Geschäftsbericht 2011

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Geschäftsbericht 2011
Kennzahlen
in Mio. CHF
2011
2010
Veränderung
1 105.1
225.6
20.4%
168.8
15.3%
178.8
745.0
145.7
19.6%
113.4
15.2%
110.8
48.3%
54.8%
4.3%
48.9%
0.4%
61.4%
531.8
447.4
125.9
362.9
306.3
75.8
46.6%
46.0%
66.1%
410.2
1 330.8
1 741.0
785.2
955.8
243.5
990.0
1 233.6
389.8
843.7
68.4%
34.4%
41.1%
101.4%
13.3%
54.9
18.7
68.4
13.1
–19.7%
42.5%
Personalkennzahlen
Mitarbeiterbestand per Bilanzstichtag 1
Betriebsertrag pro Mitarbeiter/in 2
in CHF 000
3 330
334.7
2 176
344.3
53.0%
–2.8%
Kennzahlen pro Aktie
Gewinn pro Aktie
Dividende pro Aktie
Dividenden-Rendite
Kurs-Gewinn-Verhältnis 4
16.82
5.75 3
4.9%
6.9
10.61
4.00
3.2%
11.7
58.5%
43.8%
53.1%
–40.8%
Erfolgsrechnung
Betriebsertrag
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Marge
Betriebsergebnis (EBIT)
Marge
Ergebnis
Betriebsertrag nach Geschäftsfeld mit Dritten
Print Regional
Print National
Digital
Bilanz
Umlaufvermögen
Anlagevermögen
Bilanzsumme
Fremdkapital
Eigenkapital
Finanzkennzahlen
Eigenfinanzierungsgrad
Eigenkapital-Rentabilität
1
2
3
4
in CHF
in CHF
x
Anzahl Vollzeitstellen der weitergeführten Bereiche
Basierend auf durchschnittlichem Mitarbeiterbestand
Antrag des Verwaltungsrates/Ausschüttung aus Reserve aus Kapitaleinlage
Basierend auf Jahresendkurs
Inhalt
Überblick
Editorial des Präsidenten
Verwaltungsrat
Kommentar des Unternehmensleiters
Unternehmensleitung
Organigramm
1
2
4
6
8
10
Jahresbericht 2011
Operative Berichterstattung und Marktumfeld
Finanzielle Berichterstattung
Mehrjahresvergleich
Information für Investoren
Tamedia-Gruppe
Tamedia AG
Corporate Governance
11
13
28
35
36
38
105
115
Kontakte
Adressen
Impressum
128
128
130
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
1
Überblick
Editorial des Präsidenten
Ein attraktives Medien-Portefeuille
Dr. Pietro Supino, Präsident des Verwaltungsrates
Sehr geehrte Damen und Herren
2011 war für Tamedia ein sehr gutes Jahr. Der vorliegende Geschäftsbericht bietet Ihnen einen Überblick und
beinhaltet vertiefende Informationen. Bei der Beurteilung des Ergebnisses gilt es, einmalige Finanzgewinne
und das ordentliche Geschäft auseinanderzuhalten. Letzteres hat 2011 eines der besten Jahresergebnisse in
der Geschichte des Unternehmens erwirtschaftet. Entsprechend der angestrebten Ausschüttungsquote von
35 bis 45 Prozent des Gewinns beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Dividende aus
Kapitaleinlagen im Betrag von 5.75 Franken je Aktie.
Für die grosse Leistung im vergangenen Geschäftsjahr danke ich allen Mitarbeitenden, dem Kader und der
Unternehmensleitung unter der Führung von Martin Kall sehr herzlich. Ohne ihren Einsatz und ohne ihre
Kompetenzen wären diese Zahlen und wäre vor allem die positive Entwicklung von Tamedia nicht möglich.
Die sprachübergreifende Zusammenarbeit von mehr als 4 000 Menschen aus 54 Nationen in 262 verschiedenen Funktionen bereichert den Alltag in unserem Hause und durch unsere Medien weit darüber
hinaus.
Im Mittelpunkt meiner Überlegungen stehen die strategische Positionierung unserer Mediengruppe, die
Sicherung und Pf lege einer Kultur der Vielfalt sowie die Entwicklung der publizistischen Qualitäten unserer
Medien.
Die heutige Aufstellung von Tamedia ist das Ergebnis unserer langen Unternehmensgeschichte und einer
dynamischen Entwicklung in den letzten Jahren. Ausgehend vom Tages-Anzeiger, der Zeitungsdruckerei am
Bubenberg in Zürich, dem Magazin, der Schweizer Familie und der Annabelle konnte Tamedia ein attraktives
Portefeuille an Medienaktivitäten ausbauen.
Dieser Ausbau führt einerseits zu einer Stärkung unserer Position als Zeitungsverlag. Wir wollen die unausweichliche Konsolidierung der Zeitungslandschaft mitgestalten. Damit versuchen wir, unter dem Dach
von Tamedia die strukturellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen. Auf diesem Wege
dazugestossen sind seit 2007 die Berner Zeitung, Der Bund, die Beteiligungen am Berner Oberländer und am
Thuner Tagblatt, das Druckzentrum am Zentweg in Bern, 24 heures, die Tribune de Genève, Le Matin und Le Matin
Dimanche, die Beteiligungen an Le Temps, GHI und Lausanne Cités, das Druckzentrum in Bussigny bei Lausanne,
die Zürichsee-Zeitung, der Zürcher Unterländer, die Beteiligung am Zürcher Oberländer und das Langenthaler Tagblatt.
2
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Andererseits verfolgen wir das Ziel, unser Tätigkeitsfeld mit neuen Medienangeboten zu erweitern. Dazu
gehören der nationale Ausbau von 20 Minuten als Pendlerzeitung und im Netz, die Lancierung des Nachrichtennetzwerks Newsnet, das seit Beginn dieses Jahres den Bogen von Genf bis Zürich schlägt, die Übernahme
und Weiterentwicklung des Verzeichnisdienstes search.ch, der schrittweise Kauf der Terminplanungsplattform
Doodle sowie die Integration der Rubrikenplattformen von Homegate, Jobup und car4you.
Nach dem Wachstum der vergangenen Jahre stand 2011 im Zeichen der Konsolidierung und der Konzentration auf Tages- und Sonntagszeitungen, auf Publikumszeitschriften und auf digitale Medien. Wir investieren erhebliche Mittel in Nachrichtenportale, in digitale Marktplätze und Plattformen für Dienstleistungen.
Damit versuchen wir, im Rahmen des Strukturwandels traditionelle Angebote zu substituieren, und wir
erschliessen uns neue Geschäftsfelder.
Wie vor einem Jahr angekündigt, haben wir uns von unseren Radio- und Fernsehsendern getrennt. Ebenfalls in andere Hände übergeben haben wir die Traditionstitel Schweizer Bauer, Terre & Nature und Automobil
Revue. Das Portefeuille von Tamedia bleibt breit gefächert. Mit unseren starken Positionen geht die Verantwortung einher, die bestehenden Angebote zu pf legen und zu verbessern. Das vielfältige Medienangebot in der
Schweiz zeichnet sich auch im internationalen Vergleich durch eine lange Tradition inhaltlicher Qualitäten
aus. Gleichzeitig ist die Entwicklung des Medienangebots weltweit phänomenal, und der Wettbewerb um die
Zeit der Menschen setzt alle Medienschaffenden unter Druck. Diesen Herausforderungen versuchen wir durch
Optimierungen der Wertschöpfung und Investitionen in klare Mehrwerte zu begegnen.
In den industriellen Bereichen sowie bei den zentralen Diensten sollen alle Aktivitäten von Grössenvorteilen profitieren. In den Redaktionen und bei den kommerziellen Angeboten streben wir eine Kultur der
Vielfalt an. Wir sind überzeugt, dass sich diese Vielfalt auch wirtschaftlich lohnt, weil sie es ermöglicht, unsere
Märkte besser zu versorgen. Unsere Motivation ist eine doppelte aus Verantwortungsbewusstsein und Wirtschaftlichkeit, die nach unserer Überzeugung in einem fruchtbaren Verhältnis zueinander stehen.
Diese Kultur der Vielfalt, eine liberale Grundhaltung und dezentrale Verantwortlichkeiten bilden auch den
Rahmen für die Publizistik. Nebst Unabhängigkeit, menschlichem Anstand und Professionalität bilden
Kontinuität, Eigenständigkeit, inhaltliche Substanz und Originalität wichtige Zielsetzungen für alle unsere
Redaktionen.
Die Sicherung der ideellen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit ist eine zentrale Aufgabe, und journalistische Grundregeln lassen sich unternehmensweit festlegen. Ein Beispiel dafür ist unser Reglement zur
Wahrung der publizistischen Unabhängigkeit, Lauterkeit und Transparenz, welches im vergangenen
Geschäftsjahr aktualisiert worden ist. Originalität, Eigenständigkeit, inhaltliche Substanz und Kontinuität
hingegen lassen sich nicht über einen Leisten schlagen. Diese Ziele verfolgen wir dezentral mit dafür qualifizierten Redaktionen und starken Führungspersönlichkeiten.
Dabei betreten wir in der Schweiz Neuland, was die publizistische Führung einer so vielfältigen Mediengruppe anbelangt. Hier Erfahrungen und ein Savoir-faire zu entwickeln, stellt eine wichtige Aufgabe der
nächsten Jahre dar. Wir wollen uns Zeit nehmen für diesen Prozess und auf den bestehenden guten Grundlagen auf bauen: den Qualitäten unserer Redaktionen, den unterschiedlichen erprobten Organisationsformen
in der Suisse romande mit einer publizistischen Direktion und in der deutschen Schweiz ohne eine solche
Struktur sowie mit der Einbindung der historischen Verleger der neu zu unserem Hause gehörenden Medien,
namentlich in den Personen von Thedi Gut als Präsident der Zürcher Regionalzeitungen AG sowie von Charles
von Graffenried und Pierre Lamunière im Verwaltungsrat der Gruppe.
Im Bewusstsein des Erreichten und der bevorstehenden Aufgaben blicke ich für Tamedia zuversichtlich in
die Zukunft. Wir wissen, dass die Erhaltung der Prosperität anspruchsvoll bleiben und immer wieder einschneidende Massnahmen erfordern wird. Während es für die wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz
gute Gründe für optimistische Annahmen gibt, stellen wir fest, dass sich der Strukturwandel in den Medien
eher beschleunigt. Es ist weiterhin mit Veränderungen der Angebote, der Geschäftsmodelle und in der Folge
der Medienlandschaft zu rechnen. Wie genau die Entwicklungen verlaufen werden, lässt sich nicht vorhersehen. Fest steht, dass Tamedia sich in einer guten Ausgangslage befindet.
Dr. Pietro Supino
Präsident des Verwaltungsrates
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
3
Verwaltungsrat
Pietro Supino
Tibère Adler
Martin Bachem
Pierre Lamunière
Pietro Supino, Präsident des Verwaltungsrats, Vorsitzender des Publizistischen Ausschusses, des Ernennungs- und
Entlöhnungsausschusses und des Geschäftsentwicklungsausschusses Dr. Pietro Supino (CH/I/1965) übernahm im Mai
2007 die Funktion als Verleger und Präsident. Er gehört seit 1991 dem Verwaltungsrat von Tamedia an. Pietro Supino
sammelte von 1989 bis 1998 Berufserfahrungen als Unternehmensberater bei McKinsey & Company und als Rechtsanwalt in der Anwaltskanzlei Bär & Karrer, bevor er mit Partnern die Family Office Bank Private Client Partners in Zürich
gründete. Heute ist er u. a. Vizepräsident der Verwaltungsräte der Espace Media Groupe AG und der Presse Publications SR S.A., Mitglied der Verwaltungsräte der Le Temps SA und der Schweizerischen Depeschenagentur AG sowie Vizepräsident des Präsidiums des Verbands Schweizer Medien. Pietro Supino schloss sein Studium der Rechtswissenschaft
und Ökonomie an der Universität St. Gallen mit dem Doktorat ab. Ausserdem erwarb er einen Master an der London
School of Economics and Political Sciences.
Tibère Adler, Mitglied des Ernennungs- und Entlöhnungsausschusses Tibère Adler (CH/1963) ist seit Mai 2011 Mitglied
des Verwaltungsrates. Tibère Adler studierte an der Universität Genf Rechtswissenschaften und erwarb anschliessend
das Anwaltspatent. An der renommierten Lausanner Managementschule IMD absolvierte er das Program for Executive
Development. Nach seiner selbstständigen Tätigkeit als Anwalt und Rechtskonsulent des Verlegerverbands Presse
Romande stiess Tibère Adler 1993 zu Edipresse, wo er unterschiedliche Funktionen ausübte: Juristischer Berater, Leiter Personalmanagement, Administrativer Direktor, Generalsekretär, Direktor Edipresse Online, Vizegeneraldirektor
und Generaldirektor von Edipresse Schweiz. Von 2005 bis Mitte 2011 zeichnete er als Generaldirektor (CEO) für die
ganze Edipresse-Gruppe verantwortlich. Tibère Adler ist selbständiger Verwaltungsrat in verschiedenen Schweizer
Gesellschaften. Er ist Ehrenpräsident von Médias Suisses – Association des médias privés romands – in Lausanne.
Martin Bachem, Präsident des Revisionsausschusses Dr. Martin Bachem (CH/1958) wurde im Mai 2010 Mitglied des
Verwaltungsrats. Sein Volkswirtschaftsstudium an der Universität Zürich schloss Martin Bachem mit dem Doktorat ab
und absolvierte finanzspezifische Ausbildungsprogramme in New York und Chigaco. Er begann seine berufliche Laufbahn 1985 als Kapitalmarktspezialist bei J. P. Morgan. Von 1990 bis 1994 leitete er beim Schweizerischen Bankverein
die Abteilung Risk Management Advisory Services, bevor er 1995 zum Chief Operating Officer des Bereichs Investment
Banking Schweiz ernannt wurde. In dieser Funktion koordinierte er in der Schweiz die Zusammenführung der Investmentbanken des Schweizerischen Bankvereins und der Schweizerischen Bankgesellschaft. 2003 übernahm er die
globale Verantwortung als Chief Operating Officer von Group Human Resources bei der UBS AG. Martin Bachem ist seit
2007 freiberuflich tätig. Er ist als Vertreter der Gründerfamilie ausserdem seit 1985 Mitglied und seit 1995 Präsident
des Verwaltungsrats der Ziegler Druck- und Verlags-AG.
Pierre Lamunière, Mitglied des Geschäftsentwicklungsausschusses Pierre Lamunière (CH/1950) ist seit Mai 2009 Mitglied des Verwaltungsrats. Nach seinem Studium in den USA (MBA Wharton School, University of Pennsylvania) stiess
Pierre Lamunière 1977 zur Edipresse-Gruppe. Ab 1987 leitete er das Unternehmen als Generaldirektor, 1998 wurde er
zum Präsidenten und Verwaltungsratsdelegierten ernannt. Von 1997 bis 2002 war Pierre Lamunière Mitglied des Verwaltungsrats der Post. Er ist Präsident von Lamunière SA und deren Tochtergesellschaften. Pierre Lamunière ist Mitglied
des Vorstands des Weltverbandes der Zeitschriftenverleger (FIPP), dessen Präsident er von 2007 bis 2009 war. Seit März
2008 ist er Verwaltungsratsmitglied der Waadtländer Kantonalbank (BVC).
4
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Konstantin Richter
Iwan Rickenbacher
Andreas Schulthess
Charles von Graffenried
Konstantin Richter, Mitglied des Revisionsausschusses und des Publizistischen Ausschusses Konstantin Richter
(D/1971) ist seit 2004 Mitglied des Verwaltungsrats. Er begann seine berufliche Lauf bahn 1997 als Redaktionsassistent
der Medienfachzeitschrift Columbia Journalism Review in New York. Er hat 1998 als Redaktor des Cambodia Daily in Phnom
Penh gearbeitet und wurde 1999 Reporter des Wall Street Journal in Brüssel. Im Jahr 2001 gab er diese Stelle auf, um einen
Roman zu schreiben, der im September 2007 unter dem Titel «Bettermann» bei Kein & Aber in Zürich erschienen ist.
Von 2004 bis 2005 war er als Co-Geschäftsführer des Rogner & Bernhard Verlags tätig. Er lebt als Autor und Journalist
in Berlin und schreibt regelmässig für den Hamburger Wochentitel Die Zeit. Sein zweites Buch «Kafka war jung und er
brauchte das Geld – Eine rasante Kulturgeschichte für Vielbeschäftigte» erschien im April 2011. Konstantin Richter
hat seinen Bachelor in englischer Literatur und Philosophie an der Universität von Edinburg gemacht. Ausserdem hat
er das Masters-Programm der Columbia University Graduate School of Journalism in New York absolviert.
Iwan Rickenbacher, Mitglied des Publizistischen Ausschusses und des Geschäftsentwicklungsausschusses Prof. Dr.
Iwan Rickenbacher (CH/1943) ist seit 1996 Mitglied des Verwaltungsrats. Iwan Rickenbacher begann seine berufliche
Lauf bahn 1975 als Direktor des Lehrerseminars des Kantons Schwyz. Von 1988 bis 1992 war er Generalsekretär der
Christlichdemokratischen Volkspartei der Schweiz (CVP) in Bern. Seit 1992 arbeitet er als selbständiger Kommunikationsberater. Im Jahr 2000 wurde er Honorarprofessor an der Universität Bern. Iwan Rickenbacher ist Mitglied des Verwaltungsrats der Eskamed AG in Basel und Präsident des Stiftungsrats der Schweizer Journalistenschule (MAZ) in
Luzern. Nach dem Erwerb des Lehrerdiploms absolvierte Iwan Rickenbacher das Studium der Erziehungswissenschaften, das er mit dem Doktorat abschloss.
Andreas Schulthess, Mitglied des Revisionsausschusses und des Ernennungs- und Entlöhnungsausschusses Andreas
Schulthess (CH/1970) ist seit Mai 2007 Mitglied des Verwaltungsrats. Seine berufliche Lauf bahn begann er 1993 in der
Personalabteilung von Tamedia als Werkstudent im Teilzeitpensum. Nach Studienabschluss arbeitete er ab 2000 als ITBusiness Consultant mit Spezialgebiet neue Technologien und E-Business bei Applied International Informatics und
Cap Gemini Schweiz AG. Während dieser Zeit war er international tätig und baute unter anderem während eines Jahres ein neues Consulting-Team in Wien auf. Nach einer Weiterbildung zum Coach und entsprechender Tätigkeit im
Bereich Führungs- und Persönlichkeitsentwicklung führte ihn sein Weg ins operative Human Resources zurück. Von
2005 bis 2011 war er im Human Resources bei Swiss Life Schweiz AG tätig und leitete das Human Resources Management Schweiz. Andreas Schulthess hat 1999 sein Studium als lic. oec. publ. an der Universität Zürich abgeschlossen.
Ausserdem absolvierte er ein Nachdiplomstudium FH zum Executive Master of Human Resources Management am
Institut für Angewandte Psychologie in Zürich.
Charles von Graffenried, Mitglied des Geschäftsentwicklungsausschusses Charles von Graffenried (CH/1925) wurde
im Juni 2007 Mitglied des Verwaltungsrats. Er hat in Bern seine Studien als Rechtsanwalt und Notar abgeschlossen. Im
väterlichen Notariatsbüro wurde er Unternehmer und baute Vermögensdienstleistungen, Portfolio-Management, Liegenschafts- und Treuhandtätigkeiten zur heutigen Berner Von-Graffenried-Gruppe (GR) aus. Die ihm gehörende Familienunternehmung besteht aus vier Tochtergesellschaften: der Privatbank Von Graffenried, der GR-Liegenschaft, dem
GR-Treuhandbüro und der Von Graffenried Recht. Charles von Graffenried betreut als Vermögensberater weiterhin
vornehmlich Privatpersonen und Familiengesellschaften. Er ist Präsident des Verwaltungsrats des Berner Medienunternehmens Espace Media Groupe AG, das er aus kleinen Anfängen aufgebaut hat, sowie Verleger der BZ Berner Zeitung
und der Zeitung Der Bund. Die Espace Media Groupe AG ist heute mit der Tamedia AG zusammengeschlossen.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
5
Überblick
Kommentar des Unternehmensleiters
Gemeinsam einen entscheidenden Schritt weiter
Martin Kall, Vorsitzender der Unternehmensleitung
Tamedia hat das Jahr 2011 mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen. Die operative Marge blieb trotz eines
Umsatzsprungs stabil. Zu diesem Ergebnis haben sowohl die bisherigen Medien von Tamedia als auch die Zeitungen,
Zeitschriften und digitalen Medien von Edipresse Suisse beigetragen, die erstmals in diesem Abschluss enthalten sind.
Was auf den ersten Blick nicht überraschend wirkt, ist auf den zweiten Blick ein eindrückliches Zeichen der Stärke
unserer Medien in der Romandie. Die hohe Ertragskraft einer Zeitung wie Le Matin Dimanche oder 24 heures, die Entwicklung der digitalen Beteiligungen von Edipresse Suisse an homegate.ch und Jobup oder der Pendlerzeitung 20 minutes
tragen entscheidend zur Stärkung unserer Mediengruppe bei und zeigen die strategische Bedeutung des Zusammenschlusses von Tamedia und Edipresse Suisse.
Edipresse Suisse schlägt sich jedoch nicht nur in unseren Ergebnissen nieder, der Zusammenschluss prägte
Tamedia auch im Verlauf des Jahres. Zahlreiche Projekte wie die Vereinheitlichung aller Arbeitsverträge, der Auf bau
gemeinsamer Dienstleistungsbereiche oder eine neue Unternehmensorganisation liessen die beiden Unternehmen
Schritt für Schritt zusammenwachsen. Das vielleicht eindrücklichste Zeichen dieser Entwicklung war die Entscheidung
von Tamedia, reichweitenstarke Zeitungen, Zeitschriften und digitale Medien in den Mittelpunkt zu stellen. Als Folge
dieses Entscheids trennten wir uns in den vergangenen zwölf Monaten von sämtlichen Radio- und Fernsehsendern
sowie von einer Reihe von Fachmedien, Anzeigern und Beteiligungen. In der Summe führte die neue Unternehmensstrategie zum Verkauf von nicht weniger als 21 Medien und Beteiligungen. Durch die Verkäufe konnte ein Verkaufspreis von mehr als 100 Mio. CHF sowie ein Buchgewinn von mehr als 25 Mio. CHF erwirtschaftet werden, der sich
sowohl im Abschluss 2011 niederschlägt als auch das Ergebnis 2012 positiv beeinflussen wird. Besonders erfreulich
ist, dass wir für alle Medien engagierte neue Eigentümer finden konnten und sämtliche 293 betroffenen Mitarbeitenden übernommen wurden.
Der Zusammenschluss mit Edipresse Suisse wird weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit verlangen. Zunächst steht
nun jedoch ein wichtiger symbolischer Schritt an. Aus Edipresse Suisse wird mit dem heutigen Tag Tamedia
Publications romandes. Die Entscheidung, die durch die auslaufenden Namensrechte an Edipresse Suisse notwendig
wurde, verdeutlicht die zentrale Stellung der Medien von Edipresse Suisse innerhalb unserer Mediengruppe. Gleichzeitig steht der neue Name für die publizistische und organisatorische Eigenständigkeit sowie die regionale Verankerung in der Romandie, die wir auch in Zukunft pflegen wollen.
6
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Segmentinformationen
in CHF 000
2011
2010
Print Regional
Print National
Digital
Elimination Intersegment
Betriebsertrag
618 199
449 241
132 193
(94 519)
1 105 115
395 306
308 104
81 222
(39 659)
744 974
Print Regional
Print National
Digital
Elimination Intersegment
Betriebsaufwand
(519 863)
(334 738)
(119 440)
94 519
(879 523)
(342 767)
(227 000)
(69 120)
39 659
(599 229)
Print Regional
Print National
Digital
Betriebsergebnis vor
Abschreibungen (EBITDA)
98 336
114 502
12 753
52 539
81 103
12 103
225 592
145 745
15.9%
25.5%
9.6%
20.4%
13.3%
26.3%
14.9%
19.6%
Print Regional
Print National
Digital
EBITDA-Marge
Ein Blick auf die einzelnen Geschäftsfelder zeigt, dass
sich die Gewichte in den letzten Jahren verschoben
haben. Die Werbeeinnahmen unserer regionalen Tagesund Wochenzeitungen, die im Geschäftsfeld Print
Regional zusammengefasst sind, waren fast ausnahmslos rückläufig. Obwohl die Leserinnen und Leser bereit
sind, einen Teil dieses Rückgangs mit steigenden
Abonnementpreisen zu kompensieren, ging der Umsatz
der regionalen Tages- und Wochenzeitungen – ohne
Berücksichtigung der neu hinzugekommenen Medien
– zurück. Tiefer als im Vorjahr fielen, als Folge sinkender Druckkosten, auch die Umsätze unserer Druckzentren aus. Die erfreuliche Ergebnisverbesserung des
Geschäftsfeldes Print Regional ist denn auch vollständig
auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Die strukturelle Verlagerung schreitet weiter voran. Die führenden
zehn bezahlten Tageszeitungen der Schweiz haben im
vergangenen Jahr rund 2 Prozent ihrer verkauften Auflage verloren. Es muss Tamedia vor diesem Hintergrund
weiterhin gelingen, sinkende Erlöse auf der einen durch
neue Erlösquellen und Kostenanpassungen auf der anderen Seite zu kompensieren.
Die sich verändernden Nutzungsgewohnheiten und
Werbeströme treffen auch einzelne Medien des
Geschäftsfeldes Print National. Ich bin aber überzeugt,
dass es uns gelingen wird, die wirtschaftliche Gesundheit
dieser Medien dank Kostendisziplin und den GrössenAuszug aus dem Geschäftsbericht 2011
vorteilen einer nationalen Mediengruppe zu sichern.
Medien wie die Pendlerzeitungen 20 minuti und
20 minutes zeigen gleichzeitig, dass Zeitungen weiterhin
zum Wachstum beitragen können. Mit 20 Minuten ist
erstmals ein Medienverbund mit Angeboten in allen drei
grossen Sprachregionen der Schweiz entstanden. Neben
den Pendlerzeitungen haben im vergangenen Jahr
erneut auch die Zeitschriften ausserordentliche Ergebnisse erwirtschaftet.
Besonders eindrücklich ist auf den ersten Blick die Entwicklung des Geschäftsfeldes Digital. Fast 500 Mitarbeitende, 200 mehr als in den zwölf Monaten zuvor, haben
im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 130 Mio.
CHF erwirtschaftet. Der Umsatzanteil des Geschäftsfeldes Digital liegt damit bereits bei 12 Prozent. Umsatz
ist jedoch nicht die entscheidende Grösse. Beim Ergebnis
kann das Geschäftsfeld Digital noch nicht überzeugen.
Der Hauptgrund dafür liegt in den Investitionen in die
redaktionellen Angebote von 20 Minuten Online, das
Newsnet in der Deutschschweiz sowie in der Romandie
und die iPad-Ausgabe des Tages-Anzeigers, den Marktplatz
car4you.ch, die Dealplattform scoup.ch und die Verzeichnisplattform search.ch. Das Ergebnis 2011 des Geschäftsfeldes Digital wird durch diese Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe belastet. Wir investieren, weil
wir Chancen für Wachstum sehen. Um diese Chancen zu
nutzen, müssen wir auch Risiken eingehen. Diese Risiken sind erheblich: Langfristig dürfte branchenweit
deutlich weniger als die Hälfte aller neuen digitalen
Projekte erfolgreich sein. Das darf Tamedia nicht daran
hindern, mit voller Kraft und den notwendigen finanziellen Mitteln in neue Projekte zu investieren. Denn
unternehmerisches Engagement, die Bereitschaft zu
investieren und der Glaube an neue Chancen werden in
Zukunft entscheidend sein.
Ich danke Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und
Aktionäre, an dieser Stelle herzlich für Ihre Bereitschaft
zu diesem Engagement und Ihr Vertrauen in Tamedia.
Martin Kall
Vorsitzender der Unternehmensleitung
7
Unternehmensleitung
Martin Kall
Christoph Tonini
Rolf Bollmann
Ueli Eckstein
Martin Kall, Vorsitzender der Unternehmensleitung Martin Kall (D/1961) ist seit April 2002 Vorsitzender der
Unternehmensleitung von Tamedia. Vor seinem Eintritt bei Tamedia leitete er bei der Ringier AG als Mitglied
der Konzernleitung sowohl den Verlag Europa als auch die Zeitschriften Schweiz. Zwischen 1989 und 1996
arbeitete er bei der Bertelsmann AG, zuletzt als Geschäftsführer der Bertelsmann Fachinformation GmbH in
München. 1989 erwarb er an der Harvard Business School den MBA. Seine Studien der Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Freiburg im Breisgau und an der London School of Economics and
Political Sciences schloss er 1987 als Diplom-Volkswirt ab.
Christoph Tonini, stellvertretender Vorsitzender der Unternehmensleitung, Leiter Bereich Digital & 20 Minuten Christoph Tonini (CH/I/1969) ist seit 2007 stellvertretender Vorsitzender der Unternehmensleitung und wird Anfang
2013 den Vorsitz übernehmen. Christoph Tonini kam im April 2003 als Leiter Finanzen und Mitglied der
Unternehmensleitung zu Tamedia. In den letzten Jahren leitete er unter anderem die Unternehmensbereiche Services, Zeitungen Schweiz und Medien Schweiz. Derzeit ist Christoph Tonini für den Unternehmensbereich Digital & 20 Minuten verantwortlich. Von 1998 bis 2003 war Christoph Tonini in diversen Funktionen für Ringier tätig. Zuletzt zeichnete er als Leiter Ringier Ungarn und Ringier Rumänien verantwortlich.
Christoph Tonini absolvierte von 2001 bis 2003 ein MBA-Studium an der Universität in St. Gallen. Von 1990
bis 1993 studierte der gelernte Offsetdrucker an der Schweizer Ingenieurschule für Druck und Verpackung
(esig) in Lausanne.
Rolf Bollmann, Leiter Bereich Medien Zürich Rolf Bollmann (CH/1948) ist seit Dezember 2005 Mitglied der Unternehmensleitung und seit 1. Januar 2008 zuständig für den Bereich Medien Zürich. Zuvor verantwortete er den
damaligen Bereich Zeitungen Zürich sowie die Verlagsleitung des Tages-Anzeigers. Im Dezember 1999 lancierte
Rolf Bollmann in Zürich die Pendlerzeitung 20 Minuten, als deren Geschäftsführer er anschliessend amtete. Er
war davor unter anderem als Marketingleiter von Adidas Schweiz und Helsana tätig. Später übernahm er die
Verlagsleitung des Badener Tagblatts und betreute dessen Zusammenschluss mit dem Aargauer Tagblatt zur Aargauer Zeitung, deren Verlag er nach der Fusion leitete. Bei der Scout Holding war er für die Einführung des Internet-Marktplatzes für Rubrikanzeigen in der Schweiz verantwortlich. Rolf Bollmann schloss unter anderem
Studiengänge am Forschungsinstitut für Absatz und Handel sowie am Institut für Rechnungslegung und Controlling der Hochschule St. Gallen ab.
Ueli Eckstein, Leiter Bereich Espace Media Ueli Eckstein (CH/1952) ist seit September 2009 Mitglied der Unternehmensleitung und zuständig für den Bereich Espace Media. Zuvor war er als stellvertretender CEO und Leiter des Bereichs Printmedien der AZ Medien tätig. Der gelernte Schriftsetzer arbeitete bereits von 1976 bis 1997
bei Tamedia. Nach seinem Einstieg im Rechnungswesen der damaligen Tages-Anzeiger AG war er unter anderem Mitarbeiter im Stab der Geschäftsleitung, Leiter des Rechnungswesens sowie Direktor Controlling und
stellvertretender Verlagsleiter des Tages-Anzeigers. Vor seinem Wechsel zu den AZ Medien leitete Ueli Eckstein
von 1995 bis 1997 den Verlag der SonntagsZeitung. Unter anderem absolvierte er die Technikerschule der Grafischen Industrie Zürich (TGZ) und die Controller-Akademie Gauting in Deutschland.
8
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Sandro Macciacchini
Serge Reymond
Andreas Schaffner
Sandro Macciacchini, Leiter Bereich Finanzen Sandro Macciacchini (CH/1966) ist seit 1. Januar 2008 Mitglied der
Unternehmensleitung und zuständig für den Bereich Finanzen. 2003 übernahm er die Leitung des Rechtsdienstes von Tamedia. Sandro Macciacchini beendete 1995 sein Studium der Rechtswissenschaft mit der
Patentierung zum Fürsprecher, war danach in einer Berner Anwaltskanzlei tätig und anschliessend bis 1999
Rechtskonsulent des Verbandes Schweizer Presse. Im April 2003 schloss er seine Doktorarbeit zu einem
medienrechtlichen Thema ab. 2006 beendete er eine CAS-Weiterbildung zum Finanz- und Rechnungswesen.
2009 erwarb er den Master of Advanced Studies Corporate Finance.
Serge Reymond, Leiter Bereiche Publications romandes und Medien Deutschschweiz Serge Reymond (CH/1963) ist
seit 1. Mai 2011 Mitglied der Unternehmensleitung von Tamedia und zuständig für den Bereich Edipresse
Suisse. Auf Anfang 2012 übernahm er zusätzlich den auf diesen Zeitpunkt neu geschaffenen Bereich Medien
Deutschschweiz. Serge Reymond studierte an der Universität Lausanne Mathematik und Ökonomie und
schloss seine Studien mit dem Lizenziat und dem MBA ab. Er arbeitete unter anderem für Galenica und die
Swatch-Gruppe, bevor er 1997 die Geschäftsleitung der Westschweizer Kiosk- und Vertriebsgesellschaft
Naville-Détail übernahm. 2007 wurde Serge Reymond zum Delegierten des Verwaltungsrates der gesamten
Naville-Gruppe ernannt. Zur Groupe Edipresse stiess Serge Reymond 2009 als stellvertretender Vorsitzender
der Unternehmensleitung, per 1. Juni 2009 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsleitung von Edipresse Suisse
(Tamedia Publications romandes).
Andreas Schaffner, Leiter Bereich Verlagsservices Andreas Schaffner (CH/F/1963) ist seit 1. November 2009 Mitglied der Unternehmensleitung und zuständig für den Bereich Verlagsservices. In dieser Funktion verantwortet er die drei Druckzentren in Bern, Lausanne und Zürich, die Bereiche Vorstufenleistungen und Verlagslogistik sowie die Lesermarkt-Services. Nach einer Lehre als Buchbinder sammelte Andreas Schaffner Berufsund Führungserfahrung in der grafischen Industrie, bevor er Ingenieurswissenschaften an der Ecole Suisse
d’Ingénieur des Industries Graphiques in Lausanne studierte. 1995 stiess er als Projektleiter zu Ringier. Bei der
Ringier AG leitete Andreas Schaffner verschiedene Service- und Druckbereiche und wurde 2005 Geschäftsleiter von Ringier Print Adligenswil. 2007 bis 2009 war Andreas Schaffner, der ein berufsbegleitendes ExecutiveMBA-Studium absolvierte, Mitglied der Geschäftsleitung von Ringier Schweiz.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
9
Organigramm (Stand 1. 1. 2012)
Generalversammlung der Tamedia AG
Verwaltungsrat
Präsident
Pietro Supino 2, 3, 4, 5
Mitglieder
Tibère Adler 1, 3, 5
Martin Bachem1
Pierre Lamunière4, 5
Konstantin Richter1, 2
Iwan Rickenbacher2, 4
Andreas Schulthess 1, 3
Charles von Graffenried 4
1
2
3
4
5
Mitglieder Revisionsausschuss
Mitglieder Publizistischer Ausschuss
Mitglieder Ernennungs- und Entlöhnungsausschuss
Mitglieder Geschäftsentwicklungsausschuss
Mitglieder Verwaltungsrat Presse Publications SR S.A.
Personal-Management
Jacqueline Wüthrich
Medien Zürich
Rolf Bollmann
Unternehmensleitung
Edipresse Suisse*
Serge Reymond
Generalsekretariat
Reto Spiri
Medien Deutschschweiz
Serge Reymond
Digital & 20 Minuten
Christoph Tonini
Verlagsservices
Andreas Schaffner
Controlling
Finanz- und
Rechnungswesen
Immobilien-Management
Informatik
Rechtsdienst
Unternehmensfinanzen
Unternehmensplanung
und -reporting
Finanzen
Sandro Macciacchini
Unternehmenskommunikation
Christoph Zimmer
Annabelle
Finanz und Wirtschaft
Das Magazin
Schweizer Familie
SonntagsZeitung
Applikationssupport
Distribution
Druckzentrum Bern
Druckzentrum Lausanne
Druckzentrum Zürich
Lesermarkt-Services
Prepress
Verlagslogistik
Beteiligungen:
Schweizer Bauer
TVtäglich
Beteiligungen:
doodle.ch
fashionfriends.ch
homegate.ch
jobsuchmaschine.ch
L’essentiel
olmero.ch / renovero.ch
proseller.ch
tilllate.ch
scoup.ch
search.ch
zattoo.ch
20 Minuten /
20 minutes / 20 minuti
20 Minuten Online /
20 minutes Online
20 Minuten Friday
alpha.ch
car4you.ch
jobup.ch
jobwinner.ch
piazza.ch
swissfriends.ch
Unternehmensentwicklung & Projekte
Roland Wittmann
Espace Media
Ueli Eckstein
Vorsitzender der Unternehmensleitung
Martin Kall 2, 3, 4, 5
Stv. Christoph Tonini
Bantiger Post
Bernerbär
Berner Zeitung
Bümpliz Woche
Capital FM
Der Bund
Newsnet Bern
Schaer Thun
TeleBärn
24 heures
La Tribune de Genève
GuideTVLoisirs
Le Matin
Télétop Matin
Femina
Encore
Newsnet Suisse romande
Terre & Nature
Journal de Morges
La Broye
Le Régional
Beteiligungen:
Berner Oberländer
Thuner Tagblatt
weitere Beteiligungen
Beteiligungen:
Ziegler Druck- und
Verlags-AG
(Der Landbote)
Zürcher Oberländer
Furttaler
Glattaler
Newsnet
Radio 24
Rümlanger
Sihltaler
Stellen-Anzeiger / Alpha
Tagblatt der Stadt Zürich
Tages-Anzeiger
TeleZüri
Thalwiler Anzeiger
Volketswiler
Zürcher Unterländer /
Neues Bülacher Tagblatt
Zürichsee-Zeitung
Züritipp
Beteiligungen:
Le Temps
Lausanne Cités
GHI
weitere Beteiligungen
(*ab 4. April 2012
Publications romandes)
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
10
Jahresbericht 2011
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Inhaltsverzeichnis
Operative Berichterstattung und Marktumfeld
Marktbeurteilung
Geschäftsfelder im Überblick
Print Regional
Print National
Digital
Geschäftsfelder im Überblick (grafische Darstellung)
13
13
15
15
20
23
27
Finanzielle Berichterstattung
Rechnungslegung
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Umsatz (Betriebsertrag)
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Bilanz und Eigenkapital
28
28
28
29
30
32
Mehrjahresvergleich
35
Information für Investoren
36
Tamedia-Gruppe
Konsolidierte Erfolgsrechnung
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung
Konsolidierte Bilanz
Konsolidierte Mittelflussrechnung
Veränderung des Eigenkapitals
Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung
Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung, Bilanz, Mittelflussrechnung
und zur Veränderung des Eigenkapitals
Weitere Angaben zur konsolidierten Jahresrechnung
Bericht der Revisionsstelle
38
38
39
40
41
42
43
43
53
87
103
Tamedia AG
Erfolgsrechnung
Bilanz
Anhang zur Jahresrechnung
Grundlagen
Anmerkungen
Antrag des Verwaltungsrates
Bericht der Revisionsstelle
105
105
106
108
108
109
112
113
Corporate Governance
Konzernstruktur und Aktionariat
Kapitalstruktur
Verwaltungsrat
Unternehmensleitung
Entschädigungsbericht: Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen
Mitwirkungsrechte der Aktionäre
Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen
Revisionsstelle
Informationspolitik
115
115
118
119
123
123
124
125
126
127
12
Operative Berichterstattung und Marktumfeld
Marktbeurteilung
Abkühlung der Schweizer Wirtschaft führt zu stagnierenden Einnahmen im Werbemarkt
Nach der überraschend kräftigen Erholung der Schweizer Wirtschaft im Jahre 2010 kühlte
sich das konjunkturelle Klima in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 merklich ab. Trotzdem wuchs das Bruttoinlandprodukt auf Jahresbasis gemäss dem Staatssekretariat für
Wirtschaft um 1.9 Prozent. Haupttreiber des Wachstums waren die Konsumausgaben der
privaten Haushalte sowie der Aussenhandel mit Waren und Bruttoanlageinvestitionen.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbesserte sich im Jahresverlauf schrittweise. Im Juli 2011
erreichte die Arbeitslosenquote in der Schweiz mit 2.8 Prozent den tiefsten Wert, stieg im
zweiten Semester allerdings erneut leicht an. Im Jahresmittel lag die Arbeitslosenquote
bei 3.1 Prozent, was gegenüber dem Vorjahr einem markanten Rückgang um 0.8 Prozentpunkte entspricht.
Der Werbemarkt wuchs im vergangenen Jahr nur bescheiden. Gemäss Media Focus von
GfK Schweiz und Nielsen wuchs der Brutto-Werbedruck, der allerdings lediglich den
publizierten Preisen entspricht und Rabatte nicht berücksichtigt, insgesamt um 4 Prozent. Besonders deutlich stieg der Werbedruck in den Branchen Telekommunikation
(+32 Prozent), IT und Büro (+22 Prozent) sowie bei den Haushaltsartikeln und -geräten
(+17 Prozent). Nur wenige Branchen, wie beispielsweise Energie (–9 Prozent) und Finanzen (–8 Prozent), weisen einen rückläufigen Werbedruck aus. Die beiden Grossverteiler
Coop und Migros blieben auch 2011 die mit Abstand grössten Werbeauftraggeber der
Schweiz.
Zeitungen und Zeitschriften halten mit 50 Prozent weiterhin den grössten Marktanteil
im Werbemarkt, verloren gegenüber dem Vorjahr (51 Prozent) jedoch erneut leicht Marktanteile. Das Fernsehen belegte mit einem Marktanteil von 32 Prozent wie bereits in den
Vorjahren den zweiten Platz (Vorjahr 31 Prozent), gefolgt von der Aussenwerbung mit
10 Prozent (Vorjahr 10 Prozent). Klassische Onlinewerbung verbuchte 3 Prozent des
Brutto-Werbedrucks für sich. Aufgrund einer neuen Berechnungsmethode ist ein Vorjahresvergleich des Online-Werbedrucks nicht zulässig. Nicht in der ausgewiesenen Onlinewerbung enthalten sind erneut Ausgaben für Suchmaschinenoptimierung oder Rubrikeninserate.
Die Inseratestatistik der Wemf AG für Werbemedienforschung, welche sich auf die von
den Medienhäusern gemeldeten Netto-Werbeumsätze stützt und die Marktentwicklung
deshalb zuverlässiger wiedergibt, weist im Gegensatz zur Brutto-Werbedruckstatistik von
Media Focus mit 0 Prozent kein Wachstum aus. Im Vorjahresvergleich verbesserten sich
zwar die Umsätze der Spezial- (+4 Prozent), der Sonntags- (+3 Prozent), der Fach- (+2 Prozent) und der regionalen Wochenpresse (+2 Prozent). Hingegen verzeichneten die volumenstarken Gattungen Tagespresse (–2 Prozent), Finanz- und Wirtschaftspresse (–3 Prozent) sowie Publikumspresse (–4 Prozent) sinkende Werbeumsätze. Die Stellenanzeigen
in der Schweizer Presse gingen gemäss der Inseratestatistik der Wemf um 7 Prozent
zurück. Das gleichzeitige Wachstum der Anzeigen auf Online-Stellenportalen, die gemäss
dem Adecco Swiss Market Job Index die Vorjahreswerte deutlich übertrafen, verdeutlicht,
dass es sich dabei nicht nur um einen konjunkturellen Rückgang, sondern ebenso um
eine strukturelle Veränderung des Buchungsverhaltens handelt.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
13
Operative Berichterstattung und Marktumfeld
Nettowerbeausgaben Print 2011
2010
in Mio. CHF
2011
1575
1566 1559
1350
1125
900
846 832
675
450
225
204 196
154 159
40
0
Tagespresse
46
41
Regionale
Wochenpresse
Sonntagspresse
222 231
55
45
Finanz- und
Wirtschaftspresse
Publikumspresse
Spezialpresse
56
Fachpresse
Total Print
Quelle: Inseratestatistik WEMF AG für Werbemedienforschung
Die Konjunkturaussichten des Staatssekretariates für Wirtschaft für das laufende Jahr
zeichnen ein durchzogenes Bild. Die konjunkturellen Unsicherheiten im europäischen
Ausland sowie der nach wie vor starke Schweizer Franken belasten die Schweizer
Wirtschaft. Unter der Annahme, dass eine weitere Eskalation der Schuldenkrise im EuroWährungsraum vermieden werden kann, gehen die Experten des Staatssekretariats für
Wirtschaft derzeit von einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 0.8 Prozent aus.
Aussagekräftiger als die aktuelle Prognose erscheint allerdings die enorme Schwankungsbreite der Vorhersagen: Vor einem Jahr hatte das Staatssekretariat für Wirtschaft noch
mit einem Wachstum von 1.9 Prozent gerechnet, im Dezember 2011 mit 0.5 Prozent.
Tamedia verzichtet angesichts dieser starken Schwankungen auf eine Prognose zur Entwicklung der Werbeinvestitionen.
14
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Geschäftsfelder im Überblick
Print Regional
Die Ergebnisse des erstmals in dieser Form ausgewiesenen Geschäftsfeldes Print Regional
werden durch die zurückhaltende Wirtschaftsentwicklung und strukturelle Veränderungen geprägt. Rückläufigen Werbeeinnahmen und Auf lagen sowie stagnierenden Leserschaftszahlen stehen Verbesserungen auf der Kostenseite gegenüber. Neben einzelnen
Redaktionen und Verlagen leisteten auch die zentralen Dienstleistungsbereiche, wie die
Druckzentren, einen erheblichen Beitrag zur erzielten Ergebnisverbesserung des
Geschäftsfeldes.
Die Westschweizer Tageszeitung 24 heures wird erstmals in der Finanzberichterstattung
von Tamedia berücksichtigt. Im Berichtsjahr verbesserte die Tageszeitung ihr Ergebnis
trotz eines leichten Umsatzrückganges. Auch die Leserzahlen der Waadtländer Traditionszeitung, die in diesem Jahr ihr 250-jähriges Jubiläum feiert, entwickelten sich positiv.
Die Gesamtausgabe der BZ Berner Zeitung, die BZ Berner Zeitung, TT Thuner Tagblatt, BO Berner
Oberländer und Der Bund umfasst, weist im Vorjahresvergleich einen leichten Anstieg der
Leserschaft aus. Das 2009 erneuerte Konzept mit zwei statt vier Zeitungsbünden und einer
verstärkten regionalen Ausrichtung stiess auf positive Resonanz bei der Leserschaft und
führte trotz leicht rückläufiger Werbeumsätze zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung.
BO Berner Oberländer und TT Thuner Tagblatt, die in Zusammenarbeit mit der BZ Berner
Zeitung erscheinen, verabschiedeten im Sommer nach fast 20 Jahren ihren bisherigen
Chefredaktor. Die beiden Redaktionen in Interlaken und Thun, die neu von jeweils einem
eigenen Chefredaktor geführt werden, stärkten im vergangenen Jahr die regionale Ausrichtung und strafften die Zusammenarbeit mit der BZ Berner Zeitung. Werbeumsatz sowie
Ergebnis des BO Berner Oberländer und des TT Thuner Tagblatt entwickelten sich im Geschäftsjahr leicht rückläufig.
Die Berner Tageszeitung Der Bund konnte im Geschäftsjahr 2011 das Ergebnis bedeutend
steigern und die Erwartungen übertreffen. Grund für dieses erfreuliche Ergebnis sind die
seit 2009 bestehende Zusammenarbeit mit dem Tages-Anzeiger und Einsparungen in der
Produktion. Der Werbeumsatz entwickelte sich im Berichtsjahr stabil.
Die konjunktursensiblen Stellenbeilagen Alpha und Stellen-Anzeiger konnten sich der
Abkühlung des Schweizer Arbeitsmarktes in den letzten Monaten des Berichtsjahres nicht
entziehen. In der Folge verzeichneten die Stellenbeilagen einen Umsatz- und Ergebnisrückgang.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
15
Geschäftsfelder im Überblick
Der Tages-Anzeiger schloss das Jahr trotz eines Umsatzrückgangs mit einem verbesserten
Ergebnis ab. Zu diesem Resultat trugen insbesondere der Bezug der Lokalberichterstattung von den Partnerzeitungen Zürcher Oberländer, Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung
und die Zusammenarbeit mit diesen auf dem Werbemarkt bei. Das 2009 neu eingeführte
redaktionelle Konzept führte zu einem Leserschaftswachstum. Im Sommer lancierte der
Tages-Anzeiger ein kostenpf lichtiges Angebot für das iPad. Das Ausgehmagazin Züritipp, das
seit 2012 mit einem neuen Konzept erscheint, verzeichnete in einem deutlich negativen
Marktumfeld einen Umsatz- und Ergebnisrückgang.
Die Tageszeitung Tribune de Genève lancierte im Berichtsjahr, zeitgleich mit der Waadtländer Tageszeitung 24 heures, eine iPad-App mit kostenlosen und kostenpf lichtigen Inhalten. Die Leserschaft entwickelte sich im Vorjahresvergleich stabil. Angesichts einer rückläufigen Umsatzentwicklung schloss die Tribune de Genève das Geschäftsjahr jedoch mit
einem Verlust ab.
Die Tageszeitungen Zürcher Unterländer und Neues Bülacher Tagblatt blieben beim Werbeumsatz hinter den Erwartungen zurück, was sich in einem negativen Ergebnis niederschlug. Im Berichtsjahr wurden die einzelnen Aussenredaktionen am neuen Hauptsitz
Dielsdorf zusammengezogen. Seit Anfang 2011 stellt der Zürcher Unterländer dem TagesAnzeiger die Lokalberichterstattung zur Verfügung.
Die Zürichsee-Zeitung, die neben drei Regionalausgaben auch die Lokalzeitungen Sihltaler
und Thalwiler Anzeiger umfasst, steigerte im vergangenen Jahr ihren Werbeumsatz und das
Ergebnis. Im Lesermarkt musste die Zürichsee-Zeitung hingegen einen leichten Rückgang
hinnehmen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die regionalen Verkaufsteams der
Zürichsee-Zeitung an den beiden Standorten Stäfa und Rapperswil zusammengefasst.
Die Gratiszeitung Bantiger Post steigerte im vergangenen Jahr ihre Auf lage. Umsatz und
Ergebnis blieben stabil. Der Bernerbär konnte, nach den Ergebnisverbesserungen im
Vorjahr, sein Ergebnis nochmals deutlich steigern. Die Bümpliz Woche weist bei einem
stabilen Umsatz eine hohe Ergebnissteigerung aus. Das Tagblatt der Stadt Zürich steigerte
im vergangenen Jahr sein Ergebnis dank Einsparungen in der Produktion bei stabilen
Werbeumsätzen. Auch die Titel Furttaler, Glattaler und Rümlanger verbesserten, unter
anderem dank einer höheren Auf lage, sowohl ihren Werbeumsatz als auch das Ergebnis.
Erstmals berücksichtigt wurde die Wochenzeitung La Broye, die im Berichtsjahr die Erwartungen bezüglich Werbeumsatz und Ergebnis übertraf. Die Wochenzeitung Le Régional,
die im Berichtsjahr ihr Vertriebsgebiet ausweitete, weist ebenfalls sowohl ein Umsatz- als
auch ein Ergebniswachstum aus. Für das wöchentlich erscheinende Journal de Morges
stand 2011 die konzeptionelle Weiterentwicklung im Mittelpunkt, die unter anderem
eine neue Gestaltung mit sich brachte. Umsatz und Ergebnis übertrafen die Erwartungen.
16
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
BERNS WOCHENZEITUNG
Die drei Zeitungsdruckzentren Centre d’Impression Lausanne, Druckzentrum Bern und Druckzentrum Zürich schlossen im vergangenen Jahr die Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Druckstrategie ab. Jedes Druckzentrum wird neu durch einen Geschäftsleiter geführt,
der auch für die Vermarktung des Druckzentrums verantwortlich zeichnet. Die veralteten
Rotationsdruckmaschinen des Centre d’Impression Lausanne wurden im Verlauf des Jahres durch eine moderne Maschine aus dem stillgelegten Druckzentrum in Oetwil ersetzt.
Dank einer deutlich gestiegenen Auslastung weisen die drei Druckzentren weiterhin
erfreuliche Ergebnisse aus. Gleichzeitig leisteten die Druckzentren mit tieferen Druckkosten für die internen und externen Kunden einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung der regionalen Tages- und Wochenzeitungen von Tamedia.
Der Umsatz (Betriebsertrag) des Geschäftsfeldes Print Regional gegenüber Dritten stieg 2011
um 46.6 Prozent auf 531.8 Mio. CHF (Vorjahr 362.9 Mio. CHF). Das Umsatzwachstum ist
fast ausschliesslich auf die erstmalige Berücksichtigung der Regionalmedien sowie des
Druckzentrums in der Romandie zurückzuführen. Ebenfalls zum Umsatzwachstum trugen Zürichsee-Zeitung, Zürcher Unterländer und Neues Bülacher Tagblatt bei, die im Vorjahr lediglich während acht Monaten berücksichtigt worden waren. Die bei verschiedenen Medien
im Vorjahr eingeleiteten Massnahmen führten zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses
vor Abschreibungen (EBITDA) um 87.2 Prozent auf 98.3 Mio. CHF (Vorjahr 52.5 Mio. CHF).
Die EBITDA-Marge liegt in der Folge mit 15.9 Prozent deutlich über derjenigen des Vorjahres (13.3 Prozent).
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
17
Geschäftsfelder im Überblick
Leserzahlen
Titel
20 Minuten
20 Minuten Friday
20 minutes
20 minuti
24 heures, Gesamtausgabe
Annabelle
Bernerbär
BZ Berner Zeitung, Gesamtausgabe inkl. Der Bund
Das Magazin
Femina
Finanz und Wirtschaft
GuideTVLoisirs
Le Matin
Le Matin Dimanche
Le Régional
Schweizer Familie
SonntagsZeitung
Tagblatt der Stadt Zürich
Tages-Anzeiger
Télétop Matin
Tribune de Genève
TVtäglich
Zürcher Unterländer
Zürichsee-Zeitung
MACH 2012-I 1
1 376 000
434 000
474 000
–
241 000
318 000
96 000
353 000
766 000
403 000
96 000
231 000
260 000
518 000
77 000
724 000
744 000
128 000
508 000
426 000
136 000
789 000
46 000
71 000
2
3
MACH 2011-I 1
1 351 000
447 000
472 000
–
222 000
303 000
–
352 000
721 000
399 000
121 000
–
264 000
523 000
79 000
745 000
757 000
126 000
477 000
431 000
134 000
960 000
47 000
72 000
Veränderung
1.9%
–2.9%
0.4%
8.6%
5.0%
0.3%
6.2%
1.0%
–20.7%
–1.5%
–1.0%
–2.5%
–2.8%
–1.7%
1.6%
6.5%
–1.2%
1.5%
–17.8%
–2.1%
–1.4%
Quelle: WEMF, MACH Basic 2012-1/2011-1
1 Betrifft Leserzahlen: Befragungszeitraum Oktober bis Ende September
2 Erste Leserschaftszahlen werden im September 2012 publiziert (WEMF 2012-2)
3 Per 16. Oktober 2010 wurde der ehemalige Titel “Guide Loisirs” unter der Titelbezeichnung “GuideTVLoisirs” neu lanciert. Die
Medienwerte des Monats Oktober 2010 wurden aufgrund der Medienwerte des restlichen Erhebungszeitraums errechnet
(Injektionsverfahren).
18
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Auflagen
Titel
Auflage 2011 1
Auflage 2010 1
20 Minuten
20 Minuten Friday
20 minutes
20 minuti
24 heures
Annabelle
Bantiger Post
Berner Oberländer
Bernerbär 3
Bümpliz Woche
BZ Berner Zeitung, Gesamtausgabe 4
Das Magazin
Der Bund
Femina
Finanz und Wirtschaft
Furttaler
Glattaler/Volketswiler
GuideTVLoisirs
Journal de Morges
La Broye
Le Matin
Le Matin Dimanche
Le Régional
Rümlanger
Schweizer Familie
Sihltaler
SonntagsZeitung
Tagblatt der Stadt Zürich
Tages-Anzeiger
Télétop Matin
Thalwiler Anzeiger
Thuner Tagblatt
Tribune de Genève
Zürcher Unterländer
Zürichsee-Zeitung
496 205
174 431
203 407
36 000 2
75 796
70 123
22 216
20 855
105 752
22 046
174 162
433 172
50 231
175 077
29 517
14 795
9 673
156 482
6 043
9 388
57 107
175 951
116 422
3 655
186 588
1 839
182 129
136 625
195 618
175 644
4 324
22 456
51 487
20 297
38 853
494 205
159 884
207 112
–
78 964
70 117
21 953
21 393
129 782
22 189
181 705
451 788
51 183
187 454
30 582
14 888
9 550
166 423
6 698
8 592
57 894
188 053
116 496
3 543
186 098
1 897
188 658
141 467
203 636
187 755
4 570
22 983
54 068
20 477
39 994
Veränderung
0.4%
9.1%
–1.8%
–4.0%
0.0%
1.2%
–2.5%
–18.5%
–0.6%
–4.2%
–4.1%
–1.9%
–6.6%
–3.5%
–0.6%
1.3%
–6.0%
–9.8%
9.3%
–1.4%
–6.4%
–0.1%
3.2%
0.3%
–3.1%
–3.5%
–3.4%
–3.9%
–6.5%
–5.4%
–2.3%
–4.8%
–0.9%
–2.9%
Quelle: WEMF, Auflagenbulletin
1 Erhebungszeitraum beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni.
2 Druckauflage gemäss Verlagsangabe
3 Seit 31. August 2010 erscheint der Bernerbär einmal wöchentlich, davor erschien der Bernerbär zweimal pro Woche
4 Berner Zeitung Gesamtausgabe inkl. der hier auch separat ausgewiesenen Titel Der Bund, Berner Oberländer, Thuner Tagblatt.
Bei den Gratistiteln wird jeweils die Gratisauflage ausgewiesen. Bei den bezahlten Titeln wird jeweils die total verkaufte Auflage
angegeben.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
19
Geschäftsfelder im Überblick
Print National
Das Geschäftsfeld Print National weist insgesamt eine robustere Umsatzentwicklung aus als
die regionalen Tages- und Wochenzeitungen. Die im Geschäftsfeld zusammengefassten
Medien entwickelten sich jedoch sehr unterschiedlich. Wachstumsprojekten und seit Jahren äusserst erfolgreichen Zeitschriften- und Zeitungstiteln stehen Medien mit strukturellen Herausforderungen gegenüber.
Die Pendlerzeitung 20 Minuten in der Deutschschweiz weist für das vergangene Jahr bei
einem stagnierenden Werbeumsatz ein stabiles Ergebnis aus. Gemäss einer erstmals
durchgeführten Untersuchung zur Gesamtnutzung der gedruckten und digitalen Medienangebote der einzelnen Schweizer Medienmarken ist 20 Minuten mit weit über zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzern der reichweitenstärkste Medienverbund der Schweiz.
Neben den steigenden Nutzungszahlen des digitalen Angebotes trugen dazu auch die
beständig hohen Leserschaftszahlen der Pendlerzeitung bei.
Die Pendlerzeitung 20 minutes in der Romandie verbesserte im Berichtsjahr ihren Vertrieb
und erreichte eine deutliche Steigerung der Anzahl Leserinnen und Leser je Zeitungsexemplar. Die Leserschaftszahlen entwickelten sich in der Folge trotz einer Auf lagenoptimierung stabil. Der Werbeumsatz von 20 minutes stieg deutlich an, was der reichweitenstärksten Tageszeitung der Romandie ein äusserst erfreuliches Ergebniswachstum
ermöglichte.
Mit der Lancierung im September 2011 von 20 minuti im Tessin sind die Pendlerzeitungen
von 20 Minuten neu in allen drei grossen Sprachräumen der Schweiz vertreten. 20 minuti
wurde von den Tessinerinnen und Tessinern gut aufgenommen. Neben den nationalen
Werbekunden entwickelte sich auch das Interesse der lokalen Kunden erfreulich.
Das kostenlose People-Magazin 20 Minuten Friday, das 20 Minuten gemeinsam mit Annabelle
und tilllate.com verlegt, steigerte die Auf lage auf erstmals mehr als 200 000 Exemplare.
Die Entwicklung der Leserinnen und Leser je Exemplar blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der Werbeumsatz stieg im Berichtsjahr leicht an. In der Folge erreichte das
erst Ende 2009 lancierte People-Magazin auf Jahresbasis erstmals ein positives Ergebnis.
Die mit dem Partnerverlag Editpress 2007 gemeinsam lancierte Pendlerzeitung L’essentiel
in Luxemburg konnte ihr gutes Ergebnis von 2010 im Berichtsjahr deutlich übertreffen.
Das erfreuliche Resultat ist insbesondere einem markanten Anstieg des Werbeumsatzes
zu verdanken. Mit 126 000 Leserinnen und Lesern ist L’essentiel bereits die Tageszeitung des
Grossherzogtums mit der zweithöchsten Reichweite.
Der Frauenzeitschrift Annabelle gelang es im vergangenen Jahr, ihren Werbeumsatz zu
steigern und das Ergebnis weiter zu verbessern. Die Leserzahlen entwickelten sich im
Jahresvergleich bei einer stabilen Auf lage positiv. Im November 2011 wurde bereits zum
achten Mal der Annabelle Award verliehen, der einem jungen Modetalent einen Stage bei
einem internationalen Modedesigner ermöglicht. Zudem wurde im Berichtsjahr das Angebot von annabelle.ch ausgebaut.
20
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Die Finanz und Wirtschaft büsste im vergangenen Geschäftsjahr an Umsatz, Ergebnis und
Leserschaft ein. Das unbefriedigende Ergebnis wurde zusätzlich durch hohe Investitionen
in die Neugestaltung der Zeitung sowie das digitale Angebot vermindert. Seit Januar 2012
erscheint die Finanz und Wirtschaft als Zwei-Bund-Zeitung mit einem neuen Konzept, im
Frühjahr wird ein grundlegend überarbeitetes digitales Angebot lanciert.
Die Samstagsbeilage GuideTVLoisirs der Tageszeitungen 24 heures und Tribune de Genève widmet sich dem Fernseh- und Kinoprogramm sowie Kulturereignissen entlang des Genfersees. Angesichts konstant tiefer Werbeerträge gelang es GuideTVLoisirs im Berichtsjahr
nicht, die anhaltenden Verluste zu reduzieren.
Die Wochenendbeilage Das Magazin konnte ihre starke Stellung auf dem Werbemarkt im
Berichtsjahr verteidigen und das Ergebnis weiter verbessern. Auch die Leserschaft der Zeitschrift entwickelte sich im Vorjahresvergleich positiv. Nach der Lancierung eines Angebotes für das iPad im Vorjahr erneuerte Das Magazin im Berichtsjahr die Website und schuf
zusätzliche frei verfügbare wie auch kostenpf lichtige Angebote.
Die Westschweizer Tageszeitung Le Matin wurde im Berichtsjahr weiterentwickelt und
präsentiert sich seit Herbst 2011 in einer neuen Gestaltung, die Bild und Text harmonisch
zusammenführt. Le Matin konnte im Berichtsjahr die gesetzten Ziele im Werbeumsatz
erfüllen und die Verluste dank steigender Werbeeinnahmen leicht reduzieren. Die Leserschaftszahlen entwickelten sich stabil.
Die einzige Westschweizer Sonntagszeitung Le Matin Dimanche mit ihren Beilagen Télétop
Matin, Femina und Encore schloss ihr Geschäftsjahr mit einem gestiegenen Werbeumsatz
ab. Dank eines ausgesprochen erfreulichen Ergebnisses erwies sich Le Matin Dimanche
erneut als eines der leistungsstärksten Medien der Romandie. Um die Qualität der Sonntagszeitung weiter zu steigern, wurden im Berichtsjahr die Redaktion ausgebaut und die
Gestaltung des Hauptblattes sowie der Beilagen Femina und Télétop Matin überarbeitet. Die
im Frühling 2011 erstmals erschienene Sonderbeilage Encore konnte sich bereits gut auf
dem Markt etablieren.
Die Schweizer Familie weist einen leicht rückläufigen Werbeumsatz aus und schloss das
Berichtsjahr in der Folge mit einem etwas tieferen Ergebnis ab. Die Leserschaft der Zeitschrift entwickelte sich, nach einem starken Wachstum in den Vorjahren, leicht rückläufig. Im Herbst organisierte die Schweizer Familie die vierte Ausgabe des nationalen Wandertages, an der mehr als 1 700 Leserinnen und Leser teilnahmen.
Die SonntagsZeitung konnte ihre führende Position in einem schrumpfenden Werbemarkt
erfolgreich verteidigen. Das Ergebnis entwickelte sich positiv. In einem zunehmend übersättigten Wettbewerbsumfeld verstärkte die SonntagsZeitung ihre Bestrebungen im investigativen Journalismus mit dem Ausbau des Recherche-Desks. Auf grosses Interesse stiessen auch die neue Rubrik «Mittagessen mit …» sowie der im Turnus von führenden
Schweizer Werbern gestaltete Trend-Bund.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
21
Geschäftsfelder im Überblick
Die Programmbeilage TVtäglich, die Tamedia gemeinsam mit Ringier verlegt, liegt seit dem
vergangenen Jahr exklusiv ausgewählten reichweitenstarken Zeitschriften und Zeitungen
bei. Durch diese Massnahme konnte die Zahl der Doppelbelieferungen deutlich gesenkt
werden. Die rückläufigen Werbeeinnahmen konnten durch Kosteneinsparungen mehr
als kompensiert werden.
Der Umsatz (Betriebsertrag) des Geschäftsfeldes Print National gegenüber Dritten stieg 2011
um 46.0 Prozent auf 447.4 Mio. CHF (Vorjahr 306.3 Mio. CHF). Das Wachstum geht auf die
erstmalige Berücksichtigung der nationalen Medien in der Romandie sowie die Pendlerzeitung 20 minutes in der Romandie und die neu lancierte italienischsprachige Ausgabe
20 minuti im Tessin zurück. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg in der
Folge um 41.2 Prozent auf 114.5 Mio. CHF (Vorjahr 81.1 Mio. CHF). Die EBITDA-Marge liegt
mit 25.5 Prozent leicht unter derjenigen des Vorjahres (26.3 Prozent).
22
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Digital
Die Plattformen des Geschäftsfeldes Digital profitierten im vergangenen Jahr trotz einer
zurückhaltenden Werbemarktentwicklung von der fortschreitenden Verlagerung der
Werbeinvestitionen. Gleichzeitig investierte Tamedia einen zweistelligen Millionenbetrag
in den Ausbau bestehender Plattformen und neue Projekte. Die Zahl der Mitarbeitenden
im Geschäftsfeld Digital stieg durch diese Investitionen sowie neue Beteiligungen um 77
Prozent auf rund 493 Vollzeitstellen.
Die Nachrichtenplattform 20 Minuten Online konnte ihre Werbe- und Serviceeinnahmen
im vergangenen Jahr steigern. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung übertrafen die Erwartungen. Die Angebote unter 20minuten.ch, 20minutes.ch sowie piazza.ch
zogen erneut mehr Besucherinnen und Besucher an als in der Vorjahresperiode. Besonders ausgeprägt war das Wachstum des französischsprachigen Angebotes von 20minutes.ch.
20 Minuten Online festigte in der Folge seine Position als führende Schweizer Nachrichtenplattform. Dank eines Ausbaus der Redaktion um mehr als 20 Vollzeitstellen wird die
deutschsprachige Nachrichtenplattform neu rund um die Uhr von Redaktorinnen und
Redaktoren betreut.
Zu Beginn des Berichtsjahres übernahm Tamedia 100 Prozent des Fahrzeugportals
car4you.ch. Im Herbst 2011 wurde ein überarbeitetes Portal mit neuen Funktionen und frischem Design aufgeschaltet. Die kostenlosen Anzeigen für Privatinserenten haben sich
seither vervierfacht. Das Fahrzeugportal car4you.ch konnte die gesetzten Umsatzziele erreichen, wies aber aufgrund von Investitionen einen Verlust aus.
Die Nachrichtenplattform der Finanz und Wirtschaft unter fuw.ch erweiterte im vergangenen Jahr ihren täglichen Börsen-Newsletter um eine tägliche Anlageempfehlung. Der
Umsatz entwickelte sich stabil, während sich die Investitionen in das für 2012 geplante
neue digitale Angebot negativ auf das Ergebnis auswirkten. Für Frühling 2012 ist eine
umfassende Erneuerung und Ausweitung des Angebotes vorgesehen.
Die führende Schweizer Immobilienplattform homegate.ch feierte 2011 ihr zehnjähriges
Jubiläum. Im Jubiläumsjahr konnte homegate.ch erneut einen Anstieg der Nutzerinnen
und Nutzer verzeichnen. Dank eines weiteren Wachstums der ausgeschriebenen Objekte
weist die Plattform auch 2011 eine Umsatz- und Ergebnissteigerung aus und stellte ihre
herausragende Marktposition damit erneut unter Beweis. Im Berichtsjahr wurde die Ausstrahlung von homegateTV auf fünf Regionalfernsehsendern in der Deutschschweiz ausgeweitet und eine kostenlose Online-Rechtsberatung eingeführt. Das Angebot für mobile
Geräte wurde um eine neue iPad-App sowie eine Lösung für Unternehmenskunden erweitert.
Ein Angebot der Jobup AG
Die drei Stellenplattformen alpha.ch, jobwinner.ch und jobup.ch übertrafen im Berichtsjahr
die Erwartungen bezüglich Umsatz und Ergebnis. Die im vergangenen Geschäftsjahr lancierte Werbekampagne «Tipps für die Kündigung» fand grossen Anklang. Der Aufforderung, eigene Videos zum Thema zu kreieren, wurde breit gefolgt.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
23
Geschäftsfelder im Überblick
Das Newsnet von baslerzeitung.ch, bernerzeitung.ch, derbund.ch und tagesanzeiger.ch weist im
Berichtsjahr eine weitgehend stabile Umsatzentwicklung aus. Investitionen in eine deutliche Stärkung der Redaktion und die Weiterentwicklung der Plattform führten jedoch zu
einem Ergebnisrückgang. Mit einem Ausbau der beiden Regionalredaktionen und einem
weiterentwickelten Konzept sollen die Reichweiten von bernerzeitung.ch und derbund.ch in
Bern weiter gesteigert werden.
Das Nachrichtenportal lessentiel.lu steigerte im vergangenen Jahr seine Reichweite und ist
bereits das drittstärkste Nachrichtenportal in Luxemburg. Dank steigender Werbeumsätze
konnten die Verluste trotz hoher Investitionen in den Ausbau der Plattform weiter reduziert werden.
Die Westschweizer Nachrichtenplattformen 24heures.ch, lematin.ch und tdg.ch stellten im
vergangenen Jahr die Weichen für eine grundlegende Neuausrichtung. Die Trennung vom
bisherigen Vermarktungspartner, eine neue technische Plattform sowie Investitionen in
den Ausbau der Redaktion führten bei stabilem Umsatz zu einem deutlichen Verlust. Seit
dem Beginn des Jahres 2012 sind die Nachrichtenplattformen der Westschweizer Tageszeitungen Teil des Newsnet, das damit als einziges Nachrichtenportal neben 20 Minuten
Online über ein sprachübergreifendes Angebot verfügt.
Im Sommer 2011 lancierten Tamedia und FashionFriends gemeinsam die Aktionsplattform scoup.ch, die stark ermässigte Angebote aus den Bereichen Mode, Gastronomie, Wellness, Beauty und Freizeit publiziert. In den ersten Monaten konnte scoup.ch die Erwartungen trotz hoher Investitionen noch nicht erfüllen.
Die führende Schweizer Verzeichnisplattform search.ch, die Tamedia gemeinsam mit der
Schweizerischen Post betreibt, investierte im vergangenen Jahr in den weiteren Ausbau
des Verkaufsteams. Bis zum Jahresende stieg die Zahl der Mitarbeitenden gegenüber dem
Vorjahr um 75 Prozent. Die deutlich gesteigerte Marktpräsenz führte zu einem starken
Wachstum des Werbeumsatzes, belastete jedoch das Ergebnis. Seit Herbst 2011 erscheint
search.ch mit einer neuen Startseite. Die Gestaltung orientiert sich an der Nutzerführung
von mobilen Geräten, die Startseite kann von den Nutzerinnen und Nutzern gemäss ihren
eigenen Bedürfnissen eingerichtet werden.
Die Datingplattform swissfriends.ch, die gemeinsam mit den Stellenplattformen von
Jobup, der Immobilienplattform homegate.ch und der Fahrzeugplattform car4you.ch in
einer Online-Rubrikenorganisation zusammengefasst ist, wies im vergangenen Geschäftsjahr stabile Umsätze aus. Das Ergebnis wurde hingegen durch einen Ausbau der Werbeaktivitäten belastet.
Der Auf bau des eigenen Redaktionsteams und die Einbindung der Nightlife-Plattform tilllate.com in den Medienverbund 20 Minuten wirkten sich positiv auf die Besucherzahlen
aus. tilllate.com festigte damit seine Position als Marktführer unter den Nightlife-Plattformen und konnte seinen Verlust reduzieren. Für das laufende Jahr ist eine umfassende
Neulancierung der Plattform geplant.
24
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Der Umsatz (Betriebsertrag) des Geschäftsfeldes Digital gegenüber Dritten stieg 2011 um
66.1 Prozent auf 125.9 Mio. CHF (Vorjahr 75.8 Mio. CHF). Zum deutlichen Umsatzwachstum trugen die erstmalige Berücksichtigung der digitalen Medien in der Romandie und
die positive Entwicklung der Marktplätze für Immobilien und Stellen bei. Investitionen
in zweistelliger Millionenhöhe in den Auf bau neuer Angebote sowie den Ausbau der
Nachrichtenplattformen 20 Minuten Online und Newsnet sowie der Serviceplattform search.ch
belasteten das Ergebnis. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um
5.4 Prozent auf 12.8 Mio. CHF (Vorjahr 12.1 Mio. CHF). Die EBITDA-Marge liegt mit 9.6 Prozent deutlich unter derjenigen des Vorjahres (14.9 Prozent).
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
25
Geschäftsfelder im Überblick
Nutzerzahlen
Websites
20 Minuten Online
20minuten.ch
20minutes.ch
piazza.ch
24heures.ch
annabelle.ch
femina.ch
fuw.ch
homegate.ch
LeMatin.ch
Newsnet
tagesanzeiger.ch
bernerzeitung.ch
derbund.ch
schweizerfamilie.ch
search.ch
sonntagszeitung.ch
tdg.ch
tilllate.ch
NET-Metrix-Profile 1
2011-2
NET-Metrix-Profile 1
2010-2
Veränderung
1 463 000
1 165 000
282 000
111 000
233 000
81 000
65 000
22 000
701 000
318 000
1 008 000
737 000
245 000
109 000
49 000
1 704 000
57 000
209 000
209 000
1 359 000
1 079 000
225 000
202 000
253 000
39 000
66 000
26 000
690 000
330 000
1 013 000
718 000
211 000
96 000
34 000
1 799 000
55 000
239 000
224 000
7.7%
8.0%
25.3%
–45.0%
–7.9%
107.7%
–1.5%
–15.4%
1.6%
–3.6%
–0.5%
2.6%
16.1%
13.5%
44.1%
–5.3%
3.6%
–12.6%
–6.7%
Quelle: NET-Metrix AG, NET-Metrix-Profile Unique User (Personen) pro Monat
1 Erhebungszeitraum beginnt am 1. April und endet am 30. Juni des jeweiligen Jahres.
26
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Grafik 1
Betriebsertrag (Umsatz) Dritte nach Geschäftsbereichen
2010
in Mio. CHF
2011
1225
1105
1050
875
745
700
532
525
447
350
363
306
175
126
76
0
Print National
Print Regional
Grafik 2
Total
Digital
EBITDA nach Geschäftsfeld
2010
in Mio. CHF
2011
245
226
210
175
146
140
115
105
98
81
70
53
35
12
13
0
Print Regional
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Print National
Digital
Total
27
Finanzielle Berichterstattung
Finanzieller Überblick
Rechnungslegung im Jahre 2011
Im Geschäftsjahr 2011 waren verschiedene neue und revidierte Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC) erstmals anzuwenden. Ihre erstmalige Anwendung zog keine wesentlichen Änderungen in den Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen respektive der
Vermögens- und Ertragslage nach sich. Bereits 2010 wurde die Änderung IFRIC 14, «IAS
19: Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung» vorzeitig angewendet.
Segmentberichterstattung
Der Zusammenschluss mit Edipresse Suisse führte bei Tamedia zu einer neuen, nach
Märkten gegliederten Segmentberichterstattung. Das Geschäftsfeld Print Regional umfasst
sämtliche Regionalzeitungen und Anzeiger. Das Geschäftsfeld Print National umfasst alle
Zeitungen und Zeitschriften mit einer überregionalen Ausrichtung. Alle bisher im
Geschäftsfeld Services ausgewiesenen Bereiche werden in das Geschäftsfeld Print Regional eingegliedert. Die Eingliederung dieser Bereiche, die fast ausschliesslich für interne
Kunden tätig sind, in das Geschäftsfeld Print Regional sowie der Ausweis der beiden
Geschäftsfelder Print National und Digital erhöhen die Vergleichbarkeit mit anderen
Medienunternehmen. Im Geschäftsfeld Digital, das in den nächsten Jahren weiter an
Bedeutung gewinnen wird, werden erstmals alle Onlinemedien zusammengefasst. Die
Zahlen für 2010 wurden rückwirkend an die neuen Geschäftsfelder angepasst.
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Akquisitionen
Tamedia hat ihre Beteiligung an der Presse Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) auf
Anfang 2011 um weitere 0.2 Prozent des Aktienkapitals erhöht und damit die Kontrolle
bei Edipresse Suisse übernommen. Edipresse Suisse wird seit dem 1. Januar 2011 vollkonsolidiert, nachdem die Gesellschaft 2010 noch mittels Equity-Bewertung als Beteiligung
an einer assoziierten Gesellschaft erfasst worden war. Ausführlichere Angaben zu dieser
Transaktion finden sich in Anmerkung 1 des Anhanges zur konsolidierten Jahresrechnung. Ebenfalls seit Anfang 2011 wird neu Car4you Schweiz AG vollkonsolidiert. Tamedia hatte sich bereits Anfang Januar 2010 zu 15 Prozent an der Betreiberin des OnlineFahrzeugportals car4you.ch beteiligt und per 1. Januar 2011 die übrigen 85 Prozent
übernommen.
Veräusserung von konsolidierten Gesellschaften
Auf den 1. September 2011 hat Tamedia ihre 100-Prozent-Beteiligung an der FMM Fachmedien Mobil AG, welche die Automobil Revue und die Revue Automobile verlegte, an den Basler Verleger Dominique Hiltbrunner veräussert.
28
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Grafik 3
Umsatz (Betriebsertrag)
2010
in Mio. CHF
2011
1105
1050
1019
900
750
745
677
600
450
300
150
37
55
0
Medienertrag
Druckertrag
32
31
Übriger
Betriebsertrag
Total
Betriebsertrag
Umsatz (Betriebsertrag)
Der Umsatz (Betriebsertrag) von Tamedia stieg um 48.3 Prozent oder 360.1 Mio. CHF auf
1 105.1 Mio. CHF. Der Umsatzanstieg durch Veränderungen im Konsolidierungskreis
beläuft sich auf 348.4 Mio. CHF, während aus den bestehenden Aktivitäten 11.7 Mio. CHF
an Umsatz neu dazukamen. Zum Wachstum des Medienertrages trugen Car4you Schweiz
AG, die Gesellschaften von Edipresse Suisse sowie die bisher nicht berücksichtigten
Anteile an den Joint Ventures 20 minutes, homegate.ch, jobup.ch und swissfriends.ch bei, die
sich alle seit 1. Januar 2011 vollständig im Konsolidierungskreis befinden. Zusätzlich wurden die Regionalzeitungen Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung erstmals für ein ganzes Jahr berücksichtigt. Das Wachstum des Druckertrages ist vorwiegend den Druckaktivitäten des erstmals berücksichtigten Druckzentrums Lausanne zuzuordnen.
Im April hatte Tamedia im Rahmen des Zusammenschlusses mit Edipresse Suisse entschieden, sich von ihren Radio- und TV-Sendern sowie Fachmedien zu trennen. In diesem
Zusammenhang werden die beiden regionalen TV-Sender TeleBärn und TeleZüri, die Radiosender Radio 24 und Capital FM sowie die Zeitungen und Fachmedien Automobil Revue, Revue
Automobile, Schweizer Bauer und Terre & Nature als nicht weitergeführte Bereiche ausgewiesen. Nach der Schliessung Ende März 2011 wird das Druckzentrum in Oetwil am See ebenfalls als nicht weitergeführter Bereich ausgewiesen. Die nicht weitergeführten Bereiche
erwirtschafteten einen Umsatz von 61.8 Mio. CHF (Vorjahr: 82.6 Mio. CHF). Im Vorjahr
sind unter den nicht weitergeführten Bereichen zudem die Thurgauer Zeitung, die beiden
Lokalzeitungen Der Murtenbieter und Anzeiger von Kerzers sowie die Wochenzeitung Solothurner Woche enthalten.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
29
Finanzielle Berichterstattung
Betriebsaufwand
2010
in Mio. CHF
Grafik 4
2011
880
875
750
625
599
500
415
375
192
177
125
288
273
250
135
0
Materialaufwand und
Fremdleistungen
Personalaufwand
Übriger
Betriebsaufwand
Total
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um 79.8 Mio. CHF oder 54.8 Prozent auf 225.6 Mio. CHF. Die EBITDA-Marge stieg von 19.6 im Vorjahr auf neu 20.4 Prozent. Die gesondert ausgewiesenen nicht weitergeführten Bereiche verzeichnen auf Stufe
EBITDA einen Gewinn von 10.2 Mio. CHF (Vorjahr: 10.1 Mio. CHF).
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 48.9 Prozent oder 55.4 Mio. CHF und liegt neu bei
168.8 Mio. CHF. Die EBIT-Marge kletterte von 15.2 im Vorjahr auf neu 15.3 Prozent.
Ergebnis
Das Ergebnis 2011 liegt mit 178.8 Mio. CHF um 61.4 Prozent oder 68.0 Mio. CHF über dem
Vorjahreswert von 110.8 Mio. CHF. Während die assoziierten Gesellschaften im Vorjahr
noch einen Gewinn von 16.9 Mio. CHF beigesteuert hatten, lag der Ergebnisanteil an assoziierten Gesellschaften im Berichtsjahr bei 6.9 Mio. CHF. Diese Veränderung ist weitestgehend auf die Vollkonsolidierung von Edipresse Suisse zurückzuführen, wodurch deren im
Vorjahr berücksichtigter Ergebnisanteil entfällt.
Das übrige Finanzergebnis nahm um 31.8 Mio. CHF auf 40.0 Mio. CHF zu. Dazu trugen
neben dem Bewertungserfolg der bisher gehaltenen Anteile an Edipresse Suisse und den
gemeinsam geführten Joint Ventures von 12.1 Mio. CHF die Erhöhung des Finanzerfolgs
aus IAS 19 auf 18.0 Mio. CHF und die Abnahme der erwarteten Höhe des letzten Teils der
Kaufpreisverpf lichtung für Edipresse Suisse von 10.6 Mio. CHF bei. Der Anstieg des Gewinnes aus dem Verkauf von Beteiligungen auf 4.9 Mio. CHF ist insbesondere der Veräusserung des von Edipresse Suisse gehaltenen Frühzustellungs- und Werbevertriebsunternehmens Epsilon SA zuzuschreiben. Einen leichten Anstieg verzeichneten die
30
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Grafik 5
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
2010
in Mio. CHF
2011
1105
1050
900
880
750
745
599
600
450
300
226
150
146
0
Grafik 6
Betriebsergebnis vor
Abschreibungen (EBITDA)
Betriebsaufwand
Betriebsertrag
Bilanz
2010
in Mio. CHF
2011
1750
1741
1500
1331
1250
1234
1000
990
956
844
785
750
500
410
250
390
244
0
Umlaufvermögen
Anlagevermögen
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Bilanzsumme
Fremdkapital
Eigenkapital
31
Finanzielle Berichterstattung
Veränderung des Eigenkapitals
2010
in Mio. CHF
Grafik 7
2011
125
113
112
100
75
57
50
33
31
25
11
0
–
1
2
–1
–25
–50
Gesamtergebnis
–7
–3
–16
–42
Gewinnausschüttung
Änderung des
Konsolidierungskreises
Abzugebende
Aktien
Aktienbasierte
Vergütungen
Kauf/Verkauf
eigene Aktien
Veränderung des
Eigenkapitals
Wechselkurserfolge, während die Zinskosten durch die Übernahme von Edipresse Suisse
deutlich zulegten.
Der effektive Steuersatz nahm von 21.0 Prozent auf 17.9 Prozent ab. 2011 waren weniger Verluste als im Vorjahr steuerlich nicht aktivierbar. Zudem mussten 2011 weniger
latente Steuerforderungen wertberichtigt werden. 2011 stieg der Einf luss aus Beteiligungsabzügen und übrigen nicht steuerbaren Erträgen deutlich, was vor allem auf
erfolgs- und steuerwirksam erfasste Bewertungsänderungen auf Beteiligungsbuchwerten
zurückzuführen ist.
Bilanz und Eigenkapital
Die Bilanzsumme nahm von 1 233.6 Mio. CHF um 507.4 Mio. CHF auf 1 741.0 Mio. CHF
zu. Das Eigenkapital stieg um 112.0 Mio. CHF auf 955.8 Mio. CHF. Der Eigenfinanzierungsgrad sank jedoch von 68.4 Prozent auf 54.9 Prozent, was auf den Einbezug
der Edipresse Suisse in den Konsolidierungskreis zurückzuführen ist. Aus den versicherungsmathematischen Veränderungen nach IAS 19 resultierte aufgrund der geringen Performance der Vorsorgeaktiven 2011 ein negativer Betrag von –68.4 Mio. CHF (nach latenten Steuern), der in der Gesamtergebnisrechnung erfasst wurde. Im Vorjahr war mit
–43.7 Mio. CHF ebenfalls ein versicherungsmathematischer Verlust zu berücksichtigen.
An die Aktionäre der Tamedia AG wurden 41.3 Mio. CHF (4.00 CHF pro Aktie) als Dividende aus den Reserven aus Kapitaleinlage ausgeschüttet. Im ersten Semester des Jahres
2011 wurden eigene Aktien im Wert von 3.5 Mio. CHF erworben. Diese werden zur Erfüllung des teilweise in Aktien der Tamedia AG zu begleichenden Kaufpreises des dritten
Beteiligungsschrittes an Edipresse Suisse eingesetzt. Tamedia hält nun die für die Kaufpreisentrichtung notwendige Anzahl Aktien. In dem Umfang, als sie zur Bezahlung des
32
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Grafik 8
Mittelfluss
in Mio. CHF
2010
2011
225
185 180
150
75
74
24
30
0
–20
–75
–25
–60
–115
–150
–225
–243
–300
Mittelfluss aus
Geschäftstätigkeit
Mittelfluss aus
Investitionstätigkeit
Mittelfluss aus
Finanzierungstätigkeit
Nicht weitergeführte
Bereiche
Veränderung der
flüssigen Mittel
Kaufpreises eingesetzt werden, wurde der auf Basis des Kurswertes per 31. Dezember 2010
mit 31.0 Mio. CHF ermittelte Wert direkt im Eigenkapital erfasst.
Das Umlaufvermögen der weitergeführten Bereiche stieg um 101.6 Mio. CHF auf
322.6 Mio. CHF. Die f lüssigen Mittel nahmen um 61.1 Mio. CHF zu und belaufen sich auf
114.6 Mio. CHF. Dieser hohe Bestand wurde Anfang 2012 durch die Rückführung von festen Vorschüssen in der Höhe von 45.0 Mio. CHF reduziert. Im März werden weitere
59.2 Mio. CHF zur Bezahlung für die fällig werdende Tranche des Kaufpreises Edipresse
Suisse verwendet. Die erstmalige Vollkonsolidierung der Edipresse Suisse führte auch zu
einer Zunahme der übrigen Positionen des Umlaufvermögens. Die zur Veräusserung
bestimmten Vermögenswerte nahmen um insgesamt 65.0 Mio. CHF auf 87.6 Mio. CHF zu.
Diese Entwicklung ist auf die im Berichtsjahr beschlossene Trennung von den Radio- und
TV-Sendern sowie Fachmedien zurückzuführen (vergleiche Abschnitt «Umsatz») sowie die
drei im Vorjahr berücksichtigten Liegenschaften, die 2011 veräussert werden konnten.
Die Zunahme des Anlagevermögens um 340.8 Mio. CHF oder 34.4 Prozent ergibt sich vor
allem aus der Zunahme der immateriellen Anlagen. Die Veränderungen im Konsolidierungskreis führten bei den Sachanlagen zu einer Zunahme von 70.0 Mio. CHF. Den Investitionen von 37.8 Mio. CHF in den Neubau auf dem Zürcher Werd-Areal und in technische
Anlagen und Maschinen standen Abschreibungen von 29.4 Mio. CHF gegenüber. Zusätzlich stehen drei Liegenschaften mit einem Buchwert von 10.9 Mio. CHF neu zum Verkauf
und wurden zusammen mit den Anlagen der nicht weitergeführten Bereiche von netto
4.6 Mio. CHF in die zur Veräusserung bestimmten Vermögenswerte umgruppiert. Die
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften haben um 110.3 Mio. CHF auf 93.7 Mio. CHF
abgenommen. Dieser Rückgang ist mehrheitlich das Resultat der Vollkonsolidierung und
der damit einhergehenden Umgliederung des Beteiligungswerts von Edipresse Suisse. Die
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
33
Finanzielle Berichterstattung
Vollkonsolidierung führte zur erstmaligen Erfassung der assoziierten Beteiligungen Payot
Naville Distribution SA (35 Prozent), Point Prod’ SA (30 Prozent), Virtual Network SA (20
Prozent) und Schweizerische Depeschenagentur AG (29 Prozent). Zudem beteiligte sich
Tamedia im zweiten Halbjahr mit 49 Prozent an Doodle AG. Die Vorsorgeguthaben nach
IAS 19 sanken vor allem aufgrund versicherungsmathematischer Verluste um
18.6 Mio. CHF auf 2.3 Mio. CHF. Der Anstieg der immateriellen Anlagen in Höhe von
418.0 Mio. CHF resultiert vor allem aus der Veränderung des Konsolidierungskreises und
betrifft Verlags- und Markenrechte sowie Goodwill von Le Temps, 24 heures und Le Matin der
Edipresse Suisse sowie der Einbezug der bisher nicht berücksichtigten Anteile an den Joint
Ventures 20 minutes, homegate.ch, jobup.ch und swissfriends.ch, die sich alle seit 1. Januar 2011
vollständig im Konsolidierungskreis befinden. Durch die Veräusserung der Fachmedien
Mobil waren Abgänge in der Höhe von 5.2 Mio. CHF zu verzeichnen. Den übrigen Zugängen von 5.7 Mio. CHF stehen Abgänge von netto 0.6 Mio. CHF, Abschreibungen von
25.8 Mio. CHF und Wertminderungsbedarf auf Goodwill in der Höhe von 5.2 Mio. CHF entgegen.
Das kurzfristige Fremdkapital der weitergeführten Bereiche nahm um 184.1 Mio. CHF
auf 493.5 Mio. CHF zu. Diese Zunahme ist neben dem Anstieg aller Positionen durch die
Veränderungen im Konsolidierungskreis insbesondere auf die offene Kaufpreisverpf lichtung im Zusammenhang mit dem Kauf Edipresse Suisse in Höhe von 59.2 Mio. CHF und
der Überbrückungsfinanzierung für bereits geleistete Kaufpreiszahlung zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräusserung bestimmten Vermögenswerten enthalten mehrheitlich das kurz- und langfristige Fremdkapital, das zusammen mit den nicht weitergeführten Aktivitäten veräussert wird. Zudem sind darin auch
latente Steuerverbindlichkeiten enthalten, die den zur Veräusserung stehenden Liegenschaften zuzuordnen sind.
Das langfristige Fremdkapital nahm um 200.5 Mio. CHF auf 278.6 Mio. CHF zu. Durch
die Veränderung des Konsolidierungskreises erhöhten sich die latenten Steuerverbindlichkeiten um 66.1 Mio. CHF auf 107.8 Mio. CHF. Der Anstieg der langfristigen
Finanzverbindlichkeiten um 72.7 Mio. CHF auf 90.1 Mio. CHF stammt vorwiegend aus
der Erfassung der langfristigen Kaufpreisverpf lichtung der Übernahme von Edipresse
Suisse. Dagegen verzeichneten die langfristigen Bankverbindlichkeiten einen Rückgang
aus den fälligkeitsbedingten Umgliederungen von Hypothekarverbindlichkeiten in kurzfristige Bankverbindlichkeiten. Die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber
assoziierten Gesellschaften bestanden gegenüber nicht konsolidierten Anteilen an Joint
Ventures und eliminierten sich im Berichtsjahr durch den Einbezug der durch Edipresse
Suisse gehaltenen Anteile an den Joint Ventures. Die Vorsorgeverbindlichkeiten nach IAS
19 nahmen sowohl wegen der Berücksichtigung von Edipresse Suisse als auch durch die
Berücksichtigung grösserer versicherungsmathematischer Verluste um 59.2 Mio. CHF auf
72.2 Mio. CHF zu.
34
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Mehrjahresvergleich
Mehrjahresvergleich
Betriebsertrag
Wachstum
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Wachstum
Marge 1
Ergebnis (der weitergeführten Bereiche)
Wachstum
Marge 1
Mitarbeiterbestand (Durchschnitt) 2
Betriebsertrag pro Mitarbeiter
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Anzahl
CHF 000
Umlaufvermögen
Anlagevermögen
Bilanzsumme
Fremdkapital
Eigenkapital
Mio. CHF
Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit
Mittelfluss nach Investitionstätigkeit
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit
Mittelfluss aus nicht weitergeführten Bereichen
Veränderung der flüssigen Mittel
Mio. CHF
Eigenkapital-Rentabilität 3
Eigenfinanzierungsgrad 4
Innenfinanzierungsgrad der Nettoinvestitionen 5
Liquiditätsgrad II 6
Verschuldungsfaktor 7
1
2
3
4
5
6
7
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
Mio. CHF
x
2011
2010
2009
2008
2007
1 105.1
48.3%
225.6
54.8%
20.4%
177.1
61.8%
16.0%
745.0
–0.6%
145.7
61.6%
19.6%
109.4
114.5%
14.7%
749.5
–15.8%
90.2
–46.3%
12.0%
51.0
–59.0%
6.8%
890.1
19.8%
168.1
5.2%
18.9%
124.5
–23.3%
14.0%
743.2
13.0%
159.8
13.3%
21.5%
162.3
57.4%
21.8%
3 301
334.7
2 164
344.3
2 339
320.4
2 452
363.0
1 789
415.4
410.2
1 330.8
1 741.0
785.2
955.8
243.5
990.0
1 233.6
389.8
843.7
303.9
841.1
1 145.0
334.6
810.3
270.6
828.1
1 098.7
351.2
747.5
287.9
931.6
1 219.4
416.3
803.1
179.8
(20.2)
159.6
(114.9)
29.8
74.3
185.3
(243.4)
(58.1)
(25.4)
24.0
(60.1)
62.6
(2.2)
60.4
(43.8)
8.6
25.3
123.3
(62.8)
60.5
(71.9)
12.4
1.3
156.8
(220.8)
(64.0)
15.1
(5.0)
(49.0)
18.7%
54.9%
888.9%
64.3%
2.6
13.1%
68.4%
76.1%
70.2%
0.9
5.8%
70.8%
2907.9%
101.3%
1.1
14.1%
68.0%
196.2%
87.6%
0.9
18.7%
65.9%
71.0%
82.9%
1.0
In Prozent des Betriebsertrags
Mitarbeiterbestand der weitergeführten Bereiche
Ergebnis inklusive Minderheitsanteile zu Eigenkapital per 31. Dezember
Eigenkapital zu Bilanzsumme
Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit zu Mittelfluss aus Investitionstätigkeit
Umlaufvermögen ohne Vorräte zu kurzfristigem Fremdkapital (der weitergeführten Bereiche)
Nettoverschuldung (Fremdkapital abzüglich Umlaufvermögen ohne Vorräte) zu Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
35
Information für Investoren
Information für Investoren
Aktienkursentwicklung vom 3. Januar 2005 bis 9. März 2012
in CHF
2005
2006
2007
2008
2009
2010
p Tamedia N
p SPI-Gesamtindex angeglichen
2011
2012
Quelle: Thomson Reuters Datastream
Aktienkurs
in CHF
Höchst
Tiefst
Jahresende
2011
2010
2009
2008
2007
144.90
102.40
116.50
128.00
71.75
124.10
87.50
40.00
75.50
150.00
49.20
50.00
186.90
141.40
146.90
2011
2010
2009
2008
2007
1 536
1 085
1 235
1 357
761
1 315
928
424
800
1 590
522
530
1 869
1 499
1 557
Börsenkapitalisierung
in Mio. CHF
Höchst
Tiefst
Jahresende
Finanzkalender
Generalversammlung
Halbjahresberichterstattung
36
27. April 2012
30. August 2012
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Kennzahlen pro Aktie
2011
in CHF
Ergebnis pro Aktie (unverwässert)
Ergebnis pro Aktie (verwässert)
EBIT pro Aktie
EBITDA pro Aktie
Free Cash Flow pro Aktie
Eigenkapital pro Aktie
Dividende pro Aktie
Ausschüttungsgrad 2
Dividenden-Rendite 3
Kurs-Gewinn-Verhältnis 3
Kurs-EBIT-Verhältnis 3
Kurs-EBITDA-Verhältnis 3
Kurs-Umsatz-Verhältnis 3
Kurs-Free-Cash Flow-Verhältnis 3
Kurs-Eigenkapital-Verhältnis 3
x
x
x
x
x
x
16.82
16.80
15.94
21.31
15.08
90.29
5.75 1
34.4%
4.9%
6.9
7.3
5.5
1.1
7.7
1.3
2010
10.61
10.61
10.90
14.02
(5.59)
81.14
4.00
38.7%
3.2%
11.7
11.4
8.9
1.7
(22.2)
1.5
2009
2008
4.48
4.48
4.84
8.61
5.77
77.34
1.50
30.8%
2.0%
16.9
15.6
8.8
1.1
13.1
1.0
10.72
10.72
12.61
15.86
5.71
70.54
3.00
25.5%
6.0%
4.7
4.0
3.2
0.6
8.8
0.7
2007
15.00
15.00
13.16
15.08
(6.04)
75.77
4.00
26.1%
2.7%
9.8
11.2
9.7
2.1
(24.3)
1.9
1 Antrag des Verwaltungsrates/Ausschüttung aus Reserve aus Kapitaleinlage
2 Basierend auf Ergebnis der weitergeführten Bereiche
3 Basierend auf Jahresendkurs
Kapitalstruktur
Das Aktienkapital von 106 Mio. CHF ist in 10 600 000 Namenaktien zu 10 CHF eingeteilt.
Davon stammen 600 000 Aktien aus der Kapitalerhöhung, die im Oktober 2007 im Rahmen der Akquisition der Espace Media Groupe durchgeführt wurde. Es besteht kein
genehmigtes oder bedingtes Kapital. Für die Aktienbeteiligungspläne hält das Unternehmen eigene Aktien gemäss Anmerkung 32, 44 und 45. Für 67.00 Prozent der Aktien
besteht ein Aktionärsbindungsvertrag. Die Mitglieder des Aktionärsbindungsvertrages
besitzen derzeit 71.80 Prozent der Aktien.
Ergebnisverwendung
Tamedia betreibt eine ergebnisorientierte Ausschüttungspraxis. In der Regel werden 35
bis 45 Prozent des Ergebnisses als Dividende ausgeschüttet.
Investor Relations
Tamedia AG
Christoph Zimmer
Leiter Unternehmenskommunikation
Werdstrasse 21
CH-8021 Zürich
Telefon: +41 (0) 44 248 41 35
Telefax: +41 (0) 44 248 50 26
E-Mail: [email protected]
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
37
Tamedia-Gruppe
Tamedia-Gruppe
Konsolidierte Erfolgsrechnung
in CHF 000
Medienertrag
Druckertrag
Übriger Betriebsertrag
Betriebsertrag
Materialaufwand und Fremdleistungen
Personalaufwand
Übriger Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Abschreibungen
Betriebsergebnis (EBIT)
Ergebnisanteil an assoziierten Gesellschaften
Finanzertrag
Finanzaufwand
Ergebnis vor Steuern
Ertragssteuern
Ergebnis der weitergeführten Bereiche
Nicht weitergeführte Bereiche
Ergebnis
davon
Anteil Aktionäre der Tamedia
Anteil Minderheitsaktionäre
Anmerkung
2011
2010 1
1 018 549
55 125
31 440
1 105 115
(176 662)
(415 328)
(287 533)
225 592
(56 825)
168 766
6 943
53 151
(13 164)
215 696
(38 634)
177 061
1 737
178 798
676 530
36 663
31 781
744 974
(134 680)
(272 923)
(191 627)
145 745
(32 381)
113 363
16 926
17 626
(9 461)
138 455
(29 028)
109 427
1 355
110 782
16
178 045
754
110 361
420
Anmerkung
2011
2010
17
17
16.82
16.80
10.61
10.61
17
16.66
10.48
17
16.64
10.48
4
5
6
7
8
9
10
11
12
12
13
15
1 Die Werte beziehen sich auf die weitergeführten Bereiche 2011.
Gewinn pro Aktie
in CHF
Ergebnis pro Aktie unverwässert
Ergebnis pro Aktie verwässert
Ergebnis der weitergeführten Bereiche pro Aktie
unverwässert
Ergebnis der weitergeführten Bereiche pro Aktie
verwässert
38
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung
in CHF 000
Ergebnis
Anteil an direkt im Eigenkapital von assoziierten
Gesellschaften erfassten Werten
Wertschwankung Finanzanlagen
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) IAS 19
Umrechnungsdifferenzen
Steuern übriges Gesamtergebnis
Direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis
Gesamtergebnis
davon
Anteil Aktionäre der Tamedia
Anteil Minderheitsaktionäre
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Anmerkung
39
23
2011
2010
178 798
110 782
–
2 937
(87 692)
45
19 276
(65 434)
(11 720)
(1 650)
(55 975)
408
14 715
(54 221)
113 365
56 560
112 611
754
56 140
420
39
Tamedia-Gruppe
Konsolidierte Bilanz
in CHF 000, per 31. Dezember
Flüssige Mittel
Kurzfristige Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kurzfristige Finanzforderungen
Laufende Steuerforderungen
Übrige kurzfristige Forderungen
Aktive Rechnungsabgrenzungen
Vorräte
Umlaufvermögen der weitergeführten Bereiche
Zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte
Umlaufvermögen
Sachanlagen
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
Vorsorgeguthaben nach IAS 19
Übrige langfristige Finanzanlagen
Latente Steuerforderungen
Immaterielle Anlagen
Anlagevermögen
Aktiven
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Laufende Steuerverbindlichkeiten
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungen
Kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristiges Fremdkapital der weitergeführten Bereiche
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit
zur Veräusserung bestimmten Vermögenswerten
Kurzfristiges Fremdkapital
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Vorsorgeverbindlichkeiten nach IAS 19
Latente Steuerverbindlichkeiten
Langfristige Rückstellungen
Langfristiges Fremdkapital
Fremdkapital
Aktienkapital
Eigene Aktien
Reserven
Eigenkapital, Anteil der Aktionäre Tamedia
Anteil Minderheitsaktionäre
Eigenkapital
Passiven
40
Anmerkung
18
19
15
20
11
23
22
14
24/25
26
27
28
29
30
15
26
23
14
30
31
32
2011
2010
114 615
2 012
161 622
353
6 213
11 651
20 690
5 431
322 586
87 598
410 184
373 686
93 692
2 308
8 046
3 840
849 227
1 330 800
1 740 983
53 515
8
133 857
295
260
17 693
11 699
3 622
220 949
22 587
243 536
318 971
203 998
20 876
9 516
5 392
431 274
990 026
1 233 563
144 633
63 599
20 343
26 843
234 463
3 597
493 479
5 948
53 734
22 878
33 306
186 461
7 097
309 426
13 100
506 579
90 104
72 156
107 823
8 539
278 622
785 201
106 000
(18 618)
852 503
939 885
15 898
955 783
1 740 983
2 293
311 719
17 449
12 976
41 761
5 918
78 104
389 823
106 000
(15 256)
748 456
839 200
4 540
843 740
1 233 563
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
Konsolidierte Mittelflussrechnung
in CHF 000
Direkte Methode
Einnahmen aus verkauften Lieferungen und Leistungen
Ausgaben für Personal
Ausgaben für bezogene Lieferungen und Leistungen
Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit
Dividenden von assoziierten Gesellschaften
Bezahlte Zinsen
Erhaltene Zinsen
Übriges Finanzergebnis
Bezahlte Ertragssteuern
Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit 1
2011
2010
1 089 912
(409 402)
(462 499)
218 011
7 806
(2 601)
294
601
(44 298)
179 813
726 892
(254 094)
(291 155)
181 643
19 130
(3 453)
448
538
(12 975)
185 331
Investitionen in Sachanlagen
Devestitionen von Sachanlagen
Investitionen in konsolidierte Gesellschaften
Devestitionen von konsolidierten Gesellschaften
Investitionen in Beteiligung an assoziierten Gesellschaften
Devestitionen von Beteiligung an assoziierten Gesellschaften
Investitionen in übrige Finanzanlagen
Devestitionen von übrigen Finanzanlagen
Investitionen in immaterielle Anlagen
Devestitionen von immateriellen Anlagen
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit 1
Mittelfluss nach Investitionstätigkeit
(37 770)
1 333
19 486
3 616
(12 699)
12 085
(2 829)
2 230
(5 682)
–
(20 229)
159 584
(6 310)
121
(14 502)
(7 597)
(192 089)
–
(2 493)
3 640
(24 098)
(118)
(243 447)
(58 116)
Gewinnausschüttung
Zunahme kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Abnahme kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Zunahme langfristige Finanzverbindlichkeiten
Abnahme langfristige Finanzverbindlichkeiten
(Rückkauf)/Verkauf eigene Aktien
Zu-/(Ab)nahme Anteile Minderheitsaktionäre
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit 1
Mittelfluss nicht weitergeführte Bereiche
Fremdwährungseinfluss
Veränderung der flüssigen Mittel
(41 637)
79 834
(148 177)
631
(770)
(3 458)
(1 329)
(114 906)
29 842
(191)
74 329
(16 078)
–
(784)
126 258
(126 949)
(7 154)
(690)
(25 398)
23 957
(532)
(60 089)
53 515
114 615
13 229
74 329
113 604
53 515
–
(60 089)
Flüssige Mittel per 1. Januar
Flüssige Mittel per 31. Dezember
Flüssige Mittel der nicht weitergeführten Bereiche per 31. Dezember
Veränderung der flüssigen Mittel
1 Die Werte beziehen sich auf die weitergeführten Bereiche 2011.
Auszug aus dem Geschäftsbericht 2011
41
Tamedia-Gruppe
Veränderung des Eigenkapitals
in CHF 000
Aktienkapital
Stand 31. Dezember 2009
106 000
Ergebnis
–
Anteil an direkt im Eigenkapital von assoziierten
Gesellschaften erfassten Werten
–
Wertschwankung Finanzanlagen
–
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) IAS 19
–
Umrechnungsdifferenzen
–
Steuern übriges Gesamtergebnis
–
Gesamtergebnis
–
Gewinnausschüttung
–
Änderung des Konsolidierungskreises
–
Aktienbasierte Vergütungen
–
(Kauf)/Verkauf eigene Aktien
–
Stand 31. Dezember 2010
106 000
Ergebnis
Wertschwankung Finanzanlagen
Versicherungsmathematische
Gewinne/(Verluste) IAS 19
Umrechnungsdifferenzen
Steuern übriges Gesamtergebnis
Gesamtergebnis
Gewinnausschüttung
Änderung des Konsolidierungskreises
Abzugebende Aktien 1
Aktienbasierte Vergütungen
(Kauf)/Verkauf eigene Aktien
Stand 31. Dezember 2011
Eigene Aktien
Umrechnungsdifferenzen
Reserven
Eigenkapital,
Anteil der
Aktionäre
Tamedia
Anteil
Minderheitsaktionäre am
Eigenkapital
Eigenkapital
(8 201)
315
706 519
804 633
5 675
810 308
–
–
110 361
110 361
420
110 782
–
–
–
(11 720)
(1 650)
(11 720)
(1 650)
–
–
(11 720)
(1 650)
–
–
–
–
–
–
–
(7 055)
(15 256)
–
408
–
408
–
–
–
–
723
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
106 000
–
–
–
–
–
–
–
–
(3 362)
(18 618)
–
45
–
45
–
–
–
–
–
768
(55 975) (55 975)
–
408
14 715
14 715
55 732
56 140
(15 606) (15 606)
–
–
1 088
1 088
–
(7 055)
747 733 839 200
178 045
2 937
178 045
2 937
(87 692) (87 692)
–
45
19 276
19 276
112 566 112 611
(41 342) (41 342)
–
–
31 025
31 025
1 753
1 753
–
(3 362)
851 735 939 885
–
(55 975)
–
408
–
14 715
420
56 560
(472) (16 078)
(1 084)
(1 084)
–
1 088
–
(7 055)
4 540 843 740
754
–
178 798
2 937
–
(87 692)
–
45
–
19 276
754 113 365
(295) (41 637)
10 899
10 899
–
31 025
–
1 753
–
(3 362)
15 898 955 783
1 Der Kaufpreis für die restlichen 49.9 Prozent des Aktienkapitals von Edipresse Suisse umfasst 250 000 Aktien der Tamedia AG. Diese wurden zum Zeitpunkt der Akquisition auf Basis des
Kurswertes per 31. Dezember 2010 mit 31.0 Mio. CHF bewertet und direkt im Eigenkapital erfasst (siehe auch Anmerkung 1).
42
Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung
Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze
Konsolidierungsgrundsätze
Allgemeines
Die konsolidierte Jahresrechnung der Tamedia AG, Werdstrasse 21, Zürich (Schweiz), und
ihrer Tochtergesellschaften wird nach den aktienrechtlichen Vorschriften und in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB) erstellt. Sie basiert auf den nach einheitlichen Richtlinien erstellten und geprüften Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften per
31. Dezember. Dabei werden alle bis zum Zeitpunkt des konsolidierten Jahresabschlusses
in Kraft getretenen Standards des IASB und Interpretationen des International Financial
Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.
Die Rechnungslegung erfordert von der Unternehmensleitung und dem Verwaltungsrat Einschätzungen und Annahmen, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualschulden, aber auch Aufwendungen und
Erträge der Berichtsperiode beeinf lussen. Diese Einschätzungen und Annahmen berücksichtigen historische Erfahrungen sowie die Entwicklungen der Wirtschaftslage und werden, wo relevant, in den Anmerkungen erwähnt. Sie unterliegen Risiken und Unsicherheiten. Die effektiven Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Die konsolidierte Jahresrechnung wurde vom Verwaltungsrat am 16. März 2012 verabschiedet. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 27. April 2012, die
konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.
Änderungen in den Rechnungslegungsregeln im Jahr 2011
In der Berichtsperiode waren verschiedene neue und revidierte Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC) erstmals anzuwenden. Bereits 2010 wurde die Änderung IFRIC 14, «IAS
19: Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung» vorzeitig angewendet. Tamedia hat 2011 die
unten stehenden Standards und Interpretationen eingeführt. Ihre erstmalige Anwendung
zog keine wesentlichen Änderungen in den Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen respektive der Vermögens- und Ertragslage nach sich.
–IAS 24, «Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen»
(revidiert)
–IAS 32, «Finanzinstrumente – Darstellung» (ergänzt)
–IFRIC 19, «Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente»
–IFRS (2010), «Verbesserungen der International Financial Reporting Standards»
Auswirkungen neuer Rechnungslegungsregeln im Jahr 2012 und später
Die erstmals für die konsolidierte Jahresrechnung 2012 oder später einzuführenden
neuen und revidierten Standards und Interpretationen werden nicht vorzeitig angewandt.
Die Anwendung der nachfolgenden Standards kann einen Einf luss auf zukünftig zu
43
Tamedia-Gruppe
erstellende Jahresabschlüsse haben. Gemäss einer vorläufigen Beurteilung dieser Standards ist insbesondere mit den folgenden Einf lüssen zu rechnen:
–IAS 19, «Leistungen an Arbeitnehmer» (ergänzt)
Mit der Änderung von IAS 19 “Leistungen an Arbeitnehmer” wird für die Ermittlung der
erwarteten Erträge nicht mehr wie bisher eine geschätzte Vermögensrendite unterstellt,
sondern neu der Diskontierungssatz zur Barwertberechnung der leistungsorientierten
Verpf lichtungen. Basierend auf einer ersten Beurteilung schätzt Tamedia, dass der Nettofinanzertrag rund 18 Mio. CHF tiefer als publiziert ausgefallen wäre, wenn diese
Methode bereits im 2011 zur Anwendung gekommen wäre. Weiter würde bei einer Erstanwendung im Zeitpunkt des Bilanzstichtages das Eigenkapital (ohne Berücksichtigung
von Steuern) bedingt durch den bisher nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand um 9 Mio. CHF entlastet.
–IFRS 9, «Finanzinstrumente»
–IFRS 10, «Konzernabschlüsse»
–IFRS 11, «Gemeinsame Vereinbarungen»
Mit dem neuen Standard ist die Quotenkonsolidierung, wie diese im 2011 angewendet
wurde, nicht mehr zulässig. Die damit verbundenen Auswirkungen sind aktuell in
Abklärung.
–IFRS 12, «Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen»
Aufgrund der Anwendung der nachfolgenden Standards und Interpretationen werden
keine wesentlichen Änderungen in den Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen
respektive der Vermögens- und Ertragslage erwartet.
–IAS 1, «Darstellung des Abschlusses» (ergänzt)
–IAS 12, «Ertragsteuern» (ergänzt)
–IAS 27, «Separate Abschlüsse» (ergänzt)
–IAS 28, «Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures» (ergänzt)
–IAS 32, «Finanzinstrumente – Darstellung» (ergänzt)
–IFRS 7, «Finanzinstrumente: Angaben» (ergänzt)
–IFRS 13, «Bemessung des beizulegenden Zeitwerts»
Konsolidierungskreis
In die konsolidierte Jahresrechnung einbezogen werden alle Gesellschaften, über die
Tamedia AG direkt oder indirekt die Kontrolle hat. Im Laufe des Berichtsjahres erworbene
Gesellschaften werden ab Kontrollübernahme in die konsolidierte Jahresrechnung einbezogen, verkaufte Gesellschaften ab Kontrollabgabe aus der Rechnung ausgeschlossen.
Konsolidierungsmethode
Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag der im Konsolidierungskreis enthaltenen
Gesellschaften, an denen die Tamedia AG direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der
Stimmrechte hält oder in anderer Weise die Kontrolle über die finanziellen und operativen Entscheidungen ausübt, werden nach der Methode der Vollkonsolidierung zu 100 Prozent erfasst. Die Anteile der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Ergebnis werden in der Bilanz und in der Erfolgsrechnung separat ausgewiesen.
Gemeinschaftsunternehmen, an denen die Tamedia AG direkt oder indirekt 50 Prozent
der Stimmrechte hat oder bei denen sie aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zusam44
men mit Partnern die Kontrolle über die finanziellen und operativen Entscheidungen ausübt, werden nach der Methode der Quotenkonsolidierung erfasst.
Anteile an Gesellschaften, bei welchen die Tamedia AG direkt oder indirekt unter
50 Prozent der Stimmenanteile hat und keine Kontrolle über die finanziellen und operativen Entscheide ausübt, aber wesentlichen Einf luss hat, werden nach der Equity-Methode
behandelt. Ihre Erfassung in der konsolidierten Jahresrechnung ist entsprechend unter
den langfristigen Finanzanlagen erläutert.
Kapitalkonsolidierung
Die Anteile am Eigenkapital konsolidierter Gesellschaften werden nach der Erwerbsmethode (Akquisitions-Methode) erfasst. Dabei besteht bei jedem Unternehmenszusammenschluss die Wahlmöglichkeit, die Minderheitsbeteiligung nach der Bewertungsmethode
Fair Value oder mit dem proportionalen Anteil an den erworbenen Vermögensgegenständen zu bewerten. Bei Unternehmen, deren Akquisition in mehreren Schritten erfolgt, werden bisher gehaltene Anteile mit dem Fair Value zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs
berücksichtigt. Dabei anfallende Gewinne oder Verluste sowie im Zusammenhang mit
dem Erwerb anfallende Kosten werden direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.
Behandlung gruppeninterner Gewinne (Zwischengewinne)
Noch nicht durch Verkäufe an Dritte realisierte Zwischengewinne auf konzerninternen
Lieferungen sowie Erfolge auf gruppeninternen Übertragungen von Sachanlagen und
Beteiligungen werden eliminiert.
Fremdwährungsumrechnung
Die konsolidierte Jahresrechnung von Tamedia wird in CHF dargestellt. Die Bilanzierung
der monetären Positionen in fremder Währung in den Einzelabschlüssen erfolgt zum
Bilanzstichtagskurs. Transaktionen in fremder Währung während des Geschäftsjahres
werden zum Monatskurs verbucht. Die entsprechenden Kursdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Bewertungsgrundsätze
Flüssige Mittel
Die f lüssigen Mittel umfassen Kassabestände, Post- und Bankguthaben sowie Festgelder
mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten, die zu Nominalwerten bewertet sind.
Kurzfristige Finanzanlagen
Unter den kurzfristigen Finanzanlagen werden Wertschriften sowie Fest-, Sicht- und
Depositgelder mit einer Laufzeit von ursprünglich über drei bis maximal zwölf Monaten
und kurzfristige derivative Finanzinstrumente ausgewiesen.
Kotierte Wertschriften werden zum Börsenkurs per Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung nicht kotierter Wertschriften erfolgt zu Marktwerten. Festgelder sowie Sicht- und
Depositgelder werden zu Nominalwerten bewertet. Für diese Positionen wie auch für
Wertschriften werden sowohl realisierte als auch unrealisierte Kursdifferenzen erfolgs45
Tamedia-Gruppe
wirksam verbucht. Davon ausgenommen sind nicht realisierte Kursdifferenzen aus derivativen Finanzinstrumenten, die als «Accounting Hedges» bezeichnet werden (vgl. die
Bewertungsgrundsätze für derivative Finanzinstrumente).
Forderungen
Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Forderungen, deren Eingang fraglich ist, werden erfolgswirksam einzelwertberichtigt. Das allgemeine Risiko wird durch eine Wertberichtigung unter Berücksichtigung von historischen Erfahrungswerten abgedeckt.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der gewichteten
Durchschnittsmethode, höchstens jedoch zum realisierbaren Wert abzüglich erwarteter
Fertigstellungs- und Verkaufskosten bewertet.
Artikel mit einem geringen Lagerumschlag und nur erschwert veräusserbare Artikel
werden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien wertberichtigt.
Sachanlagen
Die Bewertung erfolgt höchstens zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich
betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen mit Ausnahme der Grundstücke, die
zu Anschaffungskosten bilanziert werden.
Grundstücke und Gebäude werden als nicht betriebliche Liegenschaften (Renditeliegenschaften) klassiert, wenn sie mit der Absicht gehalten werden, ganz oder teilweise an
Dritte vermietet zu werden und diese Teile der Liegenschaft separat veräussert werden
könnten. Falls Liegenschaften, die zu weniger als 50 Prozent betrieblich genutzt werden,
nicht separat veräussert werden können, werden sie ebenfalls als nicht betriebliche Liegenschaften (Renditeliegenschaften) klassifiziert. Der im Anhang offenzulegende Marktwert wird auf der Basis der «Discounted Cash Flow»-Methode periodisch ermittelt. Die
Renditeliegenschaften werden, gleich wie die betrieblichen Liegenschaften, zu Anschaffungskosten bilanziert.
Ausbauten in gemieteten Liegenschaften werden aktiviert und entsprechend der Dauer
des Mietvertrages abgeschrieben. Dabei werden allfällige Optionen zur Verlängerung der
Mietverträge nicht berücksichtigt. Sofern gemäss Mietvertrag bei Ablauf eine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes verlangt ist, werden planmässig Rückstellungen
zum Barwert gebildet. Nicht wertvermehrende Unterhalts- und Reparaturkosten werden
direkt der Erfolgsrechnung belastet.
Die Abschreibungen erfolgen – mit Ausnahme von betriebswirtschaftlich notwendigen
Sonderabschreibungen – linear nach Massgabe der innerhalb der Gruppe vereinheitlichten Nutzungsdauer.
46
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
Betriebliche Gebäude
Nicht betriebliche Liegenschaften
Umbauten und Sanierungen
Mieterausbau
Installationen und bauliche Nebenanlagen
Maschinen und Anlagen
Fahrzeuge
Mobiliar
Informatikanlagen
40 Jahre
40 Jahre
3–25 Jahre
3–25 Jahre
3–25 Jahre
3–15 Jahre
4–10 Jahre
5–10 Jahre
3–5 Jahre
Langfristige Finanzanlagen
Unter den langfristigen Finanzanlagen werden Anteile an assoziierten Gesellschaften,
sonstige Beteiligungen, langfristige Darlehen, Finanzanlagen («Held to Maturity»), langfristige derivative Finanzinstrumente und die übrigen langfristigen Finanzanlagen ausgewiesen.
Anteile an assoziierten Gesellschaften (Stimmenanteil direkt oder indirekt zwischen
20 Prozent und weniger als 50 Prozent ohne Kontrolle über die finanziellen und operativen Entscheide oder Stimmenanteil unter 20 Prozent, wenn eine massgebliche Einf lussnahme auf eine andere Art gegeben ist) werden nach der «Equity»-Methode anteilsmässig
erfasst. Den Anschaffungswert übersteigende Verluste werden nur dann bilanziert, wenn
sich Tamedia rechtlich oder faktisch verpf lichtet, sich an weiter gehenden Verlusten zu
beteiligen oder an einer – laufenden oder eingeleiteten – Sanierung teilzunehmen.
Sonstige Beteiligungen (Stimmenanteil unter 20 Prozent) werden zu Marktwerten
bewertet. Unrealisierte Erfolge – netto nach Steuern – werden über die Gesamtergebnisrechnung verbucht. Minderwerte aus Impairment werden erfolgswirksam erfasst.
Die Bewertung von langfristigen Darlehen erfolgt zu Anschaffungskosten. Finanzanlagen, gehalten bis zu ihrer Fälligkeit, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Langfristige derivative Finanzinstrumente («Held for Trading») werden zu Marktwerten
bewertet. Sowohl realisierte wie auch unrealisierte Kursdifferenzen werden erfolgswirksam verbucht, mit Ausnahme von solchen aus derivativen Finanzinstrumenten, die als
«Accounting Hedges» bezeichnet werden (vgl. Bewertungsgrundsätze für derivative
Finanzinstrumente).
Auch für die übrigen langfristigen Finanzanlagen («Available for Sale») erfolgt die
Bewertung zu Marktwerten. Unrealisierte Erfolge – netto nach Steuern – werden über
die Gesamtergebnisrechnung verbucht. Minderwerte aus Impairment werden erfolgswirksam erfasst.
Immaterielle Anlagen
Erworbene immaterielle Werte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die
erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Immaterielle Werte mit unbestimmter
Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderungen überprüft. Ebenfalls wird über-
47
Tamedia-Gruppe
prüft, ob die Nutzungsdauer nach wie vor unbestimmt ist. Eigene Leistungen für immaterielle Werte werden laufend der Erfolgsrechnung belastet.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
Goodwill
Markenrechte/URL
Kundenstämme/Verlagsrechte
Aktivierte Softwareprojektkosten
keine Abschreibung
keine Abschreibung
5–20 Jahre
3–5 Jahre
Goodwill und immaterielle Werte
Bei der Erstkonsolidierung werden die Aktiven und die Verbindlichkeiten einer Gesellschaft – oder die übernommenen Nettoaktiven – und die Eventualverbindlichkeiten zu
Marktwerten bewertet. Eine positive Differenz zwischen dem Erwerbspreis und dem nach
diesen Grundsätzen ermittelten Nettoaktiven wird im Erwerbsjahr als Goodwill aktiviert.
Der so ermittelte Goodwill wird nicht abgeschrieben, sondern einer jährlichen Impairmentprüfung unterzogen. Bei Hinweisen auf eine Wertreduktion des Goodwills wird eine
Neubeurteilung durchgeführt, und im Bedarfsfall werden allfällig notwendige Sonderabschreibungen vorgenommen. Eine allfällige negative Differenz zwischen dem Erwerbspreis und dem ermittelten Eigenkapital wird sofort erfolgswirksam erfasst.
Beim Verkauf von konsolidierten Gesellschaften wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den Nettoaktiven, die auch einen allenfalls noch bestehenden Goodwill
umfassen, als Beteiligungserfolg in der konsolidierten Erfolgsrechnung ausgewiesen.
Marktstellung
Die Stellung, die ein Unternehmen oder ein Produkt im Markt zum Zeitpunkt des
Abschlusses des Kaufvertrages innehat, wird im Kaufpreis ref lektiert, der für diese Akquisition bezahlt wird. Diese Stellung ist per se nicht separierbar und deshalb auch nicht
bewertbar. Sie ist integrierender Bestandteil des erworbenen Goodwills.
Wertminderungen im Anlagevermögen (Impairment)
Die Werthaltigkeit von Sachanlagen, immateriellen Anlagen mit beschränkter Nutzungsdauer und übrigem Anlagevermögen wird immer dann überprüft, wenn aufgrund von
Ereignissen oder veränderten Umständen eine Wertbeeinträchtigung der Buchwerte möglich erscheint. Die Ermittlung der Werthaltigkeit basiert auf Einschätzungen und Annahmen des Managements. Die effektiv erzielten Werte können demnach von diesen Schätzungen abweichen. Wenn der Buchwert den realisierbaren Wert übersteigt, erfolgt eine
erfolgswirksame Sonderabschreibung auf jenen Wert, der aufgrund der diskontierten,
erwarteten zukünftigen Einnahmen wieder erzielbar erscheint, oder auf einen höheren
Nettoverkaufswert.
Zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte
Unter diesen Positionen werden einzelne zum Verkauf gehaltene Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten beziehungsweise solche von aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Umbuchung erfolgt nur dann, wenn das Management den Verkauf beschlos48
sen hat und aktiv mit der Suche nach Käufern begonnen wurde. Zudem muss der Vermögensgegenstand oder die Veräusserungsgruppe sofort veräusserbar sein. Die Transaktion
sollte grundsätzlich innerhalb eines Jahres stattfinden. Langfristige Vermögenswerte oder
Veräusserungsgruppen, die zum Verkauf klassifiziert sind, werden nicht mehr planmässig abgeschrieben. Gegebenenfalls erfolgt eine ausserplanmässige Wertminderung. Der
daraus resultierende Gewinn oder Verlust (nach Steuern) aus nicht weitergeführten Bereichen resp. allfälliger Bewertungsanpassungen von zur Veräusserung bestimmten Vermögenswerten wird in der Anmerkung «Nicht weitergeführte Bereiche» separat ausgewiesen.
Leasing
Mittels Leasingverträgen erworbene Sachanlagen, welche die konsolidierten Gesellschaften hinsichtlich Nutzen und Gefahr einem Eigentümer gleichsetzen, werden als Finanzleasing klassifiziert. Dabei werden bei Vertragsbeginn der Anschaffungs- bzw. der tiefere
Nettobarwert der zukünftigen, unkündbaren Leasingzahlungen als Anlagevermögen aktiviert sowie die entsprechenden Verpf lichtungen passiviert und je nach Fälligkeit unter
den kurz- bzw. langfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgeführt.
Gewinne aus «Sale and Leaseback»-Transaktionen, die der Definition von Finanzleasing
entsprechen, werden in der Bilanz passiviert und über die Dauer des Leasingvertrages
realisiert.
Leasingraten für operatives Leasing werden linear verbucht und direkt der Erfolgsrechnung belastet.
Rückstellungen
Rückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn eine Verpf lichtung besteht oder wahrscheinlich erscheint, welche auf ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist,
und wenn die Verpf lichtung zuverlässig geschätzt werden kann.
Mögliche Verpf lichtungen und solche, die nicht zuverlässig geschätzt werden können,
werden als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen.
Personalvorsorge
Die Personalvorsorge in der Gruppe richtet sich nach den Vorschriften und Gegebenheiten in der Schweiz. Die Mehrzahl der Mitarbeitenden ist in den autonomen Personalvorsorgeeinrichtungen der Tamedia Gruppe bezüglich Alter, Invalidität und Tod versichert. Die anderen Mitarbeitenden sind über Kollektivversicherungsverträge bei
Versicherungsgesellschaften versichert. Die Beiträge der beruf lichen Vorsorge werden
durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemäss den gesetzlichen Vorschriften und den
Bestimmungen der jeweiligen Reglemente geleistet.
Die Vorsorgeverpf lichtungen werden bei den – gemäss den Kriterien von IFRS – als
«leistungsorientiert» definierten Plänen alle Jahre durch einen unabhängigen Versicherungsexperten nach der «Projected Unit Credit»-Methode berechnet. Die Verpf lichtungen
entsprechen dem Barwert der zu erwartenden zukünftigen Mittelf lüsse. Das Planvermögen und die Planerträge werden jährlich ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
49
Tamedia-Gruppe
Ein wirtschaftlicher Nutzen resultiert, wenn das Unternehmen in Zukunft eine Beitragsreduktion realisieren kann. Der Betrag, der dem Unternehmen als zukünftige Beitragsreduktion zur Verfügung stehen soll, wird als Barwert der Differenz zwischen Dienstzeitaufwand nach IAS 19 und reglementarischen Beiträgen definiert und ist unter
Berücksichtigung der Begrenzung gemäss IAS 19.58 zu aktivieren. Dabei werden auch die
Auswirkungen von Arbeitgeberbeitragsreserven etc. berücksichtigt.
Vom Vorsorgeaufwand werden der laufende Dienstzeitaufwand, Planverbesserungskosten etc. im Personalaufwand ausgewiesen, während die erwartete Rendite auf dem
Planvermögen und die Zinsaufwendungen im Finanzergebnis erfasst werden.
Für die leistungsorientierten Pläne wird die Unterdeckung in der Bilanz als Rückstellung
ausgewiesen. Zu deren Ermittlung wird der Barwert der Vorsorgeverpf lichtungen dem
Vermögen zu Marktwerten gegenübergestellt. Eine Aktivierung erfolgt, sofern die Rechnungslegungsregeln dies erfordern oder wenn sie für die Gruppe künftige Kostenentlastungen bringen kann.
Die Berechnungen zur Ermittlung von Planvermögen, Vorsorgeverbindlichkeiten und
Vorsorgeaufwand berücksichtigen langfristige versicherungsmathematische Annahmen,
die von den effektiven Ergebnissen abweichen können und einen Einf luss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Beiträge an beitragsorientierte Pläne werden erfolgswirksam gebucht.
Steuern
Die laufenden Ertragssteuern werden periodengerecht aufgrund der im Berichtsjahr lokal
ausgewiesenen Geschäftsergebnisse der konsolidierten Gesellschaften erfasst.
Die latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden zwischen Steuer- und konsolidierten Werten werden nach der «Liability»-Methode ermittelt und zurückgestellt. Dabei werden alle zeitlichen Differenzen zwischen den steuerrechtlichen Abschlüssen und den in
der konsolidierten Jahresrechnung enthaltenen Werten berücksichtigt. Massgebend sind
die zu erwartenden lokalen Steuersätze. Die Veränderung der latenten Steuern wird
erfolgswirksam erfasst.
Latente Steuern auf Verlustvorträgen und aus zeitlichen Differenzen werden nur aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass sich in Zukunft Gewinne realisieren lassen, mit
denen die Verlustvorträge beziehungsweise die abzugsfähigen Differenzen steuerlich verrechnet werden können.
Produkte-Entwicklung
Alle während des Jahres angefallenen Kosten für Produkte-Entwicklung werden erfolgswirksam verbucht, sofern die restriktiven Aktivierungserfordernisse für die Entwicklungskosten nach IAS 38 nicht vollumfänglich erfüllt sind.
Betriebsertrag
Betriebsertrag aus Verkäufen oder Dienstleistungen wird zum Zeitpunkt erfasst, in dem
die Produkte geliefert oder die Dienstleistungen erbracht werden. Er versteht sich nach
Abzug von Erlösminderungen, Debitorenverlusten und Mehrwertsteuer. Erträge und Aufwendungen aus Gegengeschäften werden brutto ausgewiesen. Noch nicht erbrachte
Gegenleistungen werden abgegrenzt.
50
Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung erfolgt anhand von nach Märkten gegliederten Geschäftsfeldern. Das Geschäftsfeld Print Regional umfasst sämtliche Regionalzeitungen und
Anzeiger. Das Geschäftsfeld Print National umfasst alle Zeitungen und Zeitschriften mit
einer überregionalen Ausrichtung sowie die Services, die fast ausschliesslich für interne
Kunden tätig sind. Im Geschäftsfeld Digital werden alle Onlinemedien zusammengefasst.
Die vorliegend beschriebenen Rechnungslegungsgrundsätze werden auch in der Segmentberichterstattung angewandt.
Ertrag, Aufwand und Ergebnis der verschiedenen Segmente beinhalten Verrechnungen
zwischen den Geschäftsfeldern. Solche Verrechnungen werden zu marktkonformen Konditionen vorgenommen.
Derivative Finanzinstrumente
Terminkontrakte und Optionen werden nicht spekulativ, sondern selektiv und ausschliesslich zur Reduktion geschäftsbedingter Währungs- und Zinsrisiken mit Finanzinstituten getätigt. Devisenderivate werden nach Massgabe der Abwicklung abgesicherter
Positionen entweder zusammen mit den entsprechenden Grundgeschäften oder separat
per Bilanzstichtag zum Marktwert bewertet.
Derivative Finanzinstrumente, wie beispielsweise Zinssatz-Swaps, Devisengeschäfte
und bestimmte in Basisverträge eingebettete derivative Finanzinstrumente, werden in der
Bilanz entweder als kurzfristige oder langfristige Finanzanlage oder -verbindlichkeit zu
Marktwerten erfasst. Die Veränderung der Marktwerte wird entweder erfolgswirksam oder
in der Gesamtergebnisrechnung verbucht, abhängig davon, zu welchem Zweck das jeweilige derivative Finanzinstrument eingesetzt wird.
Bei sogenannten und als solche qualifizierten «Fair Value Hedges» wird die Veränderung des Marktwertes des wirksamen Anteiles (des derivativen Finanzinstrumentes und
des abgesicherten Grundgeschäftes) sofort erfolgswirksam verbucht. Bei den als
«Cash Flow Hedges» (Absicherung der Mittelf lüsse) bezeichneten und als solche qualifizierten derivativen Finanzinstrumenten wird die Veränderung des Marktwertes des wirksamen Anteiles des derivativen Finanzinstrumentes so lange über die Gesamtergebnisrechnung verbucht, bis das gesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam verbucht wird.
Die Veränderung des Marktwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als
«Accounting Hedges» (im oben genannten Sinne) bezeichnet oder als solche qualifiziert
werden, wird erfolgswirksam als Bestandteil des Finanzertrags/-aufwandes erfasst. Dies
gilt auch für im oben genannten Sinne gehandhabte «Fair Value Hedges» und «Cash
Flow Hedges» ab dem Zeitpunkt, ab dem diese Finanzinstrumente nicht mehr als solche
«Accounting Hedges» qualifiziert werden.
Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften und nahestehenden Personen
Geschäftsbeziehungen mit assoziierten Gesellschaften und nahestehenden Personen werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt. Angaben zu den Bezügen des Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung werden in einer Anmerkung und im Abschnitt
«Corporate Governance» offengelegt.
51
Tamedia-Gruppe
Mitarbeitenden-Gewinnbeteiligungsmodell
Im Rahmen des Mitarbeitenden-Gewinnbeteiligungsmodells ermöglicht Tamedia dem
Kader und den Mitarbeitenden den Bezug von Aktien der Gesellschaft (siehe auch Anmerkung 45). Die damit verbundenen Kosten werden zum Zeitpunkt des Entstehens erfolgswirksam als Personalaufwand erfasst. Um das damit verbundene Risiko abzudecken, werden eigene Aktien gekauft.
52
Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung, Bilanz, Mittelflussrechnung
und zur Veränderung des Eigenkapitals
Die in der konsolidierten Jahresrechnung aufgeführten Werte werden gerundet ausgewiesen. Da die Berechnungen mit einer grösseren Zahlengenauigkeit erfolgen, können
geringe Rundungsdifferenzen entstehen.
Anmerkung 1
Änderungen im Konsolidierungskreis
Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich im Konsolidierungskreis folgende wesentliche Änderungen:
Akquisitionen von konsolidierten Gesellschaften
PPSR Presse Publications SR S.A.
Edipresse und Tamedia haben am 3. März 2009 bekannt gegeben, ihr Geschäft in der
Schweiz schrittweise zusammenzuführen. In einem ersten Schritt hatte Tamedia per
1. Januar 2010 insgesamt 49.9 Prozent des Aktienkapitals der Presse Publications SR S.A.
(Edipresse Suisse) für 206.3 Mio. CHF in bar übernommen. In einem zweiten Schritt hatte
Tamedia ihre Beteiligung auf Anfang 2011 um weitere 0.2 Prozent des Aktienkapitals
erhöht und damit die Kontrolle bei Edipresse Suisse übernommen. Der Kaufpreis dafür
betrug 1.0 Mio. CHF. Edipresse Suisse wird seit dem 1. Januar 2011 vollkonsolidiert, nachdem die Gesellschaft 2010 noch mittels Equity-Bewertung als Beteiligung an einer assoziierten Gesellschaft erfasst worden war.
Im Zusammenhang mit der Kontrollübernahme auf Anfang 2011 verständigten sich
Edipresse und Tamedia darauf, ihr Schweizer Geschäft bereits 2011, statt wie im ursprünglichen Vertrag vorgesehen per 1. Januar 2013, zusammenzuführen. Der weitgehend
fixierte Kaufpreis für die vorzeitig erworbenen restlichen 49.9 Prozent des Aktienkapitals
von Edipresse Suisse liegt zwischen geschätzt 269.8 und 330.2 Mio. CHF in bar sowie
250 000 Aktien der Tamedia AG und wird über einen Zeitraum von zwei Jahren fällig.
Tamedia hat 2011 141.2 Mio. CHF und 2012 59.2 Mio. CHF in bar entrichtet. Der im ersten Quartal 2013 fällig werdende Teil wird zwischen 69.4 und 129.8 Mio. CHF in bar liegen und 250 000 Aktien der Tamedia AG einschliessen.
Die Unternehmensleitung schätzte anlässlich der Erstkonsolidierung, dass der letzte
Teil des zu erbringenden Kaufpreises sich auf 99.1 Mio. CHF in bar belaufen wird. Seine
Höhe wird im Wesentlichen durch die Entwicklung des Geschäftsgangs beeinf lusst,
gemessen am Umsatz 2012 ausgewählter Aktivitäten. Der Wert der Aktien der Tamedia
AG wird auf Basis des Kurswertes per 31. Dezember 2010 mit 31.0 Mio. CHF resp. mit
124.10 CHF pro Aktie im Kaufpreis berücksichtigt. Der für die Abdiskontierung der einzelnen Kaufpreisbestandteile verwendete Diskontsatz entspricht dem 3-Monats-Libor
zuzüglich 50 resp. 100 Basispunkte für den ersten resp. zweiten Teil. Dies entspricht dem
mit Edipresse vertraglich vereinbarten Zinssatz, der im Falle einer vorzeitigen bzw. nach
Fälligkeit erfolgenden Barabgeltung zur Anwendung käme. Nach Abdiskontierung der
einzelnen Kaufpreisbestandteile beläuft sich der geschätzte Fair Value zum Zeitpunkt der
Akquisition der vorzeitig erworbenen, restlichen 49.9 Prozent des Aktienkapitals der Edipresse Suisse auf gesamthaft 324.1 Mio. CHF. Die Finanzierung der noch offenen Kauf-
53
Tamedia-Gruppe
preisverpf lichtung erfolgt in erster Linie durch eigene Mittel und soweit erforderlich
durch bestehende Betriebskreditlimiten.
Die Kaufpreisverpf lichtung für die vorzeitig erworbenen restlichen 49.9 Prozent wurde
als kurz- bzw. langfristige finanzielle Verpf lichtung erfasst. Die Höhe der variablen langfristigen Verpf lichtung wird regelmässig überprüft. Eine Abweichung zur erstmaligen
Erfassung der Verpf lichtung aufgrund einer Neubeurteilung des zu erwartenden
Geschäftsganges von Edipresse Suisse wird wie folgt im Finanzergebnis erfasst: Steigt die
Restkaufpreisverpf lichtung, führt die Differenz zu einem Finanzaufwand; reduziert sie
sich, wird die Differenz als Finanzertrag erfasst. Aufgrund der Entwicklung des Geschäftsgangs werden die Umsätze ausgewählter Aktivitäten, die für die Bestimmung des letzten
Teils des Kaufpreises relevant sind, geringer eingeschätzt als zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs. Der erwartete Wert der Kaufpreisverpf lichtung reduzierte sich deshalb von
99.1 Mio. CHF auf 88.2 Mio. CHF. Abdiskontiert beträgt der Wert per Ende 2011
85.9 Mio. CHF. Die Differenz von 10.6 Mio. CHF zur bisher erwarteten Höhe der Kaufpreisverpf lichtung wurde als Finanzertrag erfasst. Ebenfalls erfolgswirksam erfasst wurde die
Aufzinsung des Barwerts der Verpf lichtung zur Bezahlung des Restkaufpreises in Höhe
von 3.8 Mio. CHF.
Da die Akquisition in mehreren Schritten erfolgte, sind die bisher gehaltenen Anteile
an Edipresse Suisse, inklusive der gemeinsam geführten Joint Ventures 20 minutes
Romandie, Comfriends, Homegate und Jobup, mit dem Fair Value von 250.4 Mio. CHF
zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs zu berücksichtigen. Die Abweichung zum bisherigen Wert dieser Anteile liegt bei 12.1 Mio. CHF und wird als Gewinn im Finanzergebnis
ausgewiesen. Die Anteile von Minderheitsaktionären wurden auf Basis der ermittelten
Marktwerte der Aktiven und des Fremdkapitals von Homegate nach Berücksichtigung
eines Minderheitenabschlags von 20 Prozent erfasst. Im Zusammenhang mit der Transaktion wurden Kosten in der Höhe von 0.1 Mio. CHF erfolgswirksam erfasst.
Die erfassten Aktiven betragen 789.3 Mio. CHF, die Verbindlichkeiten 202.0 Mio. CHF.
Die wesentlichsten Positionen und der seit dem 1. Januar 2011 berücksichtigte Ergebnisbeitrag gehen aus der unten stehenden Übersicht hervor. Die ausgewiesenen Aktiven
umfassen Goodwill in Höhe von 179.1 Mio. CHF, der durch die bisherige Marktstellung in
der Westschweiz sowie durch die nachstehend aufgeführten erwarteten Synergieeffekte
entstanden ist:
–Zusammenlegung der beiden Pendlerzeitungen 20 minutes und Le Matin bleu sowie der
Aktivitäten im Bereich der Online-Rubrikenplattformen
–Stärkung der regionalen Tageszeitungen, Sonntagszeitungen, Zeitschriften und OnlinePlattformen durch die Entwicklung neuer, gemeinsamer Medienangebote
–Angebote für Werbekunden, die insbesondere auch nationale Lösungen ermöglichen
–Kostenverbesserungen in den zentralen Bereichen wie Druck, Vertrieb und technische
Infrastruktur
Es wird davon ausgegangen, dass der Goodwill steuerlich nicht abzugsfähig ist.
54
in CHF 000
Bezahlte flüssige Mittel
Kaufpreisverpflichtung
Abzugebende Aktien der Tamedia AG
Kaufpreis
Eigenkapitalwert der bisher gehaltenen Anteile vor Aufwertungserfolg
+/– Aufwertungserfolg
Fair Value der bisher gehaltenen Anteile
Gegenwert der Transaktion nach Aufwertungserfolg
in CHF 000
Flüssige Mittel
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Aktive Rechnungsabgrenzungen
Sachanlagen
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
Übrige langfristige Finanzanlagen
Immaterielle Anlagen
Übrige Aktiven
Aktiven
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Passive Rechnungsabgrenzungen
Latente Steuerverbindlichkeiten
Rückstellungen
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Vorsorgeverbindlichkeiten nach IAS 19
Übrige Verbindlichkeiten
Fremdkapital
Nettoaktiven
Verbleibende Minderheitsaktionäre
Kaufpreis
Gekaufte flüssige Mittel (ohne bisher gehaltene Anteile an Joint Ventures)
Bezahlte flüssige Mittel
Mittelzunahme/(-abnahme)
Seit Akquisitionsdatum berücksichtigter Umsatz
Seit Akquisitionsdatum berücksichtigtes Ergebnis
Total
1 000
293 091
31 025
325 116
238 345
12 077
250 422
575 538
Definitive Werte bei
Erstkonsolidierung
32 656
42 402
7 452
69 574
47 555
23 179
562 164
4 291
789 272
(16 358)
(62 812)
(90 564)
(5 922)
(11 283)
(917)
(14 114)
(201 971)
587 301
(11 763)
575 538
27 742
(1 000)
26 742
406 745
57 855
Die Aktiven umfassen Forderungen mit einem Fair Value von 42.4 Mio. CHF. Der Bruttobetrag dieser Forderungen beträgt 43.9 Mio. CHF, wovon 1.5 Mio. CHF wertberichtigt wurden.
55
Tamedia-Gruppe
Car4you Schweiz AG
Die Tamedia AG hatte sich Anfang Januar 2010 zu 15 Prozent an der Betreiberin des
Online-Fahrzeugportals car4you.ch beteiligt und per 1. Januar 2011 die übrigen 85 Prozent
übernommen. Der Preis der Transaktion belief sich auf 6.0 Mio. CHF in bar, der Fair Value
der bisher gehaltenen Anteile auf 0.9 Mio. CHF. Bei der Erstkonsolidierung wurden Aktiven von 9.5 Mio. CHF und Verbindlichkeiten von 2.6 Mio. CHF übernommen. Die Aktiven
umfassen neben f lüssigen Mitteln von 0.6 Mio. CHF auch Goodwill im Umfang von 6.1
Mio. CHF. Es wird davon ausgegangen, dass der Goodwill steuerlich nicht abzugsfähig ist.
Der seit dem 1. Januar 2011 berücksichtigte Umsatz beläuft sich auf 3.2 Mio. CHF, das
Ergebnis der gleichen Periode auf –1.1 Mio. CHF.
Veräusserung von konsolidierten Gesellschaften
FMM Fachmedien Mobil AG
Auf den 1. September 2011 hat Tamedia ihre 100-Prozent-Beteiligung an der FMM Fachmedien Mobil AG, welche die Automobil Revue und die Revue Automobile verlegte, an den Basler Verleger Dominique Hiltbrunner veräussert.
Durch die Dekonsolidierung der FMM Fachmedien Mobil AG entfielen Aktiven von
8.5 Mio. CHF (davon f lüssige Mittel in der Höhe von 2.2 Mio. CHF) und Fremdkapital von
3.2 Mio. CHF. Der Verkaufspreis betrug 5.8 Mio. CHF. Der Erfolg in der Höhe der Differenz
zwischen dem konsolidierten Eigenkapital und dem Verkaufspreis aus der Transaktion
wird im Finanzergebnis unter Gewinn aus dem Verkauf von Beteiligungen in Anmerkung
12 ausgewiesen. Angaben zu nicht weitergeführten Bereichen finden sich in Anmerkung 15.
Weitere Veränderungen im Konsolidierungskreis
–Die 20 minuti Ticino SA, welche die neue Pendlerzeitung 20 minuti für das Tessin
herausgibt, wurde zu 50 Prozent an die desminüt SA veräussert.
–Die March Höfe Zeitung Verlag AG, die Zürcher Unterland Medien AG und die Zürichsee Presse AG wurden rückwirkend per 1. Januar 2011 in die Zürcher Regionalzeitungen AG fusioniert.
–Die Scoup AG, welche die neue Aktionsplattform scoup.ch lancierte, wurde zu 25 Prozent
an das Gründerteam veräussert.
Im Berichtsjahr 2010 erfolgten die nachstehenden wesentlichen Akquisitionen und Veräusserungen, die aufgrund der Anforderungen von IAS 1, «Darstellung des Abschlusses»,
auch in diesem Geschäftsbericht ausgewiesen werden müssen:
Akquisitionen von konsolidierten Gesellschaften
Comfriends SA und Jobup AG
Auf den 1. Januar 2010 hat Tamedia die Beteiligung an der Comfriends SA um weitere
30 Prozent auf 50 Prozent erhöht und 50 Prozent der Jobup AG erworben. In diesen beiden Gesellschaften legten Edipresse und Tamedia ihre Online-Marktplätze für Partnerschafts- und Stellenanzeigen zusammen. Die Kosten der Transaktion beliefen sich auf
56
15.1 Mio. CHF in bar. Bei der Erstkonsolidierung wurden Aktiven von 20.7 Mio. CHF und
Verbindlichkeiten von 4.4 Mio. CHF übernommen. Die Aktiven umfassen neben f lüssigen
Mitteln von 0.04 Mio. CHF auch Marken, Kundenstamm, Plattform und Goodwill im Umfang von 17.4 Mio. CHF. Der seit dem 1. Januar 2010 berücksichtigte Ergebnisbeitrag
(EBITDA) beläuft sich auf 4.2 Mio. CHF.
Zürichsee Presse AG und Zürcher Unterland Medien AG
Am 1. Mai 2010 hat Tamedia 40 Prozent der Zürichsee Presse AG, 100 Prozent der Zürcher
Unterland Medien AG und 37.6 Prozent der Zürcher Oberland Medien AG von der FPH
Freie Presse Holding AG sowie 60 Prozent der Zürichsee Presse AG von der Zürichsee
Medien AG übernommen. Die Gesellschaften, über die Tamedia direkt oder indirekt die
Kontrolle erworben hat, werden mittels Vollkonsolidierung berücksichtigt. Die Zürcher
Oberland Medien AG wird mittels Equity-Bewertung als Beteiligung an einer assoziierten
Gesellschaft erfasst und ist in der nachfolgenden Übersicht der Werte bei Erstkonsolidierung nicht enthalten.
Die Kosten der gesamten Transaktion beliefen sich auf 48.2 Mio. CHF, davon
18.5 Mio. CHF in bar und 32.6 Mio. CHF in Anrechnung für die Huber & Co. AG, die durch
Abtausch an die FPH Freie Presse Holding AG überging (siehe weiter unten). Der Baranteil
wurde durch eine Ausgleichszahlung für Liquidität und abweichende Bewertungen von
Liegenschaften um 2.9 Mio. CHF reduziert.
Bei der Erstkonsolidierung wurden Aktiven von 77.7 Mio. CHF und Verbindlichkeiten
von 38.7 Mio. CHF erfasst. Die Aktiven umfassen den durch erwartete Synergieeffekte zwischen den Zürcher Regionalzeitungen, die Zusammenlegung der Druckzentren und die
Kooperation mit dem Tages-Anzeiger im Werbemarkt sowie in der Lokalberichterstattung
entstandenen Goodwill. Es wird davon ausgegangen, dass der Goodwill steuerlich nicht
abzugsfähig ist. Die wesentlichsten Positionen und der seit dem 1. Mai 2010 berücksichtigte Ergebnisbeitrag gehen aus der nachfolgenden Übersicht hervor.
in CHF 000
Definitive
Werte bei
Erstkonsolidierung
Aktiven
Fremdkapital
Nettoaktiven
Verbleibende Minderheitsaktionäre
Kaufpreis
Gekaufte flüssige Mittel
Anrechnung aus Veräusserung der Huber & Co. AG
Mittelzunahme/(-abnahme)
77 737
(38 689)
39 048
(81)
38 967
(6 901)
(32 600)
(533)
Seit Akquisitionsdatum berücksichtigter Umsatz
Seit Akquisitionsdatum berücksichtigtes Ergebnis
38 123
3 241
Provisorische
Werte bei
Erstkonsolidierung
77 737
(38 689)
39 048
(81)
38 967
(6 901)
(32 600)
(533)
57
Tamedia-Gruppe
Bei einer Akquisition auf den 1. Januar 2010 wäre der für 2010 ausgewiesene Umsatz um
rund 20.8 Mio. CHF und das EBITDA um 3.3 Mio. CHF höher ausgefallen.
Veräusserung von konsolidierten Gesellschaften
Auf den 1. Mai 2010 hat Tamedia ihre 100-Prozent-Beteiligung an der Huber & Co. AG, welche die Thurgauer Zeitung verlegte, an die FPH Freie Presse Holding AG veräussert.
Durch die Dekonsolidierung der Huber & Co. AG entfielen Aktiven von 47.2 Mio. CHF
(davon f lüssige Mittel in der Höhe von 8.7 Mio. CHF) und Fremdkapital von 13.9 Mio. CHF.
Der Verkaufspreis betrug 33.7 Mio. CHF, davon wurden 32.6 Mio. CHF durch den Abtausch
mit den von FPH Freie Presse Holding AG erworbenen Anteilen an den Zürcher Landzeitungen beglichen. Zudem erfolgte eine Ausgleichszahlung für Liquidität in der Höhe von
0.6 Mio. CHF.
in CHF 000
Werte bei
Dekonsolidierung
Flüssige Mittel
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sachanlagen
Immaterielle Anlagen
Übriges Vermögen
Aktiven
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten für laufende Steuern
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungen
Rückstellungen
Übrige Verbindlichkeiten
Fremdkapital
Nettoaktiven
8 667
2 320
145
32 721
3 336
47 189
(3 431)
(2 596)
(649)
(6 720)
(26)
(528)
(13 949)
33 240
Verkaufspreis
Verkaufte flüssige Mittel
Anrechnung aus Erwerb der Zürcher Landzeitungen
Mittelzunahme/(-abnahme)
33 671
(8 667)
(32 600)
(7 597)
Weitere Angaben zu nicht weitergeführten Bereichen finden sich in Anmerkung 15
(«Nicht weitergeführte Bereiche»).
58
Anmerkung 2
Segmentinformation
in CHF 000
Print Regional
Print National
Digital
Eliminationen
Total
2011
Umsatz Dritte
Umsatz Intersegment
Betriebsertrag
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Marge 1
Abschreibungen
davon Impairment auf Goodwill
davon auf Verlagsrechten (IFRS 3)
Betriebsergebnis (EBIT)
Marge 1
Durchschnittlicher Mitarbeiterbestand
531 836
86 363
618 199
(519 863)
98 336
15.9%
(37 741)
–
(4 613)
60 595
9.8%
2 176
447 365
1 876
449 241
(334 738)
114 502
25.5%
(5 247)
–
(4 948)
109 255
24.3%
632
125 914
6 280
132 193
(119 440)
12 753
9.6%
(13 837)
(3 238)
(5 690)
(1 084)
–0.8%
493
(94 519)
(94 519)
94 519
–
–
–
–
–
–
–
–
1 105 115
–
1 105 115
(879 523)
225 592
20.4%
(56 825)
(3 238)
(15 250)
168 766
15.3%
3 301
2010
Umsatz Dritte
Umsatz Intersegment
Betriebsertrag
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Marge 1
Abschreibungen
davon Impairment auf Goodwill
davon auf Verlagsrechten (IFRS 3)
Betriebsergebnis (EBIT)
Marge 1
Durchschnittlicher Mitarbeiterbestand
362 872
32 434
395 306
(342 767)
52 539
13.3%
(27 529)
–
(1 391)
25 011
6.3%
1 463
306 314
1 790
308 104
(227 000)
81 103
26.3%
(636)
–
(4 590)
80 466
26.1%
414
75 788
5 434
81 222
(69 120)
12 103
14.9%
(4 216)
–
(785)
7 886
9.7%
287
–
(39 659)
(39 659)
39 659
–
–
–
–
–
–
–
–
744 974
–
744 974
(599 229)
145 745
19.6%
(32 381)
–
(6 766)
113 363
15.2%
2 164
1 Die Marge bezieht sich auf den Betriebsertrag.
Der Zusammenschluss mit Edipresse Suisse führt bei Tamedia zu einer neuen, nach Märkten gegliederten Segmentberichterstattung. Das Geschäftsfeld Print Regional umfasst
sämtliche Regionalzeitungen und Anzeiger. Das Geschäftsfeld Print National umfasst alle
Zeitungen und Zeitschriften mit einer überregionalen Ausrichtung. Alle bisher im
Geschäftsfeld Services ausgewiesenen Bereiche werden in das Geschäftsfeld Print Regional eingegliedert. Die Eingliederung dieser Bereiche, die fast ausschliesslich für interne
Kunden tätig sind, in das Geschäftsfeld Print Regional sowie der Ausweis der beiden
Geschäftsfelder Print National und Digital erhöht die Vergleichbarkeit mit anderen
Medienunternehmen. Im Geschäftsfeld Digital, das in den nächsten Jahren weiter an
Bedeutung gewinnen wird, werden erstmals alle Onlinemedien zusammengefasst. Die
Zahlen für 2010 wurden rückwirkend an die neuen Geschäftsfelder angepasst.
59
Tamedia-Gruppe
Angaben zu Aktiven, Fremdkapital, Zinsen, Investitionen, Ertragssteuern werden nicht
offengelegt, da diese auch nicht intern nach Segmenten rapportiert werden.
Alle wesentlichen Umsätze werden in der Schweiz erzielt und alle wesentlichen Positionen des Anlagevermögens liegen in der Schweiz.
Weitere Informationen zu den einzelnen Bereichen sind in der operativen Berichterstattung auf den Seiten 13 bis 27 enthalten.
Fremdwährungskurse
Folgende Kurse gelangen bei der Fremdwährungsumrechnung zur Anwendung:
in CHF
Anmerkung 3
2011
2010
Jahresendkurs
1 EUR
1.22
1.25
Jahresdurchschnittskurs
1 EUR
1.23
1.37
Medienertrag
in CHF 000
Inserate
Vertrieb
Online
Übrige Medientätigkeit
Total
davon Gegengeschäfte
Anmerkung 4
2011
2010
599 708
282 545
123 594
12 702
1 018 549
37 245
409 044
180 492
74 768
12 226
676 530
27 238
Der Medienertrag steuerte mit 92 Prozent den mit Abstand grössten Anteil zum Betriebsertrag bei. Er nahm gegenüber dem Vorjahr um 342.0 Mio. CHF oder 51 Prozent auf
1 018.5 Mio. CHF zu. Zum Wachstum trugen einerseits Car4you Schweiz AG, die Gesellschaften von Edipresse Suisse sowie die bisher nicht berücksichtigten Anteile an den Joint
Ventures 20 minutes, homegate.ch, jobup.ch und swissfriends.ch bei, die sich alle seit 1. Januar
2011 im Konsolidierungskreis befinden. Zusätzlich wurden die Regionalzeitungen Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung erstmals für ein ganzes Jahr berücksichtigt.
Druckertrag
in CHF 000
Zeitungsoffset
Übrige Drucktätigkeit
Total
60
Anmerkung 5
2011
2010
40 814
14 311
55 125
26 187
10 476
36 663
Auf den Druckertrag entfielen unverändert 5 Prozent des Betriebsertrags. Er steigerte sich
um 18.5 Mio. CHF oder 50 Prozent auf 55.1 Mio. CHF. Das Wachstum ist vorwiegend den
Druckaktivitäten des erstmals berücksichtigten Druckzentrums Lausanne zuzuordnen.
Anmerkung 6
Übriger Betriebsertrag
in CHF 000
Zustellung und Transporte
Ertrag aus Anlagenabgängen
Nicht verwendete Rückstellungen
Sonstiger Betriebsertrag
Total
2011
2010
5 895
941
3 008
21 597
31 440
5 174
121
1 761
24 725
31 781
Der Anteil des übrigen Betriebsertrags am gesamten Betriebsertrag liegt bei 3 Prozent.
Gesamthaft hat sich der übrige Betriebsertrag um 1 Prozent auf 31.4 Mio. CHF verringert.
Die Erhöhung des Ertrages aus nicht verwendeten Rückstellungen ist mehrheitlich auf die
Auf lösung von Personalrückstellungen zurückzuführen. Nicht benötigt wurden auch
Rückstellungen für Prozessrisiken sowie übrige Rückstellungen. Der sonstige Betriebsertrag ging trotz der Veränderungen im Konsolidierungskreis um 3.1 Mio. CHF zurück; dies
beruht auf einer Vielzahl von kleinen Veränderungen.
Anmerkung 7
Materialaufwand und Fremdleistungen
in CHF 000
Material
Fremdleistungen
Total
2011
2010
84 988
91 674
176 662
59 526
75 154
134 680
Materialaufwand und Fremdleistungen machten in der Berichtsperiode 16 Prozent des
Betriebsertrags (Vorjahr 18 Prozent) aus und nahmen um 31 Prozent auf 176.7 Mio. CHF
zu. Die Ausgaben für Papier stiegen um 36 Prozent auf 63.8 Mio. CHF. Der Preis für das
Papier hat sich im Vergleich mit dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Zunahme
des Papieraufwandes ist auf die zusätzliche Druckmenge aufgrund der Integration von
Edipresse Suisse zurückzuführen. Der Aufwand für Fremdleistungen stieg um 22 Prozent
auf 91.7 Mio. CHF. Der Zuwachs ist vollumfänglich das Resultat der erstmaligen Erfassung
von Edipresse Suisse, während die bestehenden Aktivitäten eine Abnahme verzeichneten.
61
Tamedia-Gruppe
Personalaufwand
in CHF 000
Löhne und Gehälter
Sozialleistungen
Vorsorgeaufwand aus IAS 19 1
Übriger Personalaufwand
Total
Anmerkung 8
2011
2010
313 268
62 935
9 788
29 337
415 328
199 111
37 667
15 577
20 568
272 923
1 Der ausgewiesene Aufwand für IAS 19 berücksichtigt die in Anmerkung 23 ausgewiesenen Positionen Weitere Effekte,
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers, Auswirkung Plankürzungen/-abgeltungen, Erfassung nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Arbeitgeberbeiträge. Im Finanzergebnis ausgewiesen werden die Einflüsse aus Zinsaufwendungen und der erwarteten Rendite auf Planvermögen.
Personalbestand
Anzahl
Per Bilanzstichtag
Durchschnitt
2011
2010
3 330
3 301
2 176
2 164
Die Aufwendungen im Personalbereich stellen mit 38 Prozent des Betriebsertrags weiterhin die grösste Aufwandposition dar. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr auf 415.3 Mio.
CHF beträgt 142.4 Mio. CHF oder 52 Prozent. Durch die neu in den Konsolidierungskreis
aufgenommenen Gesellschaften erhöhten sich die Personalaufwendungen um
144.9 Mio. CHF. Nach Berücksichtigung von Sondereffekten wie der Veränderung des Konsolidierungskreises, der Bildung und Auf lösung von Rückstellungen für Sozialpläne und
dem Aufwand im Zusammenhang mit IAS 19 ist eine Zunahme des laufenden Personalaufwandes von rund 3.7 Mio. CHF im Vergleich zur Vorperiode zu verzeichnen.
Der Personalbestand (umgerechnet in Vollzeitstellen) stieg bis Ende Jahr von 2 176 um
1 154 Vollzeitstellen oder 53 Prozent auf 3 330. Im Jahresdurchschnitt belief sich der Personalbestand auf 3 301, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 1 137 Vollzeitstellen oder 53 Prozent entspricht.
Übriger Betriebsaufwand
in CHF 000
Vertrieb und Verkauf
Werbung und Public Relations
Miete-, Leasing-, Lizenzaufwand
Allgemeiner Betriebsaufwand
Total
davon Gegengeschäfte
62
Anmerkung 9
2011
2010
121 947
67 235
21 676
76 674
287 533
37 245
99 400
41 867
13 543
36 816
191 627
27 238
Der übrige Betriebsaufwand lag bei 26 Prozent des Betriebsertrags (Vorjahr 26 Prozent)
und nahm um 50 Prozent bzw. 95.9 Mio. CHF auf 287.5 Mio. CHF zu. Die Zunahme ist insbesondere auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen und betrifft
sämtliche Kategorien des übrigen Betriebsaufwandes. Bei den bestehenden Aktivitäten
ging der Aufwand für Vertrieb und Verkauf Edipresse Suisse um 5 Prozent zurück, während die Kosten für Werbung und Public Relations aufgrund leicht erhöhter Werbetätigkeiten und der Veränderung des Konsolidierungskreises zugenommen haben. Der erhöhte
Miet-, Leasing- und Lizenzaufwand geht neben den Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Veräusserung von betrieblich genutzten Liegenschaften zurück, die nun
teilweise gemietet werden. Die Inanspruchnahme von Fremdleistungen für Verkaufstätigkeiten bei Edipresse Suisse sowie nicht aktivierbare Aufwendungen im Zusammenhang
mit dem Neubau auf dem Werdareal in Zürich führten zu einer Zunahme des allgemeinen Betriebsaufwandes.
Anmerkung 10
Abschreibungen
in CHF 000
Laufende Abschreibungen auf Sachanlagen
Impairment auf Goodwill
Laufende Abschreibungen auf immateriellen Anlagen
Übrige Abschreibungen und Wertberichtigungen
Total
2011
2010
28 090
3 238
25 427
71
56 825
21 771
–
9 779
831
32 381
Die Abschreibungen legten um 76 Prozent oder 24.4 Mio. CHF auf 56.8 Mio. CHF zu. Während der Anstieg bei den Abschreibungen auf Sachanlagen bei 29 Prozent lag, nahmen die
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen insbesondere infolge des Zuwachses bei Verlagsrechten um 160 Prozent zu. Der Anstieg geht gesamthaft auf Gesellschaften der Presse
Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) sowie die bisher nicht berücksichtigten Anteile an
den Joint Ventures zurück. Die bestehenden Aktivitäten verzeichneten hingegen einen
leichten Rückgang. Der Wertminderungsbedarf auf Goodwill der weitergeführten Bereiche lag bei 3.2 Mio. CHF.
Anmerkung 11
Assoziierte Gesellschaften
in CHF 000
Ergebnis aus Equitybewertung assoziierter Gesellschaften
Eigenkapitalanteil an assoziierten Gesellschaften
2011
2010
6 943
93 692
16 926
203 998
Der Ergebnisanteil an assoziierten Gesellschaften sank 2011 um 10.0 Mio. CHF auf
6.9 Mio. CHF. Dieser Veränderung ist weitestgehend auf die Vollkonsolidierung der Presse
Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) zurückzuführen, wodurch der im Vorjahr berücksichtigte Ergebnisanteil entfällt. Demgegenüber f liessen 2011 erstmals die Erträge aus den
assoziierten Beteiligungen Epsilon SA, Payot Naville Distribution SA, Point Prod’ SA und
63
Tamedia-Gruppe
Virtual Network SA in die konsolidierte Jahresrechnung ein. Ebenfalls werden erstmals die
anteiligen Ergebnisse der Doodle AG und der Schweizerischen Depeschenagentur AG
berücksichtigt.
Der Anteil am Eigenkapital der assoziierten Gesellschaften sank um netto
110.3 Mio. CHF auf 93.7 Mio. CHF. Dieser Rückgang ist ebenfalls mehrheitlich das Resultat der Vollkonsolidierung und der damit einhergehenden Umgliederung des Beteiligungswerts von Edipresse Suisse (siehe auch Anmerkung 1). Die Vollkonsolidierung führte
zur erstmaligen Erfassung der assoziierten Beteiligungen Payot Naville Distribution SA
(35 Prozent), Point Prod’ SA (30 Prozent), Virtual Network SA (20 Prozent) und Schweizerische Depeschenagentur AG (29 Prozent). Zudem beteiligte sich Tamedia im zweiten Halbjahr mit 49 Prozent an der Doodle AG.
Anteil an Nettoaktiven und Ergebnis assoziierter Gesellschaften
in CHF 000
2011
2010
Umlaufvermögen
Anlagevermögen
Aktiven
Kurzfristiges Fremdkapital
Langfristiges Fremdkapital
Nettoaktiven 1
75 001
81 909
156 910
50 989
12 229
93 692
53 077
240 590
293 668
53 467
36 203
203 998
Anteile am Ergebnis assoziierter Gesellschaften
Betriebsertrag
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Abschreibungen
Betriebsergebnis (EBIT)
Übriges Finanzergebnis
Ertragssteuern
Ergebnis
244 560
(230 002)
14 558
(6 353)
8 206
981
(2 243)
6 943
216 745
(181 833)
34 912
(18 392)
16 520
3 965
(3 559)
16 926
1 Die ausgewiesenen Anteile an Nettoaktiven beinhalten auch negative Werte von Gesellschaften, während der bilanzierte Anteil an assoziierten
Gesellschaften solche nur berücksichtigt, wenn Tamedia über die Investition hinausgehende Verpflichtungen hat.
Von keiner der assoziierten Gesellschaften werden Aktien öffentlich gehandelt. Es liegen
deshalb keine publizierten Aktienkurse vor. Da die assoziierten Gesellschaften nicht IFRS
als Rechnungslegungsregel anwenden, wurden die zur Verfügung stehenden Abschlüsse
an IFRS angepasst; dazu waren verschiedentlich Schätzungen notwendig. In den kommenden Jahren können Anpassungen nötig werden, falls neue Informationen zugänglich
gemacht werden. Alle Gesellschaften schliessen ihre Jahresrechnung per 31. Dezember ab.
Angaben zu Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften werden in Anmerkung 43
offengelegt.
64
Anmerkung 12
Übriges Finanzergebnis
in CHF 000
Zinsertrag
Kursgewinne Wertschriften
Gewinn aus Verkauf Beteiligungen
Wechselkursgewinne
IAS 19 Finanzertrag
Übriger Finanzertrag
Finanzertrag
Zinsaufwand
Kursverluste Wertschriften
Wertberichtigung auf Finanzanlagen
Wechselkursverluste
IAS 19 Finanzaufwand
Übriger Finanzaufwand
Finanzaufwand
Total
2011
294
169
4 863
6 823
18 031
22 971
53 151
(6 448)
(481)
(512)
(5 564)
(141)
(20)
(13 164)
39 987
2010
448
3
1 374
4 392
10 791
617
17 626
(3 453)
(24)
(782)
(5 093)
(76)
(33)
(9 461)
8 165
Das übrige Finanzergebnis nahm um 31.8 Mio. CHF auf 40.0 Mio. CHF zu. Dazu trugen
neben dem Bewertungserfolg der bisher gehaltenen Anteile an Edipresse Suisse und den
gemeinsam geführten Joint Ventures von 12.1 Mio. CHF die Erhöhung des Finanzerfolgs
aus IAS 19 auf 18.0 Mio. CHF und die Abnahme der erwarteten Höhe des letzten Teils der
Kaufpreisverpf lichtung für Edipresse Suisse von 10.6 Mio. CHF bei. Der Anstieg des Gewinnes aus dem Verkauf von Beteiligungen auf 4.9 Mio. CHF ist insbesondere der Veräusserung des von Edipresse Suisse gehaltenen Frühzustellungs- und Werbevertriebsunternehmens Epsilon SA zuzuschreiben. Einen leichten Anstieg verzeichneten die
Wechselkurserfolge, während die Zinskosten durch die Übernahme von Edipresse Suisse
deutlich zulegten.
Anmerkung 13
Ertragssteuern
in CHF 000
Laufende Ertragssteuern
Latente Ertragssteuern
Total
2011
(34 695)
(3 940)
(38 634)
2010
(32 174)
3 146
(29 028)
65
Tamedia-Gruppe
Analyse der Steuerbelastung
in CHF 000
Ergebnis vor Steuern
Gewichteter Steuersatz
Erwartete Ertragssteuern (zum gewichteten Steuersatz)
Angefallene Ertragssteuern aus Vorperioden
Steuerlich nicht abzugsfähige Amortisationen von Goodwill
Einfluss aus Bewertungsänderungen von latenten Steuerforderungen
Nicht bilanzierte latente Steuerforderungen aus Verlustvorträgen
Einfluss aus Beteiligungsabzügen und übrigen nicht steuerbaren Erträgen
Latente Ertragssteuern (infolge Steuersatzänderungen)
Übrige Einflüsse
Ertragssteuern
Effektiver Steuersatz
2011
215 696
22.2%
(47 832)
(110)
(787)
(1 042)
(422)
11 654
366
(461)
(38 634)
17.9%
2010
138 455
21.4%
(29 620)
(134)
(946)
(2 756)
(2 529)
6 195
–
763
(29 028)
21.0%
Der erwartete durchschnittliche Steuersatz entspricht dem gewichteten Durchschnitt der
Steuersätze der konsolidierten Gesellschaften. Dieser stieg 2011 durch den Einbezug der
Presse Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) in die Konsolidierung aufgrund der höheren
Steuerbelastung im Kanton Waadt leicht an.
Der effektive Steuersatz nahm von 21.0 Prozent auf 17.9 Prozent ab. 2011 waren weniger Verluste als im Vorjahr steuerlich nicht aktivierbar. Zudem mussten 2011 weniger
latente Steuerforderungen wertberichtigt werden. Diese Auswirkungen sind in der obenstehenden Tabelle in der Position Einf luss aus Bewertungsänderungen von latenten Steuerforderungen berücksichtigt. 2011 stieg der Einf luss aus Beteiligungsabzügen und übrigen nicht steuerbaren Erträgen deutlich, was vor allem auf die erfolgs- und steuerwirksam
erfassten Bewertungsänderungen auf Beteiligungsbuchwerte zurückzuführen ist.
66
Anmerkung 14
Latente Steuerforderungen und -verpflichtungen
in CHF 000
Latente Steuerforderungen aufgrund zeitlich
befristeter Bewertungsunterschiede auf:
Finanzanlagen
Aktivierte Verlustvorträge
Rückstellungen
Vorsorgeguthaben und -verbindlichkeiten nach IAS 19
Übrige Bilanzpositionen
Total latente Steuerforderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Grundstücke und Gebäude
Übrige Sachanlagen
Finanzanlagen
Immaterielle Anlagen
Rückstellungen
Übrige Bilanzpositionen
Total latente Steuerverbindlichkeiten
Total latente Steuern
davon latente Steuerforderungen
davon latente Steuerverbindlichkeiten
2011
2 434
4 250
–
15 453
–
22 137
(1 270)
(17 445)
(10 343)
–
(88 956)
(4 560)
(3 545)
(126 119)
(103 982)
3 840
(107 823)
2010
3 727
3 589
31
4 106
13
11 465
(1 449)
(16 903)
(5 427)
(2 560)
(18 327)
–
(3 167)
(47 834)
(36 369)
5 392
(41 761)
Die Zunahme von 67.6 Mio. CHF ist im Wesentlichen auf den Effekt aus der Akquisition
von Edipresse Suisse zurückzuführen.
Steuerliche Verlustvorträge
in CHF 000
Aktivierte Verlustvorträge
Gewichteter Steuersatz
entsprechend effektive steuerliche Verlustvorträge
Fällig innerhalb 1 Jahr
Fällig innerhalb 2 bis 5 Jahren
Fällig nach mehr als 5 Jahren
2011
4 250
19.3%
(22 047)
–
(4 114)
(17 932)
2010
3 589
21.0%
(17 123)
–
(8 092)
(9 031)
67
Tamedia-Gruppe
Die Realisierbarkeit dieser aktivierten steuerlichen Verlustvorträge ist abhängig von in
der Zukunft erzielbaren steuerbaren Gewinnen. Die Basis für die Beurteilung der Realisierbarkeit bilden Schätzungen über einen Zeitraum von mehreren Jahren, die auch
bekannte Änderungen bestehender Steuergesetze sowie veränderte Steuersätze berücksichtigen. Die Voraussetzungen zur Realisierung sind aufgrund der derzeitigen Ertragslage der betroffenen Gesellschaften gegeben.
in CHF 000
Nicht aktivierte steuerliche Verlustvorträge
Fällig innerhalb 1 Jahr
Fällig innerhalb 2 bis 5 Jahren
Fällig nach mehr als 5 Jahren
2011
(39 608)
(17)
(27 589)
(12 002)
2010
(40 251)
(6)
(19 312)
(20 933)
Die nicht aktivierten Verlustvorträge verminderten sich per Ende 2011 um 0.6 Mio. CHF
auf 39.6 Mio. CHF. Die Abnahme ist vor allem auf den Verkauf der Fachmedien Mobil AG
zurückzuführen, da die bisher nicht aktivierten Verlustvorträge dieser Gesellschaft entfallen.
Nicht weitergeführte Bereiche
Die nachstehenden Produkte und Beteiligungen werden in der Erfolgsrechnung, der
Bilanz und der Mittelf lussrechnung als nicht weitergeführte Bereiche ausgewiesen. Die
Basis für den Entscheid, diese Aktivitäten als nicht weitergeführte Bereiche oder zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte auszuweisen, sind die vom Verwaltungsrat getroffenen Beschlüsse und die Beurteilung, dass die dazu notwendigen Kriterien erfüllt sind.
Sofern für diese Bereiche am Bilanzstichtag noch zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte bestehen, werden diese in der Bilanz als solche separat ausgewiesen. Die Vorjahresangaben der Erfolgsrechnung und der Segmentberichterstattung wurden entsprechend angepasst. In der Bilanz erfolgt keine rückwirkende Anpassung.
Im April hatte Tamedia im Rahmen des Zusammenschlusses mit Edipresse Suisse entschieden, sich von ihren Radio- und TV-Sendern sowie Fachmedien zu trennen.
Die AZ Medien haben auf Anfang 2012 die beiden regionalen TV-Sender TeleBärn und
TeleZüri von Tamedia übernommen, nachdem der Übergang der Konzession von TeleBärn
vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) genehmigt
wurde.
Die BT Holding AG übernimmt Radio 24 von Tamedia. Der Übergang der Konzession von
Radio 24 muss noch vom UVEK genehmigt werden. Die Vermarktungsorganisation Belcom, in der die Verkaufsteams von Radio 24 und TeleZüri gebündelt sind, ging auf den 4.
Januar 2012 an die AZ Medien über, die mehrheitlich von der BT Holding AG gehalten
wird.
Die Zürichsee Medien AG übernimmt Capital FM von Espace Media. Der Übergang der
Konzession von Capital FM wurde vom UVEK genehmigt.
Der Basler Verleger Dominique Hiltbrunner hat die Zeitschriften Automobil Revue und
Revue Automobile auf den 1. September 2011 übernommen. Zudem übernimmt er auf den
68
Anmerkung 15
1. Juli 2012 die Fachmedien Agrar sowie die Beteiligung von 49 Prozent am Schweizer Bauern von der Espace Media AG.
Das Bieler Medienhaus Gassmann übernimmt die Zeitung Terre & Nature von Edipresse
Suisse voraussichtlich im zweiten Semester 2012.
Nach der Schliessung Ende März 2011 wird das Druckzentrum in Oetwil am See ebenfalls als nicht weitergeführter Bereich ausgewiesen.
Im Vorjahr sind unter den nicht weitergeführten Bereichen zudem die Thurgauer Zeitung, die beiden Lokalzeitungen Der Murtenbieter und Anzeiger von Kerzers sowie die Wochenzeitung Solothurner Woche enthalten.
Die zur Veräusserung bestimmten Nettoaktiven stiegen von 20.3 Mio. CHF um insgesamt 54.2 Mio. CHF auf 74.5 Mio. CHF. Zu dieser Veränderung beigetragen hat die Veräusserung dreier Liegenschaften in Bern, Uetendorf und Zürich. Dadurch nahmen die zur
Veräusserung bestimmten Nettovermögenswerte um 20.3 Mio. CHF ab. Der Entscheid, die
weiter oben aufgeführten Aktivitäten zu veräussern und drei weitere Liegenschaften zum
Verkauf vorzusehen, führte gleichzeitig zu einem Anstieg der zur Veräusserung bestimmten Nettoaktiven um 74.5 Mio. CHF.
Erfolgsrechnung der nicht weitergeführten Bereiche
in CHF 000
2011
Betriebsertrag
Betriebsaufwand
Betriebliche Abschreibungen
Betriebsergebnis (EBIT)
Finanzergebnis
Ergebnis vor Steuern
Ertragssteuern
Ergebnis Bewertung Vermögenswerte
Steuern auf Bewertung
Ergebnis
Ergebnis der nicht weitergeführten Bereiche pro Aktie 1
in CHF
2010
61 760
(51 534)
(3 749)
6 477
(342)
6 135
(646)
(3 751)
–
1 737
82 589
(72 478)
(7 045)
3 066
(920)
2 146
(791)
–
–
1 355
0.16
0.13
1 Sowohl verwässert wie unverwässert
69
Tamedia-Gruppe
Bilanz der nicht weitergeführten Bereiche
in CHF 000
Flüssige Mittel
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Forderungen
Aktive Rechnungsabgrenzungen
Umlaufvermögen
Sachanlagen
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
Übrige langfristige Finanzanlagen
Latente Steuerforderungen
Immaterielle Anlagen
Anlagevermögen
Aktiven
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungen
Kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristiges Fremdkapital
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Latente Steuerverbindlichkeiten
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
Langfristiges Fremdkapital
Fremdkapital
Nettoaktiven
2011
13 229
6 121
56
233
19 639
15 340
20
3 437
130
49 032
67 959
87 598
(731)
(2 696)
(2 474)
(5 671)
(11 571)
(514)
(969)
(45)
(1 528)
(13 099)
74 498
2010
–
–
–
–
–
22 587
–
–
–
–
22 587
22 587
–
–
(450)
–
(450)
–
(1 843)
–
(1 843)
(2 293)
20 294
Mittelflussrechnung der nicht weitergeführten Bereiche
in CHF 000
2011
2010
8 548
21 293
–
29 842
6 078
17 879
–
23 957
Anzahl
2011
2010
Per Bilanzstichtag
Durchschnitt
196
213
217
231
Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung der flüssigen Mittel
Personalbestand der nicht weitergeführten Bereiche
70
Anmerkung 16
Minderheitsanteile am Ergebnis
in CHF 000
2011
Minderheitsanteile an Gewinnen
Minderheitsanteile an Verlusten
Total
Anmerkung 17
(2 631)
1 877
(754)
2010
(1 333)
912
(420)
Ergebnis pro Aktie
2011
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich
während des Jahres ausstehenden Aktien
Anzahl ausgegebene Aktien
Anzahl eigene Aktien (gewichteter Durchschnitt)
Anzahl ausstehende Aktien (gewichteter Durchschnitt)
Unverwässert
Ergebnis (Anteil der Aktionäre)
Ergebnis der weitergeführten Bereiche
(Anteil der Aktionäre)
Für die Berechnung massgebende Anzahl Aktien
Ergebnis pro Aktie
Ergebnis der weitergeführten Bereiche pro Aktie
Verwässert
Ergebnis (Anteil der Aktionäre)
Ergebnis der weitergeführten Bereiche
(Anteil der Aktionäre)
Für die Berechnung massgebende Anzahl Aktien
Ergebnis pro Aktie
Ergebnis der weitergeführten Bereiche pro Aktie
10 600 000
14 240 1
10 585 760
2010
10 600 000
201 071
10 398 929
in CHF 000
178 045
110 361
in CHF 000
in CHF
176 307
10 585 760
16.82
16.66
109 007
10 398 929
10.61
10.48
in CHF 000
178 045
110 361
in CHF 000
176 307
10 594 824
16.80
16.64
109 007
10 402 416
10.61
10.48
in CHF
in CHF
in CHF
1 Die Anzahl eigene Aktien wird ohne die 250 000 abzugebenden Aktien berechnet, die Bestandteil des Kaufpreises für die restlichen 49.9 Prozent des
Aktienkapitals von Edipresse Suisse sind. Dieser Teil des Kaufpreises wurde zum Zeitpunkt der Akquisition direkt im Eigenkapital erfasst (siehe auch
Anmerkung 1).
Die Verwässerung berücksichtigt den möglichen Einf luss aus der Gewinnbeteiligung der
Unternehmensleitung bei der Tamedia AG.
71
Tamedia-Gruppe
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in CHF 000
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber assoziierten Gesellschaften
Delkredere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Total
Anmerkung 18
2011
2010
160 817
135 333
5 265
(4 460)
161 622
1 619
(3 096)
133 857
Im Geschäftsjahr verzeichneten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine
Zunahme von 21 Prozent auf 161.6 Mio. CHF. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Realisierung fraglich ist, wurden 4.5 Mio. CHF zurückgestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und normalerweise innerhalb von 30 Tagen zahlbar. Die Fälligkeit per Bilanzstichtag geht aus der nachstehenden Übersicht hervor.
Fälligkeit der Forderungen gegenüber Dritten und assoziierten Gesellschaften
in CHF 000
noch nicht fällig
verfallen bis 30 Tage
verfallen 30 bis 60 Tage
verfallen 60 bis 90 Tage
verfallen 90 bis 120 Tage
verfallen über 120 Tage
Stand 31. Dezember
2011
2010
137 928
16 553
5 308
721
380
5 192
166 082
119 426
12 675
1 707
680
8
2 456
136 953
Die Veränderung des Delkredere geht aus der folgenden Übersicht hervor:
in CHF 000
Stand 1. Januar
Veränderung Konsolidierungskreis
Bildung
Auflösung
Im Geschäftsjahr benutzte Beträge
Umgruppierung in nicht weitergeführte Bereiche
Stand 31. Dezember
72
2011
(3 096)
15
(2 768)
29
705
654
(4 460)
2010
(3 102)
164
(971)
153
660
–
(3 096)
Anmerkung 19
Vorräte
in CHF 000
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Fertigerzeugnisse
Handelswaren
Total
2011
2010
5 320
90
21
5 431
3 610
–
12
3 622
Die Vorräte nahmen um 1.8 Mio. CHF auf 5.4 Mio. CHF zu. Dazu haben vor allem die erstmals berücksichtigten Vorräte des Druckzentrums Lausanne beigetragen.
73
Tamedia-Gruppe
Sachanlagen
in CHF 000
Anmerkung 20
Grundstücke
Gebäude,
Installationen
und bauliche
Nebenanlagen
Technische
Anlagen und
Maschinen
Mobiliar,
Fahrzeuge
und Kunstgegenstände
Anschaffungswert
Stand 31. Dezember 2009
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2010
64 468 255 672 218 039
3 012
8 722
8 463
–
1 712
1 182
–
(288)
(1 936)
(3 897) (12 063)
(19)
63 583 253 754 225 728
12 278
250
220
(649)
(26)
12 074
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2011
8 503
30 763
27 715
–
1 220
12 336
(1 844)
(6 525) (10 336)
(2 418)
(8 686)
(6 218)
67 824 270 525 249 226
2 994
1 485
(1 020)
(508)
15 025
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
848
–
3 048
–
84
3 980
Total
551 304
20 447
6 162
(2 873)
(15 921)
559 119
–
69 975
22 729
37 770
–
(19 725)
(2 425) (20 254)
24 284 626 885
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2009
Veränderung Konsolidierungskreis
Laufende Abschreibungen
Abschreibungen aus Impairment
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2010
479
–
–
–
–
–
479
106 101 104 303
(39)
(405)
7 838
15 157
–
–
(285)
(1 362)
(727)
(17)
112 889 117 677
8 609
85
1 015
–
(587)
(19)
9 102
–
–
–
–
–
–
–
219 493
(359)
24 010
–
(2 234)
(764)
240 147
Veränderung Konsolidierungskreis
Laufende Abschreibungen
Abschreibungen aus Impairment
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2011
–
–
–
–
9 477
18 545
–
–
–
(479)
(753)
(9 596)
–
(467)
(3 969)
– 121 145 122 657
–
1 351
–
(734)
(322)
9 397
–
–
–
–
–
–
–
29 372
–
(11 562)
(4 758)
253 199
Anlagewert netto
Stand 31. Dezember 2010
davon im Leasing
63 104
–
140 865
–
108 052
6 500
2 971
–
3 980
–
318 972
6 500
Stand 31. Dezember 2011
davon im Leasing
67 824
–
149 380
–
126 569
–
5 628
–
24 284
–
373 685
–
Insgesamt nahmen die Sachanlagen von 319.0 Mio. CHF um 54.7 Mio. CHF auf
373.7 Mio. CHF zu. Aus Veränderungen im Konsolidierungskreis resultierte eine Zunahme
von 70.0 Mio. CHF. Den Investitionen von 37.8 Mio. CHF in Sachanlagen standen laufende
Abschreibungen der weitergeführten Aktivitäten von 28.1 Mio. CHF und Abschreibungen
der nicht weitergeführten Aktivitäten von 1.3 Mio. CHF gegenüber. Zusätzlich stehen drei
74
Liegenschaften mit einem Buchwert von 10.9 Mio. CHF neu zum Verkauf und wurden
zusammen mit den Anlagen der nicht weitergeführten Bereiche von netto 4.6 Mio. CHF
in die zur Veräusserung bestimmten Vermögenswerte umgruppiert.
Die Investitionstätigkeit nahm deutlich von 6.2 Mio. CHF auf 37.8 Mio. CHF zu. Investiert wurde in der Berichtsperiode hauptsächlich in den Neubau auf dem Zürcher WerdAreal und in technische Anlagen und Maschinen. Die laufenden Abschreibungen fielen
gegenüber dem Vorjahr um 5.4 Mio. CHF höher aus.
Angaben zu Verpfändungen von Sachanlagen finden sich in Anmerkung 40.
Anmerkung 21
Nicht betriebliche Grundstücke und Gebäude
Am Bilanzstichtag wurden keine nicht betrieblichen Grundstücke und Gebäude gehalten.
Anmerkung 22
Übrige langfristige Finanzanlagen
in CHF 000
Sonstige Beteiligungen
Langfristige Darlehen Dritte
Langfristige Darlehen assoziierte Gesellschaften
Sonstige langfristige Finanzanlagen
Total
2011
2010
–
108
7 400
538
8 046
128
120
8 831
437
9 516
Die übrigen langfristigen Finanzanlagen nahmen um 1.5 Mio. CHF auf 8.0 Mio. CHF ab.
Die sonstigen Beteiligungen haben sich im Berichtsjahr aufgrund einer Umgliederung in
die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften um 0.1 Mio. CHF reduziert. Die Darlehen
gegenüber assoziierten Gesellschaften haben um 1.4 Mio. CHF abgenommen, während die
sonstigen langfristigen Finanzanlagen als Folge der Bilanzierung von langfristigen positiven Wiederbeschaffungswerten von derivativen Finanzinstrumenten um 0.1 Mio. CHF
zugenommen haben.
Angaben zu Verpfändungen von sonstigen Finanzanlagen finden sich in Anmerkung 40.
Anmerkung 23
Personalvorsorge
Entwicklung des in der Erfolgsrechnung erfassten Betrages
in CHF 000
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers
Zinsaufwendungen
Erwartete Rendite auf Planvermögen
Erfassung nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Auswirkung Plankürzungen/-abgeltungen
Weitere Effekte
Nettovorsorgeaufwand der Periode
2011
(38 301)
(42 276)
60 136
1 397
3 430
531
(15 083)
2010
(26 784)
(31 484)
42 237
1 270
(1 166)
(8 988)
(24 915)
75
Tamedia-Gruppe
In der Bilanz erfasste Beträge
in CHF 000
Barwert der Vorsorgeverbindlichkeiten
Marktwert des Planvermögens
Nettovorsorgevermögen/(Nettovorsorgeverbindlichkeiten)
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
In der Bilanz erfasste Nettovorsorgevermögen/
(Nettovorsorgeverbindlichkeiten)
davon Vorsorgeguthaben nach IAS 19
davon Vorsorgeverbindlichkeiten nach IAS 19
2011
2010
(1 587 105)
1 526 042
(61 063)
(8 785)
(1 061 657)
1 079 613
17 956
(10 056)
(69 848)
2 308
(72 156)
7 900
20 876
(12 976)
Entwicklung der Vorsorgeverbindlichkeiten
in CHF 000
Barwert per 1. Januar
Zinsaufwendungen
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers
Arbeitnehmerbeiträge
Erhöhung/Reduktion durch Planänderungen
Ausbezahlte Leistungen
Erhöhung durch Akquisitionen
Auswirkung Plankürzungen/-abgeltungen
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)
Barwert per 31. Dezember
2011
(1 061 657)
(42 276)
(38 301)
(22 181)
658
74 613
(494 154)
18 815
(22 623)
(1 587 105)
2010
(965 098)
(31 484)
(26 784)
(16 186)
(8 988)
81 620
(34 320)
16 118
(76 535)
(1 061 657)
Entwicklung des Planvermögens
in CHF 000
Marktwert per 1. Januar
Erwartete Rendite auf Planvermögen
Arbeitgeberbeiträge
Arbeitnehmerbeiträge
Ausbezahlte Leistungen
Erhöhung durch Akquisitionen
Auswirkung Plankürzungen/-abgeltungen
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)
Marktwert per 31. Dezember
76
2011
1 079 613
60 136
25 801
22 181
(74 613)
493 378
(15 385)
(65 069)
1 526 042
2010
1 071 489
42 237
18 258
16 186
(81 620)
31 408
(17 284)
(1 061)
1 079 613
Entwicklung des in der Bilanz erfassten Betrages
in CHF 000
Nettovorsorgevermögen/(Nettovorsorgeverbindlichkeiten) per 1. Januar
In der Erfolgsrechnung erfasste Vorsorgeaufwendungen der Periode
Im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)
Arbeitgeberbeiträge
Veränderung durch Akquisitionen
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des nicht erfassten Teils
der Überdeckung
Nettovorsorgevermögen/(Nettovorsorgeverbindlichkeiten)
per 31. Dezember
Kumulierte im Eigenkapital erfasste
versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) per 31. Dezember
2011
2010
7 900
(15 083)
(87 692)
25 801
(774)
73 444
(24 915)
(77 596)
18 258
(2 912)
–
21 621
(69 848)
7 900
(153 275)
(65 311)
Basierend auf dem Personalbestand per 31. Dezember 2011, ist für 2012 mit Beiträgen an
leistungsorientierte Vorsorgepläne in der Höhe von 24.8 Mio. CHF zu rechnen.
Vermögensaufteilung des Planvermögens
Aktien 1
Obligationen
Immobilien; durch Gesellschaften von Tamedia benützt
Immobilien; andere
Andere
Total
2011
2010
27.6%
39.1%
7.4%
17.3%
8.6%
100.0%
29.9%
38.8%
0.0%
20.7%
10.6%
100.0%
1 Die Anlagen in Aktien umfassen keine direkt gehaltenen Aktien der Tamedia AG.
Dagegen können von Dritten geführte Fondsprodukte auch Aktien der Tamedia AG beinhalten.
Erwarteter Ertrag des Planvermögens
Die erwartete Rendite wird als gewichteter Durchschnitt der Anlagestrategie und der
erwarteten Renditen je Anlagekategorie berechnet. Die Annahmen zu einzelnen Anlagekategorien des Planvermögens basieren auf den langfristigen Markterwartungen für den
Zeitraum, über den die Vorsorgeverbindlichkeiten fällig werden.
Wert der in der Gruppe genutzten Sachanlagen
Es bestehen Immobilien von Vorsorgeeinrichtungen mit einem Wert von 112.1 Mio. CHF,
die durch konsolidierte oder assoziierte Gesellschaften benutzt werden.
77
Tamedia-Gruppe
Berechnungsgrundlagen
Diskontierungssatz
Erwartete langfristige Rendite des Planvermögens
Erwartete Salärsteigerung
Rentenerhöhungen
Langfristige Verzinsung der Altersguthaben
2011
2010
2.4%
3.3%
1.0%
0.0%
2.4%
2.8%
3.9%
1.0%
0.3%
2.8%
Die letzte versicherungstechnische Berechnung (nach der «Projected Unit Credit»Methode) erfolgte per 31. Dezember 2011.
Beiträge an beitragsorientierte Pläne
in CHF 000
2011
2010
Total
653
331
in CHF 000
2011
2010
Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen der Tamedia
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Vorsorgeeinrichtungen
Total
–
284
284
1 482
813
2 294
Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen
Mehrjahresvergleich
in CHF 000
Barwert der Vorsorgeverbindlichkeiten
Marktwert des Planvermögens
Total
Erfahrungsverlust/(Gewinn)
auf den Vorsorgeverbindlichkeiten
Versicherungsmathematischer
Gewinn/(Verlust) auf Planvermögen
78
2011
2010
2009
2008
2007
(1 587 105)
1 526 042
(61 063)
(1 061 657)
1 079 613
17 956
(965 098)
1 071 489
106 391
(947 080)
985 022
37 942
(1 032 756)
1 195 872
163 117
(41 021)
(24 854)
(10 145)
1 299
17 510
(65 069)
(1 061)
93 860
(161 190)
(15 469)
Anmerkung 24
Immaterielle Anlagen
in CHF 000
Goodwill
Verlagsrechte,
Aktivierte
Markenrechte Softwareprojektkosten
und andere
Rechtsansprüche
Sonstige
immaterielle Anlagen
Anzahlungen
und Anlagen im Bau
Total
Anschaffungswert
Stand 31. Dezember 2009
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2010
317 373
16 899
8 050
(57)
–
342 266
72 548
9 094
11 550
–
–
93 192
36 787
752
4 247
(8 719)
2 207
35 273
2 247
–
434
–
(2 207)
475
2 086
–
15
(10)
–
2 092
431 042
26 745
24 297
(8 786)
–
473 298
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2011
147 171
–
–
(44 806)
444 631
319 157
–
(909)
(4 889)
406 552
17 026
3 440
(2 742)
(505)
52 491
–
1 960
–
(161)
2 273
416
282
(184)
–
2 606
483 770
5 682
(3 835)
(50 361)
908 553
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2009
Veränderung Konsolidierungskreis
Laufende Abschreibungen
Abschreibungen aus Impairment
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2010
4 646
–
–
4 300
(57)
–
8 889
8 765
(1 395)
4 596
–
–
–
11 966
21 047
358
5 363
–
(7 675)
–
19 093
–
–
–
–
–
–
–
1 767
–
318
–
(10)
–
2 076
36 225
(1 037)
10 277
4 300
(7 741)
–
42 024
Veränderung Konsolidierungskreis
Laufende Abschreibungen
Abschreibungen aus Impairment
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31. Dezember 2011
(4 300)
–
5 235
–
(2 006)
7 818
(3 016)
15 668
–
(436)
(707)
23 474
(283)
9 948
–
(2 714)
(301)
25 743
–
–
–
–
–
–
–
260
–
(46)
–
2 290
(7 600)
25 877
5 235
(3 196)
(3 014)
59 325
Anlagewert netto
Stand 31. Dezember 2010
davon im Leasing
333 376
–
81 226
–
16 180
–
475
–
16
–
431 274
–
Stand 31. Dezember 2011
davon im Leasing
436 813
–
383 077
–
26 749
–
2 273
–
315
–
849 227
–
Die immateriellen Anlagen nahmen von 431.3 Mio. CHF um 417.9 Mio. CHF auf
849.2 Mio. CHF zu. Der Anstieg resultiert vor allem aus den Zugängen im Konsolidierungskreis in Höhe von 496.6 Mio. CHF bei den Verlagsrechten und Markenrechten sowie beim
Goodwill (siehe dazu auch Anmerkung 1). Durch die Veräusserung der Fachmedien Mobil
79
Tamedia-Gruppe
waren Abgänge in der Höhe von 5.2 Mio. CHF zu verzeichnen. Den übrigen Zugängen von
5.7 Mio. CHF stehen Abgänge von netto 0.6 Mio. CHF, laufende Abschreibungen der weitergeführten Aktivitäten von 25.4 Mio. CHF, Abschreibungen der nicht weitergeführten
Aktivitäten von 0.4 Mio. CHF und Wertminderungsbedarf auf Goodwill in der Höhe von
5.2 Mio. CHF entgegen. Zusätzlich wurden Anlagen der nicht weitergeführten Bereiche
von netto 47.3 Mio. CHF in die zur Veräusserung bestimmten Vermögenswerte umgruppiert.
Neben dem Goodwill bestehen bei folgenden Geschäftsfeldern immaterielle Anlagen
(Markenrechte/URL) mit unbegrenzter Nutzungsdauer:
in CHF 000
Geschäftsfeld
Print Regional
Print National
Digital
Total
2011
2010
41 627
68 401
56 903
166 931
2 512
3 850
24 885
31 247
Weitere Erläuterungen zum Goodwill und zu den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen finden sich in der folgenden Anmerkung.
Goodwill
in CHF 000
Geschäftsfeld
Print Regional
Print National
Digital
Total
Anmerkung 25
2011
2010
111 711
226 642
98 460
436 813
97 026
175 529
60 820
333 376
Per 31. Dezember 2011 wurde die Werthaltigkeit des Goodwills pro Zahlungsmittel oder
Cash generierenden Einheit überprüft. Diese entsprechen einzelnen Produkten, die teilweise in einer eigenen Gesellschaft verselbständigt sind. Die Berechnung der Nutzwerte
erfolgte nach der «Discounted Cash Flow»-Methode. Die Werthaltigkeit des Goodwills von
zur Veräusserung stehenden Produkten wurde anhand der erwarteten Nettoveräusserungspreise getestet.
80
Die den Businessplänen zu Grunde liegenden Berechnungen basieren auf den Werten,
die unmittelbar im Vorjahr erzielt wurden, den aktuellen Vorgaben für 2012 und den mittelfristigen Erwartungen für die Geschäftsbereiche. Die Vorgaben beinhalten die neuesten Einschätzungen betreffend Umsatz- und Kostenentwicklung. Die Einschätzung der
Umsatzentwicklung berücksichtigt externe Marktdaten (WEMF, Mediafocus) und basiert
auf aktuellen Leser- bzw. Hörerzahlen, deren Weiterentwicklung individuell prognostiziert wird. Die Leser- bzw. Hörerzahlen werden durch Dritte (WEMF, Radiocontrol) erhoben. Massnahmen, die der Verbesserung der Ergebnisse dienen, werden nur berücksichtigt, wenn sie bereits beschlossen wurden und sich in Umsetzung befinden. Die
unterschiedlich eingeschätzten Geschäftsrisiken wurden in den Businessplänen berücksichtigt. Die Businesspläne decken eine Periode von vier Jahren ab. Für die darauf folgenden Jahre wurde die Wachstumsrate in den meisten Bereichen auf 0.0 Prozent bzw.
1.0 Prozent für Digital angesetzt (Vorjahr: 1.0 und 2.0 Prozent). Die angewandten Diskontierungssätze (WACC) gehen aus der nachstehenden Übersicht hervor.
WACC vor Steuern
Print Regional
Print National
Digital
2011
2010
8.0–9.7%
8.3–9.3%
8.5–10.5%
7.6–9.4%
7.7–8.0%
9.3–10.7%
Auf Basis dieser Berechnungen wurde 2011 eine Wertminderung von 3.2 Mio. CHF auf
Goodwill des Geschäftsfelds Digital ermittelt. Anhand der erwarteten Nettoveräusserungspreise ergab sich auf Goodwill des zur Veräusserung stehenden Radio 24, das unter den
nicht weitergeführten Bereichen ausgewiesen wird, ein Wertminderungsbedarf von
2.0 Mio CHF. Im Vorjahr wurde für das Geschäftsfeld Zeitschriften ein Wertminderungsbedarf auf Goodwill in der Höhe von 4.3 Mio. CHF erfasst.
Bei einer Veränderung der für die Prüfung der Werthaltigkeit verwendeten Basisdaten,
zum Beispiel einer nachhaltigen Verschlechterung der Bruttomarge oder einer Veränderung der Kostenstruktur, könnte ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf des Goodwills
resultieren. Tamedia geht davon aus, dass bei einer Verschlechterung der Bruttomarge die
Kostenstruktur angepasst würde. Die möglichen Auswirkungen per 31. Dezember werden deshalb basierend auf einer angenommenen Reduktion der Geldf lüsse (Free Cash
Flow) und einer Erhöhung des WACC dargestellt.
81
Tamedia-Gruppe
in CHF 000
Auswirkungen auf den bilanzierten Goodwill bei einer Reduktion
der Geldflüsse um
10%
Print Regional
Print National
Digital
20%
Print Regional
Print National
Digital
bei einer Erhöhung des WACC um 2%
Print Regional
Print National
Digital
2011
2010
(114)
–
(3 044)
–
(403)
(2 995)
(15 494)
–
(3 384)
–
(897)
(7 231)
(15 014)
–
(4 155)
–
(1 162)
(8 250)
Finanzverbindlichkeiten
in CHF 000
Anmerkung 26
2011
2010
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Dritte
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten assoziierte Gesellschaften
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten nahestehende Gesellschaften
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
84 800
–
559
2
59 272
144 633
157
2 396
3 142
253
–
5 948
Langfristige Bankverbindlichkeiten
Langfristige Darlehensverbindlichkeiten Dritte
Langfristige Darlehensverbindlichkeiten assoziierte Gesellschaften
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten nahestehende Gesellschaften
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
1 491
1 741
1 000
85 872
90 104
234 737
8 907
1 632
6 911
–
17 449
23 397
0.8%
0.9%
n/a
2.8%
2.3%
n/a
Gewichteter Zinssatz
unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Die Finanzverbindlichkeiten haben um 211.3 Mio. CHF auf 234.7 Mio. CHF zugenommen.
Die Zunahme der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten per Bilanzstichtag ist auf bestehende Kontokorrentverbindlichkeiten und feste Vorschüsse aus der Finanzierung der
Übernahme von Edipresse Suisse zurückzuführen. Diese konnten auf Anfang 2012 vollständig abgelöst werden. Zudem umfasst diese Position die im Vorjahr unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Hypotheken, die 2012 rückzahlbar sind.
82
Der Rückgang der langfristigen Bankverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus
den fälligkeitsbedingten Umgliederungen von Hypothekarverbindlichkeiten in kurzfristige Bankverbindlichkeiten. Die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber
assoziierten Gesellschaften bestanden gegenüber nicht konsolidierten Anteilen an Joint
Ventures und eliminierten sich im Berichtsjahr durch den Einbezug der durch Edipresse
Suisse gehaltenen Anteile an den Joint Ventures. Die Übrigen kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Gesellschaften umfassen die
noch offenen Kaufpreisverpf lichtungen aus der Übernahme von Edipresse Suisse. Die
kurzfristige Kaufpreisverpf lichtung wurde Anfang März 2012 bezahlt.
Anmerkung 27
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in CHF 000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber assoziierten Gesellschaften
Total
2011
2010
58 464
47 268
5 135
63 599
6 467
53 734
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 63.6 Mio. CHF,
was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 9.9 Mio. CHF entspricht. Diese geht vollumfänglich auf die Berücksichtigung der Aktivitäten von Edipresse Suisse zurück. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und normalerweise
innerhalb von 30 Tagen zahlbar.
Anmerkung 28
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
in CHF 000
Verbindlichkeiten gegenüber Behörden
Erhaltene Anzahlungen von Kunden
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Total
2011
2010
5 223
3 431
18 189
26 843
6 445
3 125
23 736
33 306
Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 6.5 Mio. CHF auf 26.8 Mio. CHF
ab. Diese Abnahme ist vor allem auf im Vorjahr offene Verrechnungssteuerverbindlichkeiten von 10.0 Mio. CHF zurückzuführen. Die Verbindlichkeit konnte 2011 mit einer in
den übrigen Forderungen erfassten Rückforderung in gleicher Höhe verrechnet werden.
Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind unverzinslich und normalerweise innerhalb von 30 Tagen zahlbar.
83
Tamedia-Gruppe
Passive Rechnungsabgrenzungen
Anmerkung 29
in CHF 000
Abgrenzung Abonnementsertrag
Übrige passive Rechnungsabgrenzungen
Total
2011
2010
164 730
69 733
234 463
144 135
42 327
186 461
Die passiven Rechnungsabgrenzungen stiegen von 186.5 Mio. CHF um 48.0 Mio. CHF auf
234.5 Mio. CHF. Die Abgrenzungen für Abonnementsertrag legten hauptsächlich durch
die Veränderungen im Konsolidierungskreis um 20.6 Mio. CHF deutlich auf
164.7 Mio. CHF zu. Auch bei den übrigen passiven Rechnungsabgrenzungen war die
Zunahme um 27.4 Mio. CHF vorwiegend durch die Veränderung des Konsolidierungskreises bedingt.
Rückstellungen
in CHF 000
Anmerkung 30
DienstaltersPersonalgeschenke rückstellungen/
Restrukturierung
Rückbaukosten +
Altlasten
Prozessrisiken,
Übrige
Total
Stand 1. Januar 2010
Veränderung Konsolidierungskreis
Bildung
Auflösung
Im Geschäftsjahr benutzte Beträge
Umbuchung
Stand 31. Dezember 2010
unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
2 216
581
367
(50)
(167)
–
2 947
587
2 361
–
6 387
(26)
5 709
(870)
(5 311)
–
5 890
5 731
159
–
1 150
–
650
(100)
–
–
1 700
150
1 550
–
4 832
(1)
746
(1 990)
(1 109)
–
2 478
630
1 848
–
14 585
554
7 473
(3 010)
(6 588)
–
13 015
7 097
5 918
–
Stand 1. Januar 2011
Veränderung Konsolidierungskreis
Bildung
Auflösung
Im Geschäftsjahr benutzte Beträge
Umbuchung
Stand 31. Dezember 2011
unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
2 947
2 715
2 017
(118)
(338)
(48)
7 175
538
6 637
–
5 890
2 833
1 109
(1 981)
(5 506)
–
2 344
2 344
–
–
1 700
–
–
(650)
–
–
1 050
–
1 050
–
2 478
332
448
(887)
(804)
–
1 567
715
852
–
13 015
5 879
3 575
(3 637)
(6 648)
(48)
12 137
3 597
8 539
–
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen nahmen um 0.9 Mio. CHF von 13.0 Mio. CHF
auf 12.1 Mio. CHF ab. Die erstmalige Berücksichtigung der Presse Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) im Geschäftsjahr 2011 führte zu einem Zugang von Rückstellungen für
Dienstaltersgeschenke, Personalrückstellungen und Restrukturierungen sowie für Pro84
zessrisiken in Höhe von 5.9 Mio. CHF. Den zusätzlich gebildeten Rückstellungen im
Umfang von 3.6 Mio. CHF für Dienstaltersgeschenke, Personalrückstellungen und
Restrukturierungen und Prozessrisiken steht die erfolgswirksame Auf lösung nicht
benutzter Rückstellungen aller Kategorien im gleichen Umfang entgegen. Die benutzten
Rückstellungen in der Höhe von rund 6.6 Mio. CHF betreffen vorwiegend den Bereich Personalrückstellungen und Restrukturierungen. Die langfristigen Rückstellungen werden
alle innerhalb von fünf Jahren fällig.
Die Rückstellung für Dienstaltersgeschenke wird auf Basis versicherungsmathematischer Grundsätze erstellt. Die Personalrückstellungen umfassen im Wesentlichen die
noch zu erwartenden Kosten aus beschlossenen Restrukturierungsmassnahmen. Die
Rückbaukosten und Altlasten beinhalten geschätzte Kosten für Rückbauten beim Auszug
aus gemieteten Räumlichkeiten und Garantien für Altlastenentsorgung bei verkauften
Liegenschaften. Die Fälligkeit für die Rückbaukosten bei gemieteten Räumlichkeiten richtet sich nach der Laufzeit der jeweiligen Verträge. Die Rückstellungen für Prozessrisiken
beziehen sich auf laufende Verfahren. Unter die übrigen Rückstellungen fallen verschiedene – einzeln betrachtet – nicht materielle Positionen.
Die Höhe der Rückstellungen und der Zeitpunkt der daraus resultierenden Mittelabf lüsse basieren auf bestmöglichen Einschätzungen und können von den tatsächlichen
zukünftigen Gegebenheiten abweichen.
Anmerkung 31
Aktienkapital
Es bestehen unverändert 10 600 000 voll einbezahlte Namenaktien mit einem Nennwert
von je 10 CHF.
Für 67.00 Prozent der 10.6 Mio. Namenaktien der Tamedia AG besteht ein Aktionärsbindungsvertrag. Die Mitglieder des Aktionärsbindungsvertrages besitzen derzeit 71.80 Prozent der Aktien.
Am 6. Mai 2011 folgten die Aktionäre dem Antrag des Verwaltungsrates, für das
Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 4.00 CHF aus den Reserven aus Kapitaleinlage, die
2007 durch die Kapitalerhöhung im Rahmen der Übernahme der Espace Media Groupe als
Agio entstanden war, auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2011 beantragt der Verwaltungsrat zuhanden der Generalversammlung vom 27. April 2012 die Ausschüttung einer
Dividende von 5.75 CHF je dividendenberechtigte Aktie aus den Reserven aus Kapitaleinlage.
85
Tamedia-Gruppe
Eigene Aktien
Anmerkung 32
2011
Anzahl eigene Aktien
Stand 1. Januar
Zugänge
Abgänge
Stand 31. Dezember
Anschaffungswert eigene Aktien
Stand 1. Januar
Zugänge
Abgänge
Stand 31. Dezember
Marktwert
Bezahlte/erhaltene Kurse
Zugänge (gewichteter Durchschnitt)
min.
max.
Abgänge (gewichteter Durchschnitt)
min.
max.
2010
238 497
27 865
(1 960)
264 402
158 116
81 185
(804)
238 497
15 256
3 458
(96)
18 618
30 803
8 201
7 147
(92)
15 256
29 597
124.09
124.00
125.00
88.04
71.51
124.90
48.75
48.75
48.75
115.04
48.75
135.00
in CHF 000
in CHF
Der Jahresendkurs der eigenen Aktien beläuft sich auf 116.50 CHF gegenüber 124.1 CHF
im Vorjahr. Die Kursentwicklung kann der Grafik auf Seite 36 entnommen werden.
Im Rahmen des Mitarbeitenden-Gewinnbeteiligungsmodells für das Geschäftsjahr 2010
(siehe auch Anmerkung 45) wurden 1 960 eigene Aktien im Gesamtwert von 0.1 Mio. CHF
abgegeben.
Im ersten Semester des Jahres 2011 wurden eigene Aktien im Wert von 3.5 Mio. CHF
erworben. Diese sollen mehrheitlich zur Erfüllung des teilweise in Aktien der Tamedia AG
zu begleichenden Kaufpreises des dritten Beteiligungsschrittes an der Presse Publications
SR S.A. (Edipresse Suisse) (siehe auch «Akquisition von konsolidierten Gesellschaften») eingesetzt werden. In dem Umfang, als sie zur Bezahlung des Kaufpreises eingesetzt werden,
wurde der auf Basis des Kurswertes per 31. Dezember 2010 mit 31.0 Mio. CHF ermittelte
Wert direkt im Eigenkapital erfasst. Tamedia hält nun die für die Kaufpreisentrichtung
notwendige Anzahl Aktien.
86
Weitere Angaben zur konsolidierten Jahresrechnung
Anmerkung 33
Joint Ventures
in CHF 000
2011
2010
Umlaufvermögen
Anlagevermögen
Aktiven
Kurzfristiges Fremdkapital
Langfristiges Fremdkapital
Fremdkapital
Eigenkapital
Passiven
11 567
15 217
26 783
11 547
5 109
16 656
10 127
26 783
18 327
86 986
105 313
16 681
12 696
29 377
75 936
105 313
Betriebsertrag
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
32 179
(29 699)
2 480
56 435
(40 397)
16 038
Die Angaben zu Joint Ventures umfassen die Anteile der mittels Quotenkonsolidierung
einbezogenen Gesellschaften. 2011 kamen neu die 20 minuti Ticino SA und im Zusammenhang mit der Übernahme der Presse Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) die ER
Publishing SA, Le Temps SA, LC Lausanne Cités SA, Société de Publications Nouvelles SPN
SA sowie die Romandie Online SA (in Liquidation) hinzu. Demgegenüber wurden im Vergleich mit dem Vorjahr die Gesellschaften 20 minutes Romandie SA, Homegate AG, Jobup
AG und die Comfriends SA vollkonsolidiert. Die Angaben werden vor Elimination der
Intercompany-Beziehungen dargestellt.
Anmerkung 34
Bürgschaften, Garantieverpflichtungen und Pfandbestellungen zugunsten Dritter
in CHF 000
Bürgschaftsverpflichtungen, Rangrücktritte zugunsten Dritter
Garantieverpflichtungen
Total
2011
2010
350
3 174
3 524
642
11 163
11 805
Die aufgeführten Rangrücktritte beziehen sich auf ausstehende Darlehen. Zudem bestehen Garantieverpf lichtungen über 3.2 Mio. CHF. Weitere Bürgschaften, Garantieverpf lichtungen oder Pfandbestellungen zugunsten Dritter und assoziierter Unternehmen bestehen nicht mehr.
87
Tamedia-Gruppe
Finanzleasing
Am Bilanzstichtag bestand kein Finanzierungsleasing. Der Vertrag für die Zeitungsdruckmaschine des Druckzentrums Oetwil am See wurde 2011 vorzeitig aufgelöst.
in CHF 000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Total
Abzüglich Zinsanteil
Bilanzierte Verbindlichkeiten
davon kurzfristig
davon langfristig
2011
–
–
–
–
–
–
–
–
2010
2 898
–
–
2 898
(501)
2 396
2 396
–
Operatives Leasing und Mietverpflichtungen
Es bestehen derzeit sowohl Mietverträge für Immobilien als auch Leasingverträge für
Fahrzeuge und Büromaschinen. Die Leasingverträge haben eine Restlaufzeit zwischen
einem und vier Jahren und in der Regel feste Konditionen. Die Restlaufzeiten bei den Mietverträgen für Immobilien liegen im Normalfall zwischen einem und fünf Jahren. Eine
höhere Laufzeit ist bei der Liegenschaft Medienhaus Werd in Zürich (9 Jahre, bis Ende
2020) und bei der Liegenschaft Lausanne, Avenue de la Gare 33 (6 Jahre, bis Mitte 2017)
vereinbart. Ansonsten bestehen keine besonderen Vereinbarungen.
in CHF 000
2011
2010
Grundstücke, Bauten und Geschäftsräumlichkeiten
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Total
unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Total
51 530
3 380
54 910
12 428
30 808
11 674
54 910
33 892
3 469
37 361
6 933
16 947
13 482
37 361
Im Geschäftsjahr erfasste Kosten in der Position Miete,
Leasing- und Lizenzaufwand (siehe Anmerkung 9)
13 849
6 282
Schwebende Geschäfte
Mit wichtigen Lieferanten werden Rahmenvereinbarungen für Zeitungs- und Zeitschriftenpapier abgeschlossen. Vereinbarungen, die den Lieferzeitraum 2012 oder spätere Jahre
betreffen, belaufen sich auf 27.6 Mio. CHF. Für den Neubau auf dem Zürcher Werd-Areal
wurde 2010 ein Generalunternehmer-Werkvertrag abgeschlossen. Daraus bestanden per
Ende 2011 Abnahmeverpf lichtungen von 19.3 Mio. CHF (Vorjahr 40.4 Mio. CHF). Per
Bilanzstichtag bestehen keine weiteren schwebenden Geschäfte.
88
Anmerkung 35
Anmerkung 36
Anmerkung 37
Anmerkung 38
Angaben zum finanziellen Risikomanagement
Der Verwaltungsrat befasst sich regelmässig mit der Risikobeurteilung (2011 an zwei Sitzungen). Er hat eine eigene Beurteilung der verschiedenen Risiken erstellt und diese nach
möglichem Eintreten und möglichen Folgen bewertet. Zudem hat der Verwaltungsrat
Massnahmen zur Reduktion wichtiger Risiken beurteilt. Diese Bewertungen wurden mit
denjenigen der Unternehmensleitung verglichen und abgeglichen.
Verwaltungsrat und Unternehmensleitung betrachten gegenwärtig folgende Risiken als
zentral: die Auswirkungen der allgemeinen Konjunkturentwicklung, die Verhaltensänderung der Anzeigenkunden und der Medienkonsumenten, die mit der Berichterstattung
und Meinungsäusserung verbundenen Reputationsrisiken und allgemein neue Projekte.
Risiken von operationellen Fehlern und Schwächen oder Elementarschadenereignisse
werden demgegenüber als weniger wesentlich beurteilt.
Zinsrisiko
Das Zinsrisikomanagement erfolgt zentral. Kurzfristige Zinssatzrisiken werden in der
Regel nicht abgesichert. Das Zinsrisiko aus der Finanzierung der Übernahme von Edipresse Suisse wurde 2010 mit Zinssatz-Swaps abgesichert. Durch die vorzeitige vollständige Rückzahlung der Kreditfaszilität auf Ende 2010 konnte nur ein Teil des Absicherungsgeschäfts im vorgesehenen Sinn verwendet werden. Weitere Angaben zur Übernahme
von Edipresse Suisse finden sich in Anmerkung 1. Am Bilanzstichtag bestand keine weitere Absicherung für langfristige Zinsrisiken.
Das Risiko aus der Veränderung von Marktzinsen betrifft vor allem die zurzeit bestehenden kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Aus der folgenden Übersicht
gehen die Positionen, die Zinsrisiken ausgesetzt sind, und die Auswirkungen einer möglichen Veränderung der Zinssätze auf das Ergebnis vor Steuern hervor.
2011
in CHF 000
Aktiven
Flüssige Mittel (ohne Kassa)
Darlehensforderungen
Andere Finanzforderungen
2010
variabel
verzinslich
festverzinslich
variabel
verzinslich
festverzinslich
114 581
4 164
353
–
3 470
–
53 465
5 481
295
–
3 470
–
Passiven
Bankverbindlichkeiten und -darlehen
Darlehensverbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten
Andere verzinsliche
Finanzverbindlichkeiten
35 300
3 232
–
49 500
1 000
–
8 466
–
–
–
8 542
2 396
145 705
–
3 395
–
Einfluss auf Ergebnis vor Steuern
bei Veränderung um +/– 0.1%
+/– 303
+/– 71
89
Tamedia-Gruppe
Währungsrisiko
Risiken aus Wechselkursschwankungen können vor allem aus Papiereinkäufen oder
Investitionen resultieren. Wechselkursrisiken werden, wo als sinnvoll erachtet, zentral
abgesichert und entsprechend minimiert.
Derzeit stammen Währungsrisiken hauptsächlich aus Einkäufen, die in Fremdwährungen getätigt werden. Deren Gegenwert belief sich 2011 auf 57.1 Mio. CHF. Die Risiken
umfassen mehrheitlich Geschäfte in EUR und wurden für die Papiereinkäufe 2012 und
2013 im Umfang von 52.7 Mio. CHF respektive 1.4 Mio. CHF abgesichert. Angaben zu den
bestehenden Absicherungen für 2011 und 2012 mit Devisentermingeschäften finden sich
in Anmerkung 39. Wesentliche Umsätze in anderer Währung als CHF bestehen derzeit
nicht.
Weitere Währungsrisiken entstehen aus dem Gemeinschaftsunternehmen Edita SA, das
in Luxemburg tätig ist und dessen Geschäftstätigkeit in EUR stattfindet. Derzeit besteht
keine Absicherung dieser Risiken.
Die Auswirkungen einer möglichen Veränderung der Fremdwährungskurse um 5 Prozent auf den in der Bilanz enthaltenen Positionen in EUR auf das Ergebnis vor Steuern
belaufen sich per Ende 2011 auf 0.1 Mio. CHF (Vorjahr auf 0.2 Mio. CHF).
Kreditausfallrisiko
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt eine laufende Überwachung
durch standardisierte Prozesse, die sich im Inkassowesen auch auf externe Partner abstützen. Basierend auf einheitlichen Richtlinien, werden die notwendigen Wertberichtigungen vorgenommen (siehe auch Bewertungsrichtlinie zu Forderungen). Die Gefahr von
Klumpenrisiken wird durch die grosse Anzahl und die breite Streuung der Forderungen
gegenüber Kunden aus allen Marktsegmenten minimiert. Quantitative Angaben zum Kreditrisiko aus der operativen Tätigkeit finden sich in der Anmerkung 18 zu Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen.
Das Kreditrisiko, das aus anderen finanziellen Werten resultiert, besteht im Ausfall der
Gegenpartei, wobei sich das maximale Risiko auf den Buchwert beläuft.
Liquiditätsrisiko
Dem Risiko, nicht über die notwendige Liquidität zur Begleichung der Verbindlichkeiten
zu verfügen, wird durch eine laufende Liquiditätsplanung Rechnung getragen. In der
Liquiditätsplanung werden sowohl die operative Geschäftstätigkeit als auch die Forderungen und Verpf lichtungen berücksichtigt.
Die Bewirtschaftung der Liquidität sowie die langfristige Finanzierung sind zwecks Optimierung der Finanzmittel zentralisiert. Damit werden eine kosteneffiziente Kapitalbeschaffung sowie eine auf die Zahlungsverpf lichtungen abgestimmte Liquidität sichergestellt.
90
Die Fälligkeiten der finanziellen Verpf lichtungen gehen aus der folgenden Übersicht
hervor.
in CHF 000
nicht verfallen/
auf Abruf
bis 3 Monate 4 bis 12 Monate
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Total
Finanzverbindlichkeiten
davon derivative Finanzinstrumente
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Verbindlichkeiten
Total 2011
84 929
–
63 599
18 189
166 716
59 380
268
–
–
59 380
325
164
–
–
325
92 425
1 491
–
–
92 425
–
–
–
–
–
237 058
1 924
63 599
18 189
318 846
Finanzverbindlichkeiten
davon derivative Finanzinstrumente
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Verbindlichkeiten
Total 2010
1 353
–
53 734
23 736
78 824
2 946
444
–
–
2 946
1 649
1 677
–
–
1 649
17 449
426
–
–
17 449
–
–
–
–
–
23 397
2 547
53 734
23 736
100 868
Kapitalmanagement
Das im Zusammenhang mit Kapitalmanagement definierte Kapital entspricht dem ausgewiesenen Eigenkapital.
Mit dem Kapitalmanagement wird die Sicherstellung der nachstehend beschriebenen
Ziele beabsichtigt. Das notwendige Kapital für die operative Tätigkeit soll aus selbst erarbeiteten Mitteln bezogen werden. Finanzverbindlichkeiten sollen in der Regel aus eigener
Kraft innerhalb eines Jahres zurückbezahlt werden können. Es wird angestrebt, den Aktionären eine Dividende auszuschütten, die sich in der Höhe von 35 bis 45 Prozent des Ergebnisses bewegt. Der Eigenfinanzierungsgrad soll langfristig deutlich über 50 Prozent liegen.
91
Tamedia-Gruppe
Finanzinstrumente
Anmerkung 39
Kategorie
in CHF 000
2010
Marktwert
Buchwert
Marktwert
114 615
2 012
161 622
353
8 046
–
7 508
538
114 615
2 012
161 622
353
7 519
–
6 981
538
53 515
8
133 857
295
9 516
128
8 951
437
53 515
8
133 857
295
9 094
128
8 529
437
144 633
63 599
18 189
90 104
144 633
63 599
18 189
90 493
5 948
53 734
23 736
17 449
5 948
53 734
23 736
17 449
4
114 615
170 022
–
2 012
114 615
169 495
–
2 012
53 515
143 540
128
8
53 515
143 118
128
8
5
316 525
316 914
100 868
100 868
Flüssige Mittel
Kurzfristige Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kurzfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzanlagen
davon sonstige Beteiligungen
davon Darlehensforderungen
davon sonstige langfristige Finanzanlagen
1
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
5
davon zusammengefasst nach Kategorien (IAS 39)
Flüssige Mittel
Darlehen und Forderungen
Zur Veräusserung gehaltene Finanzinstrumente
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente
Zu fortgeführten Anschaffungkosten bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
2011
Buchwert
4
2
2
3
2
2
5
5
5
1
2
3
Der Marktwert wird wo möglich durch Marktkurse bestimmt. Wo solche nicht vorliegen,
werden alternativ eigene Berechnungen angestellt. Diese basieren in der Regel auf der
«Discounted Cash Flow»-Methode.
Tamedia wendet zur Bestimmung des Marktwertes von Finanzinstrumenten die folgenden Hierarchiestufen an:
–Klasse 1
Kotierter, unveränderter Marktpreis in aktiven Märkten.
–Klasse 2
Marktwerte, die auf Basis von beobachtbaren Marktdaten ermittelt werden. Dabei werden entweder notierte Preise auf nicht aktiven Märkten oder nicht notierte Preise
berücksichtigt. Zudem können solche Verkehrswerte auch indirekt aus Preisen abgeleitet werden.
–Klasse 3
Marktwerte, die nicht auf Basis von beobachtbaren Marktdaten ermittelt werden.
Die in den kurz- und langfristigen Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten gehaltenen Devisentermin- und Zinsabsicherungsgeschäfte sind die einzigen Finanzinstrumente,
die in der Klasse 2 der Hierarchiestufen der Marktwerte gruppiert werden. Alle übrigen
Finanzinstrumente sind der Klasse 1 zugeordnet.
92
Devisentermingeschäfte und Zinsabsicherungsgeschäfte
in CHF 000
2011
2010
Kontraktvolumen
Marktwert, fällig
unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
54 120
1 466
1 340
126
–
37 294
(1 768)
(1 702)
(66)
–
Angaben zu Cash Flow Hedge
Als Cash Flow Hedge direkt im Gesamtergebnis erfasst per 31. Dezember
Im Rahmen der vorgesehenen Absicherung verwendet
Direkt in der Erfolgsrechnung erfasst
2 378
(2 184)
(505)
(1 650)
(1 899)
(436)
Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus den Rahmenvereinbarungen für Zeitungs- und Zeitschriftenpapier bestanden am Bilanzstichtag Euro-Termingeschäfte im
Gesamtumfang von 54.1 Mio. CHF. Nach dem Bilanzstichtag wurden keine zusätzlichen
Absicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Absicherungsgeschäfte werden bei Realisation
zusammen mit der zugrunde liegenden Transaktion erfasst.
Das Zinsrisiko aus der Kreditfaszilität mit einer dreijährigen Laufzeit für den 2010 vollzogenen Erwerb von 49.9 Prozent des Aktienkapitals der Presse Publications SR S.A. (Edipresse Suisse) wurde mit einem Zins-Swap mit gleicher Laufzeit bis Anfang 2013 abgesichert. Durch die vorzeitige vollständige Rückzahlung der Kreditfaszilität auf Ende 2010
konnte nur ein Teil des Absicherungsgeschäfts im vorgesehenen Sinn verwendet werden.
Der nicht effektive Teil der bereits verfallenen und der Marktwert der noch offenen Swaps
wird entsprechend direkt in der Erfolgsrechnung im Finanzergebnis erfasst.
Der Marktwert dieser derivativen Finanzinstrumente wird je nach Fälligkeit unter den
kurzfristigen oder langfristigen Finanzforderungen oder -verbindlichkeiten ausgewiesen.
Anmerkung 40
Verpfändete oder abgetretene Aktiven
in CHF 000
Grundpfandsicherungen für Finanzverbindlichkeiten
auf Grundstücken und Gebäuden mit einem Wert von
Für Abonnements-Versicherung verpfändete Aktiven
aus Wertschriften mit einem Wert von
Verpfändete oder abgetretene Aktiven
aus Aktiven mit einem konsolidierten Wert von
2011
2010
11 000
7 058
400
400
11 400
7 458
208 323
191 504
400
400
208 723
191 904
Am Bilanzstichtag bestanden offene, jedoch erst 2012 fällige Finanzverbindlichkeiten in
der Höhe von 4.5 Mio. CHF (Vorjahr 8.3 Mio. CHF). Diese werden in Anmerkung 26 unter
kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (Vorjahr: langfristigen Bankverbindlichkeiten)
ausgewiesen.
93
Tamedia-Gruppe
Brandversicherungswerte der Sachanlagen
Anmerkung 41
in CHF 000
Total
2011
2010
997 926
929 373
Beteiligungen
Per 31. Dezember 2011 umfassen die Gruppengesellschaften von Tamedia:
Name
Tamedia AG
20 Minuten AG
20 Minutes Romandie SA
20 minuti Ticino SA
(vormals Zürich Land Medien AG)
Belcom AG
RMS Radio Marketing Schweiz AG 1
Car4you Schweiz AG
Comfriends SA
Doodle AG
Edita SA
Espace Media Groupe AG
Büchler Grafino AG
Espace Media AG
Betriebsgesellschaft Schweizer Bauer 2
Burgdorfer Tagblatt AG
Verlags-AG Schweizer Bauer
Schaer Thun AG
Berner Oberland Medien AG
Thuner Amtsanzeiger 2
FashionFriends AG
Homegate AG
Jobup AG
Jobsuchmaschine AG
Newsnet 2
Olmero AG
94
Anmerkung 42
Sitz
Währung
Grundkapital
(in CHF 000)
Geschäfts- Konsolidierungsbereich
methode
KonzernKapitalanteil
2011
KonzernStimmenanteil
2011
Zürich
Zürich
Lausanne
CHF
CHF
CHF
106 000
5 000
100
R/N/D
N/D
N/D
V
V
V
–
100.0%
100.0%
–
100.0%
100.0%
Lugano
Zürich
Zürich
Zürich
Lausanne
Zürich
Luxemburg
Bern
Bern
Bern
Wabern
Burgdorf
Wabern
Thun
Uetendorf
Thun
Langenthal
Adliswil
Zürich
Bern
Zürich
Opfikon
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
EUR
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
300
506
120
1 200
1 000
100
50
100
9 900
5 000
–
82
100
2 250
500
–
231
1 000
100
100
–
208
N/D
D
D
D
D
D
N
R
R
R
N
N
N
R
R
R
D
D
D
D
D
D
Q
V
E
V
V
E
Q
V
V
V
V
E
V
V
Q
E
E
V
V
E
V
E
50.0%
100.0%
33.3%
100.0%
100.0%
49.0%
50.0%
100.0%
100.0%
100.0%
50.0%
30.0%
49.0%
100.0%
50.0%
45.0%
45.0%
90.0%
100.0%
49.0%
81.3%
24.4%
50.0%
100.0%
33.3%
100.0%
100.0%
49.0%
50.0%
100.0%
100.0%
100.0%
50.0%
30.0%
49.0%
100.0%
50.0%
45.0%
45.0%
90.0%
100.0%
49.0%
81.3%
24.4%
Name
Sitz
Währung
Grundkapital
(in CHF 000)
Presse Publications SR S.A.
Lausanne
CIE Centre d’Impression Edipresse SA
Lausanne
Edipresse Publications SA
Lausanne
Ecran P&P SA
Lausanne
ER Publishing SA
Lausanne
Le Temps SA
Genf
La Région Hebdo SA
Yverdon-les-Bains
Editions Le Régional SA
Vevey
Swiss Printers AG
Zofingen
Terre & Nature SA
Lausanne
Vaud Fribourg TV SA
Lausanne
Edipub SA
Lausanne
LC Lausanne Cités SA
Lausanne
Payot Naville Distribution SA
Corminbœuf
Point Prod’ SA
Carouge
Romandie Online SA, en liquidation
Nyon
SA de la Tribune de Genève
Genf
Société de Publications Nouvelles SPN SA
Genf
Virtual Network SA
Nyon
PrintOnline AG
Schlieren
ProSeller AG
Zug
Radio 24 AG
Zürich
Search.ch AG
Küssnacht
Schweizerische Depeschenagentur AG
Bern
Scoup AG (vormals Zürivision AG)
Zürich
SMD Schweizer Mediendatenbank AG
Zürich
Swissdox AG
Zürich
Tagblatt der Stadt Zürich AG
Zürich
Tages-Anzeiger Verlag AG
Zürich
Tilllate Schweiz AG
Adliswil
TVtäglich 2
Zürich
Verlag Finanz und Wirtschaft AG
Zürich
Winner AG
Zürich
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
CHF
43 500
10 000
7 500
100
2 000
5 000
100
482
10 000
50
2 700
1 000
50
30 000
133
250
1 500
1 000
100
100
100
100
100
2 000
60
900
100
200
100
100
–
1 000
100
Geschäfts- Konsolidierungsbereich
methode
R
R
R
D
R
R
R
R
R
N
D
R
R
R
R
R
R
R
D
D
D
D
D
N
D
D
R
R
R
D
R
N
R
V
V
V
E
Q
Q
E
V
A
V
E
V
Q
E
E
Q
V
Q
E
E
E
V
V
A
V
E
E
V
V
V
Q
V
V
KonzernKapitalanteil
2011
KonzernStimmenanteil
2011
100.0%
100.0%
100.0%
18.0%
50.0%
46.2%
24.0%
87.8%
16.0%
98.0%
23.6%
100.0%
50.0%
35.0%
30.0%
50.0%
100.0%
50.0%
20.0%
25.0%
30.0%
100.0%
75.0%
29.1%
75.0%
33.3%
33.3%
85.0%
100.0%
100.0%
50.0%
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
18.0%
50.0%
46.2%
24.0%
87.8%
16.0%
98.0%
23.6%
100.0%
50.0%
35.0%
30.0%
50.0%
100.0%
50.0%
20.0%
25.0%
30.0%
100.0%
75.0%
29.1%
75.0%
33.3%
33.3%
85.0%
100.0%
100.0%
50.0%
100.0%
100.0%
95
Tamedia-Gruppe
Name
Zattoo Schweiz AG
Ziegler Druck- und Verlags-AG
Zürcher Oberland Medien AG
ZO Wochenzeitungen AG
Zürcher Regionalzeitungen AG
(vormals NP News Print AG)
DZO Druck Oetwil a.S. AG
Neue Bülacher Tagblatt AG
Verlag Zolliker Bote AG
Sitz
Währung
Grundkapital
(in CHF 000)
Geschäfts- Konsolidierungsbereich
methode
Zürich
Winterthur
Wetzikon
Wetzikon
CHF
CHF
CHF
CHF
130
3 326
1 800
100
N
R
R
R
Stäfa
Oetwil a.S.
Bülach
Zollikon
CHF
CHF
CHF
CHF
100
5 000
200
120
R
R
R
R
KonzernKapitalanteil
2011
KonzernStimmenanteil
2011
E
E
E
E
24.5%
20.0%
37.6%
37.6%
24.5%
20.0%
37.6%
37.6%
V
V
V
V
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
100.0%
1 16.67 Prozent werden von der Belcom AG gehalten, 16.67 Prozent von der Espace Media AG.
2 Einfache Gesellschaft
Geschäftsbereich
N = Print National
R = Print Regional
D = Digital
Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden
V = Vollkonsolidierung
Q = Quotenkonsolidierung
E = Equity-Bewertung
A = Bewertet zu Anschaffungskosten oder tieferem Marktwert
Die wesentlichen Veränderungen bei den konsolidierten Beteiligungen werden in
Anmerkung 1 erläutert, diejenigen bei Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften in
Anmerkung 11.
96
Anmerkung 43
Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften und nahestehenden Personen
Transaktionen zwischen Tamedia und assoziierten Gesellschaften haben hauptsächlich in
den Bereichen Zustellung, Druck und Medienertrag stattgefunden.
in CHF 000
Assoziierte
Gesellschaften
2011
Betriebsertrag
Betriebsaufwand
Finanzergebnis
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Darlehensforderungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Joint Ventures 1
2010
2011
Pensionskassen
2010
2011
Verwaltungsrat und
Unternehmensleitung
2010
2011
2010
22 246
(37 254)
1
6 610
(22 372)
(7)
18 316
(6 912)
26
16 374
(39 010)
33
–
(25 801)
–
–
(18 258)
–
1 641
(18 713)
–
–
(8 733)
–
5 265
7 400
1 619
8 831
2 205
2 177
1 352
2 613
–
–
–
–
2 719
–
–
–
5 135
6 467
3 316
17 772
–
1 482
710
–
2
253
–
–
–
–
59 272
–
1 000
6 911
2 000
12 722
–
–
85 872
–
1 50-Prozent-Joint-Ventures werden nach der Methode der Quotenkonsolidierung in der Jahresrechnung erfasst. Der so erfasste Anteil an Transaktionen mit anderen Gruppengesellschaften wird
im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und die nicht konsolidierten Anteile werden unter Forderungen oder Verbindlichkeiten mit assoziierten Gesellschaften dargestellt. In dieser Übersicht
werden die Transaktionen in ihrem gesamten Umfang und für assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures separat dargestellt.
Mit Ausnahme der in der Anmerkung 44 ausgewiesenen Transaktionen im Zusammenhang mit Verwaltungsräten und der Unternehmensleitung bestehen keine weiteren Beziehungen mit nahestehenden Personen. Die Entschädigungen an Verwaltungsrat und
Unternehmensleitung und die in Anmerkung 44 erläuterten Beziehungen mit Gesellschaften, die durch Verwaltungsräte der Tamedia kontrolliert werden, sind unter den
Transaktionen mit Verwaltungsrat und Unternehmensleitung erfasst. Diese enthalten
auch die kurz- und langfristigen Kaufpreisverpf lichtungen aus der Übernahme der Edipresse Suisse.
Anmerkung 44
Entschädigungen des Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung
Die aufgeführten Entschädigungen geben die im Berichtsjahr erfolgswirksam erfassten
Aufwendungen wieder (unabhängig von deren Auszahlungsdatum). Unter den amtierenden Mitgliedern werden jeweils auch jene berücksichtigt, die im Berichtsjahr ihre Funktion beendet haben. Es wurden keine Entschädigungen an ehemalige Mitglieder ausgerichtet.
97
Tamedia-Gruppe
Entschädigungsart
in CHF 000
Anzahl
Mitglieder
Honorare/
Saläre
Erfolgsbeteiligung und
Anteil Gewinnbeteiligung
in bar
Anteil 2
Vorsorge und
Gewinn- Sozialleistungen
beteiligung
in Aktien
Auslagen/
Pauschalspesen
Sachleistungen
Übrige Entschädigungen
Total
2011
Verwaltungsrat 1
Unternehmensleitung
Total
8
73
15
2 039
3 425
5 464
–
2 476
2 476
–
684
684
229
856
1 085
120
129
249
–
–
–
–
–
–
2 388
7 569
9 957
2010
Verwaltungsrat 1
Unternehmensleitung
Total
8
6
14
1 817
2 739
4 556
–
1 671
1 671
–
535
535
190
554
745
120
106
226
–
–
–
–
–
–
2 128
5 605
7 733
1 Der Verwaltungsrat setzt sich zur Zeit zusammen aus dem vollamtlichen Präsidenten/Verleger und nicht exekutiven Mitgliedern.
2 Siehe Angaben zum Gewinnbeteiligungsprogramm der Unternehmensleitung.
3 Erweiterung der Unternehmensleitung auf sieben Mitglieder durch den Einbezug des Unternehmensbereichs Edipresse Suisse.
Entschädigungen des Verwaltungsrates
in CHF 000
Honorare/ Erfolgsbeteiligung und
Saläre
Gewinnbeteiligung
Vorsorge und
Sozialleistungen
Auslagen/
Pauschalspesen
Übrige
Entschädigungen
Total
2011
Pietro Supino
Tibère Adler
Martin Bachem
Pierre Lamunière
Konstantin Richter
Iwan Rickenbacher
Andreas Schulthess
Karl Dietrich Seikel
Charles von Graffenried
Total
1 149
128
100
100
100
220
100
42
100
2 039
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
171
9
7
7
7
12
7
3
5
229
36
7
12
12
12
12
12
5
12
120
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1 355
144
119
119
119
245
119
50
117
2 388
2010
Pietro Supino
Martin Bachem
Robert Karrer
Pierre Lamunière
Konstantin Richter
Iwan Rickenbacher
Andreas Schulthess
Karl Dietrich Seikel
Charles von Graffenried
Total
990
67
40
100
100
220
100
100
100
1 817
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
146
4
2
6
6
10
6
6
4
190
36
8
4
12
12
12
12
12
12
120
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
1 172
79
46
118
118
242
118
118
116
2 128
98
Zusätzliche Honorare und Vergütungen
Im Berichtsjahr hat Tamedia die Von-Graffenried-Gruppe, die sich im Besitz von Charles
von Graffenried befindet, für Dienstleistungen in den Bereichen Liegenschaften, Recht,
Steuern und Treuhand, Planung und Architektur sowie Privatbank mit Honoraren in der
Höhe von 0.3 Mio. CHF (Vorjahr: 1.0 Mio. CHF) entschädigt. Die Groupe Edipresse, auf die
Pierre Lamunière einen massgebenden Einf luss hat, wurde für Dienstleistungen in den
Bereichen IT, Administration sowie Miete für Büroräumlichkeiten im Umfang von
8.5 Mio. CHF entschädigt und hat selber von Tamedia Dienstleistungen im Bereich der
Verkaufstätigkeit in der Höhe von 1.5 Mio. CHF in Anspruch genommen.
Aktienbesitz des Verwaltungsrates
2011
Aktien in Stück
Pietro Supino
Tibère Adler
Martin Bachem
Pierre Lamunière
Konstantin Richter
Iwan Rickenbacher
Andreas Schulthess
Karl Dietrich Seikel
Charles von Graffenried
Aktien in
eigenem Besitz
33 338
–
1 266
–
16 229
50
200 1
n.a.
166 104
2010
Total Aktien
inklusive Aktien
nahestehender
Personen
1 439 160
–
1 266
–
105 454
400
1 256 633 2
n.a.
166 104
Aktien in
eigenem Besitz
Total Aktien
inklusive Aktien
nahestehender
Personen
33 338
n.a.
767
–
16 229
50
200
–
166 104
1 439 160
n.a.
767
–
105 454
400
1 256 633
–
166 104
1 Zuzüglich Eigentum an 586 022 Namenaktien mit Nutzniessungsrecht von Annette Coninx Kull.
2 Davon 1 255 905 Namenaktien mit Nutzniessungsrecht von Annette Coninx Kull.
Aktienbesitz der Unternehmensleitung
2011
Aktien in Stück
Martin Kall
Christoph Tonini
Rolf Bollmann
Ueli Eckstein
Sandro Macciacchini
Serge Reymond
Andreas Schaffner
2010
Aktien in
eigenem Besitz
Total Aktien
inklusive Aktien
nahestehender
Personen
Aktien in
eigenem Besitz
Total Aktien
inklusive Aktien
nahestehender
Personen
2 760
857
298
–
86
51
–
2 760
857
298
–
86
102
–
–
–
–
–
86
n. a.
–
–
–
–
–
86
n. a.
–
Gewinnbeteiligungsprogramm Unternehmensleitung
Das aktuell gültige Gewinnbeteiligungsprogramm ist für 2011 gültig. Berechtigt sind Mitglieder der Unternehmensleitung ab dem zweiten Dienstjahr. Die Ausrichtung erfolgt,
99
Tamedia-Gruppe
wenn die Ergebnismarge (Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) der Tamedia-Gruppe im
jeweiligen Rechnungsjahr 8.0 Prozent übersteigt. Vom die Ergebnismarge von 8.0 Prozent
übersteigenden Betrag wird eine jeweils zu bestimmende Gewinnbeteiligung zu 50 Prozent in bar ausbezahlt und zu 50 Prozent in Aktien zugeteilt. Darüber hinaus gelten die
gleichen Bestimmungen wie beim Gewinnbeteiligungsmodell für Mitarbeitende.
Die Barzahlung erfolgt nach Veröffentlichung des konsolidierten Jahresergebnisses von
Tamedia. Die Aktien werden im Rechnungsjahr, in dem der Anspruch erworben wurde,
zugeteilt. Die Anzahl zugeteilter Aktien wird anhand des Durchschnittskurses der letzten
30 Tage vor dem 31. Dezember des jeweiligen Rechnungsjahres bestimmt. Die Aktien werden erst übereignet, wenn das Arbeitsverhältnis des Beteiligten am 31. Dezember des dritten Jahres nach dem Rechnungsjahr, in dem der Anspruch auf die Aktienzuteilung erworben wurde, noch besteht. Die Erfassung in der Erfolgsrechnung erfolgt nach IFRS 2 pro
rata über vier Jahre.
Für die im Geschäftsjahr 2008 und 2010 zugeteilten Aktien wurden im laufenden Jahr
0.1 Mio. CHF resp. 0.2 Mio. CHF als Personalaufwand erfasst, während für das Geschäftsjahr 2009 keine Gewinnbeteiligung ausgerichtet wurde.
Für das Geschäftsjahr 2011 wird der Unternehmensleitung eine Gewinnbeteiligung in
der Höhe von 1.1 Mio. CHF ausgerichtet, und für die zugeteilten Aktien werden
0.4 Mio. CHF als Personalaufwand erfasst.
Aktienanteil aus der Gewinnbeteiligung der Unternehmensleitung
in Stück
Stand 1. Januar
Zugeteilt
Stand 31. Dezember
davon ausübbar
2011
2010
8 837
10 367
19 204
–
4 052
4 785
8 837
–
in CHF/Aktien in Stück Zuteilungsdatum
Gesperrt bis
Marktwert am
Zuteilungsdatum
Marktwert am
Bilanzstichtag
Ausstehende
Anrechte 2011
Ausstehende
Anrechte 2010
31.12.08
31.12.09
31.12.10
31.12.11
31.12.11
31.12.12
31.12.13
31.12.14
50.0
–
124.1
116.5
116.5
–
116.5
116.5
4 052
–
4 785
10 367
4 052
–
4 785
–
2011
2010
956
1 158
459
258
23
2 853
831
813
315
170
23
2 152
Höchste Entschädigung eines Mitgliedes der Unternehmensleitung
in CHF 000
Entschädigungsart – Martin Kall
Honorare/Saläre
Erfolgsbeteiligung und Anteil Gewinnbeteiligung in bar
Anteil Gewinnbeteiligung in Aktien
Vorsorge und Sozialleistungen
Auslagen/Pauschalspesen
Total
100
Anmerkung 45
Mitarbeitenden-Gewinnbeteiligungsmodell
Im Geschäftsjahr 2011 kamen zwei getrennte Gewinnbeteiligungsmodelle für Mitarbeitende zur Anwendung. Die Mitarbeitenden des Unternehmensteils Tamedia (ohne Presse
Publications SR S.A. (Edipresse Suisse)) nahmen am bisherigen Gewinnbeteiligungsmodell von Tamedia teil, die Mitarbeitenden des Unternehmensteils Edipresse Suisse am bisherigen Gewinnbeteiligungsmodell von Edipresse Suisse.
Das für das Geschäftsjahr 2011 gültige Gewinnbeteiligungsprogramm von Tamedia
sieht die Ausschüttung einer Gewinnbeteiligung vor, wenn Tamedia eine Ergebnismarge
(Ergebnis zu Umsatz) von mindestens 4 Prozent erreicht. Der Einf luss von Edipresse Suisse
auf das Ergebnis wird 2011 ausgeschieden. Sobald das Ergebnis 4 Prozent des Umsatzes
übersteigt, werden 5.75 Prozent des Betrages, der diese Marge übersteigt, an die TamediaMitarbeitenden ausgeschüttet. Mit einer Ergebnismarge von 15.3 Prozent wurde die notwendige Marge im vergangenen Berichtsjahr überschritten. Tamedia wird deshalb insgesamt 7.2 Mio. CHF (Vorjahr 4.2 Mio. CHF) als Gewinnbeteiligung an die Mitarbeitenden
auszahlen.
Die Mitarbeitenden können dabei wählen, ob sie die Gewinnbeteiligung in bar oder in
Aktien beziehen möchten. Die Umrechnung der Gewinnbeteiligung in Aktien erfolgt zum
durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien innerhalb der letzten zehn Tage vor Zuteilung
der Aktien. Der Verwaltungsrat hat für das Geschäftsjahr 2011 eine Erhöhung der in
Aktien bezogenen Gewinnbeteiligung um 20 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent) beschlossen.
Die Kosten dafür werden durch Tamedia getragen. Der Aufwand für die bar- wie auch die
aktien-basierte Komponente der Mitarbeitendengewinnbeteiligung gemäss IFRS 2 ist im
Abschluss 2011 im Personalaufwand erfasst. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von
einem Jahr. Die Erfüllung der Ansprüche erfolgt aus dem Bestand an eigenen Aktien. Für
die Gewinnbeteiligung am Ergebnis 2010 wurden 1 960 Aktien zugeteilt.
Edipresse Suisse wurde im Berichtsjahr erstmals konsolidiert. Deshalb nehmen die Mitarbeitenden von Edipresse Suisse nicht am Gewinnbeteiligungsprogramm von Tamedia
teil. Um alle Mitarbeitenden am von ihnen erwirtschafteten Ergebnis zu beteiligen, hat
Tamedia jedoch entschieden, den Mitarbeitenden von Edipresse Suisse freiwillig letztmals
eine Gewinnbeteiligung auf Basis des bisherigen Gewinnbeteiligungsmodells auszuschütten. Das Reglement von Edipresse Suisse sieht die Ausschüttung einer Gewinnbeteiligung
vor, sobald das konsolidierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahreswert um mindestens 1.00 CHF ansteigt. Die Höhe der Gewinnbeteiligung beträgt 25
Prozent dieser Ergebnissteigerung, mindestens jedoch 0.5 Mio. CHF. Daraus ergibt sich
ein Betrag, der an alle Mitarbeitenden ausgeschüttet wird. Kadermitarbeitende erhalten
jeweils die doppelte Summe, während Lernende vom 2. bis 4. Lehrjahr einen fixen Betrag
von 400 bis 600 CHF erhalten. Insgesamt werden im Rahmen des Gewinnbeteiligungsmodells von Edipresse Suisse 0.8 Mio. CHF an die Mitarbeitenden ausbezahlt.
101
Tamedia-Gruppe
Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Kauf Bilan und Tribune des Arts
Tamedia erweitert ihr Zeitschriften-Portfolio und übernimmt voraussichtlich im ersten
Semester 2012 von der Groupe Edipresse die Zeitschriften Bilan und Tribune des Arts. Die
Übernahme vervollständigt den Zusammenschluss der Schweizer Medienaktivitäten von
Edipresse und Tamedia.
Veräusserung Belcom AG, Capital FM und Radio 24 AG, TeleBärn und TeleZüri
Auf den 4. Januar 2011 hat Tamedia ihre Aktivitäten TeleBärn, TeleZüri und ihre 100-Prozent-Beteiligung an der Belcom AG, der Vermarktungsorganisation, in der die Verkaufsteams von Radio 24 und TeleZüri gebündelt sind, an die AZ Medien AG und die BT
Holding AG veräussert. Der Übergang der Konzession von Radio 24 muss noch genehmigt
werden. Die Zürichsee Medien AG übernimmt Capital FM. Der Übergang der Konzession
wurde vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation genehmigt.
Dadurch entfallen 2012 voraussichtlich Aktiven von 54.7 Mio. CHF (davon f lüssige Mittel in der Höhe von 7.6 Mio. CHF) und Fremdkapital von 4.7 Mio. CHF (Werte per Ende
2011). Der Verkaufspreis ist teilweise variabel und wird gesamthaft auf 68.5 Mio. CHF
geschätzt.
Veräusserung Schweizer Bauer und Terre & Nature
Der Basler Verleger Dominique Hiltbrunner übernimmt auf den 1. Juli 2012 die Fachmedien Agrar sowie die Beteiligung von 49 Prozent am Schweizer Bauern von der Espace Media
AG. Durch die Dekonsolidierung werden Aktiven von ca. 16 Mio. CHF (davon f lüssige Mittel in der Höhe von ca. 5 Mio. CHF) und Fremdkapital von 5.0 Mio. CHF entfallen (Werte
per Ende 2011). Der Verkaufspreis ist teilweise variabel und wird auf 10.4 Mio. CHF
geschätzt.
Das Bieler Medienhaus Gassmann übernimmt die Zeitung Terre & Nature von Edipresse
Suisse voraussichtlich im zweiten Semester 2012. Durch die Dekonsolidierung werden
Aktiven von ca. 5 Mio. CHF (davon f lüssige Mittel in der Höhe von ca. 0.1 Mio. CHF) und
Fremdkapital von 3.0 Mio. CHF entfallen (Werte per Ende 2011). Der Verkaufspreis ist teilweise variabel und wird auf 6.1 Mio. CHF geschätzt.
102
Anmerkung 46
Bericht der Revisionsstelle
An die Generalversammlung der Tamedia AG, Zürich
Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der Tamedia AG, bestehend aus
Erfolgsrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Mittelf lussrechnung, Veränderung
des Eigenkapitals und Anhang (Seiten 38 bis 102), für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von
Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und
die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem
schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den International
Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so
zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von
Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pf lichtgemässen Ermessen
des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in
der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden
Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der
Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine
ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2011
abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den IFRS und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
103
Tamedia-Gruppe
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen
und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert.
Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.
Zürich, 16. März 2012
Ernst & Young AG
Reto Hofer
Zugelassener Revisionsexperte
(Leitender Revisor)
104
Andreas Blank
Zugelassener Revisionsexperte
Tamedia AG
Tamedia AG
Erfolgsrechnung
in CHF 000
Medienertrag
Druckertrag
Ertrag aus dem Verkauf betrieblicher Anlagen
Ertrag aus nicht verwendeten Rückstellungen
Sonstiger Betriebsertrag
Übriger Betriebsertrag
Bestandesveränderungen
Betriebsertrag
Materialaufwand und Fremdleistungen
Personalaufwand
Übriger Betriebsaufwand
Betriebsergebnis vor Abschreibungen
Betriebliche Abschreibungen
Betriebsergebnis
Ertrag aus Verkauf Beteiligungen
Übriger Finanzertrag
Finanzertrag
Finanzaufwand
Finanzergebnis
Ordentliches Ergebnis
Ausserordentliches Ergebnis
Ergebnis vor Steuern
Ertragssteuern
Ergebnis
2011
300 485
42 691
31
2 639
46 021
48 692
–
391 868
(85 336)
(138 992)
(103 813)
63 727
(13 207)
50 520
7
88 626
88 633
(67 534)
21 100
71 619
(3 444)
68 175
311
68 487
2010
308 721
33 743
–
281
39 454
39 735
7
382 206
(84 571)
(144 592)
(100 305)
52 738
(14 327)
38 411
5 138
111 979
117 116
(19 244)
97 872
136 283
(3 990)
132 293
(7 703)
124 590
105
Tamedia AG
Bilanz
Aktiven
in CHF 000, per 31. Dezember
Flüssige Mittel
Kurzfristige Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten, abzüglich Delkredere
gegenüber Nahestehenden und Aktionären
gegenüber Gruppengesellschaften
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Übrige Forderungen
gegenüber Dritten
gegenüber Gruppengesellschaften
Übrige Forderungen
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
gegenüber Dritten
gegenüber Gruppengesellschaften
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Vorräte
Umlaufvermögen
Sachanlagen
Gebäude und Bauten
Übrige Sachanlagen
Sachanlagen
Finanzanlagen
Beteiligungen, abzüglich Wertberichtigung
Übrige Finanzanlagen
bei Dritten
bei Nahestehenden und Aktionären
bei Gruppengesellschaften
Finanzanlagen
Immaterielle Anlagen
Anlagevermögen
Aktiven
106
2011
2010
28 636
20 111
8 930
29 597
46 347
1 776
5 542
53 665
42 940
682
5 913
49 534
4 847
3 273
8 120
13 914
6 962
20 876
12 816
2 307
15 124
1 139
126 793
6 792
3 993
10 785
1 055
120 777
65 027
98 282
163 309
66 140
76 953
143 093
1 155 675
867 046
626
3 990
9 975
1 170 265
7 441
1 341 015
1 467 808
520
1 839
4 703
874 107
7 237
1 024 437
1 145 214
Passiven
in CHF 000, per 31. Dezember
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Dritten
gegenüber Nahestehenden und Aktionären
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
gegenüber Nahestehenden und Aktionären
gegenüber Gruppengesellschaften
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Dritten
gegenüber Nahestehenden und Aktionären
gegenüber Gruppengesellschaften
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
gegenüber Dritten
gegenüber Gruppengesellschaften
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Kurzfristiges Fremdkapital
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Nahestehenden und Aktionären
gegenüber Gruppengesellschaften
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Rückstellungen
Langfristiges Fremdkapital
Fremdkapital
Aktienkapital
Gesetzliche Reserven
Allgemeine gesetzliche Reserven
Reserven aus Kapitaleinlage 1
Reserve für eigene Aktien
Gesetzliche Reserven
Freie Reserve
Bilanzgewinn
Vortrag vom Vorjahr
Unternehmensergebnis
Bilanzgewinn
Eigenkapital
Passiven
2011
2010
80 300
59 272
139 572
2 187
–
2 187
25 784
711
1 707
28 202
22 263
605
1 309
24 178
11 370
4
3 592
14 966
24 609
–
14 746
39 354
113 374
1 408
114 782
297 522
113 209
894
114 103
179 821
127 510
178 013
305 523
4 919
310 442
607 964
106 000
–
128 672
128 672
4 022
132 693
312 514
106 000
53 000
86 549
18 618
158 167
527 190
53 000
100 931
15 256
169 187
432 923
–
68 487
68 487
859 844
1 467 808
–
124 590
124 590
832 700
1 145 214
1 Enthält den von der Eidgenössischen Steuerverwaltung bestätigten Betrag von 59.6 Mio. CHF (Vorjahr 100.9 Mio. CHF)
107
Tamedia AG
Anhang zur Jahresrechnung
Grundlagen
Die Jahresrechnung der Tamedia AG ist nach den Vorschriften des schweizerischen
Aktienrechts erstellt. Sie ergänzt die nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte konsolidierte Jahresrechnung (Seiten 38 bis 102). Der in dieser
Jahresrechnung ausgewiesene Bilanzgewinn ist für die von der Generalversammlung zu
beschliessende Gewinnverwendung massgebend.
Während die konsolidierte Jahresrechnung über die wirtschaftliche Situation der
Gruppe als Ganzes orientiert, beziehen sich die Informationen in der Jahresrechnung der
Tamedia AG (Seiten 105 bis 111) auf die Konzernmuttergesellschaft allein. Zudem sind die
beiden Jahresrechnungen wegen unterschiedlicher Rechnungslegungsgrundsätze (konsolidierte Jahresrechnung nach IFRS bzw. Jahresrechnung des Stammhauses Tamedia AG
nach Aktienrecht) nur beschränkt vergleichbar.
Die nachfolgende Darstellung zeigt die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen, die
direkt im Stammhaus Tamedia AG geführt werden. Die Beteiligungen der Tamedia AG
sind unter Anmerkung 42 der konsolidierten Jahresrechnung aufgeführt.
Print Regional
– Tages-Anzeiger
– Stellenmarkt
– Customer Contact Center
– Prepress
– Druckzentrum Zürich
Print National
– Annabelle
– Das Magazin
– Schweizer Familie
– SonntagsZeitung
Digital
– Newsnet
– TeleZüri
108
Anmerkungen
Anmerkung 1
Veränderung freie Reserven
in CHF 000
Stand per 1. Januar
(Entnahme)/Zuweisung freie Reserven
Übertrag von/(an) Reserve für eigene Aktien
Stand per 31. Dezember
Anmerkung 2
372 911
67 067
(7 055)
432 923
2011
2010
–
27 627
9 531
3 264
350
11 150
39 127
509
–
13 304
2011
2010
65 027
125 700
125 700
–
–
335
66 140
125 700
–
125 700
–
376
in CHF 000
2011
2010
Leasingverträge (zukünftige Verpflichtungen)
davon kurzfristig
davon langfristig
418
191
227
649
223
426
Garantien gegenüber assoziierten Gesellschaften
Bürgschaften/Garantien für Gruppengesellschaften
Rangrücktrittserklärungen für
Nahestehende
Gruppengesellschaften
Total
Verpfändete Aktiven zur Sicherung eigener Verpflichtungen
in CHF 000
Immobilien – Buchwert der Grundstücke und Gebäude
Grundpfandrechte (Schuldbriefe) – total nominell
davon im Eigenbesitz (frei verfügbar)
Hinterlegt zur Sicherung eigener Verpflichtungen
Beanspruchte Kredite bzw. Deckung
Verpfändete Wertschriften für Abo-Versicherung
Anmerkung 4
432 923
97 629
(3 362)
527 190
2010
Bürgschaften, Garantieverpflichtungen und Pfandbestellungen zugunsten Dritter
in CHF 000
Anmerkung 3
2011
Leasingverbindlichkeiten
109
Tamedia AG
Brandversicherungswerte der Sachanlagen (inkl. Neuwertzusatz)
in CHF 000
Gebäude
Maschinen und Einrichtungen (inkl. Warenlager)
Anmerkung 5
2011
2010
185 927
390 455
198 457
575 000
Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen
Anmerkung 6
in CHF 000
2011
2010
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kontokorrentschuld gegenüber Stiftungen Tamedia
Kontokorrentschuld gegenüber fremden Stiftungen
–
107
951
140
Veränderung stille Reserven
in CHF 000
Netto-Abnahme
Anmerkung 7
2011
(2 626)
2010
(661)
Beteiligungen
Siehe Anmerkung 42 der konsolidierten Jahresrechnung. Die Beteiligung an PPSR Presse
Publications SR S.A. wird zu 100 Prozent berücksichtigt. Aus wirtschaftlichen Überlegungen wird anstelle von Minderheitsanteilen eine Kaufpreisverpf lichtung für die vorzeitig
berücksichtigten 49.9 Prozent der Aktienanteile erfasst. Der rechtliche Übertrag der letzten 49.9 Prozent erfolgte auf Anfang März 2012.
Anmerkung 8
Entschädigungen und Aktienbesitz des Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung
Siehe Anmerkung 44 der konsolidierten Jahresrechnung.
Anmerkung 9
Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Siehe Anmerkung 46 der konsolidierten Jahresrechnung.
Anmerkung 10
Eigene Aktien
Die Bewertung der eigenen Aktien im handelsrechtlichen Abschluss der Tamedia AG
wurde im Berichtsjahr von Marktwerten zu durchschnittlichen Anschaffungskosten geändert. Dadurch wurde das Ergebnis mit 14.8 Mio. CHF belastet.
Weitere Informationen siehe Anmerkung 32 der konsolidierten Jahresrechnung.
Anmerkung 11
110
Anmerkung 12
Grossaktionäre
Name
Dr. Severin Coninx, Bern
Rena Maya Coninx Supino, Zürich
Dr. Hans Heinrich Coninx, Küsnacht
Annette Coninx Kull, Wettswil a.A.
Ellermann Lawena Stiftung, FL-Vaduz
Ellermann Pyrit GmbH, D-Stuttgart
Ellermann Rappenstein Stiftung, FL-Vaduz
Übrige Mitglieder Aktionärsbindungsvertrag
Total Mitglieder Aktionärsbindungsvertrag
2011 1
2010 1
2009 1
13.20%
12.95%
11.93% 2
11.85% 3
6.94%
6.93%
5.86%
2.15%
71.80%
13.20%
12.95%
11.93%
11.85%
6.94%
6.93%
5.86%
2.15%
71.80%
13.20%
12.95%
11.93%
11.85%
6.94%
6.93%
5.86%
2.15%
71.80%
Tweedy Browne Company LLC
4.52%
4.52%
4.52%
Regula Hauser-Coninx, Weggis
4.63%
4.63%
4.63%
Montalto Holding AG, Zug
Epicea Holding AG, Zug
Weitere Mitglieder der Aktionärsgruppe
Total Mitglieder Aktionärsgruppe Reinhardt-Scherz
1.83%
1.42%
0.69%
3.94%
1.83%
1.42%
0.69%
3.94%
1.83%
1.42%
0.69%
3.94%
1 Die Angaben per 31. Dezember beziehen sich auf die total ausgegebenen 10.6 Mio. Namenaktien.
2 Davon Nutzniessungsrechte an 393 234 Namenaktien im Eigentum von Martin Coninx (Männedorf), Nutzniessungsrechte an 393 233 Namenaktien im
Eigentum von Claudia Isabella Kaczynski-Coninx (Zollikon) und Nutzniessungsrechte an 393 233 Namenaktien im Eigentum von Christoph Coninx
(Schlieren).
3 Davon Nutzniessungsrechte an 586 021 Namenaktien im Eigentum von Fabia Schulthess (Zürich) und Nutzniessungsrechte an 586 022 Namenaktien im
Eigentum von Andreas Schulthess (Wettswil).
Anmerkung 13
Risikobeurteilung
Der Verwaltungsrat befasst sich regelmässig mit der Risikobeurteilung (2011 an zwei Sitzungen). Er hat eine eigene Beurteilung der verschiedenen Risiken erstellt und diese nach
möglichem Eintreten und möglichen Folgen bewertet. Zudem hat der Verwaltungsrat
Massnahmen zur Reduktion wichtiger Risiken beurteilt. Diese Bewertungen wurden mit
denjenigen der Unternehmensleitung verglichen und abgeglichen.
Verwaltungsrat und Unternehmensleitung betrachten gegenwärtig folgende Risiken als
zentral: die Auswirkungen der allgemeinen Konjunkturentwicklung, die Verhaltensänderung der Anzeigenkunden und der Medienkonsumenten, die mit der Berichterstattung
und Meinungsäusserung verbundenen Reputationsrisiken und allgemein neue Projekte.
Risiken von operationellen Fehlern und Schwächen oder Elementarschadenereignisse
werden demgegenüber als weniger wesentlich beurteilt.
111
Tamedia AG
Antrag des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 27. April 2012, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011:
in CHF 000
2011
2010
68 487
–
68 487
–
68 487
124 590
–
124 590
–
124 590
2011
2010
Zuweisung allgemeine gesetzliche Reserven
Zuweisung aus Bilanzgewinn an freie Reserven
Vortrag auf neue Rechnung
–
68 487
–
–
124 590
–
Freie Reserven
Übertrag an Reserven für eigene Aktien
Übertrag an Reserven aus Kapitaleinlage
Zuweisung aus Bilanzgewinn an freie Reserven
Vortrag freie Reserven
530 553
(3 362)
–
68 487
595 677
439 978
(7 055)
(26 961)
124 590
530 553
86 549
–
(59 430)
27 119
100 931
26 961
(41 342)
86 549
Ergebnis
Vortrag vom Vorjahr
Bilanzgewinn
Entnahme aus freien Reserven
Zur Verfügung der Generalversammlung
wie folgt zu verwenden:
in CHF 000
Reserven aus Kapitaleinlage 1
Übertrag aus freien Reserven
Dividendenauszahlung 2
Vortrag Reserven aus Kapitaleinlagen
1 Enthält den von der Eidgenössischen Steuerverwaltung bestätigten Betrag von 59.6 Mio. CHF (Vorjahr 100.9 Mio. CHF)
2 Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt CHF 5.75 pro dividendenberechtige Aktie von
Reserven aus Kapitaleinlage vor. Auf den Aktien im Eigenbestand wird keine Dividende ausgeschüttet. Damit reduziert sich der auszuschüttende Betrag um
1.5 Mio. CHF (Vorjahr: 1.1 Mio. CHF)
Zürich, 16. März 2012
Für den Verwaltungsrat
Der Präsident
Pietro Supino
112
Bericht der Revisionsstelle
An die Generalversammlung der Tamedia AG, Zürich
Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der Tamedia AG, bestehend aus Erfolgsrechnung, Bilanz und Anhang (Seiten 105 bis 111), für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Verantwortung des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit
den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung
beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen
Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist
der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem
schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von
Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pf lichtgemässen Ermessen
des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in
der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der
Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2011
abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.
113
Tamedia AG
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen
und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes (Seite
112) dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Zürich, 16. März 2012
Ernst & Young AG
Reto Hofer
Zugelassener Revisionsexperte
(Leitender Revisor)
114
Andreas Blank
Zugelassener Revisionsexperte
Corporate Governance
Corporate Governance
Konzernstruktur und Aktionariat
Konzernstruktur
Die Darstellung der operativen Konzernstruktur ist im Geschäftsbericht auf Seite 10
ersichtlich.
Zum Konsolidierungskreis gehört folgende kotierte Gesellschaft:
Name
Ort der Kotierung
Börsenkapitalisierung
Eigene Aktien (per 31. Dezember 2011)
Valorensymbol
ISIN
Symbol:
– Bloomberg
– Reuters
Tamedia AG, Zürich
SIX Swiss Exchange, Schweiz
seit 2. Oktober 2000 kotiert
vgl. Abschnitt Kapitalstruktur
264 402
TAMN
CH 0011178255
TAMN.SW
TAMN.S
Die zum Konsolidierungskreis gehörenden nicht kotierten Gesellschaften sind in Anmerkung 42 der konsolidierten Jahresrechnung aufgeführt.
Bedeutende Aktionäre
Bedeutende Aktionäre sowie bedeutende Aktionärsgruppen und deren Beteiligungen an
Tamedia, sofern sie Tamedia bekannt sind, gehen aus der folgenden Übersicht hervor.
115
Corporate Governance
Grossaktionäre
Name
Dr. Severin Coninx, Bern
Rena Maya Coninx Supino, Zürich
Dr. Hans Heinrich Coninx, Küsnacht
Annette Coninx Kull, Wettswil a.A.
Ellermann Lawena Stiftung, FL-Vaduz
Ellermann Pyrit GmbH, D-Stuttgart
Ellermann Rappenstein Stiftung, FL-Vaduz
Übrige Mitglieder Aktionärsbindungsvertrag
Total Mitglieder Aktionärsbindungsvertrag
2011 1
2010 1
2009 1
13.20%
12.95%
11.93% 2
11.85% 3
6.94%
6.93%
5.86%
2.15%
71.80%
13.20%
12.95%
11.93%
11.85%
6.94%
6.93%
5.86%
2.15%
71.80%
13.20%
12.95%
11.93%
11.85%
6.94%
6.93%
5.86%
2.15%
71.80%
Tweedy Browne Company LLC
4.52%
4.52%
4.52%
Regula Hauser-Coninx, Weggis
4.63%
4.63%
4.63%
Montalto Holding AG, Zug
Epicea Holding AG, Zug
Weitere Mitglieder der Aktionärsgruppe
Total Mitglieder Aktionärsgruppe Reinhardt-Scherz
1.83%
1.42%
0.69%
3.94%
1.83%
1.42%
0.69%
3.94%
1.83%
1.42%
0.69%
3.94%
1 Die Angaben per 31. Dezember beziehen sich auf die total ausgegebenen 10.6 Mio. Namenaktien.
2 Davon Nutzniessungsrechte an 393 234 Namenaktien im Eigentum von Martin Coninx (Männedorf), Nutzniessungsrechte an 393 233 Namenaktien im
Eigentum von Claudia Isabella Kaczynski-Coninx (Zollikon) und Nutzniessungsrechte an 393 233 Namenaktien im Eigentum von Christoph Coninx
(Schlieren).
3 Davon Nutzniessungsrechte an 586 021 Namenaktien im Eigentum von Fabia Schulthess (Zürich) und Nutzniessungsrechte an 586 022 Namenaktien im
Eigentum von Andreas Schulthess (Wettswil).
Die Offenlegung erfolgt auf Basis der gemäss Art. 20 BEHG und den Bestimmungen der
Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Börsen und den Effektenhandel im Schweizerischen Handelsamtsblatt insbesondere am 6. und 9. Juli 2007 publizierten Meldungen.
In diesem Rahmen werden auch die nachfolgenden Kernelemente des Aktionärsbindungsvertrages der Gründerfamilie veröffentlicht:
–Alle Aktionäre der Gründerfamilie (Poolaktionäre), mit Ausnahme von Regula HauserConinx, unterstehen dem Aktionärsbindungsvertrag (Poolvertrag). Der Poolvertrag trat
am Tag der Börsenkotierung für 8 Jahre in Kraft und wurde 2008 bis 2017 verlängert.
–Der Poolvertrag dient unter anderem dazu, die Ausübung der Stimmrechte innerhalb
des Pools im Hinblick auf deren Vertretung im Verwaltungsrat zu koordinieren.
–Er bestimmt ausserdem die Ausübung der Stimmrechte der Poolaktionäre im Zusammenhang mit anderen Themengebieten, die der Genehmigung der Aktionäre bedürfen, wie zum Beispiel die Bestimmung der Dividenden.
–Andere Themen, über die an der Generalversammlung abgestimmt wird, werden den
Poolaktionären vor einer solchen Versammlung bekannt gegeben. Stimmen Poolaktionäre, die zwei Drittel der an einer Versammlung der Poolaktionäre vertretenen Stimmen repräsentieren, einem solchen Punkt zu, müssen die Poolaktionäre an der Gene-
116
ralversammlung einstimmig über diesen Punkt abstimmen. Ansonsten sind die Poolaktionäre frei bei der Ausübung ihrer Stimmrechte.
–Der Vertrag bezieht sich nicht auf Aufgaben, die in der Verantwortung des Verwaltungsrates oder der Unternehmensleitung von Tamedia oder der Leitung der Tochtergesellschaften liegen.
–Der Vertrag beinhaltet ein Vorkaufsrecht für alle Parteien des Aktionärsbindungsvertrages für den Fall, dass ein Poolaktionär seine Aktien an eine unabhängige dritte Partei
veräussern möchte (käuf lich oder gratis). Der Aktionär hat in diesem Fall die Aktien
zuerst den anderen Poolaktionären anzudienen. Die anderen Poolaktionäre haben ein
Kaufsrecht für diese Aktien zum aktuellen Marktpreis abzüglich einer 20-ProzentReduktion.
–Die Poolaktionäre sind eine Gruppe von Aktionären, die in Übereinstimmung mit der
Bedeutung von Art. 20 Paragraf 3 des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel handeln. Jede zukünftige Veränderung der Aktien unter den jetzigen Poolmitgliedern wird keine Bekanntmachung und Publikation der Veränderung verursachen. Wenn jedoch der gesamte Pool Aktien verkauft und somit sein Anteil unter eine
der im Gesetz festgehaltenen Limiten fällt (z. B. unter 662/3 Prozent oder unter 50 Prozent), muss der Pool die Schweizer Börse und Tamedia informieren. Eine Benachrichtigung ist auch notwendig, wenn ein neues Mitglied in den Pool eintritt oder ein Poolmitglied keine Aktien mehr hält.
Die im Aktionärsbindungsvertrag zusammengeschlossenen Aktionäre der Gründerfamilie hielten am Bilanzstichtag insgesamt 71.80 Prozent der Namenaktien Tamedia, wovon
67.00 Prozent den Bestimmungen des Aktionärsbindungsvertrages unterlagen.
Die Aktionärsgruppe Reinhardt-Scherz umfasst Erwin Reinhardt, Muri, sowie Franziska
Reinhardt-Scherz, Muri, und die von ihnen kontrollierten Gesellschaften Montalto
Holding, Zug, und Epicea Holding AG, Zug.
Die in dieser Aktionärsgruppe zusammengeschlossenen Personen halten gemeinsam
eine Beteiligung von 417 342 Namenaktien der Tamedia AG oder 3.94 Prozent des Aktienkapitals.
Kreuzbeteiligungen
Im Geschäftsjahr bestanden weder kapital- noch stimmenmässig Kreuzbeteiligungen.
117
Corporate Governance
Kapitalstruktur
Kapitalstruktur und -veränderung
Kapitalstruktur
in Mio. CHF
Ordentliches Aktienkapital
Ordentliche Kapitalerhöhung
Bedingtes Aktienkapital
Bedingte Kapitalerhöhung
Partizipationsscheine
Genussscheine
Wandelanleihe
2011
2010
2009
106.00
–
–
–
–
–
–
106.00
–
–
–
–
–
–
106.00
–
–
–
–
–
–
Weitere Angaben zur Entwicklung des Eigenkapitals können der Veränderung des Eigenkapitals der konsolidierten Jahresrechnung auf Seite 42 entnommen werden.
Namenaktien
in Stück
Nominalwert
Stimmrecht pro Titel
Anzahl ausgegeben
Anzahl dividendenberechtigt
Anzahl Stimmrechte total
Anzahl ausstehend (gewichteter Durchschnitt)
Anzahl eigene Aktien
in CHF
2011
2010
2009
10
1
10 600 000
10 335 598
10 335 598
10 585 760
264 402
10
1
10 600 000
10 361 503
10 361 503
10 398 929
238 497
10
1
10 600 000
10 441 884
10 441 884
10 477 091
158 116
Es bestehen keine unterschiedlichen Dividendenberechtigungen oder andere Vorzugsrechte mit Ausnahme derjenigen gemäss dem nachfolgenden Abschnitt «Beschränkung
der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen».
Die Angaben über die Börsenkapitalisierung können den Informationen für Investoren
auf Seite 36 entnommen werden.
Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen
Erwerber von Namenaktien werden auf Gesuch als Aktionäre mit Stimmrecht eingetragen, falls sie ausdrücklich erklären, dass sie die Aktien im eigenen Namen und auf eigene
Rechnung erworben haben.
Der Verwaltungsrat kann die Eintragung des Erwerbers als stimmberechtigter Aktionär
bzw. Nutzniesser in dem Umfang verweigern, als die von ihm gehaltenen Aktien 5 Prozent der im Handelsregister ausgewiesenen Gesamtzahl von Aktien überschreiten. Juris118
tische Personen und Personengesellschaften, die untereinander kapital- und stimmenmässig, durch einheitliche Leitung oder auf andere Weise zusammengefasst oder verbunden sind, sowie natürliche und juristische Personen und Personengesellschaften, die in
gemeinsamer Absprache oder zum Zwecke der Umgehung dieser Bestimmung gemeinsam oder koordiniert vorgehen, gelten als eine Person.
Aktionäre, welche am 14. September 2000 im Aktienbuch eingetragen waren, oder
Erwerber, die Familienangehörige von solchen Aktionären sind, sind von dieser Eintragungsbeschränkung befreit.
Es wurden im Berichtsjahr keine Ausnahmen von den genannten Regelungen gewährt.
Der Verwaltungsrat kann Nominees bis maximal 3 Prozent des im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals mit Stimmrecht im Aktienbuch eintragen. Nominees sind Personen, die im Eintragungsgesuch nicht ausdrücklich erklären, die Aktien für eigene Rechnung zu halten. Der Verwaltungsrat kann Nominees mit mehr als 3 Prozent des im
Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals mit Stimmrecht im Aktienbuch eintragen, sofern der betreffende Nominee der Gesellschaft die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Personen bekannt gibt, für deren Rechnung er 0.5 Prozent oder mehr
des im Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals hält. Der Verwaltungsrat
schliesst mit solchen Nominees Vereinbarungen, welche unter anderem die Vertretung
der Aktionäre und deren Stimmrechte regeln.
Der Verwaltungsrat kann nach Anhörung des eingetragenen Aktionärs oder Nominees
Eintragungen im Aktienbuch mit Rückwirkung auf das Datum der Eintragung löschen,
wenn diese durch falsche Angaben zustande gekommen sind. Der Betroffene muss über
die Streichung sofort informiert werden.
Wandelanleihen und Optionen
Zurzeit bestehen keine Wandelanleihen und Optionen.
Verwaltungsrat
Mitglieder des Verwaltungsrats
Die Angaben zu den Mitgliedern des Verwaltungsrates und deren weiteren Tätigkeiten
und Interessenbindungen sind im Geschäftsbericht auf den Seiten 4 bis 5 ersichtlich.
Wahl und Amtszeit
Der Verwaltungsrat besteht aus mindestens fünf Mitgliedern, die jeweils durch die Generalversammlung auf die Dauer von drei Geschäftsjahren einzeln gewählt werden. Die
Amtsdauer endet am Tage der ordentlichen Generalversammlung für das letzte Geschäftsjahr der Amtszeit. Werden während der Amtsdauer Ersatzwahlen getroffen, so vollenden
die Neugewählten die Amtsdauer ihrer Vorgänger. Die Generalversammlung wählt auch
den Verwaltungsratspräsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst.
119
Corporate Governance
Interne Organisation
Die Zusammensetzung des Verwaltungsrats und die Zugehörigkeit einzelner seiner Mitglieder zu den Ausschüssen gehen aus der folgenden Übersicht hervor.
Name
Pietro Supino
Tibère Adler
Martin Bachem
Pierre Lamunière
Konstantin Richter
Iwan Rickenbacher
Andreas Schulthess
Charles von Graffenried
Funktion
Mitglied seit
Amtsdauer bis
Präsident
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
Mitglied
1991
2011
2010
2009
2004
1996
2007
2007
2014
2014
2013
2012
2014
2014
2014
2014
Geschäfts- 1
entwicklungsausschuss
Revisionsausschuss
P
M3
P
M
P
M
M
M
M
M
1 Zusätzlich nimmt Martin Kall im Ausschuss Einsitz.
2 Zusätzlich nimmt Eric Hoesli im Ausschuss Einsitz.
3 ab 1. Januar 2012
Kompetenzen
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Festlegung der Strategie der Gruppe. Er überprüft die grundlegenden Pläne und Zielsetzungen des Unternehmens und identifiziert
externe Risiken und Chancen. Die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse sowie die Kompetenzregelung gegenüber der Unternehmensleitung sind im Organisationsreglement geregelt, das unter www.tamedia.ch 1
abgerufen werden kann. Dazu gehören insbesondere die Überwachungs- und Überprüfungskompetenzen für den Verwaltungsrat mit direkter Unterstützung durch externe
Stellen sowie die fortlaufende und umfassende Information aller Verwaltungsratsmitglieder.
Dem Verwaltungsrat obliegt auch die Aufsicht und Überwachung der Unternehmensleitung. Die Unternehmensleitung informiert den Verwaltungsrat an dessen ordentlichen
Sitzungen sowie auf besondere Einladung über den Geschäftsverlauf und die geplanten
Aktivitäten der Gruppe. Diese Sitzungen finden unter Beizug des Vorsitzenden der Unternehmensleitung sowie weiterer Mitglieder der Unternehmensleitung und anderer Kadermitglieder für die sie betreffenden Geschäfte statt.
Mittels monatlicher schriftlicher Berichterstattung wird der gesamte Verwaltungsrat
über die konsolidierten Monatsabschlüsse, den Geschäftsverlauf der einzelnen Geschäftsbereiche und weitere relevante Sachverhalte informiert. Vierteljährlich wird der gesamte
Verwaltungsrat schriftlich über die Marktanteilsentwicklung informiert, und halbjährlich werden die Jahres- und Halbjahresabschlüsse in einem Bericht erläutert. Der Verwal-
120
P
M
Publizistischer 1,
Ausschuss 2
M
P: Präsident des Ausschusses
M: Mitglied
1 www.tamedia.ch/statuten
Ernennungs- 1
und
Entlöhnungsausschuss
M
tungsrat erhält zudem die Protokolle der Sitzungen der Unternehmensleitung und der
vier Ausschüsse des Verwaltungsrats. Im Übrigen informiert die Unternehmensleitung
den Präsidenten des Verwaltungsrates laufend über Vorfälle von besonderer Bedeutung.
Beschlussfassung
Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist.
Er fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit hat der Präsident den Stichentscheid. Es bestehen keine statutarischen Beschlussquoren. Beschlüsse können zudem auch auf dem Zirkularweg erfolgen.
Sitzungen
Der Verwaltungsrat versammelt sich, sooft es die Geschäfte erfordern oder wenn es ein
Mitglied verlangt, mindestens aber sechsmal im Jahr. Im Berichtsjahr hat der Verwaltungsrat sechs mehrheitlich ganztägige Sitzungen, eine ausserordentliche Sitzung und eine
dreitägige Retraite zusammen mit der Unternehmensleitung abgehalten.
Ausschüsse
Der Verwaltungsrat kann neben den nachfolgend beschriebenen Ausschüssen für
bestimmte Aufgaben auch weitere Ausschüsse bilden. Die Bestellung der Ausschüsse
erfolgt im Zusammenhang mit der Konstituierung des Verwaltungsrates und im gleichen
Verfahren. Sie fassen grundsätzlich keine verbindlichen Beschlüsse, sondern berichten
dem Gesamtverwaltungsrat, stellen diesem gegebenenfalls Anträge für Beschlüsse und
Weisungen und begleiten die Unternehmensleitung bei deren Umsetzung.
Es bestehen derzeit folgende ständige Ausschüsse:
–Ernennungs- und Entlöhnungsausschuss
–Geschäftsentwicklungsausschuss
–Publizistischer Ausschuss
–Revisionsausschuss
Die Ausschüsse, die sich mehrheitlich aus Mitgliedern des Verwaltungsrates zusammensetzen müssen, stellen dem Gesamtverwaltungsrat die Traktandenliste und Sitzungsprotokolle zur Verfügung. Der Präsident des jeweiligen Ausschusses informiert den Gesamtverwaltungsrat mündlich über die Ergebnisse dieser Sitzungen.
Ernennungs- und Entlöhnungsausschuss
Der Ernennungs- und Entlöhnungsschuss beschäftigt sich mit Personalfragen im Allgemeinen und im Besonderen mit der Vorbereitung von Nominationen der obersten Führungsstufe, die in die Zuständigkeit des Verwaltungsrates fallen. Er setzt sich zudem mit
der Qualifikation und der Entlöhnung dieser Kaderangehörigen sowie mit dem allgemeinen Entlöhnungssystem inklusive Gewinnbeteiligung auseinander. Ausgenommen sind
die Chefredaktionen und Programmleitungen; diese werden vom Publizistischen Ausschuss betreut.
121
Corporate Governance
Der Ausschuss besteht aus drei bis vier Mitgliedern sowie dem Vorsitzenden der Unternehmensleitung. Der Vorsitz liegt beim Präsidenten des Verwaltungsrates. Im Berichtsjahr
fanden vier Sitzungen statt.
Geschäftsentwicklungsausschuss
Der Geschäftsentwicklungsausschuss befasst sich mit der Vorbereitung und Begleitung
von Projekten und Verträgen in Zuständigkeit des Verwaltungsrates, mit dem Medienmarkt Schweiz und neuen Geschäftsideen. Der Ausschuss besteht aus drei bis vier Mitgliedern sowie dem Vorsitzenden der Unternehmensleitung. Der Vorsitz liegt beim Präsidenten des Verwaltungsrates. Im Berichtsjahr fanden zwei Sitzungen statt.
Publizistischer Ausschuss
Der Publizistische Ausschuss befasst sich mit publizistischen Fragen und mit den Nominationen der Chefredaktionen und Programmleitungen. Er beschäftigt sich auch mit der
Qualifikation und der Entlöhnung dieser Kaderangehörigen. In die Zuständigkeit des
Publizistischen Ausschusses fallen insbesondere auch die regelmässigen publizistischen
Diskussionen mit den Chefredaktionen sowie die Beschäftigung mit Talentförderung und
publizistischen Projekten.
Der Ausschuss besteht aus drei bis vier Mitgliedern sowie dem Vorsitzenden der Unternehmensleitung. Der Vorsitz liegt beim Präsidenten des Verwaltungsrates. Im Berichtsjahr
fanden vier Sitzungen statt.
Revisionsausschuss
Der Revisionsausschuss überwacht die finanzielle Berichterstattung, die Einhaltung der
Rechnungslegungsvorschriften und der Vorschriften des Kotierungsreglements der SIX
Swiss Exchange, das Risikomanagement und die interne Kontrolle, die finanzielle Unternehmenskommunikation und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Pf lichten (Ad-hocPublizität) sowie ausserordentliche Vorkommnisse im Rechnungswesen.
Zudem vertritt der Revisionsausschuss den Verwaltungsrat gegenüber der externen
Revisionsstelle und überwacht und beurteilt deren Arbeit und Unabhängigkeit laufend.
Dazu nimmt der Revisionsausschuss Einsicht in gesetzliche Berichte der Revisionsstelle
und die Berichterstattung über wesentliche Feststellungen aus Zwischen- und Schlussrevisionen. Ergänzend wird er von der Revisionsstelle, vom Leiter Finanzen und anderen
Kadermitgliedern des Finanzbereichs über den Gang der Revisionsarbeiten mündlich
unterrichtet. Die Honorare für die Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung und der
Einzelabschlüsse werden vom Revisionsausschuss genehmigt.
Der Revisionsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Der Präsident des Verwaltungsrates darf ihm nicht angehören. Er hält regelmässig, mindestens viermal jährlich, Sitzungen ab, in der Regel unter Beizug des Leiters Finanzen (als Vertreter der Unternehmensleitung) und der Revisionsstelle. Für Spezialfragen zieht der Revisionsausschuss
bei Bedarf aussenstehende Experten bei. Im Berichtsjahr hat der Revisionsausschuss vier
Sitzungen abgehalten, an welchen der Leiter Finanzen und der Vertreter der Revisionsstelle teilnahmen.
122
Unternehmensleitung
Mitglieder der Unternehmensleitung
Die Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensleitung und zu deren weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen sind im Geschäftsbericht auf den Seiten 8 bis 9 ersichtlich.
Managementverträge
Im Berichtsjahr bestanden keine Managementverträge zwischen Tamedia und Gesellschaften oder natürlichen Personen zur Übertragung von Führungsaufgaben von
Tamedia.
Entschädigungsbericht: Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen
Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen und der Beteiligungsprogramme
Über Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen an Verwaltungsrat und Unternehmensleitung entscheidet der Verwaltungsrat. Die Honorare des Verwaltungsrates legt dieser selber fest. Die Entschädigungen der Unternehmensleitung werden auf Grundlage der
Anträge des Vorsitzenden der Unternehmensleitung an den Verwaltungsrat angesetzt.
Um Personen mit den notwendigen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu gewinnen und zu behalten, wird darauf geachtet, dass ihnen markt- und leistungsgerechte Entschädigungen angeboten werden.
Die Verwaltungsratshonorare und die Honorare der Mitglieder der Ausschüsse des Verwaltungsrats bestehen aus einer fixen Entschädigung. Zusätzlich werden die Barauslagen
vergütet.
Die Entschädigungen an die Unternehmensleitung bestehen aus einem Fixteil und
einem variablen Teil (Erfolgsbeteiligung), der aufgrund von im Voraus vereinbarten quantitativen und qualitativen persönlichen Zielen und Zielen der einzelnen Unternehmensbereiche sowie des Ergebnisses der Tamedia-Gruppe errechnet wird. Zudem wird in
Abhängigkeit vom Ergebnis der Tamedia-Gruppe eine Gewinnbeteiligung ausgerichtet
(siehe Anmerkung 44 der konsolidierten Jahresrechnung). Mitglieder der Unternehmensleitung werden in Übereinstimmung mit den üblichen Sozialgesetzgebungen
für Alter, Tod und Invalidität versichert. Mit Ausnahme eines Arbeitsvertrages liegt die
Kündigungsfrist bei 12 Monaten. Ein Mitglied der Unternehmensleitung verfügt über
einen Arbeitsvertrag mit einer Kündigungsfrist von 36 Monaten. Dieses Mitglied nimmt
im Gegenzug nicht am Gewinnbeteiligungsprogramm der Unternehmensleitung (siehe
Anmerkung 44 der konsolidierten Jahresrechnung) teil.
Entschädigungen an amtierende und ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrates und der
Unternehmensleitung
Die Entschädigungen an amtierende und ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrates und
der Unternehmensleitung gehen aus den Angaben in Anmerkung 43 und 44 der konsolidierten Jahresrechnung hervor.
123
Corporate Governance
Aktienzuteilung und -besitz
Die Zuteilung von Aktien und Optionen auf Aktien der Tamedia AG an amtierende und
ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung geht ebenfalls
aus der Anmerkung 44 der konsolidierten Jahresrechnung hervor.
Zusätzliche Honorare und Vergütungen
Die weiteren Honorare und Vergütungen an amtierende und ehemalige Mitglieder des
Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung gehen aus den Angaben in Anmerkung 43 und 44 der konsolidierten Jahresrechnung hervor.
Organdarlehen
Es bestanden per Bilanzstichtag keine Darlehen gegenüber amtierenden und ehemaligen
Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Unternehmensleitung.
Höchste Gesamtentschädigung
Die höchste Gesamtentschädigung geht aus den Angaben in Anmerkung 44 der konsolidierten Jahresrechnung hervor.
Mitwirkungsrechte der Aktionäre
Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung
Ein Aktionär kann direkt oder indirekt für eigene und vertretene Aktien zusammen das
Stimmrecht von höchstens 5 Prozent der im Handelsregister ausgewiesenen Gesamtzahl
von Aktien ausüben oder ausüben lassen. Dabei gelten juristische Personen und Personengesellschaften, die untereinander kapital- und stimmenmässig, durch einheitliche Leitung oder auf andere Weise zusammengefasst oder verbunden sind, sowie natürliche und
juristische Personen und Personengesellschaften, die in gemeinsamer Absprache oder
zum Zwecke der Umgehung dieser Bestimmung gemeinsam oder koordiniert vorgehen,
als eine Person.
Institutionelle Stimmrechtsvertreter im Sinne von Art. 689c des schweizerischen Obligationenrechtes (Depotvertreter, Organvertreter und unabhängige Stimmrechtsvertreter)
sind von dieser Stimmrechtsbeschränkung befreit, sofern die im vorhergehenden Absatz
angeführten Bestimmungen der Statuten von dem oder den Eigentümern eingehalten
worden sind.
Aktionäre mit einer Eintragung von mehr als 5 Prozent der Aktienstimmen im Aktienbuch sind von dieser Stimmrechtsbeschränkung befreit.
Statutarische Quoren
Die Statuten der Tamedia AG sehen vor, dass die Generalversammlung mit der absoluten
Mehrheit der vertretenen Aktienstimmen ihre Beschlüsse fasst und Wahlen vollzieht. Für
folgende Beschlüsse sind mindestens zwei Drittel der vertretenen Stimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte erforderlich: Änderung des Gesellschaftszweckes, Einführung von Stimmrechtsaktien, Beschränkung der Übertragbarkeit von
Namenaktien, genehmigte oder bedingte Kapitalerhöhung, Kapitalerhöhung aus Eigen124
kapital, gegen Sacheinlage oder zwecks Sachübernahme und Gewährung von besonderen
Vorteilen, Einschränkung oder Auf hebung des Bezugsrechtes, Verlegung des Sitzes und
Auf lösung der Gesellschaft ohne Liquidation.
Einberufung der Generalversammlung
Die Generalversammlung findet alljährlich innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss
des Geschäftsjahres statt. Ausserordentliche Generalversammlungen werden nach Bedarf
einberufen. Ebenso können neben der Revisionsstelle einer oder mehrere Aktionäre, die
zusammen mindestens 10 Prozent des Aktienkapitals vertreten, unter Angabe des Verhandlungsgegenstandes und der Anträge schriftlich die Einberufung verlangen.
Einberufen wird die Generalversammlung durch den Verwaltungsrat spätestens 20 Tage
vor dem Versammlungstag. Die Bekanntmachung erfolgt in den Publikationsorganen von
Tamedia (siehe dazu unter «Informationspolitik», Seite 127).
Traktandierung
Aktionäre, die zusammen Aktien im Nennwert von CHF 1 000 000 vertreten, können die
Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes verlangen. Die Traktandierung muss
mindestens 60 Tage vor der Versammlung schriftlich unter Angabe des Verhandlungsgegenstandes eingereicht werden.
Eintragungen im Aktienbuch
Zur Generalversammlung zugelassen und stimmberechtigt sind alle Aktionäre, die im
Aktienregister mit Stimmrecht eingetragen sind. Aus organisatorischen Gründen werden
20 Tage vor der Generalversammlung keine Eintragungen mehr vorgenommen. Aktionäre, die ihre Aktien vor der Generalversammlung veräussern, sind nicht mehr stimmberechtigt.
Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen
Gemäss schweizerischem Börsengesetz muss, wer direkt, indirekt oder in gemeinsamer
Absprache mit Dritten Beteiligungspapiere von börsenkotierten schweizerischen Gesellschaften erwirbt und damit zusammen mit Papieren, die er bereits besitzt, den Grenzwert
von 33.3 Prozent der Stimmrechte einer Zielgesellschaft, ob ausübbar oder nicht, überschreitet, den übrigen Aktionären ein Angebot für alle kotierten Beteiligungspapiere der
Gesellschaft unterbreiten. Die Gesellschaft kann vor der Kotierung ihrer Beteiligungspapiere in ihren Statuten festlegen, dass ein Übernehmer nicht zu einem solchen
öffentlichen Kaufangebot verpf lichtet ist (Opting-out). Die Statuten der Tamedia AG sehen
kein solches Opting-out vor. Ebenso bestehen keine Kontrollwechselklauseln.
125
Corporate Governance
Revisionsstelle
Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors
Die Revisionsstelle wird durch die Generalversammlung jeweils für eine Amtsdauer von
einem Jahr gewählt.
Das Revisionsmandat für die Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung wurde erstmals für das Geschäftsjahr 1993 durch Ernst & Young AG übernommen. Der Einzelabschluss der Tamedia AG wird von Ernst & Young AG seit 1936 geprüft. Die Funktion des
leitenden Revisors wurde erstmals ab dem Geschäftsjahr 2009 durch Reto Hofer wahrgenommen.
Revisionshonorar
Die Summe der Honorare für die Prüfung der konsolidierten Jahresrechnung und der Einzelabschlüsse beläuft sich auf 1.0 Mio. CHF (Vorjahr: 0.7 Mio. CHF), davon betreffen
1.0 Mio. CHF Aufwendungen für die Prüfung durch die Ernst & Young AG.
Zusätzliche Honorare
Die Summe der Honorare von Ernst & Young und/oder mit ihr verbundenen Personen für
zusätzliche Beratungsdienstleistungen im Finanzbereich beläuft sich auf 0.1 Mio. CHF
(Vorjahr: 0.2 Mio. CHF).
Aufsichts- und Kontrollinstrumente gegenüber der Revision
Die Ausgestaltung der Aufsichts- und Kontrollinstrumente des Verwaltungsrates zur Beurteilung der externen Revisionsstelle wird im Abschnitt «Verwaltungsrat – Revisionsausschuss» beschrieben. Der Rotationsrhythmus des leitenden Revisors (Mandatsleiter)
beträgt entsprechend der Richtlinie zur Unabhängigkeit der Treuhand-Kammer längstens
sieben Jahre. Eine regelmässige Rotation der Revisionsstelle ist nicht vorgesehen.
126
Informationspolitik
Informationspolitik und Ad-hoc-Publizitätspflicht
Tamedia pf legt eine offene und aktuelle Informationspolitik, durch die alle Zielgruppen
des Kapitalmarkts gleich behandelt werden. Es werden ausführliche Geschäfts- und Halbjahresberichte veröffentlicht. Die konsolidierte Jahresrechnung wird nach den IFRS-Richtlinien (International Financial Reporting Standards) erstellt (vgl. «Konsolidierungsgrundsätze», Seiten 43 bis 52).
Eine Agenda mit dem Datum der Generalversammlung und dem Erscheinungsdatum
der Halbjahresberichterstattung findet sich auf Seite 36.
Die Statuten der Tamedia AG können unter www.tamedia.ch 1 abgerufen werden.
Als kotiertes Unternehmen ist Tamedia zudem zur Bekanntgabe kursrelevanter Informationen (Ad-hoc-Publizität, Art. 53 Kotierungsreglement) verpf lichtet. Zusätzlich zu den
Angaben über die finanzielle Entwicklung orientiert Tamedia laufend über aktuelle Veränderungen und Entwicklungen.
Umfassende Informationen über das Unternehmen finden sich unter www.tamedia.ch.
Offizielles Publikationsorgan für öffentliche/gesetzlich vorgeschriebene Bekanntmachungen der Gesellschaft ist das Schweizerische Handelsamtsblatt.
Ansprechperson für spezifische Fragen zu Tamedia ist:
Tamedia AG
Christoph Zimmer
Leiter Unternehmenskommunikation
Werdstrasse 21
CH-8021 Zürich
Telefon: +41 (0) 44 248 41 35
Telefax: +41 (0) 44 248 50 26
E-Mail: [email protected]
1 www.tamedia.ch/statuten
127
Kontakte Adressen
Tamedia
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 41 11
Fax: +41 (0) 44 248 50 61
www.tamedia.ch
[email protected]
Bantiger Post
Bernstrasse 92
3072 Ostermundigen
Tel.: +41 (0) 31 931 15 01
Fax: +41 (0) 31 931 02 54
www.bantigerpost.ch
[email protected]
Centre d’Impression Lausanne
Ch. de Mochettaz 8
1030 Bussigny
Tel.: +41 (0)21 349 57 57
www.cie-imprimeries.ch
Finanz und Wirtschaft
Hallwylstr. 71
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 298 35 35
Fax: +41 (0) 44 298 35 00
www.fuw.ch
[email protected]
20 Minuten
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 66 20
Fax: +41 (0) 44 248 66 21
www.20minuten.ch
[email protected]
Bernerbär
Dammweg 9
3001 Bern
Tel.: +41 (0) 31 330 35 55
Fax: +41 (0) 31 330 33 77
www.bernerbaer.ch
[email protected]
Das Magazin
Werdstr. 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 45 01
Fax: +41 (0) 44 248 44 87
www.dasmagazin.ch
[email protected]
Furttaler
Schulstrasse 12
8157 Dielsdorf
Tel.: +41 (0) 44 854 82 82
Fax: +41 (0) 44 853 06 90
www.furttaler.ch
[email protected]
20 minutes
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0) 21 621 87 87
Fax: +41 (0) 21 621 87 88
www.20minutes.ch
[email protected]
Berner Oberländer
Rampenstrasse 1
3602 Thun
Tel.: +41 (0) 33 225 15 15
Fax: +41 (0) 33 225 15 00
www.berneroberlaender.ch
[email protected]
Der Bund
Dammweg 9
3001 Bern
Tel.: +41 (0) 31 330 31 11
Fax: +41 (0) 31 330 36 86
www.derbund.ch
[email protected]
Glattaler
Wallisellenstrasse 2
8600 Dübendorf
Tel.: +41 (0) 44 801 80 20
Fax: +41 (0) 44 801 80 29
www.glattaler.ch
[email protected]
20 minuti
Via Vergiò 8
6932 Breganzona
www.20minuti.ch
Berner Oberländer
Redaktion Interlaken
Bahnhofstrasse 20
3800 Interlaken
Tel.: +41 (0) 33 828 80 40
Fax: +41 (0) 33 828 80 49
www.berneroberlaender.ch
[email protected]
Druckzentrum Bern
Zentweg 7
3006 Bern
Tel.: +41 (0) 31 349 49 49
Fax: +41 (0) 31 349 41 45
www.buechler-grafino.ch
GuideTVLoisirs
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0) 21 349 43 00
www.guideloisirs.ch
[email protected]
20 Minuten Friday
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 68 68
Fax: +41 (0) 44 248 66 21
www.friday-magazine.ch
[email protected]
Berner Zeitung
Dammweg 9
3001 Bern
Tel.: +41 (0) 31 330 31 11
Fax: +41 (0) 31 331 36 86
www.bernerzeitung.ch
[email protected]
Druckzentrum Zürich
Bubenbergstrasse 1
8045 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 61 60
Fax: +41 (0) 44 248 61 66
www.tamedia-druckzentrum.ch
homegate.ch
Webereistr. 68
8134 Adliswil
Tel.: +41 (0) 44 711 86 88
Fax: +41 (0) 44 711 86 09
www.homegate.ch
[email protected]
24 heures
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0) 21 349 44 44
Fax: +41 (0) 21 349 44 19
www.24heures.ch
[email protected]
Bilan (ab 2012)
Rue des Rois 11
1211 Genf
Tel.: +41 (0) 22 322 40 00
Fax. : +41 (0) 22 322 34 50
www.bilan.ch
[email protected]
Encore!
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0) 21 349 52 00
Fax: + 41 (0) 21 349 50 22
[email protected]
hommages.ch
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0) 21 349 45 45
Fax: +41 (0) 21 349 41 10
www.hommages.ch
Alpha
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 10 10
Fax: +41 (0) 44 248 10 55
www.alpha.ch
[email protected]
La Broye
Rue d’Yverdon 19
1530 Payerne
Tel.: +41 (0)26 662 48 88
Fax: +41 (0)26 662 48 99
www.labroye.ch
[email protected]
Espace Media
Dammweg 9
3001 Bern
Tel.: +41 (0) 31 330 31 11
Fax: +41 (0) 31 331 36 86
www.espacemedia.ch
[email protected]
jobup.ch
Rue du Stand 42
1204 Genf
Tel.: +41 (0) 22 707 14 00
Fax: +41 (0) 22 707 14 09
www.jobup.ch
[email protected]
Annabelle
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 63 33
Fax: +41 (0) 44 248 62 18
www.annabelle.ch
[email protected]
Bümpliz Woche
Bümplizstrasse 101
3018 Bern
Tel.: +41 (0) 31 991 44 33
Fax: +41 (0) 31 991 55 33
www.buemplizwoche.ch
[email protected]zwoche.ch
Femina
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0) 21 349 48 48
Fax: +41 (0) 21 349 48 59
www.femina.ch
[email protected]
jobwinner.ch
Werdstrasse 21
8004 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 10 10
Fax: +41 (0) 44 248 10 55
www.jobwinner.ch
[email protected]
128
Journal de Morges
Rue Saint-Louis 2
1110 Morges
Tel.: +41 (0)21 801 21 38
Fax: +41 (0)21 801 21 30
www.journaldemorges.ch
[email protected]
Rümlanger
Schulstrasse 12
8157 Dielsdorf
Tel.: +41 (0) 44 854 82 82
Fax: +41 (0) 44 854 82 33
www.ruemlanger.ch
[email protected]
Tagblatt der Stadt Zürich
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 42 11
Fax: +41 (0) 44 248 65 12
www.tagblattzuerich.ch
[email protected]
Tribune des Arts (ab 2012)
Rue des Rois 11
1211 Genf
Tel.: +41 (0) 22 322 34 61
Fax: +41 (0) 22 322 34 50
www.tribunedesarts.ch
[email protected]
L’essentiel
Edita SA
53, rue Emile Mark
4620 Differdange
Luxembourg
Tel.: +352 26 58 66 1
Fax: +352 26 58 66 628
www.lessentiel.lu
[email protected]
Schaer Thun AG
Rampenstrasse 1
3602 Thun
Tel.: +41 (0) 33 225 15 33
Fax: +41 (0) 33 225 15 28
www.schaerthun.ch
[email protected]
Tages-Anzeiger
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 44 11
Fax: +41 (0) 44 248 44 71
www.tagesanzeiger.ch
[email protected]
TVtäglich
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 41 11
Fax: +41 (0) 44 248 50 61
www.tvtaeglich.ch
[email protected]
Le Matin
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0)21 349 49 49
Fax: +41 (0)21 349 49 29
www.lematin.ch
[email protected]
Schweizer Familie
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 60 60
Fax: +41 (0) 44 248 60 96
www.schweizerfamilie.ch
[email protected]
Télétop Matin
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tél.: +41 (0)21 349 49 38
Fax.: +41 (0) 21 349 49 39
www.lematin.ch
[email protected]
Volketswiler
Brunnenstrasse 7
8604 Volketswil
Tel.: +41 (0) 44 997 14 51
Fax: +41 (0) 44 997 14 52
www.glattaler.ch
[email protected]
Le Matin Dimanche
Av. de la Gare 33
1001 Lausanne
Tel.: +41 (0)21 349 49 49
Fax: +41 (0)21 349 49 29
www.lematin.ch
[email protected]
search.ch
Grafenauweg 12
6300 Zug
Tel.: +41 (0) 58 680 13 00
www.search.ch
[email protected]
Le Temps
Place Cornavin 3
1211 Genf
Tel.: +41 (0)22 799 58 58
Fax: +41 (0)22 799 58 59
www.letemps.ch
[email protected]
Zürcher Unterländer
Schulstrasse 12
8157 Dielsdorf
Tel.: +41 (0) 44 854 82 82
Fax: +41 (0) 44 854 82 33
www.zuonline.ch
[email protected]
Neues Bülacher Tagblatt
Bahnhofstrasse 44
8180 Bülach
Tel.: +41 (0) 44 864 15 15
Fax: +41 (0) 44 864 15 50
www.nbt.ch
[email protected]
Sihltaler
Burghaldenstrasse 4
8810 Horgen
Tel.: +41 (0) 44 718 10 20
Fax: +41 (0) 44 718 10 25
www.sihltaler.ch
[email protected]
Thalwiler Anzeiger
Burghaldenstrasse 4
8810 Horgen
Tel.: +41 (0) 44 718 10 20
Fax: +41 (0) 44 718 10 25
www.zsz.ch
[email protected]
Zürichsee-Zeitung
Seestrasse 86
8712 Stäfa
Tel.: +41 (0) 44 928 55 55
Fax: +41 (0) 44 928 55 50
www.zsz.ch
[email protected]
Newsnet
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 41 11
[email protected]
SonntagsZeitung
Werdstrasse 21
8021 Zürich
Tel.: +41 (0) 44 248 40 40
Fax: +41 (0) 44 242 47 83
www.sonntagszeitung.ch
[email protected]
Thuner Tagblatt
Rampenstrasse 1
3602 Thun
Tel.: +41 (0) 33 225 15 15
Fax: +41 (0) 33 225 15 05
www.thunertagblatt.ch
[email protected]
Züritipp
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