Auf dem W e g zum heutigen Internet Interw o rking TCP/IP Vom AR

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TCP/IP
Seite 86
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 88
• Ende-zu-Ende-Protokolle TCP (Transmission Control Protocol;
verbindungsorientiert) bzw. UDP (User Datagram Protocol; verbindungslos)
• Netzwerkprotokoll IP; (Internet Protocol; verbindungslos)
Das Ergebnis:
• Flexibilität (d.h. soll sich für Anwendungen mit sehr
unterschiedlichen Anforderungen eignen)
• Maximal mögliche Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
• Fehlertoleranz
Anforderungen:
Transmission Control Protocol / Internet Protocol (TCP/IP)
Entwickelt 1974:
Kapitel 1: Grundlagen
• Netzrechner und Hostrechner getrennt
• Paketvermittlung
Designziel von ARPANET
• Die Funktionsfähigkeit des Netzes sollte selbst nach einer größten
anzunehmenden Katastrophe, z.B. einem Atomkrieg, erhalten bleiben, daher:
hohe Vermaschung
Ergebnis: ARPANET, 1969 (Vorläufer des heutigen Internet)
• Die OSI-Spezifikation war noch lange nicht so weit.
• Die Beteiligung des Militärs war die einzige Möglichkeit, ein außerordentlich
anspruchsvolles und überaus teures Vorhaben sinnvoll angehen zu können.
• Eine besonders wichtige Initiative dazu ging aus von der ARPA
(Advanced Research Project Agency, mit militärischen Interessen).
• Zusammenschaltung von Rechnern und Rechnernetzen unter Verwendung
von einheitlichen Protokollen.
Ziel:
Auf dem Weg zum heutigen Internet
Vom ARPANET zum Internet
Seite 87
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 89
• 1990 bestand das Internet aus 3,000 Netzen mit 200,000 Rechnern. Das war
aber erst der Anfang einer rasanten Entwicklung.
• Kein festes, zentral verwaltetes Netzwerk, sondern ein weltweiter
Zusammenschluss aus vielen einzelnen, verschiedenartigen Netzwerken
unter lokaler Kontrolle (und Finanzierung)
• Nutzbare Anwendungen waren im Wesentlichen eMail (elektronische Post),
Remote Login (Ausführung von Jobs auf fremden Rechenanlagen) und File
Transfer (Austausch von Datenbeständen)
• Das so entstandene Gesamtnetz wurde zunehmend als weltweit verfügbares
Netz (als “Internet”) aufgefasst und verlor allmählich seinen frühen
militärisch dominierten Charakter.
• Interkontinentale Anbindung von Netzen in Europa, Asien, Pazifik.
• 1983 wurde TCP/IP offizielles Protokoll von ARPANET. ARPANET wurde mit
vielen anderen USA-Netzen verbunden.
Kapitel 1: Grundlagen
Resultat: TCP/IP-Netze.
Entwicklung einheitlicher Protokolle auf Transport- und Netzebene
(ohne allzu exakte Definition dieser Ebenen, insbesondere ohne
genaues Abstimmen mit den entsprechenden OSI-Ebenen).
Deshalb:
miteinander kommunizieren
• konnten zunächst nicht miteinander verbunden werden und schon gar nicht
• unterschiedliche Protokolle, Medien, ...
All die LANs, MANs, WANs hatten
Parallel zum ARPANET hatten sich noch weitere (kleinere) Netze entwickelt.
Problem: Interworking!
Interworking
lokale Betreiber kontrollieren und finanzieren
globale Koordination durch einzelne Organisationen
Internet-Provider ermöglichen den Zugang für Privatleute
•
•
•
Nutzung von Anwendungen wie dem WWW zum internen
Datenaustausch
Seite 92
heterogene Netzstrukturen aus verschiedenen Unternehmensbereichen
lassen sich mit TCP/IP leicht integrieren
Rechner sind vom ‚globalen Internet‘ abgeschottet (Datensicherheit)
unternehmensinterne Kommunikation mit gleichen Protokollen und
Anwendungen wie im Internet
Kapitel 1: Grundlagen
•
Intranet
Kommunikation über das TCP/IP-Protokoll: ein Rechner „ist am Internet“,
wenn er die TCP/IP-Protokolle verwendet, über eine IP-Adresse erreichbar
ist und IP-Pakete versenden kann.
Internet und Intranet
Seite 90
•
Internet
Kapitel 1: Grundlagen
• 1999: Das übertragene Datenvolumen verdoppelt sich in weniger als 4
Monaten
• 1998: Die Zahl angeschlossener Rechner verdoppelt sich ca. alle 6 Monate.
• 1995: Backbones, Zehntausende LANs, Millionen angeschlossener
Rechner, exponentiell steigende Nutzerzahlen
• Neue Anwendungen, z.B. E-Commerce
• Millionen neuer, vorwiegend nichtakademischer Nutzer!
• Aufkommen sogenannter Internet Service Provider, d.h. Firmen, die ihre
Rechner als Einwahlkonten in das Internet zur Verfügung stellen.
• Ab 1990: Das WWW (World Wide Web) - zunächst entwickelt vom CERN
zur Vereinfachung der Kommunikation im Bereich der Hochenergiephysik wurde, zusammen mit HTML und Netscape-Browsern, die von wohl
niemandem vorhergesehene “Killer Application”; das war der Durchbruch
für die Akzeptanz des Internets.
• Bis 1990: Internet vergleichsweise klein, nach außen kaum sichtbar. Wenig
mehr als Spielwiese für Universitäten und Forschungseinrichtungen.
Entwicklung des Internets
g
33.000
19.540.000
81 82 83 84 85 86 8 7 88 89 90 9 1 9 2 9 3 9 4 9 5 9 6 9 7 9 8 9 9 0 0 0 1
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
g
A u Au A u A u A u Au Au Au Au Au Au Au Au A u A u A u A u Au A u A u
213
69.600.000
150.000.000
„Internet“ in Deutschland
Kapitel 1: Grundlagen
• Verbindung zu internationalen Netzen, z.B. in
das Europäische Wissenschaftsnetz und in die
USA, Russland oder China
• Netzdienste
• paketvermittelnd
Gigabit-Wissenschaftsnetz (G-WIN)
• insbesondere von Einrichtungen und Personen
aus Wissenschaft, Forschung, Bildung und Kultur
• in nationalen und internationalen Netzen
• fördert die Kommunikation und den Informationsund Datenaustausch
Der Verein zur Förderung eines Deutschen
Forschungsnetzes e.V. (DFN)
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 93
Seite 91
• Anfang 2002... (geschätzte) 150 Millionen Hosts an das Internet angeschlossen
Au
160000000
140000000
120000000
100000000
80000000
60000000
40000000
20000000
0
Internet Hosts
Entwicklung des Internets
Stuttgart
Dresden
Seite 94
Regensburg
Leipzig
Berlin
Garching
Erlangen
Augsburg
Würzburg
Ilmenau
Göttingen
Magdeburg
Braunschweig
IP - Internet Protocol
Karlsruhe
Heidelberg
Frankfurt
Marburg
Bielefeld
Hannover
Oldenburg
Essen
Kaiserslautern
GEANT
Aachen
St. Augustin
Global Upstream
Rostock
Kiel
Hamburg
Kapitel 1: Grundlagen
Derzeit flächendeckend eingesetzt: Version 4 des IP-Protokolls: IPv4
• Fragmentierung und Wiederherstellung von Paketen
→ 4 Adressenformate (inklusive Multicast)
• Maximale Paketgröße: 64 Kbyte (in der Praxis: 1500 Byte)
→ 3 Netzklassen
→ hierarchische Adressierung
→ stellt eine logische 32-Bit-Adresse zur Verfügung
• IP-Adressierung (IPv4):
• Routing, Interoperabilität zwischen verschiedenen Netztypen
Seite 96
IP: verbindungslose, unzuverlässige Übertragung von Datagrammen bzw. Paketen
(“Best effort”)
Kapitel 1: Grundlagen
Anschluss an das
europäische
Wissenschaftsnetz
10 Gbit/s
2,4 Gbit/s
2,4 Gbit/s
622 Mbit/s
Core Node
Verbindungen
z.B. in die USA
Deutsches G-Win
Type of
Service
Kapitel 1: Grundlagen
DATA (variable)
Padding
Header Checksum
Destination Address
ARP
RARP
TFTP
Wireless LAN
UDP
DNS
Seite 95
Host-tonetwork Layer
Internet
Layer
Transport
Layer
Application
Layer
Header
Data
Seite 97
IP Header,
normalerweise 20 Bytes
IP-Paket (IPv4)
Fragment Offset
Source Address
Protocol
DM
FF
SMTP
Token Bus
IP
Total Length
Options (variable, 0-40 Byte)
Time to Live
Telnet
Token Ring
ICMP
TCP
FTP
32 Bits (4 Bytes)
Ethernet
IGMP
Identification
Version IHL
Kapitel 1: Grundlagen
Netze
Protokolle
HTTP
Die TCP/IP-Protokollfamilie
frei
Throughput
D T R
Delay
Precedence
Reliability
Der IP-Header (2)
Seite 98
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 100
• Source Address / Destination Address: Netz- und Hostadressen von sendendem
und empfangenden Rechner. Diese Information benutzen die Router zur
Wegebestimmung.
• Header Checksum: Prüfsumme über den Header. Muss bei jedem Hop neu
berechnet werden (da sich TTL ändert).
• Protocol: welches Transportprotokoll wird im Datenteil verwendet (UDP, TCP, ...)?
An welchen Transportprozess ist das Paket daher weiterzugeben?
• Fragment Offset: Folgenummern der Fragmente eines Datagramms (213 = 8192
mögliche Fragmente). Der Offset sagt aus, an welche Stelle eines Pakets
(gerechnet in 8 Byte-Stücken) ein Fragment gehört. Daraus ergibt sich für ein Paket
eine Maximallänge von 8192 * 8 Byte = 65536 Byte.
• MF: More Fragments. "1" - es folgen weitere Fragmente. "0" - letztes Fragment
eines Datagramms.
• DF: Don't Fragment. Alle Router müssen Pakete bis zu einer Größe von 576 Byte
bearbeiten, alles darüber hinaus ist optional. Größere Pakete mit gesetztem DF-Bit
können daher nicht jeden möglichen Weg im Netz nehmen.
Kapitel 1: Grundlagen
• Time-to-Live (TTL): Lebenszeit von Datagrammen begrenzen auf maximal 255
Hops (verhindert endloses Kreisen von Paketen im Netz). Prinzipiell soll auch
noch die Verweilzeit in Routern berücksichtigt werden, was allerdings in der
Praxis nicht geschieht. Der Zähler wird bei jedem Hop verringert, bei 0 wird das
Datagramm verworfen und ein Warnpaket an den Quellhost gesendet.
• Identification: eindeutige Kennzeichnung eines Datagramms
• Total Length: Länge des gesamten Datagramms (in Byte, ≤ 216-1 = 65535 Bytes)
3 Bit Priorität
(0 = normales Datagramm,
7 = Steuerungspaket)
• Type of Service: Angabe der gewünschten Eigenschaften bei der Übertragung:
Kombination aus Zuverlässigkeit (z.B. Dateitransfer) und Geschwindigkeit (z.B.
Audio)
• IHL: IP-Header-Length (in 32 Bit-Worten; zwischen 5 und 15, je nach Optionen)
• Version: IP-Versionsnummer (mehrere IP-Versionen gleichzeitig einsetzbar)
Der IP-Header (1)
0
x01
777
0
64
512
511
1024
1023
1200
1200 Bytes
Data
Der IP-Header (3)
777 x00 128
x01
0
0
Seite 99
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 101
• Time Stamp: Record Route (je 32 Bit) sowie Zeitstempel für jeden Router (je
32 Bit). Anwendung z.B. im Fehlermanagement.
• Record Route: Aufzeichnung der IP-Adressen der durchlaufenen Router.
(Maximal 9 IP-Adressen möglich, heutzutage zu wenig)
• Loose Source Routing: die mitgeführte Liste von Routern muss in
angegebener Reihenfolge durchlaufen werden. Zusätzliche Router sind
erlaubt.
• Strict Source Routing: Vollständiger Pfad vom Quell- zum Zielhost, definiert
durch die IP-Adressen der zu passierenden Router. (Verwendung z.B. durch
Systemmanager für Zeitmessungen)
• Security: wie geheim sind die transportierten Informationen?
(Anwendung z.B. im Militär: Umgehung bestimmter Länder/Netze)
Options: Spielraum für zukünftige Erweiterungen. Umfang: Vielfaches von 4 Byte,
daher ist möglicherweise Padding notwendig, d.h. wenn kein Vielfaches von 4 Byte
vorliegt, werden so viele zufällige Bits eingefügt, bis die Anzahl ein Vielfaches von 4
Byte darstellt. Derzeit sind 5 Optionen zwar definiert, werden aber von keinem Router
unterstützt:
Kapitel 1: Grundlagen
777
x00
IP-Header
777
Ident. Flags Offset
• eine zu große oder zu kleine Paketlänge verhindert eine gute Performance.
Zusätzlich gibt es oft Größenbeschränkungen (Puffer, Längenangaben bei
Protokollen, Standards, Kanalbelegungsdauer, ...). Daher kommt es vor, dass
Router große Pakete vor der Übertragung fragmentieren.
• Die Datenlänge muss ein Vielfaches von 8 Byte sein. Ausnahme: das letzte
Fragment, dort werden nur die restlichen Daten eingefügt.
• wenn das „Don`t Fragment“-Bit gesetzt ist, wird die Fragmentierung verhindert.
Fragmentierung
Für künftige Nutzung reserviert
1111
E
11100010
Class B-Adresse
der RWTH Aachen
Kapitel 1: Grundlagen
127
Netz
beliebig
1 1 1 .................................1 1 1
1 1 1 ...............................................................1 1 1
Seite 104
Schleife, keine Ausgabe auf das Netz
Broadcast im entfernten Netz
Broadcast im lokalen Netz
Host in diesem Netz
Host
0 0 ................. 0 0
Terminal
“Shadow”
10101001
Dieser Host
Subnetz
(Informatik 4)
01110000
0 0 0 ...............................................................0 0 0
Besondere Adressen:
Class B-Adresse
10001001
137.226.12.174
Seite 102
2097151 Netze (LANs)
256 Hosts
(ab 192.0.0.0)
IP-Adressierung - Beispiele
Network
16383 Netze
216 Hosts
(ab 128.0.0.0)
127 Netze
224 Hosts adressierbar
(ab 1.0.0.0)
Die Darstellung der 32-Bit-Adresse erfolgt in 4 Teilstücken zu je 8 Bit:
Kapitel 1: Grundlagen
Multicast-Adresse
1110
D
Host
110
Host
C
Network
10
B
Host
0 Network
A
Class
32 Bits
• Struktur der Adresse: Netzwerk-Adresse für physikalisches Netz (z.B. 137.226.0.0)
und Rechner-Adresse für einen Host (z.B. 137.226.12.221)
• Die IP-Adresse ist hierarchisch strukturiert und netzbezogen, d.h. Maschinen mit
Anschluss an mehrere Netze haben mehrere IP-Adressen.
• IP-Adressen sind 32 Bit lang und werden im Source Address- sowie im Destination
Address-Bereich von IP-Paketen verwendet.
• Eindeutige IP-Adresse für jeden Host und für jeden Router.
IP-Adressierung
137.226.122.78
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 105
Aber: Der Erfolg von IPv6 ist keineswegs sicher! (Die flächendeckende Einführung
von IPv6 ist ungeheuer schwierig: Interoperabilität, Kosten,
Migrationsstrategien, ....)
⇒ IP Version 6 hat 128 Bit-Adressen
⇒ 7 x 1023 IP-Adressen pro Quadratmeter der Erdoberfläche (incl. der Ozeane!)
⇒ eine Adresse pro Molekül auf der Erdoberfläche!
Erweiterung des Adressraums bei IPv6 gegenüber der aktuellen Version IPv4
Lösungsversuch
Beispiel: wenn 500 Geräte in einem Unternehmen angeschlossen werden sollen,
braucht man eine Class B-Adresse, die unnötigerweise mehr als 65.000
Rechneradressen blockiert.
• Ineffiziente Nutzung des Adressraums.
• Allzu viele Class A-Adressen wurden in den ersten Internetjahren vergeben.
• Niemand hatte mit einem derart starken Wachstum des Internet gerechnet
(sonst hätte man von Anfang an längere Adressen definiert).
Probleme
IP-Adressen werden knapp...
Seite 103
Router oder Gateways, die mehrere Netze miteinander verknüpfen, haben für jedes
angeschlossene Netz eine IP-Adresse
Kapitel 1: Grundlagen
jeder Host hat (wenigstens) eine weltweit eindeutige IP-Adresse
•
137.226.12.21
10001001 11100010 00001100 00010101
137.226.112.1
Router
137.226.112.0
•
Dotted Decimal Notation
Binärformat
137.226.12.21
137.226.12.1
137.226.12.0
IP-Adresse
Ethernet
B
Host
Ethernet
B
Host
128.10.2.133 128.10.2.18
IP-Subnetze - Berechnung des
Zielhosts
Ethernet
B
Host
128.10.2.3
Ethernet B 128.10.2.0
128.10.1.70 128.10.1.26
Ethernet
Ethernet
A
A
Host
Host
128.10.1.8
Ethernet
A
Host
128.10.2.1
Router
128.10.1.3
Ethernet A 128.10.1.0
Seite 106
.
255
.
225
00001100
AND
11100010
. 0
IP-Adresse
00010101
.
226
. 12
.
0
Kapitel 1: Grundlagen
Der Router berechnet das Subnetz ‘137.226.12‘ und sendet das Paket an den
Router, der dieses Teilnetz anschließt.
Seite 108
Netzwerk des bezeichneten Hosts
1000 1001 1110 0010 0000 1100 0000 0000
137
Subnetz-Maske
1111 1111 1111 1111 1111 1111 0000 0000
255
0111
1000
10001001
Der Eingangs-Router der RWTH, der das IP-Paket empfängt, weiß nicht, wo sich
der Host ‘12.21‘ befindet.
.
12
.
21
137 .
226
Kapitel 1: Grundlagen
Internet
des
Rest
Aller
Verkehr
für 128.10.0.0
Beispiele für Subnetze: Subnetz-Maske 255.255.255.0
Problem: Class C-Netze sind sehr klein, Class B-Netze oft aber schon wieder zu
groß. Daher gibt es die Möglichkeit, ein durch die IP-Adresse identifiziertes Netz
in sogenannte Subnetze zu zerlegen.
IP-Subnetze
10
Network
Subnet
Host
11111111111111111111110000000000
Host
.
2
.
35
.
210
.
255
.
0
.
0
IP-Adresse
.
2
.
0
.
0
Kapitel 1: Grundlagen
Seite 109
Der Router weiß nun, dass die beiden letzten Byte den Zielrechner direkt bezeichnen.
Netzwerk des bezeichneten Hosts
0111 1000 0000 0010 0000 0000 0000 0000
120
Subnetz-Maske
1111 1111 1111 1111 0000 0000 0000 0000
255
AND
0111 1000 0000 0010 0010 0011 1101 0010
120
Keine Aufteilung in Subnetze, es liegt ein großes Class-B-Netz vor:
IP-Subnetze - Berechnung des
Zielhosts
Seite 107
Router können durch Kombination einer IP-Adresse und einer SubnetzMaske ermitteln, in welches Teilnetz ein Paket geschickt werden muss.
alle Hosts eines Netzes sollten die gleiche Subnetz-Maske haben
Kapitel 1: Grundlagen
•
•
SubnetzMaske
Network
eine Subnetz-Maske identifiziert die „missbrauchten“ Bits
•
Class BAdresse
mit einer IP-Netzwerk-Adresse können mehrere physikalische Netze
adressiert werden, indem einige Bits der IP-Rechner-Adresse als
Netzwerk-ID genutzt werden
•
IP-Subnetze
IPv6 - Eigenschaften
Seite 110
Kapitel 1: Grundlagen
– IHL: überflüssig, keine Optionen mehr
– Protocol, Fragmentierung: überflüssig, wird durch Optionen mit abgedeckt
– Checksum: Handhabung durch Schicht 2 und 4
• Einfacher Header:
• Sicherheitsmaßnahmen
– Authentifizierung und Privacy
• Unterstützung der Reservierung von Ressourcen
– Markieren von Paketen für speziellen Verkehr
• Verbesserung der Adressflexibilität
– Anycast Address: Erreiche irgendeinen von mehreren
• Autokonfiguration von Adressen
– Dynamische Zuordnung von IPv6-Adressen
Seite 112
• Verbesserter Optionsmechanismus
– Vereinfacht und beschleunigt die Verarbeitung von IPv6-Paketen für Router
• Adressgröße
– 128-Bit-Adressen (8 Gruppen zu je 4 Hexadezimal-Zahlen)
Kapitel 1: Grundlagen
IPv4 (September 1981)
größerer Adressraum
mehr Sicherheit
Migrationstrategien
bessere Performance
einfachere Konfiguration
mehr Automatismus
.
einfachere Struktur
der Header
1. Anforderungen für IPng (Dezember 1993)
Spezifikation für IPng (Dezember 1994)
1. Veröffentlichung des Standards (Januar 1995)
IPv6 (Dezember 1995)
Das neue IP - IPv6
Kapitel 1: Grundlagen
• DestinationAddress: 128 Bit, die
Adresse des Empfängers.
• SourceAddress: 128 Bit, die Adresse des
ursprünglichen Senders des Pakets.
• HopLimit: 8 Bit, dekrementiert bei jedem
Knoten. Bei Null wird das Paket
verworfen.
• NextHeader: 8 Bit Selektor, gibt den Typ
des folgenden Erweiterungs-Headers an
(oder, falls kein Erweiterungsheader
verwendet wird, den Transport-Prozess,
der die Daten entgegennimmt).
• PayloadLen: 16 Bit, Paketlänge nach
dem 40-Byte-Header.
• FlowLabel: virtuelle Verbindung mit
bestimmten Merkmalen/Anforderungen
• Priority: 4 Bit für Priorität. 1 - News, 4 FTP, 6 - Telnet, 8 bis 15 - Echtzeitverkehr.
8
24
SourceAddress
NextHeader
FlowLabel
16
Next header/data
DestinationAddress
PayloadLen
PrioVersion (4) rity (4)
4
HopLimit
(24)
Seite 113
32
Seite 111
Das Präfix einer Adresse charakterisiert
geographische Bereiche, Provider, lokale
interne Bereiche, ...
1
IPv6 Haupt-Header
• Version: 4 Bit IP-Versionsnummer.
Kapitel 1: Grundlagen
– Möglichkeiten zur Fortentwicklung des Protokolls
– Reduzierung des Umfangs der Routingtabellen
– Vereinfachung des Protokolls, um eine schnellere Abarbeitung zu
gewährleisten
– Unterstützung von Mobilität (Hosts können ohne Adressänderung auf
Reisen gehen)
– Mehr Gewicht für Dienstarten, insbesondere für Echtzeitanwendungen
– Sicherheitsmechanismen (Authentifikation und Datenschutz)
– Bessere Unterstützung der Echtzeitanwendungen
– Dramatisch anwachsender Bedarf für neue IP-Adressen
Warum ein Wechsel, wenn IPv4 gut funktioniert?
IPv6
Kapitel 1: Grundlagen
• Zieloptionen (Zusatzinformationen für das Ziel)
Seite 114
• Verschlüsselte Sicherheitsdaten (Informationen zur Verschlüsselung der Daten)
• Authentifikation (des Senders)
• Fragmentierung (Verwaltung von Fragmenten)
Unterschied zu IPv4: Nur die Quelle kann eine Fragmentierung vornehmen.
Router, für die ein Paket zu groß ist, schicken eine Fehlermeldung an die Quelle.
• Routing (Definition einer vollen oder teilweise festgelegten Route)
• Hop-by-Hop (Informationen für Teilstrecken)
Alle Router müssen dieses Feld prüfen. Momentan definiert ist nur die
Unterstützung von Jumbogrammen, d.h. Paketen mit Überlänge (Hierbei wird eine
Längenangabe eingetragen).
Optionale Angaben folgen in Erweiterungs-Headern. Davon sind 6 definiert:
IPv6 Erweiterungs-Header
8
Type of
Service
16
Header Checksum
Fragment Offset
Total Length
Next
Header
Flow Label
Source Address
Source Address
NextHeader / DATA
Destination Address
Destination Address
Destination Address
Destination Address
Der IPv6-Header ist zwar länger, doch dies
liegt nur an den längeren Adressen.
Ansonsten ist er ‚besser sortiert‘ und im
Router einfacher abzuarbeiten.
Kapitel 1: Grundlagen
16
Source Address
PayloadLen
Priority
8
DATA
Version
4
Source Address
32
Options (variable) / Padding
Destination Address
Source Address
Protocol
Identification
IHL
Time to
Live
Version
4
IPv4 vs. IPv6: Header
Seite 115
Hop Limit
32
Zugehörige Unterlagen
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