Stillen – das Beste für Ihr Baby Alle Informationen, die Sie brauchen. Von Expertinnen, die selbst Mütter sind. IMPRESSUM: Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Milupa GmbH, Halleiner Landesstraße 264, 5412 Puch bei Hallein www.aptaclub.at Konzept und Text: Milupa Grafik Design: Kronberger Werbeagentur www.kronberger-werbeagentur.at Bildmaterial: fotolia.com, Shutterstock, gettyimages, Andreas Hechenberger, Matthias Münz Folgen Sie dem QR-Code und besuchen Sie uns auf www.aptaclub.at Wichtige Hinweise: Stillen ist die beste Ernährung für Ihr Baby und bietet viele Vorteile. So ist es ein guter Schutz gegen Krankheiten und Allergien und fördert die Mutter-Kind-Beziehung. Wir von Milupa befürworten dies uneingeschränkt und möchten stillenden Müttern unterstützend zur Seite stehen. Wichtig für den Stillerfolg ist unter anderem eine gesunde und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit. Regelmäßiges Anlegen fördert den Milchfluss. Wenn Sie sich dazu entschließen, nicht zu stillen, oder Stillen und Säuglingsnahrung zu kombinieren, sollte Ihnen bewusst sein, dass dadurch die Muttermilchmenge abnehmen kann. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Die Verwendung anderer Lebensmittel außer Muttermilch oder einer Säuglingsnahrung kann, ebenso wie unsachgemäße Verwendung, die Gesundheit Ihres Babys gefährden. Bedenken Sie vor der Verwendung von Fläschchennahrung auch soziale und finanzielle Aspekte. Lassen Sie sich bitte auch in Ihrer Klinik, von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme beraten, wenn es sich um eine Entscheidung zur Ernährung Ihres Babys handelt. Bitte beachten Sie bei Verwendung von Fläschchennahrung die jeweiligen Hinweise zu Dosierung, Zubereitung und Lagerung auf den Packungen. Material. Nr.: 03 820084 © Milupa 2013 • Alle Rechte - auch auszugsweise - vorbehalten Elterninformation Rund ums Stillen inhalt „Stillen ist das Beste – für Sie und Ihr Kind!“ Liebe Mutter, lieber Vater, Vorteile des Stillens.............................................................................. 4 in den ersten Lebensmonaten ist Stillen die beste Ernährung für Ihr Baby. Muttermilch bietet den besten Schutz gegen Krankheiten, unterstützt das Immunsystem und hilft Abwehrkräfte aufzubauen. Darüber hinaus unterstützt Stillen die Mutter-Kind Bindung durch Zuwendung und Geborgenheit. Vorbereitung auf das Stillen | Kontakt & Nähe............................. 6 Auf den nachfolgenden Seiten haben wir alle wichtigen Informationen, die Sie über Muttermilch und Stillen wissen sollten, für Sie zusammengestellt. Eva Kranvogel-Kowarik Hebamme Durch unsere enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Hebammen und Experten aus unserer Muttermilch-Forschung, soll Ihnen die Broschüre das Stillen erleichtern. So können Sie die ersten Wochen mit Ihrem Baby voll und ganz genießen. Sollten dennoch Probleme beim Stillen oder andere Fragen auftauchen, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt, Ihre Hebamme oder an unsere Experten der AptaclubElternberatung, die gerne für Sie da sind. Anlegen an die Brust | Pflege der Brust.......................................... 8 Stillpositionen......................................................................................10 Gewichtszunahme | Stuhlgang | Ernährung...............................12 Babys Ernährungsplan im 1. Jahr....................................................14 Abstillen.................................................................................................16 Häufige Fragen....................................................................................18 Ihre Eva 2 | Elterninformation – Stillen Elterninformation – Stillen | 3 vorteile des stillens Vorteile des Stillens In den ersten Lebensmonaten ist Stillen die natürlichste und beste Ernährung für Ihr Baby. Denn Muttermilch versorgt Ihr Baby mit allen wichtigen Nährstoffen in genau abgestimmter Menge und bietet darüber hinaus viele Vorteile für Ihr Baby und Sie als Mutter: Vorteile für Ihr Baby: Muttermilch… enthält alles, was Ihr Baby in den ersten 6 Monaten für eine gesunde Entwicklung braucht unterstützt das Immunsystem und schützt vor Krankheiten ist besonders gut verträglich und leicht verdaulich senkt das Allergierisiko ist sauber und keimarm hat immer die richtige Temperatur ist jederzeit verfügbar mindert das Risiko für späteres Übergewicht Vorteile für Sie als Mutter: Stillen… fördert die körperliche und emotionale Nähe für einen Bindungsaufbau zwischen Ihnen und Ihrem Baby erleichtert es die Schwangerschaftskilos schneller wieder abzubauen, da sehr viel körpereigene Energie benötigt wird ist die preiswerteste und flexibelste Form einer gesunden Ernährung für Ihr Baby 4 | Elterninformation – Stillen info Die Muttermilchproduktion wird stärker je häufiger Sie Ihr Baby stillen und die Milch verändert automatisch ihre Zusammensetzung im Laufe der Zeit. So ist Ihre Muttermilch stets optimal an die jeweiligen Bedürfnisse Ihres Babys angepasst und bietet die Grundlage für eine gesunde individuelle Entwicklung. Elterninformation – Stillen | 5 vorbereiten auf das stillen | kontakt & nähe Vorbereiten auf das Stillen Diverse Vorkehrungsmaßnahmen können getroffen werden, um den gesamten Stillprozess für Sie und Ihr Baby so angenehm wie möglich zu gestalten. Schon während der Schwangerschaft können Sie sich in Vorbereitungskursen über das Stillen und die Betreuung Ihres Babys genauestens informieren. Auch wenn das Stillen in erster Linie Sie und Ihr Baby betrifft, ist es wichtig Ihren Partner und ggf. ältere Geschwister aktiv mit einzubeziehen, um auch die Beziehung zu diesen zu fördern. Wertvolle Stilltipps: • Schaffen Sie eine bequeme Atmosphäre für sich und Ihr Baby. • Vermeiden Sie externe Störquellen wie Fernsehen und Handy. Kontakt und Nähe • Legen Sie sich ein sauberes Tuch zum Ab tupfen, etwas zum Essen und Trinken sowie ein zusätzliches Kissen bereit. • Regen Sie den Milchfluss vor dem Stillen durch sanftes Massieren der Brüste und Auflegen eines warmen Waschlappens oder Getreidesäckchens an. • Nehmen Sie unterstützende Hilfe durch enge Freunde und/oder Familienangehörige an, um alltägliche Aufgaben im Haushalt, Einkaufen, Kochen und Betreuung von Geschwister etc. zu erleichtern oder fragen Sie ggf. auch aktiv nach Hilfe. Dies ist besonders wichtig in der ersten Zeit mit Ihrem Baby (Wochenbett). 6 | Elterninformation – Stillen info Weitere Informationen können Sie anfragen unter: • www.aptaclub.at in unserem Live-Chat • 0800/311512 • www.hebammen.at Besonders in den ersten Lebensmonaten ist Ihre Nähe und Zuwendung fundamental für Ihr Baby. Durch das Stillen strahlen Sie Wärme, Geborgenheit und eine beruhigende Nähe auf Ihr Baby aus. So werden alle fünf Sinne Ihres Babys stimuliert – es sieht, spürt, hört, riecht und schmeckt Sie. Deshalb stellt das Wort „stillen“ nicht nur ein Synonym für satt machen dar, sondern viel mehr beruhigt, besänftigt und befriedigt das Stillen Ihr Baby. Des Weiteren wird durch das Saugen an der Brust eine optimale Ausbildung des Kiefers und der Mundmuskulatur erzielt. Die Sprachentwicklung wird gefördert und Zahnfehlstellungen verringert. Eine aktuelle Studie hebt die besondere Bedeutung eines frühen physischen Kontaktes zwischen Ihnen und Ihrem Baby hervor. wichtig Stillen ist das Beste für Mutter und Kind - nicht nur wegen der optimalen Nährstoffversorgung, sondern auch wegen der Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind. Elterninformation – Stillen | 7 anlegen an die brust| pflege der brust Anlegen an die Brust Je früher Sie Ihr Kind an Ihre Brust anlegen, desto besser kommt Ihr Milchfluss in Gang. Legen Sie Ihr Baby, wenn möglich, bald nach der Geburt das erste Mal an Ihre Brust an und dann regelmäßig, sobald es die ersten Anzeichen von Hunger aufweist. Darüber hinaus ist es wichtig Ihr Baby richtig an Ihre Brust anzulegen. Lassen Sie sich beim ersten Anlegen von einer Hebamme oder Kinderkrankenschwester helfen. So beugen Sie wunden Brustwarzen vor und stellen sicher, dass Ihr Baby richtig saugt. info Aktvieren Sie Ihr Baby an den Reflexzonen wie z.B. Handinnenflächen oder Fußsohlen, falls es zu müde zum Saugen ist. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten in den ersten Lebenswochen können zwischen 2 und 4 Stunden schwanken. Ein regelmäßiger Rhythmus stellt sich meist nach etwa 6 bis 8 Wochen ein, ist aber individuell verschieden, genauso wie die Dauer einer Mahlzeit. Abb. 1) Nachdem Sie eine bequeme Stillposition eingenommen haben, streicheln Sie die Unterlippe Ihres Babys mit Ihrer Brustwarze, bis es den Mund öffnet. Gute Unterstützung bietet hier ein (Still-) Kissen. Abb. 2) Sobald Ihr Baby den Mund vollständig geöffnet hat, legen Sie es an Ihre Brust an. Dabei ist es wichtig, dass ihr Baby beim Stillen nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen Teil des Warzenhofs in den Mund nimmt. Wenn sich seine Ohrläppchen und Schläfen anfangen leicht zu bewegen, können Sie sicher sein, dass es trinkt. Wenn es ganz ruhig ist, kann man ggf. auch noch Schluckgeräusche wahrnehmen. Ein sattes Baby lässt die Brust von alleine los. Fängt Ihr Baby jedoch an zu nuckeln ohne dabei zu trinken, können Sie es von der Brust ablösen. Auch so können Sie wunden Brustwarzen entgegenwirken. info Selbst mit Zähnen im Mund kann das Baby gestillt werden. Es weiß instinktiv, wie es saugen muss, ohne die Brust zu verletzen. Pflege der Brust – das Wundermittel Muttermilch Das beste Mittel, um Ihre Brust während der Stillzeit zu pflegen, ist Ihre eigene Muttermilch. Drücken Sie nach dem Stillen einfach einige Tropfen Ihrer Muttermilch aus und lassen sie diese auf Ihrer Brustwarze trocknen. Ein regelmäßiges Austauschen der Stilleinlagen sorgt dafür, dass die empfindlichen Brustwarzen trocken bleiben. Abb. 3+4) Zum Ablösen oder wieder Anlegen an die Brust unterbrechen Sie den Sog, indem Sie Ihren kleinen Finger zwischen Mundwinkel und Brustwarze schieben. 8 | Elterninformation – Stillen Bei wunden Brustwarzen oder Schmerzen wenden Sie sich bitte an Ihre Hebamme, Geburtsklinik oder Ihren Arzt. Gerne stehen wir Ihnen auch mit unserer Aptaclub Elternberatung für individuelle Fragen zur Verfügung. Elterninformation – Stillen | 9 stillpositionen Stillpositionen Machen Sie es sich selbst und Ihrem Kind beim Stillen so bequem wie möglich – ob liegend im Bett oder sitzend im Sessel. Wichtig ist, dass Sie sich in der gewählten Position längere Zeit wohlfühlen und das Baby ganz nah an ihren Körper herangezogen wird. Bieten Sie Ihrem Baby, unabhängig von der gewählten Stillposition, bei jeder Mahlzeit beide Seiten an, sodass eine gleichmäßige Milchbildung gewährleistet ist. Abb. 1 Abb. 1) Stillen im Liegen bietet sich vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt und in der Nacht an, da es sehr kräfteschonend ist. Nachdem Sie es sich auf dem Sofa oder im Bett, in der Seitenlage liegend, bequem gemachten haben, und ihr Rücken gut gestützt ist, sollte Ihr Baby ihnen gegenüber liegen und den Mund in Höhe Ihrer Brustwarzen haben. Abb. 2 Abb. 2) Beim Wiegegriff ist Ihr Baby Ihnen zugewandt auf der Seite liegend, sodass sein Kopf in Ihrer Armbeuge und sein Arm in Ihrer Taille liegen. Dabei umfassen Sie mit Ihrer Hand seinen Po oder Oberschenkel, sodass sie Bauch an Bauch liegen und Sie Ihr Baby einfach an Ihre Brust heranführen können. Ohr, Schulter und Hüfte sollten sich in einer geraden Linie befinden. info Wechseln Sie die Stillpositionen vor allem in der ersten Zeit regelmäßig. So können Sie wunden Brustwarzen, Verspannungen und Milchstauungen vorbeugen. Besonders im Sitzen ist es wichtig, den Arm, der das Baby hält zu unterstützen wie z.B. durch ein Stillkissen, damit sie locker bleiben, Verspannungen vorbeugen und den Milchfluss gewährleisten. 10 | Elterninformation – Stillen Abb. 3 Abb. 3) Beim Rückengriff stützen Sie Ihr Baby auf Ihrer Hüfte ab, sodass seine Beine nach hinten, unter Ihrem Arm und an der Hüfte vorbei gestreckt sind. Babys-Köpfchen ist in Ihrer Hand positioniert, sodass sein Nacken stabilisiert ist und Daumen und Zeigefinger etwa bei seinen Ohren anliegen. Ohr, Schulter und Hüfte befinden sich in einer geraden Linie. Abb. 4 Abb. 4) Beim Frühchengriff sollten Sie sich bequem hinsetzen und auf eine Rückenabstützung achten. Nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm und stützen Sie mit dem Ellbogen seinen Po, wobei Ihre Hand seinen Nacken unterstützt. Die andere Hand stützt Ihre Brust im C-Griff. Dabei formen Sie mit Daumen und Zeigefinger (rechte Hand bei rechtem Busen, linke bei linkem) ein C und greifen so um Ihre Brust. info Ein sanftes Streicheln des Babys an der Fontanelle kann helfen das Bäuerchen nach dem Stillen hervorzulocken. Elterninformation – Stillen | 11 gewichtszunahme | stuhlgang | ernährung Gewichtszunahme des Babys Keine Sorge, wenn Ihr Baby in den ersten Tagen nach der Geburt abnimmt. Das ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung, solange der Gewichtsverlust nicht mehr als 10% des Geburtsgewichtes beträgt. Nach etwa 10 bis 14 Tagen sollte das Neugeborene sein ursprüngliches Geburtsgewicht wieder erreicht haben. Es ist jedoch nur anfangs im Wochenbett notwendig Ihr Baby täglich zu wiegen. Wenn es ausreichend an Gewicht zulegt, ist einmal pro Woche vollkommen ausreichend. 12 | Elterninformation – Stillen Ernährung der Mutter info Durchschnittlich nimmt ein Baby in den ersten Wochen 150 bis 300 Gramm pro Woche zu. Wenn Ihr Baby 4-6 nasse Windeln in 24 Stunden hat, ist es ein Zeichen dafür, dass es genug Milch bekommt. Stuhlgang des Kindes In der Stillzeit benötigen Sie deutlich mehr von bestimmten Nährstoffen, denn mit Ihrer Muttermilch wird auch Ihr Baby, in den ersten Monaten, vollständig ernährt. Daher sollten Sie auf eine ausgewogene und vollwertige Kost achten. Versuchen Sie Süßigkeiten auszusparen und dafür einen Ersatz wie z.B. Trockenobst zu finden. Darüber hinaus erhört sich durch das Stillen Ihr Bedarf an Flüssigkeit, sodass Sie ausreichend trinken sollten (ca. 2 Liter pro Tag). Besonders empfehlenswert sind stilles Mineralwasser, Leitungswasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees (wie z.B. Fenchel- und Melissentee) sowie gespritzte Obst-und Gemüsesäfte. Meiden Sie Salbei- und Pfefferminztee, da diese die Milchbildung hemmen können. Zu hohen Kaffeekonsum, Schwarztee und Energydrinks sollten Sie vermeiden, da es nicht nur Sie, sondern auch Ihr Baby munter machen kann. Für eine geregelte Darmtätigkeit ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme des Babys wichtig, welche durch die Muttermilch sichergestellt wird. Der Muttermilchstuhlgang ist recht flüssig, manchmal aber auch salbenartig oder bröckelig. Die Farbe ist gelblich bis grünlich, der Geruch leicht säuerlich, doch nicht unangenehm. Auch die Häufigkeit des Stuhlgangs kann individuell stark schwanken (von 7-mal am Tag bis alle 7 Tage). Viele Brustkinder haben in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich Stuhlgang. ernährungspyramide für SCHWANGERE* Seltener Stuhlgang bei gestillten Kindern ist ein Zeichen dafür, dass sie die Nahrung sehr gut verwerten, sodass kaum Rückstände zurück bleiben. Erst nach einigen Tagen haben sich demnach genug Nahrungsreste angesammelt und eine Entleerung des Darms erfolgt. Solange Ihr Baby kein Bauchweh hat und weiterhin munter und zufrieden ist, besteht kein Grund zur Sorge. Sollten Sie dennoch unsicher sein, nehmen Sie gerne Rücksprache mit unseren Experten oder Ihrem Kinderarzt auf. *Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, 2011 wichtig Verzichten Sie während der Stillzeit auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten. Denn diese Schadstoffe gelangen in hoher Dosis in die Muttermilch und gefährden somit die Entwicklung Ihres Babys. Elterninformation – Stillen | 13 (bei Bedarf) nachts abends nachmittags mittags Unser beliebter „Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr“ bietet Ihnen Orientierung, ab wann welche Art von Beikost eingeführt werden kann. vormittags Mit Unterstützung sitzen Im Sitzen eigenständig den Kopf halten Starker Speichelfluss Vermehrtes Lutschen am Fingerchen Interessiertes Zuschauen beim Essen Erkennen des Löffels und Öffnen des Mundes beim Zuführen von Nahrung 3. 4. 5. 6. 7. 9. 11. 12. ab 1 Jahr Kinder ab 1 Jahr Bei der Beikosteinführung ist die Reihenfolge, in der Sie bestimmte Nahrungsmittel geben, nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Sie zu Beikostbeginn Nahrungsmittel mit hohem Eisen- und Zinkgehalt (z. B.: Fleisch, Getreide, Hülsenfrüchte) wählen. info tipp: Obst-(Getreide-)Brei 10. von 10 bis 12 Monaten Altersgerechte Ernährung für Klein­kinder: Milch-Getreidebrei oder Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei z.B. Aptamil Junior als Teil Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei oder Milch-Getreidebrei einer Mahlzeit 8. Stillen ist die beste Ernährung für Ihr Baby und bietet viele Vorteile. So ist es ein guter Schutz gegen Krankheiten und Allergien und fördert die Mutter-Kind-Beziehung. Wir von Milupa befürworten dies uneingeschränkt und möchten stillenden Mütter unterstützend zur Seite stehen. Wichtig für den Stillerfolg ist unter anderem eine gesunde und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit. Regelmäßiges Anlegen fördert den Milchfluss. Wenn Sie sich dazu entschließen, nicht zu stillen oder Stillen und Säuglingsnahrung zu kombinieren, sollte Ihnen bewusst sein, dass dadurch die Muttermilchmenge abnehmen kann. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Die Verwendung anderer Lebensmittel außer Muttermilch oder einer Säuglingsnahrung kann, ebenso wie unsachgemäße Verwendung, die Gesundheit Ihres Babys gefährden. Bedenken Sie vor der Verwendung von Fläschchennahrung auch soziale und finanzielle Aspekte. Lassen Sie sich bitte auch in Ihrer Klinik, von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme beraten, wenn es sich um eine Entscheidung zur Ernährung Ihres Babys handelt. Bitte beachten Sie bei Verwendung von Fläschchennahrung die jeweiligen Hinweise zu Dosierung, Zubereitung und Lagerung auf den Packungen. Stillen oder Säuglingsmilchnahrung 2. von 7 bis 9 Monaten Der Ernährungsplan zeigt, wie sich die Ernährung von Babys im 1. Lebensjahr kontinuierlich entwickelt. Natürlich ist jedes Baby anders und einzig­artig, deshalb gibt der Plan nur Hinweise, wann es Zeit für die erste Beikost ist. Auch die Reihenfolge und Tageszeit, in der die Milchmahlzeiten ersetzt werden, kann individuell verschieden sein. von 0 bis 6 Monaten Wichtige Hinweise: 14 | Elterninformation – Stillen • • • • • • 1. Um den richtigen Zeitpunkt hierfür zu erkennen, beobachten Sie einfach Ihr Baby. Empfohlen wird Beikost nicht vor Beginn des 5. Monats (17.Lebenswoche) bzw. nach Ende des 6. Monats (26. Lebenswoche) Folgende Anzeichen können einen Beginn der Beikost implizieren: morgens Monat Stillen ist das Beste für Ihr Baby, doch etwa ab dem 6. Lebensmonat liefert Ihre Muttermilch alleine nicht mehr ausreichend Energie und Nährstoffe. Vor allem der entwicklungsbedingt höhere Eisenbedarf muss durch das Zufüttern von Beikost gedeckt werden. Als Beikost bezeichnet man Nahrungsmittel wie z.B. den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei oder Milch-Getreide-Brei. Ergänzen Sie den Speiseplan Ihres Babys, indem Sie schrittweise je eine Stillmahlzeit durch Beikost ersetzen. Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr Babys Ernährungsplan im 1. Jahr abstillen Abstillen Der Zeitpunkt des Abstillens ist individuell verschieden und eine persönliche Entscheidung, die Sie am Besten zusammen mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme absprechen sollten. Abstillen ist das langsame Entwöhnen Ihres Babys von Ihrer Muttermilch. Es empfiehlt sich den Prozess des Abstillens Schritt für Schritt einzuleiten, so ist es für Sie und Ihr Baby am schonendsten. In den ersten vier bis sechs Monaten ist Ihre Muttermilch als Hauptnahrungsquelle für Ihr Baby vollkommen ausreichend. Sollten Sie aus verschiedensten Gründen nicht stillen können, ersetzen Sie allmählich eine Brustmahlzeit durch eine Flaschenmahlzeit. Die zugefütterte Säuglingsanfangsnahrung sollte in diesem Fall möglichst nah an der Muttermilch sein. Nahrungen mit dem Zusatz „Pre“ von Geburt an oder bei Allergierisiko mit „HA Pre“ von Geburt an erfüllen diesen Anspruch. Erst ab dem 6. Lebensmonat reicht Muttermilch alleine nicht mehr aus, um Babys Energie und Nährstoffbedarf zu decken und es ist Zeit Beikost einzuführen. Dazu ersetzen sie schrittweise eine gesamte Milchmahlzeit durch Beikost. Die Beikosteinführung bedeutet jedoch nicht, dass Ihr Baby nun keine Milch mehr braucht. Daher ist eine Milchfertignahrung zusätzlich nötig, wenn Sie endgültig abstillen wollen. 16 | Elterninformation – Stillen Fangen Sie z.B. mit der Mittagsmahlzeit an und ersetzen Sie dann im weiteren Verlauf im Abstand von einigen Tagen jeweils eine weitere Stillmahlzeit durch ein Fläschchen von abgepumpter Muttermilch. Hören Sie dabei ganz auf Ihren Körper – bei manchen Frauen geht das Abstillen langsamer, bei anderen schneller. Verwöhnen Sie Ihr Baby hierbei, genauso wie beim Stillen mit viel Liebe und Zärtlichkeit. Nehmen Sie es stets zu jeder Fläschchenmahlzeit aus dem Bett und halten Sie es, wie beim Stillen, abwechselnd im rechten und im linken Arm. Auch so wird die Bindung weiterhin gefördert. wichtig Bitte beachten Sie, dass das Abstillen nicht rückgängig zu machen ist und deshalb Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden sollte. Elterninformation – Stillen | 17 Häufige Fragen Häufig gestellte Fragen rund ums Stillen Ab wann kann ich meinem Baby den Schnuller geben? Das Geben eines Schnullers sollte zumindest in den ersten Lebenswochen vermieden werden. Denn naher Körperkontakt und Stillen sind häufig die effektivere Variante Ihr Baby zu beruhigen. Sobald Ihr Baby ein wenig älter ist, spricht allerdings nichts mehr dagegen auch mal einen Schnuller zur Beruhigung zu geben. Können Frauen mit kleiner Brust nicht stillen? Die Größe der Brust ist abhängig von der Menge des Fettgewebes und hat somit nichts mit der Fähigkeit des Stillens zu tun. Während der Schwangerschaft nehmen die Milchdrüsen der Brust an Größe zu, um sich auf das Stillen vorzubereiten und verkleinern sich dementsprechend nachher wieder. Wird die Brust vom Stillen schlaff? Generell gibt es keine Hinweise darauf, dass sich die Brust durch das Stillen dauerhaft zum Negativen verändert. Eine schlaffe Brust wird durch ein überdehntes Bindegewebe verursacht, wie z.B. bei größeren und schwereren Brüsten und dies auch ohne zu stillen. Ein stabiler Stillbüstenhalter ist in diesem Fall empfehlenswert während der Stillzeit und zur Unterstützung der Brust. Bekommt mein Kind genug Milch? Wenn Ihr Baby ein gesundes und waches Aussehen, eine regelmäßige Gewichtszunahme in den ersten 4-5 Wochen und von 7-mal am Tag bis alle 7 Tage Stuhlgang hat, können Sie beruhigt sein, dass Ihr Baby ausreichend Milch bekommt. Ganz nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage – Ihr Körper produziert umso mehr Milch, je öfter Ihr Baby es verlangt. Ist die zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme bei gestillten Babys notwendig? Nein, ist sie nicht, selbst bei sehr heißem oder trockenem Wetter reicht häufiges Stillen aus. 18 | Elterninformation – Stillen Ist es möglich berufstätig zu sein und gleichzeitig zu stillen? Erwerbstätige und stillende Mütter haben einen rechtlichen Anspruch auf eine tägliche Stillzeit. Abhängig von der Arbeitszeit beträgt diese 45 bis 90 Minuten. Darf ich mich während der Stillzeit sportlich betätigen? Sofern Sie sich immer sportlich betätigt haben, können Sie dies auch nach der Geburt weiter tun. Achten Sie auf Ihren Beckenboden und besuchen Sie ggf. zuerst einen Rückbildungsgymnastikkurs. Mit dem Leistungssport sollte allerdings noch gewartet werden, denn durch die Milchsäurebildung besteht die Gefahr einer geschmacklichen Veränderung Ihrer Muttermilch, sodass Ihr Baby diese ab- lehnen könnte. Milchsäure, auch Laktat genannt, ist ein Stoffwechselprodukt, welches zu Beginn jeder Bewegung und bei intensiver körperlicher Belastung gebildet wird. Kann ich während der Stillzeit in die Sauna oder ins Schwimmbad gehen? Besuchen Sie keine Schwimmbäder, Saunaanlagen und meiden Sie Vollbäder, solange der Wochenfluss noch besteht. Es besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Kann ich in der Stillzeit erneut schwanger werden? Regelmäßiges Stillen ist nur bedingt empfängnisverhütend. Achten Sie auch während der Stillzeit auf eine Verhütung und besprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen einen stillfreundlichen Empfängnisschutz. Kann ich stillen, wenn mein Baby krank ist? Ja, sie können weiter stillen, auch wenn Ihr Baby wahrscheinlich weniger Appetit haben wird. Es braucht die Schutzstoffe der Muttermilch nun erst recht. Kann ich stillen, wenn ich krank bin? Ja, denn Ihre Muttermilch enthält im Falle einer Krankheit Schutzstoffe, welche Ihr Baby gegen eine Ansteckung absichern. Wenn Sie allerdings während der Stillzeit Medikamente einnehmen, sollten Sie diese mit Ihrem Arzt besprechen, um zu klären, ob ohne weiteres weiter gestillt werden darf. „wenn sie noch weitere fragen haben rufen sie einfach bei unserer individuellen elternberatung unter 0800/311512 an.“ Elterninformation – Stillen | 19