Magnetfeldsensorabgleichungsverfahren

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*DE102004015893B420140717*
(10)
DE 10 2004 015 893 B4 2014.07.17
Patentschrift
(12)
(21) Aktenzeichen: 10 2004 015 893.2
(22) Anmeldetag: 31.03.2004
(43) Offenlegungstag: 21.10.2004
(45) Veröffentlichungstag
der Patenterteilung: 17.07.2014
(51) Int Cl.:
G01B 7/14 (2006.01)
G01P 3/488 (2006.01)
G01B 7/30 (2006.01)
G01D 5/244 (2006.01)
G01B 7/00 (2006.01)
G01R 33/07 (2006.01)
G01R 33/09 (2006.01)
Innerhalb von neun Monaten nach Veröffentlichung der Patenterteilung kann nach § 59 Patentgesetz gegen das Patent
Einspruch erhoben werden. Der Einspruch ist schriftlich zu erklären und zu begründen. Innerhalb der Einspruchsfrist ist
eine Einspruchsgebühr in Höhe von 200 Euro zu entrichten (§ 6 Patentkostengesetz in Verbindung mit der Anlage zu §
2 Abs. 1 Patentkostengesetz).
(30) Unionspriorität:
2003-094614
31.03.2003
JP
(73) Patentinhaber:
DENSO CORPORATION, Kariya-city, Aichi-pref.,
JP
(74) Vertreter:
WINTER, BRANDL, FÜRNISS, HÜBNER, RÖSS,
KAISER, POLTE Partnerschaft, 85354, Freising,
DE
(72) Erfinder:
Uenoyama, Hirofumi, Kariya, Aichi, JP
(56) Ermittelter Stand der Technik:
DE
US
JP
JP
JP
197 32 632
5 500 589
H11- 304 414
H10- 103 145
H11- 237 256
A1
A
A
A
A
(54) Bezeichnung: Magnetfeldsensorabgleichungsverfahren, Magnetfeldsensorabgleichungsvorrichtung und
Magnetfeldsensor
(57) Hauptanspruch: Verfahren zur Abgleichung eines Magnetfeldsensors, mit:
– einem Magneten (36) zur Erzeugung eines Magnetfeldes
(H);
– einem Erfassungsobjekt,
– bei dem ein erster zu erfassender Abschnitt (34) und ein
zweiter zu erfassender Abschnitt (32), die magnetisch nicht
äquivalent zueinander sind, entlang eines Bewegungsweges angeordnet sind, der durch eine Position (M) führt, die
dem Magneten (36) durch einen magnetischen Spalt getrennt gegenüberliegt, und gemeinsam entlang des Bewegungsweges bewegt werden können; und
– das ein spaltvariables Erfassungsobjekt (30) zur Einstellung ist, das an Stelle eines normalen Erfassungsobjekts,
das eine konstante Erfassungsspaltlänge (g) aufweist, befestigt ist und Sektoren unterschiedlicher Erfassungsspaltlänge (g) umfasst;
– wobei das spaltvariable Erfassungsobjekt (30) ein Drehkörper (30) ist, eine Mehrzahl von Sektoren mit voneinander unterschiedlichen Fußkreisradien entlang einer umfangsseitigen Oberfläche um eine Drehachse (O) des Drehkörpers (30) angeordnet sind und der erste zu erfassende
Abschnitt (34) und der zweite zu erfassende Abschnitt (32)
in dem Sektor der Mehrzahl von Sektoren so angeordnet
sind, dass die Mehrzahl von Sektoren Erfassungsspaltlängen (g) haben, die voneinander verschieden sind; und
– wobei das normale Erfassungsobjekt ein Drehkörper ist,
eine Ortskurve einer umfangsseitigen Oberfläche um eine
Drehachse des Drehkörpers einen Bewegungsweg bildet
und der erste zu erfassende Abschnitt (34) und der zweite
zu erfassende Abschnitt (32) im Wechsel entlang der oberflächenseitigen Oberfläche angeordnet sind; ...
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Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Magnetfeldsensor, ein Magnetfeldsensorabgleichungsverfahren und eine Magnetfeldsensorabgleichungsvorrichtung.
[0002] Einige Drehsensoren und Längen- bzw. Längenmesssensoren verwenden magnetische Sensoren bzw. Magnetfeldsensoren. Von den verschiedenen Arten von Magnetfeldsensoren verwenden einige Magnetfeldsensoren ein Verfahren, bei dem ein
magnetisches Erfassungsobjekt, das sich mit einem
zu untersuchenden Objekt mitdreht oder linear mitbewegt, in einem Magnetfeld angeordnet ist, eine
Veränderung des Magnetfeldes entsprechend der
Bewegung des magnetischen Erfassungsobjektes
von einem Magnetfelderfassungselement wie etwa
einem Magnetwiderstands-Erfassungselement (MRElement: JP-A-11-304,414 und JP-A-11-237,256)
oder einem Hall-Element (JP-A-11-103,145) erfasst
wird, und anschließend ein Drehwinkel bzw. eine
Bewegungsdistanz des magnetischen Erfassungsobjektes mit Hilfe der erfassten Wellenformen berechnet wird. Ein solcher Magnetfeldsensor wird
verwendet, da er einen vergleichsweise einfachen
Aufbau und eine hohe Genauigkeit besitzt. Es ist
zum Beispiel ein Magnetfeldsensor für Kraftfahrzeuge bekannt, der Kurbelwinkel und dergleichen erfasst, indem eine zahnradartige Einrichtung aus einem weichmagnetischen Material, das konkave und
konvexe Abschnitte aufweist, die auf einer äußeren
Umfangsfläche ausgebildet sind, so angeordnet ist,
das sie gegenüber einem ein Magnetfeld erzeugenden Magneten liegt, so dass dazwischen ein magnetischer Spalt oder Magnetspalt, d. h. ein Spalt, indem
ein Magnetfeld existiert, erzeugt wird, ein Magnetfelderfassungselement (häufig wird hierfür ein MR-Element verwendet, da es kostengünstig ist und leicht
miniaturisiert werden kann) in dem magnetischen
Spalt angeordnet ist und eine Winkelposition der
zahnradartigen Einrichtung in Korrelation mit der ausgegebenen Wellenform des Magnetfelderfassungselements (JP-A-11-304,414 und JP-A-11-237,256)
erfasst wird. Da die konkaven und konvexen Abschnitte in Kombination mit dem Magnetfelderfassungselement jeweils Erfassungsspaltlängen bilden,
die voneinander verschieden sind, treten signifikante Fluktuationen des Magnetfeldes in dem magnetischen Spalt auf, insbesondere, wenn sich die Grenzbereiche zwischen den konkaven und konvexen Abschnitten durch den magnetischen Spalt hindurch bewegen, die als Veränderungen des von dem Magnetfelderfassungselement erfassten Wellenformaugenblickswertes erscheinen. Bei tatsächlichen Sensoren wird diese Wellenform durch einen Komparator oder dergleichen in ein binäres Singal, d. h. in
eine Rechteckwelle, umgewandelt (”binarisiert”), und
die Winkelpositionen werden auf der Grundlage der
Anstiegs- bzw. Abfallflanken (im Folgenden zusam-
menfassend als ”Übergangsflanke” bezeichnet) des
Rechtecksignals bestimmt, die dem Übergang zwischen einem konkaven Bereich (mit kleinerem Radius) und einem konvexen Bereich (mit größerem Radius) oder umgekehrt entsprechen.
[0003] Wenn hier die zwischen der zahnradartigen
Einrichtung und dem Magnet gebildeten Erfassungsspaltlängen zwischen mehreren Sensoren aufgrund
von Faktoren wie etwa Fehlern beim Anbringen ungleich sind, oder wenn die ”Höhen” der konkaven
und konvexen Abschnitte in ein und derselben zahnradartigen Einrichtung aufgrund der Uugenauigkeit
der Endbearbeitung der zahnradartigen Einrichtung
und anderen Faktoren ungleich sind, kann das Problem auftreten, dass die Winkelerfassungsgenauigkeit verringert ist. Darüber hinaus kann auch eine
Exzentrizität der Drehachse der zahnradartigen Einrichtung Schwankungen in der Erfassungsspaltlänge in Abhängigkeit von der Winkelposition verursachen. Insbesondere ist, wenn sich die Übergangsbereiche zwischen den konkaven und konvexen Abschnitten der zahnradartigen Einrichtung durch den
Erfassungsspalt bewegen, der entsprechende Wellenformpeak um so flacher, je größer der Erfassungsspalt ist, und umgekehrt wird der Wellenformpeak mit
kleiner werdendem Erfassungsspalt prägnanter bzw.
”schärfer”. Als Folge davon werden die Positionen der
Übergangsflanken nach der Binarisierung in Abhängigkeit von der Erfassungspaltlänge unregelmäßig,
so dass die Genauigkeit der Erfassung der Winkelpositionen verschlechtert wird. Ein solches Problem tritt
nicht nur bei Drehsensoren auf, sondern in ähnlicher
Weise auch bei Längenmesssensoren und darüber
hinaus bei Sensoren, die andere Erfassungsobjekte
als die konkaven und konvexen Abschnitte verwenden. Wenn zum Beispiel magnetische Rotoren oder
magnetische Maßstäbe verwendet werden, übernehmen Bereiche mit zueinander entgegengesetzten Polaritäten, die abwechselnd angeordnet sind, die Rolle
der konkaven und konvexen Abschnitte.
[0004] Die JP-A-10-103,145 diskutiert dieses Problem folgendermaßen. Selbst wenn die Wellenform
vor der Binarisierung aufgrund der Ungleichmäßigkeit der Erfassungsspaltlänge bezogen auf ein Paar
der konkaven und konvexen Abschnitte schwankt,
kann die Genauigkeit des Wellenformzyklus aufrecht
erhalten werden, solange die Maßhaltigkeit bei der
Herstellung der konkaven und konvexen Abschnitte
gewährleistet ist. In diesem Fall ist bei der Wellenform nach der Binarisierung die Wiederholungsperiode zwischen einem Abschnitt mit einem erstem Niveau, der dem konvexen Abschnitt entspricht, und einem Abschnitt mit einem zweitem Niveau, der dem
konkaven Abschnitt entspricht, in sich konstant. Daher kann dadurch, dass von den binarisierten bzw.
Übergangsflanken zwischen dem Abschnitt mit dem
ersten Niveau und dem Abschnitt mit dem zweiten
Niveau nur entweder die ansteigende Flanke oder
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die abfallende Flanke als Erfassungssignal verwendet wird, die Winkelerfassungsgenauigkeit lediglich
durch die Maßhaltigkeit bei der Herstellung der konkaven und konvexen Abschnitte gewährleistet werden.
[0005] Jedoch weist die oben genannte Lösung die
folgenden Nachteile auf:
(1) Bei der obigen Lösung ist der Phasenwinkel
der Positionen der binarisierten Flanken in Abhängigkeit von der genauen Form der Welle unregelmäßig und korreliert daher nicht eindeutig
mit der Konkav-Konvex-Phase der zahnradartigen Einrichtung, obwohl die Wiederholungsperiode der Wellenform selbst konstant ist. Daher wird
es ein Problem, wenn die Zuordnung zur Winkelposition der an das Erfassungsobjekt befestigten
zahnradartigen Einrichtung bewerkstelligt werden
soll. Wenn zum Beispiel bei einem Winkelsensor
zur Erfassung eines Kurbelwinkels von Kraftfahrzeugen die zahnradartige Einrichtung unter Berücksichtigung der Konvex-Konkav-Phase angebracht wird, kann die oben beschriebene Unregelmäßigkeit des Phasenwinkels der Positionen
der binarisierten Flanken Vorgänge wie etwa die
Steuerung bzw. Regelung des Zündzeitpunktes,
die mit Bezug darauf durchgeführt wird, nachteilig
beeinflussen.
(2) Da nur entweder die ansteigende oder die abfallende Flanke der binarisierten Wellenform verwendet werden kann, ist die Auflösung der Winkelerfassung im Vergleich zu anderen Lösungen,
die beide Flanken verwenden, beträchtlich reduziert. Umgekehrt müsste die Anzahl der konkaven und konvexen Abschnitte verdoppelt werden,
um eine mit anderen Lösungen, die beide Flanken ausnützt, vergleichbare Auflösung zu erzielen. Dies hat jedoch zur Folge, dass sich die Herstellungskosten der zahnradartigen Einrichtung
erhöhen und es schwierig wird, die Genauigkeit zu
gewährleisten.
[0006] Die DE 197 32 632 A1 offenbart „eine Sensoreinrichtung zum Detektieren einer Veränderung eines anliegenden Magnetfelds, und insbesondere eine Sensoreinrichtung, die sich zum Detektieren der
Information über die Drehung beispielsweise in einem Verbrennungsmotor eignet”. Darin erfolgt eine Erfassung von Wellenformen für eine Mehrzahl
von Einstellungswerten für eine Erfassungsspaltlänge, und es wird ein Schnittpunktwert, der als Schnittpunkt zwischen der Mehrzahl erfasster Wellenformen
gegeben ist, berechnet, wenn die Mehrzahl erfasster
Wellenlängen phasengleich überlagert werden. Die
US 5,500,589 A offenbart ein Verfahren zur Kalibrierung eines Sensors durch Bewegen eines Magneten, während ein Ausgangssignal einer für magnetische Felder sensiblen Komponente überwacht wird
(„method for calibrating a sensor by moving a magnet
while monitoring an output signal from a magnetical-
ly sensitive component”). Auch hier erfolgt eine Erfassung von Wellenformen und ein Berechnen von
Schnittpunktswerten wie es oben beschrieben ist.
[0007] Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
ein Magnetfeldsensorabgleichungsverfahren, welches die oben genannten Probleme löst, eine Magnetfeldsensorabgleichungsvorrichtung, die zur Ausführung des Verfahrens verwendet wird, und einen
Magnetfeldsensor bereitzustellen.
[0008] Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Magnetfeldsensorabgleichungsverfahren,
das unabhängig von Schwankungen der Erfassungsspaltlänge, die zwischen unterschiedlichen Magnetfeldsensoren oder bei einem einzigen Magnetfeldsensor auftreten können, ein Erfassungsobjekt mit
ausreichender Genauigkeit erfassen kann, eine Magnetfeldsensorabgleichungsvorrichtung, die zur Ausführung des Verfahrens verwendet wird, und einen
Magnetfeldsensor bereitzustellen.
[0009] Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Magnetfeldsensorabgleichungsverfahren, das eine Unregelmäßigkeit des Phasenwinkels einer binarisierten Wellenformflanke verhindern kann, eine Magnetfeldsensorabgleichungsvorrichtung, die zur Ausführung des Verfahrens verwendet wird, und einen Magnetfeldsensor bereitzustellen.
[0010] Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, ein Magnet feldsensorabgleichungsverfahren, das unabhängig von Schwankungen der Erfassungsspaltlänge, die zwischen unterschiedlichen
Magnetfeldsensorprodukten oder bei einem einzigen Magnetfeldsensor auftreten können, ein Erfassungsobjekt mit ausreichender Genauigkeit erfasst,
und das das Auftreten von Unregelmäßigkeiten in
dem Phasenwinkel von binarisierten Wellenformflanken verhindern kann, eine Magnetfeldsensorabgleichungsvorrichtung, die zur Ausführungs des Verfahrens verwendet wird, und einen Magnetfeldsensor
bereitzustellen.
[0011] Diese Ziele werden durch die Merkmale der
Ansprüche 1 bzw. 5 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert.
[0012] Die oben beschriebene vorliegende Erfindung wird auf einen Magnetfeldsensor angewendet, wobei ein Erfassungsobjekt, bei dem erste zu
erfassende Abschnitte und zweite zu erfassende
Abschnitte magnetisch nicht äquivalent zueinander
und im Wechsel entlang eines vorbestimmten Bewegungsweges angeordnet sind, einem Magneten
durch einen magnetischen Spalt getrennt gegenüberliegt, wobei Fluktuationen des Magnetfeldes in
dem magnetischen Spalt, wenn eine Anordung aus
den zwei Arten von zu erfassenden Abschnitten ent-
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lang des oben genannten Bewegungsweges bewegt
wird, die zu erfassenden Abschnitte von Magnetfelderfassungsabschnitten erfasst werden, und wobei
die erfassten Wellenformen auf der Grundlage eines
vorbestimmten Schwellenwertes binarisiert werden.
Wenn sich die Erfassungsspaltlänge zwischen den
ersten zu erfassenden Abschnitten oder den zweiten zu erfassenden Abschnitten und den Magnetfelderfassungsabschnitten ändert, ändern sich Amplituden der erfassten Wellenformen, und Wellenberge und Wellentäler der Wellenformen werden entsprechend länger oder schmäler, jedoch hat der Erfinder der vorliegenden Erfindung herausgefunden,
dass sich die erfassten Wellenformen an einem im
Wesentlichen fixen Schnittpunkt kreuzen, unabhängig von der Erfassungsspaltlänge, wenn die Wellenformen, die durch die Änderung der Erfassungsspaltlänge verändert werden, so überlagert werden, dass
die Wellenformen miteinander übereinstimmen (oder
phasengleich sind).
[0013] Daher wird bei der vorliegenden Erfindung
ein Schwellenwert zur Binarisierung der Wellenformen so eingestellt, dass er mit dem Wert dieses
Schnittpunkts übereinstimmt. Wenn eine Mehrzahl
von durch Ändern der Erfassungsspaltlänge gewonnenen Wellenformen, die sich bei dem oben genannten Schnittpunkt schneiden, bezüglich des Schwellenwertes binarisiert werden, der mit dem Wert des
Schnittpunkts übereinstimmt, so ist wie oben beschrieben der Phasenwinkel der binarisierten Flanken konstant, unabhängig von den erfassten Wellenformen und somit den eingestellten Werten für die
Erfassungsspaltlänge. Daher kann eine Genauigkeit
bei der Erfassung der zu erfassenden Abschnitte immer zufriedenstellend eingestellt werden, unabhängig von Schwankungen, selbst wenn die Erfassungspaltlänge zwischen einer Mehrzahl von Magnetfeldsensorprodukten oder in einem einzigen Magnetfeldsensorprodukt schwankt.
[0014] Wenn die Erfassungsspaltlänge schwankt, ist
darüber hinaus der Phasenwinkel der Positionen der
binarisierten Flanken immer im Wesentlichen konstant, obwohl die Wellenformen in Abhängigkeit von
der Erfassungsspaltlänge variieren. Eine Phasenbeziehung zwischen den ersten zu erfassenden Abschnitten und den zweiten zu erfassenden Abschnitten dem Erfassungsobjekt kann eindeutig definiert
werden, unabhängig von der Erfassungsspaltlänge.
Daher wird die Genauigkeit des Phasenwinkels nicht
durch die Schwankungen der Erfassungsspaltlänge
verringert, selbst wenn die Winkelposition des Erfassungsobjektes bewerkstelligt werden muss.
[0015] Ferner, da der Phasenwinkel sowohl der ansteigenden Flanke als auch der abfallenden Flanke,
die in der binarisierten Wellenform auftreten, gewährleistet werden kann, können beide Übergangsflanken
mit hoher Genauigkeit als Erfassungssignale verwen-
det werden. In diesem Fall kann entweder eine Flanke verwendet werden, oder die Auflösung der Winkelerfassung kann erhöht werden, indem beide Flanken
verwendet werden.
[0016] Wird die vorliegende Erfindung zum Beispiel
auf einen Winkelsensor zur Erfassung eines Kurbelwinkels von Kraftfahrzeugesn angewendet, so wird
der Phasenwinkel der binarisierten Wellenform nicht
durch die Erfassungsspaltlänge beeinflusst und im
Wesentlichen einzig dadurch definiert, dass das Erfassungsobjekt auf einer Drehachse unter Beachtung
der Phase der ersten zu erfassenden Abschnitte und
der zweiten zu erfassenden Abschnitte befestigt wird.
Daher können Abläufe wie etwa die Steuerung des
Zündzeitpunkts, die in Abhängigkeit davon ausgeführt werden, genauer ausgeführt werden.
[0017] Es ist unwahrscheinlich, dass der Magnetfeldsensor der vorliegenden Erfindung, der durch
Abgleichen des Binarisierungsschwellenwertes entsprechend dem oben beschriebenen Verfahren der
vorliegenden Erfindung gewonnen wird, die Ungleichmäßigkeit der Erfassungsgenauigkeit zwischen
unterschiedlichen Magnetfeldsensorprodukten verursacht und dass er durch die Ungleichmäßigkeit der
Erfassungsspaltlänge bei der Anordnung der ersten
zu erfassenden Abschnitte und der zweiten zu erfassenden Abschnitte bei einem Magnetfeldsensorprodukt, der Montagegenauigkeit des Erfassungsobjektes oder langzeitliche Änderungen der Erfassungsspaltlänge des Magnetfeldsensors, der angebracht
wurde, beeinflusst wird. In diesem Fall kann durch
das nachstehende Verfahren leicht überprüft werden,
ob der Binarisierungsschwellenwert des Magnetfeldsensors mit dem Schnittpunktwert der Wellenformen
wie oben beschrieben übereinstimmt oder nicht. Somit wird bei Magnetfeldsensorprodukten die Erfassungsspaltlänge auf einen bestimmten Wert eingestellt, der charakteristisch für jedes Produkt ist. Somit
wird entweder der Magnet oder der erste und zweite
erfasste Abschnitt absichtlich bewegt, um die Erfassungsspaltlänge gegenüber dem bestimmten Wert
zu ändern, und anschließend werden vor und nach
der Veränderung erfasste Wellenformen gemessen.
Wenn der Schwellenwert gemäß der Erfindung wie
oben beschrieben abgeglichen wird, stimmt der durch
phasengleiche Überlagerung der beiden erfassten
Wellenformen gewonnene Schnittpunktwert mit dem
Schwellenwert überein. In diesem Fall ist die Änderung in den Größenordnung von 20% der Erfassungsspaltlänge, die als der spezifische, für jedes Produkt
charakteristische Wert eingestellt wird, ausreichend,
um den Schnittpunktwert abzuschätzen, wenn die Erfassungsspaltlänge geändert wird.
[0018] Bei der vorliegenden Erfindung bedeutet ”magnetische Äquivalenz” zwischen den ersten zu erfassenden Abschnitten und den zweiten zu erfassenden
Abschnitten des Erfassungsobjektes, dass die Ma-
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gnetisierungszustände in dem durch den Magneten
erzeugten Magnetfeld der ersten zu erfassenden Abschnitte und der zweiten zu erfassenden Abschnitten differieren, wenn die ersten bzw. die zweiten Abschnitte die Position gegenüber dem Magnet erreicht
haben. Wenn die ersten und zweiten zu erfassenden
Abschnitte unterschiedliche Magnetisierungszustände haben, sind die Magnetfelder, die erzeugt werden,
wenn die ersten zu erfassenden Abschnitte und die
zweiten zu erfassenden Abschnitte magnetisiert werden, unterschiedlich verteilt und wechselwirken mit
dem Magnetfeld des Magneten unterschiedlich (zum
Beispiel Orientierungen von überlagerten Magnetfeldern). Daher unterscheidet sich die Magnetfeldverteilung in dem magnetischen Spalt, je nachdem ob sich
die ersten zu erfassenden Abschnitte oder die zweiten zu erfassenden Abschnitte nähern.
[0019] Ein Beispiel einer Kombination der ersten zu
erfassenden Abschnitte und der zweiten zu erfassenden Abschnitte, die magnetisch nicht äquivalent sind,
ist eines, bei dem konkave Abschnitte und konvexe Abschnitte aus einem ferromagnetischen Material
bestehen und unterschiedliche ”Höhen” in Richtung
der Länge des magnetischen Spaltes haben. Das
heißt, die ersten zu erfassenden Abschnitte sind konkav oder zurückgesetzt bezüglich der zweiten zu erfassenden Abschnitte bzw. die zweiten zu erfassenden Abschnitte sind konvex oder vorragend bezüglich
der ersten zu erfassenden Abschnitte. In diesem Fall
ist der Abstand zu dem Magnet bzw. die Länge des
magnetischen Spaltes bei den konkaven Abschnitten
größer, und die Stärke der Magnetisierung ist verringert, während sich dies bei den konvexen Abschnitten umgekehrt verhält. Diese konkaven und konvexen Abschnitte bestehen vorzugsweise aus einem
weichmagnetischen Material, das leicht magnetisierbar ist (wie zum Beispiel Permalloy). Die ersten zu
erfassenden Abschnitte und die zweiten zu erfassenden Abschnitte können darüber hinaus in Form von
polarisierten Bereichen eines Permanentmagneten
ausgebildet sein, die zueinander entgegengesetzte
Polarität haben. Ferner kann eine Kombination ferromagnetischer Materialien, die sich hinsichtlich der
magnetischen Suszeptibilität oder Sättigungsmagnetisierung unterscheiden, verwendet werden. Alternativ kann einer der ersten oder zweiten zu erfassenden Abschnitte aus einem ferromagnetischen Material und das andere aus einem nicht-magnetischen Material, z. B. einem paramgnetischen oder diamagnetischen Material wie etwa austenitischem Edelstahl,
nicht magnetischen Metallen wie Kupfer oder Aluminium und polymeren Materialien wie Kunststoffen gebildet sein.
[0020] Darüber hinaus kann der Magnet zur Erzeugung des Magnetfeldes entweder ein Permanentmagnet oder ein Elektromagnet sein. Der magnetische
Spalt (und der Erfassungsspalt) kann durch einen
leeren Raum gebildet sein, oder wenigstens ein Teil
des magnetischen Spaltes kann mit einem nicht-magnetischen Material gefüllt sein. Ferner können die
Magnetfelderfassungsabschnitte zur Erfassung von
Magnetfeldfluktuationen wohlbekannte MR-Elemente sein, oder sie können aus verschiedenen Alternativen wie etwa Hall-Elementen, Aufnahmespulen oder
Magnetköpfen ausgewählt sein.
[0021] Wenn die Erfassungsspaltlänge verändert
wird, um den Schnittpunktwert zu berechnen, sollte
der Bereich der Änderung der Erfassungsspaltlänge
20% bis 200% seines Mittelwertes betragen. Wenn
der Änderungsbereich der Erfassungsspaltlänge weniger als 20% beträgt, kann ein Unterschied zwischen
den erfassten, durch Ändern der Erfassungsspaltlänge gewonnenen Wellenformen zu klein sein, um
den Schnittpunktwert abzulesen. Wenn hingegen der
Änderungsbereich der Erfassungsspaltlänge 200%
übersteigt, kann es sein, dass der Schnittpunktwert,
der zwischen den Wellenformen definiert ist, nicht
mehr konstant ist, und seine Bedeutung als Sollwert
für die Einstellung des Schwellenwertes verlieren.
[0022] Wenn andererseits der Änderungsberich der
Erfassungsspaltlänge innerhalb von 20–200% liegt,
können die Schnittpunktwerte, wenn die erfassten
Wellenformen bezüglich von drei oder mehreren Erfassungsspaltlängen in diesem Bereich liegen, innerhalb einer Abweichung von 20% im Wesentlichen miteinander übereinstimmen, so dass eine ausreichende Genauigkeit bei der Einstellung des Schwellenwertes aufrecht erhalten werden kann, selbst wenn
die Erfassungsspaltlängen, die zur Messung verwendet werden, etwas ungleich sind. Wenn zum Beispiel
die erfassten Wellenformen gewonnen werden, indem drei oder mehrere Erfassungsspaltlängen verwendet werden, kann es sein, dass die Schnittpunktbeträge zwischen den Wellenformen nicht übereinstimmen. Solange jedoch ihre Abweichung innerhalb
des oben beschriebenen Bereichs bleibt, können die
Schnittpunktsbeträge als im Wesentlichen in Übereinstimmung miteinander betrachtet werden. In diesem Fall kann jeder der Schnittpunktsbeträge als
der Schwellenwert ausgewählt werden, mit dem die
Schnittpunktsbeträgte übereinstimmen sollen, oder
der Schwellenwert kann mit einem Durchschnittswert
dieser Schnittpunktsbeträge übereinstimmen. Wenn
eine Mehrzahl von Schnittpunktsbeträgen bestimmt
werden, die wie oben beschrieben den Schwellenwert einstellen, können darüber hinaus gemäß der
vorliegenden Erfindung diese Werte begrifflich als in
Übereinstimmung miteinander betrachtet werden, solange die Abweichung zwischen dem Schwellenwert
und jedem Schnittpunktsbetrag innerhalb von 20%
liegt.
[0023] Daher kann am einfachsten ein Verfahren
beispielhaft erläutert werden, bei dem die Erfassungsspaltlänge zwischen zwei Beträgen verändert
wird, und ein Schnittpunktwert der zwei entsprechend
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der zwei Erfassungsspaltlängen gewonnenen Wellenformen wird als Sollwert berechnet, mit dem der
Schwellenwert übereinstimmen sollte. Um den Effekt
der vorliegenden Erfindung in geeigneter Weise herauszustellen, ist es in diesem Fall wünschenswert,
die zwei unterschiedlichen Erfassungsspaltlängen so
einzustellen, dass der Unterschied zwischen ihnen
so groß wie möglich, jedoch innerhalb des oben beschriebenen Änderungsbereichs ist.
[0024] Der Magnetfeldsensor, auf den die vorliegende Erfindung angewendet wird, kann ein Drehsensor sein, bei dem das Erfassungsobjekt ein Drehkörper ist, eine Ortskurve einer umfangsseiten Oberfläche um eine Drehachse des Drehkörpers einen Bewegungsweg bildet und die ersten zu erfassenden
Abschnitte und die zweiten zu erfassenden Abschnitte im Wechsel entlang der Umfang angeordnet sind.
Durch Anwenden der vorliegenden Erfindung kann
die Genauigkeit bei der Erfassung des Drehwinkels
erheblich verbessert werden. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf Drehsensoren begrenzt,
sondern können ebenso auf Längenmesssensoren
wie etwa Linearkodierer angewendet werden.
[0025] Um die Erfassungsspaltlänge zu ändern,
müssen gemäß der vorliegenden Erfindung die ersten und zweiten zu erfassenden Abschnitte und die
Magnetfelderfassungsabschnitte relativ zueinander
bewegt werden. Jedoch ist es im Hinblick auf eine
Massenproduktion sehr mühsam bzw. umständlich
und daher unpraktisch, die Befestigungsposition der
Magnetfelderfassungsabschnitte im Herstellungsprozess zu ändern. Daher ist es günstig, ein Verfahren
anzuwenden, bei dem eine Abgleichung dadurch erfolgt, dass ein normales Erfassungsobjekt durch ein
Erfassungsobjekt ersetzt wird, das der Abgleichung
dient und anschließend wieder gegen die normale
Erfassungsobjekt ausgetauscht wird. Sobald die Abgleichung gemäß der vorliegenden Erfindung abgeschlossen ist, wird der Magnetfeldsensor kaum beeinflusst, selbst wenn die Erfassungsspaltlänge ein
wenig ungleichmäßig ist, sobald das normale Erfassungsobjekt wieder angebracht ist.
[0026] Obwohl die Abgleichung durch aufeinanderfolgende Änderung einer Mehrzahl von Erfassungsobjekten zur Abgleichung, die unterschiedliche Längen von magnetischen Spalten erzeugen, und einer individuellen Messung der erfassten Wellenlängen entsprechend den jeweiligen Abgleichungs-Erfassungsobjekten durchgeführt werden kann, ist es
mühsam, die Abgleichungs-Erfassungsobjekte auszutauschen. Ferner kann beim Austausch der Abgleichungs-Erfassungsobjekte die Abgleichung von Fehlern bei der Befestigung beeinflusst werden.
[0027] Daher kann gemäß der vorliegenden Erfindung das nachstehend beschriebene Abgleichungsverfahren verwendet werden. Hierbei wird zur Ab-
gleichung an Stelle des normalen Erfassungsobjekts,
bei dem die Erfassungsspaltlänge konstant ist, ein
Abgleichungs-Erfassungobjekt, bei dem Sektoren mit
unterschiedlicehen Erfassungsspaltlängen koexistieren (im Folgenden als ”spaltvariables Erfassungsobjekt” bezeichnet) an dem Magnetfeldsensor befestigt, während der Magnet an einer unveränderlichen
Position befestigt wird, und man erhält dann die zu
erfassenden Wellenformen für jeden der Sektoren
des spaltveränderlichen Erfassungsobjekts, das unterschiedliche Erfassungsspaltlängen aufweist.
[0028] In diesem Fall kann die Abgleichungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung folgendermaßen
gebildet sein. Ein Erfassungsspaltänderungs- und
Einstellungsmittel umfasst ein spaltvariables Erfassungsobjekt zur Abgleichung, das an Stelle eines normalen Erfassungsobjekts, bei dem die Erfassungsspaltlänge einheitlich ist, vorübergehend an einem
einzustellenden Magnetfeldsensor angebracht wird
und bei dem Sektoren mit unterschiedlichen Erfassungsspaltlängen gleichzeitig vorhanden sind. Anschließend gewinnt man mit Hilfe eines Wellenformerfassungsmittels Wellenformen entsprechend ersten und zweiten zu erfassenden Abschnitten für jeden
der Sektoren des, spaltvariablen Erfassungsobjekts,
das unterschiedliche Erfassungsspaltlängen erzeugt.
[0029] Gemäß dem oben beschriebenen Verfahren
und der oben beschriebenen Vorrichtung der vorliegenden Erfindung, kann man jeweils eine Mehrzahl
von erfassten Wellenformen zur Berechnung eines
Wertes eines Schnittpunktes erhalten, ohne Abgleichungs-Erfassungsobjekte zu ändern, da die Sektoren mit unterschiedlichen Erfassungsspaltlängen koexistent sind, so dass ein Abgleichungsprozess vereinfacht werden kann. Da darüber hinaus der Vorgang zur Änderung der Abgleichungs-Erfassungsobjekten nicht erforderlich ist, besteht keine Möglichkeit,
dass die Abgleichung durch Fehler bei der Befestigung der Abgleichungs-Erfassungsobjekten auftritt.
[0030] In dem Fall eines Drehsensors zum Beispiel,
bei dem das normale Erfassungsobjekt ein Drehkörper ist, eine Ortskurve einer umfangsseiten Oberfläche um eine Drehachse des Drehkörpers einen
Bewegungsweg bildet und erste zu erfassende Abschnitte und zweite zu erfassende Abschnitte im
Wechsel entlang der umfangsseitgen Oberfläche angeordnet sind, ist es möglich, eine spaltvariables Erfassungsobjekt zu verwenden, bei dem eine Mehrzahl von Sektoren mit von einander unterschiedlichen
”Fußkreisradien” entlang der umfangsseiten Oberfläche eines Drehkörpers angeordnet sind, und erste
zu erfassende Abschnitte und zweite zu erfassende
Abschnitte in jedem der Mehrzahl von Sektoren angeordnet sind, so dass die Mehrzahl von Sektoren
Erfassungsspaltlängen haben, die entsprechend ihrem ”Fußkreisradius” definiert und daher voneinander verschieden sind. Durch Teilen der Umfang des
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Drehkörpers in Sektoren mit gleichem Zentriwinkel,
so dass die ”Fußkreisradien” zwischen den aneinandergrenzenden Sektoren verschieden sind, und sich
somit die Erfassungsspaltlängen jeweils nach einem
bestimmen Drehwinkel (zum Beispiel 180°) ändert,
kann man Erfassungswellenformen, die den Erfassungsspaltlängen entsprechen, die sich jeweils nach
dem bestimmten Drehwinkel ändern, erhalten, und
Abläufe zur Bestimmung des Schnittpunktwertes wie
etwa die Teilung der Wellenformen sowie die phasengleiche Überlagerung der Wellenformen können
leicht und mit hoher Genauigkeit ausgeführt werden.
[0031] Da sich in diesem Fall die durch die Magnetfelderfassungsabschnitte erfassten Wellenformen häufig aufgrund der Temperaturcharakteristik
der zu erfassenden Abschnitte und der Signalverarbeitungsschaltungen ändern, kann der Schwellenwert, selbst wenn der Magnetfeldsensor so eingestellt ist, dass der Schwellenwert mit dem Schnittpunktwert bei einer gegebenen Temperatur übereinstimmt, von diesem Schnittpunktwert abweichen,
wenn sich die Temperatur verändert, so dass die
Genauigkeit abnehmen kann. Sobald jedoch die Abgleichung einmal erfolgt ist, so dass der Schwellenwert mit dem Schnittpunktwert übereinstimmt, der
Schwellenwert jedoch danach aufgrund von Temperaturschwankungen wieder von dem Schnittpunktwert abweicht, wird der Schwellenwert wieder von
dem Schnittpunktwert bei der Temperatur, bei der die
Abgleichung zu Beginn durchgeführt worden ist, abweichen, und insgesamt können die Abgleichungsbedingungen nicht über alle Temperaturbereiche wie
beabsichtigt gewährleistet werden. Ferner, obwohl es
nicht unmöglich, den Schwellenwert so zu korrigieren, dass er der Temperaturänderung folgt, ist diese
Lösung nicht praktikabel, da sie das Sensorsystem
kompliziert macht.
[0032] Angesichts der oben genannten Probleme ist
es bei dem Magnetfeldsensor, auf den die vorliegende Erfindung angewendet wird, wünschenswert,
einen Temperaturkorrekturabschnitt bereitzustellen,
um temperaturabhängige Fluktuationen der mit Hilfe
der Magnetfelderfassungsabschnitte erfassten Wellenformen zu korrigieren, und mit Hilfe des Temperaturkorrekturabschnitts einen Korrekturkoeffizienten
einzustellen, so dass der Binarisierungsschwellenwert der erfassten Wellenform mit dem Schnittpunktwert über alle vorbestimmten Temperaturbereiche
übereinstimmt. Mit anderen Worten, nachdem die Abgleichung ausgeführt ist, so dass der Schwellenwert
mit dem Schnittpunktwert bei einer gegebenen Temperatur übereinstimmt, wird jede Differenz zwischen
dem Schwellenwert und dem Schnittpunktwert durch
Abgleichen des Korrekturkoeffizienten des Temperaturkorrekturabschnitts beseitigt. Somit kann die Abgleichungsbedingung des Schwellenwertes über alle
erforderlichen Temperaturbereiche wie beabsichtigt
gewährleistet werden.
[0033] Gemäß einem speziellen Verfahren wird der
Korrekturkoeffizient dadurch eingestellt, dass man
zwei Wellenformen mit Hilfe der Magnetfelderfassungsabschnitte erfasst und mit Hilfe des Schwellenwertabgleichungs- und einstellungsabschnitts dafür sorgt, dass der Schwellenwert mit einem ersten
Schnittpunktwert übereinstimmt, der durch die zwei
erfassten Wellenformen bestimmt wird, während eine Temperatur auf eine erste Temperatur eingestellt
wird und zwei unterschiedliche Erfassungsspaltlängen verwendet werden. Und indem zwei Wellenformen mit Hilfe der Magnetfelderfassungsabschnitte
erfasst werden und ein zweiter Schnittpunktwert berechnet wird, der von den zwei erfassten Wellenformen bestimmt wird, die erneut erfasst werden,
während der durch den Schwellenwertabgleichungsund einstellungsabschnitt eingestellte Schwellenwert
nicht verändert wird, wird die Temperatur auf eine zweite Temperatur geändert, die von der ersten Temperatur verschieden ist. Ferner werden dabei zwei unterschiedliche Erfassungsspaltlänge verwendet. Die Einstellung des Korrekturkoeffizienten
erfolgt so, dass der zweite Schnittpunktwert mit dem
Schwellenwert übereinstimmt.
[0034] Gemäß diesem Verfahren kann die Übereinstimmung zwischen dem Schwellenwert und dem
Schnittpunktwert leicht erreicht werden, indem die
Temperatureinflüsse um die gemessenen Temperaturen kompensiert werden, indem nur zwei Temperaturwerte eingestellt werden. Daraus folgt, dass der
Magnetfeldsensor, der nicht nur nicht empfindlich gegenüber Ungleichmäßigkeiten der Erfassungsspaltlänge sondern auch gegenüber Temperaturschwankungen ist, gewonnen werden kann.
[0035] Die Erfindung wird besser verständlich durch
die nachfolgende, ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit den beigezügten Zeichnungen. In den Zeichnungen sind:
[0036] Fig. 1 eine schematische Darstellung, die ein
Beispiel eines Erfassungsabschnitts eines Magnetfeldsensors zeigt, auf den die vorliegende Erfindung
angewendet wird;
[0037] Fig. 2 ein Diagramm zur Beschreibung eines Prinzips, um eine erfasste Wellenform durch Verwendung von zwei Magnetfelderfassungsabschnitten
steiler zu machen;
[0038] Fig. 3 ein Blockdiagramm, das ein Beispiel einer Sensorsteuerungsschaltung des Magnetfeldsensors zeigt, auf den die vorliegende Erfindung angewendet wird;
[0039] Fig. 4 eine Schaltungsdiagramm, das ein
spezielles Beispiel einer Sensorsteuerungsschaltung
der Fig. 3 zeigt;
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[0040] Fig. 5 eine Blockdarstellung, die eine elektrische Konfiguration einer Abgleichungsvorrichtung
des Magnetfeldsensors der vorliegenden Erfindung
zeigt;
[0041] Fig. 6 ein Flussdiagramm, das ein Beispiel einer Prozedur eines Abgleichungsverfahrens des Magnetfeldsensors der vorliegenden Erfindung zeigt;
[0042] Fig. 7 eine Vorderansicht, die ein Beispiel eines spaltvariablen Erfassungsobjekts zeigt;
[0043] Fig. 8 eine beispielhafte Ansicht eines in Betrieb befindlichen spaltvariablen Erfassungsobjekts
zeigt;
[0044] Fig. 9 beispielhafte Ansicht eines Prozesses,
die eine Abgleichung durch Verwendungs des spaltvariablen Erfassungsobjekts zeigt; und
[0045] Fig. 10 ein Diagramm zur Beschreibung,
wie ein Schnittpunktwert mit einem Schwellenwert
durch Offsetabgleichung in Übereinstimmung gebracht wird.
[0046] Nachfolgend werden Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
[0047] Fig. 1 zeigt einen Erfassungsabschnitt 101 eines Magnetfeldsensors, auf den die vorliegende Erfindung angewendet wird. Bei dieser Ausführungsform ist der Magnetfeldsensor als Drehsensor ausgebildet, d. h. als Sensor der Drehwinkel und Drehgeschwindigkeiten erfasst. Der Erfassungsabschnitt
101 umfasst einen Magnet 36, der ein Magnetfeld erzeugt, ein Erfassungsobjekt 30 (d. h. ein Objekt dessen Drehung erfasst werden soll), das in Form eines
Drehkörpers ausgebildet ist, der so gegenüber dem
Magneten 36 angeordnet ist, dass zwischen beiden
ein Spalt gebildet wird, in dem ein Magnetfeld H existiert (im Folgenden als ”magnetischer Spalt” bezeichnet), und Magnetfelderfassungsabschnitte 38a, 38b,
40a und 40b, die Fluktuationen des Magnetfeldes in
dem magnetischen Spalt erfassen.
[0048] Das Erfassungsobjekt 30 ist allgemein scheibenförmig und aus einem ferromagnetischen Material (zum Beispiel einem weichmagnetischen metallischen Material wie etwa Permalloy) gebildet und
weist entlang seiner umfangsseiten Oberfläche konkave oder erste zu erfassende Abschnitte 34 und
konvexe oder zweite zu erfassende Abschnitte 32
auf, die unterschiedliche ”Höhen” in Richtung der magnetischen Spaltlänge haben und magnetisch nicht
zueinander äquivalent sind. Eine zentrale Achse ”O”
des Erfassungsobjekts 30 ist so angeordnet, dass
sie mit einer Drehachse einer Einrichtung, deren Drehung erfasst werden soll (z. B. eine Kurbelwelle eines
Kraftfahrzeugs oder ein Wellenelement, das sich in
Eingriff mit der Kurbelwelle befindet und gemeinsam
mit dieser dreht) zusammenfällt. Bei dieser Drehung
rotieren die konkaven Abschnitte 34 und die konvexen Abschnitte 32 gemeinsam entlang einer durch die
umfangsseite Oberfläche des allgemein scheibenförmigen Erfassungsobjekts 30 gebildeten Ortskurve.
Dann fungiert der Spalt zwischen den Magnetfelderfassungsabschnitten 38a, 38b, 40a und 40b und den
konkaven Abschnitten 34 oder den konvexen Abschnitten 32 als ein Erfassungsspalt 39.
[0049] In dieser Ausführungsform ist der Magnet 36
ein Permanentmagnet, und das Erfassungsobjekt 30
ist so angeordnet, dass seine umfangsseite Oberfläche dem zentralen Magnetfeld H0 des durch den Magneten 36 erzeugten Magnetfeldes H gegenüberliegt,
wie es in Fig. 1 gezeigt ist, d. h. die zentrale Achse
des Magnetfeldes H0 ist senkrecht zur zentralen Achse ”O” des Erfassungsobjekts 30 angeordnet.
[0050] Insbesondere ist der Magnet 36 ringförmig
ausgebildet, weist einen Hohlraum 36c auf und ist
entlang der Symmetrieachse polarisiert, so dass die
magnetischen Pole des Magneten 36 oben bzw. unten in Fig. 1 positioniert sind. Die umfangsseite Oberfläche des Erfassungsobjekts 30 ist so angeordnet,
dass sie einer Öffnung des Magneten 36 gegenüberliegt, wie es in Fig. 1 gezeigt ist.
[0051] Bei dieser Ausführungsform sind die vier Magnetfelderfassungsabschnitte 38a, 38b, 40a und 40b
entlang des Durchmessers der Öffnung des Magneten 36 angeordnet, die der umfangsseiten Oberfläche des Erfassungsobjekts 30 zugewandt ist, und
zwar paarweise und symmetrischen bezüglich des
zentralen Magnetfeldes H0 angeordnet. Hierbei ist die
Erfassungsspaltlänge zwischen den konkaven Abschnitten 34 bzw. den konvexen Abschnitten 32 und
den Magnetfeldabschnitten 38a, 38b, 40a und 40b
unterschiedlich und hängt darüber hinaus von den
genauen Positionen ab, an denen die vier Magnetfelderfassungsabschnitte 38a, 38b, 40a und 40b angeordnet sind. Sei Q eine Ebene, die orthogonal zu
dem Vektor des zentralen Magnetfeldes H0 angeordnet ist und durch einen mittleren Umfangspunkt M
des konvexen Abschnitts 32 führt, wenn dieser Umfangspunkt M auf der Linie des zentralen Magnetfeldes H0 liegt, so ist die Erfassungsspaltlänge als ein
Durchschnittswert g der Entfernungen von der Ebene
Q zu dem jeweiligen Magnetfelderfassungsabschnitt
38a, 38b, 40a und 40b definiert.
[0052] Der Abstand zwischen den zwei Magnetfelderfassungsabschnitten 38a und 38b (im Folgenden
auch als ”erste Magnetfelderfassungsabschnitte” bezeichnet), die jeweils in einem größeren Abstand d
von dem zentralen Magnetfeld H0 als die zwei Magnetfelderfassungsabschnitte 40a und 40b (in Folgenden als ”zweite Magnetfelderfassungsabschnitte”
bezeichnet) angeordnet sind, ist so definiert, dass der
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in Fig. 1 linke und rechte der ersten Magnetfelderfassungsabschnitt 38a bzw. 38b die dem Übergang
von dem konkaven Abschnitt 34 zu dem konvexen
Abschnitt 32 und von dem konvexen Abschnitt 32
zu dem konkaven Abschnitt 34 zugeordnete Übergangsflanke stets gleichzeitig erfassen. Daraus folgt,
dass in einer ersten, von dem Magnetfelderfassungsabschnitt 38a erfassten Wellenform SIGA und einer
zweiten, von dem Magnetfelderfassungsabschnitts
38b erfassten Wellenform SIGB die dem Übergang
von dem konkaven Abschnitt 34 zu dem konvexen
Abschnitt 32 bzw. von dem konvexen Abschnitt 32
zu dem konkaven Abschnitt 34 zugeordneten Übergangsflanken als phasengleiche, jedoch zueinander
invertierte Amplituden erscheinen, wie es in Fig. 2 gezeigt ist. Somit können die den Übergangsbereichen
zwischen den konvexen Abschnitten und den konkaven Abschnitten zugeordnete Wellenformpeaks (mit
vorderen und hinteren Übergangsflanken) durch Berechnen des Differenzsignals zwischen den beiden
erfassten Wellenformen (im Folgenden als ”erstes
Differenzsignal” bezeichnet) steiler gemacht werden,
so dass die Genauigkeit der Drehungserfassung verbessert ist.
[0053] Ferner sind die zwei Magneterfassungsabschnitte 40a und 40b innerhalb der zwei Magneterfassungsabschnitte 38a und 38b und in einem Abstand von jeweils im Wesentlichen d/2 von dem zentralen Magnetfeld H0 entfernt angeordnet. Auch die
Differenz aus den mit Hilfe der zweiten Magnetfelderfassungsabschnitten 40a und 40b erfassten Wellenformen liefert ein Differenzsignal (im Folgenden
als ”zweites Differenzsignal” bezeichnet). Ferner wird
ein drittes Differenzsignal als Differenz zwischen dem
oben beschriebenen ersten und zweiten Differenzsignal erzeugt. Durch dieses dritte Differenzsignal kann
erreicht werden, dass ein weiter unten beschriebener
Schnittpunktwert selbst dann konstant gehalten werden kann, wenn die laterale Länge des konvexen Abschnitts 32 oder des konkaven Abschnitts 34 variiert.
[0054] Bei dieser Ausführungsform ist jeder der Magnetfelderfassungsabschnitte 38a, 38b, 40a und 40b
aus einem MR-Element (”magnetic resistance” = Magnetwiderstand) gebildet. Das MR-Element ist aus
einem wohlbekannter Typ (bestehend zum Beispiel
aus einer Legierung aus Ni, Fe und Co), der häufig als Magnetfelderfassungsabschnitt eines Magnetfeldsensors verwendet wird, da er die Änderung des
Magnetfeldes als signifikante Änderung des Widerstandes des Elements erfasst. Wie in Fig. 4 gezeigt
ist, bilden die Magnetfelderfassungsabschnitte 38a,
38b, 40a und 40b Zweige einer Widerstandsbrücke,
bei der jeweilige Paare von MR-Schichtelementen als
in Reihe geschaltete Widerstandselemente 37a und
37b mit einer Spannungsquelle Vcc verbunden sind.
Die Schichtstruktur und Anordnung der zwei Widerstandselemente 37a und 37b ist so bestimmt, dass
sich die Widerstände dieser Elemente bei einer Än-
derung der Neigung des auf den Schichtoberflächen
herrschenden Magnetfeldes gegenüber dem zentralen Magnetfeld H0 des Magnets 36 umgekehrt zueinander bzw. gegenläufig verhalten. Dadurch verändert sich das Spannungsteilungsverhältnis zwischen
den zwei Widerstandselementen 37a und 37b sehr
stark, wenn Schwankungen des Magnetfeldes erfasst werden. Die Veränderung der Spannungsabfälle an den zwei Widerstandselementen kann als Wellenform bzw. Spannungsschankung abgegriffen werden.
[0055] Wie in Fig. 1 gezeigt ist, sind bei dieser Ausführungsform die MR-Schichtelemente, welche die
Widerstandselemente 37a und 37b bilden, länglich
ausgebildet und in einer V-förmigen Konfiguration auf
Substraten angeordnet, die wiederum parallel zu dem
zentralen Magnetfeld H0 angeordnet sind, so dass
die Längsrichtung jedes MR-Schichtelements einen
Winkel von 45° mit dem zentralen Magnetfeld H0 einnimmt und der Abstand zwischen den jeweiligen Widerstandselementen 37a und 37b auf der dem Erfassungsobjekt 30 gegenüberliegenden Seite kleiner
ist als auf der dem Erfassungsobjekt 30 abgewandten Seite. Darüber hinaus sind die ersten Magnetfelderfassungsabschnitte 38a und 38b so angeordnet, dass die Übergangskante bzw. der Übergangsbereich von dem konkaven Abschnitt 34 zu dem konvexen Abschnitt 32 in der Mitte von einem der Widerstandselemente 37a und 37b angeordnet ist, wenn
die Übergangskante bzw. der Übergangsbereich von
dem konvexen Abschnitt 32 zu dem konkaven Abschnitt 34 in der Mitte der anderen Widerstandselemente 37a und 37b angeordnet ist.
[0056] Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, das eine beispielhafte elektronische Konfiguration einer Sensorsteuerungsschaltung 29 zeigt, die für den Erfassungsabschnitt 101 der Fig. 1 verwendet wird. Die
Sensorsteuerungsschaltung 29 umfasst eine erste
MR-Brücke 3, in der die vier Widerstandselemente (MR-Elemente), die die ersten Magnetfelderfassungsabschnitte 38a und 38b bilden, auf der rechten bzw. auf der linken Seite in Fig. 1 angeordnet
sind, und eine zweite MR-Brücke 5, in der die vier
Widerstandselemente (MR-Elemente), die die zweiten Magnetfelderfassungsabschnitte 40a und 40b bilden, auf der rechten bzw. auf der linken Seite angeordnet sind, so dass die Ausgangsspannungen
Vs1, Vs2 und Vs3 Vs4 der Punkte zwischen den jeweiligen Spannungsteilerwiderständen, dh. der Endpunkte des sogenannten Diagonalzweiges der Brückenschaltung (im Folgenden als ”Brückenendpunkte” bezeichnet), der ersten und zweiten Magnetfelderfassungsabschnitte 38a, 38b und 40a, 40b einem in den Diagonalzweig der MR-Brücke 3 geschalteten ersten Vorverstärker 7 zugeführt werden, um
ein erstes Differenzsignal VD1 zu bilden, bzw. einem
in den Diagonalzweig der MR-Brücke 9 geschalteten zweiten Vorverstärker 9 zugeführt werden, um
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ein zweites Differenzsignal VD2 zu bilden. Anschließend werden die Differenzsignalausgangsspannungen VD1 und VD2 der Vorverstärker 7 und 9 einem
Hauptverstärker 11 zugeführt, um ein drittes Differenzsignal VD3 zu bilden. An der Wellenform des von
dem Hauptverstärker 11 ausgegebenen dritten Differenzsignals VD3 wird, bevor es ausgegeben wird,
durch eine Offsetkorrekturschaltung 13 ein Offsetabgleich und durch eine Temperaturkorrekturschaltung 15 eine Temperaturkorrektur ausgeführt. Anschließend wird das dritte Differenzsignal VD3 mit Hilfe eines Komparators 17 (einem Wellenformverarbeitungsabschnitt) binarisiert und durchläuft eine Pufferschaltung 19. Anschließend wird das dritte Differenzsignal VD3 von einem Ausgangsanschluss 23
auf einem Substrat 2 ausgegeben. Die Bezugszahl
21 bezeichnet hier einen Spannungsversorgungsanschluss zur Spannungsversorung jedes Schaltungselements auf dem Substrat, und die Bezugszahl 25
bezeichnet einen Erdungsanschluss.
[0057] Fig. 4 zeigt ein spezielles Beispiel der Sensorsteuerungsschaltung 29 der Fig. 3. Die erste
MR-Brücke 3 ist als Vollbrücke ausgebildet, indem
zwei Halbbrücken aus den Magnetfelderfassungsabschnitte 38a und 38b kombiniert werden, von denen
jede aus einem Paar der Widerstandselemente (MRElemente) 37a und 37b besteht, die in Reihe geschaltet sind. Jede der Halbbrücken ist an einem Ende mit
der Versorgungsspannung Vcc und an dem anderen
Ende mit Erde verbunden, und die Ausgangsspannungen Vs1 und Vs2 an den Brückenendpunkten werden zwei Operationsverstärker 7a und 7b zugeführt,
die Teil des ersten Vorverstärkers 7 sind. Die zweite
MR-Brücke 5 ist in gleicher Weise als Vollbrücke ausgebildet, und die Ausgangsspannungen Vs3 und Vs4
an den Brückenendpunkten jeder Halbbrücke werden
zwei Operationsverstärkern 9a und 9b zugeführt, die
Teil des zweiten Vorverstärkers 9 sind.
[0058] Der erste Vorverstärker 7 ist ein Differenzverstärker, der die Operationsverstärker 7a und 7b
umfasst, um die Differenz zwischen den Ausgangsspannungen Vs1 und Vs2 von der ersten MR-Brücke 3
zu verstärken, wobei die Ausgänge und Gegenkopplungspfade der Operationsverstärker 7a und 7b über
Widerstände 40, 42, 44 und 46 parallel geschaltet
sind. Die Widerstände 40, 42, 44 und 46 dienen der
Bestimmung der Verstärkung, wobei die Widerstände
40 und 46 auf den gleichen Widerstandswert R1 eingestellt und die Widerstände 42 und 44 auf den gleichen Widerstandswert R2 eingestellt sind, so dass
die Verstärkung des ersten Differenzsignals VD1 bzw.
der Ausgang des Differenzverstärkers mit 1 + (R1/
R2) gegeben ist. Der zweite Vorverstärker 9 ist ebenfalls ein Differenzverstärker, der die Vorverstärker 9a
und 9b und ferner Widerstände 48, 50, 52 und 54 umfasst, um in gleicher Weise wie der erste Vorverstärker 7 die Verstärkung zu bestimmen, mit der die Differenz der an der zweiten MR-Brücke 5 abgegriffenen
Ausgangsspannungen Vs3 und Vs4 verstärkt werden,
um das zweite Differenzsignal VD2 auszugeben. Ferner ist der Hauptverstärker 11 ebenfalls ein vergleichbarer Differenzverstärker, der Operationsverstärker
11a und 11b und ferner Widerstände 56, 57, 58 und
59 zur Bestimmung der Verstärkung umfasst, mit der
die Differenz zwischen dem darin eingegebenen ersten Differenzsignal VD1 und dem darin eingegebenen
zweiten Differenzsignal VD2 verstärkt wird, um das
dritte Differenzsignal VD3 auszugeben.
[0059] Das dritte Differenzsignal VD3 wird einem
Komparator 17 zugeführt, der einen Operationsverstärker umfasst, der das dritte Differenzsignal VD3
binarisiert (in eine Rechteckwelle umwandelt), welches ein Ausgabewellenformsignal des Sensors bildet, wobei die an den Spannungsteilerwiderständen
68 und 69 abgegriffene Spannung als eine Schwellenspannung VTH verwendet wird. Bei dieser Ausführungsform ist die Schwellenspannung VTH konstant,
da beide Spannungsteilerwiderstände 68 und 69, die
den Betrag der Schwellenspannung VTH festlegen,
Widerstände mit festen Widerstandswerten sind. Bei
dieser Schaltung wird das Ausgangssignal des Komparators 17 einer Ausgangspufferschaltung 19 zugeführt, die eine Spannungsfolger umfasst, welcher einen Operationsverstärker verwendet.
[0060] Die Offsetkorrekturschaltung 13 (ein Schwellenwertabgleichungs- und Einstellungsabschnitt) ist
eine Schaltung zur Erzeugung einer Offsetabgleichungspannung VOFF. Bei dieser Ausführungsform
wird die Offsetabgleichungspannung VOFF dadurch
festgelegt, dass die Spannung zwischen zwei Spannungsteilerwiderständen 60 und 61 eines Spannungsteilers, der mit einem Ende mit der Versorgungsspannung Vcc und mit dem anderen Ende mit
Erde verbunden ist, eingestellt und über einen Operationsverstärker 13a, der als Spannungsfolger wirkt,
ausgegeben und dem dritten Differenzsignal VD3
überlagert wird. Einer der Spannungsteilerwiderstände 60 und 61 besteht aus einem veränderlichen Widerstand 61, so dass die Offsetabgleichungspannung
VOFF verändert bzw. abgeglichen werden kann, indem der Widerstandswert des veränderlichen Widerstandes 61 abgeglichen wird. Als Folge davon wird
die auf dem dritten Differenzsignal VD3 basierende
Sensorausgangswellenform entsprechend dem Wert
der überlagerten Offsetabgleichungspannung VOFF
gleichmäßig zu einer höheren oder niedrigeren Spannung verschoben. Ferner kann bei dieser Ausführungsform der Schwellenwert zur Binarisierung der
Ausgabewellenform relativ verändert oder eingestellt
werden, indem die Offsetabgleichungspannung VOFF
verändert wird, da der Schwellenwert VTH des Komparators 17 auf einen konstanten Wert eingestellt ist.
[0061] Darüber hinaus ist die Temperaturkorrekturschaltung 15 (ein Temperaturkorrekturabschnitt)
wie folgt ausgelegt. Zuerst wird eine Korrekurkoef-
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fizientenspannung VK von einem Einstellungsveränderungsabschnitt, der bei dieser Ausführungsform
Spannungsteilerwiderstände 66 und 67 umfasst, von
denen einer, Widerstand 67, ein veränderlicher Widerstand ist, über einen als Spannungsfolger wirkenden Operationsverstärker 15b dem Temperaturkorrekturabschnitt 15 zugeführt, der im Wesentlichen aus einem Operationsverstärker 15a besteht.
Der Temperaturkorrekturabschnitt 15 umfasst darüber hinaus einen Referenzwiderstand 64, der in
eine Eingangsstufe der Korrekturkoeffizientenspannung VK eingefügt ist, und einen Temperaturerfassungswiderstand 65, der als ein Rückkoppelungswiderstand eingefügt ist, und gibt eine Temperaturkorrekturspannung VT aus, die dem dritten Differenzsignal VD3 überlagert wird. Der Temperaturerfassungswiderstand 65 hat einen größeren Temperaturkoeffizienten, jedoch kann der Temperaturkoeffizient entweder positiv oder negativ sein.
[0062] Die Verstärkung des Operationsverstärkers
15a verändert sich in Abhängigkeit von dem Widerstandswert des temperaturabhängigen Widerstandes automatisch, um die Temperaturkorrekturspannung VT auszugeben. Wenn die Verstärkungsreferenzspannung des Operationsverstärkers 15a (gegeben als Potential zwischen den Widerständen 62 und
62) als VA, der Widerstandswert R(T) des Rückkoppelungswiderstandes 65 als Funktion der Temperatur
T und der Widerstandswert des Referenzwiderstandes 64 als Konstante R0 gegeben ist, so gilt die folgende Gleichung:
VA = VK + (VT – VK)·R0/(R0 + R(T))
(1')
und daher kann die Temperaturkorrekturspannung
VT ausgedrückt werden als:
VT = ((VA – VK)/R0)·R(T) + VA
(1)
[0063] Es ist ersichtlich, dass der erste Term dieser Gleichung ein Temperaturkorrekturterm ist, wobei der Beitrag des Temperaturkorrekturterms zu
der Ausgabewellenform beliebig abgeglichen werden
kann, indem die Korrekturkoeffizientenspannung VK
abgeglichen wird.
[0064] Wenn daher in der Schaltung der Fig. 4 die
abgeglichene Signalspannung, die binarisiert werden
soll, schließlich als VF gegeben ist, so gilt folgende
Beziehung:
VF = VD3 + VOFF + VT
= VD3 + (VA + VOFF) + ((VA – VK)/R0)·R(T)
(2)
[0065] In dieser Gleichung ist der erste Term die Originalwellenform vor dem Abgleich (das dritte Differenzsignal VD3), der zweite Term ist der Wellenformoffsetwert (VOFF ist ein veränderlicher Offsetwert,
während der zweite Term VA der Gleichung (1) einen
festen Offsetwert beisteuert), und der dritte Term ist
der Temperaturkorrekturterm.
[0066] In diesem Fall sind alle in der Schaltung in
Fig. 4 verwendeten Operationsverstärker solche, die
über eine einzige Versorgungsleitung gespeist werden, über die Versorgungsspannung Vcc zugeführt
wird, wie es von der Schaltungskonfiguration der
Fig. 3 ersichtlich ist (Bei dieser Ausführungsform
wird die Versorgung von einer stabilisierten Stromversorgungsspannung über den Anschluss 21 zugeführt). Daher umfassen die Differenzverstärkerschaltungen, die die Vorverstärker 7 und 9 umfassen, Polaritätsgewährleistungsschaltungen 7c bzw. 9c, um
eine Bereichsunterschreitung des Differenzverstärkungsausgangssignals in Richtung negativer Spannungswerte zu verhindern. Diese Polaritätsgewährleistungsschaltungen 7c und 9c sind mit den Enden der jeweiligen miteinander in Reihe geschalteten Verstärkungsbestimmungswiderständen verbunden, um über jeweilige Spannungsfolger eine Polaritätsgewährleistungsspannung VJ zu liefern (dadurch
erzeugt, dass eine Spannungsteilung der Stromversorgungsspannung Vcc mit Hilfe der Spannungsteilerwiderstände 70 und 71 eingestellt wird). Beide Polaritätsgewährleistungsschaltungen 7c und 9c funktionieren ähnlich wie in dem Vorverstärker 7, und das
Differenzverstärkerausgangssignal (das erste Differenzsignal) VD1 kann gemäß der Schaltungstheorie
von Operationsverstärkern durch nachfolgende Gleichung ausgedrückt werden, wenn der Widerstandswert R2 der Zwischenwiderstände 42 und 44 im Vergleich zu dem Widerstandswert R1 der Widerstände
40 und 46 an beiden Enden ausreichend groß ist:
VD1 = (1 + R1/R2)·(VJ + Vs1 – Vs2)
(3)
[0067] Wenn andererseits die Polaritätsgewährleistungsschaltungen 7c und 9c zum Beispiel durch Erdungen ersetzt sind, so gilt für VD1:
VD1 = (1 + R1/R2) (Vs1 – Vs2)
(4)
[0068] Wenn in Gleichung (4) Vs1 < Vs2 ist, so nimmt
VD1 einen negativen Wert an, so dass eine Bereichsunterschreitung eintreten kann. Doch in Gleichung (3)
ist gewährleistet, dass das Differenzverstärkerausgangssignal eine positive Polarität hat, selbst wenn
Vs1 < Vs2 ist, solange der Absolutwert der Differenz
geringer als die Polaritätsgewährleistungsspannung
VJ ist.
[0069] Darüber hinaus fungieren bei dem Hauptverstärker 11, die Offsetkorrekturschaltung 13 und die
Temperaturkorrekturschaltung 15 ebenfalls als Polaritätsgewährleistungsschaltung. Wie in Gleichung
(1) gezeigt ist, ist es darüber hinaus unwahrscheinlich, dass die Bereichsunterschreitung bei dem Ausgangssignal der Temperaturkorrekturschaltung 15
eintritt, solange VK nicht VA überschreitet, da die Tem-
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peraturkorrekturschaltung 15 so konfiguriert ist, dass
die Korrekturkoeffizientenspannung VK als Differenz
von der Verstärkungsreferenzspannung VA gegeben
ist.
[0070] Fig. 5 ist ein Blockdiagramm, das eine beispielhafte Konfiguration einer Abgleichungsvorrichtung eines Magnetfeldsensors zeigt, der die Sensorsteuerungsschaltung 29 der Fig. 4 verwendet. Die
Abgleichungsvorrichtung 100 umfasst im Wesentlichen einen Mikrocomputer 110 mit einer CPU 111,
einem ROM 112, einem RAM 113 und einer Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle 114, und ein Programm zur
Steuerung und Analyse von Operationen, das in dem
ROM 112 abgespeichert ist. Die CPU 111 führt das
Programm mit Hilfe des RAM 113 als Arbeitsbereich
aus, um über eine Software Funktionen eines Wellenformerfassungsmittels eines Schnittpunktberechnungsmittels zu implementieren. Die Funktionen jedes einzelnen in dem RAM 113 enthaltenen Speichers werden später beschrieben. Ferner sind ein
Monitor 120 und ein Drucker 121 zur Ausgabe von
Daten mit der Eingangs/Ausgangs-Schnittstelle 114
verbunden.
[0071] Die folgenden Komponenten der Vorrichtung
sind mit dem Mikrocomputer 110 über die Eingangs/
Ausgangs-Schnittstelle 114 verbunden:
(1) ein Motor 119, der von einem Servoansteuerungsglied 115 angesteuert wird, das Steuerbefehle von dem Mikrocomputer 110 empfängt, um
ein spaltvariables Erfassungsobjekt 130 zu drehen. Der Drehwinkel des Motors 119 und somit
des Erfassungsobjekts 130 wird von einem Taktgeber 118 (der zum Beispiel aus einem optischen
Drehkodierer besteht) erfasst und an das Servoansteuerungsglied 115 zurückgegeben.
(2) die Sensorsteuerungsschaltung 29, wobei die
Sensorausgangswellenform durch die Schaltung
der Fig. 3 binarisiert, anschließend von einem A/
D-Wandler 116 digitalisiert und dann dem Mikrocomputer 110 zugeführt wird; und
(3) eine Datenbasis 117, die aus einer Festplatte (HDD) oder dergleichen besteht, auf der die
aufgenommenen Wellenformdaten, das Berechnungsergebnis des Schnittpunktes und dergleichen abgespeichert werden.
[0072] Fig. 7 zeigt ein spaltvariables Erfassungsobjekt 130.
[0073] Normalerweise ist das Erfassungsobjekt 30
wie es in Fig. 1 gezeigt ist an dem Magnetfeldsensor
angebracht, wobei die Erfassungsspaltbreite g konstant ist. Insbesondere hat das Erfassungsobjekt 30
einen konstanten ”Fußkreisradius”, wobei unter ”Fußkreis” der Kreis verstanden werden soll, von dem die
konvexen Abschnitte hervorragen, d. h. wenn man
von dem Unterschied bedingt durch die konkaven
und konvexen Abschnitten absieht. Zeitweise ist je-
doch das spaltvariable Erfassungsobjekt 130 an dem
Magnetfeldsensor angebracht, um diesen abzugleichen, wobei es gegen das oben beschriebene normale Erfassungsobjekt 30 ausgetauscht ist. Wie oben
erwähnt koexistieren bei dem spaltvariablen Erfassungsobjekt 130 mehrere Sektoren mit jeweils unterschiedlichen Erfassungsspaltbreiten, wie es in Fig. 7
gezeigt ist. Wie es in Fig. 8 gezeigt ist, weist das
spaltvariable Erfassungsobjekt 130 insbesondere einen Sektor auf, der einen magnetischen Spalt mit
einer ersten Länge g1 zwischen sich und dem Magnetfelderfassungsabschnitt 35 (der den Magneterfassungsabschnitten 38a, 38b, 40a und 40b in Fig. 1
entspricht) erzeugt, dessen Position festgelegt ist,
und einen weiteren Sektor, der einen magnetischen
Spalt mit einer zweiten Länge g2 erzeugt, die größer als die erste Länge g1 ist. Wie in Fig. 7 gezeigt ist, nimmt jedes der obigen Sektoren im Wesentlichen 180° des Kreises ein, so dass sich der
allgemeine Radius des Erfassungsobjekt verändert
(im Folgenden wird der erstere Sektor als ”kleinerer Erfassungsspaltsektor” und der letztere Sektor als
”größerer Erfassungsspaltsektor” bezeichnet. Daraus ergibt sich, dass das spaltvariable Erfassungsobjekt 130 ein Erfassungsspaltlängenveränderungsund Einstellungsmittel bildet.
[0074] Obwohl normalerweise eine Drehwelle eines
Dreherfassungsobjekts, an dem der Sensor angebracht ist (wie zum Beispiel eine Kurbelwelle eines
Kraftfahrzeugs oder andere Wellenelemente, die sich
in die Kurbelwelle eingreifend mit dieser drehen und
deren Drehung erfasst wird) mit dem normalen Erfassungsobjekt 30 gekoppelt ist, so ist, wenn dieses durch ein spaltvariables Erfassungsobjekt 130 ersetzt wird, die Ausgangswelle des Motors 119 von
Fig. 5 mit dem spaltvariablen Erfassungsobjekt 130
verbunden.
[0075] Nachfolgend ist ein Verfahren zur Abgleichung des Magnetfeldsensors unter Verwendung der
Abgleichungsvorrichtung 100 beschrieben.
[0076] Zuerst werden in der Sensorsteuerungsschaltung 29 der Fig. 4 in dem abzugleichenden Sensor die Offsetabgleichungspannung VOFF
und die Temperaturkorrekturkoeffizientenspannung
VK auf geeignete temporäre Werte eingestellt. Anschließend wird das normale Erfassungsobjekt 30,
das normalerweise an dem Sensor angebracht ist,
durch das spaltvariable Erfassungsobjekt 130 der
Fig. 7 ersetzt. Anschließend wird die Winkelposition, bei dem der größere Erfassungsspaltsektor in
den kleineren Erfassungsspaltsektor Oder umgekehr
übergeht gemessen, indem das Ausgangssignal des
Taktgebers 118 verwendet wird, womit die Vorarbeiten wie oben beschrieben abgeschlossen sind. Nachfolgend ist mit Bezug auf Fig. 6 ein Abgleichverfahren
beschrieben.
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[0077] Zuerst wird der Erfassungsabschnitt 101 in einer (nicht gezeigten) Kammer mit konstanter Temperatur angeordnet, und in einem ersten Schritt S1 wird
seine Temperatur auf einen ersten Wert (d. h. 25°C
(Raumtemperatur) in dieser Ausführungsform) eingestellt. Nachdem sich die Temperatur stabilisiert hat,
wird das spaltvariable Erfassungsobjekt 130 in einem
zweiten Schritt S2 durch den Motor 119 (Fig. 5) gedreht. Als Folge davon werden, wie es in Prozess 1
in Fig. 9 gezeigt ist, erfasste Wellenformen, die dem
größeren Erfassungsspaltsektor bzw. dem kleineren
Erfassungsspaltsektor entsprechen, im Wechsel alle
180° von der Sensorsteuerungsschaltung 29 ausgegeben, digitalisiert und in dem Mikrocomputer 110 gespeichert (Schritt S3 von Fig. 6). Anschließend wird
der Übergang zwischen dem größeren Erfassungsspaltsektor und dem kleineren Erfassungsspaltsektor unter Verwendung des Zählwerts des Taktgebers
118 erfasst, so dass die erfassten Wellenformen in
ein Wellenformdatensignal 202 des größeren Erfassungsspaltsektors, das in einem Sensorwellenformspeicher (I) 113a in dem RAM 1134 gespeichert wird,
und in ein Wellenformdatensignal 201 des kleineren
Erfassungsspaltsektors, das in einem Sensorwellenformspeicher (II) 113b in dem RAM 113 (siehe Fig. 5)
gespeichert wird, geteilt wird. Jedes Wellenformdatensignal ist als Satz zwei dimensionaler Koordinaten
des Betrags der Spannung und des Phasenwinkels
gegeben.
[0078] Anschließend werden die zwei geteilten Wellenformsignale 201 und 202 überlagert, so dass sie
phasengleich sind, wie es bei Prozess 2 in Fig. 9 gezeigt ist. Dieser Vorgang wird in einem Wellenformkombinationsspeicher 113c in dem RAM 113 durch
Überlagern des Wellenformdatensignals in dem Sensorwellenspeicher (I) 113a und dem Wellenformdatensignal in dem Sensorwellenformspeicher (II) 113b
durchgeführt. Wenn der größere Erfassungsspaltsektor und der kleinere Erfassungsspaltsektor im voraus konfiguriert werden, so dass die Winkelweiten
der konkaven und konvexen Abschnitte und der Abstand zwischen ihnen gleich groß sind und ferner der
Nullphasenwinkel des Konkav-Konvex-Profils beider
Sektoren zusammenfällt, kann in diesem Fall die obere Phase der geteilten Wellenformdatensignale gegeneinander verschoben werden, so dass der Überlagerungsvorgang leichter ausgeführt werden kann.
[0079] Bezugnehmend erneut auf Fig. 9, schneiden
sich die überlagerten Wellenformen 201 und 202 in
einem Schnittpunkt C, wie es in Prozess 3 vergrößert gezeigt ist. Somit wird ein Punkt, an dem beide Wellenformdatensignale miteinander übereinstimmen bzw. Koordinatendaten, bei denen der Betarg
der Spannung und der Phasenwinkel zwischen beiden Wellenformdatensignalen übereinstimmen, abgefragt und als Koordinatendaten des Schnittpunkts
C bestimmt, indem der AG0-Computerspeicher 113d
von Fig. 5 verwendet wird. Ferner wird die Differenz
ΔV (= VTH – AG0) zwischen der Schwellenspannung
VTH und dem Wert AG0 des Schnittpunkts berechnet und zum Monitor 120 oder zum Drucker 121 der
Fig. 5 ausgegeben (Schritt S4 in Fig. 6).
[0080] Anschließend wird das Wellenformausgangssignal VF so abgeglichen, dass der Wert AG0 des
Schnittpunkts, der wie oben beschrieben bestimmt
wird, mit der Schwellenspannung VTH des Komparators 17 in der Sensorsteuerungsschaltung von Fig. 4
übereinstimmt. Wie in Fig. 10 gezeigt ist, kann AG0
mit VTH in Übereinstimmung gebracht werden, indem
die Offsetabgleichungspannung VOFF' erhöht wird,
die anfangs durch ΔV bezüglich der abgeglichenen
Offsetabgleichungspannung VOFF eingestellt wurde,
wenn das obige ΔV ein negativer Wert ist, was bedeutet, dass AG0 zu der Seite verschoben ist, wo
die Schwellenspannung VTH um ΔV zu niedrig ist,
so dass ihre Wellenform zur höheren Spannung verschoben ist. Wenn andererseits ΔV einen positiven
Wert besitzt, was bedeutet, dass AG0 zu der Seite
verschoben wird, wo die Schwellenspannung VTH um
ΔV zu hoch ist, sollte die Offsetabgleichungspannung
VOFF' um ΔV erhöht werden, so dass ihre Wellenform
zur niedrigeren Spannung verschoben wird. Konkret,
dieser Abgleich wird durch eine Änderung des Widerstandswertes des veränderlichen Widerstandes 61
der Fig. 4 erreicht.
[0081] Bezugnehmend erneut auf Fig. 6, wird in
Schritt S5 die Temperatur auf einen zweiten Wert eingestellt, d. h. auf eine höhere Temperatur, die der
oberen Grenze der Betriebstemperaturen des Sensors (zum Beispiel 150°C) in dieser Ausführungsform
entspricht. Anschließend werden in den Schritten S6,
S7 und S8 Operationen wiederholt, die denen in den
Schritten S2, S3 bzw. S4 entsprechen, um die Werte
von AG0 und ΔV bei der zweiten Temperatur zu berechnen. Da AG0 aufgrund des Temperaturanstiegs
erneut gegenüber VTH erhöht ist, wird AG0 in Abhängigkeit von der Temperaturcharakteristik der Ausgabewellenform so abgeglichen, dass eine Übereinstimmung mit VTH hergestellt ist, indem die Temperaturkorrekturspannung VT verändert wird. Als Folge davon kann AG0 mit VTH im Wesentlichen über
den gesamten Bereich der ersten und der zweiten
Temperatur zur Deckung gebracht werden. Konkret,
der Abgleich wird durch Änderung des Widerstandswertes des veränderlichen Widerstandes 67 in Fig. 4
und somit der Korrekturkoeffizientenspannung VK erreicht.
[0082] In diesem Fall kann der spezielle Abgleichungswert der Korrekturkoeffizientenspannung VK
dadurch berechnet werden, dass der Temperaturkorrekturterm ((VA – VK)/R0)·R(T) in Gleichung (2)
verwendet wird. Insbesondere kann, wenn die erste Temperatur Tp und die zweite Temperatur Ts ist,
die Veränderung ΔVT des Temperaturkorrekturterms
aufgrund der Temperaturänderung gemäß dem Wert
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für VK, der zu Beginn eingestellt wird, ausgedrückt
werden als:
ΔVT = ((VA – VK)/R0)·R(TS) – ((VA – VK)/
R0)·R(TP)
= ((VA – VK)/R0)·(R(TS) – R(TP))
(5)
[0083] Definiert man andererseits die Verminderung
bzw. Abnahme von AG0 selbst aufgrund des Temperaturanstiegs, wenn die Temperaturkorrektur nicht
ausgeführt wird, als ΔAG0, so gilt angesichts des
Ergebnisses der Wirkung der obigen Veränderung
ΔVT des Temperaturkorrekturterms auf ΔAG0, da der
Aufhebungsterm als ein Offset ΔV zwischen dem
momentanen ΔAG0 und VTH erscheint, die folgende
Gleichung:
ΔAG0 – ΔVT = ΔV
(6)
[0084] Andererseits gilt die folgende Gleichung,
wenn in (5) angenommen wird, dass ΔVT auf ΔVT' geändert wird, indem VK auf VK' geändert wird:
ΔVT' = ((VA – VK')/R0)·(R(TS) – R(TP))
(7)
[0085] Dann, wenn man annimmt, dass ΔV nach dieser Änderung Null wird, gilt die folgende Gleichung:
schneidet jede Wellenform den Schwellenwert VTH
bei unterschiedlichen Phasen (ϕa, ϕb), da die Erfassungsspaltlänge variiert, und als Folge davon tritt
nach der Binarisierung eine starke Veränderung der
Phase der Flanken ein. Diese Veränderung führt zu
einer reduzierten Genauigkeit bei der Erfassung von
Winkeln aufgrund einer Ungleichmäßigkeit der Erfassungsspaltlänge. Wenn jedoch der Schwellenwert
VTH mit dem Wert AG0 des Schnittpunkts übereinstimmt, schneidet jede Wellenform den Schwellenwert VTH immer bei der gleichen Phase (ϕc), selbst
wenn die Erfassungsspaltlänge variiert, und die Flanken nach der Binarisierung bleiben unverändert, so
dass die Genauigkeit der Erfassung von Winkeln erhöht werden kann. Dieser Effekt zeigt sich bezüglich
der Ungleichmäßigkeit der Erfassungsspaltlänge aufgrund einer ungleichmäßigen Befestigung dem Erfassungsobjekte 30 zwischen unterschiedlichen Sensoren sowie der Ungleichmäßigkeit der Erfassungsspaltlänge aufgrund einer Exzentrizität der Drehachse des Erfassungsobjekts 30, Unregelmäßigkeiten
von Höhen der konkaven und konvexen Abschnitte
und dergleichen des Erfassungsobjekts 30 in einem
Sensor.
[0088] Nach Beendigung der Abgleichung wie oben
beschrieben kann der Magnetfeldsensor, bei dem der
Schwellenwert abgegelichen ist, gewonnen werden,
indem das spaltvariable Erfassungsobjekt 130 entfernt und das normale Erfassungsobjekt 30 an Stelle des spaltvariablen Erfassungsobjekts 130 angebracht wird.
[0090] Ferner kann bei dieser Ausführungsform der
Wert AG0 des Schnittpunkts konstant gehalten werden, selbst wenn die laterale Weite des konvexen Abschnitts 32 oder des konkaven Abschnitts 34 ungleich
ist, da die zweiten Magnetfelderfassungsabschnitte
40a und 40b zusätzlich vorgesehen sind, wie es in
Fig. 1 gezeigt ist, um das oben beschriebene dritte
Differenzsignal zu erzeugen. Ferner kann sich bei tatsächlichen Magnetfeldsensoren, bei denen je nach
Verwendungszweck verschiedene Erfassungsobjekten mit konkaven und konvexen Abschnitten unterschiedlicher Länge verwendet werden, der Wert AG0
des Schnittpunkts zwischen den Erfassungsobjekten
mit den konkaven und konvexen Abschnitten unterschiedlicher Weiten unterscheiden, selbst wenn die
Erfassungsspaltlänge gleich groß sind. Daher müssen die spaltvariablen Erfassungsobjekte 130 von
unterschiedlichem Typ zur Einstellung der verschiedenen Erfassungsobjekte vorgesehen sein. Wenn
jedoch die zweiten Magnetfelderfassungsabschnitte
40a und 40b hinzugefügt werden, stimmen die Werte
AG0 der Schnittpunkte zwischen den Erfassungsobjekten mit dem konvexen Abschnitt 32 und dem konkaven Abschnitt 34 von etwas unterschiedlicher Länge überein, wenn lediglich die Erfassungsspaltlänge
gleich sind. Daher kann die Erfassungsobjekteinrichtung 130 zwischen diesen Erfassungsobjektprodukten geteilt werden.
[0089] Eine Folge der Abgleichung des Magnetfeldsensors, so dass der Binarisierungsschwellenwert
VTH mit dem Schnittpunktwert der Ausgabewellenform AG0 übereinstimmt, ist in Prozess 3 der Fig. 9
gezeigt. Wenn daher der Schwellenwert VTH nicht
mit dem Wert AG0 des Schnittpunkts übereinstimmt
[0091] Bei dieser Schaltung kann folgendermaßen
bestimmt werden, ob der Binarisierungsschwellenwert VTH des Magnetfeldsensors, der schon eingestellt worden ist, tatsächlich mit dem Wert AG0 des
Schnittpunkts übereinstimmt oder nicht. Zunächst
kann der Wert AG0 des Schnittpunkts durch Ab-
ΔAG0 – ΔVT' = 0
(8)
[0086] Eliminiert man ΔAG0 von (6) und (8), so gilt
die folgende Gleichung:
ΔVT' – ΔVT = ΔV
(9)
und substituiert man (5) und (7) in diese Gleichung,
so erhält man folgende Gleichung:
VK' – VK = –ΔV·R0/(R(TS) – R(TP))
(10)
[0087] Hier ist VK' – VK der Abgleichungswert der
Korrekturkoeffizientenspannung, der berechnet werden kann, indem der Wert für ΔV verwendet wird,
der bei der oben beschriebenen Messung gewonnen
wurde, wenn R(TS) und R(TP) zuvor bekannt sind.
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tasten der Wellenformen der Phasenwinkelsektoren, die sich beträchtlich voneinander unterscheiden,
und Überlagern der Wellenformen gefunden werden, wenn die Erfassungsspaltlänge entsprechend
der Winkelphase des Drehwinkels aufgrund der Exzentrizität, einer Unregelmäßigkeit der konkaven und
konvexen Abschnitte und dergleichen des befestigten Erfassungsobjektes 30 selbst schwankt. Doch
selbst wenn es schwierig ist, die Phasensektoren zu
finden, die starke Unterschiede aufweisen, kann der
Wert AG0 des Schnittpunkts leicht gefunden werden, indem zum Beispiel die Magnetfelderfassungsabschnitte 38a, 38b, 40a und 40b, die schon angebracht wurden, bewegt oder das Erfassungsobjekt
30 durch ein anderes ersetzt werden, die eine unterschiedliche Erfassungsspaltlänge aufweisen, um die
Erfassungsspaltlänge von dem spezifizierten Wert
bewußt zu ändern, und dann die erfassten Wellenformen vor und nach der Änderung gemessen werden.
Anschließend ist es möglich, zu bestimmen, ob der
Schwellenwert VTH mit dem Wert AG0 des Schnittpunkts übereinstimmt, der wie oben beschrieben gefunden wurden, oder nicht.
Patentansprüche
1. Verfahren zur Abgleichung eines Magnetfeldsensors, mit:
– einem Magneten (36) zur Erzeugung eines Magnetfeldes (H);
– einem Erfassungsobjekt,
– bei dem ein erster zu erfassender Abschnitt (34)
und ein zweiter zu erfassender Abschnitt (32), die
magnetisch nicht äquivalent zueinander sind, entlang
eines Bewegungsweges angeordnet sind, der durch
eine Position (M) führt, die dem Magneten (36) durch
einen magnetischen Spalt getrennt gegenüberliegt,
und gemeinsam entlang des Bewegungsweges bewegt werden können; und
– das ein spaltvariables Erfassungsobjekt (30) zur
Einstellung ist, das an Stelle eines normalen Erfassungsobjekts, das eine konstante Erfassungsspaltlänge (g) aufweist, befestigt ist und Sektoren unterschiedlicher Erfassungsspaltlänge (g) umfasst;
– wobei das spaltvariable Erfassungsobjekt (30) ein
Drehkörper (30) ist, eine Mehrzahl von Sektoren mit
voneinander unterschiedlichen Fußkreisradien entlang einer umfangsseitigen Oberfläche um eine Drehachse (O) des Drehkörpers (30) angeordnet sind und
der erste zu erfassende Abschnitt (34) und der zweite zu erfassende Abschnitt (32) in dem Sektor der
Mehrzahl von Sektoren so angeordnet sind, dass die
Mehrzahl von Sektoren Erfassungsspaltlängen (g)
haben, die voneinander verschieden sind; und
– wobei das normale Erfassungsobjekt ein Drehkörper ist, eine Ortskurve einer umfangsseitigen Oberfläche um eine Drehachse des Drehkörpers einen
Bewegungsweg bildet und der erste zu erfassende Abschnitt (34) und der zweite zu erfassende Ab-
schnitt (32) im Wechsel entlang der oberflächenseitigen Oberfläche angeordnet sind;
– einem Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b,
40a, 40b) zur Erfassung von Fluktuationen des Magnetfeldes (H) in dem magnetischen Spalt auf der
Grundlage der Tatsache, dass sich die ersten zu erfassenden Abschnitte (34) und die zweiten zu erfassenden Abschnitte (32) im Wechsel durch den magnetischen Spalt hindurch bewegen;
– einem Wellenformverarbeitungsabschnitt zur Binarisierung einer von dem Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b, 40a, 40b) erfassten Wellenform auf
der Grundlage eines vorbestimmten Schwellenwertes; und
– einem Schwellenwertabgleichungs- und einstellungsabschnitt zur Einstellung des Schwellenwertes,
so dass er in Bezug auf die erfasste Wellenformen
abgeglichen werden kann;
wobei das Verfahren die Schritte umfasst:
– Erfassung von Wellenformen für eine Mehrzahl von
Einstellungswerten für Erfassungsspaltlängen (g) mit
Hilfe der Magnetfelderfassungsabschnitte (38a, 38b,
40a, 40b), während die Erfassungsspaltlängen (g)
verändert werden, die zwischen dem ersten zu erfassenden Abschnitt (34) oder dem zweiten zu erfassenden (32) Abschnitt und den Magnetfelderfassungsabschnitten (38a, 38b, 40a, 40b) in dem magnetischen
Spalt gebildet werden;
– wobei der Schritt zur Erfassung von Wellenformen
einen Schritt zur Erfassung von Wellenformen gemäß
dem ersten zu erfassenden Abschnitt (34) und dem
zweiten zu erfassenden Abschnitt (32) für jeden der
Sektoren des spaltvariablen Erfassungsobjekts (30),
das die unterschiedlichen Erfassungsspaltlängen (g)
aufweist, umfasst;
– Berechnen eines Schnittpunktwertes, der als
Schnittpunkt zwischen der Mehrzahl von erfassten
Wellenformen für die Mehrzahl von Einstellungswerten gegeben ist, wenn die Mehrzahl der erfassten
Wellenformen phasengleich überlagert wird; und
– Abgleichen des Schwellenwertes, so dass er mit
dem Schnittpunktwert übereinstimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass:
– die Mehrzahl von Einstellungswerten auf zwei Werte eingestellt sind; und
– der Berechnungsschritt einen Schritt zur Berechnung eines Schnittpunktwertes umfasst, der als
Schnittpunkt zwischen zwei erfassten Wellenformen
gegeben ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass:
– der Magnetfeldsensor ferner einen Temperaturkorrekturabschnitt (15) zur Korrektur von temperaturabhängigen Schwankungen der von dem Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b, 40a, 40b) erfassten
Wellenformen umfasst;
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– wobei das Verfahren ferner einen Schritt zur Einstellung eines Korrekturkoeffizienten durch den Tempraturkorrekturabschnitt (15) umfasst, so dass der
Schwellenwert über im Wesentlichen alle vorbestimmten Temperaturbereiche mit dem Schnittpunktwert übereinstimmt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zur Einstellung des Korrekturkoeffizienten ferner die Schritte umfasst:
– Erfassen von zwei Wellenformen mit Hilfe des Magnetfelderfassungsabschnitts (38a, 38b, 40a, 40b)
und einen Schritt, um einen Schwellenwert mit einem
ersten Schnittpunktwert in Übereinstimmung zu bringen, der durch die zwei erfassten Wellenformen bestimmt ist, mit Hilfe des Schwellenwertabgleichungsund Einstellungsabschnitts, während eine Temperatur auf eine erste Temperatur eingestellt wird und
zwei Werte der Erfassungsspaltlänge (g) verwendet
werden;
– Erneutes Erfassen von zwei Wellenformen mit Hilfe
des Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b, 40a,
40b) und Berechnen eines zweiten Schnittpunktwertes, der durch die zwei erfassten Wellenformen bestimmt ist, die erneut erfasst werden, während der
Schwellenwert, der mit Hilfe des Schwellenwertabgleichungs- und Einstellungsabschnitts eingestellt ist,
nicht verändert wird, die Temperatur auf eine zweite
Temperatur geändert wird, die von der ersten Temperatur verschieden ist und zwei Werte der Erfassungsspaltlänge (g) verwendet werden; und
– Einstellen des Korrekturkoeffizienten so, dass
der zweite Schnittpunktwert mit dem Schwellenwert
übereinstimmt.
5. Vorrichtung zur Abgleichung eines Magnetfeldsensors, mit:
– einem Magneten (36) zur Erzeugung eines Magnetfeldes (H);
– einem Erfassungsobjekt,
– bei dem ein erster zu erfassender Abschnitt und ein
zweiter zu erfassender Abschnitt, die magnetisch zueinander nicht äquivalent sind, entlang eines Bewegungsweges angeordnet sind, der durch eine Position verläuft, die dem Magneten durch einen magentischen Spalt getrennt gegenüberliegt, und die zusammen entlang des Bewegungsweges bewegt werden
können; und
– das ein spaltvariables Erfassungsobjekt (30) zur
Abgleichung ist, das an Stelle eines normalen Erfassungsobjekts mit einer konstanten Erfassungsspaltlänge (g) angebracht ist und Sektoren unterschiedlicher Erfassungsspaltlänge (g) aufweist;
– und das spaltvariable Erfassungsobjekt (30) ein
Drehkörper (30) ist, eine Mehrzahl von Sektoren mit
voneinander verschiedenen Fußkreisradien entlang
einer umfangsseitigen Oberfläche um eine Drehachse (0) des Drehkörpers (30) angeordnet sind und der
erste zu erfassende Abschnitt (34) und der zweite zu
erfassende Abschnitt (32) in jedem der Mehrzahl von
Sektoren angeordnet sind, so dass die Mehrzahl von
Sektoren Erfassungsspaltlängen (g) aufweisen, die
voneinander verschieden sind;
– wobei das normale Erfassungsobjekt ein Drehkörper ist, eine Ortskurve einer umfangsseitigen Oberfläche um eine Drehachse des Drehkörpers einen Bewegungsweg bildet und der erste zu erfassende Abschnitt und der zweite zu erfassende Abschnitt im
Wechsel entlang der umfangsseitigen Oberfläche angeordnet sind;
– einem Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b,
40a, 40b) zur Erfassung von Fluktuationen des Magnetfeldes (H) in dem magnetischen Spalt auf der
Grundlage der Tatsache, dass sich die ersten zu erfassenden Abschnitte (34) und die zweiten zu erfassenden Abschnitte (32) im Wechsel durch den Magnetspalt bewegen;
– einem Wellenformverarbeitungsabschnitt zur Binarisierung der durch den Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b, 40a, 40b) erfassten Wellenform auf
der Grundlage eines vorbestimmten Schwellenwertes;
– einem Schwellenwertabgleichungs- und einstellungsabschnitt zur Einstellung des Schwellenwertes,
so dass er in Bezug auf die erfassten Wellenformen
abgeglichen werden kann;
– einem Erfassungsspaltlängenänderungs- und Einstellungsabschnitt zur Änderung und Einstellung der
Erfassungsspaltlängen (g) unter einer Mehrzahl von
Einstellungswerten für Erfassungsspaltlängen, die
zwischen dem ersten erfassten Abschnitt (34) oder
dem zweiten erfassten Abschnitt (32) und dem Magnetfelderfassungsabschnitt (38a, 38b, 40a, 40b) in
dem magnetischen Spalt gebildet werden; und
– einem Wellenformerfassungsabschnitt zum Erfassen von Wellenformen mit Hilfe des Magnetfelderfassungsabschnitts (38a, 38b, 40a, 40b) für die Mehrzahl von Einstellungswerten; und
– einem Schnittpunktwertberechnungsabschnitt zur
Berechnung eines Schnittpunktwertes, der als
Schnittpunkt zwischen einer Mehrzahl von erfassten
Wellenformen gegeben ist, die für die Mehrzahl von
Einstellungswerten erfasst sind, wenn die Mehrzahl
der erfassten Wellenformen phasengleich überlagert
sind;
– wobei der Wellenformerfassungsabschnitt die Wellenformen entsprechend dem ersten zu erfassenden
Abschnitt (34) und dem zweiten zu erfassenden Abschnitt (32) für jeden der Sektoren des spaltvariablen
Erfassungsobjekts (30) mit unterschiedlichen Erfassungsspaltlängen (g) erfasst, während der Magnet
(36) an einer feststehenden Position angebracht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass:
– die Mehrzahl von Einstellungswerten auf zwei Werte eingestellt sind;
– der Wellenformerfassungsabschnitt (38a, 38b, 40a,
40b) zwei Wellenformen erfasst; und
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– der Schnittpunktwertberechnungsabschnitt einen
Schnittpunktwert von den zwei Erfassungswerten als
einen Sollwert berechnet, mit dem der Schwellenwert
übereinstimmen sollte.
Es folgen 10 Seiten Zeichnungen
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Anhängende Zeichnungen
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