Der S attigungsbereich

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Sättigungsbereich
Röntgenphysik
Es soll im folgenden die prinzipielle Methode zur Lösung
beschrieben werden und deren Ergebnisse diskutiert werden.
Im Sättigungsbereich lassen sich keine analytischen Lösungen
mehr finden und das Problem muß numerisch gelöst werden
Überschreitet die eingekoppelte Leistung Wext einen bestimmten
Wert, nimmt die Leistung nimmt nicht mehr linear zu und erreicht
irgendwann die Sättigung – dieser Bereich wird dann als nicht
linearer oder Sättigungsbereich bezeichnet
Im diskutierten low und high Gain Bereich hängen die
Ausgangsleistung und die eingekoppelte Leistung linear
zusammen
Der Sättigungsbereich
Freie Elektronen Laser
240
Sättigungsbereich
Länge des Undulators
Undulatorwellenzahl
Magnetfeld des Undulators
Frequenz der FEL Strahlung
Nomienelle Energie des Elektronenstrahl
Elektronenstromdichte am Anfang des Undulator
Energieverteilung des Elektronenstrahl
Amplitude des eingekoppelten Master Signals
Röntgenphysik
Wir nehmen im folgenden als Energieverteilung eine
Gaussverteilung an
lu
ku
Hu
ω
T0
j0
h∆T 2 i
Eext
Der FEL Verstärker kann durch die folgenden Parameter
beschrieben werden
FEL Parameter
Freie Elektronen Laser
241
Sättigungsbereich
aus.
Röntgenphysik
lˆu , Ĉ, Λ̂2p , und Λ̂2T
242
Länge des Undulators
Detuning Parameter
Raumladungsparameter
Energieverteilung des Elektronenstrahl
Effizienzparameter
eKEext
Êext = Eext /E0 =
Normierte Master Amplitude
ρT0 Γγ
Für den linearen Bereich reichen sogar
lˆu = Γlu
Ĉ
Λ̂2p
Λ̂2T
ρ̂
Durch die Wahl von geeigneten dimensionslosen Variablen, kann
die Beschreibung auf 6 Parameter reduziert werden.
FEL Parameter
Freie Elektronen Laser
Sättigungsbereich
Röntgenphysik
Ẽsat = D(Ĉ, Λ̂2p , Λ̂2T )
Im Bereich der Sättigung wird die Ausgangsamplitude Eout nicht
mehr von lˆu und Êext abhängen, so daß dort dann gelten wird
Ẽout = D(lˆu , Ĉ, Λ̂2p , Λ̂2T , Êext )
Wenn ρ sehr klein ist, wird das FEL Feld Ẽout nicht mehr von ρ
abhängen und somit erhält man
gelten.
ρ≪1
243
Aufgrund der verschiedenen Näherungen, die wir gemacht haben,
muß für den Effizienzparameter
Der Sättigungbereich – Hamiltonfunktion
Freie Elektronen Laser
Sättigungsbereich
j=1
Röntgenphysik
244
Wie sehen die Lösungen dieser numerischen Simulationen aus ?
Damit hat man dann 2N + 2 Gleichungen, die den
Verstärkungsprozess beschreiben.
ĵz (ψ + 2π · n, z) = ĵz (ψ, z)
ĵz
N
X
2π
= −
δ(ψ − ψ(j) ), 0 ≤ ψ ≤ 2π
N
Der Elektronenstrahl wird durch N Makropartikle pro Interval
(0, 2π) über die Phase ψ simuliert. Die reduzierte Stromdichte ist
periodisch in der Phase und ergibt sich zu
FEL Verhalten im Sättigungsbereich
Freie Elektronen Laser
Freie Elektronen Laser
Sättigungsbereich
0
0
0,5
1
1,5
2
2,5
3
4
Röntgenphysik
2
8
Reduzierte Undulator Länge z
6
10
12
14
Reduzierte Feldamplitude û in Abhängigkeit von der reduzierten
Undulatorlänge ẑ (Ĉ = 0, Λ̂2p → 0, Λ̂2T = 0, ûext = 0.1)
FEL Verhalten im Sättigungsbereich
Rduzierte Feldamplitude u
245
Sättigungsbereich
Röntgenphysik
Das Verhalten läßt sich gut im Phasenraum (P̂, ∆ψ) betrachten.
∆ψ = ψ + ψ0 ist die Phase relativ zur Phase ψ0 des
ponderomotiven Potentials.
Für einen längeren Undulator fallen ein Teil der Elektronen in die
Beschleunigungsphase des ponderomotiven Potentials und es
wird wieder Energie aus dem FEL Feld an den Elektronenstrahl
übertragen.
Im Maximum ist der Elektronenbunch vollständig durchmoduliert
Das Feld û steigt bis zu einem Maximalwert an und fällt dann
wieder ab.
Sättigungsbereich
Freie Elektronen Laser
246
3π/2 2π
π/2
π
3π/2 2π
-4
0
-3
-2
-1
0
1
2
20
15
10
5
0
Röntgenphysik
Phase ψ relative zum ponderomotiven Potential
0
-2
π/2
-0,2
3π/2 2π 0
π
-1
-0,1
-0,5
π/2
0
0
0
-1
0
1
0,1
0
40
30
20
10
0
Sättigungsbereich
0,5
1
2
4
π
Freie Elektronen Laser
FEL – Phasenraum
Kanonischer Impuls P
Histogramm
π/2
π
3π/2 2π
247
Verteilung im linearen Bereich (ẑ = 4)
Kurz vor dem Sättigungsbereich (ẑ = 7)
Sättigung (ẑ = 8.4)
2
3
4
Röntgenphysik
Unmodulierter Strahl am Eingang des Undulators (ẑ = 0)
Sättigungsbereich
1
FEL – Phasenraum
Freie Elektronen Laser
248
SASE
Röntgenphysik
Beschreibung der Statistik des Elektronenstrahls
Ursache der Synchrotronstrahlung sind Dichtefluktuationen im
Elektronenstrahl, die durch das Shot Noise (Schrotrauschen)
beschrieben werden.
SASE: Self-amplified spontaneous emission
Das Feld kann in dem Undulator selbst in Form von spontan
emitierter Synchrotronstrahlung erzeugt werden. Ein FEL
Verstärker, der in diesem Modus betrieben wird, wird als SASE
FEL bezeichnet
Bis jetzt wurde immer nur der Fall eines Verstärkers betrachtet,
bei dem ein externes Feld Eext eingekoppelt und dieses dann im
Undulator bis zur Sättigung verstärkt wird. Woher erhalten wir
aber ein geeignetes, externes Feld ?
Der SASE Prozess
Freie Elektronen Laser
249
SASE
k=1
δ(t − tk )
Röntgenphysik
1
t2
F (t) = √
exp − 2
2σT
2πσT
gegeben.
Für ein Gaussprofil wäre
!
beschrieben werden. tk ist die zufällige Ankunftszeit eines
Elektrons e am Undulatoreingang.
Die Mittlere Verteilung entspricht dem Elektronenbunchprofil und
ist durch
hI(t)i = −e · N · F (t)
I(t) = −e
N
X
Der Elektronenstrahl besteht aus einer großen Zahl N von
Elektronen und kann durch
Schrotrauschen des Elektronenstrahls
Freie Elektronen Laser
250
SASE
1
2π
∞
k =1
N
X
k=1
N
X
eiωtk
Ī(ω)e−iωt dω = −e
I(t)eiωt dt = −e
−∞
Z
−∞
∞
δ(t − tk )
Röntgenphysik
Die Fouriertransformierte Ī(ω) kann somit als die Summe einer
großen Zahl von komplexen Phasen mit dem zufälligen Wert
φk = ωtk beschrieben werden.
I(t) =
Ī(ω) =
Z
Wir definieren die Fouriertransformierte
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Elektron in der Zeit t, t + dt am
Undulatoreingang ankommt ist genau F (t)
Schrotrauschen des Elektronenstrahls
Freie Elektronen Laser
251
SASE
Röntgenphysik
In diesem Fall kann der Zentrale Grenzwertsatz angewandt
werden und das bedeutet, daß der Real und der Imaginäranteil
von Ī(ω) normalverteilt sind.
2
1
ReĪ(ω)
p(ReĪ(ω)) =
exp −
hReĪ(ω)i
hReĪ(ω)i
ist. Dann können die Phasen als gleichmäßig über das Intervall
(0, 2π) verteilt betrachtet werden.
ω · σT ≫ 1
Sei nun die Dauer des Elektronbunches σT so lang, das
Schrotrauschen des Elektronenstrahls
Freie Elektronen Laser
252
SASE
=e
2
N
X
k=1
*
Röntgenphysik
exp(i(ω − ω )tk
′
+
+ e
2
hĪ(ω)Ī ∗ (ω ′ )i = e2
N X
N
X
k 6=n
X
+
exp(iωtk − iω ′ tn )
hexp iωtk ihexp iω ′ tn i
k=1 n=1
*
Spektrale Korrelationsfunktion 1. Ordnung
einer negativen Exponentialfunktion.
Die Wahrscheinlichkeitsdichte der Verteilung |Ī(ω)|2 hat damit die
Form
2
|Ī(ω)|
1
2
exp −
p(|Ī(ω)| ) =
2
h|Ī(ω)| i
h|Ī(ω)|2 i
Korrelationsfunktionen
Freie Elektronen Laser
253
Z
∞
SASE
N|F̄ (ω)|2 ≪ 1,
Röntgenphysik
Damit trägt nur der Teil bei, der das Schrotrauschen e2 N
beschreibt.
< Ī(ω)Ī ∗ (ω ′ ) >= e2 N F̄ (ω − ω ′ ).
dann ist der zweite Term vernachlässigbar und es ist
Wenn
< Ī(ω)Ī ∗ (ω ′ ) >= e2 N F̄ (ω − ω ′ ) + e2 N(N − 1)F̄ (ω)F̄ ∗ (ω ′ )
die Fouriertransformierte des Gaussprofils F (t)
Damit ist dann
ω 2 σT2
< exp iωtk >=
F (tk ) exp(iωtk )dtk = F̄ (ω) = exp −
2
−∞
Es ist
Korrelationsfunktionen
Freie Elektronen Laser
!
254
SASE
Röntgenphysik
⇒ N · |F̄ (ω)|2 ≪ 1
N (Zahl der Elektronen im Bunch) ist typisch im Bereich von 1011
ωσT = 10 ⇒ exp(−100) ∼
= 10−44
ωσT ≫ 1
Die obige Bedingung ist i.A. erfüllt. Es war vorausgesetzt, daß
Korrelationsfunktionen
Freie Elektronen Laser
255
SASE
Röntgenphysik
Wir betrachten jetzt den komplizierten Fall, daß das
Eingangssignal durch das Schrotrauschen gegeben ist, daß ein
weißes Rauschen besitzt.
Man kann dann zeigen, daß ein mit der Frequenz ω modulierter
Elektronenstrahl ohne externes Mastersignal Eext im wesentlich
zum gleichen Ergebnis führt
Das Ausgangsignal Eout hat dann die gleiche Frequenz ω und
wächst im linearen, high Gain Bereich exponentiell mit der
Undulatorlänge z Ẽ(ω, z) ∝ exp(Λz)
Die bis jetzt hergeleitete Theorie des FEL im linearen Bereich
wurde für die Bedingung eines unmodulierten Elektronenstrahls
und eines Mastersignals Eext durchgeführt, daß mit der Frequenz
ω moduliert ist.
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
256
SASE
gegeben.
Röntgenphysik
Die Verknüpfung zwischen der Zeit und Frequenzdomäne ist
durch
Z ∞
1
E(z, t) =
Ē(ω, z) exp(−iωt)dω
2π ∞
beschrieben.
Ē(ω, z) = Ẽ(ω, z) exp(iω(z/c) − t) + C.C.
Das Laserfeld wird durch
Im linearen Bereich werden alle Frequenzen unabhängig
voneinander verstärkt. Deshalb zerlegen wir das Eingangssignal
in seine Fourierkomponenten und berechnen für jede
Harmonische die Verstärkung.
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
257
SASE
Röntgenphysik
Diese Bedingung bedeutet, daß der Elektronenbunch viel länger
ist, als die Slippage der FEL Strahlung relativ zum
Elektronenbunch, Durch diese Annahme können Randeffekte
bernachlässigt werden.
(Resonanzfrequenz ω0 , Effizienzparameter ρ)
Wir betrachten nun einen Elektronenbunch mit der Dauer T , so
daß gilt
ρω0 T ≫ 1.
j̄(ω)
Ī(ω)
=
j0
I0
Wir nehmen an, daß die transversale Komponenten des
Schrotrauschens am Eingang des Undulators direkt mit dem
Schrotrauschen des Strahlsstrom verknüpft ist.
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
258
SASE
Für ω < 0 ist
Röntgenphysik
Ē ∗ (ω, z) = Ē(−ω, z)
Es soll nun aus dem Elektroneneingangsstrom I(t) bzw. Ī(ω) das
elektrische Feld E(z, t) bzw. Ē(ω, z)berechnet werden. Die
Fourierkomponenten sind über eine Green’sche Funktion G(ω, z)
gekoppelt.
Ē(ω, z) = G(ω, z)Ī(ω)
Ursache der Slippage sind die unterschiedlichen
Geschwindigkeiten der FEL Strahlung und des
Elektronenbunches in z-Richtung
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
259
SASE
Röntgenphysik
Durch Entwicklen der Lösungen von (41) um Ĉ = 0 erhält man
!
!
√
3
Ĉ 2
1
4Ĉ
ReΛ̂ =
1−
und
ImΛ̂ =
1−
2
9
2
3
gegeben.
Wir betrachten nur die Lösung, die das exponentielle Wachsum
beschreibt. In 0. Ordnung (Ĉ = 0) war die Lösung
1 √
Λ̂ = ( 3 + i)
2
260
Wir betrachten den Fall eines vernachlässigbaren
Raumladungsfeld Λ̂2p → 0 und einer scharfen
Geschwindigkeitsverteilung des Elektronenstrahls Λ̂2T = 0. Im
linearen Bereich sind die Propagationskonstanten Λ̂ durch die
Lösungen von
Λ̂(Λ̂ + i Ĉ)2 = i
(41)
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
SASE
1−
4Ĉ
3
E0
I0
Röntgenphysik
261
Das Spektrum eines einzelnen, die Dauer T besitzenden Bunches
sollte Spikes mit einer typischen Breite 1/T besitzen
∆ω = ω − ω0 = 2ρω0 Ĉ
∼
= ρω0
= ρω0 Ĉ ∼
berechnet sich die Bandbreite ∆ω zu
ẑ
! #
gegeben. Einsetzen liefert sofort das gewünschte Ergebnis.
Aus der Green’schen Funktion folgt, daß der SASE FEL im
linearen Bereich nur ein schmales Frequenzband um die
Resonanzfrequenz ω0 verstärkt.
Mit
Ĉ = (ω − ω0 )/(2ρω0 )
Damit ist die Green’sche Funktion dann durch
"√
!
2
Ĉ
2
ω
i
3
G(ω, z) = exp(i z) exp
1−
ẑ +
3
c
2
9
2
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
SASE
Röntgenphysik
Wie groß ist jetzt die Leistung am Ausgang des FEL ?
Wie sieht nun das Spektrum hinter dem Undulator aus ?
Die typischen Dauer eines Spikes sollte dann 1/(ρω0 ) sein.
betragen.
∆ω ∼
= ρω0 T
1/T
⇒ Zahl der Spikes (Wellenpakete) sollte dann ungefähr
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
262
Freie Elektronen Laser
SASE
-3
-2
0
1
2
Röntgenphysik
Detuning parameter C
-1
3
Feld nach dem Undulator mit
ẑ = 10
0
0
20
40
60
80
20
40
60
80
100
263
Statistik des Elektronenstrahls
am Eingang des FEL
Simulation eins Elektronenbunches mit nur 1000 Elektronen
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
2
|E(ω)|
SASE
=
=
=
=
0
Z
0
T
1
2π
∞
−∞
Z
E 2 (t)dt
|Ē(ω, z) exp(−iωt)|2 dωdt
Z T
Z
cS ∞
| exp(−iωt)|2 dt
|Ē(ω, z)|2 dω ·
8π −∞
0
Z ∞
cS
|Ē(ω, z)|2 dω
2·
8π
Z ∞0
cS
|Ē(ω, z)|2 dω
4π 0
cS
4π
=
T
Röntgenphysik
S ist die transversale Ausdehnung des Elektronenstrahl
W
cS
4π
Z
Die Leistung ist durch den Pointing Vektor gegeben
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
264
SASE
= < |G(ω, z)|2 >< |Ī(ω)|2 >
< |Ē(ω, z)|2 > = < |G(ω, z)Ī(ω)|2 >
einen Beitrag.
exp
Ĉ 2
1−
9
Röntgenphysik
3
2
"√
ẑ
! #2
√ Ĉ 2
√
3 ẑ
= exp( 3ẑ) · exp
9
"
#
Von der Green’schen funktion G(ω, z) liefert nur der Realteil
gegeben.
265
Die Leistung, gemittelt über viele Elektronenbunche ist durch
Z ∞
cS
< E >=
< |Ē(ω, z)|2 > dω
(42)
4π 0
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
SASE
Ĉ = (ω − ω0 )/(2ρω0 )
4
A=
9
E0
I0
2
√
exp( 3ẑ) und σA = 3
s
2 ρω0
√ √
3 ẑ
Röntgenphysik
mit der Elektronenstrahlleistung Wb = γmc 2 I/ e und der Zahl der
Elektronen pro Frequenzintervall Nλ = 2πI0 /(eω0 )
Integration von < |Ē(ω, z)|2 > liefert dann
√
√
4πρ
exp 3ẑ
< Wout >= ρWb p√
3
3ẑNλ
mit
läßt sich < |Ē(ω, z)|2 > schreiben als
#
"
(ω − ω0 )2
2
2
<
|
Ī(ω)|
>
< |Ē(ω, z)| >= A exp −
2
2σA
Da
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
266
SASE
Röntgenphysik
267
Hinter einem schmalbandigen Monochromator ist die gemessene
Intensität proportional zu |Ē(ω)| und dementsprechend wird die
Intensitätverteilung hinter dem Monochromator der negativen
Exponentialfunktion entsprechen.
Zur Analyse der Strahlung wird ein Monochromator verwendet
Der Monochromator hinter dem Undulator wird durch eine
Transmissionsfunktion GM (ω) beschrieben. Das Laserfeld ergibt
sich dann aus
Ē(ω) = GM (ω)G(ω, z)Ī(ω)
Es sollen jetzt die Eigenschaften der SASE FEL Strahlung
diskutiert werden. Die Statistik der Strahlung |Ē(ω, z)| ist durch
die Statistik des Elektronenstrahls Ī(ω) gegeben und somit gleich
2
|Ē(ω, z)|
1
2
exp −
.
p(|Ē(ω, z)| ) =
2
2
< |Ē(ω, z)| >
< |Ē(ω, z)| >
Eigenschaften der SASE-FEL Strahlung
Freie Elektronen Laser
SASE
∗ (ω ′ ) >
<
Ē(ω)
Ē
g1 (ω, ω ′ ) =
[< |Ē(ω)|2 >< |Ē(ω ′ )|2 >]1/2
Röntgenphysik
ist. Nehmen wir jetzt für den Elektronenbunch E(z, t) einen
Rechteckeckpuls der Zeit T an.
< Ī(ω)Ī ∗ (ω ′ ) >= e2 N F̄ (ω − ω ′ )
Wir hatten gezeigt, daß
1. Ordnung
Es soll zunächst die spektrale Korrelation berechnet werden
Diese Verteilung ist eine Eigenschaft von vollständig chaotischer
polarisierter Strahlung
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
268
SASE
ω ′ )T
−1
Röntgenphysik
2π
∆ωc =
T
Für einen Rechteckbunch ist dies gleich
−∞
ω ′ )T
(ω −
sin
2
Wir definieren die spektrale Kohärenz
Z ∞
∆ωc =
|g1 (ω, ω ′ )|2 d(ω − ω ′ )
′
(ω −
g1 (ω, ω ) = F̄ (ω − ω0 ) =
2
Die Fouriertransformierte einer Recheckfunktion ist eine Sinc
Function sin(ω)/ω. Damit kann man schreiben
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
269
SASE
< |Ē(ω)|2 |Ē(ω ′ )|2 >
[< |Ē(ω)|2 >< |Ē(ω ′ )|2 >]
= 1 + |g1 (ω, ω ′ )|2
g2 (ω, ω ) =
′
0
∞
|Ē(ω, z)| dω =
2
4π
ce2 SN
0
Z
∞
Röntgenphysik
270
|GM (ω)|2 |G(ω, z)|2 dω
Die mittlere Energie hängt also von dem Verstärkungsprofil des
FEL und der Apparatefunktion des Monochromators ab.
gegeben.
cS
< E >=
4π
Z
Die mittlere Energie hinter dem Monochromator ist nun durch
2. Ordnung
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
SASE
=
=
=
< (E− < E >)2 >
<E >
R∞
R∞
′ < |Ē(ω)|2 |Ē(ω ′ )|2 >
dω
dω
0
R∞ 0
R∞
2
′ )|2 > dω ′
<
|
Ē(ω)|
>
dω
·
<
|
Ē(ω
0
R∞
R0∞
′ < |Ē(ω)|2 >< |Ē(ω ′ )|2 > |g (ω, ω ′ )|2
dω
dω
1
0
R∞
R ∞0
′ )|2 > dω ′
2 > dω ·
<
|
Ē(ω
<
|
Ē(ω)|
0
0
Röntgenphysik
Hier geht zusätzlich noch das Profil des Elektronenbunches ein
Für die Apparatefunktion des Monochromators nehmen wir jetzt
ein Gaussprofil an
"
#
2
(ω − ω0 )
2
|GM | = exp −
2
2σM
σE2
Definition der normierten Dispersion
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
271
SASE
Röntgenphysik
σE2 ∼
=1
π
2 ∼
σE =
σM · T
√
π
2 ∼
σE =
σA · T
Asymptotisch ergibt sich
gegeben.
σM · T ≪ 1
1 ≪ σM · T ≪ σA · T
σA · T ≪ σM · T
für
für
für
Die normierte Dispersion ist dann durch
√ Z σ̂
σ̂A σ̂M
π
2
q
erf(x)dx mit σ̂ =
σE = 2
, σ̂x = σx · T
σ̂
2
0
σ̂A2 + σ̂M
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
272
SASE
Röntgenphysik
gegeben (I > 0).
Für thermisches, polarisiertes Licht ist die Dichtefunktion der
Intensität durch
1
I
pI (I) =
exp −
<I>
<I>
Die Dichtefunktion pU (u) berechnet sich damit aus der
Fouriertransformation von MU (ω)
Z ∞
1
MU (ω) exp(−iωu)dω
pU (u) =
2π −∞
−∞
273
Sei U eine Zufallsvariable und pU (u) die
Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion. Dann ist die Charakteristische
Funktion MU (ω) definiert als der Erwartungswert von exp(iωu).
Z ∞
MU (ω) =
exp(iωu)pU (u)du
Grundlagen Statistische Optik
Freie Elektronen Laser
SASE
k=1
(43)
Röntgenphysik
274
wobei das Integral hier durch eine Summe genähert wird. Für die
Intensität Ik in jedem Intervall k von polarisierter, thermischer
Strahlung, die statistisch unabhängig sind gilt nun Gleichung (43).
k =1
gegeben.
Es soll nun die integrierte Intensität betrachtet werden
Z T /2
m
m
X
X
T
Ik ,
W =
I(t)dt ∼
I
∆t
=
=
k
m
−T /2
1
MI (ω) =
1 − iω < I >
Berechnung wurde ebend für das Schrotrauschen des
Elektronenstrahls durchgeführt.
Die Charakteristische Funktion ist damit durch die
Fouriertransformierte
Statistische Optik
Freie Elektronen Laser
SASE
(44)
Röntgenphysik
275
Literatur: J.W. Goodman, Statistical Optics, John Wiley & Sons (1985)
Die Wahrscheinlichkeitsdichefunktion ist dann die
Fouriertransformation
W
m−1
exp −m
m m W
<I>T
∼
pW (W ) =
<I>T
Γ(m)
gegeben.
−m
<I>T
∼
MW (ω) = 1 − iω
m
Damit ist die Charakteristische Funktion MW (ω) durch
Statistische Optik
Freie Elektronen Laser
SASE
Γ(M)
E
<E >
E
1
exp −M
<E >
<E >
1
M= 2
σE
M−1
Röntgenphysik
M ist die Zahl der Freiheitsheitsgrade (Moden) in dem
Strahlungspuls.
mit
p(E) =
MM
276
Dies entspricht der Integration über die Dauer T des Bunches, so
daß wir Gleichung (44) anwenden.
Wir möchte jetzt die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Strahlung
nach dem Monochromator p(E) für einen kompletten
Elektronenbunch berechnen.
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
Freie Elektronen Laser
SASE
0
0
0,2
0,4
0,6
0,8
1
1,2
1
2
M=1
3
5
Röntgenphysik
4
0
1
3
E / <E>
2
M=3
4
5
0
1
2
3
M=10
Wahrscheinlichkeitsverteilung der Strahlung nach einem
Monochromator
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
p(E)
4
5
277
Freie Elektronen Laser
SASE
0
0,5
1
0
0,5
Röntgenphysik
1,5
1
0
E / <E>
1,5
0,5
1
1,5
0
Ergebnis einer Simulation über 1000 FEL Pulse
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Wahrscheinlichkeit
0,5
1
1,5
278
SASE
Röntgenphysik
Wie groß sind nun diese Zahlen z.B. bei FLASH ?
ρω0 T
279
Was bedeuten nun diese Verteilungen ?
Schmalbandiger Monochromator (σM · T ≪ 1 ⇔ M ∼
= 1)
Hinter dem Monochromator wird immer nur ein Spike
(Wellenpaket) beobachtet. Ein Spike hat genau die Statistik einer
negativen Exponentialfunktion.
Hinter einem schmalbandigen Monochromator wird also Licht
beobachtet, dessen Intensität sehr stark schwankt.
Breitbandiger Monochromator
Das Spektrum nähert sich für sehr viele Moden nach und nach
einer Gauss-Funktion an
Wie viele Moden schwingen in dem SASE FEL an ?
Abschätzung hatte ergeben
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
SASE
Röntgenphysik
Im FEL schwingen also sehr viele Moden an!
M∼
= 100
Γ
0.957 m−1
ρ
0.017
Λ̂2p 0.126
ω0 3 · 1016 s−1
Die Zahl der Moden M liegt damit dann im Bereich
Daraus ergeben sich die folgenden Werte
Elektronenbunch: Dauer T = 100 fs, Ladung Q = 1 nC,
Durchmesser D = 0.1 mm, Elektronenenergie E = 1 GeV
FEL Strahlung: ~ω = 20 eV
Undulatorparameter: K = 1
Wir nehmen die folgenden Werte an
1-Dimensionale Theorie des SASE FEL
Freie Elektronen Laser
280
SASE
Röntgenphysik
Problem: Zeitauflösung ist durch den gesamten Elektronenbunch
gegeben und nicht durch einen einzelnen Spike.
281
Die Zeitdauer eines Spikes kann im Bereich von einigen fs liegen,
was für die zeitaufgelöste Experimente sehr interessant ist.
Spektrum besteht aus vielen, sehr kurzen Spikes
Die Zeitstruktur des SASE FEL ergibt sich aus der
Fouriertransformation des Frequenzfrequenzspektrums
SASE FEL – Zeitstruktur
Freie Elektronen Laser
SASE
Röntgenphysik
Schrotrauschen des Elektronenstrahls und Bewegung im
Undulator erzeugt spontane Synchrotronstrahlung
Wechselwirkung der erzeugten Strahlung mit dem
Elektronenbunch erzeugt eine Modulation des Elektronenstrahls
(Microbunching)
Höhere Teilchendichte und Kohärente Bewegung der Elektronen
führt zu einer Verstärkung der Strahlung
Vollständige Modulation führt zur Sättigung des FEL
Take Home Message – SASE FEL
Freie Elektronen Laser
282
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