26.4.2011 11:53 Uhr Seite 1 Hebamme Sage-femme Levatrice Spendrera 5/2011 Normale Geburt Naissance normale Foto: Phanpaporn Worarat Titel_05_11 US_Seite_2_bis_4 20.4.2011 7:12 Uhr Seite 2 0% ZUSATZSTOFFE*, 100% PFLEGE DIE BESTE PFLEGE IST NATÜRLICH NIVEA Baby Pure & Natural Produkte enthalten sorgfältig ausgesuchte Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs. Die milde Formulierung pflegt empfindliche und trockene Babyhaut auf besonders sanfte Weise. Damit Sie sich ganz über die Pflege freuen können. • *Ohne Parabene, Alkohol und Farbstoffe. • Bio-Sheabutter: Spendet intensiv Feuchtigkeit und unterstützt die Hautregeneration. Enthält Omega-6 Lipide, welche die natürliche Schutzschicht der Haut stärken und die Haut beruhigen. • Bio-Kamille: Beruhigt die Babyhaut und beugt Hautrötungen vor. Unterstützt den natürlichen Regenerationsprozess. • Hautverträglichkeit klinisch und dermatologisch bestätigt. • In Zusammenarbeit mit Haut- und Kinderärzten entwickelt. 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Jahrgang / 109e année Erscheint 11mal im Jahr Parution: 11 éditions par année Impressum Foto: Markus Kuhn Betrachtungsweisen von Hebammen in der Schweiz Rédaction de langue française Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a 1196 Gland, téléphone 022 364 24 66, portable 079 755 45 38, courriel: [email protected] Redaktioneller Beirat Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh), Lisa Mees-Liechti (lml), Lorraine Gagnaux (lg) Josée Bernard Delorme (jbd), Edith de Bock-Antonier (ea) Beraterin Hebammenforschung Dr. phil. Ans Luyben Redaktionsschluss/Délai de rédaction Am 1. des Vormonats/Le premier du mois précédent Gestaltung/Herstellung Tygraline AG, Bern Rosmarie Kerschbaumer Jahresabonnement/Abonnement annuel Nichtmitglieder/Non-membres Fr. 109.– inkl. 2,5% MWST/TVA Ausland/Etranger Fr. 140.– Einzelnummer/Prix du numéro Fr. 13.20 inkl. 2,5% MWST/TVA + Porto Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht bis zum 31. Oktober schriftlich gekündigt wird. La durée d’abonnement se renouvelle automatiquement chaque année sauf résiliation par écrit jusqu’au 31 octobre. Anzeigenmarketing/Régie d’annonces KünzlerBachmann Medien AG Geltenwilenstrasse 8a . 9001 St. Gallen T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93 [email protected] . www.kbmedien.ch Druck/Impression Vogt-Schild Druck AG Gutenbergstrasse 1, CH-4552 Derendingen www.vsdruck.ch WEMF-beglaubigt ISSN 1662-5862 La normalité en obstétrique 34 Was ist eine «normale» Geburt? Un défi pour les sages-femmes Frauen wie Hebammen wünschen sich normale Geburten, bei denen nichts Unerwünschtes geschieht. Was gilt jedoch heute als «normale» Geburt? Ein Forscherinnenteam aus Bern hat Hebammen nach ihrer persönlichen Definition der Normalgeburt befragt. Tout le monde comprend le terme de «normalité». Et pourtant, il n’est pas si simple à cerner en matière d’obstétrique. Ce qui paraît important, c’est d’avoir une vision commune des soins en maternité qui soit centrée sur le bien-être des femmes, des nouveau-nés et des familles. Verlag/Edition Schweizerischer Hebammenverband Fédération suisse des sages-femmes Redaktion/Rédaction/Redazione Deutschsprachige Redaktion/ Verantwortliche Redaktorin: Gerlinde Michel, Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23 Telefon 031 331 35 20, Fax 031 332 76 19 E-Mail: [email protected] 4 Masterthesis 9 Was verstehen wir unter einer «natürlichen» Geburt? In ihrer qualitativen Studie ging Beatrix Angehrn der Frage nach, was Paare, Hebammen und Ärztinnen im Zeitalter der medikalisierten Geburt unter einer «natürlichen» Geburt verstehen. Ergebnis: die Begriffsdefinition verändert sich je nach Geburtsverlauf, und die Begriffe «normal» und «natürlich» sind derzeit nicht mehr deckungsgleich. Aus Expertinnensicht 13 Die Wochenbettsituation in der Schweiz Eine Befragung der ZHAW zeigt, dass die Wochenbettsituation in der Schweiz im Umbruch ist. Ob die zunehmende Frühentlassung der Wöchnerinnen ohne angemessene Nachbetreuung als gesellschaftliche Realität akzeptiert oder ob die Chance genutzt wird, neue Unterstützungssysteme zu entwickeln, bleibt vorläufig offen. Enquête d’opinion en Suisse 38 Qu’est-ce qu’une naissance normale? Pour les sages-femmes romandes, comme pour leurs collègues alémaniques, la vision de la femme qui accouche participe de manière non négligeable à la définition de la naissance «normale». Une discussion bien avant le jour J de la naissance, par exemple lors d’une préparation à la naissance, s’avère donc primordiale. Rubriken/Rubriques Aktuell SHV/FSSF Sektionen/Sections Fortbildung SHV Formation FSSF Actualité Etude Livres Stellenangebote Offres d’emploi Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 2 17 25 28 32 41 43 44 1 Aktuell_S02_03 26.4.2011 11:54 Uhr Seite 2 A K T U E L L Bald im Kino Wegen Geldmangel geschlossen «Mit dem Bauch durch die Wand» Fachstelle für Behinderung und Sexualität Sie heissen Sandra, Jasmine und Jennifer, leben im Luzerner Hinterland, in Basel und bei Thun und haben eines gemeinsam: Sie haben min- Im Mai 2006 wurde die Fachstelle für Behinderung und Sexualität «fabs» eröffnet, Ende 2010 musste sie ihren Betrieb wieder einstellen. Trotz enormen Anstrengungen gelang es nicht, genügend Mittel für den Betrieb zu beschaffen. «Die Kombination von mehreren tabubelasteten Themen» habe bei staatlichen und privaten derjährig ein Kind bekommen. Nicht älter als Achtzehn waren sie, als sie Jason, Armando und Tanijsha zur Welt brachten. Sie habe immer gewusst, dass sie jung Kinder haben wolle, meint Sandra heute selbstbewusst. Etwas mulmig war es ihr und ihrem Freund Marcel dann doch, als sie mit siebzehn ihren Eltern eröffnen mussten, dass sie bald Grosseltern werden. Doch ihre Familien nahmen die Nachricht relativ locker auf. Sie unterstützen die jungen Eltern und sind für die Grosskinder da, wann immer es nötig ist. Die Filmemacherin Anka Schmid hat eine erfrischende Langzeitstudie über drei blutjunge Mütter, ihre Kinder und deren Väter gedreht. Entstanden ist ein Film über erste grosse Lieben, Berufspläne und Zukunftsträume, vor allem aber über die Courage und die unerschütterliche Zuversicht, die es braucht, wenn man in einem Alter, in dem andere unbeschwert das Jungsein geniessen, bereits Verantwortung für ein Kind übernimmt. www.mitdembauch-film.ch BABY-Index 2011 Wissenswertes über junge Familien Wie sieht es mit der langfristigen Geburtenentwicklung in der Schweiz aus? Welche Kantone führen die höchste Geburtenrate? Wie entwickelt sich die Kaiserschnittrate? Wie sieht die Erwerbssituation von Müttern aus? Wussten Sie, dass eine Mutter im Schnitt 1,77 Kinder hat? Wie hoch ist der Anteil aller in der Schweiz geborenen Ausländer? Auf solche Fragen gibt es klare Antworten in der überarbeiteten Ausgabe des BABY-INDEX 2011. Das Nachschlagewerk im Taschenformat enthält alle wesentlichen Daten über Geburten- und Bevölkerungsentwicklung sowie wenig bekannte Spezialdaten, und bietet eine reichhaltige, übersichtliche In- 2 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch formationshilfe für alle Personen aus dem medizinischem Umfeld. Die Firma Present-Service Ullrich & Co. stellt den BABY-INDEX, so lange Vorrat, allen Interessenten/innen kostenlos zur Verfügung: Telefon 041 740 01 40, info@ present-service.ch. Geldgebern Widerstände ausgelöst – so die ernüchternde Bilanz der Initianten. Trotzdem hat «fabs» Geschichte geschrieben. Insbesondere das für behinderte Menschen konzipierte Lehrmittel über sexuelle Gewalt «herzfroh» hat nachhaltige und für Betreute positive Konsequenzen gezeigt. www.fabs-online.org Zuckerlösung für Babys Kein Schmerzmittel Neu- und Frühgeborene auf der Intensivstation müssen oft schmerzhafte Eingriffe erleiden. Auch Routinemassnahmen wie die Blutentnahme an der Ferse sind mit Schmerzen verbunden. Daher wird ihnen vor dem Eingriff oft eine Zuckerlösung verabreicht – laut Studien ein Vorgehen, das die Schmerzwahrnehmung der Kinder dämpfen könne. Gemäss einer im «Lancet» veröffentlichten Studie überprüfte ein Forscherteam aus Oxford erstmals, wie sich das Zuckerwasser auf Schmerzreaktionen im Gehirn und Rückenmark auswirkt. Dazu untersuchten die Wissenschaftler 59 Neugeborene während einer Fersenblutentnahme. 29 der Kinder erhielten zwei Minuten vor der Prozedur eine Zuckerlösung, die übrigen 30 Kinder bekamen sterilisiertes Wasser in den Mund geträufelt. Die Gehirnaktivität wurde dabei mit der Elektroenzephalografie (EEG) für Neugeborene erfasst; dabei werden die Hirnströme mit Hilfe von Elektroden am Schädel gemessen. Die Rückenmarksreaktion wurde mit Hilfe der Elektromyografie (EMG) gemessen, wobei Elektroden an den Oberschenkeln schon geringe Muskelzuckungen registrieren. Für die Auswertung verwendbar waren Daten von 20 Kindern aus der Zuckerwasser-Gruppe und von 24 Kindern aus der Kontrollgruppe. Nach dem Schmerzreiz konnten die Forscher weder bei der Gehirnaktivität noch bei den Reflexen der Wirbelsäule einen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen. Allerdings erreichten die Babys nach der Zuckerbehandlung auf einer Skala, mit der klassischerweise die Schmerzempfindung von kleinen Kindern beurteilt wird, niedrigere Punktzahlen als die Kontrollgruppe. Das ging vor allem auf den Teil des Bewertungssystems zurück, in dem schmerztypische Gesichtsausdrücke wie Stirnrunzeln oder das Zusammenkneifen der Augen erfasst waren. Bei den behandelten Babys waren diese Anzeichen demnach weniger häufig und weniger ausgeprägt. Zudem gab es in dieser Gruppe mehr Kinder, die das Gesicht überhaupt nicht verzogen, wenn sie gestochen wurden. Möglicherweise hemmt der Zucker demnach den bei Schmerzen typischen Gesichtsausdruck, obwohl die Aktivität im Gehirn Schmerz anzeigt, schreiben die Forscher. «Zuckerwasser scheint daher kein Schmerzmittel zu sein und sollte ohne zusätzliche Untersuchungen nicht mehr routinemässig bei schmerzhaften Massnahmen für Babys eingesetzt werden», lautet die Schlussfolgerung. Slater R. et al. Oral sucrose as an analgesic drug for procedural pain in newborn infants: a randomised controlled trial. Lancet. 2010 Oct 9; 376(9748): 1225–32. Aus: Deutsche Hebammen Zeitschrift 10/ 2010. Aktuell_S02_03 26.4.2011 11:54 Uhr Seite 3 Bewegendes Dokument Geburtshilfe in Ungarn Die Situation für Ungarns Hebammen, ob Verbandsmitglieder oder unabhängig, bleibt wohl noch lange voller Hürden und Herausforderungen. Wie sich die ungarischen Frauen zu der neuen Möglichkeit stellen, seit dem Schiedsspruch des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ab dem 1. April 2011 legal (!) auch zu Hause mit einer begleitenden Hebamme oder einem Arzt gebären zu dürfen, bleibt abzusehen. Noch müssen für Hebammen Rahmenbedingun- gen geschaffen werden. Falls der ungarische Hebammenverband dies wünscht, wird die europäische Hebammengemeinschaft (EMA oder CER) ihm dabei gerne beratend zur Seite stehen. Auf www.youtube.com unter «Birthrights – Hard Labour in Hungary» ist dazu ein interessantes Dokument einer Bewegung für die Rechte der Frau in Ungarn zu sehen. Zuzka Hofstetter SHV-Delegierte ICM und EMA Foto: Barbara Göpfert Männer und Familiengründung Väter in der Zwickmühle Neu beim SHV Familienplanung gilt oft als Frauensache. Ob hingegen ein Mann Kinder will oder wieso er kinderlos bleibt, wird kaum untersucht. Unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) haben sich Forschende des Zentrum Gender Studies der Universität Basel dieses Themas angenommen. Wolfgang Wettstein PR-Berater BR-SPRV, Redaktor «hebamme.ch» 1958 in Baden geboren, seit 1997 selbstständiger PR-Berater, machte ein Übersetzerstudium in den Sprachen Französisch, Italienisch und Englisch. Er ist Berufsmitglied des Schweizerischen PR-Verbandes (BR-SPRV), Mitglied des Schweizer Klubs für Wissenschaftsjournalismus, Mitglied von Public Health Schweiz und der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitspolitik (SGGP). Nach dem Einstieg in die PR-Arbeit bei Zürich Tourismus (1984) war er bei der Trimedia AG und der cR Kommunikation (1989–1997) als Berater tätig. Zu seinen langjährigen Kunden gehören unter anderem die Krebsliga Schweiz und die Stiftung Krebsforschung Schweiz – er ist seit 2004 Redaktor der Fachpublikation «Krebsforschung in der Schweiz»; der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF); die Schweizerische Kriminalprävention (SKP), eine interkantonale Fachstelle der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) – er ist Redaktor des Massnahmenplans «Jugend und Foto: Pia Zanetti Gewalt» 2008–2010 sowie des Handbuchs «Jugend und Gewalt» (erscheint im Sommer 2011), und das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Wolfgang Wettstein spricht französisch, italienisch und englisch. Wolfgang Wettstein hat die Stelle des verantwortlichen Redaktors «hebamme.ch» am 1. April 2011 angetreten. Der SHV freut sich auf das neue Teammitglied und wünscht Wolfgang Wettstein einen guten und erfolgreichen Start bei der neuen Tätigkeit. Doris Güttinger Geschäftsführerin Er ist ab Anfang Mai jeweils am Dienstag und Mittwoch auf der Geschäftsstelle erreichbar, Tel. 031 331 35 20, [email protected] Die Wissenschaftlerinnen führten ausführliche Interviews mit 60 Deutschschweizer Männern durch, wobei die eine Hälfte Väter und die andere Hälfte kinderlos war. Befragt wurden Akademiker, weil bei diesen mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit verstärkt auftreten. Die Interviews zeigen, dass sich das Bild von Vaterschaft im Umbruch befindet. Die meisten Befragten haben den Anspruch, im Gegensatz zu ihren eigenen Vätern genügend Zeit für die Familie aufzuwenden und ihren eigenen Kindern ein präsenter, fürsorglicher Vater zu sein. Gleichzeitig und dem neuen Bild der aktiven Vaterschaft zum Trotz bleibt der Beruf zentral für das männliche Selbstverständnis. Viele der befragten Männer haben das Familienmodell mit dem Mann als Hauptverdiener immer noch verinnerlicht. Dies führt zu einem äusserst ambitiösen Idealbild des modernen Vaters: Diese hohen Ansprüche sind ein wichtiger Grund dafür, dass einige Männer sich gegen Kinder entscheiden. Ein für die Forschenden überraschend zentrales Thema war die Furcht vieler Männer vor dem Verlust ihrer Freiheit und Ungebundenheit. Viele befürchten wegen Familie und Vaterschaft stark eingeschränkt zu werden. Solche Ängste können ebenfalls zu einem Entscheid gegen Kinder beitragen. Das neue Idealbild des präsenten Vaters und der ausdrücklichere Wunsch nach Kindern könnten der Familienpolitik zu mehr Gewicht verhelfen. Die Forschenden sehen verschiedene Strategien: Neben flexibleren Arbeitszeiten, Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit und Kinderkrippen gehört dazu auch ein Umdenken in den Unternehmen: Für Männer sollte es zum Beispiel normal werden, in ihrer Karriere ein paar Jahre lang reduziert arbeiten zu können. Zudem gelte es, die teilweise vorherrschende Glorifizierung von Überstunden und Vollzeitkarriere zu bekämpfen und den Wunsch von Männern, ein fürsorglicher, präsenter Vater zu sein, in Zukunft ernster zu nehmen. Maihofer A. et al.: «Warum werden manche Männer Väter, andere nicht?» Zentrum Gender Studies Universität Basel, 2010. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 3 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 4 D O S S I E R E D I T O R I A L Als Spitalhebamme hatte ich immer geglaubt, ich sei eine Hebamme, die die Rolle von intensivmedizinischen Interventionen während Schwangerschaft und Geburt hinterfragte. Doch erst als ich vom Spital in den Gemeinde-Hebammendienst wechselte, begann ich die Bedeutung der frauenzentrierten Betreuung wirklich zu verstehen. Meine hier entwickelten Fertigkeiten waren viel enger mit der physiologischen Geburt verbunden und orientierten sich am Bedürfnis der Frauen. Ich musste lernen, mich zu entspannen und meine Aufmerksamkeit weg von mir als reagierende Fachperson auf die Frau zu richten. Ich hoffe, dass ich auch während meiner Spitalzeit die Interessen der Frau vertreten habe. Doch im Rückblick bin ich überzeugt, dass ich der Individualität jeder Frau gerechter wurde, weil ich sie in ihrer eigenen Umgebung, in ihrer Familie betreuen konnte. Meine Aufgabe, sie bei ihrer Geburt zu unterstützen, gewann an Bedeutung. Ich hatte das grosse Glück, mit erfahrenen Hausgeburtshebammen zusammen zu arbeiten. Sie inspirierten mich dazu, mein Denken an der «normalen Geburt» fest zu machen. Später, als die Debatte über die Normalgeburt an Intensität gewann, nahm ich dieses Wissen in meine neuen Stelle am Royal College of Midwives (RCM) mit. Als Team lancierten wir eine landesweite und webgestützte Kampagne für die Normalgeburt (www.rcmnormal birth.org.uk). Ziel war es, das Selbstvertrauen der Hebammen zu stärken, damit sie langfristig die Gesundheit von Müttern und Kindern verbessern, indem sie ihre Fähigkeit zu einer physiologischen Geburt maximieren. Diese Kampagne und meine Praxiserfahrung haben mich sehr viel Wertvolles gelehrt. Als Hebammen dürfen wir an der Geburtserfahrung vieler Frauen teilnehmen – jede ist eine einzigartige Reise. Wir müssen lernen, der Frau dazu eine sichere Umgebung zu bieten, die ihr Selbstvertrauen stärkt – doch es bleibt ihre Reise. Unsere Reise als Hebammen bedeutet, dabei zu sein, damit die Frauen unser Expertinnenwissen abrufen und dadurch ihr Potenzial ausschöpfen können. Was wir anbieten, beruht auf Vertrauen und einer gleichberechtigten Beziehung. Gemeinsam können wir beeinflussen, wie Kinder auf die Welt kommen. Mervi Jokinen Practice and Standards Development Advisor, RCM 4 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Betrachtungsweisen von Hebammen in der Schweiz Was ist eine «no rm Frauen wie Hebammen wünschen sich normale Geburten, bei denen nichts Unerwünschtes geschieht. Was gilt jedoch heute als «normale» Geburt? Ein Forscherinnenteam aus Bern hat Hebammen nach ihrer persönlichen Definition der Normalgeburt befragt und die Antworten ausgewertet. Franziska Suter-Hofmann, Patricia Blöchlinger, Ans Luyben Einleitung/Hintergrund Wahrscheinlich wünscht sich jede Frau eine «normale» Geburt. Aber was ist heutzutage eigentlich noch normal? Die Gesellschaft, die Medizin und damit auch die Geburtshilfe haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert, nicht nur in den industrialisierten Ländern. Weltweit werden immer mehr Kaiserschnitte durchgeführt, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Sektiorate von über 10 bis 15 % für nicht gerechtfertigt hält (WHO 1985). In der Schweiz kommt inzwischen schon jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Die Kultur der Geburtshilfe hat sich gewandelt von einer natur- zu einer risikoorientierten Geburtshilfe. Damit hat sich auch das Bild von einer «normalen» Geburt im Bewusstsein von vielen Frauen geändert. Auch Hebammen wünschen sich normale Geburten, bei denen nicht Unerwünschtes geschieht. Die Wandlung der Geburtshilfe von einem natur- zu einem risikoorientierten Konzept im Rahmen des medizinisch-technischen Fortschritts bedeutet, dass viele Frauen für die Geburt aus ihrer persönlichen Alltagsumgebung in ein klinisches Umfeld wechseln, in dem der Geburtsprozess begleitet wird. Dabei spielt die Überwachung eine immer grössere Rolle, einerseits um möglichst alle Risiken zu reduzieren und andererseits um getroffene Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. So hat sich das Bild davon, wie viel und welche Art von Überwachungen und Interventionen zu einer normalen Geburt gehören, verändert. Das Konzept der Normalität hat aber auch einen Einfluss auf den Handlungsspielraum der Hebammen. Grundsätzlich gilt diesbezüglich, dass Hebammen zuständig sind für den physiologischen Verlauf eines Geburtsprozesses, und einen Arzt beiziehen, sobald dieser pathologisch wird. In einer phänomenologischen Untersuchung fand Davis (2010) aber, dass es für Hebammen nicht nur eine enge Definition der normalen Geburt gibt, sondern dass sie die Normalität in der Geburtshilfe als ein weites und individualisiertes Kontinuum von Variationen erleben, das abhängig ist von der einzigartigen Natur der Gebärenden, zusammen mit ihren körperlichen Gegebenheiten und ihren Lebensumständen, Hebamme, MSc, Hebammenexpertin Frauenklinik Insel Bern. Patricia Blöchlinger, Hebamme, MSc, Hebammenexpertin Frauenklinik Insel Bern. [email protected] [email protected] Franziska Suter-Hofmann, Prof. Dr. Ans Luyben, Leiterin Forschung & Entwicklung/ Dienstleistung Hebammen, Berner Fachhochschule BFH Fachbereich Gesundheit. [email protected] Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 5 o rmale» Geburt? Fotos: Markus Kuhn und beeinflusst wird durch die Umgebung. Die WHO definiert in ihrer Broschüre zur sicheren Mutterschaft die normale Geburt folgendermassen: «Spontaner Geburtsbeginn bei niedrigem Ausgangsrisiko und gleichbleibend wenig Auffälligkeiten während des Geburtsverlaufes. Das Neugeborene wird aus Schädellage spontan mit einem Gestationsalter von 37 bis 42 vollendeten Wochen geboren. Post partum befinden sich Mutter und Kind in gutem Allgemeinzustand» (WHO 1996). Obwohl diese Aussage klar scheint, beschäftigen sich Hebammen weltweit erneut damit, was Normalität in der aktuellen Geburtshilfe bedeutet. Seit 2004 widmet die internationale «Normal Birth Conference» sich diesem Thema, letztes Jahr in Vancouver. 2009 entschied der englische Hebammenverband (RCM), sich in einer nationalen Kampagne diesem Thema zu widmen (RCM 2010). Im Rahmen dieser Debatte veröffentlichten Werkmeister et al. (2008) einen Artikel mit dem Versuch einer Definition der normalen Geburt im heutigen England und mit einer Auflistung der Einund Ausschlusskriterien dazu. Die Übersetzung dieser englischen Definition sollte den Schweizer Hebammen als Diskussionsgrundlage in der Schweizerischen Hebammenzeitschrift dienen (Suter-Hofmann 2009). Zwei Reaktionen ganz unterschiedlicher Art wurden veröffentlicht. Die eine plädiert dafür, dass Geburten unter Periduralanästhesie (PDA) als normal betrachtet werden sollen, damit Diskriminierung vorgebeugt wird (Herbeck, 2010), die andere, dass das heute Übliche nicht zur Norm erklärt wird, sondern stattdessen der natürlichen Geburt wieder zur Norm verholfen wird (Bellwald, 2010). In diesem Spannungsfeld liess sich der Schweizerische Hebammenverband dafür begeistern, am Hebammenkongress 2010 in Genf eine Umfrage nach dem Verständnis der Schweizer Hebammen bezüglich einer normalen Geburt durchzuführen. Resultate 19 Hebammen nahmen an den Interviews teil; 12 aus der deutschsprachigen und 7 aus der französischsprachigen Schweiz. Es gab keine Hebamme, die das Interview abbrechen wollte. Die Deutschschweizer Hebammen wurden auf Schweizerdeutsch befragt und antworteten im Dialekt. Die Interviews wurden auf Hochdeutsch transkribiert, möglichst nahe am Gesprochenen. Sie wurden anonymisiert und zum Zweck der Berichterstattung einem neuen Namen zugewiesen. Für diesen Bericht wurden 13 deutschsprachige Interviews ausgewertet, davon eines von einer Hebamme, die in der Romandie arbeitet. Ein Interview konnte nicht verarbeiHebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 5 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 6 «Es ist häufig halt auch etwas normal retrospektiv, gell? Wenn wir das Resultat kennen, können wir besser sagen, das war auch eine Variante der Norm. Die Erkenntnis kommt eigentlich häufig im Nachhinein, würde ich sagen». (Doris) Verschiedene Hebammen merkten auch, wie ihre eigene Auffassung von was normal sei, sich durch ihre Erfahrungen über die Jahre geändert hat. «Wenn ich mich mit dem Thema normale Geburt auseinandersetze, dann merke ich gerade, dass es sich bei mir verändert hat in den letzten 30 Jahren». (Annette) Nicht mehr normal tet werden, da der Ton nicht deutlich genug war. Zur Auswertung wurde eine qualitative thematische Inhaltsanalyse angewendet. «Normal» Am Anfang des Interviews beschrieben alle Hebammen ihre eigene Definition einer normalen Geburt. Diese Definition wurde meistens verbunden mit Spontangeburt, einem natürlichen oder physiologischen Verlauf der Geburt und einer Geburt, die die Frau selbst bewältigen kann und die sie heil übersteht. «Also angefangen ist für mich eine Geburt bei Wehenbeginn oder Blasensprung, dass sich Wehen entwickeln, selbständig ohne irgendwelche Unterstützung und dass die Frau in einer Zeit, die für mich nicht definiert ist, sondern die für mich bedeu- 6 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch tet, sie muss in einem körperlichen Zustand sein, in dem sie das alleine schafft, wo sie quasi ‹in der Kraft› ist und es energetisch schafft. Aber, in diesem Sinn, wirklich ohne Interventionen.» (Doris) «Das ist das an erster Stelle: Es muss ein gesundes Kind sein und der Mutter muss es gut gehen». (Maria) Die meisten Hebammen fanden, dass der Begriff normale Geburt sehr schwierig zu definieren sei, weil es unterschiedliche Normalitäten gibt: «Ich habe das Gefühl, da darf ich nicht darüber richten und sagen, das und das und das ist normal, weil es glaub ganz viele Normalitäten geben kann». (Merette) Ebenfalls stellten die Hebammen fest, dass es einen Unterschied gibt, ob Normalität prospektiv oder retrospektiv beurteilt wird: Für viele Hebammen war es deshalb fast einfacher zu definieren, was nicht mehr normal ist. «Nicht mehr normal ist es, wenn man eingreifen muss, in einer Situation, in der es vielleicht der Mutter oder dem Kind schlecht geht, und es für die Frau nicht mehr normal läuft. Das heisst, sie kommt in eine Krise, in der man sie unterstützen muss». (Ruth) «Die Grenze für mich ist dort, wo ich invasiv werden muss. Wenn ich anfangen muss Medikamente zu geben oder wenn ein Arzt das Vakuum hervor nimmt oder es eine PDA braucht, ist es für mich nicht mehr dieser normale Rhythmus von einer Geburt». (Bettina) Die Grenze zwischen dem, was normal ist und dem was nicht mehr zum Normalen gehört, stand für alle Hebammen in Beziehung mit einer Intervention. Obwohl diese Tatsache klar war, gab es rege Diskussionen darüber, wann eine Intervention gerechtfertigt ist und welche Intervention noch zum Normalen gehört. «Also ja, das ist wirklich schwierig, es kommt drauf an, ob man jetzt zum Beispiel für das letzte Stückchen bei einer Wehenschwäche so ein bisschen Synto zum Schluss gibt, ja, das ist so eine Grenzsache. Ja, das ist wirklich schwierig».(Cornelia) Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle In den erweiterten Diskussionen während den Interviews spielten mehrere und unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Für viele Hebammen spielt nicht nur ihre eigene Vorstellung, sondern auch die Vorstellung der Frau eine wesentliche Rolle; «Und sie (die Frau) kann ja normal gebären, für mich, als Hebamme gesehen, aber für die Frau ist es eine Krise und nicht mehr normal. Das hört man manchmal nachher beim Erzählen, wenn sie erzählt, ich habe so lange gehabt, das war nicht mehr normal, so lange. Und für uns, Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr aus Hebammensicht, hat sie immer noch normal geboren». (Ruth) Andere Faktoren, die oft genannt wurden, waren Interventionen und Medikamente. Besonders in diesen Bereichen wurden erhebliche Grauzonen wahrgenommen. In dieser Diskussion spielte insbesondere eine richtige Indikation eine Rolle. «Also für mich ist es sicher nicht normal, wenn man einen Kaiserschnitt macht ohne Indikation. Das ist für mich gestört, das ist nicht mehr normal. Wenn man aber einen Kaiserschnitt machen muss, zur Rettung des Kindes, ist das für mich ok. Also für mich gibt es einfach eben die Sachen, die nicht medizinisch indiziert sind: einen Venflon stecken, das ist für mich Körperverletzung, weil es das nicht braucht. Oder Syntocinon spritzen nach der Geburt, das sind so Routinesachen, die für mich nicht normal sind». (Maria) Mehrere Hebammen reflektierten die Kompetenzen und Philosophie der Hebammen, damit sie ihr Verständnis von einer normalen Geburt definieren konnten: «Je mehr die Hebamme in ihrer Kompetenz arbeiten kann und je weniger sie Zugriff nehmen muss auf andere Fachleute, wie die Ärzte zum Beispiel, desto mehr kann sie in einer normalen Geburt arbeiten». (Katharina) «Wir haben eine ICM-Philosophie, wo drin steht, dass wir Interventionen vermeiden sollen, also diese Ideologie kommt nicht nur von mir». (Luzia) Kampagne für die Normalgeburt «10 wichtige Tipps» Im Rahmen seiner Kampagne für die Normale Geburt hat das Royal College of Midwives (RCM) eine Broschüre mit Tipps für Hebammen herausgegeben. Das Büchlein ist auch auf Deutsch und Französisch übersetzt und kann auf der Webseite des RCM heruntergeladen werden: www.rcmnormalbirth.org.uk/practice Seite 7 Weitere Faktoren, die genannt wurden, waren unter anderen die Erfahrung als Hebamme oder auch als Mutter, der Ort der Geburt, die Kultur, in der die Hebammen lebten, und die variable Zeit, die es braucht für eine Geburt. «Wenn ich in an meinem Arbeitsort jede PDA als nicht mehr normale Geburt bezeichne, dann müsste ich, glaube ich, aufhören zu arbeiten. Also es ist vielleicht als Schutz für mich selber. Dass ich das akzeptiere, weil das wirklich vom Welschen her etwas Normales ist, eine PDA, wenn man ohne PDA geboren hat, dann ist man entweder verrückt oder wow eh! Bist du eine starke Frau». (Verena) «Ich erlebe das noch (ohne Medikamente). Es gibt weniger, es ist auch ein kultureller Faktor. Es gibt Kulturen, die eine aktive Hilfe erwarten. Aber es gibt auch Frauen, die sich einfach nur begleiten lassen, die Hauptakteur ihrer Geburt sind». (Luzia) «Ich glaube, es hat nicht so viel mit den Stunden zu tun, was normal ist. Diese Norm ist wirklich sehr variabel. Man kann auch einmal schlafen in einer EP, mit 5 cm, Wehen weg, es ist nachts um drei, man kann schlafen und am Morgen geht es weiter, ist für mich immer noch normal. Die Frage ist einfach, ob wir es von aussen zulassen, diese Norm als normal anzusehen, wenn wir sie nie erleben, dann gibt es das ja nicht». (Doris) Die Hebammenarbeit zur Förderung der Normalität Die Hebammen erzählten während den Interviews nicht nur von ihrer Vorstellung einer normalen Geburt und den Erfahrungen, die sie im Hebammenalltag machten. Sie beschrieben auch, wie sie ihre Hebammenkompetenzen und Philosophie zur Förderung der Normalität einer Geburt einsetzen. Einige betonten die Wichtigkeit ihrer Arbeit während der Geburt, damit diese normal bleibt oder wieder normal wird. «Und das sehe ich auch als meine Aufgabe, von der Hebammenseite her, diesen Rhythmus von Frau und Kind möglichst zu unterstützen, einen Rahmen zu schaffen dafür, dass dieser Rhythmus von Frau und Kind so laufen kann, wie er muss. Das ist für mich eine normale Geburt». (Bettina) Die meisten erzählten von den Gesprächen nach der Geburt, in denen sie versuchen, die Vorstellung und Erfahrungen der Frau und ihre eigenen Vorstellungen in Einklang zu bringen. «Ich hatte kürzlich gerade eine Frau, die mit einem Vacuum geboren hatte und eigentlich hat sie eher eine schwierige Geburt gehabt. Aber für sie hat es Vorgeschichte oder Wie es zum Projekt «Normale Geburt» kam Begonnen hat alles mit einem Leserinnenbrief in der Hebamme.ch 11/ 2009. Franziska Suter-Hofmann stellte darin die Frage: «Was verstehen wir unter einer normalen Geburt?» und warf damit einen Diskussionsball weiter, den das Britische Royal College of Midwives mit einer Kampagne für die normale Geburt (www.rcmnormalbirth.org.uk) angestossen hatte. Leider fanden sich nur zwei Schweizer Hebammen, die darauf reagierten und den Ball weiterspielten. Der Idee und Initiative von Ans Luyben ist es zu verdanken, dass aus der Fragestellung ein Projekt wurde. Mit Zustimmung des SHV und der organisierenden Sektion Genève führten Ans Luyben, Patricia Blöchlinger, Ursula Greuter und sechs Studentinnen der HES Genève am Hebammenkongress 2010 in Genf VideoInterviews mit deutsch- und französischsprachigen Hebammen durch. Die Interviews kreisten um die Frage: «Was ist für Sie eine normale Geburt?» Jede Interviewteilnehmerin erteilte vor der Befragung schriftlich ihre informierte Zustimmung zum Interview und es wurde ihr Anonymität zugesichert. Das umfangreiche Videomaterial wurde in der Zwischenzeit transkribiert und ausgewertet. In dieser Nummer publizieren wir erstmals Resultate aus dem Projekt. Ans Luyben, Franziska Suter-Hofmann, Patricia Blöchlinger, Gerlinde Michel, Josianne Bodart Senn gestimmt so. Sie hatte ein Nachgespräch, weil der Hausarzt sie angerufen hat und ihr gesagt hat, sie hatten ja eine so schwierige Geburt. Sie hat mich im Spital angerufen und wollte nochmals mit mir über diese Geburt reden. Für sie war diese Geburt physiologisch und normal. Und dann haben wir darüber gesprochen und ich habe gesagt, für mich war diese Geburt auch normal, wenn es für sie normal war. Und für mich war diese Geburt auch wunderschön, weil es für die Frau so gestimmt hat und sie hat sich aufgehoben Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 7 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 8 Interviews Und die Westschweizer Hebammen? Redaktorin Josianne Bodart Senn hat mit Hilfe einer strukturellen Analyse fünf Interviews mit französischsprachigen Hebammen ausgewertet (s. S. 38 ff). Wie ihre deutschsprachigen Kolleginnen bewegen sich die Hebammen aus der Romandie bei ihrer Arbeit zwischen zwei Polen: dem positiven Pol des Erwünschten und dem negativen Pol dessen, das es zu vermeiden gilt. In den Interviews erläutern sie, weshalb sie alles tun, um einer Geburt einen positiven Verlauf zu geben, also die Physiologie zu stärken, möglichst wenig einzugreifen, die Frau in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen, Stress zu vermeiden und Zeit zu geben, eine sichere Umgebung und kontinuierliche Betreuung zu garantieren und eine vertrauensvolle Beziehung zu ermöglichen. Je nach den Gegebenheiten des beruflichen Alltags, des Arbeitsorts und den Einstellungen und Erwartungen der Klientinnen gelingt ihnen dies in unterschiedlichem Ausmass. gefühlt so in dieser Konstellation, wie wir dort waren. Also kann ich ja nicht sagen, es ist für mich pathologisch, wenn es für die Frau gut war, oder?» (Noemi) Aufgrund ihrer Erfahrungen betonten einige Hebammen die Wichtigkeit der Informationen und Gespräche in der Schwangerschaft. Sie fanden, dass in dieser Periode eine gute Vorbereitung und eine ganzheitliche Betreuung die spätere Gesundheit der Frau und ihrer Familie fördern würden, und gerade diese Hebammenarbeit in der Zukunft besser gefördert werden sollte. «Und deswegen fände ich es halt ganz ganz schön, wenn jede Frau wirklich früh Zugang zu der Hebamme hätte, und das halt möglichst schon in der Frühschwangerschaft, dass man auch eine bessere Zusammenarbeit hätte mit den Gynäkologen, dass sie dort mehr darauf aufmerksam machen. Dann könnte ich mir vorstellen, dass das eventuell auch wieder einen Wandel geben könnte, wenn die Frauen anders informiert werden, dass sie selber entscheiden könnten und auslesen». (Bernadette) 8 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Diskussion und Schlussfolgerungen Diese Studie hatte zum Ziel, Hebammen aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz nach ihren Definitionen und Vorstellungen einer «Normalen Geburt» zu befragen. Die Interviews wurden mit Teilnehmerinnen des nationalen Hebammenkongresses in Genf, 2010, nach freiwilliger Anmeldung, durchgeführt. In diesem Artikel werden nur die deutschsprachigen Interviews besprochen. Aufgrund dieses Vorgehens repräsentieren die Resultate der Studie nur einen Teil der Meinungen von Schweizer Hebammen. Sie bestätigen aber Ergebnisse, die auch in anderen internationalen Studien gefunden wurden (RCM 2010, Davis 2010). Alle teilnehmenden Hebammen hatten eine eigene Idealvorstellung einer «normalen» Geburt. Die Hebammen in dieser Studie betonten aber auch den dynamischen Charakter des Begriffes; durch ihre Berufserfahrungen haben sie gelernt, dass es eine Vielfalt von Normalitäten gibt. Es zeigte sich, dass die Umgebung, in der sie arbeiten, ein wichtiger Faktor für die Definition der Normalität ist. Dabei beeinflussten vor allem Institution (zu Hause, Spital oder Geburtshaus) und Kultur (Deutschschweiz oder französische Schweiz) die Definition von Normalität. Auch Davis (2010) betonte die Rolle der Umgebung, nicht nur in Bezug auf die Normalität der Geburt, sondern auch auf die Möglichkeiten der Hebamme, diese optimal zu gestalten. Interessant ist, dass für die Hebammen in dieser Studie die Vorstellungen der betreuten Frauen ein wichtiger Faktor zur Definition der Normalität war. Wenn es Abweichungen zwischen den eigenen (Ideal-) Vorstellungen einer normalen Geburt und den Vorstellungen der betreuten Frau gab, entschieden sich Hebammen manchmal, retrospektiv das Geburtserlebnis als «normal» einzustufen.Durch diese Auseinandersetzung wurde mehreren Hebammen klar, dass sie und ihre betreuten Frauen unterschiedliche Geburtsvorstellungen haben können, insbesondere wenn sie den Prozess bis zur Geburt nicht gemeinsam erleben. Verschiedene Interviews resultierten daher in neuen Ideen über eine Optimierung der Informationsund Betreuungsarbeit während der Mutterschaft. Diese galten nicht nur der Nachbetreuung, sondern vielmehr der Stärkung der Rolle der Hebammen in der Schwangerschaftsbetreuung. Diese Studie ist die erste ihrer Art, die auf Initiative des Schweizerischen Hebammenverbandes SHV, in Zusammenarbeit mit Hebammen in der Praxis, Schule und Forschung entwickelt und durchgeführt wurde. Obwohl im kleinen Rahmen durchgeführt, führte sie insbesondere durch den Austausch von Interviewerin und Teilnehmerin zu verschiedenen Aha-Erlebnissen. Die Daten der Studie legen den Schluss nahe, dass die beruflichen Kompetenzen der Hebammen im bestehenden Gesundheitssystem nur mangelhaft eingesetzt werden. Ein vermehrter Einsatz beispielsweise in der Schwangerschaft könnte zur Qualitätsverbesserung und Kostenreduktion im heutigen Gesundheitswesen beitragen. Aufgrund dieser Ergebnisse wird empfohlen, in der Schwangerschaft und im Wochenbett die Kontinuität der Hebammenbetreuung zu fördern und eine partizipative Autonomie in der interdisziplinären Zusammenarbeit (Downe et al 2010) anzustreben. Des Weiteren sollten die Sichtweisen von anderen geburtshilflichen Disziplinen und Klientinnen in die Diskussion einbezogen werden, damit gemeinsam eine Verbesserung der Gesundheit von Frauen und ihren Familien erreicht wird. Unser Dank Unser Dank gilt Madeleine Blöchlinger, Ursula Greuter, Christiane Sutter, Christelle Maillard, Marie Martinerie, Cecilia Genoni, Marine Fily, Aurélie Cuttat und Chloë Voeffray, die bei der Planung, den Videoaufnahmen und bei den Transkriptionen mitgeholfen haben, sowie allen Hebammen, die sich für ein Interview zur Verfügung stellten. 왗 Referenzen Bellwald H. (2010). Was verstehen wir unter einer «normalen Geburt»? Diskussionsbeitrag zum Forum 11/2009 und 2/2010, Hebamme.ch, 108, 4,14. Davis J.A.P.( 2010). Midwives and normalcy in childbirth: A phenomenologic concept development study, Journal of Midwifery and Women’s Health, 55, 206–215. Downe S. ,Finlayson K., Fleming A. (2010). Creating a collaborative culture in maternity care, Journal of Midwifery and Women’s Health, 55, 250–254. Herbeck J. (2010). Was verstehen wir unter einer «normalen Geburt»? Diskussionsbeitrag zum Forum 11/2009, Hebamme.ch, 108, 2,14. RCM (2010). Normal Birth Campaign, Zugang: http://www.rcmnormalbirth.org.uk/home/ (Zugriff: 26. Februar 2011). Suter-Hoffmann F. (2009). Was verstehen wir unter einer «normalen Geburt»? Bitte mitdiskutieren!, Hebamme.ch, 107, 11, 15. Werkmeister G., Jokinen M., Mahmood T., Newburn M. (2008). Making normal labour and birth a reality -developing a multi disciplinary consensus. Midwifery, 24, 3, 256–259 World Health Organization (1985) Appropriate technology for birth, Lancet, 2, 436–7. WHO (1996). Care in normal childbirth: a practical guide, Zugang: http://www.who.int/making_pregnancy_safer/documents/who_frh_ msm_9624/en/ (Zugriff: 16. März 2011). Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 9 F O K U S Masterthesis Was verstehen wir unter einer «natürlichen» Geburt? In ihrer qualitativen Studie ging die Forscherin der Frage nach, was Paare, Hebammen und Ärztinnen/Ärzte im Zeitalter der medikalisierten Geburt mit häufigen Interventionen unter einer «natürlichen» Geburt verstehen. Es zeigt sich, dass sich die Begriffsdefinition je nach Geburtsverlauf gegenüber vorher verändert und die Begriffe «normal» und «natürlich» derzeit nicht mehr deckungsgleich sind. Die Qualifikation «natürlich» bezieht sich vor allem auf den Verlauf und die Betreuung des Gebärens. Beatrix Angehrn Okpara Die Arbeit stützt sich auf die qualitative Forschungsmethode anhand von Interviews, die angelehnt an Mayring (2003) ausgewertet wurden. Die werdenden Eltern und die Betreuenden füllten den SOC-Fragebogen mit 29 Fragen von Anotonovsky aus (Bengel 2001). Für die Befragung wurden vier Paare ausgesucht, die ihr erstes Kind erwarteten; zwei Paare planten die «natürliche» Geburt in einem Geburtshaus, zwei die «natürliche» Geburt in einem Spital. Sie sollten Einlinge in Kopflage erwarten und keine erhöhten Geburtsrisiken aufweisen. Zwischen der 37. und 39. SSW fanden die ersten Interviews, zwei bis sechs Wochen nach der Geburt die zweiten Befragungen statt. Beide Male wurden die Frauen und ihre Partner getrennt befragt, um genderspezifische Bedürfnisse herauszuarbeiten. Vor und nach der Geburt interviewte die Forscherin auch die be- treuenden Fachpersonen. Total waren es 28 Interviews. Die Anonymität war gewährleistet. Die Befragungen wurden auf Schweizerdeutsch durchgeführt, in die Standardsprache transkribiert und später nach fünf Hauptthemen gefiltert. Aussagen der Befragten Eine der Fragen lautete: «Was verstehen Sie unter einer natürlichen Geburt?» Person Beruf Aussage Frau A, 29 J, 39SSW, geplante Geburt im GH Pflegefachfrau der Psychiatrie, Diplom Niveau 2 Ich als Frau habe die Voraussetzungen normal zu gebären, dass das gut geht, dass ich dafür gebaut bin, dass das Kind diese Veranlagungen hat, dass die Natur das so geschaffen hat. Frau B, 30 J, 39SSW, geplante Geburt im GH arbeitet im Informatikbereich, Universitätsabschluss in Geographie Die natürliche Geburt ist für mich der Prozess, bei dem mir selber und meinem Kind die Zeit und der Weg gelassen wird, den es braucht. Ohne Eingriffe, seien das Medikamente. Ich habe gehört, dass in den Spitälern oft Hektik herrscht, es muss vorwärts gehen, das ist für mich keine natürliche Geburt. Frau C, 30 J, 38SSW, geplante Spitalgeburt kaufmännische SekretariatsAngestellte, Berufslehre, KV Ohne Chemie, also wenn möglich ohne PDA, ohne irgend etwas, einfach natürlich, halt wie es die Natur vorgesehen hat, wenn die Schmerzen halt mehr sein müssen, dann müssen sie halt mehr sein, mit Homöopathie arbeiten, bevor man zur Chemie greift. Und eben, dass es keinen Kaiserschnitt gibt. Frau D, 30 J, 38SSW, geplante Spitalgeburt Pflege Wochenbett, DMS und Höfa So wenig wie möglich einzugreifen, oder dass man es halt primär versucht auf alternativem Weg. Dass man da möglichst nicht allzu viel hineinpfuscht. Mann E, 25 J, Ehemann von Frau A Pflegefachmann Psychiatrie, Diplom Niveau 2 Dass das Kind dann kommt, wenn es kommt. Als erstes, so wenig als möglich äussere Hilfsmittel, die irgendwie chemisch hergestellt werden mussten oder irgendeinen Prozess beschleunigen sollen. Alles Natürliche, Pflanzliche nicht mit eingeschlossen. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 9 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 10 Person Beruf Aussage Mann F, 33 J, Partner von Frau B Softwareentwickler, Hochschuldiplom Dass man der Natur ihren Lauf lässt. Die Menschen sind auf diese Art auf die Welt gekommen, über Jahrtausende hinweg, warum soll es nicht mehr funktionieren? Vielleicht ist es der Eindruck, den man hat heute, man muss ins Spital, man muss wahnsinnig betreut sein medizinisch. Aber die Geburt selber ist keine Krankheit und es ist ein natürlicher Prozess. Mann G, 31 J, Ehemann von Frau C Maschinenbau, Industrie, Lehre als Maschinenbauer Eine normale Geburt, also kein Kaiserschnitt, soweit als möglich der Natur den freien Lauf lassen. Mann H, 33 J, Ehemann von Frau D Konstrukteur im Fahrzeugbau, Höhere Fachschule Ich habe mich nicht extrem mit dem Thema auseinander gesetzt, weil meine Frau selber auf der Wöchnerinnenabteilung arbeitet, schon 3 Jahre und ich durch sie geprägt bin. Ärztin I, von Frau A vor der Geburt Allgemeinärztin mit eigener Praxis seit 21 Jahren, betreut vor allem Schwangere Der Natur den Lauf lassen. Also abwarten, möglichst mit natürlichen, sprich pflanzlichen Mitteln, Massagen unterstützen, wenn es Beschwerden gibt. Ärztin K, von Frau B vor der Geburt FMH Allg. Spez. auf Geburtshilfe und Gynäkologie, seit 1994 eigene Praxis Ohne Druck, ohne Einleitung, ohne Infusionen, ohne vaginal operative Geburtsbeendigung. Ärztin L, von Frau C vor der Geburt Fachärztin seit 10 Jahren Dass der natürliche Ablauf stattfindet, ohne grosse Interventionen. Ärztin M, von Frau D vor der Geburt Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie seit 14 Jahren Soweit wie möglich der Natur ihren Lauf lassen, und sie eventuell dabei zu unterstützen. Hebamme N, von Frau A 20 Jahre tätig als FPH mit Hausgeburten, Beleggeburten im Spital und Tätigkeit im Geburtshaus Wenn eine Frau ihr Kind selbst gebären kann. Dass sie mit ihrer Kraft gebären kann. Hebamme O, von Frau B 27 Jahre FPH, Hausgeburten und Geburtshaus Dass mit den eigenen Ressourcen die Geburt gestaltet werden kann, mit dem Vertrauen in den Geburtsort, dass es nach den individuellen Möglichkeiten und Vorstellungen so ablaufen kann. Sie musste ein Vacuum haben, was nicht ganz so natürlich ist, aber besser als der Kaiserschnitt. Hebamme P, von Frau C Im 5. Jahr berufstätig im Spital, neu als Beleghebamme im Spital Nicht das, was wir nun erlebt haben (PDA, Vacuum). Nicht unbedingt eine Geburt ohne Schmerzmittel, aber dass es immer einen stetigen Geburtsfortschritt gibt. Hebamme Q von Frau D Seit 25 Jahren Beleghebamme im Spital, seit 7 Jahren 3 bis 4 Hausgeburten im Jahr Präsent zu sein, nur da eingreifen wo es nötig ist. Motivieren. Sonst der Sache einen freien Gang lassen können. Keine medikamentösen Interventionen. Aber auch nicht Kügelchen da, Kompressen dort, Nadeln da… Was für mich dann aber auch nicht heisst, dass es keine natürliche Geburt gewesen ist, wenn man Hilfsmittel gebraucht hat. Man muss es im Ganzen sehen, aber bestimmt eine interventionsarme Geburt. Hebamme R, von Frau B, Verlegung vom GH 1,5 Jahre im Spital tätig Möglichst wenig bis gar keine Schmerzmittel. Ohne invasiv zu arbeiten. Die Natur walten zu lassen. Hebamme S, von Frau C, Übernahme 2,5 Jahre im Spital tätig Wenn die Frau aus eigener Kraft mit ihren Ressourcen und mit Hilfe ihrer Umgebung gebären kann und vaginal gebären kann. Arzt T, Vacuum bei Frau B Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, 28 Jahre Berufserfahrung Eine natürliche Geburt. Die natürliche Geburt heutzutage ist die eingeschränkte Vorstellung einer Geburt, die ohne Komplikationen geht. Vaginal. Ärztin U, Vacuum bei Frau C Oberärztin Spital, Gynäkologin seit 10 Jahren Spontangeburt. 10 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Quelle: Angehrn 2010 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 11:59 Uhr Seite 11 Würdigung der Aussagen Klare bis vage Vorstellungen Einerseits existieren sowohl bei den Fachpersonen als auch den befragten Personen klare Vorstellungen davon, was eine natürliche Geburt ist: der Natur freien Lauf lassen; dass das Kind dann kommt, wenn es kommt; die Zeit lassen, die es braucht; Vaginalgeburt mit eigenen Ressourcen und aus eigener Kraft; ohne Chemie, unterstützend Alternativmedizin; ohne PDA; ohne operative Geburtsbeendigung; ohne Kaiserschnitt. Andererseits gibt es vage Vorstellungen: «Es kann auch eine natürliche Geburt sein, wenn Hilfsmittel angewendet werden; soweit als möglich der Natur den freien Lauf lassen». Geburtserleben beeinflusst Definition Nach der Geburt ist die Beurteilung der Betroffenen vom Geburtserlebnis beeinflusst: So meint Hebamme O: «Sie musste ein Vacuum haben, es ist nicht ganz so natürlich, aber wenn ich denke, sie konnte einen Kaiserschnitt vermeiden, dann finde ich, ist das sicher vom Blickwinkel von mir als Hebamme ein erfreulicher Verlauf». Frau B sagte nach der Geburt: «Als wir ins Spital gekommen sind, habe ich zuerst noch gefragt, ob wir es noch normal versuchen können, und dann hat die Hebamme im ersten Moment gemeint, das wäre schon eine Möglichkeit und dann, als sie die PDA gelegt und Wehenmittel gespritzt haben, da haben sie dann ziemlich schnell gesagt, das gehe nicht. Sie haben gesagt, dass die Wehen schwächer werden trotz Wehenmittel und dass wir nur mit Saugglocke eine Chance haben noch normal zu gebären». Frau C meinte nach der Geburt: «Ich war mit der Geburt sehr zufrieden, weil ich sehr viel Wert darauf legte, dass ich natürlich gebären konnte. Es gab einen Geburtsstillstand bei 4–5 cm. Man sprach von Kaiserschnitt, oder man gibt noch mehr Zeit. Ich sagte, wir warten, warten, warten. Dann gab man noch Wehenmittel. Ich bin dann sehr erschöpft gewesen, habe seit 24 Stunden nicht mehr geschlafen, nichts mehr gegessen, nur noch erbrochen, Fieber bekommen. Dann sagten sie, dass sie das Kind mit der Saugglocke holen. Aber ich bin sehr froh, dass es trotzdem natürlich gegangen ist, ohne Kaiserschnitt». Frau B und Frau C sind beide vor der Geburt der Meinung, eine natürliche Geburt sei ohne Eingriffe, ohne PDA, aber nach der Geburt sind sie froh, keinen Kaiserschnitt gehabt zu haben und doch noch «normal» oder «natürlich» geboren zu haben. Einfühlsame Betreuung zählt Alle vier Paare waren sehr zufrieden mit der Betreuung. Vor allem wurden alle während der Geburtsphase von einer Hebamme eins zu eins betreut; sie fühlten sich sicher und hatten Vertrauen in die Betreuenden. Die Frauen, die eine Intervention benötigten/erlebten (eine davon eine PDA, die andere ein Vacuum), konnten ihre Geburt gut verarbeiten. Sie fühlten sich kompetent betreut durch einfühlsame Hebammen an ihrer Seite. Waldenström (2004) hat herausgefunden, dass die Zufriedenheit bezüglich des Geburtserlebens der Frau höher ist, wenn sie in der Schwangerschaft und während der Geburt einfühlsam betreut wird. Dies bestätigen auch die eigenen Erfahrungen der Forscherin aus über 20 Jahren Hebammentätigkeit: werden Frauen in ihren Ressourcen gestärkt, gelingt es den meisten natürlich zu gebären. Alle vier Paare würden sich bei einem nächsten Kind wieder auf eine natürliche Geburt einlassen. Neudefinition: «Natürliche» Geburt nicht mehr die Norm Die Forscherin gelangt zur Überzeugung, dass der Begriff «normale/natürliche Geburt» neu definiert werden muss. Vor hundert Jahren war klar, dass eine normale Geburt eine natürliche Geburt ohne Interven- tionen war. Mit der Medikalisierung und der häufig angewendeten operativen Geburtsbeendung stellt sich die Frage, wie heute eine Geburt ohne Interventionen zu nennen ist: Ist die Bezeichnung «normal» oder «natürlich» weiterhin angebracht? Und sind die Begriffe weiterhin deckungsgleich? Die Forscherin ist der Meinung, es sollte von einer natürlichen Geburt die Rede sein. Das Wort «natürlich» impliziert die Kraft der Natur, die Urkraft des Gebärens, und lässt dabei auch anklingen, dass der Natur freier Lauf gelassen wird bzw. werden muss. Es gilt, Geduld zu haben, bis die Geburt anfängt, wie es die Natur vorsieht, bis das Kind reif ist zum Geborenwerden. Aus eigener Kraft im Rhythmus der Mutter und des Kindes zu gebären ohne Interventionen. Wer oder was im Leben ist normal? Was ist ein normaler Geburtsablauf? Sicherlich nicht das, was in den Lehrbüchern steht, beispielsweise dass sich der Muttermund pro Stunde um 1 cm eröffnet. Hebammen als Fachexpertinnen für natürliche Geburten wissen, dass jeder Geburtsverlauf individuell ist und es keine gültigen Schemata gibt, wie lange eine Geburt dauert und wie eine Gebärende ihren Geburtsprozess durchläuft. Dies ist sehr individuell und es gibt diesbezüglich keine Normalität. Zudem entsprechen in der Schweiz heute weniger als 40 Prozent der Geburten der Definition «natürlich», somit sind sie auch nicht (mehr) die Norm. Wenn die natürHebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 11 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 12:00 Uhr Seite 12 Beatrix Angehrn Okpara, MBA, Hebamme, Pflegefachfrau, Autorin. Arbeitet als Geschäftsleiterin im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäretswil. [email protected] lichen Geburten wieder in klarer Überzahl sind, könnte man über das Wort «normal» diskutieren, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Kriterien für eine «natürliche» Geburt Die Forscherin definiert eine natürliche Geburt anhand folgender Kriterien, abgestützt auf Forschungsevidenzen1: • Die Geburt beginnt von selbst (Goer et al. 2007) • Bewegung während der Geburt und Wechseln von Geburtspositionen (Enkin et al. 2000) • Kontinuierliche Betreuung durch die Hebamme während der Geburt (Hodnett, Gates, Hofmeyr, & Sakala 2003) • Wenn Interventionen, dann nur solche, die medizinisch notwendig sind (Goer et al. 2007), Schmerzmedikamente ja, aber keine Opiate und keine PDA 1 Lamaze Institute for Normal Birth, (2007) Position Paper, edited by Amy M. Romano, Judith A. Lothian. 12 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch • Keine forcierte Pressphase und aktive Gebärposition d.h. nicht auf dem Rücken (Enkin et al. 2000) • Mutter und Kind bleiben zusammen (Enkin et al. 2000) • Spontane vaginale Geburt ohne operative Geburtsbeendigung Bei der Gewichtung der einzelnen Kriterien besteht ein Ermessensspielraum, d.h. auch eine sanft eingeleitete Geburt kann «natürlich» sein. Insofern sind obige Kriterien eher als Indizien-Raster denn als starre Definition zu verstehen. Die Forscherin ist der Meinung, dass bei Interventionen in jedem Fall individuell entschieden werden muss, ob diese sinnvoll sind oder nicht. Eindeutig keine natürlichen Geburten sind lediglich operative Entbindungen und Entbindungen mit PDA. In allen anderen Fällen ist der Begriff fliessend. In welchem Rahmen z.B. Schmerzmedikamente gebraucht werden, ist von Gebärender zu Gebärender verschieden. Es wird deshalb bei der Definition bewusst darauf verzichtet, Schwangerschaftswochen zu nennen. So kann auch ein Kind in der 35. SSW oder eine Frau mit Steisslage eine natürliche Geburt erleben. Das Wort «natürlich» definiert somit vor allem den Verlauf und die Betreuung des Gebärens. Die Kunst des Begleitens zielt darauf ab, im individuellen Betreuen die Sicherheit zu wahren, die der natürliche Ablauf einer Geburt gibt, und nur dann einzugreifen, wenn es zum klaren Vorteil von Mutter und Kind ist. Aus: Beatrix Angehrn Okpara, «Vertrauen in die Gebärfähigkeit». Master Thesis zur Erlangung des akademischen Grades Master of Science im Universitätslehrgang «Management in Einrichtungen des Gesundheitswesens» mit Vertiefung Midwifery. Zentrum für Management und Qualität im Gesundheitswesen an der 왗 Donau-Universität Krems. Literatur Bengel Jürgen, Strittmatter Regine, Willmann Hildegard (2001). Was erhält Menschen gesund? Antonovskys Modell der Salutogenese – Diskussionsstand und Stellenwert, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, Erweiterte Neuauflage, ISBN 978-3-933191-10-6. Enkin M., Keirse M., Renfrew M., Neilson J. (2000). A guide to effective care in pregnancy and childbirth. New York: Oxford University Press. Goer H., Leslie MS., Romano A. (2007). The Coalition for Improving Maternity Services: Evidence basis for the ten steps of mother-friendly care. Step 6: Does not routinely employ practices, procedures unsupported by scientific evidence. The Journal of Perinatal Education, 16 (Suppl. 1), 32S–64S. Hodnett ED., Gates S., Hofmeyr GJ., Sakala C. (2003). Continuous support for women during childbirth. Cochrane Database Systematic Review; 3: CD003766. Mayring Philipp (2003). Qualitative Inhaltsanalyse, Grundlagen und Techniken, Beltz Verlag, Weinheim und Basel. Waldenström U., Hildeingsson I., Rubertsson C., Radestad I. (2004). A negative birth experience – prevelance and risk factors in a national sample. Birth 2004; 31: 17–27. Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 12:00 Uhr Seite 13 M O S A I K Aus Sicht der leistungserbringenden Expertinnen und Experten Die Wochenbettsituation in der Schweiz Eine Befragung der ZHAW zeigt, dass die Wochenbettsituation in der Schweiz im Umbruch ist. Ob die zunehmende Frühentlassung der Wöchnerinnen ohne angemessene Nachbetreuung als gesellschaftliche Realität akzeptiert oder die veränderte Situation als Chance genutzt wird, neue Unterstützungssysteme zu entwickeln, bleibt vorläufig offen. Jessica Pehlke-Milde, Claudia König Der politische Hintergrund Mit Einführung des neuen Krankenversicherungsgesetzes wurden 1996 die Kosten für eine Haushaltshilfe nach einer Geburt aus dem Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung gestrichen. 2001 initiierte der Schweizerische Hebammenverband (SHV) eine Petition, basierend auf der Annahme, dass diese Streichung zusammen mit der verkürzten Aufenthaltsdauer im Spital zu gesundheitlichen Folgeschäden bei Wöchnerinnen führen könne. In Folge wurde 2003 ein Literaturreview zur Nachbetreuung von Wöchnerinnen (Beck & Knoth 2003) sowie 2009 ein Bericht zum Gesundheitszustand von Wöchnerinnen (sog. KOLE Bericht; Ory, Bandi et al. 2009) erstellt. Letzterer löste wegen seiner wissenschaftlichen Aussagekraft intensive Diskussionen aus. Im Herbst 2009 beauftragte das BAG das Institut für Hebammen der ZHAW, einen weiteren Beitrag zum Thema zu leisten. Das Projekt hatte unter anderem zum Ziel, das Versorgungsangebot aus Sicht von Expertinnen und Experten der Wochenbettbetreuung zu erfassen. Die Befragung Im Rahmen des Projekts wurden Expertinnen und Experten befragt, die beruflich wie auch berufspolitisch aktiv sind. Die Kontaktaufnahme erfolgte in der Regel über die Berufsverbände. Dabei wurden alle an der Wochenbettbetreuung beteiligten Berufsgruppen sowie alle Landesteile berücksichtigt. Zwischen Januar und April 2010 wurden insgesamt 27 leitfadengestützte Telefoninterviews mit Pflegefachpersonen, Hebammen, Mütterberaterinnen, Stillberaterinnen, Gynäkologinnen, Pädiatern und Neonatologen durchgeführt. Ergebnisse Die Ergebnisse der Befragung wurden im Bericht anhand der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken einer SWOT-Analyse strukturiert. Die hier exemplarisch aufgeführten Ergebnisse sind durch Zitate unterlegt, wobei die Namen der Interviewten aus Datenschutzgründen anonymisiert sind. Die Angabe des Abschnitts kennzeichnet die entsprechende Passage in den transkribierten Interviews. Stärken Die Wochenbettversorgung in der Schweiz wird insgesamt als gut bewertet: Die Angebote sind vielfältig und erstrecken sich über einen relativ langen Betreuungszeitraum. Die Leistungen werden weitgehend im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erbracht und sind daher für alle Frauen zugänglich. In der Regel wird bei der Entlassung aus dem Spital über die ambulante Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme und das Angebot der Still- und Laktationsberaterinnen informiert. Die anschliessende Betreuung durch die Mütter- und Väterberatung ist fest etabliert. Im Bedarfsfall wird eine Versorgung durch weitere Gesundheits- und Sozialberufe in die Wege geleitet. «Wenn wir die Mütter entlassen ist klar, wo sie anschliessend hingehen: MütterVäterberatung, Hebamme, Stillberaterin. Je nach Bedarf machen wir sogar einen Termin ab mit der Hebamme, dem Kinderarzt». (Frau Meier, Pflegefachfrau und Leiterin Wochenbettstation, Abschnitt 13) Zudem wurde von den Befragten darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren regionale Netzwerke eingerichtet wurden, die den Austausch zwischen den Berufsgruppen ermöglichen. «Hier in der Region treffen wir uns einmal im Jahr, also freiberufliche Hebammen, Stillberaterinnen, Mütterberaterinnen, Gynäkologen, Neonatologen – das wird vom Spital aus organisiert. (…). Die Schritte dann auf eine andere Fachperson Kontaktadresse: Dr. phil. Claudia König Leiterin F&E Institut für Hebammen Departement Gesundheit ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Technikumstrasse 71 CH-8401 Winterthur Tel. 058 934 64 05, Fax 058 935 64 05 [email protected] www.gesundheit.zhaw.ch zuzugehen und hinzuzuziehen sind dann viel einfacher». (Frau Schuler, Stillberaterin, Abschnitt 26) Schwächen Eingeschränkt wird die positive Bewertung durch die Feststellung, dass das Versorgungsangebot fragmentiert ist. Den Frauen und ihren Familien stehen zwar spezialisierte Fachpersonen zur Verfügung, eine personelle und inhaltliche Kontinuität der Betreuung ist jedoch kaum zu gewährleisten. Möglichkeiten der Früherkennung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett können so nicht optimal genutzt werden. «Es fehlt in der Schwangerschaft. Der Fokus auf die Früherkennung ist noch zu wenig da, da stimmt die Vernetzung noch nicht. Da ist der Gynäkologe und ich glaube so problematische Familien (…). Man könnte den Bedarf schon viel früher erkennen». (Frau Graf, Mütterberaterin, Abschnitt 24) Ebenso sind laut Aussagen der befragten Expertinnen die bestehenden Versorgungsangebote zu wenig auf den sozialen Wandel abgestimmt. Gerade Erstgebärende und ihre Partner verfügen heute meist über keine Erfahrungen mit Neugeborenen. Mütter und Väter sind mit den Anforderungen des frühen Wochenbetts weitgehend auf sich gestellt und häufig überfordert. Entlastende Dienstleistungsangebote wie z.B. eine Haushaltshilfe können zwar im Falle privater Zusatzversicherungen geHebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 13 Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 12:00 Uhr Seite 14 alles integriert wäre, wäre es auch noch einmal einfacher». (Frau Meier, Pflegefachfrau und Leiterin Wochenbettstation, Abschnitt 30) Risiken nutzt werden, setzen aber gewisse finanzielle Mittel voraus. Die Expertinnen und Experten weisen darauf hin, dass die gesundheitsfördernden und präventiven Potentiale der Wochenbettbetreuung so nicht ausreichend genutzt werden. «Die grossen Potentiale der Neugeborenenzeit für die Prävention und Gesundheitsförderung werden viel zu wenig genutzt». (Herr Schuler, Neonatologe, Abschnitt 3) Eindrücklich wird der Mangel an zeitgemässen Versorgungsleistungen für Frauen in psychosozial schwierigen Lebenslagen bzw. in psychosozialen Krisen beschrieben. Es fehlen stationäre Versorgungsangebote für Frauen mit postpartaler Depression, die eine Mitaufnahme des Kindes ermöglichen. Ebenso fehlt es an niederschwelligen, flexiblen Angeboten für Wöchnerinnen in Krisensituationen. In manchen Regionen stellt zudem der akute Hebammenmangel ein grosses Problem dar. Wöchnerinnen und ihre Neugeborenen bleiben bei einer Entlassung nach zwei bis drei Tagen unter Umständen ohne weiterführende professionelle Betreuung im häuslichen Umfeld. Laut Aussagen der befragten Hebammen tragen die hohen beruflichen Anforderungen sowie mangelnde finanzielle Anreize dazu bei, dass nicht genug Hebammen den Versorgungsauftrag in der ambulanten Wochenbettbetreuung wahrnehmen. Erschwert wird die flächendeckende Versorgung auch dadurch, dass die Betreuung oft sehr kurzfristig angefragt wird. «In der Region sind die Frauen vor der Geburt weiterhin schlecht informiert (…). Und nach der Geburt wissen es alle. Und das führt dann zu den katastrophalen Engpässen, dass man 20 Anrufe am Tag bekommt von Frauen, die unbedingt eine Hebamme brauchen». (Frau Gerber, Hebamme, Abschnitt 9) 14 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Zudem wird von den befragten Hebammen bemängelt, dass die Hebammenbetreuung auf den 10. Lebenstag des Kindes begrenzt ist. Eine flexiblere Handhabung des Betreuungskontingents könnte dazu beitragen, die Versorgung stärker den medizinischen Erfordernissen und individuellen Bedürfnissen anzupassen. «Ich würde mir wünschen, dass diese maximal zehn Besuche plus maximal fünf Zweitbesuche nicht auf zehn Tage limitiert wären (…). So dass wir es anders einteilen könnten und damit den Bedürfnissen der Eltern besser entsprechen könnten». (Frau Kunz, Hebamme, Abschnitt 27) Chancen Die zentrale Chance liegt darin, die zunehmende Verlagerung der Wochenbettbetreuung in den ambulanten Sektor zu nutzen, um vorausschauend neue Konzepte und Strukturen der Versorgung zu entwickeln. Dabei ist Entwicklungsarbeit in Bezug auf die eigenen Handlungsfelder wie auch in Bezug auf die Schnittstellen erforderlich, um den Anforderungen der neuen Wochenbettsituation gerecht zu werden. «Die Wochenbettbetreuung muss umgedacht werden. (…). Was instruieren wir diesen Frauen, wenn sie 24 Stunden auf der Abteilung sind? Wo setzen wir die Schwerpunkte? Und vor allem, wie arbeiten wir mit dem Netz ausserhalb?» (Frau Arnold, Pflegefachfrau und Leiterin Mutter Kind Station, Abschnitt 42) Mehrfach wird von den Befragten die Einrichtung interdisziplinär organisierter Gesundheitszentren thematisiert, um die Versorgung zu koordinieren und Ressourcen gemeinsam zu nutzen. «Und ich denke, wenn es Gesundheitszentren gäbe, in dem die Mütter-Väterberatung, Hebammen, Arzt, Stillberatung Die Einführung der leistungsbezogenen Vergütung (DRG) im Jahr 2012 wird nach Einschätzung der befragten Expertinnen zu einer weiteren Verkürzung der Liegedauer in den Spitälern führen. Der oben beschriebene regionale Mangel an Hebammen könnte zu einer zunehmenden Versorgungslücke in der Wochenbettbetreuung führen. Es besteht die Gefahr, dass aus ökonomischen Gründen die Verkürzung der Aufenthaltsdauer ohne eine gesicherte ambulante Nachsorge einhergeht. «Und wenn sie jetzt noch früher nach Hause gehen und viele Frauen allein sind oder keine Betreuung erhalten, das ist eine Riesengefahr. (…). Es ist so tragisch wenn man da spart, es ist einfach am falschen Ort gespart». (Frau Seiler, Mütterberaterin, Abschnitt 36) Ein weiteres Risiko liegt in der berufsständisch motivierten Abgrenzung der an der Wochenbettversorgung beteiligten Berufsgruppen. Die traditionell geformten Zuständigkeiten sind tief verankert, Konflikte in der Zusammenarbeit alltäglich. Dies sollte bei der Entwicklung neuer Versorgungsmodelle berücksichtigt werden. Diskussion Die Ergebnisse zeigen, dass die Wochenbettsituation in der Schweiz im Umbruch ist: Es stellt sich die Frage, ob die Frühentlassung der Wöchnerinnen ohne eine angemessene und bedürfnisgerechte Nachbetreuung als neue gesellschaftliche Realität akzeptiert wird, oder ob die veränderte Situation als Chance genutzt wird, gesellschaftlich getragene Schonräume für Wöchnerinnen und junge Familien zu schaffen und professionelle Unterstützungssysteme weiter zu entwickeln. Einschränkend muss darauf hingewiesen werden, dass dieses Ergebnis die Meinungen und Einschätzungen der befragten Leistungserbringenden spiegelt und keine umfassende Bestandsaufnahme und Evaluation der Wochenbettsituation darstellt. Insbesondere bleiben die Perspektiven der Frauen und Familien unberücksichtigt. Letztlich möchten wir uns bei allen von uns befragten Expertinnen und Experten für ihre Bereitschaft, das Gespräch mit uns 왗 zu führen, herzlich bedanken. Die gesamte Studie ist auf www.gesundheit. zhaw.ch/forschung-hebammen abrufbar. Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 12:00 Uhr Seite 15 An Ihrer Seite: Für die beste Beratung von Müttern Philips AVENT Hebammen-Ansprechpartner bei Vivosan: Tel: 056 266 5656 www.philips.com/aventprofessional /PMRMWGL IV[MIWIR IJ½^MIRX ¯ ZSR HIV 2EXYV MRWTMVMIVX Seit über 25 Jahren vertrauen Experten auf die Kompetenz von Philips AVENT Für den bestmöglichen Wechsel zwischen Brust und Flasche und wieder zurück: die Philips AVENT Anti-Kolik Flasche: Damit Mütter eine lange und komfortable Stillzeit genießen können, ermöglicht Philips AVENT sanftes Abpumpen und stillfreundliches Trinken aus unserer bewährten Flasche. Das Baby saugt aktiv mit denselben Zungen- und Mundbewegungen wie an der Mutterbrust und muss wie beim Stillen „arbeiten“. )W OSRXVSPPMIVX HIR 1MPGL¾YWW [MI FIMQ 7XMPPIR WIPFWX YRH OERR MQ eigenen Saugrhythmus trinken und absetzen, was Überessen und Aufstoßen reduzieren kann. Sanft mehr Milch abpumpen Reduziert Koliken Der spezielle AVENT Einlochsauger für Muttermilch kann während der gesamten Stillzeit verwendet werden. Vermindert Koliken und Unwohlsein Das einzigartige Anti-Kolik Ventil im Sauger bewegt sich in Babys Saugrhythmus, um Luft in die Flasche und nicht in den Magen zu lassen. Eine klinische Studie belegt, dass der Philips AVENT Anti-Kolik Sauger Koliken deutlich reduziert.* Von Medizinern und Kliniken empfohlen * Dauer der Kolik über 24 Stunden (bei 2 Wochen alten Babys) Eine weitere Studie belegt: Die Philips AVENT Flasche hilft, Babys zu beruhigen – besonders in der Nacht. Mehr Infos hierzu unter www.philips.com/aventprofessional Eine klinische Studie – durchgeführt an den Universitäten in London und Cambridge – belegt, dass mit Philips AVENT Flaschen gefütterte Neugeborene weitaus seltener an schmerzhaften Koliken leiden als die mit einer herkömmlichen Flasche gefütterten Babys. NEU: E-Mail Newsletter Fordern Sie Ihre Experten-Infos direkt per E-Mail an und registrieren Sie sich unter www.philips.com/aventprofessional kostenlos für den Philips AVENT Newsletter speziell für Fachpersonal. Jeder 10. Abonnent gewinnt zusätzlich eine der preisgekrönten Philips AVENT ISIS Handmilchpumpen*! Stillen ist die beste Ernährung für Babys und eine Entscheidung dagegen kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Auch die Zufütterung von Säuglingsnahrung kann den Stillerfolg beeinträchtigen. Deswegen hat Philips AVENT sichere und hochwertige Lösungen entwickelt, die Mütter dabei unterstützen, eine möglichst lange und komfortable Stillzeit zu erleben. * Solange der Vorrat reicht Dossier_dt_S04_16 26.4.2011 12:00 Uhr Seite 16 ® OXYPLASTIN Damit der Po zart und rosa bleibt OXYPLASTIN® Wundpaste schützt vor Windeldermatitis fördert die Wundheilung Die OXYPLASTIN® Wundpaste ist ein Arzneimittel, bitte lesen Sie die Packungsbeilage. 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Date Septembre 2011 - juin 2013 Les vendredis et samedis | une fois par mois | de 9h00 à 17h30 Informations | Programme détaillé www.unige.ch/formcont/CASstrategiescognitives ASPCo Association suisse de psychothérapie cognitive Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:07 Uhr Seite 17 Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS S H V / F S S F Präsidentin/ Présidente Liliane Maury Pasquier Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23 Sektionen/Sections Aargau-Solothurn: Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22, 4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28, E-Mail: [email protected] Daniela Hari, Solothurnerstrasse 53, 4702 Oensingen, Natel 078 625 54 43, [email protected] Bas-Valais: Daniela Sintado Rue de Lausanne 24, 1950 Sion Tél. 079 471 41 60 e-mail: [email protected] Beide Basel (BL/BS): Sandra Aeby, Hechtweg 31, 4052 Basel, Tel. 061 693 31 71 E-Mail: [email protected] Regina Burkhardt Ostenbergstrasse 3, 4410 Liestal Telefon 061 322 33 64 [email protected] Bern: vakant [email protected] Fribourg: Daniela Vetter, Rte des Muguets 3, 1484 Aumont, Tél. 026 660 12 34 e-mail: [email protected] Genève: Béatrice Van der Schueren 13, chemin du Signal, 1233 Bernex Tél. 022 757 29 10, N: 079 328 86 77 [email protected] ou [email protected] Oberwallis: Ruth Karlen Mühlackerstrasse 26a, 3930 Visp Tel. P: 027 945 15 56 [email protected] Priska Andenmatten, Weingartenweg 4, 3930 Visp, Tel. 027 946 29 88 E-Mail: [email protected] Ostschweiz (SG/TG/AR/AI/GR): Madeleine Grüninger Weidenhofstrasse 3, 9323 Steinach Tel. 071 440 18 88, 079 238 40 78 [email protected] Schwyz: Christine Fässler-Kamm Chappelihof 26, 8863 Buttikon P: 055 445 21 54, N: 079 733 18 48 [email protected] Marie-Gabrielle von Weber Urenmatt, 6432 Rickenbach P: 041 811 13 26, N: 079 516 08 59 [email protected] Ticino: Simona Margnetti, Via Tarchini 24, 6828 Balerna, Tel. 076 349 31 53 E-Mail: [email protected] Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU): Fabienne Rime, Route du Martoret 5, 1870 Monthey, Tél. 079 654 64 71 E-Mail: [email protected] Zentralschweiz (LU/NW/OW/UR/ZG): Esther Waser-Christen Melchtalerstrasse 31, Postfach 438, 6064 Kern, Tel. P 041 661 09 93 E-Mail: [email protected] Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20, 6055 Alpnach, Tel. P 071 440 25 14 E-Mail: [email protected] Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH): Claudia Putscher, Tösstalstr. 10, 8492 Wila, Tel. 052 385 55 67 E-Mail: [email protected] Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer Platz 10, 8400 Winterthur Tel. 052 203 26 11 E-Mail: [email protected] Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Statistik frei praktizierender Hebammen Auswertung der Daten 2009 Der Statistikbericht 2009 ist aufgeschaltet und kann unter www.hebamme.ch/de/heb/ shv/stats.cfm gelesen und heruntergeladen werden. Für eilige Leserinnen und Leser empfiehlt sich die Diskussion am Schluss der Ausführungen. Ursula Greuter, Hebamme, MNS Claudia König, Dr. phil. Monika Schmid, Hebamme HF ben. Dies führte leider zu einer erheblichen Verspätung der Berichtserstellung. Aus dem Bericht 2009 Zum ersten Mal hat die Abteilung Forschung und Entwicklung des Instituts für Hebammen an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) die Auswertung und das Verfassen des Berichts übernommen. Auf Grund der gesamten Umstellung der Abläufe haben sich gewisse Schwierigkeiten, vor allem in der Kommunikation, erge- Die Anzahl der durch frei praktizierende Hebammen betreuter und statistisch erfasster Frauen ist im Vergleich zu den Vorjahren weiter angestiegen (2008: 42731, 2009: 46114). Dies gilt auch für die Anzahl der Betreuungen in der Schwangerschaft. Im Vergleich zu 2008 wurden in dieser Phase 9% mehr Frauen betreut (2008: 7072, 2009: 7866). Das Haupttätigkeitsfeld der frei praktizierenden Hebammen der Schweiz war auch 2009 das Wochenbett und im Speziellen die Stillberatung. Dabei war die Überwachung des kindlichen Gewichts die weitaus häufigste Indikation für eine Stillberatung, sowohl im Verlauf der ersten 10 Tage nach der Geburt wie auch später. Bei der Unterscheidung nach den drei Sprachregionen zeigte sich unter anderem, dass in der Westschweiz Frauen häufiger ausschliesslich nach der Geburt betreut wurden, während es in der Übersicht 2005–2009 Erfassung Anzahl Hebammen (inkl. Geburtshäuser und Praxen) Anzahl Geburtshäuser1 Anzahl Praxen1 Anzahl betreuter Frauen Schwangerschaft Anzahl betreuter Frauen durchschnittliche Anzahl Untersuchungen pro Frau Geburten Anzahl betreuter Frauen (Betreuung zu Beginn oder ganz) Postpartum2 Anzahl betreuter Frauen durchschnittliche Anzahl Konsultationen pro Frau Anzahl (Anteil) Abschlussuntersuchungen postpartal3 2005 2006 2007 2008 2009 618 691 722 749 787 18 8 30 971 20 10 36 184 20 7 39 365 21 10 42 731 22 11 46 114 6220 (20,1%) 3,6 6635 (18,3%) 3,6 6773 (17,2%) 3,8 7072 (16,6%) 3,7 7866 (17,1%) 3,7 2821 (9,1%) 3134 (8,7%) 3238 (8,2%) 3347 (7,8%) 3535 (7,7%) 29 212 (94,3%) 4,5 34 378 (95,0%) 4,5 37 359 (94,9%) 4,5 40 742 (95,4%) 4,6 43 878 (95,2%) 4,6 1329 (4,3%) 1712 (4,7%) 1586 (4,0%) 1918 (4,5%) 1662 (3,6%) 1 In der Statistik wird als Geburtshaus resp. Praxis aufgeführt, falls ein Code für Geburtshaus resp. Praxis angegeben ist. Nur eine Praxis, in der mehr als eine Hebamme arbeitet, gilt in diesem Zusammenhang als Praxis. 2 Abschlussuntersuchung 2005 nicht eingeschlossen, danach eingeschlossen. 3 Prozentangaben beziehen sich auf die gesamte Anzahl der betreuten Frauen (nicht nur auf postpartal Betreute). Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 17 Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:51 Uhr Seite 18 S H V / F S S F Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Deutschschweiz mehr kontinuierliche Betreuungen gab, die den gesamten Betreuungsbogen von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett umfassten. Von frei praktizierenden Hebammen geleitete Geburten fanden mehrheitlich im Geburtshaus (39%) und im Spital mit Beleghebamme (38%) statt. Der häufigste Verlegungsgrund bei einer Haus- oder Geburtshausgeburt war eine protrahierte Geburt. Bei der Interventionshäufigkeit sehen wir in Abhängigkeit vom geplanten Geburtsort teilweise deutliche Unterschiede: nur 1% der Frauen mit einer geplanten Hausgeburt hatten eine Episiotomie, während es bei einer geplanten Geburt mit Beleghebamme im Spital 17% der Frauen waren. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Frauen, welche ein höheres Risiko für einen regelwidrigen Geburtsverlauf haben, die Geburt eher mit Beleghebamme im Spital planen als zu Hause. Bei 44% der insgesamt betreuten Frauen wurde eine präventive Beratung durchgeführt, wobei das führende Thema die Er- nährung war, gefolgt von Sexualität und Verhütung. Damit bestätigt sich, dass frei praktizierende Hebammen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung der Familien leisten. Ausblick: Online Version ab 2012 Die Entwicklung eines Onlineportals für die Erfassung der Statistik ist erfolgreich realisiert worden. Im Verlauf der Entwicklung hat sich allerdings gezeigt, dass unbedingt Schnittstellen zu verschiedenen anderen Program- men wie zum Beispiel GammadiA geschaffen werden müssen. Die sorgfältige Implementierung dieser zusätzlichen Dienstleistung braucht jedoch Zeit; daher wurde entschieden, den Start der Online Erfassung auf den 1. Januar 2012 zu verschieben. Genauere Informationen und eine Anleitung folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die Daten für das laufende Jahr 2011 werden wie gewohnt erfasst und bis spätestens Ende Januar 2012 der Sektionsverantwortlichen abgegeben. ICM-Kongress in Durban Teilnehmerinnen, meldet euch! Welche Hebammenkolleginnen haben sich für den ICM-Kongress in Durban angemeldet? Wir sind daran, ihre Namen, Übernachtungsort und Kontaktierungsmöglichkeit (Natel, E-Mail) zu sammeln. Wenn ihr nach Durban geht, meldet euch bitte möglichst rasch bei den ICM-Delegierten Zuzka Hofstetter ([email protected]) oder Marianne Indergand ([email protected]). Congrès ICM de Durban Que les participantes veuillent bien s’annoncer! Quelles sont les collègues suisses qui se sont inscrites au 29ème Congrès ICM? Nous avons commencé à constituer une liste des noms des participantes, avec leur lieu d’hébergement et les possibilités de les contacter sur place (e-mail, téléphone portable). Si vous y aller, veuillez en informer Zuzka Hofstetter ([email protected] ) ou Marianne Indergand ([email protected]) par e-mail. Elles vous en remercient par avance. Zuzka Hofstetter, Marianne Indergand Statistique des sages-femmes indépendantes Analyse des données 2009 Le rapport de la statistique 2009 est maintenant disponible sur internet et peut être téléchargé sous: www.hebamme. ch/fr/heb/shv/stats.cfm. Nous recommandons la Discussion, à la fin du rapport, aux lectrices et aux lecteurs dont le temps est compté. Ursula Greuter, sage-femme, MNS Claudia König, Dr. phil. Monika Schmid, sage-femme ES Pour la première fois, l’analyse des données et la rédaction du rapport ont été effectuées par le groupe Recherche et Développement (F&E) de l‘Institut pour les sages-femmes, du Département santé de la Zürcher Hochschule für Angewandte Wissen- 18 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch schaften (ZHAW) de Winterthour. Ce changement a malheureusement retardé de façon conséquente la rédaction et la parution du rapport en raison de certaines difficultés, notamment de communication, en cours de processus. Extraits du rapport 2009 Le nombre de femmes suivies par les sages-femmes indépendantes et figurant dans la statis- tique a continué de croître, en comparaison avec les années précédentes (2008: 42 731, 2009: 46 114). Ceci est aussi valable pour les femmes suivies pendant la grossesse: en effet, 9% de plus de femmes ont été suivies durant cette période, par rapport à 2008 (2008: 7072, 2009: 7866). Il est certain qu’en 2009, comme déjà au cours des années précédentes, le post-partum et en particulier les consultations en matière d’allaitement ont constitué le champ d’activités le plus important des sages-femmes indépendantes de Suisse. La principale indication pour une consultation d’allaitement a été la surveillance du poids du bébé durant les dix premiers jours après l’accouchement et au-delà. Si l’on examine de plus près les différentes prestations effec- Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:07 Uhr Seite 19 S H V / F S S F Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association tuées par les sages-femmes indépendantes dans les trois régions linguistiques, il apparaît, entre autres, que les sagesfemmes romandes ont suivi plus de femmes uniquement pendant la période postnatale, tandis qu’en Suisse alémanique, les suivis globaux – couvrant la grossesse, l’accouchement et le post-partum – ont été plus nombreux. Les accouchements dirigés par des sages-femmes indépendantes ont eu lieu le plus souvent dans le cadre d’une maison de naissance (39%) et à l’hôpital avec une sage-femme agréée (38%). Un travail prolongé a été le principal motif de transfert lors d’un accouchement à domicile ou en maison de naissance. La fréquence des interventions a été en partie très différente selon le lieu d’accouchement initialement prévu: une épisiotomie a été pratiquée chez seulement 1% des parturientes qui avaient prévu un accouchement à domicile contre 17% chez les femmes qui souhaitaient un accouchement à l’hôpital avec une sage-femme agréée. L’on peut cependant supposer que les femmes qui présentent un risque pour l‘accouchement optent plus volontiers pour un accouchement en milieu hospitalier avec une sage-femme agréée que pour un accouchement à domicile. 44% de toutes les femmes suivies ont eu recours à des conseils en matière de prévention, où le thème le plus fréquemment abordé a été l’alimentation, suivi par la sexualité Résumé 2005–2009 Données Nombre de sages-femmes (incl. maisons de naissances & cabinets) Nombre de maisons de naissance1 Nombre de cabinets1 Nombre de femmes suivies Grossesse Nombre de femmes suivies Nombre moyen de consultations par femme Accouchements Nombre d’accouchements (suivi du début de l’accouchement ou l’accouchement complet) Post-partum2 Nombre de femmes suivies Nombre moyen de consultations par femme Nombre (proportion) de consultations après 6 semaines post-partum3 2005 2006 2007 2008 2009 618 691 722 749 787 18 8 30 971 20 10 36 184 20 7 39 365 21 10 42 731 22 11 46 114 6220 (20,1%) 3,6 6635 (18,3%) 3,6 6773 (17,2%) 3,8 7072 (16,6%) 3,7 7866 (17,1%) 3,7 2821 (9,1%) 3134 (8,7%) 3238 (8,2%) 3347 (7,8%) 3535 (7,7%) 29 212 (94,3%) 4,5 34 378 (95,0%) 4,5 37 359 (94,9%) 4,5 40 742 (95,4%) 4,6 43 878 (95,2%) 4,6 1329 (4,3%) 1712 (4,7%) 1586 (4,0%) 1918 (4,5%) 1662 (3,6%) 1 Dans la statistique sont considérés comme respectivement maisons de naissance et cabinets de sages-femmes, celles et ceux dont le code est indiqué. Seuls les cabinets collectifs – dans lesquels plus d’une sage-femme travaille – sont considérés comme tels. 2 Consultation après 6 sem. post-partum de 2005 non inclus, puis inclus. 3 % d’indications se rapportent au nombre total des femmes suivies (pas seulement aux femmes suivies durant le post-partum). et la contraception. Cela confirme que les sages-femmes indépendantes contribuent de manière importante à la promotion de la santé des familles . Perspective: version en ligne dès 2012 Le développement d’un portail en ligne pour la récolte des don- nées statistiques a été mené à bien. Il nous a aussi paru très important de créer des connexions avec d’autres programmes, comme GammadiA par exemple. L’installation de cette prestation supplémentaire demande cependant beaucoup de soin et de temps, ce qui a motivé la décision de reporter au 1er janvier 2012 le recueil des données en ligne. Des informations plus précises et le mode d’emploi suivront plus tard. Les données pour l’année en cours 2011 seront recueillies comme d’habitude et remises aux responsables de la statistique des sections jusqu’à fin janvier 2012 au plus tard. Neu auf www.hebamme.ch Nouveau sur www.sage-femme.ch Guideline Screening Substanzenkonsum Guideline Dépistage de la consommation de tabac et d’alcool Die neue SHV-Guideline zu «Screening und Beratung bei Zigaretten- und Alkoholkonsum vor, während und nach der Schwangerschaft» ist ab sofort auf der Verbandswebseite im Mitgliederbereich aufgeschaltet. Dès à présent, les nouvelles recommandations de bonne pratique (Guideline) pour le «Dépistage et le conseil en matière de consommation de tabac et d’alcool avant, pendant et après la grossesse» sont téléchargeables depuis notre site dans la rubrique Domaine des membres. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 19 Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:07 Uhr Seite 20 S H V / F S S F Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Nationale Initiative Für eine öffentliche Krankenkasse Anfangs Februar wurde die Nationale Initiative für eine öffentliche Krankenkasse lanciert. Der SHV ist als Mitglied im Initiativkomitee vertreten und setzt sich für die Ziele der Initiative ein. Er ruft seine Mitglieder dazu auf, die Initiative zu unterstützen. Seit Jahren steigen die Krankenkassenprämien ungebremst, die Prämien belasten unsere Portemonnaies. Die privaten Krankenkassen profitieren von der heutigen Situation. Sie haben bisher weder in die Prävention noch in die bessere Versorgungsqualität investiert und versuchen sich lieber mit einer Jagd auf gute Risiken und mit Billigkrankenkassen. Ihr Geld investieren sie vor allem in Werbung und Marketing, mit jährlichen Aufwendungen von 200 bis 400 Millionen Franken! Der Wettbewerb führt nicht zu tieferen Preisen sondern zu Risikoselektion und überzahlten Managern. Die Zeit ist daher reif für eine öffentliche Krankenkasse, bei der unsere Gesundheit im Zentrum steht und nicht der Profit. der chronisch Kranken verbessert werden. Daran hat im heutigen System aber niemand ein Interesse; der Wettbewerb um gute Risiken setzt die falschen Anreize. Mit einer öffentlichen Krankenkasse wird das System neu ausgerichtet. Besseres und günstigeres Modell ist möglich 80 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen werden von 20 Prozent der Versicherten verursacht. Will man Kosten sparen und die Qualität steigern, muss die Versorgung Vorbild SUVA Die SUVA macht es vor: Sie arbeitet kundengerecht und effizient, gibt die Gewinne wieder an die Versicherten zurück und setzt erfolgreich auf Prävention. Eine öffentliche Krankenkasse verbindet die besten Elemente von AHV und SUVA: Ein nationales Institut sorgt für eine einfache Organisation und übernimmt die Verantwortung für die gesamte obligatorische Grundversicherung. Regionale Agenturen ziehen die Prämien ein und vergüten die Leistungen. Festgelegt werden die Prämien kantonal. Damit wird den unterschiedlichen Gesundheitskosten in unserem Land Rechnung getragen. Unterschriftenbogen können Sie von www.oeffentliche-krankenkasse.ch herunterladen. Initiative nationale Pour une caisse publique d’assurance-maladie Début février, l’initiative pour une caisse publique d’assurance-maladie a été lancée. La FSSF s’engage en faveur de l’initiative et est membre du comité d’initiative. Elle invite ses membres à soutenir l’initiative. Depuis des années, les primes d’assurance-maladie augmentent sans cesse avec des conséquences majeures sur le budget des ménages. Pour les assureurs privés, en revanche, c’est tout bénéfice dans la mesure où ils profitent abondamment du chaos actuel. Jusqu’ici, les assureurs maladie n’ont investi ni dans la qualité des soins, ni dans la prévention. Ils préfèrent manifestement se consacrer à la mise sur pied de caisses bon marché pour attirer les «bons risques». Et investir – entre 200 et 400 millions de francs par année – essentiellement dans les frais adminis- tratifs et le marketing. Alors que la concurrence est censée mener à la baisse des prix; dans le domaine des caisses maladie, elle conduit à la sélection des risques et aux salaires abusifs des managers. Il est donc indispensable de mettre sur pied une caisse maladie publique qui se soucie uniquement de notre santé et pas de ses profits. Une alternative plus performante et meilleur marché 80% des coûts de la santé sont générés par 20% des personnes assurées. Dès le moment où l’on veut économiser tout en améliorant la qualité des soins, il faut revoir la prise en charge des malades chroniques. Malheureusement, dans le système actuel, personne n’y a intérêt par crainte de devenir trop attractif pour des patient(e)s qui pourraient coûter cher. La concurrence autour des «bons risques» suscite de fausses incitations et une caisse maladie publique permettra une nouvelle orientation. L’exemple de la SUVA La SUVA peut se targuer d’un bilan exemplaire: efficace, elle veille aux intérêts de ses affilié(e)s, reverse ses bénéfices aux personnes assurées et s’engage résolument en matière de prévention. Une caisse maladie publique associe ainsi les avantages de l’AVS et de la SUVA: une structure nationale simplifie le système, le rend plus cohérent et plus transparent en se chargeant de l’assurance-maladie obligatoire tandis que des agences régionales perçoivent les primes et remboursent les prestations. Les primes sont ainsi fixées par canton, en prenant en compte les différences régionales s’agissant des coûts de la santé. Pour signer en ligne: www.caissepublique.ch Sie arbeiten beim Verband nicht aktiv mit, wollen aber trotzdem informiert sein: Abonnieren Sie unseren Newsletter unter www.hebamme.ch, Aktuell, und Sie erhalten 5 mal jährlich aktuellste Informationen zu den Themen Berufspolitik, Angestellte Hebammen, Ausbildung, Freipraktizierende Hebammen und Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle. «Informiert sein ist ein gutes Gefühl» 20 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:07 Uhr Seite 21 S H V / F S S F Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Schutz für Arbeitsbedingungen und Versorgungsqualität gefordert DRG-Petition Im Dezember 2009 wurde die DRG-Petition mit 28 000 Unterschriften eingereicht. Wegen der Einführung der DRG-Fallkostenpauschalen befürchten die Petitionäre eine Verschlechterung der Versorgungssicherheit sowie mehr Stress und schlechtere Arbeitsbedingungen für das Personal. Mit der Petition fordern sie flankierende Massnahmen. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben 14 Berufs- und Personalverbände, darunter der SHV, H+ Die Spitäler der Schweiz und die FMH, die «Allianz DRG Personal» gegründet. Gemeinsam will die Allianz einer Gefährdung von Löhnen, Arbeitsbedingungen und Versorgungsqualität durch die neu eingeführten DRG-Fallpauschalen entgegenwirken sowie die Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals sichern. Eine gemeinsame entsprechende Erklärung – ein wichtiges Signal und ein Meilenstein für die Anliegen des Personals – wurde von der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK explizit begrüsst. Erklärung: Signal an Bundesrat Die «Erklärung zur Sicherung der Arbeitsbedingungen und der für eine qualitativ gute Versorgungsleistung notwendigen Personalbestände bei der Umsetzung der neuen Spitalfinanzierung» wurde von H+ und von der FMH mitunterzeichnet und ist mit einer Postkartenaktion an Bundesrat Burkhalter verbunden. Ausserdem ist hierzu ein Gesprächstermin mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG anberaumt. Der Bundesrat will bis Mitte Jahr entscheiden, in welcher Anordnung die neue Spitalfinanzierung eingeführt wird. Die Allianz findet eine Einführungsphase abso- Postkartenaktion Die Allianz DRG Personal führt im April/Mai 2011 eine Kartenaktion durch. Dieser Zeitschrift liegt eine Postkarte bei, adressiert an Bundesrat Didier Burkhalter – bitte ab dem 3. Mai sofort ausfüllen und in den nächsten Briefkasten werfen! lut zwingend. Dies gäbe Spielraum, flankierende Massnahmen zu etablieren. Protection de ses conditions de travail et de la qualité des soins Pétition DRG En décembre 2009, la pétition DRG qui avait récolté 28 000 signatures, a été déposée. Afin de faire peser les revendications contenues dans la pétition, quatorze associations professionnelles et associations du personnel, parmi lesquelles la FSSF, ont créé l’Alliance du personnel DRG. L’Alliance veut faire campagne ensemble pour empêcher que les salaires, les conditions de travail et la qualité des soins ne soient menacés par l’introduction des forfaits par cas DRG, ainsi que pour garantir les formations professionnelles initiales et continues du personnel du secteur de la santé. Une déclaration correspondante a reçu le soutien explicite de la Conférence suisse des directrices et directeurs cantonaux de la santé. Un signal clair au Conseil fédéral Cette déclaration commune donne un signal important et constitue un jalon posé en faveur de la protection du personnel et de la garantie de la qualité par le biais de directives contraignantes et de mesures d’accompagnement. Début mai, des cartes postales seront distribuées aux collaborateurs et collaboratrices dans de nombreux hôpitaux. En parallèle, une lettre sera adressée au Conseiller fédéral Burkhalter, lui expliquant cette démarche et lui demandant un entretien pour débattre de la question. D’ici le milieu de l’année, le Conseil fédéral veut avoir défini les modalités d’introduction du nouveau financement hospitalier. L'Alliance estime toutefois qu’une phase d’introduction est absolument impérative, qui conférerait en outre une marge de manœuvre pour l’établissement de mesures d’accompagnement. Opération «cartes postales» En avril et mai 2011, l’Alliance du personnel DRG réalise une opération «cartes postales». Sous la forme d’encart à cette revue, vous trouverez une carte postale adressée au Conseiller fédéral Didier Burkhalter. Il vous suffit de la remplir aussitôt et de la glisser dans la boîte aux lettres la plus proche dès le 3 mai! Vous n’êtes pas active au sein de la FSSF, mais souhaitez tout de même être informée: abonnez-vous donc à notre Newsletter sous www.sage-femme.ch, Actualité, et vous recevrez 5 fois par an les informations les plus récentes concernant la politique professionnelle, les sages-femmes hospitalières et indépendantes, la formation et des nouvelles du secrétariat central. «Informez-vous: abonnez-vous!» Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 21 Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:07 Uhr Seite 22 Gesundheit Institut für Hebammen Mit «Reflektierte Praxis» und «Best Practice» zum NTE Mit je 5 ECTS-Punkten aus den Modulen «Reflektierte Praxis – Wissenschaft verstehen» und «Hebammenarbeit im Kontext von Best Practice» erfüllen Hebammen HF die Bedingung von 10 ECTS-Punkten für den Nachträglichen Titelerwerb «Hebamme FH». Dieser Titel ermöglicht die Teilnahme an akademischer Weiterbildung und eröffnet neue berufliche Perspektiven. Zudem berechtigt er das Führen der Berufsbezeichnung «Hebamme BSc». Modul «Reflektierte Praxis – Wissenschaft verstehen» (August und September 2011 sowie erneut 2012) Theorie, Praxis und Training für den Umgang mit wissenschaftlicher Methodik Modul «Hebammenarbeit im Kontext von Best Practice» (erneut 2012) Hebammenwissen und Werte in Verbindung mit ökonomisch-sozialen Prinzipien Beide Kurse dauern je 8 Tage und finden in Winterthur statt. Weitere Infos und das Anmeldeformular unter www.gesundheit.zhaw.ch. Zürcher Fachhochschule FÜNFLINGE, GESUND UND MUNTER Die Hebamme.ch und alles rund um die Geburt. Stellen- und Kommerzinserate KünzlerBachmann Medien AG . Geltenwilenstrasse 8a . CH-9001 St.Gallen . T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93 . [email protected] . www.kbmedien.ch Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 23 Die Lösung bei Verdauungsproblemen, erstes Problem bei nicht gestillten Säuglingen1 Mit Aptamil Confort bis zu 70% weniger Symptome von Koliken2 6 5 -58% Anzahl untröstlicher Weinphasen 4 3 -70% 2 1 0 Beginn der Studie Nach 7 Tagen Nach 14 Tagen Kontrollgruppe (Standardnahrung – n=103) Aptamil Confort (n=96) Erste empfohlene Milch bei Verdauungsproblemen3 Aptamil h – garantiert durch Wissenschaft. Wissenschaft Inspiriert vom Modell der Muttermilch Wissenschaftliche Information. Wichtiger Hinweis: Stillen ist ideal für Ihr Kind. Die WHO empfiehlt ausschliessliches Stillen während 6 Monaten. 1. U&A Studie 2010 – ISOPUBLIC; 2. Savino et al. Reduction of crying episodes owing to infantile colic : a randomised controlled study on the efficacy of a new formula. European J Clin Nut 2006 ; 1-7 ; 3. HCP tracker Switzerland 2009 – ACNielsen: erste von Fachleuten empfohlene Milch bei Verdauungsproblemen Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 24 Spirituelle Geburtsbegleitung Alle Kräfte des Himmels und der Erde wirken zusammen, um neues Leben zu gebären. Die spirituelle Geburtsbegleitung gibt den Kindern die Möglichkeit als wache Seelen geboren zu werden und von Anfang an helfende Hände zur Seite zu haben, die sie in ihrem Licht erkennen. Für Hebammen und GeburtsbegleiterInnen. Ausbildung Spirituelle Geburtsbegleitung 2011/2012: Start SG/A/11: 18.-20.05.2011 | 16.-19.08.2011 | 15.-17.11.2011 | 15.-17.02.2012 Start SG/B/11: 09.-11.11.2011 | 07.-10.02.2012 | 01.-03.05.2012 | 15.-17.08.2012 www.spirituellegeburtsbegleitung.com SitaMa Zentrum ausbildungszentrum am bodensee ........................................... Innere Kommunikation mit Kindern Ausbildungsleitung: Sita Kleinert Amriswilerstr.53a | CH-9314 Steinebrunn Telefon 0(041)71 /4 70 04 34 [email protected] für Geburt und Säuglingspflege Gebärwanne GENEROSA® Gebärbett AVE Wickeltische Wickelkommoden Badewannen Bettchen Wärmeschränke Waschtischabdeckungen Topol AG CH-4936 Kleindietwil Tel. +41 62 923 04 43 Fax +41 62 923 04 41 [email protected] www.topol.ch Bestellcoupon Geben Sie Ihrem Kind, was es zum Leben braucht. Senden Sie mir bitte folgende Unterlagen und Muster: Muster: Bio-Säuglings-Folgemilch 2 Muster: Bio-Milchbreie Muster: Bio-Getreidenahrungen Holle Babynahrungs-Ratgeber Holle Fachinformation Name: Strasse, Nr.: PLZ, Ort: Liebe, Geborgenheit und Holle Holle baby food GmbH • Baselstr. 11 • CH-4125 Riehen • www.holle.ch • www.babyclub.de Coupon einsenden an: Holle baby food GmbH Baselstr. 11 • CH-4125 Riehen Tel. 0 61 645 96 00 • Fax 0 61 645 96 09 E-Mail: [email protected] Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 25 S E K T I O N E N S E C T I O N S Sektionsnachrichten /Communications des sections AARGAU– SOLOTHURN 078 625 54 43 062 396 17 28 Neumitglieder: Beffa Sabrina, Solothurn, Studentin an der BFH; Gjoçaj-Mäder Sibylle, Zufikon, 2010, Bern BEIDE BASEL BL/BS 061 693 31 71 061 322 33 64 Neumitglieder: Brigger Magdalena, Pratteln, 2002, St. Gallen; Giglio Francesca, Basel; Scheidegger Meret, Winterthur; Studentinnen an der ZHAW. Stoll-Weber Priska, Birsfelden; Wietschorke Delia, Gelterkinden; Studentinnen an der BFH. Tom Melissa, Basel, 2010, Bern; Wlecklik Claudia, Basel, 2001, Zürich Salazar del Rio Monica, Bulle, 1994, Pérou; Siebmann Jacqueline, Schwarzenburg; Stucky Karin, Schüpfen; Studentinnen an der BFH Frei praktizierende Hebammen Wir treffen uns am Montag, 27. Mai 2011, 9.00–11.30 Uhr, im Frauenberatungszentrum, Aarbergergasse 16, Bern. Wir freuen uns auf euer Kommen! Yvonne Studer Badertscher VAUD-NEUCHÂTELJURA 021 903 38 57 021 653 86 32 FRIBOURG Nouveau membre: Henry Estelle, Les Sciernes d’Albeuve, 2008, Namur B Nouveaux membres: Bée Thierry, Prévessin-Moens FR, 2008, Lausanne; Lachance Ariane, Lausanne, 2010, Lausanne OSTSCHWEIZ ZENTRALSCHWEIZ 026 660 12 34 071 440 18 88 BERN Foto: Annette Hesselbarth Neumitglied: Brühwiler Astrid, Henau, 2000, St. Gallen Neumitglieder: Heiniger Dina, Burgdorf, 2010, Bern; Isenschmid-Knutti Susanna, Hilterfingen, 1991, Bern; 041 661 09 93 071 440 25 14 Neumitglieder: Müller Jasin, Luzern, Studentin an der BFH; Müller Ulrike, Altdorf, 2006, Freiburg i. B. Röllin Veronika, Zug, 2006, St. Gallen ZÜRICH UND UMGEBUNG 052 385 55 67 052 203 26 11 Neumitglieder: Bettenmann Claudia, Thalwil, 1992, Zürich; Bischofberger Ursula, Wolfhausen, 2009, Zürich; Burckhardt Felicia, Küsnacht; Gutknecht Nicole, Zürich; Kälin Vanessa, Winterthur; Meraglia Natalie, Kloten; Muster Alexandra, Zürich; Schmidhalter Désirée, Brig-Glis; Thomet Franziska, Aesch bei Neftenbach; Vogel Christine, Zürich; Voigt Ursina Christina, Maur; Studentinnen an der ZHAW; Rupper Nicole, Bäretswil, 2010, St. Gallen Calma: Innovativer Sauger speziel für Muttermilch 6DKS MDTGDHS #DQ 6DBGRDK YVHRBGDM !QTRS TMC %K@RBGD TMC YTQŘBJ YTQ !QTRS V@Q MHD DHME@BGDQ ZZZPHGHODFK Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 25 Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 26 für die Säuglingspflege Sanitär-Medizintechnik Babybadewannen Wickelkommoden Säuglingsbettchen Topol AG CH-4936 Kleindietwil Tel. +41 62 923 04 43 Gebärbett AVE Wärmeschränke Gebärwannen Fax +41 62 923 04 41 [email protected] www.topol.ch Gottlob Kurz GmbH Qualität seit 1893 Produkte für Mutter und Kind D-6 5207 Wiesbaden Hin terber gstraß e 14 direkt vom Hersteller Tel. +49-611-1899019, Fax -9505980 E-Mail: [email protected] Internet: www.Gottlob-Kurz.de besuchen Sie doch mal unsere Homepage: Hebammen-Ausrüstungen www.tobler-coag.ch / shop z.B. für Still-Bustier aus Bio-Baumwolle Hebammentaschen oder Gwändli für Neugeborene aus Baumwoll-Plüsch in 6 Farben Säuglingswaagen Geburtshilfliche Instrumente Beatmungsgeräte für Neugeborene Sägholzstrasse 11, 9038 Rehetobel Tel. 071 877 13 32 e-mail: [email protected] Fetale Ultraschallgeräte Einmalartikel Warum woanders suchen, wenn Sie bei uns alles finden! Wir sind spezialisiert auf geburtshilfliches Lehr- u. Demonstrationsmaterial ab €150 wie: Becken-, Fetal-, Uterus-, Plazentamodelle Still, Geburtsatlanten, Simulatoren, Doppler, CTG Geräte, Waagen, Instrumente, Matten, Bälle, Praxisbedarf und vieles mehr. :LU JDUDQWLHUHQ IU XQVHUH 3UHLVH XQG 4XDOLWlW Fragen Sie nach unseren monatlichen Angeboten. Fordern Sie unseren kostenlosen Katalog an! ab €209 Odenwaldring 18A 64747 Breuberg-Germany. )RQ )D[ (0DLO LQIR#ULNHSDGHPRGH ,QWHUQHW ZZZULNHSDGHPRGH ab €1198 Klassische und Traditionelle Chinesische Medizin Berufsbegleitende und Vollzeitausbildung in: . .. .. Neuer Lehrgang in Akupunktur: Einstieg noch möglich Kräuterheilkunde Tui Na/An Mo Massage Diätetik Qi Gong Academy of Chinese Healing Arts I Unterer Graben 1 I 8400 Winterthur Telefon 052 365 35 43 I [email protected] I www.chiway.ch Neuerscheinung: der Geburtsatlas in Deutsch Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 27 Schön, was diese Babypflege alles hat. Beruhigend, was nicht. SANFTE CALENDULA-PFLEGE FÜR BABY UND KIND, NATÜRLICH VON WELEDA. Die Haut der Kleinsten ist fünfmal dünner als die von Erwachsenen. Deshalb werden für die Pflegeserie nur reine Pflanzenöle und Pflanzenauszüge aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet. Die Pflege ist völlig frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sowie Inhaltsstoffen auf Mineralölbasis. Und wird auch bei empfindlicher Haut hervorragend vertragen. Mehr Informationen unter www.weleda.ch Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 28 FORTBILDUNG S H V F O R M AT I O N F S S F Kursorganisation: Bildungsbeauftragte Deutschschweiz Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil Telefon 062 922 15 45, E-Mail: [email protected] Anmeldungen für Kurse des SHV: Schriftlich an die Geschäftsstelle des SHV in Bern Sie finden das ganze Kursprogramm auf www.hebamme.ch Was möchten Sie dazu lernen? Haben Sie ein Wunschthema? Das erste Vierteljahr ist vorbei und bereits bin ich wieder an der Zusammenstellung der neuen Fort- und Weiterbildungsbroschüre für das Jahr 2012. Die nächste Ausgabe wird noch umfangreicher sein, da wir vom Kalenderjahr auf das akademische Jahr umstellen und die Broschüre Ausschreibungen im Zeitraum von Januar 2012 – Juli 2013 enthält. Gemeinsam mit dem Beirat der Fort- und Weiterbildung habe ich bereits einige Ideen für Weiterbildungsthemen gesammelt und erste Kontakte mit Dozenten geknüpft. Die Auswahl der Themen geschieht einerseits anhand einer Bedarfsanalyse, wobei berufspolitische Trends mit einbezogen werden. Anderseits werden die Rückmeldungen der Kursteilnehmerinnen, Kursbegleiterinnen, Dozenten und Dozentinnen berücksichtigt. Meine Aufgabe ist es, Seminare zu organisieren, wo sich die Teilnehmerinnen über neuste Entwicklungen informieren und eine Erweiterung oder Erneuerung von Wissen erlangen können. Ein wichtiger Bestandteil ist meiner Meinung nach der Erwerb von zusätzlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Also ein guter Mix von Weiterbildungsangeboten mit dem Ziel, einen Lernzuwachs in verschiedenen Kompetenzbereichen, in der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz zu erreichen. Wie es in der Erwachsenbildung üblich ist, müssen die Angebote handlungsorientiert und praxisbezogen sein, die Kurssequenzen methodisch-didaktisch vielseitig übermittelt werden, so dass die Teilnehmenden eigene Erfahrungen in den Lernprozess einbringen können. Wie die Auswertung des Jahres 2010 zeigte, hat das Angebot des letzten Jahres den Bedürfnissen der Mitglieder entsprochen. Dazu ein paar Zahlen: im Jahr 2010 wurden in der Deutschschweiz an 148 Tagen Seminare durchgeführt. Davon waren 20 Angebote mit der maximalen Teilnehmerinnenzahl Foto: Marianne Luder ausgebucht. 10 Weiterbildungsangebote konnten wir als Wiederholung ein zweites Mal durchführen. Nur zwei Seminare mussten infolge ungenügender Teilnehmerinnenzahl abgesagt werden. Damit ich im 2012/2013 erneut ein vielseitiges und bedarfsgerechtes Angebot organisieren kann, gelange ich mit folgenden Fragen an Sie: • Gibt es ein Thema welches die Fort- und Weiterbildung des SHV unbedingt aufnehmen sollte? • Kennen Sie einen Dozenten/ eine Dozentin, der oder die zu einem Themenschwerpunkt engagiert werden sollte? Über Ihre Rückmeldungen per Mail an [email protected] würde ich mich sehr freuen. Eingegangene Wünsche und Anliegen werde ich aufnehmen und wenn möglich in die weitere Planung und Organisation von Weiterbildungsangeboten einfliessen lassen. Marianne Luder, Bildungsbeauftragte SHV Deutschschweiz Fortbildungsangebot 2011 Kursnummer und -themen Datum DozentIn Kursorte 23 Schüsslersalze in der Geburtshilfe 6./7. 6. 2011 Jo Marty Dozent Biochemie Gemmotherapie Olten 24 Differenzierte Impfpraxis 16. 6. 2011 Dr. med. Hansueli Albonico Chefarzt Komplementärmedizin Langnau Olten 25 Hebammen in den Wechseljahren 17./18. 6. 2011 Carmen Birke Hebamme, dipl. Sozialpädagogin Stilli b. Brugg 26 Cranio Sacral Therapie für Hebammen Grundkurs1 24.–26. 6. 2011 Dr.rer.nat. Silvia Kalbitz Heilpraktikerin, Cranio Sacral Therapeutin, Ausbildnerin Stilli b. Brugg 27 Fachmodul Rückbildungsgymnastik Beckenbodenarbeit/Modul1 19.–21. 8. 2011 Helene Gschwend, Hebamme, Ausbildnerin Marie-Christine Gassmannn, Hebamme, Ausbildnerin Bern 28 Homöopathie für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Säugling/Modul1 29.–31. 8. 2011 Heidi Grollmann, Homöopathin SHI/IACH, Schulleiterin, Autorin Regula Bucher, Hebamme, Homöopathin SkHZ Zürich 28 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 29 FORTBILDUNG S H V F O R M AT I O N F S S F Organisation des cours de la FSSF: Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134, 1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: [email protected] Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch Cours 15/2011 Je suis SAGE, je suis FEMME... Deux jours de formations espacés de trois semaines pour vous permettre d’assimiler et de pratiquer les techniques apprises. Deux jours de formation desquels vous repartirez avec toute une palette d’outils pour encore mieux accompagner les jeunes familles que vous suivez. Deux jours de formation pour vous faire du bien à vous-mêmes car pour FAIRE du bien, il faut ETRE bien. Contenu: • Quel rapport j’ai face à mon propre stress, comment je fonctionne? • Comment je suis, quand je vis le TROP PLEIN? • Que veut dire la pensée positive? • Comment je peux proposer un exercice de méditation à domicile? • J’apprends et reconnais 4 huiles essentielles et je les utilise en massage du dos, du plexus solaire et des pieds • Je m’autotraite et je sais traiter une maman à l’aide de quelques points précis sur les zones réflexes du pied Méthodes: Apprentissage de différentes pratiques comme: relaxation, méditation en relation avec la mère nourricière, points précis sur les zones réflexes du pied, utilisation et aperçu de quelques huiles essentielles calmantes. Ces journées seront ponctuées d’échanges sur des expériences vécues, avec des moments de théorie, de pratique, tout ceci dans une ambiance de détente et de partage. Karin Renevey, infirmière diplômée, infirmière réflexologue, instructrice en massage pour bébé, soins à l’enfant et adulte, cabinet de thérapie naturelle Au Jardin de Soi. Renseignements et inscription jusqu’au 3 août 2011: www.sage-femme.ch. Formation organisée par la FSSF, en partenariat avec la HEdSGenève. 3 et 24 septembre 2011 de 9h à 17h, Vevey. Cours 19/2011 Cours de base en kinesthétique Objectifs: Kinaesthetics Infant Handling a pour but de mieux nous faire comprendre les aspects moteurs du développement de l’enfant. Les bébés aiment le mouvement: nous les touchons, les bougeons et ils réagissent immédiatement à nos interactions. L’enfant apprend à connaître son monde et à développer ses capacités en suivant les mouvements des adultes qui s’en occupent. Peu à peu, il va développer son autonomie en apprenant à maintenir son équilibre dans la force de gravité. Contenu: • Connaître la signification du mouvement pour le développement sain du bébé • Définir comment moduler nos interactions avec le nourrisson afin de lui permettre d’y prendre part avec ses propres capacités motrices • Observer «où et comment» nous touchons le nouveau-né lors de nos activités de soins (change, couchage, bain, etc.) • Apprendre comment adapter l’environnement du bébé à ses besoins de mouvement Méthodes: Apports théoriques, pratique et découverte des ressources personnelles du mouvement, travail par couples, transferts avec poupées. Les connaissances acquises lors du cours seront mises en pratique dans les intervalles, puis évaluées lors des cours suivants. Renseignements et inscription jusqu’au 16 août 2011: www.sage-femme.ch. Formation organisée par la FSSF, en partenariat avec la HEdSGenève. 16–17 septembre 2011, 30 septembre et 5 novembre 2011 de 9h à 17h, Vevey. Il reste encore quelques places pour les cours suivants: 12. La crise psycho-sociale. 27 mai et 17 juin 2011 à Fribourg. 14. Cours d’informatique. 27–30 juin 2011 à Lausanne. 15. Je suis SAGE, je suis FEMME... 3 et 24 septembre à Vevey. 16. PAN: approche globale. 8–10 septembre à Vevey. 17. Il pianto del bebé e le reazioni dei genitori. 15 –16 settembre a Lugano o a Bellinzona. 18. Utérus cicatriciel. 15 septembre à Payerne. 19. Cours de base en kinesthétique. 16 –17 et 30 septembre et 5 novembre 2011 à Vevey. 20. Le périnée au centre du corps. 22–23 septembre, 3–4 novembre 2011 et 12–13 janvier 2012 à Colombier. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 29 Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 30 Ateminstitut Schweiz agathe löliger gmbh Bern – Belp Modulare Ausbildung in Atemtherapie/ Atempädagogik nach Middendorf SVEB 1 integriert Kurse I Weiterbildung Tel. +41(0)31 819 97 39 www.ateminstitut-schweiz.ch Der Weg zur sanften Geburt HypnoBirthing®-die Mongan Methode Seminare zur Zertifizierten KursleiterIn Nächste Kurse: 12.-15. Mai, Freiburg 23.-26. Juni, Berikon CH 30. Juni, 1.-3. Juni Hamburg Kontakt: Sydney Sobotka-Brooks www.hypnobirthing.ch [email protected] tel: +41 44 734 31 78 Hebammenorientierte Weiterbildung in 2 x 3 Tagen Craniosacral Therapie und Geburtstraumata auflösen Sowohl für im Spital tätige Hebammen und Freischaffende. Ihr lernt die wichtigsten Griffe, um in der Schwangerschaft und unter der Geburt das blockierte Becken und Ischias zu lösen und pp. im Wochenbett die Körperstatik der Frau wieder herzustellen. Sofortige Erste Hilfe, bzw. Lösungsgriffe nach Vacuum, Zange und Sectio beim Baby werden intensiv gelernt und neue Wege das Bonding zu stärken und heilen, aufgezeigt. Die Geburtsverarbeitung von Mutter und Baby ist Kernthema. Andere Fachpersonen welche meinen Kurs: «Emotionale Narben einer Geburt achtsam begleiten» besuchten, dürfen auch teilnehmen. Kursort ist in Winterthur. 2 x 3 Tage: Kurs A 28. – 30. Juni und 2. – 4. Sept. 2011 Kurs B 5. – 7. Sept. und 4. – 6. Nov. 2011 Total Kosten: Fr. 1080.– Info und Anmeldung: Brigitte Meissner, Hebamme und Craniosacral Therapeutin, spezialisiert auf Geburtstraumata, Seminarleiterin, Tel. 052 203 37 37. 18. – 19. Juni 2011 Frauenkrankheiten – Juckreiz, Ausfluss, Schmerzen und Hautdefekte Homöopathie-Seminar mit Frau Dr. med. Micha Bitschnau in der Aula der Gewerbeschule, 4500 Solothurn Informationen und Anmeldung Artis Seminare, Peter Schertenleib, Rüdenweg 28b, 3067 Boll www.artis-seminare.ch Innenteil_S17_31 26.4.2011 13:08 Uhr Seite 31 das Original seit 1972 DIDYMOS ® Das Babytragetuch und weitere Tragehilfen 100% kbA-Qualität mit Zertifikat Für Hebammen: ein Vorführtuch in Größe 6 L’Echarpe porte-bébé Pour sages-femmes: Echarpe de démonstration en taille 6 Das Babytragetuch mit der besonderen Webart für rundum sicheren Halt aus 100% unbehandelter kbA-Baumwolle in vielen wunderschönen Farben und Mustern und aus farbig gewachsener Baumwolle. Drei Jahren Qualitätsgarantie. Keine Produktion in Billiglohnländern. Genaue Anleitungen für alle Bindeweisen als Heft und als DVD bei jedem DIDYMOS-Tuch. Leihtücher auf Anfrage. Wir liefern in 1-2 Tagen. Kompetente Beratung vor und nach dem Kauf bei: Service compétent et fiable avant et après vente chez: Sonja Hoffmann CH-3665 Wattenwil Tel.: 0 33 356 40 42 Fax: 0 33 356 40 43 [email protected] www.didymos.ch Masterlehrgang Postgraduate Angewandte Physiologie für Hebammen* Erstmals lehrt Verena Schmid ihre „Praktische Salutogenese“ in einem Masterlehrgang und revolutioniert damit die Hebammenpraxis! Studienart: Abschluss: Dauer: Start: berufsbegleitend Master of Science in Midwifery (MSc) vier Semester Oktober 2011 www.fh-salzburg.ac.at Infos & Anmeldung unter: [email protected] *vorbehaltich der Akkreditierung Actuel_S32_33 26.4.2011 13:11 Uhr Seite 32 A C T U A L I T É Nouveau à la FSSF Revue de littérature Wolfgang Wettstein La phase de dilatation peut durer! Conseiller en relations publiques RP/ASRP et rédacteur responsable «Sage-femme.ch». Né en 1958 à Baden, conseiller indépendant en RP depuis 1997, a fait des études de traducteur allemand-françaisitalien-anglais. Il est membre professionnel de l’Association Suisse de Relations publiques (RP-ASRP), membre de l’Association suisse du journalisme scientifique, membre de Public Health Suisse, réseau national des professionnels de la santé publique et de la Société suisse pour la politique de la santé (SSPS). Après avoir débuté dans les Relations publiques auprès de Zürich Tourismus (1984), il a travaillé en tant que conseiller pour Trimedia AG et cR Kommunikation (1989–1997). Parmi ses clients fidèles, on compte entre autres la Ligue suisse contre le cancer et la fondation Recherche suisse contre le cancer – il est rédacteur de la publication spécialisée «La recherche sur le cancer en Suisse»; le Fonds national suisse de la recherche scientifique (FNS); la Prévention Suisse de la Cri- Foto: Pia Zanetti minalité (PSC), un service intercantonal de la Conférence des directrices et directeurs des départements cantonaux de justice et police (CCDJP) – il a été rédacteur du plan de mesures «Les jeunes et la violence» 2008–2010 – et l’Office fédéral de la santé publique (OFSP). Wolfgang Wettstein parle couramment le français, l’italien et l’anglais et fait des révisions de traduction dans ces langues. Wolfgang Wettstein est entré en fonction comme rédacteur responsable de «Sage-femme. ch» le 1er avril 2011. La FSSF se réjouit d’accueillir un nouveau membre dans son équipe et lui souhaite un début agréable et fructueux dans ses nouvelles tâches. Doris Güttinger Secrétaire générale Dès le début du mois de mai, Wolfgang Wettstein est présent le mardi et le mercredi au secrétariat central à Berne, tél. 031 331 35 20, [email protected]. Plus culturel que naturel «Anatomie du dégoût» Comme le goût, le dégoût s’éduque, se contrôle, se transmet, varie et se déplace dans l’espace et le temps. Le dégoût provoque aussi bien haut-le-cœur que mise à distance sensorielle. Réaction avant tout physiologique, il tiendrait de la nature... Les sociologues, historiens, spécialistes de science politique et anthropologues réunis dans ce dossier d’une centaine de pages analysent les dispositifs mis en place pour gérer le «dégoûtant». Ce dossier ne se concentre pas à proprement parler sur l’obstétrique, mais il aborde le ressenti des hommes et des femmes d’aujourd’hui dans des situations de vie concrètes ainsi que le vécu des professionnels de la santé. Il rassemble entre autres: – un article d’Aurélia Mardon sur les premières menstrues – un article d’Alain Giami sur les procédures de procréation médicalement assistée – un texte de Jean Constance 32 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch et Patrick Peretti-Watel sur la prévention du tabagisme par l’image – un autre texte de Charlotte Pézeril sur les campagnes de lutte contre le sida – une analyse de Christiane Vollaire sur l’épreuve du dégoût survenant «comme par surprise» au cœur de la pratique des soins. Gilles Raveneau, Dominique Memmi, Emmanuel Taïeb (sous la direction de): Anatomie du dégoût. In: Ethnologie française, 2011/1. Combien de temps dure la phase de dilatation chez les primipares? Basée sur 18 recherches, une revue systématique de la littérature démontre que la phase active de dilatation (3–5 cm jusqu’à ouverture complète) dure en moyenne 6 heures. La progression moyenne de la dilatation est de 1,2 cm par heure. Si l’on ajoute à ces valeurs moyennes deux écarts-types, on arrive à un total de 95% des parturientes. La phase de dilatation prend alors jusqu’à 13, 4 heures et le col de l’utérus ne s’ouvre qu’à un rythme minimum de 0,6 cm par heure, ce qui est bien inférieur aux directives définissant un ralentissement du travail. Dans la grande majorité des naissances analysées, il s’agissait de naissances «normales» qui étaient suivies par une gestion active de la délivrance. Des enquêtes semblables, par exemple dans les lieux de naissance peu interventionnistes, n’existent pas encore. Les auteurs soulignent également que la dilatation n’est en aucun cas linéaire mais que son rythme s’accélère durant la phase de dilatation. Si bien que l’on peut s’attendre à ce que cela démarre plutôt lentement. Source: Neal JL. et al.: «Active labor» duration and dilatation rates among lowrisk nulliparous women with spontaneaous labor onset: a systematic review. J Midwifery Womens Health 2010; 55: 308–318. Aus: Hebammenforum 2/2011. Danemark Édulcorants de synthèse chez la femme enceinte Entre 1996 et 2002, les femmes enceintes de la «Danish National Birth Cohort» ont répondu au milieu de leur grossesse à un questionnaire alimentaire. Au total, 59 334 femmes ont été incluses. Elles avaient 29 ans en moyenne et 4,62% avaient accouché avant la 37e semaine de grossesse. Les femmes qui consommaient des boissons aux édulcorants de synthèse («soda light») avaient en moyenne un IMC plus élevé que celles qui avaient consommé des boissons sucrées. Résultats Les auteurs ont trouvé une association significative entre la consommation de boissons édulcorées (gazeuses et non gazeuses) et une augmentation du risque d’accouchement prématuré. Par rapport aux femmes qui n’en consommaient pas, l’Odds Ratio ajusté des femmes qui buvaient une boisson light par jour ou plus était de 1,38 (IC95%= [1,15; 1,65]). Le risque augmentait avec la quantité de boisson consommée: chez les femmes qui en consommaient plus de 4 par jour, l’OR était de 1,78 (IC95%= [1,19; 2,66]). Ce supplément de risque semble plus marqué pour les accouchements les plus prématurés (<34 semaines de grossesse), chez les femmes de poids normal ou en surpoids et pour les accouchements médicalement déclenchés. En revanche, les femmes consommant des boissons sucrées, gazeuses ou non, n’avaient pas plus de risque d’accoucher précocement. Source: Halldorsson et al.: Intake of artificially sweetened soft drinks and risk of preterm delivery: a prospective cohort study in 59 334 Danish pregnant women. Am J Clin Nutr. 2010 Sep; 92(3): 626–33. Actuel_S32_33 26.4.2011 13:11 Uhr Seite 33 Années 1990–2009 Evolution de la mortalité infantile La dernière Newsletter de l’Office fédéral de la statistique (mars 2011) est consacrée à «La mortalité» et présente, entre autres, une synthèse (réalisée par Sylvie Berrut) de ce qu’il faut savoir sur «La mortalité infantile». On y apprend ainsi que: «Durant les vingt dernières années, le taux de mortalité infantile a diminué d’un peu plus d’un tiers. Cette diminution est particulièrement nette parmi les enfants âgés de 28 jours à un an. Chez les enfants âgés de 1 à 27 jours, la mortalité a diminué de moitié durant la même période. Cependant, on constate une tendance à la hausse pour les décès durant les 24 heures suivant la naissance». Autres données intéressantes pour les sages-femmes: «Après avoir constamment augmenté jusqu’au début des années 1990, les cas de mort subite du nourrisson (ou SIDS, pour «Sudden Infant Death Syndrome» en anglais) ont ensuite diminué de manière spectaculaire. On compte actuellement une douzaine de cas de SIDS par an contre une centaine il y a une vingtaine d’années. Ce recul a été observé dans de nombreux pays. Il est lié au changement des recommandations pour le couchage des bébés: position dorsale, literie, température de la chambre, etc. Le SIDS concerne surtout des enfants de un à six mois, les garçons étant plus touchés que les filles». Source: Newsletter OFS, 1/2011, 4–6. Il est possible de s’y abonner gratuitement ou de la télécharger depuis le portail: www.statistique.admin.ch > Thèmes > 01 Population > Newsletter Samedi 21 mai 2011 Troc de couches lavables A l’occasion de la Semaine internationale de la couche lavable, du 16 au 22 mai 2011, «Mère et Terre» et «Ecofamily» organisent le premier troc suisse de couches lavables. Les couches lavables sont à la mode. Presque tous les parents ont, une fois ou l’autre, entendu parler de ce moyen de changer leur bébé de façon plus écologique. Et comme les couches lavables sont utilisables très longtemps, et les enfants propres plus tôt, les parents qui ont opté pour ces couches, se retrouvent maintenant avec des couches à vendre. Suite à une très forte demande de parents, Mère et Terre et Ecofamily ont décidé d’organiser un troc. Les parents pourront donc louer une table et venir proposer leurs couches et leurs accessoires, le samedi 21 mai prochain, sur la place de Grens (dans la région de Nyon), devant la boutique «Mère et Terre». Pour y accéder, voir: www.mere-et-terre.ch. Toutes informations supplémentaires peuvent être demandées par email: info@ mere-et-terre.ch ou par téléphone 076 323 59 42. Marianne Baertschi Document en circulation Obstétrique en Hongrie La situation des sages-femmes hongroises, qu’elles soient membres de leur fédération ou non, connaît encore beaucoup d’obstacles à surmonter et de défis à relever. Certes, depuis le 1.4.2011, grâce à une décision de la Cour européenne des droits de l’homme, les Hongroises peuvent légalement(!) accoucher à domicile avec l’aide d’une sagefemme ou d’un médecin, mais en pratique il en va autrement. Les sages-femmes doivent maintenant formuler des conditions cadre. Si leur fédération le désire, l’association européenne des sages femmes (EMA ou CER) se tient volontiers à disposition pour les conseiller. Voir sur www.youtube.com sous «Birthrights – Hard Labour in Hungary» un document intéressant sur les droits de la femme en Hongrie. Zuzka Hofstetter, déléguée FSSF auprès de l’ICM et de l’EMA Royaume-Uni L’eau sucrée n’est pas un analgésique efficace Beaucoup de nouveau-nés doivent subir de manière répétée des manœuvres diagnostiques ou thérapeutiques invasives. L’eau sucrée est alors fréquemment utilisée pour ses propriétés supposées analgésiantes mais, jusqu’ici, rien ne prouvait la pertinence de cette routine d’un point de vue neurophysiologique. Méthodologie Dans un hôpital londonien (University College Hospital), R. Slater et ses collègues ont cherché à détecter les réponses des voies nociceptives chez 59 enfants sains, non prématurés et âgés d’au moins 8 jours. Dans le cadre d’un protocole randomisé en double insu et contrôlé, ils ont partagé l’effectif en deux groupes: au premier groupe (n=29), ils ont administré une solution d’eau sucrée deux minutes avant une piqûre par lancette au talon en vue du recueil d’une goutte de sang: au second groupe (n=30), ils ont donné simplement de l’eau stérile. Résultats • Pas de différence entre les deux groupes pour ce qui relève de l’activité des voies nociceptives (saccharose: moyenne 0.10 IC95% [0.040.16] ; eau stérile: moyenne 0.08 IC95% [0.04-0.12]; p=0.46). • Pas de différence statistiquement significative dans les mesures électromyographiques. • En revanche, le score «PIPP», témoignant des réponses physiologiques et comportementales au stimulus nociceptif, était significativement inférieur dans le groupe eau sucrée. Interprétation L’eau sucrée peut avoir un impact sur le tronc cérébral avec une inhibition comportementale lors de la stimulation douloureuse, mais elle serait sans effet sur la propagation de la douleur au prosencéphale. Les auteurs en déduisent que l’eau sucrée n’est pas un analgésique efficace. Slater R et al. Oral sucrose as an analgesic drug for procedural pain in newborn infants: a randomised controlled trial. Lancet. 2010 Oct 9; 376(9748): 1225–32. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 33 Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 34 D O S S I E R E D I T O R I A L Chaque fois que j’ai l’occasion de parler avec des sages-femmes quelque part dans le monde, nous nous rappelons ces moments importants de notre carrière qui ont marqué de manière indélébile notre pratique. Pour moi, ce fut le passage d’un environnement hospitalier à une pratique d’accouchements à domicile. J’avais toujours pensé que j’étais une praticienne critique vis-à-vis des interventions médicalisées intensives, mais ce n’était rien jusqu’à ce que je comprenne réellement ce qu’était le suivi centré sur la parturiente en travaillant dans une communauté. J’ai alors dû apprendre à me relaxer et à me contrôler autrement pour devenir une praticienne «réagissant» au vécu de la femme qui accouche. A l’hôpital, j’espère avoir été une bonne porte-parole de la femme mais, avec le recul, je pense qu’on ne peut la comprendre véritablement qu’en la suivant dans son propre milieu au sein de sa famille et que notre accompagnement y prend davantage de sens. J’ai ainsi eu la chance de travailler avec des sages-femmes qui étaient expérimentées et m’ont amenée à réfléchir sur la «naissance normale». Lorsque j’ai rejoint le «Royal College of Midwives» (association anglaise des sagesfemmes) et que je me suis engagée dans la campagne sur la naissance normale (voir page 37), les fruits de cette réflexion ont resurgi. Aujourd’hui, je pense qu’en tant que sages-femmes, nous avons à offrir à chaque femme le bonheur de vivre l’expérience de la naissance comme un «cadeau» et comme une aventure personnelle. Pour cela, nous avons à aménager un environnement rassurant et à faire en sorte que la femme puisse s’appuyer sur une professionnelle experte pour atteindre tout son potentiel. Ceci n’est possible que grâce à la confiance réciproque et à une relation d’égale à égale. Alors, l’accouchement peut se muer en événement. Mervi Jokinen Practice and Standards Development Adviser, Royal College of Midwives 34 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch La normalité en obstétrique Un défi pour les s Parler de normalité pour une sage-femme, c’est pousser une porte sur un univers à la fois concret et incertain. C’est se confronter à ses représentations, ses convictions, ses doutes et ses valeurs. C’est toucher au cœur la complexité d’un métier en mouvement. Parce que ce terme contient autant d’émotions que d’aspects scientifiques, parce qu’il couvre le champ d’expertise de la sage-femme, mais pas seulement, parler de normalité est un défi. Le terme de «normalité», présent depuis un certain temps dans la littérature, particulièrement anglo-saxonne, mérite quelques réflexions. Ainsi, nous commencerons par clarifier son sens et ses implications dans notre pratique professionnelle. Nous le replacerons ensuite dans le contexte fortement médical que nous connaissons aujourd’hui, contexte marqué par une volonté de maîtriser autant la vie que les retombées financières d’un système de santé performant mais coûteux. Parler de normalité, c’est donc non seulement penser au sens mais également à la place et au positionnement des sages-femmes au sein du système de santé suisse. Parler de normalité, c’est s’engager pour soi, pour son métier et surtout pour les femmes, les couples et les familles que nous avons le privilège d’accompagner dans une étape fondamentale de leur vie. Normalité, physiologie ou naturel? Un brainstorming effectué lors des prémices de cet article nous a montré que le terme de «normalité» est difficile à définir. En effet, «physiologie» et «naturel» se mêlaient à «jugement de valeur» et «discrimination» envers les femmes qui n’accouchent pas spontanément. Un nécessaire retour vers le dictionnaire a donc apporté les éléments suivants: • Normalité: se réfère à la norme, est conforme à une règle établie, à un état habituel • Norme: référence pour tout jugement de valeur moral ou esthétique • Physiologie: science qui étudie les fonctions organiques par lesquelles la vie se manifeste et se maintient sous sa forme individuelle Silvia Ammann-Fiechter: Sage-femme, Enseignante HES-S2, HECVSanté, Filière sage-femme, étudiante MSc Midwifery Glasgow Caledonian University. Bénédicte Michoud: Sage-femme, Assistante HES-S2, HEdS Genève, Filière sage-femme, étudiante European MSc Midwifery. • Naturel: qui est issu directement de la nature, du monde physique; qui n’est pas dû au travail de l’homme/qui n’est pas altéré, modifié, falsifié[1]. Ainsi défini, le terme de «normalité» contient non seulement une notion de jugement de valeur mais laisse également entrevoir la possibilité de considérer comme «normale» toute pratique uniformisée, qu’elle soit médicale ou non. Le terme de «physiologie», avec son côté purement scientifique, insiste sur la mécanique du processus de la maternité, reléguant au second plan l’émotion, l’histoire de vie, le contexte social, la spiritualité et les valeurs des femmes et des familles. Quant au terme «naturel», il place la grossesse et l’accouchement entre les seules mains de la nature que l’on sait aussi douces que cruelles. Il faut donc bien avouer que ces termes, pourtant utilisés chaque jour, parfois employés l’un pour l’autre, demeurent insatisfaisants lorsqu’il s’agit de représenter la complexité de la naissance. Collaud (2008)[2], médecin et philosophe suisse, différencie une normalité «structurante» d’une normalité «perverse». L’approche structurante nous permet d’intégrer la référence à «ce qui Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:56 Uhr Seite 35 es sages-femmes devrait être» ainsi que l’ouverture vers l’altérité et l’originalité. L’aspect pervers, générateur d’une vision simpliste et statique peut ainsi être écarté (Tableau 1). Cette nuance offre une approche plus réaliste du processus dynamique et chaque fois unique de la maternité. La normalité devient alors un guide permettant d’avancer à la rencontre d’un idéal professionnel commun. La littérature internationale, de son côté, nous apprend que le concept de normalité n’est en aucun cas défini de façon consensuelle. Il peut revêtir des nuances plus ou moins marquées en fonction du corps professionnel qui en parle[3] (Tableau 2). Elle relève également une tendance à définir la normalité, non pour elle-même, mais en regard de ce «qui n’est pas pathologique»[4]. Et force est de constater que ce terme est principalement relié à l’accouchement, excluant grossesse et post-partum. L’Organisation Mondiale de la Santé a élaboré la définition suivante de l’accouchement normal: «… une grossesse dont le déclenchement est spontané, le risque est faible dès le début et tout au long du travail et de l’accouchement. L’enfant naît spontanément en position céphalique du sommet entre la 37ème et la 42ème semaine de gestation. Après la naissance, la mère et le nouveau-né se portent bien»[5]. Il est intéressant de relever que cette définition, centrée sur l’accouchement, permet d’inclure dans la catégorie «normale» les femmes enceintes à haut risque dont le travail et l’accouchement se déroulent selon les conditions décrites. Les associations professionnelles canadiennes travaillant auprès des femmes et des familles proposent les définitions suivantes, dans une déclaration de principe commune adoptée en 2008[6]. Le «travail normal» est défini comme tel lorsque le déclenchement et la progression sont spontanés, qu’il y ait utilisation de moyens pharmacologiques pour soulager la douleur ou non. L’«accouchement normal» ne se réfère qu’au moment de la sortie de l’enfant lorsqu’elle se produit spontanément. Cette définition peut donc inclure une provocation, une stimulation voire des pathologies obstétricales maternelles telles la pré-éclampsie ou l’hémorragie du 3ème trimestre. L’«accouchement naturel» n’englobe que les ac- Tableau 1. La normalité Normalité structurante Normalité perverse Ce qui devrait être Ce qui est Complexe Simpliste Rapport à un absolu extérieur Rapport à soi Indicateur direction Barrière Dynamique Statique Altérité non-menaçante Mêmeté, altérité menaçante Avertit l’inhumanité possible Déclare l’inhumanité Capable d’intégrer l’originalité S’oppose à l’originalité Réf: Collaud (2008) (tableau non complet). Tableau 2. La Définition de l’accouchement normal par différents professionnels (Wagner, 1995 in Gould 2000) Obstétricien La naissance est normale s’il n’y a eu aucune pathologie et si aucune intervention ne se produit Epidémiologiste La naissance est normale lorsque tout est entièrement naturel; cependant, la médicalisation de l’accouchement rend cet aspect difficile à mesurer Psychologue La naissance est une partie du cycle de la vie de la femme et le passage qu’elle vit, à travers la maternité, assure son évolution vers une pleine féminité Anthropologue La société occidentale rend la naissance de moins en moins normale Sociologue La naissance n’est pas un processus normal mais social dont les issues sont influencées par la femme elle-même et par son environnement Sage-femme La naissance est normale si la femme la définit comme normale, qu’elle est incluse dans son cadre de référence car la naissance est une partie du processus de vie couchements se déroulant sans ou avec très peu d’intervention humaine. Finalement, la définition d’une «naissance normale» est semblable à celle donnée par l’OMS au sujet de l’«accouchement normal». Y sont toutefois ajoutés les critères de contact peau-à-peau et de mise au sein durant l’heure suivant la naissance. Au Royaume-Uni, la définition de la normalité adoptée par consensus interprofessionnel se révèle être plus proche d’un classement d’interventions périna- tales, selon qu’elles sont considérées comme normales ou non (Tableau 3)[7]. Différentes orientations ont ainsi été choisies concernant la définition du concept de normalité. La discussion au sein des professionnels de la santé entourant la naissance semble loin d’être terminée[8]. D’autant que le risque de tomber dans le piège de l’opposition tout naturel/tout médical et de fermer la porte à la discussion interprofessionnelle est grand. Néanmoins, il demeure primordial et urHebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 35 Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 36 Tableau 3. Définition du Royal College of Midwives Critères d’inclusion pour un accouchement normal Critères d’exclusion d’un accouchement normal Femmes dont le travail débute, progresseet se termine spontanément sans médicament ni intervention. Provocation de l’accouchement (Prostaglandines, ocytocine, RAM) Stimulation du travail Analgésie péridurale ou rachianesthésie RAM pour autant que ce ne soit pas un acte de provocation de l’accouchement Anesthésie générale Entonox Forceps ou ventouse Opiacés Césarienne Monitoring fœtal Episiotomie Délivrance dirigée Complications pré, per et postpartum (telles hémorragies, déchirure périnéale et suture, admission aux soins intensifs ou en néonatologie) Source: Royal College of Obstetricians and National Childbirth Trust UK (RCM, NCT, ROCG 2007). gent que nous, sages-femmes en Suisse, définissions une position commune au sujet de la normalité. Ceci nous permettra d’affirmer notre rôle au sein du système de santé et d’ancrer notre pratique dans une philosophie de soins centrée sur le bien-être des femmes, des nouveaunés et des familles. Normalité, risque et contexte Bien que la définition du concept de normalité soit difficile à énoncer, il n’en demeure pas moins un des fondements de notre profession. On retrouve ce terme dans la définition de la sage-femme adoptée par la Fédération suisse des sages-femmes[9] sur la base de celle élaborée par la Confédération internationale des sages-femmes[10]. Cependant, dans le contexte actuel d’une médicalisation croissante de la grossesse et de l’accouchement, il est parfois difficile de trouver une place et un sens à donner à la normalité. L’exemple le plus significatif et aussi le plus médiatisé est celui du taux de césariennes qui a atteint 32,8% en Suisse l’année dernière[11]. De plus, ici comme dans d’autres pays de l’Union Européenne, toute une gamme d’interventions servant à contrôler, rythmer ou surveiller un accouchement dit normal sont également en augmentation[12,13,14]. Outre le taux de césariennes, on observe aussi une utilisation de routine des déclenchements de convenance, stimulations du 36 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch travail par ocytocine, touchers vaginaux aux heures, CTG en continu, accouchements en position gynécologique, trop grand nombre d’épisiotomies, aspiration systématique du nouveau-né. De grandes variations régionales, voire institutionnelles, sont également interpellantes [15,16,17] . Si ces interventions peuvent s’avérer utiles, voire nécessaires, dans certaines situations déviant de la physiologie, elles sont toutefois décrites comme néfastes dans les recommandations internationales basées sur les preuves scientifiques, dès qu’elles deviennent systématiques[18,19,20,21,22]. Du côté des suivis de grossesses physiologiques, la question de l’augmentation de la médicalisation reste ouverte, faute de données statistiques sur lesquelles s’appuyer. Cependant, le seul fait que ces suivis relèvent principalement de l’activité des obstétriciens demeure un indicateur du climat fortement médicalisé dans lequel nous évoluons1. Tenter d’expliquer cette tendance à multiplier les actes médicaux nous semble périlleux, tant les facteurs qui la sous-tendent sont nombreux et complexes. Cependant, il nous paraît tout de même important de relever un aspect: celui du climat de peur qui entoure la naissance. Les parents ont peur des malformations, des séquelles physiques et psychiques et de la mort. Les professionnels craignent un procès pour faute professionnelle[23]. Notre société aimerait maîtriser la vie, dans l’illusion du risque zéro[24]. L’incertitude et l’imprévu devien- nent difficiles à supporter tant il semble que la science puisse pallier à toutes les imperfections de cette «machine» qu’est le corps humain[25]. Le message délivré par les professionnels se centre désormais sur les risques entourant la grossesse et l’accouchement. Certains vont même jusqu’à penser qu’un accouchement ne peut être considéré comme physiologique qu’une fois terminé. Difficile dès lors pour une femme d’avoir confiance en elle, en son corps, en son enfant à venir. Difficile également pour nous, sagesfemmes de garder confiance en cet évènement naturel et normal avant tout[26]. Il est curieux de constater que du côté des autorités politiques, de même que du côté des assurances-maladie, peu d’attention est accordée à cette médicalisation croissante. En effet, outre les aspects potentiellement délétères des pratiques de routine, les conséquences économiques d’une telle tendance semblent évidentes. Ce peu d’empressement, par exemple suite au postulat sur le taux de césariennes déposé par Liliane Maury Pasquier en 2009[27], est d’autant plus surprenant que notre système de santé est reconnu internationalement comme étant l’un des plus coûteux au monde[28]. Optimiser l’utilisation des compétences des sages-femmes pourrait contribuer à maîtriser les coûts de la santé tout en garantissant un suivi de haute qualité, comme l’a relevé l’Observatoire de santé en Suisse (OBSAN) en 2007 déjà[29]. La médicalisation occupe une place croissante dans notre système de soins en maternité. Sont notamment en cause une méconnaissance des recommandations internationales basées sur des preuves scientifiques, un sentiment de peur entourant la naissance, des autorités peu empressées. Si dans ce contexte, la place de la normalité semble mise au défi, elle trouve néanmoins tout son sens, dès lors qu’elle est reliée à la qualité des soins fournis par les sages-femmes et à l’implication économique d’une telle possibilité. Au-delà de la recherche d’une définition de ce qu’est la normalité maintenant, il nous semble plus important encore que nous, sages-femmes, cherchions à définir ce qu’elle devrait être à l’avenir. Une vision commune des soins en maternité, centrée sur le bien-être des femmes, des nouveau-nés et des familles est primordiale pour garantir un position1 Le rapport d’activité des SFI (2008) ne relève que 17% d’activité prénatale. Ce chiffre comprend à la fois les suivis de grossesses physiologiques et les visites médicalement déléguées (Hanebuth et al. (2009). Rapport d’activité des sages-femmes indépendantes de Suisse. Bâles: ISPM). Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr nement fort au sein du système de santé actuel. Et à l’avenir… Parler de normalité, ce sera un engagement ouvert et public en tant que corps professionnel uni pour le soutien du processus physiologique, psychologique et social de la maternité. Parler de normalité, ce sera accorder notre pleine confiance aux femmes, aux nouveau-nés et aux familles. Ce sera s’investir à chaque minute pour le respect de leurs ressources et de leur rythme individuel. Parler de normalité, ce sera l’ouverture d’un dialogue interprofessionnel basé sur des preuves scientifiques à partir d’une position sage-femme affirmée. Ce sera aussi reconnaître et respecter le champ d’expertise de chaque professionnel de terrain dans un rapport de partenariat. Ce sera travailler ensemble pour assurer la meilleure qualité de soins possible pour les femmes, les nouveau-nés et les familles. Parler de normalité, c’est relever ce défi: faire en sorte que la normalité devienne 왗 enfin la norme! Pour échanger sur cette thématique, nous serions ravies de recevoir vos emails aux adresses suivantes: [email protected]; benedicte_michoud@hotmail. com Merci à Floriane, Franziska, Maria-Pia, Michelle et Yvonne pour leur lecture attentive et leurs conseils. Références [1] Collectif Larousse (2011). Le Petit Larousse Illustré. Paris: Larousse. [2] Collaud T. (2008). La normalité. Présentation Power-Point, Journée Scientifique HECVSanté Lausanne 2008. [3] Gould D. (2000). Normal labour: a concept analysis. Journal of Advanced Nursing, Vol 31, No 2, pp 418–427. [4] Grigg C. (2006). «Working with women in pregnancy» from: Pairman, S. et al. Midwifery: Preparation for practice. pp 341–374. Edinburgh: Churchill Livingstone. [5] Organisation Mondiale de la Santé (OMS) (1997). Les soins lies à un accouchement normal, un guide pratique, OMS Genève. Accès le 21 mars 2011 http://www.who.int/making _pregnancy_safer/documents/who_frh_msm _9624/en/index.html [6] Société des obstétriciens et gynécologues du Canada (SOGC), Association of Women’s health, Obstetric and Neonatal Nurses of Canada (AWHONN), Association canadienne des sages-femmes (ACSF), Collège des médecins de famille du Canada (CMFC), Société de la médecine rurale du Canada (SMRC) (2008). Déclaration de principe commune sur l’accouchement normal. Accès le 22 mars 2011. http://www.sogc.org/guidelines/documents/ gui221PS0812f.pdf Seite 37 [7] Royal College of Midwives (RCM), National Childbirth Trust (NCT), Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (ROCG) (2007). Making normal birth a reality. Consensus statement from the Maternity Care Working Party. Our shared views about the need to recognise, facilitate and audit normal birth. Accès 22 mars 2011 http:// www.rcog.org.uk/files/rcog-corp/uploadedfiles/Joint StatmentNormalBirth2007.pdf [8] Downe S. (Ed) (2008). Normal Childbirth: Evidence and Debate (2ndt ed.), Churchill Linvingstone. [9] Fédération Suisse des Sages-femmes (FSSF) (2005). Définition professionnelle de la sage-femme. Accès le 21 mars 2011 http:// www.hebamme.ch/x_data/allgdnld/Berufsdefinition%20der%20Hebamme%20f.pdf [10] International Confederation of Midwives (ICM) (2005). Definition of the Midwife. Accès 21 mars 2011. http://www.internationalmidwives.org/Portals/5/Documentation/I CM%20Definition%20of%20the%20Midwife%202005.pdf [11] Office fédéral de la statistique (2011). Hôpitaux données détaillées. Accès 21 mars 2011 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/fr /index/themen/14/04/01/data/01/01.html [12] OMS voir reference 5. [13] Enkin M., Marc J.N.C., Keirse J.N., Crowther C., Duley L., Hodnett E., Hofmeyr J. (2002). A guide to effective care in pregnancy and childbirth, 3rd ed., Oxford University Press. [14] Johanson R., Newburn M., Macfarlane A. (2002). Has the medicalisation of childbirth gone too far? 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Accès 21 mars 2011Accès: http://www.nice.org.uk/guidance/index.jsp?action=down load&o=36275 [22] The Cochrane Collaboration, Cochrane Reviews, Pregnancy and Childbirth. Accès le 21 mars 2011 http://www2.cochrane.org/reviews/en/topics/87.html [23] Grol et al. 2005. Grol R., Wensing M., Eccles M. (2005). Improving Patient Care. The Implementation of Change in Clinical Practice. Elsevier, Edinburgh. [24] De La Rochebrochard E.L. et Leridon H. (2008). Patient ou acteur d’une reproduction médicalisée. In de La Rochebroachard E. (dir.) De la pilule au bébé éprouvette, chapitre 1, Les cahiers de l’Ined, No 161. [25] Davis-Floyd R. (2001). The Technocratic, Humanistic, and Holistic Paradigms of Childbirth. International Journal of Gynecology and Obstetrics, Vol 75, supplement No 1, pp S5–S23. Royaume-Uni «Ensemble, nous pouvons changer la naissance» Sur la base de cette conviction, le Collège royal des sages-femmes (RCM) a lancé en 2008 une campagne pour encourager et soutenir la naissance normale. A cette occasion, il a été rappelé qu’une expérience de naissance positive est possible malgré certains défis et que médicalisation et césarienne doivent être utilisés avec discernement. Une brochure résume habilement les «Dix points clés» à retenir: 1. Patience et longueur de temps 2. Construisons-lui un nid 3. Surtout pas au lit 4. Justifiez toute intervention 5. Ecoutez-la 6. Tenir un journal personnel 7. Faites confiance à votre intuition 8. Soyez un modèle à suivre 9. Rassurez-la constamment – soyez positive 10. Contact peau à peau Il existe une version française de cette brochure à télécharger sur: www.rcmnormalbirth.org.uk/practice > TEN TOP TIPS > French [26] Mead M.( 2008). Midwives’ practices in 11 UK maternity units. In: Downe S. (2008) Normal childbirth. Evidence and Debate (2nd edition), chapter 5, pp81-95, Churchill Livingstone-Elsevier, Edinburgh [27] Maury-Pasquier L. (2010). Césariennes inutiles: le monde politique prend responsabilité et regarde de plus près. Accès 22 mars 2011. http://www.hebamme.ch/x_data/allgdnld //MM_Postulat_Maury_Kaiserschnitte_f.pdf [28] OCDE et OMS (2006). Examen de l’OCDE des systèmes de santé : Suisse. http://browse.oecdbookshop.org/oecd/pdfs/browseit/8106082E.PDF full texthttp://www. oecd.org/document/23/0,3746,fr_2649_37 407_37562367_1_1_1_37407,00.html résumé online [29] Künzi & Detzel (2007) Rapport de l’Observatoire suisse de la santé (OBSAN) complet – étude et résumé. [Page Web]. Accès: http://www.obsan.admin.ch Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 37 Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 38 F O C U S Enquête d’opinion en Suisse Qu’est-ce qu’une naissance n En parallèle au Congrès des sages-femmes suisses qui a eu lieu à Genève en mai 2010, cinq sages-femmes de langue française ont accepté de participer à une enquête sur la définition de la naissance normale. Première esquisse d’analyse. Bref historique Tout a commencé par une question posée par une lectrice dans «Sage-femme.ch» 11/2009, p. 40. Franziska Suter-Hofmann vous demandait «Qu’entendez-vous par naissance normale?» Elle lançait ainsi en Suisse une discussion semblable à celle qui avait lieu au RoyaumeUni (www.rcmnormalbirth.org.uk). Malheureusement, sa question a eu très peu d’échos dans notre pays et aucun en Suisse romande. C’est alors qu’Ans Luyben entre en scène et fait naître le projet d’enquête par entretiens semi-dirigés dont vous trouvez une partie des résultats ici. En collaboration avec la FSSF et la Section de Genève (organisatrice du Congrès 2010), Ans Luyben, Patricia Blöchlinger, Ursula Greuter et six étudiantes de la HES Genève ont réalisé des interviews enregistrées avec une vingtaine de sages-femmes, dont 5 de langue française. Josianne Bodart Senn docteure en sociologie La naissance normale, c’est la spécificité de la sage-femme. On aurait pu s’attendre à des réponses franches et courtes de la part de sages-femmes ayant une longue expérience. Et pourtant, plus d’une hésitent avant d’annoncer qu’une naissance normale, c’est une naissance physiologique. Une sage-femme romande1 avoue d’emblée: «Je ne sais pas très bien par où commencer...» (Hélène) Une autre multiple les «euh»: «En tant que sage-femme, je la verrais comme un accouchement (...) spontané, (euh) sans intervention, (euh) comment dire, d’un médecin ou de médicaments importants, (euh)». (Lucie) ★★★ En revanche, la césarienne, elle, est clairement classée comme naissance «anormale». Là, plus aucune hésitation: «Quand je rencontre une femme qui a eu une césarienne, qui se retrouve avec son bébé en néonatologie, donc pas à ses côtés, pour moi, ce n’est pas une naissance normale. (...) Ça c’est clair, pour les femmes c’est comme ça. (...) Elles ne diront jamais: ‹j’ai accouché normalement, j’ai eu une césarienne›. Ça c’est certain dans l’idée des femmes». (Lucie) ★★★ Pas d’hésitation pour la sage-femme, mais un désaccord peut surgir toutefois 38 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch entre elle et sa cliente: «Si une femme désire une césarienne de confort, par exemple, est-ce que ce sera considéré comme une naissance normale pour moi? En tant que sage-femme: non (rire). Parce qu’il y a toujours une frustration par rapport à (pause), à cette césarienne qui, pour nous sages-femmes, n’est pas considérée comme normale. Mais si, finalement, c’est la normalité dans le désir du couple, la question se pose... Oui (pause)». (Hélène) ★★★ Pour surmonter un tel désaccord, il est prévu, dans certaines maternités, de discuter avec la femme enceinte qui formule le souhait d’une césarienne de confort. Une des sages-femmes interviewées se souvient d’un cas qui l’a particulièrement frappée: «On a pu discuter de pourquoi elle demandait cette césarienne et ce qu’on voit que c’est tout autre chose finalement que d’accoucher. C’était vraiment autre chose – et toujours lié avec le bébé bien sûr, c’est pas complètement étranger – (...) C’était la difficulté d’élever l’enfant seule dans les premières années. C’était ça qui lui a fait admettre la césarienne, parce qu’elle a dit: ‹Plus jamais ça›. Un souvenir (euh) lié finalement et ben à l’accouchement précédent (...) mais qui n’avait rien à voir avec le moment de l’accouchement, en fait. (...) Moi, je suis toujours en train de faire préciser». (Jeanne) Naissance normale: entre idéal et fréquence réelle Les hésitations quant à la définition de la naissance normale marquent le fossé entre le «rêve» et les réalités. Ainsi, la même sagefemme précise: «C’est pas toujours une dilatation toujours comme on la rêve». (Jeanne) ★★★ Une autre sage-femme romande décrit un processus idéal de naissance physiologique en lien avec le projet de naissance en ces termes: « (...) notre rôle, à ce niveau-là, c’est de leur faire découvrir leur propre, (pause) leur propre force, leur propre énergie pour amener cet enfant justement, avec leur propre énergie, (euh) au monde d’une façon totalement physiologique: sans aucune intervention, avec une liberté de, de positions, de, de, (pause) de dire leurs envies, d’être libres. Avec beaucoup d’intimité, beaucoup de tendresse, beaucoup d’amour et (pause) qui, qui arrive, qui arrive à la naissance d’un enfant, qu’on laisse naître, qu’on ne pousse pas, ou qu’on n’expulse pas, mais que la maman sente comment elle peut l’accompagner vers le monde, sans intervention de notre part. Nous, on est juste là pour la sécurité, pour écouter les bruits du cœur, voir si tout se passe normalement, mais sans aucune intervention extérieure. Voilà, c’est ça, pour moi, la naissance physiologique et c’est ce que je vis tous les jours, alors je peux en parler facilement. Voilà». (Aline) ★★★ Une autre sage-femme romande esquisse un idéal semblable: «C’est clair que l’idéal, l’idéal – quand on me dit: j’ai fait un accouchement normal – c’est spontané, avec un bébé qui peut rester près de la mère, sans forceps ni ventouse, ça c’est l’idéal de la normalité. Après, de toute façon, avec les demandes de notre société, on ne va plus pouvoir répondre. On peut de moins en moins répondre à cette normalité, vu qu’on a des taux de péridurales extrêmement élevés, des taux de provocations extrêmement élevés, des taux de césariennes programmées extrêmement élevés aussi. Donc, l’accouchement normal – comme je l’entendais juste avant – ce ne serait plus une normalité: c’est l’accouchement idéal pour moi, cet accouchement». (Lucie) Elle ajoute immédiatement que c’est une finalité, un but à atteindre, mais que c’est aussi une réalité peu fréquente dans le milieu hospitalier. Elle termine ainsi: «Je pense que si je travaillais dans une maison de naissance, ce serait tout à fait différent. Mais là, comme sage-femme hospitalière, on ne peut plus faire ça comme ça. Voilà» .(Lucie) Accepter, sous condition, certaines interventions Les hésitations quant à la définition de la naissance normale reflètent également 1 Pour respecter l’anonymat, nous n’utilisons ici que des prénoms d’emprunt. Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 39 e normale? une déception de voir la normalité sortir, en quelque sorte, «hors des normes»: une naissance normale peut-elle être une réalité qui se raréfie, qui devient exceptionnelle, qui sort si souvent de l’ordinaire? Pour échapper à ce paradoxe, certaines sagesfemmes déplacent la frontière entre «normal» et «anomal». ★★★ Premier exemple: l’épisiotomie, est-ce normal? Une sage-femme romande répond par la négative, mais avec beaucoup de nuances exprimées en termes de «TOLERANCE» et de «BESOIN»: «Alors c’est vrai que, pour moi, l’épisiotomie ça ne fait pas partie du normal, mais je la tolère par rapport au fait que ça peut être (euh) une solution à (pause) à une (euh), mais toujours dans un contexte pathologique, donc (euh). Mais, la pathologie fait aussi des fois partie de l’accouchement, donc (euh) je dirais tout n’est pas toujours (euh) parfait, mais c’est vrai que, dans l’épisiotomie, maintenant c’est devenu quelque chose qui (euh) a été trop banalisé, mais qui peut rester une (pause) une solution. Mais je ne trouve pas anormal, la déchirure, pour moi, elle est normale». (Emilie) Une autre résume: «Quand il y a besoin, il y a besoin, c’est-à-dire, pour moi, ça serait pas normal que toutes les naissances se passent avec épisiotomie». (Jeanne) ★★★ Deuxième exemple: le déclenchement, est-ce normal? Pour une des cinq Romandes interviewées, cela dépend de l’ampleur de l’intervention. La normalité consisterait alors à limiter l’intervention pour en faire une sorte de «coup de pouce»: «Qu’est-ce alors ‹sans trop de choses rajoutées›, ce que ça pourrait être (pause) (euh) (pause). C’est intéressant, parce que moi-même j’ai été, j’ai eu des, des accouchements qui ont été déclenchés, tous les deux, à terme dépassé, un à 14 jours, un à 10 jours. Normalement, ça se ne déclenchait pas tout seul. Mais, pour moi, c’est, ce, ça reste quand même dans le ‹normal› puisque la suite est, se fait (euh) – on va dire – sans trop, voilà, de rajouts ou d’instruments, ou de... (pause). Ben, je dis oui, même s’il y a eu un produit au départ, mais le reste quand même ça, ça, finalement ça démarre et puis ça, ça – pour moi – ça reste encore normal (rire). (Jeanne) En fin de compte, QUI dit ce qui est normal? Plus on s’approche de l’idéal de la normalité, plus on prend en compte l’expression légitime des femmes ou des couples, comme le dit une des sagesfemmes interviewées: «être au plus proche de l’envie des gens, en fait» (Hélène) parce que ces gens ne viennent pas «SE FAIRE accoucher à l’hôpital» mais «vivre LEUR histoire», d’où à nouveau l’importance du projet de naissance. ★★★ Dans cette perspective, même si une intervention ne fait pas partie du projet initial de la femme ou du couple, elle peut devenir «normale» si les gens la comprennent bien. L’ignorance – ou l’incompréhension de ce qui leur arrive – ferait donc basculer l’intervention dans l’anormalité. Là, c’est la VISION DE LA FEMME qui importe. Cette vision est une construction mentale. Puisqu’elle est construite, elle peut donc être déconstruite, puis reconstruite, à condition d’en prendre le temps et d’avoir le temps de prendre ce temps. Une des sages-femmes romandes interviewées en donne un exemple précis: «Pour moi, c’est vrai qu’une (...) provocation (euh) non justifiée, La femme qui accouche devrait être l'actrice principale Photo: Markus Kuhn ou bien contre le désir de la de cet événement. mère comme ça, ça rend déjà la normalité plus difficile à (pause.) Puisque comprendre qu’on aide juste un petit peu, la mère va dire: ‹non, mais je n’ai pas ac- parce qu’il le faut. Et puis, après, elle va couché normalement, on m’a provoqué›, vivre ça comme un truc normal. Tandis que, alors parce que elle ne voulait pas. Tandis si on dit: ‹voilà, on va vous faire une proque si elle est tout à fait en accord avec ça, vocation avec des ovules›, et puis on acelle va le dire, elle va dire: ‹j’ai accouché couche en tant et tant, elle va dire: ‹ah, normalement›. Bon, il y a eu une provoca- non, c’est plus normal, c’est plus que› ... Je tion au début, je pense à la vision de la mè- pense que la vison de la mère sur la norre. Ça, c’est mon travail de (pause) quand malité, elle est hyper importante». (Lucie) ★★★ même d’encourager cette normalité en me Les sages-femmes interviewées constadisant: ‹voilà, une provocation› – je déteste ce mot, je voudrais plutôt dire un dé- tent que l’idéal de la normalité connaît clenchement, une mise en route – ‹c’est aujourd’hui de nombreuses entraves, à pour ça, pour ça, pour ça› ... La mère va commencer par les femmes elles-mêmes Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 39 Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 40 même qu’il allait naître avant qu’il n’arrive – et bien, tout s’est arrêté». (Aline) Définition idéale de la naissance normale Attrait (pôle positif) Rejet (pôle négatif) – La physiologie – La pathologie – Une aide minimale: pas de technique, ou alors le moins de technique possible, seulement «comme coup de pouce, pour pouvoir revenir à la normale» ou «quand on a besoin, on a besoin» – Une aide «protocolée»: la technique avec interventions et/ou produits médicamenteux – Une femme-sujet, indépendante, qui accouche avec sa sage-femme – Une femme objet, dépendante, qui «se fait» accoucher – Prendre le temps, abolir le stress – Se précipiter, se stresser – Une surveillance continue et un environnement sécurisant – Une sécurité standardisée – Une ambiance, une présence, une confiance – Des actes qui semblent trop éloignées de leur propre corps: «Une naissance, à la base, pour moi, ne nécessite pas vraiment une (pause), une aide extérieure. Une femme, pour moi, est censée savoir accoucher (euh), connaître son corps et connaître la manière dont (euh) elle doit (pause) gérer tout le travail de l’accouchement». (Emilie) ★★★ Cette sage-femme romande ajoute le rôle essentiel de «GARDIENNE de la normalité»: «Ce que je trouve que dans la (pause) la société actuelle: les femmes ont l’impression ne pas savoir, d’être dépendantes du corps médical, de (pause) (euh) des sages-femmes. S’il n’y a pas des sages-femmes, elles croient qu’elles n’y arriveront jamais. Donc, ça permettra aussi de redonner aux femmes (pause) de se réapproprier la naissance en sachant qu’elles sont capables de le faire toutes seules. Elles savent ce qui – pour elles – est bien, parfois mieux que ce que nous pouvons leur proposer. Et donc de leur redonner ce rôle de (pause) de principale (pause), d’actrice principale de l’évènement en cours et, du fait que (pause) ce soit pour moi une naissance (euh), une naissance normale, ce serait ça». (Emilie) ★★★ En même temps, tout accouchement peut devenir subitement pathologique. Une autre sage-femme romande interviewée ajoute un autre rôle essentiel, celui de surveiller les indices d’anormalité, voire de les anticiper pour écarter tout danger. Puis, le cas échéant, d’en informer la femme ou le couple: «Et, en fait, ce qui est le plus difficile – je pense – à ce moment-là dans notre profession, c’est de voir venir, d’anticiper le moment où ça bascule dans l’anormalité. Et puis ça, je pense, c’est le 40 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch plus difficile dans notre travail. C’est pas d’accoucher les gens – ça c’est super facile d’accoucher les gens – c’est de (pause) d’arriver (pause) de diagnostiquer quand est-ce que ça ne va plus. Quant est-ce que ce qui n’est pas normal est en train de se préparer à venir et, à ce moment-là, de mettre en place tout ce qu’il faut, soit pour ramener la normalité parce qu’on est en train de s’en éloigner, soit pour faire ce qu’il faut (euh) pour ne pas mettre en danger la mère et l’enfant». (Hélène) ★★★ Alors, tout est une question de degré. Comme l’illustre une des cinq Romandes interviewées, la CONFIANCE RECIPROQUE doit rester constante pour laisser une véritable place à la normalité. Et de démontrer par un exemple comment un professionnel, par sa seule présence et surtout par un manque d’empathie, peut entraver la normalité d’une naissance. Une maman voulait que son médecin gynécologue qui avait réalisé la fécondation in vitro assiste à l’accouchement de cet enfant: «Et il est venu. La maman était en train, vraiment presque, de donner son bébé: elle était au grand couronnement. Le médecin a franchi la porte de la maison, de la chambre de naissance. Les contractions se sont arrêtées net. (...) Et, petit à petit, la confiance est revenue, chez la maman et je lui ai dit: ‹vas-y, tu peux donner ton bébé›, et tout. Et, au bout d’une demi-heure, les contractions sont revenues. Deux contractions, et le bébé était là. Et, après, j’ai posé la question à la maman: ‹mais qu’est-ce qui s’est passé? Vous avez une grande intimité avec ce médecin›, et tout ça. Elle m’a dit: ‹il m’a stressée›. Voilà. C’est-à-dire, au moment précis où le bébé arrivait – moi je pensais Ce qui est commun aux sages-femmes romandes L’esquisse d’analyse de contenu présentée ici a été réalisée selon une méthode d’analyse structurale2. Elle révèle qu’une même unité de pensée structure les cinq entretiens. Celle-ci peut être résumée en quelques points essentiels sous une forme bipolaire (attrait/rejet). Ce qui signifie que les sages-femmes romandes expliquent dans ces interviews pourquoi elles feront tout pour se rapprocher de ce qu’elles considèrent comme «positif» et pourquoi elles négocieront – dans la mesure du possible – pour s’éloigner de ce qu’elles envisagent comme «négatif»: Les différences ne surgissent que dans les réalités quotidiennes, quand l’écart par rapport à l’idéal se montre plus ou moins grand, du fait de lieu de travail (hôpital plus ou moins grand, maison de naissance) et du type de population rencontrée («les gens» comme dit une des interviewées et leur représentation de cet événement clé). Et les sages-femmes alémaniques? Comme leurs collègues romandes, les sages-femmes alémaniques interviewées considèrent la naissance normale comme un phénomène dynamique influencé par plusieurs facteurs. Elles estiment qu’elles ont pour objectif de favoriser et de sauvegarder la normalité de la naissance. Il est intéressant de constater que, pour la majorité des sages-femmes interviewées, la vision de la femme qui accouche participe de manière non négligeable à la définition de la naissance normale et qu’une discussion bien avant le jour J de la naissance, par exemple lors d’une préparation à la naissance, s’avère primordiale. Enfin, les auteures de l’article paru en allemand3 pensent qu’une implication plus grande des sages-femmes dans la période de la grossesse, mais aussi dans celle du post-partum, pourrait améliorer la qualité des prestations et une réduction des coûts de santé. Il conviendrait dès lors de mettre en place une optimalisation et une continuité du suivi par la sage-femme, de même qu’une autonomie participative au sein 왗 d’équipes interdisciplinaires. 2 Nizet Jean et al.: L’analyse structurale. Une méthode d’analyse de contenu pour les sciences humaines. Bruxelles, DeBoek, 1996, 173 p. 3 Franziska Suter-Hoffmann, Patricia Blöchlinger, Ans Luyben: Was ist eine Normale Geburt? Ce numéro, p. 4–8. Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 41 E T U D E Accouchement en maison de naissance Quatre fois moins de risques de césarienne Depuis plus de dix ans, l’Hôpital du Chablais (Aigle/VD) abrite une maison de naissance gérée de manière indépendante par des sages-femmes en pratique libérale. Parallèlement, cet hôpital public accueille les naissances correspondant à une population d’environ 80 000 habitants. Une étude rétrospective a comparé 386 accouchements dans la maison de naissance Aquila et 788 accouchements similaires en maternité hospitalière, afin d’en évaluer les résultats périnataux. Pour ces accouchements pratiqués sur sept années et demie (janvier 2002 à juin 2009), la moyenne d’âge maternel est significativement plus élevée à Aquila (32.3 ans vs 30.4 ans), la moyenne de poids des nouveau-nés n’est pas significativement différente (3414 g vs 3385 g), les mesures d’Apgar sont similaires et le ratio garçons/filles n’est pas significativement différent. Les deux collectifs comprennent autant de primipares que de secondipares, les grandes multipares (4P et plus) sont cependant plus représentées dans le collectif d’Aquila. Les facteurs d’exclusion comme les dernières données nous permettent d’exclure un biais en défaveur des résultats du collectif de la maternité. Résultats La comparaison (Tableau) des types de travail d’accouchements, spontanés, stimulés et provoqués montre une différence nettement significative entre les deux structures que ce soit sur l’ensemble des parturientes, toute parité confondue. Parallèlement, les données concernant les modes d’accouchement mettent en lumière une différence significative semblable (p<0.001): toute parité confondue, 74% de modes spontanés en maternité vs 90% à Aquila, 11% de ventouses à la maternité vs 6% à Aquila, 4% de forceps à la maternité vs 1% à Aquila, 12% de césariennes à la maternité et 3% à Aquila; les données des primipares suiBernard Borel, MPH, pédiatre FMH, médecin-chef Hôpital du Chablais Anne Burkhalter, sage-femme, clinicienne et enseignante, Aigle Gérald Fioretta, statisticien et épidémiologiste, Genève Collectif des Sages-femmes «Aquila», Aigle Bernard Fasnacht, MPH, gynécologue-obstétricien FMH, médecin-chef Hôpital du Chablais Comparaison entre maternité et maison de naissance Travail spontané Maternité Maison de naissance Pvalue 53% 93% p<0.001 Travail spontané chez primipares 42% 87% p<0.001 Accouchement spontané 74% 90% p<0.001 Accouchement spontané chez primipares 55% 82% p<0.001 Césarienne 12% 3% p<0.001 Césarienne chez primipares 20% 5% p<0.001 Anesthésie 80% 27% p<0.001 Anesthésie chez primipares 80% 27% p<0.001 Episiotomie 29% 10% p<0.001 Episiotomie chez primipares 41% 16% p<0.001 Périnée intact 35% 47% p<0.001 Périnée intact chez primipares 27% 38% p<0.001 vent la même tendance et le taux de césarienne reste 4 fois plus bas. Plus finement, en ne comparant que les deux collectifs selon le critère du mode d’accouchement spontané, la différence est toujours significative (p<0.05), bien que plus faible: les taux d’interventions, ventouses, forceps et césariennes, sont encore inférieurs pour la population de femmes qui ont commencé leur accouchement dans la maison de naissance. Les données concernant les anesthésies péridurales sont très significatives (p<0.001): avec une inversion des tendances «accouchement avec anesthésie» vs «accouchement sans anesthésie» selon si l’événement se déroule à la maternité (n=378) ou à Aquila (n=170), même si l’on exclut les accouchements provoqués ou stimulés. Les chiffres correspondant à l’état des périnées révèlent une tendance inverse: à la maternité, le taux d’épisiotomies est élevé (29%); le taux de périnées intacts est plus faible à la maternité qu’à Aquila où le taux d’épisiotomies est de 10%; les périnées intacts sont supérieurs à 37% à Aquila; quant à elles, les déchirures (I à IV) sont manière générale légèrement supérieures à Aquila, sans que cela soit statistiquement significatif. La comparaison des durées de dilatation montre une différence significative (p<0.001): ce résultat met en évidence tant pour une durée moyenne que médiane, en heures, de 5.36 à la maternité (n=312) vs 6.47 à Aquila (n=152), tendance qui est la même pour l’ensemble des groupes étudiés. Analyse Les interventions médicales, provocations, stimulations, césariennes et épisiotomies, sont significativement moindres chez les parturientes dont l'accouchement a commencé à Aquila : – types de travail d'accouchements: 24% Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 41 Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 42 (p<0.001) stimulés et 23% (p<0.001) provoqués à la maternité pour 5% (p<0.001) stimulés et 1% (p<0.001) provoqués à Aquila; – types d'accouchement: 11% de ventouses à la maternité vs 6% à Aquila, 4% de forceps à la maternité vs 1% à Aquila, 12% de césariennes à la maternité et 3% à Aquila (p<0.001); – taux élevé d'épisiotomies: 29% à la maternité vs 10% à Aquila (p<0.001); – taux de péridurales: 80% à la maternité vs 27% pour les parturientes provenant d'Aquila et accouchant à la maternité (p<0.001). Les résultats concernant l’état du périnée et la durée de dilatation sont intéressants: même si le taux d’épisiotomie est relativement haut pour un collectif de maison de naissance (10%), il est pourtant nettement moindre qu’à la maternité (29%, p<0.001). Comme le montre le Tableau, ce taux bas est en corrélation avec un taux élevé de périnées intacts et le taux légèrement plus élevé de déchirures à Aquila n’est pas statistiquement significatif. Ces résultats confirment les différentes études effectuées et retrouvées dans la littérature (Sartore & al., 2004) concernant les facteurs influant à terme l’état du périnée et, avec leurs auteurs, nous sommes en mesure de confirmer la pratique d’Aquila comme non dommageable. Les résultats concernant la durée de dilatation, avec un temps significativement plus court en maternité (p<0.001) sont probablement à mettre en lien avec les interventions médicales significativement plus importantes à la maternité, telles que provocations, stimulations, forceps, ventouses et césariennes, réduisant le temps de dilatation. Cette différence de durée de dilatation peut comporter néanmoins un biais car la mesure du temps de dilatation n’est pas entièrement standardisé et comporte donc un élément subjectif. Il est en outre à relever que le risque relatif standardisé pour un bébé né à la maternité d’un transfert en division de néonatologie est de près de 2.5 plus élevé par rapport à ceux qui sont nés dans la maison de naissance (p<0.05). Discussion Globalement, les résultats de cette étude comparative mettent en évidence une pratique de l’accouchement plus physiologique en maison de naissance: 53% (p=0.000) d’accouchements spontanés à la maternité pour 93% (p=0.000) à Aquila. S’il est évident que par la nature même de sa structure particulière, la maison de naissance Aquila exclut toute grossesse pathologique ainsi que les antécédents 42 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch d’accouchements dystociques, les deux populations, une fois standardisées (cf. critères d’exclusion), sont similaires et tout à fait comparables. Le bas taux d’épisiotomies est en corrélation direct avec un taux élevé de périnées intacts, sans augmentation significative des déchirures – en particulier des déchirures du 3e et 4e degrés à la maison de naissance – est un élément important pour les femmes dont la physiologie est davantage préservée. Cette étude comparative va dans le sens des nombreuses études sur ces sujets; parmi les dernières parues, l’étude randomisée présentée par le Département d’Obstétrique et de Gynécologie de Trieste-Italie (Sartore & al., 2004) et répertoriée dans The Cochrane Library, de bon niveau d’évidence, ne révèle aucun bénéfice à la pratique de l’épisiotomie médio-latérale, telle que pratiquée à la maternité. Par ailleurs, cette étude semble confirmer des travaux déjà publiés (Rogers & al., 1999) en particulier chez les nullipares, qui ont démontré que l’anesthésie péridurale accroît significativement la durée du travail et augmente les naissances par césarienne pour dystocies. D’autre part, cette étude montre que la patience et la possibilité offerte aux femmes d’accoucher dans différentes positions et non prioritairement en décubitus dorsal, comme c’est la règle à la maternité, sont des éléments importants pour assurer un accouchement qui respecte le plus la physiologie. Cela confirme les résultats repris dans un rapport issu de la base de données Cochrane Library (Hodnet & al., 2007). Bénéfices d’un suivi continu Un nombre conséquent d’études récentes (Klein, 2006), (Romano, Lothian, 2008), mettent en évidence les bénéfices – pour la mère et l’enfant – du suivi continu respectueux du rythme physiologique de la naissance vs les méthodes de suivi de type active management. Tenant compte de la littérature et de l’évaluation statistique comparative d’Aigle, il paraît évident de recommander en première intention une pratique non interventionniste de l’accouchement, respectueuse de la physiologie propre à chaque parturiente: l’accompagnement continu d’un accouchement physiologique par une sage-femme serait-il alors le gold standard de la pratique hospitalière, en maternité? Quoi qu’il en soit, une information éclairée des femmes enceintes, une préparation à la naissance incluant une approche favorisant la promotion de la santé des femmes et de leur enfant et le développement des compétences – empowerment, suivi du processus de consentement éclairé, s’avèrent indispensables. Enfin, l’étude rétrospective comparative conduite à Aigle suggère que les différentes positions d’accouchement, la confiance dans les compétences maternelles et le respect du rythme physiologique propre à chaque accouchement, même avec un temps de dilatation plus long, jouent probablement un rôle important, préservant mieux la physiologie, réduisant à la fois le nombre d’interventions médicales au cours du travail d’accouchement (lors de la dilatation et de l’expulsion), les risques qui y sont liés et les coûts induits. De plus, cette étude suggère que, pour des accouchements physiologiques, la médicalisation et l’active management, non seulement n’améliorent pas l’état du nouveau-né, mais augmentent même le risque d’une asphyxie et le transfert en division de néonatologie. A partir de ces éléments, certaines questions sont désormais posées: • Lors de chaque entrée de parturientes en maternité, pour un accouchement présumé physiologique, un suivi continu par une sage-femme compétente n’est-il pas systématiquement et spécifiquement envisageable? • Pourrait-il en améliorer l’efficience meilleure (coût/efficacité) pour une qualité d’accompagnement optimal (satisfaction des parturientes, de leur partenaire et des professionnels)? • Par leur formation, les sages-femmes acquièrent-elles les compétences attendues et nécessaires pour mener activement des 왗 accouchements physiologiques? Avec mes remerciements à l’équipe de sages-femmes d’Aquila pour leurs commentaires. Anne Burkhalter Bibliographie Hodnett ED., Gates S., Hofmeyr G.J, Sakala C. Continuous support for women during childbirth. Base de données des analyses documentaires systématiques Cochrane 2007, 4e éd. Klein MC. L’analgésie péridurale accroît-elle les taux de césariennes? In: Le Médecin de Famille Canadien. Avril 2006. Rogers R., Gilson G., Kammerer-Doak D. Epidural analgesia and active management of labor: effects on length of labor and mode of delivery. In: Obstetrics & Gynecology: June 1999, 995–998. Romano AM., Lothian JA. Promoting, protecting, and supporting normal birth: a look at the evidence. In: J Obstet Gynecol Neonatal Nurs. 2008 Jan–Feb; 37(1): 94–104. Sartore A. et al. The effects of mediolateral episiotomy on pelvic floor function after vaginal delivery. In: Obstetrics and Gynecology: avril 2004, 669–673. Dossier_fr_S34_43 26.4.2011 13:13 Uhr Seite 43 L I V R E S Marion Kaplan et Prof. Jean-Pierre Relier Réussir son enfant pour la vie Jouvence, 2009, 244 p. ISBN = 2-88353-657-9 Les auteurs voudraient faire découvrir des aspects méconnus – ou moins connus – de l’aventure de la naissance, en particulier l’impact de l’alimentation, l’inconscient du fœtus et l’empreinte de la naissance, ce qu’apporte son thème astrologique ou la constitution de son arbre généalogique. Anne Deville La grossesse des paresseuses Marabout, 2009, 346 p. ISBN = 2-501-05081-4 «En étant enceinte, j’en avais un peu assez de ce discours gnangnan qui vous fait croire que l’on va vivre 9 mois dans l’émerveillement total, les mains collées sur votre bidon, la mine réjouie et le sourire de Madone aux lèvres... Pour moi, la grossesse n’a pas été un long fleuve tranquille et je voulais un peu démystifier tout ce qui concerne la grossesse». Sous la direction de Dr. Dominique Leyronnas Le guide de mon bébé au naturel de 0 à 2 ans Nathan, 2010, 259 p. ISBN = 2-092-78290-8 Un guide écrit par une équipe de professionnels favorables au respect des processus naturels et à la reconnaissance des médecines alternatives pour soigner bébé. Avec divers conseils sur la manière de prendre soin de Bébé «autrement», y compris ostéopathie, homéopathie, vaccins, portage, médecines alternatives, alimentation saine, mode de vie, etc. Laurence Wittner et Hélène Le Héno Les meilleurs produits de soins pour bébés et jeunes enfants Leduc, 2009, 128 p. ISBN = 2-84899-278-5 Une sélection très exigeante des meilleurs produits à acheter en toute confiance: gels lavants et produits pour le bain, eaux et lotions nettoyantes, laits et crèmes visage et corps, crème pour le change, huiles et baumes de massage, crèmes solaires. Mariela Michelena Les femmes mal aimées Payot, 2009, 283 p. ISBN = 2-228-90388-2 L’auteure, psychanalyste madrilène, s’adresse à toutes les femmes mal aimées: pas nécessairement femmes battues, mais femmes prisonnières de relations impossibles, destructrices, qui pleurent un amour perdu, qui vivent des amours interdits, qui sont trompées... Elle montre à chacune d’elles comment reprendre les rênes de sa vie. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 43 Stellen_44_48 20.4.2011 7:16 Uhr Seite 44 Das Daler Spital (www.daler.ch) ist ein zweisprachiges Privatspital für akute Pflege in mehreren Fachgebieten. Wir beschäftigen mehr als 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und befinden uns in Fribourg. Für unsere Geburtshilfeabteilung (ungefähr 950 Geburten pro Jahr) suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung Anzeigenmarketing Régie d’annonce eine HEBAMME (80%–100%) KünzlerBachmann Medien AG Geltenwilenstrasse 8a . 9001 St.Gallen T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93 [email protected] . www.kbmedien.ch Sie arbeiten im Gebärsaal und im Team der Wochenbettabteilung. Wir legen grossen Wert auf eine individuelle Betreuung. e t o eb g n na elle St 71 l: 0 226 92 67 loi p m e ’ d o s e g r e f i p Of m i ’ d e t r e Off Dir ekt h wa Anzeigenschluss für Stellenanzeigen: Dienstag, 17. Mai 2011 Sie haben: • ein vom schweizerischen roten Kreuz anerkanntes Hebammendiplom; • berufliche Kompetenz, Selbständigkeit, Flexibilität und Fähigkeit zur Zusammenarbeit; • gute Französischkenntnisse. Wir bieten: • ein motivierender Job in einem kooperativen, engagierten und aufgeschlossenem Team; • gute Salär- und Sozialleistungen sowie berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten; • 12-Stunden-Dienst und 5 Wochen Ferien. Frau Margot Villar, leitende Hebamme, steht Ihnen für weitere Auskünfte unter 콯 026 429 94 85 gerne zur Verfügung. Ihre vollständige Bewerbung senden Sie bitte per E-Mail an [email protected] oder per Post an: DALER SPITAL Barbara Briachetti-Gäumann Personaldienst Route de Bertigny 34 – Postfach 153 1709 Fribourg 콯 026 429 91 11 Maison de Naissance cherche Sage-Femme Dernier délai pour les offres d’emploi: Mardi, le 17 mai 2011 Nous cherchons une sage-femme pour répondre à la demande des nombreux parents qui désirent accoucher en Maison de Naissance à Neuchâtel Das Spital Oberengadin ist für die akutmedizinische Versorgung der Region zuständig. In unserer Gebärabteilung kommen jährlich ca. 200 Kinder zur Welt. Zur Ergänzung unseres Hebammenteams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine Veuillez faire parvenir votre dossier à : Maison de Naissance Tilia Chemin des Valangines 9 2000 Neuchâtel Hebamme HF/FH Sie finden bei uns eine anspruchsvolle und vielseitige Aufgabe rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, die Sie in einem aufgeschlossenen und dynamischen Team erfüllen. Ou contactez Magali Ghezzi : [email protected] Wir suchen eine belastbare und flexible Persönlichkeit die sich mit Freude und Interesse den Herausforderungen eines vielseitigen Tätigkeitsgebietes stellt. Möchten Sie mehr erfahren? Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Frau Zita Twerenbold, Leitende Hebamme, Tel. 081 851 86 74, [email protected] Bewerbungen richten Sie bitte an: Herr Martin Hofmeier, Leiter HR & Betrieb, Spital Oberengadin, CH-7503 Samedan, [email protected] www.spital-oberengadin.ch 44 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch maison de naissance Maison de naissance Tilia - www.tilia-naissance.ch Stellen_44_48 20.4.2011 7:16 Uhr Seite 45 Als Schwerpunktspital mit 160 Betten und einem Personalbestand von rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir für die Akutversorgung der Bevölkerung im Einzugsgebiet des rechten Zürichseeufers verantwortlich. Wir sind ein UNICEF-anerkanntes «Babyfriendly Hospital» mit rund 450 Geburten im Jahr. Die Teams der Gebär-, Geburtshilfe- und Gynäkologiestation arbeiten sehr eng zusammen. Zur Verstärkung des Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine Diplomierte Hebamme 40%–80% für eine temporäre Astellung in den Monaten Mai–Oktober 2011 Sie bringen einige Jahre Berufserfahrung mit und sind es gewohnt, mit komplexen, schnell wechselnden Situationen umzugehen. Auch in hektischen Zeiten behalten Sie den Überblick und können Prioritäten setzen. Sie arbeiten selbstständig und teamorientiert. Ihre kommunikativen Fähigkeiten und der kooperative Umgang mit verschiedenen Partnern können Sie dabei optimal einbringen. Ihre Grundkenntnisse als PC-Anwenderin runden Ihr Profil ab. Es erwartet Sie ein vielseitiger, anspruchsvoller Arbeitsplatz in einem motivierten, dynamischen Team. Das Sekretariat Pflegedienst Bettenstationen, gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte, Telefon 044 922 28 01 oder per Mail [email protected] Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte an: Spital Männedorf, Personaldienst, Postfach, 8708 Männedorf. www.spitalmaennedorf.ch Das Regionalspital Prättigau ist ein modernes Akutspital der Grundversorgung mit einer chirurgischen, medizinischen und geburtshilflichen Abteilung sowie einer lebhaften Tagesklinik und Notfallstation. Die Hebammen versorgen Mutter und Kind vor, während und auch nach der Geburt im Wochenbett. Die Grösse unseres Hauses ermöglicht eine individuelle, naturorientierte Geburtsführung. Für unsere Geburten- und Wochenbettabteilung suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine motivierte Dipl. Hebamme (60 - 100 %) Das Spital Einsiedeln ist ein Akutspital mit einer Notfallstation/Ambulatorium und 49 Betten. Das Ärzteteam besteht aus Klinikärzten (Innere Medizin und Rheumatologie) und Belegärzten (Orthopädie, Chirurgie, Traumatologie, ORL, Gynäkologie, Geburtshilfe und Neurochirurgie) sowie mehreren Konsiliarärzten. Für unsere Gebärabteilung suchen wir per 1. Juni 2011 oder nach Vereinbarung eine Dipl. Hebamme 60–100% Ihre Aufgaben beinhalten: • individuelle, respektvolle und ganzheitliche Betreuung der werdenden Eltern vor, während und nach der Geburt in Zusammenarbeit mit den Fachärzten • Mitarbeit auf der Wochenbett-/Gynäkologieabteilung mit zusätzlich orthopädisch/chirurgischen Patienten Wir erwarten von Ihnen: • eine abgeschlossene Ausbildung zur Hebamme • einige Jahre Erfahrung im Bereich Geburtshilfe • hohe Sozial- und Fachkompetenz sowie hohes Verantwortungsbewusstsein • hohes Engagement sowie die Bereitschaft für Neues • selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise • gute PC-Anwenderkenntnisse • Bereitschaft Pikett-Dienst zu leisten Wir bieten Ihnen: • eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit • eine sehr natürliche Geburtshilfe • ein aufgestelltes Team • ein angenehmes Arbeitsklima • zeitgemässe Anstellungsbedingungen Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an unsere Leiterin Pflegestation 1. Stock/GEBS, Frau Sandra Steiger (Tel. 055 418 53 51). Ihre Unterlagen senden Sie bitte an: Spital Einsiedeln, Personaldienst, Postfach 462, 8840 Einsiedeln. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Zu Ihrem Aufgabenbereich gehören: › Betreuung/Unterstützung der Frauen vor/während und nach der Geburt › individuelle Betreuung/Beratung/Unterstützung unserer Wöchnerinnen, Neugeborenen und deren Familien › Bereitschaft zur Mitarbeit auf der Wochenbett/Gynäkolgie und chirurgischen Abteilung Wir erwarten: › eine abgeschlossene Ausbildung zur dipl. Hebamme › mehrjährige Berufserfahrung › flexible, motivierte Persönlichkeit mit Teamgeist Wir bieten: › vielseitige, anspruchsvolle Tätigkeit › selbständiges Arbeiten in einem kleinen Team › moderne Infrastruktur in einer dynamischen Gesundheitsorganisation › attraktives Umfeld mit hoher Lebensqualität Wollen Sie sich in einem innovativen, zukunftsorientierten Unternehmen einbringen und weiterentwickeln? Frau Angela Honegger, Leiterin Pflegedienst, beantwortet Ihre Erstfragen gerne unter Tel. 081 308 08 71. Weitere Informationen zur Flury Stiftung finden Sie im Internet: www.flurystiftung.ch Ihre Bewerbung inkl. Passfoto senden Sie bitte an: Flury Stiftung, Personaldienst, 7220 Schiers. Wir freuen uns auf Sie. Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 45 Stellen_44_48 20.4.2011 7:16 Uhr Seite 46 Bei uns sind Sie in besten Händen Kantonsspital Graubünden Das Kantonsspital Graubünden erfüllt mit seinen acht Departementen auf vielen Spezialgebieten Zentrumsaufgaben für den ganzen Kanton Graubünden und ist zudem für die erweiterte Grundversorgung der Spitalregion Churer Rheintal verantwortlich. Ist ein Stellenwechsel ein Thema für Sie und suchen Sie eine Klinik mit guten Rahmenbedingungen, wo eine professionelle Pflege gelebte Realität bedeutet? Für die Gebärabteilung suchen wir zur Ergänzung unseres Teams per sofort oder nach Vereinbarung eine Stellvertretende Stationsleitung 80 - 100% dipl. Hebamme HF / FH (Arbeitspensum 70 – 80%) Hauptaufgaben • Fachkompetente Hebammenbetreuung in allen geburtshilflichen Situationen • Förderung und Unterstützung des physiologischen Geburtsprozesses • Individuelle Betreuung und Begleitung der Eltern und Angehörigen Anforderungsprofil • Diplom als Hebamme HF / FH • Fähigkeit zur individuellen Betreuung der Schwangeren, Gebärenden und ihren Angehörigen • Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit im disziplinären und interdisziplinären Team Unser Angebot • Sorgfältige und individuelle Einführung in den Fachbereich • Möglichkeit zur persönlichen Fort- und Weiterbildung • Vielseitiges und interessantes Aufgabengebiet • Mitarbeit in einem engagierten und motivierten Team Für weitere Informationen steht Ihnen Brigitte Cadisch, Pflegeleitung Gynäkologie und Geburtshilfe, gerne zur Verfügung (Telefon 081 254 82 34, [email protected]). Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto und Referenznummer 22/11 an: Kantonsspital Graubünden, Personaldienst, Loëstrasse 170, 7000 Chur, www.ksgr.ch Ref.-Nr. 22/11 46 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Die Spital Netz Bern AG sucht am Standort Münsingen für die Abteilung Wochenbett, Gynäkologie und Tageschirurgie, per 1. Juni 2011 oder nach Vereinbarung eine Ihre Aufgaben ● Fachliche und personelle Führung in Zusammenarbeit mit der Stationsleitung ● Ganzheitliche und professionelle Betreuung der werdenden Eltern im Wochenbett ● Ganzheitliche und professionelle Betreuung nach den Grundprinzipien des Pflegeprozesses ● Interdisziplinäre Zusammenarbeit ● Mitwirken bei den Geburtsvorbereitungskursen und öffentlichen Informationsabenden Sie bringen mit ● SRK registrierte Ausbildung als dipl. Hebamme oder dipl. Pflegefachperson DNII, AKP, HF, KWS ● Mehrjährige Berufserfahrung ● Erfahrung in der Begleitung des Stillprozesses ● Hohe Sozial- und Fachkompetenz sowie Motivationskompetenz ● Freude am Beruf ● Humor ● Gute Informatikkenntnisse (MS-Office) Wir bieten Ihnen ● Eine sorgfältige Einführung in eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit ● Elektronische Pflegedokumentation ● Ein motiviertes und engagiertes Team ● Interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten ● Attraktive Anstellungsbedingungen (GAV) Kontakt Bei Fragen steht Ihnen Frau Ursula Romanelli, Leiterin Pflegedienst, Tel. 031 682 82 82 oder per E-Mail [email protected], gerne zur Verfügung. Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Spital Netz Bern AG, Personal Nr. 4/04, Morillonstrasse 77, Postfach 8965, 3001 Bern. Stellen_44_48 20.4.2011 7:16 Uhr ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· ················· Das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) ist ein von der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei Standorten. Mit 888 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation im Jahr über 38.000 Patienten stationär auf. Zum Krankenhausbetrieb mit über 2.000 Mitarbeitern gehören verschiedene medizinische Zentren in 17 Fachabteilungen, ein Bildungszentrum und Forschungsinstitute. Für Mitarbeiter bieten sich in dieser Struktur vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH obliegt ferner die Betriebsführung für das Furtbachkrankenhaus, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, in Stuttgart. Seite 47 Unser Zentrum für Operative Medizin, Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe sorgt in den letzten Jahren mit circa 1500 Geburten für Unterhaltung rund um die Uhr. An Bord unseres Unternehmens sind: Der Storch, Frühaufsteher, alte Hasen, Berufserfahrene und Einsteiger, Fürsorgerinnen, Nachtaktive, Kinderliebe aus allen Berufsgruppen und am Wandel Interessierte. Unser perinataler Schwerpunkt wurde im Februar 2011 erweitert. Jetzt brauchen wir Ihre Verstärkung! Für unser Mutter-Kind-Zentrum mit Mutter-Kind-Station, integrierter Neugeborenenüberwachungseinheit und Kreißsaal suchen wir daher zum Herbst 2011 eine Pflegerische Leitung (m/w) Ihre Aufgaben: ··· Verantwortungsvolle und kreative Leitung des Mutter-Kind-Zentrums unter vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst ··· Identifikation mit einer familienorientierten Geburtshilfe und Weiterentwicklung der pflegerischen Qualität ··· Dienstplangestaltung und Mitarbeitereinsatzplanung ··· Kundenorientierte Mitarbeiterführung und -entwicklung ··· Koordination, Organisation und Kontrolle von Arbeitsabläufen und der Elternschule ··· Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Bereichen Ihr Profil: ··· Abgeschlossene Ausbildung als Hebamme bzw. Entbindungspfleger, vorzugsweise eine Ausbildung zur IBCLC oder eine weitere pflegerische Ausbildung ··· Mehrjährige Leitungserfahrung und Berufserfahrung im Kreißsaal ··· Abgeschlossene Weiterbildung zur Stationsleitung o. Studium/Bereitschaft zum Studium ··· Engagierte Persönlichkeit mit Teamgeist, Fach- und Sozialkompetenz sowie Verantwortungsbewusstsein ··· Kooperationsfähigkeit und sicheres Auftreten ··· Flexibilität und Spaß an der Arbeit Wir bieten Ihnen eine interessante und anspruchsvolle Aufgabe in einem innovativen Arbeitsumfeld, bei der Sie Ihre Fähigkeiten einbringen und weiter ausbauen können. Eine attraktive Vergütung, zusätzliche Altersversorgung, ein umfangreiches Fortbildungsangebot inklusive Kostenbeteiligung im Falle einer Fachweiterbildung, Fahrtkostenzuschuss sowie die Teilnahme an einem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Hospitations- und Stipendienprogramm im Ausland und attraktive Mitarbeiterwohnungen in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus ergänzen unser Angebot. Für nähere Informationen steht Ihnen unsere Pflegedienstleitung, Frau Christel Idler, gerne telefonisch unter der 0049 711 8101-3442 zur Verfügung. Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung, vorzugsweise online. Falls Sie sich per Post bewerben möchten, schicken Sie uns bitte ausschließlich Kopien. Gerne können Sie sich auch auf unserer Homepage www.rbk.de über uns informieren. Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH Pflegedirektion, Auerbachstraße 110 70376 Stuttgart www.rbk.de DER STORCH BRINGT DIE KINDER Die Hebamme.ch und alles rund um die Geburt. . Stellen- und Kommerzinserate KünzlerBachmann Medien AG . Geltenwilenstrasse 8a . CH-9001 St.Gallen . T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93 . [email protected] . www.kbmedien.ch Hebamme.ch Sage-femme.ch 5/2011 47 Stellen_44_48 20.4.2011 7:16 Uhr Seite 48 L’Hôpital Daler (www.daler.ch) est une clinique privée de soins aigus pluridisciplinaires employant environ 230 personnes, située à Fribourg. Pour renforcer notre équipe de maternité (env. 950 naissances par année), nous cherchons de suite ou pour une date à convenir une SAGE-FEMME ou une INFIRMIÈRE SAGE-FEMME (80%–100%) Vous travaillez en salle d’accouchements et dans l’unité de maternité. Nous accordons beaucoup d’importance à l’accueil et la prise en charge personnalisés de la nouvelle famille. Vous possédez : • un diplôme de sage-femme ou d’infirmière sage-femme reconnu par la Croix-Rouge suisse; • le sens de l’initiative, de la communication et des responsabilités; • des traits de caractère tels que le dynamisme, la flexibilité et l’ouverture d’esprit; • de bonnes connaissances d’allemand. Nous offrons : • un travail varié et motivant au sein d’une équipe dynamique, engagée et solidaire; • de l’autonomie dans votre activité; • des conditions salariales et sociales intéressantes ainsi qu’un programme de formation continue; • un horaire de 12 heures et 5 semaines de vacances. Madame Margot Villar, sage-femme chef, est à votre disposition pour de plus amples renseignements au 콯 026 429 94 85. Für unsere gynäkologisch-geburtshilfliche Praxisgemeinschaft in Herisau suchen wir eine Hebamme (mit Teilzeitpensum) zur Mitbetreuung von Risikoschwangerschaften und Behandlung von diversen SS-typischen Beschwerden. Wünschenswert wären Kenntnisse einer alternativ medizinischen Methode wie beispielsweise Akupunktur, Homöopathie oder Osteopathie. Vous pouvez nous faire parvenir votre dossier de candidature complet par courriel à [email protected] ou par la poste à : HÔPITAL DALER Barbara Briachetti-Gäumann Service du personnel Route de Bertigny 34 – Case postale 153 1709 Fribourg 콯 026 429 91 11 Weitere Details würden wir gerne in einem persönlichen Gespräch diskutieren. Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bitte an: Praxis Im Spittel Dr. med. C. Nauer, FMH Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. med. S. Ebert, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Alte Bahnhofstrasse 3 9100 Herisau AR Für unsere interdisziplinäre Abteilung der Frauenklinik suchen wir eine motivierte und engagierte Dipl. Hebamme (Pensum 60 – 80%) Haben wir Ihr Interesse geweckt? Das ausführliche Inserat finden Sie auf unserer Homepage unter: www.spitalaffoltern.ch «Stellen und Bildung / Akutpflege» Geben Sie ihnen Kredit: 40-260-2 Für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme. Spital Affoltern 48 Hebamme.ch 5/2011 Sage-femme.ch Postkonto 40-260-2 • www.terredeshommes.ch US_Seite_2_bis_4 20.4.2011 7:12 Uhr Seite 3 pureTOUCH pureLOVE pureHAPPINESS pureBIO Pure.bio ist geboren. Die neue, biologisch zertifizierte Pflege-Linie von Chicco, um die Haut Ihres Kindes auf natürliche Art zu verwöhnen. Das Bad und die Massage sind Momente von aussergewöhnlicher Intimität zwischen Mutter und Kind. 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