Spielzeitheft 2017/18

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Schauspiel
Leipzig
SPIELZEIT
2017 / 2018
W W W. S CH AU SPIE L -- L E IPZ IG .DE
VORWORTE ———> 2
DAS ENSEMBLE ———> 4
ANGST ODER LIEBE ———> 34
PREMIEREN &
WIEDERAUFNAHMEN ———> 38
SCHAUSPIELHAUS ———> 42
DISKOTHEK ———> 66
RESIDENZ ———> 82
AUSSER HAUS ———> 94
CECI N’EST PAS UN HYPE! ———> 90
SILVESTER ———> 47
PARTIZIPATION ———> 102
Inszenierungsfotos ———> 110
Schauspielstudio ———> 122
Kooperationen ———> 124
A
udiodeskription & Simultanübersetzung ———> 128
Vermittlung ———> 130
Das Haus ———> 132
Preise ———> 138
A
bonnements ———> 140
Saalplan ———> 142
Service ———> 143
Kontakte ———> 144
Impressum ———> 144
1
Sehr geehrte, liebe Freundinnen
und Freunde des Schauspiel Leipzig,
als Leipzigerin und Kulturdezernentin erlebe ich das Schau­
spiel Leipzig Tag für Tag als ein in der Stadtgesellschaft veran­
kertes Theater, das sich in besonderem Maße öffnet:
— Öffnet für Partner aus der Kultur, der Politik und der Ge­
sellschaft und mit einem breitgefächerten Spielplan die un­
terschiedlichsten Bedürfnisse der wachsenden Stadt berück­
sichtigt.
— Öffnet als ein Theater, das die Problemlagen unserer Ge­
sellschaft und der globalisierten Welt in den Blick nimmt.
— Öffnet für alle Generationen und Neugierige mit und ohne
Migrationshintergrund, ohne und mit Beeinträchtigung.
Das Schauspiel Leipzig stellt sich den Herausforde­
rungen unserer Zeit konsequent politisch. Das alles geschieht
auf höchstem Niveau, ob künstlerisch mit Inszenierungen
oder diskursiv mit weiteren Veranstaltungen, wie beispiels­
weise den vielbeachteten Expertengesprächen am Haus.
Mit der Produktion „89/90“ wurde das Schauspiel
Leipzig zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen. Herz­
lichen Glückwunsch zu diesem verdienten Erfolg! Immerhin
hatte die Jury 377 Inszenierungen in deutschsprachigen Städ­
ten besucht und die zehn bemerkenswertesten nach Berlin
eingeladen. Das zeigt, dass die Vorstellung des Intendanten
von „seinem Theater“ überregional Beachtung findet; in Leip­
zig ist das sowieso der Fall. Ausverkaufte Vorstellungen gehö­
ren zum Alltag, das Haus wirkt wieder integrativer. Das tut
dem Schauspiel und der Stadt gut.
Ein besonderes Augenmerk liegt in der kommenden
Spielzeit auf der Eröffnung der neuen Zweitspielstätte „Disko­
thek“, deren Finanzierung der Stadt Leipzig gelungen ist. Ich
freue mich sehr, bin gespannt und neugierig, welche künstle­
rische Weiterentwicklung des Schauspiel Leipzig und seines
Ensembles auf dieser Bühne möglich wird. 
Ich erwarte mit Vorfreude viele aufregende und
kritische Aufführungen auf den Bühnen des Hauses.
Herzlichst,
Dr. Skadi Jennicke
Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur
2
Liebe Leipzigerinnen und Leipziger,
sehr geehrte Theaterbesucher,
dieses Heft und dieses Vorwort entstehen zu einer Zeit, die für
unser Haus äußerst erfolgreiche Nachrichten gebracht hat:
die Einladung für „89/90“ zum 54. Berliner Theatertreffen 2017,
dem Gipfeltreffen des deutschsprachigen Theaters, bei dem
jährlich die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen der
Saison gezeigt werden. Und, nur wenige Tage später, die Ein­
ladung für „KRUSO“ zu den Autorentheatertagen 2017 am
Deutschen Theater Berlin.
Dass die beiden Inszenierungen, die zusammen die Eröffnung der vergangenen Spielzeit „Woher Wohin“ bildeten,
zu den wichtigsten deutschsprachigen Theater-Festivals eingeladen worden sind, freut mich nicht nur außerordentlich
als Auszeichnung dieser Produktionen: Es sind auch beispielhafte Inszenierungen für den inhaltlich-theatralen Zugriff auf
Stoffe und die Verhandlung der Themen der Gegenwart am
Schauspiel Leipzig. So heißt es in der Jury-Begründung des
Theatertreffens, „89/90“ verhandle den „großen Epochenum­
bruch des Mauerfalls, zugleich wird die Geschichte einer fun­
damentalen Spaltung erzählt, die bis in die bundesdeutsche
Gegenwart fortdauert: An der Rechts-Links-Kreuzung wählte
man zwischen autoritärem Nationalismus und selbstverant­
wortlicher Freiheit.“
Dass die Aufführungen von „89/90“ bereits vor der
Theatertreffen-Einladung außerordentlich gut besucht wa­
ren, ebenso wie die vieler anderer Inszenierungen, so dass
wir am Schauspiel Leipzig aktuell eine Auslastung von 80 %
ansteuern, ist für mich der sehr erfreuliche Beleg, dass Qua­
lität und Zuschauerzuspruch in Leipzig Hand in Hand gehen.
Mit dieser Bestätigung starten wir nun in die fünfte
Spielzeit, die unter meiner Leitung und der meines Teams steht.
Das Motto, das wir uns für die kommende Saison gegeben
haben, lautet: „Angst oder Liebe“ — auf den Seiten 34 und 35
dieses Heftes stellen wir Ihnen dieses Motto näher vor.
Eine der wichtigsten Neuerungen, die diese Spielzeit
bringt, ist der Neubau unserer Zweitspielstätte „Diskothek“ im
Erdgeschoss des Schauspielhauses. Dass dieser Theaterneu­
bau entstehen konnte, ist ein großartiges Zeichen der Unter­
stützung unserer künstlerischen Arbeit durch die Stadt Leip­
zig. Hierfür möchte ich mich im Namen aller MitarbeiterInnen
des Schauspiel Leipzig noch einmal ganz herzlich bedanken.
Im November 2017 werden wir diese Spielstätte eröff­
nen — und dort weiterhin präsentieren, wofür nun wiederum
die Diskothek deutschlandweit eine Qualitäts-Marke geworden
ist: einen Spielplan, der ausschließlich der Gegenwartsdrama­
tik und Autorenförderung gewidmet ist. Diese Programmie­
rung setzen wir fort und werden gleichzeitig neue Akzente und
Blickerweiterungen geben (mehr dazu auf Seite 68).
Mit einer programmatischen Neuausrichtung und
baulichen Veränderung hin zu mehr Dialog und künstleri­
scher Flexibilität eröffnet auch die Residenz, die in dieser Sai­
son erstmals vollständig vom neuen künstlerischen Leiter der
Spielstätte, Thomas Frank, kuratiert wurde. Auch dort wer­
den Sie neue Formate und Ideen entdecken, die den Projektund Werkstattcharakter dieser Spielstätte im europäischen
Kontext ausbauen werden (mehr dazu auf Seite 84).
Unsere Überzeugung, dass das Schauspiel als Theater der
Stadt Leipzig auf vielen Wegen in die Stadt hineinwirkt und
mit ihr zusammenarbeitet, hat zu zahlreichen Projekten ge­
führt, die wir mit Institutionen wie dem Gewandhaus zu
Leipzig, dem Zoo Leipzig, dem Ballett der Oper Leipzig, der
Musikschule „Johann Sebastian Bach“ und dem Museum der
bildenden Künste ebenso wie mit Partnern der Freien Szene
umgesetzt haben. Die kommende Saison wird unter anderem
die gefeierte Kooperation mit dem Leipziger Ballett in Form
einer neuen Premiere auf unserer Großen Bühne fortsetzen,
was uns außerordentlich freut.
Eine Kooperation der besonderen Art begann in der
letzten Spielzeit mit der Stiftung Bürger für Leipzig für das
Projekt der Inklusionspatenschaften, im Rahmen unserer seit
vier Jahren währenden Arbeit, das Schauspiel Leipzig bar­
rierefreier zu gestalten. Neben der Installation eines taktilen
Leitsystems für blinde und sehbehinderte Menschen fanden
seit Oktober 2013 über 40 Vorstellungen mit Audiodeskription
statt — womit das Schauspiel Leipzig durch die Kontinuität des
Angebots weiterhin eine Vorreiterrolle einnimmt und das Land
Sachsen bei den Inklusionstagen 2016 in Berlin auf Einladung
der Bundesministerin für Arbeit und Soziales vertrat. Diesem
Impuls zur Erweiterung der Barrierefreiheit folgte im April
eine erste Vorstellung, die mittels Gebärdensprachdolmet­
scherInnen für gehörlose ZuschauerInnen angeboten wurde.
Zu den wichtigen Bausteinen unserer Arbeit im Sinne
des Stadtbezuges gehören auch die partizipativen Projekte und
Clubs, die regelmäßig unter dem Dach des Schauspiel Leipzig
arbeiten, von den Jugendclubs bis hin zu den „spielfreudigen“
Seniorinnen und Senioren. Alle diese Clubs und ihre künst­
lerische Arbeit wollen wir in dieser Spielzeit erstmals gebün­
delt und fokussiert in Form eines mehrtägigen Festivals am
Haus präsentieren — mit der „Club Convention“ im April 2018.
Die Arbeit unseres sehr erfolgreichen Jugendclubs „Sorry, eh!“
wird darüber hinaus explizit ausgebaut: mit einem Leipziger
Auftragswerk, dessen Entwicklung jugendliche Spielerinnen
und Spieler gemeinsam mit Mitgliedern unseres Ensembles
zur Uraufführung bringen.
Last but not least freuen wir uns, erstmals am Schauspiel
Leipzig die Verleihung des Theaterpreises DER FAUST im
November 2017 als Gastgeber präsentieren zu dürfen. 
Ich wünsche Ihnen und uns allen eine erfolgreiche,
anregende und interessante neue Spielzeit!
Bleiben Sie uns weiter so gewogen!
Ihr
Enrico Lübbe
3
Sophie Hottinger
VOR METROPOLIS
Katharina Schmidt
VOR DIE ERMÜDETEN ODER DAS ETWAS, DAS WIR SIND
Denis Petković
VOR 89 / 90
Marie Rathscheck
Brian Völkner
VOR GRAND PRIX DE LA VISION
Roman Kanonik
VOR TAGEBUCH EINES WAHNSINNIGEN
Florian Steffens
VOR DER HERZERLFRESSER
Annett Sawallisch
VOR DER NACKTE WAHNSINN
Andreas Keller
VOR KRUSO
Andreas Herrmann
VOR DIE DREIGROSCHENOPER
Daniela Keckeis
VOR EIN SOMMERNACHTSTRAUM
Timo Fakhravar
VOR PEER GYNT
Hartmut Neuber
VOR DER SCHLAUE URFIN UND SEINE HOLZSOLDATEN
Julia Berke
VOR DER MINUSMENSCH
Tilo Krügel
VOR DER SCHLAUE URFIN UND SEINE HOLZSOLDATEN
Bettina Schmidt
VOR DREI SIND WIR
Thomas Braungardt
VOR MARIA STUART
Anna Keil
VOR DAS TIERREICH
Wenzel Banneyer
VOR UND DANN
Andreas Dyszewski
VOR DIE HOCKENDEN
Markus Lerch
VOR PEER GYNT
Anne Cathrin Buhtz
VOR MARIA STUART
Ellen Hellwig
VOR DIE DREIGROSCHENOPER
Felix Axel Preißler
VOR PEER GYNT
Dirk Lange
VOR DER GOTT DES GEMETZELS
Julia Preuß
VOR METROPOLIS
Michael Pempelforth
VOR DER HERZERLFRESSER
Joanne D'Mello
Dieter Jaßlauk
Max Fischer
Marcus Kaloff
Jonas Fürstenau
Roman Kaminski
GÄSTE
Hiltrud Kuhlmann
Sina Martens
Karl-Sebastian Liebich
Amanda Martikainen
Fanny Lustaud
Heiner Kock
Anja Schneider
Sebastian Tessenow
Hannelore Schubert
Hubert Wild
Berndt Stübner
Mathis Reinhardt
ANGST
O
DER
LIEBE
Die vorliegende Spielzeit trägt das Motto „Angst
oder Liebe“. In diesen zwei Begriffen, diesen zwei
großen, wenn nicht vielleicht größtmöglichen Gegensätzen, versuchen wir die komplexe Lage der
Gegenwart bildhaft zu fassen. Ein Begriffspaar,
das für uns die großen Emotionen beschreibt, die
gerade die Gegenwart dominieren. Unter diesem
Motto setzt das Schauspiel Leipzig seine Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen unserer Zeit fort.
Die Saison 2015/16 war überschrieben mit „Wieso dürfen die
und wir nicht?“ und versuchte, den in vielfacher Hinsicht auf­
klaffenden Brüchen nachzugehen, Fragen des gesellschaft­
lichen Zusammenhangs und der gesellschaftlichen Gerech­
tigkeit. Im Zuge des Aischylos-Jelinek-Doppelprojektes „Die
Schutzflehenden / Die Schutzbefohlenen“ bündelte sich diese
Diskussion in Expertengesprächen, die das Themenfeld Flucht
und Migration in aktueller und historischer, sozialer und poli­
tischer, städtischer und globaler Per­spektive erörterten und in
der Reihe „Recherchen“ bei Theater der Zeit dokumentiert sind.
In der Spielzeit 2016/17 „Woher Wohin“ haben uns mit Pro­
duktionen wie „89/90“, „KRUSO“ und „Peer Gynt“ oder der
Uraufführung von „Grand Prix De La Vision“ Fragen nach
Identität und Geschichte interessiert: ihr Entstehen und Kon­
servieren, aber auch ihre Fragilität und Konstruiertheit, und
dieses nicht zuletzt auch bezogen auf die jüngere Vergangen­
heit. Dass dabei die Produktion „89/90“, die mit Peter Rich­
ters Vorlage fragte, inwiefern es in den Geschehnissen der
Jahre 1989 und 1990 Wurzeln für den gegenwärtigen Hass
gegenüber dem Fremden gibt, als eine der zehn bemerkens­
wertesten deutschsprachigen Inszenierungen des Jahres zum
Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen wurde, ist eine wun­
derbare Bestätigung unseres „Leipziger Wegs“.
34
Zentral für das Motto der Spielzeit stand auch die Doppelbe­
fragung „Die Maßnahme / Die Perser“. Zwei Eckpfeiler der
Theatergeschichte, zwei Zeitdokumente aus Schlüsselepochen
der Menschheit im Spannungsfeld zwischen der Bedeutung
einer Idee und dem Wert des Individuums. Mit dieser Pro­
duktion rückten Fragen nach Ideologemen und Propaganda
in den Fokus, die parallel auch gesamtgesellschaftlich als be­
stimmende Faktoren in der Realität der Gegenwart wieder
stark diskutiert werden.
Auch das letztjährige Motto „Woher Wohin“ wurde
begleitet von einer Gesprächsreihe, die die Fragestellungen
und Entwicklungen der Gegenwart über die Inszenierungen
hinaus betrachtete und große Beachtung fand. Auszüge der
Gesprächsreihe sind im Anschluss an diesen Text hier im Heft
abgedruckt. 
Unsicherheiten und Ängste bestimmen das Gefühl vieler Men­
schen in Deutschland, Europa und der Welt. Gleichzeitig ist
allerdings auch zu beobachten, wie nachhaltig sich das Thema
Angst politisch und medial be- und ausnutzen lässt. Mit und
aus Ängsten wird versucht, politisch-kommerziellen Profit zu
ziehen. Aber wie sehr sind diese Ängste berechtigt? Und vor
allem, wozu führen sie?
Politisch einschneidende Ereignisse wie der Brexit,
die US-Wahl (und die Auslöser und Auffälligkeiten ihres Aus­
gangs) oder auch die Entwicklungen in der Türkei, in Polen
und Ungarn bestimmten die Agenda. Als nachgerade symbol­
haftes Zeit-Moment kann der Brexit gelten als eine emotional
geprägte Richtungsentscheidung, deren nachfolgende Gestal­
tung und deren Ausgang letztlich ungeklärt ist. Es ist dabei ein
markantes Phänomen der Gegenwart, dass richtungsweisen­
de politische und gesellschaftliche Fragen mit sehr knappen
Ergebnissen entschieden werden — zwischen zwei nahezu
gleich großen Lagern, die sich (davor wie danach) kontrovers
gegenüberstehen.
In Deutschland war gleichzeitig das wirtschaftliche
Wachstum schon lange nicht mehr so positiv, ebenso wie die
Lebenssituation vieler Menschen. Nichtsdestoweniger gibt
es aber auch hierzulande die Angst vor dem sozialen Ab­
stieg, und ebenso gibt es eine nicht geringe Zahl von Men­
schen, deren ökonomisch-private Situation dauerhaft nicht
aussichtsreich ist.
In diesen Widersprüchen, Kontroversen und Umbrü­
chen findet unsere Gegenwart statt, und entsprechend auch
unser Theater. Wir wollen versuchen, diese Gegenwart mit
unserem Theater zu diskutieren. 
Wie widersprüchlich sich diese Gegenwart konkret in der Stadt
Leipzig darstellt, thematisiert das Projekt „Gewonnene Illusi­
onen“, das die Realitäten und Illusionen, die Aufschwünge und
Brüche, die Gewinner und Verlierer des Leipzig-Hypes befragt.
Auch Moritz Schreber ist eine widersprüchliche Per­
sönlichkeit — so wurden ihm zu Ehren die Schrebergärten
benannt, doch in seiner Theorie zur Erziehung zum schönen
Menschen kultivierte er ein verstörendes Angstsystem, das
auch seine Kinder erfahren haben. Einer seiner Söhne ver­
fasste eine genaue Beschreibung seiner jahrzehntelangen Er­
krankung, der psychotischen Zustände und übersinnlichen
Erleuchtungen. Diese Gedankenwelten wird Hausregisseur
Philipp Preuss in seinem neuen Projekt mit Ibsens „Gespens­
tern“ verschneiden, in denen exemplarisch die Untiefen einer
familiären Verstrickung aus Liebe und Angst kulminieren
und die Vergangenheit allgegenwärtig wird. Zugleich setzt
sich damit die Reihe der szenischen Doppelbefragungen am
Schauspiel Leipzig fort.
Nuran David Calis kehrt als Regisseur ans Haus zurück und
widmet sich einem der bedeutendsten Filme, die in Deutsch­
land nach 1945 entstanden: „Angst essen Seele auf“, Rainer
Werner Fassbinders sprichwörtlich gewordenem Drama um
die Liebe zweier Menschen, die die Gesellschaft deswegen
plötzlich (beziehungsweise erst recht) zu Außenseitern macht.
Hausregisseurin Claudia Bauer widmet sich dem Prototypen des egomanen Machtmenschen und inszeniert Alfred
Jarrys immer aktueller werdenden „König Ubu“.
In der Diskothek steht mit der Uraufführung von
Enis Macis „Lebendfallen“ ein Text auf dem Spielplan, der das
widersprüchliche Leben einer jungen Generation zwischen
Zugehörigkeitsgefühl und Distanzerfahrung in unserer Ge­
sellschaft untersucht. Die Uraufführung von Heinz Helles
„eigentlich müssten wir tanzen“ prüft in einem fiktiven Ka­
tastrophenszenario, was passiert, wenn Angst oder Liebe
existentiell werden. Mit „Wolken.Heim“ unternahm Elfriede
Jelinek 1988 eine sehr ambivalente Tiefenbohrung in die Jahr­
hunderte deutscher Geistesgeschichte, die gegenwärtig einen
neuen, aktuellen Blick lohnt.
Nach künstlerischen und sozialen Visionen forschen
auch die Resi­denz-Produktionen. Eine Auswahl europäischer
Perfor­mance­künstler und -künstlerinnen beschäftigt sich mit
den Ökonomien unserer sozialen Beziehungen, dem Körper
in digitalen Kommunikationssystemen, dem sozialutopischen
Potential rhythmischer Tänze. Sie befragen chorisch das Pri­
mat des Eigentums und tanzen mit Maschinen. Das Publikum
ist eingeladen, in einem räumlich neu gestalteten Ambiente
mitzuarbeiten, mitzutanzen, zu diskutieren, zu kritisieren
und gemeinsam mit den Gruppen neues Terrain im Theater
zu erproben. 
Zu den Themen der Spielzeit werden wir auch weiterhin pro­
filierte Gäste, Expertinnen und Experten zu Wort kommen
lassen, so etwa Prof. Heinz Bude, den wir anlässlich der Neuinszenierung von Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“
eingeladen haben. Am 85. Jahrestag der Uraufführung des Stü­
ckes in Leipzig wird er sich mit den historischen und gegenwär­
tigen Formen prekärer Lebensbedingungen befassen. Und im
Rahmen von „Die Maßnahme / Die Perser“ begrüßen wir am
9. 12. 17 Prof. Karl Schlögel im Gespräch mit Dr. Jens Bisky zu
den historischen Entwicklungen in der UdSSR und den Hinter­
gründen der stalinistischen Schauprozesse. 
Am 12. 2. 17 äußerte Daniel Cohn-Bendit beim Spielzeitgespräch zum Thema „Das Ende der Gemeinsamkeit“ im Schau­
spiel Leipzig, dass die politischen Erdbeben der letzten Monate
vielleicht auch einen positiven Effekt der Selbstvergewis­
serung erzeugen und die europäische Idee als zwingender
denn je betrachtet werden wird. Entsprechend schloss Daniel
Cohn-Bendit mit den Worten: „Lasst uns mutig sein!“ 
35
Aus den
spielzeitbegleitenden
Gesprächen der
vergangenen Saison
in der Moderation
von Dr. Jens Bisky
(Süddeutsche Zeitung)
dokumentieren
wir im Folgenden
einige der interessantesten Analysen
und Impulse.
IST DER OSTEN
ANDERS?
DIE ENTWICKLUNGEN UND BRÜCHE IN OSTUND WESTDEUTSCHLAND — UND DER
UMGANG DAMIT.
30. 10. 16
Gäste:
Prof. Heinz Bude und
Dr. Gregor Gysi
Heinz Bude:
„Den Osten“ gibt es nicht mehr. Genauso wenig, wie es „den
Westen“ noch gibt. Ich glaube, der Osten wie der Westen
muss sich daran gewöhnen, dass wir heute mit neuen Situa­
tionen der Ungleichheit zu tun haben. Wir haben Regionen in
Deutschland, die Vollbeschäftigung haben. Und gleichzeitig
gibt es Städte in Ost wie in West, in denen sieht es ganz anders
aus, da haben wir plötzlich eine neue Achse der Ungleichheit
zwischen Parchim und Duisburg. Und das ist die Situation,
die wir auch in der Zukunft haben werden. Und gleichzeitig
haben wir ein neues Proletariat in Deutschland. Das ist kein
Proletariat der Industrie mehr, sondern ein Proletariat der
Dienstleistung: Leute, die in der Gebäudereinigung beschäf­
tigt sind, im Zustellwesen oder im Transportwesen. Und die
verdienen überall, ob sie nun in Parchim oder in München
beschäftigt sind, bei harter Arbeit das gleiche wenige Geld.
Und in München können sie da noch viel weniger von leben
und sterben als in Parchim. Das ist eine neue Situation, in
ganz Deutschland. Und deshalb glaube ich, dass die Debatte
über den Osten und den Westen neu verhandelt werden wird.
Herr Gysi hat das auch im Blick auf das Auslaufen des Solidar­
paktes II angesprochen: Diese Debatte sind wir gerade dabei
einzuleiten, und es ist eine sehr wichtige Debatte für Deutsch­
land, glaube ich.
Gregor Gysi:
Einen großen Unterschied zwischen Ost und West gibt es:
Hier im Osten hat man 1989/90 einen sozialen Zusammen­
bruch erlebt. Ich war zur deutschen Einheit 42 Jahre alt. Stel­
len Sie sich vor, ich wäre arbeitslos geworden und hätte bis
zum Renteneintritt keinen Job mehr bekommen: Dann wür­
de ich die Einheit völlig anders bewerten, als ich das jetzt tue.
Es gab ja eine Massenarbeitslosigkeit. Und das erklärt aktuell
übrigens einiges: Deshalb sind die Ängste im Osten größer,
dass so etwas auch noch einmal wieder passieren kann. Einen
solchen sozialen Zusammensturz hat ja der Westen nie erlebt.
Auch da gab es Krisen, aber einen solchen Zusammensturz
nie. Das sind gänzlich unterschiedliche Erfahrungen, die eben
auch zu unterschiedlichen Reaktionen führen. 
36
BRÖCKELT DIE
VERSTÄNDIGUNG?
DAS ENDE DER
GEMEINSAMKEIT?
DIE GESELLSCHAFT DER EMPÖRTEN.
DIE RÜCKKEHR DES NATIONALEN
GEDANKENS IN EUROPA.
20. 11. 16
12. 2. 17
Gäste:
Prof. Hans Vorländer und
Dr. Oliver Nachtwey
Gäste:
Róża Thun und
Daniel Cohn-Bendit
Hans Vorländer:
Nach der Globalisierungseuphorie haben wir jetzt das Gefühl,
dass die Karten ganz neu gemischt werden. Wir wissen nur
nicht, in welche Richtung. Wir müssen uns, glaube ich, wie­
der daran gewöhnen, dass wir diskutieren — und wir müssen
streitiger diskutieren. Das muss aber auf einer gemeinsamen
Grundlage stattfinden, die einerseits nicht die Demokratie in
toto in Frage stellt und andererseits immer integrierend wir­
ken sollte. Und wir brauchen ganz bestimmte Regeln, die zu
verletzen wir ausschließen sollten.
Wir haben mittlerweile eine Wüste im sozialen, ge­
sellschaftlich-institutionellen Bereich. Es gibt in vielen klei­
nen, wunderschön herausgeputzten Dörfern keine Kneipe
mehr, wo man sich mit seinesgleichen treffen und beim Bier
mal so richtig ablästern könnte. Man macht es jetzt in den so­
zialen Medien — und man macht es öffentlich auf der Straße.
Dazu kommt als Moment die Enthemmungswirkung der so­
zialen Medien, dort haben sich sehr deutlich Filterblasen und
Echokammern herausgebildet. Insofern gibt es keine öffent­
lich-gesellschaftliche Diskussion mehr im bisherigen Sinne,
weil jeder sich seine Meinung im Netz suchen und bestätigen
lassen kann. Jeder sucht sich seine Deuter im Netz und bleibt
unter sich. Es gibt eine Parzellierung und eine Fragmentie­
rung von dem, was man Öffentlichkeit nennt. Und wir reden
alle aneinander vorbei.
Oliver Nachtwey:
Das Internet als Echokammer, das stimmt. Aber Facebook
und das Internet sind zunächst einmal Medien, die gesell­
schaftliche Affekte reflektieren, und wir sollten nicht zu stark
auf das Medium schauen, das fragmentiert, sondern auf die
Gesellschaft. Und im Fehlen einer althergebrachten gesell­
schaftlichen Vielfalt, der Sozialisation durch Konflikte vor
Ort, würde ich auch die richtige Spur sehen. Es gibt nicht
mehr die Parteiversammlung, die Gewerkschaftsversamm­
lung oder die Stammtische, wo man mal die eigene Wut arti­
kulieren kann, aber dann auch die Widerrede bekommt. Und
diese Widerrede, diese Form des demokratischen Diskurses
vor Ort, die fehlt.
Aber eines der zentralen Probleme, die wir im politi­
schen Diskurs haben, ist in meinen Augen, dass man auf Sach­
zwänge verweist, sei es die Globalisierung, sei es die Technolo­
gie, und dann den Leuten, die soziale Ängste haben, sagt: Na ja,
da kann man nichts machen — gewöhnt euch dran, es gibt kein
Zurück. Ich bin auch ein großer Freund der Individualisie­
rung. Aber können wir nicht Individualisierung mit Sozialver­
sicherung, mit vernünftiger Gesundheitsversicherung et cete­
ra gestalten? Es gibt eine Gestaltbarkeit dieser Verhältnisse.
Ich glaube, dass die Politik das könnte, oder die Gesellschaft. 
Róża Thun:
Ich finde, es gibt allein schon einen sehr großen Unterschied
zwischen meiner Generation in Ost- und in Westeuropa: Für
Leute meiner Generation im Westen ist der Zweite Weltkrieg
schon sehr lange her, er ist Geschichte. Für meine Generation
in Polen, für uns, die wir bis vor kurzem in unmittelbaren Fol­
gen dieses Krieges gelebt haben, ist der Zweite Weltkrieg noch
immer sehr nah. Für meine Generation ist das noch eine Re­
alität, und für den Westen ist es eine komplette Abstraktion,
dass überhaupt ein Krieg kommen kann, dass man unfrei le­
ben kann, dass die Grenzen geschlossen werden. Es ist also
unglaublich wichtig, immer wieder zu erklären, dass, wenn
wir dieses gemeinsame Europa nicht hätten, unser Alltagsle­
ben ganz anders wäre. Gerade auch mit Blick auf die Jahrzehn­
te des Friedens.
Daniel Cohn-Bendit:
Der Brexit kann Europa auseinandertreiben, aber der Brexit
kann Europa auch stärken. Es kommt drauf an, was wir da­
raus machen. Es gibt keine deterministische Entwicklung
hin zum Ende der EU. Ich glaube, dass die Europäer ganz gut
wissen, wie gefährlich das wäre. Sehr wichtig wird sein, wel­
che Regierung in Deutschland und in Frankreich sein wird.
Denn bei der jetzigen Situation Europas wird es davon abhän­
gen, wie Frankreich und Deutschland in der Lage sein wer­
den, einen neuen europäischen Vorschlag zu machen. Und
ich glaube, man wird dann aufhören mit einem Europa à la
carte, in der Art von „ich will ein bisschen von dem und ich
will ein bisschen hiervon, aber das schmeckt mir nicht; das
esse ich vielleicht in fünf Jahren, aber das will ich jetzt nicht
haben“. Das wird in Zukunft nicht mehr funktionieren mei­
ner Meinung nach. Europa wird sich um den Euro struktu­
rieren. Es wird vor der Frage stehen, wie man die demokrati­
sche Kontrolle verstärkt. Die Frage des sozial-ökonomischen
Ungleichgewichts in Europa wird sicher ein Thema sein, ein
gemeinsames Gebilde kann nicht mit so einer Ungerechtigkeit
weiterleben. Und die Exekutivorgane werden politisch klarer
definiert werden müssen. Ich glaube, das sind die Herausfor­
derungen.
Und am Ende wird die Frage der politischen Einheit
Europas immer dringender werden. Das ist die Debatte, die
jetzt anfängt mit Trump und dadurch, dass sich zwangsläufig
die Frage einer europäischen Verteidigung stellt, einer euro­
päischen Sicherheit europäischer Grenzen. Die einen werden
dann vielleicht wie die Engländer sagen: Wir wollen das nicht
mehr. Aber grundsätzlich wird Europa stärker da rauskom­
men. In den nächsten fünf Jahren wird es perspektivisch eine
europäische Renaissance geben. 
37
PREMIEREN
& WIEDER–
AUFNAHMEN
2017 / 18
SCHAUSPIEL HAUS
KASIMIR UND
KAROLINE
Ödön von Horváth
Premiere 16. 9. 17 ———> 44
GEWONNENE
ILLUSIONEN copy & waste
Premiere 1. 10. 17 ———> 93
DER GELBE NEBEL Alexander Wolkow
Premiere 5. 11. 17 ———> 45
UBU ROI /
KÖNIG UBU
Alfred Jarry
Premiere 27. 1. 18 ———> 48
SECHS PERSONEN
SUCHEN EINEN
AUTOR
GESPENSTER ODER
DENKWÜRDIGKEITEN
EINES NERVEN KRANKEN
nach Henrik Ibsen / Daniel Paul Schreber
Premiere 31. 3. 18 ———> 50
ANGST ESSEN
SEELE AUF
Rainer Werner Fassbinder
Premiere 17. 5. 18 ———> 52
ECHO CHAMBER
(Arbeitstitel)
Gob Squad
Eine Produktion von Gob Squad und dem
HAU Hebbel am Ufer Berlin. Koproduziert
von Center Theatre Group Los Angeles,
Münchner Kammerspiele, Natlab Eindhoven
und Schauspiel Leipzig
Leipzig-Premiere 12. 6. 18 ———> 53
TOOT!
Didy Veldman
Eine Kooperation mit dem Leipziger Ballett
Premiere 29. 6. 18 ———> 54
Luigi Pirandello
Premiere 10. 2. 18 ———> 49
38
89 / 90
nach dem Roman von Peter Richter
Wiederaufnahme 14. 10. 17 ———> 55
DIE MA NAHME / DIE PERSER
Bertolt Brecht / Hanns Eisler & Aischylos
Eine Koproduktion des Schauspiel Leipzig mit den
Ruhrfestspielen Recklinghausen in Kooperation
mit dem Gewandhaus zu Leipzig
Wiederaufnahme 5. 10. 17 ———> 56
KRUSO
nach dem gleichnamigen Roman von Lutz Seiler
Wiederaufnahme in Planung ———> 58
PEER GYNT
Henrik Ibsen
Wiederaufnahme 28. 12. 17 ———> 59
DER GOTT
DES GEMETZELS
Yasmina Reza
Wiederaufnahme 11. 10. 17 ———> 60
DER NACKTE
WAHNSINN
Michael Frayn
Wiederaufnahme 18. 1. 18 ———> 61
DER ZAUBERER
DER SMARAGDEN STADT Alexander Wolkow
Wiederaufnahme 4. 3. 18 ———> 62
DER SCHLAUE
URFIN UND SEINE
HOLZSOLDATEN Alexander Wolkow
Wiederaufnahme 11. 3. 18 ———> 63
MARIA STUART
Friedrich Schiller
Wiederaufnahme 28. 2. 18 ———> 64
EINIGE NACHRICHTEN
AN DAS ALL
Wolfram Lotz
Eine Produktion des Theaterjugendclub „Sorry, eh!“
Wiederaufnahme 17. 11. 17 ———> 65
CLUB
CONVENTION
Festival der Theaterspielclubs des Schauspiel Leipzig
26. — 29. 4. 18 ———> 104
39
DISKOTHEK
BIRDLAND
WOLKEN.HEIM
Elfriede Jelinek
Premiere 16. 11. 17 ———> 69
Simon Stephens
Wiederaufnahme Oktober ———> 77
MEIN
HOHLRAUM DER MINUS MENSCH PRINZESSIN
HAMLET DIE ERMÜDETEN
ODER DAS ETWAS,
DAS WIR SIND Till Müller-Klug
Wiederaufnahme Dezember/Januar ———> 78
(Arbeitstitel)
Sascha Hargesheimer
Premiere 25. 11. 17 ———> 70
E. L. Karhu
Premiere 2. 12. 17 ———> 71
Bernhard Studlar
Wiederaufnahme 14. 12. 17 ———> 79
EIGENTLICH
MÜSSTEN WIR
TANZEN GEISTER SIND
AUCH NUR
MENSCHEN Heinz Helle
Premiere 18. 1. 18 ———> 72
Katja Brunner
Wiederaufnahme Dezember/Januar ———> 80
ÜBER
DIE GRENZE UND DANN Wolfram Höll
Wiederaufnahme Dezember/Januar ———> 81
(Arbeitstitel)
David Lindemann
Premiere 2. 2. 18 ———> 73
LEBENDFALLEN Enis Maci
Premiere 9. 3. 18 ———> 74
WOLFSERWARTUNGS LAND Florian Wacker
Premiere 23. 3. 18 ———> 75
PARADIES FLUTEN
( VERIRRTE SINFONIE)
Thomas Köck
Premiere 12. 5. 18 ———> 76
4+1
EIN TREFFEN JUNGER
AUTORINNEN
Frühjahr 2018 ———> 68
40
AUSSER H AUS
GEFÄHRLICHE
LIEBSCHAFTEN
R E SIDENZ
IVANA MÜLLER
PARTITUUR Gastspiel
16. 9. 17 ———> 86
CONVERSATIONS
27. 10. 17 ———> 86
DOUBLELUCKY
PRODUCTIONS
THE HAIRS ON YOUR HEAD ARE NUMBERED
10. 1. 18 ———> 87
GOHLISER SCHLÖSSCHEN
nach dem Roman von
Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos
Premiere 2. 6. 18 ———> 96
DER STREIT
GOHLISER SCHLÖSSCHEN
Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux
Wiederaufnahme 18. 8. 17 ———> 97
DIE 12 MONATE
ZOO LEIPZIG
nach Motiven von Božena Němcová und
Samuil Marschak
Eine Kooperation mit dem Zoo Leipzig
Wiederaufnahme Dezember ———> 98
NIPPLEJESUS
23. 2. 18 ———> 87
MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE
Nick Hornby
Eine Kooperation mit dem Museum
der bildenden Künste Leipzig
Wiederaufnahme September ———> 99
SHE SHE POP
TSCHICK
DORIS UHLICH
EVERY BODY ELECTRIC
EIGENTUM. EIN ORATORIUM
9. 3. 18 ———> 88
HERMANN HEISIG
SLAVE TO THE RHYTHM
19. 4. 18 ———> 88
JULIAN HETZEL
THE AUTOMATED SNIPER
21. 6. 18 ———> 89
STADTBAD
Wolfgang Herrndorf
Eine Kooperation mit dem Stadtbad Leipzig
Wiederaufnahme 21. 9. 17 ———> 100
LITTLE SHOP OF
FLOWERS LEIPZIGER STADTRAUM
copy & waste
Premiere März ———> 93
PARTY CECI
N’EST PAS UN HYPE!
LEIPZIGER STADTRAUM
copy & waste
Juni ———> 93
URAUFFÜHRUNG
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
AUDIODESKRIPTION
KINDERBETREUUNG
SIMULTANÜBERSETZUNG ENGLISCH
41
SIMULTANÜBERSETZUNG SPANISCH
KASIMIR UND
KAROLINE
Du hast in mir drinnen gewohnt und bist aber seit heute ausgezogen
aus mir — und jetzt stehe ich da wie das Rohr im Winde und kann
mich nirgends anhalten.
Einfach nur auf das Oktoberfest gehen, eine Zuckerwatte essen
und etwas Spaß haben. Das ist der Wunsch von der Karoline.
Für den Kasimir aber geht das nicht so einfach, nachdem er
gerade gestern erst arbeitslos geworden ist. Und so trennen
sich die Wege der beiden. Während die Karoline sich ander­­weitig orientiert — interessierte männliche Begleitung ist reich­
lich zur Stelle —, versucht der Kasimir, sein Leben zu verdau­
en. Am Ende des Rummel-Tages, unter dem Gekreische aus
Riesenrutsche und Hippodrom, werden sich einige Verhältnisse neu gefügt haben. 
ÖDÖN VON HORVÁTH
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ENRICO LÜBBE
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . HUGO GRETLER
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BIANCA DEIGNER
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TORSTEN BUSS
PREMIERE16. 9.
GROSSE BÜHNE
23. 9.
6. 10.
28. 10. „Und die Liebe höret nimmer auf“ hat Horváth, aus der Bibel
entnommen, dem Stück als Motto vorangestellt. Ein Motto,
das sich für seine Figuren als zu groß erweist. Mit „Kasimir
und Karoline“ gelang Horváth ein berührendes Psychogramm
über Aufstiegswillen und Abstiegsängste, über die unstillbare
Sehnsucht nach Nähe und die Karriere der Kälte.
Die „Stille“, die Horváth immer wieder in die Dialoge
seiner Figuren notierte, ist dafür ebenso ein scharfes Brenn­
glas wie die Oktoberfest-Lieder, die „Kasimir und Karoline“
als Kontrast der Fröhlichkeit durchziehen — als letztes Mittel
gegen die Stille und die Kälte. 
18. 11. 1. 12.
22. 12.
11. 1.
4. 2. 16 00 ZUM JAHRESTAG DER URAUFFÜHRUNG IST
PROF. HEINZ BUDE, EINER DER MASSGEBLICHEN
SOZIOLOGEN, ZU GAST AM SCHAUSPIEL LEIPZIG
UND WIRD DIE ENTWICKLUNG VON HORVÁTHS
ZEITEN BIS ZUR GEGENWART IN DEN BLICK
85 Jahre nach der Uraufführung am Leipziger Schauspiel­
haus steht „Kasimir und Karoline“ nun auf dem Spielplan des
Schauspiel Leipzig. Intendant Enrico Lübbe inszeniert damit,
nach zuletzt „Geschichten aus dem Wiener Wald“ am Berliner
Ensemble 2012, zum fünften Mal ein Stück des österreichi­
schen Dramatikers, der zu den herausragenden Autoren des
20. Jahrhunderts zählt, insbesondere wegen der poetisch-mar­
kant verdichteten Sprache seiner Figuren.
Musikalisch wird die Aufführungen Philipp Mar­
guerre mit dem Verrophon begleiten. Als Mitglied des Glas­
musikensembles sinfonia di vetro ist er einer der profilier­
testen Spieler weltweit für die großen Glasharmonika- und
Verrophonsoli der Opernliteratur Donizettis, Strauss’ oder
jüngst George Benjamins an führenden Opernhäusern wie
der Bayerischen Staatsoper, der Mailander Scala oder dem
Royal Opera House Covent Garden. 
UND DIE
LIEBE HÖRET
NIMMER
AUF.
NEHMEN: „KEIN STARKER ARM NIRGENDS. DAS
ANDERE PROLETARIAT IM ALTEN UND NEUEN
KAPITALISMUS.“
18. 11. 17, 18 00 GROSSE BÜHNE
Enrico Lübbe, seit 2013 Intendant des Schauspiel Leipzig, war
von 2000 bis 2004 Hausregisseur am Schauspiel Leipzig, von
2005 bis 2007 Hausregisseur am Neuen Theater Halle und
von 2008 bis 2013 Schauspieldirektor an den Theatern Chem­
nitz. Er arbeitete als Schauspiel- und Opernregisseur u. a.
am Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Köln, Residenztheater
München, Berliner Ensemble, Theater Dortmund, der Staatsoper Hannover und dem Volkstheater Wien.
2014 inszenierte Enrico Lübbe am Schauspiel Leipzig
die Uraufführung von Richard Yates’ „Zeiten des Aufruhrs“,
2015 das Doppelprojekt „Die Schutzflehenden / Die Schutz­
befohlenen“ (Aischylos / Jelinek) und 2017 „Die Maßnahme / Die Perser“ von Brecht / Eisler und Aischylos, die neben Lüb­
bes Regiearbeiten „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn
und „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza auch in dieser
Spielzeit zu sehen sein werden. 
44
DER GELBE
NEBEL
IHR MENSCHEN
SCHEINT SO
ZERBRECHLICH ZU
SEIN!
Nach den großen Erfolgen von „Der Zauberer der Smaragden­
stadt“ und „Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten“ erzählt
das Schauspiel Leipzig zur Weihnachtszeit mit „Der gelbe
Nebel“ ein weiteres Abenteuer aus dem Zauberland. 
Den Regisseur Stephan Beer, 1977 in Magdeburg geboren, führten seine Inszenierungen u. a. an das Theater Magdeburg, das
Hans Otto Theater Potsdam, das Badische Staatstheater Karls­
ruhe und das Theater Junge Generation Dresden. Mit seiner
Inszenierung der deutschsprachigen Erstaufführung „Titus“
von Jan Sobrie war Stephan Beer 2007 zum Deutschen Kinderund Jugendtheatertreffen eingeladen. Am Schauspiel Leipzig
inszenierte er zuletzt „Das Dschungelbuch“ im Zoo Leipzig
und die erfolgreichen Uraufführungen der ersten beiden Teile
Zu der Zeit, als der große Zauberer Hurrikap, der einst das der „Zauberland-Reihe“ — ebenfalls im Verbund mit Koautor
Zauberland schuf, noch lebte, ereigneten sich plötzlich nicht Georg Burger, der Kostümbildnerin Kristina Böcher und den
enden wollende Naturkatastrophen. Sturmwinde gingen aus beiden Musikern Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß. 
heiterem Himmel über das Land, Hochwasser traten über die
Ufer, Seuchen rafften Kühe und Schafe dahin. Verantwortlich
dafür war die Riesin Arachna, eine sehr böse Hexe, für die
jeder Tag, an dem sie niemandem Böses zufügen konnte, ein
ALEXANDER WOLKOW
verlorener Tag war. Hurrikap beschloss, Arachna zu bestra­
FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET VON
fen, und versetzte sie nach langem Kampf in einen 5.000 Jahre
STEPHAN BEER UND GEORG BURGER
währenden Zauberschlaf. So geriet sie in Vergessenheit.
URAUFFÜHRUNG
Als Arachna wieder erwachte, wusste sie natürlich
nicht, was mittlerweile passiert war. In den Chroniken der
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . STEPHAN BEER
Zwerge erfuhr die Riesin von der Aufteilung des Zauberlandes
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GEORG BURGER
unter den Feen Willina, Stella, Gingema und Bastinda. Sie las
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KRISTINA BÖCHER
von Goodwin, dem Großen und Schrecklichen, und von Urfin
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JAN S. BEYER &
Juice, der vergeblich versuchte, das Zauberland zu erobern.
JÖRG WOCKENFUSS
Arachna entschied sich, selbst die Herrschaft zu erringen und
CHOREOGRAPHIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SIBYLLE UTTIKAL
sich zur Kaiserin ausrufen zu lassen. Doch sowohl im Land
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
der Zwinkerer, der Käuer, der unterirdischen Erzgräber als
auch in der Smaragdenstadt erlitt die Hexe bittere Niederlagen.
12. 12. 11 30
21.11. 10 00
PREMIERE5. 11. 15 00
Aber auch wenn Arachna durch ihren langen Schlaf einige
GROSSE BÜHNE
23. 11. 9 00
13. 12. 10 00 Zauberkünste vergessen hatte — was ihr geblieben war, reich­
24. 11. 10 00
14. 12. 10 00 te aus, um Böses zu stiften. Und so beschwor sie zur Rache ei­
25. 11. 15 00
15. 12. 9 00
nen giftigen gelben Nebel herauf, der das ganze Land überzog
27. 11. 9 00
17. 12. 15 00 und die Sonne derart verschleierte, dass in das Land des ewi­
28. 11. 9 00
17. 12. 18 00
gen Sommers der Winter Einzug hielt.
29. 11. 9 00
18. 12. 9 00
Doch wie tritt man einer solchen Gefahr entgegen, die
29. 11. 11 30
18. 12. 11 30
man nicht fassen kann? Die im wahrsten Sinne des Wortes
30. 11. 10 00
19. 12. 9 00
die Sinne vernebelt und Zwietracht sät unter den Bewohnern
3. 12. 15 00 19. 12. 11 30
des Zauberlandes? Mit Hilfe der beiden Doktoren Boril und
4. 12. 9 00
20. 12. 10 00
Horil erschaffen Elli und ihre Freunde den eisernen Riesen
5. 12. 9 00
21. 12. 9 00
Tilli-Willi, um der mächtigen Hexe eine ebenbürtige Kraft ent­
5. 12. 11 30
23. 12. 15 00
gegenstellen zu können … 
6. 12. 9 00
45
25. 12. 15 00
6. 12. 11 30
25. 12. 18 00
7. 12. 10 00
14. 1. 15 00
8. 12. 10 00
15. 1. 10 00
10. 12. 15 00
18. 2. 15 00
10. 12. 18 00
2. 4. 15 00
11. 12. 9 00
15. 4. 15 00 12. 12. 9 00
HIMMEL
UND
HÖLLE
EIN
THEATERFEST
Eine Nacht im Theater
vor und hinter den
Kulissen vom Keller bis
zum Dach
1. 9. 17
von 19 ºº bis in die
frühen Morgenstunden
EINTRITT FREI
SILVESTER
2017 IM
SCHAUSPIELHAUS
Silvester im Schauspiel Leipzig wird 2017 etwas
anders als bisher. Ein ganz besonderes theatrales
Konzerterlebnis steht im Zentrum unserer Feier:
Die britische Band THE TIGER LILLIES kommt
zum Jahreswechsel ins Schauspielhaus.
Mit ihren Songs zwischen Groove und Melancholie haben sie
einen sehr eigenen Stil und Sound geprägt, als genresprengen­
der Mix zwischen Schauspiel, Musical und Chanson — und
mit dem Musical „Shockheaded Peter“ haben sie Theatergeschichte geschrieben. Im Leipziger Silvester-Konzert wird es
Auszüge aus dem „Shockheaded Peter“-Album geben, ergänzt
um Lieder aus „Madame Piaf“, der Hommage der Tiger Lillies
an Edith Piaf aus dem vergangenen Jahr.
Vor dem Konzert gibt es ein hochwertiges gastrono­
misches Buffet-Angebot von ENK Leipzig. Nach dem Konzert
geht es im Foyer weiter mit Tanz bis weit ins neue Jahr. Paral­
lel dazu wird das Rangfoyer wieder zur Lounge mit Musik. 
19 ³º Einlass und Gastronomie
21 ºº Konzertbeginn THE TIGER LILLIES
23 ºº DJ in der Garderobenhalle &
Lounge im Rangfoyer
EINTRITT: 99,–
( INKLUSIVE KONZERT, BUFFET-ANGEBOT VOR
DEM KONZERT / SNACK-ANGEBOT NACH
DEM KONZERT, BEGRÜSSUNGS- UND MITTERNACHTSSEKT. WEITERE GETRÄNKE EXTRA.)
FÜR INHABER EINES TERMIN-ABOS GIBT ES
EINE GESONDERTE ERMÄSSIGUNG, WEITERE
INFORMATIONEN DAZU AUF SEITE 140
47
UBU ROI / KÖNIG UBU
Alfred Jarrys radikal-absurdes Theaterstück von 1896 gilt als
wichtigster Vorläufer des modernen Theaters — und zeigt mit
König Ubu den Prototypen des egomanen und dreisten Macht­
menschen, dessen Ausprägungen bis in unsere Gegenwart nachweisbar sind. 
ALFRED JARRY
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLAUDIA BAUER
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
PREMIERE27. 1.
GROSSE BÜHNE
3. 2.
24. 2.
1. 3. 25. 3. 16 00
6. 4.
21. 4.
13. 5. Der hochdekorierte, aber primitive, feige und gefräßige Vater
Ubu wird von seiner machtbesessenen Frau, Mutter Ubu, zum
Königsmord angestiftet. Durch ein Massaker an der polnischen
Königsfamilie erklimmt das unheilvolle Pärchen den Thron. Nach
dem Staatsstreich noch mit vielen Hoffnungen versehen und
als recht populär angesehen, verfolgt König Ubu postwendend
ganz unverhohlen seine egoistischen Ziele. Zunächst beschließt
er, alle Adeligen in der „Enthirnungsmaschine“ hinrichten zu
lassen und ihren Besitz zu seinem persönlichen Vorteil einzu­
ziehen. Dann entlässt er alle Richter, für Gerechtigkeit sorgt
er nun selbst, und verfügt eine radikale Steuerpolitik mit un­
mäßiger Potenzierung aller direkten und indirekten Steuern.
Auch für deren gewaltsame Eintreibung sorgt der König selbst.
Der Widerstand lässt nicht lange auf sich warten — und so
revoltiert das unterdrückte Volk, wagt unter Anführung des
rechtmäßigen Thronfolgers, der als Einziger dem Massaker entkam, den Aufstand. Gleichzeitig animiert ein Abtrünniger den
russischen Zaren, gegen den entfesselt mordenden Despoten zu
intervenieren. Es herrscht Krieg. 
Claudia Bauer, Hausregisseurin am Schauspiel Leipzig, leitete
von 1999 bis 2004 das Theaterhaus Jena und war von 2005 bis
2007 als Hausregisseurin am Neuen Theater Halle engagiert.
Sie machte sich an Theatern wie dem Staatstheater Stuttgart,
den Münchner Kammerspielen, der Volksbühne Berlin, dem
Theater Magdeburg und dem Staatstheater Schwerin deutsch­
landweit einen Namen und inszenierte erfolgreich zahlreiche
Uraufführungen, u. a. „Seymour oder Ich bin nur aus Verse­
hen hier“ von Anne Lepper am Schauspiel Hannover (Werkauftrag des Stückemarktes — Berliner Theatertreffen 2011),
das zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater 2012
eingeladen war.
In Leipzig inszenierte sie bisher die Uraufführung
von Wolfram Hölls „Und dann“, mit dem sie zu den drei re­
nommiertesten Festivals für Gegenwartsdramatik eingeladen
wurde — Heidelberger Stückemarkt 2014, Mülheimer Thea­
tertage — Stücke 2014 und Autorentheatertage Berlin 2014 —,
Jean Genets selten gespieltes Stück „Splendid’s“, „Die Ermü­
deten oder Das Etwas, das wir sind“ von Bernhard Studlar,
„Metropolis“ nach Thea von Harbou und Fritz Lang, „Geister
sind auch nur Menschen“ von Katja Brunner — und die Büh­
nenadaption von Peter Richters Roman „89/90“, die zum Ber­
liner Theatertreffen 2017 eingeladen wurde. 
UND JETZT, ACH GOTT,
IST ALLES ANDERS
GEWORDEN.
48
SECHS
PERSONEN
SUCHEN EINEN
AUTOR
Mitten in die Probe eines Theaterstücks platzt eine Familie.
Sechs Personen eines noch nicht geschriebenen Stückes, die
ihre Tragödie aufführen wollen. Da die Theaterprobe in Ermangelung eines guten Stücks ohnehin belanglos erscheint, wird
ihnen und ihrer Geschichte Gehör geschenkt.
Dabei tut sich das Drama einer vormodernen Patchwork-Familie auf: Als der Vater von einem Verhältnis der Mutter
mit seinem Sekretär erfährt, fordert er sie dazu auf, ihn und
den gemeinsamen Sohn zu verlassen. Aus der Verbindung mit
ihrem neuen Mann bekommt die Mutter drei weitere Kinder.
Jahre später begegnet der Vater seiner ältesten Stieftochter in
einem Bordell. Es kommt zu einer versuchten Familienzu­
sammenführung, doch der Sohn verweigert den Kontakt zu
Mutter, Halbschwester und deren zwei Geschwisterchen, die
schließlich beide ein tragisches Ende finden — ob im Spiel
oder in Wirklichkeit, darüber entbrennt zwischen der Familie
und den Theaterleuten eine wilde Diskussion.
Die sechs Personen fühlen sich als halbfertige, vom Au­
tor vernachlässigte Figuren. Das „Drama in ihnen“ solle endlich
zu Ende geschrieben werden, verlangt der Vater — und der
Regisseur will aus der Familiengeschichte ein Stück machen.
Doch man kommt nicht zueinander. Man verliert sich im
Disput — nicht verstehend, dass die einen vom Leben spre­
chen, während die anderen die perfekte Illusion suchen. 
Wie wirklich ist die Wirklichkeit? „Der Mensch hat das Be­
dürfnis, sich ständig durch die Erschaffung einer Wirklich­
keit über die Realität zu täuschen“, schrieb Luigi Pirandello.
Der sizilianische Literaturnobelpreisträger revolutionierte
mit seinem berühmtesten Stück, 1921 uraufgeführt, das The­
ater durch die absurd-komische Vermischung von Spiel und
Wirklichkeit. Pirandello machte das Theater selbst zum Ge­
genstand des Theaters und enthüllte nicht nur das Spiel der
Rollen als Schein des Theaters, sondern auch das Leben selbst
als ein Theaterspiel mit Rollen und Masken, hinter denen
manchmal das nackte Nichts zu finden ist. 
WAS WEISST
DU DENN DAVON,
WIE ICH BIN ?
LUIGI PIRANDELLO
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MORITZ SOSTMANN
BÜHNE & KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CHRISTIAN BECK
PUPPENBAU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JONATHAN GENTILHOMME
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS DÖPKE
PREMIERE
10. 2.
HINTERBÜHNE
Moritz Sostmann studierte Puppenspiel an der Hochschule
für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Nach Jahren als
freier Schauspieler bei Film und Fernsehen sowie am Theater
Basel, am Schauspielhaus Wien, am Hebbel Theater und am
Maxim Gorki Theater Berlin arbeitet er überwiegend als Re­
gisseur, u. a. in Berlin, Halle, Luzern und Dresden. In seinen
Inszenierungen vereint er Schauspiel mit Puppenspiel, immer
unter der Frage der Konkurrenz von Mensch und Puppe, von
Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Realität und Projektion.
Seit der Spielzeit 2013/14 ist Moritz Sostmann Hausregisseur
am Schauspiel Köln. 
49
GESPENSTER
ODER
DENKWÜRDIG KEITEN
EINES NERVENKRANKEN
NACH HENRIK IBSEN / DANIEL PAUL SCHREBER
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PHILIPP PREUSS
BÜHNE & KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RAMALLAH AUBRECHT
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KORNELIUS HEIDEBRECHT
VIDEO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KONNY KELLER
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CHRISTIN IHLE
PREMIERE
GROSSE BÜHNE
31. 3.
5. 4.
22. 4. 16 00
4. 5.
12. 5.
30. 5.
9. 6.
50
Es sind die Geister der Vergangenheit, die sich immer wieder
der Körper bemächtigen, sie heimsuchen und schließlich nicht
mehr loszulassen scheinen. Sie hausen im eigenen Innen, sie
sind in uns. Zum Leben erweckt, sprechen sie durch uns hin­
durch. Die Vergehen der Vergangenheit, einmal in die Welt ge­
setzt, lassen sich nicht mehr ausräumen — sie kehren wieder. 
Seit der Spielzeit 2015/16 ist Philipp Preuss Hausregisseur am
Schauspiel Leipzig. Nach den Erfolgen von „Der Reigen oder
Vivre sa vie“ und „Wolokolamsker Chaussee I–V“ sowie „Ein
Sommernachtstraum“ und „Peer Gynt“ ist diese Stoffkombi­
nation seine dritte Inszenierung auf der Großen Bühne. Nach
seinem Studium am Mozarteum Salzburg arbeitet er seit 2001
als freier Regisseur und bildender Künstler, u. a. am Schloss­
Der Vergangenheit soll ein Denkmal errichtet werden. Doch theater Moers, Schauspiel Dortmund, Schauspiel Frankfurt,
das Erbe der Väter erscheint vielmehr in den Leibern der Söh­ Theater an der Ruhr Mülheim, am Volkstheater Wien und an
ne — sie werden zu den Wiedergängern ihrer Geschichten.  der Schaubühne Berlin. 
Ein nicht enden wollender Regen verschleiert düster den Landsitz der Familie Alving, als Osvald, der Sohn des Hauses, schlaftrunken aus Paris heimkehrt. Anlass seiner Rückkehr ist
die Einweihung eines Kinderasyls zu Ehren seines verstorbe­
nen Vaters. Mit dieser Stätte soll die Erinnerung weggerückt
werden und Osvald nie erfahren, welch einen Abgrund die
Ehe seiner Eltern barg. Als sich die Geschichte aber zu wie­
derholen droht und Osvald mit dem Stubenmädchen, das ihm
näher steht, als er zu glauben vermag, anbandelt, beschließt
seine Mutter, dies zu verhindern. Doch die Vergangenheit
scheint bereits zu deren unwiderruflicher Zukunft geworden
zu sein: Osvald wurde attestiert, dass seit seiner Geburt et­
was Wurmstichiges in ihm hause. Er wird eingeholt von der
Krankheit des Vaters, aber vielmehr noch von den Geistern
der Vergangenheit. Eine Hinterlassenschaft, derer man sich
nicht entledigen kann.
Dieser fiktiven Familiengeschichte steht die reale
der Leipziger Familie Schreber gegenüber. Auch Daniel Paul
Schreber, Sohn des berühmten Pädagogen und Arztes Moritz
Schreber, scheint die Vergangenheit befallen und eingenom­
men zu haben. Sein Geist wird zersetzt von einer überborden­
den Macht, von Zellen, Stimmen und Visionen. Halluzinatio­
nen hält er für übersinnliche Wunder, nicht für die Ausgeburt
seiner Phantasie. Festgehalten hat er seine jahrzehntelange
Erkrankung, die Klinikaufenthalte sowie detailreiche Be­
schreibungen seiner Wahnbilder in den „Denkwürdigkeiten
eines Nervenkranken“.
Und auch sein Vater hinterließ etwas in ihm. Mit den
Grundlagen zur Kallipädie, der Erziehung zum schönen und
aufrechten Menschen, schuf er eine gelebte Vergangenheit für
seinen Sohn. Das erfahrene Maß an Disziplin und körperli­
cher Ertüchtigung sowie die Anwendung mechanischer Vor­
richtungen scheinen sich im Körper seines Sohnes eingenistet
zu haben — ein unbändiges Wesen, das ihn immer wieder an­
fällt und schließlich überwältigt. 
51
ICH BIN
VOLLER ANGST,
DENN
ETWAS VON
DIESEM
GESPENSTISCHEN
SITZT AUCH
IN MIR,
DAS ICH NIE
RICHTIG
LOSWERDEN
KANN.
ANGST
ESSEN SEELE
AUF
Emmi ist eine ältere Dame, die als Reinigungskraft arbeitet und
seit dem Tod ihres Mannes vor vielen Jahren die meiste Zeit
allein verbringt. Salem, genannt Ali, ist ein junger Gastarbei­
ter, der seit zwei Jahren unter prekären Bedingungen in
Deutschland lebt.
Als sie sich zufällig in einer Bar begegnen und Salem
Emmi zum Tanzen auffordert, kommen sie sich näher und
verlieben sich ineinander. Den feindseligen Gefühlen ihres
Umfelds zum Trotz beschließen sie, zu heiraten — und finden
sich der ungebremsten Wucht von Vorurteilen ausgesetzt, de­
nen sich auch ihre engsten Vertrauten anschließen … 
Mit der Klarheit einer Fabel veranschaulicht „Angst essen
Seele auf“ die Funktionsweisen eines hierarchischen Gesell­
schaftssystems. Gleichzeitig gelingt es Fassbinder, eindimen­
sionale Figurenzeichnungen und gängige Klischees zuguns­
ten vielschichtiger Protagonistenporträts aufzubrechen. Ein
nach wie vor hochaktueller Stoff, der auch mehr als vierzig
Jahre nach seiner Genese eindringlich die Entstehung und
Auswirkung von Ausgrenzung illustriert. 
RAINER WERNER FASSBINDER
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . NURAN DAVID CALIS
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . IRINA SCHICKETANZ
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . AMÉLIE VON BÜLOW
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VIVAN BHATTI
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLARA PROBST
PREMIERE17. 5.
26. 5.
GROSSE BÜHNE
31. 5.
10. 6. 16 00
22. 6.
Rainer Werner Fassbinder drehte in nur dreizehn Jahren
44 Kino- und Fernsehfilme und schuf bis zu seinem frühen
Tod mit 37 Jahren eines der wichtigsten filmischen Œuvres
der Nachkriegszeit. Sein 1974 entstandener Film „Angst essen
Seele auf“ legt ein zentrales Anliegen des später als Enfant
terrible des Neuen Deutschen Films bezeichneten und oftmals
kontrovers diskutierten Filmemachers offen: Privates poli­
tisch zu machen und somit auf der Ebene zwischenmensch­
lichen Verhaltens die Wirkungsweisen ganzer gesellschaftli­
cher Sozialgebilde zu veranschaulichen. 
Nuran David Calis arbeitet als Regisseur und Autor und hat
sich bereits vielfach Stoffen gewidmet, die sich mit Themen
wie dem ‚fremden Blick‘ und alltäglichem Rassismus aus­
einandersetzen. Bisherige Regiearbeiten brachten ihn u. a. ans
Deutsche Theater Berlin, Schauspiel Köln, Schauspiel Essen,
Volkstheater Wien, Schauspielhaus Bochum und Schauspiel
Stuttgart. Am Schauspiel Leipzig war zuletzt seine Inszenierung von Bertolt Brechts „Baal“ zu sehen. 
52
MANCHMAL
WÜNSCH ICH MIR,
ICH WÄR
MIT DIR GANZ
ALLEIN AUF
DER WELT UND
KEINER
DRUM RUM.
ECHO
CHAMBER
(ARBEITSTITEL)
Die Spiegelbox wird hier zum utopischen Raum, in dem die
PerformerInnen die Erfahrungen und Identität der anderen
anprobieren und mit dem eigenen Material überschreiben können. Live-Performance mischt sich mit Videoprojektionen zu
einem treibenden, fast halluzinogenen Gefühl. Geschichten
und Handlungen der PerformerInnen greifen ineinander, ver­
schwimmen und die Zeit zwischen Vergangenheit und Zukunft
beginnt zu oszillieren. 
BE YOURSELF:
EVERYONE ELSE
IS TAKEN
OSCAR WILDE
Initiale Inspirationsquelle von Gob Squads neuer Performance
ist der Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde.
Als Referenz- und Angelpunkt dient der faustsche Pakt, den
der Protagonist eingeht, um seinen Körper vor dem Verfall
zu retten: Er lässt sein Bild statt seiner selbst alt werden. Die
Erzählung über den narzisstischen Hedonismus von Dorian
Gray und seinen unvermeidlichen Untergang beansprucht im
digitalen Zeitalter, in dem Identität konstruierbar und beliebig
manipulierbar ist und mit einem Klick versehen — „like“ oder
„dislike“ — sofort den entsprechenden Marktwert erfährt, eine
ungebrochene Aktualität. Die Geschichte des Dorian Gray
scheint unser bio-politisches Zeitalter vorauszuahnen, in dem
wir in der Lage sind, unsere Identitäten und Körper zu gestal­
ten und wie ein Designobjekt zu formen: der Körper als ulti­
matives Artefakt der kapitalistischen Lebensphilosophie. 
Gob Squad sind ein deutsch-englisches Performancekollektiv,
das gemeinsam an der Konzeption, Inszenierung und Darstel­
lung von Live-Events arbeitet. Seit 1994 realisieren sie Arbei­
ten im Grenzbereich von Theater, Performance, Kunst und
Medien. Mit ihrer Arbeit „Super Night Shot“ waren sie bereits
in der Spielzeit 2014/15 zu Gast in der Residenz, die Koproduk­
tion „War and Peace“ wurde in der vergangenen Spielzeit auf
der Hinterbühne gezeigt. „Echo Chamber“ ist die zweite vom
Schauspiel Leipzig koproduzierte Arbeit. 
Auf der Bühne agieren in einer verspiegelten Box drei Genera­
tionen miteinander: Teenager, mittelalte Erwachsene und Se­
niorInnen. Während die mittlere Generation von der Kompa­
nie selbst vertreten wird, casten Gob Squad die Teenager und
SeniorInnen aus der Bevölkerung Leipzigs. Im Verlauf der
Performance werden die PerformerInnen von Gob Squad im­
mer wieder von den jüngeren oder älteren Gästen auf der Büh­
ne ersetzt, die jeweils als Alter Egos fungieren. Die Körper der
Gäste werden für Momente ausgeliehen, um auf sie zu projizie­
ren, ihre Geschichten oder Erfahrungen zu stehlen oder die ei­
genen in einem anderen Gesicht und Lebensalter gespiegelt zu
sehen. „Echo Chamber“ stellt Bilder her, in denen der Körper
zum Artefakt wird, zu einem Körper, der mit sich selbst ha­
dert, im Unreinen ist, in einem fortwährenden Kampf. „Echo
Chamber“ macht ihn als Matrix von Identitäten erfahrbar. Es
geht um den Körper als Grenze und Möglichkeitsraum und
die damit verbundenen Fragen nach Sichtbarkeit, Technolo­
gie, Hedonismus und Moral.
KONZEPT, REGIE & PERFORMANCE . . . . GOB SQUAD
PERFORMANCE IN ENGLISCHER
UND DEUTSCHER SPRACHE
LEIPZIG-PREMIERE
12.6.13.6.
GROSSE BÜHNE
„ECHO CHAMBER“ (AT) IST EINE PRODUKTION VON
GOB SQUAD UND DEM HAU HEBBEL AM UFER BERLIN.
KOPRODUZIERT VON CENTER THEATRE GROUP
LOS ANGELES, MÜNCHNER KAMMERSPIELE, NATLAB
EINDHOVEN UND SCHAUSPIEL LEIPZIG.
GOB SQUAD ARTS COLLECTIVE ERHÄLT INSTITUTIONELLE
FÖRDERUNG IM RAHMEN DES KONZEPTFÖRDERUNGSZEITRAUMES 2015—2018 DES LANDES BERLIN,
SENATSVERWALTUNG FÜR KULTUR UND EUROPA.
WWW.GOBSQUAD.COM
53
TOOT!
2-TEILIGER TANZABEND VON DIDY VELDMAN
EINE KOOPERATION VON LEIPZIGER BALLETT UND
SCHAUSPIEL LEIPZIG
PREMIERE
29. 6.
30.6.
Tanz ist die vielleicht vielfältigste Sprache der Welt. Die Aus­
druckskraft des Körpers in Bewegung ist schier unbegrenzt
in seiner unmittelbaren Auseinandersetzung mit Menschen,
seelischen Zuständen und Räumen. Das Leipziger Ballett lebt
diese tänzerische Vielfalt in seiner Fülle unterschiedlicher
Stilrichtungen vom neoklassischen Ballett bis zum zeitgenös­
sischen Tanz. Gerade für Letzteren hat sich seit der Spielzeit
2015/16 ein ganz besonderer Ort gefunden: die Große Bühne
des Schauspiel Leipzig. Dort zeigt das Leipziger Ballett außer­
gewöhnliche Handschriften internationaler Choreographen.
Mit dem Dreiteiler „FLESH“ von Iván Pérez ist ein aufregen­
der Auftakt gelungen, der von Fachpresse und Publikum glei­
chermaßen begeistert aufgenommen wurde. In dieser Spiel­
zeit führt die Niederländerin Didy Veldman uns in emotionale
und körperliche Grenzgebiete zwischen Tanztheater und Per­
formance.
In ihrer zeitgenössischen Tanzsprache öffnet Didy
Veldman einen ungewöhnlichen Blick von verspielter Leich­
tigkeit bis hin zu intensiver Anspannung auf Menschen in Be­
wegung. Sie hat Arbeiten für international renommierte Com­
panien wie Introdans, das Grand Ballet Canadien de Montréal,
das Cullberg Ballet oder Rambert Dance Company kreiert.
Ihre immer wieder überraschenden und innovativen Arbeiten
haben sie zu einer der wichtigsten niederländischen Choreo­
graphinnen gemacht. 
1.7.
GROSSE BÜHNE
SEE BLUE THROUGH
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ALFRED SCHNITTKE
CHOREOGRAPHIE, BÜHNE &
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DIDY VELDMAN
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PHILIPP AMELUNGSEN
TOOT
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DMITRI SCHOSTAKOWITSCH,
BALANESCU QUARTET CHOREOGRAPHIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DIDY VELDMAN
BÜHNE & KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MIRIAM BUETHER
LICHTDESIGN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MARC PARENT
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PHILIPP AMELUNGSEN
ES TANZT DAS LEIPZIGER BALLETT.
54
H
M
E
EINGELADEN ZUM
BERLINER THEATERTREFFEN 2017
NACH DEM ROMAN VON PETER RICHTER
FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET VON
CLAUDIA BAUER UND MATTHIAS HUBER
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLAUDIA BAUER
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANDREAS AUERBACH
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANDREAS AUERBACH &
DOREEN WINKLER
KOMPOSITION &
MUSIKALISCHE LEITUNG . . . . . . . . . . . . . . . PEER BAIERLEIN
CHORLEITUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DANIEL BARKE
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles erleben darf im
Herbst der DDR: erotisch-spielerische Freibadnächte, Anwer­
bungsversuche verkappter Stasi-Lehrer am nächsten Morgen,
endlose Nachmittage im FDJ-Jugendklub, die vertraute Ge­
wissheit, dass Urlaub nun mal „Sächsische Schweiz“ oder „Ungarn“ ist. Sie sind auch die Letzten, die noch die „vormilitä­
rische Ausbildung“ durchleiden. Sie sind aber die Ersten, die
das dort Erlernte im Herbst 89 gegen die Staatsmacht anwen­
den. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt einem,
wenn die Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die
Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden? 
Peter Richter beschreibt die chaotischen Zustände zur Wen­
dezeit, in der ganz offen viele Grundlagen für die gegenwär­
tigen Stimmungen und Verwerfungen der deutschen Gesell­
schaft liegen. 
„Das knappe Jahr zwischen Mauerfall und Beitritt war viel­
leicht nicht nur das beste Jahr der DDR, sondern auch das fol­
genreichste der Bundesrepublik. Es ist der Nullpunkt, von dem
aus man sich noch einmal anschauen kann, wie alles Mögliche
auch hätte anders laufen können. Es ist das Jahr, in dem ein
beträchtlicher Teil Deutschlands sich im Zustand einer echten
Anarchie befindet. Mit allen Herrlichkeiten, die so etwas mit
sich bringt. Und mit allem Horror.“ Peter Richter 
MIT: WENZEL BANNEYER, ANDREAS DYSZEWSKI,
ROMAN KANONIK, ANNA KEIL, TILO KRÜGEL, DENIS PETKOVIĆ,
ANNETT SAWALLISCH, BETTINA SCHMIDT, CHOR
WIEDERAUFNAHME
14. 10. GROSSE BÜHNE
29. 10. 18 00 26. 11. 16 00 16. 12. „Eine großartige Idee, wie man Peter Richters
Erinnerungsroman ‚89/90‘ theatergerecht
adaptieren kann. Das ist wie Marthaler, nur
schneller, schriller, lauter.“
NACHTKRITIK.DE
„Eine gelungene, eine inhaltlich treffende und
ästhetisch spannende Inszenierung. Ein Abend,
der viel will und wagt.“
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
„Großes Theater. Sinnlich und opulent.“
55
THEATER DER ZEIT
-
A
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FN
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A
LEERE
FLÄCHEN WOLLEN
TÄTOWIERT
SEIN, VOLLGEHACKT,
UND MAN MUSS
DAS NOCHMAL
DEUTLICH SAGEN:
ZUERST SAH
UNSERE
UMGEBUNG
SO AUS, DANN
ERST WIR.
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89/90
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FN
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DIE
MA NAHME / DIE
PERSER
BERTOLT BRECHT / HANNS EISLER
& AISCHYLOS (DEUTSCH VON DURS GRÜNBEIN)
REGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ENRICO
LÜBBE
MUSIKALISCHE LEITUNG / EINSTUDIERUNG DER CHÖRE . . . . . . . . MARCUS CROME
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ETIENNE PLUSS
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BIANCA DEIGNER
VIDEO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . FETTFILM
(MOMME HINRICHS &
TORGE MØLLER)
CHOREOGRAPHIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . STEFAN HAUFE
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TORSTEN BUSS &
CLARA PROBST
MUSIKER DES GEWANDHAUSORCHESTERS UND GÄSTE
MIT: WENZEL BANNEYER, THOMAS BRAUNGARDT,
ANNA KEIL, TILO KRÜGEL, DIRK LANGE,
MICHAEL PEMPELFORTH, FELIX AXEL PREISSLER,
HANNELORE SCHUBERT SOWIE ZWEI CHÖREN
UND STATISTERIE
EINE KOPRODUKTION MIT DEN RUHRFESTSPIELEN
RECKLINGHAUSEN 2017 IN KOOPERATION MIT DEM
GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
WIEDERAUFNAHME
5. 10. GROSSE BÜHNE
19. 10. 22. 11. 9. 12. 12. 1. 56
Eine Doppelbefragung mit zwei Eckpfeilern der Theaterge­
schichte, entstanden zu und geprägt von extremen Zeiten. Zwei
Zeitstücke, und zwei Lehrstücke auf ihre je eigene Art: „Die
Perser“, das älteste vollständig erhaltene Drama der Mensch­
heit und eine der wenigen antiken Tragödien, die reales Gesche­
hen behandeln, sowie „Die Maßnahme“, die prominente Zu­
sammenarbeit von Bertolt Brecht und Hanns Eisler als Modell
für Brechts Lehrstück-Theorie. Uraufgeführt 472 v. Christus
in Athen, und uraufgeführt 1930 in Berlin. Während „Die
Maßnahme“ geprägt ist von der politisch hoch erhitzten Zeit
der Weimarer Republik, hallt in den „Persern“ die Erfahrung
der Schlacht von Salamis nach, die als die bis dahin größte
und verlustreichste militärische Auseinandersetzung der
Menschheit gilt.
Aischylos erzählt den Sieg der Griechen, aber er er­
zählt ihn aus der Perspektive der unterlegenen Perser — mit
deutlichem Fokus auf das Leid der Verlierer. Markantestes
Zeichen ist die Litanei der Namen, die Aischylos’ Drama
strukturiert — die Namen all derjenigen Perser, die nicht
aus der Schlacht zurückkehren werden. Eine gänzlich ande­
re Perspektive geben Brecht und Eisler in der „Maßnahme“,
die nicht zuletzt auch eine Feier der Anonymität bedeutet:
Maskierung und Entindividualisierung ist Leitprogramm in
der „Maßnahme“, in der vier Agitatoren vor der Kommunis­
tischen Partei die Tötung eines jungen Genossen bei einem
Untergrund-Einsatz in China rechtfertigen — und dafür vom
Kontrollchor entschuldet werden.
„Die Maßnahme“ als Zeitdokument einer Epoche in
Dialog mit einem Schlüsselwerk, das die europäische (Geistes-)
Geschichte mit formulierte — sie treffen sich in den Themen
Hybris und Verblendung. Aber sie entwickeln sehr gegensätz­
lich die Frage nach der Wirkung politischer Ideen und dem Bewusstsein individuellen Leids — im Spannungsfeld zwischen
Humanismus und Ideologie, zwischen der Bedeutung einer
Idee und dem Wert des Individuums. 
VOR DER VORSTELLUNG AM 9. 12. 17 BEGRÜSSEN
WIR DEN OSTEUROPA-HISTORIKER UND PUBLIZISTEN PROF. KARL SCHLÖGEL IM GESPRÄCH MIT
DR. JENS BISKY ÜBER DIE HISTORISCHEN ENTWICKLUNGEN IN DER UDSSR UND DIE STALINISTISCHEN SCHAUPROZESSE IM MOSKAU DER
1930 ER JAHRE: „DIE MAßNAHME. REALITÄT UND
FIKTION.“ DISKOTHEK, 18 00 . EINTRITT FREI.
„Die zeitlich so weit voneinander entfernten Dramen
korrespondieren in dieser schönen wie intelligenten
Aufführung aufregend miteinander und mit uns,
sie geben keine Ruhe und kein Pardon.“
FAZ
„Lübbe entwickelt wohl orchestrierte Bilder, die
gerade durch ihre stilistische und zurückgenommene Konsequenz eine große Wucht entfalten.“
DEUTSCHLANDFUNK
„Hämmernder Text. Pathos und Präsenz. Lübbe
bietet ein imposantes, kühl ergreifendes Theater der
konzentrierten Askese, in dem der Mensch jäh
und in überaus scharfen Umrissen vor sich selbst
hingestellt wird — eben auch als tragisch unbelehrbarer Zuarbeiter für ein mechanisches
Massendasein.“
NEUES DEUTSCHLAND
DENN DER
HOCHMUT, GEHT
SEINE SAAT
AUF, BRINGT
HÖCHSTE ERTRÄGE /
AN REINER
VERBLENDUNG,
DIE MAN
BALD ERNTET IN
TRÄNEN.
57
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KRUSO
EINGELADEN ZU DEN
AUTORENTHEATERTAGEN BERLIN 2017
Sommer 1989: Nach dem Tod seiner Freundin verlässt Edgar,
Germanistikstudent aus Halle, sein bisheriges Leben mit einer
Tasche in der Hand und Georg Trakl im Kopf. Sein Ziel ist Hid­
densee, die mythische Insel, ein für den normalen DDR-Bür­
ger nahezu unerreichbarer Ort. Ed gelingt es, im „Klausner“
als Abwäscher anzuheuern. Hier begegnet er Alexander
Krusowitsch, genannt Kruso, der ihn in die Geheimnisse der
Insel einweiht. Denn Hiddensee ist der Strand der Gestrande­
ten, jener Gestalten, die all ihre Hoffnung auf eine gefährliche
Flucht über das Meer richten. Unsichtbar für Tagestouristen
und Armee, hat Kruso die Insel unterwandert. Seine Missi­
on ist eine Freiheit jenseits der Systeme und Festländer, seine
Utopie ist die Insel selbst als Ort außerhalb der Zeit. Ed, der
mehr vor sich selbst geflohen ist als irgendwohin, wird für
einen Sommer zum „Freitag“ für den „Robinson“ Kruso. Doch
dann kommt der Herbst. Was groß war, erscheint lächerlich.
Das kleine Glück wird wichtig. Und wer jetzt kein Haus hat,
gehört den Fluten. 
Lutz Seiler ist mit „Kruso“ ein großer Roman über die letzten
Tage der DDR gelungen, der mit seinem Inselbild eine geräu­
mige Metapher für das Verschwinden schafft. Seiler fängt die
Widersprüchlichkeit der Mauer als Gefängnis und gleichzeitig
Schutz ein — weniger vor irgendwelchen Feinden als vielmehr
für eine andere Zeitrechnung. Für „Kruso“ erhielt Lutz Seiler
den Deutschen Buchpreis 2014. 
Armin Petras beschäftigt sich mit besonderem Interesse mit
biographischen Umbrüchen, wie sie die Protagonisten „Krusos“
erleben. Bisherige Regiearbeiten führten ihn u. a. ans Schau­
spiel Frankfurt, Deutsche Theater Berlin, Maxim Gorki The­
ater und an die Münchner Kammerspiele. Petras wurde 2003
und 2004 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und mehr­
fach für seine Theaterstücke, die er unter dem Pseudonym Fritz
Kater schreibt, ausgezeichnet. 
„Petras setzt auf große Bilder, auf ein sehr artifizielles
Ambiente, um dem magischen Realismus auf der
Bühne Raum zu geben. Ein Bühnengesamtkunstwerk.“
MDR.DE
„Armin Petras’ zärtlichste, sinnlichste
Inszenierung seit langem.“
THEATER HEUTE
58
NACH DEM GLEICHNAMIGEN ROMAN
VON LUTZ SEILER
FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET
VON ARMIN PETRAS UND LUDWIG HAUGK
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ARMIN PETRAS
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . OLAF ALTMANN
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PATRICIA TALACKO
LIVE-MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JOHANNES COTTA
CHOREOGRAPHIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DENIS KUHNERT
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLARA PROBST &
CHRISTIN IHLE
MIT: JOHANNES COTTA, ALINA-KATHARIN HEIPE,
ELLEN HELLWIG, DAVID HÖRNING, ANDREAS KELLER,
JONAS KOCH, DIRK LANGE, FERDINAND LEHMANN,
MARKUS LERCH, ELIAS POPP, ANJA SCHNEIDER,
NINA SIEWERT, FLORIAN STEFFENS, BERNDT STÜBNER
WIEDERAUFNAHME
IN PLANUNG
GROSSE BÜHNE
ES GIBT SIE,
DIE FREIHEIT. SIE
IST NÄMLICH
HIER, AUF DER
INSEL.
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PHILIPP PREUSS
BÜHNE & KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RAMALLAH AUBRECHT
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KORNELIUS HEIDEBRECHT
VIDEO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KONNY KELLER
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CHRISTIN IHLE
MIT: TIMO FAKHRAVAR, KORNELIUS HEIDEBRECHT,
DIETER JASSLAUK, ANDREAS KELLER, HILTRUD KUHLMANN,
MARKUS LERCH, FANNY LUSTAUD, AMANDA MARTIKAINEN,
JOANNE D’MELLO, DENIS PETKOVIĆ, FELIX AXEL PREISSLER,
FLORIAN STEFFENS
WIEDERAUFNAHME
28. 12.
GROSSE BÜHNE
13. 1.
23. 2.
14. 3.
E
HENRIK IBSEN
ÜBERSETZT VON CHRISTIAN MORGENSTERN
M
NACHTKRITIK.DE
59
H
„Selten greifen alle Zahnräder so reibungslos ineinander
wie bei dieser Inszenierung. Der Gesang der Sirenen
nimmt flirrend die dämonische Stimmung norwegischer
Trollwelten auf. Bühne, Kostüm und Live-Video
scheinen simpel, bezirzen aber gleich auf mehreren
Ebenen. Und nicht zuletzt liefern sämtliche Darsteller
immerzu alles, was ihre Ichs, ihre zahllosen
Zwiebelhüllen hergeben.“
-
A
„Ein Lebens-Dialog zwischen Loslassen und Festklammern. Unprätentiös, fokussiert, sparsam.
Fern aller Schaumigkeit, eine Traum-Szene von Theater.“
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
ER
FN
ICH
FÜRCHTE, ICH
WAR TOT,
LANGE BEVOR ICH
GESTORBEN
BIN.
D
U
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A
Peer Gynt erzählt. Und er ist bekannt für seine unerschöpfli­
chen Geschichten, die die Anderen zum Staunen bringen. In
einer Dorfgemeinschaft, die nur Spott für ihn übrig hat, gerät
er ins Träumen über all das, was er sein könnte. Dieser Peer
Gynt ist ein Außenseiter und ein Phantast. Er lässt sich ver­
führen von jeder Zerstreuung, der nächsten Schlägerei, von
seinen Gedanken, die ihn sich als Kaiser sehen lassen, als
einen, der Großes vollbringt. Taumelnd geht er diesem Bild
nach. Er füllt sich an mit Identität, getrieben von der Sehn­
sucht, jemand sein zu können, für sich und für die Anderen.
Er reist um die Welt, arbeitet als Reeder in Amerika, wird zum
Propheten, zum Kaiser der Selbstsucht und kommt seinem Ich
trotzdem nicht näher.
Gleich wie vom Duft der modernden Zwiebel, Haut
um Haut, ist er betäubt, gerät in einen Wahn, der nicht mehr
offenbart, was Realität oder utopischer Entwurf des gynt­
schen Ichs ist. Es ist eine ekstatische Flucht, angetrieben vom
beständigen Scheitern der Lüge und der Angst, in der eigenen
Erfindung verloren zu gehen — sein Dasein eine hohle Form,
die am Ende nur dazu taugt, eingeschmolzen zu werden. Es ist
der Peer Gynt, der zu seinem eigenen Abgrund wird. 
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PEER GYNT
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DER GOTT DES
GEMETZELS
Ein Pharma-Anwalt und eine Vermögensberaterin. Eine Au­
torin mit Afrika-Schwerpunkt und ein Sanitärhändler. Wann
begegnen sich zwei solch gegensätzliche Paare? Selten. Haben
sie irgendetwas gemeinsam? Nein. Es sei denn, beide Paare
haben Kinder, die in ein und dieselbe Schule gehen. Dann kann
es tatsächlich passieren, dass zwei solche Paare einen Nach­
mittag miteinander verbringen müssen.
Von diesem zivilisatorischen Ausnahmefall erzählt
Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“. Und selten zuvor hat
jemand ein solches Aufeinandertreffen so sensationell genau
beobachtet — und so sensationell komisch. Dass der Lack der
Zivilisation manchmal dünn ist, ist bekannt — aber wie Yas­
mina Reza diesen Lack Schicht für Schicht quasi in unser aller
Nachbarschaft abplatzen lässt, ist maximal unterhaltsam. 
Weil die Söhne sich geprügelt haben und dabei der eine dem
anderen zwei Zähne ausgeschlagen hat, treffen sich nun die
Eltern zur gütlichen Einigung im Geiste des gewaltfreien Dis­
kurses bei Espresso und Selbstgebackenem. Aber was als Leis­
tungsschau toleranter Großstädter beginnt, entwickelt sich zur
Zimmerschlacht, bei der die Eltern ihre Söhne locker in den
Schatten stellen. Die Wortgefechte schlagen zwar keine Zähne
aus, räumen aber auch effektvoll auf im Leben des Gegenübers.
Wobei es nicht nur zwischen den Paaren hoch hergeht, son­
dern auch zwischen den Partnern. Und über weißen Tulpen
und geschmackvollen Bildbänden fallen in großer Gründlich­
keit die Prinzipien des abendländischen Verhaltenskodex in
Trümmer … 
WIR MÖCHTEN
EINFACH,
DASS
SO ETWAS
NICHT WIEDER
VORKOMMT.
„Ganz großes Theater. Dass die zahlreichen
verbalen Gags zünden, ist der Verdienst eines hervorragend besetzten Schauspielerquartetts.“ LEIPZIGER INTERNET ZEITUNG
„Inszeniert als bitterböse Farce.
Unbedingt sehenswert.“ SÄCHSISCHE ZEITUNG
„Bettina Schmidt, Michael Pempelforth,
Anne Cathrin Buhtz und Dirk Lange spielen
anbetungswürdig. Unübertrefflich.“ BILD
YASMINA REZA
DEUTSCH VON FRANK HEIBERT
UND HINRICH SCHMIDT-HENKEL
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ENRICO LÜBBE
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ETIENNE PLUSS
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BIANCA DEIGNER
GASTSPIEL AM THEATER ERLANGEN
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TORSTEN BUSS
19. 11. 17
MIT: ANNE CATHRIN BUHTZ, DIRK LANGE,
MICHAEL PEMPELFORTH, BETTINA SCHMIDT
WIEDERAUFNAHME GROSSE BÜHNE
11. 10. 29. 11. 7. 12.
26. 12.
21. 1. 16 00
60
H
M
E
Schauspielintendant Enrico Lübbe inszenierte „Der nackte
Wahnsinn“ als Silvesterpremiere 2015 — nunmehr ist die Inszenierung im dritten Jahr auf dem Spielplan. 
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ETIENNE PLUSS
MIT: WENZEL BANNEYER, SOPHIE HOTTINGER,
ANDREAS KELLER, KARL-SEBASTIAN LIEBICH,
DENIS PETKOVIĆ, JULIA PREUSS, BETTINA SCHMIDT,
KATHARINA SCHMIDT, SEBASTIAN TESSENOW
18. 1.
GROSSE BÜHNE
11. 2.
18. 3.
GASTSPIEL AM STADTTHEATER ASCHAFFENBURG
15. + 16. 2. 18
„Die Bravo-Rufe bereits zur Pause sind einem Timing
geschuldet, das den rasanten Slapstick-Dreiakter
phasenweise fast rauschhaft abspult. Das Ensemble
harmoniert, zieht das Tempo an und stürmt
in orchestrale Präzision durch den zweiten Akt.“ LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
„Perfektes Timing und viel Talent zum Slapstick.“ FREIE PRESSE
61
DEIGNER
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TORSTEN BUSS
WIEDERAUFNAHME -
A
DEUTSCH VON URSULA LYN
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BIANCA
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MICHAEL FRAYN
KOSTÜME
D
U
GOTT
HATTE SECHS
TAGE, WIR HABEN
NUR SECHS
STUNDEN.
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ENRICO LÜBBE
Michael Frayn gelang mit „Der nackte Wahnsinn“ 1982 einer
der großen Klassiker unter den Theaterkomödien. Als Theater auf dem Theater konzipiert, spielt Frayns Stück mit der ganzen Palette an Theaterklischees und Bühnenpannen — und
nicht zuletzt mit den Möglichkeiten der Drehbühne: Im Laufe
des Abends wird das Geschehen vor, auf und hinter der Bühne
der „Nackten Tatsachen“ sichtbar. Der 1. Akt zeigt die Generalprobe, im 2. Akt sehen wir eine spätere Vorstellung — aber
aus der Perspektive hinter der Bühne. Der 3. Akt zeigt wieder
das Geschehen auf der Bühne: Die letzte Vorstellung zum
Tournee-Ende der „Nackten Tatsachen“ — wenn von Lloyds
Inszenierung, von den Nerven der Beteiligten und vom Stück
nur noch schüttere Reste vorhanden sind … 
IE
A
Dotty Otley will es noch einmal wissen. Nachdem ihre letzten
Bühnenerfolge zu viele Jahre her sind, steckt sie ihr Geld in
eine Tournee, die sie zurück auf die große Bühne bringen
soll. Leider hat sie nicht mehr so sehr viel Geld — so dass sich
die Mitspieler aus dem Kreis ihrer ehemaligen und aktuellen
Liebhaber rekrutieren (wobei der aktuelle Status nicht immer
eindeutig geklärt ist) sowie aus Kollegen, die ihre besten Tage
lange (möglicherweise zu lange) hinter sich haben.
Und auch die Boulevard-Komödie mit dem Titel
„Nackte Tatsachen“, die Dotty für ihr Comeback gewählt hat,
hält scharfer Betrachtung und Logik nicht unbedingt stand.
Die Proben geraten zum Desaster, wenn sich die Spieler
heillos verheddern — in den Abgründen der abstrusen Story,
ihren privaten Verwicklungen und der Frage, durch welche
der vielen Türen sie als Nächstes auftreten müssten. Einzig
Regisseur Lloyd Dallas versucht angesichts der drohenden
Premiere beharrlich, aber vergeblich, einen roten Faden in die
Abläufe auf und hinter der Bühne zu bekommen … 
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DER
NACKTE
WAHNSINN
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A
DER
ZAUBERER DER
SMARAGDEN–
STADT
„Gibt es noch Zauberer?“, fragte Elli. „Nein, mein Kind. Zauberer
gab es einst, doch dann verschwanden sie. Ich wüsste nicht, wer sie
noch braucht. Auch ohne sie gibt es Sorgen genug …“
Zur gleichen Stunde saß in einem fernen Lande hinter
den hohen Bergen die böse Hexe Gingema in einer tiefen, finsteren Höhle und zauberte. „Uh, diese verhassten Menschen! Entlade
dich, Sturm! Brause durch die Welt wie ein reißendes Tier. Zerbreche, zermalme, zerschmettere! Stürze Häuser um, heb sie in
die Luft!“ Der Himmel verfinsterte sich, Wolken zogen herauf, der
Wind heulte, Blitze zuckten in der Ferne …
Am nächsten Morgen erwacht Elli in einem ungewöhnlich
schönen Land, weit weg von zu Hause. Und nur, wenn sie drei
Lebewesen bei der Erfüllung ihrer sehnlichsten Wünsche be­
hilflich ist, kann Goodwin, der Zauberer der Smaragdenstadt,
sie wieder in die Heimat zaubern. Auf ihrer abenteuerlichen
Reise in die Smaragdenstadt trifft sie auf drei sonderbare
Weggefährten: den Scheuch, eine Vogelscheuche ohne Ver­
stand, den Eisernen Holzfäller, der kein Herz hat, und den fei­
gen Löwen. 
ES IST KEIN
GROSSER VORTEIL,
EIN HERZ ZU
HABEN.
ALEXANDER WOLKOW
FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET VON
STEPHAN BEER UND GEORG BURGER
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . STEPHAN BEER
Alexander Wolkows bekannteste Erzählung, erster Teil der
„Zauberland-Reihe“ und basierend auf dem „Zauberer von Oz“,
erschien 1939 zum ersten Mal in der damaligen Sowjetunion.
1959 wurde die Geschichte neu illustriert und erfreute seither
mit all ihren Folgebänden und dem charakteristischen türkis­
farbenen Einband vornehmlich die in der ehemaligen DDR
aufgewachsenen LeserInnen. 
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GEORG BURGER
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KRISTINA BÖCHER
MUSIK. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JAN S. BEYER &
JÖRG WOCKENFUSS
CHOREOGRAPHIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SIBYLLE UTTIKAL
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
MIT: JULIA BERKE, JAN S. BEYER, ANNE CATHRIN BUHTZ,
ANDREAS HERRMANN, MARCUS KALOFF, TILO KRÜGEL,
DIRK LANGE, SINA MARTENS, HARTMUT NEUBER,
JÖRG WOCKENFUSS
WIEDERAUFNAHME
4. 3. 15 00 GROSSE BÜHNE
5. 4. 10 00
13. 4. 18 00 „Ein Bild- und Effektfeuerwerk. Spannend
für das junge Publikum und über die fast zwei
Stunden durchgehend unterhaltsam.“
ALLE DREI TEILE DER „ZAUBERLAND-REIHE“ SIND
ALS VORSTELLUNG MIT AUDIODESKRIPTION ZU
ERLEBEN, SPEZIELL FÜR SEHBEHINDERTE KINDER
UND JUGENDLICHE UND DEREN FAMILIEN
62
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JAN S. BEYER &
JÖRG WOCKENFUSS
CHOREOGRAPHIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SIBYLLE UTTIKAL
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
MIT: THOMAS BRAUNGARDT, ANDREAS DYSZEWSKI,
MAX FISCHER, ALINA-KATHARIN HEIPE, SOPHIE HOTTINGER,
DAVID HÖRNING, ROMAN KANONIK, ANNA KEIL,
Die Figur des Urfin Juice, Bösewicht des zweiten Teils der
„Zauberland“-Reihe, übertrifft in ihrer Popularität fast die Hel­
den der „Zauberland-Reihe“ — Elli, Scheuch, Eiserner Holz­
fäller und tapferer Löwe. 
HARTMUT NEUBER, ELIAS POPP, NINA SIEWERT
WIEDERAUFNAHME 11. 3. 15 00
GROSSE BÜHNE
12. 3. 10 00
14. 4. 18 00 „Eine an Einfällen, tollen Gesangsnummern,
fantastischen Kulissen und bunten Kostümen nicht
geizende Inszenierung, die für Groß und Klein
gleichermaßen vergnüglich ist.“
KULTURA-EXTRA.DE
„Überhaupt, diese Soldaten,
sie sorgen für große Theatermomente.“
63
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
E
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KRISTINA BÖCHER
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REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . STEPHAN BEER
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GEORG BURGER
-
URAUFFÜHRUNG
H
FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET VON
STEPHAN BEER UND GEORG BURGER
JONAS KOCH, TILO KRÜGEL, FERDINAND LEHMANN,
Der Tischler Urfin Juice ist ein geschickter Handwerker. Doch
seine Boshaftigkeit überträgt sich auf alle Dinge, die er her­
stellt. Selbst sein geschnitztes Spielzeug hat so grauenhafte
Köpfe, dass die Kinder bei deren Anblick fürchterlich weinen.
Da niemand mehr bei ihm kaufen will, baut er sich im Wald
ein Haus, ganz in der Nähe der bösen Hexe Gingema, in deren
Dienste er tritt. Nach deren Tod durch Ellis herabstürzendes
Häuschen will er die Macht der Hexe übernehmen.
Zusammen mit der Eule Guamokolatokint entwickelt
Urfin einen teuflischen Plan: Mit einem Pulver, das Gegen­
stände zum Leben erwecken kann, erschafft er eine Armee
aus mannshohen hölzernen Soldaten. Mit deren Hilfe will er
sich das ganze Zauberland unterwerfen — samt der Smarag­
denstadt, die mittlerweile ja vom dreimalweisen Scheuch
regiert wird … 
A
ALEXANDER WOLKOW
ER
FN
WENN MAN
SICH IN EINEM LAND
BEFINDET, KANN
MAN NICHT
GLEICHZEITIG
IN EINEM ANDEREN
SEIN.
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DER
SCHLAUE
URFIN
UND SEINE
HOLZSOLDATEN
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A
MARIA
STUART
Seit mehreren Jahren befindet sich Maria Stuart, Königin von
Schottland, in der Gefangenschaft der englischen Königin
Elisabeth I. und soll wegen Hochverrat hingerichtet werden.
Neben ihrem verzweifelten Versuch, das bereits verkündete
Todesurteil abzuwenden, ringen verschiedene politische Lager im Umkreis der englischen Königin entweder um Amnestie oder um Vollstreckung des Urteils. Elisabeth I. schwankt,
unterschreibt aber, nach gescheitertem Mordkomplott und
Befreiungsversuch, letztendlich doch die Urkunde zur Hinrichtung.
Nach einem bewegten Leben als Königin von Schottland und im französischen Asyl suchte Maria Stuart Zuflucht
bei der ebenfalls von den Tudors abstammenden Elisabeth
und gerät zum Spielball zwischen Protestantismus und Katholizismus während der Glaubenskriege. Denn Elisabeth I.
liegt im Clinch mit der katholischen Kirche, für die Maria
Stuart die rechtmäßige Erbin des englischen Throns ist. Und
fatalerweise begehren beide Frauen von Jugend an ein und
denselben Mann, Lord Leicester. 
Friedrich Schiller stellt in seinem Königinnendrama nicht
nur die skeptische Frage nach dem Verhältnis von Macht und
Moral, sondern beschreibt eindringlich den Einfluss von privaten Interessen darauf. 
FRIEDRICH SCHILLER
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GEORG SCHMIEDLEITNER
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . HARALD B. THOR
KOSTÜME
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CORNELIA
KRASKE
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BASTIAN WEGNER
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS
HUBER
MIT: THOMAS BRAUNGARDT, ANNE CATHRIN BUHTZ, ANNA
KEIL, ANDREAS KELLER, TILO KRÜGEL, DENIS PETKOVIĆ,
FELIX AXEL PREISSLER, BETTINA SCHMIDT
WIEDERAUFNAHME 28. 2.
GROSSE BÜHNE
7. 3.
20. 4.
WAS
MAN NICHT
AUFGIBT,
HAT MAN NICHT
VERLOREN.
„Regisseur Georg Schmiedleitner konzentriert sich
ganz auf den politischen Kern, auf die Fragen
von Nähe und Macht, Treue und Verrat. Seine
Inszenierung ist ein Spiegel unserer Gesellschaft.“
SÄCHSISCHE ZEITUNG
„Straffe Inszenierung mit Vertrauen
in den Schiller-Stoff.“
64
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
H
M
REGIE & BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . YVES HINRICHS
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JANA
RATH
MUSIKALISCHE LEITUNG. . . . . . . . . . . . . . . UNDINE UNGER
VIDEO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KAI SCHADEBERG &
MAX VINCENT SCHULZE
MIT: JUGENDLICHEN SPIELERINNEN
UND SPIELERN AUS LEIPZIG UND DER REGION
Mit Wolfram Lotz’ „Einige Nachrichten an das All“ widmet
WIEDERAUFNAHME
17. 11.
sich der Theaterjugendclub „Sorry, eh!“ einem Theaterstück,
HINTERBÜHNE
das sich mit seinen unmöglichen Regieanweisungen und un­
zähligen Fußnoten charmant allen Regeln klassischer Dra­
matik widersetzt. Es entsteht eine Versuchsanordnung durch
verschiedenste Wirklichkeitsschichten, die die Frage stellt,
welche Rolle individuelle Sehnsüchte und Ängste in einer Der Theaterjugendclub „Sorry, eh!“ am Schauspiel Leipzig
zunehmend über „soziale“ Netzwerke definierten Welt noch wurde 2013 unter der Leitung von Yves Hinrichs gegründet,
der davor bereits die Jugendclubs am Neuen Theater Halle und
spielen können. Alles nur noch Weltraumschrott? 
am Schauspiel Chemnitz leitete.
Mit den Leipziger Produktionen „Frozen (Eisrauschen)“
und „Never Ever Disconnected“ nach Falk Richter sowie „Wunder­land“ nach Gesine Danckwart wurde der Jugendclub „Sorry,
eh!“ mehrfach zu Festivals eingeladen, u. a. zum Theater­
treffen der Jugend 2016 Berlin, zum Bundestreffen der Theater­
jugendclubs 2016 sowie zum Theatertreffen der Jugend in der
Schweiz 2016. Darüber hinaus erarbeitete Hinrichs mit En­
semblemitgliedern des Schauspiel Leipzig und SpielerInnen
des Jugendclubs „Sorry, eh!“ Wolfgang Herrndorfs Erfolgsro­
man „Tschick“, der auch diese Spielzeit wieder im Leipziger
Stadtbad zu sehen ist. 
NUR KEINE
LEERE
AUFKOMMEN
LASSEN!
„Ins Spiel integrierte Live-Musik, gewitzte chorische
Passagen, kleine Choreographien, jugendlicher Übermut
im Spiel. Und ein unbefangener Zugriff auf zeitgenössische
Stoffe. Verspielte Komik und großartige Bilder.“ 65
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
E
AM SCHAUSPIEL LEIPZIG
CHOREOGRAPHIE
-
A
WOLFRAM LOTZ
PRODUKTION DES THEATERJUGENDCLUBS „SORRY, EH!“
Es sind Figuren, die nach dem Sinn des Lebens suchen, um
sich gegen das Gefühl innerer Leere zu wehren. Figuren, die
aufbegehren, wiedergeboren werden oder von den Toten auf­
erstehen, um etwas zu finden, für das es sich zu leben lohnt.
Etwas, das ihnen eine Berechtigung gibt, zu existieren. Etwas,
das die Dinge als Zeugnis ihrer Existenz überdauert.
Vielleicht können in das All gesendete Nachrichten
eine Lösung sein? Doch was für eine Nachricht ist wertvoll ge­
nug, um als Essenz menschlichen Seins zu gelten? 
ER
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„Ich meine, es geht ja doch darum, ein Leben zu führen, das einem
keine Qual ist. Und ich glaube, ich habe gelernt, dass ein gelungenes
Sein nur von einer einzigen Sache abhängt: von Unterhaltung.“
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EINIGE
NACHRICHTEN
AN DAS ALL
Im November 2017 öffnet im Erdgeschoss des
Schauspielhauses eine neue Spielstätte für die
Diskothek ihre Pforten. Eine Bühne, die weiterhin allein der Gegenwartsdramatik gewidmet
ist: ein Reflexionsraum für unsere Gegenwart,
ein Experimentierraum für neues Schreiben, ein
Möglichkeitsraum für AutorInnen.
Mit dem Neubau setzen wir auch in der Programmatik neue
Akzente: Lag der Fokus in der Diskothek bisher auf Urauf­
führungen deutschsprachiger Dramatik, so erweitern wir
das Spektrum um neue Arbeits- und Begegnungsformate, um
bereits uraufgeführte Theaterstücke, die einen erneuten Blick
lohnen, sowie um neue Stimmen der Gegenwartsdramatik
aus Europa und der Welt. 
Die Diskothek denkt von den TheaterautorInnen aus, wobei die
für das Theater Schreibenden auf vielfältige Weise in den Pro­
duktionsprozess von Inszenierungen eingebunden sind und
sein wollen. In verschiedenen Formaten tragen wir diesen un­
terschiedlichen Schaffensprozessen Rechnung: Der Autor Da­
vid Lindemann entwickelt ein Stück mit und für ein Ensemble
aus jugendlichen und erwachsenen SpielerInnen, Heinz Helle
dramatisiert im Austausch mit dem Regisseur Daniel Foerster
für das Schauspiel Leipzig einen eigenen Roman und Sascha
Hargesheimer schreibt ein Stück für Hausregisseurin Claudia
Bauer, für das sie gemeinsam den Themenkomplex entwickelt
haben. Auch die Inszenierung vorab abgeschlossener Texte
steht weiterhin auf dem Programm: mit „Wolfserwartungs­
land“ und „Lebendfallen“ jeweils ein Erstlingswerk von den
jungen AutorInnen Florian Wacker und Enis Maci und im
Fall der deutschsprachigen Erstaufführung von „Prinzessin
Hamlet“ eine feministische Shakespeare-Überschreibung der
finnischen Autorin E. L. Karhu, die mit einer neuen Bühnen­
sprache experimentiert. 
Mit dem Programm der Diskothek etablieren wir langfristige
Beziehungen mit AutorInnen und ihren Werken: Allzu oft er­
leben Theaterstücke nur ihre Uraufführung und eine Erstauf­
führung im benachbarten Ausland und werden danach von
keinem Theater mehr auf den Spielplan gesetzt. Dies ist weni­
ger das Symptom einer bisweilen behaupteten geringen Halb­
wertzeit von Gegenwartsdramatik. Vielmehr hat es mit einer
Aufmerksamkeitspolitik in der Theaterlandschaft zu tun, die
in der Konsequenz dazu führt, dass AutorInnen unter erhebli­
chem Produktionsdruck permanent neue Texte schreiben, die
als Uraufführung vermarktet werden können. Die Diskothek
wird weiterhin als Ort für Weltpremieren jungen AutorInnen
eine Plattform bieten. Gleichzeitig wird sie im Sinne nachhal­
tiger AutorInnenförderung aber auch ein Ort für Nachspiele,
also zweite, dritte, vierte Aufführungen von Stücken unter dem
Zugriff spannender RegisseurInnen. So wird diese Spielzeit
mit Alberto Villareal einer der wichtigsten Theatermacher
Mexikos mit einer Inszenierung von „paradies fluten“ des jun­
gen österreichischen Autors Thomas Köck seine erste Regie­
arbeit in Deutschland vorlegen.
Ebenfalls mit einem Leipziger Nachspiel eröffnen wir
die neue Diskothek: Elfriede Jelinek ist zugegebenermaßen
eine der, wenn nicht die profilierteste Autorin von Gegenwartsdramatik im deutschsprachigen Raum — und führt gerade
deshalb als wegweisende Stimme der Theaterliteratur unser
Diskothek-Programm in eine neue Spielzeit. 
Das besondere Geschenk einer mit den GegenwartsautorIn­
nen geteilten Zeitgenossenschaft findet ab dieser Spielzeit sei­
nen Niederschlag auch in verschiedenen Formaten, die uns
über die Inszenierungen ihrer Stücke hinaus mit den AutorIn­
nen ins Gespräch kommen lassen. Die Menschen hinter den
Texten sind außerdem BloggerInnen, PerformerInnen, Hör­
spielregisseurInnen … und so unterschiedlich können auch
die Abende mit ihnen werden — vielleicht eine Vertonung der
Jugendtagebücher, eine politische Poetik-Performance oder
eine Lesung aus abwegiger Lieblingsliteratur. Ein anderes Be­
gegnungsformat führen wir diese Spielzeit mit seiner dritten
Ausgabe weiter: unser Festival für NachwuchsautorInnen.
4+1
EIN TREFFEN
JUNGER AUTORINNEN
Frühjahr 2018
Ein Forum für den Nachwuchs: AutorInnen, die sich in der
Ausbildung befinden, treffen mit ihren Stücken auf Publikum.
Ein Festival ohne Gewinner und Verlierer. Aus den verschie­
denen Schreibschulen im deutschsprachigen Raum reisen je­
weils vier AutorInnen nach Leipzig, um neue Schreibstile ken­
nenzulernen und zu erleben, wie ihre Texte die Bühne erobern.
In Gesprächen und Lesungen mit dem Schauspielensemble
stellen wir in der Diskothek ihr Schreiben in den Mittelpunkt
und bilden eine Plattform des Austausches und des Auspro­
bierens für eine neue Generation von TheaterautorInnen. 
68
WOLKEN.HEIM
ELFRIEDE JELINEK
Stimmen kreisen. Sie formulieren, sie suchen, sie wissen. Sie
addieren sich zu Vermutungen, Behauptungen und Gewiss­
heiten. Aufbrüche und Abgrenzungen werden beschworen.
Es geht durch Epochen, Denkweisen und Kanonisierungen.
Es geht um Theorien, und es geht um die Tat. Immer neue Ver­
satzstücke entspinnen sich, etwas zu fassen und zu erklären;
Versatzstücke, sich seiner selbst zu vergewissern. Sie umkrei­
sen die Frage, was das Deutsche ist und die Besonderheit der
deutschen Nation. 
WIR
SIND BEI UNS.
WIR SIND BEI UNS
ZUHAUS.
LEIPZIGER NACHSPIEL
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ENRICO LÜBBE
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TITUS SCHADE
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SABINE BLICKENSTORFER
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . HUBERT WILD
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . TORSTEN BUSS
„Wolken.Heim“ ist eine Collage über die Frage der Identität
(oder der Identitäten?) als eine große Gleichzeitigkeit verschiedener Epochen und Denkweisen, hoher Gedanken und
überholter Theorien. Eine Collage ist der Text nicht nur inhalt­
lich, sondern auch handwerklich. Elfriede Jelinek kompiliert
Texte von Hölderlin bis Heidegger, von Fichte bis zur RAF.
Eine starke Sehnsucht ist in der Sprache und in den
Sprechenden; immer wieder geht es um das Beschwören erhoffter Aufbrüche und erwarteter Entdeckungen ebenso wie um
die Abgrenzung zum Anderen. Ein unendliches Reden stellt
sich ein, ein Dräuen und Raunen. Voller Hoffnung und mitun­
ter verzweifelt, sehr ernsthaft und zuweilen sehr abschätzig,
unheimlich und zuweilen auch sehr komisch. Jelinek zitiert
nicht nur, sie führt fort, spinnt weiter, parodiert und bricht.
Am Ende gerät das Sprechen immer wieder ins Stottern. Die
Suche nach Einheitlichkeit und Zusammenhang führt immer
wieder in die diffuse Unmöglichkeit dieser Dinge: Ein Stim­
menreich als ein Archiv der deutschen Seele. 
Mit „Wolken.Heim“ aus dem Jahr 1988, Elfriede Jelineks großem
Durchbruch als Theaterautorin, eröffnet die neu erbaute Dis­
kothek. Intendant Enrico Lübbe setzt damit nach „Rechnitz
(Der Würgeengel)“ und „Die Schutzflehenden / Die Schutzbe­
fohlenen“ die Beschäftigung mit der Literaturnobelpreisträge­
rin und bedeutendsten deutschsprachigen Dramatikerin der
Gegenwart fort.
Den Bühnenraum entwirft der Maler Titus Schade,
ein bildender Künstler, der zu den exponiertesten jungen Ver­
tretern der „Leipziger Schule“ zählt. Der Absolvent der Hoch­
schule für Grafik und Buchkunst Leipzig und Meisterschüler
von Neo Rauch arbeitet mit dieser Produktion erstmals im
Theaterbereich. 
69
PREMIERE
DISKOTHEK
16. 11.
MEIN HOHLRAUM (ARBEITSTITEL)
SASCHA
HARGESHEIMER
Sascha Hargesheimer nimmt uns mit in die Welt der 80er Jah­
re: mitten hinein in den Siegeszug des Neoliberalismus, in die
Zeit der Entwicklung des Fernsehens zum Massenmedium
und zur Manipulationsmaschine, in die Ära der konspirativen
Theorien und UFO-Sichtungen, in die Regierungszeit Ronald
Reagans. Der damalige gesellschaftspolitische Zustand, der
Reagans Wahlerfolg ermöglichte, lässt Parallelen zur heutigen
Situation zu. Doch ist es gar nicht primär die große Weltpolitik,
die Sascha Hargesheimer in seinem neuen Stück in den Blick
nimmt: Es ist vielmehr die Biographie einer Randfigur, deren
Leben uns auf geheimnisvolle Weise sehr viel Aufschlussrei­
ches über ihre Zeit und über uns erzählen kann. Der Autor be­
gibt sich auf Spurensuche und macht eine angesichts globaler
Gleichzeitigkeit und totaler digitaler Verfügbarkeit erstaunli­
che Neu-Entdeckung. Aber wie erzählt man eine Geschichte?
Wie findet man Wahrheit in einer Erzählung? In enger Zusam­
menarbeit mit der Hausregisseurin Claudia Bauer hat Sascha
Hargesheimer sein Thema für dieses neue Stück entwickelt,
das er für das Schauspiel Leipzig schreibt. 
AUFTRAGSWERK DES SCHAUSPIEL LEIPZIG
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLAUDIA BAUER
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANDREAS AUERBACH
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KATJA
HERLEMANN
PREMIERE
25. 11.
DISKOTHEK
Sascha Hargesheimer studierte ab 2008 Szenisches Schrei­
ben an der Universität der Künste Berlin und arbeitete als
freier Regisseur und Autor. Er gewann 2013 den Münchner
Förderpreis für deutschsprachige Dramatik und 2014 den
Osnabrücker Dramatikerpreis. Im April 2015 wurde Har­
gesheimers erstes Libretto „Ohio“ an der Deutschen Oper
Berlin uraufgeführt. Im Juni 2015 folgte die Uraufführung
von „Archiv der Erschöpfung“ im Rahmen der Autorenthe­
atertage am Deutschen Theater Berlin. Im Mai 2016 wurde
das im Rahmen des Autorenstudio am Schauspiel Frankfurt
entstandene Stück „Die europäische Wildnis — eine Odyssee“
von Schauspiel Frankfurt und den Ruhrfestspielen Reckling­
hausen uraufgeführt. 
Claudia Bauer ist seit der Spielzeit 2015/16 Hausregisseurin am
Schauspiel Leipzig und inszeniert außerdem u. a. am Schau­
spiel Dortmund, Schauspiel Hannover, Schauspielhaus Graz
und Theater Basel. Beispiele für ihre vielbeachteten Inszenie­
rungen von Gegenwartsdramatik sind in Leipzig die Urauf­
führungen von Wolfram Hölls „Und dann“ (eingeladen zu den
Mülheimer Theatertagen — Stücke 2014, zu den Autorenthea­
tertagen am Deutschen Theater Berlin und zum Heidelberger
Stückemarkt) und Bernhard Studlars „Die Ermüdeten“ sowie
die deutsche Erstaufführung von Katja Brunners „geister sind
auch nur menschen“. Mit ihrer Inszenierung von „89/90“ nach
dem Roman von Peter Richter war sie 2017 zum Berliner Thea­
tertreffen eingeladen. 
70
PRINZESSIN
HAMLET
E. L. KARHU
Ich hatte geglaubt, dass man sich in diesem Lebensabschnitt
mit dem Leben auskennt.
Dass man einigermaßen Klarheit darüber hat,
wer wer ist,
was passiert
und in welcher Reihenfolge.
Dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen unter,
dass sich Eis in Wasser verwandelt, bevor es verdampft,
dass nichts ohne eine tröstliche Zwischenphase
zu etwas anderem wird.
AUS DEM FINNISCHEN VON STEFAN MOSTER
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . LUCIA BIHLER
DRAMATURGIE .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CHRISTIN IHLE
Prinzessin Hamlet kann und will diese Vorstellung ihrer Mut­
ter Gertrud nicht bestätigen. Im Gegenteil, sie verweigert sich
radikal allen Rollen, die für sie im Familien-, Gesellschafts- und
Staatsgefüge vorgesehen sind. Die Vehemenz, mit der sie die
Strukturen hinterfragt, ist lebens- und systemgefährdend: Für
das Zeichen, das sie setzen will, ist sie bereit ihr Leben zu geben.
Prinzessin Hamlet wird als scheinbar Wahnsinnige von ih­
rer Mutter aus dem Königreich entfernt und im Buckingham
Palace einquartiert, wo sie im Palastchor singt, Elton John trifft
und von Mitpatient Ofelio vergöttert wird. Ihre beste Freun­
din Horatia versucht sie zu retten und endet doch schließlich
als Spielball Gertruds, die sie benutzt, um die gesellschaftliche
Ordnung aufrechtzuerhalten. 
DAS LETZTE,
DAS WIR
GEBRAUCHEN
KÖNNEN,
IST NOCH EINE
VERRÜCKTE
IN DIESER
BURG.
PREMIERE 2. 12.
DISKOTHEK
Das Stück der finnischen Theaterautorin und Dramaturgin E. L.
Karhu greift Shakespeares Themen wie Wahrheit, Liebe, Verrat
und Macht auf, ist dabei aber ein komplett eigenständiges Werk,
eine feministische Hamlet-Überschreibung mit Anklängen an
Sarah Kane und Heiner Müllers „Hamletmaschine“. Das Motiv
der in Wahnsinn mündenden Verausgabung steht zentral sowie
die Frage nach dem (nicht)funktionierenden Subjekt innerhalb
der Logik, welche die Gesellschaft bereithält, und nach jenen,
die ihr eigenes Leben stattdessen in ein weithin sichtbares Zei­
chen verwandeln wollen. 
Das thematische Interesse von E. L. Karhus Stücken kreist vielfach um die Ethik menschlichen Handelns sowie um das Ver­
hältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. Die Autorin un­
tersucht in ihrem Schreiben neue dramatische Formen und die
Grenzen der Bühnensprache. In ihrem neuesten Stück „Prin­
zessin Hamlet“ experimentiert sie mit einer comichaften Bild­
sprache. Es wurde im Februar 2017 am Q-teatteri in Helsinki
uraufgeführt. 
Die Regisseurin Lucia Bihler wurde 1988 in München gebo­
ren. Sie studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst
„Ernst Busch“ in Berlin. Während des Studiums realisierte sie
Projekte am bat Studiotheater, am Ballhaus Ost Berlin und am
Maxim Gorki Theater Berlin. Als Grundlage für die Arbeiten
dienten Stoffe von Kafka, Kleist, Fleißer, Shakespeare und Hei­
ner Müller. Ihre formstrengen, bildgewaltigen Arbeiten waren
zuletzt außerdem am Deutschen Theater Göttingen, am Schau­
spielhaus Wien und am Theater Lübeck zu sehen. Lucia Bihler
inszeniert zum ersten Mal am Schauspiel Leipzig. 
71
EIGENTLICH
MÜSSTEN
WIR TANZEN
HEINZ HELLE
Eine Gruppe von fünf langjährigen Freunden findet sich nach
einem Wochenendausflug auf einer Berghütte plötzlich in
einer postapokalyptischen Landschaft wieder. Alle anderen
Menschen sind verschwunden oder tot, die offenbar menschengemachte Katastrophe lässt sich nicht rekonstruieren. Die Spurensuche der Männer wird bald zu einer ziellosen Wanderung
durch die Alpenwelt, reduziert auf das nackte Überleben in ei­
ner gleichgültigen Natur. 
AUFTRAGSWERK DES SCHAUSPIEL LEIPZIG
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DANIEL FOERSTER
BÜHNE & KOSTÜME
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MARIAM
HAAS &
LYDIA HULLER
Heinz Helle wagt einen radikalen Entwurf menschlicher
Existenz nach der Auflösung aller Gewissheiten, die unsere
Welt und unsere Identitäten konstituieren. Sein angesichts
gegenwärtiger globaler Krisenzustände sehr greif bares
Endzeitexperiment zeigt schonungslos auf, wie fragil die
menschen­gemachte Ordnung ist. Für das Schauspiel Leipzig
dramatisiert Heinz Helle seinen Stoff und schreibt damit zum
ersten Mal einen Theatertext — dem Roman hat er bereits ein
Theater­zitat vorangestellt: „Ich stand an der Küste und redete
mit der Brandung / blabla, im Rücken die Ruinen von Europa“
(Heiner Müller). 
UND
NIEMAND WIRD JE
WIEDER VOLK
SAGEN KÖNNEN,
ODER DU, ODER ICH,
ODER LIEBE
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KATJA HERLEMANN
PREMIERE 18. 1.
DISKOTHEK
Heinz Helle studierte Philosophie in München und New York
und arbeitete als Texter in Werbeagenturen, bevor er Literari­
sches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel
studierte. Er lebt mit seiner Familie in Zürich. Sein Roman­
debüt „Der beruhigende Klang von explodierendem Kero­
sin“ stand auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2014,
„eigentlich müssten wir tanzen“ war für den Deutschen Buch­
preis 2015 nominiert. 
Der Regisseur Daniel Foerster realisierte seit 2005 eigene Pro­
jekte als Autor und Regisseur bei den Jungen Akteuren des
Theater Bremen, am Deutschen Theater in Göttingen und im
TiK Berlin. Er studierte von 2011 bis 2015 Regie an der Aka­
demie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Seine In­
szenierung „Borkman“ nach Henrik Ibsen wurde im Mai 2014
zum Körber Studio Junge Regie eingeladen. Für sein Stück
„Tanzen! Tanzen!“ erhielt Daniel Foerster den Nachwuchs­
preis des Heidelberger Stückemarktes 2014. Am Theater Os­
nabrück inszenierte er beim Spieltriebe-Festival 2015 „Archiv
der Erschöpfung“ von Sascha Hargesheimer. Von 2015 bis
2017 war Daniel Foerster Teil des Regiestudios am Schauspiel
Frankfurt und inszenierte dort u. a. „Fräulein Julie“ (2016 ein­
geladen zum Festival radikal jung in München). 
72
ÜBER
DIE GRENZE
(ARBEITSTITEL)
DAVID LINDEMANN
Identität entsteht zwischen Abgrenzung und Zugehörigkeits­
gefühl. Was erleben junge Menschen heute als identitätsstif­
tend? Eine Praxis, welche die Untrennbarkeit von kulturel­
ler Identität und nationaler Zugehörigkeit behauptet, scheint
angesichts einer maximal vernetzten und globalisierten Welt
wenig zukunftsweisend. Junge Menschen denken immer we­
niger in diesen verknüpften Parametern. Sie begreifen sich
als global natives und empfinden Zugehörigkeit eher zu Peer­
groups, die dank weltweiter Kommunikation weder geogra­
phisch noch national begrenzt sein müssen. Umso stärker
spürt diese junge europäische Generation das Spannungsfeld
von Freiheitsbewusstsein und Mobilitätsanspruch bei gleich­
zeitiger Wiedererstarkung eines hermetischen Heimatbe­
griffs. Und wie ergeht es einer älteren Generation, die noch ein
anderes Europa gekannt hat, mit ihren individuellen Identi­
tätssuchen? 
Gemeinsam mit Autor David Lindemann und Regisseur Yves
Hinrichs werden sich SchauspielerInnen aus dem Ensemble
und Jugendliche in dieser Stückentwicklung für das Schau­
spiel Leipzig mit Abgrenzungen und Grenzöffnungen in ih­
ren Biographien beschäftigen und sich fragen: Geht es dabei
eigentlich um Angst oder Liebe? 
AUFTRAGSWERK DES SCHAUSPIEL LEIPZIG
STÜCKENTWICKLUNG MIT JUGENDLICHEN
UND MITGLIEDERN DES SCHAUSPIELENSEMBLES
David Lindemanns erstes Stück „Koala Lumpur“ wurde mit
dem Autorenpreis des Berliner Theatertreffens ausgezeichnet.
Seine folgenden Stücke wurden u. a. an der Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, am Maxim Gorki Theater Ber­
lin und am Burgtheater Wien uraufgeführt und vielfach vom
Deutschlandradio Kultur als Hörspiele in seiner Regie pro­
duziert. David Lindemann war bereits zum Stückemarkt des
Theatertreffens, zum Heidelberger Stückemarkt und zu den
Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen.
Die Öffnung und Einbettung des Schreibprozesses in die Zu­
sammenarbeit mit SchauspielerInnen und Regie wird immer
mehr wesentlicher Teil seiner Arbeit:
„Für mich persönlich ist die Besonderheit einer Stückentwicklung das enge Nebeneinander von Beobachten und Schreiben. Als Autor bin ich oft auf mich zurückgeworfen, schöpfe ausschließlich aus meiner eigenen Erfahrung. Wenn ich mich auf
eine Stückentwicklung einlasse, tritt etwas anderes in den Vordergrund, andere Menschen, andere Geschichten, andere Arten zu
sprechen und zu denken. Ich würde meinen Anteil an einer solchen Zusammenarbeit als teilnehmende Beobachtung beschreiben.
Indem ich die SchauspielerIn­nen kennenlerne, bevor ich für sie
schreibe, gebe ich ihnen die Möglichkeit, sich im späteren Text
wiederzuerkennen.“ 
Yves Hinrichs leitet am Schauspiel Leipzig den Jugendclub
„Sorry, eh!“. Mit Produktionen wie „Frozen (Eisrauschen)“
und „Never Ever Disconnected“ nach Falk Richter sowie
„Wunderland“ nach Gesine Danckwart wurde der Jugendclub
mehrfach zu Festivals eingeladen, u. a. 2016 zum Theatertref­
fen der Jugend Berlin, zum Bundestreffen der Theaterjugend­
clubs und zum Theatertreffen der Jugend in der Schweiz. 
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . YVES HINRICHS
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLARA
PROBST &
KATJA HERLEMANN
PREMIERE 2. 2.
DISKOTHEK
73
LEBENDFALLEN ENIS MACI
EINS
VIER
EINS
was die nicht verstehen
und in dieser sache unsren eltern ähneln
ist der unterschied zwischen ihnen
die von irgendwo gekommen sind
und uns
die von nirgends anders her kommen
es liegt auf der hand
es ist so klar
dass wir bloß gerade so
sehr knapp
an diesen ort gehören
dass wir bis ans ende unsere dielen ölen können
und trotzdem teppichbodenbabys bleiben
WIR HABEN EINIGE
GESCHICHTEN
WIR TRAGEN SIE WIE
UNSERE NAMEN
(SIE REICHEN AUS)
Aus den Teppichbodenbabys von einst sind junge Menschen
geworden, vier gute Freundinnen und Freunde, die sich tref­
fen, quatschen, trinken. Sie erzählen einander die längst be­
kannten Geschichten, die das wohlige Gefühl ihrer vertrauten
Gemeinschaft evozieren. Im Mittelpunkt steht der gemeinsa­
me Ort, an den ihre Eltern alle auf unterschiedlichen Wegen
gekommen sind und den diese jungen Menschen nun wohl
oder übel Heimat nennen, in Ermangelung von Alternativen.
Die Herkunft der Elterngeneration und die Reisegeschichten
der Kindheit sind teilweise nebulöse Erinnerungen und bruch­
stückhafte Erzählungen. Hinzu gesellt sich eine reale Erfah­
rung in der eigenen Existenz, die eben nicht bis in die tiefsten
Sedimente der Erde, auf der sie wandeln, verwurzelt ist.
Macht der latente Schmerz, der in den Familienge­
schichten versteckt ist, die Suche nach dem Identifikations­
potential der Lebenswirklichkeit umso dringlicher? Bei der
Entwicklung möglicher Lebensentwürfe, welche die vier vor­
nehmen, wird die Anschlussfähigkeit der Trennungs- und
Abhängigkeitsbiographien der Eltern, der Tristesse des frühe­
ren Zuhauses der Plattenbausiedlung ebenso befragt wie jene
des Hipster-Mainstreams der Großstadt oder eben der eines
Deutschlands der Deutschen. 
Die Autorin Enis Maci gliedert und bricht ihr poetisches und
agiles Stück über Erwachsenwerden, Freundschaft und Zuge­
hörigkeit mit deutschem Volksliedgut und gesellt damit zu der
Runde der vier FreundInnen den Chor in seiner antiken Kom­
mentarfunktion und einer weiteren Wir-Konstruktion. 
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . THIRZA BRUNCKEN
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KATJA HERLEMANN
PREMIERE
9. 3.
DISKOTHEK
Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches
Schreiben in Leipzig studiert. 2010 erhielt sie den Förderpreis
des Literaturbüros Ruhr. Ihr Stück „Lebendfallen“ hat sie im
Rahmen der Schreibwerkstatt „Die Flucht, die mich bedingt“
am Maxim Gorki Theater verfasst. 
Die Regisseurin Thirza Bruncken setzt sich immer wieder
mit innovativen Texten deutschsprachiger AutorInnen aus­
einander, u. a. von Heiner Müller, Michael Roes, Elfriede
Jelinek, Rainald Goetz, Thomas Jonigk, Franzobel und Anna
Behringer. Sie inszenierte u. a. am Schauspiel Köln, Hambur­
ger Schauspielhaus, Tokyo Engeki Ensemble, Residenztheater
München, an den Münchner Kammerspielen, am Volksthea­
ter Wien, Schauspiel Frankfurt und Theater Dortmund. Am
Schauspiel Leipzig war von ihr zuletzt die Uraufführung des
Stückes „Drei sind wir“ von Wolfram Höll zu sehen, das den
Mülheimer Dramatikerpreis 2016 gewann. 
74
WOLFSERWARTUNGS LAND
FLORIAN WACKER
Einmal standen hier viele Häuser, einige stehen noch, andere sind
zusammengefallen oder abgebrannt. Überall wachsen Bäume. Früher träumte man noch vom Aufstieg, von der wirtschaftlichen Expansion, man steigerte sich in Ideen hinein und machte Pläne, man
schwärmte. Aber nicht alles taugt zur Maximierung. Nicht alles
wird groß. Mehr weiß ich nicht. Vielleicht noch das: Menschen verschwinden auf merkwürdige Art und Weise.
Als Wolfserwartungsland werden Regionen bezeichnet, die für
eine Wiederansiedlung des Wolfs günstige Bedingungen bieten.
Eine solch strukturschwache Gegend wird zum Schauplatz für
eine Handvoll Figuren, die schon bessere Tage gesehen haben —
genau wie das abgelegene Hotel, in dem sie einander begegnen.
Aber anders als der Wolf, der als Grenzgänger weite Strecken
durchwandert und den sie als gefahrvolle Sehnsuchtsfigur be­
zwingen wollen, sind diese Menschen gestrandet an diesem Ort,
der kein Außen zu kennen scheint. Sie behaupten Zukunftsvi­
sionen, die sich, genau wie ihre Beziehungen, vor allem aus Kli­
schees speisen. Aber insgeheim haben sie vielleicht schon ver­
standen, dass ihre großen Erwartungen kaum jemals Realität
werden können. In diese zum Stillstand verdammte Szenerie
treten als Hoffnungsträger zwei Fremde aus der imaginären
großen weiten Welt. Oder sind es Geister aus einer verdrängten
Vergangenheit? 
DIE GEGEND
IST ÜBERSCHAUBAR.
DA DRÜBEN IST
DER WALD. DORT
DIE STRASSE.
URAUFFÜHRUNG
REGIE & BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GORDON KÄMMERER
MITARBEIT BÜHNE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . INGO BÖHLING
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JOSA MARX
MUSIK. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . FRIEDERIKE BERNHARDT
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS DÖPKE
PREMIERE 23.3.
DISKOTHEK
„Wolfserwartungsland“ wartet mit einem konkreten Ort und
scharf gezeichneten Figuren auf und führt damit auf die Fährte
eines Realismus, in dem sich unvermittelt surreale, albtraum­
haft komische Abgründe auftun. Ein Gasthaus ohne Gäste in
einem Wald am Ende aller Hoffnung. Es ist das erste Theater­
stück von Florian Wacker, der am Deutschen Literaturinstitut
Leipzig studiert hat. Seine Texte wurden in zahlreichen Antho­
logien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Sein erster Ro­
man „Dahlenberger“ erhielt 2015 den Oldenburger Kinder- und
Jugendbuchpreis. 
Regisseur Gordon Kämmerer studierte Schauspiel in Leip­
zig und Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst
„Ernst Busch“ in Berlin. Seine Leipziger Uraufführung von Nolte
Decars „Das Tierreich“ wurde 2015 zum Heidelberger Stücke­
markt und zum Münchner Festival radikal jung eingeladen.
Ebenfalls am Schauspiel Leipzig inszenierte Kämmerer 2015
die Uraufführung von Ferdinand Schmalz’ „der herzerlfresser“
und 2016 Schillers „Die Räuber“. 
75
PARADIES
FLUTEN
( VERIRRTE
SINFONIE )
THOMAS KÖCK
Ein Stück für zwei Überlebende in Klimakapseln, ein erschöpf­
tes Symphonieorchester, ein ertrinkendes Tanzensemble und
eine durchschnittliche weiße mitteleuropäische Familie. Also
für eine Welt, der das Wasser bis zum Hals steht — oder viel­
leicht auch für das erste mitteleuropäische Flüchtlingsorches­
ter. Mit dem ersten Teil seiner Klimatrilogie fordert Thomas
Köck das Theater bereits in den Regieanweisungen, die man
wie Kriegsgeräusche lesen soll, zum Äußersten heraus. Und
begibt sich mit seinem Schreiben selbst dorthin — an die
Außen­g renzen des Fassbaren.
Sprachgewaltig und mit viel Humor schlägt er einen
Bogen von der Frühphase der Globalisierung bis ins Heute;
vom Kautschukboom des späten 19. Jahrhunderts, dem ganze
Landstriche und Völker zum Opfer fielen, bis hin zu einer zeit­
genössischen Kleinfamilie und ihren prekären Arbeits- und
Beziehungsverhältnissen. Selbst einer Flut gleichend, spült
die Sprache des Stücks immer mehr Material der Menschheits­
geschichte und -gegenwart auf die Bühnenoberfläche. Als An­
leihe aus der Realität ist dies die Flut, in der Plastiküberreste
eines hemmungslosen Konsums unmittelbar neben den Über­
resten der Schiffbrüchigen einer weißen Weltordnung in der
Dissonanz des großen Geschäfts der Freiheit für Güter und
Grenzen für Menschen treiben. 
KEINE HOFFNUNG
MEHR UND
TROTZDEM STIMMEN.
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG
DES GOETHE-INSTITUTS
LEIPZIGER NACHSPIEL
REGIE, BÜHNE & LICHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . ALBERTO VILLAREAL
MITARBEIT BÜHNE & KOSTÜME . . . . . . AGATHE MACQUEEN
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KATJA
HERLEMANN
PREMIERE
12. 5.
DISKOTHEK
Der junge österreichische Autor Thomas Köck war mit diesem
im besten Sinne überbordenden Text 2015 für den Autoren­
preis des Heidelberger Stückemarkts nominiert und erhielt
2016 den Kleist-Förderpreis. „Da das alles sicherlich sehr viel
ist für einen Abend“, ist dem Stück die scherzhafte Empfeh­
lung vorangestellt, „empfehle ich, den Text häufig nachzuspie­
len.“ Dies besorgt am Schauspiel Leipzig der mexikanische Re­
gisseur, Autor und Theoretiker Alberto Villareal, der zu den
radikalsten Vertretern eines jungen mexikanischen Theaters
zählt, das die Hinterlassenschaften des Kolonialismus — auch
und gerade im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen
ästhetischen, historischen und politischen Fragestellungen —
aufarbeitet. Die Realität seines Heimatlandes changiert zwi­
schen historischem Kolonialtrauma und einer Zwitterstellung
im globalen West-Süd-Gefälle. 
Alberto Villareals bildgewaltige Inszenierungen waren u. a. in
Brasilien, Argentinien, Kuba, Portugal, Spanien und England
zu sehen, Texte von ihm sind u. a. ins Deutsche, Englische, Por­
tugiesische und Französische übersetzt. In seiner ersten Re­
giearbeit in Deutschland will Alberto Villareal mit „paradies
fluten“ die emotionale Landkarte all jener gut vernetzten, in­
formierten Menschen des Okzidents bereisen, dieser zivili­
sierten, demokratischen Familie, und ein Endzeittheater entwerfen, das sich viel mehr aus der Unermesslichkeit des ama­
zonischen Dschungels speist, als eine Bastion des guten Ge­
wissens der Menschheit sein zu wollen. 
76
H
M
E
LEIPZIGER NACHSPIEL
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANITA VULESICA
MITARBEIT REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BENDIX FESEFELDT
BÜHNE & KOSTÜME. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . HENRIKE ENGEL
CHOREOGRAPHIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . EGID MINÁČ
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ARVILD J. BAUD
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS
HUBER
MIT: ALINA-KATHARIN HEIPE, DAVID HÖRNING, JONAS KOCH,
„Eine durchweg gelungene Inszenierung,
die unterhaltsam mit Witz und Tempo zum
Kern vordringt.“ LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
FERDINAND LEHMANN, ELIAS POPP, NINA SIEWERT
WIEDERAUFNAHME DISKOTHEK
„Mit ‚Birdland‘ ist Regisseurin Anita Vulesica
eine beachtliche Studioproduktion gelungen.
Eine mitreißende Charakterstudie mit beeindruckend intensiven Momenten.“ MEPHISTO 97.6
ICH
HAB’S VERSUCHT.
WIRKLICH.
ICH KANN MICH
NICHT MAL ERINNERN,
WARUM.
77
OKTOBER
-
A
STUDIOINSZENIERUNG
DEUTSCH VON BARBARA CHRIST
Beeinflusst von Bertolt Brechts „Baal“ hat Simon Stephens
mit „Birdland“ eine moderne Künstlerbiographie des rasanten
Aufstiegs erschaffen, das Psychogramm eines Zynikers, der
die Welt von oben betrachtet und den Bezug zum wirklichen
Leben verloren hat, oder noch nie hatte. Von Moral und Ethos
keine Spur. Ganz nach dem ursprünglich von Bertolt Brecht ge­
dachten Titel seines Theaterstücks: „Baal frißt! Baal tanzt!! Baal
verklärt sich!!!“ 
ER
FN
SIMON STEPHENS
Paul hat es geschafft, mit seiner Band ist er oben angekom­
men, on the top! Früher spielten sie in den kleinen, modrigen
Clubs, heute füllen sie die großen Arenen der Welt. Und Paul
ist der Megastar unter ihnen, der für seine Songs verehrt wird.
Als Mensch ist er ein Monster. Schrankenlos in seinen Forde­
rungen, schonungslos in seinen Urteilen, rücksichtslos seiner
Umwelt gegenüber. In rasender Geschwindigkeit kreist Paul
so unablässig um sich selbst, dass es ihn dann tatsächlich aus
der eigenen Umlaufbahn katapultiert: Als sich Marnie seinet­
wegen umbringt, wird aus Pauls glitzerndem, märchenhaftem
Rock’n’Roll-Leben ein bodenloser Abstieg in die Hölle. 
D
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A
W
BIRDLAND
-
E
M
H
A
W
A
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FN
IE
D
ER
DER
MINUSMENSCH
TILL MÜLLER-KLUG
Eine Finanzexpertin möchte ein Kind, ohne noch länger nach
einem Partner für die Familiengründung suchen zu müssen.
Sie wendet sich an einen Arzt, der sie in die neue Welt der
unbegrenzten Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin ein­
führt. Die beiden entdecken die Kapitalisierung des Kinder­
wunsches als erfolgsversprechendes Geschäftsmodell. Mit
ihrer Firma entwerfen sie eine Zukunft, in der die analoge
Zeugung zum Auslaufmodell wird und künstliche Befruch­
tung totale Kontrolle über das neue Leben ermöglicht. Doch es
melden sich auch die ‚Minuskinder‘ zu Wort — die Millionen
potentieller Leben in Form von eingefrorenen Eizellen und
Spermien. Der Assistent des Arztes besucht sie in ihren Kühl­
tanks und scheint einen eigenen Plan zu verfolgen, gegen das
Geschäftsdenken seines Chefs zu arbeiten. 
Mit allen Ecken und Kanten spielt der Autor Till Müller-Klug
heutige Möglichkeitsangebote für private und finanzielle Ent­
scheidungen in seinem Theatertext durch. Das Stück befragt
Phänomene wie Social Egg Freezing und Leihmutterschaft,
schneidet Diskurse um Gleichberechtigung und neue Fami­
lienkonzepte an und richtet den Blick auf ethische und mora­
lische Fragen rund um das Gebiet der modernen Reproduk­
tionsmedizin. 
Regisseur Steffen Klewar und sein Team schaffen für MüllerKlugs Stück einen hyperrealistischen, multimedialen Aktions­
raum. Steffen Klewar hat am Schauspiel Leipzig bereits in der
Spielzeit 2013/14 die Uraufführung von Jörg Albrechts „My
love was a ghost“ inszeniert. Im Rahmen des DoppelpassProjekts der Kulturstiftung des Bundes realisiert er mit dem
Theaterkollektiv copy & waste in der Spielzeit 2017/18 in Ko­
operation mit dem Schauspiel Leipzig außerdem das Projekt
„Ceci n’est pas un HYPE!“. 
JA,
DAS IST WIRKLICH
DISRUPTIV!
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . STEFFEN KLEWAR
BÜHNE & KOSTÜME. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SILKE BAUER
MUSIK. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . LENARD GIMPEL
VIDEO. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . IAN PURNELL
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KATJA HERLEMANN
MIT: JULIA BERKE, MICHAEL PEMPELFORTH, BRIAN VÖLKNER,
KINDER AUS DEM CHORPROJEKT „SINGT EUCH EIN!“
„Geschickt verknüpft der Text die Themen
Reproduktionsmedizin und Turbokapitalismus.
Die Inszenierung nimmt das Zweischneidige
und das Tragikomische geschickt auf.“
WIEDERAUFNAHME DISKOTHEK
DEUTSCHLANDRADIO
„Eine radikale, auch im bühnenbildnerischen
Sinne wahrlich eisige, Dystopie.“
NEUES DEUTSCHLAND
78
DEZEMBER / JANUAR
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
MIT: WENZEL BANNEYER, SOPHIE HOTTINGER,
TILO KRÜGEL, DIRK LANGE, ANNETT SAWALLISCH,
KATHARINA SCHMIDT
WIEDERAUFNAHME 14. 12.
DISKOTHEK
Bernhard Studlar scheut den Abgrund nicht, der sich zwi­
schen diesen Freunden und Bekannten auftut. Ohne dop­
pelten Boden schauen wir ihnen dabei zu, wie sie auch noch
die letzten Grenzen des guten Anstands fallen lassen. Und
was bleibt, ist ein schütteres Lebensgefühl: Für immer jung,
schon steinalt. Prost! Und am Ende noch ein Erinnerungs­
foto. Es gibt zwar nichts zu feiern, trotzdem schön, dass ihr
alle da seid. 
„Regisseurin Claudia Bauer hat den Abgrund des
erschöpften Selbst an seiner urmodernen Wurzel
gepackt: die beklagenswerte, dabei aber nicht unkomische Zerrissenheit der angeblich selbstmächtigen
Subjekte. Das unheimliche Zusammentreffen von
maskenhaftem Frohsinn, stereotypen Bewegungs­routinen und Bernhard Studlars hochintensiv darübergelegten Gesellschafts-Sprechblasen sorgen für
ein schauriges Geisterbahnfeeling im Jetzt.“
THEATER HEUTE
ECHT? — SUPER.
79
E
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JONAS MARTIN SCHMID
M
BÜHNE & KOSTÜME. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANDREAS AUERBACH
H
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLAUDIA BAUER
-
A
URAUFFÜHRUNG
ER
FN
BERNHARD STUDLAR
Sie sind Nichtraucher, sie trinken Bio-Bier und sie bauen ihr
Gemüse selbst an. Sie sind Singles, Paare, Eltern. Sie sind in
der Mitte ihres Lebens angekommen. Sie feilen an ihren Kar­
rieren oder an ihren Investmentfonds. Sie pflegen ihre bür­
gerlichen linksliberalen Weltanschauungen und ihre Selbst­
findungstrips. Sie leben bodenständig und funktionstüchtig.
Oder auch prekär und trotzdem traumlos.
Und jetzt treffen sie sich endlich mal wieder, auf einer
Party, mit ausnahmsweise auch mal alkoholischen Getränken,
auf einer Dachterrasse hoch über der Stadt. Die Kinder sind
im Bett, das Kindermädchen instruiert, und doch will der ge­
plante ausgelassene Abend irgendwie nicht so recht gelingen.
Zunächst noch in Smalltalks um ein anregendes Gespräch
sich bemühend, werden doch schnell alle Hüllen fallen gelas­
sen. Und es wird ganz böse. 
D
U
IE
A
W
DIE
ERMÜDETEN
ODER DAS
ETWAS, DAS
WIR SIND
E
ER
M
D
H
A
IE
FN
A
U
W
GEISTER SIND
AUCH NUR
MENSCHEN
KATJA BRUNNER
In den Heimen finden sie ihre letzte Heimat. Die Alten. Ab­
geschirmt von einer Welt, der sie sich tatkräftig hingaben,
betrachten sie verwundert ihre dissoziierten Körper und die
Erinnerungsreste ihres bürgerlichen Lebens: Erlebtes steht
neben unwiederbringlich Verpasstem, Träume mutieren zu
Albträumen. Katja Brunner, die zu den bekanntesten deutsch­
sprachigen Jungautorinnen im Theater gehört, verleiht jenen
eine Stimme, die nicht mehr sprechen können. Sie holt die
Todgeweihten zurück in die Mitte einer Gesellschaft, die sie
professionell ausgrenzt. Kein Blatt mehr nehmen die Alten vor
die ausgetrockneten Münder.
Und während sich schon der Schimmel in den Haut­
falten der vom überforderten Pflegepersonal vernachlässig­
ten Körper festsetzt, wehren sich die Geister dieser einstmals
nützlichen Glieder der Gesellschaft noch ein letztes Mal. In
Solidaritätschören und inneren Wutreden begehren sie auf
gegen ihre Entrechtung und fordern: lieben, saufen, sterben
zu dürfen. Ihre Stimmen drängen in die Sichtbarkeit, die ih­
nen unsere Gesellschaft entzieht, weil sie den Produktivitäts­
anspruch an das Subjekt nicht mehr erfüllen und mit ihren
dem Tod entgegenkrankenden Körpern dem zeitgenössischen
Jugendwahn hohnlachen. 
„Radikal körpersprachlich.“
NACHTKRITIK.DE
„Diese Mischung zwischen Brunner auf der Autorenseite mit dieser Analyse des Zustands des Alterns
und gen Tod driften und gleichzeitig die Verpackungsstrategien von Claudia Bauer und ihrem
Bühnenbildner Andreas Auerbach, die funktionieren in Leipzig ganz fabelhaft. Ein Abend, der
sich sehr lohnt.“
MDR KULTUR
DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLAUDIA BAUER
BÜHNE & KOSTÜME. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANDREAS AUERBACH
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SMOKING JOE
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KATJA
HERLEMANN
MIT: ANDREAS DYSZEWSKI, TIMO FAKHRAVAR,
SOPHIE HOTTINGER, JULIA PREUSS, KATHARINA SCHMIDT,
FLORIAN STEFFENS
WIEDERAUFNAHME DEZEMBER / JANUAR
DISKOTHEK
ICH
WOLLTE DOCH
NUR HEIM,
DA HAT MICH JEMAND
FALSCH VERSTANDEN, DENN
JETZT BIN
ICH IM HEIM.
80
H
M
E
GEWINNERSTÜCK
DER MÜLHEIMER THEATERTAGE
— STÜCKE 2014
EINGELADEN ZUM
HEIDELBERGER STÜCKEMARKT 2014
UND ZU DEN AUTORENTHEATERTAGEN BERLIN 2014
EINGELADEN ZUR 57. BIENNALE
VENEDIG — BIENNALE TEATRO 2017,
45. FESTIVAL INTERNAZIONALE
DEL TEATRO
URAUFFÜHRUNG
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLAUDIA BAUER
BÜHNE & KOSTÜME. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ANDREAS AUERBACH
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PEER BAIERLEIN
DRAMATURGIE
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS
HUBER &
ESTHER HOLLAND-MERTEN
MIT: WENZEL BANNEYER, DANIELA KECKEIS,
HEINER KOCK, MARKUS LERCH
WIEDERAUFNAHME DEZEMBER / JANUAR
DISKOTHEK
Claudia Bauers hochgelobte Uraufführung des Textes von
Wolfram Höll ist in der fünften Spielzeit im Spielplan des
Schauspiel Leipzig — und zudem eingeladen zur 57. Biennale
Venedig — Biennale Teatro 2017. 
„Ein Abend voller Theaterlust.“
TAGESZEITUNG (TAZ)
„Ganz großartiges Theater.“
MDR FIGARO
„Regisseurin Claudia Bauer entfaltete mit Wolfram Hölls
schwer melancholisch und zugleich naiv spukhaftem
Trauertext über Kindheitsverluste ‚Und dann‘ ein kleines
großes Wunderwerk an zart verspielter Fantasie.“
WIEDER
NACH OSTEN
FAHREN.
81
DIE WELT
-
A
WOLFRAM HÖLL
„Ein Kind spricht. Es spricht von den Häusern, den Betonhäusern, den Steinen am Spielplatz — von Gletschern gebracht,
vom Vater, von der Mutter, es spricht von Ausflügen in die
Stadt, den Paraden, der Erinnerung an die Paraden, erinnert
sich der Erinnerung. Das Kind spricht, es erzählt und zählt
die Plattenbauten, die großen Steine am Spielplatz, die
Stockwerke und Klingelknöpfe, und ehe man sich’s versieht,
ist man gefangen in einer Arithmetik des Verlustes, macht
einen die Zahl traurig, verweist eine Drei immer auf die Vier,
die leider nicht ist, und leidet die Zwei an der Drei, am Fehlen
der Eins. Das Kind zählt, und kein Abzählreim ist zur Hand,
der die Abwesenheit ungeschehen machen und das Verlorene
zurückholen könnte, weil auch der Kinderreim an der Grenze
des ‚... und raus bist du‘ endet. Hölls ‚Und dann‘ ist ein Text
über das ‚Erinnern‘ als Spur des Todes im Leben: Das Du
ist vom Sein ins Erinnert-Sein übergegangen. Der geliebte
Mensch ist nicht mehr, und dann, dann ist der geliebte
Mensch nichts anderes mehr als Erinnerung. In dieser Kluft,
in diesem Und-dann, operiert Hölls Text. Und er tut dies mit
beeindruckender sprachlicher Feinheit, mit Diskretion und
wunderbarem Willen zur Form.“ Ewald Palmetshofer in der
Jurybegründung der Einladung zum Stückemarkt des Berliner
Theatertreffens 2012 
ER
FN
D
U
IE
A
W
UND
DANN
Die Residenz in der ehemaligen Baumwollspinnerei in Plagwitz ist eine Spielstätte, die ausschließlich frei produzierten Projekten zur Verfügung steht. KünstlerInnen und Gruppen aus
den Bereichen Performance, Tanz, Theater, Bildende Kunst oder Musik arbeiten hier in mehrwöchigen Residenzen an ihren Produktionen und
bringen sie zur Aufführung. Es geht um kollektive Arbeitsprozesse, um Erzählungen abseits von
literarischen Vorlagen und um Bühnensprachen,
die untrennbar mit dem Akt der Aufführung verbunden sind. Die Residenz ist ein Labor für experimentelle Theaterformen, eine Produktionseinheit für offene Prozesse und ein Netzwerkknoten,
der an internationale Koproduktionszusammenhänge anknüpft.
Die sechs Residenz-Produktionen der Spielzeit 2017/18 erheben
den Anspruch, künstlerisch tradierte Sehgewohnheiten her­
auszufordern und politisch relevante Themen zu verhandeln.
Das Programm handelt vom Dialog der Ideen in postideologi­
schen Zeiten, vom Körper in digitalen Kommunikationsstruk­
turen, von Energieübertragung im Mensch-Maschine-Ver­
hältnis, von Eigentum und EigentümerInnen, von Bildern
und ihrer Wirklichkeit, vom gemeinschaftsstiftenden Poten­
tial rhythmischer Tänze. 
Nicht zuletzt ist die Residenz ein Ort, an dem Erfahrungen
öffentlich mitgeteilt werden können. Dafür haben die Leip­
ziger Bühnenbildnerinnen Doris Dziersk und Anke Philipp
die Residenz um eine entscheidende Facette erweitert: Nach
den Vorstellungen wird der Arbeitsraum der KünstlerInnen
zum Kommunikationsraum für alle Gäste. Der Dialog zwi­
schen KünstlerInnen und Publikum wird in offenen Proben,
thematischen Vorträgen und Workshops intensiviert und bei
NO LIGHTS NO LYCRA kann das Publikum in regelmäßi­
gen Abständen selbst die Residenz-Bühne tanzend erobern. 
KOPRODUKTIONSPARTNER RESIDENZ 2017/18 — ACT FESTIVAL SOFIA, CAMPO GENT, FESTIVAL
THEATERFORMEN HANNOVER, FESTIVAL KONFRONTATIONEN LUBLIN, HEBBEL AM UFER BERLIN,
KAMPNAGEL HAMBURG, KASERNE BASEL, KUNSTENCENTRUM BUDA KORTIJK, MÉNAGERIE
Kooperationspartner
DE VERRE PARIS, MÜNCHNER KAMMERSPIELE, ONASSIS CENTER ATHEN, RINGLOKSCHUPPEN
RUHR, SCHAUSPIEL STUTTGART, SZENE SALZBURG, TANZQUARTIER WIEN
84
H
OUSE
WARMING
Am 13. & 14. 10. 17 stellen sich während eines zweitägigen
Eröffnungsfests alle KünstlerInnen, die während der Spiel­
zeit zu Residenzen nach Leipzig kommen, in einem geballten
Programm vor. 
Ivana Müllers „We are still watching“ ist eine Hommage ans
Publikum, die ganz ohne DarstellerInnen auskommt. In der
Leseperformance werden die BesucherInnen zu Akteuren, die
sich bei jeder Aufführung zu einer neuen Gemeinschaft formie­
ren, obwohl am Anfang keiner das Skript kennt. Was passiert,
wenn das Geld alle ist, fragen Chris Kondek, Christiane Kühl
und Klaus Wedding in ihrer Foto- und Videoinstallation „Shoot
Out“. Entlassene Opel­arbeiter scheitern darin bei dem Versuch,
sich mit den „sieben gelungenen Überlebensformen“ nach
Cicero über Wasser zu halten. In „Ravemachine“ sampelt und
verstärkt die Choreographin Doris Uhlich die Sounds des
elektrischen Rollstuhls ihres Partners Michael Turinsky, um
sie in wummernde Techno-Beats zu übersetzen. In dem Duett
werden menschliche und maschinelle Energien übertragen
und transformiert, der Dia­log und das Verhältnis von Mensch
und Maschine, Ekstase und Form, Aufladung und Erschöp­
fung erfahren. Wie nach einer Detonation, einem Unfall oder
ohne erkennbaren Grund liegen in Julian Hetzels Stadtraumintervention „Obstacles“ Körper auf der Straße. Als Bild,
als Horrorszenario oder als Provokation? Einen heimeligen
Rückzugsort bietet hingegen Hermann Heisigs „Bude“, die er
im Residenz-Büro einrichtet und in der er seinen Gästen eine
ganz persönliche Performance als Geschenk anbietet. Und
wenn alle Gäste schon mal da sind, wird natürlich auch ge­
bührend gefeiert! 
13. & 14. 10.
NO
LIGHTS NO
LYCRA
hol und keine Drogen. Zwischen Workshop und Workout ist
NO LIGHTS NO LYCRA vor allem eine kollektive Erfahrung,
die soziale Barrieren und Normierungen leichtfüßig unter­
wandert. Die Bewegung wurde 2009 in Melbourne gegrün­
Dance like no one is watching! Die Residenz lädt in der Spielzeit det und verbreitet sich seither rasant auf der ganzen Welt. In
2017/18 an ausgewählten Terminen zwischen den verschiede­ Leipzig werden die jeweiligen Residenz-KünstlerInnen für die
nen Residenzen zu NO LIGHTS NO LYCRA. Dann werden die nötige musikalische Power sorgen. 
Lichter ausgeschaltet und der leer geräumte Saal wird für eine
EINTRITT FREI!
Tanzveranstaltung geöffnet, bei der sich alle für eine Stunde
WWW.NOLIGHTSNOLYCRA.COM
ungeniert und unbeobachtet den Stress der Woche vom Leib
tanzen können. Kein Dresscode, kein Showtanzen, kein Alko­
85
IVANA MÜLLER
CONVERSATIONS
Inspiriert von der Form des Conte Philosophique, dem phi­
losophischen Salon des 18. Jahrhunderts, entwickelt Ivana
Müller in „Conversations“ eine spielerische Partitur, in der
fundamentale Ansichten über Begriffe wie Arbeit, Illusion,
Körper, Gemeinschaft, Natur oder Glück in einen Dialog tre­
ten. Die abstrakten Vorstellungen dieser Begriffe werden von
vier DarstellerInnen und einigen Pflanzen in ungewöhnlichen
Begegnungen verkörpert.
Hinter dieser kurios erscheinenden Idee steht eine sachliche
Reflexion über die Beziehungen von Organismen unterein­
ander und zu ihrer Umwelt. Dass dabei die DarstellerInnen
partiell von Pflanzen ersetzt werden, ist nur konsequent. Wie
sonst könnte der Dialog zwischen Austauschbarkeit und Aus­
beutung auch geführt werden? Selbstverständlich wird Büh­
nenstar Flora ein zweites Leben in Leipzigs attraktiven Grün­
flächen finden. 
Ein Gespräch zwischen Arbeit und Illusion,
begleitet von einem Chor der guten Absichten.
Ein leises Gespräch zwischen Natur und Tugend.
Ein Gespräch, das ständig auf den Kopf fällt.
Ein Gespräch über Wurzeln und Widerstand.
…
Ivana Müller versteht ihre Choreographien als eine soziale Pra­
xis. Grundlegende Fragen nach zwischenmenschlicher Interak­
tion und deren Repräsentation auf der Bühne verhandelt sie im­
mer in Bezug auf konkrete Lebenswirklichkeiten. Dabei gehören
Sprache oder Dinge ebenso zu ihrem Bewegungsmaterial wie der
Körper. Ihre Arbeiten sind geprägt von subtilem Humor, ihren
klug gedachten Konzepten begegnet sie stets mit einem selbstiro­
nischen Augenzwinkern. 
PREMIERE
27. 10.
2. 11.
28. 10.
3. 11.
4. 11.
PARTITUUR
Anlässlich des Herbstrundgangs auf der Spinnerei produziert
die Residenz die deutschsprachige Erstaufführung von Ivana
Müllers erster und bislang einziger Performance für junges
Publikum im Alter von 7+. „Partituur“ ist eine interaktive Per­
formance, ein choreographisches Gesellschaftsspiel, an dem
alle BesucherInnen gleichberechtigt teilnehmen. 
„Bin ich jetzt erdacht oder bin ich echt? Soll ich mich nach den
anderen richten oder meinen eigenen Weg gehen? Darf ich
jetzt lügen?“ „Partituur“ transformiert komplexe Fragen nach
Identität, Repräsentation, Wünschen, gesellschaftlichem En­
gagement und persönlichen oder kollektiven Entscheidungs­
prozessen in einer Weise, dass sie für die nicht minder kom­
plexe Kinderwahrnehmung erfahrbar werden. Erwachsene
Via Kopfhörer erhalten die TeilnehmerInnen Anweisungen können an der Performance teilnehmen, solange gewährleistet
und Vorschläge, mit denen sie sich ihre eigene Aufführung ist, dass mindestens die Hälfte der SpielerInnen Kinder sind. 
gestalten können. Mit fiktionalen Namen in wechselnde Rol­
len schlüpfend, bekommen die SpielerInnen Zeit, sich selbst Beim Herausgehen formulierte ein Mädchen seine eigene Kritik:
zu positionieren, die anderen zu beobachten, Entscheidungen „Ich wollte nicht, dass es aufhört.“ THE NEW YORK TIMES
zu treffen, mit oder gegen die Regeln zu spielen. So nimmt jede
GASTSPIEL 16. 9.
17. 9.
Performance von „Partituur“ erst im Verlauf der Aufführung
EINTRITT FREI!
Form an, abhängig von den Entscheidungen der einzelnen
PartituuristInnen. 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG
DES INSTITUT FRANÇAIS
86
DOUBLELUCKY
PRODUCTIONS
THE HAIRS ON YOUR HEAD
ARE NUMBERED
War der Mensch bis vor Kurzem die analoge Lücke in der digi­
talen Welt, schließt sich diese Lücke mit unserer tatkräftigen
Hilfe zusehends. Wir sind infiziert. Unsere Körper werden
zunehmend zu Fremdkörpern. Und sind doch das Einzige,
Der menschliche Körper begegnet uns zunehmend als Daten­ was wir haben. Aber wer sind wir? 
körper. Bewegungen, Emotionen und Zustände werden ver­
messen, quantifiziert und in Daten verwandelt. Gleichzeitig In ihrer neuen Performance „The Hairs on Your Head are Num­
sind quantifizierte Daten der Spiegel, in dem wir unsere Kör­ bered“ macht die Berliner Multimedia-/DigitalArts-Gruppe
per sehen. Während eine wachsende Anzahl von Menschen doublelucky productions um den Videokünstler Chris Kon­
Vergnügen daran hat, mittels Life Tracking den eigenen Kör­ dek und die Publizistin Christiane Kühl den Körper zum
per auf Schritt und Tritt zu überwachen, zu analysieren und Schauplatz: Mittels komplexer Technologien, die der IT-Spe­
in soziale Netzwerke zu kommunizieren, steht Smartphone- zialist und Hacker Idella Craddock für die Theatersituation
Usern eine App zur Verfügung, die anhand von Gesichtszü­ umprogrammiert, werden die Bedürfnisse und Defizite des
gen menschliche Gefühle akkurat einschätzen kann. Auf der Körpers in der digitalen Verstärkung spürbar. Gleichzeitig
Cebit 2016 ließen sich Hunderte Menschen einen Chip unter zielt die Arbeit darauf ab, das enorme Manipulationspotential
die Haut pflanzen, mit dem sie mit ihrem SmartHome oder solcher Technologien aufzuzeigen. 
dem Bankautomaten kommunizieren können. „Biohacking ist
PREMIERE
10. 1.
das Tattoo der Neuzeit“, kommentierte die Presse lapidar. 
DORIS UHLICH
EVERY BODY ELECTRIC
Prothesen tragend, auf Krücken stützend. Menschen mit phy­
sischen Einschränkungen werden meist nicht mit Energie,
Energieausschüttung und Ekstase assoziiert, mehr mit Im­
plosion als Explosion, mit Stillstand als mit Vorwärtskommen.
„Es ist ein choreographisch-künstlerisches Interesse, das in mir In „Every Body Electric“ wird nach Bewegung gesucht, in der
brennt: das Arbeiten mit Menschen, deren Körper anders ist als die Energie wichtiger wird als die Form. Menschen tanzen,
meiner, die eine andere Dynamik, einen anderen Rhythmus haben, deren Körper in unserer Gesellschaft gemeinhin nicht mit
Kraft assoziiert werden. 
einen anderen Beat.“ Doris Uhlich
In „Every Body Electric“ tanzen Menschen und Maschinen.
Doris Uhlich erarbeitet in der Residenz die Leipziger Version
ihrer neuen Produktion mit Menschen mit physischen Behin­
derungen, um sich mit der spezifischen Physis in Hinblick auf
Dynamik, Energie und Ekstase auseinanderzusetzen. Welche
Bewegungen wirken wie Batterien, die den Körper aufladen?
Wohin brechen die Körper auf, wenn die Akkus sich mehr und
mehr füllen? In Rollstühlen fahrend, in Maschinen sitzend,
Doris Uhlich avancierte mit ihren Performances, die auf eine
sehr persönliche Weise politische Themen aufwerfen, inner­
halb kürzester Zeit zu einer der gefragtesten österreichischen
Choreographinnen. 
87
PREMIERE
23. 2.
26. 2.
24. 2.
27. 2.
SHE SHE POP
EIGENTUM.
EIN ORATORIUM.
„Dass da gehören soll, was da ist, denen, die für es gut sind.“
Bertolt Brecht
Besitzverhältnisse und die dadurch entstehenden Verwerfun­
gen Gedanken macht. Sprechend vergewissert sie sich ihrer
selbst und stellt fest, dass sie uneins ist. 
Eigentum verändert das Bewusstsein, Eigentum trennt Freunde, es erteilt Macht über andere, schließt aus, reduziert Teil­
nahme. Eigentum macht süchtig nach mehr. Eigentum ist selbstverständlich. Nichts ist so konstituierend für unsere Gesell­
schaft, nichts wirkt so trennend auf die Gemeinschaft, nichts
ist so bestimmend für ihre kapitalistischen Strukturen wie die
Idee des Eigentums. 
She She Pop sind ein Berliner Performance-Kollektiv. Die Mitglieder der Gruppe sind in der Mehrzahl Frauen. Als Perfor­
merInnen verstehen sie sich als AutorInnen, DramaturgInnen
und Ausführende der Bühnenhandlung. Das besondere künstlerische Interesse von She She Pop gilt der gezielten und kunstvollen Überschreitung gesellschaftlicher Kommunika­tion im
Schutzraum des Theaters. 
In ORATORIUM steht der Chor als Metapher für eine ver­ Die Residenz beinhaltet einen mehrtägigen Workshop mit lo­
meintlich harmonische Gemeinschaft. Der Brecht’schen Lehr­ kalen PerformerInnen, die an der Leipziger Version des Orato­
stück-Theorie folgend, nehmen DarstellerInnen und Publi­ riums als Gast-SpielerInnen beteiligt sein werden. 
kum probehalber Haltungen ein und geben sowohl spontane
PREMIERE
9. 3.
als auch vorgefertigte und einstudierte Reden wieder. Ein ge­
murmeltes Oratorium, eine geschriene Andacht, ein gesun­
genes Selbstgespräch einer Gemeinschaft, die sich über ihre
HERMANN
HEISIG
SLAVE TO THE RHYTHM
Im Kontext der Lebensreformbewegung begründete der Schweizer Komponist und Musikpädagoge Émile Jaques-Dalcroze zu
Beginn des 20. Jahrhunderts die rhythmisch-musikalische Er­
ziehung als eine Methode, die unmittelbare Verbindung zwi­
schen Musik und Bewegung als eine Art bewegte Plastik kör­
perlich darzustellen. Dieser künstlerische Ansatz war nichts
weniger als ein Teil eines umfassenden Gesellschaftsentwurfes,
ein sozialutopisches Experiment, geschaffen aus einer Suche
nach dem neuen Menschen. Im Zentrum der rhythmisch-tän­
zerischen Übungen stand die Idee der Ganzheitlichkeit, das
harmonische Zusammenwirken aller Kräfte. 
In „Slave to the rhythm“ unternimmt der gebürtige Leipziger
Choreograph Hermann Heisig den Versuch einer körperlichen
Annäherung an Dalcroze’ Methode, um das ihr innewohnende
utopische Potential aus der Perspektive heutiger Lebenserfah­
rungen zu befragen. Im Fokus steht dabei weniger die detail­
genaue Rekonstruktion der historischen Vorlagen, sondern
vielmehr eine Konfrontation ganzheitlicher Körperideologien
mit den fragmentierten Wahrnehmungsmustern unserer Zeit.
Heisig interessiert sich für den Punkt, an dem Harmonie tota­
litär wird, das Lebendige mechanisch, oder auch der Rhyth­
mus und die Dynamik einer Gruppe außer Kontrolle geraten.
Gemeinsam mit fünf TänzerInnen und einem Pianisten begibt
er sich auf die verwegene Suche nach einer Lebensreformbe­
wegung für das 21. Jahrhundert. 
PREMIERE
88
19. 4.
JULIAN HETZEL
THE AUTOMATED SNIPER
Die Brutalität findet virtuell statt. Wie weit würden wir ge­
hen? „The Automated Sniper“ ist ein Kommentar zu moderner
Kriegsführung, ist zeitgenössischer Tanz, abstrakte Skulptur,
kritisches Pamphlet und ein heikles Spiel. Die Arbeit entstand
Bloße Fäuste, Schwerter, Armbrüste, Pistolen, Raketen, Droh- in Kollaboration mit dem Leipziger Maschinenkünstler Han­
nen. Die Geschichte der menschlichen Konflikte ist die Ge­ nes Waldschütz. 
schichte immer brutalerer Waffen, die auf immer größere Distanz verwendet werden. Die stärksten Parteien haben sich da­ Hetzel studierte visuelle Kommunikation und Performance
bei komplett aus dem Schlachtfeld zurückgezogen, um Bom­ in Weimar und Amsterdam. Er vereint in seinen internatio­
ben aus einem komfortablen Kontrollraum in sicherer Entfer­ nal vielbeachteten Performances dokumentarische Ansätze
nung ins Ziel zu führen. Welche Ethik können wir heute noch mit fiktionalen und politischen Dimensionen. In der Residenz
einfordern, wenn der Feind zu einer Ansammlung von Pixeln zeigte er im April 2016 seine Performance „I’m Not Here Says
auf dem Monitor reduziert wird? 
The Void“. 
Während Julian Hetzel in der Residenz seine neue Produktion
„Photo Shooting“ für die nächste Spielzeit vorbereitet, zeigen
wir seine aktuelle Arbeit „The Automated Sniper“ (Der auto­
matisierte Scharfschütze). Darin untersucht er die Gamifi­
cation von Gewalt: Zwei Performer werden auf der Bühne
vom Operator einer ferngesteuerten automatischen Waffe be­
schossen. Der Schütze befindet sich an einem geschützten Ort.
Täglich das beste Programm genießen.
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21. 6. 23. 6.
22. 6.
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89
CECI N’EST
PAS UN HYPE!
Eine Kooperation von
Schauspiel Leipzig und copy & waste
Leipzig ist Hypezig. Die Stadt ist mittlerweile die
urbane, kreative, pulsierende Metropole gewor­
den, die viele schon früher in ihr sahen. Das
Schauspiel Leipzig und das Thea­ter­kollektiv copy
& waste widmen sich thema­tisch der „Boomtown“:
Welches Image entwirft die Stadt von sich? Wie
fließt das Erbe verschiedener Epochen in dieses
Selbstverständnis ein? Und wie umfassend ist die
Transformierung? Was ist mit denen, die kulturell
und ökonomisch abgehängt werden?
„Ceci n’est pas un HYPE!“ widmet sich über zwei Spielzeiten
dem Selbst- und Fremd-Branding Leipzigs, beschäftigt sich
mit den Inszenierungsstrategien einzelner ProtagonistInnen,
Gruppen und Stadtteile, die gemeinsam „Hypezig“ kreieren.
Dafür erschließen das Schauspiel Leipzig und copy & waste
neue Orte: In der Spielzeit 2016/17 führte mit „Kampf Club
Ost“ bereits ein Audiopar­cours durch den Stadtraum im Leipziger Osten. Dieses Jahr wird die urbane Recherche im Zentrum
der Stadt fortgesetzt. Auf einer weiteren Etappe werfen copy
& waste die Illusionsmaschine Theater im ganzen Schauspielhaus an. Zum Abschluss feiern alle den Hype in einer Party
noch einmal richtig ab. In allen vier Teilprojekten arbeiten
copy & waste mit dem Ensemble des Schauspiel Leipzig. 
Das Theaterkollektiv copy & waste entwirft seit 2007 intermediale Theaterabende und Performances, in denen es um die
Veränderung der Städte im 21. Jahrhundert geht. Die Praxis,
mit performativen Mitteln urbane Machtstrukturen zu untersuchen, führt zu verschiedenen ästhetischen Formaten. Einerseits inszenieren copy & waste in der Black Box, um die Regeln
städtischen Zusammenlebens ins Theater zurückzuholen. In
anderen Arbeiten geht die Gruppe in bereits genutzte Räume
und erprobt dort die Konfrontation von Künstlichkeit und
Realität. Seit 2012 entstehen außerdem Arbeiten, die das Medium Hörspiel im theatralen und städtischen Raum neu denken. copy & waste arbeiteten u. a. am Hebbel am Ufer Berlin,
Ballhaus Ost, Maxim Gorki Theater Berlin, beim Kunstfestival
steirischer herbst, am Theater Rampe Stuttgart, Theater Oberhausen und am Ringlokschuppen Ruhr. 
92
GEWONNENE
ILLUSIONEN LITTLE SHOP
OF FLOWERS EIN PROJEKT
IM LEERSTAND MIT PFLANZEN
JÖRG ALBRECHT
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . STEFFEN KLEWAR
KOREGIE .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JÖRG ALBRECHT
BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SILKE BAUER
KOSTÜME .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ELENA GAUS
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . L ENARD GIMPEL &
LAURA LANDERGOTT
VIDEO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ROMAN HAGENBROCK &
STEFAN RAMÍREZ-PÉREZ
DRAMATURGIE .. . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER &
CLARA PROBST
PREMIERE
URAUFFÜHRUNG
1. 10.
2. 10.
22. 10.
3. 10. 10. 4.
20. 10.
11. 4.
Wahrhaftig du hast Recht! Mein Leipzig lob’ ich mir!
Es ist ein klein Paris, und bildet seine Leute.
Das Stadtleben in Leipzig blüht um die vorletzte Jahrhundertwende, als Goethe einem versoffenen Studenten in Auerbachs
Keller diesen Ausruf in den Mund legt. Und heute? Ist Leipzig
im 21. Jahrhundert angekommen und hat sich zur Hype-Stadt
entwickelt. Und wie damals Faust und Mephisto von den urba­
nen Verheißungen der Messestadt angelockt wurden, will der
Zuzug nach Leipzig auch seit einigen Jahren nicht mehr abreißen — doch welche Versprechungen schüren diesmal die
Aufregung um die Stadt? In Honoré Balzacs Roman „Verlorene
Illusionen“ ist es die Welt der royalen Großstadtbohème in
Paris, die den armen Provinzdichter Lucien unwiderstehlich
anzieht. In Balzacs Geschichte geht es darum, wie man es
schafft, sich als etwas zu verkaufen, was man nicht ist — um
es am Ende dann doch zu sein. Man muss schon am eigenen
Mythos arbeiten. Das heißt: monumental denken. 
Leipzig besitzt eine Vielzahl von Parks und Gärten, dazu noch
eine ausgedehnte Gartenkultur. Die Natur scheint in die Stadt
zurückzukehren. Doch den meisten scheint die gebaute Subs­
tanz, scheinen Asphalt, Beton, Stuckfassaden nur als Gegen­
satz zu Pflanzen und Tieren denkbar. Können wir Stadt in
ihrem Verhältnis zur Natur auch anders begreifen? Im Zuge
des Klimawandels entstehen immer mehr Ansätze, urbane
Zentren zu begrünen und die Biodiversität zu erhöhen. In
der Fläche bilden sich in gemeinsamen Gartenprojekten neue
nachbarschaftliche Gemeinschaften; an den Hausfassaden
blühen vertikale Gärten als Antwort auf dicht bebaute Städte
und sorgen für bessere CO2-Werte.
„Little Shop of Flowers“ beschäftigt sich mit der ver­
dichteten Stadt als Natur. In einem leer stehenden Laden­geschäft
in der City entsteht ein Bühnenbild aus Pflanzen. Gemeinsam
mit SchauspielerInnen des Ensembles performen copy & waste
das Personal eines seltsamen Floristenladens, in dem sich
Menschen mit fleischfressenden Pflanzen anfreunden. Nach
und nach entpuppt sich die Natur in diesem Blumenladen
als immer weniger steuerbar, als es die urbanen FloristInnen
angenommen haben. Haben die Pflanzen Superkräfte? Und
wenn ja, wie kann der Klimawandel in den Städten mit ihnen
bezwungen werden? 
PREMIERE
MÄRZ URAUFFÜHRUNG
PARTY
CECI N’EST PAS
UN HYPE!
Mit „Gewonnene Illusionen“ wird das ganze Schauspielhaus
zur Miniaturversion eines städtischen Hypes. Das Schauspielensemble bevölkert gemeinsam mit den Zu­schauerInnen die­
ses klein Leipzig im Theater. Wer wird hier gerade gehypt
— und wie lange? Die Bourgeoisie? Die KünstlerInnen? Die
Arbeitslosen? Die MigrantIn­nen? Die radikalen Ränder? Fin­
den wir heraus, wer welche Rolle spielt. Durchwandern wir Der temporäre HYPE!-Club funktioniert wie ein Jahrmarkt:
mit der Straßenkarte vom Paris des 19. Jahrhunderts die Glücksrad, Mini-Geisterbahn und Hau-den-Lukas stehen beHype-Stadt Leipzig! 
reit, um neben dem Feiern zu testen, ob man am Ende des
Hypes Gewinner oder Verlierer sein wird. In diesem Sinne:
Party like you ain’t gonna party no more. 
JUNI
KÜNSTLERISCHE & ORGANISATORISCHE KOORDINATION:
JÖRG ALBRECHT, KATJA HERLEMANN, STEFFEN KLEWAR
GEFÖRDERT IM
FONDS DOPPELPASS DER
KULTURSTIFTUNG DES BUNDES
93
GEFÄHRLICHE
LIEBSCHAFTEN
SOMMERTHEATER VOR
DEM GOHLISER SCHLÖSSCHEN
Die Marquise de Merteuil ist von ihrem aktuellen Liebhaber
verlassen worden. Wegen Cécile de Volanges, einem unschul­
digen, fünfzehnjährigen Mädchen, das gerade die Kloster­
schule absolviert hat. Merteuil will Rache. Der Vicomte de
Valmont, ihr ehemaliger Liebhaber, steht im Ruf, ein unwider­
stehlicher Verführer und Liebhaber zu sein. Valmont scheint
die perfekte Waffe zu sein.
Denn die Marquise und den Vicomte verbindet eine
erotisch-zerstörerische Seelenverwandtschaft, beide sind sie
Spielernaturen, die sich nicht an moralische oder gar sexu­
elle Normen halten und ein dementsprechend ausschweifen­
des Leben führen. So verfolgt Valmont gerade ein anderes
Ziel — die Verführung der äußerst tugendhaften Madame de
Tourvel. Umso gelegener kommt es da, dass beide Frauen zu
Gast in einem Schloss auf dem Land sind. Derweil aber hat die
Marquise freie Hand in der Stadt …
„Gefährliche Liebschaften“ ist zunächst also die Ge­
schichte dieser beiden Intrigen, der geplanten Verführungen
der blutjungen Cécile und der treuen Madame de Tourvel.
Doch beide Intriganten, Merteuil und Valmont, verheddern
sich letztlich in den Fallstricken ihrer eigenen Intrigen, so
perfekt diese auch scheinen. Denn was geschieht, wenn die
Waffe der Liebe und der Sehnsucht sich gegen die Schützen
selbst wendet? 
ICH HABE
EINEN RUF ZU
VERLIEREN.
NACH DEM ROMAN VON
PIERRE-AMBROISE-FRANÇOIS CHODERLOS DE LACLOS
FÜR DIE BÜHNE BEARBEITET VON MARKUS BOTHE
UND MATTHIAS HUBER
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MARKUS BOTHE
BÜHNE & KOSTÜME. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SABINE BLICKENSTORFER
DRAMATURGIE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER
PREMIERE
2. 6.
Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos’ Briefroman
von 1782 gilt als ein Hauptwerk der französischen Literatur, das
sich voll und ganz dem Thema Verführung widmet und die
Unmoral und Sittenlosigkeit der sogenannten guten Gesellschaft vor dem Ausbruch der Französischen Revolution schildert. Meisterhaft analysiert Choderlos de Laclos die Mechanismen der Verstellung im Spannungsfeld zwischen kühler
Berechnung und wahrem Gefühl. Und liefert somit die Vorlage
für ein packendes Sommertheater, dem neben schauspielerischen Paraderollen und aller Poesie, dem unheilvollen Spiel
mit der Liebe entsprechend auch eine gehörige Portion Angstlust innewohnt. 
Der Regisseur Markus Bothe studierte Musiktheater-Regie in
Hamburg. Er inszenierte Oper und Schauspiel an der Deutschen
Oper Berlin, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Stuttgart, dem Schauspiel Frankfurt, der Volksoper Wien, dem
Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Schauspiel Graz, dem Konzert Theater Bern, dem Nationaltheater Weimar u. a., darunter
zahlreiche Ur- und Erstaufführungen. Seine Inszenierung von
„Roter Ritter Parzival“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST
2010 in der Kategorie Regie Kinder- und Jugendtheater ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur war er von
2004 bis 2008 Festivalleiter und Mitglied der künstlerischen
Leitung der Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“ am
Staatstheater Wiesbaden. 
96
H
M
E
In Marivaux’ Komödienklassiker finden sich zwei Frauen und
zwei Männer in einem Wirrwarr der Gefühle wieder, das so
einiges über die menschliche Liebesfähigkeit offenbart. Es ist
ein Spiel um die ersten aufregenden Begegnungen zwischen Menschen, ein Wettstreit der Selbstverliebtheiten und ein Kampf
um die Gewissheit, was so alles in Liebesangelegenheiten geschehen kann. 
VON PIERRE CARLET DE CHAMBLAIN DE MARIVAUX
AUS DEM FRANZÖSISCHEN VON PETER STEIN REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BRUNO CATHOMAS BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . THOMAS GIGER
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . NADJA ZELLER
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MARCUS SCHINKEL
CHOREOGRAPHIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SABINA PERRY
DRAMATURGIE .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CHRISTIN IHLE
MIT: THOMAS BRAUNGARDT, ANDREAS DYSZEWSKI,
SO STEHT
ES NUN EINMAL
MIT UNS;
SIE REDEN ÜBER
UNSERE VERGNÜGEN
UND WISSEN GAR
NICHT, WAS DAS IST;
WIR, DIE WIR
ES EMPFINDEN, VERSTEHEN ES
SELBST NICHT;
ES IST
UNENDLICH.
97
TIMO FAKHRAVAR, ALINA-KATHARIN HEIPE, MARKUS LERCH,
MARCUS SCHINKEL, BETTINA SCHMIDT, NINA SIEWERT
& STATISTERIE
WIEDERAUFNAHME
-
A
SOMMERTHEATER VOR
DEM GOHLISER SCHLÖSSCHEN
Es ist der entlegenste Ort der Welt und dort soll es stattfinden:
ein Fest. Oder vielmehr die Klärung eines nie enden wollenden Disputs: Wer war es, der die Unbeständigkeit und Untreue in die Welt gebracht hat? Mann oder Frau? Da bloße
Theorie zur Lösung des Problems nicht ausreicht, soll die
Natur selbst befragt werden und ein waghalsiges Experiment
beginnt. Es begegnen sich vier, bisher von jeder Außenwelt
hermetisch getrennte, junge Menschen mit ihrem unberührten Herzenszustand zum ersten Mal. Nicht nur von der eigenen Schönheit hingerissen, sondern auch vom jeweiligen Gegenüber, entspinnt sich daraus aber schnell ein verworrenes
Liebesnetz. Es dauert nicht lange, bis die ersten naiven Treueschwüre getauscht und wieder gebrochen werden. Die vier verlieren sich in hingebungsvollem Schmachten, wer auch immer
ihr Gegenüber ist. So zeigt sich gleichermaßen der Zauber des
ersten Verliebtseins wie die Unbeständigkeit der eigenen Gefühlsregungen — und die Verwirrung darüber. 
ER
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W
DER
STREIT
18. 8.
31. 8.
19. 8.
2. 9.
20. 8.
3. 9.
24. 8.
8. 9.
25. 8.
9. 9.
26. 8.
27. 8.
E
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DIE
12 MONATE
SCHAUSPIEL LEIPZIG
IM ZOO LEIPZIG
Wie in jedem Jahr treffen sich die zwölf Monate zu Silvester
auf einer Lichtung inmitten des Waldes am Lagerfeuer, um
dem Monat Januar das Zepter für das neue Jahr zu übergeben.
Doch diesmal wird ihr Ritual durch etwas Ungewöhnliches
gestört. Ein kleines, nur dünn bekleidetes Mädchen verirrt
sich zu ihnen.
Die eigensinnige Königin, ebenfalls noch ein Kind,
verspricht aus einer Laune heraus jedem, der ihr einen Korb
Schneeglöckchen bringen kann, ebenjenen Korb bis zum
Rand mit Gold zu füllen. Und so schicken die böse Stiefmutter
und die neidische Stiefschwester das Mädchen gleich wieder
zum Schneeglöckchensammeln in den Wald.
Mitten im Winter! Schneeglöckchen finden? Ein aus­
sichtsloses Unterfangen. Aber die zwölf Monate, vor allem der
junge, schöne April, helfen dem Mädchen voller Tatendrang
und unter Einsatz von Wind und Wetter. Nur: Sie muss das
Geheimnis ihres Aufenthaltsortes für sich behalten … 
NACH MOTIVEN VON BOŽENA NĚMCOVÁ
UND SAMUIL MARSCHAK
KÜNSTLERISCHE LEITUNG . . . . . . . . . . . . . KATHARINA SCHMIDT
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MARLEEN HINNIGER
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BRIAN VÖLKNER
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MATTHIAS HUBER &
CLARA PROBST
MIT: JULIA BERKE, JONAS FÜRSTENAU,
ANDREAS HERRMANN
WIEDERAUFNAHMEDEZEMBER
EINE KOOPERATION VON
In Kooperation mit dem Zoo Leipzig zeigt das Schauspiel Leip­
zig im zweiten Jahr an den Adventswochenenden und wäh­
rend der Weihnachtsferien den bezaubernden Märchenklas­
siker in einer eigens dafür aufgeschlagenen „Weihnachtsjurte“
an der Kiwara-Kopje inmitten des Zoo Leipzig — dem dann
wohl erneut einzigen garantiert schneesicheren Areal in ganz
Leipzig. Mit einer Spieldauer von 45 Minuten ist diese Vorstel­
lung ideal für Kinder ab 4 Jahren und ihre Familien. 
WIE
KÖNNEN DENN
WINTER
UND SOMMER,
FRÜHLING
UND HERBST
ZUSAMMENTREFFEN!
SO ETWAS GIBT’S
DOCH GAR
NICHT.
SCHAUSPIEL LEIPZIG UND ZOO LEIPZIG
„Liebevoll mit viel Witz und kleinen Mitmachelementen.
Ein hübsch verspieltes Theatererlebnis.“
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
DER EINTRITT ZU DIESER
VERANSTALTUNG IST
KOSTENFREI, ABER NUR
MIT EINEM TAGESTICKET
ODER EINER JAHRESKARTE
DES ZOO LEIPZIG
MÖGLICH. BEGRENZTE
PLATZKAPAZITÄT, KEINE
RESERVIERUNGEN
MÖGLICH.
98
H
NICK HORNBY
DEUTSCH VON CLARA DRECHSLER
UND HARALD HELLMANN
REGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BARBARA WOLF
KOSTÜM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SUSANNE REUL
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ALEXANDRA ALTHOFF ⁄ MATTHIAS HUBER
MIT: MATHIS REINHARDT
„Eine fesselnde, präzise gespielte Selbstoffenbarung.“
WIEDERAUFNAHMESEPTEMBER
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
EINE KOOPERATION MIT DEM
MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE LEIPZIG
ÜBERNAHME EINER
PRODUKTION DES
SCHAUSPIEL FRANKFURT
99
E
WIE
SCHWIERIG
KANN’S SCHON
SEIN, VOR
EINEM BILD
RUMZUSTEHEN,
DACHTE
ICH.
M
Nick Hornby, 1957 geboren, feierte mit seinen Romanen
sensationelle Erfolge und gilt seitdem als Kultautor, vor allem
aber als einer der wichtigsten Vertreter der Popliteratur. Zu
seinen bekanntesten Romanen zählen sein Debütroman „Fever
Pitch“ (1996, in dem er sich mit seiner Liebe zum FC Arsenal
und deren Einfluss auf sein Leben auseinandersetzt), „High
Fidelity“ (ebenfalls 1996, einer der Romane über Popmusik
und -kultur der 80er und 90er Jahre) sowie „About a Boy“
(1998), erfolgreich verfilmt mit Nicholas Hoult und Hugh Grant.
„NippleJesus“ erschien 2001 in der Kurzgeschichtensammlung
„Speaking With The Angel“. 
-
A
Mit „NippleJesus“ stellt der britische Autor Nick Hornby den
zeitgenössischen Kunstbetrieb und unseren subjektiven Blick
auf Kunst infrage. Nach über 40 ausverkauften Vorstellungen
ist der furiose Monolog mit Mathis Reinhardt als Dave bereits
im fünften Jahr im Beckmann-Saal des Museums der bilden­
den Künste zu sehen. 
ER
FN
SCHAUSPIEL LEIPZIG IM
MUSEUM DER BILDENDEN
KÜNSTE LEIPZIG
Ein Türsteher, ein Kunstwerk, eine extreme Erfahrung. Der
ehemalige Nachtclub-Rausschmeißer Dave soll in seinem neu­
en Job als Museumswärter ein Werk mit strengen Sicherheits­
maßnahmen bewachen, das massiven Anstoß erregen wird
— „NippleJesus“. Jesus am Kreuz, collagiert aus einer Unzahl
kleiner Bilder weiblicher Brustwarzen, ausgeschnitten aus
Pornoheften. Auch Dave ist zunächst schockiert und erledigt
seinen Auftrag mit allergrößtem Widerwillen. Dann lernt er
allerdings die Künstlerin persönlich kennen, seine Abscheu
lässt nach, und er beginnt sogar, das Kunstwerk seinen em­
pörten Betrachtern gegenüber zu verteidigen. 
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NIPPLEJESUS
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A
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A
TSCHICK
SCHAUSPIEL LEIPZIG IM
STADTBAD LEIPZIG
Wolfgang Herrndorf (1965–2013) arbeitete zuerst als Maler
und Illustrator, bevor er 2002 mit „In Plüschgewittern“ seinen
Debütroman veröffentlichte. Für den 2010 erschienenen Roman
„Tschick“ wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem
Deutschen Jugendliteraturpreis 2011. 
STEIG EIN,
MANN.
Die Sommerferien haben begonnen und alles könnte so schön
sein für Maik — wäre da nicht die heiß erwartete Party seiner
heimlichen Flamme Tatjana, zu der er als Einziger nicht einge­
laden ist. Na ja, nicht ganz: Tschick, der Russlanddeutsche aus
der Hochhaussiedlung, hat auch keine Einladung bekommen.
Maik und Tschick, beide 14 Jahre alt und seit Neues­
tem Klassenkameraden. Maik ist schüchtern, unglücklich und
wohlstandsverwahrlost. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, ist intelligent, arm, undurchschaubar — und „mögli­
cherweise Russenmafia“. Und dann ist da noch der „geliehene“
Lada, mit dem Tschick plötzlich vor Maiks Haus auftaucht,
um ihn zu einem Ausflug in die Walachei abzuholen …
„Tschick“ erzählt mit großer Komik und Wehmut von
der überraschenden Freundschaft zweier Außenseiter und
den Herausforderungen des Erwachsenwerdens. 
Der Schauspieler Yves Hinrichs entwickelte bereits diverse
Jugendclub-Projekte am Neuen Theater Halle und am Schau­
spiel Chemnitz. Seit 2013 arbeitet Hinrichs am Schauspiel
Leipzig, wo er den Theaterjugendclub „Sorry, eh!“ leitet, des­
sen Inszenierungen mehrfach ausgezeichnet wurden. Für
„TSCHICK“ arbeitet er erstmals mit Mitgliedern des Schau­
spielensembles und des Theaterjugendclubs „Sorry, eh!“ zu­
sammen. 
WOLFGANG HERRNDORF
BÜHNENFASSUNG VON ROBERT KOALL
REGIE & BÜHNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . YVES HINRICHS
KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . MAREIKE HANTSCHEL
MUSIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . UNDINE UNGER
DRAMATURGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . CLARA PROBST
MIT: FRANZ VIKTOR BLUMSTOCK, BELLA ENDERLEIN,
DANIELA KECKEIS, ANDREAS KELLER, LEA MERGELL,
PHILIPP SCHROEDER, MARIE SCHULTE-WERNING,
PAUL SPIERING, ALEXANDR STERLEV, UNDINE UNGER
WIEDERAUFNAHME
21. 9. 30. 9.
20. 10.
22. 9.
14. 10. 21. 10.
27. 9.
15. 10.
26. 10.
28. 9.
18. 10.
27. 10.
29. 9.
19. 10.
EINE KOOPERATION VON
SCHAUSPIEL LEIPZIG UND
STADTBAD LEIPZIG
100
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Leipzig
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CLUB
CONVENTION
26. — 29. APRIL 2018
FESTIVAL DER THEATERSPIELCLUBS
DES SCHAUSPIEL LEIPZIG
Vom 26. bis 29. 4. 17 öffnet das Schauspiel Leipzig seine Türen für Club Convention, das Festival der partizipativen Theaterspielclubs. Vier Tage lang stürmen die vier Theaterclubs
des Schauspiel Leipzig das Haus und all seine Bühnen. So
werden im Festivalzeitraum täglich von 16 ³º bis 22 ºº die
Diskothek, die Hinter- und Vorbühne, die Garderobenhalle
sowie die Probebühne bespielt. Präsentiert werden Projekte,
die über mehrere Monate hinweg unter der Leitung von Ensemblemitgliedern und Theaterpädagoginnen erarbeitet wurden:
Projekte der beiden Theaterclubs für Jugendliche, „Sorry, eh!“
und „#noname“, des Erwachsenenclubs „Club ü31“ sowie des
Seniorenspielclubs „Die Spielfreudigen“. 
Innerhalb dieser partizipativen Clubs geht es um Spielfreude
und die Lust, sich gemeinsam mit anderen auszuprobieren.
Schon da gewesene sowie neu hinzugekommene Leipziger
BürgerInnen ab 14 Jahren werden eingeladen, unter professioneller Leitung Spielerfahrung auf der Bühne zu sammeln,
einen Blick auf die Prozesse hinter der Bühne zu werfen und
sich künstlerisch mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen.
Je nach Ausrichtung der Clubs stehen dabei oftmals nicht nur
schauspielerische, sondern auch musikalische sowie tänzerische Ausdrucksweisen im Zentrum: Das Spektrum der Auseinandersetzung mit theatralen Mitteln reicht von eigenen
Stoffentwicklungen bis zu szenischen Collagen, von Inszenierungen literarischer Vorlagen bis zu Performances. 
Das Festivalformat bietet die Möglichkeit, sich ein ganz individuelles Programm zusammenzustellen und alle bzw. mehrere Vorstellungen hintereinander anzusehen. Und natürlich
gibt es auch einen Festivalpass, der es besonders attraktiv
macht, alle Clubpräsentationen zu besuchen — und damit die
ganze Bandbreite und Vielfalt partizipativer Angebote des
Schauspiel Leipzig zu erleben. Zusätzlich wird ein Rahmen­
programm mit Nachgesprächen, Podiumsdiskussionen, einer
großen Abschlussparty u. v. m. geboten. Genauere Infor­mationen werden ab Januar 2018 auf der Webseite veröffentlicht.
Lassen Sie sich überraschen … 
DER FESTIVALPASS:
GEGENÜBER DEM EINZELPREIS VON 9,– / 5,– FÜR EINE EINZELNE
VORSTELLUNG WIRD DER FESTIVALPASS FÜR 25,– / 12,50
ANGEBOTEN, DER DEN EINTRITT FÜR BIS ZU VIER VERSCHIEDENE
CLUBPRÄSENTATIONEN BEINHALTET. DER VORVERKAUF STARTET IM
JANUAR 2018 AN DER THEATERKASSE.
104
DIE
CLUBS
CLUB Ü31*
Im fünften Jahr versucht der Club ü31, bestehend aus theater­
begeisterten Leipziger BürgerInnen, seine bisherigen Erfah­
rungen in einem Experiment zu bündeln: Stimmt die Ener­
gie von Bewegung mit der Energie von Sprache überein? Wie
THEATERJUGENDCLUB 16+
sehen die Unterschiede oder gar Widersprüche aus? Kann
Der Theaterjugendclub „Sorry, eh!“ wurde im Herbst 2013 ge­ die missglückte Kommunikation Spaß machen oder doch nur
gründet, setzt sich aus Jugendlichen unterschiedlichen Alters Angst? Ein Projekt über Zeit, Wut, Spiel, Musik und Leipzig. 
und Herkunft zusammen und umfasst aktuell 20 Mitglieder.
KÜNSTLERISCHE LEITUNG . . . . . . . . . . . . . HARTMUT NEUBER &
Nach „Frozen (Eisrauschen)“ und „Never Ever Disconnec­
JULE EICKE
ted“, beides Collagen nach Texten von Falk Richter, sowie
„Wunderland“, basierend auf Stücken von Gesine Danckwart,
entstanden in der letzten Spielzeit die Produktionen „Einige
Nachrichten an das All“ von Wolfram Lotz sowie die Inszenie­
rung „TSCHICK“ von Wolfgang Herrndorf mit Mitgliedern
des Jugendclubs und des Schauspielensembles.
Die Produktion „Wunderland“ war eingeladen zum
37. Theatertreffen der Jugend 2016 Berlin, zum 26. Bundestref­ SENIORENSPIELCLUB IN KOOPERATION
fen Jugendclubs an Theatern 2016 und zum Jugend Theater MIT DER VOLKSSOLIDARITÄT LEIPZIG
Der Seniorenspielclub „Die Spielfreudigen“ entwickelt ein­
Festival Schweiz 2016. 
mal pro Spielzeit ein eigenes Theaterstück. Die zu einem
KÜNSTLERISCHE LEITUNG . . . . . . . . . . . . . YVES HINRICHS
selbst gewählten Thema entstehenden Szenen werden von
eigenen Erfahrungen inspiriert und aus selbst geschriebe­
nen Texten entwickelt. Im Laufe der Probenzeit lernen die
SpielerInnen unterschiedliche Ausdrucksmittel und Thea­
terformen kennen. Sie arbeiten dabei auch rhythmisch und
musikalisch. Im Vordergrund der Arbeit stehen der Spaß am
Spiel und an der Gemeinschaft sowie der Wille, gesellschaft­
THEATERJUGENDCLUB 14+
lich mitzumischen. Mit einer Arbeit zum Thema Liebe geht
Nach der Theatersoap „Rebooters of the cränk Theatersystem“ die Koopera­tion mit der Volkssolidarität Leipzig in die mitt­
und der szenischen Collage „Glücklich wäre möglich“ nimmt lerweile vierte Spielzeit. 
sich der Theaterjugendclub „#noname“ in dieser Spielzeit die
KÜNSTLERISCHE LEITUNG . . . . . . . . . . . . . JENNIFER GADEN
Klassiker der Schauspielgeschichte vor. In knackiger BestMoments-Manier werden Faust, Hamlet und Co. kräftig ge­
gen den Strich gebürstet, entstaubt und im Schleudergang zu
etwas ganz Neuem zusammengesetzt. 
SORRY, EH!*
DIE SPIELFREUDIGEN*
#NONAME*
KÜNSTLERISCHE LEITUNG . . . . . . . . . . . . . SWANTJE NÖLKE
Yves Hinrichs
[email protected]
* Wenn Sie nicht nur zuschauen, sondern
selbst für eine Spielzeit mitwirken wollen,
schicken Sie einfach eine Mail an die
LeiterInnen des jeweiligen Clubs — keine
Bühnenerfahrung notwendig.
Swantje Nölke
[email protected]
Hartmut Neuber
[email protected]
Jule Eicke
[email protected]
105
Jennifer Gaden
[email protected]
THEATERPÄDAGOGIK
Die Theaterpädagogik des Schauspiel Leipzig ermöglicht Ihnen ein umfangreiches Programm zur
Vor- und Nachbereitung Ihres Theaterbe­suchs. Darüber hinaus bieten unsere Spielclubs für Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, selbst auf
der Bühne zu stehen und in ver­schiedenen Projekten Theaterluft zu schnuppern. Ausführliche Informationen zu den Angeboten der Theaterpädagogik
finden Sie in unserer thea­terpädagogischen Broschüre, auf Facebook oder auf unserer Webseite.
Für weitere Informationen und Anmeldungen
zu unseren Angeboten treten Sie mit uns in Kontakt!
[email protected]
Jennifer Gaden
[email protected]
 0341 / 12 68 495
Swantje Nölke
[email protected]
 0341 / 12 68 496
Jule Eicke
[email protected]
 0341 / 12 68 497
www.schauspiel-leipzig.de
facebook.com/theaterpaedagogikschauspielleipzig
106
FÜR
LEHRENDE
FÜR
SCHULKLASSEN
Spielplanvorstellung für Lehrende
Am 25. 8. 17, 18 ºº laden wir Sie in das Rangfoyer des Schau­
spiel Leipzig ein, um Ihnen ausführlich unsere schulrelevan­
ten Premieren der Spielzeit vorzustellen und Sie über unser
theaterpädagogisches Begleitprogramm zu informieren. Bitte
melden Sie sich für dieses Angebot bei uns an.
Alle unsere Angebote für Schulklassen sind kostenfrei und
nur in Verbindung mit einem beliebigen Vorstellungsbesuch
buchbar.
Fortbildungen für Lehrende
Wir bieten zertifizierte Fortbildungen für Lehrende zu unter­
schiedlichen theaterbezogenen Themen wie Bühnenpräsenz,
Körperausdruck, Improvisationstheater, Stimmarbeit, szeni­
sches Interpretieren oder Entwickeln eines Theaterstücks an.
Termine nach Vereinbarung.
Workshop: Antikes Theater
In diesem Crashkurs geht es um die großen griechischen Tra­
gödiendichter und um die Bedeutung, die das Theater in der
antiken Gesellschaft gespielt hat. Neben dem Blick auf die
gängige Theaterpraxis der damaligen Zeit nehmen wir den
aktuellen Umgang mit antiken Stücken im Theater unter die
Lupe und entwickeln am Beispiel von Aischylos’ „Die Perser“
Ideen für eigene Regiekonzepte.
Einführungen und Nachgespräche
In einer Kurzeinführung speziell für Schulklassen vermitteln
wir Informationen zu AutorIn, Stück und Inszenierungsidee.
Spielplan trifft Lehrplan — Curriculum-Leitfaden
Unsere Nachgespräche bieten Platz für Fragen rund um die
Unserem Curriculum-Leitfaden können Sie Schnittmen­gen Inszenierung und Eindrücke zum Theaterabend.
zwischen unserem Spielplan und dem aktuellen Lehrplan ent­
nehmen. Download unter www.schauspiel-leipzig.de
Workshops zu den Inszenierungen
Szenische Einführungen machen Lust auf Theater, fördern
Achtung … und bitte! — Probenbesuch für Lehrende
die kreative Auseinandersetzung mit dem Stück und schlagen
Hier haben Sie noch vor der Premiere die Möglichkeit, einen eine Brücke zur eigenen Lebenswelt. Spielerische Nachberei­
ersten Eindruck von unseren Inszenierungen und unserem tungen tragen zum Verstehen der Inszenierung bei und geben
theaterpädagogischen Begleitangebot zu bekommen. Die Ter­ Raum für individuelle Interpretationen und Sichtweisen.
mine entnehmen Sie bitte unserem Newsletter für Lehrende.
Workshop: Theater für Anfänger
Materialmappen
Wie funktioniert eigentlich die Sprache der Bühne? Was muss
Zu unseren schulrelevanten Inszenierungen stellen wir Ihnen ein Schauspieler können? Und wie bekomme ich als Spieler
Begleitmaterial zur Vor- und Nachbereitung des Theaterbe­ die Aufmerksamkeit des Publikums? Die Antworten auf diese
suchs im Unterricht zusammen. Die Materialmappen erhalten und weitere Fragen findet man am besten beim Spielen selbst
Sie auf Anfrage per E-Mail.
heraus, also: Auf die Bühne … fertig … los!
Newsletter für Lehrende
Der monatliche Newsletter informiert Sie über aktuelle Insze­
nierungen, Schulvorstellungen, theaterpädagogische Begleit­
angebote sowie Projekte für Schulklassen und Probenbesuche
für Lehrende. Anmeldung im Bereich der Theaterpädagogik
unter: www.schauspiel-leipzig.de
Workshop: Brechts Lehrstücktheorie
Brecht hat seine Lehrstücke ursprünglich für die Theater­
praxis von Laienschauspielern, nicht für die Aufführung vor
einem Publikum geschrieben. Das Lehrstück lebt vom Spie­
len, nicht vom Zusehen! Anhand kurzer Textfragmente aus
Brechts „Die Maßnahme“ werden wir Theorie und Praxis des
Lehrstücks in diesem Sinne erfahrbar machen und die Ideen
des Autors befragen.
Workshop: Roman- und Filmadaptionen auf der Theaterbühne
Roman- und Filmadaptionen sind mittlerweile fester Bestand­
teil der Theaterspielpläne. Wir stellen uns die Frage nach
den Unterschieden der drei Kunstformen Literatur, Film und
Theater. Was muss beachtet werden, wenn man einen Roman
oder einen Film auf die Bühne bringen möchte? Am Beispiel
einer Szene aus dem filmischen Melodram „Angst essen Seele
auf“ von Rainer Werner Fassbinder oder einem Ausschnitt
aus dem Erfolgsroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf
untersuchen wir die spezifischen Charakteristika und Wir­
kungsweisen von Film oder Roman und erproben spielerisch,
mit welchen ästhetischen Mitteln sich Stimmungen und In­
halte für die Bühne adaptieren lassen.
107
Workshop: Szenisches Interpretieren
Wie bringe ich einen Text auf die Bühne? Welche theatralen
Mittel stehen mir zur Verfügung und welche Wirkung erzeu­
gen sie? Wie können wir das szenische Spiel nutzen, um uns
Figuren und Handlung eines Dramas zu erschließen?
Schul-Abo Spezial (Kooperationsschulen)
Gültig für eine ganze Schule. Laufzeit 3 Jahre. 2 Vorstellungen
pro Schuljahr für alle SchülerInnen der Schule ab Klassen­
stufe 8. Theaterführung, Einführungen und Nachgespräche
zu den Vorstellungen inklusive. Freie Terminwahl. Frei­
karten für benachteiligte SchülerInnen auf Antrag. Bevor­
Achtung ... und bitte! — Probenbesuch
zugte Teilnahme an Projekten wie Premierenklassen oder
Nutzen Sie mit Ihrer Klasse die Gelegenheit, nach einer kur­ Probenbesuchen. Darüber hinaus möglich: Spielplanvor­
zen Stückeinführung den KünstlerInnen bei der Arbeit über stellung in der Schule, Lehrerfortbildungen, Unterstützung
die Schulter zu schauen!
im Künstlerischen Profil, professionelle Begleitung von schu­
lischen Theaterprojekten etc.
Premieren- und Projektklassen
PREIS PRO SCHÜLER/IN 11,–
Gemeinsam den Entwicklungsprozess einer Inszenierung ver- JEDE WEITERE VORSTELLUNG 5,50
folgen, vom Probenstart bis zur Premiere — unsere Premieren- klassen haben die Chance, ganz nah dran zu sein! Zu ausge­
wählten Inszenierungen bieten wir Projektklassen außerdem Seit der Spielzeit 2015/16 kooperieren wir mit dem F.-A.-Brockhausdie Möglichkeit, ein eigenes künstlerisches Projekt umzuset­ Gymnasium Leipzig und dem Gymnasium Schkeuditz.
zen und die Ergebnisse bei uns im Theater zu präsentieren.
Theaterführung
Wie sieht die Hinterbühne bei Arbeitslicht aus? Was ist ein
Schnürboden? Wie ist der Blick von der Bühne herunter und
was genau macht eigentlich ein/e InspizientIn? Das und vieles
mehr erfährt man bei einer Führung hinter die Kulissen.
Berufsinfoveranstaltung
Von A wie AnkleiderIn bis V wie VeranstaltungstechnikerIn
— wir informieren über die vielfältige Berufswelt vor und hin­
ter den Kulissen. In einem theaterpädagogischen Workshop
kann man spielerisch einen Überblick über die Berufe hier
am Haus bekommen, bei einer Führung durchs Theater den
MitarbeiterInnen bei der Arbeit über die Schulter sehen oder
sich in kleinen Gruppengesprächen zu ausgewählten Berufs­
bildern näher informieren.
FÜR
JUGENDLICHE
Junge Kritiker 14+
In Kooperation mit der Jugendpresse Sachsen e.V.
Unsere Jungen Kritiker werden von einem Profi im Verfassen
von Theaterkritiken geschult, besuchen ausgesuchte Vorstel­
lungen und schreiben danach selbst eine Rezension mit der
Möglichkeit zur Veröffentlichung.
Jugendclubs „#noname“ 14+ und „Sorry, eh!“ 16+
In unseren Theaterjugendclubs sind alle herzlich willkommen,
die Lust am Spielen haben und sich dabei gern ausprobieren,
improvisieren, lachen, weinen und der Phantasie freien Lauf
lassen wollen — in wöchentlichen Treffen erarbeiten wir eine
eigene Inszenierung und lernen Theater von seiner ganz prak­
tischen Seite kennen. Künstlerische Leitung: Swantje Nölke / Yves Hinrichs (siehe auch Seite 105)
Ausgenommen von den Abo-Preisen sind Premieren, Gast­ spiele und Sonderveranstaltungen. Im Sommertheater gilt ein
begrenztes Kontingent von Schülertickets pro Vorstellung.
SCHUL-ABOS
FÜR
STUDIERENDE
Kleines Schul-Abo
Gültig für eine Klasse/einen Jahrgang oder eine andere Grup­
pe ab 10 Personen. 2 Vorstellungen pro Schuljahr inklusive
Theaterführung, Einführungen und Nachgesprächen zu den
Vorstellungen. Freie Terminwahl. Freikarten für benachtei­
ligte SchülerInnen auf Antrag.
Schulungsangebot für LehramtsanwärterInnen
Im Zentrum dieser Workshopreihe stehen Übungen zur Wahr
PREIS PRO SCHÜLER/IN 12,–
nehmung und Gestaltung eigener und noch unbekannter For­
JEDE WEITERE VORSTELLUNG 6,–
men und Mittel der Selbstdarstellung. Themen wie „Status“,
„Körpersprache“ und „Stimme und Artikulation“ werden erprobt
Großes Schul-Abo
und trainiert. Außerdem zeigen wir am Beispiel ausgewähl­
Gültig für eine Klasse/einen Jahrgang oder eine andere Gruppe ter Inszenierungen, wie man Theaterbesuche im Unterricht
ab 10 Personen. 3 Vorstellungen pro Schuljahr inklusive The­ vor- und nachbereiten sowie theaterpädagogische Methoden
aterführung, Einführungen und Nachgesprächen zu den Vor­ in den verschiedenen Fächern einsetzen kann.
stellungen. Freie Terminwahl. Freikarten für benachteiligte
6 TIX
SchülerInnen auf Antrag.
Bitte beachten Sie auch unser Abo für Studierende
PREIS PRO SCHÜLER/IN 16,50
(siehe Seite 141)
JEDE WEITERE VORSTELLUNG 5,50
108
FÜR
ERWACHSENE
FÜR
FAMILIEN
„Die Spielfreudigen“ — Seniorenspielclub
in Kooperation mit der Volkssolidarität Leipzig
Alle jung gebliebenen SeniorInnen sind eingeladen, an unse­
rem Projekt „Die Spielfreudigen“ teilzunehmen. In wöchentli­
chen Treffen entdecken wir unsere Spielfreude, um am Ende
gemeinsam ein Stück auf die Bühne zu bringen. Künstlerische
Leitung: Jennifer Gaden (siehe auch Seite 105)
Kinderbetreuung 4+
An den unten angeführten Terminen in der Spielzeit werden
in Kooperation mit WIESENKNOPF Ihre Kinder von qualifi­
ziertem Personal betreut, während Sie eine Vorstellung des
Schauspiel Leipzig besuchen. Dieses Angebot ist kosten­frei.
Die entsprechenden Vorstellungen sind im Jahresheft und
markiert. Aufgrund
im Monatsspielplan mit dem Symbol
begrenzter Platzkapazität bitten wir beim Kartenkauf um VorBühne frei! — Club ü31
anmeldung unter Angabe Ihrer Kontaktdaten. Bitte beachten Sie
Unser Theaterspielclub steht allen Erwachsenen offen, die Lust auch unser spezielles Abo Kinderbetreuung (siehe Seite 141)
haben, selbst auf der Bühne zu stehen und in einer Inszenie­
rung mitzuwirken. Künstlerische Leitung: Hartmut Neuber SO, 3. 10. 16 00 . . . . . . . . . . . . . . . GEWONNENE ILLUSIONEN
SO, 26. 11. 16 00. . . . . . . . . . . . . . 89/90
und Jule Eicke (siehe auch Seite 105)
SO, 21. 1. 16 00 . . . . . . . . . . . . . . . DER GOTT DES GEMETZELS
FÜR ALLE
SO, 4. 2. 16 00 . . . . . . . . . . . . . . . . KASIMIR UND KAROLINE
SO, 25. 3. 16 00 . . . . . . . . . . . . . . UBU ROI / KÖNIG UBU
SO, 22. 4. 16 00 . . . . . . . . . . . . . . GESPENSTER ODER
DENKWÜRDIGKEITEN EINES
NERVENKRANKEN
SO, 10. 6. 16 00. . . . . . . . . . . . . . . ANGST ESSEN SEELE AUF
Vorhang auf! — Theaterführung
Auf einem Rundgang hinter der Bühne erfahren Sie mehr über
die Geschichte des Hauses und die Vorgänge hinter den Kulis­
sen. Aktuelle Termine in unseren Veröffentlichungen und auf
Anfrage.
KUNST–
PROBE
Das Suddenlife Gaming zum Programm des Schauspiel Leipzig
in Zusammenarbeit mit Thadeus Roth
Fiktion und Realität werden eins! Bizarre Geschichten rund
um unseren Spielplan warten auf Dich. Fiktive Charaktere,
vergessene Freunde, spontane Aktionen und weitere Erleb­
nisse werden per SMS oder Anruf unerwartet Deinen Alltag
kreuzen. Der besondere Blick hinter die Kulissen. Lass Dich
überraschen! 
MELDE DICH EINFACH AN UNTER
WWW.KUNSTPROBE.DE
ODER WÄHLE DIESE TELEFONNUMMER
0152 077 590 22
109
89/90 nach dem Roman von Peter Richter
Peer Gynt Henrik Ibsen
Die Maßnahme / Die Perser Bertolt Brecht / Hanns Eisler & Aischylos
Der Minusmensch Till Müller-Klug
geister sind auch nur menschen Katja Brunner
The Automated Sniper Julian Hetzel
122
Alina-Katharin Heipe, Ferdinand Lehmann, Jonas Koch, David Hörning, Elias Popp, Nina Siewert sowie Florian Steffens (hinten) in KRUSO
SCHAUSPIELSTUDIO
Seit 1965 wird den StudentInnen am Schauspielinstitut der
HMT Leipzig in Partnerschaft mit dem Schauspiel Leipzig
eine besondere, deutschlandweit einmalige Ausbildungsform
angeboten: Nach dem zweijährigen Grundstudium werden
die SchauspielstudentInnen in den letzten beiden Jahren
ihrer Ausbildung im sogenannten Studio Leipzig in der Praxis
weiter ausgebildet. Sie wirken an Produktionen innerhalb des
Repertoires mit, erhalten Unterricht von ihren erfahrenen
EnsemblekollegInnen, erarbeiten eigene kleine Programme
und präsentieren sich mit einer eigenen Produktion, der
Studioinszenierung. Geleitet wird das Studio Leipzig des
Schauspielinstituts, das seit 2009 wieder nach „Hans Otto“
benannt ist, von Dramaturg und Regisseur Matthias Huber
und Schauspielerin Anna Keil. 
Die StudentInnen des Studio Leipzig präsentieren sich regelmäßig auf unterschiedlichen Bühnen immer wieder unter dem
Titel „Studio“ — mit ihren Szenen- und Monologstudien, den
„Hochglanzrampe“-Studioabenden oder mit kleinen szenischen
Arbeiten und musikalischen Projekten.
Besonderer Höhepunkt in dieser Spielzeit ist das sogenannte Intendanten-Vorspiel Anfang Oktober, bei dem sich
die StudentInnen in all ihren Facetten auf der Großen Bühne
des Schauspiel Leipzig präsentieren und somit den Startschuss
für ihre große Bewerbungstour an den deutschsprachigen
Theatern setzen. ( Große Bühne, 10. 10. 17, 11 ºº ) 
Ebenso spielen die StudentInnen weiterhin ihre Studioinszenierung „Birdland“ in der Regie der renommierten Schauspielerin Anita Vulesica (Seite 77) und sind in den RepertoireVorstellungen des Schauspiel Leipzig zu erleben, u. a. in
„KRUSO“ (Regie: Armin Petras), „Der schlaue Urfin und seine
Holzsoldaten“ (Regie: Stephan Beer) und im Sommertheater
„Der Streit“ vor dem Gohliser Schlösschen in der Regie von
Bruno Cathomas. 
Mitglieder des Studio Leipzig sind:
ALINA-KATHARIN HEIPE
DAVID HÖRNING
MAX HUBACHER
JONAS KOCH
FERDINAND LEHMANN
ELIAS POPP
NINA SIEWERT
123
KOOPERATI ONEN
Eine der wesentlichen Grundlagen unserer Ar­beit
ist, das Schauspiel Leipzig zu vernetzen –– bezo­gen
auf die Stadt Leipzig und ihre zahlreichen Insti­tu­tionen, aber auch darüber hinaus.
GEWANDHAUS
ZU LEIPZIG
ZOO
LEIPZIG
Das Doppelprojekt „Die Maßnahme / Die Perser“ steht auch in
der Saison 2017/18 auf dem Spielplan. Eine Formation von Mit­
gliedern des Gewandhausorchesters und Gästen übernimmt
den Orchesterpart in Brecht/Eislers „Die Maßnahme“. Weite­
re Infos dazu auf Seite 56. 
In der „Weihnachtsjurte“, die auf dem Areal des Zoo Leipzig
aufgeschlagen wird, präsentiert das Schauspiel Leipzig in Ko­
operation mit dem Zoo Leipzig auch an den Adventswochen­
enden 2017 wieder „Die zwölf Monate“ für kleine und große
ZoobesucherInnen in ganz besonderer Atmosphäre. Weitere
Infos dazu auf Seite 98. 
LEIPZIGER
BALLETT
Nach der äußerst erfolgreichen Premiere 2016 mit „FLESH“
setzen das Schauspiel Leipzig und das Leipziger Ballett ihre
Kooperation fort — ab Juni 2018 gibt es auf der Großen Bühne
des Schauspielhauses mit „TOOT!“ eine weitere Produktion
des Leipziger Ballett zu sehen. Weitere Infos zu der Produkti­
on auf Seite 54. 
MUSEUM DER
BILDENDEN KÜNSTE
LEIPZIG
Im Museum der bildenden Künste Leipzig geht Mathis Rein­
hardt mit seinem Soloabend „NippleJesus“ in die fünfte Spiel­
zeit: Direkt im Museumssaal präsentiert er den furiosen Mo­
nolog eines außergewöhnlichen Museumswärters nach dem
Text von Nick Hornby. 
HOCHSCHULE
FÜR MUSIK
UND THEATER „FELIX
MENDELSSOHN
BARTHOLDY“ LEIPZIG
Die StudentInnen des aktuellen Studios absolvieren am
Schauspiel Leipzig in dieser Spielzeit das vierte und letzte
Jahr ihrer Ausbildung an der HMT: Im Herbst steht wieder
das Diplom- und Intendanten-Vorspiel an. 
MUSIKSCHULE
JOHANN SEBASTIAN
BACH LEIPZIG
Für die Produktion „Der Minusmensch“ kooperiert das
Schauspiel Leipzig mit der Städtischen Musikschule Johann
Sebastian Bach: Kinder aus dem Projekt „Singt euch ein!“
übernehmen in der Inszenierung die Rollen der „Minuskinder“.
Weitere Infos dazu auf Seite 78. 
124
INSTITUT FÜR
THEATERWISSENSCHAFT
DER UNIVERSITÄT
LEIPZIG
GALERIE
EIGEN + ART
LEIPZIG
Unter dem Titel „First Date“ begegnen sich Mitglieder des
Schauspielensembles und KünstlerInnen der Galerie EIGEN
+ ART, im Schauspiel Leipzig oder in den Räumen der Galerie
in der Baumwollspinnerei Leipzig — moderiert von Galerist
Im Rahmen des 2016 gegründeten CCT (Kompetenzzentrum Gerd Harry Lybke. 
für Theater) kooperieren das Schauspiel Leipzig und das Insti­
tut für Theaterwissenschaft in der Lehre und Ausbildung der
StudentInnen und setzen die Diskursreihe fort. 
EURO -SCENE
LEIPZIG
INSTITUT FÜR
ANGEWANDTE
LINGUISTIK
UND TRANSLATO LOGIE DER
UNIVERSITÄT
LEIPZIG
Die euro-scene Leipzig, Festival zeitgenössischen europäischen
Theaters und Tanzes, findet vom 7. bis 12. 11. 17 zum 27. Mal
statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ausgrabun­
gen“ und zeigt als Schwerpunkt einige Rekonstruktionen
berühmter Tanzstücke der 20er Jahre. Daneben gibt es, wie
in den vergangenen Jahren, Gastspiele aus zahlreichen euro­
päischen Ländern. Mit dem Schauspiel Leipzig verbindet die
euro-scene Leipzig eine enge Partnerschaft: Das Festival zeigt
auf der Großen Bühne und der Hinterbühne drei Gastspiele
in insgesamt fünf Vorstellungen. Hinzu kommt der Wettbe­
werb „Das beste deutsche Tanzsolo“, der bereits zum 13. Mal
veranstaltet wird. Mehr Informationen zum Festival: siehe
Seite 137. 
In Kooperation mit dem IALT der Universität Leipzig bietet
das Schauspiel Leipzig ausgewählte Inszenierungen mit Si­
multanübersetzung in Spanisch und Englisch an. Dadurch
besteht für nichtdeutschsprachige BürgerInnen und Gäste der
Stadt die Möglichkeit, eine Theateraufführung mit Live-Über­
tragung in eine andere Sprache zu besuchen. Entsprechende
Vorstellungen sind im Jahresheft, im Monatsspielplan und auf
markiert.
unserer Webseite mit
Für die Inszenierung „paradies fluten“ in der Regie
des mexikanischen Regisseurs Alberto Villareal übernehmen
StudentInnen des IALT auch die Dolmetsch-Betreuung der
Proben. 
STIFTUNG BÜRGER
FÜR LEIPZIG
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Bürger für Leipzig bietet
das Schauspiel Leipzig die Möglichkeit für Inklusionspaten­
schaften: Blinde und sehende Gäste verabreden sich zu einem
eindrücklichen Theatererlebnis — vom gemeinsamen Weg bis
zum Austausch über den Vorstellungsbesuch mit Live-Audio­
deskription. 
INSTITUT FÜR
MUSIK, MEDIEN UND SPRECH WISSENSCHAFT
DER UNIVERSITÄT
HALLE
VOLKSSOLIDARITÄT
LEIPZIG
In Zusammenarbeit mit der Volkssolidarität Stadtverband
Leipzig e.V. führt die Theaterpädagogik des Schauspiel Leipzig
das Seniorenspielclubprojekt „Die Spielfreudigen“ in die vierte
Spielzeit. Einmal pro Saison bringt die Gruppe eine neue Pro­
duktion auf die Bühne und nutzt für ihre Proben die Räumlichkeiten des Seniorenbüros Altwest in Plagwitz. Darüber
hinaus entwickelt das Schauspiel Leipzig gemeinsam mit der
StudentInnen des Seminars für Sprechwissenschaft und Pho­ Presseabteilung der Volkssolidarität Leipzig gezielt Angebote
netik begleiten im Rahmen einer dauerhaften Kooperation für die SeniorInnen und organisiert gemeinsame Theaterbe­
Inszenierungen des Schauspiel Leipzig für ihre Forschungs­ suche. 
arbeit. 
125
A CAPPELLAFESTIVAL
READ - O - RAMA
Auch zur Leipziger Buchmesse 2018 präsentieren wir erneut
zusammen mit ClaraPark das Format „Read-O-Rama“: Alles
Auch das Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“ außer Wasserglas! Literatur-Performances auf allen mögli­
wird wieder zu Gast am Schauspiel Leipzig sein. Initiiert chen Bühnen des Schauspielhauses. 
durch das Leipziger Ensemble amarcord, gehört das Festi­
val mittlerweile zu den renommiertesten seiner Art, präsen­
tiert bedeutende Ensembles und talentierten Nachwuchs und
macht Leipzig jedes Jahr für eine Woche zur Hauptstadt des
A-cappella-Gesangs. Am 6. 5. 18 ist in diesem Rahmen „Bliss“
Im Rahmen der Lachmesse ist am 21. 10. 17 Michael Mitter­
im Schauspiel Leipzig zu erleben. 
meier mit seinem Programm „Wild“ im Schauspielhaus zu
erleben. Am 7. 1. 18 folgen Katrin Weber und Bernd-Lutz
Lange sowie am 8. 1. 18 Jürgen Becker, und Gardi Hutter ist zu
sehen mit „Die Schneiderin“ am 8. 3. 18. 
LACHMESSE
ALTES STADTBAD
LEIPZIG
HUGENDUBEL
Im Alten Stadtbad ist weiterhin die Inszenierung „TSCHICK“
nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf zu sehen, in der
erstmals Mitglieder des Theaterjugendclubs „Sorry, eh!“ und In Kooperation mit der Buchhandlung Hugendubel betreiben
des Schauspiel-Ensembles zusammen spielen. Weitere Infor­ wir einen Büchertisch im Schauspielhaus. Vor und nach Ver­
mationen auf der Seite 100. 
anstaltungen auf der Großen Bühne finden die BesucherInnen
dort ein Angebot an begleitender Literatur zu unseren Insze­
nierungen. 
EUROPEAN
THEATRE
CONVENTION
Die European Theatre Convention (ETC) ist ein Zusammenschluss europäischer Theater und hat sich zum Ziel gesetzt,
Theater und TheatermacherInnen in ganz Europa zu vernet­zen
und den künstlerischen Austausch über Landesgren­zen hin­
aus zu fördern.
Zur ETC gehören derzeit über 40 Theater aus 25 Län­
dern; in Deutschland u. a. das Deutsche Theater Berlin, das
Badische Staatstheater Karlsruhe, das Staatstheater Braun­
schweig, Theater und Orchester Heidelberg sowie das Theater
Dortmund. Das Schauspiel Leipzig ist seit Herbst 2013 Mitglied der ETC. 
Ein exklusives Angebot gibt es für die AbonnentInnen eines
ETC-Mitgliedstheaters: Diese können kostenlos die Vorstellun­
gen aller ausländischen ETC-Theater besuchen. Somit haben
AbonnentInnen des Schauspiel Leipzig die Möglichkeit, u. a.
im Slowenischen Nationaltheater Ljubljana, im Slowakischen
Nationaltheater Bratislava, im Théâtre de Liège, im Stadt­
theater Helsinki, im Norske Teatret Oslo, im Kroatischen
Natio­naltheater Zagreb, beim Festival MESS Sarajevo oder im
Türkischen Nationaltheater Ankara gratis Theater zu schauen.
Voraussetzung dazu ist die Voranfrage bei der ETC, bei der die
Kolleginnen vom Besucherservice des Schauspiel Leipzig gerne
behilflich sind:
126
 0341 / 12 68 168
 [email protected]
Ayşe Erkmen & Mona Hatoum
Displacements / Entortungen
18. 11. 2017 – 18. 2.20 18
gefördert
durch:
displacements.de
mdbk.de
AUDIO DESKRIPTION
& SIMULTANÜBERSETZUNG
Mittels der Audiodeskription, mit der blinden und sehbe­
hinderten Menschen visuelle Vorgänge auf der Bühne besser
wahrnehmbar gemacht werden können, wird das Schauspiel
Leipzig seit Dezember 2013 einem größeren Teil der Leipziger
Bevölkerung und Gästen der Stadt erlebbar. Monatlich findet
mindestens eine Vorstellung mit Live-Audiodeskription statt.
Für die Erstellung dieser Hörspuren ließ das Schauspiel
Leipzig durch die Firma „audioskript“ eigens zwei nichtsehende
und vier sehende Autorinnen schulen, die Stück für Stück ihr
Repertoire erweitern — und das Schauspiel Leipzig mit bisher
über 40 Vorstellungen mit Audiodeskription so zum ersten
deutschsprachigen Theater mit einem kontinuierlich erweiterten Angebot im Sinne der sozialen Inklusion gemacht haben. 
Durch die weitere Nutzung der Anlage für Simultanüberset­
zungen in Spanisch und Englisch bietet das Schauspiel Leip­
zig auch nicht deutschsprachigen BürgerInnen und Gästen der
Stadt die Möglichkeit, eine Theateraufführung mit Live-Über­
tragung in eine andere Sprache zu besuchen. Dazu kooperiert
das Schauspiel Leipzig mit dem Institut für Angewandte Lin­
guistik und Translatologie der Universität Leipzig, dessen Stu­
dentInnen in Zusammenarbeit mit der Dramaturgie ebenfalls
ein Spezial-Repertoire erarbeiten. 
SIMULTANÜBERSETZUNG ENGLISCH
14. 10.
. . . . . . . . . . . . . . . 89/90
19. 10. . . . . . . . . . . . . . . . DIE MAßNAHME / DIE PERSER
ERNEUT BIETET DAS SCHAUSPIEL LEIPZIG AUDIO­D ESKRIP-
26. 11. 16 00. . . . . . . . 89/90
TION SPEZIELL FÜR SEHBEHINDERTE KINDER, JUGENDLICHE
9. 12.
................
DIE MAßNAHME / DIE PERSER
UND DEREN FAMILIEN AN — SO AUCH AB 3. 12. 17 MIT
DER WEITERFÜHRUNG VON ALEXANDER WOLKOWS
SIMULTANÜBERSETZUNG SPANISCH
„ZAUBERLAND-REIHE“ „DER GELBE NEBEL“ (SEITE 45)
5. 10.
...............
DIE MAßNAHME / DIE PERSER
29. 10. 18 00 . . . . . . . 89/90
22. 11. . . . . . . . . . . . . . . . DIE MAßNAHME / DIE PERSER
AUDIODESKRIPTION
16. 12. . . . . . . . . . . . . . . . 89/90
12. 1. 11. 10. . . . . . . . . . . . . . . . DER GOTT DES GEMETZELS
...............
DIE MAßNAHME / DIE PERSER
28. 10. . . . . . . . . . . . . . . KASIMIR UND KAROLINE
18. 11. . . . . . . . . . . . . . . . KASIMIR UND KAROLINE
29. 11. . . . . . . . . . . . . . . . DER GOTT DES GEMETZELS
3. 12. 15 00 .. . . . . . . . DER GELBE NEBEL
DAS SCHAUSPIEL LEIPZIG BIETET AUF ANFRAGE
13. 12. 10 00 . . . . . . . DER GELBE NEBEL
GERNE ENGLISCHSPRACHIGE HAUSFÜHRUNGEN AN.
14. 12. 10 00
.......
DER GELBE NEBEL
17. 12. 15 00 .......
DER GELBE NEBEL
21. 1. 16 00 . . . . . . . . . DER GOTT DES GEMETZELS
4. 2. 16 00 . . . . . . . . . . KASIMIR UND KAROLINE
1. 3.
.................
UBU ROI / KÖNIG UBU
25. 3. . . . . . . . . . . . . . . . UBU ROI / KÖNIG UBU
13. 4. 18 00. . . . . . . . . DER ZAUBERER DER SMARAGDENSTADT
14. 4. 18 00. . . . . . . . . DER SCHLAUE URFIN UND SEINE HOLZSOLDATEN
15. 4. 15 00 . . . . . . . . . DER GELBE NEBEL
13. 5.
...............
UBU ROI / KÖNIG UBU
DIE AUDIODESKRIPTIONS-TERMINE VON PEER GYNT
ENTNEHMEN SIE BITTE UNSERER WEBSEITE UND
DEN MONATSSPIELPLÄNEN.
128
buch-patenschaft.de
schenk
literatur!
Freunde der DZB e.V.
Ohne Zugang zu Literatur gibt´s für blinde und sehbehinderte Menschen wenig Bewegendes zu lesen! Hilf das
zu ändern! Werde Buchpate und unterstütze die Freunde
der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB).
a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z !
abcdefghijklmnopq rstuvwxyz!
freundeskreis-schauspiel-leipzig.de
VERMITTLUNG
EINFÜHRUNGEN
Zu vielen Vorstellungen auf der Großen Bühne und der Hin­
terbühne (Premieren ausgenommen) bieten wir regelmäßig
eine Einführung an — eine halbe Stunde vor Aufführungsbe­
ginn, im Rangfoyer. In ca. 10 Minuten können Sie dabei Hin­
tergründe und Informationen zu Stücken, AutorInnen und In­
szenierungsansätzen erfahren. Wird zu einer Vorstellung eine
Einführung angeboten, ist sie im Monatsspielplan und auf un­
serer Webseite markiert; die Einführungen werden gehalten
von der Dramaturgie sowie weiteren Mitgliedern der Schau­
spielleitung. BesucherInnen im Rollstuhl, die an der Einfüh­
rung teilnehmen wollen, bitten wir, dies beim Kartenkauf
anzugeben. Unser Abenddienst wird Ihnen behilflich sein. 
NACHGESPRÄCHE
Regelmäßig bieten wir im Anschluss an Aufführungen Nach­
gespräche an, bei denen Sie mit den SpielerInnen und der Dra­
maturgie ins Gespräch kommen können. Die Termine werden
jeweils im Monatsspielplan und auf unserer Webseite veröf­
fentlicht. 
ÖFFENTLICHE
PROBEN
Die öffentlichen Proben sind eine feste Größe geworden mit ei­
nem stetig wachsenden Interessentenkreis. Auch in der Saison
2017/18 wird es zu ausgewählten Inszenierungen öffentliche
Proben geben, in denen wir für ca. eine Stunde auf der Bühne
die Probenarbeit am jeweiligen Stück vorstellen. Das genaue
Programm wird jedes Mal anders sein — das Regieteam erläu­
tert seinen Inszenierungsansatz, es gibt Gespräche oder einen
szenischen Einblick in den Probenstand. Der Eintritt ist frei.
Bitte beachten Sie, dass auf den Spielstätten Diskothek, Hin­
terbühne und Residenz die Platzkapazität begrenzt ist. 
Die erste öffentliche Probe findet statt zu „Kasimir und Ka­
roline“ (Ödön von Horváth) im Rahmen der langen Theater­
nacht am 1. 9. 17, 19 ºº im Schauspielhaus. Zu weiteren Ver­
anstaltungen achten Sie bitte auf die Veröffentlichungen im
Monatsspielplan und auf der Webseite. 
FREUNDESKREIS
Öffentlichkeit zu verschaffen. Zeiten, in denen kulturelle Bil­
dung und nichtökonomische Faktoren schnell als nebensäch­
lich apostrophiert werden, brauchen ideell tätige Freunde
und Unterstützer der Kultur! Informieren Sie sich, z. B. bei
Premieren am Stand des Freundeskreises im Foyer oder beim
Gespräch im Anschluss und unter www.freundeskreis-schauspielleipzig.de. Kontakt: [email protected]. Sie sind
herzlich willkommen! 
SCHAUSPIEL LEIPZIG
STELLT SICH VOR
Das Schauspiel Leipzig und die Volkshochschule Leipzig set­
zen ihren Kurs fort, der unter Leitung der Dramaturgie einen
tieferen Einblick in die Theaterarbeit am Schauspielhaus so­
wie die programmatische Breite des Spielplans gibt. An vier
Terminen stellen wir ausgewählte Inszenierungen auf den
verschiedenen Spielstätten vor — einer Einführung in Stück
und Konzept schließt sich ein Probenbesuch an. Kommen und
schauen Sie!
1. Termin: Donnerstag, 21. 9. 17, 18 ºº – 20 ºº
Stückvorstellung & Probenbesuch:
copy & waste, „Gewonnene Illusionen“ (Uraufführung),
im Rahmen von „Ceci n’est pas un HYPE!“, Schauspielhaus
2. Termin: Mittwoch, 8. 11. 17, 18 ºº – 20 ºº
Stückvorstellung & Probenbesuch:
Elfriede Jelinek, „Wolken.Heim“
Regie: Enrico Lübbe, Diskothek
3. Termin: (Januar) wird noch bekannt gegeben
Stückvorstellung & Probenbesuch:
Alfred Jarry, „Ubu Roi / König Ubu“
Regie: Claudia Bauer, Schauspielhaus
4. Termin: (Februar) wird noch bekannt gegeben
Stückvorstellung & Probenbesuch:
Luigi Pirandello, „Sechs Personen suchen einen Autor“
Regie: Moritz Sostmann, Schauspielhaus
Treffpunkt für alle Termine um 18 ºº im Schauspielhaus,
Kassenfoyer
Teilnahmegebühr: Erwachsene 36,–
Jugendliche/Schüler erhalten 30 % Ermäßigung
Leipzig-Pass-Inhaber erhalten 50 % Ermäßigung
Anmeldung bei der VHS erforderlich. Weitere Infos zur
Anmeldung erhalten Sie bei der VHS Leipzig unter
0341 / 123 60 00 oder unter www.vhs-leipzig.de.
Der Freundeskreis Schauspiel Leipzig e. V. fördert seit über
zehn Jahren — öffentlich und im Stillen, ideell und materiell
— das Schauspiel Leipzig. Vielfältige Aktivitäten und Veran­
staltungen, von Lesungen und Gesprächsabenden bis hin zur
Vergabe des Leipziger Theaterpreises, tragen dazu bei, dem
Theater Rückhalt bei Leipziger BürgerInnen wie auch in der
130
grassi
DAS HAUS
Theaterleitung
Enrico Lübbe (Intendant & 1. Betriebsleiter)
Daniel Herrmann (Verwaltungsdirektor & 2. Betriebsleiter)
Torsten Buß (Chefdramaturg & Stellvertreter des Intendanten)
Hugo Gretler (Ausstattungsleiter)
Günter Gruber (Technischer Direktor)
Vera Högemann (Künstlerische Betriebsdirektorin/Leiterin KBB)
Rebecca Rasem (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit & Pressesprecherin)
Intendanz
Enrico Lübbe (Intendant)
Tatjana Komár-Schöbe (Mitarbeiterin Intendanz)
Dramaturgie
Torsten Buß (Chefdramaturg)
Matthias Döpke (Dramaturg)
Katja Herlemann (Dramaturgin)
Matthias Huber (Dramaturg)
Clara Probst (Dramaturgieassistentin)
Ilke Dietrich (Mitarbeiterin Dramaturgie)
Christin Ihle (Gastdramaturgin)
Residenz
Thomas Frank (Künstlerischer Leiter Residenz)
Ulrike Melzwig (Produktionsleiterin Residenz)
Theaterpädagogik
Jennifer Gaden (Theaterpädagogin)
Swantje Nölke (Theaterpädagogin)
Jule Eicke (Theaterpädagogin)
Yves Hinrichs (Leiter Jugendclub)
Künstlerisches Betriebsbüro
Vera Högemann (Künstlerische Betriebsdirektorin)
Deborah Raulin (Mitarbeiterin)
Muriel Zibulla (Mitarbeiterin)
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Rebecca Rasem (Leiterin & Pressesprecherin)
Rosi Steinbrück (Referentin)
Florence Römer (Online-Kommunikation)
Christiane Schletter (Leiterin Satzbüro)
Rolf Arnold (Fotograf)
Angelika Georgi (Sekretärin)
Anke Neumann (Gebrauchswerberin)
Besucherservice & Abenddienst
Heidrun Nodurft (Leiterin Besucherservice)
Elke Ahlemann (stellv. Leiterin Besucherservice)
Christina Brückner
Theres Karzikowski
Dagmar Klemm (Ansprechpartnerin für Schulen)
Anett Petersen
Werner Stiefel (Leiter Abenddienst)
132
Regie
Claudia Bauer (Hausregisseurin)
Philipp Preuss (Hausregisseur)
Stephan Beer
Lucia Bihler
Markus Bothe
Thirza Bruncken
Nuran David Calis
Bruno Cathomas
Daniel Foerster
Gob Squad
Yves Hinrichs
Gordon Kämmerer
Steffen Klewar
Enrico Lübbe
Armin Petras
Katharina Schmidt
Georg Schmiedleitner
Moritz Sostmann
Didy Veldman
Alberto Villareal
Anita Vulesica
Barbara Wolf
Artists in Residence
doublelucky productions
(Christiane Kühl / Chris Kondek)
Hermann Heisig
Julian Hetzel
Ivana Müller
She She Pop
Doris Uhlich
Chorleitung
Daniel Barke
Marcus Crome
Choreographie
Stefan Haufe
Denis Kuhnert
Egid Mináč
Sabina Perry
Jana Rath
Sibylle Uttikal
Musik
Peer Baierlein
Arvild J. Baud
Friederike Bernhardt
Jan S. Beyer
Vivan Bhatti
Johannes Cotta
Lenard Gimpel
Kornelius Heidebrecht
Laura Landergott
Philipp Marguerre
Marcus Schinkel
Jonas Martin Schmid †
Smoking Joe
Undine Unger
Brian Völkner
Bastian Wegner
Hubert Wild
Jörg Wockenfuß
Bühne, Kostüme & Video
Olaf Altmann
Ramallah Aubrecht
Andreas Auerbach
Silke Bauer
Christian Beck
Sabine Blickenstorfer
Kristina Böcher
Miriam Buether
Amélie von Bülow
Georg Burger
Bianca Deigner
Henrike Engel
fettFilm (Momme Hinrichs,
Torge Møller)
Elena Gaus
Jonathan Gentilhomme
Thomas Giger
Hugo Gretler
Mariam Haas
Roman Hagenbrock
Mareike Hantschel
Marleen Hinniger
Lydia Huller
Konny Keller
Cornelia Kraske
Agathe MacQueen
Josa Marx
Etienne Pluss
Ian Purnell
Stefan Ramírez-Pérez
Susanne Reul
Titus Schade
Kai Schadeberg
Irina Schicketanz
Max Vincent Schulze
Patricia Talacko
Harald B. Thor
Didy Veldman
Doreen Winkler
Nadja Zeller
Schauspielensemble
Wenzel Banneyer
Julia Berke
Thomas Braungardt
Anne Cathrin Buhtz
Andreas Dyszewski
Timo Fakhravar
Ellen Hellwig
Andreas Herrmann
Sophie Hottinger
Roman Kanonik
Daniela Keckeis
Anna Keil
Andreas Keller
Tilo Krügel
Dirk Lange
Markus Lerch
Hartmut Neuber
Michael Pempelforth
Denis Petković
Felix Axel Preißler
Julia Preuß
133
Marie Rathscheck
Annett Sawallisch
Bettina Schmidt
Katharina Schmidt
Florian Steffens
Brian Völkner
Gäste
Joanne D’Mello
Max Fischer
Jonas Fürstenau
Dieter Jaßlauk
Marcus Kaloff
Roman Kaminski
Heiner Kock
Hiltrud Kuhlmann
Karl-Sebastian Liebich
Fanny Lustaud
Sina Martens
Amanda Martikainen
Mathis Reinhardt
Anja Schneider
Hannelore Schubert
Berndt Stübner
Sebastian Tessenow
Hubert Wild
Schauspiel-Studio des
Schauspielinstituts
„Hans Otto“ der HMT Leipzig
Matthias Huber (Studioleitung)
Anna Keil (Studioleitung)
Alina-Katharin Heipe
David Hörning
Max Hubacher
Jonas Koch
Ferdinand Lehmann
Elias Popp
Nina Siewert
Künstlerischer &
technischer Betrieb
Regieassistenz
Maximilian Grafe
Ilario Raschèr
Kristina Seebruch
Gabriel Zschache (Gast)
Ausstattungsassistenz
Marialena Lapata
(stellv. Ausstattungsleiterin)
Ingo Böhling
Marleen Hinniger
Leonie Kramp
Hanna Scherwinski
Inspizienz
Thomas Urbaneck (Chefinspizient)
Jens Glanze
Ulrich Hänsch
Ute Neas
Soufflage
Gesine Creutzburg
Maren Messerschmidt
Christiane Wittig
Brigitte Ostruznjak (Gast)
Technische Leitung
Günter Gruber (Technischer Direktor)
Bianca Hessel (Assistentin des
Technischen Direktors)
Bühnen- & Veranstaltungstechnik
Mike Bäder (Bühneninspektor)
Antje Gruber (Bühnenmeisterin)
Joris Walleneit (Meister für
Veranstaltungstechnik)
Lars Weber (Meister für
Veranstaltungstechnik)
Andreas Presch (Bühnenmeister
Spielstätte „Diskothek“)
Danny Dietze (Vorarbeiter
Obermaschinerie)
Thorsten Kandziora (Vorarbeiter
Obermaschinerie)
Sven Krötzsch (Vorarbeiter
Obermaschinerie)
Eckhard Fellbrich (Vorarbeiter)
Olaf Hedler (Vorarbeiter)
Roland Keup (Vorarbeiter)
Dirk Rademacher (Vorarbeiter)
Roland Barth
Thomas Bäßler
Wolfram Berndt
Sebastian Elster
Mattheo Fehse
André Hessel
Jens Hoffmann
Siegfried Jocksch
Thomas Kalz
Jens Keßner
Uwe Kiesl
Ronny Kinner
Thomas Klapproth
Tobias Krause
Steffen Lemmer
Jeff Leuschel
Konstantin Müller
Tilo Münster
Oliver Nell
André Nerlich
Frank-Uwe Pietsch
Julian von Reeken
Torsten Rothe
Mike Schneider
Dietmar Smolinski
Ingo Tausch
Gunnar Thiel
Thomas Voigt
René Wandelt
Michael Wanzek
Daniel Wingenfeld
Ankleidung
Evelyn Ansorge (Leiterin der
Abteilung Ankleidung)
Barbara Gundlach
Simone Heinzel
Ulrike Jaßlauk
Anne Kämpfe
Ursula Loewenau
Steffen Schädel-Mechsner
Angelika Spottke
Beleuchtung
Carsten Rüger (Leiter der
Abteilung Beleuchtung)
Veit-Rüdiger Griess
(Beleuchtungsmeister)
Ralf Riechert (Beleuchtungsmeister)
Jörn Langkabel (Beleuchtungsmeister)
Daniel Starke (Oberbeleuchter)
Steffen Rothe (Vorarbeiter)
Andre Dirla
Jens Erdmann
Rüdiger Heyne
Doerk Joost
Daniel Lang
Beate Münster
Gregor Roth
Sven Scheffler
Thilo Stolle
Sabine Theurich
Requisite
Sven-Sebastian Hubel (Chefrequisiteur)
Fredi Kleber
Jörg Schirmer
André Sproete
Thomas Weinhold
Ton- & Videotechnik
Daniel Graumüller (Leiter der
Abteilung Ton- und Videotechnik)
Matthias Schulze (Tonmeister)
Anko Ahlert
Gabriel Arnold
Jörg Hoffmann
Ralf Ludwig
Katharina Merten
Alexander Nemitz
Kai Schadeberg
Udo Schulze
Heribert Weitz
Auszubildende zur Fachkraft für
Veranstaltungstechnik
Tim Frömming
Isaak Künzel
Lena Sarina Seckendorf
134
Maske
Kerstin Wirrmann (Chefmaskenbildnerin)
Norbert Ballhausen
Kathrin Heine
Donka Holeček
Cordula Kreuter
Julia Markow
Ute Markow
Luise Schächer
Katja Wendel-Naumann
Barbara Zepnick
Verwaltung
Daniel Herrmann (Verwaltungsdirektor)
Grit Meier (Leiterin Rechnungswesen)
Ilka Gapp (Leiterin Personalwesen)
Sylvia Wenzel (Sachbearbeiterin Honorar- und
Gästeabrechnung, Verlags- und Vertragswesen)
Bettina Hühnlein (Sachbearbeiterin
Buchhaltung)
Dagmar Koch (Sachbearbeiterin Buchhaltung)
Miriam Mitlacher (Controlling)
Karina Nolte (Sachbearbeiterin Verwaltung)
Gebäudemanagement
Mirko Holze (Leiter bauliche Anlagen /
Hausverwaltung)
Steffen Lindemann (Leiter Abt. Klimatechnik)
Dirk Eichler (Leiter haustechnische Anlagen)
Bernhard Jahnke (Kraftfahrer)
Holger Kranich (Systemadministrator
IT-Bereich/Betriebselektrik)
Roland Kreiß (Kraftfahrer)
André Lautner (Klimatechniker)
Karsten Naumann (Betriebshandwerker)
Carola Thamm (Klimatechnikerin)
Remo Uta (Hausmeister)
EntDEckEn
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M E SSEN & VERA NSTALTU NGE N 2 0 1 7 |20 1 8
29.09. – 01.10. 2017
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Ausstellung für Modellbau, Modelleisenbahn,
kreatives Gestalten und Spiel
20.10. – 22.10. 2017
Designers’ Open
Design Festival Leipzig
02.02. – 04.02. 2018
MOTORRAD MESSE LEIPZIG*
10.02. – 18.02. 2018
HAUS-GARTEN-FREIZEIT
Die große Einkaufs- und Erlebnismesse
für die ganze Familie
10.02. – 18.02. 2018
mitteldeutsche handwerksmesse
03.11. – 04.11. 2017
azubi- & studientage and more*
Die Messe für Bildung und Karriere
09.11. – 12.11. 2017
World Dog Show*
15.02. – 18.02. 2018
Beach & Boat
Wassersportmesse Leipzig
22.11. – 26.11. 2017
Touristik & Caravaning*
15.03. – 18.03. 2018
Leipziger Buchmesse | Lesefest Leipzig liest
18.01. – 21.01. 2018
PARTNER PFERD show – expo – sport
Sparkassen-Cup · Longines FEI World CupTM
Jumping · FEI World CupTM Driving · FEI World
CupTM Vaulting · Ausstellung · Leipziger
Pferdenacht · Sparkassen Sport-Gala
15.03. – 18.03. 2018
Manga-Comic-Con
Die Convention zur Leipziger Buchmesse
26.01. – 28.01. 2018
DreamHack Leipzig
*Gastveranstaltung · **nur für Fachbesucher
Auszug · Änderungen vorbehalten
AZ_ESDV_MK_192x290_Schauspielhaus.indd 2
05.10. – 07.10. 2018
modell-hobby-spiel
Ausstellung für Modellbau, Modelleisenbahn,
kreatives Gestalten und Spiel
Zukunft im Programm: www.leipziger-messe.de
09.03.17 16:36
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Im Radio, im Fernsehen,
im Web und als App.
07. Nov. – 12. Nov. 2017
»Ausgrabungen«
Theater und Tanz aus dem alten und neuen Europa
Unter der Schirmherrschaft von Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
12 Gastspiele aus 9 Ländern in ca. 25 Vorstellungen und 8 Spielstätten
Zum 13. Mal: Wettbewerb »Das beste deutsche Tanzsolo«
Mit freundlicher Unterstützung
Kontakt � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � euro-scene Leipzig // Ann-Elisabeth Wolff, Festivaldirektorin
� � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � Tel. 0341-980 02 84 // [email protected] // www.euro-scene.de
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04105 Leipzig, Germany
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mittendrin. Oder Sie erweitern Ihren Aktionsradius mit dem FreeCityTicket und
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A nach B und tun zusätzlich etwas für unsere Umwelt und Ihren Geldbeutel.
PREISE
GROSSE BÜHNE
Platz-
gruppe Normal- preis
I
II
III
IV
26,–18,– 8,–
22,–15,– 8,–
17,–12,–8,–
10– 10,–8,–
Premieren und Repertoirevorstellungen
von „89/90“, „Gespenster oder Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“, „Kasimir
und Karoline“, „KRUSO“, „Echo Chamber“
I
II
III
IV
29,–21,– 11,–
25,–18,– 11,–
20,–14,– 11,–
13,–13,–11,–
Märchen
I
II
III
IV
22,–16,– 8,–
18,–13,–8,–
13,–10,–8,–
9,–
9,–
8,–
Premieren und Repertoirevorstellungen
von „TOOT!“ und „Die Maßnahme / Die Perser“
I
II
III
IV
40,–28,– 15,–
32,–23,–15,–
25,–18,– 15,–
17,–17,–15,–
Gewonnene Illusionen
Platzwahl frei26,–
Repertoire
.....................................................
.......................................................
..................................
ermäßigte Karten*
18,–
Schüler &
Studenten*
Kinder bis
14 Jahre
7,–
7,–
7,–
7,–
8,–
Einen Saalplan finden
Sie auf Seite 142
Hinweis
Sie haben die Möglichkeit, mit unseren Theaterkarten alle
Verkehrsmittel des MDV in der Zone 110 und einer angrenzenden Zone (151, 156, 162, 164, 168) drei Stunden vor und drei
Stunden nach der Vorstellung zu nutzen.
* Ermäßigungen
Ermäßigungsberechtigt sind Kinder bis 14 Jahre, Auszubil­
dende, Schüler und Studenten, Schwerbehinderte und Bun­
desfreiwilligendienstleistende. Rollstuhlfahrer zahlen einheitlich 5,– im Repertoire des Schauspiel Leipzig („TOOT!“ und
„Die Maßnahme / Die Perser“ mit Zuzahlungen). ALG-II-Emp­
fänger erhalten an der Abendkasse Karten zum Preis von 3,–.
Inhaber eines gültigen Leipzig-Passes erhalten 50 % Ermäßi­
gung (Mindesteintrittspreis von 5,–). Schüler- und Studentengruppen zahlen im Repertoire des Schauspiel Leipzig ab 10 Personen ab 7,– pro Person. Ermäßigungen werden nach Verfüg­
barkeit sowie Vorlage des entsprechenden Ausweises gewährt.
Pro Veranstaltung kann nur jeweils eine Ermäßigung in An­
spruch genommen werden. Bei Konzerten, Gastspielen, Sonderveranstaltungen und Veranstaltungen mit stark eingeschränkter Platzkapazität sowie bei Veranstaltungen mit einem regu­
lären Eintrittspreis von weniger als 9,– ist der Entfall von Er­
mäßigungen möglich. Nicht ermäßigt werden Kartenpreise
der Platzgruppe IV auf der Großen Bühne.
138
HINTERBÜHNE
Normal- preis
Repertoire18,–
Premieren20,–
ermäßigte Schüler &
Karten*Studenten*
13,–
14,–
8,–
10,–
Platzwahl frei DISKOTHEK
Normal- preis
Repertoire12,–
Premieren14,–
ermäßigte Schüler &
Karten*Studenten*
10,–
12,–
8,–
10,–
Platzwahl frei RESIDENZ
Normal- preis
Repertoire16,–
Premieren18,–
Gastspiele20,–
ermäßigte Schüler &
Karten*Studenten*
11,–
13,–
14,–
8,–
10,–
10,–
Platzwahl frei THEATERSPIELCLUBS
Normal- preis
9,–5,–5,–
Platzwahl frei
Zum Festivalpass für die Club Convention
sehen Sie bitte Seite 104
#noname / Sorry, eh! / Club ü31 / Die Spielfreudigen
ermäßigte Schüler &
Karten*Studenten*
AUSSER HAUS
Normal- preis
Repertoire19,–
Premieren21,–
ermäßigte Karten*
Schüler &
Studenten*
Kinder bis
14 Jahre
13,–
15,–
8,–
10,–
7,–
8,–
Platzwahl frei
139
ABONNEMENTS
DIE TERMINABOS
FREITAGS ABO
Wählen Sie aus unseren Termin-Abonnements und:
— erleben Sie bis zu vier Vorstellungen auf IHREM PERSÖNLICHEN PLATZ IM SCHAUSPIELHAUS
— erhalten Sie bis zu 30 % PREISVORTEIL und
— besuchen Sie unser SILVESTERPROGRAMM mit einer
Machen Sie Freitag zu Ihrem Theatertag: Sie sehen vier Insze­
nierungen auf verschiedenen Bühnen.
ERMÄSSIGUNG VON 10 %
— erhalten Sie KOSTENFREIE FAHRT ins Theater und wieder
nach Hause innerhalb des ausgewiesenen MDV-Bereichs
— erfahren Sie mehr: Sie erhalten das PROGRAMMHEFT
zur Vorstellung kostenfrei
— bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand: Sie erhalten
regelmäßig und kostenfrei den MONATSSPIELPLAN und
das SPIELZEITHEFT
GEWONNENE ILLUSIONEN . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNEFR, 20. 10.
DIE MAßNAHME / DIE PERSER . . . . . . . . GROSSE BÜHNE FR, 12. 1.
SECHS PERSONEN SUCHEN EINEN AUTOR
..................................................
...............................
HINTERBÜHNEFR, 16. 2.
UBU ROI / KÖNIG UBU . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNEFR, 6. 4.
II60,–
PREMIEREN ABO
SAMSTAGS ABO
Sie sehen vier Große-Bühne-Premieren der Spielzeit 2017/18 auf Unser Abo am Samstag: Sie sehen vier Inszenierungen als at­
Ihrem persönlichen Platz im Schauspielhaus. Zusätzlich erhal­ traktiven Querschnitt unseres Programms auf Ihrem persön­
ten Sie einen Getränkegutschein sowie einen Gutschein für die lichen Platz im Schauspielhaus.
Inszenierung „Gewonnene Illusionen“ des Theaterkollektivs
KASIMIR UND KAROLINE . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SA, 1 8. 11.
copy & waste bei freier Platzwahl.
PEER GYNT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SA, 1 3. 1.
KASIMIR UND KAROLINE . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SA, 16. 9.
UBU ROI / KÖNIG UBU . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE
SA, 21. 4.
UBU ROI / KÖNIG UBU
ANGST ESSEN SEELE AUF . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE
SA, 26. 5.
.................
GROSSE BÜHNE
SA, 27. 1.
GESPENSTER ODER DENKWÜRDIGKEITEN EINES NERVENKRANKEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 31. 3.
I
78,–
ANGST ESSEN SEELE AUF . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE DO, 17. 5.
II
66,–
& GUTSCHEIN FÜR: GEWONNENE ILLUSIONEN
III51,–
I
99,20 II
85,60
III
68,–
ABO
AUDIODESKRIPTION
Unser Abonnement für blinde und sehbehinderte Menschen.
Mit diesem Abo sind Sie live dabei, wenn wir die drei ausge­
wählten neuen Inszenierungen der Spielzeit das erste Mal als
Vorstellung mit Audiodeskription zeigen. Der Abend beginnt
für Sie in der Regel 90 Minuten vor Stückbeginn mit einer spezi­
ellen Führung auf der Bühne, in der wir Ihnen das Bühnenbild
und die Kostüme näherbringen. Im Anschluss daran gibt es spe­
ziell für Sie eine Einführung in die Inszenierung.
Wenn Sie Interesse an einem unserer
Abonnements haben, wenden Sie sich
bitte an unseren Besucherservice:
 0341 / 12 68 168
 [email protected]
KASIMIR UND KAROLINE . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SA, 28. 10.
DER GELBE NEBEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 3. 12.
UBU ROI / KÖNIG UBU . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE DO, 1. 3.
II36,–
140
DIE WAHLABOS
Wählen Sie aus unseren Wahl-Abonnements und:
— bleiben Sie flexibel bei FREIER TERMIN- UND PLATZWAHL
bei Repertoire-Vorstellungen auf der Großen Bühne
— die Abonnementkarten sind ÜBERTRAGBAR
— erhalten Sie KOSTENFREIE FAHRT ins Theater und wieder
nach Hause innerhalb des ausgewiesenen MDV-Bereichs
— bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand: Sie erhalten
regelmäßig und kostenfrei den MONATSSPIELPLAN und
das SPIELZEITHEFT
WAHL-ABO
4 / 7 / 10
ABO MIT
KINDERBETREUUNG
Sie wählen aus unserem Angebot drei Vorstellungen am Sonntag­
nachmittag im Schauspielhaus. Wir bieten Ihnen, während Sie
im Theater sind, eine professionelle Betreuung für Ihre Kinder
durch die Agentur WIESENKNOPF private Kinderbetreuung.
— Professionelle und kostenfreie KINDERBETREUUNG vor der
Vorstellung bereits ab 15 ºº bis Vorstellungsende
— Wählen Sie DREI TERMINE aus unserem Angebot und sparen
Sie mit unserem Abo bis zu 35 %
GEWONNENE ILLUSIONEN . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 3. 10. 16 00
89/90 .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 26. 11. 16 00
DER GOTT DES GEMETZELS . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 21. 1. 16 00
KASIMIR UND KAROLINE . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 4. 2. 16 00
Wählen Sie aus unserem Repertoire vier, sieben oder zehn
Vorstellungen zu ermäßigten Preisen. Die Gutscheine sind
für die Spielzeit 2017/18 gültig. Ausgenommen sind Premieren,
Gastspiele, Veranstaltungen mit Sonderpreisen und die Ko­
produktion mit dem Leipziger Ballett.
UBU ROI / KÖNIG UBU . . . . . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 25. 3. 16 00
GESPENSTER ODER DENKWÜRDIGKEITEN EINES NERVENKRANKEN
.................................................
I 57,–
WAHL-ABO 4 WAHL-ABO 7 WAHL-ABO 10
II 48,–
129,50
182,–
III 39,–
I
78,– GROSSE BÜHNE SO, 22. 4. 16 00
ANGST ESSEN SEELE AUF . . . . . . . . . . . . . GROSSE BÜHNE SO, 10. 6. 16 00
II 66,–112,–154,–
III 51,–84,–119,–
KOMBI - ABO
MIT DER OPER
6 TIX
UNSER ABO FÜR STUDIERENDE: GÜLTIG IN ALLEN SPIELSTÄTTEN
Sechs Repertoirevorstellungen auf der Großen Bühne, in der
Diskothek und in der Residenz. Einlass nur mit Studenten­
ausweis. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele, Veran­
Wahl-Abo 2 x Oper und / oder Leipziger Ballett, 2 x Musikali­ staltungen mit Sonderpreisen und die Koproduktion mit dem
sche Komödie und 2 x Schauspiel Leipzig. Erhältlich in allen be­ Leipziger Ballett.
teiligten Häusern. Freie Wahl bei Repertoire-Vorstellungen auf PREIS42,–
der Großen Bühne im Schauspielhaus. Bei Vorstellungen mit
erhöhten Preisen kann eine Zuzahlung verlangt werden. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele, Veranstaltungen mit Sonderpreisen und die Koproduktion mit dem Leipziger Ballett.
KOMBI-ABOSCHAUSPIEL-ANTEIL
I
182,–
40,–
II 164,–
34,–
III 144,–
28,–
IV
120,–
18,–
SCHAUSPIELCARD 50
Die volle Flexibilität zum halben Preis. Für einmalig 50,– er­
halten Sie ein Jahr lang 50 % Ermäßigung auf frei wählbare
Repertoire-Vorstellungen auf der Großen Bühne in den Preis­
gruppen I–III. In allen anderen Spielstätten erhalten Sie 25 %
Ermäßigung. Die Schauspielcard ist 12 Monate gültig und gilt
für eine Person.
141
PREIS 50,–
BÜHNE
PARKETT
20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
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23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3
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2
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24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
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25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
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26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
6
27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
7
28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
8
29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
9
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23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5
R R R
18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
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R R R
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13
30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
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15
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30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
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30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
4
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5
31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
7
32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
8
27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2
Platzgruppe I
Platzgruppe II
R Rollstuhlstellplatz Platzgruppe III
L Loge 1
Platzgruppe IV
Bei einzelnen Inszenierungen abweichender Saalplan möglich.
142
6
1
7
8
BESUCHERSERVICE
SPIELSTÄTTEN
& KASSEN ÖFFNUNGSZEITEN
Unser Besucherservice berät Sie gerne bei allen Fragen rund
um Ihren Vorstellungsbesuch. Sie erreichen ihn telefonisch
Theaterkasse und Vorverkauf
oder per E-Mail unter folgenden Kontakten:
 0341 / 12 68 168  [email protected]
Schauspielhaus, Bosestraße 1, 04109 Leipzig
Montag bis Freitag: 10 ºº – 19 ºº Samstag: 10 ºº – 14 ºº
KARTENVERKAUF
Große Bühne und Hinterbühne
Der Kartenverkauf an der Abendkasse beginnt eine Stunde
Online-Kartenkauf und telefonischer Kartenkauf sind für In­ vor Veranstaltungsbeginn. Reservierte Karten bitte bis 30 Mi­
haber von Kreditkarten (Visa, Euro-/Mastercard) möglich; nuten vor Veranstaltungsbeginn abholen; bei späterer Abho­
Online-Kartenkauf auch für Inhaber einer EC-Karte. Diese lung keine Platzgarantie.
Karten werden Ihnen je nach Kaufdatum per Post zugeschickt
oder liegen an der Abendkasse zur Abholung bereit. Die Kar­ Diskothek
ten bitte bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Schauspielhaus, Eingang Bosestraße/Ecke Dittrichring. Kassenöffnungszeit: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Resevier­
te Karten bitte 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.
KARTEN RESERVIERUNG
Residenz (in der Baumwollspinnerei)
Halle 18 (Aufgang E), Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig. Kassenöffnungszeit: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Reservierte Karten bitte 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.
 0341 / 12 68 168  0341 / 12 68 169
 [email protected]
 Schauspiel Leipzig, Bosestraße 1, 04109 Leipzig
ÖFFENTLICHE
VERKEHRSMITTEL
RESERVIERUNGS FRISTEN
Sie haben die Möglichkeit, mit unseren Theaterkarten alle
Verkehrsmittel des MDV in der Zone 110 und einer angren­
zenden Zone (151, 156, 162, 164, 168) drei Stunden vor und drei
Reservierte Karten sind bis zu dem bei der Reservierung mit­ Stunden nach der Vorstellung zu nutzen.
geteilten Termin an der Theaterkasse abzuholen. Nach Ablauf
dieser Frist erlischt die Reservierung.
PARKEN
RESTKARTEN
Bitte nutzen Sie die Parkhäuser in der Zentralstraße und in
der Thomasiusstraße 16–18.
Für Vorstellungen, die nicht mehr online buchbar sind, erhal­
ten Sie unter Tel. 0341 / 12 68 168 Informationen über eventuel­
le Restkarten.
VORVERKAUFS BEGINN
Der Vorverkauf beginnt am 23. 5. 17 und mit der Veröffent­
lichung der Vorstellungstermine in den Monatsplänen bzw.
auf der Webseite des Theaters (www.schauspiel-leipzig.de). Der
vollständige Monatsplan wird bis zum 5. des Vormonats ver­
öffentlicht.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Diese können Sie an der Theaterkasse und unter
www.schauspiel-leipzig.de einsehen.
VORVERKAUFS STELLEN
Leipzig Ticket im Hugendubel, Petersstraße 12–14
CULTON Ticket, Peterssteinweg 9
LVZ Media Store, Höfe am Brühl, Brühl 1
LVZ Ticketservice, Peterssteinweg 19
Ticketgalerie, Hainstraße 1
Musikalienhandlung M. OELSNER, Schillerstraße 5
Reisebüro im Globus GmbH Wachau, Nordstraße 1
Tourist-Information Wurzen, Domgasse 2
Tourist-Information Delitzsch, Schloßstraße 31
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KONTAKTE
Postanschrift
Schauspiel Leipzig, Bosestraße 1, 04109 Leipzig
Besucherservice & Karten
 0341 / 12 68 169
[email protected]
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Telefonzentrale
 0341 / 12 68 0
Intendanz
 0341 / 12 68 200  0341 / 12 68 189
[email protected]
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
 0341 / 12 68 159
[email protected]
[email protected]
 0341 / 12 68 152
WWW
Unsere Webseite www.schauspiel-leipzig.de informiert
Sie tagesaktuell über die Veranstaltungen, Neuigkeiten
und Angebote des Schauspiel Leipzig.
Künstlerisches Betriebsbüro
 0341 / 12 68 129
[email protected]
 0341 / 12 68 124
Theaterpädagogik
SOCIAL MEDIA
 0341 / 12 68 495  0341 / 12 68 496
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Dramaturgie
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IMPRESSUM
Überweisungen unter Angabe des Verwendungszwecks
(Name und Daten der Veranstaltung)
Schauspiel Leipzig
BLZ: 860 555 92 KTO: 1100 255 083
BIC: WELADE8LXXX
IBAN: DE66 8605 5592 1100 255083
Kredit-Institut: Sparkasse Leipzig
Schauspiel Leipzig
BLZ: 860 800 00 KTO: 0110 417 200
BIC: DRESDEFF860
IBAN: DE63 8608 0000 0110 417200
Kredit-Institut: Commerzbank Leipzig
Schauspiel Leipzig, Eigenbetrieb der Stadt Leipzig
Bosestraße 1, 04109 Leipzig
Intendant: Enrico Lübbe
Redaktion: Dramaturgie, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Künstlerisches Betriebsbüro
Redaktionsleitung: Rosi Steinbrück
Gestaltung: HawaiiF3 & Bureau David Voss
Porträtfotos/Inszenierungsfotos: © Rolf Arnold
Porträtfotos: Roman Kaminski © Roman Kaminski,
Anja Schneider © Fabian Schellhorn
Inszenierungsfotos: „Die Maßnahme / Die Perser“
© Bettina Stöß, „The Automated Sniper“ © Bas de Brouwer
Produktion: Löhnert Druck, Markranstädt
Redaktionsschluss: 5. 5. 17
Änderungen vorbehalten.
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