Gebäudemonitoring, ein Qualitätssicherungsinstrument

Werbung
FAC L TY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
FAC L TY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
FACILITY MANAGEMENT
Im Rahmen des Facility Managements:
Gebäudemonitoring, ein
Qualitätssicherungsinstrument
P. E. Häfliger
Definition und Zielsetzung
des Gebäudemonitorings
Das Gebäudemonitoring erfasst und
überwacht die Reaktionen und Empfindungen des Menschen auf die vorgegebenen Bedingungen in umschlossenen Räumen und versucht festzustellen, ob das körperliche, seelische
und geistige Wohlbefinden des Menschen in diesen Räumen gewährleistet
ist.
Ziel des Gebäudemonitorings ist die
Ursachenfindung und Beseitigung
physikalischer, chemischer und biologischer Einflüsse zur Erhaltung des
menschlichen Wohlbefindens und zur
Aufrechterhaltung der Erzeugung
fehlerfreier und qualitätsgerechter
Produkte.
Der Mensch als Indikator
Durch die Aussagen des Menschen,
wie er die vorhandenen Bedingungen
im Raum empfindet und wie diese auf
ihn einwirken, wirkt er wie ein Indikator. Die Überprüfung des Wohlbefindens oder des Missbehagens infolge
von Klagen und Reklamationen dient
der Aufspürung von Mängeln, wobei
die Reaktionen, die auftretenden
Empfindungen und die Symptome
aufgezeichnet und schliesslich statistisch ausgewertet werden.
Die auf den Menschen einwirkenden
Umgebungseinflüsse sind in der Grafik
dargestellt.
Während störende Umgebungseinflüsse der Raumeinrichtungen und der
Infrastruktur je nach Situation bis zu
einem gewissen Grad durch Änderungen behoben werden können, muss
der Mensch bei den Tätigkeiten im
Raum sein eventuelles Fehlverhalten
selbst ändern. Lästige Ausseneinflüsse
dagegen können nur durch bauliche
Änderungen reduziert werden.
Beurteilung der Umfrageresultate
und Grenzen
Die Häufigkeit der ausgewerteten Klagen und Symptome werden mit Referenzwerten verglichen, um festzustellen, ob die Summe der Reaktionen auf
Mängel zurückzuführen ist oder ob
dies im Rahmen der üblichen Zahl von
minimalen Beschwerden liegt, die
toleriert werden können.
Klagen wird es immer geben, wobei
diese je nach Kriterium, Geschlecht
und Arbeitgebergruppe von 2 bis 10 %
der Befragten geäussert werden. Entscheidend für einen Handlungsbedarf
ist die auftretende Häufigkeit von
Klagen.
Die Befragungsmethode
als Zustandserfassung
Das Wesentliche der Befragung
Mündliche oder schriftliche Befragungen der Raumbenutzer dienen als
Voraussetzung zur Klärung von kei-
mender Unzufriedenheit und zum
Vergleich von menschlichen Reaktionen auf die verschiedenen Raum- und
Betriebszustände.
Als Grundlage dienen speziell vorbereitete Fragebogen, welche durch gezielte Fragestellungen die spezifischen
Probleme und Wünsche mit einbeziehen.
Die Resultate der persönlichen Befragungen ermöglichen auch, die Verhältnisse im einzelnen zu erfassen und
einigermassen objektiv zu beurteilen.
Daraus eine absolute Aussage abzuleiten, ist damit aber noch nicht möglich.
Die Zwei-Themenbefragung
Eine in Schweden entwickelte Befragungsmethode ermöglicht zu beurteilen, wie weit die Resultate der
Befragung der Einhaltung der Norm
entsprechen und wie gross die Abweichung ist.
Die Grundlagen für diese Befragung
bilden zwei Frageblöcke:
– Frageblock 1 untersucht die Störungseinflüsse aus der Umgebung
wie Lärm, Zugluft, Staub, Geruchsbelästigung, Blendeinwirkung des
Lichtes usw.
– Frageblock 2 erfasst die Beeinträchtigung des Wohlbefindens wie Kopfweh, Reizung der Augen und der
Nase, Konzentrationsschwierigkeiten usw.
Durch persönliche Fragestellungen
werden zudem ergänzende Aussagen
zur einzelnen Person über Arbeitsplatzbedingungen, persönliche Neigungen, Allergien usw. aufgenommen.
Frageblock 1:
Die Umgebungseinflüsse
Unter den Einflüssen, die am Arbeitsplatz
als störend empfunden werden und deshalb in die Frageliste aufgenommen wurden, befinden sich folgende Kriterien:
Ausseneinflüsse
Personentätigkeiten
Raumeinrichtungen
Infrastruktur
– Schadstoffe und
Staub in der Aussenluft
– Industrie-, Gewerbeund Verkehrslärm
– Tageslichteinfall
– Sonneneinstrahlung
– Wärmetransmission
– Körperliche Aktivitäten
– Rauchen, Essen
– Reinigungsarbeiten
– Pflanzenpflege
– Apparatewartung
– Reparaturarbeiten
– Gewerbliche Arbeiten
– Raumlufttemperatur
– Raumluftfeuchte
– Wandoberflächentemperaturen
– Aussenluftrate
– Beleuchtung
– Sonnenschutz
– Raumschallpegel von
Einrichtungen
– Vibrationen
– Apparatewärme
– Elektrostatische Felder
und Ladungen
– Lufteintrittsgeschwindigkeit
– Lufteintrittstemperatur
– Lufttemperaturschichtung
– Strömungsbewegungen
– Aussenluftrate
– Luftwechselrate
– Luftreinheit der Zuluft
– Relative Luftfeuchte
– Apparate- und
Strömungsgeräusche
– Vibrationen
– Zugluft (Zugserscheinungen),
– zu hohe Raumtemperatur,
– stark wechselnde Raumtemperatur,
– zu tiefe Raumtemperatur,
– abgestandene Luft,
– trockene Luft,
– unangenehmer Geruch,
– statische Elektrizität,
– passives Rauchen,
– Lärmeinwirkung (hoher Schalldruckpegel,störende Geräusche),
– schlechte Beleuchtung (Blendwirkung, Reflexion),
– Staub und Schmutz (staubhaltige Raumluft).
Diese Merkmale können von den Personen je nach Wirkung als konstante oder
gelegentliche Störung empfunden oder
überhaupt nicht bemerkt werden.
Auf den Menschen einwirkende Umgebungseinflüsse.
Sonderdruck aus SchweizerBauJournal
1
FAC L TY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
FAC L TY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
FACILITY MANAGEMENT
Frageblock 2:
Die Symptome der körperlichen
Beeinträchtigungen
Als Beeinträchtigung des Wohlbefindens in einem umschlossenen Raum können folgende Symptome auftreten:
– Müdigkeit,
– schwerer Kopf,
– Kopfweh,
– Unwohlsein und Schwindel,
– Konzentrationsschwierigkeiten,
– Reizung der Augen,
– gereizte, verstopfte oder triefende Nase,
– Heiserkeit, trockener Hals,
– Husten,
– trockenes, gerötetes Gesicht,
– schuppige, juckende Kopfhaut und Ohren,
– trockene, beissende, gerötete Hände,
– andere körperliche Beschwerden.
Die empfundenen Beeinträchtigungen
können oft, manchmal oder nie auftreten. Körperliche Empfindungen und
Beeinträchtigungen können von der
Arbeitsumgebung herrühren oder mit
gesundheitlichen Störungen zu tun haben, die ausserhalb der Arbeitsumgebung zu suchen sind. Um Hinweise auf
Mängel aus der Umgebung zu erhalten,
sind deshalb möglichst viele Benutzerantworten erforderlich.
Die Vorzüge dieser Methode
– Durch die statistische Auswertung
der Antworten aus der Zwei-Themenbefragungsmethode konnten
Referenzwerte festgelegt werden,
die in einer gesunden umschlossenen
Umgebung üblicherweise erwartet
werden können.
– Damit ein Vergleich mit diesen Referenzwerten möglich ist, müssen als
Voraussetzung immer die gleichlautenden Fragen gestellt werden. Eine
Änderung der Fragestellungen kann
das Resultat der Befragung falsch
beeinflussen.
– Bei der Auswertung werden selbstverständlich auch geschlechterspezifische, soziologische und arbeitgeberspezifische Faktoren, die ausreichend bekannt sind, wie häufigere
Klagen bei Arbeitgebern von öffentlichen Institutionen oder unter den
Frauen entsprechend berücksichtigt.
– Die Auswertungen zeigen, dass mit
diesem Mittel der Befragung die Bedingungen, wie diese von den Menschen empfunden werden, in den
Gebäuden relativ zuverlässig erfasst
und verglichen werden können.
Darstellung der Auswertung
Die statistisch ausgewerteten Resultate
der Umfrage und die Referenzwerte
(Schwellenwerte der ernstzunehmen-
2
Umgebungseinflüsse
40 %
20 %
Staub, Schmutz
Abgestandene Luft
Unangenehmer Geruch
Zugluft
Temperatur zu hoch
Temperatur-Wechsel
Temperatur zu tief
Trockene Luft
Passives Rauchen
Lärm
Schlechte Beleuchtung
Elektrostatische Aufladung
Schlechte Ergonomie
Legende:
Referenzwert
% Klagen
Symptome
5% 10% 15%
schuppige, juckende Kopfhaut u. Ohren
Müdigkeit
Unwohlsein und Schwindel
trockenes, gerötetes Gesicht
schwerer Kopf
gereizte oder triefende Nase
Heiserkeit, trockener Hals
Husten
Kopfweh
Konzentrationsschwierigkeiten
Reizung der Augen
trockene, beissende, gerötete Hände
Muskelverkrampfungen
Überschreitung des Referenzwertes
Darstellung der Auswertung. Die statistisch ausgewerteten Resultate der Umfrage und die Referenzwerte (Schwellenwerte der ernstzunehmenden Reklamationen) werden ohne Bewertung dargestellt.
den Reklamationen) werden in der
Grafik ohne Bewertung dargestellt.
Eindeutige Überschreitung der Referenzwerte: Überschreitungen deuten
darauf hin, dass die befragten Personen mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden sind und die geäusserten Klagen berechtigt sind. Hier
muss nach den entsprechenden Ursachen gesucht werden.
Istwert und Referenzwert sind beinahe gleich gross und weichen nur wenig
voneinander ab: Hier sind die geäusserten Klagen nicht gravierend. Bei einer tendenziellen Überschreitung des
Istwertes muss geprüft werden, ob in
einzelnen Raumzonen eine erhöhte
Anzahl von Klagen vorliegt. Bei solchen Zonen muss gezielt nach den
Ursachen gesucht werden.
Eindeutige Unterschreitung der Referenzwerte: Hier sind die geäusserten
Klagen unbedeutend, erfordern keine
besonderen Massnahmen oder lassen
Einsparungen an den Betriebskosten
zu.
Referenzwerte
Die Referenzwerte der einzelnen Umgebungseinflüsse und der Symptome
über die Beeinträchtigung des Wohlbefindens sind noch keine Indikationsgrössen und abhängig von der Art des
zu untersuchenden Gebäudes. Signifikante Aussagen und damit Indikationsgrössen, die auf Mängel zurückzuführen sind, werden nur als solche
behandelt, wenn sie die Referenzwerte eindeutig übersteigen.
Die Referenzwerte entsprechen Erfahrungszahlen von gesunden Personen
in gesunden Gebäuden mit den üblichen Prozentzahlen von Klagen innerhalb einer Befragungskampagne, wie
sie in vielen Auswertungen festgestellt
wurden. Weil die Umgebungseinflüsse
je nach Gebäudeart, wie zum Beispiel
eines Bürogebäudes, eines Wohnhauses oder einer Schule usw. grundverschieden beurteilt werden müssen,
gibt es für jede Gebäudeart spezifische
Referenzwerte.
Beispiel
Referenzwerte von Bürogebäuden in
Prozent aller befragten Personen:
– Standardklagen über Umgebungseinflüsse je nach Kriterium 5–20 %,
– Standardklagen über Symptome je
nach Kriterium 1–10 %.
Das Gebäudemonitoring
im Gesamtzusammenhang
Die Bedeutung des Gebäudemonitorings
Ein systematisch betriebenes Gebäudemonitoring hilft das Arbeitsklima zu
verbessern, bei der Gebäudetechnik
Mängel ausfindig zu machen und damit nachhaltig auch Kosten zu sparen.
Das Gebäudemonitoring kann psychologisch, soziologisch und praktisch
einen wesentlichen Betrag zur Verbesserung der Arbeitsmoral, der zwischenmenschlichen Beziehungen am
Arbeitsplatz und der Arbeitsumgebung leisten, wenn die erhaltenen
Antworten über Beschwerden und
Klagen nicht nur ausgewertet, sondern mit den Befragten je nach Situation im einzelnen oder in der Arbeitsgruppe besprochen werden und gemeinsam nach Verbesserungen gesucht wird. Über die Planung und die
Ausführung der Verbesserungen müssen dann aber auch regelmässig Infos
herausgegeben werden.
Gebäudemonitoring kann auch dazu
dienen, vermehrt ökologie- und bedarfsgerechte Arbeits- und Lebensformen zu schaffen.
Sonderdruck aus SchweizerBauJournal
AC L TY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
AC L TY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
FACILITY
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
MANAGEMENT
FACILITY MANAGEMENT
Nicht zu vergessen sind die Vorteile
des Gebäudemonitorings bei der Fabrikation, wobei es darum geht, die
Mängel heraus zu finden, die eine
qualitätsgerechte Herstellung eines
Produktes beeinträchtigen.
Der Nutzen des Gebäudemonitorings
Das Gebäudemonitoring hilft:
– Störungseinflüsse aus der Umgebung des Menschen aufzuspüren,
– Systemmängel zu lokalisieren,
– Verluste durch Arbeitsstundenausfälle und Betriebsmängel zu reduzieren,
– auf Unzufriedenheit gezielt zu reagieren,
– herauszufinden, ob die Qualität der Umgebung
akzeptabel ist,
– nachzuweisen, dass die Anforderungen an die
Raumqualität genügen.
Das Gebäudemonitoring zur Analyse
der Arbeitshygiene
Bei der Analyse der Arbeitshygiene
dient das Gebäudemonitoring als Indikator der Belegschaft über ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz und macht
eine Aussage über die sichtbar und
fühlbar vorhandenen Einwirkungen
aus der Umgebung. Damit werden
aber weder plötzlich einwirkende
Schädigungen durch Unfälle noch allfällige gesundheitsschädigende Spätfolgen erfasst.
Bei der Arbeitshygiene braucht es deshalb nebst dem Gebäudemonitoring
noch eine Unfallverhütungsanalyse
und die Analysen der Arbeitsmediziner. Nur mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung können auch Einwirkungen
analysiert werden, die beim Menschen
erst nach einigen Jahren im fortgeschrittenen Alter als Beschwerden auftreten können und für den Menschen
am Anfang weder direkt fühlbar noch
sichtbar sind oder trotz falsch angepasster Gewohnheiten über eine gewisse Zeitspanne gar nicht wahrgenommen werden.
Gebäudemonitoring zur Erhaltung
der Produktequalität
Dieser Bereich des Gebäudemonitorings ist weniger bekannt, weil die
Produkte direkt keine Fragen beantworten können, jedoch durch die Verminderung ihrer Qualität auf Mängel
bei der Produktionsumgebung reagieren. Für diesen Bereich gibt es keine
allgemeinen standardisierten Untersuchungsmethoden. Hier müssen für das
Monitoring geeignete produktespezifische Methoden entwickelt und angewandt werden, wie sie zum Beispiel bei
der Herstellung von Pharmaprodukten
bereits seit längerer Zeit praktiziert
werden.
Sonderdruck aus SchweizerBauJournal
Die zukünftige Entwicklung
Vorhandene Lücken, zukünftige
Verbesserungen
Das Gebäudemonitoring behandelt
bis heute die fühlbaren Umgebungseinflüsse und die auftretenden Symptome der Raumbenutzer.
Einzelne Kriterien der persönlichen
Belange werden zwar aufgenommen,
jedoch zu wenig umfassend behandelt. Nebst diesen beiden Kriteriengruppen braucht es in der zukünftigen
Arbeitswelt, in der der Einzelne immer
mehr mit dem Computer kommuniziert und die zwischenmenschlichen
Beziehungen abnehmen, vermehrt
auch einen soziopsychologischen Teil
und eine umfassende Arbeitsplatzbeurteilung.
Ausweichklagen wegen kaum begründeten Nebensächlichkeiten sind dann
weniger notwendig. Dafür werden
Kernprobleme, die vielfach im psychologisch-soziologischen Bereich liegen,
direkt angegangen. Spannungen, Demotivation, schlechte Arbeitsleistung,
Dienst nach Vorschrift und verhinderte Innovationen können damit abgebaut und in einen positiven Prozess
transformiert werden.
Künftige Möglichkeiten dank der
technologischen Entwicklung
Durch die steigende Leistungsfähigkeit
der Sensoren bezüglich ihrer Empfindlichkeit werden über die Behaglichkeitszustände immer umfassendere
messtechnische Nachweise erbracht
werden können. Dank der steten
Zunahme der möglichen Computerdatenverarbeitungsmengen, der Speicherkapazitäten, der verfügbaren
Datenbanksysteme, Grafikprogramme
und der Wissensbasisdaten werden
vermehrt Expertensysteme für die Analyse der aufgezeichneten Daten und
die Ursachenfindung zur Verfügung
stehen. Situationsanalysen werden vermehrt grafisch darstellbar werden.
Mit Computersimulationen werden in
Zukunft die Auswirkungen durch die
in Frage kommenden Anlagesysteme
auf die Behaglichkeit am Arbeitsplatz
bereits während der Planung vermehrt untersucht werden. Entsprechend werden dann auch weniger
Einwirkungen auftreten und weniger
kostenintensive Zeit für die Behandlung der Reklamationen und die Fehlersuche notwendig sein.
Zukünftige Bedeutung des Gebäudemonitorings
Infolge der umfassend vorhandenen
Erkenntnisse und der zunehmenden
Zertifizierung von Anlagen bei den
systemtechnischen Belangen werden
während des Betriebes immer weniger Mängel aufzuspüren und zu beheben sein. Trotzdem wird das Gebäudemonitoring auch in Zukunft
wichtig bleiben. Allerdings werden
sich die Schwerpunkte der Probleme
und der Überprüfungen verlagern.
Weil die Arbeitsplätze immer teurer
werden und ein konzentriertes, fehlerfreies Arbeiten absolut notwendig
ist, werden den Behaglichkeitskriterien, die die Konzentration beeinträchtigen, noch mehr Beachtung geschenkt werden müssen.
In Zukunft wird es deshalb Arbeitszonen und Erholungszonen mit erhöhter spezifischer Behaglichkeit geben,
wobei das Gebäudemonitoring und
die Verbesserungsmassnahmen sich
mehr auf den Menschen und seine
Psyche beziehen werden und weniger
mit komplexen technischen Mitteln
erreicht werden.
Für das Monitoring bedeutet dies,
dass gewisse systembedingte Umgebungseinflüsse nicht mehr in Erscheinung treten werden und damit gar
nicht mehr untersucht werden müssen. Dafür werden psychische Belange
des Menschen vermehrt an Bedeutung gewinnen, wobei nebst den Umgebungseinflüssen am Arbeitsplatz
auch optimale Bedingungen für die
Erholungsphasen notwendig sein
werden. All dies muss in Zukunft aber
mit einfachen, aber nachhaltigen
Massnahmen und nicht mit komplizierter Technik gelöst werden. Weitere Infos siehe auch http:\\www.gbt.ch.
Liste der wichtigsten Grundlagenberichte
– The MM-Questionnaires, von K. Andersson und
I. Fagerlund (MM = schwedische Abkürzung für
Umweltmedizin), 1993.
– Use of standardized questionnaires in surveys of
building-relaited complaints and symptoms, von
K. Andersson und Göran Stridh, 1989.
– Questionnaires as an instrument when evaluating indoor climate, von K. Andersson und I. Fagerlund 1988.
– Indoor climate of a swiss building evaluated
with adapted swedish questionnaires, von U.W.
Schulz (Sulzer) und K. Andersson, 1990.
– Kurzbericht: Beurteilung des Wohlbefindens in
Gebäuden, von E. Brändli, 1991.
– http:\\www.gbt.ch
Weitere Informationen:
P.E. Häfliger, Bereichsleiter Gebäudetechnik
Novartis Services AG
Tel. 061 - 696 18 63, Fax 061 - 696 62 36
e-mail: [email protected]
3
Herunterladen