ANHANG I LISTE MIT BEZEICHNUNGEN, DARREICHUNGSFORM UND STÄRKEN DES MEDIZINPRODUKTS, VERABREICHUNGSWEG, ANTRAGSTELLER/PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER, VERPACKUNG UND PACKUNGSGRÖSSE IN DEN MITGLIEDSTAATEN 1 Boehringer Ingelheim Actilyse International GmbH Boehringer Ingelheim Actilyse International GmbH Dänemark Finnland 100 mg 10, 20, 50 mg 100 mg 10, 20, 50 mg 100 mg 10, 20, 50 mg n.v. Boehringer Ingelheim s.a. Belgien Actilyse 20, 50 mg Boehringer Ingelheim Actilyse Austria GmbH Österreich Bezeichnung Stärken Zulassungsinhaber Mitgliedsland Art der Anwendung 2 Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Darreichungsform Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Packmittel 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel Packungsinhalte 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml Wirkstoffgehalte (Konzentrationen) Boehringer Ingelheim Actilyse Pharma KG Boehringer Ingelheim Actilyse International GmbH Boehringer Ingelheim Actilyse Ltd, UK Deutschland Griechenland Irland 100 mg 10, 20, 50 mg 10, 20, 50 mg 100 mg 10, 20, 50 mg 100 mg 10, 20, 50 mg Boehringer Ingelheim Actilyse France Frankreich Bezeichnung Stärken Zulassungsinhaber Mitgliedsland Art der Anwendung 3 Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Darreichungsform Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Packmittel 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml Wirkstoffgehalte (Konzentrationen) 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel Packungsinhalte Boehringer Ingelheim Actilyse b.v. Boehringer Ingelheim, Lda Niederlande Portugal Actilyse 100 mg 10, 20, 50 mg 100 mg 10, 20, 50 mg 100 mg 10, 20, 50 mg n.v. Boehringer Ingelheim s.a., Belgium Luxemburg Actilyse 20, 50 mg Boehringer Ingelheim Actilyse Italia spa Italien Bezeichnung Stärken Zulassungsinhaber Mitgliedsland Art der Anwendung 4 Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Darreichungsform Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Packmittel 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel Packungsinhalte 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml Wirkstoffgehalte (Konzentrationen) 10, 20, 50 mg Boehringer Ingelheim Ltd Actilyse Vereinigtes Königreich 10, 20, 50 mg Boehringer Ingelheim International GmbH Actilyse 100 mg 100 mg 10, 20, 50 mg Stärken Schweden Bezeichnung Spanien Zulassungsinhaber Boehringer Ingelheim International GmbH Actilyse Mitgliedsland Art der Anwendung 5 Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Pulver und Lösungs- Intravenöse mittel zur Herstellung Anwendung einer Infusions- oder Injektionslösung Darreichungsform Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Pulver: Injektionsflasche (Glas) Lösungsmittel: Injektionsflasche (Glas) Packmittel 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml Wirkstoffgehalte (Konzentrationen) 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 2 Injektionsflaschen mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel 1 Injektionsflasche mit Pulver + 1 Injektionsflasche mit Lösungsmittel Packungsinhalte ANHANG II WISSENSCHAFTLICHE SCHLUSSFOLGERUNGEN DER EMEA UND BEGRÜNDUNG FÜR DIE ÄNDERUNG DER ZUSAMMENFASSUNGEN DER MERKMALE DER ARZNEIMITTEL 6 WISSENSCHAFTLICHE SCHLUSSFOLGERUNGEN KOMPLETTE ZUSAMMENFASSUNG DER WISSENSCHAFTLICHEN BEURTEILUNG FÜR ACTILYSE (siehe Anhang I) Ausgangspunkt des Schiedsverfahrens: Der Ausgangspunkt für das Schiedsverfahren war die Frage, ob ausreichend klinische Daten im Hinblick auf die Wirksamkeit und die Sicherheit, z.B. das Risiko von intrakraniellen Blutungen, vorliegen, um die Genehmigung für das Inverkehrbringen für das neue Anwendungsgebiet „Zur fibrinolytischen Behandlung von akutem ischämischen Insult“ zu erteilen, ohne die öffentliche Gesundheit zu gefährden. Die Hauptbedenken der meisten betroffenen Mitgliedstaaten bestanden darin, dass sich die günstigen Ergebnisse der für die Zulassung ausschlaggebenden US-Studie (NINDS-Studie B) weder in den europäischen Studien (ECASS-I und ECASS-II) noch in einer anderen US-Studie (Atlantis) reproduzieren ließen. Außerdem herrschte die Ansicht, dass weitere Anforderungen in die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels aufgenommen werden müssen, um eine sichere Anwendung des Arzneimittels zu gewährleisten. Fragen wurden von den Niederlanden, Spanien, Griechenland und dem Vereinigten Königreich aufgeworfen. Das Schiedsverfahren ergab folgende Schlussfolgerungen: - - - Die Ergebnisse aus den US-Studien können bis zu einem gewissen Grad auf die EU-Situation extrapoliert werden. Die weniger stabilen Ergebnisse aus den europäischen Studien lassen sich mit Unterschieden im Studiendesign und den Einschlusskriterien erklären, insbesondere wurden nur wenige Patienten innerhalb von 3 Stunden nach dem Insult therapiert. Weiterhin zeigten die Ergebnisse der veröffentlichten Metaanalyse einen Trend in die gleiche Richtung wie die USStudien, jedoch waren die Patientenzahlen für die Wirksamkeitsendpunkte zu gering um statistisch signifikant zu sein. Es ist in der klinischen Praxis möglich, das Arzneimittel in Übereinstimmung mit den Einschränkungen der geänderten Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels zu handhaben, um den Nutzen der Behandlung zu maximieren. Eine placebokontrollierte Studie im europäischen Umfeld mit einem Patientenkollektiv gemäß Definition der geänderten Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und Verabreichung von Alteplase innerhalb des Zeitfensters von 3 Stunden wäre wahrscheinlich mit Schwierigkeiten bei der Rekrutierung verbunden und wohl nicht machbar. Dagegen könnte eine ähnliche Studie mit demselben Patientenkollektiv, jedoch innerhalb des Zeitfensters von 3-4 Stunden, für EUPrüfärzte akzeptabel sein, da die Wirksamkeitsdaten hier generell als unzureichend angesehen werden und das Risiko für Blutungen sich bekanntermaßen mit dem Zeitpunkt nach dem Insult erhöht. Eine placebokontrollierte, randomisierte klinische Studie in speziellen Risikogruppen von Patienten wäre für die gesamte Ärzteschaft von allgemeinem Interesse, und der Nachweis von Wirksamkeit und Sicherheit bei Risikogruppen außerhalb der Einschränkungen der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels wird als ethisch vertretbar und machbar angesehen. Allerdings wäre es schwierig, irgendwelche Ergebnisse aus solchen Studien auf die Insultpatienten insgesamt zu extrapolieren, da für eine Extrapolation ein Patientenkollektiv ähnlich wie in der Originaldatenbank in den US-Studien entscheidend wäre. Eine Genehmigung für das Inverkehrbringen für Alteplase zur fibrinolytischen Behandlung des akuten ischämischen Insults, die innerhalb von 3 Stunden nach Einsetzen der Insultsymptome eingeleitet wird, nachdem intrakranielle Blutungen mittels geeigneter Bildgebungsverfahren ausgeschlossen wurden, wird daher als akzeptabel angesehen, sofern eine bestätigende Studie in Europa durchgeführt und entsprechende Verpflichtungen eingegangen werden. Artikel 32 Absatz 4 der Richtlinie 2001/83/EG (vormals Artikel 13 Absatz 4 der Richtlinie 75/319) bildet die Rechtsgrundlage für das Erteilen von Auflagen, die als wesentlich für die sichere und 7 wirksame Anwendung von Arzneimitteln einschließlich Pharmakovigilanz angesehen werden. Auf dieser Grundlage forderte der CPMP von der Firma das Eingehen folgender Verpflichtungen und verlangte, dass diese Verpflichtungen jährlich vom Ausschuss überprüft werden: - Die Firma führt eine randomisierte, placebokontrollierte Bestätigungsstudie im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit durch, bei der ein Zeitfenster von 3-4 Stunden eingehalten wird und das Patientenkollektiv der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels bzw. den Einschlusskriterien der US-amerikanischen NINDS-Studien entspricht. Ferner verpflichtet sich die Firma, zusätzlich zur Vorlage der PSURs (Periodic Safety Update Reports) zweimal jährlich ab der Entscheidung der Kommission über die Zulassung der Insultindikation einen detaillierten Bericht über den Fortgang der Durchführung der Studie, einschließlich Angaben zu Aufnahme und Beobachtung der Patienten, vorzulegen, der dann vom CPMP geprüft wird. Die Studie beginnt innerhalb von 6 Monaten ab dem Datum der Entscheidung der Kommission über die Zulassung (Beginn definiert als die Aufnahme des ersten Patienten), und der Abschlussbericht der Studie wird 6 Monate nach Entlassung des letzten Patienten aus der Studie vorgelegt. - Die Firma führt eine europäische Anwendungsbeobachtung „SITS-MOSTSicherheitsüberwachungsstudie“ durch. Ferner verpflichtet sich die Firma, zusätzlich zur Vorlage der PSURs (Periodic Safety Update Reports) zweimal jährlich ab der Entscheidung der Kommission über die Zulassung der Insultindikation einen detaillierten Bericht über den Fortgang der Durchführung der Studie, einschließlich Angaben zu Aufnahme und Beobachtung der Patienten, vorzulegen, der dann vom CPMP geprüft wird. Die Studie beginnt innerhalb von 3 Monaten ab dem Datum der Entscheidung der Kommission über die Zulassung (Beginn definiert als die Aufnahme des ersten Patienten), und der Abschlussbericht der Studie wird 6 Monate nach Entlassung des letzten Patienten aus der Studie vorgelegt. - Die Firma legt 6, 12, 18 und 24 Monate, 3 und 4 Jahre nach Entscheidung der Kommission über die Insultindikation sowie im Rahmen des Antrags auf Verlängerung PSURs vor. - Die endgültigen Prüfpläne für die ECASS-III- und SITS-MOST-Studie werden dem CPMP spätestens am 17. Juli 2002 vorgelegt. Die erneute Beurteilung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses von Actilyse, die vom CPMP auf der Grundlage dieser Bedingungen vorgenommen wurde, definiert die Abfolge der Maßnahmen, die im Hinblick auf die betreffende Genehmigung für das Inverkehrbringen einzuleiten sind. Nach der CPMP-SciARG-/Expertensitzung und den von der Firma abgegebenen Erklärungen wurden zahlreiche Änderungen der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels vorgenommen, die im Anhang III des CPMP-Gutachtens zum Verfahren aufgeführt sind. Es wird die Auffassung vertreten, dass die vorgeschlagene Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels nun ausreichende Informationen enthält. Unter Berücksichtigung - des Bewertungsberichts der Referenzmitgliedstaats für das Verfahren der gegenseitigen Anerkennung; - der Punkte des Schiedsverfahrens; - der von der Firma gegebenen schriftlichen Antworten; - der Bewertungsberichte des Berichterstatters / Mitberichterstatters zu diesen Antworten, der gemeinsamen Prüfungen und des Nachtrags zu den abschließenden gemeinsamen Prüfungen; - der Kommentare der CPMP-Mitglieder; - der Schlussfolgerungen und Empfehlungen der CPMP-SciARG-/Expertensitzung; - der mündlichen Erklärungen der Firma und - der von der Firma eingegangenen Verpflichtungen gelangte der CPMP zu der Auffassung, dass die von den Niederlanden, Spanien, Griechenland und dem Vereinigten Königreich aufgeworfenen Fragen geklärt wurden. Da das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Alteplase unter den vom Ausschuss zusammengestellten Bedingungen, mit denen sich die Firma 8 einverstanden erklärt hat, für das beantragte Anwendungsgebiet und die beantragte Dosierung als positiv erachtet wird, sollte eine Genehmigung für das Inverkehrbringen erteilt werden. Jedoch sollte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels wie in Anhang III des CPMP-Gutachtens dargelegt abgeändert werden. 9 ANHANG III ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS DES REFERENZMITGLIEDSTAATS IN GEÄNDERTER FASSUNG 10 1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS Actilyse 2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG Arzneilich wirksamer Bestandteil: Die gebrauchsfertige Lösung enthält 1 mg Alteplase / 1 ml. 1 Durchstechflasche mit 467 mg Pulver enthält: 10 mg Alteplase oder 1 Durchstechflasche mit 933 mg Pulver enthält: 20 mg Alteplase oder 1 Durchstechflasche mit 2333 mg Pulver enthält: 50 mg Alteplase oder 1 Durchstechflasche mit 4666 mg Pulver enthält: 100 mg Alteplase. Alteplase wird gentechnisch hergestellt unter Verwendung von Ovarial-Zellkulturen des chinesischen Hamsters. Die spezifische Aktivität des internen Referenzstandards beträgt 580.000 IE/mg, bezogen auf den zweiten internationalen Standard der WHO für t-PA. Die Spezifikation der spezifischen Aktivität von Alteplase beträgt 522.000 bis 696.000 IE/mg. Der pH Wert der gebrauchsfertigen Lösung beträgt 7,3 +/- 0,5. Hilfsstoffe siehe unter 6.1. 3. DARREICHUNGSFORM Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung. 4. KLINISCHE ANGABEN 4.1 Anwendungsgebiete 4.1.1. Zur fibrinolytischen Therapie bei akutem Herzinfarkt: - 90 Minuten (akzeleriertes) - Infusionsschema (siehe Abschnitt „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“) für Patienten innerhalb 6 Stunden nach Beginn der Symptome. 3 Stunden - Infusionsschema (siehe Abschnitt „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“) für Patienten innerhalb 6-12 Stunden nach Beginn der Symptome und gesicherter Diagnose. Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt konnte durch Actilyse nachgewiesenermaßen die 30-TageSterblichkeit gesenkt werden. 4.1.2. Zur fibrinolytischen Therapie bei akuter massiver Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität. Die Diagnose Lungenembolie sollte möglichst mittels Pulmonalisangiographie oder nichtinvasiver Verfahren wie Lungenszintigraphie gesichert werden. Ein günstiger Einfluss auf Mortalität und Spätmorbidität ist bei Patienten mit Lungenembolie nicht nachgewiesen. 4.1.3. Zur fibrinolytischen Behandlung bei akutem ischämischen Schlaganfall. Die Therapie darf nur innerhalb von 3 Stunden nach Beginn der Symptome eines Schlaganfalls eingeleitet werden, nachdem zuvor eine intrakraniale Blutung durch geeignete bildgebende Verfahren ausgeschlossen wurde. 11 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung Die Anwendung von Actilyse sollte so früh als möglich nach Symptombeginn erfolgen. Soweit nicht anders verordnet gelten folgende Dosierungsrichtlinien: Der Inhalt einer Durchstechflasche Actilyse 10 mg, 20 mg, 50 mg oder 100 mg Pulver wird unter aseptischen Bedingungen mit Wasser für Injektionszwecke entsprechend der folgenden Tabelle gelöst, so dass eine Endkonzentration von entweder 1 mg Alteplase/ml oder 2 mg Alteplase/ml erhalten wird. Hierzu werden die den Packungen mit Actilyse 20 mg, Actilyse 50 mg und Actilyse 100 mg beigepackten Überleitungskanülen verwendet. Bei Actilyse 10 mg sollte hierfür eine Spritze verwendet werden Actilyse Durchstechflasche Endgültige Konzentration 1 mg Alteplase/ml 2 mg Alteplase/ml 10 mg 20 mg 50 mg 100 mg Menge Wasser für Injektionszwecke zur Auflösung von Actilyse-Trockensubstanz 10 ml 20 ml 50 ml 2 x 50 ml 5 ml 10 ml 25 ml 50 ml Die entsprechend den Angaben hergestellte gebrauchsfertige Lösung sollte intravenös verabreicht werden. Sie kann mit steriler physiologischer Kochsalzlösung (0,9 %) bis zu einer Mindestkonzentration von 0,2 mg/ml weiter verdünnt werden. 4.2.1 Akuter Herzinfarkt a) 90 Minuten (akzeleriertes) -Infusionsschema für Patienten innerhalb von 6 Stunden nach Beginn der Symptome: Alteplase Konzentration 1 mg/ml 2 mg/ml ml 15 mg als intravenöser Bolus 15 50 mg als intravenöse Infusion in den folgenden 30 Minuten 50 gefolgt von einer Infusion von 35 mg über 60 Minuten, bis 35 zur Maximaldosis von 100 mg. ml 7,5 25 17,5 Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 65 kg sollte eine gewichtsbezogene Dosierung erfolgen: 15 mg als intravenöser Bolus 0,75 mg/kg Körpergewicht (KG) in den folgenden 30 Minuten (maximal 50 mg) gefolgt von einer Infusion von 0,5 mg/kg Körpergewicht (KG) über 60 Minuten (maximal 35 mg) 12 Alteplase Konzentration 1 mg/ml 2 mg/ml ml ml 15 7,5 ml/kg KG ml/kg KG 0,75 0,375 0,5 0,25 b) 3 Stunden-Infusionsschema für Patienten innerhalb 6 - 12 Stunden nach Beginn der Symptome: 10 mg als intravenöser Bolus 50 mg als intravenöse Infusion in der folgenden Stunde gefolgt von Infusionen von 10 mg pro 30 Minuten über 2 Stunden, bis zur Maximaldosis von insgesamt 100 mg in 3 Stunden Alteplase Konzentration 1 mg/ml 2 mg/ml ml ml 10 5 50 25 ml/30 min ml/30 min 10 5 Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 65 kg sollte eine Gesamtdosis von 1,5 mg Wirkstoff/ kg Körpergewicht nicht überschritten werden. Eine Dosis von mehr als 100 mg sollte nicht verabreicht werden. Begleittherapie: Sobald als möglich nach Symptombeginn sollte eine Therapie mit Acetylsalicylsäure begonnen und für die ersten Monate nach Herzinfarkt beibehalten werden. Die empfohlene Dosis beträgt 160-300 mg Tag. Begleitend zu Actilyse sollte Heparin intravenös über mindestens 24 Stunden (beim akzelerierten Infusionsschema über mindestens 48 Stunden) infundiert werden. Empfohlen wird ein initialer intravenöser Bolus von 5000 IE Heparin vor der Thrombolyse-Therapie, danach eine Infusion von 1000 IE/Stunde. Die Heparindosis sollte gemäß den aPTT Werten auf eine Verlängerung des Ausgangswertes um das 1,5-2,5fache eingestellt werden. 4.2.2 Lungenembolie Es sollte eine Gesamtdosis von 100 mg Wirkstoff in 2 Stunden verabreicht werden. Die größte Erfahrung liegt mit folgendem Infusionsschema vor: 10 mg als intravenöser Bolus über 1-2 Minuten 90 mg als intravenöse Infusion über 2 Stunden Alteplase Konzentration 1 mg/ml 2 mg/ml ml ml 10 5 90 45 Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 65 kg sollte eine Gesamtdosis von 1,5 mg/kg nicht überschritten werden. Begleittherapie: Nach der Gabe von Actilyse sollte eine intravenöse Heparinisierung begonnen (oder wieder aufgenommen) werden, sobald die Werte der aPTT unterhalb des zweifachen des Normalwertes liegen. Die Infusion sollte gemäß den aPTT Werten auf eine Verlängerung des Ausgangswertes um das 1,5 - 2,5fache eingestellt werden. 4.2.3 Akuter ischämischer Schlaganfall Die Anwendung muss von einem speziell in der neurologischen Intensivmedizin erfahrenen Arzt vorgenommen werden (s. 4.3 "Gegenanzeigen" und 4.4 "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung"). 13 Die empfohlene Dosierung beträgt 0,9 mg Wirkstoff / kg Körpergewicht (insgesamt höchstens 90 mg), die innerhalb von 60 Minuten intravenös infundiert werden. 10% der Gesamtdosis werden als initialer intravenöser Bolus verabreicht. Die Anwendung von Actilyse muss innerhalb von 3 Stunden nach dem Auftreten der Symptome beginnen. Begleittherapie: Sicherheit und Wirksamkeit dieses Dosisregimes wurde bei gleichzeitiger Gabe von Heparin und Acetylsalicylsäure innerhalb der ersten 24 Stunden nach Symptombeginn nicht ausreichend untersucht. Daher darf innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Behandlung mit Actilyse keine Gabe von Acetylsalicylsäure oder intravenösem Heparin erfolgen. Sofern Heparin anderweitig indiziert erscheint (z.B. zur Prophylaxe von tiefen Beinvenenthrombosen), darf die Dosis 10000 i.E. täglich subkutan nicht überschreiten. 4.3 Gegenanzeigen Wie alle Fibrinolytika darf Actilyse nicht angewendet werden in Fällen mit erhöhtem Blutungsrisiko wie bei: bekannter hämorrhagischer Diathese oraler Antikoagulanzientherapie (z. B. Phenprocoumon) manifester oder kurz zurückliegender schwerer oder lebensgefährlicher Blutung bestehende, anamnestisch bekannte oder Verdacht auf eine intrakraniale Blutung Verdacht auf Subarachnoidalblutung oder Zustand nach aneurysmatischer Subarachnoidalblutung Schädigung des Zentralnervensystems in der Anamnese (z. B. Neoplasma, Aneurysma, intrakranialer oder spinaler Operation) hämorrhagischer Retinopathie, z. B. bei Diabetes (Sehstörungen können auf eine hämorrhagische Retinopathie hinweisen) kurz zurückliegender (weniger als 10 Tage) traumatischer externer Herzmassage, Entbindung, kurz zurückliegender Punktion eines nicht komprimierbaren Blutgefäßes (z. B. Vena subclavia oder - jugularis - Punktion) unkontrollierbarer schwerer arterieller Hypertonie bakterieller Endokarditis, Perikarditis akuter Pankreatitis nachgewiesenen ulzerativen Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt innerhalb der vergangenen 3 Monate, Ösophagusvarizen, arteriellen Aneurysmata, arteriovenösen Missbildungen Neoplasie mit erhöhtem Blutungsrisiko schwerer Lebererkrankung einschließlich Leberversagen, Zirrhose, Pfortaderhochdruck (Ösophagusvarizen) und aktiver Hepatitis größeren Operationen oder schweren Traumen innerhalb der vergangenen 3 Monate. 4.3.1. Zusätzliche Gegenanzeigen bei akutem Herzinfarkt: Schlaganfall in der Anamnese 4.3.2. Zusätzliche Gegenanzeigen bei akuter Lungenembolie Schlaganfall in der Anamnese 4.3.3. Zusätzliche Gegenanzeigen bei akutem ischämischen Schlaganfall: Beginn der Symptome des ischämischen Insultes mehr als 3 Stunden vor der Verabreichung der Infusion, oder zeitlich unbekannter Beginn der Symptomatik; geringfügige neurologische Defizite oder Symptome, die sich vor Infusionsbeginn rasch bessern; klinisch (z.B. NIHSS > 25) bzw. durch geeignete bildgebende Verfahren nachgewiesener schwerer Schlaganfall; Krampfanfall zu Beginn des Schlaganfalls Nachweis für eine intrakraniale Blutung (ICH) im Computertomogramm 14 - Symptome, die auf eine Subarachnoidalblutung hinweisen, selbst bei normalen Computertomogramm; Heparingabe innerhalb der vergangenen 48 Stunden und Thromboplastinzeit oberhalb des Normalwertes; Schlaganfallpatienten mit Diabetes in der Anamnese; Schlaganfall innerhalb der letzten 3 Monate; Thrombozytenzahl unter 100.000 / mm3; systolischer Blutdruck über 185 mm Hg bzw. diastolischer Blutdruck über 110 mm Hg oder Erfordernis aggressiver Maßnahmen (intravenöse Gabe von Arzneimitteln), um den Blutdruck unter diese Grenzwerte zu senken; Blutglucosespiegel unter 50 mg / 100 ml oder über 400 mg / 100 ml. Anwendung bei Kindern und älteren Patienten: Actilyse ist nicht angezeigt zur Therapie des akuten Schlaganfalls bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren oder Erwachsenen, die älter als 80 Jahre sind. 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung Die thrombolytische / fibrinolytische Behandlung setzt geeignete Überwachungsmaßnahmen voraus. Actilyse sollte ausschließlich von einem in der Thrombolyse-Therapie ausgebildeten und erfahrenen Arzt und unter Bedingungen, die eine kontinuierliche Überwachung des Patienten gewährleisten, angewendet werden. Bei älteren Patienten besteht eine erhöhte intrakraniale Blutungsgefahr; bei diesen Patienten sollte daher das Nutzen-Risiko-Verhältnis sorgfältig geprüft werden. Bisher liegen nur wenige Erfahrungen über eine Anwendung von Actilyse bei Kindern vor. Wie bei allen Fibrinolytika ist der therapeutische Nutzen besonders sorgfältig gegen eventuelle Risiken abzuwägen, dies gilt besonders bei: kleinen frischen Traumen wie Biopsien, Punktion größerer Gefäße, intramuskulären Injektionen, Herzmassage zur Reanimation allen nicht in Abschnitt 4.3. erwähnten Situationen mit erhöhtem Blutungsrisiko Die Verwendung von starren Kathetern sollte vermieden werden. 4.4.1. Zusätzliche Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei akutem Herzinfarkt Eine Dosis von mehr als 100 mg Alteplase darf wegen eines zusätzlich erhöhten intrakranialen Blutungsrisikos nicht verabreicht werden. Daher ist besonders darauf zu achten, dass entsprechend den im Abschnitt 4.2. „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“ gegebenen Hinweisen die richtige Dosis verabreicht wird. Zu einer wiederholten Gabe von Actilyse liegen nur wenige Erfahrungen vor. Nach Gabe von Actilyse® ist nicht mit anaphylaktischen Reaktionen zu rechnen. Sollte eine anaphylaktoide Reaktion eintreten, ist die Infusion abzubrechen und eine entsprechende Therapie einzuleiten. Wie bei allen Thrombolytika ist der erwartete therapeutische Nutzen sehr sorgfältig gegen eventuelle Risiken abzuwägen, dies gilt besonders bei Patienten mit einem systolischen Blutdruck über 160 mm Hg. 4.4.2. Zusätzliche Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei akuter Lungenembolie Wie bei akutem Herzinfarkt (s. 4.4.1.). 15 4.4.3. Zusätzliche Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei akutem ischämischem Schlaganfall Vorsichtsmaßnahme: Die Behandlung darf nur von einem in der neurologischen Intensivmedizin ausgebildeten und erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Warnhinweise / Umstände im Zusammenhang mit vermindertem Nutzen-Risiko-Verhältnis: Verglichen mit anderen Anwendungsgebieten tragen Patienten mit einem akuten ischämischen Schlaganfall, der mit Actilyse behandelt wird, ein deutlich höheres Risiko intrakranialer Blutungen, zumal die Blutungen vowiegend in das vom Infarkt betroffene Gebiet hinein erfolgen. Dies gilt insbesondere unter folgenden Bedingungen: alle Situationen, die unter 4.3 aufgeführt sind, sowie ganz allgemein alle Situationen, die ein hohes Blutungsrisiko einschließen; kleine, asymptomatische Aneurysmen der Hirngefäße; Patienten, die mit Acetylsalicylsäure (ASS) vorbehandelt sind, können ein höheres intrakraniales Blutungsrisiko haben, besonders wenn die Behandlung mit Actilyse sich verzögert. Im Hinblick auf das erhöhte Risiko von Gehirnblutungen sollten nicht mehr als 0,9 mg Alteplase / kg Körpergewicht verabreicht werden. Die Behandlung der Patienten sollte nicht später als 3 Stunden nach Einsetzen der Symptome begonnen werden (s. 4.3 "Gegenanzeigen"), da sich sonst ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis ergibt, das sich wie folgt erklärt: die erwünschten Effekte der Behandlung nehmen mit der Zeit ab; besonders bei Patienten, die zuvor mit ASS behandelt wurden, steigt die Sterblichkeitsrate; das Risiko symptomatischer Blutungen erhöht sich. Die Überwachung des Blutdrucks während sowie bis zu 24 Stunden nach der Verabreichung des Arzneimittels ist sinnvoll. Eine intravenöse Hochdruckbehandlung wird bei einem systolischen Blutdruck über 180 mm Hg bzw. einem diastolischen Blutdruck über 105 mm Hg empfohlen. Der therapeutische Nutzen ist bei Patienten mit einem Schlaganfall in der Vorgeschichte oder einem schlecht eingestellten bzw. unbehandelten Diabetes von vornherin vermindert, dennoch ist auch bei diesen Patienten das Nutzen-Risiko-Verhältnis als positiv anzusehen. Bei Patienten mit einem sehr leichten Schlaganfall überwiegen die Risiken den zu erwartenden Nutzen (s. 4.3 "Gegenanzeigen"). Patienten mit sehr schwerem Schlaganfall sollten wegen des höheren Risikos für intrakraniale Blutungen, bzw. nicht zu überleben, nicht behandelt werden (s. 4.3 "Gegenanzeigen"). Bei Patienten mit ausgedehnten Infarkten besteht ein größere Gefahr eines ungünstigen Ausgangs einschließlich schwerwiegender Blutungen und des Todes. Für diese Patienten sollte das NutzenRisiko-Verhältnis besonders eingehend erwogen werden. Bei Schlaganfall-Patienten sind mit zunehmendem Lebensalter eine abnehmende Wahrscheinlichkeit für einen günstigen Ausgang, ein zunehmender Schweregrad von Schlaganfällen sowie erhöhte Blutglucosespiegel zum Zeitpunkt der stationärer Aufnahme zu erwarten; die Wahrscheinlichkeiten für bleibende schwerwiegende Behinderungen, schwere intrakraniale Blutungen und Tod steigen dabei unabhängig von der Art der Behandlung. Patienten über 80 Jahren, Patienten mit schwerem Schlaganfall (klinisch bzw. mit geeigneten bildgebenden Verfahren nachgewiesen) und Patienten mit Blutzuckerspiegeln unter 50 mg / 100 ml oder über 400 mg / 100 ml bei Aufnahme sollten nicht mit Actilyse behandelt werden (s. 4.3 "Gegenanzeigen"). 16 Sonstige Warnhinweise: Die Reperfusion des ischämischen Gebietes kann in der Infarktzone ein Gehirnödem auslösen. Wegen erhöhter Blutungsgefahr sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Thrombolysebehandlung mit Actilyse keine Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern begonnen werden. 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen Bei Gabe von Cumarinen, oralen Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmern, nicht fraktioniertem Heparin, niedermolekularen Heparinen (LMWH) oder anderen die Blutgerinnung hemmenden Arzneimitteln (vor, während oder innerhalb der ersten 24 Stunden nach einer Therapie mit Actilyse) ist die Blutungsgefahr erhöht (s. 4.3 "Gegenanzeigen"). 4.6 Schwangerschaft und Stillzeit Über eine Anwendung von Actilyse in Schwangerschaft und Stillzeit liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen vor. Im Fall einer akuten lebensbedrohlichen Erkrankung ist der Nutzen gegen das eventuelle Risiko abzuwägen. Untersuchungen an trächtigen Tieren ergaben nach intravenöser Infusion pharmakologisch wirksamer Dosen keine teratogene Wirkung. Bei Kaninchen führten Tagesdosen über 3 mg/kg Körpergewicht zu Embryotoxizität (Embryoletalität, Wachstumsverzögerung). Bei Ratten wurde bei Dosen bis zu 10 mg/kg/Tag kein Einfluss auf die peri- und postnatale Entwicklung oder auf Fruchtbarkeitsparameter beobachtet. 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Keine bekannt. 4.8 Nebenwirkungen Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung bei Actilyse sind Blutungen mit nachfolgendem Abfall von Hämatokrit und/oder Hämoglobin. Generell lassen sich bei einer Thrombolyse zwei Blutungsarten unterscheiden: superfizielle Blutungen, gewöhnlich aus Punktionsstellen oder Gefäßverletzungen innere Blutungen im Gastrointestinal- oder Urogenitaltrakt, retroperitoneale oder ZNSBlutungen sowie Blutungen in parenchymatösen Organen. Symptomatische intrakraniale Blutungen stellen die bedeutendste Nebenwirkung von Actilyse® bei der Therapie des akuten ischämischen Schlaganfalls dar (bis zu 10 % der Patienten). Im Rahmen klinischer Studien wurde gelegentlich über signifikante gastrointestinale, urogenitale oder retroperitoneale Blutverluste berichtet. Häufig sind Blutergüsse, Nasenbluten und Zahnfleischbluten, welche im allgemeinen keiner spezifischen Therapie bedürfen. Bluttransfusionen waren in klinischen Studien bei routinemäßig behandelten Patienten (d.h. ohne akute Linksherzkatheter) nur gelegentlich notwendig. Bei der Therapie des akuten Herzinfarkts und der akuten Lungenembolie wurde selten über zerebrale Blutungen berichtet (weniger als 1%). Sollte eine potentiell bedrohliche Blutung, insbesondere eine zerebrale Blutung, auftreten, muss die fibrinolytische Therapie abgebrochen werden. Wegen der kurzen Halbwertszeit und des geringen systemischen Effekts von Actilyse auf die Gerinnungsfaktoren ist im allgemeinen eine Substitution von Gerinnungsfaktoren nicht notwendig. In den meisten Fällen lassen sich Blutungen durch Unterbrechung der fibrinolytischen und antikoagulatorischen Therapie, Volumenersatz und manuelle Kompression des blutenden Gefäßes beherrschen. Wurde innerhalb von 4 Stunden vor Beginn der Blutung Heparin verabreicht, sollte die Gabe von Protaminsulfat erwogen werden. Falls in seltenen Fällen die Blutung damit nicht zum Stillstand gebracht wird, kann die Gabe von Blutprodukten gerechtfertigt sein. Gerinnungsfaktoren, Frischplasma (fresh frozen plasma) und Blutplättchen sollten unter klinischer Laborkontrolle gegeben werden. Anzustreben ist ein Fibrinogenspiegel von 1g/l. Als weitere Alternative kann die Gabe von Antifibrinolytika erwogen werden. 17 Bei der Therapie mit Actilyse kann es in seltenen Fällen zu einer Embolisierung von Cholesterinkristallen oder einer thrombotischen Embolisierung kommen. In den betroffenen Organen ist mit entsprechenden Folgen (z. B. Nierenversagen bei Embolisierung in die Niere) zu rechnen. Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt ist die erfolgreiche Reperfusion unter der Gabe von Actilyse® oft von Arrhythmien begleitet, welche eine entsprechende antiarrhythmische Therapie erforderlich machen können. Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt oder Lungenembolie kann es zu krankheitsbedingen Ereignissen, wie Herzinsuffizienz, wiederholt auftretender Ischämie, Angina pectoris, Herzstillstand, kardiogenem Schock, Reinfarkt, Herzklappenfehlern (z.B. Ruptur der Aortenklappe) und Lungenembolie kommen. Diese Ereignisse können auch Folge der fibrinolytischen Therapie und lebensbedrohlich sein oder zum Tod führen. Selten wurden Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall und erhöhte Temperatur berichtet. Diese Symptome können auch begleitend zum akuten Herzinfarkt auftreten. Wie bei anderen fibrinolytisch wirksamen Substanzen wurde in Einzelfällen über Ereignisse berichtet, die das zentrale Nervensystem betreffen (z. B. Krampfanfälle), häufig im Zusammenhang mit gleichzeitigen ischämischen oder hämorrhagischen zerebrovaskulären Ereignissen. Selten wurde von anaphylaktoiden Reaktionen berichtet. Diese sind normalerweise leicht, können jedoch in Einzelfällen lebensbedrohlich sein. Sie treten in Form von Hautausschlag, Urtikaria, Bronchospasmus, Angioödem, Blutdruckabfall, Schock, oder anderen mit einer allergischen Reaktion verbundenen Symptomen auf. In diesen Fällen sollte eine konventionelle antiallergische Therapie begonnen werden. Selten wurde eine vorübergehende Antikörperbildung gegen Actilyse mit niedrigen Titern gefunden. Eine klinische Relevanz konnte nicht nachgewiesen werden. 4.9 Überdosierung Bei Überdosierung von Actilyse® kann es trotz der relativen Fibrinspezifität zu einem klinisch bedeutsamen Abfall von Fibrinogen und anderer Gerinnungsfaktoren kommen. In den meisten Fällen reicht es, die physiologische Erholung der Faktoren nach Beendigung der Therapie mit Actilyse® abzuwarten. Bei schweren Blutungen ist die Gabe von Frischplasma oder Frischblut zu empfehlen, erforderlichenfalls können synthetische Antifibrinolytika gegeben werden. 5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften Pharmako-therapeutische Gruppe: Antithrombotika, ATC-Code: B 01 A D 02. Der Wirkstoff von Actilyse (Alteplase) ist ein Glykoprotein, welches Plasminogen direkt zu Plasmin aktiviert. Bei intravenöser Verabreichung bleibt Alteplase im Kreislauf relativ inaktiv. Nach Bindung an Fibrin aktiviert Alteplase das ebenfalls an Fibrin gebundene Plasminogen zu Plasmin, welches das Fibringerinnsel abbaut, so daß es zu einer Auflösung kommt. In der an über 40 000 Patienten mit akutem Herzinfarkt durchgeführten GUSTO-Studie führte die Gabe von 100 mg Alteplase über 90 Minuten und einer begleitenden Infusion von Heparin i.v. zu einer niedrigeren Sterblichkeit nach 30 Tagen (6,3 %) im Vergleich zur Gabe von 1,5 Mio IE Streptokinase über 60 Minuten mit Heparin i.v. oder s.c. (7,3 %). Bei den mit Actilyse behandelten Patienten war 60 und 90 Minuten nach Therapiebeginn eine höhere Offenheitsrate als bei Streptokinase zu beobachten. Nach 180 Minuten oder später waren keine Unterschiede in der Offenheitsrate festzustellen. Die 30-Tage-Sterblichkeitsrate ist unter Actilyse im Vergleich zu Patienten ohne fibrinolytische Therapie niedriger. 18 Die Freisetzung des Enzyms alpha-Hydroxybutyrat-dehydrogenase (HBDH) ist vermindert. Die globale Ventrikelfunktion und auch die regionale Wandbewegung sind im Vergleich zu Patienten ohne fibrinolytische Therapie besser erhalten. Studien zum Herzinfarkt Für Patienten, die innerhalb 6-12 Stunden nach Symptombeginn mit 100 mg Actilyse über 3 Stunden behandelt wurden, zeigte eine Studie mit Placebo-Kontrolle (LATE) eine Senkung der 30-TageSterblichkeit. Bei Patienten mit noch vorhandenen eindeutigen Anzeichen eines akuten Herzinfarkts kann auch eine innerhalb 24 Stunden eingeleitete Therapie nützlich sein. Studien zur Lungenembolie Bei Patienten mit akuter massiver Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität kommt es nach Gabe von Actilyse zu einer schnellen Abnahme der Größe des Thrombus und des Pulmonalarteriendrucks. Sterblichkeitsdaten sind nicht verfügbar. Studien zum akuten Schlaganfall In zwei in den USA durchgeführten klinischen Studien (NINDS A / B) wies im Vergleich mit der Placebo-Gruppe ein signifikant höherer Patientenanteil ein günstiges Behandlungsresultat (keine oder minimale bleibende Behinderung) auf. Diese Befunde wurden jedoch in zwei in Europa durchgeführten Studien sowie in einer weiteren US-amerikanischen Studie nicht bestätigt. In den letzteren Studien wurde allerdings die Mehrzahl der Patienten nicht innerhalb der ersten drei Stunden nach Beginn des Schlaganfalles behandelt. Eine Meta-Analyse aller Patienten, die innerhalb der ersten drei Stunden behandelt wurden, bestätigte die positive Wirkung von Alteplase. Im Vergleich mit Placebo wurde trotz erhöhten Risikos schwerer bis letaler intrakranialer Blutungen ein günstigeres klinisches Ergebnis um 14,9 % häufiger erreicht (8,1 % : 21,7 %, Konfidenzintervall: 95 %). Die Daten ermöglichen keine eindeutige Schlussfolgerung bezüglich der Auswirkungen der Behandlung auf die Letalität. Insgesamt wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Alteplase jedoch als günstig beurteilt, sofern diese innerhalb von 3 Stunden nach Einsetzen des Schlaganfalles verabreicht wird und die an anderer Stelle dieser SPC / Fachinformation genannten Vorsichtsmaßnahmen dabei beachtet werden. Eine Meta-Analyse der gesamten klinischen Daten zeigt eine geringere Wirksamkeit des Arzneimittels bei spät (nach 3 bis 6 Stunden) behandelten Patienten bei gleichzeitig erhöhtem Risiko im Vergleich zu den innerhalb von 3 Stunden nach Symptombeginn behandelten, so dass für die AlteplaseBehandlung außerhalb des Zeitrahmens von 0 - 3 Stunden ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis resultiert Aufgrund der relativen Fibrinspezifität kommt es nach einer Dosis von 100 mg Actilyse zu einem mäßigen Abfall des Fibrinogens auf etwa 60 % (nach 4 Stunden) des Ausgangswertes. Nach 24 Stunden erreicht dieser im allgemeinen wieder 80 %. Plasminogen und alpha-2-Antiplasmin fallen auf etwa 20 % bzw. 35% (nach 4 Stunden) des Ausgangswertes und steigen wieder auf 80 % nach 24 Stunden. Ein ausgeprägter, längerdauernder Fibrinogenabfall wird nur bei wenigen Patienten beobachtet. 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften Der Wirkstoff von Actilyse wird rasch aus dem Blut eliminiert und hauptsächlich in der Leber metabolisiert (Plasmaclearance 550 - 680 ml/min). Die dominante Plasmahalbwertszeit t1/2alpha beträgt 4 - 5 Minuten. Dies bedeutet, dass nach 20 Minuten weniger als 10 % der Anfangskonzentration im Plasma vorhanden sind. Für die restliche in einem tiefen Kompartiment befindliche Menge ergibt sich eine zweite Halbwertszeit t 1/2 beta von etwa 40 Minuten. 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit Bei subchronischen Toxizitätsuntersuchungen an Ratten und Affen wurden keine unerwarteten Nebenwirkungen festgestellt. 19 Mutagenitätstest erbrachten keinerlei Hinweise auf ein mutagenes Potential von Actilyse. 6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN 6.1 Hilfsstoffe Pulver zur Herstellung einer Lösung: Arginin Phosphorsäure 10%, Polysorbat 80 Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke 6.2 Inkompatibilitäten Die entsprechend den Angaben hergestellte gebrauchsfertige Lösung kann mit steriler physiologischer Kochsalzlösung (0,9%) bis auf 1 : 5 weiter verdünnt werden. Wasser für Injektionszwecke oder kohlenhydrathaltige Infusionslösungen wie z. B. Dextrose sind hierfür nicht geeignet. Actilyse sollte nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt und nicht gleichzeitig über denselben Zugang gegeben werden (auch nicht mit Heparin). 6.3 Dauer der Haltbarkeit 36 Monate. Die gebrauchsfertig zubereitete Lösung ist bei Temperaturen bis 25 º C 8 Stunden oder bei 2 º bis 8 º C 24 Stunden chemisch und physikalisch stabil. Aufgrund mikrobiologischer Erwägungen sollte die Lösung sofort verwendet werden. 6.4 Besondere Lagerungshinweise Nicht über 25 º C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses Pulver zur Herstellung einer Lösung: 10 ml, 20 ml, 50 ml oder 100 ml sterile Durchstechflaschen aus Borosilicatglas (Typ I), die mit einem sterilen siliconisierten grauen Lyophylisierstopfen aus Butylgummi und Aluminium/Kunststoff Flipoff-Kappe verschlossen sind. Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke abhängig von der Größe der Actilyse Durchstechflaschen in 10 ml, 20 ml, 50 ml oder 2 x 50 ml. Die Durchstechflaschen sind mit Gummistopfen und Aluminium/Kunststoff Flip-off-Kappen verschlossen. Überleitungskanüle (nur bei den Packungsgrößen 20 mg, 50 mg oder 100 mg) Packungsgrößen: 10 mg 1 Durchstechflasche mit 467 mg Trockensubstanz zur Infusionsbereitung 20 1 Durchstechflasche mit 10 ml Lösungsmittel 20 mg 1 Durchstechflasche mit 933 mg Trockensubstanz zur Infusionsbereitung 1 Durchstechflasche mit 20 ml Lösungsmittel 1 Überleitungskanüle 50 mg 1 Durchstechflasche mit 2333 mg Trockensubstanz zur Infusionsbereitung 1 Durchstechflasche mit 50 ml Lösungsmittel 1 Überleitungskanüle 100 mg 1 Durchstechflasche mit 4666 mg Trockensubstanz zur Infusionsbereitung 2 Durchstechflaschen mit 50 ml Lösungsmittel 2 Überleitungskanülen 6.6 Hinweise für die Handhabung Keine 7. PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER Boehringer Ingelheim Pharma KG Binger Straße 173 55216 Ingelheim 8. ZULASSUNGSNUMMER 9. DATUM DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG 10. STAND DER INFORMATION 21 ANHANG IV BEDINGUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS 22 BEDINGUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS - Die Firma führt eine randomisierte, placebokontrollierte Bestätigungsstudie (ECASS III) im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit durch, bei der ein Zeitfenster von 3-4 Stunden eingehalten wird und das Patientenkollektiv der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels bzw. den Einschlusskriterien der US-amerikanischen NINDS-Studien entspricht. Ferner verpflichtet sich die Firma, zusätzlich zur Vorlage der PSURs (Periodic Safety Update Reports) zweimal jährlich ab der Entscheidung der Kommission über die Zulassung der Insultindikation einen detaillierten Bericht über den Fortgang der Durchführung der Studie, einschließlich Angaben zu Aufnahme und Beobachtung der Patienten, vorzulegen, der dann vom CPMP geprüft wird. Die Studie beginnt innerhalb von 6 Monaten ab dem Datum der Entscheidung der Kommission über die Zulassung (Beginn definiert als die Aufnahme des ersten Patienten), und der Abschlussbericht der Studie wird 6 Monate nach Entlassung des letzten Patienten aus der Studie vorgelegt. - Die Firma führt eine europäische Anwendungsbeobachtung „SITS-MOSTSicherheitsüberwachungsstudie“ durch. Des weiteren verpflichtet sich die Firma, zusätzlich zur Vorlage der PSURs (Periodic Safety Update Reports) zweimal jährlich ab der Entscheidung der Kommission über die Zulassung der Insultindikation einen detaillierten Bericht über den Fortgang der Durchführung der Studie, einschließlich Angaben zu Aufnahme und Beobachtung der Patienten, vorzulegen, der dann vom CPMP geprüft wird. Die Studie beginnt innerhalb von 3 Monaten ab dem Datum der Entscheidung der Kommission über die Zulassung (Beginn definiert als die Aufnahme des ersten Patienten), und der Abschlussbericht der Studie wird 6 Monate nach Entlassung des letzten Patienten aus der Studie vorgelegt. - Die Firma legt 6, 12, 18 und 24 Monate, 3 und 4 Jahre nach Entscheidung der Kommission über die Insultindikation sowie im Rahmen des Antrags auf Verlängerung PSURs vor. - Die endgültigen Prüfpläne für die ECASS-III- und SITS-MOST-Studie werden dem CPMP spätestens am 17. Juli 2002 vorgelegt. 23