Richard-Allan Scientific Chromaview

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DEUTSCH
Thermo Scientific™ Richard-Allan Scientific Chromaview® – Erweitertes Färben
Methylgrün-Pyronin-Y-Färbeverfahren
Gebrauchsanweisung
Technische Beschreibung
Technische Hinweise
Mikrotomie
Schnitte auf 4-6 Mikron schneiden.
Fixierung
Bevorzugte Fixierung von gefrorenen Schnitten in Methanol. Carnoy-Lösung kann für in Paraffin eingebettete
Schnitte verwendet werden. Formalinfixierung des Gewebes eignet sich für die Darstellung von Plasmazellen.
Qualitätskontrolle
Ein Schnitt mit vielen Plasmazellen sollte verwendet werden.
Wird der Farbstoff unverdünnt genutzt, verstärkt sich die Farbgebung durch Pyronin und das Verhältnis zwischen
dem Grün-rot-Kontrast ist geringer. Die Grünfärbung kann mehr ins Rotviolette gehen. Bei der Fixierung gefrorener Schnitte in Methanol erscheint DNA immer grün und RNA erscheint rot (sowohl im Nukleolus als auch im
Zytoplasma). Bei Gewebe, das mit Carnoy-Lösung fixiert wurde, sind die Ergebnisse ähnlich wie bei gefrorenen
Schnitten/Methanol fixierten Präparaten. Blutausstriche oder Knochenmarkabstriche sollten luftgetrocknet und in
Methanol fixiert werden, erneut lufttrocknen und nach dem Verfahren für Gefrierschnitte gefärbt werden. Formalin
fixiertes Gewebe kann zur Darstellung von Plasmazellen verwendet werden, ist jedoch nicht als bevorzugte
Fixiermethode geeignet.
Technisches Verfahren
Wahrscheinliche Wirkungsweise
Methylgrün-Pyronin-Gebrauchslösung
Methylgrün-Pyronin-Stammlösung.........................5 ml
Entionisiertes Wasser .........................................50 ml
Färbeverfahren mit Gefrierschnitten
1. Schnitte für 5 Minuten in Methylalkohol dehydrieren.
2. Schnitte für 5 Minuten bei Raumtemperatur in die Methylgrün-Pyronin-Gebrauchslösung geben.
3. Schnitte gründlich mit entionisiertem Wasser spülen.
4. Schnitte in zweimal gewechseltem anhydriertem Alkohol für jeweils 1 Minute dehydrieren.
5. Schnitte in dreimal gewechseltem Klärreagenz für jeweils 1 Minute klären und eindecken.
Es gibt zwei verschiedene Nukleinsäuren im Chromatin des Zellkerns; DNA (Desoxyribonukleinsäure) im Zellkern
und RNA (Ribonukleinsäure) im Nukleolus. RNA ist auch im Zytoplasma der Zellen vorhanden. Das gängigste
Verfahren zur Unterscheidung von DNA und RNA in Gewebeschnitten ist das Methylgrün-Pyronin-Y-Verfahren.
Der Hintergrund dieser chemischen Reaktion ist wahrscheinlich die Konkurrenz zwischen dem langsam färbenden, aber zweifach geladenen Methylgrün und dem nur einfach geladenen Pyronin, das schneller färbt. Methylgrün besitzt zwei kationisch geladene Gruppen, die sich an die Gruppen in der DNA binden. Pyronin verdrängt
Methylgrün an allen Verbindungen, mit Ausnahme der Stellen, wo dessen doppelte Ladung einen selektiven Vorteil
darstellt (Säurepolymere wie DNA). Folglich färbt Methylgrün DNA und hält die Bindung zu dieser Substanz gegen
die konkurrierende Reaktion von Pyronin aufrecht. Pyronin färbt die weniger polymerisierte RNA schnell und
verdrängt Methylgrün von Bindungen mit weniger polymerisierten Säuren (RNA).
Die Reaktion erfolgt bei pH-Wert 4,2 bis 4,3. Der Vorteil eines niedrigen pH-Wertes ist, dass die Nukleinsäuren in
geladenem Zustand und in ihrer am wenigsten löslichen Form vorliegen.
Färbeverfahren mit in Paraffin eingebetteten Schnitten
1. Schnitte entparaffinieren und bis entionisiertem Wasser hydrieren.
2. Schnitte 1 Minute mit entionisiertem Wasser spülen.
3. Schnitte für 5 Minuten bei Raumtemperatur in die Methylgrün-Pyronin-Gebrauchslösung geben.
4. Schnitte gründlich mit entionisiertem Wasser spülen.
5. Schnitte in zweimal gewechseltem anhydriertem Alkohol für jeweils 1 Minute dehydrieren.
6. Schnitte in dreimal gewechseltem Klärreagenz für jeweils 1 Minute klären und eindecken.
Literaturverzeichnis
Ergebnisse
1. Bancroft, J.D. und Stevens, A. Theory and Practice of Histological Techniques. Churchill Livingstone, New York,
NY, 1977.
2. Sheehan, D.C. und Hrapchak, B.B. Mosby, St. Louis, MO, 1980.
3. Thompson, C.C. Selected Histochemical and Histopathological Methods. Springfield, IL, 1966.
4. Lillie, R.D., H.J. Conn’s Biological Stains. Williams & Wilkins, Baltimore, MD, 1972.
5. Chayen, J.; Bitensky, L.; Butcher, R.G.; Poulter, L.W.; A Guide to Practical Histochemistry. J.B. Lippincott, 1969.
6. Carson, F. L. Histotechology: A Self-Instructional Text, 2nd Edition. ASCP Press, Chicago, 1997.
Desoxyribonukleinsäure (DNA) - Grün bis Aquamarinblau
Ribonukleinsäure (RNA) – Rot
Bestellinformation
Diskussion
Produkt
Größe Menge
Methylgrün-Pyronin (MGP)
125 ml
1
Methylgrün-Pyronin-Färbelösung sollte bei Raumtemperatur gelagert werden. Im Falle einer Kontamination ist
die Lösung zu entsorgen. Die Methylgrün-Pyronin-Lösung ist nur für „In-vitro“ -Diagnostik bestimmt. Bitte das
Materialsicherheitsdatenblatt bezüglich der Sicherheits- und Gesundheitsinformationen konsultieren. Diese
Lösung ist stabil und sollte bei normalen Lagerbedingungen keine Präzipitate bilden. Es wird empfohlen, die
Methylgrün-Pyronin-Gebrauchslösung nach der Verwendung zu entsorgen. Alle Farbstoffe dieses Ansatzes sind
von der Biological Stain Commission zertifiziert.
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