Durchführen einer Pilotbereitstellung von - PC

Werbung
Betriebssystem
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
Microsoft Corporation
Veröffentlicht: Juni 2001
Abstract
In diesem Dokument wird eine Planungsanleitung für die Bereitstellung des Betriebssystems Microsoft®
Windows® XP Professional in einer Unternehmensumgebung zur Verfügung gestellt. Es werden die
Hauptthemen behandelt, die in einem Bereitstellungsplan zu berücksichtigen sind. Diese umfassen die
Bewertung der vorhandenen Hardware und Anwendungen, die Einschätzung Ihrer Netzwerkinfrastruktur,
die Konfiguration von Computern für die Verwendung an festen oder mobilen Arbeitsplätzen, die
Ermittlung der Netzwerkstandards, die Sicherung von Arbeitsressourcen, die Bewertung der Kompatibilität
von Hardware und Anwendungen, die Entscheidung zwischen einem Update oder einer sauberen
Installation und die Nutzung von über das Web zugestellten Updates.
Dieses Dokument ist ein vorläufiges Dokument und kann bis zum endgültigen
kommerziellen Release der beschriebenen Software noch erheblich verändert
werden. Die im vorliegenden Dokument enthaltenen Informationen geben die
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuelle Meinung der Microsoft Corporation
zu den behandelten Themen wieder. Da Microsoft auf sich ändernde
Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens
Microsoft dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten
Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht garantieren.
Dieses Dokument dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT
SCHLIESST FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI
SIE AUSDRÜCKLICH ODER KONKLUDENT.
Die Benutzer/innen sind verpflichtet, sich an alle anwendbaren
Urheberrechtsgesetze zu halten. Unabhängig von der Anwendbarkeit der
entsprechenden Urheberrechtsgesetze darf ohne ausdrückliche schriftliche
Erlaubnis der Microsoft Corporation kein Teil dieses Dokuments für
irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder in einem Datenempfangssystem
gespeichert oder darin eingelesen werden, unabhängig davon, auf welche Art
und Weise oder mit welchen Mitteln (elektronisch, mechanisch, durch
Fotokopieren, Aufzeichnen usw.) dies geschieht.
Es ist möglich, dass Microsoft Rechte an Patenten bzw. angemeldeten
Patenten, an Marken, Urheberrechten oder sonstigem geistigen Eigentum
besitzt, die sich auf den fachlichen Inhalt dieses Dokuments beziehen. Das
Bereitstellen dieses Dokuments gibt Ihnen jedoch keinen Anspruch auf diese
Patente, Marken, Urheberrechte oder auf sonstiges geistiges Eigentum, es sei
denn, dies wird ausdrücklich in den schriftlichen Lizenzverträgen von Microsoft
eingeräumt.
© 2001 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. Microsoft, Active
Directory, IntelliMirror, MS-DOS, Visio, Visual Basic, Windows Media und
Windows NT sind entweder eingetragene Marken oder Marken der Microsoft
Corporation in den USA und/oder anderen Ländern.
Andere in diesem Dokument genannte Produkt- oder Firmennamen können
Marken der jeweiligen Eigentümer sein.
Microsoft Corporation • One Microsoft Way • Redmond, WA 98052-6399 • USA
6/2001
Inhalt
Mitwirkende ..................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Einführung ....................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Definieren des Projektumfangs und der Projektziele .................................. Error! Bookmark not defined.
Bewerten aktueller Netzwerk- und Desktopumgebungen .......................... Error! Bookmark not defined.
Systemvoraussetzungen und Kompatibilität ....................................................... Error! Bookmark not defined.
Überprüfen des BIOS .............................................................................................. Error! Bookmark not defined.
Hardwarekompatibilitätsliste ................................................................................. Error! Bookmark not defined.
Hardwarekompatibilität mit Windows Me, Windows 98, Windows 95 und Windows 3.x Error! Bookmark not
defined.
Anwendungskompatibilität .................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Unter Windows 95 oder Windows 98 ausgeführte Anwendungen ..................... Error! Bookmark not defined.
Systemprobleme während der Migration von Windows Me, Windows 98 oder Windows 95Error! Bookmark
not defined.
Unter Windows NT 4.0- oder Windows NT 3.5 ausgeführte Anwendungen ...... Error! Bookmark not defined.
Verwenden des Modus zum Überprüfen der Systemkompatibilität ................... Error! Bookmark not defined.
Durch Inkompatibilität verhindertes Update ........................................................ Error! Bookmark not defined.
Inkompatibilitätswarnung während eines Updates ............................................. Error! Bookmark not defined.
Bewerten der Netzwerkinfrastruktur ..................................................................... Error! Bookmark not defined.
Entwickeln von Desktopkonfigurationen für Windows XP Professional .. Error! Bookmark not defined.
Planen von bevorzugten Clientkonfigurationen .................................................. Error! Bookmark not defined.
Festlegen der Desktopverwaltungsstrategien ..................................................... Error! Bookmark not defined.
Auswählen von Konfigurationen für Desktopcomputer ...................................... Error! Bookmark not defined.
Auswählen von Konfigurationen für mobile Computer ....................................... Error! Bookmark not defined.
Festlegen von Clientkonnektivitätsstrategien ...................................................... Error! Bookmark not defined.
TCP/IP-Netzwerke .................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
IPX-Protokoll ............................................................................................................ Error! Bookmark not defined.
Festlegen von Sicherheitsstrategien .................................................................... Error! Bookmark not defined.
Authentifizierung ..................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Autorisierung ........................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Festlegen von Clientverwaltungs- und -konfigurationsstrategien ..................... Error! Bookmark not defined.
Mehrsprachige Optionen ........................................................................................ Error! Bookmark not defined.
Hardwaregeräte ....................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Dateisysteme ........................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Zu installierende Anwendungen ............................................................................ Error! Bookmark not defined.
Eingabehilfen ........................................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Aktualisieren im Vergleich mit sauberer Installation ........................................... Error! Bookmark not defined.
Planung für Dynamisches Update ......................................................................... Error! Bookmark not defined.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
ii
Verwenden von Dynamisches Update .................................................................. Error! Bookmark not defined.
Verwenden der Windows Update-Site für Dynamisches Update ....................... Error! Bookmark not defined.
Planen der Windows-Produktaktivierung ............................................................. Error! Bookmark not defined.
WPA nicht für Lizenzprogramme erforderlich ...................................................... Error! Bookmark not defined.
Funktionsweise der Produktaktivierung ............................................................... Error! Bookmark not defined.
Durchführen einer Pilotbereitstellung von Windows XP Professional ..... Error! Bookmark not defined.
Ausgeben der gesamten Bereitstellung ....................................................... Error! Bookmark not defined.
Zusammenfassung ......................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Anhang: Planungstools für Bereitstellungsprojekte ................................... Error! Bookmark not defined.
Verwandte Links .............................................................................................. Error! Bookmark not defined.
Windows 2000-Ressourcen .................................................................................... Error! Bookmark not defined.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
iii
Mitwirkende
Wes Miller, Programmmanager, Microsoft Corporation.
John Kaiser, Technischer Editor, Microsoft Corporation.
Teile dieses Dokuments werden auch in dem in Kürze erscheinenden Windows XP Professional Resource Kit
enthalten sein.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
iv
Einführung
In diesem Dokument werden die wesentlichen Aspekte für die Planung einer erfolgreichen Bereitstellung des
Betriebssystems Microsoft® Windows® XP Professional vorgestellt, dem Nachfolger von
Windows 2000 Professional und Windows Millennium Edition (Windows Me). Diese Anleitung ist
hauptsächlich für Unternehmen gedacht, die von den Betriebssystemen Windows NT® 4.0 oder Windows 9.x
umstellen. Sie dient jedoch allen, die Windows XP Professional in einem mittleren oder großen Unternehmen
bereitstellen möchten.
Die Bereitstellung von Windows XP Professional erfordert sorgfältige Planung. Ein typischer Plan umfasst
fünf grundlegende Schritte, wie in Abbildung 1 unten dargestellt.
Abbildung 1: Bereitstellen von Windows XP Professional
In diesem Dokument wird jeder dieser Bereiche vorgestellt, und es wird eine ausführliche, vorschreibende
Anleitung für die Schritte zur Verfügung gestellt, bei denen der Planungsaufwand am größten ist: Bewertung
Ihrer aktuellen Umgebung und Entwicklung einer Konfiguration für Windows XP Professional.
Definieren des Projektumfangs und der Projektziele
Der erste Schritt im Bereitstellungsvorgang ist die Definition Ihrer Projektziele, wobei sichergestellt werden
muss, dass diese den langfristigen Zielen Ihres Unternehmens und den Bedürfnissen Ihrer Angestellten
entsprechen.
In einem Projektplan müssen bestimmte Phasen Ihres Bereitstellungsverfahrens eindeutig gekennzeichnet
sein. Der Plan muss außerdem einen deutlichen und funktionellen Überblick bieten, aus dem der Umfang des
Projekts ebenso deutlich hervorgeht wie die betroffenen Personen oder Gruppen und der angestrebte
Zeitrahmen.
Definieren Sie bei der Dokumentation Ihres Projektumfangs die Funktionen von Windows XP Professional,
die Sie bereitstellen werden, um Ihre geschäftlichen und allgemeinen Ziele zu erreichen.
Einige der Aspekte, die beim Festlegen des Projektumfangs zu berücksichtigen sind:

Bereitstellungszahlen (Computer, Abteilungen, Netzwerke, Standorte).

Bereitstellungsumfang (nur Update des Betriebssystems, Anwendungsserver- und Hardwareupdates,
Bereitstellung des Microsoft Active Directory™-Dienstes usw.).

Desktopstandardisierung, Verwaltung und Sicherheitsinitiativen.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
2
Bewerten aktueller Netzwerk- und Desktopumgebungen
Bevor Sie eine Desktopumgebung mit Windows XP im Zentrum entwickeln, überarbeiten Sie Ihre aktuellen
Netzwerkbetriebssysteme, deren Infrastruktur und Konventionen. Bewerten und dokumentieren Sie
zumindest die folgenden Informationen:

Unternehmensorganisation und geografische Voraussetzungen.

Anwendungsanforderungen (im Rahmen einer Inventur der Soft- und Hardware).

Alle vorhandenen Windows NT-Domänenarchitekturen, wie z. B. die Anzahl von Domänen und die
geltenden Systemrichtlinien.

Auf Server angewandte Service Packs und Hotfixes.

Interoperabilität (Präsenz von Computern mit NetWare, UNIX oder Linux).

Netzwerk- und Anwendungsstandards – aktuelle und zukünftige.

Benutzertypen (an verschiedenen Arbeitsplätzen, mobile Benutzer, Remotebenutzer, aufgabenbasierte
Benutzer, knowledgebasierte Benutzer usw.)

Softwarestandards

Hardwarestandards

Supportprobleme

Benennungskonventionen

Sicherheitsrichtlinien
Mit Tools wie z. B. Microsoft Systems Management Server (SMS) kann die Hard- und Softwareinventur
nachverfolgt werden. Weitere Informationen zu den Bereitstellungsverfahren mit SMS finden Sie in dem
Whitepaper Using Systems Management Server to Deploy Windows 2000 unter
http://www.microsoft.com/smsmgmt/deployment/deploywin2k.asp.
Systemvoraussetzungen und Kompatibilität
Stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware mit Windows XP Professional kompatibel ist und dass alle Computer,
auf denen Sie das Betriebssystem installieren möchten, die Installation unterstützen können. In Tabelle 1
werden die Mindestvoraussetzungen und die empfohlenen Voraussetzungen für Hardware für die Installation
von Windows XP Professional angezeigt.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
3
Tabelle 1
Hardwarevoraussetzungen für Windows XP Professional
Mindestvoraussetzungen
Empfohlene Voraussetzungen
Intel Pentium-Prozessor (oder kompatibel)
mit 233 MHz oder höher
Intel Pentium II-Prozessor (oder
kompatibel) mit 300 MHz oder höher
64 MB RAM
128 MB RAM (maximal 4 GB)
2-GB-Festplatte mit 650 MB freiem
Festplattenspeicher (bei Installation über
ein Netzwerk ist zusätzlicher
Festplattenspeicher erforderlich)
2 GB freier Festplattenspeicher
VGA-kompatible Grafikkarte oder höher
SVGA-Grafikkarte und Plug & Play-Monitor
Tastatur, Maus oder anderes Zeigegerät
Tastatur, Maus oder anderes Zeigegerät
CD-ROM- oder DVD-ROM-Laufwerk (für
Installationen von CD erforderlich)
12x oder schnelleres CD-ROM- oder DVDROM-Laufwerk
Netzwerkkarte (für Netzwerkinstallation
erforderlich)
Netzwerkkarte
Anmerkung Windows XP Professional unterstützt einfache und duale CPU-Systeme.
Falls Sie Hardware oder Software aktualisieren müssen, bevor Sie Ihre Benutzer auf Windows XP
Professional aktualisieren können, muss das Update der Hard- bzw. Software in Ihrem
Bereitstellungsvorgang an erster Stelle stehen. Aktualisieren Sie zuerst Geräte, RAS-Dienste und die
Anwendungen Ihres Unternehmens.
Überprüfen des BIOS
Bevor Sie Windows XP Professional bereitstellen, überprüfen Sie, dass Ihre Computer über die neueste
erhältliche BIOS-Version verfügen, die mit Windows XP Professional kompatibel ist. Ein aktualisiertes BIOS
können Sie vom Hersteller erhalten.
Falls Ihre Computer nicht über die ACPI-Funktion (Advanced Configuration and Power Interface) verfügen,
müssen Sie das BIOS gegebenenfalls aktualisieren.
Anmerkung Microsoft bietet keinen technischen Support für BIOS-Updates. Anweisungen zum Update des BIOS
erhalten Sie vom Hersteller. Weitere Informationen zu BIOS-Themen finden Sie unter BIOS Compatibility and Windows
2000 unter http://www.microsoft.com/windows2000/server/howtobuy/upgrading/compat/biosissue.asp.
Hardwarekompatibilitätsliste
Die aktuellste Liste unterstützter Hardware finden Sie auf der Microsoft Hardware Compatibility List Web site
unter http://www.microsoft.com/hcl/. Diese enthält eine Liste von Hardwaregeräten, welche die
Hardwarekompatibilitätsprüfungen (Hardware Compatibility Tests, HCT) für die neueste Betaversion von
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
4
Windows XP Professional bestanden haben. Diese Liste ist weder vollständig noch umfassend. Es gibt viele
Geräte, die kompatible Gerätebezeichner verwenden oder andere Geräte emulieren, die unter Windows XP
arbeiten.
Anmerkung Diese Liste wird ständig aktualisiert, während die Fertigstellung von Windows XP näher rückt.
Hardwarekompatibilität mit Windows Me, Windows 98, Windows 95 und Windows 3.x
Mit der Betriebssystem-CD für Windows XP Professional werden viele aktualisierte Treiber geliefert. Sind
kritische Gerätetreiber wie z. B. Festplattencontroller jedoch nicht mit Windows XP Professional kompatibel
oder können nicht gefunden werden, hält Setup das Update an, bis aktualisierte Treiber gefunden wurden.
Die frühen 16-Bit-Gerätetreiber für Windows Me, Windows 95, Windows 98 und Windows 3.x basierten auf
dem virtuellen Gerätetreibermodell (VxD). Das VxD-Modell wird in Windows XP Professional nicht unterstützt.
Bei einem Update werden Treiber von Windows 98 oder Windows Me nicht in Windows XP Professional
migriert. Falls der Treiber für ein bestimmtes Gerät nicht in Windows XP Professional vorhanden ist, müssen
Sie einen aktualisierten Treiber gegebenenfalls beim Gerätehersteller herunterladen.
Anwendungskompatibilität
Da in Windows 2000 Professional und Windows XP Professional neue Technologien verwendet wurden,
müssen Sie prüfen, ob Ihre Unternehmensanwendungen mit dem neuen Betriebssystem kompatibel sind. Sie
müssen die Anwendungen auch dann prüfen, wenn Sie derzeit Windows NT 4.0 verwenden. Dadurch soll
sichergestellt werden, dass die Anwendungen in Windows XP Professional ebenso gut funktionieren wie in
Ihrer vorhandenen Umgebung. Einige Anwendungen nutzen möglicherweise nicht die in Windows XP
Professional eingebrachten Verbesserungen wie z. B. verbesserte Sicherheitsfunktionen.
Identifizieren Sie alle Anwendungen, die gegenwärtig in Ihrem Unternehmen verwendet werden,
einschließlich benutzerdefinierter Software. Geben Sie den Anwendungen beim Identifizieren Prioritäten und
vermerken Sie, welche für jeden Geschäftszweig in Ihrem Unternehmen erforderlich sind. Denken Sie auch
an die Betriebs- und Verwaltungstools, einschließlich Antiviren-, Komprimierungs-, Sicherungs- und
Fernsteuerungsprogramme.
Unter Windows 95 oder Windows 98 ausgeführte Anwendungen
Einige für Windows 95 oder Windows 98 geschriebene Anwendungen werden ohne Änderung unter
Umständen nicht ordnungsgemäß unter Windows XP Professional ausgeführt. Es gibt vier Möglichkeiten, mit
Problemen in Anwendungen umzugehen, die unter Windows XP Professional nicht ordnungsgemäß
ausgeführt werden:

Installieren Sie nach dem Update die Anwendungen neu, falls diese mit Windows XP Professional
kompatibel sind.

Erstellen Sie eine neue Standardkonfiguration mit Windows XP Professional, mit kompatiblen Versionen
der Anwendungen.

Verwenden Sie für jede Anwendung, die während des Updates nicht migriert wird, Migrations-DLLs
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
5
(Dynamic-Link Libraries).

Verwenden Sie das Tool Im Kompatibilitätsmodus ausführen (APPCOMPAT).
Systemprobleme während der Migration von Windows Me, Windows 98 oder Windows 95
Systemprogramme in Windows 98 und Windows 95, wie z. B. ScanDisk und DriveSpace, können nicht auf
Windows XP Professional aktualisiert werden. Ebenso können andere Netzwerkclients nicht auf Windows XP
Professional aktualisiert werden, sodass neue Versionen dieser Clients erworben werden müssen, um das
Update zu vervollständigen.
Unter Windows NT 4.0- oder Windows NT 3.5 ausgeführte Anwendungen
Da Windows NT Workstation Version 4.0 und 3.51 Attribute mit Windows XP Professional gemeinsam haben,
können nahezu alle Anwendungen, die unter Windows NT Workstation 4.0 und 3.51 ausgeführt werden, ohne
Änderung unter Windows XP Professional ausgeführt werden. Einige Anwendungen werden jedoch von den
Unterschieden zwischen Windows NT Workstation 4.0 und Windows XP Professional beeinflusst.
Ein Beispiel dafür ist Antivirensoftware. Aufgrund der Änderungen in den Versionen der NTFS-Dateisysteme
von Windows NT 4.0 und Windows XP Professional funktionieren die von Antivirensoftware verwendeten
Dateisystemfilter zwischen den beiden Dateisystemen nicht mehr. Ein weiteres Beispiel ist die
Netzwerksoftware anderer Hersteller (wie z. B. andere TCP/IP- oder IPX/SPX-Protokollstapel [Internetwork
Packet Exchange/Sequenced Packet Exchange]), die für Windows NT Workstation 4.0 geschrieben wurde.
Die folgenden Funktionen und Anwendungen können nicht ordnungsgemäß auf Windows XP Professional
aktualisiert werden:

Anwendungen, die von Dateisystemfiltern abhängen, z. B. Antivirensoftware, Datenträgerprogramme und
Datenträgerkontingentsoftware.

Benutzerdefinierte Energieverwaltungslösungen und -tools. Diese werden durch die ACPI-Unterstützung
(Advanced Configuration and Power Interface) von Windows XP Professional und APM (Advanced Power
Management) ersetzt. Entfernen Sie vor dem Update solche benutzerdefinierten Lösungen und Tools.

Benutzerdefinierte Plug & Play-Lösungen. Diese werden nicht mehr benötigt, da Windows XP
Professional vollständige Unterstützung für Plug & Play bietet. Entfernen Sie vor dem Update alle
benutzerdefinierten Plug & Play-Lösungen.

Fehlertolerante Optionen wie z. B. Datenträgerspiegel.

Andere Netzwerkclients und -dienste.

Virenscanner

Unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Anmerkung Sie müssen Virenscanner, andere Netzwerkdienste und Clientsoftware entfernen, bevor Sie das
Installationsprogramm für Windows XP Professional starten.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
6
Verwenden des Modus zum Überprüfen der Systemkompatibilität
Das Installationsprogramm von Windows XP Professional enthält einen Modus zum Überprüfen der
Systemkompatibilität, mit dem der Updatevorgang vor dem eigentlichen Update geprüft werden kann. In
diesem Modus wird ein Bericht erstellt, in dem mögliche Probleme aufgezeigt werden, die während des
eigentlichen Updates auftreten könnten, wie z. B. Probleme mit der Hardwarekompatibilität oder mit der
Software, die bei dem Update nicht migriert wurde. Wenn Sie die Installation in diesem Modus ausführen
möchten, führen Sie im Ordner i386 die Datei Winnt32.exe mit der Befehlszeilenoption -checkupgradeonly
aus.
Der Updatebericht ist eine Zusammenfassung möglicher Hardware- und Softwareupdateprobleme. Die
Einträge in dem Bericht umfassen:

Microsoft MS-DOS®-Konfiguration. Dies umfasst Einträge in die Autoexec.bat und die Config.sys,
die nicht mit Windows XP Professional kompatibel sind. Diese Einträge sind gegebenenfalls mit älterer
Hard- und Software verknüpft, die nicht mit Windows XP Professional kompatibel ist. Außerdem wird
nahe gelegt, dass im Windows-Ordner in der Datei Setupact.log weitere technische Informationen
enthalten sind.

Plug & Play-Hardware. Dieser Eintrag beinhaltet Hardware, die ohne zusätzliche Dateien unter
Umständen nicht von Windows XP Professional unterstützt wird.

Mit Windows XP Professional nicht kompatible Software. Dieser Eintrag enthält Updatepakete, die für
einige Programme erforderlich sind, da sie Windows XP Professional nicht unterstützen oder weil es bei
diesen Programmen in der Systemsteuerung von Windows XP Professional zu Problemen kommen kann.
Bevor Sie auf Windows XP Professional aktualisieren, geben Sie Festplattenspeicher frei, indem Sie nicht
verwendete Programme in der Systemsteuerung mit der Funktion Software entfernen.

Neu zu installierende Software. Dieser Eintrag beinhaltet Updatepakete, die für Programme empfohlen
werden, weil diese in Windows XP Professional andere Dateien und Einstellungen verwenden. Falls kein
Update erhältlich ist, entfernen Sie das Programm vor dem Update in der Systemsteuerung mit der
Funktion Software. Sobald Sie auf Windows XP Professional aktualisiert haben, installieren Sie das
Programm neu oder aktualisieren Sie es.
Im Updatebericht werden auch Verknüpfungen zu den Websites von Microsoft Windows XP Professional
einschließlich der Hardwarekompatibilitätsliste angezeigt und außerdem, wo geeignet, Software in der
Systemsteuerung.
Falls Sie Anwendungen haben, die bei der Ausführung im Modus zur Überprüfung der Systemkompatibilität
als nicht kompatibel identifiziert wurden, müssen Sie diese Anwendungen entfernen, bevor Sie Windows XP
Professional installieren.
Wenn Sie von Windows NT Workstation aktualisieren, können die meisten Anwendungen migrieren.
Bestimmte proprietäre Anwendungen, wie z. B. Anwendungen, die speziell für Ihr Unternehmen geschrieben
wurden, migrieren möglicherweise nicht. Weitere Informationen zum Prüfen der Kompatibilität solcher
Programme finden Sie unter „Anwendungskompatibilität“ an früherer Stelle in diesem Dokument.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
7
Durch Inkompatibilität verhindertes Update
Wird die Fortsetzung des Update durch Inkompatibilität verhindert, wird zur Information des Benutzers ein
Assistent angezeigt. Sie können Details zu der Inkompatibilität anzeigen, falls erhältlich. Wenn Sie das
Problem nicht durch Bereitstellen einer fehlenden Datei (mithilfe der Schaltfläche Diskette) beheben können,
müssen Sie die Installation verlassen und das Problem beheben, bevor Sie die Winnt32.exe erneut
ausführen.
Inkompatibilitätswarnung während eines Updates
Wird das erfolgreiche Update auf Windows XP Professional durch die Inkompatibilität nicht verhindert,
werden Sie gewarnt, dass diese Anwendung unter Windows XP Professional gegebenenfalls nicht
ordnungsgemäß funktioniert. Zu diesem Zeitpunkt können Sie das Update verlassen oder fortsetzen. Die
Schaltfläche Diskette wird in diesem Fall ebenfalls unterstützt.
Bewerten der Netzwerkinfrastruktur
Bewerten Sie Ihre Netzwerkinfrastruktur, indem Sie die vorhandenen Netzwerkprotokolle, -bandbreiten und
die -hardware identifizieren. In Tabelle 2 wird dargestellt, wie sich diese Probleme auf Ihren
Bereitstellungsplan auswirken.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
8
Tabelle 2 Grundlegende Attribute für die Bewertung Ihrer Netzwerkinfrastruktur
Attribut
Auswirkung auf den Projektplan
Netzwerkprotokolle
Anhand von Netzwerkprotokollen wird ermittelt, wie Sie mehrere,
auf das Netzwerk bezogene Abschnitte von Antwortdateien
anpassen, wie z. B. [NetAdapter], [NetProtocols] und
[NetServices].
Netzwerkbandbreite
Die Netzwerkbandbreite wirkt sich auf die zu verwendende
Installationsmethode aus. In Netzwerken mit geringer Bandbreite
z. B. oder auf Computern, die keinem Netzwerk angehören,
müssen Sie unter Umständen eine lokale Installationsmethode
verwenden. In Netzwerkverbindungen mit hoher Bandbreite
können Sie Windows XP Professional mit einer Remotestart-CDROM oder einem netzwerkbasierten Diskettenbild installieren.
Netzwerkserver
Die Server in Ihrem Netzwerk beeinflussen die zur Verfügung
stehenden Installationstools. Falls Sie einen vorhandenen
Windows 2000-Server haben, können Sie eine breitere Palette
von Tools verwenden, um Clientinstallationen einschließlich RIS
zu automatisieren und anzupassen.
Sammeln Sie als Nächstes Informationen zu der in Ihrer Netzwerkinfrastruktur vorhandenen Hard- und
Software. Diese Informationen sollten die logische Organisation Ihres Netzwerks ebenso umfassen wie
Auflösungsmethoden für Namen und Adressen, Benennungskonventionen und verwendete Netzwerkdienste.
Die Dokumentation der Netzwerkstandorte und der zwischen diesen verfügbaren Bandbreite kann Ihnen bei
der Entscheidung helfen, welche Installationsmethode verwendet werden soll.
Dokumentieren Sie die Struktur Ihres Netzwerks einschließlich Serverbetriebssystemen, Datei- und
Druckservern, Verzeichnisdiensten, Domänen- und Verzeichnisstrukturen, Serverprotokollen und
Dateistrukturen. Beziehen Sie auch Informationen zu Netzwerkverwaltungsvorgängen mit ein, einschließlich
Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategien, Antivirenmaßnahmen, Datenspeicherung und
Zugriffsrichtlinien. Falls Sie mehrere Serverbetriebssysteme verwenden, notieren Sie, wie Sie die Sicherheit
und den Benutzerzugriff auf Ressourcen verwalten.
Nehmen Sie auch Netzwerksicherheitsmaßnahmen in die Bewertung des Netzwerks mit auf. Schließen Sie
Informationen zur Verwaltung der Clientauthentifizierung, zum Zugriff der Benutzer und Gruppen auf
Ressourcen und zur Internetsicherheit ein. Dokumentieren Sie Firewall- und Proxykonfigurationen.
Erstellen Sie physische und logische Diagramme Ihres Netzwerks, um die gesammelten Informationen zu
organisieren. Das physische Netzwerkdiagramm muss folgende Informationen enthalten:

Physische Kommunikationsverbindungen einschließlich der Kabel und die Wege der analogen und
digitalen Leitungen.

Servernamen, IP-Adressen und Domänenmitgliedschaft.

Standorte von Druckern, Hubs, Schaltern, Routers, Brücken, Proxyservern und anderen
Netzwerkgeräten.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
9

WAN-Kommunikationsverbindungen (Wide Area Network), deren Geschwindigkeit und die zwischen
Standorten verfügbare Bandbreite. Es ist wichtig, langsame oder vielgenutzte Verbindungen zu notieren.
Das logische Netzwerkdiagramm kann folgende Informationen enthalten:

Domänenarchitektur

Serverrollen, einschließlich primärer und Sicherungsdomänencontroller, Windows Internet Name Service
(WINS) und DNS-Server.

Vertrauensstellungen und alle Richtlinieneinschränkungen, die sich auf Ihre Bereitstellung auswirken
können.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
10
Entwickeln von Desktopkonfigurationen für Windows XP Professional
Sobald Sie die an früherer Stelle in diesem Dokument erklärten vorbereitenden Schritte abgeschlossen
haben, können Sie definieren, wie Windows XP Professional auf den Desktops oder mobilen Computern der
Benutzer bereitgestellt wird.
Das Ziel: Entwickeln, Erstellen, Prüfen und Autorisieren einer Konfiguration. Die Entwicklungsphase besteht
in der Regel aus den in Tabelle 3 erläuterten Schritten.
Tabelle 3 Entwickeln von Desktopkonfigurationen für Windows XP Professional
Entwicklungsschritt
Zweck
Logische Entwicklung
Ermitteln der grundlegenden Funktionen und Struktur der bevorzugten Konfiguration von
Windows XP Professional.
Labortest
Erstellen und Konfigurieren der bevorzugten Konfiguration und Durchführen von
Integrationsprüfungen in einer kontrollierten Umgebung.
Implementierungsent
wurf
Bewertung und Auswahl automatischer Installationsmethoden und -strategien für Windows XP
Professional.
Pilotentwurf
Autorisieren der Pilotkonfiguration von Windows XP Professional und des
Implementierungsvorgangs.
Eine Ihrer wichtigsten Entscheidungen wird sein, wie eine automatisierte Bereitstellung in einem ganzen
Unternehmen implementiert werden soll. Windows XP Professional beinhaltet eine Vielzahl von Tools, die
zusätzlich zu den Voraussetzungen Ihres Netzwerks und dessen Benutzern bestimmte geschäftliche und
technische Ziele erfüllen. Weitere Informationen zu diesen Tools finden Sie in dem Whitepaper „Implementing
Windows XP Deployment“ unter http://www.microsoft.com/windowsxp/expertzone/articlelinks.asp.
Planen von bevorzugten Clientkonfigurationen
Sobald Sie Ihre Unternehmensanforderungen ermittelt und entschieden haben, welche Funktionen von
Windows XP Professional verwendet werden sollen, müssen Sie festlegen, wie diese Funktionen
implementiert werden sollen, um die Verwaltung von Benutzern und Computern in Ihrem Unternehmen zu
vereinfachen. Standardisierte Desktopkonfigurationen vereinfachen das Installieren, Aktualisieren, Verwalten,
Unterstützen und Ersetzen von Computern, auf denen Windows XP Professional ausgeführt wird. Verwenden
Benutzer standardisierte Konfigurationseinstellungen, Software, Hardware und Optionen, dann ist es leichter,
Updates von Betriebssystemen und Anwendungen und Konfigurationsänderungen bereitzustellen, deren
Funktion auf allen Computern garantiert wird.
Standardisierte Desktopkonfigurationen erleichtern dem Supportpersonal auch, Probleme zu erkennen und
zu lösen, mit denen Benutzer konfrontiert werden. Probleme können auftreten, wenn Benutzer Updates von
Betriebssystemen, Anwendungen, Gerätetreibern, Einstellungen, Optionen und Hardwaregeräten installieren,
die nicht für die Verwendung in dem Unternehmen autorisiert wurden. Durch das Erstellen von Standards
werden diese möglichen Problembereiche beseitigt. Fällt ein Computer aus, wird die Ausfallzeit verkürzt,
wenn eine Standardkonfiguration auf einem neuen Computer installiert werden kann. Durch die
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
11
Standardkonfiguration wird sichergestellt, dass den Benutzern dieselben Einstellungen, Anwendungen,
Treiber und Optionen zur Verfügung stehen wie vor Auftreten des Problems.
Festlegen der Desktopverwaltungsstrategien
Die wichtigste Entscheidung bei der Entwicklung einer Verwaltungsstrategie ist die Bereitstellung von
Active Directory in einer Serverumgebung, in der Windows 2000 Server ausgeführt wird. Einmal bereitgestellt,
ermöglicht Active Directory viele Kosten sparende Erweiterungen in der Netzwerkverwaltung wie z. B.
Microsoft IntelliMirror®-Verwaltungstechnologien und Gruppenrichtlinien.
Mithilfe von Active Directory und Gruppenrichtlinien können Sie:

Benutzer an der Installation von Anwendungen hindern, die sie für ihre Arbeit nicht benötigen.

Benutzern neue oder aktualisierte Software zur Verfügung stellen, ohne deren Arbeitsstationen zu
besuchen.

Desktopfunktionen anpassen bzw. verhindern, dass Benutzer ihre Desktopeinstellungen verändern.

Richtlinieneinstellungen vom Server aus aktualisieren, ohne dass der Benutzer sich abmelden oder den
Computer neu starten muss.
Mit den folgenden Funktionen können Sie Computer- und Benutzereinstellungen verwalten:

Servergespeicherte Benutzerprofile. Mit dieser Funktion können Daten und Einstellungen eines
Benutzerprofils auf einen Netzwerkserver kopiert werden, wenn der Benutzer sich abmeldet. Diese Daten
können dann dem Benutzer an einer beliebigen Stelle im Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Diese
Funktion bietet eine transparente Möglichkeit, das Benutzerprofil auf einem Netzwerkserver zu sichern,
wo diese Informationen für den Fall geschützt werden, dass der Computer des Benutzers ausfällt. Dies ist
besonders nützlich für mobile Benutzer, die an verschiedenen Stellen im Netzwerk arbeiten oder sich
remote anmelden.

Offlinedateien und -ordner. Administratoren können Dateien in einer Netzwerkfreigabe einem lokalen
Computer zur Verfügung stellen, wenn dieser vom Server getrennt wird. Dadurch können Benutzer ohne
ständigen Zugriff auf das Netzwerk (wie z. B. Remote- und mobile Benutzer) weiter mit ihren Dateien
arbeiten, auch wenn sie nicht mit dem Netzwerk verbunden sind. Benutzer können ihre Datei auch mit
der Netzwerkkopie synchronisieren, wenn sie die Verbindung wieder herstellen.

Softwareinstallation und Wartung. Administratoren können Benutzern gemäß ihrer Arbeitsbedürfnisse
Software zuweisen oder für sie veröffentlichen. Mit Windows Installer können Administratoren die
Softwareinstallation zentral verwalten und Installationen reparieren.

Ordnerumleitung. Administratoren können bestimmte Ordner, wie z. B. Eigene Dokumente, von dem
Desktop des Benutzers an einen Server umleiten. Diese Funktion bietet besseren Schutz für
Benutzerdaten, indem sichergestellt wird, dass lokale Daten ebenfalls umgeleitet oder auf eine
Netzwerkfreigabe kopiert werden, sodass ein zentraler Speicherort für adminstratorverwaltete
Sicherungen bereitgestellt wird. Bei der Verwendung von servergespeicherten Benutzerprofilen wird der
Anmeldevorgang beschleunigt, indem die Übertragung großer Datenmengen über das Netzwerk
verhindert wird.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
12

Gruppenrichtlinien und Administrative Vorlagen. Ermöglichen Administratoren das Konfigurieren von
Einstellungen, die das Verhalten von Diensten, Anwendungen und Betriebssystemkomponenten
bestimmen.

Gruppenrichtlinienbasierte Skripts. Mit der Skripterweiterung können Sie Skripts zuweisen, die beim
Starten oder Herunterfahren des Computers oder beim An- oder Abmelden der Benutzer an deren
Computern ausgeführt werden sollen.
Internet Explorer-Wartung. Administratoren verwenden Internet Explorer-Wartung, um Microsoft
Internet Explorer auf Windows XP zu verwalten und anzupasssen. Mit dem Internet Explorer
Administration Kit (IEAK) können Administratoren die einzelnen Versionen in Ihrem gesamten
Unternehmen standardisieren, Browserinstallationen zentral verteilen und verwalten, automatische
Verbindungsprofile für Benutzercomputer konfigurieren und nahezu jeden Aspekt von Internet Explorer
anpassen, einschließlich Funktionen, Sicherheit, DFÜ-Einstellungen und weiteren wichtigen Elementen.


Sicherheitseinstellungen. Sie können eine Sicherheitskonfiguration in einem Gruppenrichtlinienobjekt
definieren. Eine Sicherheitskonfiguration besteht aus Einstellungen, die auf einen oder mehrere
Sicherheitsbereiche angewendet werden, die von Windows XP unterstützt werden. Die angegebene
Sicherheitskonfiguration wird dann als Bestandteil der Gruppenrichtlinienanwendung auf Computer
angewendet. Sicherheit in Gruppenrichtlinien ergänzt die vorhandenen Systemsicherheitstools, wie z. B.
die Registerkarte Sicherheit auf der Seite Eigenschaften eines Objekts, einer Datei oder eines Ordners
und Lokale Benutzer und Gruppen in Computerverwaltung. Sie können die vorhandenen Tools
weiterhin verwenden, um bestimmte Einstellungen bei Bedarf zu ändern.
Falls Sie in einer Domäne ohne Active Directory Computer mit Windows XP Professional bereitstellen,
können Sie die Desktops durch Implementierung der folgenden Funktionen lokal verwalten:

Servergespeicherte Benutzerprofile und Anmeldeskripts. Wenn Sie entweder eine Windows NT 4.0Domäne oder Active Directory verwenden, werden sowohl servergespeicherte Benutzerprofile als auch
Anmeldeskripts im Benutzerobjekt konfiguriert.

Ordnerumleitung. Sie können besondere Ordner an alternative Speicherorte umleiten, entweder an
einen lokalen oder an einen Netzwerkstandort. Diese Umleitung können Sie erreichen, indem Sie die
Werte unter dem folgenden Registrierungsschlüssel ändern:
HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Shell Folders.

Internet Explorer-Wartung Anstatt die Einstellungen von Internet Explorer mit den Gruppenrichtlinien zu
steuern, können Administratoren mit dem IEAK Einstellungen auf Internet Explorer-Clients anwenden,
indem sie Autokonfigurationspakete verwenden. Das IEAK kann von der Microsoft IEAK Web site unter
http://www.microsoft.com/windows/ieak heruntergeladen werden.

Administrative Vorlagen (registrierungsbasierte Richtlinien). Die Verarbeitung domänenbasierter
Gruppenrichtlinien setzt voraus, dass die Benutzer- und/oder Computerobjekte sich im Active Directory
befinden. Befinden sich die Benutzer- oder Computerobjekte in einer Windows NT 4.0-Domäne, wird für
jegliches Objekt, das sich in dieser Domäne befindet, die Systemrichtlinie von Windows NT 4.0
verarbeitet. Dies könnte das Computer- oder Benutzerobjekt sein, oder beide. Die Systemrichtlinie ist als
Richtlinie definiert, die in Windows NT 4.0 verwendet wird. Dies ist ein Satz von
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
13
Registrierungseinstellungen, die zusammen die Computerressourcen definieren, die einer Gruppe von
Benutzern oder einem Einzelnen zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen zu den IntelliMirror-Funktionen in Windows 2000 finden Sie unter:

Implementing Common Desktop Management Scenarios unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/management/grouppolicy.asp

Windows 2000 Group Policy Whitepaper unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/management/grouppolwp.asp
Auswählen von Konfigurationen für Desktopcomputer
IntelliMirror bietet Administratoren bei der Verwaltung verschiedener Benutzertypen in einem Unternehmen
einen hohen Grad an Flexibilität. Unter Umständen möchten Sie die Funktionalität der Computer bestimmter
Benutzer, die spezifische Aufgaben durchführen (wie z. B. in unmittelbarem Kontakt mit Kunden stehende
Angestellte), einer strengen Kontrolle unterwerfen. Wenn Sie einen Computer für eine einzige Anwendung
und sonst keine Aufgaben konfigurieren möchten, können Sie Desktopfunktionen wie z. B. das Startmenü
entfernen. Sie können eine Anwendung so einstellen, dass diese gestartet wird, wenn der Benutzer sich
anmeldet.
In Desktopcomputern, die für besondere Funktionen verwendet werden (wie z. B. die Ausführung bestimmter
unternehmenskritischer Anwendungen), können Sie eine Verwaltungsstruktur verwenden. Dadurch wird
verhindert, dass Benutzer Anwendungen oder Geräte installieren oder den Desktop oder Einstellungen
ändern. Mit der Ordnerumleitung können Sie alle Daten an einem Serverstandort anstatt auf einem lokalen
Computer speichern, um die Sicherheit zu verbessern und die Datenspeicherung zu verwalten.
Sie können auch Gruppenrichtlinien verwenden, um Konfigurationen zu verwalten, den Benutzerzugriff auf
bestimmte Funktionen einzuschränken und die Anpassungen zu begrenzen, die Benutzer an ihrer
Computerumgebung vornehmen können. Windows XP ermöglicht Administratoren beispielsweise, eine
Konfiguration für Microsoft Windows Media™ Player festzulegen und dessen Verwendung, falls gewünscht,
auf besondere Unternehmenskommunikationen zu begrenzen.
Falls Benutzer weitgehend selbst die Kontrolle über ihre Desktops haben müssen und eine strenge
Verwaltung nicht akzeptabel ist, können Sie mithilfe von Desktopverwaltungsstrategien die Supportkosten
und Benutzerausfallzeiten verringern. Sie können Benutzern ermöglichen, autorisierte Anwendungen zu
installieren und viele Einstellungen zu ändern, die sie betreffen, während Sie schädigende
Systemänderungen verhindern. Sie können Benutzern gegebenenfalls erlauben, Druckertreiber zu installieren
oder zu aktualisieren, aber nicht, nicht autorisierte Hardwaregeräte zu installieren. Verwenden Sie
servergespeicherte Benutzerprofile und Ordnerumleitung, um das Profil des Benutzers und die Daten an
einem sicheren Standort zu speichern, wo diese regelmäßig gesichert und bei einem Computerausfall wieder
hergestellt werden können.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
14
Auswählen von Konfigurationen für mobile Computer
Falls Ihre mobilen Benutzer häufig reisen oder an Remotestandorten arbeiten, können Sie diesen mehr
Kontrolle über ihre Computer gewähren. Sie können reisenden Benutzern beispielsweise ermöglichen,
Gerätetreiber und Anwendungen zu installieren oder zu aktualisieren und die Benutzer gleichzeitig von der
Durchführung von Aufgaben abhalten, durch welche die Computer beschädigt oder deaktiviert werden
könnten.
Mobile Benutzer, die vorwiegend extern arbeiten, haben weniger Kontaktmöglichkeiten zu Supportpersonal,
ob sie mit Ihrem Netzwerk verbunden sind oder nicht. Wenn Sie also Anwendungen für Benutzer installieren,
die selten mit dem Netzwerk verbunden sind oder keine zuverlässige, schnelle Verbindung zu dem Netzwerk
haben, stellen Sie sicher, dass alle nötigen Komponenten ebenfalls installiert werden. Sie können Skripts
verwenden, um sicherzustellen, dass alle mit den installierten Anwendungen zusammenhängenden Dateien
lokal installiert werden. Ein Beispielskript von Microsoft Visual Basic® finden Sie in dem Whitepaper
„Implementing Common Desktop Management Scenarios“ unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/management/grouppolicy.asp.
Sie können Mitgliedern der Gruppen Benutzer und Gast auch erlauben, Anwendungen zu installieren, die
sich auf geschützte Verzeichnisse im System auswirken könnten, indem Sie die Gruppenrichtlinieneinstellung
Immer mit erhöhten Rechten installieren aktivieren.
Anmerkung Die Gruppenrichtlinieneinstellung Immer mit erhöhten Rechten installieren muss sowohl in der
Computerkonfiguration als auch in der Benutzerkonfiguration aktiviert sein, um wirksam zu werden.
Festlegen von Clientkonnektivitätsstrategien
Die Festlegung, wie Clients mit Ihrem Netzwerk verbunden werden sollen, hängt größtenteils davon ab, wo
diese sich befinden und welche Art von Netzwerk Sie betreiben. Die Clients in der Unternehmensinfrastruktur
können eine Vielzahl von Netzwerkmedien verwenden, wie z. B. den Asynchronen Übertragungsmodus
(Asynchronous Transfer Mode, ATM), Ethernet oder Token Ring. Die Clients außerhalb der
Unternehmensinfrastruktur müssen Routing und Remotezugriff oder virtuelle private Netzwerke (Virtual
Private Networks, VPNs) verwenden.
Windows XP Professional verwendet TCP/IP als standardmäßiges Netzwerkprotokoll. Soll ein Computer mit
Windows XP Professional eine Verbindung zu NetWare- oder Macintosh-Servern herstellen, müssen die
Administratoren ein Protokoll verwenden, das mit dem Server kompatibel ist. NWLink ist die MicrosoftImplementierung des IPX/SPX-Protokolls von Novell, mit dem Administratoren Verbindungen zu NetWareDatei- und Druckservern herstellen können.
Anmerkung Installieren Sie nur die erforderlichen Protokolle. Wenn Sie beispielsweise IPX installieren und aktivieren,
aber nur TCP/IP benötigen, wird unnötiger IPX- und SAP-Netzwerkverkehr (Service Advertising Protocol) generiert.
Benutzer, die eine Remoteverbindung zu Ihrem Netzwerk herstellen, müssen gegebenenfalls VPNVerbindungen konfigurieren. Aktivieren Sie folgende Einstellungen, damit die Benutzer die erforderlichen
Konfigurationsänderungen vornehmen können:

Löschen Sie dem Benutzer zugeordnete RAS-Verbindungen.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
15

Benennen Sie dem aktuellen Benutzer zugeordnete Verbindungen um.

Zeigen Sie den Netzwerkverbindungs-Assistenten an und aktivieren Sie diesen.

Zeigen Sie den Menüeintrag DFÜ-Einstellungen im Menü Erweitert an.

Lassen Sie Statusstatistiken für eine aktive Verbindung zu.

Gewähren Sie Zugriff auf Folgendes:
o
Die Eigenschaften von RAS-Verbindungen des aktuellen Benutzers.
o
Die Eigenschaften der Komponenten einer LAN-Verbindung (Local Area Network).
o
Die Eigenschaften der Komponenten einer RAS-Verbindung.
Falls mobile Benutzer selten Verbindung zu Ihrem Netzwerk herstellen, möchten Sie Funktionen wie z. B.
servergespeicherte Benutzerprofile und Ordnerumleitung unter Umständen nicht verwenden. Diese
Funktionen helfen jedoch dabei, von jedem beliebigen Computer eine nahtlose Arbeitsumgebung für
Benutzer zu bewahren, die häufig eine Verbindung mit dem Netzwerk herstellen oder zwischen mobilen und
Desktopcomputern wechseln.
TCP/IP-Netzwerke
Der Netzwerkadministrator kann Clientcomputern in TCP/IP-Netzwerken eine statische IP-Adresse zuweisen
oder eine dynamische IP-Adresse von einem DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol).
Windows XP Professional verwendet das dynamische DNS-Update als Namespace-Anbieter, unabhängig
davon, ob Sie statische IP-Adressen oder DHCP verwenden. Netzwerke mit Windows NT Server 4.0 oder
früher oder Clientcomputer mit früheren Windows-Versionen als Windows 2000 benötigen eine Kombination
aus DHCP und WINS.
DNS ist für die Integration in Active Directory erforderlich und bietet folgende Vorteile:

Interoperabilität mit anderen DNS-Servern, einschließlich Novell NDS und UNIX Bind.

Integration mit Netzwerkdiensten, einschließlich WINS und DHCP.

Dynamische Registrierung von DNS-Namen und IP-Adressen.

Inkrementelle Zonenübertragungen und Lastenausgleich zwischen Servern.

Unterstützung für Ressourceneintragstypen wie z. B. Services Locator und ATM-Adresseinträge.
Mit DHCP können Computer mit Windows XP Professional IP-Adressen automatisch empfangen. Damit
können Konfigurationsfehler und Adressenkonflikte vermieden werden, die auftreten können, wenn bereits
zugewiesene IP-Adressen erneut verwendet werden, um neue Computer im Netzwerk zu konfigurieren.
Wenn Computer und Geräte aus dem Netzwerk entfernt werden, werden deren Adressen an den Adresspool
zurückgegeben und können anderen Clients zugewiesen werden. Durch die DHCP-Leaseerneuerung wird
sichergestellt, dass die erforderlichen Änderungen automatisch vorgenommen werden, wenn
Clientkonfigurationen aktualisiert werden müssen.
Vorteile der Verwendung von DHCP:
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
16

Durch die Zuweisung doppelter IP-Adressen verursachte Konflikte werden beseitigt.

Die DNS- oder WINS-Einstellungen müssen nicht manuell konfiguriert werden, wenn der DHCP-Server
mit diesen Einstellungen konfiguriert ist.

Clients werden ungeachtet des Subnetzes, an das sie angeschlossen sind, IP-Adressen zugewiesen,
sodass die IP-Einstellungen für an verschiedenen Arbeitsplätzen arbeitende Benutzer nicht manuell
geändert werden müssen.
Falls Sie IP-Adressen statisch zuweisen, benötigen Sie von jedem Client folgende Informationen:

Die IP-Adresse und Subnetzmaske für jede Netzwerkkarte, die in jedem Clientcomputer installiert ist.

Die IP-Adresse für den Standardgateway.

Verwendet der Client DNS oder WINS?


Der Name der DNS-Domäne des Clientcomputers und die IP-Adressen für die DNS- bzw. WINS-Server.
Die IP-Adresse für den Proxyserver.
Anmerkung Es wird empfohlen, den Servern statische und den Clientcomputern dynamische IP-Adressen zuzuweisen.
Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen es erforderlich sein kann, Computern mit Windows XP Professional statische
Adressen zuzuweisen. Ein Computer z. B., auf dem eine Anwendung mit einer hartcodierten IP-Adresse ausgeführt wird,
benötigt eine statische Adresse.
IPX-Protokoll
IPX ist das von NetWare-Computern verwendete Netzwerkprotokoll, mit dem die Adressierung und das
Routing von Paketen in und zwischen LANs gesteuert wird. Computer mit Windows XP Professional können
mit dem Client Service für NetWare eine Verbindung zu NetWare-Servern herstellen. Windows XP
Professional enthält NWLink und Client Service für NetWare, um NCP-Pakete zwischen NetWare-Servern zu
übertragen.
NWLink und Client Service für NetWare bieten Zugriff auf Datei- und Druckressourcen in NetWareNetzwerken und auf -Servern, auf denen entweder ein NDS-Verzeichnis oder Bindery-Sicherheit ausgeführt
wird. Client Service unterstützt einige NetWare-Tools. Er unterstützt aber nicht NWIP oder IP.
Sie können Client Service oder den aktuellen Netzwerkclient von Novell Client installieren. Mit Novell Client
können Sie jedoch keine Verbindung zwischen einem Computer mit Windows XP Professional und einem
Computer mit Windows 2000 Server herstellen.
Anmerkung Installieren Sie weder Client Service noch Novell Client für Windows NT/2000 auf demselben Computer, auf
dem Windows XP Professional ausgeführt wird. Dies kann zu Fehlern im System führen.
Wenn Sie von Windows 98, Windows Me oder Windows NT 4.0 Workstation auf Windows XP Professional aktualisieren,
aktualisiert Windows XP Professional Novell Client von Version 4.7 oder früher auf die neueste Version von Novell Client,
wodurch ein nahtloses Update sichergestellt wird. Alle anderen Versionen von Novell Client müssen vor dem Update des
Betriebssystems entfernt und anschließend erneut installiert und konfiguriert werden.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
17
Sie können auch Microsoft Services für NetWare auf Windows 2000 Server verwenden. Weitere Informationen finden Sie
unter Services for Netware unter http://www.microsoft.com/windows2000/server/evaluation/business/netware.asp.
Festlegen von Sicherheitsstrategien
Das Sicherheitsmodell von Windows XP Professional basiert auf den Konzepten der Authentifizierung und
Autorisierung. Bei der Authentifizierung wird die Identität eines Benutzers überprüft. Bei der Autorisierung
wird bestätigt, dass der Benutzer das Recht hat, auf die Ressourcen auf dem Computer oder im Netzwerk
zuzugreifen. Windows XP Professional beinhaltet auch Verschlüsselungstechnologien, wie z. B. das EFS
(Encrypting File System) und öffentliche Schlüssel, um vertrauliche Daten auf Festplatten und
netzwerkübergreifend zu schützen.
Authentifizierung
Meldet der Benutzer sich an einem Computer an, muss er einen Benutzernamen und ein Kennwort eingeben,
bevor der Benutzer auf Ressourcen auf dem lokalen Computer oder im Netzwerk zugreifen kann. Die
Authentifizierung von Windows XP Professional ermöglicht Einzelanmeldung an allen Netzwerkressourcen,
sodass ein Benutzer sich mit einem einzelnen Kennwort oder einer Smartcard an einem Clientcomputer
anmelden und Zugriff auf andere Computer in der Domäne erhalten kann, ohne die Anmeldeinformationen
erneut einzugeben. Das Authentifizierungsmodell von Windows XP Professional schützt Ihr Netzwerk vor
böswilligen Angriffen wie z. B.:

Maskerade-Angriffen. Da ein Benutzer seine Identität beweisen muss, ist es schwierig, sich als ein
anderer Benutzer auszugeben.

Wiederholungsangriffe. Es ist schwierig, gestohlene Authentifizierungsinformationen zu verwenden, da
die Authentifizierungsprotokolle von Windows XP Professional Zeitstempel verwenden.

Identität abfangen. Mit abgefangenen Identitäten kann nicht auf das Netzwerk zugegriffen werden, da
jeder Austausch verschlüsselt wird.
Kerberos V5 ist das primäre Sicherheitsprotokoll in Windows 2000-Domänen. Windows XP ProfessionalClients verwenden NTLM zur Authentifizierung an Servern mit Windows NT 4.0 und für den Zugriff auf
Ressourcen in einer Windows NT-Domäne. Computer mit Windows XP Professional, die keiner Domäne
angehören, verwenden ebenfalls NTLM zur Authentifizierung.
Falls Sie Windows XP Professional in einem Netzwerk mit Active Directory verwenden, können Sie die
Anmeldesicherheit mit den Gruppenrichtlinieneinstellungen verwalten, wie z. B. die Beschränkung des
Zugriffs auf Computer und das Abmelden von Benutzern nach einer bestimmten Zeit. Sie können die
vorkonfigurierten Sicherheitsvorlagen verwenden, die die Sicherheitsanforderungen für eine gegebene
Arbeitsstation oder ein Netzwerk erfüllen. Sicherheitsvorlagen sind Dateien mit vordefinierten
Sicherheitseinstellungen, die auf einen lokalen Computer angewendet oder in ein Gruppenrichtlinienobjekt in
Active Directory importiert werden können.
Sicherheitsvorlagen können ohne Änderung verwendet oder an bestimmte Bedürfnisse angepasst werden.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
18
Autorisierung
Die Autorisierung steuert den Benutzerzugriff auf Ressourcen. Mithilfe von Zugriffssteuerungslisten (ACLs),
Sicherheitsgruppen und NTFS-Berechtigungen können Sie sicherstellen, dass Benutzer nur auf benötigte
Ressourcen wie Dateien, Laufwerke, Netzwerkfreigaben, Drucker und Anwendungen zugreifen können. Mit
Sicherheitsgruppen, Benutzerrechten und Berechtigungen kann die Sicherheit zahlreicher Ressourcen
verwaltet werden, während eine detaillierte Steuerung von Dateien, Ordnern und Benutzerrechten
beibehalten wird.
Sicherheitsgruppen
Mithilfe von Sicherheitsgruppen kann die Zugriffsverwaltung auf Ressourcen optimiert werden. Sie können
Benutzer Sicherheitsgruppen zuordnen und diesen Gruppen dann Berechtigungen erteilen. Sie können
Benutzer gemäß ihrer Zugriffsbedürfnisse auf neue Ressourcen zu Sicherheitsgruppen hinzufügen oder aus
diesen entfernen. Verwenden Sie Computer-Management-Snap-In von MMC, um lokale Benutzer zu erstellen
und diese lokalen Sicherheitsgruppen zuzuordnen. Sie können Benutzern Zugriffsberechtigungen für Dateien
und Ordner erteilen und angeben, welche Aufgaben die Benutzer daran durchführen dürfen. Sie können die
Berechtigungen auch vererben lassen, sodass die Berechtigungen für einen Ordner auch für alle seine
Unterordner und die darin enthaltenen Dateien gelten.
In den lokalen Sicherheitsgruppen der Domäne und des Computers gibt es vorkonfigurierte
Sicherheitsgruppen, denen Sie Benutzer zuordnen können. Hierzu gehören die folgenden:

Administratoren. Mitglieder dieser Gruppe haben vollen Zugriff auf den lokalen Computer und die
Berechtigung, alle Aufgaben durchzuführen. Bei der Installation von Windows XP Professional wird ein
integriertes Konto namens Administrator erstellt und dieser Gruppe zugeordnet. Wird ein Computer zu
einer Domäne hinzugefügt, wird die Gruppe Domänenadministratoren standardmäßig zur Gruppe der
lokalen Administratoren hinzugefügt.

Hauptbenutzer. Mitglieder dieser Gruppe haben zusätzlich zu Ihren eigenen Profilordnern Lese/Schreibberechtigungen zu anderen Teilen des Systems. Sie können Anwendungen installieren und viele
Verwaltungsaufgaben durchführen. Mitglieder dieser Gruppe haben denselben Berechtigungsgrad wie
Benutzer und Hauptbenutzer in Windows NT 4.0.

Benutzer. Mitglieder dieser Gruppe sind authentifizierte Benutzer mit schreibgeschütztem Zugriff auf den
Großteil des Systems. Sie haben nur in ihren eigenen Profilordnern Lese-/Schreibzugriff. Benutzer
können die Daten anderer Benutzer nicht lesen (es sei denn, diese befinden sich in einem freigegebenen
Ordner), sie können keine Anwendungen installieren, bei denen die Systemverzeichnisse oder die
Registrierung geändert werden müssen, und sie können keine Verwaltungsaufgaben durchführen. Die
Benutzerberechtigungen sind unter Windows XP Professional stärker eingeschränkt als unter
Windows NT 4.0.

Gäste. Mitglieder dieser Gruppe können sich mithilfe des integrierten Gastkontos anmelden, um
begrenzte Aufgaben durchzuführen, einschließlich des Herunterfahrens des Computers. Benutzer, die
kein Konto auf dem Computer haben bzw. deren Konto deaktiviert (aber nicht gelöscht) ist, können sich
mit dem Gastkonto anmelden. Sie können Rechte und Berechtigungen für dieses Konto festlegen,
welches standardmäßig ein Mitglied der integrierten Gruppe Gäste ist. Das Gastkonto ist standardmäßig
deaktiviert.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
19
Sie können Zugriffssteuerungslisten (ACLs) für Ressourcengruppen oder Sicherheitsgruppen konfigurieren
und Benutzer bzw. Ressourcen nach Bedarf zu diesen Gruppen hinzufügen bzw. daraus entfernen. Das
Hinzufügen und Entfernen von Benutzern erleichtert die Steuerung und Überwachung von
Benutzerberechtigungen. Außerdem wird die Notwendigkeit verringert, die ACLs zu ändern.
Sie können Benutzern Zugriffsberechtigungen für Dateien und Ordner erteilen und angeben, welche
Aufgaben die Benutzer daran durchführen dürfen. Sie können die Berechtigungen auch vererben lassen,
sodass die Berechtigungen für einen Ordner auch für alle seine Unterordner und die darin enthaltenen
Dateien gelten.
Gruppenrichtlinien
Mit Gruppenrichtlinieneinstellungen können Sie Ressourcen folgendermaßen Berechtigungen zuordnen und
Benutzern Rechte erteilen:

Voraussetzung ist, dass bestimmte Anwendungen nur in vorgegebenen Sicherheitsumfeldern ausgeführt
werden. Dadurch wird das Risiko verringert, den Computer unerwünschten Anwendungen wie z. B. Viren
auszusetzen.

Viele Rechte und Berechtigungen für Clientcomputer konfigurieren. Sie können auch Rechte und
Berechtigungen auf einem einzelnen Computer konfigurieren, die dann als grundlegendes Abbild für
Desktopinstallationen verwendet werden. Dadurch wird eine standardisierte Sicherheitsverwaltung
sichergestellt, auch wenn Sie Active Directory nicht verwenden.
Mithilfe der Überwachungsfunktionen können Sie Versuche entdecken, den Schutz von Ressourcen zu
deaktivieren oder zu umgehen.
Sie können die vorkonfigurierten Sicherheitsvorlagen verwenden, die die Sicherheitsvoraussetzungen für eine
gegebene Arbeitsstation oder ein Netzwerk erfüllen. Sicherheitsvorlagen sind Dateien mit vordefinierten
Sicherheitseinstellungen, die auf einen lokalen Computer angewendet oder in ein Gruppenrichtlinienobjekt in
Active Directory importiert werden können. Sicherheitsvorlagen können ohne Änderung verwendet oder an
bestimmte Bedürfnisse angepasst werden.
Verschlüsselung
Mit dem verschlüsselnden Dateisystem (Encrypting File System, EFS) können Sie Daten auf Ihrer Festplatte
verschlüsseln. Beispiel: Da tragbare Computer leicht gestohlen werden können, können Sie die Sicherheit mit
EFS verbessern, indem Sie die Daten auf den Festplatten der tragbaren Computer Ihrer Firma verschlüsseln.
Diese Vorsichtsmaßnahme schützt Daten und Authentifizierungsinformationen vor nicht autorisiertem Zugriff.
Festlegen von Clientverwaltungs- und -konfigurationsstrategien
Je nach den Bedürfnissen Ihres Unternehmens können Sie Unterstützung für mehrsprachige Versionen des
Betriebssystems und der Anwendungen einbeziehen. Sie können bestimmen, auf welche Geräte Benutzer
zugreifen können, Sie können das Ihren Sicherheits- und Kompatibilitätsbedürfnissen am ehesten
entsprechende Dateisystem auswählen und Sie können logische Festplatten erstellen, die effizienter zu
verwalten sind. In Abhängigkeit von der verwendeten Installationsmethode können Sie Anwendungen
zusammen mit dem Betriebssystem installieren, um die Zeit zu verringern, die Benutzer für den Start ihrer
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
20
Computer benötigen. Sie können die Eingabehilfen für Benutzer mit Behinderungen aktivieren und dafür
sorgen, dass diese Hilfen überall im Netzwerk zur Verfügung stehen.
Mehrsprachige Optionen
Windows XP Professional unterstützt Firmen, die ihren Benutzern das Arbeiten in mehreren Sprachen oder in
mehreren Gebietsschemaeinstellungen ermöglichen müssen. Dies umfasst Unternehmen, die:

International arbeiten und verschiedene Regions- und Sprachoptionen wie z. B. Zeitzonen, Währungen
oder Datumsformate unterstützen müssen.

Angestellte oder Kunden haben, die unterschiedliche Sprachen sprechen oder sprachabhängige
Tastaturen oder Eingabegeräte benötigen.

Eine interne Reihe von Unternehmensanwendungen entwickeln, die international oder in mehr als einer
Sprache ausgeführt werden.
Falls Sie Benutzer haben, die an verschiedenen Arbeitsplätzen arbeiten und sich an einem beliebigen Ort
anmelden können müssen, um ein Dokument in mehreren Sprachen zu bearbeiten, müssen die
entsprechenden Sprachdateien auf einem Server oder einer Arbeitsstation installiert oder auf Anfrage
installierbar sein. Mithilfe von Terminaldiensten können Benutzer individuelle Terminaldienstsitzungen in
unterschiedlichen Sprachen einleiten.
Hardwaregeräte
Windows XP Professional beinhaltet Unterstützung für eine Reihe von Hardwaregeräten, einschließlich USBund IEEE 1394-kompatible Geräte. In dem Betriebssystem sind Gerätetreiber für die meisten Geräte
enthalten. Treiber können für dynamisches Update konfiguriert werden, indem eine Verbindung zu
Windows Update hergestellt wird und die aktuellsten Versionen heruntergeladen werden.
Können Sie eine Verbindung zum Internet herstellen, kann mit der Funktion Dynamisches Update während
der Installation eine Verbindung zu Windows Update hergestellt werden, um Gerätetreiber zu installieren, die
nicht auf der Betriebssystem-CD enthalten waren. Weitere Informationen zum Dynamischen Update finden
Sie unter Planung für Dynamisches Update an späterer Stelle in diesem Dokument.
Sie können Geräte wie z. B. Massenspeicher und Plug & Play-Geräte zu Ihrer Installation hinzufügen.
Dateisysteme
Windows XP Professional unterstützt FAT16, FAT32 und NTFS. Da NTFS über alle grundlegenden
Fähigkeiten von FAT16 und FAT32 verfügt und außerdem über den zusätzlichen Vorteil erweiterter
Speicherfunktionen wie Komprimierung, verbesserte Sicherheit und umfangreichere Partitionen und
Dateigrößen, wird dieses Dateisystem für Windows XP Professional empfohlen.
Einige Funktionen, die Sie unter NTFS verwenden können:

Mit der Dateiverschlüsselung können Sie Dateien und Ordner vor nicht autorisiertem Zugriff schützen.

Berechtigungen können für Ordner und einzelne Dateien festgelegt werden.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
21

Die Wiederherstellungsprotokollierung von Festplattenaktivitäten hilft im Falle eines Stromausfalls oder
anderer Systemprobleme bei der schnellen Wiederherstellung von Informationen.

Mithilfe von Datenträgerkontingenten können Sie den von den einzelnen Benutzern belegten
Speicherplatz überwachen und steuern.
Aufgrund der besseren Skalierbarkeit können Sie große Datenträger verwenden. Bei NTFS können viel
größere Datenträger verwendet werden als bei FAT. Außerdem nimmt bei NTFS die Leistung mit
zunehmender Datenträgergröße nicht ab, wie dies bei FAT-Systemen der Fall ist.
Falls Sie eine saubere Installation von Windows XP Professional durchführen, wird die Verwendung von
NTFS empfohlen. Wenn Sie Computer aktualisieren, die NTFS als alleiniges Dateisystem verwenden, sollten
Sie dieses weiterhin mit Windows XP Professional verwenden.
Windows XP Professional unterstützt in Windows 95, Windows 98 oder Windows Me vorhandene
Dateisysteme, einschließlich FAT16 und FAT32-Dateisysteme. Falls Sie Computer aktualisieren, die FAT
oder FAT32 als Dateisystem verwenden, erwägen Sie die Neuformatierung oder Konvertierung der
Partitionen in NTFS. Sie können FAT-Datenträger während der Installation in NTFS konvertieren. Wenn Sie
diese Option auswählen, können Sie Windows XP Professional jedoch nicht deinstallieren und das vorherige
Betriebssystem wiederherstellen.
Anmerkung Komprimierte Windows 98-Datenträger können nicht aktualisiert werden und müssen vor dem Update auf
Windows XP Professional dekomprimiert werden.
Möchten Sie Windows XP Professional und ein weiteres Betriebssystem auf demselben Computer
installieren, müssen Sie ein Dateisystem verwenden, auf das alle auf dem Computer installierten
Betriebssysteme zugreifen können. Wenn auf dem Computer z. B. Windows 95 und Windows XP
Professional ausgeführt werden, muss jede Partition, auf die Windows 95 zugreift, in FAT formatiert sein.
Werden auf dem Computer jedoch Windows NT 4.0 und Windows XP Professional ausgeführt, können Sie
FAT, FAT32 oder NTFS verwenden, da beide Betriebssysteme auf alle diese Dateisysteme zugreifen können.
In diesem Fall stehen jedoch einige Funktionen, die in der NTFS-Version von Windows XP Professional
enthalten sind, nicht bei der Ausführung von Windows NT 4.0 zur Verfügung.
Anmerkung Sie können nur auf NTFS-Datenträger zugreifen, wenn Sie Windows NT, Windows 2000 oder Windows XP
Professional ausführen.
In Tabelle 4 sind die Größen- und Domänenbeschränkungen für jedes Dateisystem aufgeführt.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
22
Tabelle 4 Vergleich zwischen NTFS- und FAT-Dateisystemen
Vergleichsobjekt
NTFS
FAT16
FAT32
Betriebssystemkompati
bilität
Ein Computer mit Windows 2000
oder Windows XP Professional
kann auf Dateien in einer NTFSPartition zugreifen. Ein Computer
mit Windows NT 4.0 mit Service
Pack 4 oder höher kann auf
Dateien in der Partition zugreifen,
doch einige NTFS-Funktionen,
wie z. B. Datenträgerkontingente,
stehen nicht zur Verfügung.
Andere Betriebssysteme
ermöglichen keinen Zugriff.
Der Zugriff ist über MSDOS, alle Versionen
von Windows,
Windows NT,
Windows XP
Professional und OS/2
möglich.
Zugriff ist nur unter
Windows 95, OSR2,
Windows 98,
Windows Me,
Windows 2000 und
Windows XP Professional
möglich.
Datenträgergrößen
Die empfohlene Mindestgröße für
den Datenträger entspricht etwa
10 MB.
Datenträger bis zu
4 GB.
Datenträger von 512 MB
bis 2 TB.
Die empfohlene, maximal
praktikable Datenträgergröße ist
2 Terabyte (TB). Es sind
wesentlich umfangreichere
Datenträger möglich.
Kann nicht auf
Disketten verwendet
werden.
Unter Windows XP
Professional können Sie
einen FAT32-Datenträger
nur bis auf 32 GB
formatieren.
Kann nicht auf Disketten
verwendet werden.
Kann nicht auf Disketten
verwendet werden.
Dateigrößen
Maximale Dateigröße 16 TB
minus 64 KB (244 minus 64 KB).
Maximale Dateigröße
4 GB.
Maximale Dateigröße
4 GB.
Dateien pro
Datenträger
4.294.967.295 (232 minus 1 Datei).
65.536 (216 Dateien).
Ungefähr 4.194.304
(222 Dateien).
Wenn Sie auch MS-DOS in Ihrem System verwenden möchten, müssen Sie eine weitere Partition mit FAT
formatieren, welches das systemeigene Dateisystem des Betriebssystems MS-DOS ist. MS-DOS kann
Dateien in NTFS- oder FAT32-Partitionen nicht erkennen.
Anmerkung Zum Formatieren der aktiven Systempartition müssen Sie ein Dateisystem verwenden, das von allen auf
Ihrem Computer ausgeführten Betriebssystemen erkannt wird. Sie können bis zu vier primäre Partitionen haben, doch nur
die aktive Partition startet alle Betriebssysteme.
Zu installierende Anwendungen
Während der Installation können Sie Standardanwendungen wie z. B. Microsoft Office und benutzerdefinierte
Anwendungen zur Installation auswählen. Wenn bestimmte Hauptprogramme jederzeit den Benutzern zur
Verfügung stehen müssen, können Sie diese zusammen mit dem Betriebssystem installieren. Wenn Sie die
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
23
Installation mithilfe von RIS oder Systemvorbereitung (Sysprep) automatisieren, können Sie die
Anwendungen auf dem von Ihnen erstellten Datenträgerabbild installieren. Wenn Sie mithilfe von
Antwortdateien unbeaufsichtigte Installationen durchführen, können Sie die Anwendungen in Ihren
Verteilungsordner aufnehmen und dort zur Verfügung stellen.
Verwenden Sie Active Directory, können Sie den Benutzern die Anwendungen mithilfe der Funktion
Softwareinstallation und Wartung von IntelliMirror zur Verfügung stellen. Sie können Benutzern kritische
Anwendungen zuweisen und Anwendungen veröffentlichen, auf die Benutzer gegebenenfalls zugreifen
müssen.

Veröffentlichen von Anwendungen. Wenn Sie Anwendungen veröffentlichen, können Benutzer die
Anwendung installieren, indem Sie in der Systemsteuerung die Funktion Software verwenden.

Einem Benutzer Anwendungen zuweisen. Wenn Sie einem Benutzer eine Anwendung zuweisen,
gewinnt der Benutzer den Eindruck, die Anwendung sei bereits installiert. Im Startmenü des Benutzers
wird eine Verknüpfung angezeigt. Klickt der Benutzer auf die Verknüpfung, wird die Anwendung von einer
Serverfreigabe installiert.

Automatisieren der Bereitstellung und Aktualisierungen. Sie können auch Systems Management
Server (SMS) verwenden, um die Bereitstellung und Aktualisierung von Anwendungen während und nach
der Installation des Betriebssystems zu automatisieren. SMS eignet sich für
Softwarebereitstellungsprojekte großen Umfangs, da SMS zu einem Zeitpunkt ausgeführt werden kann,
zu dem es in Ihrem Unternehmen nur zu geringen Störungen kommt, wie z. B. nachts oder am
Wochenende. Weitere Informationen zu den Bereitstellungsverfahren mithilfe von SMS finden Sie in dem
Whitepaper Using Systems Management Server to Deploy Windows 2000 und der dem SMS beigelegten
Dokumentation.
Eingabehilfen
Windows XP Professional enthält viele Funktionen und Optionen, welche die Eingabehilfen für behinderte
Personen verbessern. Mit dem Eingabehilfen-Assistenten oder einzelnen Eigenschaften der
Systemsteuerung können Sie die Optionen festlegen, um die Bedürfnisse von Benutzern mit Seh-, Mobilitäts-,
Hör- oder Lernbehinderungen zu erfüllen.
Für Benutzer mit Sehbeeinträchtigungen und Lernbehinderungen können Sie die Größe und Farbe für die
Anzeige von Text und Bildschirmelementen (wie z. B. Symbole und Fenster) einstellen. Sie können auch
Größe, Farbe, Geschwindigkeit und Bewegung des Mauszeigers anpassen, um die Sichtbarkeit auf dem
Bildschirm zu erhöhen. Optionen wie Einrastfunktion, Anschlagverzögerung, Statusanzeige und
Tastaturmaus sind für Benutzer mit Mobilitätsbeeinträchtigungen vorgesehen. Sounds hilft Benutzern mit
beeinträchtigtem Gehör.
Mit Eingabehilfen wie z. B. Bildschirmlupe, Sprachausgabe und Bildschirmtastatur können behinderte
Benutzer Computer ohne zusätzliche Hard- oder Software konfigurieren und verwenden. Aufgrund dieser
Eingabehilfen können einige behinderte Benutzer auch an mehreren verschiedenen Arbeitsplätzen in ihrem
Unternehmen arbeiten.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
24
Anmerkung Eingabehilfen wie die Sprachausgabe, Bildschirmlupe und Bildschirmtastatur sind dazu ausgelegt,
Benutzern mit speziellen Bedürfnissen eine Mindestfunktionalität zur Verfügung zu stellen. Die meisten Behinderten
benötigen für den täglichen Gebrauch Eingabehilfen mit höherer Funktionalität.
Sie können die Gruppenrichtlinien verwenden und Benutzerprofile festlegen, um sicherzustellen, dass die
Eingabehilfen den Benutzern zur Verfügung stehen, die sie benötigen, unabhängig davon, an welcher Stelle
Ihres Netzes sie sich anmelden. Einige Eingabehilfen können Sie auch während der Installation aktivieren,
indem Sie diese in Ihrer Antwortdatei angeben.
Aktualisieren im Vergleich mit sauberer Installation
Windows XP Professional stellt Aktualisierungspfade von Windows 2000 Professional, Windows NT 4.0,
Windows 98 und Windows Me zur Verfügung. Falls Sie Windows 95, Windows 3.x oder ein anderes
Betriebssystem verwenden, müssen Sie eine saubere Installation durchführen.
Bei einer Aktualisierung werden vorhandene Benutzereinstellungen und installierte Anwendungen
beibehalten. Bei einer sauberen Installation werden die Betriebssystemdateien in einem neuen Ordner
installiert, und Sie müssen alle Anwendungen neu installieren und die Benutzereinstellungen wie Desktopund Anwendungseinstellungen neu festlegen.
In folgenden Fällen ist eine saubere Installation von Windows XP Professional erforderlich:

Auf dem Computer ist kein Betriebssystem installiert.

Das installierte Betriebssystem unterstützt die Aktualisierung auf Windows XP Professional nicht.

Der Computer verfügt über mehr als eine Partition und muss mithilfe von Windows XP Professional und
des aktuellen Betriebssystems eine Mehrfach-Boot-Konfiguration unterstützen.

Es wird eine saubere Installation bevorzugt.
Der wesentlichste Vorteil einer sauberen Installation ist, dass alle Ihre Systeme mit derselben Konfiguration
beginnen können. Alle Anwendungen, Dateien und Einstellungen werden zurückgesetzt. Sie können ein
einzelnes Datenträgerabbild oder eine Antwortdatei verwenden, um sicherzustellen, dass alle Desktops in
Ihrem Unternehmen standardisiert werden. Auf diese Weise können Sie viele der Supportprobleme
vermeiden, die von ungleichmäßigen Konfigurationen verursacht werden.
Anmerkung Die Installation mehrerer Betriebssysteme auf derselben Partition wird nicht unterstützt und kann dazu
führen, dass eines der Betriebssysteme oder beide nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Aktualisieren von Windows 98 oder Windows Me
Bei der Aktualisierung von Windows 98 oder Windows Me auf Windows XP Professional ist aufgrund der
Unterschiede in den Registrierungseinstellungen und in der Struktur des Installationsvorgangs
gegebenenfalls zusätzliche Planung erforderlich. Weitere Informationen zu Softwarekompatibilitätsproblemen
finden Sie unter Anwendungskompatibilität an früherer Stelle in diesem Dokument.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
25
Aktualisieren von Windows 2000 oder Windows NT Workstation 4.0
Windows 2000 und Windows NT Workstation 4.0 bieten den einfachsten Aktualisierungspfad für Windows XP
Professional, da die Betriebssystemstruktur und die Hauptfunktionen gleich sind, wie z. B. Unterstützung von
Dateisystemen, Sicherheitskonzepte, Gerätetreibervoraussetzungen und Registrierungseinstellungen.
Falls Sie einen Computer mit Windows NT Workstation 4.0, auf dem NTFS verwendet wird, auf Windows XP
Professional aktualisieren bzw. dieses Betriebssystem neu installieren, wird das Dateisystem beim
Installationsvorgang automatisch auf das NTFS von Windows XP Professional aktualisiert. Wenn Sie
Windows XP Professional installieren oder darauf aktualisieren und das aktuelle Dateisystem FAT ist, wird
Ihnen Sie die Option angeboten, auf das Dateisystem NTFS zu aktualisieren.
Planung für Dynamisches Update
Das Dynamische Update ist eine Funktion in Windows XP Professional, die zusammen mit Windows Update
kritische Fixes und Treiber herunterlädt, die während des Installationsvorgangs benötigt werden. Das
Dynamische Update stellt wichtige Updates von Dateien zur Verfügung, die für die Installation erforderlich
sind, um die Probleme bei der Installation zu minimieren. Das Dynamische Update bietet auch Zugriff auf
Gerätetreiber, die nicht auf der Betriebssystem-CD von Windows XP Professional enthalten sind, um
sicherzustellen, dass die für die Installation erforderlichen Geräte funktionieren.
Anmerkung Das Dynamische Update stellt nur neue Gerätetreiber zur Verfügung, die nicht auf der Betriebssystem-CDROM enthalten sind. Updates vorhandener Treiber werden während des Dynamischen Updates nicht heruntergeladen.
Sie können diese aber erhalten, wenn Sie nach Fertigstellung der Installation eine Verbindung mit Windows Update
herstellen.
Folgende Dateitypen werden vom Dynamischen Update heruntergeladen:

Ersatzdateien. Das Dynamische Update ersetzt Dateien von der Betriebssystem-CD-ROM von
Windows XP Professional, für die kritische Fixes oder Aktualisierungen erforderlich sind. Zu den
Ersatzdateien gehören DLLs, die für die Installation erforderlich sind. Es wird nur Ersatz für vorhandene
Dateien heruntergeladen. Es werden keine neuen Dateien heruntergeladen.

Gerätetreiber. Das Dynamische Update lädt neue Treiber für Geräte herunter, die mit dem Computer
verbunden und für die Installation erforderlich sind. Es werden nur Treiber heruntergeladen, die nicht auf
der Betriebssystem-CD-ROM enthalten sind. Es können Treiber heruntergeladen werden, die kritische
Fixes benötigen, doch es stehen keine Updatdes für vorhandene Treiber zum Download zur Verfügung.
Verwenden von Dynamisches Update
Damit das Dynamische Update während der Installation ausgeführt wird, benötigt der Computer eine
Internetverbindung (oder die Möglichkeit, eine Verbindung mit einer Netzwerkfreigabe herzustellen, die von
dem Windows Update-Katalog heruntergeladene Updates enthält) und Internet Explorer 4.01 oder höhere
Versionen der Dateien WINENET.dll und SHLWAPI.dll. Wird eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, stellt
das Dynamische Update keine Verbindung zu Windows Update her bzw. lädt die erforderlichen Dateien nicht
herunter.
Dem Benutzer wird die Option angeboten, das Installationsprogramm nach Updates suchen zu lassen. Wählt
der Benutzer Ja, stellt das Dynamische Update eine Verbindung zur Windows Update-Site her und sucht
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
26
nach neuen Treibern und zu ersetzenden Installationsdateien. Bei unbeaufsichtigten Installationen ist das
Dynamische Update standardmäßig aktiviert, kann jedoch mit der folgenden Einstellung deaktiviert werden:
DUDisable=yes
Winnt32.exe überprüft den erforderlichen Festplattenspeicher, Arbeitsspeicher und andere
Installationsvoraussetzungen. Werden nicht alle diese Voraussetzungen erfüllt, wird die Installation nicht
abgeschlossen, und der Schritt Dynamisches Update wird nicht fertig gestellt. Erfüllt der Computer die
Installationsvoraussetzungen, überprüft Winnt32 die Größe des Downloads des Dynamischen Update, um zu
ermitteln, ob der Speicherplatz zum Herunterladen der Datei ausreicht.
Die geschätzte Größe des Downloads basiert auf der Größe der CAB-Dateien. Der insgesamt erforderliche
Speicherplatz für die heruntergeladenen Dateien kann nicht ermittelt werden. Winnt32.exe überprüft die
Größe der Dateien erneut, sobald diese aus den heruntergeladenen CAB-Dateien extrahiert wurden.
Verwenden der Windows Update-Site für Dynamisches Update
Wenn Sie Windows XP Professional auf sehr vielen Computern ausbringen, möchten Sie unter Umständen
verhindern, dass diese eine Verbindung mit Windows Update herstellen, um Gerätetreiber und zu ersetzende
Installationsdateien herunterzuladen. Durch die Verwendung der Windows Update-Site für Dynamisches
Update können Sie die benötigten Dateien herunterladen und diese in einer Freigabe in Ihrem Netzwerk
platzieren, mit der Clientcomputer während der Installation eine Verbindung herstellen können. Dadurch wird
Bandbreite eingespart und außerdem können Sie besser steuern, welche Dateien auf jeden Computer kopiert
werden. Bei diesem Vorgang können Sie auch Gerätetreiber einschließlich Updates für vorhandene Treiber
auswählen, die in die Phase Dynamisches Update der Installation aufgenommen werden.
Das Paket Dynamisches Update können Sie von der Unternehmenswebsite Windows Update unter
http://windowsupdate.microsoft.com herunterladen. Der Download ist eine ausführbare Datei. Führen Sie
diese Datei aus, um die CAB-Dateien des Dynamischen Update in den freigegebenen Netzwerkordner zu
dekomprimieren.
Sie können auf die Netzwerkfreigabe zeigen, welche die Dateien für das Dynamische Update enthält, indem
Sie Winnt.exe mit der Option /DUShare ausführen, oder indem Sie in Ihrer Antwortdatei den Speicherort der
Freigabe angeben.
Planen der Windows-Produktaktivierung
Die Windows-Produktaktivierung (WPA) soll Softwarepiraten abschrecken, indem die Aktivierung Ihrer
Windows XP Professional-Installation erforderlich gemacht wird. Die Produktaktivierung basiert auf der
Voraussetzung, dass für jede eindeutige Installation ein eindeutiger Produktschlüssel vorhanden sein muss.
WPA nicht für Lizenzprogramme erforderlich
Microsoft erkennt an, dass große und auch kleine Unternehmen einzigartige Bereitstellungsbedürfnisse
haben und dass die Aktivierung die Bereitstellung erschweren kann. Microsoft fordert daher keine Aktivierung
von Benutzern, die Ihre Lizenzen für Windows XP Professional über eines der Microsoft-Lizenzprogramme
erwerben, z. B. Microsoft Open License oder Microsoft Select License. Es sollte unbedingt beachtet werden,
dass Microsoft für sehr kleine Kunden eine Lizenzlösung bietet. Ein Kunde kann sich beispielsweise in das
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
27
Programm Microsoft Open License einkaufen, indem er anfänglich nur fünf Lizenzen erwirbt, z. B. zwei
Lizenzen für Windows XP und drei Lizenzen für Office XP.
Funktionsweise der Produktaktivierung
WPA verbindet Ihren Produkt Key (und damit Ihre Product ID oder PID) mit Ihrem Computer, indem eine
Installations-ID erstellt wird. Die Installations-ID besteht aus Ihrem PID und einem PC-Bezeichner, der
Hardwarekennung oder HWID genannt wird. Die Installations-ID wird an ein Lizenz-Clearinghaus von
Microsoft gesendet, wo überprüft wird, dass die PID von Microsoft erstellt und nicht dazu verwendet wurde,
das Betriebssystem auf mehr Hardware zu installieren als im Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) des
Produkts angegeben ist. Bei Windows XP Professional gibt der EULA an, dass Sie die Software auf einem
Computer installieren dürfen. Schlägt diese Überprüfung fehl, wird Windows XP Professional nicht aktiviert.
Halten die Angaben der Überprüfung stand, wird eine Bestätigungskennung an Ihren Computer
zurückgesandt, mit der Ihre Version von Windows XP Professional aktiviert wird. Sobald Windows aktiviert ist,
müssen Sie die Produktaktivierung nie mehr durchführen, es sei denn, die Hardware Ihres Computers wird
grundlegend überholt. Bei Betaversionen müssen Sie die Installation innerhalb von 14 Tagen nach der
Installation von Windows XP Professional aktivieren. Sobald Windows XP Professional auf den Markt kommt,
haben die Kunden 30 Tage Zeit für die Aktivierung.
Wird der Product Key dazu verwendet, Windows auf einem zweiten Computer zu installieren, schlägt die
Aktivierung fehl. Entdeckt WPA außerdem, dass die aktuelle Installation von Windows auf einem anderen
Computer als dem ausgeführt wird, auf dem das Betriebssystem ursprünglich aktiviert wurde, müssen Sie es
erneut aktivieren. Auf diese Weise soll WPA das unerlaubte Kopieren von Windows verhindern.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
28
Durchführen einer Pilotbereitstellung von Windows XP Professional
Bevor Sie mir Ihrem Bereitstellungsprojekt beginnen, müssen Sie dessen Funktionalität in einer kontrollierten
Umgebung testen.
Bevor Sie mit dem Testen Ihres Bereitstellungsprojekts beginnen, erstellen Sie:

Einen Testplan, in dem die durchgeführten Tests und die erwarteten Ergebnisse beschrieben werden

Einen Zeitplan zum Durchführen der Tests mit der Angabe, wer jeden Test durchführt.
In dem Testplan müssen die Kriterien und Prioritäten für jeden Test angegeben werden. Wenn Sie bei den
Tests Prioritäten setzen, können Sie eine Verlangsamung Ihrer Bereitstellung aufgrund kleinerer Fehler
vermeiden, die später leicht korrigiert werden können. Außerdem können Sie größere Probleme erkennen,
die gegebenenfalls eine Neuentwicklung Ihres Bereitstellungsplans erforderlich machen.
Die Testphase ist sehr wichtig, da ein einzelner Fehler auf alle Computer in Ihrer Umgebung dupliziert werden
kann, falls dieser nicht vor der Bereitstellung des Abbildes korrigiert wird. Es wird empfohlen, die
Bereitstellung nach dem Test des Projekts an eine kleine Gruppe von Benutzern auszugeben. Mithilfe einer
Pilotinstallation können Sie den Erfolg des Bereitstellungsprojekts in einer Produktionsumgebung bewerten,
bevor Sie die Bereitstellung an alle Benutzer ausgeben.
Erstellen Sie ein Testlabor, das nicht mit Ihrem Netzwerk verbunden ist, das aber die Netzwerk- und
Hardwarekonfigurationen Ihrer Organisation so genau wie möglich widerspiegelt. Richten Sie Ihre Hardware,
Software und Netzwerkdienste wie in der Umgebung Ihrer Benutzer ein.
Führen Sie auf jeder Hardwareplattform umfassende Tests durch, wobei sowohl die Anwendungsinstallation
als auch der Betrieb getestet werden. Dadurch kann das Vertrauen der Projektteams und der
Verantwortungsträger im Unternehmen erheblich gestärkt werden, was wiederum zu einer besseren
Bereitstellung führt.
Geben Sie in einem Pilotprojekt die Bereitstellung an eine kleine Gruppe von Benutzern aus. Der Hauptzweck
von Pilotprojekten ist nicht das Testen von Windows XP Professional. Durch die ersten Pilotprojekte soll das
Projektteam Feedback von den Benutzern erhalten. Mithilfe dieses Feedbacks soll genauer ermittelt werden,
welche Funktionen in Windows XP Professional aktiviert bzw. deaktiviert werden müssen. Dies ist besonders
relevant, wenn Sie von Windows 98 oder Windows Me aktualisieren, die keine Funktionen wie
domänenbasierte Computerkonten, lokale Sicherheit und Dateisystemsicherheit beinhalten. Wählen Sie für
Pilotprojekte eine Benutzerpopulation, die einen Querschnitt durch Ihr Unternehmen darstellt, sowohl in
Bezug auf die Tätigkeit als auch auf das Können im Umgang mit Computern.
Installieren Sie Pilotsysteme mit derselben Methode, die Sie auch bei der endgültigen Ausgabe verwenden
möchten. Sobald Sie entschieden haben, wie Windows XP Professional implementiert werden soll,
verwenden Sie ein letztes Pilotprojekt, um den Installationsvorgang zu testen.
Das Pilotverfahren bietet einen Test im kleinen Maßstab für die endgültige Ausgabe im tatsächlichen
Maßstab. Mit den Ergebnissen Ihres Pilotprojekts, einschließlich der aufgetretenen Probleme, können Sie
Ihren Ausgabeplan fertig stellen. Kompilieren Sie die Ergebnisse des Pilotprojekts. Verwenden Sie die Daten,
um die Zeiten für die Aktualisierung zu bewerten, außerdem die Anzahl gleichzeitiger Aktualisierungen, die
aufrechterhalten werden können, und die Spitzenlasten für die Benutzersupportfunktionen.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
29
Ausgeben der gesamten Bereitstellung
Wenn Sie Windows XP Professional über ein firmenweites Netzwerk bereitstellen möchten, müssen Sie eine
automatisierte Installationsmethode wählen. Weitere Informationen zu automatisierten
Bereitstellungsoptionen finden Sie in „Implementing the Windows XP Deployment“ unter
http://www.microsoft.com/windowsxp/expertzone/articlelinks.asp.
Bei der endgültigen Bereitstellung sind die Schritte sehr ähnlich wie die in der Pilotbereitstellung. Damit eine
reibungslose Migration aller Benutzer während der Bereitstellung sichergestellt ist, müssen Sie:

die Verteilungsserver einrichten.

die Benutzer über die bevorstehende Installation informieren.

Die Benutzer auf Windows XP Professional schulen.

Die Benutzerinstallationsskripts anpassen.

Falls erforderlich, die Hardware auf den Clientcomputern aktualisieren und alle Software entfernen, die
nicht den Firmenrichtlinien entspricht.

Kritische Daten und Konfigurationsdateien auf den Clientcomputern sichern, falls dies Bestandteil des
Plans ist.

Gemäß den Anforderungen des Projektplans Virenprüfungen, Festplattenprüfungen und
Festplattendefragmentierungen durchführen.

Vorübergehend das Benutzerkennwort und die ID für jeden Computer zurücksetzen. Dadurch können
Techniker leichter auf den Clientcomputer zugreifen, damit sie sicherstellen können, dass die
Anmeldeskripts und -umgebungen ordnungsgemäß funktionieren.

Sicherstellen, dass die Clientcomputer voll betriebsfähig sind und dass das Netzwerk funktioniert.
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
30
Zusammenfassung
Der erste Schritt im Bereitstellungsvorgang ist die Definition Ihrer Projektziele, wobei sichergestellt werden
muss, dass diese den langfristigen Zielen Ihres Unternehmens und den Bedürfnissen Ihrer Angestellten
entsprechen.
In einem Projektplan müssen bestimmte Phasen Ihres Bereitstellungsverfahrens eindeutig gekennzeichnet
sein. Der Plan muss außerdem einen deutlichen und funktionellen Überblick bieten, aus dem der Umfang des
Projekts ebenso deutlich hervorgeht wie die betroffenen Personen oder Gruppen und der angestrebte
Zeitrahmen.
Auf der Grundlage von Erfahrungen von tatsächlichen Bereitstellungen werden in diesem Dokument die
empfohlenen Schritte zum Planen einer Bereitstellung dargestellt, wobei die Bereiche hervorgehoben werden,
in denen die meiste Arbeit vonnöten ist: Bewertung Ihrer aktuellen Umgebung und Entwicklung einer
Konfiguration für Windows XP Professional.
Eine Überarbeitung und Zusammenfassung der für die automatische Bereitstellung verfügbaren Tools finden
Sie im Begleitdokument Deploying Windows XP Part II: Implementing unter
http://www.microsoft.com/windowsxp/pro/techinfo/planning/implementing.asp
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
31
Anhang: Planungstools für Bereitstellungsprojekte
Die Bereitstellung von Windows XP Professional ist eine beträchtliche Projektmanagementaufgabe, die durch
die Verwendung der Zeichnungs- und Diagrammsoftware Microsoft Project 2000 und Microsoft Visio® 2000
erleichtert wird. Microsoft Project enthält eine integrierte Bereitstellungsvorlage, die bei der Verwaltung aller
Schritte der Bereitstellung hilft, beginnend mit einem Visionsplan, mit dem die Unternehmensvorteile an
Schlüsselbeteiligte herangetragen werden sollen. Wie in Abbildung 2 unten dargestellt bietet Microsoft Project
detaillierte Schritte zur Bereitstellung von Windows 2000; Vorgehensweisen, die auch auf die Bereitstellung
von Windows XP angewandt werden können.
Abbildung 2 Microsoft Project führt Sie durch die Planungsschritte für die Bereitstellung
Außerdem können Sie mit Visio die Infrastruktur Ihres Netzwerks visuell darstellen, ein Vorteil, der besonders
bei der Planung in einer Active Directory-Struktur zugute kommt. Visio findet alle Objekte, die sich in Ihrem
Verzeichnis befinden, zeigt diese an und ermöglicht Ihnen, sie im Diagramm bis auf die Detailebenen
„Klasse“ und „Eigenschaft“ darzustellen.
Weitere Informationen zur Verwendung von Microsoft Project und Microsoft Visio 2000 als
Bereitstellungstools finden Sie unter:

Manage and Visualize Your Windows 2000 Deployment unter
http://www.microsoft.com/office/visio/windeploy.htm

Plan for and Deploy Directory Services unter
http://www.microsoft.com/office/visio/evaluation/IT/directory.htm
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
32
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
33
Verwandte Links
Detaillierte Informationen zur Bereitstellung von Windows XP Professional finden Sie in der Dokumentation in
der Windows XP Professional-CD in Support\Tools\Deploy.cab in der Datei Deploy.chm.
Siehe auch folgende Dokumente, die sich auf Bereitstellungen beziehen:

Deploying Windows XP Part II: Implementing unter
http://www.microsoft.com/windowsxp/pro/techinfo/planning/implementing.asp

User State Migration in Windows XP unter
http://www.microsoft.com/windowsxp/pro/techinfo/howitworks/userstate/default.asp

Step-by-Step Guide to Migrating Files and Settings in Windows XP unter
http://www.microsoft.com/windowsxp/pro/techinfo/howitworks/filesettings/migrating.asp
Weitere Details zur Hardwarekompatibilität finden Sie auf der Microsoft Hardware Compatibility List Web site
unter
http://www.microsoft.com/hcl/.
Die neuesten Informationen zu Windows XP finden Sie auf der Website http://www.microsoft.com/windowsxp.
Windows 2000-Ressourcen
Die folgenden Windows 2000-Bereitstellungsressourcen helfen ebenfalls bei der Ermittlung, wie von einer
Windows NT 4.0- oder Windows 9.x-Umgebung auf Windows XP aktualisiert werden soll:

Windows 2000 Resource Kit Deployment Planning Guide unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/reskit/dpg/default.asp

Windows 2000 Automated Deployment unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/planning/autodeployment.asp

Using Systems Management Server to Deploy Windows 2000 unter
http://www.microsoft.com/smsmgmt/deployment/deploywin2k.asp

Manage and Visualize Your Windows 2000 Deployment unter
http://www.microsoft.com/office/visio/windeploy.htm

Windows 2000 Enterprise Planning Workbook unter
http://www.microsoft.com/office/project/w2kmigration.htm at

Implementing Common Desktop Management Scenarios unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/management/grouppolicy.asp

Group Policy Whitepaper unter
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/management/grouppolwp.asp
Bereitstellen von Windows XP, Teil I: Planung
34
Herunterladen
Explore flashcards