baustein darin stellen die eigenen Liegenschaften des Landkreises dar, die in diesem
vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutz-Teilkonzept näher untersucht
werden. Die Umsetzung des Konzeptes soll durch einen Klimaschutzmanager fachlich
begleitet werden.
Seit den 1990er Jahren erfasst der Landkreis Wolfenbüttel regelmäßig die
Energieverbräuche in den Liegenschaften, teilweise monatlich. Eine Auswertung der Daten
sowie eine Ableitung von energiesparenden Maßnahmen erfolgt jedoch nicht; der letzte
Umwelt-, Wasser- und Energiebericht wurde vor mehr als 8 Jahren erstellt.
Projektziele
Mit dem Klimaschutz-Teilkonzept sollen die Voraussetzungen für die Einführung eines
Energiemanagements und zugleich eine strategische Planungshilfe für die weitere
energetische Sanierung der eigenen Liegenschaften geschaffen werden.
Das Vorhaben zielt darauf ab, signifikante Energie- und CO2-Einsparpotenziale aufzuzeigen.
Dazu bedarf es einer grundlegenden energetischen Untersuchung der Objekte. Darauf
basierend sollen konkrete Maßnahmenkataloge erstellt werden, die die spezifischen
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Klimaschutz-Teilkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Projektrahmen
Verhältnisse und Aufgaben der Kommunen berücksichtigen und individuell angepasste
Problemlösungen aufzeigen. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden Nutzer und
Verbraucher in die Erarbeitung des Konzepts einbezogen. Dadurch soll auch eine
grundsätzliche Akzeptanz für das Konzept und die Bereitschaft für eine innovative
Umsetzung erzeugt werden.
Darüber hinaus soll ein Klimaschutzmanagement entwickelt werden, das eine kontinuierliche
Überwachung der Klimawirkungen ermöglicht und Auswirkungen von Maßnahmen aufzeigt.
Projektbearbeitung
Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts erfolgte durch die Firma merkWATT GmbH im
Zeitraum zwischen März 2014 und April 2015. Zur Beurteilung der besonderen
Anforderungen der technischen Gebäudeausstattung, insbesondere der Heizungsanlagen,
war Heizungsbaumeister Horst-Henning Hilbrecht intensiv beteiligt an den Begehungen der
Liegenschaften und den daraus resultierenden Bestandsaufnahmen, den energetischen
Gebäudeuntersuchungen sowie den Maßnahmenempfehlungen. Darüber hinaus wurde auch
Heizungsbaumeister Timo Stauber vereinzelt für Gebäudeuntersuchungen hinzugezogen.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein I Klimaschutzmanagement
Baustein I Klimaschutzmanagement
In den vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutz-Teilkonzepten für eigene
Liegenschaften können Kommunen nur Gebäude untersuchen lassen, die keinem
wirtschaftlichen Zweck dienen und die innerhalb der letzten acht Jahre nicht schon
Bestandteil eines Klimaschutzkonzeptes waren. Diese Förderbedingungen haben zur Folge,
dass einige Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel im Klimaschutzmanagement nicht
berücksichtigt werden dürfen. Außerdem gibt es neue Gebäude, die zum Zeitpunkt der
Förderantragstellung noch nicht genutzt wurden. Da der Landkreis ein vollständiges
Klimaschutzmanagement für alle seine Liegenschaften durchführen möchte, hat er die
Untersuchung nichtförderfähiger Gebäude gesondert beauftragt. Das betrifft:
 Schule Ludwig-von-Strümpell
 HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert
 Haupt- und Realschule Schöppenstedt mit
- dem Hauptgebäude
- dem Anbau und
- der Sporthalle
 Alte Realschule Schöppenstedt
 HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule Hausmeisterwohnung
 den von der Post genutzten Anbau des Harztorwalls 25
 Verwaltungsgebäude und Fahrzeughalle des DRK in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8
Größere Liegenschaften können mehrere Gebäude unterschiedlichen Baualters oder/und
verschiedener Art der Nutzung umfassen – wie in obiger Aufzählung bei der Haupt- und
Realschule Schöppenstedt ersichtlich.
I.1
Basisdatenbewertung
I.1.1
Energie- und CO2-Bilanzen
„Wenn du es nicht messen kannst, kannst du es nicht verbessern.“i
Eine Energie- und CO2-Bilanz für kommunale Liegenschaften dient dazu, den aktuellen
Stand sowie die bisherigen Entwicklungen der Energieverbräuche, Energiekosten sowie der
Klimagas-Emissionen abzubilden. Sie gibt Auskunft, welche Gebäude besonders
energieintensiv sind und damit auch erste Hinweise darauf, wo große Potenziale für
Energieeinsparungen liegen könnten.
Das im Rahmen dieses Konzeptes erarbeitete Klimaschutzmanagement für die
Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel umfasst 53 Gebäude, die nachfolgend mit
Angabe der Baujahre, der Bruttogrundflächen (BGF) und Nettogrundflächen (NGF) sowie der
i
Zitat des ir./brit. Physikers Sir William Thomson, 1. Baron Kelvin
15/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1
Energie- und CO2-Bilanzen
Energieträger für die Heizsysteme aufgelistet sind. Die Nettogrundflächen wurden
überschlägig aus den Bruttogrundflächen mittels Umrechnungsfaktoreni ermittelt.
Ausnahmen sind das Schulgebäude der HRS Schladen sowie der dazu gehörige Anbau und
die integrierten Sporthallen der HRS Schladen und der HRS Sickte, für die die
Nettogrundflächen aus den Gebäudeplänen überschlägig ermittelt wurden.
Dem Landkreis Wolfenbüttel wird eine grundsätzliche Überprüfung der Flächendaten
empfohlen.
Nr. Bezeichnung
Baujahr
BGF [m²]
NGF[m²] Heizenergieträger
1
Teichgarten, Schule
1972
4.147
3.732
Erdgas
2
Peter-Räuber
1976
2.451
2.206
Erdgas
3
Peter-Räuber, Anbau
1994
705
635
Erdgas
4
Teichgarten, Sporthalle
1972
991
902
Erdgas
5
Ludwig-von-Strümpell
1975
1.671
1.504
Erdgas
6
HRS Schladen, Schule
1954
1.100
1.063
Erdgas
1972
6.495
4.407
Erdgas
726
Erdgas
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
HRS Schladen, Schule,
Anbau
HRS Schladen, Schule,
Sporthalle integriert
HRS Schladen,
Sporthalle
Alte Realschule
Schöppenstedt
HRS Schöppenstedt,
Schule
HRS Schöppenstedt,
Schule, Anbau
HRS Schöppenstedt,
Sporthalle
HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule,
Anbau
HRS Sickte, Schule,
Verwaltung
HRS Sickte, Schule,
Sporthalle integriert
1954
1979
1.676
1.525
Erdgas
1890
2.368
2.131
Erdgas
1954
4.217
3.795
Erdgas
1970
620
558
Erdgas
1982
1.670
1.520
Erdgas
1954
2.868
2.581
Erdgas
1972
4.700
4.230
Erdgas
2012
393
354
Erdgas
1.063
Erdgas
1954
i
entnommen aus: „Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchskennwerte und der
Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand vom 30. Juli 2009“ des BMVBS
16/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1
Energie- und CO2-Bilanzen
Nr. Bezeichnung
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
HRS Sickte, Sporthalle
HRS Baddeckenstedt,
Schule
HRS Baddeckenstedt,
Schule, Anbau
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule,
Anbau
IGS Wallstraße, Schule,
Mensa
IGS Wallstraße,
Sporthalle
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude A
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude B, Verwaltung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Rundhaus
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude C
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude D
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle
BBS Carl-GotthardLanghans,
Hausmeisterwohnung
Baujahr
BGF [m²]
NGF[m²] Heizenergieträger
1979
1.668
1.518
Heizöl
1971
6.021
5.419
Heizöl
2004
1.250
1.125
Heizöl
1971
1.506
1.370
Erdgas
1885
6.810
6.129
Erdgas
1977
2.772
2.495
Erdgas
1885
463
417
Erdgas
2013
1.703
1.550
Erdgas
1954
1.983
1.785
Erdgas
1954
1.369
1.232
Erdgas
1954
1.019
917
Erdgas
1954
2.297
2.067
Erdgas
1988
3.776
3.398
Erdgas
1975
2.842
2.558
Erdgas
1988
2.760
2.484
Erdgas
1975
1.992
1.813
Erdgas
k. A.
k. A.
k. A.
Erdgas
35
Bildungszentrum, Altbau
1680
2.621
2.228
Erdgas
36
Bildungszentrum, Altbau,
Hausmeisterwohnung
1680
k. A.
k. A.
Erdgas
17/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1
Energie- und CO2-Bilanzen
Nr. Bezeichnung
Baujahr
BGF [m²]
NGF[m²] Heizenergieträger
37
Bildungszentrum,
Neubau
1994
1.243
1.057
Erdgas
38
Bahnhofstr. 11, Altbau
1911
1.408
1.197
Erdgas
39
Bahnhofstr. 11, Neubau
1965
2.850
2.423
Erdgas
40
Bahnhofstr. 11, Turm
1997
470
400
Erdgas
41
Straßenverkehrsamt
1982
1.412
1.200
Erdgas
42
Straßenverkehrsamt
Pavillon
1982
64
54
Erdgas
43
Harztorwall 4
1910
692
588
Erdgas
44
Harztorwall 25
1900
2.411
2.049
Heizöl
45
Harztorwall 25, Anbau
1960
422
359
Heizöl
46
Gesundheitsamt
1950
1.552
1.319
Erdgas
47
Harzstr. 6
1680
723
615
Erdgas
1956
674
580
Erdgas
1999
368
320
Erdgas
2009
125
109
Erdgas
Dietrich-Bonhoeffer-Str.
8, Verwaltung
Dietrich-Bonhoeffer-Str.
8, Fahrzeughalle
Rettungswache
Heiningen
48
49
50
51
FTZ Schladen, Altbau
1962
955
831
Erdgas
52
FTZ Schladen, Neubau
2002
1.605
1.396
Erdgas
53
Asselager
1980
150
128
Tab. I.1.1-1
keine Heizung
Gebäudeliste mit Basisdaten für das Klimaschutzmanagement
Entsprechend ihrer Nutzungen wurden die Gebäude nach sieben Kategorieni unterteilt:



Allgemeinbildende und Berufsbildende Schulen – kurz: Schule
Sporthalle
Verwaltungsgebäude
i
Die Definition der Kategorien basiert weitestgehend auf der „Bekanntmachung der Regeln für
Energieverbrauchskennwerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand“ des BMVBS
vom 30. Juli 2009.
18/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1
Energie- und CO2-Bilanzen




Gebäude des Gesundheitswesens und Gebäude für öffentliche Bereitschaftsdienste–
kurz: Feuerwehr/Rettungsdienst
Jugendeinrichtung
Handel Non-Food – kurz: Handel
Wohnung
Nachfolgende Übersicht zeigt die Zuordnung der Gebäude zu den Kategorien sowie die
Anteile der Kategorien am Gesamtgebäudebestand.
Schule
24 Gebäude; 66 % der Nettogrundflächen
 Teichgarten, Schule
 Peter-Räuber
 Peter-Räuber, Anbau
 Ludwig-von-Strümpell
 HRS Schladen, Schule
 HRS Schladen, Schule, Anbau
 Alte Realschule Schöppenstedt
 HRS Schöppenstedt, Schule
 HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau
 HRS Sickte, Schule
 HRS Sickte, Schule, Anbau
 HRS Sickte, Schule, Verwaltung
 HRS Baddeckenstedt, Schule
 HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau
 IGS Wallstraße, Schule
 IGS Wallstraße, Schule, Anbau
 IGS Wallstraße, Schule, Mensa
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude B, Verwaltung
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundhaus
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz
Verwaltung
 Bildungszentrum, Altbau
 Bildungszentrum, Neubau
 Bahnhofstr. 11, Altbau
 Bahnhofstr. 11, Neubau
 Bahnhofstr. 11, Turm
 Straßenverkehrsamt
 Straßenverkehrsamt Pavillon
 Harztorwall 4
 Harztorwall 25
 Gesundheitsamt
 Harzstr. 6
11 Gebäude; 15 % der Nettogrundflächen
Sporthalle
 Teichgarten, Sporthalle
9 Gebäude; 14 % der Nettogrundflächen
19/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.1








Datengrundlage für die Energie- und CO2-Bilanzen
HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert
HRS Schladen, Sporthalle
HRS Schöppenstedt, Sporthalle
HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert
HRS Sickte, Sporthalle
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle
IGS Wallstraße, Sporthalle
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
Feuerwehr/Rettungsdienst
5 Gebäude; 4 % der Nettogrundflächen
 Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung
 Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Fahrzeughalle
 Rettungswache Heiningen
 FTZ Schladen, Altbau
 FTZ Schladen, Neubau
Handel
 Harztorwall 25, Anbau
1 Gebäude; 0,4 % der Nettogrundflächen
Jugendeinrichtung
 Asselager
1 Gebäude; 0,1 % der Nettogrundflächen
Wohnung
2 Gebäude; ? % der Nettogrundflächen
 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Hausmeisterwohnung
 Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung
Tab. I.1.1-2
Gebäudekategorien
Wie in vielen Landkreisen haben die Schulen auch im Landkreis Wolfenbüttel den mit
Abstand größten Anteil am Gebäudebestand. Fast die Hälfte der Gebäude und sogar etwa
zwei Drittel der beheizten Nettogrundflächen werden durch Schulen genutzt.
Die Hausmeisterwohnungen haben nur unbedeutende Anteile an den Flächen und sind hier
lediglich der Vollständigkeit halber angegeben.
I.1.1.1 Datengrundlage für die Energie- und CO2-Bilanzen
Die Ermittlung und Bewertung der Bilanzergebnisse erfolgen differenziert nach



Heizenergie
Strom
Frischwasser (im begrenztem Umfang)
Hilfsströme für Heizungsanlagen, z. B. für die Heizungspumpen, werden in der Sparte Strom
mitbetrachtet, da diese elektrischen Verbräuche nicht getrennt erfasst werden.
Die Verwaltung hat sämtliche zur Verfügung stehenden Verbrauchs- und Kostendaten der
Jahre 2009 bis 2013 bereitgestellt. Die Datenlage ist allerdings für einige Gebäude sehr
lückenhaft (s. Kapitel I.2). Um die Fehlerbehaftung der Bilanzen möglichst gering zu halten,
20/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.1
Datengrundlage für die Energie- und CO2-Bilanzen
wurde der Bilanzzeitraum auf die letzten drei Datenjahre – also 2011 bis 2013 beschränkt.
Für die Ermittlung fehlender Daten wurden jeweils alle für ein Gebäude vorhandenen Daten
der Jahre 2009 bis 2013 herangezogen. Folgende Datenberechnungen wurden
vorgenommen:
Nr. Bezeichnung
fehlende Daten
5
Ludwig-von-Strümpell
Heizkosten 2011
18
HRS Sickte, Sporthalle
Heizverbräuche und
Heizkosten 2012-2013
19/ HRS Baddeckenstedt,
20 Schule und Anbau
Heizverbräuche 20122013
38/
Bahnhofstr. 11, Altbau,
39/
Neubau und Turm
40
Heizverbrauch und
Heizkosten 2011
44/ Harztorwall 25 und
45 Anbau
Heizkosten 2013
51
FTZ Schladen, Altbau
Heizverbrauch 2011
52
FTZ Schladen, Neubau
Heizverbrauch 2011
Tab. I.1.1.1-1
Berechnungsmethode
Heizverbrauch 2011 mit dem
mittleren gezahlten Gaspreis der
anderen Jahre (5,15 Ct/kWh)
multipliziert
Heizverbräuche abgeleitet aus
dem Mittelwert der Jahre 20092011
Heizkosten: Verbräuche mit dem
Ölpreis für Harztorwall 25
(7 Ct/kWh) multipliziert
Heizverbräuche abgeleitet aus
dem Mittelwert der Jahre 20092011
Heizverbrauch abgeleitet aus
dem Mittelwert der Jahre 2009,
2010, 2012 und 2013
Heizkosten: Verbrauch mit dem
mittleren gezahlten Gaspreis der
Jahre 2012 und 2013
(5,25 Ct/kWh) multipliziert
Heizverbrauch 2013 mit dem
mittleren gezahlten Gaspreis der
anderen Jahre (7 Ct/kWh)
multipliziert
Heizverbrauch abgeleitet aus
dem Mittelwert der Jahre 2009,
2010, 2012 und 2013
Heizverbrauch abgeleitet aus
dem Mittelwert der Jahre 2009,
2010, 2012 und 2013
Berechnung fehlender Daten
Für Gebäude, die erst während des Betrachtungszeitraums in das Eigentum des
Landkreises übergingen, wurden entsprechend fehlende Daten nicht ergänzt, sondern die
Mittelwertsberechnungen dem angepasst. Allerdings wurden Zeitbereinigungen für die Jahre
der Inbetriebnahme vorgenommen. Das betrifft den Harztorwall 4, der im Mai 2012
erworben wurde (Stromdaten liegen auch für die Vorjahre vor, da der Landkreis vorher
Mieter des Objekts war.) sowie die IGS Wallstraße, Sporthalle, die neu errichtet und Mitte
März 2013 in Betrieb genommen wurde.
21/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Für die Dietrich-Bonhoeffer-Str.8, Fahrzeughalle liegen keine Stromdaten vor. Der
Landkreis geht davon aus, dass die Stromversorgung über das Verwaltungsgebäude erfolgt.
Eine Überprüfung im Rahmen dieses Konzepts konnte nicht erfolgen, da diese Gebäude
nicht Bestandteil des Bausteins 2 sind und daher keine Begehung stattgefunden hat. Auch
für die Dietrich-Bonhoeffer-Str.8, Verwaltung gibt es Lücken bei den Stromdaten. Es
konnten für die Mittelwertbildung daher nur die Jahre 2012 und 2013 berücksichtigt werden.
Ebenfalls problematisch sind die sehr unterschiedlichen Ablesezeiträume für die
Liegenschaften. Sie reichen von März/April über Juni bis Oktober und Dezember. Eine
seriöse Zeitbereinigung für ein gemeinsames Verbrauchsjahr kann auf dieser Basis nicht
durchgeführt werden. Deshalb wurden die Verbrauchsdaten dem Jahr zugeordnet, in dem
sie den überwiegenden Zeitanteil haben.
Um künftig die Vergleichbarkeit zwischen den Liegenschaften korrekt durchführen zu
können, sollte ein einheitlicher Ablesezeitpunkt pro Jahr für alle Liegenschaften festgelegt
werden. Sinnvoll sind der 31. Dezember als Kalenderjahresende oder der 30. Juni als
Kalenderhalbjahr und Heizjahresende (s. Kap. I.2).
I.1.1.2 Heizenergie-Bilanz
Das Asselager ist unbeheizt und wird daher nachfolgend nicht mitbetrachtet.
Die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel werden überwiegend mit Erdgas beheizt.
Drei Heizungsanlagen werden mit Heizöl betrieben und versorgen die HRS Sickte,
Sporthalle, die HRS Baddeckenstedt, Schule inklusive Anbau und den Harztorwall 25
inklusive Anbau.
In kommunalen Liegenschaften kommt es häufiger vor, dass mehrere Gebäude über eine
Heizungsanlage versorgt werden. Dies spielt bei der gebäudespezifischen Ermittlung von
Verbräuchen, Kosten und Emissionen eine erhebliche Rolle, wenn keine getrennten
Verbrauchszählungen und Kostenverwaltungen erfolgen. Für solche Liegenschaften
(s. nachfolgende Auflistung), wurde eine Abschätzung der Verteilung der Verbräuche und
Kosten durchgeführt. Diese berücksichtigt gleichberechtigt zwei Merkmale: die beheizte
Nettogrundfläche und die Nutzungsdauer. Beide Kenngrößen wurden miteinander
multipliziert – daraus ergab sich der gebäudespezifische Nutzen. Die Nutzenwerte wurden
zueinander ins Verhältnis gesetzt. Dieses Verhältnis gibt die Verteilung der Verbräuche und
Kosten auf die Gebäude wieder. Das beschriebene Verfahren wurde angewendet für:






HRS Schladen, Schule und Anbau sowie Sporthalle, integriert
HRS Schöppenstedt, Schule und Anbau
HRS Sickte, Schule, Anbau und Verwaltung sowie Sporthalle, integriert
HRS Baddeckenstedt, Schule und Anbau
IGS Wallstraße, Schule, Anbau und Mensa
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A-D und Rundhaus
22/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2






Heizenergie-Bilanz
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E und Werkhalle Holz sowie
Sporthalle
Bildungszentrum, Altbau und Neubau sowie Harzstr. 6
Bahnhofstr. 11, Altbau, Neubau und Turm
Straßenverkehrsamt und Pavillon (getrennte Heizungsanlagen, aber nur ein Zähler)
Harztorwall 25 und Anbau
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung und Fahrzeughalle
Sinnvoll wäre auch die Berücksichtigung des energetischen Zustandes der Gebäude bei der
Verteilungsberechnung, allerdings gibt es im Gegensatz zu den beheizten Flächen und den
Nutzungszeiten kein einfach zu bestimmender Bewertungswert mit der benötigten
Genauigkeit. Hier mit groben Klassifizierungen zu arbeiten, würde das Ergebnis eher noch
mit einem weiteren Fehler behaften. Sämtliche Betrachtungen gemeinsam versorgter
Gebäude können nur dann korrekt erfolgen, wenn die Verbräuche für jedes Gebäude
gemessen werden. Daher wird empfohlen, die entsprechenden Energiezähler nachzurüsten.
Weitere Betrachtungen und Bewertungen der betroffenen Gebäude in diesem strategischen
Konzept sind daher immer mit der Einschränkung der abgeschätzten Verbrauchs- und
Kostenverteilungen zu verstehen.
Nachfolgend angegebene Heizenergieverbräuche (Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2013)
umfassen die witterungsbereinigten Energieverbräuche für die Raumwärme sowie die
Energieverbräuche für zentrale Warmwasserbereitung über die Heizungsanlage. Da keine
genaueren Angaben über den Energieverbrauchsanteil für Warmwasserbereitung zur
Verfügung standen, wurde der entsprechend der Regeln für die Berechnung von
Energieverbrauchskennwerten angesetzte Pauschalwert von 5 %i angesetzt.
i
siehe Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchskennwerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30. Juli 2009
23/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Abb. I.1.1.2-1 Mittlere Heizenergieverbräuche nach Gebäudekategorien 2011-2013
(inkl. zentrale Warmwasserbereitung)
Größte Verbraucher sind erwartungsgemäß die 24 Schulgebäudeteile mit einem Anteil von
etwa 57 % am Gesamtenergieverbrauch; das liegt unterhalb des Anteils an der beheizten
Nettogrundfläche von 66 %. Die Verbrauchsanteile der Heizenergie liegen beim Handel
(Post im Harztorwall 25, Anbau) leicht oberhalb den Anteilen an den beheizten
Nettogrundflächen; bei den Verwaltungen (15 % Flächenanteile) und bei den Sporthallen
14 % Flächenanteile) fällt der Unterschied etwas höher aus. Gleiche Anteilsverhältnisse gibt
es bei Feuerwehr/Rettungsdienst.
Die Heizkosten betrugen im Zeitraum 2011-2013 durchschnittlich etwa 624.000 € pro Jahri.
Dabei ist zu beachten, dass diese Zahl teilweise auf berechneten Werten beruhen, da die
tatsächlichen Kosten nicht vorlagen (s. Kap. I.1.1.1). Bei mit Heizöl versorgten Gebäuden
kann dies auch an unregelmäßigen Lieferungen liegen.
Aus den Energieverbräuchen resultieren Emissionen von Klimagasen. Diese wurden als
CO2-Äquivalente ermittelt, d. h. es sind neben Emissionen von Kohlendioxid auch weitere
Klimagase berücksichtigt, beispielsweise Methan und Lachgas. Zuzüglich zu den direkten
Emissionen aus den Verbrennungsprozessen sind auch Emissionen aus den jeweiligen
Vorketten (Gewinnung des Energieträgers, Umwandlung, Transport etc.) einbezogen.
i
Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten.
24/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Hierbei treten jährlich leichte Schwankungen auf. Vereinfachend wurden die
Klimagasemissionen mit den nachfolgenden Emissionsfaktoren – abgeleitet aus der GEMISDatenbank (Version 4.93) – berechnet:


Erdgasheizung: 285,5 g CO2-Äq. pro kWh
Heizölheizung: 374,0 g CO2-Äq. pro kWh
Abb. I.1.1.2-2
Mittlere Klimagas-Emissionen (CO2-Äquivalente) durch Heizung nach
Gebäudekategorien der Jahre 2011-2013
Die Verteilung der mittleren Klimagas-Emissionen durch Heizenergie fällt für die
Gebäudekategorien ähnlich aus wie für die Verbräuche. Das ist darauf zurückzuführen,
dass sehr viele Gebäude durch den gleichen Energieträger (Erdgas) versorgt werden.
Lediglich drei Heizungsanlagen, die fünf Gebäude mit Wärme versorgen, werden mit Heizöl
betrieben. Heizöl verursacht insgesamt höhere Klimagas-Emissionen als Erdgas. Da die
betroffenen Gebäude sich allerdings auf vier Gebäudekategorien – Schule, Verwaltung,
Sporthalle und Handel – verteilen, kommen die Auswirkungen in dieser Betrachtung nicht
zum Tragen.
Die absoluten Energieverbräuche haben gezeigt, welche Gebäudekategorien die
Großverbraucher im Landkreis Wolfenbüttel sind. Daraus lassen sich aber nur begrenzt
Rückschlüsse auf die energetische Bewertung ziehen. Deshalb wurden ergänzend auf die
Nettogrundflächen bezogene Heizenergieverbrauchskennwerte ermittelt. In der
25/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
nachfolgenden Tabelle sind sie für jedes einzelne Gebäude den Vergleichskennwerten für
Nichtwohngebäude nach Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 gegenübergestellt.
Die fettgedruckten Zeilen in der Tabelle geben den Hinweis, dass der Verbrauchswert
überschritten wird.
Heizenergieverbrauchskennwert [kWh/(m²NGFa)]
Nr. Bezeichnung
(Kennwert für gesamten
Gebäudekomplex bei
gemeinsamer
Heizungsanlage)
Vergleichswerte nach
EnEV 2009
[kWh/(m²NGFa)]
01
Teichgarten, Schule
113
105
02
Peter-Räuber
97
105
03
Peter-Räuber, Anbau
605
105
04
Teichgarten, Sporthalle
156
120
05
Ludwig-von-Strümpell
94
105
06
HRS Schladen, Schule
117 (124)
105
117 (124)
90
218 (124)
120
200
120
164
105
166 (167)
90
166 (167)
105
119
120
65 (108)
105
112 (108)
90
94 (108)
105
176 (108)
120
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
HRS Schladen, Schule,
Anbau
HRS Schladen, Schule,
Sporthalle integriert
HRS Schladen, Sporthalle
Alte Realschule
Schöppenstedt
HRS Schöppenstedt,
Schule
HRS Schöppenstedt,
Schule, Anbau
HRS Schöppenstedt,
Sporthalle
HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule,
Anbau
HRS Sickte, Schule,
Verwaltung
HRS Sickte, Schule,
Sporthalle integriert
18
HRS Sickte, Sporthalle
136
120
19
HRS Baddeckenstedt,
Schule
105 (102)
90
26/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Heizenergieverbrauchskennwert [kWh/(m²NGFa)]
Nr. Bezeichnung
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
HRS Baddeckenstedt,
Schule, Anbau
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule,
Anbau
IGS Wallstraße, Schule,
Mensa
IGS Wallstraße, Sporthalle
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule
Gebäude A
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude B, Verwaltung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Rundhaus
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude C
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude D
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle
BBS Carl-GotthardLanghans,
Hausmeisterwohnung
35
Bildungszentrum, Altbau
36
Bildungszentrum, Altbau,
Hausmeisterwohnung
37
Bildungszentrum, Neubau
(Kennwert für gesamten
Gebäudekomplex bei
gemeinsamer
Heizungsanlage)
Vergleichswerte nach
EnEV 2009
[kWh/(m²NGFa)]
105 (102)
105
286
120
84 (80)
90
84 (80)
105
53 (80)
105
105
120
146 (145)
80
146 (145)
80
146 (145)
80
146 (145)
80
146 (145)
80
122 (168)
80
122 (168)
80
301 (168)
120
war nicht zu ermitteln
100
185 (186)
80
war nicht zu ermitteln
100
185 (186)
80
27/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Heizenergieverbrauchskennwert [kWh/(m²NGFa)]
Nr. Bezeichnung
(Kennwert für gesamten
Gebäudekomplex bei
gemeinsamer
Heizungsanlage)
Vergleichswerte nach
EnEV 2009
[kWh/(m²NGFa)]
38
Bahnhofstr. 11, Altbau
191 (187)
80
39
Bahnhofstr. 11, Neubau
191 (187)
80
40
Bahnhofstr. 11, Turm
192 (187)
80
41
Straßenverkehrsamt
168 (161)
80
42
Straßenverkehrsamt
Pavillon
160 (161)
80
43
Harztorwall 4
153
80
44
Harztorwall 25
146
80
45
Harztorwall 25, Anbau
175
75
46
Gesundheitsamt
193
80
47
Harzstr. 6
237 (186)
80
57 (55)
135
57 (55)
100
48
49
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8,
Verwaltung
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8,
Fahrzeughalle
50
Rettungswache Heiningen
204
100
51
FTZ Schladen, Altbau
355
100
52
FTZ Schladen, Neubau
85
100
Tab. I.1.1.2-1
Bewertungstabelle der Heizenergieverbräuche der einzelnen Gebäude
Diese Bewertung gibt erste Hinweise auf Einrichtungen mit hohen Verbräuchen. Gebäude,
die die Vergleichswerte der EnEV unterschreiten, sind aber nicht automatisch
energieeffizient – auch das Nutzerverhalten kann hier erheblichen Einfluss ausüben. Ein
gutes Beispiel dafür ist die IGS Wallstraße. Dort wird die eingebaute Leittechnik in
Absprache mit der Schulleitung von den Hausmeistern konsequent genutzt, so dass die
Temperaturen raumweise geregelt werden und 20°C dabei nicht überschritten werden.
Bei den Gebäuden, die über eine gemeinsame Heizungsanlage wärmeversorgt werden, fällt
auf, dass durch die Aufteilung der Verbräuche nach dem beschriebenen Verfahren die
Sporthalle der BBS einen deutlich höheren Kennwert aufweist, als wenn die Gebäude nur im
gesamten Komplex bewertet würden. Das ist auf die intensive Nutzung der Sporthalle
28/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
zurückzuführen – das gilt auch für die integrierten Sporthallen der HRS Schladen und HRS
Sickte sowie für die Harzstr. 6. Infolge dessen und einer geringen Nutzungsintensität des
Schulgebäudes der HRS Sickte wird dieses rechnerisch besser gestellt, als es tatsächlich
aufgrund des aktuellen Bauzustandes sein kann. In die Erarbeitung der strategischen
Empfehlungen, wie z. B. den Sanierungsfahrplan, kann die hier vorgenommene Bewertung
nur als ein, jedoch nicht ausschlagebenden, Aspekt eingehen.
Um Kennwerte ermitteln zu können, die ein möglichst reales Bild verschaffen, muss jedes
Gebäude mit eigenen Zählern ausstattet werden.
Auffällig ist, dass in vielen Gebäuden die Kennwerte ganz erheblich überschritten werden –
siehe nachfolgende Übersicht.
Prozentuale
Überschreitung der
EnEV-Vergleichswerte
Absolute
Überschreitung der
EnEVVergleichswerte
[kWh/(m²NGFa)]
Nr.
Bezeichnung
03
Peter-Räuber, Anbau
476%
500
51
FTZ Schladen, Altbau
255%
255
47
Harzstr. 6
196%
157
33
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Sporthalle
151%
181
46
Gesundheitsamt
141%
113
40
Bahnhofstr. 11, Turm
140%
112
39
Bahnhofstr. 11, Neubau
139%
111
38
Bahnhofstr. 11, Altbau
139%
111
21
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
138%
166
45
Harztorwall 25, Anbau
133%
100
37
Bildungszentrum, Neubau
132%
105
35
Bildungszentrum, Altbau
132%
105
41
Straßenverkehrsamt
111%
88
50
Rettungswache Heiningen
104%
104
42
Straßenverkehrsamt Pavillon
99%
80
29/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Absolute
Überschreitung der
EnEVVergleichswerte
[kWh/(m²NGFa)]
Nr.
Bezeichnung
Prozentuale
Überschreitung der
EnEV-Vergleichswerte
43
Harztorwall 4
92%
73
11
HRS Schöppenstedt, Schule
84%
76
83%
66
83%
66
83%
66
83%
66
83%
66
27
29
26
28
30
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude B,
Verwaltung
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude C
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule Gebäude A
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Rundhaus
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude D
44
Harztorwall 25
82%
66
08
HRS Schladen, Schule,
Sporthalle integriert
81%
98
09
HRS Schladen, Sporthalle
67%
80
58%
61
56%
59
53%
42
52%
42
47%
56
12
10
32
31
17
HRS Schöppenstedt, Schule,
Anbau
Alte Realschule
Schöppenstedt
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Werkhalle Holz
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Werkhalle E
HRS Sickte, Schule, Sporthalle
integriert
04
Teichgarten, Sporthalle
30%
36
07
HRS Schladen, Schule, Anbau
30%
27
15
HRS Sickte, Schule, Anbau
24%
22
19
HRS Baddeckenstedt, Schule
16%
15
18
HRS Sickte, Sporthalle
14%
16
06
HRS Schladen, Schule
11%
12
30/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Nr.
Bezeichnung
01
Teichgarten, Schule
Tab. I.1.1.2-2
Prozentuale
Überschreitung der
EnEV-Vergleichswerte
8%
Absolute
Überschreitung der
EnEVVergleichswerte
[kWh/(m²NGFa)]
8
Überschreitung einzelner Gebäude der EnEV-Vergleichswerte für
spezifische Heizenergieverbräuche
Es wird deutlich, dass der Landkreis Wolfenbüttel bezüglich seiner Liegenschaften großen
Handlungsbedarf hat. Nähere Ausführungen zu den einzelnen Gebäuden und der
Energieorganisation werden in den weiteren Kapiteln dieses Konzeptes gegeben.
Um weitere Hinweise zu erhalten, in welchen Gebäuden vorrangig Energie eingespart
werden sollte, wurde eine ABC-Analyse mit folgender Systematik durchgeführt:
Die Bewertung erfolgt auf Basis von zwei Kenngrößen:

des absoluten Verbrauchswerts und

des spezifischen Verbrauchskennwerts
Der absolute Verbrauch einer Liegenschaft wurde als hoch eingestuft, sofern er zu den
Liegenschaften mit den größten Verbrauchswerten gehört, die zusammen 60 % des
Gesamtverbrauchs ausmachen (also 7.304.867 kWh/a). Mit Priorität „A“ wurden diejenigen
Liegenschaften versehen, die sowohl einen hohen absoluten als auch spezifischen
Verbrauchswert aufweisen, welcher den Vergleichswert nach EnEV überschreitet. Priorität
„B“ erhielten diejenigen Liegenschaften, für die eines der genannten Kriterien gilt. Traf
keiner der beiden Fälle zu, wurde der Liegenschaft Priorität „C“ zugewiesen. Auch wenn
die Gebäude der Kategorien „A“ und „B“ mit höherer Priorität zu sehen sind, besteht
selbstverständlich für die Gebäude der Kategorie „C“ ebenfalls Handlungsbedarf.
Die folgende Tabelle zeigt die Gebäude sortiert nach Prioritäten. Dabei sind die Gebäude
innerhalb der Prioritätenklasse nach der Höhe der prozentualen Überschreitung der EnEVVergleichswerte für die spezifischen Heizenergieverbrauchskennwerte sortiert. Bis
einschließlich HRS Schladen, Schule (siehe vorletzte Position Priorität B) werden die
Vergleichswerte überschritten – bei allen Gebäude, die unterhalb des genannten Gebäudes
aufgeführt sind, werden die Vergleichswerte unterschritten. Das bedeutet, dass die IGS
Wallstraße, Schule, die in der Auflistung der Priorität B zuunterst steht, nur aufgrund ihres
absoluten hohen Verbrauchs der Priorität B statt C zugeordnet wurde.
31/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz
Priorität A – 15 Gebäude
 Peter-Räuber, Anbau

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle

Bahnhofstr. 11, Neubau

HRS Baddeckenstedt, Sporthalle

Bildungszentrum, Altbau

HRS Schöppenstedt, Schule

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D

HRS Schladen, Sporthalle

Alte Realschule Schöppenstedt

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E

HRS Schladen, Schule, Anbau

HRS Sickte, Schule, Anbau

HRS Baddeckenstedt, Schule

Teichgarten, Schule
Priorität B – 23 Gebäude
 FTZ Schladen, Altbau

Harzstr. 6

Gesundheitsamt

Bahnhofstr. 11, Turm

Bahnhofstr. 11, Altbau

Harztorwall 25, Anbau

Bildungszentrum, Neubau

Straßenverkehrsamt

Rettungswache Heiningen

Straßenverkehrsamt Pavillon

Harztorwall 4

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude B,
Verwaltung

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule Gebäude A

BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundhaus

Harztorwall 25

HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert
32/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.2
Heizenergie-Bilanz

HRS Schöppenstedt, Schule, Anbau

HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert

Teichgarten, Sporthalle

HRS Sickte, Sporthalle

HRS Schladen, Schule

IGS Wallstraße, Schule
Priorität C – 12 Gebäude
 HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau

HRS Schöppenstedt, Sporthalle

Peter-Räuber

Ludwig-von-Strümpell

HRS Sickte, Schule, Verwaltung

IGS Wallstraße, Sporthalle

FTZ Schladen, Neubau

IGS Wallstraße, Schule, Anbau

HRS Sickte, Schule

Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Fahrzeughalle

IGS Wallstraße, Schule, Mensa

Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung
Tab. I.1.1.2-3
Priorisierung mittels ABC-Analyse
Auffällig ist, dass der Altbau der Bahnhofstr. 11 der Priorität B zugewiesen ist, während der
Neubau zur Priorität A gehört. Das würde man eher umgekehrt erwarten. Erklärung: Für die
Priorität A müssen zwei Kriterien erfüllt werden:
1. Der Heizenergieverbrauchskennwert überschreitet den Richtwert der EnEV und
2. das Gebäude gehört zu den Großverbrauchern.
Kriterium 1 erfüllen sowohl der Altbau als auch der Neubau. Der Altbau gehört jedoch nach
den angewandten Betrachtungsweisen dieses Konzepts im Gegensatz zum Neubau nicht zu
den Großverbrauchern. Da der Alt- und der Neubau über eine gemeinsame Heizungsanlage
versorgt sind, jedoch keine getrennten Zähler vorhanden sind, wurden die Verbrauchszahlen
unter Berücksichtigung von Flächen und Nutzungsintensitäten auf die Gebäude aufgeteilt.
Da die Nutzungszeiten im Altbau und Neubau der Bahnhofstr. 11 gleich sind, kommen also
ausschließlich die Flächen zum Tragen. Der Neubau ist annähernd doppelt so groß wie der
Altbau, entsprechend hat der Neubau auch die Anteile am Energieverbrauch zugewiesen
bekommen. Die energetischen Zustände der Gebäude konnten nicht berücksichtigt werden,
33/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.3
Strom-Bilanz
weil es dafür keinen einfach zu bestimmenden Bewertungswert mit der benötigten
Genauigkeit gibt. Wie bei der Bahnhofstr. 11 verhält es sich auch zwischen den Gebäuden
A, B, C, D und Rundhaus der BBS. Das jüngere Gebäude D ist wesentlich größer als jeweils
die anderen mitbeheizten Gebäude und damit der Priorität A zugeordnet worden.
Wichtig ist – insbesondere vor dem Hintergrund der Ungenauigkeiten aufgrund fehlender
Zählwerte – dass die Bewertungen und Schlussfolgerungen nicht nur auf einer Kenngröße
basieren. Neben den dargestellten Prioritäten sind auch verschiedene
Wirtschaftskenngrößen, die energetischen Gebäudezustände, notwendige
Instandhaltungsmaßnahmen, Nutzungsplanungen usw. zu berücksichtigen.
I.1.1.3 Strom-Bilanz
Die Hausmeisterwohnung der BBS Carl-Gotthard-Langhans sowie der von der Post
genutzte Anbau des Harztorwalls 25 werden nachfolgend nicht betrachtet, da die
Stromverbräuche direkt von den Nutzern abgerechnet werden und nicht bekannt sind.
Auch bei der Stromversorgung gibt es wie bei den Heizungsanlagen einige Gebäude, die
von anderen mitbedient werden. In diesen Fällen kann keine Verteilung auf die einzelnen
Gebäude erfolgen, denn im Gegensatz zur Heizung gibt es keine verlässlichen
Bewertungsgrößen. Die Stromverbräuche sind in erster Linie von den verwendeten Geräten
und den Nutzern abhängig – im Rahmen dieses Klimaschutzkonzeptes konnte keine exakte
Erhebung dieser Daten vorgenommen werden. Daher werden die Gebäude, für die die
Stromverbräuche nur gemeinsam vorliegen, jeweils zusammengefasst dargestellt. Es ergibt
sich in der Folge bei den Gebäudekategorien eine Mischkategorie „Schule/Sporthalle“ (siehe
Tabelle unten), bei der keine eindeutige Bewertung der Kenndaten möglich ist. Dies gilt es
zu beachten, wenn die nachfolgenden Ergebnisse betrachtet werden.
Kategorie „Schulen / Sporthallen“





Teichgartenschule inkl. Sporthalle und Peter-Räuber inkl. Sporthalle
alle Gebäude der Haupt- und Realschule Schladen (Schule, Anbau, integrierte
Sporthalle)
alle Gebäude der Haupt- und Realschule Sickte (Schule, Anbau, Verwaltung,
integrierte Sporthalle) sowie die Sporthalle
Schulgebäude (ohne Anbau) und Sporthalle der Haupt- und Realschule
Baddeckenstedt
alle Schulgebäude der BBS Carl-Gotthard-Langhans sowie die Sporthalle
Tab. I.1.1.3-1
Bildung einer gemischten Gebäudekategorie aufgrund gemeinsamer
Stromverbrauchsmessung von Gebäuden
Die Stromverbräuche umfassen neben den elektrischen Bürogeräten auch Hilfsströme für
die Heizungsanlagen sowie ggf. Verbräuche für die dezentrale Warmwasserbereitung durch
Boiler bzw. Durchlauferhitzer.
34/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.3
Strom-Bilanz
Abb. I.1.1.3-1
Mittlere Stromverbräuche nach Gebäudekategorien 2011-2013
(inkl. dezentrale Warmwasserbereitung)
Größte Stromverbraucher sind die Schulen und Sporthallen mit einem Anteil von
insgesamt 67 % am gesamten Stromverbrauch des Landkreises Wolfenbüttel. Im Vergleich
zu den Heizenergieverbräuchen fällt der Anteil an der Stromnutzung für die Schulen und
Sporthallen sogar um 9 % geringer aus. Anders ist dies bei der Verwaltung: Mit 27 % Anteil
am Gesamtstromverbrauch ist dieser im Vergleich zum Anteil des Heizenergieverbrauchs
um 7 % höher. Alle weiteren Gebäudekategorien sind hinsichtlich ihrer Anteile am
Gesamtstromverbrauch nur Geringverbraucher.
Die Stromkosten betrugen im Zeitraum 2011 bis 2013 durchschnittlich etwa 410.000 € pro
Jahri, wobei von 2011 (ca. 360.000 €) bis 2013 (ca. 450.000 €) eine jährliche Steigerung von
über 10 % zu verzeichnen ist. Diese Entwicklung ist nicht an den Stromverbrauch gekoppelt.
Zwar stieg der Gesamtverbrauch von 2011 zu 2012, allerdings nur um etwa 3,5 % – von
2012 auf 2013 sank der Gesamtverbrauch sogar, obwohl die Mensa der IGS Wallstraße
noch neu dazukam. Die Stromverbräuche der einzelnen Liegenschaften können dem
Anhang 7 entnommen werden.
i
Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten.
35/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.3
Strom-Bilanz
Ebenso wie bei der Heizung wurden für die Berechnung der Klimagas-Emissionen die
Faktoren für die CO2-Äquivalente (berücksichtigen neben Emissionen von Kohlendioxid auch
weitere Klimagase) aus der GEMIS-Datenbank (Version 4.93) bzw. Daten des
Umweltbundesamtes (gilt für die Jahreswerte 2009 und 2013) abgeleitet:





deutscher Strommix 2009: 605,4 g CO2-Äq. pro kWh
deutscher Strommix 2010: 587,7 g CO2-Äq. pro kWh
deutscher Strommix 2011: 605,4 g CO2-Äq. pro kWh
deutscher Strommix 2012: 613,0 g CO2-Äq. pro kWh
deutscher Strommix 2013: 606,5 g CO2-Äq. pro kWh
Durch die hohen Umwandlungs- und Leitungsverluste ist fossil erzeugter Strom ein sehr
starker Treibhausgasemittent. Da Stromverbrauch und Ausstoß von Emissionen
deckungsgleich verlaufen, sind die hohen Verbraucher zugleich die hohen Emittenten.
(Die Abweichung bei den Schulen ergibt sich durch Rundungen – sowohl bei den
Stromverbräuchen als auch den Klimagas-Emissionen liegt der Anteil bei jeweils etwa
16,5 %.)
Abb. I.1.1.3-2
Mittlere Klimagas-Emissionen (CO2-Äquivalente) durch Strom nach
Gebäudekategorien 2011-2013
Auch für den Stromverbrauch wurden spezifische Kennwerte gebildet, die eine Bewertung
der Messdaten ermöglicht. Nachfolgende Tabelle stellt die Stromverbrauchskennwerte den
36/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.3
Strom-Bilanz
aktuellen Vergleichswerten gegenüber, die mit der EnEV 2009 eingeführt wurden. Bei der
gemischten Gebäudekategorie werden mehrere Vergleichswerte angegeben. Die
fettgedruckten Zeilen in der Tabelle geben den Hinweis, dass der Verbrauchswert
überschritten wird.
Stromverbrauchs- Vergleichswerte
kennwert
nach EnEV
[kWh/(m²NGFa)]
2009
Nr.
Bezeichnung
01-04
Teichgarten, Schule/Sporthalle; PeterRäuber/Anbau
27
15/35
05
Ludwig-von-Strümpell
14
15
06-08
HRS Schladen, Schule/Anbau/Sporthalle
integriert
10
10/35
09
HRS Schladen, Sporthalle
23
10/35
10/12
Alte Realschule Schöppenstedt/HRS
Schöppenstedt, Schule, Anbau
8
10
11
HRS Schöppenstedt, Schule
23
10
13
HRS Schöppenstedt, Sporthalle
24
35
14-18
HRS Sickte,
Schule/Anbau/Verwaltung/Sporthalle
integriert/Sporthalle
21
10/35
19/21
HRS Baddeckenstedt, Schule/Sporthalle
29
10/35
20
HRS Baddeckenstedt, Schule, Anbau
3
10
22-24
IGS Wallstraße, Schule/Anbau/Mensa
15
10
25
IGS Wallstraße, Sporthalle
8
35
26-33
BBS CGL, Schule, Gebäude
A/B/C/D/Rundhaus/WerkhalleE/Holz/Sport
halle
20
20/35
35/37
Bildungszentrum, Altbau/Neubau
33
20
38-40
Bahnhofstr. 11, Altbau/Neubau/Turm
67
30
41
Straßenverkehrsamt
42
20
42
Straßenverkehrsamt Pavillon
29
20
43
Harztorwall 4
9
20
37/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.3
Strom-Bilanz
Stromverbrauchs- Vergleichswerte
kennwert
nach EnEV
[kWh/(m²NGFa)]
2009
Nr.
Bezeichnung
44
Harztorwall 25
31
20
46
Gesundheitsamt
21
20
47
Harzstr. 6
20
20
48/49
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8,
Verwaltung/Fahrzeughalle
58
50/20
50
Rettungswache Heiningen
61
20
51/52
FTZ Schladen, Altbau/Neubau
19
20
53
Asselager
77
20
Tab. I.1.1.3-2
Bewertungstabelle der Stromverbräuche der Gebäude
Es fällt auf, dass in verhältnismäßig vielen Gebäuden die Stromverbrauchskennwerte die
EnEV-Vergleichswerte deutlich überschreiten. Spitzenreiter ist das Asselager mit einer
Überschreitung von 285 %. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der gewählte EnEVVergleichswert für Freizeitzentren, Jugendhäuser, Gemeindehäuser gilt. In diese Kategorie
passt das Asselager nur teilweise. Der besondere Charakter des Asselagers als temporäre
Ferieneinrichtung wird hierbei nicht berücksichtigt. Außerdem zählt das Asselager zu den
absoluten Geringverbrauchern: Nur die Rettungswache Heiningen, der Anbau der HRS
Baddeckenstedt, der Harztorwall 4 und der Pavillon des Straßenverkehrsamtes verbrauchen
im Jahr noch weniger Strom als das Asselager. Vor diesem Hintergrund stellt das Asselager
keine hohe Priorität für Stromeinsparung dar. Dennoch sollte mit der Lagerleitung überlegt
werden, an welchen Stellen Strom gespart werden könnte, ohne dass das Lagerleben
dadurch eine Einschränkung erfahren würde (Stichworte: Lagerradio, Beleuchtung).
Besonders hohe Abweichungen der Stromverbrauchskennwerte von über 100 % treten auch
bei folgenden Liegenschaften auf:




Rettungswache Heiningen
HRS Schöppenstedt, Schule
Bahnhofstr. 11, Altbau/Neubau/Turm
Straßenverkehrsamt
Wie bereits oben erwähnt, hat die Rettungswache Heiningen einen nur geringen absoluten
Jahresverbrauch (<10.000 kWh). Wesentlich interessanter ist eine nähere Betrachtung der
Bahnhofstr. 11 mit dem Altbau, dem Neubau und dem Turm. Dieses
Verwaltungsgebäude gehört mit etwa 270.000 kWh/a zu den vier Großverbrauchern im
Landkreis Wolfenbüttel, die in Summe etwa 60 % des gesamten Stroms verbrauchen. Als
38/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.3
Strom-Bilanz
Ursachen für die hohen Stromverbräuche kommen vor allem die Informations- und
Kommunikationstechnik, die Klimaanlage des Serverraums und die Beleuchtung in Frage.
Es wird empfohlen, hier weitergehende Untersuchungen anzustellen, z. B. Analyse zur
Optimierung von Outputgeräten (Drucker etc.) und Servern. Auch im Straßenverkehrsamt
(mögliche Verbrauchsquellen: Computer, Drucker und Klimaanlage des Serverraums) und
der HRS Schöppenstedt (keine Begehungen im Rahmen dieses Konzeptes) sollten
Ursachen für die hohen Stromverbräuche näher untersucht werden.
Schwieriger zu bewerten, sind Kennwerte, wenn mehrere Gebäude mit unterschiedlichen
Vergleichswerten gemeinsam mit Strom versorgt werden. Für die Verwaltung und die
Fahrzeughalle in der Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8 ist der Stromverbrauchskennwert
allerdings eindeutig zu hoch. Da diese Gebäude nicht im Baustein 2 näher untersucht
wurden, kann über die Ursachen keine Aussage getroffen werden. Folgende Schulgebäude
und Sporthallen überschreiten mit ihren Stromverbrauchskennwerten jeweils die
Vergleichswerte für Schulen deutlich, unterschreiten jedoch die Vergleichskennwerte für
Sporthallen:




HRS Baddeckenstedt, Schule/Sporthalle
Teichgarten, Schule/Sporthalle; Peter-Räuber/Anbau
HRS Sickte, Schule/Anbau/Verwaltung/Sporthalle integriert/ Sporthalle
HRS Schladen, Sporthalle
Auch bei diesen genannten Gebäuden sind nähere Betrachtungen zum Stromverbrauch
grundsätzlich empfehlenswert.
Eine wesentliche Rolle für Energieeffizienz spielen neben der Technik die Nutzer eines
Gebäudes. Daher sollten bewusstseinsfördernde und motivierende Maßnahmen für Nutzer
zum Zwecke des energieeffizienten Verhaltens ergriffen werden.
Abb. I.1.1.3-3
Gegenüberstellung Energieverbrauch, Energiekosteni und KlimagasEmissionen durch Heizung und Strom (Durchschnittswerte 2011-2013)
Es wird deutlich, dass die Heizenergie in allen Bereichen den weit größten Anteil trägt. Auch
ersichtlich ist, dass Strom ein vergleichsweise kostentreibender Faktor ist – und auch immer
i
Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten.
39/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.1.4
Frischwasser-Bilanz
noch ein klimaschädigender Energieträger ist, auch wenn der zunehmende Anteil
erneuerbarer Energien am deutschen Strommix schon Verbesserung gebracht hat.
I.1.1.4 Frischwasser-Bilanz
Zu einer ganzheitlichen Betrachtung gehört auch der Wasserverbrauch – hier greifen
Ressourcen- und Energieeffizienz ineinander. Die Gewinnung und Aufbereitung von
Trinkwasser, der Transport, die Erwärmung, die Speicherung sowie die
Schmutzwasseraufbereitung – das alles sind Prozesse, für die Energie benötigt wird. Diese
Energieverbräuche werden so jedoch nicht erfasst, weshalb eine Bewertung nur sehr
begrenzt möglich ist. Es ist davon auszugehen, dass Gebäude mit hohen
Frischwasserverbräuchen auch damit zusammenhängend höhere Energieverbräuche und
Klimawirkungen verursachen.
Die größten Wasserverbraucher in den Jahren 2011 bis 2013 sind:



BBS Carl-Gotthard-Langhans, alle Gebäude und Sporthalle (ca. 1.730 m³/a)
Peter-Räuber (ca. 1.680 m³/a)
IGS Wallstraße, Schule und Anbau (ca. 1.190 m³/a)
Da die Daten der BBS alle Gebäude und die Sporthalle umfassen, ist der Verbrauch im
Vergleich zu anderen Schulgebäuden und Sporthallen nicht als zu hoch einzustufen.
Setzt man den Wasserverbrauch der Peter-Räuber-Schule ins Verhältnis zur Schüleranzahl
und vergleicht dann die Werte mit den anderen Förderschulen Teichgarten-Schule und
Ludwig-von-Strümpell miteinander, dann setzt sich die Peter-Räuber Schule mit etwa
18 m³/a pro Schüler deutlich von den beiden anderen Förderschulen (etwa 2-4 m³/a pro
Schüler) ab. Ursache dafür ist das Therapiebad, das sich im Anbau der Peter-Räuber-Schule
befindet.
Bei der IGS Wallstraße ist zu bedenken, dass sie auch eine höhere Schüleranzahl als die
anderen allgemeinbildenden Schulen hat. Setzt man bei den allgemeinbildenden Schulen die
Wasserverbräuche ins Verhältnis zu den Schülerzahlen, erzielen alle Schulen annähernd
gleiche Werte zwischen 1 und 1,6 m³/a pro Schüler.
Die geringsten mittleren Wasserverbräuche (< 100 m³/a) weisen auf:




FTZ Schladen, Neubau
Rettungswache Heiningen
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 8, Verwaltung und Fahrzeughalle
IGS Wallstraße, Sporthalle
Da die Sporthalle der IGS Wallstraße neu ist, liegen nur wenige Verbrauchswerte vor – eine
erhebliche Erhöhung der Wasserverbräuche in den Folgejahren ist denkbar und sollte
kontrolliert werden.
40/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.2
Einsparpotenziale
Wasserverbrauch verursacht auch entsprechende Kosten. Dem Landkreis Wolfenbüttel
entstehen jährlich Wasserkosten in Höhe von etwa 100.000 Euro. Wassersparen schont also
nicht nur Ressourcen und vermindert Energieeinsatz, sondern bietet auch Potenzial zur
Kostensenkung.
I.1.2
Einsparpotenziale
Eine wichtige Kenngröße für die Bewertung der Energieverbräuche stellen die
Einsparpotenziale dar. Bei Potenzialabschätzungen werden grundsätzlich die drei
Abstufungen „Theoretisches Potenzial“, „Technisch realisierbares Potenzial“ und
„Wirtschaftliches Potenzial“ betrachtet.
Theoretisches Potenzial
Technisches Potenzial
Wirtschaftliches Potenzial
Abb. I.1.2-1
Definition von Potenzialen
Das wirtschaftliche Potenzial ist eine Teilmenge des technischen Potenzials, das wiederum
eine Teilmenge des theoretischen Potenzials darstellt.
Das Energieeinsparpotenzial von Gebäuden liegt theoretisch bei 100 % – sofern die
Gebäudesubstanz mindestens auf Nullenergiehausstandard gebracht wird; das würde
bedeuten, dass durch Anlagen am Gebäude zur Gewinnung von erneuerbaren Energien
(Solarstrom, Solarwärme, Umgebungswärme) so viel Energie produziert wie in dem
Gebäude verbraucht wird.
Das technische Potenzial wird beschränkt durch die aktuellen Möglichkeiten von
Wissenschaft und Technik, die vorhandenen strukturellen Begrenzungen und normativen
Einschränkungen sowie die selbst auferlegten Grenzen (z. B. Gebäudegestaltungsfragen
und Funktionalität).
Nachfolgend wird das auf die EnEV beruhende technische Potenzial dargestellt; detailliertere
Betrachtungen für die in den Bausteinen 2 und 3 näher untersuchten Gebäude unter
Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte werden im Rahmen der Bewertung der
einzelnen Verbesserungsmaßnahmen (s. III.1 Einsparungen) näher betrachtet.
41/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.2
Einsparpotenziale
Für die Abschätzung der Einsparpotenziale wird hier – in aller Regel der Realität
entsprechend – davon ausgegangen, dass es technisch möglich ist, alle Liegenschaften
entsprechend den Anforderungen der EnEV für Bestandsgebäude zu sanieren. Daher
werden die Einsparpotenziale der einzelnen Liegenschaften ermittelt, indem der
Heizenergieverbrauchskennwert dem Vergleichswert aus der EnEV 2009 gegenübergestellt
wird. Übersteigt der ermittelte Kennwert den Vergleichswert, so entspricht die Differenz aus
Kennwert und Vergleichswert dem Einsparpotenzial.
Gebäude, deren Heizenergieverbrauchskennwert bereits den Vergleichswert unterschreitet,
haben nach dieser Betrachtung kein Einsparpotenzial. Tatsächlich sind in diesen Gebäuden
dennoch Einsparungen möglich – sie werden in diesem Klimaschutzkonzept nicht
quantifiziert, jedoch im Rahmen der Maßnahmenempfehlungen selbstverständlich
berücksichtigt.
Die (wie oben beschrieben) ermittelten Einsparpotenziale in der Wärmeversorgung der
einzelnen Liegenschaften sind in nachfolgender Tabelle übersichtlich dargestellt.
Nr. Bezeichnung
01
Teichgarten, Schule
03
Peter-Räuber, Anbau
04
Teichgarten, Sporthalle
06
HRS Schladen, Schule
07
08
09
10
11
12
HRS Schladen, Schule,
Anbau
HRS Schladen, Schule,
Sporthalle integriert
HRS Schladen, Sporthalle
Alte Realschule
Schöppenstedt
HRS Schöppenstedt,
Schule
HRS Schöppenstedt,
Schule, Anbau
15
HRS Sickte, Schule, Anbau
17
HRS Sickte, Schule,
Sporthalle integriert
18
HRS Sickte, Sporthalle
19
HRS Baddeckenstedt,
Schule
spezifisches
Einsparpotenzial
[kWh/(m²NGFa)]
absolutes
Einsparpotenzial
[kWh/a)]
8
31.000
500
317.000
36
32.000
12
12.000
27
117.000
98
71.000
80
122.000
59
126.000
76
288.000
61
34.000
22
92.000
56
60.000
16
25.000
15
79.000
42/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.2
Einsparpotenziale
Nr. Bezeichnung
21
26
27
28
29
30
31
32
33
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule Gebäude
A
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude B, Verwaltung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Rundhaus
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude C
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude D
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle
35
Bildungszentrum, Altbau
37
Bildungszentrum, Neubau
38
Bahnhofstr. 11, Altbau
39
Bahnhofstr. 11, Neubau
40
Bahnhofstr. 11, Turm
41
Straßenverkehrsamt
42
Straßenverkehrsamt
Pavillon
43
Harztorwall 4
44
Harztorwall 25
45
Harztorwall 25, Anbau
spezifisches
Einsparpotenzial
[kWh/(m²NGFa)]
absolutes
Einsparpotenzial
[kWh/a)]
166
228.000
66
118.000
66
82.000
66
61.000
66
137.000
66
225.000
42
107.000
42
105.000
181
329.000
105
235.000
105
111.000
111
133.000
111
270.000
112
45.000
88
106.000
80
4.000
73
43.000
66
135.000
100
36.000
43/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.2
Einsparpotenziale
Nr. Bezeichnung
46
Gesundheitsamt
47
Harzstr. 6
50
Rettungswache Heiningen
51
FTZ Schladen, Altbau
Tab. I.1.2-1
spezifisches
Einsparpotenzial
[kWh/(m²NGFa)]
absolutes
Einsparpotenzial
[kWh/a)]
113
149.000
157
96.000
104
11.000
255
212.000
Einsparpotenziale für Heizenergieverbräuche auf Basis der
EnEV 2009, Werte gerundet
Gebäude, die in der Tabelle nicht aufgeführt sind, haben Heizenergieverbrauchskennwerte,
die bereits unter den Vergleichswerten der EnEV 2009 liegen. Die Einsparpotenziale im
Bereich Heizenergie der anderen Gebäude liegen im Bereich von 8 bis 500 kWh/(m²*a).
Durchschnittlich liegen die Abweichungen der spezifischen Heizenergiekennwerte von den
Gebäuden, die noch nicht den EnEV-Vergleichswert einhalten, in einer Größenordnung von
92 kWh/(m²*a); die Streuung ist dabei groß. Die größten spezifischen Einsparpotenziale sind
zu verzeichnen im Anbau der Peter-Räuber-Schule, in der FTZ Schladen, Altbau, der
Sporthalle der BBS Carl-Gotthard-Langhans, der Sporthalle der HRS Baddeckenstedt sowie
der Harzstr. 6. Es wird deutlich, dass die spezifische Betrachtung nur einen ersten Hinweis
auf das Einsparpotenzial gibt. Bei großen Gebäuden können auch schon geringe
Überschreitungen des spezifischen Werts zu einem hohen absoluten Einsparpotenzial
führen.
Insgesamt ergibt sich nach dieser Betrachtungsweise ein absolutes Einsparpotenzial für den
Heizenergieverbrauch von durchschnittlich 4.381.000 kWh pro Jahr; das entspricht etwa
36 % des gesamten mittleren Heizenergieverbrauchs der Jahre 2011-13. Damit könnten
jährlich etwa 224.000 € gespart und etwa 1.250 t Klimagas-Emissionen vermieden werden.
Nachfolgend sind die Einsparpotenziale im Strombereich dargestellt.
Nr. Bezeichnung
11
22-24
35/37
38-40
41
HRS Schöppenstedt,
Schule
IGS Wallstraße,
Schule/Anbau/Mensa
Bildungszentrum,
Altbau/Neubau
Bahnhofstr. 11,
Altbau/Neubau/Turm
Straßenverkehrsamt
spezifisches
Einsparpotenzial
[kWh/(m²NGFa)]
absolutes Einsparpotenzial
[kWh/a)]
13
48.000
5
44.000
13
42.000
37
149.000
22
26.000
44/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.3
Fortschreibung der Energiekosten
Nr. Bezeichnung
42
Straßenverkehrsamt
Pavillon
44
Harztorwall 25
46
Gesundheitsamt
50
Rettungswache
Heiningen
53
Asselager
Tab. I.1.2-2
spezifisches
Einsparpotenzial
[kWh/(m²NGFa)]
absolutes Einsparpotenzial
[kWh/a)]
9
500
11
23.000
1
1.000
41
4.000
57
7.000
Einsparpotenziale für Stromverbräuche auf Basis der EnEV
2009, Werte gerundet
Das technische Einsparpotenzial im Strombereich beträgt nach der angewandten
Betrachtungsmethode etwa 345.000 kWh. Das entspricht etwa 17 % des gesamten mittleren
Stromverbrauchs der Jahre 2011-13. Damit könnten jährlich etwa 70.000 € gespart und etwa
200 t Klimagas-Emissionen vermieden werden.
Die Potenzialbetrachtungen wurden nur für die Gebäude angestellt, deren Kennwerte die
EnEV-Werte überschreiten. Das bedeutet jedoch nicht, dass in den anderen Gebäuden
keine Einsparungen mehr möglich sind. Vor allem unter Kostenaspekten, aber auch mit Blick
auf die Klimawirkungen sollten weiterhin Anstrengungen zur Energieeinsparung
unternommen werden. Entsprechende Maßnahmenvorschläge werden in diesem
Klimaschutzkonzept in den Kapiteln II und IV unterbreitet.
I.1.3
Fortschreibung der Energiekosten
Die Energiekosten unterliegen seit Jahrzehnten einem steigenden Trend – es ist davon
auszugehen, dass sich dieser fortsetzen, wenn nicht noch weiter verstärken wird.
Insbesondere bei der Folgekostenbewertung von Investitionen sind solche Aspekte
unbedingt zu berücksichtigen; dies betrifft auch diese Klimaschutzkonzeption. Bevor jedoch
einzelne Investitionsmaßnahmen betrachtet werden, ist es erforderlich, den Fall der
Nichtinvestition zu untersuchen.
Es wurde hierbei unterstellt, dass sich die Energieverbräuche künftig nicht verändern
werden. Das bedeutet, dass weder Änderungen an den Gebäudehüllen oder
Anlagentechniken vorgenommen werden, noch sich die Nutzerverhaltensweisen
entscheidend ändern. Lediglich die Instandhaltung wird fortgeführt. Der Einfluss von
Witterungsbedingungen wird ausgeklammert, da bei der Betrachtung von
Energieverbräuchen immer witterungsbereinigte Daten zu Grunde gelegt werden. Als
Basisdaten wurde der durchschnittliche Energieverbrauch der letzten fünf zur Verfügung
stehenden Jahre (2009-2013) angesetzt.
45/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.1.3
Fortschreibung der Energiekosten
Für die Fortschreibung der Energiekosten wurden Preissteigerungen von 5 %, 7 % und 10 %
angenommen. Es gibt Indizien dafür, dass angesichts des Überschreitens des „Peak Oil“
(höchste jemals geförderte jährliche Heizölmenge) in den nächsten Jahren schon bei
geringen Marktveränderungen weitaus drastischere Preissteigerungen als bislang gewohnt
zu erwarten sein dürften. Insofern handelt es sich bei den betrachteten
Preissteigerungsraten um eher vorsichtige Annahmen.
Der mittlere Energieverbrauch 2011-2013 lag für die Heizung bei etwa 12.175 MWh pro Jahr
und für den Strom bei etwa 1.987 MWh pro Jahr.
Im Folgenden werden die summierten, fortgeschriebenen Kosten mit den unterschiedlichen
Preissteigerungsraten dargestellt.
Abb. I.1.3-1
Fortschreibung der Heizkosteni unter Annahme verschiedener
Preissteigerungsraten
Bei einer Preissteigerungsrate von 5 % steigen die Kosten bis 2027 auf fast das Doppelte.
Tritt eine Preissteigerungsrate von 7 % ein, verdoppeln sich die Kosten bereits innerhalb von
10 Jahren.
i
Energiekosten sind Verbraucher-, also Bruttokosten.
46/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Abb. I.1.3-2
I.2
Fortschreibung der StromkostenI unter Annahme verschiedener
Preissteigerungsraten
Organisationskonzept
Die Organisation von Klimaschutz, Energiekostenersparnis und ordnungsgemäßen
Zuständen ist stark an die bestehenden Strukturen vor Ort gekoppelt.
I.2.1
IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel
Der IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel wurde in einem
Interview mit Herrn Moldt aus dem Gebäudemanagement und Herrn Beddig aus dem Amt
Zentrale Dienste ermittelt. Ergänzend liegen die Eindrücke und Gesprächsergebnisse mit
den Hausmeistern und Nutzern aus den Gebäudebegehungen vor.
Aufbau der Verwaltung
Die Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel gliedert sich in vier Dezernate:
Dezernat I unter Herrn Hortig enthält das Amt für Zentrale Dienste unter Herrn Beddig und
das Amt für Ordnung und Verbraucherschutz unter Herrn Lehmann. Im Amt für Zentrale
Dienste ist die Gebäudewirtschaft unter Herrn Plumeyer integriert, in dem auch Herr Moldt
tätig ist.
47/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.1
IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel
Dezernat II unter Herrn Schillmann enthält das Amt für Bauen und Planen, das Amt für
Umwelt, die Zuständigkeit für die Wirtschaftsbetriebe des Landkreises Wolfenbüttel und die
Abteilungen Abfallwirtschaft, Breitbandbetrieb sowie Finanzen und Controlling.
Dezernat III unter Frau Klooth enthält das Amt für Arbeit und Soziales, das Gesundheitsamt
und die Zuständigkeit für das Jobcenter Wolfenbüttel.
Dezernat IV unter Frau Steinbrügge enthält das Referat für Schule und Sport, das
Jugendamt und die Zuständigkeit für den Eigenbetrieb Bildungszentrum des Landkreises
Wolfenbüttel.
Zuständigkeiten für energierelevante Fragen
Die eigenen Liegenschaften des Landkreises werden von der Gebäudewirtschaft im
Dezernat I betreut. Das Amt ist ausgestattet mit einer Abteilungsleiterstelle, 2,7 Stellen mit
Bauingenieuren, 2 Versorgungsingenieuren, 1,3 Bauzeichner-Stellen und 2
Verwaltungskräften.
Die Gebäudewirtschaft ist zuständig für Gebäudesanierungen und -erweiterungen,
Planungen von Neubauten und ihren technischen Ausstattungen sowie die Erfassung und
Verarbeitung von Ablesungen der Energiezähler. Diese werden von den Energieversorgern
mit den Rechnungen geliefert, die anschließend den verschiedenen Bereichs-Budgets
zugeordnet werden. Die Kommunikationswege sind kurz und ermöglichen eine
unkomplizierte Absprache zwischen den Personen im Amt. So ist sichergestellt, dass jede
Stelle von einer anderen Person vertreten werden kann. Dazu erfolgt vor der Vertretung im
Urlaubsfall eine intensive Übergabe aktueller Projekte, so dass nicht nur grundlegende
Aufgaben, sondern auch projektbezogenen Abläufe reibungslos weitergeführt werden
können.
Bauliche Kapazitäten und Vorgänge im Landkreis
Der Landkreis Wolfenbüttel verfügt über keinen eigenen Bauhof. Die Kreisstraßenmeisterei
wurde in der Vergangenheit gelegentlich für Aushilfsarbeiten eingesetzt, um deren Kapazität
besser auszulasten. Dies ist seit deren Überführung in einen Betrieb nicht mehr möglich.
Kleine Routinearbeiten in den Gebäuden werden so weit wie möglich von den Hausmeistern
qualifikationsgemäß erledigt. Sollten die anfallenden Arbeiten ein leistbares Ausmaß
überschreiten, informiert der Hausmeister die Gebäudewirtschaft der Verwaltung über den
Schaden und den geschätzten Arbeitsanfall. Diese beauftragt dann eine Fremdfirma. Für
diese Arbeiten existieren teilweise Rahmenverträge mit lokalen Firmen. Diese werden über
Ausschreibungen für zwei Jahre geschlossen. Es sind vereinzelt noch Rahmenverträge
existent, die seit rund 20 Jahren gelten. Diese sollen in naher Zukunft aufgekündigt werden,
um eine neue Vergabe zu aktuellen Marktpreisen zu ermöglichen.
48/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.1
IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel
Generell gilt die landkreisinterne Vergabedienstanweisung.
Aufträge werden nach VOB ausgeschrieben und vergeben. In Zukunft soll die Vergabe
elektronisch erfolgen.
Die Ausführungskontrolle obliegt bei kleinen Arbeiten den Hausmeistern. Bei der
freihändigen Vergabe kontrollieren Ingenieure der Gebäudewirtschaft Ausführung und
Ergebnis. In großen Projekten, wie z. B. den Bau der Mensa in der Wallstraße, werden die
Ausschreibungen und die Baubegleitungen von freiberuflichen Experten formuliert und
vollzogen. Bislang wurden keine bestimmten Kriterien bezüglich Energie und Klimaschutz
angelegt.
Schlechte Erfahrungen mit vereinzelten Firmen führen dazu, dass diese Firmen weniger oder
gar nicht mehr beauftragt werden.
Erfassung und Auswertung von Verbräuchen
Die Gebäudewirtschaft erhält die Verbrauchsdaten ihrer Liegenschaften über die
Abrechnungen der Versorger. Bis 2008/2009 wurden die Daten vom zuständigen Bearbeiter
der Gebäudeverwaltung sorgfältig katalogisiert und in einer Tabellenkalkulation erfasst. Nach
dieser Zeit schienen andere Prioritäten gesetzt worden zu sein. Seit zwei Jahren ist Herr
Moldt in dieser Position, der die Daten der vergangenen sechs Jahre, sofern vorhanden und
auffindbar, nach Möglichkeit in entsprechenden Tabellen nachträgt. Eine neue, zweite Stelle
unterstützt Herrn Moldt in der Funktion der Gebäudebetreuung.
Für die Abrechnungen von Brennstoff, Strom und Wasser ist mittlerweile eine zweite Stelle
eingerichtet. Als Aufgabe für diese zweite Stelle wird u. a. die Aufarbeitung und Darstellung
der Verbrauchsdaten der letzten Jahre ins Auge gefasst.
Teilweise erfassen Hausmeister die Zählerwerte für Gas, Strom und Wasser wöchentlich für
die eigene Kontrolle. Diese Zahlen werden nicht an das Gebäudemanagement weitergeleitet
oder von dort angefordert. Für die Zukunft wird von dem Amt Zentrale Dienste gewünscht,
EDV-basierte Meldesysteme zu nutzen.
Verbrauchszahlen und klimarelevante Emissionen waren bisher in Politik und Verwaltung
kein Thema. Die Kosten für Energie finden Beachtung bei Kostensteigerungen und
Auffälligkeiten im Budget. 2014 waren die Budgets für Energie von Schulen und dem
Zentralbudget das erste Mal getrennt gehandhabt worden. Aufgrund einer Fehleinschätzung
bei der Zuweisung der Budgets musste das Schulbudget durch die Energiekosten
überschritten werden, während das Zentralbudget noch Reserven hatte, weil vorher keine
konkreten Zahlen zu Energiekosten vorlagen.
49/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.1
IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel
Energiebezugsverträge
Der Landkreis Wolfenbüttel beauftragt die Kommunale Wirtschafts- und
Leistungsgesellschaft (KWL), die Bezugsverträge für Strom und Erdgas auszuschreiben. Die
Verträge gelten jeweils für zwei Jahre.
Der Landkreis bezieht Ökostrom und Ökogas, wenn deren Tarife nicht um mehr als 10%
über den Energietarifen aus konventionellen Quellen liegen. Für den Strom liegt eine
Bestätigung vor, dass er aus norwegischen Wasserkraftwerken stammt.
Das Oberziel des Landkreises ist es dabei, die CO2-Emissionen zu senken.
Contracting wird in keiner Liegenschaft durchgeführt.
Einbeziehung der Nutzer
Die Gebäudewirtschaft informiert Hausmeister, wenn die Verbrauchszahlen Auffälligkeiten
zeigen. Die Leitungen der Einrichtungen werden nicht extra informiert. Diese werden, wenn
überhaupt, durch die Hausmeister unterrichtet.
Die Nutzer der Liegenschaften werden nicht an den Energiekosten beteiligt. Drittnutzer, die
Räumlichkeiten anmieten, bezahlen nach der Entgeldordnung eine Pauschale für Strom,
Wärme und Wasser. Diese Regelung kommt bisher aber eher selten zum Tragen.
Hausmeistertätigkeiten / technische Anlagenwartung
Für die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel sind hauptamtlich 15 Hausmeister in
Schulen, drei Hausmeister in den Verwaltungen und zwei im Bildungszentrum beschäftigt.
Eine Teilzeitkraft mit zwei Stunden pro Tag steht als „Springer“ bereit, der bei Bedarf
eingesetzt wird. Ehrenamtliche Hausmeister gibt es nicht.
In Schulen werden mindestens zwei Hausmeister beschäftigt, die jeweils Früh- und
Spätschicht übernehmen. Diese organisieren sich weitgehend selbst.
Fortbildungen von Hausmeistern werden nach deren gemeldeten Bedarf über die
Personalstelle organisiert. Bisher wurden noch keine Weiterbildungen zu den Themen
Energie und Klimaschutz durchgeführt.
Für die meisten Sporthallen haben die Vereine und Übungsleiter Schlüssel für das Schließen
der Türen, so dass die Hausmeister nicht abends um 22 Uhr Schließdienst machen müssen.
Es obliegt damit auch der Verantwortung der Schlüsselinhaber, darauf zu achten, dass bei
Verlassen der Turnhallen Licht und Duschen ausgeschaltet sind. Dies ist auch weitgehend
der Fall.
50/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.1
IST-Zustand des Energiemanagements im Landkreis Wolfenbüttel
Das Amt für Zentrale Dienste sieht langfristig die Anwendung elektronischer Schlüssel und
Schließsysteme als vorteilhaft, weil Verluste von Schlüsseln so keine teuren Austäusche
aller Schlösser mehr bedürfen.
Die Befugnisse der Hausmeister, Mängel in Eigenregie zu beheben, sind weitgehend auf
Verbrauchsmaterialien wie Leuchtmittel begrenzt. Andere Bedarfe werden der
Gebäudewirtschaft gemeldet, die dann entscheidet, ob eine Fremdfirma hinzugezogen wird.
Die Anfragen der Hausmeister werden nach eigenen Angaben der Gebäudewirtschaft recht
zügig abgearbeitet. Es komme sehr selten vor, dass Aufträge liegen blieben.
Die Versorgungsingenieure der Gebäudewirtschaft besuchen die Liegenschaften mehrmals
im Jahr, wobei nach deren Angaben sechs Besuche im Jahr pro Liegenschaft wenig seien.
Bei diesen Besuchen werden Auffälligkeiten mit den Hausmeistern besprochen und vor Ort
begutachtet.
Mängel werden von den Hausmeistern hinsichtlich Dringlichkeit und Investitionsvolumen
abgeschätzt und an Herrn Moldt und Frau Laue gemeldet. Diese prüfen die Angaben und
bearbeiten den Vorgang weiter.
Wartungsverträge werden von der Gebäudewirtschaft organisiert. Zurzeit werden die
notwendigen Wartungen erörtert und vervollständigt. Über Ausschreibungen wird der
günstigste Anbieter für zwei Jahre vertraglich gebunden. Bisher langjährige Verträge,
teilweise seit den 90ern existent, werden nach und nach aufgelöst und neu ausgeschrieben.
Sollten die Leistung der Auftragnehmer hinter den Erwartungen zurückbleiben, werden die
Firmen bei weiteren Ausschreibungen deutlich kritischer bewertet. Hierzu wird eine
Wissensdatenbank mit entsprechenden Notizen angelegt. Darüber hinaus zieht die
Gebäudewirtschaft eine Kontrolle der Wartungen durch eine weitere Fremdfirma in
Erwägung.
Energieverbrauchsrelevante Dienstanweisungen
Nicht vorhanden.
Planung und Durchführung von energierelevanten Investitionen
Im Landkreis Wolfenbüttel wird bei Bedarf eines Austauschs einer Heizungsanlage ein
Fachbüro mit der Planung beauftragt und die Durchführung ausgeschrieben. Die Fachbüros
planen bisher auf Austausch der Heizungsanlage und nicht auf Neugestaltung, z. B.
Brennstoffwechsel. Der bisherige Brennstoff wird beibehalten, die Brenner- und
Steuerungstechnik dem Stand der Technik entsprechend empfohlen.
Der Hauptenergieträger in den relevanten Liegenschaften des Landkreises ist Erdgas.
Pellets als alternativer Brennstoff wurde bisher nicht in die Planung mit einbezogen.
51/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.2
Nutzerbeteiligung im Rahmen der Konzepterstellung
Der Fuhrpark des Landkreises besteht aus vier Dienstwagen und einem Kombi-Lieferwagen.
Ein eUp! von VW wird geleast und wenig genutzt, da dessen Reichweite für Dienstfahrten
innerhalb des Landkreises zu gering ist. Die Pkw legen im Jahr jeweils ca. 20 000 km zurück.
Beschaffungswesen
Jedes Dezernat beschafft seine Verbrauchsgüter selbst. Es bestehen Pläne, die
Beschaffung zu zentralisieren.
Grundsätze der Beschaffung sind Wirtschaftlichkeit. Bei Papier wird auf Recyclingpapier mit
möglichst umweltverträglicher Herstellung geachtet.
Büro und EDV
Zurzeit sind an Arbeitsplätzen weitgehend PC eingesetzt. Ein Pilotprojekt mit ThinClients
läuft und zeigt gute Ergebnisse, so dass in Zukunft weiterer Ersatz von PC durch ThinClients
möglich wird. Ein Zeitplan existiert nicht. Laptops werden dort eingesetzt, wo die Mitarbeiter
tätigkeitsbedingt einen mobilen Computer benötigen.
An den Arbeitsplätzen werden Drucker für Spezialformulare und -papier genutzt. Mit
zentralen Druckern auf jeder Ebene werden große Druckaufträge verarbeitet, die auf Payper-Page-Basis, also nach Druckaufkommen, von Anbietern geleast werden. Dieser
kümmert sich auch um die Wartung und das Ersetzen der Tonerkartuschen.
Zur Verminderung der Papiernutzung wird im Straßenverkehrsamt das Modell des digitalen
Büros erprobt. Aktuelle Akten werden digitalisiert, bestehende Archive sollen in Zukunft
ebenfalls in die digitale Form überführt werden.
I.2.2
Nutzerbeteiligung im Rahmen der Konzepterstellung
Um dauerhaft energiebewusstes Verbrauchsverhalten in den landkreisseigenen
Liegenschaften zu unterstützen, wurden Akteure und Nutzer in die Erarbeitung des
Klimaschutzkonzepts eingebunden. Zu diesem Zweck hat es vor allem im Rahmen der
Begehungen zur Bestandsaufnahme bereits ausführliche Gespräche mit Hausmeistern und
Nutzern gegeben.
Des Weiteren wurden drei Workshops mit Beteiligung von Hausmeistern,
Einrichtungsleitungen und Vertretern der Gebäudewirtschaft des Landkreises Wolfenbüttel
gemeinsam durchgeführt. Die Workshops wurden von den Konzepterstellern inhaltlich
vorbereitet, moderiert und nachbereitet.
Da es im Landkreis Wolfenbüttel noch kein nennenswertes Energiemanagement gibt wurde
die Gelegenheit genutzt, in den Workshops Grundlagen dafür zu erarbeiten. Die ersten
beiden Workshops wurden mit den zwei Schichten der Hausmeister durchgeführt und hatten
52/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Listen von Wünschen und Leistungen der Hausmeister als Ergebnis, wie sie ihre Rolle in
einem modernen Energiemanagement gestalten möchten.
Dabei kam heraus, dass von den Hausmeistern zu allererst Anerkennung für ihre Dienste
und Leistungen am wichtigsten ist. Auch die Kommunikation auf Augenhöhe und den Status
als gleichberechtigte Partner als Verantwortliche für die Liegenschaften wurden häufig
genannt. Rückhalt durch die Leitungen der Liegenschaften und die Konzentration auf die
Kernkompetenzen wurden ebenfalls als Wünsche geäußert.
Die Hausmeister waren durchgehend bereit, Zähler regelmäßig abzulesen, die Werte zu
kommunizieren und nach Einweisung die Anlagensteuerung von Heizungen zu übernehmen.
Sie äußerten auch ein großes Interesse daran, Rückmeldungen der Verwaltung über
Energieverbräuche an die Nutzer weiterzugeben. Die Hausmeister zeigten sich bereit, die
Nutzer zu schulen und über Energieverbräuche zu unterrichten, wenn sie von der Leitung
der Einrichtung den entsprechenden Rückhalt bekommen. Darüber hinaus würden die
Mehrzahl der Hausmeister regelmäßige Hausmeistertreffen befürworten, auf denen
untereinander Best-Practice-Erfahrungen aller Art ausgetauscht werden sollen.
Im dritten Workshop erarbeiteten die Leitungen der Bildungseinrichtungen, deren Vertreter
und Vertreter der Kollegien, was sie zu einem modernen Energiemanagement beitragen
wollen. Dazu würden u. a. Lehrer gerne Zahlen und Daten der eigenen Liegenschaft in den
Unterricht integrieren, eine Nutzermängel-Liste des Hausmeisters begrüßen und ein
Meldewesen für von Nutzern erkannte Mängel einüben. Sie befürworteten darüber hinaus
wiederholte Nutzerübungen zum Heizen und Lüften sowie mehr fortgeschriebene
Informationen über Energieverbrauch der eigenen Liegenschaft.
Die im Workshop 3 vertretenen Schulen würden eine Begleitung der
Energiesparbemühungen im Rahmen der Förderprogramm „Energiesparmodelle in Schulen
und Kindertagesstätten“ der Bundesregierung sehr begrüßen und unterstützen.
Für eine Förderwürdigkeit müssten erst noch die Leitungen weiterer Schulen gewonnen
werden.
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Ziel einer künftigen Organisation aus Sicht des Klimaschutzes sollte sein, ein definiertes
Niveau von Qualität (z. B. Wärme und Helligkeit zur Herstellung von akzeptablen
Arbeitsbedingungen) mit so wenig wie möglich Energieverbrauch und CO2-Emissionen zu
erreichen und dauerhaft zu gewährleisten. Nach Erfahrungen anderer Kommunen ist davon
auszugehen, dass ohne wesentliche Investitionen, also allein durch Weiterentwicklung des
Energiemanagements sowie organisatorische und geringinvestive Maßnahmen im Rahmen
der Instandhaltung, der derzeitige Energieverbrauch um ca. 10 bis 15 Prozent gesenkt
werden könnte. Weitaus größere Minderungspotenziale liegen in energetischen Sanierungen
von Bestandsbauten und optimalen energetischen Verhältnissen bei der Neuerrichtung von
Gebäuden. Hinweise hierzu und zu gering investiven gebäudeübergreifenden Maßnahmen
53/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
sind Baustein II zu entnehmen. Um alle diese Potenziale zu nutzen, ist es notwendig, die
Verwaltungsstrukturen unter dem Aspekt einer sinnvollen Energieorganisation aufzustellen.
Was die Energieorganisation betrifft, wird der Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel
folgende Maßnahmen empfohlen:
1. Entwicklung von Klimaschutzzielen für den eigenen Verantwortungsbereich der
Verwaltung (kommunale Liegenschaften, Fuhrpark, Beschaffungswesen)
2. Weiterentwicklung verbindlicher Regeln im Umgang mit Energie und Wasser in den
eigenen Liegenschaften
3. Stärkung der Rolle der Hausmeister
4. Priorisierung von klimaschutzrelevanten Aufgaben und Schaffung der für die
Umsetzung notwendigen zeitlichen, personellen und finanziellen Mittel
5. Einführung und Intensivierung eines Energiesparmodells in den Schulen
6. Erweiterung des Energiecontrollings
7. Einführung einer dauerhaften Beteiligung von Nutzern
8. Einführung eines Nutzungs-Managements
9. Schaffung einer zentralen „Stelle Energiemanagement“
10. Schaffung der notwendigen personellen Kapazitäten zur Unterstützung des
Fachbereichs Bauen und Gebäudemanagement bei der Planung und Durchführung
investiver Maßnahmen unter den Aspekten Energie und Klimaschutz
11. Punktuelle Unterstützung des Energiemanagements durch externe Dienstleister
Im Folgenden werden die genannten Schritte näher ausgeführt.
1. Entwicklung von Klimaschutzzielen für den eigenen Verantwortungsbereich der
Verwaltung
Die Festlegung auf konkrete, ambitionierte, realistische Klimaschutzziele gibt allen
Beteiligten eine verbindliche Richtschnur für ihr Handeln und schafft die Grundlage für das
Erzielen nachvollziehbarer Erfolge. Deshalb sollte die Verwaltung des Landkreises
Wolfenbüttel für ihren eigenen Verantwortungsbereich Klimaschutzziele entwickeln. Diese
Ziele können sich auf verschiedene Zielebenen beziehen, etwa
-
Reduzierung der CO2-Emissionen der eigenen Liegenschaften um x % bis zum
Jahr yyyy
-
Erreichung bestimmter gesetzlicher Energiestandards (z. B. nach EnEV) bei den
Liegenschaften bis zu einem definierten Zeitpunkt
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
-
Erreichung bestimmter Energiekennzahlen (liegenschaftsspezifisch) bis zu einem
definierten Zeitpunkt
-
Definition von Energiestandards für Neubauten (z. B. Plusenergie-Standard)
-
Definition von Standards im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen
Auf der Basis des vorliegenden Konzepts ist die Entwicklung sinnvoller Klimaschutzziele
möglich. Sie sollte vom Klimaschutzmanager organisiert und letztlich vom Kreistag
beschlossen werden.
2. Weiterentwicklung verbindlicher Regeln im Umgang mit Energie und
Wasser in den eigenen Liegenschaften
Zahlreiche Menschen im Landkreis Wolfenbüttel entscheiden in unterschiedlichen
Funktionen auf unterschiedliche Weisen über den Energieverbrauch in den öffentlichen
Liegenschaften mit, viele ohne sich dessen bewusst zu sein. Die meisten sind Nutzer und
Nutzerinnen. Um ein gemeinsames „Energiebewusstsein“ und verantwortungsbewusstes
Verhalten zu erreichen, sind konsistente, verbindliche Regeln notwendig, deren Umsetzung
durch Bewusstseinsförderung, Anreize und Kontrollen gewährleistet wird. Den Nutzern
geben Regeln Orientierung und Sicherheit in ihrem Verhalten. Für die Hausmeister und
andere Gebäudeverantwortliche stellen sie die Voraussetzung dafür dar, als „EnergieManager vor Ort“ ihre Funktionen kompetent wahrnehmen zu können, gleichzeitig dienen sie
ihnen als Basis und Ausdruck der unbedingt notwendigen Unterstützung „von oben“; nur so
können Hausmeister den Nutzern Hilfestellung in ihrem energieverbrauchsrelevanten
Verhalten geben und im Einzelfall auch Energieverschwendung gezielt unterbinden.
Im Anhang 4 und 5 befinden sich

ein Vorschlag für eine “Verwaltungsrichtlinie Energie“ als Weiterentwicklung der
derzeitigen Regelungen. Diese Richtlinie gibt den Gebäudeverantwortlichen Knowhow und konkrete arbeitsorganisatorische Unterstützung. Da die kompetente
Umsetzung der Richtlinie hohe Anforderungen an das Personal stellt, ist eine
Verknüpfung mit regelmäßigen Fortbildungen unerlässlich.

ein Vorschlag für „Nutzerregeln“: In knapper, allgemein verständlicher Weise werden
elementare Regeln für einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser dargestellt
und persönliche Verantwortlichkeiten benannt. Die Regeln sind – optisch
angemessen aufbereitet – in allen Liegenschaften sichtbar auszuhängen, Mitarbeiter
und externe Gruppenleiter (z. B. Sport und Kurse) sind schriftlich auf ihre Einhaltung
zu verpflichten. Volle Wirkung werden diese Regeln allerdings erst entfalten, wenn sie
durch Beteiligungselemente wie Verbrauchsinformationen, Schulungen, Integration in
pädagogische Arbeit, sowie eventuell auch ideelle und finanzielle Anreize, ergänzt
werden.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
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Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Die Namen der Regelwerke sind ggf. der konkreten Systematik für Verwaltungsvorschriften
der Verwaltungen anzupassen.
3. Stärkung der Rolle der Hausmeister
Eine besonders wichtige Gruppe für das Gelingen eines erfolgreichen Energiemanagements
sind die Hausmeister oder sonstigen Gebäudeverantwortlichen „vor Ort“: Sie kennen
Gebäudehülle und Technik am besten und sind für deren Betreuung und Bedienung
zuständig; außerdem haben sie einen engen, kontinuierlichen Draht zu den Nutzern.
Viele Gespräche sowie die Workshops mit Hausmeistern im Rahmen der Konzepterstellung
haben insbesondere folgende Erkenntnisse gebracht: Die Hausmeister haben weit
überwiegend

eine hohe Bereitschaft, sich in Energiefragen zu engagieren

großes Interesse an energie- und anlagenfachlichem Wissen
Gleichzeitig benötigen sie, um die damit verbundenen Möglichkeiten ausschöpfen zu
können,

die eindeutige Aufgabe und Zuständigkeit als „Energiemanager vor Ort“ zu agieren

„Rückendeckung von Oben“ in Form von eindeutigen Regeln für die Energie-Nutzung
und dem politischen Willen, diese Regeln auch durchzusetzen

eine gewisse technische Ausstattung
Luftfeuchtigkeit und Lichtstärke)

regelmäßige fachliche Fortbildung, sinnvollerweise kombiniert mit kollegialem
Erfahrungsaustausch
(z. B.
Messgeräte für
Temperaturen,
Erforderlich sind auch zuverlässige Vertretungsregelungen, damit zu jeder Zeit in allen
Liegenschaften die Energie-Aufgaben des Hausmeisters zuverlässig wahrgenommen
werden können.
4. Priorisierung von klimaschutzrelevanten Aufgaben und Schaffung der
für die Umsetzung notwendigen zeitlichen, personellen und
finanziellen Mittel
Aus Sicht des Klimaschutzes ist es unabdingbar, die klimaschutzrelevanten Aufgaben mit
einer hohen Dringlichkeit zu versehen und dadurch eine zeitnahe Reduzierung der
Klimagase zu erwirken. Dabei ist darauf zu achten, dass dreierlei Arten von Maßnahmen
gleichermaßen berücksichtigt werden.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
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Vorschläge für eine künftige Energieorganisation



kontinuierliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung ordnungsgemäßer Zustände und
zur Absicherung ordnungsgemäßer Leistungserbringung durch externe
Auftragnehmer
kurzfristig zu ergreifende Maßnahmen mit geringen Investitionen
mittel- bis langfristig angelegte Maßnahmen mit einem größeren Investitionsvolumen
Zu den kontinuierlich durchzuführenden Aufgaben zählen regelmäßige Wartungsarbeiten
und Kontrollen der IST-Zustände der Gebäudehüllen und der Gebäudetechnik mit einer
Erstellung und dauerhaften Fortführung von Mängel- und Erledigungslisten durch die
Hausmeister. Im Bereich der Gebäudehülle betrifft das beispielsweise die Instandhaltung von
Fenstern und Türen mit Holzrahmen, die einer regelmäßigen Pflege bedürfen(Dichtigkeit,
Witterungsschutz). Wichtig ist es auch, ausreichende Kapazitäten zur Kontrolle der
ausgeführten Leistungen insbesondere von Handwerksbetrieben zur Verfügung zu haben
(z. B. hydraulischer Abgleich nach Installationen im hydraulischen Heizungssystem, EnEV).
Voraussetzung dafür sind regelmäßige Fortbildungen zu den Themen Klimaschutz und
Energiesparen der am Controlling und Gebäudebewirtschaftung beteiligten
Verwaltungsmitarbeiter, sowie der Hausmeister und des zukünftigen Klimaschutzmanagers,
um auf etwaige gesetzliche Änderungen angemessen reagieren zu können.
Zu den kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen zählt die Behebung der in den
Gebäudesteckbriefen genannten Mängel wie beispielsweise




Durchführung des hydraulischen Abgleichs
Dämmung bzw. Erneuerung der Dämmung der obersten Geschossdecke
Einsatz von effizienten Durchlauferhitzern
Einsatz von Spararmaturen in Duschen in Sporthallen.
Die ersten beiden der genannten Maßnahmen sind bereits gesetzlich vorgeschrieben (s.
EnEV 2014) und haben hohe energetische Relevanz. Sie sollten unverzüglich umgesetzt
werden. Der Einsatz von Spararmaturen in Duschen in Sporthallen kann erhebliche Mengen
an Wärmenergie einsparen. Diese sind in den Berechnungen nicht enthalten, weil sie nicht
extra erfasst wurden. Hier können zusätzliche Einsparungen von bis zu 20 % leicht erreicht
werden.
Die mittel-/langfristig umzusetzenden Maßnahmen mit einer hohen Priorität sind im
Ablaufplan dargestellt.
Für alle drei notwendigen klimaschutzrelevanten Aufgaben (Kontinuierlich, kurzfristig und
mittel-/langfristig) sind die entsprechenden zeitlichen, personellen und finanziellen
Ressourcen bereitzustellen.
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Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
5. Einführung bzw. Erneuerung eines
Schulen und Kindertagesstätten
Energiesparmodells
in
den
Die Schulen und Sporthallen des Landkreises Wolfenbüttel sind zu ca. drei Viertel am
Energieverbrauch der kommunalen Liegenschaften beteiligt und verursachen Kosten in
Höhe von über 580 000 Euro pro Jahr.
Bisher gab es keine systematischen Bemühungen in Schulen und Sporthallen Energie
besser zu nutzen.
Das Bundesumweltministerium hat einen eigenen Fördertatbestand für die „Einführung oder
Weiterführung von Energiesparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten“ geschaffen.
Dabei basieren alle vorgeschlagenen Modelle (Fifty-Fifty, Budgetierung und
Aktivitätenmodell) darauf, über finanzielle Anreize eine finanzielle Mitverantwortung der
Schulen und Kindertagesstätten zu begründen.
Für die Intensivierung der Effizienzbemühungen in den Schulen wird daher empfohlen, das
Thema nach der Systematik des entsprechenden „Merkblattes“ des BMU anzugehen. Nach
derzeitigem Stand ist eine Förderung von 65%, bzw. 85 % im Falle einer
Haushaltssicherungskommune, für bis zu drei Jahre möglich. Die Anträge können seit 01.
Januar 2015 ganzjährig eingereicht werden. Dabei ist es auch möglich und häufig sinnvoll,
sich kommunenübergreifend zusammenzuschließen, um die Anzahl der beteiligten Schulen
und / oder Kindertagesstätten zu vergrößern.
Da die für die Einführung von Energiesparmodellen in Schulen und / oder Kitas benötigten
Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen sehr umfangreich sind und kaum von einer Person
abgedeckt werden können, dürfte es sinnvoll sein, diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit
einem externen Dienstleister durchzuführen. Die Regeln zur Verwendung der BMUFördermittel ermöglicht ein solches Vorgehen ausdrücklich.
Die Einführung eines Energiesparmodells in Schulen und / oder Kitas sollte auch die
Grundlage dafür bieten, externe Nutzergruppen intensiver in die Klimaschutzbemühungen
einzubinden. Insbesondere für Sportvereine sollten auf der Basis der Erkenntnisse mit
Schulen Möglichkeiten gefunden werden, diese verstärkt in die Verantwortung zu nehmen.
Vor allem aber sind es Kinder, die in besonderer Weise für das Thema erreichbar sind, die
durch ihr Verhalten den künftigen Umgang mit Energie prägen und über ihre Eltern in das
Verhalten der Erwachsenen hineinwirken.
6. Umfassende Erweiterung des Energiecontrollings
Im Landkreis Wolfenbüttel ist bisher noch kein Energiecontrolling etabliert.
Energieverbräuche und Kosten der letzten Jahre werden z. Zt. nach und nach
zusammengetragen und in einer Tabellenkalkulation eingepflegt.
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Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Die Hausmeister haben Energiezähler bisher nur in Einzelfällen abgelesen und Listen nur
geführt, um auffälliges Verhalten der ihnen unterstellten Haustechnik zu bemerken. Diese
Zahlen wurden bisher nicht in die Gebäudewirtschaft weitergeleitet. Ein Energiecontrolling
kann daher prinzipiell unvorbelastet eingeübt werden.
Ein Energiecontrolling besteht aus dem regelmäßigen, d. h. mindestens monatlichen oder
wöchentlichen Ablesen aller Zähler durch die Hausmeister. Die Ablesung sollte an
vordefinierten Tagen stattfinden, z. B. zwischen dem 1. und 3. Tag jeden Monats oder immer
Montags. Jährliche Ablesungen, sofern noch vorhanden, sollten alle am 31.12. oder am
30.06. jedes Jahres durchgeführt werden. Die Zahlen werden dann an die
Gebäudewirtschaft übermittelt, wo sie systematisch erfasst und ausgewertet werden. Die
Auswertung beinhaltet die Darstellung des Verlaufs, so dass Auffälligkeiten schnell erkannt
und zusammen mit den Hausmeistern aufgeklärt werden können.
Eine weitere Folge der Auswertung von Ablesedaten ist die Dokumentation der Wirksamkeit
von Änderungen im Gebäude, wie z. B. eine Erneuerung oder Umstellung der
Heizungsanlage, Dämmung der Gebäudehülle, Nutzungsänderung und die Auswirkung von
Nutzertrainings in effizienter Energienutzung.
Zur Erweiterung des Energiecontrollings und in Anlehnung an die Einführung einer
dauerhaften Nutzerbeteiligung (s. u.) ist eine Stärkung des Informations- und Berichtswesens
gegenüber den politischen Gremien notwendig. Es wird empfohlen, den Akteuren
mindestens einen jährlichen Bericht über die Auswertungen der Energiedaten zur Verfügung
zu stellen und diesen im Rahmen einer Veranstaltung zu präsentieren. Weiterhin sollten die
Empfehlungen des Konzepts für Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt werden. Dabei sollte der
Klimaschutzmanager eine moderierende Rolle einnehmen und die Kommunikation
klimaschutzrelevanter Aufgaben und Zwischenergebnisse zwischen den Akteuren durch
Dokumentation von Absprachen und Vereinbarungen unterstützen.
7. Einführung einer dauerhaften Beteiligung von Nutzern
„Betroffene zu Beteiligten“ zu machen sollte das Ziel der künftigen Einbeziehung der Nutzer
– also Schüler, Lehrer, Verwaltungsmitarbeitende, externe Nutzer wie Sportvereine usw. – in
das Bemühen der Verwaltungen um Reduzierung ihrer Energieverbräuche sein. Es muss
geprüft werden, inwiefern Reinigungskräften eine besondere Rolle bei der Umsetzung von
Klimaschutzmaßnahmen zukommen kann (z. B. Kontrolle von Einstellungen der
Heizkörperventile, Abschaltung der Beleuchtung, Schließen von Fenstern, Anzeige von
Mängeln). Alle Erfahrungen zeigen, dass einmalige oder kurzfristige Aktionen in ihrer
Wirkung schnell verpuffen, die Nutzerbeteiligung also eine Daueraufgabe darstellt. Dafür
bieten sich folgende Elemente an:

regelmäßige (mindestens jährliche, unter Umständen auch monatliche), knapp
gehaltene Information an alle Beteiligten über Verbrauchswerte, Kosten und
klimaschädliche Emissionen sowie deren Entwicklungen
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation

Erlass einer „Verwaltungsrichtlinie
energierelevante Verhalten zu geben

regelmäßige Informationen über Möglichkeiten energiebewussten Handelns

regelmäßige, nutzergruppenspezifische Fortbildungen und Austausche über
Erfahrungen im Umgang mit Energie – ggf. in Kooperation von benachbarten
Landkreisen und Gemeinden.
Energie“,
um
einen
Rahmen
für
das
Speziell für die Schulen bietet die empfohlene Einführung und Intensivierung von
Energiesparmodellen die sinnvolle organisatorische und inhaltliche Basis. Für Schulen gibt
es Materialien und andere Bausteine aus anderen Kommunen, die in abgewandelter Form
übernommen werden könnten.
Hilfreich wäre es, Schulungen und Erfahrungsaustausche zumindest teilweise auch in einem
kommunenübergreifenden Rahmen durchzuführen, um so eine größere Vielfalt von
Erfahrungen und Ideen zu haben sowie zu einer effektiveren Nutzung des organisatorischen
Aufwandes zu kommen.
Breitere Nutzerkreise der Liegenschaften, so z. B. der Sporthallen, werden dauerhaft
hauptsächlich über eine allgemeine Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Vorschläge dieses
Konzeptes erreichbar sein. Dazu sollten die Anliegen des Klimaschutzes in Bezug auf die
öffentlichen Liegenschaften einen besonderen Platz in der Öffentlichkeitsarbeit zur
Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes erhalten.
8. Einführung eines Nutzungs-Managements
Um eine Auslastung der Gebäude sicherzustellen, die auch Aspekte des Klimaschutzes
beinhaltet, ist ein Nutzungs-Management erforderlich. Grundlage ist eine Dokumentation der
Fremd- und Eigennutzung (Im Anhang 3 findet sich der Vorschlag für einen
Erfassungsbogen). In dieser Dokumentation wird festgehalten, von wem, wann, wie oft
welche Räumlichkeiten für welchen Zweck genutzt werden. Auf dieser Grundlage können
Überlegungen angestellt werden, ob und wie z. B. durch eine Zusammenlegung der
Nutzungen eine Minimierung von Energieverbräuchen und damit eine klimaschonende
Wirkung erzielt werden können. Auch kann so ermittelt werden, welche Räume oder
Gebäudeteile zeitweise oder dauerhaft nicht genutzt und damit auch nicht bewirtschaftet
werden müssen.
Ein Nutzungs-Management in diesem Sinne dient langfristig als sachliche Grundlage von
politischen Willensbildungen, z. B. bei folgenden Fragen:




Welche Gebäude benötigen wir langfristig?
Welche Gebäude können veräußert werden?
Wo ist ein (Teil-)Rückbau sinnvoll?
Bei welchen Gebäuden und Gebäudeteilen soll in Grundsanierungen investiert
werden?
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Die konzentrierte Nutzung von Gebäuden kann größere zurückzulegende Entfernungen der
Nutzer zur Erreichung der Gebäude erfordern. Hier muss zwischen den klima- und
kostenwirksamen Sanierungen und dem höheren Energieaufwand für die Mobilität der
Nutzer abgewogen werden. Ebenso stellt eine gemeinschaftlich genutzte Liegenschaft häufig
ein wichtiges Element der örtlichen Gemeinschaft dar. Geplante Nutzungsveränderungen
aller Art sollten daher unbedingt mit den Anwohnern und Nutzern gemeinsam diskutiert
werden.
9. Schaffung einer zentralen „Stelle Energiemanagement“
Für die vielfältigen Aufgaben, die für die Verbesserung der Energieeffizienz bewältigt werden
müssen, wird die Schaffung einer eigenen Stelle empfohlen.
Die oben bereits ausführlich dargestellte derzeitige Situation energiebezogener Aufgaben ist
von folgenden Elementen geprägt:


Es existiert eine Bündelung von wesentlichen Aufgaben im Amt für Zentrale Dienste
und der darin angesiedelten Gebäudewirtschaft. Diese umfassen u.a. die
Organisation der Wartung der Energieanlagen, die Beseitigung von Mängeln und
Fehlern sowie die Erfassung der Verbrauchswerte.
Dezernat I unter Herrn Hortig enthält das Amt für Zentrale Dienste unter Herrn Beddig
und das Amt für Ordnung und Verbraucherschutz unter Herrn Lehmann. Im Amt für
Zentrale Dienste ist die Gebäudewirtschaft unter Herrn Plumeyer integriert, in dem
auch Herr Moldt tätig ist.

Energiemanagement ist in der Gebäudewirtschaft noch nicht realisiert.

Es existieren ausweislich der Ergebnisse der Begehungen „Umsetzungsdefizite“ im
Bereich der Instandhaltung, die ausschließlich über eine Erweiterung bzw. Erhöhung
der personellen und finanziellen Ausstattung verringert werden können, um zeitnah
alle erforderlichen Maßnahmenanforderungen umzusetzen.

Das Nutzerverhalten in vielen Liegenschaften ist deutlich verbesserungswürdig

Die vorhandenen Kapazitäten der Verwaltung reichen nicht aus, um erweiterte
Aufgaben des Energiemanagements bewältigen zu können.
Es wird deshalb empfohlen, künftig die Aufgabe „Energiemanagement“ auf eine Stelle zu
konzentrieren. Da Energiemanagement eine Daueraufgabe darstellt, muss die Stelle
fachkundig, dauerhaft und möglichst in erheblicher personeller Kontinuität besetzt sein.
Unabhängig von einer dauerhaften Aufgabenwahrnehmung ist zu überprüfen, ob für die
ersten Jahre eine finanzielle Förderung einer zusätzlichen Stelle durch das
Bundesumweltministerium in Rahmen der Klimaschutzinitiative möglich ist. Angesichts des
Aufgabenumfangs und der Vielzahl der Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
erscheint eine ganze Stelle als angemessen.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Die umfassenden Tätigkeiten dieser Stelle gehen aus unten stehender Tabelle hervor.
Unabdingbar ist auch eine Vertretungsregelung, die eine kontinuierliche Bearbeitung der
Aufgaben auf einem fachlich ausreichenden Niveau gewährleistet.
Die „Stelle Energiemanagement“ sollte bei der Leitung des Amts für Zentrale Dienste
eingerichtet werden. So wird gewährleistet, dass Energiemanagement sowohl die
bestehenden Liegenschaften als auch Neuplanungen umfasst und bereits in der
Frühplanung tiefergehende Faktoren von Energieeffizienz und Klimaschutz berücksichtigt
werden können. Die Zuordnung zur Amtsleitung entspricht der Wichtigkeit des Themas und
soll kurze Entscheidungswege ermöglichen, wobei die tägliche Arbeit des Energiemanagers
in den Räumen der Gebäudewirtschaft stattfinden sollte,
Der Inhaber einer künftigen „Stelle Energiemanagement“ kann bei seiner Arbeit an die
Erkenntnisse aus der Erarbeitungsphase dieses Konzeptes anknüpfen.
Aufgabenkatalog für die Stelle „Energiemanagement“:

Entwicklung von Klimaschutzzielen

Moderation eines dauerhaften Arbeitskreises zur Entwicklung und Umsetzung der
Rahmenbedingungen für ein wirksames Nutzerverhalten und effektive Instandhaltung

Organisation der Einführung bzw. Intensivierung eines Energiesparmodells in den
Schulen

Nutzungskoordination (Grundsätze der Nutzung, Führung der Belegungspläne,
Koordination der Raumbelegung unter energetischen Aspekten, NutzungsManagement)

Schnittstelle zu Gebäudeverantwortlichen / Hausmeistern in allen energierelevanten
Fragen

Organisation von Schulungen/Erfahrungsaustauschen der Gebäudeverantwortlichen

Schnittstelle zu externen Nutzern und Gebäudeverantwortlichen in allen
energierelevanten Fragen

Formulierung von Grundsätzen für klimafreundliche Beschaffung und
Ausschreibungen

Formulierung von Grundsätzen für klimaschutzrelevante Vorgaben für Wartungs- und
Reparaturaufträge

Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung "Verwaltungsrichtlinie Energie"

Energiecontrolling (Verbrauchserfassung, Auswertung und Maßnahmenableitung,
Verbrauchsabrechnungen)

Dokumentation von organisatorischen Pannen sowie Veranlassung der
Mängelbehebung

Intensive Kooperation mit den relevanten Fachbereichen
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation

ggf. Schnittstelle zu externem Dienstleister "Energie-Effizienz"

Erstellung der Energie- und Klimaschutzberichte

Unterstützung der relevanten Stellen bei der Planung und Durchführung der
investiven Maßnahmen

Organisation der interkommunalen Zusammenarbeit
Persönliche Anforderungen für die Stelle „Energiemanagement“:

Ausgeprägte und umfassende kommunikative Fähigkeiten

Vertiefte Kenntnisse in Energiemanagement und Klimaschutz

Grundwissen Gebäudetechnik, Bauwesen, Verwaltung
Bei der Einrichtung einer Stelle „Energiemanagement“ ist zu klären, wie die notwendige
personelle Unterteilung der Zuständigkeit zwischen allgemeiner Bauunterhaltung und
Bauplanung einerseits sowie Energiemanagement andererseits gewährleistet werden kann.
Während es bei ersterem darum geht, die Anlagen „am Laufen“ zu halten und bauliche
Investitionsplanungen vorzunehmen, hat das Energiemanagement eine andere
Betrachtungsweise: Es beobachtet laufend die Verbräuche (Energie-Controlling), sucht
ständig nach Optimierungsmöglichkeiten und steht in engem Kontakt zu
Gebäudeverantwortlichen und Nutzern, hat also einen sehr hohen kommunikativen Anteil.
Gleichwohl ist eine enge Verzahnung zwischen Bauunterhaltung und -planung sowie
Energiemanagement unabdingbar, denn die betrachteten Gebäude und Anlagen sind
dieselben. Erst eine Kombination beider Sichtweisen kann zu dauerhaft optimalen Zuständen
führen. (vgl. unten stehende Tabelle).
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Darstellung der
Aufgabenbereiche:
Energie-Management
Bauunterhaltung
Initiative:
EnergieManagement
Gebäudebetrieb
(Betriebsführung und
rentierliche
Einsparmaßnahmen) Hauptmotivation:
Optimierung
Sanierungen und
Neubau Hauptmotivation:
Umsetzung von
Investitionen
Weiche
Maßnahmen:
Nutzerinformation,
Verhaltensbeeinflussung
Informations- und
Regeltechnik:
Mess- und
Regeltechnik,
Datenerfassung,
Daten-Management
Anlagentechnische
Optimierung:
Hydraulische
Optimierung,
Wärmerückgewinnung
Technische
Anlagen,
Gebäudehülle:
Effizienzplanung nach Entscheidungen für
dem
Neubau und
Mehrkostenprinzip
Grundsanierungen
Verbesserungen des
laufenden Betriebs
Funktionierende
Anlagen,
Ordnungsgemäßer
Betrieb
Initiative:
Bauunterhaltung
Abb. I.2.3-1: Energiemanagement (nach Baedeker/Meyer -Renschhausen,
Aachen 2006)
10. Schaffung der notwendigen personellen Kapazitäten zur Bewältigung
der investiven Maßnahmen
Alter, bauliche und technische Zustände sowie künftige Anforderungen vieler Liegenschaften
im Landkreis Wolfenbüttel führen – u.a. unter dem Aspekt der Energieverbräuche und des
Klimaschutzes – zwangsläufig zu einer deutlichen Verstärkung von baulichen Sanierungen in
den nächsten Jahren (siehe Maßnahmen-Empfehlungen in Baustein II und III). Sofern es
gelingt, angemessene finanzielle Mittel bereitzustellen, erscheint die Verwaltung mit ihren
derzeitigen Kapazitäten überfordert, diese Maßnahmen zu bewältigen.
Es wird daher empfohlen, die Kapazitäten der zuständigen Verwaltungsstellen je nach
Bedarf und Sanierungsetat auszuweiten, auch um die besonderen klimaschutzrelevanten
Aspekte bei Planungen, Ausschreibungen und Ausführungskontrolle bewältigen zu können.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.2.3
Vorschläge für eine künftige Energieorganisation
Ein zusätzlicher Mitarbeiter sollte die Aufgabe erhalten, sich in besonderer Weise um
folgende Aufgaben zu kümmern:

Umsetzung der Investitionsvorschläge

Abbau und Vermeidung von Sanierungsstau

Erwirkung und Erhaltung von ordnungsgemäßen Zuständen

Kontrolle der technischen Anlagen

Verbesserungen im laufenden Betrieb
Die Weiterentwicklung des Energiemanagements im empfohlenen Sinne ist eine
komplexe Aufgabe, die als Prozess sorgfältig organisiert werden sollte. Dabei ist für einen
Erfolg von zwei Grundprämissen auszugehen:

Energiemanagement ist eine Führungsaufgabe: Das Gelingen hängt davon ab, dass
die Verwaltungsspitze sich ausdrücklich für das Energiemanagement stark macht und
damit bei keinem der Beteiligten Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser neuen Aufgabe
aufkommen können.

Die Praxis des Energiemanagements steht und fällt mit dem Engagement oder
zumindest Akzeptanz der Beteiligten aller Verwaltungsebenen und -bereiche sowie
ihrem reibungslosen Zusammenwirken. Dazu ist es unabdingbar, von Anfang an die
verschiedenen Gruppen von Beteiligten in den Prozess aktiv einzubinden.
Aus diesen Gründen sollte in Anknüpfung an die Workshops im Rahmen der Erstellung
dieses Konzeptes im Landkreis Wolfenbüttel eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden. Ihr
Auftrag sollte es sein, auf der Basis dieser Empfehlungen die konkrete Ausgestaltung des
Energiemanagements unter den spezifischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Kommune
zu entwickeln und die Umsetzung zu begleiten, um auch erste Erfahrungen auszuwerten und
bei Bedarf Korrekturen vorzunehmen.
In dieser Arbeitsgruppe Klimaschutz und Energiemanagement sollten alle relevanten
Beteiligten-Gruppen vertreten sein, insbesondere

der Hauptverwaltungsbeamte oder ein hochrangiger Vertreter

ein Vertreter des Amts für Zentrale Dienste

ein Vertreter der Gruppe der Hausmeister

Verantwortliche für die Bereiche
o
Beschaffungswesen
o
IT
Durch die Tatsache, dass in dieser Gruppe Repräsentanten der verschiedensten Gruppen
von Verwaltungsmitarbeitern vertreten sind, bietet sich die Gruppe auch dafür an, sinnvolle
65/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3
Controllingkonzept
Maßnahmen zur Einflussnahme auf das Nutzerverhalten der Verwaltungsmitarbeiter zu
beraten und zu initiieren.
Grundsätzlich sollte die Arbeitsgruppe von der zentralen „Stelle Energiemanagement“
organisiert und moderiert werden. In besonderen Situationen – etwa verwaltungsinterner
Konflikte oder besonderer fachlicher Input – kann es auch Sinn haben, externe Fachleute
oder Moderatoren hinzuzuziehen.
11. Punktuelle Unterstützung des Energiemanagements durch externe
Dienstleister
Das BMUB fördert ergänzend zum Klimaschutzmanager die Einbeziehung externer
Fachkräfte in diesen Prozess. Der punktuelle Einsatz von externen Spezialisten ist eine
gängige Methode, um für bestimmte Situationen eine Interessens-Neutralität herzustellen.
Beispiele dafür sind die Moderation von Arbeitsgruppen, fachspezifische Beratungen zu
Gebäudetechnik oder Energiemanagement und die Durchführung von Nutzerschulungen.
Wichtig ist die genaue Absprache der Verwaltung mit dem Auftragnehmer, um eine möglichst
effektive Wirkung der eingekauften Dienstleistung sicherzustellen und im Klimaschutz schnell
voranzukommen.
I.3
Controllingkonzept
Jedes Energiemanagement basiert auf einem Energie-Controlling, also der Erfassung und
Auswertung aussagekräftiger Werte. Diese Werte müssen Aufschlüsse über Verbräuche und
den Zustand eines Energiesystems zulassen und damit als verlässliche Basis für
Energiesparmaßnahmen in Form von Anlagenregelung und Nutzerverhalten dienen können.
Für das Gewinnen aussagekräftiger Werte zur Realisierung auch kleinster Einsparvolumina
kann annähernd unbegrenzt viel Aufwand betrieben werden. Daher geht es darum, ein
möglichst gutes Verhältnis von Aufwand zu Nutzen zu finden.
I.3.1
Datenerfassung und -auswertung
Aktuelle Situation:
Über mehrere Jahre war der zuständige Energiedatenmanager des Landkreises
Wolfenbüttel immer wieder erkrankt, so dass die bis dahin geschaffenen Datenstrukturen
nicht mehr kontinuierlich gepflegt werden konnten. Ende 2013/Anfang 2014 wurde das
Gebäudemanagement neu strukturiert. Seitdem wird versucht, das Datenmanagement
wieder aufzubauen. Nähere Ausführung zur Energieorganisation sind im Kapitel I.2 zu
finden.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.1
Datenerfassung und -auswertung
Die Ablesung der Verbräuche (Heizenergie, Strom und Wasser) der einzelnen
Liegenschaften erfolgt durch den Energieversorger grundsätzlich einmal pro Jahr. Daraus
ergeben sich sehr unterschiedliche Ablesezeiträume für die einzelnen Gebäude. Eine
auswertbare Erfassung der Verbrauchsdaten erfolgt nicht – sie werden als Rechnungen der
Energieversorger abgelegt.
In einigen Gebäuden erfassen die Hausmeister für sich regelmäßig die Verbräuche – ein
Daten- und Informationsaustausch mit der Verwaltung erfolgt jedoch nicht.
Die Verbräuche werden zum Teil gebäudeübergreifend gemessen. Auch in Gebäuden mit
Fremdnutzung erfolgt teilweise keine getrennte Erfassung der Verbräuche – dies betrifft die
Wärmeverbräuche der Post im Anbau des Harztorwalls 25.
Ein Energieberichtswesen gibt es bisher nicht.
Abschließend lässt sich feststellen, dass bisher kein Energiecontrolling stattfindet und damit
auch irreguläre Abweichungen bei Verbräuchen und Kosten nicht erkannt und zeitnah
Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
Empfehlungen:
Im ersten Schritt ist es wichtig, die Jahresenergieverbräuche in allen Gebäuden entweder
zum Jahresende oder zur Jahreshälfte abzulesen und zu dokumentieren. Ausnahme sollten
höchstens die mit Heizöl beheizten Gebäude sein. Jahresenergieverbrauchs- und kostenwerte können zwar einen Überblick über die langfristige Entwicklung der Kommune in
diesem Bereich geben, sie sind aber nicht geeignet, um ein Energiemanagement
durchzuführen. Schnell und effektiv auf unerwartet hohe Energieverbräuche reagieren, kann
man nur, wenn die Ursache zeitnah erkannt wird. Auch Schlussfolgerungen auf das
Energieverhalten einzelner Nutzergruppen lassen sich aus Jahreswerten nicht ableiten. Die
Erfassung der Energiedaten sollte von daher im zweiten Schritt von einer jährlichen auf eine
monatliche Routine umgestellt werden. Auch in Liegenschaften mit geringeren Verbräuchen
können unerkannte Störungen zu erheblichen Mehrverbräuchen führen.
Darüber hinaus sollte der Landkreis möglichst in allen Gebäuden sowie für fremdgenutzte
Gebäudeteile eigene Zähler anschaffen. Nur so können Energieverbräuche räumlich
zugeordnet, bewertet und ggf. gezielte Einsparmaßnahmen entwickelt und überprüft werden.
Die monatliche Erfassung der Energieverbräuche könnte automatisch erfolgen, das wäre
aber mit höheren Investitionen in neue Zählertechnik sowie Software verbunden. Da der
Landkreis über eine noch überschaubare Anzahl von Gebäuden verfügen, ist der Aufwand
der Energiedatenerfassung nicht so hoch, dass diese unbedingt automatisiert werden
müsste. Es wird empfohlen, dass die Hausmeister an einem festgelegten Tag,
beispielsweise am letzten Tag eines Monats, die Energieverbräuche ablesen, in einen
einheitlichen Datenerfassungsbogen (Beispiel hierfür siehe Anhang 2) eintragen und der
Verwaltung übermitteln – vorzugsweise alles elektronisch. In der Verwaltung überträgt ein
zuständiger Mitarbeiter die Daten in eine Software und wertet sie aus.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.1
Datenerfassung und -auswertung
Eine kontinuierliche Datenablesung und -auswertung erfordert auch die Anschaffung einer
Energiemanagement-Software. Dies kann eine eigens dafür entwickelte Excel-Datei sein
oder auch eine spezielle Software. Auf dem Markt werden diverse Software-Produkte für
diesen Zweck angeboten. Die Kosten dafür liegen zwischen 3.000 und 10.000 Euro, je nach
Umfang und Support. Der Vorteil der weiteren Nutzung von Excel ist, dass die
Verwaltungsmitarbeiter im Umgang mit dem Programm bereits vertraut sind und keine oder
nur geringe zusätzliche Kosten entstehen. Da die Beschaffung einer EnergiemanagementSoftware wohl überlegt sein muss, um am Ende ein wirklich für den Landkreis passendes
Tool zu haben, wird zunächst empfohlen, mit einer Excel-Datei zu arbeiten. Für den
Landkreis Wolfenbüttel gibt es hierfür zwei Möglichkeiten, die aktuell zur Verfügung stehen:
a) Öko-Check kommunal
Der Entwickler trifft folgende Angaben zu seinem Excel-Tool:






monatliche Erfassung aller erforderlichen Objekt- und Verbrauchswerte (Strom und
Wärme sowie Wasser) für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren,
Bewertung nach vorgegebenen Grenz- bzw. Zielwerten objektspezifischer
Verbrauchsnormen,
Ermittlung der Umweltbelastung durch CO2- und Kyotogas,
regionale Klimakorrektur, Nutzungsflächenerfassung, Verbrauchs- und
Jahresvergleiche sowie Kostenkontrolle und Preisentwicklung
Hilfe bei Investitionsentscheidungen,
ausdruckbarer Energiebericht im Überblick und objektbezogen (tabellarisch und
grafisch),
Den Nutzungsaufwand schätzt der Entwickler so ein:




Ersteinrichtung, Grundkenntisse in EXCEL vorausgesetzt: ca. 1- 2 Arbeitstage (Eine
zentral organisierte Einweisung und Programm-Einrichtung unter Anleitung wird
empfohlen.)
aktuelle, monatliche Datenerfassung: ca. 1 Arbeitstag
jährliche Aktualisierung der Grunddaten und Bewertung der Objektzustände: ca. 1,5
Arbeitstage
jährliche Berichterstellung (inkl. Diagrammoptimierung): ca. 2 Arbeitstage
Öko-Check kommunal wurde speziell für kleine Kommunen entwickelt, die maximal 20
Liegenschaften verwalten. Bei mehr Liegenschaften bestände zwar die Möglichkeit, auch
mehrere Dateien anzulegen – dabei sollte man die Nutzungsarten der Gebäude zugrunde
legen, denn es besteht keine Möglichkeit der Auswertung nach Gebäudearten – allerdings ist
dies nur bedingt sinnvoll. So erhält man keinen Gesamtüberblick, der gerade für
Investitionsentscheidungen, aber auch Vergleichen zwischen Gebäudearten unabdingbar ist.
68/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.1
Datenerfassung und -auswertung
Das Tool enthält einige Makros, die den Leistungsumfang erst ermöglichen. Teilweise ist die
Gestaltung jedoch unübersichtlich und der Umgang nicht auf den ersten Blick
selbstverständlich. Daher sollte der Nutzer bereits Übung im Umgang mit Excel haben.
Die „Berichterstellungen auf Knopdruck“ geben eine Darstellung der energetischen IstSituation und der bisherigen Entwicklung. Als Dokumentationsberichte scheinen sie gut
geeignet zu sein. Allerdings sollte hierbei nicht übersehen werden, dass eine Auswertung im
Sinne eines Controllings damit nicht erfolgen kann. Die Bewertung der Daten, das Ziehen
von Schlussfolgerungen, die Anpassung der Strategien, die Aufbereitung für
Nutzerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit usw. müssen zusätzlich durchgeführt werden.
b) controlWATT
Mit diesem Excel-Tool wurden die Energie- und CO2-Bilanzen dieses KlimschutzTeilkonzeptes erstellt und die gebäudespezifischen Daten für die Steckbriefe ermittelt. Der
Aufbau von controlWATT ist ganz klassisch, so dass auch Nutzer, die nur über wenig
Erfahrungen mit Excel verfügen, das Tool gut nutzen können. Die Ersteinrichtung wird vom
Entwickler durchgeführt, um die fehlerfreie Funktion des Tools zu garantieren. Dabei lassen
sich auf Wunsch auch weitere Berechnungen und Darstellungen ergänzen. Es können
grundsätzlich beliebig viele Gebäude mit controlWATT verwaltet werden, wobei eine
sinnvolle Clusterung nach Gebäudenutzungen die Ergebnisdarstellung vereinfacht. Eine
Änderung der Gebäudeanzahl im Betrieb ist möglich, bedingt allerdings einige Änderungen
der Einrichtung. controlWATT soll Kommunen, die aus diversen Gründen keine
Energiemanagement-Software einsetzen, ermöglichen, mit in der Regel überall vorhandenen
Basis-Excel-Kenntnissen die Gebäudedaten zu verwalten und umfassend energetisch
auszuwerten. Dabei soll das Tool als Handwerkzeug für die Erstellung von Berichten und
anderen Informationsmaterialien dienen, jedoch bewusst nicht die Berichterstellung selbst
abnehmen. So liegt die Verantwortung der Datenbewertung und daraus resultierender
Konsequenzen weiterhin ganz beim Anwender. Da controlWATT bisher ausschließlich für die
Erstellung von Jahresberichten verwendet wurde, gibt es zurzeit noch keine Version für
monatliche Erfassungen und Auswertungen, kann aber bei Bedarf gern erstellt werden.
Unabhängig davon, welche Software oder welches Tool der Landkreis Wolfenbüttel
anwenden möchte, sollten mindestens folgende Darstellungen erfolgen:
Verlaufsentwicklungen der jährlichen witterungsbereinigten Energieverbräuche, der
Energiekosten, der jeweiligen Energieverbrauchskennwerte und der emittierten Klimagase.
Darüber hinaus sollten auch die monatlichen Verbräuche im Jahresverlauf abgebildet und
mit den mittleren Monatsdaten der letzten drei Jahre verglichen werden. Veränderungen mit
Auswirkung auf die Energieversorgung sind mit Hinweis auf den entsprechenden Zeitpunkt
zu vermerken. Dazu zählen z. B. Veränderungen in den Nutzerzahlen, in der Nutzungsart,
aber auch Sanierungsmaßnahmen in Gebäudehülle und Anlagentechnik.
69/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.2
Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen
Mindestens einmal im Jahr sollte der Landkreis Wolfenbüttel seine Daten und Informationen
in einem Energiebericht zusammenstellen, erläutern und Verbesserungshinweise geben.
Diese Energieberichte sind der Politik und Verwaltung sowie den Gebäudenutzern – evtl. in
Kurzform – zur Kenntnis zu geben (siehe Konzept für Öffentlichkeitsarbeit VI.2).
Dieses umfassende Energiecontrolling erfordert zusätzliche personelle Ressourcen. Eine
Möglichkeit, diese zu erhöhen, bietet der vom Bundesumweltministerium für max. drei Jahre
geförderte Klimaschutzmanager bzw. die Klimaschutzmanagerin. Alternativ kann es evtl.
auch sinnvoll sein, die beschriebenen Arbeiten von einem externen Dienstleister durchführen
zu lassen.
Personalbedarf:



I.3.2
monatliche Datenerfassung und -auswertung: ca. 2 Personentage
jährlicher Energiebericht: ca. 4 Personentage
Erstellung weiterer Informationsmaterialien für Nutzer: ca. 3 Personentage
Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen
Aktuelle Situation:
Sanierungsmaßnahmen werden bislang nicht auf ihre energetische und klimatische Wirkung
überprüft.
Empfehlung:
Im Vorfeld einer Sanierungsmaßnahme wird der Mittelwert der Energieverbräuche
mindestens der letzten drei Jahre ermittelt. Mit Hilfe einer Energieberatersoftware oder im
Rahmen einer Energieberatung wird die zu erwartende Energiebedarfseinsparung ermittelt.
In den folgenden Jahren werden die tatsächlichen Energieverbräuche mit dem erwarteten
Energiebedarf verglichen. Tritt die erwartete Energieverbrauchssenkung nicht ein, wird die
Umsetzung der Maßnahme in baulicher Hinsicht überprüft und ggf. aufgetretene Mängel
behoben. Um Mängel frühzeitig festzustellen, werden in den ersten Monaten nach
Umsetzung der Maßnahme die monatlichen Energieverbräuche hochgerechnet. Weiterhin ist
eine Bauüberwachung unter energetischen Aspekten während der Umsetzung unerlässlich.
Ggf. werden hierfür nach Abschluss der Maßnahme externe Gutachten erforderlich, z. B. in
Form von Winddichtigkeitsprüfungen und thermografischen Aufnahmen.
Unabhängig von der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen müssen die monatlichen
Verbrauchswerte überprüft werden. Treten Verbrauchsschwankungen auf, muss die Ursache
dafür gefunden werden. Dabei müssen insbesondere folgende Punkte überprüft werden:



Sind Schwachstellen oder Mängel in Gebäudehülle oder / und Heizungsanlage
aufgetreten?
Hat sich die Anzahl der Nutzer geändert?
Hat sich die Nutzungsart geändert?
70/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.2
Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen




Sind zusätzliche Geräte angeschafft worden?
Werden Geräte regelmäßig fehlerhaft bedient?
Sind Geräte falsch eingestellt?
Liegen technische Ausfälle vor?
Bei auftretenden Fehlern müssen Verbräuche, Temperaturen und Volumenströme im
System zeitgleich und in Abständen von wenigen Minuten aufgenommen werden. Zur
Erfassung von solchen Zeiträumen zur Analyse, z. B. bei Feststellung zu hoher Verbräuche,
wird empfohlen ein mobiles Messsystem zu beschaffen, das mit Datenlogger und 10 bis 15
Temperaturfühlern ausgestattet ist. Idealerweise sollte das Messsystem auch die
Pumpenlaufzeiten und/oder Volumenströme erfassen. Mit solch einem Messsystem werden
Laufzeiten und Wärmemengen in verschiedenen Heizkreisen exakt und gleichzeitig ermittelt.
Darüber können z. B. Verbräuche ermittelt werden, die unbemerkt entstehen, weil die Regler
eine Fehlfunktion haben oder falsch eingestellt sind. Ebenso kann man Fehler im Rohrnetz
erkennen.
Zu einem späteren Zeitpunkt kann das mobile Messsystem um Fühler zur Abgas-Messung
erweitert werden, um Wirkungsgrade des Kessels und des Gesamtsystems zu bestimmen.
So kann neben der Qualität der Anlage auch die Qualität der Arbeit der Installationsbetriebe
überwacht werden, die mit der Wartung und Reparatur bzw. Erneuerung beauftragt wurden.
Die Nutzer werden mindestens einmal pro Jahr über den Zustand der Liegenschaft, die
geplanten Maßnahmen und die Energieverbräuche informiert. Um eine qualitativ hochwertige
Durchführung der Baumaßnahme zu gewährleisten, kontrolliert ein Mitarbeiter der
Gebäudewirtschaft die Umsetzung der baulichen Tätigkeiten.
Das vorliegende Klimaschutzkonzept empfiehlt die Durchführung zahlreicher
gebäudespezifischer und gebäudeübergreifender Maßnahmen. Für eine Erfolgskontrolle bei
der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes sollten jährlich einmal Erfolgsindikatoren gebildet
und ausgewertet werden. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über mögliche
Indikatoren.
Maßnahme
Indikator
Gebäudesanierung
 Anzahl der durchgeführten Sanierungen
pro Jahr
 Höhe der Investitionskosten pro Jahr und
seit Konzeptumsetzung
 zu erwartende Energieeinsparung pro
Jahr
 zu erwartende Emissionsminderung pro
Jahr
 tatsächliche Energieeinsparung pro Jahr
 tatsächliche Emissionsminderung pro
71/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.2
Überprüfung der Wirksamkeit von energetischen Maßnahmen
Maßnahme
Indikator
Jahr
Aufbau und Durchführung eines
Energiemanagements
Hydraulischer Abgleich
Verbesserung des Nutzerverhaltens
Stromreduzierende Maßnahmen
Nutzung erneuerbarer Energien
Tab. I.3.2-1
 monatliche Datenerfassung und auswertung
 Anzahl festgestellter
Auffälligkeiten/Störungen pro Jahr
 jährliche Veröffentlichung eines
Energieberichtes
 Anzahl der durchgeführten hydraulischen
Abgleiche pro Jahr
 Anzahl der Heizungsanlagen ohne
hydraulischen Abgleich
 Anzahl der Informationsangebote pro
Jahr (regelmäßig/sporadisch)
 Anzahl der durchgeführten Aktionen mit
Nutzern pro Jahr
(regelmäßig/sporadisch)
 Höhe der Energieeinsparung pro Jahr
 Höhe der Emissionsminderung pro Jahr
 Anzahl der durchgeführten Maßnahmen
in den einzelnen Verbrauchsbereichen
(Beleuchtung, Informations- und
Kommunikationstechnik,
Haushaltsgeräte etc.) pro Jahr
 Höhe der Energieeinsparung pro Jahr
 Höhe der Emissionsminderung pro Jahr
 Anzahl neuer Heizungsanlagen mit
erneuerbaren Energieträgern pro Jahr
 Anzahl neuer Solarstromanlagen pro
Jahr und seit Konzeptumsetzung
 erzeugte Leistung durch
Solarstromanlagen pro Jahr
 Höhe der Emissionsminderung pro Jahr
Maßnahmen und Indikatoren im Energie-Controlling
72/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
I.3.3
Weitere Maßnahmen im Bereich Datenerfassung und Messung
Personalbedarf:
Bei größeren Baumaßnahmen erfolgen Planung, Bauleitung und Bauüberwachung durch
extern beauftragte Planungsbüros. Der Landkreis ist als Bauherr immer beteiligt und führt
eine gesonderte „Bauüberwachung“ im Sinne eines privaten Gebäudeeigentümers schon
aus eigenem Interesse durch. Die Aufwände in der Verwaltung sind je nach
Maßnahmenumfang sehr verschieden und können hier nicht beziffert werden.



I.3.3
Erfolgskontrolle nach Maßnahmenumsetzung:
- im 1. Jahr: 1 bis 2 Personentage je Maßnahme
- in Folgejahren: mit Energiemanagement abgedeckt – kein Zusatzaufwand
Nutzerinformationen: 0,25 bis 2 Personentage pro Maßnahme (abhängig von
Maßnahmenumfang)
Evaluation Umsetzung des Klimaschutzkonzepts inkl. Jahresbericht: 8 Personentage
Weitere Maßnahmen im Bereich Datenerfassung und Messung
Zusätzlich zu den Verbrauchsdaten sollten bei allen Brennern die monatlichen Brennerstarts
und Brennerlaufzeiten erfasst werden (Erfassungsbogen siehe Anhang 2). Mit der Zahl der
Brennerstarts im Verhältnis zur Laufzeit und dem Verbrauch kann die
Brennerdimensionierung überprüft werden. Zu groß dimensionierte Brenner und Kessel
verursachen unnötig hohe Kosten, bedarfsgerecht dimensionierte Brenner reduzieren
demgegenüber die Kosten um 10 bis 30 % ohne Komfortverlust.
Elementare Kontrollhilfe für Nutzer und Hausmeister sind Thermometer, die in allen Fluren,
Klassen- und Büroräumen, sowie in den Turnhallen, Umkleiden, Sozialräumen, Lager- und
Wirtschaftsräumen mit Abständen zu Fenstern und Türen anzubringen sind. Ergänzend ist
an geeigneter Stelle, z. B. über Aushangtafeln, über die vorgegebenen Solltemperaturen zu
informieren und die Sinnhaftigkeit darzustellen. Das Thermometer gibt dem Hausmeister und
den Nutzern die Möglichkeit zur Kontrolle und zur Überprüfung der „gefühlten“ Temperatur.
Es gibt Untersuchungen, dass Thermostate an Heizkörpern nach längerer Nutzungszeit
häufig nicht mehr richtig funktionieren. Bei Fehlfunktionen kann der Raum überhitzen, und
somit unnötig Energie verschwenden und unnötige Kosten verursachen. Die einwandfreie
Funktion von Heizkörperthermostaten muss daher überprüft werden.
Zur Instandhaltung sollten alle Thermostate außerhalb der Heizperiode auf die höchste Stufe
eingestellt werden, damit sich die Bauteile entspannen. Das verlängert die Lebenserwartung.
In der „Verwaltungsrichtlinie Energie“ im Anhang ist die Aufgabe der Hausmeister
festgehalten, einmal im Jahr eine Überprüfung durchzuführen.
Störungen müssen dokumentiert werden. Dazu eignet sich die monatliche
Verbrauchsmeldung (Datenerfassungsbogen siehe Anhang 2).
73/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein II
Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung
Baustein II Energetische Gebäudeuntersuchung mit
Maßnahmenempfehlung
Die energetische Gebäudeuntersuchung dient dazu, die einzelnen Gebäude bezüglich der
Gebäudehülle und des baulichen Gesamtzustands sowie des Zustands der technischen
Anlagen zu bewerten und eine Grundlage für die Entwicklung von klimaschutzfördernden
Maßnahmen zu bilden. Im ersten Schritt wurde eine umfassende Bestandsaufnahme
durchgeführt, deren Ergebnisse den IST-Zustand der einzelnen Gebäude dokumentieren.
Darauf aufbauend ist dann der SOLL-Zustand – also die Maßnahmenempfehlungen für die
einzelnen Gebäude aus Sicht des Klimaschutzes – dargestellt.
Darstellung der IST-Zustände
Um sich ein möglichst genaues Bild der IST-Zustände zu machen, hat der Konzeptersteller
umfassende Gebäudebegehungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Begehungen wurden
zahlreiche Hinweise auf den energetischen Zustand der einzelnen Gebäude gesammelt.
Diese Hinweise werden in diesem Kapitel in Form von Gebäudesteckbriefen dargestellt und
sind als eine Zusammenstellung von Einzelbeobachtungen zu verstehen, die keinem
Anspruch auf Vollständigkeit unterliegen; auch konnten in vielen Fällen mündliche Hinweise
von Hausmeistern und Nutzern nicht überprüft werden. An dieser Stelle sei noch einmal
darauf hingewiesen, dass auf Grund der Förderbedingungen, die für die Erstellung dieses
Klimaschutzkonzeptes einzuhalten sind, nur Gebäude betrachtet wurden, die älter als
Baujahr 1995 sind – also Gebäude mit einem statistisch besonders hohen
klimaschutzrelevanten Potenzial. Das Klimaschutzkonzept hat zudem die Aufgabe, den
Fokus auf klimaschutzrelevante Aspekte (Energieverbrauch, CO2-Emissionen) zu legen.
Damit steht die Darstellung von Mängeln, die sich negativ auf den Klimaschutz auswirken, im
Vordergrund. Sinn und Zweck dieser Zusammenstellung der Einzelbeobachtungen ist es, der
Verwaltung und besonders einem möglichen künftigen Klimaschutzmanager überblicksartig
erste Eindrücke der IST-Zustände der betrachteten Gebäude an die Hand zu geben.
Neben den Eindrücken aus den Begehungen enthalten die Gebäudesteckbriefe gebäudeund anlagenspezifische Daten (z. B. Baujahr, Nutzungsart) sowie weitere
gebäudespezifische Werte wie Energieverbrauch, Energiekosten und CO2-Äquivalente. Es
sind die Ansprechpartner von Seiten der Verwaltung dargestellt, die Ansprechpartner von
Nutzerseite müssen dort bei Bedarf erfragt werden. Ergänzt wird diese Übersicht durch
Bildmaterial. In der Druckfassung des Berichts ist nur ein Teil des im Rahmen der
Begehungen entstandenen Bildmaterials dargestellt. Das vollständige Bildmaterial ist dem
Anhang (CD-ROM) zu entnehmen.
74/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein II
Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung
Kurzinfo EnEV-Novelle
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt europäische Vorgaben zur energieeffizienten
Bauweise von Gebäuden (Neubau und Sanierung) in nationales Recht um. Die erste
EnEV trat 2002 in Kraft. Aktuell gültig sind die Bestimmungen der EnEV 2014. Sie
verschärft den Anspruch an Neugebäude um weitere 25 % weniger Primärenergieeinsatz
gegenüber der letzten EnEV von 2009. Bei Bestandsgebäuden gibt es jetzt die Pflicht,
Heizkessel mit Baujahren vor 1985 gegen moderne Kessel auszutauschen.
Ausgenommen davon sind Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel mit besonders
hohem Wirkungsgrad sowie eigengenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Besitzer
vor dem 1. Februar 2002 gewechselt hat.
Vorgehensweise bei der Maßnahmenentwicklung
Auf Basis des IST-Zustandes wurden Maßnahmenvorschläge mit klimaschützender Wirkung
entwickelt. Die Entwicklung dieser gebäudespezifischen Maßnahmenvorschläge unterliegt
einem vorher festgelegten Prinzip und hat – neben der Standardisierung und
Nachvollziehbarkeit – zum Ziel, die Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung
(EnEV) 2014 für Altbauten einzuhalten:


Im ersten Schritt soll durch Dämmung der Gebäudehülle und Einsatz von
Wärmeschutzverglasung der Energieverbrauch den Anforderungen der EnEV 2014
entsprechend reduziert werden.
Im zweiten Schritt wird empfohlen, eine Heizungsanlage einzubauen, mit deren Hilfe
der Sollwert für den Primärenergiebedarf für Altbauten der EnEV 2014 eingehalten
wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Einsatz von Erneuerbaren Energien.
1. Durchführung von energiesparenden Maßnahmen: Dämmung der Gebäudehülle
Energie, die nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt werden und ist auch für keinen CO2Ausstoß verantwortlich. Die Durchführung von Energiesparmaßnahmen steht damit
logischerweise an erster Stelle klimaschutzfördernder Maßnahmen. Für die
Maßnahmenentwicklung bedeutet das, dass als Maßnahmenpaket I immer die Dämmung
der Gebäudehülle einschließlich des Einbaus von Wärmeschutzverglasung empfohlen wird.
Der Grad der Verbesserung der Gebäudehülle richtet sich nach den Anforderungen der
EnEV 2014. In diesem Maßnahmenpaket wurde vorausgesetzt, dass im Gebäude ein
hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. In Absprache mit dem Landkreis wurde
außerdem der Einbau dezentraler Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung vorgesehen.
2. Einsatz von Erneuerbaren Energien
Klimaschutz bedeutet neben Ressourcenschutz in erster Linie Vermeidung von
klimarelevanten Emissionen, insbesondere CO2-Emissionen. Daher ist der Einsatz
Erneuerbarer Energien, um den Klimaschutz voranzutreiben, unabdingbar. Im Rahmen
dieses Konzeptes wird für den verbleibenden Energieverbrauch nach Durchführung des
Maßnahmenpakets I der Einsatz von Erneuerbaren Energien empfohlen. Erneuerbare
75/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein II
Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung
Energien sind vielfältig, daher kommen an dieser Stelle grundsätzlich unterschiedliche
Varianten in Betracht. Um eine Vergleichbarkeit der einzelnen Maßnahmen zu
gewährleisten, ist es nahe liegend – sofern keine spezifischen Rahmenbedingungen
dagegen sprechen – möglichst immer die gleiche Anlage zu empfehlen. Vieles spricht für
den Einsatz von Pelletheizungen: Sie weisen eine vergleichsweise hohe CO2-Einsparung
auf, sind leicht bedienbar und flexibel einsetzbar. Um eine möglichst aufwandsarme
Bedienung der Pelletheizung zu gewährleisten, wird geraten, Pellet-Zentralheizungen
einzusetzen. Dies beinhaltet auch – bei entsprechender Anlagengröße – den Einbau eines
Pufferspeichers mit nach EnEV vorgesehener Dämmung.
Holzpellets werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne,
Waldrestholz) mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8 mm und einer Länge von 5 - 45 mm
hergestellt. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck
gepresst und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt
von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem eines halben Liters Heizöl.
Bei Umstellung von Heizöl auf Pellets können die Pellets künftig problemlos im ehemaligen
Heizöllager gelagert werden. Bei den Gebäuden, die bisher mit Erdgas versorgt wurden, ist
nicht automatisch die Lagerung der Pellets möglich. Die Lagerung der Pellets ist in diesen
Fällen entweder – sofern vorhanden – in Kellerräumen oder ansonsten im Außengelände
möglich. Die Größe und sinnvolle Lage des Lagerbehälters muss im Rahmen der
Detailplanung ermittelt werden. Eine erste Abschätzung möglicher Konfigurationen ist in den
Steckbriefen der Gebäude des Baustein II ergänzt. Dabei wurden verfügbare Räume,
eventuelle Umnutzungen und Zufahrtswege für Tanklaster berücksichtigt. Die Betankung
kann mittels Schläuchen mit maximal 40 m Länge durchgeführt werden.
Um die Wirkungen gebäudespezifisch darstellen zu können, wurde im Rahmen von
Maßnahmenpaket II für gemeinsam mit Wärme versorgte Gebäude fiktiv eine künftig
getrennte Versorgung angenommen. Dies ist nur als rein theoretische Betrachtungsweise,
um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, zu verstehen. Es wird empfohlen, die gemeinsame
Wärmeversorgung in der Praxis beizubehalten!
Generell sollten elektrische Warmwasser-Boiler wo möglich mit Durchlauferhitzern ersetzt
werden. Dies setzt in vielen Gebäuden eine Neuverlegung von Kabeln voraus, damit die
relativ hohe elektrische Leistung gefahrlos abgerufen werden kann. In solchen Gebäuden
erscheint es sinnvoller, die Notwendigkeit von Warmwasser zu überdenken oder die
Verlegung neuer Stromkabel mit anderen Arbeiten zu kombinieren.
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Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein II
Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung
Kurzinfo EEWärmeG
Neben der EnEV gibt es das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das den
Einsatz von Erneuerbaren Energien bei Neubauten und Sanierung des Gebäudebestands
regelt. In öffentlichen Gebäuden sind bei einer grundlegenden Sanierung Erneuerbaren
Energien einzusetzen. Zwei Anforderungen, die im EEWärmeG eine entscheidende Rolle
spielen, werden auf Grund der Vorgehensweise bei der Maßnahmenentwicklung
berücksichtigt: Energieeffizienz durch Wärmedämmung und der Einsatz von Erneuerbaren
Energien. Die entwickelten Maßnahmen entsprechen damit den Anforderungen des
EEWärmeG.
Für die einzelnen Gebäude werden die Maßnahmenvorschläge differenziert nach
Maßnahmenpaket I (Gebäudehülle) und Maßnahmenpaket II (Gebäudehülle zzgl.
Heizungsanlage) dargestellt. Für jedes Maßnahmenpaket werden die Investitionskosten und
die Einsparung angegeben.
Aus Sicht des Klimaschutzes hat bei der Beurteilung der Sinnhaftigkeit einer Maßnahme der
Klimaschutzeffekt höchste Priorität. Die Maßnahmenvorschläge zu den Gebäuden
orientieren sich daher an der optimalen Wirkung für den Klimaschutz, danach werden auch
Aspekte der Wirtschaftlichkeit betrachtet. Die Anforderungen des Denkmalschutzes werden
ggf. dahingehend berücksichtigt, dass bei den betroffenen Gebäuden keine Außendämmung
empfohlen wird. Außerdem wird hier weder eine Anlage zur Erzeugung von Solarwärme
noch von Solarstrom empfohlen, da dies in der Regel nicht möglich ist. Es ist Aufgabe des
Landkreises Wolfenbüttel, die aus Sicht des Klimaschutzes empfohlenen
Maßnahmenvorschläge mit anderen Interessen und Aspekten abzuwägen.
Verfahren zur Ermittlung des Endenergiebedarfs
Als Basis für die Bewertung des energetischen Zustands der Gebäude wurde mit Hilfe der
Energieberater-Software der Fa. Hottgenroth der Endenergiebedarf ermittelt. Die Gebäude
wurden mit Hilfe der vorliegenden Pläne in der Software volumengetreu abgebildet und für
die einzelnen Abschnitte Fensterflächen, Außenwände, Geschossdecke, Dach und
Kellerdecke entsprechend den Ergebnissen der Bestandsaufnahme möglichst realitätsnahe
U-Werte zugewiesen. Diese richtet sich nach der Hüllflächentypologie – jedem Abschnitt
wurde entsprechend dem Baujahr und des Zustands typische U-Werte ausgewählt.
Nach Abbildung des IST-Zustandes wurden die Energiebedarfe der Gebäude ermittelt, die
mit den tatsächlichen Verbrauchswerten abgeglichen wurden. Mit Hilfe der Software wurden
dann nach dem oben beschriebenen Prinzip den einzelnen Gebäuden die
Maßnahmenpakete (Variante 1: Dämmung der Gebäudehülle, Einsatz von
Wärmeschutzverglasung, hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage und Einbau von
dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung; Variante 2: Variante 1 plus
77/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein II
Energetische Gebäudeuntersuchung mit Maßnahmenempfehlung
Sanierung der Heizungsanlage) als Varianten zugewiesen und die daraus resultierenden
Einsparungen errechnet. Die mit Hilfe der Software ermittelten prozentualen Einsparungen
wurden dann auf die tatsächlich vorliegenden Verbrauchs-, Kosten- und Emissionswerte
angewendet (siehe Kap. IV.1).
78/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.1
Teichgarten, Schule
II.1
Teichgarten, Schule
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
422.836 kWh/a
116 t/a
198.969 kWh/a
120 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
21.389 €/a
37.289 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
113 kWh/m²NGFa
105 kWh/m²NGFa
621.806 kWh/a
237 t/a
Anschrift
Lindender Straße 11, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Domin, Herr Geske
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter
Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
79/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.1
Teichgarten, Schule
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Schüler
1972
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
4.147 m²
3.732 m²
Erdgas
2x Buderus G 524 L
1995
2 x 524 KW = 1048 KW
 Fenster überwiegend in gut gepflegtem Zustand, nur
stellenweise schlechte Qualität und in sich wackelig
 keine Dämmung in den Außenwand-Zwischenblechen
 Fugen zwischen den Außenwand-Waschbetonplatten
undicht
 Fußbodensockel abgeplatzt
 dezentral über elektrische Boiler (5 l)




Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem








Lüftungsanlage und Technikraum mit elektronischen
Pumpen, sonst keine elektronischen Pumpen
vorhandenen.
Vorlauf/Rücklauftemperatur 70 / 40
witterungsgeführt
überwiegend Heizkörper gesteuert von einem Thermostat
pro Raum (Honeywell)
T8-Leuchtstoffröhren mit KVG
T5-Leuchtstoffröhren mit EVG
Notausgang-Leuchten alle auf LED umgerüstet
25 PC, 3 Drucker
zentrale Stromabschaltung möglich
recht bewusst
Hinweisschilder erinnern stellenweise an korrekte
Nutzung
Ventile für hydraulischen Abgleich teilweise vorhanden
und eingestellt
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
80/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.1
Teichgarten, Schule
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:
-
Heizkessel modernisieren
Hocheffizienzpumpen einsetzen
Hydraulischen Abgleich überall durchführen
veraltete Fenster modernisieren
Nicht-Investive Maßnahmen:
-
Nutzern die Verbräuche und Kosten rückmelden
Gebäude
Teichgarten,
Schule
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
81/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
865.210 €
13.689 €/a
-64%
905.210 €
15.186 €/a
-71%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.2
Peter Räuber
II.2
Peter Räuber
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
214.499 kWh/a
59 t/a
198.969 kWh/a
120 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
11.054 €/a
37.289 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
97 kWh/m²NGFa
105 kWh/m²NGFa
413.468 kWh/a
180 t/a
Anschrift
Lindener Straße 13, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Hoppmann
Nutzungskategorie
Schule, Förderschule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter
Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
82/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.2
Peter Räuber
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den
Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
125 Schüler, 70 Betreuer, teilweise in Teilzeit
1976
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 451 m²
2.206 m²
Erdgas
Buderus GE 315
2008
170 KW
 Flachdach ohne Dämmung von 1976
Warmwasser
bereitung

Buderus Speicher TBS 300 Liter mit Zirkulationspumpe
Heizungsanlage




Elektronische Pumpen vorhanden
Vorlauf/Rücklauftemperatur 80 /60
stellenweise Behördenventile installiert
T8-Leuchtstofflampen
Nutzerverhalten


Leitung hat Raumtemperatur von 24 °C angeordnet
Handtücher liegen zum Trocknen direkt auf den
Heizkörpern
Weitere
Einzelbeobachtungen

Heizprobleme (zu heiß/zu kalt) in manchen Räumen 
Heizkörper-Check und hydraulischer Abgleich geplant mit
Fa. Fricke
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
83/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.2
Peter Räuber
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


Heizkörper prüfen lassen
Hydraulischen Abgleich durchführen
Nicht-Investive Maßnahmen:


Raumtemperaturen ggf. senken
Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
Peter RäuberSchule
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
84/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
335.064 €
1.658 €/a
-15%
370.064 €
5.195 €/a
-47%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.3
Peter Räuber, Anbau
II.3
Peter Räuber, Anbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
383.796 kWh/a
105 t/a
198.969 kWh/a
120 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
18.987 €/a
37.289 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
605 kWh/m²NGFa
105 kWh/m²NGFa
582.766 kWh/a
225 t/a
Anschrift
Lindener Straße 13, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Hoppmann
Nutzungskategorie
Schule, Förderschule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter
Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
85/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.3
Peter Räuber, Anbau
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den
Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Schüler, teilweise mit Behinderungen, Betreuer
1994
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
705 m²
635 m²
Erdgas
Buderus G 405
1994
165 KW
 Therapiebad eingerichtet
 Südseite im Sommer durch sehr große Fensterfläche
sehr warm
 Cetetherm 500 Liter von 1994





witterungsgeführt
fünf sehr alte Pumpen, eine neue elektronische Pumpe
Vorlauf/Rücklauftemperatur 75/50
T8-Leuchtstoffröhren
Beleuchtung im Therapieraum blendet bei der Therapie
Nutzerverhalten

konnte bei der Begehung nicht bewertet werden
Weitere
Einzelbeobachtungen

Essen wird heiß geliefert und serviert, selten warm
gehalten
Reinigungspersonal ist angewiesen, offene Fenster zu
schließen
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Mögliches
Pelletsystem

Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
86/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.3
Peter Räuber, Anbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Heizkessel modernisieren
Heizungspumpen modernisieren
Hydraulischen Abgleich durchführen
sommerlichen Wärmeschutz auf der Südseite installieren
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
Peter RäuberSchule, Anbau
Maßnahmenpakete
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
I: Hydraulischer Abgleich,
Dämmung von Dach und
Außenwänden
270.714 €
2.468 €/a
-13%
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
305.714 €
8.734 €/a
-46%
87/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.4
Teichgarten, Sporthalle
II.4
Teichgarten, Sporthalle
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
140.506 kWh/a
39 t/a
198.969 kWh/a
120 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
7.099 €/a
37.289 €/a (01-04)
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
156 kWh/m²NGFa
120 kWh/m²NGFa
339.475 kWh/a
159 t/a
Anschrift
Lindener Straße 11, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Domin, Herr Geske
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung Teichgarten, Schule; Peter
Räuber; Peter Räuber, Anbau; Teichgarten, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
88/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.4
Teichgarten, Sporthalle
Nutzungskategorie
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Sporthalle
Schulklassen, Vereine
1972
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
991 m²
902m²
Erdgas
Buderus G 405
1995
165 kW
 Wände zwischen tragender Wand und
Waschbetonplatten ist mit Dämmung versehen
 Fenster teilweise einfach verglast.
 Flachdach ist ohne Dämmung
 Buderus SF 301 mit 300 Liter 1995
 ohne Zirkulation







keine elektronischen Pumpen
Regelung witterungsgeführt
Vorlauf/Rücklauftemperaturen 70 / 50
Brenner Weißhaupt von 2011
teilweise Behördenthermostate verwendet
Isolierung am Verteiler ist schadhaft
T8-Leuchtstoffröhren
Nutzerverhalten

Abends wird häufig das Licht angelassen
Weitere
Einzelbeobachtungen

Duschen mit neuen Mischarmaturen und Duschköpfen
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
89/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.4
Teichgarten, Sporthalle
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Flachdach dämmen
Modernisierung Heizkessel
Hydraulischer Abgleich
einfach verglaste Fenster austauschen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
Teichgarten,
Sporthalle
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
Außenwänden, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
90/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
338.269 €
2.414 €/a
-34%
373.269 €
3.975 €/a
-56%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.5
HRS Schladen, Schule
II.5
HRS Schladen, Schule
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
123.933 kWh/a
34 t/a
61.017 kWh/a
37 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
5.956 €/a
14.143 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
kennwert
nach EnEV 2009iii
117 kWh/m²NGFa
105 kWh/m²NGFa
Gesamt
Verbrauch
CO2-Äquivalent
184.950 kWh/a
71 t/a
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung HRS Schladen, Schule; HRS
Schladen, Schule, Anbau; HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
91/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.5
HRS Schladen, Schule
Anschrift
Ansprechpartner
Nutzungskategorie
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem
Franz-Kaufmann-Str. 34, 38315 Schladen
Herr Boedecker, Herr Hoffmann
Schule
Schüler, Lehrer
1954
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1100 m²
1.063 m²
Erdgas
2 Stück Viessmann Vitorond 200
2003
2 x 275 KW = 550 KW
 Teilweise neue Fenster
 Dampfsperre der Dachdämmung teilweise undicht
 Dampfsperre der Dachdämmung liegt an den Fenster
offen, daher sind dort in wenigen Jahren UV-bedingte
Lochschäden zu erwarten
 Zentraler Speicher 150 Liter mit zusätzlich 3 kW Heizstab
für das Warmwasser im Hauswirtschaftsbereich während
des Sommers
 einzelne Wasserboiler 5l
 Teilweise schon elektronische Pumpen
 Vorlauf/Rücklauftemperatur 60/45
 Thermostate an den Heizkörpern teilweise sehr veraltet
 stellenweise sind Behördenthermostate angebracht
 teilweise Tageslichtkuppeln
 T8-Leuchtstofflampen mit EVG
 Glühlampen
 T8-Leuchtstofflampen mit KVG, teilweise stark versenkt in
der Raumdecke
 Desktop-PC
 Licht angeschaltet ohne Nutzer in Räumen

Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
92/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.5
HRS Schladen, Schule
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Dampfsperre der Dachdämmung im Fensterbereich verschalen
Hocheffizienzpumpen installieren
Thermostatköpfe modernisieren
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
HRS Schladen,
Schule
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
93/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
148.071 €
834 €/a
-14%
162.071 €
2.680 €/a
-45%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.6
HRS Schladen, Schule, Anbau
II.6
HRS Schladen, Schule, Anbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
513.804 kWh/a
141 t/a
61.017 kWh/a
37 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
24.692 €/a
14.143 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
117 kWh/m²NGFa
90 kWh/m²NGFa
574.821 kWh/a
178 t/a
Anschrift
Franz-Kaufmann-Str. 34, 38315 Schladen
Ansprechpartner
Herr Boedecker, Herr Hoffmann
Nutzungskategorie
Schule
Nutzergruppen
Schüler, Lehrer
Baujahr
1972
Größe
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
6 495 m²
4.407 m²
Heizenergieträger
s. HRS Schladen, Schule
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung HRS Schladen, Schule; HRS
Schladen, Schule, Anbau; HRS Schladen, Schule, Sporthalle integriert
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
94/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
HRS Schladen, Schule, Anbau
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den
Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
II.6




Sehr gute Dachdämmung im Dachgeschoss
Außenwand nur Mauerwerk 36 cm
Flachdach evtl. nur 10 cm Dämmung
dezentral
Heizungsanlage

s. HRS Schladen, Schule
Beleuchtung
und Stromverbraucher


T8-Leuchtstofflampen
Große Küche für Mensa
Nutzerverhalten

Licht angeschaltet ohne Nutzer in Räumen
Weitere
Einzelbeobachtungen

EDV-Raum unter dem Dach im Sommer sehr heiß und im
Winter sehr kalt
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
95/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.6
HRS Schladen, Schule, Anbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


sommerlichen Wärmeschutz im Dachgeschoss verbessern
hydraulischen Abgleich durchführen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen
Gebäude
HRS Schladen,
Schule, Anbau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung in HRS
Schladen, Schule
96/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
272.224 €
-988 €/a
4%
307.224 €
8.642 €/a
-35%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.7
HRS Schladen, Sporthalle
II.7
HRS Schladen, Sporthalle
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
305.013 kWh/a
84 t/a
35.320 kWh/a
21 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
14.950 €/a
8.098 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
200 kWh/m²NGFa
120 kWh/m²NGFa
340.333 kWh/a
105 t/a
Anschrift
Franz-Kaufmann-Str. 34, 38315 Schladen
Ansprechpartner
Herr Boedecker
Nutzungskategorie
Sporthalle
Nutzergruppen
Schulsport, Vereine
Baujahr
1979
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
97/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.7
HRS Schladen, Sporthalle
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den
Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 676 m²
1.525 m²
Erdgas
Buderus Logano GE315
2004
200 kW
 Eingangstür häufig mit Keil offen gehalten, undicht
 Heizkörper direkt vor Scheiben installiert
Warmwasser
bereitung

Buderus TBS – LT 1000 Liter
Heizungsanlage





Elektronische Pumpen vorhanden
Rücklauf / Vorlauftemperatur 60 / 50
Regelung Witterungsgeführt
Tageslichtkuppeln in der Halle
T8-Leuchtstoffröhren
Nutzerverhalten

ca. die Hälfte der Nutzer achtet auf Licht und Wärme
Weitere
Einzelbeobachtungen

Beleuchtung
und Stromverbraucher
Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
98/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.7
HRS Schladen, Sporthalle
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:

Dichtungen an Türen ersetzen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen
Gebäude
HRS
Schladen,
Sporthalle
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Dämmung von Dach und
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
99/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
296.738 €
4.336 €/a
-29%
331.738 €
7.475 €/a
-50%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.8
HRS Sickte, Sporthalle
II.8
HRS Sickte, Sporthalle
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
206.981 kWh/a
77 t/a
206.339 kWh/a
125 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
13.871 €/a
43.282 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
136 kWh/m²NGFa
120 kWh/m²NGFa
413.320 kWh/a
202 t/a
Anschrift
Schulweg 2, 38173 Sickte
Ansprechpartner
Herr Sonnemann, Herr Bartz
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Sickte, Schule; HRS
Sickte, Schule, Anbau; HRS Sickte, Schule, Verwaltung; HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert;
HRS Sickte, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
100/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.8
HRS Sickte, Sporthalle
Nutzungskategorie
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Sporthalle
Schulsport, Vereine
1979
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 668 m²
1.518 m²
Heizöl
Viessmann Vitorond 200 mit Brenner Weishaupt WL30Z-C
2005
195 kW
 Dämmung nach Plattenbaustandart
 Türen und Fenster stark verschlissen
 Außentüren undicht
 zahlreiche Spuren von Wasserschäden an der Decke in
der Turnhalle
 beschädigte Innenbeschichtungen der Wände in der
Turnhalle, mit Hinweisen auf Feuchteschäden
 Viessmann Vitocell 100 Speicher mit 750 Liter und
Dämmung nach EnEV
Heizungsanlage

Beleuchtung
und Stromverbraucher

Nutzerverhalten

Bei der Begehung nicht wirklich zu bewerten. Kessel
stand bei 75 Grad.
Weitere
Einzelbeobachtungen



Duschköpfe modern, einstellbar
Armaturen sind von Schülern leicht zu demontieren
Hinweiszettel mit stromsparender Bedienung der
Beleuchtungsanlage ist angebracht
Mögliches
Pelletsystem
Heizkreise ohne Hocheffizienzpumpen:
Halle Wilo P40/160r
Nebenraum Wilo Strato E30/1-5
Lüftung Halle Wilo Top E40/ 1-4
T8-Leuchtstoffröhren
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
101/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.8
HRS Sickte, Sporthalle
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Hydraulischen Abgleich durchführen
Hocheffizienzpumpen einbauen
Fenster und Türen erneuern
Sanierung der Feuchteschäden
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining
Gebäude
HRS Sickte,
Sporthalle
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
102/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
347.316 €
7.629 €/a
-55%
402.316 €
8.323 €/a
-60%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.9
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle
II.9
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
392.182 kWh/a
108 t/a
199.990 kWh/a
121 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
17.236 €/a
42.565 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
286 kWh/m²NGFa
120 kWh/m²NGFa
592.172 kWh/a
229 t/a
Anschrift
Lichtenberger Straße 4, 38271 Baddeckenstedt
Ansprechpartner
Herr Reger, Herr Krause
Nutzungskategorie
Sporthalle
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Baddeckenstedt,
Schule; HRS Baddeckenstedt, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
103/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.9
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Schulklassen, Vereine
1971
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 506 m²
1.370 m²
Erdgas
2x Buderus Logamax Plus GB 162
beide 2008
2 x 100 kW
 Außentüren undicht, Dichtungen erneuerungsbedürftig
 Flachdach wurde umgebaut, seitdem keine neuen
Wasserschäden mehr
 Modernisierung der Gebäudehülle wurde 2011-2014
durchgeführt
 zentral











Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem
Warmluft-Einblasung in Kabinen und Halle
Radiatoren auf der Zuschauer-Tribüne werden vom
Heizungsraum gesteuert und sind nur genutzt, wenn die
Tribüne ebenfalls genutzt wird
keine Thermostate verbaut
Größtenteils elektronische Pumpen vorhanden
T8-Leuchtstofflampen
Kompakt-Leuchtstofflampen
Lichtkuppeln
Lüftungsanlage
Bewegungsmelder für Beleuchtung in Fluren installiert
Abends wird teilweise das Licht an und Fenster offen
gelassen
Schüler dürfen nur mit Lehrer das Gebäude betreten

Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
104/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.9
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:

Erneuerung der Dichtungen in den Außentüren
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
HRS
Baddeckenstedt,
Sporthalle
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
105/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
320.262 €
6.550 €/a
-38%
355.262 €
9.997 €/a
-58%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.10
IGS Wallstraße, Schule
II.10 IGS Wallstraße, Schule
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
512.754 kWh/a
142 t/a
134.678 kWh/a
82 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
26.444 €/a
28.642 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
84 kWh/m²NGFa
90 kWh/m²NGFa
647.432 kWh/a
223 t/a
Anschrift
Wallstraße 22-26, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Himmelstein
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von IGS Wallstraße, Schule;
IGS Wallstraße, Schule, Anbau; IGS Wallstraße, Mensa
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
106/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.10
IGS Wallstraße, Schule
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
ca. 750 Schüler/950 in Planung, ca. 60 Mitarbeiter
1885
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
6 810 m²
6.129 m²
Erdgas
2x Buderus Lollar G 505
Kein Typenschild: ca.1980 - 1985
2 x 465 KW = 930 KW
 denkmalgeschützt
 oberste Geschossdecke gedämmt (20 cm)
Warmwasser
bereitung

dezentral
Heizungsanlage



Beleuchtung
und Stromverbraucher






es läuft nur ein Kessel zur Zeit
teilweise elektronische Pumpen installiert
raumgenaue Steuerung der Heizkörper über GIRASystem
T8-Leuchtstoffröhren
T5-Leuchtstoffröhren
LED
160 Laptops zeitweilig genutzt
an Vorgaben angepasst
Lüftungsverhalten akzeptabel
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem



Hausmeister gibt Raumtemperatur (20 °C) vor, unterstützt
von der Leitung
Steuerungssystem der Firma GIRA Giersiepen GmbH &
CO. KG für Heizungen installiert und gerne genutzt
GIRA-System für Steckdosen gewünscht
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
107/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.10
IGS Wallstraße, Schule
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


Baualter der Heizungskessel prüfen und ggf. modernisieren
alte Heizungspumpen durch moderne Pumpen ersetzen
Nicht-Investive Maßnahmen:
Gebäude
IGS Wallstraße,
Schule
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung der
Decke, Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
108/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
368.261 €
1.851 €/a
-7%
412.261 €
9.255 €/a
-35%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.11
IGS Wallstraße, Schule, Anbau
II.11 IGS Wallstraße, Schule, Anbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
208.716 kWh/a
58 t/a
134.678 kWh/a
82 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
10.764 €/a
28.642 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
84 kWh/m²NGFa
105 kWh/m²NGFa
343.394 kWh/a
139 t/a
Anschrift
Wallstraße 22-26, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Himmelstein, Herr Spelly
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von IGS Wallstraße, Schule;
IGS Wallstraße, Schule, Anbau; IGS Wallstraße, Mensa
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
109/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.11
IGS Wallstraße, Schule, Anbau
Nutzergruppen
Baujahr
Schüler, Lehrer
1977
Größe
Bruttogrundfläche (BGF)
2 772 m²
s. IGS Wallstraße, Schule
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den
Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Nettogrundfläche (NGF)
2.495 m²


Fenster und Außentüren von 1977, recht gut gepflegt
Außenwand nur aus Klinker
Warmwasser
bereitung

2x DLH 2kW
Heizungsanlage




teilweise stark veraltete Regler an den Heizkörpern
teilweise Behördenthermostate installiert
teilweise moderne Thermostate installiert
T8-/T5-Leuchtstoffröhren
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten

Weitere
Einzelbeobachtungen

zur Zeit der Begehung wurde in den Decken des
Gebäudes Leitungen verlegt
110/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.11
IGS Wallstraße, Schule, Anbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Heizkörperventile und Thermostate modernisieren
hydraulischen Abgleich durchführen
Fenster und Türen modernisieren
Nicht-Investive Maßnahmen:
Gebäude
IGS Wallstraße,
Schule, Anbau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
111/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
624.589 €
3.767 €/a
-35%
655.589 €
5.920 €/a
-55%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.12
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung
II.12 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
180.144 kWh/a
51 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
8.637 €/a
60.120 €/a
Klimaschutzrele
vante
Erkenntnisse
aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen
, Informationen
Dritter)
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
146 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
503.789 kWh/a
247 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
Nutzergruppen
Verwaltung
Baujahr
1954
Größe
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 369 m²
1.232 m²
Heizenergieträger
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
 kein Denkmalschutz
Auffälligkeiten  keine Dämmung
 Fenster von 1988, gut gepflegt und weitgehend dicht
 Außentüren undicht
Warmwasser  Dezentral im Lehrerzimmer Küchenzeile
bereitung
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
112/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.12
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung
Heizungsanlage
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D
Beleuchtung
und Stromverbraucher




T8-Leuchtstoffröhren
PC in Büros
Drucker in Büros
Büroräume recht warm >22°C


Fenster bei geöffneten Heizkörpern offen
Natürliche Lichtquellen werden kaum genutzt durch
geschlossene Jalousien mit künstlichem Licht.
Heizkörper sind oft verbaut und schwer zugänglich.
eine kleine PV-Anlage steht auf dem Dach des Gebäudes
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen


113/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.12
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude B, Verwaltung
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


Außentüren dichten
Dachdämmung einbauen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans,
Gebäude B
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach, Außenwänden und
Kellerdecken
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
114/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
200.984 €
3.973 €/a
-46%
238.984 €
4.232 €/a
-49%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.13
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau
II.13 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
134.088 kWh/a
38 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
6.429 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
146 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
457.734 kWh/a
234 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Straße 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
Nutzergruppen
Berufsschüler
Baujahr
1954
Größe
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 019 m²
917 m²
Heizenergieträger
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Heizkessel
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
115/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.13
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten







Warmwasser
bereitung

Heizungsanlage





Beleuchtung
und Stromverbraucher


kein Denkmalschutz
keine Außendämmung, Dachdämmung konnte nicht
eingesehen werden
Außentüren sind teilweise sehr undicht
Wasserschäden am Parkett an den Außentüren
Fenster: Stand 1988
Fensterrahmen sind ungepflegt und die Dichtungen durch
das Alter nicht mehr wirksam
es gibt viele Wärmebrücken wodurch an einigen Stellen
im unteren Fensterbereich der Putz abbröckelt
dezentral
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Aula wird über Lüftungsheizung versorgt
Heizungen teilweise durch Vorhänge verdeckt (Aula)
Essraum kann im Winter nicht ausreichend aufgeheizt
werden
In den kalten Jahreszeiten ist nur sehr schwer die
gewünschte Wärme zu erreichen.
Hydraulischer Abgleich notwendig
T-8 Leuchtstoffröhren
Nutzerverhalten

konnte zum Zeitpunkt der Begehung nicht bewertet
werden
Weitere
Einzelbeobachtungen

Lüftungsheizung der Aula ist sehr alt, Wartung ungewiss.
Nach Aussage der Hausmeister gibt es für diese keine
Wartungsverträge. An einen Filterwechsel konnte sich
niemand erinnern. Diese Anlage sollte stillgelegt werden.
116/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.13
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Rundbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Außentüren dichten, ggf. bauliche Änderungen durchführen, um Wassereintritt zu
unterbinden
Fenster austauschen
Wärmebrücken lokalisieren und abstellen
Lüftungsanlage der Aula austauschen(!)
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans,
Schule, Rundbau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
117/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
200.914 €
3.279 €/a
-51%
228.914 €
3.407 €/a
-53%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.14
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E
II.14 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
311.413 kWh/a
88 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
14.838 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
122 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
635.059 kWh/a
284 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
118/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.14
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem
Schüler
1975
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 842 m²
2.558 m²
Gas
2x Buderus Lugano GE515 + Brenner Abig AW1GZ
Kessel 1988 mit Brennertausch 1998
2x 510kW
 Räume im Kellergeschoss sollen in den nächsten drei
Jahren saniert werden
 Außenwand durch die Betonplattenbauart sehr
bedenklich
 Die Fensterflächen sind aus den 88/89er und nicht mehr
zeitgemäß
 Die Flachdachkonstruktion war schon mehrmals undicht
 Zentral über einen überdimensionierten und veralteten
500 Liter Speicher. Der zweite wurde schon wegen
Defekt und weniger Nutzung zurückgebaut. Keine
separate Reglung für die Zirkulationspumpe
 Heizkreise ohne Hocheffizienzpumpen:
2x Kesselpumpe Wilo P80/125r
Übergabe Sporthalle Wilo P65/125r
Heizkreis Wilo Top E 50/1-10
Warmwasserspeicher Wilo P65/125r
 Fernleitung zur Werkhalle Holz mit Hocheffizienzpumpe
Wilo Stratos 80/1-12
 Programmierung gibt es bei der Honeywell Reglung nur
bedingt durch die Bedienerunfreundlichkeit und Veraltung
der Software ohne Wartungsservice
 T8-Leuchtstoffröhren, davon ca. 420 in den Werkhallen
 Teilschaltung möglich
 Maschinenpark für Metallbearbeitung und Schweißen
 Lüftungsanlagen
 zum Zeitpunkt der Begehung waren keine Nutzer
zugegen

Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
119/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.14
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Heizkessel erneuern
hydraulischen Abgleich durchführen
Hocheffizienzpumpen einbauen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans,
Werkhalle E
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach, Außenwänden und
Kellerdecken,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
120/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
677.738 €
7.864 €/a
-53%
752.738 €
8.755 €/a
-59%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.15
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz
II.15 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
303.348 kWh/a
86 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
14.410 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
122 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
626.993 kWh/a
282 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
121/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.15
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Schüler
1988
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 760 m²
2.484 m²
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E





Warmwasser
bereitung



Heizungsanlage





Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten





Weitere
Einzelbeobachtungen

kein Denkmalschutz
keine Außendämmung
Türen teilweise extrem undicht
Fenster veraltet
Oberfenster in Werkhallen sind mit Fensterheizung
ausgestattet und zeigen deutliche Zeichen von
Kondensatbildung
zentral
Pufferspeicher Buderus TBS-Isocal 1000 l
Warmwasser sehr wenig genutzt, Legionellengefahr ist
nicht auszuschließen
Heizkreisläufe:
stat. Heizung Radiatoren
Deckenstrahlplatten Werkräume
Boiler 1000 l
Heizregister Zuluftanlage Nebenräume
Wandluftheizer Ziegeltrocknung
Heizregister Zuluftanlage Holzschutz
(händisch eingezeichnet): Farblabor, Farblabor
Trocknung
keine Hocheffizienzpumpen
Deckenstrahler und Fensterheizung
Thermostatventile der Deckenstrahler sind an den
Strahlungskörpern selbst angebracht
Heizung läuft zur Zeit 24h durch, weil die elektrische
Regelung nicht mehr funktioniert und die manuelle
Steuerung zu zeitaufwendig ist
T8-Leuchtstoffröhren
Kompaktleuchtstofflampen
Maschinenpark für Holzbearbeitung
Nutzer müssen Temperatur über Fensterlüftung
regulieren
Lüften und Heizen gleichzeitig
im Sommer großer Hitzestau in den Räumen mit
Oberlichtern
122/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.15
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle Holz
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:





Heizung wieder regelbar machen
Fensterkonstruktionen modernisieren
Hocheffizienzpumpen einbauen
Warmwasserspeicher regelmäßig hochheizen gegen Legionellen, mittelfristig neues
Warmwasserkonzept erstellen und umsetzen
sommerlichen Wärmeschutz installieren
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzerschulungen durchführen
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans,
Werkhalle Holz
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
123/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
529.298 €
7.782 €/a
-54%
604.298 €
8.358 €/a
-58%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.16
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
II.16 BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
546.048 kWh/a
154 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
25.939 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
301 kWh/m²NGFa
120 kWh/m²NGFa
869.693 kWh/a
350 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Sporthalle
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS CarlGotthard-Landhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
124/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.16
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Schüler, Vereine
1975
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 992 m²
1.813 m²
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Werkhalle E






Warmwasser
bereitung


Heizungsanlage


Beleuchtung
und Stromverbraucher

Nutzerverhalten



kein Denkmalschutz
Dämmung nach Plattenbaustandard
Fenster deutlich gealtert und undicht
Außentüren undicht
zahlreiche Spuren von Wasserschäden an der Decke in
der Turnhalle
beschädigte Innenbeschichtungen der Wände in der
Turnhalle, teilweise mit Hinweisen auf Feuchteschäden
zentral
WW-Speicher 2x Buderus TBS-Isocal, Einspeisung durch
Fernleitung
Heizkreise ohne Hocheffizienzpumpen:
Heizung Halle
Boiler
Nebenräume
Lüftung Halle
durch die unterschiedlichen Nutzungen wird auch hier
permanent geheizt
T8-Leuchtstoffröhren, davon 3x 72 Lampen in der
Turnhalle
Tageslichtkuppeln im Dusch- und Umkleidebereich
zeigen Feuchteschäden
Teilschaltung der Beleuchtung wird genutzt
Sportler der Vereine duschen viel
Weitere
Einzelbeobachtungen
125/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.16
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:

Komplettsanierung oder Neubau
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertrainings durchführen
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans,
Sporthalle
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
126/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
526.689 €
12.192 €/a
-47%
601.689 €
14.007 €/a
-54%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.17
Bildungszentrum, Altbau
II.17 Bildungszentrum, Altbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
413.108 kWh/a
114 t/a
107.516 kWh/a
65 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
20.695 €/a
21.637 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
185 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
520.624 kWh/a
179 t/a
Anschrift
Harzstr. 2-3, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser
Nutzungskategorie
Verwaltung
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bildungszentrum, Altbau;
Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung; Bildungszentrum, Neubau
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
127/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.17
Bildungszentrum, Altbau
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Volkshochschule
1680
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 621 m²
2.228 m²
Erdgas
2x Buderus Logano plus SB615
1982
2 x 284 KW
 denkmalgeschützt
 ungedämmte Fassade
 Fenster auf der Straßenseite von Innen gegengesetzt,
häufig 2x Einfachverglasung
 Fenster auf der Hofseite mit Zweifachverglasung
 Dampfbremse der Dachdämmung durch UV-Strahlung
geschädigt
 Außentüren teilweise sehr undicht
 Fenster undicht
 der Fachwerkteil des Gebäudes zeigt leichte
Eigenbewegungen („arbeitet“), so dass Fenster und
Türen je nach Umständen mehr oder weniger undicht
sind
 dezentral










Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem

teilweise sind elektronische Pumpen installiert
Regelung ist witterungsgeführt
Heizzeiten sind nicht auf Nutzung optimiert
teilweise veraltete Thermostate an Heizkörpern
angebracht
T8-Leuchtstoffröhren, vereinzelt T5,
Kompaktleuchtstofflampen
Klimatisierung Serverraum auf 21 °C
70 PC, 41 Drucker
Licht und Lüftung auch ohne Nutzung angewendet
Nutzer beklagen sich über sehr unangenehme
Zuglufterscheinungen
im Treppenhaus war Licht angeschaltet bei völlig
ausreichendem Sonnenschein
Kommunikation mit Seminarleitern über Heizverhalten
lückenhaft
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
128/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.17
Bildungszentrum, Altbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Modernisierung der Heizkessel ist dringend empfohlen!
hydraulischen Abgleich durchführen
alte Pumpen durch Hocheffizienzpumpen ersetzen
Dichtungen der Fenster und Türen prüfen und ggf. ausbessern
Nicht-Investive Maßnahmen:


Programmierung der Heizung an tatsächlichen Bedarf anpassen
Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen
Gebäude
Bildungszentrum,
Altbau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung des
Daches, Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
129/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
654.873 €
9.934 €/a
-48%
704.873 €
13.866 €/a
-67%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.18
Bildungszentrum, Neubau
II.18 Bildungszentrum, Neubau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
195.915 kWh/a
54 t/a
107.516 kWh/a
65 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
9.815 €/a
21.637 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
185 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
303.431 kWh/a
119 t/a
Anschrift
Harzstraße 4-5, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Kloss, Herr Marek
Nutzungskategorie
Erwachsenenbildung, Büros
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bildungszentrum, Altbau;
Bildungszentrum, Altbau, Hausmeisterwohnung; Bildungszentrum, Neubau
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
130/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.18
Bildungszentrum, Neubau
Nutzergruppen
Baujahr
Seminare, Verwaltung
1994
Größe
Bruttogrundfläche (BGF)
1 243 m²
s. Bildungszentrum, Altbau
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen
Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Nettogrundfläche (NGF)
1.057 m²
Warmwasser
bereitung






kein Denkmalschutz
Türen und Fenster sehr dicht
Glasfassade teilweise ohne sommerlichen Wärmeschutz
bis zum DG durchgehender Glasturm im Flur des EG
dezentral
9x 5l-Untertischgeräte
Heizungsanlage


s. Bildungszentrum, Altbau
Thermostatregler der Heizkörper teilweise auf
Knöchelhöhe angebracht
Beleuchtung
und Stromverbraucher

T8-Leuchtstoffröhren, T5-Leuchtstofflampen,
Kompaktleuchtstofflampen, Glühlampen, LED
Küchengeräte
> 20 PC
unauffällig
Nutzer berichten über sehr große Wärme in den Räumen
während des Sommers auf der West- und Südseite des
Gebäudes
Kompaktleuchtstofflampen sind teilweise in versenkten
Fassungen angebracht, die durch hohe Temperaturen die
Lebensdauer der Lampen verringern können
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen





131/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.18
Bildungszentrum, Neubau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


sommerlichen Wärmeschutz prüfen und ggf. verbessern
Fernfühler auf relevante Höhe bei Thermostaten einsetzen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
Bildungszentrum, Neubau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
132/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
395.750 €
2.356 €/a
-24%
409.550 €
5.202 €/a
-53%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.19
Bahnhofstraße 11, Altbau
II.19 Bahnhofstraße 11, Altbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
228.919 kWh/a
64 t/a
269.347 kWh/a
163 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
11.744 €/a
52.475 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
191 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
498.266 kWh/a
227 t/a
Anschrift
Bahnhofstraße 11, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser
Nutzungskategorie
Verwaltung
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bahnhofstr. 11, Altbau;
Bahnhofstr. 11, Neubau; Bahnhofstr. 11, Turm
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
133/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.19
Bahnhofstraße 11, Altbau
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Verwaltungsangestellte
1911
Bruttogrundfläche (BGF)
1 408 m²
s. Bahnhofstraße 11, Neubau









Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen








Nettogrundfläche (NGF)
1.197 m²
unter Denkmalschutz
Kellerfenster einfach verglast
Kellerfenster undicht, teilweise wächst Efeu herein
Fenster im EG und den OG doppelt gesetzt mit
Doppelverglasung innen wegen Denkmalschutz
Dachdämmung Obere Geschossdecke ist lückenhaft
zentral aus Neubau
stellenweise dezentral über 5 l Elektroboiler
Programmierung der Heizungsanlage ist nicht auf
Nutzungszeiten optimiert
teilweise veraltete Thermostate an den Heizkörpern
installiert
in Fluren sind teilweise Behördenthermostate installiert
Heizkörper im Sitzungssaal sind übermäßig verbaut
T8-Leuchtstoffröhren, vereinzelt T5, stellenweise LED
und T12
Klimatisierung Serverraum auf 21 °C
70 PC, 41 Drucker
Licht- und Lüftungsverhalten kann verbessert werden
teilweise starke Überheizung in undichten
Eingangsbereichen
Nutzer berichten von kaltem Fußboden im Erdgeschoss
134/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.19
Bahnhofstraße 11, Altbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Dachdämmung prüfen und ggf. ausbessern
Eingänge und Eingangsbereiche dichten
Programmierung der Heizungsanlage an Bedarf anpassen
veraltete Thermostate auswechseln
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen
Gebäude
Bahnhofstraße
11, Altbau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung des
Daches,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
135/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
558.658 €
822 €/a
-7%
594.538 €
4.228 €/a
-36%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.20
Bahnhofstraße 11, Neubau
II.20 Bahnhofstraße 11, Neubau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
463.365 kWh/a
129 t/a
269.347kWh/a
163 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
23.772 €/a
52.475 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
191 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
732.712 kWh/a
292 t/a
Anschrift
Bahnhofstraße 11, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser
Nutzungskategorie
Verwaltung
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von Bahnhofstr. 11, Altbau;
Bahnhofstr. 11, Neubau; Bahnhofstr. 11, Turm
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
136/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.20
Bahnhofstraße 11, Neubau
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Büros
1965
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 850 m²
2423 m²
Erdgas
2 Stück Buderus Logano SB 615
2007
2 x 282 KW = 564 KW
 Teilweise Wärmedämmverbundsystem vorhanden
 Feuertüren in den Etagen 2, 4 und 5 undicht
 Kippfenster über Feuertür Etage 4 schließt nicht mehr
richtig
 Glasbausteine im Eingangsbereich
 sommerlicher Wärmeschutz ist nur auf der NordWestseite installiert
 7. Ebene wird im Sommer als überhitzt berichtet
 zentral
 Buderus SU 400 (für Alt- und Neubau )






teilweise elektronische Pumpen.
Regelung witterungsgeführt
einige Heizkörperthermostate sind eindeutig defekt und
erlauben keine korrekte Regelung
Heizkörper im Kellergeschoss sind teilweise zugestellt
teilweise Behördenthermostate an Heizkörpern in Fluren
installiert
Programmierung ist nicht dem tatsächlichen Bedarf
angepasst
überwiegend T8-Leuchtstoffröhren, im Empfang T5 mit
EVG
Beleuchtung
und Stromverbraucher

Nutzerverhalten

weitgehend in Ordnung
Weitere
Einzelbeobachtungen


Raumtemperaturen 19-22 °C
Poststelle wird vom Heizungsraum darunter geheizt
(25 °C)
Automatische Lüftung schließt die Fenster nicht korrekt
weil der Motor nicht verriegelt

Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
137/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.20
Bahnhofstraße 11, Neubau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:






Programmierung der Heizungsanlage dem tatsächlichem Bedarf anpassen
defekte Thermostate austauschen
Feuertüren dichten, Kippfenster darüber reparieren
Automatische Fensterlüftung reparieren
Heizkörper freiräumen, vor allem im Keller
sommerlichen Wärmeschutz auf der Süd-Ost-Seite anbringen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Gebäude
Bahnhofstraße
11, Neubau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung
Außenwände, Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
138/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
506.418 €
5.943 €/a
-25%
531.418 €
11.173 €/a
-47%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.21
Straßenverkehrsamt
II.21 Straßenverkehrsamt
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
202.170 kWh/a
55 t/a
50.327 kWh/a
30 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
10.184 €/a
10.994 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
168 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
252.497 kWh/a
86 t/a
Anschrift
Halchtersche Straße 26, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser
Nutzungskategorie
Verwaltung
Nutzergruppen
Verwaltung (Amt für Ordnung, Straßenverkehrsamt)
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
139/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.21
Straßenverkehrsamt
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
1982
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 412 m²
1.200 m²
Gas
Buderus G 234 X
2000
60 KW
 Türen und Fenster seit Einzug in das Gebäude 1982
unverändert
 einfach verglaste Fenster im beheizten Keller
 Feuchteschäden durch Wärmebrücken an Fenstern
 Außenjalousie verdunkelt recht stark
 Dezentral 5 l
Heizungsanlage



Beleuchtung
und Stromverbraucher

Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem






witterungsgeführte Regelung Buderus
teilweise sind fest eingestellte Thermostate installiert
Isolierungen an Heizungsrohren im Keller teilweise
schadhaft
Lampen wurden vor ca. 2 Jahren erneuert (außer im
Keller), im Büro OSRAM L55W/830 (kurze
Kompaktleuchtstoffröhre)
Notausgang-Schilder sind neu (LED)
20 PC
4 Drucker/Kopierer
Serverraumkühlung ist auf 21 °C eingestellt
Eingang- und Schalterhalle 2002 innen renoviert, Fenster
und Sonnenschutz nicht
Gesamtsystem
Innenliegend
xxx
140/287
Lager außerhalb
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.21
Straßenverkehrsamt
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Türen und Fenster erneuern
Wärmebrücken beseitigen
Feuchteschäden sanieren
Hocheffizienzpumpen einbauen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Gebäude
Straßenverkehrsamt
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
141/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
266.077 €
2.444 €/a
-24%
301.077 €
4.990 €/a
-49%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.22
Straßenverkehrsamt Pavillon
II.22 Straßenverkehrsamt Pavillon
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
8.681 kWh/a
2 t/a
1.551 kWh/a
1 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
437 €/a
462 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
160 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
10.233 kWh/a
3 t/a
Anschrift
Halchtersche Straße 26, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser offiziell zuständig,
Pavillon wird durch Kreissportbund selbst instandgehalten.
Nutzungskategorie
Verwaltung
Nutzergruppen
Kreissportbund
Baujahr
1982
Größe
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
64 m²
54 m²
Heizenergieträger
Gas
Heizkessel
direktbeheizte Außenwandöfen
Baujahr Öfen
1982
Nennleistung Ofen
3 KW – 7 KW
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
142/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Straßenverkehrsamt Pavillon
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den
Begehungen (Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
II.22
Bauliche
Auffälligkeiten

Warmwasser
bereitung

Dezentral 5 l
Heizungsanla
ge

Schlechter Wirkungsgrad, da jeder Ofen eine eigene
Abgasanlage hat.
Beleuchtung
und Stromverbraucher




T8-Leuchtstoffröhren
Kaffeemaschine, Wasserkocher
PC, Drucker, Kopierer
unauffällig

-
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
143/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.22
Straßenverkehrsamt Pavillon
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:
-
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Gebäude
Straßenverkehrsamt,
Pavillon
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Gas-Brennwerttherme mit
Heizkörpern
144/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
24.451 €
122 €/a
-28%
36.451 €
214 €/a
-49%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.23
Harztorwall 4
II.23 Harztorwall 4
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
90.164 kWh/a
26 t/a
5.183 kWh/a
3 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
6.254 €/a
1.533 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
153 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
95.347 kWh/a
29 t/a
Anschrift
Harztorwall 25, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser
Nutzungskategorie
Verwaltung, Kindertagespflege, vermietete Büros
Nutzergruppen
Büros, Kinder, Betreuer
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
145/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.23
Harztorwall 4
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem
1910
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
692 m²
588 m²
Gas
Buderus GB 162
2000
45 KW
 Fenster 2012 teilweise erneuert, auch die älteren Fenster
(Baujahr 1985) haben schon Isolierverglasung, zum Teil
Zwangsentlüftung über den Fenstern eingebaut
 Buderus SU 300 indirekt beheizt










In den Räumen der Kindergruppe „Krabbelkäfer“ geht der
Heizkörper durch die Zwischenwand. Das Thermostat
befindet sich in dem kleineren Raum, der als Ruheraum
genutzt wird.
Witterungsgeführte Regelung ERC
teilweise stark zugebaute Heizkörper im Gruppenraum
T8-Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen
PC: mind. 11
Drucker: mind. 3
Bewegungsmelder schaltet auch tagsüber das Licht ein
Erneuerung des Daches (Brandschutz) sowie ein
Vollwärmeschutz sind unabhängig voneinander geplant.
Für diese Renovierungsmaßnahmen sind die Pläne
erstellt
Der Vollwärmeschutz wurde aus finanziellen Gründen in
das Jahr 2015 verschoben, die Planung ist aber
abgeschlossen.
Gesamtsystem
Innenliegend
xxx
146/287
Lager außerhalb
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.23
Harztorwall 4
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Zwangsentlüftung über Fenster dichten und dämmen
Bewegungsmelder mit Lichtmesser koppeln
Holzverschalung der Heizkörper mit durchlässigerem Schutz ersetzen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertrainings durchführen
Gebäude
Harztorwall 4
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Decke und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
147/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
106.323 €
2.814 €/a
-45%
136.323 €
3.752 €/a
-60%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.24
Harztorwall 25
II.24 Harztorwall 25
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
298.450 kWh/a
109 t/a
63.900 kWh/a
39 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
20.448 €/a
13.816 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
146 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
362.350 kWh/a
148 t/a
Anschrift
Harztorwall 25, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser
Nutzungskategorie
Verwaltung
Nutzergruppen
Sozialamt, Erziehungsberatungsstelle, Jugendpflege
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
148/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.24
Harztorwall 25
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
1900
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 411 m²
2.049 m²
Gas
Buderus GE 515
2002
295 KW
 denkmalgeschützt
 teilweise Probleme mit Wasser im Keller
 Fenster doppelt gesetzt, jeweils einfach verglast
 Fensterrahmen Holz pflegebedürftig
 Dach mit Zwischensparrendämmung versehen
 Dachfenster wurden nicht mit modernisiert
 Dampfbremse der Dachdämmung an Dachfenster
unverschalt und mit starken UV-Schäden
 Dampfbremse wurde nach Reparatur- bzw.
Installationsarbeiten nicht wieder gedichtet
 beheizter Keller (Archiv) mit nur einfach verglasten
Fenstern
 dezentral, Warmwasser-Boiler 5 l
Heizungsanlage

versorgt auch den Anbau (Post)
Beleuchtung
und Stromverbraucher


T8-Leuchtstoffröhren
Kompaktleuchtstofflampen
Nutzerverhalten

Licht wird häufig angelassen
Weitere
Einzelbeobachtungen

Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
xxx
149/287
Lager außerhalb
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.24
Harztorwall 25
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Dampfbremse der Dachdämmung reparieren
mindestens die Dampfbremse am Fenster UV-strahlungsundurchlässig verschalen
bei doppelt gesetzten Fenstern die einfach verglasten Innenfenster modernisieren
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Gebäude
Harztorwall 25
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Decke,
Wärmeschutzverglasung für
Dachfenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
150/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
183.241 €
409 €/a
-2%
223.241 €
6.952 €/a
-34%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.25
Harzstraße 6
II.25 Harzstraße 6
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
145.475 kWh/a
40 t/a
12.077 kWh/a
7 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
7.288 €/a
2.921 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
237 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
157.552 kWh/a
47 t/a
Anschrift
Harzstr. 6, 38300 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Kloss, Herr Marek
Nutzungskategorie
Verwaltung
Nutzergruppen
Gebäudewirtschaft
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen
(BMVBS), Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
151/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.25
Harzstraße 6
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
1680
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
723 m²
615 m²
s. Harzstr. 2-3, Bildungszentrum, Altbau


Warmwasser
bereitung


Denkmalschutz
Fenster häufig undicht, Nutzer berichten über starke
Zuglufterscheinungen
Obere Schließe der Fenster teilweise schlecht zu
erreichen und häufig nicht geschlossen
dezentral
vereinzelt 5 Liter-Boiler
Heizungsanlage

Thermostate und Ventile teilweise defekt
Beleuchtung
und Stromverbraucher




überwiegend T8-Leuchtstoffröhren eingesetzt, vereinzelt
T5-Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen
PC am Arbeitsplatz, pro Büro häufig ein Drucker,
Multifunktionsgeräte auf den Etagen
Einsatz von Laptop-Rechnern in den Büros im
Dachgeschoss
Eisfach der Kühlschränke teilweise stark vereist
Heizkörper teilweise zugebaut
Büros teilweise recht warm mit 25°C

Lufteinlass im Serverraum liegt direkt neben Entlüfter



Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
Containerlösung
xxx
152/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.25
Harzstraße 6
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:





Fenster abdichten
Heizkörperventile und Thermostate prüfen und ggf. ersetzen.
hydraulischen Abgleich durchführen
Schließen der Fenster vereinfachen bzw. ermöglichen
Luftführung im Serverraum kurzschlusssicher machen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Heizkörper freiräumen
Gebäude
Harzstraße 6
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Keller bzw. Erdgeschoss, Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
153/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
100.920 €
802 €/a
-11%
111.720 €
3.280 €/a
-45%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.26
FTZ Schladen, Altbau
II.26 FTZ Schladen, Altbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
295.131 kWh/a
80 t/a
41.367 kWh/a
25 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
15.440 €/a
9.536 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
355 kWh/m²NGFa
100 kWh/m²NGFa
336.497 kWh/a
105 t/a
Anschrift
Franz-Kaufmann-Str. 38, 38315 Schladen
Ansprechpartner
Herr Hoppe
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von FTZ Schladen, Altbau; FTZ
Schladen, Neubau
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
154/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.26
FTZ Schladen, Altbau
Nutzungskategorie
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Feuerwehr
Feuerwehr
1962
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
955 m²
881 m²
Erdgas
Brötje SGB 170 E
2014
26,8 – 165,8 KW
 Ausbildungs- und Übungsräume auf Stand 1986 ohne
Dämmung
 Werkräume, Lager und Büros wurden 2004/2005 mit
Fenstern und Außendämmung modernisiert
 Tor zum Schlauchlager extrem undicht
 Lufteinlässe teilweise direkt von außen in die Räume
 Außentüren sehr dicht
 zentral
Heizungsanlage


Beleuchtung
und Stromverbraucher




Nutzerverhalten

Weitere
Einzelbeobachtungen

Mögliches
Pelletsystem

Veraltete Thermostatköpfe
16 °C Raumtemperatur bei überwiegend voll aufgedrehten
Heizkörpern (IV-V)
Keine elektronischen Pumpen
T8-Leuchtstoffröhren
Glühlampen in wenig genutzten Bereichen
Kompressor für die Bereitstellung von Pressluft für
Atemschutzgeräte
unauffällig
Hoher Luftwechsel führt zu teilweise starker Auskühlung
geheizter Räume
Fassade nur auf einer Seite des Gebäudes gedämmt,
Backsteinwände wurden nicht verändert
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
155/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
II.26
FTZ Schladen, Altbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


Abdichtung des Außentors zum Schlauchlager
Luftwechsel kontrollieren
Nicht-Investive Maßnahmen:
Gebäude
FTZ Schladen,
Altbau
Maßnahmenpakete
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
156/287
Investitionskosten
Jährliche
Heizkosteneinsparung
214.002 €
2.162 €/a
-14%
249.002 €
5.559 €/a
-36%
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Baustein III Feinanalysen
Baustein III Feinanalysen
In Absprache mit dem Landkreis Wolfenbüttel wurden die sieben Gebäude







HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule, Anbau
HRS Baddeckenstedt, Schule
BBS Carl-Gotthard-Landhans, Gebäude A
BBS Carl-Gotthard-Landhans, Gebäude C
BBS Carl-Gotthard-Landhans, Gebäude D
Gesundheitsamt
detaillierter betrachtet. Analog zur Vorgehensweise wie bei Baustein II wurde der IST-Zustand im
Rahmen von Begehungen aufgenommen. Dabei wurden der Zustand der Bauteile und der
Heizungsanlage sowie die Art und Leistung der Leuchtmittel und die Art der Warmwassererzeugung
protokolliert.
Die Darstellung der IST-Zustände erfolgt entsprechend der Systematik aus Baustein II. Das
vollständige Bildmaterial für die in Baustein III betrachteten Gebäude ist – wie für Baustein II – dem
Anhang (CD-ROM) zu entnehmen.
Vorgehensweise bei der Maßnahmenentwicklung
Die Maßnahmenentwicklung in Baustein III orientiert sich an der Systematik aus Baustein II und
schlüsselt zusätzlich die Energieverluste nach Bauteilen auf.
157/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.1
HRS Sickte, Schule
III.1
HRS Sickte, Schule
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
166.839 kWh/a
49 t/a
206.339 kWh/a
125 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
8.387 €/a
43.282 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
65 kWh/m²NGFa
105 kWh/m²NGFa
373.177 kWh/a
177 t/a
Anschrift
Schulweg 2, 38173 Sickte
Ansprechpartner
Herr Sonnemann, Herr Bartz
Nutzungskategorie
Grundschule, Haupt- und Realschule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Sickte, Schule; HRS Sickte,
Schule, Anbau; HRS Sickte, Schule, Verwaltung; HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert; HRS Sickte,
Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
158/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.1
HRS Sickte, Schule
Warmwasser
bereitung
Schüler, 07:30 – 13:00 Uhr
1954
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2.868 m²
2.581 m²
Heizöl
2x Buderus Lollar G 505
2x 1990
2 x 365 KW
 Das Gebäude wurde durch einen Anbau der
Samtgemeinde Sickte ergänzt, der nicht begangen
wurde. Die Samtgemeinde mietet das Teilgebäude des
Landkreises an und stellt einen eigenen Hausmeister.
 Dachboden ungedämmt
 Aula 2014 modernisiert
 Süd- und Westseite des Gebäudeteils der Haupt- und
Realschule ist gedämmt
 Fenster teilweise auf neuestem Stand
 Fensterrahmen teilweise sanierungsbedürftig
 dezentral
 5 l WW-Boiler Untertisch
Heizungsanlage


Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten




4x Heizkreisläufe
Heizsystem und Heizkörper werden über eine Honeywell
Raumleittechnik vom PC aus gesteuert
elektronische Pumpen vorhanden
teilweise voreingestellte Thermostate installiert
T8-Leuchtstoffröhren
Halogen-Glühlampen
Nutzerverhalten

teilweise gekippte Fenster ohne Aufsicht
Weitere
Einzelbeobachtungen

die Kommunikation zwischen Hausmeistern des
Landkreises und der Gemeinde wird als
verbesserungswürdig empfunden
Reinigungspersonal ist angewiesen, Licht zu löschen und
Fenster zu schließen
Beleuchtung
und Stromverbraucher

159/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.1
HRS Sickte, Schule
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Dachboden dämmen
Modernisierung Heizkessel
hydraulischen Abgleich durchführen
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2012 können
jederzeit aktualisiert werden.
Bauteil
Dachfläche
Fläche
U-Wert
des
Bauteils
Umax EnEV
Umax EnEV
überschritten
um
Umax KfW
m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
78
2,10
0,20
950%
0,14
1591
0,80
0,24
233%
0,14
Außenwand ungedämmt
617
1,00
0,24
317%
0,20
Außenwand sehr gut gedämmt
131
0,17
0,24
-29%
0,20
Außenwand gut gedämmt
647
0,30
0,24
25%
0,20
Außenwand ungedämmt
311
1,15
0,24
379%
0,20
Außenwand ungedämmt
72
1,90
0,24
692%
0,20
Obere Geschossdecke
160/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.1
HRS Sickte, Schule
Doppelverglasung Fenster Neu
444
1,30
1,30
0%
0,95
82
1,60
1,30
23%
0,95
1625
1,50
0,30
400%
0,25
Doppelverglasung Fenster Alt
Bodenplatte
Tab. III.1-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Eine große Wärmebrücke ist die oberste Geschossdecke im Altbau der Grundschule. Sie war zum
Zeitpunkt der Begehung auf der Innenseite mit einer Temperatur von 9 °C nur 2 °C wärmer als die
Außenluft.
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Verluste / Gewinne
Anteil am
Endenergiebedarf
Absolute Werte bezogen auf den
Durchschnittverbrauch (2011-2013)
Art
Prozent
kWh/a
Anlagenverluste
Lüftungsverluste
- 41,9%
- 20,3%
- 69.954
- 33.941
Transmissionsverluste
- 37,7%
- 62.944
solare Gewinne
+ 10,0%
+ 16.704
interne Gewinne
+ 5,5%
+ 9.134
Tab. III.1-2 Wärmeverluste und –gewinne in HRS Sickte, Schule
Bewertung des Gebäudes
Die HRS Sickte, Schule, ist teilweise auf sehr modernem, teilweise sanierungswürdigem Stand. Der
Gebäudeteil mit der Grundschule darin benötigt dringend die Dämmung der obersten Geschossdecke
bzw. des Daches und der Dachfenster, da hier eine sehr große Wärmebrücke besteht.
Die Heizungsanlage sollte altersbedingt ausgetauscht werden.
Der rechnerische Heizenergieverbrauchkennwert von 65 kWh/m²a (Vergleichswert EnEV: 105
kWh/m²a) zeigt, dass in diesem Gebäude im Durchschnitt sehr wenig Heizenergie verbraucht wird.
Durch die sehr unterschiedlichen Zustände der Abschnitte des Gebäudes wäre eine separate
Messung der einzelnen Heizstränge sinnvoll. So könnten wesentlich aussagekräftigere Analysen
erstellt werden, da bei der vorliegenden Methode gemeinsam versorgte Gebäude sich bei
Kennzahlen gegenseitig ausgleichen können. Siehe dafür auch III.2.
161/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.1
HRS Sickte, Schule
Maßnahmenempfehlungen
Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
Fläche
U-Wert
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Obere Geschossdecke - 16 cm Dämmung WLG 040 1591,23
0,17
0,24
0,14
Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ 040
1655,25
0,23
0,24
0,2
Wärmeschutz-verglasung Neu (keine Veränderung)
443,91
1,3
1,3
0,95
Wärmeschutz-verglasung Alt (keine Veränderung)
81,56
1,6
1,3
0,95
1625,01
1,5
0,3
0,25
Bauteil
Bodenplatte (keine Veränderung)
UmaxEnEV* Umax KfW**
Tab. III.1-3 Dämmung der Gebäudehülle in HRS Sickte, Schule
Im Rahmen der Sanierung muss besonders auf eine Behebung der Wärmebrücken geachtet werden.
Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich
(Bodenplatte) vorgesehen.
Die Fenster entsprechen weitgehend der aktuellen EnEV 2014 für Nichtwohngebäude im Bestand.
Die Fenster mit einem U-Wert von 1,6 W/m²K wurden noch als ausreichend gewertet und nicht
ausgetauscht, da dies eine unverhältnismäßige finanzielle Belastung mit nur wenig Zugewinn an
Wärmehaltung darstellt.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung mit einer
Gesamtleistung von 650 kW und einem Pufferspeicher mit 3000 Liter Speichervolumen nach
aktuellem Stand der Technik. Für die Lagerung der Pellets wird nach einem Umbau der Raum neben
dem aktuellen Heizungsraum empfohlen (lt. Plan: „Elt. Zentrale“).
Die Mängel gemäß Gebäudesteckbrief sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich sind
die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
162/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.1
HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach, oberen Geschossdecken und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
Investitionskosten
(netto)
Jährliche Heizkosteneinsparung (brutto)
Jährliche
Emissionseinsparung
256.823 €
2.181 €/a
-26%
12.774 kg/a
-28%
281.823 €
4.194 €/a
-50%
41.761 kg/a
-85%
Tab. III.1-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung HRS Sickte, Schule
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Die Pelletheizungen könnten in den bisherigen Heizungsraum installiert werden, wenn das Lager im
Nebenraum (im Plan mit „Elt. Zentrale“) untergebracht werden kann. Gegebenenfalls sind hierfür
weitere Umbaumaßnahmen notwendig, die hier nicht eingepreist sind.
In Abhängigkeit von der Statik der Schrägdächer ist es möglich, Solarstromanlagen mit einer Leistung
von etwa 61 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend der ab
Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 5.500,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen.
163/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
472.255 kWh/a
139 t/a
206.339 kWh/a
125 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
23.741 €/a
43.282 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
112 kWh/m²NGFa
90 kWh/m²NGFa
678.594 kWh/a
264 t/a
Anschrift
Schulweg 2, 38173 Sickte
Ansprechpartner
Herr Sonnemann, Herr Bartz
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Sickte, Schule; HRS Sickte,
Schule, Anbau; HRS Sickte, Schule, Verwaltung; HRS Sickte, Schule, Sporthalle integriert; HRS Sickte,
Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
164/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Schüler
1972
Bruttogrundfläche (BGF)
4 700 m²
s. HRS Sickte, Schule



Warmwasser
bereitung



Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten






Weitere
Einzelbeobachtungen
Nettogrundfläche (NGF)
4.230 m²
Außentüren: undicht, Eingangsbereiche im Metallrahmen
gefasst
Dämmung: Südseite / Straßenseite und nördlichste Wand
gedämmt, Rest ungedämmt
Fenster veraltet in den Räumen:
0.N03, 0.N01, 0.N01a, 0.08, 0.09, 0.20, 0.21, 0.22
1.06, 1.07, 1.08, 1.09, 1.10
2.20, 2.22
dezentral
5l-Untertischgeräte, in genutzten Räumen teilweise
angeschlossen und Warmwasser vorhaltend
15l Übertischgeräte, in genutzten Räumen teilweise
angeschlossen und Warmwasser vorhaltend
s. HRS Sickte, Schule
Heizkörper vereinzelt zugestellt
teilweise Raumleittechnik angewendet
überwiegend T8-Leuchtstoffröhren, vereinzelt T5Leuchtstoffröhren
Haupttüren werden so häufig benutzt, dass fast ständig
Warmluft von drinnen nach draußen gelangt
Fenster werden zur Belüftung gekippt und teilweise nach
Schulschluss offen gelassen

165/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:

Außentüren dichten
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung durchführen
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können
jederzeit aktualisiert werden.
Bauteil
Fläche
U-Wert des
Bauteils
Umax EnEV
Umax EnEV überschritten
um
Umax KfW
m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Dachfläche
2398,51
0,6
0,20
200%
0,14
Außenwand
ungedämmt
1345,03
1,0
0,24
317%
0,14
Außenwand
gedämmt
649,85
0,3
0,24
25%
0,20
Doppelverglasung
Fenster Alt
1065,9
1,9
1,30
46%
0,95
Bodenplatte
2360,03
1,5
0,30
400%
0,25
Tab. III.2-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Wärmebrücken sind vor allem undichte Türen und Fenster mit Metallrahmen (s. Steckbrief).
166/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Anteil am
Absolute Werte bezogen auf den
Endenergiebedarf Durchschnittverbrauch (2011-2013)
Prozent
kWh/a
Verluste / Gewinne
Art
Anlagenverluste
- 32,2%
- 152.032
Lüftungsverluste
- 32,1%
- 151.671
Transmissionsverluste
- 35,7%
- 168.552
solare Gewinne
+ 10,7%
+ 50.736
interne Gewinne
+ 9,8%
+ 46.204
Tab. III.2-2 Wärmeverluste und –gewinne in HS Sickte, Schule, Anbau
Bewertung des Gebäudes
Die HRS Sickte, Schule, Anbau ist in einem teilsanierten Zustand. Wärmebrücken sind vor allem die
Fenster mit Metallrahmen in den Räumen, wie sie im Steckbrief aufgelistet sind. Die U-Werte der
Bauteile Dachfläche, Außenwand ungedämmt und Bodenplatte überschreiten die Anforderungen
nach EnEV erheblich. Das Gebäude wird über III.2 mit Heizwärme versorgt.
Der rechnerische Heizenergieverbrauchskennwert beträgt nach aktueller Nutzung 112 kWh/m²a und
überschreitet damit den Orientierungswert der EnEV von 90 kWh/m²a. Mit Wärmemengenmessungen
an den einzelnen Heizsträngen wird ein deutlich aussagekräftigeres Ergebnis möglich, da sich
gemeinsam versorgte Gebäude in den Kennwerten ausgleichen können.
Maßnahmenempfehlungen
Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
Bauteil
Fläche
U-Wert
UmaxEnEV*
Umax KfW**
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Dachfläche - 12
cm Dämmung
WLS 035
2398,53
0,20
0,20
0,14
Außenwand
gedämmt (keine
Veränderung)
649,85
0,30
0,24
0,14
167/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
Außenwand
ungedämmt
Wärmeschutzverglasung
Fenster
Bodenplatte
(keine
Veränderung)
1345,03
0,23
0,24
0,95
1065,9
1,30
1,30
0,95
2360,03
1,50
0,30
0,25
Tab. III.2-3 Dämmung der Gebäudehülle HRS Sickte, Schule, Anbau
Auf eine Dämmung der Bodenplatte wurde aufgrund des Aufwands verzichtet.
Die Sanierung der Fenster rührt von den Wärmebrücken der Metallfensterrahmen her, die bei der
Begehung auffielen. Die Sanierung dieser Fenster sollte Priorität haben, der Rest kann saniert
werden, sobald der Zustand es erfordert. Der Endzustand wurde oben berechnet.
Die bisher ungedämmten Außenwände sollten gedämmt werden. Das Dach sollte bei der Sanierung
eine hohe Priorität erhalten.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung im versorgenden
Gebäude, so dass hier auf III.1 verwiesen sei.
Außerdem wird empfohlen, die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen möglichst kurzfristig zu
beheben. Zusätzlich sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
HRS Sickte, Schule, Anbau
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
Investitionskosten
(netto)
Jährliche
Heizkosteneinsparung (brutto)
Jährliche
Emissionseinsparung
967.580 €
4.511 €/a
-19%
27.814 kg/a
-21%
1.002.580 €
11.396 €/a
-48%
118.208 kg/a
-85%
Tab. III.2-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung HRS Sickte, Schule, Anbau
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Pelletheizung s. Kap. III.1.
In Abhängigkeit von der Statik des Flachdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer
Leistung von etwa 107 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend
168/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.2
HRS Sickte, Schule, Anbau
der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 9.600,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung zu
entnehmen.
169/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
566.539 kWh/a
208 t/a
199.990 kWh/a
121 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
31.196 €/a
42.565 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
105 kWh/m²NGFa
90 kWh/m²NGFa
766.529 kWh/a
329 t/a
Anschrift
Lichtenberger Straße 4, 38271 Baddeckenstedt
Ansprechpartner
Herr Reger, Herr Krause
Nutzungskategorie
Schule
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung von HRS Baddeckenstedt, Schule; HRS
Baddeckenstedt, Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
170/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
Nutzergruppen
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Schüler, Lehrer
1971
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
6 021 m²
5.419 m²
Heizöl
2x Buderus Logano GE 515
Beide 2000
2 x 240 KW
 Haus F in Passivbauweise errichtet
 Haus B saniert
 Verwaltung, Häuser A, C, teilweise mit Außendämmung
versehen
 teilweise Außenjalousie angebracht
 Außentüren undicht
 Fenster aus unterschiedlichen Jahrgängen
 dezentral
 5l-Boiler





Heizkreise: 20 Heizkreise mit Angaben von Nutzung und
Himmelrichtungen (z. B. Fachklassentrakt NORD-OST),
sehr schlecht nachvollziehbar
Heizkörperthermostate werden von Hausmeistern
eingestellt
Heizanlage wird um 6 Uhr eingeschaltet und um 16 Uhr
ausgeschaltet
beide Brenner werden wöchentlich abwechselnd betrieben
Größtenteils elektronische Pumpen vorhanden
überwiegend T8-Leuchtstofflampen
T5-Leuchtstofflampen
Nutzerverhalten


Raumbelegung wird beim Heizen nicht beachtet
Mehrfach offene Fenster ohne Raumbenutzung
Weitere
Einzelbeobachtungen


Raumluft überwiegend stickig, außer in Haus F
Reinigungspersonal schließt Fenster und löscht das Licht


Beleuchtung
und Stromverbraucher
Mögliches
Pelletsystem
Gesamtsystem
Innenliegend
xxx
Lager außerhalb
Containerlösung
(xxx)
171/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:


Hydraulischer Abgleich
Außentüren dichten
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining zu Lüftung, Heizung und Lichtnutzung
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können
jederzeit aktualisiert werden.
Bauteil
Fläche
U-Wert des
Bauteils
m²
in W/m²K
Umax EnEV
Umax EnEV überschritten
um
in W/m²K
in W/m²K
Umax KfW
in W/m²K
Dachfläche
3243
0,60
0,20
200%
0,14
Außenwand gedämmt
1905
0,28
0,24
17%
0,14
Außenwand ungedämmt
755
1,00
0,24
317%
0,14
Wärmeschutzverglasung
966
1,30
1,30
0%
0,95
Bodenplatte
3582
1,00
0,30
233%
0,25
Tab. III.3-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Auffällig sind die bisher noch ungedämmten Betonwände und das Dach. Die Fenster entsprechen
dem aktuellen Standard.
172/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
Wärmebrücken sind die verglasten Übergange von Haus B zu Haus M und von der Verwaltung zu
Haus F und die ungedämmten Kellerböden. Ansonsten ist das Gebäude in einem sehr modernen
Zustand.
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Verluste / Gewinne
Anteil am
Absolute Werte bezogen auf den
Endenergiebedarf Durchschnittverbrauch (2011-2013)
Art
Anlagenverluste
Prozent
- 30,2%
kWh/a
- 142.596
Lüftungsverluste
- 36,9%
- 174.364
Transmissionsverluste
- 32,9%
- 155.295
solare Gewinne
+ 10,4%
+ 49.349
interne Gewinne
+ 11,0%
+ 51.863
Tab. III.3-2 Wärmeverluste und –gewinne in HRS Baddeckenstedt, Schule
Bewertung des Gebäudes
Die HRS Baddeckenstedt ist bereits zu großen Teilen modernisiert, teilweise sogar auf PassivhausStandard. Daneben sind rund ein Drittel der Außenwände noch nicht gedämmt. Wärmebrücken sind
in erster Linie die verglasten Übergänge zwischen Gebäuden. Im Haus F wird bereits eine
wärmegesteuerte Lüftung mit Wärmerückgewinnung betrieben. Die Heizkessel sind beide bereits 15
Jahre alt.
Der Heizenergiekennwert von 105 kWh/m²a (EnEV: 90 kWh/m²a) deutet darauf hin, dass übermäßig
viel Wärme verbraucht wird. Dies ist unter anderem auch bedingt durch die komplexe Bauform mit
sehr großer Außenoberfläche.
Maßnahmenempfehlungen
Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
173/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
Fläche
U-Wert
UmaxEnEV*
Umax KfW**
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Dachfläche - 12 cm Dämmung WLS 035
3243
0,20
0,20
0,14
Außenwand gedämmt (keine Veränderung)
1905
0,28
0,24
0,14
Außenwand - 10 cm Außendämmung WLS
035
755
0,24
0,24
0,14
Wärmeschutzverglasung (keine
Veränderung)
966
1,30
1,30
0,95
Bodenplatte (keine Veränderung)
3582
1,50
0,30
0,25
Bauteil
Tab. III.3-3 Dämmung der Gebäudehülle HRS Baddeckenstedt, Schule
Im Rahmen der Sanierung muss besonders auf eine Behebung der Wärmebrücken geachtet werden.
Aufgrund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich
(Bodenplatte) vorgesehen.
Die vorhandene Dämmung der Außenwände ist ausreichend und muss nicht verstärkt werden. Die
Fenster entsprechen den aktuellen Anforderungen und müssen nicht sanier werden.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einsatz eines Container mit einer Pelletzentralheizung
mit einer Leistung von 480 kW.
Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich
sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
174/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.3
HRS Baddeckenstedt, Schule
HRS Baddeckenstedt, Schule
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
Investitionskosten
(netto)
Jährliche
Heizkosteneinsparung (brutto)
Jährliche
Emissionseinsparung
610.186 €
2.496 €/a
-8%
18.755 kg/a
-10%
675.186 €
12.791 €/a
-41%
170.876 kg/a
-82%
Tab. III.3-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung HRS Baddeckenstedt,
Schule
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Die Pelletheizung könnte im bisherigen Heizungsraum eingebaut werden. Der Raum mit dem
Heizöltank könnte dann als Pelletlager dienen. Gegebenenfalls müsste dieser Raum vergrößert
werden, indem man die Trennwand zum Heizungsraum in den sehr großen Heizungsraum verlegt.
Die Investitionskosten wurden für ein alternatives Heizungssystem als Containerlösung berechnet.
In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer
Leistung von etwa 31 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend
der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 2.800,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen.
175/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
260.939 kWh/a
74 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
12.510 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
146 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
584.585 kWh/a
270 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
Nutzergruppen
Schüler
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS Carl-GotthardLandhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
176/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
1954
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 983 m²
1.785 m²
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D



Warmwasser
bereitung

kein Denkmalschutz
keine Außenwanddämmung
Dachdämmung 2014 im Dachbereich nahe Gebäude B
eingebaut, als Zwischensparrendämmung und
Aufdachdämmung ausgeführt, Dachfenster ebenfalls
modernisiert
Dachraum teilweise genutzt als Ausbildungsräume und
als Dachboden, dieser ist ungedämmt
Fenster gepflegt und aus Ende der 80er und damit
veraltet
Eingangstüren schließen schwerfällig und weisen einen
starken Verschleiß auf
dezentral, Elektroboiler 5l
Heizungsanlage


Heizkörperthermostate teilweise fest eingestellt
Heizkörperventile teilweise veraltet
Beleuchtung
und Stromverbraucher

teilweise T12-Leuchtstoffröhren im Keller, sonst T8Leuchtstoffröhren
Friseurraum mit 12 Wärmehauben
PC-Raum mit 14x PC, 1x Drucker, 1x Projektor
zur Zeit der Begehung keine Nutzer anwesend
lt. Beobachtungen der Hausmeister ist das
Nutzerverhalten unaufmerksam



Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen





177/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Dachboden / oberste Geschossdecke im Nordost-Teil dämmen
Fenster modernisieren
Heizkörperventile modernisieren
Eingangstüren regelmäßig dichten
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand 2014 können
jederzeit aktualisiert werden.
Fläche
Bauteil
in m²
Umax EnEV
U-Wert des
Umax EnEV*
Umax KfW**
überBauteils
schritten
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
um
Anbau: Dachfläche
275,88
0,60
0,20
200%
0,14
Dachfläche
336,70
0,11
0,24
-55%
0,14
Oberste Geschossdecke
221,09
0,80
0,24
233%
0,14
Anbau: Außenwand
158,36
1,00
0,24
317%
0,20
Außenwand
717,32
0,60
0,24
150%
0,20
178/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Anbau: Doppelverglasung
46,00
2,70
1,30
108%
0,95
Anbau: Doppelverglasung Dach
15,00
2,70
1,40
93%
0,95
Doppelverglasung
261,00
2,90
1,30
123%
0,95
Wärmeschutzverglasung Dach
18,00
1,70
1,40
21%
0,95
Anbau: Kellerdecke
290,88
1,00
0,30
233%
0,25
Kellerdecke
492,81
1,50
0,30
400%
0,25
Tab. III.4-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Das Gebäude wurde für die Berechnung in zwei Teile aufgeteilt, da deutliche Unterschiede in den
Außenhüllen festgestellt wurden. Der Hauptteil des Gebäudes A schließt an das Gebäude B (s.
Baustein II) an, der „Anbau“ bezieht sich auf den leicht versetzt angrenzenden Gebäudeteil im
Nordosten, in dem auch die Hausmeisterwohnung ist.
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Anlagenverluste bezeichnen die Verluste von Wärmeenergie aufgrund von Ineffizienzen in Technik
und Rohrleitungen. Dazu gehören Brennertechnik und Wärmedämmung der Rohrleitungen. Ebenso
sind die Länge der Rohrleitungen mit berücksichtigt.
Lüftungsverluste sind der Wärmeverlust durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter
Außenluft.
Transmissionsverluste sind die Wärmeverluste durch die Wände, Fenster und Decken hindurch. Sie
werden vor allem durch die Wärmeleitfähigkeit des verbauten Materials und die angenommen
Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen bestimmt.
Solare Gewinne erfolgen durch Fenster, durch die das Sonnenlicht hineinscheint und sich im
Gebäude durch Absorption in Wärme umwandelt.
Interne Gewinne sind die Wärmeabstrahlung von Menschen und technischer Geräte, die Strom
verwenden.
179/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Verluste / Gewinne
Absolute Werte bezogen
Anteil am
auf den DurchschnittsEndenergiebedarf
verbrauch (2011-2013)
Art
Anlagenverluste
Lüftungsverluste
Transmissionsverluste
solare Gewinne
interne Gewinne
Prozent
- 32,6%
- 21,1%
- 46,3%
+ 12,9%
+ 13,4%
kWh/a
- 107.393
- 69.560
- 152.584
+ 33.585
+ 35.013
Tab. III.4-2 Wärmeverluste und –gewinne in BBS CGL, Gebäude A
Bewertung des Gebäudes
Das Gebäude A der BBS CGL macht einen gepflegten Eindruck, dessen Bauteile nicht mehr der
EnEV 2014 genügen. Großflächige Verluste finden vor allem über die Fenster statt, dicht gefolgt von
Keller und Außenwänden. Das Dach ist größtenteils modernisiert und in sehr gutem Zustand, aber
auch hier gibt es im Anbau noch deutlichen Nachbesserungsbedarf.
Eine Lüftungsanlage gibt es nicht: Hier sind mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung
deutliche Verbesserungen in der Aufenthaltsqualität der Nutzer sowie ein deutlich verringerter
Wärmeverbrauch zu erreichen.
Maßnahmenempfehlungen
Die folgenden Tabellen zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
180/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Fläche
U-Wert
UmaxEnEV* Umax KfW**
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Anbau: Dachfläche - Dämmung 28 cm,
WLZ 040
275,88
0,11
0,20
0,14
Dachfläche (keine Veränderung)
336,70
0,11
0,24
0,14
Oberste Geschossdecke (keine
Veränderung)
221,09
0,80
0,24
0,14
Anbau: Außenwand - Außendämmung 16
cm, WLZ 040
158,36
0,20
0,24
0,20
Außenwand - Außendämmung 16 cm,
WLZ 040
717,32
0,18
0,24
0,20
Anbau: Doppelverglasung –
Wärmeschutzverglasung
46,00
1,30
1,30
0,95
Anbau: Doppelverglasung Dach –
Wärmeschutzverglasung
15,00
1,30
1,40
0,95
Doppelverglasung –
Wärmeschutzverglasung (keine
Veränderung)
261,00
1,70
1,30
0,95
Wärmeschutzverglasung Dach –
Wärmeschutzverglasung (keine
Veränderung)
18,00
1,70
1,40
0,95
Anbau: Kellerdecke - Dämmung 12 cm,
WLZ 040
290,88
0,25
0,30
0,25
Kellerdecke - Dämmung 12 cm, WLZ 040
492,81
0,27
0,30
0,25
Bauteil
Tab. III.4-3 Dämmung der Gebäudehülle BBS CGL, Schule, Gebäude A
Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich
(Bodenplatte) vorgesehen. Stattdessen sollte im Kellergeschoss Dämmung an der Decke angebracht
werden, um den Hauptkorpus des Gebäudes besser zu isolieren. Der Geräteprüfraum der
Hausmeister im Keller kann lokal geheizt werden.
Die nicht sanierten Fenster sind noch relativ neu und haben recht gute U-Werte, daher werden sie
hier nicht modernisiert.
181/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.4
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A
Durch die Modernisierung recht großer Fensterflächen wird neben Einsparungen bei der Heizwärme
ein deutlicher Komfortgewinn spürbar sein.
Die Dachfläche im Anbau sollte gedämmt werden. Die Dämmung im restlichen Dachgeschoss ist
ausreichend.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich der Einbau einer Pelletzentralheizung. Da das Gebäude A
von der Heizanlage im Gebäude D versorgt wird siehe dafür Kap. III.6 .
Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich
sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude A
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach, Außenwänden und
Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I
(s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
Jährliche
Heizkosteneinsparung
Investitionskosten
Jährliche Emissionseinsparungen
324.218 €
5.755 €/a
-46%
35.400 kg/a
-45%
399.218 €
6.255 €/a
-50%
50.887 kg/a
-66%
Tab. III.4-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung BBS CGL, Schule,
Gebäude A
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Pelletheizung s. Kap. III.6.
In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer
Leistung von etwa 53 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend
der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 4.800,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen.
182/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
302.258 kWh/a
85 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
14.491 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
146 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
625.903 kWh/a
281 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Str. 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
Nutzergruppen
Schüler
Baujahr
1954
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS Carl-GotthardLandhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
183/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen
(Eigene Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
2 297 m²
2.067 m²
s. BBS Carl-Gotthard-Langhans, Gebäude D







kein Denkmalschutz
keine Dämmungen
Raum -1.03 weist Schimmel an der Außenwand auf!
Außentüren teilweise undicht und größtenteils mit
Aluminiumrahmen
Fenster von 1988/89
dezentral
elektrische Boiler
Heizungsanlage

Heizkörperthermostate veraltet
Beleuchtung
und Stromverbraucher


T8-Leuchtstoffröhren
2x Ausbildungsküchen mit jeweils 4 Herde und
Heißwasserboilern
PC-Raum mit 14 PC und Bildschirmen
zur Zeit der Begehung keine Nutzer anwesend
lt. Beobachtungen des Hausmeisters ist das
Nutzerverhalten unaufmerksam: Fenster gekippt,
Heizkörper aufgedreht und Licht angeschaltet nach
Verlassen der Räume
Warmwasser
bereitung
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen




Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:




Schimmelschäden beheben
Dach dämmen
Heizkörperthermostate modernisieren
Außentüren
Nicht-investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
184/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können
jederzeit aktualisiert werden.
Umax EnEV
überschritten
um
Prozent
Fläche
U-Wert
Umax EnEV*
in m²
in W/m²K
in W/m²K
Oberste
Geschossdecke
1156,52
0,6
0,24
150%
0,14
Außenwand
771,66
1
0,24
317%
0,2
Außenwand
gegen Erdreich
225,78
1
0,3
233%
0,25
410
2,9
1,3
123%
0,95
1156,52
1
0,3
233%
0,25
Bauteil
Doppelverglasung
Kellerfußboden
Umax KfW**
in W/m²K
Tab. III.5-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Wärmebrücken sind im Bereich der Aluminiumrahmen der Außentüren festzustellen. Die
vorgefundenen Schimmelschäden sollten unverzüglich behoben und die Ursache (Undichtigkeit,
Wärmebrücke o.ä.) beseitigt werden.
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Anlagenverluste bezeichnen die Verluste von Wärmeenergie aufgrund von Ineffizienzen in Technik
und Rohrleitungen. Dazu gehören Brennertechnik, Kesselmodell und Wärmedämmung und Länge
der Rohrleitungen.
Lüftungsverluste sind der Wärmeverlust durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter
Außenluft.
Transmissionsverluste sind die Wärmeverluste durch die Wände, Fenster und Decken hindurch. Sie
werden vor allem durch die Wärmeleitfähigkeit des verbauten Materials und die angenommen
Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen bestimmt.
185/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
Solare Gewinne erfolgen durch Fenster, durch die das Sonnenlicht hineinscheint und sich im
Gebäude durch Absorption in Wärme umwandelt.
Interne Gewinne sind die Wärmeabstrahlung von Menschen und technischer Geräte, die Strom
verwenden.
Verluste / Gewinne
Art
Absolute Werte bezogen auf den
Anteil am
Durchschnittverbrauch (2011Endenergiebedarf 2013)
Prozent
kWh/a
Anlagenverluste
Lüftungsverluste
-23,9%
-25,2%
- 72.205
- 76.104
Transmissionsverluste
solare Gewinne
interne Gewinne
-50,9%
+14,1%
+15,8%
- 153.949
+ 42.734
+ 47.634
Tab. III.5-2 Wärmeverluste und –gewinne in BBS CGL, Gebäude C
Bewertung des Gebäudes
Das Gebäude C BBS Carl Gotthard Langhans-Schule ist weitgehend in einem gepflegten, wenn auch
veraltetem Zustand. Die oberste Geschossdecke bzw. das Dachgeschoss sollten umgehend
gedämmt werden. Ebenso sind die Fenster austauschwürdig.
Wärmebrücken sind vor allem die Aluminiumrahmen der Außentüren.
Maßnahmenempfehlungen
Die folgenden Tabellen zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
186/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
Fläche
U-Wert
UmaxEnEV*
Umax KfW**
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Oberste Geschossdecke - Dämmung 28 cm,
WLZ 040
1156,52
0,12
0,24
0,14
Außenwand - Außendämmung 16 cm, WLZ
040
771,66
0,20
0,24
0,20
Außenwand gegen Erdreich Außendämmung 16 cm, WLZ 040
225,78
0,20
0,30
0,25
Doppelverglasung - Wärmeschutzverglasung
410,00
1,30
1,30
0,95
Kellerfußboden - Dämmung 12 cm, WLZ 040
1156,52
0,25
0,30
0,25
Bauteil
Tab. III.5-3 Dämmung der Gebäudehülle BBS CGL, Schule, Gebäude C
Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich
(Bodenplatte) vorgesehen. Stattdessen sollte im Kellergeschoss Dämmung an der Decke angebracht
werden, um den Hauptkorpus des Gebäudes besser zu isolieren.
Durch die Modernisierung recht großer Fensterflächen wird neben Einsparungen bei der Heizwärme
ein deutlicher Komfortgewinn spürbar sein.
Die Dämmung der oberen Geschossdecke wird über die Anforderungen der EnEV 2014 hinaus
ausgeführt.
Nach Umsetzung aller Dämmmaßnahmen und Einbau von Lüftungsgeräten mit
Wärmerückgewinnung reduziert sich der Energiebedarf des Gebäudes um bis zu 54% mit deutlichem
Komfortgewinn für die Nutzer.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich der Einbau einer Pelletzentralheizung. Da das Gebäude A
von der Heizanlage im Gebäude D versorgt wird siehe dafür Kap. III.6 .
Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich
sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
187/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.5
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude
C
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
Außenwänden, Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s.
o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
Jährliche
Heizkosteneinsparung
Investitionskosten
Jährliche Emissionseinsparungen
375.145 €
2.507 €/a
-39%
15.917 kg/a
-54%
430.145 €
2.571 €/a
-40%
22.738 kg/a
-60%
Tab. III.5-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung BBS CGL, Schule,
Gebäude C
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Pelletheizung s. Kap. III.6.
In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer
Leistung von etwa 64 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend
der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 5.800,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen.
188/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
496.877 kWh/a
140 t/a
323.645 kWh/a
196 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
23.822 €/a
60.120 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
146 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
820.522 kWh/a
336 t/a
Anschrift
Wilhelm-Brandes-Straße 9/11, 38304 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Horn, Herr Frenzel
Nutzungskategorie
Schule
Nutzergruppen
Berufsschüler
Baujahr
1955
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013, gemeinsame Versorgung der gesamten BBS Carl-GotthardLandhans mit allen Werkhallen und Sporthalle
ii
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
189/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Größe
Warmwasser
bereitung
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
3 776 m²
3.398 m²
Erdgas
4x Buderus G515
1996
490 kW
 Türen und Fenster von 1988
 kein Denkmalschutz
 keine Dachdämmung im Hauptteil, keine
Außenwanddämmung
 Oberste Geschossdämmung im nördlichen Gebäudeteil
 akute Wasserschäden mit Stalaktitenbildung im
Dachgeschoss (Putzmittelraum 3.N01)
 Eingangstüren auch hier stark veraltet und undicht
 Die Fensterwände im Treppenbereich sollten dringend
erneuert werden.
 dezentral
 mehrere 5 l Warmwasser-Boiler
Heizungsanlage


Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene Beobachtungen,
Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten



Beleuchtung
und Stromverbraucher



Nutzerverhalten


Weitere
Einzelbeobachtungen

Mögliches
Pelletsystem
2x alte Pumpen, 4x elektronische geregelte Pumpen
Heizkreisläufe: Gebäude Kaufmännisch A, Verwaltung B,
Hauswirtschaft C, Hauptgebäude D, D Werkstatt, Aula B
(Rundhaus)
Kesselreglung von K&P
Honeywell Heizkreisreglung funktioniert nur
eingeschränkt. Seit Jahren funktioniert die Bedienung per
PC nicht mehr und die Handwerker trauen sich nicht ran.
teilweise sind voreingestellte Thermostate an den
Heizkörpern verbaut
kein hydraulischer Abgleich
Heizkörperthermostate veraltet
T8-Leuchtstoffröhren
Heizen und Lüften gleichzeitig
Licht wird laut Hausmeister häufig genutzt und
angeschaltet gelassen
Gesamtsystem
Innenliegend
Lager außerhalb
xxx
190/287
Containerlösung
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Maßnahmenempfehlungen
Dringliche Maßnahmen:



Wasserschaden umgehend beheben!
Fensterwände im den Treppenhaus sanieren
Türen dichten
Nicht-Investive Maßnahmen:

Nutzertraining durchführen
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können
jederzeit aktualisiert werden.
Als Anbau gilt der nördliche Gebäudeteil.
191/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Umax EnEV
überschritten
um
Prozent
Fläche
U-Wert
Umax EnEV*
in m²
in W/m²K
in W/m²K
Dachfläche
583,39
0,6
0,2
200%
0,14
Anbau: Oberste
Geschossdecke
416,5
0,3
0,24
25%
0,14
Anbau:
Außenwand
346,4
0,8
0,24
233%
0,2
Außenwand
809,52
0,8
0,24
233%
0,2
Außenwand
gegen Erdreich
80,4
0,8
0,3
167%
0,25
Anbau:
Doppelverglasung
124
2,9
1,3
123%
0,95
Doppelverglasung
385
2,9
1,3
123%
0,95
Doppelverglasung
Dach
31
2,9
1,4
107%
0,95
Anbau:
Bodenplatte
416,5
0,6
0,3
100%
0,25
Kellerfußboden
614,39
0,6
0,3
100%
0,25
Bauteil
Umax KfW**
in W/m²K
Tab. III.6-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Bis auf die obersten Geschossdecke im nördlichen Gebäudeteil übersteigen die Wärmeleitwerte der
Bauteile die nach EnEV 2014 maximal zulässigen um mehr als 100 %. Hervorzuheben sind hier vor
allem die Außenwände im gesamten Gebäude und die Dachfläche im Hauptteil des Gebäudes.
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Anlagenverluste bezeichnen die Verluste von Wärmeenergie aufgrund von Ineffizienzen in Technik
und Rohrleitungen. Dazu gehören Brennertechnik, Kesselmodell und Wärmedämmung und Länge
der Rohrleitungen.
Lüftungsverluste sind der Wärmeverlust durch den Austausch von warmer Innenluft mit kalter
Außenluft.
Transmissionsverluste sind die Wärmeverluste durch die Wände, Fenster und Decken hindurch. Sie
werden vor allem durch die Wärmeleitfähigkeit des verbauten Materials und die angenommen
Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen bestimmt.
Solare Gewinne erfolgen durch Fenster, durch die das Sonnenlicht hineinscheint und sich im
Gebäude durch Absorption in Wärme umwandelt.
Interne Gewinne sind die Wärmeabstrahlung von Menschen und technischer Geräte, die Strom
verwenden.
192/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Verluste / Gewinne
Art
Anlagenverluste
Anteil am
Endenergiebedarf
Prozent
- 29,3%
Absolute Werte bezogen auf den
Durchschnittverbrauch (2011-2013)
kWh/a
- 145.651
Lüftungsverluste
- 24,8% - 123.214
Transmissionsverluste
solare Gewinne
- 45,9% - 228.012
+ 14,6% + 72.441
interne Gewinne
+ 15,4% + 76.669
Tab. III.6-2 Wärmeverluste und –gewinne in BBS CGL, Gebäude D
Bewertung des Gebäudes
Das Gebäude D BBS Carl Gotthard Langhans-Schule ist weitgehend in einem gepflegten, wenn auch
veraltetem Zustand. Der Wasserschaden im Dachgeschoss muss unverzüglich behoben und
alle geschädigten Bauteile saniert werden.
Die oberste Geschossdecke bzw. das Dachgeschoss im Hauptteil des Gebäudes sollten umgehend
gedämmt werden. Ebenso sind die Fenster absolut austauschwürdig. Sie sind veraltet und laut
Analyse ein höchst verlustreicher Bauteil des Gebäudes.
Weitere Wärmebrücken sind die Aluminiumrahmen der undichten Außentüren.
Maßnahmenempfehlungen
Die folgenden Tabellen zeigen die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
Fläche
U-Wert
UmaxEnEV* Umax KfW**
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Dachfläche - Dämmung 28 cm, WLZ 040
583,39
0,12
0,20
0,14
Anbau: Oberste Geschossdecke Dachdämmung
416,50
0,14
0,24
0,14
Bauteil
193/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
Anbau: Außenwand - Außendämmung 16
cm, WLZ 040
346,40
0,19
0,24
0,20
Außenwand - Außendämmung 16 cm,
WLZ 040
809,52
0,19
0,24
0,20
Außenwand gegen Erdreich Außendämmung 16 cm, WLZ 040
80,40
0,19
0,30
0,25
Anbau: Doppelverglasung Wärmeschutzverglasung
124,00
1,30
1,30
0,95
Doppelverglasung Wärmeschutzverglasung
385,00
1,30
1,30
0,95
Doppelverglasung Dach Wärmeschutzverglasung
31,00
1,30
1,40
0,95
Anbau: Bodenplatte (keine Änderungen)
416,50
0,60
0,30
0,25
Kellerdecke - Dämmung 12 cm, WLZ 040
614,39
0,21
0,30
0,25
Tab. III.6-3 Dämmung der Gebäudehülle BBS CGL, Schule, Gebäude D
Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung unter der Bodenplatte
des Anbaus vorgesehen. Im Hauptgebäude sollte im Kellergeschoss Dämmung an der Decke
angebracht werden, um den Hauptkorpus des Gebäudes besser zu isolieren.
Durch die Modernisierung recht großer Fensterflächen wird neben Einsparungen bei der Heizwärme
ein deutlicher Komfortgewinn spürbar sein.
Die Modernisierung über den Mindeststandard der EnEV 2014 hinaus wird das Gebäude auch für die
energetischen Herausforderungen der Zukunft wappnen.
Nach Umsetzung aller Dämmmaßnahmen und Einbau von Lüftungsgeräten mit
Wärmerückgewinnung reduziert sich der Energiebedarf des Gebäudes um bis zu 62% mit deutlichem
Komfortgewinn für die Nutzer.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung mit einer Leistung von
260 kW.
Da die Gebäude A, B, C, D und Rundhaus gemeinsam versorgt sind und auch angenommen
wird, dass dies so bleiben soll, werden Pelletkessel mit einer Gesamtleitung von 260 kW
empfohlen. Die Kessel können im vorhandenen Heizkeller untergebracht werden, als
Pelletlager wird ein Außenlager empfohlen.
Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich
sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
194/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.6
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude D
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach, Außenwänden und
Kellerdecke, Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
Investitionskosten (netto)
Jährliche
Heizkosteneinsparung (brutto)
Jährliche Emissionseinsparung
574.916 €
10.958 €/a
-46%
68.812 kg/a
-62%
649.916 €
10.720 €/a
-45%
88.473 kg/a
-63%
Tab. III.6-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung BBS CGL, Schule,
Gebäude D
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Die Pelletheizung kann im bisherigen Heizungskeller installiert werden. Das Lager für die Holzpellets
würde am besten außerhalb des Gebäudes aufgebaut werden.
In Abhängigkeit von der Statik des Flachdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer
Leistung von etwa 23 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend
der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 2.000,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen.
195/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.7
Gesundheitsamt
III.7
Gesundheitsamt
Heizenergiei
Stromi
Verbrauch, bereinigt
CO2-Äquivalent
Verbrauch
CO2-Äquivalent
254.197 kWh/a
69 t/a
27.382 kWh/a
17 t/a
ii
Heizkosten
Stromkosteni
12.640 €/a
6.711 €/a
Vergleichswerte (Heizenergie)
Gesamt
Heizenergieverbrauchs- Vergleichswert
Verbrauch
CO2-Äquivalent
kennwert
nach EnEV 2009iii
193 kWh/m²NGFa
80 kWh/m²NGFa
281.579 kWh/a
86 t/a
Anschrift
Friedrich-Wilhelm-Str. 2a, 38302 Wolfenbüttel
Ansprechpartner
Herr Bachmann, Herr Fabian, Herr Fesser, Herr Kattenstroth
Nutzungskategorie
Verwaltung (Gesundheitsamt, Schulreferat)
Nutzergruppen
Verwaltung, Publikumsverkehr
i
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
Durchschnitt über die Jahre 2011 bis 2013
iii
Quelle zu den Vergleichswerten nach EnEV: Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Wohnen (BMVBS),
Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im
Nichtwohngebäudebestand vom 30.07.2009.
ii
196/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.7
Gesundheitsamt
Baujahr
Größe
Klimaschutzrelevante Erkenntnisse aus den Begehungen (Eigene
Beobachtungen, Informationen Dritter)
Heizenergieträger
Heizkessel
Baujahr Heizkessel
Nennleistung Heizkessel
Bauliche
Auffälligkeiten
Warmwasser
bereitung
Heizungsanlage
Beleuchtung
und Stromverbraucher
Nutzerverhalten
Weitere
Einzelbeobachtungen
1950
Bruttogrundfläche (BGF)
Nettogrundfläche (NGF)
1 552 m²
1.319 m²
Erdgas
Buderus G334 X
1997
110 kW
 Eingänge sehr dicht
 Raum Dachgeschoss 2.39b: Dachdämmung hat sich gelöst
und liegt in der Dampfbremse
 Fenstergriffe sind häufig schräg gestellt, was auf schlecht
eingestellte Fenster hinweist
 Veraltete Dachfenster in moderner Dachdämmung, Spuren
von Kondenswasser in Rigips-Abdeckung
 dezentral
 6x 5 l Boiler
 Elektrik wird zur Zeit der Begehung (15.01.2015) erneuert,
um Warmwasser-Boiler versorgen zu können
 Steuerung des Kessels 2014 teilweise ausgetauscht,
seitdem störungsfreier Betrieb
 eine Pumpe für drei Heizstränge
 Heizung in Raum „-1.N04 Duschen“ dauernd auf Volllast
laufend, Raumtemperatur 28 °C bei Nichtnutzung
 Heizung teilweise hinter Blendschutz
 häufig veraltete Thermostatköpfe
 T8-Leuchtstoffröhren
 überwiegend Desktop-PC, Drucker
 Kopierer
 Autoklaven und Kühlschränke im Labor
 unauffälliges Lüftungsverhalten
 Räume für medizinische Untersuchungen werden 3x pro
Woche auf 25°C geheizt
 ungenutzte Büroräume im Dachgeschoss sind auf 20 °C
geheizt
 Heizkörper teilweise von Möbeln verdeckt
 Abwasserleitungen verstopfungsanfällig, Druckspüler
geben wahrscheinlich zu wenig Wasser
 Archive im Keller werden nicht beheizt
 Drucker und Kopierer geleast, Abrechnung nach Verbrauch
197/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.7
Gesundheitsamt
Wärmetechnischer Zustand und wärmeschutztechnische Einstufung der Bauteile
In folgender Tabelle sind die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert, früher k-Wert) differenziert
nach Bauteilen im IST-Zustand dargestellt. Bei Änderungen von Bauteilen an bestehenden Gebäuden
muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden, der ebenfalls der
Tabelle zu entnehmen ist. Die angegebenen Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten
Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,35 W/m²K nicht
überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die
höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung
ersetzt, so gilt für die Verglasung der Maximalwert 1,30 W/m²K.
Zusätzlich sind die maximalen U-Werte, die bei Fördermaßnahmen durch die KfW gelten, angegeben.
Die Mindestanforderungen an U-Werte für KfW-Förderungen gelten nicht für KfW-Effizienzhäuser,
sondern für die KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen. Die Anforderungen Stand April 2015 können
jederzeit aktualisiert werden.
Bauteil
Dachfläche
Fläche
U-Wert
des
Bauteils
Umax
EnEV
Umax EnEV
überschritten
um
Umax
KfW
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
235,42
0,5
0,2
150%
0,14
83,78
0,20
0,2
0%
0,14
57,94
0,3
0,24
25%
0,2
31,46
1,4
1,3
8%
0,95
4,99
5
1,3
285%
0,95
Außenwand
ungedämmt
751,43
1,4
0,24
483%
0,2
Bodenplatte
406,48
1,5
0,3
400%
0,25
Dachfläche Dachgauben
Dachgauben Außenwände
Dachfläche Fenster
Einfachverglasung
Fenster Alt
Tab. III.7-1 Wärmetechnischer Zustand und Einstufung der Bauteile
Wärmebrücken sind im Bereich der Dachfenster und der Eingangstüren festzustellen. Ersteres führt
zur Kondensatbildung, die in die Verschalung sickert und bereits deutliche Spuren hinterlassen hat.
198/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.7
Gesundheitsamt
Lüftungswärmeverluste und Transmissionsverluste
Verluste / Gewinne
Anteil am
Absolute Werte bezogen auf den
Endenergiebedarf Durchschnittverbrauch (2011-2013)
Art
Prozent
kWh/a
Anlagenverluste
- 39,0%
- 184.368
Lüftungsverluste
- 21,0%
- 99.400
Transmissionsverluste
- 39,9%
- 188.488
solare Gewinne
+ 9,7%
+ 45.573
interne Gewinne
+ 13,2%
+ 62.309
Tab. III.7-2 Wärmeverluste und –gewinne in Gesundheitsamt
Bewertung des Gebäudes
Das Gesundheitsamt ist im Dachgeschoss teilweise saniert. Die Dachgeschosse und der Dachboden
sind sehr gut gedämmt. Akuter Handlungsbedarf liegt bei der Reparatur der herausgefallenen
Dachdämmung im Dachgeschoss und der Behebung der Feuchteschäden unterhalb der
Dachbodenfenster. Die einfach verglasten Dachfenster sind absolut nicht mehr zeitgemäß und
verursachen die Bildung von Kondensat. Viele Fenster schließen schlecht. Einfach verglaste Fenster
schaffen sehr unangenehmes Raumklima. Über die Außenwände entweicht im Winter sehr viel
Wärme.
Maßnahmenempfehlungen
Die folgende Tabelle zeigt die Empfehlungen entsprechend der Systematik:
Maßnahmenpaket I – Dämmung der Gebäudehülle; dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Maßnahmenpaket II – Maßnahmenpaket I zzgl. Einbau einer neuen Heizungsanlage.
Für die Dämmung der Gebäudehülle werden folgende Verbesserungen der U-Werte empfohlen:
Bauteil
Fläche
U-Wert des
Bauteils
Umax EnEV
Umax KfW
in m²
in W/m²K
in W/m²K
in W/m²K
Dachfläche (keine Veränderung)
235,42
0,15
0,20
0,14
Dachfläche – Dachgauben (keine
Veränderung)
83,78
0,20
0,20
0,14
57,94
0,30
0,24
0,20
31,46
1,40
1,30
0,95
Dachgauben – Außenwände (keine
Veränderung)
Dachgauben – Fenster (keine
Veränderung)
199/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
III.7
Gesundheitsamt
Einfachverglasung Fenster Alt
4,99
1,30
1,30
0,95
Außenwand ungedämmt
751,43
0,19
0,24
0,20
Bodenplatte (keine Änderungen)
406,48
1,40
0,30
0,25
Tab. III.7-3 Dämmung der Gebäudehülle Gesundheitsamt
Im Rahmen der Sanierung muss besonders auf eine Behebung der Wärmebrücken geachtet werden.
Auf Grund des hohen finanziellen und baulichen Aufwands ist keine Dämmung gegen Erdreich
(Bodenplatte) vorgesehen. Die Dachkomponenten sind gut genug, um nicht saniert werden zu
müssen. Alle einfach verglasten Fenster werden gegen moderne Wärmeschutzverglasung
ausgetauscht. Die Außenwand wird mit einer modernen Außendämmung versehen.
Maßnahmenpaket II umfasst zusätzlich den Einbau einer Pelletzentralheizung mit einer Leistung von
75 kW in Form eines Containers, der hinter dem Gesundheitsamt aufgestellt werden müsste.
Die Mängel gemäß Gebäudesteckbriefen sollten möglichst kurzfristig behoben werden. Zusätzlich
sind die gebäudeübergreifenden Maßnahmen zu berücksichtigen.
Gesundheitsamt
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
Investitionskosten (netto)
Jährliche
Heizkosteneinsparung
(brutto)
Jährliche Emissionseinsparung
245.053 €
5.182 €/a
-41%
28.356 kg/a
-41%
280.053 €
8.216 €/a
-65%
62.937 kg/a
-91%
Tab. III.7-4 Übersicht Kosten und Emissionsminderung Gesundheitsamt
Die Installation einer solarthermischen Anlage bringt aus Sicht des Klimaschutzes keine signifikante
Verbesserung in Ergänzung zu Maßnahmenpaket II.
Die Pelletheizung würde außerhalb des Gebäudes als Container aufgestellt und verbunden werden.
Es bietet sich ein Platz zwischen Gebäude und Oker unweit des Parkplatzes an. Es sollte auf
Sicherheit vor Hochwasser geachtet werden!
In Abhängigkeit von der Statik des Schrägdachs ist es möglich eine Solarstromanlage mit einer
Leistung von etwa 14 kWp zu installieren. Bei Volleinspeisung lägen die Einnahmen entsprechend
der ab Januar 2014 gültigen Einspeisevergütung bei etwa 1.250,- Euro pro Jahr. Je nach
Eigenverbrauchsanteil können höhere Einnahmen generiert werden.
Der Sanierungsfahrplan ist Kap. VI.1 zu entnehmen.
200/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV
Wirkung der gebäudespezifischen Maßnahmen
IV
Wirkung der gebäudespezifischen Maßnahmen
In diesem Kapitel werden die Wirkungen der gebäudespezifischen Maßnahmen aus den
Bausteinen II und III dargestellt.
IV.1
Einsparungen
Eine Maßnahme ist dann aus Sicht des Klimaschutzes sinnvoll, wenn sie maßgeblich dazu
beiträgt, Emissionen von Klimagasen zu vermeiden. Neben der Emissionsvermeidung sind
für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der einzelnen Investitionsmaßnahmen die
Heizkosteneinsparungen interessant. Beidem liegt die Energieeinsparung zugrunde. Die
Energieeinsparungen der einzelnen Maßnahmen wurden mit Hilfe einer
Energieberatersoftware ermittelt (Erläuterung des Verfahrens siehe Kap. II).
Für jedes Gebäude wurden für die Maßnahmenpakete die prozentualen Einsparungen des
Heizenergieverbrauchs und der Heizkosten sowie die prozentuale Verminderung der
Klimagasemissionen aus der Energieberater-Software übernommen. Damit wurden der zu
erwartende Heizenergieverbrauch, die Heizkosten sowie Emissionen nach Umsetzung des
jeweiligen Maßnahmenpakets ermittelt. Dabei wurden für gemeinsam mit Heizenergie
versorgte Gebäude die Heizenergieverteilungen anhand der Verhältnisse von beheizter
Nettogrundfläche und Nutzungsintensität durchgeführt (siehe auch Kap. I.1.1 Energie- und
CO2-Bilanz).
Die Berechnung der Brennstoffeinsparung beim Einsatz einer Pelletheizung im Vergleich
zum bestehenden System kann niedriger ausfallen als erwartet. Dies liegt darin begründet,
dass das Berechnungsprogramm immer von Wirkungsgraden wie vom Hersteller angegeben
und von einer optimalen Heizungseinstellung ausgeht, also beispielsweise, dass
Brennwertheizungen immer im optimalen Temperaturbereich mit bester Effizienz arbeiten.
Da Pelletheizungen noch nicht serienmäßig über Brennwerttechnik verfügen, verringert sich
die Systemeffizienz und der Brennstoffverbrauch steigt gegenüber einer herkömmlichen
Heizungstechnik.
Dieser Effekt ist in der Realität nur zu erwarten, wenn alle Bedingungen geschaffen werden,
um die herkömmliche Brennwerttechnik effektiv nutzen zu können. Dazu zählen eine
Rücklauftemperatur am Kessel von unter 45 °C, ein korrekt durchgeführter hydraulischer
Abgleich des Heizungssystems und eine exakt eingestellte Heizkurve. Dies ist im Bestand
selten zu finden. Diese Nutzungsschwankungen zwischen Brennwert- und Heizwertnutzung
des Gerätes im Jahresverlauf wird nicht vom Berechnungsprogramm berücksichtigt.
Werden alle empfohlenen Maßnahmenpakete I zur Verbesserung der Gebäudehülle
umgesetzt, ist jährlich mit einer Energieeinsparung von etwa 3.259 MWh zu rechnen. Dies
entspricht einer jährlichen Heizkosteneinsparung von etwa 140.000 Euroi und einer
Verringerung der Klimagasemissionen von jährlich etwa 839 t CO2. Werden zusätzlich die
Heizungsanlagen wie empfohlen erneuert – also alle Maßnahmenpakete II umgesetzt – fällt
die jährliche Energieeinsparung durch den Einsatz von Holzpellets zwar mit etwa 3.503 MWh
nur geringfügig besser aus, die Heizkosteneinsparung mit etwa 239.000 Euro und die
i
Energiekosten sind Verbraucher-, als Bruttokosten.
201/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.1
Einsparungen
Reduktion der CO2-Emissionen mit etwa 2.230 t CO2 liegen aber deutlich höher. Damit
würden bei Umsetzung aller Maßnahmenpakete die durch Heizung hervorgerufene CO2Emissionen insgesamt um etwa 80 % reduziert.
Die Umsetzung der Maßnahmenpakete I führte in den betrachteten Gebäuden zu
durchschnittlich 30 % Emissionsminderung – am höchsten fiele sie relativ in der TeichgartenSchule aus. Dagegen stiegen die Emissionen im Schulanbau der HRS Schladen sogar um
4 %, da hier die benötigte Energie für die neuen Lüftungsanlagen höher wäre als die
Energieeinsparung durch die Dämmmaßnahmen. Nach Durchführung von Maßnahmenpaket
II würden bei 29 Gebäuden von 33 die Emissionen um mehr als 70 % verringert. Die größten
absoluten Minderungen könnten








in der Teichgarten-Schule,
im Schulanbau der HRS Schladen,
im Schulgebäude der IGS Wallstraße,
in der Sporthalle der BBS Carl-Gotthard-Langhans,
im Altbau des Bildungszentrums,
im Neubau der Bahnhofstr.11,
im Schulanbau der HRS Sickte und
im Schulgebäude der HRS Baddeckenstedt
erzielt werden. Dort liegen die ermittelten jährlichen Minderungen je Gebäude bei
mindestens 100 t CO2 und insgesamt bei etwa 947 t CO2.
In folgender Tabelle werden die aus den gebäudespezifischen investiven Maßnahmen
resultierenden Einsparungen in der Summe für alle in Baustein II und III betrachteten
Gebäude dargestellt.
202/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Einsparungen
Prozentuale
Emissionsminderung
[ %]
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
HeizenergiekostenI
[€/a]
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
Einsparungen
Maßnahmenpaket II
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
HeizenergiekostenI
[€/a]
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
Einsparungen
Maßnahmenpaket I
Heizenergiekosteni
[€/a]
Name des Gebäudes
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
IST-Zustand
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
IV.1
Baustein II
Teichgarten, Schule
422.836
21.389
116.196
-249.473
-13.689
-73.204
-257.930
-15.186
-99.929
-86
Peter-Räuber
214.499
11.054
59.418
-36.465
-1.658
-9.507
-49.335
-5.195
-51.099
-86
Peter-Räuber, Anbau
383.796
18.987
104.722
-49.894
-2.468
-13.614
-95.949
-8.734
-87.966
-84
Teichgarten, Sporthalle
140.506
7.099
38.545
-54.797
-2.414
-13.491
-61.822
-3.975
-32.378
-84
HRS Schladen, Schule
HRS Schladen, Schule,
Anbau
HRS Schladen, Sporthalle
123.933
5.956
34.036
-19.829
-834
-5.105
-30.983
-2.680
-28.250
-83
513.804
24.692
141.106
5.138
988
5.644
-56.518
-8.642
-114.296
-81
305.013
14.950
83.654
-91.504
-4.336
-24.260
-103.704
-7.475
-68.596
-82
HRS Sickte, Sporthalle
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule,
Anbau
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude B,
Verwaltung
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
206.981
13.871
77.349
-120.049
-7.629
-43.315
-99.351
-8.323
-65.746
-85
392.182
17.236
108.128
-176.482
-6.550
-43.251
-223.544
-9.997
-82.178
-76
512.754
26.444
141.867
-71.786
-1.851
-12.768
-97.423
-9.255
-109.237
-77
208.716
10.764
57.747
-89.748
-3.767
-21.366
-100.184
-5.920
-47.352
-82
180.144
8.637
50.914
-106.285
-3.973
-24.948
-90.072
-4.232
-34.622
-68
134.088
6.429
37.897
-85.817
-3.279
-20.465
-75.089
-3.407
-26.907
-71
i
Energiekosten sind Verbraucher-, als Bruttokosten.
203/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Einsparungen
Prozentuale
Emissionsminderung
[ %]
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
HeizenergiekostenI
[€/a]
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
Einsparungen
Maßnahmenpaket II
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
HeizenergiekostenI
[€/a]
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
Einsparungen
Maßnahmenpaket I
Heizenergiekosteni
[€/a]
Name des Gebäudes
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
IST-Zustand
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
IV.1
Schule, Rundhaus
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Werkhalle E
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Werkhalle Holz
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Sporthalle
Bildungszentrum, Altbau
311.413
14.838
88.167
-180.620
-7.864
-48.492
-152.593
-8.755
-74.060
-84
303.348
14.410
85.623
-178.975
-7.782
-47.093
-154.707
-8.358
-71.067
-83
546.048
25.939
154.128
-283.945
-12.192
-75.523
-234.801
-14.007
-126.385
-82
413.108
20.695
113.553
-214.816
-9.934
-55.641
-243.734
-13.866
-101.063
-89
Bildungszentrum, Neubau
195.915
9.815
53.852
-62.693
-2.356
-14.002
-86.203
-5.202
-44.159
-82
Bahnhofstr. 11, Altbau
228.919
11.744
63.731
-25.181
-822
-5.098
-29.759
-4.228
-51.622
-81
Bahnhofstr. 11, Neubau
463.365
23.772
129.000
-134.376
-5.943
-33.540
-143.643
-11.173
-107.070
-83
Straßenverkehrsamt
202.170
10.184
55.407
-62.673
-2.444
-13.852
-74.803
-4.990
-44.880
-81
8.681
437
2.379
-3.038
-122
-714
-3.212
-214
-1.927
-81
Harztorwall 4
90.164
6.254
25.893
-45.082
-2.814
-12.170
-43.279
-3.752
-22.268
-86
Harztorwall 25
298.450
20.448
108.924
-26.860
-409
-4.357
-44.767
-6.952
-83.872
-77
Harzstr. 6
145.475
7.288
39.988
-18.912
-802
-4.399
-34.914
-3.280
-33.190
-83
FTZ Schladen, Altbau
295.131
15.440
80.448
-44.270
-2.162
-11.263
-32.464
-5.559
-65.967
-82
166.839
8.387
49.130
-46.715
-2.181
-12.774
-55.057
-4.194
-41.761
-85
Straßenverkehrsamt Pavillon
Baustein III
HRS Sickte, Schule
204/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Einsparungen
Prozentuale
Emissionsminderung
[ %]
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
HeizenergiekostenI
[€/a]
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
Einsparungen
Maßnahmenpaket II
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
HeizenergiekostenI
[€/a]
Emissionen
Heizenergie
[kg CO2/a]
Einsparungen
Maßnahmenpaket I
Heizenergiekosteni
[€/a]
Name des Gebäudes
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
IST-Zustand
Heizenergieverbrauch
[kWh/a]
IV.1
HRS Sickte, Schule, Anbau
472.255
23.741
139.068
-99.174
-4.511
-27.814
-141.677
-11.396
-118.208
-85
HRS Baddeckenstedt, Schule
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Gebäude A
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude C
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Schule, Gebäude D
Gesundheitsamt
566.539
31.196
208.385
-56.654
-2.496
-18.755
-113.308
-12.791
-170.876
-82
260.939
12.510
73.749
-143.517
-5.254
-40.562
-120.032
-5.504
-48.675
-66
134.088
6.429
37.897
-72.408
-2.507
-15.917
-58.999
-2.571
-22.738
-60
496.877
23.822
140.433
-308.064
-10.958
-68.812
-263.345
-10.720
-88.473
-63
254.197
12.640
69.161
-104.221
-5.182
-28.356
-129.641
-8.216
-62.937
-91
9.593.174 487.498 2.770.495
-3.267.010
-140.694
-833.618
-3.518.498
-239.500
-2.231.964
-81
Summe
Tab. IV.1-1
Übersicht über die aus den gebäudespezifischen Maßnahmenpaketen resultierenden Einsparungen
Weitere Einsparungen sind durch Umsetzung der in Kapitel V dargestellten Maßnahmen möglich.
205/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
IV.2
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Energiesparende und damit klimaschützende Maßnahmen an Altbauten sind oftmals mit hohen
Investitionen verbunden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, in diesem Zusammenhang auch
betriebswirtschaftliche Betrachtungen anzustellen. Ausschlaggebendes Entscheidungskriterium für
oder gegen eine Klimaschutzinvestition sollte allerdings nicht vorrangig, schon gar nicht allein, die
finanzielle Wirtschaftlichkeit darstellen. Die weitreichenden Auswirkungen von Energieeinsparungen
und Klimaschutz auf die gesellschaftliche Entwicklung würden damit nicht ausreichend bewertet.
Hinweise für die Prioritätensetzung der Maßnahmendurchführung liefert eine betriebswirtschaftliche
Betrachtungsweise aber durchaus.
IV.2.1 Investitionskosten
Nachfolgend werden die abgeschätzten Investitionsbedarfe für die empfohlenen Maßnahmenpakete
gebäudeweise aufgeführt. Die Kosten wurden überschlägig auf Basis von Kostenindizes und
Erfahrungswerten ermittelt. Eine Darstellung der Planungskosten findet nicht statt.
Neben den gesamten Investitionskosten werden die Ersatz- und die Mehrkosten dargestellt. Die
Ersatzkosten geben die notwendigen Kosten für die Erneuerung mit aktuellem Standard wieder, die
Mehrkosten den klimaschutzbedingten Anteil. Ein Beispiel: Zurzeit sind Fenster mit ZweischeibenVerglasung eingebaut. Es wird empfohlen, sie durch Fenster mit Dreischeiben-WärmeschutzVerglasung zu ersetzen. Die Ersatzkosten stellen den aktuellen Kostenanteil für ein Fenster mit
Zweischeiben-Verglasung dar, die Mehrkosten den zusätzlichen Anteil für den verbesserten Standard
der Dreischeiben-Wärmeschutz-Verglasung. Damit führt erst der verbesserte Standard zu
Energieeinsparungen.
Hinweis: Die Maßnahmenempfehlungen basieren auf einem während der Begehungen festgestellten
Ist-Zustand der Gebäude von Mitte 2014 bis Anfang 2015.
Gebäude
Maßnahmenpakete
Investitionskosten
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
865.210 €
602.603 €
262.607 €
905.210 €
617.603 €
287.607 €
Baustein II
Teichgarten,
Schule
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
206/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.1
Investitionskosten
Gebäude
Peter-Räuber
Peter-Räuber,
Anbau
Teichgarten,
Sporthalle
HRS Schladen,
Schule
HRS Schladen,
Schule, Anbau
HRS Schladen,
Sporthalle
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
335.064 €
Dämmung von Dach und
Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
370.064 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Dämmung von Dach und
270.714 €
Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
305.714 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
338.269 €
Außenwänden, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
373.269 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
148.071 €
Dämmung von Dach und
Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
162.071 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
272.224 €
Dämmung von Dach und
Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
307.224 €
Pelletheizung in HRS
Schladen, Schule
I: Hydraulischer Abgleich,
Dämmung von Dach und
Außenwänden,
296.738 €
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
207/287
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
226.941 €
108.123 €
241.941 €
128.123 €
174.895 €
95.819 €
189.895 €
115.819 €
221.157 €
117.112 €
236.157 €
137.112 €
78.062 €
70.009 €
83.062 €
79.009 €
156.674 €
115.550 €
171.674 €
135.550 €
230.489 €
66.249 €
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.1
Investitionskosten
Gebäude
HRS Sickte,
Sporthalle
HRS
Baddeckenstedt,
Sporthalle
IGS Wallstraße,
Schule
IGS Wallstraße,
Schule, Anbau
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
331.738 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
347.316 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
402.316 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
320.262 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
355.262 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
368.261 €
Dämmung der Decke,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
412.261 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
624.589 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
655.589 €
Pelletheizung
208/287
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
245.489 €
86.249 €
256.839 €
90.477 €
297.339 €
104.977 €
226.665 €
93.597 €
241.665 €
113.597 €
221.608 €
146.653 €
236.608 €
175.653 €
446.436 €
178.153 €
456.436 €
199.153 €
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.1
Investitionskosten
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans, Schule,
Gebäude B,
Verwaltung
BBS CarlGotthardLanghans, Schule,
Rundhaus
BBS CarlGotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
BBS CarlGotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
BBS CarlGotthardLanghans,
Sporthalle
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
200.984 €
Dämmung von Dach,
Außenwänden und
Kellerdecke
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
238.984 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
200.914 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
228.914 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach,
677.738 €
Außenwänden und
Kellerdecke,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
752.738 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
529.298 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
604.298 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
526.689 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
209/287
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
135.818 €
65.166 €
159.818 €
79.166 €
144.879 €
56.035 €
160.879 €
68.035 €
486.668 €
191.070 €
536.668 €
216.070 €
407.056 €
122.242 €
457.056 €
147.242 €
417.705 €
108.984 €
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.1
Investitionskosten
Gebäude
Bildungszentrum,
Altbau
Bildungszentrum,
Neubau
Bahnhofstr. 11,
Altbau
Bahnhofstr. 11,
Neubau
Straßenverkehrsamt
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
601.689 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
654.873 €
Dämmung des Daches,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
704.873 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
395.750 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
409.550 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
558.658 €
Dämmung des Daches,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
594.538 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
506.418 €
Dämmung Außenwände,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
531.418 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
266.077 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
210/287
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
467.705 €
133.984 €
511.871 €
143.002 €
526.871 €
178.002 €
298.718 €
97.032 €
302.168 €
107.382 €
435.348 €
123.310 €
444.318 €
150.220 €
372.599 €
133.819 €
378.849 €
152.569 €
177.304 €
88.773 €
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.1
Investitionskosten
Gebäude
Straßenverkehrsamt Pavillon
Harztorwall 4
Harztorwall 25
Harzstr. 6
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
301.077 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
24.451 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
36.451 €
Gas-Brennwerttherme mit
Heizkörpern
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Decke und
106.323 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
136.323 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
183.241 €
Decke,
Wärmeschutzverglasung
für Dachfenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
223.241 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
100.920 €
Keller bzw. Erdgeschoss,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
111.720 €
Pelletheizung
211/287
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
177.304 €
123.773 €
18.136 €
6.315 €
26.356 €
10.095 €
70.828 €
35.495 €
80.828 €
55.495 €
109.394 €
73.847 €
124.394 €
98.847 €
66.825 €
34.095 €
69.525 €
42.195 €
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.1
Investitionskosten
Gebäude
FTZ Schladen,
Altbau
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
142.527 €
71.475 €
157.527 €
91.475 €
256.823 €
83.753 €
173.070 €
281.823 €
92.253 €
189.570 €
967.580 €
726.895 €
240.685 €
1.002.580 €
738.395 €
264.185 €
610.186 €
398.560 €
211.626 €
675.186 €
418.560 €
256.626 €
324.218 €
246.114 €
78.104 €
399.218 €
296.114 €
103.104 €
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
214.002 €
Dämmung von Dach und
Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
249.002 €
Pelletheizung
Baustein III
HRS Sickte,
Schule
HRS Sickte,
Schule, Anbau
HRS
Baddeckenstedt,
Schule
BBS CarlGotthardLanghans,
Gebäude A
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach,
oberen Geschossdecken
und Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
Außenwänden
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach,
Außenwänden und
Kellerdecke,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
Pelletheizung
212/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
BBS CarlGotthardLanghans, Schule,
Gebäude C
BBS CarlGotthardLanghans, Schule,
Gebäude D
Gesundheitsamt
Tab. IV.2.1-1
InvestitionsMaßnahmenpakete
kosten
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
375.145 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
430.145 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach,
574.916 €
Außenwänden und
Kellerdecke,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
649.916 €
Pelletheizung
I: Hydraulischer Abgleich,
Einbau von
Lüftungsanlagen,
Dämmung von Dach und
245.053 €
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung
für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket
I (s. o.) zzgl. Einbau einer
280.053 €
Pelletheizung
Ersatzkosten
Mehrkosten
für
energetische
Verbesserung
215.322 €
159.823 €
255.822 €
174.323 €
445.971 €
128.945 €
495.971 €
153.945 €
164.699 €
80.354 €
179.699 €
100.354 €
Gebäudespezifische Maßnahmenempfehlungen mit Kosten
Bei Umsetzung aller Maßnahmenpakete II betrügen die Investitionskosten insgesamt 14.446.137 €.
IV.2.2 Wirtschaftliche Bewertung
In der weiteren wirtschaftlichen Betrachtung werden aus Sicht des Klimaschutzes nur die Mehrkosten
berücksichtigt, da die Ersatzkosten zur Instandhaltung des Gebäudes sowieso anfallen würden und
keine Auswirkungen auf Energieeinsparungen hätten.
Für wirtschaftliche Betrachtungen steht eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung, die durchaus
auch unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen können. Deshalb ist es wichtig, die Zahlen richtig
interpretieren zu können. Dabei sollen nachfolgende Erläuterungen behilflich sein.
213/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Ausgewählt wurden sechs Kenngrößen, die im Zusammenhang mit energetischen Investitionen
üblicherweise eingesetzt werden bzw. allgemein aus Investitionsrechnungen bekannt sind:






jährliche Brennstoffkosten ohne Maßnahme
jährliche Brennstoffkosten nach Maßnahme
jährliche Gesamtkosten nach Maßnahme
Kapitalwert
Amortisation
Preis der eingesparten Kilowattstunde
Jährliche Brennstoffkosten ohne bzw. nach Maßnahme
Über den Betrachtungszeitraum von 30 Jahren werden – unter Berücksichtigung von einer jährlichen
Preissteigerung für Brennstoffe von 4 % – die mittleren Brennstoffkosten pro Jahr berechnet. Es kann
ein direkter Vergleich zwischen den so ermittelten jährlichen Brennstoffkosten ohne und nach
Durchführung der empfohlenen Maßnahmenpakete gezogen werden.
Jährliche Gesamtkosten nach Maßnahme
Über den Betrachtungszeitraum von 30 Jahren werden aus der Summe von jährlichen Kapital- und
Wartungskosten (nur Mehrkosten) sowie den mittleren Brennstoffkosten die mittleren Gesamtkosten
nach Maßnahmendurchführung pro Jahr berechnet. Dabei werden folgende Annahmen getroffen:



Der Kapitalzinssatz beträgt 1,5 % pro Jahr.
Wartungskosten fallen für Pellets- und Erdgasbrennwert-Heizungsanlagen an. Die
Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre, die Anlagenteuerung 3,5 % pro Jahr.
Die Brennstoffkosten unterliegen einer Preissteigerung von 4 % pro Jahr.
Kapitalwert
Die Kapitalwertmethode gibt die Möglichkeit – unter der Zielstellung einer Gewinnmaximierung – eine
Vorteilhaftigkeit zwischen zwei Investitionsalternativen festzustellen.
In den hier angewendeten Fällen wird die Mehrinvestition in die energetische Sanierungsmaßnahme
(nur Mehrkosten) einer Geldanlage mit einer Verzinsung von jährlich 1,5 % in dem
Betrachtungszeitraum von 30 Jahren gegenübergestellt. Im Falle der Mehrinvestition ergeben sich
jährliche Energiekosteneinsparungen – eine Preissteigerung für Brennstoffe von 4 % pro Jahr ist
berücksichtigt – für die unterstellt wird, dass die eingesparten Gelder ebenfalls zu einem Zinssatz von
1,5 % pro Jahr angelegt werden.
Ist der Kapitalwert größer als Null, ist die Mehrinvestition in die energetische Sanierung vorteilhaft, ist
der Kapitalwert kleiner als Null, ist die Geldanlage der Verzinsung von 5,5 % vorteilhaft. Beträgt der
Kapitalwert genau Null sind Mehrinvestition und Geldanlage entscheidungsneutral.
214/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Ein wesentlicher Nachteil der Kapitalwertmethode ist allerdings, dass in der Realität oft
Abweichungen zu den getroffenen Annahmen eintreten.
Amortisation
Es wird geprüft, nach wie vielen Jahren die durch die energetische Sanierung bewirkten
Energiekosteneinsparungen in Summe größer sind als die Mehrinvestitionskosten. Für die
Brennstoffkosten wurde eine Preissteigerung von 4 % pro Jahr angenommen.
Preis der eingesparten Kilowattstunde
Die Mehrinvestitionskosten werden ins Verhältnis zu der in dem Betrachtungszeitraum von 30 Jahren
eingesparten Energiemenge gesetzt. Dabei wird für die Brennstoffkosten eine Preissteigerung von
4 % pro Jahr unterstellt.
In der nachfolgenden Tabelle sind die oben beschriebenen Kenngrößen für die gebäudespezifischen
Maßnahmenpakete dargestellt.
215/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
Baustein II
Teichgarten, Schule
Peter-Räuber
Peter-Räuber, Anbau
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
39.569 €/a
14.245 €/a
33.186 €/a
329.140 €
15
0,08 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
39.569 €/a
11.475 €/a
34.262 €/a
368.863 €
14
0,09 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden
20.450 €/a
17.382 €/a
25.136 €/a
-36.446 €
-
0,21 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
20.450 €/a
10.838 €/a
21.355 €/a
96.465 €
18
0,21 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich,
Dämmung von Dach und
Außenwänden
35.126 €/a
30.560 €/a
34.680 €/a
10.882 €
24
0,08 €/kWh
216/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Teichgarten, Sporthalle
HRS Schladen, Schule
HRS Schladen, Schule,
Anbau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
35.126 €/a
18.968 €/a
25.886 €/a
261.739 €
11
0,07 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
neue Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
13.133 €/a
8.667 €/a
19.800 €/a
-12.778 €
27
0,20 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
13.133 €/a
5.778 €/a
19.988 €/a
34.732 €
22
0,23 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden
11.018 €/a
9.476 €/a
16.642 €/a
-33.964 €
-
0,29 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
11.018 €/a
6.060 €/a
13.226 €/a
36.848 €
20
0,23 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden
45.680 €/a
47.507 €/a
56.511 €/a
-158.245 €
-
keine
Einsparung
erzielt
217/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
HRS Schladen, Sporthalle
HRS Sickte, Sporthalle
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
45.680 €/a
29.692 €/a
41.772 €/a
238.035 €
13
0,21 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich,
Dämmung von Dach und
Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
27.658 €/a
19.637 €/a
22.486 €/a
121.172 €
12
0,03 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
27.658 €/a
0 €/a
5.926 €/a
236.890 €
10
0,06 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
25.661 €/a
11.548 €/a
17.083 €/a
239.316 €
10
0,05 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
25.661 €/a
10.265 €/a
17.862 €/a
254.797 €
11
0,08 €/kWh
218/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule,
Anbau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
31.887 €/a
19.770 €/a
26.012 €/a
189.541 €
12
0,04 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
31.887 €/a
13.393 €/a
22.711 €/a
318.560 €
10
0,04 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
der Decke,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
48.922 €/a
45.497 €/a
61.225 €/a
-66.634 €
-
0,22 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
48.922 €/a
31.799 €/a
51.989 €/a
224.444 €
14
0,21 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
19.913 €/a
12.944 €/a
23.930 €/a
-15.294 €
27
0,12 €/kWh
219/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude B, Verwaltung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Rundhaus
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
19.913 €/a
8.961 €/a
23.178 €/a
56.768 €
22
0,14 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach, Außenwänden und
Kellerdecke
15.978 €/a
8.628 €/a
12.527 €/a
106.573 €
13
0,04 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
15.978 €/a
8.149 €/a
13.903 €/a
103.774 €
14
0,06 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
11.893 €/a
5.827 €/a
9.334 €/a
85.692 €
13
0,04 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
11.893 €/a
5.590 €/a
10.597 €/a
79.250 €
15
0,07 €/kWh
220/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach, Außenwänden und
Kellerdecke,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
27.451 €/a
12.902 €/a
23.311 €/a
148.892 €
17
0,06 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
27.451 €/a
11.255 €/a
24.608 €/a
162.378 €
18
0,09 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
26.659 €/a
12.263 €/a
19.713 €/a
214.141 €
13
0,04 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
26.659 €/a
11.197 €/a
21.590 €/a
214.058 €
14
0,07 €/kWh
221/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle
Bildungszentrum, Altbau
Bildungszentrum, Neubau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
47.988 €/a
25.434 €/a
6.331 €/a
418.036 €
8
0,02 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
47.988 €/a
22.074 €/a
9.275 €/a
471.528 €
8
0,04 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
des Daches,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
38.287 €/a
19.909 €/a
30.248 €/a
286.420 €
12
0,05 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
38.287 €/a
12.635 €/a
28.359 €/a
421.400 €
11
0,06 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
18.157 €/a
13.800 €/a
20.743 €/a
4.794 €
25
0,11 €/kWh
222/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Bahnhofstr. 11, Altbau
Bahnhofstr. 11, Neubau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
18.157 €/a
8.534 €/a
17.069 €/a
117.484 €
15
0,10 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
21.727 €/a
20.206 €/a
37.157 €/a
-87.772 €
-
0,33 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
21.727 €/a
13.905 €/a
34.997 €/a
32.545 €
22
0,42 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
Außenwände,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
43.978 €/a
32.984 €/a
43.726 €/a
123.086 €
16
0,08 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
43.978 €/a
23.308 €/a
36.935 €/a
330.413 €
11
0,09 €/kWh
223/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Straßenverkehrsamt
Straßenverkehrsamt
Pavillon
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
18.840 €/a
14.318 €/a
21.207 €/a
16.881 €
23
0,11 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
18.840 €/a
9.608 €/a
21.057 €/a
91.937 €
18
0,15 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
809 €/a
582 €/a
893 €/a
-1.022 €
28
0,10 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer GasBrennwerttherme mit Heizkörpern
809 €/a
413 €/a
1.333 €/a
-832 €
27
0,29 €/kWh
224/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Harztorwall 4
Harztorwall 25
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Decke und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
11.570 €/a
6.363 €/a
8.976 €/a
86.161 €
11
0,06 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
11.570 €/a
4.628 €/a
10.004 €/a
106.713 €
12
0,12 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Decke,
Wärmeschutzverglasung für
Dachfenster
37.830 €/a
37.073 €/a
44.682 €/a
-56.168 €
-
0,28 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
37.830 €/a
24.968 €/a
36.423 €/a
201.697 €
12
0,26 €/kWh
225/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Harzstr. 6
FTZ Schladen, Altbau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Keller bzw.
Erdgeschoss,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
13.483 €/a
11.999 €/a
15.128 €/a
560 €
25
0,17 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
13.483 €/a
7.415 €/a
11.791 €/a
99.574 €
11
0,13 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden
28.565 €/a
24.566 €/a
29.191 €/a
21.969 €
21
0,10 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
28.565 €/a
18.281 €/a
25.963 €/a
148.811 €
13
0,24 €/kWh
Baustein III
226/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule, Anbau
HRS Baddeckenstedt,
Schule
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach, oberen
Geschossdecken und
Außenwänden
15.517 €/a
11.482 €/a
22.804 €/a
-78.801 €
-
0,24 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
15.517 €/a
7.758 €/a
21.619 €/a
-8.284 €
26
0,25 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
43.921 €/a
35.576 €/a
53.131 €/a
-45.689 €
29
0,18 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
43.921 €/a
22.839 €/a
44.010 €/a
228.438 €
17
0,15 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden
57.713 €/a
53.096 €/a
71.064 €/a
-103.740 €
-
0,32 €/kWh
227/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
BBS Carl-GotthardLanghans, Gebäude A
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude C
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
57.713 €/a
34.051 €/a
58.942 €/a
296.288 €
15
0,22 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach, Außenwänden und
Kellerdecke,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
23.144 €/a
13.423 €/a
18.038 €/a
149.029 €
12
0,03 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
23.144 €/a
12.961 €/a
20.518 €/a
134.845 €
14
0,06 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
11.893 €/a
7.255 €/a
17.417 €/a
-51.443 €
-
0,14 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
11.893 €/a
7.136 €/a
19.203 €/a
-63.165 €
-
0,20 €/kWh
228/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Maßnahmenpakete
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude D
Gesundheitsamt
Tab. IV.2.2-1
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach, Außenwänden und
Kellerdecke,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
44.070 €/a
23.798 €/a
30.598 €/a
344.749 €
10
0,02 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
44.070 €/a
24.239 €/a
33.056 €/a
309.452 €
12
0,03 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
23.384 €/a
13.797 €/a
19.469 €/a
143.673 €
12
0,05 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
23.384 €/a
8.184 €/a
16.934 €/a
254.810 €
10
0,07 €/kWh
Wirtschaftliche Kenngrößen für die Maßnahmenpakete
229/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Die bisherigen Betrachtungen gehen davon aus, dass jedes Gebäude eine eigene Heizungsanlage erhält, damit eine faktische Vergleichbarkeit unter
den Gebäuden gegeben ist. Tatsächlich werden jedoch einige Gebäude über gemeinsame Heizungsanlagen versorgt – und dies sollte auch künftig
beibehalten werden. In der folgenden Tabelle sind die Maßnahmenpakete für gemeinsam wärmeversorgte Gebäude zusammengelegt worden und für
die so entstandenen großen Maßnahmenpakete die wirtschaftlichen Kenngrößen dargestellt.
Gebäude
HRS Schladen, Schule
und Anbau
IGS Wallstraße, Schule
und Anbau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dächern und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
56.698 €/a
56.983 €/a
68.336 €/a
-192.210 €
-
0,77 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
im Schulgebäude
56.698 €/a
35.752 €/a
51.567 €/a
274.883 €
14
0,18 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
der Decke in der Schule, von
Dach sowie Außenwänden des
Anbaus, Wärmeschutzverglasung
für Fenster
68.835 €/a
58.441 €/a
78.727 €/a
-81.928 €
30
0,13 €/kWh
230/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E, Werkhalle
Holz und Sporthalle
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
im Schulgebäude
68.835 €/a
40.760 €/a
68.738 €/a
281.213 €
18
0,14 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dächern und Außenwänden
sowie der Kellerdecke der
Werkhalle E,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
102.098 €/a
50.599 €/a
70.484 €/a
781.069 €
12
0,03 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung in
der Werkhalle E
102.098 €/a
44.526 €/a
73.242 €/a
847.965 €
13
0,05 €/kWh
231/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Bildungszentrum, Altbau
und Neubau sowie
Harzstr. 6
Bahnhofstr. 11, Altbau
und Neubau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
der Dächer, der Außenwände des
Neubaus sowie des Kellers bzw.
Erdgeschosses der Harzstr. 6,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
69.926 €/a
45.708 €/a
61.771 €/a
291.774 €
16
0,05 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
im Bildungszentrum, Altbau
69.926 €/a
28.584 €/a
52.870 €/a
638.457 €
12
0,07 €/kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Außenwänden und des
Daches des Altbaus,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster
65.705 €/a
53.189 €/a
76.802 €/a
35.314 €
23
0,09 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
im Altbau
65.705 €/a
37.213 €/a
71.349 €/a
362.959 €
15
0,15 €/kWh
232/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
HRS Sickte, Schule und
Anbau
Maßnahmenpakete
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtBrennstoffkosten
kosten
Kapitalwert
kosten ohne
nach
nach
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
Preis der
Amortisation
eingesparnach Jahren
ten kWh
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung
von Dächern und Außenwänden
sowie der oberen
Geschossdecken der Schule,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster des Anbaus
59.438 €/a
47.059 €/a
70.345 €/a
-124.490 €
-
0,16 €/kWh
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
im Schulgebäude
59.438 €/a
30.597 €/a
60.039 €/a
220.153 €
20
0,15 €/kWh
106.977 €/a
58.931 €/a
87.611 €/a
634.600 €
14
0,04 €/kWh
BBS Carl-GotthardI: Hydraulischer Abgleich, Einbau
Langhans, Gebäude A, B, von Lüftungsanlagen, Dämmung
C, D und Rundhaus
von Dächern und Außenwänden
sowie Kellerdecken der Gebäude
A, B und D,
Wärmeschutzverglasung für
Fenster der Gebäude A, C, D und
des Rundhauses
233/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.2
Wirtschaftliche Bewertung
Gebäude
Maßnahmenpakete
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
im Gebäude D
Tab. IV.2.2-2
Mittelwerte über Betrachtungszeitraum
von 30 Jahren
jährliche
jährliche
jährliche
Brennstoff- GesamtPreis der
BrennstoffAmortisation
kosten
kosten
Kapitalwert
eingesparkosten ohne
nach Jahren
nach
nach
ten kWh
Maßnahme
Maßnahme Maßnahme
106.977 €/a
58.073 €/a
98.373 €/a
564.156 €
16
0,07 €/kWh
Wirtschaftliche Kenngrößen für die Maßnahmenpakete gemeinsam wärmeversorgter Gebäude
234/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
IV.2.3 Wirtschaftliche Ökobilanz
Die Investitionen in die energetische Sanierung der Gebäude bewirken Energieeinsparungen und
damit die Reduzierung von Brennstoffkosten einerseits und von Klimagas-Emissionen andererseits.
Um letztgenannte Wirkung wirtschaftlich zu bewerten, werden die Mehrinvestitionskosten in Relation
zu den vermiedenen CO2-Emissionen gesetzt.
Gebäude
Teichgarten, Schule
Peter-Räuber
Peter-Räuber, Anbau
Teichgarten, Sporthalle
Maßnahmenpakete
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
von Lüftungsanlagen, Dämmung von
Dach und Außenwänden,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
3,59 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,88 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
11,37 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,51 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
7,04 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,32 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
8,68 €
235/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
Gebäude
Maßnahmenpakete
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
HRS Schladen, Schule
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
HRS Schladen, Schule,
Anbau
HRS Schladen,
Sporthalle
HRS Sickte, Sporthalle
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
4,23 €
13,71 €
2,80 €
-20,47 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,19 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,73 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,26 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,09 €
236/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
Gebäude
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule,
Anbau
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude B, Verwaltung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Maßnahmenpakete
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,60 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,16 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,38 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
11,49 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,61 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
8,34 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
4,21 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,61 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,29 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
2,74 €
237/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
Gebäude
Rundhaus
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
Maßnahmenpakete
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,53 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
3,94 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle
Bildungszentrum, Altbau
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
2,92 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,60 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,07 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
1,44 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,06 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
238/287
2,57 €
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
Gebäude
Maßnahmenpakete
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
Wärmeschutzverglasung für Fenster
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
Bildungszentrum, Neubau
Bahnhofstr. 11, Altbau
Bahnhofstr. 11, Neubau
Straßenverkehrsamt
1,76 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
6,93 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,43 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
24,19 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,91 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
3,99 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,42 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
6,41 €
239/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
Gebäude
Straßenverkehrsamt
Pavillon
Harztorwall 4
Harztorwall 25
Harzstr. 6
FTZ Schladen, Altbau
Maßnahmenpakete
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,76 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
8,85 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
5,24 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,92 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,49 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
16,95 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,18 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
7,75 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,27 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
6,35 €
240/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.3
Wirtschaftliche Ökobilanz
Gebäude
Maßnahmenpakete
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule,
Anbau
HRS Baddeckenstedt,
Schule
BBS Carl-GotthardLanghans, Gebäude A
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,39 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
13,55 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
4,54 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
8,65 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
2,23 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
11,28 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,50 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
1,93 €
241/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.4
Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Gebäude
Maßnahmenpakete
Preis des jährlich
vermiedenen kg
CO2-Emission
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude C
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Gebäude D
Gesundheitsamt
Tab. IV.2.3-1
2,12 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
10,04 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
7,67 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
1,87 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,74 €
I: Hydraulischer Abgleich, Einbau
einer Lüftungsanlage, Dämmung
Dach, Außenwände, neue
Außentüren,
Wärmeschutzverglasung für Fenster
2,83 €
II: wie Maßnahmenpaket I (s. o.)
zzgl. Einbau einer Pelletheizung
1,59 €
Wirtschaftliche Öko-Bilanz der Maßnahmenpakete
IV.2.4 Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Die wirtschaftliche Bewertung beruht auf mehreren – mit dem Auftraggeber abgestimmten –
Prämissen, die eingangs des Kapitels IV.2 dargelegt sind. Mit der Wahl dieser Kriterien kann man die
Ergebnisse erheblich beeinflussen. So liegt die jährliche Teuerungsrate für Brennstoffe mit 4 %
deutlich unterhalb der tatsächlichen Preissteigerungsraten der letzten Jahrzehnte und kann auch vor
dem Hintergrund der derzeit vorübergehenden Ölpreissenkungen als vorsichtig angesehen werden.
242/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.4
Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Nimmt man den Kapitalwert mit einem Kalkulationszins von 1,7 % als Entscheidungskriterium, stellen
sich die meisten Maßnahmenpakete als wirtschaftlich dar. Besonders hohe Kapitalwerte (≥ ca.
300.000 €) wurden ermittelt für:







Teichgarten, Schule (MP I und II)
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle (MP II)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle (MP I und II)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D (MP I und II)
Bildungszentrum, Altbau (MP II)
Bahnhofstr. 11, Neubau (MP II)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP II)
sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe:




BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude A, B, C, D und Rundhaus (MP I und II)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E, Werkhalle Holz und Sporthalle (MP I und
II)
Bildungszentrum, Altbau und Neubau sowie Harzstr. 6 (MP II)
Bahnhofstr. 11, Altbau und Neubau (MP II)
Alle oben einzeln aufgeführten Gebäude sind in der ABC-Analyse (s. Kapitel I.1.1 Energie- und CO2Bilanzen) der Priorität A zugeordnet, d. h. sie gehören zu den großen Energieverbrauchern und
überschreiten mit ihren Heizenergieverbräuchen den EnEV-Vergleichswert.
Auch der Anbau der Peter-Räuber-Schule, der Anbau und die Sporthalle der HRS Schladen, die
Werkhallen E und Holz der BBS, die alle der Priorität A in der ABC-Analyse zugeteilt sind, erreichen
hohe Kapitalwerte für die Maßnahmenpakete II: zwischen 160.000 und 268.000 €.
Nachfolgend aufgeführte Maßnahmenpakete erzielen dagegen keinen positiven Kapitalwert:













Peter-Räuber (MP I)
Teichgarten, Sporthalle (MP I)
HRS Schladen, Schule (MP I)
HRS Schladen, Schule, Anbau (MPI)
IGS Wallstraße, Schule (MP I)
IGS Wallstraße, Schule, Anbau (MP I)
Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I)
Straßenverkehrsamt Pavillon (MP I und II)
Harztorwall 25 (MP I)
HRS Sickte, Schule (MP I und II)
HRS Sickte, Schule, Anbau (MP I)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C (MP I und II)
sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe:
243/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.4



Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI)
IGS Wallstraße, Schule und Anbau (MP I)
HRS Sickte, Schule und Anbau (MP I)
Die fett gedruckten Gebäudenamen zeigen die Gebäude bzw. Gebäudekomplexe an, die die
Vergleichswerte der EnEV für den Heizenergieverbrauch übersteigen.
Die Amortisation sollte wenigstens innerhalb der Lebensdauer von 30 Jahren erfolgen. Das ist bei
fast allen Maßnahmenpaketen der Fall, lediglich zehn von 66 Maßnahmenpaketen amortisieren sich
nicht:









Peter-Räuber (MP I)
HRS Schladen, Schule (MP I)
HRS Schladen, Schule, Anbau (MPI)
IGS Wallstraße, Schule (MP I)
Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I)
Harztorwall 25 (MP I)
HRS Sickte, Schule (MP I)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C (MP I und II)
sowie zwei von 14 Maßnahmenpaketen für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe:


HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI)
HRS Sickte, Schule und Anbau (MP I)
Sämtliche der genannten Maßnahmenpakete, die sich nicht amortisieren, weisen auch einen
negativen Kapitalwert aus.
Der Preis der eingesparten Kilowattstunde gilt als hoch, wenn er 0,30 € pro Kilowattstunde
überschreitet. Das trifft zu auf:


Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I und II)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I)
sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe:

HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI)
Das Schulgebäude der HRS Schladen erzielt nur für sich betrachtet im Maßnahmenpaket I keine
Einsparung, da die zusätzlichen Energiebedarfe der neu vorgesehenen Lüftungsanlagen höher liegen
als Einsparungen aus Dämmmaßnahmen. Somit konnte für dieses Gebäude der Preis der
eingesparten Kilowattstunde gar nicht ermittelt werden.
244/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.4
Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Wirtschaftlich kritisch, da alle drei Kriterien – Kapitalwert mit Kapitalzins von 1,7 %, Amortisation und
Preis der eingesparten Kilowattstunde – nicht eingehalten werden, sind:



HRS Schladen, Schule (MP I)
Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I)
sowie für gemeinsam wärmeversorgte Gebäudekomplexe:

HRS Schladen, Schule und Anbau (MPI)
Der Preis des vermiedenen Kilogramms CO2-Emission zeigt, bei welchen Maßnahmenpaketen das
Geld besonders klimaschonend angelegt würde. Die meisten Maßnahmenpakete stellen sich vor
diesem Hintergrund besonders positiv dar (< 3 €) – verhältnismäßig kostenintensiv für Klimaschutz
sind:




















Teichgarten, Schule (MP I)
Peter-Räuber (MP I)
Peter-Räuber, Anbau (MP I)
Teichgarten, Sporthalle (MP I und II)
HRS Schladen, Schule (MP I)
IGS Wallstraße, Schule (MP I)
IGS Wallstraße, Schule, Anbau (MP I)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude C (MP I und II)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E (MP I)
Bildungszentrum, Neubau (MP I)
Bahnhofstr. 11, Altbau (MP I)
Bahnhofstr. 11, Neubau (MP I)
Straßenverkehrsamt (MP I)
Straßenverkehrsamt Pavillon (MP I)
Harztorwall 25 (MP I)
Harzstr. 6 (MP I)
FTZ Schladen, Altbau (MP I)
HRS Sickte, Schule (MP I und II)
HRS Sickte, Schule, Anbau (MP I)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP I)
Die oben aufgeführten Maßnahmenpakete mit besonders hohen Kapitalwerten:




Teichgarten, Schule (MP II)
HRS Baddeckenstedt, Sporthalle (MP II)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle (MP I und II)
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Gebäude D (MP I und II)
245/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
IV.2.4



Fazit der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Bildungszentrum, Altbau (MP II)
Bahnhofstr. 11, Neubau (MP II)
HRS Baddeckenstedt, Schule (MP II)
verzeichnen nur geringe Preise des vermiedenen Kilogramms CO2-Emission – sie sind also nicht nur
betriebswirtschaftlich sinnvoll (s. o.), sondern auch unter Klimaschutzaspekten!
246/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V
Weitere klimaschutzfördernde Maßnahmen
V
Weitere klimaschutzfördernde Maßnahmen
V.1
Gebäudeübergreifende Maßnahmen
Bezug von zertifiziertem Ökostrom
Neben den zahlreichen dargestellten Möglichkeiten zur Verbrauchsreduzierung sowie zur Produktion
von Solarstrom auf den eigenen Liegenschaften wird dem Landkreis Wolfenbüttel empfohlen, für ihre
Liegenschaften in Zukunft weiterhin ausschließlich zertifizierten Ökostrom und Ökogas zu beziehen.
Der Begriff „Ökostrom“ ist rechtlich nicht geschützt. Folgende Kriterien sollten daher bei der Wahl des
Ökostromanbieters eingehalten werden:

Der Ökostrom stammt aus Erneuerbaren Energien oder zu gewissen Anteilen aus
hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis. Die Energieeffizienz dieses
Systems ist sehr hoch und die CO2-Emissionen sind vergleichsweise gering. Biotriebstoffe
sind umstritten.

Einen Umweltnutzen hat Ökostrom nur dann, wenn er konventionell erzeugten Strom aus
Atom- oder Kohlekraft vom Markt verdrängt. Der Anbieter des Ökostroms sollte sich also
offiziell dazu verpflichten, Erträge aus dem Stromverkauf in neue Anlagen zur regenerativen
Stromerzeugung zu reinvestieren, z. B. in PV-Anlagen, naturverträgliche Wasserkraft und
Windenergieanlagen.
Bezug von Ökogas
Ökogas oder Öko-Erdgas ist eine Alternative zu Erdgas, weil hier die Quelle entweder Biogasanlagen
sind oder mit Erdgas vermischter Wasserstoff, der mit Strom aus erneuerbaren Anlagen erzeugt und
in das Erdgasnetz eingespeist wird. Weitere Bezeichnung für Ökogas sind auch Windgas, Solargas
oder ähnliche Namen, die auf die Quelle der für die Synthese genutzten elektrischen Energie
hindeuten. Die Kapazitäten für die Erzeugung notwendigen Anlagen werden ständig erweitert.
Dichtigkeitsprüfung der Fenster und Oberlichter
Im Rahmen der Begehungen sind stichprobenartig Fensterdichtungen untersucht worden. Dabei sind
zahlreiche veraltete, fehlende oder defekte Dichtungen bei Fenstern, Türen und bei Oberlichtern
festgestellt worden. Daher wird empfohlen, als übergreifende Maßnahme in allen Gebäuden die
Dichtungen dieser Öffnungen zu überprüfen und ggf. zu erneuern.
247/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.1
Gebäudeübergreifende Maßnahmen
Einsatz von schaltbaren Steckerleisten
Elektrische Geräte, die am Stromnetz angeschlossen sind, können auch im ausgeschalteten Zustand
Strom verbrauchen. Dies kann mit einem Strommessgeräte schnell geprüft werden. Sofern keine
dringenden Gründe für den ständigen Kontakt zum Stromnetz bestehen, sollten alle Geräte vom
Stromnetz abgekoppelt werden. Als Lösung eignen sich schaltbare Steckerleisten und kleine
Schaltsteckdosen, die über eine Leuchte anzeigen, ob die Geräte vom Stromnetz getrennt sind. Mit
Hinweisen und regelmäßigen Kontrollen sollte anschließend das Nutzerbewusstsein geschult werden,
denn die tatsächliche Benutzung der Schalter muss geübt werden.
Erweiterung der vorhandenen Messstellen
In zahlreichen Fällen werden im Landkreis Wolfenbüttel mehrere kommunale Gebäude gemeinsam
mit Wärme, zum Teil auch mit Strom versorgt. Um ein effektives Energiecontrolling betreiben zu
können und die Wirksamkeit der Maßnahmen sinnvoll überprüfen zu können, sind Zähleinrichtungen
für jedes Gebäude einzusetzen. Insbesondere wenn unterschiedliche Nutzungsarten betroffen sind,
ist der Einsatz von separaten Energiezählern notwendig.
Hydraulischer Abgleich
Zu Beginn der Begehungen der Gebäude im Baustein II waren nur wenigen Gebäuden ein
hydraulischer Abgleich vorgenommen worden.
Anzeichen für fehlenden hydraulischen Abgleich:

Heizkörper werden nicht warm, da andere Anlagenteile überversorgt sind („hydraulischer
Kurzschluss“) oder Räume in einem Heizkreis werden unterschiedlich schnell warm.

Heizkörperventile geben Geräusche ab, da der Differenzdruck im Ventil zu groß ist.

Heizkörperventile und Rohrleitungen geben Geräusche ab, da die Strömungsgeschwindigkeit
zu groß ist.

Heizkörperventile öffnen und schließen nicht bei der gewünschten Innentemperatur, ebenfalls
wegen zu hoher Differenzdrücke im Ventil.

Das Regelverhalten von Thermostatköpfen ist schlecht durch starkes „Überschwingen“.

Die Heizungsanlage wird mit zu hohen Temperaturen betrieben, um die Unterversorgung auf
diesem Wege auszugleichen.

Es werden Pumpen mit zu hoher Leistung eingesetzt, die sowohl in der Anschaffung als auch
im Betrieb zu hohe Kosten verursachen.
248/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.1
Gebäudeübergreifende Maßnahmen

Der Wirkungsgrad des Wärmeerzeugers verschlechtert sich, da die Anlage mit zu hohen
Temperaturen und stark schwankenden Volumenströmen betrieben wird.

Die Vor- und Rücklauftemperaturen sind unnötig hoch. Insbesondere beim Einsatz moderner
Brennwerttechnik oder bei Wärmepumpen und Anlagen mit solarer Heizungsunterstützung
verschlechtert sich der Nutzungsgrad.
Für sämtliche Gebäude mit wassergeführten Heizungen sollte ein fachgerechter hydraulischer
Abgleich vorgenommen werden, sofern keine Sanierung der Heizungsanlage ansteht, die den
Abgleich sowieso als Bestandteil haben muss. Ein hydraulischer Abgleich reduziert in der Regel den
Energieverbrauch (Strom für Pumpen und Heizenergie) im deutlich zweistelligen Prozentbereich und
erhöht zudem den Komfort beträchtlich.
Aus dem nicht optimalen Betriebsverhalten resultiert ein erheblicher Mehrverbrauch an Strom- und
Heizungsenergie. Die EnEV schreibt aus diesem Grund den hydraulischen Abgleich für zu erstellende
oder zu sanierende Anlagen vor. Danach ist eine fachgerechte Planung mit Heizlast-, Rohrnetz-, und
Heizflächenberechnung von einem Planer erforderlich. Aus der Planung ergeben sich Wärmebedarf
und Volumenströme. In Deutschland ist der Handwerker nach der Vergabe- und Vertragsordnung für
Bauleistungen (VOB) Teil C verpflichtet, Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen.
Einsatz von Hocheffizienzpumpen
Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen heutzutage erheblich weniger Energie für die gleiche
Pumpleistung als noch vor wenigen Jahren. In einem hydraulisch abgeglichenen System können sie
mit ca. einem Fünftel der Pumpenleistung alter Pumpen betrieben werden. Dort, wo noch keine
Hocheffizienzpumpen eingebaut sind, sollte dies kurzfristig geschehen – spätestens im Rahmen von
Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen von Heizungsanlagen. Die Maßnahme rechnet sich im
Durchschnitt innerhalb von ca. fünf Jahren.
Installation von Thermometern
Zur Überprüfung von Raumtemperaturen sollten in jedem beheizten Raum dort und in der Raumhöhe,
wo der Nutzer sich aufhält, Thermometer angebracht werden. Dies ermöglicht die Überprüfung der
subjektiven Wärmewahrnehmung, erleichtert den Hausmeistern ihre Aufgabe, insbesondere wenn
eine allgemein verbindliche Verwaltungsrichtlinie Energie mit definierten RaumtemperaturObergrenzen existiert. Sofern trotz ausreichender Raumtemperatur keine angenehme Atmosphäre
entsteht, wird es so leichter, auf geeignete Weise nach Ursachen zu suchen (z. B. Undichtigkeiten mit
der Folge von Zugluft, niedrige Oberflächentemperaturen etc.) und spezifische z. T. auch individuelle
Abhilfe zu schaffen (z. B. andere Position von Schreibtisch und Bürostuhl im Raum).
249/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.1
Gebäudeübergreifende Maßnahmen
Erneuerung, Nutzung und Wartung von Thermostatköpfen und Heizungsventilen
Stichproben bei den Begehungen lassen darauf schließen, dass viele Thermostatköpfe und
Heizkörperventile veraltet (>15 Jahre alt), defekt oder sogar völlig funktionsuntüchtig sind. Es wird
empfohlen, die Thermostatköpfe und die Heizkörperventile flächendeckend zu überprüfen und ggf. zu
erneuern. Dieses sollte mit einem hydraulischen Abgleich eines Gebäudes (s. o.) kombiniert werden.
Thermostatköpfe müssen ungehindert von der Raumluft umgeben werden und sich möglichst auf
Höhe der Nutzer befinden. Sind sie durch Vorhänge verdeckt oder befinden sie sich in Nischen,
können Fernfühler eingesetzt werden, die über ein Kapillarrohr die Wärmeausdehnung an das
Heizkörperventil weitergeben. Thermostate, die sich in Bodennähe oder in drei Metern Höhe
befinden, wie in Turnhallen vorgefunden, sollten in ihrer Position korrigiert werden. Gegebenenfalls
sind hier Maßnahmen gegen Beschädigung und Manipulation zu ergreifen.
Auf der mittleren Einstellung (meist Stufe 3) regelt das Thermostat – sofern es dem aktuellen
technischen Standard entspricht – die Raumtemperatur immer auf 20°C. Eine Stufe höher bedeutet
eine um 4°C angehobene Raumtemperatur. Ist die Raumtemperatur erreicht, schließt das
Thermostat. Stellt man in der Aufheizphase das Thermostat auf eine höhere Stufe, bewirkt das
KEINE schnellere Aufheizzeit, sondern riskiert lediglich eine Überhitzung des Raumes und damit
Energieverschwendung, bis das Thermostat auf die richtige Stufe eingestellt wird. Dieser negative
Effekt verstärkt sich noch, wenn kein hydraulischer Abgleich gemacht wurde, weil die letzten
Heizkörper im Heizkreis möglicherweise wenig Wärme erhalten, weil vorn das Thermostat noch zu
hoch eingestellt ist und daher nicht geschlossen hat.
Das „Behördenmodell“ ist die spezielle Ausführung eines Thermostatkopfs, welches den
Wasserdurchfluss eines Ventils für Heizkörper regelt. Es unterscheidet sich von einem
Standardmodell dadurch, dass der Einstellbereich begrenzt (z. B. 17–21 °C) oder blockiert (z. B.
genau 20 °C) werden kann. Ohne Spezialwerkzeug oder genaues Hintergrundwissen, wie oder wo
die Sperre aufzuheben ist, kann dann keine andere Einstellung vorgenommen werden. Die
Behördenmodelle werden in Behörden und anderen öffentlich zugänglichen Bereichen an HeizkörperThermostatventilen montiert, um zu verhindern, dass die gewünschte Raumsolltemperatur von nicht
autorisierten Personen verstellt werden kann.
Um die Lebensdauer der Thermostatköpfe und der Ventile zu erhöhen, sollten diese außerhalb der
Heizsaison auf die höchste Stufe gestellt werden, damit die Elemente, die den Druck auf den
Ventilkörper erzeugen, so weit wie möglich entspannt werden.
Nutzerverhalten
Eine zentrale Maßnahme für alle Liegenschaften ist die Erwirkung eines klimafreundlichen
Nutzerverhaltens. Je nach Nutzungsintensität beträgt das Einsparpotenzial durch eine Änderung des
Nutzerverhaltens erfahrungsgemäß 10-15% der eingesetzten Energie. Im Organisationskonzept
(Kapitel I.2) werden die Einsparmöglichkeiten näher betrachtet und vor allem auch eine Möglichkeit
250/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
aufgezeigt, diesen Prozess zu verstetigen, da die Überprüfung und Beeinflussung des
Nutzerverhaltens eine immer wiederkehrende Aufgabe ist.
Infoveranstaltungen zum Thema Klimaschutz
Über die im Organisationskonzept empfohlenen umfassenden Maßnahmen hinaus, das Thema
Klimaschutz in den Schulalltag zu implementieren, sollten als übergreifende Maßnahme für alle
Schulen und Verwaltungsgebäude regelmäßige Veranstaltungen des Energiemanagements (mind.
einmal im Jahr) durchgeführt werden. Diese Veranstaltungen haben zum Ziel, das
Verantwortungsbewusstsein für das Gebäude zu fördern und ein energieverantwortungsbewusstes
Verhalten bei den Nutzern zu wecken.
Die Verwaltungen präsentieren sich bei diesen Veranstaltungen als Eigentümer und Betreiber der
Liegenschaften und machen auf die für dieses Gebäude aus energetischer bzw. klimaschützender
Sicht einzuhaltenden Aspekte aufmerksam. Bei einem externen Betreiber ist eine entsprechend gute
und konstruktive Zusammenarbeit wichtig. Durchgeführt wird eine solche Veranstaltung gemeinsam
mit dem Energiemanager aus der Verwaltung und dem vor Ort zuständigen
Gebäudeverantwortlichen, also dem Hausmeister. Dabei werden die Nutzer direkt angesprochen und
müssen an der Veranstaltung teilnehmen. An Schulen werden dabei nicht nur die Lehrer, sondern
auch die Schüler an der Veranstaltung teilnehmen. In Verwaltungsgebäuden nehmen sämtliche
Mitarbeitenden teil. Für Externe ist es möglich, dass beispielsweise Vereinsvorsitzende und
Kursleitungen bei Sportvereinen an der Veranstaltung teilnehmen.
Was die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung angeht, wird in erster Linie die Verwaltungsrichtlinie
Energie und deren Bedeutung für die genutzte Liegenschaft erläutert. In diesem Zusammenhang wird
auch die Vorgehensweise bei Entstehung oder Feststellung von Mängeln dargestellt. In diesem
Zusammenhang werden über den Hausmeister hinaus Ansprechpartner für energetische Fragen in
der Verwaltung genannt.
Mindestens ein Termin sollte vor oder zu Beginn der Heizperiode gewählt werden. Auf Grund der
hohen Fluktuation insbesondere in Schulen, aber auch bei externer Nutzung, ist mindestens eine
jährliche Wiederholung der Veranstaltung zwingend notwendig. Darüber hinaus gibt es vielfältige
Möglichkeiten das Thema Klimaschutz den Nutzern nahe zu bringen: als Beispiel seien hier
Workshops oder ein Lehrpfad zum Thema „Richtig heizen, lüften und beleuchten“ genannt.
V.2
Solarstrom-Erzeugung
Es wurde untersucht, auf welchen Liegenschaften PV-Anlagen installiert werden können. Die
Untersuchung umfasst keine statische Prüfung der Dachflächen und keine Detailplanung, sie dient
dem Überblick über das Potential der Dachflächen an sich und zeigen einen rein theoretischen Wert.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass durch die Verpachtung von Dachflächen keine hohen
Einnahmen erzielt werden können. Verpachtung ist eher als politisches Signal und Unterstützung für
251/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
regionale Projekte anzusehen. Wenn der Pächter der Dachfläche seinen Firmensitz in der Region
hat, können noch Einnahmen aus Gewerbesteuer entstehen.
Durch den Betrieb von PV-Anlagen können grundsätzlich höhere Einnahmen als durch die
Verpachtung erzielt werden. Jedoch muss das Risiko bewertet werden und es kann die
Wirtschaftlichkeit durch die Kosten für eine evtl. nötige Ausschreibung erheblich verschlechtert
werden. In einigen Orten werden kommunale Betreibergesellschaften für den Betrieb gegründet, die
mit den Gewinnen u.a. kommunale Aufgaben wie Jugendarbeit finanzieren. Diese
Betreibergesellschaften können im Eigentum der Kommune sein und/oder als BürgerBeteiligungsgesellschaft angelegt sein.
Der produzierte Strom wird entweder komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist oder teilweise
selbst oder in direkter Nachbarschaft verbraucht, wenn der Bezugspreis für Strom eine bestimmte
Größe übersteigt. Die Vergütung für den erzeugten Strom ist im „Gesetz zum Vorrang von
Erneuerbaren Energien“ (EEG) geregelt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzepts (2014) sind
PV-Anlagen gekoppelt mit hohem Eigenverbrauch statt Einspeisung eine sehr attraktive Investition.
Dafür sollte die Anlage so ausgelegt werden, dass sie dem Eigenverbrauch entspricht. Als Richtwert
sind mehr als 60 % Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms als sehr wirtschaftlich einzuschätzen.
Um die Auslastung zu erhöhen, können Batteriespeicher eingesetzt werden. Diese erhöhen die
Investitionskosten und können den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms erheblich steigern
sowie die Versorgungssicherheit im Stromsystem erhöhen. Die Einrichtung von Batteriespeichern
wird zurzeit vom Staat gefördert, eine Wirtschaftlichkeit muss mit aktuellen Angeboten ermittelt
werden.
Die Dachflächen wurden mittels Luftbilder und, wenn vorhanden, Fotos von Begehungen ermittelt.
In den Berechnungen wurden folgende Eckzahlen benutzt:






Gezählte Dachflächen: Als PV-Flächen wurden alle Dachflächen gezählt, die eine südliche,
westliche oder östliche Ausrichtung zeigen
Verschattete Dachflächen (durch Bäume, Gebäudeteile etc.) wurden nicht gezählt
Einstrahlungsertrag: 750 kWh/(kWhpeak*a): Dies ist ein Mischwert aus der Einstrahlung auf
südliche, westliche und östliche Dachflächen
Erlös für eine kWh laut EEG 2014: 12,0 €Ct/kWh. Dies ist ein gerundeter Wert, der sich aus
der Durchschnittsbildung der gestaffelten Vergütung ergibt.
Investition pro kW p PV-System: 1310 €/kW p; hierin sind Module, Wechselrichter, Zähler und
Montage enthalten.
CO2-Äquivalent für ein kWh Netzstrom wurde von 2012 gewählt, um die Vergleichbarkeit
innerhalb dieses Berichts zu gewährleisten: 613 gCO2/kWh
Es wurden Prioritäten festgelegt, welche Dächer zuerst genutzt werden sollen. Dabei wurde bewertet
mit
252/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
Priorität 1:
Die Liegenschaft bietet gute Dachflächen und einen Stromverbrauch während des
Tages, so dass der Eigenverbrauch einen sehr wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht.
Priorität 2:
Die Liegenschaft hat nur wenig geeignete Dachflächen oder wird voraussichtlich einen
geringen Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms zeigen, da sie eher am
Nachmittag bis Abend genutzt wird.
Sporthallen werden zwar hauptsächlich tagsüber genutzt, besitzen aber häufig sehr gut geeignete
Flachdächer. Es sollte geprüft werden, ob nahestehende Schulgebäude mit versorgt werden können.
Grundsätzlich sind alle hier gelisteten Empfehlungen vor der Realisierung vor Ort im Detail von einem
Fachbüro zu prüfen. Die Listen geben nur eine gute Schätzung des Potenzials, so wie die
Rechnungen Größenordnungen angeben, in der die Ergebnisse zu erwarten sind. Auf das einzelne
Gebäude bezogen können sich die Zahlen bei einer Detailbetrachtung voneinander unterscheiden.
Bei einer Dachsanierung sollte grundsätzlich die Installation einer PV-Anlage geprüft werden.
Inzwischen gibt es viele neue Lösungen in Leichtbauweise oder Dachintegration für Dächer mit
geringen Tragfähigkeiten. So ist auf fast jedem Dach eine wirtschaftliche Lösung möglich,
insbesondere wenn Synergien mit anderen notwendigen Arbeiten genutzt werden. Bei einem
Gebäude mit einem hohen Warmwasser-Verbrauch wäre auch die Installation von SolarthermieModulen mit Anschluss an den Warmwasser-Speicher sinnvoll. Die Abschätzung dieses Potenzials ist
hier nicht vorgenommen worden.
Die Dachflächen wurden weniger nach maximalen Erträgen ausgewählt, als vielmehr nach den
Möglichkeiten des Gebäudes selbst. Dabei ist die aktuelle Statik nicht berücksichtigt. Falls Dächer
vermietet werden sollen, um einen externen Investor hinzuzuziehen, kann mit ihm über einen
Strompreis verhandelt werden, zu dem er die Liegenschaft teilweise versorgt. Da die Variablen hier
vielfältig sind, kann dieses Szenario im Rahmen dieses Konzepts nicht aussagekräftig
durchgerechnet werden – an dieser Stelle sei auf Spezialisten in diesem Bereich verwiesen.
253/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
Photovoltaik-Potenziale im Landkreis Wolfenbüttel
Die untersuchten Liegenschaften im Landkreis Wolfenbüttel zeigen eine geschätzte mögliche
Gesamtleistung von rund 1 900 kW peak und einer geschätzten Investition von knapp 2,5 Mio. €. Die
prognostizierten Stromerträge liegen bei ca. 1,4 Mio. kWh pro Jahr und damit bei 70 % des
summarischen Eigenverbrauchs aller Liegenschaften des Landkreises. Die Einnahmen daraus
beziffern sich bei vollständiger Einspeisung in das öffentliche Stromnetz auf ca. 168 000 € pro Jahr.
Dies ist ein Mindestwert, der sich durch den eigenen Verbrauch dieses Stroms deutlich erhöht. Die
statische Amortisation mit diesem Mindestwert beträgt 14,7 Jahre, bei einer zu erwartenden
Lebensdauer des Systems von ca. 25 Jahren. Je mehr der Strom selbst verbraucht wird und deutlich
teurer eingekauften Strom ersetzt, desto schneller machen sich die PV-Systeme bezahlt und die
Amortisationszeit sinkt weiter.
Name des Gebäudes
kWp
Priorität
Bemerkung
Teichgarten, Schule
Peter-Räuber
Peter-Räuber, Anbau
Teichgarten, Sporthalle
Ludwig-von-Strümpell
HRS Schladen, Schule
HRS Schladen, Schule,
Anbau
HRS Schladen, Sporthalle
Alte Realschule
Schöppenstedt
HRS Schöppenstedt, Schule
82,0
57,1
48,6
25,0
26,8
42,9
45,7
1
1
1
1
2
1
1
Flachdächer
Flachdächer
Schrägdach
Flachdach
Flachdächer
Schrägdach
Schrägdach
135,7
38,6
1
1
Flachdächer
Schrägdächer
89,3
1
HRS Schöppenstedt,
Schule, Anbau
-
-
HRS Schöppenstedt,
Sporthalle
135,7
1
Schrägdächer, PV unbekannter Größe ist
bereits installiert
Anbau im Luftbild nicht erkannt, daher ist
dieser Wert in HRS Schöppenstedt, Schule
enthalten
Flachdächer
HRS Sickte, Schule
HRS Sickte, Schule, Anbau
HRS Sickte, Schule,
Verwaltung
61,4
107,1
-
1
1
-
Schrägdächer
Flachdächer
liegt zu tief im Schatten
HRS Sickte, Sporthalle
HRS Baddeckenstedt,
Schule
135,7
31,4
1
2
Flachdächer
Flachdächer, Struktur detailreich
HRS Baddeckenstedt,
Schule, Anbau
-
-
konnte auf Luftbild nicht identifiziert werden
254/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
Name des Gebäudes
kWp
Priorität
Bemerkung
HRS Baddeckenstedt,
Sporthalle
71,4
1
Flachdach
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule,
Anbau
IGS Wallstraße, Schule,
Mensa
IGS Wallstraße, Sporthalle
-
-
Denkmalschutz
ungünstige Dachstruktur
-
-
teilweise verschattet
135,7
1
IGS Wallstraße, NaWi-Raum
BBS Carl-GotthardLanghans, Gebäude A
53,6
1
in Luftbildern noch nicht vorhanden, Zahlen
geschätzt
nicht aufzufinden im Luftbild
Schrägdächer
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude
B, Verwaltung
14,3
1
aufgeständert
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Rundhaus
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude
C
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule, Gebäude
D
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle E
BBS Carl-GotthardLanghans, Schule,
Werkhalle Holz
BBS Carl-GotthardLanghans, Sporthalle
25,0
1
Schrägdach, teilweise rund
64,3
1
Schrägdach
22,9
1
Flachdach
142,9
1
Flachdach
28,6
1
Flachdach
50,0
1
Flachdach
BBS Carl-GatthardLanghans, Schule
Hausmeisterwohnung
Bildungszentrum, Altbau
-
-
Norddach, ungeeignet
-
-
Denkmalschutz
Bildungszentrum, Neubau
8,6
1
Schrägdächer, Südseite
Bahnhofstr. 11, Altbau
Bahnhofstr. 11, Neubau
Bahnhofstr. 11, Turm
Straßenverkehrsamt
Straßenverkehrsamt
28,6
20,6
4,8
1
1
2
Denkmalschutz
Flachdach
zu klein
Flachdach
Flachdach, teilweise verschattet
255/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
Name des Gebäudes
kWp
Priorität
Pavillon
Harztorwall 4
Harztorwall 25
Harztorwall 25, Anbau
Gesundheitsamt
Harzstr. 6
Dietrich-Bonhoeffer-Straße
2,9
21,4
14,3
28,6
1
1
2
2
Südwest-Schrägdach
Südwest-Schrägdach
Verschattung durch Laubbäume
ONO-Dach
Denkmalschutz
Schrägdach ONO
Dietrich-Bonhoeffer-Straße
64,3
1
Flachdach
Rettungswache Heiningen
FTZ Schladen, Altbau
7,1
15,7
2
1
WSW-Dach
Flachdächer
FTZ Schladen, Neubau
-
-
Dachgauben verhindern ein ergiebige
Anordnung
Asselager
-
-
Verschattung durch Laubbäume(?)
Tab. V.2-1
Bemerkung
PV-Potenziale der Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Rund 1.775 kW p der PV-Anlagen sind mit Priorität 1 versehen das entspricht ca. 94 % des Potenzials.
Insgesamt können durch die Installation aller PV-Anlagen bis zu 857 t CO2 pro Jahr vermieden
werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über wirtschaftliche Aspekte der Solarstromerzeugung.
256/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.2
Solarstrom-Erzeugung
Potenziell installierbare Leistung
(nach Dachfläche ohne statische
Prüfung)
1.888
kWp
Ertragsansatz
(sehr niedrig angesetzt, weil auch
Ost/West-Ausrichtung enthalten ist)
Ertrag pro Jahr
750 kWh/(kW p *a)
1.399.214 kWh/a
Einnahmen gem. EEG 2012
Abgerundeter Mischwert durch
unterschiedliche große Anlagen
Einnahmen pro Jahr für den
Betreiber (gem. EEG 2012; zzgl.
MwSt. - diese muss an Finanzamt
abgeführt werden)
Investitionsansatz
12,0 €/kWh
167.906 €/a
1.310 €/kWp
Investition
(zzgl. MwSt. - diese wird
2.473.904 €
zurückerstattet)
"Statische" Amortisationszeit
14,7 Jahre
Tab. V.2-2 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Solarstrom-Erzeugung auf
öffentlichen Dächern im Landkreis Wolfenbüttel
257/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Über 90% des Energiebedarfs entfallen in schlecht gedämmten Gebäuden auf den Wärmebedarf
(Heizung + Warmwasser) und in besonders gut gedämmten Gebäuden immer noch 50%. Daher ist in
einem Klimaschutzkonzept besonderes Augenmerk auf die Heizungssanierung zu legen. Aus Sicht
des Klimaschutzes ist hier der Wechsel des Brennstoffes von fossilen Energieträgern auf
nachwachsende Rohstoffe und andere Erneuerbare Energien der wichtigste Schritt. Wenn diese
Energieanlagen nicht eingesetzt werden können, ist der Einsatz von effizienten Energieanlagen wie
Blockheizkraftwerke oder moderne Brennwerttechnik möglich.
Im folgenden Abschnitt werden grundlegende technische Informationen über verschiedene
Heizungssysteme/Energieanlagen dargestellt. Diese Informationen bieten die Möglichkeit, im
Rahmen der Detailplanung die Maßnahmenvorschläge für die einzelnen Gebäude zu überprüfen.
Zentral-Pelletkessel [Quelle: DEPV]
Sollen Ein- und Zweifamilienhäuser oder größere Verbrauchseinheiten allein mit Holzpellets beheizt
werden, können sogenannte Pellet-Zentralheizungen im Heizraum eines Gebäudes oder in einer
externen Heizzentrale (vormontierte Beistellzentrale) installiert werden. Diese Möglichkeit wurde bei
der Maßnahmenentwicklung primär in Betracht gezogen.
Im Handel sind momentan halb- und vollautomatische Pellet-Zentralheizungen erhältlich. Die beiden
Heizungstypen unterscheiden sich lediglich in dem Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres
Vorratsbehälters bzw. Lagerraums. Die halbautomatischen Kompaktanlagen besitzen einen größeren
Vorratsbehälter, der von Hand mit Pellets befüllt wird. Empfohlen wird hierbei ein Vorratsvolumen von
mindestens 400 l. Vollautomatische Anlagen dagegen sind über eine Förderschnecke oder eine
Saugaustragung mit einem Lagerraum oder -tank verbunden, aus dem die Pellets vollautomatisch
zum Heizkessel transportiert werden. Dabei ist der Lagerraum im Ideal fall so konzipiert, dass er nur
einmal im Jahr mit Hilfe eines Pellet-Tankwagens aufgefüllt werden muss. Eine Beschickung von
Hand entfällt hierdurch völlig, wodurch die vollautomatische Zentralheizung in Bezug auf ihren
Bedienkomfort ohne weiteres mit herkömmlichen Ölheizungen konkurrieren kann.
Anstelle der Förderschnecke kann wahlweise auch eine Anlage mit Saugaustragung gewählt werden.
Die Austragung der Pellets durch eine Saugförderung hat den Vorteil, dass der Lagerraum der Pellets
nicht zwangsweise im Nachbarraum liegen muss, sondern sich auch in größerer Entfernung (bis zu
20 m) und nicht unbedingt ebenerdig zum Heizraum befinden kann. Dadurch können z. B. auch
Erdtanks im Garten als Lagerraum für die Pellets genutzt werden. Nachteilig ist der etwas höhere
Geräuschpegel bei der Förderung der Pellets, der sich jedoch durch den Einbau eines
zwischengeschalteten Vorratsbehälters, der nur periodisch aufgefüllt wird, sowie eine gute
Schallisolierung der Rohrleitungen reduzieren lässt. Wie bei den Einzelöfen werden auch bei den vollund halbautomatischen Zentralheizungen die Pellets mit Hilfe einer Förderschnecke vollautomatisch
in den Brennraum transportiert. Die Menge der eingetragenen Pellets wird bei modernen Geräten
durch einen Mikroprozessor gesteuerte Regelung der Kesselleistung angepasst.
258/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Im Gegensatz zu den Einzelöfen, bei denen die Abgabe von Strahlungs- und Konvektionswärme zur
Beheizung des Wohnraumes erwünscht ist, sind die Zentralheizungen zur Reduzierung von
Abstrahlungsverlusten vollständig wärmegedämmt.
Pellet-Kaminofen [Quelle: DEPV]
Neben der Pellet-Zentralheizung werden besonders im privaten Bereich Pellet-Kaminöfen eingesetzt.
Pellet-Kaminöfen haben eine Leistung bis ca. 11 kW und werden hauptsächlich zur Beheizung
einzelner Wohnräume oder in Kombination mit anderen Heizsystemen wie zum Beispiel
Solarkollektoren eingesetzt. Sie werden wie Kaminöfen im Wohnraum des Hauses aufgestellt.
Die Pellet-Einzelöfen besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbehälter, der in
regelmäßigen Abständen von Hand befüllt werden muss. Der Behälter ist so ausgelegt, dass der
Vorrat für eine Brenndauer zwischen 24 und 100 Stunden ausreicht (abhängig vom Heizbedarf) und
auch während des Heizbetriebes gefahrlos aufgefüllt werden kann.
Die Pellets werden mittels einer Schnecke vollautomatisch aus dem Vorratsbehälter in den
Verbrennungsraum gefördert und elektrisch gezündet. Die Menge der eingetragenen Pellets wird
hierbei durch die zuvor gewünschte Heizleistung bzw. Raumtemperatur bestimmt. Bei hochwertigen
Anlagen steuert eine digital-elektronische Überwachung das optimale Verhältnis von
Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur und führt dadurch zu einem exakt
aufeinander abgestimmten Verbrennungsvorgang mit geringen Emissionen und hohen
Wirkungsgraden von bis zu 95%.
Kaminofen/Einzelofen
Der klassische Kaminofen/Einzelofen ist als Zusatzheizung gedacht und erwärmt über
Strahlungswärme und Konvektion den Aufstellraum.
Als Heizung mit besonderem Flair durch das sichtbare Feuer werden im Wohnbereich häufig
Kaminöfen verbaut. Aber auch in Arbeitsräumen kann das Kaminofen-Flair das Arbeitsklima
verbessern.
Der wasserführende Kaminofen gibt neben der Wärme im Aufstellraum einen Teil der Wärme an das
Heizungssystem ab. Je nach Wärmebedarf wird die Hauptheizung unterstützt oder ganz ersetzt. Bei
kleinem Wärmebedarf ist der Einsatz eines Pufferspeichers notwendig.
Als Brennstoff für Kaminöfen kommen je nach Bauart Scheitholz oder Holzpellets in Frage. Einzelöfen
können mit Scheitholz und/oder Kohle oder mit Öl/Gas betrieben werden.
Der notwendige Schornstein und der bauartbedingte kleine Leistungsbereich (bis 11 kW) schränken
die Einsatzmöglichkeiten für Kaminöfen stark ein. Einzelöfen sind auch mit höherer Leistung
erhältlich.
Die Abgasnormen werden in den nächsten Jahren immer weiter verschärft. Einfache Kaminöfen und
holz-/kohlebefeuerte Einzelöfen werden die dann geforderten Emissionsgrenzwerte nicht ohne
259/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Abgasreinigung einhalten. Pellet-Kaminöfen haben durch die geregelte Verbrennung deutlich
geringere Emissionen.
Holzkessel
Holzkessel werden in Zentral-Heizungssystemen im kleinen und großen Leistungsbereich eingesetzt.
Die Holzscheite können je nach Kesselbauart von 25 cm bis 100 cm lang sein, bei Industrieanlagen
auch darüber.
Holzkessel (Naturzugkessel) haben bauartbedingt höhere Emissionen als Holzvergaserkessel, sind
aber finanziell meist günstiger.
Holzvergaserkessel
Der Holzvergaserkessel ist eine Weiterentwicklung des gewöhnlichen Holzheizkessels. Dank des
Zweikammerprinzips erreicht der Holzvergaserkessel eine höhere Effizienz. Das Brennholz wird in
einem Holzvergaserkessel in der einen Kammer getrocknet und dann vergast, bevor das Holzgas zur
eigentlich Verbrennung kommt.
Holz-Hackschnitzelkessel
Hackschnitzel sind grob gehäckseltes Holz, das in Anlagen > 50 kW verfeuert wird.
Die Investitionskosten für Holz-Hackschnitzel-Heizungen sind mit den Investitionskosten von
Pelletheizungen vergleichbar. Die Entscheidung, welche Heizungsart genutzt wird, ist von der
Verfügbarkeit und dem Einkaufspreis von Holz-Hackschnitzeln und von der Möglichkeit der Betreuung
der Heizungssysteme abhängig.
Der Vorteil gegenüber Holzpellets ist der geringere Einkaufspreis, vor allem, wenn der Brennstoff aus
regionalen Arbeitsprozessen verfügbar ist. Dem steht jedoch der höhere Platzbedarf bei der
Einlagerung der Hackschnitzel gegenüber. Zudem kann die Qualität der Holz-Hackschnitzel stark
schwanken, was eine Qualitätsüberwachung nötig macht, die aufwändiger ist als bei Holzpellets. Der
gesamte Bedienungsaufwand für diese Feuerungssysteme ist höher als bei anderen Systemen und
muss bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der Personalplanung mit den individuellen und
objektbezogenen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Erfahrungen aus laufenden Anlagen
zeigen, dass ein Betrieb nur bei Holz-Hackschnitzel-Anlagen > 100 kW wirtschaftlich und sinnvoll
werden kann.
260/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Einsatz von Pufferspeichern bei Holzheizungen
Pufferspeicher sind bei der Installation von Holzheizungen zwar nicht zwingend notwendig, können
aber einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch den Einbau eines Pufferspeichers
ist es jedoch möglich, die Zahl der Brennerstarts deutlich zu reduzieren und den Heizkessel im
optimalen Wirkungsgradbereich laufen zu lassen. Dies erhöht den Wirkungsgrad und reduziert die
Emissionen der Verbrennung. Insbesondere für Gebäude mit einem niedrigen Wärmebedarf ist der
Einbau eines Pufferspeichers sehr empfehlenswert. Insgesamt gesehen erhöht der Einbau eines
Pufferspeichers den Komfort der Anlage und spart unabhängig vom Brennstoff bis zu 10%
Heizenergie.
Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ist eine variantenreiche Technik, die unter bestimmten Rahmenbedingungen
umweltfreundliche Wärme erzeugt. Grundsätzlich ist die Wärmepumpe eine umweltfreundliche
Alternative, wenn niedrige Temperaturen mit geringer Spreizung (Temperaturdifferenz zwischen Vor+ Rücklauf) gebraucht werden und eine Primärwärmequelle mit ganzjährigem Temperaturniveau um
ca. 10°C und höher zur Verfügung steht (Erdwärme, Grundwasser, Fluss, See, Abwärme). Die
Einhaltung dieser Grundlagen führt zu guten Jahresarbeitszahlen, also zu geringem Bedarf an
Antriebsenergie bei gleichzeitig hoher Nutzenergie.
Über die Umweltfreundlichkeit entscheidet darüber hinaus die verwendete Antriebsenergie (siehe
Abb. II.4-1). Strom aus fossilen Brennstoffen führt zu einer schlechteren Gesamtökobilanz als direkt
mit Gas betriebene Wärmepumpen. Optimaler Klimaschutz ließe sich mit Wärmepumpen erzielen, die
mit elektrischer Energie aus Erneuerbaren Energiequellen oder mit Biogas (aus ökologischem
Landbau) betrieben werden.
261/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Abb. IV.3-1
Primärenergiebedarf verschiedener Heizungssysteme (Quelle: ASUE)
Im Gebäudebestand des Landkreises Wolfenbüttel werden überwiegend hohe Vorlauftemperaturen
gebraucht. Um die Vorlauftemperaturen auf ein geeignetes Temperaturniveau für Wärmepumpen zu
senken, ist neben der Verbesserung der Dämmung auch die Installation von Flächenheizungen
(Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) notwendig. Der Aufwand dafür lässt sich in keiner
Liegenschaft der Kommune sinnvoll darstellen.
Infrarot-Heizung
Infrarot-Heizungen (IR-Heizungen) sind elektrische Wärmewellen-Heizungen. Die platzsparenden,
flachen Platten in unterschiedlichsten Bauformen können an der Wand z. B. als dekorative
Bildheizung oder an der Decke angebracht werden. Als Zusatzheizung eingesetzt werden gezielt
bestimmte Bereiche beheizt oder es werden komplette Räume, Häuser, Kirchen und Hallen beheizt.
Die Auslegung dieser Heizung ist noch nicht normiert. Erfahrungswerte sagen im Gebäudebestand 50
W pro m² Nutzfläche. Besser gedämmte Gebäude können mit 10 bis 20 W weniger angesetzt
werden. Umkleiden und Duschbereiche werden mit 80 W/m² angesetzt.
262/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Durch die positive Strahlungswärme wird nicht zuerst die Luft, sondern der Mensch direkt erwärmt –
wie von der Sonne. Erst als zweites, quasi als Nebeneffekt, werden Möbel und Wände erwärmt, die
dann mit den positiven Eigenschaften einer Fußboden- bzw. Wandheizung die Luft erwärmen. So
stellt sich ein Wohlbefinden bereits bei 2 bis 3 Kelvin (umgangssprachlich °Celsius) niedrigeren
Raumtemperaturen ein, als bei üblichen Konvektionsheizkörpern. Gemeinsam mit der schnellen
Wärmeverfügbarkeit, der individuellen Regelbarkeit, sowie den nicht entstehenden
Bereitschaftsverlusten und Verlusten durch einen Schornstein, spart eine IRH bis zu 60% Energie
gegenüber konventionellen Heizungssystemen.
Wie hoch die Energiekosten sind, ist abhängig vom Stromtarif. Es können Kosteneinsparungen bis zu
50% erzielt werden, wenn man Nachtspeicherheizungen durch IRH ersetzt. Weitere kostensparende
Einsatzgebiete sind da, wo wegen eines geringen Wärmebedarfes große Heizungssysteme laufen
müssten, z. B. beim Elternabend in einer Schule, einer Sitzung im Rathaus oder zum Frostschutz in
Feuerwehrgerätehäusern.
Der volle Klimaschutzeffekt wird jedoch nur erzielt, wenn nicht der billigste Stromtarif gewählt wird,
hinter dem sich in der Regel der Strom aus den fossilen Kraftwerken verbirgt, sondern wenn
Erneuerbare Energiequellen zur Versorgung genutzt werden. Das kann über einen Grünstrom-Tarif
oder mindestens bilanziell über eigene Energie-Erzeugungsanlagen, wie z. B. Photovoltaik-Anlagen,
auf den Dächern der Liegenschaften realisiert werden.
Kondensationskraftwerk – Blockheizkraftwerk (BHKW)
Der überwiegende Teil des in Deutschland erzeugten Stroms wird in Kondensationskraftwerken
produziert. Das bedeutet, dass Wärmeenergie über eine Dampfturbine in elektrischen Strom
umgewandelt wird. Der durchschnittliche Wirkungsgrad liegt bei allen konventionellen Kraftwerken um
38 %, was bedeutet, dass über 60 % der eingesetzten Energie als Abwärme ungenutzt an die Umwelt
abgegeben werden.
263/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.3
Klimaschutzfördernde Heizsysteme
Abb. IV.3-2
Energieflussdiagramm für ein modernes Kondensationskraftwerki
Will man die Abwärme nutzen, muss man die Abwärme in ein Heizungssystem übergeben und an die
Verbraucher/Nutzer verteilen. Anlagen zur Stromerzeugung, bei denen die Abwärme genutzt wird
nennt man Heizkraftwerk, wenn es sich um Anlagen zur Versorgung größerer Verbraucher oder
mehrerer Verbraucher handelt. Ein Heizkraftwerk zeichnet sich dadurch aus, dass durch Nutzung der
Abwärme der Gesamtwirkungsgrad der Anlage gesteigert wird.
Eine andere Möglichkeit zur Stromerzeugung ist der Antrieb eines Generators durch einen Motor.
Nutzt man die Abwärme des Motors für die Heizung oder als Prozesswärme, spricht man von einer
Form der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) - einem Blockheizkraftwerk (BHKW).
Antriebsenergie für den Motor können herkömmliche Verbrennungsmotoren für Diesel, Benzin und
Erdgas/Flüssiggas sein oder auch neue Treibstoffe wie Pflanzenöl, Biogas, Bioethanol und alle BioTreibstoffe, die in der Entwicklung sind. Darüber hinaus kann der Generator auch über einen StirlingMotor angetrieben werden, der über eine Wärmequelle läuft. Auch Wasserstoff ist als Antriebsenergie
für BHKWs in der Erprobung.
BHKWs sind als kleine Anlagen mit 5 kWel und 12 kW th erhältlich und werden für Großprojekte mit
z. B. Schiffsmotoren in Heizkraftwerken der MW-Klasse eingesetzt. Sie laufen immer im
i
Quelle: Viessmann
264/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.4
Nahwärmekonzepte
Grundlastbereich und werden in Kombination mit einem Spitzenlastkessel zur Wärmeversorgung
betrieben.
Durch die Nutzung der bei der Stromproduktion entstehenden Wärme sind BHKWs aus
Gesichtspunkten des Klimaschutzes als positiv zu bewerten. Wenn fossile Treibstoffe eingesetzt
werden spricht man von klimaschonender Energieeinsparung durch Effizienzsteigerung. Mit fossilen
Treibstoffen betriebene BHKWs sind als Brückentechnologie sinnvoll. Wird umweltgerecht erzeugter
Bio-Treibstoff verwendet, kann, durch die Eingliederung in den natürlichen CO2-Kreislauf, von einer
klimaneutralen Energieerzeugung gesprochen werden.
Als Anreiz zur Nutzung von BHKWs gibt es diverse Förderungen: Zinsgünstige Darlehen, Erstattung
der Mineralölsteuer und Einspeisevergütung für den verkauften Strom. Die Einspeisevergütung richtet
sich nach dem eingesetzten Brennstoff. Beim Betrieb mit Heizöl oder Erdgas wird nach dem KraftWärme-Kopplungs-Gesetz vergütet, beim Betrieb mit Biomasse wie Pflanzenöl, Bioethanol, Biogas
oder Pellets nach dem EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien – Erneuerbare Energien
Gesetz).
Grundsätzlich ist durch die Förderungen ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Die Wirtschaftlichkeit
von BHKWs ist von einer Reihe von Faktoren abhängig. Die Amortisationszeit kann zwischen zwei
und 15 Jahren liegen. Eine lange jährliche Betriebszeit (Vollbenutzungsstunden) steigert die
Einnahmen, biologische Treibstoffe werden höher gefördert als fossile Treibstoffe und für die
Wärmenutzung gibt es einen Sonderbonus.
Ein BHKW muss individuell geplant und die Wirtschaftlichkeit im Einzelfall geprüft werden.
Beispielhaft können folgende Zahlen angesetzt werden:
Nachteilig für BHKWs muss bemerkt werden, dass die Wirtschaftlichkeit mit zunehmender Nutzung
schon allein durch den Verkauf des Stromes steigt. Einige Betreiber vernachlässigen daher die
Gebäudedämmung und produzieren möglichst viel Strom ohne die Wärme sinnvoll zu nutzen. Der
volle Klimaschutzeffekt tritt allerdings nur ein, wenn das BHKW richtig dimensioniert ist und die
Wärme komplett und sinnvoll genutzt wird.
Ein BHKW spart ca. 60% CO2 - Emissionen. Dieser hohe Wert entsteht hauptsächlich durch die
Stromproduktion, die mit 0,2 kg/kWhel. im Vergleich zum bundesdeutschen Strommix (0,613
kg/kWhel.) sehr emissionsarm ist, wenn die BHKW-Wärme vollständig genutzt wird. Wenn der
Wechsel der Heizung auf nachwachsende Rohstoffe nicht möglich ist, kann das BHKW eine sinnvolle
Lösung sein.
V.4
Nahwärmekonzepte
Bei der Zusammenlegung von Heizungsanlagen geht es neben dem Umweltnutzen durch niedrigere
Emissionen darum, durch ein Nahwärmenetz den Aufwand für den Betrieb und die Wartung von
Wärmeerzeugern zu reduzieren und ggf. auf alternative Brennstoffe wie Holzhackschnitzel oder
Holzpellets umzustellen. Sollte sich dabei ein Heizwerk realisieren lassen, sind die Emissionen eines
Heizwerkes meist niedriger als die Summe der Einzelfeuerstätten.
265/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.5
Überprüfung einzelner Gebäude im Hinblick auf Abriss
Der Aufwand lässt sich jedoch nur rechtfertigen, wenn die Verluste der Nahwärmeleitung die
Bereitschaftsverluste und Abgasverluste der bestehenden Heizkessel deutlich unterschreiten und
wenn die Lagerung und Anlieferung (Lkw-Zufahrt zum Lager) des alternativen Brennstoffes in der
nötigen Größenordnung möglich ist.
Die Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel sind nicht an ein Nahwärmenetz angeschlossen.
Bei Neuplanung von Nahwärmenetzen muss beachtet werden, dass Gebäude durch Maßnahmen zur
Minderung des Wärmebedarfs zu wenig Wärme abnehmen könnten, um das Netz wirtschaftlich
betreiben zu können. Bei Neubauten nach EnEV 2014 kann diese Grenze schnell erreicht sein.
V.5
Überprüfung einzelner Gebäude im Hinblick auf Abriss
In manchen Fällen übersteigen die Kosten einer Gebäudemodernisierung die eines Neubaus auf
modernem Niveau. Dies ist insbesondere der Fall, wenn längst fällige Wartungs- und
Modernisierungsarbeiten zu lange verzögert wurden. Unter den begangenen Gebäuden des
Landkreises Wolfenbüttel sind keine aufgefallen, deren aus diesen Gründen ein Abriss empfohlen
werden kann.
Die Sporthallen der HRS Sickte und der BBS Carl-Gotthard-Langhans sind allerdings von einer
Bauart, die eine Dämmung der Gebäudehülle kompliziert macht. Die zwischen den Pfeilern
versenkten und mit Metallprofilen verschalten Wandbereiche bedingen eine komplexe Hüllenstruktur,
bei der eine langlebige Dämmschicht schwer zu realisieren ist. Daher sollte hier die Frage gestellt
werden, ob ein Neubau auf modernem Niveau nicht sinnvoller erscheint.
V.6
Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen
Die Bilanzen zeigen die große Klimarelevanz der Stromverbräuche der Liegenschaften des
Landkreises Wolfenbüttel:


Strom macht ca. 15 % des Energieverbrauchs aus
Strom ist jeweils für 25 % der Emissionen verantwortlich
Eine Reduzierung der Verbräuche und Emissionen von Strom sollte also einen hohen Stellenwert bei
den Klimaschutzbemühungen haben.
In der Praxis gestalten sich diese deutlich schwieriger als im Wärmebereich, weil die
Stromverbräuche breit auf eine Vielzahl von „Verursachern“ verteilt sind. Es ist praktisch nahezu
unmöglich, alle einzelnen Geräte zu erfassen, geschweige denn, dass deren Verbräuche im
Einzelnen gemessen und dokumentiert werden könnten.
Wesentliche Verbraucher-Gruppen sind




tausende von Lichtquellen in unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen
hunderte von Pumpen in Heizungsanlagen
tausende von EDV-Geräten in unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen
Lüftungsanlagen
266/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.6
Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen


Kühlanlagen
Haushaltsgeräte (Kaffeemaschinen, Wasserkocher, usw.)
Es ist im Rahmen dieses Konzepts nicht möglich, im Detail für alle Stromverbraucher detaillierte
Maßnahmenvorschläge zur CO2-Reduzierung zu erarbeiten. Allerdings umfasst das Konzept eine
Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen, deren Umsetzung direkt oder indirekt auf den Stromsektor
Einfluss haben:










Einsatz effizienterer Leuchtmittel, ggf. Änderung der Lampenfassung und der Reflektoren
Jede Wärmeverbrauchsreduzierung bedingt niedrigere Leistungen der Heizungspumpen
mehrere „liegenschaftsübergreifende Maßnahmen“ zielen auf den Stromsektor (z. B.
Hocheffizienzpumpen, hydraulischer Abgleich, abschaltbare Steckerleisten)
die „Richtlinie Energie“ umfasst diverse stromrelevante Regelungen
sämtliche Vorschläge zur Beeinflussung des Nutzerverhaltens
die Hinweise zu den Beleuchtungssituationen in den einzelnen Liegenschaften
Erhöhung der tolerierbaren Temperaturen in Serverräumen
Prüfung, ob wirklich alle Kühlschränke angeschlossen werden müssen
die organisatorischen Vorschläge zur Entwicklung von Standards im Beschaffungs- und
Ausschreibungswesen
die Empfehlung zum Bezug und Erzeugung von regenerativem Strom
Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird einen erheblichen Rückgang der Stromverbräuche zur Folge
haben, der hier nicht quantifiziert werden kann. Die Klimarelevanz der so noch verbleibenden
Verbräuche kann weiter deutlich verringert bleiben, indem die Kommune den Bezug von
regenerativem Strom und Ökogas beibehält. Letztlich kann der Landkreis Wolfenbüttel einen
Klimaschutzbeitrag leisten, indem er die Möglichkeiten zur Produktion von Strom durch PV-Anlagen
auf den Dächern ihrer Liegenschaften konsequent nutzt.
Im Rahmen der Begehungen war es auffällig, dass in Computerräumen häufig Sonnenschutz- und
Verschattungselemente eingesetzt werden, um der Blendwirkung zu entgegnen und gleichzeitig
künstliches Licht zum Einsatz kommt. Besonders in Schulen kommt dem Thema „neue Medien“
künftig eine immer stärkere Bedeutung zu. Daher sind für diesen Fall aus Sicht des Klima- und
Gesundheitsschutzes folgende Kriterien bei der Gestaltung von Computerräumen zu berücksichtigen:





Anordnung der Tische möglichst fensterfern mit einer fensterparallelen Blickrichtung
Verschattung muss dazu führen, dass die Leuchtdichteunterschiede im Blickfeld nicht größer
als 10:1
eine komplette Verdunklung ist nicht erwünscht, da Tageslicht soweit wie möglich genutzt
werden soll
Die Verschattungselemente sollen eine möglichst einheitliche Verdunklung bewirken mit der
Möglichkeit einer freien Sicht nach draußen
die Lichtdurchlässigkeit des Sonnenschutzes wird entsprechend der Lage der Fenster
gewählt:
267/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
V.6
Stromverbrauchsreduzierende Maßnahmen
Abb. V.6-1: Lichtdurchlässigkeit des Verschattungssystems nach Lage der Fenster (Quelle:
„Das Medienbüro“, Broschüre der BG ETEM, Berufsgenossenschaft Energie Textil
Elektro Medienerzeugnisse)


Folienrollos mit 80% Reflektion der Sonnenenergie bei Gebäuden, die im Sommer auch einen
Hitzeschutz benötigen
je nach Bedarf auch der Einsatz von Systemen, die von unten nach oben schließen
268/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI
Weiteres Vorgehen
VI
Weiteres Vorgehen
VI.1
Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung
In den Ablaufplan für die Maßnahmenumsetzung gehen die gebäudespezifischen sowie ein Teil der
gebäudeübergreifenden Maßnahmen ein. Der Investitionsplan bezieht sich in erster Linie auf fünf
Jahre (2016 bis 2020). Zusätzlich wurde eine Kategorie 2020+ eingeführt, der Maßnahmen
zugewiesen wurden, die aus Sicht des Klimaschutzes in den darauffolgenden fünf Jahren
durchgeführt werden sollten.
Die Empfehlungen für Maßnahmenpaket I oder II wurde auf Basis des allgemeinen Zustands des
Gebäudes, der Heizungsanlage, die Emissionsvermeidung und der Wirtschaftlichkeit entschieden.
Gebäude mit einem Heizölkessel wurde grundsätzlich der Wechsel auf die wesentlich
klimafreundlichere Pellet-Technologie des Maßnahmenpakets empfohlen, soweit das Gebäude einen
Einbau zulässt. Es wurde nur die Heizenergie betrachtet.
Strategische Empfehlungen für Sanierung von Gebäudehülle und Anlagentechnik
Sanierungen der Gebäudehülle sind meistens sehr planungs- und kostenintensiv, weshalb sie nur
Schritt für Schritt umgesetzt werden können. Notwendig ist ein langfristig angelegtes
Sanierungskonzept für den gesamten Gebäudebestand, in dem die Aspekte von Energie und
Klimaschutz vordringlich Eingang finden. Insgesamt sollte ein solches langfristiges
Maßnahmenprogramm in das Energie- und Klimaschutzmanagement des Landkreises Wolfenbüttel
integriert werden, um eine langfristige Zielverfolgung zu gewährleisten.
Um den richtigen Zeitpunkt für die Heizungssanierung festzulegen, wird in der Regel eine
Lebenserwartung für Heizkessel von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Häufig gehen Planungen davon
aus, dass die seiner Zeit getätigte Investition möglichst lange Bestand haben soll und eine neue
Investition soweit wie möglich rausgezögert werden muss, um eine optimale Ausnutzung der
Investition zu erhalten. Diese Vorgehensweise ist ebenso richtig wie falsch. Betrachtet man die
getätigte Investition, ohne die möglichen Alternativen einzubeziehen, ist diese Vorgehensweise
richtig. Vergleicht man jedoch die getätigte Investition mit den aktuell vorhandenen Alternativen, die
ggf. zum Zeitpunkt der getätigten Investition nicht als Alternative zur Verfügung standen, dann können
klimaschutzrelevante und auch wirtschaftliche Aspekte eine frühere Heizungssanierung rechtfertigen.
Klimaschutzrelevante und wirtschaftliche Aspekte können der Brennstoffwechsel auf nachwachsende
Rohstoffe oder die Ergänzung der Heizung mit Solarthermie sein. Des Weiteren sparen neue
Wärmeerzeuger durch bessere Kesseldämmung, optimale Dimensionierung, bessere Modulation,
effizientere Verbrennungstechnik, automatische Abgasklappen und niedrigere Abgastemperaturen
(Brennwert) bis zu 30 % Brennstoff gegenüber einem alten Standardkessel ein. Diese
Einsparpotenziale können existieren, selbst wenn die Messungen des Schornsteinfegers keine
Mängel ausweisen und damit optimale Bedingungen zu signalisieren scheinen. Dazu kommen
269/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.1
Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung
Effizienzgewinne, wenn man durch Dämmmaßnahmen eine niedrigere Heiztemperatur ermöglicht
und z. B. Brennwertkessel im optimalen Brennwertbereich betreiben kann.
Treten häufig Störungen auf, entstehen Zeitaufwände, zusätzliche Kosten für Ersatzteile und
Störungsbeseitigung sowie Komfortverluste oder gar Nutzungsausfälle.
Wenn sich durch eine Sanierung niedrigere Betriebs- und Energiekosten erzielen lassen, sollte man
nicht länger ineffizient heizen, sondern die Einsparung sofort zur Finanzierung der
Klimaschutzmaßnahme nutzen. Prinzipiell kann aus dieser Sicht jede fossil befeuerte Heizungsanlage
saniert werden, wenn z. B. eine Holzheizung möglich ist. In diesem Klimaschutzkonzept wurden
grundsätzlich Heizungssysteme ab einem Alter von 15 Jahren für eine Sanierung vorgesehen, wenn
klimaschutzrelevante Maßnahmen möglich sind.
Erläuterung zum Sanierungsfahrplan
Die jährliche CO2-Einsparung und die dargestellten Investitionskosten beziehen sich auf das gewählte
Maßnahmenpaket. Für einen besseren Überblick und Darstellung der Schätzung sind die CO2Einsparungen auf Tausender abgerundet und die Investitionskosten auf Tausender aufgerundet.
Wenn eine Heizungsanlage mehrere Gebäudeteile und Liegenschaften versorgt, sollte zur
Überprüfung der Energieverbräuche dieser häufig unterschiedlich genutzten Gebäude einzelne
Messstellen in die entsprechenden Versorgungsleitungen eingebaut werden. Nur so kann gebäudeund maßnahmengenaues Controlling durchgeführt werden.
Unter dem Punkt „Kleine Investitionen und Anschaffungen“ sind die Anbringung von Thermometern,
der Austausch von Thermostatventile, die Instandhaltung von Holzrahmenfenster, Dichtungsmitteln
für die Instandhaltung von Türen und Fenster und schaltbare Steckerleisten zusammengefasst.
Die Einführung und Fortführung des Energiemanagements erzeugt zunächst Kosten, die mindestens
in den ersten zwei Jahren durch Fördermittel gemildert werden können, z. B. in Form einer Förderung
einer Stelle für den Klimaschutzmanager. Aus der Erfahrung rechnen sich die Bemühungen im
Energiemanagement so gut, dass die dafür benötigte Stelle durch die Einsparungen bei den
Energiekosten sich mehr als auszahlt.
Jede vorgeschlagene Sanierung zeigt sich in den Berechnungen wirtschaftlich. Es wurden drei
Kategorien definiert, die bei der Priorisierung helfen:



Kategorie A: Die Kennwerte des Gebäudes überschreiten die Grenzwerte nach EnEV und das
Gebäude gehört zu den Gebäuden, die zusammen 60% der Emissionen verursachen.
Kategorie B: Die Kennwerte des Gebäudes überschreiten die Grenzwerte nach EnEV oder
das Gebäude gehört zu den Gebäuden, die zusammen 60% der Emissionen verursachen.
Kategorie C: Das Kennzahlen des Gebäudes überschreiten weder die Grenzwerte nach EnEV
noch gehört es zu den Gebäuden, die 60% der Emissionen verursachen. Die Liegenschaft
kann in gutem Zustand sein und vorerst keine Modernisierung bedürfen oder eine
270/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.1
Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung
Modernisierung lässt sich nicht wirtschaftlich darstellen. Auch Liegenschaften, die Änderungen
in der Nutzung oder Nutzungsintensität erfahren, sind in dieser Kategorie. Über sie muss nach
Klärung der zukünftigen Nutzung entschieden werden. Priorität C ist im Sanierungsfahrplan
nicht dargestellt.
Für die Auswahl der Maßnahmenpakete wurden in einem ersten Schritt die zu erwartenden CO2Einsparungen betrachtet. Würden alle gebäudespezifischen Maßnahmenpakete des nachfolgenden
Sanierungsfahrplans bis 2020 umgesetzt, könnte der aus Heizenergie resultierende CO2-Ausstoß um
etwa 862 t oder 24 % der jährlichen Gesamtemissionen durch Heizenergieverbrauch reduziert
werden. Die nationalen Ziele verlangen eine Reduktion des Gesamtausstoßes um 40 % bis 2020
gegenüber 1990. An dieser Stelle kann für die eigenen Liegenschaften kein Bezug zum Jahr 1990
hergestellt werden.
Ebenfalls als sehr wichtig wurden der Zustand der Heizungen und der allgemeine bauliche Zustand
bewertet. Wenn der Heizungskessel älter als 15 Jahre ist, rückte das Gebäude in der Dringlichkeit
nach oben. Gleiches galt, wenn der bauliche Zustand schnelles Handeln erfordert, um eine
Verschlechterung der Bausubstanz zu verhindern.
Die Investitionskosten stellen den letzten betrachteten Faktor dar. Ziel ist es, eine möglichst
gleichmäßige Verteilung der Investitionskosten über die Jahre zu gewährleisten. In der Kategorie
2020+ sind Investitionen in Höhe von durchschnittlich etwa 1.040.000 Euro im Jahr nötig, um die
ausgewählten Gebäude möglichst schnell zu sanieren. Wenn die Bereitstellung von 1.040.000 € pro
Jahr gelingt und beibehalten werden kann sowie die Sanierungskosten gleich bleiben, werden die
Gebäude mit Sanierungsprioritäten A und B (s. V.1 Erläuterungen zum Sanierungsfahrplan) bis
inklusive 2030 modernisiert sein.
271/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.1
Sanierungsfahrplan für die Maßnahmenumsetzung
Sanierungsfahrplan Landkreis Wolfenbüttel
Liegenschaft
Veränderung
der CO2Emissionen
Bildungszentrum, Altbau
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
Sporthalle
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule,
Gebäude D
HRS Baddeckenstedt, Schule
Maßnahmenpaket
2016
-101.000 kg/a
II
906.000 €
-126.000 kg/a
II
94.000 €
-88.000 kg/a
II
-170.000 kg/a
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
-74.000 kg/a
Schule, Werkhalle E
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule,
-26.000 kg/a
Rundhaus
BBS Carl-Gotthard-Langhans,
-71.000 kg/a
Schule, Werkhalle Holz
Bahnhofstr. 11, Neubau
-107.000 kg/a
Teichgarten, Schule
-99.000 kg/a
Restliche Gebäude
-1.360.000 kg/a
Hydraulischen Abgleich durchführen in allen Liegenschaften
2017
2018
2019
2020
508.000 €
492.000 €
158.000 €
II
676.000 €
II
166.000 €
587.000 €
II
229.000 €
II
184.000 €
421.000 €
532.000 €
47.000 €
II
II
50.000 €
2020+
859.000 €
8.600.000 €
50.000 €
Erweiterung der Messstellen (Wärme und Strom)
35.000 €
Kleinere Investitionen und Anschaffungen
15.000 €
10.000 €
10.000 €
10.000 €
10.000 €
100.000 €
Einführung und Fortführung Energiemanagement
25.000 €
25.000 €
25.000 €
25.000 €
30.000 €
300.000 €
1.125.000 €
1.085.000 €
1.035.000 €
1.035.000 €
1.040.000 €
9.859.000 €
Summen
Tab. VI.1.1-1 Sanierungsfahrplan
Die fett gedruckten Gebäude erfüllen die Förderbedingungen für eine ausgewählte Klimaschutzmaßnahme (s. u.).
272/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2
Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit
Förderung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme
Bei Umsetzung des Konzepts und Einstellung eines Klimaschutzmanagers entsprechend der
Fördermöglichkeiten des Bundes können für eine ausgewählte Klimaschutzmaßnahme für 50 %
der Investitionskosten Fördermittel in Höhe von bis zu 200.000 Euro beantragt werden.
Voraussetzung hierfür sind die Einstellung eines Klimaschutzmanagers, eine CO2-Einsparung
von mindestens 70 % nach Umsetzung der Maßnahme und die Beantragung der Maßnahme
innerhalb von 18 Monaten nach Dienstantritt des Klimaschutzmanagers.
Pro Konzept kann eine Maßnahme gefördert werden.
Diese Regeln gelten aktuell für die Jahre 2015 und 2016.
Für die Förderung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme qualifizieren sich folgende
Gebäude:













Teichgarten, Schule
HRS Sickte, Schule, Anbau
HRS Sickte, Sporthalle
HRS Baddeckenstedt, Schule
IGS Wallstraße, Schule
IGS Wallstraße, Schule, Anbau
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle E
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Schule, Werkhalle Holz
BBS Carl-Gotthard-Langhans, Sporthalle
Bildungszentrum, Altbau
Bildungszentrum, Neubau
Bahnhofstr. 11, Altbau
Bahnhofstr. 11, Neubau
Die im Sanierungsfahrplan genannten Gebäude, die die Förderbedingungen erfüllen, sind in der
obigen Tabelle in fett gekennzeichnet.
VI.2
Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit
Das Konzept für Öffentlichkeitsarbeit betrifft umfassend die interne und externe Kommunikation
des Landkreises Wolfenbüttel bezogen auf das Thema Klimaschutz und geht damit weit über
die häufig im klassischen Sinne verstandene Aufgabe von Öffentlichkeitsarbeit – die
Veröffentlichung von Presseartikeln – hinaus. Zum einen muss die Motivation der Nutzer der
kommunalen Gebäude geweckt, gepflegt und belohnt werden, um den Energieverbrauch
dauerhaft im Bewusstsein zu halten und unnötigen Verbrauch zu senken. Zum anderen soll die
Kommunalverwaltung eine Vorbildfunktion einnehmen und darüber ausführlich und regelmäßig
öffentlich berichten.
273/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.1
Ziele der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Das bedeutet, dass dem Konzept für Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel eine
besondere Bedeutung zukommt.
VI.2.1 Ziele der internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, insbesondere des Energie-Managements, ist eine
Daueraufgabe. Dem entsprechend sind die interne Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit aus
dem Organisationskonzept zu entwickeln und ebenfalls kontinuierlich anzulegen. Sie sollen
dazu beitragen

die hohe Bedeutung, die der Klimaschutz für den Landkreis hat, bewusst zu machen

eine breite Akzeptanz für die Umsetzung von Maßnahmen zu erreichen

Nutzer dazu bewegen, ihren persönlichen Teil zu einem klimaschonenden Verhalten in
den kommunalen Liegenschaften beizutragen.
Dabei sollte die Kommunikation keine „Einbahnstraße“ sein, sondern dialogische Elemente
beinhalten. Nur so können Befürchtungen und Widerstände ebenso wie Ideen frühzeitig
wahrgenommen und berücksichtigt werden.
Ein weiteres Ziel ist sicherlich eine positive öffentliche Wahrnehmung des Landkreises
Wolfenbüttel nach innen und außen. Dadurch können wiederum Sekundäreffekte verschiedener
Art erzeugt werden.
VI.2.2 Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben
Viele Akteure und Beteiligte in unterschiedlichen Funktionen und von unterschiedlicher
Relevanz sind zu berücksichtigen. Die folgende Abbildung macht die Konstellation in
vereinfachter Form deutlich:
274/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.2
Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben
Abb. VI.2.2-1 Akteure und Beteiligte des Kommunalen Klimaschutzmanagements
Notwendig ist ein gutes Zusammenspiel der verschiedenen Akteure und Beteiligten in ihrer
jeweiligen Funktion.

Die zentralen Akteure (Amt für Bauen und Planen, Gebäudewirtschaft, Stelle
„Klimaschutzmanagement, Hausmeister) sind auch Hauptträger der internen
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Sie haben die Aufgabe, ihr Handeln
transparent zu machen und die notwendigen Informationen zu liefern sowie Anreize zu
energiebewusstem Handeln zu entwickeln. Als wesentliche Bestandteile werden
empfohlen:
275/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.2
Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben
o
die Verbreitung und permanente Bewusstmachung einer noch zu erlassenden
„Verwaltungsrichtlinie Energie“ als Grundlage für jegliches energierelevantes
Handeln in den kommunalen Liegenschaften
o
kontinuierliche Information über Verbräuche (einschl. Kosten und
Emissionswerte) mit Vergleichswerten, gestaffelt in Umfang und zeitlichem
Turnus (z. B. monatlich auf dem Dienstweg an Hausmeister und Leiter/-innen der
Einrichtungen, ggf. mit Hinweise zur Budgetausschöpfung – jährlich als
Energiebericht an die Politik und Öffentlichkeit sowie über Aushänge in den
Einrichtungen an die Nutzer/-innen)
o
Organisation von Fortbildungen und Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs für
Hausmeister, aber auch Leiter/-innen von Einrichtungen
o
Erarbeitung von Materialien für die Multiplikatoren (Pressemitteilungen für die
Verwaltungsspitze, Handreichungen für Einrichtungsleiter/-innen,
Argumentationshilfen für politische Vertreter/-innen)
o
Entwicklung von Anreizsystemen („fifty-fifty-Modelle“, Wettbewerbe, etc.) in
Zusammenarbeit mit pädagogischen Einrichtungen, Vereinen etc.
Hilfreich für die Wahrnehmung sind „Wiedererkennungseffekte“. Dazu könnte eine
„Marke“ entwickelt und etabliert werden (z. B. ein Name oder Motto, ein Logo, Figuren
als Identifikationsangebote usw.).

Wichtige Multiplikatoren sind die Verwaltungsspitze, die politischen Vertreter/-innen
sowie die Leiter/-innen von kommunalen Einrichtungen: Ihr Agieren ist entscheidend für
den Erfolg der Arbeit der zentralen Akteure. Die notwendigen Informationen, damit sie
ihre Rollen ausfüllen können, erhalten sie von den zentralen Akteuren. Sie haben
entscheidende Aufgaben:
o
Die zentralen Akteure, insbesondere die Hausmeister, sind darauf angewiesen,
dass ihnen der Rücken gestärkt wird. Das kann z. B. nötig sein, wenn
Hausmeister mit inakzeptablen Nutzeransprüchen (z. B. sehr hoher
Raumtemperaturen) konfrontiert sind, insbesondere durch Personen mit einem
„höheren“ sozialen Status, z. B. Schulleiter/-innen. Fehlt diese Rückendeckung,
werden an sich motivierte Mitarbeiter/-innen ihr Engagement für
energiebewusstes Nutzerverhalten zurückfahren und es entstehen rasch
„Umsetzungsdefizite“, die nur schwer wieder zu beseitigen sind.
o
Nicht zu unterschätzen ist die Vorbildfunktion in ihrem eigenen energierelevanten
Handeln.
o
Multiplikatoren sind wichtige Kontaktstellen zu den Nutzern: Neben der
Vermittlung von wichtigen Informationen zum aktiven Klimaschutz an die
Nutzerinnen und Nutzer, tragen Sie Wünsche, Beschwerden und Anregungen
276/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.2
Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben
aus Nutzerkreisen an die zentralen Akteure und ermöglichen so eine
kontinuierliche Weiterentwicklung des Energie-Managements.

Die Nutzer/-innen der kommunalen Liegenschaften – Verwaltungsmitarbeiter/-innen,
Schulkollegien, Schülerschaften, aber auch externe Nutzer wie u. a. Sportvereine,
haben durch ihr tägliches Handeln einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch.
Damit ihr Handeln zum Erreichen der Ziele des Landkreises beiträgt, sind sie auf
Unterstützung angewiesen. Hilfreich sind:
o
Informationen über die Energie- und Klimaschutz-Ziele und -Strategien des
Landkreises einschließlich der Hintergründe
o
Informationen über Verbräuche, Kosten und Emissionen – und den daraus
resultierenden Konsequenzen
o
Informationen über Verhaltensregeln in kommunalen Liegenschaften mit
Begründungen
o
fachliche Informationen über Möglichkeiten eines klimaschützenden
Verbraucherverhaltens
o
Erinnerungshilfen im Alltag, um den Aufbau von Gewohnheiten zu erleichtern
Den stärksten Effekt haben solche Maßnahmen, wenn sie direkt am „Ort des
Geschehens“, direkt zum Zeitpunkt des energierelevanten Handelns wahrgenommen
werden: in Umkleideräumen, neben Fenstern, an Lichtschaltern, an Waschbecken oder
Duschen, in Foyers von Schulen usw. Durch diese unterstützenden Elemente werden
energiebewusst agierende Nutzer in ihrem Verhalten gestärkt, auch gegenüber anderen
Nutzern, die dem Ansinnen noch uninformiert, gleichgültig oder gar ablehnend
gegenüberstehen.
Für Bedienstete des Landkreises muss deutlich werden, dass energiebewusstes
Handeln im Arbeitsalltag eine selbstverständliche Dienstpflicht darstellt. Für diese
Gruppe hat die „Verwaltungsrichtlinie Energie“ den Charakter einer Dienstanweisung.
Versammlungen können für die Implementierung genauso genutzt werden wie
Arbeitsverträge, Stellenbeschreibungen und individuelle wie kollektive
Zielvereinbarungen.
Besondere Bedeutung haben pädagogische Einrichtungen, für den Landkreis
Wolfenbüttel also Schulen. Hier besteht die Möglichkeit, den Aufbau klimabewussten
Handelns mit der pädagogischen Arbeit zu verknüpfen. Empfehlenswert ist der Ansatz,
in jeder Einrichtung zumindest eine Person zu gewinnen, die sich in besonderer Weise
um das Thema kümmert. Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote (Schriften,
Unterrichtsmaterialen, Erfahrungsberichte, externe Referenten, Exkursionsangebote
usw.), die es relativ leicht machen, Energie- und Klimaschutzthemen – auch
fächerübergreifend – in den Unterricht zu integrieren. Ideal wäre es, wenn die Stelle
277/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.2
Akteure und Beteiligte und ihre Aufgaben
„Klimaschutzmanagement“, z. B. über den kommunalen Schulausschuss, den Aufbau
eines energiepädagogischen Netzwerkes in der Kommune oder in Kooperation mit
weiteren Kommunen unterstützen und die Verbindung zum Klimaschutzmanagement
herstellen könnte. Über diesen Weg hat die Kommune die Möglichkeit, bei Kindern
frühzeitig Energiebewusstsein zu prägen und darüber auch Einfluss auf das
Energienutzungsverhalten des familiären Umfelds der Kinder und Jugendlichen
auszuüben.
Ähnliche Bedeutung wie pädagogisches Personal haben Gruppenleiter/-innen im
Bildungszentrum, im Sportsektor, Feuerwehrfunktionsträger/-innen und ähnliche
Führungspersönlichkeiten im Freizeitsektor: Sie sind Entscheidungsträger im Alltag,
prägen aber auch das Verhalten „ihrer“ Gruppen und sind Multiplikatoren für die
Verbreitung von Informationen sowie potenzielle „Feedbackgeber“ für die zentralen
Akteure. Die Stelle Klimaschutzmanagement sollte spezielle Instrumente entwickeln, um
mit wenig Aufwand turnusmäßig auch diese Akteure aktiv einbeziehen.
Den gleichen Zweck hat auch die Öffentlichkeitsarbeit in die breite Bevölkerung hinein.
Über die öffentlichen Medien – insbesondere, die Internetseite des Landkreises, die
Wolfenbütteler Zeitung, wolfenbuettel-heute.de, Schaufenster, Radio Okerwelle – sollte
der Landkreis Wolfenbüttel sein eigenes Handeln vermitteln und auch Parallelen zu
privatem Verhalten aufzeigen (so ist z. B. davon auszugehen, dass die Bevölkerung des
Landkreises Wolfenbüttel ca. 171i Mio. Euro pro Jahr für Energie ausgibt – wovon sich
alleine durch ressourcenschonendes Nutzerverhalten im Alltag ein erheblicher Anteil
vermeiden ließe). Von besonderem öffentlichen Interesses sind
o
strategische Entscheidungen der Kommune (z. B. Erlass der
Verwaltungsrichtlinie Energie, Aufbau des Klimaschutzmanagements)
o
Investitionen mit dem Zweck von Verbrauchs- oder Emissionsminderungen
o
Verbrauchsbilanzen und -entwicklungen
o
besondere Aktionen und Erfolge
o
der jährliche Energiebericht
Das hier dargestellte Konzept zur internen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ist als
dynamischer Prozess zu verstehen. Es gilt, in der Praxis Erfahrungen zu machen, auszuwerten
und das Konzept und seine Umsetzung schrittweise weiterzuentwickeln. Es wird empfohlen,
den künftigen Klimaschutzmanager mit dieser Aufgabe zu betrauen.
i
abgeschätzt mit Hilfe von Durchschnittswerten (3 132 Euro Ausgaben für Energie pro deutschem
Haushalt (Quelle: BMWi, 2014) und 54 816 Haushalten im Jahr 2011 im Landkreis Wolfenbüttel (Quelle:
Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2013)
278/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.3
Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase
VI.2.3 Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase
Die folgenden grundsätzlichen Überlegungen zur Partizipation und Öffentlichkeitsarbeit bilden
die Möglichkeit, konkrete Einzelaktivitäten sinnvoll in einem Gesamt-Zusammenhang zu sehen
und entsprechend sinnvoll auszugestalten.
Grunderkenntnis 1:
Auf Grund der hirnphysiologischen Strukturen des Menschen braucht dieser Motivatoren, um
konkret zu handeln; dies gilt auch für jegliches Handeln im Bereich Energie und Klimaschutz:
Innere Überzeugung:
„Es funktioniert“!
und
Persönlicher Vorteil
(kurzfristiges Motiv)
Abbildung V.2.3-1
und
oder
Gemeinschaftlicher Vorteil
(langfristiges Motiv)
Motivatoren für menschliches Handeln
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Die Machbarkeit der Maßnahmen „nachweisen“ und dabei auch irrationale und
emotionale Bedenken aufnehmen, ernst nehmen und soweit möglich zerstreuen.

Den persönlichen Vorteil des eigenen Handelns herausarbeiten (materiell, sozial,
lebensqualitativ).

Die „öffentliche Meinung“ in Richtung „pro Klimaschutz“ beeinflussen, so dass ein
„einheitliche Denkrichtung“ entsteht: Klimaschutz ist von der Gemeinschaft, in der ich
lebe, erwünscht!
Grunderkenntnis 2:
Die Gruppensoziologie sagt uns, womit wir in etwa zu rechnen haben:

10 % „Vorkämpfer“
279/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.3
Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase

70 % „Mitmacher“

20 % „Desinteressierte“ und „Widerständler“
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Die Motivation der „Vorkämpfer“ nutzen,

damit einen Humus für die Aktivierung der „Mitmacher“ entwickeln

und sich an den Desinteressierten und Widerständlern nicht „verkämpfen“.
Grunderkenntnis 3:
Aus der Werbewirtschaft ist bekannt: „Es braucht sieben Kontakte, um einen Neukunden zu
gewinnen“
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Das Thema kontinuierlich „am Köcheln“ halten.

Gleichzeitig durch Neuigkeitswerte einer Abstumpfung („Kenne ich schon“) entgegen
wirken.
Grunderkenntnis 4:
Jeder Mensch „lernt“ über seine persönlichen „Kanäle“:

Selber machen

Hören

Sehen

Sprechen

vielleicht sogar Fühlen, Schmecken und Riechen
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Informationen so aufbereiten, dass sie eine gute Kombination von
Wahrnehmungskanälen anspricht.
Grunderkenntnis 5:
Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“. Verhaltensänderungen passieren durch
280/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.3
Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase

traumatische Erlebnisse (Unfall, Tod, …..)

willentliches Umsteuern, z. B. durch Einsicht
Dem willentlichen Umsteuern steht der Gewöhnungseffekt – also unbewusst wirkender
Automatismus – entgegen, der erst durch häufige Wiederholung und einer gewissen Zeit
(vergleiche: Rauchen abgewöhnen; Üben eines Instrumentes) überwunden werden kann.
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

bei Maßnahmen, die auf Änderungen im Nutzerverhalten zielen, „Eintagsfliegen“
vermeiden, und stattdessen die Gelegenheit zur kontinuierlichen Umgewöhnung geben.
Grunderkenntnis 6:
Der Mensch handelt zu 80 %, um Anerkennung von außen zu bekommen.
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Es müssen Anerkennungssysteme entwickelt werden. Diese können im Wesentlichen
immateriell sein, materielle Elemente können ergänzend wirken.
Grunderkenntnis 7:
Es gibt unterschiedliche Motivationen, um Energie zu sparen und klimafreundlich zu handeln:

Sparsamkeits-Ethos („Man ist sparsam!“)

aus persönlicher rationaler Einsicht („Es ist vernünftig so zu handeln“)

aus Verantwortung für andere („Das bin ich meinen Kindern schuldig“)
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Die verschiedenen Grundmotivationen akzeptieren und gezielt ansprechen.
Grunderkenntnis 8:
Konkret wirkt mehr als abstrakt: Ein krankes Kind im eigenen Dorf, das einen
Knochenmarkspender benötigt, erzeugt mehr Betroffenheit als Millionen
Überschwemmungsopfer in Pakistan. Für Maßnahmen im Energiebereich bedeutet das:
Tausend Fakten und Aufklärungen im Internet, im Fernsehen und in der Zeitung bewirken nicht
so viel wie drei anschauliche, funktionierende Beispiele in der eigenen Lebenswelt.
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:
281/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
VI.2.3

Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Umsetzungsphase
klimawirksame Erfolge im Kleinen wie im Großen publizieren, würdigen und zur
Nachahmung aufbereiten.
Grunderkenntnis 9:
Erfolgreiche Werbung basiert auf dem Prinzip AIDA:

Attention (Aufmerksamkeit)

Interest (Interesse)

Desire (Verlangen)

Action (Handlung)
Das heißt: Der potentielle „Kunde“ muss im ersten Schritt zum Hinschauen veranlasst werden,
damit er im tausendfachen Einerlei der Welt die eine Sache bewusst zur Kenntnis nimmt.
In kürzester Zeit sollte er dann registrieren können: Das hat mit mir (meinen Wünschen,
Ängsten, Bedürfnissen) zu tun! Im dritten Schritt beschäftigt sich der Interessent mit dem
Angebot und stellt fest: Das ist gut, das will ich haben! Im vierten und letzten Schritt erhält er
eine konkrete Handlungsanleitung: Wenn ich das und das tue, dann wird mein Wunsch
befriedigt.
Wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit ist also:

Jedem potenziellen Akteur den Weg vom Erstkontakt bis zur konkreten Handlung durch
ein stufenweise aufeinander aufgebautes Kontaktszenario so leicht wie möglich
gestalten.
282/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
a
Jahr
ASUE
Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BGF
Bruttogrundfläche
BHKW
Blockheizkraftwerk
BW
Brennwert
BMU
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit
bzw.
beziehungsweise
ca.
circa
CO2
Kohlendioxid
DEPV
Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V.
DGH
Dorfgemeinschaftshaus
EnEV
Energieeinsparverordnung
EVG
Elektronisches Vorschaltgerät
EW
Einwohner
Fa.
Firma
FGH
Feuerwehrgerätehaus
ggf.
gegebenenfalls
GWh
Gigawattstunde
ha
Hektar
HWK
Handwerkskammer
283/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Abkürzungsverzeichnis
i. d. R.
in der Regel
IEKP
Integriertes Energie- und Klimaschutzprogramm
IHK
Industrie- und Handelskammer
IR
Infrarot
IR-Heizung
Infrarot-Heizung
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau
kg
Kilogramm
km
Kilometer
KMU
Kleine und mittelständische Unternehmen
kWel
Kilowatt elektrisch
KVG
Konventionelles Vorschaltgerät
kWh
Kilowattstunde
KWK
Kraftwärmekopplung
kWp
Kilowatt-Peak
kWth
Kilowatt thermisch
lt.
laut
m
Meter
m²
Quadratmeter
mind.
mindestens
Mio.
Million/en
MWh
Megawattstunde
NGF
Nettogrundfläche
PV
Photovoltaik
RL
Rücklauf
284/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Abkürzungsverzeichnis
RPA
Rechnungsprüfungsamt
s
Sekunde
s.
siehe
St.
Stück
t
Tonnen
u. U.
unter Umständen
VL
Vorlauf
VOB
Vergabeordnung Bauleistungen …
VOL
Vergabeordnung Dienstleistungen …
WW
Warmwasser
WRG
Wärmerückgewinnung
z. B.
zum Beispiel
z. T.
zum Teil
z. Zt.
zur Zeit
285/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Glossar
Glossar
Amortisationszeit
Dauer des Prozesses, den eine
Investition benötigt, um ertragreich zu
sein
CO2-Äquivalent
Als Vergleichswert für alle
Treibhausgase gilt die Klimawirkung
von Kohlendioxid (CO2). So hat bspw.
Methan ein CO2-Äquivalent von 25,
also eine 25-fach klimaschädlichere
Wirkung als CO2.
CO2-neutral
Sollen klimaschädigende Wirkungen
vermieden werden, dürfen nach
aktuellem Kenntnisstand pro Kopf
jährlich maximal 2 t CO2 emittiert
werden. Bezugnehmend darauf wird
im Klimaschutzkonzept der Begriff
„CO2-neutral“ verwendet, wenn die
CO2-Emissionen diesen Grenzwert von
2 t pro Kopf und Jahr nicht
überschreiten.
Effektivität
Zielerreichungsgrad
Effizienz
Verhältnis von Nutzen und Aufwand
Endenergie
Teil der Primärenergie, welcher dem
Verbraucher nach Abzug von
Transport- und Umwandlungsverlusten
zur Verfügung steht.
Energiedienstleistung
Je höher die Energiedienstleistung,
umso höher der Nutzen der
eingesetzten Energie.
Energiemix
Verwendung verschiedener
Primärenergieformen zur
Energieversorgung
Energieproduktivität
Je höher die Energiedienstleistung pro
eingesetzter Energie, umso höher ist
die Energieproduktivität.
286/287
Klimaschutzkonzept für die eigenen Liegenschaften des Landkreises Wolfenbüttel
Glossar
Energieträger
Stoffe oder Quellen, die nutzbare,
transport- und speicherfähige Energie
enthalten.
- fossil: gespeicherte Sonnenenergie
- regenerativ: erneuerbare Energie
- nuklear: Energie aus Kernreaktion
(Fusion, Spaltung)
Nutzenergie
Energie, die dem Endnutzer für die
gewünschte Energiedienstleistung zur
Verfügung steht
Primärenergie
Energie, die mit den natürlich
vorkommenden Energieformen oder
Energiequellen zur Verfügung steht
Treibhausgase
(klimaschädliche Gase)
Kohlenstoffdioxid, Methan,
Distickstoffoxid, Halogenierte
Fluorkohlenwasserstoffe, Perfluorierte
Kohlenwasserstoffe und
Schwefelhexafluorid
287/287
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