Prophylaxe von Gingivitis und Parodontitis Chlorhexidin

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Fachpressemitteilung
Prophylaxe von Gingivitis und Parodontitis
Chlorhexidin schützt Patienten wie auch Praxispersonal
Chlorhexidin (CHX) ist nach fast 40 Jahren der Anwendung und
unzähliger positiver Studienergebnisse aus der Plaque-Bekämpfung und
der Parodontitis-Therapie nicht mehr wegzudenken. Das Robert Koch
Institut empfiehlt eine Aseptik vor jedem Eingriff. Aber auch der Patient
kann zur Behandlung und Prophylaxe parodontaler Erkrankungen auf
CHX zurückgreifen. Dabei kommt es auf die richtige Konzentration und
Applikation des Wirkstoffs an. Die Paroex®-Familie bietet für jede
Anwendungsweise die passende Formulierung.
Die Vorteile von CHX basieren auf seiner bakteriziden und bakteriostatischen
Aktivität gegen grampositive wie auch gramnegative Bakterien sowie seiner
guten mukosalen Adhäsion. Verbesserte Pflege und zahnärztliche Behandlung
haben so auch zu einem Rückgang der Parodontalerkrankungen geführt, eine
Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden. Laut DMS V [1] weisen immer
noch 43,4 % der jüngeren Erwachsenen (35-44 Jahre) und 44,8 % der jüngeren
Senioren (65-74 Jahre) eine moderate Parodontitis auf. Zu bedenken ist
außerdem, dass durch den demografischen Wandel trotz abnehmender
Prävalenzen zukünftig mit einer Zunahme des parodontalen Behandlungsbedarfs
zu rechnen ist.
Antiseptik – am besten vor jeder Behandlung
Durch eine gezielte Schleimhautantiseptik wird eine erhebliche Reduktion der
mikrobiellen Flora im Mundraum erreicht. Eine Spülung mit CHX vor der
Behandlung verbessert beim Patienten nicht nur die Wundheilung und reduziert
die Gefahr postoperativer Komplikationen, sondern schützt gleichzeitig auch das
zahnärztliche Team vor Ansteckung. Aus diesem Grund empfiehlt das RobertKoch-Institut (RKI 2006) besonders bei Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko,
vor jeder zahnärztlich-chirurgischen/oralchirurgischen Behandlung eine
Schleimhautantiseptik (z.B. mit CHX 0,12 %) durchzuführen.
Wie hoch sollte Chlorhexidin konzentriert sein?
•
Behandlung von Parodontalerkrankungen:
In Europa werden häufig 0,2 %ige CHX-Lösungen eingesetzt, eine
längerfristige Therapie mit dieser hohen Dosierung wird wegen möglicher
Geschmacksirritationen und der Gefahr, die „positive“ Mundflora zu
schädigen, jedoch nicht empfohlen. Unter diesem Gesichtspunkt sind
0,12 %ige Lösungen vorteilhaft, welche sich in Studien als vergleichbar
effektiv hinsichtlich einer Reduktion des Plaque- und Blutungs-Index erwiesen
haben [2,3].
1
•
Ergänzung der täglichen Mundhygiene:
Laut Expertenmeinung reicht in der prophylaktischen Anwendung, oder bei
ersten Anzeichen einer Entzündung, eine 0,06 %ige CHX-Lösung aus [4].
In dieser geringen Konzentration ist auch eine langfristige Anwendung
unbedenklich.
Komplettlösung für die Mundgesundheit
PAROEX® Mundwasser
Dieses freiverkäufliche Arzneimittel enthält CHX in einer Konzentration von 1,2
mg/ml und ist für den Patienten in einer 300 ml Schraubflache mit Dosierbecher
und für die Praxis in einer 5-Liter-Spenderflasche mit Pumpe erhältlich.
Das alkoholfreie Mundwasser ist besonders schonend für die Mundschleimhäute
und angenehm im Geschmack.
Zahnfleisch-Pflege mit der GUM® Paroex®-Familie:
Über die Akut-Behandlung hinaus können die Patienten mit der richtigen Pflege
zur Erhaltung des Zahnfleisches beitragen.
•
Das GUM® PAROEX® Zahngel mit 0,12 % CHX + 0,05 %
Cetylpyridiniumchlorid (CPC) wurde speziell entwickelt für die kurzzeitige
Intensivpflege bei manifesten Zahnfleischproblemen, bei vermehrter PlaqueAnsammlung sowie vor und nach Zahnextraktionen und -operationen.
•
GUM® PAROEX® Zahnpasta und Mundspülung enthalten 0,06 % CHX +
0,05 % CPC und eignen sich durch die niedrige Dosierung für die tägliche
Reinigung und Pflege bei ersten Anzeichen von sensiblem Zahnfleisch oder
Gingivitis. In der Zahnpasta sind außerdem 1450ppm Natriumfluorid
enthalten, um den Zahnschmelz zu remineralisieren. Vitamin E, Provitamin B5
und Extrakte aus Aloe Vera sorgen zusätzlich für eine Revitalisierung des
Zahnfleisches.
Quellen:
[1] Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) 2016. Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
[2] Neto CA et al. (2008) Braz Oral Res 22(2):139-144
[3] Keijser JA et al. (2003) J Periodontol 74(2):214-218
[4] Arweiler NB, Ilse A (2007) Oralprophylaxe und Kinderzahnheilkunde 29:16-21
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Fachpressemitteilung
Antiseptik und Interdentalraumreinigung
Optimierte Pflege für eine bestmögliche Mundgesundheit
Obwohl sich die Zahnpflege der Deutschen in den letzten Jahren
verbessert hat, besteht weiter Handlungsbedarf. So wendet nur eine
Minderheit der Patienten die richtige Putztechnik an.
Auch die Reinigung der Zahnzwischenräume wird häufig vernachlässigt.
Moderne Pflegeprodukte von Sunstar GUM® ermöglichen eine schonende
Antiseptik sowie eine einfache und effektive Interdentalreinigung.
Laut der aktuellen 5. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) [1] weisen bei
jüngeren Erwachsenen (35-44 Jahre) 11,2 Zähne eine Karieserfahrung auf, bei
jüngeren Senioren (65-74 Jahre) 17,7 Zähne. Eine moderate Parodontitis liegt
bei 43,4 % der jüngeren Erwachsenen und 44,8 % der jüngeren Senioren vor.
Unter einer schweren Parodontitis leiden 8,2 % bzw. 19,8 %. Die Ergebnisse der
DMS V zeigen des Weiteren, dass sich präventive Maßnahmen positiv auf
parodontale Erkrankungen auswirken können – sowohl auf deren Inzidenz als
auch auf die Schwere der Erkrankung. Dabei kommt der Reinigung der
Zahnzwischenräume eine positive präventive Bedeutung zu. Insgesamt ist
aufgrund der demografischen Entwicklung mit einer Zunahme des parodontalen
Handlungsbedarfs zu rechnen. Festzustellen ist auch der Trend zu festsitzendem
Zahnersatz. Da vielen Implantat-Trägern jedoch nicht bewusst ist, dass auch das
periimplantäre Gewebe erkranken kann, wird die regelmäßige Nachsorge nicht
selten vernachlässigt.
Schonende Antiseptik
Die Pflegeserie GUM® PAROEX®, bestehend aus Zahnpasta, Zahngel und
Mundspülung, bekämpft Entzündungen mit zwei bewährten Wirkstoffen. Das am
besten untersuchte und seit Jahrzehnten bewährte Antiseptikum Chlorhexidin
(CHX) hemmt das Wachstum und die Vermehrung der Bakterien,
Cetylpyridiniumchlorid (CPC; 0,05 %ig) dagegen neutralisiert die schädlichen
Stoffwechsel- und Abfallprodukte der Mikroorganismen. In der Zahnpasta für die
tägliche Pflege sind außerdem 1450ppm Natriumfluorid enthalten, um den
Zahnschmelz zu remineralisieren. Vitamin E, Provitamin B5 und Extrakte aus
Aloe Vera sorgen zusätzlich für eine Revitalisierung des Zahnfleisches.
Chlorhexidin – so wenig wie möglich, so viel wie nötig
Das GUM® PAROEX® Zahngel, das CHX in einer Dosierung von 0,12 % enthält,
wurde zur Intensivpflege bei manifesten Zahnfleischproblemen entwickelt, bei
vermehrter Plaque-Ansammlung sowie vor und nach Zahnextraktionen und operationen. Studien haben gezeigt, dass sich Plaque- und Blutungs-Index bei
Verwendung einer 0,12 %igen oder einer 0,2 %igen Formulierung nicht
signifikant unterscheiden [2,3].
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Niedrigere Konzentrationen sind von Vorteil, um die „gesunde“ Mundflora nicht
zu schädigen und die Gefahr von Geschmacksirritationen so gering wie möglich
zu halten.
GUM® PAROEX® Zahnpasta und Mundspülung enthalten 0,06 % CHX und
eignen sich durch die niedrige Dosierung für die tägliche Reinigung und Pflege bei
ersten Anzeichen von sensiblem Zahnfleisch oder Gingivitis. Laut
Expertenmeinung reicht für eine prophylaktische Ergänzung der täglichen
Mundhygiene eine 0,06 % CHX-Lösung, in Kombination mit Fluorid, aus [4].
Auch ältere Patienten mit vermindertem Speichelfluss oder nachlassender
manueller Geschicklichkeit können von niedrig dosierten CHX Produkten
profitieren, da diese die meist unzureichende mechanische Zahnreinigung auch
langfristig sinnvoll ergänzen können. Alle Produkte sind alkoholfrei - dadurch
besonders schonend für die Mundschleimhaut - und haben einen angenehm
frischen Geschmack.
Interdentalraumreinigung – einfach und sicher
Dass die Reinigung der Zahnzwischenräume als essentieller Teil der Mundhygiene
anzusehen ist, ist heute unbestritten. Um diese leichter und angenehmer zu
machen, wurde von der Firma Sunstar in Zusammenarbeit mit Zahnexperten ein
neues Zahnpflegeprodukt entwickelt. GUM® SOFT-PICKS® Advanced zeichnen
sich neben ihrem modernen, innovativen Design und dem ergonomischen Griff
vor allem durch ihre Kurvenform aus, die der natürlichen Wölbung des Kiefers
angepasst ist. Dadurch lassen sich alle Zahnzwischenräume – auch die der
Molaren – gut erreichen. Die Interdentalreiniger enthalten kein Hartplastik, sind
holz-, metall-, latex- und silikonfrei und können so sowohl von Menschen mit
sensiblem Zahnfleisch als auch von Allergikern problemlos angewendet werden.
Sie sind flexibel und sicher und somit auch gut für Anfänger geeignet. Die Spitze
der Bürstchen ist konisch geformt und daher für unterschiedliche
Interdentalraumgrößen passend. Auch Implantate, Brücken oder
kieferorthopädische Apparaturen lassen sich aufgrund dieser Form gut reinigen.
Durch leichte Vor- und Rückwärtsbewegungen massieren die weichen
Gummiborsten das Zahnfleisch und fördern dessen Durchblutung. Eine Studie hat
bestätigt, dass GUM® SOFT-PICKS® Advanced sowohl bei der Plaque-Entfernung
als auch beim Rückgang von Gingivitis genauso effizient wie eine
drahtgebundene Interdentalbürste sind [5]. Ein in der Verkaufspackung
enthaltenes praktisches Reiseetui garantiert auch unterwegs und zwischendurch
eine hygienische Aufbewahrung.
Quellen:
[1] Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) 2016. Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
[2] Neto CA et al. (2008) Braz Oral Res 22(2):139-144
[3] Keijser JA et al. (2003) J Periodontol 74(2):214-218
[4] Arweiler NB, Ilse A (2007) Oralprophylaxe und Kinderzahnheilkunde 29:16-21
[5] Slot et al. Europerio 2015; Poster 1329; Soft-rubber-interdental-cleaner compared to an interdentalbrush
on dental plaque, gingivitis and gingival abrasion scores.
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Parodontitis, Mukositis und Periimplantitis
Probiotika sorgen für eine gesunde Mundflora
Der probiotisch wirksame Keim Lactobacillus reuteri Prodentis®
(GUM® PerioBalance®) stellt nicht nur bei Vorliegen parodontaler
Entzündungen eine sinnvolle und erfolgversprechende
Therapieergänzung dar. Neue Studienergebnisse belegen, dass dieser
Keim auch bei Entzündungen periimplantären Gewebes zu einer
schnellen Reduktion des inflammativen Geschehens beitragen kann.
Die aktuelle Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) [1] hat gezeigt,
dass die Prävalenz parodontaler Erkrankungen zwar zurückgeht, eine moderate
Parodontitis trotzdem noch bei 43,4 % der jüngeren Erwachsenen und 44,8 %
der jüngeren Senioren vorliegt. Unter einer schweren Parodontitis leiden 8,2 %
bzw. 19,8 %. Festzustellen ist auch der Trend zu festsitzendem Zahnersatz:
Nach den Ergebnissen der DMS V haben Patienten heute zehnmal häufiger
mindestens ein Implantat als noch im Jahr 1997. Da vielen Implantat Trägern
nicht bewusst ist, dass auch das periimplantäre Gewebe erkranken kann, wird
die regelmäßige Nachsorge oft vernachlässigt. Studien belegen, dass eine
Mukositis bei 80 % der Patienten (ca. 50 % der Implantate entzündet) und eine
mit Knochenabbau einhergehenden Entzündung, eine Periimplantitis,
bei 28-56 % der Patienten (12-40 % der Implantate entzündet) vorliegt.
Ursächlich steht neben der individuellen Krankheitsanfälligkeit meist ein
Missverhältnis zwischen pathogenen und erwünschten Keimen im Mundraum im
Vordergrund.
Lactobacillus reuteri Prodentis® überzeugt bei vielen Indikationen
In mehreren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass L. reuteri Prodentis®
in der Lage ist, das Wachstum parodontalpathogener Keime effizient zu hemmen.
Teughels et al. sowie Vicario et al. konnten nachweisen, dass GUM®
PerioBalance® als Therapieergänzung zu Scaling and Root Planing (SRP) die
klinischen Parameter Sondierungstiefe, Blutungs-Index und Plaque-Index
erheblich verbessert [3, 4]. Eine Meta-Analyse hat gezeigt, dass SRP plus
probiotische Behandlung im Vergleich zu SRP alleine einen signifikanten CALGewinn (clinical attachment level) sowie eine signifikante Reduktion der Blutung
bei Sondierung nach sich ziehen [5]. In einer aktuellen Studie bei MukositisPatienten war Lactobacillus reuteri Prodentis® – im Vergleich zur Placebo-Gruppe
– in der Lage, die klinischen Parameter (Sulkusflüssigkeit, Plaque- und GingivaIndex, Sondierungstiefe) zu verbessern und auch die Zytokin-Level zu senken
[6]. Die Autoren schlussfolgern aus der Tatsache, dass der Keim auch bei
gesunden Patienten wirksam war, dass Lactobacillus reuteri nicht nur zur
Therapie, sondern auch zur Prävention einer Mukositis geeignet scheint.
1
Eine ausgeprägte Reduktion der periimplantären Mukositis, verbesserte
Plaquekontrolle und reduzierte Sondierungstiefen durch den regelmäßigen
Verzehr von GUM® PerioBalance® Lutschtabletten bestätigt auch eine neue
Dissertationsarbeit [7]. Zur Minimierung des Risikos eines Pilzbefalls der
Mundhöhle mit Candida albicans bei Senioren trägt das Bakterium ebenfalls
bei [8].
Erste Hilfe für Betroffene und Vorbeugung für Risiko-Patienten
Das Milchsäurebakterium L. reuteri Prodentis® kann sich im Speichel und an der
Mundschleimhaut festsetzen und sowohl in der Mundhöhle als auch im
Verdauungstrakt des Menschen überleben. Jede Lutschtablette enthält
mindestens 200 Millionen aktive Keime. GUM® PerioBalance® (30er-Packung aus
der Apotheke PZN 10032691) sollte 1x täglich über mindestens 30 Tage
eingenommen werden, sobald erste Zahnfleischprobleme auftauchen. RisikoPatienten ist eine prophylaktische Anwendung anzuraten. Dazu zählen neben
Personen mit Implantaten Senioren und körperlich/geistig eingeschränkte oder
bettlägerige Menschen, Diabetiker, Osteoporose-Patienten, starke Raucher,
stressgeplagte Personen sowie Patienten mit Brackets oder nach einer
Parodontalbehandlung. Nebenwirkungen wie Verfärbungen der Zähne oder
Irritationen der Schleimhaut sind nicht zu erwarten.
Quellen:
[1] Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) 2016. Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
[2] Lindhe J et al. (2008) Peri-implant diseases: Consensus report of the sixth European workshop on
periodontology. J Clin Periodontol 35:282-285
[3] Teughels W et al. (2103) Clinical and microbiological effects of Lactobacillus reuteri probiotics in the
treatment of chronic periodontitis: a randomized placebocontrolled study. J Clin Periodontol 40:1025-35
[4] Vicario M et al. (2012) Clinical changes in periodontal subjects with the probiotic Lactobacillus reuteri
Prodentis: A preliminary randomized clinical trial. Acta Odont Scand 71(3-4)
[5] Martin-Cabezas R et al. (2016) doi: 10.111/jcpe.12545
[6] Flichy-Fernàndez AJ et al. (2015) The effect of orally administered probiotic Lactobacillus reuteri-containing
tablets in peri-implant mucositis: a double-blind randomized controlled trial. J Periodont Res 2015; doi:
10.1111/jre.12264
[7] Hussein M (2016) Einfluss des regelmäßigen Verzehrs von BioGaia® Prodentis Lutschtabletten auf die
Ausprägung periimplantärer Mukositis. Med. Diss. Univ. Würzburg
[8] Kraft-Bodi E et al. (2015) Effect of Probiotic Bacteria on Oral Candida in Frail Elderly. J Dent Res 94(9
Suppl):181S-6S. doi: 10.1177/0022034515595950
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Gewebe- und Knochenregeneration
Innovative Präparate für eine optimierte
Wiederherstellung
Die Wiederherstellung von verloren gegangenem Alveolarknochen und
Desmodont zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der
Parodontologie. Modernste Produkte wie die bioresorbierbare
Dentalmembran GUIDORâ matrix barrier und das KnochenersatzGranulat GUIDORâ easy-graft tragen dazu bei, die individuell
angepasste, geführte Gewebe- und Knochenregeneration im Bereich des
Kiefers zu verbessern und zu vereinfachen.
Nach einer chirurgischen Parodontalbehandlung ohne geführte
Geweberegeneration findet lediglich eine Wundreparation statt. Viel schneller als
Alveolarknochen und Desmodont wird neues Saumepithel gebildet, das dann bis
in die Tiefe reicht und den Knochen von der Wurzeloberfläche trennt. Es entsteht
eine zwar entzündungsfreie, aber kaum weniger tiefe Zahnfleischtasche als vor
der Operation. Deshalb soll mittels geführter Geweberegeneration (Guided Tissue
Regeneration, GTR) das schnell proliferierende Saumepithel durch Barrieren am
Tiefenwachstum gehindert werden, damit die Zeit bleibt, in der neu gebildete
desmodontale Fasern sich mit der Wurzeloberfläche verbinden und neuer
Alveolarknochen den Defekt füllt. Bei der geführten Knochenregeneration
(Guided Bone Regeneration, GBR) wird durch den Einsatz einer Barrieremembran
die Regenerationsfähigkeit des Knochens genutzt, um durch den wieder
aufgebauten Alveolarknochen z.B. das Setzen eines Implantats möglich zu
machen.
Hohe Ansprüche an eine Dentalmembran
Die Aufgaben einer regenerativen Membran sind vielschichtig: Sie soll das
organisierte Einwachsen von Gefäßen und Bindegewebe ermöglichen und das
Einwachsen von Epithelgewebe verhindern.
Die gewünschten Zellen müssen isoliert, gleichzeitig aber mit ausreichend Blut
und Nährstoffen versorgt werden. Für eine stabile Gerinnselbildung und geführte
Regeneration muss ein geschütztes, definiertes Volumen geschaffen werden.
Eine gutartige Gewebereaktion ist ebenso Voraussetzung und der Einsatz der
Membran sollte zu vorhersagbaren Ergebnissen führen.
â
GUIDOR matrix barrier wurde speziell auf die Erfüllung dieser Kriterien und als
regenerative, bioresorbierbare Dentalmembran für eine vollständige
Regeneration (ad integrum) entwickelt. Die Membran ist in Konfigurationen
sowohl für GTR als auch für GBR erhältlich.
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Optimale Regeneration dank mehrerer Schichten
Die Matrix weist ein einzigartiges mehrschichtiges Design auf: Die zur Gingiva
zeigende äußere Schicht besitzt entsprechend große rechtwinklige Perforationen,
die das rasche Eindringen von gingivalem Bindegewebe in die Matrix zur
Stabilisierung ermöglichen. Die innere, zum Zahn bzw. Knochen zeigende Schicht
verfügt über zahlreiche kleinere runde Perforationen, die aufgrund ihrer geringen
Größe die Gewebepenetration hemmen – also als Barriere fungieren – und
dennoch für Nährstoffe durchlässig sind. Äußere Abstandshalter an dieser Schicht
dienen zudem dafür, den Raum für das natürliche koronale Wachstum des
parodontalen Ligaments in Bereichen zu halten, in denen die Matrix nahe der
Wurzel verläuft. Beide Schichten sind ebenfalls durch Abstandshalter getrennt,
damit in den gebildeten Zwischenraum das Weichgewebe einwachsen kann.
Die GUIDORâ matrix barrier besteht aus bioresorbierbarer Polymilchsäure,
gemischt mit einem Zitronensäureester. Diese Zusammensetzung garantiert ihre
Formbarkeit und gleichzeitige Festigkeit. Sie ist zu 100 % allopathisch und
enthält keinerlei Substanzen tierischen oder humanen Ursprungs. Die Matrix ist
darauf ausgelegt, ihre Stabilität und Funktion für mindestens 6 Wochen zu
erhalten; in dieser Zeit bleiben ihre Strukturen stabil und ermöglichen so die
Aufrechterhaltung des Raums, der für Zement, parodontales Ligament und
Knochenregeneration notwendig ist. Danach wird das Produkt in einer
vorhersagbaren Zeitspanne resorbiert und nach und nach durch parodontales
Gewebe ersetzt.
Knochendefekte ausgleichen leichtgemacht
Um Knochen zu bilden, besiedeln Osteoblasten nicht nur die natürliche
Knochengrundsubstanz als Unterlage, sie akzeptieren auch geeignete technische
und biologische Oberflächen. Zur Versorgung von Extraktionsalveolen oder
parodontalen Knochendefekten werden daher osteokonduktive Materialien
eingesetzt, welche die Defektstelle stabilisieren, ein Blutkoagulum unterstützen
und Raum für die Knochenneubildung schaffen. Das alloplastische, modellierbare
Biomaterial GUIDORâ easy-graft besticht durch seine besonderen technischen
Eigenschaften und die einfache Handhabung. Es besteht aus einer Spritze, die
mit polymerbeschichtetem Granulat vorgefüllt ist, sowie einer separaten Ampulle
mit Polymer-Aktivator (= BioLinker). Nach Zugabe in die Spritze löst der
BioLinker die Polymerbeschichtung an, wodurch eine „klebrige“ Oberfläche
entsteht. Die Granula haften so aneinander, wenn sie verdichtet und geformt
werden. Bei Kontakt mit Flüssigkeit/Blut wird der BioLinker aus dem Material
ausgeschwemmt. GUIDORâ easy-graft härtet innerhalb von Minuten und bildet
ein stabiles Gerüst aus miteinander verbundenen mikroporösen „Körnchen“, die
sich optimal in die Form des Defekts einpassen. Der Raum zwischen den
nebeneinanderliegenden Granula unterstützt ein Blutkoagulum und lässt zudem
Platz für neue Blutgefäße, die sich in der Folgezeit entwickeln. GUIDORâ easygraft enthält keine Materialien tierischen oder humanen Ursprungs.
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Bruxismus
Neue Maßstäbe in der Behandlung von Zähneknirschen
Butlerâ GrindCareâ verwendet eine neuartige Biofeedback-Technologie
zur Behandlung des Schlafbruxismus. Das kabellose Gerät, das nachts
auf der Schläfe platziert wird, unterbricht mittels bedingter elektrischer
Stimulation (CES = contingent electrical stimulation) kurzzeitig die
Aktivität der Kaumuskulatur und so die Knirsch- und Pressaktivität.
Damit wird nicht nur Schäden im Dentalbereich vorgebeugt, auch Kopf-,
Nacken-, Kiefer- und Gelenkschmerzen werden gelindert und so die
Lebensqualität des Patienten erhöht.
Weltweit leiden etwa 10 - 15 % der Bevölkerung an Schlafbruxismus [1], einem
Großteil der Betroffenen ist jedoch nicht bewusst, dass sie nachts mit den
Zähnen pressen oder knirschen. Viele leiden zudem unter Spannungskopf-,
Gesichts- und Nackenschmerzen, oft auch unter Schlafstörungen und
Tagesmüdigkeit und können diese Symptome nicht richtig „einordnen“. Ein
Besuch beim Zahnarzt bringt meist Aufklärung: Allein an den beginnenden oder
fortgeschrittenen lokalen Zahnschäden kann dieser unschwer BruxismusPatienten identifizieren. Die Frage nach den in der Mehrzahl der Fälle
vorhandenen Begleitsymptomen verifiziert seine Diagnose.
Zähneknirschen – eine therapeutische Herausforderung
Bisher wurden die Symptome nächtlichen Zähneknirschens bevorzugt mit einer
Zahnschiene behandelt. Diese führen zwar zu einer Reduktion der
Schleifschäden, aber die schmerzverursachende neuromuskuläre Aktivität wird
dadurch kaum beeinflusst. Nicht wenige Patienten empfinden auch das nächtliche
Tragen einer Schiene als unangenehm. Physiotherapie relaxiert zwar die
Muskulatur, lindert den Schmerz aber nur vorübergehend. Stressmanagement
und Entspannungsübungen erfordern die unbedingte Mitarbeit des Patienten und
sind zudem äußerst zeitintensiv. Langfristig nicht zu empfehlen sind relaxierende
Medikamente aufgrund ihrer möglichen Nebenwirkungen. Biofeedback-Geräte der
ersten Generation, die bei Knirschbeginn vibrierten oder ein akustisches Signal
aussendeten, um ein bewusstes Handeln zu aktivieren, hatten den Nachteil, dass
der Betroffene dadurch aufwachte und so häufig Schlafstörungen oder
Tagesmüdigkeit die Folge waren.
Wirkungsweise des Geräts
Durch eine elektrische, sensorische Reizung der Haut über den Schläfen- oder
Kaumuskeln entsteht ein inhibitorischer Reiz, der zu einer 10-100 ms
andauernden Unterbrechung der Muskelaktivität führt und eine vorhandene
Knirsch- und Pressaktivität unmittelbar unterbricht. Genau auf dieser Wirkung,
dem sogenannten Masseter-Ruheintervall, beruht GrindCareâ.
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Während der Anwendung registriert der kabellose Sensor kontinuierlich
elektromyographischen Signale, welche durch die Muskelkontraktion entstehen.
Wenn dieses Signal einen zuvor festgelegten Schwellenwert übersteigt, wird ein
CES ausgelöst. Dieser Impuls kann individuell angepasst werden. Im Laufe der
Zeit kommt es durch die von diesen Impulsen verursachten Unterbrechungen der
Muskelaktivität zur Konditionierung der natürlichen Reflexe und die
Knirschgewohnheit lässt mehr und mehr nach. Am Morgen werden die vom
Sensor registrierten Daten automatisch an die Docking-Station gesendet, von wo
sie kabellos an die dazugehörige App* übertragen werden können. Mithilfe dieser
App können vom Arzt wie vom Patienten die Knirsch-Aktivitäten und der
Therapiefortschritt übersichtlich verfolgt und abgelesen werden.
Überzeugende Studienergebnisse
Klinische Studien der Universitäten Aarhus (Dänemark) und Greifswald
(Deutschland) haben übereinstimmend gezeigt, dass Schlafbruxismus durch
GrindCareâ innerhalb weniger Wochen um mehr als 50 % verringert werden kann
[2, 3 ,4]. Weitere Studien aus England und den USA, welche die auf Bruxismus
zurückzuführenden Begleitsymptome untersuchten, haben belegt, dass durch die
Reduzierung des Knirschens auch die begleitenden Spannungskopfschmerzen
und orofaziale Schmerzen signifikant verbessert werden [5, 6]. Eine
polysomnografische Untersuchung konnte darüber hinaus nachweisen, dass der
Schlaf durch das Gerät weder unterbrochen noch gestört und die Schlafqualität
der Probanden somit nicht beeinträchtigt wird [7].
Unter www.grindcare.com können weitere Informationen zum Produkt wie auch
Details zu den Studien nachgelesen werden.
*Die GrindCare App ist optional und dient ausschließlich zu Informationszwecken
Quellen:
[1] Manfredini et al., Journal of Orofacial Pain, 2013; 27: 99–110
[2] Jadidi et al., Acta Odontologica Scandinavica 2013; 71: 1050–1062
[3] Bernhardt et al., Journal of Craniomandibular Function 2012; 4(3): 197-210
[4] Jadidi et al., Journal of Oral Rehabilitation, 2008; 35: 171-183
[5] Needham et al., British Dental Journal 2013; 215 E1
[6] Raphael et al., Journal of Orofacial Pain, 2013; 27: 21-31
[7] Jadidi et al., Eur J Oral Science, 2011; 119: 211-218
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