Großanleger bewerten Nachhaltigkeit positiv

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Großanleger bewerten Nachhaltigkeit positiv
● Nachhaltigkeitsindex im positiven Bereich
● Impulse durch Regulierung und veränderte Risikobedingungen erwartet
Frankfurt, 25. Juni 2013 – Die Einstellung deutscher Großanleger gegenüber
nachhaltigen Investmentstrategien hat sich leicht verbessert. Der
Stimmungsindex für nachhaltige Kapitalanlagen stieg in diesem Jahr um
knapp eineinhalb Punkte und signalisiert eine weiterhin positive
Grundstimmung. Der von Professor Henry Schäfer von der Universität
Stuttgart im Auftrag von Union Investment erstellte Index bewertet die
Stimmung institutioneller Anleger auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten.
In diesem Jahr weist der Index einen Wert von +5,41 Punkten auf.
Für die Erstellung des Index 2013 wurden im Frühjahr mehr als zweihundert
institutionelle Anleger wie Banken, Versicherungen, Unternehmen, Pensionskassen
und Stiftungen mit einem verwalteten Gesamtvermögen von mehr als einer Billion
Euro befragt. Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gab an, aktuell
Nachhaltigkeitskriterien bei der Anlageentscheidung zu berücksichtigen. „Diese
Gruppe ist überzeugt davon, dass nachhaltiges Investieren Vorteile bringt und
handelt entsprechend“, erklärte Prof. Schäfer. Dies gilt vor allem für Stiftungen und
kirchliche Anleger sowie Großunternehmen. Sie berücksichtigen
Nachhaltigkeitskriterien im Vergleich zu anderen Anlagekriterien besonders stark.
Kirchen und Stiftungen setzen zudem bereits bei 74 Prozent ihres investierten
Kapitals auf Nachhaltigkeitsstrategien.
Insgesamt lassen sich die Großanleger dabei häufig durch die Werte des eigenen
Unternehmens leiten (86 Prozent). Aber auch Aspekte des Portfoliomanagements
spielen eine wichtige Rolle. So gaben 56 Prozent der Befragten an, durch
nachhaltige Strategien das Risikomanagement optimieren zu wollen. Bei den
nachhaltig gemanagten Anlagen dominieren Renten mit einem Anteil von 45 Prozent
vor Immobilien mit 20 Prozent und Aktien mit 14 Prozent.
Bei Rückfragen:
Public Relations, Stefan Barkhausen • Tel. (0 69) 25 67 - 26 60 • Fax (0 69) 25 67 - 23 71
Union Asset Management Holding AG, Wiesenhüttenstraße 10, 60329 Frankfurt am Main
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Bei den Investoren, die bei der Kapitalanlage keine Nachhaltigkeitsaspekte
berücksichtigen, konnte eine leicht abnehmende Skepsis festgestellt werden.
„Aus Sicht der Befragten, die dem Thema Nachhaltigkeit kritisch gegenüberstehen,
scheint es aber an klaren Impulsen für eine Richtungsänderung zu fehlen“, so Prof.
Schäfer. Vor allem mangelnde Vorgaben in den Anlagerichtlinien bremsen die
Nachfrage dieser Gruppe, wie 54 Prozent angaben.
Genährt wird ihre Skepsis gegenüber nachhaltigen Investmentstrategien auch durch
die Furcht vor Renditenachteilen. Diese Auffassung vertraten immerhin 36 Prozent
der nicht nachhaltig investierten Großanleger. „Eine solche Einschätzung muss
verwundern, denn die Wissenschaft kommt mehrheitlich zu einem anderen
Ergebnis“, erläuterte Alexander Schindler, Vorstandsmitglied bei Union Investment
und verantwortlich für das Geschäft mit institutionellen Kunden.
Dies bestätigte erst kürzlich eine Untersuchung des Research Center for Financial
Services der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Im Rahmen einer von Union
Investment beauftragten Metastudie hatten die Wissenschaftler insgesamt 195
wissenschaftliche Arbeiten zum Performanceunterschied nachhaltiger gegenüber
traditionellen Anlagen untersucht. Dabei konnte gezeigt werden, dass nachhaltige
Anlagen grundsätzlich keine Performancenachteile haben und Nachhaltigkeitsfaktoren als Risikofilter genutzt werden können.
Neuer Schub durch Regulierung und veränderte Risikobedingungen erwartet
Aus Sicht aller befragten Großanleger werden vor allem eine Veränderung der
regulatorischen Anforderungen und der Risikobedingungen Rückenwind für das
Thema Nachhaltigkeit bringen. Insgesamt 67 Prozent messen diesen Feldern eine
hohe Bedeutung für die weitere Entwicklung von nachhaltigen Investments bei.
„Bei ohnehin stark regulierten Investorengruppen wie Einrichtungen der
betrieblichen Altersvorsorge scheinen neue Impulse nur von der Regulierungsseite
kommen zu können. Hierzu bahnen sich ja auch bereits Initiativen auf EU-Ebene
an“, erklärte Prof. Schäfer. Gleichzeitig gelte es, bestehende Informationsdefizite
Bei Rückfragen:
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abzubauen. „Es fehlt mitunter an einer Beratung, die sowohl die praktischen
Anforderungen individueller Asset-Management-Strategien als auch die Potenziale
nachhaltiger Kapitalanlagen umfasst.“
Untermauert wird diese Einschätzung durch die aktuelle Befragung. Mit 54 Prozent
empfindet mehr als die Hälfte aller Befragten angebotene Lösungen im Bereich der
nachhaltigen Kapitalanlage als zu wenig transparent. Für 32 Prozent bilden
nachhaltige Produkte nicht das notwendige Rendite-Risiko-Profil ab, und 30 Prozent
verbinden damit eine Einschränkung des Anlageuniversums.
„Für Asset Manager heißt dies, dass individuelle Beratungsleistungen gefragt sind,
die bereits weit vor der Produktebene ansetzen“, sagte Schindler. „Für nachhaltige
Strategien gibt es keine Blaupause, die von allen gleichermaßen genutzt werden
kann. Es geht darum, auf der Grundlage des jeweiligen Nachhaltigkeitsverständnisses die geeigneten Ansätze zu finden und konfliktfrei in die bestehende
Anlagepolitik zu integrieren.“
Bei Rückfragen:
Public Relations, Stefan Barkhausen • Tel. (0 69) 25 67 - 26 60 • Fax (0 69) 25 67 - 23 71
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