Planen der Implementierung von Microsoft Exchange Server Whitepaper (Ersetzt das Whitepaper Microsoft Exchange Server Planning and Design Optimization Guide im TechNet.) Zusammenfassung Dieses Dokument soll Kunden bei der Bewertung der Implementierung von Microsoft Exchange Server helfen. Es definiert ein aus zwölf Schritten bestehendes Verfahren, das Kunden vor der Implementierung berücksichtigen sollten. Ausgehend von den Benutzeranforderungen in Bezug auf eine Realisierung hilft dieses Dokument bei der Planung, Optimierung und Weiterführung des Entwurfs. Die Leser sollten beachten, dass die Absicht dieses Dokuments darin liegt, die wesentlichen Überlegungen hervorzuheben, und es keinen Ersatz für die Microsoft Exchange Server-Dokumentation darstellt. Einführung Die Aussagen der Kunden sind eindeutig: sie wollen ein leistungsfähiges, aber verwaltbares firmenweites Messagingsystem, um jegliche Art der Kommunikation zu verbessern. Die Implementierung eines solchen Systems erfordert Planung. Dieses Dokument beschreibt die wesentlichen Faktoren im Planungsprozess, um Microsoft® Exchange Server einwandfrei implementieren zu können. Bei Planung und Entwurfsoptimierung handelt es sich um einem sich wiederholenden Prozess. Es gibt keinen optimalen Entwurf, der für jede Firma zutrifft. Die Implementierung von Microsoft Exchange Server erfordert mit zunehmendem Wachstum der Firma und zunehmender Verwendung von Microsoft Exchange Server eine kontinuierliche Optimierung. Für dieses Dokument wurde der Planungs- und Entwurfsoptimierungsprozess in zwölf Schritte unterteilt. Nicht jede Firma muss unbedingt alle zwölf Schritte durchlaufen. Bei kleineren Unternehmen mit nur einigen Servern kann der Planungsprozess recht einfach sein, während der Planungsprozess bei größeren, globalen Firmen sehr komplex sein kann. Eine Reihe von Planungsaspekten gelten für kleine und große Firmen. Microsoft geht daher davon aus, dass das Lesen und Anwenden der in diesem Dokument enthaltenen Informationen allen Firmen Vorteile bietet. Die zwölf Schritte sind: Schritt 1: Abschätzen der Benutzeranforderungen Welche Arten von Anwendungen und Diensten benötigen die Benutzer? Schritt 2: Identifizieren des geografischen Profils Ihrer Firma Befindet sich Ihre Firma in einer Stadt, in einem Land, oder ist es ein globales Unternehmen? Schritt 3: Auswählen der Namen Welches Namensschema wird für die Organisation, Standorte, Server, Postfächer, Verteilerlisten, Öffentliche Ordner und benutzerdefinierte Empfänger verwendet? Schritt 4: Bewerten des zugrundeliegenden Netzwerks Welcher Netzwerktyp steht zur Verfügung und welche Bandbreite? Welche Protokolle, Übertragungsmedien und Betriebssysteme werden verwendet? Schritt 5: Auswählen einer Windows NT-Domänentopologie Wie sieht die geeignete Domänentopologie des Betriebssystems Microsoft Windows NT® für Ihre Organisation aus? Schritt 6: Bestimmen der Anzahl der Standorte sowie der Standortgrenzen Welche Anzahl von Standorten und welche Größe der einzelnen Standorte eignen sich in der Organisation basierend auf Faktoren, wie z. B. Netzwerkbandbreite, Netzwerklast, Kosten, Leistung und Windows NT-Domänenmodell? Schritt 7: Verbinden der Standorte Mit welchem Verbindungstyp werden Standorte verbunden? Wie werden die Standorte verbunden? Schritt 8: Planen der Standorte Wie viele Server sollen in den einzelnen Standorten vorhanden sein? Schritt 9: Planen der Server Wie sehen die Hardwareanforderung der einzelnen Server aus? Schritt 10: Planen der Verbindungen zu anderen Systemen Welche Verbindungstypen benötigen die Benutzer zu anderen Systemen? Schritt 11: Überprüfen und Optimieren des Entwurfs Wie wird der Entwurf überprüft und optimiert? Schritt 12: Realisieren des Plans Welche Schritte sind erforderlich, um den Plan zu implementieren? Teil I: Entwerfen der Microsoft Exchange Server-Topologie Im ersten Teil dieses Whitepapers wird der aus 12 Schritten bestehende Prozess ausführlich erläutert. Der zweite Teil untersucht die Schritte 8 und 9 detaillierter. Begriffe und Definitionen Microsoft Exchange Server:Umfasst den Microsoft Exchange Server-Verzeichnisdienst, Informationsspeicher und -MTA (Message Transfer Agent). Microsoft Exchange Server wird auf einem Computer unter Windows NT Server, Version 3.51 oder höher, ausgeführt. Microsoft Exchange Server-Standort:Eine Gruppe mit mindestens einem Microsoft Exchange-Server. Alle Server in einem Standort müssen synchrone RPC-Verbindungen (RPC = Remote Procedure Call) herstellen können. Der Microsoft Exchange Server-Standort kann der bereits vorhandenen Windows NT-Domänentopologie zugeordnet werden. Er kann auch mehrere vertrauenswürdige, bereits vorhandene Windows NT-Domänen umspannen. Microsoft Exchange Server-Organisation:Die Summe der Microsoft Exchange ServerStandorte. Im Kontext von Microsoft Exchange Server besteht eine Microsoft Exchange ServerOrganisation aus Microsoft Exchange Server-Computern, die in Standorten gruppiert sind. Der Entwurf einer Microsoft Exchange Server-Topologie bezeichnet den Prozess, Pläne für die Anzahl der Standorte, Standortgrenzen, Anzahl der Server pro Standort und die dazwischenliegenden Verbindungen auszuarbeiten und zu zeichnen. Das Entwerfen einer Microsoft Exchange Server-Organisation – mit einer logischen Anzahl von Standorten mit jeweils geeigneter Größe und geeigneten Verbindungen – erfordert eine ausführliche Analyse und grundlegende Kenntnisse verschiedener Faktoren. Dazu zählen die verfügbare Netzwerkbandbreite, die Art der physischen Verbindungen, die Last zwischen den einzelnen Netzwerken, die Arten des Netzwerktransports und der Protokolle, die verwendeten Betriebssysteme und Kosten. Der erste Teil dieses Whitepapers bietet ein Modell für den Planungs- und Entwurfoptimierungsprozess. Sie können es als Leitfaden für den Entwurf Ihrer eigenen Microsoft Exchange Server-Topologie verwenden. Schritt 1: Abschätzen der Benutzeranforderungen Der erste Schritt der Implementierung von Microsoft Exchange Server besteht darin, die Arten der von den Benutzer benötigten Anwendungen und Dienste festzustellen, wie z. B. EMail, Kalenderfunktionen, öffentliche Ordner und Verbindungen zum Internet. Nach dem Feststellen der Benutzeranforderungen können Sie sie den in Microsoft Exchange Server verfügbaren Features zuordnen. Anhand dieser Daten können Sie dann bestimmen, wie Benutzer, Software und Hardware kategorisiert werden sollen sowie erforderliche Schulungen, Umfang des erforderlichen Festplattenspeichers der Server, Art der zu implementierenden öffentlichen Ordner, die generierte Gesamtlast (basierend auf dem Nachrichtenvolumen) usw.. Wenn Sie beispielsweise erwarten, dass die Benutzer häufig öffentliche Ordner verwenden, können Sie bestimmte Microsoft Exchange Server dediziert als Server für öffentliche Ordner/Bulletin Boards einsetzen. Dies erleichtert die Verwaltung und Sicherung der Ressourcen öffentlicher Ordner, wobei gleichzeitig den nur auf die E-Mail-Funktionen von Microsoft Exchange Server zugreifenden Benutzern ebenfalls höhere Leistung zur Verfügung steht. Schritt 2: Identifizieren des geografischen Profils Ihrer Firma Das geografische Profil umfasst alle Standorte, an denen Ihre Firme über Einrichtungen verfügt. Es kann sich über eine kleine Region oder einen weiten geografischen Bereich erstrecken. Anhand einer Karte oder einer Zeichnung können Sie das geografische Profil Ihrer Firma feststellen. Damit erhalten Sie eine nützliche visuelle Hilfe, um die physischen Standorte festzustellen, die Benutzertypen an den jeweiligen Standorten und die verfügbaren Netzwerkverbindungen. Schritt 3: Definieren der Namenskonventionen Jedes Objekt im Verzeichnis wird eindeutig durch einen Namen (den Distinguished Name, DN) gekennzeichnet. Beim Installieren und Konfigurieren von Microsoft Exchange Server müssen Sie die Standort- und Organisationsnamen angeben. Bei einer guten Namensstrategie können Sie leicht Standorte, Server, Gateways, Connectoren, Benutzer und alle anderen Objekte hinzufügen und identifizieren. Die Namenskonvention kann auf der Geografie, der Firmenstruktur, den Gebäudenummern usw. basieren. Das Namenschema des Microsoft Exchange Server-Verzeichnisses verfügt über drei Ebenen. Die ersten beiden (Organisation [O] und Organisationseinheit [OE]) entsprechen der Organisation und den Standortnamen und haben für die X.500-Namenshierarchie eine besondere Bedeutung. Sie sind ebenfalls den X.400-Adresselementen PRMD und Organisation (O) zugeordnet. Alle anderen Verzeichnisobjekte werden als allgemeine X.500Namen betrachtet (die dritte Ebene). X.500 X.400 Land Land Organisation PRMD Organisationseinheit Organisation Allgemeiner Name Allgemeiner Name Nachname, Vorname Microsoft Exchange Server Land Organisation Standortname Microsoft Exchange ServerEmpfängercontainer Microsoft Exchange Server-Empfänger Sie müssen die Namenskonventionen Ihrer Organisation unbedingt planen, bevor Sie das System installieren und konfigurieren. Aussagekräftige und logische Namen erleichtern Verwendung und Verwaltung des Systems. Außerdem wird eine erneute Überarbeitung aufgrund ungeplanter Namensänderungen minimiert Weitere Informationen zu Distinguished Names Alle Verzeichnisobjekte werden eindeutig anhand eines Distinguished Name identifiziert, der aus mehreren Komponenten besteht, die den vollständigen Namen, Organisationseinheit, Organisation und Land angeben. Die Verzeichnisobjekte sind in einer hierarchischen Struktur angeordnet, die als Directory Information Tree (DIT) bezeichnet wird. Die Distinguished Names (DNs) im DIT basieren auf Konventionen der X.500-Spezifikation. Beispiel Der Distinguished Name für das Postfach von David Madison (Davidmad) lautet: o=FAB/ou=NAmerica-W/cn=recipients/cn=davidmad wobei: o (organization) = Name der Organisation (FAB) ou (organizational unit) = Standortname (NAmerica-W) cn (common name) = Empfängercontainer (recipients) cn (common name) = Postfachname (Davidmad) Der DN kann abgekürzt werden, indem die Bezeichnungen der Namenskomponenten weggelassen werden: FAB/NAmerica-W/recipients/Davidmad Weitere Informationen zu X.400-Adressen Microsoft Exchange Server unterstützt die X.400-Adressierung, damit andere X.400Messagingsysteme direkt Nachrichten übertragen können. Die X.400-Adresse identifiziert einen Microsoft Exchange Server-Empfänger im globalen X.400-Adressraum. Wenn ein Benutzer eine Nachricht an einen Microsoft Exchange Server-Empfänger sendet, wählen die Benutzer normalerweise den Empfängernamen aus dem Adressbuch, wobei sie implizit den Verzeichnis-DN angeben. Alternativ kann der Absender die X.400-Adresse auch direkt eingeben. Eine gültige X.400-Adresse kann die folgenden hierarchisch angeordneten Attribute enthalten (die ersten drei sind erforderlich): Country (c) Administrative Management Domain oder ADMD (a) Private Management Domain oder PRMD (p) Organization (o) Organizational units (ou1, ou2, ou3 und ou4) Common name (cn) Generation qualifier (q) Initials (i) Surname (s) Given Name (g) Beispiel einer gültigen X.400-Adresse: X.400:g=Aaron;s=Con;o=NAmerica-W;p=FAB;a=mci;c=us (Weitere Informationen finden Sie auch im Abschnitt über fremde E-Mail-Adressen) Wählen Sie einen Organisationsnamen, der Ihr ganzes Unternehmen umfasst. Er muss eindeutig sein und kann nicht geändert werden. Seien Sie sich bei der Wahl des Organisationsnamen bewusst, dass es zum Erstellen aller fremder E-Mail-Adressen und der Distinguished Names alles Verzeichnisobjekte wie Postfächer, Öffentliche Ordner und Verteilerlisten verwendet wird. Organisationsnamen können bis zu 64 Zeichen beinhalten. Aus praktischen Gründen sollten Sie jedoch Namen verwenden, die weniger als zehn Zeichen umfassen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie Verbindungen zu Legacysystemen herstellen. Standorte können nach ihrem geografischen Ort (Länder, Regionen und Städte), nach ihrem physischen Standort (Gebäude) oder nach Funktion benannt werden. Das letzte Modell eignet sich besonders für Abrechnungszwecke in internen Abteilungen. Genauso wie der Organisationsname müssen Standortnamen eindeutig sein, können nicht geändert werden und werden zum Erstellen von fremden E-Mail-Adressen und Verzeichnisnamen verwendet. Standortnamen können bis zu 64 Zeichen beinhalten. Aus praktischen Gründen sollten Sie jedoch wie beim Organisationsnamen Standortnamen verwenden, die weniger als zehn Zeichen umfassen, insbesondere bei Verbindungen zu Legacysystemen. Das Installationsprogramm verwendet den Namen des Windows NT Server-Computer als Microsoft Exchange Server-Servername. Sie müssen die für die Microsoft Exchange ServerComputer gewünschten Namen unbedingt planen, ehe Microsoft Windows NT Server installiert wird. Servernamen müssen eindeutig sein und lassen sich ohne Neuinstallation von Microsoft Exchange Server nicht ändern. Sie können aus maximal 15 Zeichen bestehen. Die folgenden Zeichen sind nicht zulässig: Nicht zulässige Zeichen . ¤ Name Aufzählungszeichen Währungszeichen ¦ Unterbrochener senkrechter Strich [sect] [para] Abschnittszeichen Absatzzeichen Wenn Sie beabsichtigen, Anmeldeskripts auszuführen, verwenden Sie keine Leerzeichen in den Computernamen der Domänencontroller. Wählen Sie Postfachnamen, die basierend auf den Firmenstandards für Telefon- und Adressbücher einfach zu identifizieren sind. Sie sollten die Konventionen für Postfachnamen ebenfalls mit dem Namensschema für Windows NT-Benutzerkonten oder für frühere E-MailSysteme abstimmen. Beim Konfigurieren eines Postfachs müssen Sie Namen für verschiedene Felder angeben: Feld Richtlinie Vorname Der Vorname des Benutzers. Nachname Der Nachname des Benutzers. Alias Anzeige Ein Kurzname, der den Benutzer identifiziert. Dieser Name kann automatisch erstellt werden, wenn Vor- und Nachname eingegeben werden. Der Administrator kann im Menü Extras unter Optionen anpassen, wie der Verzeichnisname erstellt wird. Der Postfachname, wie er im Administrator-Fenster und im Adressbuch angezeigt werden soll. Sie Beschränkungen Bis zu 16 Zeichen. Kann geändert werden. Bis zu 40 Zeichen. Kann geändert werden. Bis zu 64 Zeichen. Kann geändert werden. Bis zu 256 Zeichen. Kann geändert werden. können beispielsweise Vorname Nachname (Daniel Schmidt), Nachname, Vorname Initiale. (Shelly, Daniel B.) oder Initiale Nachname (DShelly) verwenden. Egal wofür Sie sich entscheiden, seien Sie konsistent, damit alle Postfächer auf gleiche Weise angezeigt werden. Das Feld Anzeige muss eingegeben werden. Es kann automatisch erstellt werden, wenn Vor- und Nachname eingegeben werden. Der Name, den Microsoft Exchange Server verwendet, um ein Objekt im Verzeichnisdienst dauerhaft zu identifizieren und Nachrichten zu übermitteln. Dieser Name dient lediglich internen Zwecken und hat Verzeichnisname keinen Einfluss auf die Anzeige der Benutzer (Adressbuch) oder des Administrators (AdministratorFenster). Er wird automatisch aus dem Alias erstellt, wenn der Verzeichnisname nicht eingegeben wird. Bis zu 64 Zeichen. Muss eindeutig sein. Kann nicht geändert werden. Postfächer können verwendet werden, um Ressourcen wie Konferenzräume im Adressbuch anzuzeigen. Falls Sie beabsichtigen, sie auf diese Weise zu verwenden, sollten Sie für die Anzeige dieser Ressourcen konsistente Namen verwenden. Wenn Sie Postfächer beispielsweise für Konferenzräume verwenden, können Sie sie als Konferenzraum, Gebäude (Anzahl Plätze) wie in "Konferenzraum Düsseldorf, 2A (20)" anzeigen. Verwenden Sie die gleichen Konventionen für alle Ressourcen, egal wie Sie sich entscheiden. Für die Kommunikation mit fremden E-Mail-Systemen benötigen Microsoft ExchangeBenutzer (Empfänger) eine Adresse in einem Format, das von dem anderen Systemen verstanden werden kann. Gleicherweise müssen Benutzer in einem anderen System in Microsoft Exchange dargestellt werden. Bei einem benutzerdefinierten Empfänger handelt es sich um einen Benutzer, dessen Adresse sich in einem fremden E-Mail-System befindet. Eine fremde E-Mail-Adresse ist die Adresse, anhand der Microsoft Exchange-Empfänger (Postfächer, Verteilerlisten, Öffentliche Ordner und benutzerdefinierte Empfänger) in fremden E-Mail-Systemen erkannt werden. Anhand der Standortadresse erstellt Microsoft Exchange automatisch eine Microsoft Mail- (PC), X.400- und Internetadresse für jeden Empfänger. Sie können in der Registerkarte E-Mail-Adressen der einzelnen Empfängerobjekte fremde E-Mail-Adressen erstellen, ändern oder entfernen. Gateways verwenden das Feld Alias , um fremde E-Mail-Adressen zu erstellen. Unterschiedliche Gateways verfügen über unterschiedliche Beschränkungen für die erstellten Adressen. In einer X.400-Adresse (X.400 O/R-Namen) sind die folgenden Zeichen zulässig. Diese Zeichen werden gemäß der Empfehlung X.208 als druckbare Zeichen bezeichnet. Zeichen A, B, ¼, Z Bezeichnung Großbuchstaben a, b, ¼, z Kleinbuchstaben 0, 1, ¼, 9 Ziffern (Leerzeichen) Leerzeichen . Apostroph ( Linke Klammer ) Rechte Klammer + Pluszeichen , Komma Bindestrich . Punkt / Schrägstrich : Doppelpunkt = Gleichheitszeichen ? Fragezeichen Wenn Ihr Unternehmen mit dem Internet oder anderen SMTP-Systemen verbunden wird, berücksichtigen Sie alle Zeicheneinschränkungen, die für das SMTP-Adressschema gelten. Sie können beispielsweise Klein- und Großbuchstaben (a-z und A-Z) (Klein- und Großbuchstaben werden nicht unterschieden), Ziffern (0-9) und den Bindestrich (-) verwenden. Schritt 4: Auswerten des zugrundeliegenden Netzwerks Das zugrundeliegende Netzwerk bildet einer der wichtigsten Faktoren, die die Microsoft Exchange Server-Topologie und –Konfiguration beeinflussen. Daher müssen alle Gesichtspunkte unbedingt vollständig bekannt sein. Standortgrenzen, Standortverbindungen, Nachrichtenübermittlung, Verzeichnisreplikation und Systemverwaltung hängen u. a. von der Netzwerktopologie ab. Die Hauptelemente sind: Größe des Netzwerks Netzwerkbandbreite Netzwerktyp und Netzwerkverbindungen Muster für Netzwerklast Netzwerktransporte und Protokolle Eine Microsoft Exchange Server-Organisation kann Netzwerke unterschiedlicher Größen umfassen: ein einzelnes LAN, das wenige Computer für die gemeinsame Verwendung von Dateien und Druckern verbindet; ein gemischter Verbund von LANs, der Computer firmenweit verbindet; ein MAN (Metropolitan Area Network), das LAN-Segmente innerhalb eines Campus, eines Gewerbegebiets oder einer Stadt verbindet; oder ein WAN (Wide Area Network), das alle Computer einer globalen Firma verbindet. Entwurf und Konfiguration von Netzwerken unterschiedlicher Größen erfordern unterschiedliche Überlegungen. Beispiele: Bei einem großen Netzwerk müssen Sie möglicherweise mehrere Standorte einrichten; Sie müssen überlegen, wie Daten über WANVerbindungen übertragen werden, wie z. B. bei der Replikation von Verzeichnissen und öffentlichen Ordnern zwischen Standorten; Sie müssen die Organisation so konfigurieren, dass die Informationen und Messagingdienste (wie z. B. lokaler Zugriff auf öffentliche Ordner) auf LAN-Ebene zur Verfügung stehen, auf der die Benutzer Informationen erstellen und empfangen. Im Gegensatz dazu verfügt eine kleine Firma möglicherweise nur über einen Standort oder wenige Standorte, so dass Überlegungen hinsichtlich der Datenreplikation über eine WAN-Verbindung nicht erforderlich sind. Die Netzwerkbandbreite stellt die Datenübertragungskapazität einer Netzwerkverbindung dar. Innerhalb eines Standorts benötigen Server synchrone RPC-Verbindungen (RPC =Remote Procedure Call) mit höherer Bandbreite. Zwischen Standorten übertragen Microsoft Exchange-Server Nachrichten über speichervermittelte Verbindungen, die weniger Bandbreite erfordern. Beim Konfigurieren der Verknüpfungen zwischen Standorten ermöglicht die Kenntnis der verfügbaren Bandbreite die Auswahl der geeignetesten Standortverbindung (Standort- oder X.400-Connector), die Festlegung von Zeitplänen für die Replikation von Verzeichnissen und öffentlichen Ordnern sowie das Einrichten von Kosten. Weitere Informationen zu RPCs (Remote Procedure Calls) Innerhalb eines Standorts kommunizieren alle Microsoft Exchange Server-Dienste über Remote Procedure Calls (RPCs). RPCs können für die Kommunikation mit Remotesystemen Named Pipes, NetBIOS oder Windows® Sockets verwenden. Dies ermöglicht eine effiziente und vom Netzwerktyp unabhängige Kommunikation der Server untereinander. RPC unterstützt die folgenden Netzwerkprotokolle transparent: IPX/SPX über Microsoft NWLink NetBEUI TCP/IP Bei der netto verfügbaren Bandbreite handelt es sich um die effektive Bandbreite, die zur Verfügung steht, nachdem der Bandbreitenverbrauch anderer Anwendungen berücksichtigt wurde. Die netto verfügbare Bandbreite in einer Netzwerkverbindung zwischen zwei Servern – nicht die gesamt verfügte Bandbreite – bildet den entscheidenden Faktor für die Entscheidung, ob sich Server in demselben Standort befinden können. Sowohl Bandbreite als auch verfügbare Bandbreite sind wichtige Aspekte bei der Einsatzplanung von Microsoft Exchange Server in Ihrer Firma. Wenn Sie beispielsweise Anwendungen einsetzen, die zusammen mit Microsoft Exchange Server in demselben Netzwerk gleichzeitig arbeiten, müssen Sie den Bandbreitenverbrauch jeder einzelnen Anwendung kennen. Bei Microsoft Exchange Server müssen Sie auch die Bandbreite berücksichtigen, die eventuell benötigt wird, wenn Benutzer große Sprach-, Video- und Bilddateien an ihre Nachrichten anhängen (die Nachrichten selbst benötigen im Vergleich mit diesen Anlagen nur wenig Bandbreite). Netzwerkprotokolle, die hin- und hergesendete Bestätigungen oder Broadcasts erfordern, können ebenfalls zum Verbrauch von Bandbreite beitragen. Die Client/Server-Architektur von Microsoft Exchange Server bietet leistungsfähige Möglichkeiten, die Netzwerkbandbreite optimal einzusetzen, da die Daten in Microsoft Exchange Server verarbeitet und nur die Ergebnisse übertragen werden. Dies lässt sich mit dateibasierten Systemen vergleichen, die Datendateien über eine Verbindung hin- und herübertragen. Stellen Sie sicher, dass die Netzwerkverbindungen zwischen den Servern über genügend Bandbreite für die Übertragung der gemeinsamen Last für Nachrichtenverkehr, Lastspitzen sowie Replikation von Verzeichnissen und Öffentlichen Ordnern verfügen. Zusätzlich müssen Sie auch die Kosten für die Bereitstellung der betreffenden Bandbreite berücksichtigen. In der folgenden Tabelle sind die ungefähren Kosten für die Verbindung zum Internet über einige gebräuchliche Netzwerkverbindungen in den USA aufgeführt, um einige Anhaltspunkte und Beispiele für die Bandbreitenkosten zu geben. Die Kosten basieren auf Bandbreite und Verfügbarkeit. Sowohl PPP-Einwählleitungen (PPP = Point to Point Protocol) als auch PPP-Standleitungen verfügen beispielsweise über dieselbe Bandbreite (bis zu der Geschwindigkeit des verwendeten Modems). PPP-Standleitungen sind jedoch wesentlich teurer, da sie 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen. Die Werte in der folgenden Tabelle gelten lediglich für die USA. In anderen Ländern gelten möglicherweise andere Werte. Die Werte dienen lediglich zu Veranschaulichungszwecken. Netzwerkverbindun g Bandbreite Ungefähre Kosten PPP-Einwählleitung SLIP-Einwählleitung PPP/SLIPStandleitung 56 KB-Leitung PPP ISDN T1 T3 Modemgeschwindigkeit $20-30 (ca. 40-60 DM bzw. 20(2,4, 19,2 bis 38,4 Kbit/s) 30 €) pro Monat $20-30 (ca. 40-60 DM bzw. 20Modemgeschwindigkeit 30 € ) pro Monat $200-300 (ca. 400-600 DM bzw. Modemgeschwindigkeit 200-300 €) pro Monat $150-300 (ca. 300-600 DM bzw. 56 Kbit/s 150-300 €) pro Monat $70-100 (ca. 140-200 DM bzw. 128 Kbit/s 70-100 €) pro Monat zuzüglich Ausrüstung $1.500-2.000 (ca. 3000-4000 1,544 Mbits/s DM bzw. 1500-2000 €) pro Monat $65.000-80.000 (17.00044,184 Mbit/s 160.000 DM bzw 65.000-80.00 €) pro Monat Es gibt verschiedene Netzwerktypen und Möglichkeiten, diese zu verbinden. Dieser Abschnitt hilft Ihnen bei der Festlegung der Standortgrenzen. In den folgenden Tabellen sind die gebräuchlichsten Netzwerkverbindungen aufgeführt und in drei Kategorien gruppiert: geringe bis mittlere Bandbreite, mittlere bis hohe Bandbreite und sehr hohe Bandbreite. In der Regel sollten Standorte so aufgebaut sein, dass die dazugehörigen Server über Verbindungen mit mittlerer bis hoher und sehr hoher Bandbreite verbunden sind. Beachten Sie, dass einige Verbindungen einen Bandbreitenbereich und keine diskrete Bandbreite aufweisen. Frame Relay-Verbindungen gibt es beispielsweise im Bereich von 64 bis 512 Kbit/s. Bei einer Frame Relay-Verbindung mit 64 Kbit/s zwischen zwei Servern sollten Sie sie in verschiedenen Standorten anordnen. Falls sie mit 512 Kbit/s verbunden sind, sollten Sie sie im selben Standort anordnen. Netzwerkverbi Einsatzbere Bandbreite Beschreibung ndung ich DFÜ-Verbindung 2,4, 19,2 bis 38,4 Kbit/s X.25 (Standleitung) 19,2, 56 und 64 Kbit/s Kupferdraht, Sprachleitung. Mit Einzelbenutz Hochgeschwindigkeitsmodems er, sind Bandbreiten von bis zu Remoteverbi 38,4 Kbit/s möglich, sofern sie ndungen zu an beiden Enden dieselben LANs und Codier- und WANs Komprimierungsverfahren einsetzen. Permanente Verbindungen zwischen LAN-Segmenten. X.25 stellt einen internationalen Standard zum WANs Senden von Paketen über öffentliche Datennetzwerke dar. Der Zugang zu einem X.25-Netzwerk erfolgt über Standleitungen oder Einwählleitungen. Permanente Verbindungen zwischen LAN-Segmenten. Bei Frame Relay handelt es sich um ein Verfahren zum Senden von Paketen über private oder öffentliche Datennetzwerke. Es bietet eine höhere Leistung Frame Relay 64 bis 512 WANs als X.25, da ein Teil des (Standleitungen) Kbit/s Overheads in X.25 wegfällt. Sprint, CompuServe, Tymenet, Williams Telecommunications und andere Betreiber bieten Frame Relay-Dienste (in den USA) an. Bruchteil einer T-1-Leitung. Fractional T-1 ermöglicht WANs und einen T1-Dienst bei 64 Kbit/s redundante bei erschwinglichen Kosten. Fractional T-1 64 Kbit/s Verbindunge Kanäle können hinzugefügt n werden, um die Bandbreite bis zu einer vollen T-1-Leitung zu erweitern. Netzwerkverbin Einsatzbere Bandbreite Beschreibung dung ich Integrated Services Digital Network (ISDN) T-1 ArcNet Digitale HochgeschwindigkeitsEinwählleitungen, die auf dem ISDN-Standard basieren. PCBenutzer profitieren von diesen Leitungen am meisten. 128 bis 150 LANs und Sie ermöglichen Verbindungen Kbit/s WANs zu Datendiensten, Datenbanken und internationalen Netzwerken mit relativ hoher Geschwindigkeit. Eine digitale Leitung hoher Qualität, die über zwei verdrillte Kupferdrähte läuft. T1 wird häufig für den Aufbau WANprivater Sprach- und 1,544 Mbit/s Verbindunge Datennetzwerke verwendet. n mit hoher Die Bandbreite von 1,544 Auslastung Mbit/s kann in 24 64 Kbit/sKanäle unterteilt werden, die jeweils ein Sprach- oder Datensignal übertragen. 2,5 Mbit/s LANs ArcNet-Verbindungen verfügen über eine Stern- oder Bustopologie und verwenden ein Token-PassingZugriffsverfahren über Koaxkabel. Token-Ring-Verbindungen verfügen über eine Stern- oder Ringtopologie und verwenden 4 oder 16 Token-Ring LANs ein Token-PassingMbit/s Zugriffsverfahren über geschirmte oder ungeschirmte verdrillte Leitungspaare. Thin Ethernet-Verbindungen verfügen über eine lineare Bustopologie und verwenden ein CSMA/CDEinzelne Thin Ethernet 10 Mbit/s Zugriffsverfahren (Carrier LANs Sense Multiple Access with Collision Detection) über dünne oder verdrillte Leitungspaare. Mehrere Wie Thin Ethernet jedoch mit Thick Ethernet 10 Mbit/s LANs einem dickeren Kabel. Glasfaserkabel, die in der Regel dem FDDI-Standard (Fiber Distributed Data Interface) entsprechen. MANWerden als 10 bis 100 Verbindunge Glasfaser Backboneverbindungen in Mbit/s n mit hoher MANs verwendet. Große Auslastung Netzwerke mit vielen LANSegmenten und hoher Last profitieren von FDDIGlasfaserkabeln. Netzwerkverbin Einsatzbere Bandbreite Beschreibung dung ich Drahtlose WANs 128 Kbit/s (werden Satellitenverbind bis 1,544 häufig als ungen Mbit/s Sicherungsve rbindungen verwendet) Drahtlose Mikrowellenverbi 1,544 Mbit/s LANs ndungen T-3 44,184 Mbit/s Drahtlose Verbindungen, die weltweite Datenverbindungen ermöglichen. AT&T Tridom, Comsat General Corporation und GTE Spacenet Corporation bieten Satellitenverbindungen an. Drahtlose Verbindungen, die Frequenzen im Mikrowellenbereich verwenden. WANVergleichbar mit T1 jedoch mit Verbindunge höherer Bandbreite, kann in 28 n mit hoher T1-Kanäle aufgeteilt werden. Auslastung Faseroptische Hochgeschwindigkeitsverbindun gen gemäß den SONETSONET Standards. Bei SONET handelt 51,8 Mbit/s (Synchronous WANs es sich um ein grundlegendes bis 2,5 Gbit/s Optical Network) Transportnetzwerk (ähnlich wie Ethernet) mit einer maximalen Bandbreite, die 48 T3Leitungen entspricht. Datenübertragungstechnologie, die das gleichzeitige Senden von Informationpaketen von einer Vielzahl Quellen über eine Hochgeschwindigkeitsverbindun WANs g ermöglicht, wonach sie 100, 200 und Asynchroner wieder zusammengesetzt und 400 Mbit/s LAN-zuTransfermodus an die einzelnen Zielpunkte bis zu 9,6 WAN(ATM) übertragen werden. ATM Gbit/s Verbindunge unterstützt Sprache und Video. n ATM kann bei vorhandenen Fractional-T-1-, T-1-, T-3- und SONET-Leitungen als physisches Medium verwendet werden. Die Netzwerklast bezeichnet den Datenumfang, der über eine Verbindung übertragen wird. Bei Mustern für die Netzwerklast handelt es sich um vorhersagbare Tendenzen des Datenflusses in einem bestimmten Zeitraum über eine Verbindung. Anhand der Kenntnis oder der Vorhersage der Muster für die Netzwerklast über eine Verbindung können Sie bestimmen, ob die gesamt verfügbare Bandbreite ausreicht, um zu Lastspitzen das Netzwerk aufrechtzuerhalten. Die Überwachung der Netzwerklast erfordert spezielle Tools, wie z. B. eine dedizierte Netzwerküberwachungssoftware (wie Microsoft System Management Server) oder einen Paketsniffer. In kleinen Netzwerken kann der Windows NT-Systemmonitor verwendet werden, um bestimmte Datenquellen zu überwachen und Anhaltspunkte zu erhalten, welche Last von bestimmten Prozessen erzeugt wird. Hier einige Beispiele nützlicher Datenquellen. Datenquelle Gesamtzahl der Bytes pro Sekunde Nachrichten pro Sekunde Messung Abschätzung von Die gesamte Netzwerklast zu dem jeweiligen Server, die Sie mit der maximal verfügbaren Bandbreite der Die Anzahl der Bytes jeweiligen Verbindung vergleichen pro Sekunde, die jeder können. Liegt die Summe in der Nähe Server sendet und der maximal verfügbaren Bandbreite, empfängt. wissen Sie, dass die Verbindung die Maximalkapazität erreicht und ein neues Segment zum Netzwerk hinzugefügt werden muss. Die Anzahl der vom Die Gesamtlast, die vom MTA verarbeiteten P1- Nachrichtenfluss (Anzahl der (MSExchangeMTA) Nachrichtenbytes pro Sekunde (MSExchangeMTA) Lesevorgänge pro Sekunde (MSExchangeDS) Nachrichten pro Nachrichten) generiert wird. Sekunde. Die Größe des Inhalts der vom MTA Die Gesamtlast basierend auf der verarbeiteten P1Nachrichtengröße. Nachrichten pro Sekunde in Byte. Die Gesamtlast, die von der Verzeichnisreplikation generiert wird. Für Ihren Topologieentwurf müssen Sie wissen, welche Netzwerktransporttypen vorhanden sind, damit Sie die Standortverbindungen (Standort-, RAS- oder X.400-Connector) entsprechend konfigurieren können. Beim Konfigurieren der Standortconnectoren im Administratorprogramm ist keine Kenntnis oder Konfiguration der Netzwerktransporte erforderlich, da die gesamte Datenübertragung über RPCs (Remote Procedure Calls) erfolgt. Beim X.400-Connector muss demgegenüber der Netzwerktransport bekannt sein, da er nur über TP0/X.25, TP4/CLNP oder TCP/IP funktioniert. Eine weitere Überlegung betrifft die Unterstützung von Remoteclients, für die RAS verwendet werden kann. RAS unterstützt das PPP-Protokoll, das es jedem Client ermöglicht, TCP/IP, IPX oder NetBEUI zu verwenden. RAS-Clients können sich über normale Telefonleitungen, ein Modem oder einen Modempool einwählen. Schritt 5: Auswählen einer Windows NT-Domänentopologie Microsoft Exchange Server verlässt sich auf die Windows NT-Sicherheit, um Benutzer und Microsoft Exchange Server-Dienste zu authentifizieren. Das Windows NT-Domänenmodell muss aus folgenden Gründen sorgfältig gewählt werden (bzw. das vorhandene Modell muss sorgfältig untersucht werden): Das Ändern der Domänenstruktur nach der Implementierung ist extrem schwierig. Die Standortgrenzen hängen von der vorhandenen Domänenstruktur ab. Wenn Standorte mehrere Domänen umfassen, müssen sich diese Domänen gegenseitig vertrauen, damit Benutzer und Microsoft Exchange Server-Dienste im ganzen Standort authentifiziert werden können. Sie müssen wissen, ob und wie Benutzerkonten und globale Gruppen einer Domäne in einer anderen Domäne verwendet werden. Weitere Informationen zu Domänen und Vertrauensstellungen Bei einer Domäne handelt es sich um eine Gruppe von Servern, die eine gemeinsame Sicherheitsrichtlinien- und Benutzerkontendatenbank verwenden. Deshalb braucht nur ein Konto pro Domäne erstellt zu werden. Die Domäne kann einen einzelnen oder mehrere Windows NT Server-Computer enthalten. Sie können außerdem weitere Server- (wie z. B. Microsoft LAN Manager, Version 2.x-Server) und Clienttypen (wie z. B. Windows NT Workstation-, Windows für Workgroups- und Microsoft-DOS®-basierte Clients) enthalten. Sie können die Kontoverwaltung vereinfachen, indem Sie zwischen Domänen Vertrauensstellungen einrichten. Eine Vertrauensstellung bildet die Verbindung zwischen zwei Domänen, damit ein Benutzer mit einem Konto in einer Domäne auf Ressourcen in der anderen Domäne zugreifen kann. Benutzer der vertrauten Domäne können Rechte und Berechtigungen für Objekte in der vertrauenden Domäne erhalten, so als wenn die Benutzer Mitglieder der vertrauenden Domäne wären. Wenn Domäne A der Domäne B vertraut, kann Domäne B eine Liste der globalen Gruppen und Informationen über Benutzer an Domäne A zurückgeben, die in Domäne B authentifiziert sind. Es gibt vier Windows NT-Domänenmodelle: das Einzeldomänenmodell, das Modell mit einer Hauptdomäne, das Domänenmodell mit mehreren Hauptdomänen und das Modell mit vollständigen Vertrauensstellungen. Das geeignete Modell hängt von den Verwaltungsressourcen und der Größe des Netzwerks ab. Ist bereits ein Domänenmodell vorhanden, stellen Sie fest welches, wie es aufgebaut ist, wie die Vertrauensstellungen eingerichtet sind, warum das Modell gewählt wurde und wo sich die Domänencontroller befinden. In jeder Domäne gibt es bestimmte Windows NT Server-Computer, die Anmeldeanforderungen authentifizieren: die Domänencontroller. Weitere Informationen zu Domänencontrollern Primärer Domänencontroller (PDC) Der PDC speichert und verwaltet die Sicherheitsdatenbank der Domäne. Alle Änderungen der Sicherheitsdatenbank müssen in der auf dem PDC gespeicherten Kopie erfolgen. Pro Domäne kann es nur einen PDC geben. Sicherungsdomänencontroller (Backup Domain Controller, BDC) Der Sicherungsdomänencontroller speichert ebenfalls Kopien der Sicherheitsdatenbank der Domäne. Er dient als Ersatz, wenn der PDC ausfällt. In diesem Fall kann einer der Sicherungsdomänencontroller auf einen PDC heraufgestuft werden. Da der PDC alle Änderungen automatisch auf die Sicherungsdomänencontroller repliziert, verfügt der Sicherungsdomänencontroller über eine aktuelle Datenbank, so dass die Domäne weiterhin funktioniert. Das Einzeldomänenmodell von Windows NT ist das einfachste Windows NTSicherheitsdomänenmodell. Wie der Name erkennen lässt, verfügt das Netzwerk bei diesem Modell über nur eine Domäne, in der alle Windows NT-Benutzer erstellt werden. Vertrauensstellungen sind nicht erforderlich. Dieses Modell eignet sich optimal für Organisationen mit weniger als 10.000 Benutzern, in denen das Vertrauen zwischen den Gruppen der Organisation (Abteilungen, Geschäftsbereiche usw.) kein Problem darstellt. Wenn Sie jedoch ein Wachstum der Organisation erwarten, sollten Sie das Modell mit mehreren Hauptdomänen erwägen. Vorteile Optimales Modell für Firmen mit wenigen Benutzern und Ressourcen. Zentrale Verwaltung der Windows NTBenutzerkonten. Keine Verwaltung von Vertrauensstellungen erforderlich. Lokale Windows NT-Gruppen müssen Nachteile Geringe Leistung, wenn die Domäne über zu viele Benutzer und Gruppen verfügt. Keine Gruppierung von Benutzern in Abteilungen. Keine Gruppierung von Ressourcen. Langsames Durchsuchen, wenn die nur einmal definiert werden. Domäne über eine Vielzahl von Servern verfügt. Das Windows NT-Domänenmodell mit vollständigen Vertrauensstellungen eignet sich für Firmen, die die Verwaltung von Benutzern und Domänen auf unterschiedliche Abteilungen verteilen möchten. In diesem Modell vertraut jede Domäne im Netzwerk jeder anderen Domäne. Dieses Modell kann bis zu 10.000 Benutzer für jede Domäne unterstützen. Bei drei Domänen können beispielsweise 30.000 Benutzer unterstützt werden. Da jede Domäne über vollständige Kontrolle über die eigenen Benutzerkonten verfügt, funktioniert dieses Modell besonders gut bei Organisationen ohne zentrale Verwaltung. Es ist jedoch schwieriger, die Integrität der globalen Gruppen zu gewährleisten, die andere Domänen möglicherweise verwenden. Vorteile Nachteile Da es keine zentrale Benutzerverwaltung gibt, Optimales Modell für Firmen ohne eignet sich dieses Modell nicht für Firmen mit zentrale IT-Verwaltungsabteilung. zentralen IT-Verwaltungsabteilungen. Skalierbar für Netzwerke mit einer Eine hohe Anzahl zu verwaltender beliebigen Anzahl von Benutzern. Vertrauensstellungen. Alle Domänen besitzen vollständige Alle Domänen müssen darauf vertrauen, dass Kontrolle über ihre Benutzerkonten andere Domänen keine ungeeigneten Benutzer und Ressourcen. in globale Gruppen einfügen. Sowohl Ressourcen- als auch Benutzerkonten werden in Abteilungen gruppiert. Das Modell mit einer Hauptdomäne eignet sich für Firmen, bei denen das Netzwerk für organisatorische Zwecke in Domänen aufgeteilt werden muss. Jede organisatorische Gruppe kann ihre eigene Ressourcen verwalten. Benutzerkonten und globale Gruppen müssen jedoch in der Hauptdomäne definiert werden. Dieses Modell kann bis zu 10.000 Benutzer zentral in der Hauptdomäne unterstützen. Lediglich die Server in der Hauptdomäne verfügen über Kopien der Netzwerkbenutzerkonten. Es wird empfohlen, mindestens einen Windows NT-Server als Sicherungsdomänencontroller in der Hauptdomäne einzusetzen. Wenn ein Domänencontroller ausfällt, kann der andere dessen Funktion übernehmen, damit das Netzwerk funktionsfähig bleibt. Vorteile Nachteile Optimale Auswahl für Firmen mit nicht Geringe Leistung, wenn die Hauptdomäne zu vielen Benutzern, bei denen über zu viele Benutzer und globle Gruppen gemeinsam verwendete Ressourcen in verfügt. Gruppen aufgeteilt werden müssen. Lokale Gruppen müssen in der jeweiligen Die Benutzerkonten können zentral Domäne definiert werden, in der sie verwaltet werden. verwendet werden sollen. Ressourcen werden logisch gruppiert. Abteilungsdomänen können über eigene Administratoren verfügen, die die Ressourcen in der Abteilung verwalten. Globale Gruppen werden nur einmal definiert (in der Hauptdomäne). Dieses Domänenmodell eignet sich für Firmen, die in Gruppen, Abteilungen oder Standorte organisiert sind, und eine zentrale Verwaltung wünschen. Da es sich bei diesem Modell um das Modell mit der größten Skalierbarkeit handelt, eignet es sich insbesondere für Organisationen die eine umfangreiche Vergrößerung anstreben. Dieses Modell kann bis zu 10.000 Benutzer pro Hauptdomäne unterstützen. Dieses Modell ist zweistufig aufgebaut. Die erste Stufe enthält die Hauptdomänen, die einander vertrauen. Die Domänen der zweiten Stufe vertrauen den Hauptdomänen, die Hauptdomänen jedoch nicht den Domänen der zweiten Stufe. Da sich alle Hauptdomänen gegenseitig vertrauen, wird lediglich ein Exemplar der einzelnen Benutzerkonten benötigt. Die Konten werden jedoch auf die Hauptdomänen aufgeteilt. Die Verwaltungsanforderungen dieses Modells können erheblich größer sein als bei den anderen Modellen. Lokale und globale Gruppen müssen unter Umständen mehrmals definiert werden. Darüber hinaus müssen mehrere Vertrauensstellungen verwaltet werden. Vorteile Nachteile Optimales Modell für Firmen mit Lokale und globale Gruppen müssen unter vielen Benutzern und einer zentralen Umständen mehrmals definiert werden. IT-Verwaltungsabteilung. Skalierbar für Netzwerke mit einer Mehr Vertrauensstellungen zu verwalten. beliebigen Anzahl von Benutzern. Nicht alle Benutzerkonten befinden sich in Ressourcen werden logisch gruppiert. einer Domäne. Abteilungsdomänen können über ihre eigenen Administratoren für die Verwaltung der Ressourcen in der Abteilung verfügen. Berücksichtigen Sie die folgenden Faktoren bei der Auswahl der Domänencontroller: Anzahl der Domänencontroller Konfigurieren Sie mindestens einen Server pro Domäne als Sicherungsdomänencontroller. Für einen stabileren Sicherungsmechanismus sollten Sie mehrere Sicherungsdomänencontroller in einer Domäne einsetzen. Microsoft Exchange Server-Computer als Domänencontroller Es besteht keine Notwendigkeit, dass ein Microsoft Exchange Server-Computer als Domänencontroller fungiert. Sie können sich entschließen, Microsoft Exchange Server auf dem Domänencontroller auszuführen. Dies hängt von Typ und Anzahl der verfügbaren Server und Kostenüberlegungen ab. Aus Leistungsgründen wird jedoch empfohlen, Microsoft Exchange Server nicht auf dem primären Domänencontroller zu installieren. Physischer Standort Stellen Sie sicher, dass die Domänencontroller über zuverlässige Verbindungen zu den Servern in der Domäne verfügen. Wenn es in einer Domäne Server in verschiedenen physischen Standorten gibt, die über eine WAN-Verbindung verbunden sind, sollte es an jedem Standort mindestens einen Sicherungscontroller geben. Zuordnen von Domänen und Standorten Standorte können auf unterschiedliche Weise Domänen zugeordnet werden. Sie können ein zu eins zugeordnet werden oder mehrere Domänen umspannen, sofern diese Domänen sich gegenseitig vertrauen. In den vier Domänenmodellen gibt es keine speziellen Regeln für die Zuordnung von Standorten zu Domänen. Außerdem ist es nicht erforderlich, alle vorhandenen Domänen den Standorten zuzuweisen. Bei einem Modell mit vollständigen Vertrauensstellungen können Sie beispielsweise alle Server in einer der Domänen platzieren oder über alle Domänen verteilen. Im Modell mit einer Hauptdomäne und im Modell mit mehreren Hauptdomänen können Sie alle Server in einer einzelnen Domäne der zweiten Stufe oder in einer einzigen Domäne der ersten Stufe platzieren bzw. auf mehrere Domänen der ersten Stufe verteilen. Ihre Wahl hängt davon ab, wie die Verwaltung der Domänen und der darin befindlichen Microsoft Exchange Server-Computer aufgebaut werden soll. Schritt 6: Bestimmen der Anzahl der Standorte sowie der Standortgrenzen Das Bestimmen der Anzahl der Standorte sowie der Standortgrenzen hängt voneinander ab. Es gibt mehrere Faktoren, die die Grenzen von Standorten beeinflussen. Bei einigen Faktoren handelt es sich um notwendige Bedingungen, die alle Microsoft Exchange ServerComputer erfüllen müssen, damit sie sich im gleichen Standort befinden können. Beim Planen der Standortgrenzen sollten auch andere Faktoren berücksichtigt werden (nicht unbedingt erforderlich). Diese Faktoren umfassen Verwaltung, Kosten, Sicherheit und Leistung. Darüber hinaus gibt es einige weniger eindeutige organisatorische Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, wie z. B. das Gruppieren von Benutzern in einem einzelnen Standort, die zusammenarbeiten müssen. Die sorgfältige Planung der Anzahl der Standorte sowie deren Grenzen ist von hoher Bedeutung. Nachdem Standorte erstellt wurden, ist es schwierig, Standorte aufzuteilen oder neue hinzuzufügen. Nachstehend ein Überblick über die Vorraussetzungen an Microsoft Exchange ServerStandorten. Synchrone RPC-Verbindungen Alle Microsoft Exchange Server-Computer in einem Standort müssen in der Lage sein, über synchrone RPCs zu kommunizieren. Das ist der Mechanismus, mit dem die Server Nachrichten und Verzeichnisinformationen innerhalb eines Standorts austauschen. Die physischen Grenzen eines Standorts können so groß sein, wie Sie wünschen, können jedoch keine Verbindung enthalten, die synchronen RPC-Verbindungen zwischen allen Microsoft Exchange Server-Computern nicht unterstützt. Bei einem großen Netzwerk, das beispielsweise ganz Amerika umspannt, bei dem die Netzwerkverbindung zwischen Nordamerika und Südamerika aber keine synchronen RPC-Verbindungen unterstützt, müssen für Nordamerika und Südamerika separate Standorte erstellt werden, zwischen denen eine E-Mail-Verbindung besteht. Sicherheit Die Windows NT-Sicherheit muss so eingerichtet werden, dass die Microsoft ExchangeServer in einem Standort sich gegenseitig authentifizieren können. Dies ist erforderlich, da alle Serverdienste in einem Standort in demselben Sicherheitskontext ausgeführt werden müssen. Permanente Verbindungen Das Netzwerk muss zwischen den Microsoft Exchange Server-Computern in einem Standort permanente LAN-Verbindungen unterstützen. Diese permanenten Verbindungen umfassen LANs, Mietleitungen und einige Typen von WAN-Verbindungen. Periodische Verbindungen umfassen alle Verbindungen, die nicht ständig zur Verfügung stehen, wie z. B. eine Einwählverbindung über ein Modem. Solche Verbindungen betreffen oftmals entfernte geografische Standorte, zu denen nur einige Male am Tag eine Verbindung hergestellt wird. Hohe Netzwerkbandbreite Alle Server in einem Standort müssen über eine Netzwerkverbindung mit einer relativ hohen Bandbreite verbunden sein. Was unter einer hohen Netzwerkbandbreite zu verstehen ist, ist bisweilen willkürlich. Die Bandbreite muss ausreichen, um das übertragene Datenvolumen, wie z. B. Nachrichtenvolumen, Verzeichnisreplikation und Replikation Öffentlicher Ordner, zu übertragen. Bei einigen Installationen reichen Verbindungen mit weniger als 128 Kbit/s aus. Der Schwellenwert für Ihre Installation kann jedoch höher liegen, wenn Sie über umfangreiche Datenvolumen verfügen. Die verfügbare Bandbreite für die Verbindung von zwei oder mehr Microsoft Exchange Server-Computer lässt sich in der Regel in einen der Bereiche der folgenden Abbildung einteilen: Diese Bandbreitenbereiche sind nachstehend zusammengefasst: Bereich der Netzwerk bandbreit e 0 bis 1 1 bis 2 2 bis 3 3 bis 4 Erklärung Keine permanente Verbindung. Die Verbindung steht nicht ständig zur Verfügung und muss periodisch hergestellt werden, normalerweise über Modem und Einwählleitung. In dieser Kategorie müssen Server in getrennten Standorte platziert werden. Eine permanente Verbindung, wie z. B. eine Mietleitung, mit einer geringen Leitungsgeschwindigkeit von 128 Kbit/s oder weniger. Server in dieser Kategorie sollten in der Regel in getrennte Standorte platziert werden. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Treffen Sie Ihre Entscheidung mithilfe der Leistungs- und Kostenfaktoren, die weiter unten in diesem Kapitel beschrieben werden. Eine permanente Verbindung, wie z. B. eine Mietleitung, mit einer mittleren Leitungsgeschwindigkeit von 512 Kbit/s. Bei dieser Leitungsgeschwindigkeit können Server wahlweise in getrennte Standorte platziert werden. Treffen Sie Ihre Entscheidung mithilfe der Leistungs- und Kostenfaktoren, die weiter unten in diesem Kapitel beschrieben werden. Eine permanente Verbindung, wie z. B. eine Mietleitung, mit einer hohen Leitungsgeschwindigkeit von 1 Mbit/s. Bei dieser Leitungsgeschwindigkeit spielt die Leistung eine untergeordnete Rolle. Ob Sie den Server in einen getrennten Standort platzieren, hängt von anderen Faktoren ab, die weiter unten in diesem Kapitel beschrieben werden. 4 bis 5 Vollständige Verbindung: ein logisches LAN ohne Bandbreitenbeschränkungen. Dieser Server sollte normalerweise in denselben Standort platziert werden wie die anderen Server, zu denen Verbindungsmöglichkeiten bestehen. Standortverwaltung Viele Verwaltungsdienste von Microsoft Exchange Server werden in einem Standort automatisch konfiguriert, so dass die Verwaltung von Servern erleichtert wird, die sich in einem einzigem Standort befinden. Sie sollten daher Ihre Standorte so konfigurieren, dass so viele Server wie möglich abgedeckt werden. Windows NT-Sicherheit Microsoft Exchange Server verwendet die Windows NT-Sicherheitsdienste für Folgendes: Gegenseitige Authentifizierung der Server. Authentifizieren der Anmeldeanforderung von Benutzern. Steuerung des Zugriffs auf Objekte (wie z. B. Postfächer und Verteilerlisten). Festlegen, welche Aktionen Benutzer für ein Objekt durchführen können. Festlegen, welche Ereignisse überwacht werden. Wie in Schritt 4 beschrieben, werden Windows NT Server-Computer in Windows NTDomänen gruppiert, um mehrere Server gemeinsam zu verwalten sowie die Sicherheit für das Netzwerk zu steuern und einzurichten. Sie können das Sicherheitsniveau für Ihre Windows NT-Domänen steuern, indem Sie zwischen ihnen Vertrauensstellungen einrichten. Kosten Zusätzlich zu den Hardwarekosten müssen die Verbindungskosten berücksichtigt werden. Alle Microsoft Exchange Server-Computer sollten in einen anderen Standort platziert werden, wenn sie mit einem anderen Microsoft Exchange Server-Computer über eine Leitung verbunden sind, deren Gebühren vom Umfang der gesendeten Daten abhängt. So können Sie die Kosten minimieren, indem der Umfang der Informationen minimiert wird, die mit dem betreffenden Server gemeinsam verwendet werden. Leistung Die Leistung stellt einen weiteren wesentlichen Faktor dar, der beim Festlegen der Standortgrenzen berücksichtigt werden muss. Viele Leistungsaspekte werden im zweiten Teil dieses Whitepapers beschrieben. Verzeichnisreplikation Innerhalb eines Standorts erfolgt die Replikation ereignisgesteuert als Multimasterreplikation. Alle Microsoft Exchange Server-Computer tauschen alle Verzeichnisinformationen automatisch untereinander aus. Berücksichtigen Sie beim Festlegen der Standortgrenzen, wie sich die Verzeichnisreplikation auf Kosten und Leistung auswirkt. Die Kosten für die Replikation der Verzeichnisinformationen zwischen zwei Servern hängt von den Kosten der Verbindung zwischen diesen Servern und den Kosten für das Senden von Daten über diese Verbindung ab. Sind zwei Microsoft Exchange Server-Computer über eine langsame Verbindung verbunden, sollten Sie die Server in getrennten Standorten anordnen, damit Sie steuern können, wann die Verzeichnisinformationen repliziert werden. Anschließend können Sie die Verzeichnisreplikation zwischen den beiden Standorten so konfigurieren, dass die langsame Verbindung nur gelegentlich verwendet. Die Verwendung der betreffenden Verbindung wird so minimiert und die Leistung verbessert. Organisatorische Überlegungen Zusätzlich zu den technologischen Aspekten müssen Sie beim Planen der Standorte organisatorische Faktoren berücksichtigen. Das Gruppieren von zusammenarbeitenden Personen in den gleichen Servern und Standorten steigert die Gesamtleistung des Systems, reduziert die Netzwerklast und verringert die Ressourcenverwendung. Wenn sich die Mitglieder des Forschungsteams beispielsweise in verschiedenen Standorten befinden, müssen die Informationen der Öffentlichen Ordner zwischen den beiden Standorten repliziert werden. Wenn das Forschungsteam jedoch von einen einzelnen Server versorgt werden kann, ist keine Replikation erforderlich. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der geeigneten Anzahl von Standorten für Ihre Firma die folgenden Faktoren. Sie müssen zusammen mit den Richtlinien zur Festlegung der Standortgrenzen betrachtet werden. Der Typ der vorhandenen Netzwerkverbindungen. Die netto verfügbare Netzwerkbandbreite der WAN- und LAN-Verbindungen. Die Anzahl der Benutzer an den einzelnen Standorten und deren Verwendungsprofile. Die bestehenden Verwaltungsrichtlinien und –verfahren eigenständiger Gruppen in Ihrer Firma. (Wenn für Köln und Düsseldorf beispielsweise zwei verschiedene Systemadministratoren mit unabhängigen lokalen Verwaltungsverfahren zuständig sind, sollten Sie möglicherweise Köln und Düsseldorf in zwei getrennten Standorten platzieren, auch wenn sie gemeinsam ein Netzwerk mit hoher Bandbreite verwenden.) Die Muster für die Netzwerklast an den einzelnen Standorten. Weitere Faktoren, die beim Planen der Anzahl von Standorten berücksichtigt werden sollten, umfassen Folgendes: Das Minimieren der Standortanzahl vereinfacht Konfiguration und Verwaltung. Die geografischen Standorte Ihrer Firma sind von Bedeutung. Die Anzahl der Exchange-Standorte und der geografischen Standorte muss aber nicht unbedingt übereinstimmen. Schritt 7: Verbinden der Standorten Standorte können für den Austausch von Verzeichnisinformationen, Öffentlichen Ordnern und Nachrichten konfiguriert werden. Dieser Abschnitt erläutert das Verbinden von Standorten, das Auffinden der Verbindungen in den Standorten und die Auswirkungen auf Microsoft Exchange Server. Sie müssen diese Einzelheiten vor dem Planen der Server kennen. Die Administratoren in einem der Standorte können die übertragenen Informationen steuern. Der Informationsfluss kann verlangsamt werden, wenn die Verbindungsgeschwindigkeit zwischen Standorten für das Übertragen des Datenvolumens nicht ausreicht. Das Routing in einem Standort erfolgt zwischen den jeweiligen Servern und erfordert keine Planung oder Konfiguration. Das Routing zwischen Standorten oder zu einem anderen EMail-System erfordert jedoch Planung oder Konfiguration. Dieser Abschnitt hilft Ihnen bei der Planung der Verbindungen zu anderen Standorten und Systemen, wobei die Auswirkungen auf Microsoft Exchange Server in einem Standort minimiert werden. Standortconnector Der Standortconnector ist die effizienteste Möglichkeit, zwei Standorte zu verbinden, da für die Kommunikation zwischen den Standorten RPC verwendet wird. Standortconnectoren erfordern permanente Verbindungen mit höheren Bandbreiten als die anderen Connectoren. Sie sind jedoch einfach zu konfigurieren, da aufgrund der Verwendung von RPC kein Netzwerktransport konfiguriert werden muss. In der folgenden Tabelle sind die Vor- und Nachteile der Verwendung eines Standortconnectors aufgeführt. Vorteile Nachteile Erfordert permanente Verbindungen Einfache Konfiguration, da der höherer Bandbreite. Netzwerktransport nicht konfiguriert Die Größe der über den Standortconnector werden muss und keine Verbindungen gesendeten Nachrichten kann nicht geplant werden müssen. gesteuert werden. Sehr effizient, da keine Nachrichtenumsetzung erfolgt und Keine Planung möglich, wann Nachrichten direkt (ohne Verbindungen hergestellt werden sollen. Zwischenstationen) an das Ziel gelangen. RAS-Connector Bei dem RAS-Connector handelt es sich um einen Spezialfall des Standortconnectors. Er verwendet RAS (asynchrone Übertragung) anstelle einer permanenten Netzwerkverbindung zwischen Standorten. Sie können konfigurieren, wann die Verbindung hergestellt werden soll. Zu diesem Zeitpunkt stellt Microsoft Exchange Server die Verbindung zu dem anderen Standort her. Vorteile Administratorgesteuerte Einwählverbindungen. Funktioniert über langsame, nichtpermanente Verbindungen. Nachteile Die Datenübertragung hängt von der Geschwindigkeit der Modems ab. X.400-Connector Dieser Connector wird verwendet, wenn zwischen den Standorten keine Netzwerkverbindung vorhanden ist, wenn Sie einen vorhandenen X.400-Backbone nutzen oder Sie auf ein öffentliches X.400-System zugreifen möchten. Bei diesem Connector muss einer der folgenden Netzwerktransporte konfiguriert werden: TP0/X.25, TP4/CLNP oder TCP/IP. Vorteile Nachteile Der Zeitpunkt der Verbindung kann Die Netzwerktransporte müssen geplant werden. konfiguriert werden. Die Größe der Nachrichten durch den Dieser Connector kann möglicherweise Connector kann gesteuert werden. nicht verwendet werden, wenn Brücken Das Routing der Nachrichten durch die vorhanden sind, die nicht auf beiden Microsoft Exchange Server-Topologie kann Seiten der Brücke dieselben gesteuert werden. Netzwerktransporte unterstützen. Bestimmen Sie bei der Verbindung von zwei Standorten einen Microsoft Exchange-Server in jedem Standort, der diese Verbindung unterstützt. Konfigurieren Sie den MTA (Message Transfer Agent) auf jedem Microsoft Exchange-Server für die Verbindung zum MTA des anderen Servers oder dazwischenliegenden MTAs über den geeigneten Netzwerktransport. Sie können zwischen Standorten mehrere Verbindungen für die Datenübertragung konfigurieren. Sie sollten in Ihrer Routingstrategie für Lastenausgleich und Least-CostRouting (Routing mit geringsten Kosten) redundante Routen erwägen. Bei jeder Route können Sie Kosten zuweisen, und die Connectoren können anhand dieser Kosten auf intelligente Weise Informationen über die Route mit den geringsten Kosten leiten. Sollte eine dieser Routen ausfallen, können Nachrichten außerdem weiterhin über eine andere Verbindung übertragen werden. Anhand der den Verbindungen zugeordneten Kosten können die Connector einen Lastausgleich über die verbleibenden Verbindungen durchführen. Die Last zwischen Standorten wird in Replikationsnachrichten und andere Nachrichtentypen unterteilt. Während es schwierig ist, den Umfang aller Lastenarten genau zu planen, können Sie mithilfe einiger allgemeingültigen Regeln die Last zwischen Standorten reduzieren. Die Anzahl und Größe der von den Benutzern zwischen Standorten gesendeten Nachrichten kann erheblich variieren. Während Sie die Nachrichtenanzahl nicht beschränken können, können Sie Nachrichtengröße beschränken, um Benutzer am Senden großer Anlagen zu hindern. Unter Replikation versteht man das Kopieren neuer und aktualisierter Informationen zwischen Standorten. Dies umfasst Verzeichnisinformationen über Postfächer, Verteilerlisten, Öffentliche Ordneradressen und –inhalte sowie die Adressen von Benutzern in anderen Systemen. Bei der ersten Replikation werden alle Informationen an die anderen Standorte gesendet. Danach werden nur Änderungen und neue Einträge ausgetauscht. Durch Festlegen von Verbindungszeitplänen zwischen Standorten können Sie den Nachrichtenfluss zwischen den Standorten planen. Bei beschränkter Bandbreite können Sie Verzeichnisaktualisierungen so einstellen, dass sie außerhalb der Spitzenzeiten erfolgen und den Nachrichtenfluss nicht beeinträchtigen. Öffentliche Ordner, die repliziert werden, senden alle Änderungen an alle Replikate des jeweiligen Ordners in der Organisation. Die Replikation Öffentlicher Ordner kann so gesteuert werden, dass sie außerhalb der Spitzenzeiten erfolgt. Die Größe von Replikationsnachrichten kann beschränkt werden, damit große Nachrichten bei der Übertragung über langsame Leitungen zu keinen Verzögerungen in einem Gateway oder einer MTA-Übertragungswarteschlange führen. Anstatt einen Öffentlichen Ordner auf einen anderen Standort zu replizieren, kann der Administrator einen Parameter mit der Bezeichnung Öffentliche Ordner-Affinität festlegen. Die Öffentliche Ordner-Affinität ermöglicht es Benutzern, von einem Standort Verbindungen zu Öffentlichen Ordnern in anderen Standorten herzustellen. Dies reduziert die durch die Replikation verursachte Netzwerklast, den erforderlichen Speicherplatz und die Replikationslatenz (oder entfernt diese). Wenn die Benutzer im Standort häufig Elemente in den Öffentlichen Ordnern lesen, kann dies allerdings zu höherer Netzwerklast als beim Konfigurieren zusätzlicher Replikate führen. Die wichtigste Überlegung bei der Planung der Replikation zwischen zwei beliebigen Standorten stellen die Eigenschaften der physischen Verbindung und der Bedeutung der gemeinsamen Verwendung von Informationen dar. Wenn zwei Standorte beispielsweise über eine sehr teure Leitung verbunden sind (in Bezug auf Geschwindigkeit und/oder Kosten), können Sie beschränken, wie oft die Standorte eine Verbindung herstellen, um Nachrichten oder Verzeichnisinformationen auszutauschen, und die maximale Nachrichtengröße steuern, die über die kostenintensive Leitung gesendet wird. Sind Verzeichnisinformationen besonders wichtig, können Sie die Häufigkeit erhöhen, mit der Standorte Informationen austauschen und die vollständige Replikation festlegen, auch wenn die Standorte über eine teure Leitung verbunden sind. Wie bereits oben beschrieben, können Sie auch mehrere Übertragungsverfahren festlegen, auch wenn dies zu Redundanz führt. Fällt beispielsweise der SNA-Backbone (Systems Network Architecture) aus, können Sie die Standorte über kostenintensivere Telefonleitungen oder eine öffentliche X.25Verbindung verbinden. Dies erfolgt dynamisch und basiert auf Least-Cost-Routing. Wenn Sie eine permanente Verbindung zwischen Standorten mit geringer Geschwindigkeit verwenden, können Sie die Replikation des Verzeichnisdienstes und die Last einschränken, indem Sie eine maximale Nachrichtengröße festlegen. Sie können diese Bandbreite am Tage mithilfe einer geplanten X.400-Verbindung erhöhen. Schritt 8: Planen der Standorte Das Planen der Standorte umfasst mehrere Faktoren, wie z. B. das Bestimmen der erforderlichen Anzahl Server für jeden einzelnen Standort, der physische Standort jedes einzelnen Servers, die Verwaltung der Server und Anzahl und Typ der im Standort erforderlichen Gateways. Dies wird im zweiten Teil dieses Whitepapers ausführlich beschrieben. Schritt 9: Planen der Server Das Planen der Server umfasst die Festlegung der Funktion des Server sowie seine Software- und Hardwareanforderungen. Sie können beispielweise einen Microsoft Exchange Server ausschließlich für Öffentliche Ordner einsetzen oder zum Erweitern von Verteilerlisten. Wenn Sie die erweiterten Sicherheitsfeatures von Microsoft Exchange Server verwenden, müssen Sie festlegen, welcher Microsoft Exchange Server-Computer in Ihrer Organisation die erweiterten Sicherheitsschlüssel verwaltet. Die Hardware- und Softwareanforderungen wirken sich direkt auf die Leistung der Server aus. Im zweiten Teil dieses Whitepaper wird dies ausführlich erläutert. Schritt 10: Planen der Verbindungen zu anderen Systemen Für die Verbindung zu anderen Systemen unterstützt Microsoft Exchange Server mehrere Windows NT-Gateways sowie die zurzeit verfügbaren Microsoft Mail Server-Gateways. Zusätzlich zu den vielfältigen Gatewayverbindungen unterstützt Microsoft Exchange Server die vier folgenden wesentlichen Verbindungskomponenten: den bereits beschriebenen 1988 X.400-MTA; den Microsoft Mail-Connector für vielseitige Verbindungen zu Microsoft MailBenutzern; den cc:Mail-Connector für Verbindungen zu cc:Mail-Benutzern; und den Internet Mail-Connector, der Microsoft Exchange Server-Benutzer mit dem Internet verbindet. Die Planung dieser Verbindungskomponenten ist von hoher Bedeutung, geht aber über den Rahmen dieses Dokuments hinaus. Die folgende Tabelle gibt eine kurze Zusammenfassung über die Verbindungsmöglichkeiten der Standorte mit Microsoft Mail und dem Internet. Die Tabelle enthält auch die unterstützten Netzwerktransporte. Connector Netzwerktransport Verwendung Microsoft MailConnector LAN X.25 Asynchron Microsoft RAS-Dienst (Remote Access Service) Nutzen bestehender Microsoft Mail 3.x-Gateways wie PROFS, SNADS, NetWare MHS und FAX. cc:MailConnector LAN cc:Mail-Postfächer Internet MailDienst TCP/IP Asynchron Microsoft RAS Verbindung zum Internet oder einem SMTP-Backbone. Unterstützt RFC 822 sowie die MIME/RFC 1521-Erweiterungen. Schritt 11: Überprüfen und Optimieren des Entwurfs Die Optimierung der Planung und des Entwurfs erfordert den Aufbau einer Prototypentopologie mit allen in diesem Kapitel beschriebenen Entwurfselementen und die anschließende Überprüfung und Optimierung des betreffenden Entwurfs, bis alle Benutzeranforderungen in der Organisation erfüllt sind. Zu diesen Anforderungen zählen möglicherweise die folgenden: Die Gewährleistung der Nachrichtenübermittlung. Die Gewährleistung der Nachrichtenintegrität. Das Bereitstellen vielfältiger Dienste, die unterschiedliche Typen von Dokumenten, Format, Multimedia und Anwendungen unterstützen, wie z. B. Kalender und elektronische Formulare. Die Überprüfung des Entwurfs umfasst das Prüfen Ihrer Entscheidungen hinsichtlich der erwarteten Lasten, Fehlerraten, das Verhältnis zwischen höchstem und durchschnittlichem Nachrichtenverkehr und Dauerweiterleitungsraten verschiedener Microsoft Exchange-Server. Die Optimierung des Entwurfs bedeutet Folgendes: Entwerfen mehrerer Topologieoption für Microsoft Exchange Server und Ihre Windows NT-Implementierung. Jede Option kann einen Kurzüberblick über den Topologieplan, Netzwerkkarten mit den Datenpfaden, Routingdiagramme umfassen und eine skizzenhafte Darstellung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Option. Analysieren, Überprüfen und Testen der einzelnen Optionen, um die optimale Alternative zu entwickeln. Ändern der Pläne, um ggf. Leistung und Benutzerservice zu maximieren. Schritt 12: Realisieren des Plans Der Realisierungsplan enthält die Schritte und Verfahren, die zum Implementieren des neuen Systems in der Organisation und zum Migrieren der Benutzer von vorhandenen Systemen zum neuen System durchgeführt werden müssen. Sie sollten alle Mitarbeiter über den Realisierungsplan informieren, damit sie den Zeitpunkt kennen, wann die Migration von ihrem aktuellen System zu Microsoft Exchange Server erfolgt. Die Standort und Serverplanung baut auf der Planung der Microsoft Exchange ServerTopologie auf. Bei der Planung der Microsoft Exchange Server-Topologie wurden Möglichkeiten gesucht, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen zu erfüllen, die Auswirkung auf das bestehende Netzwerk zu minimieren und das Budget nicht zu überschreiten. Die Standortplanung verfolgt dieselben Ziele. Dieser Teil des Whitepapers beschreibt die Planung von Microsoft Exchange ServerStandorten und -Servern. Es wird davon ausgegangen, dass zumindest ein Entwurfsplan für Ihre Firma vorliegt. Nachfolgend einige Einzelheiten, die Sie beim Durchführen des Plans berücksichtigen sollten: Physisches Netzwerklayout. Wenn sich die Server in den gleichen LANSegmenten wie die Benutzer befinden, wird die Last über Brücken und Router reduziert. Benutzertypen und ihre Anforderungen. Die Planung der Serverhardware und Gateways erfordert Kenntnisse darüber, welche Benutzer welche Features von Microsoft Exchange Server verwenden möchten. Notwendigkeit besonderer Dienste. Spezielle Dienste, wie z. B. Gateways, Newsfeeds, Sicherheit und andere Anwendungen, beeinflussen die Planung der Serverlast und -hardware. Zugriff mobiler Clients. Die Planung mobiler Clients umfasst die Entscheidung über Typ und Umfang der Remotedienste, die der Standort unterstützen muss. Teil II: Planen der Microsoft Exchange Server-Standorte und -Server Auslegen der Microsoft Exchange Server-Standorte Im ersten Teil dieses Whitepapers wurden Anzahl, Position und Verbindungstypen zwischen den Standorten in Ihrer Microsoft Exchange Server-Topologie festgelegt. Sie können nun Anzahl, Typ und Konfiguration der in dem jeweiligen Standort erforderlichen Microsoft Exchange-Server bestimmen. Diese Entwurfsarbeit wird für Standorte dargestellt, die mehr als einen Microsoft Exchange-Server erfordern. Benötigt der Standort nur einen Server, hilft der zweite Teil bei der Planung der für den Server benötigten Hardware. Um mit der Standortplanung zu beginnen, benötigen Sie eine Beschreibung des physischen Netzwerklayout Ihres Standorts. Beim Durcharbeiten von Teil 2 sollten Sie das Netzwerklayout des betreffenden Standorts anhand der folgenden Informationen für Ihre Firma verbessern können: Physisches Netzwerk. Benutzergruppen im LAN (Local Area Network). Daten- und Nachrichtenverkehr. Standort und Verbindungsverfahren für mobile Benutzer. Standort und Verfahren der Verbindungen zwischen den Standorten. Standort und Arten der Gateways. Standorte der Server. Außerdem können Sie dieses Standortlayout nach der Installation für die Problembehandlung und die zukünftige Planung verwenden. Das physische Netzwerk stellt das Fundament dar, das die Grundlage Ihres Standorts bildet. Anhand der Informationen zum physischen Netzwerk wurde im ersten Teil unter "Festlegen der Standortgrenzen" die Grenzen des Standortes definiert. In diesem Abschnitt wird das physische Netzwerk in den einzelnen Standorten untersucht, um die Einflüsse des Netzwerks festzustellen, das den Entwurf des Standortes beeinflusst. Alle Daten, die sich in einem LAN bewegen, werden gesendet, übertragen und empfangen. Im einfachsten LAN gehen die Daten direkt vom Sender zum Empfänger. In komplexeren Situationen müssen die Daten Router oder Brücken durchlaufen. Jeder Netzwerkteil, der in einem Router oder einer Brücke mündet, bildet ein Netzwerksegment. Beginnen Sie das Standortlayout mit dem Zeichnen des physischen Netzwerks. Sind im Standort keine Router oder Brücken vorhanden oder steht keine Zeichnung zur Verfügung, beginnen Sie Ihr Layout mit einer geraden Linie. Mithilfe dieser Informationen können Sie die Auswirkung von Microsoft Exchange Server in Ihrem Netzwerk minimieren. Beispiel für ein physisches Standortlayout. Jedes Segment Ihres Netzwerks befindet sich an einem physischen Standort. Ein Segment kann beispielsweise ein Gebäude oder eine Etage in diesem Gebäude bedienen. Fügen Sie der Zeichnung Informationen über den Standort aller Segmente im Netzwerk hinzu. Stellen Sie danach anhand dieser Informationen fest, wo sich die Microsoft Exchange ServerBenutzer befinden. Eine Beschreibung der Personen, die Microsoft Exchange Server verwenden, hilft bei der Planung und Erfüllung ihrer Datenanforderungen. In diesem Abschnitt fügen Sie Benutzer zu Ihrem Layout hinzu, gruppieren sie und untersuchen anschließend Informationsverwendung und -notwendigkeit jeder einzelnen Gruppe. Gruppieren Sie die Microsoft Exchange Server-Benutzer nach Organisation oder Netzwerkstandort. Versuchen Sie dabei immer, Benutzer mit den dazugehörigen Daten zu gruppieren. Analysieren Sie danach jede Gruppe, um die Art der Informationen festzustellen, die generiert und ausgetauscht werden, die Verwendung der Öffentlichen Ordne, und die Speicherplatz- und Leistungsanforderungen der Gruppe. Wenn Sie später festlegen, welche Benutzer über ein ein Postfach auf einem Server verfügen, können diese Informationen die Entscheidungen hinsichtlich Leistung, Lastenausgleich und Budget vereinfachen. Eine Möglichkeit, mit der Gruppeneinteilung zu beginnen, besteht darin, das Organigramm der Firma zu betrachten oder jedes LAN-Segment zu untersuchen. Fügen Sie die Gruppen mit Namen der Gruppe und einer Schätzung der darin befindlichen Personen zum Layout hinzu. Versuchen Sie, die Benutzer so in Gruppen einzuteilen, dass Sie bei der Planung der Server eine gewisse Flexibilität erhalten. Teilen Sie große Gruppen auf, damit Sie Gruppen vergleichbarer Größe erhalten. Beschreiben Sie nach dem Definieren der Gruppen die Gruppen so, dass es Ihnen beim Entwurf des Standorts leicht fällt, deren Anforderungen zu erfüllen. Nachfolgenden finden Sie einige Vorschläge, wie Sie die für diese Benutzerbeschreibungen erforderlichen Informationen erhalten. Um die Abschätzung der Last und Leistungsbenchmarks zu vereinfachen, wurden von Microsoft drei grundlegende Benutzertypen definiert, die auf den tatsächlichen Verwendungsdaten aktueller E-Mail-Systeme basieren. Parameter Max. Größe Posteingang (in Nachrichten) Andere Verarbeitung alter Nachrichten (pro Tag) Gesamtsendevorgänge pro Tag (berechneter Durchschnitt) Gesamtempfangsvorgänge pro Tag (berechneter Durchschnitt) Benutzerbe darf: Niedrig Mittel Hoch 20 125 250 5 Mal 15 Mal 20 Mal 7 20 39 20 56 119 Natürlich gibt es in jeder Gruppe Unterschiede zwischen den Benutzern. Versuchen Sie für eine Analyse, den Durchschnitt der einzelnen Gruppen zu bestimmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese Daten zu erfassen. Verfügt Ihr aktuelles E-Mail-System über administrative Abrechnungsfunktionen, erstellen Sie für die Mitglieder dieser Gruppen einen Bericht über die aktuelle Verwendung. Falls das aktuelle E-Mail-System das Speichern alle gesendeten Nachrichten ermöglicht, überprüfen Sie mehrere Benutzer in den einzelnen Gruppen, um festzustellen, wie viele Nachrichten ungefähr an einem Tag gesendet werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Personen zu überprüfen, die für ein oder zwei Tage abwesend sind und festzustellen, wie viele neue Nachrichten bei der Rückkehr warten. Mit dieser Überwachungsmethodik können auch andere relevant Daten erfasst werden, wie z. B. wie viele Nachrichten von den Benutzern gespeichert werden. Microsoft Exchange Server ermöglicht das Speichern persönlicher Ordner im Informationsspeicher des Servers und/oder in einem persönlichen Ordnerspeicher auf der Clientarbeitsstation. Öffentliche Ordner werden immer im Informationsspeicher gespeichert. Der Microsoft Exchange Server-Informationsspeicher verwendet eine Speicherarchitektur mit einer einzelnen Instanz, um die Festplattenverwendung zu reduzieren. Wenn ein Benutzer beispielsweise eine Nachricht an zehn Empfänger auf einem Server sendet, erhält das Postfach jedes Benutzers einen Zeiger auf das einzelne gemeinsame verwendete Exemplar der gesendeten Nachricht. Um die Festplattenverwendung auf dem Server weiter zu begrenzen, können Sie den Umfang der persönlichen Nachrichten im Informationsspeicher steuern, indem administrative Datenträgerkontingente festgelegt werden. Bedenken Sie jedoch, dass bei der Serversicherung nur im Informationsspeicher des Servers archivierte Nachrichten gespeichert werden. Wenn Benutzer Nachrichten in persönlichen Ordnern auf ihren Clientarbeitsstationen speichern, können die Daten nicht administrativ gesichert werden. Darüber hinaus können Sie die Speicheranforderungen steuern, indem Sie Richtlinien für die Größe sowie Grenzen für das Alter gesendeter und empfangener Nachrichten implementieren. Auch wenn Sie sich entscheiden, Speichergrenzen für Postfächer zu implementieren, können sich die Anforderungen der einzelnen Benutzergruppen unterscheiden. Eine Analyse Ihres aktuellen E-Mail-Systems bietet eine gute Möglichkeit, die aktuelle Speicherverwendung oder aktuellen Speicheranforderungen zu erkennen. Sie sollten den Daten- und Nachrichtenfluss innerhalb Ihrer Organisation und zu anderen Systemen in Kategorien einteilen. In Ihrem Layout können Sie Anmerkungen hinzufügen, die das normale oder erwartete Lastenmuster jeder einzelnen Gruppe beschrieben. Werden die Nachrichten meistens innerhalb der Gruppe gesendet oder an andere spezielle Gruppen, Standorte bzw. Gateways? Sie können abschätzen, dass irgendein Benutzer in einer Gruppe eventuell Nachrichten an jede andere Gruppe sendet; Sie suchen jedoch nach Hauptlastentendenzen. Die Daten können Sie aus dem vorhandenen E-Mail-System erhalten, wenn es die Erstellung von Berichten ermöglicht, die diesen Fluss beschreiben. Sie können außerdem das Muster anhand einer beispielhaften Analyse der gesendeten Nachrichten oder Posteingänge untersuchen. Nachrichten, die lediglich an lokale Benutzer gesendet werden, erfordern weniger Ressourcen bei der Übermittlung. Aufgrund der Kenntnis der Lasten zwischen Gruppen können Sie planen, dass Gruppen mit dem größten Nachrichtenaustausch denselben Server verwenden, um so die Netzwerk- und Serverlast zu verringern. Die Feststellung der Anforderungen der einzelnen Gruppen hinsichtlich Öffentlicher Ordner hilft Ihnen bei der späteren Planung der Serverhardware und -software. Neben der Beschreibung der Anforderungen der Gruppen an Öffentliche Ordner sollten Sie auch entscheiden, welche Verwaltungsrichtlinien in Hinblick auf Öffentliche Ordner implementiert werden sollen. Sie können Anforderungen an die Öffentlichen Ordner der einzelnen Gruppen abschätzen, indem Sie alle Ordner auswerten, die ausschließlich von dieser Gruppe verwendet werden. Schätzen Sie für jeden Ordner Umfang neuer Informationen. Anzahl und Größe der Nachrichten oder Formulare, die jeden Tag erstellt werden. Lebensdauer der Informationen. Stellen Sie fest, wie lange diese Informationen zur Verfügung stehen sollen. Ein Öffentlicher Ordner mit wöchentlichen Zeitplänen und Ankündigungen muss nicht länger als zwei Wochen zur Verfügung zu stehen, während eine Anwendung, die Kundendaten nachverfolgt, möglicherweise Daten benötigt, die zeitlich unbegrenzt zur Vefügung stehen müssen. Last. Wie viele Benutzer greifen auf den jeweiligen Öffentlichen Ordner zu? Wie oft am Tag? Werden alle neuen Objekte gelesen? Werden Objekte gesucht, sortiert und Ansichten geändert? Öffentliche Ordner müssen sich nicht auf demselben Server befinden wie die Benutzer. Der Öffentliche Ordner einer Gruppe hat daher nicht unbedingt Einfluss auf den Entwurf des Servers. Ist die Last jedoch ausreichend hoch, kann die generierte Netzwerklast Sie veranlassen, die betreffenden Öffentlichen Ordner auf dem Server der Gruppe oder einen anderen Server im gleichen LAN-Segment zu speichern. Alle Microsoft Exchange-Server desselben Standorts führen dieselben Kernfunktionen aus, wie z. B. Verzeichnisdienste, Nachrichtenübertragung und Nachrichtenspeicherung. Einige Microsoft Exchange-Server können zusätzliche Software enthalten oder spezielle Dienste ausführen. Vor der Planung von Serverhardware, Benutzern und Platzierung im Netzwerk sollten Sie abschätzen, welche Dienste im Standort benötigt werden und wie sie sich auf Ihre Pläne auswirken. Sie können festlegen, dass einige Microsoft Exchange-Server die folgende Microsoft Exchange Server-Software enthält: Administrationsprogramm. Clientinstallationsverzeichnisse. Sie können festlegen, dass andere Microsoft Exchange-Server die folgenden Microsoft Exchange Server-Dienste ausführen: Gatewayserver. Speicher für Öffentliche Ordner. POP3-Server. NNTP-Server. Verbindungen zu anderen Standorten. Windows NT Server kann darüber hinaus andere Aufgaben ausführen, die nicht direkt mit Microsoft Exchange Server zusammenhängen. Beispielsweise: Primärer Domänencontroller (PDC). Sicherungsdomänencontroller (Backup Domain Controller, BDC). RAS-Server. SQL-Server. Microsoft Systems Management Server. Microsoft SNA Server. Da der erste Server in einem Standort über einen verborgenen Öffentlichen Ordner verfügt, der Informationen zu den Frei/Gebucht-Zeiten für jeden Microsoft Schedule+-Benutzer im Standort und anderen Standorten enthält, kann dies Einfluss darauf haben, welcher Server zuerst installiert wird. Wenn ein Benutzer versucht, eine Besprechung zu Planen und das Planungsprogramm verwendet, liest Schedule+ die Informationen zu den Frei/GebuchtZeiten in diesem Öffentlichen Ordner für alle eingeladenen Empfänger, die sich nicht auf deren Basisserver befinden. Der Umfang dieses Öffentlichen Ordners sollte 3 KB pro Benutzer in der Organisation betragen. Die Last dieses Öffentlichen Ordners hängt davon ab, wie Sie Schedule+ verwenden, um Besprechungen mit Personen oder Ressourcen zu planen, die sich nicht auf Ihrem Basisserver befinden. Wird ein Microsoft Exchange-Server nicht vollständig ausgelastet, können Sie bestimmen, dass er zusätzlicher Dienste ausführt. Wenn es sich beispielsweise bei allen Servern im Standort mit Ausnahme eines Servers um Computer mit einem Prozessor handelt und alle die gleiche Anzahl Benutzer verarbeiten müssen, sollte der Computer mit mehreren Prozessoren für prozessorintensive Aktivitäten verwendet werden. Verfügt ein Server über mehr verfügbaren Festplattenspeicher als die anderen, können Sie ihn als Basisserver für Öffentliche Ordner verwenden. Verwenden alle Server eine standardisierte Konfiguration und eine gleichmäßige Benutzerlast, verteilen Sie diese Dienste gleichmäßig auf alle Server im Standort. Die Überwachung Ihrer Server nach der Installation bildet die einzige Möglichkeit, festzustellen, wo Gateways, neue Benutzer und Öffentliche Ordner hinzugefügt werden. Einige E-Mail-Programme verfügen über eigenständige Clientprogramme für den mobilen Zugriff. Microsoft Exchange Server ermöglicht es jedoch allen Clients, über einen Remoteverbindung auf persönliche und Öffentliche Ordner zuzugreifen. Die Clients können offline für die Arbeit mit persönlichen Informationsspeichern verwendet werden und eine Verbindung zum Server herstellen, indem sie mit einer Vielzahl Software und Hardware eine Verbindung zu einem Remotenetzwerk herstellen. Nach der Verbindung mit dem Netzwerk kann der Client eine Verbindung zum Server herstellen, ausgehende Nachrichten senden und wartende Nachrichten abrufen. Berücksichtigen Sie bei der Planung Ihres Microsoft Exchange Server-Standortes die Anforderungen der mobilen Benutzer. Dies umfasst die Verwaltung des Remotezugriffs, das Bereitstellen von genügend Modems, Telefonleitungen und ISDN- oder X.25-Verbindungen für das erwartete Lastenaufkommen sowie das Einschließen von Flexibilität für späteres Wachstum. Darüber hinaus können Sicherheitsanforderungen in Erwägung gezogen werden. Verbinden mit Microsoft Exchange Server Microsoft Exchange-Clients benötigen Netzwerkzugriff auf Microsoft Exchange Server. Befinden sie sich an einem Remotestandort, benötigen Sie eine Verbindungsmöglichkeit zum Netzwerk, so dass sie RPCs an Microsoft Exchange Server senden können, als befänden sie sich in einem LAN. Für die Verbindung mit dem Netzwerk können Microsoft Exchange-Clients Kommunikationsprogramme starten und beenden, die im Client oder Netzwerkbetriebssystem enthalten sind. Sie müssen diese Software nicht verwenden, um die Netzwerkverbindung herzustellen. Sie wird aus praktischen Gründen standardmäßig zur Verfügung gestellt. Client MS-DOS Windows® 16-Bit Windows für Workgroups Windows 32-Bit Windows 95 Webbrowser Standarddatenübertragung Shiva: im Microsoft Exchange-Client enthalten Shiva: im Microsoft Exchange-Client enthalten RAS: im Betriebssystem enthalten RAS: im Betriebssystem enthalten DFÜ-Netzwerk: im Betriebssystem enthalten Aktive Nachrichtenübermittlung über Internetdienstanbieter oder DFÜ-Netzwerk Auf der Serverseite für den Remotezugriff auf Microsoft Exchange Server stehen drei Optionen zur Verfügung: Windows NT RAS-Server. RAS bildet einen Bestandteil von Windows NT-Servern und unterstützt Verbindungen von RAS- und Shiva-Clients. Bei RAS handelt es sich um ein Microsoft-Produkt, das die Verbindung einer Remotearbeitsstation zu einem Netzwerk ermöglicht. Bei RAS können Sie eins der folgenden Verbindungsverfahren verwenden: Modem, X.25Netzwerk direkt oder über ein Modem und PAD (Packet Assembly and Disassembly), Modempool, ISDN, SNA, Sicherheitshosts und –switches oder RS-232Nullmodemkabel. Ein Microsoft Exchange-Server kann auch als Host für RAS-Server fungieren. Abhängig von den Anforderungen des Remotezugriffs können Sie einen RAS-Server jedoch auch auf einem dedizierten Windows NT-Server installieren. Weitere Informationen zu den Eigenschaften von RAS finden Sie in der Dokumentation zu Windows NT RAS-Server. Shiva LanRover Shiva LanRover unterstützt Verbindungen von Shiva und RAS. Sonstige Jede Serversoftware für Remotezugriff, die mit der RAS- oder Netzwerksoftware kompatibel ist, die zurzeit von den Remotearbeitsstationen verwendet wird. Bei der Planung der RAS-Hardwareanforderungen sollten Sie die Lastmuster der mobilen Benutzer untersuchen. Die folgenden Faktoren können sich auf Ihre Entscheidungen auswirken: Anzahl der Remoteclients. Häufigkeit und Dauer der Verbindungen. Umfang der gesendeten und empfangenen Daten. Zeitpunkt der Anrufe. Benutzerfreundlichkeit der Remoteclients. Verbindungsgeschwindigkeit. Von einem RAS-Server können mehrere mobile Benutzer unterstützt werden, solange sie nicht zu häufig anrufen. Wenn alle mobile Benutzer gleichzeitig Nachrichten übermitteln möchten, müssen Sie mehr Leitungen zur Verfügung stellen, um die Last zu verarbeiten. Oder fordern Sie die Benutzer auf, ihre Anrufe über einen längeren Zeitraum zu streuen. Wenn Sie mehrere Verbindungen im Standort unterstützen möchten, sollten Sie entscheiden, ob in der Telefonanlage Ihrer Firma ein Sammelanschluss benötigt wird. Bei einem Sammelanschluss werden die Anrufe an eine einzelne Telefonnummer auf ein verfügbares Modem umgestellt. Ansonsten wäre für jedes Modem eine eigene Telefonnummer erforderlich. Ein Sammelanschluss erleichtert und beschleunigt die Verbindung mobiler Benutzer. Eine wesentlichere Überlegung betrifft die Geschwindigkeit der Verbindungen. Ein Remoteclient mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von 9600 Bit/s belegt eine Verbindung länger als ein Remoteclient mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von 19.200 Bit/s. Diese Geschwindigkeit wird bei asynchronen Verbindungen durch die verwendeten Modemtypen und die höchsten Übertragungsraten begrenzt, bei denen die Modems eine Verbindung herstellen können. Bei X.25-Verbindungen wird die Geschwindigkeit entweder durch die Bandbreite der Mietleitung oder die Modemgeschwindigkeit des PAD nach oben begrenzt (sofern ein PAD verwendet wird). Unterstützt das aktuelle E-Mail-System bereits den Zugriff mobiler Benutzer, können Sie Ihre Erfahrungen mit diesen Verbindungen als Leitfaden bei der Planung des mobilen Benutzerzugriffs auf Microsoft Exchange Server verwenden. Dies eignet sich als Einstieg, liefert jedoch eventuell keine genaue Abschätzung der tatsächlichen Anforderungen. Die folgenden Faktoren können den Bedarf an Verbindungen erhöhen: Alle Microsoft Exchange Server-Benutzer verfügen nun über Clients, die mobil eingesetzt werden können. Die Anzahl der tragbaren und Heimcomputer steigt. Die folgenden für Microsoft Exchange Server verfügbaren Optionen können die Anzahl der benötigten Verbindungen verringern: Hochgeschwindigkeitsverbindungen, wie z. B. X.25 und ISDN. Möglichkeit der Vorschau von Nachrichtenkopfzeilen zur Prüfung vor dem Download. Serverbasierte automatische Assistenten zum Sortieren und Weiterleiten neuer Nachrichten. Automatisierte Features für Verbindungen in den Nachtstunden. Automatische Komprimierung aller Nachrichten (gilt nicht für Anlagen). Planen der Standortserver Die Anzahl der für einen Standort erforderlichen Server mit Microsoft Exchange Server hängt von der Anzahl der Benutzer, der Öffentlichen Ordner und der Gateways ab, die unterstützt werden sollen, sowie von der Art der zu verwendenden Hardware. Sie können die Skalierungsinformationen, das abgeschlossene Standortlayout und die Empfehlungen in den folgenden Abschnitten für die Planung der Hardware- und Softwareanforderungen verwenden. Die fünf folgenden Hauptfaktoren beeinflussen die Serverleistung: Die Anzahl der Datenträger. Optimierte E/A-Operationen. Umfang des Speichers. Prozessorgeschwindigkeit und Anzahl der Prozessoren. Netzwerkkarten. Diese Faktoren werden in diesem Abschnitt zur Planung der Standortserver erläutert. Die Microsoft Exchange Server-Leistungsoptimierung Microsoft Exchange Server enthält ein Planungs- und Systemoptimierungstool, das die optimale Leistung Ihres Microsoft Exchange Server-Computers sicherstellt. Abhängig von der Systemkonfiguration empfiehlt die benutzerfreundliche Leistungsoptimierung die Dateispeicherorte für Microsoft Exchange Server, Speicherverwendung und verschiedene andere Systemparameter, die die Leistung von Microsoft Exchange Server beeinflussen. Sie sollten die Leistungsoptimierung unbedingt bei der Installation von Microsoft Exchange Server und bei jeder Änderung der Systemkonfiguration ausführen. Darüber hinaus erhöht eine einwandfreie Planung des Server die Leistung. Wenn Sie beispielsweise Benutzer auf den Servern gruppieren, an die die Benutzer hauptsächlich Nachrichten senden, steigt der Prozentsatz der Nachrichten, die ausschließlich an Empfänger auf demselben Server adressiert sind. Diese Nachrichten werden lokal übermittelt. Der Informationsspeicher übermittelt daher die Nachrichten ohne Beteiligung des MTA, so dass Datenträger- und CPU-Last auf dem Server reduziert werden. Das Standortlayout liefert viele unterschiedliche Ansichten des Standorts und alle Faktoren, die sich auf dessen Entwurf auswirken. Da es sich bei Microsoft Exchange Server um ein System handelt, garantiert der Entwurf des Systems gemäß den Anforderungen des Microsoft Exchange Server-Standorts und der –Organisation, dass die Anforderungen der einzelnen Benutzer erfüllt werden. Geringe Leistung eines Microsoft Exchange-Servers kann sich auf die Benutzer anderer Microsoft Exchange-Server und –Standorte auswirken. Wie die folgenden Abbildung veranschaulicht, gibt es mehrere Hardwarekonfigurationen, die die Anforderungen des Standorts erfüllen können. Abhängig von dem gewünschten Kosten/Nutzen-Verhältnis können Sie entweder eine größere Anzahl kleinerer Server implementieren oder mehrere leistungsfähigere Server. Jede Konfiguration besitzt Vor- und Nachteile. Die folgende Tabelle fasst die Vor- und Nachteile der Verwendung mehrerer weniger leistungsfähiger Computer zusammen. Vorteile Nachteile Ein einzelner Fehler wirkt sich auf weniger Benutzer aus. Jeder Server kann an die zu unterstützenden Benutzer angepasst werden. Schrittweises Steigern der Kapazität ist in der Regel kostengünstig. Mehr Auswahl serienmäßig gefertigter Hardware. Mehr Hardware, die gewartet werden muss. Benutzerdefinierte Hardware erhöht die Supportkosten. Die Zunahme der Benutzer oder Last erfordert mehr Hardware. Größerer Netzwerkoverhead und Speicher für replizierte Daten. Die folgende Tabelle fasst die Vor- und Nachteile der Verwendung weniger leistungsfähigerer Computer zusammen. Vorteile Ermöglicht Upgrades von Prozessoren und Datenträgerarrays. Nachteile Weniger Hersteller zur Auswahl. Die vom vorhandenen E-Mail-System verwendete Hardware kann möglicherweise nicht verwendet werden. Weniger Netzwerklast bei mehr Benutzern pro Server, da sich Die Netzwerkkarte muss ein hohes wahrscheinlich alle Empfänger auf Benutzerlastaufkommen an die demselben Server befinden. Der einzelnen Server verarbeiten können. Verzeichnisdienst muss darüber hinaus Verzeichnisänderungen auf weniger Server replizieren, so dass die Netzwerklast reduziert wird. Geringere Anforderungen an den gesamten Festplattenspeicher aufgrund der Einzelinstanz-Speicherarchitektur. Fehlertoleranterer Aufbau und Fehlerkorrektur bei leistungsfähigerer Hardware möglich. Reduzierter Verwaltungsaufwand. Der Informationsspeicher ist größer und Sicherung und Wiederherstellung dauert länger. Erhöhte Anfälligkeit gegenüber einem Einzelpunktversagen. In einigen Standorten kann die Mischung von großen und kleinen Servern die Anforderungen großer und kleiner Arbeitsgruppen optimal erfüllen. Es gibt jedoch keine optimale Lösung, die die Anforderungen aller Standorte und Benutzer erfüllt. Sie können jederzeit später Benutzer zusammenschließen oder verteilen, wenn sich die Strategie ändert oder die Lasten angepasst werden müssen. Dieser Abschnitt enthält Richtlinien, um die erforderlichen Systemressourcen zu bestimmen, und beschreibt, wie Microsoft Exchange Server Systemressourcen verwendet. Anhand dieser Informationen können Sie die Computer mit Microsoft Exchange Server in Ihrem Standort planen. Systemspeicher für die Verarbeitung der Benutzeranfragen an das Verzeichnis, für die Verbindungen zu den jeweiligen Microsoft Exchange Server-Postfächern und für die Übertragung von Informationen zu und von den Postfächern, die auf einem Server gespeichert sind. Festplattenspeicher für die Serversoftware und für Informationsspeicher, Verzeichnisdienst und Transaktionsprotokolldateien von Microsoft Exchange Server. Übertragungsbandbreite der Datenträger für die Lese- und Schreibvorgänge der Informationen auf Datenträger. Schnelle Busarchitektur, die Datenträger- und andere E/A-Anforderungen genügend unterstützt. CPU-Verarbeitungszeit für alle Dienste, um Anfragen von Clients, Gateways und anderen Microsoft Exchange-Servern zu verarbeiten. Bandbreite der Netzwerkkarte, um die Netzwerklast zu verarbeiten. Mehrere Netzwerkkarten sind möglich. Optionale externe Kommunikationsshardware für Remoteclients. Weitere Informationen zu Transaktionsprotokolldateien In der Regel sind transaktionsbasierte Datenbanken, wie z. B. die Microsoft Exchange Server-Datenbank, so aufgebaut, dass die Daten aus dem Arbeitsspeicher (RAM) zuerst in eine schnelle, sequenziell angeordnete Transaktionsprotokolldatei geschrieben werden, und nicht direkt in den Informationsspeicher. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn weniger Datenträgeraktivitäten stattfinden, werden die Daten aus dem Speicher in den eigentlichen Informationsspeicher geschrieben. Dies erfolgt hauptsächlich aus Leistungsgründen, da die Daten in sehr kurzer Zeit in die Transaktionsprotokolldatei geschrieben werden. Dieses Verfahren ist jedoch auch bei der Wiederherstellung in Notfällen nützlich, da die Datenbankdateien anhand dieser Protokolle vollständig wiederhergestellt werden können. Wenn Gatewaysoftware zu einem Microsoft Exchange-Server hinzugefügt wird, wird mehr Festplattenspeicher, Übertragungsbandbreite der Datenträger und Systemspeicher verwendet. Werden physische Netzwerkverbindungen zu einem Microsoft Exchange-Server hinzugefügt, die von Gateways verwendet werden, müssen Sie zusätzlichen Systemspeicher einplanen, der die Spitzenlasten dann verarbeitet, wenn Benutzer Verbindungen zum System herstellen und trennen und wenn Gatewayverbindungen geplant sind. Berücksichtigen Sie bei der Planung der Hardware für Microsoft Exchange Server-Computer zukünftige Anforderungen. Auf diese Weise können Sie bei zunehmender Anzahl von Benutzern und Gateways in einem Standort die vorhandene Hardware auf den aktuellen Servern neu konfigurieren, anstatt weitere Server hinzuzufügen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die für Microsoft Exchange-Server vorhandene Serverhardware optimal zu verwenden: Vergrößern Sie die Anzahl oder Geschwindigkeit der Datenträger oder Datenträgerarrays. Optimieren Sie das E/A-System, da datenträgerintensive Prozesse bei einem langsamen E/A-System mehr Zeit in Anspruch nehmen. Verwenden Sie einen schnellen Cachecontroller mit einer hochleistungsfähigen Schnittstelle, wie z. B. PCI SCSI. Vergrößern Sie den Systemspeicher für jeden Microsoft Exchange Server-Computer. Kaufen Sie die schnellsten Einzelprozessoren. Ersetzen Sie Festplattenlaufwerke und Datenträgersätze durch Datenträgerarrays mit Stripesets. Gespiegelte Laufwerke mit Stripesets bieten maximalen Datenschutz und optimalen Lesezugriffs auf Kosten des Festplattenspeichers. Minimieren Sie die Anzahl der Nicht-Microsoft Exchange Server-Softwareprozesse, die auf der Serverhardware ausgeführt werden. Obwohl der Microsoft Exchange Server-Computer andere Prozesse unterstützen kann, sollte der Server für optimale Leistung nur für Microsoft Exchange Server-Prozesse verwendet werden. Upragden Sie die Prozessoren in vorhandenen Servern, oder verwenden Sie in vorhandenen Servern mehrere Prozessoren. Durch eine Planung vor der Installation können Sie Hardware auswählen, die einfach aktualisiert werden kann. Wird nach der Installation ein Engpass erkannt, können Sie ihn mit einem geringfügigen Upgrade beheben, anstatt einen neuen Server zu installieren oder das Standortlayout zu ändern. Viele RAID-Arrays unterstützen beispielsweise ein Hinzufügen oder ein Upgrade der enthaltenen Festplattenlaufwerke. Einige Computer verfügen über Steckplätze für zusätzliche symmetrische Prozessoren. Computer verfügen über unterschiedliche Grenzen für die maximale Größe des Arbeitsspeichers, der installiert werden kann. Auch wenn Sie diese Fähigkeiten nicht sofort benötigen, kann dies die Berücksichtigung eines zukünftigen Wachstums erleichtern. Hierbei handelt es sich um einen andauernden Vorgang. Mit Planung, Analyse und Optimierung sollten Sie in der Lage sein, die Anforderungen der Benutzer mit den verfügbaren Ressourcen zu erfüllen. Das Standortlayout liefert viele unterschiedliche Ansichten der Benutzergruppen und deren Anforderungen. Sie können die folgenden allgemeinen Richtlinien beim Entwurf der Server verwenden. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Richtlinien gleichzeitig berücksichtigt werden können, da einige miteinander in Konflikt treten. Sie werden hier als Faktoren dargestellt, die beim Entwurf berücksichtigt werden sollten, damit Sie die Entscheidungen treffen können, die den Anforderungen des Standorts entsprechen. Konzentrieren Sie Postfächer und Gruppen, die am häufigsten Nachrichten untereinander austauschen, um die Vorteile der lokalen Übermittlung zu nutzen. Platzieren Sie alle Benutzer eines Server in demselben Netzwerksegment. Sie erhalten optimale Leistung, wenn die meisten Daten innerhalb eines Netzwerksegments übertragen werden. Verteilen Sie in einem WAN Kopien der Clientinstallationsverzeichnisse und des Administratorprogramms. Verteilen Sie Postfächer (z. B. die Postfächer der Administratoren) und wichtige Öffentliche Ordner unternehmenswichtiger Personen, damit ein Einzelfehler nicht die Geschäftstätigkeit verhindert. Konzentrieren Sie unternehmenswichtige Postfächer, Öffentliche Ordner und Gateways auf Servern mit Hardware, die während des Betriebs ausgetauscht werden kann. Bei den Microsoft Exchange Server-Programmdateien handelt es sich um MultithreadProzesse, die als Windows NT-Dienste ausgeführt werden. Alle Prozesse weisen Systemspeicher dynamisch zu oder enziehen ihn. Die Prozesse können so viel Systemspeicher verwenden, wie in der Serverhardware verfügbar ist. Ist der physische Speicher aufgebraucht, sind neue Prozesse und Programme dazu gezwungen, virtuellen Speicher zu verwenden. Bei dem virtuellen Speicher handelt es sich um simulierten Arbeitsspeicher, der unter Verwendung eines Teils der Festplatte als Auslagerungsdatei erstellt wird. Dies verlangsamt die Prozesse und Programme auf Windows NT Server-Computern, die virtuellen Speicher verwenden und die auf der Festplatte lesen und schreiben müssen. Für optimale Leistung sollten die Microsoft Exchange Server-Computer mindestens über ausreichend physischen Systemspeicher verfügen, um eine dauerhafte starke Verwendung des virtuellen Speichers zu vermeiden. Sie sollten den Serverspeicher bei zunehmender Clientverwendung des Server vergrößern, und wenn auf dem Server mehr Dienste ausgeführt werden. Mit der Microsoft Exchange-Leistungsoptimierung können Sie die Speicherverwendung auf dem Microsoft Exchange Server-Computer optimieren. Wenn Sie physischen Arbeitsspeicher (RAM) zu Ihrem Microsoft Exchange Server-Computer hinzufügen, sollten Sie die Leistungsoptimierung erneut ausführen. Im Laufe der Zeit vergrößert sich der Informationsspeicher von Microsoft Exchange Server. Die Größe der Dateien steigt abhängig von der Größe der folgenden Objekte: Postfächer. Verteilerlisten. Öffentliche Ordner. Gateways. Remotebenutzer. Nachrichten. Objekte in Öffentlichen Ordnern. Ausgehende Nachrichten in Warteschlangen zu Gateways oder anderen Standorten. Um die Festplattenanforderungen besser zu steuern und die Leistung zu steigern, planen Sie Verwaltungsrichtlinien, und beschränken Sie den Speicherplatz durch folgende Maßnahmen: Setzen Sie Speichergrenzen für alle Benutzer, um die Größe der Benutzerpostfächer zu beschränken. Beschränken Sie das maximale Alter von Unterlagen in Öffentlichen Ordnern, um deren Umfang zu verringern. Beschränken Sie den Speicher für Öffentliche Ordner. Beschränken Sie die maximale Nachrichtengröße. Steigen die Anforderungen über die anfänglichen Schätzungen hinaus, können Sie den verfügbaren Festplattenspeicher mithilfe der folgenden Strategien anpassen: Fügen Sie einen neuen Microsoft Exchange-Server zum Standort hinzu, zu dem die neuen Benutzer hinzugefügt werden. Fügen Sie einen neuen Microsoft Exchange-Server zum Standort hinzu, und verschieben Sie mehrere Postfächer auf den neuen Server. Verschieben Sie Öffentliche Ordner auf andere Microsoft Exchange-Server im Standort, und replizieren Sie sie nicht innerhalb des Standortes. Erwägen Sie, einen Microsoft Exchange-Server ausschließlich für Öffentliche Ordner zu verwenden. Erhöhen Sie die Verbindungshäufigkeit zu anderen Standorten und Systemen, um die ausgehenden Warteschlangen zu verkleinern. Bei hoher MTA-Last sollten Sie erwägen, einen Microsoft Exchange-Server ausschließlich zum Übermitteln dieser Nachrichten zu verwenden. Überwachen Sie den für einzelne Postfächer reservierten Festplattenspeicher, und bitten Sie bestimmte Benutzer, veraltete Nachrichten zu löschen. Falls der Speicherplatz der Festplatten ein Problem darstellt, sollten Sie erwägen, die Verwendung des Ordners Gesendete Objekte zu verhindern, da er im Laufe der Zeit sehr umfangreich werden kann. Sie können auch die Option Postfach leeren im Microsoft Exchange Server-Administrationsprogramm erwägen, um alte Nachrichten aus dem persönlichen Ordnerspeicher zu löschen. Fügen Sie Festplattenlaufwerke hinzu. Windows NT Server ermöglicht die Konfiguration mehrerer physischer Laufwerke in ein virtuelles Laufwerk oder einen virtuellen Datenträgersatz. Partitionieren Sie vor der Installation ein Laufwerk in Laufwerk C: für Windows NT Server und Laufwerk D: für Microsoft Exchange Server. Sie können später eine zweite Festplatte hinzufügen und Laufwerk D: so erweitern, dass die zweite Festplatte ganz oder teilweise verwendet wird. Sie können bis zu 32 Festplattenlaufwerke verbinden, um einen Datenträgersatz zu bilden. Das Laufwerk C: kann mit diesem Verfahren jedoch nicht in einen Datenträgersatz erweitert werden. Sie müssen dies daher vor der Installation von Windows NT Server bei der Planung berücksichtigen. Wenn der Computer über mehrere Festplattenlaufwerke verfügt, sollten Sie einige der anderen verfügbaren Optionen für die Datenträgerverwaltung erwägen, bevor Microsoft Exchange Server installiert wird: Datenträgeraufteilung. Bei der Datenträgeraufteilung wird ein virtuelles Laufwerk erstellt, das zwei oder mehr Festplatten umfasst. Sie können so die E/A-Leistung des privaten und/oder öffentlichen Informationsspeichers erheblich steigern. Beim Schreiben in eine Datei werden einige Daten auf alle Festplatten im virtuellen Laufwerk geschrieben, um die Schreibzeit zu reduzieren. Lesevorgänge werden ähnlich beschleunigt, da gleichzeitig von mehreren Quellen gelesen wird. Datenträgeraufteilung mit Parität. Die Datenträgeraufteilung mit Parität benötigt mindestens drei Festplattenlaufwerke. Dieses Verfahren ist ähnlich der normalen Datenträgeraufteilung, da die Schreib- und Lesevorgänge in einer Datei auf die Festplattenlaufwerke verteilt werden. Für jedes Datenelement, das auf eine Festplatte geschrieben wird, wird jedoch auch ein Paritätsstripe geschrieben. Fällt ein Festplattenlaufwerk im virtuellen Laufwerk aus, können die Daten auf diesem Laufwerk anhand der Daten und Paritätsstripes der anderen Festplattenlaufwerk wiederhergestellt werden. Dabei wird zwar mehr Festplatten-Speicherplatz benötigt, um gleichgroße Informationsspeicher zu speichern, bietet jedoch Fehlertoleranz. Datenträgerspiegelung. Bei der Datenträgerspiegelung wird auf einem zweiten Festplattenlaufwerk eine identische Kopie der Festplatte erstellt. Bei Ausfall des ersten Laufwerks, befinden sich alle Daten auf dem zweiten Laufwerk. Dies steigert zwar nicht die Geschwindigkeit von Schreibvorgängen, jedoch wird die Lesegeschwindigkeit verbessert, da von einer der beiden Festplatten gelesen werden kann. Dieses Verfahren bietet ebenfalls die Fehlertoleranz der Datenträgeraufteilung mit Parität, ohne dass drei Festplattenlaufwerke erforderlich sind. Nach der Installation von Microsoft Exchange Server bildet die Datenträgerspiegelung die einzige zu implementierende Möglichkeit, ohne alle Daten zu sichern und die Laufwerke neu zu formatieren. Wenn Sie sich für eine Speicherlösung entscheiden, sollten Sie mit der Microsoft ExchangeLeistungsoptimierung einen Benchmark für das E/A-Subsystem ausführen und sich die empfohlenen Verzeichnisse für die relevanten Microsoft Exchange Server-Dateien vorschlagen lassen. Wenn Sie neue Datenträger zu Ihrem Microsoft Exchange ServerComputer hinzufügen, können Sie mit der Leistungsoptimierung die optimale E/AInstallation herausfinden. Microsoft Exchange Server profitiert von der SMP-Unterstützung (Symmetric MultiProcessor) in Windows NT. Wenn die Verarbeitungsgeschwindigkeit die Leistung von Microsoft Exchange Server einschränkt, wird der Kauf eines schnelleren Prozessors empfohlen. Wenn Sie bereits den schnellsten Prozessor für Ihren Server verwenden, sollten Sie zusätzliche Prozessoren hinzufügen. Der Microsoft Exchange Server-Computer benötigt ausreichende Verarbeitungsleistung, um die Anfragen von Clients, anderen Servern im Standort sowie optionalen speziellen Diensten zu verarbeiten, wie z. B. Gateways, Verbindungen zu anderen Standorten, RAS-Server und Dateiserver für die Clientinstallationen. Nicht alle Server benötigen mehrere Prozessoren, und nicht jede Hardware lässt sich ohne weiteres auf mehrere Prozessoren upgraden, falls dies später erforderlich wird. Planen Sie Ihre Prozessorauswahl entsprechend. Ein Microsoft Exchange-Server benötigt mindestens eine physische Verbindung zum Netzwerk. Sie können ggf. in dem Microsoft Exchange-Server mehrere Netzwerkkarten, 32Bit-Adapterkarten und/oder PCI-Adapterkarten installieren. Sie können den Netzwerkdurchsatz mithilfe mehrerer Netzwerkkarten hoher Geschwindigkeit maximieren. Serverhardware, die E/A-Operationen auf verschiedene Kanäle verteilt, hilft ebenfalls bei der Optimierung der Netzwerkleistung. Schlussfolgerung Bei der Implementierung unternehmenswichtiger Systeme entscheidet die Anfangsplanung oftmals über den Erfolg des Projekts. Dies gilt sicherlich auch für Microsoft Exchange Server. Wie in diesem Dokument gezeigt wurde, erfolgt der Planungs- und Entwurfsvorgang wiederholt. Auch nach der Installation der ersten Microsoft Exchange-Server ist unter Umständen eine weitere Optimierung notwendig. Microsoft hofft, Ihnen mit diesem Dokument einen brauchbaren Einstiegspunkt für die Planung einer erfolgreichen Implementierung bereitgestellt zu haben. © 1999 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die behandelten Themen aus der Sicht der Microsoft Corporation zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Da Microsoft auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens Microsoft dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht garantieren. Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI SIE AUSDRÜCKLICH ODER KONKLUDENT. Microsoft, MS-DOS, Windows und Windows NT sind entweder eingetragene Marken oder Marken der Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Ländern. Namen anderer hier erwähnten Produkte oder Firmen können Marken der jeweiligen Eigentümer sein. Microsoft Corporation • One Microsoft Way • Redmond, WA 98052-6399 • USA 0199