KINDERKOMPASS AUGSBURG Ihr Exemplar zum Mitnehmen Ratgeber für Eltern 0-6 Jahre 1 Hier leben heißt hier Kunde sein. Unser Wasserkraftwerk am Hochablass versorgt 4.000 Haushalte mit regionaler, regenerativer Energie. Gewinns unseres fließen in die Wir setzen die Energiewende um, hier vor Ort. Das geht nur gemeinsam mit unseren Kunden von Energie, Wasser und Verkehr. Danke, dass Sie unser Kunde sind. Von hier. Für uns. 2 Region zurück VORWORT Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Eltern, dieser Ratgeber ist für alle die Kinder erwarten oder bereits Eltern von Kleinkindern sind. Natürlich informiert er auch die Großeltern, Freunde und Verwandte. Er nimmt eure Sorgen ernst und beantwortet eure Fragen. Als Wegweiser und Ratgeber möchten wir euch alltagstaugliche Tipps und Hinweise geben. Diese sollen den Leser nicht überfordern, nicht den Zeigefinger erheben, sondern Orientierung geben in einer Vielfalt aus Angeboten und Möglichkeiten. Für die rund 13.813 Kinder von 0 bis 6 Jahren gibt es in unserem schönen Augsburg nämlich einiges zu erleben und zu entdecken. Und unsere Region wächst weiter! Die Zahl der Geburten hat im Jahr 2016 mit 2.323 im Stadtgebiet einen neuen Höchststand erreicht. Die gute Lebensqualität hier lässt seit einigen Jahren wieder vermehrt Familienzuwächse zu. Die Geburtenraten sind ohnehin so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr. Wie verläuft eigentlich eine Geburt? Dies erfahrt ihr auf Seite 15! Sollten euch noch Ergänzungen zu diesem Magazin einfallen, würden wir uns freuen, wenn ihr euch mit Anregungen und Kritik direkt an uns wendet. Die Kontaktmöglichkeiten findet ihr im Impressum. Die Herausgeber 3 INHALT • VORWORT ....................................................3 • SCHWANGERSCHAFT & GEBURT...................5 40 Wochen – ein neues Leben entsteht...............5 Schwangerenvorsorge.....................................10 Entwicklung im Mutterleib...............................11 Geburtsverlauf.................................................15 Der Vater und das Baby.................................18 Das Heim-Workout für junge Mütter................20 Yoga und Feldenkrais in der Schwangerschaft..22 • KINDERBETREUUNG..................................54 Familie/Großeltern.........................................54 KiTa....................................................................54 Kindertagespflege..........................................54 Babysitter........................................................55 Au-pair.............................................................55 Kinderbetreuung in den Ferien.......................55 Kinderbetreuung im Krankheitsfall.....................55 • ORGANISATORISCHES...............................25 Behördengänge rund um die Geburt...............25 Mutterschutz...................................................25 Elternzeit.........................................................26 Elterngeld .......................................................26 Kindergeld ......................................................27 Versicherungen ...............................................29 • SICHERHEIT.................................................56 Sicherer Start ins Leben...................................56 Sicheres Kinderspielzeug...............................58 • GESUNDE ENTWICKLUNG..........................30 Meilensteine der Entwicklung.........................30 Säuglingsernährung........................................38 Wissenswertes über Kinderzähne...................44 Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche.....................................................46 Aktuelle Impfempfehlungen............................52 4 • SHOPPING..................................................60 Geschäfte und Onlinehandel........................60 • FREIZEIT......................................................62 Spielplätze.......................................................62 Bäder und Badeseen.......................................67 Ausflugsziele...................................................70 • IMPRESSUM...............................................74 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT 40 Wochen – ein neues Leben entsteht In der Regel gehört eine Schwangerschaft zu einer der schönsten Zeiten im Leben. Es ist fast wie ein kleines Wunder, wenn der Arzt Ihnen verkündet, dass Sie schwanger sind. Erstaunliche Dinge tun sich nämlich in Ihrem Körper und das schon ab der ersten Woche. Aber auch im Kopf wirbeln die Gedanken umher und verursachen ein Auf und Ab der Gefühle. Wie wird die Schwangerschaft verlaufen, wird alles gut gehen? Was ist alles zu regeln, worauf muss ich achten, und soll ich ins Krankenhaus oder doch lieber ins Geburtshaus gehen? 40 spannende Wochen liegen vor Ihnen. Genug Zeit, sich auf den kleinen Erdenbewohner vorzubereiten und alle Fragen zu beantworten. Am Anfang spürt man nichts oder zumindest nicht sehr viel. Vielleicht wundern Sie sich, dass Sie ständig müde sind, obwohl sie ausreichend geschlafen haben. Vielleicht ist Ihnen aber auch ein wenig übel oder der Kaffee, der morgens mit Genuss aufgebrüht wurde, schmeckt plötzlich nicht mehr. Jeder empfindet die ersten Wochen anders und bei jedem verlaufen sie auch anders. Ist die Eizelle befruchtet, braucht sie etwa eine Woche, um in der Gebärmutter anzukommen. Auf dem Weg dorthin ist sie jedoch keineswegs untätig. Immer und immer wieder teilt sie sich. Der Hormonhaushalt verändert sich in dieser Zeit, die Brüste fangen sehr früh an, ein wenig zu spannen. Schon in den ersten Wochen werden die Drüsen auf die spätere Milchproduktion vorbereitet. Das Herz des Ungeborenen beginnt zu schlagen. Die erste bis zur neunten Woche gelten als besonders sensible Phase, in der auf Tabletten und Impfungen verzichtet werden sollte. Auch das Gläschen Wein am Abend mit Freunden oder das Rauchen sollten Sie ab jetzt unbedingt einstellen, da sie die Entwicklung Ihres Kindes erheblich stören und dauerhafte Schädigungen herbeiführen können. 5 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Natürlich muss man all diese Dinge nicht allein durchleben. Der Frauenarzt wird all dies mit Ihnen besprechen und Sie über die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes informieren. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich schon recht früh um eine Hebamme zu bemühen und die gesamten Vorsorgeuntersuchungen bis auf den Ultraschall von ihr durchführen zu lassen. Auch Caritas, Diakonie und die Stadt haben ein großes Beratungsangebot speziell für Fragen rund um die Schwangerschaft. Die Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn so können Sie sicher sein, dass mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist. Zu den Untersuchungen gehören regelmäßige Urin- und Blutuntersuchungen, Gewichts- und Blutdruckmessungen. Auch die Lage und Entwicklung des Kindes wird alle vier Wochen, zum Ende der Schwangerschaft im 14-tägigen Rhythmus, kontrolliert. Doch trotz der regelmäßigen Besuche beim Arzt, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. All das dient nur Ihrer Sicherheit und der Gesundheit Ihres Ungeborenen. Die Pränatale Diagnostik ist heute weit fortgeschritten. Ihr Arzt wird Ihnen viele Möglichkeiten der Früherkennung von Entwicklungsstörungen oder Krankheiten anbieten. Heute sind viele Krankheiten bereits im Mutterleib diagnostizier- und behandelbar. Sprechen Sie in Ruhe auch mit Ihrem Partner oder der Familie darüber, lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrer Hebamme beraten, welche Kontrollen sinnvoll und wichtig sind und wie sie mit kritischen Situationen umgehen. Von der ersten Untersuchung an erhalten Sie Ihren „Mutterpass“, ein Dokument, in das von der ersten bis zur letzten Schwangerschaftswoche der gesamte Verlauf eingetragen wird. Die Kosten der Vorsorgeuntersuchungen übernimmt Ihre Krankenkasse. Machen Sie sich möglichst rechtzeitig auf die Suche nach einer Hebammenpraxis, einige Praxen sind sehr begehrt. Wartezeiten können die Folge sein. Eine Hebamme kann eine wertvolle zusätzliche Unterstützung während der Schwangerschaft sein, auch wenn Sie sich von Ihrem Frauenarzt rundum gut versorgt fühlen. Alle Hebammenpraxen in Augsburg bieten zum Beispiel Vorbereitungskurse für Paare und Einzelpersonen an, beraten auch bei Risikoschwangerschaften oder helfen Singlefrauen, die Schwangerschaft auch ohne Partner zu genießen. Schauen Sie sich ruhig mehrere Praxen an. Schließlich wollen Sie sich wohlfühlen, und die Chemie zwischen Ihnen und der Hebamme sollte stimmen, um der Geburt entspannt entgegen zu sehen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Nachsorge. Ihre Hebamme wird Sie in den ersten Wochen regelmäßig besuchen und Sie bei den ersten Schritten des Elternda- 6 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT seins unterstützen. Ihre Krankenkasse zahlt Ihnen diesen Service bis Ihr Kind acht Wochen alt sind. Anschließende Hilfe und Unterstützung durch Ihre Hebamme muss extra beantragt werden und ist dann noch bis zu 16 mal möglich. Woche für Woche tut sich mehr in Ihrem Körper, der Bauch wächst, schnell werden Sie merken, dass die Hosen zu eng werden und der BH spannt. Manchmal könnten Sie auch ein leichtes Ziehen im Unterleib spüren. All das ist normal, machen Sie sich keine Sorgen. Im Gegenteil, lassen Sie es sich gut gehen, kaufen Sie neue Kleidung, gönnen Sie sich Restaurantbesuche oder legen Sie einen Wellnesstag ein. Shoppen macht fast jede Frau glücklich: Schwangerschaftsmode ist heute längst nicht mehr nur funktional sondern modisch und schick. Auch während der Schwan- gerschaft sind Sie für jeden Anlass gut gekleidet. Treiben Sie Sport, tun Sie das, was Ihnen Spaß macht und Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Leben Sie einfach weiter wie bisher. Wenn Sie gern tanzen gegangen sind, tun Sie dies auch in der Schwangerschaft. Sie sind immer sportlich gewesen? Dann müssen Sie auch in diesen Wochen nicht darauf verzichten. Um ganz sicher zu gehen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme darüber, was sie tun und was Sie lassen sollten. Mit der 20. Woche haben Sie bereits die Hälfte der Schwangerschaft hinter sich gebracht. Ihr Baby ist jetzt etwa 25 Zentimeter groß und wiegt etwas über 320 Gramm. Jetzt kann es auch sein, dass Sie erste Bewegungen des Ungeborenen spüren. Horchen Sie aber nicht zu angestrengt in sich hinein und machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie 7 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT nichts spüren. Ungeborene schlafen bis zu 20 Stunden am Tag und wirbeln nicht ständig im Bauch umher. Viele Frauen berichten, dass sie ab der 23. Woche erste Regungen wahrgenommen haben. Der Geburtstermin rückt näher. Ein Vorbereitungskurs, den Kliniken und Hebammenpraxen anbieten, kann Ihnen Ängste, die Sie vielleicht beschäftigen, nehmen. Wer nicht über mehrere Wochen mit anderen Paaren einen Kurs besuchen möchte oder einfach keine Zeit dazu findet, hat die Möglichkeit, einen Crashkurs an einem Wochenende zu absolvieren. Die meisten Praxen und Krankenhäuser haben sich darauf eingestellt und bieten so etwas an. Auch hier gilt, nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich in Ruhe die Angebote an. Kliniken bieten meist spezielle Besuchstermine für Schwangere an und auch Hebammenpraxen beraten Sie gerne. Eines sollten Sie auf keinen Fall vergessen: Ihr Arbeitgeber muss direkt von Ihrer Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden. Ab dann gilt für Sie das Mutterschutzgesetz. Dies hat zum Ziel, Sie und Ihr Ungeborenes vor Überforderung, Kündigung und Gesundheitsschädigungen, die an Ihrem Arbeitsplatz unter Umständen gegeben sind, zu schützen. Der Mutterschutz gilt übrigens für alle Beschäftigten, für Auszubildende genauso wie für geringfügig Beschäftigte. Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie so zu beschäftigen, dass keine Gefahr für Sie und Ihr Kind besteht. Außerdem steht Ihnen eine Auszeit zu. Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und acht Wochen nach der Geburt dürfen Sie nicht beschäftigt werden. Sollten Sie Zwillinge geboren haben, verlängert sich die Nach-Geburtfrist auf zwölf Wochen. Bei Frühgeburten können Sie die Tage, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen wurden, hinten anhängen. Während 8 der Mutterschutzfrist erhalten Sie das sogenannte Mutterschaftsgeld. Gezahlt wird es von der Krankenkasse in Höhe von maximal 13 Euro pro Tag. Ihr Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss, so dass in etwa die Höhe des früheren Nettogehaltes erreicht wird. Wer geringfügig beschäftigt war, dem zahlt das Bundesversicherungsamt einmalig 210 Euro. Dies gilt auch für Versicherte in der privaten Krankenversicherung. Genießen Sie die 40 Wochen, die zeitweise zwar Ihr Leben auf den Kopf stellen, aber viele schöne Momente bereit halten. Alkohol ist Tabu Jeder Tropfen Alkohol während der Schwangerschaft ist einer zuviel. Während Sie vielleicht nur einen kleinen Schwips haben, leidet Ihr Baby sein ganzes Leben lang an den Folgen eines Katers. Alkohol behindert die Zellteilung. Während der ersten Wochen, in denen Sie in der Regel Ihre Schwangeschaft noch nicht einmal erahnen, ist es offenbar noch nicht ausschlaggebend, ob die Mutter Alkohol trinkt oder nicht. Unter Umständen nistet sich das befruchtete Ei dann gar nicht erst ein. Später schädigt Alkohol das Wachstum des ungeborenen Kindes und das Gehirn, das während der gesamten Schwangerschaft in der Entwicklung ist, trägt bleibende Schäden davon. Kinder, deren Mütter regelmäßig Alkohol getrunken haben, sind häufig kleiner und können mit Schädigungen an Herz und Nieren auf die Welt kommen. SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Rat & Hilfe in Augsburg • Beratungsstelle für Schwangerschafts• Katholische Beratungsstelle fragen im Gesundheitsamt Augsburg für Schwangerschaftsfragen Hoher Weg 8 Am Katzenstadel 1, 86152 Augsburg 3. Stock, Zimmer 38 Tel.: 0821/420899-0 86152 Augsburg schwangerenberatung.augsburg@ Tel.: 0821/324-20 49 skf-augsburg.de [email protected] www.skf-schwangerenberatung.de Mit Spielstube für Kinder vom Krabbel- www.augsburg.de/umwelt-soziales/soziales/ schwangerschaftsberatung/ bis zum Kindergartenalter, geöffnet jeden Dienstag von 9:00 - 12:00 Uhr • pro familia Augsburg e.V. staatl. anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen Hermanstraße 1, 86150 Augsburg Tel.: 0821/45 03 62-0 [email protected] www.profamilia.d/augsburg • DONUM VITAE Schwangerschaftsberatung Volkhartstraße 5 86152 Augsburg Tel.: 0821/450 88 88 [email protected] www.augsburg.donum-vitae-bayern.de 9 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Schwangerenvorsorge Bereits vor 100 Jahren gab es eine Betreuung von Schwangeren zum Zwecke der Vorsorge. Heute wird die Vorsorge nach den Mutterschaftsrichtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen vorgenommen und umfasst: Das Screening, also die Überwachung des Gesundheitszustandes durch regelmäßige Untersuchungen, die Diagnose und Therapie, also die individuelle Untersuchung je nach Risiko der Schwangeren mit dem Ziel rechtzeitiger Behandlung bei möglichen Problemen sowie die Information und Beratung der schwangeren Frau über ihren Zustand und den ihres Kindes. Dadurch wird ein Bewusstsein für Veränderungen geweckt und Ängste abgebaut, die aus Unwissenheit über die körperlichen Vorgänge entstehen können. Zudem schafft das offene Gespräch ein Vertrauensverhältnis der werdenden Mutter zum betreuenden Frauenarzt. Regelmäßig durchgeführte Untersuchungen in der Arztpraxis sind die Kontrolle des Höhenstandes des Gebärmutterbodens (Tastuntersuchung), der kindlichen Herztöne (CTG) sowie der Lage des Kindes (zunächst Ultraschall, später Tastuntersuchung).Ziel der Mutterschaftsrichtlinien ist die Sicherung einer ausreichenden, zweckmäßigen ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und Entbindung. Mögliche Gefahren für Mutter und Kind sollen durch die Untersuchungen rechtzeitig erkannt und abgewendet bzw. behandelt werden. Frühzeitig erkannt werden sollen Risikoschwangerschaften und Risikogeburten. Jede Schwangere erhält einen Mutterpass. Darin werden für die Schwangerschaft und Geburt bedeutsame Erkrankungen, Untersuchungsergebnisse, der berechnete Geburtstermin, Krankenhausaufenthalte und Angaben zur Geburt und dem Neugeborenen eingetragen. Der Mutterpass sollte während der Schwangerschaft für Notfälle immer mitgeführt und bei jeder Vorsorgeuntersuchung vorgelegt werden. ● www.frauenaerzte-im-netz.de. 10 Laut Mutterschaftsrichtlinien gehören zur Betreuung der Schwangeren • Untersuchung und Beratungen während der Schwangerschaft • Frühzeitige Erkennung und besondere Überwachung von Risikoschwangerschaften, amnioskopische und kardiotokographische Untersuchungen, Ultraschalldiagnostik etc. • Serologische Untersuchungen auf bestehende oder überstandene Infektionen • z. B. Syphilis, Röteln, Hepatitis B • mit HIV (dient dem Ausschluss einer Erkrankung; Test auf freiwilliger Basis nach vorheriger ärztlicher Beratung) • sowie bei begründetem Verdacht auf Toxoplasmose und andere Infektionen • Blutserologische Untersuchungen nach der Geburt oder Fehlgeburt und Anti-D-Immunglobulin-Prophylaxe • Untersuchungen und Beratungen der Wöchnerin • Medikamentöse Maßnahmen und Verordnungen von Verband- und Heilmitteln • Aufzeichnungen und Bescheinigungen Gesetzlicher Anspruch Jede Schwangere hat einen gesetzlichen Anspruch auf ausreichende medizinische Untersuchung und Beratung. Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen beziehungsweise bei Privatversicherten von den Privatkrankenkassen übernommen. Wenn die Schwangere Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz bezieht, so übernimmt das Sozialamt die Kosten der Schwangerenvorsorge. Berufstätige Schwangere müssen für sämtliche Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit freigestellt werden, ohne dass ihnen dadurch ein Verdienstausfall entsteht. SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Entwicklung im Mutterleib 1. Monat (Schwangerschaftswoche 1 - 4) Ihre Schwangerschaft beginnt: 3 bis 4 Tage nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in die Gebärmutter ein. Die Zelle teilt sich mehrfach und die entstandenen Zellen beginnen sich zu spezialisieren. Nun entwickelt sich der Mutterkuchen (Plazenta). Die Plazentazellen nisten sich in der Gebärmutterwand ein und bilden so eine Verbindung, zwischen Plazenta und Gebärmutter. Eine Art Tropf der in die Blutgefäße der Mutter mündet, übernimmt ab dem 11. Schwangerschaftstag die Versorgung des Embryos. Die Blutkreisläufe wachsen zusammen und durch eine Zellschicht können viele Schadstoffe zurückgehalten werden. Wichtige Nährstoffe gelangen über die Nabelschnur zum Embryo. Die Nabelschnur wird etwa 1,5 Zentimeter dick und ist am Ende der Schwangerschaft etwa 60 Zentimeter lang. Am Ende des ersten Schwangerschaftsmonats ist Ihr Embryo erst etwa so groß wie ein Sandkorn. 2. Monat (Schwangerschaftswoche 5 - 8) Der Embryo hat nun erste Konturen angenommen. Sein Herz beginnt zu schlagen, der obere Bereich des Körpers (Kopf, Augenanlagen, Gehirn und Rücken) wächst in dieser Zeit am schnellsten. Im Verlauf der Schwangerschaft passen sich die Proportionen wieder an. Die meisten Organe sind nun angelegt, Rücken und Arme treten deutlich erkennbar hervor und auch das Geschlecht Ihres Babys entwickelt sich. Bis zur 8. Woche bildet sich die Fruchtblase mit dem Fruchtwasser. Darin schwebt Ihr Kind wie ein kleiner Astronaut und wird vor Druck, Lärm und Stößen geschützt. Zum Ende des 2. Monats ist der Embryo etwa so groß wie eine Kidneybohne, also etwa 2 Zentimeter, und hat schon winzige Ärmchen und Beinchen. 3. Monat (Schwangerschaftswoche 9 - 12) Gerade am Anfang dieses Monats entwickelt sich das Gehirn des Ungeborenen rasant, er kann jetzt Arme und Beine bewegen. Mehr noch, der Embryo dreht und wendet sich in der Fruchtblase. In diesem Schwangerschaftsmonat entwickeln sich die Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase, Lippen und Zunge). Die Plazenta reichert sich zunehmend mit Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Blutkreislauf der Mutter an und wächst dabei auf Faustgröße heran. Ab der 10. Woche spricht man bei der Entwicklung Ihres Kindes nicht mehr von einem Embryo, sondern von einem Fötus. Er ist zum Ende des 3. Monats ungefähr so groß wie eine Feige, also gut 5 Zentimeter groß, und 20 Gramm schwer. 11 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT 4. Monat (Schwangerschaftswoche 13 - 16) Ihr Ungeborenes wächst rasant weiter, ist aber immer noch so klein, dass es in einem Hühnerei Platz hätte. Das zentrale Nervensystem bildet sich aus, dazu zählen die Steuerung für Gleichgewicht, Reflexe und Bewegungen. Der Fötus bewegt sich zwar im Fruchtwasser hin und her, spüren werden Sie davon noch nichts. Er ist fast rund um die Uhr aktiv mit nur kurzen Schlafphasen, die sich allerdings noch nicht an den Tag-/Nachtrhythmus angepasst haben. Etwa im vierten Monat entwickelt sein Körper eine feine Behaarung, „Lanugobehaarung“ genannt, welche jedoch bis zum Ende der Schwangerschaft wieder verschwindet. Vermutlich halten die Härchen die wasserundurchlässige „Käseschmiere“ besser am Körper und bilden somit eine schützende Schicht auf der Haut des Babys. Es ist zum Ende des 4. Monats ungefähr so groß wie eine Avocado, in etwa 16 Zentimeter, und wiegt rund 200 Gramm. 5.Monat (Schwangerschaftswoche 17 - 20) Der Fötus hört jetzt mit. Das Gehör ist so weit ausgeprägt, dass er erste Geräusche wahrnimmt. Das Ungeborene kann auch schon am Daumen lutschen, manche Mütter können dies sogar spüren. Insgesamt wird der Fötus aktiver. Er absolviert sozusagen sein tägliches Trainingsprogramm. Für ihn ist das gar nichts Besonderes, bei Ihnen kann das anders sein es ist möglich, dass Sie Ihr Baby zum ersten Mal spüren. Ab diesem Monat ist meistens auch das Geschlecht des Fötus für den Arzt erkennbar. Am Ende des 5. Monats ist der Fötus etwa so groß wie eine Paprika, also rund 25 Zentimeter, und wiegt 400 Gramm. Wenn die Wehen stärker werden Was bewirken die Wehen? Wehen sind wiederkehrende Kontraktionen der Gebärmutter, die in unterschiedlicher Frequenz eine Anspannung und Entspannung des Muskels bewirken. Während der Wehen verkleinert sich die Gebärmutter und schiebt das Kind aus dem Körper der Mutter heraus. Ohne Wehen ist kein Gebären möglich. 12 Der Übergang von Senk- oder Vorwehen zu den Geburtswehen ist fließend. Senk- oder Vorwehen sind meist unregelmäßig, sie bleiben gleich stark und verringern ihre Intensität, wenn Sie sich ablenken oder in Wärme entspannen können. Geburtswehen sind regelmäßig und verstärken sich kontinuierlich. Sie werden während einer Geburtswehe nicht gleichzeitig mit jemandem reden oder anderes machen können. Geburtswehen benötigen Konzentration, die Sie zum Geburtstag Ihres Kindes führt. Es ist gut, dass Sie sich beim ersten Kind langsam an die Geburtswehen gewöhnen können. Nutzen Sie die Zeit, den Rhythmus der Kontraktionen zu erspüren und dem beginnenden Wehenschmerz durch Bewegung und Atmung etwas entgegenzusetzen. Nach nur sechs Wehen, die im Abstand von zehn Minuten kommen, ist bereits eine Stunde vergangen. Der Abstand wird jeweils vom Beginn einer Wehe bis zum Beginn der nächsten Wehe gerechnet. SCHWANGERSCHAFT & GEBURT 6. Monat (Schwangerschaftswoche 21 - 24) Die Gebärmutter ist weiter gewachsen. Dadurch hat der Fötus jetzt viel Platz zum Toben. Er erspürt und begreift seine Umwelt und kann die Fäuste ballen, am Daumen lutschen oder mit der Nabelschnur spielen. Durch dieses Training entwickelt sich sein Gehirn weiter. Am Ende des 6. Monats ist der Fötus etwa so groß wie eine Kokosnuss, also rund 30 Zentimeter, und wiegt zwischen 600 und 800 Gramm. 7. Monat (Schwangerschaftswoche 25 – 28) Für den Fötus wird es jetzt enger im Bauch, denn er wächst unaufhörlich weiter. Durch die Bauchdecke ist schon mal ein Fuß oder Arm zu spüren, wenn das Ungeborene strampelt. Das Baby nimmt mehr und mehr wahr, auch von dem Leben außerhalb des Mutterbauchs. Für eine spätere enge Bindung ist dieser Monat wichtig. Sie als Eltern können jetzt mit dem Fötus im Bauch reden und er wird sich Ihre Stimmen gut einprägen. Seine Sinne sind geschärft, auch besitzt das Baby nun voll ausgeprägte Gesichtszüge. In der 26. Woche öffnen sich das erste Mal die Augenlider, die die winzigen Augen seit gut 2 Monaten bedecken. Es kann jetzt die Augen selbstständig öffnen und schließen oder blinzeln. Derweil härtet das Skelett aus und wird immer stabiler. Für die unbeschadete Geburt ist das entscheidend. Auch Finger und Zehennägel werden nun fest. Käme das Kind in dieser 28. Schwangerschaftswoche zur Welt, hätte es bei einer ungefähren Größe von 35 Zentimetern und einem Gewicht von rund 1000 Gramm mit entsprechender intensivmedizinischer Versorgung bereits gute Überlebenschancen. 13 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT 8. Monat (Schwangerschaftswoche 29 - 32) Auch wenn das Baby jetzt weniger Platz für seine Turnübungen hat, kann es sich noch bis zur 36. Woche bequem hin und her drehen und die Lage verändern. Es kann passieren, dass das Kind auf die Lunge der Mutter drückt, was sie dann kurzatmig werden lässt. Alle Organe sind jetzt schon fast vollständig entwickelt, bis auf die Lunge des Babys. Sie benötigt Zeit bis zur 35. Woche. Unterstützend macht das Baby nun selbstständig Atemübungen, was regelmäßig zu Schluckauf führt. Die Mutter spürt diesen als leichtes Zucken. Äußerlich sieht das Kind schon genauso aus wie bei der Geburt, aber es beginnt noch mal ein kräftiger Wachstumsschub. In einem knappen Monat wächst es nun durchschnittlich um 10 Zentimeter und verdoppelt sein Gewicht auf 2.000 Gramm. Am Ende dieses 8. Monats ist es ungefähr 40 Zentimeter groß. 9. Monat (Schwangerschaftswoche 33 - 36) Im 9. Monat legt das Baby noch mal um rund 200 Gramm pro Woche zu. Die Verdauung beginnt zu arbeiten. Das Ungeborene trinkt jetzt bis zu 3 Liter Fruchtwasser am Tag, die es auch wieder ablässt. So trainiert es seine Nieren, Blase und Magen. Die Gebärmutterwand liegt nun eng an und massiert das Kind, wenn es strampelt. So wird es automatisch langsam an den Druck gewöhnt, den es bei der Geburt spüren wird. 95 Prozent aller Babys drehen sich nun auf den Kopf und rutschen tiefer in das Becken der Mutter. Bei vielen ist dieser Vorgang deutlich zu spüren und die meisten Frauen können jetzt wieder leichter atmen. Das Baby ist am Ende des 9. Monats etwa so groß wie ein kleiner Kürbis, also etwa 45 Zentimeter, und wiegt für gewöhnlich 2.500 bis 2.800 Gramm. 10. Monat (Schwangerschaftswoche 37 - 40) Das Baby nimmt jetzt noch 100 bis 200 Gramm pro Woche zu. Der Kopf hat bereits einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern. In dieser Schlussphase bekommt das Kind 14 von seiner Mutter einen Cocktail aus wichtigen Eiweißstoffen und Antikörpern mit. Dieser natürliche Impfschutz, genannt „Nestschutz“, stärkt das Baby etwa 1 Jahr gegen allerlei Infektionskrankheiten. Da das Baby kaum noch Platz zum Toben hat, rollt es sich von einer Seite auf die andere. Gleichzeitig trainiert es den Saugreflex, zum Beispiel beim Daumenlutschen. Auf der Oberfläche der kindlichen Lunge bildet sich nun ein Stoff, der sicherstellt, dass sich die Lungenbläschen des Kindes unverzüglich nach der Geburt entfalten und das Kind atmen kann. Ein paar Fakten zur Geburt • Sie ist ein natürlicher Vorgang • Jede Geburt dauert unterschiedlich lang und es können Komplikationen auftreten • In der letzten Phase der Geburt ist der beste Platz für den werdenden Vater meist hinter seiner Partnerin – so können Sie sie am besten unterstützen und die Eindrücke werden abgeschwächt • Streiten Sie sich nicht im Kreissaal – verlassen Sie im Zweifelsfall den Kreissaal und nehmen sich eine Auszeit 5 Gründe, warum es schön ist Mutter zu sein • Der Geruch eines schlafenden Babys • Wenn Ihr Baby Sie anlächelt ist alles gut • Trotz der Müdigkeit waren Sie nie glücklicher • Die Entwicklung des eigenen Kindes täglich zu beobachten • Mit eigenen Kindern werden Sie deutlich gelassener, nichts bringt Sie mehr aus der Ruhe SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Geburtsverlauf Im letzten Schwangerschaftsdrittel wird der Bauch so groß, dass sich viele Schwangere fragen, wie lange das noch weitergehen soll. Sie können im Stehen ihre eigenen Füße nicht mehr sehen, es ist anstrengend sich zu bücken, beim Schlafen ist der Bauch im Weg. Die Schwangerschaft wird anstrengend und gleichzeitig wachsen Ungeduld und natürlich auch die Vorfreude auf das Kind. Der große Tag der Geburt kommt bei den wenigsten Frauen überraschend, nutzen Sie die Zeit der Schwangerschaft, sich seelisch und organisatorisch darauf vorzubereiten. Parallel bereitet sich auch Ihr Körper darauf vor. Bei Schwangeren, die zum ersten Mal Mutter werden, beginnen etwa vier bis sechs Wochen vor der Geburt die Senkwehen. Die werdende Mutter spürt das Zusammen- ziehen der Gebärmutter auch durch das Hartwerden des Bauches. Senkwehen machen sich durch ein Ziehen in der Leistengegend oder im Kreuzbein bemerkbar. Eventuell kennen Sie den Schmerz bereits als Regelschmerz oder als Dehnungsschmerz der Mutterbänder. Zur Klinik oder ins Geburtshaus: Den richtigen Zeitpunkt finden Wann Sie am besten Ihre Hebamme zur Hausgeburt rufen oder sich auf den Weg in das Geburtshaus oder in die Klinik machen, hängt von vielen Faktoren ab: Ist Ihr Partner schon bei Ihnen? Müssen Geschwisterkinder oder Haustiere untergebracht werden? Wie weit ist der geplante Geburtsort entfernt? Und wie voll werden die Straßen sein? Vielleicht ist die gepackte Tasche noch nicht griffbereit, oder es fehlen noch ein paar Dinge. Vergessen Sie nicht Ihren Mutterpass! Personaltraining Yoga & Pilates Fitnesskurse in kleinen Gruppen Jakoberstr. 70 86152 Augsburg f 0821 .885 307 58 Trainieren mit und ohne Vertrag www.mm-training.net Fitness – effektiv und persönlich. 15 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Der Ablauf der Geburt Die Geburt Ihres Kindes umfasst nicht nur den Augenblick, in dem Sie Ihr Kind gebären. Sie beginnt mit regelmäßigen Wehen, die den Muttermund öffnen, und endet erst, wenn auch der Mutterkuchen (Plazenta) geboren wurde. Dieser Prozess nimmt in aller Regel einige Stunden in Anspruch. Die Geburtsphase beginnt, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist. Der kindliche Kopf hat sich dann dem Beckenring so weit angepasst, dass er den Beckeneingang passieren kann. Der Kopf wird durch die Wehen in die Beckenmitte oder Beckenhöhle geschoben und rutscht mit einer Vierteldrehung weiter auf den 16 Beckenboden. Dabei dreht sich der kindliche Rücken nach vorne. Der Muskel der Gebärmutter hat nun seine maximale Dicke erreicht und unterstützt optimal den Drang der Mutter, das Kind auf die Welt zu schieben. Dabei verstärkt die Mutter die Wehenkraft durch die Kraft der Bauchmuskeln. Viele Frauen empfinden bei diesen Wehen weniger Schmerzen, sondern eher ein starkes Dehnungsgefühl. Ist der Kopf des Kindes geboren, folgen Arme, Rumpf und Beine schnell nach. Damit endet die Geburtsphase. Die Gebärmutter zieht sich fest zusammen, um die Haftstelle des Mutterkuchens zu verkleinern und Blutgefäße zu ver- SCHWANGERSCHAFT & GEBURT schließen. Weitere, nach der ersten Geburt schmerzlose Wehen werden in den nächsten Tagen durch das Saugen des Kindes an der Brust angeregt. Sie verkleinern die Gebärmutter täglich mehr, so dass sie nach zwei Wochen schon nicht mehr über dem Schambein zu ertasten ist. es bereits abgenabelt, endet die Funktion des Mutterkuchens. Er trennt sich von der Innenwand der Gebärmutter und wird mit einer weiteren Kontraktion geboren. Erst dann ist die Geburt abgeschlossen. Die Mutter beginnt jetzt ihr Wochenbett. Die letzte Phase ist die Nachgeburtsphase. Nachgeburt ist ein anderes Wort für die Plazenta oder den Mutterkuchen. Die schmerzhaften Wehen hören nach der Geburt schlagartig auf. Die Gebärmutter zieht sich weiter zusammen. Hat das Kind begonnen, sicher zu atmen, oder ist ● Quelle: Verbraucherzentrale, Schwangerschaft und Geburt selbstbestimmt, Auflage 2015, 224 Seiten, Preis 19,90 Euro. Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.vz-ratgeber.de oder per Telefon: 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und im Buchhandel erhältlich. Checkliste Kliniktasche Es empfiehlt sich frühzeitig mit dem Packen der Kliniktasche zu beginnen, damit man auch alles Notwendige auf einmal griffbereit hat, wenn es mit der Geburt losgeht: Offizielle Dokumente: O Mutterpass O Krankenkassenkarte O Personalausweis O Einweisungsschein des Frauenarztes O Stammbuch oder Heiratsurkunde O Vaterschaftsanerkennung bzw. Geburtsurkunden der O Eltern, wenn Sie nicht verheiratet sind Für die Mutter: O bequeme weite Shirts, auch welche zum Wechseln einpacken O locker sitzende Kleidung für nach der Geburt O warme Socken, Hausschuhe, Badelatschen O Haargummi oder Haarspange O Lippenbalsam, Massageöl bzw. andere Pflegeprodukte die Sie für Ihr Wohlbefinden benötigen (Kulturtasche) O Getränke und Snacks O Tablet, MP3-Player, Zeitschriften O Nachthemden, Schlafanzüge, Bademantel O Still-BHs & Stilleinlagen O Unterwäsche O Große Packung starker Binden O Handtücher, Waschlappen Für das Baby (je nachdem ob Ihr Baby ein Sommer- oder ein Winterbaby ist): O Babyautositz O Decke O Windeln O Zwei Babybodys in den kleinsten Größen O Söckchen O Mütze O für das Sommerbaby: Strampelanzug, leichtes Jäckchen O für das Winterbaby zusätzlich: Schneeanzug, Handschuhe 17 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Der Vater und das Baby Nicht nur für die Mutter, sondern auch für Sie als Vater beginnt mit dem positiven Schwangerschaftstest eine spannende Zeit. Viele Väter wollen gleich voll eingebunden werden und bei den Vorsorgeuntersuchungen und auch bei dem Geburtsvorbereitungskurs dabei sein. reitet zu sein. In ihr enthalten sein können zum Beispiel Snacks und ausreichend zu trinken, falls die Nacht länger wird und der Kiosk im Krankenhaus geschlossen hat, oder vielleicht eine Kamera, um die ersten Eindrücke nach der Geburt festzuhalten. Vielleicht bietet sich auch ein Vorbereitungskurs nur für Männer an, in dem Sie mit anderen Vätern Ihre individuellen Fragen diskutieren können. Der Kurs wird nur in seltenen Fällen von der Krankenkasse finanziert, aber ein Austausch unter werdenden Vätern kann durchaus hilfreich sein, da unter Gleichgesinnten anders über das Thema gesprochen wird. Als Vorbereitung für die Geburt kann sich der Vater auch eine Tasche für den Kreissaal packen, um auf einen längeren Aufenthalt im Krankenhaus vorbe- Ob der Vater am großen Tag letztendlich mit in den Kreissaal geht, ist jedem selbst überlassen. Viele wollen bei der Entbindung sein, andere kommen mit dem Geburtsvorgang nicht klar, weil sie zum Beispiel kein Blut sehen können. Oder sie kommen sich nicht nützlich bzw. ausreichend vorbereitet vor. Das muss jeder Vater für sich entscheiden. Um diese Entscheidung abschließend treffen zu können, sollten Sie mit Ihrer Partnerin Rücksprache halten und Sie sollten sich gut vorbereiten, damit Sie sich der Situation Warum es toll ist, Vater zu sein 1. Mann hat nun die Gelegenheit herumzutoben, ohne sich schämen zu müssen. 2. Mann kann endlich ausprobieren, mit wie wenig Schlaf man den Tag durchsteht 3. Mann kann alte Freundschaften wieder pflegen: Lego, Carrera, Märklin. 4. Mann wurde nie zuvor von attraktiven Frauen so häufig angesprochen, wie in dem Moment, wenn man mit einem Baby auf dem Arm spazieren geht. 5. Und das wichtigste: Es gibt einen Menschen, für den man der Größte aller Helden ist. 6. Es macht Spaß, die Welt durch die Augen eines Dreijährigen wiederzuentdecken. 18 * gewachsen fühlen. Sie müssen sich damit auseinandersetzen, dass Schmerzen für Ihre Partnerin dazugehören, und dass auch unvorhergesehene Dinge passieren können. E R F Ü L LT G R Ö S S T E A N S P R Ü C H E B I S I N S K L E I N ST E D E TA I L . Der neue Mazda CX-5 vereint ausgezeichnetes Fahrzeugdesign mit Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihrer Partnerin während der Entbindung am besten helfen können, wenden Sie sich an die Hebamme bzw. den Arzt oder die Ärztin. Sie können Tipps geben, wie Sie ihr beistehen können. außergewöhnlichem Fahrspaß und beeindruckender Liebe zum Detail. G-Vectoring Control Fahrdynamikregelung. Advanced Head-up Display. Matrix-LED Lichtsystem. Einzigartige Agilität und Komfort die Fahrer und Fahrzeug verschmelzen lassen. DRIVE TOGETHER. Auf den Weg ins Krankenhaus sollten Sie sich spätestens machen, wenn die Fruchtblase gesprungen ist. Am Anfang kommen die Wehen nur in unregelmäßigen Abständen, aber sie sollten die Mutter von Anfang an unterstützen, ihr Mut zusprechen und sie beruhigen. Zur Entspannung können Sie mit der werdenden Mutter spazieren gehen und die Schmerzpunkte massieren. Die stärker werdenden Wehen sorgen dafür, dass sich der Muttermund öffnet, damit das Kind auf die Welt kommen kann. Dies ist auch die längste Phase der Geburt, welche mehrere Stunden dauern kann. Wenn der Muttermund schließlich geöffnet ist, setzen die Austreibungswehen ein und die letzte Phase der Geburt beginnt. Der Kopf des Babys wird meistens als erstes geboren und nach einer kurzen Pause wird der Körper herausgepresst. Ist das Baby auf der Welt, wird es der Mutter auf den Bauch gelegt und Sie können die Nabelschnur durchschneiden, wenn Sie möchten. DER NEUE M{ZD{ CX-5 *AUTO ZEITUNG, Ausgabe 11/2017: Leserwahl zur „DESIGN TROPHY 2017”. Der Mazda CX-5 gewinnt in der Kategorie „SUV“ und ist „Champion aller Klassen“. • Mit den letzten Wehen wird die Plazenta, auch Nachgeburt genannt, ausgeschieden. 19 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Das Heim-Workout für junge Mütter Während und nach einer Schwangerschaft verändert sich vieles im Leben und der Alltag der meisten Mütter ist weit entfernt von der einst herrschenden Struktur und all den täglichen Gewohnheiten. Durch die angepasste Körperhaltung, eine komplett veränderte Ernährung und die Schonung sämtlicher Muskeln, fühlen sich viele junge Mütter nicht wohl und klagen über Rückenschmerzen. Es ist nur zu verständlich, dass man sich als Frau danach sehnt, wieder etwas für sich selbst zu tun und sich wieder wohl in seinem Körper fühlen will. Dennoch gilt es, Geduld zu wahren. Eine professionelle Rückbildung bei einer Hebamme oder einem Experten ist direkt nach der Geburt unerlässlich. Nach vier bis sechs Wochen kann langsam wieder mit Sport begonnen werden. Auch hier gelten keine vorgegebenen Werte, sondern einzig und allein das persönliche Empfinden und die Körperwahrnehmung. Um den Körper in Form zu bringen, reicht ausreichend Bewegung allein nicht. Muskeln lassen sich nur durch Kräftigungsübungen formen, was zum einen den Rücken entlastet und zum anderen für einen straffen Körper sorgt. Sinnvolles Krafttraining erfordert keine Geräte oder andere Hilfsmittel. Entscheidend ist, dass 2-3 mal pro Woche muskulär gearbeitet wird, ansonsten werden sich die Muskeln nicht an die Belastung anpassen und die Trainingserfolge bleiben auf der Strecke. Das folgende Workout trainiert den ganzen Körper, ist ohne Equipment zu absolvieren und erfordert 15 Minuten Zeitaufwand. 20 1. Übung: Katzen- und Pferdebuckel Sie starten im Vierfüßerstand (a), die Schultern stehen senkrecht über den Händen. Nehmen Sie die Wirbelsäule wahr und strecken sie sich. Spüren Sie die Dehnung in der Brustwirbelsäule, atmen Sie tief und beugen Sie anschließend den Rücken Wirbel für Wirbel bis zum Katzenbuckel (b). Auch hier wieder drei tiefe Atemzüge nehmen und wieder mit der Streckung beginnen. Wiederholen Sie dies 5 - 10 mal. Begeben Sie sich anschließend in den Fersensitz (c), legen Sie die Hände hinter dem Rücken auf den Boden ab und heben Sie langsam die Hüfte nach oben. Strecken Sie ds Hüftgelenk so weit wie möglich (d) und ziehen Sie ihre Schulterblätter nach hinten. Spüren Sie die Dehnung 3 Atemzüge lang und setzen wieder ab. Auch diese Übung 5 – 10 mal wiederholen. Danach begeben Sie sich in die Rückenlage mit den Füßen aufgestellt (e), nehmen Sie die Hände verschränkt vor die Brust und heben die Hüfte nach oben (f). Aktivieren Sie die Po- und Rückenmuskulatur und atmen Sie 15 mal tief. Wenn Sie die Übung steigern wollen, können Sie ein Bein nach oben strecken (g) und diese Position jeweils 8 Atemzüge lang halten. Wiederholen Sie die Übung 3 mal. Anschließend können Sie sich eine Minute Pause gönnen. a b c d SCHWANGERSCHAFT & GEBURT e 3. Übung: Unterarmstützvarianten Sie beginnen im Seitstütz, beide Füße liegen komplett mit der Seite auf dem Boden (a). Die freie Hand legen Sie auf Ihr Becken und senken dieses soweit wie möglich in Richtung Boden ab. Anschließend heben Sie es so weit wie möglich nach oben (b) und bleiben dabei mit dem Rücken gerade. 10 Wiederholungen links, anschließend zehn Wiederholungen rechts. Halten Sie nicht den Atem an, sondern atmen sie pausenlos weiter. f g Anschließend begeben Sie sich in den Unterarmstütz (c) und halten Ihren unteren Rücken stabil. Halten Sie die Position solange wie möglich. 2. Übung: der Frosch Diese Übung sieht einfach aus, hat es aber in sich. Sie starten in der tiefen Hocke, die Fersen stehen fest am Boden und der Oberkörper richtet sicht auf (a). Dann stellen Sie die Hände auf den Bode vor Ihnen (b), bringen das ganze Körpergewicht auf die Hände (c) und hüpfen wieder zu den Händen nach vorne in die Hocke (d). 3 Sprünge nach vorn, anschließend drei Sprünge nach hinten (vom Boden abstoßen). Ziel ist es, eine Minute am Stück im Frosch hüpfen zu können. a b c Abschließend begeben Sie sich in die gezeigte Dehnübung (d) und nehmen sich 10 tiefe Atemzüge Zeit. Bei Bedarf können Sie das komplette Training 2 – 3 mal wiederholen. • Matthias Maier, mm Training Jakoberstraße 70, 86152 Augsburg Tel.: 0821 885 307 58, www.mm-training.net a b c d d 21 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Yoga und Feldenkrais in der Schwangerschaft Du bist schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Du wünschst dir nur das Beste für dich und dein Baby? Yoga und Feldenkrais sind ganzheitliche Bewegungsmethoden und können dich von Anfang an unterstützen! Übung 1 – Feldenkrais Lockere dein Becken und schaffe Platz für dein Baby! Lege eine Decke oder einen Ball zwischen deine Beine. Bewege das obere Knie/Bein vor und zurück. Spüre wie sich dein Becken bewegt und Platz im Bauch- und Beckenbereich entsteht. Spüre wie sich diese Bewegung in der unteren Achselhöhle wiederspiegelt. Du willst während deiner Schwangerschaft etwas für dich und dein ungeborenes Baby tun, bist dir aber unsicher was das Richtige für euch sein könnte? Durch Feldenkrais- und Yogaübungen lernst du dich leicht und geschmeidig zu bewegen und stärkst dich! Jede Übung befasst sich mit einem bestimmten Thema, wie z.B. „das bewegliche Becken" oder „die Mobilisierung der Wirbelsäule“. Yoga und Feldenkrais sind zwei effektive Methoden und können dich in der wundervollen Zeit deiner Schwangerschaft begleiten. Bist du neugierig geworden? Dann probiere die nachfolgenden Übungen gleich aus! Beachte, dass du beim Üben immer nur das tust, was sich für dich und deinen Babybauch gut anfühlt! Wenn du dir nicht sicher bist ob du eine Übung richtig ausführst, denk daran, dass es ist richtig ist, wenn es sich für dich gut anfühlt. Move - on! Du hast Lust auf mehr oder noch Fragen? Wir freuen uns, euch in der Schwangerschaft und danach begleiten zu dürfen. • Silia Giussani, DER GRÜNE RAUM, Feldenkrais, Osteopathie, Yoga, www.dergrueneraum.de • Manuela Maslin, Yogastudio Wolke 34, Yogakurse – bis zu 100 % Krankenkassen-Anerkennung, Seminar raum, Workshops, www.yoga-augsburg.com 22 Übung 2 – Feldenkrais Bewege deine Schultern und entspanne so deinen Nacken- und Schulterbereich. Ziehe deine Schulter sanft hoch und runter, vor und zurück. Spüre wie sich diese Bewegung bis in den Brustkorb und das Schultergelenk ausweitet. SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Übung 3 – Feldenkrais Roll´ dich weich! Schiebe die obere Handfläche über die untere Hand vor und zurück. Spüre wie du den oberen Arm lang nach vorne gleiten läßt und dann nach hinten ziehst. Spüre wie der Brustkorb und der Kopf der Armbewegung folgen und der ganze Oberkörper und der Kopf nach vorne und hinten rollen. Übung 5 – Feldenkrais /Yoga Massiere deinen unteren Rücken! Feldenkrais/Yoga: mache leicht schaukelnde Bewegungen links/rechts, Richtung Kopf und Füßen. Kreise mit deinem Becken auf der Matte, entlaste und massiere so den unteren Rücken. Übung 4 – Feldenkrais / Yoga Mobilisiere deine Wirbelsäule! Feldenkrais: Lege die Hände aufeinander. Hebe die obere Hand zur Zimmerdecke und lege sie hinter dir auf den Boden. Wiederhole diese Bewegung und lass sie rund und weich werden. Yoga: Bleibe mit geöffneten Armen liegen und schließe die Augen. Atme tief ein und aus und spüre den Atem in deinem Rücken. Übung 6 – Yoga Drehsitz: Tu dir was Gutes für deinen Rücken!Lege die linke Hand an das rechte Knie und die rechte Hand hinter dir auf den Boden. Nimm den Kopf mit in die Drehung, schließe die Augen, atme tief und komme mit jedem langen Ausatmen weiter in die Drehung. 23 SCHWANGERSCHAFT & GEBURT Übung 7 – Yoga Halbe Vorwärtsbeuge: Sanfte Dehnung in der Beinrückseite und im unteren Rücken! Atme ein und hebe die Arme hoch. Lege beim Ausatmen die Hände an dein ausgestecktes Bein. Es ist egal bis wohin sie kommen. Vermeide einen Rundrücken. Schließe die Augen und halte die Position für 1-2 Minuten. Übung 9 – Feldenkrais Genieße die sanfte Massage des unteren Rückens! Du lehnst an einer Wand mit einem sehr weichen Ball zwischen Wand und Rücken. Deine Knie sind leicht gebeugt und dein Stand ist angenehm für dich. Bewege deine Beine so, dass der Ball den unteren Rücken angenehm massiert. Übung 8 – Yoga Schulterstand-Variante: Entlaste deine Beine und dein Herz-Kreislauf-System! Lasse die Füße locker nach außen fallen. Schließe deine Augen und genieße. Lege ggf. ein Kissen unter dein Steißbein. Übung 10 – Yoga Stelle deine Beine hüftweit geöffnet, deine Schultern sind entspannt. Mache eine sanfte Kippbewegung mit deinem Becken nach vorne. Somit schaffst du Länge im unteren Rücken und er wird sofort entspannt. 24 ORGANISATORISCHES Behördengänge rund um die Geburt Mutterschutz Die Geburt sollte innerhalb einer Woche beim zuständigen Standesamt gemeldet werden, um die Geburtsurkunde zu beantragen. Ist das Kind in einem Krankenhaus zur Welt gekommen, erledigt dieses oftmals die Behördengänge. Die Eltern müssen lediglich die Formulare ausfüllen und die Geburtsurkunde beim Standesamt abholen. So können die jungen Eltern die erste Zeit ungestört mit dem Baby verbringen, da sie sich nicht um die offiziellen Formalitäten kümmern müssen. Die Geburtsurkunde wird zum Beispiel gebraucht, um das Baby beim Einwohnermeldeamt anzumelden. Da das Standesamt nicht immer automatisch die Nachricht an die entsprechende Stelle weiterleitet, ist es ratsam, dort kurz nachzufragen, ob die Anmeldung weitergeleitet wurde. Außerdem empfiehlt es sich bei unverheirateten Paaren, eine Vaterschaftsanerkennung zu beantragen, damit der Vater auch in der Geburtsurkunde genannt wird. Dies kann man aber bereits vor der Geburt erledigen. Die Mutter muss diesem Vorgang zustimmen, damit die Anerkennung des Verwandtschaftsverhältnisses offiziell bestätigt wird. Dies erleichtert den Ablauf bei eventuellen späteren Sorgerechtsstreits- oder Erbschaftsfragen. Da in Deutschland eine Versicherungspflicht besteht, sollte das Baby außerdem möglichst bald bei der Krankenkasse angemeldet werden, damit es familienversichert und bei allen weiteren Untersuchungen gut abgesichert ist. Das Baby ist zwar von Anfang an über die Mutter mitversichert, aber eine offizielle Anmeldung ist dennoch nötig, damit das Baby eine eigene Versichertenkarte bekommt. Des Weiteren sollten bereits vor der Geburt die Formalitäten bezüglich Mutterschaftsgeld, Kindergeld und Elterngeld geklärt werden, damit die Eltern sich nach der Geburt ganz entspannt auf ihr Baby konzentrieren können. Bereits sieben Wochen vor der Geburt sollte die Elternzeit bei dem Arbeitgeber beantragt werden, damit sie rechtzeitig in Kraft tritt. Der gesetzliche Mutterschutz hat die Aufgabe, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehende Mutter und ihr Kind vor gesundheitlichen Gefährdungen sowie vor Überforderung am Arbeitsplatz, vor finanziellen Einbußen und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes während der Schwangerschaft und einige Zeit nach der Geburt zu schützen. Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet im Normalfall acht Wochen, bei Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Damit der Arbeitgeber die Mutterschutzbestimmungen einhalten kann, sollen Frauen dem Unternehmen ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbin- Mutterschutzgesetz Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen und für Frauen, die sich in der beruflichen Ausbildung befinden, wenn das Ausbildungsverhältnis auf einem Arbeitsvertrag beruht. Auch auf Frauen in sozialversicherungsfreien Arbeitsverhältnissen (geringfügige Beschäftigung) findet das Mutterschutzgesetz grundsätzlich Anwendung. Frauen, die befristete Arbeitsverträge abgeschlossen haben, fallen während der Schwangerschaft und einige Zeit nach der Entbindung unter das Mutterschutzgesetz, solange das befristete Arbeitsverhältnis besteht. Verlängert die Arbeitgeberseite alle gleich liegenden befristeten Arbeitsverhältnisse und beruft sie sich nur der werdenden Mutter gegenüber auf den Fristablauf, könnte das eine unmittelbare Diskriminierung der werdenden Mutter und damit unzulässig sein. 25 ORGANISATORISCHES dung mitteilen, sobald ihnen diese Tatsachen bekannt sind. Während der Mutterschutzfristen vor und nach der Entbindung und für den Entbindungstag sind Frauen finanziell abgesichert, in der Regel durch das Mutterschaftsgeld und einen Zuschuss, den der Arbeitgeber zu tragen hat. Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen gezahlt. Für die Zahlung des Mutterschaftsgeldes ist die Bescheinigung eines Arztes oder einer Hebamme erforderlich, in der der mutmaßliche Entbindungstermin angegeben werden muss. Elternzeit Die Elternzeit ermöglicht es Eltern, zur Betreuung ihres Kindes im Beruf kürzerzutreten und gleichzeitig den Kontakt zur Arbeitswelt aufrechtzuerhalten. Durch die neu eingeführten flexibleren Regelungen zur Elternzeit bekommen die Eltern mehr Spielräume bei der Gestaltung ihrer Elternzeit. Auch weiterhin sind für jeden Elternteil bis zu 36 Monate unbezahlte Auszeit vom Job bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes möglich. Davon können Mütter und Väter nun 24 statt bisher zwölf Monate im Zeitraum zwischen dem dritten und der Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes flexibel beanspruchen. Außerdem kann die Elternzeit in drei Zeitabschnitte pro Elternteil aufgeteilt werden. Das bedeutet: Elternzeit dann, wenn Eltern und Kinder sie wirklich brauchen. Elterngeld Das Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) orientiert sich an der Höhe des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens des Elternteils der nach der Geburt zu Hause bleibt. Familien mit mehr als einem Kind können dabei einen Geschwisterbonus erhalten. Jeder Elternteil kann nur einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. 26 Das Basiselterngeld ist eine Familienleistung für alle Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Monaten nach der Geburt selbst betreuen wollen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sein können. Müttern und Vätern stehen zwölf Monatsbeträge zur Verfügung, die sie untereinander aufteilen können. Wenn beide Eltern das Elterngeld nutzen und ihr Erwerbseinkommen wegfällt, wird für zwei zusätzliche Monate (Partnermonate) Elterngeld gezahlt. Ein Elternteil kann das Elterngeld für mindestens zwei und maximal zwölf Monate beziehen. Das ElterngeldPlus stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es richtet sich vor allem an Eltern, die früher in den Beruf zurückkehren möchten. Dafür wird es für den doppelten Zeitraum gezahlt: ein Elterngeldmonat sind dann zwei ElterngeldPlus- Monate. Damit profitieren Eltern vom ElterngeldPlus auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus und haben mehr Zeit für sich und ihr Kind. Der Partnerschaftsbonus fördert dabei die partnerschaftliche Aufteilung von familiären und beruflichen Aufgaben. Er soll Eltern ermutigen, sich für ein partnerschaftliches Zeitarrangement zu entscheiden. Der Partnerschaftsbonus bietet die Möglichkeit, für vier weitere Monate ElterngeldPlus zu nutzen: Wenn Mutter und Vater in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, kann jeder Elternteil in diesen Monaten vier zusätzliche Monatsbeträge ElterngeldPlus beziehen. Keinen Anspruch auf Elterngeld haben Elternpaare, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro hatten. Für Alleinerziehende entfällt der Elterngeldanspruch ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 250.000 Euro im Kalenderjahr vor der Geburt. Alleinerziehende, bei denen sich für zwei Bezugsmonate das Erwerbseinkommen mindert, können allein bis zu 14 Monate Basiselterngeld erhalten. ORGANISATORISCHES Elternzeit Für den Anspruch auf Elternzeit müssen außerdem die folgenden Voraussetzungen vorliegen: • Die Berechtigte bzw. der Berechtigte lebt mit dem Kind im selben Haushalt, • betreut und erzieht es überwiegend selbst und • arbeitet während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats. Wenn während der laufenden Elternzeit ein weiteres Kind geboren wird, schließt sich die Elternzeit für das weitere Kind an die abgelaufene erste Elternzeit an. Elterngeld Anspruch auf Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) haben Mütter und Väter, die • ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen, • Auszubildende oder Studierende sind, • nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind, • mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und • einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Kindergeld Das Kindergeld gehört zu den wichtigsten Leistungen für Familien in Deutschland. Es erreicht die Familien direkt und entlastet sie finanziell. Um es zu erhalten, muss ein Antrag bei der zuständigen Familienkasse eingereicht werden, in der Regel befindet die sich bei der Agentur für Arbeit. Das Kindergeld wird einkommensunabhängig an alle Familien bezahlt. Dabei gelten folgende Regelungen: Prinzipiell erhalten Kinder bis zum 18. Lebensjahr Kindergeld und bis zum 21. Lebensjahr bei arbeitslosen Kindern. Bei Kindern, die sich in der Ausbildung befinden, wird der Beitrag sogar bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Der Familie steht ab einem Kind monatlich Kindergeld von 192 € zu, beim dritten Kind steigt es auf 198 € und ab dem vierten Kind liegt der Betrag bei 223 € monatlich. • Für weitere Informationen bezüglich Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld oder Kindergeld besuchen Sie die Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.bmfsfj.de 27 ORGANISATORISCHES Checkliste Baby- Erstausstattung Grundausstattung für Zuhause O Kinderbett (Matratze, wasserdichte Unterlage, 2 Spannbettlaken) O Stubenwagen O Wickelkommode, Wickelauflage O Windeleimer O Babyschlafsack/ Decke O Babyphone O Eventuell ein Mobile für über das Bett O Babywippe O Handtücher, Badetücher mit Kapuze O Moltontücher und Mulltücher Kleidung (kaufen Sie bitte nicht zu viel, die Babys wachsen schnell aus ihrer Kleidung raus) O 6-8 Strampler O 6-8 Bodys O 6-8 Shirts, Hemden oder Pullover O 6-8 Höschen O Mehrere paar Erstlingssöckchen O 1-2 Schlafanzüge O 2 Mützen O leichte Jacke O Im Winter zusätzlich: Winterjacke, Handschuhe, Babyoverall, Schal Babypflege O Windeln O 6 Waschlappen O Babypflegeprodukte (Feuchttücher, Creme, Puder, Babyöl) O Babybadewanne oder Badeeimer O Thermometer O Babynagelpflegeset 28 Unterwegs O Kinderwagen O Kindersitz fürs Auto O Wickeltasche Für Stillkinder O 2-3 Still BHs O Stilleinlagen O Stillkissen O ggf. Milchpumpe Für Flaschenkinder O 5-6 Fläschchen O 4-5 Sauger (Gr. 1) O 1 Flaschenbürste O 1 Flaschenwärmer O 1 Paket Säuglingsnahrung O Spuktücher O eventuell Sterilisator ORGANISATORISCHES Versicherungen Gibt es Zuwachs in der Familie muss man sich auch mit der Anpassung des Versicherungsschutzes in den verschiedenen Lebensbereichen befassen und sicherstellen, dass er den neuen veränderten Lebensumständen entspricht. Melden Sie Ihr Kind der privaten Haftpflicht, damit auch das neue Familienmitglied mitversichert ist. Chance, die man mit angeschlagener Gesundheit nutzen sollte! Bis 6 Wochen nach der Geburt können Sie ihr Kind ohne Gesundheitsüberprüfung über die eigene bestehende Krankenzusatzversicherung versichern. Ebenso wichtig ist es sich damit auseinander zu setzen, was zu tun ist, wenn die Verdiener der Familie nicht mehr in der Lage sind, ihrer Arbeit nachzugehen. Die dann notwendige finanzielle Absicherung für den Krankheits- oder Todesfall muss neu geregelt werden, um eine Absicherung der Familie zu gewährleisten. Hier empfiehlt es sich, Hilfe bei einer auf Familien spezialisierten Maklerin zu erfragen. Die Beratung ist kostenfrei. Bei bestehender Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung besteht mit guten Versicherungsbedingungen die Möglichkeit innerhalb von 6 Monaten ohne Gesundheitsprüfung den Versicherungsschutz zu erhöhen. Eine Wenn Sie für Ihr Alter mit der Riesterrente vorsorgen, denken Sie daran sich die staatlichen Zuschüsse für Ihr Kind zu sichern. Einfach unverbindlich ausprobieren! Machen Sie es sich einfach. Ein Termin – und Sie müssen sich nicht mehr selber kümmern. Ich bin für Sie da! Secuwert GmbH Konrad-Kopp-Str. 2 86356 Neusäß 0172 . 8564 979 [email protected] 29 GESUNDE ENTWICKLUNG Meilensteine der Entwicklung Der Entwicklungsrhythmus eines Kindes ist von einigen Faktoren abhängig. Manche Kinder sind von Natur aus temperamentvoller, sind körperlich weiter entwickelt oder seelisch ausgeglichener. Auch die genetische Veranlagung spielt eine große Rolle, wann ein Kind anfängt zu laufen oder zu sprechen. Das Entwicklungstempo im Babyalter sagt aber nichts darüber aus, ob das Kind im späteren Leben Nachteile haben könnte oder nicht. In den allermeisten Fällen sind „Frühstarter" und „Spätzünder" bis zum einschulungsfähigen Alter wieder auf derselben Entwicklungsstufe. 1. Monat Die Augenbewegungen sind noch nicht zielgerichtet, nach einigen Tagen kann das Baby sein Gegenüber aber kurz fixieren und ein kleines Stück der Bewegung folgen. Anfangs sind seine Bewegungen noch sehr unkontrolliert, sie werden im Laufe des ersten Lebensmonats aber immer koordinierter und flüssiger. Um die Entwicklung zu fördern, braucht das Kind besonders in der ersten Zeit viel Zuwendung. All die Ansprachen sind Reize, auf die das Kind reagiert und wodurch seine eigenen Sinne beansprucht und weiterentwickelt werden. Baby aber, sich auf seine Unterarme zu stützen Dabei kann es den Kopf kurzfristig anheben, um seine Umgebung besser wahrzunehmen. Die Augen des Kindes können nun Gegenstände, die weiter entfernt sind, erkennen und verDer Säugling macht sich in den ersten Wochen durch rela- folgen. Auf bunte und kräftige Farben reagiert der Säugtiv gleich klingendesDieser Schreien Artikel verständlich. fängtnicht er ling jetzt am meisten. Er wendet sich aufmerksam allen istBald online verfügbar. aber an, zwischen seinen Bedürfnissen, wie Hunger oder Geräuschen zu und kann zu. auch seine Eltern von fremden Gerne senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar Müdigkeit, einen stimmlichen Unterschied zu machen. Personen unterscheiden. Alles sollte darauf ausgerichtet sein, das Baby und seine Sinne anzusprechen. 2. Monat Der Säugling fängt in diesem Monat an, seine Arme und Für eine gute Entwicklung des Kindes ist es immer das Beine gezielter zu bewegen. Er öffnet unter anderem die Wichtigste, dass es so viel Kontakt wie möglich zu seinen Hände und spielt mit ihnen. In der Bauch- sowie in der Eltern hat. Sein Verhalten und seine Reaktionen werden Rückenlage liegt das Kind noch instabil. Schnell lernt das durch Spielen und Kuscheln immer weiter gefördert. 30 GESUNDE ENTWICKLUNG 3. Monat Der Säugling kann jetzt bewusster mit seinen Händen Umgebung. Das Gleichgewicht des Kindes ist wesentlich ausgeprägter als noch zuvor, und es gelingt ihm jetzt spielen und versucht nach seinem Spielzeug zu greifen. Das Kind hat bis zu diesem Lebensabschnitt bereits immer öfter, sich von der Rückenlage in die Bauchlage zu gelernt, die eigene Stimmmelodie seiner Befindlichkeit rollen. anzupassen. Bei Unbehagen wird die Tonlage tiefer und gedehnter. Wenn es sich aber gut fühlt, steigt die Stimm- Die neusten Forschungsergebnisse besagen, dass Kinder Dieser Artikel ist online nicht verfügbar. melodie an und das Plaudern wird lockerer. Eltern und im Alter von vier Monaten schon alle Basislaute ihrer MutGernegewöhnt, senden Ansichtsexemplar zu. tersprache verstehen. Kind haben sich nun aneinander es wir gibt Ihnen einen ein festen Tag-Nacht-Rhythmus, in dem es bestimmte wiederDurch das Vorsagen und Nachsprechen fördern Eltern die kehrende Abläufe gibt. Sprachentwicklung ihrer Kinder. Gespieltes Erschrecken und Bauch und Füße kitzeln sind sehr beliebte Spiele und 4. Monat Im vierten Monat gelingt es dem Kind sich auf seine Arme fördern die Bindung zwischen Eltern und Kind. Rhythmus aufzustützen und den Kopf anzuheben. Die Spielsachen und Musik finden bei den Kleinen besonders großes Intewerden fast immer in den Mund gesteckt genauso wie resse. Deswegen ist es schön, wenn die Eltern ihren Kinseine eigenen Hände, denn so erkundet das Kind seine dern etwas vorsingen oder ihnen Musik vorspielen. ferorthopädie ie K r fü is x ra P Ihre ilkunde, direkt e h n h a rz e d in K und MAX23 am Moritzplatz: ine de Kombi-Term en ar sp it ze e Si online Vereinbaren 30 80 oder 24h 50 4 1– 2 8 0 l. unter Te 3.de auf www.max-2 au Wir freuen uns Dr. Georg Kirchner Kieferorthopädie Dr. Constanze Kirchner Kinderzahnheilkunde f Ihren Besuch! 31 GESUNDE ENTWICKLUNG 6. Monat 5. Monat Das Aufstützen auf den Unterarm und das Greifen nach Nun gelingt dem Kind das Sitzen schon relativ gut, dabei Spielsachen gehört nun zum Alltag des Kindes. Das Dre- stützt es sich oft mit den Händen ab. Mimik, Gestik, Körhen vom Rücken auf den Bauch wird zielstrebig geübt und perhaltung und Sprache werden immer besser eingesetzt. gelingt immer besser, je älter das Baby wird. Das Kind Das Kind zeigt ein weites Spektrum an Gefühlen und ist kann seine Umgebung zu diesem Zeitpunkt schon sehr in der Lage, an der Reaktion der Eltern zu erkennen, ob gut wahrnehmen und beginnt nun, seine eigenen Gefühle man mit seinem Verhalten einverstanden ist oder nicht. Dieser Artikel ist online nicht Bald verfügbar. wird es immer öfter auch Dinge tun, die eine negain Mimik und Gestik weiter zu entwickeln. Gerne senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar zu. tive Reaktion der Eltern hervorrufen, einfach um AufmerkJedes Geräusch wird im fünften Monat von den Kindern samkeit zu bekommen. verfolgt. Sobald es etwas hört, wendet das Kind seinen Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen Oft kann es vorkommen, dass das Baby sich mit sich ist. Außerdem probieren die meisten Kinder in dem Alter selbst unterhält, weil es ihm Freude bereitet, seine eigene begeistert aus, was für Töne und Geräusche sie mit ihrem Stimme zu hören. Dadurch, dass es die Silben miteinander Mund machen können. Dazu zählt jauchzen, quieken, verbindet und in der Lautstärke variiert, entsteht ein flüssiprusten und Luft durch die Lippen pressen. Wird der Raum ges Erzählen, das der richtigen Sprache schon sehr ähnlich von den Eltern verlassen, beginnt das Kind oft enttäuscht ist. Es kommt immer häufiger zu einem Dialog, den beide zu weinen. Um ihre Zuneigung zu zeigen, fangen die meis- Seiten gut verstehen können. ten Kinder jetzt an, Küsschen zu verteilen und ihre Eltern Mit den Kindern kann nun etwas Gymnastik gemacht werliebevoll zu umarmen. den, dies fördert die Koordination und den Muskelaufbau. Allerdings sollten Eltern immer darauf achten, die Kinder nicht zu überanstrengen. Am besten lässt sich das vermeiden, wenn die Eltern nur so lange üben, wie ihre Kinder freiwillig mitmachen. 7. – 9. Monat So langsam beginnt das Kind das Robben zu erlernen, aus dem sich das Krabbeln entwickelt. Ende des 9. Monats fängt es an, sich an Möbelstücken hochzuziehen und kann mit Hilfe der Eltern auch ein paar Schritte gehen. Der Spiegel ist in diesen Monaten ein sehr interessanter Gegenstand. Das Kind versucht sich darin wieder zu finden, indem es auf dem Spiegel sein Gesicht berührt und so den Unterschied zwischen zwei- und dreidimensional kennen lernt. Ein ganz wichtiger Schritt im Bewusstsein des Kindes ist es, wenn eine Person hinter ihm im Spie32 GESUNDE ENTWICKLUNG 13. – 15. Monat gel auftaucht und es sich zu der Person umdreht, anstatt Körperlich gesehen sollten die Eltern sich auf ein sehr agisie im Spiegel zu suchen. Eltern sollten ihr Kind in seinem les Kind einstellen. Jetzt sind Spiele gefragt, die das Kind Entdeckungsdrang immer unterstützen und dabei auf die körperlich auslasten, also mit viel Bewegung verbunden nötige Sicherheit achten. Trotzdem sollte das Kind mög- sind. In diesen Monaten verbessern die Kinder dadurch lichst selbstständig Erfahrungen sammeln können. Gute ihre Bewegungsabläufe. So lernen sie alleine und sicher zu Spielsachen sind in diesem Alter Bauklötze und alles, was laufen. Einige Kinder bevorzugen es zeitweise immer mal Dieser Artikel ist online nicht verfügbar. sich bewegt oder Geräusche verursacht. Außerdem ist wieder zu krabbeln statt zu laufen. Die Eltern sollten sich senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar zu.es ist völlig normal und Musik in diesen MonatenGerne sehr beliebt, je rhythmischer, hier keine Sorgen machen, denn desto intensiver reagiert das Baby darauf. wird bald von den Kindern vollständig aufgegeben. Das Kind lernt am besten laufen, wenn man es damit möglichst 10. – 12. Monat alleine lässt. Zu diesem Zeitpunkt der Sprachentwicklung Das Kind ist nun fähig, alleine zu sitzen und es erkundet spricht man davon, dass die Kinder Ein-Wort-Sätze bilden. krabbelnd seine Umgebung. Zunehmend zieht es sich aus Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Wort für ganz viele dem Sitzen an Möbeln oder am Hosenbein der Eltern in Dinge oder Zustände steht. So kann „Auto" nicht nur das den Stand hoch. Die Entwicklung der Persönlichkeit spielt Auto an sich bedeuten, sondern auch „der Papa ist im zu diesem Zeitpunkt eine erhebliche Rolle im Leben des Auto" oder "da ist ein Auto". Deswegen sollten Eltern bei Kindes. Sein Wille ist sehr stark ausgeprägt, es weiß, was es essen möchte und was nicht, wen es mag und wen nicht. Bekommt es seinen Willen nicht, protestiert es meist lautstark. Die Eltern sollten hier eine gewisse Konsequenz haben, damit das Kind lernt, auch mit einem „Nein" umgehen zu können. Das Baby verbindet sich selber mit seinem Namen und reagiert, wenn die Eltern es rufen. Das Kind ist nun so weit entwickelt, dass es die Reaktionen seines Gegenübers deuten kann. Es versteht, wenn es etwas falsch macht und erkennt, wofür es Lob bekommt. Die meisten Kinder setzen dann diese Erkenntnis gezielt ein, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Motorisch gefördert wird das Kind jetzt durch jegliche Art von Spielen mit den Eltern. Bauklötze stapeln oder kleinere Dinge in größere hineinzustecken fördert die Feinmotorik des Kindes. Sprachlich können die Eltern ihren Kindern helfen, indem sie die Wörter, die die Kinder sagen, aufgreifen und verbessern. Die ersten Wörter tauchen häufig zwischen dem zwölften und achtzehnten Monat auf. 33 GESUNDE ENTWICKLUNG ihren Kindern nicht schon so früh darauf bestehen, dass die Wörter richtig ausgesprochen werden. Es hilft dem Kind, wenn es die Wörter immer wieder richtig vorgesagt bekommt, um sie weiter zu verinnerlichen. Das Kind kann zwar noch nicht viele Wörter aussprechen, ist aber in der Lage, schon eine ganze Menge verstehen zu können. 18. – 24. Monat Die Kinder sind nun in ihrer Trotzphase, das heißt, sie probieren ständig aus, wie weit sie gehen können, bis die Eltern mit einem striktem „Nein" reagieren.Ein richtiger Sprung in der sozialen Entwicklung des Kindes ist zu beobachten, wenn das Kind anfängt, mit jemand anderem als sich selbst zu spielen. Dieser Artikel ist online nicht verfügbar. Ansichtsexemplar zu.dass die Kleinen nun um Hilfe Eine weitere Neuerung ist, 16. – 18. Monat Gerne senden wir Ihnen ein Die folgenden Monate sind weniger ereignisreich, da das Kind das bisher Gelernte hauptsächlich verfeinert, zum Beispiel Motorik, Laufen und Wortschatz bauen sich stetig aus. Unter anderem können sich die Kinder jetzt immer besser verständlich machen und sie verstehen, was die Erwachsenen von ihnen wollen. Die Einwortsätze werden nun erweitert, denn den Kindern reichen einzelne Wörter nicht mehr aus. bitten, wenn sie etwas nicht hinbekommen. Das lässt darauf schließen, dass die Selbstwahrnehmung und die Selbsteinschätzung immer besser werden. Neben den sichtbaren äußeren Anzeichen für den körperlichen Fortschritt, findet vor allem in der Psyche des Kindes in diesen Monaten eine Weiterentwicklung statt. In dem Alter realisieren die meisten Kinder, dass sie eigenständige Personen sind. Die Kleinkinder können einen Buntstift in der Hand halten und malen gerne, wenn auch anfangs nur wildes Gekritzel. Aber mit der Zeit fangen sie an, auch Kreise und andere Formen zu malen. In diesen Monaten zeigt sich zumeist, ob die Kinder Links- oder Rechtshänder werden. Eine weitere Entwicklung, die zu diesem Zeitpunkt einsetzt, ist die Erkenntnis, wann das Kind auf das Töpfchen muss. Das Gehirn des Kindes ist in der Lage, dem Kind zu melden, wann die Blase voll ist. Das Kind braucht aber noch einiges an Übung um die Zeit abschätzen zu können, die noch bleibt, um rechtzeitig aufs Töpfchen zu kommen. Die kommende Zeit ist geprägt von „Zwei-Wort-Sätzen" und der „Wortschatzexplosion". Die „Zwei-Wort-Sätze" entstehen jetzt, da das Kind allmählich begreift, welche Wörter als Frage-, Antwort- oder Besitzanzeige zu gebrauchen sind. Es beginnt Wörter zu kombinieren, die vollkommen eigenständig sind und jeweils ihre eigene Bedeutung haben. 34 GESUNDE ENTWICKLUNG Kindesentwicklung mit 2,5 – 3 Jahren Kindesentwicklung mit 2 – 2,5 Jahren Das bessere Verständnis für Räumlichkeit zeigt sich beim Durch das bessere Gleichgewicht können die Kinder allSpielen, hier legt das Kind erstmals Bausteine neben- und mählich auf einem Bein stehen und lernen bald, auf einem aufeinander. Es entstehen dreidimensionale Gebilde, die Bein zu hüpfen. Eine gute Möglichkeit für Eltern ihr Kind zum Beispiel einem Haus ähneln. Der Wortschatz hat sich in dieser Zeit körperlich zu fördern, stellt der Kindersport bei den Kindern in den letzten Monaten unglaublich ver- dar. Außerdem ist eine deutliche Verbesserung der Feingrößert. Aufgrund dessen können sie Sätze mit drei Wör- motorik und des Gleichgewichtssinns zu bemerken. Die Dieser Artikel ist online nicht verfügbar. tern bilden. Sie werden in sozialer Hinsicht zutraulicher, Kinder lernen jetzt auch den Gebrauch von Gabel und LöfGerne sendenvon wir Ihnen ein Ansichtsexemplar zu. fel. Der Wortschatz des Kindes ist sehr schnell gewachsen, das heißt, sie spielen gerne in Gegenwart anderen so dass mittlerweile auch schwierige Sätze gebildet werKindern in ihrem Alter. Jedoch spielen die meisten noch nicht mit den Kindern, den können. Kinder erwarten ständige Ansprache durch sondern eher neben den anderen. Sie konzentrieren sich die Eltern. Durch diesen permanenten Austausch entwijetzt mehr darauf, Rollen zu spielen und entwickeln dabei ckelt sich die Sprachfertigkeit weiterhin schnell. Die Kleieine blühende Fantasie. Ein Teller kann da zum Lenkrad nen spielen gerne Situationen aus ihrem Leben mit den werden und das Sofa zum Stall für die Kuh. Eine gute Erwachsenen nach. Darüber hinaus zeigen sie Fürsorge für Nachricht: Die Trotzphase geht langsam zu Ende und die andere. Wenn jemand traurig ist, kommen sie, um zu trösWutanfälle werden seltener. ten und sie zeigen Zuneigung für andere Personen. spiel--raum Heilpädagogische Praxis Gabriele Schalk Sie möchten… ● ein selbstbewusstes Kind mit einer starken Persönlichkeit ● ein glückliches, gut entwickeltes Kind ● Sicherheit und Kompetenz in der Erziehung Ich helfe Ihnen bei… ● Entwicklungsverzögerungen ● Auffälligkeiten z.B. im Verhalten, Sprache, Spiel, Kontakt ● Problemen in der Erziehung ● Schulvorbereitung Haben Sie Fragen? Rufen Sie einfach unverbindlich an! Die Behandlung ist bei Bedarf kostenfrei. Hornungstraße 44, Eingang: Waldfriedenstr. 2, 86161 Augsburg Tel. 0821-56759200, [email protected], www.spiel--raum--schalk.de 35 GESUNDE ENTWICKLUNG Kinderentwicklung mit 3 Jahren Die Kinder beginnen zu begreifen, was zusammen gehört, das heißt, sie lernen zu sortieren. Langsam bekommen die Kleinen einen Eindruck von der Zeit, sie verstehen, dass es ein Heute und ein Morgen gibt. Beim Malen beginnen die Kinder, Menschen zu zeichnen, die einen sehr großen Kopf haben und nur einen aus ein paar Strichen bestehenden Körper. Auf den Bildern erscheint nun auch ein Haus mit Fenstern und einer Tür. Diese Bilder zeigen, dass die Kinder ihre Umgebung nicht nur wahrnehmen, sondern auch eine eigene in ihrem Kopf haben und nach ihrem Geschmack verändern. Ein ganz großer Schritt wird in diesem Lebensalter von den Kindern vollbracht. Sie erkennen sich selbst, das heißt sie bekommen ein „Ich-Bewusstsein". Hier ist etwas Fingerspitzengefühl der Eltern gefragt. Sie müssen dem Kind beibringen, dass es nicht immer die volle Aufmerksamkeit für sich haben kann. So lernen die Kinder dann auch das Teilen mit anderen und zu warten, bis sie an der Reihe sind. Ansonsten begeistert sich das Kind dafür, möglichst viel in Kontakt mit anderen Menschen zu sein. Im Gegensatz zu früher können die Kinder jetzt zwischen eigen und fremd unterscheiden. sem Alter bekommen Zahlen einen neuen Stellenwert im Leben der Kinder. Sie können zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht richtig zählen aber die Menge einschätzen. Aus diesem eigenen Interesse heraus beginnen die Kleinen zuerst an ihrer eigenen Hand mit Hilfe der Finger zählen zu lernen. Bald können die Kinder gut bis fünf zählen und wenn sie nach ihrem Alter gefragt werden, strecken sie die richtige Anzahl Finger hoch. Kinderentwicklung 3 – 4 Jahren Die meisten Kinder haben ihre Blase bereits im vierten Lebensjahr schon gut unter Kontrolle. schaffen Dieser Artikel ist Sie online nichtKinderentwicklung verfügbar. 4 – 5 Jahren es, tagsüber trockenGerne zu bleiben. Nur nachts passiert es Durch den großen Bewegungsdrang und der mittlerweile senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar zu. hin und wieder, dass sie sich einnässen. Wenn trotzdem verfeinerten Motorik kann sich das Kind zunehmend vermal etwas passiert, müssen sich die Eltern keine Sorgen schiedenen Bewegungssituationen anpassen und immer machen, das kann passieren. Die Kleinen plappern nun mehr Hindernisse bewältigen. Da es die Gefahr aber noch nicht mehr nur so vor sich hin, sie benutzen jetzt gram- nicht komplett einschätzen kann, müssen die Eltern ihre matikalisch korrekte Formen in ihren Erzählungen. Für die Kinder in dieser Zeit besonders beobachten. Rollenspiele Themen, die sie selber am meisten interessieren, haben sind immer noch das beliebteste Spiel der Kinder. Dort sie bereits einen großen Wortschatz entwickelt. In die- entwickeln sie eine blühende Fantasie. Ihre Spiele werden 36 GESUNDE ENTWICKLUNG jetzt sogar über mehrere Tage hinweg fortgesetzt. Sonst sind die Kleinen bereits recht selbstständig und ziehen sich alleine an und aus. Sie waschen sich selber und putzen sich die Zähne. Daher ist es jetzt an der Zeit, den Kindern etwas Verantwortung zu übertragen. Der spielerische Umgang mit Gleichaltrigen fördert den Sinn für Teamwork und den Umgang mit Konflikten. Geschmack und Empfinden verändern. Um überhaupt verstehen zu können, wie etwas funktioniert oder warum etwas gemacht wird, fangen die Kinder an, Fragen zu stellen. Die so genannten W-Fragen (Warum, Wieso, Wann, Wo) sind für die Entwicklung des Kindes von sehr großer Bedeutung. Ohne sie können die Kinder keine logischen Schlüsse ziehen. Bisher Erlerntes wird in diesem Alter zunehmend verinnerlicht und perfektioniert – so können die Kinder jetzt relativ sicher laufen und auch treppensteigen. Die gemalten Bilder werden detaillierter. Die Kleinen können jetzt ganze Sätze bilden, die grammatikalisch stimmen, und sie können schwierige Worte aussprechen. Die Aussprache ist generell deutlicher. Sie spielen sehr gerne Situationen aus dem Alltag nach und können diese nach ihrem tenz. Jetzt sind sie in der Lage, Regeln zu verstehen und vor allem Emotionen zu deuten. Außerdem ist es entscheidend, dass sie, auch wenn es Ihnen schwerfällt, lernen auch mal auf etwas verzichten zu können, wenn es ihnen plausibel erklärt wird. Dieser Artikel ist online nicht verfügbar. Ansichtsexemplar Der Umgang mit Gleichaltrigenzu. schult die soziale KompeKinderentwicklung mit 5Gerne Jahren senden wir Ihnen ein • Quelle: www.portal-der-kinder.de Spitzweg ekehApotheke t o p A ge wz t i p S rehtnüG .M .rD Dr. M. Günther - regrübnedrE enielk dnu nretlE enekcabeghcsirf ,rettüM ednedrew rüf ekehtopA-ecivreS ,nehcilznalfp na tnemitroS setierb nie ekehtopA reresnu ni nednif eiS tim gne Service-Apotheke netiebra riW .nlettiM nehcsihtafür poömwerdende oh dnu nehcsihpoMütter, soporhtna nevitanretla uz eiS netareb dnu nemmasuz nemmabeH dnu negolokänyG Eltern und kleine Erdenbürger.nedohtemlieH Sie finden bei uns ein breites :riw neSortiment rhüf meredna retnU an pflanzlichen, ekehanthroposophischen topasfohnhaB rentpmeK redund etkudorP * n n a m l e d atS .I hcan etkudorP * homöopathischen Mitteln. . c t e m i h t r O , U H D , a l a W n o v e i h t a Wir arbeiten eng mit Gynäkologen undpoömoH * honisnaL dnu ngisedeM ,aledeM nov etkudorP * Hebammen zusammen und beraten Sie zu :tkatnoK alternativen Heilmethoden. 441 .rtS regrebdeirF :ad eiS rüf dnis riW llozhcoH grubsguA 36168 00:02-03:8 :oM anderem führen wir:0 539 362 / 1280 :leT 03:81-Unter 03:8 :rF - iD 2 539 362 / 1280 :xaF 03:31-•03Produkte :8 :ader S Kemptner Bahnhofsapotheke ed.liame@ekehtopa-gewztips :liamE • Produkte nach I. Stadelmann • Homöopathie von Wala, DHU, Orthim etc. • Produkte von Medela, Medesign und Lansinoh Friedberger Str. 144, 86163 Augsburg Tel: 0821/263 935 0 Fax: 0821/263 935 2 [email protected] www.spitzweg-apotheke-augsburg.de Öffnungszeiten Wir sind für Sie da: Mo: 8:30 – 20:00 Di – Fr: 8:30 – 18:30 Sa: 8:30 – 13:30 37 GESUNDE ENTWICKLUNG Säuglingsernährung Die Geburt eines Kindes ist für Eltern mit vielen Veränderungen und Herausforderungen verbunden. Im Vordergrund steht der Wunsch, dem Säugling einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen, z.B. durch die richtige Ernährung. Aber wie sieht eine solche Ernährung aus? Wie lange sollte gestillt werden? Welche Flaschennahrung oder Beikost ist geeignet? Eltern erhalten hierauf nicht immer einheitliche Antworten. Die Empfehlungen zur Säuglingsernährung weichen teilweise voneinander ab. Das führt zu Verunsicherungen bei jungen Eltern. Vor diesem Hintergrund hat das Netzwerk „Gesund ins Leben Netzwerk Junge Familie“ die Handlungsempfehlungen zur Säuglingsernährung und zur Ernährung der stillenden Mutter formuliert und veröffentlicht. Das bundesweite Kommunikationsnetzwerk wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt. Nährstoffergänzung - aller guten Dinge sind drei Alle Säuglinge benötigen im ersten Lebensjahr die Vitamine K und D sowie Fluorid; die Empfehlungen zu Nährstoffergänzung im Überblick: • Vitamin K: 3 x 2 mg als Tropfen bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2, U3 • Vitamin D: 400-500 IE/Tag ab der 2. Lebenswoche • Fluorid: als Tablette, in der Regel 0,25 mg/Tag (in Form von fluoridierter Zahnpasta nicht zu empfehlen) 38 1. Stillen: „Breast is best“ Muttermilch ist die beste Ernährungsform für den Säugling in den ersten Lebensmonaten. Der Grund: Stillen wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind aus. Es kann das Risiko für Durchfall, Mittelohrentzündung und späteres Übergewicht beim Kind senken und ist mit einem geringeren Risiko für SIDS („sudden infant death syndrome“ - plötzlicher Kindstod) verbunden. Bei der Mutter kann Stillen die Uterusrückbildung nach der Geburt fördern und zur Risikominderung für Brust- und Eierstockkrebs beitragen. Es begünstigt außerdem die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Stillen aber wie oft und wie lange? Mütter legen ihre Babys am besten innerhalb der ersten zwei Stunden nach der Geburt an und stillen sie während des ersten Lebenshalbjahrs ausschließlich. Ist ausschließliches Stillen nicht möglich oder gewünscht, ist auch Teilstillen wertvoll (d. h. der Säugling wird teils gestillt, teils mit Säuglingsmilchnahrung gefüttert). Auch nach Einfüh- GESUNDE ENTWICKLUNG 39 GESUNDE ENTWICKLUNG rung der Beikost wird empfohlen, weiter zu stillen. Für wie lange, das bestimmen Mutter und Kind. Die Stillhäufigkeit und -dauer richten sich nach dem Bedarf des Kindes. In den ersten Lebenswochen werden die meisten Kinder 10bis 12-mal innerhalb von 24 Stunden angelegt. In besonderen Situationen kann es notwendig sein, das Baby zum Stillen zu wecken (z. B. bei geringer Gewichtszunahme). 2. Säuglingsmilchnahrung welche ist die richtige? Industriell oder selbst hergestellt? Können oder wollen Mütter nicht oder nicht voll stillen, können Sie auf industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrungen ausweichen. Von einer Selbstherstellung aus Milch (Kuh-, Ziegen-, Schafs-, Stutenmilch) oder anderen Rohstoffen als Ersatz für Muttermilch wird eindeutig abgeraten. Die Gründe hierfür sind ein unausgewogener Nährstoffgehalt und ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Infektio- nen bei Fütterung einer mit Kuhmilch selbst hergestellten Säuglingsmilch. Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung Das hygienische Hauptrisiko bei der Zubereitung liegt in der Vermehrung gesundheitsgefährdender Bakterien (Escherichia coli und Salmonellen). Die Standzeiten der zubereiteten Nahrung haben hierauf einen bedeutenden Einfluss. Deshalb ist die entscheidende hygienische Vorsichtsmaßnahme, Milchnahrungsreste zu entsorgen und nicht wieder aufzuwärmen. 3. Beikost ab wann und in welcher Abfolge? Die Experten des Netzwerks Junge Familie empfehlen, Beikost frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Monats einzuführen. Auch danach sollten Mütter noch weiter stillen. Der genaue Zeitpunkt, ab wann ein Säugling reif für Beikost ist, kann individuell unterschiedlich sein. Er richtet sich nach der persönlichen Entwicklung des Kindes (z. B. vom Löffel essen können, Interesse und Verlangen nach neuen Lebensmitteln). Bei der Auswahl der Beikost ist Abwechslung wünschenswert. Im Rahmen der oben empfohlenen Breie sind die Beikostzutaten zu variieren: • verschiedene Gemüse- und Obstarten auswählen • Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei auch manchmal mit kleinen Mengen Nudeln bzw. anderen Getreideprodukten kombinieren (vorzugsweise aus Weizen) • gelegentlich fettreichen Fisch anstelle von Fleisch wählen Selbst gekocht oder Gläschen? Beides hat Vorteile – Beikost selbst zu kochen oder fertig zu kaufen. Bei der Selbstzubereitung können die Eltern über Auswahl und Anzahl der Zutaten selbst entscheiden. Sie können zudem für mehr Vielfalt sorgen, was im frühen Alter eine Akzeptanz für neue Lebensmittel fördert, wie 40 GESUNDE ENTWICKLUNG z. B. Gemüse. Auch lässt sich dann auf Salz und Zucker einfach verzichten. Die industriell hergestellte Beikost hingegen spart Zeit und Arbeit und erfüllt hohe gesetzliche Anforderungen. Werden industrielle Beikostprodukte verwendet, ist gelegentliches Selbstkochen wünschenswert, um die Geschmacksvielfalt zu erhöhen. Was ist mit Kuhmilch zur Beikost? Trinkmilch (Kuhmilch) ist im 1. Lebensjahr nur in kleinen Mengen zu verwenden als Zutat eines Milch-Getreide-Breis. Zum Trinken erhalten Säuglinge sie erst gegen Ende des 1. Lebensjahres und nur im Rahmen der Brotmahlzeiten (aus Becher oder Tasse). Sie ist nicht als Roh- oder Vorzugsmilch einzusetzen. 4. Getränke Säuglinge brauchen erst zusätzliche Flüssigkeit, wenn der dritte Beikostbrei eingeführt ist, also frühestens mit Beginn des 7. Monats. Ausnahmen sind Perioden mit erhöhtem Flüssigkeitsbedarf wie Fieber und Durchfall. Die Babys erhalten die Getränke vorzugsweise aus Becher oder Tasse. Bei der Auswahl des richtigen Getränks sind kalorienfreie zu bevorzugen, am besten Trinkwasser (Leitungswasser), alternativ ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. • Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Update Säuglingsernährung – Handlungsempfehlungen liefern klare Antworten für Eltern. DGEinfo (5/2011) 71-74 *Gültig für alle Artikel, die nicht verschreibungspflichtig sind – bei einem Mindesteinkaufswert von 12,00 Euro. Nicht gültig auf Angebote. ro Eu 2 A N N A - A P O T H E K E A U G S B U R G | RO SEN- A PO TH EKE F R IED BER G | S C H L O S S - A P O T H E K E A F F I N G R O T H E N B E R G - A P O T H E K E F R I E D B E R G (Inh. Dr. (Univ. Triest) Carlo Pirolo) | www.dr-hannes-proeller.de -G „Testen Sie unsere bewährten naturheilkundlichen Arzneimittel und Naturkosmetik aus eigener Herstellung und eigenem Anbau. Hierzu geben wir auch kostenlose Vorträge. Wir feuen uns auf Ihren Besuch.“ (Dr. Hannes Proeller) ut sc he in !* Naturheilkunde verinnerlicht! 41 GESUNDE ENTWICKLUNG 10 Tipps für den ersten Zahnarztbesuch Sobald der erste Zahn da ist, aber allerspätestens rund um den ersten Geburtstag, sollten Sie mit Ihrem Kind eine Zahnarztpraxis aufsuchen. Danach gilt auch für die Kleinen: halbjährlich zur kostenfreien Kontrolle gehen. Damit die Besuche ausschließlich positive Erlebnisse sind, geben wir hier 10 bewährte Tipps. 1. Vorbildfunktion Sowohl beim Zähneputzen als auch bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen können Sie den Nachahmungstrieb der Kinder ausnutzen und mit positivem Beispiel vorangehen. Sie haben schlechte Erinnerungen an Zahnärzte? Übertragen Sie Ihre Ängste nicht (unbewusst) auf Ihr Kind, sondern sprechen Sie ausschließlich positiv darüber! 2. Der Ton macht die Musik Aussagen wie: „Das tut bestimmt nicht weh.“ wirken beunruhigend, da unser Unterbewusstsein Verneinungen nicht erkennt. Das Kind versteht: „Es tut weh.“ Fragt es direkt danach, ob eine Zahnbehandlung schmerzhaft ist, empfehlen wir als Antwort: „Die meisten Kinder sagen, es würde kitzeln“. 3. Finden Sie einen für die Bedürfnisse Ihres Kindes geeigneten Zahnarzt. Dabei ist nicht nur seine Qualifikation entscheidend, sondern auch die Atmosphäre in der Praxis und der Umgang aller Beteiligten mit dem kleinen Patienten. 42 4. In der Ruhe liegt die Kraft Nehmen Sie sich Zeit für den ersten Besuch, so dass Ihr Kind stressfrei ankommen und in Ruhe die vielen neuen Eindrücke aufnehmen kann! 5. Ihr Kind ist die Hauptperson Bitte überlassen Sie dem Team der Zahnarztpraxis die Führung und halten sich im Hintergrund! Beantworten Sie nicht die an Ihr Kind gerichteten Fragen! 6. Dabeisein ist alles? Bis zu einem Alter von sechs Jahren ist es sinnvoll, dass eine (!) Bezugsperson bei der Behandlung dabei ist. Ab dem Schulalter genügt es in der Regel, wenn diese im Wartezimmer bleibt. 7. Wenn … Dann … Bitte stellen Sie keine Belohnungsgeschenke in Aussicht! Insbesondere Dinge, die sich Ihr Kind sehr wünscht, setzen es bei der Behandlung zu stark unter Druck. 8. Lieber loben Schimpfen Sie bitte auf keinen Fall vor, während oder nach der Behandlung mit Ihrem Kind! Stattdessen sollten Sie es (auch für Kleinigkeiten) loben – aber natürlich nur, wenn es etwas wirklich gut gemacht hat! 9. Ratschläge vom Profi Von der richtigen Pflege bis hin zur Ernährung – achten Sie darauf, dass der Zahnarzt auch berät! Zeigt er dem Kind, wie es richtig putzt oder erklärt, was Süßigkeiten anrichten, zeigt das oft mehr Wirkung, als wenn Sie dies selbst tun. 10. Zähne – check, Kiefer – check Zum Beginn des Schuleintritts sollten Sie prüfen lassen, ob nicht nur mit den Zähnen alles in Ordnung ist, sondern auch mit der Kieferentwicklung. Fehlbisse können frühzeitig erkannt und behandelt werden. • Quelle: Bundesverband der Kinderzahnärzte www.kinderzahnaerzte.de AOK - Sicherheit für die ganze Familie! www.aok.de/bayern/familie 43 Einfach nah. Meine AOK. GESUNDE ENTWICKLUNG Wissenswertes über Kinderzähne Gute Zähne – von Anfang an Kaum eine Entwicklung beschäftigt Sie bei Ihren Kindern so sehr wie die Zähne. Kein Wunder, dienen diese nicht nur der Zerkleinerung von Nahrung, sondern fallen dem Gegenüber sofort auf, sind wichtig fürs Sprechen, Lachen, Küssen und Pfeifen. Nicht umsonst ist eine der häufigsten Fragen an Kinderwagenschiebende: Na, hat das Baby denn schon Zähnchen? Ja, hat es, aber der Weg dorthin war schwierig, verbunden mit viel Geschrei, schlaflosen Nächten und Essensexperimenten. Einer nach dem anderen Greift Ihr Kind sich immer wieder in den Mund, kaut vermehrt auf Spielzeug herum, hat rote Wangen und sabbert ohne Unterlass? Dann ist der Durchbruch des ersten 44 Zahnes nicht mehr fern. Aber wie das in der Natur so ist, bei jedem Kind geschieht dies anders: Manche kommen sogar schon mit sichtbaren Zähnen auf die Welt – andere Eltern berichten, dass bei ihrem einjährigen Kind noch nichts zu sehen ist. Auch an die oft zitierte Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, halten sich längst nicht alle. So geht es leichter Wenn sich die Zähne Platz verschaffen, schwillt das Zahnfleisch, es juckt und drückt. Instinktiv kauen Babys zur Linderung auf allem herum, was sie zu fassen bekommen. Eine Massage mit Mamas Finger kann Erleichterung bringen. Alternativ unterstützt auch ein gekühlter Löffel, ein festes Stück Gemüse (Karotte) oder eine harte Brot- GESUNDE ENTWICKLUNG rinde. Auch gekühlte Beißringe helfen. Zur Beruhigung des Zahnfleisches können Sie auch ungesüßten Kamillen- oder Salbeitee mit einem Wattestäbchen auftupfen. Oft ist auch Ablenkung eine gute erste Maßnahme: viel Kuscheln, Singen und Spazierengehen. Das richtige Werkzeug Von Geburt an können Sie den zahnlosen Kiefer Ihres Kindes mit einem Wattestäbchen oder einem sogenannten Fingerling auswischen und dabei sanft massieren. Dieses Ritual wiederholen Sie nach jeder (Still-)Mahlzeit. Schon vor dem ersten Zahn können Sie Ihr Baby mit der Zahnbürste vertraut machen. Nehmen Sie es entspannt auf den Schoß, lassen es mit der kleinen, weichen Babyzahnbürste spielen und auch darauf herum kauen! Richtig los geht das Putzen dann ab dem ersten Milchzahn. Verwenden Sie eine Kinderzahnbürste mit kurzen, sehr weichen Borsten und rutschfestem Griff! Für Kinder ab etwa fünf Jahren gibt es Bürsten, bei denen die Borsten an der Seite höher als in der Mitte sind – so können sie beim Putzen gleichzeitig Kau- und Seitenflächen reinigen. Hat Ihr Kind alle Milchzähne, braucht es Bürsten mit etwas längeren Borsten, schmalem Bürstenkopf und dickem, handlichem Griff – damit es das Selberputzen üben kann. • Quelle: Bundesverband der Kinderzahnärzte www.kinderzahnaerzte.de Kindgerechte Behandlung mit hohem Erfolgsfaktor Behandlung auch unter Mithilfe von – Kinderhypnose – Sedierung – Vollnarkose Jeden Samstag kinderzahnärztlicher Notdienst von 10 bis 18 Uhr Josefine Nagy Bahnhofstraße 7 • 86150 Augsburg zertifizierte Kinder- und Jugendzahnärztin Tel: 0821-44 84 77-0 www.kinderzahnarzt-augsburg.de zertifiziert für zahnärztliche Hypnose [email protected] Öffnungszeiten: Mo – Fr 8.30 – 18.00 Uhr Sprechzeiten nach Vereinbarung- auch samstags! 45 GESUNDE ENTWICKLUNG Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche Ob die Entwicklung eines Kindes auch tatsächlich normal verläuft, kann nur der erfahrene Kinder- und Jugendarzt beurteilen. Wird das neugeborene Kind aus der Klinik entlassen, bekommt die Mutter ein gelbes Kinder-Untersuchungsheft (Gelbes Heft) ausgehändigt. In diesem Heft werden alle Untersuchungsergebnisse eingetragen. Das Vorsorgeheft muss sorgfältig aufbewahrt und bei jeder Vorsorgeuntersuchung dem Arzt vorgelegt werden. Neben dem gelben Vorsorgeheft bekommen Eltern noch ein grünes Checkheft für zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, die noch nicht im Gelben Heft enthalten sind, aber als sinnvoll erachtet werden. 46 Sobald ein Honorar zwischen KBV und Krankenkassen für das neue Gelbe Heft ausgehandelt ist (spätestens ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der Richtlinie), erhalten Eltern bei der nächsten anstehenden U-Untersuchung bis zur U6 ein neues Gelbes Heft. Wenn bereits die U7 fällig ist, genügen selbstklebende Einlagehefter zum Einkleben in das alte Heft. Neu ist u.a., dass in den ersten vier Wochen ein Mukoviszidose-Screening stattfinden kann. Eltern müssen dem dreistufigen Test mit ihrer Unterschrift zustimmen. Mit dem Heft eingeführt wird auch eine Farbtafel, anhand derer die Farbe des Stuhls des Kindes beurteilt werden soll, die u.a. Hinweise auf eine Störung der Gallenwege geben kann (U2 bis U4). Die neuen Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses heben die Bedeutung der Beratung durch den Kinder- und Jugendarzt, GESUNDE ENTWICKLUNG z.B. zu den Themen „Impfen“, zur Prävention von Übergewicht und zum UV-Schutz, als wichtigen Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung hervor. Neben der körperlichen Untersuchung hat nun die Beurteilung der emotionalen und sozialen Entwicklung des Kindes einen noch größeren Stellenwert bekommen. Damit sollen u.a. psychische Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Ein weiteres Ziel ist es, Misshandlungen im Vorfeld zu verhindern oder zumindest in den ersten Anfängen zu ermitteln, um möglichst bald Hilfe anbieten zu können. Entnehmbare Karte Eine dem Gelben Heft entnehmbare Karte erleichtert es Eltern bei Bedarf nachzuweisen, dass das Kind an allen empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen hat – ohne dass dabei persönliche Befunde gezeigt werden müssen. Die Karte eignet sich z.B. zur Vorlage bei Kitas, Schulen, das Gesundheits- oder Jugendamt. Die Karte dient auch als eine Bestätigung, dass Eltern an der Beratung zur Impfung teilgenommen haben. U1 – direkt nach der Entbindung Die erste Vorsorgeuntersuchung findet direkt nach der Entbindung im Kreissaal statt. Zunächst wird begutachtet, ob das Kind die Geburt ohne Verletzungen überstanden hat und in welchem Gesundheitszustand es sich befindet. Dabei werden Herz und Lunge abgehorcht, die Haut auf ihre Durchblutung untersucht sowie Muskelspannung und angeborene Reflexe sorgfältig überprüft. Bei dieser ersten Vorsorgeuntersuchung wird auch der APGAR-Test durchgeführt, der den Gesundheitszustand des Kindes bewertet. Er wird nach Punkten beurteilt und entsprechend ausgewertet. Der APGAR-Test wird sowohl nach 5, als auch nach 10 Minuten wiederholt. Es wird Blut aus der Nabelschnur entnommen und auf seinen pH-Wert und den sogenannten Baseexcess hin untersucht. In Zukunft wird auch nach 24 Stunden eine Sauerstoffmessung an der Haut durchgeführt. Diese Untersuchung kann kritische angeborene Herzfehler detektieren. Außerdem wird das verschluckte Fruchtwasser abgesaugt und dabei gleichzeitig überprüft, ob Nase und Speiseröhre frei durchgängig sind. Das Neugeborene erhält Vitamin-K-Tropfen, um eine Unterversorgung, die eine Blutgerinnungsstörung verursachen kann, auszugleichen. Körperlänge und Kopfumfang werden von der Hebamme gemessen. U2 – 3. bis 10. Lebenstag Bei der so genannten Neugeborenen-Basisuntersuchung handelt es sich um eine besonders gründliche Untersuchung, die meist noch in der Entbindungsklinik stattfindet. Dabei wird eine eingehende körperliche Untersuchung durchgeführt, bei der die Reflexe sowie das Nerven- Babymassage, Baby-Club, Mini-Club, Fit mit Baby, Erste Hilfe Kurs mobil: 0176/26 26 48 68 www.baby-koenigsbrunn.de 47 GESUNDE ENTWICKLUNG system überprüft werden. Das Kind erhält erneut Vitamin-K-Tropfen. Außerdem wird dem Kind zwischen bis zur 72. Lebensstunde aus der Handrückenvene oder Ferse Blut abgenommen, um es auf verschiedene Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen hin zu untersuchen. Krankheiten wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion und mehrere angeborene Stoffwechselstörungen können so frühzeitig festgestellt werden. Zusammen mit dem Stoffwechselscreening in den ersten vier Lebenswochen kann seit September 2016 auch kostenlos getestet werden, ob das Kind unter Mukoviszidose leidet. Für diesen dreistufigen Test sind keine extra Blutentnahmen erforderlich. Eltern müssen dafür mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie mit dieser Untersuchung einverstanden sind. Außerdem wird in der Regel am Baby in der Klinik ein Hörtest auf angeborene Taubheit durchgeführt. 48 U3 – 1. Monat (4. bis 5. Lebenswoche) Die U3 ist die erste Untersuchung beim Kinderarzt. Dieser kontrolliert, ob sich das Neugeborene in den vergangenen Wochen altersgerecht entwickelt hat. Gründlich überprüft er die Körperfunktionen, das Hörvermögen und die angeborenen Reflexe. Bei der dritten Vorsorgeuntersuchung wird das Hüftgelenk mittels Ultraschall auf Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen hin untersucht. Meistens erkundigt sich der Kinderarzt über das allgemeine Verhalten des Kindes. Er fragt nach, ob es Probleme oder Auffälligkeiten beim Trinken, der Verdauung oder beim Schlafen gibt. Wichtig ist, dass die Eltern ihre Beobachtungen dem Arzt mitteilen. Dadurch wird ihm eine Beurteilung des Gesundheitszustandes erleichtert. GESUNDE ENTWICKLUNG 49 GESUNDE ENTWICKLUNG U4 – 3 Monate (3. bis 4. Lebensmonat) Außer einer gründlichen körperlichen Untersuchung wird das Hör- und Sehvermögen des Babys getestet. Der Arzt kontrolliert auch, ob die Knochenlücke (Fontanelle) am Kopf des Kindes offen ist, damit der Schädel problemlos wachsen kann. Mit verschiedenen Tests werden außerdem die Beweglichkeit und das Reaktionsvermögen des Säuglings untersucht. Der Arzt testet beispielsweise, ob das Kind sein Köpfchen bereits halten kann, wenn es an beiden Händen hochgezogen wird. Er überprüft auch, inwieweit das Kind Gegenstände mit den Augen verfolgt oder Personen nachschaut. Das Kind sollte in der Lage sein, den Blick nach der Stimme der Bezugsperson zu richten und einfache „Brabbeldialoge“ zu führen. Hand-Mundund Hand-Hand-Kontakt sollten aktiv vorhanden sein. Gezielte Greifversuche zeigen sich meist erst etwas später. U5 – 6 Monate (6. bis 7. Lebensmonat) Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen vor allem die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund. Der Arzt kontrolliert, ob sich das Kind in Bauchlage auf seine Arme abstützen kann und ob es sich hochziehen kann, wenn man es an zwei Fingern festhält. Der Säugling sollte in Sitzposition sein Köpfchen gut halten können und mittlerweile in der Lage sein, gezielt nach Gegenständen zu greifen. Bei der U5 werden das Hör- und Sehvermögen nochmals getestet. Der Arzt kann eventuell mit Hilfe eines Augenspiegels jetzt feststellen, ob das Kind schielt. U6 – 1 Jahr (12 Monate/ 10. bis 12. Lebensmonat) Die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung stehen bei dieser Untersuchung wieder im Vordergrund, aber natürlich werden auch die allgemeinen Körperfunktionen begutachtet. Der Arzt kontrolliert, ob das Kind schon mit gestreckten Beinen und geradem Rücken frei sitzen oder sogar schon alleine stehen und sich dabei festhalten kann. Viele Kinder können sich schon in den Stand hochziehen. Außerdem wird sich der Kinderarzt nach den sprachlichen Entwicklungen und dem allgemeinen Verhalten erkundigen und die Eltern an die erforderlichen Auffrischungsimpfungen erinnern. U7 – 2 Jahre (21. bis 24. Lebensmonat) Im Alter von zwei Jahren findet die U7, die so genannte Zweijahres-Untersuchung, statt. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen geht es vor allem um die Überprüfung der geistigen Entwicklung. Ist das Kind in der Lage zehn Wörter zu sprechen, bekannte Gegenstände zu benennen und einfache Aufforderun- 50 GESUNDE ENTWICKLUNG gen zu verstehen? Außerdem kontrolliert der Kinderarzt bei der Zweijahres-Untersuchung die Milchzähne und holt evtl. versäumte Impfungen nach. U7a – 3 Jahre (34. bis 36. Lebensmonat) Um die Lücke zwischen U7, kurz vor dem zweiten Geburtstag, und U8 im Alter von vier Jahren zu schließen, bieten Kinder- und Jugendärzte die U7a mit drei Jahren an. Sie soll dazu beitragen, dass u.a. allergische Erkrankungen, Sozialisationsstörungen, Übergewicht, Sprachentwicklungsstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien sowie Sehstörungen früher erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Aber auch die Überprüfung der Körperhaltung, Fußstellung sowie die geistige, seelische und soziale Entwicklung stehen bei dieser Vorsorgeuntersuchung im Vordergrund. Der Arzt beurteilt dabei sowohl das Sprachvermögen und Sozialverhalten als auch die Intelligenz des Kindes. Zeigt das Kind Entwicklungsverzögerungen, klärt der Kinderarzt die Eltern über therapeutische Fördermaßnahmen auf. Er äußert sich außerdem zu der zu erwartenden Schulreife des Kindes und erinnert die Eltern an die Auffrischungsimpfungen vor der Einschulung. • Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de U8 – 4 Jahre (46. bis 48. Lebensmonat) Auch bei dieser Vorsorgeuntersuchung, die in der Regel im Alter von vier Jahren stattfindet, wird das Kind von Kopf bis Fuß untersucht. Der Arzt kontrolliert die Funktionstüchtigkeit der Organe, das Hör- und Sehvermögen, und vor allem die Sprachentwicklung und Körperbeherrschung des Kindes. Er beurteilt die geistige Reife des Kindes und informiert sich bei den Eltern über sein soziales Verhalten. Zeigt das Kind Entwicklungsverzögerungen, klärt der Kinderarzt die Eltern über therapeutische Fördermaßnahmen auf. Bei der U8 kann außerdem der Blutdruck gemessen werden und der Urin wird untersucht. Zusätzlich wird ein apparativer Hörtest vorgenommen. U9 – 5 ¼ Jahre (60. bis 64 Lebensmonat) Diese Vorsorgeuntersuchung kurz vor der Einschulung ist eigentlich auch die umfangsreichste. Dabei wird erneut der Urin analysiert und der Blutdruck ggf. gemessen. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Organfunktionen werden insbesondere das Seh- und Hörvermögen sowie die grob- und feinmotorische Entwicklung getestet. 51 GESUNDE ENTWICKLUNG Aktuelle Impfempfehlungen Wegen der besonderen Gefährdung in der frühen Kindheit ist es sinnvoll, bis zum Ende des 15. Lebensmonats die empfohlenen Impfungen durchzuführen. Noch vor Schuleintritt sollte ein vollständiger Impfschutz vorhanden sein und spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind bei Jugendlichen versäumte Impfungen nachzuholen. Damit der Körper genügend Abwehrstoffe bildet, müssen die Impfungen in bestimmten Zeitabständen wiederholt werden. Deshalb wird bei späteren Routineuntersuchungen der Impfschutz wieder aufgefrischt. Der Kinderarzt notiert alle vorgenommenen Impfungen im Impfpass. Somit können sowohl Eltern als auch der Kinderarzt jeder- Impfempfehlungen: Hier finden Sie alle offiziellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin: • Rotaviren (6. Und 9. Woche) • Diphtherie, Hepatitis B, Hib, Keuchhusten, Kinderlähmung und Tetanus (Impfstoff wird insgesamt dreimal im ersten Lebenshalbjahr und einmal im zweiten Lebensjahr verabreicht) • Pneumokokken (für alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten 2. Lebensmonat empfohlen) • Masern, Mumps und Röteln (im Alter von 11 bis 14 Monaten, sollte nach 4 Wochen wiederholt werden) • Windpocken (kann im Alter von 11 bis 14 Monaten durchgeführt werden, auch gleichzeitig mit der 1. MMR-Impfung, sollte nach 4 Wochen wiederholt werden) 52 zeit nachvollziehen, gegen welche Erkrankungen das Kind gewappnet ist und wann der nächste Impftermin ansteht. Der Impfpass ist ein lebenslang gültiges, wichtiges medizinisches Dokument. Bitte bewahren Sie ihn gut auf und nehmen Sie ihn möglichst zu allen Arztbesuchen mit. Impfungen sind wichtig, damit Babys, Kinder und Jugendliche frühzeitig einen ausreichenden Schutz gegen schwere Infektionen aufbauen können. Impfungen verhindern den Ausbruch gefährlicher Krankheiten, die häufig mit Komplikationen verbunden sind und für die es zum Teil auch heute noch keine geeignete Therapie gibt. • Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de GESUNDE ENTWICKLUNG 53 KINDERBETREUUNG Familie/ Großeltern Man unterscheidet verschiedene Betreuungszeiten: • Die Ganztagesbetreuung von morgens bis zum Nachmittag • Die Teilzeitbetreuung, am Vormittag und/oder Nachmittag • Die verlängerte Vormittagsbetreuung, von morgens bis nach dem Mittagessen • Die erweiterte Ganztagesbetreuung, vom Vormittag bis in den späten Abend, am Wochenende oder mit Betreuung in der Nacht Kindertagesstätte (KiTa) Integrative oder inklusive Kindertagesstätten nehmen Kinder ohne und mit Behinderungen auf. Die übliche Betreuung der Kinder, gerade innerhalb der ersten Jahre, liegt sicher im Bereich der Familie. In der heutigen Zeit wird das den Eltern, zum Beispiel durch die Elternzeit, die gemeinsam genommen werden kann, leichter gemacht. Wenn die Eltern verhindert sind bzw. wieder arbeiten gehen, dann springen häufig die Großeltern ein und passen auf die Kleinen auf. Sollte die Familie nicht in der Nähe wohnen, gibt es in Deutschland verschiedene Alternativen, damit die Kleinen gut versorgt sind. Als KiTa werden Einrichtungen der Kindertagesbetreuung bezeichnet. KiTas sind in Altersgruppen eingeteilt: • Die Kinderkrippe für die Altersgruppe unter drei Jahren • Der Kindergarten für die Altersgruppe von drei bis sechs Jahren • Der Hort für Kinder im Grundschulalter Oft werden aber auch Einrichtungen, die alle drei Altersgruppen betreuen, als KiTa bezeichnet. 54 Kindertagespflege Die Kindertagespflege läuft über eine Tagesmutter bzw. einen Tagesvater. Sie ist eine mögliche Alternative zur Kinderkrippe, da sie eine persönlichere und familiärere Umgebung für die unter 3-jährigen Kinder bietet. Die Eltern schätzen dabei die Möglichkeit der Betreuung des Kindes im eigenen Haus oder in Kleingruppen bei der Tagesmutter oder dem Tagesvater zu Hause. In beiden Fällen liegt der Vorteil in der vertrauten Beziehung sowohl zum Kind, als auch zu den Eltern. Tagesmütter haben eine spezielle Ausbildung und brauchen eine Genehmigung von der entsprechenden Behörde, um in diesem Bereich arbeiten zu können. Informationen finden Sie für Augsburg beim Amt für Kinder, Jugend und Familien. Babysitter Ein Babysitter bietet eine kurzfristige Möglichkeit der Kinderbetreuung. Wenn die Eltern für einige Stunden verhindert sind, weil sie zum Beispiel abends mal ins Kino gehen wollen oder einen Termin haben. Oft bieten sich Schüler und Studenten gegen einen geringen Stundenlohn als Babysitter an. Au-pair Ein Au-pair ist meist ein junger Mensch aus dem Ausland, der sich gegen Unterkunft, Taschengeld und Verpflegung um die Kinder der Gastfamilie kümmert. Das Au-pair wohnt dabei mit der Familie zusammen und passt auf die Kinder auf, während die Eltern arbeiten. Es kümmert sich auch um leichte Arbeiten im Haushalt, solange sie die Kinder betreffen (zum Beispiel Wäsche der Kinder waschen oder das Kinderzimmer aufräumen). Dem Au- pair wird dabei die Möglichkeit gegeben, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und das Leben und den Alltag in Deutschland kennenzulernen. Beratung • Begleitung • Bildung für junge Familien Marion Hirsekorn Tylerstraße 13 86156 Augsburg Tel:80747282/0821 [email protected], www hirsekorn.net Kinderbetreuung in den Ferien Die Ferien sind für Eltern immer eine schwierige Zeit, die oftmals viel Planung und Absprache bedeutet, weil der Jahresurlaub nicht die gesamte Schulferienzeit der Kinder abdeckt. Gerade in dieser Zeit sind Großeltern und der Freundeskreis eine große Hilfe, wenn sie sich zeitweise um die Kinder kümmern können. Wenn dies nicht der Fall ist, bieten viele Einrichtungen im Umkreis ein Ferienprogramm für die Kinder an, damit die Kinder teilweise sogar ganztags versorgt sind. Kinderbetreuung im Krankheitsfall Werden die Kleinen krank, stellt das die berufstätigen Eltern zum Teil vor eine große Herausforderung, da die Frage aufkommt, wie die Regelung mit dem Arbeitgeber in solch einem Fall aussieht. Vom Gesetzgeber ist festgelegt, dass jedem Elternteil im Jahr 10 Extra-Urlaubstage zustehen, um sich um das Kind zu kümmern. Alleinerziehende bekommen 20 Tage zusätzlich für die Kinderbetreuung. Die Voraussetzungen für diese freien Tage sind erfüllt, wenn das Kind jünger als 12 Jahre ist, niemand im Haushalt lebt, der die Betreuung übernehmen könnte und der Arzt dem Kind ein Attest ausgestellt hat. Da die gesetzliche Krankenkasse die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall des Kindes leistet, muss ihr das Attest vorgelegt werden. K I N D E RTAG E S P F L E G E INDIVIDUELL FAMILIÄR Kinderbetreuung mit Familienanschluss? HIER geht das! PROFESSIONELL die agita informiert Sie gerne! 0821/ 455406 - 30 im BURG AUGSBURGER AUGS KINDERSCHUTZBUND w w w . a g i t a - a u g s b u r g . d e 55 SICHERHEIT Sicherer Start ins Leben Jährlich verunglücken in Deutschland rund 1,7 Millionen Kinder, davon über 500.000 in den eigenen vier Wänden. Zuhause – dort, wo sich Mütter, Väter und Kinder besonders wohl und sicher fühlen – verletzen sich gerade kleine Kinder am häufigsten. Umso wichtiger ist, dass Eltern häusliche Gefahrenquellen besser kennenlernen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (Fachnetzwerk und Informationsplattform mit Büro in Bonn), klärt über alterstypische Unfallsituationen auf. Sie stärkt Mütter, Väter und alle, die mit Kindern zu tun haben, in ihrer Fähigkeit, sicherheitsbewusst zu handeln. Sie fördert die Kinder, damit sie brenzlige Situationen meistern und risikokompetent werden. Kinder entwickeln sich schnell, lernen jeden Tag etwas Neues und sind für Eltern manchmal unberechenbar. Ein typisches Beispiel: Das Telefon klingelt, die Mutter wendet 56 sich einen kurzen Moment vom Wickeltisch ab und greift zum Handy. Urplötzlich dreht sich das Baby und rutscht über die Tischkante. So schnell ist ein Unfall passiert. Mehr als die Hälfte aller Kinderunfälle sind vermeidbar – durch Wissen, sicherheitsbewusstes Verhalten, technische Schutzvorkehrungen und sichere Produkte. Die Allerkleinsten sind besonders durch Sturzunfälle gefährdet: So haben Säuglinge unter einem Jahr das höchste Risiko, durch Stürze schwere Kopfverletzungen zu erleiden. Besonders hohe Sturzrisiken gehen vom Wickeltisch, Sitzmöbeln und Treppen aus. Gefahren wie das Verschlucken von Kleinteilen oder Vergiftungen durch Haushaltschemikalien oder Medikamente kommen ab dem zweiten und dritten Lebensjahr gehäuft vor – wenn die Kleinen mobil werden und einen großen Entdeckerdrang entwickeln. Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten sind in diesem Alter ebenfalls häufig und haben sehr schwerwiegende Folgen. SICHERHEIT Die wichtigsten Tipps für Ihr sicheres Zuhause: Gesicherte Fenster und Treppen: Damit Kinder keine Fenster oder Balkontüren öffnen und in die Tiefe fallen, sollten diese mit Fensterriegeln gesichert sein. Bei Kindern im Krabbelalter ist das Anbringen von Schutzgittern an Treppen notwendig. Rauchmelder und Steckdosenschutz: Rauchmelder alarmieren bei Rauchentwicklung sofort, so dass Eltern rasch handeln können, um Kinder vor Brandfolgen zu bewahren. Steckdosensicherungen in allen Steckdosen und FI-Schutzschalter schützen die Familie wirksam vor Elektrounfällen. Raum zum Spielen: Kinder sollen ausreichend Platz zum Spielen haben, die Räume sollten also nicht mit Möbeln und Spielsachen über- füllt sein! Stolperfallen durch zugestellte Laufwege oder rutschende Teppiche lassen sich vermeiden.Um Unfällen vorzubeugen, hat die BAG zahlreiche Programme und Aktionen auf den Weg gebracht. Dazu zählen Checklisten zu Gefahren im Haushalt und der Kindersicherheitstag als bundesweiter Aktionstag am 10. Juni. Informationen, Sicherheitstipps und Anregungen sind auf der Internetseite der BAG unter www.kindersicherheit.de zu finden. Kontakt BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Safe Kids Germany Christian-Lassen-Straße 11 a, 53117 Bonn Tel.: 0228 / 688 34 -0 Fax: 0228 / 688 34 - 88 [email protected] www.kindersicherheit.de 57 SICHERHEIT Sicheres Kinderspielzeug Kurz nach der Geburt braucht das Baby noch kein Spielzeug, da reichen ihm die Zuwendung und die Beschäftigung durch die Eltern absolut aus. Wenn Sie dem kleinen Racker dann doch ein Spielzeug kaufen wollen, gibt es ein paar Richtwerte, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten, um ein sicheres Spielzeug zu bekommen: • Kontrollieren Sie das Spielzeug vorab auf Fehler (ohne Kanten, Farbabsplitterungen, unangenehmen Geruch), so vermeiden Sie eventuelle Verletzungsrisiken. • Kaufen Sie Spielzeug aus schadstofffreiem Material, da Babys ihr Spielzeug gerne in den Mund stecken, um es mit Lippen und Zunge zu erkunden. 58 • Das Spielzeug sollte dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechen und stabil sein, damit das Baby es lange nutzen kann, ohne es kaputt zu machen. • Das Spielzeug darf keine angenähten oder aufgeklebten Kleinteile haben, die leicht abfallen können. Das Kind könnte sich unter Umständen daran verschlucken und im schlimmsten Fall ersticken. • Sie sollten kein Spielzeug kaufen, das sehr laut ist, da Kinderohren auf Geräusche sehr empfindlich reagieren. • Es sollte den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen und dementsprechend gekennzeichnet sein (wie zum Beispiel: TÜV-/GS-Prüfzeichen, CE-Zeichen oder der Blaue Engel). SICHERHEIT 59 SHOPPING Kindersachen ökologisch & fair Mode- und ökologiebewusste Eltern finden in der Latztruhe gleich hinter dem Stadttheater ein vielfältiges Sortiment an ökologischer Baby- und Kinderkleidung, Spielzeug und Zubehör. Die Inhaberin Julia Lauterbach legt größten Wert auf schicke Modetrends, Gesundheit für Kind und Natur sowie bequeme, kindgerechte Kollektionen. Neben Walkoveralls und Wolle/Seide Bodies finden Sie eine große Auswahl an veganer Kleidung für ihr Kind. Hin zur neuer Nachhaltigkeit, einem Wandel, einem Kleiderwechsel. KATZE – Alles fürs Kind – Second Hand In der KATZE finden Sie alles für´s Kind von 0 – 12 Jahren: Kinderkleidung (bis Größe 140), Spielsachen und Kinderbücher. An der Pinnwand finden Sie Kinderbetten, Wiegen, Kinderwagen usw. Die KATZE verkauft auch Ihre gut erhaltene, saubere Ware! Auf Wunsch gehen 70 % des Verkaufspreises an Sie zurück. Die KATZE wird vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und dem Katholischen Deutschen Frauenbund Stadtverband Augsburg e.V. getragen. Die Mitarbeiterinnen arbeiten ehrenamtlich. 60 Emilienstraße 2 86153 Augsburg Tel.: 0821/349 67 67 Öffnungszeiten: Mi. 9:00 - 18:00 Uhr SHOPPING 61 FREIZEIT 62 FREIZEIT Indoorspielplätze Abenteuerspielplatz Hammerschmiede Neuburger Straße 299 86169 Augsburg Tel.: 0821/70 99 18 www.asp-hammerschmiede.de Citykids GmbH Gutenbergstraße 7 86356 Neusäß Tel.: 0821/56 78 70 63 www.citykids-augsburg.de City Kids Jakoberwallstraße 49 86153 Augsburg Tel.: 0821/56 78 70 63 www.citykids-augsburg.de RS Kickertreff GmbH Bergiusstraße 5 86199 Augsburg Tel.: 0821/543 39 26 www.kickertreff-augsburg.de Bärenkeller Bärenstraße Bärenstraße 86 86156 Augsburg Alter: 1-12 Kernbeißerweg Kernbeißerweg 30 86156 Augsburg Täfertinger Straße Täfertinger Straße 86156 Augsburg Hirblinger Straße Hirblinger Straße 210 86156 Augsburg Firnhaberau Marderweg Marderweg 21A 86169 Augsburg Bei der Kleingartenanlage Schönbachstraße Marie-Juchacz-Straße 40 86154 Augsburg Göggingen Gerhart-Hauptmann-Straße Apprichstraße 18 86199 Augsburg Alter: 1-3 Jahren Schiffmacherweg Schiffmacherweg 8 86199 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Felsensteinstraße Felsensteinstraße 2A 86199 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Apprichstraße Apprichstraße 16 86199 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Outdoorspielplätze Carl-Natterer-Straße Carl-Natterer-Straße 34A 86169 Augsburg Antonsviertel Wittelsbacher Park 1 Imhofstraße 43, 86159 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Fischerholz Kühbacher Weg Kühbacher Weg 5 86154 Augsburg Hammerschmiede ASP Hammerschmiede Neuburger Straße 299 86169 Augsburg Atler: 3-12 Jahre Wittelsbacher Park 2 Christoph-von-Schmid-Straße 9 86159 Augsburg Präses-Hauser-Platz Präses-Hauser-Platz 27 86154 Augsburg Friedl-Urban-Straße Friedl-Urban-Straße 33B 86169 Augsburg 63 FREIZEIT Oleanderweg Oleanderweg 28 86169 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Schertlinstraße II Schertlinstraße 26A 86159 Augsburg Seefelder Straße Seefelder Straße 67A 86163 Augsburg Firnhaberstraße Firnhaberstraße 8 86159 Augsburg Scharnitzer Weg Scharnitzer Weg 7 86163 Augsburg Hochzoll-Nord Lechrainstrasse Lechrainstraße 38 86163 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Inningen Am Sportgelände Inningen Bergheimer Straße 35 86199 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Salzmannstraße Salzmannstraße 62A 86163 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Ludwig-Ottler-Straße Ludwig-Ottler-Straße 13 86199 Augsburg Alter: 1-16 Jahre Händelweg Händelweg 13 86179 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Grüntenstraße Grüntenstraße 34 86163 Augsburg Oktavianstraße Oktavianstraße 33 86199 Augsburg Leharstraße Leharstraße 95 86179 Augsburg Penzbergweg Penzbergweg 5 86163 Augsburg Fritz-Klopper-Straße Fritz-Klopper-Straße 20 86199 Augsburg Hochfeld Bauernfeindstraße Bauernfeindstraße 1A 86159 Augsburg Hochzoll-Süd Münchner Straße Münchner Straße 8 86163 Augsburg Kriegshaber Osterfeldpark West Untere Osterfeldstraße 13 86156 Augsburg Schertlinstraße I Schertlinstraße 16D 86159 Augsburg Zwölf-Apostel-Platz Zwölf-Apostel-Platz 16 86163 Augsburg Am Jüdischen Friedhof Madisonstraße 10 86156 Augsburg Sanddornweg Sanddornweg 86169 Augsburg Haunstetten Am Ilsesee Am Ilsesee, 86343 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Jupiterstraße Jupiterstraße 1, 86179 Augsburg Alter: 1-6 Jahre 64 FREIZEIT Lise-Meitner-Straße Lise-Meitner-Straße 5 86156 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Neuburger Straße Neuburger Straße 181 86167 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Neusäßer Straße Neusäßer Straße 47 86156 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Oberhausen Am Hettenbach Grünerstraße 6 86154 Augsburg Lechhausen Lützowstraße Radetzkystraße 13 86165 Augsburg Alter: 1-3 Jahre Werner-Egk Spielplatz / Peter und Paul Spielplatz Werner-Egk-Weg 86154 Augsburg Alter: 1-16 Jahre Waibelstraße Waibelstraße 5 86167 Augsburg Alter: 1-12 Jahren Eschenhofstraße Eschenhofstraße 21 86154 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Dennewitzstraße Dennewitzstraße 3 86167 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Hirblinger Straße Hirblinger Straße 24 86154 Augsburg Alter: 1-6 Jahre Universitätsviertel Josef-Priller-Straße I Josef-Priller-Straße 18 86159 Augsburg Alter: 1-6 Jahre 86159 Augsburg Alter: 1-12 Jahre Zentrum Theodor-Heuss-Platz Bismarckstraße 2 86159 Augsburg Alter: 3-6 Jahre Forsterstraße Forsterstraße 86153 Augsburg Rote-Torwall-Straße Rote-Torwall-Straße 86161 Augsburg Alpenstraße Alpenstraße 7 86159 Augsburg 65 FREIZEIT 66 FREIZEIT Legende Schwimmerbecken Bäder und Badeseen Hallenbäder Nichtschwimmerbecken Babybecken Gastronomie Duschen Altes Stadtbad Leonhardsberg 15 86150 Augsburg Tel.: 0821/324-97 79 WC Umkleiden Kurse Überwachung Badestrand Rutsche Plärrerbad Schwimmschulstraße 7 86153 Augsburg Tel.: 0821/324-9864 Mobil: 0172/858 93 15 Kein öffentlicher Badebetrieb, Bad für Schulen und Vereine Spielplatz P Parkplatz Hallenbad Göggingen Anton-Bezler-Straße 2 86199 Augsburg Tel.: 0821/324-98 64 Hallenbad Haunstetten Karl-Rommel-Weg 11 86179 Augsburg Tel.: 0821/324-97 94 Mobil: 0172/858 93 23 Bietet Kindernachmittage und Kindergeburtstage im Hallenbad an. Spickelbad Siebentischstraße 4 86161 Augsburg Tel.: 0821/324-98 30 Mobil: 0172/858 93 14 Alle Hallenbäder in Augsburg: www.augsburg.de/freizeit/ baden/hallenbaeder 67 FREIZEIT Freibäder Fribbe Siebentischstraße 4 86161 Augsburg Tel.: 0821/324-98 32 Mit 300 Meter langer Naturschwimmstrecke im Lechkanal Bärenkeller Bad Oberer Schleisweg 15 86156 Augsburg Tel.: 0821/324-98 40 68 Familienbad am Plärrer Schwimmschulstraße 5 86153 Augsburg Tel.: 0821/324-98 53 Freibad Lechhausen Lechhauser Straße 34 86153 Augsburg Tel.: 0821/324-97 92 Naturfreibad Haunstetten Postillionstraße 1 86179 Augsburg Tel.: 0821/815 36 52 Naturfreibad, ohne Chlor Alle Freibäder in Augsburg: www.augsburg.de/freizeit/ baden/freibaeder FREIZEIT Seen und Flüsse Alle Seen und Flüsse in Augsburg: www.augsburg.de/freizeit/baden/ fluesse-und-seen/ Kuhsee 86163 Augsburg Badesee, Tauchen Autobahnsee 86169 Augsburg Badesee, Tauchen Naturfreibad Haunstetten Postillionstraße 1 86179 Augsburg Tel.: 0821/815 36 52 [email protected] Naturfreibad, ohne Chlor Ilsesee 86343 Königsbrunn Badesee, Tauchen Bergheimer Baggersee Badesee, eignet sich als Ziel für Radtouren Lech und Wertach Das Baden in Flüssen ist grundsätzlich erlaubt. Bitte beachten Sie, dass an den Flüssen keine Rettungsschwimmer vor Ort sind und dass an bestimmten Stellen Badeverbote bestehen. Bitte beachten Sie auch, dass der Wasserstand des Lechs unerwartet zunehmen kann. NNDD LE LE PIE SPSIE D N N E L IE IM MMEEN P W S CH WIM SH SC EN NE N RN N LLEER SCHWIMME E LERN N • abwechslungsreiche Kursstunden nach spielpädagogischen • abwechslungsreiche KursstunGrundsätzen den nach spielpädagogischen • abwechslungsreiche Kursstun• speziell ausgebildete, erfahrene Grundsätzen den nach spielpädagogischen Kursleiter/innen • Grundsätzen speziell ausgebildete, erfahrene • individuelle Betreuung der Kursteilnehmer Kursleiter/innen • speziell ausgebildete, erfahrene • kursgerechte Schwimmbäder • Kursleiter/innen individuelle Betreuung der Kursteilnehmer • individuelle Betreuung der • Kursteilnehmer kursgerechte Schwimmbäder • kursgerechte Schwimmbäder Augsburg,Neusäß, Neusäß, Augsburg, Augsburg, Neusäß, Zusmarshausen und Zusmarshausen und Untermeitungen Zusmarshausen Untermeitungen und Untermeitungen • Babyschwimmen ab 3 Monate • Babyschwimmen ab 3 Monate • Spielschwimmen 1 – 3 Jahre Spielschwimmen 1ab– 33 Monate Jahre • Babyschwimmen • Spielschwimmen PLUS ab 3 Jahre PLUS 3 Jahre •• Schwimmkurs Spielschwimmen 1 – 3 Jahre mit Eltern abab 4 Jahre Schwimmkurs Elternab ab3 4Jahre Jahre Spielschwimmen PLUS ••Schwimmkurs fürmit Anfänger und für5Anfänger •Fortgeschrittene Schwimmkurs ab mit Eltern 4 Jahre Jahre ab und Fortgeschrittene 5 Jahre und ••Flipper Club (Voraussetzung Schwimmkurs fürab Anfänger •Seepferdchen) Flipper Club (Voraussetzung Fortgeschrittene ab 5 Jahre ••Erwachsenenschwimmkurse Seepferdchen) Flipper Club (Voraussetzung ••Einzelstunden nach Vereinbarung Erwachsenenschwimmkurse Seepferdchen) Einzelstunden nach Vereinbarung • Erwachsenenschwimmkurse • Einzelstunden nach Vereinbarung Anmeldung und weitere Informationen: www.schwimmschule-flipper.de Telefon: 0821und / 96224 Anmeldung weitere Informationen: Anmeldung und weitere Informationen: www.schwimmschule-flipper.de www.schwimmschule-flipper.de Telefon: 0821 / 96224 Telefon: 0821 / 96224 69 FREIZEIT Ausflugsziele Schongauer Märchenwald und Tierpark Herrlich im Wald gelegen werden in kleinen Häuschen auf Knopfdruck die Märchen der Brüder Grimm erzählt. Im Park können viele Tiere gefüttert werden, darunter Damwild, Schafe, Ziegen und Kaninchen. Auch kann man Ponys, Pferde, Esel, Nandus, Enten, Pfaue und Sittiche bestaunen. Es gibt abwechslungsreiche Spielplätze, einen Klettergarten für Kleinkinder, einen Spieleturm und eine Seilbahn. Auch lassen sich Wald und Natur im „Erlebniswald“ erkunden. Dießener Straße 6, 86956 Schongau, Tel.: 08861/75 27, [email protected], www.schongauer-maerchenwald.de Lernort Bauernhof „Beim Hibsch“ Bei einem Ausflug auf den Erlebnisbauernhof „Beim Hibsch“ sind strahlende Kinderaugen garantiert – der ideale Ort für Kinder, die Natur und Tiere lieben. Auf dem bayrischen Milchviehbetrieb sind Kinder den verschiedenen Tieren ganz nah, sie lernen den richtigen Umgang mit den Tieren und sie übernehmen Verantwortung. Sie erfahren, wie wertvoll die Natur und unsere Nahrungsmittel sind. Ihr seid herzlich eingeladen zu einer spannenden Entdeckungsreise auf unserem Mitmach-Bauernhof. Ulrichstraße 59, 86568 Schönbach, Tel.: 08257/990272, www.Beim-Hibsch.de Spielend Spaß haben im PLAYMOBIL-FunPark Bereits mehrfach als familienfreundlichster Themenpark ausgezeichnet, begeistert der PLAYMOBIL-FunPark in Zirndorf Familien aus nah und fern. Auf insgesamt 90.000 m² laden imposante PLAYMOBIL-Spielwelten im Großformat und zahlreiche Aktivspielplätze zu unbegrenztem Spiel- und Kletterspaß ein. Ob Ritterburg, Piratenschiff, der Wilde Westen oder der Bauernhof – hier können alle Abenteurer ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Achterbahnen oder Fahrgeschäfte braucht man hier nicht, denn „aktiv sein statt Schlange stehen“ ist das Motto. Brandstätterstraße 2-10, 90513 Zirndorf, www.playmobil-funpark.de 70 FREIZEIT Kletterwald Schloss Scherneck Der Kletterwald Schloss Scherneck gilt als schönster Kletterwald Bayerns. Ob mit dem Skateboard von Baum zu Baum fahren, durch das riesige Spinnennetz klettern oder rasante Seilbahnfahrten genießen – Spaß, Adrenalin und Abenteuer pur. 9 Parcours, 95 Kletterelemente, mitten im Schlossgut Scherneck mit Biergärten, Schlossbrauerei und Kletterwald schaffen den perfekten Rahmen für einen unvergesslichen Tagesausflug. Kinder dürfen bei uns bereits ab 6 Jahren gemeinsam mit einem Erwachsenen klettern - im Kiddy-Parcours bereits ab 3 Jahren. Eine Anmeldung und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Scherneck 2 b, 86508 Rehling, Tel.: 08323/96 80 50, www.kletterwald-scherneck.de Das Kulturhaus abraxas Das Kulturhaus abraxas ist das Zentrum für Kinder- und Jugendkultur der Stadt Augsburg. Dazu gehören das Märchenzelt auf der Wiese hinter dem abraxas und fünf Kindertheatergruppen, die im abraxas Musiktheater, Erzähltheater, Figurentheater, experimentelles Theater und vieles mehr zeigen: FaksTheater, Junges Theater Augsburg, Klexs Theater, Moussong Theater mit Figuren sowie das Theater Fritz und Freunde. Sommestraße 30, 86156 Augsburg Tel.: 0821/324 63 55, [email protected] Infos & Spielplan: www.abraxas.augsburg.de Das ganze Universum – mitten in Augsburg... Im S-Planetarium erlebt die ganze Familie spannende Abenteuer und erfährt dabei Wissenswertes über den Kosmos und unseren Heimatplaneten Erde. Das Weltall fasziniert Groß und Klein. In diese geheimnisvolle Welt begleitet das Planetariumsteam die Besucher und beantwortet viele Fragen. Gemeinsam mit den Helden der Kinder- und Familienprogramme erleben sie dabei fantastische Abenteuer und reisen in die Tiefen des Alls, vorbei an der Sonne, Planeten, Sternen und Galaxien. Ludwigstraße 14, 86152 Augsburg Tel.: 0821 324-6740, www.planetarium-augsburg.de 71 FREIZEIT Ein Tag im Wasserkraftwerk Schon seit über 100 Jahren wird im Wasserkraftwerk Langweid umweltfreundlicher Strom für die Region erzeugt. Große und kleine Besucher können sich im Lechmuseum über Kraftwerkstechnik, die Natur und die kulturelle und wirtschaftliche Nutzung des Lechs informieren. Der Rundgang durch das Museum führt von der Quelle bis zur Mündung des Lechs. Eine besondere Attraktion ist die trocken gelegte historische Schauturbine, die begehbar ist. Kinder können mit Wissensspielen den Lech erleben. Lechwerkstraße 19, 86462 Langweid, weitere Infos und Anmeldung unter: Tel.: 0821/328-16 58, [email protected], www.lechmuseum.de Affenberg Salem In Salem am Bodensee erlebt man in einem 20 Hektar großen Waldgebiet 200 Berberaffen wie in freier Wildbahn. Die faszinierenden Tiere leben hier unter optimalen Bedingungen. Besonders viel Spaß macht das Füttern der Tiere mit gratis Popcorn und das Beobachten der jungen Affen beim Spielen. Die Stars sind die im Frühjahr geborenen Affenbabys, die liebevoll umsorgt werden. Beeindruckend sind auch die 42 Storchenpaare, die ihren Nachwuchs aufziehen. Der große Spielplatz und der gemütliche Biergarten laden zum Verweilen ein. Mendlishauser Hof, 88682 Salem, Tel.: 07553/381 [email protected], www.affenberg-salem.de Eltern-Kind-Kurse Königsbrunn Bei den Eltern-Kind-Kursen Königsbrunn im Generationenpark können Eltern und Mamas mit Kindern vom Baby- bis zum Kleinkindalter eine schöne und entspannte gemeinsame Zeit verbringen und eine Auszeit vom Alltag nehmen. Hier kannst Du andere Eltern aus der Umgebung kennen lernen und Dich austauschen. Du kannst die Babymassage erlernen oder im Baby-Club, später im Mini-Club, viele interessante und wichtige Informationen, sowie Spiel-, Material- und Bastelanregungen erhalten. Und wer sich sportlich betätigen möchte, wird Fit mit Baby. Interesse? Informationen und Anmeldung unter: www.baby-koenigsbrunn.de, Tel.: 0176 / 26 26 48 68 72 FREIZEIT Das Boulder & Soccercenter Gersthofen Nur 10 Minuten von Augsburg erwartet euch das Boulder & Soccercenter Gersthofen mit über 2400m² Fläche zum Austoben für Groß und Klein. Ob beim Beklettern des Skelettes eines Dinsosaueriers, beim um die Wette Klettern oder Bouldern, in der großen Erlebniswelt kommt jeder auf seine Kosten. Unser Tipp: Den Tageseintritt in die große Boulder- & Kletter-Erlebniswelt für eine Familie mit zwei Kindern gibt es schon ab 27 Euro. Röntgenstraße 2, 86368 Gersthofen, Tel.: 0821/32 87 60 40 [email protected], www.boulder-soccercenter.de Augsburger Puppenkiste und Augsburger Puppentheatermuseum Wenn sich die Türen der Augsburger Puppenkiste öffnen, schlagen auch heute noch Herzen höher. Im Museum „die Kiste“ sind seit 2001 all die berühmten Stars der Puppenkiste in ihrer „natürlichen Umgebung“ zu bewundern. Sonderausstellungen und Workshops runden das Programm ab. Seit der Eröffnung avancierte das Museum mit über 900.000 Besuchern zum erfolgreichsten seiner Art in Europa. Viele Familien pilgern aus allen Bundesländern nach Augsburg um sich die Dauer- und Sonderausstellung anzusehen. Spitalgasse 15, 86150 Augsburg, Tel.: 0821/450 345-0 [email protected], www.diekiste.net Ein Erlebnis für die ganze Familie Das modern konzipierte Naturmuseum im Herzen der Stadt Augsburg zeigt auf mehr als 1300 m2 Ausstellungsfläche Außergewöhnliches und Wissenswertes aus den Bereichen Geologie und Biologie: Erdgeschichte, Fossilien, Mineralien & Gesteine – Evolution, Lebensräume, Tiere & Pflanzen. Naturmuseum Augsburg, Ludwigstraße 14, 86152 Augsburg Tel.: 0821/324-6740, [email protected] www.augsburg.de/naturmuseum, geöffnet: Di – So 10 bis 17 Uhr Familienkarte 7 € (plus Planetarium 22 €) unterstützt durch: 73 FREIZEIT Das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben Das 1985 eröffnete Jüdische Kulturmuseum dokumentiert an ausgewählten Beispielen die reiche Kultur und wechselvolle Geschichte der Juden in Augsburg und Schwaben seit dem Mittelalter bis heute. Es beherbergt zudem ein einzigartiges Zeugnis deutsch-jüdischer Geschichte: die zwischen 1913 und 1917 nach den Plänen von Fritz Landauer und Heinrich Lömpel errichtete Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg. Sie kann beim Besuch des Museums besichtigt werden. Zudem ist der Architektur und Geschichte des Gebäudes eine eigene Abteilung des Museums gewidmet. Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg, Tel: 0821/51 36 58, www.jkmas.de IMPRESSUM Luxx Medien GmbH Ellerstr. 32, 53119 Bonn Tel.: 0228 / 688 314 - 0 Fax: 0228 / 688 314 - 29 [email protected] www.luxx-medien.de Bildnachweise Titel: © Leonie Ebbert_LEO3042 S. 3: © Fotolia_97628297_candy1812 S. 5: © Fotolia_103142190_drubig-photo S. 6.: © Fotolia_92026718_Monkey Business S. 16: © Fotolia_91572203_Herrndorff S. 18: © Fotolia_107261704_timonko Anzeigen S. 20/21: © mm Training Luxx Medien GmbH S. 22-24: ©Yoga Augsburg, Der grüne Raum Thomas Brumloop S. 27: © Fotolia_89864518_Daniela Stärk Tel.: 0228 / 688 314 - 11 S. 28: © Fotolia_118069363_Africa Studio t.brumloop@luxx-medien. S. 29: © © Leonie Ebbert_PON7675 de S. 30: © Fotolia_78546060_inarik S. 32: © Fotolia_96957133_famveldman Satz & Layout S. 34: © Fotolia_103050144_candy1812 Luxx Medien GmbH S. 35: © Fotolia_74709230_Oksana Kuzmina Dipl. Des. Sylvia Nyc S. 36: © Fotolia_118013409_famveldman Tel.: 0228 / 688 314 -14 S. 38: © Pixabay_pixel2013 [email protected] S. 39: © Pixabay_Later Jay Photography S. 40: © Leonie Ebbert_PON2839 S. 41: ©Fotolia_138966548_tycoon101 S. 43: © Fotolia_84580671_Olesia Bilkei S. 44: © Fotolia_69264623_Jürgen Fälchle S. 46: © Fotolia_95986954_Oksana Kuzmina S. 48: © Fotolia_117310875_drubig-photo S. 49: © Fotolia_117935848_pavelkriuchkov S. 50: © Leonie Ebbert_LEO7439 S. 51: © Leonie Ebbert_LEO1918 S. 52: © Fotolia_101779748_Picture-Factory S. 53: © Fotolia_118089087_rastlily S. 54: © Fotolia_118009051_famveldman S. 56: © BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. 74 S. 57: © Fotolia_102327719_Ramona Heim S. 58: © Fotolia_116120413_Africa Studio S. 59: © Fotolia_99905632_mizina S. 60 oben: © Latztruhe, Inh. Julia Lauterbach S. 60 mitte: © KATZE Secondhand Augsburg S. 60 unten: © Fotolia_75700744_ChristArt S. 61: © Fotolia_128503925_yanlev S. 62: ©Fotolia_117927823_MNStudio S. 65: © Sylvia Nyc S. 66: ©Fotolia_121044089_Robert Kneschke S. 67: © Sylvia Nyc S. 68: ©Fotolia_143284563_Dudarev Mikhail S. 70 oben: © Schongauer Märchenwald und Tierpark S. 70 Mitte: © Lernort Bauernhof „Beim Hibsch“ S. 70 unten: © PLAYMOBIL®-FunPark S. 71 oben: © Tiefblick Kletterwald Scherneck GmbH S. 71 Mitte: © Kulturhaus abraxas, Frauke Wichmann S. 71 unten: © Sparkassen Planetarium Augsburg S. 72 oben: © Lech Museum Bayern S. 72 Mitte: © Affenberg Salem Mendlishausen GmbH S. 72 unten: © Eltern-Kind-Kurse Königsbrunn S. 73 oben: © Boulder & Soccercenter Gersthofen UG S. 73 Mitte: © Die Kiste, Elmar Herr S. 73 unten: © Naturmuseum Augsburg S. 74: © Jüdisches Kulturmuseum Augsburg Druck und Weiterverarbeitung MediaCologne Kommunikationsmedien GmbH Vertrieb Verteilung über ausgewählte Anzeigenkunden, Kinderärzte, Gynäkologen, Fachgeschäfte, Kindergärten und soziale Einrichtungen. Urheberrecht Alle Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des Verlags strafbar. Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte.Für namentlich gekennzeichnete Beiträge sind die Autoren verantwortlich. Erfüllungsort und Gerichtsstand Bonn. Luxx Medien bedankt sich bei allen Unterstützern und Anzeigenkunden für die freundliche Unterstützung zur Realisierung dieser Broschüre. Ausgabe1, 2017 Alles beginnt mit einer guten Idee. Wir entwickeln seit 10 Jahren nachhaltige Kommunikationslösungen und setzen sie erfolgreich um. Kreativ, innovativ und konzeptionell. | Corporate Design: Logo, Geschäftspapiere, Visitenkarten | Printdesign: (Image) Broschüren, Anzeigen, Flyer, Plakate uvm. | Webdesign: Erstellung von Websites LUXX MEDIEN Verlag | Werbung www.luxx-medien.de 75 KINDER GEBURTS TAG Für alle Kinder, die zusammen mit ihren Freunden einen Geburtstag voller Abenteuer, Spiel und Action erleben wollen, haben wir genau das Richtige: Im Boulder & Soccercenter in Gersthofen können sich die Kids bei einer Boulder & Kletter Schatzjagd, beim Soccer, Bubblesoccer oder Billard Soccer mal wieder richtig auspowern. HAPPY Beim Mega Bouldy Schatzjagd begeben sich das GeburtstagsBOULDERN kind und seine Crew zusammen mit einem ausgebildeten BoulderKLETTERN trainer 1,5 Stunden lang auf eine spannende Piraten-Reise voller verrückter Boulder- und Kletterabenteuer. JETZT ONLINE BUCHEN 76 SOCCER Auf 3 Hochflorkunstrasenplätzen mit 30 x 15 m Fläche können sich die Geburtstagsgäste beim Soccer ein spannendes Match liefern. BUBBLE SOCCER Bei der neuen Trendsportart Bubble Soccer, einer Mischung aus Fußball und Rugby, schlüpfen die Kids in einen durchsichtigen, aufblasbaren Bubble Soccer Ball mit rund 120 cm Durchmesser – nur die Beine bleiben frei – und versuchen Kisten im gegnerischen Tor zu versenken. Schubsen erlaubt! Lachspaß, Unterhaltung und Action pur! Und das Beste dabei: Verletzungen sind in den kugelförmigen Schutzhüllen nahezu unmöglich! BILLARD SOCCER Beim Billard Soccer Geburtstag im Boulder & Soccercenter in Gersthofen ist Ballgefühl & Köpfchen gefragt. Mit speziellen Fußbällen, die wie beim Billard aus vollen und halben Kugeln bestehen und nacheinander versenkt werden müssen, zeigen die Kids auf überdimensionalen Billardtischen mit ihren Füßen ihr Können. GEBURTS TAGS TISCH Zum krönenden Abschluss erwartet die Kids nach jedem Erlebnis ein bunt gedeckter Geburtstagstisch mit ihrem Geburtstagsmenü zur Stärkung und zum Ausklingen nach so viel Action. www.boulder-soccercenter.de