Kaum Interesse an Couponing - Heftarchiv

Werbung
Online-Werbung I E-Commerce I Technik
Schlecht bewertet, gut reagiert
Wie man mit Bewertungsplattformen umgeht
S. 24
Einbruch bei App-Downloads
RECHT
Weg für Auslandsklagen frei
Ein ausländischer Website-Betreiber
kann für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch seine Nutzer in
Deutschland haftbar gemacht werden.
Dies haben in zwei voneinander unabhängigen Urteilen der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe und der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg
entschieden. Im
verhandelten Fall
ging es um einen
Blog auf der Plattform Blogger.com
von Google. fk
Einig mit EuGH:
Bundesgerichtshof
www.internetworld.de
20 wichtige
Fragen
„Die letzte
große Chance“
Raus aus den
Kinderschuhen
Was Sie bei E-MailMarketing dürfen S. 18
E-Commerce-Experte
Gerrit Heinemann
Weshalb Webshops jetzt
mobil werden müssen S. 26
S. 46
Kaum Interesse an Couponing
APPLE IPHONE
Im dritten Quartal 2011 ging die Zahl
der in den USA heruntergeladenen Apps
für iOS um rund drei Millionen oder
sechs Prozent zurück, das berichtet der
Marketingtechnologie-Anbieter Fiksu.
Vermuteter Grund: Der bevorstehende
Start des neuen iPhone 4S bremste das
Interesse für das Vorgängerhandy. fk
ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL
Studie: Daily-Deals-Anbieter bei kleinen Unternehmen mehrheitlich unbekannt
O
nline-Rabattsysteme wie
Groupon.de oder Dailydeal.de haben noch einen weiten Weg vor sich, um kleine
oder mittelständische Unternehmen als Kunden zu gewinnen. Über die neue lokale Werbeform Online Couponing sind
laut der Studie „Mittelstand
und Werbung 2011“ kleinere
Unternehmen in der Mehrheit
noch nicht informiert. 61 Prozent der Befragten kennen das
Verkaufsinstrument nicht, bei
dem Verbraucher online einen
Gutschein kaufen und diesen
dann vor Ort im Handel, in der
Gastronomie oder bei einem
Dienstleister einlösen.
Knapp 40 Prozent der für die
Studie im Auftrag von Telegate
befragten 500 kleinen und
mittelständischen Unternehmen
(KMU) haben schon einmal von
Gutschein- und CouponingSystemen im Web gehört. Doch
Online Couponing ist noch nicht relevant
Kennen Sie moderne Rabattsysteme wie Groupon?
Ja
Nein
83 %
Können Sie sich
vorstellen, diese
zu nutzen?
39 %
61 %
17 %
©INTERNET WORLD
Business 22/11
Quelle: Psyma-Studie „Mittelstand und Werbung“ im Auftrag
der Telegate AG, Stand: Oktober 2011, n = 500 Unternehmen
Nur sechs Prozent der KMU würde Online-Rabattsysteme einsetzen
nur sechs Prozent können sich
vorstellen, diese modernen
Rabattsysteme einzusetzen. Der
Hauptgrund für die Ablehnung: Es passt nicht zum Unternehmen. In einer weiteren
Befragung hat Telegate 150
Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Einzelhandel,
Dienstleistung und Gastronomie zur Relevanz von Rabattsystemen für ihr Geschäft befragt.
Ergebnis: Nur vier Prozent stuften das Thema als relevant für
ihr Geschäftsmodell ein. Je kleiner die Firma, desto weniger
spielen Daily Deals eine Rolle.
Nicht nur kleine Unternehmen auch die Mehrheit der
Verbraucher kennt die neuen
Internet-Couponing-Anbieter
nicht. Eine repräsentative Studie von TNS Emnid im Auftrag
von Payback hat ergeben, dass
die Bekanntheit von Payback
(86 Prozent) weit vor Groupon
und anderen Anbietern liegt. 17
Prozent der 1.119 Befragten
kennen Dailydeal und 16 Prozent Groupon.
Kleine Betriebe betrachten
nicht nur Online Couponing
skeptisch. Auch dem geschäftlichen Einsatz von Social Media
stehen sie abwartend gegenüber. Mehr zur Studie „Mittelstand und Werbung 2011“ lesen
Sie auf Seite 8. is
❚
DEUTSCHE TELEKOM
Edding räumt ab
Gericht moniert Drosselung
Das Landgericht Bonn hat der Telekom
die Werbung mit Highspeed-DSL-Flatrates verboten, bei denen nach Erreichen eines bestimmten Datenvolumens
die Bandbreite für den Rest des Monats
gedrosselt wird. Über diese Drosselung,
sagten die Richter, würden die Kunden
nicht ausreichend informiert. fk
INTERNET WORLD BUSINESS GUIDE
Webhosting im Fokus
Alles, was Sie über Webhosting, Provider-Verträge und die neuen Top-LevelDomains wissen
müssen, finden Sie
im 44 Seiten starken INTERNET
WORLD Business
Guide „Webhosting“. Ihr persönliches Exemplar
liegt dieser Ausgabe bei. fk
L
ediglich vier Goldmedaillen wurden
auf dem diesjährigen
DMMA
OnlineStar
vergeben. Großer Abräumer mit zweimal Kreativität ist bei dem Award gefragt
Gold für den Kunden
Edding und fünf weiteren Me- 2011. Insgesamt wurden 26
daillen war die Hamburger Edel- Preise an 17 Agenturen in neun
schmiede Kempertrautmann. Kategorien mit dem neben dem
Die anderen Goldmedaillenge- OVK und dem New Media
winner: Scholz & Friends und Award wichtigsten Kreativ- und
Ogilvy Frankfurt. „In diesem Branchen-Award vergeben. VerJahr setzte die Jury des DMMA liehen wird der DMMA OnlineOnlineStar 2011 höhere Maß- Star vom Bundesverband Digistäbe bei der Vergabe der Aus- tale Wirtschaft (BVDW), der
zeichnungen an, was unter MFG Baden-Württemberg soanderem zu einer deutlich kürze- wie der Verlagsgruppe Ebner
ren Shortlist geführt hat“, erläu- Ulm, in der auch die INTERtert Florian Grimm (Grimm NET WORLD Business erGallun Holtappels),Vorsitzender scheint. Mehr dazu lesen Sie auf
der Jury des DMMA OnlineStar Seite 17. häb
❚
Schutz vor DDos-Attacken
B
islang half Akamai als Content Delivery Network
(CDN) vor allem Medien- und
Softwarehäusern bei der performanten Inhalteauslieferung.
Nun will die Firma auch DDosAttacken, die häufig gegen Webshops geführt werden, abwehren.
10.000 weltweit verteilte Server
sollen genug Rechenleistung
bieten, um auch starke Angriffe
zu vereiteln. „DDos Defender“
ist derzeit für Bestandskunden
erhältlich, soll Shop-Betreibern
aber bald auch als Einzelprodukt angeboten werden. dg ❚
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH, PF 201552, 80015 München
Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt
Foto: Fotolia / Cirquedesprit
AUSGABE 22/11 31. OKTOBER 2011
Foto: Fotolia / Heigri
e 4,50 Fr. 9,00
Seite 1
Foto: Fotolia / Sascha Wilsrecht
13:04 Uhr
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27.10.2011
43205
Titel_IWB_2211.qxd
02_inhalt_2211.qxd
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27.10.2011
12:08 Uhr
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AKTUELL
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
22/11
Pizza nur mit Inkassolizenz?
Ein Urteil des Landgerichts Köln stellt die Nutzung von Online-Payment-Systemen infrage
L
Einstufung als Zahlungsinstitut
Hinter der Klage steckt Lieferheld-Wettbewerber Pizza.de, der mit seinem Konkurrenten schon öfter juristisch aneinandergeraten ist. Pizza.de-Chef Jochen Grote
testet seinerseits momentan die flächendeckende Einführung von bargeldloser
Zahlung per Online-Überweisung – und
besitzt laut BaFin-Website keine Inkassolizenz. Lieferheld-CEO Fabian Siegel hält
nahmen aus dem Coupongeschäft nicht
einfach an die Servicepartner weiterleite,
sondern davon seine Marketing- und
Betriebskosten bestreite. Mit den teilnehmenden Unternehmen rechne Dailydeal
dann gesondert ab.
Juristen wie der Kölner Rechtsanwalt
Christian Solmecke bezweifeln, dass das
Urteil des Landgerichts in der Berufungsinstanz bestehen bleiben wird. Solmecke
schreibt: „Bei näherer Betrachtung der
Ausnahmetatbestände des ZAG spricht
einiges dafür, die Lizenzpflicht auf Unternehmen zu beschränken, deren Kerngeschäft im Anbieten von Zahlungsdiensten
liegt. Jedenfalls lässt sich wohl nicht von
der Hand weisen, dass der Gesetzgeber bei
Schaffung des ZAG nicht die vielfältige
Online-Lieferbranche vor Augen hatte.“
Foto: Fotolia / Jokatoons
eerer Kühlschrank und knurrender
Magen? Kein Problem: Schnell die
Webseite von Lieferheld.de aufgerufen,
den gewünschten Pizzalieferanten ausgewählt, Menü zusammengeklickt, und
schon ist die Bestellung auf dem Weg. Das
Berliner Start-up, an dem unter anderem
der Spreadshirt-Gründer Lukasz Gadowski
beteiligt ist, bringt Pizza-, Sushi- und
andere Lieferdienste ins Internet, vermittelt Bestellungen und verdient damit
sein Geld. Portale wie Pizza.de sind auf
diesem Feld bereits seit Jahren unterwegs.
Um sich vom etablierten Wettbewerb zu
unterscheiden, bietet Lieferheld seinen
Kunden an, die Bestellungen nicht nur
online aufzugeben, sondern auch gleich
bargeldlos zu bezahlen, über Paypal oder
Kreditkarte. Dieses Feature bringt das
Start-up jetzt in Schwierigkeiten: Das
Landgericht Köln hat entschieden, dass
Lieferheld.de hierfür eine Inkassolizenz
der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) benötigt.
BaFin-Lizenz zum Abrechnen von Pizzabestellungen? Das Landgericht Köln sagt Ja
eine solche Lizenz ohnehin für nicht
erforderlich, eine Ansicht, der sich die Kölner Richter nicht anschließen mochten.
Sie stuften den Lieferdienst-Aggregator als
„Zahlungsinstitut“ im Sinne des Gesetzes
über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (ZAG) ein, welches eine Inkassolizenz benötige. Schließlich wickle das
Start-up gewerbsmäßig Zahlungsaufträge
ab. Bereits das Vereinnahmen von Geldbeträgen für eine Bestellung mit dem
Zweck, diese später an die eigentlichen
Lieferanten auszuzahlen, stellt nach Ansicht der Richter ein sogenanntes Finanztransfergeschäft dar.
Weg aus der Klemme
Auch andere betroffen
Lieferheld.de ist nicht das einzige Unternehmen, das im Internet Geld von seinen
Kunden für Dienstleistungen einsammelt,
die anschließend von anderen erbracht
werden. Bei Couponing-Portalen wie
Groupon.de und Dailydeal.de kaufen die
Kunden vorab – normalerweise per Online
Payment – Coupons für Leistungen, die sie
später bei anderen Unternehmen einlösen.
„Wir haben keine BaFin-Lizenz“, sagt
Dailydeal-Pressesprecher Michael Hensch,
„aber wir benötigen auch keine.“ Der
Grund dafür sei, dass Dailydeal seine Ein-
INTERNET WORLD Business 22/2011
Meinungen in diesem Heft
Die E-Mail-Marketing-Checkliste
TRENDS & STRATEGIEN
Wer als Unternehmen Newsletter verschicken will,
muss sich an zahlreiche Verordnungen halten
18
Wachsende Konkurrenz
„Web-TV-Monitor 2011“ sieht Wachstum
bei Video-Angeboten im Internet
6
Spion im Geldbeutel
Online ist Pflicht
7
Hier wirbt der Chef selbst
Studie: Kleine und mittelständische Firmen messen
Online Marketing wachsende Bedeutung bei
8
SPECIAL: MARKTFORSCHUNG
Dank moderner Online-Ansätze sind die
Kosten für Marktforschung niedrig wie nie.
Doch günstige Tools können noch nicht
eine sorgfältige Planung ersetzen
10
Medientage München 2011
20.000 Webshops in Bayern
Der Justizpalast wurde auch diesmal wieder
zum Treffpunkt der Branchengrößen
Raus aus den Kinderschuhen
Serie: Google+
Recht: Die Rechnung kommt
Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 erlaubt
den Rechnungsversand per E-Mail
MARKETING & WERBUNG
44
26
Die letzte große Chance
Gastkommentar: Deutschland verliert den
Internet-Anschluss – wenn nicht gehandelt
wird, glaubt Gerrit Heinemann
Christopher Loonan,
46
RUBRIKEN
28
TOOLS & TECHNIK
Gerrit Heinemann,
Professor an der Hochschule Niederrhein, sieht die Politik in der Pflicht,
die Netzinfrastruktur zu stärken
46
MEINUNG
Schlecht bewertet, gut reagiert
Wie kann Google+ sinnvoll in einer SocialMedia-Strategie eingesetzt werden? (Teil 2)
12
23
Der Streit um Bewertungssysteme spitzt sich zu 24
Um nicht gegenüber Start-ups an Boden zu
verlieren, sollten Web-Händler mobil werden
M-Commerce-Spezialist bei Zanox,
rät allen Website-Betreibern zu einer
Mobile-Optimierung ihrer Präsenz 16
Elske Ludewig,
Topkampagne: Coca-Colas Köder
20
Etats Marketing & Werbung
20
User Experience Consultant eResult,
hat die Website Vodafone.de genau
unter die Lupe genommen
36
Handy als Helfer
X Commerce ohne Partner
Rechtstipp: Besser kein Aufrechnungsverbot 28
Fabian Niemann,
Mobile und Social wachsen zusammen. Das
erfordert allerdings auch neue Konzepte
Entwickler räumen der Plattform gute Chancen
ein, wenn genügend Drittanbieter mitziehen
32
Techniktipp: Verkaufen mit Shoppable Videos 32
14
Medientage: Trend zum Content
Markenartikler setzen im Internet verstärkt auf
eigene Inhalte und Storytelling
„Keinen Geldbeutel mehr“
15
Mit neuem Markennamen will Bezahlanbieter
Skrill die digitale Generation ansprechen
Performance-Wunder iPad
Testen, wie der Shop verführt
Affiliate-Netzwerkbetreiber Zanox analysiert
den aktuellen Mobile-Marketing-Boom
16
Zahlen aus Analysesystemen verraten nichts
über die Motivation der Käufer
33
34
Edding-Stifte räumen ab
Alles am vermuteten Platz
Kempertrautmann und Edding setzen beim
DMMA OnlineStar 2011 Maßstäbe
Vodafone setzt auf mitscrollende Social-MediaElemente und gesonderte Zielgruppeneinstiege 36
17
33
Geschäftsführer TWT Interactive,
erklärt fünf Schritte zum Verkaufen
mit Shoppable Videos
32
SZENE
Ernsting’s Family ließ Shop-Besucher Klamotten
kombinieren – und verkaufte dadurch mehr
22
Jeder dritte stationäre Händler verkauft online
40
Vice President of Marketing bei
Skrill, will digitales Bezahlen so
einfach machen wie Bargeld
Hans-Jürgen Even,
Wer kombiniert, profitiert
Die „Digital Wallet“ entwickelt sich zum
interessanten Thema für Online-Werber
Julian Artopé,
KARRIERE
Social Media muss Teil einer ganzheitlichen
Personalmarketing-Strategie sein
E-COMMERCE
Wer heute die Website von Lieferheld.de
aufruft, findet nach wie vor das Angebot,
seine Bestellung beim Pizzamann bargeldlos via Paypal oder Kreditkarte zu bezahlen.
„Nach dem Urteil haben wir unser Modell
geändert“, erklärt Lieferheld-Chef Siegel.
„Wir haben uns von allen Lieferdiensten,
für die wir Aufträge vermitteln, Vollmachten erteilen lassen, dass wir in ihrem
Namen Zahlungen einziehen dürfen.“
Damit sei Lieferheld.de ein sogenannter
„Vertreter mit Abschlussvollmacht“, und
dieser benötigt laut ZAG keine Inkassolizenz der BaFin. fk
❚
Dienstleisterverzeichnis
37
Partner bei der Kanzlei Bird & Bird,
beantwortet die 20 wichtigsten
Rechtsfragen zu E-Mail-Marketing 19
Impressum
41
Marco Nussbaum,
Menschen & Karriere
41
Termine
42
Gründer von Prizeotel, ist davon
überzeugt, dass Kritik im Internet
gleichzeitig Aufklärung bedeutet
Stellenmarkt
43
Florian Schreckenbach,
Gehört
46
Feedback
46
25
Embrander-Gründer, findet, Firmen
sollten lieber Nein zu Social Media
sagen, als es halbherzig zu machen 40
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27.10.2011
11:10 Uhr
Seite 3
AKTUELL
Für und wider Netzneutralität
Die Politik findet nicht zu einer einheitlichen Linie in der Frage der Netzneutralität
s ist eine paradoxe Situation: Eigentlich müssen die Netzbetreiber ja heilfroh sein, dass es so
viele attraktive Medienangebote im Internet gibt.
Nur weil Youtube, Facebook, Simfy und Co. aus
dem Leben der digitalen Generation nicht mehr wegzudenken sind, können sie ja DSL-,
Glasfaser- und Mobilfunk-Anschlüsse
mit Durchsatzraten
von bis zu 25 MBit/s
und mehr an Privathaushalte verkaufen.
Ohne Bewegtbild,Streaming Media und Always-on wären die Leitungen so gut verkäuflich
wie Mähdrescher an Kleingartenbesitzer. Und trotzdem wird in der Telekommunikationsbranche immer wieder
der Ruf laut, die Inhalteanbieter
Ein Netz,
viele Dienste,
stärker zur Kasse zu bitten.
Wer zahlt die Bandbreite?
eine Frage:
Sind alle
Daten gleich?
Die Argumentation lautet sinngemäß: Die Telekommunikationsanbieter müssen enorme Investitionen schultern, um den Bandbreitenbedarf zu stillen. Warum
sollten sich Bandbreitenschleudern wie Youtube
nicht daran beteiligen? Schließlich profitieren sie ja
auch direkt vom Ausbau. Und warum sollte ein
Internet Service Provider (ISP) seine Infrastruktur
nicht nach eigenem Gutdünken vermarkten dürfen? Kreditkartenanbieter nehmen in unterschiedlichen Branchen ja auch verschiedene Disagios.
Aber, wenden die Befürworter einer Netzneutralität ein, dadurch würden Innovation und Wettbewerb gebremst. Ohne die Verpflichtung zur
Netzneutralität könnten ein Telefonanbieter etwa
fremde VoIP-Daten blockieren oder auch ein
Kabelnetzbetreiber andere Videodaten bremsen –
nur um dadurch seine eigenen Telefon- und
Medienangebote zu schützen.
Genau andersherum! –
behaupten die Kritiker. Wenn die ISPs
ihre Infrastruktur
nicht optimal monetarisieren dürfen,
fehlen die Mittel für
Innovationen …
Natürlich geht
es bei der Frage
der Netzneutralität
nicht nur um die
besseren Argumente, sondern auch um
viele Millionen Euro, die von der
einen in die andere Tasche fließen
sollen. Vielleicht hat sich deswegen die
Internet-Enquete-Kommission des Bundestags mit dem Thema so schwer getan,
als sie kürzlich feststellte, „dass Netzneutralität ein hohes Gut ist“, zugleich aber
offen ließ, wie sie gestaltet werden sollte.
In dem Gremium, das aus 34 Vertretern des
Bundestags sowie externen Experten besteht,
herrschte zu dem Thema ein Patt. Vom Tisch ist es
damit aber natürlich noch nicht. Vielleicht ein
Grund, weshalb der Eco-Verband seine Kritik
diplomatisch formuliert: „Wenn Zahlungsbereitschaften durch Differenzierung abgeschöpft werden, nutzt das allen Beteiligten – wenn die Voraussetzung eines fairen Wettbewerbs gegeben ist
und der Markt funktioniert. Telekommunikationsmärkte erfüllen diese Voraussetzungen jedoch nicht vollständig“, sagt Michael Rotert, Vor❚
standsvorsitzender des Eco. dg
Foto: Fotolia/Marina Zlochin
E
Tobias Schmid,
Bereichsleiter Medienpolitik
bei RTL Deutschland
Philipp Blank,
Corporate Communications,
Deutsche Telekom AG
„Geringe Zugangsbarrieren
gehören zur Erfolgsgeschichte
des Internets. Besonders Rundfunkinhalte füllen das Netz mit Leben und machen es zum zentralen Ort unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Die Entscheidung, wer
zu welchen Konditionen Zugang erhält, darf daher nicht dem freien Spiel der Kräfte ausgesetzt
werden. Es ist äußerst wichtig, dass die EnqueteKommission weiterhin die Bedeutung des Rundfunks und den Schutz der Inhalte im Blick behält.“
„Der Internet Traffic nimmt rasant zu und die Zahl qualitätsempfindlicher Dienste wächst.
Anwendungen wie Videokonferenzen oder Telemedizin brauchen gesicherte Übertragungsqualitäten, die die Netzbetreiber in Form unterschiedlicher Qualitätsstufen anbieten möchten. Selbstverständlich sind alle Qualitätsklassen diskriminierungsfrei und alle Daten werden auch weiterhin
mindestens in der heute üblichen Qualität transportiert. Das freie Internet ist nicht in Gefahr.“
Bernhard Rohleder,
Hauptgeschäftsführer
des IT-Verbands Bitkom
Matthias Ehrlich,
Vizepräsident Bundesverband
Digitale Wirtschaft (BVDW)
„Die Datenmenge im Web
steigt drastisch. Videos brauchen ein Vielfaches der Bandbreite von Texten oder Fotos. Gamer oder Notfalldienste stellen andere Anforderungen als Geschäftskunden, die primär Mails versenden. Der
effizienteste Weg, diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist ein intelligentes
Netzmanagement. Damit kann garantiert werden,
dass Daten innerhalb einzelner Dienstekategorien
bestmöglich und gleich behandelt werden.“
„Netzneutralität ist von zentraler Bedeutung für die Innovationskraft des Netzes und damit
für unser vielfältiges Online-Angebot – denn viele,
auch nichtkommerzielle Anbieter könnten ihre
Inhalte bei hohen Transportkosten nicht bis zum
Endkunden übertragen. Damit ist das Prinzip der
Netzneutralität wichtiger Baustein für Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit. Der BVDW veröffentlicht demnächst die wichtigsten Prinzipien für
die mögliche Einführung neuer Qualitätsstufen.“
3
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27.10.2011
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26.10.2011
14:56 Uhr
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TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
Facebook netzwerkt
AGOF
„Mobile Facts“ erst 2012
Die nächsten „Mobile Facts“ der Agof,
eine Studie, die mobile Reichweiten ausweist und im Herbst 2010 erstmals veröffentlicht wurde, werden erst Anfang 2012
erscheinen. Grund für die Verzögerung ist
die Überarbeitung des Studienmodells.
Ab kommendem Jahr sollen die „Mobile
Facts“ dann regelmäßig veröffentlicht werden, wobei noch unklar ist, in welchen Abständen. is
ADLIBRIUM
Daily Deals in mobilen Ads
Das Start-up Camber Tech entwickelt den
Dienst Adlibrium. Adlibirum ist ein amerikanischer Daily-Deal-Service, der die Deals
als Werbung in mobilen Applikationen ausliefert. Händler können mithilfe der Plattform ihre Deals oder Werbekampagnen
selbst erstellen und entscheiden, wo und
zu welchen Tageszeiten die Angebote gezeigt werden sollen. Noch ist Adlibrium
nur auf Einladung zugänglich. is
„Web-TV-Monitor 2011“ sieht Wachstum bei Online-Video-Angeboten
W
Bewegtbildwerbung in diesem Jahr
er im Web Bewegtbildinhalte
im Vergleich zu 2010 mehr als verabrufen will, hat inzwischen
doppeln (geschätztes Wachstum:
eine sehr große Auswahl. Laut
115 Prozent). Doch die Umfrage
„Web-TV-Monitor 2011“ gibt es in
zeigt, dass viele Web-TV-Anbieter
Deutschland über 1.400 Anbieter
nicht glücklich mit den Werbeumfür Internet-Fernsehen. Im Vorjahr
sätzen sind: Über die Hälfte (rund
zählte die Studie von Goldmedia
55 Prozent) der Web-TV-Anbieter,
1.275 Web-TV-Angebote. Nun sind
die den Fragebogen für die Studie
es schon elf Prozent mehr.
beantwortet haben, sind unzufrieEin Drittel der 1.418 Web-TVden mit der Werbeauslastung. WerSites sind „Web only“-Angebote.
bung scheint für Online-Video ein
Die nächste große Kategorie besteht aus Submarken klassischer Die durchschnittliche Sehdauer für Web-Videos ist elf Minuten hoch kompetitiver Bereich zu sein,
lautet eine Schlussfolgerung der
Print- oder Radiomedien, etwa
SZ-TV. Das Web-Angebot der klassischen Fast alle Web-TV-Angebote (95 Prozent) Studienautoren. Gleichzeitig sind jedoch
TV-Sender nimmt Platz 3 ein. Fast die sind kostenlos und sollen sich durch Wer- nur 14 Prozent der Web-TV-Anbieter unHälfte der Web-TV-Angebote stammt von beeinnahmen finanzieren. Die Vermark- zufrieden mit der Kostenstruktur, 43 Protung von Bewegtbildwerbung ist jedoch zent sind zufrieden. Auch die Rentabilität
klassischen Medien, so die Studie.
Um in die Übersicht aufgenommen zu für viele Anbieter kein Selbstläufer. Gerade wird im Vergleich zur Umfrage 2010 besser
werden, müssen folgende Kriterien erfüllt Angebote aus dem Longtail mit einer klei- bewertet: 34 Prozent zeigen sich zufrieden
sein: Video ist ein zentrales Merkmal der neren Reichweite spüren die Konkurrenz. mit der Rentabilität ihres Web-TV-AngeWebseite, die Clips sind online abrufbar. Zur Messung der Reichweite setzt der bots (2010: 23,8 Prozent).
Noch bieten erst 13 Prozent ihre bewegDas Angebot wendet sich an ein deutsches Großteil auf eine eigene Logfile-Analyse,
Publikum, wird regelmäßig aktualisiert nur 9 Prozent der Befragten lassen ihr An- ten Bilder auch für den Abruf über mobile
und mit eigenen beziehungsweise lizen- gebot von der Agof oder der IVW erfassen. Geräte an. Die Befragten rechnen jedoch
Zwar rechnet der OVK in seiner Werbe- damit, dass die Video-Abrufe von mobilen
zierten Inhalten bestückt. Zudem müssen
statistik damit, dass sich die Ausgaben für Geräten aus stark steigen werden. is
rechtliche Standards eingehalten werden.
❚
Über die Studie
Anteile am Web-TV-Markt
„Online only“-Angebote größte Kategorie
Angebotstyp
Web-TV-Sender (nur online)
Submarken klass. Print- und Radiomedien
Submarken klassischer TV-Medien
Corporate Video/Video-Shopping
Nichtkommerzielle Web-TV-Sender
Mediatheken/Videocenter
Videosharing-Plattformen
Kommunikationsportale
2010
34 %
31 %
16 %
8%
4%
4%
3%
1%
2011
33 %
29 %
15 %
9%
5%
4%
3%
0%
n = 1.418 deutsche Web-TV-Angebote
Bei Adlibrium können Händler ihre
lokalen Angebote selbst einstellen
© INTERNET WORLD Business 22/11
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www.internetworld.de/dienstleister
Für die Studie „Web-TV-Monitor 2011“ hat die
Berliner Unternehmensberatung Goldmedia
im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für
neue Medien (BLM) zum zweiten Mal deutsche Web-TV-Angebote recherchiert und analysiert. 166 (12 Prozent) der insgesamt 1.418
deutschen Web-TV-Anbieter haben den Fragebogen für die Studie beantwortet. Die Ergebnisse wurden durch 17 Expertengespräche mit
Branchenvertretern vertieft.
❚ www.webtvmonitor.de
Mehr als nur Bücher
Doch kein Verkauf
Die amerikanische Online-Video-Plattform
Hulu.com wird doch nicht verkauft. Das
teilten die Eigentümer der TV-Plattform,
News Corporation, Providence Equity
Partners, Walt Disney Company und das
Management-Team von Hulu, in einem
kurzen Statement auf dem Hulu-Blog mit.
Hulu habe strategischen Wert für jeden
seiner Eigentümer, so das Statement.
Vor einigen Monaten hatten Medien
über einen möglichen Verkauf der VideoPlattform spekuliert. Nun bleibt die Kontrolle über die Distribution des Fernsehcontents im Internet bei den TV-Firmen,
die ihn produzieren. is
22/11
Wachsende Konkurrenz
BITKOM-MITGLIEDSCHAFT
Facebook verstärkt die Lobbyarbeit in
Deutschland. Das soziale Netzwerk ist dem
Branchenverband Bitkom beigetreten.
Facebook unterstreiche mit der Mitgliedschaft sein Engagement im deutschen
Markt und bekenne sich zum nachhaltigen
Austausch mit der deutschen IT-Industrie
und Politik, so das Unternehmen. Seit September 2011 ist Facebook auch Mitglied
im Bundesverband Digitale Wirtschaft. is
31. Oktober 2011
US-Buchhändler Barnes & Noble weitet Shop zum Marktplatz aus
R
echtzeitig zum Weihnachtsgeschäft
nimmt der amerikanische Buchhändler Barnes & Noble weitere Partner in seinen Online-Marktplatz auf. Der Webshop
BN.com, auf dem bislang Bücher und Medienprodukte erhältlich sind, wurde um
neue Kategorien ergänzt: Unterhaltungselektronik, Bastelbedarf, Spielsachen,
Babyprodukte, Geschenke und Haushaltswaren. Der Buchhändler kooperiert dazu
mit anderen Webshops wie Wayfair.com
(Haushaltswaren), Right Start (Babyprodukte) oder Abe’s of Maine (Unterhaltungselektronik).
Wenn Kunden nach Kochbüchern suchten, sei es naheliegend, ihnen gleich noch
das Kochwerkzeug mitanzubieten, meint
John Foley, President E-Commerce bei
Barnes & Noble. Für einen Großteil der
Produkte der neuen Drittanbieter werden
keine Lieferkosten verlangt.
Barnes & Noble verfolgt offenbar das
„Amazon“-Modell. Auch Amazon war als
Online-Buchhändler gestartet und hat die
Plattform kontinuierlich zum Warenhaus
mit Drittanbietern ausgebaut.
Den Shop in einen Marktplatz auszuweiten, liegt im Trend. Auch der US-amerikanische Elektronikhändler Best Buy hat
seinen E-Shop im September für Drittanbieter geöffnet. Sie ergänzen das Produkt❚
spektrum von Bestbuy.com. is
Vom Buchhändler zum Marktplatz: Barnes
& Noble kooperiert mit 20 neuen Retailern
Werbeauslastung unbefriedigend
Web-TV: Einschätzung der Werbeauslastung
sehr
unzufrieden
sehr zufrieden
10,0 %
12,0 %
eher
zufrieden
4,7 %
eher
unzufrieden
neutral
43,3 %
30,0 %
n = 166 Anbieter
Quelle: Goldmedia, BLM Web-TV-Monitor 2011
Web-Werbung
ganz vorn
D
as Internet wird 2011 mit einem Umsatz von 4,02 Milliarden Euro zum
größten Werbemarkt in Deutschland und
verdrängt TV-Werbung auf Platz zwei (4,0
Milliarden Euro Umsatz). Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „German Entertainment and Media Outlook: 2011–2015“
der Beratungsgesellschaft PwC (Pricewaterhouse Coopers). Demnach wächst Online-Werbung in diesem Jahr um 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bis 2015
rechnen die Analysten mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von
10,4 Prozent bei Werbung im Internet.
PwC erfasst die Bereiche Display, Suchwortvermarktung, Kleinanzeigen und Affiliate Marketing anhand von Nettozahlen.
Im Gegensatz dazu basiert die Werbestatistik des OVK auf dem Bruttowerbevolumen. Gewährte Rabatte werden dabei
nicht berücksichtigt. Entsprechend höher
fällt die OVK-Prognose für Online-Werbung 2011 aus: 6,23 Milliarden Euro. is ❚
22/11
27.10.2011
12:53 Uhr
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TRENDS & STRATEGIEN
31. Oktober 2011
Spion im Geldbeutel
In eigener Sache
Conversion Rate optimieren
Die INTERNET WORLD Business veranstaltet zum zweiten Mal das Conversion Rate
Forum. Die Konferenzreihe zur Optimierung von Marketingkampagnen und
Umsatzsteigerung im Online Shop macht
in Hamburg (09.11.), München (16.11.)
und Düsseldorf (29.11.) halt.
Die Veranstaltung richtet sich an ShopBetreiber, E-Commerce-Leiter und OnlineMarketing-Entscheider. Die Vorträge sind
praxisnah und bieten hohen Nutzwert.
Topthemen in diesem Jahr: Social Commerce, Produktsuche und -empfehlung,
Usability und User Experience, MouseTracking, Multichannel-Konzepte sowie
Bezahlmethoden.
Leser der INTERNET WORLD Business
können bares Geld sparen: Bei Anmeldung mit dem Code CRF2011IWB beträgt
die Teilnahme nur 199 Euro zzgl. MwSt.
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M
astercard und Visa
haben
konkrete
Pläne in der Schublade,
die Zahlungsdaten ihrer
Kunden für Werbezwecke
zu nutzen. Nach einem
Bericht des „Wall Street
Journal“ hat Mastercard
Werbungtreibenden ein
Papier präsentiert, in dem
das Szenario eines Kunden vorgestellt wird, der
häufig Hamburger kauft
und an den anschließend
Web-Anzeigen für Diät- Du bist, was du kaufst: Zahlungsdienstleister heben Datenschatz
produkte
ausgeliefert
werden könnten. Auf Nachfrage ruderte Visa und Mastercard droht allerdings
eine Sprecherin zurück: Ein marktreifes Konkurrenz: Google und Paypal sind
Produkt gäbe es nicht, die Überlegungen derzeit ebenfalls sehr aktiv, sogenannte
hätten sich verändert und es würden keine „Digital Wallets“ zu etablieren, die Onpersonenbezogenen Daten weitergegeben, wie Offline-Bezahlvorgänge registrieren.
Während Paypal-Deutschlandchef Arnulf
lediglich anonymisierte und aggregierte.
Konkurrent Visa will dem Bericht zufolge Keese gegenüber INTERNET WORLD
Kaufdaten ebenfalls aggregiert anbieten. Business jüngst noch heftig dementierte,
So könne anhand des Kaufverhaltens bei- ähnliche Pläne zu verfolgen, war sein Vorspielsweise auf ein Wohnviertel bezogen gänger Gregor Bieler offener. Er erklärte
ermittelt werden, ob dort viele Hunde- im Dezember 2010 im Interview: „Wenn
wir wissen, dass jemand eine Winterjacke
besitzer wohnen oder nicht.
Für die Werbewirtschaft sind solche gekauft hat, könnten wir ihn per Handy
Daten interessant – nicht nur, weil sie von darauf hinweisen, dass es im Kaufhaus
hoher Qualität sind, sondern auch, weil gegenüber passende Handschuhe gibt.“
Vier Monate später verleibte sich die
sich anhand des Bezahlvorgangs messen
lasse, ob die Werbung erfolgreich war und Paypal-Mutter eBay das ortsbezogene
Anzeigennetzwerk Where ein. dg
anschließend ein Kauf stattfand.
❚
Amazon riskiert mit dem Einstieg in den Tablet-Markt viel
B
Hier finden Sie
Nachrichten von
jungen Firmen und
Investoren
Die „Digital Wallet“ entwickelt sich zum Thema für Online-Werber
Billig-Kindle kommt teuer
ei der Präsentation haben die neuesten Kindle-Modelle Amazon noch viel
Lob eingebracht – nun folgt der Schock:
Obwohl im dritten Quartal der Umsatz
kräftig wuchs (um 44 Prozent auf 10,9
Milliarden US-Dollar), brach der Nettogewinn massiv auf 63 Millionen Dollar ein –
nach 231 Millionen Dollar im Vorjahr.
Schlimmer noch: Ausgerechet im vierten
Quartal könnte Amazon gar einen Verlust
von 200 Millionen Dollar einfahren. Die
Aktionäre reagierten schockiert, einen derartigen Einbruch hatte niemand erwartet.
Ursächlich für die schlechte Entwicklung ist
das aggressive Vorgehen an gleich zwei
Internet World BUSINESS
Fronten: Einerseits will Amazon seine Position als Nummer eins im E-Commerce
unbedingt verteidigen und setzt auf günstige Preise, die die Rentabilität drücken.
Andererseits hat Amazon erkannt, dass
immer mehr Inhalte digital verkauft werden, und investiert hohe Summen in die
Wandlung zum Medienhaus. Um sich aus
der Abhängigkeit von Tablet-Hersteller
Apple zu lösen (der selbst digitale Medien
vertreibt), hat Amazon nicht nur ein eigenes Tablet entwickelt („Kindle Fire“), sondern subventioniert die Geräte auch noch
beim Verkauf. Erst später will Amazon das
Geld mit Inhalten wieder reinholen. dg ❚
Jeff Bezos: 1999 vom „Time Magazin“ zum „Mann
des Jahres“ gekürt – damals noch auf Papier
Milliarden für
virtuelle Güter
E
iner aktuellen Untersuchung von
Juniper Research zufolge wird der
weltweite Umsatz mit virtuellen Gütern –
Gegenstände oder Fähigkeiten, die in
Spielen Vorteile bringen – in mobilen
Social-Media-Diensten von
drei Milliarden US-Dollar
in diesem Jahr auf 4,6
Milliarden US-Dollar im
Jahr 2015 wachsen.
Derzeit blühe der
Handel vor allem in
Japan und China, der
Trend werde allerdings bald
global werden.
Als Hindernis betrachten
die Experten, dass soziale
Netzwerke oft über Apps genutzt
werden und die Anbieter in diesem Fall
eine Provision von rund 30 Prozent an
den App-Store-Betreiber zahlen müssen.
Für Entwickler fällt dies besonders ins
Gewicht, da sie bereits das Social Network
an ihren Umsätzen beteiligen müssen, in
dem die Spiele angeboten werden.
Europaweit soll der Umsatz mit spielebezogenen Diensten oder In-Game
Goods wie virtuellen Währungen oder
befristeten Abonnements im Jahr 2014
bereits auf 2,2 Milliarden Euro und in
Deutschland auf 340,2 Millionen Euro
steigen – das hat eine weitere Analyse
ergeben, die das Forschungsinstitut Super
Data Research durchgeführt hat. tga
❚
CATCAP / DUMONT VENTURE
Solegro wird übernommen
Foto: Fotolia / Sven Bähren
07_Trends_News_II_2211.qxd
Catcap und Dumont Venture verkaufen
ihre Anteile am Hamburger Jugendreiseanbieter Solegro an die @Leisure Holding
B.V. Solegro.de aggregiert Reiseangebote
für junge Leute. Dumont Venture und
Catcap waren im März 2010 in das von
Nils Regge gegründete Unternehmen eingestiegen. Für die niederländische Unternehmensgruppe @Leisure Holding bedeutet die Akquisition eine strategische
Ergänzung des bestehenden Portfolios im
Reisemarkt. is
SMAVA.DE
Europäische Expansion
Der Web-Kreditmarktplatz Smava.de expandiert
in Europa und
steigt bei Prestiamoci.it, einem italienischen OnlineKreditmarktplatz
mit Sitz in der
Nähe von Mailand, ein. Finanziell unterstützt wird die Expansion durch eine
Wachstumsfinanzierung in Höhe von vier
Millionen Euro der bestehenden Investoren Earlybird und Neuhaus Partners sowie
durch die italienische Privatbank Banca
Sella. Smava hat sich zum Ziel gesetzt,
der größte Online-Kreditmarktplatz in
Europa zu werden. is
DEALOMIO
Weitere Finanzierung
Das Berliner Start-up Dealomio.com hat
eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Werbenetzwerk Dealomio
zeigt zeitlich begrenzte Angebote in der
Umgebung des Nutzers auf einer Smartphone App an. In der Series-B-Finanzierung engagiert sich nun neben den bisherigen Investoren Dumont Venture und
NRW-Bank auch die „Nordwest-Zeitung“
aus Oldenburg. Gemeinsam erhöhen sie
die Investition um eine siebenstellige
Euro-Summe. Damit sollen das Geschäft
erweitert und die Internationalisierung
vorangetrieben werden. is
CROSSVENTURES
Neuer Kapitalgeber
Sven C. Sixt,
Peter Richarz sowie René
Kaute haben den
Kölner Inkubator
Crossventures gegründet. Crossventures will digitale Geschäftsmo- René Kaute,
Crossventures
delle entwickeln
oder sich an solchen beteiligen. Zum Portfolio gehören
der Online Shop Design-bestseller.de, die
Empfehlungsplattform Plazaa.de, Returbo.de für den Handel mit Retouren und
Restposten sowie Bilder-experten.de. is
7
08_Telegate_Studie.qxd
8
27.10.2011
9:33 Uhr
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TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
22/11
LOKALES MARKETING
Hier wirbt der Chef selbst
Studie: Kleine und mittelständische Unternehmen messen Online-Marketing wachsende Bedeutung bei
K
leine und mittelständische deutsche
Unternehmen (KMU) sind bei den
Ausgaben für Marketing und Werbung
zurückhaltend. Rund 30 Prozent investieren weniger als 1.000 Euro pro Jahr, 36
Prozent geben im Schnitt zwischen 1.000
und 5.000 Euro dafür aus. Die Bereitschaft, höhere Budgets zu investieren, ist
jedoch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Knapp jeder fünfte Betrieb plant mit
einem jährlichen Marketingbudget zwischen 5.000 und 10.000 Euro, hat die
Umfrage „Mittelstand und Werbung
2011“ ergeben. Sie wurde vom Marktforschungsunternehmen Psyma im Auftrag
der Telegate AG durchgeführt. Befragt
wurden 500 Unternehmen. Fast die Hälfte
davon sind Kleinstbetriebe mit einem bis
drei Mitarbeitern. Telegate, mit Sitz in
Martinsried, kommt aus dem Geschäftsfeld Telefonauskunft und positioniert sich
heute als „Multichannel-Anbieter für die
lokale Suche“. Das Unternehmen gibt
regelmäßig Studien zur lokalen Suche
beziehungsweise zum Marketing in kleineren Unternehmen heraus.
Makler sind „Big Spender“
Für den eigenen Betrieb zu werben, wird
bei KMU zunehmend als wichtige Aufgabe
der Unternehmensführung gesehen. „Big
Spender“ im Branchen-Ranking sind
Maklerfirmen. Von ihnen investieren fast
40 Prozent in Werbeausgaben zwischen
5.000 und 10.000 Euro jährlich. Auch bei
Hotels und Gastronomen ist die Bereitschaft, mehr Geld ins Marketing zu
stecken, gestiegen. In diesem Segment kalkulieren heute fast doppelt so viele Unternehmen wie im Vorjahr mit Budgets im
hohen vierstelligen Bereich.
Fachärzte zeigen dagegen die geringste
Ausgabenbereitschaft. Die Hälfte plant für
die Vermarktung der eigenen Praxis weniger als 1.000 Euro pro Jahr ein, lautet ein
weiteres Ergebnis der Umfrage.
sen, 46 Prozent lassen ihren Betrieb
in gedruckten Branchenbüchern listen. Regionale Tageszeitungen liegen auf Platz drei im BeliebtheitsRanking. Nicht abgefragt wurde der
Einsatz von Vermittlungsportalen
wie etwa My-hammer.de für Handwerker oder Hrs.de für Hotels.
Andreas Albath, Vorstandsvorsitzender der Telegate AG, sieht Werbeeffizienz als einen Treiber für die
Verschiebung hin zu mehr OnlineWerbung: „Digitale Werbemittel
wie etwa ein Eintrag im OnlineBranchenbuch kosten naturgemäß
nur einen Bruchteil der teuren
Printprodukte und sind auch mit
kleinen Budgets planbar.“ Ein Eintrag bei Telegate Media sei ab 24,90
Euro im Monat buchbar und biete
inhaltlich mehr als eine Printanzeige.
„Selbst bei einem Jahresbudget von
unter 1.000 Euro ist das eine effiziente Werbealternative, die für
Kleinstbetriebe planbar und verständlich ist“, meint Albath.
Klicktel-App für die lokale Suche per Smartphone
Wohin fließt das Werbebudget der kleinen
Betriebe? In die traditionellen Printmedien, sie dominieren eindeutig: 85 Prozent
der Befragten investieren weiterhin in gedruckte Branchenbücher sowie in Werbung,
die in regionalen Tageszeitungen und Anzeigenblättern erscheint. Doch OnlineMedien spielen inzwischen eine wesentliche stärkere Rolle als noch 2010. So setzen
inzwischen 76 Prozent der befragten Hoteliers, Gastronomen, Handwerker, Makler
und Fachärzte auf Online-Vermarktung,
fast ein Drittel mehr als im Vorjahr.
In der „Einzelwertung“ lösen OnlineBranchenbücher erstmals ihre gedruckten
Pendants als beliebtestes Werbemittel bei
kleinen und mittelständischen Firmen ab,
wenn auch nur knapp: 47 Prozent buchen
Einträge in Online-Branchenverzeichnis-
Prozent der befragten Unternehmen bewerten soziale Netzwerke als wichtig für ihre
Kundenkommunikation. Die Nutzung sozialer Netzwerke, hier in erster Linie Facebook, bleibt für KMU nach wie vor fast
ausschließlich eine „Privatangelegenheit“.
Zehn Prozent der Gesamtstichprobe
integrieren Social Media in den Marketingmix und verwenden sie für berufliche
Zwecke. Meist kommen diese Firmen aus
dem Hotel- und Gastronomiegewerbe. Da
in diesem Segment Online-Bewertungen
in den vergangenen Jahren stark zugenommen haben, ist es nicht überraschend,
dass gerade Hotels und Gastronomen auf
Social Media setzen.
Kaum Erfolgskontrolle
Das Messen der Werbewirkung ist für die
meisten kleinen Unternehmen kein Thema. Das ist nur zu verständlich, denn es
erfordert Zeit und Geld. 55 Prozent der
Befragten prüfen nicht, ob das eingesetzte
Werbebudget seinen Zweck erfüllt. Aus der
Befragung geht hervor, dass viele kleine
Unternehmen Werbung mit Skepsis betrachten, nach dem Motto „Werbung
bringt nichts“. Wenn der Werbeerfolg kontrolliert wird, dann über das Zählen der
Anfragen, die Zahl der Neukunden oder
die Umsatzentwicklung. 20 Prozent nutzen Online-Reporting-Systeme.
Beim Einsatz von Social Media für Werbezwecke geben sich kleine und mittelständische Unternehmen reserviert – ähnlich wie in der Umfrage 2010. Nur 13
Wo ist die nächste Apotheke? Das OnlineBranchenbuch kennt die Antwort
Kundenempfehlungen, die inzwischen
auch online, zum Beispiel über Bewertungsportale oder auf den Seiten der Anbieter, weitverbreitet sind, haben große
Bedeutung für kleine Firmen. Fast 90 Prozent der Betriebe erachten sie für ihren Geschäftserfolg als wichtig. Die Studie stellt
jedoch Berührungängste beim OnlineEmpfehlungsmarketing fest. Zwar wurde
immerhin ein Drittel der befragten Unternehmen bereits online bewertet, zum
Großteil positiv, doch erst 16 Prozent verwenden das Kundenecho für die aktive
Vermarktung ihrer Firma. is
❚
Mittelstand investiert im Schnitt 1.000 bis 5.000 Euro
Lokale Branchensuche in Deutschland
Beliebte Web-Branchenverzeichnisse
Marketingausgaben deutscher KMU pro Jahr
Anteil unterschiedlicher Medien
Wo Mittelständler bevorzugt werben
Software/CD-ROM
Aufgeteilt nach Branchen, ergibt
sich hier folgendes Bild:
13 %
0 Euro
7%
7%
Makler
1.000 5.000 Euro
36 %
40 %
Hotel und
Gastronomie
37 %
Gedruckte
Branchenbücher
Internet
37 %
49 %
Facharzt
30%
n =500
Schmale Budgets fürs Marketing: 44 Prozent geben nur bis 1.000 Euro pro Jahr aus
© INTERNET WORLD Business 22/11
Gedruckte
Branchenbücher
46 %
42 %
Anzeigenblätter
32 %
E-Mail-Mailings
32 %
26 %
FacebookMarketing
19 %
1%
47 %
Suchmaschinenmarketing
37%
Handwerker
5.000 10.000 Euro
Online-Branchenverzeichnisse
Regionale
Tageszeitungen
31 %
< 1.000 Euro
> 10.000 Euro
Telefonauskunft
n = 557 Mio.
Suchvorgänge
pro Jahr
Das Internet ist heute das beliebteste Tool bei der
lokalen Branchensuche
TelefonWerbung
SMS-Werbung
12 %
6%
2%
n =500
Anteil der
befragten KMU
Mehrfachnennung
möglich
Online-Verzeichnisse lösen erstmalig Print ab
Quelle: Psyma-Studie „Mittelstand und Werbung“ im Auftrag der Telegate AG, Stand: Oktober 2011
09_SWR_Mainz.qxd
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10-11_Spezial-Marktforschung_NEU.qxp
10
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SPECIAL: MARKTFORSCHUNG
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
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ONLINE-UMFRAGEN
FotoS: Fotolia / Petr Vaclavek
Die Stimme des
Kunden verstehen
Umfragen sind unbestritten ein hilfreiches Werkzeug der Marktforschung und dank moderner Online-Ansätze
sind die Kosten so niedrig wie nie. Doch günstige Tools ersetzen nicht die sorgfältige Planung
Auszubildende zur Fangemeinde zählen
und kann seine Kommunikation gezielt
darauf abstimmen.
Umfragen sind zu einfach
Das Beispiel Bosch zeigt, wie sich durch
den geschickten Einsatz von Fragebögen
relevante Ergebnisse erzielen lassen, die im
Marketing sofort ihren Niederschlag finden können, ohne dass sich ein einziger
Kunde gestört oder ausgefragt fühlt.
Ein solch kluger Ansatz ist freilich eher
die Ausnahme als die Regel. Generell haben
Marktforscher mit einem ganz anderen
Problem zu kämpfen. Umfragen werden
heute so inflationär eingesetzt, dass professionelle Interviewer den Deutschen bereits eine grassierende Umfragemüdigkeit
attestieren. Kein Wunder: Nie war es einfacher und kostengünstiger, eine Umfrage
auf der eigenen Website einzubinden. Eine
Hundertschaft von Online-Dienstleistern
buhlt um neue, wissbegierige Kunden mit
Slogans wie: „Marktforschung leicht gemacht“ oder „Ergebnisse in Echtzeit – reagieren Sie zeitnah“. Der Anbieter Globalpark nimmt dem Interessenten mit seinem
Service Surveypark gleich die gesamte Arbeit ab und bietet komplett vorgefertigte
Umfragen inklusive Fragenkatalog an. In
den Bögen werden Themen wie „Kundenzufriedenheit in einem Onlineshop“
exemplarisch abgebildet. „Warum das Rad
immer neu erfinden?“, titelt der Surveypark-Blog und meint damit, dass die meisten Webshop-Betreiber – zumindest im
Groben – an den gleichen Fragestellungen
interessiert sind.
Noch kürzer ist der Weg zum nächsten
Fragebogen in den Social Networks. Facebook selbst bietet ein Werkzeug an, mit
dem sich in Sekundenschnelle eine Umfrage im Profil posten lässt. Fans, die an
der Umfrage teilnehmen, sehen sofort,
1. Kein ausreichendes Verständnis für die
Zielgruppe
Das falsche Wording, die falsche Ansprache
können Nutzer von der Teilnahme abhalten. Zu
selten wird bei der Erstellung der Fragen darauf
geachtet, was der Nutzer überhaupt beizutragen vermag.
2. Zu restriktiv gehandhabte Antworten
Der Antwortende reagiert frustriert, wenn die
Multiple-Choice-Optionen keine passende
3. Zu viele Pflichtantworten
Wenn Antworten übersprungen werden, so
wirkt sich das nicht negativ auf das Ergebnis
aus, ein abgebrochener Fragebogen dagegen
durchaus.
4. Zu viele offene Fragen
Ein klassisches Usability-Mittel: Antwortvorgaben machen es dem Nutzer einfacher.
5. Zu lange Ranglisten
Bewertungsfragen verlangen dem Benutzer viel
ab, weil er die Optionen abwägen muss. Lassen
Sie ihn nur die drei Elemente auswählen, die ihm
am wichtigsten sind.
lia
oto
o: F
6. Überflüssige Fragen
Ihr Teilnehmer kann erwarten,
dass Sie nur Fragen stellen, die
auch ausgewertet und umgesetzt werden.
Kontakt auf, bespreche aber keine
Schulthemen!“
Fot
Antwortmöglichkeit anbieten. Denken Sie
immer an Ausweichlösungen wie „Hierzu habe
ich keine Meinung“.
/v
ekt
o
risi
Die zehn häufigsten Fehler
Das Erstellen und Verbreiten eigener Umfragen
ist dank zahlreicher Do-it-yourself-Tools denkbar einfach. Problematischer scheinen dagegen
die erfolgreiche Planung und das Auswerten zu
sein. Für Ed Halteman, Berater beim populären
US-Dienst Survey Gizmo, sind dies – kundenübergreifend – die zehn häufigsten Fehler:
wie der Abstimmungsstand ist. So verlockend diese Möglichkeit auf den ersten
Blick auch ist, so groß ist die Gefahr, aus
der Umfrage die falschen Schlüsse zu ziehen. Denn: Bei einem solchen Studiendesign ist schon in der Grundgesamtheit
nicht gewährleistet, dass die Teilnehmer
repräsentativ sind. Noch schlimmer: Da
die Zwischenergebnisse jederzeit sichtbar
sind, könnten einzelne Fans versuchen, ein
missliebiges Ergebnis zu manipulieren, indem sie eine „Kampagne“ unter gleichgesinnten Freunden starten und sie zur Teilnahme an der Umfrage auffordern. So
kann ein völlig verzerrtes Bild entstehen.
Ed Halteman, US-Spezialist in Sachen
Umfragen, sieht es angesichts der geringen
Kosten und ständigen Verfügbarkeit von
Umfrage-Tools derzeit als eines der größten Probleme an, dass die Verantwortlichen zu unüberlegten Schnellschüssen
neigen und ihre Umfragen nicht sorgfäl-
7. Zu viele Fragen
Für die richtige Menge an Fragen gibt es keine
goldene Regel. Dies hängt sowohl von der Aufmerksamkeit und der Teilnahmebereitschaft der
Nutzer wie auch von den Ressourcen ab, die der
Befrager für die Auswertung zur Verfügung hat.
8. Zwei Fragen in einer
Eine Beispielfrage: „Nehmen Sie Kontakt zu den
Eltern der Schüler auf, um Schulthemen zu besprechen?“ Um unscharfe Ergebnisse zu vermeiden, stellen Sie beide Fragen einzeln oder bieten
helfende Antwortalternativen an: „Ja, ich nehme
9. Zu allgemeine Fragen
„Glauben Sie, dass Handys
Gesundheitsprobleme verursachen können?“ Beinahe jeder Teilnehmer wird Gründe für ein Ja finden, aber das ist nicht aussagekräftig, da sie für
den einen Teilnehmer eine hohe Bedeutung haben, für den anderen nicht. Besser: „Limitieren
Sie den Gebrauch des Handys, um mögliche Gesundheitsschäden zu vermeiden?“
10. Umfragen werden nicht sorgfältig verfasst
Jede Frage muss exakt auf das Umfrageziel und
die Zielgruppe ausgerichtet sein. Moderne DIYTools zur Erstellung bergen die Gefahr, dass die
Umfragen zu wenig durchdacht sind.
Foto: Fotolia / Petr Vaclavek
osch Blau hat fast 10.000 Fans auf
Facebook. Kein Wunder, denn die
Profilinie des populären ElektrowerkzeugHerstellers lässt viele Männerherzen höher
schlagen. Doch wer verbirgt sich hinter
den Facebook-Profilen? Sind es tatsächlich
die anvisierten Profis – also Handwerker
und Gesellen – oder doch eher ambitionierte Amateure? Um das herauszufinden,
bedienten sich die Schwaben eines cleveren Tricks. Sie boten eine App an, in der
sich die Fans dafür bewerben konnten,
neue Geräte frühzeitig zum Testen zu erhalten. Während des Registrierungsprozesses konnte Bosch mit Leichtigkeit die
Daten seiner Fans abfragen – vom Beruf
bis zum Geburtsdatum.
Das Projekt „Echt Bosch! Jetzt Testen!“
wurde vom Fachblatt „Computerwoche“
und einer unabhängigen Jury zum „Social
CRM Pionier 2011“ gewählt. Bosch weiß
heute, dass vor allem Holzhandwerker und
ert
B
10-11_Spezial-Marktforschung_NEU.qxp
22/11
31. Oktober 2011
26.10.2011
15:20 Uhr
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SPECIAL: MARKTFORSCHUNG
tig planen. Catharina van Delden,
Geschäftsführerin der Münchner
Innosabi GmbH, die Industrie
und Handel bei Neuentwicklungen unterstützt, indem sie frühzeitig Konsumentenwünsche und
-Feedback erfasst, weiß das: „Die
meiste Arbeit fließt in die Planung
der Projekte und die Abgrenzung
der Prozessschritte.“ Gerade bei
aufwendigen Koprojekten, bei denen Konsumten an der Entwicklung beteiligt werden, reagieren
die Teilnehmer empfindlich auf
beeinflussende Fragen, weil sie Die Umfrage ist schnell aufgesetzt, aber stellen Sie die
ihnen das Gefühl geben, dass sie auch richtigen Fragen?
nicht selbst das Projekt entwickeln, sondern instrumentalisiert werden der Interpretation ihrer Analysedaten zu
(siehe Kasten: Die bessere Umfrage).
helfen, kombinieren sie UmfrageergebTrotzdem haben auch die einfachen und nisse und Web-Analyse-Daten. Auf diese
spontanen Stimmungsbilder ihre Berech- Weise lassen sich gleich zwei Fliegen mit
tigung als Content-Element auf Websites einer Klappe schlagen: Zum einen können
und in Facebook-Profilen. Sie bieten eine die Umfrageteilnehmer gezielt ausgewählt
sehr einfache Partizipationsmöglichkeit werden, etwa wenn ein Shop-Betreiber die
und haben das Potenzial, Diskussionen Nutzer einer ganz bestimmten Funktion
auszulösen, die sich viral verbreiten. Die- interviewen will. Zum anderen lassen sich
sen Effekt macht sich das Online-Portal dadurch die quantitativen Ergebnisse eines
Meinestadt.de gerne zu nutzen und erhebt A/B-Tests elegant um qualitative Erkenntregelmäßig Ranglisten, etwa welches die nisse („Warum?“) ergänzen.
grünsten Städte Deutschlands sind. „Uns
„Die Use Cases auf einer Website könüberrascht, wie emotional viele Deutsche nen sehr unterschiedlich sein. Zum Beiauf unsere Ergebnisse reagieren, auch spiel ist es in der Reisebranche ja nicht
wenn ihre Stadt oder Region nicht in den unüblich, dass Nutzer auf einer Website
Ergebnissen erwähnt wurde. Viele Lokal- recherchieren, dann abbrechen und zum
redaktionen melden sich dann bei uns und Beispiel im Reisebüro buchen. Die werden
fragen nach, wie ihre Region abgeschnit- in der Statistik zwar als Abbrecher gezählt,
ten hat“, sagt Verena Karrasch-vom Steeg, können aber durchaus mit dem Ergebnis
Pressesprecherin der Allesklar.com AG, ihrer Recherche zufrieden sein“, erläutert
dem Betreiber des Portals Meinestadt.de.
Nurago-Geschäftsführer Torsten Müller.
Wer seine Conversion-Rate-Optimierung
Tools und Services
allein auf die Daten der Web-Analyse
Der Markt für Do-it-yourself-Umfragen stützt, läuft Gefahr, ein funktionierendes
(DIY) ist schier unerschöpflich. Von der Tool kaputt zu optimieren, weil er an den
einfachen Abstimmung für die Website bis falschen Stellschrauben dreht. Erst wenn
hin zu komplexen, mit Multimedia-Ele- der Website-Betreiber den Besuchern auch
menten angereicherten Fragebögen steht die Gelegenheit gibt, ihre Beweggründe
eine unüberschaubare Menge an Tools zur mitzuteilen, kann er auf den Abbruch des
Verfügung. Die Preismodelle reichen von Buchungsvorgangs richtig reagieren.
Diese Vorteile hat auch der Internetpauschal bezahlten „Studienpaketen“ bis
zur Abrechnung nach ausgewerteten Fra- Gigant Google erkannt: Er arbeitet mit
gebögen. Die meisten Dienstleister bieten Nurago zusammen, wenn es darum geht,
auch Unterstützung bei Zielvorgabe, Fra- die Effektivität von Werbung zu messen.
„Wir können über unser System die Pregestellung und Auswertung an.
Ein besonderes Verfahren haben sich roll-Werbung auf Youtube experimentell
Dienstleister wie Etracker oder Nurago verändern und verschiedenen Gruppen
ausgedacht. Um Website-Betreibern bei im Panel bei ihrer normalen Youtube-Nutzung unterschiedliche Spots präsentieren.
Hinterher werden die Nutzer nach ihren
Eindrücken befragt“, so Müller.
der Grudn dafür vor allem ein Geschwindigkeitsproblem des Systems war. Nach erfolgter Optimierung sank die Abbruchquote um zehn Prozent.
Neben der Onsite-Befragung stehen
außerdem zahlreiche übergreifende PanelLösungen für Befragungen zur Verfügung.
Nurago bietet sehr breit angelegte Umfragen als „Market Understanding“ an, mit
denen Customer Journeys abgebildet werden können. Müller: „Wir haben zum Beispiel bei der Analyse von Wechselabsichten
bei Mobilfunknutzern festgestellt, dass die
Nutzer weitaus weniger auf den Provider
festgelegt sind als angenommen.“
Durch die Vielzahl an DIY-Tools und
ständig verbesserten Methoden ist es heute
zweifellos einfacher denn je, aussagekräftige Umfrageergebnisse zu erzielen. Wer
diese Möglichkeit nutzen will, darf allerdings eines nicht vergessen: Zwar sind
heute die Werkzeuge sehr leicht verfügbar,
es fehlt aber an erfahrenen Leuten, die mit
ihnen umgehen können. Die Probleme,
11
die hier auftreten können, sind manchmal
ganz banaler Natur. Daniel Rieber, Abteilungsleiter beim Marktforschungsanbieter
Interrogare, berichtet beispielsweise von
einem Fall, bei dem per Pop-up-Fenster
im Browser zur Umfrage eingeladen wurde. Da zahlreiche Browser jüngeren Datums die nervigen Fenster standardmäßig
blocken, erreichte man nur Teilnehmer
mit veralteter technischer Ausrüstung.
„Als wir dann auf unser System umgestellt
haben, hat sich die Nutzerstruktur plötzlich auf einen Schlag enorm verjüngt.“ ❚
Frank Puscher
Weitere Infos unter www.internetworld.de/webcode
WEBCODE 1122010
❚ Vorgefertigte Umfragen von Globalpark
❚ Nützliche Tipps zum Aufbau von Umfragen
❚ Guter Blog zum Thema Umfrage
❚ Facebook zur Rekrutierung benutzen
❚ Tipps für die bessere Umfrage-Einladung
Die bessere Umfrage
1. Umfrageplanung
Was wollen Sie herausfinden, wer ist die Zielgruppe der Umfrage und welches Zeitbudget
haben die Probanden zur Verfügung?
2. Kontext
Gibt es Vorurteile oder eine negative Stimmung im Zusammenhang mit dem Umfragegegenstand? Arbeiten Sie dagegen an, um
neutrale Meinungen einzuholen. Weisen Sie
etwa darauf hin, dass negative Meinungen
genauso gefragt sind wie positive.
3. Strukturierung
Beginnen Sie mit den wichtigsten Fragen. Achten Sie auf Abwechslung im Fragebogen und
verwenden Sie vor allem positive, konstruktive
Formulierungen. Behandeln Sie pro Frage nur
ein Thema. Faustregel: 10 Fragen insgesamt.
Variieren Sie die Antwortmethoden. Bewerten
Sie mal nach Schulnoten, mal mit dem Klick
auf eine Stimmungsillustration, mal durch Ziehen eines Schiebereglers.
4. Timing
Vermeiden Sie Ferienzeiten und Wochenenden.
Wählen Sie eine Ausfüllzeit, die Ihnen selbst
noch angenehm ist.
Der Event-Dienstleister Mydays setzt dagegen das Etracker-System Visitor Voice
kontinuierlich für seinen Online Shop
(Mydays.de) ein und befragt regelmäßig
rund fünf Prozent aller Besucher. Als im
Warenkorb eine überdurchschnittliche
Abbruchquote gemessen wurde, entnahm
man der entsprechenden Befragung, dass
Internet World BUSINESS
5. Feinsteuerung
Nachdem Sie bereits im Setup die Zielgruppen
für die Befragung grob ausgewählt haben, entscheiden Sie durch selektive Fragen, wer was
beantworten soll. So könnte zum Beispiel ein
Teil der Fragen nur für Männer, ein anderer nur
für Frauen vorgesehen sein.
6. Einladung
Der Aufforderungstext oder die entsprechende
E-Mail entscheidet, ob der Nutzer überhaupt
teilnimmt. Der Text muss zwei Dinge leisten:
Zum einen muss er Vertrauen aufbauen, zum
Beispiel in die Datenschutzmaßnahmen des
Absenders. Zum anderen muss er Lust machen
auf die Umfrage. Die Entlohnung selbst ist hier
nachrangig. Geben Sie dem Teilnehmer das
Gefühl, an einem spannenden Projekt mitzuarbeiten.
7. Personalisierung
Sprechen Sie die Teilnehmer, wo immer es geht,
mit Namen an und unterschreiben Sie auch persönlich. Geben Sie der Umfrage ein Gesicht.
8. Reminder
Denken Sie an die höflich formulierte Erinnerungs-E-Mail. Wählen Sie einen anderen Sendezeitpunkt als bei der Erstaufforderung.
9. Auswertung
Geschlossene Fragen können mit Infografiken
bebildert werden. Offene Fragen sortieren Sie
nach Ergebnischarakter und wählen Stellvertreterzitate für jede Gruppe aus.
10. Aufbereitung
Wer soll die Ergebnisse sehen und in welcher
Form? Lockern Sie die Auswertung mit Grafiken und sinnvollen Illustrationen auf. Heben
Sie die Kernaussagen hervor. Amerikaner setzen hier gerne auf eine recht drastische Formulierung: „What you need to know/learn is…“.
Weitere Tipps zur Umfrage: http://easy-feed
back.de/de/wissenswertes-und-service/tipps
12-13_serie_google+_teil2.qxd
12
27.10.2011
9:54 Uhr
Seite 12
TRENDS & STRATEGIEN
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
22/11
SERIE: GOOGLE+ (TEIL 2)
Eine Frage des Profils
Die persönlichen Profile in Google+ bieten viele Chancen, Mitarbeiter des Unternehmens zu positionieren und
zu vernetzen. Und Freiberufler, können sich als Person und Unternehmen präsentieren
D
ie wichtigste Frage bei der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie
ist immer: „Was will ich erreichen?“ Erst
dann kann man definieren, auf welchem
Weg man am besten zu diesem Ziel kommt
und was dabei zu beachten ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lohnt sich der Einsatz
von Google+ vor allem unter diesen vier
Business-Gesichtspunkten:
❚ Mitarbeiter als Kompetenzträger und
Ansprechpartner positionieren und
vernetzen
❚ Kompetenz von Mitarbeitern für
den Imagetransfer zum gesamten
Unternehmen nutzen
❚ Von Profilen der Mitarbeiter auf wichtige andere Unternehmenspräsenzen
verlinken
❚ Ranking der Firmenpräsenz in Google
verbessern, unter anderem durch Integration des +1 Button
Dagegen versprechen beispielsweise Aktivitäten auf Google+ hinsichtlich folgender
Ziele (derzeit) wenig Erfolg:
❚ Direkt den Abverkauf steigern
❚ Gewinnspiele veranstalten
❚ Unternehmen positionieren
❚ Klassisches Marketing betreiben
Ob und inwieweit sich Google+ dahingehend verändern wird, dass auch diese Ziele
hier verwirklicht werden können – bei
Facebook ist dies durchaus möglich –,
bleibt abzuwarten. Fest steht, dass bereits
heute Google+ eine ganze Reihe interessanter Einsatzzwecke bietet.
Der „Social Employee“ als
Bestandteil einer starken
Social-Media-Strategie
Nach Auffassung des Autors haben künftig
Social Employees, also die Mitarbeiter als
Sprecher im Social Web, bei der Umsetzung von Corporate-Social-Media-Strategien eine zunehmende Bedeutung. Ohne
Frage ist es sinnvoll, wenn Unternehmen
und Marken als solche im Social Web aktiv
sind. Aber es zeigt sich deutlich, dass es in
vielen Fällen mindestens ebenso viel Sinn
ergibt, wenn konkret benannte Menschen
für diese Unternehmen und Marken stehen. Hier bietet Google+ große Chancen.
Google+ im professionellen Einsatz
In einer dreiteiligen Serie verrät INTERNET WORLD Business,
wie Internet Professionals Google+ für ihre Zwecke erfolgreich
einsetzen können – und welche Fehler sie unbedingt vermeiden sollten.
❚ Grundlagen:
Wie arbeitet Google+? Wie wird ein eigener
Account aufgesetzt, wie werden Kontakte organisiert?
Welche Unterschiede bestehen zu anderen sozialen
Kanälen wie Twitter und Facebook?
Ausgabe 21/2011
❚ Strategie:
Wie kann Google+ im Konzert mit anderen
sozialen Plattformen und Kommunikations-Tools in
einer Social-Media-Strategie eingesetzt werden?
Ausgabe 22/2011
❚ Unternehmensseiten:
Derzeit sind Firmenpräsenzen
auf Google+ noch nicht gestattet, dies wird sich aber
in naher Zukunft ändern. Wir bereiten Sie darauf vor,
welche Schritte Sie dann unternehmen sollten.
Ausgabe 23/2011
Alle Teile der Serie und Quellenangaben zu weiterführenden
Materialien finden Sie unter dem Webcode 1121010.
Anders als auf Facebook stehen bei
Google+ nämlich nicht private (und damit der Öffentlichkeit grundsätzlich nicht
zugängliche) Beziehungen im Vordergrund, sondern das offene Netzwerk.
Neben „offenen Marken-Netzwerken“
können die Mitarbeiter auch „offene persönliche Netzwerke“ aufbauen.
Das entspricht weitgehend den Strukturen im echten Leben: Auch hier gibt es
„abstrakte“ Beziehungen zu Marken beziehungsweise Unternehmen, und es gibt
konkrete Beziehungen zu einzelnen Mitarbeitern. Und auch wenn die Unternehmen
bemüht sind, ihre Kundenbeziehungen
möglichst flexibel zu gestalten, also möglichst mit Funktionen zu verbinden und
nicht mit Personen, weiß man heute, dass
gewohnte, feste Ansprechpersonen für den
Kunden sehr wertvoll sind und die Kundenbindung erhöhen – und das sogar in
der Akquisitionsphase.
Hier kann man Google+ durchaus als
Ergänzung zu Xing oder Linkedin sehen,
vielleicht sogar als deren Konkurrenz oder
Google-Chef Larry Page lässt sein Google+ Profil fast leer
gar als Ersatz. Bei näherer Betrachtung ist
Google+ Xing und Linkedin überlegen,
weil die Möglichkeiten zum Dialog viel
stärker ausgeprägt sind und dieser Dialog
auch besser eingebettet in das „normale“
Verhalten der Google+ Nutzer ist. Einerseits bietet der Bereich „über mich“ im
Google+ Profil umfassende Möglichkeiten, sich selbst darzustellen (wie im Xingoder Linkedin-Profil), andererseits bieten
die „Circles“ umfassende Optionen, um
Kontakte zu strukturieren. Voraussetzung
für einen persönlichen Kontakt des Mitarbeiters zu Kunden ist, dass die Google+
Profile „persönlich“ sind (also auf eine
Person bezogen), aber erkennbar eben
nicht privat, sondern geschäftlich. Das
kann zum Ausdruck gebracht werden, indem im Profilbild das Firmenlogo ergänzt
wird, gegebenenfalls auch mit einer
„Bauchbinde“, also einem farbigen Streifen als Hintergrund für das Logo. Zudem
ist es ratsam, in der Profilbeschreibung bereits deutlich zu machen, welche Position
beziehungsweise Rolle man in welchem
Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagt nur, wo sein Büro ist
Google+ im strategischen
Unternehmenseinsatz
❚ Beiträge
in Google+ sind grundsätzlich
öffentlich. So kann Google+ einen Unternehmens-Blog ersetzen.
❚ Die Kompetenz von Mitarbeitern lässt sich
über die Profilseite gut darstellen.
❚ Über ihre Profile lassen sich Mitarbeiter in
Google leicht finden. Links von ihren Profilen auf die Firmenpräsenz sind möglich.
❚ Die Integration des +1 Buttons verbessert
das Google-Ranking der Firmenpräsenz.
Unternehmen hat, unter Umständen sogar, was sein „Versprechen“ ist.
Google+ als Blog-Ersatz
Der entscheidende Vorteil von Google+
gegenüber Linkedin und Xing ist, dass das
Netzwerk das Potenzial zur „eierlegenden
Wollmilchsau“ hat. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert die Tatsache, dass alle
Beiträge öffentlich sind, und die einzelnen
Autor Mirko Lange nutzt sein Google+ Profil zur Self Promotion
12-13_serie_google+_teil2.qxd
22/11
27.10.2011
9:54 Uhr
Seite 13
TRENDS & STRATEGIEN
31. Oktober 2011
Beiträge formatiert werden können. Das
unterscheidet Google+ auch von Facebook. Ungünstig ist dagegen, dass es bei
Google+ noch keine Vanity-URLs gibt,
etwa
plus.google.com/maxmustermann.
Bisher stehen nur kryptische Zahlen in der
Adresszeile des Browsers, es dürfte aber
nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch
Echtnamen in URLs gibt.
Gleichwohl: Da alle Beiträge grundsätzlich öffentlich sind, können sie von allen
Menschen gelesen werden – wie ein Beitrag in einem Blog. Und die Gestaltungsmöglichkeiten machen die Google+ Beiträge deutlich besser lesbar als beispielsweise Beiträge in Facebook. In Verbindung
mit „Anhängen“, also etwa Fotos beziehungsweise Fotogalerien, Videos oder
Links können die Postings auf Google+
einen Blog-Beitrag ersetzen. Die Erfahrung zeigt auch, dass Diskussionen bei
Google+ deutlich leichter in Gang kommen als auf einem Blog. In einem Blog
müssen sich Leser oft erst „ausweisen“
(zum Beispiel einloggen), bevor sie einen
Kommentar abgeben dürfen, damit wird
das Kommentieren deutlich aufwendiger.
Und durch den direkten Dialog, durch
Kommentare und Debatten in den Kommentaren, entstehen Beziehungen.
Google+ als große Konferenz
Google+ kann bei näherer Betrachtung als
eine große virtuelle Konferenz angesehen
❚ Vorwiegend
jung und männlich
❚ Tägliche Internet-Nutzung
❚ Hohe Social-Media-Affinität
(soziale Netzwerke, Blogs, Shopping)
❚ Generell sehr aktiv in sozialen Netzwerken (9 von 10 haben auch
ein Facebook-Profil, jeder Fünfte ist bei Xing)
❚ In Facebook aktiver als diejenigen die Google+ nicht nutzen
Der +1 Button: keine Kopie des „Like-Buttons“
❚ Neben
einer schlichten „+1
Wertung“ kann über den Button der Inhalt auch direkt mit
den jeweiligen Circles im
News-Stream geteilt werden.
Mittlerweile ist der +1 Button
in über eine Million Websites
integriert und erzeugt täglich
über vier Milliarden Views.
❚ Das Potenzial der +1 Empfehlungen und der
Google+ Shares ist groß: Jeder Nutzer mit
einem Google-Account könnte schon bald
werden, wobei virtuell den Sachverhalt
nicht richtig wiedergibt. Denn diese Konferenz ist real. Und das macht Google+ zu
einem idealen Ort, mit an Gleichem Interessierten und Fachleuten Kontakte zu
knüpfen und sich auszutauschen. Genau
wie auf einer echten Konferenz.
So lassen sich zum Beispiel durch die
Suche Menschen finden, die bestimmte
Interessensgebiete oder Kompetenzbereiche haben. Hier ist Google+ seinem großen Konkurrenten Facebook deutlich
überlegen, weil die Suche bei Google wesentlich intelligenter ist und weiter geht.
So kann man sehr leicht Menschen finden,
die entweder an einem bestimmten Thema (passiv) interessiert sind oder zu einem
bestimmten Thema aktiv publizieren.
Diese Personen kann man dann „circlen“,
also seinem Netzwerk hinzufügen und
ihnen „folgen“, also zuhören, was sie sagen.
Das vermittelt einerseits einen Eindruck,
worüber „im Markt“ gesprochen wird,
andererseits bekommt man viele Anregungen und kann viel lernen.
Die Erfahrung zeigt, dass bei Google+
viel mehr „Business-Gespräche“ stattfinden als auf Facebook, das eben doch
tendenziell mehr privat ist. Auch das
macht Google+ zu einer idealen Plattform
für Mitarbeiter im Business-Kontext.
Empfehlungen aus seinem sozialen Umfeld erhalten, und zwar
direkt in der Google-Suche.
❚ Mit der Integration in die
Google-Suche nimmt die
Bedeutung des +1 Buttons
und der Google+ Shares stark
zu. Beide könnten damit zur
wichtigsten sozialen Empfehlungswährung im
Web werden und den Like Button von Facebook beerben. Noch fehlt dafür allerdings die
Reichweite von Google+.
Prozess deutlich einfacher funktioniert als
auf Facebook, einfach weil Google+ – ähnlich wie Twitter – grundsätzlich offen ist.
Google+ als Mittel zum Kompetenzund Profilaufbau
Wie in der Realität wird die eigene Reputation in diesen Netzwerken davon abhängen, wie viel man von sich preisgibt und
wie kompetent man ist. Dabei spielen auch
die „soziale Kompetenz“ und das Verhalten eine große Rolle: also ob man etwa im
Umgang mit anderen diesen Wertschätzung entgegenbringt oder eher der Nörgler und Miesmacher ist. Wer etwas zu einem bestimmten Fachgebiet sagen und
dazu noch gut mit den anderen Menschen
umgehen kann, wird auf Google+ schnell
ein interessantes und nachhaltiges Netzwerk an Interessierten aufbauen. Wie
gesagt: Das geht grundsätzlich auch über
Twitter, Facebook, Xing und Linkedin. Bei
Google+ ist allerdings das Gesamtpaket –
zumindest im Business-Kontext – mit Abstand am besten gelungen.
Wichtig für den Reputationsaufbau ist
eine klare Positionierung sowie ein konsequentes Themenmanagement. „Klare
Positionierung“ bedeutet, dass man eindeutig formuliert, wofür man steht. In den
Bildern, in der Beschreibung, im Profil.
13
Google+ und SEO
Der deutsche Google+ Nutzer
Durch richtigen Einsatz kann ein großer
Know-how-Transfer entstehen, die Mitarbeiter werden besser und kompetenter –
eine eingebaute Mitarbeiterschulung sozusagen.
Je mehr ein Nutzer in eine bestimmte
Szene eintaucht, desto mehr Menschen
fallen ihm dann auf, weil andere auf sie
verweisen oder weil sie bei anderen zu
eben diesen Interessengebieten Kommentare abgeben. Und so kann man sich – wie
bei einer echten Konferenz – zu „Grüppchen dazustellen“, die diskutieren, oder
sich „Vorträge“ anhören – also inhaltlich
ausgearbeitete Statements (siehe oben,
„Blog-Ersatz“). Und indem man sich dann
an den Debatten beteiligt, wird man Teil
dieser Gruppe.
Wenn man sich dann noch gegenseitig
„circled“, ist der erste Schritt für den Aufbau einer Beziehung oder eines Netzwerks
getan: Man ist „technisch“ miteinander
vernetzt. Es liegt auf der Hand, dass dieser
Internet World BUSINESS
Und „Themenmanagement“ meint, dass
man sich in seinen Postings auf eben dieses Thema konzentriert. So wird man für
andere in der Masse erkennbar. Wenn man
als Mitarbeiter einer Firma auftritt, dann
wird auch ein Imagetransfer stattfinden:
Die Reputation eines einzelnen Mitarbeiters wirkt sich auf das Unternehmen aus.
Und auch wer selbst kein außergewöhnlicher Fachmann auf einem Gebiet ist,
kann durchaus eine gute Reputation aufbauen: als guter Zuhörer, Kommentator
und Fragesteller.
Es ist wie im richtigen Leben. Dort gibt
es auch in jeder Gruppe ein paar Menschen, welche die Debatte bestimmen und
ihre Kompetenz einbringen. Aber auch die
Zuhörer können interessant sein, die sich
nur hin und wieder, aber mit klugen Einwürfen, beteiligen. Allerdings lassen sich
nur durch Zuhören kaum Kontakte knüpfen. Man muss schon irgendwie sichtbar
sein. Wer keine eigenen Beiträge liefern
kann, für den kann sich die Strategie der
„Aggregation“ eignen: auf andere gute
Beiträge verweisen. Das hat einen doppelten Effekt. Den Autoren der Beiträge, auf
die hingewiesen wird, wird Wertschätzung
zuteil und man selbst wird von anderen als
gute Quelle für Hinweise zu einem Fachgebiet wahrgenommen.
Facebook oder Google+?
Oder beides?
Für Menschen, die bereits andere Netzwerke nutzen, kann Google+ zu einem
Dilemma führen. Wie der Autor an sich
selbst feststellen muss, bloggt er weniger
oder genauer: Er bloggt zunehmend nur
auf Google+. Im Blog zu bloggen und auf
Google+ (und Twitter und Facebook) zu
verweisen, ist keine gute Lösung, da die
Kommentare (das gilt auch für das Stattfinden der Debatten) dann auf vielen
Plattformen abgegeben werden. Hier wird
eine Möglichkeit benötigt, Google+ Kommentare in den Blog einzubinden – wie sie
Facebook heute schon bietet. Ein noch
größeres Problem hat der, der Google+
und Facebook nutzen möchte. Es ist einerseits zeitraubend, auf beiden Plattformen
zu posten sowie zu kommentieren, andererseits können einzelne Personen, mit
denen man auf beiden Plattformen vernetzt ist, Doppelpostings bekommen. Das
kann nerven. Zwar gibt es heute Systeme,
mit denen man automatisch Beiträge von
Google+ auf Facebook veröffentlichen
kann (auch auf Twitter), aber das löst nur
das Problem des Aufwands, nicht das des
Doppelpostings.
Für Unternehmen wird es langfristig
keine andere Alternative geben, als auf beiden Plattformen präsent zu sein. Im persönlichen Umfeld könnte eine Lösung
sein, Facebook für private Kontakte zu
nutzen und Google+ mehr für BusinessKontakte. Bis man das aber konsequent
durchhalten kann, wird wohl noch eine
gewisse Zeit vergehen, denn noch gibt es
viel mehr Nutzer bei Facebook.
Ein weiterer, wichtiger Punkt für Unternehmen ist: Google+ beeinflusst das
Google-Suchmaschinenranking. +1 Bewertungen und Shares fließen in den sogenannten „Social Graph“ ein, wenn der
Nutzer während der Google-Suche in
seinem Google+ Konto eingeloggt ist. Die
Relevanz der Suchtreffer bemisst sich auch
daran, ob Suchergebnisse von Kontakten
in Google+ mit einem +1 bewertet oder
gar geteilt worden sind. Die Google-Suche
wird beziehungsweise kann durch Google+
um eine soziale Komponente/Gewichtung
erweitert werden. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den einzelnen Content,
sondern auch auf die Web-Reputation von
Unternehmen und Personen.
Die genaue Gewichtung der einzelnen
Bewertungstypen innerhalb des GoogleSuchalgorithmus bleibt unklar, sicher ist
aber, dass die Suchergebnisse teilweise
drastisch verändert werden: Inhalte mit
„Empfehlungskomponenten“ beeinflussen die Reihenfolge der Suchergebnisse
deutlich. Wie stark diese Auswirkungen
allerdings sind, lässt sich derzeit nicht
seriös sagen. Hierfür ist der +1 Button –
anders als der Like Button – noch zu wenig
„gelernt“. Eine Rolle spielt da sicherlich
auch der Name: Like ist deutlich intuitiver
zu erfassen als +1. Hier hat Facebook die
Nase vorn. Es wird aber wohl eher eine
Frage der Zeit sein, bis die User das System
verstehen und nutzen werden.
Fazit
Google+ ist heute für einen Großteil der
Unternehmen noch kein „Muss“ – insbesondere dann nicht, wenn man in den Dimensionen des klassischen Marketings
denkt. Google+ erreicht derzeit noch zu
wenig Menschen – vor allem verglichen
mit Facebook. Wer aber stark auf die
Google-Suche angewiesen ist, sollte sich
bereits heute eingehender mit Google+
beschäftigen, die Entwicklung beobachten, und auch schon erste Schritte unternehmen. Es erscheint sicher, dass der Einfluss von Google+ auf die Suche stark zunehmen wird. Wer früh anfängt, kann sich
einen Wettbewerbsvorteil sichern.
Auf der anderen Seite ist Google+ für
Unternehmen sinnvoll, die sich über ihre
Mitarbeiter und deren Kompetenz positionieren können. Die „Fachgespräche“
bei Google+ bieten dafür sehr gute Möglichkeiten. Und der Kompetenzgewinn,
den Mitarbeiter damit erreichen können,
kann für manche Unternehmen sogar
missionskritisch sein. Google+ könnte der
Debatte, ob Mitarbeiter in Unternehmen
Zugriff auf soziale Netzwerke haben sollen, eine neue Perspektive geben. Denn
Facebook wird überwiegend privat genutzt, was während der Arbeitszeit in
Unternehmen grundsätzlich nicht gern
gesehen wird. Google+ besitzt dagegen
eine deutlich stärkere Relevanz für die
Business-Kommunikation.
❚
Der Autor: Mirko Lange
Der Social-Media-Experte ist
Gründer und Geschäftsführer
der Münchner PR-Agentur
Talkabout Communications.
Lange berät Unternehmen in
strategischen Kommunikationsfragen.
❚ www.talkabout.de
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14
26.10.2011
16:46 Uhr
Seite 14
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
Die Siedler gehen online
GARNIER
Targeting trifft Zielgruppe
Treffen Targeting-Kampagnen die Zielgruppe wirklich besser als Umfeldrotationen? Das untersuchte das unabhängige
Marktforschungsinstitut Nurago im Auftrag von Nugg Ad und Zed Digital. Für die
Studie wurden Video Ads von L’Oréal Paris
auf vier Top-Agof-Vermarkter-Sites gemessen. Ergebnis: Je nach Site erhöhte sich
durch Targeting der Zielgruppenanteil um
47 Prozent bis um 168 Prozent. häb
Ran an den Mann zwischen 20 und 39
Jahren will L’Oréal Garnier Men Mineral
FORSCHUNGSGRUPPE WAHLEN
Internet-Nutzung stagniert
Der Anteil der deutschen Onliner an der
Gesamtbevölkerung liegt bei konstant 74
Prozent. Das geht aus den aktuellen Internet-Strukturdaten der Forschungsgruppe
Wahlen hervor. Fast ein Drittel aller Internet-Nutzer hat im abgelaufenen Quartal
über zehn Stunden pro Woche im Web
gesurft. Die Online-Rate von Selbstständigen liegt bei 85 Prozent, gefolgt von
Leitenden Angestellten und höheren
Beamten (81 Prozent). häb
DOMINO’S PIZZA
Pizzaservice setzt auf Online
Der Pizzalieferant Domino’s Pizza baut
sein Filialnetz hierzulande kräftig aus und
will bekannter werden. Dabei hilft die
Berliner Online-Marketing-Agentur Spacedealer und zündet sowohl eine nationale
Roll-out-Strategie als auch zusätzliche
regionale Online-Konzepte für die einzelnen Franchise-Partner. Zum Einsatz kommen Suchmaschinenmarketing, Display
Ads sowie auch mobile Strategien wie
etwa Location Based Services. häb
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22/11
Handy als Helfer
PRO SIEBEN DIGITAL
Das Strategie-Computerspiel „Die Siedler“
der Ubisoft-Tochterfirma Blue Byte geht
online und wird von Browsergames.de und
Pro Sieben Sat1 Digital vermarktet. Damit
kommt das Unterföhringer Unternehmen
seinem Ziel, einer der Top 3 Player im Online-Games-Markt zu werden, einen weiteren Schritt näher. Erst im Juni hat Pro Sieben den Spiele-Publisher Burda IC und
Browsergames übernommen. häb
31. Oktober 2011
Mobile und Social wachsen zusammen. Das erfordert neue Konzepte
K
ommunikation und Konsum gehen im Zeitalter
von Location Based Services
Hand in Hand. Das ist die
Kernthese der Studie „Social
Distribution – Places Spaces“
von [email protected], der Unit für
Social Distribution der Agenturgruppe Universal McCann.
Die Folge: Der digitale Wandel
macht aus Kunden strategisch
vorgehende Einkäufer und die
Kaufentscheidungsprozesse
werden immer komplexer. Als
Konsequenz hieraus müssen die
Geschäftsmodelle der Konsumentendynamik angepasst werden. Das heißt: SocialDistribution-Konzepte werden immer
mehr zum Bestandteil einer umfassenden
Marketingtaktik.
Diese Entwicklung kann nicht einfach als
Zukunftsmusik abgetan werden. Bereits
sieben von zehn Smartphone-Besitzern
nutzen ortsbezogene Dienste auf ihrem
Handy. Sie checken irgendwo ein, um ihre
Freunde über ihren Aufenthaltsort zu informieren, sie sondieren Einkaufsangebote
oder sie nutzen mobile Shopping-Möglichkeiten wie geobasierte, digital versendete
Coupons bis hin zu Gutscheinen lokaler
Händler. Ob Mobile Games, Stadtführer
oder Musikdienste: „Nahezu jeder Ort
kann zu einem Kommunikationsraum mit
Marken und Services werden“, so Michael
Dunke, CEO von Universal McCann.
Marken werden auch in Zukunft erfolgreich sein, wenn sie relevante Inhalte in das
Wo bin ich? Location Based
Services sind im Alltag angekommen
mobile soziale Interaktionsfeld des Konsumenten integrieren. Genau dies hat sich
auch [email protected] auf die Fahnen geschrieben und hierfür die Konsumentengruppe
der LoMoSos (Local, Mobile, Social) genauer unter die Lupe genommen und das
Nutzungsverhalten dieser SmartphoneJünger untersucht.
Demnach gehen 60 Prozent der 20- bis
59-jährigen App-Nutzer mobil in soziale
Netzwerke, 36 Prozent nutzen mobile
Shopping-Applikationen, 34 Prozent lesen
mobil Zeitschriften und 20 Prozent surfen
auch zu Hause mobil. Weiter kaufen 38
Prozent regelmäßig Apps und geben dafür
pro Quartal durchschnittlich 20 Euro aus.
Entscheidend für den Kauf ist das PreisLeistungs-Verhältnis und ein konkreter,
Da knackt die Nuss
Wonderful Pistachios startet integrierte Abverkaufskampagne
D
ie Pistazienmarke Wonderful Pistachios (Paramount Farms Europe
BVBA) integriert in ihrer aktuellen Abverkaufskampagne Social Media, Verpackung
und Point of Sale. Idee und Umsetzung
kommen von der Berliner Agentur Moccu.
Im Handel erhalten Pistazienliebhaber
mit jeder im Handel erstandenen Packung
Wonderful Pistachios einen Aktionscode,
mit dem sie die Online-Pistazie knacken
können. In der geöffneten Pistazie kommt
mit etwas Glück ein Sofortgewinn zum
Vorschein. Die Codes sind mittels von
Moccu entwickelter Sticker auf der
Packung angebracht und können sowohl
auf einer eigenen Kampagnen-Microsite
www.wonderfulpistazien.de als auch auf
der Facebook-Seite der Wonderful Pistachios eingegeben werden.
Online User wiederum werden auf der
Webseite animiert, mittels des OnlineSpiels Pistazien-„Crack-Men-Game“ eine
virtuelle Pistazie zu knacken, in deren Innerem verborgene Preise warten. Damit
sollen die User sowohl unterhalten als
auch Kauf-Incentives geschaffen werden.
Moccu hat bereits 2009 den Markteintritt
der Wonderful Pistachios mit der Kampagne „Wie knackst Du die Nuss?“ beglei-
tet und gestaltete auch den neuen Auftritt
des zur Produktfamilie gehörenden Portals Gesundheitmitpistazien.de. „Bei ,Lass
knacken‘ handelt es sich um eine im Kern
digitale Kampagne, die aber bis in das
Supermarktregal reicht“, sagt Björn Zaske,
Geschäftsführer von Moccu. häb
❚
Kaufanreize schaffen und die Brand Awareness erhöhen – das war die Aufgabe an Moccu
längerfristiger Nutzen. Eine
kostenlose Test-App kann
dabei in puncto Vertrieb als
wichtiges Instrument angesehen werden. Von den
durchschnittlich 23 installierten Apps werden im Normalfall nur zehn regelmäßig genutzt. Wie stark die Gruppe
der LoMoSos als Multiplikator fungiert, zeigt folgende
Zahl: Mehr als die Hälfte der
App User werden durch persönliche Empfehlungen auf
Apps aufmerksam.
Ganz stark ist das Smartphone
bei allem, was mit Shopping zu
tun hat. 38 Prozent der Befragten finden es
toll, mit dem Handy auf Schnäppchenjagd
zu gehen, und 66 Prozent schätzen die
Möglichkeit, mobil in einem Laden die
Preise zu vergleichen. Die wichtigsten
Shopping-Applikationen sind übrigens
Barcoo (26 Prozent), Payback (27) und
Groupon (18 Prozent).
Und was fördert ein tiefer Blick in die
Location Based Services zu Tage?! 84 Prozent der Befragten nutzen die Services
beim Einkaufen und 92 Prozent unterwegs
in der Freizeit. Höchste Priorität haben
Datensicherheit und die Seriosität des
Anbieters. Die beliebtesten Dienste: 32
Prozent der 20- bis 59-jährigen App-Nutzer verwenden demnach Facebook Places,
28 Prozent das Pendant von Google und
nur vier Prozent den einstigen Shootingstar Foursquare.com. häb
❚
iAd wird zum
zahnlosen Tiger
D
ie mobile Werbeplattform iAd von
Apple – sie erlaubt
interaktive Werbung
(Spiele, Videos, Coupons etc.) innerhalb
einer App auf Smartphones – mutiert immer
mehr zum Rohrkrepie- Die Werbeplattform
rer. Wer zum Start vor kommt nicht auf Touren
einem Jahr dort werben
wollte, musste ein mindestens siebenstelliges Budget investieren. Bereits im Februar
dieses Jahres wurde der Einstiegspreis
halbiert, jetzt wird er noch einmal auf
200.000 Dollar reduziert.
Apple will so die Nachfrage beleben und
Kunden jenseits der Global Player ansprechen. Neben der monetären Einstiegshürde schreckt viele Kunden das Mitspracherecht Apples bei der Kreation, fehlende
Transparenz bezüglich der Auslieferung
und ein umständliches Buchungsverfahren ab. Zwar hat Unilever gerade einen
einjährigen Folgevertrag für iAd unterschrieben, der Sportartikelhersteller Adidas und auch das Luxuslabel Chanel haben
ihre geplanten Kampagnen jedoch wieder
❚
zurückgezogen. häb
15_medientage.qxd
22/11
27.10.2011
11:24 Uhr
Seite 15
MARKETING & WERBUNG
31. Oktober 2011
Internet World BUSINESS
15
Content statt Werbung
Markenartikler setzen auf eigene Inhalte und Storytelling. Das wurde auf den Medientagen München deutlich
ie Zukunft der Werbung liegt im
Netz. Netbooks, Smartphones, iPads
und nun Hybrid-TV ändern die Werbewelt.“ Mit diesem Statement eröffnete Florian Haller in seiner Keynote die Medientage München. Die vier Megatrends der
Digitalisierung sind für den Hauptgeschäftsführer der Serviceplan-Gruppe Targeting, Bewegtbild, Räumlichkeit im Sinne
lokaler Services und Demokratisierung
durch Social Media. Entsprechend dieser
Entwicklungen geraten jahrzehntealte
Werbetechniken unter die Räder. Wie das
Beispiel Facebook zeige, würden die User
das ansehen, was ihnen Spaß bereite. Werbung dagegen ließen sie links liegen. Die
Lösung: „Werbung muss zum Storytelling
werden, sie muss gut sein, Geschichten erzählen und unterhalten“, so Haller. Darum
sei auch in der Werbung künftig Content
„King“. Werbung müsse künftig gute Geschichten gut erzählen,„sonst werde sie im
WWW erst gar nicht abgerufen.“
Das Thema Storytelling zog sich wie ein
roter Faden durch sämtliche Panels, bei
denen es um Branding ging. Insbesondere
die Big Spender verlassen sich nicht mehr
allein auf Werbung, sondern setzen sich
verstärkt selbst im Netz in Szene und zie-
Dokus und Sport. Im integrierhen die Nutzer auf unternehten Red-Bull-TV-Fenster gibt
menseigene Web-Angebote.
es unter anderem persönliche
Bei dem Panel „Future of
Nachrichten, Porträts und InBrand Advertising: Welche
sights der Red-Bull-Athleten,
Rolle spielt das Internet für die
natürlich auch entsprechend
Markenwerbung?“ bestätigte
auf soziale Plattformen verTina Beuchler, Head of Media
linkt, und Webisodes zu unterCommunication bei Nestlé
schiedlichen Sportarten. „Wir
Deutschland, den „Trend, in
setzen auf Inhalte und Themen
eigene Contents zu investieund auf Geschichten, die gegen
ren.“ Bei dem Lebensmittelden Strich gebürstet sind“, bemulti seien so schon über 50
schreibt Wolfgang Pütz, Proeigene Online-Präsenzen entgrammdirektor von Servus TV,
standen. Der User könne sich
die Marschroute. Marken müsdort intensiv mit den einzelsen sich seiner Meinung nach
nen Nestlé-Marken auseinandersetzen. Ähnlich agiert Werbungtreibende an einem Tisch: Hans-Peter Ketterl (BMW, links) und in der Kommunikation verstärkt über Inhalte positioBMW. So kommt der neue 3er Tina Beuchler (Nestlé) diskutierten über Branding im World Wide Web
nieren. „Wir sind leidenschaftzwar erst 2012 auf den Markt,
doch unter BMW.com und auf der Face- des bewegten, professionell produzierten, lich, authentisch und glaubwürdig. Damit
book-Fanpage können User bereits jetzt in emotionalisierenden Contents: „Große, fahren wir gut, auch wenn der Weg am
alle Details zum Auto, zur Technik oder zu starke Marken werden in Zukunft Sender Anfang steinig und mühsam war“, so Pütz
sein“, ist er überzeugt. Ein Unternehmen, auf einem Panel. Zweiflern entgegnet er:
den drei 3er-Modellreihen eintauchen.
Einen enormen Impact für ihre Marken dass diesen Schritt bereits gemacht hat, ist „Wer hätte vor fünf Jahren gedacht, dass
erhoffen sich die Unternehmen, so der Te- Red Bull. Über das Red Bull Mediahouse ein Energydrinkhersteller in der Formel 1
nor, von der zunehmenden „Bewegtbild- werden nicht nur Zeitschriften verlegt, son- Ferrari oder Mercedes stehen lässt!“ Recht
ialisierung“ des Netzes. Hans-Peter Ket- dern mit Servus TV (www.servustv.com) hat er, und bekanntermaßen ist Red Bull
terl, Leiter Werbung, Medien und Product auch ein eigener Fernsehsender betrieben. mit Sebastian Vettel wieder Formel-1Placement BMW Deutschland, zur Rolle Das Programm besteht aus Reportagen, Weltmeister geworden. häb
❚
Foto: Medientage
D
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26.10.2011
14:50 Uhr
Seite 16
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
Mails mit Social Intelligence
Google macht’s leicht
Nur wenige Minuten soll das Aufsetzen einer lokalen Werbekampagne auf dem neuen Google-Service Adwords Express dauern. Nach der Anmeldung wird die Kampagne automatisch von Google verwaltet,
Suchbegriffe werden ohne Zutun des Kunden zugeordnet. Die Express-Anzeigen erscheinen auf Google Maps und Places.
Zielgruppe sind Adwords-Neulinge. fk
Einfacher Einstieg: Automatisierte
Adwords-Kampagnen mit Ortsbezug
EXPLIDO
Neues Büro in Frankfurt
Der Performance-Marketing-Spezialist Explido Web Marketing eröffnet zum 1. November eine Niederlassung in Frankfurt
am Main. Bislang unterhält Explido neben
dem Firmensitz in Augsburg eine Dependance in Hamburg. Das Frankfurter Büro
leiten soll Thomas Schweier, er soll sich neben den klassischen Performance-Themen
vor allem der Vermarktung der ExplidoTools und dem Display-Advertising widmen. Schweier war bereits früher als Account Manager bei Explido tätig. fk
UNITED INTERNET DIALOG
Dialog mit Österreich
United Internet Dialog (UID), die Dialogmarketing-Tochter von United Internet
Media, weitet ihr Angebot jetzt mit lokalspezifischen Dialoglösungen auf den österreichischen Markt aus. Dabei macht sich
UID die Kundenbeziehungen auf GMX.at
zunutze. Der österreichische GMX-Ableger, ein Angebot der United Internet Media, erzielt nach Unternehmensangaben
mit rund zwei Millionen Accounts rund 40
Prozent Reichweite unter den E-Mail-Nutzern der Alpenrepublik. Das Produktportfolio von UID Wien gleicht dabei im Wesentlichen dem deutschen Angebot. fk
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Affiliate-Netzwerkbetreiber Zanox analysiert Mobile-Marketing-Boom
D
zeit das iPad. Rund 40 Prozent
er mobile Kanal erobert
aller gemessenen Mobile-Ummit Rasanz auch das PeriPhone und iPad dominieren M-Commerce
sätze entfallen derzeit auf den
formance Marketing. Nach ErNeben iOS und Android spielen andere Plattformen keine Rolle
Touch-Computer von Apple –
hebungen
des
Marktforetwa genau so viele wie auf das
schungsinstituts Gartner wird
iPhone
iPad
Blackberry
Andere
iPhone, von dem es in Deutschdas Gesamtvolumen von MoNokia
Android
land aber rund dreimal so viele
bile Marketing in Europa deriPod
Geräte geben dürfte wie vom
zeit auf rund 500 Millionen
Apple-Tablet. Die zahlenmäßiUS-Dollar beziffert – und es
ge Übermacht des Telefons
soll bis 2015 um 800 Prozent
gegenüber dem Touch-Compuwachsen. Noch extremer fallen
ter zeigt sich an der Menge der
die Zahlen aus, die Philipp
Transaktionen pro Monat, sie
Justus, CEO des Performanceliegt beim iPhone rund doppelt
Netzwerks Zanox, am Rande
so hoch wie beim iPad. Das
des Zanox Global Alliance
Anzahl Transaktionen
macht das Tablett durch den
Summit in Berlin präsentierte.
0
50.000
100.000
150.000
200.000
durchschnittlichen Umsatz pro
58 Prozent aller PartnerproAuf iPad und iPhone entfallen jeweils rund 40 Prozent der mobilen E-ComTransaktion wieder wett, der ist
gramme im Zanox-Netzwerk
merce-Umsätze. Android folgt mit 17 Prozent, der Rest ist unwichtig
doppelt so hoch wie beim
konnten im Juli 2011 mobile
© INTERNET WORLD Business 22/11
Quelle: Zanox AG
Smartphone. Gemeinsam komTransaktionen verzeichnen –
men die Apple-Plattformen so
ein Jahr vorher waren es nur
auf 80 Prozent Marktanteil. An37 Prozent.
Mobile Commerce, das zeigen die Daten bei Zanox, findet dieses enorme Umsatz- droid folgt mit 17 Prozent, der Rest verder 1.000 umsatzstärksten Programme, wachstum umso erstaunlicher, als viele schwindet im statistischen Rauschen.
Mobile-Entwickler Loonan erklärt den
wächst derzeit mehr als zehnmal so schnell Webshop-Betreiber nach wie vor keine für
wie der konventionelle E-Commerce via Mobilgeräte optimierte Website betreiben. Erfolg des iPads mit zwei Faktoren: Offenbar unterstütze das iPad seine
PC und Laptop. In Zahlen: Die für eine Doch angesichts des rasant steiNutzer in einer Situation, in der
Studie ausgewählten 1.000 Programme genden Mobile-Anteils rät Loosie für Online-Käufe offen sind.
verzeichneten von Juli 2010 bis Juni 2011 nan allen Website-Betreibern,
Außerdem erlaube der große
im E-Commerce eine Zunahme des Um- dieses Versäumnis schnell
iPad-Bildschirm eine recht einsatzes von 35 Prozent. Im selben Zeitraum nachzuholen.
fache Nutzung auch solcher
Auf der Geräteseite machen
stiegen die Umsätze, die mit Mobile ComWeb-Angebote, die nicht mobilmerce generiert wurden, um 481 Prozent – iOS und Android das Mobile
optimiert seien. Er rät mobilhöchst beeindruckend trotz der deutlich Marketing derzeit fast komplett
abstinenten E-Commerce-Akgeringeren Basis, von der aus das Wachs- unter sich aus. Auf beide Plattteuren, die Zahlen nicht zu igformen entfallen zusammen
tum berechnet wird.
Christopher Loonan, als Director of the rund 97 Prozent. Einen einsa- Christopher Loonan, norieren: „Bitte überdenken Sie
Ihr Geschäftsmodell“. fk
❚
Mobile/Social Incubator seit einem Jahr men Durchmarsch feiert der- Director bei Zanox
Umsatz pro Transaktion
LOKALE SUCHMASCHINENWERBUNG
Google spürt Konkurrenz
Efficient Frontier meldet leichte Verluste beim Marktanteil
J
apan ist kein Google-Land. Nach Erhebungen des Performance-MarketingSpezialisten kommt Google im Land der
aufgehenden Sonne „nur“ auf knapp 60
Prozent aller Suchmaschinen-Klicks. In
Westeuropa sind es dagegen durchweg
über 90 Prozent, Deutschland markiert
mit 96,1 Prozent einen einsamen Spitzenwert. Doch so schwach die Konkurrenz
von Yahoo und Bing auch aufgestellt sein
mag: Bei den Werbeeinnahmen schneiden
die Davids gegen den Goliath erstaunlich
gut ab. So ist der Marktanteil bei den Werbespendings für Yahoo fast doppelt so
hoch wie der mit 3,9 Prozent magere Anteil an den Klicks. Und in Japan verzeichnet Yahoo fast 50 Prozent aller SEM-Umsätze – nah dran am Primus Google. fk ❚
D
Marktanteile im Suchmaschinenmarkt
Klicks
Werbung
6,2
93,8 %
Deutschland
2,5
3,9
Deutschland
96,1
Frankreich
91,1
6,7
90,8
2,1
6,8
6,2
Sie finden sie in der DienstleisterDatenbank der INTERNET WORLD Business
www.internetworld.de/dienstleister
Affilinet trackt
den Warenkorb
Was wird eingekauft? Affilinet Basket Tracking
Frankreich
Sie suchen Anbieter
von Web Controlling
Services?
22/11
Performance-Wunder iPad
EMAILVISION
Ein gemeinsames Management von E-Mailund Social-Media-Kampagnen erleichtern
soll eine neue Web-basierte Software, die
der Mail-Marketing-Dienstleister Emailvision vorgestellt hat. Die Besonderheit: Ein
eingebautes Customer-Intelligence-Modul
erlaubt die Erfassung, Auswertung und Visualisierung von Kundendaten. Das soll es
Marketing Managern ermöglichen, bei der
Kampagnensteuerung schnell auf veränderte Kundenbedürfnisse zu reagieren. fk
31. Oktober 2011
Foto: Fotolia/Tom
16_Performance_News.qxp
93,8
Australien
Japan
51,9
Angaben in Prozent
48,1
Japan
9,7
90,3
Australien
59,5
Google
40,5
Bing
Yahoo
Der Anteil von Yahoo und Bing an den Werbeerlösen ist höher als der Anteil an den Klickzahlen
© INTERNET WORLD Business 22/11
Quelle: Digital Marketing Performance Report, Stand: 3. Quartal 2011
er Affiliate-Netzwerkbetreiber Affilinet bietet seinen Advertisern jetzt
eine Möglichkeit an, die Warenkörbe der
über Affilinet vermittelten Kunden detailliert zu analysieren. Affilinet Basket Tracking bietet neben den Standard-Informationen auf Artikelebene (Artikelnummer,
Produktname, Marke, Kategorie, Einzelpreis und Anzahl) bis zu fünf weitere individuelle Parameter wie Größe oder Farbe.
Auf diese Weise, verspricht der Deutschlandchef von Affilinet Ulrich Bartholomäus, lassen sich Erkenntnisse über die
Kaufgewohnheiten der Kunden gewinnen
– welche die Publisher wiederum für eine
Steigerung ihrer Werbe-Performance einsetzen könnten. fk
❚
17_DMMA.qxd
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31. Oktober 2011
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
17
DMMA ONLINESTAR 2011
Edding-Stifte räumen ab
Kempertrautmann und Edding setzen beim diesjährigen DMMA OnlineStar Maßstäbe
O
b bei den Weltwerbefestspielen im
südfranzösischen Cannes oder in
Berlin: Bei den Kreativwettbewerben für
die Internet-Branche kommt aus deutscher Sicht gerade niemand an Kempertrautmann vorbei. Gleich sieben Auszeichnungen sicherte sich die Hamburger
Edelschmiede beim DMMA OnlineStar
2011 – darunter zweimal Gold.
Einmal in der Kategorie „Banner-Kampagne“ (siehe unten) für den „Edding
digital Highlighter“. Hier konnten die User
mit einem Leuchtstift Textstücke markieren und diese dann über Social-MediaSeiten oder per E-Mail weiterverschicken
oder als PDF speichern. Darüber hinaus
konnte auf der Edding-Microsite der Stift
zur eigenen Toolbar hinzugefügt werden.
Für den Highlighter gab es bereits Bronze
in Cannes.
Auch das zweite Gold sicherte sich Kempertrautmann mit Edding, dieses Mal in
der Kategorie „Social Media“ für die „Wall
of Fame“. Auf www.wall-of-fame.com
konnten acht User gleichzeitig und in
Echtzeit mit einem virtuellen Edding-Stift
malen, zeichnen, schreiben, sich inspirieren lassen und natürlich auch miteinander
in Kontakt treten. In Cannes war die „Wall
of Fame“, die übrigens anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Stifteherstellers
kreiert wurde, noch erfolgreicher und
bekam einen goldenen und zwei silberne
Cyberlions. Bis März waren über 26.000
Zeichnungen entstanden.
Ebenfalls Gold wert waren der hochkarätig besetzten Jury die „Directing Shadows“ für den Künstler Moto Waganari.
Um auf dessen Microsite die Skulpturen
zum Leben zu erwecken, mussten die User
ihren Lighter (oder ihre Handytaschenlampe) vor die Kamera des PCs halten,
und schon warfen die Skulpturen Schatten
und gerieten in Bewegung. Diese Idee
stammt von der Agentur Ogilvy und
wurde schon beim ADC Europe und den
New York Festivals 2011 ausgezeichnet.
In vielen Siegergalerien wie dem PRAward oder dem Lead Award landete auch
die DMMA-OnlineStar-Gold-Kampagne
„Meister-gegen-Meister“ von Scholz &
Friends für Mercedes Transporter. Hier
wurden Handwerksbetriebe auf sämtlichen Kanälen (auch online) aufgefordert, eine Fußballmannschaft zusammenzutrommeln, die anschließend gegen Altstars wie Sepp Maier oder Mario Basler antreten durften.
BANNER-KAMPAGNE
Gold: Edding digital Highlighter
Agentur: Kempertrautmann
Kunde: Edding International
Silber: Deutschland findet euch
Agentur: Kempertrautmann /
FischerAppelt
Auftraggeber: Initiative Vermisste Kinder
E-COMMERCE-SITES
Gold: „Directing Shadows“
Agentur: Ogilvy Frankfurt
Kunde: Moto Waganari
Nicht jeder kann gewinnen
Dass sämtliche Gold-Kampagnen (und
viele Silber- und Bronze-Gewinner) bereits bei anderen internationalen Awards
erfolgreich waren, spricht sowohl für das
Niveau des Wettbewerbs als auch für das
Niveau der deutschen (Online-)Agentu-
ren. Florian Grimm (Grimm Gallun Holtappels), Vorsitzender der 23-köpfigen Jury
des DMMA OnlineStar: „In diesem Jahr
setzte die Jury höhere Maßstäbe bei der
Vergabe der Auszeichnungen an, was unter anderem zu einer deutlich kürzeren
Shortlist geführt hat. Ein Beweis dafür,
dass ausschließlich die besten, innovativsten und kreativsten Online-Arbeiten die
Jury überzeugen konnten.“
Erfolgreich im In- und Ausland
Insgesamt wurden in diesem Jahr 26 Arbeiten von 17 Agenturen in neun Kategorien
mit dem neben dem New Media Award
und dem OVK Award wichtigsten Kreativund Branchen-Award ausgezeichnet. Insgesamt wurden 279 Kampagnen aus 130
Agenturen aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz eingereicht. Der DMMA
OnlineStar wird vom Bundesverband
Digitale Wirtschaft (BVDW), der MFG
Baden-Württemberg und der Verlagsgruppe Ebner Ulm verliehen, in der auch
die INTERNET WORLD Business erscheint. Sämtliche Sieger sowie Bilder der
feierlichen Gala in Berlin gibt es unter
❚
www.dmma-onlinestar.de. häb
INTEGRIERTE KAMPAGNE
Gold: Meister vs. Meister
Agentur: Scholz & Friends
Kunde: Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland,
Transporter
Bronze: Mein Burger
Agentur: Neue Digitale /
Razorfish, Berlin
Kunde: McDonald’s Deutschland
Bronze: Vodafone Tweetlied
Agentur: Torben, Lucie und die gelbe Gefahr
Kunde: Vodafone Deutschland
Silber: Builders of Infinity
Agentur: Serviceplan / Plan.net
Kunde: LEGO
Bronze: „Der Schiessen-Banner“
Agentur: Jung von Matt
Kunde: IGFM. Internationale Gesellschaft für
Menschenrechte
SOCIAL-MEDIA-KAMPAGNE
Gold: Wall of Fame
Agentur: Kempertrautmann
Kunde: Edding International
MICROSITES
Silber: Hidden Heroes
Agentur: Grimm Gallun Holtappels /
Büro Rempen
Kunde: Hi-Cone
Silber: Wall of Fame
Agentur: Kempertrautmann
Kunde: Edding International
Bronze: Cock out
Agentur: Philipp und Keuntje
Kunde: Vergiss Aids nicht e.V.
Silber: inlingua Lunch Lessons
Agentur: Kolle Rebbe
Kunde: inlingua Hamburg
PORTALE
Bronze: mb! magazine powered by Mercedes-Benz
Agentur: Scholz & Volkmer / N + H
Kunde: Daimler AG
MOBILE-KAMPAGNE
Bronze: Deutschland findet euch
Agentur: Kempertrautmann / FischerAppelt
Kunde: Initiative Vermisste Kinder
Bronze: Deutschland findet euch
Agentur: Kempertrautmann / FischerAppelt AG
Kunde: Initiative Vermisste Kinder
Bronze: Wall of Fame
Agentur: Kempertrautmann
Kunde: Edding International
CORPORATE WEBSITES
Silber: Webseite Weingut Josef Leitz
Agentur: Fuenfwerken Design
Kunde: Weingut Josef Leitz
Bronze: „Erster!“
Agentur: Jung von Matt
Kunde: Jung von Matt
SONDERFORMATE
Silber: Creating Love – A DaWanda Communityfilm
Agentur: WE DO communication
Kunde: DaWanda
Bronze: Relaunch von fritz.de
Agentur: Projektbüro Henkelhiedl
Kunde: Rundfunk Berlin-Brandenburg rbb
Bronze: Me & Friends
Agentur: Scholz & Friends
Kunde: Scholz & Friends Berlin
Silber: Selbstübersetzende E-Mail
Agentur: Grabarz & Partner
Kunde: Wieners + Wieners
Bronze: www.weissenhorner.de
Agentur: Zum Kuckuck
Kunde: Weißenhorner Molkerei
Bronze: Repay for Good
Agentur: Serviceplan / Plan.net
Kunde: UNICEF
Bronze: „Bit.code by Julius Popp“
Agentur: Ogilvy Frankfurt
Kunde: SAP
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Internet World BUSINESS
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MARKETING & WERBUNG
31. Oktober 2011
22/11
20 FRAGEN UND ANTWORTEN
Die E-Mail-Marketing-Checkliste
Wer als Unternehmen Newsletter verschicken will, muss sich an zahlreiche Gesetze und Verordnungen halten.
Auf dieser Doppelseite erklären Ihnen zwei Experten, was Sie dürfen und was nicht
1
An wen darf ich
Marketing-E-Mails und
-Newsletter versenden?
Foto: Fotolia / N-Media Images
it E-Mail-Marketing haben
Sie ein einfaches und effektives Kommunikationsinstrument
an der Hand. Doch eine Reihe von
gesetzlichen Vorschriften reglementieren den kommerziellen
Einsatz von E-Mails und verlangen von den Versendern ein bewusstes und rechtlich korrektes
Vorgehen. Diese Checkliste hilft,
den Überblick über die Regularien zu behalten und die rechtlichen Risiken zu minimieren.
hoben werden, und auch das Ankreuzen einer (nicht vorab angekreuzten) Checkbox nahe der
Einwilligungserklärung ist erforderlich.
Aufgrund des problematischen
Nachweises ist das Einholen einer
telefonischen Einwilligung für
das E-Mail-Marketing nicht zu
empfehlen. Um die Einwilligung
einer Person am Telefon zu belegen, müsste das Telefongespräch
mitgeschnitten werden, was
wiederum eine Einwilligung des
Telefonpartners in die Aufzeichnung zu Beweiszwecken erfordern würde und nicht praktikabel ist. Die Neuregelungen im
Bundesdatenschutzgesetz erfordern darüber hinaus, dass das
Unternehmen dem Kunden bei
telefonischen Opt-ins den Inhalt
seiner Einwilligung schriftlich
bestätigt.
Der Versand ist nur zulässig, wenn
dem Absender eine explizite Einwilligung des Empfängers vorliegt
(siehe 2) und unter bestimmten
engen Voraussetzungen bei bestehenden Kunden. Diese Vorausset- Rechtliches Minenfeld: Beim E-Mail-Marketing muss man viele Gesetze kennen, um Abmahnungen zu vermeiden
zungen sind im UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) geregelt:
stellt werden, dass auch tatsächlich derjeAnmelde-Links für weitere
7 Sind
Abos aus einer E-Mail heraus eine
❚ Die E-Mail-Adresse muss in Verbindung
nige seine Einwilligung abgibt, der über
Was muss eine Datenschutz3 belehrung enthalten?
ausreichende Einwilligung?
mit dem Verkauf einer Ware oder
den E-Mail-Account verfügt. Jede EinwilDienstleistung vom Kunden übermittelt
ligung des Empfängers muss präzise proworden sein,
Die Datenschutzbelehrung, auf die per tokolliert werden, damit der Versender Besteht bereits ein per Double-Opt-in
❚ die Adresse darf nur zur Werbung für Link im Formular zur Einwilligung hinge- nachweisen kann, dass er eine legitime verifiziertes Newsletter-Abonnement oder
eigene Waren und Dienstleistungen ver- wiesen werden muss, sollte folgende In- Einwilligung vorliegen hat. Für eine eine entsprechende E-Mail-Authentifiziewendet werden,
rechtskonforme Einwilligung müssen fol- rung (etwa Anmeldung in einem Mitgliehalte umfassen:
❚ die beworbenen Waren oder Dienstleis- ❚ einen Hinweis auf die Auskunftsrechte gende Punkte erfüllt werden:
derbereich), so können weitere Einwillitungen müssen denen ähnlich sein, in
und die Rechte zur Löschung der Daten ❚ Der Empfänger muss nach der Anmel- gungen von dieser E-Mail ohne Doublederen Verbindung die E-Mail-Adresse
dung eine Bestätigungs-E-Mail erhalten, Opt-in erfolgen – zum Beispiel über einen
des Empfängers,
erhalten wurde,
in der er über einen Link erneut zur entsprechenden Anmelde-Link aus einer
❚ eine konkrete Benennung der einzelnen
❚ der Kunde darf der Verwendung nicht
Bestätigung der Einwilligung aufgefor- E-Mail oder das Ankreuzen von verschiedeerhobenen Daten,
widersprochen haben und
dert wird.
nen Newslettern in einem Profilformular.
❚ den Zweck der Datenerhebung,
❚ der Kunde muss bei der Erhebung der ❚ die konkrete Verarbeitung der einzelnen ❚ Die Bestätigungs-Mail darf keine kom- Die Pflicht zur Angabe des Zwecks und DaAdresse und bei jeder einzelnen Verwenmerziellen Inhalte enthalten.
erhobenen Daten,
tenschutzbelehrung bleibt jedoch bestehen.
dung klar und deutlich auf das jeder- ❚ die Dauer der Speicherung.
❚ Die Protokollierung muss Art und Umzeitige Widerspruchsrecht hingewiesen Zudem wird empfohlen, auf die wesentfang der Einwilligung sowie den Zeitich Adressen mit Opt-in
8 Kann
kaufen und anschreiben?
werden.
punkt der Einwilligung, die IP-Adresse
lichen Elemente („Jederzeit abbestellbar“
und die erhobenen Daten umfassen.
und „Ihre Daten werden nicht an Dritte
Wie funktioniert eine Einwilligung
Das Anschreiben von per Opt-in gekauften
weitergegeben“) bereits im Formular
2 zum E-Mail-Marketing?
Was ist mit postalischen oder
Adressen ist zwar verbreitete Praxis, aber im
selbst hinzuweisen.
6 telefonischen Einwilligungen?
Zweifel ist eine solche Einwilligung nie ausFolgende Punkte müssen bei einer rechtsWelche Daten darf ich im Rahmen
reichend spezifisch (Stichwort „Zweckbin4 von E-Mail-Marketing erheben?
konformen Einwilligung beachtet werden:
Bei der Einholung eines Opt-in auf dem dung“). Zudem sind viele unseriöse Anbie❚ Der Empfänger muss explizit dem EmpPostweg müssen folgende Punkte beachtet ter unterwegs, bei deren Daten entgegen den
fang von werblichen E-Mails zuge- Außer der E-Mail-Adresse dürfen keine werden:
Angaben überhaupt kein Opt-in vorliegt.
stimmt haben. Eine Einwilligung in die Angaben Pflicht sein, denn mehr Daten ❚ Die Einwilligung darf
E-Mail-Marketing-Nutzung sollte daher sind für E-Mail-Marketing nicht notwennicht als Voraussetzung
am besten immer separat und aktiv erfol- dig. Erfahrungsgemäß steigt die Bereitfür den Erhalt einer angen, das heißt, das erforderliche Häkchen schaft, freiwillig zusätzliche Daten abzugederen Leistung dienen
(Opt-in) darf nicht automatisch gesetzt ben, nach der ersten Entscheidung zur Ab(vgl. aber Punkt 12).
werden; der Empfänger darf es bei Nicht- gabe der E-Mail-Adresse. Eine Möglichkeit, ❚ Auf dem Formular muss
einwilligung nicht erst entfernen müssen. dies zu nutzen, sind mehrstufige Formueine Datenschutzbeleh❚ Was den Kunden erwartet – also der In- lare. Alternativ können zusätzliche Inforrung enthalten sein (vgl.
halt der künftigen Newsletter – sollte mationen auch durch Nachfass-E-Mails
Punkt 3).
präzise beschrieben werden.
zur Datenaktualisierung ergänzt werden.
❚ Eine Einwilligung ist nur
❚ Die Newsletter-Frequenz sollte so genau
gültig, wenn diese eine
Wie lässt sich die gegebene
wie möglich angegeben werden, beiUnterschrift der Person
5 Einwilligung des Empfängers
spielsweise „monatlich“ oder „nicht
enthält.
rechtssicher nachweisen?
mehr als einmal pro Woche“.
❚ Sofern die Einwilligung
❚ Im Rahmen der Einwilligung muss der
zusammen mit anderen
Kunde über die Datenverarbeitung (Da- Für einen rechtssicheren Nachweis der
Erklärungen eingeholt
tenschutzbelehrung) und seine Wider- Einwilligung ist nur das Double-Opt-inwird, muss sie gestalte- Ganz schlechte Idee: Die Einwilligung des Kunden zum
rufsrechte informiert werden.
Verfahren geeignet. Nur so kann sichergerisch deutlich hervorge- Newsletter-Empfang sollte man nie telefonisch einholen
Foto: Fotolia / Doc RaBe
M
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MARKETING & WERBUNG
31. Oktober 2011
❚ Eine explizite und vom E-MailMarketing-Opt-in separate Einwilligung ist notwendig.
❚ Wichtig ist ebenfalls die je nach Zustimmung differenzierte Erhebung
und Verarbeitung. Von Nutzern, die
nicht zugestimmt haben, dürfen
Verhaltensdaten – wie der letzte
Klick – nicht erfasst oder verarbeitet
werden.
❚ Der Grundsatz der Datensparsamkeit
und -vermeidung ist zu beachten.
Darf ich meine Bestandskontakte einmalig anschreiben,
um nach einem Opt-in zu
fragen?
9
Bereits das erstmalige Anschreiben
bedarf einer Zustimmung. Wenn es
sich nicht um eine explizit angeforderte Double-Opt-in-Mail handelt,
ist ein Anschreiben rechtlich nicht
zulässig. Auch wenn die meisten
Kunden in der Praxis ein einmaliges
Anschreiben hinnehmen, so ist dies
streng genommen auch dann rechtlich nicht zulässig, wenn es als
Weihnachtsgruß, als Reaktivierung
oder als Bereinigung des Kundenbestands verkleidet ist.
16
Dürfen alle vorhandenen
Kundendaten – auch die aus
verschiedenen Quellen –
zusammengeführt werden?
Kundendaten stammen von unterschiedlichen Stellen und werden bei
10
verschiedenen Einsatzzwecken erhalten. Beispielsweise kann ein OnlineShop-Anbieter sowohl die Verhaltensdaten eines Newsletter-Empfängers
erheben als auch die Daten von seinem
Kaufverhalten im Shop. Folgende
Auch hier gilt die Zweckbindung im
Rahmen der Belehrung zum Zeit- Nur begrenzt haltbar: Erhält ein Kunde längere Zeit keinen Punkte müssen beachtet werden:
❚ Generell gilt die Zweckbindung. Das
punkt des Opt-ins. Wenn die Wer- Newsletter, erlischt seine Einwilligung zum Empfang
heißt, die Daten beider Profile müsbepartner bei der Einwilligung konsen unabhängig voneinander verkret und namentlich benannt werden und ❚ Der Empfänger muss schon vor der Anwaltet werden. Eine Zusammenfühdie von ihnen zu erwartenden Informatiomeldung darüber unterrichtet werden,
rung – etwa um die Daten vom
nen beschrieben werden, so besteht kein
dass er sich jederzeit wieder abmelden
Kaufprofil im Shop im Newsletter zu
Problem. Unzulässig ist es dagegen, allgekann und daraus keine Nachteile für ihn
verwenden – ist nur nach Einwillimein auf Werbung – selbst für die gleichen
entstehen.
gung des Empfängers zulässig.
Waren und Dienstleistungen – durch ❚ Die Abmeldung muss möglichst einfach
Dritte zu verweisen, ohne zu spezifizieren,
gehalten sein, beispielsweise durch einen ❚ Die Einwilligung muss nicht separat
erfolgen, sondern kann Teil der Datenwer diese sind.
einfachen Link. Komplizierte Abmeldenutzungserklärung im Rahmen der
vorgänge – die etwa noch einmal ein
Newsletter-Anmeldung oder des ShopWie lange sind Einwilligungen für
Passwort verlangen – sind rechtlich be11 den Newsletter-Empfang gültig?
Registrierungsprozesses sein, solange die
denklich und zu vermeiden.
Einwilligung diesbezüglich klar und ver❚ Bei mehreren Newslettern sollte dem
ständlich ist.
Generell gelten Einwilligungen für den jeEmpfänger eindeutig kommuniziert
❚ Gleiches gilt für die Anreicherung mit
weils beschriebenen Umfang. Solange sich
werden, wovon er sich genau abmeldet.
externen Daten – z. B. zur Aktualisierung
der Empfänger nach dem Erhalt eines ❚ Je nach Umfang der abgegebenen Einder Postanschrift – oder Bonitätsdaten
Newsletters nicht wieder austrägt, gilt
willigung empfiehlt es sich, die mögsowie für die Anreicherung von E-Mailseine Einwilligung für jede weitere Auslichen Opt-out-Optionen – etwa auf
Adressen um die darüber genutzten
gabe des Newsletters. Erfolgt jedoch keine
einer separaten Landing Page – einzeln
Social Networks, sofern diese Informaaufzulisten. So hat der Empfänger die
Nutzung der Einwilligung durch Zusentionen nicht allgemein verfügbar sind.
Möglichkeit, nur Teile des Newsletterden von E-Mails, so verfallen die ausgeAngebots abzumelden oder nur die
sprochenen Zustimmungen wohl in der
weitere Erhebung personenbezogener
Regel nach ein bis zwei Jahren.
ich Newsletter und
17 Muss
Marketing-E-Mails als Werbung
Daten zu unterbinden, den Newsletter
kennzeichnen?
Darf man Zustimmungen zum
aber weiter zu erhalten.
12
Newsletter durch Gewinnspiele
oder Rabatte fördern?
Die Einwilligung zum E-Mail Marketing
muss stets freiwillig sein. Dabei ist unter
anderem das Kopplungsverbot zu beachten. Eine Kopplung ist möglich, wenn es
alternative Anbieter am Markt gibt (was bei
Gewinnspielen in aller Regel der Fall sein
dürfte). Allerdings gibt es anderslautende
Gerichtsentscheidungen. Wenn Sie kein
Risiko eingehen wollen, sollte daher eine
Kopplung mit Gewinnspielen unterbleiben.
13
Wie muss eine Abmeldefunktion
aussehen?
Zur Freiwilligkeit gehört auch, dass der
Empfänger seine Einwilligung jederzeit
zurückziehen können muss. Folgende
Punkte sind hierbei zu beachten:
❚ Jeder einzelne Newsletter muss über eine
Abmeldefunktion (Opt-out) verfügen.
Weitere Infos unter www.internetworld.de/webcode
WEBCODE 1122018
❚ Eine erheblich umfangreichere Version dieses Kompendiums steht als Gratis-Download für Sie bereit
Foto: Fotolia / A. Korn
Darf ich in meinem E-MailMarketing Werbung für
Dritte – zum Beispiel Partner oder Tochterunternehmen – verschicken?
14
Muss ich auch von Service-E-Mails
eine Abmeldefunktion anbieten?
Wenn es sich bei den Service-E-Mails
wirklich um reine Service-E-Mails ohne
Werbe- oder Verkaufscharakter handelt,
deren Erhalt zur Beziehung der Leistung
erforderlich ist, ist eine Abmeldefunktion
nicht nötig.
15
Welche Daten darf ich aus der
Analyse der Nutzung erheben?
Die Erhebung anonymisierter Nutzungsdaten zur Messung der allgemeinen Newsletter Performance ist rechtlich unproblematisch. Hierauf ist lediglich in der
Datennutzungsbelehrung
hinzuweisen
und eine Widerrufsmöglichkeit anzubieten.
Wenn verhaltensbezogene Daten personengenau erhoben werden, ist eine explizite
und separate Zustimmung erforderlich.
❚ Als personenbezogene Verhaltensdaten
gelten alle Daten, die Nutzungsdaten
mit einer konkreten E-Mail-Adresse verknüpfen – etwas Klickdaten, Conversions oder Aktivitäten auf einer verlinkten Seite.
Für den Empfänger muss eindeutig erkennbar sein, dass der Absender des Newsletters eine kommerzielle Absicht verfolgt.
So ist sichergestellt, dass die Intention für
den Empfänger erkennbar ist:
❚ Die Absicht muss schon über den Absender und die Betreffzeile erkennbar sein.
❚ Die Intention darf nicht verschleiert
werden. Eine Verschleierung liegt dann
vor, wenn der Absender eine falsche
Identität vortäuscht oder den Betreff so
gestaltet, dass er einen nichtkommerziellen Inhalt suggeriert.
❚ Die Absicht darf nicht verheimlicht werden. Eine Verheimlichung liegt dann vor,
wenn der Absender seine Identität überhaupt nicht angibt – zum Beispiel wenn
er die Versenderangabe löscht oder über
einen Remailer anonymisiert.
18
Muss jede E-Mail ein Impressum
beinhalten?
Ein vollständiges Impressum ist ein Pflichtbestandteil jedes Newsletters. Folgende
Mindestangaben müssen enthalten sein:
❚ bei natürlichen Personen der ausgeschriebene Name,
Internet World BUSINESS
19
❚ bei juristischen Personen die Firma inkl.
Rechtsform sowie der Name des Vertretungsberechtigten (bei Gesamtvertretung die Namen so vieler Vertreter, wie
für die Vertretung erforderlich),
❚ die Anschrift des Absenders mit Straße,
Postleitzahl, Hausnummer und Ort,
❚ die E-Mail-Adresse und Telefonnummer,
❚ Registerinformationen (Handelsregister,
Vereinsregister, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister, in das der Absender
eingetragen ist, und die Registernummer),
❚ bei Diensten, die der behördlichen
Zulassung bedürfen, Angaben zur
zuständigen Aufsichtsbehörde,
❚ bei bestimmten Berufen berufsspezifische Informationen,
❚ soweit vorhanden, die Umsatzsteueridentifikationsnummer nach Paragraf
27a des Umsatzsteuergesetzes oder die
Wirtschafts-Identifikationsnummer
nach §139c der Abgabenordnung,
❚ bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die sich in
Abwicklung oder Liquidation befinden,
die Angabe hierüber.
19
Muss jede E-Mail auch eine
alternative Textdarstellung
(Multipart) beinhalten?
Zur Darstellung von E-Mails gibt es keine
eindeutige Rechtsprechung. Wir empfehlen jedoch den Versand eines MultipartMailings (Text und HTML), welches in
beiden Teilen folgende Elemente enthält:
Ein vollständiges Impressum, einen Link
zur Online-Version des Mailings sowie
auch einen Abmelde-Link (Opt-out).
20
Darf ich in Service- und Transaktions-E-Mails werben?
Transaktions- und Service-E-Mails dürfen
grundsätzlich keine Werbung beinhalten.
Eine Ausnahme kann dann gelten, wenn
ein Werbe-Opt-in für Newsletter vorliegt,
das sich auf Service- und TransaktionsMails übertragen lässt. Voraussetzung ist,
dass bei der Einholung der Einwilligung
diese bereits ausdrücklich und möglichst
konkret auf solche Service- und Transaktions-Mails erstreckt. Ist das nicht der Fall,
besteht die Gefahr, dass die Gerichte die
Werbung nicht als von der Einwilligung
gedeckt ansehen.
❚
Die Autoren
Fabian Niemann
ist Partner bei der internationalen Anwaltssozietät Bird & Bird
und berät Anbieter und
Kunden in allen Bereichen des IT- und Technologierechts.
❚ www.twobirds.com
Stefan von Lieven
ist Gründer und Geschäftsführer der Artegic AG in Bonn. Artegic
entwickelt SoftwareLösungen für E-Mailund RSS-Marketing
❚ www.artegic.de
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20
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14:05 Uhr
Seite 20
MARKETING & WERBUNG
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
Coca-Colas Köder
Nicht die Problemstellung, sondern vor
allem deren Lösung
macht eine (Online-)
Kampagne zu etwas
Besonderem – so wie die
Arbeit von Publicis e-Dologic für Coca-Cola.
Ein Werbe-Banner des Brauseherstellers zeigt: Gut integriert ist ganz gewonnen
C
oca-Cola nimmt schon seit vielen
Jahren eine Vorreiterrolle ein, wenn
es um die Integration und den innovativen Einsatz digitaler Medien im Consumer Marketing geht. Mit der Werbekampagne „My Can“ von Coca-Cola Israel
macht das Unternehmen seinem Ruf als
Social-Media-Visionär nun wieder alle
Ehre. Ein Klick des Nutzers auf den Facebook-Connect-Button im Werbe-Banner
genügt, um die dargestellte Coca-ColaDose mit dem eigenen Facebook-Profilbild zu versehen und im Anschluss an
Freunde zu versenden.
Die Daten hierfür erhält das WerbeBanner über die Open-Graph-Schnittstelle von Facebook. Einmal integriert
bietet die API den Vorteil, dass sie die
Nutzerinformationen in einem standar-
Steckbrief
❚ Auftraggeber: Coca-Cola Company
❚ Auftrag: Entwicklung einer Social-MediaKampagne („My Can“)
❚ Agentur: Publicis e-Dologic, Ramat Gan
(Israel)
❚ Launch: Februar 2011
22/11
Vorgestellt von:
Marcel Semmler,
Produktmanager der
Allyve GmbH & Co. KG
in Nürnberg
❚ www.allyve.com/produkte
Gewöhnliche Herausforderung: Interesse und Interaktion schaffen
disierten Format liefert. Bei der technischen Entwicklung spart dies eine Menge
Aufwand, da zum Beispiel ein komplexes
Use Case Handling für verschiedene Bildgrößen und -formate nicht implementiert werden muss. Außerdem wird dem
Nutzer durch die 1-Klick-Personalisierung ein manueller Upload von Bildern
erspart – was in einem flüchtigen Medium wie dem Werbe-Banner auch angemessen ist.
Durch die innovative, personalisierte Form der Ungewöhnliche Umsetzung: Ein Banner mit Facebook Connect Button
User-Beteiligung
und -Interaktion erhöht die Kampagne Moment geschaffen, der die persönliche
die Click-Through-Rate – und sie verleiht Bindung zur Marke stärkt, ohne die Mardem Werbeslogan „Open Happiness“ kenwiedererkennung zu verwässern. „My
weitere Schubkraft. Indem Verbraucher Can“ kann in diesem Sinne als vorbildmithilfe von Social Media Einfluss auf das liche und kraftvolle Social-Media-KamDesign ihrer Coca-Cola-Dose nehmen pagne gewertet werden und ist deshalb der
können, wird zudem ein unvergesslicher Bezeichnung Topkampagne würdig. ❚
Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
Auftraggeber
Auftrag
Dienstleister
Axel Springer
Employer-Branding-Kampagne in Print und Online mit dem
Motto „Da geht noch mehr“ für das Berliner Verlagshaus
Scholz & Friends Berlin
Mercedes-Benz
Einführungskampagne für den Reisebus Travego „Edition 1“
Scholz & Friends Berlin
Microsoft
Berliner Pilsner
Crossmediale Kampagne inklusive Social-Media-Aktionen
Dorland
Adaption der von Crispin, Porter & Bogusky entwickelten crossmedialen Kampagne für den deutschen Markt / Mediaplanung
Wunderman /
Universal McCann
Bio Construct
Entwicklung einer viralen Kampagne für Biogasanlagen
Cocomore
N24
Marketingkampagne in Print, TV, Online und Out-of-Home
N24 (inhouse)
Bonprix
Affiliate Marketing Management in sechs Ländern
iCrossing
Paramount Farms
Digitale Kampagne „Lass knacken“ für den Pistazien-Lieferanten
Moccu
Day Men
Betreuung der Adwords- und Display-Jahreskampagne
TWT Interactive
Sony Deutschland
Deutscher Schwimm- Imagekampagne für das deutsche Wasserball-Nationalteam,
verband (DSV)
das bei den Olympischen Spielen 2012 in London antritt
Klingenberg Sportconsulting (KSPO)
Crossmediale Launch-Kampagne in Online, Social Media, Print für Anomaly / Bplused /
die Tablets S und P / Adaption für Deutschland / Mediaplanung
OMD Berlin
Toyota
Festool
Crossmediale Kampagne für den Werkzeughersteller /
Retargeting- und Online-Werbemittel für die Kampagne
Pilot Stuttgart /
Pilot 1/0
Imagekampagne mit TV-Spots und Online-Maßnahmen für das
Modell Yaris / Entwicklung individueller Cut-ins
Saatchi & Saatchi /
Newcast
Wer-kennt-wen.de
Entwicklung eines TV-Spots für das soziale Netzwerk
Brand Lounge
Word-of-Mouth-Projekt für Jacobs Krönung und Tassimo
Webguerillas
Yello Strom
Kampagne inklusive Online- und Social-Media-Maßnahmen
BBDO Proximity
Jacobs Krönung
Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an [email protected]
1&1 steht auf Rang eins
Der Internet-Konzern steckt ordentlich Geld in seine Imagekampagne
W
ährend der Modekonzern Esprit,
der zwischenzeitlich schon gut fünf
Millionen Euro in einem Monat in seine
Online-Imagewerbung steckte, die Ausgaben zuletzt weiter drosselte, zeigten sich
andere Unternehmen umso investitionsfreudiger. Im September gab 1&1 Internet
rund 3,68 Millionen Euro brutto aus, um
damit sein Image im Internet zu bewerben.
Der Hosting-, E-Mail- und Mobilfunkanbieter eroberte damit den Spitzenplatz im
deutschlandweiten Ranking der Werbungtreibenden, die im September am meisten
in Internet-Werbung investierten. host ❚
Top-Werbungtreibende in den Werbecharts im September 2011
Mit 3,68 Millionen Euro bewarb 1&1 Internet im September sein Image und eroberte damit Platz eins
Produkt
Firma
Spendings in Mio. Euro
Sept. 2011 Sept. 2010
1&1 Image
1&1 Internet AG, Montabaur
3,68
1,31
Zalando.de
Zalando, Berlin
3,42
1,31
Esprit Image allgemein
Esprit Europe, Ratingen
2,64
6,32
Google.de
Google Germany, Hamburg
2,47
2,61
Sky Pay-TV
Sky Deutschland Fernsehen, Unterföhring
2,44
2,09
Groupon.de
Citydeal, Berlin
2,35
0,16
Hqware.com
HQ Ware, Garching
2,33
1,04
BMW Fahrzeug-Firmenwerb.
BMW, München
2,10
1,98
Telekom Image
Deutsche Telekom AG, Bonn
1,85
2,40
Media Markt Techn. Kaufh.
Media-Saturn-Holding, Ingolstadt
1,81
2,50
© INTERNET WORLD Business 22/11
An der Spitze: 1&1 Internet aus Montabaur
Zeitraum: 01.09.2011 – 30.09.2011
Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2011
neueIWB-Anzeige-1-1-intern_v2.qxd:Layout 1
30.06.2010
11:39 Uhr
Seite 38
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22_E-Commerce-News1.qxd
22
26.10.2011
14:27 Uhr
Seite 22
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
Rekordweihnachten erwartet
KARSTADTSPORTS.DE
Webshop für Sportler
Bei der Warenhauskette Karstadt geht der
Trend im Internet zu Multi-Stores. Unter
Karstadtsports.de hat das Unternehmen
jetzt einen Online Shop für ambitionierte
Sportler gelauncht. Damit wollen die Essener die 27 Karstadt-Sports-Filialen unterstützen, mit denen sich das Unternehmen
als einer der Marktführer in Sachen Sportausrüstung versteht. Der Relaunch von
Karstadt.de Anfang August habe nach den
Worten von Karstadt.de-Chef Michael Melzer bereits gut geklappt. Seitdem verzeichne man ein Umsatzplus von 30 Prozent
gegenüber den Vorjahreswerten. dz
Karstadtsports.de heißt das jüngste
Web-Baby der Warenhauskette Karstadt
AMAZON
Mehr Re-Commerce
Amazon baut sein Re-Commerce-Angebot
aus und nimmt ab sofort auch Geräte an,
die nicht aus der eigenen Produktpalette
stammen. Den Kunden wird nach Einsendung des Altgeräts die Tauschsumme per
Gutschrift auf das Amazon-Konto übertragen. Bei der Deutschland-Einführung von
Trade-In im August war das Programm zunächst noch auf Bücher beschränkt. Jetzt
können auch E-Reader, MP3-Player und
Handys eingeschickt werden. dz
FACEBOOK
Credits auf neuem Terrain
Die Social Community Facebook will ihr
Zahlungsmittel „Credits“ außerhalb der
Facebook-Welt etablieren. Auf dem Gaming-Portal Gamehouse.com können Online-Nutzer die beiden Spiele „Uno Boost“
und „Collapse“ jetzt auch mit FacebookCredits bezahlen. Bislang war hier Paypal
als Zahlungsmittel der Wahl an Bord. Als
Gebühr für die Zahlung virtueller Güter
verlangt Facebook von Partnern 30 Prozent der Umsatzsumme. Bei reellen Gütern müsste dieser Satz sinken. dz
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22/11
Wer kombiniert, profitiert
FEDEX
Der Paketdienst Fedex rüstet sich für ein
Rekordweihnachtsgeschäft. Mehr als 260
Millionen Pakete will der Deutsche-PostKonkurrent vom Erntedankfest bis Weihnachten weltweit ausliefern. Rund 20.000
zusätzliche Zeitarbeiter sollen helfen, das
Volumen zu stemmen. Mit 17 Millionen
auszuliefernden Paketen soll der 12. Dezember der stärkste Tag des Jahres sein. dz
31. Oktober 2011
Ernsting’s Family ließ Shop-Besucher Klamotten kombinieren – und verkaufte mehr
W
ie Online-Händler spielerisch ihren Produkte bestellt und 21 Prozent mehr
Umsatz steigern können, zeigt der Umsatz erzeugt. Für Dienstleister Spot
Textilunternehmer Ernsting’s Family. Vom Media ein klares Indiz dafür, dass das ge6. bis 26. September konnten Besucher des steigerte emotionale User-Engagement
Webshops Ernstings-family.de mit einem tatsächlich die Bereitschaft fördert, mehr
Outfit-Styler à la Polyvore aus der aktuel- passende Kleidungsstücke in Kombinalen Kollektion eigene Outfits ertion zu bestellen.„Dabei handelt
stellen, bei Facebook posten und
es sich nicht um neue Besucher,
von einer Fachjury bewerten lassondern um eine nachhaltige
sen. Das beliebteste Outfit geAktivierung der bereits bestewann einen Preis. Die Aktion
henden Shop-Besucher“, erklärt
wurde von der Hamburger EArne Liedtke, Web-Analyst bei
Commerce-Agentur Spot Media
Spot Media. Bei einer gezielten
umgesetzt. Zum Einsatz kamen
Analyse der Ernsting’s-Familyetablierte Technologien wie
Top-User falle außerdem auf,
Flash 9, HTML5, Java Script sodass sehr aktive Besucher, die
wie eine Datenbankanbindung Johannes Ehling,
nicht mit dem Outfit-Styler in
mit PHP. Hauptaufgabe des Ernsting’s Family
Kontakt waren, weniger bestellt
Dienstleisters war es, einerseits
haben als jeder der Top-User, die
den Abverkauf zu fördern und anderer- den Outfit-Styler benutzten.
seits die Verweildauer der Nutzer im Shop
Dass Ernsting’s Family den Outfit-Styler
und das Nutzerengagement zu steigern.
zunächst nur im Rahmen einer Kampagne
nutzte und nicht dauerhaft in die Seite einCross-Selling par excellence
band, liegt vor allem an einem technischen
Mit dem Ergebnis sind Auftraggeber und Problem: Im ersten Schritt war es nicht triDienstleister gleichermaßen zufrieden: vial, die Kleidungsstücke im Outfit-Styler
Durch die Verknüpfung von Entertain- an die Warenwirtschaft anzubinden und
ment und Social Media erzielte die Aktion den Kunden damit Informationen über
insgesamt 24.101 Unique Visits. Insgesamt Produktverfügbarkeiten zu liefern. Ausgewurden 3.844 Outfits gespeichert. 16 Pro- löst durch die Erfolge der Aktion arbeiten
zent aller Unique Visits mit Kontakt zu der die E-Commerce-Profis von Spot Media in
Aktion haben ihre Kreationen also ver- einem zweiten Schritt daran, erstellte Outewigt. Ein messbarer Unterschied besteht fits in den kompletten Bestellvorgang zu
auch in der Anzahl der Produkte pro Auf- integrieren. Ziel ist es, den Styler in Zutrag. Pro Conversion wurden von den kunft bei besonderen Produktsortimenten
❚
Outfit-Styler-Nutzern neun Prozent mehr einzusetzen und zu erweitern. dz
Umsatzbringer Cross-Selling: Wer Produkte
virtuell kombiniert, bestellt mehr
Lagerfeld designt fürs Web
70 Prozent
Neukunden
Der Modezar will Mode fürs Volk vor allem online vertreiben
K
arl is coming“, verspricht
der Online-LuxusmodeShop Net-a-porter.com derzeit im Web. Von welchem
Karl die Rede ist, können Modefans anhand des schwarzweißen Scherenschnitts unschwer erkennen: Modezar
Karl Lagerfeld will sein Geld
künftig nicht nur als Chefdesigner des französischen Luxuslabels Chanel verdienen,
sondern auch Otto Normalverbrauchern Couture auf Untermiete: Net-a-porter gibt „Karl“ eine erste Heimat
den Leib schneidern.
Diese Kunden bekommen die Lagerfeld- men eingemietet: Beim Internet-LuxusMode allerdings nicht wie High-Society- mode-Shop Net-a-porter.com werden die
Fashionistas in den Top-Einkaufslagen „Karl“-Klamotten als Erstes zu bestellen
deutscher Großstädte mit exaltierter Geste sein. Startschuss für die Damenkollektion
der Verkäuferin überreicht, sondern in der ist das Frühjahr 2012. Doch auch Lagerfeld
Regel vom DHL-Fahrer im Pappkarton denkt Multichannel: Ausgewählte Offlinevor die Tür gestellt. Als Vertriebsweg seiner Boutiquen weltweit sollen die Modelinie
Mode hat sich Lagerfeld nämlich überwie- später ebenfalls vertreiben.
Als Direktor der neuen Marke wurde
gend das Web ausgesucht. Einen eigenen
Shop will der Modezar unter dem Label Pier Paolo Righi bestimmt. Der Deutsche
„Karl“ mit Damen- und Herrenkollektio- arbeitete zuvor bei Nike und Tommy Hilnen sowie Accessoires bestücken. Weil der figer. Es ist nicht das erste Mal, dass der
aber offenbar noch ein Weilchen auf sich Modezar mit dunkler Sonnenbrille Volkswarten lässt, hat Lagerfeld sich vorerst zur nähe zeigt: Seine Kollektion für H&M
Untermiete in adäquaten virtuellen Räu- 2004 war ein Riesenerfolg. dz
❚
M
it Groupon ködern Online Shops
vor allem Bestandskunden und gewähren so unnötig Rabatte – dieses Urteil
ist im Zusammenhang mit dem Couponing-Granden immer wieder zu hören
und zu lesen. Der Online Shop der Drogeriekette Rossmann kann diese Erfahrung
aber offenbar nicht bestätigen. Das Unternehmen hat im Rahmen einer GrouponAktion innerhalb von vier Tagen mehrere
Tausend Wertgutscheine mit einem Rabatt
von 40 Prozent unters Volk gebracht.
„70 Prozent der Kunden sind Neukunden
im Webshop“, sagt ein Online-Sprecher
auf Nachfrage von INTERNET WORLD
Business. Ob man auch Kunden erreichte,
die bislang an den Offline-Filialen unverrichteter Dinge vorbeispazierten, habe
man allerdings nicht messen können.
Für Udo Günzel, Online-Geschäftsführer bei Rossmann, sind aber nicht nur die
real gewonnenen Kunden ein Beleg für
den Erfolg der Online Promotion: „Durch
derartig viele Gutscheine haben wir nicht
nur neue Kunden angesprochen, sondern
zudem auch die Marke und das facettenreiche Angebot unseres Online Shops stärken können“, sagt er. Wie die Kooperation
mit Groupon fortgesetzt wird, soll die Zukunft zeigen. dz
❚
23_E-Commerce-News2.qxd
26.10.2011
17:31 Uhr
Seite 23
E-COMMERCE
23
20.000 Webshops in Bayern
Jeder dritte stationäre Händler in Bayern verkauft inzwischen auch über das Internet
D
as Feindbild E-Commerce haben Bayerns
Einzelhändler endgültig verabschiedet. Laut
einer Prognose des Handelsverbands Bayern soll
der Online-Handel in dem südlichen Bundesland
in diesem Jahr um zehn Prozent auf 4,7 Milliarden Euro steigen. „Das sind Steigerungsraten, von
denen der klassische Einzelhandel nur träumen
kann“, sagte Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern, auf dem „2. Bayerischen E-Commerce-Kongress“ in München.
Kaum ein bayerischer Einzelhändler könne sich
dem Trend zum Online-Handel entziehen, so
Läuger weiter. Jedes dritte der 60.000 Einzelhandelsunternehmen in Bayern ist inzwischen mit
einem Shop im Web vertreten und versucht so, die
Reichweite für das eigene Sortiment zu steigern.
Damit gibt es in dem Bundesland allein rund
20.000 Webshops. „Früher als absolute Bedrohung für den klassischen Einzelhandel angesehen,
ist das Internet für immer mehr Unternehmen
eine Chance“, meint der Verbandschef. Auch die
Bayerns Händler
sehen Wachstumschancen im Web
bayerische E-Commerce-Zukunft sieht Läuger
positiv: Sie werde eines der wenigen Wachstums❚
felder des Einzelhandels bleiben. dz
QR-Shopping bei eBay
Der Online-Marktplatz setzt Anreize zum mobilen Impuls-Shopping
M
it QR-Codes steigern
ren und werden dann auf
Online-Händler ihre
eine konkrete Produktseite
Präsenz in der Offlineoder eine Suchliste mit
Welt. Nach Tesco und seiähnlichen Produkten vernem Plakatsupermarkt in
linkt. Auf Wunsch können
koreanischen U-Bahnstasie die Produkte innerhalb
tionen und Weltbild mit
der App bestellen. Der Akseinen Bücherregalen in
tion voraus ging eine hausBerlin testet jetzt der Oninterne Studie, in der eBay
line-Marktplatz eBay die Ein Schaufenster ohne Ladengeschäft
herausfand, dass 48 ProAbsatzchancen von QRzent der Shopper sofort beCodes im mobilen Handel. In der New Yorker stellen wollen, wenn sie ein interessantes Produkt
Park Avenue hat das Unternehmen ein echtes sehen. 46 Prozent gaben an, gerne im Web auf
Schaufenster mit Produkten und Wunschlisten Schaufensterbummel zu gehen. Im traditionellen
verschiedener Prominenter dekoriert. Die Gestal- Handel indes zeigten sich 57 Prozent von den
tung übernahm der New Yorker Star-Designer langen Warteschlangen genervt, 54 Prozent
Jonathan Adler. Konsumenten, die an dem Fenster schreckten volle Läden ab, 52 Prozent aufdringvorbeiflanieren, können die eBay App auf ihrem liches Verkaufspersonal und 65 Prozent fanden
Smartphone öffnen, den Barcode-Reader aktivie- die Auswahl zu gering. dz
❚
Steuererleichterung für Shops
Webshops mit einem Jahresumsatz von 500.000 Euro profitieren von Ist-Besteuerung
D
ie Bundesregierung will die Umsatzgrenze, bis zu der Unternehmen für
die Ist-Versteuerung votieren dürfen,
bundesweit dauerhaft auf 500.000 Euro
festsetzen. Bislang galt die Regelung nur
befristet bis 31. Dezember 2011. Laut
Kathrin Andrae, Steuerexpertin des
Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), sei dies vor allem für viele
Online-Händler eine sehr gute Nachricht.
Denn bislang mussten sie für Online-Bestellungen die Mehrwertsteuer teilweise
schon an das Finanzamt abführen, bevor
die Kunden die Rechnung bezahlt hatten. Künftig wird Umsatzsteuer nur für erhaltenes Geld abgeführt
Auch bei der Vereinbarung von Ratenzahlung schuldeten die Web-Händler dem Finanzamt vom Kunden erhalten haben. Laut HDE erzielt
die komplette Umsatzsteuer schon vor Erhalt des jeder vierte in Deutschland tätige Web-Händler
kompletten Rechnungsbetrags. Die neue Rege- Umsätze unter der 500.000-Euro-Grenze. 60 Prolung sehe vor, dass Händler die Umsatzsteuer erst zent davon würden ihren Kunden den Kauf auf
an den Fiskus abführen müssen, wenn sie das Geld Rechnung erlauben. dz
❚
24-25_haendlerbewertung.qxd
Internet World BUSINESS
17:00 Uhr
Seite 24
E-COMMERCE
31. Oktober 2011
22/11
Foto: Fotolia /
Cirquedesprit
24
26.10.2011
HÄNDLERBEWERTUNGEN
Schlecht bewertet, gut reagiert
Der Streit um Bewertungssysteme spitzt sich zu. Immer mehr Betrugsfälle werden aufgedeckt. Unternehmen tun gut
daran, eine Reaktionsstrategie für schlechte Bewertungen zu entwickeln
D
views werden nur veröffent- milian Blum Freiherr von Grevenstein auf
as System Online-Bewerlicht, wenn etwas nicht Tripadvisor einen User namens „Bellagio“
tung hat hohe kommerstimmt. Bei einem von Win- ausgemacht hat, der in sieben Jahren
zielle Relevanz. Nicht nur,
ters Häusern stehen 124.000 32.300 Bewertungen abgegeben hat – also
dass immer mehr InternetÜbernachtungen nur 28 Be- ungefähr zwölf pro Tag.
Käufer Online-Bewertungen
wertungen auf dem Reisebezur Vorbereitung ihrer KaufRegelrechte Bewertungsindustrie
wertungsportal
Holidayentscheidung nutzen. In Fällen,
check.de gegenüber. Von Inzwischen ist eine regelrechte Bewerwo Suchroutinen die SternAnbietern wie Holidaycheck tungsindustrie entstanden, die gegen Geld
chen zur Trefferpositionierung
wünscht sich Winter daher beliebig Lob oder Tadel verteilt. Crowdsourheranziehen, kann eine Bewerunter anderem, dass die In- cing-Plattformen wie Amazons „MTurk“
tung gar darüber entscheiden,
formationen über die einzel- eignen sich trefflich dazu, ein Unternehob ein Geschäft gut oder
nen Hotels ausführlicher men mit vielen anonymen Nutzern zu verschlecht läuft, und mitunter
sind. So könnte die Informa- kuppeln, die positiv auf Rankings Einfluss
gar das ganze Konzept gefährtion über die Zahl der abge- nehmen. Auf der populären Privatden. Welche Bedeutung den Gute Bewertungen sind käuflich: Auf der Minijob-Plattform Fiverr.com
wickelten Übernachtungen Dienstleistungsplattform Fiverr.com etwa
Bewertungen zukommt, zeigt kosten drei Bewertungen nur schlappe fünf US-Dollar
Usern einen Eindruck über kostet die positive Bewertung fünf USsich am besten bei eBay: „Sobald die Anzahl positiver Bewertungen Durch Trial und Error fand eBay heraus, die Repräsentativität der Bewertungen Dollar. Kritik in puncto Missbrauchsanfälligkeit trifft vor allem die Plattformen,
unter 96 Prozent fällt, kann es sein, dass welch kompliziertem Mechanismus die vermitteln, glaubt Winter.
Längst setzen sich auch die Gerichte mit die das Bewertungsrecht nicht an die unein Händler von eBay ausgeschlossen Bewertung eines Handelspartners folgt. In
wird“, weiß Axel Gronen, der Händler in einer großen Studie unter seinen Kunden den Beurteilungen auf Reisebewertungs- mittelbare Buchung koppeln. Der vereinSachen Verkauf auf Marktplätzen wie eBay stellte Gronen fest, dass die versand- plattformen auseinander, weil sich immer zelt verlangte Buchungsnachweis lässt sich
oder Amazon berät. Schon der Verlust des kostenfreie Lieferung nicht erwartungs- mehr Hoteliers auch mit juristischen „beschaffen“, bekannte ein anonymer InsiPowerseller-Status koste Händler fünfstel- gemäß zur 5-Sterne-Bewertung führte:„Es Mitteln gegen unberechtigte Kritik zur der gegenüber Reportern des ZDF freiist grotesk, aber absurd niedrige Versand- Wehr setzen. Auch Hotellige Beträge an eBay-Umsätzen.
kosten wie zum Beispiel 40 Cent schaffen chef Winter zog vor das
Wildwuchs auf eBay
beim Käufer eine positivere Stimmung Hamburger Landgericht
Schon vor Jahren führten die ökonomi- und führen zu höheren Bewertungen.“ und gewann. Die Richter
schen Folgen des eBay-Bewertungssystems Auch hier lernte der Auktionsriese aus sei- sahen die Beweislast für
zu allen nur erdenklichen Auswüchsen. So nen Erfahrungen: Inzwischen wird der die Prüfung der Inhalte
drohten Händler mit Rachebewertungen, Verzicht auf Versandkosten automatisch einer Bewertung aufseiten
von Holidaycheck. Auch
wenn die Käuferbewertung nicht positiv mit fünf Sternen gleichgesetzt.
ausfalle. Andere versuchten, die Menge
Nicht nur bei eBay-Händlern – auch in Booking.com verlor gegen
positiver Einträge zu optimieren, indem der Hotellerie ist das Thema Online-Be- einen Hotelier vor Gesie versandkostenfreie Kleinstprodukte zu wertungen durch eine Hassliebe geprägt. richt: Hier untersagten die
lächerlichen Spottpreisen anboten. Der Weil jede Hotelübernachtung mit vielen Richter am Berliner LandTrick bei dieser Vorgehensweise: eBay Unsicherheitsfaktoren behaftet ist, erlangt gericht der BuchungsTop-Platziemacht keinen Unterschied zwischen Be- die Meinung früherer Gäste eine starke plattform,
wertungen für ein Scart-Kabel oder einen Bedeutung. Hoteliers stehen hier vor zwei rungen in Ratings wie Kampf um jede Bewertung: Die A&O-Hotels liefern soliden
3.000-Euro-Fernseher.
Problemen: Sie müssen erstens professio- einen Werbeplatz zu ver- Service, aber nichts, wovon Gäste schwärmen würden
nell mit der für alle einseh- kaufen. Booking.com reabaren Kritik umgehen kön- gierte geschickt und nannte die Rubrik mütig. „Wird die direkte Buchung vernen. Und sie müssen Gäste einfach um. Nun ist nicht mehr von langt, dann buche ich und storniere direkt
dazu motivieren, überhaupt Bewertungen die Rede, sondern die neue wieder, nachdem ich den BewertungsRubrik heißt „Booking.com empfiehlt“.
Link erhalten habe.“
Bewertungen abzugeben.
Am härtesten könnte es möglicherweise
Zwielichtige Agenturen bieten ihre
Genau das ist das Problem
von Oliver Winter. Seine Tripadvisor treffen. Die britische Verbrau- Dienste inzwischen recht offen am Markt
A&O-Hotels und -Hostels cherschutzorganisation Kwikchex forderte an. Bewertungsoptimierung wird zum
sind in der unteren Mittel- das US-amerikanische FBI auf, gegen die Gattungsbegriff. Hamburgs Vorzeigehoteklasse angesiedelt: Einfach, Bewertungsplattform zu ermitteln. Der lier Kai Hollmann zeigte sich im Februar
solide, schnörkellos und ein Grund: In den vergangenen zwölf Mona- sichtlich verblüfft, als er eine entsprechende
akzeptables Preis-Leistungs- ten habe es über 3.000 Fälle von offen- Anfrage erhielt. „Die wollten von uns
Verhältnis – das ist das, was sichtlichen Manipulationen in den Bewer- abends nicht verkaufte Zimmer zugeteilt
der Gast verlangt und in der tungen gegeben. Und das ist nur die Spitze bekommen, damit sie offiziell als Gäste
Auf Tripadvisor.de schreibt der vermeintliche User „Bellagio“
Regel auch bekommt, aber des Eisbergs. Das Branchenblatt „Top bewerten können“, so der Hanseat. Das
im Schnitt zwölf Hotelbewertungen pro Tag
eben nicht bewertet. Re- Hotel“ berichtet, dass Hotelberater Maxi- Angebot schlug er aus.
24-25_haendlerbewertung.qxd
22/11
26.10.2011
17:00 Uhr
31. Oktober 2011
Doch wie sollten Händler und Dienstleister reagieren, wenn sie Opfer ungerechtfertigter Kritik wurden? Bei eBay sieht Axel
Gronen die Lage eher fatalistisch: „Kleine
Händler haben eigentlich keine Chance,
eine Löschung durch eBay zu erwirken“,
sagt er. Die Reduzierung des Personalbestands bei eBay Deutschland habe die
Situation klar verschärft. Nur die größten
Händler seien in der Lage, direkt Kontakt
zur Plattform aufzunehmen. „Selbst wenn
man sich einen Anwalt leisten will und
meint zu gewinnen: Man findet keinen,
der Streitwert ist zu gering“, so Gronen.
Primäres Ziel einer Strategie in puncto
Bewertungen sei daher, den negativen Eintrag möglichst schon von Anfang an zu
vermeiden – beispielsweise, indem man
einen Ansprechpartner nennt, der sich um
etwaige Probleme kümmert.
Selbst wenn die negative Bewertung bereits erfolgt ist, kann ein direkter Kontakt
noch sinnvoll sein. Einer Studie der Uni
Bonn zufolge waren 45 Prozent der eBayKäufer willens, ihre Bewertung zurückzunehmen, sobald sich der Händler bei
ihnen entschuldigte. Besonders wirksam
sind solche Entschuldigungen, wenn
Händler einen Gutschein oder Rabatt beifügen. Die Studie der Uni Bonn kommt zu
dem Schluss, dass etwa 20 Prozent der
Käufer auf einen 2,50-Euro-Gutschein
und 23 Prozent auf einen 5-Euro-Gutschein reagierten. Dennoch empfiehlt Axel
Gronen, Kulanzgutscheine nur auf Abruf
vorzuhalten. „Man sollte sich vorher
Gedanken machen, was die Vermeidung
einer negativen Bewertung wert ist.“
Auch Bewertungsplattformen sollten
Händlern und Dienstleistern eine Chance
Seite 25
E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
25
gen lassen, müsse man den Fall für erledigt
erklären und dann auch nicht mehr reagieren, glaubt sie.
Thomas Kleber, Direktor des Edelhotels
„Kameha Grand in Bonn“ veröffentlichte
am Ende einer Diskussion mit einem Gast,
der offensichtlich keine Ruhe geben
wollte, kurzerhand eine Kurzzusammenfassung des gesamten Dialogs. Mit Sätzen
wie: „Weiter hatten wir beide auch einen
durchaus freundlichen und umfangreichen E-Mail-Verkehr“ stellte der Hotelier
klar, dass der Gast im Netz bewusst nur
einen Teil der Kommunikation, nämlich
seine Kritik, veröffentlicht hatte, um die
Stimmung anzuheizen.
Nach rechtlichen Problemen darf Booking.com nicht mehr mit Topbewertungen werben
angeboten. Als die Käufer des Schnäppchens auf ihr Recht pochen wollten, antworteten zahlreiche Forumsmitglieder,
dass der Fehler so offensichtlich sei, dass
man sich doch bitte mit der Rückzahlung
des Kaufbetrags abfinden möge.
Für Marco Nussbaum, Gründer des Bremer Budget-Design-Hotels Prizeotel, ist
die Situation zwiegespalten. Selbstheilungskräfte gebe es, wenn die Community
auf der jeweiligen Plattform stark sei. Aus
Nussbaums Sicht ist das auf Qype.com der
Fall, auf anderen Plattformen hingegen
nicht. Grundsätzlich vermeiden würde
Nussbaum Diskussionen auf Plattformen
wie Zoover.de, die er vor allem vor Google
nicht stark machen will. Jeder neue Beitrag
in einem Thread kann die Google-Sichtbarkeit steigern oder kurzfristig erhöhen.
Ist der Thread sogar negativ betitelt
(„Immer Ärger mit XY“), könnte selbst ein
positiver neuer Beitrag dazu führen, dass
die erste und vielleicht längst veraltete Kritik neue Nahrung bekommt.
Dass sich in schlechten Bewertungen oft
falsche Erwartungen widerspiegeln, weiß
Nina Meyer zu berichten. Die Sprecherin
beim Touristikkonzern L’Tur verantwortet
die Social-Media-Aktivitäten des Reisedienstes. „Es gibt schon mal Bewerter, die
ein Designhotel buchen und dann das
ungemütliche Zimmer anprangern“, sagt
sie. Meyer beantwortet Kritik am liebsten
im direkten Kontakt. Erscheint eine negative Bewertung, so prüft Meyer in anderen
Reiseforen, ob dort ähnliche Kritiken vorliegen. Im nächsten Schritt wird der Reiseagent vor Ort befragt, ob ihm Mängel an
einem Haus bekannt sind. Auch frühere
Reklamationen zieht sie zurate. „Wir
haben ein sehr differenziertes internes
Controlling und können bei den einzelnen
Hotels genaue Reklamationsquoten nachweisen“, so Meyer. Jenseits der rechtlich
festgeschriebenen Tourismus-Kompensationen hält Nina Meyer immer einen 50Euro-Gutschein in der Hinterhand. Doch
wenn sich Nutzer partout nicht besänfti-
„Zeig dem Troll nicht deine Träne“
Auch Daniel Pioch, verantwortlich für das
Online Marketing des Holzfachhändlers
Holz Richter, sieht sich verstärkt dem Versuch von Kunden ausgesetzt, Druck über
Bewertungen aufzubauen. Seine Taktik:
„Falls es zu einer Rachebewertung kommt,
sollte man erst kommentieren und dann
für eine Löschung kämpfen“, sagt Pioch.
„Handelt es sich um einen Erpressungsversuch, sollte man diesen eventuell öffentlich machen, um auf diese Machenschaften aufmerksam zu machen.“
Im Fachjargon der Community-Manager heißen renitente Nörgler schlicht
„Trolle“. Der Kontakt mit ihnen ist in
aktiveren, größeren Communitys praktisch unvermeidlich und sollte Marketing
Managern nachts nicht den Schlaf rauben.
Ein wichtiger Tipp zum Umgang mit Trollen lautet daher, das Rückgrat durchzudrücken. Oder wie es das US-Marketing-Fachportal Clickz.com formuliert:
„Lass den Troll nicht deine Tränen sehen.
Davon ernährt er sich.“
❚
Frank Puscher
Interview
Kritik bedeutet Aufklärung
Im Nobelhotel Kameha Grand reagierte der
Hoteldirektor höchstpersönlich auf Kritik
einräumen, auf eine Bewertung reagieren
zu können. Die Hotelbuchungsplattform
Hrs.de führte eine solche Funktion erst im
August 2011 ein – gemeinsam mit der Veröffentlichung von detaillierten Bewertungen im Freitext. Davor hatte es nur eine
Sternebewertung gegeben. Der Gütesiegelaussteller Trusted Shops geht sogar
noch einen Schritt weiter und bietet
Händlern ein Vetorecht an. Nutzt der
Händler dieses, wird eine Bewertung sofort unsichtbar gemacht. „Der Händler ist
dann in der Pflicht, Trusted Shops nachzuweisen, dass die Bewertung nicht den
Tatsachen entspricht oder es sich um eine
Beleidigung durch den Verbraucher handelt“, erklärt Trusted-Shops-Geschäftsführer Thomas Karst.
Unter Umständen rettet auch die Community das Unternehmensimage. USHändler Sears erlebte das positiv bei einem
peinlichen Vorfall. Auf der eigenen Handelsplattform Sears.com hatte ein Lieferant iPads versehentlich für 69 US-Dollar
Marco Nussbaum, Gründer des Bremer
Budget-Design-Hotels Prizeotel, hadert
mit der Marktpositionierung der Bewertungsportale, findet das Grundsystem
Gästebewertung aber hilfreich.
Herr Nussbaum, HRS hat soeben den
Hoteliers die Möglichkeit eröffnet, auf Bewertungen von Gästen zu reagieren. Wie
antworten Sie auf Kritik?
Marco Nussbaum: Hier muss man unterscheiden. Bei unberechtigter Kritik oder
bei Unwahrheiten muss man die Antwort
zur Klarstellung benutzen. Wir verweisen
dann auf unseren Blog und erörtern dort
den Einzelfall im Detail. Bei berechtigter
Kritik können wir direkt im System entweder die Kunden aufklären, indem wir
unser konkretes Produkt präziser definieren und so falsche Erwartungen vermeiden. Oder wir glänzen mit Kulanz
und das spricht sich rum. Langfristig
würde ich gerne erreichen, dass ein
unzufriedener Gast sein Geld komplett
zurückbekommt.
Haben Sie eine detaillierte Strategie für
den Umgang mit Kritik?
Nussbaum: Zunächst versuchen wir, negative Bewertungen zu vermeiden, indem
Nussbaum: Die gibt es gelegentlich, häufig
Marco Nussbaum,
Gründer des BudgetDesign-Hotels Prizeotel, muss sich mitunter ärgern.
❚ www.prizeotel.com
wir sehr aktiv beim Check-out auf die
Leute zugehen und den persönlichen
Kontakt suchen. In der Anonymität zu
Hause kritisiert der Deutsche leichter. Indem man ihn bittet, seine Kritik detaillierter auszuführen, damit man angemessen reagieren kann, holt man ihn aus der
Anonymität wieder heraus. Erscheinen
bei den großen Portalen wie Holidaycheck, Hotel.de oder HRS unberechtigte
Kritiken, kontaktieren wir die und in der
Regel nehmen die das dann raus. In jedem Fall machen wir Screenshots und
bearbeiten das im Blog. Wir tracken jede
einzelne Kritik. Da steckt schließlich
enorm viel Verbesserungspotenzial drin.
Äußert der Gast Kritik, entschuldigen wir
uns. Es darf keine Abwehrhaltung geben.
Gibt es Fälle von versuchter Bewertungserpressung?
in Bezug auf die Bewertungsplattform
Tripadvisor. Da haben wir auch einen
Fall, der nachweislich falsch ist, aber die
Bewertung ist immer noch im Netz. Nach
zwei Jahren. Bei Tripadvisor ist das ohnehin merkwürdig. Wir haben die meisten
Bewertungen und den höchsten Durchschnitt, sind aber trotzdem nicht die
Nummer eins.
Was tun Sie aktiv, damit Sie mehr Gästebewertungen erhalten?
Nussbaum: Wir fordern sie andauernd dazu auf. Mitarbeiter tragen sogar T-Shirts,
auf denen steht, man möge uns bewerten.
Unter den abgegebenen Bewertungen
verlosen wir dann einen iPod.
Gibt es die viel gepriesenen Selbstreinigungskräfte im Social Web?
Nussbaum: Das hängt von der Plattform
ab. Qype hat eine starke Community, die
sich über Jahre ausgebaut hat. Da springen uns die Fans bei und ich muss gar
nicht reagieren. Auf anderen Plattformen
passiert das eher nicht. Aber man muss
dennoch ein Auge darauf haben. Wenn
die Fans zu emotional werden, ist das ja
auch ein Problem.
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E-COMMERCE
Internet World BUSINESS
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MOBILE COMMERCE
Raus aus den Kinderschuhen
Um nicht gegenüber innovativen Neueinsteigern an Boden zu verlieren, sollten Online-Händler jetzt mobil werden
E
Technologien frühzeitig in ihre
Geschäftsprozesse zu integrieren“, so der Erklärungsversuch
von Thorben Fasching,
Director Marketing- und
User Experience bei der
E-Commerce-Agentur
Hmmh. Dazu kommt, dass
allen traumhaften Wachstumsraten zum Trotz der Anteil des MCommerce am gesamten OnlineUmsatz weiterhin verschwindend gering ist – und sich eine mobile Verkaufsplattform deshalb im Augenblick nicht
sofort rechnet. „Werden lediglich die zu
erwartenden Umsätze berücksichtigt, ist es
bei der aktuellen Nutzung des Mobile
Commerce nicht sinnvoll, die erforderlichen Investitionen in diesem Bereich zu
tätigen“, räumt Fasching ein. „Allerdings
hat die Entwicklung des E-Commerce
bereits gezeigt, dass es von
immenser Bedeutung ist,
frühzeitig Erfahrungen in
den neu aufkommenden Bereichen zu sammeln, um zu
einem späteren Zeitpunkt
davon profitieren zu können.“ Momentan steckt der
deutsche
M-CommerceMarkt noch so sehr in den
Universell: Bonprix hat sich von Hmmh einen mobilen Shop
Kinderschuhen, dass die
bauen lassen, der mit allen Smartphones genutzt werden kann hiesigen Akteure riskieren,
sich von mutigeren Investonärem Geschäft und Online-Handel. Und ren die Butter vom Brot nehmen zu lassen.
dennoch: Vor allem in Deutschland bleibt „Wir erwarten, dass amerikanische Firder M-Commerce gegenüber den Erwar- men den deutschen M-Commerce-Markt
tungen und Möglichkeiten zurück – und aufrollen und deutsche Firmen erst später
das liegt vor allem an den Shop-Betreibern. nachziehen werden“, sagt Robert Hein,
Nur knapp ein Viertel der deutschen Geschäftsführer des Fullservice-E-ComWebshops hat einen mobilen Online-Auf- merce-Dienstleisters 004 GmbH.
tritt, spezielle mobile Shops oder ShopTechnische Stolpersteine
ping Apps gibt es noch viel weniger – nur
acht der 20 umsatzstärksten deutschen Neben der typisch deutschen ZurückhalOnline-Händler bieten ihren Kunden eine tung spielen aber auch andere Gründe eine
Shopping-App. Das ist erstaunlich wenig Rolle, warum der Einstieg für deutsche
angesichts des hohen Interesses, das das Unternehmen in den M-Commerce so
Thema M-Commerce in den Medien und schwer ist. So steckt die Einbindung der
auf den einschlägigen Fachveranstaltun- mobilen Plattform in den Online Shop
gen generiert. „Deutsche Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Zwar bieten
sind allgemein selten geneigt, innovative einige Entwickler von Shop-Systemen wie
igentlich zeigen alle Pfeile nach oben:
Seit Jahren verdoppelt und verdreifacht sich die mobile Online-Nutzung
und mit ihr auch die Einkäufe mobiler
Nutzer über ihre Smartphones. Studien
prognostizieren die wachsende Bedeutung des M-Commerce; zuletzt befragte
der Fullservice-E-Commerce-Dienstleister
Atrada gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Interrogare 1.000 Smartphone-Nutzer nach ihren Einkaufsgewohnheiten. Das Ergebnis: Fast 60 Prozent
der Befragten kauften im vergangenen
Jahr mindestens einmal mithilfe ihres
Smartphones ein, ein Viertel der Befragten
ging dreimal oder öfter zur mobilen Kasse.
Neue Technologien wie QR-Code-Scanning, Augmented-Reality-Funktionen oder
das Google-Angebot Goggles bereichern
die User Experience für mobile Nutzer
und erhöhen die Verknüpfung von statio-
Shopping via Smartphone
Anzahl der Einkäufe in den letzten 12 Monaten
Dreimal oder öfter
Zweimal
23,2 %
10,3 %
24,2 %
Einmal
Schon länger als
12 Monate nicht
5,5 %
Noch nie
n = 1.042 Smartphone-Nutzer
36,9 %
Steigendes Interesse: Fast 60 Prozent der Smartphone User hat im letzten Jahr mobil eingekauft
© INTERNET WORLD Business 22/11
Foto: Foto
lia / Heigr
i
Lösungen“, so Thorben Fasching von der
Bremer Agentur Hmmh. „Zwar bietet beispielsweise Paypal mittlerweile Lösungen
für mobile Betriebssysteme an, allerdings
sind diese noch nicht hundertprozentig
ausgereift.“
Beachten Shop-Betreiber diese
technischen Herausforderungen, erfüllen sie die Pflicht; die Kür besteht
allerdings darin, die Möglichkeiten
des mobilen Kanals voll auszunutzen.
„Hier gibt es ungeahnte Möglichkeiten“, schwärmt Fasching. „So lassen
sich individuelle Angebote durch Location Based Services noch zielgerichteter zuschneiden. Eine adäquate Aufbereitung der Inhalte in Verbindung mit
Hardware-Möglichkeiten wie Swipe,
Pinch-Zoom oder Orientation Change
sind der Schlüssel für einen erfolgreichen M-Commerce-Auftritt.“
Mobile Shop oder App?
Viel Begeisterung, wenig Greifbares: Noch
verkauft kaum ein deutscher Webshop mobil
Hybris, Demandware, Magento, Oxid oder
Intershop bereits entsprechende Schnittstellen an, diese sind jedoch meistens an
die Standardversion des jeweiligen Systems gekoppelt. „Große Shops haben aber
in der Regel immer sehr viel Customizing
im Shop betrieben, um den Shop an ihre
Bedürfnisse anzupassen, sodass man nicht
einfach eins zu eins die Standardanbindungen für den mobilen Shop verwenden
kann“, gibt René Körting, Geschäftsführer
der Internet-Agentur Exelution, zu bedenken. „Und ein Customizing des mobilen
Shops kostet Zeit und Geld.“
Selbst wenn die Schnittstelle für den
mobilen Shop oder die Shopping App für
das eigene Shop-System existiert, kann
man den Online Shop nicht einfach so für
den mobilen Kauf bereitstellen. Als Erstes
muss die Benutzerführung angepasst werden: Mobile Nutzer surfen mit ihren Fingern statt mit einem schlanken Mauszeiger, sie haben ein viel kleineres Display
als am stationären Rechner, und sie haben
keine Zeit zum Suchen. Das
muss sich in einer veränderten
Navigation und eingeschränkMobil gekaufte Produkte
ten, auf das Wesentliche reduWas haben Sie mobil eingekauft?
zierten Inhalten widerspiegeln.
Dazu kommen PerformanceMusik
49,2 %
Probleme: Mobile Nutzer haben
schlechtere Bandbreiten und
39,8 %
Bücher
nur im Zentrum großer Städte
kann mit dem schnellen MobilFahr- oder
36,9 %
funkstandard HSDPA gerechFlugtickets
net werden. „Auch an Funkn = 658 Befragte, die
Veranstaltungs19,8 %
via Smartphone
löcher sollten Shop-Betreiber
tickets
eingekauft haben
denken“, rät Körting. „Es muss
Mehrfachnengewährleistet sein, dass das
Sonstiges
31,0 % nung möglich
Abreißen einer Verbindung den
Shopping-Prozess nicht unterBestseller: Musik, Bücher, Konzertkarten und
bricht.“ Auch das Thema PayFlugtickets werden häufig über das Handy gekauft
ment ist im M-Commerce nicht
Quelle: Atrada
ganz unproblematisch. „Hier
fehlen noch standardisierte
Diese Hardware-Möglichkeiten sind im
fragmentierten Smartphone-Markt allerdings stark vom jeweiligen Handymodell
des Nutzers abhängig. Wer sie für seinen
mobilen Shop voll nutzen will, muss eine
Speziell: Mit der iPad App „Home Affaire“
verkauft Otto Möbel bildstark
native Shopping App programmieren lassen. Das ist teuer und aufwendig, vor allem
wenn man nicht nur iPhone User, sondern
auch Android-Nutzer oder BlackberryAnwender zu seinen Kunden zählen will.
Der Aufwand kann sich aber trotzdem
lohnen, meint André Richter, Geschäftsführender Gesellschafter der MobileAgentur Mindbox: „Es hat sich gezeigt,
dass die Kaufbereitschaft der Nutzer von
Apps deutlich höher liegt als auf Mobile
Shopping Websites.“ Seiner Ansicht nach
bieten Apps eine geringere Hemmschwelle
für den User und erzeugen weniger Berührungsängste. Vor allem Anbieter von
Impulskaufprodukten, die – wie der Name
schon sagt – leichter gekauft werden und
kaum erklärungsbedürftig sind – zum Beispiel Mode, Parfüm, Musik oder Entertainment – könnten vom Einsatz einer
App im Vergleich zu einem Mobile Shop
profitieren. „Besitzt die App dann noch
eine hohe Usability, ist der Schritt zum
Mobile Shopping nicht mehr weit.“ il ❚
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Internet World BUSINESS
E-COMMERCE
31. Oktober 2011
Die E-Rechnung kommt
Das Steuervereinfachungsgesetz 2011 erlaubt den Rechnungsversand per E-Mail
D
empfangene Rechnungen auf einem Datenträger in einem originären
Format speichern, das
spätere
Änderungen
nicht mehr zulässt. Die
bisherigen Verwaltungsanweisungen
gelten
grundsätzlich weiterhin. Zusätzlich ist dem
Unternehmer jedoch
ein Nachweis über die
erfolgte Prüfung der
Rechnung zu empfehlen
Papier muss nicht sein: Neue Regeln für den Rechnungsversand (die sogenannte Verfahrensdokumentation).
Das Umsatzsteuergesetz basiert damit
ein internes Kontrollmeldeverfahren
einsetzen, das einen verlässlichen Prüf- in Zukunft auf einer technologisch neupfad zwischen Rechnung und Leistung tralen Regelung, weil dem Unternehmer
ermöglicht. Aus eigenem Interesse schon nicht länger bestimmte Verfahren für die
wird das Unternehmen prüfen, ob die Anerkennung der Rechnung vorgeschrieben werden. Damit könnte in Zukunft die Übermittlung der Rechnung als
schlichte E-Mail ohne Signatur ausreiDr. Florian Haase, Jan Pohle
chen. In jedem Fall gewährleisten, wie
bisher, gemäß Paragraf 14 Abs. 3 UStG
Dr. Florian Haase (links) und Jan Pohle (rechts)
die sogenannte elektronische Signatur
sind Partner bei der internationalen Rechtsanwaltsoder eine qualifizierte elektronische Sigkanzlei DLA Piper in Hamburg und Köln.
natur mit Anbieterakkreditierung nach
❚ www.dlapiper.com/de/germany
dem Signaturgesetz sowie das EDI-Verfahren die geforderten Nachweise. Sie
stellen zukünftig jedoch nur noch Beizungen ändert, welche die Anerkennung erhaltene Rechnung in der Substanz spiele für mögliche Technologien dar.
Die Neuregelungen gelten rückwireiner auf elektronischem Wege per E-Mail, korrekt ist, der Rechnungsaussteller tat❚
im EDI-Verfahren, als PDF- oder Textda- sächlich einen Zahlungsanspruch hat kend ab dem 1. Juli 2011.
tei, per Computer-Telefax oder Fax-Server und die angegebene ZahlungsverbinRAe Florian Haase und Jan Pohle
(nicht aber Standard-Fax) übermittelten dung zutreffend ist, damit das Unternehund empfangenen Rechnung gestatten. men nur die Rechnungen begleicht, zu
Darauf müssen Sie achten:
Vielmehr werden lediglich die Möglich- deren Begleichung es verpflichtet ist.
keiten erweitert, durch welche die Echt- Diesen Abgleich kann das Unternehmen
❚ Das Steuervereinfachungsgesetz schreibt
heit der Herkunft (sog. Authentizität), mithilfe eines entsprechend eingerichtebeim elektronischen Versand von Rechdie Lesbarkeit der Rechnung sowie die ten Rechnungswesen oder auch manuell
nungen nicht mehr eine digitale Signatur
Unversehrtheit ihres Inhalts (sog. Inte- vornehmen.
oder Teilnahme am EDI-Verfahren vor.
grität, Pflichtangaben i.S.d. Paragrafen
❚
Der Rechnungsempfänger muss die RichAufbewahrungspflicht
14 Abs. 4 UStG) als abstrakte Voraussettigkeit der Rechnung prüfen und dies (bei
zungen garantiert werden können.
Für den Rechnungsempfänger ändert
Unternehmen) dokumentieren.
Wie der Rechnungsempfänger diese sich, was die Themen Vorsteuerabzug
❚ Eine digitale Signatur gilt als Nachweis der
Anforderung erfüllt, legt ausschließlich und Aufbewahrungspflicht angeht, wePrüfung auf Authentizität.
er selbst fest. So kann er beispielsweise nig. Unternehmen müssen elektronisch
Foto: Fotolia / Gunnar3000
urch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 werden die steuerlichen
Voraussetzungen, die eine elektronische
Rechnung erfüllen muss, deutlich herabgesetzt, um eine Gleichbehandlung der
elektronischen Rechnung mit der Papierrechnung herbeizuführen. Voraussetzung für die Anerkennung der Rechnung
ist der Nachweis ihrer Echtheit und Unversehrtheit. Dafür sieht das Umsatzsteuergesetz neben der qualifizierten elektronischen Signatur und dem elektronischen Datenaustauschverfahren (EDI)
jetzt eine neue, dritte Möglichkeit vor.
Damit können auch elektronische Rechnungen zum Vorsteuerabzug berechtigen, ohne dass es einer Signatur bedarf.
Die Gesetzesneufassung sieht eine
Änderung des Paragrafen 14 Abs. 1 und
3 UStG vor, die jedoch grundsätzlich
nichts an den wesentlichen Vorausset-
22/11
Abmahnfallen,
aktuelle Urteile,
neue Gesetze:
Auf Online-Recht
spezialisierte Fachleute helfen Ihnen weiter.
Der E-Shop-Rechtstipp
Sabine HeukrodtBauer LL.M., Rechtsund Fachanwältin für
Informationstechnologierecht in Mainz
❚ www.legalershop.de
Aufrechnungsverbot in den
AGB besser entfernen!
Aufrechnungsverbote wie „Ein Recht zur
Aufrechnung steht Ihnen nur dann zu,
wenn Ihre Gegenansprüche rechtskräftig
gerichtlich festgestellt oder unbestritten
sind“ finden sich in vielen Allgemeinen
Geschäftsbedingungen (AGB) von Händlern. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied aber, dass entsprechende Klauseln
in den AGB eines Architekten unzulässig
sind (Urteil vom 07.04.2011, Az.: VII ZR
209/07). Die Entscheidung des BGH bezieht sich zwar auf Werkvertragsrecht und
das alte AGB-Gesetz, ist jedoch auf das
aktuell geltende Kaufvertragsrecht für den
Online-Handel und die heutige Regelung
in Paragraf 307 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch übertragbar.
Nach Meinung der Karlsruher Richter
verstößt die Klausel gegen Treu und Glauben. Sie greife unzumutbar in das gleichwertige Verhältnis von Leistung und
Gegenleistung ein. Das Aufrechnungsverbot gelte unter anderem auch für Ersatzansprüche des Vertragspartners wegen
Mängelbeseitigungskosten, was diesen
unangemessen benachteilige. Der OnlineHandel mit Verbrauchern wird von denselben Rechtsgrundsätzen und Vorschriften erfasst wie der vom BGH entschiedene Streit, in dem es um einen Werkvertrag ging. Für Online-Händler heißt das:
Um drohenden Abmahnungen zu entgehen, sollten Aufrechnungsverbote sofort
ersatzlos aus den AGB entfernt werden.
Aktuelle Kurzmeldungen zum Thema Internet-Recht
UMFRAGE
SOFTWARE-OEM-VERSIONEN
TIEFPREISGARANTIE
PRODUKTBEWERTUNGEN
Abmahnungen rückläufig
Lage bleibt unklar
Transparenz ist wichtig
Rabatt für Lob verboten
Im Jahr 2010 erhielten deutsche Web-Händler
im Schnitt 1,4 wettbewerbsrechtliche Abmahnungen. Das hat eine Umfrage des WebshopZertifizierers Trusted Shops unter mehr als 500
Händlern ergeben. Die Zahl der Abmahnungen
ist seit Jahren rückläufig: 2009 kassierte jeder
Händler im Schnitt 1,6 Abmahnungen, 2007
waren es 2,1. Dennoch entstand den teilnehmenden Händlern durch die Anwaltspost ein
Schaden von über 1,7 Millionen Euro. Das
wettbewerbsrechtliche Instrument genießt allgemein einen schlechten Ruf: 55 Prozent aller
abgemahnten Händler hielten die ihnen zugegangene Abmahnung für nicht gerechtfertigt
❚
beziehungsweise für überzogen. fk
Viele Fragen offen lässt ein Urteil des Bundesgerichtshofs zum Weiterverkauf von OEM-Software.
Konkret geht es darum, dass Händler WindowsSoftware, die gemeinsam mit einem PC ausgeliefert wurde, getrennt weiterverkaufen – ein Vorgehen, das Microsoft für illegal erachtet und seit
Jahren juristisch bekämpft. Der BGH hat jetzt
entschieden, dass es eine Irreführung des Käufers
darstellt, wenn der Verkäufer ein Echtheitszertifikat auf einen Datenträger aufbringt. Inwieweit
damit der Handel mit „gebrauchten“ WindowsLizenzen wirklich illegal wird, ist nach Ansicht
des Rostocker Anwalts Johannes Richard nicht
klar. Vielleicht müsse man einfach das Echtheits❚
siegel getrennt ausliefern. fk
Ein Online-Händler darf eine Tiefpreisgarantie anbieten, wenn die Bedingungen dieser Garantie
transparent genug sind, hat das OLG Hamm entschieden. Im vorliegenden Fall hatte ein Händler,
der mit Taschen und Schulranzen handelt, eingeschränkt, dass nur Angebote „autorisierter Händler“ und „haushaltsübliche Mengen“ im Rahmen
der gewährten Tiefpreisgarantie berücksichtigt
werden würden. Die Richter sahen darin keine
Irreführung des Kunden, obwohl dieser nicht unbedingt erkennen könne, ob ein Händler vom
Hersteller einer Ware „autorisiert“ sei oder nicht.
Auch die „haushaltsüblichen Mengen“ bieten im
Zweifel breiten Raum für Interpretationen: Wie
❚
viele Schulranzen sind „haushaltsüblich“? fk
Ein Online-Händler darf seine Kunden nicht
durch die Aussicht auf einen Rabatt dazu verleiten, eine positive Bewertung oder Besprechung eines gekauften Produkts abzugeben.
Das hat das OLG Hamm entschieden. Im vorliegenden Fall hatte ein Anbieter von Druckerpatronen Kunden einen nachträglichen Rabatt
von zehn Prozent versprochen, wenn sie das
gekaufte Produkt in einem Meinungsportal
positiv bewerten. Ein Rabatt von 25 Prozent
winkte, wenn andere Nutzer diese Bewertung
als hilfreich erachteten. Bei auf diese Weise zustande gekommenen Beurteilungen, so urteilten die Richter, handele es sich um wettbe❚
werbswidrige bezahlte Empfehlungen. fk
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Die Konferenz zu Facebook, Twitter, Youtube & Co
05.-06. Dezember 2011 Empire Riverside Hotel Hamburg
Themenauswahl:
Teilnahme für
Internet World
Business-Leser
Status Quo Erfolgsgeschichte Social Media – Wieso jetzt alles anders ist
It’s not all about Facebook Welcher Kanal ist der richtige?
Social Advertising Werbeformate im Überblick
ab
€ 390,- zzgl. MwSt.
Ihr Anmeldecode:
Inhouse vs. Agentur Zusammenarbeit, Organisationsstruktur, Budgets & Erfolgsmodelle
SMC11IWB
Monitoring Die wichtigsten Kennzahlen und Bewertungsmodelle im Überblick
Trends Facebook vs. Google und was noch alles kommt …
Top-Referenten auf der Social Media Conference:
Michael Buck,
Dell
Veranstalter
Nico Lumma,
Scholz & Friends
Group
Stephanie Weigand,
BURGER KING
Beteiligungs GmbH
Weitere Referenten • Carlo Bewersdorf Asstel ProKunde Versicherungskonzepte GmbH •
Marc Blinder Context Optional • Christian Clawien Interone GmbH • Tobias Dennehy Siemens AG •
Heiko Eckert LBi Germany AG • Ralf Heller virtual identity AG • Frank Horn Henkel AG & Co. KGaA •
Matthias Kröner Fidor Bank AG • Mirko Lange talkabout communications gmbh (GPRA) •
Benjamin Loos brandbutler GmbH & Co. KG • Frank Mühlenbeck Brain Injection Ltd. & Co. KG •
Stefan Benno Müller BVDW e.V. • Christian Pansch construktiv GmbH • Sven-Olaf Peeck
crowdmedia • Dr. Michael Rath Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH • Michael Schreiber
Festool GmbH • Prof. Dr. Klemens Skibicki DIKRI • Svenja Teichmann crowdmedia •
Patrick Wassel BVDW e.V. • Stefan Wolk smatch.com
Sponsor
www.socialmediaconference.de
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www.facebook.com/socialmediaconf
#SMConf
Montag, 05.12.2011
Social Media – Eine kritische Betrachtung
09.30 – 11.15 Uhr
• Begrüßung durch den Moderator Prof. Dr. Klemens Skibicki,
Direktor, Deutsches Institut für Kommunikation und Recht im Internet (DIKRI)
• Social Media – zwischen Anspruch und Wirklichkeit
- Wie kann man Social Media erfolgreich nutzen?
- Wie kann man einen ROI definieren?
Keynote
- Was sollte man lieber lassen?
Nico Lumma, Director Social Media, Scholz & Friends Group
• So baut man eine (Social Media) Strategie – Was Agenturen von Beratern lernen können
Frank Mühlenbeck, Director, Brain Injection Ltd. & Co. KG
11.15 Uhr
Kaffeepause
Social Media - Eine integrierte Strategie über alle Kanäle
11.45 – 13.15 Uhr
• Social Media Evolution oder Revolution – Integrierte Unternehmens- und Marketing-Strategie über alle Kanäle
- Social Media Integration im Unternehmen – was funktioniert, was nicht!
- Authentische Social Media Nutzung als Teil einer Integrierten Marketing Strategie
Michael Buck, Executive Direktor für das globale Online Marketing und Marketing Strategie, Dell
• Eine Bank geht neue Wege: Community Banking mit einem stimmigen Kommunikationskonzept – FIDOR Bank
ist da, wo die User sind
Matthias Kröner, Vorstand, Fidor Bank AG
Mittagessen
13.15 Uhr
So erreichen Sie Ihren Kunden, mit Recht
14.15 – 16.00 Uhr
• Kundennähe 2.0: Muss Corporate Publishing langweilen?
Wie kann ich mein Publikum im überbevölkerten Social Web überhaupt noch überraschen?
Tobias Dennehy, Editor in Chief Corporate Communications, Siemens AG
• Werben in sozialen Netzwerken – Ein Überblick
- Social Media Advertising – Ein Wegweiser (Brand Profiles, Display, Mobile Couponing, LBS, Virale Tools, Applikationen)
- Cases & Ausblick
Stefan Benno Müller (VZ Netzwerke), stv. Vorsitzender Fachgruppe Social Media, BVDW e.V.
• Social Media illegal?
Dr. Michael Rath, Rechtsanwalt, Fachanwalt für IT-Recht, Partner, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Kaffeepause
16.00 Uhr
Facebook, der Open Graph und vieles mehr…
16.30 – 17.45 Uhr
• The Open Graph: Socializing the Web, Beyond Facebook – and what you need to know
Marc Blinder, VP European Operations, Context Optional
• Wie Ihre Aktion / Kampagne bei Facebook zum Erfolg wird
Christian Pansch, Teamleiter Social Media, construktiv GmbH
• Social Shopping auf und mit Facebook
Stefan Wolk, Leiter Marketing & Produktentwicklung, smatch.com
Vortrag in he
Sprac
englischer
Abendveranstaltung im Stage Club – Gelegenheit zum ausgiebigen Networking
Lassen Sie den Abend in lockerem Ambiente ausklingen. Wir laden Sie ein zu unserem Networking-Event
„INTERNET WORLD Business After Work“ im Stage Club. Der ideale Rahmen, Gespräche zu vertiefen und neue
Kontakte zu knüpfen.
Programmänderung vorbehalten
SMC11_Eindruck_IWB_2211_V2.qxd:Layout 1
26.10.2011
16:16 Uhr
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www.socialmediaconference.de
Dienstag, 06.12.2011
Special Agenturen: Inhouse vs. Agentur
09.30 – 11.00 Uhr
• Make or buy? Nutzen und Unnutzen von Social Media Agenturen und Beratern
Mirko Lange, Geschäftsführer, talkabout communications gmbh (GPRA)
• Social Media ist viel mehr als Facebook – Eine Versicherung als Vorreiter im Web 2.0
Carlo Bewersdorf, Geschäftsführer, Asstel ProKunde Versicherungskonzepte GmbH
11.00 Uhr
11.30 – 13.15 Uhr
Kaffeepause
• Evolution in Zeiten der Revolution, oder warum die Homepage das Aspirin gegen das Social Media Fieber ist
Frank Horn, Marketing Director International Digital, Henkel AG & Co. KGaA
• Vom Gast zum Fan und umgekehrt: Die Burger King Social Media Strategie
Christian Clawien, Director Social & Emerging Media, Interone GmbH und Stephanie Weigand, Associate Manager
Marketing Central European Division, BURGER KING Beteiligungs GmbH
Diskutieren
• Podiumsdiskussion: Inhouse Lösung vs. Agentur – Was ist der bessere Weg für wen?
Sie mit!
Es diskutieren: Carlo Bewersdorf; Ralf Heller, Vorstand, virtual identity AG; Frank Horn; Mirko Lange
13.15 Uhr
Mittagessen
Social Media Controlling
14.15 – 15.30 Uhr
• Social Media Monitoring: Glaskugel oder Kommunikationswerkzeug?
- Wie Kommunikation Monitoringergebnisse gerne nutzen möchte
- Was Monitoring Tools 2011 leisten
Patrick Wassel (Faktor3), stv. Vorsitzender Fachgruppe Social Media, BVDW e.V.
• Monitoring – Pflicht oder Kür?
Michael Schreiber, Manager Online-Marketing, Festool GmbH
• Erfolg messen auf Facebook – von Karteileichen und Power-Postern
- Was macht Erfolg auf Facebook aus – sind Fanzahlen und Wachstum alles?
- Wie ticken die Branchen von Publishing bis E-Commerce?
Sven-Olaf Peeck, Geschäftsführer und Svenja Teichmann, Senior Consultant, crowdmedia
15.45 Uhr
Kaffeepause
Trends: Und was kommt noch?!
16.00 – 17.30 Uhr
• Social SEO / Social Search
Wieviel Social Media braucht SEO und wieviel SEO braucht Social Media? Best Practices, Blick auf die Zukunft und
vor Allem: wer gewinnt: Google? Facebook? Bing? 60 Tipps in 30 Minuten!
Heiko Eckert, Online Marketing Evangelist, LBi Germany AG
• What’s next: Beschleuniger für die Entschleunigten
Benjamin Loos, Geschäftsführer, brandbutler GmbH & Co. KG
17.30 Uhr
Ende der Konferenz
Partner
Programmänderung vorbehalten
Stand: 24. Oktober 2011
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11:14 Uhr
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TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
Techniktipp
Hans-Jürgen Even,
Geschäftsführer der
TWT Interactive GmbH
in Düsseldorf
❚ www.twt.de
Fünf Schritte zum Verkaufen
mit Shoppable Videos
Die Nachfrage nach Videoinhalten im Netz
steigt stark an. Warum also nicht den Betrachter unmittelbar zum Kunden machen?
Das ermöglichen Shoppable Videos. Für einen erfolgreichen Verkauf müssen OnlineHändler ihren Bewegtbild-Content technisch
entsprechend aufbereiten und emotionale
Kaufanreize schaffen:
1. Implementieren Sie Shop-Funktionalitäten im Video
Das Prinzip: Das Video ist nicht nur im Shop
integriert, sondern der Shop im Video. Bieten Sie mit nur einem Klick auf die Produkte
Artikelinformationen an. Mit einem weiteren
Klick sollte der Betrachter das Kleidungsstück oder ein ganzes Outfit ohne Verlassen
des Videos in den Warenkorb legen können.
Durch das Einbinden von Shoppable Videos
auf externen Plattformen vergrößern Sie die
Reichweite Ihrer E-Commerce-Aktivitäten.
2. Setzen Sie auf Storytelling
Erzählen Sie eine Geschichte aus Sicht einzelner Personen und Personengruppen oder
bauen Sie sogar auf Charaktere, die für verschiedene Stile, Kollektionen oder Produkte
stehen. In-Video-Shopping lebt von der authentischen, emotionalen Darstellung der
Produkte in einem alltäglichen oder bewusst
imagebildenden Kontext.
3. Aktivieren Sie Ihre Betrachter
Unser Kaufverhalten ist primär unbewusst
und emotional gesteuert. Videos bedienen
das natürliche Bedürfnis nach Unterhaltung,
Informationen sowie der Befriedigung von
Neugier und können so Emotionen am besten transportieren und Kaufimpulse auslösen. Aktivieren Sie den Betrachter durch eine
ansprechende, innovative Darstellung der
Produkte und interaktive Hotspots im Video.
4. Bauen Sie auf spezielle Technologie
Reichern Sie die Videos mit Flash-Overlays für
eine Menüführung und Artikelbeschreibungen an, die sich Produktinformationen automatisch aus dem eigenen Webshop ziehen.
Ihr Shop-Betreiber sollte eine technische
Schnittstelle anbieten, um den Online Shop
an das Videoshopping-System anzubinden.
5. Verwerten Sie Ihre bestehenden Videos
Um In-Video-Shopping zu betreiben, müssen Sie nicht zwangsläufig neue Videos produzieren. Geeignete, unternehmenseigene
Videos können nachträglich mit einzelnen
Produktinformationen versehen werden.
Kennzeichnen Sie Ihre Clips mit einem Hinweis „In diesem Video können Sie shoppen“
oder einem Warenkorbsymbol.
31. Oktober 2011
22/11
X Commerce ohne Partner
Entwickler räumen der Plattform gute Chancen ein, wenn genügend Drittanbieter mitziehen
M
itte Oktober hat eBay auf seiner
Entwicklerkonferenz in San Francisco seine neue E-Commerce-Plattform
X Commerce vorgestellt. Sie soll zum einem die Angebote der eBay-Tochterfirmen
miteinander verknüpfen – allen voran das
Open-Source-Shopsystem Magento und
die Dienste von Paypal – und die Anbindung von Online Shops an den eBay-Marktplatz erleichtern. Zum anderen sollen über
Schnittstellen Software-Komponenten aus
den unterschiedlichsten Bereichen wie
Tracking und Web-Analyse, Fulfillment
und Online-Werbung angebunden werden, sodass sie Shop-Betreibern schnell
und ohne großen Integrationsaufwand zur Verfügung stehen.
Man habe damit „ein offenes
Ecosystem geschaffen, das ein
weltweit einzigartiges Gesamtpaket an Leistungen für den
Handel“ biete, verspricht eBay.
Unterschiedliche Bewertungen
Doch ist dem Branchenriesen aus San
José damit wirklich der große Wurf gelungen? Die Einschätzungen in der Branche gehen auseinander. Als „sehr mutigen
und extrem innovativen Absatz“ bezeichnet etwa Josef Willkommer, Autor des
Blogs Webshopnews.net, den Schritt. Willkommer sieht in X Commerce einen extrem flexiblen Connector, der sehr spannende Multichannel-Ansätze zulasse, und
spricht sogar von einer neuen Generation
E-Commerce. Auch Kerstin Clessienne,
X Commerce soll als Connector Shop-Systeme mit diversen Tools verknüpfen
als Director Digital/Strategy
und Unit-Leiterin von [email protected] bei Universal McCann in Frankfurt tätig, glaubt, dass X Commerce das
Potenzial habe, die gesamte E-CommerceLandschaft zu verändern. Die große
Schnittstellenkomptenz, über die etwa lokale Suchanwendungen oder Ortungstechnologien angebunden werden könnten, biete völlig neue Möglichkeiten für
Social Commerce und Mobile Commerce.
Als Magento-Konkurrent wird X Commerce nicht gesehen, ganz im Gegenteil:
Magento werde eher profitieren, heißt es in
der Branche. Auch Ralf Lieser, Leiter Quality Assurance bei Netz98, ist überzeugt,
1blu: Domains für Profis
Attraktive Preise und großes Domain-Portfolio für Business-Kunden
D
ren. Kunden greifen dazu auf
er Hosting-Anbieter 1blu
einen automatisierten Verwal(„1blu“, „Evanzo“) weitet
tungsbereich zu, der weitgehend
sein Portfolio aus: Mit der 1blu
in Echtzeit arbeitet. Außerdem
Business GmbH positionieren
stehen zahlreiche Schnittstellen
sich die Berliner auch im Gefür die Administrierung des Doschäftskundenmarkt. Das neue
main-Bestands zur Verfügung.
Unternehmen wird vom ehemaDaneben legt Wopp Wert auf
ligen HTTP.net-Geschäftsführer
individuelle Betreuung und verIngmar Wopp geleitet und richspricht: Sollte eine gewünschte
tet sich an Domain-Händler,
Reseller und Geschäftskunden Ingmar Wopp sucht Domain nicht im Portfolio entwie etwa Agenturen. Ein be- Business-Kunden
halten sein, wird sie besorgt.
sonderer Fokus liegt auf der
Maßgeschneidert sollen aber
Domain-Registrierung und -Verwaltung. auch die Hosting-Lösungen sein, die sich
1blu Business kann nach eigenen Angaben an Kunden richten, die mit komplexen
weltweit über 500 verschiedene Top-Level- Anforderungen konfrontiert sind, aber die
Domains (gTLDs und ccTLDs), darunter Bereitstellung von Technik nicht als Kern
auch exotische Endungen, direkt registrie- ihres Geschäfts begreifen. dg
❚
dass X Commerce für Magento-Shops sehr
gute Multichannel-Ansätze biete.
Ohne Drittanbieter nur eine Insel
Allerdings weisen viele darauf hin, dass bislang nur Dienste aus dem eBay-Konzern
mit der Plattform verknüpft seien. Das zeige, wie schwach eBay im klassischen ECommerce-Markt aufgestellt sei, meint der
E-Commerce-Berater Jochen Krisch. Wenn
die anderen großen Shopsystem-Anbieter
nicht mitziehen, werde X Commerce eben
keine Universallösung , sondern bleibe eine
Insellösung für das eBay-Umfeld. An der
Anbindung maßgeblicher Partner wird sich
X Commerce messen lassen müssen. cf ❚
Bewertungen
von zwei Seiten
C
omplete Review Solution heißt ein
neues Tool für Produktbewertungen
in Online Shops, das Alatest vorgestellt hat.
Die Lösung verbindet Verbrauchermeinungen mit Rezensionen von Experten,
etwa in Fachzeitschriften. Dafür greift das
schwedische Unternehmen auf die Daten
von weltweit zehn Millionen Testberichten
aus 1.700 Quellen zurück. Diese werden
zusätzlich über einen eigenen Algorithmus analysiert und im Ala-Score auf einen
Blick dargestellt. Die Bewertungen können
auf Websites und in mobilen Anwendungen eingesetzt und mit Social-Media-Kanälen wie Facebook und Twitter verknüpft
werden. Eine „Review Collect“-Funktion
soll Endkunden dazu ermuntern, ihrerseits Produktbewertungen abzugeben. cf ❚
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Der Newsletter der
INTERNET WORLD Business
hält Sie auf dem Laufenden.
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BAZAARVOICE
E-SPIRIT
WIRECARD
Kundeneinstellungen messen
Sharepoint-Modul entwickeln
Kreditkarten per Webcam scannen
Die neue Lösung „Customer Intelligence“ von
Bazaarvoice erfasst Produktinformationen, die
Kunden untereinander im Web austauschen, und
verknüpft sie mit den Produkten. Neben Meinungen und Einstellungen lassen sich so auch Produktbefürworter und -kritiker erkennen. cf
Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Sharepoint
arbeitet der CMS-Hersteller E-Spirit an einem Tool
zur nahtlosen Integration seines CMS Firstspirit in
Microsoft Sharepoint 2010. So soll vor allem die
Verwaltung von Multisite-Auftritten und mehrsprachigen Web-Projekten erleichtert werden. cf
Wirecard hat seine Payment Page um die JumioLösung Netswipe erweitert. Mit dem Tool können
Nutzer ihre Kreditkartendaten über eine Webcam
einlesen, anstatt sie einzutippen. Neben einem
besseren Schutz vor Kartenbetrug soll die Lösung
helfen, die Konversionsrate zu verbessen. cf
33_NewsII-Interview.qxd
26.10.2011
14:10 Uhr
Seite 33
TOOLS & TECHNIK
33
SKRILL-INTERVIEW
„Keinen Geldbeutel mehr“
Mit neuem Markennamen will Skrill die digitale Generation ansprechen
N
ach knapp zehn Jahren ist die Marke in die
Jahre gekommen: Moneybookers stellt sich
unter dem Namen Skrill neu auf. Das Bezahlen
von Waren und digitalen Gütern an jedem Ort der
Welt, egal über welches Gerät, ist das erklärte Ziel.
Und Paypal soll das zu spüren bekommen.
Seit 2002 gibt es Moneybookers. Warum verabschieden Sie sich gerade jetzt von der Marke?
Julian Artopé: Wir haben uns schlichtweg weiterentwickelt.Vor allem seit Skype uns 2007/2008 für
alle internationalen Services integriert hat, sind
wir so schnell vorangeschritten, dass wir eine
internationalere, leichter verständliche Marke
brauchen. Zudem ist der Begriff Moneybookers
einfach zu lang. Wir leben als Marke auf den
Checkouts der Händler neben Visa und Paypal, da
kann man als Moneybookers schon mal übersehen werden. Skrill ist kurz, prägnant und funktioniert international sehr gut.
Wofür soll die neue Marke stehen?
Artopé: Wir glauben, dass Skrill digitales Bezahlen
so einfach machen wird wie Bargeld. Die Marke
Skrill soll dafür stehen, dass man an jedem Ort der
Welt bezahlen kann, egal mit welchem Gerät, egal
mit welcher Bezahloption. Diese Universalität
umzusetzen, ist eine unserer größten Aufgaben.
Wie wollen Sie die Marke bekannt machen?
Artopé: Wir fokussieren uns zunächst darauf, unsere
bestehenden 100.000 Händler und unsere Endkunden mit dem Namen bekannt zu machen. So
steht derzeit auf unserer Website das neue Logo
„Skrill – The Future of Moneybookers“. Über
unsere Händler, die jetzt nach und nach das neue
Logo verwenden, werden wir schon bekannter. Im
zweiten Quartal 2012 löst Skrill Moneybookers als
Marke ab, dann wird es auch Werbekampagnen für
Konsumenten geben, schwerpunktmäßig online.
Welche Zielgruppe wollen Sie für sich gewinnen?
Artopé: Wir sind eine Online-Marke. Unsere Zielgruppe ist eine junge digitale Generation, die mit
dem Internet aufgewachsen ist, die mit dem iPhone
bezahlt, die Freunden über unsere elektronische
Geldbörse Geld schickt und digitale Güter kauft.
Und auf Händlerseite?
Artopé: Was uns auszeichnet und uns auch gegenüber Paypal einen Vorteil verschafft, ist die Einfachheit. Mit nur einer Integration erhalten Händler Zugang zu über 100 Bezahloptionen weltweit.
Diese können auch direkt via iFrame oder XML
eingebunden werden, eine Anmeldung der Kunden
zu unserem Digital Wallet ist hierzu nicht notwendig. Vor allem Anbieter digitaler Güter, die ihr Produkt schnell global monetarisieren wollen, profitieren davon. Also sprechen wir einerseits Anbieter
von digitalem Content wie etwa Verlage an, daneben Firmen aus dem Games-Bereich. Auf der
anderen Seite sind wir für alle mittelständischen
Online-Händler interessant, weil wir über alle gängigen Shop-Systeme eine schnelle Integration verschiedener Bezahloptionen ermöglichen.
Julian Artopé
Sie bezahlen damit an
der Ladenkasse.
ist seit 2008 bei Skrill und verantwortet
dort das globale Marketing. Zuvor war
er unter anderem Vice President Community bei StudiVZ. Er gehörte zu den
Mitgründern von Shoeboxed Inc. und
war Marketing Manager bei Smawa.
❚ www.skrill.com
Und wo wächst Skrill?
Artopé: Genau in diesem Bereich. Wir
wollen es schaffen,
alle Ihre Offline-Bezahloptionen zu digitalisieren
und jede Art von Bezahlen aus einer Hand anzubieten. Wir glauben fest daran, dass sich digitales
und auch mobiles Payment 2012 erstmals spürbar
durchsetzen werden. Deshalb werden wir spezialisierte Anwendungen für den Mobile-Bereich herausbringen. Ein weiteres Thema ist die Near-FieldTechnologie.Wir denken darüber nach, unsere Prepaid-Mastercard mit NFC-Chips auszurüsten. Ein
drittes Wachstumsfeld ist der Markt für digitale
Güter, und das sind nicht nur Games und Facebook
Credits, sondern jede Art von digitalem Content.
Das neue Logo, eine Etappe im Rahmen des Rebrandings
Wie wollen Sie sich von Wettbewerbern wie Paypal
abgrenzen?
Artopé: Wir sind internationaler, das heißt, wir bieten mehr Bezahloptionen an. Dadurch können wir
Kunden in Ländern bedienen, in denen wir besser
konvertieren als beispielsweise Paypal. Wir glauben, dass wir mit der Marke Skrill auch gegenüber
Paypal frischen Wind in den Wettbewerb bringen
werden. Wir sind eine jüngere Marke, wir stehen
eben neben dem Skype- und dem Spotify-Logo auf
deren Plattformen. Allein durch die Einführung
der Marke Skrill ist unsere Konversionsrate um
einen hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen,
das bestätigt uns in unserem Vorgehen.
Wo liegt die Zukunft von E-Payment?
Artopé: Das ultimative Ziel eines Digital Wallet, wie
Skrill es anbietet, ist, dass Sie in fünf Jahren keinen
Geldbeutel mehr benötigen. Sie können jetzt schon
verschiedene Bezahlarten wie Kreditkarte, EC-Karte
oder Geldkarte mit Ihrem Wallet verknüpfen, das
am PC, am iPad, am Blackberry verfügbar ist. Dieses System des digitalen Bezahlens wird sich in fünf
oder in zehn Jahren auf dem Handy befinden und
Ihre Ziele für 2012?
Artopé: Wir möchten Skrill als Konsumentenmarke erfolgreich aufbauen, die Internationalisierung weiter vorantreiben und Paypal in seinem
Heimatmarkt, in den USA, angreifen. In Deutschland, wo derzeit etwa ein Fünftel unserer Händler
sitzt, wollen wir im Bereich der mittelständischen
Händler weiter wachsen. cf
❚
34_Emotional-Usability-Test.qxd
34
26.10.2011
Internet World BUSINESS
15:43 Uhr
Seite 34
TOOLS & TECHNIK
31. Oktober 2011
22/11
CONVERSION-RATE-OPTIMIERUNG
Testen, wie der Shop verführt
Zahlen aus Analysesystemen verraten nichts über die Motivation der Käufer. Qualitative Tests helfen hier weiter
F
Foto: Fotolia / Freehandz
ür André Morys, den Experten in
Sachen Conversion-Rate-Optimierung
und Vorstand der Web Arts AG aus Bad
Homburg, können A/B-Tests „gefährlich
sein“. Wer aus den Zahlen die falschen
Schlüsse ziehe, mache „eventuell mehr kaputt“, als er profitiere. Deswegen mahnt er
einen intelligenten und aufgeklärten Umgang mit A/B-Tests an – wie überhaupt mit
allen Testverfahren, die auf der Grundlage
von Daten aus der Web-Analyse arbeiten.
Zahlen fehle nämlich vor allem eines: Sie
können die Frage nach dem Warum nicht
beantworten. Gehe der Tester von der falschen Hypothese aus, so komme er auch
zu falschen Schlüssen.
Emotionale Betrachtung
André Morys berichtet beispielhaft von
einem Shop-Betreiber, der für einen sechsstelligen Betrag ein Online-BeratungsTool in den Shop einbauen ließ. Nach
einigen Wochen war der Händler ziemlich
frustriert, weil sich die Nutzungszahlen
nicht so entwickelt hatten, wie er es erwartet hatte. Sein Fazit: Das Tool werde von
den Usern nicht angenommen. Morys’
Agentur Web Arts lud daraufhin eine Reihe von Usern zum Test ins Labor ein. Das
Ergebnis: Das Tool selbst wurde mit Bestnoten bewertet, nur den Link von der
Homepage hatten die Nutzer gar nicht
entdeckt oder für Werbung gehalten.
Im Mittelpunkt des „Motivation Lab“,
wie Morys diese Testform nennt, steht eine
ausgeklügelte Befragungstechnik, die die
Beweggründe für eine Handlung ermittelt.
Dabei geht es weniger um den unmittelbaren Schlüsselreiz als um die grundlegende
Motivation. „Die Schwierigkeit ist ja nicht
die Erhebung der Daten, sondern deren
Aufbereitung“, erklärt Morys. „Hier steht
sich die klassische Usability-Szene auch
ein wenig selbst im Weg, weil man alles statistisch valide haben will. Wir können da
progressiver, experimenteller vorgehen,
weil wir die Hypothesen ja hinterher mit
quantitativen Methoden validieren.“
Die grundlegende Kaufmotivation zum
Beispiel kann schon bei einem einzigen
Nutzer innerhalb eines Kaufprozesses variieren. Heike Häfele, Beraterin bei der
Stuttgarter Textagentur Aexea, stellte Verschlechterungen bei der Konversionsrate
von Produktseiten fest, wenn bestimmte
Schlüsselreize nicht berücksichtigt wurden. Bei einem Produkt war der wichtigste
Schlüsselreiz beispielsweise das prominente Testimonial, beim anderen die wissenschaftliche Expertise, die die Kaufentscheidung absichert. Selbst die einzelnen
Zielgruppen reagieren unterschiedlich und
ihr Verhalten kann sich ebenfalls ändern.
Nur eine persönliche Befragung kann Aufschluss über Motive und Vorlieben der Nutzer geben
Elemente bewerten: Sind sie unverzichtbar
für die Zufriedenheit mit der Website, heben sie ein Angebot von einem anderen ab,
begeistern sie oder sind sie überflüssig?
Thorsten Wilhelm von eResult ermittelte
vor zwei Jahren auf diese Weise, dass ein
Schieberegler zum Einstellen einer PreisBandbreite ein Begeisterungsfaktor ist,
während eine Tag Cloud den Probanden
deutlich weniger gefällt. Wilhelm zeigte
seinen Testpersonen die unterschiedlichen
Features und stellte ihnen folgende Antwortmöglichkeiten zur Wahl:
❚ Setze ich voraus. Bin sehr unzufrieden,
wenn nicht vorhanden
❚ Je besser umgesetzt, desto zufriedener
bin ich
❚ Erwarte ich nicht, freue mich aber,
wenn vorhanden
❚ Ist für mich nicht von Bedeutung
❚ Soll gar nicht vorhanden sein
Aktuelle Beispiele für Begeisterungsfaktoren zeigen die Websites Think Geek oder
der Sportbrillen-Shop Anon. Bei Think
Geek ist jedem Produkt eine Rubrik namens „Customer Action Shots“ zugeordnet. Hier dürfen Käufer ihre eigenen besten
oder lustigsten Bilder zu einem Produkt
zeigen – ein Kontrast zu herkömmlichen
Produktabbildungen. Anon gibt seinem
Konfigurator Spielcharakter. Statt die unter-
schiedlichen Gläser einer Skibrille von
außen zu betrachten, darf der User durch
sie hindurch eine Snowboard-Szene aus
einem Video begutachten. Das Video färbt
sich je nach Tönung des gewählten Glases
(siehe Abbildung unten links).
„Persuadability“
Der Spanier David Boronat beschreibt die
neue Disziplin mit dem Kunstwort Persuadability. Es geht also um die Verführungskraft einer Website, nicht nur um deren
(kognitiv geprägte) Überzeugungskraft.
Boronat nennt als Beispiel den Webshop
Gundogsupply.com (unten rechts), einen
Anbieter für Jagdzubehör. Die Betreiber
investierten regelmäßig in die Optimierung des Shops und der Conversion Rate,
der Shop konnte ein stetiges Umsatzwachstum verzeichnen. Als aber im Jahre
2005 Steve Snell, der Sohn des Eigentümers, entschied, sich selbst als persönlichen Verkäufer auf der Site abzubilden,
schossen die Verkäufe in die Höhe. Boronat fasst zusammen: „Menschen kaufen
lieber von Menschen als von Websites.“
Es gibt eine Reihe von Faktoren, welche
die Verführungskraft einer Website erhöhen können:
Emotionalisierung: Neben der sachlichen
Anziehungskraft benötigt ein Angebot eine
emotionale Aktivierung. Dan Ariely, Experte für Behavioral Economics, sieht ein emotionales Kaufargument in der Personalisierung von Produkten: „Käufer tendieren
dazu, das Eigene für besser zu halten“.
Reziprozität: Das Prinzip der Gegenseitigkeit gilt bereits auf der Marketingebene.
Der User widmet einem Angebot Zeit und
Aufmerksamkeit. Dafür erwartet er einen
informativen oder pekuniären Mehrwert.
Social Proof: André Morys ist fest davon
überzeugt, dass die über ein Facebook-Plugin eingeblendeten Freunde die Kaufwahrscheinlichkeit erhöhen. Wer hier nur den
direkten Referer misst (Facebook als reiner
Traffic-Geber) verkennt das Potenzial.
Engagement: Der Verkäufer muss zu
dem stehen, was er anbietet. Das oben
genannte Beispiel der Customer Action
Shots erfüllt ebenso diesen Zweck.
Vertrauen: Studien, wissenschaftliche
Belege oder ein Prominenter als Testimonial schaffen Vertrauen in eine Kaufentscheidung und vermindern den RegretEffekt. „Gerade bei teureren Produkten
sind solche Belege eine wichtige Entscheidungshilfe“, erläutert Heike Häfele.
Verknappung: Dan Ariely weiß, dass die
User es hassen, eine gute Gelegenheit zu
verpassen. Der Technik-Shop von Pearl
beispielsweise arbeitet mit einem Countdown. Nach einem Kauf hat der User noch
180 Sekunden Zeit, um weitere Produkte
versandkostenfrei dazuzubestellen.
In seinem Buch „Buyology“ berichtet
Martin Lindstrom von Forschungsergebnissen aus einer langjährigen Studie zu den
Ursachen von Kaufimpulsen und zur Markenwahrnehmung. Die Forscher kombinierten Befragungen mit neurologischen
Untersuchungen der Gehirnströme. In den
meisten Fällen zeigte sich eine signifikante
Abweichung zwischen kognitiver Begründung und aktiviertem Hirnareal: Beim Betrachten einer Abbildung eines Mini Coopers wurde die Region des Gehirns aktiviert,
die normalerweise zum Erkennen von Gesichtern dient. Lindstrom fasst zusammen:
„Der Hubraum ist beim Mini Cooper
zweitrangig, vor allem sehen die Probanden
darin eine Art Bambi auf Rädern.“
❚
Frank Puscher
Kano-Analyse
Ein etabliertes Testverfahren hierfür ist die
Kano-Analyse, benannt nach einem japanischen Wirtschaftswissenschaftler. Im
Kern geht es darum herauszufinden, welchen Beitrag zur Kundenzufriedenheit bestimmte Elemente eines Angebots leisten.
Die Kunden werden befragt, wie sie diese
Begeisterungsfaktor Konfigurator: Der Sportbrillen-Shop Anon
simuliert den Blick durch die Skibrille in einem Video
Das hätte kein A/B-Test entdeckt: Die persönliche Ansprache durch
Steve Snell ließ die Umsätze durch die Decke gehen
AZ_IW_After_Work_280x381_V2.qxd:Layout 1
24.10.2011
9:44 Uhr
Seite 1
Das Networking-Event
der Online Branche
Die INTERNET WORLD Business lädt ein zum Networking
nach Büroschluss. Fach- und Führungskräfte der Online-Branche
treffen sich, um neue Kontakte zu knüpfen, alte Bekannte
zu treffen und aktuelle Themen der Branche zu diskutieren.
Die nächsten Termine:
München am 16. November 2011
ab 19.30 Uhr
Goldene Bar
Hamburg am 05. Dezember 2011
ab 19.00 Uhr
Stage Club
Das Motto des INTERNET WORLD Business After Work heißt:
Networking!
Jetzt online registrieren!
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Alle Infos und Anmeldung unter:
www.internetworld-afterwork.de
36_Usability_Check_Vodafone.qxd
36
26.10.2011
13:49 Uhr
Seite 36
TOOLS & TECHNIK
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
22/11
WEBSITE VODAFONE.DE
Alles am vermuteten Platz
Vodafone setzt auf mitscrollende Social-Media-Elemente und gesonderte Zielgruppeneinstiege
W
ie viele andere Websites bedient
sich Vodafone.de einer horizontalen Hauptnavigation und einer großen
animierten Bühne. Auf der Startseite ist
viel Bewegung, wobei Service- und LoginFunktionen schnell erreichbar sind. Besonders interessant ist auch die mitscrollende Navigationsleiste am unteren Seitenrand. Doch wie viel Information kann
der Nutzer eigentlich aufnehmen und wie
wirkt eine zweite Navigationsleiste im
unteren Bereich auf ihn? Diesen Fragen ist
Elske Ludewig, User Experience Consultant bei eResult, im Rahmen einer Eyetracking-Studie nachgegangen.
Schnelle Orientierung
Auf der Startseite sind wichtige Elemente
zunächst gut platziert. Suche, Login und
Kontakt dürften schnell aufgefunden werden – die meisten Nutzer erwarten diese
Elemente im oberen Seitenbereich, tendenziell rechts. Auch horizontale Hauptnavigationen sind längst Standard. Durch
den kräftigen roten Hintergrund fallen
diese auch direkt ins Auge. Darunter sorgt
eine große Flash-Bühne für eine abwechslungsreiche Produktpräsentation.
Als besonderen Service bietet Vodafone.de am unteren Seitenrand eine halbtransparente Leiste, auf der weitere
Einstiege und für den Anbieter wichtige
Social-Media-Elemente platziert sind.
Hier finden sich zum Beispiel Zugänge für
spezielle Zielgruppen, eine Weiterempfehlungs- und eine Druckfunktion. Bei
genauerer Betrachtung stellt sich aber die
Frage, wie stark so ein mitscrollendes Element wahrgenommen wird und ob es
nicht eher verwirrt. Zudem ist nicht klar,
in welcher Beziehung die Zielgruppeneinstiege am unteren Seitenrand zu denen im
oberen Seitenbereich stehen.
Um diese Fragen zu klären, wurden Blickdaten vergleichend ausgewertet. Dabei
zeigte sich, dass die Einstiege im unteren
Seitenbereich nur von sehr wenigen Probanden betrachtet wurden (Kontaktwahrscheinlichkeit) und auch wesentlich kürzer (durchschnittliche Kontaktdauer) als
roter
Hintergrund
betont Hauptnavigation
Wichtige
Elemente sind
leicht
zu finden
große Flash-Bühne für
Produktpräsentationen
nur geringe
Kontaktwahrschein–
lichkeit
die oberen. Die Aussagen im nachgelagerten Interview bestätigten es: Die mitscrollende Navigation im unteren Seitenbereich wird lediglich als Zusatzangebot angesehen, steht jedoch bei der Erkundung
der Site oder der Suche nach Produkten
und Services nicht im Vordergrund.
Als problematisch erwiesen sich jedoch
inkonsistente Link-Ziele und Klick-Reaktionen: Einmal öffnet sich eine neue Seite
im selben Fenster, ein anderes Mal geht ein
neues Tab auf, bei einer weiteren Funktion
legt sich ein Layer über die abgedunkelte
Seite. Die Gestaltung der Buttons erlaubt
dem Nutzer jedoch keine Rückschlüsse auf
die Reaktion. Hier sollte verstärkt darauf
geachtet werden, dass gleich gestalteten
Buttons auch vergleichbare und damit vorhersehbare Funktionen zugeordnet sind.
Viele Einstiege im Mega-Dropdown
Allseits beliebt sind die auch bei Vodafone.de verwendeten Layer, die die Unterkategorien eines Hauptnavigationspunkts
zeigen, wenn man mit der Maus darüberfährt. Hier erscheinen sie mit bis zu sechs
Spalten in beeindruckender Größe. Leider
sind die Nutzer meist wenig angetan: Maximal zwei bis drei Spalten werden zumindest oberflächlich betrachtet, der Rest wird
meist ignoriert. Dies zeigt auch die Visualisierung der Aufmerksamkeitsverteilung.
Offenbar fällt es dem Nutzer bei so vielen
Einstiegen schwer, die für ihn relevanten
herauszufiltern. Da jedoch bei dem ersten
passenden Schlagwort oft schon geklickt
wird, bleibt ein Großteil der angebotenenen Links unbeachtet.
Fazit
Mitscrollende Service- oder Navigationsleisten am unteren Seitenrand können angeboten werden, solange sie inhaltlich und
gestalterisch nicht zu stark mit anderen Navigationselementen konkurrieren. Für die
Einbindung von Social-Media-Funktionen
sind sie gut geeignet. Die ständige Verfügbarkeit erhöht die Nutzungswahrscheinlichkeit. Sehr große Layer sollten dagegen
vermieden werden. Mehr als drei Spalten
werden meist nicht betrachtet. Die wichtigsten Einstiege sollten ganz vorn stehen, damit der Nutzer schnell ans Ziel gelangt. ❚
Weitere Infos unter www.internetworld.de/webcode
WEBCODE 1110040
❚ Alle weiteren Teile der Serie „Usability Check“
Die Autorin: Elske Ludewig
Die Zielgruppeneinstiege im oberen Seitenbereich nehmen die
Nutzer viel häufiger wahr als die im unteren Bereich
Im Layer der Hauptnavigation findet vor allem die erste Spalte Beachtung,
die weiteren Rubriken gehen in der Informationsflut meist unter
Elske Ludewig ist User
Experience Consultant
und Teamleiterin für
qualitative Usability-Analysen bei eResult. Im
Rahmen von User-Tests
im Labor beobachtet sie
Probanden bei der Nutzung von Websites und mobilen Anwendungen, etwa über Blickverlaufsmessungen.
❚ www.eresult.de
37_39_Dienstleister_2211_V1.qxd:Layout 1
22/11
27.10.2011
Seite 37
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31. Oktober 2011
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die Kommunikation im Web 2.0 kümmern.
Weitere 20 Prozent der Großunternehmen
planen die Schaffung einer entsprechenden Position. Bei den mittelständischen
Unternehmen mit einem Jahresumsatz von
einer Million bis 50 Millionen Euro verfügen immerhin 17 Prozent über Social
Media Manager, weitere 4 Prozent planen
entsprechende Stellen. Bei den Kleinunternehmen haben erst vier Prozent einen
Social-Media-Experten. sn
MONSTER
Probleme des Mittelstands
Mittelständische Unternehmen haben es
nach Ansicht der Jobbörse Monster.de besonders schwer, Mitarbeiter zu rekrutieren.
Dabei haben gerade diese Firmen akuten
Personalbedarf: Einer Studie von Monster
zufolge planen für 2011 nur elf Prozent
der befragten Unternehmen keine Neueinstellungen. Problematisch ist vor allem die
geringere Bekanntheit. Deshalb bietet das
Jobportal die Beratung der Firmen im Bereich Employer Branding und die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur
Arbeitgebermarkenbildung an. sn
BITKOM II
Personaler googeln
Personalverantwortliche und Geschäftsführer informieren sich bei der Auswahl neuer
Mitarbeiter immer öfter im Internet über
die Bewerber. Nach einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom stellt
mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Nachforschungen zu potenziellen
neuen Mitarbeitern an. Laut der BitkomUmfrage nutzen 49 Prozent der Firmen
dabei Suchmaschinen wie Google. Etwa
ein Fünftel recherchiert in sozialen Netzwerken mit dem Schwerpunkt Beruf. 19
Prozent suchen zudem bei Facebook oder
StudiVZ. sn
22/11
STUDIE: SOCIAL MEDIA IM PERSONALMARKETING
PROCTER & GAMBLE
Vom Schreibtisch aus können sich Jobsuchende über Tätigkeiten bei Procter &
Gamble in Schwalbach informieren
31. Oktober 2011
as Potenzial von Social Media wird
bisher im Personalmarketing noch
viel zu wenig genutzt. Zu diesem Ergebnis
kommt die „Studie zur Wirkung von Social
Media im Personalmarketing 2011“, die
von Professor Thorsten Petry von der
Wiesbaden Business School und der Managementberatung Embrander erstellt
wurde. Social Media ist allerdings nicht
per se die Lösung für eine generelle Personalmarketing-Schwäche, stellen die Autoren fest. Vielmehr müsse der Einsatz von
Social Media Teil einer Employer-Branding-Strategie sein und zur Firmenkultur
des Unternehmens passen. Und: Extern
sichtbare Personalmarketing-Aktivitäten
eines Unternehmens sollten auch dessen
Kultur widerspiegeln. Florian Schreckenbach, Mitautor sowie Mitgründer von Embrander, meint: „Die Nutzung von Social
Media ist eine kulturelle Grundsatzfrage,
Online nicht: Unabhängig vom SocialMedia-Einsatz ist eine professionelle und
nutzenorientierte Karriereseite im Internet Pflicht.“
Dass sich deutsche Unternehmen erst
ganz am Anfang eines erfolgreichen SocialMedia-Personalmarketings befinden, beweist einmal mehr die Studie. Denn der
großen Herausforderung – die Zielgruppe
Social-Media-Inhalte von Firmen
Geforderte Inhalte der Bewerber
Welche Inhalte teilen Unternehmen über
Welche Inhalte sollten Unternehmen
Social-Media-Kanäle mit?
kommunizieren?
66 %
Offene Stellen
65 %
Unternehmens-News
63 %
Informationen für Bewerber
Zu den Unternehmen, die hier
bereits Erfolge vorweisen können, gehören beispielsweise
BMW und die Deutsche Telekom. „An erster Stelle und mit
großem Abstand sind bei den
Unternehmen die FacebookFanpages aufgefallen. Danach
folgten Youtube-Videos, Events
und PR- und Werbeaktionen“,
so Leena Volland, Mitautorin
und Social-Media-Analystin
bei Embrander. Als besonders
positiv wurden bei den Unternehmen die Authentizität der
Darstellung beim Auftritt sowie
die unkomplizierte Kommunikation bewertet.
Allerdings tangieren diese Erfolge nur die Oberfläche. Wie
die Studie herausgefunden hat,
heißt Fan eines Unternehmens
auf Facebook zu sein nicht, dass
das Unternehmen gleichzeitig
auch als Arbeitgeber attraktiv
57 %
50 %
Unternehmens-/Image-Videos
49 %
Informationen über
Unternehmens-Events
45 %
47 %
37 %
Unternehmensmission
und -strategie
Erfahrungsberichte von
Mitarbeitern
39 %
Mehrfachnennung
möglich
78 %
Produktwerbung
45 %
31%
1%
Sonstige
60 %
54%
7%
Kaum Fortschritte: Was die Studie vor einem Jahr herausfand, gilt noch heute. Firmen
stellen andere Inhalte ins Netz, als es sich potenzielle Bewerber wünschen
© INTERNET WORLD Business 22/11
gefunden wird. Wie die Resultate der Studie zeigen, sieht nur etwa ein Drittel aller
Befragten diese Unternehmen auch als
potenziellen Arbeitgeber.
Schwierig ist das Thema
wohl auch deshalb, weil
immer noch erhebliche
„Unternehmen sollten lieber
Diskrepanzen zwischen
Nein zu Social Media sagen, als
dem, was Unternehmen
es halbherzig zu machen.“
kommunizieren, und dem,
Florian Schreckenbach
was sich Arbeitnehmer
Mitgründer und Berater bei Embrander
wünschen, bestehen. Ein
Beispiel dafür sind die
Ergebnisse der gleichen
und ihre Themen zu identifizieren, eine Studie aus dem Jahr 2010: Während
Maßnahmenplanung durchzuführen und Unternehmen auf Stellenanzeigen, Unterdiese im Anschluss nachhaltig umzusetzen – nehmens-News und Informationen für
stellen sich bislang lediglich einige wenige Bewerber setzen, wünschen sich JobsuUnternehmen .
„Fan sein“ reicht nicht
83 %
n = 373, Stand: 2010, Quelle: Thorsten Petry, Embrander
chende mehr Informationen zur Unternehmensmission und -strategie sowie Erfahrungsberichte von Mitarbeitern. Ein Jahr
später hat sich daran nichts Wesentliches
geändert. „Hier steckt für Unternehmen
noch Potenzial“, so Leena Volland.
Unentschlossene Bewerber
Allerdings machen es die Arbeitgeber den
Arbeitnehmern nicht gerade leicht. Denn
die Kandidaten befinden sich bei der Nutzung von Social Media für den Beruf noch
in der Findungsphase – einerseits wollen
sie Unternehmen ungern Einblicke in private Bereiche gewähren, andererseits begrüßen sie eine persönliche Ansprache.
Zudem ist die Zurückhaltung der Firmen
auch auf mangelnde Erfahrungen und
messbare Erfolge zurückzuführen. Wie die Studie herausfand,
konnte durch Social Media nur
Klassiker stehen hoch im Kurs
die Bekanntheit der UnternehWelche Aktivitäten erhöhen die Attraktivität als Arbeitgeber?
men gesteigert werden.
Für Unternehmen besteht also
70 %
noch
viel Handlungsbedarf. Der
Stellenanzeigen
60 %
Einsatz von Social Media ist
65 %
Karriereseite
zwar laut Florian Schrecken60 %
(getrennt von Fanpage)
bach nicht Pflicht bei der Perso56 %
Events
nalsuche, erfolgversprechend ist
47 %
(z.B. Arbeitgeberessen)
er allemal. So ist es dank Social
48 %
Mitarbeiterempfehlung
Media einigen mittelständi65 %
schen Unternehmen wie Krones
40 %
Arbeitgeber-Rankings (z.B.
37 %
vom „Manager Magazin”)
oder Stihl gelungen, im Arbeitgeber-Ranking zusammen mit
39 %
Facebook-Page
36 %
Studenten
den Konzernen genannt zu werFach- und
30 %
den. Wesentliche ErfolgsfaktoBewerber-Chat /
Führungskräfte
26 %
-interaktion
ren waren neben einer professio27 %
nellen Karriere-Website und diMehrfachnennung
(Arbeitgeber-) Video
31 %
möglich
versen Personalmarketing-Akti24 %
Arbeitgeberbewertungen
vitäten auch deren offene und
47 %
(z.B. Kununu)
dialogorientierte Kommunikation sowie spannende und ehrStellenanzeigen finden bei Fach- und Führungskräften sowie
liche Geschichten aus dem
Studenten einen hohen Zuspruch
Unternehmens- und Mitarbein = 835, Stand: September 2011,
teralltag in Social Media.
❚
© INTERNET WORLD Business 22/11
Quelle: Thorsten Petry, Embrander
Susann naumann
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16:34 Uhr
Seite 41
MENSCHEN & KARRIERE
31. Oktober2011
Dirk Haschke /
Johannes Panzer /
Gregor Walter
Livebookings, Hamburg
Interactive Media CCSP, Darmstadt
Als Geschäftsführer verantwortet Dirk Haschke künftig
die Mad Geniuses GmbH, ein D. Haschke
international aktives SoftwareUnternehmen aus München.
Der 39-Jährige, der bislang
als Prokurist für das operative
Tagesgeschäft zuständig war,
folgt auf Gründer und Geschäftsführer Gregor Walter,
der sich ein „Sabbatical Year“ J. Panzer
gönnt. Um Walters zweiten
Zuständigkeitsbereich, das Produktmanagement,
kümmert sich künftig der bisherige Marketingleiter Johannes Panzer als neuer Head of Strategy &
Marketing.
❚ www.madgeniuses.net
Benoit Vialle
Vente-privee.com, La Plaine
Saint Denis
Der französische ShoppingClub Vente-privee.com mit
Hauptsitz in La Plaine Saint
Denis hat Benoit Vialle als
Group Development Director an Bord geholt. In
der neu geschaffenen Position soll der ehemalige
Microsoft-Manager die internationale Expansion
des Unternehmens vorantreiben sowie vor allem
den bevorstehenden US-Launch der Website verantworten. Auch künftige Markteintritte liegen in
seinem Zuständigkeitsbereich. Bislang war Vialle
neben Microsoft unter anderem bei A.T. Kearney
und Bouygues Télécom in Paris beschäftigt.
❚ www.vente-privee.com
Clemens Michel
Madvertise, Berlin
Als neuer HR Director heuert
Clemens Michel bei der Madvertise Mobile Advertising in
Berlin an. In der neu geschaffenen Position verantwortet
er den Ausbau des mobilen Werbenetzwerks, das
derzeit 55 Mitarbeiter beschäftigt und bis Jahresende 20 weitere Mitarbeiter einstellen will. 2012
soll das Unternehmen auf 120 Beschäftigte anwachsen. Michel, der über 20 Jahre Berufserfahrung im Personalmanagement verfügt, war zuvor
unter anderem HR-Manager bei der KFP GmbH /
Change GmbH in Frankfurt und bei der Moody’s
Deutschland GmbH.
❚ www.madvertise.de
41
Christina Tachezy
Philipp Missler
Mad Geniuses, München
Internet World BUSINESS
Als neuer Geschäftsführer der Interactive Media CCSP GmbH
in Darmstadt bildet Philipp Missler in Zukunft gemeinsam mit
Frank Bachér, der weiter für Marketing & Sales verantwortlich
ist, das Führungsduo. Missler war seit 2009 bei der Deutschen
Telekom, Products & Innovation für das Business Development
der Internet-Geschäfte zuständig. Er folgt auf Guido Sachs, der
das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.
❚ www.interactivemedia.net
Kathinka Arlit /
Daniel Fazelzad
Jochen Gottwald
Eprofessional, Hamburg
Von der Hamburger Dependance aus soll Jochen Gottwald künftig den neuen
Geschäftszweig Performance
Media bei der Ad Agents
GmbH aufbauen. Vor seinem Wechsel zur Agentur aus Herrenberg, die sich bislang auf SEA und
Performance Marketing spezialisiert hatte, arbeitete der neue Head of Performance Media beim
Berliner Mobile-Werbenetzwerk Madvertise als
Head of Direct Clients. Zuvor war der 48-Jährige
unter anderem bei Miva Deutschland sowie der
Revenupath GmbH beschäftigt.
❚ www.ad-agents.com
Ad Agents, Herrenberg
In die Geschäftsleitung steigt
Kathinka Arlit bei der Performance-Marketing-Agentur
Eprofessional GmbH in Ham- K. Arlit
burg auf. Die 37-Jährige, die
2010 von der Axel Springer
AG zum Hamburger Unternehmen wechselte und bisher
als Director Sales & New
Business Strategies aktiv war,
berichtet auch weiterhin an
D. Fazelzad
Geschäftsführer Martin Hubert, hat aber in Zukunft ein
Mitspracherecht bei der Unternehmensleitung.
Darüber hinaus wird der neu geschaffene Posten
des Director International Cooperation & Innovation mit Daniel Fazelzad besetzt. Der 37-Jährige
stand Eprofessional seit März 2010 als Berater
International Business zur Seite. Fazelzad kommt
wie Hubert von Interone Worldwide, wo er Legal
Counsel & International Business Development
war. Mit der Personalie erweitert die Agentur ihr
Portfolio um den Bereich Web-Development und
Web-Design, der nun von Fazelzad geleitet wird.
❚ www.eprofessional.de
Dirk Hensen
Paypal, Dreilinden
Die Planung und Umsetzung
sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen in Online- und
Print-Medien verantwortet in
Zukunft Dirk Hensen bei der
Paypal Deutschland GmbH in Dreilinden. In seiner neuen Position berichtet der 39-Jährige, der
zuletzt die Unternehmenskommunikation der VZ
Netzwerke leitete, direkt an den Geschäftsführer
Arnulf Keese. Zuvor war Hensen unter anderem
bei Yahoo Deutschland und Hubert Burda Media
beschäftigt.
❚ www.paypal.de
Thomas Berger
People Interactive, Köln
Ihr Mobile-Geschäft baut die
Kölner Agentur People Interactive aus: Als neuer Crossdigital Director verantwortet
Thomas Berger, Mitgründer
und bisheriger Geschäftsführer des Mobile-Spezialisten Clanmo, künftig die crossdigitale Strategie des Unternehmens. Der 33-Jährige arbeitete
zuvor in leitenden Positionen unter anderem bei
Mind Matics, der Onvista Group und Sevenval.
❚ www.people-interactive.de
Veronika Reints
Smartclip, Hamburg
Als Senior Business Development Manager verstärkt nun
Veronika Reints den Bewegtbildvermarkter Smartclip in
Hamburg. Die 31-Jährige, die
zuletzt Senior Media Manager bei Vibrant Media
war, soll vor allem das Publisher-Portfolio im Premiumsegment ausbauen. Außerdem kümmert sie
sich um die Vermarktung von Content-Syndizierungsprojekten.
❚ www.smartclip.com
Als neuer Head of Marketing
für Deutschland, Österreich
und die Schweiz ist Christina
Tachezy künftig bei der Livebookings GmbH & Co KG in
Hamburg tätig. In der Position verantwortet die
35-Jährige die Konzeption und Umsetzung sämtlicher Marketingaktivitäten im deutschsprachigen
Raum bei dem Online-Marketing- und Reservierungsservice für die Gastronomie. Zudem übernimmt Tachezy, die zuvor als Local Brand Manager bei der Accenture Dienstleistungen GmbH in
Kronberg im Taunus tätig war, die Steuerung der
Unternehmenskommunikation.
❚ www.livebookings.de
Florian Haas /
Barbara Fröstl /
Antonio Merker /
Maria Lisa Schiavone
Coma, München
Mit vier neuen Mitarbeitern
verstärkt sich die Coma AG,
F. Haas
Online-Agentur in München:
Florian Haas wechselt von Hubert Burda Media,
wo er im Marketing für die DLD Conference tätig
war. Bei Coma betreut der 31-Jährige als Projektmanager den Kunden Saturn. Neu im Team sind
außerdem Grafikerin Barbara Fröstl (30) und Programmierer Antonio Merker (31) sowie die 25jährige Maria Lisa Schiavone, die als Trainee im
Bereich Text und Konzeption ausgebildet wird.
❚ www.coma.de
Wladimir Schlegel /
Sebastian Olschowka
Retarget Media, Hamburg
Mit zwei neuen Mitarbeitern
verstärkt sich die Hamburger
Retarget Media GmbH: Den
Vertriebsbereich unterstützt
W. Schlegel
in Zukunft Wladimir Schlegel
als Junior Sales Manager, der
sich insbesondere um die Akquise von Kunden kümmern
soll. Der 24-Jährige war zuvor
bei der Games Academy und
der Deutsches Finanzkontor
S. Olschowka
AG tätig. Von Mediasports
Digital kommt Sebastian
Olschowka, der künftig als Junior Campaign
Manager arbeitet. Der 30-Jährige verantwortet
unter anderem die Umsetzung und Optimierung
der Retargeting-Kampagnen.
❚ www.retargetmedia.de
Impressum
Stellvertretender Chefredakteur:
Frank Kemper (fk),
[email protected]
ISSN 1433-3309
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Sitz von Redaktion, Anzeigen, Vertrieb:
Bayerstraße 16a, 80335 München
Telefon (089) 741 17-0, Fax -101
www.internetworld.de
Sitz des Verlags:
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH,
Karlstraße 41, 89073 Ulm
Redaktion:
Elke Häberle (häb),
[email protected]
Ingrid Lommer (il),
[email protected]
Ingrid Schutzmann (is),
[email protected]
Susanne Vieser (vs),
[email protected]
Daniela Zimmer (dz),
[email protected]
Geschäftsführer:
Florian Ebner, Dr. Günter Götz,
Thomas Perskowitz
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Christiane Fröhlich, Susann Naumann (sn),
Frank Puscher
Herausgeber:
Dr. Günter Götz,
[email protected]
Schlussredaktion:
Ernst Altmannshofer,
Dr. Christa Gogu
Chefredakteur:
Dominik Grollmann (dg),
[email protected]
Chef vom Dienst:
Stefan Hofer (host),
[email protected]
Art Directorin:
Maria-Luise Sailer
Gestaltung:
Alfred Agatz, Dagmar Breitenbauch, Catharina
Burmester, Hedi Hefele, Manuela Keller,
Susanna Knevels, Simone Köhnke, Cornelia
Pflanzer, Petra Reichenspurner, Ilka Rüther,
Christian Schumacher, Melanie Wallner
Anzeigenleitung:
Angelika Hochmuth,
Telefon: (089) 741 17-432,
Fax: (089) 741 17-269,
E-Mail: [email protected]
Einträge im Dienstleisterverzeichnis:
Marita Brotz,
Telefon: (089) 741 17-281,
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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 15
vom 1.1.2011
Leitung Herstellung/Vertrieb:
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Telefon: (089) 741 17-111,
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Leitung Redaktion Online:
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Redaktion Online:
David Henning (dah),
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Sonja Kroll (skr),
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für den Internet-Entscheider und erscheint zweiwöchentlich am Montag.
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MENSCHEN & KARRIERE
Internet World BUSINESS
Philipp Schindler
Als neuer Standortchef für das
Hamburger Büro verstärkt
Andreas Ernst die Führungsebene der MultichannelAgentur Interone, die auch
Dependancen in München und Düsseldorf unterhält. Er übernimmt den Posten des General Managers in Hamburg von Franziska von Lewinski, die
sich künftig voll auf ihre Rolle als CEO konzentrieren will. Zuletzt war Ernst, der eng mit Geschäftsführer Kreation Matthias Schäfer zusammenarbeiten soll, Client Service Director in München bei
Interone. In seiner neuen Position verantwortet er
vor allem das operative Geschäft sowie internationale Marketing-Kommunikationsprojekte.
❚ www.interone.de
Google Inc, Mountain View (Kalifornien, USA)
Natalie Schneider
Poster XXL, München
Als PR-Managerin soll Natalie
Schneider in Zukunft den PRBereich der Poster XXL AG in
München weiterentwickeln.
Die 32-Jährige verantwortet
in ihrer neuen Position die strategische und operative Medien- und Öffentlichkeitsarbeit bei dem
Spezialisten für Digitaldruck. Zuletzt war Schneider bei der Comvel GmbH, Betreiber des Reiseportals Weg.de, Unternehmenssprecherin.
❚ www.posterxxl.com
Lorenz Losmann /
Sergej Leibenzon / Axel Winter
DI Digitale Informationssysteme, Mannheim
Mit drei neuen Mitarbeitern verstärkt sich die DI
Digitale Informationssysteme GmbH, Mannheim:
Lorenz Losmann verantwortet als Art Director die
visuelle Kommunikation. Neben dem 29-Jährigen
ist auch Sergej Leibenzon neu bei DI. Der 26-Jährige, dem Axel Winter (25) als Praktikant zur Seite
steht, arbeitet in der Applikationsentwicklung.
❚ www.digi-info.de
Lysann Hilker
Free X Media, Hamburg
Als Portfoliomanagerin betreut
Lysann Hilker den Bereich „Active Living“ bei dem InternetVermarkter Free X Media aus
Hamburg. Zuvor war die 31Jährige unter anderem PR- und Marketingassistentin bei Brautmoden Haupt und Roxall Medizin.
❚ www.freexmedia.de
Der bisherige Nordeuropa-Chef von Google, Philipp Schindler,
wechselt als Vice President Global Business Operations in die
kalifornische Konzernzentrale in Mountain View. Von dort aus
soll er sich vor allem um die Geschäfte mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Produkte für Konsumenten und
das Enterprise-Geschäft kümmern. Bislang war der 40-Jährige
unter anderem für Bertelsmann, Compuserve und AOL tätig.
❚ www.google.com
Heikki Alanen
Oliver Korpilla
Code64, München
Anticopy, Odenthal
Unter anderem beim Ausbau
des Neugeschäfts wird Heikki
Alanen in Zukunft die Code64
GmbH, Agentur für interaktive
Kommunikation aus München, verstärken. Als Art Director Digital betreut
Alanen unter anderem die Kunden M-Card sowie
Milchwerke Berchtesgadener Land. Er kommt von
der Agentur Wunderman / Young & Rubicam Helsinki, bei der er als Art Director tätig war.
❚ www.code64.de
Unter neuer Leitung steht in
Zukunft die Anticopy GmbH,
Dienstleister für Text-, Bildsowie Produktschutz: Als
neuer Geschäftsführer verantwortet nun Oliver Korpilla das Unternehmen.
Zuvor war er bei einem Rechtstexteanbieter in
gleicher Position beschäftigt.
❚ www.anticopy.de
Boontham
Temaismithi
TLGG, Hamburg
Die Berliner Agentur Torben,
Lucie und die gelbe Gefahr
(TLGG) hat eine Dependance
in Hamburg eröffnet, die von
Boontham Temaismithi geleitet wird. Er gründete
den Spezialisten für Social Media vor drei Jahren
mit Christoph Bornschein und Fränzi Kühne.
❚ www.tlgg.de
Magnus Haensler
22/11
Marko Lutz /
Oliver von Wersch /
Stefan Schumacher
Andreas Ernst
Interone, Hamburg
31. Oktober 2011
Ralf Hussar
Neverest, München
Die neu geschaffene Position
des Geschäftsleiters hat Ralf
Hussar bei der Münchner
Neverest GmbH & Co. KG
übernommen. Der bisherige
freie Marketing- und Kommunikationsberater,
der bereits seit einiger Zeit für Neverest arbeitet,
soll sich bei der Agentur für Bewegtbild, Multitainment Branding und Komplettfilm vor allem
um die strategische Kundenbetreuung und die
Akquise neuer Kunden kümmern.
❚ www.neverest.de
Mediaman, Mainz
Andreas Stadtmüller
Am Stammsitz in Mainz wird
Magnus Haensler künftig als
Global Key Account Director
Finance bei der Mediaman
Gesellschaft für Kommunikation mbH aktiv. Er verantwortet damit alle Kunden aus dem Finanz- und Versicherungssektor
der Digitalagentur. Vor seinem Wechsel war der
40-Jährige Global Head of E-Business & Sales der
Allianz Direct. Künftig zählen unter anderem die
Allianz, die China Construction Bank sowie
Zurich Financial Services, ebenfalls ein früherer
Arbeitgeber Haenslers, zu seinen Kunden.
❚ www.mediaman.de
RMG Connect, Stuttgart
Die Relationship-MarketingAgentur RMG Connect GmbH
in Stuttgart verstärkt ihre
digitale Ausrichtung: Andreas
Stadtmüller, bislang als Leiter
der Online-Unit für den digitalen Geschäftsbereich der Agentur zuständig, wechselt in die
Geschäftsleitung. Er wird die Agentur in Zukunft
gemeinsam mit Wolfgang Zimmerer, Geschäftsführer Kreation, führen. In seiner neuen Position
folgt Stadtmüller auf Sonja Leveque, die in Mutterschutz geht.
❚ www.rmgconnect.de
G+J EMS, Hamburg
Mit einer neuen Ausrichtung
versieht Arne Wolter, Mitglied
der Geschäftsleitung bei G+J, M. Lutz
künftig den digitalen Bereich
des Verlagshauses. Während
Marko Lutz ab 1. November
2011 zusätzlich zur kaufmännischen Leitung von G+J EMS
(Electronic Media Sales) die
kaufmännische Leitung von
G+J Media Sales übernimmt, O. von Wersch
wird Oliver von Wersch zum
Jahreswechsel Geschäftsführer von G+J EMS. Der 43-Jährige, der direkt an Arne Wolter berichtet, war bislang als
Leiter G+J EMS Mobile tätig.
In dieser Position beerbt ihn
S. Schumacher
Stefan Schumacher, bisher
Head of Media Solutions in der Mobile Unit. Der
34-Jährige berichtet künftig an von Wersch.
❚ www.ems.guj.de
Marco Dröper /
Katja Reis / Cornelia Ruoff
Zenithmedia, Düsseldorf
Die Media-Agentur Zenithmedia hat drei neue
stellvertretende Geschäftsführer mit Prokura ernannt: Marco Dröper (45), Katja Reis (33) und
Cornelia Ruoff (39). Alle drei behalten die Verantwortung für ihre bisherigen Planungs-Units.
❚ www.zenithmedia.de
Tammy Coles
Storage Craft, Baar (CH)
Beim US-amerikanischen Konzern Storage Craft Technology
Corporation, Anbieter für Software-Sicherheitslösungen,
wurde Tammy Coles zur neuen Verkaufsleiterin für Storage Craft Europe
ernannt. Bisher war sie für den Auf- und Ausbau
von Storage Craft UK und Irland verantwortlich.
❚ www.storagecraft.eu
Lassen Sie’s uns wissen
Wenn Sie Karriere machen, ein-, auf- oder
aussteigen, schreiben Sie uns.
❚ [email protected]
[email protected]
❚ Insight E-Commerce
Unter dem Motto „125 Jahre Versandhandel in
Deutschland – Die Zukunft ist Online“ gibt es
hier Experten-Panels, Keynotes und Workshops
zu Trends des elektronischen Handels. Außerdem werden die „E-Commerce Milestones“ an
ausgewählte Unternehmen vergeben.
Termin: Leipzig, 22. und 23. November 2011
Kosten: 799 Euro inkl. MwSt. (199 Euro für
die ersten zehn Leser der INTERNET WORLD
Business, die sich anmelden; Code: IWB-2011)
Infos: www.insight-ecommerce.de
❚ CIO Gipfel 2011
An ausgewählte Personen, Geschäftsführer
und Vorstandsmitglieder aus den Bereichen IT
und E-Commerce richtet sich die Veranstaltung mit den Themen „Green IT“, „Strategie
des IT-Management“, „Cloud Computing“.
Termin: Bonn, 27. bis 29. November 2011
Kosten: Teilnahme nur auf Einladung
Infos: www.ciogipfel.com
❚ E12-Gipfel 2011
Mit der Keynote „Was das digitale Business von
den besten Design-Innovatoren lernen muss?!“
richtet sich der Kongress an Internet-Professionals. Zu den Themen zählen „New Digital Mobility: Best Digital Cases für mobile Endkunden“
und „Die Macht der Technologie“.
Termin: Karlsruhe, 28. und 29. November 2011
Kosten: 480 Euro zzgl. MwSt.
Infos: www.e12gipfel.de
❚ Mobile Business Conference
Auf der zweitägigen Konferenz erfahren Teilnehmer, was für ein erfolgreiches Mobile Business entscheidend ist. Das Themenspektrum
umfasst Mobile Marketing, Mobile Commerce
sowie Apps und Co.
Termine: Köln, 29. und 30. November 2011
Kosten: 799 Euro; Leser der INTERNET WORLD
Business zahlen 699 Euro (Code: MBC11iwb);
Preise zzgl. MwSt.
Infos: www.mobile-business-conference.de
❚ Social Media Conference
Die zweitägige Anwenderkonferenz zu Facebook, Twitter, Youtube und Co. gibt einen
Überblick über die wichtigsten Fragestellungen
zum Thema Social Media.
Termin: Hamburg, 5. und 6 Dezember 2011
Kosten: 490 Euro (1 Tag), 790 Euro (2 Tage);
Leser der INTERNET WORLD Business zahlen
390 Euro bzw. 690 Euro (Code: SMC11IWB);
Preise zzgl. MwSt.
Infos: www.socialmediaconference.de
❚ M-Days 2012
In vier Kongresssträngen diskutieren und erläutern nationale wie internationale Vertreter der
Mobile-Industrie Trends der Branche. Daneben
finden Vorträge auf der Messebühne statt. Und
Start-ups erhalten die Gelegenheit, ihre Apps
auf einer eigenen „App Stage“ vorzustellen.
Termin: Frankfurt, 1. und 2. Februar 2012
Kosten: Noch nicht benannt
Infos: www.m-days.com
❚ Online Handel 2012
Mit dem Motto „Online wird zu No-Line Handel“ richtet sich diese Kongressmesse an die
E-Commerce-Branche. Im Fokus: M-Commerce,
neue Geschäftsfelder, Cross-Channel-Handel,
Online-Handel im B2B, Digital Trends, MarkenWebshops, Data Driven Commerce sowie der
Workshop „Social Commerce“ (17. Januar).
Termin: Bonn, 18. und 19. Januar 2012
Kosten: 1.290 Euro (Frühbucherrabatt bis 15.
November: 990 Euro) zzgl. MwSt.
Infos: www.managementforum.com/online-handel
❚ EuroCIS 2012
Auf der „The Leading Trade Fair for Retail Technology“ geht es um die optimale Vernetzung
der Vertriebskanäle und individuell zugeschnittene digitale Services, die dem stationären Handel zusätzliche Einnahmen generieren sollen.
Termin: Düsseldorf, 28. Febr. bis 1. März 2012
Kosten: 22 Euro (Online-Vorverkauf: 15 Euro)
Infos: www.eurocis.com
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27.10.2011
13:53 Uhr
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STELLENMARKT
31. Oktober 2011
die führende Zeitung für Online-Marketing und E-Commerce,
sucht zur Unterstützung der Redaktion ab sofort
eine(n) Volontär(in)
Internet World BUSINESS
Die Neue Mediengesellschaft Ulm mbH ist ein Medien- und Weiterbildungsunternehmen
mit den thematischen Schwerpunkten Internet, Mobile Kommunikation und
Software-Entwicklung. Zu unseren Printprodukten gehören die Profi-Magazine Internet
World Business, Telecom Handel, Mobile Next, Dotnetpro, Web Developer und
Mobile Developer mit den zugehörigen Websites. Im Fortbildungsbereich sind die
Internet World Fachmesse und Kongress sowie die Web Developer Conference
die bekanntesten Namen.
Das können Sie erwarten
❚ Wir bieten Ihnen eine praxisnahe Ausbildung innerhalb der Redaktion,
ergänzt durch externe Schulungen.
Der Unternehmenssitz ist München, wo wir rund 100 Mitarbeiter beschäftigen.
Wir suchen zum nächstmöglichen Termin:
❚ Sie sind Teil eines motivierten Teams und begleiten hautnah die wichtigsten Trends
Zwei Key-Account-Manager/innen
Stellenanzeigen online/print
unserer Zeit.
❚ Sie recherchieren, schreiben und redigieren Artikel über die rasante Entwicklung der
digitalen Welt für die gedruckte Zeitung sowie für den Online-Auftritt www.internetworld.de.
❚ Ihre Vergütung erfolgt nach dem Zeitschriften-Tarifvertrag des DJV.
Das erwarten wir
❚ Sie verfügen vorzugsweise über ein abgeschlossenes Hochschulstudium, sind zwischen
20 und 30 Jahre alt und sind hungrig darauf, den Entwicklungen in Social Networks, Mobile
und im Internet zu folgen.
❚ Sie sind spontan und sicher im Umgang mit Menschen, aber auch interessiert an technischen
Innovationen und deren Umsetzung.
❚ Sie haben eine flotte Schreibe und sind sicher in der deutschen Sprache.
❚ Sie verfügen über englische Sprachkenntnisse.
❚ Sie haben Leidenschaft für das Internet und die Online-Branche.
INTERNET WORLD Business wird vom Verlag Neue Mediengesellschaft Ulm mbH,
einem Unternehmen der Ebner-Gruppe, mit Sitz in München herausgegeben.
Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung an:
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Herrn Dominik Grollmann, Internet World Business
Bayerstr. 16a, 80335 München
E-Mail: [email protected]
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Was wir erwarten:
Sie betreuen die bestehenden Kunden unserer Fach-Stellenmärkte im Internet und in
den Zeitschriften. Parallel dazu entwickeln Sie die Stellenmärkte durch Gewinnung neuer
Kunden weiter. Wir bieten unsere Fach-Zielgruppen seit etwa einem Jahr mit großem
Erfolg für die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern an.
In Zukunft soll der gesamte Bereich im Hause von einer neu geschaffenen Einheit
innerhalb der Anzeigenabteilung betreut werden, die auch eigene Vermarktungskonzepte
entwickelt und realisiert.
Sie bringen mit:
Wir wünschen uns intensive Erfahrungen im Verkauf von Stellen in Online-Stellenmärkten
und möglichst auch im Verkauf von Stellen im Printbereich. Im Idealfall verfügen Sie
weiter über analytische Fähigkeiten, die es für den Ausbau eines neuen Geschäftsfeldes
braucht. Trotzdem haben Sie auch Spaß am direkten Kundenkontakt.
Sehr gute Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Interesse? Dann freuen wir uns auf ihre Bewerbungsunterlagen
unter Angabe Ihres frühesten Eintrittstermins und Ihrer Gehaltsvorstellungen an
Angelika Hochmuth ([email protected]).
Neue Mediengesellschaft Ulm mbH,
Büro München, Bayerstr. 16a, 80335 München
Online-Stellenmarkt
Das ausführliche Stellenangebot finden Sie unter: www.internetworld.de/stellenmarkt
Head of Online-Marketing
& Sales (m/w) im Bereich SaaS
Conceptboard GmbH
Stuttgart
Leiter E-Commerce (m/w)
Steigenberger Hotel Group
Frankfurt
Senior Online Marketing Manager (w/m)
Venista Ventures GmbH & Co. KG
Köln
Projektmanager/in Web Analytics
Sirona Dental Systems GmbH
Bonn
Director International (m/w)
Adcloud GmbH
Köln
Software-Entwickler (m/w) Visualisierung
Sirona Dental Systems GmbH
Bensheim
Software-Entwickler (m/w)
Anwendungsentwicklung
Sirona Dental Systems GmbH
Bensheim
Projekt Manager (m/w)
Online Marketing
OBI Group Holding GmbH
Wermelskirchen
SEO Manager (m/w)
HSE24
Ismaning
Online Sales Manager (m/w)
inmediaONE] GmbH
München
Junior Email-Marketing Manager EMEA (m/w)
Citrix Online
SalesManager (m/w)
intelliAd Media GmbH
München
(Junior) Web Business & Search Consultant München
TOMORROW FOCUS Technologies GmbH
Junior Online-Marketing
Manager (w/m) E-Commerce
Vino – Weine und Ideen GmbH
Trainee Online Marketing (m/w)
Scout24 Holding GmbH
Rümmelsheim
München
Karlsruhe
Werbetexter (m/w)
internetstores AG
Esslingen
Web-Developer (m/w)
internetstores AG
Esslingen
Web Analyst (m/w
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Esslingen und Berlin
Preissuchmaschinen Spezialist (m/w)
internetstores AG
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Junior Kampagnen-Manager (m/w)
internetstores AG
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Key Account Manager/in
Unterhaching / München
ValueClick Deutschland GmbH
Sales Manager/innen
Unterhaching / München
für alle Bereiche
ValueClick Deutschland GmbH
Business Development Manager (m/w)
Trademob GmbH
Online Sales Manager/in
Email Marketing (w/m)
getperformance GmbH
0 89 / 741 17 – 432
Berlin
München
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11:20 Uhr
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Internet World BUSINESS
SZENE
31. Oktober 2011
22/11
Medientage München 2011
Der Justizpalast wurde am ersten Abend der Medientage auch in diesem Jahr wieder zum Treffpunkt der Branchengrößen
D
en ersten Kongresstag der 25. Medientage München hat die Branche
auch im Jubiläumsjahr bei der legendären
„Nacht der Medien“ im Justizpalast ausklingen lassen. Mehrere hundert Gäste,
darunter vor allem Mediengrößen aus
Funk und Fernsehen, der Verlagsbranche
und natürlich auch aus der digitalen Welt
sowie Politiker und Medienanwälte gaben
sich ein Stelldichein und feierten bis spät
in die Nacht – beziehungsweise bis in die
frühen Morgenstunden. Eine der beliebtesten Anlaufstellen war wieder einmal
die Champagnerbar von Shoppingsender
HSE24. Schon kurz nach Einlass um 20
Uhr war dort im ersten Stock fast kein
Durchkommen mehr. Und anders als in
manch anderem Jahr ging im Jubiläumsjahr auch der Champagner nicht aus. häb ❚
Fotos: Veranstalter
Tolle Kulisse:
Wie in jedem
Jahr hat sich
der Justizpalast
in der Münchner Innenstadt
anlässlich der
Nacht der Medien hübsch
gemacht. Auf
drei Stockwerken durfte gefeiert werden
Süßes zum
Schluss:
Ob Schokobrunnen oder
Pralinés – das
Dessert war
perfekt
Bereits ein Vierteljahrhundert gibt es die Medientage München – für Onliner eine Ewigkeit
Zanox Global Alliance Summit 2011
R
und 250 Teilnehmer aus zehn Ländern
(Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Schweden, Türkei, Polen, Großbritannien, USA, Deutschland) kamen nach
Berlin zum Zanox Global Alliance Summit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung des
Affiliate-Netzwerkbetreibers standen der
Launch des neuen Zanox Marketplace, die
an diesem Tag freigeschaltete PublisherApp für iPhone und iPad – und intensives
Networking zwischen Publishern, Adver❚
tisern und Agenturen. fk
16. November: Networking in
der Goldenen Bar in München
Fotos: Veranstalter
Big Picture: Illustrator
Christoph Illigens
zeichnet den Summit
Auf der Bühne: Zanox-CEO Philipp Justus, Hendrik Seifert, CEO Kupona, Zanox-ServiceVorstand Christian Kleinsorge und Technik-Vorstand Daniel Keller (von links nach rechts)
Edles Ambiente:
Dinner im Museum
für Kommunikation
INTERNET WORLD Business lädt am 16. November 2011 ein zum zwanglosen BranchenTalk nach Büroschluss. Neue Kontakte knüpfen, alte Bekannte treffen und aktuelle Themen der Branche diskutieren. Das Motto des
INTERNET WORLD Business After Work heißt:
Networking! Als Location wurde in München
die Goldene Bar im Haus der Kunst in der
Prinzregentenstraße 1 ausgewählt. Wer mit
dabei sein möchte, sollte sich bald online registrieren – denn die Zahl der Plätze auf der
Gästeliste ist begrenzt.
❚ www.internetworld-afterwork.de
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MEINUNG
Internet World BUSINESS
31. Oktober 2011
KOMMENTAR
GASTKOMMENTAR
Quo vadis
Media Markt?
Die letzte große Chance
„Liebes Internet: Wenn du
unsere Preise schon kopierst, kopier’ die 14.496
Mitarbeiter gleich mit.“
Mit Werbesprüchen wie
diesem versucht sich derzeit Media Markt neu zu
positionieren. Den Preiswahnsinn wolle man nicht
Frank Kemper,
mehr mitmachen, brüllt
Stv. Chefredakteur
die Kampagne auf allen
Kanälen. Statt immer neuer Superbilligpreis-Aktionen wolle man in Zukunft
dauerhaft günstige Preise und gute Beratung bieten. Für mich klingt das wie eine Bankrotterklärung: Media Markt gibt das Rennen gegen die
Preisvergleichsportale auf und setzt auf Kundenservice. Dabei haben gerade Media Markt („Ich bin
doch nicht blöd“) und die Konzernschwester
Saturn („Geiz ist geil“) über Jahrzehnte die Kundschaft auf höchste Preissensibilität konditioniert.
Wenn der Kunde nicht selbst rausfindet, welcher
Fernseher der beste für ihn ist, dann kann er ja
immer noch in ein Fachgeschäft gehen, dort Kaufinteresse heucheln und sich das Produkt der Wahl
von einem Verkäufer vorführen lassen – und hinterher im Großmarkt auf der grünen Wiese kaufen.
Dieses unschöne Verbraucherverhalten nennt sich
Beratungsdiebstahl. Dagegen haben vor 20 Jahren
die kleinen Fachhändler in den Innenstädten kein
Patentrezept gehabt, und jetzt trifft es die Großen.
Was ihnen fehlt, ist ein Konzept, das den E-Commerce mit dem Stationärhandel verbindet. Doch
dazu bräuchte etwa Media Markt einen neuen
USP. Bislang lautete der: „Riesensortiment, günstigste Preise“, und das kann das Internet besser.
Viel Zeit für einen neuen Plan bleibt nicht: Zwar
erzielte Media Markt 2010 in Deutschland mit 5,9
Milliarden Euro doppelt so viel Umsatz wie der
größte deutsche Online-Händler Amazon. Doch im
Gegensatz zu Amazon, das seinen Umsatz seit
2007 fast vervierfachen konnte, wuchs Media
Markt in dieser Zeit nur um rund 13 Prozent.
Deutschland verliert beim Internet den Anschluss – wenn nicht gehandelt wird
O
bwohl der deutsche Einzelhandelsmarkt als der größte in Europa gilt,
liegt Deutschland mit rund 30 Milliarden
Euro Online-Umsatz 2010 nach Zahlen
der IMR World deutlich hinter Großbritannien mit umgerechnet 68,5 Milliarden
und Frankreich mit 31 Milliarden Euro
Online-Umsatz. Betrachtet man die Zuwachsraten, fällt Deutschland im europäischen Vergleich noch deutlicher ab. Mit
nur 11,5 Prozent Wachstum im vergangenen Jahr konnte der deutsche OnlineHandel nur rund halb so stark wie das
übrige Europa wachsen.
Zwar trägt in Deutschland
der Internet-Sektor rund 3,2
Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und ist damit schon wichtiger als zum
Beispiel die Landwirtschaft,
der digitale Beitrag liegt allerdings unter dem Durchschnitt der 13 meistentwickelten Nationen von 3,4 Prozent.
Im Vergleich mit allen 34
OECD-Ländern fällt Deutschland noch weiter ab. Hier ist die Bedeutung
des Internets für die Wirtschaft in Dänemark am höchsten und fast dreimal so
hoch wie in Deutschland. In Großbritannien generiert das Internet jedes Jahr einen
Wert von gut 114,5 Milliarden Euro und
macht mit 7,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts deutlich mehr als doppelt so viel
aus wie hierzulande.
Was ist los im digitalen Deutschland?
Zunächst wird hierzulande offensichtlich
die Macht des Internets für die wirtschaftliche Entwicklung unterschätzt. In
Deutschland hat die Internet-Wirtschaft
von 2004 bis 2009 immerhin rund 24 Pro-
[email protected]
iPhone oder Android?
Auch Internetworld.de-Leser sind nur Menschen. Anlässlich der Ankündigung des
neuen Android-Top-Smartphones Google
Nexus Prime wird die Frage diskutiert, wer
da noch ein iPhone braucht – und warum
das neue iPhone 4S so reißenden Absatz
findet:
Sorry, aber ich kann außer beim Display nicht
sehen, wo das Galaxy besser ist. Ich bin gerade
am überlegen, ob ich mir statt des neuen
iPhone ein Galaxy hole. Ihre Berichterstattung
im Netz hat bei der Entscheidungsfindung
nicht geholfen.
Olaf Dierich
Man nehme ein iPhone und ein Android in
die Hand. Dann hat sich die Frage schon
erledigt. Allein von der Materialqualität und
Bedienung ist ein iPhone unschlagbar.
Tom Volz
Was hat ein Betriebssystem mit der Materialqualität zu tun und was ist der Unterschied
22/11
zwischen dem Drücken von iPhone-Icons
oder Android-Icons, um Apps zu starten?
Thomas Berger
iPhones werden ja derzeit auch nicht der
Technik wegen gekauft, sondern aufgrund
des Designs und aufgrund eines Massentrends. Warum sonst sollten die Leute bereit
sein, dafür ohne Grund so viel (mehr) zu
bezahlen?
Bastian Müller
zent zum BIP-Wachstum beigesteuert.
Wie kann es aber trotz dieser enormen
Wachstumsdynamik sein, dass die fast 100
Milliarden Euro der letzten drei Konjunkturprogramme nicht für den Ausbau der
desolaten Netzinfrastruktur in Deutschland und damit für echte Wachstumsbeschleunigung genutzt wurden?
Das wohl größte Problem dürfte hierzulande sein, dass Politik und Verbände die
Situation schönreden. Schnelle DSL-Verbindungen haben nach neuesten OECDZahlen lediglich 29,3 Prozent aller Haus-
Prof. Dr. Gerrit
Heinemann
Der E-Commerce-Experte
leitet an der Hochschule
Niederrhein das eWeb
Research Center.
❚ www.hs-niederrhein.de
halte in Deutschland. Bei den stets höher
ausgewiesenen Zahlen von Politik und
Verbänden sollte man auf die beschönigende Äußerung „bis zu“ achten. So haben
viele Bürger zwar bis zu 50 MBit/s Übertragungsrate, der Bundesdurchschnitt
liegt allerdings bei immer noch kaum
mehr als 1 MBit/s. Für den Rest der Republik gilt die Devise: „DSL – Dörfer surfen
langsam.“
Statt jetzt jedoch beherzt vorzugehen,
überlässt die Politik das Feld den Mobilfunkbetreibern, die ihre bestehenden
Netze mit LTE aufmotzen, jedoch den großen Funklochflickenteppich damit nicht
stopfen. Breitbandanschluss für jeden mit
LTE? Das bleibt vor allem für die bisher
Betroffenen „Bauern-DSL-Surfer“ ein
Traum. Selbst das bescheidene Ziel der
Bundesregierung, flächendeckend für alle
Bundesbürger 1 MBit/s bereitzustellen, ist
noch längst nicht realisiert. Frühestens
2015 erwarten Experten eine echte flächendeckende Verbesserung durch die
LTE-Technologie, die aber schon heute als
veraltet gelten dürfte und das steigende
Datenvolumen in Zukunft nicht annähernd bewältigen kann.
Noch ist es nicht zu spät für die wohl
letzte große Chance einer digitalen Aufholjagd in Deutschland, und zwar durch
ein flächendeckendes Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz. Die Zeit drängt. Denn
während führende EU-Staaten bereits
mehr als 20 Prozent Netzabdeckung mit
Glasfaser haben, liegt diese in Deutschland
bei unter zwei Prozent. Der EU-Schnitt
liegt bereits bei rund zehn Prozent.
Vielleicht ist die Politik ja auch überfordert, die sicherlich komplexen und technisch anspruchsvollen Zusammenhänge
zu begreifen. Sie hebt überwiegend
Aspekte des Datenschutzes hervor und
fordert Regulierungen, was eher innovationshemmend wirkt. So darf nicht verwundern, dass nennenswerte Internet-Innovationen nicht in Deutschland hervorgebracht werden. Das größte Geschäft mit
dem Internet machen die USA. Mehr als
30 Prozent der Einnahmen weltweit und
mehr als 40 Prozent des Gewinns im Internet-Geschäft werden von US-Unternehmen erzielt. Ähnlich dürfte auch der USMarktanteil in der deutschen InternetWirtschaft liegen. Tendenz steigend, wenn
nicht bald gehandelt wird.
❚
Gehört
„Manchmal hat man eben Glück.“
Microsoft-CEO Steve Ballmer ist im Nachhinein erleichtert darüber,
dass die geplante Yahoo-Übernahme für 44 Milliarden US-Dollar 2008 platzte
„Die Computer der Kriminellen werden immer ausgetüftelter,
immer raffinierter!“
Innenpolitik-Experte Hans-Peter Uhl (CSU) beweist im Bundestag Hacker-Know-how
Ihre Meinung ist uns wichtig!
Haben Sie Kommentare, Vorschläge oder
Kritik? Schreiben Sie einen Leserbrief an
❚ [email protected]
Haben Sie sich beruflich verändert? Dann
schicken Sie uns doch eine Nachricht an
❚ [email protected]
Fragen zu Ihrem Abo richten Sie bitte an
❚ [email protected]
„Kein Land, auch keine Regierung,
hat ein Patentrezept.“
Der britische Außenminister William Hague fordert internationale
Anstrengungen, um das Internet vor Cyber-Kriminalität zu schützen
„Im Prozess des Publizierens sind nur zwei Personen unverzichtbar –
der Autor und der Leser.“
Amazon-Manager Russell Grandinetti hält traditionelle Buchverlage grundsätzlich für entbehrlich
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27.10.2011
11:54 Uhr
Seite 47
U4_Domain_Fact.qxd
31.08.2011
11:14 Uhr
Seite U423
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