Jahresbericht 2013

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Jahresbericht 2013
AWO-Beratungszentrum Gifhorn
Familie & Erziehung
Beratungszentrum Gifhorn
Oldaustrasse 32; 38518 Gifhorn
Tel.: 0 53 71 / 724 741 • www.awo-bs.de
Inhaltsübersicht
Seite
1. Rückblick auf das Jahr 2013
2
2. Mitarbeiter, Organisation und Kooperation
6
3. Fachartikel
8
3.1 Onlineberatung
3.2 Methodische Ansätze in der Trennungsberatung
4. Statistische Auswertung
4.1
4.2
4.3
4.4
Ehe-, Familien- und Lebensberatung
Beratung gegen sexuelle Gewalt
Krebsberatung
Schwangerschaftsberatung /Beratung nach
der Geburt
4.5 Säuglings- und Kleinkindberatung
25
5. Angebotstafel der Schwangerschaftsberatung
26
6. Informationsnachmittage für Eltern und die,
die es werden wollen
27
7. Weltwoche der respektierten Geburt
28
8. Pressespiegel / AWO-Aktuell
29
1
14
18
20
23
1. Rückblick auf das Jahr 2013
Bei dem Rückblick auf das Jahr 2013 sollen die vielfältigen Gruppenangebote der
Beratungsstelle, die 2013 stattfanden, ausführlicher als sonst beschrieben werden.
In der Krebsberatung fand zum wiederholten Mal eine 3-tägige Seminarfahrt für Frauen
nach einer Krebserkrankung nach Bursfelde statt. Im Jahr 2013 stand das Seminar, dass
von den beiden Beraterinnen Maria Walk und Brigitte Einecke-Wiebe begleitet wurde, unter
dem Thema „Entspannungsmethoden erlernen“. Als externer Referent wurde ein QI-GongLehrer engagiert, der einen Tag für die 20 Frauen gestaltete.
Im Frühjahr wurde von den Beraterinnen der Krebsberatung ein Nähkurs zur Erstellung
von Bademoden und Dessous organisiert, der auf Grund der hohen Nachfrage drei Mal
durchgeführt werden konnte und den teilnehmenden Frauen einen selbstbewussten
Umgang mit ihrem eigenen Körper ermöglicht hat.
Seminarleiterin mit Teilnehmerinnen
Im Arbeitsbereich der Säuglings- und Kleinkindberatung wurden insgesamt 5
Gruppenangebote realisiert:
Auf Grund von einigen Beratungsnachfragen zum Thema Unerfüllter Kinderwunsch,
wurde das Bedürfnis einzelner Klienten nach einem Austausch mit Menschen in ähnlichen
Lebenslagen deutlich, so dass Petra Blandow ein Gruppenangebot entwickelte, das sehr
gut angenommen wurde. In diesem offenen Gruppenangebot können sich betroffene
Frauen austauschen und gemeinsam nach Lebensperspektiven möglicherweise auch ohne
Kind suchen.
Im Frühjahr 2013 fand ein Elternkurs statt, in dem sich Eltern über die Entwicklung ihrer 03-Jährigen Kinder zusammen fanden. Informationen der Kursleiterin Petra Blandow
wechselten sich mit konkreten Fragestellungen der Eltern, wie z.B. „Wie kann mein Kind
alleine einschlafen lernen?“ oder „Wie gehe ich mit Trotzanfällen meines Kindes um?“ ab.
Weiterhin fand in der Beratungsstelle im Jahr 2013 eine Mutter-Kind-Gruppe statt, bei der
das Kennenlernen und der Austausch der Mütter mit ihren Kindern im Fokus statt.
Durch die enge Kooperation der Beratungsstelle mit dem Gifhorner Haus der ersten
Schritte, konnten dort in den Räumen zwei Gruppen von Vera Beier durchgeführt werden:
1. Kaiserschnittgesprächskreise: In den Kaiserschnittgesprächskreisen geht es um
einen Austausch von Frauen, die einen Kaiserschnitt erlebt haben. Frauen
2
verarbeiten auf diese Weise ihre Geburtserlebnisse, die bei einem Kaiserschnitt
manchmal als belastend oder traumatisierend erlebt wurden.
2. Zwillingselternkreis: Bei dem Zwillingselternkreis handelt es um eine begleitete
Gruppe von Müttern, die Zwillinge bekommen haben und sich nun darüber
informieren, welche Unterstützungsmöglichkeiten sie in dieser Situation haben und
wie sie mit dieser besonderen Herausforderung umgehen können.
Im Arbeitsbereich der Beratung gegen sexuelle Gewalt bietet die Beratungsstelle seit
vielen Jahren eine halboffene Gruppe an, in die immer wieder neue Teilnehmerinnen
integriert werden können. Die „Balancegruppe“ bietet den Teilnehmerinnen im
Wesentlichen mit vielen methodischen Übungen an, ihre innere Achtsamkeit und Ruhe im
Alltag zu finden und beizubehalten.
Diese
vielfältigen
Gruppenangebote
wurden
noch
ergänzt
durch
zwei
Informationsveranstaltungsreihen, die die Beratungsstelle schon einige Zeit durchführt:
1. Woche der respektierten Geburt (siehe Flyer im Anhang): Die Woche der
respektierten Geburt findet jährlich in ganz Europa zum gleichen Thema statt und
dient der Information für Frauen, die dazu beitragen soll, Ängste und Sorgen vor
einer Geburt abzubauen.
2. Informationsnachmittage für Eltern und die, die es werden wollen
(Ausschreibung siehe Anhang): Diese Veranstaltungsreihe behandelt verschiedene
Themen wie z.B. Geschwistereifersucht, Impfen, Osteopathie bei Kindern und dient
der Information für Eltern.
Am 12. September 2013 beteiligte sich die Beratungsstelle erneut am Brückenbautag, bei
dem Unternehmen an einem Tag soziale Einrichtungen tatkräftig unterstützen. In diesem
Jahr wurde der Bau der Sonnenterrasse fortgesetzt, indem ein Weg zur Terrasse erstellt
wurde. Das Projekt wurde vom Landschaftsarchitekten Herrn Thomas Mudra und der
Firma Egger aus Gifhorn mit den Mitarbeitern der Beratungsstelle durchgeführt.
3
Mitarbeiter der Firma Egger und der Beratungsstelle
Im Jahr 2013 wurde in der Beratungsstelle ein Qualitätsmanagementsystem
implementiert. Das Qualitätsmanagementsystem wird im Februar 2014 als
Tandemzertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 und den AWO-Qualitätskriterien
geprüft. Im Qualitätsmanagementsystem werden die Verfahrensabläufe in der
Beratungsstelle eindeutig beschrieben und dokumentiert. Parallel zu den Arbeitsabläufen
wird die Wirksamkeit der Abläufe regelmäßig überprüft. Im Evaluationskonzept ist
beispielsweise festgelegt, dass alle Klienten am Ende der Beratung nach der Zufriedenheit
mit der Beratung befragt werden. Über die Zufriedenheitsmessung erfolgt eine
Auswertung.
Fachlich beschäftigte sich die Beratungsstelle in gemeinsamen Fachteamtreffen mit den
Familienberatungsstellen Wolfsburg und Wolfenbüttel mit den Themen: Neue
Entwicklungen in der Schwangerschaftskonfliktberatung, Unerfüllter Kinderwunsch und
Frühgeburt. Bei diesem Austausch bereitet jeweils ein Kollege/ eine Kollegin ein
Fachthema vor und präsentiert dies den anderen KollegInnen.
Eine verbandsinterne Fortbildung der Familienberatungsstellen des AWOBezirksverbands Braunschweig beschäftigte sich mit dem Thema Trennungsberatung für
Eltern. In Rollenspielen wurde beispielsweise gemeinsam geübt, wie man mit Kindern über
eine Trennung sprechen kann, welche Aspekte für die Beratung von Eltern bei
Trennungen für sie selbst wichtig sind und wie man Mediationsmethoden in die
Trennungsberatung einbringen kann.
Im Verbund mit den anderen Familienberatungsstellen des Trägers fand ein Besuch des
IRIS-Regenbogenzentrums in Halle statt. Die Beratungsstelle in Halle ist ebenso wie das
Gifhorner Beratungszentrum eine integrierte Familienberatungsstelle mit dem Schwerpunkt
Frühe Hilfen. In Halle ist allerdings ein Geburtshaus, eine Krippe und eine
Familienbildungsstätte an die Beratungsstelle angeschlossen. Es war sehr inspirierend zu
sehen, auf welche Weise ein so breites Angebot wie im IRIS-Regenbogenzentrum
ausgestaltet wird.
Carsten
Bromann
hat
im
Frühjahr
2013
das
eigene
integrierte
Familienberatungsstellenkonzept auf Einladung des AWO-Landesverbands SachsenAnhalt den dort vertretenen Beratungsstellen und Trägervertretern vorgestellt, da in
4
diesem Bundesland Überlegungen angestellt werden, ob nicht landesweit das Integrierte
Beratungsstellenkonzept realisiert werden sollte.
Der erste Fachartikel in diesem Jahresbericht beschäftigt sich mit den Besonderheiten der
Onlineberatung. Die Onlineberatung wird seit 2013 vom Beratungszentrum für die
Bereiche der Schwangerschafts-, Säuglings- und Kleinkindberatung und Sexualberatung
angeboten.
Im zweiten Fachartikel werden methodische Ansätze in der Trennungsberatung
vorgestellt. Es wird beschrieben, wie Klienten darin unterstützt werden, eine klare
Entscheidung zum Neubeginn in der Partnerschaft oder zur Trennung zu finden.
Zahlreiche Beratungsübungen veranschaulichen die Arbeitsweise in der Beratung.
5
2. Mitarbeiter, Organisation und Kooperation
Carsten Bromann
Leiter des Beratungszentrum
Dipl.-Psychologe
Psychologischer Psychotherapeut (app.)
Systemischer Paar- u. Familientherapeut
Familienmediator
Johannes Grieger
Dipl.-Sozialpädagoge
Systemischer Familientherapeut
Petra Blandow
Dipl. Pädagogin
Psychotherapeutin (HP)
Therapeutische Gestaltberaterin
Psychoenergetiktherapeutin n.v.R.
Entwicklungspsychologische Beraterin
Maria Walk
Dipl.-Sozialpädagogin
Systemische Familienberaterin
Systemische Paartherapeutin
Brigitte Einecke-Wiebe
Dipl. Sozialpädagogin
Ehe-, Familien- und Lebensberaterin
Vera Beier
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Still- und Laktationsberatin
Heike Gebert
Dipl.-Sozialpädagogin
Systemische Beraterin
Viola Kalitzky
Sekretärin (ab November 2013)
Anke Fleege
Sekretärin (bis November 2013)
Elternzeitvertretung
6
Kooperation mit anderen Stellen
MitarbeiterInnen des Beratungszentrums waren 2013 in folgenden Arbeitskreisen
aktiv:

Psychosozialer Arbeitskreis (PSAK) Gifhorn

Sozialpsychiatrischer Verbund Fachgruppe Allgemeinpsychiatrie, Gifhorn

Arbeitskreis Häusliche Gewalt im Landkreis Gifhorn

Arbeitsgruppe „Prävention von häuslicher Gewalt in Kindertagesstätten“ Gifhorn

Arbeitskreis Bündnis für Familien Gifhorn

Arbeitskreis Familienwerkstatt

Netzwerk Depression Stadt Gifhorn

Arbeitskreis Trennung und Scheidung im Landkreis Gifhorn

Arbeitskreis Frühe Kindheit im Landkreis Gifhorn

Arbeitskreis Kaiserschnitt

Landesarbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Krebsberatungsstellen

Arbeitskreis AWO-Schwangerschaftsberatung Hannover
Qualitätssicherung
Das Team hat regelmäßig Supervision bei einem externen Supervisor und nimmt an
unterschiedlich ausgerichteter Fortbildung teil. Außerdem finden interne
Fallbesprechungen statt, bei denen eigene Arbeitsweisen reflektiert werden.
Bei internen Fachteamtreffen werden ebenso wie bei internen Fachtagen eigene
Arbeitskonzepte von Mitarbeitern für Mitarbeiter vorgestellt.
Eine jährliche Ziel- und Aktionsplanung gehört ebenso zum Qualitätsmanagement wie die
zielorientierte Mitarbeiterführung mit Mitarbeitergesprächen. In einem Evaluationskonzept
erfolgt eine regelmäßige Messung und Auswertung der Kundenzufriedenheit mit den
Leistungen der Beratungsstelle.
7
3. Fachartikel
3.1 Onlineberatung
Onlineberatung hat in der heutigen Zeit viele Vorteile. Öffnungszeiten spielen
beispielsweise keine Rolle und der Internetzugang ist ohne großen Zeitaufwand von fast
jedem Ort aus möglich. Die Schamgrenze, nach Unterstützung zu suchen, wird bei der
Onlineberatung herabgesetzt. Die Klienten können anonym bleiben. Sie sitzen dem
Berater nicht persönlich mit Blickkontakt gegenüber und sie brauchen nicht ihre Stimme,
wie beim Telefonieren, bekanntgeben. Dadurch können sich die Beratungssuchenden
freier über ihre Gefühle äußern. Dies gilt besonders dann, wenn sie Probleme haben, die
ihnen eventuell unangenehm sind.
Bei einer anonymen Onlineberatung gibt es auch Risiken und demzufolge Nachteile. Ein
Berater kennt den Klienten nicht. Er kann ihn nicht sehen und hören, nur seinen
geschriebenen Text lesen. Das schriftliche Antworten erfordert wegen der besonderen
Rahmenbedingungen kognitive Fähigkeiten vom Berater, wie beispielsweise die Fähigkeit
zu erahnen, was der Klient genau für ein Anliegen hat. Der Antworttext soll eine Wirkung
bei dem Klienten erzeugen. Allerdings kann es zu Missverständnissen kommen, denn die
Texte können gegenseitig falsch verstanden werden. In einem persönlichen Gespräch
kann sofort nachgefragt werden, ob man das soeben Gesagte richtig verstanden hat, was
bei einer zeitverzögerten Onlineberatung nicht möglich ist.
Onlineberatung kann eine Vorstufe zu intensiveren Kontakten am Telefon oder einer
persönlichen Beratung sein und stellt somit einen niedrig schwelligen Zugang zur
Beratungsstelle dar.
Seit März 2013 bietet das AWO Beratungszentrum Gifhorn Onlineberatung an.
Im Folgenden wird an Hand eines Fallbeispiels aus dem Arbeitsbereich
Schwangerschaftsberatung die Arbeitsweise dargestellt:
Mit dem zweiten Kind schwanger! Was kann ich tun?
Hallo…
Ich hoffe echt, ihr könnt mir helfen!
Ich habe mit 17 mein erstes Kind bekommen. Meine Eltern waren echt am Ende und waren
eigentlich für eine Abtreibung! Ich habe mich aber für das Kind entschieden, an Abtreibung
ist bei mir gar nicht zu denken! Naja, mein kleiner ist jetzt fast 10 Monate alt und der
Sonnenschein meines Vaters! 
Mit dem Erzeuger habe ich keinen Kontakt mehr und mit meinem Freund bin ich jetzt fast
11 Monate zusammen!
In der Beziehung läuft soweit alles super! Er kümmert sich richtig mit um meinen Kleinen…
Naja, der Kleine und ich auch, sehen ihn ja schon als Vater, auch wenn er nicht der
Biologische ist!!!
Seit dem Sommer letzten Jahres schlafen wir ohne Verhütung! (ziemlich dumm) und da
muss es wohl passiert sein…
Ich hab echt schiss, das darf keiner wissen… Meine Eltern würden durchdrehen! Mein
Vater ist schon so am Ende und ich weiß, dass sie mich dann rausschmeißen!!!
8
Mein Freund ist zwar nicht begeistert, aber er steht voll hinter mir!
Ich kann das Kind nicht behalten, will es aber auch nicht für immer weggeben oder so.
Mein Freund und ich sind mitten in der Ausbildung….
Ich weiß nicht genau, ob so was geht, aber wir hatten uns überlegt, das Kind solange in
eine Pflegefamilie zu geben, bis wir uns drum kümmern können!!!
Brauche schnell dringend Hilfe! Bin schon fast im 7. Monat 
Vielen Dank schon mal.
Liebe Schreiberin,
Ihre Anfrage ist bei uns heute angekommen. Schön, dass Sie den Mut gefunden haben,
uns zu schreiben.
Ich arbeite im AWO-Beratungszentrum Gifhorn als Beraterin, bin Dipl. Sozialpädagogin
und Systemische Beraterin.
Aus Ihrer Mail kann ich entnehmen, dass Sie mit Ihrem ersten Kind, auch ohne den
Erzeuger, bisher gut klar gekommen sind. Mittlerweile leben sie mit Ihrem neuen Partner
eine glückliche Beziehung. Von diesem Mann sind Sie nun erneut schwanger.
Aus Ihren Zeilen kann ich über Ihre weitere Schwangerschaft Verzweiflung und Hilflosigkeit
lesen. Ich kann mir vorstellen, dass Sie das sehr belastet.
Sie möchten Ihr zweites Kind von Geburt an in eine Pflegefamilie geben, bis Sie sich selbst
in der Lage fühlen, sich um Ihr Kind zu kümmern und benötigen von mir dafür
Unterstützung.
Die Vermittlung von Pflegefamilien erfolgt immer über das Jugendamt. Also müssten Sie
sich für Ihr Anliegen an das zuständige Jugendamt Ihrer Stadt wenden. Dieses sollten Sie
möglichst bald tun, damit das Jugendamt rechtzeitig für Ihr Kind eine geeignete
Pflegefamilie finden kann.
Könnten Sie sich ansonsten vorstellen, mit ganztägiger Kinderbetreuung Ihrer beiden
Kinder, das zweite Kind nach der Geburt bei sich zu behalten?
Das Jugendamt übernimmt nämlich, wenn man nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung
hat, die Kinderbetreuungskosten während Sie Ihre Ausbildung absolvieren. Vielleicht wäre
dieser Vorschlag für Sie auch eine Möglichkeit?
Ich wünsche Ihnen, dass Sie es schaffen, noch während Ihrer Schwangerschaft, die
richtige Entscheidung für Ihr zweites Kind zu treffen.
Schreiben Sie mir, ob meine Informationen für Sie hilfreich sind und ob Sie noch weitere
Fragen haben.
Es grüßt Sie freundlich, Ihre Beraterin aus Gifhorn
9
3.2 Methodische Ansätze in der Trennungsberatung
Trennungsprozesse zu begleiten und Einzelnen, Paaren und Familien zu helfen, dieses
schwierige Lebensereignis gut zu bewältigen, ist ein Schwerpunkt in der Beratungsarbeit
der Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Aus der Life-Event-Forschung ist bekannt, dass
die Trennung von einem Partner von den meisten Menschen als das zweitschlimmste
Lebensereignis wahrgenommen wird, nur noch übertroffen von dem Tod des
Lebenspartners.
Trennungsprozesse werden häufig in drei Phasen unterteilt: Koschorke (2003) teilt diese
Phasen folgendermaßen ein:
Phase I: Trennendes zwischen einem Paar tritt deutlich hervor
Phase II: Ambivalenzphase: Die Einzelnen oder das Paar gemeinsam schwanken
zwischen Trennung und Neuanfang in der Beziehung
Phase III: Entscheidung für die Trennung
In diesen Phasen kommen Einzelne oder Paare gemeinsam zur Beratung und suchen
Unterstützung. Im Beratungszentrum Gifhorn wurde die Auftretenshäufigkeit der Einzelund Paarberatungen in den einzelnen Phasen 2006 genauer untersucht (vgl. Fachartikel
Trennungsberatung in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung auf der Homepage des
AWO-Beratungszentrums Gifhorn).
In diesem Aufsatz werden die methodischen Ansätze der Trennungsberatung in den
Phasen II und III beschrieben, da sie in der Beratung am häufigsten vorkommen:
I. Trennungsberatung in der Ambivalenzphase
Die Ambivalenzphase in der Paarbeziehung ist dadurch gekennzeichnet, dass einer der
Partner oder auch beide sehr unzufrieden mit der Partnerschaft sind und sich mit der
Möglichkeit einer Trennung auseinandersetzen. Manchmal werden diese Prozesse durch
eine Krise in der Partnerschaft, z.B. dadurch ausgelöst, dass sich ein Partner in eine dritte
Person verliebt.
Klienten in dieser Phase benötigen in der Beratung eine Unterstützung darin, zu verstehen,
was sie innerlich bewegt und wie sie sich entscheiden sollen.
Methodisch kann man Klienten in diesen Ambivalenzkonflikten auf drei Ebenen
unterstützen:
1. Techniken der Standortbestimmung
Durch diese Übungen sollen die Klienten ein klares Bewusstsein darüber bekommen, wie
sie zu der Frage einer möglichen Trennung stehen:
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Beratungsübung: Skalierungsübung: Auf dem Boden liegt ein Seil mit dem jeweiligen
Ende „Gehen“ und „Bleiben“. Die Klienten stellen sich auf dieser Skala auf, je nachdem zu
welchem Pol sie tendieren. Die Übung kann sehr gut mit Paaren gemeinsam durchgeführt
werden. Dabei kann man die Paare auffordern, ihre Vermutungen zu äußern, wo ihr
Partner sich aufstellen wird, bevor er dies tut.
Beratungsübung: Von wem oder von was will ich mich trennen?: Klienten werden
aufgefordert, ihre inneren Prozesse nach folgenden Kriterien zu sortieren:
- Trennungsabsicht
- Veränderungswünsche
- Distanzierungswünsche - Entlastungswünsche
2. Techniken der Bestandsaufnahme
Bei Techniken der Bestandaufnahme werden Klienten darin unterstützt, genau zu
benennen, wie sie ihre Beziehung bewerten und wo genau sich Veränderungs- und
Klärungsbedarfe ergeben.
Beratungsübung: Museum der Verletzungen: Die Klienten schreiben alle wichtigen
Verletzungen, die sie in der Partnerschaft erlebt haben auf Karten. Danach sortieren sie
die Karten in drei Körbe. Zum einen in der Korb „Da kann ich großzügig sein“, zum
anderen in einen Korb mit der Überschrift „ Das muss geklärt werden“ und zum Dritten in
den Korb „Das sind Verletzungen, die von früher herkommen“. Bei dieser Übung lernen
Klienten genau ihre Verletzungen zu differenzieren.
Beratungsübung: Skulpturarbeit „Wie stehen wir zueinander?“: Bei dieser Übung
stellen die Klienten sich und ihren Partner in einer Skulptur im Raum dar, so als wären
beide ein Bildhauerkunstwerk. Danach bekommen die Figuren einen Namen und es wird
erörtert, wie die einzelnen sich fühlen, worin die Spannungen in dem Bild bestehen und in
welche Richtung Veränderungen passieren müssten, damit es beiden besser geht.
3. Techniken der Entscheidungsfindung
Vielen Klienten in der Ambivalenzphase fällt es sehr schwer, eine eindeutige Entscheidung
zu treffen. Dabei können folgende Übungen hilfreich sein, damit ein klares und eindeutiges
Gefühl darüber entsteht, wie die Entscheidung aussehen soll.
Beratungsübung: Lebensflussarbeit: Die gemeinsame Paargeschichte wird mit zwei
Bändern auf den Boden gelegt. Wichtige gemeinsame Stationen werden markiert und
benannt. Danach werden zwei verschiedene Szenarien entworfen: Wie würde der
Lebensweg verlaufen, wenn man sich trennt und wie würde der Weg gemeinsam
weitergehen? Nun gehen die Partner diesen Lebensweg möglichst mit geschlossenen
Augen ab, wobei der Berater die Lebensgeschichte möglichst markant erzählt. An der
Weggabelung, können nun zwei Wege nacheinander ausprobiert werden. Danach werden
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die Klienten nach ihren jeweiligen Gefühlen gefragt und es entsteht häufig ein klareres
Gefühl darüber, welchen die Klienten gehen wollen.
II. Trennungsberatung in der Nachentscheidungsphase
Einzelberatungsbedarf
nach
einer
Trennung
haben
insbesondere
die
„Trennungspassiven“ (Verlassenen), die ohne dass sie die Trennung forciert haben, eine
Trennung erlebt haben. In diesen Beratungen tauchen häufig folgende Aspekte der
Trennungsverarbeitung auf, die beraterisch begleitet werden:
1. Verleugnungen achtsam begleiten, indem die Klienten vorsichtig mit der Realität,
dass sich ihr Partner von ihnen getrennt hat, konfrontiert werden, denn viele wollen
diese Tatsache eine längere Zeit nicht wahrhaben.
2. Aufbrechende Emotionen begleiten: Starke und schwankende Gefühle bewegen
Menschen in Trennungen. Dazu gehören Gefühle von Wut, Schuldgefühle,
Verlassenheitsgefühle oder Existenzsorgen. In der Beratung ist es wichtig, alle
Gefühle zu entdecken und einen guten Umgang damit zu entwickeln.
Beratungsübung: Erstellen eines Erste-Hilfe-Koffers: In einer Kiste werden
symbolisch Dinge gelagert, die einem helfen, ein starkes Gefühl des VerlassenSeins zu überwinden, z.B. eine Kinokarte, eine Telefonnummer eines lieben
Menschen, 20,oo € zur Anschaffung von etwas Schönem für die Wohnung.
3. Depressive Entwicklungen beachten: Einige Klienten entwickeln depressive
Phasen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Das Ausmaß dieser
Entwicklungen sollte in der Beratung im Blick behalten werden, um möglicherweise
weitergehende Hilfen einzuleiten.
4. Trauerarbeit fördern ist eine Kernaufgabe der Trennungsberatung. Nach der
Anerkenntnis der Unausweichlichkeit der Trennung, den ersten starken Gefühlen
häufig von Ärger und Wut, tauchen die dahinter liegenden Trauergefühle auf, die in
der Beratung zugelassen werden sollten, damit ein Weg zu einem Neuanfang
gelingen kann.
Beratungsübung: Abschiedsbrief schreiben: Am Ende eines gelungenen
Trauerprozesses, kann es hilfreich sein, seinem Partner einen Abschiedsbrief zu
schreiben, in dem man die schönen Dinge, die man erlebt hat würdigt, seinen
eigenen Anteil am Scheitern der Beziehung übernimmt und sich gleichzeitig
verabschiedet. Das Schreiben eines solchen Abschiedsbriefes ohne Anklagen,
Jammern und Grollen ist ein gutes Anzeichen für einen guten Abschluss eines
Trauerprozesses.
5. Ressourcen aktivieren: Ein Beratungsfokus besteht darin, Klienten anzuregen, ihre
bestehenden Potenziale an sozialen Kontakten, an persönlichen Interessen oder an
beruflichen Perspektiven nicht aus dem Blick zu verlieren, sondern diese Potenziale
zu nutzen oder manchmal neu zu entdecken.
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6. Selbstwert stärken: Häufig fühlen sich Menschen, die verlassen wurden in ihrem
Selbstwert sehr verletzt. Dazu kann es hilfreich sein, wenn die Berater die Klienten
auffordern, ihre eigenen Stärken zu entdecken, sich an positive Erfahrungen oder
Rückmeldungen zu erinnern oder sich aktuell ein positives Feedback einzuholen.
Beratungsübung: Schatzkiste: Anlegen einer kleinen Schatzkiste, in der auf
kleinen Zetteln positive Eigenschaften, Erfolge und positive Rückmeldungen von
anderen Menschen aufgeschrieben werden.
Paarberatungen in der Nachentscheidungsphase dienen dazu, dass sich die beiden gut
voneinander verabschieden können. Abschiedsrituale werden manchmal in Beratungen
durchgeführt, bei denen die beiden Partner ihre gemeinsame Zeit noch einmal würdigen
und wertschätzend all das sagen, was sie noch loswerden müssen ohne dabei erneut in
eine gegenseitige Vorhaltungsspirale zu geraten. Hilfreich kann es sein, zu verabreden,
wie zukünftig der Kontakt aussehen soll.
In Paarberatungen in der Nachentscheidungsphase wird außerdem häufig darüber
gesprochen, wie mit den Kindern über die Trennung gesprochen werden soll und wie der
Umgang und die Ausgestaltung des Umgangs- und Sorgerechts aussehen soll.
Literatur:
Hötker-Ponath, Gisela (2009) – „Trennung und Scheidung – Prozessbegleitende
Interventionen in Beratung und Therapie“; Klett-Cotta; Stuttgart
Koschorke, Martin (2003) „Trennung oder Neubeginn – Konzepte und Methoden der
Paarberatung beim Thema Trennung“; Fokus Beratung; S. 85-98
Weber, Roland (2010) „Gehen oder Bleiben – Entscheidungshilfe für Paare“; Klett-Cotta;
Stuttgart
13
4. Statistische Auswertung
4.1. Ehe-, Familien- und Lebensberatung
4.1.1 Darstellung der Konzeption
Das Angebot der Ehe-, Familien- und Lebensberatung richtet sich an Familien, Paare und
Einzelpersonen mit Beziehungsschwierigkeiten und psychischen Problemen.
Das Hilfsangebot lässt sich in 5 Bereiche aufgliedern:
1. Ehe- und Partnerschaftsberatung z.B. bei:

ständigem Streiten, Gewalt, Trennungsabsichten
2. Trennungs- und Scheidungsberatung z.B. bei:

der Begleitung einzelner Partner im Trennungsprozess
3. Sexualberatung z.B. wenn:

Paare oder Einzelne sexuelle Schwierigkeiten erleben
4. Krisenberatung z.B. bei der Verarbeitung von:

Verlusterlebnissen, Trennungen
5. Allgemeine Lebensberatung z.B. für Menschen mit

psychischen Problemen, Depressionen, Ängsten
14
4.1.2 Statistischer Teil
Wohnorte der Ratsuchenden
100
80
60
Landkreis GF
Umfeld
40
20
0
in %
Anzahl der Ratsuchenden
aus 2012
2013 neu
Frauen einzeln
6
55
Summe
Personen
61
Männer einzeln
3
9
12
Paare
12
55
Familien/Systeme
0
4 Fam.
Insgesamt
(67)134
(4) 12
219
15
Alter der Ratsuchenden
Anzahl
50
45
40
35
30
25
20
15
10
5
0
44
38
34
28
Frauen
Männer
21
17
14
10
7
2 3
0 0
unter 16
5
0 0
16-20
21-30
31-40
41-50
51-60
über 60
nicht
erfasst
Problematik/Beratungsanlässe
Anzahl der Fälle
Soziales
3
Individuelle Probleme
16
16
5
individuelle
Probleme
5
Sucht
Mobbing
Interpersonelle Probleme
9
psychosmatische
Beschwerden
chronische
Krankheiten
2
Angst
3
12
Depressionen
0
Körperliche Gewalt
26
Schwangerschaft
Erziehungsfragen
Generationskonflikte
Trennung
Sexualität
Partnerschaft
120
100
100
80
58
60
40
22
14
13
20
0
Inanspruchnahme
Kontakte mit
Personen
Beratung persönlich
Paarberatungen
Familien/Systemberatungen
218
(208)
416
(10)
30
Summe
664
Häufigkeit der Kontakte
Beratungseinheiten
45
40
35
30
25
20
15
10
5
0
40
22
19
17
5
1
2
3-5
6-10
über 10
Häufigkeit der Kontakte
103 im Jahre 2013 abgeschlossene Fälle sind in dieser Statistik ausgewertet.
17
4.2. Beratung gegen sexuelle Gewalt
4.2.1 Darstellung der Konzeption
Das Angebot Beratung gegen sexuelle Gewalt wendet sich an einzelne Frauen und
Männer
oder
Paare,
die
sich
entweder
als
Betroffene,
Angehörige
oder
Informationssuchende an uns wenden. Durch folgende Arbeitsweisen und Schwerpunkte
wird das Beratungsangebot bisher ausgefüllt:

Kurz- oder langfristige Einzel- oder Paarberatung mit dem Ziel der
Verarbeitung der Missbrauchserlebnisse oder anderer Partner- oder
Lebensprobleme, die sich aus dem Erlebten ergeben

Körperorientierte Gruppenarbeit für Frauen

Fachlichen Austausch mit professionellen Helfern, zur Unterstützung und
Anregung in der eigenen Arbeit mit Betroffenen

Vermittlung in ambulante oder stationäre Behandlungsmöglichkeiten

Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit in Form von Pressegesprächen,
Ankündigungen unseres Angebotes in verschiedenen Medien, Verteilung
von Informationsmaterial, Organisation von Informationsveranstaltungen,
usw.

Soziale
Netzwerkarbeit
im
Landkreis
(z.B.
Kontakte
und
Kooperation mit Beratungsstellen, Ämtern, Psychotherapeuten, u.a.)
4.2.2 Statistischer Teil
Beratungsanlass und Geschlecht
Frauen
Männer
Paare/
Familien
Summe
Eigene
Betroffenheit
19
1
3
23
Angehörige
0
0
3
3
19
1
6
26
18
enge
14
12
10
8
6
4
2
0
Summe
Paarberatungen
Gruppenteilnahme
Beratung persönlich
(8)
Inanspruchnahme
Kontakte mit
Personen
63
16
82
161
19
1
2
0
1
Kriminalität
1
Soziales
11
individuelle
Probleme
2
Psychosen
2
Sucht
1
psychosmatische
Beschwerden
chronische
Krankheiten
3
Angst
6
Depressionen
Mobbing
3
Körperliche Gewalt
0
Schwangerschaft
6
Erziehungsfragen
Generationskonflikte
Trennung
Sexualität
Partnerschaft
Problematik/ Beratungsanlässe
(zusätzlich zur Verarbeitung der Missbrauchserlebnisse)
12
5
0
4.3. Krebsberatung
4.3.1 Darstellung der Konzeption
Die Beeinträchtigungen können seelisch, körperlich, finanziell oder beruflich sein. Wir
bieten deshalb:
Einzelberatung
Entlastende Gespräche bei der Krankheitsbewältigung z.B. bei Angst vor
Neuerkrankung, Isolation, Schmerzen oder Tod.
Paar-, Angehörigen- u. Familienberatung
Wenn durch die Erkrankung Probleme in der Partnerschaft und Familie
auftreten.
Sozialberatung
Beratung über finanzielle Hilfen z.B. bei Schwerbehinderung, Kuren,
Versorgungsartikel, Prothesen.
Information
Kostenloses Informationsmaterial, Patientenbücherei, Organisation
von
Fachvorträgen.
Gruppenarbeit
Regelmäßige Begleitung von 2 Frauengesprächsgruppen zum gegenseitigen
Austausch, Selbsthilfe, Ausflüge.
20
4.3.2 Statistischer Teil
Beratungsanlass und Geschlecht
Eigene
Betroffenheit
durch Krebs
Angehörige
Frauen
42
Männer
4
Summe
46
5
3
8
47
7
54
Lokalisierung der Erkrankung
(Mehrfachnennungen möglich)
Summe
Brust
28
weibl. Genitale
3
männl. Genitale
1
Verdauungstrakt
9
Blut, Lymphsystem
2
Lunge
2
andere
5
21
Inanspruchnahme des Beratungsangebots
Kontakte mit
Personen
Beratung persönlich
64
Beratung telefonisch
38
Paar-,
Familienberatungen
Gruppenteilnahme
(26 Frauen)
Summe
(9)
18
474
594
22
4.4. Schwangerschaftsberatung/Beratung nach
der Geburt
4.4.1 Darstellung der Konzeption
Ausführliche Darstellung: Angebotstafel der Schwangerschaftsberatung in diesem
Jahresbericht im Anhang.
4.4.2 Statistischer Teil
Personenzahlen
Schwangere (Konfliktberatung)
145
Angehörige dazu
55
Personen, die §2- Beratung nachfragten
404
Angehörige dazu
185
Personen mit Fragen zu Schwangerschaft,
Geburt, Sexualität usw.
1305
Insgesamt
2094
Alter der Ratsuchenden
Anzahl
184
71
23
0
A
ng
ab
en
24
12
äl
te
r
40
35
-3
9
27
ke
in
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48
27
-3
4
22
-2
6
18
-2
1
14
-1
7
un
t
er
1
4
00
711
2733 24
70
65
un
d
200
180
160
140
120
100
80
60
40
20
0
§219 StGB
§2 SchKG
Inanspruchnahme des Beratungsangebots
§ 219
§2
Prävention
145
404
-
Summe
der
Personen
549
55
185
-
240
-
-
1305
1305
Persönliche
Beratungen/
Schwangere
Angehörige
Gruppenangebote
(135 Gruppen)
2094
Anträge auf finanzielle Hilfen
152
Ratsuchende Schwangere
151
stellten Antrag
140
Anträge bisher genehmigt
5
Anträge abgelehnt
Bewilligte finanzielle Hilfen insgesamt: EURO 80.880,Ø EURO 535,63 pro Bewilligung
24
4.5. Säuglings- und Kleinkindberatung
Beratungsfälle
Art der Fälle
Anzahl
der Fälle
Säugling- und Kleinkindberatung
74
Eltern- und Schwangerenkurse/
Mutter-Kind-Gruppe
Gruppe Unerfüllter Kinderwunsch
Kaiserschnittgesprächsgruppe
Zwillingselterngruppe
Schwierige Schwangerschaftsverläufe
45
Aufsuchende Beratung im
Krankenhaus/in Krippen
58
25
202
Beratungsanlässe für Säuglings- und Kleinkindberatung mit
Psychologischer Schwangerschaftsberatung
Säuglings- und
Kleinkindberatung
Seelische Probleme
während der Schwangerschaft
25
unerfüllt. Kinderwunsch
Kaiserschnitt
Postpartale Depression
Soziales
Depression
Ängste
Trennung
Partnerschaftsprobleme
Probleme im familiären
Umfeld
Schwierigkeiten beim
Schwangerschaftsverlauf
Gewalterfahrung
Fragen zur Entwicklung
Bindungsstörungen
Exessives Schreien
Einschlaf/Durchschlafprobleme
Fütter-/Stillprobleme
Soziale Ängste bei
Kleinkindern
Exzessives Trotzen
45
39
35
40
32
35
28
30
21
25 19
15
20
14
14
14
12
10
15
9
8
5 4 6
10
2
5
0
Seelische Probleme
nach der Geburt
Angebotstafel der
Schwangerschaftsberatung
 Sozialberatung für Schwangere
Schwangerschaftsberatung/ Beratung
nach der Geburt

Seelische Probleme während der
Schwangerschaft
 Beratung bei pränataldiagnostischen
Untersuchungen
 Seelische Probleme nach der Geburt
Information und Beratung bei familienfördernden Leistungen
Antragstellung „Mutter und Kind“ und „Familie in Not“
z. B. bei schwierigen Schwangerschaftsverläufen, bei Fehl- oder Totgeburten
Bei Unsicherheiten, ob Untersuchungen durchgeführt werden sollen oder beim
Umgang mit Ergebnissen der Untersuchungen
z.B. beim Umgang mit schwierigen Geburtserlebnissen
 Beratung bei ungewollter Kinderlosigkeit
 Gruppenangebote für junge Mütter
z. B. zum Umgang mit dem Kinderwunsch
Zum gegenseitigen Austausch

Einzel- oder Paarberatung
Zur Entscheidungsfindung beim Schwangerschaftskonflikt

Einzel- oder Paarberatung
Zum positiven Erleben von Sexualität




Eltern-Säuglingsberatung
Eltern-Kleinkindberatung (bis 3 Jahren)
Elternkurse
Gruppenangebote
Bei Regulationsschwierigkeiten des Babys
Bei frühkindlichen Entwicklungsproblemen von Kleinkindern
Für werdende Eltern, für Eltern/Elternteile mit Kleinkindern
Kaiserschnittgesprächskreis, Wellnessabende, Spielangebote für Väter mit
Kindern, Offener Treff, Kommunikationskurs
Sexualpädagogische
Arbeit




In Kindertagesstätten
In Grundschulen
Für Jugendgruppen und Erwachsene
Fortbildungsworkshops in der Altenhilfe
Zur Entwicklung eines positiven Körpergefühls
Zum selbstbewussten Umgang mit dem Thema Sexualität
Zu verschiedenen Themen rund um Sexualität
Zum Umgang mit Sexualität im Alter
Öffentlichkeitsarbeit
und Netzwerkarbeit

Informationsnachmittage für Eltern und die,
die es werden wollen
Pressearbeit
Aktives Kooperationsmanagement
Vorträge zu fachspezifischen Fragestellungen
Schwangerschaftskonfliktberatung
Sexualberatung
Säuglings- und
Kleinkindberatung


In Arbeitskreisen
AWO-Beratungszentrum Gifhorn
Oldaustr. 32 - 38518 Gifhorn - Telefon 05371/ 724741 - Telefax 05371/ 724755 - [email protected] - www.awo-bs.de
Informationsnachmittage 2013
Für Eltern und die, die es werden wollen,
Großeltern und andere Interessierte
AWO Beratungszentrum Gifhorn
14.03.2013
15.00 – 17.00 Uhr
Doula- der neue Weg der Geburtsbegleitung
Filmvorführung, Kurzvortrag und Diskussion
Barbara Mavridou, Doula
16.05.2013
15.00 – 16.30 Uhr
Impfen in den ersten Lebensjahren
Was spricht dafür? Was kann bedenklich
stimmen?
Kurzvortrag und Diskussion
Uta Mittelstädt, Heilpraktikerin
13.06.2013
15.00 – 16.30 Uhr
Geschwistereifersucht
Einführung in das Thema und Diskussion
Petra Blandow, Beraterin
19.09.2013
15.00 – 16.30 Uhr
Wege aus der Brüllfalle, was kann
verzweifelten Eltern helfen?
Filmvorführung und Diskussion
Petra Blandow, Beraterin
14.11.2013
15.00 – 16.30 Uhr
Gesunde körperliche Entwicklung für
Kleinkinder
Behandlungsmöglichkeiten in der Osteopathie
Matthias Tersch, Osteopath
Freier Eintritt
Familie & Erziehung
Beratungszentrum
Gifhorn
Oldaustraße 32 • 38518 Gifhorn
Tel.: 0 53 71 / 7 24 73 • www.awo-bs.de
[email protected]
Dienstag, d. 21.05.13
Mittwoch, d. 22.05.13
Donnerstag, d. 23.05.13
Freitag, d. 24.05.13
Tages-Seminar
Gesprächsrunde
Filmvorführung
Gesprächsrunde
„Unterstützung ohne
Störung“
„Das hat mir gut getan“
„Hausgeburt“
„Das war schwer“
„Tag der offenen Tür“
Im Austausch mit einem Team des
Gifhorner Klinikums berichten Mütter
von ihren positiven Geburts- und
Wochenbett- Erfahrungen und ihren
Erlebnissen mit der Kinder-Station.
Im Anschluss an den Film stellen
Hausgeburtshebammen sich und ihre
Arbeit vor - mit Gelegenheit für
Fragen und Diskussion.
In einem geschützten Rahmen
können Mütter ihre schwierigen und
unglücklichen Erfahrungen unter der
Geburt, im Wochenbett und mit der
Kinderstation mitteilen.
In einer achtsamen Runde mit einem
Team des Gifhorner Klinikums
können Verletzungen ausgesprochen
und möglicherweise Heilungsimpulse
gegeben werden.
Seit seiner Gründung im August 2010
hat sich das „Haus der ersten
Schritte“ in der Bergstr. 15 zu einer
festen Adresse als Begegnungsstätte
für junge Familien entwickelt.
An diesem „Tag der offenen Tür“
haben Sie Gelegenheit, die
Räumlichkeiten zu besichtigen. Bei
Kaffee und Kuchen können Sie das
Team des Hauses der ersten Schritte
kennen lernen und Näheres über die
jeweiligen Angebote erfahren. Der
Bürgermeister, Herr Nehrlich, wird
anwesend sein und ein offenes Ohr
für Ihre Familienbelange haben. Eine
Tombola mit kleinen Überraschungen
wartet auf Sie.
Unter den Besuchern wird ein Laufrad
der Firma Brendler verlost.
Durch vielfältige Untersuchungen
und Screenings wird heute mehr
denn je während der sensiblen
Zeit der Schwangerschaft und
Geburt eingegriffen.
Das kann die werdende Mutter
sehr verunsichern und den
Kontakt zu ihrem Baby stören.
Für das Baby hinterlässt jedes
Eingreifen Spuren, wie T.
Dowling an diesem Tag
verdeutlichen wird.
Gemeinsam mit ihm gehen wir
der Frage nach, wie wir
Schwangere und Babys vor,
unter und nach der Geburt
unterstützen können, ohne zu
stören.
Auch der sensible Umgang mit
bereits erfolgten Eingriffen/
Übergriffen oder Verletzungen an
Mutter, Vater oder Kind wird
Thema sein.
Für Interessierte und Fachkreise
zur Weiterbildung
Max. 10 TeilnehmerInnen
Kosten: 60,- €
Leitung: Terence Dowling,
Pränatalpsychologe
Von 10:00 – 17:00 Uhr
Am Samstag berichten Mütter von
ihren Hausgeburts-Erfahrungen.
Von 10:00 – 13:00 Uhr
Von 10:00 – 13:00 Uhr
Filmvorführung
Von 10:00 – 13:00 Uhr
„Doula!“
Vortrag und Diskussionsrunde
„Hilfe zur Selbsthilfe bei
Schwangerschaftsbeschwerden“
Die Schwangerschaft ist ein
natürlicher Prozess mit
gelegentlichen Befindlichkeits- oder
Belastungsstörungen.
Frau Monne und Frau Mitschke –
Hebammen im Gifhorner Klinikum –
stellen Yoga, Akkupunktur und
weitere Hilfsmöglichkeiten vor. Im
Anschluss ist Zeit für Fragen und
Diskussion.
Von 15:00 – 17:00 Uhr
Im Anschluss an den Film stellt
Barbara Mavridou, Doula/ Geburtsbegleiterin, sich und ihre Arbeit vor mit Gelegenheit für Fragen und
Diskussion
Am Samstag berichten Frauen von
ihren Erfahrungen mit einer Doula.
Von 15:00 – 17:00 Uhr
Lesung
Frau Behrmann stellt ihr jüngstes
Buch „Die Geburt meines ersten
Kindes“ vor - mit anschließender
Gelegenheit für Fragen und
Diskussion.
Von 20:00 – 21:30 Uhr in der
Buchhandling Nolte, Steinweg 17,
Gruppen stellen sich vor
Zwillingsmütter berichten von ihren
Erfahrungen in der Schwangerschaft,
unter der Geburt und ihrem Alltag und
stellen die Zwillingsgruppe vor.
Eine Trage- u. Stillberaterin,
selbst Zwillingsmutter, gibt Tipps
und Unterstützung zum Stillen
und Tragen von Zwillingen.
Von 15:00 – 16:30 Uhr
Samstag, d. 25.05.13
Von 10:00 – 13:00 Uhr
Gesprächsrunden
Mütter berichten von ihren
Hausgeburtserfahrungen
Mütter berichten von ihren
Kaiserschnitt- Erfahrungen und den
Heilungsimpulsen, die sie u.a. in der
Kaiserschnittgruppe gemacht
haben.
Von 10:00 – 11.00 Uhr
Von 16:30 – 17:30 Uhr
Von 11:30 – 12:30 Uhr
Mütter berichten von ihren
Erfahrungen mit einer Doula
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