Newsletter Nr3_2008deu - Autonome Provinz Bozen

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Newsletter Nr. 3-2008
Frühblühende, windblütige Sträucher und
Bäume
Hasel, Erle und die Zypressengewächse haben wir bereits in unserem ersten Newsletter vorgestellt.
Sie charakterisieren derzeit noch das Pollenspektrum in der Luft. Im Februar beginnt in den wärmeren
Tallagen außerdem die Blüte der Ulme und gegen Ende des Monats gesellen sich Pappel und Weide
dazu.
Pollenflug im Februar-März
Der Pollenflug der Ulme
Als wichtige Arten sind für Südtirol die Berg-Ulme (Ulmus glabra) und die Feld-Ulme (Ulmus minor) zu
nennen. Diese windblütigen Bäume sind in Wäldern und Gebüschen verbreitet. Die gesägten, eiförmigen
bis breit lanzettlichen Blätter sind stets asymmetrisch. Die zwittrigen Blüten werden bereits im Vorjahr
angelegt und überdauern in den Knospen die kalte Jahreszeit. Sie bilden büschelige Blütenstände und
erscheinen vor der Blattentwicklung ab Februar bis April. Die grünen Früchte übernehmen die
Assimilation, solange der Baum unbelaubt ist.
Die allergene Potenz der Ulmen-Pollen gilt als gering. Traurige Berühmtheit erlangte die Ulme durch
das Ulmensterben, einer Erkrankung, die durch einen Pilz verursacht und durch Käfer übertragen wird.
Pollenflugkalender der Ulme
Weitere Infos zur Ulme www.polleninfo.org
Der Pollenflug der Pappel
Die Pappel kommt an feuchten Standorten, entlang von Flüssen und Seen und in Wäldern vor, sie wird
auch in Parkanlagen und Gärten angepflanzt. Dieser laubwerfende Baum erreicht eine Höhe von 25-30 m.
Zu den wichtigen Vertretern dieser Gattung zählen die Schwarz-Pappel (Populus nigra), die Zitter-Pappel
(Populus tremula) und die Silber-Pappel (Populus alba). Männliche und weibliche Blüten befinden sich in
kätzchenförmigen Blütenständen auf verschiedenen Individuen. Die Frucht, eine Kapsel, enthält
zahlreiche mit einem hellen Haarschopf ausgestattete Samen. Im Mai fallen die zahlreich fliegenden
Pappelsamen auf. Die fliegende „Pappelwolle“ wird fälschlicherweise oft als Pollenflug interpretiert! Die
Pollen werden jedoch früher im Zeitraum von Februar bis April in der Luft nachgewiesen und gelten als
mäßig allergen.
Pollenflugkalender der Pappel
Der Pollenflug der Weide
Zu den Weiden gehören Bäume, Sträucher und nieder liegende Spaliersträucher. Die Weiden kommen
von der Tallage bis ins Hochgebirge vor, sie sind häufig in feuchten Wäldern und in Ufergebüschen
verbreitet. Männliche und weibliche Blütenstände sind kätzchenförmig und befinden sich auf getrennten
Individuen. Weiden sind sowohl insekten- (vor allem durch Apiden) als auch windbestäubend. Die kleinen
Kapselfrüchte enthalten Samen mit einem Haarschopf, der die Samenverbreitung begünstigt.
Weiden-Pollen werden bereits ab Ende Februar in der Luft festgestellt, und wegen der Vielzahl der
Arten dauert die Pollensaison bis Mai. Die allergene Potenz der Weiden-Pollen ist gering;
Kreuzreaktionen innerhalb der verschiedenen Arten und auch gegenüber den nahe verwandten Pappeln
sind möglich.
Pollenflugkalender der Weide
Weitere Infos zur Weide www.polleninfo.org
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