DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) für Windows 2000

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DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) für
Windows 2000
Zusammenfassung
Das Netzwerk-Betriebssystem
Microsoft® Windows® 2000 Server
stellt eine verbesserte
Implementierung von DHCP
(Dynamic Host Configuration
Protocol) bereit. Dies umfasst die
Abstimmung von DHCP auf DNS
(Domain Name System), die
verbesserte Überwachung und
Erstellung von Statistiken für DHCPServer, die Unterstützung von
neuen herstellerspezifischen
Optionen und Benutzerklassen, die
Zuordnung von Multicastadressen
und die Rogue-DHCPServererkennung. Zudem wird an
der optimalen Einbindung von
Windows Clustering, einem
Bestandteil von Windows 2000
Advanced Server, gearbeitet. DHCP
für Windows 2000 ist eine offene
und auf Industriestandards
basierende Technologie gemäß den
RFCs (Requests for Comments)
2131 und 2132. Mehr dazu erfahren
Sie hier.
Einführung
Das Netzwerkbetriebssystem
Microsoft® Windows® 2000 Server
setzt die langjährige Unterstützung
von DHCP (Dynamic Host
Configuration Protocol), einem
offenen Industriestandard, der die
Komplexität der Verwaltung von
TCP/IP-basierten Netzwerken
reduziert, durch Microsoft fort.
Jedem Hostcomputer, der mit einem
TCP/IP-Netzwerk verbunden ist,
muss eine eindeutige IP-Adresse
zugewiesen werden. Durch den
Einsatz von DHCP bleibt es
Netzwerkadministratoren erspart,
sämtliche Computer manuell
konfigurieren zu müssen.
TCP/IP ist weltweit das bevorzugte
Netzwerkprotokoll, insbesondere für
Unternehmensintranets, für die die
Internettechnologie übernommen
wurde. Die Konfiguration und
Verwaltung von TCP/IPNetzwerkclients ist jedoch seit jeher
eine zeitaufwendige und
kostenintensive Aufgabe gewesen.
Aus diesem Grund hat sich Microsoft
als Mitglied der IETF (Internet
Engineering Task Force) schon sehr
früh für die Bereitstellung einer
Technologie zur dynamischen IPAdressierung engagiert und
zusammen mit anderen IETFMitgliedern an der Entwicklung von
DHCP gearbeitet.
DHCP ist eine offene und auf
Standards basierende Technologie
gemäß den RFCs 2131 und 2132.
DHCP kann einen Host, der in einem
TCP/IP-Netzwerk gestartet wird,
automatisch konfigurieren sowie
Einstellungen während einer aktiven
Hostverbindung ändern. Auf diese
Weise können alle verfügbaren IPAdressen zusammen mit den
zugehörigen
Konfigurationsinformationen, z. B.
der Subnetzmaske, Gateways und
der Adresse von DNS-Servern, in
einer zentralen Datenbank
gespeichert werden.
DHCP erleichtert die Arbeit von
Netzwerkadministratoren; je größer
das Netzwerk ist, umso größer ist
der Nutzen. Ohne dynamische
Adresszuweisung müssen die Clients
nacheinander konfiguriert werden.
Die IP-Adressen müssen verwaltet
werden, um eine doppelte
Verwendung zu vermeiden.
Änderungen müssen manuell auf die
Clients angewendet werden.
Konfigurationsinformationen werden
nicht zentral gespeichert, und es ist
schwierig, den Überblick über
sämtliche Clientkonfigurationen zu
behalten.
Im Gegensatz dazu bietet DHCP
u. a. die folgenden Vorteile:
 DHCP basiert auf
offenen IETFStandards.
 Die dynamische
Zuweisung von
IP-Adressen
ermöglicht die
Wiederverwendun
g von Adressen
mittels Leases.
 Die automatische
Übertragung von
Konfigurationen
zu den Clients
ermöglicht die
übersichtliche und
nachvollziehbare
Anwendung von
Konfigurationsänd
erungen.
Für Windows 2000 Server wurde
Microsoft DHCP-Server mit
leistungsfähigen neuen Funktionen
ausgestattet. Dazu zählen die
Folgenden:
 Abstimmung von
DHCP auf DNS.
 Verbesserte
Überwachung und
Erstellung von
Statistiken für
DHCP-Server.
 Unterstützung
neuer
herstellerspezifisc
her Optionen und
Klassenkennung.
 Zuordnung von
Multicastadressen
.
 Rogue-DHCPServererkennung.
 Windows
Clustering für
hohe
Verfügbarkeit
(nach der IETFVeröffentlichung
des Server-zuServer-
Kommunikationsp
rotokolls).
 Verbesserter
DHCP-Manager.
Diese Funktionen, zusammen mit
den zuverlässigen Funktionen, die
aus früheren Versionen von
Microsoft DHCP-Server
übernommen wurden, stellen eine
überzeugende Lösung für die
Anforderungen in modernen
Unternehmensnetzwerken dar.
Neue DHCP-Funktionen in Windows 2000
Microsoft Windows 2000 Server
DHCP wurde verbessert, um die
Bereitstellung und Verwaltung von
DHCP zu vereinfachen. Zu den
neuen Funktionen zählen Folgende:
 Abstimmung von
DHCP auf DNS.
 Verbesserte
Überwachung und
Erstellung von
Statistiken für
DHCP-Server.
 Unterstützung
neuer
herstellerspezifisc
her DHCPOptionen und
Klassenkennunge
n.
 Zuordnung von
Multicastadressen
.
 Rogue-DHCPServererkennung.
 Windows
Clustering.
 Verbesserter
DHCP-Manager.
 Automatische
Clientkonfiguratio
n.
DNS (Domain Name System)Server ermöglichen die
Namensauflösung für
Netzwerkressourcen und sind eng
mit DHCP-Diensten verbunden.
Unter Windows 2000 können DHCP-
Server und DHCP-Clients in DNS
registriert werden. Für die
Verwaltung der Interaktionen
zwischen DHCP und DNS werden
derzeit noch Standards durch das
IETF entwickelt. Sobald diese
Entwicklung abgeschlossen ist, wird
Microsoft die entsprechende
Unterstützung sicherstellen.
Die Abstimmung von DHCP und DNS im Detail
Die Abstimmung von dynamischen
DNS- und DHCP-Diensten in
Windows 2000 Server ist noch nicht
in allen Einzelheiten geklärt, und
Microsoft untersucht derzeit, wie die
Abstimmung von DHCP und DNS in
Windows 2000 Server implementiert
werden kann. Eine Spezifikation der
geplanten Implementierung der
Interaktion zwischen DHCP und DNS
finden Sie in dem Entwurf unter
http://www.ietf.cnri.reston.va.us/int
ernet-drafts/draft-ietf-dhc-dhcpdns-12.txt (englischsprachig).
Beachten Sie jedoch, dass dieses
Dokument die endgültige
Implementierung der DHCP/DNSInteraktion möglicherweise nicht
vollständig beschreibt.
In diesem IETF-Entwurf wird
angegeben, wie ein DHCP-Server
anstelle seiner DHCP-fähigen Clients
Zeigerressourceneinträge (PTREinträge) und
Adressressourceneinträge
registrierten und aktualisieren
sollte. Der Entwurf gibt weiterhin
an, wie eine zusätzliche DHCPOptionskennung
(Optionskennung 81) zugewiesen
werden soll, die die Rückgabe des
vollqualifizierten Domänennamens
(Fully Qualified Domain Name,
FQDN) eines Clients an den DHCPServer ermöglicht. Falls diese
Funktion implementiert ist, wird
diese Option anschließend vom
DHCP-Server interpretiert. Dieser
kann nun durch die Verwendung
von dynamischem DNS (DDNS)
weitere Interaktionen und
Aktualisierungen auslösen, um
Ressourceneinträge eines einzelnen
Hosts auf einem dynamischen DNSServer zu ändern.
Durch die Fähigkeit zur
Registrierung von Einträgen des Aund des PTR-Typs kann ein DHCPServer zum Zweck der DDNSRegistrierung als Proxy für Clients,
wie z. B. das Betriebssystem
Microsoft Windows® 9x und
Windows NT 4.0, fungieren. Der
DHCP-Server kann zwischen
Windows 2000 Professional und
anderen Clients unterscheiden.
Diese DHCP-Option ermöglicht dem
DHCP-Server die folgenden
Interaktionen, um DNSInformationen anstellen von DHCPClients zu verarbeiten:
 Der DHCP-Server
registriert den
DHCP-Client
immer bei DNS,
und zwar sowohl
für ForwardLookups (Einträge
des Typs A) als
auch für ReverseLookups (Einträge
des Typs PTR).
 Der DHCP-Server
registriert keine
Einträge des Typs
A (Name zu
Adresse) für
DHCP-Clients.
 Der DHCP-Server
registriert den
DHCP-Client
sowohl für
Forward-Lookups
(Einträge des
Typs A) als auch
für ReverseLookups (Einträge
des Typs PTR) nur
dann, wenn dies
durch den Client
angefordert wird.
DHCP und der statische DNS-Dienst
sind nicht darauf abgestimmt, die
Synchronisation von Name-zu-
Adresse-Zuordnungsinformationen
zu gewährleisten. Dies kann zu
Problemen bei der gemeinsamen
Verwendung von DHCP und DNS in
einem Netzwerk führen, wenn
ältere, statische DNS-Server
verwendet werden, die nicht zu
dynamischen Interaktion fähig sind,
falls DHCP-Clientkonfigurationen
geändert werden.
Fehlschläge, die bei DNS-Lookups
für DHCP-Client auftreten können,
wenn ein statischer DNS-Dienst
eingesetzt wird, können
folgendermaßen vermieden werden:
 Wenn in einem
Netzwerk WINSServer verwendet
werden,
aktivieren Sie
WINS-Lookup für
DHCP-Clients, die
NetBIOS
verwenden.
 Weisen Sie DHCPClients, die nur
DNS verwenden
und NetBIOS
nicht
unterstützen, IPAdressreservierun
gen mit
unbegrenzter
Gültigkeitsdauer
der Lease zu.
 Ersetzen oder
aktualisieren Sie,
sofern möglich,
ältere statische
DNS-Server durch
Server, die den
dynamischen
DNS-Dienst
unterstützen. Der
dynamische DNSDienst wird vom
Microsoft-DNSServer
unterstützt, der in
Windows 2000
Server
bereitgestellt
wird.
Der DHCP-Server für Windows 2000
wurde mit verbesserten Funktionen
zur Überwachung und Erstellung
von Statistiken erweitert. Diese
neue Funktion bewirkt, dass eine
Benachrichtigung erfolgt, sobald die
Anzahl der verfügbaren IP-Adressen
einen benutzerdefinierten Grenzwert
unterschreitet. So könnte z. B. eine
Warnung ausgelöst werden, wenn
90 Prozent der IP-Adressen aus
einem bestimmten Bereich zu
Clients zugewiesen wurden. Eine
zweite Warnung könnte erfolgen,
wenn der IP-Adresspool erschöpft
ist. Um Netzwerk-Manager zu
warnen, ändert das entsprechende
Symbol seine Farbe und wird gelb,
wenn die Anzahl der verbleibenden
Adressen unter den definierten Wert
fällt. Das Symbol wird rot, wenn die
Adressen vollständig aufgebraucht
wurden.
Der DHCP-Manager, der die
Unterstützung für SNMP (Simple
Network Management Protocol) und
MIBs (Management Information
Bases) bereitstellt, verfügt über
eine grafische Anzeige statistischer
Daten. Mit dieser grafischen Anzeige
können Administratoren den
Systemstatus überwachen, z. B. die
Anzahl verfügbarer im Vergleich zu
Anzahl verbrauchter Adressen oder
die Anzahl der Leases, die pro
Sekunde verarbeitet werden.
Weitere statistische Informationen
umfassen die Anzahl der
verarbeiteten Meldungen und
Angebote sowie die Anzahl der
empfangenen Anforderungen,
Bestätigungen (ACKs,
Acknowledgements), Ablehnungen,
NACKs (Negative Acknowledgement
Messages) und Freigaben.
Außerdem wird die Gesamtzahl der
Bereiche und Adressen auf dem
Server sowie die Anzahl der
verwendeten und die Anzahl der
verfügbaren Adressen angezeigt.
Diese Statistiken können für einen
bestimmten Bereich oder auf
Serverebene bereitgestellt werden,
so dass die Aggregatwerte für alle
Bereiche angezeigt werden, die von
diesem Server verwaltet werden.
Der DHCP-Server für Windows 2000
verfügt über eine leistungsfähige
Funktion, die eine Alternative zu
dem möglicherweise langwierigen
Verfahren darstellt, das zum Erwerb
der IETF-Genehmigung für eine
neue Standardoption erforderlich
ist, da es die Definition von
herstellerspezifischen Optionen
ermöglicht. Diese Herstellerklassen
werden von bestimmten Herstellern
definiert und werden von Datenbits
ausgelöst, die bestimmen, ob es
sich bei einer bestimmten
Optionsklasse um eine
Standardklasse oder um eine
herstellerspezifische Klasse handelt.
Sobald die Klasse als
herstellerspezifische Klasse
identifiziert wurde, ermittelt DHCP
die für diesen speziellen Hersteller
festgelegte Konfiguration. Durch
diese Funktion ist es möglich,
benutzerdefinierte Anwendungen für
Unternehmensnetzwerke schnell
einzuführen. In Netzwerken
verwendete Geräte zahlreicher
Hersteller können ebenfalls
verschiedene Optionsnummern für
unterschiedliche Funktionen
verwenden. Die Herstellerklassen
und Herstelleroptionen werden in
RFC 2132 beschrieben.
Unterstützung von Benutzerklassen
Momentan werden alle DHCP-Clients
gleich behandelt; der Server
unterscheidet nicht nach
unterschiedlichen Clienttypen. Dies
bedeutet, dass es sich bei der vom
Server ausgegebenen Konfiguration
um eine Konfiguration handeln
muss, die für alle DHCP-Clients
gleichermaßen verwendet werden
kann. Eine Adresse aus einem
Bereich kann zusammen mit den
Optionen, die innerhalb dieses
Bereichs verfügbar sind, zugewiesen
werden.
Benutzerklassen ermöglichen es
DHCP-Clients, sich selbst von
anderen Clients abzugrenzen, indem
sie den eigenen Typ angeben und
sich z. B. als Desktop oder Laptop
identifizieren. Ein Administrator
kann nun den DHCP-Server so
konfigurieren, dass er in
Abhängigkeit vom Typ des Clients,
der die Optionen empfängt,
unterschiedliche Optionen zuweist.
So könnten z. B. Laptopclients
kürzere Leases zugewiesen werden.
Desktopclients im selben Netzwerk
benötigen möglicherweise spezielle
Einstellungen, wie z. B. CAD
(Computer Aided Design)Plattformen. Die unterschiedlichen
Konfigurationen können die
Gültigkeitsdauer für Lease, WINSund DNS-Einstellungen sowie alle
anderen Einstellungen umfassen,
die durch DHCP-Optionen festgelegt
werden können. Diese Funktion
erhöht die Flexibilität von
Administratoren bei der
Konfiguration von Clients. Wenn
keine Clientklassenoptionen
verwendet werden, werden die
Standardeinstellungen zugewiesen.
Der Microsoft DHCP-Server wurde
erweitert, so dass er nun,
ergänzend zur Zuweisung von
Unicastadressen auch die
Zuweisung von Multicastadressen
zulässt. Die Zuordnung von
Multicastadressen wird in einem
Entwurf für einen IETF-Standard
definiert. Dieser Standard käme
Netzwerkadministratoren zugute, da
er es ermöglicht, Multicastadressen
genauso wie Unicastadressen
zuzuweisen, so dass die vorhandene
Infrastruktur vollständig genutzt
werden kann.
Typische Einsatzbereiche für
Multicast sind Konferenz- oder
Audioanwendungen, für die
normalerweise die spezielle
Konfiguration von Multicastadressen
erforderlich ist. Im Gegensatz zu IPBroadcasts, die für alle Computer
im Netzwerk lesbar sein müssen,
stellt eine Multicastadresse eine
Gruppe von Computern dar, wobei
das Konzept der
Gruppenmitgliedschaft verwendet
wird, um die Computer zu
identifizieren, an die die Nachricht
gesendet werden soll.
Die Funktion zur Zuordnung von
Multicastadressen besteht aus zwei
Teilen: der serverseitigen
Implementierung zur Ausgabe von
Multicastadressen und den
clientseitigen APIs, die von
Anwendungen verwendet werden
können, um Multicastadressen
anzufordern, zu erneuern oder
freizugeben. Um diese Funktion zu
verwenden, konfiguriert der
Administrator zuerst mittels eines
Snap-Ins die Multicastbereiche und
die entsprechenden Multicast-IPBereiche auf dem Server. Die
Multicastadressen werden
anschließend wie normale IPAdressen verwaltet. Der Client kann
die APIs aufrufen, um eine
Multicastadresse aus einem Bereich
anzufordern. Die zugrunde liegende
Implementierung verwendet Pakete
im DHCP-Protokollformat zwischen
Client und Server.
Der Microsoft DHCP-Server für
Windows 2000 ist so konzipiert,
dass er nicht autorisierte DHCPServer daran hindert,
Adresszuweisungskonflikte
auszulösen. Auf diese Weise werden
Probleme vermieden, die auftreten
würden, falls gedankenlose
Benutzer nicht autorisierte DHCPServer erstellen, die falsche oder
nicht vorgesehene IP-Adressen zu
Clients im Netzwerk zuweisen
können. Ein Benutzer könnte z. B.
unter Verwendung nicht eindeutiger
Net 10-Adressen einen ursprünglich
nur als lokalen DHCP-Server
vorgesehenen DHCP-Server
erstellen, der nun diese Adressen an
dafür nicht vorgesehene Clients
ausgibt, die wiederum Adressen aus
einem beliebigen Netzwerksegment
anfordern.
Dies ist einer der Gründe dafür,
warum die Anzahl der
bereitgestellten DHCP-Server auf
ein Minimum beschränkt werden
sollte, wie weiter unten unter
"Empfehlungen" beschrieben wird.
Vergleichbare Situationen werden
jedoch in der Regel versehentlich
dadurch herbeigeführt, dass ein
zweiter DHCP-Server von einer
Person installiert wird, der nicht
bekannt ist, dass sich bereits ein
anderer aktiver DHCP-Server im
Netzwerk befindet.
Der DHCP-Server für Windows 2000
verfügt über
Verwaltungsfunktionen, um nicht
autorisierte Bereitstellungen zu
vermeiden und um vorhandene,
nicht autorisierte DHCP-Server zu
erkennen. Bislang konnte jeder
Benutzer einen DHCP-Server in
einem Netzwerk einrichten. Nun ist
jedoch ein Autorisierungsschritt
erforderlich. Bei der autorisierten
Person handelt es sich
normalerweise um den
Administrator der Domäne, der die
Windows 2000 Server-Plattform
angehört, oder um eine Person, der
vom Administrator mittels
Delegierung die Aufgabe der
Verwaltung der DHCP-Server
übertragen wurde.
Schutz vor nicht autorisierten DHCP-Servern
Active Directory wird nun
verwendet, um Einträge nicht
autorisierter DHCP-Server zu
speichern. Wenn ein DHCP-Server
in Betrieb genommen wird, kann
jetzt mithilfe des Verzeichnisses der
Status dieses Servers überprüft
werden. Falls dieser Server nicht
autorisiert wurde, werden DHCPAnforderungen nicht beantwortet.
Diese Beantwortung muss von
einem Netzwerk-Manager mit
entsprechenden Zugriffsrechten
übernommen werden. Der
Domänenadministrator kann den
Zugriff auf den DHCP-Ordner
gestatten, der die
Konfigurationsdaten enthält, so
dass es nur autorisierten Personen
möglich ist, DHCP-Server zur Liste
der genehmigten Server
hinzuzufügen.
Die Liste der autorisierten Server
kann in Active Directory mithilfe des
DHCP-Snap-Ins erstellt werden.
Wenn ein DHCP-Server in einem
Netzwerk in Betrieb genommen
wird, versucht er, herauszufinden,
ob er Teil der Verzeichnisdomäne
ist. Ist dies der Fall, versucht er,
den Kontakt zum Verzeichnis
herzustellen, um herauszufinden, ob
er in der Liste der autorisierten
Server enthalten ist. Wenn diese
Überprüfung erfolgreich ist, sendet
der Server DHCPINFORMMeldungen, um herauszufinden, ob
weitere Verzeichnisdienste
ausgeführt werden, und um ggf.
sicherzustellen, dass er dort
ebenfalls zugelassen ist. Falls die
Verbindung zum Verzeichnis nicht
möglich ist, nimmt der Server an,
dass er nicht autorisiert wurde, und
antwortet nicht auf
Clientanforderungen.
Clientanforderungen bleiben
ebenfalls unbeantwortet, wenn der
Server die Verbindung zum
Verzeichnis herstellen kann, dort
jedoch nicht in der Liste der
autorisierten Server aufgeführt
wird. Stellt der Server fest, dass er
in der Liste der autorisierten Server
enthalten ist, beginnt er mit der
Verarbeitung der Clientanforderung.
Schutz vor nicht
ordnungsgemäßer
Verwendung von
Arbeitsgruppen-DHCPServern
Wenn ein DHCP-Server in Betrieb
genommen wird, der kein
Mitgliedsserver der Domäne ist
(z. B. ein Mitglied einer
Arbeitsgruppe), geschieht
Folgendes: Der Server sendet eine
DHCPINFORM-Broadcastmeldung an
das Netzwerk. Jeder andere Server,
der diese Meldung empfängt,
antwortet mit einer DHCPACKMeldung und gibt den Namen der
Verzeichnisdomäne an, der er
angehört. Wenn ein ArbeitsgruppenDHCP-Server einen anderen
Mitglieds-DHCP-Server einer
Domäne im Netzwerk ermittelt,
nimmt der Arbeitsgruppen-DHCPServer an, dass er in diesem
Netzwerk nicht autorisiert wurde.
Anforderungen werden deshalb
nicht beantwortet. Wenn der
Arbeitsgruppen-DHCP-Server das
Vorhandensein eines anderen
Arbeitsgruppenservers feststellt,
wird dieser Server nicht weiter
berücksichtigt. Solange kein
Verzeichnisdienst ausgeführt wird,
können somit mehrere
Arbeitsgruppenserver zur gleichen
Zeit aktiv sein.
Doch auch, wenn ein
Arbeitsgruppenserver in Betrieb
genommen wird und sicherstellt,
dass seine Ausführung zulässig ist
(da kein anderer
Domänenmitgliedsserver oder
Arbeitsgruppenserver im Netzwerk
ausgeführt wird), sendet er
weiterhin alle fünf Minuten eine
DHCPINFORM-Meldung. Sobald zu
einem späteren Zeitpunkt ein
autorisierter Mitglieds-DHCP-Server
der Domäne in Betrieb genommen
wird, ist der Arbeitsgruppenserver
nicht mehr autorisiert, so dass er
die Verarbeitung von Anforderungen
beendet.
Windows Clustering ermöglicht es
Ihnen, zwei Server wie ein einziges
System zu verwalten. Mithilfe von
Windows Clustering kann die
Verfügbarkeit von DHCP-Server
erhöht, ihre Verwaltung vereinfacht
und ihre Skalierbarkeit verbessert
werden.
Windows Clustering kann einen
Anwendungs- oder Serverausfall
automatisch erkennen und die
Verarbeitung schnell auf einem
ordnungsgemäß ausgeführten
Server wieder aufnehmen. Die
Benutzer nehmen lediglich eine
kurze Verzögerung wahr. Mithilfe
von Windows Clustering können
Administratoren schnell den Status
sämtlicher Clusterressourcen
untersuchen und die
Arbeitsauslastung problemlos auf
andere Server innerhalb des
Clusters verlagern. Diese Funktion
ist insofern nützlich, als sie den
manuellen Lastenausgleich und
kontinuierliche Aktualisierungen auf
Servern ermöglicht, ohne dass der
Zugriff auf wichtige Daten und
Anwendungen unterbrochen werden
muss.
Windows Clustering ermöglicht die
Virtualisierung von DHCP-Servern.
Dies bietet den Vorteil, dass bei
einem Ausfall eines Clusterknotens
der Namespace und sämtliche
Dienste auf dem zweiten Knoten
rekonstruiert werden können. Für
den Client ergeben sich dadurch
keine Änderungen, da er den
Cluster-DHCP-Server über dieselbe
IP-Adresse erreicht.
Falls keine Cluster verwendet
werden, können
Netzwerkadministratoren Bereiche
auf die Server aufteilen, so dass bei
einem Serverausfall zumindest die
Hälfte der verfügbaren Adressen
weiterhin verfügbar ist. Durch die
Verwendung von Clustern können
IP-Adressen jedoch effizienter
genutzt werden, da die
Notwendigkeit der Aufteilung von
Bereichen entfällt. Die
Adresszuweisung sowie alle anderen
Aktivitäten werden in einer
Datenbank nachverfolgt, die auf
einem Remotedatenträger
gespeichert ist. Auf diese Weise
kann bei einem Ausfall des aktiven
Clusterknotens der zweite Knoten
als DHCP-Server eingesetzt werden,
der nun über sämtliche
Zuweisungsinformationen verfügt
und auf den gesamten
Adressbereich zugreifen kann. Zu
einem bestimmten Zeitpunkt wird
immer nur ein Knoten als DHCPServer ausgeführt, wobei die
remote gespeicherte Windows
Clustering-Datenbank den
transparenten Wechsel zu einem
anderen Server ermöglicht, falls
dies erforderlich sein sollte.
Da Windows Clustering mit allen
Windows-Diensten
zusammenarbeiten kann, die in
Clustern ausgeführt werden können,
garantieren dieselben Clusterserver,
die für DHCP verwendet werden,
ebenfalls die hohe Verfügbarkeit
aller anderen in Clustern
einsetzbaren Windows-Dienste.
Eine attraktive neue Funktion des
DHCP-Clients in Windows 2000 ist
seine Fähigkeit, eine IP-Adresse und
Subnetzmaske automatisch zu
konfigurieren, falls der Client in
einem kleinen privaten Netzwerk
gestartet wird, in dem kein DHCPServer für die Zuweisung von
Adressen verfügbar ist.
Wenn ein Microsoft TCP/IP-Client
installiert wurde und so eingerichtet
ist, dass er dynamisch TCP/IPKonfigurationsinformationen von
einem DHCP-Server erhält, anstatt
manuell mit einer IP-Adresse und
anderen Parametern konfiguriert
werden zu müssen, wird der DHCPClientdienst bei jedem Neustart des
Computers in Anspruch genommen.
Der DHCP-Clientdienst verwendet
nun ein aus zwei Schritten
bestehendes Verfahren, um den
Client mit einer IP-Adresse und
anderen
Konfigurationsinformationen zu
konfigurieren.
Wenn der Client installiert ist,
versucht er, einen DHCP-Server zu
ermitteln und
Konfigurationsinformationen von
diesem Server zu erhalten. In den
meisten TCP/IP-Netzwerken in
Unternehmen werden DHCP-Server
verwendet, die so konfiguriert
wurden, dass sie Informationen an
die Clients im Netzwerk verteilen.
Wenn auf Windows 2000
Plattformen der erste Versuch,
einen DHCP-Server zu ermitteln,
fehlschlägt, konfiguriert sich der
DHCP-Client selbst mit einer
ausgewählten IP-Adresse.
Wenn der DHCP-Client zuvor eine
Lease von einem DHCP-Server
erhalten hat, versucht der Client,
eine nicht abgelaufene Lease beim
DHCP-Server zu erneuern. Falls der
Client keinen DHCP-Server ermitteln
kann, versucht er, ein Ping-Signal
an den Standardgateway zu senden,
der in der Lease aufgeführt ist. Ist
dieser Versuch erfolgreich, nimmt
der Client an, dass er nicht
verlagert wurde, und verwendet die
Lease. Wenn die Hälfte der
Gültigkeitsdauer der Lease
verstrichen ist, versucht der Client
automatisch, die Lease zu erneuern.
Falls der Versuch, ein Ping-Signal an
den Standardgateway zu senden,
fehlschlägt, nimmt der Client an,
dass er in ein Netzwerk verlagert
wurde, in dem derzeit kein DHCPServer verfügbar ist, z. B. in ein
Heimnetzwerk, und konfiguriert sich
selbst. Anschließend setzt er seine
Suche automatisch fort und
versucht im Abstand von fünf
Minuten, einen DHCP-Server zu
ermitteln.
Überblick über DHCP
DHCP (Dynamic Host Configuration
Protocol) wurde vom
Internetstandard-BootstrapProtokoll (BOOTP) abgeleitet
(definiert in den RFCs 951 und
1084), das die dynamische
Zuweisung von IP-Adressen (sowie
den Remotestart von
Arbeitsstationen ohne Datenträger)
ermöglichte. Ergänzend zur
Unterstützung der dynamischen
Zuweisung von IP-Adressen stellt
DHCP sämtliche
Konfigurationsdaten, die von TCP/IP
benötigt werden, sowie weitere für
bestimmte Server erforderliche
Daten bereit.
Wie bereits erwähnt, wird hierdurch
die Arbeit eines
Netzwerkadministrators erleichtert,
der jetzt lediglich einen Computer,
den DHCP-Server, manuell
konfigurieren muss. Sobald ein
neuer Host an ein Netzwerksegment
angeschlossen wird, für das der
DHCP-Server zuständig ist (oder
wenn ein vorhandener Host neu
gestartet wird), bittet der Computer
um Zuweisung einer eindeutigen IPAdresse. Der DHCP-Server weist
diese Adresse aus dem Pool der
verfügbaren IP-Adressen zu.
Dieser Vorgang, der weiter unten in
Abbildung 1 dargestellt wird, setzt
sich aus nur vier Schritten
zusammen: Der DHCP-Client bittet
um die Zuweisung einer IP-Adresse
(DHCP Discover), ihm wird eine
Adresse angeboten (DHCP Offer), er
akzeptiert das Angebot und fordert
die Adresse an (DHCP Request),
und die Adresse wird ihm offiziell
zugewiesen (DHCP Acknowledge).
Abbildung 1: DHCP automatisiert die Zuweisung von IP-Adressen
Um sicherzustellen, dass keine
Adressen vergeudet werden, legt
der DHCP-Server eine vom
Administrator definierte zeitliche
Begrenzung für die
Adresszuweisung, eine so genannte
Lease, fest. Nach der Hälfte der
Gültigkeitsdauer der Lease fordert
der DHCP-Client eine Erneuerung
der Lease an, die daraufhin vom
DHCP-Server verlängert wird. Wenn
also ein Computer die zugewiesene
IP-Adresse nicht mehr verwendet
(weil der Computer beispielsweise in
ein anderes Netzwerksegment
verschoben wurde oder der Betrieb
beendet wurde), läuft die Lease ab,
und die Adresse wird an den Pool
zurückgegeben, um erneut
zugewiesen werden zu können.
Microsoft DHCP basiert auf drei
grundlegenden Komponenten:
 DHCP-Server
 DHCP-Clients
 DHCP/BOOTPRelay-Agenten
DHCP-Server
Der Microsoft DHCP-Server umfasst
DHCP-Manager, ein
Verwaltungsprogramm mit einer
leicht zu verwendenden grafischen
Benutzeroberfläche, das es
Netzwerkadministratoren
ermöglicht, DHCPClientkonfigurationen zu definieren.
Der DHCP-Server enthält weiterhin
eine Datenbank, um die Zuweisung
von IP-Adressen und andere
Konfigurationsparameter zu
verwalten.
Der Microsoft DHCP-Server
unterstützt mehr als 30 DHCPOptionen gemäß RFC 2132. Diese
Optionen werden im Anhang
aufgeführt. Zu den TCP/IPKonfigurationsparametern, die vom
DHCP-Server zugewiesen werden
können, zählen die Folgenden:
 IP-Adressen für
jede
Netzwerkkarte in
einem
Clientcomputer.
 Subnetzmasken,
mit deren Hilfe
der IPNetzwerkabschnit
t vom
Hostabschnitt der
IP-Adresse
unterschieden
werden kann.
 Standardgateway
s (Router), mit
deren Hilfe ein
einzelnes
Netzwerksegment
mit anderen
Segmenten
verbunden wird.
 Weitere
Konfigurationspar
ameter, die
wahlweise zu
DHCP-Clients
zugewiesen
werden können
(z. B. IP-Adressen
für DNS- oder
WINS-Server, die
von einem Client
verwendet
werden können).
Auf einem oder mehreren
Computern in einem Netzwerk muss
Windows NT Server ausgeführt
sowie TCP/IP und der DHCP-Server
installiert sein, um dynamische IPAdressen für Clients zur Verfügung
stellen zu können. Nachdem der
DHCP-Serverdienst auf einem
Computer installiert wurde, auf dem
Windows NT Server ausgeführt
wird, wird automatisch eine
Microsoft DHCP-Serverdatenbank
erstellt, sobald Bereiche erstellt und
aktiviert wurden.
DHCP-Clients
Gemäß der aktualisierten Version
der RFC 2132 können viele
kostengünstige
Industriestandardplattformen als
DHCP-Clients fungieren.
Die vier Schritte, die erforderlich
sind, damit eine DHCP-Client eine
Lease von einem DHCP-Server
erhält, werden automatisch
eingeleitet, wenn der Computer das
erste Mal gestartet wird. Die
Mindestkonfiguration, die DHCP bei
Clients voraussetzt, kann
problemlos während der Einrichtung
und Installation des Clients oder
durch manuelles Zurücksetzen der
TCP/IP-Eigenschaften des Clients
aktiviert werden. Hosts, die die
folgenden MicrosoftBetriebssysteme ausführen, können
als DHCP-Clients verwendet
werden:
 Windows NT
Workstation (alle
veröffentlichten
Versionen)
 Windows NT
Server (alle
veröffentlichten
Versionen)
 Windows 98
 Windows 95
 Windows für
Workgroups,
Version 3.11 (mit
Installation des
VxD für Microsoft
32-Bit TCP/IP)
 Microsoft Network
Client,
Version 3.0, für
das
Betriebssystem
Microsoft MSDOS® (mit
Installation des
Real ModeTCP/IP-Treibers)
 LAN Manager,
Version 2.2c
Ergänzend zur Bereitstellung von
Konfigurationsinformationen mittels
DHCP können
Netzwerkadministratoren
dynamische Einstellungen auch
durch manuelle Einstellungen außer
Kraft setzen. Alle Informationen, die
manuell in den TCP/IPKonfigurationen eines Clients
eingegeben werden, setzten
dynamische Einstellungen außer
Kraft.
Abbildung 2: Drei DHCP-Konfigurationen, die die Verwendung des DHCP/BOOTPRelay-Agenten darstellen
BOOTP/DHCP-Relay-Agent
Die Protokolle BOOTP und DHCP
erfüllen ihre Funktion mithilfe von
Netzwerkbroadcasts. Router in
normalen Routingumgebungen
leiten Broadcasts nicht automatisch
von einer Schnittstelle zur nächsten
weiter. Aus diesem Grund muss ein
Relay-Agent verwendet werden, der
diese Form der Kommunikation
ermöglicht. Bei einem DHCP-RelayAgenten handelt es sich entweder
um einen Router oder um einen
Hostcomputer, der so konfiguriert
ist, dass er DHCP/BOOTPBroadcastmeldungen erkennt und
sie an einen bestimmten DHCPServer leitet. Durch die Verwendung
von Relay-Agenten ist es nicht mehr
notwendig, in jedem physischen
Netzwerksegment einen eigenen
DHCP-Server einzusetzen. RelayAgenten leiten nicht nur
Anforderungen von lokalen DHCPClients an Remote-DHCP-Server
weiter, sondern geben auch die
Antworten von Remote-DHCPServern an die DHCP-Clients zurück.
Router, die die Spezifikation in RFC
2131 (ersetzt RFC 1542) erfüllen,
enthalten Relay-Agenten, die das
Weiterleiten von DHCP-Paketen
ermöglichen.
Windows NT Server enthält
ebenfalls einen DHCP-RelayAgenten, der als Dienst installiert
und konfiguriert werden kann. In
der Abbildung werden drei häufig
verwendete Entwürfe dargestellt.
DHCP-Manager hilft
Netzwerkadministratoren bei der
Konfiguration und Überwachung von
DHCP-Servern.
Netzwerkadministratoren können
globale und bereichsspezifische
Konfigurationseinstellungen
definieren, um Router zu
identifizieren und DHCPClientkonfigurationen festzulegen.
Die Microsoft DHCPServerdatenbank wird automatisch
erstellt, sobald der Microsoft DHCPServer auf einem Computer
installiert wird, auf dem
Windows NT Server und TCP/IP
ausgeführt wird.
DHCP-Bereiche
Ein DHCP-Bereich ist eine
verwaltungstechnische Gruppierung,
die die vollständigen fortlaufenden
Bereiche aus IP-Adressen für alle
DHCP-Clients in einem physischen
Subnetz identifiziert. Bereiche
definieren ein logisches Subnetz, für
das DHCP-Dienste bereitgestellt
werden, und ermöglichen es dem
Server zudem,
Konfigurationsparameter zu
identifizieren, die an alle DHCPClients im Subnetz weitergegeben
werden. Ein Bereich muss definiert
werden, bevor DHCP-Clients den
DHCP-Server für die dynamische
TCP/IP-Konfiguration verwenden
können.
Adresspools
Nachdem ein DHCP-Bereich definiert
und Ausschlussbereiche angewendet
wurden, bilden die verbleibenden
Adressen einen so genannten Pool
verfügbarer Adressen innerhalb des
Bereichs. Adressen aus einem Pool
können nun dynamisch zu DHCPClients im Netzwerk zugewiesen
werden.
Ausschlussbereiche
Ein Ausschlussbereich ist eine
begrenzte Folge von IP-Adressen
innerhalb eines Bereichs, die nicht
vom DHCP-Dienst angeboten
werden sollen. Wenn
Ausschlussbereiche verwendet
werden, ist sichergestellt, dass den
Clients keine der Adressen innerhalb
des definierten Ausschlussbereichs
vom DHCP-Server angeboten wird.
Reservierungen
Reservierungen ermöglichen die
dauerhafte Zuweisung von
Adressleases durch den DHCPServer. Wenn Reservierungen
verwendet werden, ist
sichergestellt, dass ein bestimmtes
Hardwaregerät im Subnetz immer
dieselbe IP-Adresse verwenden
kann.
Bereichsgruppierungen
Mithilfe einer Verwaltungsfunktion,
die in Microsoft DHCP-Manager
bereitgestellt wird, können mehrere
getrennte Bereiche erstellt werden,
die zu einer einzigen
Verwaltungsentität, einer so
genannten Bereichsgruppierung,
zusammengeschlossen werden.
Bereichsgruppierungen können
nützlich sein, um eine Reihe von
Problemen zu vermeiden, die in
bestimmten Situationen beim
Einsatz von DHCP auftreten können.
Leases
Wie bereits erwähnt, gibt eine Lease
den Zeitraum vor, für den ein
DHCP-Server einem Clientcomputer
eine zugewiesen IP-Adresse zur
Verfügung stellt. Eine Lease, die
einem Client erteilt wurde, wird als
aktive Lease bezeichnet. Nach der
Hälfte der Gültigkeitsdauer der
Lease muss der Client die
Zuweisung des Adresslease beim
Server erneuern. Die
Gültigkeitsdauer der Leases wirkt
sich darauf aus, wie häufig Clients
versuchen, die Leases zu erneuern,
die ihnen vom DHCP-Server
zugewiesen wurden.
DHCP-Optionen
DHCP-Optionen sind weitere
Clientkonfigurationsparameter, die
ein DHCP-Server zuweisen kann,
wenn er Leases an DHCP-Clients
vergibt. So werden z. B. IPAdressen für einen Router oder
Standardgateway, WINS-Server
oder DNS-Server zusammen für
einen bestimmten Bereich oder
global für alle Bereiche
bereitgestellt, die von dem DHCPServer verwaltet werden. Viele
DHCP-Optionen sind bereits durch
RFC 2132 vordefiniert, der Microsoft
DHCP-Server ermöglicht es jedoch
zudem, benutzerdefinierte Optionen
zu definieren und hinzuzufügen.
DHCP-Bereitstellung
DHCP ist mittlerweile ein so
wichtiger Bestandteil eines
effizienten Netzwerkaufbaus, dass
Netzwerkadministratoren die
ordnungsgemäße Bereitstellung von
DHCP sicherstellen möchten. Zu den
grundlegenden Überlegungen, die
im Rahmen der DHCP-Bereitstellung
angestellt werden sollten, zählen die
Folgenden:
 Bestimmen der
Anzahl der zu
verwendenden
DHCP-Server.
 Bestimmen und
Konfigurieren von
Bereichen.
 Verwenden von
Bereichsgruppieru
ngen.
 Reservieren von
IP-Adressen.
 BOOTP-Tabellen.
In Abhängigkeit von den
Hardwarekonfigurationen und
anderen Aspekten kann bereits ein
einzelner aktiver DHCP-Server und
ein Sicherungs-DHCP-Server
ausreichen, um eine große Anzahl
an Clients zu unterstützen. Wenn
Sie festlegen möchten, wie viele
DHCP-Server notwendig sind,
sollten Sie jedoch die Position der
Router im Netzwerk sowie die Frage
berücksichtigen, ob in jedem
Subnetz ein DHCP-Server
gewünscht wird. Weiterhin sollten
Sie die
Übertragungsgeschwindigkeit
zwischen den einzelnen Segmenten
berücksichtigen, für die der DHCPDienst bereitgestellt werden soll.
Bei langsamen WAN- oder DFÜVerbindungen wird normalerweise
ein DHCP-Server auf beiden Seiten
dieser Verbindung bereitgestellt, um
die Clientanforderungen lokal
verarbeiten zu können.
Für ein Netzwerk können je nach IPAdressklasse praktische
Größenbeschränkungen gelten, z. B.
die Begrenzung auf 254 Knoten für
Netzwerke der Klasse C. Darüber
hinaus spielen
Serverkonfigurationsaspekte, wie
z. B. Datenträgerkapazität und CPUGeschwindigkeit, eine wesentliche
Rolle.
Ein Bereich ist eine
verwaltungstechnische Gruppierung
von Computern in einem Subnetz,
in dem der DHCP-Dienst verwendet
wird. Administratoren erstellen für
jedes physische Subnetz einen
Bereich. Mithilfe dieses Bereichs
können anschließend Parameter
definiert werden, die von den
Clients für dieses Subnetz
verwendet werden. Bereiche können
auf der Basis der Anforderungen
einer bestimmten Benutzergruppe
geplant werden, wobei für die
entsprechenden Bereiche geeignete
Gültigkeitsdauern der Lease
festgelegt werden können. Ein
Bereich weist die folgenden
Eigenschaften auf:
 Einen Bereich
möglicher IPAdressen, aus
dem die Adressen
stammen, die in
den
Leaseangeboten
des DHCPDienstes
verwendet
werden. Es ist
möglich,
Adressen des
Bereichs von den
Leaseangeboten
auszuschließen.
 Eine eindeutige
Subnetzmaske,
um das Subnetz
zu bestimmten,
das zu einer
bestimmten IPAdresse gehört.
 Ein
Bereichsname,
der zugewiesen
wird, wenn der
Bereich erstellt
wird.
 Werte für die
Gültigkeitsdauer
der Leases, die
DHCP-Clients
zugewiesen
werden, die
dynamisch
reservierte IPAdressen
erhalten.
 Reservierungen
 Optionen
Ein DHCP-Bereich besteht aus
einem Pool von IP-Adressen in
einem Subnetz, z. B. 10.223.223.1
bis 10.223.223.200, die der DHCPServer mittels Lease zu DHCPClients zuweisen kann. Jedes
physische Netzwerk kann nur über
einen DHCP-Bereich oder eine
Bereichsgruppierung mit einem oder
mehreren IP-Adressbereichen
verfügen.
Wenn der DHCP-Dienst mehrere
Adressbereiche innerhalb eines
einzigen Bereichs oder Subnetzes
verwenden soll, ist Folgendes
erforderlich:
 Definieren Sie
den Bereich.
Verwenden Sie
den ganzen
Bereich
fortlaufender IPAdressen, aus
denen sich das
lokale IP-Subnetz
zusammensetzt,
für das der DHCPDienst aktiviert
ist.
 Legen Sie, falls
erforderlich,
Ausschlussbereich
e fest.
Ausschlüsse
sollten für alle IPAdressen
innerhalb des
Bereichs
festgelegt
werden, die nicht
angeboten oder
vom DHCP-Server
für DHCPZuweisungen
verwendet
werden sollen. In
dem vorigen
Beispielbereich
könnten z. B. die
ersten zehn
Adressen
ausgeschlossen
werden, indem
ein Ausschluss für
die Adressen
10.223.223.1 bis
10.223.223.10
erstellt wird.
Hierdurch wird
angegeben, dass
kein DHCP-Client


diese Adressen im
Rahmen einer
geleasten
Konfiguration
erhält. Die einzige
Möglichkeit, dass
ein
ausgeschlossener
IP-Adressbereich
in einem
Netzwerk aktiv
genutzt wird,
besteht darin, für
diese Adressen
manuell die
Verwendung
durch andere
Geräte zu
konfigurieren, die
DHCP nicht
verwenden
können.
Ein definierter
Bereich kann
weiter
konfiguriert
werden, wenn Sie
die folgenden
ergänzenden
Schritte
durchführen.
Wählen Sie, falls
erforderlich,
weitere
Ausschlussbereich
e aus. Auf diese
Weise können Sie
erreichen, dass
weitere IPAdressen aus den
Leases
ausgeschlossen
werden, die
DHCP-Clients
zugewiesen
werden.
Ausschlüsse
sollten für alle
Geräte verwendet
werden, die nicht
DHCP-fähig sind,
z. B. für Drucker.


Erstellen Sie
Reservierungen,
falls erforderlich.
Hierdurch können
Sie erreichen,
dass einige IPAdressen für die
dauerhafte
Zuweisung von
Leases zu
bestimmten
Computern oder
Geräten im
Netzwerk
reserviert
werden.
Reservierungen
sollten nur für
Geräte
vorgenommen
werden, die
DHCP-fähig sind
und für die aus
bestimmten
Gründen eine
Reservierung im
Netzwerk
erforderlich ist,
z. B. für
besondere
Servercomputer
(Server, die für
DHCP, WINS oder
DNS verwendet
werden) und für
Router.
Passen Sie die
Gültigkeitsdauer
der Leases an.
Die
Gültigkeitsdauer
der Leases, die
beim Zuweisen
von IP-Adressen
verwendet wird,
kann geändert
werden. Die
Standardgültigkei
tsdauer der
Leases beträgt
drei Tage. In den
meisten Fällen ist
der Standardwert
angemessen, so
dass keine
weiteren
Anpassungen
erforderlich sind,
auch wenn diese
Einstellung
geändert werden
kann.
 Definieren Sie
Optionen.
Nachdem ein Bereich, wie zuvor
beschrieben, definiert und
vollständig konfiguriert wurde, muss
er aktiviert werden, damit die
dynamische Adresszuweisung für
DHCP-fähige Clients aufgenommen
werden kann. Sobald ein Bereich
aktiv ist, kann der Server beginnen,
IP-Leaseanforderungen zu
verarbeiten und DHCP-fähigen
Clients im Netzwerk IP-Leases
anzubieten.
Mithilfe der Funktion zur
Bereichsgruppierung, das zuvor
beschrieben wurde, kann eine Reihe
von Problemen vermieden werden,
die beim Einsatz von DHCP
auftreten können.
Bereichsgruppierungen ermöglichen
Microsoft DHCP-Servern Folgendes:
 Unterstützung
von DHCP-Clients
in einem einzigen
physischen
Netzwerksegment
, das aus
mehreren
logischen IPSubnetzen
besteht. Diese
werden häufig als
Multinetze
bezeichnet.
 Unterstützung
von RemoteDHCP-Clients, die
sich auf der
entfernten Seite
von
BOOTP/DHCP-
Relay-Agenten
befinden (wobei
das Netzwerk auf
der entfernten
Seite des RelayAgenten
Multinetze
verwendet).
Unter Windows NT 4.0, Service Pack
2 oder höher, können die DHCPServerversionen Adressen aus mehr
als einem Bereich zu einem
physischen Subnetz zuweisen.
In den folgenden Situationen
können Bereichsgruppierungen
sinnvoll sein:
 Es müssen mehr
Hosts an ein
Kabel gehängt
werden, als
ursprünglich
vorgesehen
waren.
 Das Netzwerk
wird neu
nummeriert.
 Zwei DHCPServer werden
verwendet, um
getrennte
logische Subnetze
in demselben
physischen
Subnetz zu
verwalten.
Die folgende Tabelle, Abbildung 3,
zeigt zwei DHCP-Server, die beide
in demselben physischen Subnetz
erreicht werden können und jeweils
mit einem eigenen Bereich
konfiguriert wurden.
Start-IPDHCP-Servername
Adresse
DHCP-Server A
DHCP-Server B
211.111.111.1
222.222.222.1
Abbildung 3: DHCP-Server A und B
können in demselben physischen
Subnetz erreicht werden und
wurden beide mit einem eigenen
Bereich konfiguriert
End-IP-Adresse
211.111.111.255
222.222.222.255
Wenn DHCP-Server A einen anderen
Adressbereich verwaltet als DHCPServer B und keiner der Server über
Informationen zu den Adressen
verfügt, die von dem jeweils
anderen Server verwaltet werden,
tritt ein Problem auf, falls ein Client,
der zuvor beispielsweise bei
Server A registriert war, seinen
Namen freigibt, während er
ordnungsgemäß heruntergefahren
wird, und später nach einem
Neustart eine erneute Verbindung
zum Netzwerk herstellt. Der Client
versucht, die Lease für die zuvor
zugewiesene IP-Adresse zu
erneuern.
Wenn Server B ein vom Client
gesendetes DHCPREQUEST-Paket
zur Erneuerung der Lease einer
Adresse empfängt, bevor Server A
das Paket empfängt, lehnt Server B,
der diese IP-Adresse nicht kennt,
die Anforderung ab und sendet ein
DHCPNACK-Paket an den Client. Der
Client muss nun die DHCP-Lease
neu aushandeln, indem er ein
DHCPDISCOVER-Paket als
Broadcast an das lokale Subnetz
sendet. Server B kann ein
DHCPOFFER-Paket senden, in dem
er dem Client eine Adresse anbietet.
Der Client kann die Adresse
akzeptieren, indem er ein
DHCPREQUEST-Paket für diese
Adresse an Server B zurücksendet,
damit dieser die Lease bestätigt.
Wenn Server B die Adresszuweisung
bestätigt, sendet er ein DHCPACKPaket an den Client.
In diesem Beispiel treten mehrere
DHCP-Dienstprobleme auf:
 Es wird nicht
verhindert, dass
die Versuche des
Clients, eine
zuvor
zugewiesene
Adresse zu
erneuern, bei
jedem neuen
Verbindungsaufba
u zum Netzwerk
erneut abgelehnt
werden.
 Im Verlauf der
Zurückweisungen
und erneuten
Versuche, eine
Lease zu
erhalten, wird
dem Client
möglicherweise
eine Adresse
angeboten, durch
die er einem
anderen Subnetz
zugeordnet wird
und nicht mehr
Teil des
Subnetzes ist, für
das er zuvor
konfiguriert war.
Durch die Verwendung von
Bereichsgruppierungen auf beiden
DHCP-Servern würden beide
Probleme vermieden. Zudem wäre
die Verwaltung der Adressen
vorhersehbarer und effektiver.
Führen Sie die folgenden Schritte
durch, um derartige Probleme
mittels Bereichsgruppierungen zu
vermeiden:
1. Erstellen Sie
einen neuen
Bereich auf einem
Server, der die
entsprechenden
Bereichsinformati
onen für den
anderen Server
enthält. Erstellen
Sie beispielsweise
auf DHCPServer A einen
neuen Bereich mit
dem
Adressbereich
222.222.222.1
bis
222.222.222.255.
Stellen Sie
weiterhin sicher,
dass Sie für den
neuen Bereich für
alle
Bereichsadressen
(222.222.222.1
bis
222.222.222.255)
einen
Ausschlussbereich
erstellen.
2. Wiederholen Sie
diesen Schritt für
den anderen
DHCP-Server.
Erstellen Sie z. B.
auf DHCPServer B einen
neuen Bereich mit
dem
Adressbereich
211.111.111.1
bis
211.111.111.255,
und erstellen Sie
anschließend für
diesen neuen
Bereich für alle
Bereichsadressen
(211.111.111.1
bis
211.111.111.255)
einen
Ausschlussbereich
.
3. Erstellen Sie
mithilfe des
Assistenten zum
Erstellen von
Bereichsgruppieru
ngen eine
Bereichsgruppieru
ng auf jedem
DHCP-Server.
Fügen Sie sowohl
den alten als auch
den neuen
Bereich zu der
soeben erstellten
Bereichsgruppieru
ng hinzu.
4. Aktivieren Sie die
neuen Bereiche
auf jedem Server.
Wenn Sie Bereichsgruppierungen,
wie zuvor beschrieben,
konfigurieren, erkennen die DHCPServer A und B die IP-Adressen, die
von dem jeweils anderen Server
zugewiesen werden. Auf diese
Weise werden beide Server daran
gehindert, Anforderungen von
DHCP-Clients abzulehnen, in denen
diese versuchen, dieselbe IPAdresse zu erneuern oder eine
Adresse aus demselben logischen
Adressbereich, also eine andere
Adresse innerhalb desselben
logischen Subnetzes, zu erhalten.
Bevor Sie eine Bereichsgruppierung
erstellen können, müssen Sie mit
DHCP-Manager alle Bereiche
definieren, die in die
Bereichsgruppierung eingebunden
werden sollen. (Anweisungen zum
Erstellen von
Bereichsgruppierungen finden Sie in
der Hilfe zum DHCP-Manager.)
DHCP-Manager ermöglicht Ihnen die
Reservierung einer bestimmten IPAdresse für einen Computer oder
für ein anderes mittels IP
adressierbares Gerät im Netzwerk.
Durch die Reservierung
ausgewählter IP-Adressen für
Geräte im Netzwerk, die eine
besondere Funktion erfüllen, ist
sichergestellt, dass DHCP die
Adresse nicht dupliziert oder erneut
zuweist. Reservierungen können für
die folgenden Geräte- und
Computertypen sinnvoll sein:
 Andere
Windows NT
Server-basierte
Computer im
Netzwerk, die
statische IPAdressen
benötigen, z. B.
WINS-Server.
 Alle Druckserver,
die TCP/IPDruckdienste
verwenden.
 UNIX- oder
andere Clients,
die IP-Adressen
verwenden, die
mittels einer
anderen TCP/IPKonfigurationsme
thode zugewiesen
werden.
 Alle DNS-Server
im Netzwerk,
unabhängig
davon, ob sie
Windows NT
ausführen oder
nicht.
Für jede Reservierung ist ein
eindeutiger Bezeichner erforderlich,
der für das Gerät angefordert
werden muss, für das eine Adresse
reserviert wird. Dieser Bezeichner
ist mit der MAC (Media Access
Control)-Adresse bzw. der
physischen Adresse des DHCPClients identisch. Im Fall von
Ethernet handelt es sich bei dieser
Adresse um eine eindeutige Folge
von Hexadezimal-Bytewerten, mit
der der Netzwerkadapter für jedes
ans Netzwerk angeschlossene Gerät
identifiziert wird.
(Sie erhalten die MAC-Adresse für
Windows NT-basierte Clients, indem
Sie in der Befehlszeile ipconfig /all
eingeben und den Eintrag unter
Physikalische Adresse lesen. Auf
Windows 95-basierten Clients
müssen Sie Winipcfg.exe
ausführen und den Eintrag im Feld
Netzwerkkartenadresse lesen.)
Wie bereits erwähnt, ermöglicht es
das Bootstrap-Protokoll, dass
Clients ohne Datenträger eine
eigene IP-Adresse sowie andere
Startinformationen erhalten, die sie
für den Systemstart im Netzwerk
benötigen. BOOTP war der
Vorgänger von DHCP und wird
derzeit hauptsächlich in UNIXUmgebungen verwendet. Aus
diesem Grund ist BOOTP für viele
Windows
nicht erforderlich, so dass die
BOOTP-Tabelle nicht konfiguriert
werden muss.
BOOTP ermöglicht es Clients ohne
Datenträger, UDP-Pakete (User
Datagram Protocol) zu verwenden,
um eine IP-Adresse und eine kleine
Startimagedatei von einem TFTPServer (Trivial File Transfer
Protocol) anzufordern und zu
erhalten.
Der Microsoft DHCP-Server bietet
die Unterstützung von BOOTP in
Form von Zeigereinträgen in der
BOOTP-Tabelle. Daten, die in dieser
Tabelle gespeichert werden, werden
an jeden BOOTP-Client im Netzwerk
zurückgegeben, der eine BOOTPAnforderungsmeldung als Broadcast
sendet. Wenn die BOOTP-Tabelle
einen BOOTP-Eintrag enthält, gibt
der Microsoft DHCP-Server eine
BOOTP-Meldung an den
anfordernden BOOTP-Client zurück.
Falls keine BOOTP-Einträge
konfiguriert sind, werden BOOTPAnforderungsmeldungen vom
Microsoft DHCP-Server ohne
Rückmeldung übergangen.
Die Antwortmeldung, die vom
Microsoft DHCP-Server
zurückgegeben wird, gibt den
Namen und die Position eines TFTPServers im Netzwerk an. Der Client
kann nun den Kontakt zu diesem
Server aufnehmen, um seine
Startimagedatei abzurufen. Jeder
Eintrag in der BOOTP-Tabelle
enthält die folgenden drei Felder, in
denen die Informationen
gespeichert sind, die an den
BOOTP-Client zurückgegeben
werden:
 Das Feld
Startimage
identifiziert,
basierend auf
dem Computertyp
des BOOTPClients, den
generischen
Dateinamen der
angeforderten
Startdatei.
 Das Feld
Dateiname
identifiziert den
vollständigen Pfad
der Startdatei, die
vom TFTP-Server
an den BOOTPClient
zurückgegeben
wird.
 Das Feld
Dateiserver
identifiziert den
TFTP-Server, der
für die Ausgabe
der Startdatei
verwendet wird.
Mithilfe von DHCP-Manager können
Einträge zu der BOOTP-Tabelle
hinzugefügt, daraus entfernt und in
ihr bearbeitet werden.
Im Gegensatz zu DHCP lässt BOOTP
keine dynamischen Adressleases zu.
BOOTP-Clients gehen somit davon
aus, dass es sich bei den ihnen
zugeteilten IP-Adressen um
permanente Adressen handelt.
Diese Vorgehensweise ähnelt der
Adressverwaltung für reservierte
DHCP-Clients. Wenn BOOTP
verwendet wird, muss der Bereich
der IP-Adressen, die für den
BOOTP-Dienst in einem Netzwerk
reserviert sind, von allen DHCPBereichen ausgeschlossen werden,
die eingerichtet und konfiguriert
werden. Wenn der BOOTP-Client
keine Optionen anfordert, werden
auch keine Optionen bereitgestellt.
Dies kann unter Umständen dazu
führen, dass der BOOTP-Client nicht
mehr funktionsfähig ist, da er keine
Informationen zum
Standardgateway oder DNS-Server
erhalten hat.
Empfehlungen
Im Folgenden werden bestimmte
Methoden beschrieben, die zu einer
Optimierung der Funktionalität und
Leistung des Microsoft DHCPServers beitragen können.
Da Leases fortwährend erneuert
werden müssen und sich dies auf
die Leistung der DHCP-Clients und
des Netzwerkes auswirken kann, ist
es mitunter wünschenswert, eine
andere Gültigkeitsdauer der Leases
zu verwenden. Sollte dies
erforderlich sein, können Ihnen die
folgenden Richtlinien bei der
Entscheidung helfen, wie Sie die
Einstellungen für die
Gültigkeitsdauer der Leases ändern
sollten, um die DHCP-Leistung im
Netzwerk zu verbessern.
Verlängern der Gültigkeitsdauer der Leases
In großen, wenig geänderten
Netzwerken, in denen ausreichend
große Adressbereiche verfügbar
sind, sollten Sie die Gültigkeitsdauer
der Leases für den Bereich
verlängern. Wenn viele IP-Adressen
verfügbar sind und Konfigurationen
nur selten geändert werden, kann
durch eine Verlängerung der
Gültigkeitsdauer der Leases die
Häufigkeit, mit der Abfragen zur
Leaseerneuerung zwischen Clients
und dem DHCP-Server gesendet
werden, reduziert werden, wodurch
wiederum der damit verbundene
Datenverkehr im Netzwerk
abnimmt. Dies ist insbesondere für
größere Routingnetzwerke sinnvoll,
in denen durch eine Verlängerung
der Gültigkeitsdauer der Leases auf
beispielsweise 7 bis 21 Tage der mit
DHCP verbundene Datenverkehr
durch Netzwerkbroadcasts reduziert
werden kann. Dies gilt vor allem
dann, wenn Clientcomputer
normalerweise ihren Standort
beibehalten und ausreichend
Bereichsadressen (weniger als
80 Prozent der Adressen werden
verwendet) verfügbar sind.
Verkürzen der Gültigkeitsdauer der Leases
Das Gegenteil trifft zu, wenn nur
wenige IP-Adressen verfügbar sind
und entweder Clientkonfigurationen
oder Standorte im Netzwerk
geändert werden. In diesem Fall
kann durch eine Verkürzung der
Gültigkeitsdauer der Leases die
Rate erhöht werden, mit der
Adressen an den Pool verfügbarer
Adressen zurückgegeben werden,
um vom DHCP-Server zu neuen
Clients zugewiesen zu werden. Dies
könnte beispielsweise für ein
Handelsunternehmen vorteilhaft
sein, in dem die
Vertriebsmitarbeiter mit
Laptopcomputern ausgestattet
werden, oder für Geschäftsbereiche,
in denen häufig die Standorte der
Computer geändert werden.
Keine dieser Richtlinien muss für
alle Bereiche auf einem bestimmten
DHCP-Server angewendet werden.
Die beste Entscheidung ist in der
Regel eine Mischung aus beiden
Strategien. Für ein einzelnes
Segment, in dem sich Laptops anund abmelden, ist eine Verkürzung
der Gültigkeitsdauer der Leases für
diesen Bereich mit Sicherheit eine
kluge Entscheidung, während sich
für andere Teile des Netzwerkes, die
eine stabile Zusammensetzung an
Clients aufweisen, eine
Verlängerung der Gültigkeitsdauer
der Leases empfiehlt. Die
Entscheidung für eine Verlängerung
oder Verkürzung sollte für jeden
Bereich einzeln getroffen werden.
Sowohl WINS als auch DNS können
verwendet werden, um dynamische
Zuordnungen von Namen zu
Adressen in einem Netzwerk zu
registrieren. Wenn Sie DHCP mit
anderen Namensauflösungsdiensten
verwenden möchten, erfordert dies
eine sorgfältige Planung, und
Netzwerkadministratoren, die DHCP
implementieren, sollten auch eine
Strategie für die Implementierung
von DNS- und WINS-Servern
entwickeln.
Wenn Router mehrere physische
Netzwerke miteinander verbinden,
ist es sinnvoll, sie so zu
konfigurieren, dass sie, wenn
möglich, BOOTP/DHCP-Meldungen
weiterleiten. Viele Router bedienen
sich herstellerspezifischer
Routerbefehle oder konfigurierbarer
Routereinstellungen, wie z. B. des
Befehls IP HELPER, der in einigen
Cisco-Routern verwendet wird, um
die Weitergabe von BOOTP/DHCPMeldungen zu aktivieren. Wenn ein
Router die Weitergabe von
BOOTP/DHCP-Meldungen nicht
unterstützt, kann das Problem
möglicherweise durch ein vom
Hersteller bereitgestelltes Update
gelöst werden. Durch DHCP- und
BOOTP-Meldungen erzeugter
Datenverkehr kann über denselben
Router weitergeleitet werden, da die
Meldungen ein identisches Format
aufweisen.
Wenn die Aktualisierung eines
Routers nicht möglich ist, kann eine
zusätzliche Windows NT
Plattform so konfiguriert werden,
dass sie als DHCP-Relay-Agent für
das betreffende Netzwerksegment
fungiert. Dieser Computer leitet nun
den Datenverkehr zwischen DHCPfähigen Clients im lokalen
physischen Netzwerk und einem
Remote-DHCP-Server weiter, der
sich in einem anderen physischen
Netzwerk befindet.
Es ist unerlässlich, sehr sorgfältig
die Anzahl der DHCP-Server zu
bestimmen, die für alle DHCPfähigen Clients im Netzwerk
benötigt werden. In einem kleinen
LAN (Local Area Network), wie z. B.
einem physischen Subnetz ohne
Router, kann ein einziger DHCPServer für alle DHCP-fähigen Clients
durchaus ausreichend sein. In
Routingnetzwerken können jedoch
mehrere DHCP-Server erforderlich
sein.
Für die maximale Anzahl der
Clients, die von einem einzigen
DHCP-Server verwaltet werden
können, gibt es zwar keine
theoretische, jedoch eine praktische
Grenze. Diese wird bestimmt durch
die IP-Adressklasse des Netzwerkes
und Aspekte der
Serverkonfiguration, wie z. B.
Datenträgerkapazität und CPUGeschwindigkeit.
Ein wichtiger Faktor ist die
Übertragungsgeschwindigkeit
zwischen den einzelnen Segmenten,
für die der DHCP-Dienst
bereitgestellt wird. Bei langsamen
WAN- oder DFÜ-Verbindungen wird
normalerweise ein DHCP-Server auf
beiden Seiten dieser Verbindung
benötigt, um die
Clientanforderungen lokal
verarbeiten zu können. Darüber
hinaus spielt es eine Rolle, ob der
DHCP-Dienst in allen oder nur in
ausgewählten physischen
Netzwerken verwendet wird. Wenn
mehrere DHCP-Server für eine
Umgebung bereitgestellt werden,
empfiehlt es sich, sie in
unterschiedlichen
Netzwerksegmenten zu platzieren,
um so für den Fall vorzubeugen,
dass ein Netzwerksegment nicht
erreicht werden kann. DHCP-RelayAgenten wandeln den Broadcast in
ein Unicastpaket um.
Vor der Installation des DHCPServers sollten Sie Folgendes
identifizieren:
 Die Hardwareund
Speicherplatzanfo
rderungen für den
DHCP-Server.
 Welche Computer
können
unmittelbar als
DHCP-Clients für
die dynamische
TCP/IPKonfiguration
konfiguriert
werden, und
welche Clients
müssen manuell
mit statischen
TCP/IPKonfigurationspar
ametern, z. B.
mit statischen IPAdressen,
konfiguriert
werden?
 Die DHCP-
Optionstypen
sowie deren
Werte, die für
DHCP-Clients
vordefiniert
werden müssen.
 DHCP-RelayAgentKonfigurationen
für ein Netzwerk.
Es ist ratsam, einen Bereich auf
zwei oder drei Server aufzuteilen.
Auf diese Weise ist die Handhabung
des DHCP-Datenverkehrs einfacher.
Darüber hinaus ist das Netzwerk
nicht betroffen, wenn ein Server
ausfallen sollte. Eine 70:30Aufteilung bietet erfahrungsgemäß
den größten Nutzen.
Nehmen Sie als Beispiel den Klasse
B-Bereich 132.255.0.0 mit einem
Adressbereich von 132.255.0.1 bis
132.255.255.255 und der
Subnetzmaske 255.255.0.0. Eine
Möglichkeit wäre, die Last auf zwei
Server (SRV1 und SRV2)
aufzuteilen. SRV1 verfügt über den
Bereich von 132.255.0.1 bis
132.255.255.255 mit der Maske
255.255.0.0. Der Ausschlussbereich
für diesen Bereich umfasst die
Adressen 132.255.128.0 bis
132.255.255.255. SRV2 verfügt
über den Bereich von 132.255.0.1
bis 132.255.255.255 mit der Maske
255.255.0.0. Der Ausschlussbereich
für diesen Bereich umfasst die
Adressen 132.255.0.1 bis
132.127.255.255. Ebenso könnte
ein Bereich auf drei Server
aufgeteilt werden.
Auch wenn Bereichsgruppierungen
die DHCP-Verwaltung erleichtern,
sind sie nicht erforderlich, nur weil
ein DHCP-Server mehr als einen
Bereich (Subnetz-ID) verwalten
muss. Mithilfe eines einzelnen
DHCP-Servers können zwei oder
mehr physisch unterschiedliche
Subnetze verwaltet werden, die
durch einen Router getrennt sind. In
diesem Fall werden BOOTP/DHCPRelay-Agenten so konfiguriert, dass
sie die Weiterleitung von
Clientanforderungen für Bereiche
ermöglichen, die für vom DHCPServer entfernte Subnetze
eingerichtet wurden. Relay-Agenten
sind normalerweise in die Router
eingebunden und müssen, sofern
sie verwendet werden, für die
DHCP-Server mit IP-Adressen
konfiguriert werden.
Wenn mehr als ein DHCP-Server
verwendet wird, um ein Segment
mit Bereichsgruppierungen zu
verwalten, sollte die
Bereichsgruppierung für jeden
DHCP-Server so konfiguriert sein,
dass alle Subnetze eingebunden
sind. Hierbei werden Platzhalter für
Subnetze verwendet, denen der
jeweilige DHCP-Server keine
Adressen zur Verfügung stellt, die
er jedoch als gültig erkennen muss.
Nehmen Sie als Beispiel ein
Segment, das aus vier logischen IPSubnetzen besteht (192.168.1.0,
192.168.2.0, 192.168.3.0 und
192.168.4.0; für alle gilt die Maske
255.255.255.0). Dieses Segment
wird von zwei DHCP-Servern
unterstützt, von denen für jeden
eine Bereichsgruppierung
konfiguriert wurde, die die Hälfte
der Subnetze abdeckt (die
Bereichsgruppierung von SRV1
enthält nur die Subnetze
192.168.1.0 und 192.168.2.0, die
Bereichsgruppierung von SRV2
enthält nur die Subnetze
192.168.3.0 und 192.168.4.0).
Sobald DHCP-Anforderungen von
Clients empfangen werden, können
Adressen aus den Bereichen eines
der beiden Server zugewiesen
werden. Es kann jedoch ein Problem
auftreten, wenn ein Client eine IPAdresse von SRV1 erhält und die
Erneuerungsanforderung von SRV2
empfangen wird. SRV2 stellt fest,
dass die Adresse des Clients nicht
zu seinem Subnetz gehört und
antwortet dem Client demzufolge
mit einer DHCPNACK-Meldung.
Dieses Problem kann leicht
vermieden werden, indem sowohl
SRV1 als auch SRV2 mit allen
logischen IP-Subnetzen konfiguriert
werden, und Ausschlüsse verwendet
werden, um zu verhindern, dass die
Server sich überlagernde
Adressbereiche verwenden. SRV1
sollte über eine
Bereichsgruppierung verfügen, die
alle vier Subnetze enthält, und alle
Adressen der beiden letzten
Subnetze ausschließen. SRV2 sollte
ebenfalls über eine
Bereichsgruppierung verfügen, die
alle vier Subnetze umfasst. Dieser
Server sollte jedoch über eine
Ausschlussliste für die Adressen der
beiden ersten Subnetze verfügen.
Durch die ordnungsgemäße
Bereitstellung von DHCP-Servern
wird verhindert, dass BOOTP-RelayAgenten doppelte Pakete erzeugen,
die dazu führen können, dass der
DHCP-Server mehrere Kopien
derselben DISCOVER- oder
REQUEST-Meldung empfängt.
Die beiden folgenden Entwürfe für
die Verwendung von BOOTP-RelayAgenten weisen dieselbe Anzahl an
Netzwerken, Servern und Routern
auf. Der erste Entwurf führt jedoch
dazu, dass für jedes DHCP-Paket,
das von einem Client gesendet wird,
acht Pakete an die DHCP-Server
weitergegeben werden.
Abbildung 4: Dieser
Netzwerkentwurf führt dazu,
dass für jedes vom Client
gesendete Paket acht Pakete an
die DHCP-Server gesendet
werden
Abbildung 5: Bei diesem
Netzwerkentwurf werden
doppelte Pakete vermieden,
wobei gleichzeitig genug
redundante Informationen
verfügbar sind, damit Clients
weiterhin Leases erhalten, sollte
ein Teil des Netzwerkes
ausfallen
Ausblick
Zukünftige Entwicklungen für
Microsoft DHCP umfassen Dynamic
BOOTP, Authentifizierung für DHCP
und DHCP, Version 6.
Zusammenfassung
Durch die weiter zunehmende
Einbindung der TCP/IP-Protokolle in
moderne Netzwerke wächst auch
die Bedeutung, die DHCP im
Rahmen eines effizienten
Netzwerkentwurfs zukommt.
DHCP ermöglicht die sichere und
zuverlässige Konfiguration in
TCP/IP-Netzwerken. Der DHCPDienst trägt darüber hinaus dazu
bei, dass IP-Adresskonflikte
vermieden werden, und optimiert
durch eine zentrale Verwaltung der
Adresszuordnung die Verwendung
von IP-Adressen. Im Gegensatz zur
manuellen Konfiguration, bei der die
IP-Adressinformationen für jeden
Clientcomputer separat festgelegt
werden müssen, bevor der
Computer ins Netzwerk
eingebunden werden kann,
ermöglicht DHCP den unterstützten
Clients, die DHCP verwenden, den
direkten Zugang zum Netzwerk.
Der Microsoft DHCP-Server für
Windows 2000 setzt die langjährige
Unterstützung von DHCP und
Orientierung an offenen
Industriestandards fort und bietet
gleichzeitig neue Funktionen, die die
Bereitstellung und Verwaltung von
DHCP erheblich erleichtern.
Netzwerk-Manager profitieren von
der Abstimmung von DHCP und
DNS (Domain Name System), der
verbesserten Überwachung und
Erstellung von Statistiken für DHCPServer, der Unterstützung neuer
herstellerspezifischer Optionen und
Benutzerklassen, der Zuordnung
von Multicastadressen, der
Erkennung nicht autorisierter DHCPServer und den Plänen für Windows
Clustering.
In Kombination mit dem
Betriebssystem Windows NT und
anderen Windows NT-Diensten stellt
der Microsoft DHCP-Server
Netzwerkadministratoren die
Funktionen zur Verfügung, die diese
benötigen, um zuverlässige,
leistungsfähige, skalierbare und
leicht konfigurierbare Netzwerke
bereitzustellen.
Die aktuellsten Informationen zu
Windows 2000 finden Sie im
Microsoft TechNet oder in der
Website unter
http://www.microsoft.com/germany
/windows2000 oder unter
http://www.microsoft.com/ntserver
/ (englischsprachig) und im
Windows NT Server-Forum von
MSN™ unter
http://computingcentral.msn.com/f
orums/default.asp?windowsnt
(englischsprachig).
Weitere Informationen zu DHCP
finden Sie unter
http://www.ietf.cnri.reston.va.us/id
s.by.wg/dhc.html
(englischsprachig).
Anhang A: Vordefinierte Optionen für DHCP-Clients
Die Tabellen in diesem Abschnitt
beschreiben die vordefinierten
Optionen, die für die Konfiguration
von DHCP-Clients verfügbar sind.
Diese Optionen sind in RFC 1533
definiert. Bei fett formatierten
Optionen handelt es sich um
Optionen, die Microsoft DHCPClients standardmäßig empfangen.
Grundlegende Optionen
Kennung
Optionsname
0
255
1
2
Pad
Ende
Subnetzmaske
Zeitoffset
3
Router
4
Zeitserver
5
Namenserver
6
DNS-Server
7
Protokollierungsserver
8
Cookieserver
9
LPR-Server
10
Impress-Server
11
Ressourcenstandort-
Bedeutung
Veranlasst, dass nachfolgende Felder nach Wortgrenzen ausgeric
Kennzeichnet das Ende der Optionen im DHCP-Paket.
Gibt das UCT (Universal Coordinated Time)-Offset in Sekunden an
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für Router im Subnetz des
an.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für Zeitserver an, die dem Client
stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für Namenserver an, die dem Clie
Verfügung stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für DNS-Namenserver an, d
zur Verfügung stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für MIT_LCS-UDP-Protokollierung
Datagram Protocol) an, die dem Client zur Verfügung stehen.&su
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für Cookieserver (gemäß RFC 865
Client zur Verfügung stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für LPR-Server (gemäß RFC 1179
Client zur Verfügung stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für Imagen Impress-Server an, di
zur Verfügung stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für Ressourcenstandort-Server (g
Server
12
Hostname
13
Größe der Startdatei
14
Merit-Dump-Datei
15
DNS-Domänenname
16
17
Swapserver
Stammverzeichnis
18
Erweiterungspfad
¹ Liste ist nach Priorität
sortiert.
In der folgenden Tabelle werden
Parameter der IP-Schicht
aufgeführt, die pro Host festgelegt
werden.
Parameter der IP-Schicht je
Host
Kennung
Optionsname
an, die dem Client zur Verfügung stehen.¹
Gibt den aus bis zu 63 Zeichen bestehenden Hostnamen für den C
Name muss mit einem Buchstaben beginnen und mit einem Buch
einer Zahl enden. Bei den dazwischen liegenden Zeichen darf es s
ausschließlich um Buchstaben, Zahlen und Bindestriche handeln.
mit dem lokalen DNS-Domänennamen gekennzeichnet werden.
Gibt die Größe der Standard-Startimagedatei für den Client in 51
an.
Gibt den ASCII-Pfadnamen einer Datei an, in der im Falle eines S
das Speicherabbild des Clients erstellt wird.
Gibt den DNS-Domänennamen an, den der Client für die DN
Hostnamenauflösung verwenden soll.
Gibt die IP-Adresse des Swapservers des Clients an.
Gibt den ASCII-Pfad für den Stammdatenträger des Clients an.
Gibt eine über TFTP erhältliche Datei an, die Informationen enthä
Feld für herstellerspezifische Erweiterungen in der BOOTP-Antwor
werden, jedoch mit dem Unterschied, dass die Dateilänge nicht b
Verweise auf Kennung 18 in der Datei nicht berücksichtigt werden
Bedeutung
Aktiviert oder deaktiviert die Weiterleitung von IP-Paketen für die
aktiviert die Weiterleitung; 0 deaktiviert die Weiterleitung.
Aktiviert oder deaktiviert die Weiterleitung von Datagrammen für
20
Nichtlokales Quellrouting
Quellrouten. 1 aktiviert die Weiterleitung; 0 deaktiviert die Weite
Gibt Richtlinienfilter an, die aus einer Liste aus IP-Adresse/Maske
bestehen, die Ziel/Maske-Paare für die Filterung nicht lokaler Que
21
Richtlinienfiltermasken
angeben. Jedes über die Quellroute gesendete Datagramm, für d
des nächsten Abschnitts keinem Filter entspricht, wird vom Client
Max. DGGibt die maximale Datagrammgröße an, die der Client zusammen
22
Reassemblierungsgröße
Der Minimalwert ist 576.
Gibt die Standardgültigkeitsdauer (Time-to-live, TTL) an, die der
Standard-IP23
ausgehende Datagramme verwendet. Der Wert für das Oktett en
Gültigkeitsdauer
Zahl zwischen 1 und 255.
Pfad MTUGibt das Zeitlimit in Sekunden für veraltende Pfad-MTU (Maximum
24
Alterungszeitüberschreitu
Unit)-Werte an (wird durch den in RFC 1191 definierten Mechanis
ng
Gibt eine Tabelle mit MTU-Größen an, die bei der Ermittlung der P
25
Pfad-MTU-Plateautabelle gemäß RFC 1191 verwendet werden soll. Die Tabelle ist aufsteige
sortiert. Der Mindest-MTU-Wert ist 68.
In der folgenden Tabelle werden IPParameter aufgeführt, die pro
19
IP-Layerweiterleitung
Schnittstelle festgelegt werden.
Diese Optionen wirken sich auf die
Ausführung der IP-Schicht je
Schnittstelle aus. Ein Client kann
mehrere Anforderungen, eine pro
Schnittstelle, ausgeben, um
Schnittstellen mit den
entsprechenden Parametern zu
konfigurieren.IP-Parameter je
Schnittstelle
Kennung
Optionsname
Bedeutung
Gibt die MTU-Anfragegröße für diese Schnittstelle an. Der Mindes
68.
Gibt an, ob der Client annimmt, dass alle Subnetze des Netzwerk
Clients dieselbe MTU verwenden wie das lokale Subnetz, mit dem
27
Alle Subnetze lokal
verbunden ist. 1 zeigt an, dass alle Subnetze dieselbe MTU verwe
an, dass der Client annehmen soll, dass einige Subnetze mögliche
MTUs aufweisen.
28
Broadcastadresse
Gibt die Broadcastadresse an, die im Subnetz des Clients verwen
Gibt an, ob der Client ICMP (Internet Control Message Protocol) f
Subnetzmaskenanfragen verwenden soll. 1 zeigt an, dass der Clie
29
Maskensuche durchführen
Maskenanfragen durchführen soll; 0 zeigt an, dass der Client kein
Maskenanfragen durchführen soll.
Gibt an, ob der Client mittels ICMP auf Subnetzmaskenanforderun
30
Händleroption für Maske soll. 1 zeigt an, dass der Client antworten soll; 0 zeigt an, dass d
antworten soll.
Gibt an, ob der Client Routeranfragen gemäß der in RFC 1256 de
Suchmethode durchführen soll. 1 zeigt an, dass der Client Router
31
Routersuche durchführen
durchführen soll; 0 zeigt an, dass der Client keine Routeranfragen
soll.
32
Routeranfrageadresse
Gibt die IP-Adresse an, an die der Client Routeranfragen übermitt
Gibt die Liste der IP-Adresspaare an, die die statischen Routen ke
der Client in seinem Routingcache installieren soll. Doppelte Rout
33
Statische Routenoption
demselben Ziel werden in absteigender Reihenfolge oder nach Pri
aufgeführt. Die Routen werden als Ziel/Router-Adresspaare ange
Standardroute 0.0.0.0 ist ein ungültiges Ziel für eine statische Ro
In der folgenden Tabelle werden
Parameter der Sicherungsschicht,
die pro Schnittstelle festgelegt
werden, aufgelistet. Diese Optionen
wirken sich auf die Ausführung der
Sicherungsschicht je Schnittstelle
aus.
Parameter der
Sicherungsschicht je
Schnittstelle
Kennung
Optionsname
Bedeutung
26
MTU-Option
34
Nachspanneinkapselung
Gibt an, ob der Client die Verwendung eines Nachspanns (RFC 98
soll, wenn er das ARP-Protokoll verwendet. 1 zeigt an, dass der C
soll, einen Nachspann zu verwenden; 0 zeigt an, dass der Client k
Nachspann verwenden soll.
35
36
ARPCachezeitbeschränkung
Gibt das Zeitlimit in Sekunden für ARP-Cacheeinträge an.
Etherneteinkapselung
Gibt an, ob der Client die Einkapselung von Ethernet, Version 2, (
894) oder von IEEE 802.3 (gemäß RFC 1042) verwenden soll, we
eine Ethernet-Schnittstelle handelt. 1 zeigt an, dass der Client die
gemäß RFC 1042 verwenden soll; 0 zeigt an, dass der Client die E
gemäß RFC 894 verwenden soll.
In der folgenden Tabelle sind TCPParameter aufgeführt. Diese
Optionen wirken sich auf die
Ausführung der TCP-Schicht je
Schnittstelle aus.
TCP-Parameter
Kennung
Optionsname
Bedeutung
TCPGibt die Standard-TTL an, die der Client beim Senden von TCP-Se
Standardgültigkeitsdauer verwenden soll. Der Mindestwert des Oktetts ist 1.
Gibt an, wie lange (in Sekunden) der Client warten soll, bevor er
Alive-Meldung über eine TCP-Verbindung sendet. 0 zeigt an, dass
38
"Keep-alive"-Intervall
dann Keep-Alive-Meldungen über Verbindungen senden soll, wen
von einer Anwendung angefordert wird.
Gibt an, ob der Client TCP-Keep-Alive-Meldungen mit einem Date
"Keep-alive" von
Oktett senden soll, um die Kompatibilität mit älteren Implementie
39
Datenfragmenten
sicherzustellen. 1 zeigt an, dass ein Datenfragment-Oktett gesen
0 zeigt an, dass kein Datenfragment-Oktett gesendet werden soll
In der folgenden Tabelle sind
Parameter der Anwendungsschicht
aufgeführt. Diese Optionen werden
verwendet, um Anwendungen und
Dienste zu konfigurieren.
Parameter der
Anwendungsschicht
Kennung
Optionsname
Bedeutung
37
40
NIS-Domänenname
41
NIS-Server
42
NTP-Server
¹ Liste ist nach Priorität
sortiert.
Die folgenden Optionen stehen für
herstellerspezifische Informationen
zur Verfügung.
Kennung
Optionsname
Gibt den Namen der NIS (Network Information Service)-Domäne
Zeichenfolge an.
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für NIS-Server an, die dem Client
stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für NTP (Network Time Protocol)dem Client zur Verfügung stehen.¹
Bedeutung
43
Herstellerspezifische
Information
Binärinformationen, die von Clients und Servern verwendet werde
herstellerspezifische Informationen auszutauschen. Server, die di
Informationen nicht interpretieren können, übergehen diese Optio
diese Informationen nicht erhalten, versuchen, den Betrieb ohne
aufzunehmen.
NetBIOS über TCP/IP
Kennung
Optionsname
Bedeutung
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für NetBIOS-Namenserver
an.¹
NetBIOS über TCP/IP
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für NBDD (NetBIOS Datagram Dis
45
NBDD
Server an.¹
Ermöglicht, dass konfigurierbare NetBIOS über TCP/IP-Cli
46
WINS/NBT-Knotentyp RFC 1001/1002 konfiguriert werden können, wobei gilt: 1=
2=p-Knoten, 4=m-Knoten und 8=h-Knoten.
NetBIOSGibt eine Zeichenfolge an, die der NetBIOS über TCP/IP47
Bereichskennung
Bereichskennung für den Client gemäß RFC 1001/1002 en
X WindowGibt eine Liste mit IP-Adressen für X Window-Schriftartenserver a
48
Systemschriftart
Client zur Verfügung stehen.¹
Gibt eine Liste mit IP-Adressen für X Window-Anzeigeserver an, d
49
X Window-Systemanzeige
zur Verfügung stehen.¹
¹ Liste ist nach Priorität
sortiert.
DHCP-Erweiterungen
Kennung
Optionsname
Bedeutung
44
WINS/NBNS-Server
Erneuerungszeitraum
(T1)
59
DHCPDISCOVER-Paket
Gibt den Zeitraum (in Sekunden)
von der Adresszuweisung bis zu
dem Zeitpunkt an, an dem der
Neubindungszustand des Clients
beginnt. Wenn die Lease abläuft,
muss der Client die Verwendung der
IP-Adresse sofort beenden und
damit beginnen, eine neue Lease
auszuhandeln.
58
Gibt den Zeitraum (in Sekunden) von der Adresszuweisung bis zu
an, an dem der Erneuerungszustand des Clients beginnt.
Neueinbindungszeitraum (T2)
Anhang B: Messung der Windows NT 4.0-Serverleistung
Dieser Anhang enthält
Informationen zur Messung der
Serverleistung, einschließlich der
Angaben zur Serverhardware, die
für die Tests verwendet wurde.
Die Leistung des DHCP-Servers
wurde auf einem Compaq Proliant
5500-Server gemessen. Der
Computer weist folgende Hardware
auf:

200 MHz Pentium
ProDoppelprozessors
ystem mit 512 KB
L2-Cache
 256 MB
Arbeitsspeicher
 Hardware-Raid 0
über acht 2 GBDatenlaufwerke Gesamtdatenspei
cher = 16 GB
 Betriebssystem
Windows NT
Server auf einem
4 GB-Datenträger
 Netzwerk:
100base Tx Fast
Ethernet
 NIC: Compaq
Dual Netflex3
Der Pfad der DHCP-Datenbank
wurde geändert, so dass sie sich auf
Raid-Laufwerk D: befindet. Der Pfad
der DHCP-Datenbanksicherung
wurde geändert, so dass sie sich
ebenfalls auf Raid-Laufwerk D:
befindet.
Dem Server gegenüber wurden 100
Clients lediglich simuliert. Die
Clients forderten wiederholt eine
neue Lease mit einer neuen
Hardwareadresse an oder forderten
die Erneuerung der Lease mit einer
alten IP-Adresse an. Das Verhältnis
der Anforderungen nach
Neuerstellung (DISCOVER) bzw.
Erneuerung (REQUEST) betrug
innerhalb des Testzeitraums 4:1.
Die Überwachungsprotokollierung
war aktiviert, und die
Konflikterkennung war deaktiviert.
Der Test wurde während eines
Zeitraums von 12 Stunden
durchgeführt. In der folgenden
Tabelle ist die Anzahl der
erneuerten und neuen Leases
aufgeführt, die vom Server
ausgegeben wurden:
Zeit (in Stunden)
Anzahl der erhaltenen und erneuerten
Leases
11:00
0
12:00
61740
13:00
123420
14:00
185460
15:00
247320
16:00
308100
17:00
370020
18:00
431580
19:00
493020
20:00
554640
21:00
615960
22:00
677100
23:00
737340
Im folgenden Test wurden die
Clients dem Server gegenüber
lediglich simuliert. Gemessen wurde
die durchschnittliche Anzahl der
ACK-Meldungen, die pro Minute vom
Server ausgegeben wurden. In
diesem Versuch wurden insgesamt
10.000 Leases erneuert bzw. neu
ausgegeben. Das Verhältnis der
Anforderungen nach Neuerstellung
(DISCOVER) bzw. Erneuerung
(REQUEST) betrug nun 1:4.
Durchschnittliche Anzahl der Leases,
Gesamtzahl der
die pro Minute vom Server bei 10.000
Bereiche
erneuerten oder neuen Leases
ausgegeben wurden.
2
960
100
960
1000
960
10000
960
20000
960
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