GEburt Sanft und sicher Schwerpunktthema Geburtshilfe/Perinatalzentrum Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Marienhospital Bottrop | BLICKPunkt | Erste Ausgabe 2010 im BlickPunkt Editorial Dieser Blickpunkt ist besonders werdenden Eltern gewidmet, um umfassend zum Thema Schwangerschaft und Geburt zu informieren. Fühlen Sie sich durch uns unterstützt und gut aufgehoben. dr. med. Ulrike Ellebrecht Nur ein Kind... ...schenkt so offen und unbefangen so ehrlich und bedingungslos Zeit und sein Lächeln seine Aufmerksamkeit und sein Vertrauen seine Zuneigung und sein kleines Herz. seine -irmgard Erath - 3 BlickWechsel Von Anfang an umgeben von liebender Sorge Was uns der Brutkasten sagen kann Schwester Gertrud Dederichs Während meiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorgerin wurde ich einmal auf die FrühgeborenenStation gerufen. Nach dem Gespräch mit Angehörigen stand ich noch einige Zeit fasziniert am Bettchen eines Frühgeborenen und betrachtete die winzige Gestalt. Sicher abgeschirmt von schädlichen Außeneinflüssen durch eine transparente Schutzglocke des Brutkastens lag da ein Sechsmonatskind, die Äuglein geschlossen, der halb geöffnete Mund atmete kaum wahrnehmbar. Die dünnen Glieder wirkten wie durchsichtig und die Finger fest im kleinen Fäustchen verborgen. Dieses kleine Wesen wirkte so verletzlich und schwach, so ausgeliefert und zugleich so voller Hoffnung. So viel Potenzial und Freude, so viel Kraft und Lebenswille stecken in ihm – aller scheinbaren Ohnmacht zum Trotz! Von Zeit zu Zeit verriet eine kleine Bewegung der Lippen oder ein Zucken der Ärmchen den geheimen Traum des Kindes. Wie ungeheuer groß ist das Geheimnis des Lebens, wie verheißungsvoll und wie zugleich angewiesen auf Schutz und Hilfe! 4 Sein Atmen und die notwendige Entwicklung der Organe verdankt dieses Kind der von uns Menschen erdachten Medizintechnik, einem komplizierten Gewirr aus Drähten und feinen Schläuchen, die in seinem künstlichen Zuhause für eine genau berechnete Lebensatmosphäre, Temperatur und Nahrung sorgen. Doch nicht nur auf diese wohl kalkulierte Maschinerie ist das Kind angewiesen, sondern auch auf den geschulten Blick von Medizinern und Pflegepersonal, die - wie Schutzengel – seinen Lebens- und Wachstumsprozess engmaschig überwachen und die medizinische Technik steuern. Dieser von Menschen konstruierte Brutkasten mit seinem künstlichen Lebensraum ersetzt für das Kind die ebenso erstaunlichen biologischen Bedingungen des Mutterleibes. In einem solchen Mutterleib hat unser aller Existenz begonnen. Dort haben wir – absolut behütet und fraglos umsorgt – wie in einem Urparadies unsere ersten Monate verbracht. Der regelmäßige Herzschlag der Mutter hat uns damals nicht nur mit allem Lebensnotwendigen versorgt, sondern uns auch vom ersten Augenblick unserer Existenz die intime Gemeinschaft mit einem anderen Wesen erfahren lassen. Nur in Beziehung können wir leben! Und bei unserer Geburt werden wir - durch das Durchtrennen der Nabelschnur - zwar vom Lebensraum des Mutterleibes getrennt, aber wir sind damit nicht vollkommen unabhängig, sondern wechseln nur in einen anderen, größeren natürlichen Lebensraum. Denn neben dem Mutterleib hat Gott uns noch eine weitere lebensspendende und schützende Hülle geschenkt: Ähnlich wie im Brutkasten und im Mutterleib so finden wir auch in der Erdatmosphäre mit ihrer maßgerechten Temperatur und dem fein abgestimmten Zusammenspiel von Gasen und Elementen alle Bedingungen, die für unser Leben und Wachsen notwendig sind. So wie uns der Mutterleib als gottgeschenkter Lebensraum umgibt, so sind wir auch auf unserem Planeten eingehüllt und geschützt durch das Wunder der Erdatmosphäre. Ja, von Beginn an existieren wir nur dank dieser kostbaren und lebensspendenden und schützenden Hüllen! Und sowohl die Bibel wie der Koran nennen den mütterlich gebärenden Leib als Abbild von Gottes liebender Sorge um uns. So wie die Mutter und die Erde mit ihrer Atmosphäre, so hört Gott nie auf, uns zu tragen, uns zu umsorgen und zu nähren. Schwester Gertrud Dederichs Katholische Seelsorgerin Medizin im Blick Das Team der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. Hans-Christian Kolberg Leyla Akpolat-Basci Dr. Markus Klopf Dr. Carsten Lehment Dr. Miltiades Stephanou Shabnam Afsah Nicoletta Berbece Marta Dobek-Brylinska Anja Drumm Meryem Kazakli Yvette Kibuh Sabine Königs Ulrike Schäfer Jissy Schorer 5 Medizin im Blick Überwachung im Kreisssaal Geburt sanft und sicher LeYLA Akpolat-Basci Viele Frauen und ihre Partner kommen mit einer gewissen Unsicherheit und Angst zur Kreißsaalaufnahme. Daher ist es unsere wichtigste Aufgabe als Hebammen und ÄrztInnen, unseren Schwangeren diese Angst und Unsicherheit zu nehmen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Den Zauber eines neuen Lebensanfangs zu schützen, zu bewahren und eine harmonische Geburt zu ermöglichen, ist das Ziel unserer geburtshilflichen Abteilung. Das erreichen wir vor allem durch unsere menschliche Zuwendung und kompetente Betreuung rund um die Uhr. 6 Wir beschränken uns bei komplikationslosem Verlauf auf wenig eingreifende Maßnahmen, um den werdenden Eltern eine ungestörte und eine einzigartige Geburt zu ermöglichen. Gemeinsam mit unserer Kinderklinik liegen uns die Sicherheit und das Wohlbefinden von Mutter und Kind am Herzen. Zusätzlich wird dieses durch die ständige Einsatzbereitschaft unserer anästhesiologischen Kollegen im Haus mit gewährleistet. Wir verfügen über drei sehr modern und gemütlich eingerichtete große Kreissaalräume und eine Entbindungswanne. Unsere Räumlichkeiten bieten ausreichend Bewegungsmöglichkeit. Ausgestattet sind sie mit Multifunktionsbetten, Gebärhocker und Pezzi-Bällen. Jeder Kreisssaal verfügt über eine Einrichtung zur Versorgung der Neugeborenen. Bei kleinen Startproblemen ins eigene Leben steht uns jederzeit ein Arzt aus unserer hauseigenen Kinderklinik zur Verfügung, um uns schon im Kreissaal bei der Betreuung des Kindes zu unterstützen. Bei frühen Wochen, Problemfällen und während jeder Sectio ist der Kinderarzt sogar schon bei der Geburt anwesend, nimmt das Neugeborene sofort in Empfang und kann es im Kreissaal fachärztlich versorgen. Medizinisch sichere, sanfte und individuelle Betreuung sind höchste Qualitätskriterien unserer Geburtshilfe. So erblicken über 900 Kinder jährlich im Marienhospital Bottrop das Licht der Welt. Medizin im Blick Wann und wie geht es los? Die Schwangerschaft dauert rund neun Monate bzw. 40 Wochen. Doch die wenigsten Kinder kommen zum errechneten Termin. Bei regelmäßiger Wehentätigkeit spricht man vom Geburtsbeginn und die Schwangere macht sich auf den Weg in den Kreißsaal. Ebenfalls bei folgenden Befunden sollte der Kreißsaal aufgesucht werden: Blutabgang Abgang des Schleimpfropfes Abgang von Fruchtwasser vor einem geplanten Kaiserschnitt Aufnahme in den Kreisssaal Im Kreißsaal werden die Schwangeren von einem Team engagierter, freundlicher Hebammen und ÄrztInnen in Empfang genommen. Es folgt das Aufnahmegespräch mit Aufnahme der Personalien und Durchsicht des Mutterpasses während gleichzeitig die kindlichen Herztöne und die mütterliche Wehentätigkeit erfasst werden. Durch die zusätzliche Aufzeichnung von kindlichen Bewegungsmustern, das so genannte Kineto-CTG, erhält man weitere Aussagen über das kindliche Wohlbefinden. Ziel der CTG-Registrierung ist die rechtzeitige Erkennung fetaler Gefahrenzustände, um intervenieren zu können, bevor eine Schädigung des Kindes eintritt. Dabei steht die Erkennung von Mustern im Vordergrund, die mit einer mangelnden Sauerstoffversorgung des Feten verknüpft sind. Üblicherweise beträgt die Registrierdauer 30 Min., bei Auffälligkeiten wird diese Zeit verlängert. Sie kann von einmal bei einem ambulanten Besuch über mehrmals täglich bis hin zur Dauerüberwachung reichen. Die Häufigkeit der Registrierung richtet sich nach dem individuell klinisch und kardiotokografisch ermittelten Risiko. Indikationen für eine vorgeburtliche CTG-Registrierung bestehen bei: Anämie der Mutter Herzrhythmusstörung des Feten im Ultraschall Blutungen während der Schwangerschaft Blutgruppenunverträglichkeit Bluthochdruck Diabetes mellitus Auffällige Dopplerbefunde Wachstumsverzögerung usw. Nach dem CTG folgt die Aufnahmeuntersuchung. Dabei wird festgestellt, wie weit die Geburt fortgeschritten ist. Bei der vaginalen Untersuchung werden die Beschaffenheit und die Weite des Muttermundes überprüft und ob der Kopf des Kindes im kleinen Becken ist. Neben den Basis-Untersuchungen, wie Blutdruck, Labor, Temperatur und Gewicht werden zusätzliche Laboruntersuchungen bei Schwangerschaftsproblemen zeitnah durchgeführt. Bei speziellen Fragestellungen kann unser Labor rund um die Uhr Diagnostik anbieten. Durch eine Ultraschallaufnahme bekommt der Arzt eine genaue Übersicht über die Lage des Babys, seine Stellung zum Geburtskanal und die Größe des Kindes. Sind alle Befunde erhoben, wird abgeschätzt, wie weiter zu verfahren ist. Ziel ist es, so wenig wie möglich und so viel wie nötig in den Geburtsverlauf einzugreifen, um das Geburtserlebnis nicht zu beeinträchtigen. Andererseits ist es aber ebenso wichtig, die Gefahren und Probleme rechtzeitig zu erkennen und diese kompetent zu beherrschen. Wenn das erreicht ist, haben wir die richtige Position als Helfer und Beschützer der Geburt eingenommen. 7 Medizin im Blick CTG während der Geburt Schmerztherapie Ein 30-minütiges Aufnahme-CTG zum Ausschluss einer primären Gefährdung des Feten und zum Nachweis von Kontraktionen ist ausreichend. Die Überwachung kann bei risikofreien Schwangerschaften und bisher unauffälligem CTG in der frühen Eröffnungsperiode intermittierend alle 30 Minuten bis maximal zwei Stunden (mindestens 30 Minuten) erfolgen. In der späten Eröffnungs- und während der Austreibungsperiode wird das CTG kontinuierlich geschrieben. Bei Risikoschwangerschaften wird während der gesamten Eröffnungs- und Austreibungsperiode eine CTG-Überwachung durchgeführt. Pathologische Herzfrequenzmuster sollten bei Persistenz über 30 Minuten durch eine fetale Blutgasanalyse abgeklärt werden. Dabei werden durch einen kleinen Blutstropfen vom kindlichen Kopf die Sauerstoffsituation des Kindes und damit das Wohlbefinden beurteilt. Gegebenenfalls muss man die Untersuchung in einem gewissen Zeitabstand wiederholen, falls die Herztöne weiter auffällig und das Kind bis dahin nicht geboren ist. Ausnahmen sind schwere fetale Bradykardien oder hochpathologische CTGMuster, die eine sofortige Intervention mit Geburtsbeendigung erfordern. Dass eine Geburt in aller Regel mit Schmerzen verbunden ist, ist eine allgemein bekannte Tatsache. Von daher ist es uns besonders wichtig, auch hier die erforderliche Hilfestellung zu geben. An erster Stelle stehen dabei die Möglichkeiten natürlicher Schmerzlinderung wie zum Beispiel schmerzreduzierender Atemtechniken, Entspannungsbäder mit entsprechenden Badezusätzen oder Aromatherapien zur Verfügung. Ebenfalls können krampflösende Medikamente wie Spasmolytika in Form von Zäpfchen oder Spritzen verabreicht werden. Sie wirken durch eine Entspannung der Muskulatur und nehmen so Einfluss auf den Angst-Spannungs-Schmerzkreislauf. Als nächste Stufe kommen dann die noch stärker wirksamen Opiatabkömmlinge mit guter Schmerzlinderung, die bei einigen Schwangeren leichte Benommenheit verursachen. Ab einer bestimmten Muttermundweite und starken Wehenschmerzen in der Eröffnungsperiode kann jederzeit eine PDA (Peridualanästhesie) von unseren anästhesiologischen Kollegen gelegt werden. Durch die gewonnene Schmerzfreiheit ist der Geburtsverlauf für die Schwangere viel angenehmer. Sollte es unter der Geburt dann doch zu einem Kaiserschnitt kommen, kann dieser mit dieser Schmerztherapie problemlos durchgeführt werden. 8 Medizin im Blick Die Geburt besteht aus drei Phasen: Eröffnungsphase Austreibungsphase Nachgeburtsphase Eröffnungsphase Die Eröffnungsphase beginnt mit dem Einsetzen regelmäßiger Wehen und endet mit der vollständigen Eröffnung des Muttermundes. In dieser Zeit werden die kindlichen Herztöne entweder ständig oder in Intervallen mit dem CTG überwacht. Es ist eine starke interaktive Phase, in der Wünsche, Hoffnungen und Ängste zum Ausdruck kommen, die wir zu erkennen und zu erfüllen versuchen. Austreibungsphase Ist der Muttermund vollständig, beginnt die Austreibungsperiode. Sie kann zwischen 30 und 90 Minuten dauern. Unter Anleitung der Hebamme und des anwesenden Arztes wird durch Pressen in der Wehe das Kind geboren. Dabei werden kindliche Herztöne kontinuierlich überwacht. Auch hierbei ist es besonders wichtig, beginnende Gefährdungen des Kindes rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das Wohl von Mutter und Kind ist unser Hauptaugenmerk. Nachgeburtsphase Sie beginnt mit dem Abnabeln des Kindes und endet mit dem Ausstoßen der Plazenta. Durch leichte Uteruskontraktionen löst sich die Plazenta von ihrer Haftfläche. Dabei kommt es zu Blutungen, die durch sofort einsetzende Gerinnungsvorgänge und durch das kräftige Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur gestoppt werden. Probleme der Nachgeburtsperiode können in Plazentalösungsstörungen liegen und eine manuelle oder instrumentelle Nachtastung erfordern. Auch eine fehlende Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter würde eine sehr starke Blutung nach sich ziehen und das Leben der Mutter gefährden, die so genannte atonische Blutung. Das erfahrene Hebammen- und Ärzteteam erkennt solche Situationen sofort und wirkt mit entsprechenden Mitteln entgegen. Das Neugeborene wird nach der Abnabelung bei Unauffälligkeiten bei der Mutter gelassen. Der erste Kontakt kann stattfinden. Gerade diese ersten Minuten direkt nach der Geburt sind von entscheidender Bedeutung für die Beziehung zwischen Mutter, Vater und Kind. Dazu lassen wir die Eltern auch einmal unter sich und bemühen uns, keine unnötigen medizinischen Eingriffe vorzunehmen. Nach der Entbindung werden noch zwei Stunden im Kreißsaal der Blutdruck, die Temperatur, die Blutung und der Fundusstand gemessen. Auf Wunsch wird beim ersten Anlegen geholfen. Es findet eine fürsorgliche und umfassende Betreuung statt. Im Mittelpunkt steht für uns die Geburt als das bedeutungsvolle Ereignis im Leben eines Kindes, seiner Mutter und der ganzen Familie, an das sich alle Beteiligten gerne zurückerinnern sollen. LeYLA Akpolat-Basci Oberärztin Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe 9 Medizin im Blick „Hauptsache, es ist gesund!“ Pränataldiagnostik heute Dr. MED. CARSTEN Lehment Hauptsache es ist gesund – das ist ein selbstverständlicher und nachvollziehbarer Wunsch jeder Frau, jedes Paares - eine Verpflichtung, alles zu tun bzw. der schwangeren Frau zu raten, damit ihr Kind einen möglichst guten Start hat. Diesen Wunsch zu erfüllen und dabei eine optimale Bedingung für die Geburt zu ermöglichen, ist die Aufgabe der pränatalen Diagnostik. Ein Wunsch, dessen Erfüllung lange Zeit kaum direkt beeinflussbar war. Wie das Kind sein würde, war bis zur Geburt ein Geheimnis. Wenn ein Kind krank geboren wurde, wurde das als Schicksal angenommen. Die Pränataldiagnostik hat die Schwangerschaftsbetreuung nachhaltig verändert. Die moderne Medizin ermöglicht die Geburt vieler Kinder, die früher ein tragisches Schicksal erlitten hätten. Die Pränataldiagnostik (PND) hat so aus der Zeit des geduldigen Wartens eine Zeit der aktiven Einflussnahme und Entscheidungen gemacht. Aus dem schicksalhaften Annehmen des Kindes, so wie es ist, wurde das Angebot, mithilfe von PND Einfluss zu nehmen. Manche Erkrankung lässt sich früh entdecken, manche Gefährdung lässt sich durch rechtzeitiges Eingreifen verringern. Die werdende Mutter kann sich Informationen über die kindliche Gesundheit, die Entwicklung und die Erbausstattung geben lassen und dadurch mehr Sicherheit bekommen. Unbestritten ist: Unser größeres Wissen um die Schwangerschaft mit den Möglichkeiten von gezielter Diagnostik und Therapie hat entscheidende Vorteile gebracht für die Sicherheit von Müttern und Kindern. Die pränatale Diagnostik umfasst eine Reihe von medizinischen Untersuchungen, mit deren Hilfe die Gesundheit und Entwicklung des ungeborenen Kindes überprüft wird. Dabei richtet sich die jeweilige Methode nach der Schwangerschaftswoche und der speziellen Fragestellung, die sich zumeist aus der eigenen oder familiären Situation ergibt. Seit Beginn der PND in den 70er-Jahren ist eine rasante Entwicklung zu beobachten. Es begann mit der Fruchtwasseruntersuchung, die anfänglich „blind“ durchgeführt wurde, ohne die heute übliche sonografische Kontrolle. Durch Farbtestung des Fruchtwassers wurde eine Gefährdung des Kindes durch die Rhesus-Blutgruppen-Unverträglichkeit abgeschätzt. Weiter wurde durch die Amniocentese die Bestimmung der kindlichen Chromosomen ermöglicht. Sie wurde anfangs nur bei älteren Schwangeren eingesetzt, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenveränderung besteht. Ein Meilenstein der Diagnostik wurde mit Einsatz der Sonografie und erstmaliger Bildgebung vor der Geburt erreicht, was Licht in die „Blackbox“ des Ungeborenen brachte und sich schnell zur wichtigsten Informationsquelle entwickelte. Um den Einsatz zu systematisieren, sind seit 1995 laut Mutterschaftsrichtlinien drei US-Untersuchungen als Standard festgelegt, die zur Überwachung der normalen Schwangerschaft, aber auch in der 20. Woche als Termin für die Feindiagnostik explizit zum Erkennen von Fehlbildungen gedacht sind. Es können die nicht-invasiven Methoden mit Sonografie, Blutflussmessung und Bluttests von den invasiven Methoden mit ultraschallgesteuerten Eingriffen und therapeutischen Maßnahmen unterschieden werden. hörrohr US Bild von Zwillingen 1957 Vidoson 1966 10 Medizin im Blick Menschlicher Chromosomensatz Frühe Organuntersuchung und Ersttrimesterscreening Grundlage ist auch hier eine genaue Ultraschalluntersuchung, insbesondere der Kontur mit Bestimmung der Transparenz im Nackenbereich, des Vorhandenseins des Nasenbeins, der Funktion der Herzklappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer und einer venösen Verbindung nach Eintritt der Nabelschnur. Es kann damit eine statistische Berechnung erfolgen, die ein Risiko für bestehende chromosomale zahlenmäßige Veränderungen erfasst. Dieses ist mit zunehmendem Alter der Schwangeren wahrscheinlicher, kann jedoch in jedem Alter auftreten. Ergibt sich ein unauffälliges Risiko von unter 1:1000, so kann davon ausgegangen werden, dass keine Trisomie vorliegt. Zwischen der 11. + 1 . und der 13. + 6. Schwangerschaftswoche wird mittels Ul- SOnografiebilder traschall die Nackentransparenz gemessen und in Verbindung mit den Konzentrationen des Eiweißstoffes PAPP-A und des Hormons freies ß-HCG im Blut der Mutter ein Verhältniswert ermittelt. Dieser gibt keine Diagnose über die Anzahl der Chromosomen 13, 18 und 21, welche die häufigsten Trisomien verursachen, sondern nur eine Wahrscheinlichkeitsaussage mit einer Sicherheit über 90%. Zur sicheren Diagnostik ist eine Probenentnahme aus der Fruchthöhle mittels Punktion unverzichtbar. Quadruple-Test Beim Quadruple-Test werden die Hormonwerte AFP, hCG, freies Estriol und Inhibin A im Blut der Mutter untersucht. Möglicher Zeitpunkt für die Durchführung ist die Woche 14+0 bis 19+6. Aufgrund der Erkennungsrate von 81% für eine Trisomie 21 (bei 5% Falsch-Positivrate) ist der Test eine Alternative, falls das ErsttrimesterScreening versäumt wurde oder sich ein unzureichend sicherer Wert zwischen 1:1000 und 1:100 ergab, aber dennoch eine möglichst hohe Erkennungsrate für eine Trisomie 21 erzielt werden soll. Der Quadruple-Test ist außerdem Bestandteil des integrierten Screenings, bei dem die Blutuntersuchungen sequenziell erfolgen und in Verbindung mit der Ultraschalluntersuchung ein Gesamtergebnis berechnet wird. Eine Quote von 1:100 gilt dabei als Grenzwert für die Durchführung einer genetischen Untersuchung. 11 Medizin im Blick Ultraschallgerät FEtales Herz 3D-Bild 21. SSW Ultraschall-Feindiagnostik Bei besonderen Risikosituationen (z. B. bei Verdacht auf Herzfehler) kann das Herz zum Teil schon bereits ab Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels (13. – 14. SSW.) untersucht werden. Bei bekannten Herzfehlern ist es besonders wichtig, eine optimale Planung zur Entbindung zu erstellen, um gute Chancen für das Kind zu wahren. 3D /4 D- Ultraschall Diese Untersuchung ist wesentlich umfangreicher als das in den Vorsorgerichtlinien vorgesehene II. Screening in der 19. - 22. SSW. Es werden die einzelnen Organe auf Funktion und Intaktheit überprüft, die bisherige Entwicklung analog zum Alter bestimmt, die Fruchtwassermenge und die Plazenta beurteilt. Sollten Auffälligkeiten gefunden werden, die sich im Zusammenhang mit Trisomien häufiger zeigen, so ist hiermit noch keine Fehlbildung gemeint. Es können aber weitere Risikoschätzungen aufgrund dieser Marker hinsichtlich einer Trisomie 21 erstellt werden. Eine unauffällige Ultraschalldarstellung kann keine chromosomale Veränderung ausschließen, da diese auch ohne erkennbare Organveränderungen vorkommen. Die bei der Feindiagnostik sichtbaren Organfehler sollten darum auch nicht als „genetic scan“ bezeichnet werden, da hiermit verschiedene Qualitäten ausgedrückt werden. Fetale Echokardiografie Die genaue Untersuchung des kindlichen Herzens ist Bestandteil der Organdiagnostik in der 19. – 22. Schwangerschaftswoche. Das Herz kann häufiger als alle anderen Organe von Fehlbildungen betroffen sein. Auch die Untersuchung des fetalen Herzens ist von einer optimalen Geräteeinstellung und -qualität sowie der Kompetenz und Erfahrung des Untersuchers abhängig. 12 Dopplersonografie Bei dieser Untersuchung kann die Durchblutung der Nabelschnur und wichtiger Blutgefäße des Kindes gemessen und auf dem Ultraschallbild farbig dargestellt werden. Wenn Zweifel an der ungestörten Entwicklung des Ungeborenen bestehen (dies kann z.B. bei mütterlichem Bluthochdruck sein), können durch diese Untersuchung genauere Informationen über das Gedeihen des Kindes gewonnen werden als beispielsweise durch die alleinige Messung seines Wachstums. Auch die intrauterine Diagnostik einer Anämie gelingt mittels Dopplerflussmessung der Hirnarterien zuverlässig, sodass kaum noch fetale Blutentnahmen mit Nabelschnurpunktion notwendig sind. Die Diagnostik der Durchblutung der Gebärmutter dient der Beurteilung einer möglichen Unterversorgung des Kindes mit Nährstoffen, was sich erst später in geringerem Wachstum zeigen würde. Hiermit kann frühzeitig eine verbesserte Planung eingeleitet werden und die Vorsorge angepasst werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Als Ergänzung bei speziellen Fragestellungen bietet diese Technik in Einzelfällen zusätzliche diagnostische Hinweise und dient oftmals der besseren Visualisierung oberflächlicher Strukturen. Ein Platz in der Routinediagnostik konnte hiermit bisher kaum beansprucht werden. Es ergeben sich bei günstigen Bedingungen faszinierende Bilder, die im Rahmen der IGEL-Leistungen ohne diagnostischen Anspruch erbracht werden können. Nabelschnurpunktion Bei der Nabelschnurpunktion kann unter Ultraschallsicht aus der Nabelschnur Blut entnommen und auf bestimmte Infektionen oder Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind untersucht werden. Eine Abklärung der Genetik ist aus fetalen Blutzellen eine schnelle Methode, die vor allem in fortgeschrittenen Schwangerschaftswochen notwendig wird. Auf diesem Weg können dem Kind auch direkt Medikamente verabreicht oder z. B. bei Blutarmut Blut übertragen werden. Chorionzottenbiopsie Hierbei erfolgt eine Entnahme von Mutterkuchengewebe ab der 11. SSW. Die entnommenen Zellen bieten die Möglichkeit der Kultivierung und Erkennung chromosomaler Veränderungen. Bei dieser Fragestellung und dem Wunsch der mög- Medizin im Blick Embryo lichst frühzeitigen Diagnose mit größter Sicherheit der Aussagekraft ist die Chorionzottenbiopsie ein probates Mittel mit niedriger Risikokonstellation. Der Eingriff wird üblicherweise durch die Bauchdecke unter Ultraschallkontrolle durchgeführt. Sie erfolgt meist bei speziellen Fragestellungen wie bekannter familiärer Erbkrankheit oder wenn es notwendig ist, dass ein Ergebnis sehr schnell vorliegt, da hierbei auch einige Fragestellungen nicht beantwortet werden können und eine gering höhere Fehlerrate besteht, die aufgrund möglicher chromosomaler Mosaikbilder nie ganz auszuschließen ist. Amniocentese Aus diesem Grund wird manchmal eher die Fruchtwasserpunktion empfohlen, da hier auch etwas weniger Risiken bestehen. Dieser Eingriff wird hauptsächlich zur Gewinnung von fetalen Zellen für eine Chromosomenanalyse bei sonografischer Auffälligkeit oder verdächtigem Bluttest angeboten. Auch hierbei kann ein Schnelltest die wichtigsten Chromosomenanzahlen in einem Tag liefern. Es werden zusätzlich noch die im Fruchtwasser gelösten Eiweiße alpha-Fetoprotein und das Enzym ACHE bestimmt, die jeweils Aussagen über die Wahrscheinlichkeit einer Spaltbildung des Kindes zulassen. In späteren Wochen dient die Amniocentese auch dem Nachweis einiger Infektionen, die das Kind betreffen. Eine Amniondraina- ge mit Entlastung großer Mengen von Fruchtwasser ist in vereinzelten Fällen zum Erhalt der Schwangerschaft bei massiver Überproduktion von Fruchtwasser hilfreich. Die Instillation von Farbstoffen zum Nachweis eines Blasensprungs ist verlassen worden, nachdem sich spezielle Testkits durchgesetzt haben, die eine deutliche Aussage aus der Bestimmung aus vaginalem Sekret erlauben. Nach Etablierung der frühen sonografischen Diagnostik im ersten Trimenon und des Erstrimesterscreenings bis zur 14. SSW konnte die Rate der durchgeführten Punktionen auf ein Fünftel reduziert und damit auch die dadurch ausgelösten Komplikationen entsprechend vermindert werden. 13 Medizin im Blick Bilddarstellung vor 38 Jahren Fetoskopie gesicht Interventionelle MaSSnahmen Seit der ersten intraabdominalen fetalen Transfusion durch Prof. Hansmann 1972 in Deutschland wurde die intrauterine invasive Therapie auch hier stetig weiterentwickelt. Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten, durch Einlage von Shuntröhrchen einen Flüssigkeitsausgleich in getrennten Bereichen herzustellen und somit dem Kind zu helfen, wie z.B. beim Pleuraerguss oder einer übergroßen Blase. Auch Operationen am Feten in der Gebärmutter werden im Rahmen der fetal surgery durchgeführt. Berühmtheit erlangten die von Prof. Harrison durchgeführten Operationen, die in ausweglosen Situationen halfen, die Kinder zu retten. C. DOPPLER 14 Fetoskopie Bei der Fetoskopie kann das Kind durch eine dünne Optik betrachtet werden, die nach örtlicher Betäubung von außen durch die Bauchdecke bis in die Fruchthöhle geschoben wird. Zum Ausschluss oder Nachweis sehr seltener Erkrankungen können Gewebeproben entnommen werden. Bei Kindern mit Zwerchfellhernie wird fetoskopisch ein Ballon in die Luftröhre eingesetzt, der eine verbesserte Entwicklung der Lunge ermöglicht und somit ein atmungsfähiges Kind geboren werden kann. Außerdem kann bei Spaltbildungen eine intrauterine Operation erfolgen. Hierfür wird eine selektive Narkose des Feten angewendet. Unverzichtbar ist inzwischen die fetoskopische Laserkoagulation kommunizierender Gefäße beim Zwillingstransfusionssyndrom mit hohen Erfolgsraten des Überlebens beider Feten. Hierbei werden Gefäßverbindungen zwischen gemeinsamen Mutterkuchenanteilen von Zwillingen unterbunden, womit ein Ungleichgewicht der Blutverteilung beendet wird. Mit der Zunahme von Mehrlingsschwangerschaften durch den Fortschritt in der Reproduktionsmedizin werden auch deren Komplikationen häufiger und dementsprechend Lösungswege notwendig. Insgesamt gehört PND heute zur Routine in der Schwangerschaftsbetreuung, das „Screening“ zum Ausschluss von Auffälligkeiten ist Alltag und wird von den meisten Schwangeren nicht nur akzeptiert, sondern willentlich eingefordert. Aber die neuen Techniken können Medizin im Blick auch neue Belastungen für Betreute und Betreuende bedeuten. Bei aller Routine muss jedoch dem Wunsch entsprochen werden, wenn eine Schwangere sämtliche diagnostischen Maßnahmen ablehnt, die das Risiko bergen, auch eine unerfreuliche Diagnose zu offenbaren. Dem wird im Rahmen des Gendiagnostikgesetztes Rechnung getragen, nach dessen Inhalt eine Schwangere eine genetische Beratung auch vor einer Ultraschalluntersuchung beanspruchen kann, wenn eine Aussage über eine genetische Erkrankung angestrebt wird. In den weitaus meisten Fällen kann die Pränataldiagnostik dazu einen entscheidenden Beitrag leisten, der Schwangeren ein sicheres Gefühl zu vermitteln und ihr Kind mit positiven Empfindungen anzunehmen. Einer normalen Geburt entgegenzusehen, ohne unangenehme oder sogar erschreckende Erkenntnisse befürchten zu müssen, die erst nach der Geburt bekannt werden, bietet die Aussicht auf eine deutlich gelassener erlebte Schwangerschaft. Leider ist diese Aussicht in Einzelfällen trügerisch, da es eine absolute Sicherheit eines gesunden Kindes auch durch kompetent angewandte und korrekt durchgeführte diagnostische Maßnahmen nicht geben kann, da es nicht möglich ist, allen Eventualitäten etwas entgegenzusetzen. Vielfach wird auch das von der Schwangeren nicht gefordert, sondern die Erwartung geht dahin, die eigentlich schon vorhandene positive Haltung zum Kind zu bestärken. Bei nur etwa 3 % der Schwangerschaften tritt eine schwerwiegende Veränderung auf, die zum Teil vor der Geburt bekannt wird. Wenn eine therapeutische Maßnahme erfolgen kann, wird diese mit der Schwangeren ausführlich besprochen und die notwendigen Schritte geplant, auch mit Unterstützung vielleicht notwendiger weiterer Stellen. Zuallererst sind ein Kinderarzt und dessen spezialisierte Kollegen wie Kinderkardiologe, -urologe oder -chirurg gefragt, auch ein Mund-Kiefer-Gesichtschirurg bei vorkommenden Spaltbildungen in diesem Bereich wird schon im Vorfeld kontaktiert, um die bestehenden therapeutischen Möglichkeiten zu besprechen. Es gibt ein enges Netzwerk kompetenter Spezialisten in der Behandlung angeborener Veränderungen, die im Marienhospital Bottrop vor Ort oder in Zusammenarbeit mit weiteren Kollegen bekannter Abteilungen für das Wohlergehen des Kindes vor und nach der Geburt sorgen können. Eine Chance dafür erhalten die Kinder durch die Mittel der pränatalen Diagnostik. Die beschriebenen Vorgehensweisen bieten einen Überblick der modernen Medizin, die möglich sind, wenn es erforderlich ist. Die Entscheidung darüber bleibt jedoch zuallererst bei der Schwangeren. Dr. med. Carsten Lehment Oberarzt Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe 15 Medizin im Blick Service für unsere Eltern Zwei Präsente von uns für Ihre Erstausstattung StorchenParkplatz Direkt vor dem Haupteingang ist ein Parkplatz für unsere werdenden Eltern kostenfrei reserviert. BABYwand StadtSpiegel ERSTE HILFE KUR BABYMASSAGE hnen Babys. Sanfte Hände verwö Körperkontakt Durch intensiven natslösen sich Dreimo entspannen Babys, wird Schlafbereitschaft koliken und die Massage ende wohltu gefördert. Diese durch die Baby ihr t, kann, einmal erlern ommen und angen sich begleiten. Es fühlt zu ganze Kindheit olle Beziehung uen und die liebev Väter geliebt. Selbstvertra Kurs sind auch gestärkt. In diesem den Eltern wird gern gesehen. für 6 Treffen Euro 50,00 Kursgebühr: Elke Rohde – IBCLC). 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Dezember Beginn: jewei ls um 18:30 U hr Treffpunkt: Em pore der Café teria im Marie Josef-Albersnhospital Bott Straße 70 rop, Eine Anmeldu ng ist nicht er forderlich. 18 Marienhospi tal Bottrop gG mbH DIN EN ISO 90 01:2000 www.marienh ospital-bottro p.de Medizin im Blick Perinatalzentrum am MHB bietet neuen Test zur Vorhersage des Frühgeburtsrisikos an Negativer Test sagt mit bis zu 99%iger Wahrscheinlichkeit voraus, ob eine Schwangere in den nächsten 14 Tagen ihr Baby bekommen wird Dr. med. Hans-Christian Kolberg In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Marienhospital Bottrop ist ein neuer Test eingeführt worden, der über einen Abstrich den Geburtshelfern dabei hilft, die Schwangeren zu identifizieren, die ein hohes Risiko für eine Frühgeburt haben. Wissenschaftlich untersucht ist der Test für Frauen, die zwischen der 22. und der 35. Schwangerschaftswoche sind. Ein negativer Test sagt voraus, dass eine werdende Mutter mit bis zu 99 %iger Wahrscheinlichkeit in den nächsten 14 Tagen nicht entbinden wird und hilft so, den notwendigen Krankenhausaufenthalt möglicherweise abzukürzen und die Besorgnis der werdenden Eltern, der Geburtshelfer und der Kinderärzte zu mindern. Bei einem positiven Testergebnis kann das Team die erforderlichen Therapiemaßnahmen einleiten, die eine Frühgeburt verhindern sollen, um sich gleichzeitig auf die Versorgung des neuen hilfebedürftigen Erdenbürgers besser einstellen zu können. „Eine Frühgeburt kann für das Baby einen langen Aufenthalt auf unserer Intensivstation bedeuten und möglicherweise lebenslange Konsequenzen mit sich bringen“, erklärt Dr. Hans-Christian Kolberg, Chefarzt der Frauenklinik im MHB, der sich mit Dr. Martin Günther, Chefarzt der Kinderklinik einig ist, dass eine genauere Vorhersage dieses Risikos eine entscheidende Verbesserung in der Betreuung der Schwangeren mit Hinweisen für eine drohende Frühgeburt darstellt. „Mit dem so genannten Fibronektin-Test können wir vielen werdenden Müttern die problematischen Langzeitbehandlungen mit we- 19 Medizin im Blick henhemmenden Medikamenten ersparen und ihnen schneller wieder erlauben, sich körperlich zu belasten.“ Der Test funktioniert über die Messung eines speziellen Stoffes, des Fibronektins, in der Scheide einer Schwangeren. Fibronektin wirkt stark verkürzt ausgedrückt wie ein Klebstoff, der das Baby im Schoß der Mutter hält, bevor die richtige Zeit für die Entbindung gekommen ist. Eine erhöhte Konzentration von Fibronektin in der Scheide zwischen der 22. und der 35. Schwangerschaftswoche ist ein Hinweis auf ein stark erhöhtes Frühgeburtsrisiko, insbesondere bei gleichzeitig bestehender Wehentätigkeit oder einer Verkürzung des Gebärmutterhalses im Ultraschall, die der Ultraschallspezialist des Perinatalzentrums, Oberarzt Dr. Carsten Lehment, messen kann. Bei einem positiven Test wissen also die Geburtshelfer, dass eine Schwangere ihrer besonderen Aufmerksamkeit bedarf und können neben der Einleitung einer Therapie mit wehenhemmenden Medikamenten, Bettruhe und der Gabe von Kortison zur Reifung der Lunge des Babys bereits im Bauch der Mutter - gemeinsam mit den Kinderärzten, die auf die Behandlung auch kleinster „Frühchen“ spezialisiert sind, alle Vorbereitungen für die Versorgung des neuen Erdenbürgers bei seiner verfrühten Landung im Leben treffen. Ein negativer Test hingegen ermöglicht oft eine rasche Rückkehr der Schwangeren nachhause und die Weiterbetreuung der Schwangerschaft durch den eigenen Frauenarzt. Wenn notwendig, kann der Test alle 14 Tage wiederholt werden und hat dann wieder die gleiche Vorhersagekraft. Bisher wird der Test in Deutschland in etwa 20 Kliniken eingesetzt, überwiegend in Universitätskliniken und Perinatalzentren wie dem MHB. „Unser wichtigstes Ziel als Team im Perinatalzentrum ist natürlich die Vermeidung einer Frühgeburt. Auch wenn wir wissen, dass extreme „Frühchen“ mit einem Gewicht von nur 500 bis 600 Gramm bei unseren Neonatologen in den besten Händen sind, sind wir froh über jeden Tag, den ein Baby länger im Bauch der Mutter bleibt. Darüber dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir den uns anvertrauten werdenden Müttern zur Erreichung dieses Ziels oft belastende Therapien zumuten müssen. Der Fibronektin-Test ermöglicht es uns, diese Belastungen auf ein notwendiges Maß zu reduzieren und vielen werdenden Eltern ihre große Sorge vor einer Frühgeburt zu nehmen. Die erste Schwangere, bei der wir den Test eingesetzt haben, war eine Kinderkrankenschwester aus unserem eigenen Krankenhaus, die natürlich genau weiß, was eine Frühgeburt für ihr Kind bedeutet. Aufgrund der Messungen des Gebärmutterhalses waren wir alle davon überzeugt, dass die Geburt unmittelbar bevorstand. Der Test war negativ und 14 Tage später war sie immer noch schwanger und das Baby in ihrem Bauch quietschfidel!“, freut sich Dr. Kolberg über die ersten Ergebnisse seit Einführung des Tests. Dr. med. Hans-Christian Kolberg Chefarzt Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe 20 Medizin im Blick Das Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Martin Günther Dr. Sven Plewa Sezgin Ata Dr. Oliver Hendricks Carolin Desch Thomas Herber Albert Isa Eirini Margari Nora Matar Sanja Moderjewsky Elena Savvidou Dr. Pervin Seleserpe Anne Strohschein Björn Willmann 21 Medizin im Blick Perinatalzentrum Level 1 Im Mittelpunkt stehen Versorgung und Betreuung Sezgin Ata Die Versorgung zu früh geborener Kinder, selbst extremer Frühgeborener mit 23 Schwangerschaftswochen, ist unser Anliegen. Wir setzen alles daran, die Situation für Eltern und Verwandte so familiär und entspannt wie möglich zu gestalten. Die psychologische Sondersituation „frühgeborener“ Eltern steht im Mittelpunkt der Betreuung. Der gemeinsame Bundesausschuss GBA, das Entscheidungsgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern, hat zur Sicherstellung einer hohen Qualität in der Versorgung Früh- und Neugeborener einen Kriterienkatalog beschlossen. Dieser legt verbindlich fest, welche Merkmale in einem Krankenhaus erfüllt sein müssen, damit Frühgeborene mit bestimmten Reifekriterien behandelt werden dürfen. Das Marienhospital erfüllt die Anforderungen für die höchste Versorgungsstufe Perinatalzentrum Level 1. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Martin Günther und dem Oberarzt der Neonatologie, Herrn Sezgin Ata, werden in der Klinik für Kinderund Jugendmedizin extreme Frühgeborene bis hin zum Jugendlichen versorgt. Für unsere Kinderklinik sind Neonatologie und Intensivmedizin schon lange Routine. Seit Jahren arbeiten erfahrene Kinderkrankenschwestern und Kinderärzte (Neonatologen) im Schichtdienst im Perinatalzentrum. Es stehen 18 Intensivversorgungseinheiten mit sechs Beatmungsplätzen zur Verfügung. Selbstverständlich sind darüber hinaus Einrichtungen für Intermediate Care, Spezialtransportbrutkasten für Notfälle und ein Shuttlesystem für extreme Frühgeborene vorgehalten. In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe kümmern sich neben einem großen Team von Mitarbeitern, Hebam- 22 men und Beleghebammen sowie 10 ÄrztInnen um die werdenden Mütter. Unter Leitung des Chefarztes Dr. Hans Christian Kolberg betreut das Team über 900 Geburten im Jahr. Der große Anteil von Risiko- und Hochrisikogeburten wird über die spezielle Ultraschallambulanz von Oberarzt Dr. Carsten Lehment mit höchster Fachkompetenz betreut. Insbesondere bei Risikoschwangerschaften werden frühzeitig alle notwendigen Vorkehrungen rund um das Geburtsgeschehen getroffen. Als regionaler Versorger betreut die Kinderklinik neben der Geburtshilfe im eigenen Haus insgesamt über 2.200 Geburten pro Jahr. Technisch, apparativ und personell sind beide Kliniken auf modernstem Stand. Am MHB sind sämtliche Strukturen eines Perinatalzentrums Level 1 vorhanden. Die postpartale Ultraschallambulanz mit dem leitenden Oberarzt Dr. Sven Plewa rundet das Angebot ab. Die Kinderklinik ist Gründungsmitglied (1993) des Qualitätszirkels Neonatologie Westfalen Lippe Süd der Ärztekammer Westfalen Lippe und hält in diesem Rahmen regelmäßig Sitzungen im Hause ab. Medizin im Blick Neonatologische Intensivstation Wenn der Storch einen Umweg macht Sezgin Ata Die Station K2 der Kinderklinik ist eine neonatologische Intensivstation zur Versorgung der kleinsten Patienten des Marienhospitals Bottrop. Wir betreuen Früh- und Neugeborene, deren Start ins Leben mehr Probleme macht als gewöhnlich erwartet. Unser Team besteht aus ärztlichen Neugeborenenspezialisten (drei Neonatologen und 5 AssistenzärztInnen), speziell geschulten Schwestern, einer Krankengymnastin und einer Ergotherapeutin. Die technische Ausrüstung der Station entspricht modernsten Standards. Für den Laien ist der technische Aufwand, der für eine optimale Überwachung und Behandlung unserer kleinen Patienten erforderlich ist, meist nicht vorstellbar (Bild 1). Inmitten dieser Geräte, Schläuche und Leistungen wirken unsere Patienten oftmals wie verloren und die Eltern sind nicht selten zunächst verwirrt oder gar verängstigt beim Anblick dieser Technik. Allerdings ist gerade für unsere besonders kleinen Patienten die möglichst keimfreie Atmosphäre eines Brutkastens mit individuell angepasster Luftfeuchtigkeit und Temperatur Voraussetzung für ein zufriedenstellendes Gedeihen. BIld 1 BIld 3 BIld 2 Daher müssen auch nahezu alle Maßnahmen und Untersuchungen innerhalb dieses engen Raumes durchgeführt werden, wenn möglich, ohne die Ruhe unserer Patienten zu stören (Bild 2). Dies erfordert natürlich einiges Geschick und große Erfahrung. Trotz dieser Notwendigkeiten versuchen wir, auf die Bedürfnisse der Kinder maximal einzugehen und ihren Bedarf nach Ruhe und Geborgenheit als einen zentralen Punkt in unserer Betreuung zu berücksichtigen (Bild 3). Die Prinzipien einer sanften Pflege werden eingehalten. Grelles Licht und laute Töne werden möglichst vermieden. 23 Medizin im Blick BIld 4a BIld 4b Körperkontakt, Streicheln und stimmliche Zuwendung sind erwünscht. Leise Musik in den Brutkästen bereitet unseren kleinen Patienten offensichtlich Freude und Entspannung. Interessant ist, dass man auch hierbei gelegentlich schon früh individuelle Vorlieben erkennen kann. Im Rahmen dieser so genannten „sanften Pflege“ werden natürlich auch Blutabnahmen auf ein Minimum beschränkt. Dank spezieller Entwicklungen für die Neugeborenen ist es zunehmend möglich, Informationen, die früher durch Blutuntersuchungen erlangt werden mussten, mit speziellen Messsonden schmerzfrei durch die Haut zu erhalten, ohne diese zu verletzen (Bild 4a, 4b, 4c). Besonders wichtig und für die Heilung und das Gedeihen förderlich ist die Anwesenheit der Eltern. Sie haben die Möglichkeit, auf unserer Station rund um die Uhr bei ihren Kindern zu bleiben, Kontakt mit ihnen aufzunehmen und auch schon früh im Krankenhaus das Gefühl einer „familiären Geborgenheit“ zu geben. 24 BIld 4C Oft lässt sich erkennen, dass es den Winzlingen besser geht, wenn sie der Mutter oder dem Vater auf die Brust gelegt werden. Dies ist auch durchaus mit intensivbehandelten oder gar beatmeten Frühgeborenen möglich. Erstaunlicherweise lässt sich mitunter feststellen, dass sich z. B. Sauerstoffbedarf und andere Beatmungsparameter bessern. Abgeleitet vom Känguru, welches das werdende Junge in seinem Beutel aufzieht, nennt man diese Methode „Kangarooing“ (Bild 5). Zusätzlich profitieren die Eltern von der Möglichkeit, sich von erfahrenen Schwestern für die Pflege und Betreuung ihrer Kinder nützliche Tipps und Hinweise geben zu lassen. Eine ausgebildete Stillberaterin steht Ihnen zur Seite. Ist Stillen nicht möglich, erhält das Kind Ihre abgepumpte Muttermilch. Wenn die Situation es erfordert, werden die erkrankten Kinder während des stationären Aufenthaltes krankengymnastisch und/oder ergotherapeutisch von erfahrenen Mitarbeiterinnen betreut. Die Eltern werden in die entsprechenden Maßnahmen angeleitet, sodass sie Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind bekommen und ggf. die Behandlung zuhause weiterführen können. Neben der Betreuung unserer eigenen geburtshilflichen Abteilung besteht auch eine enge Zusammenarbeit mit weiteren geburtshilflichen Kliniken. Neben der vorgeburtlichen Besprechung und Planung geburtshilflicher Problemfälle werden dort die Neugeborenen an den Werktagen täglich von einem Kinderarzt angesehen und es werden regelmäßig Vorsorge- und Ultraschalluntersuchungen der Neugeborenen durch den Chefarzt oder den leitenden Oberarzt der Kinderklinik durchgeführt. Wir stehen den Geburtskliniken rund um die Uhr zur Verfügung, sei es für eine ambulante Vorstellung oder eine unerwartet komplizierte Entbindung. In enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sind wir in Notsituationen schnellstmöglich vor Ort. Hierzu steht uns ein Transportinkubator Medizin im Blick Nach der Entlassung aus der Kinderklinik stehen wir den Eltern bei allen Problemen weiterhin beratend und helfend zur Seite. Wir bieten u.a. folgende Unterstützung an: BIld 5 zur Verfügung, der alle neonatologischintensivmedizinischen Maßnahmen und einen sicheren Transport ermöglicht (Bild 6). Selbst extrem unreife Frühgeborene haben mittlerweile sehr gute Chancen, nicht nur zu überleben, sondern gesunde Kinder zu werden. Die Qualität unserer Arbeit wird regelmäßig im Neonatologischen Qualitätszirkel der Ärztekammer Westfalen Lippe dargestellt und überprüft. Hier sind wir aktives Mitglied und haben diese Zusammenkunft der regional führenden neonatologischen Abteilungen auch mehrfach in Bottrop ausgerichtet. Sollte eine Verlegung auf unsere Station notwendig werden, wird alles getan, um eine Eltern-Neugeborenenbindung zu fördern und zu erhalten. Eine frühestmögliche Rückverlegung in die Geburtsklinik wird angestrebt. Auch nach der Entlassung stehen wir für Probleme gerne beratend zur Seite. Nicht selten besuchen uns unsere ehemaligen Frühchen mit ihren Eltern und zeigen Frühgeborenennachsorge Neurologische Untersuchung Entwicklungsdiagnostik Frühe Hilfe Sozialmedizinische Nachsorge Monitorsprechstunde Reanimationsunterweisung Ergotherapie Krankengymnastik Ultraschalluntersuchung Schlafmedizin uns ihre Fortschritte. Es gibt kaum etwas Schöneres für die engagierten Mitarbeiter unserer neonatologischen Intensivstation, als eines unserer ehemaligen Sorgenkinder auf dem Kinderfest der Klinik oder bei dem monatlich statt findenden Frühchen-Treff munter herumtollen zu sehen. BIld 6 Sezgin Ata Oberarzt Kinderklinik 25 Medizin im Blick Wochenbettgymnastik Wieder in Form nach dem Baby Martina Pachollek An unsere werdenden Mütter, Fühlen Sie sich eingeladen, auch wenn Ihr Baby in der ersten Zeit nach der Geburt den größten Teil Ihrer Zeit beansprucht, sollten Sie etwas für Ihren Körper tun. Der weiche Beckenboden und die Bauchdecke benötigen jetzt regelmäßige gymnastische Übungen, um ihre ehemalige Festigkeit zurückzufinden, damit Spätfolgen (z. B. Urin- und Stuhlinkontinenz, Gebärmuttersenkung) vermieden werden. Während Ihres Klinikaufenthaltes findet auf ärztliche Anordnung für Sie nach der Entbindung die Wochenbettgymnastik statt. Durch unsere speziell geschulten Physiotherapeuten erhalten Sie fachgerechte Anleitung um die Rückbildung der schwangerschaftsbedingten Veränderungen Ihres Körpers zu fördern. Hier erfahren Sie viel über beckenbodenschonendes Verhalten, Wahrnehmung und Aktivierung der Beckenboden- und Bauchmuskulatur und bekommen erste Anleitungen zum praktischen Üben. immer montags bis freitags um 11.30 Uhr im Buffetraum der Station 5C. Martina Pachollek Ihr Physiotherapieteam im MHB 26 stellv. Leiterin der Physiotherapie Medizin im Blick Physiotherapie Entwicklungsförderung von Anfang an Karin Kneip Atemtherapie nach Vojta Schon den kleinen frühgeborenen Kindern können wir durch die Physiotherapie den Start ins Leben erleichtern. Zum einen durch die Vojtatherapie, zum anderen durch das entwicklungsfördernde Handling nach Bobath. Als Atemtherapie hilft die Vojtatherapie auch den allerkleinsten Frühgeborenen, ihren Brustkorb zu entfalten und gegen die Schwerkraft zu heben. Das verbessert die Atemtiefe - und Frequenz, kann den CO2 und Sauerstoffanteil im Körper regulieren, sowie den Stoffwechsel (u. a. Verdauung und Blasenfunktion) anregen. Auch bei neurologischen Problemen (z.B. Hirnblutungen) hilft die Reflexlokomotion in der Vojtatherapie eine normale Bewegungsentwicklung anzubahnen. Wir versuchen bereits früh die Eltern anzuleiten und in die Therapie mit einzubeziehen, um so ihrem Kind zu helfen und es zu fördern. Dies unterstützen wir zusätzlich durch eine entwicklungsfördernde Handhabung nach Bobath beim Hochziehen, An- und Ausziehen und Windelnwechseln. Auch Gleichgewichtsschulungen auf dem Schoß gehören dazu, denn der Gleichgewichtssinn ist in der 24. SSW bereits ausgebildet und wird danach nur noch durch die Bewegungen der Mutter geschult. Selbstverständlich wird jede Therapie an die Versorgungszeiten (z.B. vor den Mahlzeiten, zu den Wachphasen) und dem aktuellen Gesundheitszustand des jeweiligen Frühgeborenen angepasst und mit dem Pflegepersonal abgesprochen. Wir bieten weitere Entwicklungskontrollen im Rahmen unserer Frühgeborenenund Risikosprechstunde mit unserem Neuropädiater und der Physiotherapeutin an. Auch Kinder, die nach der Entlassung weitere krankengymnastische Versorgung benötigen, können hier weiter betreut werden. Karin Kneip Physiotherapeutin 27 Medizin im Blick Sozialmedizinische Nachsorge am MHB Nachsorge ist die beste Vorsorge Dorothea Nagel-Liebert, Christa Wetter-Wehnes Sozialmedizinische Nachsorge richtet sich an früh- und risikogeborene Kinder sowie chronisch und schwer erkrankte Kinder und Jugendliche. Sie soll den Übergang der Krankenhausbehandlung in die häusliche Umgebung erleichtern. Dabei sind die Verkürzung von stationären Aufenthalten und die Sicherstellung der ambulanten Weiterversorgung wichtige Ziele. Seit dem 01.01.2009 ist die Sozialmedizinische Nachsorge eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen, verankert im SGB V §43 Abs. 2. 28 Allgemeines zur sozialmedizinischen Nachsorge Bei der Sozialmedizinischen Nachsorge geht es primär um Unterstützung für schwerkranke Kinder und ihre Familien. Sie setzt am individuellen Bedarf des Patienten an und versucht, den erzielten Behandlungserfolg zu stabilisieren und sicherzustellen. Weitere Ziele und Aufgaben der pädiatrischen Nachsorge sind die Verkürzung des stationären Aufenthaltes, die Sicherstellung der ambulanten Weiterversorgung, die Umsetzung der verordneten Therapien, die Anleitung und Motivation der Betreuungspersonen des Kindes sowie die Integration der Krankheit in den Alltag zum Wohl des Kindes und seiner Familie. In den letzten Jahren gibt es durch den medizinischen Fortschritt zunehmend einen Anstieg in der Überlebensrate sowohl bei Früh- und Risikogeborenen, als auch bei schwer und chronisch erkrankten Kindern. Für die betroffenen Familien stellt dies eine große Belastung dar, die oftmals und insbesondere zu Beginn ohne Unterstützung gar nicht zu bewältigen ist. Der Übergang in die häusliche Betreuung soll durch die Begleitung erfahrener und den Eltern bereits bekannten Personen des Nachsorgeteams besser gelingen. Den Eltern soll in dieser besonders belastenden Zeit Unterstützung angeboten werden, um die Integration des Kindes in seinem Lebensraum weitestgehend zu ermöglichen und die Familien auf dem Weg zur selbstständigen Bewältigung ihrer Lebenssituation zu begleiten. Die Indikation zur sozialmedizinischen Nachsorge ergibt sich aus einer Liste von ICD-10-Diagnosen und durch vorhandene Schädigungen/Probleme, die durch die ICF (internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit Behinderung und Gesundheit) definiert werden. Die Nachsorge kann nur im unmittelbaren Anschluss an eine stationäre Krankenhausbehandlung oder einer stationären Rehabilitation verordnet werden. Die Notwendigkeit der Nachsorge wird durch die Art, Schwere und Dauer der Erkrankung des Kindes bestimmt. Medizin im Blick Situation der sozialmedizinischen Nachsorge in Bottrop In Kooperation mit der Caritas Gladbeck ist ein städteübergreifendes Hilfsangebot entstanden, das den betroffenen Familien die bislang fehlende Unterstützung beim Übergang von der stationären zur ambulanten Behandlung bietet. Unser Team besteht aus 5 Kinderkrankenschwestern mit Weiterbildungen in der pädiatrischen Intensivmedizin, Palliativmedizin, Schmerzmanagement und Elternberatung, einem Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin/Neuropädiatrie, einer Sozialpädagogin als Case Managerin im Gesundheitsdienst und einem Psychologen. Der Einsatz der verschiedenen Mitarbeiter richtet sich nach dem fachlichen Bedarf und dem Bedürfnis der Patientenfamilien. Neben der Beratung zur medizinisch und pflegerischen Versorgung, wird pädagogische und psychologische Hilfe angeboten. Es sind Kontakte zu den verschiedenen Anbietern der Städte Bottrop, Gladbeck, Dorsten und Oberhausen geknüpft worden (z. B. Sozialstationen, Pflegedienste, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, heilpädagogische Frühförderstellen, Gesundheitsämter, sozialpädagogische Familienhilfe, Familien unterstützende Dienste). In Einzelfällen werden Gespräche mit verschiedenen Ämtern, wie Jugend- und Sozialamt und Versorgungsund Wohnungsamt nach Absprache mit den Eltern geführt. Erfahrungen nach einem Jahr sozialmedizinischer Nachsorge bei Früh- und Risikogeborenen Kinder Von den betroffenen Familien wurde das Projekt mit großem Interesse wahrgenommen. Vor allem die Unterstützung in Organisation, Koordination und menschlicher Begleitung wurde im Rückblick als sehr positiv bewertet. Die Zusammenarbeit mit den Familien und dem Nachsorgeteam verlief in allen Fällen gut. Diese Erfahrungen werden durch die PRIMA–Studie des Klinikums Augsburg und des Beta Instituts Augsburg (Prospektive randomisierte Implementierung des Modellprojekts Augsburg) wissenschaftlich belegt. Mit dieser Studie konnte belegt werden, dass Mütter mit Nachsorge eine verbesserte Mutter-Kind-Interaktion aufwiesen. Die Kinder zeigten eine bessere emotionale Regulation als Kinder ohne Nachsorge. Die Paarbeziehung zeigte sich weniger belastet. Die Kinder mussten seltener wieder stationär aufgenommen werden und benötigten weniger ambulante Untersuchungen in der Klinik. Die Schlussfolgerung ist, dass eine schon früh im stationären Aufenthalt beginnende Begleitung und Nachsorge die Familienbelastung reduziert und die Gesamtentwicklung der Kinder fördert. Mit den Erfahrungen, die wir in diesem Jahr gesammelt haben, gilt für uns: NACHSORGE IST DIE BESTE VORSORGE. Dorothea Nagel-Liebert (links) Kinderkrankenschwester, Elternberaterin Christa Wetter-Wehnes (rechts) Diplompädagogin, Casemanagerin 29 Medizin im Blick FrühchenTreff am MhB Was ist aus unseren „Sorgenkindern“ geworden? Dorothea Nagel-Liebert 30 Medizin im Blick Seit Januar 2009 zählt das Treffen der Frühchen zu einem festen Bestandteil im Marienhospital Bottrop. An jedem 3. Mittwoch im Monat findet unser Treffen von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Für das erste Treffen haben wir noch alle Eltern mit ihren Kindern angeschrieben. Die Resonanz auf diese Einladung war überwältigend. Der große Raum in der Elternschule reichte kaum aus, um Eltern, Kinder, Geschwister und auch Großeltern unterzubringen. Die Eltern präsentierten stolz ihre ehemaligen zu früh geborenen Kinder und freuten sich darauf, alte Bekannte wiederzusehen. Es gab viel zu erzählen, zu lachen, Erinnerungen an den Krankenhausaufenthalt wurden wieder aufgefrischt und Erfahrungen nach der Entlassung ausgetauscht. Die Eltern waren so beschäftigt, dass sie kaum eine Tasse Kaffee trinken oder ein Stück Kuchen essen konnten. Zwischendurch machten die Kinder selbst auf ihre Bedürfnisse wie Essen und Trinken aufmerksam. Um es kurzzufassen, es herrschte ein fröhliches, buntes und manchmal auch lautes „Durcheinander“. In regelmäßigen Abständen bieten wir neben Spiel und Spaß auch Informationen für die Eltern an. Den Anfang machte die Frühförderung Bottrop. Frau Kittner stellte ihre Einrichtung den interessierten Eltern vor. Dr. Günther informierte, wie wichtig Impfungen nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern sind. Besondere Freude hatten Eltern und Kinder, als Frau Kneip, unsere Physiotherapeutin, den Eltern praktische und spielerische Tipps zur Bewegung und Förderung der Muskulatur gab. Einige Geschwisterkinder bekamen nicht genug davon und wären am liebsten gar nicht nachhause gegangen. Immer wieder kommt es zu einem intensiven Erfahrungsaustausch der Mütter über Kinderärzte, Erkrankungen der Kinder, Fortschritte in der Entwicklung, Ernährung, Kindergärten und Kitas und vieles andere mehr. Alle Kinder fühlen sich sehr wohl bei unserem Treff. Für sie ist es schon Gewohnheit geworden, an jedem 3. Mittwoch im Marienhospital zu sein. Geschwisterkinder sind ebenfalls herzlich willkommen. Für uns als medizinisches Personal ist es besonders schön zu beobachten, wie schnell die Kinder wachsen und gedeihen. Innerhalb von 4 Wochen beobachtet man einen enormen Entwicklungsschub. Frühchen, die bei den ersten Treffen noch im Maxi Cosi transportiert wurden, konnten am Anfang dieses Jahres krabbeln, sich hochziehen und fast schon laufen. Für uns als Personal ist es wichtig zu erleben, was aus unseren „Sorgenkindern“ geworden ist. Wir stehen immer wieder gerne noch mit Rat und Tat den Eltern zur Seite. 31 EinBlick erfahrungsbericht Ein viel zu früher Start ins Leben - 31.10.2006 Ich suchte meinen Frauenarzt auf, da mir seit mehreren Tagen der viel zu hohe Blutdruck Sorgen machte. Nach einer Dopplersonografie stand schnell fest, dass mein Sohn aufgrund einer Plazentainsuffizienz durch mich nicht mehr ausreichend versorgt wurde. Ich musste umgehend ins Krankenhaus. So nahm nun eine monatelange ZerreiSSprobe ihren Lauf... Im Marienhospital Bottrop angekommen, musste diese Untersuchung erneut durchgeführt werden, damit sich die Ärzte hier vor Ort ein eigenes Bild machen konnten. Unsicherheit machte sich in mir breit, denn ich wusste noch gar nicht so genau, was eigentlich geschieht. Ich selbst konnte den Bildschirm nicht sehen. Es wurde unangenehm still im Raum. Minuten kamen mir wie Stunden vor. Ich hielt die Hand meines Lebensgefährten so fest wie ich konnte. Diese Stille wurde unterbrochen, als die Worte des Chefarztes fielen: „Rausholen, er überlebt sonst nicht“. Panik füllte den Raum und ich konnte meine Tränen nicht mehr aufhalten. Dies sollten nun die letzten Minuten sein, in denen ich schwanger sein darf. Was passierte hier? Kann mein Sohn leben? Er ist doch noch gar nicht „fertig“. Absolut professionelles Personal schaffte es mit gezielten Handgriffen und jeder wusste, was zu tun ist, sodass mein Sohn nach nur wenigen Minuten auf die Welt geholt werden konnte. 32 Er lebt - und das in der nur 25. SSW. Padrig wurde am 31.10.2006 um 16.37 Uhr mit 460g und 29 cm geboren. Da lag er nun in seinem Inkubator. Sein zierlicher Körper zugedeckt mit einem Waschlappen, der seinen ganzen Körper komplett bedeckte, an unzähligen Kabeln angeschlossen und da er nicht alleine atmen konnte, wurde er künstlich beatmet. Sein Gesicht war noch extrem unreif, die Augen standen weit hervor und durch seine noch so durchsichtige Haut erinnerte er eher an einen Vogel, der aus dem Nest gefallen war. Ja, das trifft es genau, denn auch Padrig war völlig unverschuldet viel zu früh aus seinem Nest gefallen. Er wurde ab der 1. Sekunde seines Lebens dazu verdonnert, einen schweren Überlebenskampf auf sich zu nehmen. Meine ersten Worte an ihn waren, dass er keine Angst zu haben braucht, denn er ist nicht allein. „Mama ist da, diesen Weg gehen wir zusammen und wir schaffen das hier gemeinsam.“ Niemals, aber auch wirklich niemals hätte ich gedacht, dass dieser Weg fast 5 Monate Intensivstation bedeutet. Aber vielleicht war es auch gut so, denn wo hätte ich die ganze Kraft hernehmen sollen? Und so begann unser langer Weg auf der Neugeborenenintensivstation K2. Ich lebte natürlich nun nur noch von Stunde zu Stunde und schaute nicht so weit in die Zukunft. Es waren hunderttausend kleine Schritte, die wir im Laufe der Zeit zu bewältigen bzw. zu meistern hatten und nur durch die kleinen Erfolge, konnte ich Kraft für die nächsten Herausforderungen schöpfen. Paddy hatte nur eine 30%ige Überlebenschance und somit waren in den ersten Wochen natürlich jede Stunde, die er kämpfte und überlebte, das Wichtigste für mich. Ich wollte aber nicht nur stumm neben seinem Inkubator sitzen und für jede Stunde beten. Das hätte mich wahrscheinlich selbst umgebracht oder mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Also kaufte ich einige Kinderbücher und begann vom 1. Tag an, ihm daraus vorzulesen - denn meine Angst war, er könnte meine Stimme vergessen, nachdem er nicht mehr in meinem Bauch war und wir durch diesen Inkubator getrennt sind. Somit machte ich es mir zu meiner Aufgabe, von morgens bis abends für meinen Sohn da zu sein, mit ihm gemeinsam die kleinen schwierigen Schritte auf dem Weg nachhause zu gehen. EinBlick K2 wurde somit zu meinem zweiten Zuhause. Paddys Monitor und ich wurden eins, die Schwestern wurden zu Vertrauten und Seelsorgerinnen. In der Zeit wurden sie zu den wichtigsten Menschen für mich, denn wer sonst könnte auch nur halbwegs nachempfinden, was die Mutter eines Extremfrühchens durchmacht. Wer könnte besser die Ängste und Sorgen verstehen, wer findet tröstende Worte, wenn man mal am Ende seiner Kraft ist. Wer könnte überhaupt verstehen, welchen Spagat man als Mama hinlegt, wenn man auf der einen Seite zu 100% von morgens bis abends für sein Baby da sein will, weil man an die Kraft seines Kindes glaubt und diese unterstützt, die Diagnose des Arztes auf der anderen Seite aber so aussieht, dass es innerhalb der nächsten Stunden versterben könnte. Nein, man kann auch von niemandem, der das nicht miterlebt hat, verlangen, das zu verstehen. Mir hätte es sehr, sehr gut getan, mich mit Gleichgesinnten unterhalten zu können. Mit Eltern zu reden, die verstehen, was einen bewegt und die einem in schwierigen oder gar lebensbedrohlichen Situationen hätten aufzeigen können, wie es weitergehen kann. Ja,… das hat mir wahnsinnig gefehlt, einfach jemanden zu haben, der alles nachfühlen kann. Einfach sich mal alles von der Seele reden zu können und zu wissen, dein Gegenüber hört nicht nur zu, weil du alles loswerden musst, sondern weiß ganz genau, wovon du gerade sprichst, was du durchlebst und fühlst. Es wäre um einiges einfacher gewesen, wenn man diese Unterstützung von irgendwo her gehabt hätte. Heute, 3 Jahre und 5 Monate später, bin ich so endlos glücklich darüber, dass mein kleiner großer Held seinen schweren Start ins Leben so unbeschadet überstanden hat. Klar, er unterscheidet sich dahingehend von Gleichaltrigen, dass er ihnen körperlich unterlegen ist, aber das Wichtigste ist - er ist gesund! Sein unermüdlicher Überlebenskampf zeigt mir täglich, was für eine starke kleine Persönlichkeit er ist. Für alle Eltern, die unser Schicksal teilen, soll unsere Geschichte Ermutigung und Unterstützung sein, herzlichst Paddy und Sylke 33 EinBlick Persönliches aus dem MHB Abschied Man muss aufhören können zu fragen, im Täglichen wie im Ewigen. Wir trauern um unsere Kollegin Christine Bidinger Sie starb am 30.12.2009 im Alter von 53 Jahren nach einer langen schweren Krankheit. Sie arbeitete 18 Jahre als Kinderkrankenschwester in unserer Kinderklinik. Wir haben mit ihr eine engagierte, liebenswerte Mitarbeiterin verloren, die wir immer in guter Erinnerung behalten werden. Ihre besondere Herzlichkeit vermissen wir sehr. Im Namen der Marienhospital Bottrop gGmbH Dr. med. Ulrike Ellebrecht Geschäftsführerin 34 Beate Schönhaus Leitung Pflege EinBlick Herzlichen Glückwunsch zum dienstjubiläum 40 Jahre MHB 20 Jahre MHB 10 Jahre MHB Sigrid Senftleben (Küche) Hans Dieter Oberhag (OP) Gabriela Zychma (2. Ebene) Mariele Rüffer (5. Ebene) Monika Linzner (Schreibbüro) Frank Hoppe (Technik) Dr. med. Tamim Lutfi (Colo Proktologie) Gudrun Ceranna (Proktologische Ambulanz) Eva Maria Dommermuth (Kinderintensivstation) Heike Müller (5. Ebene) Anja Rüenholl (Kinderintensivstation) Anja Antonin (Orthopädische Ambulanz) Gisela Darmas (5. Ebene) Stephanie Tavornik (Labor) Anja Luther (Kinderklinik Ambulanz) Ramona Jungmichel (Kreissaal) Jörg Eichermüller (2. Ebene) Andrea Volkenandt (Kinderklinik) Mareike Reiß (Herzkatheterlabor) Ralf Ulbrich (Radiologie) Andrea Koßmann (DRG Büro) Ulrike Schäfer (Gynäkologie/Geburtshilfe) Anja Rüdel (EDV) Barbara Enxing (Labor) Eva Maria Hoppe-Busch (5.Ebene) Ina Ueberbach (Kinderintensivstation) Erika Mühlhoff (4. Ebene) Anja Bokelmann (4. Ebene) Isabela Switalla (5. Ebene) Silvia Jenderko (Zentrale Aufnahme) Andrea Höffler (Kinderklinik) Teresa Horzela (OP) Yvonne Schneider (Kinderintensivstation) Gabi Teikhoff (Kinderintensivstation) Emmanuel Etoung (Colo Proktologie) 35 Jahre MHB Ursula Weber (Radiologie) Maria Stanjek (Kinderklinik) Johannes Schwanewilm (Küche) 30 Jahre MHB Ludger Gorniak (Zentrale Aufnahme) Renate Darge (Labor) Petra Indreczek (Sekretariat Kinderklinik) 25 Jahre MHB Barbara Pogorzalek (4. Ebene) Ulrike Breitgraf (Zentralsterilisation) Frank Krüger (4. Ebene) Martina Seyer (4. Ebene) Gabriele Heinrich (Anästhesie Ambulanz) Beate Melzner (Intensivstation) Rainer Skudlarek (OP) Gratulation zur Veranstaltungskalender Qualifizierung 2010 im MHB Herr Emmanuel Etoung hat die Anerkennung zum Führen der Zusatzbezeichnung „Proktologie“ erhalten. Herr Shahram Mardani hat die Anerkennung zum Führen der Facharztbezeichnung „Orthopädie und Unfallchirurgie“ erhalten. 20.04.2010 Vernissage im Mediparc 22.04.2010 Darmkrebsvorsorge 27.04.2010 Neue Rechtslage zur Patientenverfügung 11.06.2010 Gesundheitstag für Mitarbeiter 29.08.2010 Kinderfest in der Kinderklinik 23.09.2010 Geburtshilfe sanft und sicher 35 EinBlick Unser Frühjahrsrezept Gefüllte „Frühlingspfannkuchen“ mit Radieschen (4 Pers.) Für den Teig: 100 g Mehl 5 Eiern 200 ml Milch Salz 1 Bund Schnittlauch mit und zu einem glatten Teig rühren mit abschmecken klein schneiden und unter den Teig rühren Für die Füllung: Aus dem Teig 8 dünne Pfannkuchen backen. Jeden Pfannkuchen mit saurer Sahne oder Creme fraiche bestreichen. In die Mitte ein Salatblatt legen. Auf den Salat die geschnittenen Radieschen verteilen. Darauf je eine Scheibe Schinken legen. Den Pfannkuchen aufrollen und mit frischem Kräuterpesto servieren! 36 2-3 Bund Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden mit Salz und Pfeffer würzen 8 Blätter Blattsalat waschen 150 g Creme fraiche oder 150 g saure Sahne mit Salz und Pfeffer abschmecken 8 Scheiben kräftiger roher Schinken EinBlick Rätselecke Die Regeln Sudoku Die Sudoku-Regeln sind denkbar einfach: In jeder waagerechten Zeile, in jeder senkrechten Spalte und in jedem der neuen Zahlenblöcke dürfen die Ziffern 1 - 9 nur einmal vorkommen. Hierbei dürfen die bereits vorgegebenen Zahlen nicht verändert werden. Viel Spaß beim Rätseln. Leicht Mittel 1 9 3 4 9 7 2 6 7 3 8 7 6 4 1 9 3 5 4 1 6 3 8 4 2 9 7 7 3 1 8 9 8 7 3 2 6 3 3 1 3 7 4 5 6 8 7 3 6 1 8 AZ-POMP_180x120mm_4c.qxd:AZ-POMP_210x148mm_4c.qxd Ihr nächster Druckauftrag wird eine Schwer 8 6 2 9 9 2 5 1 5 5 9 4 8 1 9 6 7 5 4 8 3 4 3 09.02.2010 16:04 Uhr 6 5 5 9 7 4 1 4 3 9 9 6 2 7 7 8 3 4 2 7 6 6 Seite 1 POMP – das Druck- und Verlagshaus mit modernster Ausstattung, jahrzehntelanger Erfahrung und flexiblem Workflow. Fährt die Qualität Ihrer Drucksachen hoch – und hält dabei die Kosten am Boden. Damit jeder Druckauftrag für Sie eine Punktlandung wird, stehen Ihnen unsere Berater zur Seite, die Ihre Druckaufträge wie Fluglotsen begleiten. Sie haben gerade einen Druckjob „am Start“ ? Dann brauchen Sie diese Nummer: 0 20 41/ 74 71-20 POMP Gabelsberger Straße 4 46238 Bottrop Fon 0 20 41/ 74 71-20 Fax 0 20 41/ 74 71-50 Mail [email protected] PUNKTLANDUNG! 37 EinBlick FotoAktion Schicken Sie uns Ihr schönstes Babyfoto Wir prämieren die ersten 10 Einsendungen mit einem Babyschlafsack vom MHB (siehe Seite 16). Die Gewinner werden im nächsten Blickpunkt veröffentlicht. Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen, bitte an: Marienhospital Bottrop gGmbH Blickpunktredaktion Josef Albers Str. 70 46236 Bottrop dreger-A5-4c-quer 23.06.2006 9:12 Uhr Seite 1 “Privat” – die richtige Entscheidung. Nicht nur für Ärzte. Die Allianz ist der führende private Krankenversicherer für Ärzte in Deutschland. Ihnen bieten wir - abgestimmt auf die jeweilige Berufsphase - spezielle, ärztespezifische Produkte. Und als Gruppenversicherungspartner der Landesärztekammer Nordrhein erhalten Sie diese zu günstigen Konditionen. Auch für Ihre Patienten hat eine private Krankenversicherung der Allianz viele Vorteile. Hoffentlich Allianz. Vermittlung durch: Corinna Dreger Allianz Hauptvertretung Direktionsbeauftragte für Ärzte und Heilberufe Prosperstr. 212, 46238 Bottrop Tel: (02041) 77 34 32, Mobil: (0170) 216 671 0 [email protected] 38 Impressum Herausgeber Marienhospital Bottrop gGmbH Josef-Albers-Str. 70 46236 Bottrop Redaktionsteam Beate Schönhaus Kerstin Vogel Yvonne Wisniewski PD Dr. med. Ludger J. Ulbricht Grafik, Layout, Cover ess:zett design www.esszett-design.de Fotos Bildarchiv Marienhospital Bottrop, fotolia.de Auflage 7.000 Exemplare 2-3 Ausgaben pro Jahr Druck Druckerei und Verlag Peter Pomp GmbH Gabelsbergerstraße 4 46238 Bottrop www.pomp.de Bei der Veröffentlichung wird nur presserechtliche Verantwortung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Autorin bzw. des Autors wieder, nicht gekennzeichnete Artikel die der Redaktion.