Ergebnisprotokoll AG I 02.12.09

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Ergebnisprotokoll zum 4. Treffen der Arbeitsgruppe
„Rund um die Geburt“ 2009
Moderation:
Elisabeth Hake
Ulrike Timmer
Termin:
Mittwoch, 2. Dezember 2009
14.00 – 16.30 Uhr
VHS Rathausplatz 7, 2. Etage, Raum 4
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Tagesordnung
14.00 Uhr
Begrüßung
Elisabeth Hake
Aktuelles aus dem Bildungsbüro Kind & Ko
Gabriele Mikus
Aktuelles aus dem Netzwerk
Alle TeilnehmerInnen
Rückblick Vortrag Dr. Mauri Fries
Ulrike Timmer / Elisabeth Hake
Rückmeldung im Plenum
Ulrike Timmer
Pause
Standortbestimmung: Netzwerk „Rund um die Geburt“
Elisabeth Hake
Aktuelle Informationen aus dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)
Britta Vollmann
Termine 2010 / Ausblick
16.30 Uhr
Ende
Ergebnisprotokoll zum 4. Treffen der Arbeitsgruppe „Rund um die Geburt“ 2009
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Begrüßung
Elisabeth Hake
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Elisabeth Hake begrüßt die TeilnehmerInnen und der Arbeitsgruppe „Rund um die Geburt“
und heißt die beiden neuen Mitglieder herzlich Willkommen.
Frau Angelika Lammerskötter (freiberufliche Hebamme) und Frau Martina Raffenberg
(Diözesangeschäftsstelle SKF / SKM) stellen sich kurz vor.
Aktuelles aus dem Bildungsbüro Kind & Ko
Gabriele Mikus
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Die zweite Auflage des Elternbegleitbuchs erscheint Anfang des nächsten Jahres und
hat 40 Seiten bzw. einige Angebote mehr als die erste Auflage. Die Grundschulen und Kitas
sind unterschiedlich aufgeführt; teilweise werden die Schwerpunkte oder besondere
Angebote der Einrichtungen bzw. Institutionen dargestellt. Es wurde ein Sachregister erstellt
und es gibt eine Checkliste „Rund um die Geburt“.
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Das KOSIAN-Team arbeitet konstant mit 20 Personen. Zurzeit werden sie von der
Kommunikationstrainerin Frau Beatrix Reininghaus geschult. Die Themenserie
„Kommunikation“ besteht aus einzelnen Veranstaltungen zu „Die Macht des ersten
Eindrucks“, „Zuhören und Sprechen“ und „Killerphrasen“.
Außerdem wurde Informationskarten zu KOSIAN auf Türkisch, Russisch, Polnisch und
Englisch entworfen, um die Kommunikation mit Familien mit Migrationshintergrund zu
erleichtern.
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Eine dritte bzw. vierte Hebamme möchte sich zur Familienhebamme weiterbilden und in
dieser Funktion auch tätig sein.
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Frau Monika Wiegand-Timmermann (Freies Beratungszentrum Paderborn) und Johannes
Tönsing (Erziehungsberatungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien, Caritas-Verband
Paderborn e.V.) bieten das Fortbildungsangebot „Niederschwellige Elternberatung in
Kindertageseinrichtungen“ zweimal im Jahr kostenlos an. Die Teilnehmerplätze der
ersten Veranstaltung waren schnell belegt. Es gibt sogar schon eine Warteliste für die
zweite Fortbildung. Die erste Schulung musste jedoch aus Krankheits- und
organisatorischen Gründen leider auf das nächste Jahr verschoben werden.
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Über 200 Datenblätter von ElternvertreterInnen aus Kita und Grundschule wurden
bisher eingereicht und somit ist ein direkter Informationsweg zu vielen Eltern sichergestellt.
Jedoch ist die persönliche Ansprache der Eltern über ErzierInnen und LehrerInnen der
erfolgreichste Informationsweg.
Am 21.11.2009 fand das Elternseminar „Soziale und kommunikative Kompetenz“ mit
Frau Reininghaus statt.
Der jährliche Workshop „Eltern MitWirkung“ musste aus Krankheitsgründen der
Referentin leider verschoben werden. Der neue Termin ist Samstag, 23.01.2010 von 9.30 –
15.30 Uhr im Pfarrheim St. Elisabeth.
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Das Netzwerk „Kind & Familie im Zentrum“ erarbeitet zurzeit einen Handlungsplan für
ErzieherInnen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Begleitend gab es Inputs zu dem
Thema Bindungstheorie und dem Programm Marte Meo.
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Zum Modellprojekt Kinderbildungshaus ist am 18.11.2009 die Stephanusschule mit den
städt. Kitas Fontane und Lange Wenne gewählt worden. Die Gründe hierzu waren sehr
pragmatisch. Die Zusammenarbeit ist schon sehr weit fortgeschritten, die Einrichtungen
Ergebnisprotokoll zum 4. Treffen der Arbeitsgruppe „Rund um die Geburt“ 2009
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liegen nah beieinander und das Modellprojekt bedarf keines großen finanziellen Aufwands
(keine Um- oder Neubaumaßnahmen).
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Rückmeldungen aus den Einrichtungen bzw. Institutionen machten deutlich, dass vielen
Interessierten die Zeit für das Einreichen der Bewerbungsunterlagen für die Gemeinschaft
der Bildungshaus-Partner zu kurz ist. Die Rückgabefrist wurde so auf den 31.12.2009
verlängert. Jedoch wurde um eine vorherige Rückmeldung gebeten.
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Bei aktuellen Themen oder gefragten Referenten sollen zukünftig auch die Akteure
anderer Netzwerke eingeladen werden und die Möglichkeit gegeben werden, dass eine
größere Gruppe an der Veranstaltung teilnimmt.
Aktuelles aus dem Netzwerk
Alle TeilnehmerInnen
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Keine Rückmeldungen aus dem Plenum
Rückblick Vortrag Dr. Mauri Fries
Ulrike Timmer / Elisabeth Hake
Um den Vortrag von Frau Dr. Mauri Fries noch einmal Revue passieren zu lassen, wird das
Netzwerk in drei Gruppen eingeteilt und bearbeitet in Kleingruppen den Vortrag nach der
Fragestellung:
Was hat Sie an der Sichtweise von Frau Fries beeindruckt und was bedeutet das für Sie und
Ihre Arbeit?
Vier Thesen sollen dabei als Gesprächsgrundlage dienen:
1.
2.
3.
4.
Die Sprache des Babys sehen und verstehen!
Feinzeichen des Kindes benötigen häufig Übersetzungshilfen!?
Beratungssituationen sollten „vom Kind“ ausgehen!?
„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ – Motivation zur gelungenen Interaktion!?
Rückmeldung im Plenum
Ulrike Timmer
Gruppe 1:
- Die Vision Elternschule wurde diskutiert. Die „Elternschule Hamm“ ist aus verschiedenen
Initiativen zur Verstärkung der Elternbildung in Hamm hervorgegangen. Im Jahr 2000
fanden sich Vertreter und Vertreterinnen der wichtigsten Handlungsfelder (Jugendhilfe,
Kindertageseinrichtungen, Schulen, Erwachsenenbildung, Gesundheitssystem) in einer
Projektgruppe zusammen, um unter einem gemeinsamen Dach die Aktivitäten zu
bündeln, zu optimieren und zu intensivieren.
- In die Arbeitsgruppe sollten Psychiatrie und Gesundheitswesen einbezogen werden.
- Das Gesundheitssystem erreicht viel mehr Menschen als der soziale Bereich. Viele
Angebote werden gar nicht mehr angenommen. Welche anderen Wege kann man
einschlagen?
Ergebnisprotokoll zum 4. Treffen der Arbeitsgruppe „Rund um die Geburt“ 2009
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Gruppe 2:
- Die Gruppe war sehr heterogen und dadurch hat man viele wertvolle Anregungen
bekommen.
- Die Angebote erreichen oft die Eltern, die nicht auf Hilfe angewiesen sind.
- Es entstand die Idee, eine Art Comic zu entwerfen: Auf der einen Seite soll ein
handelndes Kind gezeigt werden und auf der anderen Seite die Übersetzung dazu.
Gruppe 3:
- Die Konsequenzen des Vortrags für die Kindertageseinrichtungen wurden diskutiert.
- Da sich der Alltag und die Arbeit in der Kita durch die U3-Betreuung stark verändert
haben, ist der Vortrag für den Kita-Bereich sehr wichtig.
- Die wissenschaftlichen Grundlagen und Anforderungen haben sich geändert; deshalb
besteht Fortbildungsbedarf.
Standortbestimmung: Netzwerk „Rund um die Geburt“
Elisabeth Hake
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Die Abbildung wurde 2008 mit der Arbeitsgruppe entwickelt.
Heute wird deutlich, dass schon viel entwickelt wurde. Es ist wichtig die einzelnen
Bereiche miteinander zu verbinden und auch rückzukoppeln.
Auch im nächsten Jahr werden wir weiter an dem Ziel Vernetzung und Kooperation
arbeiten.
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Aktuelle Informationen aus dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen
Gabriele Mikus / Britta Vollmann
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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Deutsche
Jugendinstitut (DJI) betreiben in gemeinsamer Trägerschaft das Nationale Zentrum
Frühe Hilfen (NZFH).
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Ziel der NZFH ist der Auf- und Ausbau von Unterstützungs- und Fördersysteme der
Jugendhilfe und des Gesundheitswesens für werdende Eltern sowie Eltern von
Säuglingen und Kleinkindern.
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Die Aufgabe bzw. die Funktion der NFZH lassen sich in die Bereiche Transfer,
Kommunikation und Wissenschaftsplattform unterteilen. Es geht also darum,
Informationen zusammeln und zu bündeln, die Umsetzung zu unterstützen und im
ständigen Austausch mit der (Fach-) Öffentlichkeit zu sein.
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Die Schwerpunkte des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen:
- Früherkennung von familiären Belastungen und möglichen Risiken für das
Kindeswohl
- Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung bei Säuglingen und
Kleinkindern
- Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern durch frühzeitige
Unterstützung
- Kooperation von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe
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Zentrale Partner im Netzwerk Früher Hilfen sind das Gesundheitswesen, die Kinder- und
Jugendhilfe, die Schwangerschaftsberatung und die Frühförderung.
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Der Begriff Frühe Hilfen ist unterschiedlich besetz. Jede Kommune muss für sich selbst
definieren, was sie mit den Frühen Hilfen erreichen möchte.
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In Bezug auf Frühe Hilfen ist Paderborn bereits sehr weit.
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Unter der Federführung von Frau Timmer soll ein Konzept „Frühe Hilfen“ für die Stadt
erstellt werden. Die Aufgabe ist es, einen überschaubaren Durchblick über die Angebote
und ihre Vernetzung in Paderborn zu schaffen.
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Die Frühen Hilfen in Paderborn sind in 3 Säulen eingeteilt:
-
-
Säule 1: Universelle, primäre Prävention
Angebote, die sich an alle Eltern richten (z.B. Bildungsbüro Kind & Ko)
Säule 2: Selektive, sekundäre Prävention
Angebote, die sich insbesondere an Familien richten, die sich in
Problemlagen befinden (z.B. Frühwarnsystem, HzE-Fälle)
Säule 3: Tertiäre Prävention
Verdacht
auf
Kindeswohlgefährdung
(Inobhutnahme,
gerichtliche
Maßnahmen bei Gefährdungen)
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Am 25.01.2010 findet dazu ein Fachtag Frühe Hilfen für alle MitarbeiterInnen des
Jugendamts statt. Alle Arbeitsbereiche sollen an diesem Tag informiert werden und ein
Konzept Frühe Hilfen für das Jugendamt Paderborn erstellen.
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Das Bildungsbüro Kind & Ko und die Katholische Hochschule Paderborn planen für das
Jahr 2011 einen Fachtag „Frühe Hilfen“. Hier sollen unter anderem die vielfältigen
Angebote der Stadt Paderborn im Bereich der Frühen Hilfen präsentiert werden.
Ergebnisprotokoll zum 4. Treffen der Arbeitsgruppe „Rund um die Geburt“ 2009
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Termine 2010 / Ausblick
Ulrike Timmer
Themenwünsche für das nächste Jahr:
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Bestands- und Bedarfsermittlung: Was gibt es? Wo wollen wir hin?
→ Angebote zusammenführen, Vernetzung Frühe Hilfen“
→ Genaue und Kenntnisse über Angebote und Institutionen
→ Welche Institution deckt welchen Bereich der Frühen Hilfen ab?
→ Aufklärung über bestehende Angebote
6 Stimmen
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Broschüre „Comic-Baby“: Mitarbeiter schulen: „Wie kann ich Eltern für das Wohl
ihrer Kinder sensibilisieren“?
5 Stimmen
-
Aufstellung Früher Hilfen, Frühe Hilfen: Struktur, Organisation
2 Stimmen
-
Präventionsprogramme für mehr belastete Familien (junge Frauen)
→ Wie erreiche ich Sie?
→ Finanzielle Unterstützung, um Angebote wahrzunehmen?
-
Themenkreis „Häusliche Gewalt“
-
Teilnehmerkreis ergänzen
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Einbezug Psychiatrie (Kinder, Jugendliche, Erwachsene)
-
Einbezug Gesundheitswesen
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Vision Elternschule
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Vernetzung Stadt und Kreis
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Zusammenarbeit mit Familienzentren und Mutter-Kind-Häusern
Termine 2010:
1. Treffen
2. Treffen
3. Treffen
4. Treffen
3. März 2010
30. Juni 2010
1. oder 15. September 2010
1. Dezember 2010
jeweils von 14:00 bis 16:30 Uhr
Bildungsbüro Kind & Ko
Gabriele Mikus
Koordinatorin
Stadt Paderborn
Rebekka Jakobi
Jahrespraktikantin
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