Allergische Erkrankungen

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Allergien: Infoblatt Allergische Erkrankungen
Allergische Erkrankungen
Die folgenden allergischen Erkrankungen beschreiben typische Symptome, die bei Allergien
auftreten können.
Allergische Rhinitis
Die allergische Rhinitis ist eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut (von
griech. rhis – Nase und –itis – Entzündung). Sie ist durch Niesen und Juckreiz der Nase
gekennzeichnet. Weiters ist die Nase häufig verstopft oder läuft die ganze Zeit. Tritt die
allergische Rhinitis aufgrund von Pollen auf, so spricht man oft von Heuschnupfen oder
Pollinose.
Eine Rhinitis kann zum Beispiel bei Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilbenkot,
Tierhautschuppen und Schimmelpilze auftreten.
Allergische Konjunktivitis
Die allergische Konjunktivitis ist eine allergisch bedingte Entzündung der Bindehaut des
Auges (von lat. Tunica conjunctiva – Bindehaut und griech. –itis – Entzündung). Allgemeine
Symptome sind eine verstärkte Durchblutung und damit Rötung der Bindehaut sowie eine
Bindehautschwellung. Außerdem kommt es zu vermehrten Tränenfluss und Juckreiz,
teilweise auch einem starken Brennen der Augen.
Eine Konjunktivitis kann zum Beispiel bei Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilbenkot, MakeUp oder Medikamente auftreten.
Asthma bronchiale
Asthma bronchiale oder auch kurz nur Asthma ist eine chronische Entzündung der
Atemwege. Diese Entzündung kann zu Luftnot führen, weil die Atemwege durch vermehrte
Sekretion von Schleim verengt sind. Oft treten auch Hustenanfälle auf.
Heuschnupfen kann oft auf die unteren Atemwege übergreifen und dort zu Asthma führen.
Die Entzündung der oberen Atemwege breitet sich dabei auf die unteren Atemwege aus,
man spricht von einem Etagenwechsel. Dieser tritt bei ca. 30% der Patienten mit
Heuschnupfen im Lauf der Jahre ein.
Unsere Materialien entsprechen dieser Lizenz. Ausnahmen werden gesondert
gekennzeichnet. Den Abbildungsnachweis können Sie hier abrufen.
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Allergien: Infoblatt Allergische Erkrankungen
Kontaktekzeme
Kontaktekzeme sind Ekzeme der Haut, die durch eine verzögerte Immunreaktion als
spezifische Antwort auf ein von außen einwirkendes Kontaktallergen ausgelöst werden.
Sowohl Naturstoffe als auch künstlich hergestellte Verbindungen können als Kontaktallergen
wirksam werden.
Die wesentlichen Merkmale eines Ekzems sind Rötung, Schwellung, Bläschen und
Schuppung. Bei anhaltendem Kontakt zum Allergen kann ein chronisches Ekzem entstehen,
wodurch die Haut sich übermäßig verhornt und/oder Schrunden entstehen.
Anaphylaktischer Schock
Der anaphylaktische Schock ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Bei dieser
Reaktion sind lebenswichtige Organe betroffen, unter Umständen kann sie infolge eines
Kreislaufversagens tödlich enden.
Histamin, das von Mastzellen abgegeben wird, führt zu einer Erweiterung und erhöhten
Durchlässigkeit der Blutgefäße. Die Folgen sind Hautrötungen und Kribbeln im Mund, an
Handflächen und Kopfhaut. Wird weiterhin Histamin ausgeschüttet folgen Schwindel und
Übelkeit
sowie
Atemnot
und
schließlich
kann
die
Histamin-Ausschüttung
zur
Bewusstlosigkeit und sogar bis zum Tod führen.
Der anaphylaktische Schock tritt innerhalb von Minuten nach Kontakt mit dem Allergen ein.
Es ist in jedem Fall der Notarzt zu verständigen, der dann Adrenalin verabreicht. Das führt zu
einer raschen Engerstellung der Gefäße und damit zu einer Stabilisierung des Kreislaufs.
Zusätzlich kommen Antihistaminika und Kortison zum Einsatz, sodass das Histamin nicht
mehr wirken kann.
Häufigste Auslöser sind Nahrungsmitteallergien und Allergien auf Insektengifte, vor allem
auf Bienen und Wespen. Patienten, die allergisch auf diese Stoffe reagieren, führen oft ein
Notfall-Set mit sich, das einen Auto-Injektionsapparat enthält. So können sie sich im Notfall
selbst behandeln.
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