Regulation of Immune Responses in the Central - ETH E

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Research Collection
Doctoral Thesis
Regulation of immune responses in the central nervous system:
roles of major histocompatibility complex II molecules and
dendritic cells
Author(s):
Suter, Tobias
Publication Date:
2003
Permanent Link:
https://doi.org/10.3929/ethz-a-004725576
Rights / License:
In Copyright - Non-Commercial Use Permitted
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ETH Library
Diss. ETH No. 15254
Regulation of Immune Responses in the Central
Nervous System: Roles of Major Histocompatibility
Complex II Molecules and Dendritic Cells
A dissertation submitted to the
SWISS FEDERAL INSTITUTE OF TECHNOLOGY
for the degree of Doctor of Natural Sciences
presented by
TOBIAS SUTER
Dipl. Natw. ETH
born July 6th, 1970
citizen of Freienwil/AG
Examiners:
Prof. M.E. Schwab, examiner
Prof. A. Oxenius, co-examiner
Prof. A. Fontana, co-examiner
2003
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1. Zusammenfassung
Die Rolle und das Vorkommen von Antigen-präsentierenden Zellen (APC) im
normalen und entzündeten zentralen Nervensystem (ZNS) wurden angesichts der
Bedeutung von dendritischen Zellen (DC) als Initiatoren und Regulatoren der
Immunantwort untersucht. Neu wurde dabei die Technik der Promoter- und somit
auch Zell-spezifischen Haupthistokompatibilitätskomplex Klasse II (MHCII)
Expressionsanalyse angewandt. Der Klasse II Transaktivator (CIITA) ist der
Hauptregulator der MHCII Genexpression. Seine eigene Expression ist durch
verschiedene Promotoren gesteuert, welche zu drei verschiedenen, zum Teil Zelltypspezifischen CIITA Transkripten führen (Waldburger et al., 2000). Als ZNSEntzündungsmodell wurde die murine Experimentelle Autoimmunenzephalomyelitis (EAE) gewählt. EAE ist ein Modell für immunologische, demyelisierende
Krankheiten beim Menschen wie z.B. Multiple Sklerose (MS) (Gold et al., 2000;
Hohlfeld and Wekerle, 2001). Im Gegegensatz zu infektiösen ZNSKrankheitsmodellen, entwickelt sich EAE weniger heftig und endet normalerweise
nicht tödlich, was es ermöglicht, das Vorkommen, die Charakteristika und die Rolle
der APC zu verschiedenen Zeitpunkten des Entzündungsereignisses zu untersuchen.
DC sind im Maus-ZNS praktisch nicht vorhanden. Eine sehr schwache immunohistochemische Färbung von DC-Markern (CD11c, CD205) kann im Plexus
Choroideus gefunden werden. Dieses Beobachtung wird unterstützt durch das
gleichzeitige Fehlen von MHCII im ZNS Parenchyma sowie allen drei Formen der
Maus-CIITA Transkripte im gesamten Hirn-Gewebe. In EAE-immunisierten Mäusen
können DC kurz vor dem Einsetzen der klinischen Symptome histologisch detektiert
werden. Dies geht einher mit einer starken Induktion der Transkription der CIITAForm I (DC- und Makrophagen-spezifisch), sowie der Form IV (Interferon (IFN)-γinduziert), nicht aber der Form III (B-Zell-spezifisch) im ZNS. Die Analyse von in
vitro kultivierten Maus-Microglia hat gezeigt, dass die in vivo gefundene CIITA-Form
I vermutlich nicht von diesen lokalen Gewebsmakrophagen stammt. Letztere
produzieren aber die CIITA-Form IV, dies jedoch nur, ähnlich wie Astrozyten, nach
Stimulation mit IFN-γ. Die grosse Menge an IFN-γ-induziertem CIITA ist plausibel,
da EAE eine T Helferzell-Typ 1-initiierte Krankheit mit entsprechend starker IFN-γProduktion ist.
Während des Verlaufs dieser Dissertation erwies sich, dass die Regulation von
MHCII durch die verschiedenen CIITA-Formen komplexer und vielfältiger ist als
ursprünglich mit Zelllinien definiert (Mühlethaler et al., 1997). Beispielsweise zeigte
sich, dass die IFN-γ-Induzierbarkeit von CIITA nicht auf Promoter IV beschränkt ist.
In Mäusen, denen der CIITA Promotor IV fehlt (pIV-ko Mäuse), ist die MHCIIInduktion durch IFN-γ nur in nicht-haematopoietischen Zellen verhindert, z.B. in
Astrozyten, Fibroblasten und Epithelzellen, während MHCII in Makrophagen über
die CIITA-Form I, welche ein Interferon-Antwort-Element im Promotor trägt,
induzierbar bleibt. Obwohl eine starke MHCII-Expression auf in vitro stimulierten
Microglia erreicht werden kann, werden in neugeborenen pIV-ko Mäusen nach
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Injektion von IFN-γ nur sehr wenige ZNS-Makrophagen MHCII-positiv.
Interessanterweise fehlt den pIV-ko Mäusen die konstitutive MHCII-Expression auf
Thymus-Epithelzellen, was zu einem defekten CD4+ T-Zell Kompartiment führt. Das
hat zur Folge, dass die CD4+ T-Zellantwort, wie sie in der EAE vorkommt, ineffektiv
ist. Aus diesem Grund treten klinischen Symptome in den pIV-ko Mäusen erst 6
Wochen nach der Immunisierung auf, während sie normalerweise schon nach 2-3
Wochen sichbar werden. Die gleiche Verzögerung wurde auch für die Produktion
von Antikörpern beobachtet. Der Phänotyp der pIV-ko Mäusen lässt vermuten, dass
nebst IFN-γ weitere Faktoren die Promotor IV-gesteuerte MHCII-Expression
regulieren, z.B. Strukturelemente des umgebenden Gewebes. Die Initiation von EAE
durch adoptiven Transfer von Myelin-Oligodendrozyten Glykoprotein (MOG)
Peptid-aktivierten T-Zellen hatte den Effekt, dass die klinischen Symptome in pIV-ko
und normalen Mäusen gleichzeitig einsetzen, was zeigt, dass MHCII-Expression auf
nicht-haematogenen Zellen für die Entwicklung von ZNS-Autoimmunität nicht nötig
ist.
Es wurde festgestellt, dass die Expression der CIITA-Form I während der DCReifung reguliert wird. Unreife DC haben einen hohen MHCII-Umsatz und
synthetisieren viel CIITA-Form I RNA. Nach einem Kontakt mit Reifungsstimuli
wird die RNA-Synthese sehr schnell und stark herabreguliert. Die grosse Menge an
CIITA-Form I RNA im EAE-ZNS spricht daher für eine unreife Natur der
einwandernden DC. Der unreife Phänotyp wurde auch auf der Stufe der
Oberflächenexpression von DC-Reifungsmarkern bestätigt (CD40lo, CD80lo, CD86neg,
CD205neg, MHCIIint). Aus dem EAE-ZNS isolierte DC unterscheiden sich jedoch
funktionell völlig von unreifen oder reifen Knochenmarks- oder Milz-DC. Im
Gegensatz zu den vorher genannten DC-Typen stimulieren ZNS-DC die allogene
oder Antigen-spezifische T-Zell Proliferation nicht, sondern sie inhibieren die von
reifen Knochenmarks-DC-stimulierte T-Zell-Proliferation. Die Inhibition ist teilweise
auf einen noch nicht identifizierten, löslichen Faktor zurückzuführen.
Blockierungsexperimente zeigten, dass Interleukin (IL)-10, Transformierender
Wachstumsfaktor (TGF)-β und der Tumor Nekrosis Faktor-α-verwandte, Apoptoseinduzierende Ligand (TRAIL) für den inhibierenden Effekt von ZNS-DC
verantwortlich sein könnten. Der inhibierende ZNS-DC Phänotyp wurde in zwei
verschiedenen EAE Mausmodellen gefunden (C57Bl6/J immunisiert mit MOG Peptid
35-55, und SJL/J immunisiert mit Proteolipid Protein (PLP) Peptid 139-151), was auf
ein generelles, modellunabhängiges Phänomen hindeutet.
Es ist noch nicht klar, ob die DC, welche im ZNS gefunden werden, von ZNSbeheimateten Zellen stammen, z.B. Microglia, oder ob sie, angelockt durch
Entzündungssignale, ins ZNS einwandern. In vitro kultivierte Microglia beginnen in
Gegenwart von Granulozyten-Makrophagen Kolonie-stimulierendem Faktor (GMCSF) und IL-4, DC-Marker zu exprimieren. Andererseits exprimieren ex vivo isolierte
ZNS-DC CD45 in ähnlich hohen Mengen wie Knochenmarkszellen, und damit
deutlich mehr als Microglia. Dies und die intensive meningeale und perivaskuläre
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Ansammlung von DC in EAE, spricht beides für das Konzept von ins ZNS
einwandernden DC.
Zusammenfassend kann man sagen, dass im normalen ZNS die MHCIIExpression und die Antigen-spezifische Stimulation von patroullierenden T-Zellen
marginal sind. Die Microglia und die sehr seltenen ZNS-DC fungieren indessen als
Sensoren für mögliche Gefahren. Beim Empfangen eines Gefahrensignals (pathogene
Komponenten oder Entzündungssignale von anderen Zellen) regulieren sie ihren
Aktivierungsstatus hinauf, was es ihnen erlaubt, spezifische T-Zellen zu
restimulieren und im ZNS zurückzuhalten. Der generelle Aktionsmodus von ZNSDC ist indessen eher immunosuppressiv, wie man in der EAE beobachten kann.
Somit helfen die ZNS-DC zu verhindern, dass Autoimmunantworten gegen ZNSKomponenten gerichtet werden und vermindern das Risiko einer überschiessenden
Immunantwort gegen Pathogene, was zu schweren Schäden des ZNS führen würde.
2. Summary
The role and occurrence of antigen presenting cells (APC) in the normal and
inflamed central nervous system (CNS) were investigated in the light of the
emerging role of dendritic cells (DC) in regulating immune responses and with the
new tool of promoter- and hence cell type- specific major histocompatibility complex
class II (MHCII) expression-analysis. The class II transactivator (CIITA) is a master
regulator of MHCII gene expression. Its own expression is directed by different
promoters, which are in part cell type-specific (Waldburger et al., 2000). As a CNS
inflammation model the murine experimental autoimmune encephalomyelitis (EAE)
was chosen. EAE is a model for human immune-mediated demyelinating diseases,
including Multiple Sclerosis (MS) (Gold et al., 2000; Hohlfeld and Wekerle, 2001). In
contrast to infectious disease models, EAE develops less overwhelmingly and in
general not fatally therefore allowing to study in a controlled way the occurrence,
features and roles of APC at various stages of the inflammatory episode.
DC are virtually absent from normal mouse CNS. Very weak
immunohistochemical staining for DC markers (CD11c, CD205) can be found in the
choroid plexus. This finding is supported by the lack of MHCII staining in the CNS
parenchyma and the absence of all three forms of murine CIITA transcripts. In mice
immunized for EAE, DC are detected by histology briefly before onset of clinical
disease. The appearance of DC in the CNS is accompanied by a strong induction of
the transcription of CIITA form I (DC- and macrophage-specific) together with form
IV (interferon (IFN)-γ – induced) but not form III (B cell-specific). Analysis of in vitro
cultivated mouse microglia revealed that CIITA form I is not derived from these
resident tissue macrophages. However they produce CIITA form IV RNA but only
upon stimulation with IFN-γ similar to astrocytes. The high abundance of IFN-γ –
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induced CIITA is plausible since EAE is a T helper type 1 cell-initiated disease with
its association of strong IFN-γ – production.
During the course of the thesis, the regulation of MHCII by the various CIITA
forms was found to be more complex and versatile than initially defined with cell
lines (Mühlethaler et al., 1997). For instance, IFN-γ – inducibility of CIITA was found
not to be restricted to promoter IV. In CIITA promoter IV-deficient (pIV-ko) mice
MHCII-induction by IFN-γ is abolished only in non-haematopoietic cells, e.g.
astrocytes, fibroblasts and epithelial cells, while MHCII remains inducible in
macrophages via CIITA I which was shown to bear a IFN response element in the
promoter. However, although strong MHCII expression may be achieved on in vitro
stimulated microglial cells, in vivo only very few CNS macrophages are MHCIIpositive after IFN-γ injection into newborn pIV-ko mice. Most interestingly, pIV-ko
mice lack constitutive MHCII expression on thymic epithelial cells leading to a
defective CD4+ T cell compartment. As a consequence, CD4+ T cell responses as
occurring in EAE are ineffective: clinical disease in pIV-ko ensues only at 6 weeks
after immunization in contrast to 2-3 weeks in normal mice. The same time delay was
observed for the formation of antibodies. The findings in pIV-ko mice speak for
additional regulators of MHCII expression directed by promoter IV, e.g. structural
elements of the surrounding tissue. Initiating EAE by adoptive transfer of myelinoligodendrocyte glycoprotein (MOG) peptide-activated T cells resulted in
simultaneous onset of disease in pIV-ko mice and normal littermates indicating that
MHCII expression on non-haematogenic cells is not required for CNS autoimmunity.
The expression of CIITA form I in DC was found to be maturationally regulated.
Immature DC with high MHCII turnover synthesize a lot of CIITA form I RNA while
the synthesis is rapidly shut down upon encounter of maturation stimuli. The high
amount of CIITA form I RNA in the EAE-CNS therefore speaks in favour of the
invading DC being immature. The immature phenotype was observed also at the
level of cell surface expression of DC maturation markers (CD40lo, CD80lo, CD86neg,
CD205neg, MHCIIint). Functionally however, DC isolated from the EAE-CNS proved to
be completely different from immature or mature bone marrow-derived DC (BMDC) or splenic DC. In contrast to the aforementioned DC types CNS-DC did not
stimulate allogenic or antigen-specific T cell proliferation at all but inhibited T cell
stimulation by mature BM-DC. The inhibition was found to rely partly on a yet
unidentified soluble factor. Blocking experiments indicated that Interleukin (IL)-10,
transforming growth factor (TGF)-β and tumor necrosis factor-α – related apoptosisinducing ligand (TRAIL) might play a role in the inhibitory effect of CNS-DC. The
inhibitory CNS-DC phenotype was found in two different murine EAE models
(C57Bl6/J immunized with MOG peptide 35-55, and SJL/J immunized with
proteolipid protein (PLP) peptide 139-151) which points to a model-independent
general phenomenon.
Whether DC found within the CNS origin from CNS-resident cells e.g. microglia
or whether they invade the CNS upon attraction by inflammatory signals is not yet
clear. In vitro-cultivated microglia start expressing DC-markers in presence of
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granulocyte-macrophage colony-stimulating factor (GM-CSF) and IL-4. On the other
hand, the fact that ex vivo-isolated CNS-DC express CD45 at the high levels of BMderived cells as compared to the intermediate levels of microglia, and the intense
meningeal and perivascular accumulation of DC in EAE favour the concept of CNSinvading DC.
In conclusion, in the normal CNS MHCII expression is marginal and so is the
antigen-specific stimulation of patrolling T cells. However, microglia and the very
rare DC act as sensors for potential threats. Upon reception of a danger signal
(pathogen components, or inflammatory signals from other cells) they upregulate
their activation status allowing specific T cells to be restimulated and retained within
the CNS. The general mode of action of CNS-DC however is likely rather
immunosuppressive as seen in EAE. Thereby they help to prevent autoimmune
responses directed to CNS-components and overwhelming immune responses
against pathogens leading to severe CNS damage.
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