28.3.2011 8:39 Uhr Seite 1 Hebamme Sage-femme Levatrice Spendrera 4/2011 Analgesie (aussser PDA) Analgésie (en dehors de la péridurale) Foto: Vira Kongphonmany Titel_04_11 US_Seite_2_bis_4 29.3.2011 8:31 Uhr Seite 2 Inhalt_04_11 30.3.2011 9:28 Uhr Seite 1 IN DIESER NUMMER DANS CE NUMÉRO Geschäftsstelle/Secrétariat central Rosenweg 25C 3000 Bern 23 Tel. 031 332 63 40 Fax 031 332 76 19 info@ hebamme.ch www.hebamme.ch/www.sage-femme.ch Öffnungszeiten: Montag–Freitag 8.15–12 .00/13.30 –17.15 Uhr Heures d’ouverture: Lundi–Vendredi 8 h15–12 h 00/13 h 30 –17 h 15 Offizielle Zeitschrift des Schweizerischen Hebammenverbandes Journal officiel de la Fédération suisse des sages-femmes Giornale ufficiale della Federazione svizzera delle levatrici Revista uffiziala da la Federaziun svizra da las spendreras 109. Jahrgang / 109e année Erscheint 11mal im Jahr Parution: 11 éditions par année Impressum Verlag/Edition Schweizerischer Hebammenverband Fédération suisse des sages-femmes Redaktion/Rédaction/Redazione Deutschsprachige Redaktion/ Verantwortliche Redaktorin: Gerlinde Michel, Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23 Telefon 031 331 35 20, Fax 031 332 76 19 E-Mail: [email protected] Rédaction de langue française Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a 1196 Gland, téléphone 022 364 24 66, portable 079 755 45 38, courriel: [email protected] Redaktioneller Beirat Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh), Lisa Mees-Liechti (lml), Lorraine Gagnaux (lg) Josée Bernard Delorme (jbd), Edith de Bock-Antonier (ea) Beraterin Hebammenforschung Dr. phil. Ans Luyben Redaktionsschluss/Délai de rédaction Am 1. des Vormonats/Le premier du mois précédent Gestaltung/Herstellung Tygraline AG, Bern Rosmarie Kerschbaumer Jahresabonnement/Abonnement annuel Nichtmitglieder/Non-membres Fr. 109.– inkl. 2,5% MWST/TVA Ausland/Etranger Fr. 140.– Einzelnummer/Prix du numéro Fr. 13.20 inkl. 2,5% MWST/TVA + Porto Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht bis zum 31. Oktober schriftlich gekündigt wird. La durée d’abonnement se renouvelle automatiquement chaque année sauf résiliation par écrit jusqu’au 31 octobre. Anzeigenmarketing/Régie d’annonces KünzlerBachmann Medien AG Geltenwilenstrasse 8a . 9001 St. Gallen T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93 [email protected] . www.kbmedien.ch Druck/Impression Vogt-Schild Druck AG Gutenbergstrasse 1, CH-4552 Derendingen www.vsdruck.ch WEMF-beglaubigt ISSN 1662-5862 Foto: Judith Fahner Erfahrungen von Frauen 4 Hypnose médicale 32 Akupunktur während Entrer dans un «autre» sentir der Geburt Im Rahmen einer qualitativen Forschungsarbeit zur Evaluation des Praxisentwicklungsprojekts «Einführung der Akupunktur während der Geburt» in der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel wurden sieben Frauen zu ihren Erfahrungen mit Akupunktur befragt. Die Frauen äusserten sich auch zum Thema «Schmerz». Medikamentöse Analgesie 10 Remifentanil: «Zweitbeste Methode» Als einzige nennenswerte systemische Analgesie in der Geburtshilfe und als Alternative zur PDA wird am Universitätsspital Zürich Remifentanil-PCA eingesetzt. Das Medikament ist relativ neu und noch nicht sehr verbreitet. Ein Interview mit PD Dr. med. Peter Biro, Leitender Arzt am Institut für Anästhesiologie des USZ. Lachgasanwendung im USZ 12 Lachgas unter der Geburt – lächerlich? Seit etwa zwei Jahren setzt die Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals Zürich Lachgas zur Schmerzbekämpfung unter der Geburt ein. Die Erfahrungen sind mehrheitlich positiv, weiss Sylvia Bernhardt-Weber, Hebamme am USZ. Qu’est-ce que l’hypnose médicale et comment peut-elle être profitable en salle d’accouchement? Le travail de la naissance procède d’un mouvement qui, parfois, peine ou se bloque. En transe, tout se passe comme si le lâcher-prise se faisait à notre insu. Accouchement dans l’eau 39 Un choix donné aux femmes Une étude cas-témoins réalisée à la Maternité de Payerne en 2009–2010 met en évidence les effets non dommageables de l’accouchement dans l’eau qui, en outre, permet aux femmes d’accoucher sans péridurale. Rubriken/Rubriques Aktuell Mosaik Forum/Bücher SHV/FSSF Sektionen/Sections Fortbildung SHV Formation FSSF Actualité Focus Livres Stellenangebote Offres d’emploi Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 2 14 16 19 25 26 30 35 41 42 1 Aktuell_S02_03 28.3.2011 8:43 Uhr Seite 2 A K T U E L L «Equal Pay Day» Statistik 2009 Deutsche Hebammen protestierten Medizinisch unterstützte Fortpflanzung «Kennen Sie einen qualifizierten männlichen Freiberufler, der für 7.50 Euro in der Stunde arbeitet?» riefen die Hebammen in Deutschland und führten am 25. März einen Aktionstag durch. Sie trugen rote Buttons mit der Aufschrift «Das haben Hebammen nicht verdient!» und informierten Kolleginnen und Kollegen sowie Eltern mit Plakaten, die sie in den Geburtsabteilungen aufhingen. 18 000 Hebammen in Deutschland verdienen Bei gut einem Drittel der rund 10 400 Behandlungszyklen des Jahres 2009 kam es zur Schwangerschaft. Diese führte in 72 Prozent der Fälle zu einer Geburt. 23 Prozent der Schwangerschaften endeten mit einem Spontanabort, und 4 Prozent mussten wegen Komplikationen abgebrochen werden. Bezogen auf die 1891 lebend geborenen Kinder sind 30 Prozent Zwillinge, bei zwei Geburten gab es Drillinge. 8 Kinder kamen tot zur Welt. Zum Vergleich: im Jahr 2009 kamen 78 000 Kinder lebend zur Welt. Das Wachstum der Fortpflanzungsmedizin flacht etwas ab. Im Jahr 2009 wurden gegen- weit weniger als deutsche Kaminfeger oder Automechaniker, obwohl Hebammen wesentlich mehr Verantwortung tragen. Organisiert hat die Aktion «Equal Pay Day» gegen Gehaltsungleichheit der Deutsche Hebammenverband. Er nahm damit eine Aktionsidee der US-amerikanischen Professional and Business Women auf, die seit 1988 solche Aktionstage durchführen. Hebammenforum 2/2011. CH-Pädiater Neue Wachstumskurven Die alten Wachstumskurven für Säuglinge sind in die Jahre gekommen. Sie basieren auf Messungen an Kindern, die Mitte der 50er Jahre auf die Welt kamen, als noch viel weniger gestillt wurde. Weil gestillte Kinder in den ersten zwei Lebensjahren kleiner und leichter sind als nicht gestillte Säuglinge, wichen immer mehr Babys von den Wachstumskurven ab, was zu unnötigen medizinischen Abklärungen führte. Nun haben Entwicklungspädiater vom Zürcher Kinderspital neue Kurven entwickelt und diese im Februar 2011 erstmals im Fachblatt «Paediatrica» veröffentlicht. Im Gegensatz zu den alten Kurven, die hauptsächlich auf Kindern aus der Zürcher Mittelund Oberschicht basierten, stüt- zen sich die neuen Skalen auf einer Erhebung der WHO bei viel mehr Kindern aus mehreren Ländern und sozialen Schichten ab. Schweizer Kinder sind zwar nicht in den Daten enthalten, aber die Zahlen könnten auch auf die Schweiz übertragen werden, sind die Zürcher Pädiater überzeugt. Alles in allem sind sie keine Revolution, sondern eine moderate Anpassung an neue Gegebenheiten. Ein weiterer Fortschritt: Ab jetzt werden in der ganzen Schweiz die gleichen Kurven verwendet. Bislang verwendeten die Westschweizer Pädiater meist andere Kurven als die Deutschschweizer, was bei Wohnortswechsel manchmal für Verwirrung sorgte. Download: www.swiss-paediatrics.org > Empfehlungen Sponsoring der Imagebroschüre Weleda Die Firma Weleda unterstützt den Nachdruck der Imagebroschüre «In guten Händen... bei Ihrer Hebamme» wiederum mit einem namhaften Betrag. Der Schweizerische Hebammen- 2 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch verband bedankt sich bei Weleda herzlich für das grosszügige Sponsoring! über dem Vorjahr 5 Prozent mehr Behandlungen in medizinisch unterstützter Fortpflanzung in Anspruch genommen, gegenüber einer Steigerung von 9 Prozent im Vorjahr, von 10 Prozent im Jahr 2007 und von 13 Prozent im Jahr 2006. Das Durchschnittsalter einer Frau, die 2009 eine Erstbehandlung begann, lag bei 36,0 Jahren und hat somit gegenüber dem Vorjahr nochmals geringfügig zugenommen. Der Partner war durchschnittlich 39,2 Jahre alt. 21 Prozent der Frauen, die eine Behandlung in Anspruch nahmen, haben ihren Wohnsitz im Ausland. www.statistik.admin.ch In der Nähe von AKWs Weniger Mädchen Die ionisierende Strahlung aus den Atomkraftwerken scheint das Erbgut von Embryonen zu schädigen. In der Umgebung von Atomkraftwerken kommen in Deutschland und der Schweiz weniger Mädchen auf die Welt. Das geht aus einer im Oktober 2010 veröffentlichten wissenschaftlichen Studie hervor1. In den letzten 40 Jahren haben Mütter, die in Deutschland und in der Schweiz im Umkreis von 35 km einer der untersuchten 31 Atomanlagen leben, bis zu 15 000 Kinder weniger geboren als durchschnittlich zu erwarten gewesen wäre, die Mehrzahl davon Mädchen. Für die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW untermauert diese Studie den ursächlichen Zusammenhang von radioaktiver Strahlung und einer Schädigung von Zellen – insbesondere bei Embryonen. Die Kinderkrebsstudie hatte schon 2007 ein erhöhtes Krebs- und Leukämie-Erkrankungsrisiko bei Kleinkindern im AKW-Nahbereich in Deutschland nachgewiesen. Der Verlust von MädchenSchwangerschaften weist auf eine Schädigung des Erbguts durch die ionisierende Strahlung hin, die von Atomkraftwerken in die Umgebung abgegeben wird. Vergleichbare hochsignifikante Effekte wurden bereits nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sowie in der Folge von Atombombenversuchen beobachtet. Nach Tschernobyl kam es in Europa nicht nur zu einer erhöhten Zahl von Totgeburten und Fehlbildungen, sondern auch zu einer Verschiebung des Verhältnisses von männlichen und weiblichen Embryonen: Nach 1986 wurden in Europa signifikant weniger Mädchen geboren. Quelle: IPPNW 1 Ralf Kusmierz, Kristina Voigt, Hagen Scherb, Is the human sex odds at birth distorted in the vicinity of nuclear facilities (NF)? A preliminary geo-spatial-temporal approach. 24th International Conference on Informatics for Environmental Protection in cooperation with InterGeo 2010, Cologne and Bonn, October 6th – 8th, 2010. Aktuell_S02_03 28.3.2011 8:43 Uhr Seite 3 Eröffnungsphase Interpellation Liliane Maury Pasquier Kann dauern Neugeborene: Opfer mangelnder Integration Wie lange dauert die Eröffnungsphase bei Erstgebärenden? Eine systematische Literaturanalyse fand in 18 Studien eine durchschnittliche Dauer der «aktiven Eröffnungsphase» (Muttermund 3 bis 5 cm bis komplett eröffnet) von sechs Stunden. Die Muttermundöffnung betrug durchschnittlich 1,2 cm pro Stunde. Rechnet man zu diesen Durchschnittswerten zwei Standardabweichungen hinzu, werden 95 Prozent der Gebärenden erfasst. Dann dauert die aktive Eröffnungsphase bis zu 13,4 Stunden, die Zervix öffnet sich mindestens 0,6 cm pro Stunde, was deutlich unter dem liegt, was manche Leitlinien bereits als Geburtsstillstand auffassen. Bei den aller- meisten der untersuchten Geburten handelt es sich um «normale» Klinikgeburten, bei denen dem Geburtsfortschritt mit aktivem Management nachgeholfen wird. Ähnliche Erhebungen, z.B. bei interventionsarmen Hausgeburten, gibt es noch keine. Die Studienautoren weisen ausserdem darauf hin, dass die Muttermundseröffnung keineswegs linear verläuft, sondern dass das Tempo während der Eröffnungsphase zunimmt. Anfangs kann es also durchaus noch langsamer vorangehen. Neal JL. et al.: «Active labor» duration and dilatation rates among low-risk nulliparous women with spontaneaous labor onset: a systematic review. J Midwifery Womens Health 2010; 55: 308–318. Aus: Hebammenforum 2/2011. Auch für Hebammen interessant «Pflege und Recht» «Ein Reiseführer» nennt sich eine ansprechende Publikation des SBK, die Pflegende in beruflich relevante Rechtsfragen einführt. Autor ist PierreAndré Wagner, Leiter Rechtsdienst des Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Das Berufsrecht ist eine weite und vielfältige Landschaft, durch sie hindurch will das Büchlein führen und die Angst vor dem unvertrauten Gebiet abbauen. Viele Fallbeispiele veranschaulichen die Theorie, nützliche Literaturtipps und Webseiten komplettieren das Informationsangebot, das auch für Hebammen von Interesse ist. Fr. 21.–/Fr. 35.–. Online bestellen auf www.sbk-asi.ch > Bestellservice >Publikationen SRK Kinderbetreuung zu Hause Für Eltern ist es nicht immer einfach, eine Betreuung für ihre Kinder zu organisieren, vor allem dann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Für solche Fälle gibt es den Dienst «Kinderbetreuung zu Hause» des Schweizerischen Roten Kreuzes. Es richtet sich an Eltern, deren Kind erkrankt, während sie arbeiten gehen müssen, oder die selbst gesundheitliche Probleme haben. Erfahrene, vom SRK ausgebildete Betreuerinnen gehen zur Familie nach Hause und sorgen während der Abwesenheit der Eltern für das Wohlbefinden der Kinder. Kinder werden bis zum 12. Altersjahr betreut. Die Tarife richten sich nach dem Einkommen der Familie. Einige Krankenkassen übernehmen die anfallenden Kosten. Neben diesem Dienst bietet das SRK auch Babysitter-Vermittlungen, Kurse für Eltern und weitere Unterstützung für Familien an. SRK, 031 378 71 11, [email protected] In der vergangenen Parlamentssession beantwortete BR Didier Burkhalter am 1. März 2011 eine Interpellation von Ständerätin und SHV-Präsidentin Liliane Maury Pasquier. Die Interpellantin stellte die Frage, wie der Bundesrat auf eine Untersuchung des BAG zu reagieren gedenke. Die 2010 publizierte BAGStudie untersuchte die Unterschiede der reproduktiven Gesundheit zwischen Schweizerinnen und Migrantinnen. Im Vergleich zu Schweizer Neugeborenen ist das Risiko der Migrantenkinder für perinatale Mortalität, Morbidität und tiefes Geburtsgewicht um 40% erhöht. Letztere leiden doppelt so häufig unter vermeidbaren kongenitalen neurologischen Fehlentwicklungen. Nicht-Europäerinnen gebären häufiger mit Kaiserschnitt als Schweizerinnen, und ihre peripartale Mortalität ist viermal höher. Im Vergleich mit der europäischen Situation zeigten die Autoren auch auf, dass dieses Phänomen mit den Mängeln der Schweizer Integrationspolitik zusammenhängt. Die Furcht vor Arbeitsverlust setzt viele der rund 20 000 schwangeren Migrantinnen unter grossen Druck. Dazu kommen die soziale Isolation und Verständigungsschwierigkeiten, bei illegalem Aufenthalt die Angst, entdeckt zu werden. All dies erschwert den Zugang zu Schwangerschaftsvorsorge. Angesichts der Situation empfehlen die Autoren, die Stellung schwangerer Frauen im Arbeitsmarkt müsse verbessert und für schwangere illegale Aufenthalterinnen ein geschützter Sonderstatus eingeführt werden. Zu den grundversicherten vorgeburtlichen Untersuchungen seien generell Dolmetscherdienste beizuziehen. Antwort des Bundesrats Der Gesundheitsminister bestätigte die Wichtigkeit der Thematik für den Bundesrat. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Gesundheitsvorsorge in der Kompetenz der Kantone liege, der Bund jedoch unterstützend tätig werde, wie es beispielsweise mit der Übersetzung eines Gesundheitsführers in 18 Sprachen geschehen sei. Ausserdem entwickle der Bund ein E-Learning-Tool, um die transkulturellen Kompetenzen des Gesundheitspersonals zu vertiefen. Das Projekt fördere Dolmetscherdienste in den Gemeinden sowie Ausbildung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Ab Frühjahr 2011 stehe ein telefonischer Dolmetscherdienst bereit. Die Interpellantin bezweifelt, ob dieser Dienst den tatsächlichen Bedürfnissen der Migrantinnen entspricht. Ausserdem seien in den letzten Jahren zwei Eingaben zur Entwicklung von Dolmetscherdiensten im Gesundheitswesen vom Parlament abgelehnt worden. Maury Pasquier erwägt, auf diese Eingaben zurückzukommen, insbesondere auch, weil BR Burkhalter gegen das Anliegen «keineswegs opponiere». Das heisst für Maury Pasquier: Am Ball bleiben! www.maurypasquier.ch Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 3 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 4 D O S S I E R E D I T O R I A L 2010 wollte die deutsche Fachzeitschrift «Die Hebamme» von ihren Leserinnen erfahren, welche Methoden zur Linderung des Geburtsschmerzes sie bevorzugt anwenden. 78 freiberufliche und angestellte Hebammen beantworteten den Fragebogen (Die Hebamme 3/2010). Die allermeisten unter ihnen sind der Meinung, eine Geburt dürfe schmerzhaft sein, ihre Bewältigung ohne Schmerzmittel sei sinnvoll und einen Versuch wert. Sie erachten die kontinuierliche Hebammenbetreuung als wichtige schmerzlindernde Massnahme. Entsprechend wünschen sich viele Antwortende von den Frauen, dass sie den Geburtsschmerz akzeptieren, keine Schmerzfreiheit fordern und in die eigenen Kräfte vertrauen. Um dies zu erreichen, setzen die Hebammen auf vorgeburtliche Aufklärung, wobei mehr als die Hälfte nur zu ausgewählten Methoden der Schmerzmittel informiert, je nach Angebot der Institution. Beim Entscheid, welche Methoden aktuell in Frage kommen, lassen sich die meisten Hebammen vom Wunsch der Frau leiten, mehr als die Hälfte auch von ihrem Erfahrungswissen. Unter der Geburt empfehlen über 90 Prozent Körperarbeit, warmes Wasser, eine aufrechte Gebärhaltung und knapp 90 Prozent angeleitetes Atmen zur Schmerzlinderung. Egal, wo die Hebammen arbeiten, raten 71 Prozent zu Massagen und 52 Prozent zu Homöopathie, vor weiteren Komplementärmethoden. Unterschiede zwischen frei schaffenden und Spitalhebammen fanden sich hingegen beim Einsatz von Medikamenten: 52,3 Prozent der angestellten versus 22,6 Prozent der freiberuflichen Hebammen empfehlen Spasmolytika, 31,8 versus 3,2 Prozent Spasmoanalgetika und 15,9 versus 3,2 Prozent Opioide. Nur 9 Prozent der Spitalhebammen empfehlen eine PDA, aber 22 Prozent schätzen diese als erfolgreiche Methode ein. Die PDA ist auch die von den Frauen am häufigsten eingeforderte Methode, sagen 53,8 Prozent der Hebammen. In dieser Ausgabe geben wir einen Überblick über die aktuell zur Verfügung stehenden und angewendeten Analgetika. Die PDA klammern wir aus, sie würde eine eigene Nummer füllen. Gerlinde Michel 4 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Erfahrungen von Frauen Akupunktur wäh Sieben Frauen wurden im Rahmen einer qualitativen Forschungsarbeit zur Evaluation des Praxisentwicklungsprojekts «Einführung der Akupunktur während der Geburt» in der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel zu ihren Erfahrungen mit dieser komplementären Methode befragt. Die Frauen äusserten sich auch zum Thema «Schmerz». Martina Gisin, Brigitte Bühler, Simone Büchi Die stetig steigende Nachfrage schwangerer Frauen in der Frauenklinik des Universitätsspital Basel (USB) nach geburtsunterstützender Akupunktur sowie das Interesse der Hebammen der Geburtsabteilung für diese Methode führten zum Praxisentwicklungsprojekt «Einführung der Akupunkturanwendung auf der Geburtsabteilung» (Büchi et al. 2009). Der vorliegende Artikel berichtet über Teilergebnisse der Projektevaluation. Im Rahmen ihrer Masterthesis an der Caledonian Universität in Glasgow1 befragte die Erstautorin sieben Frauen zu ihren Erfahrungen mit Akupunktur während der Geburt. Ergebnisse dieser Studie mit Fokussierung auf Analgesie werden nun beschrieben. Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 5 während der Geburt 2005, Déglon-Fischer et al. 2009), was leicht unter dem europäischen Durchschnitt von 12–19% liegt (Smith & Crowther 2008b). Zudem zeigt sich, dass vorwiegend junge Frauen nach alternativen und komplementären Methoden fragen. Bis heute ist die Zahl der Institutionen, in welchen Akupunktur angeboten wird, und der Hebammen, die diese Methode praktizieren, nicht bekannt (Widmer et al. 2006). Ungeachtet der steigenden Nachfrage nach Akupunktur bestehen bis heute keine nationalen Richtlinien zur Qualitätssicherung. Evidenz der Akupunkturanwendung während der Geburt Foto: zvg Akupunkturanwendung in der Schweiz In den letzen Jahren hat die Nachfrage nach und die Anwendung alternativ- und komplementärmedizinischer Methoden, insbesondere die Akupunktur, weltweit wie auch in der Schweiz zugenommen (Maxion-Bergemann et al. 2006, Melchart et al. 2005, Widmer et al. 2006, Wolf et al. 2006). Bei der Gesundheitsbefragung 2002 gab ein Drittel der Schweizer Bevölkerung an, alternative und komplementäre Methoden bei gesundheitlichen Beschwerden anzuwenden, davon 10,5% Akupunktur (Bundesamt für Statistik 1 Martina Gisin: Women’s experiences of acupuncture during labour at Basel University Hospital – an exploratory qualitative research study. Glasgow Caledonian University, 2010. Eine systematische Literaturrecherche mit definierten, aus der Literatur abgeleiteten Suchbegriffen und deren Kombinationen wurde durchgeführt. Die Suche erfolgte in den Datenbanken MEDLINE/ PUBMED, CINAHL, AMED, Cochrane Library, über die WHO Webseite sowie in Fachbüchern und deutschsprachigen Hebammenzeitschriften und im Internet, publiziert von 1999 bis 2009. Nur wenige Forschungsartikel befassen sich isoliert mit dem Thema «Schmerzlinderung während der Geburt mittels Akupunktur» (Lee & Ernst 2004, Smith et al. 2008a). Die randomisierten kontrollierten Studien, die zusätzlich zur Schmerzlinderung die Themen «Entspannung» und «Geburtsverkürzung» erforschten, diskutieren unterschiedliche und unsichere Resultate (Hantoushzadeh et al. 2007, Nesheim & Kinge 2006, Ramnerö et al. 2002, Skilnand et al. 2002, Ziaei & Hajipour 2006). Die wesentliche Kritik an den Studien betrifft die lückenhaften Informationen zur Akupunkturanwendung (z.B. Anwendungsdauer, Punkte, Intensität), die Mängel des Studiendesigns (z.B. Methode, Vergleichbarkeit der Studienteilnehmerinnen, fehlende Kontrollgruppe, fehlende Beschreibung der ausführenden Fachperson) oder die Interpretation der Wirkung der Messgrössen (z. B. Hebamme, Erwartungen, Zuwendung) auf den Anwendungserfolg der Akupunktur (Lee & Ernst 2004, Martensson et al. 2009, Ramnerö et al. 2002). Die Wirksamkeit der Martina Gisin, Hebammenfachverantwortliche MSc, Geburts- und Schwangerenabteilung, Frauenklinik Universitätsspital Basel, [email protected] Brigitte Bühler, Stationsleiterin Geburts- und Schwangerenabteilung, Hebamme, Frauenklinik Universitätsspital Basel. Simone Büchi, Hebammenexpertin MNS, Abteilung Klinische Pflegewissenschaft, Universitätsspital Basel. intrapartalen Akupunkturanwendung zur Geburtsunterstützung kann zum heutigen Zeitpunkt nicht eindeutig nachgewiesen werden, jedoch gibt es Hinweise auf eine schmerzlindernde Wirkung. Anzumerken bleibt, dass keine Studien zu Erfahrungen der Frauen mit Akupunktur während der Geburt gefunden werden konnten. Jedoch zeigte sich ein starkes Interesse von Forschenden für die Effektivität der Akupunktur während der Geburt. Methodisches Vorgehen Ein exploratives qualitatives Forschungsdesign wurde gewählt, um Erfahrungen von Frauen in einem bisher wenig erforschten Thema zu ergründen. Sieben Deutsch sprechende Frauen mit normalem Schwangerschafts- und Geburtsverlauf (gemäss WHO, 1996), welche geburtsunterstützende Akupunktur erhielten, konnten mittels gezieltem Auswahlverfahren eingeschlossen werden. Die Rekrutierung der Frauen geschah durch die geburtsleitende Hebamme. Die Interviews mit den Frauen fanden im Laufe der ersten zwei Monate nach der Geburt an einem von ihnen gewünschten Ort statt. Die Frauen wurden gebeten, ihre Erfahrungen mit der Akupunktur während der Geburt, ihre Motivation für die Anwendung dieser Methode, und die erhaltenen Informationen zu schildern. Für diese Befragung wurde ein Interviewleitfaden mit offenen Fragen entwickelt und diente der Gesprächsstrukturierung. Die Interviews wurden auf Tonband aufgezeichnet und anschliessend in Schriftsprache transkribiert. Mittels der thematischen Analyse nach Aronson (1994) wurden die Interviewdaten der Frauen bearbeitet und wesentliche Themen und Unterthemen identifiziert. Dieser Prozess wurde fortlaufend und detailliert dokumentiert. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 5 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 6 Die Studiendurchführung wurde vom Management der Frauenklinik USB sowie von den Ethikkommissionen beider Basel und der Universität Glasgow genehmigt. Ergebnisse Die befragten Frauen waren zwischen 25 und 35 Jahre alt und kamen aus der Schweiz, Italien, der Ukraine und Albanien. Vier Frauen hatten ihr erstes Kind, zwei ihr zweites und eine ihr viertes Kind geboren. Bei vier Frauen wendete die Hebamme die Akupunktur zur Wehenanregung und -regulierung an, bei zwei Frauen zur Schmerzlinderung und bei einer Frau zur Dammentspannung in der Austreibungsphase. Bei einer Frau kam die Akupunktur zusätzlich zur Schmerzlinderung auch zur Plazentalösung während der Plazentarperiode in Einsatz. Im Analyseprozess konnten fünf Themen: «Motivation», «Wissenserwerb», «körperliche und emotionale Reise», «verbesserte Geburtserfahrung» und «Glaube an Akupunktur» identifiziert werden. Nachfolgend werden die Ergebnisse zur Analgesie aus diesen Themen beschrieben. Alle Frauen gaben an, dass die Hebamme ihnen die Akupunktur während der Geburt anbot und dass weder sie noch ihr Partner von sich aus nach dieser Methode gefragt hätten. Obwohl keine der Frauen sich an detailliert erhaltene Informationen vor der Anwendung erinnerte, über Nebenwirkungen wurden sie mit Bestimmtheit nicht aufgeklärt. Die Motivationsgründe für eine Akupunkturanwendung während der Geburt waren bei den Frauen sehr unterschiedlich: geringerer Medikamentengebrauch, Schmerzlinderung, Interesse an einer «eher natürlichen Geburt», oder Wehenförderung. Eine Frau erhoffte sich durch die Akupunkturanwendung die Periduralanästhesie zu vermeiden: «Und dann ist das ein sehr vernünftiger Weg gewesen, diese PDA zu umgehen». Alle Frauen hatten jedoch etwas gemeinsam, sie erhofften sich einen besseren Geburtsverlauf, «weil ich nur wollte, dass es so schnell wie möglich kommt». Die Frauen machten verschiedene körperliche Erfahrungen. Sie empfanden die Akupunktur als nicht schmerzhaft, obwohl sie an gewissen Stellen unangenehmer war und sie empfindlicher reagierten. Die Frauen, welche Elektroakupunktur zur Schmerzlinderung erhielten, empfanden das Gefühl anschliessend als unangenehm, beschrieben es jedoch unterschiedlich und bildhaft: «Der Strom hat sich angefühlt wie ein Kuhzaun». Eine Frau beschrieb es als «wellenförmiges Gefühl, wie 6 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch wenn ein Stein in eine Wasserpfütze fällt». Als unangenehm empfanden die Frauen hauptsächlich die eingeschränkte Mobilität. Dies wurde von der Mehrheit der Frauen beanstandet: «Ich musste liegen bleiben. Ich wäre sonst aktiver gewesen». Die eingeschränkte Mobilität wurde auf zwei Arten als negativ empfunden: zum einen weil die Frauen während der Akupunkturanwendung unter Wehen liegen mussten und zum anderen, weil sie während der Elektrostimulation zur Schmerzlinderung an das Gerät gebunden waren. Alle befragten Frauen beschrieben eine sofortige Wirkung nach der Akupunkturanwendung wie verstärkte Wehentätigkeit, Schmerzlinderung, Entspannung, oder Gewinn an emotionaler Stärke. Obwohl die verstärkte Wehentätigkeit das am häufigsten genannte Thema war, hatte eine Frau das Gefühl von leichter Schmerzlinderung: «Ich habe schon das Gefühl, dass es vielleicht dann ein bisschen geholfen hat». Im Gegensatz dazu meinte eine andere Frau, die auch Elektroakupunktur erhielt, dass sie dadurch mehr Entspannung gewann: «Es ist nicht, dass ich die Wehen weniger gespürt hätte, aber es hat mich cooler gemacht und die Angst gelöst». Auf die Frage nach ihrer Meinung zur Akupunkturanwendung während der Geburt folgerten die Frauen, dass sie es eine «gute» oder sogar «super Sache» fanden. Sie zeigten Vertrauen in diese Anwendungsmethode während der Geburt, ob einzeln oder kombiniert mit zusätzlichen Methoden. Die Mehrheit der Frauen äusserte ihre Zufriedenheit über die Anwendung mit der Absicht, es in der gleichen Situation wieder zu tun: «Also wenn ich wieder ein Kind hätte, dann würde ich es sogar verlangen». Diskussion Motivation der Frauen für die Akupunkturanwendung war, dass es nützen und helfen sollte. Dies wurde auch beschrieben von Hope-Allan et al. (2004), welche die Anwendung der Akupunktur in einer Pränatalklinik untersuchten. Bei Kvorning Ternov et al. (2001), die schwangere Frauen untersuchten, war Schmerz der häufigste Grund zur Intervention mittels Akupunktur. Alle Frauen empfanden die Akupunkturanwendung als nicht schmerzhaft, was auch Bernstein (2000) und Griffiths und Taylor (2005) beschrieben. Jedoch wird das unangenehme Empfinden der Elektrostimulation zur Schmerzlinderung in der Studie von Griffiths und Taylor (2005) bestätigt. Die beklagte einge- schränkte Mobilität während der Elektrostimulation zur Schmerzlinderung konnte durch keine anderen Studien belegt werden, da diese den Fokus auf die Effektivität der Anwendung legten und nicht auf die Erfahrung der Frauen während der Geburt. Obwohl sich keine der Frauen beklagte, über die Nebenwirkungen nicht aufgeklärt worden zu sein, ist es möglich, dass Informationen z. B. über Mobilitätseinschränkung, das Einverständnis der Frauen zur Therapie verändert hätten. Frauen, welche die Elektrostimulation zur Schmerzlinderung erhielten, empfanden eine leichte Schmerzerleichterung, Entspannung und Gewinn an emotionaler Stärke. Diese Ergebnisse zeigten sich auch in anderen Untersuchungen (Borup et al. 2009, Griffiths & Taylor 2005, Ramnerö et al. 2002). Die Diskussion der Resultate zeigt, wie unspezifisch die Wirkung von Akupunktur ist. Dass die Frauen es eine «super Sache» fanden, bestätigten Untersuchungen aus der Schweiz von Busato et al. (2006) und DéglonFischer et al. (2009), obwohl argumentiert werden kann, dass Leute, die sich für die Akupunktur entscheiden, auch offener und interessierter gegenüber Alternativmethoden sind. Schlussfolgerung für die Hebammenarbeit Die vorliegenden Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass sich Hebammen und andere Fachpersonen für die Erfahrungen gebärender Frauen mit Akupunkturanwendung vermehrt sensibilisieren. Relevante Schlussfolgerungen für die Begleitung gebärender Frauen sind: Die Frauen erhofften sich einen besseren Geburtsverlauf und waren zufrieden mit der Methode. Die Akupunktur präsentiert sich somit als zusätzliche alternative Methode zur Geburtsunterstützung. Die Hebamme vermag den Einsatz von Akupunktur während der Geburt zu beeinflussen. Sie kann mit diesem Angebot den Frauen eine weitere Möglichkeit zur Entspannung und Schmerzlinderung anbieten. Die Frauen wurden nicht über Nebenwirkungen aufgeklärt wie z. B. die eingeschränkte Mobilität. Es ist relevant, dass die Hebamme zu Risiken und Vorteilen informiert, damit die Frau eine individuelle Entscheidung treffen kann. Ein grosser Dank gilt den Frauen, die an der Studie teilgenommen haben. Zudem bedankt sich die Erstautorin bei ihren Hebammenkolleginnen am USB für ihre immense Unterstützung und Motivation bei der Rekrutierung der Frauen. 왗 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 7 Akupunktur bietet den Frauen eine Möglichkeit zur Schmerzlinderung. Foto: Francesca Schweizer Literatur Aronson J. (1994). «A pragmatic view of thematic analysis», The Qualitative Report, Vol. 2, pp. 1–4. Bernstein K.S. (2000). «The experience of acupuncture for treatment of substance dependence», Journal of Nursing Scholarship, Vol. 32, no. 3, pp. 267–272. Borup L., Wurlitzer W., Hedegaard M., Kesmodel U. & Hvidman L. (2009). «Acupuncture as pain relief during delivery: a randomized controlled trial», Birth, Vol. 36, no. 1, pp. 5–12. Büchi S., Bühler B., Sackmann Rageth E. & Spirig R. (2009). «Evidenz der Akupunkturanwendung zur Geburtsunterstützung. Praxisentwicklungsprojekt Universitätsspital Basel», Die Hebamme, Vol. 2, pp. 4–8. Bundesamt für Statistik (BFS) (2005). Gesundheit und Gesundheitsverhalten in der Schweiz 1992–2002, Schweizerische Gesundheitsbefragung. Bundesamt für Statistik, Bern (online). Available from: http://www.bfs.admin.ch/ bfs/portal/de/index/themen/14/22/publ.Document.65197.pdf. (Accessed 11th May, 2010). Busato A., Eichenberger R. & Künzi B. (2006). «Extent and structure of health insurance expenditure for complementary and alternative medicine in Swiss medicine», BMC Health Services Research, Vol. 6, no. 132, pp. 1–9. Déglon-Fischer A., Barth J. & Ausfeld-Hafter B. 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Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 7 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 8 KOMPLEMENTÄRE S Randomisiert kontrollierte Studie Warme Kompres wirksam Viele Hebammen setzen DammFoto: Susanna Hufschmid kompressen ein, um die Geburt zu Signifikant weniger PDAs unterstützen und die Schmerzen Aromatherapie zu lindern. Eine Studie interessierte Eine der grössten Untersuchungen über die Wirkung von Aromatherapie Massnahmen. sich für die Wirksamkeit solcher unter der Geburt wurde von 1990 bis 1997 am John Radcliffe Hospital in Oxford UK durchgeführt. Insgesamt 8058 Frauen entschieden sich bei Geburtsbeginn, eines der angebotenen essentiellen Öle anzuwenden. Die Anwendung und ihre Wirkung wurde gemäss Studienstandard dokumentiert und die Resultate mit einer Kontrollgruppe verglichen, welche auf Aromatherapie verzichtet hatte. 60% der Frauen waren Primigravidae, 40% Multigravidae. Sie konnten aus 10 verschiedenen Ölen auswählen, mit unterstützender Beratung durch die Hebamme (Salvia sclarea, Eucalyptus, Boswellia carteri, Jasminum grandiflora, Lavandula, Citrus limonum, Citrus reticulata, Menthe piperita, Chameamelum, Rosa centifolia). Die Applikationsformen waren unterschiedlich. 61% der Frauen wünschten Aromatherapie, weil sie Angst vor der Geburt hatten, 14%, weil sie Übelkeit verspürten, 13% wegen Schmerzen oder Wehen. 29% Prozent der Frauen begannen bereits in der Latenzphase mit Aromatherapie, 60% nach dem Einsetzen der Wehen, ein kleiner Prozentsatz führte die Therapie bis in die 2. und 3. Geburtsphase weiter. Ergebnisse Ungeachtet ihrer Parität und ungeachtet dessen, ob der Geburtsbeginn spontan oder eingeleitet erfolgte, bewerteten die Frauen die Aromatherapie durchwegs eher als hilfreich denn als hinderlich. Frauen mit Aromatherapie wünschten signifikant seltener eine PDA, ungeachtet der Parität und des Geburtsbeginns (1994:2 =15.9,P<0.005. 1996: 2 =11.4, P<0.01. 1997: 2 =25.0, P<0.001). Ebenso war die Anwendung von Aromatherapie mit einer Reduktion von Opiaten assoziiert. Nur 1% der über 8000 Frauen klagte über negative Symptome, unter den Betreuenden und Partnern waren es 0.29%. Dabei handelte es sich um eher unbedeutende Symptome wie Jucken oder ein Ausschlag. Die entstandenen Kosten von Aromatherapie waren klein, insbesondere, wenn man sie in Beziehung zur reduzierten Anzahl PDAs stellt. 717 Erstgebärende wurden für die zweite Geburtsphase randomisiert in zwei Gruppen eingeteilt: 360 Frauen bekamen in der Austreibungsphase warme Dammkompressen, 357 Frauen bekamen keine Kompresse. Um die Resultate nicht zu beeinflussen, wurden vorgängig die Frauen ausgeschlossen, die ihren Damm vor der Geburt massiert hatten. Gemessene Outcomes waren die Notwendigkeit einer Dammnaht und das Wohlbefinden der Frauen. Evidenzbasiert, weitherum akzeptiert Wassergeburt Nach Diskussionen um die Wassergeburt anfangs der Neunzigerjahre ist diese entspannungsfördernde Geburtsart heute weitherum akzep- Ethel Burns, Aromatherapy in childbirth. MIDIRS Midwifery Digest, vol. 12, no 3, Sep 2002, pp 349–353. tiert. Die Evidenz zeigt, dass sie der Bettgeburt bezüglich Analgetikaverbrauch überlegen ist. MH Kinästhetics zur Schmerzlinderung unter der Geburt Siehe: Die Hebamme 1/2010, Seite 16–20 8 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Die Cochrane Review (2009) kommt zum Schluss, dass eine Frau, welche die Eröffnungsphase in warmem Wasser erlebt, signifikant weniger Schmerzen Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 9 E SCHMERZMITTEL Wissenschaftlich bewiesen ie mpressen sind Hypnose hilft Als alternative Schmerzbehandlung eröffnet die Hypnose den Zugang zu den unbewussten Hirnanteilen. In Trance geraten die Schmerzwahrnehmungen in den Hintergrund, die Gebärende ist entspannt und auf Ergebnisse Die Notwendigkeit einer Dammnaht war in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Die Frauen aus der Kompressen-Gruppe hatten jedoch signifikant weniger Dammrisse III und IV, und signifikant tiefere Werte auf einer Schmerztabelle, sowohl für die Zeit der Geburt als auch für Tag 1 und 2 postpartal. Ebenso war ihr Risiko, drei Monate nach der Geburt unter Urininkontinenz zu leiden, signifikant tiefer als das der Kontrollgruppe. Schlussfolgerung Die Anwendung von warmen Dammkompressen ist ein einfaches und günstiges Mittel, um tiefe Dammrisse, Schmerzen unter der Geburt und Urininkontinenz zu reduzieren, und sollte in die Gebärsaalpraxis integriert werden. Dahlen HG. et al. Perineal outcomes and maternal comfort related to the application of perineal warm packs in the second stage of labor: a randomized controlled trial. Birth, vol 34, no 4, December 2007, pp 282–290. das eigentliche Geburtsgeschehen fokussiert. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Hypnoanalgesie. VandeVusse et al. (2007) verglichen 50 Schwangere, die präpartal Hypnose erlernt hatten, mit 51 Frauen ohne diese Vorbereitung. Beide Gruppen waren demografisch vergleichbar. Die Hypnosegruppe benötigte signifikant weniger Beruhigungsmittel, Analgetika und Lokalanästhesie, die Babys schnitten beim Apgar nach 1 Min. signifikant besser ab. Andere gemessene Outcomes waren statistisch nicht signifikant. Eine weitere Untersuchung (Brown 2007) berichtet ebenfalls von signifikant weniger Analegesiegebrauch bei Hypnose, ausserdem von kürzeren Geburtsphasen 1 und 2. Die Studie stellt ausserdem sechs Fälle vor, in denen Hypnose eine drohende Frühgeburt abwenden konnte. Schliesslich untersuchte eine Cochrane Review (Smith 2006) die aktuelle Evidenz zur Wirkung einiger komplementärer Schmerzmittel während der Geburt, unter ihnen auch die Hypnose. Fünf Studien mit insgesamt 749 Frauen attestieren, dass selbst-erlernte Hypnose den Gebrauch von pharmakologischen Schmerzmitteln inklusive PDA signifikant einschränkt. Auch waren die Frauen im Vergleich zu den Kontrollgruppen mit ihrem Schmerzmanagement unter der Geburt zufriedener. Die Autoren geben zu bedenken, dass die Anzahl untersuchter Frauen klein war. VandeVusse L. et al. Hypnosis for childbirth: a retrospective comparative analysis of outcomes in one obstetrician’s practice. Am J Clin Hypn. 2007 Oct; 50(2): 109–19. Brown DC., Hammond DC. Evidence-based clinical hypnosis for obstetrics, labor and delivery, and preterm labor. Int J Clin Exp Hypn. 2007 Jul; 55(3): 355–71. Smith CA. et al. Complementary and alternative therapies for pain management in labour. Cochrane Database Syst Rev. 2006 Oct 18; (4): CD003521. tiert urt empfindet und signifikant weniger spinale Anästhesie benötigt. Elf Studien mit insgesamt 3146 Frauen wurden für die Review untersucht. Bezüglich der Anzahl operativ-vaginaler und Sectiogeburten, Dammverletzungen, mütterlichen Infektionen, Apgar-Scores, Überweisungen auf die Neonataologie und kindliche Infektionen schnitten Wasser- und Landgeburten vergleichbar ab. Die Frauenfelder Geburtenstudie (2004) vergleicht Land- mit über 5000 Wassergeburten. Bezüglich Risiken wie Präeklampsie, präpartale Infektionen, mekoniumhaltiges Fruchtwasser und pathologisches CTG sind die Wassergebur- • Frauen gebären im Wasser signifikant häufiger ohne Episiotomie oder mit intaktem Damm • 75% der Gebärenden im Wasser verglichen mit 59% der im Bett Gebärenden brauchen keinerlei Analgetika • Die Wassergeburt wird als signifikant schöner erlebt als die Bettgeburt • Bezüglich Infektionen wurde kein Unterschied festgestellt. Foto: Markus Kuhn ten eine Positivselektion, was bei der Interpretation der Resultate berücksichtigt werden muss. Einige Resultate: Cluett ER., Burns E. Immersion in water in labour and birth. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 2. Art No.: CD000111. DOI:10.1002/14651858. CD000111.pub3. Geissbühler V.; Stein S.; Eberhard J. Waterbirths compared with landbirths: An observational study of nine years J. Perinat. Med. 2004; 32: 308–314. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 9 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 10 Medikamentöse Analgesie Remifentani Als einzige nennenswerte systemische Analgesie in der Geburtshilfe und als Alternative zur PDA wird am Universitätsspital Zürich Remifentanil-PCA eingesetzt, sagt PD Dr. med. Peter Biro, Leitender Arzt am Institut für Anästhesiologie des USZ. Foto: G. Etter Gerlinde Michel hat mit dem Lindert Geburtsschmerzen Anästhesiologen gesprochen. Homöopathie Hebamme.ch: Remifentanil ist ein relativ neues Schmerzmittel, das an der Frauenklinik des USZ zum Einsatz kommt, aber in der geburtshilflichen Anästhesie noch nicht sehr verbreitet ist. Um was für ein Medikament handelt es sich dabei? Dr. Peter Biro: Remifentanil ist ein synthetisches Opiat, das nach einer ganz neuen Methode quasi am Computer entwickelt und erst danach hergestellt wurde. Die Idee dahinter war, ein Opiat herzustellen, das absolut kurz wirkt, aber dennoch sehr potent ist. Denn das bedeutet gute Steuerbarkeit. Kontinuierlich infundiert wirkt Remifentanil sehr gut. Aber sobald man die Infusion beendet, hört die Wirkung rasch auf. Die herkömmlichen Mittel und insbesondere die Opiate wirken sehr lang, sind also nicht gut steuerbar. Gute Steuerbarkeit ist demnach eine herausragende Eigenschaft von Remifentanil. Homöopathische Mittel können die Wehenschmerzen zwar nicht wegzaubern, jedoch die Kontraktionen erträglicher machen. Insbesondere kommen folgende Homöopathika zur Anwendung: • Aconitum D6: bei raschen, fast pausenlosen Wehenwellen mit massiven Rückenschmerzen, Unruhe und Todesangst • Pulsatilla D6: bei wechselhaften Wehen mit weinerlicher Stimmung, Verlangen nach frischer Luft • Belladonna D6: bei erschöpfenden, sehr krampfhaften Wehen, die plötzlich auftreten und wieder verschwinden, mit rotem Kopf und Stirnschweiss, sehr berührungsempfindlich • Chamomilla D6: bei unerträglich starken Bauchschmerzen und hysterischer Schmerzempfindlichkeit • Cimicifuga D6: wenn Wehenschmerzen zu Niedergeschlagenheit, Unruhe, Reizbarkeit und Schreien führen • Coffea D6: bei unerträglichen Wehenschmerzen mit ohnmachtartiger Schwäche in den Wehenpausen, bei Ruhelosigkeit • Gelsemium D6: Wehenschmerzen mit zittriger Schwäche und nervöser Erregung; die Gebärende möchte festgehalten werden • Johannisöl auf Bauchdecke und Rücken sanft einreiben. Dem Öl 1 bis 2 Tropfen Muskatellersalbeiöl beimischen. Lange andauernde Wehen, welche die Gebärende erschöpfen und das Pressen wegen Schwäche behindern, werden mit folgenden Homöopathika vorangetrieben: • Secale C30: bei Erschöpfung, wenn die Gebärende nicht mehr zum Pressen fähig ist • Opium C30: wenn die Wehen infolge starker Emotionen plötzlich aufhören und das Gesicht der Frau rot, heiss und aufgeschwollen ist • Natrium muriaticum C30: wenn die Wehen immer schwächer werden und versiegen, was zu Traurigkeit führt Quelle: Bruno Vonarburg, Die Naturheilkunde als Geburtshelferin. Natürlich, 7/2003. Atemarbeit zur Unterstützung der Geburt Siehe: Hebamme.ch 2/2010, Seite 4–11; Die Hebamme 1/2010, Seite 10–15 Zusammenfassungen: Gerlinde Michel 10 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Am USZ kommt Remifentanil-PCA, also patientinnenkontrolliert, zur Anwendung. Wie muss man sich das vorstellen? Bei der PCA haben wir eine Pumpe, die so programmiert ist, dass sie auf Knopfdruck der Patientin, also nicht automatisch, eine bestimmte Menge des Mittels pro Zeiteinheit freigibt. Braucht die Gebärende mehr, drückt sie wieder auf den Knopf und bekommt das Medikament, so lange sie die ihr zugeteilte Menge pro Zeiteinheit nicht ausschöpft. Erreicht sie die zulässige Obergrenze, kann sie zwar wieder drücken, aber es passiert nichts, bis eine gewisse Zeit ab- Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 11 F O K U S tanil: «Zweitbeste Methode» gelaufen ist und die Pumpe neue Dosen wieder erlaubt. Die Frau dosiert also nicht selber, sie ruft nur ab innerhalb eines erlaubten Dosisbereichs. Der Arzt tritt damit einen Teil der Kontrolle an die Gebärende ab. Der Vorteil dieser Methode: sie führt zu einer Individualisierung der Dosierung, was den grossen Unterschieden bei der individuellen Schmerzempfindung gerecht wird. Die PCA beschleunigt die Schmerzkontrolle extrem, da es fast keine Wartezeit auf die Medikamentengabe gibt und auch weil das Remifentanil rasch wirkt. In welchen Fällen setzen Sie Remifentanil bevorzugt ein? Ich würde nicht von «bevorzugtem» Einsatz sprechen, weil diese Methode bei weitem nicht so gut ist wie die klassische geburtshilfliche Analgesie, die Epiduraloder Periduralanästhesie. Das Remifentanil kann die PDA nicht ersetzen, darüber muss man gar nicht diskutieren. Aber es gibt Fälle, wo man die PDA nicht machen darf wegen Kontraindikationen wie Gerinnungsstörungen, oder nicht machen kann, weil der Rücken das nicht zulässt, oder weil sie aus irgendeinem Grund nicht ausreichend gut funktioniert. Dann behilft man sich mit dieser Methode, der zweitbesten, die wir haben. In wie vielen Prozent aller Geburten, würden Sie sagen? Generell wird das in der Schweiz sehr unterschiedlich gehandhabt. In der Romandie macht man etwa doppelt so viele PDA als in der Deutschschweiz, wo wir bei etwa 30 bis 35 Prozent aller Vaginalgeburten liegen. Unter diesen Vaginalgeburten, die eine Analgesie brauchen und eine PDA bekommen sollen, sind vielleicht 5 bis 10 Prozent nicht ausreichend wirksam. Den vereinzelten Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen keine PDA bekommen dürfen, geben wir von vornherein Remifentanil. Glossar PCA: Patientenkontrollierte Analgesie PDA: Periduralanästhesie TENS: Transkutane elektrische Nervenstimulation Gibt es Frauen, die Remifentanil einer PDA vorziehen? Es gibt Frauen, die sich aus Gründen der Weltanschauung gegen eine PDA aussprechen. Am häufigsten hören wir das Argument, sie wollen natürlich gebären, und viele ziehen das auch durch. Dann gibt es Frauen, die mitten unter der Geburt ihre Meinung wechseln, weil sie zu sehr leiden. Aber mir persönlich ist kein Fall begegnet, dass eine Frau nur die PDA als solche ablehnen und eine systemische Analgesie akzeptieren würde bzw. dass eine Frau speziell nach Remifentanil fragen würde. Dazu ist die Methode auch noch zu neu und allgemein zu wenig bekannt. Welches sind die Nachteile von Remifentanil? Erstens ist die Methode nicht so wirksam. Es gibt zwar eine Schmerzverminderung, aber die trifft mit einer gewissen Verzögerung von etwa ein bis zwei Minuten ein, da kann eine schmerzhafte Wehe schon vorbei sein. Aber im Vergleich zu den anderen, herkömmlichen Methoden ausser der PDA kommt diese Wirkung trotzdem relativ schnell. Der nächste Nachteil: Das Mittel geht über die Plazenta auch auf den Feten über, was aber insofern nicht schlimm oder schwierig ist, weil die Wirkung nach wenigen Minuten wieder abklingt. Lediglich wenn die Gebärende in den letzten Minuten der Austreibungsphase eine Dosis bekommt, dann könnte die Atmung des Neugeborenen wegen der Restwirkung etwas schwächer sein, aber auch das verschwindet nach einigen Minuten wieder. Und die Fälle von abfallenden kindlichen Herztönen und Apnoe, oder von verlangsamter Atemtätigkeit der Mutter, die man in der Literatur zu Remifentanil findet, sind die beunruhigend? Tatsächlich ist Remifentanil ein sehr potentes Opioid und unterdrückt die Atmung. Aber das ist nur dann relevant, wenn man es überdosiert. In einer vernünftigen PCA-Dosierung ist die Dosis so gewählt, dass eigentlich nicht zu viel gegeben werden kann. Der Schmerzreiz selbst ist eine Art Gegenspieler der Atemdepression, und wer an Schmerz leidet, atmet tendenziell heftiger. Durch das Remifentanil wird zwar das vermehrte Atmen gedämpft, aber unter Remifentanil spielt sich das irgendwo dazwischen ein und die Atmung reicht aus. Sind keine weiteren Medikamente wie Anästhetika oder Beruhigungsmittel im Spiel, ist es sehr unwahrscheinlich, jemanden zu gefährden. Tatsächlich senkt Remifentanil die Herzfrequenz sowohl bei der Mutter als auch beim Fetus. Die fetale Frequenzsenkung ist aber nicht – wie sonst befürchtet – wegen einem PD Dr. med. Peter Biro. Foto: Gerlinde Michel Sauerstoffmangel, sondern eine an und für sich harmlose Nebenwirkung. Dennoch muss das aufmerksam verfolgt werden, um eine ernsthafte Ursache nicht zu übersehen. Noch ganz kurz zu einem anderen Thema: Setzen Sie an der Frauenklinik TENS ein? Nein. Mir ist auch nicht bekannt, dass es sonst irgendwo in der Schweiz in der Geburtshilfe angewendet wird. Ich persönlich habe noch nie mit dieser Methode gearbeitet. Herr Dr. Biro, ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch! 왗 Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 11 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 12 Lachgasanwendung im USZ Lachgas unter der Geburt – lächerlich? Seit etwa zwei Jahren setzt die Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals Zürich Lachgas zur Schmerzbekämpfung unter der Geburt ein. Die Erfahrungen von 20 Hebammen aus der USZ Gebärabteilung sind mehrheitlich positiv. Sylvia Bernhardt-Weber, Hebamme, USZ Lachgas (N2O) wurde1844 zu ersten Mal bei einer Zahnextraktion eingesetzt. 1881 kam es zur ersten Anwendung von N2O in der Geburtshilfe durch Stanislaw Klikowitsch. In Schweden ist Lachgas das am meisten eingesetzte Mittel zur Schmerzbekämpfung unter der Geburt (75%). Diese Erfahrungen haben die Wiedereinführung am USZ massgeblich beeinflusst. Zu beachten waren dabei die Notwendigkeit einer modernen Lachgasanlage und der Grenzwert für maximale Arbeitsplatzkonzentration für Lachgas in der Schweiz (100 ml/m3). Mischverhältnisse/ Anwendung Mischung: 70% N2O 50% N2O 20% N2O 30% O2 50% O2 80% O2 2. Wie ist die Akzeptanz bei den Hebammen? positiv: 50/50: negativ: 17 3 0 85% 15% 0% 3. Bevorzugte Dosierung (N2O/O2) 10. Vorteile 30/70 30/70 50/50 50/50 50/50 70/30 70/30 Alle drei Varianten Reihenfolge nach Zahl der Nennung (nicht standardisiert): • rasche Verfügbarkeit und sofortige Wirkung (Überbrückung von Wartezeiten auf EDA) • keine erkennbare Auswirkung auf Wehentätigkeit • einfache Handhabung und selbstbestimmte Bedienung durch Frauen • geringerer Einsatz von EDA und Pethidin • gut dosierbar • Einsatz auch in der Badewanne 0 5 2 6 1 6 0% 25% 10% 30% 5% 30% 4. Wann wird Lachgas verwendet? Eröffnungsperiode 60% aller Hebammen Übergangsphase 55% Übergangslösung bis EDA 55% Austreibungsphase 30% 5. Akzeptanz bei Frauen intermittierend intermittierend kontinuierlich Die meistgebrauchte Anwendung ist intermittierend. Start: 15 Sekunden vor Beginn der Kontraktion. Nach 60 bis 90 Sekunden ist der maximale Effekt erreicht. Die Frauen halten die Maske selber. Stopp: am Ende der Kontraktion. Zwischen den Kontraktionen: Atmen von Raumluft. 90% der Hebammen haben schon einmal gutes Feedback erhalten 25% der Hebammen haben aber auch schlechtes Feedback erhalten 6. Zufriedenheit bei den Frauen im Bezug auf Schmerzlinderung 95% der Hebammen haben positives Feedback im Bezug auf Schmerzlinderung erhalten 7. Beobachtete Nebenwirkungen bei der Mutter Schwindel, Übelkeit, Benommenheit bis hin zu kurzzeitigem Gedächtnisverlust und Blutdruckabfall Anwendung von Lachgas im USZ 8. Nebenwirkungen beim Kind Grundlage war eine Befragung von 20 Hebammen in der Gebärabteilung im Herbst 2010. 9. Nachteile 1. Wie oft wird Lachgas verwendet? Regelmässig: Eher selten: Nie: 12 13 7 0 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch • System: Schlauch/Maske nicht stabil genug • eingeschränkte Mobilität • Auswirkung auf Hebammen, wenn Frauen nicht in die Maske ausatmen 65% 35% 0% Keine ersichtlichen Nebenwirkungen Reihenfolge nach Zahl der Nennung (nicht standardisiert): • Treibhausgas (eines der drei umweltschädlichsten) • genannte Nebenwirkungen • Maske (unangenehm und nicht geruchsneutral) 11. Lessons Learned • Handling muss den Frauen gut erklärt werden • Eventuell kontinuierliche Anleitung/ Überwachung notwendig • Probleme: – Frauen atmen zu spät ein – Können sich nicht mehr von der Maske lösen – Das Ausatmen in die Maske fällt schwer Fazit Bei richtiger Anwendung ist der Einsatz von Lachgas unter der Geburt eine schnelle und effektive Form der Schmerzlinderung, die keine erkennbar negativen Auswirkungen auf Mutter und Kind mit sich bringt. Durch den Einsatz von modernen Lachgasanlagen minimiert sich das Risiko für das Klinikpersonal. Es ist jedoch ein Treibhausgas. 왗 Fortbildungs-Präsentation «Lachgas unter der Geburt: Lächerlich?», gehalten am 21. Oktober 2010 in der Klinik für Geburtshilfe, Universitätsspital Zürich. Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 13 TENS Kontroverse Diskussion TENS oder «Transkutane elektrische Nervenstimulation» wird während der Eröffnungsphase als schmerzblockierende Massnahme eingesetzt. Dazu klebt man je zwei mit Elektroden versehene Pads auf den Rücken der wehenden Frau. Schwache Stromimpulse stimulieren die zwischen den Rückenwirbeln austretenden sensorischen Nerven. Ziel der Therapie ist es, sogenannte afferente (der Schmerzleitung dienende, sensible) Nervenbahnen so zu beeinflussen, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn verringert oder verhindert wird. Durch die TENS soll die Schmerzschwelle heraufgesetzt werden. Dabei geht man davon aus, dass einerseits körpereigene Hemm-Mechanismen für die Schmerzfasern im Rückenmark aktiviert werden. Zum anderen sollen absteigende hemmende Nervenbahnen angeregt und dadurch vermehrt Endorphin freigesetzt werden.Speziell für die Geburtshilfe konstruierte TENS-Geräte aktivieren einen zusätzlichen schmerzblockierenden Mechanismus, die sog. «kurze intensive Stimulation». Kontroverse Diskussion Die Wirksamkeit von TENS wird kontrovers diskutiert. Es gibt Studien, die eine Wirksamkeit im Vergleich mit Placebo nachweisen, aber auch Untersuchungen, die keinen Vorteil für TENS zeigen konnten. Gemäss einer Studie der Healthcare Commission im UK (2008) benützten un- gefähr 20 Prozent aller gebärenden Frauen ein TENSGerät unter der Geburt. Das National Collaborating Centre for Women’s and Children’s Health hält in einem Bericht fest, die Evidenz sei gut belegt, dass «TENS kein wirksames Analgetikum unter der Geburt» sei (NICE 2007). Dem widerspricht eine Cochrane Review (Dowdswell et al 2009): frühere Studien seien ungeeignet, eine Wirkung auszuschliessen, und es bestehe hohe Evidenz, dass TENS für einiViele Frauen würden wieder TENS wählen. Foto: MIDIRS ge Frauen die bevorzugte Schmerzbekämpfungsmethode darstelle. freie Geburt. Eine Mehrheit der in die Eine weitere Studie bekräftigt dies: aus Studie einbezogenen Kliniken und Hebeiner Gruppe von 5350 Frauen, die sich ammen unterstrichen, dass eine gute für TENS entschieden hatten, gaben Ausbildung nötig sei, um TENS optimal neun von zehn Frauen an, sie würden für anwenden zu können. 왗 eine nächste Geburt wieder TENS wählen Quelle: Hare T. TENS use in labour. MIDIRS Mid(McMunnet al 2009). Von den 5350 wifery Digest, vol 20, no 3, September 2010, p Frauen hatten 65% eine interventions- 341–42. Ingrid Revers-Schmitz Praxisbuch Homöopathie für Hebammen 2005. 352 Seiten, 41 Abb., Fr. 59.40 Hippokrates Verlag Stuttgart In unserem Hebammenarbeitsfeld ist das Bedürfnis nach einer schnell wirksamen, dabei aber sanften Medizin gross. Auf die Bedürfnisse der Hebammenarbeit abgestimmt erklärt dieses Praxisbuch die Grundlagen der Homöopathie, führt in die Praxis ein und stellt alle für die Geburtshilfe relevanten Arzneimittel vor. Alle bekannten und in der Praxis vorkommenden Indikationen der Schwangerschaft, der Geburt, des Wochenbetts, der Stillzeit sowie des Neugeborenen und Säuglings werden sorgsam, umfassend und sehr übersichtlich beschrieben. So lässt sich in der Praxis in kürzester Zeit das passende Mittel finden, ohne Stunden mit Repertorisieren verbringen zu müssen. Mit Hilfe dieses Arbeitsinstruments kann schnell und adäquat reagiert werden. Der Inhalt gliedert sich in Grundlagen, Indikationen, Arzneimittelbilder und einen Anhang. Das Buch ist ein echtes «Handwerkszeug» für die Praxistätigkeit einer homöopathisch interessierten Hebamme. Anschauliche Fallbeispiele aus der Praxis, genaue Dosierungsempfehlungen und übersichtliche differenzialdiagnostische Tabellen erleichtern das Nachschlagen. Es sei aber erwähnt, dass es jedoch nicht eine fundierte homöopathische Grundausbildung ersetzt. Annette Hesselbarth Hebamme & Körpertherapeutin Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 13 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:40 Uhr Seite 14 M O S A I K Herausforderungen und Chancen Das Wochenbett der Zukunft Das Wochenbett wird seinem Namen kaum mehr gerecht. Fallpauschalen und verkürzte Spitalzeiten fordern das Gesundheitssystem heraus. Das erste Winterthurer Hebammensymposium «Das Wochenbett der Zukunft – Herausforderungen und Chancen» lockte 300 Hebammen, Pflegefachfrauen, Mütter- und Väterberaterinnen und weitere Interessierte aus der ganzen Schweiz und Europa nach Winterthur. Andrea Stiefel Regula Hauser Die zukünftige Betreuung von Wöchnerinnen, ihren Neugeborenen und Familien beschäftigt nicht nur Hebammen. Die Neuerungen im Gesundheitssystem mit der Einführung von Fallpauschalen werden das traditionelle «Wochen-Bett» auf wenige Tage verkürzen. Dies stellt neue Anforderungen an alle Berufsgruppen, die Mütter und Neugeborene im Anschluss an den verkürzten Spitalaufenthalt betreuen. Gastreferentinnen aus der Schweiz und aus Grossbritannien stellten Forschungsarbeiten, Projekte und Praxiserfahrungen zum Wochenbett der Zukunft vor. Wichtig – koordinierte Nachbetreuung Dr. Jessica Pehlke-Milde, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hebammen, zeigte die aktuelle Situation in der Schweiz aus Sicht von Hebammen, Pflegefachpersonen, Mütter- und Väterberaterinnen sowie Stillberaterinnen auf. Dazu präsentierte sie einen Überblick über die bestehenden Betreuungsangebote im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung. Zudem stellte sie Ergebnisse einer Befragung von Expertinnen und Experten aus der Praxis der Wochenbettbetreuung vor. PehlkeMilde beleuchtete Stärken, Schwächen und Chancen einer zukünftigen postpartalen Betreuung, welche sich stärker in den ambulanten Bereich verAndrea Stiefel, Stv. Studiengangleitung BSc Institut für Hebammen, ZHAW. Regula Hauser, Leitung WB Institut für Hebammen, ZHAW. 14 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch lagert. Sie betonte dabei die Wichtigkeit einer guten Vernetzung aller beteiligten Berufsgruppen. Prof. Dr. Debra Bick vom King`s College in London stellte Auswirkungen von Pflegesituationen auf die physische und psychische Gesundheit von Müttern und Kindern nach der Geburt vor. Sie zeigte neben den Herausforderungen für die Praxis auch die politische Brisanz des Tagesthemas auf. In ihrem simultan mehrsprachig übersetzten Vortrag «Maternal Postpartum Physical and Psychological Health: Implications for Practice and Policy» zog sie einen geschichtlichen Bogen von den Anfängen der Wochenbettbetreuung in England bis heute. So wurde dort im Jahre 1902 die Hebammenbetreuung im Wochenbett auf zehn Tage festgelegt, ohne dass es laut Bick Evidenzen dafür gab, weshalb gerade die Dauer von zehn Tagen gewählt wurde. Seit 1936 ist die postpartale Betreuung in ganz England frei zugänglich für alle Frauen. Heute bringen 98% der Frauen ihre Kinder in Spitälern zur Welt. Die Hebammen sind gesetzlich verpflichtet, mindestens zehn Tage Wochenbettbetreuung anzubieten. Dabei fokussiere die Routinebetreuung in England nach wie vor auf die Kontrolle und Beobachtung physischer Rückbildungsprozesse nach der Geburt. Trotz zahlreicher Untersuchungen zur mütterlichen Morbidität, wie auch zu Schmerzen im Dammbereich, Stuhl- und Harninkontinenz, Depression und starker Erschöpfung, würden diese Probleme im Rahmen der Wochenbettkontrollen nicht ausreichend erfasst. In der Folge seien zwar gesetzliche Vorgaben im- NR Jaqueline Fehr plementiert worden, so Bick weiter. Finanzielle Einsparungen, Hebammenmangel, komplexere Gesundheitsprobleme der weiblichen Bevölkerung sowie zunehmende Interventionen unter der Geburt führten jedoch dazu, dass das bestehende Betreuungssystem den Bedürfnissen der Klientinnen nicht gerecht werde. Neue Studien zeigten auf, dass Empfehlungen und Richtlinien für die Wochenbettbetreuung nicht in der Praxis implementiert würden und der Betreuungsstandard im letzten Jahrzehnt gesunken sei. Debra Bick nannte die Wochenbettbetreuung einen «Cinderella Service»: kurze Aufenthaltsdauer im Spital mit in der Folge fragmentierter Betreuung. Eine Wochenbettbetreuung, die nicht als essentielle Komponente im Betreuungskontinuum betrachtet werde. Hausbesuche mit positivem Effekt Dr. Elisabeth Kurth vom Institut für Hebammen der Zürcher Hochschule für Angewandte Prof. Debra Bick Wissenschaften stellte ihre Forschungen zur postpartalen Betreuung vor. Elisabeth Kurth hat zusammen mit Petra Graf Heule, MSc Midwifery am Institut für Hebammen, elf internationale Studien über verschiedene Modelle der Wochenbettbetreuung nach Spitalentlassung untersucht. Eingeschlossen in die Erhebung wurden Interventionsstudien der ersten sechs Wochen postpartum, welche als Outcome mütterliche und kindliche Gesundheitsergebnisse sowie Zufriedenheit der Betreuung erfassten. In allen ausgewählten Studien wurde den Müttern nach der Frühentlassung eine Betreuung angeboten. Diese Angebote unterschieden sich in Form und Umfang. Die Resultate zeigten, dass mehrmalige Hausbesuche durch qualifizierte Fachpersonen am meisten positive Effekte auf die Gesundheit von Mutter und Kind hatten. Ein Ergebnis dient als Empfehlung für das Betreuungsmodell der Zukunft. Auch Prof. Chantal Razurel, Professorin an der Fachhochschule 28.3.2011 8:40 Uhr Westschweiz in Genf, betonte die Wichtigkeit eines strukturierten Nachbetreuungssystems. Frauen müssten wissen, an welche Personen oder Institutionen sie sich bei Fragen und Anliegen rund um das Neugeborene von Zuhause aus wenden können. Auch Razurels Vortrag «Comment les mères primipares fontelles face aux événements stressants dans le post-partum et quelles sont leurs perceptions vis à vis du soutien social?» konnte per Kopfhörer auf Deutsch und Englisch mitgehört werden. Razurel zeigte auf, wie Wöchnerinnen nach der Geburt ihres ersten Kindes auf stressreiche Ereignisse reagieren, welche Coping-Strategien sie entwickeln und wie sie soziale Unterstützung wahrnehmen. Die präsentierten Erkenntnisse stammten aus wissenschaftlichen Befragungen von 60 Erstgebärenden zum Zeitpunkt von sechs Wochen nach der Geburt. Sie erfassten eine Vielzahl Stress auslösender Ereignisse, welche jedoch von Frau zu Frau stark variierten. Dabei wurden Stillprobleme und Weinen des Kindes als besonders stressreich empfunden, zumal sich gerade beim Stillen eine grosse Kluft zwischen Erwartungen und Realität auftat. Die Umfrage ergab zudem, dass bei grösserer Selbständigkeit und Sicherheit der Mutter die Ereignisse weniger stressreich empfunden wurden. Auch waren professionelle Unterstützung und Rückmeldungen der Hebammen wichtig für die Frauen in der Nachbetreuung zuhause. Weiter war für die befragten Frauen wichtig, dass bei CopingStrategien ihre eigenen Ressourcen beachtet und Probleme nicht beschönigt oder heruntergespielt wurden. Wöchnerinnen, die stärker sozial unterstützt wurden, konnten sich besser an die neue Situation anpassen. Auch Razurel betonte die Bedeutung der Unterstützung der Wöchnerin durch Heb- Seite 15 ammen und die Wichtigkeit einer strukturierten Wochenbettbetreuung. Transkulturelle Pflege Dass transkulturelle Pflegekompetenzen gerade auch im Hinblick auf die zukünftigen Veränderungen eine besondere Rolle spielen, ergab eine Projektstudie des Kantonsspitals St. Gallen innerhalb des Personals der Wochenbettabteilung. Birgit Werner, MSc Nursing, und Silvia Keel, Stationsleiterin Wochenbettstationen Kantonsspital St. Gallen, stellten ihr aus dieser Studie resultierendes Konzept zur transkulturellen Pflege in der Wochenbettbetreuung vor. Es sieht vor, neue transkulturelle Kompetenzen nicht nur einzelnen Teammitgliedern, sondern jeder einzelnen Pflegefachfrau zu vermitteln. Hintergrundwissen zu Migration und verbesserte Kompetenzen für Eintrittsgespräche und andere kommunikative Situationen führten zu deutlichen Verbesserungen in der Betreuung. Dieses Konzept könnte auch von anderen Spitälern übernommen werden. Symposium als feste Institution Zur Auflockerung des Vortragsprogramms bot die Redaktorin und Autorin Gerlinde Michel Kostproben dar aus «Alarm in Zürichs Stadtspital», ihrem Krimi über eine Wochenbettabteilung. Im Schlusswort zum Tag ermutigte Jacqueline Fehr, Nationalrätin und Vizepräsidentin der SP Schweiz, die Anwesenden, sich einzubringen in die politische Diskussion. Sie sollen überall dort präsent sein, wo über die Zukunft ihres Berufsstands verhandelt und entschieden wird. Die grosse Zahl der Teilnehmerinnen und der Erfolg bekräftigten die Institutionalisierung des Anlasses am Institut für Hebammen. Das nächste Winterthurer Hebammensymposium findet 왗 2013 statt. Fotos: ZHAW Dossier_dt_S04_18 Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 15 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:41 Uhr Seite 16 F O R U M Orgasmic Birth «Wunderbar» oder «erschreckend»? Ihre Meinung ist gefragt! Videos auf YouTube von orgasmischen Geburten (s. z.B. untenstehenden Link) lösen bei Hebammen die verschiedensten Reaktionen von «erschreckend» bis «wunderbar» aus. Uns interessiert, was Sie von solchen Videos halten. Würden Sie sie Ihren Klientinnen empfehlen? Und warum, oder warum nicht? Wir freuen uns auf Ihre Reaktion! Redaktion Hebamme.ch Link: http://www.youtube.com/watch?v=jxB9mnKYr4M&feature=related Büchertipps Marie F. Mongan HypnoBirthing Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt 2008. 313 S., Fr. 34.90 Mankau Verlag Murnau Nun ist sie da, die Geburtsvorbereitungsmethode aus Amerika genannt HypnoBirthing. Das Buch enthält Ratschläge, Ernährungstipps, körperliche Übungen, vorformulierte Sätze zur täglichen Selbsthypnose und vieles mehr. Einige gute Ansätze erinnern mich stark an F. Leboyer und D. Read. Inhaltlich geht es darum, dass positive Gedanken und Entspannung dem Körper hel- fen und die Möglichkeit verstärken, frei, wirkungsvoll und ohne schädliche Auswirkungen zu gebären. Atmung, Visualisierung, Entspannung und Vertiefung sind dabei die vier Basistechniken. Zitat: «Der Schmerz, wie er in anderen typischen Geburtsvorbereitungskursen so sorgfältig beschrieben wird, muss kein Teil der allgemeinen Geburtsgeschichte sein, und Eltern sollten keine Beschreibungen hören oder lesen oder nicht an Vorstellungen teilnehmen müssen, die den Geburtsverlauf als ernst und strapaziös darstellen». Die beigelegte CD enthält leider nur zwei der vielen Entspannungsübungen, so dass sich der wahre Erfolg erst durch den Besuch eines HypnoBirthing Kurses einstellen kann. Mein Fazit: Die Methode ist realitätsfremd und geht am Geburtserlebnis der allermeisten Frauen vorbei. Anstatt sich das Buch zu kaufen, wäre es einfacher, sich in die Hände einer erfahrenen Hebamme zu begeben und sich von ihr durch die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett begleiten zu lassen. Annegret Meyer Zurfluh Hebamme Deutscher Hebammenverband (Hrsg.) Geburtsarbeit Hebammenwissen zur Unterstützung der physiologischen Geburt 2010. 324 S., 176 Abb., 13 Tab., Fr. 76.40 Hippokrates Verlag Stuttgart Schon auf den ersten Blick überzeugt dieses übersichtliche und farblich ansprechende Fachbuch, herausgegeben von Hebammen für Hebammen. Die Fachfrauen möchten eine zeitgemässe, interventionsarme und frauenzentrierte Geburtshilfe unterstützen und anbieten. Klare Grafiken und Bilder vermitteln viel Praxisnähe. Be- 16 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch sonders in den Kapiteln Gebärhaltungen und Manualtechnik kommt dies gut zur Geltung. Diese und auch die anderen Kapitel bestechen durch Vielfältigkeit, sei es durch anatomisches Grundwissen, fundiertes überliefertes Hebammenwissen oder durch komplementär-medizinisches Wissen (Akupunktur, Homöopathie, Aromatherapie, Bachblüten usw.). Fallbeispiele geben dem Buch auf eindrückliche Weise Auflockerung und vertiefen die einzelnen Kapitel. Die Aufgliederung der einzelnen Kapitel erlaubt einen umfassenden Blick auf die Geburt und schult damit die ganzheitliche Wahrnehmung der Leserin/des Lesers. Im letzten Kapitel geht es um umstrittene Interventionen in der Geburtshilfe. Das ist – wie alle anderen Kapitel auch – einfach gut gelungen! In diesem Buch findet jede Hebamme garantiert konkrete Hilfestellungen und Praxistipps für die besonderen Herausfor- derungen in den einzelnen Phasen der Geburt. Tolles Buch! Annegret Meyer Zurfluh Hebamme Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:41 Uhr Seite 17 Barbara Baumgärtner, Katja Stahl Einfach schwanger? Wie erleben Frauen die Risikoorientierung in der ärztlichen Schwangerenvorsorge? 2005. 192 Seiten, Fr. 30.90 Mabuse Verlag Frankfurt/Main Die Autorinnen, beides Hebammen, beleuchten den gängigen Ablauf der Schwangerenvorsorge gemäss der in Deutschland geltenden Mutterschaftsrichtlinien kritisch. Sie haben festgestellt, dass Schwangere in bis zu 80 Prozent der Fälle von dem sie betreuenden Arzt als Risikoschwangere eingestuft werden. Ebenso stellten sie fest, dass die Betreuung der Frau während Schwangerschaft und Geburt durch unterschiedliche Fachpersonen abgedeckt ist. Diese Risikoorientierung zum einen und die Diskontinuität in der Betreuung zum anderen sind ihnen als Hebammen negativ aufgefallen. Mittels einer qualitativen Studie mit 12 Frauen wollten sie diesen Eindruck überprüfen. In den ersten sechs Kapiteln werden theoretische Abhandlungen zum Begriff Risiko, Risi- kowahrnehmung, Risikokommunikation, Risikokonzept in der Gesundheitsversorgung und speziell in der deutschen Schwangerenvorsorge vermittelt. Danach beurteilen die Autorinnen die seltenen Forschungsarbeiten zur Schwangerenvorsorge durch Hebammen und stellen ihre Forschungsfrage: «Wie erleben Frauen die Risikoorientierung in der ärztlichen Schwangerenvorsorge in Deutschland?» Sie stellen die Methodik vor: Mittels Kriterien wählten sie 12 Frauen aus. Diese wurden in einem Leitfadeninterview zu ihrem Erleben der Vorsorgeuntersuchungen und der Betreuung während der Schwangerschaft befragt. Danach werten die Forscherinnen die Antworten gemäss verschiedener Kriterien aus und stellen die Ergebnisse im Detail vor. Viele Zitate sind zur Verdeutlichung des Gesagten eingefügt. Abschlies- send folgen Interpretation und Diskussion dieser Forschung sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis. In Anlehnung an die Praxis in Nordeuropa (Skandinavien, England, Niederlande) empfehlen die Autorinnen, auch in Deutschland den Weg frei zu machen für eine eigenständige Betreuung der normalen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett durch die Hebamme – diese Vorsorge gewährleistet grössere Kontinuität und stärkt die Gesundheitsförderung. Die Frau wird in diesem natürlichen Geschehen ebenso als Expertin gesehen wie die Hebamme. Gleichzeitig sollte eine Qualitätssicherung eingeführt werden. Für mich waren alle theoretischen Kapitel über «Risiko» äusserst spannend, da mir nicht klar bewusst war, wie viele Aspekte dazu bekannt sein müssen, um im Umgang damit nicht mehr zu schaden als zu nützen. Im Gesundheitswesen arbeitet man deshalb heute in der Prophylaxe auch eher mit Ressourcenorientierung als mit Risikoorientierung. Obwohl sich das Buch auf Deutschland bezieht, kann der fachliche Teil über die Schwangerenbetreuung durch die Hebamme auch in der Schweiz fundierte Argumente liefern für einen weiteren Ausbau der Hebammentätigkeit, die sich in den letzten Jahren schon stark in die richtige Richtung entwickelt hat. Margrit Heller Hebamme und Pflegefachfrau Einblick und machen Mut. Ich finde, dass es für Betroffene eine Hilfe sein kann, sich in der einen oder anderen Aussage wiederzufinden. Auch die unterstützenden Abschiedsrituale sowie die Anleitungen im Umgang mit der Trauer, den Gefühlen und dem weiteren Leben können Licht ins Dunkle bringen und ermutigen zu einem bewussten Neuanfang. Auch als Frau mit Kindern aber Mit-Betroffene kann es zum besseren Verständnis für die schwierige Situation beitragen. Passend dazu das Zitat von Margot Bickel: «Vielleicht sollten wir uns von dem Aberglauben los- sagen, alles verstehen zu müssen, und uns zu der Einsicht bekehren, dass wir im Höchstfall imstande sind, mit unserem Unverständnis verständnisvoll umzugehen». Michèle Rindlisbacher Hebamme Susanne Zehetbauer Ich bin eine Frau ohne Kinder Begleitung beim Abschied vom Kinderwunsch 2007. 188 Seiten, Fr. 29.20 Kösel Verlag München Susanne Zehetbauer ist Journalistin mit den Schwerpunkten Psychologie, Sozialpolitik und Spiritualität. Als ihre Tochter dauerhaft pflegebedürftig wurde, musste auch sie den Wunsch nach einem «gesunden» Kind loslassen. «Haben Sie Kinder?» Eine ganz alltägliche Frage. Ist jedoch die Antwort «Nein», kann eine lange Geschichte erfolgloser Bemühungen und grosser Enttäuschung dahinterstecken. Für dieses Buch haben sich viele Frauen und ein Mann entschlossen, über die sehr intime, persönliche Frage nach ihrer Kinderlosigkeit zu sprechen. Susanne Zehetbauer baute diese aufwühlenden, teils aber auch ermutigenden Statements passend zu den Kapiteln ein. Sie schreibt von der Bedeutung der Mutterschaft in der Gesellschaft sowie für sich als Frau, von der Beziehung zur eigenen Mutter und geht dann ein auf den Weg der Trauer. Speziell dieser Teil des Buches, der Gefühle beschreibt, Begegnungen mit dem Partner, Umgang mit dieser Lebenskrise, jedoch auch den Weg aus der Krise hinaus, das Leben gestalten und weiterleben, geben einen tiefen www.hebamme.ch • www.sage-femme.ch • www.hebamme.ch • www.sage-femme.ch • www.hebamme.ch • www.sage-femme.ch Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 17 Dossier_dt_S04_18 28.3.2011 8:41 Uhr Seite 18 PR-WERBUNG POLOLO Lauflernschuhe Les pantoufles POLOLO • Aus ökologisch gegerbtem Nappaleder • In Deutschland hergestellt • Für Kinder und Erwachsene • Tannage naturel • Fabrication en Allemagne • Pour petits et grands POLOLOS sind die perfekte Alternative zum gesunden barfuss Laufen – als Krabbelschuhe bzw. Lauflernschuhe für die ganz Kleinen oder als superweiche Lederpuschen für grössere Kinder und Erwachsene. Sie sind wie eine zweite Haut, die sich wärmend, schützend und angenehm weich um die Füsse schmiegt. Zur Herstellung der Schuhe wird natürlich nur hochwertiges, ökologisch gegerbtes Nappaleder verwendet. POLOLO ist übrigens chilenisch und bedeutet «mein fester Freund». Spezialpreise für Hebammen! Les POLOLOS faits main sont comme une seconde peau protectrice qui enveloppe les pieds en les gardant au chaud et en les laissant respirer. Ils représentent la meilleure alternative à la marche pieds nus car les POLOLOS laissent aux pieds la liberté de mouvement dont ils ont besoin pour bien se développer. Une chaussure bien adaptée, de même qu’un chausson, doivent suivre avec souplesse le mouvement naturel du pied. Chaque modèle est une pièce fabriquée à la main dans les ateliers en Bavière. Pour le tannage des cuirs servant à la fabrication des POLOLO, seules des matières végétales provenant de plantes qui se renouvellent, comme le chêne Valonea ou la Tara, sont utilisées. Au Chili, «POLOLO» signifie «mon ami fidèle». Prix spéciaux pour sages-femmes! Vertrieb Schweiz: NovaVida GmbH, [email protected], www.novavida.ch, Telefon 056 511 51 03 Neutrale Versicherungsberatung Wir machen Ihre Versicherungsprämien gesund Mit einer neutralen Versicherungsberatung der Neutrass AG erhalten Kundinnen und Kunden neben einer hochstehenden Beratung auch die Möglichkeit, aus den vielen Versicherungsangeboten ihren Favoriten in Preis- und Leistung zu wählen und Versicherungsprämien einzusparen. Überall und jederzeit kann eine Versicherung abgeschlossen werden. Dabei finden sich auf dem Versicherungsmarkt die verschiedensten Produkte und Leistungen zu den differenziertesten Prämien. Viele Versicherungs-Interessierte fragen sich: «Wie kann ich sicher sein, dass ich das beste Angebot zu einem optimalsten Preis für mich gewählt habe?» Ist es doch klar, dass die Berater der Versicherungsgesellschaften ihr Versicherungsprodukt als das Beste ansehen und auch dieses verkaufen wollen. Genau hier kommt die Neutrass AG ins Spiel. Durch die Zusammenarbeitsverträge mit den Versicherungsgesellschaften kann der Makler aus einer grossen Palette von Produkten schöpfen und Kundinnen und Kunden «DAS» Versicherungsprodukt für «IHR» Bedürfnis anbieten. Nach einer genauen Risikoanalyse mit den Kunden organisiert der Makler eine Auswahl von Versicherungsvorschlägen, wobei er die Unterschiede in Leistung und Preis aufzeigt. Wie die Erfahrungen zeigen, resultiert durch die Auswahl auch eine Einsparung bei den Versicherungsprämien oder eine erweiterte Versicherungsdeckung zur bisherigen Versicherungsprämie. Optimieren ist die Devise. neutrass versicherungs-partner ag, schöngrund 26, 6343 rotkreuz, Tel. 041 799 80 40, Fax 041 799 80 44, [email protected], www.neutrass.ch www.hebamme.ch – www.sage-femme.ch 18 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:57 Uhr Seite 19 Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS S H V / F S S F Präsidentin/ Présidente Liliane Maury Pasquier Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23 Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Sektionen/Sections Aargau-Solothurn: Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22, 4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28, E-Mail: [email protected] Daniela Hari, Solothurnerstrasse 53, 4702 Oensingen, Natel 078 625 54 43, [email protected] Bas-Valais: Daniela Sintado Rue de Lausanne 24, 1950 Sion Tél. 079 471 41 60 e-mail: [email protected] Beide Basel (BL/BS): Sandra Aeby, Hechtweg 31, 4052 Basel, Tel. 061 693 31 71 E-Mail: [email protected] Regina Burkhardt Ostenbergstrasse 3, 4410 Liestal Telefon 061 322 33 64 [email protected] Bern: vakant [email protected] Fribourg: Daniela Vetter, Rte des Muguets 3, 1484 Aumont, Tél. 026 660 12 34 e-mail: [email protected] Genève: Béatrice Van der Schueren 13, chemin du Signal, 1233 Bernex Tél. 022 757 29 10, N: 079 328 86 77 [email protected] ou [email protected] Oberwallis: Ruth Karlen Mühlackerstrasse 26a, 3930 Visp Tel. P: 027 945 15 56 [email protected] Priska Andenmatten, Weingartenweg 4, 3930 Visp, Tel. 027 946 29 88 E-Mail: [email protected] Ostschweiz (SG/TG/AR/AI/GR): Madeleine Grüninger Weidenhofstrasse 3, 9323 Steinach Tel. 071 440 18 88, 079 238 40 78 [email protected] Schwyz: Christine Fässler-Kamm Chappelihof 26, 8863 Buttikon P: 055 445 21 54, N: 079 733 18 48 [email protected] Marie-Gabrielle von Weber Urenmatt, 6432 Rickenbach P: 041 811 13 26, N: 079 516 08 59 [email protected] Ticino: Simona Margnetti, Via Tarchini 24, 6828 Balerna, Tel. 076 349 31 53 E-Mail: [email protected] Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU): Fabienne Rime, Route du Martoret 5, 1870 Monthey, Tél. 079 654 64 71 E-Mail: [email protected] 12. Mai 2011, Fribourg TRAKTANDEN DER DELEGIERTENVERSAMMLUNG 10.00 bis ca. 17.00 Uhr 1. Eröffnung der Delegiertenversammlung 2. Wahl der Stimmenzählerinnen 3. Genehmigung des Protokolls der Delegiertenversammlung 2010 4. Genehmigung des Jahresberichts 2010 5. Stellungnahme des Zentralvorstands zum Tarifvertrag für frei praktizierende Hebammen 6. Berichte vom laufenden Jahr a) Vorstellen Guideline Alkohol und Tabak b) Statistik frei praktizierende Hebammen c) Interessengemeinschaft der Geburtshäuser Schweiz 7. Statutenrevision 8. Wahl Zentralvorstandsmitglieder 9. Leitbild 10. Genehmigung: a) Jahresrechnung 2010 b) Budget 2011 c) Projektplan Kriseninterventionsstelle 11. Antrag a) Sektion Zürich und Umgebung: Regelung Pikettentschädigung 12. Ehrungen 13. Bericht Sektion Schwyz 14. SHV-Kongress a) Vorstellung Kongress 2012 b) Vorschlag für Sektionsbericht 2012 c) Vorschlag Kongressort 2013 15. Verschiedenes 12 mai 2011, Fribourg ORDRE DU JOUR DE L’ASSEMBLÉE DES DÉLÉGUÉES 10h00 –17h00 env. 1. Ouverture de l’assemblée des déléguées 2. Nomination des scrutatrices 3. Acceptation du procès-verbal de l’assemblée des déléguées 2010 4. Acceptation du rapport annuel 2010 5. Position du comité central concernant la convention tarifaire des sages-femmes indépendantes 6. Présentation des rapports de l’année écoulée: a) présentation de la «guideline» alcool et tabac b) statistique des sages-femmes indépendantes c) Association Suisse des Maisons de Naissance 7. Révision des statuts 8. Election de membres du comité central 9. Charte 10. Acceptations: a) comptes 2010 b) budget 2011 c) projet de cellule de crise 11. Proposition a) Section Zurich et environs: réglementation de l’indemnité de piquet 12. Célébration des jubilaires 13. Rapport de la section de Schwyz 14. Congrès de la FSSF a) présentation du Congrès 2012 b) proposition pour le rapport d’une section 2012 c) proposition pour le lieu de Congrès 2013 15. Divers Zentralschweiz (LU/NW/OW/UR/ZG): Esther Waser-Christen Melchtalerstrasse 31, Postfach 438, 6064 Kern, Tel. P 041 661 09 93 E-Mail: [email protected] Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20, 6055 Alpnach, Tel. P 071 440 25 14 E-Mail: [email protected] Zeitplan Horaire Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH): Claudia Putscher, Tösstalstr. 10, 8492 Wila, Tel. 052 385 55 67 E-Mail: [email protected] Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer Platz 10, 8400 Winterthur Tel. 052 203 26 11 E-Mail: [email protected] 11.00–11.30 Uhr Pause 12.30–14.00 Uhr Mittagspause 14.00 Uhr Preisverleihung Label des sages-femmes suisses 15.15–15.45 Uhr Pause 11h00–11h30 Pause 12h30–14h00 Pause de midi 14h00h Remise du prix Label des sages-femmes suisses 15h15–15h45 Pause Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 19 Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:57 Uhr Seite 20 S H V / F S S F Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Zentralvorstand SHV Comité central de la FSSF An seiner ersten Sitzung 2011 hat der Zentralvorstand… Lors de sa première séance 2011, le comité central a… – den Jahresbericht 2010 zuhanden der Delegiertenversammlung verabschiedet. – die revidierten Statuten und das Leitbild nach der Vernehmlassung in den Sektionen zuhanden der Delegiertenversammlung verabschiedet. – die Rechnung 2010 mit einem Verlust von CHF 16 718.– und das Budget 2011 mit einem Verlust von CHF 25 600.– zuhanden der Delegiertenversammlung verabschiedet. – das Positionspapier bezüglich Neuverhandlungen des Tarifvertrags für frei praktizierende Hebammen verabschiedet und entschieden, dieses an der Delegiertenversammlung vorzustellen. – sich klar für die Berufsbezeichnung «Hebamme» entschieden, sowohl für männliche als auch für weibliche Personen. Liliane Maury Pasquier Präsidentin SHV – approuvé le rapport annuel 2010 à l’intention de l’assemblée des déléguées. – approuvé les statuts révisés et la Charte mis en consultation auprès des sections, à l’intention de l’assemblée des déléguées. – approuvé les comptes 2010 avec un déficit de CHF 16 718.– et le budget 2011 avec un déficit de CHF 25 600.–, à l’intention de l’assemblée des déléguées. – approuvé la prise de position concernant de nouvelles négociations tarifaires pour les sages-femmes indépendantes et décidé de la présenter devant l’assemblée des déléguées. – décidé d’adopter clairement le terme de «sage-femme» pour nommer la profession au masculin comme au féminin. Liliane Maury Pasquier présidente de la FSSF Gesetzlicher Auftrag Mandat juridique Aufklärung über Pränataldiagnostik Information sur le diagnostic prénatal Das Gesetz regelt die pränatale Diagnostik im Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG). Es trat im April 2007 in Kraft. Es verbietet, pränatale Untersuchungen durchzuführen, um Eigenschaften des Embryos oder des Fötus zu ermitteln, die nicht dessen Gesundheit direkt beeinträchtigen. Die Ärzteschaft ist verpflichtet, die schwangere Frau über ihr Selbstbestimmungsrecht zu informieren und sie auf unabhängige Informations- und Beratungsstellen für pränatale Untersuchungen aufmerksam zu machen. Wird eine schwerwiegende, unheilbare Störung festgestellt, so ist die Frau Le diagnostic prénatal est régi par la loi fédérale sur l’analyse génétique humaine (LAGH), entrée en vigueur en avril 2007. Cette loi interdit les analyses prénatales visant à déceler des caractéristiques qui n’influencent pas directement la santé de l’embryon ou du fœtus. Le corps médical a l’obligation de renseigner la femme enceinte sur son droit à l’autodétermination, ainsi que sur les services d’information et de conseil indépendants qui sont à disposition en matière d’analyses prénatales. En cas de découverte d’une grave anomalie incurable, la femme doit aussi être infor- auch über Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch zu informieren. Zwischen der Beratung und der Durchführung einer pränatalen genetischen Untersuchung muss eine angemessene Bedenkzeit liegen. Quelle: http://www.appella.ch/ Diagnostik/default.htm Empfehlung SHV an seine Mitglieder Der SHV empfiehlt seinen Mitgliedern, oben erwähnte Informationen in jedem Falle an die Schwangeren abzugeben, um möglich Haftpflichtfälle zu vermeiden. Doris Güttinger Geschäftsführerin mée sur les solutions autres que l’avortement. Un temps de réflexion adéquat doit s’écouler entre le conseil et l’exécution de l’analyse génétique prénatale. Recommandation de la FSSF à ses membres La FSSF recommande à ses membres de remettre les informations ci-dessus à toutes les femmes enceintes, afin d’éviter des cas potentiels de responsabilité civile. Doris Güttinger secrétaire générale Sie arbeiten beim Verband nicht aktiv mit, wollen aber trotzdem informiert sein: Abonnieren Sie unseren Newsletter unter www.hebamme.ch, Aktuell, und Sie erhalten 5 mal jährlich aktuellste Informationen zu den Themen Berufspolitik, Angestellte Hebammen, Ausbildung, Freipraktizierende Hebammen und Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle. «Informiert sein ist ein gutes Gefühl» 20 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:57 Uhr Seite 21 S H V / F S S F Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association Pensionierung von Gerlinde Michel, Redaktorin «Hebamme.ch» Départ à la retraite de Gerlinde Michel, rédactrice «Sage-femme.ch» Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet sich der SHV von Gerlinde Michel auf Ende April. Mit einem weinenden Auge lassen wir sie als überaus geschätzte Mitarbeiterin und Kollegin in den neuen Lebensabschnitt ziehen. Mit einem lachenden Auge sehen wir, dass Gerlinde Michel mit neuen Zielen auf zukünftige Projekte zugeht. Wir freuen uns darauf, schon bald ein neues litera- C’est avec une tristesse certaine, mais aussi avec le sourire, que la FSSF prendra congé de Gerlinde Michel à la fin avril. C’est avec émotion et une certaine tristesse que nous verrons cette collaboratrice et collègue tant appréciée s’engager dans une nouvelle tranche de vie; mais c’est aussi avec le sourire que nous verrons partir Gerlinde Michel vers de nouveaux projets et défis. Nous nous réjouissons d’ores et déjà de savourer bien- risches Werk aus ihrer Feder geniessen zu dürfen! Wir wünschen Gerlinde Michel einen erfolgreichen Start in den neuen Lebensabschnitt und danken ihr herzlich für ihr grosses Engagement für die Hebammen und den SHV. Doris Güttinger Geschäftsführerin Liliane Maury Pasquier Präsidentin tôt un nouveau récit de sa plume, en espérant qu’il sera, cette fois-ci, traduit en français! Nous souhaitons à Gerlinde Michel un bon départ dans cette nouvelle étape de vie et la remercions très chaleureusement de son engagement sans faille en faveur des sagesfemmes et de la FSSF. Doris Güttinger secrétaire générale Liliane Maury Pasquier présidente Nachfolge Redaktorin «Hebamme.ch» Succession de la rédactrice «Sage-femme.ch» Wolfgang Wettstein aus Zürich wird als Nachfolger von Gerlinde Michel die Funktion der Redaktionsleitung der «Hebamme.ch» übernehmen. Er wird sich in der Maiausgabe vorstellen. Wir freu- Wolfgang Wettstein (Zurich) a été retenu pour succéder à Gerlinde Michel au poste de responsable de la rédaction de «Sage-femme.ch». Il sera présenté dans le numéro de mai. en uns darauf, mit ihm den ersten Mann im Team des SHV begrüssen zu dürfen. Doris Güttinger Geschäftsführerin Nous souhaitons la bienvenue au premier homme faisant partie de l’équipe de la FSSF. Doris Güttinger secrétaire générale Gottlob Kurz GmbH Qualität seit 1893 Warum woanders suchen, wenn Sie bei uns alles finden! Wir sind spezialisiert auf geburtshilfliches Lehr- u. Demonstrationsmaterial D-6 5207 Wiesbaden Hin terber gstraß e 14 Tel. +49-611-1899019, Fax -9505980 E-Mail: [email protected] Internet: www.Gottlob-Kurz.de Hebammen-Ausrüstungen Hebammentaschen ab €150 :LU JDUDQWLHUHQ IU XQVHUH 3UHLVH XQG 4XDOLWlW Säuglingswaagen Fragen Sie nach unseren monatlichen Angeboten. Fordern Sie unseren kostenlosen Katalog an! Geburtshilfliche Instrumente Beatmungsgeräte für Neugeborene wie: Becken-, Fetal-, Uterus-, Plazentamodelle Still, Geburtsatlanten, Simulatoren, Doppler, CTG Geräte, Waagen, Instrumente, Matten, Bälle, Praxisbedarf und vieles mehr. ab €209 Odenwaldring 18A 64747 Breuberg-Germany. )RQ )D[ (0DLO LQIR#ULNHSDGHPRGH ,QWHUQHW ZZZULNHSDGHPRGH Fetale Ultraschallgeräte Einmalartikel ab €1198 Neuerscheinung: der Geburtsatlas in Deutsch Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 21 Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 22 Abschied von Gerlinde Michel 15 Jahre unterwegs im Auftrag von Fr So hat es 1996 angefangen… «Ich freue mich sehr darauf, für einen kämpferischen, frauenpolitisch engagierten Berufsverband, wie der SHV es ist, tätig zu sein.» (Gerlinde Michel, Januar 1997) Seid ihr auch schon einmal von Gerlinde befragt worden? Weil es in der Schweiz so wenig Daten über die Hebammenarbeit gibt, hat Gerlinde viele Umfragen zu kritischen Themen auf eigene Initiative durchgeführt und euch die Ergebnisse präsentiert. Es war ihr ein besonderes Anliegen, dem Hebammenwissen auf die Spur zu kommen. Gestaltung und Inhalt der Hebammenzeitung haben sich im Laufe der 15 Jahre eindrücklich gewandelt. Gerlinde hat intensiv daran gearbeitet, dass unsere Zeitung als professionell wahrgenommen wird. Sie hat die Arbeit mit anderen Berufsverbänden intensiv gepflegt und neue Ressourcen eröffnet. Auf der Suche nach angemessenen Fotos konnte sie die Schule für Gestaltung zur Zusammenarbeit bewegen. Für eure Meinungen hat Gerlinde eine Plattform geboten. Leider konnte sie nur wenige Leserinnenbriefe publizieren. «Warum schreiben die Hebammen so ungern?» Sie hätte so gerne lebendige Diskussionen in der Zeitung geführt. Hat Gerlinde auch eine Arbeit bei euch angefordert? Sie wollte unbedingt eure Stimmen einfangen, hat intensiv nach Arbeiten von Hebammen gesucht und aufgespürt. Damit konnten eure Erfahrungen und euer Wissen allen zugänglich gemacht werden. Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 23 l on Frauen und Hebammen Habt ihr eure Praxis überdacht oder sogar geändert, weil ihr einen internationalen wissenschaftlichen Artikel in der Hebamme.ch gelesen habt? Gerlinde spricht und schreibt hervorragend Englisch. Sie hat unzählige Studien übersetzt und in den Schweizer Kontext eingebettet. Sie hat uns darin bestens unterstützt, die evidenzbasierte Praxis zu fördern. Gerlinde hat ein ausgeprägtes Gespür dafür, wo Artikel zu wenig bearbeiteten Themen zu finden sind. Liebe Gerlinde Es war uns eine Freude, mit Dir im redaktionellen Beirat zusammen zu arbeiten! Wir werden dich schmerzlich vermissen und haben dafür keine heilenden Wickel. Für Deine Zukunft wünschen wir Dir freudige Abenteuer und die Erfüllung Deiner Träume. Herzlichst Sue Brailey, Zuzka Hofstetter, Lisa Mees und Inge Loos Habt ihr den Sprengstoff in ihren Artikeln erkannt? Gerlinde ist sich in den 15 Jahren als frauenpolitische Kämpferin treu geblieben. Sie hat immer aus dem Blickwinkel der Frauen und Hebammen geschrieben. Unsere alltägliche Praxis wurde von ihr kritisch hinterfragt, weil sie unsere Professionalität unterstützen wollte. Danke sehr! Wer hat Gerlinde persönlich kennengelernt, oder mit ihr arbeiten dürfen? Sitzungen mit Gerlinde waren ein Genuss. Die Arbeit mit ihr war immer zielgerichtet, strukturiert, speditiv und konstruktiv. Sie ist liebenswert, unter den widrigsten Umständen freundlich, kritisiert höflichst und ist offen für Veränderungen. Die Diplomatin in Person. Liebe Gerlinde, du bist das lebende Vorbild dafür, wie eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Hebammen und nichtHebammen, mit viel Ernst aber auch Spass, zu einem fruchtbaren, geschmackvollen Resultat kommen kann. Danke für die 15 Jahre lustvoller Momente als deine «Beraterin». Lieber Gruss, Ans Luyben Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 24 ® OXYPLASTIN Damit der Po zart und rosa bleibt Die OXYPLASTIN® Wundpaste schützt die zarte Babyhaut gegen die Nässe der Windeln wie eine zweite Haut. Die OXYPLASTIN® Wundpaste ist ein Arzneimittel, bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dazu passend gibt es das extra-flauschige OXYPLASTIN® Feuchttüchlein mit Kamille, mit dem sich die OXYPLASTIN® Wundpaste beim Trockenlegen mühelos entfernen lässt. Gleichzeitig wird die Haut schonend gereinigt und für das nachfolgende Auftragen einer neuen Schicht OXYPLASTIN® Wundpaste vorbereitet. Dr. Wild & Co. 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Mai 2011, 8.30–13.00 Uhr, Nonnenweg 21, 4055 Basel. Referentin u.a. Dr. Elisabeth Kurth (und Projektteam FamilyStart Basel). Kosten Fr. 25.–. Anmeldung bei: [email protected] 121. Jahresversammlung Mittwoch 13. April 2011 18.30 Uhr, Restaurant Falken, Rheinstrasse 21, 4410 Liestal. Wir freuen uns auf eurer zahlreiches Erscheinen! Hebammenfest 5. Mai 2011, ab 18.00 Uhr. Wir freuen uns auf ein Fest für die Hebammen unserer Sektion auf dem «Schiff», Westquaistrasse 19, 4057 Basel. Nach dem Apéro folgt Essen und Tanz! Anmelden bis 15.4.2011 bei: [email protected] Aline Weilenmann BERN Neumitglieder: Gerber Marisa, Luzern, 2009, Bern; Lutz Anna, Belp, Studentin an der ZHAW; Vögeli Sandra, Bern, 2010, Bern Hauptversammlung 2011 Montag, 18. April 2011 Frauenklinik Inselspital Raum D 103 9.00–12.00 Uhr: HV 14.00–16.30 Uhr: Frühlingsfortbildung «DRGs – Diagnosis Related Groups und Hebammenarbeit» mit Vorträgen zu – Diagnosebezogene Fallkostenpauschalen – Gefahren und flankierende Massnahmen – Die Wochenbettzeit aus fachlicher Sicht – Das Thuner-Modell: Organisierte Zusammenarbeit zwischen Spital Thun und freipraktizierenden Hebammen. Anschliessend Diskussionsrunde. Alle Hebammen sind herzlich willkommen! Spitalhebammenforum Wir basteln für den 5. Mai! Wann: 28. April 2011 19.00–21.00 Uhr Ort: Frauenklinik Insel, Raum D 101. Anmeldefrist 15.4.2011 bei [email protected] Claudia Röthlisberger FRIBOURG 026 660 12 34 Assemblée générale De la section fribourgeoise de la FSSF Jeudi 14 avril 2011 14h–17h Hôpital Daler, Fribourg Recherche de membres du comité Suite à la démission, pour fin mai 2011, de deux de nos quatre membres, nous sommes à la recherche de deux à trois collègues motivées et prêtes à consacrer un peu de temps aux activités du comité de la section. Que vous soyez active en milieu hospitalier ou comme indépendante, si vous êtes motivée, vous êtes la bienvenue. Daniela Vetter, présidente, peut vous donner de plus amples informations. N’hésitez pas à la contacter. VAUD-NEUCHÂTELJURA 021 903 38 57 021 653 86 32 Nouveaux membres: Arnould Valérie, Colombier, 1992, Dijon FR ZENTRALSCHWEIZ 041 661 09 93 071 440 25 14 Neumitglieder: Beyeler Sabine, Luzern, Studentin an der BFH Hebammenfest Donnerstag, den 5. Mai 2011 Ort: Rotseebadi in Ebikon Zeit: ab 17.00 Uhr Eine schriftliche Einladung folgt. Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend, euer Vorstand. Silvia Schmid-Baur OSTSCHWEIZ 071 440 18 88 Neumitglieder: Gartmann Sarah, Mels, 2010, St. Gallen; Hörg-Gähwiler Barbara, Gachnang, 1981, Luzern Sektionsweiterbildungen 30. Mai: «Reanimation des Neugeborenen». 31. Mai: «Überlegungen zur häuslichen Wochenbettbetreuung». Mit Anna Rockel, in Berneck. Info und Anmeldung bei Anna Heldstab, 071 744 70 12, [email protected] Madeleine Grüninger ZÜRICH UND UMGEBUNG 052 385 55 67 052 203 26 11 Neumitglieder: Brockhaben Nicole, Embrach, 2005, Jena DE; Dinkel Selina, Männedorf, 2009, Chur; Jenny Kathrin, Gächlingen, Studentin an der ZHAW; Lawrence Shanti, Dübendorf, 2009, Chur; Tanner Martina, Wallisellen, 2010, St. Gallen; Weinberger Gabriele, Zürich, 1997, Zürich Vous n’êtes pas active au sein de la FSSF, mais souhaitez tout de même être informée: abonnez-vous donc à notre Newsletter sous www.sage-femme.ch, Actualité, et vous recevrez 5 fois par an les informations les plus récentes concernant la politique professionnelle, les sages-femmes hospitalières et indépendantes, la formation et des nouvelles du secrétariat central. «S’informer? S’abonner!» Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 25 Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 26 FORTBILDUNG S H V F O R M AT I O N F S S F Kursorganisation: Bildungsbeauftragte Deutschschweiz Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil Telefon 062 922 15 45, E-Mail: [email protected] Anmeldungen für Kurse des SHV: Schriftlich an die Geschäftsstelle des SHV in Bern Sie finden das ganze Kursprogramm auf www.hebamme.ch Fachmodul Rückbildungsgymnastik/Beckenbodenarbeit Hebammen sind Vertrauenspersonen für die Frauen und bringen durch ihre Ausbildung und Erfahrung das notwendige theoretische Wissen mit, um ablaufende Prozesse nach der Geburt zu verstehen. Hebammen leisten als Anbieterinnen von Rückbildung- und Beckenbodenkursen einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitserhaltung und Gesundheitsförderung. In dieser Weiterbildungsreihe erwerben Sie das notwendige Wissen um Rückbildungskurse professionell durchzuführen. Mit gezielten Übungen trainieren Sie alle Muskelpartien, die während der Schwangerschaft besonders nachgeben mussten, wie Beckenmuskeln und Bauch. Ausserdem werden alle die Muskeln gestärkt, welche im Zusammenhang mit dem Baby besonders beansprucht werden, wie Schultern, Rücken und Arme. Das wichtigste ist aber das gezielte Training der Beckenbodenmuskulatur und die Umsetzung in den Alltag. In den Modulen erhalten Sie viele Ideen, wie Lektionen erwachsenengerecht und kreativ gestaltet werden können. Zudem vertiefen Sie Ihr Wissen zu pathologischen Rückbildungsprozessen und kennen Möglichkeiten, um betroffene Frauen an die richtigen Stellen weiterweisen zu können. Die modular aufgebaute Weiterbildung schliessen Sie mit einem Zertifikat ab, welches als fachspezifischer Teil mit 5 ECTS für den nachträglichen Titelerwerb angerechnet wird. Marianne Luder Bildungsbeauftragte SHV Foto: Marianne Luder Modul 1: 19.–21. August 2011, Bern. Modul 2: 21./22. Oktober 2011, Hochdorf. Modul 3: 16./17. Dezember 2011, Hochdorf. Modul 4: 13.–15. Januar 2012, Bern (Achtung: neues Datum). Modul 5: 2./3. März 2012, Hochdorf. Prüfungsmodul: 27./28. April 2012. Zweitägige Weiterbildung Hebammen in den Wechseljahren Beeinflusst der Wechsel in eine andere Lebensphase das Berufsfeld? Diese Weiterbildung findet am 17./18. Juni 2011 bei Stilli in Brugg statt. Die Wechseljahre bringen jeder Frau eine Vielfalt an Prozessen. Wir sind aufgefordert, uns ab einem gewissen Alter stärker für uns als für die Bedürfnisse der anderen zu engagieren. Jetzt ist es Zeit, die Erfahrungen, die wir als Hebamme im Umgang mit Lebensübergängen gesammelt haben, für uns selbst zu nutzen. Die Qualität der Hebammenarbeit hängt neben dem Fachwissen zu einem wesentlichen Teil 26 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch von verschiedenen Fähigkeiten ab (z.B. Geduld, Verständnis). Genau diese Fähigkeiten sind es, die in den Wechseljahren teilweise ins Wanken geraten oder nicht mehr gelebt werden wollen. Die veränderten Bedürfnisse im Bereich der Fähigkeiten und unsere körperlichen Veränderungen fordern neue kreative Lösungen innerhalb des Berufsfeldes. Es braucht Wege, unsere Grundhaltung zur Geburtshilfe beibehalten zu können, ohne unseren eigenen Wandlungsprozess zu unterdrücken. Viel- leicht ergeben sich dabei neue Aufgabenfelder innerhalb des Berufes, oder wir entdecken neue berufliche Ziele, die wir verwirklichen möchten. Eine bewusste Auseinandersetzung hilft, Klarheit zu gewinnen, wie die ganz persönlichen Bedürfnisse während der Wechseljahre mit der beruflichen Situation in Einklang gebracht werden können. Theoretische Inputs, Körperarbeit und Diskussion bieten in diesem Kurs Raum, die eigenen Prozesse im Kontext der Wechseljahre zu erkunden und ent- sprechende berufliche Einflüsse zu beleuchten. Gemeinsam werden wir Strategien für einen stimmigen Umgang mit den Einflüssen der Wechseljahre auf das Berufsfeld entwickeln. Eine Entdeckungsreise von der Frau, die wir sind, zu der Frau, die wir werden. Carmen Birke Hebamme, Dozentin Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 27 FORTBILDUNG S H V F O R M AT I O N F S S F Organisation des cours de la FSSF: Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134, 1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: [email protected] Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch Cours 12/2011 La crise psycho-sociale Je me permets de vous présenter aujourd’hui l’intervenant de ce cours en espérant ainsi vous motiver à participer à ces deux jours de formation qui, en Suisse alémanique, affichent complet depuis quelque temps déjà. Michael Freudiger est diplômé en psychologie et sociologie, après avoir étudié à Fribourg et aux Etats-Unis. Il dispose aussi d’un Master en psychologie clinique. Depuis 2010, il est reconnu comme psychologue d’urgence NNPN. Il travaille actuellement au sein de Krisenintervention Schweiz à Winterthur. Il a participé à différents engagements humanitaires en Afrique, au Rwanda, entre autres. Durant ces missions, il a collaboré avec des psychologues africains au bord du burn-out, suite à leur travail auprès de victimes du génocide. De leur donner des outils pour travailler tout en se protégeant eux-mêmes était un des buts. Depuis 2005, M. Freudiger travaille exclusivement dans la psychologie de l’urgence. Il est sollicité par la police, les ambulanciers, les hôpitaux et différentes écoles ou institutions. Lors de ces interventions, son rôle est de soutenir les personnes dans l’immédiat. Il a beaucoup d’expérience dans des évènements tragiques comme le SIDS, les enfants mort-nés, des décès de Michael Freudiger mère sub- ou post-partum, etc. M. Freudiger est enseignant et intervenant auprès de différentes écoles (ZHAW pour les sages-femmes) et institutions même en Romandie. Ces deux jours de formation nous permettent, à nous sagesfemmes, d’acquérir des connaissances en psychologie de l’urgence, pour mieux soutenir les personnes concernées, mais aussi pour nous protéger nousmêmes lors de confrontation avec des situations tragiques. Je ne peux que vous encourager à participer à la formation proposée. Renseignements et inscription jusqu’au 27 avril 2011: www.sage-femme.ch. Formation organisée par la FSSF, en partenariat avec la HEdSGenève. 27 mai et 17 juin 2011 de 9h à 17h, Fribourg. Cours 17/2011 Il pianto dei bebè e le reazioni dei genitori: come sostenerli? Care colleghe, Michèle Gosse torna in Ticino! Due giorni di formazione con una persona che avete avuto l’occasione di conoscere l’anno scorso durante il corso sulla PAN. Se avete voglia di approfondire le vostre conoscenze sul tema dei pianti dei bebè, non esitate ad iscrivervi. Gli obiettivi del corso: – Selezionare e chiarire le informazioni sulle reazioni dei bebè – Sviluppare l’effetto dei pianti sull’adulto – Facilitare l’acquietamento dei genitori e di conseguenza quello dei bambini – Conoscere dei metodi per calmare i bebè Il contenuto del corso: – Nozioni teoriche: il nesso tra gli stati di vigilanza e i pianti, quello tra le emozioni e i pianti e la teoria sinattiva: un utensile d’osservazione – Acquisizione d’esercizi, gesti, posizioni et massaggi calmanti – Approfondimento dell’arte d’accompagnare i genitori. – Esercizi sull’ascolto, sulla valorizzazione e sulla trasmissione di un’attitudine adeguata. Michèle Gosse, fisiologista, insegnante di lavoro corporeo e formatrice in diverse scuole sanitarie. Co-anima da più di venti anni corsi di preparazione alla nascita con levatrici e pratica l’accompagnamento perinatale in aptonomia. Informazioni e termone d’iscrizione: www.levatrice.ch, 15 agosto 2011. Formazione organizzata dalla FSL. 15–16 settembre 2011 de 9h à 17h, Lugano o Bellinzona. Il reste encore quelques places pour les cours suivants: 12. La crise psycho-sociale. 27 mai et 17 juin 2011 à Fribourg. 13. Potion magique/phytothérapie. 28–29 mai 2011 à Fribourg. 14. Cours d’informatique. 27–30 juin 2011 à Lausanne. 15. Je suis SAGE, je suis FEMME... 3 et 24 septembre à Vevey. 16. PAN: approche globale. 8–10 septembre à Vevey. 17. Il pianto del bebé e le reazioni dei genitori. 15–16 settembre a Lugano o a Bellinzona. 18. Utérus cicatriciel. 15 septembre à Payerne. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 27 Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 28 Werden Sie Teil des BeBo® Erfolgskonzepts BeBo® Diplom-Ausbildung zur BeckenbodenKursleiterin/zum Beckenboden-Kursleiter für Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Hebammen, med. Praxisassistentinnen, Bewegungstherapeuten. Ausbildungstermine Zürich Teil 1+2 16./17.09.11 14./15.10.11 Aarau Teil 1+2 09./10.09.11 28./29.10.11 Teil 2 auch für den männlichen Beckenboden möglich: Zürich 11./12.11.11 Detaillierte Unterlagen zum BeBo®-Erfolgskonzept unter: BeBo® Gesundheitstraining, Friedackerstrasse 52, 8050 Zürich, Telefon 044-312 3077 www.beckenboden.com, [email protected] Der Weg zur sanften Geburt HypnoBirthing®-die Mongan Methode Seminare zur Zertifizierten KursleiterIn Nächste Kurse: 12.-15. Mai, Freiburg 23.-26. Juni, Berikon CH 30. Juni, 1.-3. Juni Hamburg Kontakt: Sydney Sobotka-Brooks Annonce gratuite ©Tdh / Sandro Mahler www.hypnobirthing.ch [email protected] tel: +41 44 734 31 78 ❑ Oui, je souscris un parrainage solidarité en faveur des enfants. Je verserai chaque mois: ❑ Fr. 40.❑ Fr. ________ ❑ Je souhaite recevoir plus d’informations sur les parrainages de Tdh ❑ Mme ❑ M. 34630 Nom ______________________ Prénom ____________________ Rue _______________________ NPA / Lieu __________________ Date ______________________ Signature ___________________ 058 / 611 06 11 s Terre des hommes, Parrainages Av. Montchoisi 15, 1006 Lausanne s [email protected] | www.tdh.ch Innenteil_S19_29 29.3.2011 8:58 Uhr Seite 29 Committed To Your Success Universitätslehrgang Master of Science in Midwifery Multitrac® Für die Vorbereitung auf die sanfte Geburt Der Universitätslehrgang „Midwifery“ startet am 24. Oktober 2011 bereits zum fünften Mal an der Donau-Universität Krems. Ziel dieses berufsbegleitenden Lehrgangs ist die Verbindung von traditionellem Hebammenwissen und persönlicher Erfahrung mit modernen Managementmethoden und wissenschaftlicher Arbeit. Der Universitätslehrgang dauert vier Semester und richtet sich an Hebammen und Geburtshelfer mit mehrjähriger Berufserfahrung, die sich auf Führungsaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitswesens vorbereiten oder als selbstständige UnternehmerInnen tätig werden wollen. M S ImholzDesign E AU UN ERSI IV Donau-Universität Krems Dr.-Karl-Dorrek-Strasse 30, 3500 Krems, Austria www.donau-uni.ac.at K R Topol AG, Aengermatte 94, CH-4936 Kleindietwil Tel. +41 62 923 04 43 Fax +41 62 923 04 41 [email protected], www.topol.ch T TA ® DON Start: 24. Oktober 2011 Dauer: 4 Semester, berufsbegleitend Kosten: EUR 11.500,Information: Mag. Michael Ogertschnig, Tel: +43 (0)2732 893-2818 E-Mail: [email protected] www.donau-uni.ac.at/midwifery Burgerstein Schwangerschaft & Stillzeit: Tut gut. Burgerstein Vitamine Vert ra ue ü sw e Vitam in- M sv in es la p t e co es ig lus ed R e a de r ’s D it a m gn 11 de n fi a n c e vot ST MO ue www.burgerstein.ch st rdig ade by re rs ed ke ar n Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie. rq s&s 216x149 d indd 1 Burgerstein Schwangerschaft & Stillzeit deckt den erhöhten Bedarf der Mutter an Mikronährstoffen während der Schwangerschaft und Stillzeit und unterstützt damit die gesunde Entwicklung des Kindes. La ma Antistress AG Gesellschaft für Gesundheitsschutz, 8640 Rapperswil-Jona Kinderleichte Unterstützung für Mutter und Kind. di 16 3 2011 9:40:18 Uhr Actuel_S30_31 28.3.2011 8:56 Uhr Seite 30 A C T U A L I T É Etats-Unis Lausanne, 5 mai 2011 Toutes en rouge et noir! Pour la Journée internationale des sages-femmes, le comité de la section Vaud-Neuchâtel-Jura propose une marche à travers la ville de Lausanne, depuis la gare jusqu’au CHUV. Chaque étape prendra environ un quart d’heure et, à chaque halte, un quart d’heure sera consacré aux échanges avec le public. Itinéraire 11.00 h: 11.30 h: 12.00 h: 12.30 h: 12.45 h: 13.00 h: 14.00 h: Gare de Lausanne – Hall principal Place Saint-François Place de la Pahud Place de la Riponne Métro en direction du CHUV CHUV – Hall du bâtiment principal Fin Slogan 2011 «Pour chaque grossesse, une sage-femme!» Des flyers seront à disposition. Le petit plus qui change tout Pour renforcer la visibilité de la profession, les sages-femmes sont invitées à s’habiller en rouge et noir. Statistique 2010 Les naissances augmentent mais pas partout Dans deux tiers des cantons, on constate une augmentation des naissances, notamment dans les cantons d’Appenzell Rh.-Ext. (+11,6%), d’Argovie (+8,5%), de Bâle-Ville (+8,0%) et du Valais (+7,3%). Les cantons, où le nombre de naissances a le plus reculé, sont Obwald (–2,2%), Neuchâtel (–2,7%), Jura (–2,9%), Appenzell Rh.-Int. (–4,9%) et Schaffhouse (–6,1%). Pour l’ensemble de la Suisse, l’indicateur conjoncturel de fé- condité, soit le nombre moyen d’enfants par femme en âge de procréer, est passé de 1,50 en 2009 à 1,52 en 2010: il confirme la reprise modérée de la fécondité de notre pays amorcée en 2004. L’âge moyen de la mère à la maternité est resté stable et s’élève à 31,2 ans. Ce sont principalement les femmes de plus de 30 ans qui sont à l’origine de la hausse des naissances observées. Source: Communiqué de presse 24. 2. 2011 de l’OFS Cours pour migrantes Reportage sur «Enceinte à Genève» Dans son édition du 28 février 2011, le journal «Le Courrier» a consacré une pleine page au cours de préparation à naissance organisé par l’Arcade des sages-femmes de Genève pour les migrantes non francophones. A consulter sur notre site www.sage-femme.ch > Parents > Actualité 30 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Pour une surveillance diététique La prise de poids maternelle durant la grossesse est corrélée à l’augmentation du poids de l’enfant à la naissance et au risque d’obésité plus tard dans son existence. Toutefois, des facteurs génétiques peuvent entrer en ligne de compte et se confondre avec d’autres effets. Les auteurs d’une importante étude de cohorte ont examiné les corrélations entre la prise de poids maternelle et le poids de naissance de l’enfant dans une population de femmes ayant eu plusieurs enfants. Méthodologie Les dossiers de toutes les naissances connues dans les états du Michigan et du New Jersey entre le 1er janvier 1989 et le 31 décembre 2003 ont fourni les données chiffrées. N’ont été retenues que les femmes ayant eu au moins deux enfants, en excluant les grossesses multiples, les gestations de moins de 37 SA ou de plus de 41 SA, les cas de diabète maternel, les poids à la naissance de moins de 500 g ou de plus de 7 kg ainsi que les cas pour lesquels la prise de poids maternelle reste inconnue. Les auteurs ont étudié comment les différentes prises de poids de chaque femme lors de leurs grossesses pouvaient influencer le poids des enfants à la naissance. Pour limiter l’effet des facteurs de confusion d’origine génétique, ils ont réalisé les analyses à l’intérieur de chaque famille. Résultats L’étude porte sur 51501 femmes d’âge moyen 27,7 ans et 1164750 enfants (soit 2,17 enfants par femme en moyenne). Une corrélation significative a été notée entre la prise de poids maternel et le poids de naissance de l’enfant ( 7.35, 95% CI 7.10–7.59, p<0·0001). La prise de poids moyenne pendant la grossesse était de 13,7 kg et le poids moyen des enfants à la naissance de 3453 g. Au total, une prise de poids de plus de 24 kg pendant la grossesse doublait le risque d’avoir des enfants de plus de 4000g (OR=2.26 IC 95%=[2.09;2.44]) par rapport aux femmes dont la prise de poids se situait entre 8 et 10kg. Conclusions La prise de poids maternelle durant la grossesse augmente le surpoids de l’enfant, indépendamment des facteurs génétiques. Une prise en charge diététique des femmes enceintes est par conséquent importante pour lutter efficacement contre l’obésité. Source: Ludwig DS., Currie J. The association between pregnancy weight gain and birthweight: a within-family comparison. Lancet. 2010 Sep 18; 376(9745): 984–90. Procréation médicalement assistée Plus de 2% des naissances en Suisse En 2009, près de 6300 couples ont suivi un traitement de procréation médicalement assistée et quelque 10400 cycles de traitements ont été initiés. Ceux-ci ont abouti à 2250 grossesses, qui ont donné 1628 naissances et 1891 enfants nés vivants. Parmi eux, on a dénombré 17% de jumeaux et deux cas de triplés. Huit enfants sont morts à la naissance. Les femmes qui ont commencé leur premier traitement en 2009 avaient en moyenne 36,0 ans, un âge en légère hausse par rapport à l’année précédente. L’âge moyen du partenaire était de 39,2 ans. Source: Communiqué de presse 22. 2. 2011 de l’OFS. Actuel_S30_31 28.3.2011 8:56 Uhr Seite 31 Valables pour toute la Suisse Interpellation de Liliane Maury Pasquier Nouvelles courbes de croissance Des nouveaux-nés victimes de «désintégration» Pendant ces dernières deux années, le Groupe de travail «Courbes de croissance» de la clinique pédiatrique de Zurich a élaboré de nouvelles courbes de croissance. Les courbes sont approuvées par la Société Suisse de Pédiatrie (SSP), la Commission de nutrition de la SSP, le Groupe de travail obésité de la SSP, la Société suisse d’endocrinologie et diabétologie pédia- triques (SSeDP) et la Société suisse pour la pédiatrie du développement (SSPD). On peut télécharger les différents sets de courbes à partir des sites web de la clinique pédiatrique de Zurich (www.kispi.uzh.ch ) et de la Société Suisse de Pédiatrie (www. swiss-paediatrics.org ) sous forme de document PDF. On peut commander la version imprimée des courbes auprès de la Fondation Rossfeld (Bürozentrum und Berufsschule Rossfeld, Reichenbachstrasse 122, Postfach 699, 3004 Berne 4, fax 031 300 02 99, e-mail: [email protected]). Parrainage de la brochure illustrée Weleda Une fois de plus, l’entreprise Weleda soutient de manière substantielle la réédition de la brochure illustrée «En de bonnes mains... celles de votre sage-femme». La Fédé- ration suisse des sagesfemmes se réjouit de ce généreux parrainage! «Protection contre le tabagisme passif» Le Conseil fédéral rejette l’initiative, la FSSF la soutient Dans son nouveau message au Parlement, le Conseil fédéral confirme que la protection contre le tabagisme passif est insuffisante. Il rappelle que, chaque jour, des travailleuses et des travailleurs sont exposés à la fumée nocive du tabac dans les restaurants et que 64% de la population habitent dans des cantons où les établissements fumeurs de moins de 80 m2 ou les fumoirs avec service restent autorisés. Le Conseil fédéral reconnaît également le niveau élevé des coûts sociaux et médicaux qu’engendre le tabagisme passif. Et pourtant, il demande au Parlement de rejeter l’initiative «Protection contre le tabagisme passif» sans lui opposer de contreprojet. Les défenseurs de l’initiative partagent l’analyse du gouvernement, mais sont déçus du manque de courage qui y fait suite. «Pointer ainsi du doigt les lacunes de la Loi fédérale et, en même temps, rejeter l’initiative populaire sans contreprojet, voilà qui échappe à toute logique», rétorque Otto Piller, membre du comité d’initiative. Le contenu de l’initiative correspond au projet de loi de juin 2007, qui avait été soutenu par le Conseil fédéral et par la majorité de la Commission de la santé du Conseil national. «Soit le Parlement rédige un contreprojet raisonnable, soit c’est par les urnes que la population lui signifiera sa volonté», ajoute Otto Piller avec conviction. Source: Communiqué de presse du 11 mars 2011. Lors de la séance du 1er mars 2011 dernier du Conseil des Etats, le conseiller fédéral Didier Burkhalter a répondu brièvement à l’interpellation que Liliane Maury Pasquier avait déposée à la mi-décembre 2010 sur les suites que le Conseil fédéral compte donner à une étude démontrant d’importantes disparités sanitaires entre les nouveaux-nés des femmes suisses et migrantes. L’analyse, menée pour le compte de l’OFSP par la professeure Paola Bollini et le professeur Philippe Wanner et dont les résultats ont été publiés en 2010, confirme l’existence d’importantes inégalités en matière de santé reproductive, dont ils donnaient la preuve en 2006 déjà. Constats Comparé aux Suisses, le risque de mortalité néonatale, de morbidité et de faible poids à la naissance est de 40% plus élevé pour les migrants. Certaines malformations congénitales neurologiques évitables surviennent deux fois plus souvent. Le recours aux césariennes est également plus fréquent chez les femmes non européennes, et la mortalité maternelle quatre fois plus élevée parmi les étrangères. En comparaison européenne, les auteurs ont aussi démontré que ce phénomène est dû à la faiblesse de notre politique d’intégration. La peur de perdre leur emploi ou d’être expulsées met une large partie des 20 000 migrantes qui sont enceintes en Suisse sous pression pendant leur grossesse. En outre, leur isolement social et leurs difficultés de communication avec les professionnel(le)s de la santé, sans parler de la peur d’être dénoncées des femmes en situation irrégulière, freine leur accès aux soins. Au vu de cette situation, les auteurs suggèrent notamment d’améliorer la protection des femmes enceintes sur le marché du travail, d’introduire un statut de séjour protégé pour les femmes enceintes en situa- tion illégale, et de généraliser la présence d’interprètes lors des consultations anténatales prévues par la LAMal. Réponse donnée au Conseil des Etats Le 1er mars 2011, le conseiller fédéral Didier Burkhalter a confirmé qu’il s’agit là d’un sujet très important pour le Conseil fédéral. Il précise toutefois que les soins relèvent de la compétence des cantons et que la Confédération doit venir en soutien dans ce domaine, comme elle l’a fait – par exemple – pour la traduction en 18 langues du guide de santé. En outre, le conseiller fédéral Didier Burkhalter rappelle que «La Confédération a entrepris le développement d’un outil électronique d’apprentissage (e-learning tool) pour promouvoir les compétences transculturelles parmi les médecins et le personnel soignant. Le projet favorise l’interprétariat communautaire, la formation et l’assurance qualité dans le domaine de la santé. Dans ce même domaine, un service d’interprétariat téléphonique sera disponible dès le printemps 2011». L’interpellatrice met toutefois fortement en doute l’adéquation de ce service avec les besoins des personnes concernées. Bien sûr, deux interventions parlementaires visant à développer les services d’interprètes dans le domaine de la santé ont été rejetées ces dernières années par le Parlement, mais il faut voir s’il n’y a pas lieu d’y revenir, d’autant plus que le ministre de la santé affirme qu’il n’y est «pas du tout opposé». Affaire à suivre, donc. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 31 Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 32 D O S S I E R Les sages-femmes sont confrontées quotidiennement à la gestion de la douleur. Nous sommes peut-être les mieux placées pour comprendre que la notion de douleur est quelque chose de personnel. La perception de la force des contractions est très intime et il nous appartient d’entendre le discours de chaque femme, car c’est leur propre accouchement. Le contexte et la préparation ont une énorme influence sur la gestion de la douleur. Une femme qui va dans une maison de naissance pensera très différemment qu’une femme qui arrive à la maternité en demandant directement une péridurale, sans même avoir expérimenté les douleurs. Nous ne pouvons que les accompagner et faire au mieux sans les forcer. Il est donc important d’avoir une bonne information sur les possibilités, sur les différentes options, afin de répondre au plus juste à la demande, afin que la femme ne se sente pas dépossédée de son accouchement. Ce mois-ci, nous avons un large panel explicatif sur ce qu’il est possible d’offrir aux patientes. Il y a également un grand intérêt à connaître les limites de ces différentes méthodes. Nous vous présentons différentes méthodes de la plus psychologique à la plus oubliée. En effet, l’hypnose est peu utilisée, alors que c’est une méthode non médicamenteuse de choix. Le TENS est complètement oublié dans la plupart des maternités, alors qu’apparemment c’est aussi une méthode efficace. Ce dossier n’est cependant pas exhaustif, car il nous manquait de place pour pouvoir tout aborder. Je pense au yoga, qui est également une méthode de préparation à la gestion de la douleur et une préparation à vivre les contractions de manière plus supportable grâce au souffle et au mouvement. C’est donc un sujet qui mériterait une suite. En attendant, je vous souhaite un heureux printemps et une bonne lecture ! Edith de Bock-Antonier 32 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Hypnose médicale Entrer dans un « L’auteure explique ce que peut apporter l’hypnose médicale dans la profession de la sage-femme sans l’enfermer dans une méthode qui garantirait un résultat. Pratiquée dans le sillage d’Erickson et de Roustang, l’hypnose investit le champ de la rencontre et, de ce fait, les modulations imprévisibles et singulières de la relation. C’est donc sous cet angle qu’elle cerne les avantages de cette possibilité. Elle la considère comme une «corde supplémentaire» à son arc qui nécessite toutefois un savoir-faire particulier. Le cycle de la maternité, le passage qu’est la naissance, puis les premiers jours, les premiers mois de vie avec un nouveauné: autant de moments particuliers et significatifs dans la vie d’une femme, moments intenses d’émotions, de bouleversements, de transformations: paradoxe entre ouverture et replis sur soi, entre vulnérabilité et force. L’expérience de la maternité renvoie en écho à l’expérience de son propre vécu de fœtus, à sa propre naissance et au face-à-face poignant avec le nouveau-né, avec l’autre. La sphère du vécu subjectif prend le devant de la scène et estompe souvent la part du vécu plus rationnel, objectivable. Mettre au monde? Bonheur. Douleurs physiques, fatigues, tensions, déchirure du corps, souffrance du cœur et de l’âme, etc. Mettre au monde: douleur aiguë, tantôt décrite comme insupportable, tantôt Floriane Udressy, sage-femme indépendante, chargée de cours à la Haute école de santé de Genève. décrite comme acceptable. «Faites que cela cesse!» «Je vais mourir!» ou «Le mal joli, aussitôt l’enfant mis au monde, bientôt oublié». Comment accompagner une femme dans le voyage de la naissance? Comment l’accompagner dans cette traversée, dans ce passage, sans la trahir ni la devancer, dans le respect de sa personne, de son sujet? L’hypnose médicale, de quoi s’agit-il? L’hypnose a acquis ses lettres de noblesse en médecine, autant par les nombreuses recherches scientifiques à son sujet déjà menées depuis les années 30 par Hull (cf. Photos: Josianne Bodart Senn E D I T O R I A L Une douleur aiguë qui fait dire «Faites que cela cesse!» ou «Je vais mourir!» Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 33 n «autre» sentir encadré) et jusqu’à nos jours, que par les applications médicales où elle a fait ses preuves, telles que les douleurs rebelles, affections somatiques et psychiques. Etre en transe, synonyme de l’état hypnotique, est une expérience naturelle que nous expérimentons tous, de façon spontanée plusieurs fois par jour1. En simplifiant, nous pourrions dire que, de même qu’il existe deux états de sommeil, il existe deux états de veille, un «état de veille habituel» et un état de transe qui lui-même est défini comme «état de veille paradoxal» ou «état de conscience modifiée». En médecine, dans les différents cadres de soin, l’état hypnotique est induit volontairement, la personne hypnotisée gardant cependant toujours son libre arbitre. Bien qu’il s’agisse d’une expérience subjective, un observateur extérieur attentif pourra reconnaître une personne en transe à plusieurs indices. Voici ce que le psychiatre Gérard Salem nous en dit: «Le corps est plongé – en général assez rapidement – dans un état de léthargie, de détente parfois très profonde, accompagnée d’un désintérêt envers tout effort, des sensations de légèreté et de flottement, la musculature étant relaxée comme dans le sommeil, la respiration et le pouls habituellement ralentis, la tension artérielle diminuée. Les réflexes ostéo-tendineux sont présents (contrairement à ce qui se passe durant le sommeil). Les mouvements volontaires sont inhibés (catalepsie), les muscles du visage relâchés et davantage irrigués (vasodilatation périphérique), le réflexe de déglutition est espacé ou suspendu (…) Le sujet décrit des sensations inhabituelles, parfois paradoxales: lourdeur et légèreté simultanée du corps ou des membres, modifications diverses du schéma corporel, fourmillements dans les extrémités, etc. L’imagerie, l’intuition et l’évocation l’emportent sur le raisonnement. L’expression des émotions est facilitée, l’impression que quelque chose de peu ordinaire est en train de se passer est décrite». Ce tableau clinique offre d’une façon assez évidente une perspective d’outils précieux pour l’accompagnement de la grossesse et pour l’antalgie durant l’accouchement. En plus des aspects de détentes et de respiration facilitée, cet état de veille paradoxal facilite la libération de morphine endogène. La plupart des sages-femmes ont déjà observé que les femmes se mettent parfois spontanément en transe et elles les accompagnent de façon intuitive et pertinente. Cette «physiologie de la transe» est également connue au travers de différentes méthodes où elle intervient, comme le training autogène de Schulz, la sophrologie de Caysedo, ou même l’accouchement sans douleur de Lamaze. La relation de soin ne fonctionne pas comme une machine, son efficacité ne saurait se laisser enfermer dans le déterminisme. Ainsi que le développe Eric Bonvin, il s’agit de sortir de la logique du contrôle: «neurosciences, biotechnologies et méthodes de communication se partagent aujourd’hui le discours sur la relation humaine qu’ils ramènent à l’idée du contrôle et du pilotage de l’individu par la gestion de son esprit-cerveau-ordinateur (…) C’est ainsi que sous l’effet des sirènes de la techno-science et des sciences de la communication les métiers de la thérapie se plaisent à faire un large usage de ces machines à piloter la communication que sont les méthodes thérapeutiques». Se risquer à l’expérience de la transe, c’est précisément se risquer à quitter la modalité du contrôle et expérimenter la modalité de la participation. Immergé dans l’expérience, un certain lâcher-prise devient possible. A quoi nous invite l’état hypnotique? Nous l’avons vu, entrer en état hypnotique, c’est changer son mode de relation au monde, au réel. L’étymologie nous éclaire: dans la mythologie grecque, Hypnos est le fils de la nuit et le frère jumeau de la mort. Se relier à Hypnos suppose faire la place – du moins un instant – à cette partie dans l’ombre. C’est se relier à son inconscient, accéder à ses ressources et les activer. Le préambule consiste à créer l’espace de la transe: faire que cela soit possible et le laisser exister. C’est là le rôle essentiel de la sage-femme utilisant l’hypnose: créer le cadre, et le maintenir, contenir ce qui s’y passe, sans trop se soucier du contenu d’ailleurs, mais en être la gardienne, fermement attentive et présente. Dans un deuxième temps, il s’agira d’induire la transe: se focaliser sur sa respira1 Voir aussi: Un art de la relation précieux pour la sagefemme. In: Sage-femme.ch, 2/2009, 32–34. Historique Les sources de l’hypnose médicale L’hypnose médicale fait son apparition dans notre culture occidentale avec Mesmer (1734–1815), médecin allemand, inventeur du «magnétisme animal». Elle sera développée et étudiée par des généralistes et des chirurgiens tels que Braid (1795–1760) à Manchester, qui lui donnera le nom d’«hypnotisme». C’est à cette époque que l’hypnose est utilisée comme méthode anesthésique ou analgésique, en chirurgie, notamment par les médecins Elliotson et Esdaile. A Paris, le neurologue Charcot (1825–1893) s’y intéresse et l’enseigne dans le cadre de l’étude sur l’hystérie. Il fut critiqué par les médecins et psychiatres français de Nancy, Liébeault (1823–1904) et Bernheim (1837–1919) qui considèrent l’état hypnotique comme un état physiologique. Le psychiatre Freud (1856– 1939) pratique aussi l’hypnose dans un premier temps, puis l’abandonne en développant sa cure psychanalytique. Bien que l’utilisation clinique de l’hypnose s’estompe un peu, les recherches expérimentales continuent, en France (Janet Binet), en Allemagne (Moll), en Suisse (Forel), en Union soviétique (Pavlov). En Allemagne, Schultz (1884– 1970) crée à partir de l’hypnose, le «training autogène». C’est aux EtatsUnis, dans les années 30, à l’université de Yale, que Hull lance un vaste programme de recherche consacré à l’hypnose. Son disciple Erickson (1901– 1980), psychiatre en Arizona, rénove le champ clinique de l’hypnose dès les années 50 et réhabilite l’utilisation de l’hypnose en médecine et en psychothérapie. Erickson définit une nouvelle forme de relation entre l’hypnothérapeute et son patient et ce, en lien avec le courant d’idées du groupe de Palo Alto et de son leader Bateson (1904– 1980), anthropologue et chercheur britannique. Dans la continuité, en France, les travaux et les écrits de Roustang font référence depuis les années 90 dans le monde de l’hypnose. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 33 Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 34 Evidence Based Medicine Faits probants pour l’hypnose médicale Plusieurs études scientifiques démontrent l’efficacité de l’hypnose médicale. VandeVusse et al (2007) ont comparé 50 femmes enceintes qui avaient appris en période prénatale à utiliser l’hypnose et 51 femmes n’ayant aucune préparation dans ce domaine. Les deux groupes étaient par ailleurs comparables au point de vue démographique. Le groupe préparé à l’hypnose a eu significativement moins besoin de calmants, d’analgésiques et d’anesthésie locale, et leurs bébés ont un Apgar à une minute significativement meilleur, les autres effets n’étant pas significatifs. Par ailleurs, l’étude menée par Brown (2007) constate également une utilisation significativement moindre d’analgésiques lorsque l’hypnose est utilisée, de même qu’un raccourcissement des phases 1 et 2. Elle présente en outre six cas d’utilisation de l’hypnose qui ont permis d’éviter une menace d’accouchement prématuré. Enfin, une revue Cochrane (Smith 2006) a mis en évidence l’efficacité de plusieurs moyens complémentaires durant l’accouchement, parmi lesquelles l’hypnose. Cinq études intégrant les données concernant au total 749 femmes attestent que l’autohypnose limite l’utilisation des analgésiques pharmacologiques, péridurale comprise. En outre, en comparaison avec les groupes de contrôle, les femmes bénéficiant de l’hypnose ont été plus satisfaites de leur gestion de la douleur. Les auteurs admettent cependant que le nombre de femmes observées est encore trop faible. VandeVusse L. et al. Hypnosis for childbirth: a retrospective comparative analysis of outcomes in one obstetrician’s practice. Am J Clin Hypn. 2007 Oct; 50(2): 109–19. Brown DC., Hammond DC. Evidence-based clinical hypnosis for obstetrics, labor and delivery, and preterm labor. Int J Clin Exp Hypn. 2007 Jul; 55(3): 355–71. Smith CA. et al. Complementary and alternative therapies for pain management in labour. Cochrane Database Syst Rev. 2006 Oct 18; (4): CD003521. tion, sur la voix de la personne qui guide la transe, sur un point fixe ou sur le massage du partenaire; se rassembler, se concentrer, se focaliser sur sa douleur par exemple, être intensément avec son bébé ou être totalement ici et en même temps totalement ailleurs... Une porte s’ouvre. Entrer en transe est le plus souvent décrit par l’hypnotisé comme entrer «dans un autre sentir». Voilà qui est intéressant pour 34 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch l’analgésie. Roustang nomme ce phénomène en ces différents termes: perceptude, perception holiste, «ne plus sentir tout autant que sentir», la sensorialité première ou «le sentir partout à la fois». Il précise: «En nous immergeant dans le sentir sans réflexion, nous réapprenons la finesse et la perspicacité du sentir(…) Ce sentir propre au vivant est d’abord un laisser se mélanger toutes les données et ensuite une attente que tout retrouve sa place». De ce fait, le symptôme, la douleur en l’occurrence, se retrouve d’emblée dans un nouveau champ plus vaste avec plus de possibilités pour se définir, se réinventer, et finalement se transformer. Il y a comme une redistribution des cartes qui est en jeu. La douleur peut s’agrandir et se diluer, se rétrécir, se fragmenter et même disparaître, devenir un feu d’artifice et de couleurs apportant de la force ou devenir une petite rivière qui se découvrira coulée de larmes, ou mille autres formes encore! Un exemple parmi d’autres Je me souviens de cette femme qui se plaignait d’une douleur insupportable, une brûlure vive qui résistait sur le côté droit à chaque contraction malgré une analgésie péridurale. Entrer en transe fut, pour elle, entrer dans cette douleur, s’y laisser absorber dans un premier temps, complètement. Définir, toucher, sentir, devenir cette brûlure, sentir l’appel de ce feu, là. L’intégrer. La présence soutenue à cette sensation amena le désir d’eau et les images d’une pluie bienfaisante firent leur apparition. Une pluie fine tout d’abord, avec son tambourinement sur le toit. Elle est sous les toits de ce chalet au mayen qu’elle connaît bien, qu’elle aime tant. Lui reviennent aussi les odeurs, autant celles du bois que de la pluie, de l’herbe un peu aussi, et la douceur de ce son régulier qui la berce un peu. A chaque contraction, elle y retournera. La douleur est toujours là, mais le feu s’est apaisé, il a trouvé sa place. L’imagination libérée avait fait son œuvre analgésique. Entrer en transe est aussi souvent vécu et observé comme une mise en mouvement. Les sages-femmes le savent bien: le travail de la naissance procède d’une dynamique, d’un mouvement. Et, parfois, celui-ci peine: le moteur faiblit, ou alors le mobile fœtal s’engage mal, ne trouve pas le mouvement de spirale, le col ne s’ouvre plus, on parle de stagnation. Les difficultés du travail sont associables à des arrêts du mouvement de la vie, à une fixité, à une rigidification de la circulation du vivant. Peur, crispation et tension sont bien connues en salle de naissance, et pour cause. La proposition du lâcher-prise ou du mouvement est souvent à ce stade refusé par les parturientes et tout semble bloqué. Demandez à quelqu’un qui souffre de se détendre, il risque bien de vous regarder de travers! En transe, tout se passe comme si le lâcher-prise se faisait à son insu. En effet, il faut pouvoir s’appuyer sur quelque chose pour lâcher et vouloir ne suffit pas. Plonger, même quelques instants, dans cet état, c’est quitter la modalité du contrôle pour donner toute sa chance au mouvement de la vie. «La pratique de l’hypnose doit être comprise non comme une mise en conformité mais comme une mise en mouvement» (Roustang, p. 151). Quelle posture pour la sage-femme? Peut-être, y a-t-il, avec l’hypnose médicale, la possibilité de rendre visible quelque chose d’invisible. Un rôle professionnel qui n’a pas grand-chose à voir avec «être gentille avec la patiente» ou «tenir la main de la dame» mais un savoir relationnel riche et complexe où la plus grande liberté est de mise, celle de la créativité de l’instant: sans cesse renouvelée et, à coup sûr, étonnante. Signe que la vie y prend ses aises et ses droits! Utiliser l’hypnose comme une corde à son arc dans sa pratique implique une exigence: mettre en évidence sa responsabilité dans la relation professionnelle et expliciter cette place dans le projet de soin. Mais, au fil des transes, ce qui m’apparaît avec force aujourd’hui, c’est la nécessité d’accepter une certaine incertitude, et même de renoncer paradoxalement à tout projet pour la patiente, en l’occurrence pour la parturiente. Laisser le dialogue se faire et, d’image en image, avancer à l’aveugle, de sensations en sensations, laisser se présenter une solution à laquelle on ne s’attendait pas et que, de tout évidence, on n’avait pu prévoir. Oublier totalement à ce moment mon savoir de sagefemme, et dire avec le poète Christian Bobin: «Avec un peu de patience, j’aurais fait un assez bon idiot du village. C’est un métier que presque plus personne n’exerce: trop difficile, sans doute». Un savoir-faire particulier assurément: soigner d’une main le corps vu par la médecine scientifique et de l’autre celui qui 왗 s’émeut et se meut. Références Bonvin Eric (2009): Nature et mouvements de la relation humaine. Médecine&Hygiène, coll. HypnoseS, 190 p. Bobin Christian (2003): Ressusciter. Folio, 163 p. Roustang François (2006): Savoir attendre. Pour que la vie change. Odile Jacob, 235 p. Salem Gérard (1997): Soigner par hypnose. Ling, 205 p. Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 35 F O C U S Analgésie obstétricale Moyens autres que la péridurale Nous avons demandé à un spécialiste de l’analgésie de dresser un panorama des moyens qui, de son point de vue, sont actuellement à disposition pour diminuer autant l’angoisse que la douleur. Dr. Dominique Vermot, anesthésiste, Hôpital Riviera Montreux. L’accouchement est un moment fort dans la vie d’une femme. Cet événement, bien que heureux dans une grande majorité de cas, n’en est pas moins vu avec une certaine appréhension. Par le passé, les complications n’étaient pas rares: hémorragies massives, infections avec des conséquences parfois désastreuses. Le tout dans un climat de douleurs intenses. Si l’appréhension et les complications ne sont pas toujours présentes, la douleur, elle, est – par contre – toujours là. Elle est tenace, intense, évaluée à 8–9/ 10 sur l’échelle EVA (évaluation verbale de la douleur) et elle entraîne une démotivation et un épuisement. Il est donc impératif de la traiter afin d’en diminuer l’intensité. Dans le contexte de l’accouchement, les drogues antalgiques absorbées par la mère, par voie systémique notamment, passent la barrière fœto-placentaire et sont retrouvées chez les fœtus, avec pour conséquence une baisse de tonus et une altération de la fonction respiratoire. Notre marge de manœuvre s’en trouve donc réduite. Les substances données localement ont l’avantage de présenter des concentrations sériques réduites avec moins d’effets systémiques. 1. Moyens médicamenteux 1.1. Péridurale Avant d’aborder le cœur de l’exposé, à savoir les autres moyens que la péridurale, permettez-moi une petite parenthèse sur celle-ci. La pose de péridurale répond à des critères précis de coagulation et doit être posée dans des conditions de stérilité optimum. Elle peut être l’objet d’une réticence ou d’un refus de la part de certaines parturientes. Cette méthode diminue la mortalité de la mère ainsi que celle du fœtus [1,2,3]. Elle favorise la dilatation du col [4] et, de ce fait, raccourcit le temps du travail [5]. Pendant le travail, l’analgésie par péridurale reste la technique anesthésique de référence [6]. 1.2. Opiacés (6,7) Famille des phénylpipéridines (Péthidine, Fentanyl, Alfentanil, Sufentanil, Rémifentanyl). • Péthidine Premier opioïde synthétique, c’est un opiacé moins puissant que la morphine (75 mg = 10 mg de morphine). Le transfert placentaire est important. Sa concentration plasmatique est proportionnelle à l’intervalle entre la prise de médicament et la naissance. Il peut donc avoir des conséquences respiratoires. – Baisse de la saturation artérielle O2, 100=> 92%, hausse de la pression artérielle CO2 pendant 30–60 minutes – Apnées du sommeil paradoxal – Demi-vie de 4–8 h (15h) – Métabolisé par le foie – Efficacité faible – Dose 100–150 mg im – Nausées, vomissements – En association avec IMAO: agitation, delirium, céphalées, hypertension artérielle, hypotension artérielle, hyperpyrexie, convulsions, coma – Effets secondaires chez le nouveau-né: baisse de tonus, dépression respiratoire Actuellement, ce médicament ne semble plus avoir sa place durant la période de travail obstétrical. • Nalbuphine Agoniste K, antagoniste μ plus efficace que la Péthidine – Métabolisé par le foie – Dose: 20 mg iv – Administration par PCA iv: concentration 2 mg/ml, Bolus 1,5 ml, intervalle 10 minutes – Nausées, vomissements (moindres qu’avec la Péthidine) – Hypotension artérielle, tachycardie – Confusion, sédation – Effets secondaires chez le nouveau-né: risque de stockage si souffrance fœtale avec acidose • Fentanyl Beaucoup plus puissant que la morphine – Métabolisé par le foie – Dose: 50–100 μ/h Les moyens non médicamenteux font participer les parturientes qui gardent un rôle actif. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 35 Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 36 En résumé – En fin de grossesse, face à la venue de l’accouchement, la femme est actuellement moins dépourvue qu’auparavant. Elle peut avoir recours à une infrastructure (centre d’obstétrique, maternité) et à un personnel formé pour affronter la naissance. Les différentes méthodes à disposition permettent de diminuer l’angoisse ainsi que la douleur. – La péridurale est une technique très efficace, mais non dépourvue de dangers. Les sages-femmes doivent être à l’aise avec sa gestion. – D’autres moyens – médicamenteux et non médicamenteux – sont à disposition. Une étude réalisée en 2010 en Suisse alémanique (Salem-Spital, Berne) [8] démontre que l’utilisation du Rémifentanyl en PCA paraît être une alternative efficace et sûre, bien acceptée par les parturientes et les différents intervenants (résultats en allemand uniquement, sur www.soscisurvey.de/ultiva). Du fait de ses avantages, elle devrait remplacer l’utilisation des autres opiacés. – Les moyens non médicamenteux sont également à prendre en considération et ont une place importante. Ils sont sûrs, non invasifs et ne demandent pas d’infrastructures coûteuses. De plus, ils font participer les parturientes qui gardent un rôle actif dans cette période. – Délai d’action: 3 minutes – Durée: 20–30 minutes – Bonne efficacité analgésique – Effets secondaires chez le nouveau-né: baisse de la saturation artérielle O2 à 80–90% dans 60% du temps, baisse de la saturation artérielle O2 à 70–80% dans 10% du temps • Rémifentanyl Agoniste μ puissant, lipophile – Délai d’action très rapide: 83 secondes – Demi-vie: 4 minutes – Pas d’accumulation: il est métabolisé par les estérases plasmatiques et tissulaires – Pendant le travail, PCA: Bolus seul 0,25–0,5 μ/kg, durant tout le travail, baisse significative de l’EVA – Baisse de la saturation artérielle O2, sédation jusqu’à l’arrêt respiratoire – Plus efficace que la Péthidine et le MEOPA – Effets secondaires chez le nouveau-né: Apgar >9 à 5 minutes 36 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Conclusion L’analgésie parentérale obstétricale a une efficacité moindre que la péridurale. Elle est cependant meilleure si elle est autocontrôlée par la parturiente. Les contraintes sont: une préparation et une dilution (source d’erreur), la coopération de la patiente, la disponibilité de l’anesthésiste, une surveillance attentive (fréquence respiratoire entre autres), une situation adaptée avec un personnel formé. 2. Moyens non médicamenteux 2.1 MEOPA1 Le mélange équimolaire d’oxygène et de protoxyde d’azote (MEOPA) est très utilisé dans certains pays, comme la GrandeBretagne. – Mélange: O2 50% / N2O 50% – Inhalation durant toute la durée de la contraction – Inhalation pendant 20 minutes maximum – Passe la barrière fœto-placentaire – Pic cérébral 45 secondes après le début de l’administration – Avantages: facile à utiliser, inoffensif si utilisé ponctuellement, rôle actif de la parturiente – Inconvénients: efficacité relative, nécessite une bonne ventilation de la pièce, s’accumule dans les points bas, nécessite un système de distribution de N2O avec débitmètre, hypoxémie de diffusion lors de l’arrêt du gaz – Contre-indications: la patiente nécessite 100% d’O2, épanchements aériques non drainés (pulmonaires, intracrâniens, emphysème), persistance d’une bulle de gaz à l’intérieur de l’œil (hausse de la pression intraoculaire) 2.2 TENS Le Transcutaneus Electrical Nerve Stimulation (TENS) ou neurostimulation électrique transcutanée est une des techniques non médicamenteuses pour combattre la douleur qui est aussi utilisée pour lutter contre les nausées au cours de la grossesse. On utilise un courant électrique de faible dosage (10–30 milliampères) et de fréquence 40–150 Hz. Les électrodes sont placées sur la peau dans la région douloureuse. La personne ajuste le neurostimulateur de façon à trouver la meilleure intensité, la fréquence et la durée des pulsations qui lui procurent le meilleur soulagement. Le réglage varie fortement d’une personne à l’autre. L’effet disparaît dès que la stimulation s’interrompt chez certaines personnes, alors qu’il persiste chez d’autres. Deux hypothèses existent à ce sujet: Ou bien le système est basé sur la théorie du portillon: l’influx douloureux transmis au cerveau serait bloqué entre le nerf et la moelle épinière ❍ Ou bien le passage du courant électrique stimulerait la libération d’endorphines, enképhalines et dynorphines (analgésiques endogènes) qui induirait une diminution de la douleur Dans le cadre de l’accouchement, les électrodes stimulent deux points spécifiques d’acupuncture. Le TENS est utilisé pendant le 1er stade du travail. Attention: La technique peut déclencher les contractures prématurément. Elle est contre-indiquée lors du 3ème trimestre de la grossesse. Les électrodes ne doivent pas être placées au niveau de la tête, du cou et du cœur, de même que chez les personnes porteuses d’un PM. ❍ 2.3 Hypnose2 Son but est de faire passer la parturiente d’un état d’inconfort vers un état de transe agréable. De ce fait, elle améliore le confort de la parturiente et du personnel. Elle procure un sentiment de sécurité, de bienêtre, dans le temps comme dans l’espace. 2.4 Sophrologie Cette méthode non médicamenteuse est basée sur l’entraînement à la relaxation, la respiration en fonction des contractions et de la récupération après l’effort. Son but est d’apporter à la mère un bienêtre, une détente, une confiance en soi. Les séances sont individuelles ou en groupe avec, dans ce cas, l’échange et le partage d’expériences. Le conjoint est invité à participer. La préparation commence au 왗 3ème trimestre de la grossesse. [1] Chassard D.; Fillette D.; Mercier F.: Mortalité maternelle est anesthésie. Accouchement FORUM, http://forum.doctissimo.fr [2] Rapport du comité national d’experts sur la normalité (CNEMM) 2001–2006, Institut de veille sanitaire, janvier 2007, www.invs.sante.fr [3] Pr. F.J. Mercier (Dépt d’anesthésie-réanimation, Hôpital Antoine Béclère, Clamart, France): Actualité de l’analgésie péridurale pendant le travail. [4] Dr. Dailland (Hôpital Necker): Analgésie péridurale: Le renforcement de l’analgésie permet d’obtenir un assouplissement du col et la levée du spasme. [5] Wong C., Scavone BM. The risk of cesarian delivery with neuraxial analgesia given early versus late in labor. N. Engl. J. Med. 2005 352. 655–65. [6] R. Lantau (service d’anesthésie-réanimation, HUG) Les Essentiels 2006, p. 265–278. [7] Yung F.; de St Blanquet L.; Hamza J. (Hôpital St Vincent-de-Paul, Paris). [8] Immer-Bansi A.; Melber A.; Reinhardt D. Salem-Spital, Hirslanden, Bern. 1 2 Voir article dans le même numéro, p. 38. Voir article dans le même numéro, p. 32 – 34. Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 37 Maternité de Genève (HUG) Pratiques analgésiques actuelles Entretien avec le Dr. Georges Savoldelli, médecin-adjoint, Unité d’anesthésiologie, HUG. Pour les accouchements par voie basse, le taux d’utilisation de péridurale se situe actuellement entre 70 et 80%. Globalement, pour les nullipares si l’évaluation verbale de l’intensité de la douleur avant toute analgésie se situe autour de 7à 8 points (sur une échelle de 0–10), la péridurale permet de d’atteindre un score de 0 à 3, tandis que les autres moyens analgésiques abaissent ce score de manière plus modeste (5.5 à 6). Le gaz hilarant (protoxyde d’azote) peut constituer une des alternatives à la péridurale: 50% des parturientes qui l’ont utilisé se sentent soulagées, mais 30–40% ne constatent que peu ou pas d’effets. Beaucoup sont détendues mais, pour certaines, les nausées, les vertiges ou l’étourdissement liés à son utilisation sont difficilement supportables. L’utilisation du gaz hilarant dépend à la fois de l’héritage culturel (plus répandu dans certains pays comme le Royaume-Uni, la Finlande et les autres pays nordiques, l’Australie et la Nouvelle-Zélande, le Canada) mais aussi de la formation des sagesfemmes et de la disponibilité des anesthésistes en salle d’accouchement. A Genève, il est utilisé depuis peu et seulement sous des conditions bien précises: – Une sage-femme formée doit être disponible. Elle doit avoir suivi un protocole de formation complet: théorique, pratique en simulation, pratique sur le terrain, mise à jour de ses connaissances en réanimation cardio-pulmonaire – Le gaz hilarant ne s’utilise que sur prescription médicale – Il ne peut pas être utilisé pendant une longue période (pas plus d’une à deux heures) – Cette méthode n’est pas proposée d’emblée mais plutôt réservée aux mamans qui l’ont déjà utilisée, qui ne présentent pas de contre-indications et qui sont de bonnes candidates (travail assez rapide et physiologique). Son efficacité est modeste. Le débat sur son innocuité fœtale est encore très controversé. Pour l’instant, on en compte à Genève quelques dizaines seulement par année (sur 4000 naissances). Le Rémifentanyl administré par une pompe intraveineuse contrôlée par la patiente peut être proposé quand la péridurale est contre-indiquée ou impossible à réaliser (par exemple, lors de prise récente d’un anticoagulant ou d’antécédent de chirurgie du rachis). C’est alors un moyen puissant et efficace (bien qu’inférieur à la péridurale), mais il nécessite une surveillance particulière, intense et continue, de la part de la sage-femme. Pour l’instant, on en compte à Genève 3 ou 4 utilisations seulement par année (sur 4000 naissances). L’hypnose (ou l’autohypnose) ne peut être utilisée que s’il y a eu une préparation particulière avec une sage-femme en prénatal ou si la parturiente l’a déjà expérimentée elle-même lors d’un précédent accouchement. En raison de son efficacité réduite et de la durée de ses effets sur l’enfant (demi-vie de 18 à 23 heures; demi-vie d’un métabolite actif de 60 heures), la Péthidine a été remplacée, depuis 2008, par la Nalbuphine qui elle a une efficacité similaire et un profil pharmacologique fœtale meilleur (demi-vie de 4,1 heures seulement; sans métabolite actif). Cette dernière a une indication très précise: elle s’utilise en cas de pré-travail douloureux. Par ailleurs, l’analgésie du bloc paracervical est tombée en désuétude, à cause de son efficacité modeste et des complications fœtales parfois graves qu’elle entraînait. En revanche, l’analgésie du bloc du nerf honteux peut s’avérer utile, en 2ème phase en l’absence de péridurale, ou lors d’analgésie par protoxyde d’azote ou avec pompe de Rémifentanyl, pour un forceps ou la suture d’une épisiotomie. Propos recueillis par Josianne Bodart Senn David Lebreton Expériences de la douleur Entre destruction et renaissance Métaillé, 2010, 262 p. ISBN = 2-86424-728-9 L’auteur avait déjà publié une «Anthropologie de la douleur» (en 1995, réédité en 2004) qui mettait en évidence sa dimension sociale et culturelle. Cette fois, il se concentre sur la manière dont la douleur est vécue et ressentie, sur les comportements et les métamorphoses qu’elle induit. Il se donne pour objectif de dégager les liens entre douleur et souffrance et de comprendre pourquoi certaines douleurs sont dénuées de souffrance et peuvent même être associées à une réalisation de soi ou à un plaisir. A ses yeux, certaines expériences douloureuses détruisent la personne tandis que d’autres, à l’inverse, la construisent. Pour David Lebreton, «la douleur est toujours contenue dans une souffrance, elle est d’emblée un pâtir, une agression plus ou moins vive à supporter. La souffrance est la résonance intime d’une douleur, sa mesure subjective». Elle est donc que nous en faisons. Elle dépend de cette activité de sens que nous lui appliquons et elle peut revêtir de bien nombreuses significations. Dans le sixième chapitre, après avoir étudié les circonstances aussi diverses que la maladie ou l’accident, la torture, le sport extrême ou le body art, l’auteur se penche en une quinzaine de pages sur l’expérience de l’accouchement. Il en montre toute l’ambiguïté, entre autres, du fait des représentations que les sociétés véhiculent à son sujet. David Lebreton discute aussi de la position dite «gynécologique» et de ses effets désastreux sur l’expérience des parturientes. Il aborde également la question de la péridurale et des autres moyens de contrôler la douleur – des moyens qui, eux, n’excluent pas le ressenti extraordinaire de cet événement ni les moments de réel plaisir. Plusieurs témoignages de mères illustrent son propos. Il insiste surtout sur la qualité de la relation entre la parturiente et la sage-femme et montre comment la situation peut se dégrader en un instant – comme par un «grain de sable» – quand la sage-femme est perçue comme détestable ou non disponible. Cette analyse n’est certes pas écrite pour les sages-femmes et elles n’y apprendront probablement rien dans le domaine de l’obstétrique, mais il est réjouissant de voir ce thème intégré à une perspective plus large et ouvert au grand public. Josianne Bodart Senn Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 37 Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 38 Hôpital universitaire de Zurich Du gaz hilarant en salle d’accouchement Depuis environ deux ans, la Clinique d’obstétrique de l’Hôpital universitaire de Zurich a introduit le gaz hilarant pour atténuer les douleurs lors de l’accouchement. A plus d’un titre, l’expérience se révèle positive pour les 20 sages-femmes de lla Maternité de Zurich. Sylvia Bernhardt-Weber sage-femme Le gaz hilarant (N2O) a été utilisé pour la première fois en 1844 pour une extraction dentaire. En 1991, Stanislaw Klikowitsch réalise sa première application en obstétrique. En Suède, le gaz hilarant est le moyen le plus utilisé pour gérer les douleurs de l’accouchement (75%). Ces expériences ont contribué à envisager la réintroduction du N2O à l’Hôpital universitaire de Zurich. Toutefois, deux conditions étaient indispensables: • La nécessité de disposer d’un équipement moderne • La valeur limite pour la concentration maximale admissible en Suisse du gaz hilarant (100 ml/m3) Rapports de mélange/ Application Mélange: 70% N2O 50% N2O 20% N2O 30% O2 50% O2 80% O2 intermittent intermittent continu L’application la plus courant est l’intermittente. Début: 15 secondes avant la contraction. Après 60–90 secondes, l’effet maximal est atteint. Les femmes tiennent le masque ellesmêmes. Fin: au terme de la contraction. Entre deux contractions: respiration de l’air ambiant. Application du gaz hilarant à l’Hôpital universitaire de Zurich Selon un sondage de 20 sages-femmes du Département Obstétrique en automne 2010. 1. A quelle fréquence le gaz hilarant est-il appliqué? Régulièrement: Plutôt rarement: Jamais: 38 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch 13 7 0 2. Comment les sages-femmes l’acceptent-elles? De manière positive: De manière mitigée 50/50: De manière négative: 17 3 0 85% 15% 0% 3. Quel est le dosage préféré (N2O/O2)? 30/70 30/70 50/50 50/50 50/50 70/30 70/30 Les trois variantes 0 5 2 6 1 6 0% 25% 10% 30% 5% 30% 4. Quand le gaz hilarant est-il appliqué? Dilatation 60% de toutes les sages-femmes Transition 55% Transition sous péridurale 55% Expulsion 30% 10. Avantages Raisons les plus fréquentes (non standardisées): • Disponibilité immédiate et effet rapide (temps d’attente en cas de péridurale) • Aucun effet discernable sur les contractions utérines • Utilisation aisée et contrôlée par les parturientes elles-mêmes • Réduction de l’utilisation de la péridurale et de la péthidine • Dosage facile • Possibilité d’utilisation même dans la baignoire d’accouchement 5. Les femmes sont-elles satisfaites? 90% des sages-femmes ont reçu au moins une fois un bon Feed-back 25% des sages-femmes ont reçu au moins une fois un mauvais Feed-back 6. Est-ce un bon moyen pour gérer les douleurs? 95% des sages-femmes ont reçu un Feed-back positif concernant la gestion des douleurs. 7. Effets secondaires observés chez la parturiente Vertiges, nausées, somnolence, perte de mémoire à court terme et chute de tension artérielle. 8. Effets secondaires observés chez l’enfant Aucun effet visible. 9. Inconvénients 65% 35% 0% • Effets secondaires déjà mentionnés • Masque (désagréable et rendant les odeurs neutres) • Système: Tuyau/masque pas assez stable • Mobilité restreinte • Intervention des sages-femmes lorsque les parturientes n’expirent pas dans le masque Raisons les plus fréquentes (non standardisées): • Gaz à effet de serre (l’un des trois plus polluants) 11. Expériences acquises • L’application doit être bien expliquée aux femmes • Des explications en continu et une supervision sont parfois nécessaires • Problèmes: – Certaines femmes inspirent trop tard – Certaines ne peuvent plus se passer du masque – L’expiration dans le masque peut être difficile Conclusion L’application correcte du gaz hilarant en cours d’accouchement est un moyen rapide et efficace pour gérer les douleurs, qui en outre n’induit aucun effet secondaire connu ni pour la mère ni pour l’enfant. L’administration moderne de gaz hilarant minimise le risque pour le personnel de santé. Toutefois, nous sommes en présence d’un gaz à effet de serre. Présentation «Lachgas unter der Geburt: Lächerlich?», lors d’une formation continue donnée le 21 octobre 2010 à la Clinique d’obstétrique de l’Hôpital universitaire de Zurich – Traduction: Josianne Bodart Senn Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 39 E T U D E Accouchement dans l’eau Un choix donné aux femmes Au sein de l’Hôpital intercantonal de la Broye, la maternité de Payerne possède une baignoire depuis 1989 qui, au départ, ne servait que pour aider les femmes à supporter les douleurs de la 1ère phase du travail et les accompagner dans un projet d’accouchement sans analgésie péridurale. Ce n’est qu’en 1995 qu’a eu lieu le tout premier accouchement sur l’initiative d’une sage-femme en lien avec le souhait de la patiente. Depuis 2008, le nombre d’accouchements dans l’eau augmente, du fait que ce choix est proposé aux patientes qui ont le projet d’accoucher sans péridurale. D’un à deux accouchements dans l’eau par an, on est passé à une moyenne d’un par mois. Une étude rétrospective cas/témoins en évalue les effets biomédicaux. Sébastien Riquet, sage-femme cadre HIB Payerne. Doctorant en santé publique Université Paris 13. La Commission d’Assurance de la qualité de la Société Suisse de Gynécologie et d’Obstétrique (SSGO) rapporte que les accouchements dans l’eau sont pratiqués dans les maternités en Suisse depuis les années 90 [1]. Celle-ci a émis en 2010 un «avis d’experts» relevant que les études menées jusqu’ici ne démontrent pas d’insécurité pour la mère et l’enfant, présentant un risque faible, d’accoucher dans l’eau avec une surveillance obstétricale correcte [2-3]. Tableau I. Déclenchement, analgésie et conduite du travail Accouchements dans l’eau (n=26) Accouchements sur un lit (n=26) Travail spontané 85% (n=22) 62% (n=16) Déclenchement artificiel 15% (n=4) 38% (n=10) Analgésie péridurale 0% (n=0) 0% (n=0) Analgésie par IM Péthidin® 4% (n=1) 42% (n=11) Correction thérapeutique (chez les patientes non déclenchées) 0% (n=0) 31% (n=5) Tableau II. Durée moyenne du travail (de 3 à 10 cm) en minutes Accouchements dans l’eau (n=26) Accouchements sur un lit (n=26) Primipares 170 min. 280 min. Population et méthode Multipares 167 min. 188 min. L’inclusion des cas s’est faite en reprenant tous les accouchements dans l’eau pratiqués à la Maternité Régionale de Payerne entre janvier 2009 et décembre 2010 (n=26). Ces accouchements ont tous été effectués de manière autonome par un(e) des sages-femmes du service adhérant à cette philosophie obstétricale. Critères d’inclusion: patientes à bas risques: présentation céphalique, travail eutocique (dilatation d’au moins 1 cm/h, bruit cardiaque fœtal (BCF) satisfaisant selon Schaal et Martin [4] au cours de la première phase du travail), terme > 35 SA et patiente désireuse et à l’aise d’accoucher dans l’eau. Critères d’exclusion: refus de la patiente (le bain pouvait être utilisé que pour soulager les douleurs de la 1ère phase du travail), présentation autre que céphalique, grossesses multiples, tracé cardiotocographqiue (CTG) pathologique. Les témoins (n=26) ont été choisis, au hasard, parmi les patientes ayant accouché sur un lit, sans péridurale et accompagnées de manière autonome par les mêmes sages-femmes du service. Les variables qualitatives ont été comparées par test de Fisher excat. Tableau III. Durée moyenne des efforts expulsifs en minutes Accouchements dans l’eau (n=26) Accouchements sur un lit (n=26) Primipares 21 min. 23 min. Multipares 10 min. 14 min. Accouchements dans l’eau (n=26) Accouchements sur un lit (n=26) Tableau IV. Lésions périnéales Episiotomie 0% (n=0) 19% (n=5) 15% (n=4) 19% (n=5) Déchirure périnéale 31% (n=8) 47% (n=12) Périnée intact 54% (n=14) 15% (n=4) Déchirure vaginale Tableau V. Caractéristiques de la délivrance Accouchements dans l’eau (n=26) Accouchements sur un lit (n=26) Délivrance naturelle 15% (n=4) 0% (n=0) Délivrance dirigée 85% (n=22) 100% (n=26) Délivrance artificielle 0% (n=0) 8% (n=2) Révision utérine 0% (n=0) 4% (n=1) Pertes < 500 ml 100% (n=26) 88% (n=23) 0% (n=0) 12% (n=3) Pertes > 500 ml Délivrance dans l’eau 81% (n=21) Délivrance hors de l’eau 19% (n=5) Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 39 Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 40 Résultats Pour les cas comme pour les témoins, nous avions à notre disposition les dossiers de 9 primipares, 7 IIpares, 6 IIIpares et 4 IVpares. Dans les deux groupes, les patientes avaient un âge gestationnel supérieur à 37 SA. Discussion Au total, nous n’observons pas de grande différence entre les deux groupes: en tout cas, il n’y a pas d’effet délétère. Nous notons même un avantage périnéal: aucune épisiotomie et plus de périnées intacts pour les femmes ayant accouché dans l’eau. Biais de l’étude: il vient du petit nombre de patientes inclus dans l’échantillon de départ. Ceci est principalement dû au fait que, pour bénéficier d’un accouchement dans l’eau, il ne faut pas avoir recours à l’analgésie péridurale, représentant moins de 45% de nos accouchements. Ainsi, la patiente doit en faire le libre choix. Analgésie et conduite du travail: nous constatons que nous avons proposé le bain et accompagné des patientes pour accoucher dans l’eau majoritairement à des femmes qui se sont mises spontanément en travail (85%). Cette mise en travail physiologique nous a alors permis d’accompagner 20 patientes sur 26 par une surveillance allégée du travail. Cette modalité de surveillance est moins importante chez les patientes ayant accouché sur un lit puisque celles-ci présentent un plus fort taux de déclenchement artificiel du travail nécessitant alors une surveillance en continu du travail selon les recommandations actuelles [5] et ont eu significativement (p=0,008) plus de correction thérapeutique par Syntocinon®. Ainsi il semble compréhensible que les patientes ayant accouché sur un lit aient eu plus recours à une analgésie IM de Péthidin® pour supporter les contractions utérines de manière significative (p=0,002) puisque le bain ne semble pas la solution de premier recours pour les patientes dont le travail est déclenché artificiellement. De plus, il est démontré que l’utilisation de l’eau durant le travail associé à un accompagnement par un(e) sage-femme réduit considérablement le recours aux analgésies médicamenteuses [6-7]. La température de l’eau n’étant pas mesurée dans notre pratique quotidienne, elle ne peut pas être ici reportée. Cependant, les patientes ont apprécié de pouvoir se baigner dans une eau «tiède». La température de l’eau semble être un des effets appaisant pour les patientes qui peuvent 40 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch en réguler elles-mêmes la température dans notre maternité. Les études à ce sujet restent floues et n’ont pas démontré qu’un accouchement dans l’eau pourrait poser des risques thermiques pour la mère et son enfant. La conclusion est donc que celui qui sait le mieux quelle température convient à la patiente reste la patiente elle-même [8]. Durée du travail et des efforts expulsifs: alors que la littérature ne démontre pas de différence significative sur la réduction du temps de dilatation chez les patientes immergées dans l’eau [7] et démontrerait même une prolongation du temps de travail chez les patientes immergées avant 5 cm de dilatation [9], nous constatons dans notre pratique les mêmes conclusions chez les multipares. Néanmoins, nous avons pu observer une diminution du temps de travail chez les primipares, pouvant nous questionner sur notre définition du travail. En ce qui concerne la durée des efforts expulsifs, nos conclusions sont cette fois semblables à la littérature [7-9]: il n’y a pas de significativité pour un temps d’expulsion plus court dans l’eau. Bien-être fœtal et adaptation des enfants à la naissance: l’analyse des BCF pendant le travail ne diffère pas dans les deux groupes. Ceci est dû au fait que nous n’avons pris en compte que des patientes avec un travail physiologique et que les BCF pathologiques ont été exclus de l’étude. Cependant, le fait de ne pas avoir bénéficié d’analgésie péridurale pour les patientes de nos deux groupes, a augmenté leur mobilisation quel que soit leur mode d’accouchement, alors qu’un décubitus dorsal prolongé est associé à une baisse de la saturation fœtale par rapport aux autres positions et que la position allongée augmente le stress fœtal [10-11]. Nous pensons donc que la mobilisation et l’alternance de positions que peuvent prendre naturellement les femmes durant leur bain est bénéfique tant pour l’évolution du travail que pour le bien-être fœtal. Les BCF enregistrés à l’expulsion sont satisfaisants dans les deux groupes. La littérature ne démontre pas de différence significative sur les issues néonatales des enfants nés dans l’eau [7]. Les valeurs moyennes des pH prélevés au cordon par ponctions veineuses sont sensiblement les mêmes (7,36 vs 7,34) dans nos deux groupes et identiques pour les ponctions artérielles (7,31). De même, nous retrouvons deux Apgar inférieurs à 7 à une minute de vie dans chacun de nos deux groupes. Ce résultat pour ces deux enfants est dû à une difficulté légère du dégagement des épaules n’ayant pas né- cessité de manœuvre obstétricale particulière par la sage-femme. Ainsi, le seul enfant ayant présenté un démarrage à la vie extra-utérine moins réactif que les 25 autres ne nous semble pas être imputable à sa naissance dans l’eau. En effet, nous retrouvons cette même situation chez des enfants nés sur un lit. Lésions périnéales: avec les accouchements dans l’eau nous avons eu significativement (p=0,03) une large majorité de périnées intacts, seulement éraillés ou avec une simple déchirure vaginale (69%). De plus, nous n’avons dû pratiquer aucune épisiotomie au cours d’un accouchement dans l’eau (p=0,05). Rapidement, nous en avons conclu que nos accouchements dans l’eau avaient eu un effet protecteur pour le périnée des femmes. Néanmoins, la littérature est moins claire sur cette issue apportant d’un côté des résultats significatifs pour un taux plus élevé de périnées intacts et un recours plus bas à l’épisiotomie lors d’accouchements dans l’eau [3-12]; puis, de l’autre, des résultats toujours en faveur d’une différence mais non significative quel que soit le mode d’accouchement [7]. Des calculs statistiques complémentaires semblent donc nécessaires pour pouvoir affirmer ce que nous avons constaté. Cependant, il nous semble aisé de comprendre que pratiquer une épisiotomie dans l’eau n’est pas une chose facile. Ainsi, il se peut que «l’impratique» favorise le non-recours à l’épisiotomie, contrairement à une patiente en position gynécologique, les jambes dans des étriers, le périnée offert pour une incision. 3ème phase du travail: les études ayant pratiqué les délivrances placentaires usuellement dans l’eau, pendant que les mères tenaient leur enfant, n’ont pas reporté de complication durant cette phase [3-12]. Dans notre étude, une majorité des sages-femmes ont gardé la femme dans l’eau pour la 3ème phase, alors que d’autres se sont senties plus tranquillisées ou à l’aise en la faisant sortir du bain. Aucune hémorragie > 500 ml n’a été déplorée mais, avec une proportion à 81% des cas ayant délivrés dans l’eau, nous pouvons penser que ce fût là une évaluation subjective de la part de la sage-femme. Car comment évaluer «très» objectivement les pertes sanguines dans l’eau? Nous aurions peut-être pu apporter une réponse à cette question en comparant les résultats des hémoglobines que nous réalisons en systématique à l’entrée de la patiente à la maternité et au 3ème jour en suite de couche, comme dans l’étude de Geissbuhler et Eberhard [2], mais cela n’a pas été fait. Dossier_fr_S32_41 28.3.2011 8:58 Uhr Seite 41 L I V R E S Satisfaction des patientes: L’ensemble de nos patientes ont été satisfaites de leur accouchement dans l’eau, correspondant à un choix de leur part accompagnées et soutenues en cela par un(e) sage-femme. Elles ont pu librement se mobiliser dans le bain ayant, pour la plupart, bénéficié d’une surveillance allégée du travail (77%). Le bain et la naissance dans l’eau sont aussi un moment qu’elles ont pu partager avec leur mari qui était présent à leurs côtés renforçant un besoin de sécurité émotionnelle que les femmes peuvent avoir intimement besoin [14]. De même, toutes les patientes ont été satisfaites de l’accompagnement prodigué par la sage-femme qui les a suivi, ayant assuré leur sécurité médicale sur les plans cliniques et psychiques pour elles et leurs enfants. Ainsi, conformément aux données de la littérature [15-16], notre travail de sage-femme auprès de ces femmes a contribué à les soulager de la douleur leur permettant de ne pas recourir à la péridurale et, de ce fait, à pouvoir leur permettre d’accoucher dans l’eau selon leur choix éclairé. Conclusion Notre expérience d’accouchements dans l’eau nous montre donc que cette solution n’est pas délétère, tant du point de vue des issues fœtales que des issues maternelles. L’une des fonctions essentielles de la sage-femme est de diagnostiquer la normalité et de favoriser la physiologie durant les trois phases qui constituent l’accocuchement. L’utilisation du bain et de l’auscultation intermittente pour surveiller les BCF durant le travail correspondent sous le contrôle d’un(e) sage-femme aux recommandations des directives internationnales actuelles et celles de la SSGO, dans le cadre d’une grossesse s’étant déroulée normalement [1-14-17] permettant aussi aux femmes de 왗 pouvoir accoucher sans péridurale. Références [1] Société Suisse de Gynécologie et d’Obstétrique. Avis d’experts n°27. Commission Assurance de la qualité, SSGO, Inselspital Bern, 2010. [2] Geissbuhler V., Eberhard J., Waterbirths: a comparative study. A prospective study on more than 2000 waterbirths. Fetal Diagn Ther. 2000; 15(5): 291–300. [3] Geissbuhler V., Stein S., Eberthard J., Waterbirths compared with landbirths: on observational study of nine years. J Perinat Med. 2004; 32(4): 308–14. [4] Schaal JP., Martin A., Guide de l’enregistrement cardiotocographique et autres moyens de surveillance du fœtus (avec CD-Rom). Ed. Sauramps Médical, Montpellier, 2000. [5] National Institue for Clinical Evidence. The Use of Electronic Fetal Monitoring: the use and interpretation of cardiotocography in intrapartum fetal surveillance. London: NICE; 2001. [6] Royal College of Midwives. The Use of Water in Labour and Birth. Position Paper no. 1a. London: RCM; 2000. [7] Cluett ER., Nikodem VC., McCandlish RE., Burns EE., Immersion in water in pergnancy, labor and birth. Cochrane Database Syst Rev. 2004; (2): CD000111. [8] Geissbuhler V., Eberhard J., Lebrecht A., Waterbirth: water temperature and bathing time – mother knows best! J Perinat Med. 2002; 30(5): 371–8. [9] Eriksson M., Mattson LA., Ladfors L., Early or late bath during the first stage of labour: a randomised study of 200 women. Midwifery; 1997; 13: 146–148. [10] Bhardwaj N., Kukade JA., Patil S., Bhardwaj S., Randomised controlled trial on modified squatting position of delivery. Indian J Matern Child Health. 1995; 6: 33–9. [11] Carbonne B., Benachi A., Leveque ML., Cabrol D., Papiernik E., Maternal position during labor: effects on fœtal oxygen saturation measured by pulse oxymétrie. Obstet Gynecol. 1996; 11: 797–800. [12] Richemond H., Women’s experience of waterbirth. Practising Midwife. 2003; 6: 26–31. [13] Hall SM., Holloway IM., Staying in control: women’s experience of labor in water. Midwifery. 1998; 14: 30–36. [14] Page LA., Le nouvel art de la sage-femme. Paris, Elsevier, 2004. [15] Hodnett ED., Support from caregivers during childbirth. Cochrane Databse Syst Rev, Issue 2. Oxford: Update Software; 1995. [16] MIDRIS and NHS Centre for Reviews and Dissemination. Informed choise for professionnals: support in labour. Bristol: MIDRIS; 1996a. [17] National Institute for Health and Clinical Excellence, Intrapartum care. Clinical Guideline n°55 – NICE, London, 2007. Damien Lorton Marie-Thérèse Marcel & Sioux Berger Le père est une mère comme les autres Les soins pour mon bébé Les Empêcheurs de tourner en rond/La Découverte, 2010, 196 p., 14 euros ISBN = 2-35925-020-6 Mr. Lorton est un auteur qui, pendant deux années, s’est consacré uniquement à ses trois filles. Dans un livre plein d’humour et de réflexions remplies de bons sens, il nous raconte comment il partage avec tendresse et lucidité sa vie avec ses filles. Il commence par 50 pages sur la naissance où il décrit ce qu’il a ressenti en assistant aux trois accouchements. Il décrit avec sympathie, finesse et justesse notre rôle de sage-femme. Ensuite, il raconte d’une façon plus générale sa manière de voir ses filles grandir et sa manière de les éduquer. C’est un «livre plaisir», plein de tendresse et d’humour, qui se lit comme un bon roman. Edith Antonier Flammarion, 2008, 144 p. + DVD. ISBN=2-0812-0829-2 Ce livre est richement illustré de photos explicatives. C’est un livre plein de conseils pour bien s’occuper de son bébé durant ses premiers mois. De plus, un DVD accompagne le livre, ce qui permet de mieux visualiser – par exemple – les positions d’allaitement ou de simples positions de portage en écharpe. Le livre est très compréhensible, bien mis en valeur. Il y a de nombreux conseils qui vont aider les parents à s’y retrouver à la sortie de la maternité. Les conseils vont de la façon d’allaiter à comment enlever et mettre un body, en passant par le sommeil et la gestion des angoisses de bébé. C’est très complet mais très répétitif aussi par rapport aux conseils que les sages-femmes prodiguent. C’est finalement un bon support didactique. Edith Antonier Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 41 Stellen_42_44 28.3.2011 9:51 Uhr Seite 42 Das Spital Uster und seine rund 1000 Mitarbeitenden behandeln und betreuen jährlich 10 000 stationäre und 40 000 teilstationäre Patientinnen und Patienten. Zur Ergänzung unseres Hebammenteams auf der Gebärabteilung suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine Dipl. Hebamme HF/FH oder BSc 90–100% Anzeigenmarketing Régie d’annonce Unsere Suche richtet sich an Hebammen, die initiativ, innovativ und belastbar sind, sich für ihren Beruf engagieren und mehrjährige Berufserfahrung in der Schweiz mitbringen. Neuerungen und Veränderungen stehen Sie offen gegenüber, Sie bringen Freude an Ihrem Beruf mit und legen Wert auf individuelle, ganzheitliche Betreuung der Familien rund um Schwangerschaft und Geburt. KünzlerBachmann Medien AG Geltenwilenstrasse 8a . 9001 St.Gallen T 071 226 92 92 . F 071 226 92 93 [email protected] . www.kbmedien.ch e t o eb g n na i o l p m t e ’ S d o s e g r e f i p Of m i ’ d e t er f f O elle D kt ire w l: ah 071 226 92 67 Anzeigenschluss für Stellenanzeigen: Dienstag, 12. April 2011 Dernier délai pour les offres d’emploi: Mardi, le 12 avril 2011 In unserer Klinik mit UNICEF-Zertifikat kommen jährlich 900 Kinder zur Welt. Wir bieten Ihnen einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit einem einsatzfreudigen und fachkompetenten Hebammenteam und interdisziplinären Kontakten. Sie arbeiten zu zweit im 3-Schichtbetrieb und wir bieten Ihnen die Möglichkeit Fort- und Weiterbildungen zu besuchen. Ihre zukünftigen Tätigkeiten umfassen: – Individuelle Betreuung und Überwachung von physiologischen und pathologischen Geburten – Durchführung von Schwangerschaftskontrollen – Selbstständiges Arbeiten im Team – Mithilfe bei der Betreuung und Begleitung von Hebammen-Studierenden der ZHAW – Konstruktive Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen Wir erwarten von Ihnen: – Diplom als Hebamme HF/FH oder BSc – Mehrjährige Berufserfahrung als Hebamme auf der Gebärabteilung – Bereitschaft zu Schichtarbeit, hohe Flexibilität und Belastbarkeit – Gute kommunikative Fähigkeiten und gepflegte Umgangsformen – Engagement für die Team- und Pflegeentwicklung, zusammen mit einer konstruktiven, interdisziplinären Zusammenarbeit – Gute PC-Anwenderkenntnisse Haben wir Ihr Interesse geweckt und sind Sie bereit eine neue Herausforderung anzunehmen? Dann würden wir uns über eine Bewerbung von Ihnen freuen. Nähere Informationen über die Tätigkeit erteilt Ihnen gerne: Frau Nancy Bellwald, Pflegemanagerin Gebärabteilung, Telefon 044 911 16 28 Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an: Spital Uster, Frau Karin Eichenberger, Personaldienst, Postfach, 8610 Uster Die Spital STS AG (Spitäler Thun, Zweisimmen, Saanen und Klinik Erlenbach) hat sich als regionales Spitalzentrum positioniert. Unsere auf allen Stufen gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten eine optimale Dienstleistung für die Bevölkerung des gesamten Einzugsgebietes der vier Spitalstandorte. Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir eine Hebamme Zweisimmen · Geburtshilfe Pensum 80 – 100 %, Eintritt per 1. Juni 2011 oder nach Vereinbarung Unsere Geburtshilfe umfasst 6 Betten mit 150 Geburten pro Jahr. Die geburtshilfliche Einheit wird gemeinsam mit der chirurgisch/gynäkologischen Abteilung geführt. Wenn Sie selbständiges Arbeiten lieben, gerne umfassend Mutter und Kind betreuen, erwartet Sie eine interessante Aufgabe. Im Rahmen der engen Zusammenarbeit der Geburtshilfe und Chirurgie arbeiten Sie auch auf der Abteilung Chirurgie und Gynäkologie mit. Ein kleines Team von Kolleginnen und unsere Chefärztin, Frau Dr. med. S. Zoll, freuen sich auf Ihre Bewerbung. Eine offene kunden- und mitarbeiterorientierte Zusammenarbeit über alle Bereiche, ein breiter Handlungsspielraum in einer freundlichen Arbeitsatmosphäre, zukunftsweisende Personalregelungen (GAV) und gute Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sind weitere attraktive Elemente unseres Stellenangebotes. Über weitere Vorzüge unseres Stellenangebotes orientiert Sie gerne Herr J.P. Beuret, Leiter Pflegedienst, Tel ++41 (0)33 729 26 26. Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter dem Kennwort «Hebamme» an: Spital STS AG Spital STS AG · Human Resources · Karl Haueter-Strasse 21 · CH-3770 Zweisimmen Telefon: 033 729 26 26 · Telefax: 033 729 21 45 [email protected] · www.spitalstsag.ch 42 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Stellen_42_44 28.3.2011 9:51 Uhr Seite 43 Das Spital Schwyz mit privater Trägerschaft ist zuständig für die medizinische Grundversorgung der Region und beschäftigt rund 500 Mitarbeitende. Der Bereich Gynäkologie/Geburtshilfe betreut im Belegarztsystem jährlich ca. 480 Geburten und gegen 400 gynäkologische Eingriffe. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort oder nach Vereinbarung eine Dipl. Hebamme HF / FH im Rotationssystem 80 % - 100 % Zusammen mit einem kollegialen Team leisten Sie als künftiges Teammitglied ganzheitliche betreuende und begleitende Geburtshilfe und Pflege im Sinne unserer werdenden Eltern, Frauen und Neugeborenen. Sie haben ein anerkanntes Hebammendiplom HF / FH, bringen idealerweise Berufserfahrung mit, sind belastbar und schätzen selbstständiges Arbeiten. Sie verfügen über eine hohe Fach- und Sozialkompetenz, sind kreativ, aufgeschlossen und bereit, als Hebamme innerhalb des Rotationssystems im Turnus auf der Wochenbett- und gynäkologischen Station zu arbeiten. Führungserfahrung und Interesse an der mittelfristigen Übernahme einer Stellvertretung runden Ihr Profil ab. Wir bieten Ihnen dafür eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit mit umfassender Einarbeitung. Sehr selbstständiges Arbeiten in einem kleinem Team, individuelle interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten und angemessene Anstellungsbedingungen. Möchten Sie mehr erfahren? Doris Item Schumacher, Leitende Hebamme, T 041 818 42 01 steht Ihnen für ergänzende Auskünfte selbstverständlich gerne zur Verfügung. Ihre Bewerbung senden Sie bitte an: Spital Schwyz · Personaldienst · Waldeggstrasse 10 6430 Schwyz · [email protected] www.spital-schwyz.ch Als Mitglied der Swiss Leading Hospitals ist die Klinik Linde ein im Belegarztsystem geführtes Privatspital mit einer medizinischen Infrastruktur auf höchstem Niveau Unsere Abteilung Frauen und Neugeborene wird umstrukturiert! Wir suchen deshalb für unsere Gebärzimmer und unsere Wöchnerinnen-Abteilung nach Vereinbarung eine kompetente Hebamme als Abteilungsleiterin 80–100% Sie sind eine engagierte, flexible und mitdenkende Persönlichkeit und bringen mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung. Mit hoher Fachkompetenz und einer Prise Humor führen Sie die Mitarbeiterinnen nach Grundsätzen des MbO. Als Abteilungsleiterin können Sie Ihre Erfahrung im Umstrukturieren der Abteilung «Frauen und Neugeborene» einbringen und sind massgeblich an der Neuorganisation beteiligt. In einem beruflichen Umfeld, das sich umfassend auf die Bedürfnisse der Menschen fokussiert, sind Sie für die personellen und organisatorischen Belange Ihrer Abteilung verantwortlich und Sie sind Ansprechperson unserer Belegärztinnen und -ärzte. Als Mitglied des Kaders sind Sie an der Entwicklung der Pflege interessiert und sind verantwortlich für eine hohe Pflegequalität in Ihrem Bereich. Unsere Klinik ist dabei das KIS einzuführen. Wir setzen deshalb gute PC-Kenntnisse voraus. Ihre Muttersprache ist Deutsch oder Französisch und Sie können sich in der anderen Sprache fliessend unterhalten. Im angenehmen Arbeitsklima unseres Privatspitals bieten wir Ihnen moderne Arbeits- und Anstellungsbedingungen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Frau H. Weibel, Leiterin Pflegedienst, erteilt Ihnen gerne weitere Auskünfte unter Telefon 032 366 43 40. Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto senden Sie bitte an: Klinik Linde AG, Personalwesen, Blumenrain 105, Postfach, 2501 Biel oder als vollständige E-Mail-Bewerbung an [email protected] www.kliniklinde.ch In guten Händen Der Zukunft einen Schritt voraus. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2011 43 Stellen_42_44 28.3.2011 9:51 Uhr Seite 44 Das Institut für Hebammen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW sucht für den Ausbau des Weiterbildungsangebots eine Membre des Swiss Leading Hospitals, la Clinique des Tilleuls est un établissement privé fonctionnant selon le système des médecins agréés, doté d’une infrastructure médicale de très haut niveau. Notre département Femmes et nouveau-nés sera prochainement restructuré! C’est pourquoi, nous cherchons pour nos salles d’accouchement et notre maternité une personne compétente qui occupera, à partir d’une date à convenir, le poste de sages-femme responsable de département 80–100% Au bénéfice de plusieurs années d’expérience professionnelle, notamment dans une fonction dirigeante, vous êtes une personnalité souple et engagée, joignant la motivation à l’esprit de réflexion. Vos hautes compétences et votre jovialité vous permettent de diriger vos collaboratrices avec efficacité, conformément aux principes du MbO. En votre qualité de responsable de département, vous mettez à profit votre expérience pour contribuer activement à la restructuration et à la réorganisation de notre maternité. Dans un environnement professionnel largement centré sur les besoins de l’être humain, vous êtes responsable du personnel et de l’organisation de votre département et vous êtes l’interlocutrice privilégiée de nos médecins agréés. Membre de l’encadrement de la clinique, vous vous impliquez dans le développement des soins infirmiers et vous êtes la garante de la qualité des soins dans votre secteur. Notre clinique est en train d’introduire un système d’information hospitalier. Aussi, nous attendons de vous de bonnes connaissances en informatique. De langue maternelle française ou allemande, vous êtes en mesure de vous entretenir couramment dans l’autre langue. Nous vous offrons des conditions d’emploi modernes dans l’ambiance de travail agréable d’une clinique privée. Avons-nous su éveiller votre intérêt? Madame H. Weibel, responsable des soins infirmiers, vous fournira volontiers de plus amples informations au numéro de téléphone 032 366 43 40. Veuillez faire parvenir votre dossier de candidature écrit, photo incluse, à l’adresse suivante: Clinique des Tilleuls SA, Service du personnel, Crêt des Fleurs 105, case postale, CH-2501 Bienne ou votre postulation complète par courriel à: [email protected] www.clinique-des-tilleuls.ch Une longueur d’avance sur l’avenier. 44 Hebamme.ch 4/2011 Sage-femme.ch Projektbeauftragte Entwicklung CAS Hebammen Das Projekt beinhaltet die Erarbeitung und Umsetzung eines CAS-Angebots. Die Anstellung umfasst ein zeitlich beschränktes, auf das Projekt bezogenes Arbeitspensum von 10%. Wir erwarten fundierte Berufserfahrung als Hebamme, Hochschulausbildung auf Masterniveau sowie didaktische Qualifikationen. Weitere Auskünfte erteilt gerne Regula Hauser, Leiterin Weiterbildung, unter Telefon 058 934 64 76 oder [email protected]. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind erbeten bis 29. April 2011 an Regula Hauser, ZHAW Gesundheit, Institut für Hebammen, Technikumstrasse 71, 8400 Winterthur oder an obige Mailadresse. IHR VERMÄCHTNIS IST DIE ZUKUNFT UNSERER PATIENTEN Wenn Sie unsere Legatsbroschüre bestellen möchten, rufen Sie uns bitte an unter 0848 88 80 80. MSF, RUE DE LAUSANNE 78, PF 116, 1211 GENÈVE 21 WWW.MSF.CH | PK 12-100-2 US_Seite_2_bis_4 29.3.2011 8:32 Uhr Seite 3 US_Seite_2_bis_4 29.3.2011 8:32 Uhr Seite 4 Physiodose hygienisch, praktisch, durch Absaugung, preiswert. Für Augenlider- wartungsfreundlich spülung, Befeuchtung der und mit sterilisierbaren nasalen Schleimhaut und Aufsätze. Wundspülung. In Apotheken und Drogerien erhältlich. Vertrieb: F. Uhlmann-Eyraud SA – 1217 Meyrin – www.uhlmann.ch Puder Blutstillend und wundheilend Stoppt Blutungen auf 100% natürliche Weise dank dem Kalziumalginat aus einer Meeresalge. Einfach zu bedienen und praktisch Schürfungen und kleine Schnitte Verletzungen auf der Kopfhaut und Faltenbereichen befinden. 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