Kinderkompass

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KINDERKOMPASS
AUGSBURG
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Ratgeber
für Eltern
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Region
zurück
VORWORT
Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Eltern,
dieser Ratgeber ist für alle die Kinder erwarten oder
bereits Eltern von Kleinkindern sind. Natürlich informiert
er auch die Großeltern, Freunde und Verwandte. Er nimmt
eure Sorgen ernst und beantwortet eure Fragen.
Als Wegweiser und Ratgeber möchten wir euch alltagstaugliche Tipps und Hinweise geben. Diese sollen
den Leser nicht überfordern, nicht den Zeigefinger erheben, sondern Orientierung geben in einer Vielfalt aus
Angeboten und Möglichkeiten.
Für die rund 13.813 Kinder von 0 bis 6 Jahren gibt es in
unserem schönen Augsburg nämlich einiges zu erleben
und zu entdecken. Und unsere Region wächst weiter! Die
Zahl der Geburten hat im Jahr 2016 mit 2.323 im Stadtgebiet einen neuen Höchststand erreicht.
Die gute Lebensqualität hier lässt seit einigen Jahren wieder vermehrt Familienzuwächse zu. Die Geburtenraten
sind ohnehin so hoch wie seit 10 Jahren nicht mehr.
Wie verläuft eigentlich
eine Geburt? Dies erfahrt
ihr auf Seite 15!
Sollten euch noch Ergänzungen zu diesem Magazin einfallen, würden wir uns freuen, wenn ihr euch mit Anregungen
und Kritik direkt an uns wendet. Die Kontaktmöglichkeiten
findet ihr im Impressum.
Die Herausgeber
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INHALT
• VORWORT ....................................................3
• SCHWANGERSCHAFT & GEBURT...................5
40 Wochen – ein neues Leben entsteht...............5
Schwangerenvorsorge.....................................10
Entwicklung im Mutterleib...............................11
Geburtsverlauf.................................................15
Der Vater und das Baby.................................18
Das Heim-Workout für junge Mütter................20
Yoga und Feldenkrais in der Schwangerschaft..22
• KINDERBETREUUNG..................................54
Familie/Großeltern.........................................54
KiTa....................................................................54
Kindertagespflege..........................................54
Babysitter........................................................55
Au-pair.............................................................55
Kinderbetreuung in den Ferien.......................55
Kinderbetreuung im Krankheitsfall.....................55
• ORGANISATORISCHES...............................25
Behördengänge rund um die Geburt...............25
Mutterschutz...................................................25
Elternzeit.........................................................26
Elterngeld .......................................................26
Kindergeld ......................................................27
Versicherungen ...............................................29
• SICHERHEIT.................................................56
Sicherer Start ins Leben...................................56
Sicheres Kinderspielzeug...............................58
• GESUNDE ENTWICKLUNG..........................30
Meilensteine der Entwicklung.........................30
Säuglingsernährung........................................38
Wissenswertes über Kinderzähne...................44
Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und
Jugendliche.....................................................46
Aktuelle Impfempfehlungen............................52
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• SHOPPING..................................................60
Geschäfte und Onlinehandel........................60
• FREIZEIT......................................................62
Spielplätze.......................................................62
Bäder und Badeseen.......................................67
Ausflugsziele...................................................70
• IMPRESSUM...............................................74
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
40 Wochen – ein neues Leben entsteht
In der Regel gehört eine Schwangerschaft zu einer der
schönsten Zeiten im Leben. Es ist fast wie ein kleines Wunder, wenn der Arzt Ihnen verkündet, dass Sie schwanger
sind. Erstaunliche Dinge tun sich nämlich in Ihrem Körper
und das schon ab der ersten Woche. Aber auch im Kopf
wirbeln die Gedanken umher und verursachen ein Auf und
Ab der Gefühle. Wie wird die Schwangerschaft verlaufen,
wird alles gut gehen? Was ist alles zu regeln, worauf muss
ich achten, und soll ich ins Krankenhaus oder doch lieber
ins Geburtshaus gehen? 40 spannende Wochen liegen vor
Ihnen. Genug Zeit, sich auf den kleinen Erdenbewohner
vorzubereiten und alle Fragen zu beantworten.
Am Anfang spürt man nichts oder zumindest nicht sehr
viel. Vielleicht wundern Sie sich, dass Sie ständig müde
sind, obwohl sie ausreichend geschlafen haben. Vielleicht
ist Ihnen aber auch ein wenig übel oder der Kaffee, der
morgens mit Genuss aufgebrüht wurde, schmeckt plötzlich nicht mehr. Jeder empfindet die ersten Wochen
anders und bei jedem verlaufen sie auch anders.
Ist die Eizelle befruchtet, braucht sie etwa eine Woche,
um in der Gebärmutter anzukommen. Auf dem Weg dorthin ist sie jedoch keineswegs untätig. Immer und immer
wieder teilt sie sich. Der Hormonhaushalt verändert sich
in dieser Zeit, die Brüste fangen sehr früh an, ein wenig zu
spannen. Schon in den ersten Wochen werden die Drüsen auf die spätere Milchproduktion vorbereitet. Das Herz
des Ungeborenen beginnt zu schlagen. Die erste bis zur
neunten Woche gelten als besonders sensible Phase, in
der auf Tabletten und Impfungen verzichtet werden sollte.
Auch das Gläschen Wein am Abend mit Freunden oder
das Rauchen sollten Sie ab jetzt unbedingt einstellen, da
sie die Entwicklung Ihres Kindes erheblich stören und dauerhafte Schädigungen herbeiführen können.
5
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Natürlich muss man all diese Dinge nicht allein durchleben. Der Frauenarzt wird all dies mit Ihnen besprechen
und Sie über die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes
informieren. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich
schon recht früh um eine Hebamme zu bemühen und die
gesamten Vorsorgeuntersuchungen bis auf den Ultraschall
von ihr durchführen zu lassen. Auch Caritas, Diakonie und
die Stadt haben ein großes Beratungsangebot speziell für
Fragen rund um die Schwangerschaft.
Die Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn so können Sie sicher sein, dass mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist. Zu den Untersuchungen gehören regelmäßige
Urin- und Blutuntersuchungen, Gewichts- und Blutdruckmessungen. Auch die Lage und Entwicklung des Kindes
wird alle vier Wochen, zum Ende der Schwangerschaft im
14-tägigen Rhythmus, kontrolliert. Doch trotz der regelmäßigen Besuche beim Arzt, eine Schwangerschaft ist
keine Krankheit. All das dient nur Ihrer Sicherheit und der
Gesundheit Ihres Ungeborenen.
Die Pränatale Diagnostik ist heute weit fortgeschritten. Ihr
Arzt wird Ihnen viele Möglichkeiten der Früherkennung
von Entwicklungsstörungen oder Krankheiten anbieten.
Heute sind viele Krankheiten bereits im Mutterleib diagnostizier- und behandelbar. Sprechen Sie in Ruhe auch
mit Ihrem Partner oder der Familie darüber, lassen Sie sich
gegebenenfalls von Ihrer Hebamme beraten, welche Kontrollen sinnvoll und wichtig sind und wie sie mit kritischen
Situationen umgehen. Von der ersten Untersuchung an
erhalten Sie Ihren „Mutterpass“, ein Dokument, in das
von der ersten bis zur letzten Schwangerschaftswoche der
gesamte Verlauf eingetragen wird. Die Kosten der Vorsorgeuntersuchungen übernimmt Ihre Krankenkasse.
Machen Sie sich möglichst rechtzeitig auf die Suche nach
einer Hebammenpraxis, einige Praxen sind sehr begehrt.
Wartezeiten können die Folge sein. Eine Hebamme
kann eine wertvolle zusätzliche Unterstützung während
der Schwangerschaft sein, auch wenn Sie sich von Ihrem
Frauenarzt rundum gut versorgt fühlen. Alle Hebammenpraxen in Augsburg bieten zum Beispiel Vorbereitungskurse für Paare und Einzelpersonen an, beraten auch bei
Risikoschwangerschaften oder helfen Singlefrauen, die
Schwangerschaft auch ohne Partner zu genießen. Schauen
Sie sich ruhig mehrere Praxen an. Schließlich wollen Sie
sich wohlfühlen, und die Chemie zwischen Ihnen und der
Hebamme sollte stimmen, um der Geburt entspannt entgegen zu sehen.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Nachsorge. Ihre
Hebamme wird Sie in den ersten Wochen regelmäßig
besuchen und Sie bei den ersten Schritten des Elternda-
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SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
seins unterstützen. Ihre Krankenkasse zahlt Ihnen diesen
Service bis Ihr Kind acht Wochen alt sind. Anschließende
Hilfe und Unterstützung durch Ihre Hebamme muss extra
beantragt werden und ist dann noch bis zu 16 mal möglich.
Woche für Woche tut sich mehr in Ihrem Körper, der Bauch
wächst, schnell werden Sie merken, dass die Hosen zu eng
werden und der BH spannt. Manchmal könnten Sie auch
ein leichtes Ziehen im Unterleib spüren. All das ist normal,
machen Sie sich keine Sorgen. Im Gegenteil, lassen Sie es
sich gut gehen, kaufen Sie neue Kleidung, gönnen Sie sich
Restaurantbesuche oder legen Sie einen Wellnesstag ein.
Shoppen macht fast jede Frau glücklich: Schwangerschaftsmode ist heute längst nicht mehr nur funktional
sondern modisch und schick. Auch während der Schwan-
gerschaft sind Sie für jeden Anlass gut gekleidet. Treiben
Sie Sport, tun Sie das, was Ihnen Spaß macht und Ihnen
ein gutes Gefühl gibt. Leben Sie einfach weiter wie bisher.
Wenn Sie gern tanzen gegangen sind, tun Sie dies auch in
der Schwangerschaft. Sie sind immer sportlich gewesen?
Dann müssen Sie auch in diesen Wochen nicht darauf verzichten. Um ganz sicher zu gehen, sprechen Sie mit Ihrem
Arzt oder Ihrer Hebamme darüber, was sie tun und was Sie
lassen sollten.
Mit der 20. Woche haben Sie bereits die Hälfte der Schwangerschaft hinter sich gebracht. Ihr Baby ist jetzt etwa 25
Zentimeter groß und wiegt etwas über 320 Gramm. Jetzt
kann es auch sein, dass Sie erste Bewegungen des Ungeborenen spüren. Horchen Sie aber nicht zu angestrengt in
sich hinein und machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie
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SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
nichts spüren. Ungeborene schlafen bis zu 20 Stunden
am Tag und wirbeln nicht ständig im Bauch umher. Viele
Frauen berichten, dass sie ab der 23. Woche erste Regungen wahrgenommen haben.
Der Geburtstermin rückt näher. Ein Vorbereitungskurs,
den Kliniken und Hebammenpraxen anbieten, kann Ihnen
Ängste, die Sie vielleicht beschäftigen, nehmen. Wer nicht
über mehrere Wochen mit anderen Paaren einen Kurs
besuchen möchte oder einfach keine Zeit dazu findet, hat
die Möglichkeit, einen Crashkurs an einem Wochenende
zu absolvieren. Die meisten Praxen und Krankenhäuser
haben sich darauf eingestellt und bieten so etwas an.
Auch hier gilt, nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie sich
in Ruhe die Angebote an. Kliniken bieten meist spezielle
Besuchstermine für Schwangere an und auch Hebammenpraxen beraten Sie gerne. Eines sollten Sie auf keinen Fall vergessen: Ihr Arbeitgeber muss direkt von Ihrer
Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden. Ab dann
gilt für Sie das Mutterschutzgesetz. Dies hat zum Ziel,
Sie und Ihr Ungeborenes vor Überforderung, Kündigung
und Gesundheitsschädigungen, die an Ihrem Arbeitsplatz
unter Umständen gegeben sind, zu schützen. Der Mutterschutz gilt übrigens für alle Beschäftigten, für Auszubildende genauso wie für geringfügig Beschäftigte.
Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Sie so zu beschäftigen,
dass keine Gefahr für Sie und Ihr Kind besteht. Außerdem
steht Ihnen eine Auszeit zu.
Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und
acht Wochen nach der Geburt dürfen Sie nicht beschäftigt
werden. Sollten Sie Zwillinge geboren haben, verlängert
sich die Nach-Geburtfrist auf zwölf Wochen. Bei Frühgeburten können Sie die Tage, die vor der Geburt nicht in
Anspruch genommen wurden, hinten anhängen. Während
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der Mutterschutzfrist erhalten Sie das sogenannte Mutterschaftsgeld. Gezahlt wird es von der Krankenkasse in
Höhe von maximal 13 Euro pro Tag. Ihr Arbeitgeber zahlt
einen Zuschuss, so dass in etwa die Höhe des früheren
Nettogehaltes erreicht wird. Wer geringfügig beschäftigt
war, dem zahlt das Bundesversicherungsamt einmalig 210
Euro. Dies gilt auch für Versicherte in der privaten Krankenversicherung.
Genießen Sie die 40 Wochen, die zeitweise zwar Ihr Leben
auf den Kopf stellen, aber viele schöne Momente bereit
halten.
Alkohol ist Tabu
Jeder Tropfen Alkohol während der Schwangerschaft ist
einer zuviel. Während Sie vielleicht nur einen kleinen Schwips
haben, leidet Ihr Baby sein ganzes Leben lang an den Folgen eines Katers. Alkohol behindert die Zellteilung. Während
der ersten Wochen, in denen Sie in der Regel Ihre Schwangeschaft noch nicht einmal erahnen, ist es offenbar noch nicht
ausschlaggebend, ob die Mutter Alkohol trinkt oder nicht.
Unter Umständen nistet sich das befruchtete Ei dann gar nicht
erst ein. Später schädigt Alkohol das Wachstum des ungeborenen Kindes und das Gehirn, das während der gesamten
Schwangerschaft in der Entwicklung ist, trägt bleibende Schäden davon. Kinder, deren Mütter regelmäßig Alkohol getrunken haben, sind häufig kleiner und können mit Schädigungen
an Herz und Nieren auf die Welt kommen.
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Rat & Hilfe in Augsburg
• Beratungsstelle für Schwangerschafts• Katholische Beratungsstelle
fragen im Gesundheitsamt Augsburg
für Schwangerschaftsfragen
Hoher Weg 8
Am Katzenstadel 1, 86152 Augsburg
3. Stock, Zimmer 38
Tel.: 0821/420899-0
86152 Augsburg
schwangerenberatung.augsburg@
Tel.: 0821/324-20 49
skf-augsburg.de
[email protected]
www.skf-schwangerenberatung.de
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jeden Dienstag von 9:00 - 12:00 Uhr
• pro familia Augsburg e.V.
staatl. anerkannte Beratungsstelle für
Schwangerschaftsfragen
Hermanstraße 1, 86150 Augsburg
Tel.: 0821/45 03 62-0
[email protected]
www.profamilia.d/augsburg
• DONUM VITAE
Schwangerschaftsberatung
Volkhartstraße 5
86152 Augsburg
Tel.: 0821/450 88 88
[email protected]
www.augsburg.donum-vitae-bayern.de
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SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Schwangerenvorsorge
Bereits vor 100 Jahren gab es eine Betreuung von Schwangeren zum Zwecke der Vorsorge. Heute wird die Vorsorge
nach den Mutterschaftsrichtlinien des Bundesausschusses
der Ärzte und Krankenkassen vorgenommen und umfasst:
Das Screening, also die Überwachung des Gesundheitszustandes durch regelmäßige Untersuchungen, die Diagnose und Therapie, also die individuelle Untersuchung je
nach Risiko der Schwangeren mit dem Ziel rechtzeitiger
Behandlung bei möglichen Problemen sowie die Information und Beratung der schwangeren Frau über ihren
Zustand und den ihres Kindes. Dadurch wird ein Bewusstsein für Veränderungen geweckt und Ängste abgebaut,
die aus Unwissenheit über die körperlichen Vorgänge entstehen können. Zudem schafft das offene Gespräch ein
Vertrauensverhältnis der werdenden Mutter zum betreuenden Frauenarzt. Regelmäßig durchgeführte Untersuchungen in der Arztpraxis sind die Kontrolle des Höhenstandes des Gebärmutterbodens (Tastuntersuchung), der
kindlichen Herztöne (CTG) sowie der Lage des Kindes
(zunächst Ultraschall, später Tastuntersuchung).Ziel der
Mutterschaftsrichtlinien ist die Sicherung einer ausreichenden, zweckmäßigen ärztliche Betreuung während der
Schwangerschaft und Entbindung. Mögliche Gefahren für
Mutter und Kind sollen durch die Untersuchungen rechtzeitig erkannt und abgewendet bzw. behandelt werden.
Frühzeitig erkannt werden sollen Risikoschwangerschaften und Risikogeburten. Jede Schwangere erhält einen
Mutterpass. Darin werden für die Schwangerschaft und
Geburt bedeutsame Erkrankungen, Untersuchungsergebnisse, der berechnete Geburtstermin, Krankenhausaufenthalte und Angaben zur Geburt und dem Neugeborenen
eingetragen. Der Mutterpass sollte während der Schwangerschaft für Notfälle immer mitgeführt und bei jeder Vorsorgeuntersuchung vorgelegt werden.
● www.frauenaerzte-im-netz.de.
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Laut Mutterschaftsrichtlinien gehören
zur Betreuung der Schwangeren
• Untersuchung und Beratungen während der Schwangerschaft
• Frühzeitige Erkennung und besondere Überwachung von
Risikoschwangerschaften, amnioskopische und kardiotokographische Untersuchungen, Ultraschalldiagnostik etc.
• Serologische Untersuchungen auf bestehende oder
überstandene Infektionen
• z. B. Syphilis, Röteln, Hepatitis B
• mit HIV (dient dem Ausschluss einer Erkrankung; Test auf
freiwilliger Basis nach vorheriger ärztlicher Beratung)
• sowie bei begründetem Verdacht auf Toxoplasmose und
andere Infektionen
• Blutserologische Untersuchungen nach der Geburt oder
Fehlgeburt und Anti-D-Immunglobulin-Prophylaxe
• Untersuchungen und Beratungen der Wöchnerin
• Medikamentöse Maßnahmen und Verordnungen von
Verband- und Heilmitteln
• Aufzeichnungen und Bescheinigungen
Gesetzlicher Anspruch
Jede Schwangere hat einen gesetzlichen Anspruch auf ausreichende medizinische Untersuchung und Beratung. Die
Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen
beziehungsweise bei Privatversicherten von den Privatkrankenkassen übernommen. Wenn die Schwangere Leistungen
nach dem Bundessozialhilfegesetz bezieht, so übernimmt das
Sozialamt die Kosten der Schwangerenvorsorge.
Berufstätige Schwangere müssen für sämtliche Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit freigestellt werden, ohne dass
ihnen dadurch ein Verdienstausfall entsteht.
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Entwicklung im Mutterleib
1. Monat (Schwangerschaftswoche 1 - 4)
Ihre Schwangerschaft beginnt: 3 bis 4 Tage nach der
Befruchtung nistet sich die Eizelle in die Gebärmutter ein.
Die Zelle teilt sich mehrfach und die entstandenen Zellen
beginnen sich zu spezialisieren. Nun entwickelt sich der
Mutterkuchen (Plazenta). Die Plazentazellen nisten sich in
der Gebärmutterwand ein und bilden so eine Verbindung,
zwischen Plazenta und Gebärmutter. Eine Art Tropf der in
die Blutgefäße der Mutter mündet, übernimmt ab dem
11. Schwangerschaftstag die Versorgung des Embryos.
Die Blutkreisläufe wachsen zusammen und durch eine Zellschicht können viele Schadstoffe zurückgehalten werden.
Wichtige Nährstoffe gelangen über die Nabelschnur zum
Embryo. Die Nabelschnur wird etwa 1,5 Zentimeter dick
und ist am Ende der Schwangerschaft etwa 60 Zentimeter
lang. Am Ende des ersten Schwangerschaftsmonats ist Ihr
Embryo erst etwa so groß wie ein Sandkorn.
2. Monat (Schwangerschaftswoche 5 - 8)
Der Embryo hat nun erste Konturen angenommen. Sein
Herz beginnt zu schlagen, der obere Bereich des Körpers
(Kopf, Augenanlagen, Gehirn und Rücken) wächst in dieser Zeit am schnellsten. Im Verlauf der Schwangerschaft
passen sich die Proportionen wieder an. Die meisten
Organe sind nun angelegt, Rücken und Arme treten deutlich erkennbar hervor und auch das Geschlecht Ihres Babys
entwickelt sich. Bis zur 8. Woche bildet sich die Fruchtblase mit dem Fruchtwasser. Darin schwebt Ihr Kind wie
ein kleiner Astronaut und wird vor Druck, Lärm und Stößen
geschützt. Zum Ende des 2. Monats ist der Embryo etwa
so groß wie eine Kidneybohne, also etwa 2 Zentimeter,
und hat schon winzige Ärmchen und Beinchen.
3. Monat (Schwangerschaftswoche 9 - 12)
Gerade am Anfang dieses Monats entwickelt sich das
Gehirn des Ungeborenen rasant, er kann jetzt Arme und
Beine bewegen. Mehr noch, der Embryo dreht und wendet
sich in der Fruchtblase. In diesem Schwangerschaftsmonat
entwickeln sich die Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase,
Lippen und Zunge). Die Plazenta reichert sich zunehmend
mit Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Blutkreislauf der
Mutter an und wächst dabei auf Faustgröße heran. Ab der
10. Woche spricht man bei der Entwicklung Ihres Kindes
nicht mehr von einem Embryo, sondern von einem Fötus.
Er ist zum Ende des 3. Monats ungefähr so groß wie eine
Feige, also gut 5 Zentimeter groß, und 20 Gramm schwer.
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SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
4. Monat (Schwangerschaftswoche 13 - 16)
Ihr Ungeborenes wächst rasant weiter, ist aber immer noch
so klein, dass es in einem Hühnerei Platz hätte. Das zentrale Nervensystem bildet sich aus, dazu zählen die Steuerung für Gleichgewicht, Reflexe und Bewegungen. Der
Fötus bewegt sich zwar im Fruchtwasser hin und her, spüren werden Sie davon noch nichts. Er ist fast rund um die
Uhr aktiv mit nur kurzen Schlafphasen, die sich allerdings
noch nicht an den Tag-/Nachtrhythmus angepasst haben.
Etwa im vierten Monat entwickelt sein Körper eine feine
Behaarung, „Lanugobehaarung“ genannt, welche jedoch
bis zum Ende der Schwangerschaft wieder verschwindet.
Vermutlich halten die Härchen die wasserundurchlässige
„Käseschmiere“ besser am Körper und bilden somit eine
schützende Schicht auf der Haut des Babys. Es ist zum
Ende des 4. Monats ungefähr so groß wie eine Avocado,
in etwa 16 Zentimeter, und wiegt rund 200 Gramm.
5.Monat (Schwangerschaftswoche 17 - 20)
Der Fötus hört jetzt mit. Das Gehör ist so weit ausgeprägt,
dass er erste Geräusche wahrnimmt. Das Ungeborene
kann auch schon am Daumen lutschen, manche Mütter
können dies sogar spüren. Insgesamt wird der Fötus aktiver. Er absolviert sozusagen sein tägliches Trainingsprogramm. Für ihn ist das gar nichts Besonderes, bei Ihnen
kann das anders sein es ist möglich, dass Sie Ihr Baby zum
ersten Mal spüren. Ab diesem Monat ist meistens auch
das Geschlecht des Fötus für den Arzt erkennbar. Am
Ende des 5. Monats ist der Fötus etwa so groß wie eine
Paprika, also rund 25 Zentimeter, und wiegt 400 Gramm.
Wenn die Wehen stärker werden
Was bewirken die Wehen?
Wehen sind wiederkehrende Kontraktionen der
Gebärmutter, die in unterschiedlicher Frequenz
eine Anspannung und Entspannung des Muskels bewirken. Während der Wehen verkleinert
sich die Gebärmutter und schiebt das Kind aus
dem Körper der Mutter heraus. Ohne Wehen
ist kein Gebären möglich.
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Der Übergang von Senk- oder Vorwehen zu den Geburtswehen ist fließend. Senk- oder Vorwehen sind meist unregelmäßig, sie bleiben gleich stark und verringern ihre Intensität,
wenn Sie sich ablenken oder in Wärme entspannen können.
Geburtswehen sind regelmäßig und verstärken sich kontinuierlich. Sie werden während einer Geburtswehe nicht
gleichzeitig mit jemandem reden oder anderes machen können. Geburtswehen benötigen Konzentration, die Sie zum
Geburtstag Ihres Kindes führt. Es ist gut, dass Sie sich beim
ersten Kind langsam an die Geburtswehen gewöhnen können. Nutzen Sie die Zeit, den Rhythmus der Kontraktionen zu
erspüren und dem beginnenden Wehenschmerz durch Bewegung und Atmung etwas entgegenzusetzen. Nach nur sechs
Wehen, die im Abstand von zehn Minuten kommen, ist bereits
eine Stunde vergangen. Der Abstand wird jeweils vom Beginn
einer Wehe bis zum Beginn der nächsten Wehe gerechnet.
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
6. Monat (Schwangerschaftswoche 21 - 24)
Die Gebärmutter ist weiter gewachsen. Dadurch hat der
Fötus jetzt viel Platz zum Toben. Er erspürt und begreift
seine Umwelt und kann die Fäuste ballen, am Daumen
lutschen oder mit der Nabelschnur spielen. Durch dieses
Training entwickelt sich sein Gehirn weiter. Am Ende des
6. Monats ist der Fötus etwa so groß wie eine Kokosnuss,
also rund 30 Zentimeter, und wiegt zwischen 600 und 800
Gramm.
7. Monat (Schwangerschaftswoche 25 – 28)
Für den Fötus wird es jetzt enger im Bauch, denn er wächst
unaufhörlich weiter. Durch die Bauchdecke ist schon mal
ein Fuß oder Arm zu spüren, wenn das Ungeborene strampelt. Das Baby nimmt mehr und mehr wahr, auch von dem
Leben außerhalb des Mutterbauchs. Für eine spätere
enge Bindung ist dieser Monat wichtig. Sie als Eltern können jetzt mit dem Fötus im Bauch reden und er wird sich
Ihre Stimmen gut einprägen. Seine Sinne sind geschärft,
auch besitzt das Baby nun voll ausgeprägte Gesichtszüge.
In der 26. Woche öffnen sich das erste Mal die Augenlider,
die die winzigen Augen seit gut 2 Monaten bedecken. Es
kann jetzt die Augen selbstständig öffnen und schließen
oder blinzeln. Derweil härtet das Skelett aus und wird
immer stabiler. Für die unbeschadete Geburt ist das entscheidend. Auch Finger und Zehennägel werden nun fest.
Käme das Kind in dieser 28. Schwangerschaftswoche zur
Welt, hätte es bei einer ungefähren Größe von 35 Zentimetern und einem Gewicht von rund 1000 Gramm mit
entsprechender intensivmedizinischer Versorgung bereits
gute Überlebenschancen.
13
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
8. Monat (Schwangerschaftswoche 29 - 32)
Auch wenn das Baby jetzt weniger Platz für seine Turnübungen hat, kann es sich noch bis zur 36. Woche bequem
hin und her drehen und die Lage verändern. Es kann passieren, dass das Kind auf die Lunge der Mutter drückt,
was sie dann kurzatmig werden lässt. Alle Organe sind
jetzt schon fast vollständig entwickelt, bis auf die Lunge
des Babys. Sie benötigt Zeit bis zur 35. Woche. Unterstützend macht das Baby nun selbstständig Atemübungen,
was regelmäßig zu Schluckauf führt. Die Mutter spürt diesen als leichtes Zucken. Äußerlich sieht das Kind schon
genauso aus wie bei der Geburt, aber es beginnt noch mal
ein kräftiger Wachstumsschub. In einem knappen Monat
wächst es nun durchschnittlich um 10 Zentimeter und verdoppelt sein Gewicht auf 2.000 Gramm. Am Ende dieses
8. Monats ist es ungefähr 40 Zentimeter groß.
9. Monat (Schwangerschaftswoche 33 - 36)
Im 9. Monat legt das Baby noch mal um rund 200 Gramm
pro Woche zu. Die Verdauung beginnt zu arbeiten. Das
Ungeborene trinkt jetzt bis zu 3 Liter Fruchtwasser am Tag,
die es auch wieder ablässt. So trainiert es seine Nieren,
Blase und Magen. Die Gebärmutterwand liegt nun eng
an und massiert das Kind, wenn es strampelt. So wird es
automatisch langsam an den Druck gewöhnt, den es bei
der Geburt spüren wird. 95 Prozent aller Babys drehen
sich nun auf den Kopf und rutschen tiefer in das Becken
der Mutter. Bei vielen ist dieser Vorgang deutlich zu spüren und die meisten Frauen können jetzt wieder leichter
atmen. Das Baby ist am Ende des 9. Monats etwa so groß
wie ein kleiner Kürbis, also etwa 45 Zentimeter, und wiegt
für gewöhnlich 2.500 bis 2.800 Gramm.
10. Monat (Schwangerschaftswoche 37 - 40)
Das Baby nimmt jetzt noch 100 bis 200 Gramm pro Woche
zu. Der Kopf hat bereits einen Durchmesser von etwa 10
Zentimetern. In dieser Schlussphase bekommt das Kind
14
von seiner Mutter einen Cocktail aus wichtigen Eiweißstoffen und Antikörpern mit. Dieser natürliche Impfschutz,
genannt „Nestschutz“, stärkt das Baby etwa 1 Jahr gegen
allerlei Infektionskrankheiten. Da das Baby kaum noch
Platz zum Toben hat, rollt es sich von einer Seite auf die
andere. Gleichzeitig trainiert es den Saugreflex, zum Beispiel beim Daumenlutschen. Auf der Oberfläche der kindlichen Lunge bildet sich nun ein Stoff, der sicherstellt, dass
sich die Lungenbläschen des Kindes unverzüglich nach
der Geburt entfalten und das Kind atmen kann.
Ein paar Fakten zur Geburt
• Sie ist ein natürlicher Vorgang
• Jede Geburt dauert unterschiedlich lang und es können
Komplikationen auftreten
• In der letzten Phase der Geburt ist der beste Platz für den
werdenden Vater meist hinter seiner Partnerin
– so können Sie sie am besten unterstützen und die Eindrücke werden abgeschwächt
• Streiten Sie sich nicht im Kreissaal – verlassen Sie im Zweifelsfall den Kreissaal und nehmen sich eine Auszeit
5 Gründe, warum es schön ist
Mutter zu sein
• Der Geruch eines schlafenden Babys
• Wenn Ihr Baby Sie anlächelt ist alles gut
• Trotz der Müdigkeit waren Sie nie glücklicher
• Die Entwicklung des eigenen Kindes täglich zu beobachten
• Mit eigenen Kindern werden Sie deutlich gelassener, nichts
bringt Sie mehr aus der Ruhe
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Geburtsverlauf
Im letzten Schwangerschaftsdrittel wird der Bauch so
groß, dass sich viele Schwangere fragen, wie lange das
noch weitergehen soll. Sie können im Stehen ihre eigenen
Füße nicht mehr sehen, es ist anstrengend sich zu bücken,
beim Schlafen ist der Bauch im Weg. Die Schwangerschaft
wird anstrengend und gleichzeitig wachsen Ungeduld
und natürlich auch die Vorfreude auf das Kind. Der große
Tag der Geburt kommt bei den wenigsten Frauen überraschend, nutzen Sie die Zeit der Schwangerschaft, sich
seelisch und organisatorisch darauf vorzubereiten. Parallel
bereitet sich auch Ihr Körper darauf vor.
Bei Schwangeren, die zum ersten Mal Mutter werden,
beginnen etwa vier bis sechs Wochen vor der Geburt die
Senkwehen. Die werdende Mutter spürt das Zusammen-
ziehen der Gebärmutter auch durch das Hartwerden des
Bauches. Senkwehen machen sich durch ein Ziehen in der
Leistengegend oder im Kreuzbein bemerkbar. Eventuell
kennen Sie den Schmerz bereits als Regelschmerz oder
als Dehnungsschmerz der Mutterbänder.
Zur Klinik oder ins Geburtshaus:
Den richtigen Zeitpunkt finden
Wann Sie am besten Ihre Hebamme zur Hausgeburt rufen
oder sich auf den Weg in das Geburtshaus oder in die Klinik machen, hängt von vielen Faktoren ab: Ist Ihr Partner
schon bei Ihnen? Müssen Geschwisterkinder oder Haustiere untergebracht werden? Wie weit ist der geplante
Geburtsort entfernt? Und wie voll werden die Straßen
sein? Vielleicht ist die gepackte Tasche noch nicht griffbereit, oder es fehlen noch ein paar Dinge. Vergessen Sie
nicht Ihren Mutterpass!
Personaltraining
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SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Der Ablauf der Geburt
Die Geburt Ihres Kindes umfasst nicht nur den Augenblick,
in dem Sie Ihr Kind gebären. Sie beginnt mit regelmäßigen Wehen, die den Muttermund öffnen, und endet erst,
wenn auch der Mutterkuchen (Plazenta) geboren wurde.
Dieser Prozess nimmt in aller Regel einige Stunden in
Anspruch. Die Geburtsphase beginnt, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist. Der kindliche Kopf hat sich
dann dem Beckenring so weit angepasst, dass er den
Beckeneingang passieren kann. Der Kopf wird durch die
Wehen in die Beckenmitte oder Beckenhöhle geschoben und rutscht mit einer Vierteldrehung weiter auf den
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Beckenboden. Dabei dreht sich der kindliche Rücken nach
vorne. Der Muskel der Gebärmutter hat nun seine maximale Dicke erreicht und unterstützt optimal den Drang der
Mutter, das Kind auf die Welt zu schieben. Dabei verstärkt
die Mutter die Wehenkraft durch die Kraft der Bauchmuskeln. Viele Frauen empfinden bei diesen Wehen weniger
Schmerzen, sondern eher ein starkes Dehnungsgefühl. Ist
der Kopf des Kindes geboren, folgen Arme, Rumpf und
Beine schnell nach. Damit endet die Geburtsphase. Die
Gebärmutter zieht sich fest zusammen, um die Haftstelle
des Mutterkuchens zu verkleinern und Blutgefäße zu ver-
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
schließen. Weitere, nach der ersten Geburt schmerzlose
Wehen werden in den nächsten Tagen durch das Saugen
des Kindes an der Brust angeregt. Sie verkleinern die
Gebärmutter täglich mehr, so dass sie nach zwei Wochen
schon nicht mehr über dem Schambein zu ertasten ist.
es bereits abgenabelt, endet die Funktion des Mutterkuchens. Er trennt sich von der Innenwand der Gebärmutter und wird mit einer weiteren Kontraktion geboren. Erst
dann ist die Geburt abgeschlossen. Die Mutter beginnt
jetzt ihr Wochenbett.
Die letzte Phase ist die Nachgeburtsphase. Nachgeburt
ist ein anderes Wort für die Plazenta oder den Mutterkuchen. Die schmerzhaften Wehen hören nach der Geburt
schlagartig auf. Die Gebärmutter zieht sich weiter zusammen. Hat das Kind begonnen, sicher zu atmen, oder ist
● Quelle: Verbraucherzentrale, Schwangerschaft und Geburt selbstbestimmt, Auflage 2015, 224 Seiten, Preis 19,90 Euro.
Bestellmöglichkeiten: Im Online-Shop unter www.vz-ratgeber.de oder
per Telefon: 0211 / 38 09-555. Der Ratgeber ist auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und im Buchhandel erhältlich.
Checkliste Kliniktasche
Es empfiehlt sich frühzeitig mit dem Packen der Kliniktasche zu
beginnen, damit man auch alles Notwendige auf einmal griffbereit hat, wenn es mit der Geburt losgeht:
Offizielle Dokumente:
O Mutterpass
O Krankenkassenkarte
O Personalausweis
O Einweisungsschein des Frauenarztes
O Stammbuch oder Heiratsurkunde
O Vaterschaftsanerkennung bzw. Geburtsurkunden der
O Eltern, wenn Sie nicht verheiratet sind
Für die Mutter:
O bequeme weite Shirts, auch welche zum Wechseln einpacken
O locker sitzende Kleidung für nach der Geburt
O warme Socken, Hausschuhe, Badelatschen
O Haargummi oder Haarspange
O Lippenbalsam, Massageöl bzw. andere Pflegeprodukte die
Sie für Ihr Wohlbefinden benötigen (Kulturtasche)
O Getränke und Snacks
O Tablet, MP3-Player, Zeitschriften
O Nachthemden, Schlafanzüge, Bademantel
O Still-BHs & Stilleinlagen
O Unterwäsche
O Große Packung starker Binden
O Handtücher, Waschlappen
Für das Baby
(je nachdem ob Ihr Baby ein Sommer- oder ein Winterbaby ist):
O Babyautositz
O Decke
O Windeln
O Zwei Babybodys in den kleinsten Größen
O Söckchen
O Mütze
O für das Sommerbaby: Strampelanzug, leichtes Jäckchen
O für das Winterbaby zusätzlich: Schneeanzug, Handschuhe
17
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Der Vater und das Baby
Nicht nur für die Mutter, sondern auch für Sie als Vater
beginnt mit dem positiven Schwangerschaftstest eine
spannende Zeit. Viele Väter wollen gleich voll eingebunden werden und bei den Vorsorgeuntersuchungen und
auch bei dem Geburtsvorbereitungskurs dabei sein.
reitet zu sein. In ihr enthalten sein können zum Beispiel
Snacks und ausreichend zu trinken, falls die Nacht länger
wird und der Kiosk im Krankenhaus geschlossen hat, oder
vielleicht eine Kamera, um die ersten Eindrücke nach der
Geburt festzuhalten.
Vielleicht bietet sich auch ein Vorbereitungskurs nur für
Männer an, in dem Sie mit anderen Vätern Ihre individuellen Fragen diskutieren können. Der Kurs wird nur in seltenen Fällen von der Krankenkasse finanziert, aber ein Austausch unter werdenden Vätern kann durchaus hilfreich
sein, da unter Gleichgesinnten anders über das Thema
gesprochen wird. Als Vorbereitung für die Geburt kann
sich der Vater auch eine Tasche für den Kreissaal packen,
um auf einen längeren Aufenthalt im Krankenhaus vorbe-
Ob der Vater am großen Tag letztendlich mit in den Kreissaal geht, ist jedem selbst überlassen. Viele wollen bei der
Entbindung sein, andere kommen mit dem Geburtsvorgang nicht klar, weil sie zum Beispiel kein Blut sehen können. Oder sie kommen sich nicht nützlich bzw. ausreichend
vorbereitet vor. Das muss jeder Vater für sich entscheiden.
Um diese Entscheidung abschließend treffen zu können,
sollten Sie mit Ihrer Partnerin Rücksprache halten und Sie
sollten sich gut vorbereiten, damit Sie sich der Situation
Warum es toll ist, Vater zu sein
1. Mann hat nun die Gelegenheit herumzutoben, ohne sich
schämen zu müssen.
2. Mann kann endlich ausprobieren, mit wie wenig Schlaf man
den Tag durchsteht
3. Mann kann alte Freundschaften wieder pflegen:
Lego, Carrera, Märklin.
4. Mann wurde nie zuvor von attraktiven Frauen so häufig
angesprochen, wie in dem Moment, wenn man mit einem
Baby auf dem Arm spazieren geht.
5. Und das wichtigste:
Es gibt einen Menschen, für den man der Größte aller
Helden ist.
6. Es macht Spaß, die Welt durch die Augen eines Dreijährigen wiederzuentdecken.
18
*
gewachsen fühlen. Sie müssen sich damit auseinandersetzen, dass Schmerzen für Ihre Partnerin dazugehören, und
dass auch unvorhergesehene Dinge passieren können.
E R F Ü L LT G R Ö S S T E A N S P R Ü C H E
B I S I N S K L E I N ST E D E TA I L .
Der neue Mazda CX-5 vereint ausgezeichnetes Fahrzeugdesign mit
Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihrer Partnerin während
der Entbindung am besten helfen können, wenden Sie
sich an die Hebamme bzw. den Arzt oder die Ärztin. Sie
können Tipps geben, wie Sie ihr beistehen können.
außergewöhnlichem Fahrspaß und beeindruckender Liebe zum Detail.
G-Vectoring Control Fahrdynamikregelung. Advanced Head-up Display.
Matrix-LED Lichtsystem. Einzigartige Agilität und Komfort die Fahrer
und Fahrzeug verschmelzen lassen.
DRIVE TOGETHER.
Auf den Weg ins Krankenhaus sollten Sie sich spätestens
machen, wenn die Fruchtblase gesprungen ist. Am Anfang
kommen die Wehen nur in unregelmäßigen Abständen,
aber sie sollten die Mutter von Anfang an unterstützen, ihr
Mut zusprechen und sie beruhigen.
Zur Entspannung können Sie mit der werdenden Mutter
spazieren gehen und die Schmerzpunkte massieren.
Die stärker werdenden Wehen sorgen dafür, dass sich der
Muttermund öffnet, damit das Kind auf die Welt kommen
kann. Dies ist auch die längste Phase der Geburt, welche
mehrere Stunden dauern kann. Wenn der Muttermund
schließlich geöffnet ist, setzen die Austreibungswehen ein
und die letzte Phase der Geburt beginnt.
Der Kopf des Babys wird meistens als erstes geboren und
nach einer kurzen Pause wird der Körper herausgepresst.
Ist das Baby auf der Welt, wird es der Mutter auf den Bauch
gelegt und Sie können die Nabelschnur durchschneiden,
wenn Sie möchten.
DER NEUE
M{ZD{ CX-5
*AUTO ZEITUNG, Ausgabe 11/2017: Leserwahl zur „DESIGN TROPHY 2017”. Der Mazda CX-5 gewinnt in der Kategorie „SUV“ und ist „Champion aller Klassen“.
•
Mit den letzten Wehen wird die Plazenta, auch Nachgeburt genannt, ausgeschieden.
19
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Das Heim-Workout für junge Mütter
Während und nach einer Schwangerschaft verändert sich
vieles im Leben und der Alltag der meisten Mütter ist weit
entfernt von der einst herrschenden Struktur und all den
täglichen Gewohnheiten.
Durch die angepasste Körperhaltung, eine komplett veränderte Ernährung und die Schonung sämtlicher Muskeln,
fühlen sich viele junge Mütter nicht wohl und klagen über
Rückenschmerzen. Es ist nur zu verständlich, dass man
sich als Frau danach sehnt, wieder etwas für sich selbst zu
tun und sich wieder wohl in seinem Körper fühlen will.
Dennoch gilt es, Geduld zu wahren. Eine professionelle
Rückbildung bei einer Hebamme oder einem Experten ist
direkt nach der Geburt unerlässlich. Nach vier bis sechs
Wochen kann langsam wieder mit Sport begonnen werden. Auch hier gelten keine vorgegebenen Werte, sondern einzig und allein das persönliche Empfinden und die
Körperwahrnehmung.
Um den Körper in Form zu bringen, reicht ausreichend
Bewegung allein nicht. Muskeln lassen sich nur durch Kräftigungsübungen formen, was zum einen den Rücken entlastet und zum anderen für einen straffen Körper sorgt.
Sinnvolles Krafttraining erfordert keine Geräte oder andere
Hilfsmittel. Entscheidend ist, dass 2-3 mal pro Woche muskulär gearbeitet wird, ansonsten werden sich die Muskeln
nicht an die Belastung anpassen und die Trainingserfolge
bleiben auf der Strecke.
Das folgende Workout trainiert den ganzen Körper, ist
ohne Equipment zu absolvieren und erfordert 15 Minuten
Zeitaufwand.
20
1. Übung: Katzen- und Pferdebuckel
Sie starten im Vierfüßerstand (a), die Schultern stehen
senkrecht über den Händen. Nehmen Sie die Wirbelsäule
wahr und strecken sie sich. Spüren Sie die Dehnung in der
Brustwirbelsäule, atmen Sie tief und beugen Sie anschließend den Rücken Wirbel für Wirbel bis zum Katzenbuckel
(b). Auch hier wieder drei tiefe Atemzüge nehmen und
wieder mit der Streckung beginnen. Wiederholen Sie dies
5 - 10 mal. Begeben Sie sich anschließend in den Fersensitz (c), legen Sie die Hände hinter dem Rücken auf den
Boden ab und heben Sie langsam die Hüfte nach oben.
Strecken Sie ds Hüftgelenk so weit wie möglich (d) und
ziehen Sie ihre Schulterblätter nach hinten. Spüren Sie die
Dehnung 3 Atemzüge lang und setzen wieder ab. Auch
diese Übung 5 – 10 mal wiederholen. Danach begeben
Sie sich in die Rückenlage mit den Füßen aufgestellt (e),
nehmen Sie die Hände verschränkt vor die Brust und
heben die Hüfte nach oben (f). Aktivieren Sie die Po- und
Rückenmuskulatur und atmen Sie 15 mal tief. Wenn Sie
die Übung steigern wollen, können Sie ein Bein nach oben
strecken (g) und diese Position jeweils 8 Atemzüge lang
halten. Wiederholen Sie die Übung 3 mal. Anschließend
können Sie sich eine Minute Pause gönnen.
a
b
c
d
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
e
3. Übung: Unterarmstützvarianten
Sie beginnen im Seitstütz, beide Füße liegen komplett mit
der Seite auf dem Boden (a). Die freie Hand legen Sie auf
Ihr Becken und senken dieses soweit wie möglich in Richtung Boden ab. Anschließend heben Sie es so weit wie
möglich nach oben (b) und bleiben dabei mit dem Rücken
gerade. 10 Wiederholungen links, anschließend zehn Wiederholungen rechts. Halten Sie nicht den Atem an, sondern atmen sie pausenlos weiter.
f
g
Anschließend begeben Sie sich in den Unterarmstütz (c)
und halten Ihren unteren Rücken stabil. Halten Sie die
Position solange wie möglich.
2. Übung: der Frosch
Diese Übung sieht einfach aus, hat es aber in sich.
Sie starten in der tiefen Hocke, die Fersen stehen fest am
Boden und der Oberkörper richtet sicht auf (a).
Dann stellen Sie die Hände auf den Bode vor Ihnen (b),
bringen das ganze Körpergewicht auf die Hände (c) und
hüpfen wieder zu den Händen nach vorne in die Hocke
(d). 3 Sprünge nach vorn, anschließend drei Sprünge nach
hinten (vom Boden abstoßen). Ziel ist es, eine Minute am
Stück im Frosch hüpfen zu können.
a
b
c
Abschließend begeben Sie sich in die gezeigte Dehnübung (d) und nehmen sich 10 tiefe Atemzüge Zeit.
Bei Bedarf können Sie das komplette Training 2 – 3 mal
wiederholen.
• Matthias Maier, mm Training
Jakoberstraße 70, 86152 Augsburg
Tel.: 0821 885 307 58, www.mm-training.net
a
b
c
d
d
21
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Yoga und Feldenkrais
in der Schwangerschaft
Du bist schwanger? Herzlichen Glückwunsch!
Du wünschst dir nur das Beste für dich und dein Baby?
Yoga und Feldenkrais sind ganzheitliche Bewegungsmethoden und können dich von Anfang an unterstützen!
Übung 1 – Feldenkrais
Lockere dein Becken und schaffe Platz für dein Baby!
Lege eine Decke oder einen Ball zwischen deine Beine.
Bewege das obere Knie/Bein vor und zurück. Spüre wie
sich dein Becken bewegt und Platz im Bauch- und Beckenbereich entsteht. Spüre wie sich diese Bewegung in der
unteren Achselhöhle wiederspiegelt.
Du willst während deiner Schwangerschaft etwas für dich
und dein ungeborenes Baby tun, bist dir aber unsicher
was das Richtige für euch sein könnte?
Durch Feldenkrais- und Yogaübungen lernst du dich leicht
und geschmeidig zu bewegen und stärkst dich! Jede
Übung befasst sich mit einem bestimmten Thema, wie
z.B. „das bewegliche Becken" oder „die Mobilisierung
der Wirbelsäule“. Yoga und Feldenkrais sind zwei effektive
Methoden und können dich in der wundervollen Zeit deiner Schwangerschaft begleiten. Bist du neugierig geworden? Dann probiere die nachfolgenden Übungen gleich
aus!
Beachte, dass du beim Üben immer nur das tust, was sich
für dich und deinen Babybauch gut anfühlt! Wenn du
dir nicht sicher bist ob du eine Übung richtig ausführst,
denk daran, dass es ist richtig ist, wenn es sich für dich gut
anfühlt. Move - on!
Du hast Lust auf mehr oder noch Fragen?
Wir freuen uns, euch in der Schwangerschaft und danach
begleiten zu dürfen.
• Silia Giussani, DER GRÜNE RAUM, Feldenkrais,
Osteopathie, Yoga, www.dergrueneraum.de
• Manuela Maslin, Yogastudio Wolke 34, Yogakurse –
bis zu 100 % Krankenkassen-Anerkennung, Seminar
raum, Workshops, www.yoga-augsburg.com
22
Übung 2 – Feldenkrais
Bewege deine Schultern und entspanne so deinen
Nacken- und Schulterbereich.
Ziehe deine Schulter sanft hoch und runter, vor und zurück.
Spüre wie sich diese Bewegung bis in den Brustkorb und
das Schultergelenk ausweitet.
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Übung 3 – Feldenkrais
Roll´ dich weich! Schiebe die obere Handfläche über die
untere Hand vor und zurück. Spüre wie du den oberen
Arm lang nach vorne gleiten läßt und dann nach hinten
ziehst. Spüre wie der Brustkorb und der Kopf der Armbewegung folgen und der ganze Oberkörper und der Kopf
nach vorne und hinten rollen.
Übung 5 – Feldenkrais /Yoga
Massiere deinen unteren Rücken! Feldenkrais/Yoga:
mache leicht schaukelnde Bewegungen links/rechts, Richtung Kopf und Füßen. Kreise mit deinem Becken auf der
Matte, entlaste und massiere so den unteren Rücken.
Übung 4 – Feldenkrais / Yoga
Mobilisiere deine Wirbelsäule! Feldenkrais: Lege die
Hände aufeinander. Hebe die obere Hand zur Zimmerdecke und lege sie hinter dir auf den Boden. Wiederhole
diese Bewegung und lass sie rund und weich werden.
Yoga: Bleibe mit geöffneten Armen liegen und schließe
die Augen. Atme tief ein und aus und spüre den Atem in
deinem Rücken.
Übung 6 – Yoga
Drehsitz: Tu dir was Gutes für deinen Rücken!Lege die
linke Hand an das rechte Knie und die rechte Hand hinter
dir auf den Boden. Nimm den Kopf mit in die Drehung,
schließe die Augen, atme tief und komme mit jedem langen Ausatmen weiter in die Drehung.
23
SCHWANGERSCHAFT & GEBURT
Übung 7 – Yoga
Halbe Vorwärtsbeuge: Sanfte Dehnung in der Beinrückseite und im unteren Rücken! Atme ein und hebe die
Arme hoch. Lege beim Ausatmen die Hände an dein ausgestecktes Bein. Es ist egal bis wohin sie kommen.
Vermeide einen Rundrücken. Schließe die Augen und
halte die Position für 1-2 Minuten.
Übung 9 – Feldenkrais
Genieße die sanfte Massage des unteren Rückens!
Du lehnst an einer Wand mit einem sehr weichen Ball zwischen Wand und Rücken. Deine Knie sind leicht gebeugt
und dein Stand ist angenehm für dich. Bewege deine
Beine so, dass der Ball den unteren Rücken angenehm
massiert.
Übung 8 – Yoga
Schulterstand-Variante:
Entlaste deine Beine und dein Herz-Kreislauf-System!
Lasse die Füße locker nach außen fallen. Schließe deine
Augen und genieße. Lege ggf. ein Kissen unter dein
Steißbein.
Übung 10 – Yoga
Stelle deine Beine hüftweit geöffnet, deine Schultern sind
entspannt. Mache eine sanfte Kippbewegung mit deinem
Becken nach vorne. Somit schaffst du Länge im unteren
Rücken und er wird sofort entspannt.
24
ORGANISATORISCHES
Behördengänge rund um die Geburt
Mutterschutz
Die Geburt sollte innerhalb einer Woche beim zuständigen Standesamt gemeldet werden, um die Geburtsurkunde zu beantragen. Ist das Kind in einem Krankenhaus
zur Welt gekommen, erledigt dieses oftmals die Behördengänge. Die Eltern müssen lediglich die Formulare ausfüllen und die Geburtsurkunde beim Standesamt abholen.
So können die jungen Eltern die erste Zeit ungestört mit
dem Baby verbringen, da sie sich nicht um die offiziellen
Formalitäten kümmern müssen.
Die Geburtsurkunde wird zum Beispiel gebraucht, um
das Baby beim Einwohnermeldeamt anzumelden. Da das
Standesamt nicht immer automatisch die Nachricht an die
entsprechende Stelle weiterleitet, ist es ratsam, dort kurz
nachzufragen, ob die Anmeldung weitergeleitet wurde.
Außerdem empfiehlt es sich bei unverheirateten Paaren,
eine Vaterschaftsanerkennung zu beantragen, damit der
Vater auch in der Geburtsurkunde genannt wird. Dies kann
man aber bereits vor der Geburt erledigen. Die Mutter
muss diesem Vorgang zustimmen, damit die Anerkennung
des Verwandtschaftsverhältnisses offiziell bestätigt wird.
Dies erleichtert den Ablauf bei eventuellen späteren Sorgerechtsstreits- oder Erbschaftsfragen. Da in Deutschland
eine Versicherungspflicht besteht, sollte das Baby außerdem möglichst bald bei der Krankenkasse angemeldet
werden, damit es familienversichert und bei allen weiteren
Untersuchungen gut abgesichert ist. Das Baby ist zwar von
Anfang an über die Mutter mitversichert, aber eine offizielle Anmeldung ist dennoch nötig, damit das Baby eine
eigene Versichertenkarte bekommt. Des Weiteren sollten
bereits vor der Geburt die Formalitäten bezüglich Mutterschaftsgeld, Kindergeld und Elterngeld geklärt werden,
damit die Eltern sich nach der Geburt ganz entspannt auf
ihr Baby konzentrieren können. Bereits sieben Wochen
vor der Geburt sollte die Elternzeit bei dem Arbeitgeber
beantragt werden, damit sie rechtzeitig in Kraft tritt.
Der gesetzliche Mutterschutz hat die Aufgabe, die in
einem Beschäftigungsverhältnis stehende Mutter und ihr
Kind vor gesundheitlichen Gefährdungen sowie vor Überforderung am Arbeitsplatz, vor finanziellen Einbußen und
vor dem Verlust des Arbeitsplatzes während der Schwangerschaft und einige Zeit nach der Geburt zu schützen.
Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung
und endet im Normalfall acht Wochen, bei Frühgeburten
oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung.
Damit der Arbeitgeber die Mutterschutzbestimmungen
einhalten kann, sollen Frauen dem Unternehmen ihre
Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbin-
Mutterschutzgesetz
Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Mütter, die in einem
Arbeitsverhältnis stehen und für Frauen, die sich in der
beruflichen Ausbildung befinden, wenn das Ausbildungsverhältnis auf einem Arbeitsvertrag beruht. Auch auf Frauen in
sozialversicherungsfreien Arbeitsverhältnissen (geringfügige
Beschäftigung) findet das Mutterschutzgesetz grundsätzlich
Anwendung.
Frauen, die befristete Arbeitsverträge abgeschlossen haben,
fallen während der Schwangerschaft und einige Zeit nach
der Entbindung unter das Mutterschutzgesetz, solange das
befristete Arbeitsverhältnis besteht. Verlängert die Arbeitgeberseite alle gleich liegenden befristeten Arbeitsverhältnisse
und beruft sie sich nur der werdenden Mutter gegenüber auf
den Fristablauf, könnte das eine unmittelbare Diskriminierung
der werdenden Mutter und damit unzulässig sein.
25
ORGANISATORISCHES
dung mitteilen, sobald ihnen diese Tatsachen bekannt
sind. Während der Mutterschutzfristen vor und nach der
Entbindung und für den Entbindungstag sind Frauen
finanziell abgesichert, in der Regel durch das Mutterschaftsgeld und einen Zuschuss, den der Arbeitgeber zu
tragen hat. Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen
Krankenkassen während der Schutzfristen gezahlt. Für die
Zahlung des Mutterschaftsgeldes ist die Bescheinigung
eines Arztes oder einer Hebamme erforderlich, in der
der mutmaßliche Entbindungstermin angegeben werden
muss.
Elternzeit
Die Elternzeit ermöglicht es Eltern, zur Betreuung ihres
Kindes im Beruf kürzerzutreten und gleichzeitig den Kontakt zur Arbeitswelt aufrechtzuerhalten. Durch die neu eingeführten flexibleren Regelungen zur Elternzeit bekommen die Eltern mehr Spielräume bei der Gestaltung ihrer
Elternzeit. Auch weiterhin sind für jeden Elternteil bis zu 36
Monate unbezahlte Auszeit vom Job bis zur Vollendung
des dritten Lebensjahres des Kindes möglich. Davon können Mütter und Väter nun 24 statt bisher zwölf Monate
im Zeitraum zwischen dem dritten und der Vollendung
des achten Lebensjahres des Kindes flexibel beanspruchen. Außerdem kann die Elternzeit in drei Zeitabschnitte
pro Elternteil aufgeteilt werden. Das bedeutet: Elternzeit
dann, wenn Eltern und Kinder sie wirklich brauchen.
Elterngeld
Das Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus) orientiert sich an der Höhe des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens des Elternteils der nach der Geburt zu Hause
bleibt. Familien mit mehr als einem Kind können dabei
einen Geschwisterbonus erhalten. Jeder Elternteil kann
nur einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen.
26
Das Basiselterngeld ist eine Familienleistung für alle
Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Monaten nach der
Geburt selbst betreuen wollen und deshalb nicht oder
nicht voll erwerbstätig sein können. Müttern und Vätern
stehen zwölf Monatsbeträge zur Verfügung, die sie untereinander aufteilen können. Wenn beide Eltern das Elterngeld nutzen und ihr Erwerbseinkommen wegfällt, wird
für zwei zusätzliche Monate (Partnermonate) Elterngeld
gezahlt. Ein Elternteil kann das Elterngeld für mindestens
zwei und maximal zwölf Monate beziehen. Das ElterngeldPlus stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Es richtet sich vor allem an Eltern, die früher in den Beruf
zurückkehren möchten. Dafür wird es für den doppelten
Zeitraum gezahlt: ein Elterngeldmonat sind dann zwei
ElterngeldPlus- Monate. Damit profitieren Eltern vom
ElterngeldPlus auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus und haben mehr Zeit für sich und ihr Kind.
Der Partnerschaftsbonus fördert dabei die partnerschaftliche Aufteilung von familiären und beruflichen Aufgaben.
Er soll Eltern ermutigen, sich für ein partnerschaftliches
Zeitarrangement zu entscheiden. Der Partnerschaftsbonus bietet die Möglichkeit, für vier weitere Monate ElterngeldPlus zu nutzen: Wenn Mutter und Vater in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig zwischen 25 und 30
Wochenstunden arbeiten, kann jeder Elternteil in diesen
Monaten vier zusätzliche Monatsbeträge ElterngeldPlus
beziehen. Keinen Anspruch auf Elterngeld haben Elternpaare, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes
gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr
als 500.000 Euro hatten. Für Alleinerziehende entfällt der
Elterngeldanspruch ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 250.000 Euro im Kalenderjahr vor der
Geburt. Alleinerziehende, bei denen sich für zwei Bezugsmonate das Erwerbseinkommen mindert, können allein
bis zu 14 Monate Basiselterngeld erhalten.
ORGANISATORISCHES
Elternzeit
Für den Anspruch auf Elternzeit müssen außerdem die folgenden Voraussetzungen vorliegen:
• Die Berechtigte bzw. der Berechtigte lebt mit dem Kind im
selben Haushalt,
• betreut und erzieht es überwiegend selbst und
• arbeitet während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats.
Wenn während der laufenden Elternzeit ein weiteres Kind
geboren wird, schließt sich die Elternzeit für das weitere Kind
an die abgelaufene erste Elternzeit an.
Elterngeld
Anspruch auf Elterngeld (Basiselterngeld und ElterngeldPlus)
haben Mütter und Väter, die
• ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen,
• Auszubildende oder Studierende sind,
• nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind,
• mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und
• einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in
Deutschland haben.
Kindergeld
Das Kindergeld gehört zu den wichtigsten Leistungen für
Familien in Deutschland. Es erreicht die Familien direkt
und entlastet sie finanziell. Um es zu erhalten, muss ein
Antrag bei der zuständigen Familienkasse eingereicht
werden, in der Regel befindet die sich bei der Agentur für
Arbeit.
Das Kindergeld wird einkommensunabhängig an alle
Familien bezahlt. Dabei gelten folgende Regelungen:
Prinzipiell erhalten Kinder bis zum 18. Lebensjahr Kindergeld und bis zum 21. Lebensjahr bei arbeitslosen Kindern.
Bei Kindern, die sich in der Ausbildung befinden, wird der
Beitrag sogar bis zum 25. Lebensjahr gezahlt.
Der Familie steht ab einem Kind monatlich Kindergeld von
192 € zu, beim dritten Kind steigt es auf 198 € und ab dem
vierten Kind liegt der Betrag bei 223 € monatlich.
• Für weitere Informationen bezüglich Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld oder Kindergeld besuchen Sie die Seite des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.bmfsfj.de
27
ORGANISATORISCHES
Checkliste
Baby- Erstausstattung
Grundausstattung für Zuhause
O Kinderbett (Matratze, wasserdichte Unterlage, 2 Spannbettlaken)
O Stubenwagen
O Wickelkommode, Wickelauflage
O Windeleimer
O Babyschlafsack/ Decke
O Babyphone
O Eventuell ein Mobile für über das Bett
O Babywippe
O Handtücher, Badetücher mit Kapuze
O Moltontücher und Mulltücher
Kleidung (kaufen Sie bitte nicht zu viel, die Babys wachsen
schnell aus ihrer Kleidung raus)
O 6-8 Strampler
O 6-8 Bodys
O 6-8 Shirts, Hemden oder Pullover
O 6-8 Höschen
O Mehrere paar Erstlingssöckchen
O 1-2 Schlafanzüge
O 2 Mützen
O leichte Jacke
O Im Winter zusätzlich: Winterjacke, Handschuhe, Babyoverall, Schal
Babypflege
O Windeln
O 6 Waschlappen
O Babypflegeprodukte (Feuchttücher, Creme, Puder, Babyöl)
O Babybadewanne oder Badeeimer
O Thermometer
O Babynagelpflegeset
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Unterwegs
O Kinderwagen
O Kindersitz fürs Auto
O Wickeltasche
Für Stillkinder
O 2-3 Still BHs
O Stilleinlagen
O Stillkissen
O ggf. Milchpumpe
Für Flaschenkinder
O 5-6 Fläschchen
O 4-5 Sauger (Gr. 1)
O 1 Flaschenbürste
O 1 Flaschenwärmer
O 1 Paket Säuglingsnahrung
O Spuktücher
O eventuell Sterilisator
ORGANISATORISCHES
Versicherungen
Gibt es Zuwachs in der Familie muss man sich auch mit
der Anpassung des Versicherungsschutzes in den verschiedenen Lebensbereichen befassen und sicherstellen,
dass er den neuen veränderten Lebensumständen entspricht. Melden Sie Ihr Kind der privaten Haftpflicht, damit
auch das neue Familienmitglied mitversichert ist.
Chance, die man mit angeschlagener Gesundheit nutzen
sollte!
Bis 6 Wochen nach der Geburt können Sie ihr Kind ohne
Gesundheitsüberprüfung über die eigene bestehende
Krankenzusatzversicherung versichern.
Ebenso wichtig ist es sich damit auseinander zu setzen,
was zu tun ist, wenn die Verdiener der Familie nicht mehr
in der Lage sind, ihrer Arbeit nachzugehen. Die dann notwendige finanzielle Absicherung für den Krankheits- oder
Todesfall muss neu geregelt werden, um eine Absicherung
der Familie zu gewährleisten. Hier empfiehlt es sich, Hilfe
bei einer auf Familien spezialisierten Maklerin zu erfragen.
Die Beratung ist kostenfrei.
Bei bestehender Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung besteht mit guten Versicherungsbedingungen
die Möglichkeit innerhalb von 6 Monaten ohne Gesundheitsprüfung den Versicherungsschutz zu erhöhen. Eine
Wenn Sie für Ihr Alter mit der Riesterrente vorsorgen, denken Sie daran sich die staatlichen Zuschüsse für Ihr Kind
zu sichern.
Einfach unverbindlich
ausprobieren!
Machen Sie es sich
einfach. Ein Termin – und
Sie müssen sich nicht
mehr selber kümmern.
Ich bin für Sie da!
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29
GESUNDE ENTWICKLUNG
Meilensteine der Entwicklung
Der Entwicklungsrhythmus eines Kindes ist von einigen
Faktoren abhängig. Manche Kinder sind von Natur aus
temperamentvoller, sind körperlich weiter entwickelt
oder seelisch ausgeglichener. Auch die genetische Veranlagung spielt eine große Rolle, wann ein Kind anfängt
zu laufen oder zu sprechen. Das Entwicklungstempo im
Babyalter sagt aber nichts darüber aus, ob das Kind im
späteren Leben Nachteile haben könnte oder nicht. In den
allermeisten Fällen sind „Frühstarter" und „Spätzünder"
bis zum einschulungsfähigen Alter wieder auf derselben
Entwicklungsstufe.
1. Monat
Die Augenbewegungen sind noch nicht zielgerichtet,
nach einigen Tagen kann das Baby sein Gegenüber aber
kurz fixieren und ein kleines Stück der Bewegung folgen.
Anfangs sind seine Bewegungen noch sehr unkontrolliert,
sie werden im Laufe des ersten Lebensmonats aber immer
koordinierter und flüssiger.
Um die Entwicklung zu fördern, braucht das Kind besonders in der ersten Zeit viel Zuwendung. All die Ansprachen
sind Reize, auf die das Kind reagiert und wodurch seine
eigenen Sinne beansprucht und weiterentwickelt werden.
Baby aber, sich auf seine Unterarme zu stützen Dabei kann
es den Kopf kurzfristig anheben, um seine Umgebung
besser wahrzunehmen. Die Augen des Kindes können nun
Gegenstände, die weiter entfernt sind, erkennen und verDer Säugling macht sich in den ersten Wochen durch rela- folgen. Auf bunte und kräftige Farben reagiert der Säugtiv gleich klingendesDieser
Schreien Artikel
verständlich.
fängtnicht
er ling
jetzt am meisten. Er wendet sich aufmerksam allen
istBald
online
verfügbar.
aber an, zwischen seinen
Bedürfnissen,
wie
Hunger
oder
Geräuschen
zu und kann zu.
auch seine Eltern von fremden
Gerne senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar
Müdigkeit, einen stimmlichen Unterschied zu machen.
Personen unterscheiden. Alles sollte darauf ausgerichtet
sein, das Baby und seine Sinne anzusprechen.
2. Monat
Der Säugling fängt in diesem Monat an, seine Arme und Für eine gute Entwicklung des Kindes ist es immer das
Beine gezielter zu bewegen. Er öffnet unter anderem die Wichtigste, dass es so viel Kontakt wie möglich zu seinen
Hände und spielt mit ihnen. In der Bauch- sowie in der Eltern hat. Sein Verhalten und seine Reaktionen werden
Rückenlage liegt das Kind noch instabil. Schnell lernt das durch Spielen und Kuscheln immer weiter gefördert.
30
GESUNDE ENTWICKLUNG
3. Monat
Der Säugling kann jetzt bewusster mit seinen Händen Umgebung. Das Gleichgewicht des Kindes ist wesentlich ausgeprägter als noch zuvor, und es gelingt ihm jetzt
spielen und versucht nach seinem Spielzeug zu greifen.
Das Kind hat bis zu diesem Lebensabschnitt bereits immer öfter, sich von der Rückenlage in die Bauchlage zu
gelernt, die eigene Stimmmelodie seiner Befindlichkeit rollen.
anzupassen. Bei Unbehagen wird die Tonlage tiefer und
gedehnter. Wenn es sich aber gut fühlt, steigt die Stimm- Die neusten Forschungsergebnisse besagen, dass Kinder
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melodie an und das Plaudern wird lockerer. Eltern und im Alter von vier Monaten schon alle Basislaute ihrer MutGernegewöhnt,
senden
Ansichtsexemplar
zu.
tersprache
verstehen.
Kind haben sich nun aneinander
es wir
gibt Ihnen
einen ein
festen Tag-Nacht-Rhythmus, in dem es bestimmte wiederDurch das Vorsagen und Nachsprechen fördern Eltern die
kehrende Abläufe gibt.
Sprachentwicklung ihrer Kinder. Gespieltes Erschrecken
und Bauch und Füße kitzeln sind sehr beliebte Spiele und
4. Monat
Im vierten Monat gelingt es dem Kind sich auf seine Arme fördern die Bindung zwischen Eltern und Kind. Rhythmus
aufzustützen und den Kopf anzuheben. Die Spielsachen und Musik finden bei den Kleinen besonders großes Intewerden fast immer in den Mund gesteckt genauso wie resse. Deswegen ist es schön, wenn die Eltern ihren Kinseine eigenen Hände, denn so erkundet das Kind seine
dern etwas vorsingen oder ihnen Musik vorspielen.
ferorthopädie
ie
K
r
fü
is
x
ra
P
Ihre
ilkunde, direkt
e
h
n
h
a
rz
e
d
in
K
und
MAX23
am Moritzplatz:
ine
de Kombi-Term
en
ar
sp
it
ze
e
Si
online
Vereinbaren
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GESUNDE ENTWICKLUNG
6. Monat
5. Monat
Das Aufstützen auf den Unterarm und das Greifen nach Nun gelingt dem Kind das Sitzen schon relativ gut, dabei
Spielsachen gehört nun zum Alltag des Kindes. Das Dre- stützt es sich oft mit den Händen ab. Mimik, Gestik, Körhen vom Rücken auf den Bauch wird zielstrebig geübt und perhaltung und Sprache werden immer besser eingesetzt.
gelingt immer besser, je älter das Baby wird. Das Kind Das Kind zeigt ein weites Spektrum an Gefühlen und ist
kann seine Umgebung zu diesem Zeitpunkt schon sehr in der Lage, an der Reaktion der Eltern zu erkennen, ob
gut wahrnehmen und beginnt nun, seine eigenen Gefühle man mit seinem Verhalten einverstanden ist oder nicht.
Dieser Artikel ist online nicht Bald
verfügbar.
wird es immer öfter auch Dinge tun, die eine negain Mimik und Gestik weiter zu entwickeln.
Gerne senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar
zu.
tive Reaktion der Eltern hervorrufen,
einfach um AufmerkJedes Geräusch wird im fünften Monat von den Kindern samkeit zu bekommen.
verfolgt. Sobald es etwas hört, wendet das Kind seinen
Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen Oft kann es vorkommen, dass das Baby sich mit sich
ist. Außerdem probieren die meisten Kinder in dem Alter selbst unterhält, weil es ihm Freude bereitet, seine eigene
begeistert aus, was für Töne und Geräusche sie mit ihrem Stimme zu hören. Dadurch, dass es die Silben miteinander
Mund machen können. Dazu zählt jauchzen, quieken, verbindet und in der Lautstärke variiert, entsteht ein flüssiprusten und Luft durch die Lippen pressen. Wird der Raum ges Erzählen, das der richtigen Sprache schon sehr ähnlich
von den Eltern verlassen, beginnt das Kind oft enttäuscht ist. Es kommt immer häufiger zu einem Dialog, den beide
zu weinen. Um ihre Zuneigung zu zeigen, fangen die meis- Seiten gut verstehen können.
ten Kinder jetzt an, Küsschen zu verteilen und ihre Eltern
Mit den Kindern kann nun etwas Gymnastik gemacht werliebevoll zu umarmen.
den, dies fördert die Koordination und den Muskelaufbau.
Allerdings sollten Eltern immer darauf achten, die Kinder
nicht zu überanstrengen. Am besten lässt sich das vermeiden, wenn die Eltern nur so lange üben, wie ihre Kinder
freiwillig mitmachen.
7. – 9. Monat
So langsam beginnt das Kind das Robben zu erlernen, aus
dem sich das Krabbeln entwickelt. Ende des 9. Monats
fängt es an, sich an Möbelstücken hochzuziehen und kann
mit Hilfe der Eltern auch ein paar Schritte gehen.
Der Spiegel ist in diesen Monaten ein sehr interessanter
Gegenstand. Das Kind versucht sich darin wieder zu finden, indem es auf dem Spiegel sein Gesicht berührt und
so den Unterschied zwischen zwei- und dreidimensional
kennen lernt. Ein ganz wichtiger Schritt im Bewusstsein
des Kindes ist es, wenn eine Person hinter ihm im Spie32
GESUNDE ENTWICKLUNG
13. – 15. Monat
gel auftaucht und es sich zu der Person umdreht, anstatt Körperlich gesehen sollten die Eltern sich auf ein sehr agisie im Spiegel zu suchen. Eltern sollten ihr Kind in seinem les Kind einstellen. Jetzt sind Spiele gefragt, die das Kind
Entdeckungsdrang immer unterstützen und dabei auf die körperlich auslasten, also mit viel Bewegung verbunden
nötige Sicherheit achten. Trotzdem sollte das Kind mög- sind. In diesen Monaten verbessern die Kinder dadurch
lichst selbstständig Erfahrungen sammeln können. Gute ihre Bewegungsabläufe. So lernen sie alleine und sicher zu
Spielsachen sind in diesem Alter Bauklötze und alles, was laufen. Einige Kinder bevorzugen es zeitweise immer mal
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sich bewegt oder Geräusche verursacht. Außerdem ist wieder zu krabbeln statt zu laufen. Die Eltern sollten sich
senden
wir Ihnen ein
Ansichtsexemplar
zu.es ist völlig normal und
Musik in diesen MonatenGerne
sehr beliebt,
je rhythmischer,
hier keine
Sorgen machen, denn
desto intensiver reagiert das Baby darauf.
wird bald von den Kindern vollständig aufgegeben. Das
Kind lernt am besten laufen, wenn man es damit möglichst
10. – 12. Monat
alleine lässt. Zu diesem Zeitpunkt der Sprachentwicklung
Das Kind ist nun fähig, alleine zu sitzen und es erkundet spricht man davon, dass die Kinder Ein-Wort-Sätze bilden.
krabbelnd seine Umgebung. Zunehmend zieht es sich aus Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Wort für ganz viele
dem Sitzen an Möbeln oder am Hosenbein der Eltern in Dinge oder Zustände steht. So kann „Auto" nicht nur das
den Stand hoch. Die Entwicklung der Persönlichkeit spielt Auto an sich bedeuten, sondern auch „der Papa ist im
zu diesem Zeitpunkt eine erhebliche Rolle im Leben des Auto" oder "da ist ein Auto". Deswegen sollten Eltern bei
Kindes. Sein Wille ist sehr stark ausgeprägt, es weiß, was
es essen möchte und was nicht, wen es mag und wen
nicht. Bekommt es seinen Willen nicht, protestiert es
meist lautstark. Die Eltern sollten hier eine gewisse Konsequenz haben, damit das Kind lernt, auch mit einem „Nein"
umgehen zu können. Das Baby verbindet sich selber mit
seinem Namen und reagiert, wenn die Eltern es rufen.
Das Kind ist nun so weit entwickelt, dass es die Reaktionen seines Gegenübers deuten kann. Es versteht, wenn es
etwas falsch macht und erkennt, wofür es Lob bekommt.
Die meisten Kinder setzen dann diese Erkenntnis gezielt
ein, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Motorisch gefördert wird das Kind jetzt durch jegliche Art von Spielen mit
den Eltern. Bauklötze stapeln oder kleinere Dinge in größere hineinzustecken fördert die Feinmotorik des Kindes.
Sprachlich können die Eltern ihren Kindern helfen, indem
sie die Wörter, die die Kinder sagen, aufgreifen und verbessern. Die ersten Wörter tauchen häufig zwischen dem
zwölften und achtzehnten Monat auf.
33
GESUNDE ENTWICKLUNG
ihren Kindern nicht schon so früh darauf bestehen, dass
die Wörter richtig ausgesprochen werden. Es hilft dem
Kind, wenn es die Wörter immer wieder richtig vorgesagt
bekommt, um sie weiter zu verinnerlichen. Das Kind kann
zwar noch nicht viele Wörter aussprechen, ist aber in der
Lage, schon eine ganze Menge verstehen zu können.
18. – 24. Monat
Die Kinder sind nun in ihrer Trotzphase, das heißt, sie
probieren ständig aus, wie weit sie gehen können, bis
die Eltern mit einem striktem „Nein" reagieren.Ein richtiger Sprung in der sozialen Entwicklung des Kindes ist zu
beobachten, wenn das Kind anfängt, mit jemand anderem
als sich selbst zu spielen.
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Ansichtsexemplar
zu.dass die Kleinen nun um Hilfe
Eine weitere Neuerung ist,
16. – 18. Monat
Gerne
senden
wir Ihnen
ein
Die folgenden Monate
sind weniger
ereignisreich,
da das
Kind das bisher Gelernte hauptsächlich verfeinert, zum
Beispiel Motorik, Laufen und Wortschatz bauen sich stetig
aus. Unter anderem können sich die Kinder jetzt immer
besser verständlich machen und sie verstehen, was die
Erwachsenen von ihnen wollen. Die Einwortsätze werden
nun erweitert, denn den Kindern reichen einzelne Wörter
nicht mehr aus.
bitten, wenn sie etwas nicht hinbekommen. Das lässt
darauf schließen, dass die Selbstwahrnehmung und die
Selbsteinschätzung immer besser werden. Neben den
sichtbaren äußeren Anzeichen für den körperlichen Fortschritt, findet vor allem in der Psyche des Kindes in diesen
Monaten eine Weiterentwicklung statt. In dem Alter realisieren die meisten Kinder, dass sie eigenständige Personen sind.
Die Kleinkinder können einen Buntstift in der Hand halten
und malen gerne, wenn auch anfangs nur wildes Gekritzel.
Aber mit der Zeit fangen sie an, auch Kreise und andere
Formen zu malen. In diesen Monaten zeigt sich zumeist,
ob die Kinder Links- oder Rechtshänder werden. Eine weitere Entwicklung, die zu diesem Zeitpunkt einsetzt, ist die
Erkenntnis, wann das Kind auf das Töpfchen muss. Das
Gehirn des Kindes ist in der Lage, dem Kind zu melden,
wann die Blase voll ist. Das Kind braucht aber noch einiges an Übung um die Zeit abschätzen zu können, die noch
bleibt, um rechtzeitig aufs Töpfchen zu kommen.
Die kommende Zeit ist geprägt von „Zwei-Wort-Sätzen"
und der „Wortschatzexplosion". Die „Zwei-Wort-Sätze"
entstehen jetzt, da das Kind allmählich begreift, welche
Wörter als Frage-, Antwort- oder Besitzanzeige zu gebrauchen sind. Es beginnt Wörter zu kombinieren, die vollkommen eigenständig sind und jeweils ihre eigene Bedeutung
haben.
34
GESUNDE ENTWICKLUNG
Kindesentwicklung mit 2,5 – 3 Jahren
Kindesentwicklung mit 2 – 2,5 Jahren
Das bessere Verständnis für Räumlichkeit zeigt sich beim Durch das bessere Gleichgewicht können die Kinder allSpielen, hier legt das Kind erstmals Bausteine neben- und mählich auf einem Bein stehen und lernen bald, auf einem
aufeinander. Es entstehen dreidimensionale Gebilde, die Bein zu hüpfen. Eine gute Möglichkeit für Eltern ihr Kind
zum Beispiel einem Haus ähneln. Der Wortschatz hat sich in dieser Zeit körperlich zu fördern, stellt der Kindersport
bei den Kindern in den letzten Monaten unglaublich ver- dar. Außerdem ist eine deutliche Verbesserung der Feingrößert. Aufgrund dessen können sie Sätze mit drei Wör- motorik und des Gleichgewichtssinns zu bemerken. Die
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tern bilden. Sie werden in sozialer Hinsicht zutraulicher, Kinder lernen jetzt auch den Gebrauch von Gabel und LöfGerne
sendenvon
wir
Ihnen ein
Ansichtsexemplar
zu.
fel. Der
Wortschatz des Kindes ist
sehr schnell gewachsen,
das heißt, sie spielen gerne
in Gegenwart
anderen
so dass mittlerweile auch schwierige Sätze gebildet werKindern in ihrem Alter.
Jedoch spielen die meisten noch nicht mit den Kindern, den können. Kinder erwarten ständige Ansprache durch
sondern eher neben den anderen. Sie konzentrieren sich die Eltern. Durch diesen permanenten Austausch entwijetzt mehr darauf, Rollen zu spielen und entwickeln dabei ckelt sich die Sprachfertigkeit weiterhin schnell. Die Kleieine blühende Fantasie. Ein Teller kann da zum Lenkrad nen spielen gerne Situationen aus ihrem Leben mit den
werden und das Sofa zum Stall für die Kuh. Eine gute Erwachsenen nach. Darüber hinaus zeigen sie Fürsorge für
Nachricht: Die Trotzphase geht langsam zu Ende und die andere. Wenn jemand traurig ist, kommen sie, um zu trösWutanfälle werden seltener.
ten und sie zeigen Zuneigung für andere Personen.
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GESUNDE ENTWICKLUNG
Kinderentwicklung mit 3 Jahren
Die Kinder beginnen zu begreifen, was zusammen gehört,
das heißt, sie lernen zu sortieren. Langsam bekommen die
Kleinen einen Eindruck von der Zeit, sie verstehen, dass es
ein Heute und ein Morgen gibt.
Beim Malen beginnen die Kinder, Menschen zu zeichnen, die einen sehr großen Kopf haben und nur einen aus
ein paar Strichen bestehenden Körper. Auf den Bildern
erscheint nun auch ein Haus mit Fenstern und einer Tür.
Diese Bilder zeigen, dass die Kinder ihre Umgebung nicht
nur wahrnehmen, sondern auch eine eigene in ihrem Kopf
haben und nach ihrem Geschmack verändern.
Ein ganz großer Schritt wird in diesem Lebensalter von
den Kindern vollbracht. Sie erkennen sich selbst, das heißt
sie bekommen ein „Ich-Bewusstsein". Hier ist etwas Fingerspitzengefühl der Eltern gefragt. Sie müssen dem Kind
beibringen, dass es nicht immer die volle Aufmerksamkeit
für sich haben kann. So lernen die Kinder dann auch das
Teilen mit anderen und zu warten, bis sie an der Reihe
sind. Ansonsten begeistert sich das Kind dafür, möglichst
viel in Kontakt mit anderen Menschen zu sein. Im Gegensatz zu früher können die Kinder jetzt zwischen eigen und
fremd unterscheiden.
sem Alter bekommen Zahlen einen neuen Stellenwert im
Leben der Kinder. Sie können zu diesem Zeitpunkt zwar
noch nicht richtig zählen aber die Menge einschätzen. Aus
diesem eigenen Interesse heraus beginnen die Kleinen
zuerst an ihrer eigenen Hand mit Hilfe der Finger zählen
zu lernen. Bald können die Kinder gut bis fünf zählen und
wenn sie nach ihrem Alter gefragt werden, strecken sie die
richtige Anzahl Finger hoch.
Kinderentwicklung 3 – 4 Jahren
Die meisten Kinder haben ihre Blase bereits im vierten Lebensjahr schon
gut unter
Kontrolle.
schaffen
Dieser
Artikel
ist Sie
online
nichtKinderentwicklung
verfügbar. 4 – 5 Jahren
es, tagsüber trockenGerne
zu bleiben.
Nur
nachts
passiert
es
Durch
den großen Bewegungsdrang
und der mittlerweile
senden wir Ihnen ein Ansichtsexemplar
zu.
hin und wieder, dass sie sich einnässen. Wenn trotzdem verfeinerten Motorik kann sich das Kind zunehmend vermal etwas passiert, müssen sich die Eltern keine Sorgen schiedenen Bewegungssituationen anpassen und immer
machen, das kann passieren. Die Kleinen plappern nun mehr Hindernisse bewältigen. Da es die Gefahr aber noch
nicht mehr nur so vor sich hin, sie benutzen jetzt gram- nicht komplett einschätzen kann, müssen die Eltern ihre
matikalisch korrekte Formen in ihren Erzählungen. Für die Kinder in dieser Zeit besonders beobachten. Rollenspiele
Themen, die sie selber am meisten interessieren, haben sind immer noch das beliebteste Spiel der Kinder. Dort
sie bereits einen großen Wortschatz entwickelt. In die- entwickeln sie eine blühende Fantasie. Ihre Spiele werden
36
GESUNDE ENTWICKLUNG
jetzt sogar über mehrere Tage hinweg fortgesetzt. Sonst
sind die Kleinen bereits recht selbstständig und ziehen
sich alleine an und aus. Sie waschen sich selber und putzen sich die Zähne. Daher ist es jetzt an der Zeit, den Kindern etwas Verantwortung zu übertragen. Der spielerische
Umgang mit Gleichaltrigen fördert den Sinn für Teamwork
und den Umgang mit Konflikten.
Geschmack und Empfinden verändern. Um überhaupt
verstehen zu können, wie etwas funktioniert oder warum
etwas gemacht wird, fangen die Kinder an, Fragen zu stellen. Die so genannten W-Fragen (Warum, Wieso, Wann,
Wo) sind für die Entwicklung des Kindes von sehr großer
Bedeutung. Ohne sie können die Kinder keine logischen
Schlüsse ziehen.
Bisher Erlerntes wird in diesem Alter zunehmend verinnerlicht und perfektioniert – so können die Kinder jetzt
relativ sicher laufen und auch treppensteigen. Die gemalten Bilder werden detaillierter. Die Kleinen können jetzt
ganze Sätze bilden, die grammatikalisch stimmen, und
sie können schwierige Worte aussprechen. Die Aussprache ist generell deutlicher. Sie spielen sehr gerne Situationen aus dem Alltag nach und können diese nach ihrem
tenz. Jetzt sind sie in der Lage, Regeln zu verstehen und
vor allem Emotionen zu deuten. Außerdem ist es entscheidend, dass sie, auch wenn es Ihnen schwerfällt, lernen
auch mal auf etwas verzichten zu können, wenn es ihnen
plausibel erklärt wird.
Dieser Artikel ist online nicht verfügbar.
Ansichtsexemplar
Der Umgang
mit Gleichaltrigenzu.
schult die soziale KompeKinderentwicklung mit 5Gerne
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GESUNDE ENTWICKLUNG
Säuglingsernährung
Die Geburt eines Kindes ist für Eltern mit vielen Veränderungen und Herausforderungen verbunden. Im Vordergrund steht der Wunsch, dem Säugling einen gesunden
Start ins Leben zu ermöglichen, z.B. durch die richtige
Ernährung. Aber wie sieht eine solche Ernährung aus? Wie
lange sollte gestillt werden? Welche Flaschennahrung
oder Beikost ist geeignet? Eltern erhalten hierauf nicht
immer einheitliche Antworten.
Die Empfehlungen zur Säuglingsernährung weichen teilweise voneinander ab. Das führt zu Verunsicherungen
bei jungen Eltern. Vor diesem Hintergrund hat das Netzwerk „Gesund ins Leben Netzwerk Junge Familie“ die
Handlungsempfehlungen zur Säuglingsernährung und
zur Ernährung der stillenden Mutter formuliert und veröffentlicht. Das bundesweite Kommunikationsnetzwerk wird
vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz unterstützt.
Nährstoffergänzung
- aller guten Dinge sind drei
Alle Säuglinge benötigen im ersten Lebensjahr die Vitamine
K und D sowie Fluorid; die Empfehlungen zu Nährstoffergänzung im Überblick:
• Vitamin K: 3 x 2 mg als Tropfen bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2, U3
• Vitamin D: 400-500 IE/Tag ab der 2. Lebenswoche
• Fluorid: als Tablette, in der Regel 0,25 mg/Tag (in
Form von fluoridierter Zahnpasta nicht zu empfehlen)
38
1. Stillen: „Breast is best“
Muttermilch ist die beste Ernährungsform für den Säugling in den ersten Lebensmonaten. Der Grund: Stillen
wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind
aus. Es kann das Risiko für Durchfall, Mittelohrentzündung und späteres Übergewicht beim Kind senken und
ist mit einem geringeren Risiko für SIDS („sudden infant
death syndrome“ - plötzlicher Kindstod) verbunden. Bei
der Mutter kann Stillen die Uterusrückbildung nach der
Geburt fördern und zur Risikominderung für Brust- und
Eierstockkrebs beitragen. Es begünstigt außerdem die
emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind.
Stillen aber wie oft und wie lange?
Mütter legen ihre Babys am besten innerhalb der ersten
zwei Stunden nach der Geburt an und stillen sie während
des ersten Lebenshalbjahrs ausschließlich. Ist ausschließliches Stillen nicht möglich oder gewünscht, ist auch Teilstillen wertvoll (d. h. der Säugling wird teils gestillt, teils
mit Säuglingsmilchnahrung gefüttert). Auch nach Einfüh-
GESUNDE ENTWICKLUNG
39
GESUNDE ENTWICKLUNG
rung der Beikost wird empfohlen, weiter zu stillen. Für wie
lange, das bestimmen Mutter und Kind. Die Stillhäufigkeit
und -dauer richten sich nach dem Bedarf des Kindes. In
den ersten Lebenswochen werden die meisten Kinder 10bis 12-mal innerhalb von 24 Stunden angelegt. In besonderen Situationen kann es notwendig sein, das Baby zum
Stillen zu wecken (z. B. bei geringer Gewichtszunahme).
2. Säuglingsmilchnahrung welche ist die richtige?
Industriell oder selbst hergestellt?
Können oder wollen Mütter nicht oder nicht voll stillen,
können Sie auf industriell hergestellte Säuglingsmilchnahrungen ausweichen. Von einer Selbstherstellung aus Milch
(Kuh-, Ziegen-, Schafs-, Stutenmilch) oder anderen Rohstoffen als Ersatz für Muttermilch wird eindeutig abgeraten.
Die Gründe hierfür sind ein unausgewogener Nährstoffgehalt und ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Infektio-
nen bei Fütterung einer mit Kuhmilch selbst hergestellten
Säuglingsmilch.
Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung
Das hygienische Hauptrisiko bei der Zubereitung liegt
in der Vermehrung gesundheitsgefährdender Bakterien
(Escherichia coli und Salmonellen). Die Standzeiten der
zubereiteten Nahrung haben hierauf einen bedeutenden
Einfluss. Deshalb ist die entscheidende hygienische Vorsichtsmaßnahme, Milchnahrungsreste zu entsorgen und
nicht wieder aufzuwärmen.
3. Beikost ab wann und in welcher Abfolge?
Die Experten des Netzwerks Junge Familie empfehlen,
Beikost frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit
Beginn des 7. Monats einzuführen. Auch danach sollten
Mütter noch weiter stillen. Der genaue Zeitpunkt, ab wann
ein Säugling reif für Beikost ist, kann individuell unterschiedlich sein. Er richtet sich nach der persönlichen Entwicklung des Kindes (z. B. vom Löffel essen können, Interesse und Verlangen nach neuen Lebensmitteln).
Bei der Auswahl der Beikost ist Abwechslung wünschenswert. Im Rahmen der oben empfohlenen Breie sind die
Beikostzutaten zu variieren:
• verschiedene Gemüse- und Obstarten auswählen
• Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei auch manchmal mit kleinen Mengen Nudeln bzw. anderen Getreideprodukten
kombinieren (vorzugsweise aus Weizen)
• gelegentlich fettreichen Fisch anstelle von Fleisch wählen
Selbst gekocht oder Gläschen?
Beides hat Vorteile – Beikost selbst zu kochen oder fertig
zu kaufen. Bei der Selbstzubereitung können die Eltern
über Auswahl und Anzahl der Zutaten selbst entscheiden.
Sie können zudem für mehr Vielfalt sorgen, was im frühen
Alter eine Akzeptanz für neue Lebensmittel fördert, wie
40
GESUNDE ENTWICKLUNG
z. B. Gemüse. Auch lässt sich dann auf Salz und Zucker
einfach verzichten. Die industriell hergestellte Beikost hingegen spart Zeit und Arbeit und erfüllt hohe gesetzliche
Anforderungen. Werden industrielle Beikostprodukte verwendet, ist gelegentliches Selbstkochen wünschenswert,
um die Geschmacksvielfalt zu erhöhen.
Was ist mit Kuhmilch zur Beikost? Trinkmilch (Kuhmilch) ist
im 1. Lebensjahr nur in kleinen Mengen zu verwenden als
Zutat eines Milch-Getreide-Breis.
Zum Trinken erhalten Säuglinge sie erst gegen Ende des
1. Lebensjahres und nur im Rahmen der Brotmahlzeiten
(aus Becher oder Tasse). Sie ist nicht als Roh- oder Vorzugsmilch einzusetzen.
4. Getränke
Säuglinge brauchen erst zusätzliche Flüssigkeit, wenn der
dritte Beikostbrei eingeführt ist, also frühestens mit Beginn
des 7. Monats. Ausnahmen sind Perioden mit erhöhtem
Flüssigkeitsbedarf wie Fieber und Durchfall.
Die Babys erhalten die Getränke vorzugsweise aus Becher
oder Tasse. Bei der Auswahl des richtigen Getränks sind
kalorienfreie zu bevorzugen, am besten Trinkwasser (Leitungswasser), alternativ ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.
• Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Update Säuglingsernährung – Handlungsempfehlungen liefern klare Antworten für Eltern.
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GESUNDE ENTWICKLUNG
10 Tipps
für den ersten Zahnarztbesuch
Sobald der erste Zahn da ist, aber allerspätestens
rund um den ersten Geburtstag, sollten Sie mit
Ihrem Kind eine Zahnarztpraxis aufsuchen. Danach
gilt auch für die Kleinen: halbjährlich zur kostenfreien
Kontrolle gehen. Damit die Besuche ausschließlich
positive Erlebnisse sind, geben wir hier 10 bewährte
Tipps.
1. Vorbildfunktion
Sowohl beim Zähneputzen als auch bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen können Sie den Nachahmungstrieb der Kinder ausnutzen und mit positivem
Beispiel vorangehen. Sie haben schlechte Erinnerungen an Zahnärzte? Übertragen Sie Ihre Ängste nicht
(unbewusst) auf Ihr Kind, sondern sprechen Sie ausschließlich positiv darüber!
2. Der Ton macht die Musik
Aussagen wie: „Das tut bestimmt nicht weh.“ wirken beunruhigend, da unser Unterbewusstsein Verneinungen nicht erkennt. Das Kind versteht: „Es tut
weh.“ Fragt es direkt danach, ob eine Zahnbehandlung schmerzhaft ist, empfehlen wir als Antwort: „Die
meisten Kinder sagen, es würde kitzeln“.
3. Finden Sie einen für die Bedürfnisse Ihres Kindes geeigneten Zahnarzt.
Dabei ist nicht nur seine Qualifikation entscheidend,
sondern auch die Atmosphäre in der Praxis und der
Umgang aller Beteiligten mit dem kleinen Patienten.
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4. In der Ruhe liegt die Kraft
Nehmen Sie sich Zeit für den ersten Besuch, so dass
Ihr Kind stressfrei ankommen und in Ruhe die vielen
neuen Eindrücke aufnehmen kann!
5. Ihr Kind ist die Hauptperson
Bitte überlassen Sie dem Team der Zahnarztpraxis
die Führung und halten sich im Hintergrund! Beantworten Sie nicht die an Ihr Kind gerichteten Fragen!
6. Dabeisein ist alles?
Bis zu einem Alter von sechs Jahren ist es sinnvoll,
dass eine (!) Bezugsperson bei der Behandlung
dabei ist. Ab dem Schulalter genügt es in der Regel,
wenn diese im Wartezimmer bleibt.
7. Wenn … Dann …
Bitte stellen Sie keine Belohnungsgeschenke in
Aussicht! Insbesondere Dinge, die sich Ihr Kind
sehr wünscht, setzen es bei der Behandlung zu stark
unter Druck.
8. Lieber loben
Schimpfen Sie bitte auf keinen Fall vor, während
oder nach der Behandlung mit Ihrem Kind! Stattdessen sollten Sie es (auch für Kleinigkeiten) loben
– aber natürlich nur, wenn es etwas wirklich gut
gemacht hat!
9. Ratschläge vom Profi
Von der richtigen Pflege bis hin zur Ernährung –
achten Sie darauf, dass der Zahnarzt auch berät!
Zeigt er dem Kind, wie es richtig putzt oder erklärt,
was Süßigkeiten anrichten, zeigt das oft mehr Wirkung, als wenn Sie dies selbst tun.
10. Zähne – check, Kiefer – check
Zum Beginn des Schuleintritts sollten Sie prüfen
lassen, ob nicht nur mit den Zähnen alles in Ordnung ist, sondern auch mit der Kieferentwicklung.
Fehlbisse können frühzeitig erkannt und behandelt
werden.
• Quelle: Bundesverband der Kinderzahnärzte
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GESUNDE ENTWICKLUNG
Wissenswertes über Kinderzähne
Gute Zähne – von Anfang an
Kaum eine Entwicklung beschäftigt Sie bei Ihren Kindern
so sehr wie die Zähne. Kein Wunder, dienen diese nicht
nur der Zerkleinerung von Nahrung, sondern fallen dem
Gegenüber sofort auf, sind wichtig fürs Sprechen, Lachen,
Küssen und Pfeifen. Nicht umsonst ist eine der häufigsten Fragen an Kinderwagenschiebende: Na, hat das Baby
denn schon Zähnchen? Ja, hat es, aber der Weg dorthin
war schwierig, verbunden mit viel Geschrei, schlaflosen
Nächten und Essensexperimenten.
Einer nach dem anderen
Greift Ihr Kind sich immer wieder in den Mund, kaut vermehrt auf Spielzeug herum, hat rote Wangen und sabbert ohne Unterlass? Dann ist der Durchbruch des ersten
44
Zahnes nicht mehr fern. Aber wie das in der Natur so ist,
bei jedem Kind geschieht dies anders: Manche kommen
sogar schon mit sichtbaren Zähnen auf die Welt – andere
Eltern berichten, dass bei ihrem einjährigen Kind noch
nichts zu sehen ist. Auch an die oft zitierte Reihenfolge, in
der die Zähne durchbrechen, halten sich längst nicht alle.
So geht es leichter
Wenn sich die Zähne Platz verschaffen, schwillt das Zahnfleisch, es juckt und drückt. Instinktiv kauen Babys zur Linderung auf allem herum, was sie zu fassen bekommen.
Eine Massage mit Mamas Finger kann Erleichterung
bringen. Alternativ unterstützt auch ein gekühlter Löffel,
ein festes Stück Gemüse (Karotte) oder eine harte Brot-
GESUNDE ENTWICKLUNG
rinde. Auch gekühlte Beißringe helfen. Zur Beruhigung
des Zahnfleisches können Sie auch ungesüßten Kamillen- oder Salbeitee mit einem Wattestäbchen auftupfen.
Oft ist auch Ablenkung eine gute erste Maßnahme: viel
Kuscheln, Singen und Spazierengehen.
Das richtige Werkzeug
Von Geburt an können Sie den zahnlosen Kiefer Ihres Kindes mit einem Wattestäbchen oder einem sogenannten
Fingerling auswischen und dabei sanft massieren. Dieses
Ritual wiederholen Sie nach jeder (Still-)Mahlzeit. Schon
vor dem ersten Zahn können Sie Ihr Baby mit der Zahnbürste vertraut machen. Nehmen Sie es entspannt auf den
Schoß, lassen es mit der kleinen, weichen Babyzahnbürste
spielen und auch darauf herum kauen!
Richtig los geht das Putzen dann ab dem ersten Milchzahn. Verwenden Sie eine Kinderzahnbürste mit kurzen,
sehr weichen Borsten und rutschfestem Griff! Für Kinder
ab etwa fünf Jahren gibt es Bürsten, bei denen die Borsten an der Seite höher als in der Mitte sind – so können sie
beim Putzen gleichzeitig Kau- und Seitenflächen reinigen.
Hat Ihr Kind alle Milchzähne, braucht es Bürsten mit etwas
längeren Borsten, schmalem Bürstenkopf und dickem,
handlichem Griff – damit es das Selberputzen üben kann.
• Quelle: Bundesverband der Kinderzahnärzte
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45
GESUNDE ENTWICKLUNG
Vorsorgeuntersuchungen für
Kinder und Jugendliche
Ob die Entwicklung eines Kindes auch tatsächlich normal
verläuft, kann nur der erfahrene Kinder- und Jugendarzt
beurteilen. Wird das neugeborene Kind aus der Klinik
entlassen, bekommt die Mutter ein gelbes Kinder-Untersuchungsheft (Gelbes Heft) ausgehändigt. In diesem
Heft werden alle Untersuchungsergebnisse eingetragen.
Das Vorsorgeheft muss sorgfältig aufbewahrt und bei
jeder Vorsorgeuntersuchung dem Arzt vorgelegt werden.
Neben dem gelben Vorsorgeheft bekommen Eltern noch
ein grünes Checkheft für zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, die noch nicht im Gelben Heft enthalten sind,
aber als sinnvoll erachtet werden.
46
Sobald ein Honorar zwischen KBV und Krankenkassen
für das neue Gelbe Heft ausgehandelt ist (spätestens ein
halbes Jahr nach Inkrafttreten der Richtlinie), erhalten
Eltern bei der nächsten anstehenden U-Untersuchung bis
zur U6 ein neues Gelbes Heft. Wenn bereits die U7 fällig
ist, genügen selbstklebende Einlagehefter zum Einkleben in das alte Heft. Neu ist u.a., dass in den ersten vier
Wochen ein Mukoviszidose-Screening stattfinden kann.
Eltern müssen dem dreistufigen Test mit ihrer Unterschrift
zustimmen. Mit dem Heft eingeführt wird auch eine Farbtafel, anhand derer die Farbe des Stuhls des Kindes beurteilt werden soll, die u.a. Hinweise auf eine Störung der
Gallenwege geben kann (U2 bis U4). Die neuen Richtlinien
des Gemeinsamen Bundesausschusses heben die Bedeutung der Beratung durch den Kinder- und Jugendarzt,
GESUNDE ENTWICKLUNG
z.B. zu den Themen „Impfen“, zur Prävention von Übergewicht und zum UV-Schutz, als wichtigen Bestandteil der
Vorsorgeuntersuchung hervor. Neben der körperlichen
Untersuchung hat nun die Beurteilung der emotionalen
und sozialen Entwicklung des Kindes einen noch größeren Stellenwert bekommen. Damit sollen u.a. psychische
Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Ein weiteres Ziel ist es, Misshandlungen im Vorfeld
zu verhindern oder zumindest in den ersten Anfängen zu
ermitteln, um möglichst bald Hilfe anbieten zu können.
Entnehmbare Karte
Eine dem Gelben Heft entnehmbare Karte erleichtert es
Eltern bei Bedarf nachzuweisen, dass das Kind an allen
empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen
hat – ohne dass dabei persönliche Befunde gezeigt werden müssen. Die Karte eignet sich z.B. zur Vorlage bei
Kitas, Schulen, das Gesundheits- oder Jugendamt. Die
Karte dient auch als eine Bestätigung, dass Eltern an der
Beratung zur Impfung teilgenommen haben.
U1 – direkt nach der Entbindung
Die erste Vorsorgeuntersuchung findet direkt nach der
Entbindung im Kreissaal statt. Zunächst wird begutachtet,
ob das Kind die Geburt ohne Verletzungen überstanden
hat und in welchem Gesundheitszustand es sich befindet.
Dabei werden Herz und Lunge abgehorcht, die Haut auf
ihre Durchblutung untersucht sowie Muskelspannung und
angeborene Reflexe sorgfältig überprüft. Bei dieser ersten
Vorsorgeuntersuchung wird auch der APGAR-Test durchgeführt, der den Gesundheitszustand des Kindes bewertet.
Er wird nach Punkten beurteilt und entsprechend ausgewertet. Der APGAR-Test wird sowohl nach 5, als auch nach
10 Minuten wiederholt. Es wird Blut aus der Nabelschnur
entnommen und auf seinen pH-Wert und den sogenannten Baseexcess hin untersucht. In Zukunft wird auch nach
24 Stunden eine Sauerstoffmessung an der Haut durchgeführt. Diese Untersuchung kann kritische angeborene
Herzfehler detektieren. Außerdem wird das verschluckte
Fruchtwasser abgesaugt und dabei gleichzeitig überprüft,
ob Nase und Speiseröhre frei durchgängig sind. Das Neugeborene erhält Vitamin-K-Tropfen, um eine Unterversorgung, die eine Blutgerinnungsstörung verursachen kann,
auszugleichen. Körperlänge und Kopfumfang werden von
der Hebamme gemessen.
U2 – 3. bis 10. Lebenstag
Bei der so genannten Neugeborenen-Basisuntersuchung
handelt es sich um eine besonders gründliche Untersuchung, die meist noch in der Entbindungsklinik stattfindet.
Dabei wird eine eingehende körperliche Untersuchung
durchgeführt, bei der die Reflexe sowie das Nerven-
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47
GESUNDE ENTWICKLUNG
system überprüft werden. Das Kind erhält erneut Vitamin-K-Tropfen. Außerdem wird dem Kind zwischen bis zur
72. Lebensstunde aus der Handrückenvene oder Ferse
Blut abgenommen, um es auf verschiedene Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen hin zu untersuchen.
Krankheiten wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion und mehrere angeborene Stoffwechselstörungen
können so frühzeitig festgestellt werden. Zusammen mit
dem Stoffwechselscreening in den ersten vier Lebenswochen kann seit September 2016 auch kostenlos getestet werden, ob das Kind unter Mukoviszidose leidet. Für
diesen dreistufigen Test sind keine extra Blutentnahmen
erforderlich. Eltern müssen dafür mit ihrer Unterschrift
bestätigen, dass sie mit dieser Untersuchung einverstanden sind. Außerdem wird in der Regel am Baby in der Klinik ein Hörtest auf angeborene Taubheit durchgeführt.
48
U3 – 1. Monat (4. bis 5. Lebenswoche)
Die U3 ist die erste Untersuchung beim Kinderarzt. Dieser
kontrolliert, ob sich das Neugeborene in den vergangenen Wochen altersgerecht entwickelt hat. Gründlich überprüft er die Körperfunktionen, das Hörvermögen und die
angeborenen Reflexe. Bei der dritten Vorsorgeuntersuchung wird das Hüftgelenk mittels Ultraschall auf Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen hin untersucht.
Meistens erkundigt sich der Kinderarzt über das allgemeine Verhalten des Kindes. Er fragt nach, ob es Probleme oder Auffälligkeiten beim Trinken, der Verdauung
oder beim Schlafen gibt. Wichtig ist, dass die Eltern ihre
Beobachtungen dem Arzt mitteilen. Dadurch wird ihm
eine Beurteilung des Gesundheitszustandes erleichtert.
GESUNDE ENTWICKLUNG
49
GESUNDE ENTWICKLUNG
U4 – 3 Monate (3. bis 4. Lebensmonat)
Außer einer gründlichen körperlichen Untersuchung wird
das Hör- und Sehvermögen des Babys getestet. Der Arzt
kontrolliert auch, ob die Knochenlücke (Fontanelle) am
Kopf des Kindes offen ist, damit der Schädel problemlos
wachsen kann. Mit verschiedenen Tests werden außerdem
die Beweglichkeit und das Reaktionsvermögen des Säuglings untersucht. Der Arzt testet beispielsweise, ob das
Kind sein Köpfchen bereits halten kann, wenn es an beiden Händen hochgezogen wird. Er überprüft auch, inwieweit das Kind Gegenstände mit den Augen verfolgt oder
Personen nachschaut. Das Kind sollte in der Lage sein,
den Blick nach der Stimme der Bezugsperson zu richten
und einfache „Brabbeldialoge“ zu führen. Hand-Mundund Hand-Hand-Kontakt sollten aktiv vorhanden sein.
Gezielte Greifversuche zeigen sich meist erst etwas später.
U5 – 6 Monate (6. bis 7. Lebensmonat)
Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen vor allem die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund. Der Arzt
kontrolliert, ob sich das Kind in Bauchlage auf seine Arme
abstützen kann und ob es sich hochziehen kann, wenn man
es an zwei Fingern festhält. Der Säugling sollte in Sitzposition sein Köpfchen gut halten können und mittlerweile in
der Lage sein, gezielt nach Gegenständen zu greifen.
Bei der U5 werden das Hör- und Sehvermögen nochmals
getestet. Der Arzt kann eventuell mit Hilfe eines Augenspiegels jetzt feststellen, ob das Kind schielt.
U6 – 1 Jahr (12 Monate/ 10. bis 12. Lebensmonat)
Die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung stehen bei dieser Untersuchung wieder im Vordergrund, aber natürlich werden auch die allgemeinen Körperfunktionen begutachtet.
Der Arzt kontrolliert, ob das Kind schon mit gestreckten
Beinen und geradem Rücken frei sitzen oder sogar schon
alleine stehen und sich dabei festhalten kann. Viele Kinder
können sich schon in den Stand hochziehen.
Außerdem wird sich der Kinderarzt nach den sprachlichen
Entwicklungen und dem allgemeinen Verhalten erkundigen und die Eltern an die erforderlichen Auffrischungsimpfungen erinnern.
U7 – 2 Jahre (21. bis 24. Lebensmonat)
Im Alter von zwei Jahren findet die U7, die so genannte
Zweijahres-Untersuchung, statt. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen geht es vor
allem um die Überprüfung der geistigen Entwicklung. Ist
das Kind in der Lage zehn Wörter zu sprechen, bekannte
Gegenstände zu benennen und einfache Aufforderun-
50
GESUNDE ENTWICKLUNG
gen zu verstehen? Außerdem kontrolliert der Kinderarzt
bei der Zweijahres-Untersuchung die Milchzähne und holt
evtl. versäumte Impfungen nach.
U7a – 3 Jahre (34. bis 36. Lebensmonat)
Um die Lücke zwischen U7, kurz vor dem zweiten Geburtstag, und U8 im Alter von vier Jahren zu schließen, bieten
Kinder- und Jugendärzte die U7a mit drei Jahren an. Sie
soll dazu beitragen, dass u.a. allergische Erkrankungen,
Sozialisationsstörungen, Übergewicht, Sprachentwicklungsstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien sowie
Sehstörungen früher erkannt und rechtzeitig behandelt
werden.
Aber auch die Überprüfung der Körperhaltung, Fußstellung sowie die geistige, seelische und soziale Entwicklung
stehen bei dieser Vorsorgeuntersuchung im Vordergrund.
Der Arzt beurteilt dabei sowohl das Sprachvermögen und
Sozialverhalten als auch die Intelligenz des Kindes.
Zeigt das Kind Entwicklungsverzögerungen, klärt der Kinderarzt die Eltern über therapeutische Fördermaßnahmen auf. Er äußert sich außerdem zu der zu erwartenden
Schulreife des Kindes und erinnert die Eltern an die Auffrischungsimpfungen vor der Einschulung.
• Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de
U8 – 4 Jahre (46. bis 48. Lebensmonat)
Auch bei dieser Vorsorgeuntersuchung, die in der Regel
im Alter von vier Jahren stattfindet, wird das Kind von Kopf
bis Fuß untersucht. Der Arzt kontrolliert die Funktionstüchtigkeit der Organe, das Hör- und Sehvermögen, und
vor allem die Sprachentwicklung und Körperbeherrschung
des Kindes.
Er beurteilt die geistige Reife des Kindes und informiert
sich bei den Eltern über sein soziales Verhalten. Zeigt das
Kind Entwicklungsverzögerungen, klärt der Kinderarzt die
Eltern über therapeutische Fördermaßnahmen auf. Bei
der U8 kann außerdem der Blutdruck gemessen werden
und der Urin wird untersucht. Zusätzlich wird ein apparativer Hörtest vorgenommen.
U9 – 5 ¼ Jahre (60. bis 64 Lebensmonat)
Diese Vorsorgeuntersuchung kurz vor der Einschulung ist
eigentlich auch die umfangsreichste. Dabei wird erneut
der Urin analysiert und der Blutdruck ggf. gemessen.
Neben den allgemeinen Untersuchungen der Organfunktionen werden insbesondere das Seh- und Hörvermögen
sowie die grob- und feinmotorische Entwicklung getestet.
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GESUNDE ENTWICKLUNG
Aktuelle Impfempfehlungen
Wegen der besonderen Gefährdung in der frühen Kindheit ist es sinnvoll, bis zum Ende des 15. Lebensmonats
die empfohlenen Impfungen durchzuführen. Noch vor
Schuleintritt sollte ein vollständiger Impfschutz vorhanden
sein und spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
sind bei Jugendlichen versäumte Impfungen nachzuholen.
Damit der Körper genügend Abwehrstoffe bildet, müssen
die Impfungen in bestimmten Zeitabständen wiederholt
werden. Deshalb wird bei späteren Routineuntersuchungen der Impfschutz wieder aufgefrischt. Der Kinderarzt
notiert alle vorgenommenen Impfungen im Impfpass.
Somit können sowohl Eltern als auch der Kinderarzt jeder-
Impfempfehlungen:
Hier finden Sie alle offiziellen Empfehlungen der Ständigen
Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI)
in Berlin:
• Rotaviren (6. Und 9. Woche)
• Diphtherie, Hepatitis B, Hib, Keuchhusten, Kinderlähmung
und Tetanus
(Impfstoff wird insgesamt dreimal im ersten Lebenshalbjahr
und einmal im zweiten Lebensjahr verabreicht)
• Pneumokokken
(für alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten
2. Lebensmonat empfohlen)
• Masern, Mumps und Röteln
(im Alter von 11 bis 14 Monaten, sollte nach 4 Wochen
wiederholt werden)
• Windpocken
(kann im Alter von 11 bis 14 Monaten durchgeführt werden,
auch gleichzeitig mit der 1. MMR-Impfung, sollte nach
4 Wochen wiederholt werden)
52
zeit nachvollziehen, gegen welche Erkrankungen das Kind
gewappnet ist und wann der nächste Impftermin ansteht.
Der Impfpass ist ein lebenslang gültiges, wichtiges medizinisches Dokument. Bitte bewahren Sie ihn gut auf und
nehmen Sie ihn möglichst zu allen Arztbesuchen mit. Impfungen sind wichtig, damit Babys, Kinder und Jugendliche frühzeitig einen ausreichenden Schutz gegen schwere
Infektionen aufbauen können. Impfungen verhindern den
Ausbruch gefährlicher Krankheiten, die häufig mit Komplikationen verbunden sind und für die es zum Teil auch
heute noch keine geeignete Therapie gibt.
• Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de
GESUNDE ENTWICKLUNG
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KINDERBETREUUNG
Familie/ Großeltern
Man unterscheidet verschiedene Betreuungszeiten:
• Die Ganztagesbetreuung von morgens bis zum
Nachmittag
• Die Teilzeitbetreuung, am Vormittag und/oder
Nachmittag
• Die verlängerte Vormittagsbetreuung, von morgens
bis nach dem Mittagessen
• Die erweiterte Ganztagesbetreuung, vom Vormittag bis
in den späten Abend, am Wochenende oder
mit Betreuung in der Nacht
Kindertagesstätte (KiTa)
Integrative oder inklusive Kindertagesstätten nehmen Kinder ohne und mit Behinderungen auf.
Die übliche Betreuung der Kinder, gerade innerhalb der
ersten Jahre, liegt sicher im Bereich der Familie. In der
heutigen Zeit wird das den Eltern, zum Beispiel durch die
Elternzeit, die gemeinsam genommen werden kann, leichter gemacht. Wenn die Eltern verhindert sind bzw. wieder
arbeiten gehen, dann springen häufig die Großeltern ein
und passen auf die Kleinen auf. Sollte die Familie nicht in
der Nähe wohnen, gibt es in Deutschland verschiedene
Alternativen, damit die Kleinen gut versorgt sind.
Als KiTa werden Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
bezeichnet.
KiTas sind in Altersgruppen eingeteilt:
• Die Kinderkrippe für die Altersgruppe unter drei Jahren
• Der Kindergarten für die Altersgruppe von drei bis sechs
Jahren
• Der Hort für Kinder im Grundschulalter
Oft werden aber auch Einrichtungen, die alle drei Altersgruppen betreuen, als KiTa bezeichnet.
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Kindertagespflege
Die Kindertagespflege läuft über eine Tagesmutter bzw.
einen Tagesvater. Sie ist eine mögliche Alternative zur
Kinderkrippe, da sie eine persönlichere und familiärere
Umgebung für die unter 3-jährigen Kinder bietet. Die
Eltern schätzen dabei die Möglichkeit der Betreuung des
Kindes im eigenen Haus oder in Kleingruppen bei der
Tagesmutter oder dem Tagesvater zu Hause. In beiden
Fällen liegt der Vorteil in der vertrauten Beziehung sowohl
zum Kind, als auch zu den Eltern. Tagesmütter haben eine
spezielle Ausbildung und brauchen eine Genehmigung
von der entsprechenden Behörde, um in diesem Bereich
arbeiten zu können. Informationen finden Sie für Augsburg beim Amt für Kinder, Jugend und Familien.
Babysitter
Ein Babysitter bietet eine kurzfristige Möglichkeit der Kinderbetreuung. Wenn die Eltern für einige Stunden verhindert sind, weil sie zum Beispiel abends mal ins Kino gehen
wollen oder einen Termin haben. Oft bieten sich Schüler
und Studenten gegen einen geringen Stundenlohn als
Babysitter an.
Au-pair
Ein Au-pair ist meist ein junger Mensch aus dem Ausland,
der sich gegen Unterkunft, Taschengeld und Verpflegung
um die Kinder der Gastfamilie kümmert. Das Au-pair
wohnt dabei mit der Familie zusammen und passt auf die
Kinder auf, während die Eltern arbeiten. Es kümmert sich
auch um leichte Arbeiten im Haushalt, solange sie die Kinder betreffen (zum Beispiel Wäsche der Kinder waschen
oder das Kinderzimmer aufräumen). Dem Au- pair wird
dabei die Möglichkeit gegeben, seine Sprachkenntnisse
zu verbessern und das Leben und den Alltag in Deutschland kennenzulernen.
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Kinderbetreuung in den Ferien
Die Ferien sind für Eltern immer eine schwierige Zeit, die
oftmals viel Planung und Absprache bedeutet, weil der
Jahresurlaub nicht die gesamte Schulferienzeit der Kinder
abdeckt. Gerade in dieser Zeit sind Großeltern und der
Freundeskreis eine große Hilfe, wenn sie sich zeitweise
um die Kinder kümmern können. Wenn dies nicht der Fall
ist, bieten viele Einrichtungen im Umkreis ein Ferienprogramm für die Kinder an, damit die Kinder teilweise sogar
ganztags versorgt sind.
Kinderbetreuung im Krankheitsfall
Werden die Kleinen krank, stellt das die berufstätigen
Eltern zum Teil vor eine große Herausforderung, da die
Frage aufkommt, wie die Regelung mit dem Arbeitgeber
in solch einem Fall aussieht. Vom Gesetzgeber ist festgelegt, dass jedem Elternteil im Jahr 10 Extra-Urlaubstage
zustehen, um sich um das Kind zu kümmern. Alleinerziehende bekommen 20 Tage zusätzlich für die Kinderbetreuung. Die Voraussetzungen für diese freien Tage sind
erfüllt, wenn das Kind jünger als 12 Jahre ist, niemand im
Haushalt lebt, der die Betreuung übernehmen könnte
und der Arzt dem Kind ein Attest ausgestellt hat. Da die
gesetzliche Krankenkasse die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall des Kindes leistet, muss ihr das Attest vorgelegt
werden.
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SICHERHEIT
Sicherer Start ins Leben
Jährlich verunglücken in Deutschland rund 1,7 Millionen
Kinder, davon über 500.000 in den eigenen vier Wänden.
Zuhause – dort, wo sich Mütter, Väter und Kinder besonders wohl und sicher fühlen – verletzen sich gerade kleine
Kinder am häufigsten. Umso wichtiger ist, dass Eltern
häusliche Gefahrenquellen besser kennenlernen. Die
Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder
e.V. (Fachnetzwerk und Informationsplattform mit Büro in
Bonn), klärt über alterstypische Unfallsituationen auf. Sie
stärkt Mütter, Väter und alle, die mit Kindern zu tun haben,
in ihrer Fähigkeit, sicherheitsbewusst zu handeln. Sie fördert die Kinder, damit sie brenzlige Situationen meistern
und risikokompetent werden.
Kinder entwickeln sich schnell, lernen jeden Tag etwas
Neues und sind für Eltern manchmal unberechenbar. Ein
typisches Beispiel: Das Telefon klingelt, die Mutter wendet
56
sich einen kurzen Moment vom Wickeltisch ab und greift
zum Handy. Urplötzlich dreht sich das Baby und rutscht
über die Tischkante. So schnell ist ein Unfall passiert.
Mehr als die Hälfte aller Kinderunfälle sind vermeidbar –
durch Wissen, sicherheitsbewusstes Verhalten, technische
Schutzvorkehrungen und sichere Produkte.
Die Allerkleinsten sind besonders durch Sturzunfälle
gefährdet: So haben Säuglinge unter einem Jahr das
höchste Risiko, durch Stürze schwere Kopfverletzungen zu
erleiden. Besonders hohe Sturzrisiken gehen vom Wickeltisch, Sitzmöbeln und Treppen aus. Gefahren wie das Verschlucken von Kleinteilen oder Vergiftungen durch Haushaltschemikalien oder Medikamente kommen ab dem
zweiten und dritten Lebensjahr gehäuft vor – wenn die
Kleinen mobil werden und einen großen Entdeckerdrang
entwickeln. Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten sind
in diesem Alter ebenfalls häufig und haben sehr schwerwiegende Folgen.
SICHERHEIT
Die wichtigsten Tipps für Ihr sicheres Zuhause:
Gesicherte Fenster und Treppen:
Damit Kinder keine Fenster oder Balkontüren öffnen und
in die Tiefe fallen, sollten diese mit Fensterriegeln gesichert sein. Bei Kindern im Krabbelalter ist das Anbringen
von Schutzgittern an Treppen notwendig.
Rauchmelder und Steckdosenschutz:
Rauchmelder alarmieren bei Rauchentwicklung sofort, so
dass Eltern rasch handeln können, um Kinder vor Brandfolgen zu bewahren. Steckdosensicherungen in allen Steckdosen und FI-Schutzschalter schützen die Familie wirksam
vor Elektrounfällen.
Raum zum Spielen:
Kinder sollen ausreichend Platz zum Spielen haben, die
Räume sollten also nicht mit Möbeln und Spielsachen über-
füllt sein! Stolperfallen durch zugestellte Laufwege oder
rutschende Teppiche lassen sich vermeiden.Um Unfällen
vorzubeugen, hat die BAG zahlreiche Programme und
Aktionen auf den Weg gebracht. Dazu zählen Checklisten zu Gefahren im Haushalt und der Kindersicherheitstag
als bundesweiter Aktionstag am 10. Juni. Informationen,
Sicherheitstipps und Anregungen sind auf der Internetseite der BAG unter www.kindersicherheit.de zu finden.
Kontakt
BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.
Safe Kids Germany
Christian-Lassen-Straße 11 a, 53117 Bonn
Tel.: 0228 / 688 34 -0
Fax: 0228 / 688 34 - 88
[email protected]
www.kindersicherheit.de
57
SICHERHEIT
Sicheres Kinderspielzeug
Kurz nach der Geburt braucht das Baby noch kein Spielzeug, da reichen ihm die Zuwendung und die Beschäftigung durch die Eltern absolut aus. Wenn Sie dem kleinen
Racker dann doch ein Spielzeug kaufen wollen, gibt es ein
paar Richtwerte, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten, um ein sicheres Spielzeug zu bekommen:
• Kontrollieren Sie das Spielzeug vorab auf Fehler (ohne
Kanten, Farbabsplitterungen, unangenehmen Geruch),
so vermeiden Sie eventuelle Verletzungsrisiken.
• Kaufen Sie Spielzeug aus schadstofffreiem Material, da
Babys ihr Spielzeug gerne in den Mund stecken, um es
mit Lippen und Zunge zu erkunden.
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• Das Spielzeug sollte dem Entwicklungsstand des Kindes
entsprechen und stabil sein, damit das Baby es lange
nutzen kann, ohne es kaputt zu machen.
• Das Spielzeug darf keine angenähten oder aufgeklebten
Kleinteile haben, die leicht abfallen können. Das Kind
könnte sich unter Umständen daran verschlucken und im
schlimmsten Fall ersticken.
• Sie sollten kein Spielzeug kaufen, das sehr laut ist, da
Kinderohren auf Geräusche sehr empfindlich reagieren.
• Es sollte den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen und dementsprechend gekennzeichnet sein
(wie zum Beispiel: TÜV-/GS-Prüfzeichen, CE-Zeichen
oder der Blaue Engel).
SICHERHEIT
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SHOPPING
Kindersachen ökologisch & fair
Mode- und ökologiebewusste Eltern finden in der Latztruhe gleich hinter dem Stadttheater ein vielfältiges Sortiment an ökologischer Baby- und Kinderkleidung, Spielzeug und Zubehör. Die Inhaberin Julia Lauterbach legt
größten Wert auf schicke Modetrends, Gesundheit für
Kind und Natur sowie bequeme, kindgerechte Kollektionen. Neben Walkoveralls und Wolle/Seide Bodies finden
Sie eine große Auswahl an veganer Kleidung für ihr Kind.
Hin zur neuer Nachhaltigkeit, einem Wandel, einem Kleiderwechsel.
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Kinderkleidung (bis Größe 140), Spielsachen und Kinderbücher. An der Pinnwand finden Sie Kinderbetten, Wiegen, Kinderwagen usw. Die KATZE verkauft auch Ihre gut
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Deutschen Frauenbund Stadtverband Augsburg e.V. getragen. Die Mitarbeiterinnen arbeiten ehrenamtlich.
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Citykids GmbH
Gutenbergstraße 7
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City Kids
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RS Kickertreff GmbH
Bergiusstraße 5
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Tel.: 0821/543 39 26
www.kickertreff-augsburg.de
Bärenkeller
Bärenstraße
Bärenstraße 86
86156 Augsburg
Alter: 1-12
Kernbeißerweg
Kernbeißerweg 30
86156 Augsburg
Täfertinger Straße
Täfertinger Straße
86156 Augsburg
Hirblinger Straße
Hirblinger Straße 210
86156 Augsburg
Firnhaberau
Marderweg
Marderweg 21A
86169 Augsburg
Bei der Kleingartenanlage
Schönbachstraße
Marie-Juchacz-Straße 40
86154 Augsburg
Göggingen
Gerhart-Hauptmann-Straße
Apprichstraße 18
86199 Augsburg
Alter: 1-3 Jahren
Schiffmacherweg
Schiffmacherweg 8
86199 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Felsensteinstraße
Felsensteinstraße 2A
86199 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Apprichstraße
Apprichstraße 16
86199 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Outdoorspielplätze
Carl-Natterer-Straße
Carl-Natterer-Straße 34A
86169 Augsburg
Antonsviertel
Wittelsbacher Park 1
Imhofstraße 43, 86159 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Fischerholz
Kühbacher Weg
Kühbacher Weg 5
86154 Augsburg
Hammerschmiede
ASP Hammerschmiede
Neuburger Straße 299
86169 Augsburg
Atler: 3-12 Jahre
Wittelsbacher Park 2
Christoph-von-Schmid-Straße 9
86159 Augsburg
Präses-Hauser-Platz
Präses-Hauser-Platz 27
86154 Augsburg
Friedl-Urban-Straße
Friedl-Urban-Straße 33B
86169 Augsburg
63
FREIZEIT
Oleanderweg
Oleanderweg 28
86169 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Schertlinstraße II
Schertlinstraße 26A
86159 Augsburg
Seefelder Straße
Seefelder Straße 67A
86163 Augsburg
Firnhaberstraße
Firnhaberstraße 8
86159 Augsburg
Scharnitzer Weg
Scharnitzer Weg 7
86163 Augsburg
Hochzoll-Nord
Lechrainstrasse
Lechrainstraße 38
86163 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Inningen
Am Sportgelände Inningen
Bergheimer Straße 35
86199 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Salzmannstraße
Salzmannstraße 62A
86163 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Ludwig-Ottler-Straße
Ludwig-Ottler-Straße 13
86199 Augsburg
Alter: 1-16 Jahre
Händelweg
Händelweg 13
86179 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Grüntenstraße
Grüntenstraße 34
86163 Augsburg
Oktavianstraße
Oktavianstraße 33
86199 Augsburg
Leharstraße
Leharstraße 95
86179 Augsburg
Penzbergweg
Penzbergweg 5
86163 Augsburg
Fritz-Klopper-Straße
Fritz-Klopper-Straße 20
86199 Augsburg
Hochfeld
Bauernfeindstraße
Bauernfeindstraße 1A
86159 Augsburg
Hochzoll-Süd
Münchner Straße
Münchner Straße 8
86163 Augsburg
Kriegshaber
Osterfeldpark West
Untere Osterfeldstraße 13
86156 Augsburg
Schertlinstraße I
Schertlinstraße 16D
86159 Augsburg
Zwölf-Apostel-Platz
Zwölf-Apostel-Platz 16
86163 Augsburg
Am Jüdischen Friedhof
Madisonstraße 10
86156 Augsburg
Sanddornweg
Sanddornweg
86169 Augsburg
Haunstetten
Am Ilsesee
Am Ilsesee, 86343 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Jupiterstraße
Jupiterstraße 1, 86179 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
64
FREIZEIT
Lise-Meitner-Straße
Lise-Meitner-Straße 5
86156 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Neuburger Straße
Neuburger Straße 181
86167 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Neusäßer Straße
Neusäßer Straße 47
86156 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Oberhausen
Am Hettenbach
Grünerstraße 6
86154 Augsburg
Lechhausen
Lützowstraße
Radetzkystraße 13
86165 Augsburg
Alter: 1-3 Jahre
Werner-Egk Spielplatz /
Peter und Paul Spielplatz
Werner-Egk-Weg
86154 Augsburg
Alter: 1-16 Jahre
Waibelstraße
Waibelstraße 5
86167 Augsburg
Alter: 1-12 Jahren
Eschenhofstraße
Eschenhofstraße 21
86154 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Dennewitzstraße
Dennewitzstraße 3
86167 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Hirblinger Straße
Hirblinger Straße 24
86154 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
Universitätsviertel
Josef-Priller-Straße I
Josef-Priller-Straße 18
86159 Augsburg
Alter: 1-6 Jahre
86159 Augsburg
Alter: 1-12 Jahre
Zentrum
Theodor-Heuss-Platz
Bismarckstraße 2
86159 Augsburg
Alter: 3-6 Jahre
Forsterstraße
Forsterstraße
86153 Augsburg
Rote-Torwall-Straße
Rote-Torwall-Straße
86161 Augsburg
Alpenstraße
Alpenstraße 7
86159 Augsburg
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FREIZEIT
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FREIZEIT
Legende
Schwimmerbecken
Bäder und Badeseen
Hallenbäder
Nichtschwimmerbecken
Babybecken
Gastronomie
Duschen
Altes Stadtbad
Leonhardsberg 15
86150 Augsburg
Tel.: 0821/324-97 79
WC
Umkleiden
Kurse
Überwachung
Badestrand
Rutsche
Plärrerbad
Schwimmschulstraße 7
86153 Augsburg
Tel.: 0821/324-9864
Mobil: 0172/858 93 15
Kein öffentlicher Badebetrieb,
Bad für Schulen und Vereine
Spielplatz
P
Parkplatz
Hallenbad Göggingen
Anton-Bezler-Straße 2
86199 Augsburg
Tel.: 0821/324-98 64
Hallenbad Haunstetten
Karl-Rommel-Weg 11
86179 Augsburg
Tel.: 0821/324-97 94
Mobil: 0172/858 93 23
Bietet Kindernachmittage und Kindergeburtstage im Hallenbad an.
Spickelbad
Siebentischstraße 4
86161 Augsburg
Tel.: 0821/324-98 30
Mobil: 0172/858 93 14
Alle Hallenbäder in Augsburg:
www.augsburg.de/freizeit/
baden/hallenbaeder
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FREIZEIT
Freibäder
Fribbe
Siebentischstraße 4
86161 Augsburg
Tel.: 0821/324-98 32
Mit 300 Meter langer Naturschwimmstrecke im Lechkanal
Bärenkeller Bad
Oberer Schleisweg 15
86156 Augsburg
Tel.: 0821/324-98 40
68
Familienbad am Plärrer
Schwimmschulstraße 5
86153 Augsburg
Tel.: 0821/324-98 53
Freibad Lechhausen
Lechhauser Straße 34
86153 Augsburg
Tel.: 0821/324-97 92
Naturfreibad Haunstetten
Postillionstraße 1
86179 Augsburg
Tel.: 0821/815 36 52
Naturfreibad, ohne Chlor
Alle Freibäder in Augsburg:
www.augsburg.de/freizeit/
baden/freibaeder
FREIZEIT
Seen und Flüsse
Alle Seen und Flüsse in Augsburg:
www.augsburg.de/freizeit/baden/
fluesse-und-seen/
Kuhsee
86163 Augsburg
Badesee, Tauchen
Autobahnsee
86169 Augsburg
Badesee, Tauchen
Naturfreibad Haunstetten
Postillionstraße 1
86179 Augsburg
Tel.: 0821/815 36 52
[email protected]
Naturfreibad, ohne Chlor
Ilsesee
86343 Königsbrunn
Badesee, Tauchen
Bergheimer Baggersee
Badesee, eignet sich als Ziel für
Radtouren
Lech und Wertach
Das Baden in Flüssen ist grundsätzlich erlaubt. Bitte beachten Sie,
dass an den Flüssen keine Rettungsschwimmer vor Ort sind und dass
an bestimmten Stellen Badeverbote
bestehen. Bitte beachten Sie auch,
dass der Wasserstand des Lechs
unerwartet zunehmen kann.
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• abwechslungsreiche Kursstunden nach spielpädagogischen
• abwechslungsreiche
KursstunGrundsätzen
den
nach spielpädagogischen
• abwechslungsreiche
Kursstun• speziell
ausgebildete,
erfahrene
Grundsätzen
den
nach spielpädagogischen
Kursleiter/innen
• Grundsätzen
speziell
ausgebildete,
erfahrene
• individuelle
Betreuung
der
Kursteilnehmer
Kursleiter/innen
• speziell
ausgebildete, erfahrene
• kursgerechte
Schwimmbäder
• Kursleiter/innen
individuelle
Betreuung
der
Kursteilnehmer
• individuelle
Betreuung der
• Kursteilnehmer
kursgerechte Schwimmbäder
• kursgerechte Schwimmbäder
Augsburg,Neusäß,
Neusäß,
Augsburg,
Augsburg,
Neusäß,
Zusmarshausen
und
Zusmarshausen
und
Untermeitungen
Zusmarshausen
Untermeitungen und
Untermeitungen
• Babyschwimmen ab 3 Monate
• Babyschwimmen ab 3 Monate
• Spielschwimmen 1 – 3 Jahre
Spielschwimmen 1ab– 33 Monate
Jahre
• Babyschwimmen
• Spielschwimmen PLUS ab 3 Jahre
PLUS
3 Jahre
•• Schwimmkurs
Spielschwimmen
1
–
3
Jahre
mit Eltern abab
4 Jahre
Schwimmkurs
Elternab
ab3 4Jahre
Jahre
Spielschwimmen
PLUS
••Schwimmkurs
fürmit
Anfänger
und
für5Anfänger
•Fortgeschrittene
Schwimmkurs ab
mit
Eltern
4 Jahre
Jahre ab und
Fortgeschrittene
5 Jahre und
••Flipper
Club (Voraussetzung
Schwimmkurs
fürab
Anfänger
•Seepferdchen)
Flipper Club (Voraussetzung
Fortgeschrittene
ab 5 Jahre
••Erwachsenenschwimmkurse
Seepferdchen)
Flipper
Club (Voraussetzung
••Einzelstunden
nach Vereinbarung
Erwachsenenschwimmkurse
Seepferdchen)
Einzelstunden nach Vereinbarung
• Erwachsenenschwimmkurse
• Einzelstunden nach Vereinbarung
Anmeldung und weitere Informationen:
www.schwimmschule-flipper.de
Telefon:
0821und
/ 96224
Anmeldung
weitere Informationen:
Anmeldung
und weitere Informationen:
www.schwimmschule-flipper.de
www.schwimmschule-flipper.de
Telefon: 0821 / 96224
Telefon: 0821 / 96224
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FREIZEIT
Ausflugsziele
Schongauer Märchenwald und Tierpark
Herrlich im Wald gelegen werden in kleinen Häuschen auf Knopfdruck die Märchen der Brüder Grimm erzählt. Im Park können viele Tiere gefüttert werden,
darunter Damwild, Schafe, Ziegen und Kaninchen. Auch kann man Ponys, Pferde, Esel, Nandus, Enten, Pfaue und Sittiche bestaunen.
Es gibt abwechslungsreiche Spielplätze, einen Klettergarten für Kleinkinder,
einen Spieleturm und eine Seilbahn. Auch lassen sich Wald und Natur im „Erlebniswald“ erkunden.
Dießener Straße 6, 86956 Schongau, Tel.: 08861/75 27,
[email protected], www.schongauer-maerchenwald.de
Lernort Bauernhof „Beim Hibsch“
Bei einem Ausflug auf den Erlebnisbauernhof „Beim Hibsch“ sind strahlende
Kinderaugen garantiert – der ideale Ort für Kinder, die Natur und Tiere lieben.
Auf dem bayrischen Milchviehbetrieb sind Kinder den verschiedenen Tieren
ganz nah, sie lernen den richtigen Umgang mit den Tieren und sie übernehmen Verantwortung. Sie erfahren, wie wertvoll die Natur und unsere Nahrungsmittel sind. Ihr seid herzlich eingeladen zu einer spannenden Entdeckungsreise
auf unserem Mitmach-Bauernhof.
Ulrichstraße 59, 86568 Schönbach,
Tel.: 08257/990272, www.Beim-Hibsch.de
Spielend Spaß haben im PLAYMOBIL-FunPark
Bereits mehrfach als familienfreundlichster Themenpark ausgezeichnet, begeistert der PLAYMOBIL-FunPark in Zirndorf Familien aus nah und fern. Auf
insgesamt 90.000 m² laden imposante PLAYMOBIL-Spielwelten im Großformat und zahlreiche Aktivspielplätze zu unbegrenztem Spiel- und Kletterspaß
ein. Ob Ritterburg, Piratenschiff, der Wilde Westen oder der Bauernhof – hier
können alle Abenteurer ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Achterbahnen oder
Fahrgeschäfte braucht man hier nicht, denn „aktiv sein statt Schlange stehen“
ist das Motto.
Brandstätterstraße 2-10, 90513 Zirndorf, www.playmobil-funpark.de
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FREIZEIT
Kletterwald Schloss Scherneck
Der Kletterwald Schloss Scherneck gilt als schönster Kletterwald Bayerns. Ob
mit dem Skateboard von Baum zu Baum fahren, durch das riesige Spinnennetz
klettern oder rasante Seilbahnfahrten genießen – Spaß, Adrenalin und Abenteuer pur. 9 Parcours, 95 Kletterelemente, mitten im Schlossgut Scherneck mit
Biergärten, Schlossbrauerei und Kletterwald schaffen den perfekten Rahmen
für einen unvergesslichen Tagesausflug. Kinder dürfen bei uns bereits ab 6 Jahren gemeinsam mit einem Erwachsenen klettern - im Kiddy-Parcours bereits ab
3 Jahren. Eine Anmeldung und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Scherneck 2 b, 86508 Rehling, Tel.: 08323/96 80 50, www.kletterwald-scherneck.de
Das Kulturhaus abraxas
Das Kulturhaus abraxas ist das Zentrum für Kinder- und Jugendkultur der Stadt
Augsburg. Dazu gehören das Märchenzelt auf der Wiese hinter dem abraxas
und fünf Kindertheatergruppen, die im abraxas Musiktheater, Erzähltheater, Figurentheater, experimentelles Theater und vieles mehr zeigen:
FaksTheater, Junges Theater Augsburg, Klexs Theater, Moussong Theater mit
Figuren sowie das Theater Fritz und Freunde.
Sommestraße 30, 86156 Augsburg
Tel.: 0821/324 63 55, [email protected]
Infos & Spielplan: www.abraxas.augsburg.de
Das ganze Universum – mitten in Augsburg...
Im S-Planetarium erlebt die ganze Familie spannende Abenteuer und erfährt
dabei Wissenswertes über den Kosmos und unseren Heimatplaneten Erde.
Das Weltall fasziniert Groß und Klein. In diese geheimnisvolle Welt begleitet
das Planetariumsteam die Besucher und beantwortet viele Fragen. Gemeinsam mit den Helden der Kinder- und Familienprogramme erleben sie dabei
fantastische Abenteuer und reisen in die Tiefen des Alls, vorbei an der Sonne,
Planeten, Sternen und Galaxien.
Ludwigstraße 14, 86152 Augsburg
Tel.: 0821 324-6740, www.planetarium-augsburg.de
71
FREIZEIT
Ein Tag im Wasserkraftwerk
Schon seit über 100 Jahren wird im Wasserkraftwerk Langweid umweltfreundlicher Strom für die Region erzeugt. Große und kleine Besucher können sich
im Lechmuseum über Kraftwerkstechnik, die Natur und die kulturelle und wirtschaftliche Nutzung des Lechs informieren. Der Rundgang durch das Museum
führt von der Quelle bis zur Mündung des Lechs. Eine besondere Attraktion ist
die trocken gelegte historische Schauturbine, die begehbar ist. Kinder können
mit Wissensspielen den Lech erleben.
Lechwerkstraße 19, 86462 Langweid, weitere Infos und Anmeldung unter:
Tel.: 0821/328-16 58, [email protected], www.lechmuseum.de
Affenberg Salem
In Salem am Bodensee erlebt man in einem 20 Hektar großen Waldgebiet 200
Berberaffen wie in freier Wildbahn. Die faszinierenden Tiere leben hier unter
optimalen Bedingungen. Besonders viel Spaß macht das Füttern der Tiere mit
gratis Popcorn und das Beobachten der jungen Affen beim Spielen. Die Stars
sind die im Frühjahr geborenen Affenbabys, die liebevoll umsorgt werden. Beeindruckend sind auch die 42 Storchenpaare, die ihren Nachwuchs aufziehen.
Der große Spielplatz und der gemütliche Biergarten laden zum Verweilen ein.
Mendlishauser Hof, 88682 Salem, Tel.: 07553/381
[email protected], www.affenberg-salem.de
Eltern-Kind-Kurse Königsbrunn
Bei den Eltern-Kind-Kursen Königsbrunn im Generationenpark können Eltern
und Mamas mit Kindern vom Baby- bis zum Kleinkindalter eine schöne und
entspannte gemeinsame Zeit verbringen und eine Auszeit vom Alltag nehmen.
Hier kannst Du andere Eltern aus der Umgebung kennen lernen und Dich austauschen. Du kannst die Babymassage erlernen oder im Baby-Club, später im
Mini-Club, viele interessante und wichtige Informationen, sowie Spiel-, Material- und Bastelanregungen erhalten. Und wer sich sportlich betätigen möchte,
wird Fit mit Baby. Interesse? Informationen und Anmeldung unter:
www.baby-koenigsbrunn.de, Tel.: 0176 / 26 26 48 68
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FREIZEIT
Das Boulder & Soccercenter Gersthofen
Nur 10 Minuten von Augsburg erwartet euch das Boulder & Soccercenter
Gersthofen mit über 2400m² Fläche zum Austoben für Groß und Klein.
Ob beim Beklettern des Skelettes eines Dinsosaueriers, beim um die Wette
Klettern oder Bouldern, in der großen Erlebniswelt kommt jeder auf seine Kosten. Unser Tipp: Den Tageseintritt in die große Boulder- & Kletter-Erlebniswelt
für eine Familie mit zwei Kindern gibt es schon ab 27 Euro.
Röntgenstraße 2, 86368 Gersthofen, Tel.: 0821/32 87 60 40
[email protected], www.boulder-soccercenter.de
Augsburger Puppenkiste und Augsburger Puppentheatermuseum
Wenn sich die Türen der Augsburger Puppenkiste öffnen, schlagen auch heute
noch Herzen höher. Im Museum „die Kiste“ sind seit 2001 all die berühmten
Stars der Puppenkiste in ihrer „natürlichen Umgebung“ zu bewundern. Sonderausstellungen und Workshops runden das Programm ab. Seit der Eröffnung avancierte das Museum mit über 900.000 Besuchern zum erfolgreichsten seiner Art in Europa. Viele Familien pilgern aus allen Bundesländern nach
Augsburg um sich die Dauer- und Sonderausstellung anzusehen.
Spitalgasse 15, 86150 Augsburg, Tel.: 0821/450 345-0
[email protected], www.diekiste.net
Ein Erlebnis für die ganze Familie
Das modern konzipierte Naturmuseum im Herzen der
Stadt Augsburg zeigt auf mehr als 1300 m2 Ausstellungsfläche Außergewöhnliches und Wissenswertes
aus den Bereichen Geologie und Biologie:
Erdgeschichte, Fossilien, Mineralien & Gesteine –
Evolution, Lebensräume, Tiere & Pflanzen.
Naturmuseum Augsburg, Ludwigstraße 14, 86152 Augsburg
Tel.: 0821/324-6740, [email protected]
www.augsburg.de/naturmuseum, geöffnet: Di – So 10 bis 17 Uhr
Familienkarte 7 € (plus Planetarium 22 €)
unterstützt durch:
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FREIZEIT
Das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Das 1985 eröffnete Jüdische Kulturmuseum dokumentiert an ausgewählten
Beispielen die reiche Kultur und wechselvolle Geschichte der Juden in Augsburg und Schwaben seit dem Mittelalter bis heute. Es beherbergt zudem ein
einzigartiges Zeugnis deutsch-jüdischer Geschichte: die zwischen 1913 und
1917 nach den Plänen von Fritz Landauer und Heinrich Lömpel errichtete Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg. Sie kann beim
Besuch des Museums besichtigt werden. Zudem ist der Architektur und Geschichte des Gebäudes eine eigene Abteilung des Museums gewidmet.
Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg, Tel: 0821/51 36 58, www.jkmas.de
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und Tierpark
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S. 73 oben: © Boulder & Soccercenter
Gersthofen UG
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S. 74: © Jüdisches Kulturmuseum Augsburg
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der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine
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Luxx Medien bedankt sich bei allen Unterstützern und Anzeigenkunden für die
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Ausgabe1, 2017
Alles beginnt
mit einer guten Idee.
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setzen sie erfolgreich um. Kreativ, innovativ und konzeptionell.
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KINDER
GEBURTS
TAG
Für alle Kinder, die zusammen mit ihren Freunden einen
Geburtstag voller Abenteuer, Spiel und Action erleben
wollen, haben wir genau das Richtige: Im Boulder
& Soccercenter in Gersthofen können sich die Kids
bei einer Boulder & Kletter Schatzjagd, beim Soccer,
Bubblesoccer oder Billard Soccer mal wieder richtig
auspowern.
HAPPY
Beim Mega Bouldy Schatzjagd begeben sich das GeburtstagsBOULDERN kind und seine Crew zusammen mit einem ausgebildeten BoulderKLETTERN
trainer 1,5 Stunden lang auf eine spannende Piraten-Reise voller
verrückter Boulder- und Kletterabenteuer.
JETZT
ONLINE
BUCHEN
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SOCCER
Auf 3 Hochflorkunstrasenplätzen mit 30 x 15 m Fläche können sich
die Geburtstagsgäste beim Soccer ein spannendes Match liefern.
BUBBLE
SOCCER
Bei der neuen Trendsportart Bubble Soccer, einer Mischung aus
Fußball und Rugby, schlüpfen die Kids in einen durchsichtigen,
aufblasbaren Bubble Soccer Ball mit rund 120 cm Durchmesser –
nur die Beine bleiben frei – und versuchen Kisten im gegnerischen
Tor zu versenken. Schubsen erlaubt! Lachspaß, Unterhaltung
und Action pur! Und das Beste dabei: Verletzungen sind in den
kugelförmigen Schutzhüllen nahezu unmöglich!
BILLARD
SOCCER
Beim Billard Soccer Geburtstag im Boulder & Soccercenter in
Gersthofen ist Ballgefühl & Köpfchen gefragt.
Mit speziellen Fußbällen, die wie beim Billard aus vollen und halben Kugeln bestehen und nacheinander versenkt werden müssen,
zeigen die Kids auf überdimensionalen Billardtischen mit ihren
Füßen ihr Können.
GEBURTS
TAGS
TISCH
Zum krönenden Abschluss erwartet die Kids nach jedem Erlebnis
ein bunt gedeckter Geburtstagstisch mit ihrem Geburtstagsmenü
zur Stärkung und zum Ausklingen nach so viel Action.
www.boulder-soccercenter.de
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