Betriebssystem Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP Von John Calhoon Microsoft Corporation Veröffentlicht: Juli 2001 Zusammenfassung In diesem Whitepaper werden die Verbesserungen beschrieben, die das Betriebssystem Microsoft® Windows® XP Professional für Geschäftsanwender im Bereich der mobilen Datenverarbeitung bringt. Durch neue und verbesserte Funktionen richtet sich Windows XP Professional an die speziellen Anforderungen, die mobile Benutzer an Betriebssysteme für Laptopcomputer und eine konsistente, harmonische Arbeitsumgebung sowohl unterwegs als auch im Büro stellen. Dieses Dokument ist ein vorläufiges Dokument und kann bis zum endgültigen kommerziellen Release der beschriebenen Software noch erheblich verändert werden. Die im vorliegenden Dokument enthaltenen Informationen geben die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuelle Meinung der Microsoft Corporation zu den behandelten Themen wieder. Da Microsoft auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens Microsoft dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht garantieren. Dieses Dokument dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI SIE AUSDRÜCKLICH ODER KONKLUDENT. Die Benutzer/innen sind verpflichtet, sich an alle anwendbaren Urheberrechtsgesetze zu halten. Unabhängig von der Anwendbarkeit der entsprechenden Urheberrechtsgesetze darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis der Microsoft Corporation kein Teil dieses Dokuments für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder in einem Datenempfangssystem gespeichert oder darin eingelesen werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln (elektronisch, mechanisch, durch Fotokopieren, Aufzeichnen usw.) dies geschieht. 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Microsoft Corporation • One Microsoft Way • Redmond, WA 98052-6399 • USA Inhalt Mitwirkende ............................................................................................. 4 Einführung ............................................................................................... 5 Schnelles Starten und Energieverwaltung ........................................... 6 Verbesserte Benutzerfreundlichkeit für mobile Benutzer .................. 9 DualView 9 Benutzerprofile 9 Erteilen von Dateizugriffsberechtigungen 10 Schützen von Laptopcomputern mit Smartcards 10 Anschließen und Verwalten von Peripheriegeräten 10 Docken und Ausdocken 11 Hardwareprofile 11 Erstellen von Remoteverbindungen ................................................... 15 Virtuelle private Netzwerke .................................................................. 17 Drahtlose Verbindungen ...................................................................... 19 Drahtlose Hochgeschwindigkeitsverbindungen 19 IrDA 20 Verwenden desselben Geräts für mehrere Verbindungen ............... 21 Offlineverwendung von Ressourcen .................................................. 22 Zugreifen auf Dateien und Ordner im Offlinezustand 22 Zugreifen auf Webinhalte im Offlinezustand 23 Zentrale Synchronisierung 23 Sichern von Informationen 24 Schützen von Daten 24 Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 2 Plötzliches Entfernen von Hardware ................................................... 26 Keine Popupnachrichten mehr, die auf das „plötzliche Entfernen“ von Geräten hinweisen 26 Zusammenfassung ............................................................................... 27 Weitere Informationen .......................................................................... 28 Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 3 Mitwirkende John Calhoon, Microsoft Corporation Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 4 Einführung Die Beliebtheit von Laptopcomputern ist ein Beweis dafür, dass Benutzer ein besonderes Interesse an mobilen Technologien haben. Windows XP Professional wurde entwickelt, um die mobile Datenverarbeitung zu vereinfachen. Dieses Betriebssystem soll Ihnen den Zugriff auf Informationen bieten, auch wenn Sie nicht im Büro sind. Die Verbesserungen der mobilen Datenverarbeitung unter Windows XP Professional bauen auf der Flexibilität von Microsoft Windows® 2000 Professional auf. Dank der neuen Features für die mobile Datenverarbeitung können Sie unterwegs oder zu Hause genauso viel erledigen wie im Büro, und Sie können produktiv sein, unabhängig von Ihrem Standort. Werden diese Funktionen zur Zuverlässigkeit, zur Leistung und zu den Kommunikationsfeatures von Windows XP Professional hinzugefügt, erhalten Sie ein System, das so arbeitet, wie Sie es sich immer gewünscht haben. In diesem Dokument werden die Verbesserungen erläutert, die Windows XP Professional Geschäftsanwendern im Bereich der mobilen Datenverarbeitung bringt. Sofern nicht anderweitig angemerkt, benötigen die in diesem Dokument beschriebenen Funktionen keine spezielle Hardware und können in beinahe jeder Netzwerkumgebung eingesetzt werden. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 5 Schnelles Starten und Energieverwaltung Es können mehrere Minuten vergehen, bis ein durchschnittlicher Computer vollständig gestartet ist, was bei einem Treffen mit potentiellen Kunden mit wenig Zeit und Geduld deutlich zu lange dauert. Die Wartezeiten für das Hoch- und Herunterfahren sind im Hinblick auf die Zufriedenheit mobiler Benutzer ausschlaggebend. Windows XP Professional zeichnet sich durch Verbesserungen bei der Energieverwaltung aus, durch die der Computer beinahe so schnell gestartet werden kann, wie ein Schalter umgelegt wird. Wie bereits bei Windows 2000 beruht die Energieverwaltung unter Windows XP auf der ACPI-Spezifikation (Advanced Configuration and Power Interface), die einem Computer den Übergang aus dem Ruhezustand in einen aktivierten Zustand in weniger als 30 Sekunden ermöglicht. Im Ruhezustand wird die gesamte Energieversorgung des Computers auf unbestimmte Zeit deaktiviert, während der Zustand geöffneter Programme und verbundener Hardware so erhalten bleibt, wie er vor dem Wechsel des Computers in den Ruhezustand vorlag. Für den besonders schnellen Zugriff unterstützt Windows® XP Professional den Standbymodus, der das System in eine Art Tiefschlaf versetzt, bei dem äußerst wenig Energie verbraucht wird. Die Aktivierung aus dem Standbymodus dauert nur wenige Sekunden, während die Lebensdauer der Batterie um etliche Stunden steigt. Leistungssteigerungen beim Ruhezustand und der anschließenden Wiederaufnahme erhöhen die Verfügbarkeit des Systems. Verzögerungen, die in mehreren Bereichen des Systems zuvor während des Startvorgangs auftraten, wurden minimiert oder vollständig umgangen. Mithilfe von ACPI kann Windows XP Professional den Energiestand eines Systems abhängig von den Eingaben des Benutzers, von Anwendungen und von Gerätetreibern verwalten. Wenn Sie beispielsweise Handelsvertreter sind und zwischen den Kundenbesuchen gelegentlich Notizen auf einem mobilen PC vornehmen oder nach Informationen in den Produktspezifikationen suchen, können Sie das System so konfigurieren, dass der Bildschirm und die Festplatte nach zwei Minuten Inaktivität ausgeschaltet werden. Das System kann zudem so konfiguriert werden, dass es nach einer bestimmten Zeitdauer der Inaktivität in den Standbymodus versetzt wird, wie in Abbildung 1 dargestellt. So können Sie alle Kundenbesuche an einem Tag erledigen, ohne dass die Batterie des Geräts nachgeladen werden muss. Die Leistung wäre in diesem Fall etwas gesenkt, doch können Sie selbst wählen, ob Energieeinsparung oder Leistung für Sie von Vorrang ist. Die Geräteschnittstelle ermöglicht es einem System, auf geräteinitiierte Ereignisse zu reagieren. Angenommen, ein mobiler PC verfügt über ein Modem, das mit einem Mobiltelefon verbunden ist. Selbst unterwegs könnte der PC in den Fax-Modus („Wait for Fax“) versetzt werden, in dem nur das Modem aktiviert ist und der Computer somit nur wenig Energie verbraucht. Klingelt das Telefon, aktiviert das Modem den Computer, nimmt den Anruf entgegen und überträgt die Faxnachricht. Dann wird der Computer wieder abgeschaltet, wobei nur die Mindestmenge an Energie verbraucht wird, die für den gesamten Vorgang notwendig ist. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 6 Abbildung 1. Windows XP Professional unterstützt eine Vielzahl von Energieverwaltungsoptionen, die den Benutzern die Fähigkeit bieten, ein Mittelmaß zwischen Batterielebensdauer und Leistung zu finden, das ihren Anforderungen genügt. Microsoft® Windows® XP baut auf der ACPI-Implementierung von Windows 2000 auf, um zusätzliche Funktionen für die Energieverwaltung bereitzustellen, die es dem Betriebssystem ermöglichen, die Energienutzung über Computer und Hardware zu steuern. Viele der neuen Energieverwaltungsfunktionen sind für Benutzer mobiler Computer von Vorteil, wie z. B. folgende: Steuerung der Prozessorleistung. Während die CPU bei der Versorgung über das Stromnetz bei voller Geschwindigkeit ausgeführt wird, kann der mobile Computer so konfiguriert werden, dass er bei Batteriebetrieb mit niedrigeren CPU-Geschwindigkeiten arbeitet. Durch die gesenkten CPUGeschwindigkeiten verlängert sich die Batterielebensdauer, wodurch Sie den tragbaren Computer länger verwenden können. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 7 CardBus-Remoteaktivierung über LAN. Windows XP führt die Unterstützung der CardBusRemoteaktivierung über LAN ein. Diese Technologie ermöglicht es IT-Abteilungen (Information Technology), tragbare Computer, die mit dem Firmennetzwerk verbunden sind, besser zu verwalten. Durch die CardBus-Remoteaktivierung über LAN können tragbare Computer im Standbymodus für Systemaktualisierungen, Softwareinstallationen usw. „geweckt“ und wieder in den Standbymodus zurückversetzt werden. Diese Funktion bietet Systemadministratoren die Möglichkeit, bei Bedarf auf netzwerkgestützte tragbare Computer zuzugreifen, ohne dass die Computer vollständig aktiviert sein müssen. (Die Remoteaktivierung über LAN wurde unter Windows XP auch für Desktopcomputer verbessert, und ermöglicht nun eine präzisere Steuerung der Ereignisse für die Reaktivierung.) Reaktivierung bei Batteriebetrieb. Wird ein System im Standbymodus über Batterie betrieben und der Ladestand der Batterie sinkt, kann ein Reaktivierungsereignis ausgelöst werden, durch das das System in den Ruhemodus versetzt wird, damit keine Daten verloren gehen. Anzeigeabschaltung bei geschlossenem Deckel. Wenn der Deckel eines mobilen Computers geschlossen wird, wird die Anzeige ausgeschaltet und auf diese Art Batterieleistung eingespart. Wenn ein mobiler Computer bei Batteriebetrieb ausgeführt wird, wird die LCD-Anzeige gedimmt. Sobald der Computer wieder an das Stromnetz angeschlossen wird, wird die ursprüngliche Helligkeit der LCD-Anzeige wiederhergestellt. Selektive Deaktivierung von USB-Anschlüssen. Das Betriebssystem kann einzelne USBAnschlüsse ausschalten, um Energie zu sparen. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 8 Verbesserte Benutzerfreundlichkeit für mobile Benutzer Verschiedene neue Features in Windows XP Professional, wie u. a. die folgenden, tragen zur Vereinfachung des Arbeitens unterwegs bei: ClearType-Unterstützung Microsoft ClearType®, eine neue Technologie zur Textdarstellung, verdreifacht die horizontale Auflösung zur Wiedergabe von Text über Software, wodurch Text auf einem Standard-LCD-Bildschirm mit digitaler Schnittstelle klarer angezeigt wird. Automatische Konfiguration für mehrere Netzwerke Die Option der automatischen Konfiguration ermöglicht den vereinfachten Zugriff auf Netzwerkgeräte und das Internet. Sie können Ihren mobilen Computer so sowohl mit dem Netzwerk im Büro als auch zu Hause verbinden, ohne die TCP/IP-Einstellungen manuell neu konfigurieren zu müssen. Wird kein DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) gefunden, verwendet TCP/IP eine Alternativkonfiguration. Die Alternativkonfiguration ist in Situationen sinnvoll, in denen der Computer in mehr als einem Netzwerk verwendet wird, und eines dieser Netzwerke nicht über einen DHCP-Server verfügt und/oder eine automatische Konfiguration von privaten IP-Adressen nicht gewünscht wird. Favoriten für den Verbindungs-Manager Mithilfe der Favoriten des Verbindungs-Managers haben Sie die Möglichkeit, sich wiederholende Konfigurationen der Eigenschaften des Verbindungs-Managers beim Wechsel zwischen häufig verwendeten Einwahlstandorten zu umgehen. Dadurch können Einstellungen einfacher gespeichert bzw. leichter darauf zugegriffen werden. Wenn Sie beispielsweise häufig zwischen Ihrem Büro zu Hause und dem Büro eines Geschäftspartners unterwegs sind, können Sie mithilfe des Verbindungs-Managers Einstellungen für jeden der Standorte einrichten, einschließlich der besten Einwahlnummer, der Ortskennzahl und sonstiger Einwahlparameter. Sie können dann rasch aus den gespeicherten Einstellungen auswählen, um Netzwerkverbindungen von den verschiedenen Standorten herzustellen. DualView Als mobiler Benutzer können Sie von weiteren Hardwarefunktionen profitieren, die zur Verbesserung Ihrer Arbeitsumgebung entwickelt wurden, wie etwa DualView. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Funktion für mehrere Monitore, die in Microsoft Windows® 98, Windows Millennium Edition (Windows Me) und Windows 2000 integriert ist. Einige High-End-Grafikkarten und zahlreiche tragbare Computer unterstützen zwei Monitorschnittstellen für dieselbe Grafikkarte. Mit DualView können gleichzeitig verschiedene Ausgaben über die beiden Schnittstellen angezeigt werden. Bei einem tragbaren Computer können Sie beispielsweise einen Monitor anschließen und sowohl den Bildschirm des tragbaren Computers als auch den externen Monitor zur Erweiterung der Desktopoberfläche verwenden. Wenn Sie einen tragbaren Computer für eine Präsentation verwenden, können Sie den Bildschirm des Computers zur Suche nach Daten oder Dokumenten verwenden, ohne die Präsentation auf dem zweiten Bildschirm zu stören. Benutzerprofile In vielen Unternehmen werden Laptopcomputer von mehreren Mitarbeitern gemeinsam genutzt. Windows XP Professional unterstützt die Verwendung mehrerer Benutzerprofile auf einem Computer, wobei die Daten Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 9 eines Benutzers vor dem Zugriff durch einen anderen Benutzer geschützt werden. Administratoren können Laptopcomputer mit Windows XP Professional konfigurieren, damit jeder Benutzer über eine eigene geschützte Reihe von Daten, Anwendungen und Einstellungen verfügt. Viele hardwarespezifische Komponenten, wie Modems oder Netzwerkkarten, können so konfiguriert werden, dass sie übergreifend über verschiedene Benutzerprofile funktionieren. Nur Benutzer mit Administratorrechten können alle Dateien anzeigen. Erteilen von Dateizugriffsberechtigungen Benutzer von Windows XP Professional können Zugriffsberechtigungen für Dateien, entweder über das Netzwerk oder lokal, festlegen. Diese Berechtigungen können für einzelne Benutzer oder für Benutzergruppen eingerichtet werden. So können Sie beispielsweise einen Ordner für den Lesezugriff oder für den Vollzugriff einrichten. Dies ist vor allem in Unternehmen hilfreich, in denen mehrere Mitarbeiter gemeinsam einen Laptopcomputer verwenden und kann auch auf Wechselmedien wie PC-KartenFestplatten, die mithilfe des Dateisystems NTFS 5 formatiert werden können, angewendet werden. Schützen von Laptopcomputern mit Smartcards Windows XP Professional bietet Organisationen die Möglichkeit, Benutzer mit Microsoft-Smartcards auszustatten. Sie bieten ein Sicherheitssystem mit mehreren Faktoren und schützen mobile Computer noch stärker von Angriffen. PC-Karten-Smartcardleser werden von einer Reihe von Herstellern angeboten. Anmerkung Weitere Informationen über Smartcards finden Sie unter http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/howitworks/security/smart.asp. Anschließen und Verwalten von Peripheriegeräten Das Einrichten von Peripheriegeräten wird immer einfacher. Selbst wenn Sie offline arbeiten, können Sie im Handumdrehen Peripheriegeräte an den tragbaren Computer anschließen. Windows XP Professional erkennt und installiert die meisten neuen und viele ältere Hardwaregeräte automatisch und bietet so eine echte Plug & Play-Funktionalität. Neben vielen anderen Vorteilen spart Plug & Play auch viel Zeit beim Anschließen von Projektoren und größeren Monitoren an Laptopcomputer während einer Präsentation. Die ACPI- Unterstützung von Windows XP Professional ermöglicht zudem eine zuverlässigere Funktionsweise des Plug & Play-Managers als frühere Plug & Play-Systeme. Der Manager erkennt zuerst ein neues Gerät und weist dem Gerät Systemressourcen nach Bedarf zu. Darüber hinaus konfiguriert der Plug & Play-Manager zugewiesene Ressourcen automatisch neu, wenn er Änderungen am System erkennt. Um das Anschließen von USB-Geräten (Universal Serial Bus) an einen Computer ohne Neustart zu ermöglichen, unterstützt Windows XP Professional den USB-Standard. USB-Geräte verwenden ein Standardverbindungskabel, somit ist es nicht notwendig, zusätzliche Kabel und Steckverbindungen unterwegs mitzuführen. Zudem beziehen die meisten USB-Peripheriegeräte ihre Energie vom Computer, wodurch keine zusätzlichen Stromkabel und Steckdosen notwendig sind. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 10 Docken und Ausdocken Benutzer von Windows XP Professional können mobile Computer mit einer Dockingstation verbinden bzw. davon trennen, ohne die Hardwarekonfiguration ändern oder den Computer neu starten zu müssen. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie eine Umgebung, z. B. ein Büro, verlassen und sich in eine andere Umgebung, z. B. einen Konferenzraum, begeben, da dabei geöffnete Anwendungen und Dokumente weiterhin ausgeführt werden können. Wenn Sie den Computer mit der Dockingstation verbinden, die über eine neue Konfiguration verfügt, wird neue Hardware erkannt und installiert. Diese Funktion kann nur dann genutzt werden, wenn Ihre Anwendungen und die Hardware das Hotdocking unterstützen. Hardwareprofile Unter Microsoft Windows NT® Workstation, Version 4.0, waren Benutzer gezwungen, Profile (also eine Reihe von Anweisungen, die angeben, welche Geräte beim Starten des Computers gestartet werden) manuell zu konfigurieren und nach dem Starten des Computers auszuwählen. Eine typische Verwendung dieser Funktion besteht darin, einem tragbaren Computer die Verwendung bestimmter Geräte (z. B. eines CRT-Monitors) im angedockten Zustand und anderer Geräte im ausgedockten Zustand zu ermöglichen. Benutzer von Windows XP Professional können problemlos zwischen verschiedenen Hardwareumgebungen wechseln, ohne Hardware neu konfigurieren zu müssen oder Fehlermeldungen über Geräte, die für ein bestimmtes Profil nicht benötigt werden, zu erhalten. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 11 Abbildung 2. Windows XP Professional-Benutzer können problemlos zwischen Konfigurationen für verschiedene Umgebungen wechseln Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 12 Remotedesktop Remotedesktop basiert auf der Technologie der Terminaldienste. Mithilfe von Remotedesktop können Sie Anwendungen auf einem Remotecomputer unter Windows XP Professional von jedem anderen Client mit einem Microsoft® Windows®-Betriebssystem ausführen. Die Anwendungen werden auf dem Windows XP Professional-basierten Computer ausgeführt, und nur die Daten der Tastatureingabe, Mauseingabe und Bildschirmausgabe werden über das Netzwerk an den Remotestandort übertragen. Mit Remotedesktop können Sie die Vorteile nutzen, die sich durch die Flexibilität einer verteilten Datenverarbeitungsumgebung ergeben. Als Standardkomponente von Windows XP Professional (die jedoch nicht zum Lieferumfang von Windows XP Home Edition gehört) ermöglicht Ihnen Remotedesktop den Zugriff auf den Windows XP-Computer von jedem beliebigen Standort, über jede Art von Verbindung und unter Verwendung eines beliebigen Windows-basierten Clients. Remotedesktop bietet Ihnen den sicheren Zugriff auf all Ihre Anwendungen, Dateien und Netzwerkressourcen, so als ob Sie sich direkt an Ihrer eigenen Arbeitsstation befänden. Anwendungen, die Sie im Büro nicht beendet haben, werden auch über die Remoteverbindung ausgeführt - gleich ob von zu Hause, einem Konferenzraum oder von unterwegs. Mithilfe von Remotedesktop können Sie beispielsweise eine Verbindung von zu Hause zu Ihrem Bürocomputer herstellen und auf alle Anwendungen, Dateien und Netzwerkressourcen zugreifen, so als ob Sie an Ihrem Arbeitsplatz im Büro sitzen. Durch diese Möglichkeit können die Mitarbeiter einer Organisation die Flexibilität, die eine verteilte Datenverarbeitungsumgebung bietet, voll nutzen. Remotedesktop funktioniert sogar bei niedrigen Bandbreiten gut, da alle Anwendungen auf dem Terminalserver eingebettet sind. Nur die Informationen für Tastatur, Maus und Bildschirm werden über das Netzwerk übertragen. Remotedesktop bietet Ihnen als IT-Administrator ein schnelles Reaktionstool: Sie können remote auf einen Server unter Windows 2000 Server oder Whistler Server zugreifen und Nachrichten auf der Konsole einsehen, den Computer remote verwalten oder den Server ohne Monitor steuern. RDP (Remote Desktop Protocol) Die von Remotedesktop bereitgestellten Funktionen werden über RDP (Remote Desktop Protocol) zur Verfügung gestellt. Bei RDP handelt es sich um ein Präsentationsprotokoll, das es einem Windows-Terminal oder anderen Windows-Clients ermöglicht, mit einem Windows-Terminalserver zu kommunizieren. RDP wurde konzipiert, um Windows-Anwendungen, die auf einem Windows XP Professional-Desktopcomputer ausgeführt werden, Funktionen zur Remoteanzeige und -eingabe bereitzustellen. RDP funktioniert über jede TCP/IP-Verbindung, einschließlich DFÜ, LAN, WAN, ISDN (Integrated Services Digital Network), DSL oder VPN (Virtual Private Network). Ressourcenumleitung unter Remotedesktop Wenn Sie Remotedesktop auf einem Windows XP-Client oder einem anderen auf RDP 5.1 gestützten Client verwenden, stehen Ihnen viele der Clientressourcen über die Remotedesktopverbindung zur Verfügung Zu diesen Ressourcen gehören folgende: Umleitung des Dateisystems. Durch diese Funktion wird das lokale Dateisystem dem Remotedesktop im Rahmen einer Terminalsitzung bereitgestellt. Das Clientdateisystem ist über den Remotedesktop zugänglich, als ob es sich um ein im Netzwerk freigegebenes Laufwerk handelt, wobei keine Netzwerkverbindungen, Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 13 außer der Remotedesktopverbindung, erforderlich sind. Die Clientlaufwerke werden in Windows-Explorer mit der Bezeichnung „<Laufwerksbuchstabe> on tsclient“ angezeigt. Druckerumleitung. Dabei werden Druckaufträge vom Terminalserver an einen mit dem lokalen Computer verbundenen Drucker weitergeleitet. Beim Anmelden des Clients am Remotecomputer wird der lokale Drucker erkannt und der entsprechende Druckertreiber auf dem Remotecomputer installiert. Anschlussumleitung. Anwendungen, die im Rahmen einer Terminalsitzung ausgeführt werden, erhalten dabei Zugriff auf die seriellen und parallelen Anschlüsse des Clients. Durch die Anschlussumleitung können diese Anschlüsse auf Geräte wie Barcodeleser oder Scanner zugreifen und diese ändern. Audio. Sie können eine audiogestützte Anwendung auf Ihrem Remotedesktop ausführen und die Audioausgabe über Lautsprecher, die an den Computer, an dem Sie arbeiten, angeschlossen sind, wiedergeben. Zwischenablage. Remotedesktop und der Clientcomputer nutzen gemeinsam eine Zwischenablage, über die Daten ausgetauscht werden. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 14 Erstellen von Remoteverbindungen Unter Windows® XP Professional ist es jetzt deutlich einfacher, Remoteverbindungen über DFÜ, Infrarot und PC-Direktverbindungen zu Netzwerken, einschließlich VPNs, herzustellen. Ein Assistent hilft Ihnen beim Einrichten von Verbindungen zu den unterschiedlichsten Netzwerken, wodurch es nicht länger erforderlich ist, Einstellungen manuell zu konfigurieren. Der Assistent für neue Verbindungen unterstützt Sie beim Erstellen verschiedener Verbindungstypen mithilfe eines einzigen Tools. Das Einrichten von Verbindungen wird ebenfalls automatisiert. So müssen keine zusätzlichen Dienste downgeloadet und installiert werden, wie dies unter Windows 95 erforderlich war, um bestimmte Remotenetzwerktypen einzurichten. Abbildung 3. Sie können Netzwerkverbindungen von einem Standort aus verwalten Weitere Remoteverbindungsoptionen sind folgende: Einwählen in ein privates Netzwerk. Es stehen jetzt bedeutend mehr Optionen zum Einrichten von Wählparametern zur Verfügung, wenn Sie eine Verbindung zu einem privaten Netzwerk über eine Telefonleitung herstellen, z. B. bei der Verwendung von Callingcards, PINs (Personal Identification Number) und anderen verbindungsspezifischen Informationen. Einwählen in das Internet. Es ist beim Einwählen in das Internet einfacher denn je, Proxyeinstellungen und andere internetspezifische Informationen festzulegen. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 15 Annehmen von eingehenden Anrufen. Beim Annehmen von Verbindungen über Modem, IrDA oder PCDirektverbindung können Sie jetzt Zugriffsberechtigungen festlegen. Herstellen einer Direktverbindung mit einem anderen Computer. Ein Assistent hilft Ihnen bei dem Vorgang, eine PC-Direktverbindung einzurichten, wodurch die Verbindung zwischen Computern deutlich einfacher wird. Verbinden zu VPNs über das Internet. Eine Verbindung zu einem VPN herzustellen, ist einfach. Durch die Unterstützung eines Assistenten und eine Option zur automatischen Konfiguration von VPNKomponenten ist es nicht länger notwendig, den Computer neu zu starten. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 16 Virtuelle private Netzwerke Virtuelle private Netzwerke (Virtual Private Networks, VPNs) ermöglichen es Ihnen, das Internet als sichere Pipeline zu Ihrem Firmen-LAN zu nutzen. Wenn Sie unterwegs sind, können Sie sich bei beinahe jedem Internetdienstanbieter einwählen und eine VPN-Sitzung einrichten, um eine Verbindung zu Ihrem LAN über das Internet herzustellen. Mit VPNs können Unternehmen ihre Telefonkosten deutlich senken, und mobilen Mitarbeitern steht eine Möglichkeit offen, auf kostengünstige Art über längere Zeit mit LANs verbunden zu sein. Das Konfigurieren von Windows XP Professional, um eine Verbindung zu einem VPN herzustellen, ist mithilfe des neuen Assistenten für neue Verbindungen nun deutlich einfacher. Geben Sie einfach den Namen des VPN-Servers ein, und Windows XP Professional konfiguriert das Gerät automatisch und fügt die erforderlichen Netzwerkdienste hinzu, wobei alle Einstellungen vorgenommen werden, die zum Herstellen einer Verbindung in nur ca. einer Minute erforderlich sind. Abbildung 4. Sie können einfach den Namen des VPN-Servers eingeben, um eine Verbindung zu dem Netzwerk herzustellen Zusätzlich zu dem mittlerweile am häufigsten genutzten VPN-Protokoll PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol) unterstützt Windows XP Professional neue Methoden mit höherer Sicherheit zum Erstellen von virtuellen Verbindungen. Dazu gehören L2TP (Layer-2 Tunneling Protocol) und IPSec (Internet Protocol Security), die es Ihnen ermöglichen, sichere Verbindungen zu Firmennetzwerken herzustellen. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 17 Weitere Informationen über PPTP, L2TP und IPSec entnehmen Sie der Windows 2000 Technical Library unter www.microsoft.com/windows2000/techinfo/default.asp. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 18 Drahtlose Verbindungen Durch die Verfügbarkeit drahtloser Netzwerke und drahtloser LANs kann der Bewegungsspielraum für Netzwerkbenutzer erweitert, verschiedene Probleme im Zusammenhang mit fest verkabelten Netzwerken behoben und in einigen Fällen sogar die Kosten für die Bereitstellung von Netzwerken gesenkt werden. Windows® XP bietet mehrere wesentliche Verbesserungen, durch die der Einsatz drahtloser Netzwerke schneller und einfacher wird. Drahtlose Hochgeschwindigkeitsverbindungen Wenn Sie früher von unterwegs eine Verbindung zu einem Netzwerk über Ihren Laptopcomputer herstellen wollten, war eine Telefonleitung die zuverlässigste Option. Für Hochgeschwindigkeitsverbindungen war ein Netzwerkanschluss erforderlich. Windows XP Professional hingegen greift auf die drahtlose Technologie und die Zugriffspunkte drahtloser Netzwerke bzw. auf so genannte „Hotspots“ zurück. Diese Hotspots werden derzeit an öffentlichen Orten, wie Flughäfen, Konferenzzentren und Restaurants, installiert. Sie verwenden 802.11b, die derzeit führende Technologie für drahtlose Breitbandnetzwerke. Vereinfachte Konnektivität Windows XP bietet die automatische drahtlose Netzwerkkonfiguration unter Verwendung des Standards IEEE 802.11 für drahtlose Netzwerke und minimiert so den Konfigurationsaufwand, der für den Zugriff auf drahtlose Netzwerke erforderlich ist. Durch die Unterstützung der automatischen drahtlosen Netzwerkkonfiguration auf Ihrem Computer können Sie zwischen verschiedenen drahtlosen Netzwerken wechseln, ohne die Einstellungen für die Netzwerkverbindung auf dem Computer für die einzelnen Standorte ändern zu müssen. Beim Wechseln von einem Standort zum anderen sucht die automatische drahtlose Netzwerkkonfiguration nach verfügbaren drahtlosen Netzwerken und benachrichtigt Sie, wenn neue drahtlose Netzwerke zur Verfügung stehen, um Verbindungen herzustellen. Nachdem Sie das drahtlose Netzwerk ausgewählt haben, zu dem eine Verbindung hergestellt werden soll, aktualisiert die automatische drahtlose Netzwerkkonfiguration die drahtlose Netzwerkkarte so, dass die Einstellungen auf die eines drahtlosen Netzwerks abgestimmt sind, und versucht, eine Verbindung zu diesem drahtlosen Netzwerk herzustellen. Durch die automatische drahtlose Netzwerkkonfiguration können Sie eine Liste bevorzugter drahtloser Netzwerke erstellen und die Reihenfolge festlegen, in der Versuche, Verbindungen zu diesen Netzwerken herzustellen, unternommen werden sollen. Nahtlose Mobilität Windows 2000 enthielt bereits Erweiterungen, um die Verfügbarkeit eines Netzwerks zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Diese Erweiterungen wurden noch weiter verbessert und ergänzt, so dass Windows XP auch den Übergangscharakter eines drahtlosen Netzwerks unterstützt. Unter Windows 2000 wurde die Medienerkennungsfunktion (die Erkennung eines verbundenen Netzwerks) zur Steuerung der Konfiguration der Netzwerkverbindung und zur Benachrichtigung der Benutzer, falls das Netzwerk nicht verfügbar ist, verwendet. Unter Windows XP wird diese Funktion zur Verbesserung des Umgangs mit der drahtlosen Mobilität eingesetzt, indem der Wechsel an einen neuen Zugriffspunkt erkannt, die erneute Authentifizierung zur Sicherung des autorisierten Netzwerkzugriffs erzwungen und Änderungen des IP-Subnetzes erkannt werden, damit eine geeignete Adresse verwendet kann, die den optimalen Zugang zu Ressourcen sicherstellt. Sicherheit durch 802.1X Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 19 Durch die Unterstützung des Sicherheitsstandards 802.1x können Sie unter Windows XP von einem Zugriffspunkt zum nächsten innerhalb Ihres Firmen-LANs bzw. von einem Hotspot zum nächsten (so z. B. von einer Flughafenhalle zu einem Internetcafé) wechseln, wobei Sie stets erkannt werden und so Zugang zu diesen Netzwerken erhalten, ohne sich zusätzlich anmelden zu müssen. Der Zugang wird benutzerabhängig oder anschlussabhängig gesteuert; so ist eine präzisere Zugriffssteuerung und Identifizierung möglich, die eine Vielfalt an möglichen zukünftigen Diensten unterstützen. Dank der im Rahmen dieses Standards verwendeten Sicherheitsprotokolle können Sie Ihre Netzwerke mit einem höheren Vertrauen in die Sicherheit nutzen, als Ihnen eine verkabelte Verbindung bieten kann. IrDA Windows XP Professional unterstützt die IrDA-Protokollfolge (Infrared Data Association), die Ihnen die Übertragung von Informationen und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie z. B. Drucker zwischen Computern ohne physische Kabelverbindung ermöglicht. Die meisten neuen tragbaren Computer bieten die Hardwareunterstützung von IrDA. Zwei Benutzer, die mit Laptopcomputern unterwegs sind, können Dateien mithilfe einer IrDA-Verbindung übertragen, anstatt Kabel oder Disketten verwenden zu müssen. Wenn sie die beiden Computer nebeneinander aufstellen, kann IrDA die Verbindung automatisch konfigurieren. IrDA ermöglicht einem Computer auch den Zugriff auf Ressourcen, die an einen anderen Computer angeschlossen sind. So kann beispielsweise ein Benutzer mit einem Laptopcomputer, der ein Dokument drucken muss, eine IrDA-Verbindung - entweder lokal oder in einem Netzwerk - zu einem Computer herstellen, an den ein Drucker angeschlossen ist. Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann der Benutzer sein Dokument über die IrDA-Verbindung drucken (die entsprechende Berechtigung vorausgesetzt). Windows® XP Professional bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, auch anderen Benutzern, abgesehen vom Besitzer des Computers, die Option zu erteilen oder zu verweigern, Dateien über die Infrarotverbindung zu senden. Sie können auch den Empfangsort für die Dokumente angeben. Windows XP Professional erkennt Geräte mit Infrarotunterstützung, wie andere Computer und Kameras, automatisch. Infrarotmodem (IrComm) IrComm-Modem ist ein Treiber, der den IrDA-Stapel für Mobiltelefone offenlegt. Dadurch können ältere Mobiltelefone verwendet werden, die über virtuelle serielle IrComm-Anschlüsse verfügen. Wenn Sie über ein infrarotgestütztes Mobiltelefon mit einem IrComm-Protokoll verfügen und es als Modem für den Zugriff auf das Internet nutzen möchten, erkennt der mobile Computer das Mobiltelefon, zählt es auf und installiert es als Modem. Dadurch können Sie so auf das Internet zugreifen, als ob Sie über ein integriertes Modem arbeiten würden. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 20 Verwenden desselben Geräts für mehrere Verbindungen Häufig müssen mobile Benutzer, während sie unterwegs sind, Verbindungen zu verschiedenen Netzwerken herstellen, wie etwa verschiedene Clientnetzwerke, Firmen-LANs und Internetdienstanbieter. Unter Windows 95 und Windows NT Workstation 4.0 sind Benutzer gezwungen, ihre Modems jedes Mal neu zu konfigurieren, wenn eine Verbindung zu einem anderen Netzwerk hergestellt wird. So erfordert der Proxyserver eines Unternehmens eventuell eine andere Modemkonfiguration als der Internetdienstanbieter des Benutzers. Diese manuelle Neukonfiguration ist unter Windows XP Professional nicht mehr notwendig. Vielmehr bleiben durch die verbindungsgestützte Funktion einzelne Einstellungen für die Netzwerkverbindungen erhalten, wodurch Benutzer Verbindungen zu den unterschiedlichsten Netzwerken herstellen können, ohne sich an komplexe Einstellungen für die einzelnen Netzwerke erinnern und sie neu konfigurieren zu müssen. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 21 Offlineverwendung von Ressourcen Durch den konsistenten Zugriff auf netzwerkbasierte Ressourcen wird Ihre Produktivität auch auf Reisen oder beim Besuch eines Remotestandortes nicht eingeschränkt. Mehrere Benutzer können dieselben Dateien bearbeiten und in denselben Ordnern oder Websites arbeiten, unabhängig davon, ob sie mit dem Netzwerk verbunden sind oder nicht, und diese Ressourcen problemlos synchronisieren. Zugreifen auf Dateien und Ordner im Offlinezustand Die Funktion der Offlinedateien und -ordner ermöglicht es Ihnen, jede beliebige Kombination aus Dateien, Ordnern oder zugeordneten Laufwerken offline verfügbar zu machen. Anstelle eines gesonderten Tools, wie dem Aktenkoffer, genügt es, mit der rechten Maustaste auf eine netzwerkbasierte Datei oder einen Ordner zu klicken, und im Kontextmenü auf Offline verfügbar machen zu klicken. Hinweise für Administratoren: Die Funktion der Offlinedateien und -ordner kann mit jedem SMB-basierten Dateiserver (Server Message Block), einschließlich Microsoft® Windows® für Workgroups und jeder Version von Windows NT Server, verwendet werden. Administratoren können auch SMB-Dienstprogramme von Drittanbietern verwenden, um die Funktion auf Microsoft-fremden Plattformen wie Novell NetWare und UNIX bereitzustellen. Im Ofllinezustand des Computers werden die Dateien und Ordner in demselben Verzeichnis wie im Onlinezustand angezeigt, so als ob sie sich noch immer an ihrem ursprünglichen Speicherort im Netzwerk befänden. So fällt die Suche danach noch einfacher. Darüber hinaus werden Dateien und Ordner für die Offlineverwendung durch die Doppelpfeile in den Ecken unten links optisch gekennzeichnet. Wird Windows XP Professional zusammen mit Windows 2000 Server verwendet, stehen zusätzliche Verbesserungen für die Offlineverwendung von Ressourcen zur Verfügung.. Mithilfe von Windows 2000 Server können Administratoren Eigenschaften für freigegebene Netzwerkordner festlegen, um die Art der Speicherung dieser Ordner auf Clientcomputern zu definieren. So können Administratoren beispielsweise eine Richtlinie festlegen, damit ein Dokument aus Gründen der Sicherheit nicht offline verfügbar gemacht werden kann. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 22 Zugreifen auf Webinhalte im Offlinezustand Wenn Sie Benutzer von Windows XP Professional sind, können Sie auch Webseiten oder gesamte Websites auf dieselbe Art offline verfügbar machen, wie Sie das bereits von Dateien oder Ordnern kennen. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste in einer der Leisten des Explorers auf die entsprechende Website. Ein Assistent begleitet Sie beim Vorgang, eine Webseite und die entsprechenden Verknüpfungen offline verfügbar zu machen. Zudem können Sie planen, wann Aktualisierungen des Inhalts der Webseite erfolgen sollen. Zentrale Synchronisierung Wenn Sie Ressourcen offline bearbeiten, ist es wichtig, dass Sie die Onlineversionen aktualisieren, sobald wieder eine Verbindung mit dem Netzwerk hergestellt ist, und/oder die lokalen Versionen aktualisieren, wenn Sie wieder offline arbeiten. Bisher müssen Sie Ressourcen, wie E-Mail, Kalender, Webseiten und Datenbanken gesondert synchronisieren. Mithilfe der neuen Synchronisationsverwaltung unter Windows XP Professional können Sie alle Netzwerkressourcen, einschließlich Dateien, Ordner, E-Mail und Datenbanken, an einem zentralen Standort synchronisieren. Sie können die Synchronisationsverwaltung so einrichten, dass ein Teil oder alle dieser Ressourcen automatisch synchronisiert werden. So können Sie beispielsweise festlegen, dass bestimmte Dateien und Ordner bei jedem Anmelden am Netzwerk oder Abmelden vom Netzwerk synchronisiert werden. Mithilfe der Synchronisationsverwaltung können Sie das System rasch auf Änderungen überprüfen. Wurden Änderungen vorgenommen, werden die Ressourcen automatisch aktualisiert. Da nur geänderte Ressourcen aktualisiert werden, wird die Synchronisierung bedeutend schneller abgeschlossen. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 23 Abbildung 5. Windows XP Professional stellt die Synchronisationsverwaltung zur Verfügung, die einen zentralen Standort zur Synchronisation von Offlineressourcen bereitstellt Darüber hinaus können Sie festlegen, ob Dateien synchronisiert werden sollen, wenn sich das System im Leerlauf befindet, oder die Synchronisierung in bestimmten Zeitintervallen planen, wie etwa jeden Abend. Die Aktualität der Daten, wie etwa Preis-, Inventar- oder Vertriebsdaten, bleibt so für Partner und Kunden sichergestellt. Benutzer der Synchronisationsverwaltung können zudem Ressourcen auf der Grundlage der Verbindungstypen synchronisieren. Sie haben z. B. die Möglichkeit, anzugeben, dass umfangreiche Datenbankdateien nur synchronisiert werden, wenn der Computer eine Hochgeschwindigkeitsverbindung nutzt, und dass alle persönlichen, in einer bestimmten Datei gespeicherten Dokumente immer dann synchronisiert werden, wenn eine Verbindung mit dem Firmen-LAN hergestellt wird. Obwohl die Synchronisationsverwaltung in erster Linie zur Synchronisierung von Dokumenten konzipiert wurde, können auch Versionskonflikte gelöst werden, falls mehrere Benutzer dasselbe Dokument bearbeiten. Sichern von Informationen Auf Reisen besteht immer das Risiko, dass Ihr tragbarer Computer gestohlen wird. Falls Dateien, einschließlich vertraulicher Firmen- und Clientinformationen, verschlüsselt wurden, ist der Zugriff darauf bei einem Diebstahl eines Windows XP Professional-basierten Laptopcomputers nicht möglich. Schützen von Daten Durch die Ergänzung mit EFS (Encrypting File System) bietet Windows XP Professional eine höhere Sicherheit als Windows 95, Windows 98 und Windows NT Workstation 4.0. Wenn Sie vertrauliche Informationen auf einem mobilen Computer speichern, können Sie diese Dateien und Ordner verschlüsseln. Bei einem Diebstahl des Laptopcomputers werden die Dateien und Ordner durch EFS geschützt, selbst wenn der Dieb Windows XP Professional neu installiert. Nur Benutzer mit einem speziellen Entschlüsselungsschlüssel können auf die Datei zugreifen. Anmerkung EFS ermöglicht nur die lokale Verschlüsselung. Wird z. B. eine Datei über ein Netzwerk versandt, muss die Verschlüsselung auf andere Art erfolgen, wie etwa über IPSec oder über sonstige Netzwerksicherheitstechnologien. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 24 Abbildung 6. Sie können Daten zum Schutz verschlüsseln Bei der kombinierten Verwendung mit Windows XP Professional bietet Windows® 2000 Server zusätzliche EFS-Sicherheitsfunktionen. Verlässt ein Benutzer das Unternehmen, kann kein anderer Benutzer auf verschlüsselte Dateien zugreifen - nicht einmal ein Administrator im lokalen System. Unter Windows 2000 Server können Administratoren jedoch eine Richtlinie festlegen, um verschlüsselte Daten nach dem Verlust eines Kennwortes wiederherzustellen. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 25 Plötzliches Entfernen von Hardware Wenn ein PC-Benutzer Hardware während einer Benutzersitzung entfernt, können Probleme entstehen, die vom Betriebssystem gelöst werden müssen. Durch die Verbreitung von Hotswapgeräten und Dockingstationen kommt dieser als „plötzliches Entfernen von Hardware“ bezeichneter Vorgang bei Benutzern mobiler Computer recht häufig vor. Windows® XP bietet eine verbesserte Unterstützung für das plötzliche Entfernen von Hardware. Verbesserte Funktionen bei der Zwischenspeicherung Windows XP verfügt über eine verbesserte Richtlinie für die Zwischenspeicherung. Bei Wechselmedien, die sich an Endbenutzer richten (USB, Flash, Dateikomprimierungsprogramme usw.) wurden die Schreibcashes standardmäßig deaktiviert. Bei der Deaktivierung von Schreibcashes schreibt Windows XP Änderungen in eine Datei, während die Änderungen vorgenommen werden, anstatt sie auf ein Wechselmediengerät zu schreiben und anschließend einen Massenkopiervorgang auszuführen. Dadurch sind die Daten auf Wechselmediengeräten stets aktuell, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Datenverlusts minimiert wird. Die Deaktivierung von Schreibcashes wirkt sich auch auf die Leistung aus. Deshalb weicht Windows bei IEEE 1394-basierten Festplattenlaufwerken von der Standardrichtlinie der Zwischenspeicherung ab, indem die Schreibcashes für diese Geräte nicht deaktiviert werden. Keine Popupnachrichten mehr, die auf das „plötzliche Entfernen“ von Geräten hinweisen Wird ein Gerät von einem Computer entfernt, ohne es zuerst im Windows-Geräte-Manager zu deaktivieren, zeigt Windows eine Popupnachricht an, in der der Benutzer vor dem plötzlichen Entfernen des Geräts gewarnt wird. Benutzer mobiler Computer kennen solche Nachrichten zur Genüge. Dies hängt mit der Verwendung von Dockingstationen und Hotswapgeräten, wie PC-Karten, CD-ROM-Laufwerken und Diskettenlaufwerken, zusammen. Bisher zeigt Windows Popupnachrichten an, die Benutzer vor dem plötzlichen Entfernen und Ausdocken dieser Geräte warnen. Doch diese Nachrichten senken die Produktivität und bewirken nur wenig. Unter Windows XP werden solche Popupnachrichten beim Entfernen von Hardwaregeräten oder Dockingstationen nicht mehr angezeigt. Somit muss der Benutzer auch nicht mehr darauf reagieren. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 26 Zusammenfassung Durch Tools, die für die Verbindung zwischen Ihnen, Ihren Kollegen, Kunden, Dateien, Anwendungen und dem Internet sorgen, können Sie dank Windows® XP Professional den Kontakt aufrechterhalten - selbst wenn Sie unterwegs sind. Mit Windows XP Professional steht Ihnen eines der modernsten Betriebssysteme für Laptopcomputer zur Verfügung, das Ihre Produktivität überall und jederzeit bewahrt. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 27 Weitere Informationen Die aktuellsten Informationen über Windows XP entnehmen Sie unserer Website unter http://www.microsoft.com/windowsxp. Mobile Datenverarbeitung unter Windows XP 28