Sage-femme.ch - Schweizerischer Hebammenverband

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28.3.2011
8:39 Uhr
Seite 1
Hebamme
Sage-femme
Levatrice
Spendrera
4/2011
Analgesie (aussser PDA)
Analgésie (en dehors de la péridurale)
Foto: Vira Kongphonmany
Titel_04_11
US_Seite_2_bis_4
29.3.2011
8:31 Uhr
Seite 2
Inhalt_04_11
30.3.2011
9:28 Uhr
Seite 1
IN DIESER NUMMER
DANS CE NUMÉRO
Geschäftsstelle/Secrétariat central
Rosenweg 25C 3000 Bern 23
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Offizielle Zeitschrift des
Schweizerischen Hebammenverbandes
Journal officiel de la Fédération
suisse des sages-femmes
Giornale ufficiale della Federazione
svizzera delle levatrici
Revista uffiziala da la Federaziun svizra
da las spendreras
109. Jahrgang / 109e année
Erscheint 11mal im Jahr
Parution: 11 éditions par année
Impressum
Verlag/Edition
Schweizerischer Hebammenverband
Fédération suisse des sages-femmes
Redaktion/Rédaction/Redazione
Deutschsprachige Redaktion/
Verantwortliche Redaktorin:
Gerlinde Michel, Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23
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Redaktioneller Beirat
Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh),
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Dr. phil. Ans Luyben
Redaktionsschluss/Délai de rédaction
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WEMF-beglaubigt
ISSN 1662-5862
Foto: Judith Fahner
Erfahrungen von Frauen
4
Hypnose médicale
32
Akupunktur während Entrer dans un
«autre» sentir
der Geburt
Im Rahmen einer qualitativen Forschungsarbeit zur Evaluation des Praxisentwicklungsprojekts «Einführung der Akupunktur während der Geburt» in der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel wurden
sieben Frauen zu ihren Erfahrungen mit
Akupunktur befragt. Die Frauen äusserten
sich auch zum Thema «Schmerz».
Medikamentöse
Analgesie
10
Remifentanil: «Zweitbeste Methode»
Als einzige nennenswerte systemische
Analgesie in der Geburtshilfe und als Alternative zur PDA wird am Universitätsspital Zürich Remifentanil-PCA eingesetzt. Das Medikament ist relativ neu und
noch nicht sehr verbreitet. Ein Interview
mit PD Dr. med. Peter Biro, Leitender Arzt
am Institut für Anästhesiologie des USZ.
Lachgasanwendung
im USZ
12
Lachgas unter der
Geburt – lächerlich?
Seit etwa zwei Jahren setzt die Klinik für
Geburtshilfe des Universitätsspitals Zürich Lachgas zur Schmerzbekämpfung
unter der Geburt ein. Die Erfahrungen
sind mehrheitlich positiv, weiss Sylvia
Bernhardt-Weber, Hebamme am USZ.
Qu’est-ce que l’hypnose médicale et comment peut-elle être profitable en salle d’accouchement? Le travail de la naissance
procède d’un mouvement qui, parfois,
peine ou se bloque. En transe, tout se passe comme si le lâcher-prise se faisait à notre
insu.
Accouchement
dans l’eau
39
Un choix donné aux
femmes
Une étude cas-témoins réalisée à la
Maternité de Payerne en 2009–2010 met
en évidence les effets non dommageables
de l’accouchement dans l’eau qui, en
outre, permet aux femmes d’accoucher
sans péridurale.
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Aktuell
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Aktuell_S02_03
28.3.2011
8:43 Uhr
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A K T U E L L
«Equal Pay Day»
Statistik 2009
Deutsche Hebammen
protestierten
Medizinisch unterstützte
Fortpflanzung
«Kennen Sie einen qualifizierten männlichen Freiberufler,
der für 7.50 Euro in der Stunde arbeitet?» riefen die Hebammen in Deutschland und
führten am 25. März einen
Aktionstag durch. Sie trugen
rote Buttons mit der Aufschrift
«Das haben Hebammen nicht
verdient!» und informierten
Kolleginnen und Kollegen sowie Eltern mit Plakaten, die
sie in den Geburtsabteilungen
aufhingen. 18 000 Hebammen in Deutschland verdienen
Bei gut einem Drittel der rund
10 400 Behandlungszyklen des
Jahres 2009 kam es zur
Schwangerschaft. Diese führte in 72 Prozent der Fälle zu
einer Geburt. 23 Prozent der
Schwangerschaften endeten
mit einem Spontanabort, und
4 Prozent mussten wegen
Komplikationen abgebrochen
werden. Bezogen auf die 1891
lebend geborenen Kinder sind
30 Prozent Zwillinge, bei zwei
Geburten gab es Drillinge. 8
Kinder kamen tot zur Welt.
Zum Vergleich: im Jahr 2009
kamen 78 000 Kinder lebend
zur Welt.
Das Wachstum der Fortpflanzungsmedizin flacht etwas ab.
Im Jahr 2009 wurden gegen-
weit weniger
als deutsche Kaminfeger oder
Automechaniker, obwohl Hebammen wesentlich mehr
Verantwortung tragen. Organisiert hat die Aktion «Equal
Pay Day» gegen Gehaltsungleichheit der Deutsche Hebammenverband. Er nahm
damit eine Aktionsidee der
US-amerikanischen Professional and Business Women auf,
die seit 1988 solche Aktionstage durchführen.
Hebammenforum 2/2011.
CH-Pädiater
Neue Wachstumskurven
Die alten Wachstumskurven für
Säuglinge sind in die Jahre gekommen. Sie basieren auf Messungen an Kindern, die Mitte
der 50er Jahre auf die Welt kamen, als noch viel weniger gestillt wurde. Weil gestillte Kinder in den ersten zwei Lebensjahren kleiner und leichter sind
als nicht gestillte Säuglinge,
wichen immer mehr Babys von
den Wachstumskurven ab, was
zu unnötigen medizinischen Abklärungen führte. Nun haben
Entwicklungspädiater vom Zürcher Kinderspital neue Kurven
entwickelt und diese im Februar
2011 erstmals im Fachblatt
«Paediatrica» veröffentlicht.
Im Gegensatz zu den alten Kurven, die hauptsächlich auf Kindern aus der Zürcher Mittelund Oberschicht basierten, stüt-
zen sich die neuen Skalen auf
einer Erhebung der WHO bei
viel mehr Kindern aus mehreren
Ländern und sozialen Schichten
ab. Schweizer Kinder sind zwar
nicht in den Daten enthalten,
aber die Zahlen könnten auch
auf die Schweiz übertragen
werden, sind die Zürcher Pädiater überzeugt. Alles in allem
sind sie keine Revolution, sondern eine moderate Anpassung
an neue Gegebenheiten.
Ein weiterer Fortschritt: Ab jetzt
werden in der ganzen Schweiz
die gleichen Kurven verwendet.
Bislang verwendeten die Westschweizer Pädiater meist andere
Kurven als die Deutschschweizer, was bei Wohnortswechsel
manchmal für Verwirrung sorgte.
Download: www.swiss-paediatrics.org >
Empfehlungen
Sponsoring der
Imagebroschüre
Weleda
Die Firma Weleda unterstützt den Nachdruck der
Imagebroschüre «In guten
Händen... bei Ihrer Hebamme» wiederum mit einem
namhaften Betrag. Der
Schweizerische Hebammen-
2
Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
verband bedankt sich bei
Weleda herzlich für das
grosszügige Sponsoring!
über dem Vorjahr 5 Prozent
mehr Behandlungen in medizinisch unterstützter Fortpflanzung in Anspruch genommen,
gegenüber einer Steigerung
von 9 Prozent im Vorjahr, von
10 Prozent im Jahr 2007 und
von 13 Prozent im Jahr 2006.
Das Durchschnittsalter einer
Frau, die 2009 eine Erstbehandlung begann, lag bei
36,0 Jahren und hat somit
gegenüber dem Vorjahr nochmals geringfügig zugenommen. Der Partner war durchschnittlich 39,2 Jahre alt. 21
Prozent der Frauen, die eine
Behandlung in Anspruch nahmen, haben ihren Wohnsitz
im Ausland.
www.statistik.admin.ch
In der Nähe von AKWs
Weniger Mädchen
Die ionisierende Strahlung aus den Atomkraftwerken
scheint das Erbgut von Embryonen zu schädigen. In der
Umgebung von Atomkraftwerken kommen in Deutschland und der Schweiz weniger Mädchen auf die Welt.
Das geht aus einer im Oktober
2010 veröffentlichten wissenschaftlichen Studie hervor1. In
den letzten 40 Jahren haben
Mütter, die in Deutschland
und in der Schweiz im Umkreis
von 35 km einer der untersuchten 31 Atomanlagen leben, bis zu 15 000 Kinder
weniger geboren als durchschnittlich zu erwarten gewesen wäre, die Mehrzahl davon
Mädchen.
Für die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW untermauert diese Studie den ursächlichen Zusammenhang von radioaktiver Strahlung und einer
Schädigung von Zellen – insbesondere bei Embryonen. Die
Kinderkrebsstudie hatte schon
2007 ein erhöhtes Krebs- und
Leukämie-Erkrankungsrisiko
bei Kleinkindern im AKW-Nahbereich in Deutschland nachgewiesen.
Der Verlust von MädchenSchwangerschaften weist auf
eine Schädigung des Erbguts
durch die ionisierende Strahlung hin, die von Atomkraftwerken in die Umgebung abgegeben wird. Vergleichbare
hochsignifikante Effekte wurden bereits nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
sowie in der Folge von Atombombenversuchen beobachtet.
Nach Tschernobyl kam es in
Europa nicht nur zu einer erhöhten Zahl von Totgeburten
und Fehlbildungen, sondern
auch zu einer Verschiebung
des Verhältnisses von männlichen und weiblichen Embryonen: Nach 1986 wurden in
Europa signifikant weniger
Mädchen geboren.
Quelle: IPPNW
1
Ralf Kusmierz, Kristina Voigt, Hagen Scherb, Is
the human sex odds at birth distorted in the
vicinity of nuclear facilities (NF)? A preliminary
geo-spatial-temporal approach. 24th International Conference on Informatics for Environmental Protection in cooperation with InterGeo 2010, Cologne and Bonn, October 6th –
8th, 2010.
Aktuell_S02_03
28.3.2011
8:43 Uhr
Seite 3
Eröffnungsphase
Interpellation Liliane Maury Pasquier
Kann dauern
Neugeborene: Opfer
mangelnder Integration
Wie lange dauert die Eröffnungsphase bei Erstgebärenden? Eine
systematische Literaturanalyse
fand in 18 Studien eine durchschnittliche Dauer der «aktiven
Eröffnungsphase» (Muttermund
3 bis 5 cm bis komplett eröffnet)
von sechs Stunden. Die Muttermundöffnung betrug durchschnittlich 1,2 cm pro Stunde.
Rechnet man zu diesen Durchschnittswerten zwei Standardabweichungen hinzu, werden 95
Prozent der Gebärenden erfasst.
Dann dauert die aktive Eröffnungsphase bis zu 13,4 Stunden,
die Zervix öffnet sich mindestens
0,6 cm pro Stunde, was deutlich
unter dem liegt, was manche
Leitlinien bereits als Geburtsstillstand auffassen. Bei den aller-
meisten der untersuchten Geburten handelt es sich um «normale» Klinikgeburten, bei denen
dem Geburtsfortschritt mit aktivem Management nachgeholfen
wird. Ähnliche Erhebungen, z.B.
bei interventionsarmen Hausgeburten, gibt es noch keine. Die
Studienautoren weisen ausserdem darauf hin, dass die Muttermundseröffnung
keineswegs
linear verläuft, sondern dass das
Tempo während der Eröffnungsphase zunimmt. Anfangs kann es
also durchaus noch langsamer
vorangehen.
Neal JL. et al.: «Active labor» duration
and dilatation rates among low-risk nulliparous women with spontaneaous labor
onset: a systematic review. J Midwifery
Womens Health 2010; 55: 308–318.
Aus: Hebammenforum 2/2011.
Auch für Hebammen interessant
«Pflege und Recht»
«Ein Reiseführer» nennt
sich eine ansprechende
Publikation des SBK, die
Pflegende in beruflich
relevante Rechtsfragen
einführt. Autor ist PierreAndré Wagner, Leiter
Rechtsdienst des Berufsverbands der Pflegefachfrauen
und Pflegefachmänner SBK.
Das Berufsrecht ist eine weite
und vielfältige Landschaft,
durch sie hindurch will das
Büchlein führen und die
Angst vor dem unvertrauten Gebiet abbauen. Viele Fallbeispiele
veranschaulichen
die
Theorie, nützliche Literaturtipps und Webseiten komplettieren das
Informationsangebot, das auch
für Hebammen von Interesse ist.
Fr. 21.–/Fr. 35.–. Online bestellen auf
www.sbk-asi.ch > Bestellservice >Publikationen
SRK
Kinderbetreuung zu Hause
Für Eltern ist es nicht immer
einfach, eine Betreuung für
ihre Kinder zu organisieren, vor
allem dann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Für
solche Fälle gibt es den Dienst
«Kinderbetreuung zu Hause»
des Schweizerischen Roten
Kreuzes. Es richtet sich an
Eltern, deren Kind erkrankt,
während sie arbeiten gehen
müssen, oder die selbst gesundheitliche Probleme haben.
Erfahrene, vom SRK ausgebildete Betreuerinnen gehen zur
Familie nach Hause und sorgen
während der Abwesenheit der
Eltern für das Wohlbefinden
der Kinder. Kinder werden bis
zum 12. Altersjahr betreut. Die
Tarife richten sich nach dem
Einkommen der Familie. Einige
Krankenkassen übernehmen
die anfallenden Kosten.
Neben diesem Dienst bietet das
SRK auch Babysitter-Vermittlungen, Kurse für Eltern und
weitere Unterstützung für Familien an.
SRK, 031 378 71 11, [email protected]
In der vergangenen Parlamentssession beantwortete BR
Didier Burkhalter am 1. März 2011 eine Interpellation von
Ständerätin und SHV-Präsidentin Liliane Maury Pasquier.
Die Interpellantin stellte die Frage, wie der Bundesrat auf
eine Untersuchung des BAG zu reagieren gedenke.
Die 2010 publizierte BAGStudie untersuchte die Unterschiede der reproduktiven Gesundheit zwischen Schweizerinnen und Migrantinnen. Im
Vergleich zu Schweizer Neugeborenen ist das Risiko der Migrantenkinder für perinatale
Mortalität, Morbidität und tiefes Geburtsgewicht um 40%
erhöht. Letztere leiden doppelt
so häufig unter vermeidbaren
kongenitalen neurologischen
Fehlentwicklungen. Nicht-Europäerinnen gebären häufiger
mit Kaiserschnitt als Schweizerinnen, und ihre peripartale
Mortalität ist viermal höher.
Im Vergleich mit der europäischen Situation zeigten die
Autoren auch auf, dass dieses
Phänomen mit den Mängeln
der Schweizer Integrationspolitik zusammenhängt. Die
Furcht vor Arbeitsverlust setzt
viele der rund 20 000 schwangeren Migrantinnen unter
grossen Druck. Dazu kommen
die soziale Isolation und Verständigungsschwierigkeiten,
bei illegalem Aufenthalt die
Angst, entdeckt zu werden. All
dies erschwert den Zugang zu
Schwangerschaftsvorsorge.
Angesichts der Situation empfehlen die Autoren, die Stellung schwangerer Frauen im
Arbeitsmarkt müsse verbessert
und für schwangere illegale
Aufenthalterinnen ein geschützter Sonderstatus eingeführt werden. Zu den grundversicherten vorgeburtlichen
Untersuchungen seien generell Dolmetscherdienste beizuziehen.
Antwort des Bundesrats
Der Gesundheitsminister bestätigte die Wichtigkeit der
Thematik für den Bundesrat.
Gleichzeitig erinnerte er daran,
dass die Gesundheitsvorsorge
in der Kompetenz der Kantone
liege, der Bund jedoch unterstützend tätig werde, wie es
beispielsweise mit der Übersetzung eines Gesundheitsführers
in 18 Sprachen geschehen sei.
Ausserdem entwickle der Bund
ein E-Learning-Tool, um die
transkulturellen Kompetenzen
des Gesundheitspersonals zu
vertiefen. Das Projekt fördere
Dolmetscherdienste in den Gemeinden sowie Ausbildung
und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Ab Frühjahr
2011 stehe ein telefonischer
Dolmetscherdienst bereit.
Die Interpellantin bezweifelt,
ob dieser Dienst den tatsächlichen Bedürfnissen der Migrantinnen entspricht. Ausserdem seien in den letzten
Jahren zwei Eingaben zur Entwicklung von Dolmetscherdiensten im Gesundheitswesen vom Parlament abgelehnt
worden. Maury Pasquier erwägt, auf diese Eingaben zurückzukommen, insbesondere
auch, weil BR Burkhalter gegen das Anliegen «keineswegs opponiere». Das heisst
für Maury Pasquier: Am Ball
bleiben!
www.maurypasquier.ch
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
4/2011
3
Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:40 Uhr
Seite 4
D O S S I E R
E D I T O R I A L
2010 wollte die deutsche Fachzeitschrift
«Die Hebamme» von ihren Leserinnen
erfahren, welche Methoden zur Linderung des Geburtsschmerzes
sie bevorzugt anwenden.
78 freiberufliche und angestellte Hebammen beantworteten den Fragebogen
(Die Hebamme 3/2010).
Die allermeisten unter ihnen
sind der Meinung, eine
Geburt dürfe schmerzhaft sein, ihre
Bewältigung ohne Schmerzmittel sei
sinnvoll und einen Versuch wert. Sie
erachten die kontinuierliche Hebammenbetreuung als wichtige schmerzlindernde Massnahme. Entsprechend wünschen
sich viele Antwortende von den Frauen,
dass sie den Geburtsschmerz akzeptieren, keine Schmerzfreiheit fordern und
in die eigenen Kräfte vertrauen. Um dies
zu erreichen, setzen die Hebammen auf
vorgeburtliche Aufklärung, wobei mehr
als die Hälfte nur zu ausgewählten
Methoden der Schmerzmittel informiert,
je nach Angebot der Institution.
Beim Entscheid, welche Methoden
aktuell in Frage kommen, lassen sich
die meisten Hebammen vom Wunsch
der Frau leiten, mehr als die Hälfte auch
von ihrem Erfahrungswissen. Unter der
Geburt empfehlen über 90 Prozent
Körperarbeit, warmes Wasser, eine aufrechte Gebärhaltung und knapp 90 Prozent angeleitetes Atmen zur Schmerzlinderung. Egal, wo die Hebammen
arbeiten, raten 71 Prozent zu Massagen
und 52 Prozent zu Homöopathie, vor
weiteren Komplementärmethoden.
Unterschiede zwischen frei schaffenden
und Spitalhebammen fanden sich hingegen beim Einsatz von Medikamenten:
52,3 Prozent der angestellten versus
22,6 Prozent der freiberuflichen Hebammen empfehlen Spasmolytika, 31,8 versus 3,2 Prozent Spasmoanalgetika und
15,9 versus 3,2 Prozent Opioide. Nur
9 Prozent der Spitalhebammen empfehlen eine PDA, aber 22 Prozent schätzen
diese als erfolgreiche Methode ein.
Die PDA ist auch die von den Frauen
am häufigsten eingeforderte Methode,
sagen 53,8 Prozent der Hebammen.
In dieser Ausgabe geben wir einen
Überblick über die aktuell zur Verfügung
stehenden und angewendeten Analgetika. Die PDA klammern wir aus, sie
würde eine eigene Nummer füllen.
Gerlinde Michel
4
Hebamme.ch
4/2011 Sage-femme.ch
Erfahrungen von Frauen
Akupunktur wäh
Sieben Frauen wurden im Rahmen einer qualitativen Forschungsarbeit
zur Evaluation des Praxisentwicklungsprojekts «Einführung der Akupunktur
während der Geburt» in der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel
zu ihren Erfahrungen mit dieser komplementären Methode befragt.
Die Frauen äusserten sich auch zum Thema «Schmerz».
Martina Gisin,
Brigitte Bühler, Simone Büchi
Die stetig steigende Nachfrage schwangerer Frauen in der Frauenklinik des Universitätsspital Basel (USB) nach geburtsunterstützender Akupunktur sowie das
Interesse der Hebammen der Geburtsabteilung für diese Methode führten zum
Praxisentwicklungsprojekt «Einführung der
Akupunkturanwendung auf der Geburtsabteilung» (Büchi et al. 2009). Der vorliegende Artikel berichtet über Teilergebnisse der Projektevaluation. Im Rahmen
ihrer Masterthesis an der Caledonian Universität in Glasgow1 befragte die Erstautorin sieben Frauen zu ihren Erfahrungen
mit Akupunktur während der Geburt. Ergebnisse dieser Studie mit Fokussierung
auf Analgesie werden nun beschrieben.
Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:40 Uhr
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während der Geburt
2005, Déglon-Fischer et al. 2009), was
leicht unter dem europäischen Durchschnitt von 12–19% liegt (Smith & Crowther 2008b). Zudem zeigt sich, dass vorwiegend junge Frauen nach alternativen
und komplementären Methoden fragen.
Bis heute ist die Zahl der Institutionen, in
welchen Akupunktur angeboten wird,
und der Hebammen, die diese Methode
praktizieren, nicht bekannt (Widmer et al.
2006). Ungeachtet der steigenden Nachfrage nach Akupunktur bestehen bis heute
keine nationalen Richtlinien zur Qualitätssicherung.
Evidenz der Akupunkturanwendung während der
Geburt
Foto: zvg
Akupunkturanwendung
in der Schweiz
In den letzen Jahren hat die Nachfrage
nach und die Anwendung alternativ- und
komplementärmedizinischer Methoden,
insbesondere die Akupunktur, weltweit
wie auch in der Schweiz zugenommen
(Maxion-Bergemann et al. 2006, Melchart
et al. 2005, Widmer et al. 2006, Wolf et
al. 2006). Bei der Gesundheitsbefragung
2002 gab ein Drittel der Schweizer Bevölkerung an, alternative und komplementäre Methoden bei gesundheitlichen
Beschwerden anzuwenden, davon 10,5%
Akupunktur (Bundesamt für Statistik
1
Martina Gisin: Women’s experiences of acupuncture
during labour at Basel University Hospital – an exploratory qualitative research study. Glasgow Caledonian
University, 2010.
Eine systematische Literaturrecherche
mit definierten, aus der Literatur abgeleiteten Suchbegriffen und deren Kombinationen wurde durchgeführt. Die Suche
erfolgte in den Datenbanken MEDLINE/
PUBMED, CINAHL, AMED, Cochrane Library, über die WHO Webseite sowie in
Fachbüchern und deutschsprachigen Hebammenzeitschriften und im Internet, publiziert von 1999 bis 2009.
Nur wenige Forschungsartikel befassen
sich isoliert mit dem Thema «Schmerzlinderung während der Geburt mittels Akupunktur» (Lee & Ernst 2004, Smith et al.
2008a). Die randomisierten kontrollierten
Studien, die zusätzlich zur Schmerzlinderung die Themen «Entspannung» und
«Geburtsverkürzung» erforschten, diskutieren unterschiedliche und unsichere Resultate (Hantoushzadeh et al. 2007, Nesheim & Kinge 2006, Ramnerö et al. 2002,
Skilnand et al. 2002, Ziaei & Hajipour
2006). Die wesentliche Kritik an den Studien betrifft die lückenhaften Informationen zur Akupunkturanwendung (z.B.
Anwendungsdauer, Punkte, Intensität),
die Mängel des Studiendesigns (z.B. Methode, Vergleichbarkeit der Studienteilnehmerinnen, fehlende Kontrollgruppe,
fehlende Beschreibung der ausführenden
Fachperson) oder die Interpretation der
Wirkung der Messgrössen (z. B. Hebamme, Erwartungen, Zuwendung) auf den
Anwendungserfolg der Akupunktur (Lee &
Ernst 2004, Martensson et al. 2009, Ramnerö et al. 2002). Die Wirksamkeit der
Martina Gisin, Hebammenfachverantwortliche
MSc, Geburts- und Schwangerenabteilung, Frauenklinik Universitätsspital Basel, [email protected]
Brigitte Bühler, Stationsleiterin Geburts- und
Schwangerenabteilung, Hebamme, Frauenklinik
Universitätsspital Basel.
Simone Büchi, Hebammenexpertin MNS, Abteilung Klinische Pflegewissenschaft, Universitätsspital Basel.
intrapartalen Akupunkturanwendung zur
Geburtsunterstützung kann zum heutigen
Zeitpunkt nicht eindeutig nachgewiesen
werden, jedoch gibt es Hinweise auf eine
schmerzlindernde Wirkung. Anzumerken
bleibt, dass keine Studien zu Erfahrungen
der Frauen mit Akupunktur während der
Geburt gefunden werden konnten. Jedoch zeigte sich ein starkes Interesse von
Forschenden für die Effektivität der Akupunktur während der Geburt.
Methodisches Vorgehen
Ein exploratives qualitatives Forschungsdesign wurde gewählt, um Erfahrungen
von Frauen in einem bisher wenig erforschten Thema zu ergründen. Sieben
Deutsch sprechende Frauen mit normalem
Schwangerschafts- und Geburtsverlauf (gemäss WHO, 1996), welche geburtsunterstützende Akupunktur erhielten, konnten
mittels gezieltem Auswahlverfahren eingeschlossen werden. Die Rekrutierung der
Frauen geschah durch die geburtsleitende
Hebamme. Die Interviews mit den Frauen
fanden im Laufe der ersten zwei Monate
nach der Geburt an einem von ihnen gewünschten Ort statt. Die Frauen wurden
gebeten, ihre Erfahrungen mit der Akupunktur während der Geburt, ihre Motivation für die Anwendung dieser Methode,
und die erhaltenen Informationen zu schildern. Für diese Befragung wurde ein
Interviewleitfaden mit offenen Fragen entwickelt und diente der Gesprächsstrukturierung. Die Interviews wurden auf Tonband aufgezeichnet und anschliessend in
Schriftsprache transkribiert. Mittels der
thematischen Analyse nach Aronson
(1994) wurden die Interviewdaten der
Frauen bearbeitet und wesentliche Themen und Unterthemen identifiziert. Dieser
Prozess wurde fortlaufend und detailliert
dokumentiert.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
4/2011
5
Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:40 Uhr
Seite 6
Die Studiendurchführung wurde vom
Management der Frauenklinik USB sowie
von den Ethikkommissionen beider Basel
und der Universität Glasgow genehmigt.
Ergebnisse
Die befragten Frauen waren zwischen
25 und 35 Jahre alt und kamen aus der
Schweiz, Italien, der Ukraine und Albanien. Vier Frauen hatten ihr erstes Kind,
zwei ihr zweites und eine ihr viertes Kind
geboren. Bei vier Frauen wendete die
Hebamme die Akupunktur zur Wehenanregung und -regulierung an, bei zwei
Frauen zur Schmerzlinderung und bei
einer Frau zur Dammentspannung in der
Austreibungsphase. Bei einer Frau kam
die Akupunktur zusätzlich zur Schmerzlinderung auch zur Plazentalösung während
der Plazentarperiode in Einsatz.
Im Analyseprozess konnten fünf
Themen: «Motivation», «Wissenserwerb»,
«körperliche und emotionale Reise»,
«verbesserte Geburtserfahrung» und
«Glaube an Akupunktur» identifiziert
werden. Nachfolgend werden die Ergebnisse zur Analgesie aus diesen Themen
beschrieben.
Alle Frauen gaben an, dass die Hebamme ihnen die Akupunktur während der
Geburt anbot und dass weder sie noch ihr
Partner von sich aus nach dieser Methode
gefragt hätten. Obwohl keine der Frauen
sich an detailliert erhaltene Informationen
vor der Anwendung erinnerte, über Nebenwirkungen wurden sie mit Bestimmtheit nicht aufgeklärt.
Die Motivationsgründe für eine Akupunkturanwendung während der Geburt
waren bei den Frauen sehr unterschiedlich: geringerer Medikamentengebrauch,
Schmerzlinderung, Interesse an einer «eher
natürlichen Geburt», oder Wehenförderung. Eine Frau erhoffte sich durch die
Akupunkturanwendung die Periduralanästhesie zu vermeiden: «Und dann ist
das ein sehr vernünftiger Weg gewesen,
diese PDA zu umgehen». Alle Frauen hatten jedoch etwas gemeinsam, sie erhofften sich einen besseren Geburtsverlauf,
«weil ich nur wollte, dass es so schnell wie
möglich kommt».
Die Frauen machten verschiedene körperliche Erfahrungen. Sie empfanden die
Akupunktur als nicht schmerzhaft, obwohl sie an gewissen Stellen unangenehmer war und sie empfindlicher reagierten.
Die Frauen, welche Elektroakupunktur zur
Schmerzlinderung erhielten, empfanden
das Gefühl anschliessend als unangenehm, beschrieben es jedoch unterschiedlich und bildhaft: «Der Strom hat sich angefühlt wie ein Kuhzaun». Eine Frau beschrieb es als «wellenförmiges Gefühl, wie
6
Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
wenn ein Stein in eine Wasserpfütze fällt».
Als unangenehm empfanden die Frauen
hauptsächlich die eingeschränkte Mobilität. Dies wurde von der Mehrheit der
Frauen beanstandet: «Ich musste liegen
bleiben. Ich wäre sonst aktiver gewesen».
Die eingeschränkte Mobilität wurde auf
zwei Arten als negativ empfunden: zum
einen weil die Frauen während der Akupunkturanwendung unter Wehen liegen
mussten und zum anderen, weil sie
während der Elektrostimulation zur
Schmerzlinderung an das Gerät gebunden waren.
Alle befragten Frauen beschrieben eine
sofortige Wirkung nach der Akupunkturanwendung wie verstärkte Wehentätigkeit, Schmerzlinderung, Entspannung,
oder Gewinn an emotionaler Stärke. Obwohl die verstärkte Wehentätigkeit das
am häufigsten genannte Thema war,
hatte eine Frau das Gefühl von leichter
Schmerzlinderung: «Ich habe schon das
Gefühl, dass es vielleicht dann ein bisschen geholfen hat». Im Gegensatz dazu
meinte eine andere Frau, die auch Elektroakupunktur erhielt, dass sie dadurch
mehr Entspannung gewann: «Es ist nicht,
dass ich die Wehen weniger gespürt hätte, aber es hat mich cooler gemacht und
die Angst gelöst».
Auf die Frage nach ihrer Meinung zur
Akupunkturanwendung während der Geburt folgerten die Frauen, dass sie es eine
«gute» oder sogar «super Sache» fanden.
Sie zeigten Vertrauen in diese Anwendungsmethode während der Geburt, ob
einzeln oder kombiniert mit zusätzlichen
Methoden. Die Mehrheit der Frauen äusserte ihre Zufriedenheit über die Anwendung mit der Absicht, es in der gleichen
Situation wieder zu tun: «Also wenn ich
wieder ein Kind hätte, dann würde ich es
sogar verlangen».
Diskussion
Motivation der Frauen für die Akupunkturanwendung war, dass es nützen
und helfen sollte. Dies wurde auch beschrieben von Hope-Allan et al. (2004),
welche die Anwendung der Akupunktur
in einer Pränatalklinik untersuchten. Bei
Kvorning Ternov et al. (2001), die
schwangere Frauen untersuchten, war
Schmerz der häufigste Grund zur Intervention mittels Akupunktur.
Alle Frauen empfanden die Akupunkturanwendung als nicht schmerzhaft,
was auch Bernstein (2000) und Griffiths
und Taylor (2005) beschrieben. Jedoch
wird das unangenehme Empfinden der
Elektrostimulation zur Schmerzlinderung
in der Studie von Griffiths und Taylor
(2005) bestätigt. Die beklagte einge-
schränkte Mobilität während der Elektrostimulation zur Schmerzlinderung konnte
durch keine anderen Studien belegt werden, da diese den Fokus auf die Effektivität der Anwendung legten und nicht
auf die Erfahrung der Frauen während
der Geburt. Obwohl sich keine der Frauen beklagte, über die Nebenwirkungen
nicht aufgeklärt worden zu sein, ist es
möglich, dass Informationen z. B. über
Mobilitätseinschränkung, das Einverständnis der Frauen zur Therapie verändert
hätten.
Frauen, welche die Elektrostimulation
zur Schmerzlinderung erhielten, empfanden eine leichte Schmerzerleichterung,
Entspannung und Gewinn an emotionaler Stärke. Diese Ergebnisse zeigten sich
auch in anderen Untersuchungen (Borup
et al. 2009, Griffiths & Taylor 2005, Ramnerö et al. 2002). Die Diskussion der
Resultate zeigt, wie unspezifisch die Wirkung von Akupunktur ist. Dass die Frauen es eine «super Sache» fanden, bestätigten Untersuchungen aus der Schweiz
von Busato et al. (2006) und DéglonFischer et al. (2009), obwohl argumentiert werden kann, dass Leute, die sich für
die Akupunktur entscheiden, auch offener und interessierter gegenüber Alternativmethoden sind.
Schlussfolgerung für die
Hebammenarbeit
Die vorliegenden Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass sich Hebammen und
andere Fachpersonen für die Erfahrungen gebärender Frauen mit Akupunkturanwendung vermehrt sensibilisieren.
Relevante Schlussfolgerungen für die
Begleitung gebärender Frauen sind:
Die Frauen erhofften sich einen besseren Geburtsverlauf und waren zufrieden
mit der Methode. Die Akupunktur präsentiert sich somit als zusätzliche alternative Methode zur Geburtsunterstützung.
Die Hebamme vermag den Einsatz von
Akupunktur während der Geburt zu beeinflussen. Sie kann mit diesem Angebot
den Frauen eine weitere Möglichkeit zur
Entspannung und Schmerzlinderung anbieten.
Die Frauen wurden nicht über Nebenwirkungen aufgeklärt wie z. B. die eingeschränkte Mobilität. Es ist relevant, dass
die Hebamme zu Risiken und Vorteilen
informiert, damit die Frau eine individuelle Entscheidung treffen kann.
Ein grosser Dank gilt den Frauen, die an
der Studie teilgenommen haben. Zudem
bedankt sich die Erstautorin bei ihren
Hebammenkolleginnen am USB für ihre
immense Unterstützung und Motivation
bei der Rekrutierung der Frauen.
왗
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Akupunktur bietet den Frauen eine Möglichkeit zur Schmerzlinderung.
Foto: Francesca Schweizer
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KOMPLEMENTÄRE S
Randomisiert kontrollierte Studie
Warme Kompres
wirksam
Viele Hebammen setzen DammFoto: Susanna Hufschmid
kompressen ein, um die Geburt zu
Signifikant weniger PDAs
unterstützen und die Schmerzen
Aromatherapie
zu lindern. Eine Studie interessierte
Eine der grössten Untersuchungen über die Wirkung von Aromatherapie
Massnahmen.
sich für die Wirksamkeit solcher
unter der Geburt wurde von 1990 bis 1997 am John Radcliffe Hospital in
Oxford UK durchgeführt.
Insgesamt 8058 Frauen entschieden
sich bei Geburtsbeginn, eines der angebotenen essentiellen Öle anzuwenden.
Die Anwendung und ihre Wirkung wurde gemäss Studienstandard dokumentiert und die Resultate mit einer Kontrollgruppe verglichen, welche auf Aromatherapie verzichtet hatte.
60% der Frauen waren Primigravidae,
40% Multigravidae. Sie konnten aus 10
verschiedenen Ölen auswählen, mit unterstützender Beratung durch die Hebamme (Salvia sclarea, Eucalyptus, Boswellia carteri, Jasminum grandiflora, Lavandula, Citrus limonum, Citrus reticulata, Menthe piperita, Chameamelum,
Rosa centifolia). Die Applikationsformen
waren unterschiedlich. 61% der Frauen
wünschten Aromatherapie, weil sie
Angst vor der Geburt hatten, 14%, weil
sie Übelkeit verspürten, 13% wegen
Schmerzen oder Wehen. 29% Prozent
der Frauen begannen bereits in der
Latenzphase mit Aromatherapie, 60%
nach dem Einsetzen der Wehen, ein kleiner Prozentsatz führte die Therapie bis in
die 2. und 3. Geburtsphase weiter.
Ergebnisse
Ungeachtet ihrer Parität und ungeachtet
dessen, ob der Geburtsbeginn spontan
oder eingeleitet erfolgte, bewerteten die
Frauen die Aromatherapie durchwegs
eher als hilfreich denn als hinderlich.
Frauen mit Aromatherapie wünschten
signifikant seltener eine PDA, ungeachtet der Parität und des Geburtsbeginns
(1994:␹2 =15.9,P<0.005. 1996: ␹2 =11.4,
P<0.01. 1997: ␹2 =25.0, P<0.001). Ebenso war die Anwendung von Aromatherapie mit einer Reduktion von Opiaten
assoziiert.
Nur 1% der über 8000 Frauen klagte
über negative Symptome, unter den
Betreuenden und Partnern waren es
0.29%. Dabei handelte es sich um eher
unbedeutende Symptome wie Jucken
oder ein Ausschlag. Die entstandenen
Kosten von Aromatherapie waren klein,
insbesondere, wenn man sie in Beziehung zur reduzierten Anzahl PDAs
stellt.
717 Erstgebärende wurden für die
zweite Geburtsphase randomisiert in
zwei Gruppen eingeteilt: 360 Frauen bekamen in der Austreibungsphase warme
Dammkompressen, 357 Frauen bekamen
keine Kompresse. Um die Resultate nicht
zu beeinflussen, wurden vorgängig die
Frauen ausgeschlossen, die ihren Damm
vor der Geburt massiert hatten. Gemessene Outcomes waren die Notwendigkeit
einer Dammnaht und das Wohlbefinden
der Frauen.
Evidenzbasiert, weitherum akzeptiert
Wassergeburt
Nach Diskussionen um die Wassergeburt anfangs der Neunzigerjahre
ist diese entspannungsfördernde
Geburtsart heute weitherum akzep-
Ethel Burns, Aromatherapy in childbirth. MIDIRS Midwifery Digest, vol. 12, no 3, Sep 2002, pp 349–353.
tiert. Die Evidenz zeigt, dass sie der
Bettgeburt bezüglich Analgetikaverbrauch überlegen ist.
MH Kinästhetics zur Schmerzlinderung
unter der Geburt
Siehe: Die Hebamme 1/2010, Seite 16–20
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Die Cochrane Review (2009) kommt
zum Schluss, dass eine Frau, welche die
Eröffnungsphase in warmem Wasser
erlebt, signifikant weniger Schmerzen
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E SCHMERZMITTEL
Wissenschaftlich bewiesen
ie
mpressen sind
Hypnose hilft
Als alternative Schmerzbehandlung eröffnet die Hypnose den Zugang
zu den unbewussten Hirnanteilen. In Trance geraten die Schmerzwahrnehmungen in den Hintergrund, die Gebärende ist entspannt und auf
Ergebnisse
Die Notwendigkeit einer Dammnaht war
in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Die Frauen aus der Kompressen-Gruppe hatten jedoch signifikant weniger Dammrisse III und IV, und signifikant
tiefere Werte auf einer Schmerztabelle, sowohl für die Zeit der Geburt als auch für
Tag 1 und 2 postpartal. Ebenso war ihr Risiko, drei Monate nach der Geburt unter
Urininkontinenz zu leiden, signifikant tiefer als das der Kontrollgruppe.
Schlussfolgerung
Die Anwendung von warmen Dammkompressen ist ein einfaches und günstiges Mittel, um tiefe Dammrisse, Schmerzen unter der Geburt und Urininkontinenz zu reduzieren, und sollte in die Gebärsaalpraxis integriert werden.
Dahlen HG. et al. Perineal outcomes and maternal comfort related to the application of perineal warm packs in
the second stage of labor: a randomized controlled trial. Birth, vol 34, no 4, December 2007, pp 282–290.
das eigentliche Geburtsgeschehen fokussiert.
Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Hypnoanalgesie.
VandeVusse et al. (2007) verglichen 50
Schwangere, die präpartal Hypnose erlernt hatten, mit 51 Frauen ohne diese
Vorbereitung. Beide Gruppen waren
demografisch vergleichbar. Die Hypnosegruppe benötigte signifikant weniger
Beruhigungsmittel, Analgetika und Lokalanästhesie, die Babys schnitten beim
Apgar nach 1 Min. signifikant besser ab.
Andere gemessene Outcomes waren
statistisch nicht signifikant.
Eine weitere Untersuchung (Brown
2007) berichtet ebenfalls von signifikant
weniger Analegesiegebrauch bei Hypnose, ausserdem von kürzeren Geburtsphasen 1 und 2. Die Studie stellt ausserdem sechs Fälle vor, in denen Hypnose
eine drohende Frühgeburt abwenden
konnte.
Schliesslich untersuchte eine Cochrane Review (Smith 2006) die aktuelle
Evidenz zur Wirkung einiger komplementärer Schmerzmittel während der
Geburt, unter ihnen auch die Hypnose.
Fünf Studien mit insgesamt 749 Frauen
attestieren, dass selbst-erlernte Hypnose
den Gebrauch von pharmakologischen
Schmerzmitteln inklusive PDA signifikant einschränkt. Auch waren die Frauen im Vergleich zu den Kontrollgruppen
mit ihrem Schmerzmanagement unter
der Geburt zufriedener. Die Autoren geben zu bedenken, dass die Anzahl untersuchter Frauen klein war.
VandeVusse L. et al. Hypnosis for childbirth: a retrospective comparative analysis of outcomes in one obstetrician’s practice. Am J Clin Hypn. 2007 Oct; 50(2): 109–19.
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tiert
urt
empfindet und signifikant weniger spinale Anästhesie benötigt. Elf Studien mit
insgesamt 3146 Frauen wurden für die
Review untersucht. Bezüglich der Anzahl
operativ-vaginaler und Sectiogeburten,
Dammverletzungen, mütterlichen Infektionen, Apgar-Scores, Überweisungen
auf die Neonataologie und kindliche
Infektionen schnitten Wasser- und Landgeburten vergleichbar ab.
Die
Frauenfelder
Geburtenstudie
(2004) vergleicht Land- mit über 5000
Wassergeburten. Bezüglich Risiken wie
Präeklampsie, präpartale Infektionen,
mekoniumhaltiges Fruchtwasser und pathologisches CTG sind die Wassergebur-
• Frauen gebären im Wasser signifikant
häufiger ohne Episiotomie oder mit intaktem Damm
• 75% der Gebärenden im Wasser verglichen mit 59% der im Bett Gebärenden brauchen keinerlei Analgetika
• Die Wassergeburt wird als signifikant
schöner erlebt als die Bettgeburt
• Bezüglich Infektionen wurde kein Unterschied festgestellt.
Foto: Markus Kuhn
ten eine Positivselektion, was bei der Interpretation der Resultate berücksichtigt
werden muss. Einige Resultate:
Cluett ER., Burns E. Immersion in water in labour and
birth. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009,
Issue 2. Art No.: CD000111. DOI:10.1002/14651858.
CD000111.pub3.
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Medikamentöse Analgesie
Remifentani
Als einzige nennenswerte systemische Analgesie in der Geburtshilfe
und als Alternative zur PDA wird am
Universitätsspital Zürich Remifentanil-PCA eingesetzt, sagt PD Dr. med.
Peter Biro, Leitender Arzt am
Institut für Anästhesiologie des USZ.
Foto: G. Etter
Gerlinde Michel hat mit dem
Lindert Geburtsschmerzen
Anästhesiologen gesprochen.
Homöopathie
Hebamme.ch: Remifentanil ist ein
relativ neues Schmerzmittel, das an
der Frauenklinik des USZ zum Einsatz
kommt, aber in der geburtshilflichen
Anästhesie noch nicht sehr verbreitet
ist. Um was für ein Medikament
handelt es sich dabei?
Dr. Peter Biro: Remifentanil ist ein
synthetisches Opiat, das nach einer
ganz neuen Methode quasi am Computer entwickelt und erst danach hergestellt wurde. Die Idee dahinter war,
ein Opiat herzustellen, das absolut kurz
wirkt, aber dennoch sehr potent ist.
Denn das bedeutet gute Steuerbarkeit.
Kontinuierlich infundiert wirkt Remifentanil sehr gut. Aber sobald man die
Infusion beendet, hört die Wirkung
rasch auf. Die herkömmlichen Mittel
und insbesondere die Opiate wirken
sehr lang, sind also nicht gut steuerbar.
Gute Steuerbarkeit ist demnach eine
herausragende Eigenschaft von Remifentanil.
Homöopathische Mittel können die Wehenschmerzen zwar nicht
wegzaubern, jedoch die Kontraktionen erträglicher machen.
Insbesondere kommen folgende Homöopathika zur Anwendung:
• Aconitum D6: bei raschen, fast pausenlosen Wehenwellen mit massiven
Rückenschmerzen, Unruhe und Todesangst
• Pulsatilla D6: bei wechselhaften Wehen mit weinerlicher Stimmung, Verlangen nach frischer Luft
• Belladonna D6: bei erschöpfenden,
sehr krampfhaften Wehen, die plötzlich auftreten und wieder verschwinden, mit rotem Kopf und Stirnschweiss, sehr berührungsempfindlich
• Chamomilla D6: bei unerträglich starken Bauchschmerzen und hysterischer Schmerzempfindlichkeit
• Cimicifuga D6: wenn Wehenschmerzen zu Niedergeschlagenheit, Unruhe, Reizbarkeit und Schreien führen
• Coffea D6: bei unerträglichen Wehenschmerzen mit ohnmachtartiger
Schwäche in den Wehenpausen, bei
Ruhelosigkeit
• Gelsemium D6: Wehenschmerzen
mit zittriger Schwäche und nervöser
Erregung; die Gebärende möchte
festgehalten werden
• Johannisöl auf Bauchdecke und Rücken
sanft einreiben. Dem Öl 1 bis 2 Tropfen
Muskatellersalbeiöl beimischen.
Lange andauernde Wehen, welche die
Gebärende erschöpfen und das Pressen wegen Schwäche behindern, werden mit folgenden Homöopathika vorangetrieben:
• Secale C30: bei Erschöpfung, wenn
die Gebärende nicht mehr zum Pressen fähig ist
• Opium C30: wenn die Wehen infolge
starker Emotionen plötzlich aufhören
und das Gesicht der Frau rot, heiss
und aufgeschwollen ist
• Natrium muriaticum C30: wenn die
Wehen immer schwächer werden und
versiegen, was zu Traurigkeit führt
Quelle: Bruno Vonarburg, Die Naturheilkunde als Geburtshelferin. Natürlich, 7/2003.
Atemarbeit zur Unterstützung der Geburt
Siehe: Hebamme.ch 2/2010, Seite 4–11; Die Hebamme 1/2010, Seite 10–15
Zusammenfassungen: Gerlinde Michel
10
Hebamme.ch
4/2011 Sage-femme.ch
Am USZ kommt Remifentanil-PCA,
also patientinnenkontrolliert, zur
Anwendung. Wie muss man sich das
vorstellen?
Bei der PCA haben wir eine Pumpe,
die so programmiert ist, dass sie auf
Knopfdruck der Patientin, also nicht automatisch, eine bestimmte Menge des
Mittels pro Zeiteinheit freigibt. Braucht
die Gebärende mehr, drückt sie wieder
auf den Knopf und bekommt das Medikament, so lange sie die ihr zugeteilte
Menge pro Zeiteinheit nicht ausschöpft.
Erreicht sie die zulässige Obergrenze,
kann sie zwar wieder drücken, aber es
passiert nichts, bis eine gewisse Zeit ab-
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F O K U S
tanil: «Zweitbeste Methode»
gelaufen ist und die Pumpe neue Dosen
wieder erlaubt. Die Frau dosiert also nicht
selber, sie ruft nur ab innerhalb eines erlaubten Dosisbereichs. Der Arzt tritt damit einen Teil der Kontrolle an die Gebärende ab. Der Vorteil dieser Methode:
sie führt zu einer Individualisierung der
Dosierung, was den grossen Unterschieden bei der individuellen Schmerzempfindung gerecht wird. Die PCA beschleunigt die Schmerzkontrolle extrem, da es
fast keine Wartezeit auf die Medikamentengabe gibt und auch weil das Remifentanil rasch wirkt.
In welchen Fällen setzen Sie Remifentanil
bevorzugt ein?
Ich würde nicht von «bevorzugtem»
Einsatz sprechen, weil diese Methode bei
weitem nicht so gut ist wie die klassische
geburtshilfliche Analgesie, die Epiduraloder Periduralanästhesie. Das Remifentanil kann die PDA nicht ersetzen, darüber
muss man gar nicht diskutieren. Aber es
gibt Fälle, wo man die PDA nicht machen
darf wegen Kontraindikationen wie Gerinnungsstörungen, oder nicht machen
kann, weil der Rücken das nicht zulässt,
oder weil sie aus irgendeinem Grund
nicht ausreichend gut funktioniert. Dann
behilft man sich mit dieser Methode, der
zweitbesten, die wir haben.
In wie vielen Prozent aller Geburten,
würden Sie sagen?
Generell wird das in der Schweiz sehr
unterschiedlich gehandhabt. In der Romandie macht man etwa doppelt so viele PDA als in der Deutschschweiz, wo wir
bei etwa 30 bis 35 Prozent aller Vaginalgeburten liegen. Unter diesen Vaginalgeburten, die eine Analgesie brauchen und
eine PDA bekommen sollen, sind vielleicht 5 bis 10 Prozent nicht ausreichend
wirksam. Den vereinzelten Frauen, die
aus gesundheitlichen Gründen keine
PDA bekommen dürfen, geben wir von
vornherein Remifentanil.
Glossar
PCA: Patientenkontrollierte Analgesie
PDA: Periduralanästhesie
TENS: Transkutane elektrische Nervenstimulation
Gibt es Frauen, die Remifentanil einer
PDA vorziehen?
Es gibt Frauen, die sich aus Gründen
der Weltanschauung gegen eine PDA
aussprechen. Am häufigsten hören wir
das Argument, sie wollen natürlich gebären, und viele ziehen das auch durch.
Dann gibt es Frauen, die mitten unter der
Geburt ihre Meinung wechseln, weil sie
zu sehr leiden. Aber mir persönlich ist
kein Fall begegnet, dass eine Frau nur die
PDA als solche ablehnen und eine systemische Analgesie akzeptieren würde
bzw. dass eine Frau speziell nach Remifentanil fragen würde. Dazu ist die Methode auch noch zu neu und allgemein
zu wenig bekannt.
Welches sind die Nachteile von
Remifentanil?
Erstens ist die Methode nicht so wirksam. Es gibt zwar eine Schmerzverminderung, aber die trifft mit einer gewissen
Verzögerung von etwa ein bis zwei Minuten ein, da kann eine schmerzhafte
Wehe schon vorbei sein. Aber im Vergleich zu den anderen, herkömmlichen
Methoden ausser der PDA kommt diese
Wirkung trotzdem relativ schnell. Der
nächste Nachteil: Das Mittel geht über
die Plazenta auch auf den Feten über,
was aber insofern nicht schlimm oder
schwierig ist, weil die Wirkung nach wenigen Minuten wieder abklingt. Lediglich wenn die Gebärende in den letzten
Minuten der Austreibungsphase eine
Dosis bekommt, dann könnte die Atmung des Neugeborenen wegen der
Restwirkung etwas schwächer sein, aber
auch das verschwindet nach einigen
Minuten wieder.
Und die Fälle von abfallenden kindlichen
Herztönen und Apnoe, oder von verlangsamter Atemtätigkeit der Mutter,
die man in der Literatur zu Remifentanil
findet, sind die beunruhigend?
Tatsächlich ist Remifentanil ein sehr
potentes Opioid und unterdrückt die Atmung. Aber das ist nur dann relevant,
wenn man es überdosiert. In einer vernünftigen PCA-Dosierung ist die Dosis so
gewählt, dass eigentlich nicht zu viel gegeben werden kann. Der Schmerzreiz
selbst ist eine Art Gegenspieler der
Atemdepression, und wer an Schmerz
leidet, atmet tendenziell heftiger. Durch
das Remifentanil wird zwar das vermehrte Atmen gedämpft, aber unter Remifentanil spielt sich das irgendwo dazwischen ein und die Atmung reicht aus.
Sind keine weiteren Medikamente wie
Anästhetika oder Beruhigungsmittel im
Spiel, ist es sehr unwahrscheinlich, jemanden zu gefährden. Tatsächlich senkt
Remifentanil die Herzfrequenz sowohl
bei der Mutter als auch beim Fetus. Die
fetale Frequenzsenkung ist aber nicht –
wie sonst befürchtet – wegen einem
PD Dr. med. Peter Biro.
Foto: Gerlinde Michel
Sauerstoffmangel, sondern eine an und
für sich harmlose Nebenwirkung. Dennoch muss das aufmerksam verfolgt
werden, um eine ernsthafte Ursache
nicht zu übersehen.
Noch ganz kurz zu einem anderen
Thema: Setzen Sie an der Frauenklinik
TENS ein?
Nein. Mir ist auch nicht bekannt, dass
es sonst irgendwo in der Schweiz in der
Geburtshilfe angewendet wird. Ich persönlich habe noch nie mit dieser Methode
gearbeitet.
Herr Dr. Biro, ganz herzlichen Dank für
dieses Gespräch!
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Lachgasanwendung im USZ
Lachgas unter der Geburt –
lächerlich?
Seit etwa zwei Jahren setzt die Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals Zürich Lachgas zur Schmerzbekämpfung unter der Geburt ein. Die Erfahrungen von 20 Hebammen aus der USZ Gebärabteilung sind mehrheitlich
positiv.
Sylvia Bernhardt-Weber,
Hebamme, USZ
Lachgas (N2O) wurde1844 zu ersten Mal
bei einer Zahnextraktion eingesetzt.
1881 kam es zur ersten Anwendung von
N2O in der Geburtshilfe durch Stanislaw
Klikowitsch. In Schweden ist Lachgas das
am meisten eingesetzte Mittel zur
Schmerzbekämpfung unter der Geburt
(75%). Diese Erfahrungen haben die
Wiedereinführung am USZ massgeblich
beeinflusst. Zu beachten waren dabei die
Notwendigkeit einer modernen Lachgasanlage und der Grenzwert für maximale
Arbeitsplatzkonzentration für Lachgas in
der Schweiz (100 ml/m3).
Mischverhältnisse/
Anwendung
Mischung:
70% N2O
50% N2O
20% N2O
30% O2
50% O2
80% O2
2. Wie ist die Akzeptanz bei den
Hebammen?
positiv:
50/50:
negativ:
17
3
0
85%
15%
0%
3. Bevorzugte Dosierung (N2O/O2)
10. Vorteile
30/70
30/70
50/50
50/50
50/50
70/30
70/30
Alle drei Varianten
Reihenfolge nach Zahl der Nennung (nicht
standardisiert):
• rasche Verfügbarkeit und sofortige
Wirkung (Überbrückung von Wartezeiten auf EDA)
• keine erkennbare Auswirkung auf
Wehentätigkeit
• einfache Handhabung und selbstbestimmte Bedienung durch Frauen
• geringerer Einsatz von EDA und
Pethidin
• gut dosierbar
• Einsatz auch in der Badewanne
0
5
2
6
1
6
0%
25%
10%
30%
5%
30%
4. Wann wird Lachgas verwendet?
Eröffnungsperiode 60% aller Hebammen
Übergangsphase 55%
Übergangslösung bis EDA 55%
Austreibungsphase 30%
5. Akzeptanz bei Frauen
intermittierend
intermittierend
kontinuierlich
Die meistgebrauchte Anwendung ist intermittierend.
Start: 15 Sekunden vor Beginn der Kontraktion.
Nach 60 bis 90 Sekunden ist der maximale Effekt erreicht.
Die Frauen halten die Maske selber.
Stopp: am Ende der Kontraktion.
Zwischen den Kontraktionen: Atmen von
Raumluft.
90% der Hebammen haben schon einmal gutes Feedback erhalten
25% der Hebammen haben aber auch
schlechtes Feedback erhalten
6. Zufriedenheit bei den Frauen
im Bezug auf Schmerzlinderung
95% der Hebammen haben positives
Feedback im Bezug auf Schmerzlinderung erhalten
7. Beobachtete Nebenwirkungen
bei der Mutter
Schwindel, Übelkeit, Benommenheit bis
hin zu kurzzeitigem Gedächtnisverlust
und Blutdruckabfall
Anwendung von Lachgas
im USZ
8. Nebenwirkungen beim Kind
Grundlage war eine Befragung von 20
Hebammen in der Gebärabteilung im
Herbst 2010.
9. Nachteile
1. Wie oft wird Lachgas
verwendet?
Regelmässig:
Eher selten:
Nie:
12
13
7
0
Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
• System: Schlauch/Maske nicht stabil
genug
• eingeschränkte Mobilität
• Auswirkung auf Hebammen, wenn
Frauen nicht in die Maske ausatmen
65%
35%
0%
Keine ersichtlichen Nebenwirkungen
Reihenfolge nach Zahl der Nennung
(nicht standardisiert):
• Treibhausgas (eines der drei umweltschädlichsten)
• genannte Nebenwirkungen
• Maske (unangenehm und nicht
geruchsneutral)
11. Lessons Learned
• Handling muss den Frauen gut erklärt
werden
• Eventuell kontinuierliche Anleitung/
Überwachung notwendig
• Probleme:
– Frauen atmen zu spät ein
– Können sich nicht mehr von der
Maske lösen
– Das Ausatmen in die Maske fällt
schwer
Fazit
Bei richtiger Anwendung ist der Einsatz
von Lachgas unter der Geburt eine
schnelle und effektive Form der Schmerzlinderung, die keine erkennbar negativen
Auswirkungen auf Mutter und Kind mit
sich bringt. Durch den Einsatz von modernen Lachgasanlagen minimiert sich
das Risiko für das Klinikpersonal. Es ist
jedoch ein Treibhausgas.
왗
Fortbildungs-Präsentation «Lachgas unter der
Geburt: Lächerlich?», gehalten am 21. Oktober
2010 in der Klinik für Geburtshilfe, Universitätsspital Zürich.
Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:40 Uhr
Seite 13
TENS
Kontroverse Diskussion
TENS oder «Transkutane elektrische Nervenstimulation» wird während der Eröffnungsphase als schmerzblockierende
Massnahme eingesetzt. Dazu klebt man je zwei mit Elektroden versehene Pads auf den Rücken der wehenden Frau.
Schwache Stromimpulse stimulieren die zwischen den Rückenwirbeln austretenden sensorischen Nerven.
Ziel der Therapie ist es, sogenannte afferente (der Schmerzleitung dienende,
sensible) Nervenbahnen so zu beeinflussen, dass die Schmerzweiterleitung zum
Gehirn verringert oder verhindert wird.
Durch die TENS soll die Schmerzschwelle
heraufgesetzt werden. Dabei geht man
davon aus, dass einerseits körpereigene
Hemm-Mechanismen für die Schmerzfasern im Rückenmark aktiviert werden.
Zum anderen sollen absteigende hemmende Nervenbahnen angeregt und dadurch vermehrt Endorphin freigesetzt
werden.Speziell für die Geburtshilfe konstruierte TENS-Geräte aktivieren einen zusätzlichen schmerzblockierenden Mechanismus, die sog. «kurze intensive Stimulation».
Kontroverse Diskussion
Die Wirksamkeit von TENS wird kontrovers diskutiert. Es gibt Studien, die eine
Wirksamkeit im Vergleich mit Placebo
nachweisen, aber auch Untersuchungen,
die keinen Vorteil für TENS zeigen konnten.
Gemäss einer Studie der Healthcare
Commission im UK (2008) benützten un-
gefähr 20 Prozent aller gebärenden Frauen ein TENSGerät unter der Geburt.
Das National Collaborating
Centre for Women’s and
Children’s Health hält in einem Bericht fest, die Evidenz sei gut belegt, dass
«TENS kein wirksames
Analgetikum unter der Geburt» sei (NICE 2007).
Dem widerspricht eine
Cochrane Review (Dowdswell et al 2009): frühere
Studien seien ungeeignet,
eine Wirkung auszuschliessen, und es bestehe hohe
Evidenz, dass TENS für einiViele Frauen würden wieder TENS wählen.
Foto: MIDIRS
ge Frauen die bevorzugte
Schmerzbekämpfungsmethode darstelle.
freie Geburt. Eine Mehrheit der in die
Eine weitere Studie bekräftigt dies: aus Studie einbezogenen Kliniken und Hebeiner Gruppe von 5350 Frauen, die sich ammen unterstrichen, dass eine gute
für TENS entschieden hatten, gaben Ausbildung nötig sei, um TENS optimal
neun von zehn Frauen an, sie würden für anwenden zu können.
왗
eine nächste Geburt wieder TENS wählen Quelle: Hare T. TENS use in labour. MIDIRS Mid(McMunnet al 2009). Von den 5350 wifery Digest, vol 20, no 3, September 2010, p
Frauen hatten 65% eine interventions- 341–42.
Ingrid Revers-Schmitz
Praxisbuch Homöopathie für Hebammen
2005. 352 Seiten, 41 Abb.,
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In unserem Hebammenarbeitsfeld ist das Bedürfnis nach einer
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Alle bekannten und in der Praxis
vorkommenden
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der Schwangerschaft, der Geburt, des Wochenbetts, der Stillzeit sowie des Neugeborenen
und Säuglings werden sorgsam,
umfassend und sehr übersichtlich beschrieben. So lässt sich in
der Praxis in kürzester Zeit das
passende Mittel finden, ohne
Stunden mit Repertorisieren verbringen zu müssen. Mit Hilfe dieses Arbeitsinstruments kann schnell und adäquat reagiert werden.
Der Inhalt gliedert sich in Grundlagen, Indikationen, Arzneimittelbilder und einen Anhang.
Das Buch ist ein echtes «Handwerkszeug»
für die Praxistätigkeit einer homöopathisch
interessierten Hebamme. Anschauliche Fallbeispiele aus der Praxis, genaue Dosierungsempfehlungen und übersichtliche differenzialdiagnostische Tabellen erleichtern
das Nachschlagen. Es sei aber erwähnt,
dass es jedoch nicht eine fundierte homöopathische Grundausbildung ersetzt.
Annette Hesselbarth
Hebamme & Körpertherapeutin
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
4/2011
13
Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:40 Uhr
Seite 14
M O S A I K
Herausforderungen und Chancen
Das Wochenbett der Zukunft
Das Wochenbett wird seinem Namen kaum mehr gerecht. Fallpauschalen und verkürzte Spitalzeiten fordern das
Gesundheitssystem heraus. Das erste Winterthurer Hebammensymposium «Das Wochenbett der Zukunft – Herausforderungen und Chancen» lockte 300 Hebammen, Pflegefachfrauen, Mütter- und Väterberaterinnen und weitere
Interessierte aus der ganzen Schweiz und Europa nach Winterthur.
Andrea Stiefel
Regula Hauser
Die zukünftige Betreuung von
Wöchnerinnen, ihren Neugeborenen und Familien beschäftigt
nicht nur Hebammen. Die Neuerungen im Gesundheitssystem
mit der Einführung von Fallpauschalen werden das traditionelle
«Wochen-Bett» auf wenige
Tage verkürzen. Dies stellt neue
Anforderungen an alle Berufsgruppen, die Mütter und Neugeborene im Anschluss an den
verkürzten Spitalaufenthalt betreuen. Gastreferentinnen aus
der Schweiz und aus Grossbritannien stellten Forschungsarbeiten, Projekte und Praxiserfahrungen zum Wochenbett der
Zukunft vor.
Wichtig – koordinierte
Nachbetreuung
Dr. Jessica Pehlke-Milde, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hebammen, zeigte die
aktuelle Situation in der Schweiz
aus Sicht von Hebammen, Pflegefachpersonen, Mütter- und
Väterberaterinnen sowie Stillberaterinnen auf. Dazu präsentierte sie einen Überblick über die
bestehenden Betreuungsangebote im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung. Zudem stellte sie Ergebnisse einer
Befragung von Expertinnen und
Experten aus der Praxis der Wochenbettbetreuung vor. PehlkeMilde beleuchtete Stärken,
Schwächen und Chancen einer
zukünftigen postpartalen Betreuung, welche sich stärker in
den ambulanten Bereich verAndrea Stiefel, Stv. Studiengangleitung BSc Institut für Hebammen,
ZHAW.
Regula Hauser, Leitung WB Institut
für Hebammen, ZHAW.
14
Hebamme.ch
4/2011 Sage-femme.ch
lagert. Sie betonte dabei die
Wichtigkeit einer guten Vernetzung aller beteiligten Berufsgruppen.
Prof. Dr. Debra Bick vom King`s
College in London stellte Auswirkungen von Pflegesituationen auf die physische und psychische Gesundheit von Müttern und Kindern nach der Geburt vor. Sie zeigte neben den
Herausforderungen für die Praxis auch die politische Brisanz
des Tagesthemas auf. In ihrem
simultan mehrsprachig übersetzten Vortrag «Maternal Postpartum Physical and Psychological Health: Implications for Practice and Policy» zog sie einen
geschichtlichen Bogen von den
Anfängen der Wochenbettbetreuung in England bis heute. So
wurde dort im Jahre 1902 die
Hebammenbetreuung im Wochenbett auf zehn Tage festgelegt, ohne dass es laut Bick Evidenzen dafür gab, weshalb gerade die Dauer von zehn Tagen
gewählt wurde. Seit 1936 ist die
postpartale Betreuung in ganz
England frei zugänglich für alle
Frauen. Heute bringen 98% der
Frauen ihre Kinder in Spitälern
zur Welt. Die Hebammen sind
gesetzlich verpflichtet, mindestens zehn Tage Wochenbettbetreuung anzubieten.
Dabei fokussiere die Routinebetreuung in England nach wie vor
auf die Kontrolle und Beobachtung physischer Rückbildungsprozesse nach der Geburt. Trotz
zahlreicher Untersuchungen zur
mütterlichen Morbidität, wie
auch zu Schmerzen im Dammbereich, Stuhl- und Harninkontinenz, Depression und starker
Erschöpfung, würden diese Probleme im Rahmen der Wochenbettkontrollen nicht ausreichend erfasst. In der Folge seien
zwar gesetzliche Vorgaben im-
NR Jaqueline Fehr
plementiert worden, so Bick
weiter. Finanzielle Einsparungen, Hebammenmangel, komplexere Gesundheitsprobleme
der weiblichen Bevölkerung sowie zunehmende Interventionen
unter der Geburt führten jedoch
dazu, dass das bestehende Betreuungssystem den Bedürfnissen der Klientinnen nicht gerecht werde. Neue Studien zeigten auf, dass Empfehlungen und
Richtlinien für die Wochenbettbetreuung nicht in der Praxis implementiert würden und der
Betreuungsstandard im letzten
Jahrzehnt gesunken sei.
Debra Bick nannte die Wochenbettbetreuung einen «Cinderella Service»: kurze Aufenthaltsdauer im Spital mit in der Folge
fragmentierter Betreuung. Eine
Wochenbettbetreuung, die nicht
als essentielle Komponente im
Betreuungskontinuum betrachtet werde.
Hausbesuche mit
positivem Effekt
Dr. Elisabeth Kurth vom Institut
für Hebammen der Zürcher
Hochschule für Angewandte
Prof. Debra Bick
Wissenschaften stellte ihre Forschungen zur postpartalen Betreuung vor. Elisabeth Kurth hat
zusammen mit Petra Graf Heule,
MSc Midwifery am Institut für
Hebammen, elf internationale
Studien über verschiedene Modelle der Wochenbettbetreuung
nach Spitalentlassung untersucht. Eingeschlossen in die Erhebung wurden Interventionsstudien der ersten sechs Wochen postpartum, welche als
Outcome mütterliche und kindliche Gesundheitsergebnisse sowie Zufriedenheit der Betreuung
erfassten. In allen ausgewählten
Studien wurde den Müttern
nach der Frühentlassung eine
Betreuung angeboten. Diese
Angebote unterschieden sich in
Form und Umfang. Die Resultate zeigten, dass mehrmalige
Hausbesuche durch qualifizierte
Fachpersonen am meisten positive Effekte auf die Gesundheit
von Mutter und Kind hatten. Ein
Ergebnis dient als Empfehlung
für das Betreuungsmodell der
Zukunft.
Auch Prof. Chantal Razurel, Professorin an der Fachhochschule
28.3.2011
8:40 Uhr
Westschweiz in Genf, betonte
die Wichtigkeit eines strukturierten Nachbetreuungssystems.
Frauen müssten wissen, an welche Personen oder Institutionen
sie sich bei Fragen und Anliegen
rund um das Neugeborene von
Zuhause aus wenden können.
Auch Razurels Vortrag «Comment les mères primipares fontelles face aux événements stressants dans le post-partum et
quelles sont leurs perceptions vis
à vis du soutien social?» konnte
per Kopfhörer auf Deutsch und
Englisch mitgehört werden. Razurel zeigte auf, wie Wöchnerinnen nach der Geburt ihres ersten Kindes auf stressreiche Ereignisse reagieren, welche Coping-Strategien sie entwickeln
und wie sie soziale Unterstützung wahrnehmen. Die präsentierten Erkenntnisse stammten
aus wissenschaftlichen Befragungen von 60 Erstgebärenden
zum Zeitpunkt von sechs Wochen nach der Geburt. Sie erfassten eine Vielzahl Stress auslösender Ereignisse, welche jedoch von Frau zu Frau stark variierten. Dabei wurden Stillprobleme und Weinen des Kindes
als besonders stressreich empfunden, zumal sich gerade beim
Stillen eine grosse Kluft zwischen Erwartungen und Realität
auftat.
Die Umfrage ergab zudem, dass
bei grösserer Selbständigkeit
und Sicherheit der Mutter die
Ereignisse weniger stressreich
empfunden wurden. Auch waren professionelle Unterstützung und Rückmeldungen der
Hebammen wichtig für die Frauen in der Nachbetreuung zuhause. Weiter war für die befragten
Frauen wichtig, dass bei CopingStrategien ihre eigenen Ressourcen beachtet und Probleme
nicht beschönigt oder heruntergespielt wurden. Wöchnerinnen, die stärker sozial unterstützt wurden, konnten sich
besser an die neue Situation anpassen. Auch Razurel betonte
die Bedeutung der Unterstützung der Wöchnerin durch Heb-
Seite 15
ammen und die Wichtigkeit
einer strukturierten Wochenbettbetreuung.
Transkulturelle Pflege
Dass transkulturelle Pflegekompetenzen gerade auch im Hinblick auf die zukünftigen Veränderungen eine besondere Rolle
spielen, ergab eine Projektstudie
des Kantonsspitals St. Gallen
innerhalb des Personals der Wochenbettabteilung. Birgit Werner, MSc Nursing, und Silvia
Keel, Stationsleiterin Wochenbettstationen Kantonsspital St.
Gallen, stellten ihr aus dieser
Studie resultierendes Konzept
zur transkulturellen Pflege in der
Wochenbettbetreuung vor. Es
sieht vor, neue transkulturelle
Kompetenzen nicht nur einzelnen Teammitgliedern, sondern
jeder einzelnen Pflegefachfrau
zu vermitteln. Hintergrundwissen zu Migration und verbesserte Kompetenzen für Eintrittsgespräche und andere kommunikative Situationen führten zu
deutlichen Verbesserungen in
der Betreuung. Dieses Konzept
könnte auch von anderen
Spitälern übernommen werden.
Symposium als feste
Institution
Zur Auflockerung des Vortragsprogramms bot die Redaktorin
und Autorin Gerlinde Michel
Kostproben dar aus «Alarm in
Zürichs Stadtspital», ihrem Krimi
über eine Wochenbettabteilung. Im Schlusswort zum Tag
ermutigte Jacqueline Fehr, Nationalrätin und Vizepräsidentin
der SP Schweiz, die Anwesenden, sich einzubringen in die
politische Diskussion. Sie sollen
überall dort präsent sein, wo
über die Zukunft ihres Berufsstands verhandelt und entschieden wird.
Die grosse Zahl der Teilnehmerinnen und der Erfolg bekräftigten die Institutionalisierung des
Anlasses am Institut für Hebammen. Das nächste Winterthurer
Hebammensymposium findet
왗
2013 statt.
Fotos: ZHAW
Dossier_dt_S04_18
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
4/2011
15
Dossier_dt_S04_18
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8:41 Uhr
Seite 16
F O R U M
Orgasmic Birth
«Wunderbar» oder «erschreckend»?
Ihre Meinung ist gefragt! Videos auf YouTube von orgasmischen Geburten (s. z.B. untenstehenden Link) lösen bei Hebammen die verschiedensten Reaktionen von «erschreckend» bis «wunderbar» aus. Uns interessiert, was Sie von solchen
Videos halten. Würden Sie sie Ihren Klientinnen empfehlen? Und warum, oder warum nicht? Wir freuen uns auf Ihre
Reaktion!
Redaktion Hebamme.ch
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Büchertipps
Marie F. Mongan
HypnoBirthing
Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt
2008. 313 S., Fr. 34.90
Mankau Verlag Murnau
Nun ist sie da, die Geburtsvorbereitungsmethode aus Amerika genannt HypnoBirthing. Das
Buch enthält Ratschläge, Ernährungstipps, körperliche Übungen, vorformulierte Sätze zur
täglichen Selbsthypnose und
vieles mehr.
Einige gute Ansätze erinnern
mich stark an F. Leboyer und D.
Read. Inhaltlich geht es darum,
dass positive Gedanken und
Entspannung dem Körper hel-
fen und die Möglichkeit verstärken, frei, wirkungsvoll und
ohne schädliche Auswirkungen
zu gebären. Atmung, Visualisierung, Entspannung und Vertiefung sind dabei die vier Basistechniken.
Zitat: «Der Schmerz, wie er in
anderen typischen Geburtsvorbereitungskursen so sorgfältig
beschrieben wird, muss kein Teil
der allgemeinen Geburtsgeschichte sein, und Eltern sollten
keine Beschreibungen hören
oder lesen oder nicht an Vorstellungen teilnehmen müssen,
die den Geburtsverlauf als ernst
und strapaziös darstellen».
Die beigelegte CD enthält leider
nur zwei der vielen Entspannungsübungen, so dass sich der
wahre Erfolg erst durch den
Besuch eines HypnoBirthing
Kurses einstellen kann.
Mein Fazit: Die Methode ist realitätsfremd und geht am Geburtserlebnis der allermeisten
Frauen vorbei. Anstatt sich das
Buch zu kaufen, wäre es einfacher, sich in die Hände einer erfahrenen Hebamme zu begeben und sich von ihr durch die
Schwangerschaft, die Geburt
und das Wochenbett begleiten
zu lassen.
Annegret Meyer Zurfluh
Hebamme
Deutscher Hebammenverband (Hrsg.)
Geburtsarbeit
Hebammenwissen zur Unterstützung der physiologischen Geburt
2010. 324 S., 176 Abb., 13
Tab., Fr. 76.40
Hippokrates Verlag Stuttgart
Schon auf den ersten Blick
überzeugt dieses übersichtliche
und farblich ansprechende
Fachbuch, herausgegeben von
Hebammen für Hebammen.
Die Fachfrauen möchten eine
zeitgemässe, interventionsarme
und frauenzentrierte Geburtshilfe unterstützen und anbieten. Klare Grafiken und Bilder
vermitteln viel Praxisnähe. Be-
16
Hebamme.ch
4/2011 Sage-femme.ch
sonders in den Kapiteln Gebärhaltungen und Manualtechnik
kommt dies gut zur Geltung.
Diese und auch die anderen
Kapitel bestechen durch Vielfältigkeit, sei es durch anatomisches Grundwissen, fundiertes
überliefertes Hebammenwissen
oder durch komplementär-medizinisches Wissen (Akupunktur, Homöopathie, Aromatherapie, Bachblüten usw.). Fallbeispiele geben dem Buch auf eindrückliche Weise Auflockerung
und vertiefen die einzelnen
Kapitel. Die Aufgliederung der
einzelnen Kapitel erlaubt einen
umfassenden Blick auf die Geburt und schult damit die ganzheitliche Wahrnehmung der
Leserin/des Lesers. Im letzten
Kapitel geht es um umstrittene
Interventionen in der Geburtshilfe. Das ist – wie alle anderen
Kapitel auch – einfach gut gelungen!
In diesem Buch findet jede Hebamme garantiert konkrete
Hilfestellungen und Praxistipps
für die besonderen Herausfor-
derungen in den einzelnen Phasen der Geburt. Tolles Buch!
Annegret Meyer Zurfluh
Hebamme
Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:41 Uhr
Seite 17
Barbara Baumgärtner, Katja Stahl
Einfach schwanger?
Wie erleben Frauen die Risikoorientierung in der ärztlichen Schwangerenvorsorge?
2005. 192 Seiten, Fr. 30.90
Mabuse Verlag Frankfurt/Main
Die Autorinnen, beides Hebammen, beleuchten den gängigen
Ablauf der Schwangerenvorsorge gemäss der in Deutschland geltenden Mutterschaftsrichtlinien kritisch. Sie haben
festgestellt, dass Schwangere in
bis zu 80 Prozent der Fälle von
dem sie betreuenden Arzt als
Risikoschwangere
eingestuft
werden. Ebenso stellten sie fest,
dass die Betreuung der Frau
während Schwangerschaft und
Geburt durch unterschiedliche
Fachpersonen abgedeckt ist. Diese Risikoorientierung zum einen
und die Diskontinuität in der Betreuung zum anderen sind ihnen
als Hebammen negativ aufgefallen. Mittels einer qualitativen
Studie mit 12 Frauen wollten sie
diesen Eindruck überprüfen.
In den ersten sechs Kapiteln
werden theoretische Abhandlungen zum Begriff Risiko, Risi-
kowahrnehmung, Risikokommunikation, Risikokonzept in
der Gesundheitsversorgung und
speziell in der deutschen
Schwangerenvorsorge vermittelt. Danach beurteilen die
Autorinnen die seltenen Forschungsarbeiten zur Schwangerenvorsorge durch Hebammen und stellen ihre Forschungsfrage: «Wie erleben
Frauen die Risikoorientierung in
der ärztlichen Schwangerenvorsorge in Deutschland?» Sie
stellen die Methodik vor: Mittels Kriterien wählten sie 12
Frauen aus. Diese wurden in
einem Leitfadeninterview zu
ihrem Erleben der Vorsorgeuntersuchungen und der Betreuung während der Schwangerschaft befragt. Danach werten
die Forscherinnen die Antworten gemäss verschiedener Kriterien aus und stellen die Ergebnisse im Detail vor. Viele Zitate
sind zur Verdeutlichung des
Gesagten eingefügt. Abschlies-
send folgen Interpretation und
Diskussion dieser Forschung sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis.
In Anlehnung an die Praxis in
Nordeuropa (Skandinavien, England, Niederlande) empfehlen
die Autorinnen, auch in
Deutschland den Weg frei zu
machen für eine eigenständige
Betreuung
der
normalen
Schwangerschaft, Geburt und
Wochenbett durch die Hebamme – diese Vorsorge gewährleistet grössere Kontinuität und
stärkt die Gesundheitsförderung. Die Frau wird in diesem
natürlichen Geschehen ebenso
als Expertin gesehen wie die
Hebamme. Gleichzeitig sollte
eine Qualitätssicherung eingeführt werden.
Für mich waren alle theoretischen Kapitel über «Risiko» äusserst spannend, da mir nicht klar
bewusst war, wie viele Aspekte
dazu bekannt sein müssen, um
im Umgang damit nicht mehr zu
schaden als zu nützen. Im Gesundheitswesen arbeitet man
deshalb heute in der Prophylaxe
auch eher mit Ressourcenorientierung als mit Risikoorientierung. Obwohl sich das Buch auf
Deutschland bezieht, kann der
fachliche Teil über die Schwangerenbetreuung durch die Hebamme auch in der Schweiz fundierte Argumente liefern für
einen weiteren Ausbau der Hebammentätigkeit, die sich in den
letzten Jahren schon stark in die
richtige Richtung entwickelt
hat.
Margrit Heller
Hebamme und Pflegefachfrau
Einblick und machen Mut. Ich
finde, dass es für Betroffene eine
Hilfe sein kann, sich in der einen
oder anderen Aussage wiederzufinden. Auch die unterstützenden Abschiedsrituale sowie
die Anleitungen im Umgang mit
der Trauer, den Gefühlen und
dem weiteren Leben können
Licht ins Dunkle bringen und ermutigen zu einem bewussten
Neuanfang.
Auch als Frau mit Kindern aber
Mit-Betroffene kann es zum
besseren Verständnis für die
schwierige Situation beitragen.
Passend dazu das Zitat von Margot Bickel: «Vielleicht sollten wir
uns von dem Aberglauben los-
sagen, alles verstehen zu müssen, und uns zu der Einsicht bekehren, dass wir im Höchstfall
imstande sind, mit unserem Unverständnis verständnisvoll umzugehen».
Michèle Rindlisbacher
Hebamme
Susanne Zehetbauer
Ich bin eine Frau ohne Kinder
Begleitung beim Abschied vom Kinderwunsch
2007. 188 Seiten, Fr. 29.20
Kösel Verlag München
Susanne Zehetbauer ist Journalistin mit den Schwerpunkten
Psychologie, Sozialpolitik und
Spiritualität. Als ihre Tochter
dauerhaft pflegebedürftig wurde, musste auch sie den Wunsch
nach einem «gesunden» Kind
loslassen.
«Haben Sie Kinder?» Eine ganz
alltägliche Frage. Ist jedoch die
Antwort «Nein», kann eine lange Geschichte erfolgloser Bemühungen und grosser Enttäuschung dahinterstecken. Für dieses Buch haben sich viele Frauen
und ein Mann entschlossen,
über die sehr intime, persönliche
Frage nach ihrer Kinderlosigkeit
zu sprechen. Susanne Zehetbauer baute diese aufwühlenden, teils aber auch ermutigenden Statements passend zu den
Kapiteln ein. Sie schreibt von der
Bedeutung der Mutterschaft in
der Gesellschaft sowie für sich
als Frau, von der Beziehung zur
eigenen Mutter und geht dann
ein auf den Weg der Trauer. Speziell dieser Teil des Buches, der
Gefühle beschreibt, Begegnungen mit dem Partner, Umgang
mit dieser Lebenskrise, jedoch
auch den Weg aus der Krise hinaus, das Leben gestalten und
weiterleben, geben einen tiefen
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Hebamme.ch
Sage-femme.ch
4/2011
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Dossier_dt_S04_18
28.3.2011
8:41 Uhr
Seite 18
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Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
Innenteil_S19_29
29.3.2011
8:57 Uhr
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Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS
S H V / F S S F
Präsidentin/
Présidente
Liliane Maury Pasquier
Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23
Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association
Sektionen/Sections
Aargau-Solothurn:
Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22,
4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28,
E-Mail: [email protected]
Daniela Hari, Solothurnerstrasse 53,
4702 Oensingen, Natel 078 625 54 43,
[email protected]
Bas-Valais:
Daniela Sintado
Rue de Lausanne 24, 1950 Sion
Tél. 079 471 41 60
e-mail: [email protected]
Beide Basel (BL/BS):
Sandra Aeby, Hechtweg 31,
4052 Basel, Tel. 061 693 31 71
E-Mail: [email protected]
Regina Burkhardt
Ostenbergstrasse 3, 4410 Liestal
Telefon 061 322 33 64
[email protected]
Bern:
vakant
[email protected]
Fribourg:
Daniela Vetter, Rte des Muguets 3,
1484 Aumont, Tél. 026 660 12 34
e-mail: [email protected]
Genève:
Béatrice Van der Schueren
13, chemin du Signal, 1233 Bernex
Tél. 022 757 29 10, N: 079 328 86 77
[email protected] ou
[email protected]
Oberwallis:
Ruth Karlen
Mühlackerstrasse 26a, 3930 Visp
Tel. P: 027 945 15 56
[email protected]
Priska Andenmatten,
Weingartenweg 4, 3930 Visp,
Tel. 027 946 29 88
E-Mail: [email protected]
Ostschweiz
(SG/TG/AR/AI/GR):
Madeleine Grüninger
Weidenhofstrasse 3, 9323 Steinach
Tel. 071 440 18 88, 079 238 40 78
[email protected]
Schwyz:
Christine Fässler-Kamm
Chappelihof 26, 8863 Buttikon
P: 055 445 21 54, N: 079 733 18 48
[email protected]
Marie-Gabrielle von Weber
Urenmatt, 6432 Rickenbach
P: 041 811 13 26, N: 079 516 08 59
[email protected]
Ticino:
Simona Margnetti,
Via Tarchini 24, 6828 Balerna,
Tel. 076 349 31 53
E-Mail: [email protected]
Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU):
Fabienne Rime,
Route du Martoret 5, 1870 Monthey,
Tél. 079 654 64 71
E-Mail: [email protected]
12. Mai 2011, Fribourg
TRAKTANDEN DER DELEGIERTENVERSAMMLUNG
10.00 bis ca. 17.00 Uhr
1. Eröffnung der Delegiertenversammlung
2. Wahl der Stimmenzählerinnen
3. Genehmigung des Protokolls
der Delegiertenversammlung 2010
4. Genehmigung des Jahresberichts 2010
5. Stellungnahme des Zentralvorstands
zum Tarifvertrag für frei praktizierende
Hebammen
6. Berichte vom laufenden Jahr
a) Vorstellen Guideline Alkohol und Tabak
b) Statistik frei praktizierende Hebammen
c) Interessengemeinschaft der Geburtshäuser Schweiz
7. Statutenrevision
8. Wahl Zentralvorstandsmitglieder
9. Leitbild
10. Genehmigung:
a) Jahresrechnung 2010
b) Budget 2011
c) Projektplan Kriseninterventionsstelle
11. Antrag
a) Sektion Zürich und Umgebung:
Regelung Pikettentschädigung
12. Ehrungen
13. Bericht Sektion Schwyz
14. SHV-Kongress
a) Vorstellung Kongress 2012
b) Vorschlag für Sektionsbericht 2012
c) Vorschlag Kongressort 2013
15. Verschiedenes
12 mai 2011, Fribourg
ORDRE DU JOUR DE L’ASSEMBLÉE DES DÉLÉGUÉES
10h00 –17h00 env.
1. Ouverture de l’assemblée des déléguées
2. Nomination des scrutatrices
3. Acceptation du procès-verbal
de l’assemblée des déléguées 2010
4. Acceptation du rapport annuel 2010
5. Position du comité central concernant
la convention tarifaire des sages-femmes
indépendantes
6. Présentation des rapports de l’année
écoulée:
a) présentation de la «guideline» alcool
et tabac
b) statistique des sages-femmes
indépendantes
c) Association Suisse des Maisons
de Naissance
7. Révision des statuts
8. Election de membres du comité central
9. Charte
10. Acceptations:
a) comptes 2010
b) budget 2011
c) projet de cellule de crise
11. Proposition
a) Section Zurich et environs: réglementation
de l’indemnité de piquet
12. Célébration des jubilaires
13. Rapport de la section de Schwyz
14. Congrès de la FSSF
a) présentation du Congrès 2012
b) proposition pour le rapport
d’une section 2012
c) proposition pour le lieu de Congrès 2013
15. Divers
Zentralschweiz
(LU/NW/OW/UR/ZG):
Esther Waser-Christen
Melchtalerstrasse 31, Postfach 438,
6064 Kern, Tel. P 041 661 09 93
E-Mail: [email protected]
Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20,
6055 Alpnach, Tel. P 071 440 25 14
E-Mail: [email protected]
Zeitplan
Horaire
Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH):
Claudia Putscher, Tösstalstr. 10,
8492 Wila, Tel. 052 385 55 67
E-Mail: [email protected]
Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer
Platz 10, 8400 Winterthur
Tel. 052 203 26 11
E-Mail: [email protected]
11.00–11.30 Uhr Pause
12.30–14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr
Preisverleihung
Label des sages-femmes suisses
15.15–15.45 Uhr Pause
11h00–11h30 Pause
12h30–14h00 Pause de midi
14h00h
Remise du prix
Label des sages-femmes suisses
15h15–15h45 Pause
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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S H V / F S S F
Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association
Zentralvorstand SHV
Comité central de la FSSF
An seiner ersten Sitzung 2011
hat der Zentralvorstand…
Lors de sa première séance
2011, le comité central a…
– den Jahresbericht 2010 zuhanden der Delegiertenversammlung verabschiedet.
– die revidierten Statuten und das
Leitbild nach der Vernehmlassung in den Sektionen zuhanden der Delegiertenversammlung verabschiedet.
– die Rechnung 2010 mit einem
Verlust von CHF 16 718.– und
das Budget 2011 mit einem Verlust von CHF 25 600.– zuhanden der Delegiertenversammlung verabschiedet.
– das Positionspapier bezüglich
Neuverhandlungen des Tarifvertrags für frei praktizierende
Hebammen verabschiedet und
entschieden, dieses an der Delegiertenversammlung vorzustellen.
– sich klar für die Berufsbezeichnung «Hebamme» entschieden, sowohl für männliche als
auch für weibliche Personen.
Liliane Maury Pasquier
Präsidentin SHV
– approuvé le rapport annuel
2010 à l’intention de l’assemblée des déléguées.
– approuvé les statuts révisés et
la Charte mis en consultation
auprès des sections, à l’intention de l’assemblée des déléguées.
– approuvé les comptes 2010
avec un déficit de CHF 16 718.–
et le budget 2011 avec un déficit de CHF 25 600.–, à l’intention de l’assemblée des déléguées.
– approuvé la prise de position
concernant de nouvelles négociations tarifaires pour les
sages-femmes indépendantes et
décidé de la présenter devant
l’assemblée des déléguées.
– décidé d’adopter clairement le
terme de «sage-femme» pour
nommer la profession au masculin comme au féminin.
Liliane Maury Pasquier
présidente de la FSSF
Gesetzlicher Auftrag
Mandat juridique
Aufklärung über
Pränataldiagnostik
Information sur le diagnostic
prénatal
Das Gesetz regelt die pränatale
Diagnostik im Bundesgesetz über
genetische Untersuchungen beim
Menschen (GUMG). Es trat im
April 2007 in Kraft. Es verbietet,
pränatale Untersuchungen durchzuführen, um Eigenschaften des
Embryos oder des Fötus zu ermitteln, die nicht dessen Gesundheit
direkt beeinträchtigen. Die Ärzteschaft ist verpflichtet, die schwangere Frau über ihr Selbstbestimmungsrecht zu informieren und
sie auf unabhängige Informations- und Beratungsstellen für
pränatale Untersuchungen aufmerksam zu machen. Wird eine
schwerwiegende, unheilbare Störung festgestellt, so ist die Frau
Le diagnostic prénatal est régi
par la loi fédérale sur l’analyse
génétique humaine (LAGH), entrée en vigueur en avril 2007.
Cette loi interdit les analyses
prénatales visant à déceler des
caractéristiques qui n’influencent pas directement la santé de
l’embryon ou du fœtus. Le
corps médical a l’obligation de
renseigner la femme enceinte
sur son droit à l’autodétermination, ainsi que sur les services
d’information et de conseil indépendants qui sont à disposition en matière d’analyses prénatales. En cas de découverte
d’une grave anomalie incurable,
la femme doit aussi être infor-
auch über Alternativen zum
Schwangerschaftsabbruch zu informieren. Zwischen der Beratung und der Durchführung einer
pränatalen genetischen Untersuchung muss eine angemessene
Bedenkzeit liegen.
Quelle: http://www.appella.ch/
Diagnostik/default.htm
Empfehlung SHV an seine
Mitglieder
Der SHV empfiehlt seinen Mitgliedern, oben erwähnte Informationen in jedem Falle an die Schwangeren abzugeben, um möglich
Haftpflichtfälle zu vermeiden.
Doris Güttinger
Geschäftsführerin
mée sur les solutions autres que
l’avortement. Un temps de réflexion adéquat doit s’écouler
entre le conseil et l’exécution de
l’analyse génétique prénatale.
Recommandation de la FSSF
à ses membres
La FSSF recommande à ses
membres de remettre les informations ci-dessus à toutes les
femmes enceintes, afin d’éviter
des cas potentiels de responsabilité civile.
Doris Güttinger
secrétaire générale
Sie arbeiten beim Verband nicht aktiv mit, wollen aber trotzdem informiert sein:
Abonnieren Sie unseren Newsletter unter www.hebamme.ch, Aktuell, und Sie
erhalten 5 mal jährlich aktuellste Informationen zu den Themen Berufspolitik,
Angestellte Hebammen, Ausbildung, Freipraktizierende Hebammen und Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle.
«Informiert sein ist ein gutes Gefühl»
20
Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
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S H V / F S S F
Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association
Pensionierung
von Gerlinde Michel,
Redaktorin «Hebamme.ch»
Départ à la retraite
de Gerlinde Michel,
rédactrice «Sage-femme.ch»
Mit einem weinenden und
einem lachenden Auge verabschiedet sich der SHV von Gerlinde Michel auf Ende April.
Mit einem weinenden Auge lassen wir sie als überaus geschätzte Mitarbeiterin und Kollegin in den neuen Lebensabschnitt ziehen. Mit einem
lachenden Auge sehen wir, dass
Gerlinde Michel mit neuen Zielen auf zukünftige Projekte zugeht. Wir freuen uns darauf,
schon bald ein neues litera-
C’est avec une tristesse certaine, mais aussi avec le sourire,
que la FSSF prendra congé de
Gerlinde Michel à la fin avril.
C’est avec émotion et une certaine tristesse que nous verrons
cette collaboratrice et collègue
tant appréciée s’engager dans
une nouvelle tranche de vie;
mais c’est aussi avec le sourire
que nous verrons partir Gerlinde
Michel vers de nouveaux projets
et défis. Nous nous réjouissons
d’ores et déjà de savourer bien-
risches Werk aus ihrer Feder
geniessen zu dürfen!
Wir wünschen Gerlinde Michel
einen erfolgreichen Start in den
neuen Lebensabschnitt und danken ihr herzlich für ihr grosses
Engagement für die Hebammen
und den SHV.
Doris Güttinger
Geschäftsführerin
Liliane Maury Pasquier
Präsidentin
tôt un nouveau récit de sa plume, en espérant qu’il sera, cette
fois-ci, traduit en français!
Nous souhaitons à Gerlinde
Michel un bon départ dans
cette nouvelle étape de vie et
la remercions très chaleureusement de son engagement sans
faille en faveur des sagesfemmes et de la FSSF.
Doris Güttinger
secrétaire générale
Liliane Maury Pasquier
présidente
Nachfolge Redaktorin
«Hebamme.ch»
Succession de la rédactrice
«Sage-femme.ch»
Wolfgang Wettstein aus Zürich
wird als Nachfolger von Gerlinde
Michel die Funktion der Redaktionsleitung der «Hebamme.ch»
übernehmen. Er wird sich in der
Maiausgabe vorstellen. Wir freu-
Wolfgang Wettstein (Zurich) a
été retenu pour succéder à
Gerlinde Michel au poste de
responsable de la rédaction de
«Sage-femme.ch». Il sera présenté dans le numéro de mai.
en uns darauf, mit ihm den ersten Mann im Team des SHV begrüssen zu dürfen.
Doris Güttinger
Geschäftsführerin
Nous souhaitons la bienvenue
au premier homme faisant partie de l’équipe de la FSSF.
Doris Güttinger
secrétaire générale
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Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Innenteil_S19_29
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Abschied von Gerlinde Michel
15 Jahre unterwegs im Auftrag von Fr
So hat es 1996
angefangen…
«Ich freue mich sehr darauf, für einen kämpferischen,
frauenpolitisch engagierten Berufsverband, wie der SHV
es ist, tätig zu sein.»
(Gerlinde Michel, Januar 1997)
Seid ihr auch schon einmal von
Gerlinde befragt worden?
Weil es in der Schweiz so wenig
Daten über die Hebammenarbeit
gibt, hat Gerlinde viele Umfragen
zu kritischen Themen auf eigene
Initiative durchgeführt und euch
die Ergebnisse präsentiert. Es war
ihr ein besonderes Anliegen, dem
Hebammenwissen auf die Spur
zu kommen.
Gestaltung und Inhalt der
Hebammenzeitung haben sich
im Laufe der 15 Jahre eindrücklich gewandelt.
Gerlinde hat intensiv daran gearbeitet, dass unsere Zeitung als professionell wahrgenommen wird.
Sie hat die Arbeit mit anderen
Berufsverbänden intensiv gepflegt
und neue Ressourcen eröffnet.
Auf der Suche nach angemessenen
Fotos konnte sie die Schule für
Gestaltung zur Zusammenarbeit
bewegen.
Für eure Meinungen hat Gerlinde
eine Plattform geboten. Leider
konnte sie nur wenige Leserinnenbriefe publizieren.
«Warum schreiben die Hebammen
so ungern?» Sie hätte so gerne
lebendige Diskussionen in der
Zeitung geführt.
Hat Gerlinde auch eine Arbeit
bei euch angefordert?
Sie wollte unbedingt eure Stimmen
einfangen, hat intensiv nach Arbeiten von Hebammen gesucht und
aufgespürt. Damit konnten eure
Erfahrungen und euer Wissen allen
zugänglich gemacht werden.
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l
on Frauen und Hebammen
Habt ihr eure Praxis überdacht
oder sogar geändert, weil ihr
einen internationalen wissenschaftlichen Artikel in der
Hebamme.ch gelesen habt?
Gerlinde spricht und schreibt
hervorragend Englisch. Sie hat
unzählige Studien übersetzt und
in den Schweizer Kontext eingebettet. Sie hat uns darin bestens
unterstützt, die evidenzbasierte
Praxis zu fördern. Gerlinde hat
ein ausgeprägtes Gespür dafür,
wo Artikel zu wenig bearbeiteten
Themen zu finden sind.
Liebe Gerlinde
Es war uns eine Freude, mit Dir im redaktionellen Beirat zusammen zu arbeiten!
Wir werden dich schmerzlich vermissen
und haben dafür keine heilenden Wickel.
Für Deine Zukunft wünschen wir Dir
freudige Abenteuer und die Erfüllung
Deiner Träume.
Herzlichst Sue Brailey, Zuzka Hofstetter,
Lisa Mees und Inge Loos
Habt ihr den Sprengstoff
in ihren Artikeln erkannt?
Gerlinde ist sich in den 15 Jahren
als frauenpolitische Kämpferin treu
geblieben. Sie hat immer aus dem
Blickwinkel der Frauen und Hebammen geschrieben. Unsere alltägliche Praxis wurde von ihr kritisch
hinterfragt, weil sie unsere Professionalität unterstützen wollte.
Danke sehr!
Wer hat Gerlinde persönlich
kennengelernt, oder mit ihr
arbeiten dürfen?
Sitzungen mit Gerlinde waren
ein Genuss. Die Arbeit mit ihr
war immer zielgerichtet, strukturiert, speditiv und konstruktiv.
Sie ist liebenswert, unter den
widrigsten Umständen freundlich, kritisiert höflichst und ist
offen für Veränderungen. Die
Diplomatin in Person.
Liebe Gerlinde,
du bist das lebende Vorbild
dafür, wie eine konstruktive
Zusammenarbeit zwischen
Hebammen und nichtHebammen, mit viel Ernst
aber auch Spass, zu einem
fruchtbaren, geschmackvollen
Resultat kommen kann.
Danke für die 15 Jahre
lustvoller Momente als
deine «Beraterin».
Lieber Gruss, Ans Luyben
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8:58 Uhr
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8:58 Uhr
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S E K T I O N E N
S E C T I O N S
Sektionsnachrichten /Communications des sections
AARGAU–
SOLOTHURN
078 625 54 43
062 396 17 28
Neumitglieder:
Kuehlbach Steffi, Wangen bei
Olten, 2002 Rostock DE
BEIDE BASEL
BL/BS
061 693 31 71
061 322 33 64
Neumitglieder:
Wymann Speich Bettina,
Tenniken, 2001, Bern
«Zukunftswerkstätte»
Koordination der postpartalen
Betreuung in der Region Basel,
25. Mai 2011, 8.30–13.00 Uhr,
Nonnenweg 21, 4055 Basel.
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Anmeldung bei:
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121. Jahresversammlung
Mittwoch 13. April 2011
18.30 Uhr, Restaurant Falken,
Rheinstrasse 21, 4410 Liestal.
Wir freuen uns auf eurer zahlreiches Erscheinen!
Hebammenfest
5. Mai 2011, ab 18.00 Uhr.
Wir freuen uns auf ein Fest für
die Hebammen unserer Sektion
auf dem «Schiff», Westquaistrasse 19, 4057 Basel. Nach
dem Apéro folgt Essen und
Tanz!
Anmelden bis 15.4.2011 bei:
[email protected]
Aline Weilenmann
BERN
Neumitglieder:
Gerber Marisa, Luzern, 2009,
Bern; Lutz Anna, Belp, Studentin an der ZHAW; Vögeli Sandra,
Bern, 2010, Bern
Hauptversammlung 2011
Montag, 18. April 2011
Frauenklinik Inselspital
Raum D 103
9.00–12.00 Uhr: HV
14.00–16.30 Uhr:
Frühlingsfortbildung
«DRGs – Diagnosis Related
Groups und Hebammenarbeit»
mit Vorträgen zu
– Diagnosebezogene Fallkostenpauschalen
– Gefahren und flankierende
Massnahmen
– Die Wochenbettzeit aus fachlicher Sicht
– Das Thuner-Modell: Organisierte Zusammenarbeit
zwischen Spital Thun und
freipraktizierenden Hebammen.
Anschliessend Diskussionsrunde.
Alle Hebammen sind herzlich
willkommen!
Spitalhebammenforum
Wir basteln für den 5. Mai!
Wann: 28. April 2011
19.00–21.00 Uhr
Ort: Frauenklinik Insel,
Raum D 101.
Anmeldefrist 15.4.2011 bei
[email protected]
Claudia Röthlisberger
FRIBOURG
026 660 12 34
Assemblée générale
De la section fribourgeoise
de la FSSF
Jeudi 14 avril 2011
14h–17h
Hôpital Daler, Fribourg
Recherche de membres
du comité
Suite à la démission, pour fin
mai 2011, de deux de nos quatre membres, nous sommes à la
recherche de deux à trois collègues motivées et prêtes à consacrer un peu de temps aux activités du comité de la section.
Que vous soyez active en milieu
hospitalier ou comme indépendante, si vous êtes motivée,
vous êtes la bienvenue.
Daniela Vetter, présidente, peut
vous donner de plus amples
informations. N’hésitez pas à la
contacter.
VAUD-NEUCHÂTELJURA
021 903 38 57
021 653 86 32
Nouveaux membres:
Arnould Valérie, Colombier,
1992, Dijon FR
ZENTRALSCHWEIZ
041 661 09 93
071 440 25 14
Neumitglieder:
Beyeler Sabine, Luzern, Studentin an der BFH
Hebammenfest
Donnerstag, den 5. Mai 2011
Ort: Rotseebadi in Ebikon
Zeit: ab 17.00 Uhr
Eine schriftliche Einladung
folgt.
Wir freuen uns auf einen
gemütlichen Abend, euer
Vorstand.
Silvia Schmid-Baur
OSTSCHWEIZ
071 440 18 88
Neumitglieder:
Gartmann Sarah, Mels, 2010,
St. Gallen; Hörg-Gähwiler Barbara, Gachnang, 1981, Luzern
Sektionsweiterbildungen
30. Mai: «Reanimation des
Neugeborenen».
31. Mai: «Überlegungen zur
häuslichen Wochenbettbetreuung».
Mit Anna Rockel, in Berneck.
Info und Anmeldung bei
Anna Heldstab, 071 744 70 12,
[email protected]
Madeleine Grüninger
ZÜRICH
UND UMGEBUNG
052 385 55 67
052 203 26 11
Neumitglieder:
Brockhaben Nicole, Embrach,
2005, Jena DE; Dinkel Selina,
Männedorf, 2009, Chur; Jenny
Kathrin, Gächlingen, Studentin
an der ZHAW; Lawrence Shanti,
Dübendorf, 2009, Chur; Tanner
Martina, Wallisellen, 2010, St.
Gallen; Weinberger Gabriele,
Zürich, 1997, Zürich
Vous n’êtes pas active au sein de la FSSF, mais souhaitez tout de même être
informée: abonnez-vous donc à notre Newsletter sous www.sage-femme.ch,
Actualité, et vous recevrez 5 fois par an les informations les plus récentes concernant la politique professionnelle, les sages-femmes hospitalières et indépendantes, la formation et des nouvelles du secrétariat central.
«S’informer? S’abonner!»
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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29.3.2011
8:58 Uhr
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FORTBILDUNG S H V
F O R M AT I O N F S S F
Kursorganisation:
Bildungsbeauftragte Deutschschweiz Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil
Telefon 062 922 15 45, E-Mail: [email protected]
Anmeldungen für Kurse des SHV: Schriftlich an die Geschäftsstelle des SHV in Bern
Sie finden das ganze Kursprogramm auf www.hebamme.ch
Fachmodul
Rückbildungsgymnastik/Beckenbodenarbeit
Hebammen sind Vertrauenspersonen für die Frauen und
bringen durch ihre Ausbildung und Erfahrung das notwendige
theoretische Wissen mit, um ablaufende Prozesse nach der
Geburt zu verstehen. Hebammen leisten als Anbieterinnen
von Rückbildung- und Beckenbodenkursen einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitserhaltung und Gesundheitsförderung.
In dieser Weiterbildungsreihe erwerben Sie das notwendige Wissen um Rückbildungskurse professionell durchzuführen. Mit
gezielten Übungen trainieren Sie
alle Muskelpartien, die während
der Schwangerschaft besonders
nachgeben mussten, wie Beckenmuskeln und Bauch. Ausserdem
werden alle die Muskeln gestärkt,
welche im Zusammenhang mit
dem Baby besonders beansprucht werden, wie Schultern,
Rücken und Arme. Das wichtigste ist aber das gezielte Training
der Beckenbodenmuskulatur und
die Umsetzung in den Alltag.
In den Modulen erhalten Sie viele
Ideen, wie Lektionen erwachsenengerecht und kreativ gestaltet
werden können. Zudem vertiefen
Sie Ihr Wissen zu pathologischen
Rückbildungsprozessen und kennen Möglichkeiten, um betroffene Frauen an die richtigen Stellen weiterweisen zu können.
Die modular aufgebaute Weiterbildung schliessen Sie mit einem
Zertifikat ab, welches als fachspezifischer Teil mit 5 ECTS für den
nachträglichen Titelerwerb angerechnet wird.
Marianne Luder
Bildungsbeauftragte SHV
Foto: Marianne Luder
Modul 1: 19.–21. August 2011, Bern.
Modul 2: 21./22. Oktober 2011, Hochdorf.
Modul 3: 16./17. Dezember 2011, Hochdorf.
Modul 4: 13.–15. Januar 2012, Bern (Achtung: neues Datum).
Modul 5: 2./3. März 2012, Hochdorf.
Prüfungsmodul: 27./28. April 2012.
Zweitägige Weiterbildung
Hebammen in den Wechseljahren
Beeinflusst der Wechsel in eine andere Lebensphase das Berufsfeld?
Diese Weiterbildung findet am
17./18. Juni 2011 bei Stilli in
Brugg statt.
Die Wechseljahre bringen jeder
Frau eine Vielfalt an Prozessen.
Wir sind aufgefordert, uns ab
einem gewissen Alter stärker für
uns als für die Bedürfnisse der
anderen zu engagieren. Jetzt ist
es Zeit, die Erfahrungen, die wir
als Hebamme im Umgang mit
Lebensübergängen gesammelt
haben, für uns selbst zu nutzen.
Die Qualität der Hebammenarbeit hängt neben dem Fachwissen zu einem wesentlichen Teil
26
Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
von verschiedenen Fähigkeiten
ab (z.B. Geduld, Verständnis).
Genau diese Fähigkeiten sind
es, die in den Wechseljahren
teilweise ins Wanken geraten
oder nicht mehr gelebt werden
wollen.
Die veränderten Bedürfnisse im
Bereich der Fähigkeiten und
unsere körperlichen Veränderungen fordern neue kreative
Lösungen innerhalb des Berufsfeldes. Es braucht Wege, unsere
Grundhaltung zur Geburtshilfe
beibehalten zu können, ohne
unseren eigenen Wandlungsprozess zu unterdrücken. Viel-
leicht ergeben sich dabei neue
Aufgabenfelder innerhalb des
Berufes, oder wir entdecken
neue berufliche Ziele, die wir
verwirklichen möchten.
Eine bewusste Auseinandersetzung hilft, Klarheit zu gewinnen, wie die ganz persönlichen
Bedürfnisse während der Wechseljahre mit der beruflichen Situation in Einklang gebracht
werden können.
Theoretische Inputs, Körperarbeit und Diskussion bieten in
diesem Kurs Raum, die eigenen
Prozesse im Kontext der Wechseljahre zu erkunden und ent-
sprechende berufliche Einflüsse
zu beleuchten. Gemeinsam
werden wir Strategien für einen
stimmigen Umgang mit den
Einflüssen der Wechseljahre auf
das Berufsfeld entwickeln.
Eine Entdeckungsreise von der
Frau, die wir sind, zu der Frau,
die wir werden.
Carmen Birke
Hebamme, Dozentin
Innenteil_S19_29
29.3.2011
8:58 Uhr
Seite 27
FORTBILDUNG S H V
F O R M AT I O N F S S F
Organisation des cours de la FSSF:
Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134,
1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: [email protected]
Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit
Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch
Cours 12/2011
La crise psycho-sociale
Je me permets de vous présenter aujourd’hui l’intervenant de
ce cours en espérant ainsi vous
motiver à participer à ces deux
jours de formation qui, en Suisse alémanique, affichent complet depuis quelque temps déjà.
Michael Freudiger est diplômé
en psychologie et sociologie,
après avoir étudié à Fribourg et
aux Etats-Unis. Il dispose aussi
d’un Master en psychologie clinique. Depuis 2010, il est reconnu comme psychologue
d’urgence NNPN. Il travaille actuellement au sein de Krisenintervention Schweiz à Winterthur. Il a participé à différents
engagements humanitaires en
Afrique, au Rwanda, entre
autres. Durant ces missions, il a
collaboré avec des psychologues africains au bord du
burn-out, suite à leur travail
auprès de victimes du génocide.
De leur donner des outils pour
travailler tout en se protégeant
eux-mêmes était un des buts.
Depuis 2005, M. Freudiger travaille exclusivement dans la psychologie de l’urgence. Il est sollicité par la police, les ambulanciers, les hôpitaux et différentes
écoles ou institutions. Lors de
ces interventions, son rôle est
de soutenir les personnes dans
l’immédiat. Il a beaucoup d’expérience dans des évènements
tragiques comme le SIDS, les
enfants mort-nés, des décès de
Michael Freudiger
mère sub- ou post-partum, etc.
M. Freudiger est enseignant et
intervenant auprès de différentes écoles (ZHAW pour les
sages-femmes) et institutions
même en Romandie.
Ces deux jours de formation
nous permettent, à nous sagesfemmes, d’acquérir des connaissances en psychologie de
l’urgence, pour mieux soutenir
les personnes concernées, mais
aussi pour nous protéger nousmêmes lors de confrontation
avec des situations tragiques.
Je ne peux que vous encourager
à participer à la formation proposée.
Renseignements et inscription
jusqu’au 27 avril 2011:
www.sage-femme.ch.
Formation organisée par la FSSF,
en partenariat avec la HEdSGenève.
27 mai et 17 juin 2011 de 9h à
17h, Fribourg.
Cours 17/2011
Il pianto dei bebè e le reazioni dei genitori: come sostenerli?
Care colleghe,
Michèle Gosse torna in Ticino!
Due giorni di formazione con
una persona che avete avuto
l’occasione di conoscere l’anno
scorso durante il corso sulla PAN.
Se avete voglia di approfondire
le vostre conoscenze sul tema
dei pianti dei bebè, non esitate
ad iscrivervi.
Gli obiettivi del corso:
– Selezionare e chiarire le informazioni sulle reazioni dei bebè
– Sviluppare l’effetto dei pianti
sull’adulto
– Facilitare l’acquietamento dei
genitori e di conseguenza
quello dei bambini
– Conoscere dei metodi per calmare i bebè
Il contenuto del corso:
– Nozioni teoriche: il nesso tra
gli stati di vigilanza e i pianti,
quello tra le emozioni e i pianti e la teoria sinattiva: un utensile d’osservazione
– Acquisizione d’esercizi, gesti,
posizioni et massaggi calmanti
– Approfondimento
dell’arte
d’accompagnare i genitori.
– Esercizi sull’ascolto, sulla valorizzazione e sulla trasmissione
di un’attitudine adeguata.
Michèle Gosse, fisiologista, insegnante di lavoro corporeo e
formatrice in diverse scuole sanitarie. Co-anima da più di venti anni corsi di preparazione alla
nascita con levatrici e pratica
l’accompagnamento perinatale
in aptonomia.
Informazioni e termone d’iscrizione: www.levatrice.ch, 15
agosto 2011.
Formazione organizzata dalla
FSL.
15–16 settembre 2011 de 9h à
17h, Lugano o Bellinzona.
Il reste encore quelques places pour les cours suivants:
12. La crise psycho-sociale. 27 mai et 17 juin 2011 à Fribourg.
13. Potion magique/phytothérapie. 28–29 mai 2011 à Fribourg.
14. Cours d’informatique. 27–30 juin 2011 à Lausanne.
15. Je suis SAGE, je suis FEMME... 3 et 24 septembre à Vevey.
16. PAN: approche globale. 8–10 septembre à Vevey.
17. Il pianto del bebé e le reazioni dei genitori. 15–16 settembre a Lugano o a Bellinzona.
18. Utérus cicatriciel. 15 septembre à Payerne.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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29.3.2011
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BeBo® Erfolgskonzepts
BeBo® Diplom-Ausbildung zur BeckenbodenKursleiterin/zum Beckenboden-Kursleiter
für Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Hebammen,
med. Praxisassistentinnen, Bewegungstherapeuten.
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Der Weg zur sanften Geburt
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enfants. Je verserai chaque mois: ❑ Fr. 40.❑ Fr. ________
❑ Je souhaite recevoir plus d’informations sur les parrainages de Tdh
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Universitätslehrgang
Master of Science
in Midwifery
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Für die Vorbereitung
auf die sanfte Geburt
Der Universitätslehrgang „Midwifery“ startet am 24. Oktober 2011
bereits zum fünften Mal an der Donau-Universität Krems. Ziel dieses
berufsbegleitenden Lehrgangs ist die Verbindung von traditionellem Hebammenwissen und persönlicher Erfahrung mit modernen
Managementmethoden und wissenschaftlicher Arbeit.
Der Universitätslehrgang dauert vier Semester und richtet sich an
Hebammen und Geburtshelfer mit mehrjähriger Berufserfahrung, die
sich auf Führungsaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitswesens
vorbereiten oder als selbstständige UnternehmerInnen tätig werden
wollen.
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A C T U A L I T É
Etats-Unis
Lausanne, 5 mai 2011
Toutes en rouge et noir!
Pour la Journée internationale des sages-femmes, le comité de
la section Vaud-Neuchâtel-Jura propose une marche à travers
la ville de Lausanne, depuis la gare jusqu’au CHUV. Chaque
étape prendra environ un quart d’heure et, à chaque halte, un
quart d’heure sera consacré aux échanges avec le public.
Itinéraire
11.00 h:
11.30 h:
12.00 h:
12.30 h:
12.45 h:
13.00 h:
14.00 h:
Gare de Lausanne – Hall principal
Place Saint-François
Place de la Pahud
Place de la Riponne
Métro en direction du CHUV
CHUV – Hall du bâtiment principal
Fin
Slogan 2011
«Pour chaque grossesse, une sage-femme!» Des flyers seront
à disposition.
Le petit plus qui change tout
Pour renforcer la visibilité de la profession, les sages-femmes
sont invitées à s’habiller en rouge et noir.
Statistique 2010
Les naissances augmentent
mais pas partout
Dans deux tiers des cantons,
on constate une augmentation
des naissances, notamment
dans les cantons d’Appenzell
Rh.-Ext. (+11,6%), d’Argovie
(+8,5%), de Bâle-Ville (+8,0%)
et du Valais (+7,3%). Les cantons, où le nombre de naissances a le plus reculé, sont
Obwald (–2,2%), Neuchâtel
(–2,7%), Jura (–2,9%), Appenzell Rh.-Int. (–4,9%) et Schaffhouse (–6,1%).
Pour l’ensemble de la Suisse,
l’indicateur conjoncturel de fé-
condité, soit le nombre moyen
d’enfants par femme en âge de
procréer, est passé de 1,50 en
2009 à 1,52 en 2010: il confirme la reprise modérée de la
fécondité de notre pays amorcée en 2004. L’âge moyen de la
mère à la maternité est resté
stable et s’élève à 31,2 ans. Ce
sont principalement les femmes
de plus de 30 ans qui sont à
l’origine de la hausse des naissances observées.
Source: Communiqué de presse
24. 2. 2011 de l’OFS
Cours pour migrantes
Reportage sur
«Enceinte à Genève»
Dans son édition du 28 février 2011, le journal «Le Courrier»
a consacré une pleine page au cours de préparation à naissance organisé par l’Arcade des sages-femmes de Genève pour
les migrantes non francophones.
A consulter sur notre site www.sage-femme.ch > Parents > Actualité
30
Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
Pour une surveillance
diététique
La prise de poids maternelle durant la grossesse est corrélée
à l’augmentation du poids de l’enfant à la naissance et au
risque d’obésité plus tard dans son existence. Toutefois, des
facteurs génétiques peuvent entrer en ligne de compte et se
confondre avec d’autres effets.
Les auteurs d’une importante
étude de cohorte ont examiné
les corrélations entre la prise de
poids maternelle et le poids de
naissance de l’enfant dans une
population de femmes ayant eu
plusieurs enfants.
Méthodologie
Les dossiers de toutes les naissances connues dans les états
du Michigan et du New Jersey
entre le 1er janvier 1989 et le 31
décembre 2003 ont fourni les
données chiffrées. N’ont été retenues que les femmes ayant eu
au moins deux enfants, en excluant les grossesses multiples,
les gestations de moins de 37
SA ou de plus de 41 SA, les cas
de diabète maternel, les poids à
la naissance de moins de 500 g
ou de plus de 7 kg ainsi que les
cas pour lesquels la prise de
poids maternelle reste inconnue. Les auteurs ont étudié
comment les différentes prises
de poids de chaque femme lors
de leurs grossesses pouvaient
influencer le poids des enfants à
la naissance. Pour limiter l’effet
des facteurs de confusion d’origine génétique, ils ont réalisé
les analyses à l’intérieur de
chaque famille.
Résultats
L’étude porte sur 51501 femmes d’âge moyen 27,7 ans et
1164750 enfants (soit 2,17 enfants par femme en moyenne).
Une corrélation significative a
été notée entre la prise de poids
maternel et le poids de naissance de l’enfant (␤ 7.35, 95%
CI 7.10–7.59, p<0·0001).
La prise de poids moyenne pendant la grossesse était de 13,7
kg et le poids moyen des enfants
à la naissance de 3453 g. Au total, une prise de poids de plus de
24 kg pendant la grossesse doublait le risque d’avoir des enfants
de plus de 4000g (OR=2.26 IC
95%=[2.09;2.44]) par rapport
aux femmes dont la prise de
poids se situait entre 8 et 10kg.
Conclusions
La prise de poids maternelle
durant la grossesse augmente le
surpoids de l’enfant, indépendamment des facteurs génétiques. Une prise en charge diététique des femmes enceintes
est par conséquent importante
pour lutter efficacement contre
l’obésité.
Source: Ludwig DS., Currie J. The association between pregnancy weight gain and
birthweight: a within-family comparison.
Lancet. 2010 Sep 18; 376(9745): 984–90.
Procréation médicalement assistée
Plus de 2% des naissances
en Suisse
En 2009, près de 6300 couples
ont suivi un traitement de procréation médicalement assistée
et quelque 10400 cycles de traitements ont été initiés. Ceux-ci
ont abouti à 2250 grossesses,
qui ont donné 1628 naissances
et 1891 enfants nés vivants. Parmi eux, on a dénombré 17% de
jumeaux et deux cas de triplés.
Huit enfants sont morts à la naissance. Les femmes qui ont commencé leur premier traitement
en 2009 avaient en moyenne
36,0 ans, un âge en légère hausse par rapport à l’année précédente. L’âge moyen du partenaire était de 39,2 ans.
Source: Communiqué de presse
22. 2. 2011 de l’OFS.
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28.3.2011
8:56 Uhr
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Valables pour toute la Suisse
Interpellation de Liliane Maury Pasquier
Nouvelles courbes de
croissance
Des nouveaux-nés victimes
de «désintégration»
Pendant ces dernières deux
années, le Groupe de travail
«Courbes de croissance» de la
clinique pédiatrique de Zurich a
élaboré de nouvelles courbes
de croissance. Les courbes sont
approuvées par la Société Suisse de Pédiatrie (SSP), la Commission de nutrition de la SSP, le
Groupe de travail obésité de la
SSP, la Société suisse d’endocrinologie et diabétologie pédia-
triques (SSeDP) et la Société
suisse pour la pédiatrie du développement (SSPD).
On peut télécharger les différents sets de
courbes à partir des sites web de la clinique
pédiatrique de Zurich (www.kispi.uzh.ch )
et de la Société Suisse de Pédiatrie (www.
swiss-paediatrics.org ) sous forme de document PDF.
On peut commander la version imprimée
des courbes auprès de la Fondation Rossfeld (Bürozentrum und Berufsschule Rossfeld, Reichenbachstrasse 122, Postfach
699, 3004 Berne 4, fax 031 300 02 99,
e-mail: [email protected]).
Parrainage de la
brochure illustrée
Weleda
Une fois de plus, l’entreprise
Weleda soutient de manière
substantielle la réédition de
la brochure illustrée «En de
bonnes mains... celles de
votre sage-femme». La Fédé-
ration suisse des sagesfemmes se réjouit de ce généreux parrainage!
«Protection contre le tabagisme passif»
Le Conseil fédéral rejette
l’initiative, la FSSF la soutient
Dans son nouveau message
au Parlement, le Conseil fédéral confirme que la protection
contre le tabagisme passif est
insuffisante. Il rappelle que,
chaque jour, des travailleuses
et des travailleurs sont exposés à la fumée nocive du tabac
dans les restaurants et que
64% de la population habitent dans des cantons où les
établissements fumeurs de
moins de 80 m2 ou les fumoirs
avec service restent autorisés.
Le Conseil fédéral reconnaît
également le niveau élevé
des coûts sociaux et médicaux
qu’engendre le tabagisme passif. Et pourtant, il demande au
Parlement de rejeter l’initiative
«Protection contre le tabagisme passif» sans lui opposer
de contreprojet. Les défenseurs de l’initiative partagent
l’analyse du gouvernement,
mais sont déçus du manque
de courage qui y fait suite.
«Pointer ainsi du doigt les lacunes de la Loi fédérale et, en
même temps, rejeter l’initiative populaire sans contreprojet, voilà qui échappe à toute
logique», rétorque Otto Piller,
membre du comité d’initiative. Le contenu de l’initiative
correspond au projet de loi de
juin 2007, qui avait été soutenu par le Conseil fédéral et par
la majorité de la Commission
de la santé du Conseil national. «Soit le Parlement rédige
un contreprojet raisonnable,
soit c’est par les urnes que la
population lui signifiera sa volonté», ajoute Otto Piller avec
conviction.
Source: Communiqué de presse du 11
mars 2011.
Lors de la séance du 1er mars 2011 dernier du Conseil des
Etats, le conseiller fédéral Didier Burkhalter a répondu brièvement à l’interpellation que Liliane Maury Pasquier avait
déposée à la mi-décembre 2010 sur les suites que le Conseil
fédéral compte donner à une étude démontrant d’importantes disparités sanitaires entre les nouveaux-nés des
femmes suisses et migrantes.
L’analyse, menée pour le compte de l’OFSP par la professeure
Paola Bollini et le professeur
Philippe Wanner et dont les résultats ont été publiés en 2010,
confirme l’existence d’importantes inégalités en matière de
santé reproductive, dont ils
donnaient la preuve en 2006
déjà.
Constats
Comparé aux Suisses, le risque
de mortalité néonatale, de morbidité et de faible poids à la
naissance est de 40% plus élevé pour les migrants.
Certaines malformations congénitales neurologiques évitables surviennent deux fois plus
souvent.
Le recours aux césariennes est
également plus fréquent chez
les femmes non européennes,
et la mortalité maternelle
quatre fois plus élevée parmi les
étrangères.
En comparaison européenne,
les auteurs ont aussi démontré
que ce phénomène est dû à la
faiblesse de notre politique
d’intégration. La peur de perdre
leur emploi ou d’être expulsées
met une large partie des 20 000
migrantes qui sont enceintes en
Suisse sous pression pendant
leur grossesse.
En outre, leur isolement social
et leurs difficultés de communication avec les professionnel(le)s de la santé, sans parler
de la peur d’être dénoncées des
femmes en situation irrégulière,
freine leur accès aux soins.
Au vu de cette situation, les
auteurs suggèrent notamment
d’améliorer la protection des
femmes enceintes sur le marché du travail, d’introduire un
statut de séjour protégé pour
les femmes enceintes en situa-
tion illégale, et de généraliser la
présence d’interprètes lors des
consultations anténatales prévues par la LAMal.
Réponse donnée au
Conseil des Etats
Le 1er mars 2011, le conseiller
fédéral Didier Burkhalter a confirmé qu’il s’agit là d’un sujet
très important pour le Conseil
fédéral. Il précise toutefois que
les soins relèvent de la compétence des cantons et que la
Confédération doit venir en
soutien dans ce domaine, comme elle l’a fait – par exemple –
pour la traduction en 18 langues du guide de santé.
En outre, le conseiller fédéral
Didier Burkhalter rappelle que
«La Confédération a entrepris
le développement d’un outil
électronique d’apprentissage
(e-learning tool) pour promouvoir les compétences transculturelles parmi les médecins et
le personnel soignant. Le projet favorise l’interprétariat communautaire, la formation et
l’assurance qualité dans le
domaine de la santé. Dans ce
même domaine, un service
d’interprétariat téléphonique
sera disponible dès le printemps 2011».
L’interpellatrice met toutefois
fortement en doute l’adéquation de ce service avec les
besoins des personnes concernées. Bien sûr, deux interventions parlementaires visant à
développer les services d’interprètes dans le domaine de la
santé ont été rejetées ces dernières années par le Parlement,
mais il faut voir s’il n’y a pas lieu
d’y revenir, d’autant plus que le
ministre de la santé affirme qu’il
n’y est «pas du tout opposé».
Affaire à suivre, donc.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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D O S S I E R
Les sages-femmes sont confrontées
quotidiennement à la gestion de la
douleur. Nous sommes peut-être les
mieux placées pour comprendre que la notion de
douleur est quelque chose
de personnel. La perception de la force des contractions est très intime
et il nous appartient
d’entendre le discours de
chaque femme, car c’est leur propre
accouchement.
Le contexte et la préparation ont une
énorme influence sur la gestion de la
douleur. Une femme qui va dans une
maison de naissance pensera très différemment qu’une femme qui arrive
à la maternité en demandant directement une péridurale, sans même avoir
expérimenté les douleurs. Nous ne
pouvons que les accompagner et faire
au mieux sans les forcer.
Il est donc important d’avoir une
bonne information sur les possibilités,
sur les différentes options, afin de
répondre au plus juste à la demande,
afin que la femme ne se sente pas
dépossédée de son accouchement.
Ce mois-ci, nous avons un large panel
explicatif sur ce qu’il est possible
d’offrir aux patientes. Il y a également
un grand intérêt à connaître les limites
de ces différentes méthodes.
Nous vous présentons différentes
méthodes de la plus psychologique
à la plus oubliée. En effet, l’hypnose
est peu utilisée, alors que c’est une
méthode non médicamenteuse de
choix. Le TENS est complètement
oublié dans la plupart des maternités,
alors qu’apparemment c’est aussi une
méthode efficace.
Ce dossier n’est cependant pas
exhaustif, car il nous manquait de
place pour pouvoir tout aborder.
Je pense au yoga, qui est également
une méthode de préparation à la gestion de la douleur et une préparation
à vivre les contractions de manière
plus supportable grâce au souffle et
au mouvement. C’est donc un sujet
qui mériterait une suite.
En attendant, je vous souhaite un heureux printemps et une bonne lecture !
Edith de Bock-Antonier
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Hebamme.ch
4/2011 Sage-femme.ch
Hypnose médicale
Entrer dans un «
L’auteure explique ce que peut apporter l’hypnose médicale dans la profession de la sage-femme sans l’enfermer dans une méthode qui garantirait un
résultat. Pratiquée dans le sillage d’Erickson et de Roustang, l’hypnose investit le champ de la rencontre et, de ce fait, les modulations imprévisibles et
singulières de la relation. C’est donc sous cet angle qu’elle cerne les avantages de cette possibilité. Elle la considère comme une «corde supplémentaire» à son arc qui nécessite toutefois un savoir-faire particulier.
Le cycle de la maternité, le passage
qu’est la naissance, puis les premiers jours,
les premiers mois de vie avec un nouveauné: autant de moments particuliers et
significatifs dans la vie d’une femme,
moments intenses d’émotions, de bouleversements, de transformations: paradoxe
entre ouverture et replis sur soi, entre vulnérabilité et force. L’expérience de la maternité renvoie en écho à l’expérience de
son propre vécu de fœtus, à sa propre
naissance et au face-à-face poignant avec
le nouveau-né, avec l’autre. La sphère du
vécu subjectif prend le devant de la scène
et estompe souvent la part du vécu plus
rationnel, objectivable.
Mettre au monde? Bonheur. Douleurs
physiques, fatigues, tensions, déchirure
du corps, souffrance du cœur et de l’âme,
etc. Mettre au monde: douleur aiguë, tantôt décrite comme insupportable, tantôt
Floriane Udressy, sage-femme indépendante,
chargée de cours à la Haute école de santé de
Genève.
décrite comme acceptable. «Faites que
cela cesse!» «Je vais mourir!» ou «Le mal
joli, aussitôt l’enfant mis au monde, bientôt oublié». Comment accompagner une
femme dans le voyage de la naissance?
Comment l’accompagner dans cette traversée, dans ce passage, sans la trahir ni la
devancer, dans le respect de sa personne,
de son sujet?
L’hypnose médicale,
de quoi s’agit-il?
L’hypnose a acquis ses lettres de noblesse en médecine, autant par les nombreuses
recherches scientifiques à son sujet déjà
menées depuis les années 30 par Hull (cf.
Photos: Josianne Bodart Senn
E D I T O R I A L
Une douleur aiguë qui fait dire «Faites que cela cesse!» ou «Je vais mourir!»
Dossier_fr_S32_41
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n «autre» sentir
encadré) et jusqu’à nos jours, que par les
applications médicales où elle a fait ses
preuves, telles que les douleurs rebelles,
affections somatiques et psychiques.
Etre en transe, synonyme de l’état hypnotique, est une expérience naturelle que
nous expérimentons tous, de façon spontanée plusieurs fois par jour1. En simplifiant, nous pourrions dire que, de même
qu’il existe deux états de sommeil, il existe
deux états de veille, un «état de veille habituel» et un état de transe qui lui-même
est défini comme «état de veille paradoxal»
ou «état de conscience modifiée».
En médecine, dans les différents cadres
de soin, l’état hypnotique est induit volontairement, la personne hypnotisée gardant
cependant toujours son libre arbitre. Bien
qu’il s’agisse d’une expérience subjective,
un observateur extérieur attentif pourra
reconnaître une personne en transe à plusieurs indices. Voici ce que le psychiatre
Gérard Salem nous en dit: «Le corps est
plongé – en général assez rapidement –
dans un état de léthargie, de détente parfois très profonde, accompagnée d’un
désintérêt envers tout effort, des sensations de légèreté et de flottement, la musculature étant relaxée comme dans le sommeil, la respiration et le pouls habituellement ralentis, la tension artérielle diminuée. Les réflexes ostéo-tendineux sont
présents (contrairement à ce qui se passe
durant le sommeil). Les mouvements
volontaires sont inhibés (catalepsie), les
muscles du visage relâchés et davantage
irrigués (vasodilatation périphérique), le
réflexe de déglutition est espacé ou suspendu (…) Le sujet décrit des sensations
inhabituelles, parfois paradoxales: lourdeur
et légèreté simultanée du corps ou des
membres, modifications diverses du schéma corporel, fourmillements dans les extrémités, etc. L’imagerie, l’intuition et l’évocation l’emportent sur le raisonnement.
L’expression des émotions est facilitée, l’impression que quelque chose de peu ordinaire
est en train de se passer est décrite».
Ce tableau clinique offre d’une façon
assez évidente une perspective d’outils précieux pour l’accompagnement de la grossesse et pour l’antalgie durant l’accouchement. En plus des aspects de détentes et de
respiration facilitée, cet état de veille paradoxal facilite la libération de morphine endogène. La plupart des sages-femmes ont
déjà observé que les femmes se mettent
parfois spontanément en transe et elles les
accompagnent de façon intuitive et pertinente. Cette «physiologie de la transe» est
également connue au travers de différentes
méthodes où elle intervient, comme le training autogène de Schulz, la sophrologie de
Caysedo, ou même l’accouchement sans
douleur de Lamaze.
La relation de soin ne fonctionne pas
comme une machine, son efficacité ne saurait se laisser enfermer dans le déterminisme. Ainsi que le développe Eric Bonvin,
il s’agit de sortir de la logique du contrôle:
«neurosciences, biotechnologies et méthodes de communication se partagent
aujourd’hui le discours sur la relation humaine qu’ils ramènent à l’idée du contrôle
et du pilotage de l’individu par la gestion
de son esprit-cerveau-ordinateur (…) C’est
ainsi que sous l’effet des sirènes de la techno-science et des sciences de la communication les métiers de la thérapie se plaisent
à faire un large usage de ces machines à
piloter la communication que sont les méthodes thérapeutiques».
Se risquer à l’expérience de la transe,
c’est précisément se risquer à quitter la
modalité du contrôle et expérimenter la
modalité de la participation. Immergé dans
l’expérience, un certain lâcher-prise devient
possible.
A quoi nous invite l’état
hypnotique?
Nous l’avons vu, entrer en état hypnotique, c’est changer son mode de relation
au monde, au réel. L’étymologie nous éclaire: dans la mythologie grecque, Hypnos est
le fils de la nuit et le frère jumeau de la
mort. Se relier à Hypnos suppose faire la
place – du moins un instant – à cette partie
dans l’ombre. C’est se relier à son inconscient, accéder à ses ressources et les activer.
Le préambule consiste à créer l’espace de
la transe: faire que cela soit possible et le
laisser exister. C’est là le rôle essentiel de la
sage-femme utilisant l’hypnose: créer le
cadre, et le maintenir, contenir ce qui s’y
passe, sans trop se soucier du contenu
d’ailleurs, mais en être la gardienne, fermement attentive et présente.
Dans un deuxième temps, il s’agira d’induire la transe: se focaliser sur sa respira1
Voir aussi: Un art de la relation précieux pour la sagefemme. In: Sage-femme.ch, 2/2009, 32–34.
Historique
Les sources de
l’hypnose médicale
L’hypnose médicale fait son apparition dans notre culture occidentale
avec Mesmer (1734–1815), médecin
allemand, inventeur du «magnétisme
animal». Elle sera développée et étudiée par des généralistes et des chirurgiens tels que Braid (1795–1760) à
Manchester, qui lui donnera le nom
d’«hypnotisme». C’est à cette époque
que l’hypnose est utilisée comme méthode anesthésique ou analgésique, en
chirurgie, notamment par les médecins
Elliotson et Esdaile. A Paris, le neurologue Charcot (1825–1893) s’y intéresse et l’enseigne dans le cadre de l’étude sur l’hystérie. Il fut critiqué par les
médecins et psychiatres français de
Nancy, Liébeault (1823–1904) et Bernheim (1837–1919) qui considèrent
l’état hypnotique comme un état physiologique. Le psychiatre Freud (1856–
1939) pratique aussi l’hypnose dans un
premier temps, puis l’abandonne en
développant sa cure psychanalytique.
Bien que l’utilisation clinique de l’hypnose s’estompe un peu, les recherches
expérimentales continuent, en France
(Janet Binet), en Allemagne (Moll), en
Suisse (Forel), en Union soviétique
(Pavlov). En Allemagne, Schultz (1884–
1970) crée à partir de l’hypnose, le
«training autogène». C’est aux EtatsUnis, dans les années 30, à l’université
de Yale, que Hull lance un vaste programme de recherche consacré à l’hypnose. Son disciple Erickson (1901–
1980), psychiatre en Arizona, rénove le
champ clinique de l’hypnose dès les
années 50 et réhabilite l’utilisation de
l’hypnose en médecine et en psychothérapie. Erickson définit une nouvelle
forme de relation entre l’hypnothérapeute et son patient et ce, en lien avec
le courant d’idées du groupe de Palo
Alto et de son leader Bateson (1904–
1980), anthropologue et chercheur britannique. Dans la continuité, en France, les travaux et les écrits de Roustang
font référence depuis les années 90
dans le monde de l’hypnose.
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Evidence Based Medicine
Faits probants pour
l’hypnose médicale
Plusieurs études scientifiques démontrent l’efficacité de l’hypnose médicale.
VandeVusse et al (2007) ont comparé 50
femmes enceintes qui avaient appris en
période prénatale à utiliser l’hypnose et
51 femmes n’ayant aucune préparation
dans ce domaine. Les deux groupes
étaient par ailleurs comparables au point
de vue démographique. Le groupe préparé à l’hypnose a eu significativement
moins besoin de calmants, d’analgésiques et d’anesthésie locale, et leurs bébés ont un Apgar à une minute significativement meilleur, les autres effets
n’étant pas significatifs.
Par ailleurs, l’étude menée par Brown
(2007) constate également une utilisation significativement moindre d’analgésiques lorsque l’hypnose est utilisée,
de même qu’un raccourcissement des
phases 1 et 2. Elle présente en outre six
cas d’utilisation de l’hypnose qui ont permis d’éviter une menace d’accouchement prématuré.
Enfin, une revue Cochrane (Smith
2006) a mis en évidence l’efficacité de
plusieurs moyens complémentaires durant l’accouchement, parmi lesquelles
l’hypnose. Cinq études intégrant les données concernant au total 749 femmes
attestent que l’autohypnose limite l’utilisation des analgésiques pharmacologiques, péridurale comprise. En outre, en
comparaison avec les groupes de contrôle, les femmes bénéficiant de l’hypnose
ont été plus satisfaites de leur gestion de
la douleur. Les auteurs admettent cependant que le nombre de femmes observées est encore trop faible.
VandeVusse L. et al. Hypnosis for childbirth: a retrospective comparative analysis of outcomes in one obstetrician’s practice. Am J Clin Hypn. 2007 Oct; 50(2):
109–19.
Brown DC., Hammond DC. Evidence-based clinical hypnosis for obstetrics, labor and delivery, and preterm
labor. Int J Clin Exp Hypn. 2007 Jul; 55(3): 355–71.
Smith CA. et al. Complementary and alternative therapies for pain management in labour. Cochrane Database Syst Rev. 2006 Oct 18; (4): CD003521.
tion, sur la voix de la personne qui guide la
transe, sur un point fixe ou sur le massage
du partenaire; se rassembler, se concentrer,
se focaliser sur sa douleur par exemple, être
intensément avec son bébé ou être totalement ici et en même temps totalement
ailleurs... Une porte s’ouvre.
Entrer en transe est le plus souvent décrit par l’hypnotisé comme entrer «dans un
autre sentir». Voilà qui est intéressant pour
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l’analgésie. Roustang nomme ce phénomène en ces différents termes: perceptude, perception holiste, «ne plus sentir tout
autant que sentir», la sensorialité première
ou «le sentir partout à la fois». Il précise:
«En nous immergeant dans le sentir sans
réflexion, nous réapprenons la finesse et la
perspicacité du sentir(…) Ce sentir propre
au vivant est d’abord un laisser se mélanger toutes les données et ensuite une attente que tout retrouve sa place».
De ce fait, le symptôme, la douleur en
l’occurrence, se retrouve d’emblée dans un
nouveau champ plus vaste avec plus de
possibilités pour se définir, se réinventer, et
finalement se transformer. Il y a comme
une redistribution des cartes qui est en jeu.
La douleur peut s’agrandir et se diluer, se
rétrécir, se fragmenter et même disparaître, devenir un feu d’artifice et de couleurs apportant de la force ou devenir une
petite rivière qui se découvrira coulée de
larmes, ou mille autres formes encore!
Un exemple parmi d’autres
Je me souviens de cette femme qui se
plaignait d’une douleur insupportable,
une brûlure vive qui résistait sur le côté
droit à chaque contraction malgré une
analgésie péridurale. Entrer en transe fut,
pour elle, entrer dans cette douleur, s’y
laisser absorber dans un premier temps,
complètement. Définir, toucher, sentir, devenir cette brûlure, sentir l’appel de ce feu,
là. L’intégrer. La présence soutenue à cette
sensation amena le désir d’eau et les
images d’une pluie bienfaisante firent leur
apparition. Une pluie fine tout d’abord,
avec son tambourinement sur le toit. Elle
est sous les toits de ce chalet au mayen
qu’elle connaît bien, qu’elle aime tant. Lui
reviennent aussi les odeurs, autant celles
du bois que de la pluie, de l’herbe un peu
aussi, et la douceur de ce son régulier qui
la berce un peu. A chaque contraction, elle
y retournera. La douleur est toujours là,
mais le feu s’est apaisé, il a trouvé sa
place. L’imagination libérée avait fait son
œuvre analgésique.
Entrer en transe est aussi souvent vécu et
observé comme une mise en mouvement.
Les sages-femmes le savent bien: le travail
de la naissance procède d’une dynamique,
d’un mouvement. Et, parfois, celui-ci
peine: le moteur faiblit, ou alors le mobile
fœtal s’engage mal, ne trouve pas le mouvement de spirale, le col ne s’ouvre plus,
on parle de stagnation.
Les difficultés du travail sont associables
à des arrêts du mouvement de la vie, à une
fixité, à une rigidification de la circulation
du vivant. Peur, crispation et tension sont
bien connues en salle de naissance, et pour
cause. La proposition du lâcher-prise ou du
mouvement est souvent à ce stade refusé
par les parturientes et tout semble bloqué.
Demandez à quelqu’un qui souffre de se
détendre, il risque bien de vous regarder
de travers! En transe, tout se passe comme
si le lâcher-prise se faisait à son insu. En effet, il faut pouvoir s’appuyer sur quelque
chose pour lâcher et vouloir ne suffit pas.
Plonger, même quelques instants, dans cet
état, c’est quitter la modalité du contrôle
pour donner toute sa chance au mouvement de la vie. «La pratique de l’hypnose
doit être comprise non comme une mise
en conformité mais comme une mise en
mouvement» (Roustang, p. 151).
Quelle posture pour la
sage-femme?
Peut-être, y a-t-il, avec l’hypnose médicale, la possibilité de rendre visible quelque chose d’invisible. Un rôle professionnel qui n’a pas grand-chose à voir avec
«être gentille avec la patiente» ou «tenir
la main de la dame» mais un savoir relationnel riche et complexe où la plus grande liberté est de mise, celle de la créativité
de l’instant: sans cesse renouvelée et, à
coup sûr, étonnante. Signe que la vie y
prend ses aises et ses droits!
Utiliser l’hypnose comme une corde à
son arc dans sa pratique implique une exigence: mettre en évidence sa responsabilité dans la relation professionnelle et expliciter cette place dans le projet de soin.
Mais, au fil des transes, ce qui m’apparaît avec force aujourd’hui, c’est la nécessité d’accepter une certaine incertitude, et
même de renoncer paradoxalement à tout
projet pour la patiente, en l’occurrence
pour la parturiente. Laisser le dialogue se
faire et, d’image en image, avancer à
l’aveugle, de sensations en sensations,
laisser se présenter une solution à laquelle on ne s’attendait pas et que, de tout évidence, on n’avait pu prévoir. Oublier totalement à ce moment mon savoir de sagefemme, et dire avec le poète Christian
Bobin: «Avec un peu de patience, j’aurais
fait un assez bon idiot du village. C’est un
métier que presque plus personne n’exerce: trop difficile, sans doute».
Un savoir-faire particulier assurément:
soigner d’une main le corps vu par la médecine scientifique et de l’autre celui qui
왗
s’émeut et se meut.
Références
Bonvin Eric (2009): Nature et mouvements de la
relation humaine. Médecine&Hygiène, coll.
HypnoseS, 190 p.
Bobin Christian (2003): Ressusciter. Folio, 163 p.
Roustang François (2006): Savoir attendre. Pour
que la vie change. Odile Jacob, 235 p.
Salem Gérard (1997): Soigner par hypnose. Ling,
205 p.
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F O C U S
Analgésie obstétricale
Moyens autres que la péridurale
Nous avons demandé à un spécialiste de l’analgésie de dresser un panorama des moyens qui, de son point de vue,
sont actuellement à disposition pour diminuer autant l’angoisse que la douleur.
Dr. Dominique Vermot, anesthésiste, Hôpital
Riviera Montreux.
L’accouchement est un moment fort
dans la vie d’une femme. Cet événement, bien que heureux dans une grande majorité de cas, n’en est pas moins vu
avec une certaine appréhension. Par le
passé, les complications n’étaient pas
rares: hémorragies massives, infections
avec des conséquences parfois désastreuses. Le tout dans un climat de douleurs intenses.
Si l’appréhension et les complications
ne sont pas toujours présentes, la douleur, elle, est – par contre – toujours là.
Elle est tenace, intense, évaluée à 8–9/
10 sur l’échelle EVA (évaluation verbale
de la douleur) et elle entraîne une démotivation et un épuisement. Il est donc
impératif de la traiter afin d’en diminuer
l’intensité.
Dans le contexte de l’accouchement,
les drogues antalgiques absorbées par la
mère, par voie systémique notamment,
passent la barrière fœto-placentaire et
sont retrouvées chez les fœtus, avec pour
conséquence une baisse de tonus et une
altération de la fonction respiratoire.
Notre marge de manœuvre s’en trouve
donc réduite.
Les substances données localement
ont l’avantage de présenter des concentrations sériques réduites avec moins
d’effets systémiques.
1. Moyens médicamenteux
1.1. Péridurale
Avant d’aborder le cœur de l’exposé, à
savoir les autres moyens que la péridurale, permettez-moi une petite parenthèse sur celle-ci. La pose de péridurale
répond à des critères précis de coagulation et doit être posée dans des conditions de stérilité optimum. Elle peut être
l’objet d’une réticence ou d’un refus de
la part de certaines parturientes. Cette
méthode diminue la mortalité de la mère
ainsi que celle du fœtus [1,2,3]. Elle favorise
la dilatation du col [4] et, de ce fait, raccourcit le temps du travail [5]. Pendant le
travail, l’analgésie par péridurale reste la
technique anesthésique de référence [6].
1.2. Opiacés (6,7)
Famille des phénylpipéridines (Péthidine,
Fentanyl, Alfentanil, Sufentanil, Rémifentanyl).
• Péthidine
Premier opioïde synthétique, c’est un
opiacé moins puissant que la morphine
(75 mg = 10 mg de morphine). Le transfert placentaire est important. Sa concentration plasmatique est proportionnelle à l’intervalle entre la prise de
médicament et la naissance. Il peut donc
avoir des conséquences respiratoires.
– Baisse de la saturation artérielle O2,
100=> 92%, hausse de la pression artérielle CO2 pendant 30–60 minutes
– Apnées du sommeil paradoxal
– Demi-vie de 4–8 h (15h)
– Métabolisé par le foie
– Efficacité faible
– Dose 100–150 mg im
– Nausées, vomissements
– En association avec IMAO: agitation,
delirium, céphalées, hypertension artérielle, hypotension artérielle, hyperpyrexie, convulsions, coma
– Effets secondaires chez le nouveau-né:
baisse de tonus, dépression respiratoire
Actuellement, ce médicament ne semble
plus avoir sa place durant la période de
travail obstétrical.
• Nalbuphine
Agoniste K, antagoniste μ plus efficace
que la Péthidine
– Métabolisé par le foie
– Dose: 20 mg iv
– Administration par PCA iv: concentration 2 mg/ml, Bolus 1,5 ml, intervalle
10 minutes
– Nausées, vomissements (moindres
qu’avec la Péthidine)
– Hypotension artérielle, tachycardie
– Confusion, sédation
– Effets secondaires chez le nouveau-né:
risque de stockage si souffrance fœtale
avec acidose
• Fentanyl
Beaucoup plus puissant que la morphine
– Métabolisé par le foie
– Dose: 50–100 μ/h
Les moyens non médicamenteux font participer les parturientes qui gardent un rôle actif.
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En résumé
– En fin de grossesse, face à la venue
de l’accouchement, la femme est actuellement moins dépourvue qu’auparavant. Elle peut avoir recours à
une infrastructure (centre d’obstétrique, maternité) et à un personnel
formé pour affronter la naissance.
Les différentes méthodes à disposition permettent de diminuer l’angoisse ainsi que la douleur.
– La péridurale est une technique très
efficace, mais non dépourvue de
dangers. Les sages-femmes doivent
être à l’aise avec sa gestion.
– D’autres moyens – médicamenteux
et non médicamenteux – sont à disposition. Une étude réalisée en 2010
en Suisse alémanique (Salem-Spital,
Berne) [8] démontre que l’utilisation
du Rémifentanyl en PCA paraît être
une alternative efficace et sûre, bien
acceptée par les parturientes et les
différents intervenants (résultats en
allemand uniquement, sur www.soscisurvey.de/ultiva). Du fait de ses
avantages, elle devrait remplacer
l’utilisation des autres opiacés.
– Les moyens non médicamenteux
sont également à prendre en considération et ont une place importante. Ils sont sûrs, non invasifs et ne
demandent pas d’infrastructures
coûteuses. De plus, ils font participer
les parturientes qui gardent un rôle
actif dans cette période.
– Délai d’action: 3 minutes
– Durée: 20–30 minutes
– Bonne efficacité analgésique
– Effets secondaires chez le nouveau-né:
baisse de la saturation artérielle O2 à
80–90% dans 60% du temps, baisse
de la saturation artérielle O2 à 70–80%
dans 10% du temps
• Rémifentanyl
Agoniste μ puissant, lipophile
– Délai d’action très rapide: 83 secondes
– Demi-vie: 4 minutes
– Pas d’accumulation: il est métabolisé
par les estérases plasmatiques et tissulaires
– Pendant le travail, PCA: Bolus seul
0,25–0,5 μ/kg, durant tout le travail,
baisse significative de l’EVA
– Baisse de la saturation artérielle O2, sédation jusqu’à l’arrêt respiratoire
– Plus efficace que la Péthidine et le
MEOPA
– Effets secondaires chez le nouveau-né:
Apgar >9 à 5 minutes
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Conclusion
L’analgésie parentérale obstétricale a une
efficacité moindre que la péridurale. Elle
est cependant meilleure si elle est autocontrôlée par la parturiente.
Les contraintes sont: une préparation et une
dilution (source d’erreur), la coopération de
la patiente, la disponibilité de l’anesthésiste,
une surveillance attentive (fréquence respiratoire entre autres), une situation adaptée
avec un personnel formé.
2. Moyens non
médicamenteux
2.1 MEOPA1
Le mélange équimolaire d’oxygène et de
protoxyde d’azote (MEOPA) est très utilisé
dans certains pays, comme la GrandeBretagne.
– Mélange: O2 50% / N2O 50%
– Inhalation durant toute la durée de la
contraction
– Inhalation pendant 20 minutes maximum
– Passe la barrière fœto-placentaire
– Pic cérébral 45 secondes après le début
de l’administration
– Avantages: facile à utiliser, inoffensif si
utilisé ponctuellement, rôle actif de la
parturiente
– Inconvénients: efficacité relative, nécessite une bonne ventilation de la pièce,
s’accumule dans les points bas, nécessite un système de distribution de N2O
avec débitmètre, hypoxémie de diffusion lors de l’arrêt du gaz
– Contre-indications: la patiente nécessite 100% d’O2, épanchements aériques non drainés (pulmonaires, intracrâniens, emphysème), persistance
d’une bulle de gaz à l’intérieur de l’œil
(hausse de la pression intraoculaire)
2.2 TENS
Le Transcutaneus Electrical Nerve Stimulation (TENS) ou neurostimulation électrique transcutanée est une des techniques
non médicamenteuses pour combattre la
douleur qui est aussi utilisée pour lutter
contre les nausées au cours de la grossesse. On utilise un courant électrique de
faible dosage (10–30 milliampères) et de
fréquence 40–150 Hz. Les électrodes
sont placées sur la peau dans la région
douloureuse. La personne ajuste le neurostimulateur de façon à trouver la meilleure intensité, la fréquence et la durée
des pulsations qui lui procurent le meilleur soulagement. Le réglage varie fortement d’une personne à l’autre. L’effet
disparaît dès que la stimulation s’interrompt chez certaines personnes, alors
qu’il persiste chez d’autres.
Deux hypothèses existent à ce sujet:
Ou bien le système est basé sur la théorie du portillon: l’influx douloureux
transmis au cerveau serait bloqué entre le nerf et la moelle épinière
❍ Ou bien le passage du courant électrique stimulerait la libération d’endorphines, enképhalines et dynorphines
(analgésiques endogènes) qui induirait
une diminution de la douleur
Dans le cadre de l’accouchement, les
électrodes stimulent deux points spécifiques d’acupuncture. Le TENS est utilisé
pendant le 1er stade du travail.
Attention: La technique peut déclencher
les contractures prématurément. Elle est
contre-indiquée lors du 3ème trimestre de
la grossesse. Les électrodes ne doivent
pas être placées au niveau de la tête, du
cou et du cœur, de même que chez les
personnes porteuses d’un PM.
❍
2.3 Hypnose2
Son but est de faire passer la parturiente
d’un état d’inconfort vers un état de transe agréable. De ce fait, elle améliore le confort de la parturiente et du personnel. Elle
procure un sentiment de sécurité, de bienêtre, dans le temps comme dans l’espace.
2.4 Sophrologie
Cette méthode non médicamenteuse est
basée sur l’entraînement à la relaxation,
la respiration en fonction des contractions et de la récupération après l’effort.
Son but est d’apporter à la mère un bienêtre, une détente, une confiance en soi.
Les séances sont individuelles ou en groupe avec, dans ce cas, l’échange et le partage d’expériences. Le conjoint est invité
à participer. La préparation commence au
왗
3ème trimestre de la grossesse.
[1] Chassard D.; Fillette D.; Mercier F.: Mortalité
maternelle est anesthésie. Accouchement
FORUM, http://forum.doctissimo.fr
[2] Rapport du comité national d’experts sur la
normalité (CNEMM) 2001–2006, Institut de
veille sanitaire, janvier 2007, www.invs.sante.fr
[3] Pr. F.J. Mercier (Dépt d’anesthésie-réanimation, Hôpital Antoine Béclère, Clamart, France):
Actualité de l’analgésie péridurale pendant le
travail.
[4] Dr. Dailland (Hôpital Necker): Analgésie péridurale: Le renforcement de l’analgésie permet d’obtenir un assouplissement du col et la
levée du spasme.
[5] Wong C., Scavone BM. The risk of cesarian
delivery with neuraxial analgesia given early
versus late in labor. N. Engl. J. Med. 2005
352. 655–65.
[6] R. Lantau (service d’anesthésie-réanimation,
HUG) Les Essentiels 2006, p. 265–278.
[7] Yung F.; de St Blanquet L.; Hamza J. (Hôpital
St Vincent-de-Paul, Paris).
[8] Immer-Bansi A.; Melber A.; Reinhardt D. Salem-Spital, Hirslanden, Bern.
1
2
Voir article dans le même numéro, p. 38.
Voir article dans le même numéro, p. 32 – 34.
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Maternité de Genève (HUG)
Pratiques analgésiques actuelles
Entretien avec le Dr. Georges Savoldelli, médecin-adjoint, Unité d’anesthésiologie, HUG.
Pour les accouchements par voie basse, le
taux d’utilisation de péridurale se situe actuellement entre 70 et 80%. Globalement,
pour les nullipares si l’évaluation verbale de
l’intensité de la douleur avant toute analgésie se situe autour de 7à 8 points (sur une
échelle de 0–10), la péridurale permet de
d’atteindre un score de 0 à 3, tandis que les
autres moyens analgésiques abaissent ce
score de manière plus modeste (5.5 à 6).
Le gaz hilarant (protoxyde d’azote) peut
constituer une des alternatives à la péridurale: 50% des parturientes qui l’ont utilisé se
sentent soulagées, mais 30–40% ne constatent que peu ou pas d’effets. Beaucoup sont
détendues mais, pour certaines, les nausées,
les vertiges ou l’étourdissement liés à son
utilisation sont difficilement supportables.
L’utilisation du gaz hilarant dépend à la
fois de l’héritage culturel (plus répandu
dans certains pays comme le Royaume-Uni,
la Finlande et les autres pays nordiques,
l’Australie et la Nouvelle-Zélande, le Canada) mais aussi de la formation des sagesfemmes et de la disponibilité des anesthésistes en salle d’accouchement.
A Genève, il est utilisé depuis peu et seulement sous des conditions bien précises:
– Une sage-femme formée doit être disponible. Elle doit avoir suivi un protocole de
formation complet: théorique, pratique
en simulation, pratique sur le terrain, mise à jour de ses connaissances en réanimation cardio-pulmonaire
– Le gaz hilarant ne s’utilise que sur prescription médicale
– Il ne peut pas être utilisé pendant une
longue période (pas plus d’une à deux
heures)
– Cette méthode n’est pas proposée d’emblée mais plutôt réservée aux mamans
qui l’ont déjà utilisée, qui ne présentent
pas de contre-indications et qui sont de
bonnes candidates (travail assez rapide et
physiologique).
Son efficacité est modeste. Le débat sur
son innocuité fœtale est encore très
controversé. Pour l’instant, on en compte à
Genève quelques dizaines seulement par
année (sur 4000 naissances).
Le Rémifentanyl administré par une pompe intraveineuse contrôlée par la patiente
peut être proposé quand la péridurale est
contre-indiquée ou impossible à réaliser
(par exemple, lors de prise récente d’un anticoagulant ou d’antécédent de chirurgie
du rachis). C’est alors un moyen puissant et
efficace (bien qu’inférieur à la péridurale),
mais il nécessite une surveillance particulière, intense et continue, de la part de la
sage-femme. Pour l’instant, on en compte
à Genève 3 ou 4 utilisations seulement par
année (sur 4000 naissances).
L’hypnose (ou l’autohypnose) ne peut
être utilisée que s’il y a eu une préparation
particulière avec une sage-femme en prénatal ou si la parturiente l’a déjà expérimentée elle-même lors d’un précédent
accouchement.
En raison de son efficacité réduite et de
la durée de ses effets sur l’enfant (demi-vie
de 18 à 23 heures; demi-vie d’un métabolite actif de 60 heures), la Péthidine a été
remplacée, depuis 2008, par la Nalbuphine qui elle a une efficacité similaire et
un profil pharmacologique fœtale meilleur
(demi-vie de 4,1 heures seulement; sans
métabolite actif). Cette dernière a une indication très précise: elle s’utilise en cas de
pré-travail douloureux.
Par ailleurs, l’analgésie du bloc paracervical est tombée en désuétude, à cause de
son efficacité modeste et des complications fœtales parfois graves qu’elle entraînait. En revanche, l’analgésie du bloc du
nerf honteux peut s’avérer utile, en 2ème
phase en l’absence de péridurale, ou lors
d’analgésie par protoxyde d’azote ou avec
pompe de Rémifentanyl, pour un forceps
ou la suture d’une épisiotomie.
Propos recueillis par Josianne Bodart Senn
David Lebreton
Expériences de la douleur
Entre destruction et renaissance
Métaillé, 2010, 262 p.
ISBN = 2-86424-728-9
L’auteur avait déjà publié une «Anthropologie
de la douleur» (en 1995, réédité en 2004) qui
mettait en évidence sa dimension sociale et culturelle. Cette fois, il se concentre sur la manière dont la douleur est vécue et ressentie, sur les
comportements et les métamorphoses qu’elle
induit. Il se donne pour objectif de dégager les
liens entre douleur et souffrance et de comprendre pourquoi certaines douleurs sont dénuées de souffrance et peuvent même être associées à une réalisation de soi ou à un plaisir.
A ses yeux, certaines expériences douloureuses
détruisent la personne tandis que d’autres, à
l’inverse, la construisent. Pour David Lebreton,
«la douleur est toujours contenue dans une
souffrance, elle est d’emblée un pâtir, une
agression plus ou moins vive à supporter. La souffrance est la résonance
intime d’une douleur, sa mesure subjective». Elle est donc que nous en
faisons. Elle dépend de cette activité
de sens que nous lui appliquons et
elle peut revêtir de bien nombreuses
significations.
Dans le sixième chapitre, après avoir
étudié les circonstances aussi diverses que la
maladie ou l’accident, la torture, le sport extrême ou le body art, l’auteur se penche en une
quinzaine de pages sur l’expérience de l’accouchement. Il en montre toute l’ambiguïté, entre
autres, du fait des représentations que les
sociétés véhiculent à son sujet. David Lebreton
discute aussi de la position dite «gynécologique» et de ses effets désastreux sur l’expérience des parturientes. Il aborde également la
question de la péridurale et des
autres moyens de contrôler la douleur – des moyens qui, eux, n’excluent pas le ressenti extraordinaire
de cet événement ni les moments de
réel plaisir. Plusieurs témoignages de
mères illustrent son propos. Il insiste
surtout sur la qualité de la relation
entre la parturiente et la sage-femme
et montre comment la situation peut se dégrader en un instant – comme par un «grain de
sable» – quand la sage-femme est perçue comme détestable ou non disponible.
Cette analyse n’est certes pas écrite pour les
sages-femmes et elles n’y apprendront probablement rien dans le domaine de l’obstétrique,
mais il est réjouissant de voir ce thème intégré
à une perspective plus large et ouvert au grand
public.
Josianne Bodart Senn
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Hôpital universitaire de Zurich
Du gaz hilarant en salle
d’accouchement
Depuis environ deux ans, la Clinique d’obstétrique de l’Hôpital universitaire de Zurich a introduit le gaz hilarant
pour atténuer les douleurs lors de l’accouchement. A plus d’un titre, l’expérience se révèle positive pour les
20 sages-femmes de lla Maternité de Zurich.
Sylvia Bernhardt-Weber
sage-femme
Le gaz hilarant (N2O) a été utilisé pour la
première fois en 1844 pour une extraction dentaire. En 1991, Stanislaw Klikowitsch réalise sa première application en
obstétrique. En Suède, le gaz hilarant est
le moyen le plus utilisé pour gérer les
douleurs de l’accouchement (75%). Ces
expériences ont contribué à envisager la
réintroduction du N2O à l’Hôpital universitaire de Zurich. Toutefois, deux conditions étaient indispensables:
• La nécessité de disposer d’un équipement moderne
• La valeur limite pour la concentration
maximale admissible en Suisse du gaz
hilarant (100 ml/m3)
Rapports de mélange/
Application
Mélange:
70% N2O
50% N2O
20% N2O
30% O2
50% O2
80% O2
intermittent
intermittent
continu
L’application la plus courant est l’intermittente.
Début: 15 secondes avant la contraction.
Après 60–90 secondes, l’effet maximal
est atteint.
Les femmes tiennent le masque ellesmêmes.
Fin: au terme de la contraction.
Entre deux contractions: respiration de
l’air ambiant.
Application du gaz hilarant
à l’Hôpital universitaire de
Zurich
Selon un sondage de 20 sages-femmes du
Département Obstétrique en automne 2010.
1. A quelle fréquence le gaz
hilarant est-il appliqué?
Régulièrement:
Plutôt rarement:
Jamais:
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Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
13
7
0
2. Comment les sages-femmes
l’acceptent-elles?
De manière positive:
De manière mitigée 50/50:
De manière négative:
17
3
0
85%
15%
0%
3. Quel est le dosage préféré
(N2O/O2)?
30/70
30/70
50/50
50/50
50/50
70/30
70/30
Les trois variantes
0
5
2
6
1
6
0%
25%
10%
30%
5%
30%
4. Quand le gaz hilarant est-il
appliqué?
Dilatation 60% de toutes les sages-femmes
Transition 55%
Transition sous péridurale 55%
Expulsion 30%
10. Avantages
Raisons les plus fréquentes (non standardisées):
• Disponibilité immédiate et effet rapide
(temps d’attente en cas de péridurale)
• Aucun effet discernable sur les
contractions utérines
• Utilisation aisée et contrôlée par les
parturientes elles-mêmes
• Réduction de l’utilisation de la péridurale et de la péthidine
• Dosage facile
• Possibilité d’utilisation même dans la
baignoire d’accouchement
5. Les femmes sont-elles satisfaites?
90% des sages-femmes ont reçu au
moins une fois un bon Feed-back
25% des sages-femmes ont reçu au
moins une fois un mauvais Feed-back
6. Est-ce un bon moyen pour gérer
les douleurs?
95% des sages-femmes ont reçu un
Feed-back positif concernant la gestion
des douleurs.
7. Effets secondaires observés chez
la parturiente
Vertiges, nausées, somnolence, perte de
mémoire à court terme et chute de tension artérielle.
8. Effets secondaires observés chez
l’enfant
Aucun effet visible.
9. Inconvénients
65%
35%
0%
• Effets secondaires déjà mentionnés
• Masque (désagréable et rendant les
odeurs neutres)
• Système: Tuyau/masque pas assez
stable
• Mobilité restreinte
• Intervention des sages-femmes lorsque
les parturientes n’expirent pas dans le
masque
Raisons les plus fréquentes (non standardisées):
• Gaz à effet de serre (l’un des trois plus
polluants)
11. Expériences acquises
• L’application doit être bien expliquée
aux femmes
• Des explications en continu et une supervision sont parfois nécessaires
• Problèmes:
– Certaines femmes inspirent trop tard
– Certaines ne peuvent plus se passer
du masque
– L’expiration dans le masque peut
être difficile
Conclusion
L’application correcte du gaz hilarant en
cours d’accouchement est un moyen rapide et efficace pour gérer les douleurs,
qui en outre n’induit aucun effet secondaire connu ni pour la mère ni pour l’enfant. L’administration moderne de gaz
hilarant minimise le risque pour le personnel de santé. Toutefois, nous sommes
en présence d’un gaz à effet de serre.
Présentation «Lachgas unter der Geburt: Lächerlich?»,
lors d’une formation continue donnée le 21 octobre
2010 à la Clinique d’obstétrique de l’Hôpital universitaire de Zurich – Traduction: Josianne Bodart Senn
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E T U D E
Accouchement dans l’eau
Un choix donné aux femmes
Au sein de l’Hôpital intercantonal de la Broye, la maternité de Payerne possède une baignoire depuis 1989 qui,
au départ, ne servait que pour aider les femmes à supporter les douleurs de la 1ère phase du travail et les accompagner dans un projet d’accouchement sans analgésie péridurale. Ce n’est qu’en 1995 qu’a eu lieu le tout premier
accouchement sur l’initiative d’une sage-femme en lien avec le souhait de la patiente. Depuis 2008, le nombre
d’accouchements dans l’eau augmente, du fait que ce choix est proposé aux patientes qui ont le projet d’accoucher
sans péridurale. D’un à deux accouchements dans l’eau par an, on est passé à une moyenne d’un par mois.
Une étude rétrospective cas/témoins en évalue les effets biomédicaux.
Sébastien Riquet, sage-femme cadre HIB Payerne.
Doctorant en santé publique Université Paris 13.
La Commission d’Assurance de la qualité de la Société Suisse de Gynécologie et
d’Obstétrique (SSGO) rapporte que les
accouchements dans l’eau sont pratiqués
dans les maternités en Suisse depuis les
années 90 [1]. Celle-ci a émis en 2010 un
«avis d’experts» relevant que les études
menées jusqu’ici ne démontrent pas d’insécurité pour la mère et l’enfant, présentant un risque faible, d’accoucher dans
l’eau avec une surveillance obstétricale
correcte [2-3].
Tableau I. Déclenchement, analgésie et conduite du travail
Accouchements
dans l’eau (n=26)
Accouchements
sur un lit (n=26)
Travail spontané
85% (n=22)
62% (n=16)
Déclenchement artificiel
15% (n=4)
38% (n=10)
Analgésie péridurale
0% (n=0)
0% (n=0)
Analgésie par IM Péthidin®
4% (n=1)
42% (n=11)
Correction thérapeutique
(chez les patientes non déclenchées)
0% (n=0)
31% (n=5)
Tableau II. Durée moyenne du travail (de 3 à 10 cm) en minutes
Accouchements
dans l’eau (n=26)
Accouchements
sur un lit (n=26)
Primipares
170 min.
280 min.
Population et méthode
Multipares
167 min.
188 min.
L’inclusion des cas s’est faite en reprenant tous les accouchements dans l’eau
pratiqués à la Maternité Régionale de
Payerne entre janvier 2009 et décembre
2010 (n=26). Ces accouchements ont
tous été effectués de manière autonome
par un(e) des sages-femmes du service
adhérant à cette philosophie obstétricale.
Critères d’inclusion: patientes à bas
risques: présentation céphalique, travail
eutocique (dilatation d’au moins 1 cm/h,
bruit cardiaque fœtal (BCF) satisfaisant
selon Schaal et Martin [4] au cours de la
première phase du travail), terme > 35 SA
et patiente désireuse et à l’aise d’accoucher dans l’eau.
Critères d’exclusion: refus de la patiente (le bain pouvait être utilisé que pour
soulager les douleurs de la 1ère phase du
travail), présentation autre que céphalique, grossesses multiples, tracé cardiotocographqiue (CTG) pathologique.
Les témoins (n=26) ont été choisis, au
hasard, parmi les patientes ayant accouché sur un lit, sans péridurale et accompagnées de manière autonome par les
mêmes sages-femmes du service.
Les variables qualitatives ont été comparées par test de Fisher excat.
Tableau III. Durée moyenne des efforts expulsifs en minutes
Accouchements
dans l’eau (n=26)
Accouchements
sur un lit (n=26)
Primipares
21 min.
23 min.
Multipares
10 min.
14 min.
Accouchements
dans l’eau (n=26)
Accouchements
sur un lit (n=26)
Tableau IV. Lésions périnéales
Episiotomie
0% (n=0)
19% (n=5)
15% (n=4)
19% (n=5)
Déchirure périnéale
31% (n=8)
47% (n=12)
Périnée intact
54% (n=14)
15% (n=4)
Déchirure vaginale
Tableau V. Caractéristiques de la délivrance
Accouchements
dans l’eau (n=26)
Accouchements
sur un lit (n=26)
Délivrance naturelle
15% (n=4)
0% (n=0)
Délivrance dirigée
85% (n=22)
100% (n=26)
Délivrance artificielle
0% (n=0)
8% (n=2)
Révision utérine
0% (n=0)
4% (n=1)
Pertes < 500 ml
100% (n=26)
88% (n=23)
0% (n=0)
12% (n=3)
Pertes > 500 ml
Délivrance dans l’eau 81% (n=21)
Délivrance hors de l’eau 19% (n=5)
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Résultats
Pour les cas comme pour les témoins,
nous avions à notre disposition les dossiers de 9 primipares, 7 IIpares, 6 IIIpares
et 4 IVpares. Dans les deux groupes, les
patientes avaient un âge gestationnel supérieur à 37 SA.
Discussion
Au total, nous n’observons pas de
grande différence entre les deux groupes:
en tout cas, il n’y a pas d’effet délétère.
Nous notons même un avantage périnéal: aucune épisiotomie et plus de périnées intacts pour les femmes ayant accouché dans l’eau.
Biais de l’étude: il vient du petit nombre
de patientes inclus dans l’échantillon de
départ. Ceci est principalement dû au fait
que, pour bénéficier d’un accouchement
dans l’eau, il ne faut pas avoir recours à
l’analgésie péridurale, représentant moins
de 45% de nos accouchements. Ainsi, la
patiente doit en faire le libre choix.
Analgésie et conduite du travail: nous
constatons que nous avons proposé le
bain et accompagné des patientes pour
accoucher dans l’eau majoritairement à
des femmes qui se sont mises spontanément en travail (85%). Cette mise en travail physiologique nous a alors permis
d’accompagner 20 patientes sur 26 par
une surveillance allégée du travail. Cette
modalité de surveillance est moins importante chez les patientes ayant accouché sur un lit puisque celles-ci présentent
un plus fort taux de déclenchement artificiel du travail nécessitant alors une surveillance en continu du travail selon les
recommandations actuelles [5] et ont eu
significativement (p=0,008) plus de correction thérapeutique par Syntocinon®.
Ainsi il semble compréhensible que les
patientes ayant accouché sur un lit aient
eu plus recours à une analgésie IM de
Péthidin® pour supporter les contractions utérines de manière significative
(p=0,002) puisque le bain ne semble pas
la solution de premier recours pour les
patientes dont le travail est déclenché artificiellement.
De plus, il est démontré que l’utilisation
de l’eau durant le travail associé à un accompagnement par un(e) sage-femme
réduit considérablement le recours aux
analgésies médicamenteuses [6-7]. La température de l’eau n’étant pas mesurée
dans notre pratique quotidienne, elle ne
peut pas être ici reportée. Cependant, les
patientes ont apprécié de pouvoir se baigner dans une eau «tiède». La température de l’eau semble être un des effets
appaisant pour les patientes qui peuvent
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Hebamme.ch
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Sage-femme.ch
en réguler elles-mêmes la température
dans notre maternité. Les études à ce sujet restent floues et n’ont pas démontré
qu’un accouchement dans l’eau pourrait
poser des risques thermiques pour la mère et son enfant. La conclusion est donc
que celui qui sait le mieux quelle température convient à la patiente reste la patiente elle-même [8].
Durée du travail et des efforts expulsifs: alors que la littérature ne démontre
pas de différence significative sur la réduction du temps de dilatation chez les
patientes immergées dans l’eau [7] et démontrerait même une prolongation du
temps de travail chez les patientes immergées avant 5 cm de dilatation [9], nous
constatons dans notre pratique les
mêmes conclusions chez les multipares.
Néanmoins, nous avons pu observer une
diminution du temps de travail chez les
primipares, pouvant nous questionner
sur notre définition du travail. En ce qui
concerne la durée des efforts expulsifs,
nos conclusions sont cette fois semblables à la littérature [7-9]: il n’y a pas de
significativité pour un temps d’expulsion
plus court dans l’eau.
Bien-être fœtal et adaptation des enfants à la naissance: l’analyse des BCF
pendant le travail ne diffère pas dans les
deux groupes. Ceci est dû au fait que
nous n’avons pris en compte que des patientes avec un travail physiologique et
que les BCF pathologiques ont été exclus
de l’étude. Cependant, le fait de ne pas
avoir bénéficié d’analgésie péridurale
pour les patientes de nos deux groupes,
a augmenté leur mobilisation quel que
soit leur mode d’accouchement, alors
qu’un décubitus dorsal prolongé est associé à une baisse de la saturation fœtale par rapport aux autres positions et que
la position allongée augmente le stress
fœtal [10-11]. Nous pensons donc que la
mobilisation et l’alternance de positions
que peuvent prendre naturellement les
femmes durant leur bain est bénéfique
tant pour l’évolution du travail que pour
le bien-être fœtal. Les BCF enregistrés à
l’expulsion sont satisfaisants dans les
deux groupes.
La littérature ne démontre pas de différence significative sur les issues néonatales des enfants nés dans l’eau [7]. Les
valeurs moyennes des pH prélevés au cordon par ponctions veineuses sont sensiblement les mêmes (7,36 vs 7,34) dans
nos deux groupes et identiques pour les
ponctions artérielles (7,31). De même,
nous retrouvons deux Apgar inférieurs à
7 à une minute de vie dans chacun de nos
deux groupes. Ce résultat pour ces deux
enfants est dû à une difficulté légère du
dégagement des épaules n’ayant pas né-
cessité de manœuvre obstétricale particulière par la sage-femme. Ainsi, le seul
enfant ayant présenté un démarrage à la
vie extra-utérine moins réactif que les 25
autres ne nous semble pas être imputable
à sa naissance dans l’eau. En effet, nous
retrouvons cette même situation chez
des enfants nés sur un lit.
Lésions périnéales: avec les accouchements dans l’eau nous avons eu significativement (p=0,03) une large majorité
de périnées intacts, seulement éraillés ou
avec une simple déchirure vaginale
(69%). De plus, nous n’avons dû pratiquer aucune épisiotomie au cours d’un
accouchement dans l’eau (p=0,05). Rapidement, nous en avons conclu que nos
accouchements dans l’eau avaient eu un
effet protecteur pour le périnée des
femmes. Néanmoins, la littérature est
moins claire sur cette issue apportant
d’un côté des résultats significatifs pour
un taux plus élevé de périnées intacts et
un recours plus bas à l’épisiotomie lors
d’accouchements dans l’eau [3-12]; puis,
de l’autre, des résultats toujours en faveur d’une différence mais non significative quel que soit le mode d’accouchement [7]. Des calculs statistiques complémentaires semblent donc nécessaires
pour pouvoir affirmer ce que nous avons
constaté. Cependant, il nous semble aisé
de comprendre que pratiquer une épisiotomie dans l’eau n’est pas une chose
facile. Ainsi, il se peut que «l’impratique»
favorise le non-recours à l’épisiotomie,
contrairement à une patiente en position
gynécologique, les jambes dans des
étriers, le périnée offert pour une incision.
3ème phase du travail: les études ayant
pratiqué les délivrances placentaires
usuellement dans l’eau, pendant que les
mères tenaient leur enfant, n’ont pas reporté de complication durant cette phase [3-12]. Dans notre étude, une majorité
des sages-femmes ont gardé la femme
dans l’eau pour la 3ème phase, alors que
d’autres se sont senties plus tranquillisées
ou à l’aise en la faisant sortir du bain. Aucune hémorragie > 500 ml n’a été déplorée mais, avec une proportion à 81% des
cas ayant délivrés dans l’eau, nous pouvons penser que ce fût là une évaluation
subjective de la part de la sage-femme.
Car comment évaluer «très» objectivement les pertes sanguines dans l’eau?
Nous aurions peut-être pu apporter une
réponse à cette question en comparant
les résultats des hémoglobines que nous
réalisons en systématique à l’entrée de la
patiente à la maternité et au 3ème jour en
suite de couche, comme dans l’étude de
Geissbuhler et Eberhard [2], mais cela n’a
pas été fait.
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L I V R E S
Satisfaction des patientes: L’ensemble
de nos patientes ont été satisfaites de
leur accouchement dans l’eau, correspondant à un choix de leur part accompagnées et soutenues en cela par un(e)
sage-femme. Elles ont pu librement se
mobiliser dans le bain ayant, pour la plupart, bénéficié d’une surveillance allégée
du travail (77%). Le bain et la naissance
dans l’eau sont aussi un moment qu’elles
ont pu partager avec leur mari qui était
présent à leurs côtés renforçant un besoin de sécurité émotionnelle que les
femmes peuvent avoir intimement besoin [14]. De même, toutes les patientes
ont été satisfaites de l’accompagnement
prodigué par la sage-femme qui les a suivi, ayant assuré leur sécurité médicale sur
les plans cliniques et psychiques pour
elles et leurs enfants. Ainsi, conformément aux données de la littérature [15-16],
notre travail de sage-femme auprès de
ces femmes a contribué à les soulager de
la douleur leur permettant de ne pas recourir à la péridurale et, de ce fait, à pouvoir leur permettre d’accoucher dans
l’eau selon leur choix éclairé.
Conclusion
Notre expérience d’accouchements
dans l’eau nous montre donc que cette
solution n’est pas délétère, tant du point
de vue des issues fœtales que des issues
maternelles. L’une des fonctions essentielles de la sage-femme est de diagnostiquer la normalité et de favoriser la physiologie durant les trois phases qui constituent l’accocuchement. L’utilisation du
bain et de l’auscultation intermittente
pour surveiller les BCF durant le travail
correspondent sous le contrôle d’un(e)
sage-femme aux recommandations des
directives internationnales actuelles et
celles de la SSGO, dans le cadre d’une
grossesse s’étant déroulée normalement
[1-14-17]
permettant aussi aux femmes de
왗
pouvoir accoucher sans péridurale.
Références
[1] Société Suisse de Gynécologie et d’Obstétrique. Avis d’experts n°27. Commission Assurance de la qualité, SSGO, Inselspital Bern,
2010.
[2] Geissbuhler V., Eberhard J., Waterbirths: a
comparative study. A prospective study on
more than 2000 waterbirths. Fetal Diagn
Ther. 2000; 15(5): 291–300.
[3] Geissbuhler V., Stein S., Eberthard J., Waterbirths compared with landbirths: on observational study of nine years. J Perinat Med.
2004; 32(4): 308–14.
[4] Schaal JP., Martin A., Guide de l’enregistrement cardiotocographique et autres moyens
de surveillance du fœtus (avec CD-Rom). Ed.
Sauramps Médical, Montpellier, 2000.
[5] National Institue for Clinical Evidence. The
Use of Electronic Fetal Monitoring: the use
and interpretation of cardiotocography in intrapartum fetal surveillance. London: NICE;
2001.
[6] Royal College of Midwives. The Use of Water in Labour and Birth. Position Paper no.
1a. London: RCM; 2000.
[7] Cluett ER., Nikodem VC., McCandlish RE.,
Burns EE., Immersion in water in pergnancy,
labor and birth. Cochrane Database Syst
Rev. 2004; (2): CD000111.
[8] Geissbuhler V., Eberhard J., Lebrecht A., Waterbirth: water temperature and bathing
time – mother knows best! J Perinat Med.
2002; 30(5): 371–8.
[9] Eriksson M., Mattson LA., Ladfors L., Early or
late bath during the first stage of labour: a
randomised study of 200 women. Midwifery; 1997; 13: 146–148.
[10] Bhardwaj N., Kukade JA., Patil S., Bhardwaj
S., Randomised controlled trial on modified
squatting position of delivery. Indian J Matern Child Health. 1995; 6: 33–9.
[11] Carbonne B., Benachi A., Leveque ML.,
Cabrol D., Papiernik E., Maternal position
during labor: effects on fœtal oxygen saturation measured by pulse oxymétrie. Obstet
Gynecol. 1996; 11: 797–800.
[12] Richemond H., Women’s experience of waterbirth. Practising Midwife. 2003; 6: 26–31.
[13] Hall SM., Holloway IM., Staying in control:
women’s experience of labor in water. Midwifery. 1998; 14: 30–36.
[14] Page LA., Le nouvel art de la sage-femme.
Paris, Elsevier, 2004.
[15] Hodnett ED., Support from caregivers during
childbirth. Cochrane Databse Syst Rev, Issue
2. Oxford: Update Software; 1995.
[16] MIDRIS and NHS Centre for Reviews and Dissemination. Informed choise for professionnals: support in labour. Bristol: MIDRIS;
1996a.
[17] National Institute for Health and Clinical Excellence, Intrapartum care. Clinical Guideline n°55 – NICE, London, 2007.
Damien Lorton
Marie-Thérèse Marcel & Sioux Berger
Le père est une mère comme
les autres
Les soins pour mon bébé
Les Empêcheurs de tourner
en rond/La Découverte, 2010,
196 p., 14 euros
ISBN = 2-35925-020-6
Mr. Lorton est un auteur qui,
pendant deux années, s’est consacré uniquement à ses trois filles. Dans un livre plein d’humour
et de réflexions remplies de bons
sens, il nous raconte comment il
partage avec tendresse et lucidité
sa vie avec ses filles.
Il commence par 50 pages sur la
naissance où il décrit ce qu’il a
ressenti en assistant aux trois accouchements. Il décrit avec sympathie, finesse et justesse notre
rôle de sage-femme.
Ensuite, il raconte d’une façon
plus générale sa manière de voir
ses filles grandir et sa manière de
les éduquer.
C’est un «livre plaisir», plein de
tendresse et d’humour, qui se lit
comme un bon roman.
Edith Antonier
Flammarion, 2008,
144 p. + DVD.
ISBN=2-0812-0829-2
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positions de portage en écharpe.
Le livre est très compréhensible,
bien mis en valeur. Il y a de nombreux conseils qui vont aider les
parents à s’y retrouver à la sortie
de la maternité. Les conseils vont
de la façon d’allaiter à comment
enlever et mettre un body, en
passant par le sommeil et la gestion des angoisses de bébé.
C’est très complet mais très répétitif aussi par rapport aux conseils que les sages-femmes prodiguent. C’est finalement un bon
support didactique.
Edith Antonier
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
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Anzeigenschluss für Stellenanzeigen:
Dienstag, 12. April 2011
Dernier délai pour les offres d’emploi:
Mardi, le 12 avril 2011
In unserer Klinik mit UNICEF-Zertifikat kommen jährlich 900 Kinder zur Welt.
Wir bieten Ihnen einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz
mit einem einsatzfreudigen und fachkompetenten Hebammenteam und
interdisziplinären Kontakten. Sie arbeiten zu zweit im 3-Schichtbetrieb und
wir bieten Ihnen die Möglichkeit Fort- und Weiterbildungen zu besuchen.
Ihre zukünftigen Tätigkeiten umfassen:
– Individuelle Betreuung und Überwachung von physiologischen und
pathologischen Geburten
– Durchführung von Schwangerschaftskontrollen
– Selbstständiges Arbeiten im Team
– Mithilfe bei der Betreuung und Begleitung von Hebammen-Studierenden
der ZHAW
– Konstruktive Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen
Wir erwarten von Ihnen:
– Diplom als Hebamme HF/FH oder BSc
– Mehrjährige Berufserfahrung als Hebamme auf der Gebärabteilung
– Bereitschaft zu Schichtarbeit, hohe Flexibilität und Belastbarkeit
– Gute kommunikative Fähigkeiten und gepflegte Umgangsformen
– Engagement für die Team- und Pflegeentwicklung, zusammen mit einer
konstruktiven, interdisziplinären Zusammenarbeit
– Gute PC-Anwenderkenntnisse
Haben wir Ihr Interesse geweckt und sind Sie bereit eine neue Herausforderung anzunehmen? Dann würden wir uns über eine Bewerbung von
Ihnen freuen.
Nähere Informationen über die Tätigkeit erteilt Ihnen gerne:
Frau Nancy Bellwald, Pflegemanagerin Gebärabteilung, Telefon 044 911 16 28
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an:
Spital Uster, Frau Karin Eichenberger, Personaldienst, Postfach, 8610 Uster
Die Spital STS AG (Spitäler Thun, Zweisimmen, Saanen und Klinik Erlenbach) hat sich als regionales Spitalzentrum
positioniert. Unsere auf allen Stufen gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten eine optimale Dienstleistung für die Bevölkerung des gesamten Einzugsgebietes der vier Spitalstandorte. Zur
Ergänzung unseres Teams suchen wir eine
Hebamme
Zweisimmen · Geburtshilfe
Pensum 80 – 100 %, Eintritt per 1. Juni 2011 oder nach Vereinbarung
Unsere Geburtshilfe umfasst 6 Betten mit 150 Geburten pro Jahr. Die geburtshilfliche Einheit wird gemeinsam mit der
chirurgisch/gynäkologischen Abteilung geführt.
Wenn Sie selbständiges Arbeiten lieben, gerne umfassend Mutter und Kind betreuen, erwartet Sie eine interessante
Aufgabe. Im Rahmen der engen Zusammenarbeit der Geburtshilfe und Chirurgie arbeiten Sie auch auf der Abteilung
Chirurgie und Gynäkologie mit. Ein kleines Team von Kolleginnen und unsere Chefärztin, Frau Dr. med. S. Zoll, freuen sich
auf Ihre Bewerbung.
Eine offene kunden- und mitarbeiterorientierte Zusammenarbeit über alle Bereiche, ein breiter Handlungsspielraum
in einer freundlichen Arbeitsatmosphäre, zukunftsweisende Personalregelungen (GAV) und gute Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sind weitere attraktive Elemente unseres Stellenangebotes.
Über weitere Vorzüge unseres Stellenangebotes orientiert Sie gerne Herr J.P. Beuret, Leiter Pflegedienst,
Tel ++41 (0)33 729 26 26. Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter dem Kennwort «Hebamme» an:
Spital STS AG
Spital STS AG · Human Resources · Karl Haueter-Strasse 21 · CH-3770 Zweisimmen
Telefon: 033 729 26 26 · Telefax: 033 729 21 45
[email protected] · www.spitalstsag.ch
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Hebamme.ch
4/2011 Sage-femme.ch
Stellen_42_44
28.3.2011
9:51 Uhr
Seite 43
Das Spital Schwyz mit privater Trägerschaft ist zuständig für die medizinische Grundversorgung der
Region und beschäftigt rund 500 Mitarbeitende. Der
Bereich Gynäkologie/Geburtshilfe betreut im Belegarztsystem jährlich ca. 480 Geburten und gegen
400 gynäkologische Eingriffe.
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort oder nach Vereinbarung eine
Dipl. Hebamme HF / FH im
Rotationssystem 80 % - 100 %
Zusammen mit einem kollegialen Team leisten Sie
als künftiges Teammitglied ganzheitliche betreuende und begleitende Geburtshilfe und Pflege im
Sinne unserer werdenden Eltern, Frauen und Neugeborenen.
Sie haben ein anerkanntes Hebammendiplom HF /
FH, bringen idealerweise Berufserfahrung mit, sind
belastbar und schätzen selbstständiges Arbeiten.
Sie verfügen über eine hohe Fach- und Sozialkompetenz, sind kreativ, aufgeschlossen und bereit, als
Hebamme innerhalb des Rotationssystems im Turnus auf der Wochenbett- und gynäkologischen Station zu arbeiten. Führungserfahrung und Interesse
an der mittelfristigen Übernahme einer Stellvertretung runden Ihr Profil ab.
Wir bieten Ihnen dafür eine interessante, vielseitige
und anspruchsvolle Tätigkeit mit umfassender Einarbeitung. Sehr selbstständiges Arbeiten in einem
kleinem Team, individuelle interne und externe
Weiterbildungsmöglichkeiten und angemessene
Anstellungsbedingungen.
Möchten Sie mehr erfahren? Doris Item Schumacher, Leitende Hebamme, T 041 818 42 01 steht Ihnen für ergänzende Auskünfte selbstverständlich
gerne zur Verfügung.
Ihre Bewerbung senden Sie bitte an:
Spital Schwyz · Personaldienst · Waldeggstrasse 10
6430 Schwyz · [email protected]
www.spital-schwyz.ch
Als Mitglied der Swiss Leading Hospitals ist die Klinik Linde
ein im Belegarztsystem geführtes Privatspital mit einer medizinischen Infrastruktur auf höchstem Niveau
Unsere Abteilung Frauen und Neugeborene wird umstrukturiert!
Wir suchen deshalb für unsere Gebärzimmer und unsere
Wöchnerinnen-Abteilung nach Vereinbarung eine kompetente
Hebamme
als Abteilungsleiterin
80–100%
Sie sind eine engagierte, flexible und mitdenkende Persönlichkeit
und bringen mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung. Mit hoher
Fachkompetenz und einer Prise Humor führen Sie die Mitarbeiterinnen nach Grundsätzen des MbO. Als Abteilungsleiterin können
Sie Ihre Erfahrung im Umstrukturieren der Abteilung «Frauen
und Neugeborene» einbringen und sind massgeblich an der Neuorganisation beteiligt.
In einem beruflichen Umfeld, das sich umfassend auf die Bedürfnisse der Menschen fokussiert, sind Sie für die personellen und
organisatorischen Belange Ihrer Abteilung verantwortlich und Sie
sind Ansprechperson unserer Belegärztinnen und -ärzte. Als Mitglied des Kaders sind Sie an der Entwicklung der Pflege interessiert
und sind verantwortlich für eine hohe Pflegequalität in Ihrem
Bereich.
Unsere Klinik ist dabei das KIS einzuführen. Wir setzen deshalb gute
PC-Kenntnisse voraus. Ihre Muttersprache ist Deutsch oder Französisch und Sie können sich in der anderen Sprache fliessend unterhalten.
Im angenehmen Arbeitsklima unseres Privatspitals bieten wir Ihnen
moderne Arbeits- und Anstellungsbedingungen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Frau H. Weibel, Leiterin Pflegedienst, erteilt Ihnen gerne weitere
Auskünfte unter Telefon 032 366 43 40.
Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto senden Sie bitte an:
Klinik Linde AG, Personalwesen, Blumenrain 105, Postfach, 2501 Biel
oder als vollständige E-Mail-Bewerbung an
[email protected]
www.kliniklinde.ch
In guten Händen
Der Zukunft einen Schritt voraus.
Hebamme.ch
Sage-femme.ch
4/2011
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Stellen_42_44
28.3.2011
9:51 Uhr
Seite 44
Das Institut für Hebammen der Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften ZHAW sucht für den Ausbau
des Weiterbildungsangebots eine
Membre des Swiss Leading Hospitals, la Clinique des Tilleuls
est un établissement privé fonctionnant selon le système
des médecins agréés, doté d’une infrastructure médicale de
très haut niveau.
Notre département Femmes et nouveau-nés sera prochainement
restructuré! C’est pourquoi, nous cherchons pour nos salles
d’accouchement et notre maternité une personne compétente qui
occupera, à partir d’une date à convenir, le poste de
sages-femme responsable
de département
80–100%
Au bénéfice de plusieurs années d’expérience professionnelle,
notamment dans une fonction dirigeante, vous êtes une personnalité souple et engagée, joignant la motivation à l’esprit de réflexion.
Vos hautes compétences et votre jovialité vous permettent de diriger
vos collaboratrices avec efficacité, conformément aux principes du
MbO. En votre qualité de responsable de département, vous mettez
à profit votre expérience pour contribuer activement à la restructuration et à la réorganisation de notre maternité.
Dans un environnement professionnel largement centré sur les
besoins de l’être humain, vous êtes responsable du personnel et de
l’organisation de votre département et vous êtes l’interlocutrice
privilégiée de nos médecins agréés. Membre de l’encadrement de la
clinique, vous vous impliquez dans le développement des soins
infirmiers et vous êtes la garante de la qualité des soins dans votre
secteur.
Notre clinique est en train d’introduire un système d’information
hospitalier. Aussi, nous attendons de vous de bonnes connaissances
en informatique. De langue maternelle française ou allemande, vous
êtes en mesure de vous entretenir couramment dans l’autre langue.
Nous vous offrons des conditions d’emploi modernes dans l’ambiance de travail agréable d’une clinique privée.
Avons-nous su éveiller votre intérêt?
Madame H. Weibel, responsable des soins infirmiers, vous fournira
volontiers de plus amples informations au numéro de téléphone
032 366 43 40.
Veuillez faire parvenir votre dossier de candidature écrit, photo
incluse, à l’adresse suivante: Clinique des Tilleuls SA, Service
du personnel, Crêt des Fleurs 105, case postale, CH-2501 Bienne
ou votre postulation complète par courriel à:
[email protected]
www.clinique-des-tilleuls.ch
Une longueur d’avance sur l’avenier.
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Hebamme.ch
4/2011
Sage-femme.ch
Projektbeauftragte Entwicklung
CAS Hebammen
Das Projekt beinhaltet die Erarbeitung und Umsetzung
eines CAS-Angebots. Die Anstellung umfasst ein zeitlich
beschränktes, auf das Projekt bezogenes Arbeitspensum
von 10%.
Wir erwarten fundierte Berufserfahrung als Hebamme,
Hochschulausbildung auf Masterniveau sowie didaktische
Qualifikationen.
Weitere Auskünfte erteilt gerne Regula Hauser,
Leiterin Weiterbildung, unter Telefon 058 934 64 76
oder [email protected].
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind erbeten
bis 29. April 2011 an Regula Hauser, ZHAW Gesundheit,
Institut für Hebammen, Technikumstrasse 71,
8400 Winterthur oder an obige Mailadresse.
IHR VERMÄCHTNIS
IST DIE ZUKUNFT
UNSERER PATIENTEN
Wenn Sie unsere Legatsbroschüre
bestellen möchten, rufen Sie
uns bitte an unter 0848 88 80 80.
MSF, RUE DE LAUSANNE 78,
PF 116, 1211 GENÈVE 21
WWW.MSF.CH | PK 12-100-2
US_Seite_2_bis_4
29.3.2011
8:32 Uhr
Seite 3
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29.3.2011
8:32 Uhr
Seite 4
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Form (Dose leicht zu transportieren) ist bei der Anwendung kein
Händekontakt nötig. Beim Kontakt mit der Wunde gelatinieren die
Partikel des Puders und tragen so dazu bei, das Schmerzgefühl zu
reduzieren.
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